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DOKUMENTATION

HEIMAT N째 4_3842


INDEX Seiten 2+3 Analyse

Seiten 4+5 Konzept

Seite 6 Begründung

Seite 7 Zielgruppe

Seite 8 Positionierung

Seite 10 Stil

Seite 11 Werbemittel Zeitplan

ANALYSE Wir haben alle eine Vorstellung von Heimat und doch können wir den Begriff nicht wirklich fassen. Erst recht wenn es darum geht, jemandem zu erklären was Heimat eigentlich ist, stösst man an seine Grenzen.

Die HSA Luzern meint hierzu: «Ist Heimat ortsbezogen oder gehören auch Beziehungen, Gewohnheiten und Rituale dazu? Kann man Heimat mit dem aktuellen Wohnort gleichsetzen? Laut Duden ist Heimat «wo jemand zu Hause ist; Land, Landesteil oder Ort, in dem man (geboren) aufgewachsen ist oder ständigen Wohnsitz gehabt hat und sich geborgen fühlt oder fühlte.» Weiter fügt der Duden hinzu: «Wird oft angewandt, um eine besonders gefühlsbetonte Stimmung auszudrücken oder zu erwecken.» Mit dieser Definition spricht der Duden Heimat einen Ort an, an dem man im Verlaufe des Lebens für eine längere Zeit gewohnt hat. Offen bleibt die Frage, wie weiträumig dieser Ort abgesteckt wird. Mit der Geborgenheit, die man an diesem Ort erleben muss, um Heimat zu erfahren, deutet diese Definition die emotionalen und sozialen Komponenten von Heimat an. Sie geht jedoch nicht weiter auf soziale Beziehungen ein. Gerade die soziale Vernetzung ist es aber, die für viele Menschen einen wichtigen Teil der Heimat ausmachen. Einige stellen sich gar auf den Standpunkt, dass das Heimatgefühl nicht an einen Ort gebunden ist, sondern aus Beziehungen zu Menschen und aus konkreten Lebensbedingungen, die Glücksgefühle erzeugen, heranwächst.» (1

Ich persönlich wage zu behaupten:

«HEIMAT IST EIN GEFÜHL ».

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Seite 12 Quellen


Die HSA Luzern fügt weiter hinzu: «Während es keine allgemeingültige Definition von Heimat gibt, sind sich doch die meisten Wissenschafter darüber einig, dass Heimat eine territoriale Einheit eines subjektiv erlebten Raumbereiches ist, mit dem der Mensch eine besondere Verbundenheit empfindet. In der Regel entsteht diese Verbundenheit durch Traditionen, spezifische Lebensbedingungen und prägenden Erfahrungen, die in der Kindheit und Jugend gemacht wurden. Der subjektiv erlebte Raumbereich ist im engeren Sinne die Landschaft und die Siedlungsform, in der der Mensch zur Persönlichkeit heranwächst und seine ersten entscheidenden sozialen Beziehungen und Bindungen knüpft.»

«HEIMAT IST DORT, WO MAN SICH WOHL FÜHLT». «Das Erleben eines Heimatgefühls gibt Sicherheit, Schutz und Geborgenheit. Heimat ist auch die soziale Umwelt, in der sich jemand heimisch fühlt und mit der sich jemand identifizieren kann. Sie bietet Orientierung im gesellschaftlichen Zusammenleben. Daher erstaunt es nicht, dass der Begriff der Heimat auch im Zeitalter der fortschreitenden Globalisierung nicht an Aktualität verloren hat.» (2 Denn dort, wo man sich wohl fühlt, dort ist Heimat.

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KONZEpT Was man dem Einleitungstext entziehen kann ist, dass Heimat ein Gefühl ist. Obwohl sich Herr und Frau Schweizer grundsätzlich zu Hause wohlfühlen, würden viele nicht Nein sagen, wenn ihr trautes Heim am Meer liegen würde. Ich wage sogar zu behaupten: Einige Schweizer würden gerne Kind und Kegel einige Kilometer in den Süden verschieben und sich dort dann immer noch wunderbar zu Hause fühlen. Auf der anderen Seite sind wir Schweizer sehr verwöhnte Gewohnheitstiere, die sich im Ausland nicht so schnell zufrieden geben. Erst recht, wenns ums heissgeliebte Essen oder um andere selbstverständliche Dinge geht.

SIEbENuNDZWANZIG Mit «Siebenundzwanzig» möchte ich jene Bedürfnisse abdecken, die entstehen, wenn man nach ein paar Monaten im neuen Heim in der Ferne merkt, dass doch einige Dinge, wie Essen, Hygiene, Häuserbau, Sprache, Währung, Einkaufen anders sind. Siebenundzwanzig – ein Projekt, das momentan mitten in der Bauphase steckt und 80 Kilometer Südöstlich von Pachino (Sizilien IT) eine Insel errichtet, um darauf einen 27. schweizer Kanton zu gründen. Schweizerinnen und Schweizer, aber auch Auswärtige mit Fernweh werden ab März 2013 die Möglichkeit haben, ein auf dieser Insel gelegenes Grundstück zu ihrem Eigenen zu machen und in den neuen Kanton umzuziehen. Gleichzeitig wird es auf der Insel Ferienwohnungen sowie diverse Hotels für diejenigen geben, die von schweizer Qualität Urlaub machen wollen.

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Die Bewohner und Urlauber auf der Insel werden einerseits das südliche Klima direkt am Meer, andererseits aber auch Schweizer Topqualität, was die Verkehrs- , Hygiene- und Konsumverhältnisse betrifft, geniessen können. Auf der Insel werden selbstverständlich typische schweizer Läden, wie Coop, Mirgos, Manor und typische schweizer Restaurants vorhanden sein. Wer sich nicht eine neue Sprache aneignen möchte um sich in den Ferien resp. im neuen Heim zu verständigen, ist bei uns genau richtig. Denn auf der Insel spricht man selbstverständlich Schweizerdeutsch und bezahlen tut man mit schweizer Franken. Also kein lästiges Geldwechseln und umrechnen von Währungskursen.

«DIE INSEL IST SELbSTTRAGEND». Das heisst: Es sind verschiedenste Geschäfte und Dienstleister vorhanden beidenen die Bewohner arbeiten aber auch konsumieren können. Trotz der Selbstständigkeit werden gewisse Güter wie Fleisch und Milchprodukte vom Schweizer Festland importiert. Das Projekt wurde bereits im Frühjahr 2010 vorgestellt und in den vergangenen eineinhalb Jahren mehrere Male politisch diskutiert. In verschiedenen nationalen sowie internationalen Zeitschriften wurde darüber berichtet. Für mich ist wichtig: Ich werde nicht das Design und Erscheinungsbild der Insel an sich, sondern das Logo und die gesamte Kommunikation der Insel gestalten. Aber dazu mehr unter dem Kapitel «Werbemittel».

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Begründung Ich habe mich für diesen Kunden entschieden, weil es mir in erster Linie darum ging, eine interessante Arbeit gestalten zu dürfen. Für ein 08/15-Kunde sind die Möglichkeiten eingeschränkt deshalb hab ich mir bereits bei der Kundensuche sehr kreative Möglichkeiten überlegt. Der Enscheid, eine Insel zu schaffen, wohin Leute auswandern und ihre neue Heimat finden können, ist mir sehr leicht gefallen, weil ich mich damit gut identifizieren kann. Denn häuffig, wenn ich selber im Urlaub bin, stelle ich fest, dass Essen, Hygiene qualitativ überhaupt nicht hochstehend sind. Ich bin oft enttäuscht. Gerade, wenn ich in einem All-Inclusive-Hotel Ferien mache, wüsche ich mir feines Essen und hygienische Hotelanlagen, auch wenn ich mich irgendwo weit weg im Süden befinde.

«Auf und davon» TV-Sendungen, wie «Die Auswanderer», «Auf und davon» oder «Goodbye Deutschland» berichten täglich darüber, dass sich Auswanderer vor Ort meistens doch nicht wohl fühlen und lieber wieder in das alte Zuhause fahren möchten. Dass die Leute nach kurzer Zeit am neuen Ort auf einmal bemerken, dass man da ja eine andere Sprache spricht und dass das Essen überhaupt nicht dem Geschmack entspricht. Aus diesem Grund habe ich mich für meinen Kunden entschieden. «Siebenundzwanzig» soll endlich Auswanderer und Urlauber willkommen heissen und ihnen trotz Meer, Palmen und tropischem Klima, auch das geben, was sie sich gewohnt sind.

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Zielgruppe Mit «Siebenundzwanzig» spreche ich in erster Linie zwei Menschengruppen an. Einerseits die, die in den Urlaub fahren aber nicht auf die geliebte Schweizer Qualität verzichten möchten. Andererseits Auswanderer, die zwar am Meer bei tropischen Verhältnissen aber unter Schweizer Qualitätsumständen leben möchten. Unten aufgelistet: das Zielpublikum in Stichworten.

SCHWEIZER-/INNEN AUSWANDERER Urlauber PENSIONIERTE GESCHÄFTSLEUTE FAMILIEN QUALITÄTSLIEBHABER PAARE WOHLHABENDE

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POSITIONIERUNG Im Vergleich zu anderen Inseln und Destinationen bietet «Siebenundzwanzig» ein Paket an, welches dem Schweizer Bürger gefällt. Nebst dem Meer, den Palmen und dem tropischen Klima findet der Besucher auf der Insel alles, was das Herz begehrt, aber so, wie er es aus seiner ursprünglichen «Heimat» kennt. Dies bietet bisher nur «Siebenundzwanzig» an.

WIRtschaftlich «Siebenundzwanzig» gliedert sich irgendwo zwischen Urlaubsdestinationen, Arbeitgeber und einem tatsächlichen schweizer Kanton an und soll ein gewisses Schweizer Publikum aber auch Ausländer ansprechen. Jeder, der zu «Siebenundzwanzig» will, ist willkommen.

SOZIOKULTURELL Menschen, die gerne reisen, gerne in den Urlaub fahren, und solche, die in einem tropischen Klima glücklicher wären. Willkommen sind Schweizer, aber auch Menschen aus allen anderen Ländern. Denn unser Qualitätsstandard kommt ja nicht nur bei den Schweizern gut an.

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Die Konkurrenzsituation ist angenehm. Wie bereits erwähnt bietet «Siebenundzwanzig» etwas neues, was es so noch nicht gab. Darum gibt es wenige direkte Metbewerber auf dem Markt, die den Wettbewerb spannend machen könnten. In einigen lukuriösen Feriendestinationen, im Ausland sowie in Ferienorten in der Schweiz finden sich indirekte Mitbewerber. Natürlich erlaube ich mir diverse Aspekte von Mitbewerbern abzuschauen und für «Siebenundzwanzig» besser zu

Destinationen Mallorca Ibiza Sardinien Sizilien

Kantone/Ortschaften Graubünden Jura Genf

Stadt in der Stadt-Systeme Flughafen Hamburg New Berne Roche Basel Palm Islands

SONSTIGE Bristol (Stadt mit eigener Währung) Diverse Aussteiger-Bauernhöfe The Shard (Multikomplex – London) Palm Islands (Ganzes Stadtviertel – Dubai)

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STIL Ich gehe bei der Kommunikation des Projektes davon aus, dass 3/4 der Schweizer Bürgerinnen und Bürger schon davon gehört oder gelesen haben, da es ja verschiedene politische sowie journalistische Beiträge über das Projekt gab. Ich gehe auch davon aus, dass sich jeder, der davon gelesen hat sich bereits ein eigenes Bild von der Insel gemacht hat und weiss, wie sie aussieht. Mit dem Erscheinungsbild soll also «nur» noch das bereits Gehörte hervorgerufen und das individuell entstandene Bild fertiggemalt werden. Folgende Adjektive beschreiben die Tonalität:

Lebendig EDEL Erstklassig FRisch QUALITATIV HOCHSTEHEND Farbig SONNIG Hell

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Werbemittel Um unsere Idee an den Kunden zu bringen verwenden wir verschiedene Werbemittel, die crossmedial verknüpft sind. Uns ist wichtig, dass sich der Interessent über konventionelle sowie moderne Kanäle detailiert informieren und sogar direkt buchen kann.

BROSCHÜRE Viele von uns nehmen gerne etwas in die Hand und schauen sich die Angebote in aller Ruhe an.

WEBSITE Für das jüngere Publikum, aber auch ältere kann das Angebot übers Web angesehen werden.

MEGAPOSTER Dies soll ein Hingucker sein und die Lust aufs Auswandern und Ferien machen wecken.

Zeitplan Vormittag

Nachmittag

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Konzeption und Ideensuche Gesamtheit

Logotype: Entwürfe und Reinzeichnung

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Megaposter: Entwurf, Reinzeichnung

Broschüre: Entwurf, Reinzeichnung

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Website: Konzeption, Umsetzung

Realisation: Entwurf, Reinzeichnung, Pufferzone

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Alle Medien überprüfen, aufbereiten

Präsentation erstellen und üben

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Quellenangaben Bilder Bild Cover – Landschaft http://www.gettyimages.ch/detail/foto/beautiful-woman-in-nature-walking-away- from-the-lizenzfreies-bild/106062154 Bild Seite 3 – Hausweg http://www.gettyimages.ch/detail/foto/car-trip-through-rural-landscape-with-moun tains-lizenzfreies-bild/121111473 Bild Seite 4/5 – Landschaft http://www.gettyimages.ch/detail/foto/backlit-trees-and-meadow-in-springtime-stock- fotografie/82655477 Bild Seite 7 – Strandhaus http://www.gettyimages.ch/detail/foto/young-couple-embracing-on-porch-of-home- stock-fotografie/125770247 Bild Seite 8 – Landschaft http://www.gettyimages.ch/detail/foto/beautiful-woman-in-nature-standing-in-a-gras sy-field-lizenzfreies-bild/106062159 Bild Seite 10 – Landschaft http://www.gettyimages.ch/detail/foto/beautiful-woman-standing-in-grassy-field- looking-out-lizenzfreies-bild/106062153

Texte 1 2 –

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Einleitungstext S. 2 Einleitungstext S. 3 Diverse Zitate Analyse

http://www.fumetto.ch/05/pdf/heimat.pdf http://www.fumetto.ch/05/pdf/heimat.pdf Duden

Matthias Guggisberg | 4_3842

Dokumentation // Praktische Abschlussprüfung Matthias Guggisberg  

Grafiker 2012 - Bern

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