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Oktober 2011

ScieNews Das Magazin der btS

btS aktuell

Wissenschaft

FuĂ&#x;ball, Regen und jede Menge SpaĂ&#x;

CO2-Nutzung - die biologische Perspektive


Your Life Sciences Career.

Let‘s Start it!

Biowissenschaften I Chemie I Pharmazie I Medizin

Firmenkontaktmesse Viele Firmen – Ein Weg – Dein Job

ScieCon NRW 2011 26. Oktober - Audimax Ruhr-Universität-Bochum

ScieCon NRW 2011

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Editorial

ScieNews Das Magazin der btS Liebe Leser, in dieser Ausgabe steht der 15. Geburtstag der btS im Mittelpunkt. So blicken wir auf die Anfänge der btS zurück und geben zugleich einen Einblick in die Entwicklung des Vereins. Natürlich berichten wir wie immer auch über interessante btS-Projekte sowie über Spannendes aus Studium, Wissenschaft und Beruf. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Euer Feedback! Euer ScieNews-Team

Das Wichtigste im Überblick Fußball, Regen und jede Menge Spaß Rückblick auf das ScieKickIn München 2011..........................................................................4 Der Missing Link 15. Geburtstag der btS......................................................................................................5 NRW im Herbst Ausblick auf das kommende Wintersemester........................................................................8 Dem Verbrechen auf der Spur Rückblick auf die Vortragsreihe ‚MordsInteresse‘ der btS Münster..............................................9 Die btS streckt ihre Fühler aus Vorstellung der Kölner Runde............................................................................................10 Think European! Vorstellung des Young European Biotech Networks...............................................................11 Anleitung zum Semesterflop Wie Dein Studium garantiert zur Stresshölle wird.................................................................12 CO2-Nutzung - die biologische Perspektive Rückblick auf einen Kongress der BIOCOM.........................................................................13 Nach dem Doktor ist vor dem Master Der Weg vom Vertriebsspezialist zum Mikroskop-Entwickler..................................................14 Schluss (mit lustig)...........................................................................................................15

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Fußball, Regen und jede Menge Spaß Rückblick auf das ScieKickIn München 2011 Roman Schubert, ScieNews Trotz des mittlerweile schon traditionell schlechten Wetters ließen sich die Teilnehmer des vierten ScieKickIns, dem Life Sciences Fußballturnier der btS München, den Spaß nicht nehmen. Für die Siegermannschaft der Allstars München war es gleichzeitig auch die Premiere auf dem Turnier.

denten der Technischen Universität setzte sich nach einem packenden Finalspiel im Neunmeterschießen gegen das Team der MorphoSys AG durch. Erstmals wurde in diesem Jahr neben dem Wander- und Fairnesspokal auch ein Torschützenpokal verliehen, welcher an Leonard Kirchfeld aus dem Team der MagiCalins ging.

Regen – natürlich! So oder so ähnlich müssen wohl die Teilnehmer und Organisatoren des vierten ScieKickIns, dem Life Sciences Fußballturnier der btS, gedacht haben, als sich am 21. Juli pünktlich zum Beginn der Veranstaltung die Schleusen öffneten. ScieKickIn und gutes Wetter, das passt offenbar einfach nicht zusammen. Trotzdem ließen sich die Teilnehmer den Spaß nicht verderben. „Mit insgesamt 16 Mannschaften fand das Turnier dieses Jahr wieder in Vollbesetzung statt“, berichtet Ronny Müller, 1. Vorsitzender der btS München, stolz. So lieferten sich neun Life Sciences Firmen, sechs wissenschaftliche Gruppen sowie eine von der Geschäftsstelle München besetzte btS-Mannschaft spannende Spiele um den Turniersieg. Der begehrte Wanderpokal für den Sieger ging am Ende an eine Mannschaft, die zum ersten Mal am ScieKickIn teilnahm: Das Team der Allstars München, besetzt von Wirtschaftsstu-

Siegermannschaft Allstars München

Am Ende zeigte sich das Wetter versöhnlich: Zur Siegerehrung ließ sich die Sonne dann doch noch blicken. So konnten die Teams, Helfer und Organisatoren den Tag in gemütlicher Runde bei einem kühlen Bier und etwas Sonnenschein ausklingen lassen. Und wie schon in den letzten Jahren galt nur ein Punkt als besonders verbesserungswürdig: das Wetter. Mehr Informationen und Fotos findet Ihr unter www.ScieKickIn.de.

Die teilnehmenden Mannschaften des ScieKickIns München 2011

4 l Oktober 2011

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Der Missing Link 15. Geburtstag der btS Jan-Hendrik Sachs, ScieNews Die btS ist zurzeit an 25 Hochschulstandorten in ganz Deutschland zu Hause. Aktuell engagieren sich über 800 Studenten und Doktoranden und lernen dabei viel für ihr Studium, ihren Beruf und auch fürs Leben generell. In diesem Herbst wird die btS 15 Jahre alt. Wie kam es zu ihrer Gründung und was passierte in den 15 Jahren danach?

„1996 in Köln gegründet“ heißt es kurz und knapp in der Biografie der btS. Mitten in den Neunzigern, als die meisten der aktiven Mitglieder von heute gerade zur Schule gingen, als das Internet aus dem Kreißsaal kroch und alle Welt gespannt auf den Aufwind der Biotechnologie-Branche schaute, fiel der Startschuss für Deutschlands größte Life Sciences Studenteninitiative.

BioRegio-Wettbewerb des Jahres 1996 bündelte sich dieses Engagement in der Life Sciences Studenteninitiative btS. Herausragendes Element des Wettbewerbsbeitrags war, dass Studenten und Doktoranden aus Köln und Düsseldorf den ‚missing link‘ zwischen den Hochschulen auf der einen und Unternehmen auf der anderen Seite darstellten. Denn enge Kontakte zwischen Studenten und ihren späteren Arbeitgebern nützen beiden Seiten. Von Anfang an. Das damalige Ziel der Gründungsmitglieder ist auch heute noch gültig: Die btS möchte eine Brücke zwischen Theorie und Anwendung schlagen und gleichzeitig Studenten schon während des Studiums das nötige Praxiswissen vermitteln.

btS trifft den Geschmack

Yannick Flaskamp

Über 200 Veranstaltungen pro Jahr

Die universitäre Ausbildung stützte sich schon immer stark auf fachliche Kompetenzen, mögliche Berufsperspektiven und Soft Skills sind aber seit jeher kaum vertreten. Sich gut auf das Leben nach dem Studium vorzubereiten, erforderte also schon immer viel Eigeninitiative. Mit der Teilnahme der nordrhein-westfälischen Landesinitiative Bio-Gen-Tec NRW am

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Schon im Sommersemester 1997 fanden in Köln und Düsseldorf Vortragsreihen mit hochkarätigen Referenten aus Industrie und Verbänden statt. Zudem steigerte die BTS (damalige Schreibweise) mit Messe- und Kongressauftritten ihren Bekanntheitsgrad in Nordrhein-Westfalen und dank erster Beiträge in überregionalen Medien allmählich auch in ganz Deutschland. Von Anfang an war geplant, die Initiative auch an anderen Hochschul­ standorten zu etablieren. So wurden 1998 zum Beispiel Geschäftsstellen in Bochum und Münster gegründet. Oktober 2011 l 5


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An der Ruhr-Universität Bochum setzte die btS im Sommer 1999 ihren nächsten großen Meilenstein: die allererste ScieCon. Die Idee, eine Firmenkontaktmesse speziell für die Life Sciences zu veranstalten, stieß sowohl bei Unternehmen als auch bei den Studenten und Doktoranden selbst auf großes Interesse. Den Charme dieses Konzeptes macht wie bei allen btS-Veranstaltungen das Motto ‚Von Studenten. Für Studenten‘ aus. Denn alle, die sich engagieren, tun das zum Spaß in ihrer Freizeit. Dass man bei der eigenverantwortlichen Organisation und Durchführung jede Menge lernt, ist da mehr als ein angenehmer Nebeneffekt. Das hat sich auch bei allen späteren Firmenkontaktmessen der btS nicht geändert – am 26. Oktober 2011 findet bereits die 18. ScieCon statt, wieder in Bochum und wie inzwischen jedes Jahr zu Beginn des Wintersemesters. Weiterhin gab es ScieCons auch schon in Berlin, Freiburg und München.

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zu planen und auch um die Mitglieder- und Delegiertenversammlung abzuhalten. Heute sieht das etwas anders aus: dass zu btS-Wochenenden mehr als 150 Mitglieder anreisen, ist keine Seltenheit mehr. Aus den überregionalen, vereinsinternen Treffen hat sich ein Großevent entwickelt, das den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit gibt, sich gegenseitig kennenzulernen. Denn dank eines abwechslungsreichen Workshop-Programms, durchgeführt in enger Zusammenarbeit mit langjährigen Kooperationspartnern, bieten sich auch ausgezeichnete Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum Knüpfen von Kontakten. Die bundesweite Zusammenkunft, die jedes Semester an einem anderen Ort stattfindet, wird aber vor allem auch zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Projekten genutzt. Derzeit gibt es ein gutes Dutzend bundesweiter Teams, die sich von der Planung anstehender Großevents wie der ScieCon über Strategieentwicklung bis hin zu den ScieNews intensiv den verschiedensten Aspekten der btS widmen.

ScieCon München 2011

Die Idee der btS verbreitete sich von NordrheinWestfalen aus allmählich in ganz Deutschland. Jedes Jahr kamen neue Standorte hinzu. Die Geschäftsstellen organisieren Veranstaltungen überwiegend in Eigenregie – Vortragsreihen, Podiumsdiskussionen und Workshops an der Hochschule sowie Exkursionen zu Unternehmen und Forschungsinstituten. Viele überregionale Projektteams und das einheitliche, unverwechselbare Corporate Design verdeutlichen die enge bundesweite Vernetzung. Zu btS-Wochenenden, dem zentralen Event jedes Semesters, treffen sich Mitglieder aus ganz Deutschland. In den Anfangstagen war das ziemlich einfach umzusetzen – da bot schon einmal eine Ferienhütte am See ein geeignetes Umfeld, um die nächsten spannenden Projekte

6 l Oktober 2011

btS-Wochenende 1999

Heute ist die btS an 25 Hochschulstandorten aktiv. Von Freiburg bis Lübeck und von Aachen bis Dresden kann man ihr inzwischen nicht mehr aus dem Weg gehen. Die Standorte beschränken sich dabei längst nicht mehr nur auf die klassischen Unistädte: Mit Biberach kam beispielsweise 2009 der erste Fachhochschulstandort dazu. Ganz Deutschland ist allerdings nicht genug. Auch in anderen Ländern Europas gibt es ähnliche Organisationen wie die btS. 2002 wurde

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daher das Young European Biotech Network (YEBN) – ein gemeinsamer Dachverband von lebenswissenschaftlichen Studentenorganisationen in Europa – gegründet. Die btS ist hier Gründungsmitglied und spielt seitdem als eine der mitgliederstärksten Organisationen eine entscheidende Rolle. Auch der Austausch mit anderen studentischen Initiativen außerhalb der Life Sciences ist der btS wichtig: seit 2010 ist sie Mitglied der Kölner Runde – dem Zusammenschluss der größten Studenteninitiativen in Deutschland. btS-Alumni Business Coaching 2010

Alumni Business Coaching, ein Workshop-Wochenende, auf dem Alumni ihre Erfahrungen aus btS und Beruf an aktive Mitglieder weitergeben. Wenn man so will, schließt das AlumniNetzwerk den Kreis zur Gründung der btS im Jahr 1996. Denn auch Mitglieder der allerersten Stunde sind hier vertreten.

Sei dabei! Zehn Jahre später: btS-Wochenende 2009

Rund um die Intensivierung des Kontaktes zwischen Studenten, Hochschulen und Unternehmen sowie dem Vorbereiten aufs Berufsleben haben btS-Mitglieder auch viele neue Ideen entwickelt: im Sommer 2010 fand in Heidelberg der erste ScieTalk statt – ein Wissenschaftskongress, bei dem schon Studenten und Doktoranden die Möglichkeit erhalten, ihre Forschungsarbeiten vor einem fachkundigen Publikum und einer Jury mit Vertretern aus Akademie und Industrie zu präsentieren. Einem etwas anderen Aspekt des Austauschs widmet sich das Münchner ScieKickIn, das dieses Jahr bereits zum vierten Mal stattfand: Teams aus Life Sciences Unternehmen und Uni-Arbeitsgruppen begegnen sich hier ganz unkonventionell auf dem Fußballplatz. Vor einigen Jahren wurde das Alumni & FriendsNetzwerk der btS ins Leben gerufen. Der enge Kontakt zwischen ehemaligen Mitgliedern, die inzwischen mitten im Berufsleben stehen, und den gerade Aktiven wird so aufrechterhalten und gefördert – unter anderem durch das

ScieNews

Biotechnica 2011 Die Biotech-Messe in Deutschland 11. - 13. Oktober, Hannover ScieCon NRW 2011 Die btS-Firmenkontaktmesse 26. Oktober, Bochum Comm4Biotech Internationaler Life Sciences Kongress 18./19. November, Straßburg ScieTalk NRW 2011 Der btS-Wissenschaftskongress 23. November, Münster btS-Wochenende Das bundesweite btS-Treffen 25. - 27. November, Bonn YEBN Annual Meeting Das YEBN-Jahrestreffen 2. - 4. Dezember, Bologna

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NRW im Herbst Ausblick auf das kommende Wintersemester Stefanie Nühlen, ScieNews Der Herbst ist grau, träge und langweilig? Nicht unbedingt! Pünktlich zum Semesterstart ist auch die btS wieder mit einigen spannenden Veranstaltungen dabei, besonders in Nordrhein-Westfalen, dort wo die btS vor 15 Jahren gegründet wurde.

Den Auftakt bildet am 26. Oktober die Firmenkontaktmesse ScieCon NRW im Audimax der Ruhr-Universität Bochum, die bereits im letzten Jahr mit 1.300 Besuchern und 23 Ausstellern ein voller Erfolg war. Für dieses Jahr haben sich schon mehr als 20 Firmen und Verlage angemeldet. Außerdem bietet das vielseitige Rahmenprogramm interessante Vorträge, eine Case Study, Bewerbungs-Checks, ein Fotoshooting, ein Live-Bewerbungsgespräch und vieles mehr.

Yannick Flaskamp

Poster zu entdecken und zudem stehen neun spannende Vorträge auf dem Programm. Eine Jury aus renommierten Wissenschaftlern und btS-Alumni wird die Vorträge und die Poster bewerten, auch das Publikum wird in die Bewertung der Talks über ein elektronisches Wählverfahren einbezogen werden.

Yannick Flaskamp

ScieTalk Heidelberg 2010

Nahtlos geht es weiter mit dem zweiten btSWochenende dieses Jahres vom 25. - 27. November in Bonn. Auch hier kommen Wissensdurst und Spaß nicht zu kurz. Denn es sind wieder viele interessante und fürs btS-Engagement nützliche Workshops geplant. Hat Dich das neugierig gemacht? Dann findest Du weitere Informationen zur ScieCon und zum ScieTalk unter: www.ScieCon.info www.ScieTalk.btS-eV.de

Team der ScieCon NRW 2010

Weiter geht es am 23. November mit dem ScieTalk NRW im Schloss Münster. Der ScieTalk ist ein Life Sciences Wissenschaftskongress, organisiert von der btS, der bereits Studenten die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Ganz nebenbei können zudem tolle Preise gewonnen werden. Aber auch die Besucher kommen hier nicht zu kurz. Mit 25 Anmeldungen gibt es bereits zahlreiche

8 l Oktober 2011

btS-Wochenende in Pottenstein 2011

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Dem Verbrechen auf der Spur Rückblick auf die Vortragsreihe ‚MordsInteresse‘ der btS Münster Sandra Gran, btS Münster Studenten der Naturwissenschaften konnten dieses Jahr in Münster einen Einblick in das spannende Berufsfeld der Forensik und Rechtsmedizin erhalten. Im Rahmen der vierteiligen Vortragsreihe ‚MordsInteresse‘ berichteten die Referenten über Wissenschaft und Arbeitsalltag, über Vorstellung und Realität und natürlich auch über den ein oder anderen kriminalistischen Fall.

Die Tatort-Kommissare Thiel, Schenk, Ballauf… Wer kennt sie und ihre Arbeit nicht? Mit etwas Logik, dem richtigen Bauchgefühl und auch ein bisschen Glück lösen sie jeden noch so schwierigen Fall und helfen so der Gerechtigkeit auf die Sprünge. Doch was ist mit all den Spezialisten im Hintergrund, den Spurensuchern und Laboranten eines jeden Tatorts, deren Berichte stets pünktlich vorliegen? Wie sieht der Arbeitsalltag von DNA-Analytikern und Toxikologen aus? Was macht ein Biophysiker in der Kriminalistik? Und was bedeutet es beim Landeskriminalamt zu arbeiten? Diesen und weiteren Fragen widmete sich die Vortragsreihe ‚MordsInteresse – Einblicke in die Forensik und Rechtsmedizin‘ der btS Münster im Sommersemester 2011. So berichteten im Mai und Juni Referenten verschiedener Fachbereiche der Rechtsmedizin in Münster sowie ein Mitarbeiter des Landeskriminalamtes in Düsseldorf über ihren Berufsalltag. Die Vortragsreihe stieß von Anfang an auf großes Interesse, weshalb Referent und Zuhörer schon beim ersten Vortrag in einen größeren Vorlesungssaal umziehen mussten. Dort genügten Herrn Dr. Schmidt vom Institut der Rechtsmedizin in Münster schließlich nur wenige Sekunden, um die Zuhörer in seine Welt der Biophysik zu entführen. Neben erklärenden Worten zur Massenspektrometrie und deren Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel

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im Hinblick auf die Analyse von als Fesseln genutzten Klebebändern, trugen wohl auch ein paar spannende Mafiageschichten zum Erfolg des Abends bei. „Die Resonanz der Veranstaltung hat alle Erwartungen übertroffen. Die Mischung aus Wissenschaft und Kriminalfällen scheint das Publikum zu faszinieren“, berichtete Mitorganisatorin Alene Kast erfreut. Wesentlich biologischer, dabei jedoch nicht weniger interessant, gestaltete sich der darauffolgende Vortragsabend mit Herrn Dr. Köhnemann, ebenfalls in der Rechtsmedizin Münster tätig, der sich der DNA-Analytik verschrieben hat. So erfuhren die Zuhörer vieles über die Analyse sogenannter SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms), unseren genetischen Fingerabdruck, aber auch über die Problematik, verwertbare DNA-Proben zum Beispiel aus Bettlaken zu gewinnen. Schließlich schloss Frau Dr. Schürenkamp mit einem Vortrag über toxikologische Untersuchungen den Beitrag der Rechtsmedizin in Münster ab. Zu ihrem Aufgabenfeld zählen dabei neben unrechtmäßig importierten Rauschgiften oder ausgeklügelt designten Modedrogen auch die Beleuchtung des Todes von mehr oder minder begabten Hobbypharmazeuten mit einem Hang zur Selbstmedikation. Das Finale der sehr erfolgreichen Vorlesungsreihe bestritt Herr Dr. Tschentscher vom Landeskriminalamt. Auch er konnte sich über die ununterbrochene Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer freuen. Angesichts seiner beängstigenden, aber gleichermaßen auch skurrilen Erlebnisse mit der italienischen Mafia im Rahmen des Falls von Duisburg, bei dem als Folge einer jahrzehntelangen Familienfehde im August 2007 sechs Personen vor einem italienischen Restaurant erschossen wurden, war dies allerdings auch nicht sehr verwunderlich. Oder hat schon einmal jemand neben einem Mafiaboss unter der Sonne Italiens in aller Seelenruhe gefrühstückt? Eben. Oktober 2011 l 9


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Die btS streckt ihre Fühler aus Vorstellung der Kölner Runde Sergej Wendler, btS Bielefeld Die btS ist seit etwa einem Jahr Mitglied der Kölner Runde, einem Zusammen­ schluss der sieben größten Studentenini­ tiativen in Deutschland, und hat in dieser kurzen Zeit schon an einigen Projek­ ten ganz nach dem Motto ‚Miteinander, fürein­ander‘ mitgewirkt.

Die Kölner Runde (KR) ist ein Zusammenschluss der größten Studenteninitiativen in Deutschland. Zusammen organisieren die Initiativen der KR über 1.500 Veranstaltungen im Jahr, sind mit knapp 200 Lokalgruppen bundesweit vertreten und vereinigen über 15.000 Mitglieder. Damit ist die KR der Inbegriff studentischen Engagements in Deutschland. Die btS hat sich letztes Jahr dazu entschlossen, Teil dieses Zusammenschlusses zu werden und ist der KR beigetreten. Neben der btS zählen das Deutsche Komitee der AIESEC e.V., der Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e.V. (BDSU), die bonding-studenteninitiative e.V., die Deutsche Sektion der europäischen Jurastudentenvereinigung e.V. (ELSA), MARKET TEAM e.V. sowie Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V. (MTP) zu den Mitgliedern.

btS

Das Ziel der KR ist es, einen für alle Seiten gewinnbringenden Austausch von Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen auf lokaler sowie nationaler Ebene zu schaffen. Außerdem soll die Anerkennung für ehrenamtliches Engagement gesteigert werden. Obwohl die btS erst seit kurzem Mitglied ist, war sie bereits Teil einiger wichtiger Entwicklungen. So wurden im letzten Jahr eine überarbeitete Satzung sowie eine neue strategische Ausrichtung verabschiedet. Zudem wurde ein Leitfaden für die lokale Zusammenarbeit ausgearbeitet, der den einzelnen Standorten Anregungen geben soll, wie Kooperationen mit anderen Initiativen initiiert werden können. Eine weitere Neuerung ist der gemeinsame Newsletter, der quartalsweise über die wichtigsten Veranstaltungen der einzelnen Initiativen informiert. Des Weiteren besteht seit diesem Jahr die Möglichkeit, dass btS-Mitglieder an Trainings der PartnerInitiativen teilnehmen. Da sich viele alltägliche Probleme der Studenteninitiativen ähneln, ergeben sich aus dem Erfahrungsaustausch zahlreiche Synergien. So ist für die Zukunft geplant, themenbezogene Treffen abzuhalten, bei denen sich die jeweiligen Arbeitsgruppen zusammensetzen und über ihre Erfahrungen austauschen können.

KR-Strategietreffen im bonding-baumhaus

10 l Oktober 2011

Mehr Informationen zur KR findest Du unter www.koelner-runde.de. Wenn Du Interesse hast, in der KR mitzuarbeiten, dann schreib an Sergej.Wendler@btS-eV.de, den btS-Vertreter für die KR.

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Think European! Vorstellung des Young European Biotech Networks Irina Epstein, YEBN Das Young European Biotech Network wurde 2002 gegründet, unter anderem durch das Engagement von btS-Mitglie­ dern. Ziel ist es, Studenten, Doktoran­ den und Absolventen der Life Sciences auf europäischer Ebene zu vernetzen und zu fördern. So wird momentan beispiels­ weise eine europäische Konferenz orga­ nisiert, die jungen Akademikern aus ganz Europa helfen soll, sich in der Berufswelt zurecht zu finden.

22:43 Uhr. „Ciao guys, I’ll send the minutes around.“ Der mir mittlerweile allzu vertraute Auflegen-Ton bei Skype ertönt, ich lege mein Headset ab und denke: „Wow, das waren wieder zwei intensive Telko-Stunden voller Ideen, Tatendrang und Internationalität!“ Und genau das zeichnet die Mitglieder des Young European Biotech Networks (YEBN) aus, das studentische Netzwerke wie die btS unter einem europäischen Schirm vereinigt. 2002 kam die Vision, junge Lebenswissenschaftler in Studium und Beruf durch eine europäische Initiative zu vernetzen und sich gemeinsam für die Life Sciences stark zu machen, erstmals auf und hat noch im selben Jahr zur Gründung des YEBN geführt. „Einige von uns hofften, auf den europäischen Biotech-Zug aufzuspringen, um auch europaweit durchzustarten, aber die meisten von uns reizte einfach nur das internationale Abenteuer“, erinnert sich Peter Bristot, btS-Alumnus und erster YEBN-Vorstandsvorsitzender. Beim YEBN wird gemeinsam an spannenden Projekten rund um die berufliche Zukunft in den Life Sciences gearbeitet. Dabei sieht sich das Netzwerk auch als Sprachrohr zwischen Studenten und jungen Berufstätigen einerseits und der Ebene der Europäischen Kommission auf der anderen Seite. Bereits auf der Youth Conference on European Life Sciences Careers

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vor zwei Jahren in Frankfurt, deren Organisation die btS übernahm, wurden Vertreter aus Akademie, Industrie und Politik an einen Tisch gebracht, um gemeinsam über einen dynamischeren europäischen Arbeitsmarkt zu diskutieren. Vor ein paar Monaten hat sich gerade wieder ein Projektteam gebildet. So haben sich btS-Mitglieder, unter anderem aus Freiburg und Heidelberg, mit französischen Kollegen von NGB (Nouvelle Génération des Biotechnologistes) unter dem Schirm des YEBN zusammengefunden, um für den 18./19. November einen Kongress zum Thema Wissenschaftskommunikation zu organisieren. „Derzeit arbeiten wir auch an einer europäischen Konferenz zum Berufsein- und aufstieg. Wir wollen dabei auf Ergebnisse von aktuellen YEBN-Projekten, wie dem iPhD (PhD-Programme, die mit der Industrie kooperieren) und der europaweiten Umfrage CiLS (Careers in Life Sciences) zwischen Studenten und Firmen zurückgreifen“, erklärt Natalia Borkowska, derzeitige YEBN-Vorsitzende. „Wir bilden gerade die Projektgruppen und brauchen noch tatkräftige Unterstützung, besonders wichtig sind uns Eure Ideen, Erfahrungen und Interessen!“

YEBN-Arbeitstreffen in Lissabon

Hast Du Lust bekommen, beim YEBN mal reinzuschnuppern oder vielleicht sogar ein europaweites Projekt zu leiten? Dann schick eine E-Mail an irina.epstein@yebn.org. Das YEBN freut sich auf Dich!

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Studium

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Anleitung zum Semesterflop Wie Dein Studium garantiert zur Stresshölle wird Stefanie Müller, Deutsche Bildung Das dunkle und arbeitsintensive Wintersemester hat begonnen. Dem allgemeinen Trend folgend stehst Du jetzt mächtig unter Druck. Daran kannst Du als Opfer der Bologna-Reform natürlich nichts ändern. Die Hochschule ist schuld und der Professor ist doof. Wir geben Dir eine ultimative Anleitung zum Semesterflop dazu. Mit welchen Mitteln kannst Du dafür sorgen, das Semester in eine Stresshölle zu verwandeln? Tipps, die garantiert funktionieren.

5. Vertröste Freunde und Familie. Für die ist auch nach dem Studium noch Zeit. Deine Mission ist die Regelstudienzeit. Soziale Kontakte haben hier keinen Platz mehr. 6. Beiß Dich immer allein durch. Deine Kommilitonen würden Dich mit ihren Eigenarten ohnehin nur aufhalten. Einsam lernt es sich am besten. 7. Aufgepasst mit Zeitfressern wie Sport oder gutem Essen. Du hast zwar gehört, Bewegung und Vitamine sorgen für wahre Energieschübe. In Wirklichkeit hältst Du das jedoch für Zeitverschwendung. Richtig so.

1. Stimm in das allgemeine Gejammer über die Studienreform ein und setze Dich schmollend in eine Ecke. Sicher wird sich jemand finden, der mitschmollt. Zieht Euch gegenseitig runter und klagt über die viele Arbeit, die das Wintersemester für Euch bereit hält. Einen besseren Start in das Semester kann es doch kaum geben.

8. Ein Referat lief etwas holprig? Ein Test wurde nur mit Note 3 bewertet? Du musst eine von fünf Klausuren wiederholen? Wir würden sagen: Deine Zukunft steht eindeutig auf dem Spiel. Sperr Dich eine Woche in Deiner Bude ein und mach Dir Vorwürfe der übelsten Art. Derart geläutert kannst Du bestimmt wieder frisch ans Werk gehen.

2. Wirf niemals einen Blick in die Prüfungsordnung. Zu viele Paragraphen. Böse Überraschungen hältst Du für ein Gerücht. Du manövrierst Dich schon durch.

9. Lass Beratungsangebote jeder Art links liegen. Die Studienberatung hilft Dir bei der sinnvollen Planung des Semesters? Dein Professor bietet regelmäßige Sprechstunden an? In der Fachschaft geben erfahrene Studenten gute Ratschläge? Das ist nichts für Dich. Jeder hat schließlich seinen Stolz.

3. Eine gute Planung ist etwas für Überängstliche. Du liebst das Risiko und die Spontanität. Sei aus diesem Grund gespannt, welche Anmeldefristen Du schon verpasst hast und welche Zweitwahl Du womöglich in Kauf nehmen musst. Alles wäre rechtzeitig übers Internet ganz einfach gewesen? Ach was. 4. Prioritäten setzen sich nur diejenigen, die nicht in der Lage sind, alles zu schaffen. Du liest grundsätzlich die komplette Literaturliste und lernst die Nächte durch. Augenringe – und zwar vom Lernen und nicht von der Studentenparty – gehören bei einem gestressten Studenten einfach dazu.

12 l Oktober 2011

Tipps zum entspannten Studieren und vieles mehr, was Studenten interessiert, findest Du auf der Facebookseite und im Newsletter der Deutschen Bildung. Das Unternehmen verknüpft eine maßgeschneiderte Studienfinanzierung mit einem Online- und Veranstaltungsangebot rund um Studium und Karriere. Mehr Informationen sind hier zu finden: www.deutsche-bildung.de Die Deutsche Bildung ist seit vielen Jahren Kooperationspartner der btS.

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Wissenschaft

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CO2-Nutzung – die biologische Perspektive Rückblick auf einen Kongress der BIOCOM Anne Löchner, btS Freiburg Die Nutzung und Verwertung von CO2, gerade im Hinblick auf den Klimawandel, ist ein globales Problem. So veranstaltete die BIOCOM Anfang Juni in Berlin den Kongress ‚CO2-Nutzung - die biologische Perspektive‘, der unter anderem auch von btS-Mitgliedern besucht wurde.

CO2 als Treibhausgas ist in aller Munde. Man hört derzeit fast täglich von dringend notwendiger Einsparung, Verkäufen von Zertifikaten und vielem mehr. Hierbei steht CO2 mittlerweile schon als Synonym für den Klimawandel. Dass CO2 nicht der Klimakiller schlechthin ist, sondern auch Innovationspotential hat, wurde bereits letztes Jahr auf einem Kongress der BIOCOM zum Thema ‚CO2 – vom Treibhausgas zum Wertstoff‘ deutlich. Da diese Veranstaltung großen Anklang fand, wurde Anfang Juni ein weiterer Kongress veranstaltet. Diesmal ging es um die ‚CO2-Nutzung – die biologische Perspektive‘. Dazu eingeladen waren Experten aus verschiedenen Branchen, welche ihre jeweiligen Forschungsansätze den knapp 80 Zuhörern, zu denen auch btS-Mitglieder aus Freiburg zählten, vorstellten. Am Vormittag wurden vor allem die Grundlagen der CO2-Fixierung in Mikroorganismen sowie deren Anwendungen präsentiert. Nach einer informativen Einführung in die Thematik folgte die Vorstellung von Projekten, so beispielsweise auch von Dr. Kerner von Strategic Science Consult, der erklärte, wie Algenanlagen an Häuserfassaden gebaut werden können, sodass selbst Privatpersonen in der Lage sind, einen Beitrag zur CO2-Fixierung zu leisten. Entscheidende Vorteile dieser Technologie sind, dass so im hauseigenen Kraftwerk Biogas zur Energiegewinnung hergestellt werden kann und zudem der Transportweg entfällt. Solche Bioreaktoren könnten sich sogar zu echten Hinguckern im Stadtbild entwickeln.

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Am Nachmittag folgten Vorträge zur Optimierung von Mikroorganismen, die durch ihre veränderten Eigenschaften dazu beitragen, den Ertrag der CO2-Fixierung zu steigern. So wurden beispielsweise Mikroalgen dahingehend gentechnisch verändert, dass sie Ethanol direkt absondern können. Dieses kann dann wiederum als Treibstoff genutzt werden, wodurch zusätzliche Produktionsschritte entfallen. Solche Ansätze sind ein wichtiger Weg, um auch große Mengen an CO2 zu verwerten. Im abschließenden Teil des Kongresses ging es vor allem um die Verwendung und Gewinnung von Biokraftstoffen, die in ihrem Verbrauch weniger CO2 ausstoßen, sowie um wirtschaftliche Herausforderungen hierbei. btS-Mitglied Nicolas Koutsoubelis aus Freiburg berichtete, dass der Kongress einen fantastischen Einblick in den vielseitigen Themenkomplex der CO2-Nutzung geboten habe. Laut ihm sei deutlich geworden, dass biotechnologische Ansätze allein den CO2-Gehalt der Atmosphäre nicht ausreichend senken könnten und CO2 deswegen gleichzeitig auch eingespart werden müsse.

Spannende Diskussionen

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Beruf

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Nach dem Doktor ist vor dem Master Der Weg vom Vertriebsspezialist zum Mikroskop-Entwickler David Spannagel, ScieNews Peter Kaiser hat an der Ruprecht-KarlsUniversität Heidelberg Molekulare Biotechnologie studiert und promovierte anschließend in der Biophysikalischen Chemie. In diesem Artikel könnt Ihr erfahren, wie sein Arbeitsalltag als Spezialist für Mikroskopie-Systeme aussieht und warum er jetzt noch ein Fernstudium begonnen hat.

Schon während seines Bachelorstudiums hat Peter seine Schwerpunkte so gewählt, dass er oft die Möglichkeit hatte, mit modernen Mikros­kopen zu arbeiten. Während seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart beschäftigte er sich mit künstlichen Zellumgebungen aus Protein­ nanofasern, die das Fibronectin der Zellmatrix imitieren, wofür er die Fluoreszenz- und Rasterkraftmikroskopie nutzte. Mittlerweile hat er eine echte Leidenschaft für die Mikroskopie entwickelt. Heute ist er Vertriebsspezialist für Mikroskopie-Systeme bei der Firma Visitron Systems in Puchheim nahe München. Wenn Forscher für ein Projekt ein neues high-end Mikroskop benötigen, ist Peter ihr Ansprechpartner. In einem ersten Gespräch schildern sie grob ihre Vorstellungen. Was sollte das Mikroskop können? Welchen Etat gibt es? Aus diesen Informationen erarbeitet er gemeinsam mit seinen Kunden eine passende Lösung. Nach einem erfolgreichen Angebot installiert er das System vor Ort und steht noch über Jahre bei Fragen zu Betrieb, Erweiterung und Instandhaltung bereit. Dabei ist er häufig unterwegs, etwa ein Drittel seiner Arbeitszeit verbringt er auf Geschäftsreisen, wobei er Einblicke in verschiedene Labore in ganz Deutschland erhält. Der Rest seiner Arbeitszeit teilt sich auf in Telefonate mit

14 l Oktober 2011

btS-Alumnus Peter Kaiser wurde nach seiner Promotion in der Biophysikalischen Chemie Spezialist für Mikroskopie-Systeme.

Kunden und Zulieferern, Besprechungen mit seinen Kollegen und Schreibtischarbeit wie Abrechnungen, Bestellungen und die Planung von neuen Mikroskopie-Systemen. Zukünftig möchte er sich noch stärker mit der Entwicklung von neuen Mikroskopie-Systemen beschäftigen, weshalb er kürzlich ein Fernstudium für einen Master in Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Optik begonnen hat. Überhaupt findet Peter das Konzept vom kontinuierlichen Lernen sehr wichtig und rät Studenten daher, ihre Praktika und Schwerpunkte den Neigungen nach zu wählen. So kann man austesten, in welche Richtung man gehen möchte und mit ein bisschen Glück findet man dann auch genau den richtigen Job. Während seines Studiums hat Peter viel in der btS bewegt. So war er nicht nur Vorstand der Geschäftsstelle Heidelberg, sondern auch mehrere Jahre im Bundesvorstand aktiv. Zudem hat er die btS während seiner Promotion im Vorstand des Young European Biotech Networks vertreten. So hat er zum Beispiel die Youth Conference on European Life Sciences Careers, die 2009 in Frankfurt stattgefunden hat, federführend organisiert.

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das ist neu

Schluss (mit lustig)

btS von A bis Z

Gutes aus der Milch Ja, es steckt viel Gutes in der Milch. Und in der Biotechnologie sowieso. Insofern vielleicht überraschend, aber weniger verwunderlich, dass man aus dem Milchprotein Casein seidenweiche Baumwoll-ähnliche Fasern herstellen kann, die dann zu schöner Kleidung verarbeitet werden können. Mehr dazu auf den Seiten von biotechnologie.de.

nicht gesucht, aber gefunden Was Schmuckes Wir stellen zwei definitive Wahrheiten fest. Erstens: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Zweitens: Wissenschaftler sind ein ganz besonderes Völkchen. Soweit die Einleitung zu einem Shopping-Tipp für die Freunde des feinen Schmuckhandwerks. Wie wäre es beispielsweise mit Ohrringen in Petrischalenform? Mit filigran herausgearbeitetem Ausstrich? Oder mit detailgetreuen Bakterien-Ohrringen? Einer DNA-Ladder-Kette? Eben allem, was das Wissenschaftlerinnen-Herz begehrt! Alles ist als Silberschmuck zu erwerben. Wirklich kein Scherz. Mehr dazu unter www.etsy.com/shop/ NBDesigns. Kleine Motivation für Forscher Wissenschaft ist hart. Meist kommt bei Experimenten nicht das heraus, was wir gerne hätten. Dann fragen wir uns, was wir schon wieder falsch gemacht haben, und ob wir doof sind. Ja, allerdings, das sind wir! Denn nach dem lesenswerten Essay ‚The importance of stupidity in scientific research‘ (Schwartz, 2008) beinhaltet Forschung immer die Konfrontation mit der eigenen absoluten Dummheit durch das beständige Stochern im Ungewissen. Die schier unendlich scheinende Unwissenheit einfach zu akzeptieren, ist demnach Grundvoraussetzung guter Forschung. Also fürs nächste Mal: anstatt „Ich bin so doof!“ einfach „Ich bin ein großartiger Wissenschaftler!“

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F wie Fünfzehn Jahre btS Das ist etwas Besonderes: die btS, Deutschlands größte Life Sciences Studenteninitiative, feiert ihr 15-jähriges Jubiläum. Eine lange Zeit, aber völlig ohne Stillstand. Seit ihrer Gründung ist die btS immer weiter gewachsen: Mitglieder, Standorte, Veranstaltungen, Ideen, Tatendrang – das wurde ständig mehr. So wie es sein soll. Die zweite Besonderheit: Dieser Lexikonartikel ist (untypisch für ein Lexikon) nur eine kurze Momentaufnahme. Denn es geht natürlich auch immer weiter: demnächst dann 16, 17, 20, 100 Jahre btS. Ohne eigenen LexikonArtikel wahrscheinlich, aber gefeiert wird trotzdem. Groß und größer. Wie immer. In der nächsten Ausgabe: G wie Geschäftsstelle

Impressum ScieNews - Das Magazin der btS Herausgeber: btS e.V. c/o Universität zu Köln Zülpicherstr. 47 50674 Köln ScieNews@btS-eV.de www.ScieNews.de Redaktion: Anna Bode, Stefanie Nühlen, David Spannagel, Jan-Hendrik Sachs, Roman Schubert Weitere Autoren dieser Ausgabe: Anne Löchner, Irina Epstein, Sandra Gran, Stefanie Müller, Sergej Wendler Bildmaterial Aachen, ScieCon NRW 2010, ScieTalk Heidelberg 2010: Yannick Flaskamp (www.yansfotos.de)

Oktober 2011 l 15


Let’s talk...

...about Life Sciences! Cutting-Edge Technologies in Molecular Life Sciences

Wissenschaftskongress Von Studenten. Für Studenten. Komm vorbei und schau, was andere forschen!

ScieTalk NRW 2011 23. November Schloß Münster 10 - 17 Uhr

ScieTalk

Mit freundlicher Unterstützung von:

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ScieNews Oktober 2011  

ScieNews - Das Magazin der btS. Vierteljährlich bestens informiert über interessante Projekte aus der btS und spannende Themen aus Studium,...