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Januar 2011

ScieNews Das Magazin der btS

Der Jahresrückblick 2010 btS aktuell

Wissenschaft

„btS ist gut für Dich“

Medical Life Sciences im Land der Elche


ScieCon – Dein Job-Enzym!

Biowissenschaften I Chemie I Pharmazie I Medizin

Firmenkontaktmesse Viele Firmen – Ein Weg – Dein Job

ScieCon München 2011 Schrannenhalle am Viktualienmarkt 2. Februar 2011, 10-17 Uhr

ScieCon

Mit freundlicher Unterstützung von:

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München 2011


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Editorial

ScieNews Das Magazin der btS Liebe Leser, ein ereignisreiches Jahr 2010 liegt hinter uns und wir als ScieNews-Team möchten die Gelegenheit nutzen, Euch allen ein gesundes und frohes Jahr 2011 zu wünschen! Natürlich berichten wir auch in dieser Ausgabe wieder über herausragende btS-Projekte sowie spannende Themen aus Studium, Wissenschaft und Beruf. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Euer Feedback! Euer ScieNews-Team

Das Wichtigste im Überblick Zum Vierzehnten nur das Beste Ein Rückblick auf das Jahr 2010...........................................................................................4 Jubel, Trubel, Schweißarbeit Rückblick auf die ScieCon NRW 2010...................................................................................6 btS rockt in der Hauptstadt Rückblick auf das btS-Wochenende in Berlin ..........................................................................7 „btS ist gut für Dich“ Aktionen der btS Braunschweig zum Beginn des Wintersemesters............................................8 Jena goes btS 25. Geschäftsstelle in Jena gegründet..................................................................................9 Wie ein zweites Zuhause Diplomarbeit in Kopenhagen.............................................................................................10 Medical Life Sciences im Land der Elche Praktikum in Schweden....................................................................................................11 Mit btS-Viren infiziert Philine Dobberthien über die btS und ihren Berufseinstieg....................................................12 Schluss (mit lustig)..........................................................................................................13

ScieNews

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Zum Vierzehnten nur das Beste Ein Rückblick auf das Jahr 2010 Jan-Hendrik Sachs, ScieNews Zwei neue Geschäftsstellen, mehr als 100 Neumitglieder sowie etliche tolle Events. Und zum ersten Mal sind die ScieNews erschienen. Alles im Jahr 2010. Ein kurzer Blick zurück und ein bisschen nach vorn.

ScieCons finden zweimal jährlich statt Die ScieCon, Deutschlands älteste und größte Firmenkontaktmesse der Life Sciences, findet zweimal im Jahr statt: Anfang des Jahres in München und zu Beginn des Wintersemesters in Bochum. 2010 ließen sich insgesamt über 2500 interessierte Studenten und Absolventen von attraktiven Ausstellern und einem informativen Rahmenprogramm begeistern. Das schreit nach einer Fortsetzung. Und so stehen auch die Termine für 2011 fest: am 2. Februar in München und am 26. Oktober in Bochum.

Yannick Flaskamp

ScieTalk Heidelberg 2010

Plattform zur Präsentation zu geben ist außergewöhnlich und kam so gut an, dass 2011 sogar gleich zwei ScieTalks stattfinden werden: in Göttingen und in Münster.

Der Ball zappelt im Netzwerk Beim ScieKickIn treffen sich Studenten, Institute und Firmen nicht im Businessumfeld, sondern auf dem Rasen und spielen zusammen Fußball. Gerade das ungezwungene, lockere Miteinander macht das Event erfolgreich und so fand das ScieKickIn München im August 2010 bereits zum dritten Mal statt.

Yannick Flaskamp

ScieCon NRW 2010 in Bochum

Studenten sind Wissenschaftler Studenten und Doktoranden sind nicht nur die Wissenschaftler von morgen, sondern auch die von heute! Beim ScieTalk Heidelberg im Mai 2010, dem ersten btS-Wissenschaftskongress von und für Studenten, wurden spannende biomedizinische Forschungsprojekte in Vorträgen und auf Postern präsentiert. Studenten diese

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ScieKickIn München 2010

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vener Nordseestrand und das im November in die pulsierende Mitte Berlins. 2011 wird die btS-Deutschlandtour zunächst nach Erlangen führen.

btS-Tüten waren begehrt

btS ABC in München

Alumni geben Erfahrungen weiter Die Alumni & Friends möchten mit ihrer langjährigen Erfahrung in der btS und inzwischen auch im Berufsleben die aktiven btS-Mitglieder in ihrer Arbeit unterstützen. Anfang September fand dazu in München das erste btS Alumni Business Coaching statt – ein WorkshopWochenende, an dem 35 btS-Mitglieder von engagierten Alumni in wichtigen Schlüsselqualifikationen gecoacht wurden. Auch diese Veranstaltung wird es 2011 noch einmal geben.

Cuxhaven und Berlin waren die Reiseziele Zwei btS-Wochenenden pro Jahr, das kennt man ja bereits. Erwähnenswert sind sie aber in jedem Fall. Denn um mit 150 btS-Verrückten zwei Tage lang Spaß zu haben und viele tolle Sachen zu lernen, nimmt man gerne auch weite Wege in Kauf. Das entspannte btS-Wochenende im Sommer führte an den Cuxha-

btS-Wochenende in Cuxhaven

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Die neuen Studenten im Oktober angemessen willkommen zu heißen ist nichts allzu Neues. Dieses Jahr wurde aber zum ersten Mal das Verteilen von Tausenden von Begrüßungstüten an den 25 Standorten zentral von einem bundesweiten Projektteam organisiert. Großkundenrabatt für Präservative und anderes waren die logische Folge. Für 2011 gibt es auch schon viele tolle Ideen.

btS rockt Die besonders erwähnten Events sind herausragende, bundesweite Veranstaltungen. Was die btS aber mindestens ebenso ausmacht, sind die Workshops, Vorträge, Exkursionen und vielen weiteren Ideen, mit denen der Hochschulalltag an den einzelnen Standorten bunter gestaltet wird. Und von diesen lokalen Veranstaltungen gab es 2010 über 200, die in allen Teilen Deutschlands Zehntausende von Studenten und Doktoranden fit für das Leben in und nach ihrem Studium gemacht haben.

Die btS wird immer größer Der schöne Schluss dieser kleinen Retrospektive: Die btS ist auch 2010 größer geworden! Immer mehr Studenten und Doktoranden lassen sich von der Begeisterung für die btS anstecken und engagieren sich. Die Zahl der Mitglieder ist bis Ende 2010 auf deutlich mehr als 700 angewachsen – das entspricht einer Steigerung von über 20% gegenüber 2009! Im vergangenen Jahr kamen mit Aachen und Jena auch zwei neue Standorte auf der btSDeutschlandkarte dazu. Die sehr gute Resonanz in beiden Städten zeigt, dass die btS dort eine Lücke schließt. Januar 2011 l 5


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Jubel,Trubel, Schweißarbeit Rückblick auf die ScieCon NRW 2010 Stefanie Nühlen, ScieNews Eine Messe ist eine super Möglichkeit, schon während des Studiums die Fühler auszustrecken und Kontakte zu knüpfen. Denn dort können begehrte Praktika an Land gezogen oder auch bereits außer der Reihe ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch geführt werden. Ebenso wird die Möglichkeit geboten, in Diskussionsrunden über den Tellerrand zu schauen und mit typischen Vorurteilen aus der Uni aufzuräumen.

Am 27. Oktober 2010 fand in Bochum erneut die btS-Firmenkontaktmesse ScieCon statt. Mit viel Fleiß und Geschick haben sowohl die Projektleiter als auch eine Vielzahl an freiwilligen Helfern eine unglaublich gut organisierte Messe auf die Beine gestellt.

Yannick Flaskamp

ZEIT Campus Forum

Live-Bewerbungsgespräch

Die ScieCon ist ein Beweis dafür, was Studenten in ihrer Freizeit alles auf die Beine stellen können. Sowohl den Helfern als auch den Ausstellern und Besuchern konnte die Freude an diesem Tag nicht nur angesehen werden, sondern spiegelte sich auch direkt in der erfolgreichen Messe wider. Das ZEIT Campus Forum über die Vor- und Nachteile einer Promotion hat an diesem Tag besonderen Andrang gefunden, aber auch das Live-Bewerbungsgespräch und die Firmenvorstellungen sind auf reges Interesse gestoßen. Dabei waren zahlreiche namhafte Firmen vertreten. Viele Aussteller erklärten freudig, dass sich eine Menge potentieller Kandidaten an ihrem Stand vorgestellt und eine Bewerbung abgegeben hätten.

Die Aussteller und die Besucher der Messe waren begeistert. Projektleiter Sebastian Bühren spricht stolz über die positive Resonanz: „Es wurden Sätze genannt wie zum Beispiel: ‚Eine so umsichtige Betreuung habe ich in acht Jahren Hochschulmarketing noch nicht erlebt!‘, ‚Die ScieCon ist eine der wichtigsten Messen für unser Personalmarketing überhaupt‘ oder ‚Das ist die informativste Messe, auf der ich je war‘.“

Der Erfolg der ScieCon mit 1300 Besuchern und 25 Ausstellern wäre ohne die Hilfe der vielen Freiwilligen nicht möglich gewesen. Für alle, die gerne dabei gewesen wären oder das Flair und den Spaß ein weiteres Mal erleben möchten: Am 2. Februar 2011 findet schon die nächste ScieCon in München statt, die mit über 30 Ausstellern sicherlich ebenso erfolgreich sein wird. Weitere Informationen findet Ihr unter www.ScieCon.info.

Yannick Flaskamp

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btS rockt in der Hauptstadt Rückblick auf das btS-Wochenende in Berlin Katharina Brett, btS Berlin Das zweite btS-Wochenende dieses Jahres und gleichzeitig die btS-Hauptversammlung fand diesmal vom 19. – 21. November im Herzen von Berlin statt.

Der Freitagabend begann mit dem traditionellen Icebreaker: einer Rallye durch den Berliner Hauptbahnhof! Am Samstag fanden dann in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern der btS zahlreiche Workshops statt, unter anderem zum Thema Wissenschaftsjournalismus und Unternehmensberatung. Ein Teilnehmer des ConsultingWorkshops berichtete begeistert: „Eine tolle Veranstaltung! Ich habe nicht nur einen Überblick über die Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Entwicklung als Naturwissen-

bundesweiten Arbeitsgruppen die Gelegenheit, sich zu treffen und ihre Projekte voranzubringen. Das absolute Highlight des Wochenendes aber ließ noch bis abends auf sich warten: eine Spreetour auf einem eigens für die btS gecharterten Partyboot! Schon der Spaziergang zum Boot durch das Berliner Zentrum, vorbei an Bundeskanzleramt, Reichstag und Dom, mit über 150 btSlern war wunderschön. Die anschließende Fahrt und Feier auf dem doch recht engen, aber charmant geschnittenen Boot war für alle ein tolles Erlebnis. Anschließend lud das Berliner Nachtleben verschiedenste Musikgeschmäcker zum Weitertanzen ein. Am Sonntag fand schließlich noch die Mitgliederversammlung statt, auf der die Ergebnisse der Workshops präsentiert wurden. Außerdem wurde der Posterwettbewerb ausgewertet, bei dem die Geschäftsstelle Braunschweig den ersten Platz belegte!

Teilnehmer des btS-Wochenendes in Berlin

schaftler im Consulting bekommen, sondern konnte beim Bearbeiten einer Fallstudie auch einen Einblick in die Strategieberatung erhalten.“ Der Nachmittag war mit einem breiten Spektrum an btS-internen Workshops für Einsteiger und fortgeschrittene btS-Mitglieder nicht weniger spannend. Außerdem hatten die

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Im Namen des Berliner Orga-Teams (Conny, Sandra, Wenke, Yuliya, Markus, Micha, Sven und ich) möchte ich mich für Euer Kommen und Euren begeisternden btS-Spirit bedanken! In diesem Sinne: Wir freuen uns sehr auf das nächste gemeinsame Wochenende in Erlangen! Januar 2011 l 7


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„btS ist gut für Dich!“ Aktionen der btS Braunschweig zum Beginn des Wintersemesters Jan-Hendrik Sachs, ScieNews An allen 25 Standorten hat die btS zum Start des Wintersemesters besondere Präsenz gezeigt und wie in Braunschweig mit vielen Aktionen die neuen Studenten für die größte deutsche Life Sciences Studenteninitiative begeistert. Ein Oktobermorgen in Braunschweig, kurz nach sieben. Es dämmert gerade, zum ersten Mal in diesem Herbst ist es klirrend kalt. Der Campus der Uni schläft noch, die btS Braunschweig dagegen ist schon längst auf den Beinen. WerbeBanner und große, schwere Kisten werden auf den Platz vor dem Audimax geschleppt. Viele grün-schwarze Flyer und Postkarten liegen aus, flankiert von großen Rollup-Displays, die einem schon von weitem entgegen rufen: „Let Life Sciences meet you“. Warum eigentlich? „Die neuen Studenten kommen!“, erklärt Annika Schulz, die die Aktion mitorganisiert hat. „Gleich beginnt im Audimax der allgemeine Mathevorkurs, zu dem viele Erstsemester der Life Sciences Studiengänge kommen werden. Wir wollen ihnen Hallo sagen, sie die btS live erleben lassen und ihnen Erstsemester-Begrüßungstüten geben“, sagt sie und deutet auf die Kisten. Insgesamt 230 randvoll gepackte Tüten liegen bereit – eine für jeden Erstsemester der biowissenschaftlichen Studiengänge. Sie sind gefüllt mit Infomaterial, Knabberzeug, Kondomen, Kugelschreibern, Haftzetteln, Kressesamenbriefchen, den ScieNews und vielem mehr. „Dieses Jahr haben wir die Erstsemester-Begrüßungsaktionen zum ersten Mal bundesweit zentral koordiniert“, erzählt Oliver Schwich, der vor einem Jahr die btS-Präsenz zu Semesterbeginn noch aus der Perspektive des Erstsemesters erlebt hat und inzwischen nicht nur im bundesweiten Projektteam für die Erstie-Aktion, sondern auch als Braunschweiger Vorstand aktiv ist. „So war es möglich, spezielle Materialien wie die Kondome und die Kressesamen anfertigen zu lassen und in großen Mengen zu

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bestellen. Von Braunschweig aus haben wir das Material an alle 25 Geschäftsstellen verschickt. Ich werde die Kistenberge nicht vergessen, durch die wir uns ein Wochenende lang gearbeitet haben“, lacht er.

Andrang am btS-Infostand

Kurz vor acht: Auf dem Braunschweiger Campus strömen inzwischen die Studenten Richtung Audimax. Viele bleiben am btS-Stand stehen, fragen interessiert, tragen sich für den Newsletter ein und nehmen ihre Tüte entgegen. Der Präsentationsstand an diesem Montag ist nicht die einzige derartige Aktion. In den nächsten Wochen zeigt die btS Braunschweig noch zwei weitere Male mit Infoständen Präsenz auf dem Campus. Bei den Begrüßungsveranstaltungen der Studiendekane für die neuen Studenten stellen btS-Mitglieder ebenfalls noch einmal die Idee der btS vor. Eine Kneipentour mit gut 80 Erstsemestern durch das Univiertel rundet diese Aktionen ab. Anfang November, längst sind alle Tüten verteilt, steckt die btS Braunschweig mitten im normalen Semester-Programm. Bei den wöchentlichen Treffen sind regelmäßig neue Gesichter zu sehen. „Und ich glaube nicht, dass es an der ganzen Uni noch irgendeinen Life Sciences Studenten gibt, der von der btS noch nichts gehört hat“, fasst Oliver Schwich zufrieden zusammen.

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Jena goes btS 25. btS-Geschäftsstelle in Jena gegründet Sarah Goldbach, btS Jena Seit diesem Wintersemester ist die btS auch bei uns in Jena aktiv. Den Auftakt bildete Anfang November eine vom Fachschaftsrat des Fachbereichs Biotechnologie und Medizintechnik der Fachhochschule Jena organisierte btSInfoveranstaltung. Anna Bode, Mitglied des btS-Bundesvorstands, stellte die btS an diesem Abend vor und begeisterte die interessierten Zuhörer.

Der btS-Infoabend startete mit einem einleitenden Vortrag über die Motivation, die Ziele und die Organisationsstruktur der bundesweiten Life Sciences Studenteninitiative. Im Anschluss wurden in gemütlicher Runde bei Bier und Brezeln offene Fragen beantwortet und schon die ersten Pläne für eigene Veranstaltungen geschmiedet. Mehrere Punkte haben uns und die Zuhörer besonders überzeugt, sich in der btS zu engagieren: Zum einen die Grundidee der btS, eine Brücke zwischen Hochschule und Industrie zu schlagen. Zum anderen die Begeisterung der anwesenden btS-Mitglieder für ihr Engagement und vor allem deren Unkompliziertheit. Auch die Möglichkeit, in ein bundesweites Netzwerk integriert zu sein und die sich damit eröffnenden Wege der Kommunikation mit anderen Life Sciences Studenten bundesweit, sprachen für die btS. Mit einem Prost auf unsere Geschäftsstelle und persönlichen Gesprächen in einer Bar wurde der erfolgreiche Abend abgerundet. Durch die Informationsveranstaltung begeistert fanden wir uns, die zehn Gründungsmitglieder der btS-Geschäftsstelle Jena, zusammen. Denn wir wollten die spannende Möglichkeit, uns für die Intensivierung des Kontaktes zwischen Studenten, der Hochschule und der freien Wirtschaft einzusetzen, mit Leben füllen. So trafen wir uns eine Wo-

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che später in einem gemütlichen Café in Jena und sammelten erste Ideen und Vorstellungen für unser Engagement in der btS. Gleichzeitig wählten wir auch unseren Vorstand sowie Zuständige für verschiedene Verantwortungsbereiche. Unsere wichtigste Aufgabe bestand zunächst darin, auch Studenten von der Friedrich-Schiller-Universität Jena für die btS zu begeistern. Außerdem wollten wir auch noch die jüngeren Semester von der Fachhochschule gewinnen, um unserer Geschäftsstelle mit einem möglichst bunten Team aus verschiedenen Semestern und Studiengängen ein stabiles Fundament zu geben.

Mitglieder der btS Jena

Ende November wurde unser Standort auf dem bundesweiten Treffen der btS in Berlin offiziell gegründet. Dort haben wir auch das bundesweite Netzwerk zum ersten Mal live erlebt. Das war toll! Wir haben nicht nur Life Sciences Studenten aus ganz Deutschland kennengelernt, sondern in den zahlreichen Workshops auch unheimlich viel für unser btS-Engagement gelernt. Der Spaß ist natürlich auch nicht zu kurz gekommen, vor allem nicht bei der Bootsparty auf der Spree. Nach dem btS-Wochenende gab es im Dezember während der Weihnachtsvorlesungen bereits erste btS-Kurzvorstellungen sowohl an der Fachhochschule als auch an der Uni. Anfang des Jahres wird es dann die erste Firmenpräsentation geben. Wir freuen uns schon darauf! Januar 2011 l 9


Studium

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Wie ein zweites Zuhause Diplomarbeit in Kopenhagen Anna Bode, ScieNews Irina Epstein, Mitglied der btS-Geschäftsstelle Mainz und seit Ende 2010 auch im Vorstand vom Young European Biotech Network (YEBN), hat ihre neurowissenschaftliche Diplomarbeit an einem Forschungsinstitut in Kopenhagen geschrieben. Im Interview berichtet sie, was sie alles erlebt hat.

Irina, Du hast Deine Diplomarbeit in Kopenhagen geschrieben. Schieß mal los: Wie war das? Echt schön, aber kalt. (Lacht) Dänemark ist ein tolles Land. Auch wenn es so nah an Deutschland liegt, die Lebenseinstellung ist doch ganz anders. Vor allem die Atmosphäre ist sehr entspannt. ‚Hygge‘ (Dänisch ‚Gemütlichkeit‘) steht sehr weit oben. Von mir ist schnell jeglicher Stress abgefallen. Das hat mich unheimlich beeindruckt. Und ich hatte sehr viel Glück, sowohl mit meinem Labor als auch mit meiner dänischen Mitbewohnerin. Was musstest Du denn im Vorfeld alles organisieren? Zwischen meiner Heimatuni und der Uni in Kopenhagen bestand leider keine Erasmuspartnerschaft. Deswegen wollte ich als sogenannter Freemover hingehen, was aber bedeutet hätte, dass ich mir alles hätte selbst organisie-

Irina Epstein aus der btS-Geschäftsstelle Mainz absolvierte ihre Diplomarbeit an einem Forschungsinstitut in Kopenhagen.

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ren müssen. Durch Zufall bin ich dann auf die Erasmuskoordinatorin in Kopenhagen gestoßen, mit der ich recht unkompliziert eine neue Partnerschaft ins Leben rufen konnte. Wenn man sich also für eine Uni wirklich interessiert, geht so einiges! Eine Wohnung habe ich mithilfe der Uni gesucht. Das hat trotz des nicht ganz so einfachen Wohnungsmarkts in Kopenhagen sehr gut geklappt. Besser als wenn ich es auf eigene Faust hätte machen müssen. Außerdem musste ich bei meiner Krankenversicherung noch einen Zusatzschutz fürs Ausland abschließen.

Worum ging es in Deinem Projekt? Ich habe am Zentrum für Funktionelle und Vergleichende Insektengenomik an NeuropeptidRezeptoren geforscht. War super spannend und vielseitig! Hattest Du neben der Arbeit auch noch Zeit, Dir das Land anzuschauen? Ja, ich war viel in Kopenhagen unterwegs, weil es so eine tolle Stadt ist. Aber auch im Süden von Dänemark – da gibt es wunderschöne Strände mit riesig hohen Kalkklippen – und in Schweden, was nur 40 Minuten entfernt liegt. Hin und wieder habe ich auch an einem von Erasmus organisierten Trip teilgenommen. Das klingt spannend! Hast Du Dich während der Zeit auch in der btS engagiert? Ja, wobei ich mehr bei YEBN als bei der btS mitgearbeitet habe, weil die europäischen Projekte einfach besser passten. Es gibt übrigens in Dänemark eine Initiative, die BIOSA heißt und der btS recht ähnlich ist. Kannst Du anderen empfehlen, auch ein Auslandssemester zu machen? Ja, auf jeden Fall! Leute, geht ins Ausland! Es war eine tolle Erfahrung. Persönlich und fachlich. Für mich ist Kopenhagen wie ein zweites Zuhause geworden. Eine Couch, auf der ich schlafen kann, werde ich dort immer finden. (Lacht) ScieNews


Wissenschaft

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Medical Life Sciences im Land der Elche Praktikum in Schweden Jörn Pezoldt, btS Heidelberg Forschen in Stockholm – wer will nicht im nordischen Sommer seine Zeit am Karolinska Institut verbringen und neben schönen Stunden im Labor auch noch das Venedig Skandinaviens genießen?

Der Winter in Schweden ist nie zu Ende und es gibt nur blonde Zwei-Meter-Menschen und IKEA. Da stellt man sich doch die Frage, ob die dort im Norden auch in der Wissenschaft tätig sind. Ja, das sind die Schweden und zwar zum Großteil in Stockholm am Karolinska Institut, das 80 Prozent der medizinischen Forschung in Schweden stemmt, demnach also die beste Adresse für ein Praktikum in den Life Sciences ist. Die Auswahl an Themen und Arbeitsgruppen ist gigantisch und man kann sich gar nicht entscheiden, bei welcher in Nature publizierenden Gruppe man zuerst für ein Praktikum anfragen soll. Zum Glück kann man sich bei zahlreichen btSlern umhören, wo es sich lohnt, hinzugehen. Nach zwei Telefonaten war der Kontakt zur Wunscharbeitsgruppe hergestellt und das Praktikum in Windeseile in Sack und Tüten.

Bei meiner Ankunft stellte ich überrascht fest, dass ein Großteil der Doktoranden und PostDocs keine Schweden sind und man überhaupt kein Schwedisch sprechen muss, um sich durch den Alltag zu wurschteln, da alle Schweden zwischen fünf und 99 Jahren fließend Englisch sprechen, und auch nicht kontinuierlich Elche über die Stockholmer Straßen spazieren. Dafür war aber, wie erwartet, die Laborausstattung ausgezeichnet. Mit mehreren konfokalen und einem Zwei-Photonen-Mikroskop durfte ich mich dem Calcium-Signaling in Neuronen widmen. Ebenso toll war die Betreuung und als Bonus gab es im Zwei-Tages-Rhythmus Vorträge von Koryphäen aus den verschiedensten Forschungsfeldern. Dazu wurden immer ‚smörgås‘, also belegte Brote, gereicht. Mittagessen mit nobelpreisverdächtigem Input in einem Aufwasch. Kein Wunder, dass es in Schweden so gut läuft.

Schweden: das Land der Seen und Wälder Jörn Pezoldt ging während seines Studiums für ein Praktikum an das Karoliska Institut in Stockholm.

ScieNews

Fazit: Sehr gute Forschung, leckeres Essen und eine supertolle Stadt. Damit ist das Karolinska Institut eine hervorragende Adresse, um sich in jedem beliebigen Feld der Life Sciences zu tummeln. Und abgesehen von dem langen Winter ist es das ganze Jahr schön sonnig. Vor allem im abgedunkelten Mikroskopie-Raum. Bis bald, vielleicht in Schweden?! Januar 2011 l 11


Beruf

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Mit btS-Viren infiziert Philine Dobberthien über die btS und ihren Berufseinstieg Roman Schubert, ScieNews Philine Dobberthien hat Biochemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert und während der Promotion die btS-Geschäftsstelle Halle gegründet. Anschließend wechselte sie als PostDoc zu Boehringer Ingelheim. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen beim Berufseinstieg.

Philine, Du hast während Deiner Promotion die btS-Geschäftsstelle Halle gegründet. Erzähl mal, wie kam der Kontakt zur btS zustande? Bei einer Biotechnologiemesse traf ich zwei Bundesvorstände der btS. Sie erklärten mir kurz, schwungvoll und schlüssig die Idee der btS. Das Konzept, Industrie und Akademie frühzeitig zusammen zu bringen, Studierenden Mut zur Eigeninitiative zu machen und dabei auf ein bundesweit organisiertes Netzwerk zurückzugreifen, fand ich auf Anhieb super. Es war anschließend nicht schwer, in Halle eine Handvoll Mitstreiter zu finden. Nach der Promotion bist Du als PostDoc zu Boehringer Ingelheim gewechselt, inzwischen arbeitest Du als Laborleiterin. Gab es rückblickend Erfahrungen aus Deiner btS-Tätigkeit, von denen Du im Berufsalltag profitiert hast? Oh ja, einige. Das fängt bei vermeintlich bana-

Philine Dobberthien gründete während der Promotion die Geschäftsstelle in Halle und rief nach ihrem Berufseinsteig das btSNetzwerk Alumni & Friends ins Leben.

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len Dingen wie der Leitung einer Besprechung an. Dank btS war es für mich normal, pünktlich eine Agenda zu versenden und ein Protokoll zu erstellen – damit habe ich im Job gleich Punkte sammeln können. Wichtiger ist aber zum Beispiel der motivierende Umgang mit Mitarbeitern. Bei der btS lernt man, ein Team zusammen zu halten, Aufgaben gemeinsam zu erledigen und Arbeitspakete auch ganz bewusst aus der Hand zu geben. Auch das konnte ich direkt auf den Berufsalltag übertragen.

Wie sah denn Dein Arbeitsalltag als PostDoc in der Prozessentwicklung aus? Als PostDoc im Downstream Development teilte sich meine Arbeit zwischen Labor und Schreibtisch auf. Mit einem kleinen Team habe ich an der Entwicklung neuer Technologien zur Proteinreinigung und Prozessführung für die Produktion von Biopharmazeutika gearbeitet. Du hast sowohl die akademische als auch die industrielle Forschung kennengelernt. Wo liegen die Unterschiede? In meinen Augen gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Ein Unterschied besteht sicherlich darin, dass im industriellen Umfeld Forschungsvorhaben häufig stringenter sind. Es gibt ein klares Ziel, auf das fokussiert wird. Du bist auch nach Deinem Berufseinstieg der btS treu geblieben und hast das btS-Netzwerk Alumni & Friends gegründet. Was hat Dich dazu motiviert? Ich glaube, ich bin mit btS-Viren infiziert. (Lacht) Meine Zeit in der Geschäftsstelle Halle war viel zu kurz, ich wollte mich gern weiterhin aktiv einbringen. Bei einem btS-Wochenende kam das Thema auf, dass es noch keine funktionierende Organisation für uns Alumni gibt. Das hat mich angespornt! Beim nächsten btSWochenende saßen dann schon zwölf Alumni zusammen, brüteten über einem Konzept und schmiedeten erste Pläne. Heraus kam das btS Alumni & Friends-Netzwerk, das wir seit 2009 Schritt für Schritt immer weiter aufbauen. ScieNews


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nicht gesucht, aber gefunden Unter dem Motto ‚Karrieretipps für Studenten‘ eine Parabel mit einem vielleicht winzigen wahren Kern. Das Kaninchen und seine Doktorarbeit Ein schöner, sonniger Tag im Wald. Ein Kaninchen sitzt vor seinem Bau und tippt auf seinem Laptop herum. Da kommt ein Fuchs des Weges. „Woran arbeitest du?“, fragt der Fuchs. „An meiner Dissertation“, antwortet das Kaninchen. „Hm, worüber denn?“ – „Wie Kaninchen Füchse fressen.“ Der Fuchs schaut irritiert. „Lächerlich! Jeder Depp weiß, dass das nicht stimmt!” – „Wohl!”, antwortet das Kaninchen empört. „Und ich kann es beweisen. Folge mir!“ Beide krabbeln in den Bau. Nach kurzer Zeit kommt das Kaninchen allein wieder heraus und tippt weiter ungerührt auf seinem Laptop. Da kommt ein Wolf des Weges. „Was schreibst du da?“ – „Meine Dissertation: Wie Kaninchen Wölfe fressen!” Der Wolf fängt laut an zu lachen. „So was kriegst du doch nie publiziert!“ – „Ach, kein Problem”, sagt das Kaninchen. „Willst du sehen weshalb?“ Beide krabbeln in den Bau. Kurz darauf kommt das Kaninchen allein zurück und tippt weiter auf seinem Laptop. Szenenwechsel: Im Kaninchenbau sieht man auf der einen Seite einen Haufen Fuchsknochen, auf der anderen Seite einen Haufen Wolfsknochen. Dazwischen sitzt ein Löwe, der sich zufrieden Fleischreste aus den Zähnen puhlt. Die Moral? Es ist eigentlich nicht so wichtig, was für ein Thema Du hast. Es ist auch nicht so entscheidend, was für Daten Du produzierst. Was wirklich zählt, ist: Wer ist Dein Betreuer?

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Schluss (mit lustig)

btS von A bis Z C wie Corporate Design Woran erkennt man btS-Aktionen noch außer daran, dass sie spannend, stets bestens organisiert und erfolgreich sind? Richtig: Plakate, Flyer und Website mit immer gleichen Farben, Schriften und Grafikelementen! Die btS-Kondome und ScieNews natürlich auch. Weltweit einzigartig und einprägsam. Und damit kein Wunder, dass die btS immer und überall auffällt und die Vorstände ihr Augenmerk sehr gewissenhaft darauf richten. Sei es ihnen verziehen, dass sie bei Farbcodierung und Typografie so unnachgiebig sind: Das macht eben die ubiquitäre Wiedererkennbarkeit aus und ist somit zum Wohle aller. In der nächsten Ausgabe: D wie Delegiertenversammlung.

Impressum ScieNews - Das Magazin der btS Herausgeber: btS e.V. c/o Universität zu Köln Zülpicherstr. 47 50674 Köln ScieNews@btS-eV.de www.ScieNews.de Redaktion: Anna Bode, Stefanie Nühlen, Jan-Hendrik Sachs, Roman Schubert Weitere Autoren dieser Ausgabe: Katharina Brett, Sarah Goldbach, Jörn Pezoldt Bildmaterial ScieTalk und ScieCon NRW: Yannick Flaskamp (www.yansfotos.de) Januar 2011 l 13


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...to Sweet Life! btS - Das Netzwerk der Life Sciences. Von Studenten. F체r Studenten. Als einzige bundesweite Life Sciences Initiative im Spannungsfeld zwischen Studenten, Hochschulen und Unternehmen bringen wir die Player an einen Tisch. Fl채chendeckend. Erfolgreich. Seit 1996. Komm vorbei und lerne f체r Dein Leben!

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