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A plusB

Leistungsbericht 2011

Academia plus Business

Jahre

1


Leistungsbericht

Schnellübersicht allgemeiner Teil

Die zentren

Übersicht und Vorworte • Seite 2

Daten und Fakten • Seite 5

Timeline & Meilensteine • Seite 8

Programmentwicklung • Seite 10

1

accent Niederösterreich • Seite 12

2

BCCS Salzburg • Seite 14

3

build! Kärnten • Seite 16

4

CAST Tirol • Seite 18

5

INiTS Wien • Seite 20

6

Science Park Graz Steiermark • Seite 22

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tech2b Oberösterreich • Seite 24

8

Zentrum für angewandte Technologie Leoben, Steiermark • Seite 26

5

7

1 2 8

4

6 3

Impressum Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Verein Österreichisches Inkubatorennetzwerk AplusB, c/o Anwaltskanzlei Hasch & Partner, Zelinkagasse 10, A-1010 Wien, office@aplusb.biz, www.aplusb.biz, ZVR 454090112 . Erscheinungstermin: Juli 2011 . Idee und Konzept: Österreichisches Inkubatorennetzwerk AplusB . Design: prologo advertising, www.prologo.at

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/ 2011

AplusB 2.0: vernetzt in die Zukunft Die AplusB-Community wächst und blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Mit AplusB 2.0 liegt ab 2012 ein zukunftsweisendes Programm für die Inkubatoren vor, welches eine flexible Unterstützung von Hightech- und wissensbasierten Gründungen von der Pre- bis zur Post-Inkubationsphase und damit auch die systematische Begleitung der stetig steigenden Zahl von AplusBAlumni ermöglicht. Die inzwischen 349 gegründeten AplusBUnternehmen fungieren im akademischen Umfeld als überzeugende BotschafterInnen für die unternehmerische Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse und für neue AplusB-GründerInnen als MentorInnen.

Mag. (FH) Markus Costabiei, MBA, CMC Mit der Gründung des Vereins „Österreichisches Inkubatorennetzwerk AplusB“ im letzten Jahr gelang ein entscheidender weiterer Schritt der Vernetzung der AplusB-Zentren. Der Verein konzentriert sich auf strategische Schwerpunktthemen wie die Frühphasenfinanzierung durch Business Angels, gendergerechte Rahmenbedingungen für GründerInnen, Qualifizierung von MitarbeiterInnen mit dem Ziel, für den Bereich der Gründungsberatung ein klares Berufsbild mit entsprechenden Qualitätsmerkmalen zu entwickeln, und die sichtbare, strategische Positionierung über die AplusB-Dachmarke. Ein wichtiger Meilenstein wird der am 29. November 2012 erstmalig durch den Verein ausgerichtete Business Angel Day 2012 in der Wiener Albertina sein. Mit einem Workshop zu aktuellen internationalen Trends in der Inkubationsbranche wird der Kick-off des AplusB-Qualifizierungsprogramms stattfinden.

Geschäftsführung tech2b und

Alle Schritte zum Erklimmen der nächsten Stufe 2.0 sind in die Wege geleitet, um AplusB-GründerInnen bei der Finanzierung der frühen Unternehmensphasen und der Erschließung internationaler Märkte bestmöglich zu unterstützen. Vernetzt im Verein engagieren sich die acht österreichischen AplusB-Inkubatoren mit mehr als 150 PartnerInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft und der großen aktiven „AplusB-GründerInnen-Community“ mit Passion für die Zukunft des österreichischen Innovationsstandorts.

Dr. Henrietta Egerth

Bundessprecher AplusB-Inkubatoren

Geschäftsführerin der Österreichischen

credits: Tech2b, ffg

Forschungsförderungsgesellschaft FFG

3


Vorwort

10 Jahre AplusB – Eine Erfolgsgeschichte Doris Bures Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Im Jahr 2001 hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) das „AplusB – Academia plus Business – Spin-off-Gründerprogramm“ gestartet. finden und viele vertreiben ihre Produkte bereits weltweit. Dazu meine herzliche Gratulation. Ich bin überzeugt, dass dieser Aspekt in Zukunft noch wichtiger wird – die Umwandlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen in

„AplusB spielt eine Schlüsselrolle bei der Gründung innovativer Unternehmen.“

durchschnittlich drei Prozent bis 2020 zu steigern. Die mit diesem Programm geförderten AplusB-Zentren sind ein wichtiges Instrument der Standort-, Technologie- und Hochschulpolitik, sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Gründung von innovativen Unternehmen. Diese Zentren sind eine Erfolgsgeschichte. Dank ihrer Unterstützung entstanden bisher ca. 350 neue Unternehmen mit knapp 1.900 Arbeitsplätzen. Gründungen aus AplusB-Zentren sind bei diversen Wettbewerben und Preisvergaben sowohl regional, national und auch international immer wieder an vorderster Stelle zu

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wirtschaftliche Ergebnisse, marktfähige Produkte und Dienstleistungen, neue Unternehmen und Arbeitsplätze. Daher hat mein Ressort die Unterstützung für die fünf AplusB-Zentren der ersten Stunde, die heuer ihr zehnjähriges Bestehen feiern, für weitere fünf Jahre sichergestellt und wird auch für die restlichen drei Zentren, welche sich 2013 um eine Weiterführung bewerben,

entsprechende Förderungsmittel bereitstellen. In unserem AplusB-Gründungsprogramm geht es aber nicht nur um konkrete Unterstützung im Gründungsprozess, sondern auch darum, UnternehmerInnentum als Option im akademischen Denken und Handeln stärker zu verankern. Die Sensibilisierung für F&E sowie Entrepreneurship ist in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die Tätigkeit der AplusB-Zentren – gestiegen und kann sicher noch weiter erhöht werden. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AplusB-Zentren für ihr Engagement und wünsche viel Erfolg für die kommenden Jahre.

credits: BMVIT/PETER RIGAUD

Die Zielsetzungen sind nach wie vor aktuell und passen sehr gut zur FTI-Strategie, in welcher sich die Bundesregierung u. a. zum Ziel gesetzt hat, das Wachstum innovativer Unternehmen zu beschleunigen und die Anzahl der wissens- und forschungsintensiven Neugründungen um jährlich


Zahlen, Daten und Erfolge

a+b= akademischer Unternehmenserfolg Acht Zentren, eine Vielzahl an Leistungen und ein gemeinsames Ziel: die Erfolgschancen akademischer Unternehmensgründungen signifikant zu erhöhen. Das österreichische Inkubatorennetzwerk AplusB schafft individuelle Erfolgsbrücken zwischen Forschung (Academia) und Wirtschaft (Business).

Individuelles Leistungsspektrum So individuell wie die Gründungsprojekte ist auch deren Support. Die Bandbreite reicht von Beratung und Coaching über das Bereitstellen von Infrastruktur bis zur erfolgreichen Finanzierung. Darüber hinaus vertreten die AplusBInkubatoren die speziellen Interessen der akademischen Gründungspersonen und schaffen ein positives GründungsDas akademische Umfeld ist ein ausgezeichneter Nährbobewusstsein im entscheidenden Umfeld. Zu den konkreten den für Geschäftsideen: Wissensgetriebene und innovative Aufgaben und Zielen der AplusB-Inkubatoren gehören Persönlichkeiten, neue Erkenntnisse und Visionen treffen somit: hier aufeinander. Doch für den Weg von der Idee zum erfolg- • ein positives Umfeld für Gründungen schaffen und reichen Unternehmen, von der Forschung in die Wirtschaft, Gründungsvorhaben anregen wird oft ein kompetenter Partner benötigt. Die acht Zentren • spezifisches Gründungs-Know-how vermitteln und des Inkubatorennetzwerkes AplusB unterstützen, begleiten Gründungen bis in frühe Unternehmensphasen beraten und beschleunigen die Entwicklung von erfolgversprechen- und begleiten den akademischen Gründungsvorhaben. • materielle Infrastruktur bereitstellen und Gründungen in relevante Netzwerke integrieren • Gründungen bis in frühe Unternehmensphasen mitfinanzieren und Anschlussfinanzierungen vermitteln • teilweise umfassende Patentberatungsleistungen

80%

AplusB. Das ExpertInnen-Netzwerk akademischer Gründungen Das österreichische Inkubatorennetzwerk AplusB ist die nationale und internationale Vertretung der acht regionalen AplusB-Gründungszentren und wird im Rahmen des AplusB-Programms vom bmvit (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) gefördert. Die GesellschafterInnen und PartnerInnen der einzelnen Zentren umfassen nahezu alle österreichischen Universitäten und Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Förderagenturen, wodurch über 150 SpezialistInnen der österreichischen Innovationslandschaft gebündelt sind. Das Inkubatorennetzwerk fungiert für die AplusB-Start-ups als Interessenvertretung und unterstützt diese gezielt bei Wachstum, Finanzierung und Internationalisierung.

Seit Bestehen von AplusB wurden 438 Gründungsvorhaben in das Programm aufgenommen, unterstützt und gefördert. Ende 2011 werden 349 dieser Vorhaben bereits als erfolgreiche Unternehmen geführt.

5


Zahlen, Daten und Erfolge

Zahlen, Daten und Erfolge

9% • AplusB-Förderungen • öffentliche Förderungen • private Finanzierungen

55%

36%

Finanzierungsleistung von AplusB-Gründungen AplusB vergibt eigene Förderungen in die Unternehmensgründungen und unterstützt bei öffentlichen und privaten Anschlussfinanzierungen. Fördergeber AplusB-Förderungen öffentliche Förderungen private Finanzierungen

Fördersumme 2002–2011 22,4 Mio. Euro 95,1 Mio. Euro 144,7 Mio. Euro

95%

262,2 Mio. Euro

Gesamtfinanzierungsvolumen

95 % aller mit Unterstützung von AplusB gegründeten Unternehmen sind noch aktiv, nur 5 % haben ihre Tätigkeit eingestellt.

Anzahl der betreuten gründungsvorhaben

2002

7

2003

30

Facts

70

2004

Name: AplusB – Academia plus Business

119

2005

Initiative: bmvit – Bundesministerium für

165

2006

Verkehr, Innovation und Technologie Programmmanagement: FFG – For-

227

2007

schungsförderungsgesellschaft mbH

284

2008

Zeitraum: 07/2002 bis 12/2011

336

2009

Anzahl Zentren/MitarbeiterInnen: 8 Zentren/58 MitarbeiterInnen

382

2010

AplusB-Gründungsvorhaben:

438

2011 0

50

100

150

6

200

349 (2002 bis 2011) 250

300

350

400

500


/ 2011

Arbeitsplatzentwicklung bei AplusBgeförderten Unternehmensgründungen 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Zu den Zielen des AplusB-Programms gehört die

11%

Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze durch neue, stetig wachsende Unternehmen.

10%

349 AplusB-unterstützte Unternehmensgründun-

47%

gen weisen Ende 2011 einen Stand von über 1.850

15%

qualifizierten MitarbeiterInnen auf, darin enthalten auch GründerInnen. Annähernd drei Viertel davon

17%

sind AkademikerInnen.

9 9 68 24 185 58 365 94 592 126 849 171 1169 223 1425 277 1657 327 1861 349

2000

1500

branchenverteilung der aplusB-gründungsprojekte 1000

47 % Elektronik, IT, Software, Telekommunikation 17 % Life Sciences 15 % Umwelt, Energie, Verkehrstechnologie 10 % Werkstoffe, industrielle Verfahren 11 % Sonstige

500

0 2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

• druch AplusB geschaffene Arbeitsplätze • AplusB-geförderte Unternehmen

Innovationskraft AplusBbetreuter Unternehmen 128 AplusB-Unternehmen (42 %) nutzen nach der Gründung Patente. 36 dieser Unternehmen (28 %) nutzen Patente von Universitäten, Fachhochschulen oder öffentlichen Forschungseinrichtungen.

34

22

Life Sciences

14

11

Werkstoffe, industrielle Verfahren

33

24

71% aller MitarbeiterInnen der bis 2011 gegründeten 349 Unternehmen verfügen über einen akademischen Abschluss.

15 0

Elektronik, IT, Software, Telekommunikation

125

15 16

Umwelt, Energie, Verkehrstechnologie Sonstige 50

100

150

200

• Unternehmen, die Patente nutzen • Unternehmen, die keine Patente nutzen

Quelle: Gründungsmonitoring der FFG zum 19.12.2011, Befragung der Zentren im Mai 2012

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10 Jahre AplusB

AplusB.

A long story cut short ZENTRUM FÜR ANGEWANDTE TECHNOLOGIE

//Juli 2002

//Jänner 2004

Die AplusB-Zentren nehmen

Das ZAT in Leoben erhält die Förderzusage

ihre operative Arbeit auf.

und startet als sechstes AplusB-Zentrum. //August 2006 Erster Exit eines AplusBgeförderten Unternehmens.

//Jänner 2003 Alle AplusB-Zentren treffen sich zum ersten Mal in Innsbruck zum gemeinsamen Austausch //Herbst 2001

und zur Zusammenführung von Netzwerken im

//Mai 2005

Österreichische Konsor-

Rahmen der AplusB-Plattform.

Die AplusB-Zentren der ersten Aus-

tien werden aufgerufen,

schreibungsrunde werden evaluiert, um

Konzepte für akademische

den Aufbau der einzelnen Organisatio-

Inkubatoren zur Förderung

nen zu unterstützen.

einzureichen.

1999

2001

2002

2003

2004

2005

2006

//Februar 2003 Ein AplusB-Team erhält zum ersten Mal eine AWS-Kofinanzierung.

//Juli 2005

Eine Studie des Joanneum Research – geleitet von

BCCS, v-start und accent nehmen

Dorothea Sturn – ist die Grundlage für das Förder-

die operative Arbeit auf.

programm AplusB – Academia plus Business. //Mai 2003 Ein AplusB-Team erhält zum ersten Mal eine Venture-CapitalFinanzierung.

//Februar 2002 Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und

//2005

Technologie (bmvit) bewilligt die ersten fünf AplusB-

Ein AplusB-Team zieht

Zentren: build! in Kärnten, CAST in Tirol, INiTS in

die erste Business-Angel-

//November 2006

Wien, Science Park Graz in der Steiermark und tech2b

Finanzierung an Land.

Das AplusB-Zentrum

in Oberösterreich.

in Graz gründet das erste regionale Investorennetzwerk. //Juni 2004 Das bmvit geht in die zweite

8

//Oktober 2002

AplusB-Ausschreibungsrunde.

Das erste Gründungsteam

Die Zentren accent in Niederöster-

unterschreibt einen

reich, BCCS in Salzburg und v-start

AplusB-Fördervertrag.

in Vorarlberg werden bewilligt.


Timeline

//April 2008

//November 2012

AplusB durchläuft eine sehr positive Programmevaluierung

Der AplusB Business Angel Day geht das erste Mal

mit Best-Practice-Charakter.

über die Bühne.

//März 2009 AplusB startet in eine strukturierte und übergreifende Zusammenarbeit. Arbeitsgruppen zu spezifischen The//Mai 2007

menstellungen werden gebildet, ein gemeinsames Leitbild

//Juli 2012

entsteht.

AplusB feiert sein 10-jähriges Bestehen.

AplusB ist zum ersten Mal mit dem Konkurs eines betreuten Teams konfrontiert. //Herbst 2011

Der Business Angel Day bekommt das AplusB-Label.

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2022

//März 2011 Ein gemeinsamer Verein – Österreichisches Inkubatorennetzwerk AplusB – wird gegründet.

//Jänner 2007

//März 2012

Zentrumsevaluierung zur Entscheidungsfindung über die

Das bmvit bewilligt

Weiterführung des Förderprogramms. Nach positivem

weitere fünf Jahre

Ergebnis entschließt sich das bmvit zur Finanzierung weiterer fünf Jahre AplusB.

AplusB für die Länder Wien, Oberösterreich,

//Mitte 2011 AplusB setzt auf einen

Steiermark (Graz), Kärn-

gemeinsamen Webauftritt

ten und Tirol.

und geht mit www.aplusb.biz online.

//Mitte 2007

//2022

AplusB freut sich über den tausendsten Mitar-

Erstes Initial Public Offering

beiter bzw. die tausendste Mitarbeiterin, der/

(IPO) eines AplusB-Teams in

die von einem AplusB-geförderten Unternehmen eingestellt wird.

Höhe von … the story continues.

//Dezember 2011 Die ersten fünf AplusB-Zentren gehen nach 10 Jahren ihres Bestehens in das zweite Ausschreibungsverfahren AplusB 2.0 für die nächsten fünf Jahre der dritten Förderperiode.

9


10 Jahre AplusB

Quo vadis AplusB? Ein Blick in die Zukunft Mag.a Katharina Chmielewska Assistentin des Geschäftsführers & Human Ressources, INiTS Universitäres Gründerservice Wien

„Die richtige Teamauswahl ist für den Erfolg eines Startups genauso entscheidend wie Idee und Geschäftsmodell.“

Mag.a Gabriele Steinkogler-Scherzer Innovationsmanagerin, Business Creation Center Salzburg

„Die Zahl der Gründerinnen ist auch nach zehn Jahren AplusB sehr niedrig. Mein Wunsch ist es, Frauen den Weg in den Innovationsprozess und in die Selbstständigkeit zu erleichtern.“

Mit einem optimierten Leistungsprofil und interessanten Schwerpunkten startet das AplusB-Programm nach mittlerweile zehn äußerst erfolgreichen Jahren in die nächste Runde.

„Die Arbeitsgruppe

Dachmarke, die eine län-

derübergreifende ZusamMag.a Julia Zarbock Marketing & Public Relations, tech2b Inkubator Linz

menarbeit der einzelnen

Zentren im Bereich Mar-

keting initiiert, basiert auf einem ständigen Wissens-

austausch. Die Sichtbarkeit der Gründungszentren wird somit unterstützt und gefördert.“ 10


Programmentwicklung

Dipl.-Vw.in Bettina Specht Controlling, CAST – Center for Academic Spin-offs Tyrol

„In meinem letzten Finanzplanungsseminar merkte ein Teilnehmer an: ‚Es ist doch ein Witz, dass man diese Zusammenhänge erst jetzt lernt und nicht schon in der Schule.‘ Auch für mich gehört Gründungswissen schon in die Schulen. Die Zukunft muss also so gestaltet sein, dass AplusB-Zentren, ausgestattet mit einer Basisfinanzierung, diese Aufgaben leisten können.“

Ziel des 2002 initiierten AplusB-Programms war die dauerhafte Steigerung der Zahl und des Erfolgs von Gründungen aus dem akademischen Umfeld. Diese Zielsetzung hat keineswegs an Aktualität verloren. Auch in Zukunft stellen die Optimierung und Vervollständigung bereits bestehender Unterstützungsmaßnahmen die Prioritäten des Programmes dar. Ausgehend von den Erfahrungen der letzten zehn Jahre wurde ein optimiertes Leistungsprofil entwickelt, das vor allem auf hohe Qualität in allen Phasen des Gründungsprozesses sowie intensivere Gründungsförderung setzt.

David Schwingenschuh, BSc Gründer CardSkid OG

,,Am meisten profitieren wir als Gründer durch die von accent gestellten Fragen. Ich freue mich auf alle, die zukünftig folgen!“

Ing. Mag. Stefan Oberhauser Gründungsberater build! Gründerzentrum Kärnten

„Der in Zukunft noch verstärkte Fokus auf eine intensivere Begleitung unserer innovativen Start-ups und Alumni ist herausfordernd und spannend zugleich.“

DIin Valentine Troi Gründerin superTEX composites GmbH

„Ich bin nicht als Unternehmerin vom Himmel gefallen. Die Idee zur Technologie kam zwar von mir, aber die Idee, die Technologie im Rahmen einer Unternehmensgründung weiterzuverfolgen, musste von außen kommen. Gut, dass das AplusB-Programm auch in Zukunft Menschen mit Ideen unterstützt.“

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Niederösterreich

Internationale Ausrichtung für accent-Gründerprojekte UnternehmensgründerInnen im Technologie- und Innovationsbereich sollten sich frühzeitig auch international ausrichten, um professionell wachsen zu können. Das accent unterstützt diese Ausrichtung durch die Teilnahme an den Science Talks in New York oder der Biotrinity in London. Der Erfolg von Technologie und Innovation hängt immer auch von einem professionellen internationalen Netzwerk ab. Das accent hat es sich daher zum Ziel gemacht, hier anzusetzen und seinen GründerInnen entsprechende Wege zu öffnen. Im September 2011 war accent Partner bei den Austrian Science Talks in New York. Ziel war es, wissenschaftliche und wirtschaftliche Kontakte für unsere GründerInnen zu identifizieren und gleichzeitig einen professionellen

Gesellschafter

Austausch mit internationalen Role Models im Inkubationsbereich zu etablieren. Hauptthema war dabei die Ausschöpfung von Potenzialen in den Bereichen Humanpotenzial, Grundlagenforschung und Risikokapitalmarkt. Im Herbst/Winter letzten Jahres nahm die Firma CardSkid, aktuelle Siegerin des i2b Businessplanwettbewerbs, auch an der WKO Initiative „go silicon valley“ teil. Durch den intensiven Erfahrungsaustausch mit IT-Startups im Silicon Valley konnte damit

eine sehr gute Erfahrungsbasis für den erfolgreichen Marktstart gelegt werden. Im Biotech-Bereich wurden zwei accent-Unternehmen, die „Sea Life Pharma“ und „Avienne“, zu einem Pitch bei der Biotrinity eingeladen. Die Biotrinity ist die größte Business-Angel-Veranstaltung Europas und findet einmal jährlich in London statt. Beide accent-Unternehmen konnten dabei wichtige VC-Kontakte für die nächsten Schritte knüpfen.

Facts accent Gründerservice GmbH

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Prof. Dr. Stephan Koren-Straße 10

Mag. Michael Moll

Universität für Weiterbildung

vRIZ Niederösterreichs Gründer-

2700 Wiener Neustadt

Gründung: 10/2005

Krems / 30 %

agentur Ges.m.b.H. / 30 %

Tel.: +43 2622 26 3 26-1310

Zentrumsgröße:

www.donau-uni.ac.at

www.riz.co.at

E-Mail: office@accent.at

8 MitarbeiterInnen

www.accent.at

Schwerpunkte/Branchen:

N.vest Unternehmens-

NÖ Forschungs- und

alle Branchen

finanzierung des Landes

Bildungsges.m.b.H. (NFB) / 10%

Niederösterreich GmbH / 30 %

www.noe-fb.at

Die Gründer-Agentur für Niederösterreich.

www.tecnet.co.at

Partner FH Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GmbH . New Design University St. Pölten . AC²T research GmbH . Integrated Microsystems Austria GmbH (IMA) . Austrian Institute of Technology GmbH/Biomedical Systems . Industriellenvereinigung Niederösterreich . Herbst Vavrovsky Kinsky Rechtsanwälte GmbH . ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH . i2b&GO! Businessplanwettbewerb . Austria Senior Expert Pool (ASEP) . Bollenberger & Bollenberger

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credits: Avienne, CardSkid

/ accent

Kleine Moleküle mit großer Wirkung

Das intelligente Publishingformat für Smartphones

Avienne hat zum Ziel, innovative blutgefäßhemmende Medikamente für Anwendungen im Haut- und Augenbereich zu entwickeln. Avienne geht dabei von drei Technologieplattformen aus.

Welches Fachbuch haben Sie kürzlich zur Gänze gelesen? Wie viel ist Ihnen in Erinnerung geblieben, und werden Sie es nochmals lesen?

Der erste Medikamentenkandidat AV-398 ist aus einer dieser Plattformen in Zusammenarbeit mit der University of Southern California entstanden. Dabei blockt ein neuartiges „kleines Molekül“ molekulare Zielstrukturen und hemmt dadurch ungewolltes Gefäßwachstum. Die ersten Ergebnisse zeigen eine deutlich stärkere Wirkung als führende Vergleichsmedikamente wie beispielsweise Avastin oder Cilengitide. Während ein Medikamentenkandidat wie AV-398 eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten hat, fokussiert sich Avienne derzeit auf zwei Hauptbereiche. Die dermatologische Erkrankung Rosazea wurde als erste für die Entwicklung von AV-398 gewählt. Für diese chronische Erkrankung der Gesichtshaut, welche mit ungewollter Gefäßbildung und teils starken Rötungen einhergeht, gibt es bisher keine zugelassene Behandlung. Die makuläre Degeneration wurde als zweites Anwendungsfeld gewählt. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um die häufigste Form der Erblindung im Alter, hervorgerufen durch die Überwucherung des Seenervs durch Gefäße. Durch AV-398 kann hier ein neuer Behandlungsansatz entstehen, dem ein stetig steigender Markt gegenübersteht.

CardSkid greift auf die altbewährte Form der Lernkarte zurück, und nutzt sie als digitale Leinwand. „SMS und Twitter haben gezeigt, dass Begrenzung extrem hilfreich sein kann. Dieses Prinzip wenden wir mit CardSkid auf Wissen an“, erklärt Ko-Gründer und Geschäftsführer David Schwingenschuh, der gemeinsam mit seinem Gründungskollegen Hannes Schmied seit Anfang 2011 an der Produktentwicklung arbeitet. „Damit öffnen wir für das gedruckte Buch den Rückkanal zum Leser, der somit Geschichten kommentieren, um eigene Erfahrungen erweitern oder die für ihn prägnantesten Karten einfach sammeln kann“, ergänzt Schwingenschuh. CardSkid wird zum digitalen Wegbereiter des gedruckten Buches und zur optimalen Ergänzung von E-Books, die typischerweise auf Tablets gelesen werden. In den USA werden 97 % der E-Books auf Tablets und nur 3 % auf Smartphones gelesen. Dies ist ein zusätzliches Indiz, dass noch kein erfolgversprechendes Publishingformat für das Smartphone gefunden wurde. Die beiden Gründer besetzen mit ihrer Produktneuheit eine Nische, die in der Verlagswelt nur mit teuren Einzel-App-Entwicklungen abgedeckt werden kann. www.cardskid.com

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Bild links: Aviennes „targeted“ Medikamentenkandidat bindet nach dem SchlüsselSchloss-Prinzip an seine Zielstuktuktur

Bild rechts: Wissen „gehirngerecht“ zubereitet


Salzburg

Hilfe zu Startkapital und Business-AngelNetzwerken Vor über sieben Jahren gestartet, zählt das „Business Creation Center Salzburg“ heute zu den ersten Adressen, wenn es um innovative Firmengründungen und Zugang zu InvestorInnen und strategischen PartnerInnen im akademischen Umfeld in Salzburg geht. Wesentlicher Bestandteil beim erfolgreichen Aufbau und den ersten Schritten des Wachstums von Start-upUnternehmen ist die Sicherung des Kapitals und der erforderlichen Unternehmensfinanzierung. Vor allem die AplusB-betreuten Projekte heben sich durch einen qualitativ hohen und anspruchsvollen Betreuungsprozess hervor, wodurch eine gute Basis für weitere Förderungen durch Förderinstrumente der Länder, der FFG und

Gesellschafter

AWS gelegt werden. So konnten im abgelaufenen Jahr BCCS-unterstützte Gründungsprojekte über 935.000.- Euro Zusatzförderungen über die normale Zentrumsförderung hinaus erhalten. Weitere aktive Unterstützung erhalten die Gründungsfirmen durch das BCCSBusinessmentoren- und Expertennetzwerk. Dieses stellt einen wichtigen Eckpfeiler für den Zugang zu BusinessAngel-Netzwerken mit UnternehmensKnow-how und zusätzlichem Startkapi-

tal beim Firmenaufbau dar. So wurden im vergangenen Jahr von BCCS-Startup-Unternehmen zusätzlich VentureKapital- und Business-Angel-Mittel von 800.000.- Euro lukriert. Weiters werden in individuellen Pitch-Trainings angehende Gründungsteams speziell trainiert, die Geschäftsidee klar verständlich und angepasst an den jeweiligen Adressaten, an die jeweilige Adressatin wie FinanzgeberIn, GeschäftspartnerIn oder Kunde/Kundin, darzustellen.

Facts Gesellschafter:

Business Creation Center

Geschäftsführung:

Salzburg GmbH (BCCS)

DI Dr. Rudolf Hittmair

Paris-Lodron-Universität

Jakob-Haringer-Str. 5/III

Gründung: 07/2005

Salzburg / 42 %

Key Technology Ventures AG

5020 Salzburg

Zentrumsgröße:

www.uni-salzburg.at

(engage AG Karlsruhe) / 16 %

Tel.: +43 662 45 45 55

4 MitarbeiterInnen

E-Mail: office@bccs.at

Schwerpunkte/Branchen:

Fachhochschule Salzburg / 42 %

www.bccs.at

Produktentwicklung und

www.fh-salzburg.ac.at

engage –

www.engage-ventures.com

-design, Life Sciences, IT

Partner Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg (PMU) . Wirtschaftskammer Salzburg (Gründerservice) . Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH (SR) . Techno-Z Verbund GmbH (TZ) . Industriellenvereinigung Salzburg (IV) . Frau & Arbeit gGmbH (F&A) . Innovationsservice der ITG Salzburg . Innovations- und Technologietransfer Salzburg GmbH (ITG) . Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) . i2b – ideas to business (i2b) . Bürgschaftsbank Salzburg (BBS) . Mittelstandsbeteiligungs GmbH (MSB GmbH) . Salzburg Management GmbH – University of Salzburg Business School (SMBS)

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/ BCCS

Überzeugen mit einzigartiger Such-Software

AniMedical – medizinische Animationen

Die FINDOLOGIC GmbH ging als akademisches Spin-off aus der Universität Salzburg mit Unterstützung des akademischen Inkubators BCCS hervor. Anfang 2009 wurden die ersten Produkte am Markt etabliert.

Über ihre Operation im Krankenhaus werden PatientInnen mit textlastigen Aufklärungsbögen und dem Vieraugengespräch mit dem behandelnden Arzt, behandelnden Ärztin der informiert. Diese Bögen dienen eher der rechtlichen Absicherung und halten mit aktuellen technologischen Entwicklungen nicht Schritt. AniMedical will das ändern.

credits: BCCS, AniMedical

Die Gründer hatten an der Universität Salzburg festgestellt, dass herkömmliche Suchfunktionen in Onlineshops meist gravierende Mängel aufweisen. Professionelle Suchfunktionen waren zum damaligen Zeitpunkt für mittlere und kleinere Onlineshops jedoch teuer. Ziel war es daher, eine intelligente Suchtechnologie zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Mittlerweile werden die Lösungen aus dem Hause FINDOLOGIC bei unabhängigen Vergleichen weltweit führend genannt, und die FINDOLOGIC-Suche wird in vielen Sprachen eingesetzt. Die revolutionäre FINDOLOGIC-Technologie ermöglicht mittels einer einzigartigen Kombination von Ranking, Fehlertoleranz, Erkennung von sinngemäßen Zusammenhängen und Filtertechnologie, dass die Top-Ten-Treffer mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit den Artikel enthalten, den Ihr Kunde, ihre Kundin wünscht. www.findologic.com

AniMedicals 3D-Animationen informieren in klarer Bildsprache über den Ablauf der Operation, mögliche Risiken und Folgen. Aus rechtlichen Gründen kann ein Film den Papierbogen aber nicht vollständig ersetzen. Die Filme werden daher in eine App integriert, mit der die gesamte Aufklärung an mobilen Touchpads durchgeführt werden kann, inklusive Unterschrift der PatientInnen. Als 2010 nur eine Idee existierte, wurde das Projekt vom BCCS aufgenommen. In den folgenden 18 Monaten folgten die Firmengründung, erste Pilotprojekte mit Krankenhäusern und ein Prototyp der App. Derzeit vervollständigt AniMedical seine Filmpalette und arbeitet mit ersten KundInnen an einer Vollversion der App zur vollständigen digitalen PatientInnenaufklärung. Die Modernisierung veralteter Aufklärungsstrukturen bedeutet einen technologischen Sprung, einen großen Fortschritt in der Informationsvermittlung und zeigt einen innovativen Weg zur Kommunikation in Krankenhäusern der Zukunft auf. www.animedical.at

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Bild links: Matthias Heimbeck, Geschäftsführer der Findologic GmbH Bild rechts: Herz aus dem Film zur Koronarangioplastie mit Stent-Verpflanzung


Kärnten

Weiterbildung & Vernetzung Schlüssel zum Erfolg Neben klassischer Gründungsförderung und Beratung setzt das build!-Gründerzentrum in Kärnten vor allem auf Weiterbildung und regionale Vernetzung, wenn es darum geht, GründerInnen zu nachhaltigem Unternehmensaufbau und -wachstum zu verhelfen. Um Unternehmensgründungen echte Nachhaltigkeit zu verleihen, setzt das build! Gründerzentrum auf ein effektives Weiterbildungsangebot. Ziel ist einerseits der Aufbau von unternehmerischen Kernkompetenzen, andererseits soll eine Kultur des Know-howAufbaus geschaffen und so Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Ausgehend von Gesprächen mit GründerInnen werden wesentliche Themen ermittelt, die von externen ExpertInnen in Tagesworkshops aufbereitet werden.

Gesellschafter

Gemeinsam mit der Abteilung für Innovationsmanagement und Unternehmensgründung an der AlpenAdria-Universität Klagenfurt wurde das build! Entrepreneurship Zertifikat ins Leben gerufen, um unternehmerisches Know-how schon potenziellen GründerInnen vermitteln zu können. Das Zertifikat steht allen Studiengängen offen, die dazugehörige Ringveranstaltung „Erfolgreich selbstständig werden“ kann von allen Interessierten besucht werden.

So wird aber nicht nur Wissen vermittelt. GründerInnen erhalten Zugang zu einem regionalen Netzwerk von Organisationen, Fördereinrichtungen, PartnerInnen und ExpertInnen, aber auch anderen GründerInnen und Alumni. Austausch und Kooperation werden gefördert und ein gründungsfreundlicheres Umfeld für Selbstständige (und die, die es noch werden wollen) geschaffen.

Facts build! Gründerzentrum

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Fachhochschule Kärnten / 15 %

Kärnten GmbH

Mag. Karin Ibovnik

BABEG – Kärntner Betriebsan-

www.fh-kaernten.at

Lakeside B01

Gründung: 07/2002

siedlungs- und Beteiligungsge-

9020 Klagenfurt

Zentrumsgröße:

sellschaft m.b.H. / 45 %

Stadt Villach / 5 %

Tel.: +43 463 2700-8740

4 MitarbeiterInnen

www.babeg.at

www.villach.at

E-Mail: office@build.or.at

Schwerpunkte/Branchen:

www.build.or.at

alle Branchen

Alpen-Adria-Universität

Landeshauptstadt Klagenfurt

Klagenfurt / 30 %

am Wörthersee / 5 %

www.uni-klu.ac.at

www.klagenfurt.at

Partner Abteilung für Innovationsmanagement und Unternehmensgründung . Notar Mag. Dieter Wallner . Notar Mag. Klaus Schöffmann . Rechtsanwalt Dr. Gernot Murko . Rechtsanwalts GmbH Mag. iur. Oliver Lorber . Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Mag. Walter Zenkl . Strasser & Strasser Consulting GmbH . Studio für Schreibkultur Mag. Anita Arneitz . Gasser+Partner Beteiligungs GmbH . Wirtschaftskammer Kärnten . Austria Wirtschaftsservice GesmbH . Referat für Frauen und Gleichbehandlung/Amt der Kärntner Landesregierung . BKS Bank AG

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credits: econob, Holzfelgen

/ build!

Vollautomatische Finanztrendanalyse

Innovative Fahrradfelgen aus Holz

Das 2009 gegründete Software-Unternehmen econob bietet Informationsdienstleistungen für den Finanzsektor, erarbeitet Finanztrends und entwickelt Webservices zur Textanalyse und -aufbereitung.

Das 2011 gegründete Unternehmen HOKU OG entwickelt, produziert und vertreibt leichte und robuste Laufradfelgen für Fahrräder und Rollstühle sowie Fahrradzubehör aus Holzverbundwerkstoffen.

Bild links: Marcus Hassler und Markus Shicho wissen, was die Zukunft bringt

Die econob – Informationsdienstleistungs GmbH wurde von den Informatikern Marcus Hassler und Markus Schicho gegründet und beschäftigt sich mit der inhaltlichen Analyse von Texten mittels Methoden der Computerlinguistik. Explizit und implizit vorhandene Informationen werden maßgeschneidert aufbereitet und weiterverarbeitet. In Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und ReferenzkundInnen im Finanzbereich wurde und wird das Produkt econols (Economic Linguistic System) entwickelt. econols ist ein wissensbasiertes Informationssystem für FinanzexpertInnen, das online verfügbare Wirtschaftsinformationen vollautomatisch analysiert und daraus Trends ableitet. Dabei versteht es die Inhalte von Wirtschaftsnachrichten, erkennt relevante Zusammenhänge zu deren Börsenkursen und lernt selbstständig aus vergangenen Entwicklungen. econols unterstützt AnalystInnen in ihrer täglichen Entscheidungsfindung, indem eine „systemische Zusammenarbeit“ zwischen Mensch und Technik erreicht wird. Im Jahr 2011 konnte sich econob so als bestes Kärntner Unternehmen beim Gewinn-Jungunternehmer-Wettbewerb behaupten. www.econob.com

Alles begann mit der Suche nach einem geeigneten Thema für die Abschlussarbeit an der BOKU, als Wolfgang Kugi und Sebastian Hochsteiner die Idee hatten, neuartige Holzfelgen für Fahrräder und Rollstühle, zu entwickeln, die durch die einzigartige Kombination verschiedener Hölzer und Materialien ähnlich leistungsfähig und robust wie Aluminium- oder Karbonfelgen sind. Die Vorteile von Holz liegen für die innovativen Jungunternehmer klar auf der Hand: Holz ist leicht, leistungsstark, hochgradig zäh und besitzt gute Dämpfungseigenschaften. Für RollstuhlfahrerInnen bietet Holz den weiteren Vorteil, dass die Greifringe im Winter weniger stark abkühlen. Je nach Verwendungszweck werden verschiedenste Holzarten mittels geprüftem Spezialverfahren in Lagen übereinander verleimt, wodurch ausgezeichnete Festigkeitseigenschaften erzielt werden. Die HOKU OG setzt auf Qualität und enge Zusammenarbeit mit KundInnen in allen Projektphasen, und der Erfolg gibt ihnen recht. Der bekannte Rollstuhlsportler Klaus Dolleschal ist von der Innovation überzeugt und plant, mit den Holzfelgen bei den Paralympics in London anzutreten. www.holzfelgen.com

Bild rechts: Die Holzfelgen made in Kärnten sind mehr als nur ein Hingucker

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Tirol

Schutz geistigen Eigentums sichert Wettbewerbsvorteile Neben öffentlichen Forschungsmitteln sind gewerbliche Schutzrechte ein volkswirtschaftliches Anreizsystem zur Innovationsförderung, das bei innovativen und riskanten Entwicklungsprojekten – typischerweise Kern eines AplusB-Projekts – von großer Bedeutung sein kann. Patent und Gebrauchsmuster sind gewerbliche Schutzrechte für technische Erfindungen, die den InhaberInnen ein zeitlich befristetes Monopol an der geschützten Erfindung gewähren. Die Monopolisierung ermöglicht, einen Teil der Erfindungskosten wieder zurückzuholen: in Form von Lizenzeinnahmen oder höheren Preisen. Der Aspekt einer temporären, rechtlich abgesicherten Exklusivität ist bei AplusB-Projekten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, denn diese starten mit sehr wenigen Res-

Gesellschafter

sourcen. Mann/Frau ist neu am Markt, muss sich und sein Produkt etablieren, eine eigene Marke aufbauen und Vertriebskanäle erschließen. Zudem ist es vom ersten Prototyp bis zum marktfähigen Produkt ein sehr weiter, kostenintensiver Weg. Ein erfolgreiches Produkt zieht rasch NachahmerInnen an. Das Start-up ist sofort intensivem Wettbewerb mit etablierten Unternehmen ausgesetzt, die das Produkt kopieren können und den Vorteil erheblich geringerer Entwicklungskosten

haben. Patentschutz sollte aber nicht überbewertet werden. Vor allem bei Projekten, die durch kurze Innovationszyklen geprägt sind und deren Knowhow gut geheim gehalten werden kann (z. B. Software), ist die First-MoverStrategie eine gute Marktbarriere für WettbewerberInnen. Dennoch ist eine Erfindungsmeldung und die Diskussion, wie man die Innovation am besten verwerten kann, Startpunkt vieler erfolgreicher AplusB-Projekte.

Facts CAST Gründungszentrum GmbH

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Center for Academic Spin-offs

Mag. Christian Mathes

Universität Innsbruck / 30 %

Medizinische Universität

Tyrol

Gründung: 07/2002

www.uibk.ac.at

Innsbruck / 25,1 %

Mitterweg 24

Zentrumsgröße:

6020 Innsbruck

10 MitarbeiterInnen

Standortagentur Tirol / 30 %

Tel.: +43 512 282 283-0

Schwerpunkte/Branchen:

www.standort-tirol.at

E-Mail: office@cast-tyrol.com

alle technologiegetriebenen

Innsbruck / 14,9 %

www.cast-tyrol.com

Branchen, insbesondere Life

www.mci.edu

www.i-med.ac.at MCI – Management Center

Sciences und Informations- und Kommunikationstechnologie

Partner Standortagentur Tirol . aws – Austria Wirtschaftsservice GmbH . FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH . Wirtschaftskammer Tirol . Land Tirol . UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH . transidee transferzentrum der universität innsbruck gmbh . Fachhochschule Kufstein Tirol Bildungs GmbH . Institut für Biomedizinische Alternsforschung der ÖAW . Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW . TKFI – Tiroler Krebsforschungsinstitut . Gründerservice der Wirtschaftskammer Tirol . Life Sciences Austria

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/ CAST

*0/*4"5*0/09*%"5*0/46$$&44

Ein Superoxidradikal räumt auf

Ein Roboter namens iSYS1

In AbflĂźssen von Kläranlagen befindet sich die gesamte Apotheke. Das Spin-off des Management Centers Innsbruck „ionOXess“ hat ein Verfahren entwickelt, das gefährliche Spurenstoffe in Abwässern effizient abbaut und nebenbei noch Kosten spart.

In der modernen Medizin werden aufwendige Operationen immer häufiger durch patientenschonende, minimal-invasive Eingriffe ersetzt. Bisher stehen dafßr allerdings nur unzureichende technische Hilfsmittel zur Verfßgung.

Bild links: GrĂźnder Thomas Obholzer und Marco Rupprich im Labor

Eine vielversprechende Innovation auf dem Gebiet kommt aus Tirol und heiĂ&#x;t iSYS1. Der chirurgische Assistenzroboter – geschaffen von der „iSYS Medizintechnik GmbH“ – unterstĂźtzt ChirurgInnen, wenn sie mit groĂ&#x;er Präzision im PatientInnengewebe navigieren mĂźssen. Bisher barg die zur VerfĂźgung stehende Technik Probleme in der Genauigkeit und komplizierten Handhabung. iSYS ist es gelungen, ein automatisiertes Gerät zu entwickeln, das diese Themen in den Griff bekommt, Genauigkeit und Treffsicherheit erhĂśht und gleichzeitig klein und kompakt ist. GrĂźnder und GeschäftsfĂźhrer Dr. Michael Vogele erzählt: „Unser USP liegt darin, dass iSYS1 auch während eines bildgebenden Verfahrens (CT) eingesetzt werden kann. Ă„rztInnen kĂśnnen viel genauer arbeiten, da während des Eingriffs auf aktuelle Bilddaten und nicht auf eingefrorene, ältere Informationen zurĂźckgegriffen werden muss.“ An einigen Kliniken ist iSYS1 schon erfolgreich getestet worden. Und Vogele glaubt fest daran, dass der Bedarf an Assistenzrobotern wachsen wird. Schon bald soll der Bruder iSYS2 folgen. www.isys.co.at

Bild rechts: iSYS1 – akkurat, einfach und effizient

credits: ionOXess, iSYS

Etablierte Methoden der Abwasseraufbereitung sind sehr kostenintensiv. Neue gesetzliche Regelungen zur Reduktion von gefährlichen Spurenstoffen, Entsorgungs- und Energiekosten stellen daher fĂźr Kläranlagen eine groĂ&#x;e Herausforderung dar. Die Wissenschaftler Thomas Obholzer und Marco Rupprich haben der Apotheke im Abwasser den Kampf angesagt und forschen seit Jahren an einem Verfahren, das Spurenstoffe wie Hormone, Pestizide, Arzneimittel, etc. effizient abbaut und dabei die Kosten des laufenden Betriebes drastisch reduziert. Aus ihrer Forschung heraus entstanden ist das „ionOXess-Verfahren“, das diesen Anforderungen der Reinigung und Kostenersparnis entspricht und zum Patent angemeldet wurde. Um gefährliche Spurenstoffe in Abwässern effektiv zu entfernen, nutzt das Verfahren u. a. Superoxidradikale, die kostengĂźnstig aus der Umgebungsluft erzeugt werden kĂśnnen. Neben Kläranlagen gibt es aber noch andere wirtschaftliche Einsatzgebiete wie landwirtschaftliche Abwässer oder AbflĂźsse von Obstwäschen, Krankenhäusern oder Pharmaunternehmen.

19


Wien

Inits stärkt erfolgreich Zugang zu Privatkapital INiTS startete 2011 das ambitionierte Projekt „Money for Growth“, um Start-ups den InvestorInnenzugang zu erleichtern. Mit einschlägigen VC-ExpertInnen und durch einen VCerfahrenen Mitarbeiter wurden mehrere Teams erfolgreich bei Finanzierungsrunden begleitet.

INiTS bietet seinen Teams ein neues Service an. Gemeinsam mit VentureCapital-(VC)-ExpertInnen eignen sich die Start-ups in Workshops wichtiges Praxis-Know-how zum Thema Eigenkapitalfinanzierung an. INiTS bereitet seine Start-ups aktiv auf die Gewinnung von Eigenkapital vor und hilft bei der Auswahl und Ansprache geeigneter InvestorInnen, individuell sowie in Form von Events. Der INiTS Investors Day bot neun INiTS Start-ups die Möglichkeit, sich vor einem ein-

Gesellschafter

schlägigen Publikum zu präsentieren und sich mit Video-Pitches einem Kreis von mehr als 350 potenziellen InvestorInnen vorzustellen. Dieses InvestorInnennetzwerk wurde bei INiTS über die letzten Jahre aufgebaut und im Zuge von Money for Growth deutlich ausgebaut. Durch aktive Unterstützung bei der Strukturierung von Verträgen und InvestorInnenverhandlungen stellt INiTS sicher, dass die Interessen von InvestorIn und GründerIn synchronisiert und

auf eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft ausgerichtet werden. In den letzten neun Monaten wurden vier Finanzierungsrunden mit Business Angels, Venture Capital sowie strategischen InvestorInnen erfolgreich begleitet und abgeschlossen. INiTS gratuliert diesen Teams herzlich. Ein weiteres Dutzend Start-up-Teams wird derzeit bei der Suche nach InvestorInnen begleitet.

Facts INiTS Universitäres

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Gründerservice Wien GmbH

DI Michael Rauhofer, MAS

Innovationszentrum Universität

ZIT – Die Technologieagentur

Graumanngasse 7/B

Gründung: 10/2002

Wien GmbH / 37 %

der Stadt Wien GmbH / 26 %

1150 Wien

Zentrumsgröße:

www.univie.ac.at

www.zit.co.at

Tel.: +43 1 715 72 67-0

11 MitarbeiterInnen

E-Mail: office@inits.at

Schwerpunkte/Branchen:

www.inits.at

Life Sciences, IKT und

Wien / 37 %

Other Technologies

www.tuwien.ac.at

Technische Universität

Partner A1 Telekom Austria . Außenwirtschaft Österreich . BOKU . EFRE . Fachhochschule Technikum Wien . Festo, Herbst, Vavrovsky & Kinsky Rechtsanwälte GmbH . HFP Steuerberatungs GmbH . Microsoft . Veterinärmedizinische Universität Wien . Wirtschaftskammer Österreich . Wirtschaftskammer Wien

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/ inits

Marinomed – An Ocean Of Ideas

Roboter für Feuerwehren

Marinomed Biotechnologie GmbH wurde 2006 als Spin-off der Veterinärmedizinischen Universität in Wien gegründet und entwickelt antivirale Therapien auf Basis einer innovativen antiviralen respiratorischen Technologieplattform.

Einsatzkräfte setzen sich in ihrem Job vermehrt unsichtbaren Gefahren wie Schadstoffen oder Strahlung aus. Mit dem Roboter können sie gefährliche Tätigkeiten erstmals sicher und ohne Risiko für die Mannschaft durchführen.

credits: Marinomed, taurob

Die Anwendbarkeit dieser patentgeschützten und wirksamen Technologie zeigt sich in Marinomeds erstem Produkt, einem antiviralen Nasenspray gegen Schnupfen, der über eine europaweite Marktzulassung verfügt. Mit dem Pharmakonzern Böhringer Ingelheim konnte ein starker Partner für die Vermarktung gefunden werden. Darüber hinaus plant Marinomed den Einsatz dieser Technologie in neuen Produkten für die Indikationen Influenza, Asthma sowie in Kombinationsprodukten. Marinomed verfügt auch über eine starke Wirkstoffpipeline in immunologischen Indikationen. Der antiallergische Wirkstoff MAM-06.301 ist eine „first in class compound“. Der Immunmodulator MAM-08.101 stammt aus einer Kooperation mit dem spanischen Unternehmen Pharmamar und befindet sich in präklinischer Entwicklung. Neben INiTS wurde das Unternehmen durch die AWS, FFG und das ZIT unterstützt. Marinomed ist mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderen dem Mercur-Innovationspreis der Wirtschaftskammer Wien und dem STEP-Award der FAZ 2010. www.marinomed.com

taurob wurde im Oktober 2010 von Dr. Lukas Silberbauer und Mag. Matthias Biegl gegründet. Seitdem hat sich viel getan und das Unternehmen beschäftigt fünf MitarbeiterInnen am Standort in Wien. Ende 2011 wurde der Vorserienprototyp fertiggestellt und bewährte sich bereits in diversen Einsatzübungen mit Feuerwehren. Die ersten beiden Geräte werden noch 2012 verkauft. Die Serienfertigung und der Markteintritt im D-A-CH-Raum erfolgen Anfang 2013. Feuerwehren sehen sich mit unvorhersehbaren Einsatzbedingungen abseits der traditionellen Brandbekämpfung und oft neuen und unsichtbaren Gefahren konfrontiert. Mit einem Bild der Lage und der Möglichkeit, gefährliche Substanzen, Strahlenquellen oder toxische Objekte ohne Risiko beurteilen bzw. bergen zu können, schafft taurob einen hohen Mehrwert für Feuerwehreinheiten. Einsatzkräfte erhalten über den Roboter auch Kamerabilder und Lageinformationen von unzugänglichen oder gefährlichen Orten und können dort Personen lokalisieren, Messungen durchführen oder Proben entnehmen. www.taurob.com

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Bild links: Das antivirale Nasenspray gegen Schnupfen Bild rechts: Einsatzübung mit Gasmessgerät


Steiermark

Erfolgsfaktor Kooperation „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg“, meinte schon der amerikanische Industrielle Henry Ford. In diesem Sinne setzt der Science Park Graz auf vielfältige Kooperationen im akademischen Bereich. So werden gemeinsame Aktivitäten mit den Instituten der Grazer Hochschulen, Technologie- und Wissenstransferstellen, Alumnivereinen oder Studentischen Organisationen wie AIESEC stark forciert. Dazu gehören die Teilnahme an Karrieremessen oder „Start-up Days“, Weiterbildungsangebote und Workshops für Studierende und Universitätsangehörige ebenso wie eigene Informations- und Motivationsevents. Dies fördert nicht nur die

Gesellschafter

Glaubwürdigkeit in der Zielgruppe, sondern ermöglicht über die Multiplikatorwirkung eine sehr viel größere Reichweite unter Studierenden, Lehrenden und ForscherInnen. Der Zugang zu spezifischem Organisations-Know-how sowie die Nutzung gewisser Synergieeffekte über die KooperationspartnerInnen ermöglichen unter anderem eine schlanke Organisation des Grazer Inkubators. Besonderes Augenmerk wird auf den Auf- und Ausbau von

Kontakten gelegt, denn erfolgreicher Technologietransfer über Ausgründungen funktioniert nur auf Basis von solchen bestehenden Netzwerken. Die Bandbreite der Zusammenarbeit reicht von informellen Netzwerken zwischen den handelnden Personen bis hin zu offiziellen Kooperationsverträgen und definiertem Leistungsaustausch.

Facts Science Park Graz GmbH

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Plüddemanngasse 39/2

Ing. Mag. Emmerich Wutschek

Technische Universität Graz /

Universität Graz / 20,63 %

8010 Graz

Gründung: 07/2002

50,08 %

www.uni-graz.at

Tel.: +43 316 873-9101

Teamgröße:

www.tugraz.at

E-Mail: info@sciencepark.at

4 MitarbeiterInnen (3,5 VZÄ)

www.sciencepark.at

Schwerpunkte/Branchen:

Medizinische Universität Graz /

alle Branchen

29,29 % www.meduni-graz.at

Partner Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) . Stadt Graz . FH Joanneum . FH Campus02 – Fachhochschule der Wirtschaft . Gründerservice der Wirtschaftskammer Steiermark . Austria Wirtschaftsservice (aws) . Österreichische Akademie der Wissenschaften . ASEP . Best of Biotech . Human.technology Styria . Eco World Styria Der Science Park Graz wird vom GO! GründerCenter der Steiermärkischen Sparkasse unterstützt.

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credits: Stirzone, iMAGOTAG

/ Science Park Graz

Wir verschweißen Sie mit der Zukunft

Elektronische Preisauszeichnung per Knopfdruck

Als Forschungs- und Entwicklungsunternehmen bietet Stirzone maßgeschneiderte Lösungen im Bereich der Schweißtechnik an. Der Fokus liegt auf den Festphasenfügeverfahren „Rührreibschweißen“ und „Rührreibpunktschweißen“.

Das Grazer Hightech-Unternehmen iMAGOTAG, 2010 von DI Dr. Michael Moosburger und Ing. Andreas Rößl gegründet, leitet mit der Entwicklung einer innovativen und umweltfreundlichen Lösung eine neue Generation der Preisauszeichnung am POS ein.

Diese Verfahren haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Schmelzschweißverfahren. Auch das bisher nur bedingt mögliche Verschweißen von Werkstoffen verschiedener Art ist realisierbar. Im Vergleich zum konventionellen Schmelzschweißen weist die Verbindung eine höhere Nahtqualität und Festigkeit auf. Dadurch können Bauteile mit geringerer Wanddicke konstruiert werden. Mithilfe einer hochmodernen Schweißanlage wird zukünftig auch ein von Stirzone patentiertes Verfahren zum Schweißen von Stahl realisiert. Ein Meilenstein, da sich die industrielle Anwendung bisher auf Leichtmetalle wie beispielsweise Aluminium beschränkte. Potenzielle KundInnen finden sich überall dort, wo qualitativ hochwertige Verbindungen gefordert sind, also auch im Bereich Leicht- und Hybridbau. Die Anlagenkonzepte entstehen in enger Kooperation mit dem Sondermaschinenbauer HAGE in Obdach. Stirzone wurde 2010 von DI Dr. Thomas Weinberger und DI Gunter Figner als Spin-off der Technischen Universität Graz gegründet und beschäftigt bisher insgesamt drei MitarbeiterInnen. www.stirzone.at

Dies bedeutet Vorsprung durch Einsatz modernster Technologie. Denn der Handel steht immer häufiger vor der Herausforderung, Preise und Angebote in den Shops in kürzer werdenden Intervallen zu aktualisieren. Manuelle Prozesse sind kostenintensiv, fehleranfällig und unflexibel. iMAGOTAG hat die vollautomatische Lösung, die es ermöglicht, in Echtzeit ohne Personaleinsatz Preisänderungen durchzuführen und auf geänderte Marktsituationen zu reagieren. Das System kann flexibel an sämtliche Warenwirtschaftssysteme angebunden werden und ist nach dem „Do-it-yourself“-Prinzip einfach installierbar. Die direkte Verbindung zwischen Regal und Kassa vereinfacht zudem interne Prozesse. Die elektronischen Etiketten basieren auf ePaper-Technologie und bieten hervorragende Lesbarkeit. Nach erfolgreichen Pilotinstallationen bereitet iMAGOTAG nun den ersten flächendeckenden Roll-out in 1100 Filialen vor. Weitere internationale Projekte sind in Arbeit. Das „Future Store Concept“ ist zum Greifen nah. www.imagotag.com

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Bild links: Der neu entwickelte Schweißkopf von Stirzone Bild rechts: Das iMAGOTAGPreisauszeichnungssystem


Oberösterreich

tech2b zündet den Start-up-Turbo Ein „Brutkasten für innovative Geister“ ist der Hightech Inkubator tech2b. Seit zehn Jahren unterstützt er innovative Start-ups bei der Verwirklichung ihrer Ideen.

Im Jubiläumsjahr von tech2b, dem oberösterreichischen Hightech-Inkubator, zieht Geschäftsführer Markus Costabiei Resümee: „Die Gründungsvorhaben, die durch tech2b betreut werden, beziehen sich auf die Bereiche IT, Life Sciences, Umwelt & Energie, Mechatronik und Engineering.“ Trotz der stolzen Bilanz an Gründungen sieht Costabiei einige Schwierigkeiten für die GründerInnen. „Unsere bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass sich High-tech-Start-ups nach dem

Gesellschafter

Austritt aus dem Inkubator nicht immer zurechtfinden.“ Hauptsächlich geht es um das hohe technologische Risiko und die Anschlussfinanzierung. tech2b hat deshalb das Programm „business2excellence“ entwickelt, ein Unterstützungs- und Begleitprogramm, auch nach der Inkubationsphase. Zudem wurde unter führender Rolle von tech2b der – vom Land OÖ unterstützte – OÖ HightechFonds ins Leben gerufen. Mit diesem Finanzierungsinstrument wird erstmals der

Zugang zu Risikokapital geboten. In Kooperation mit dem International Incubator Hagenberg (IIH) wird der Zufluss von Unternehmensgründungen aus dem Ausland angekurbelt. „An diese Entwicklungen wollen wir weiterhin anknüpfen und schauen zuversichtlich, mit neuen Ideen und mit voller Freude der nächsten Förderperiode entgegen“, bilanziert der Geschäftsführer.

Facts Gesellschafter:

tech2b Inkubator GmbH

Geschäftsführung:

Hafenstraße 47–51

Mag. (FH)

Oberösterreichische

Upper Austrian Research

4020 Linz

Markus Costabiei, MBA, CMC

Technologie- und Marketing-

GmbH / 10 %

Tel.: +43 732 9015-5601

Gründung: 11/2002

gesellschaft m.b.H. / 55 %

www.uar.at

E-Mail: office@tech2b.at

Zentrumsgröße:

www.tmg.at

www.tech2b.at

14 MitarbeiterInnen

Johannes Kepler Universität

Schwerpunkte/Branchen:

Wirtschaftskammer

Linz / 10 %

Life Sciences, IKT, Leichtbau und

Oberösterreich / 15 %

www.jku.at

innovative Werkstoffe, Mechatr-

www.wko.at/ooe

onik und Other Technologies

FH OÖ Management GmbH / 10 % www.fh-ooe.at

Partner bmvit – Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie . FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH . Land OÖ . Oberbank . Raiffeisen Landesbank . SCWP – Saxinger, Chalupsky & Partner – Rechtsanwälte GmbH . Sparkasse OÖ . Stadt Linz . IUG – Institut für Unternehmensgründung & Unternehmensentwicklung . Kunstuniversität Linz . Transferzentrum für Unternehmensgründung . 3M Österreich . 3M New Ventures . ASEP – Austrian . Clusterland . i2b . AICO – Angel Investment Club

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credits: MTA Systems, Dive Body

/ tech2b

Effizienz rauf, Energieverbrauch runter

Weltneuheit „taucht auf“

Mit einem neuen Motorenkonzept, das ohne Getriebe auskommt, will MTA Systems die Effizienz beim Stückguttransport steigern und damit gleichzeitig die Energiekosten senken.

Mit dem Dive Body wurde ein Gerätekonzept für TaucherInnen entwickelt, das Leben retten kann.

Die Leistung und Zuverlässigkeit von Antriebskonzepten zur Stückgutbeförderung sind aufgrund mechanischer Komponenten wie Planetengetriebe eingeschränkt. MTA Systems will nun in Kooperation mit tech2b einen getriebelosen Direktantrieb entwickeln. Der bestmögliche Wirkungsgrad von Motoren wird bei hoher Drehzahl erreicht, welche aber für die Stückgutbeförderung zu hoch wären. Deshalb drosselt bei herkömmlichen Systemen ein Planetengetriebe die Fördergeschwindigkeit. Getriebe sind wartungsintensiv, erzeugen Wärme und entwickeln eine hohe Lärmbelastung. Derzeitige Motoren verfügen nur über einen Wirkungsgrad von 70 %. Ziel des Projektes ist es daher, ein Motorenkonzept zu entwickeln, das diesen auf 85 % erhöht und direkt, also getriebelos, arbeitet. Dabei kommen auch Hybridvarianten zum Einsatz. Die Marktanalyse ergab ein jährliches Potenzial von 350.000 solcher Fördermotoren. Der 85-%-Wirkungsgrad würde die Leistung um 10 W pro Antrieb erhöhen. In Summe ergibt das ein Potenzial von 3,5 MW, was der Stromgewinnung eines Kleinwasserkraftwerks mittlerer Größe entspricht. Zudem will MTA Systems die Lärmentwicklung von derzeit 55 db deutlich unterschreiten. www.mta-sys.com

Der Dive Body deckt das gesamte Spektrum an Sicherheitsaspekten in einem einzigen Gerät ab und minimiert so das Risiko von Tauchunfällen oder gar Todesfällen. Das Gerätekonzept zeichnet verschiedene Tauchzustände auf und warnt den Taucher, die Taucherin so vor kritischen Zuständen. Über einen Sender werden zusätzlich die TauchpartnerInnen und -lehrerInnen informiert und gewarnt. Sie können im Falle eines Tauchunfalles sofort reagieren und eventuelle Bergemaßnahmen einleiten. Mit externer Luft sichert das Gerät dem/der Verunfallten zudem die Sauerstoffzufuhr für den Notaufstieg. Ein integrierter GPS-Sender mit Blinklicht erleichtert das Auffinden von verloren gegangenen bzw. bewusstlosen TaucherInnen. In Kombination mit einer Tauchweste ermöglicht die Hardund Software eine automatische Tarierung und unterstützen den Taucher, die Taucherin im Notfall bei einem kontrollierten Aufstieg. Bei einem tödlichen Tauchunfall leitet der Dive Body die automatische Bergung ein. Damit wird Bergepersonal nicht gefährdet und es ist möglich, die Ursachen am Gerät auszulesen, doch so weit soll es dank Dive Body erst gar nicht kommen. www.h2ook.at

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Bild links: Maßgeschneiderte Konzepte und Systemlösungen von MTA Systems Bild rechts: Tauchsicherheit mit dem Dive Body von H2OOK


Steiermark

ZENTRUM FÜR ANGEWANDTE TECHNOLOGIE

Kompetenz für die Zukunft In den letzten zwölf Jahren hat sich das Zentrum für Angewandte Technologie erfolgreich als Startplattform für Hightech-Unternehmen von morgen etabliert – der eingeschlagene Weg wurde 2011 konsequent fortgesetzt. Basierend auf den Erkenntnissen der Vorjahre wurde 2011 im ZAT ein neues Fördermodell implementiert, das sich an den drei klassischen Gründungsphasen orientiert und eine individuelle Förderung der Einzelprojekte ermöglicht. Damit ist es möglich flexibler auf die qualitativen Unterschiede der Gründungsvorhaben einzugehen sowie aussichtsreichere Projekte noch besser zu unterstützen. Zudem wurde das Qualifizierungsangebot des ZAT um ein ganzheitliches

Gesellschafter

Schulungsprogramm erweitert, das auf einem systemischen Ansatz beruht. Entrepreneur’s Education ist modular aufgebaut und widmet sich praxisrelevanten Fragestellungen aus den Bereichen Technik, Markt, Finanzen, Recht sowie Organisation. Im November 2011 fand der jährliche GründerInnentag des ZAT in der Aula der Montanuniversität Leoben statt. Als Vortragende konnte ein interessanter Mix an ExpertInnen gewonnen werden, die sehr praxisnah den Grün-

dungsinteressierten wichtige Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit näherbrachten. Auch der technologieorientierte Businessplanwettbewerb Best of Tech war 2011 wieder Fixpunkt im ZAT-Kalender. Aus heutiger Sicht der Dinge haben mindestens zwei Projekte das Potenzial, innerhalb des ersten Halbjahrs 2012 in das Zentrum aufgenommen zu werden.

Facts Zentrum für angewandte

Geschäftsführung:

Gesellschafter:

Technologie Leoben GmbH

Dr. Martha Mühlburger

Montanuniversität Leoben / 50 %

Peter-Tunner-Straße 19

Gründung: 06/1999

www.unileoben.ac.at

8700 Leoben

Zentrumsgröße:

Tel.: +43 3842 47044-23

3 MitarbeiterInnen

Stadt Leoben / 50 %

E-Mail:

Schwerpunkte/Branchen:

www.leoben.at

office@unternehmerwerden.at

Rohstofftechnik, Werkstofftech-

www.unternehmerwerden.at

nik, Metallurgie, Umwelttechnik, Recycling, Energietechnik, Produktionstechnik, Industrielogistik, IT

Partner bmvit . FFG . SFG – Steirische Wirtschaftsförderung . Land Steiermark . Europäische Union . Steiermärkische Sparkasse . Montanuniversität Leoben . Technologieakademie der Montanuniversität Leoben . FH Joanneum Kapfenberg . 4a engineering . Austin Pock & Partners . Johannes Kepler Universität Linz . Wirtschaftsuniversität Wien . Lehrstuhl für Automation . Materials Cluster Styria GmbH

26


credits: Seabear Diving Technology, EcoCan.Foto: Riedl

/ Zentrum für Angewandte Technologie Leoben

Tauchtechnologie made in Austria

Es werde Licht dank EcoCan

Ziel von Seabear Diving Technology ist es, aus neuesten medizinischen Erkenntnissen innovative Dekompressionsmodelle abzuleiten und diese in innovatives & sicheres Tauchequipment zu implementieren.

Neuartige Lichtoptimierungslösungen aus dem Zentrum für angewandte Technologie beeindrucken den Lichtmarkt.

Bild links: Der Seabear-Tauchcomputer im Einsatz

Dank der Lightbooster-Technologie, einer ausgeklügelten Kombination aus Hochleistungsreflektoren, Leuchtmitteln und speziellen Kunststofffolien, gelingt es dem EcoCanGründerteam, mit wenig Energieeinsatz ausgezeichnete lichttechnische Lösungen zu realisieren. In den vergangenen Monaten konnte das EcoCan-Team bereits einige Pilotprojekte bei namhaften KundInnen erfolgreich umsetzen. Und die Ergebnisse aus der Praxis sind beeindruckend – mit relativ geringem finanziellen Aufwand wurden bis zu 70 % Energieeinsparungen erzielt. Zudem entsprechen die Innovationen voll und ganz dem ökologisch ausgerichteten Zeittrend. Eine Musteranlage wurde bereits von zahlreichen LichtexpertInnen positiv bewertet, darüber hinaus bescheinigt ein unabhängiger Prüfbericht des Austrian Research Centers dem Gründerteam das signifikante Potenzial an Energieeffizienzsteigerung. Die innovative Lightbooster-Technologie wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt – sowohl bei Sanierungen als auch Neuplanungen. Vor allem im Produktionsbereich und in Lagerhallen zeigen sich viele positive Anwendungsmöglichkeiten. www.ecocan.at

Bild rechts: Das EcoCan-Gründerteam

Als erstes Produkt plant das Team um Dr. Arne Sieber, einen neuartigen Tauchcomputer auf den Markt zu bringen. Hierfür wird derzeit ein OLED display als Bedieneinheit entwickelt, das mit einem patentierten Touchscreen ausgestattet ist, welches auch erstmals unter Wasser bedienbar sein wird. Dr. Siebers Entwicklung stellt eine maßgeblich Alternative zu den derzeit am Markt befindlichen Tauchcomputern dar. Durch den gewählten technologischen Ansatz ist eine intuitive Bedienung einfach zu gestalten, da virtuelle Bedienelemente sich direkt auf dem Display befinden, sodass der Benutzer, die Benutzerin Eingaben machen kann, indem er/sie den Bildschirm berührt. Auf dem innovativen Tauchcomputer-Display können zudem tauchgangsrelevante Daten wie Tiefe, Tauchzeit und Dekompressionsverpflichtungen dargestellt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, weitere Systemparameter wie Flaschendruck, Batterieladestatus und maximal verbleibende Tauchzeit anzuzeigen. Eine weitere Ausführungsvariante ist angedacht, bei der das Display direkt in eine Vollgesichtsmaske integriert ist. www.seabear-diving.com

27


Jahre

A plusB

Academia plus Business

FĂśrdergeber

28

Länder

AplusB Leistungsbericht 2011 - 10 Jahre AplusB  

Rückschau auf auf AplusB im Jahre 2011 inklusive Jubiläums-Special

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