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24 Stunden im SRF Online-Newsportal INSEL DES TODES

SCHWACHSTROM

LASCHE PARTNER

BERN DEN BERNERN

HOBBY-LOBBYIST

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Die Waffenarsenale Weshalb Tesla, das von Süd- und Nord- Elektroauto, nicht korea im Vergleich. mehr gefragt ist.

ISRAEL SCHLÄGT IN GAZA MIT HÄRTE ZU – 60 TOTE, DARUNTER AUCH KINDER

Weshalb die EU keine gemeinsame Aussenpolitik hat.

Die Bundesstadt will keine Aufhalter für kurze Zeit.

Michael Cohen war für Novartis nutzlos. Aber kostspielig.

TOM WOLFE – DER AMERIKANISCHE MANN UND SEIN STATUS Foto: Ulf Andersen / Kontributor (Getty)

MITTWOCH 16. MAI 2018

Internationale Schuldzuweisungen an das Land nach Kämpfen seiner Soldaten gegen Palästinenser, ausgelöst durch Proteste wegen Botschaftseröffnung in Jerusalem.

Aus 10vor10 Luzia Tschirky  16.05.2018, 23:14 Uhr 4435 Zeichen Das Vorgehen Israels hat international Kritik ausgelöst. Südafrika und die Türkei riefen ihre Botschafter für Beratungen zurück. Gaza beginnt sich langsam aus dem Schockzustand zu lösen, in den es nach den Ereignissen vom Montag gefallen war. SRF-Korrespondent Pascal Weber machte sich ein Bild vor Ort und reiste am Tag vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan in den Gaza-Streifen. Im grössten Spital im Nordosten von Gaza-Stadt liegen viele derjenigen, die bei den Protesten am Montag verwundet worden sind. Ayman al-Sabhani ist Leiter der Notfall-Abteilung des al-Shifa Spitals, wir haben mit ihm gesprochen. Er schildert die katastrophale medizinische Versorgung vor Ort: «Die Operationssäle sind bis zu diesem Moment voll belegt. Die ganze Notfallabteilung ist voll. Wir haben kein einziges freies Bett mehr im Shifa-Spital.»

«Weshalb schiessen sie auf uns?» Mehr als 500 Verletzte waren am Montag in das Spital eingeliefert worden. Die meisten mit Schussverletzungen an den Beinen – einige jedoch auch mit Schussverletzungen im Kopf oder in der Brust. Für diese kam jede Rettung zu spät, sagt Ayman al-Sabhani gegenüber SRF: «Hier sind am Montag 18 Menschen gestorben. Sie hatten Kugeln im Kopf oder Kugeln im Herz. Was heisst das? Das heisst, dass sie gezielt getötet wurden. Man wollte diese unschuldigen Menschen gezielt töten.» Ayman al-Sabhani: «Sie wurden gezielt getötet» Insgesamt sind laut der UNO seit Beginn der Protestmärsche Ende März am Grenzzaun zu Israel 104 Palästinenser getötet worden. Unter ihnen auch 12 Kinder – alleine am Montag waren acht minderjährige unter den Todesopfern. Im Spital in Gaza-Stadt fehlen auf der Notfallstation dafür die Worte, schildert Ayman al-Sabhani: «Die Kinder fragen uns: ‹Weshalb schiessen sie auf uns? Weshalb töten.

BABYSCHMUGGEL AUS SRI LANKA IN DIE SCHWEIZ Auch Paare in unserem Land adoptierten Kleinkinder, die zu diesem Zweck gestohlen oder verkauft wurden.

11 000 Kinder aus Sri Lanka wurden in den 1980er Jahren von westlichen Paaren adoptiert – zum Teil mit gefälschten Identitäten. Auch in der Schweiz waren die Adoptionsvermittler aktiv. Der Bund muss jetzt die damalige Praxis untersuchen; die 700 betroffenen Kinder sind erwachsen, wollen Gerechtigkeit.

In den 1980er Jahren wurden Kleinkinder gestohlen, verkauft oder mit falschen Identitäten an westliche Paare vermittelt. Auch in die Schweiz. Brisant: Die Medien berichteten dazumal über diesen Babyhandel. Aber die Geschichte ging vergessen. Bis eine holländische TV-Reportage  das dunkle Kapitel wieder aufgegriffen hat. Seither sorgt der Adoptionsskandal von Sri Lanka international für Aufsehen. Die damaligen Adoptivkinder sind heute erwachsen und stellen Fragen. Joëlle Schickel-Küng leitet die Zentralbehörde

Inhalt

PIERIN VINCENZ BLEIBT SITZEN

Kein Senderbezug Samira Zingaro und Silvana Degonda 16.05.2018, 18:13 Uhr 6094 Zeichen

Tages-Grafik 2 Der grosse Artikel 3 Ausland 4 Inland 6

Wirtschaft 12 Feuilleton 15 Sport 17 Rückseite 20

Impressum Verband SCHWEIZER MEDIEN, Konradstrasse 18, Postfach, 8021 Zürich, www.schweizermedien.ch contact@schweizermedien.ch

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

16.05.2018, 17:06 Uhr 1432 Zeichen Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz muss noch länger in Untersuchungshaft bleiben. Das Zwangsmassnahmengericht habe die Haft verlängert, teilt die Zürcher Staatsanwaltschaft mit. Pierin Vincenz wird ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen. Im Rahmen ihrer Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft III mögliche weitere, strafrechtlich relevante Transaktionen gefunden, heisst es in der Mitteilung. Die Verlängerung einer Untersuchungshaft kann jeweils für drei Monate beantragt werden. Die Behörde hat das Verfahren zudem auf zwei weitere Personen ausgeweitet und an deren Wohn- und Arbeitsorten Hausdurchsuchungen

Er schrieb ein langes Schriftstellerleben lang zur Hauptsache darüber, wer gewinnt, wer verliert, und wieviel. Selber hat er, der gestern mit 88 verstorben ist, stetig dazu gewonnen; ein Platz im VIP-Bereich der amerikanischen Autoren ist ihm sicher. Seite 7 In eigener Sache

DIE SRG IST RADIO UND FERNSEHEN – ODER DOCH AUCH EINE ZEITUNG? Die SRG macht Radio und Fernsehen, dabei nimmt sie auf die Presse Rücksicht. So gibt es die Bundesverfassung vor. Jahrzehntelang hat dieses Nebeneinander von Presse auf der einen Seite und Radio und Fernsehen auf der anderen Seite gut funktioniert. Seit 2013 darf die SRG im Internet auch Texte veröffentlichen, die keinen Bezug zu Radio- oder Fernsehsendungen haben. Die SRG-Konzession verlangt, dass drei Viertel aller Texte im Internet mit Audio- und Videoinhalten aus dem SRG-Programm verknüpft sind. Texte ohne Sendungsbezug dürfen maximal 1000 Zeichen umfassen. Private Zeitungen müssen für Inhalte Geld verlangen So präsentiert sich die Ausgangslage. Doch was bedeutet diese Regelung für die Zeitungen und Zeitschriften, die im Verband Schweizer Medien, zusammengeschlossen sind? Auf ihre Grundversorgung stützen sich jeden Tag Millionen Menschen in der Schweiz. Anders als die SRG, die Gebührengelder erhält, finanzieren sie sich über Abonnements. Da die Einnahmen aus der Onlinewerbung

nicht ausreichen, wird das der Weg sein, über den die Medienhäuser zukünftig ihre publizistische Leistung finanzieren. Sie müssen ihre Leserinnen und Leser also überzeugen, auch im Internet für gute Information zu bezahlen. Immer mehr kostenlose SRG-Texte gefährden die Zukunft der Schweizer Zeitungen und Zeitschriften. Doch wie gross ist diese Gefahr? Wir haben über einen zufällig ausgewählten Zeitraum von 24 Stunden – von Mittwoch, 16. Mai 2018, 08.00 Uhr bis Donnerstag, 17. Mai, 08.00 – sämtliche Artikel, die auf dem SRG-Newsportal in der Deutschschweiz veröffentlicht wurden, journalistisch aufbereitet. Das Ergebnis ist diese Zeitung, die Sie in Ihren Händen halten. Die SRG produziert jeden Tag eine digitale Gratis-Zeitung Eine Zeitung mit einem Umfang von zwanzig Seiten, davon zwei Anzeigenseiten. Das Ziel dieser Zeitung: wir wollen zeigen, wie viele Geschichten, Nachrichten und Meldungen auf den SRG-Newsportalen jeden Tag veröffentlicht werden – wir könnten jeden Tag eine Zeitung produzieren mit mehr als zwanzig Seiten Umfang. Bezahlt

werden diese über den klassischen Auftrag der SRG hinausgehenden Geschichten, Nachrichten und Meldungen mit den TV- und Radiogebühren, den Konzessionsgeldern. Die SRG konkurrenziert damit die Schweizer Zeitungen und Zeitschriften. Denn einen Artikel, den eine Leserin auf dem SRG-Newsportal gelesen hat, liest sie in ihrer abonnierten oder gekauften Zeitung – ob gedruckt oder digital – nicht noch einmal. Und die Zeit, die der Leser dafür aufgewendet hat, hat er nicht mehr, um sie für seine Zeitung zu verwenden. Bilden Sie sich selber ein Urteil über diese Ausgangslage. Der Verband Schweizer Medien will der SRG das Internet nicht sperren. Alles was über Radio und TV gesendet wird soll auch online als Audiobeitrag und Video abrufbar sein. Eine direkte Konkurrenz mit einem presseähnlichen Portal ist aber existenzgefährdend für die Schweizer Presse. Wir danken für Ihr Interesse und wünschen viel Lesevergnügen. Am besten mit Ihrer abonnierten Zeitung. Verband Schweizer Medien


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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Tages-Grafik

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Der grosse Artikel

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

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SCHLUSS MIT STARKSTROM – TESLAVERKÄUFE GEHEN ZURÜCK IN DER SCHWEIZ

Zwischen Nord- und Südkorea herrscht Tauwetter. Zurzeit bedrohten sie sich aber gegenseitig mit ihren Waffen. Die Länder und ihre hochgerüstete Schlagkraft im Überblick.

Das Elektroauto ist nicht mehr der neue Besen; die, die unbedingt eines wollten, haben mittlerweile eines. Zudem hat die Marke an Strahlkraft verloren, weil Chef Elon Musk zu lange zuviel versprochen hat.

SRF 4 News 16.05.2018, 08:00 Uhr 5179 Zeichen Nach Wochen der Annäherung hat Nordkorea das für heute geplante Treffen mit Südkorea abgesagt. Zudem droht es, auch den Gipfel mit US-Präsident Donald Trump von Juni in Singapur platzen zu lassen. Grund für die Absage soll ein gemeinsames Militärmanöver von Südkorea und den USA sein. Das hält Journalist Martin Fritz allerdings nur für einen Vorwand. Im Grunde ginge es Pjöngjang darum, einen Keil zwischen die USA und Südkorea zu treiben, sagt er im Gespräch. Martin Fritz Freier Journalist Der Journalist Martin Fritz arbeitete als Radio-Korrespondent für die ARD in Tokio. Als freier Journalist berichtet er auch über Nord- und Südkorea. Vorher war er fünf Jahre lang Südasien-Korrespondent in Neu-Delhi. Er hat Politik in Münster, Los Angeles und London studiert.

SRF News: Das Militärmanöver läuft bereits seit Freitag. Weshalb kommt die Absage erst jetzt? Martin Fritz: Die Begründung mit dem Militärmanöver ist sehr fadenscheinig, denn das Treffen wurde erst vereinbart, nachdem das Manöver schon begonnen hatte. Hinter dieser Absage steckt vermutlich die Botschaft an Südkorea: «Wir würden ja gerne mit euch verhandeln, wenn ihr nicht dieses Manöver abhalten würdet.» Pjöngjang hofft wohl, dass Südkorea, das Interesse an einer militärischen Entspannung mit dem Norden hat, aus dem Manöver aussteigt. Die Begründung mit dem Militärmanöver ist sehr fadenscheinig. Die Atombedrohung durch den Norden ist aber schon viel älter und steht auf der inoffiziellen Prioritätenliste Seouls nicht ganz oben. Hier ist also wieder die alte nordkoreanische Politik am Werk, einen Keil zwischen Südkorea und die USA zu treiben. Nordkorea droht auch, den Gipfel mit Trump im Juni platzen zu lassen. Welches Kalkül steckt dahinter?

Diese Drohung geht vor allem in Richtung John Bolton, Trumps Sicherheitsberater und aussenpolitischer Hardliner in Washington. Bolton kennen die Nordkoreaner schon aus den ersten Sechs-Parteien-Gesprächen vor 15 Jahren. Und sie verabscheuen ihn, wie der nordkoreanische Vizeaussenminister jetzt selber offiziell sagte. Von der Drohung, den Gipfel abzusagen, erhofft sich Nordkorea vermutlich, Trump werde seinen Wadenbeisser Bolton zurückpfeifen. Bolton hat das Modell Libyen als Vorbild für die Denuklearisierung von Nordkorea ins Spiel gebracht und auch die Aufgabe von biologischen und chemischen Waffen verlangt. Von der Drohung, den Gipfel abzusagen, erhofft sich Nordkorea vermutlich, Trump werde seinen Wadenbeisser Bolton zurückpfeifen und offener in das Gipfeltreffen hineingehen, als es sich bisher abzeichnet. Ich denke schon, dass Nordkorea den Gipfel weiterhin abhalten will. Aber so wie Bolton vorher seine Vorstellungen öffentlich gemacht hat, so hat nun Nordkorea die eigenen Vorstellungen publiziert.

Mit der Absage des heutigen Treffens mit Südkorea will Nordkorea also Druck auf die USA ausüben? Man kann nicht mit der Absage des Gipfels mit den USA drohen und gleichzeitig die Gespräche mit Südkorea weiterführen. Es geht vor allen Dingen darum, die Claims vor diesem Gipfel abzustecken. Denuklearisierung bedeutet für Nordkorea und die USA etwas völlig Unterschiedliches. Nordkorea machte klar: Die Voraussetzungen für eine Denuklearisierung sei ein Ende der feindlichen US-Politik, und dazu gehören auch die Militärmanöver im Süden. Die USA wollen eine vollständige, nachweisbare und unumkehrbare Denuklearisierung; erst danach sollen die Sanktionen gelockert werden. Während Nordkorea die Aufgabe der Atomwaffen nicht am Anfang, sondern höchstens am Ende eines langen Prozesses sieht. Nordkoreas Vizeaussenminister hat ganz klar gesagt, die Voraussetzungen für eine Denuklearisierung sei ein Ende der feindlichen US-Politik, und dazu gehören auch die Militärmanöver im Süden.

Ist die Absage ein Rückschritt in den Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea? Kurzfristig ist das natürlich ein Rückschritt. Aber um die Lage wirklich zu verstehen, sollte man nicht tagesaktuell, sondern langfristig denken. Wir haben in Nordkorea einen jungen Führer, Kim Jongun. Er ist erst 30 und Diktator auf Lebenszeit. Ihm geht es vor allem darum, dass er noch Jahrzehnte an der Macht bleiben kann. Für ihn sind die Atomwaffen bisher die höchste Sicherheitsgarantie. Einen Tausch Atomwaffen gegen Wirtschaftshilfe, wie ihn sich Präsident Trump offenbar vorstellt, wird es mit Nordkorea nicht geben: Das hat der Vizeaussenminister ganz klar gesagt. Er nannte es eine lächerliche Komödie, dass Trump dieselbe Politik wie sein Vorgänger verfolge, obwohl doch Nordkorea jetzt nuklear bewaffnet sei. Die Aussage ist also klar: Die Lage hat sich geändert und deswegen müssten sich die USA auch bewegen – sonst wird es einen solchen Tausch nicht geben.

Bevölkerung China

Russland

Foto: Sjo (Getty)

ES SIEHT NACH FRIEDEN AUS – DOCH NOCH SIND DIE BEIDEN KOREA TÖDLICH AUFGESTELLT

16.05.2018, 20:25 Uhr Matthias Pfander 6061 Zeichen Das Wichtigste in Kürze • In der Schweiz brechen die Verkaufszahlen für Tesla-Modelle ein. • Technische Pannen und Lieferengpässe setzen der Marke zu, Tesla verliert in der Schweiz Marktanteile. •  Laut Experte Ferdinand Dudenhöffer lässt auch der Image-Effekt des neuen Fahrzeugs nach. Die Schweiz gilt als Tesla-Land schlechthin. Die hohe Kaufkraft und das Öko-Bewusstsein im Land verhalfen diesen Fahrzeugen zu traumhaften Absatzzahlen. Die hohe Tesla-Dichte auf Schweizer Strassen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist nach wie vor augenfällig. Doch jetzt zeigt sich eine immer breiter werdende Bremsspur. Das geht aus den Zahlen zu den Neuzulassungen hervor, die der Autoimporteurverband «Auto Schweiz» regelmässig veröffentlicht. Diese Statistik zu den Neuzulassungen gilt als Gradmesser dafür, wie es an der Verkaufsfront aussieht. 641 Neuzulassungen zwischen Januar und April 2017 – bestes Tesla-Jahr

25.2 Mio Einwohner

Grenze zu Russland 18 km lang

Grenze zu China 1352 km lang

Nordkorea

51.2 Mio Einwohner

Lebenserwartung

Militärische Schlagkraft

120 538 km³ Pjöngjang

72

82

Exporte

Importe

in Mrd. US-Dollar

in Mrd. US-Dollar

Demilitarisierte Zone 248 km lang und 4 km breit 99 678 km³ Seoul

3

Japan Südkorea

15-60

0

Atombomben

2 5005 000 t

0

Chemiewaffen

1 100 000

3.9

665 000

Soldaten

4 300

2 500

Panzer & gepanzerte Fahrzeuge

21 100

11 000 Artillerie

286

Hauptstadt

Foto: Keystone

Regierung

624

Kampfhelikopter

511

490 Flugzeuge

Pjöngjang

Kim Jong-un Nordkoreanischer Präsident

Moon Jae-in Südkoreanischer Präsident

2.9 Mio Einwohner

Seoul

10.1 Mio Einwohner

406.2 495.2

2

23 Schiffe

73

23 U-boote

Und dieses Bild hat sich aus Tesla-Sicht stark eingetrübt. Laut der aktuellsten Auswertung sind beim Tesla Model S in der Periode von Januar bis April die Inverkehrssetzungen um über 20 Prozent zurückgegangen gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Beim Model X beläuft sich der Rückgang sogar auf über 40 Prozent. So verliert Tesla auch Marktanteile. Er betrug 2016 und 2017 rund 50 Prozent – das heisst: In diesen Jahren zwischen Januar und April war jedes zweite hierzulande verkaufte reine Elektroauto eines von Tesla. Der Marktanteil in diesem Jahr betrug in der gleichen Zeit nur noch 28 Prozent. «Offizielle Statistiken zählen nur zugelassene Autos, also Autos, die den Kunden ausgeliefert wurden und bereit für die Strasse sind. Die öffentlichen Zahlen sagen nichts über aktuelle Zahlen verkaufter Autos», erwidert ein Sprecher des Unternehmens. Statussymbol und Statement Der deutsche Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer erklärt die rückläufige Entwicklung bei den Tesla-Zahlen mit dem Produktlebenszyklus solcher Autos: «Nach zwei, drei Jahren gehen die Zahlen zurück, weil der Image-Effekt mit dem neuen Fahrzeug nachlässt.» Das sei auch bei anderen Automodellen feststellbar wie etwa Audi A8, den BMWs der 7er-Reihe oder der Mercedes S-Klasse, so Dudenhöffer. Dass der Image-Effekt beim Tesla besonders ausgeprägt war, ist offensichtlich. In der Schweiz liessen sich bekannte Persönlichkeiten gerne mit ihrem Elektroflitzer dieses Herstellers ablichten. Allen voran Bundesrätin und Energieministerin Doris Leuthard. Auto-Experte Dudenhöffer sieht neben dem Prestigefaktor jedoch noch weitere Gründe, weshalb Tesla nicht mehr so angesagt ist. Aufgeschreckt durch den Erfolg von Tesla begannen die konventionellen Auto-

2016 und 2017 betrug Teslas Schweizer Marktanteil rund 50 Prozent bei reinen Elektrofahrzeugen; in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch 28 Prozent.

mobilhersteller ebenfalls, Modelle mit Elektromotor stärker voranzutreiben – darunter der VW-Konzern oder jüngst Jaguar. Im Angebot sind auch Modelle, die preislich in einer deutlich tieferen Liga unterwegs sind, wie etwa der Renault Zoé, der ab 25 000 Franken erhältlich ist. Konkurrenz holt auf Tatsächlich ist die Zahl der verkauften Elektroautos über alle Hersteller hinweg gesehen in der Schweiz weiterhin stark zunehmend. Für Tesla ist aber der Konkurrenzdruck grösser geworden. Der zweite Grund für den verlangsamten Absatz von Tesla-Fahrzeugen ist hausgemacht. Mit dem neuen Model 3 will Tesla-Chef Elon Musk in die Breite wachsen. Das Fahrzeug ist mit einem Anfangspreis von 35 000 Dollar deutlich günstiger als die bestehenden Modelle. Beim Model S

beginnt der Preis laut Tesla-Webseite bei 80 000 Franken, in der exklusivsten Ausführung kann er über 160 000 Franken zu liegen kommen. Das Model X ist ab 86 000 Franken zu haben und kostet in der teuersten Variante über 170 000 Franken. Experte Dudenhöffer geht davon aus, dass viele potenzielle Tesla-Kunden auf das Model 3 warten, um erst dann einen Kaufentscheid zu fällen. Mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge des Typs Model 3 in der Schweiz ist frühestens 2019 zu rechnen. Ursprünglich galt 2018 als Liefertermin. Negativschlagzeile Sicherheit Die Produktionsfortschritte dieses «Volks»Teslas sorgen derzeit regelmässig für Schlagzeilen. Unbestätigten Berichten zu folge soll die Produktion in der letzten Mai-Woche während sechs Tagen stillstehen – um die Fertigungsabläufe zu verbessern. Ziel ist es

offenbar, ab Mitte Jahr 5000 Fahrzeuge pro Woche herstellen zu können. Ende März lag der Output bei 2000 Fahrzeugen pro Woche. Neben den Problemen in der Produktion kämpft Tesla mit Negativschlagzeilen punkto Sicherheit. Letzte Woche brannte im Tessin ein Tesla – der Besitzer starb. Und Mitte April machten Berichte die Runde, Tesla habe seine Zahlen zu Arbeitsunfällen in den eigenen Werken geschönt. Aktie stürzt ab Diese Mischung aus schlechten Nachrichten scheint auch der sonst immer cool wirkende Elon Musk nicht einfach so wegzustecken. In einer Konferenzschaltung mit Finanzanalysten fuhr er einem Teilnehmer kürzlich ziemlich forsch übers Maul. Dass Tesla sich buchstäblich in einem dummen Rank befindet, lässt sich auch an der Entwicklung des Aktienkurses ablesen.

Dieser hat gegenüber dem Höchststand über 25 Prozent an Wert verloren und sich über die letzten Wochen zudem deutlich schlechter entwickelt als der US-Aktienindex S&P 500. Der Druck steigt Stellt sich die Frage, ob Elon Musk mit Tesla wirklich noch die Kurve kriegt. Automobil-Experte Ferdinand Duddenhöfer bleiben die Chancen dafür intakt, der Druck sei aber wesentlich höher geworden: «Bei Elon Musk und bei Tesla wird die Zeit wirklich sehr, sehr eng. Dadurch, dass er seine Produktion beim Model 3 nicht in Gang bringt, ist die ganz grosse Gefahr, dass ihm die Investoren immer stärker wegspringen, dass der Aktienkurs bröckelt und dass die Marke grosse Schwierigkeiten in der Zukunft kriegt, wenn im nächsten halben Jahr nicht Stabilität einkehrt.»


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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Ausland

BABYSCHMUGGEL

Gestohlene Kinder aus Sri Lanka – frei zur Adoption. 5

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

HARTE HAND

GIFTGAS

Ausland

60 Tote, darunter 12 Jetzt ist der Einsatz Kinder, bei Protest in Syrien bestätigt, im Gazastreifen. sagt NGO. 5

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

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Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

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«WIR NÄHMEN AUCH EIN TAMILEN-KIND»

KUSCHEN ODER KÄMPFEN – EU MUSS IHR EI LEGEN

11 000 Babys aus Sri Lanka wurden von westlichen Paaren adoptiert, auch aus der Schweiz. Nun sind die damals gestohlenen oder verkauften Kinder gross. Und wollen Antworten.

Foto: John MacDougall (Getty)

Für die EU geht es um ihre Durchsetzungskraft nach aussen. Doch das ist nicht viel. Denn die Europäische Union ist ein Staatenbund geblieben, ohne Präsident und gemeinsame Aussenpolitik. Eine Analyse.

16.05.2018, 16:24 Uhr Sebastian Ramspeck  4809 Zeichen Der amerikanische Präsident Donald Trump will mit seinem Rückzug aus dem Atom-Abkommen und mit den neuen Wirtschaftssanktionen nicht nur den Iran in die Knie zwingen. Er droht auch europäischen Unternehmen, die im Iran Geschäfte machen, mit drastischen Konsequenzen. Tut die EU nichts, macht sie sich zur Handlangerin der USA – denn die allermeisten Unternehmen nehmen eher den Wegfall des Iran-Geschäfts in Kauf als Probleme mit der Supermacht USA. Sorgt die EU hingegen dafür, dass die Iran-Geschäfte weiterlaufen wie bisher und der Geist des Atom-Abkommens aufrechterhalten wird, geht sie auf Konfrontationskurs mit Donald Trump. Kuschen oder kämpfen? Die Iran-Krise stürzt die Europäische Union in ein Dilemma. Sie zaudert und zögert. Denn egal, wofür sie sich entscheidet: Sie wird einen politischen Preis bezahlen müssen. Einige Mitgliedsstaaten haben sich bereits für einen Konfrontationskurs stark gemacht. Allen voran, wenig verwunderlich, das amerika-kritische Frankreich mit dem selbstbewussten Präsidenten Emmanuel Macron. Deutschland verlässt sich auf sich selbst Anders die Deutschen: Sie mahnen zur Vorsicht, wollen das Iran-Abkommen zwar retten, aber nicht um jeden Preis. Zwar sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nach dem Amtsantritt von Donald Trump: «Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei.» Doch auf die EU, deren Teil sie sind, wollen sich die Deutschen eben auch nicht völlig verlassen. EU-Chefs tagen zu Amerika Die EU-Staats- und Regierungschefs treffen sich heute Abend in Sofia zu einem informellen Abendessen vor dem EU-Westbalkan-Gipfel vom Donnerstag. Dabei beraten die EU-Chefs über ihre Antwort auf die jüngsten Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump. Es geht um Trumps Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran und die angedrohten US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU, indirekt also auch um das künftige Verhältnis der EU zu den USA.

Auf der Suche nach dem kleineren Übel – handelt man sich lieber Probleme mit der Supermacht ein oder verliert man das Geschäft mit dem Iran? Macron (links), Merkel, Trump.

Frankreich und Deutschland sind sich uneins, welche Konsequenzen aus der Iran-Krise zu ziehen sind. Das Zaudern und Zögern der EU lässt sich in dieser wie in anderen Krisen mit den Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Mitgliedsstaaten erklären. Doch das Problem liegt tiefer. Die EU hat zwar einen gemeinsamen Markt und eine eigene Währung, doch in aussen- und verteidigungspolitischen Fragen ist sie bis heute ein loser Staatenbund geblieben. Ohne Präsident, ohne Armee, ohne schlagkräftige Diplomatie. EU muss ihren Platz in der Welt finden Denn während des Kalten Krieges hatte sich die EU aussen- und verteidigungs-

CHLORGAS AUS ZYLINDERN – CHEMIEWAFFENORGANISATION BESTÄTIGT GIFTGASEINSATZ IN SYRIEN 16.05.2018, 11:02 Uhr 1346 Zeichen

im April in Duma ist noch nicht veröffentlicht worden.

Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat den Einsatz von Giftgas bei einem Angriff in Syrien im Februar bestätigt. Eine Erkundungsmission stellte fest, dass in der Stadt Sarakeb am 4. Februar Chlorgas aus Zylindern freigesetzt worden sei. Es sei «wahrscheinlich als chemische Waffe eingesetzt worden», sagen die OPCW-Experten. Die OPCW hat allerdings kein Mandat, Verantwortliche für den Einsatz von verbotenen Chemiewaffen festzustellen. Der OPCW-Bericht zum mutmasslichen Einsatz von Chemiewaffen

Regierung unter Druck Syrische Aktivisten hatten im Februar gemeldet, dass elf Menschen nach Luftangriffen von Regierungstruppen in Sarakeb mit Atembeschwerden behandelt worden seien. Auch danach war die syrische Regierung beschuldigt worden, bei der Rückeroberung der Rebellenhochburg Ost-Ghuta Giftgas eingesetzt zu haben. Nach Angaben von Helfern waren bei einem Angriff am 7. April mehr als 40 Menschen getötet worden. Die OPCW arbeitet auch an einer Untersuchung dieses Falls. In Sarakeb sollen Chemiewaffen

politisch tatsächlich voll und ganz auf die USA verlassen. Sie prosperierte unter dem atomaren Schutzschirm der Amerikaner. Die Welt war aufgeteilt in Ost und West – die EU musste sich über ihren Platz keine Gedanken machen. Nun aber soll die EU nach dem Willen vieler ihrer Bürger selbstbewusster auf der Weltbühne auftreten. Als Machtblock mit 500 Millionen Einwohnern könnte sie den USA, China und Russland Paroli bieten. Doch die Mittel dafür hat sie bis heute nicht. Die Iran-Krise führt deutlich vor Augen, wie zwergenhaft sich der Wirtschaftsriese EU auf der weltpolitischen Bühne bewegt. Das ist das eigentliche Dilemma der EU. Klar, Donald Trump könnte ein Weckruf sein. Er könnte die Mitgliedsstaaten davon überzeugen, der EU

aussen- und verteidigungspolitisch mehr Macht und Mittel zu übertragen. Weil eine geeinte EU weltpolitisch mehr ausrichten könnte als Frankreich, Deutschland oder Italien im Alleingang. Hoffnung auf Trumps Abwahl Könnte. Doch ein echter Wille dazu ist nirgendwo zu erkennen. Emmanuel Macron beschwört zwar eine neue «europäische Souveränität». Aber auch er will die weltpolitische Schlagkraft Frankreichs – ein ständiger Sitz im UNO-Sicherheitsrat, Geheimdienste, Atomwaffen – nicht der EU übertragen. Manch einer in der EU dürfte vor allem darauf hoffen, dass Donald Trump 2020 durch einen Nachfolger ersetzt wird, der wieder mehr Berechenbarkeit und Verläss-

lichkeit in die transatlantischen Beziehungen bringt. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Welt seit dem Ende des Kalten Kriegs unvorhersehbarer und unübersichtlicher geworden ist. Und dass die EU ihren Platz in dieser Welt noch nicht wirklich gefunden hat.

Unser Mann in Brüssel

Sebastian Ramspeck ist SRF-EU-Korrespondent. Zuvor arbeitete er als Wirtschaftsreporter für das Nachrichtenmagazin «10vor10». Ramspeck studierte Internationale Beziehungen am Graduate Institute in Genf.

BAYERISCHES POLIZEIGESETZ IST «EIN FEHLER», SAGT SZ-EXPERTE SRF 4 News 16.05.2018, 09:40 Uhr 3410 Zeichen Im deutschen Bundesland Bayern hat die christlich-soziale Mehrheit des Parlaments ein neues Polizeigesetz verabschiedet. Doch das Gesetz passt nicht allen. Die SPD und die Grünen haben bereits Klagen vor dem Verfassungsgerichtshof angekündigt. Denn die bayrische Polizei soll künftig das Recht haben, ohne konkreten Verdacht auf eine geplante Straftat Überwachung und andere polizeiliche Massnahmen einzuleiten. Dazu gehören auch DNA- und Online-Untersuchungen. Wie die SPD, die Grünen und die Freien Wähler sieht auch

Heribert Prantl von der «Süddeutschen Zeitung» das neue Gesetz kritisch. Er hält es für eine Einschränkung der Freiheit der Bürgerinnen und Bürger, wie er erklärt. SRF News: Sie finden, dieses Polizeigesetz sei ein Fehler. Warum? Heribert Prantl: Es ist ein Fehler. Natürlich sollte man davon ausgehen, dass die Polizei ihre Kompetenzen dazu nutzt, die Bürger zu schützen. Aber es sind Befugnisse, die tatsächlich erschrecken können, wenn die Polizei zum Beispiel normalen Bürgern Wohnsitz-Auflagen machen oder die Telekommunikation überwachen kann. Und das alles geschieht nicht, um eine Straftat zu verfolgen, sondern nur, um einer Straf-

tat vorzubeugen. Es geht nicht mehr um eine konkrete Gefahr, für die man handfeste Indizien hat. Man mutmasst, dass da etwas passieren könnte und da kann natürlich auf jeden zugegriffen werden. Es geht nicht mehr nur um Verdächtige. Und da wird einem doch ein bisschen komisch. Ist es denn nicht richtig, wenn die Polizei schon früh aktiv werden kann, und nicht erst reagiert, wenn schon etwas passiert ist? Natürlich, das ist der Grundgedanke der Prävention. Prävention ist eigentlich etwas Wunderbares. Aber es kann doch nicht sein, dass mehr Befugnisse bestehen, um Dinge zu verhindern als dann,

16.05.2018, 18:13 Uhr Samira Zingaro und Silvana Degonda  6094 Zeichen

Das Vorgehen Israels hat international Kritik ausgelöst. Südafrika und die Türkei riefen ihre Botschafter für Beratungen zurück. Gaza beginnt sich langsam aus dem Schockzustand zu lösen, in den es nach den Ereignissen vom Montag gefallen war. SRF-Korrespondent Pascal Weber machte sich ein Bild vor Ort und reiste am Tag vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan in den Gaza-Streifen. Im grössten Spital im Nordosten von Gaza-Stadt liegen viele derjenigen, die bei den Protesten am Montag verwundet worden sind. Ayman al-Sabhani ist Leiter der Notfall-Abteilung des al-Shifa Spitals. Er schildert die katastrophale medizinische Versorgung vor Ort: «Die Operationssäle sind bis zu diesem Moment voll belegt. Die ganze Notfallabteilung ist voll. Wir haben kein einziges freies Bett mehr im Shifa-Spital.» «Weshalb schiessen sie auf uns?» Mehr als 500 Verletzte waren am Montag in das Spital eingeliefert worden. Die meisten mit Schussverletzungen an den Beinen – einige jedoch auch mit Schussverletzungen im Kopf oder in der Brust. Für diese kam jede Rettung zu spät, sagt Ayman al-Sabhani gegenüber SRF: «Hier sind am Montag 18 Menschen gestorben. Sie hatten Kugeln im Kopf oder Kugeln im Herz. Was heisst das? Das heisst, dass sie gezielt getötet wurden. Man wollte diese unschuldigen Menschen gezielt töten.»

Auf «Babyfarm» verkauft Auf der Herkunftssuche in Sri Lanka stossen die damaligen Adoptivkinder meist auf Fragen – statt auf Antworten. Romy Walcher aber konnte ihre leibliche Mutter mit viel Glück finden. Die Mutter hat ihr dann erzählt, dass sie ein aussereheliches Verhältnis hatte und dabei schwanger wurde. Der rechtmässige Ehemann der Mutter hat Romy daraufhin auf eine «Babyfarm» verkauft.

Pedro Sutter über seine Mitarbeit in einer Adoptivkind-Vermittlung In Sri Lanka erfuhr er zudem, dass die Kinderheime dort selten Kinder für Ausland-Adoptionen freigegeben haben. Anders die privaten Vermittler: Nur interessierte sich damals keiner dafür, wie diese Vermittler zu den vielen Kindern kamen. Und Gesetze zum Schutz der Kinder bei internationalen Adoptionen gab es damals noch nicht. Pedro Sutter verfasste einen kritischen Bericht über seinen Besuch in Sri Lanka. Dieser Bericht sei aber bei

Während Protesten gegen die neueröffnete Botschaft Amerikas in Jerusalem sind zahlreiche Palästinenster getötet worden.

Aus 10vor10 Luzia Tschirky  16.05.2018, 23:14 Uhr 4435 Zeichen

Auch in der Schweiz waren die umstrittenen Adoptionsvermittler aktiv. Der Bund muss die damalige Praxis jetzt untersuchen, denn die 700 betroffenen Kinder sind heute erwachsen und fordern Gerechtigkeit. In den 1980er Jahren wurden Kleinkinder gestohlen, verkauft oder mit falschen Identitäten an westliche Paare vermittelt. Auch in die Schweiz. Brisant: Die Medien berichteten dazumal über diesen Babyhandel. Aber die Geschichte ging vergessen. Bis eine holländische TV-Reportage  das dunkle Kapitel wieder aufgegriffen hat. Seither sorgt der Adoptionsskandal von Sri Lanka international für Aufsehen. Die damaligen Adoptivkinder sind heute erwachsen und stellen Fragen. Joëlle Schickel-Küng leitet die Zentralbehörde für internationale Adoptionen beim Bundesamt für Justiz. «Für die Schweizer Behörden waren diese Verfahren abgeschlossen, doch nun sind die Kinder erwachsen und stellen Fragen». Der Bund muss jetzt die damalige Schweizer Adoptionspraxis untersuchen.

Romy Lalitha Wacher erzählt ihre Geschichte Dort wurden Kinder unter prekären Verhältnissen gehalten. Die Adoptionen abgewickelt hat ein Gericht in Colombo, private Vermittler aber halfen den westlichen Paaren beim Prozedere. Dabei spielten oft fremde Frauen gegen Bezahlung die leiblichen Mütter – um so Misstrauen bei den europäischen Adoptiveltern zu verhindern. Die leibliche Mutter stieg mit Tränen in den Augen wieder in den Bus. «Ein Geschäft nach Wünschen der Adoptiveltern», sagt der pensionierte Sozialarbeiter Pedro Sutter. Er hat bei einer Schweizer Adoptionsvermittlung gearbeitet und spricht erstmals in der «Rundschau» über seine Erlebnisse. 1984 reiste er nach Sri Lanka, um sich über die genauen Abläufe zu informieren. «Die Mütter kamen mit ihren Kindern im Bus zum Gericht. Dort warteten westliche Adoptiveltern. Sie gingen hinein, nach fünf Minuten kam das Paar mit dem Kind raus. Die leibliche Mutter stieg mit Tränen in den Augen wieder in den Bus», erzählt Sutter.

KONFLIKT IN GAZA – ISRAEL TRÄGT SCHULD AN 60 TOTEN

Der Bund muss jetzt die damalige Schweizer Adoptionspraxis untersuchen. Bild eines Mädchens aus Sri Lanka. Foto: Hindustan Times (Getty)

seiner Schweizer Adoptionsvermittlungsstelle schlecht angekommen. Er kündigte. Umstrittene Schweizer Vermittlerin In der Schweiz war die umtriebige Alice Honegger eine Schlüsselfigur bei der Vermittlung von Kleinkindern aus Sri Lanka. Die Sankt Gallerin leitete in den 1950er Jahren einen Verein, der sich um ledige Mütter in Not kümmerte und deren Kinder an Adoptiveltern vermittelte. Später vermittelte Alice Honegger auch srilankische Kinder an Schweizer Adoptiveltern. Ihre Geschäftspartnerin in Sri Lanka war die Rechtsanwältin Rukmani Thavanesan, eine bekannte Vermittlerin in Colombo. Bund entzog Schweizer Vermittlerin Bewilligung Anfang der 1980er Jahre wurde der illegale Babyschmuggel aus Sri Lanka öffentlich. Die Behörden in der Schweiz wurden stutzig, weil die srilankische Anwältin Thavanesan im Fokus des Schmuggelskandals stand. Mit ihr arbeitete auch die Schweizer Vermittlerin Alice Honegger zusammen.

Der Kanton St. Gallen entzog Honegger in der Folge die Bewilligung für Adoptionen aus Sri Lanka – doch nur kurzzeitig. Alice Honegger gründete nämlich zusammen mit Adoptiveltern einen Verein und eine Stiftung. Mit Erfolg: Es konnten wieder legal Kinder aus Sri Lanka in der Schweiz adoptiert werden. Für diesen neuen Verein arbeitete auch Sozialarbeiter Pedro Sutter. In Sri Lanka lernte er zudem die Anwältin Rukmani Thavanesan kennen. Diese habe vom Adoptionsgeschäft finanziell stark profitiert. Die umstrittene Schweizer Adoptivkind-Vermittlerin Alice Honegger. Alice Honegger starb 1997. Ihr Adoptivsohn, Rudolf Honegger, weist alle Vorwürfe an seine Mutter zurück. Der «Rundschau» teilt er mit, dass seine Mutter stets zum Wohle der Kinder gehandelte habe: «Meine Mutter hatte zu Frau Thavanesan ein gutes Verhältnis und ich denke, die beiden Damen haben sich immer an die Gesetze gehalten.» Bei Anfrage würde er die 250 Dossiers aus dieser Zeit den Behörden aushändigen. Die

betroffenen Adoptivkinder aus Sri Lanka sind heute erwachsen und haben jetzt ihrerseits einen Verein gegründet. Gemeinsam fordern sie nun Fakten und verlangen Unterstützung bei ihrer Herkunftssuche. Sie wollen wissen: Wer wusste was und wie viel? Ein dunkles, noch unbewältigtes Kapitel Schweizer Geschichte. Verfahren gegen Schweizer Vermittlungsstelle Auf der Webseite des Bundesamts für Justiz war bis vor kurzem die Vermittlungsstelle Lanka Child aus Rothenburg aufgelistet. Heute nicht mehr. Warum? Das will die «Rundschau» von Joëlle Schickel-Küng vom Bundesamt für Justiz wissen. Ihre Antwort: Man habe der Vermittlungsstelle die Bewilligung entziehen müssen. Konkrete Gründe nennt sie nicht. «Korruption in den Herkunftsländern ist nach wie vor ein Problem», sagt sie und betont, dass der Entscheid nichts mit dem damaligen Adoptionsskandal zu tun hat. Und noch sei der Entscheid nicht rechtskräftig. Lanka Child will sich zum laufenden Verfahren nicht äussern.

Zwölf Kinder getötet Insgesamt sind laut der UNO seit Beginn der Protestmärsche Ende März am Grenzzaun zu Israel 104 Palästinenser getötet worden. Unter ihnen auch 12 Kinder – alleine am Montag waren acht minderjährige unter den Todesopfern. Im Spital in Gaza-Stadt fehlen auf der Notfallstation dafür die Worte, schildert Ayman al-Sabhani: «Die Kinder fragen uns: ‹Weshalb schiessen sie auf uns? Weshalb töten sie uns? Weshalb? Weshalb?› Niemand kann diese Frage beantworten. Niemand.» Während die Perspektivlosigkeit im Gaza-Streifen bereits Nährboden ist für Radikalisierung der jüngsten Generation, wurde Israel international für den Armeeeinsatz am Montag kritisiert. Der Botschafter Israels in der Schweiz, Jcob Keidar, hat SRF ein Interview zum Thema angeboten. Die israelischer Sicht Auf die Frage, ob Israel mit seinem Militäreinsatz nicht in Kauf genommen habe, dass Unschuldige ums Leben kommen, antwortete Keidar: «Ich denke eine grosse Zahl derjenigen Leute, die getötet wurden, sind Terroristen der Hamas und Islamisten. Leider verstecken sich die Terroristen oft hinter Zivilisten – speziell bei den aktuellen gewalttätigen Auseinandersetzungen.» Konfrontiert mit den Schilderungen des Notfallarztes in Gaza-Stadt, antwortete der Botschafter Israels: «Das letzte was wir sehen möchten, ist wie Kinder getötet werden. Das ist etwas Schreckliches. Wenn wir solche Tragödien sehen, gibt uns dies ebenso einen Stich ins Herz. Doch wenn die Hamas Jugendliche vor sich los schickt und sich hinter ihnen versteckt, dann müssen wir sie stoppen, wenn sie versuchen den Zaun zu übersteigen.»


Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

LUXUSTIER

Der teuerste Fisch der Schweiz ist – der Aal. 7

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

BESTER FEIND

Basels SVP macht sich intern fertig – Gegner unnötig. 7

AIRBNBERN

Inland / Region

Kurzaufenthalte unter den Lauben – unerwünscht.

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

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SO TEUER IST UNSER AAL

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

BEIM BARTE DER PROPHETEN

Flusskraftwerke sollen bis 2030 fischsicher werden – das kostet gegen 5 Milliarden Franken. Foto: Andrew Marriott (Getty)

16.05.2018, 17:59 Uhr 2142 Zeichen Die Basler SVP wurde in den letzten Tagen von einem Streit zweier Exponenten durchgeschüttelt. Nationalrat Sebastian Frehner hatte Anzeige gegen Parteisekretär Joël Thüring erstattet, weil dieser die Emails auf seinem Parlaments-Account gelesen haben soll. Die Staatsanwaltschaft begann gegen Thüring zu ermitteln. Der ganze Konflikt schlug auch in den Medien grosse Wellen. Nun haben sich die beiden Streithäne auf einen Kompromiss geeinigt, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Sebastian Frehner zieht seine Anzeige gegen Thüring zurück. Im Gegenzug hat Joël Thüring angekündigt, das Parteisekretariat abzugeben und zudem darauf zu verzichten, in den nächsten Jahren als Regierungs- oder Nationalrat zu kandidieren.

Foto: Allessandro Crinari (Keystone)

Die Bundesanwaltschaft hat für die drei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS) Naim Cherni, Qaasim Illi und Nicolas Blancho je eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten gefordert. Mittleres Verschulden reicht Die Staatsanwältin des Bundes, Juliette Noto, versuchte in ihrem Plädoyer mit zahlreichen Beispielen aus Internet-Videos aufzuzeigen, dass der interviewte Abdallah Al-Muhaysini ein führendes Mitglied der Al-Kaida ist. In den vom Angeklagten Naim Cherni gemachten Filmen wird gemäss Bundesanwaltschaft Al-Muhaysini eine Plattform geboten, um Propaganda zu betreiben. Von einem journalistischen Werk könne nicht die Rede sein, betonte Noto. So schaue Al-Muhaysini während des Interviews auch direkt in die Kamera. Dabei wende er sich an die jungen Muslime der Welt. Er fordere sie verschleiert auf, in den Dschihad zu ziehen. Die Anklage bewertet das Interview aufgrund fehlender journalistischer Haltung als Terrorpropaganda. Es handle sich um ein Täuschungsmanöver. Unter der Vorgabe, Journalismus zu betreiben, werde ungefiltert dschihadistisches Gedankengut verbreitet.

Juristische Knacknuss Inlandredaktor Rafael von Matt begleitet den Prozess für Radio SRF. Zumindest äusserlich seien die Angeklagten in ihren islamischen Kleidern auffällig gewesen, und auch die kleine Demonstration von IZRS-Unterstützern im beschaulichen Bellinzona habe für Aufsehen gesorgt. An der Verhandlung seien die Angeklagten selbst aber unauffällig geblieben: «Aus Protest verweigerten sie die Aussage. Für sie handelt es sich um einen politischen Schauprozess», schildert von Matt.

16.05.2018, 16:32 Uhr Georg Humbel 3948 Zeichen

Für den Medienexperten wird am Prozess «eine juristische Knacknuss» verhandelt: «Kommt es am Ende gar darauf an, wer ein Interview führt, um zu bewerten, ob es sich um Propaganda oder Journalismus handelt? Würde das Gericht etwa anders urteilen, wenn ein ‹Echo der

JOURNALISMUS ODER PROPAGANDA Mit dieser Frage haben es die Richter des Bundesstraf­gerichts zu tun. Die Antwort dürfte zeigen, dass nach dem 11. September ein unnötiges Gesetz verabschiedet wurde.

16.05.2018, 15:15 Uhr 1639 Zeichen Das Bundesstrafgericht in Bellinzona setzt sich heute mit der Frage auseinander, ob es sich bei einer Videoproduktion des Islamischen Zentralrats um Propaganda oder um eine journalistische Leistung handelt. Es geht um ein Interview, das ein Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrats Schweiz mit einem Islamisten in Syrien geführt hat. In der Schweiz sind kriminelle Organisationen wie al-Kaida und verwandte Organisationen explizt verboten. Über den Sinn dieses Gesetzes spricht der rechtswissenschaftliche Doktorand Moritz Oehen. Oehen doktoriert an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich über das Schweizerische Strafprozessrecht. Er war bis 2017 wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Marc Thommen der Universität Zürich.

Die Hoffnung stirbt zuerst Für Joël Thüring ist dieser Kompromiss einschneidend. Er galt in der Basler SVP als Hoffnungsträger und wurde immer wieder als möglicher Kandidat für den Regierungsrat gehandelt. Ausserdem muss sich Thüring nun beruflich neu orientieren. Als Parteisekretär galt er als Dreh- und Angelpunkt der Basler Kantonalpartei. Thüring versucht trotzdem, optimistisch in die Zukunft zu schauen: «Ich freue mich auf Neues, das nun Platz hat in meinem Leben. Manchmal braucht es klare Schnitte um Neues anzugehen.»

Der Finanzschrecken der Schweizer Flüsse – europäischer Aal (Anguilla anguilla).

Die drei vom islamischen Zentralrat der Schweiz: Naim Cherni, Qaasim Illi und Nicolas Blancho (von links; mit Kopfbedeckung respektive Glatze)

SRF News: Wie beurteilen Sie das Gesetz? Moritz Oehen: Aus Sicht der Wissenschaft ist es gewissermassen ein unnötiges Gesetz, weil es im Strafgesetzbuch bereits eine Bestimmung gibt, die dieselben Verhaltensweisen unter Strafe stellt. Zudem ist auch problematisch, dass es so weit gefasst ist. Das Gesetz ist für die Bürger schlicht nicht mehr abschätzbar. Im vergangenen Jahr wurde ein Mann verurteilt, weil er die Reise nach Istanbul antrat und dann mutmasslich nach Syrien reisen wollte. Und das wurde bereits strafbares Verhalten ausgelegt, weil man gesagt hat, allein schon der Antritt der Reise habe Signalwirkung für allfällige weitere Personen gehabt. Das finde ich doch extrem weit und das stiess auch in der Wissenschaft auf Kritik.

Zeit›-Moderator ein solches Interview geführt hätte? Spielt die Gesinnung eine Rolle?» Das seien heikle Fragestellungen, die das Gericht nun beantworten müsse. Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Angeklagten mit der Produktion, dem Bewerben und der Publikation zweier Videos

einen Verstoss gegen Artikel 2 des Bundesgesetzes vor. Es betrifft das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen. Zu den Vorwürfen hat sich der IZRS im April in einem Bericht geäussert. Darin wird argumentiert, Ziel des Interviews sei

unter anderem gewesen, auf die Widersprüche unter den Islamisten hinzuweisen und gegen den «Islamischen Staat» anzukämpfen. Zudem sei der Interviewpartner kein Extremist, sondern

Warum hat man das Gesetz überhaupt eingeführt? Die Ursprünge dieses Gesetzes liegen eigentlich im Nachgang zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Es ging damals um einen Akt der Solidarität. Im Wesentlichen war es eine symbolische Geste gegenüber den anderen westlichen Mächten. Den Tatbestand der kriminellen Organisation gab es bereits seit 1993 und eigentlich könnte man Terrorismus ohne Weiteres auch unter diesem Tatbestand fassen. Aber der Bundesrat entschied sich für den Weg des Spezialverordnung. Das zeigt auch gegen aussen, dass die Schweiz die Tätigkeiten dieser Organisationen nicht toleriert. Die Angeklagten, die in Bellinzona vor Gericht stehen, haben in Syrien ein Video mit einem Islamisten gemacht. Es sei ein Interview, wie sie selber sagen. Ist dies der erste Fall, in dem es um eine Art journalistische Leistung geht, die als Propaganda ausgelegt wird? Soweit ich weiss, ist das der erste Fall. Und ich glaube, die Schwierigkeit wird sein, zu zeigen, ob das Video in einen journalistischen Gesamtkontext gestellt wurde, ob es auch kritisch eingebettet wurde. Dann könnte man meiner Meinung nach eher von einem journalistischen Beitrag sprechen. Wenn es aber einfach darum ging, die Botschaft des Partners weiter zu verbreiten und ihm eine Plattform zu bieten, dann sieht das nach Propaganda aus.

Gemäss revidiertem Gewässerschutzgesetz muss dieser Missstand bis ins Jahr 2030 behoben sein. Bis dann müssen über 1000 Schweizer Wasserkraftwerke umfassend ökologisch saniert und fischfreundlicher werden. Ein Milliardenprojekt. Jedes Jahr sterben tausende Fische in den Turbinen der Schweizer Wasserkraftwerke. Dieser Missstand muss gemäss revidiertem Gewässerschutzgesetz bis 2030 behoben sein. Doch die Kraftwerke fischsicher zu machen dürfte 4 bis 5 Milliarden Franken kosten. Der Bund rechnete seinerzeit bei der Revision des Gesetzes mit viel tieferen Kosten. Doch jetzt klafft in der Sanierungskasse ein Milliardenloch. «Es ist ein Massaker. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird der Aal in den nächsten Jahren ausgestorben sein», warnt Philipp Sicher vom Schweizer Fischerei-Verband. Der Geschäftsführer kritisiert, dass jedes Jahr tausende Aale und andere wandernde Fische in den Schweizer Wasserkraftwerken regelrecht geschnetzelt werden. Weil viele Kraftwerke keinen Fischabstieg haben, bleibt den Fischen nur der Weg durch die Turbinen hindurch. Bund rechnete mit tieferen Kosten «Fünf Milliarden Franken. Das ist völlig unverhältnismässig. Das ist gleichviel Geld, wie die ganze Landesverteidigung ein Jahr lang kostet», sagt Albert Rösti in der «Rundschau». Der SVP-Nationalrat ist Präsident des schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes. Rösti wehrt sich dagegen, für die Umsetzung des Gesetzes weitere Gelder zu sprechen.

Das Ziel des Angeklagten war Syrien (Bild: Giftgas-Einsatz), wohin er gar nie kam; doch schon der Antritt der Reise war strafbar. Foto: Mohammed Badra (Keystone)

STREIT UM FREMDGELESENE POLITIKERE-MAILS GIBT’S AUCH IN DER SCHWEIZ SVP-Nationalrat Sebastian Frehner zieht seine Anzeige gegen Parteikollegen Joël Thüring zurück, dieser gibt dafür sein Amt als Sektretär ab und verzichtet auf eine Kandidatur. Der Krach ist beigelegt, der grösstmögliche Schaden angerichtet.

Bedingte Freiheitsstrafen für IZRS-Mitglieder gefordert; nicht wegen der Gesichtsbehaarung, sondern wegen Terrorpropaganda.

16.05.2018, 17:43 Uhr 2781 Zeichen

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Foto: Bank Cler

Inland

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Neues Gewässerschutzgesetz Das revidierte Gewässerschutzgesetz macht den Betreibern von Wasserkraftwerken strenge Auflagen. Gemäss den kantonalen Planungen müssen bis 2030 über 1000 Kraftwerke ökologisch saniert werden. Für die Umsetzung bezahlen alle Konsumentinnen und Konsumenten 0.1 Rappen Abgabe auf jeder Kilowattstunde Strom. So kommt bis 2030 rund eine Milli-

arde Franken zusammen. Dies dürfte aber nicht ausreichen um alle Anlagen zu sanieren. Der Fischerei-Verband befürchtet deshalb eine Verwässerung des Gesetzes und fordert von der Politik massiv mehr Mittel. Das Parlament habe bei der Verabschiedung eine Milliarde Franken bewilligt und dieser Betrag müsse reichen. «Auch eine Milliarde ist bereits sehr viel Geld», so Rösti weiter. Damit könne man viel erreichen. Man müsse bei der Umsetzung Augenmass bewahren. Gleich teuer wie Landesverteidigung Wie Recherchen der «Rundschau» zeigen, rechnet auch der Bund intern mit sehr hohen Kosten. Das zuständige Bundesamt für Umwelt (Bafu) wollte nur schriftlich Stellung nehmen. Das Amt schreibt, die Kantone hätten viel mehr Sanierungsbedarf geltend gemacht, als angenommen. «Durch diese Planungen wurde festgestellt, dass viel mehr Anlagen sanierungspflichtig sind, als während der parlamentarischen Debatte angenommen», so das Bundesamt. Deshalb sei auch die damalige Kostenschätzung überholt: «In diesem Zusammenhang muss ebenfalls die bis anhin angenommene eine Milliarde Franken in Frage gestellt werden. Aufgrund aktueller Kenntnisse ist davon auszugehen, dass sie nicht ausreichen wird, um alle erforderlichen Sanierungsmassnahmen umzusetzen.» Gerade für Fische wie den Aal, werden die Kraftwerk-Turbinen zur Endstation ihrer Wanderung. Milliardenloch Bei der Revision des Gesetzes im Jahr 2008 war der Bund noch von Kosten von einer Milliarde Franken ausgegangen. Jetzt warnt der Fischerei-Verband vor einem Milliardenloch in der Sanierungskasse: «Hochgerechnet auf die ganze Schweiz rechnen wir heute mit Gesamtkosten von vier bis fünf Milliarden Franken», so Philipp Sicher. Die für die Umsetzung geplante Milliarde Franken werde «bei weitem» nicht für alle sanierungspflichtigen Anlagen reichen. Der Verband ruft deshalb die Politik auf, die nötigen Mittel für die Umsetzung des Gesetzes massiv zu erhöhen.

Es ist sicher ein Reputationsschaden für die Partei entstanden. Die Einigung von Thüring und Frehner wurde durch eine Mediation unter Parteipräsident Lorenz Nägelin erzielt. Nägelin

VOM FLÜCHTLING ZUM SRK-HELFER Wie Migranten Unabhängigkeit erlangen

Sebastian Frehner, Basler SVP-Nationalrat, hat einen Kollegen angezeigt – erfolgreich.

sagt auf Anfrage zum Konflikt der letzten Tage, es gehe nun darum, in die Zukunft zu schauen. Er hoffe, dass nun Ruhe einkehre und man gemeinsam in die Zukunft schauen könne. Dazu gehört auch, dass Sebastian Frehner für die nächste

Legislatur noch einmal als Nationalrat vorgeschlagen wird. Dies wurde Frehner von Parteipräsident Nägelin versprochen. An der kommenden Parteiversammlung dürfte der Streit trotzdem noch einmal zum Gesprächsthema werden.

DIE WAK VERSUCHT’S WENIGSTENS Die Wirtschaftskommission schlägt vor, Ausfälle bei der AHV wegen der Steuervorlage 17 auszugleichen. Foto: Thanasis Zovoilis (Getty)

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SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 16.05.2018, 12:03/17:30 Uhr 1485 Zeichen Praktikant Vali Heydari ist der Lieblingspfleger von Frau Schönthal Brigitte Mader. Vali Heydari ist einer von sieben Migrantinnen und Migranten, die Ende Mai den Pflegehelfer-Kurs des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) abschliessen. Der 26-jährige Afghane ist seit zwei Jahren in der Schweiz. Die Arbeit im Pflegeheim in Köniz gefällt ihm. Und er hofft, nach dem Praktikum eine Stelle zu finden, um nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig zu sein. Die Flüchtlinge sind motiviert und loyal. Das SRK hat das Angebot im Auftrag des Staatssekretariats für Migration gestartet. Schweizweit werden nun Flüchtlinge zu Pflegehelferinnen und -helfern ausgebildet. Das bedeutet für die Heime Aufwand – der sich lohne, sagt Christine Chappuis von der Stiftung Tilia. «Die Flüchtlinge sind motiviert und loyal.» Das Projekt werde den drohenden Pflegenotstand nicht beheben. «Aber es ist doch ein kleiner Beitrag dazu», sagt Christine Chappuis. Vali Heydari würde gern helfen, die drohende Lücke beim Pflegepersonal in der Schweiz zu füllen. Am liebsten möchte er nach dem SRK-Kurs im Tilia in Köniz bleiben und sich dann auch weiterbilden. «Mein Ziel ist es, Fachmann Gesundheit zu werden.» Im Pflegeheim Tilia sind alle zufrieden mit dem SRK-Angebot.

«Wo sind meine 2 Milliarden?» Rentner, auf der Suche nach der AHV-Sanierung.

16.05.2018, 14:46 Uhr Curdin Vincenz 1583 Die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK-SR) schlägt vor, Ausfälle durch die Steuervorlage 17 bei der AHV auszugleichen. Sie will für jeden Steuerfranken, der dem Staat durch die Reform entgeht, einen Franken in die AHV stecken. Letztes Jahr wurde die Unternehmenssteuerreform an der Urne abgelehnt. Der Bundesrat wollte den Stimmberechtigten die Vorlage mit höheren Kinderzulagen versüssen – vergebens. Für CVP-Ständerat Pirmin Bischof, Präsident der Wirtschaftskommission, ist die Sanierung der AHV die bessere soziale Ausgleichsmassnahme zu einer Reform der Unternehmenssteuer. Auch die Landesregierung stehe hinter der Idee, sagt er. «Die Bundesräte Maurer und Berset unterstützen das Vorgehen der Kommission.»

Zwei Milliarden Franken für die AHV Rund zwei Milliarden Franken will die Ständeratskommission, die in dieser Frage einstimmig abgestimmt hat, darum in die Sanierung der AHV stecken. Das entspricht laut Bischof etwa 40 Prozent des Sanierungsbedarfs der ersten Säule. Der grösste Teil dieser zusätzlichen Milliarden käme aus Lohnbeiträgen: 0,3 Prozent sollen Arbeitgeber und -nehmer je zusätzlich abgeben. Daneben sind Beiträge aus der Bundeskasse und aus der Mehrwertsteuer vorgesehen, ohne dass diese erhöht werden müsste. Die ersten Reaktionen der Parteien waren nicht einmütig: die SP spricht von einem akzeptablen Kompromiss, die SVP aber ist skeptisch und findet, wenn schon müsste man gleich auch das höhere Rentenalter für Frauen in den Vorschlag einbauen.


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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Inland / Region

Copyright: 20 Minuten

des Verbandes SCHWEIZER MEDIEN

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

UNTERSCHRIFTEN FÜR «SCHWEIZ OHNE PESTIZIDE» SCHIESSEN INS KRAUT

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KLEINER KANTON, GROSSER WECHSEL Bisher grösster Fahrplanwechsel im Thurgau Foto: Gaetan Bally (Keytone)

24 Stunden im SRF Online-Newsportal Medienpolitisches Manifest

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, Von der Redaktion gekürzt andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

Vor Ablauf der Frist sprachen sich schon 140 000 Stimmbürger für die Initiative aus.

Der Verband SCHWEIZER MEDIEN (VSM) ist die Branchenorganisation der privaten schweize­ rischen Medienunternehmen mit Schwerpunkt Print und Online. Er vereinigt über 100 un­ abhängige, private Unternehmen und branchennahe assoziierte Mitglieder, die zusammen rund 300 Zeitungen und Zeitschriften herausgeben sowie verschiedene Newsplattformen und elektronische Medien anbieten. •

Unabhängige Medien sind unverzichtbar für eine direkte Demokratie wie die Schweiz. Unsere Medien berichten kritisch und unabhängig über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie bilden politische Debatten ab und ermöglichen den demokratischen Meinungsbildungsprozess, indem sie alle relevanten Fakten und Positionen abbilden. Unsere Medien schaffen regionale Identität: Unsere Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV- und OnlineAngebote berichten aus und für die Regionen. Damit tragen sie zum regionalen Zusammenhalt in unserem föderalistischen Land bei.

Wir stehen für Vielfalt: Die Medien der drei Verbände SCHWEIZER MEDIEN, MEDIAS SUISSES und STAMPA SVIZZERA stellen die Medienversorgung der Sprachregionen der Schweiz sicher.

Die Medienbranche beschäftigt in der Schweiz über 20’000 Mitarbeitende. Als Partner der Werbewirtschaft tragen Newsroom 20 Minuten wir zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Unsere Medien stehen für Innovation und prägen die Digitalisierung der Schweiz.

Viel neues im Thurgau: Grösste Fahrplanänderung seit Einführung des Takts.

16.05.2018, 17:58 Uhr 2776 Zeichen «Seit der Einführung des Taktfahrplans ist das wahrscheinlich einer der grössten Fahrplanwechsel im Kanton Thurgau», sagt Stefan Thalmann, Leiter der Abteilung Öffentlicher Verkehr. Nach verschiedenen Ausbauarbeiten, wie beispielsweise auf der Strecke Winterthur-Weinfelden, verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Zürich und Romanshorn um bis zu vier Minuten. Die kürzere Reisezeit ermöglicht in Kreuzlingen, Romanshorn und Schaffhausen neue Anschlüsse zwischen Fern- und Regionalverkehr.

Verband SCHWEIZER MEDIEN

Unabhängige Medien sind ein wichtiger Standortvorteil für einen attraktiven Wirtschafts- und Forschungsplatz Schweiz. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN setzt sich für den Erhalt dieser vielfältigen und freien Medienlandschaft ein. Dafür brauchen wir gute, liberale Rahmenbedingungen.

Die Branchenorganisation der privaten schweizerischen Medienunternehmen mit Schwerpunkt Print und Digital

Falls die Initiative durchkommt, geht dieser Bauer in Zukunft leer aus –keine Subventionen mehr für Pestizideinsätze, ist eine der Forderungen. Foto: Tim Graham (Getty)

16.05.2018, 15:15 Uhr 1639 Zeichen

Wofür wir uns in der Medienpolitik einsetzen

Verband SCHWEIZER MEDIEN – Konradstrasse 14 – 8021 Zürich – 044 318 64 64 – www.schweizermedien.ch – contact@schweizermedien.ch

1. Forschung, Bildung und Medienkompetenz

3. Öffentlich­rechtliches Medienangebot

Der digitale Wandel erfordert neue Kompetenzen – innerhalb der Medienbranche und in der Bevölkerung. Mit gezielten Investitionen in Forschung, Bildung und Medienkompetenz kann die öffentliche Hand einen Beitrag zu einer guten Entwicklung der Medienqualität leisten, die einen mündigen Umgang der Bürgerinnen und Bürger mit Medienangeboten voraussetzt.

Der Verband SCHWEIZER MEDIEN unterstützt die Gebührenfinanzierung der SRG und erwartet, dass dieses Privileg für einen echten Service public und nicht zur Konkurrenzierung des privaten Medienangebots genutzt wird: •

Die SRG konzentriert sich auf Radio und Fernsehen mit nationaler Klammerfunktion. Nur was sie in ihren linearen Sendungen ausstrahlt, bietet sie auch online an. Presseähnliche Digitalangebote sowie über ihr Programm hinaus gehende Angebote hat die SRG zu unterlassen.

Die SRG verzichtet auf neue Formen der Kommerzialisierung. Längerfristig sollte sie ganz ohne Werbung und Sponsoring auskommen und die Kommerzialisierung ihres Angebots schrittweise reduzieren.

2. Vertriebsförderung Täglich nutzen 3.5 Millionen Menschen in der Schweiz eine abonnierte Tageszeitung. Damit ist die regionale Presse das Rückgrat der demokratischen Meinungsbildung. Die Schweizerische Post kontrolliert den Vertrieb dieser Zeitungen. Es gibt keine Transparenz über die Preise der Post. Die Tageszeitungen müssen den Grundversorgungsauftrag der Post mitfinanzieren und werden dadurch geschwächt. Der Verlegerverband verlangt eine klare Weichenstellung: • •

Entweder soll die Post Zeitungen und Zeitschriften zu den Grenzkosten vertreiben, die ihr entstehen. Oder die indirekte Presseförderung müsste entsprechend erhöht werden, damit alle Zeitungen in der Früh- und Tagzustellung von dieser Kompensationsleistung profitieren können.

Die Gebühreneinnahmen der SRG sollten auf ein Niveau reduziert werden, das die Erbringung eines hochstehenden, viersprachigen und demokratierelevanten Service public ermöglicht und im internationalen Vergleich ausreichend erscheint.

4. Keine unnötige Medienregulierung Die Schweizer Bundesverfassung garantiert die Medienfreiheit. Eine unnötige Regulierung der Medien in einem neuen Mediengesetz würde die Unabhängigkeit der Medien gefährden. Angesichts der rasanten und unabsehbaren Entwicklung der digitalen Medien wäre es überdies falsch, ein Gebiet zu regulieren, das sich laufend verändert. Sinnvoll erscheint jedoch eine Revision des Radio- und TV-Gesetzes, um die Strukturen der SRG zeitgemäss anzupassen. Verband SCHWEIZER MEDIEN, Konradstrasse 18, Postfach, 8021 Zürich, Telefon 044 318 64 64, www.schweizermedien.ch contact@schweizermedien.ch

Darum geht es: Für die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» sind laut dem Komitee über 140 000 Unterschriften zusammengekommen. Sie soll am 25. Mai, vier Tage vor Ende der Sammelfrist, eingereicht werden. Nötig sind 100 000 Unterschriften. Das sind die Forderungen: Die Initianten wollen den Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, der

Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und der Boden- und Landschaftspflege verbieten, ebenso wie die Einfuhr von Lebensmitteln, die solche Pestizide enthalten oder mit ihrer Hilfe hergestellt wurden. Ähnliche Initiative unterwegs Bereits im Januar wurde bei der Bundeskanzlei die mit der Pestizid-Initiative wesensverwandte Trinkwasser-Initiative  eingereicht. Diese verlangt, dass nur noch jene Landwirtschaftsbetriebe Subventionen erhalten, die auf Pestizideinsätze und das präventive Verabreichen von Antibiotika verzichten.

Dahinter stehen mehrere Umwelt-, Naturschutz- und Tierschutzorganisationen. Das sind die Initianten: Das Komitee setzt sich aus sieben Personen aus der Region Neuenburg zusammen. Sie gehören keiner politischen Partei an. Das sind die Gegner: Der Bauernverband lehnt diese wie auch die Trinkwasser-Initiative ab. Auch er wolle Pestizide bekämpfen, sagte er letzten Sommer. Einen vollständigen Verzicht sieht er jedoch kritisch. Ohne Pestizide würden die Erträge um 20 bis 40 Prozent schrumpfen, warnte er.

es mehr Doppelspuren oder mehr Kreuzungsstellen bräuchte. Pro Bahn hofft, dass nächstes Jahr entsprechende Ankündigungen für den Infrastrukturausbau im Rheintal gemacht werden.

Das plant die SBB beim Fahrplan 2019 Mittwoch 16. Mai 2018, 10:00 Uhr • Die SBB hat an einer Medienkonferenz über den Fahrplan 2019 informiert. Der Fahrplanwechsel erfolgt am 9. Dezember 2018.

Mehr Anschlüsse für St. Gallen Auch die ÖV-Kunden im Kanton St. Gallen profitieren vom Fahrplanwechsel am 9. Dezember. Während der Hauptverkehrszeiten verkehren zwischen St. Gallen und Zürich von Montag bis Freitag neu vier Fernverkehrszüge pro Stunde. Zu Zeiten mit hohem Passagieraufkommen erhalten die Pendlerinnen und Pendler somit zu jeder halben Stunde eine schnelle Direktverbindung von Zürich über Winterthur ohne Halt nach St. Gallen.

• So verlängert sich die Reisezeit auf der Nord-Süd-Achse zwischen Mitte Juni 2019 bis Ende 2020 um rund 10 bis 15 Minuten. Grund dafür ist der Dopelspurausbau Zugersee Ost – vorbehaltlich des positiven Bundesgerichtsentscheids.

Pro Bahn ist zufrieden Bei der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden im öffentlichen Verkehr, Pro Bahn, kommt der Fahrplan 2019 gut an. Insbesondere der Kanton Thurgau profitiere sehr vom diesjährigen Fahrplanwechsel, sagt Bruno Eberle, Präsident von Pro Bahn Ostschweiz. Nachholbedarf sehe er auf der Strecke durch das St. Galler Rheintal, wo

• Von Luzern soll es neu eine direkte Verbindung über Zürich nach Konstanz geben.

• Laut SBB sollen zwischen Zürich und St. Gallen neu vier Fernverkehrszüge pro Stunde pro Richtung in der Hauptverkehrszeit verkehren.

• Jeden Tag sind rund 1,26 Millionen Reisende und 10 000 Züge auf dem Netz der SBB unterwegs – Tendenz steigend.

ADELBODENS GESPÜR FÜR SCHNEE VON GESTERN Regionaljournal Bern Freiburg Wallis 16.05.2018, 17:10 Uhr 2449 Zeichen Schnee über den Sommer aufbewahren, um so Skifahren im Herbst zu ermöglichen: Ein Projekt läuft in Adelboden. Dank «Schnee von gestern» soll Skifahren im Berner Oberland künftig bereits im Herbst möglich sein. Auf der Tschentenalp oberhalb von Adelboden wird Schnee aus der vergangenen Saison konserviert, damit dieser im Oktober zu einer Skipiste präpariert werden kann. Das Projekt soll den Nachwuchsteams ein Training nicht weit weg von zu Hause ermöglichen, auf rund 2000 Metern über Meer. Bis jetzt mussten die Skiteams im Herbst für ihre Trainings in Gletschergebiete ausweichen, zum Beispiel nach Zermatt. Dieser Schneehügel soll als Depot dienen, um im Herbst eine Trainingspiste zu ermöglichen. zvg Kernstück dieses «Snowfarmings» ist ein riesiger Schneehaufen: acht Meter hoch, 100 Meter lang und 40 Meter breit. Aufwändig wurden die Schneemassen auf einem Haufen konzentriert, so dass der Schnee im Sommer möglichst nicht wegschmilzt. Damit Wärme und Wasser nicht in den

Schnee gelangen, wurde das Schneedepot mit Platten und Folien isoliert. Während des Sommers gehen so nur etwa 20 Prozent des Schnees verloren. Der Schnee, der übrigbleibt, wird im Oktober zu einer 500 Meter langen Skipiste geformt. Viel Schnee geht beim Snowfarming nicht verloren Während des dreijährigen Versuchs werden auch die Auswirkungen auf die Umwelt genau angeschaut. Noch sei nicht klar, ob und wie stark die Vegetation unter der Dauerbelastung des Schneehaufens leiden wird, sagt Planer Jürg Hänggi. Man werde die Situation laufend mit Fachleuten im Auge behalten, es werde auch Begehungen geben. Schädlich für die Umwelt? Der Versuch soll es zeigen. Eine Herausforderung ist die Finanzierung des Projektes. Der Verein Trainingszentrum Adelboden, der das Vorhaben umsetzt, geht von Gesamtkosten in der Höhe von 250 000 Franken aus. Ein Teil dieses Betrages ist beisammen, der andere Teil wird noch gesammelt. Dies ist nötig, weil die Skipiste alleine ab Oktober kaum rentieren wird. Die Initianten wollen auch Skiteams,

Sagen Sie nicht «Schneehaufen», wenn es um Snowfarming geht. Skigebiet Adelboden. Foto: Christian Beutler (Keytone)


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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2017

Inland / Region

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

«MÄ ISCH GING GÄRN UNGER SICH» – ZWEITWOHNUNGEN, AIRBNB & CO IN DER BERNER ALTSTADT UNERWÜNSCHT

WENN DER WOLFF DEN LEUTENEGGER BEISST

Die Stadtregierung will die Bauordnung so anpassen, dass in der Altstadt wieder vor allem Einheimische wohnen.

Überraschung bei der Departementsverteilung im Zürcher Stadtrat: Richard Wolff verdrängt Filippo Leutenegger als Tiefbauvorstand. Der muss in Schul- und Sportamt.

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Foto: Aubrey Diem (Keytone)

Inland / Region

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2017

16.05.2018, 11:55 Uhr 2142 Zeichen • Der bisherige Tiefbauvorstand Filippo Leutenegger (FDP) wechselt gegen seinen Willen ins Schul- und Sportdepartement. • Der bisherige Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) übernimmt Leuteneggers Nachfolge als Tiefbauvorstand. • Richard Wolffs Sicherheitsdepartement wird künftig von der neugewählten Karin Rykart (Grüne) geführt. • Der neugewählte Andreas Hauri (GLP) übernimmt das problembeladene Gesundheitsdepartement von Claudia Nielsen (SP).

SRF1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis 16.05.2018, 11:44 Uhr 1543 Zeichen Die Berner Stadtregierung will gegen regelmässiges Vermieten von Wohnungen in der Altstadt an Touristen und Geschäftsleute vorgehen. Sie will dazu die Bauordnung anpassen.

HOTEL MIT HANDICAP: «DOM» ST. GALLEN FEIERT 16.05.2018, 15:56 Uhr 1306 Zeichen Das Hotel Dom in St. Gallen war das erste Hotel der Schweiz, das vorwiegend Menschen mit einer Beeinträchtigung beschäftigte. Vor 20 Jahren galt das Hotel schweizweit als Pionierprojekt. Und heute? «Es ist eine absolute Erfolgsgeschichte. Wir haben mittlerweile viele Nachahmer gefunden», sagt Alma Mähr, die Geschäftsleiterin der Stiftung Förderraum, welche das Hotel betreibt. Hans-Jakob Würsch ist der Direktor des Hotels Dom. Er findet die Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Beeinträchtigung spannend. Hotel-Direktor Hans-Jakob Würsch ist stolz auf seine soziale Einrichtung: «Wir wollen Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt eine Chance geben. Diese Arbeit ist wertvoll, weil sie den Angestellten Selbstvertrauen gibt.» Wir sind kein Behindertenhotel. Wir erbringen normale Dienstleistungen.

Die geplante neue Regelung «In der Unteren und Oberen Altstadt soll es in den Gebäudeteilen, die nach der Bauordnung für das Wohnen reserviert sind, in Zukunft nicht mehr zulässig sein, Wohnungen in Zweitwohnungen umzuwandeln und regelmässig für kurze Dauer an nicht Niedergelassene zu vermieten.» Der Wohnraum in der Stadt solle primär der Wohnbevölkerung zur Verfügung stehen,

schreibt der Gemeinderat. In der Altstadt habe es in den letzten Jahren vermehrt Angebote für «temporäre Wohnformen» gegeben. Damit dürften Angebote an Geschäftsleute und Kunden von Buchungsplattformen wie Airbnb gemeint sein. Lebendige Lauben Mit der Teilrevision der Bauordnung schlägt die Stadtregierung noch weitere

Neuerungen vor. So sollen die Laubengeschosse der Unteren Altstadt in Zukunft Detailhandelsgeschäften, Beizen, dem Kleingewerbe und kulturellen Nutzungen vorbehalten sein. Finanzdienstleister und dergleichen sollen keinen Platz haben. Die Untere Altstadt solle «ein lebendiger Ort für Bewohner und Besucher» bleiben, schreibt der Gemeinderat zur Begründung.

ZÜRICH MACHT’S ANDERS – CITY TAX AUCH FÜR AIRBNB-NUTZER Wer das Unt erkunftsvermittlungs-Portal nutzt, zahlt bald Kurtaxe, genau wie Hotelgäste. 16.05.2018, 15:37 Uhr 1249 Zeichen Nach zweijährigen Verhandlungen hat Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus, das Ziel erreicht: Ab August dieses Jahres bezahlen auch Gäste in Airbnb-Unterkünften die sogenannte City Tax. Die Zürcher Tourismusorganisation braucht die City Tax, um für den Standort Zürich zu werben. Bisher bezahlten nur die Hotels diese «Kurtaxe». Sturzenegger: «Auch Hotels sind untereinander Konkurrenten, und entsprechend sind auch Airbnb-Unterkünfte eine Konkurrenz.» Martin von Moos, Präsident der Zürcher Hoteliers, ist zufrieden. Zwar seien die

Wo fahren sie als nächstes hin? Durchgangsplatz für Fahrende im Kanton St. Gallen.

• Die Stadträte Leupi (Grüne), Odermatt (SP) und Golta (SP) behalten ihre Departemente, und Mauch (SP) bleibt Stadtpräsidentin.

JA, ABER NICHT BEI UNS

Stadtpräsidentin Corine Mauch… ...zur Versetzung von Filippo Leutenegger ins Schul- und Sportdepartement: «Wir haben es uns nicht einfach gemacht. Aber im Parlament hatte Filippo Leutenegger letztes Jahr grosse Mühe. Viele seiner Verkehrsgeschäfte gerieten in eine Blockade. Gleichzeitig ist es ein sehr wichtiges Dossier für die Stadt, und wir haben Aufträge der Stimmbevölkerung. Der Stadtrat war der Meinung, mit einem Führungswechsel lasse sich diese Blockierung lösen.»

Grundsätzlich ist man sich einig, dass Fahrenden Plätze angeboten werden müssen. Das war die gute Nachricht.

Ex-Tiefbauvorstand Filippo Leutenegger... ...zur Absetzung als Verkehrsminister gegen seinen Willen: «Ein solcher Entscheid ohne formale Gründe ist starker Tabak für die Konkordanz. Das war eine Machtdemonstration von Rotgrün gegenüber der FDP und insbesondere gegenüber mir. Ich habe niemandem Steine in den Weg gelegt, von daher ist der Entscheid politisch motiviert und sicher nicht sachlich. Und ich muss das so akzeptieren.» Ex-Sicherheitsvorstand Richard Wolff… ...zu seiner (endgültigen) Absetzung als höchster Stadtpolizist und seiner neuen Aufgabe als Tiefbauvorstand: «Ich war am Anfang ziemlich empört und auch schockiert.

Ich habe mich aber mittlerweile gefasst und muss ganz ehrlich sagen: Ich freue mich auf das neue Departement. Man kann nicht vier Jahre beleidigt sein, man muss zusammenarbeiten, und das werde ich auch tun.» Der neugewählte Andreas Hauri… …zu seiner künftigen Aufgabe als Vorsteher des krisengeschüttelten Gesundheitesdepartements: «Es ist eine grosse Aufgabe, die beiden städtischen Akutspitäler mittelund langfristig auf einen grünen Zweig zu bringen. Aber wir werden das im Team mit dem Stadtrat schaffen, und deshalb bin ich sehr zuversichtlich.» Die neugewählte Karin Rykart… ...zu ihrem Amt als Zürcher Sicherheitsvorsteherin: «Ich bin sehr glücklich mit

diesem Departement. Es ist natürlich ein Departement, das häufig im Fokus steht, aber das macht es auch aus. Es ist wichtig, dass sich die Menschen in der Stadt Zürich sicher fühlen. Das ist auch ein emotionales Thema, und von daher ist das ein sehr spannendes Departement.» Der neugewählte Michael Baumer… ...zu seiner künftigen Arbeit als Vorsteher der Industriellen Betriebe: «In diesem Departement haben wir einige Herausforderungen, gerade mit dem technologischen Umbruch und mit der Digitalisierung. Da muss man vielleicht auch neue Verkehrsinfrastrukuren schaffen. Und bei der Energiestrategie haben wir noch grosse Fragezeichen, wie wir uns für die Zukunft aufstellen wollen.»

GYMI-SCHWELLE ERHÖHEN

Die Regierung schlägt vor, die Pflegenormkosten zu erhöhen. Allerdings weniger stark, als die Heime fordern.

Regionaljournal Basel, 16.05.2018, 17:30 Uhr 1994 Zeichen

WER JETZT KEIN HEIM HAT …

• Seit einer Woche ist der Vorschlag der Regierung über die Pflegenormkosten im Baselbiet in der Vernehmlassung • Die Regierung schlägt eine Aufstockung der Beiträge vor • Der Verband der Baselbieter Heime Curaviva fordert jedoch höhere Beiträge

Hier wird die Hotellerie gelüftet – über die Airbnb-App findet man günstige Angebote. Und die machen Hotels Konkurrenz. Foto: Michael Godek (Getty)

Foto: Keystone

Sozialabbau

16.05.2018, 05:57 Uhr 607 Zeichen

Spiesse von Hotels und Airbnb damit noch nicht ganz gleich lang, «aber die Taxe ist ein wichtiger erster Schritt». Im Kanton Zürich gibt es zurzeit mehr als 4000 Airbnb-Angebote. Bisher haben nur die Kantone Zug und Baselland eine vergleichbare Taxe für den Shared Economy-Anbieter eingeführt, andere Kantone bemühen sich weiterhin darum. Ab diesem Sommer erhebt Zürich Tourismus auch bei Airbnb eine City Tax. Die Hoteliers sind fürs erste zufrieden.

«Der Entscheid ist politisch motiviert und sicher nicht sachlich», Filippo Leutenegger

• Der Heimverband warnt davor, dass ein massiver Personal- und Leistungsabbau in den Heimen unvermeidbar sein werde. • Befürchtet wird zudem, die Beiträge

• Diesen Sommer wechseln voraussichtlich rund 45 Prozent der Basler Sekundarschüler an ein Gymnasium. • Diese Quote will der Kanton auf 35 bis 40 Prozent senken. • Basler Lehrer sollen in der Mittelstufe künftig strenger bewerten. Der Kanton Basel-Stadt will mit verschiedenen Massnahmen die Zahl der Übertritte von der Sekundarschule ans Gymnasium senken. Mit der Schulharmonisierung ist die Gymnasialquote sprunghaft angestiegen. Zu grosszügig gute Noten verteilt Waren es in den vergangenen fünf Jahren um die 35 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die ans Gymnasium gewechselt haben, sind es in diesem Jahr - beim ersten Übertritt nach der Schulharmonisierung voraussichtlich 45 Prozent. Zwei der mit der Schulharmonisierung angestrebten Ziele, die Stärkung der Be-

16.05.2018, 16:32 Uhr Georg Humbel 3948 Zeichen Jeder Kanton muss laut Bund eine gewisse Anzahl an Durchgangsplätzen für Fahrende sicherstellen. Der Kanton Glarus muss einen Platz zur Verfügung stellen, der Kanton St. Gallen vier bis sechs. Nur: So einfach ist das nicht. 2004 erklärte der Glarner Landrat, er wolle keine Durchgangsplätze. Im Kanton St. Gallen scheiterte die Planung aufgrund von Widerständen in den Standortgemeinden. Geplante Durchgangsplätze in Thal und Gossau kamen nicht zustande. St. Gallen geht neue Wege: Aus diesem Grund habe der Kanton St. Gallen entschieden, vorläufig auf provisorische Durchgangsplätze zu setzen, erklärt Raumplaner Ueli Strauss gegenüber Radio SRF. So soll die Bevölkerung die Fahrenden und ihre Kultur besser kennen lernen. Bereits im nächsten Frühling sollen zwei bis drei provisorische Plätze eröffnet werden. Gesprä-

che mit den Standortgemeinden laufen. Um welche Gemeinden es sich handelt, ist nicht bekannt. Glarus plant: Der Kanton Glarus hat im Entwurf zum Richtplan mehrere Gebiete ausgeschieden, die für einen Durchgangsplatz in Frage kommen würden. Alle befinden sich entlang der Autobahn A3. Das mache durchaus Sinn, erklärt der Glarner Raumplaner Peter Stocker. «Die Fahrenden sind auf einen Standort entlang der Durchgangsachsen angewiesen», sagt er. Noch gibt es aber einige politische Hürden: Als erstes muss der Regierungsrat den Richtplan verabschieden, dann der Landrat, anschliessend der Bund. In einem weiteren Schritt kommt dann die Standortgemeinde Glarus Nord zu Wort. Fazit: Die Suche nach Durchgangsplätzen für Fahrende dürfte auch in Zukunft nicht einfach sein. Ein Durchgangsplatz auf Glarner Gebiet würde vom Kanton St. Gallen unterstützt und begrüsst, sagt Strauss. Dies würde zumindest in der Linthebene eine Entlastung bringen. Foto: Georgios Kefalas (Keytone)

Dunkle Wolken über der Berner Altstadt mit Münster und, nicht im Bild, dem Tourismusgeschäft der Bundesstadt: Darum soll Airbnb mit seinem Angebot draussen bleiben. Foto: Paranyu Pithayarungsarit (Getty)

• Der neugewählte Michael Baumer (FDP) löst seinen Parteikollegen Andres Türler als Vorsteher der Industriellen Betriebe ab.

rufsbildung und die Stabilisierung der Gymnasialquote, seien damit verfehlt worden, sagt Conradin Cramer. Der Basler Erziehungsdirektor führt die hohe Quote unter anderem darauf zurück, dass im höchsten Niveau der Sekundarstufe, im P-Zug, teilweise zu hohe Noten vergeben werden. Schülerinnen und Schüler seien «zu einfach zu guten Noten gekommen». Lehrer müssen strenger bewerten Das Anforderungsprofil für einzelne Noten soll daher angepasst werden. In den beiden anspruchsvolleren Leistungszügen der Sekundarschule müssen künftig die Klassennotendurchschnitte zwischen 4 und 5 liegen - dies gilt auch für alle Mittelschulen. Neben dem Grundgedanken der Förderung aller Schülerinnen und Schüler müsse sich auch ein selektives Denken entwickeln. Künftig soll der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die ans Gymnasium wechseln, zwischen 35 und 40 Prozent liegen. Dies ist gemäss Cramer für den Stadtkanton und dessen Bevölkerungszusammensetzung ein realistisches Ziel. Intensiviert werden soll zudem die berufliche Orientierung an der Sekundarschule.

Immer mehr junge Menschen sehen es nur noch von aussen: Basler Gymmasium.


Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Wer genug verdient, Apotheker schlägt will Kühlung. Das Arzt. Jedenfalls bei schadet dem Klima. den Kosten.

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

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MEHR KOHLE, MEHR STROM – WER’S ZAHLEN KANN, KAUFT KLIMAANLAGE

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SIEBZIG JAHRE ZWEISAMKEIT

Schnell impfen oder einen Allergie-Test machen? Neue Einnahmequellen für sogenannte Gesundheitsberater.

16.05.2018, 10:08 2358 Zeichen

Apotheken in der Schweiz 1800 1780 1760 1740 1720 1700

2016

• Der historische Oberbau beim Stauwehr Winznau wird definitiv abgerissen.

2014

Derzeit gibt es auf der Welt rund 1,6 Milliarden Airconditioner. Diese Geräte verbrauchen zehn Prozent des globalen Stroms – oder zweieinhalb Mal so viel wie ganz Afrika. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass sich der Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten nochmals verdreifachen wird und dass die Zahl der Kühlgeräte auf über fünf Milliarden steigt. Damit zählen die Klimaanlagen laut dem Bericht zu den grössten Treibern des zusätzlichen Stromverbrauchs in den kommenden Jahren.

2015

• Alpiq kann damit die Anlagen von 1917 auf den neusten Stand der Technik bringen. Die Firma will fast 60 Millionen investieren.

Die Zahl der Apotheken wächst in der Schweiz kontinuierlich. Laut dem Schweizerische Apothekenverband Pharmasuisse gab es Ende 2017 in der Schweiz exakt 1800 Apotheken. Vor zehn Jahren waren es noch 1700. Das entspricht einem Plus von 6 Prozent.

2013

16.05.2018, 11:52 Uhr Manuel Rentsch 1709 Zeichen

16.05.2018, 11:17 Claudia Stahel 3096 Zeichen

2011

• Das Solothurner Kantonsparlament hat die Konzession für das Alpiq-Wasserkraftwerk Gösgen vorzeitig um 70 Jahre verlängert.

Foto: Martin Ruetschi (Keystone)

NOVARTIS-BERATER COHEN: TEUER, DAFÜR ZIEMLICH NUTZLOS

Neue Gösgen-Konzession

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FRAGEN SIE NICHT IHREN ARZT SONDERN IHREN APOTHEKER

2012

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

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Wirtschaft / Konsum

Air France im Arbeitskampf. Pas bon für den Ruf.

2010

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STURZFLUG

2009

NEBENWIRKUNG

PHARMASUISSE

Foto: Marc Volk (Getty)

Wirtschaft

MEHR KOHLE

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

2008

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Das Wachstum bei den Apotheken ist getrieben vom Bevölkerungswachstum und der steigenden Lebenserwartung. Entsprechend nimmt auch die Zahl der Kunden pro Apotheke zu. 2016 verzeichneten die Apotheken einen Rekord von 57 300 Kunden. Aber die Apotheken sind ungleich verteilt. «Vor allem auf dem Land, wo es sie dringend braucht», sagt Pharmasuisse-Präsident Fabian Vaucher, «gibt es Engpässe.» Anzahl Kunden pro Apotheke im Durchschnitt

• Der umstrittene Trump-Anwalt Michael Cohen hat nach Recherchen von Radio SRF mit seinem Essential-Consultants-Mandat viermal mehr verdient, als herkömmliche Lobbyisten der Novartis. • Auch US-Senator Ron Wyden fordert Auskunft darüber, wofür Novartis Essential Consultants so viel Geld bezahlt hat. • Novartis betont, man habe Cohen als Berater engagiert – und nicht als Lobbyist.

Rund vier Dutzend externe Lobbyisten arbeiten in den USA für den Schweizer Pharmakonzern Novartis. Keiner von ihnen hat monatlich je so viel Geld erhalten wie Michael Cohen, der unter Beschuss stehende Anwalt von Präsident Donald Trump. Novartis zahlte Cohens Firma, der Essential Consultants, über ein Jahr 1,2 Mio. Dollar – 100 000 Dollar pro Monat (genauer: je 99 980 Dollar). Zum Vergleich: Der höchste Betrag, den Novartis einem externen Lobbyisten seit der Amtseinsetzung Trumps zahlte, betrug 80 000 Dollar – für drei Monate wohlverstanden. Die «normalen» individuellen Lobbying-Beträge der Novartis belaufen sich in den USA pro Jahr auf zwischen 100 000 und 200 000 Dollar.

Cohen bringt nichts In den USA müssen alle Lobbyingverträge mit externen Lobbyisten vierteljährlich offengelegt werden. Das US-Onlineportal Statnews, das auf die Pharmabranche fokussiert, hat die Offenlegungen ausgewertet. Einzig PricewaterhouseCoopers hat demnach 2017 eine höhere Zahlung erhalten: nämlich 950 000 Dollar im Zusammenhang mit Steuerfragen. Die Firma Essential Consultants von Michael Cohen war in Washington nicht als Lobbyistin akkreditiert. Novartis betont denn auch, man habe Cohen als Berater engagiert – und nicht als Lobbyist. Als man im März 2017 Cohen erstmals getroffen habe, habe man gemerkt, dass dieser Novartis nichts bringe. Aus dem Vertrag

2016

2015

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2009

PHARMASUISSE

Auf dem Land tun sich für Apotheken aber auch neue Chancen auf. Diese erhalten mehr Kompetenzen. Grundlage dafür bildet die Revision des Medizinalberufegesetzes vor drei Jahren. Apotheker, die eine entsprechende Fortbildung absolviert haben, dürfen Bagatellkrankheiten behandeln. Dazu zählen etwa Augen-, Blasen- oder Halsentzündungen. Und Apotheker dürfen – je nach Kanton und sofern sie im Besitz der entsprechenden Bewilligung sind – gewisse Impfungen selber durchführen. Ein Gesundheits-Check kostet zwischen 45 und 70 Franken Apothekerin Monika Wilders hat diesen April auf dem Land eine Apotheke eröffnet und will mit mehr Beratung punkten: «Erlinsbach ist ein Dorf mit 8000 Einwohnern. Wir haben erfahren, dass die Ärzte, die hier niedergelassen sind einen Auf-

aussteigen konnte man jedoch nicht mehr. Der Vertrag mit Essentials Consultants lief bis Februar 2018.

Mehr Wasser für die Fische Eine wichtige ökologische Verbesserung stellt die Erhöhung der Dotierwassermenge dar. Es handelte sich dabei um die minimale Wassermenge, mit der beim Wehr Winznau die Restwasserstrecke der Aare beschickt werden muss. Die bisher geltenden Dotierwassermengen von 7.5 Kubikmeter pro Sekunde im Winter, 10 im Frühling und Herbst sowie 15 im Sommer, sollen auf ein ebenfalls saisonal abgestuftes Regime von 15, 20 bzw. 25 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden.

Zahl der Klimaanlagen steigt weltweit innert 30 Jahren auf fünf Milliarden.

US-Senator verlangt Auskunft Am Mittwochmorgen nun trat der Chefjurist von Novartis, Felix Ehrat, wegen der Affäre zurück. Er und der ehemalige CEO von Novartis, Joe Jimenez, hatten den Vertrag mit Cohen unterschrieben. Am Montag kommunizierte Novartis CEO Vas Narasimhan zudem mit 5000 seiner Topmanager, um die Affäre zu erklären. Schon letzte Woche hatte Narasimhan erklärt, der Vertrag mit Cohen sei ein Fehler gewesen. In den USA ist Novartis zudem mit Fragen von Senatoren konfrontiert. So will beispielsweise Senator Ron Wyden

Geld für den Aargau Der Kanton Solothurn kassiert für die Konzessionserneuerung eine Gebühr von einer Million Franken sowie jährliche Wasserzinsen. Für diese gilt derzeit wegen des schwierigen Marktumfelds ein reduzierter Satz. Die vollen Wasserzinsen würden jährlich über 4 Millionen in die Staatskasse spülen. Freuen kann sich auch der Nachbarkanton, entfallen doch 7 Prozent des Gefälles bei Niedrigwasser auf den Kanton Aargau. Die Neukonzessionierung bringt dem Aargau 297 000 Franken Gebühren und jährlich Wasserzinsen in die Staatskasse.

Nun fordert die Internationale Energieagentur Massnahmen von den Regierungen und Behörden: minimale Standards für die Geräte sowie schärfere Grenzwerte in Bezug auf die Energieeffizienz. Klimaanlagen in Europa und Japan verbrauchen laut dem Bericht ein Viertel weniger Strom als die Geräte in den USA und China. Weiter fordern die Experten schärfere Richtlinien in Bezug auf die Gebäude, Anreize für Investitionen und mehr Informationen, nur so könne der explodierende Stromverbrauch gebremst werden.

Michael Cohen, Donald Trumps langjähriger Anwalt, ist einer der besten Berater Amerikas – oder sollte es wenigstens sein, bei seinen Honoraren. Foto: Spencer Platt (Getty)

16.05.2018, 11:43 Uhr Charlotte Jacquemart 3084 Zeichen

Foto: Jekaterina Nikitina (Getty)

Sicherer bei Erdbeben und Hochwasser Nun soll das Kraftwerk auf den neusten Stand der Technik gebracht werden: Es wird an die Anforderungen der Hochwasser- und Erdbebensicherheit und der Ökologie angepasst. Der umfangreichste und augenfälligste Eingriff in die bestehende Anlage erfolgt beim Stauwehr Winznau. Nebst dem ersatzlosen Abbruch des Wehroberbaus sollen die Pfeiler verstärkt und alle Wehröffnungen mit neuen Stützen ausgestattet werden.

Bevölkerung wächst, Lebensstandard steigt Dass es auf der Welt immer mehr Klimaanlagen gibt, hat mit dem Bevölkerungswachstum in den heissesten Teilen der Welt zu tun, aber auch mit den verbesserten Lebensbedingungen. Immer mehr Menschen können sich eine Klimaanlage leisten. In den USA und Japan verfügen 90 Prozent der Haushalte über Airconditioner – in Ländern wie Indien, Indonesien, Brasilien oder China ist der Anteil viel geringer.

2007

Seit 100 Jahren liefert das Wasserkraftwerk in Gösgen Strom, aktuell für 70 000 Haushalte. Dass die Alpiq das Kraftwerk weiter betreiben soll, war am Mittwoch im Solothurner Kantonsparlament unbestritten. Die Konzession wurde einstimmig um 70 Jahre verlängert. Die geltende Konzession wäre zwar erst 2027 ausgelaufen. Im Hinblick auf die grossen Investitionen hat die Alpiq aber schon 2010 um eine vorzeitige Erneuerung der Konzession gebeten.

2008

Klimaanlagen verbrauchen einen Zehntel des weltweiten Stroms.

2006

Alpiq macht Dampf. KKW-Kühlturm

60 000 59 000 58 000 57 000 56 000 55 000 54 000 53 000 52 000 51 000 50 000

Vitamine fürs Geschäft: Kundin beim Gesundheitscheck in der Apotheke. Foto: Ian Hooton (Getty)

nahmestopp verhängt haben. Das heisst, die Patienten müssen bei Bagatell-Erkrankungen entweder ins Spital, oder sie müssen abwarten.» Die Apothekerin übernimmt die Erstberatung und die Triage. In der Apotheke Erlinsbach kosten Gesundheits-Checks zwischen 45 und 70 Franken. Wilder hofft, damit eine Versorgungslücke schliessen zu können. Diese Chancen nutzt auch Galenica. Die Gruppe betreibt das grösste Apotheken-Netzwerk der Schweiz, darunter die Ketten Amavita, Sunstore und Coop Vita-

AIR FRANCE IST TRÈS DIFFICILE UNTERWEGS– LOHNSTREIT SCHADET FLUGESELLSCHAFT SEHR 16.05.2018, 11:52 Uhr Alexandra Gubser 1461 Zeichen • Der Lohnstreit bei Air France ist eskalier und hat bis jetzt schon mehr gekostet, als die Angestellten verlangen. • Schaden nimmt nicht nur der Ruf der Airline, auch der ganze Konzern Air France-KLM ist betroffen. • Die kleinere KLM fliegt zwei Drittel des Gewinns ein, während Air France auf Kurz- und Mittelstrecken Verluste macht.

Der seit Monaten andauernde Lohnstreit hat das Luftfahrtunternehmen inzwischen schon mehr gekostet, als die Angestellten fordern: An den 15 Streik-Tagen wurden fast 400 Millionen Euro vernichtet. Die Gewerkschaften fordern 5,1 Prozent mehr Lohn. Keine abwegige Forderung für den Aviatik-Experten Yann Cochennec: «Das Unternehmen ist seit 2011 auf einem harten Sparkurs. Die Gehälter wurden damals eingefroren, man hatte keine andere Wahl. Also ist es nur logisch, auch menschlich, dass man jetzt, wo es dem Unternehmen besser geht, etwas zurückerhalten will für die Anstrengungen während der letzten sechs, sieben Jahre.»

lity. Der Chef Jean-Claude Clémençon bestätigt: «Wir wollen Dienstleistungen wie Impfen oder neue Checks, wie zum Beispiel der Allergie-Check, ausbauen».

Am 1. Juli übernimmt die Gruppe etwa die Bahnhof-Apotheke in Zürich, die umsatzstärkste Apotheke in der Schweiz.

«Umsatz, Frequenz und Erreichbarkeit» – Galenica-Chef Jean-Claude Clémençon über seine Strategie Von den 1800 Apotheken gehören bereits 337 Galenica. Galenica will das Filialnetz jedes Jahr um 5 bis 15 Apotheken erweitern. Dabei setzt Galenica vor allem auf Laufkundschaft in zentralen Lagen und Einkaufszentren.

Apotheken wollen eine grössere Rolle in der Grundversorgung spielen. Der Pharmasuisse-Präsident beschreibt seine Branche denn auch als Wachstumsbranche: «Die Zukunft der Apotheken sieht rosig aus, weil wir gegenüber den anderen Mitbewerbern im Gesundheitsmarkt einen extremen Vorteil haben.» Man sei der Player im Markt, der mit Nähe trumpfen könne.

WAS UNS DER NEUE EUROPÄISCHE DATENSCHUTZ ANGEHT

REPOWER – MONIKA KRÜSI FOLGT AUF PIERIN VINCENZ

16.05.2018, 05:07 Uhr Martina Schnyder 1193 Zeichen

16.05.2018, 16:26 Uhr 956 Zeichen

• Am 25. Mai 2018 tritt in der EU die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Auch Schweizer Unternehmen müssen ihre Datenschutzbestimmungen für Kunden aus der EU anpassen. • Stark betroffen ist zum Beispiel die Hotelbranche, da Hotels über besonders sensible Daten der Kunden verfügen – beispielsweise wissen sie Bescheid über Lebensmittel-Allergien. • Die neuen Bestimmungen in der EU stärken die Datenschutzrechte der Kunden: Es gilt der Grundsatz,

Monika Krüsi ersetzt den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz, der derzeit in Zürich in Untersuchungshaft sitzt. Vincenz war vor seinem Rücktritt bei Repower bereits aus den Verwaltungsräten anderer Unternehmen zurückgetreten – zum Beispiel beim Versicherer Helvetia. Dank seines dortigen Abgangs hatte die Finanzmarktaufsicht Finma das Verfahren gegen ihn eingestellt. Das Verfahren der Finma bezog sich auf Interessenskonflikte und Regelverstösse während der Zeit von Vincenz als Raiffeisen-Chef. Neben der Wahl des Verwaltungsrats gab Repower-Chef Kurt Bobst einen Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr.


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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Feuilleton

Wirtschaft / Konsum

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

Und das ist noch grosszügig: Gemäss Mindestvorschrift der Postverordnung würde selbst in grossen Städten wie Basel, Bern oder Lausanne eine einzige Poststelle genügen. Jetzt wird Bundesrätin Leuthard aktiv und versucht, einen weiteren Abbau von Poststellen zu stoppen. 16.05.2018, 10:22 Uhr Gaudenz Wacker 4227 Zeichen

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24 Stunden im SRF Online-Newsportal

Frau schlägt GolfPro und Ehemann – er spielte schlecht.

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ZUM TOD DES SCHRIFTSTELLERS TOM WOLFE

AUSRUFZEICHEN, BUNTE SPRACHE, WEISSER ANZUG Fotos: Eveningstandard and Jonathan Becker (Getty)

Lange verlachte und verspottete ihn der elitäre Literaturbetrieb, doch Tom Wolfe hatte eine unschlagbare Waffe: seine gefährlich spitze Sprache. So trat er an gegen all die miesepetrigen Hochliteraten und Intellektuellen, die er in der Manier von Oscar Wilde als Spezies definierte, die von nichts eine Ahnung, aber zu allem etwas zu sagen hätten. Wolfe seinerseits gab sich betont bürgerlich-konservativ und verachtete alles Etablierte. Er genoss es, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Surfer-Gangs statt 68er Schon in den theoriegeschwängerten 1968ern spezialisierte er sich darauf, die Luft aus manchem Überbau rauszulassen. Statt im Spekulativen und in der Abstraktion stecken zu bleiben, knöpfte er sich Design, Mode und Pop-Trends vor. Statt barrikadenverliebte Bürgersöhn­ chen zu porträtieren, interessierte er sich für Surfer-Gangs, Auto-Kids, Silikonbu­ sen­­ wunder, Astronauten und den Playboy-Gründer Hugh Hefner.

«Hallo, ist hier jemand? Poststellen schliessen, obwohl 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 20 Minuten per ÖV die nächste Poststelle erreichen sollen. Doch die Vorgabe gilt nur im schweizweiten Schnitt. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

15 000 Einwohner ein bedienter Post-Zugangspunkt kommen, also eine Filiale oder eine Agentur. Das ist eine tiefgreifende Änderung, die auch Kostenfolgen haben wird. Unterm Strich müsste die Post mit all diesen Vorschlägen etwa 15 neue Zugangspunkte einrichten, bei schweizweit heute fast 4000. «Wir haben nachher nicht mehr ein Kriterium, das über die ganze Schweiz gelegt wird, sondern auf die einzelnen

Kantone. Das ist eine tiefgreifende Änderung, die auch Kostenfolgen haben wird», sagt Post-Sprecherin Léa Wertheimer. Die Arbeitsgruppe rechnet mit Kosten von 10 bis 40 Millionen Franken über fünf Jahre rechnet. Die Post trage die Empfehlungen aber mit, betont Wertheimer. Den aus Kantonssicht wohl wichtigsten Vorschlag begrüsst die Post gar ausdrücklich: So soll sie künftig jeden Kanton zwingend

einmal jährlich darüber informieren, was sie mit den Poststellen auf seinem Gebiet in den nächsten vier Jahren vorhat. Auf dem Weg dazu sei die Post schon heute, schreibt sie. Gewerkschaft unzufrieden Harsche Kritik hingegen kommt von der Gewerkschaft Syndicom: Die Vorschläge könnten den Service Public nicht garantie-

ren, schreibt sie. So würden bloss weitere Poststellen durch Agenturen ersetzt. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe diskutiert nun der Bundesrat. Die Empfehlungen könnte er mit einer Verordnungsänderung auch direkt umsetzen – müsste er eigentlich, denn entsprechende Aufträge des Parlaments liegen bereits auf dem Tisch.

Erstmals hat Facebook genaue Zahlen über Massnahmen zur Durchsetzung seiner Nutzungsregeln vorgelegt. Man habe schnell und gut gearbeitet, sagt das Unternehmen.

Zudem wurden im vergangenen Quartal fast 1,8 Millionen «Inhalte» als Terror-Propaganda gelöscht – nach 1,1 Millionen im letzten Vierteljahr 2017. Dieser Anstieg gehe vor allem auf Verbesserungen bei der automatischen Suchtechnologie zurück.

HOHES HANDICAP

16.05.2018, 14:20 Uhr Julian Schütt 3626 Zeichen

1,3 MILLIARDEN GEFÄLSCHTE PROFILE GELÖSCHT IN SECHS MONATEN

16.05.2018, 00:07 Uhr 1257 Zeichen

HOCHZEITS-SUIT

Tom Wolfe war der Don Quijote der amerikanischen Literatur. Er erzählte seine Wahrheit, mit viel Bombast und radikal subjektiv zwar, aber immer fachlich korrekt. Denn er erfand nicht nur, sondern recherchierte viel und genau.

An vielen Orten in der Schweiz hat die Post in den letzten Jahren in ihren Filialen zum letzten Mal die Läden heruntergelassen. Dafür bedient sie die Kundschaft mit anderen Angeboten – etwa in Agenturen im Dorfladen. Doch die Post kann ihr Netz nicht beliebig abbauen: Das Gesetz macht gewisse Mindestvorschriften. Diese will nun eine Arbeitsgruppe im Auftrag von Bundesrätin Doris Leuthard verschärfen. Ein weiterer Abbau von Poststellen würde damit gestoppt. 90 Prozent der Bevölkerung müssen innert 20 Minuten im ÖV eine Poststelle oder eine Agentur erreichen. Diese Mindestvorschrift setzt heute die Postverordnung. Sie gilt allerdings nur im schweizweiten Durchschnitt. Regionale Erreichbarkeitskriterien gibt es nicht. Wenn wir die heutige Mindestvorschrift ernst nähmen, würde selbst in grossen Städten wie Basel, Bern oder Lausanne eine einzige Poststelle genügen. Selbst Städte könnten so früher oder später postalisch unterversorgt sein – befürchtet etwa Martin Tschirren vom Städteverband. «Wenn wir das ernst nehmen, würde selbst in grossen Städten wie Basel, Bern oder Lausanne eine einzige Poststelle genügen.» Die Vorgabe mit Durchschnittswerten tauge nichts, das haben in der Vergangenheit auch schon das Parlament und die Aufsichtsbehörde PostCom kritisiert.

15 neue Post-Zugangspunkte Auch was die Versorgung von Städten angeht, setzt die Arbeitsgruppe engere Leitplanken: In urbanen Gebieten soll neu auf

SAUDI-KULTUR

Das Königreich will Ein Ausblick auf die ins Geschäft mit der Trauung von MegUnterhaltung. han und Harry.

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EINE BEDIENTE POST-FILIALE JE 15 000 EINWOHNER SOLL REICHEN

Erreichbarkeit nicht eingehalten Neu soll deshalb die Erreichbarkeit auf Kantonsebene gemessen werden, schlägt die von Leuthard in Auftrag gegebene Arbeitsgruppe vor. Das sei gerade für abgelegenere Gebiete gut, sagt Thomas Egger von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Er wirkte, wie auch der Städtevertreter Tschirren, selber in der Arbeitsgruppe mit. «Das auf kantonaler Stufe zu berechnen, wäre eine wesentliche Verbesserung. Man sieht ja, dass die Erreichbarkeit in vier Kantonen nicht eingehalten werden kann. Die Post muss hier nachbessern.» Die Post würde die Kriterien der Erreichbarkeit in den Kantonen Appenzell Ausser- und Innerrhoden, Freiburg und Obwalden nicht mehr erfüllen, wenn die strengeren Vorgaben bereits gälten, erklärt Egger.

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2,5 Millionen «Inhalte» wurden als Hassrede gelöscht, Facebook selbst habe 38 Prozent davon entdeckt. Im Vierteljahr davor seien es 1,6 Millionen gewesen. Auch hier gehe der Anstieg zu grossen Teilen auf Fortschritte bei Facebooks Suchtechnologie zurück. Im Fall von Hassrede würden die Lösch-Entscheidungen indes stets von Menschen getroffen, um den Kontext zu berücksichtigen.

Wieviele Inhalte sind vier Fotos und ein Text? «Kommt drauf an», sagt Zuckerberg. Foto: Bloomberg (Getty)

Manifest des New Journalism Seine Reportagen-Sammlungen mit flippigen Titeln wie «The Pump House Gang» oder «The Kandy-Kolored Tangerine-Flake Streamline Baby» machten ihn zum Kultschreiber. Er perfektionierte einen heissnervigen, elektrisierenden Sound, aber damit begnügte er sich nicht. 1973 verfasste er sein Manifest des New Journalism, worin er einen Realismus mit sprachbewusstem Antlitz, eine recherchierfreudige «Brigade» von neuen Emile Zolas forderte. Gewagter als die meisten Wie Norman Mailer, Truman Capote oder Hunter S. Thompson revolutionierte er mit dem New Journalism sowohl den Journalismus als auch die Literatur, indem er eine faszinierende neue Zwischenform der literarischen Reportage entwickelte. Zum einen recherchierte er besser und schärfer als die meisten Literaten, zum anderen schrieb er experimentierfreudiger und gewagter als die meisten Journalisten. So hat er nicht nur in den USA, sondern auch in der Schweiz ganze Generationen von Journalisten und Autoren geprägt. Inspiriert von Tom Wolfes New Journalism sprengten in den 1970er- und 1980er-Jahren auch Schweizer Autoren wie Niklaus Meienberg, Hugo Loetscher oder Laure Wyss die starren Grenzen zwischen Journalismus und Literatur. Später hat Tom Wolfe auch die sogenannten Pop-Autoren und allerlei Zeitgeist-Akrobaten massgeblich beeinflusst. Doch Tom Wolfe wollte mehr, viel mehr. Wenn er in neue Subkulturen und Szenen eintauchte, wollte er stets den Zustand der ganzen amerikanischen Gesellschaft erfassen. Den Zeitgeist treffen Er wollte nichts weniger als den ultimativen Roman der Zeit schreiben. Das Resultat war «The Bonfire of the Vanities»

Wie er seinen Stil beschreiben würde, wurde The Man in White oft gefragt. «Als Neo-Prätentiös», pflegte der Schriftsteller zu antworten.

(«Fegefeuer der Eitelkeiten»). Ein Megabestseller von 1987, auch erfolgreich verfilmt, der das Treiben der Investbanker an der Wall Street fulminant einfängt, aber auch als Buch ziemlich grossspurig daherkommt. Die folgenden Epen «Ein ganzer Kerl» (1998) oder «I am Charlotte Simmons» (2004) bewiesen dann eher, dass Tom Wolfe seinen Neonaturalismus allzu sehr fetischisierte und auf die Spitze trieb. Am Montag ist Tom Wolfe, 88-jährig in einem New Yorker Spital gestorben.

«Ein ganzer Kerl», Wolfe spaziert im Park.

Südstaaten-Gentleman in New York; Wolfe kam aus einer reichen Familie aus Virginia


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Sport

Feuilleton / Gesellschaft

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

Für Araber ist Südfrankreich wirklich kein Neuland. Doch was die Saudis dieses Jahr während des Filmfestivals aufführten, gab es so noch nie: Sie wollen auch kulturell auf sich und ihr Land aufmerksam machen. Nicht nur auf ihr Geld. Kronprinz Salman sei Dank.

BUBENTRAUM

HAMMERHAND

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Keine Chance für die Weshalb YBs MeisSchweiz gegen Finn- tertrainer zu land – packen wir sie. Eintracht wechselt.

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ZUERST NEHMEN SIE CANNES, DANN HOLLYWOOD

HOCKEY-KNALLER

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

ANTOINE GRIEZMANN GEWINNT EUROPA LEAGUE FÜR ATLETICO • Der Club aus Madrid setzt sich im Europa-LeagueFinal gegen Marseille mit 3 : 0 durch. • Zwei Tore für die Spanier schiesst Griezmann. • Marseille-Star Dimitri Payet fällt früh verletzt aus.

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BEHINDERTEN-SKI-WM-2019 – KLOSTERS WÄRE BEREIT SRF1, Regionaljournal Graubünden, 16.05.2018, 06:32 Uhr 1361 Zeichen Die Vorgeschichte: Die Ski-WM der Behindertensportler hätte nächsten März in Obersaxen stattfinden sollen. Daraus wird allerdings nichts. Die Organisatoren hatten im April bekannt gegeben, auf die Durchführung zu verzichten. Man habe sich wegen der «laufend erweiterten Anforderungen» zu diesem Schritt entschieden. Als Reaktion sprach die Schweizer Paraplegikervereinigung dann von einem «Scherbenhaufen». Man hoffte, dass irgendwo sonst in der Schweiz ein Austragungsort in die Bresche springen würde. Der aktuelle Stand: «Es

wäre schön, diese Paraski-WM im Kanton Graubünden zu halten», dies sagte sich in den letzten Wochen Peter Baetschi, ehemaliger HCD-Geschäftsführer und Eventmanager, und wurde aktiv. In seinen Augen wäre Madrisa das ideale Gebiet für diesen Anlass. Gespräche mit Touristikern vor Ort und den Bergbahnen laufen, das Interesse sei vorhanden. Zur Zeit seien verschiedene Abklärungen im Gang auch mit dem IPC, dem Internationalen Paralympischen Komitee. Die Zeit drängt, denn die Weltmeisterschaften würden in weniger als einem Jahr über die Bühne gehen. Ein Grundsatzentscheid, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll, wollen Baetschi und seine Mitstreiter Anfang Juni fällen.

ÜBERRASCHUNG BEI DER «SELEÇÃO»: KEINE ÜBERRASCHUNGEN 2018 «Monsieur Antoine» hat wieder getroffen – und zwar zweimal. Foto: Getty

SRF zwei, sportlive 16.05.2018, 22:37 Uhr 3600 Zeichen Er hat wieder einmal zugeschlagen, «Monsieur Antoine». Gemeint ist Antoine Griezmann, der Marseille mit einer Doublette fast im Alleingang düpierte. Dabei waren es die Franzosen gewesen, die den Final bereits in der 4. Minute in die richtigen Bahnen hätten lenken können. Doch Valère Germain zielte alleine vor Atletico-Goalie Jan Oblak über statt ins Tor. Und so nahm das Unheil von OM seinen Lauf: • 21. Minute: Andre Zambo Anguissa verspringt der Ball in der Nähe des eigenen Strafraums. Atleticos Gabi erbt und lanciert Griezmann. Der 27-Jährige hat im 1-gegen-1 keine Mühe, seine Farben in Führung zu schiessen. • 49. Minute: Wenige Sekunden nach einem eigenen Einwurf wird Marseille zum zweiten Mal überlistet. Koke findet die Schnittstelle in der gegnerischen Abwehr und Griezmann vollendet im Stile eines Vollblut-Stür-mers – mit einem coolen Lupfer. Big Business in Saudi-Arabien: Nach 35 Jahren wird mit «Black Panther» der erste kommerzielle Hollywood-Film in Ryad gezeigt. Foto: Fayez Nureldine (Getty)

16.05.2018, 17:01 Uhr Selim Petersen 3325 Zeichen Im südfranzösischen Film-Mekka Cannes wetteifern die Nationen nicht nur um die Goldene Palme. Mindestens genauso wichtig ist der Kampf um Aufmerksamkeit für künftige Produktionen. Besonders viel Mühe gibt sich dabei ein Land, das mit Kino vor Kurzem noch nichts am Hut hatte: Saudi-Arabien. Im Geheimen gedreht Filme aus dem wahhabitischen Königreich: Das war lange undenkbar. Kinos gab es keine. Wer als Saudi in den letzten 35 Jahren öffentlich einen Film auf der grossen Leinwand sehen wollte, musste dafür nach Dubai fliegen. Und in Saudi-Arabien produzierte Spielfilme gibt es bis heute erst einen: «Das Mädchen Wadjda», ein im Geheimen gedrehtes Drama von Haifaa al-Mansour. Land im Wandel Dank Kronprinz Mohammad bin Salman, der im letzten Jahr damit begonnen hat,

«EINIGE NENNEN UNS DIE WIEGE DER ZIVILISATION. ANDERE DEN SCHLAFENDEN GIGANTEN DER INDUSTRIE. DOCH EGAL, WIE WIR GENANNT WERDEN: WICHTIG IST, DASS WIR NUN DA SIND – UND OFFEN FÜR GESCHÄFTE.» Ahmad bin Fahd Almaziad, Kulturbeauftragter sein Land zu modernisieren, soll rasch alles besser werden: fürs Kino, für die Frauen und für die Wirtschaft. An mangelndem Selbstbewusstsein wird das Vorhaben nicht scheitern. Das grösste und mächtigste Land Vorderasiens will nichts weniger als den globalen Filmmarkt erobern. Das machte der saudische Kulturbeauftragte Ahmad bin Fahd Almaziad auf der Pressekonferenz in Cannes deutlich:

«Einige nennen uns die Väter der Zivilisation. Andere den schlafenden Giganten der Industrie, da wir erst vor einem Monat unser erstes Kino eröffnet haben. Doch egal, wie wir genannt werden: Wichtig ist, dass wir nun da sind – und offen für Geschäfte.» Frauen werden gefördert Um westliche Investoren anzulocken, präsentiert sich Saudi-Arabien ungewohnt fort-

schrittlich – auch in Geschlechterfragen. Der Frauenanteil in der nationalen Kulturbehörde beträgt erstaunliche 54 Prozent. Regisseurin Haifaa al-Mansour, die 2012 mit dem ersten saudi-arabischen Spielfilm überhaupt Filmgeschichte schrieb, ist als Beraterin ebenfalls mit an Bord. Und auch unter den in Cannes promoteten, frischen Regie-Talenten befinden sich viele Frauen.

Eines der neuen, weiblichen Aushängeschilder ist Regisseurin Maram Taibah. Den unpolitischen Kurzfilm «Don’t Go Too Far» hat sie während des Studiums in New York gedreht. Ihr Spielfilmdebüt will sie in Saudi-Arabien realisieren, obwohl unklar ist, wie viel Freiheit ihr die Zensurbehörde geben wird. Unklare Aussichten Im Interview blickt die junge Frau, die in Cannes unverhüllt auftritt, ihrer Zukunft als staatlich geförderte Filmemacherin optimistisch entgegen: «Einschränkungen kann man umgehen. Zumal wir unsere Religion heute auf andere Art bewerten und verstehen als früher.» Hoffen ist erlaubt. Schliesslich zeigt sich Saudi-Arabien diese Tage in Cannes als Nation, die zu neuen Ufern aufbrechen möchte. Mit Frauen als Galionsfiguren sticht das Land in die Film-Weltmeere. Doch ist der Öl-Riese wirklich schon bereit für die westliche Kino-Welt? Zweifel sind angebracht. Zumal das Königreich seine Zensurbestimmungen erst in ein paar Wochen kommunizieren will.

16.05.2018, 12:03 Uhr 1345 Zeichen Coach Gareth Southgate hat sich bereits auf sein 23-Mann-Kader für Russland festgelegt. Überraschend nicht dabei sind West-Ham-Keeper Joe Hart sowie Arsenals Jack Wilshere. Es wird erwartet, dass Evertons Jordan Pickford in Englands Startspiel am 18. Juni gegen Tunesien im Tor steht. Liverpools Trent Alexander-Arnold ist mit 19 Jahren der Jüngste im Team. Die «Three

Bundesliga

HASENHÜTTL NICHT MEHR LEIPZIG-TRAINER 16.05.2018, 14:19 838 Zeichen RB Leipzig trennt sich von Trainer Ralph Hasenhüttl. Der Österreicher betreute den Bundesligisten seit dessen Aufstieg in die Bundesliga vor zwei Jahren. Sein Vertrag hätte noch ein Jahr Gültigkeit gehabt. In einem Tweet des Klubs erklärte Sportdirektor Ralf Rangnick, dass die Initiative von Hasenhüttl ausgegangen sei. Der 50-Jährige pochte demnach auf eine vorzeitige Verlängerung seines Arbeitspapiers, was die Klubbosse ablehnten. Das Sportgericht des DFB hat den Einspruch des Zweitligisten Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels am vergangenen Sonntag bei Darmstadt 98 (0 : 1) wie erwartet abgewiesen. Aue hatte den Einspruch mit «drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam» begründet und zumindest den Verdacht einer Spielmanipulation angedeutet.

Europa League

PAYET KANN SPIELEN IM FINAL, SIMEONE MUSS ZUSCHAUEN 16.05.2018, 12:47 Uhr Aufatmen bei Marseille vor dem EL-Final: Payet kann spielen. Bei Atletico muss Coach Simeone dagegen zuschauen.

Olympique Marseille kann im Final der Europa League am Mittwoch in Lyon auf seinen Offensivstar Dimitri Payet setzen. «Ich fühle mich deutlich besser und glaube, dass ich spielen kann», sagte der französische Nationalspieler am Dienstag und absolvierte anschliessend das Abschlusstraining mit seinen Teamkollegen. Wegen einer Muskelverletzung hatte der 31-Jährige das Liga-Spiel bei EA Guingamp (3 : 3) am vergangenen Freitag verpasst. Grizou ist der X-Faktor. Er kann Tore schiessen und vorbereiten. Er kann zu jeder Zeit des Spiels gefährlich sein. Bei den Franzosen dürften die bislang eher verhaltenen Erwartungen dadurch etwas optimistischer werden. «Atletico hat mehr Erfahrung als wir», warnt OM-Trainer Rudi Garcia: «Aber es fühlt sich dennoch so an, dass alles möglich ist, weil es nur ein Spiel ist», so der Coach von OM. Trotz Verletzung unverzichtbar Neymar gehört zu Tites WM-Kader. Foto: Getty

Fagner statt Rafinha. Der CorinthiansVerteidiger darf mit nach Russland. Foto: Getty

16.05.2018, 17:05 Uhr Thiago Dias, Rio de Janeiro 2184 Zeichen

Fagner freut sich mit der Familie Nach dem Out von Dani Alves, der wegen einer Verletzung auf die Endrunde verzichten muss, nominierte Tite auf der Position des Rechtsverteidigers neben Danilo von Manchester City auch Fagner, der in der heimischen Liga bei Corinthians Sao Paulo spielt. Den 28-Jährigen zog Tite Bayerns Rafinha vor.

Nach der Nomination des 23-Mann-Kaders durch Nationalcoach Tite am Montag war das Echo in brasilianischen Medien verhältnismässig gering. Überraschungen blieben aus. Das war auch schon anders:

Tor: Jack Butland (Stoke City), Jordan Pickford (Everton), Nick Pope (Burnley)

• 2002 fehlte im Aufgebot des späteren Weltmeistertrainers Luiz Felipe Scolari überraschend ein grosser Name. Die Nichtberücksichtigung Romarios trug Scolari viel Kritik ein.

Verteidigung: John Stones (Manchester City), Harry Maguire (Leicester), Phil Jones (Manchester United), Kyle Walker (Manchester City), Kieran Trippier (Tottenham), Gary Cahill (Chelsea), Ashley Young (Manchester United), Danny Rose (Tottenham ), Trent Alexander-Arnold (Liverpool)

• 2010 dann erwartete die brasilianische Presse entweder Adriano oder das aufsteigende Jungtalent Neymar auf der Kaderliste des Selektionärs. Stattdessen nominierte Nationaltrainer Dunga Grafite, der einst mit Wolfsburg deutscher Meister geworden war.

Mittelfeld: Eric Dier (Tottenham), Jordan Henderson (Liverpool), Dele Alli (Tottenham), Jesse Lingard (Manchester United), Raheem Sterling (Manchester City), Ruben Loftus-Cheek (Chelsea), Fabian Delph (Manchester City). Angriff: Harry Kane (Tottenham), Jamie Vardy

Im Vergleich zur Heim-WM vor vier Jahren hat Tite schon in der Qualifikation einen Schnitt gemacht. Mit Willian, Fernandinho, Neymar, Paulinho, Marcelo und Thiago Silva sind nun nur 6 Spieler übrig geblieben, die die Schmach des 1 : 7 gegen Deutschland im Halbfinal 2014 miterlebt haben.

Lions» spielen in Gruppe G ausserdem gegen Belgien und Panama.

Fussball-News

Vorschau auf den Europa-League-Final Aus sportaktuell vom 15.05.2018.

Kein Payet, keine Ideen Nach Payets Ausscheiden fehlte es Marseille an allen Ecken an der nötigen Kreativität, um die stabile Defensive der Madrilenen in Verlegenheit zu bringen. Erst zehn Minuten vor dem Ende kam ein Lebenszeichen der Franzosen. Doch der Kopfball des eingewechselten Kostas Mitroglu prallte gegen den Pfosten.

HART FÜR ENGLAND – OHNE HART UND WILSHERE AN DIE WM England hat sein 23-MannKader für Russland veröffentlicht. Auch Uruguay und Schweden nominierten ihre Spieler.

Brasiliens Nationalcoach Tite setzt für die bevorstehende WM auf bewährte Kräfte. Sechs Mann der Auswahl, die vor vier Jahren von Deutschland gedemütigt wurde, sind wieder dabei.

Die Vorentscheidung zugunsten der «Colchoneros» fiel aber schon weit vor dem 2:0. Nach etwas mehr als einer halben Stunde musste Marseilles Schlüsselspieler Dimitri Payet das Feld verletzungsbedingt verlassen. Bereits im Vorfeld des Endspiels war nicht klar gewesen, ob Payet überhaupt würde auflaufen können. Die Muskelverletzung im Oberschenkel zwang den 31-Jährigen, sich unter Tränen auswechseln zu lassen.

Zurück auf dem EL-Thron Wenig später machte Gabi mit dem 3:0 alles klar. Für Atletico ist es nach 2010 und 2012 der dritte Triumph in der Europa League. Balsam für die Seele der «Colchoneros», die 2014 und 2016 im Champions-LeagueFinal gegen Stadtrivale Real Madrid jeweils den Kürzeren zogen.

Handball-Nati-Star Andy Schmids punktgenaues Comeback.

Überraschend ist diese Entscheidung nur auf den zweiten Blick. Mit Fagner als Führungsspieler wurde Tite 2015 mit Corinthians brasilianischer Meister. Er war zuletzt auch in den Testspielen gegen Russland und Deutschland im Team, während Rafinha sein letztes Länderspiel vor gut einem Jahr bestritt. Fagner konnte sein Glück indes kaum fassen: Ein Video zeigt seine Reaktion auf das Aufgebot im Kreis der Familie. So freut sich Fagner über seine Nomination NochlaboriertFagneraneinerOberschenkelverletzung, was die Chancen Danilos auf einen Einsatz im Auftaktspiel gegen die Schweiz am 17. Juni noch einmal erhöht. Danilo ist übrigens nur einer von 4 Akteuren des englischen Meisters Manchester City im Kader. Neben ihm werden auch Goalie Ederson, Fernandinho und

Viel Finalerfahrung bei Atletico Tatsächlich ist Atletico klar erfahrener, die Madrilenen gewannen 2010 und 2012 die Europa League und standen 2014 und 2016 zudem im Final der Champions League. Verzichten muss Atletico im Final auf Trainer Diego Simeone, der wegen einer Sperre auf die Tribüne muss. Wir haben dieselbe Vision vom Fussball. Alles was durch seinen Kopf geht, ist zweifellos auch das, was durch meinen Kopf geht. Doch auch Simeones Assistent German Burgos ist ein heissblütiger Charakter, der sich gerne mit den Unparteiischen anlegt. «Wir haben dieselbe Vision vom Fussball. Alles was durch seinen Kopf geht, ist zweifellos auch das, was durch meinen Kopf geht», sagt Simeone denn auch über seinen Landsmann, der zwischen 1995 und 2002 35 Mal im Tor der argentinischen Nationalmannschaft stand. Zweiter Brandherd bei Atletico ist wieder einmal Stürmer Antoine Griezmann. Der französischen Stürmer, der in Lyon quasi ein Heimspiel bestreiten kann, steht erneut im Mittelpunkt vieler Transfergerüchte. Warum Griezmann so heiss begehrt ist, weiss auch Payet: «Grizou ist der X-Faktor. Er kann Tore schiessen und vorbereiten. Er kann zu jeder Zeit des Spiels gefährlich sein», so der OM-Star. Verfolgen Sie den Final der Europa League am Mittwoch ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.


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Sport

Sport

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

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VOR DEM HOCKEY-KNALLER: GROSSE VORFREUDE AUF GROSSEN GEGNER

WEG IN BERN OHNE ZWIETRACHT – ZU EINTRACHT FRANKFURT

Tennis-News Rom

PLISKOVA RASTET AUS 16.05.2018, 16:07 Uhr 1047 Zeichen

Berra wieder im Training Welcher Keeper am Donnerstagabend im Schweizer Tor stehen wird, liess sich Coach Patrick Fischer wie üblich nicht entlocken. Im freiwilligen Training am Mittwoch in

Übermächtiger Gegner Trotz ihrer ansprechenden Gruppenphase steigt die Nati als klarer Aussenseiter ins Duell mit den formstarken Finnen. Finn-

land stellt in Dänemark unter der Regie von Sebastian Aho und Teuvo Teräväinen von den Carolina Hurricanes eine überzeugende Mannschaft. Harri Säteri ist der statistisch beste Goalie des Turniers. Auch die Vergangenheit spricht gegen die Schweiz: Gegen keine andere Topnation hat die Schweiz in der Neuzeit so wenig gewonnen wie gegen Finnland. Der letzte Sieg in einem Pfl ichtspiel liegt 30 Jahre zurück (2:1 an den Olympischen Spielen in Calgary), an einer WM setzten sich die Schweizer letztmals 1972 durch.

• Raphael Diaz: «Wie immer in einem grossen Spiel werden Powerplay und Unterzahlspiel entscheidend sein. Wir dürfen keine unnötigen Strafen nehmen, müssen diszipliniert sein. Es wird ein hartumkämpftes Spiel geben, Details werden entscheiden.»

Wie also will die Schweiz diesen grossen Gegner stoppen? • Patrick Fischer: «Wir müssen einen guten Start haben, müssen von Beginn an viel laufen. Wir sollten hart spielen,

Programm-Hinweis Den WM-Viertelfinal zwischen der Schweiz und Finnland zeigen wir am Donnerstag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.

sie nicht in die gefährlichen Zonen kommen lassen. Und vorne unsere Chancen kaltblütig ausnutzen. Es braucht Mut und Vertrauen. Unter dem Strich geht alles nur über den Kampf.»

Foto: Julian Finney (Getty)

Nach einer dreistündigen Busfahrt ab Kopenhagen ist die Eishockey-Nati am zweiten WM-Spielort in Herning angekommen. «Eine neue Stadt, ein neues Stadion – man spürt, dass etwas Besonderes bevorsteht», sagt Captain Raphael Diaz. «Nun beginnen die Playoffs», freut sich der Schweizer Nati-Captain auf den WM-Viertelfi nal gegen Finnland.

der Arena von Herning stand Berra wieder auf dem Eis. Im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich hatte der künftige Freiburger noch angeschlagen gefehlt. Neben den 3 Schweizer Torhütern nutzten nur 5 Feldspieler die Gelegenheit zum Eistraining: Michael Fora, Lukas Frick, Joël Genazzi, Damien Riat und Chris Baltisberger bewegten sich zu den Anweisungen von Assistent Christian Wohlwend und Goalietrainer Peter Mettler. «Wir hatten am Dienstag ein Spiel», erklärt Fischer die Massnahme. «Die Erholung ist wichtig.»

Foto: Mads Claus Rasmussen (Getty)

So sehen Aussenseiter aus – das sind die Schweizer, jedenfalls im Match gegen die formstarken Finnen (nicht im Bild).

Wutausbruch nach Niederlage: Karolina Pliskova

Aus Wut hat Karolina Pliskova (WTA 5) beim Turnier in Rom ein Loch in den Schiedsrichterstuhl geschlagen. Nach ihrer 6 : 3 , 3 : 6, 5 : 7-Niederlage gegen die Griechin Maria Sakkari prügelte die Tschechin mit ihrem Racket dreimal auf den «Hochsitz» ein, das Seitenteil riss. Grund für den Ausraster war eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung bei 5 : 5 im dritten Satz.

FOGNINI BUCHT WENIGER PUNKTE ALS THIEM, GEWINNT ABER 16.05.2018, 14:42 Uhr 815 Zeichen Fabio Fognini (ATP 21) setzte sich in Rom mit 6 : 4 , 1: 6, 6 : 3 gegen Dominic Thiem, die Nummer 8 der Welt, durch. Dies, obwohl der Italiener auf dem Weg in den Achtelfi nal einen Punkt weniger buchte als der Österreicher, der zuletzt in Madrid den Final erreicht hatte. EbenfallsdieKofferpackenmussJohnIsner (ATP 9). Der amerikanische Aufschlagspezialist verlor gegen Albert Ramos (ATP 41) in einem ultraengen Spiel 7 : 6, 6 : 7, 6 : 7. Nadal und Djokovic weiter Derweil erteilte Rafael Nadal dem Bosnier Damir Dzumhur (ATP 31) eine Lektion. Der Mallorquiner brauchte für seinen 6 : 1, 6 : 0 -Sieg nur eine Stunde. Ebenfalls im Achtelfi nal steht Novak Djokovic (ATP 18). Der Serbe agierte beim 6 : 4, 6 : 2 gegen den georgischen Qualifi kanten Nikoloz Basilaschwili (ATP 74) souverän.

Genf

GOFFIN NICHT DABEI 16.05.2018, 16:07 Uhr 631 Zeichen Am nächste Woche beginnenden ATP-250Turnier in Genf wird mit der Weltnummer 10 das grösste Aushängeschild fehlen. David Goffi n hat seinen Verzicht erklärt. Der Belgier, der in Rom im Achtelfi nal steht, möchte sich für die French Open schonen. Damit ist in Genf der Amerikaner Sam Querrey(ATP 12) der bestklassierte Spieler. Stan Wawrinka (ATP 23) bestreitet nach dem Rasen-Turnier in Wimbledon noch ein zweites Turnier auf Sand. Der Waadtländer, der nach langer Verletzungspause in Rom auf die Tour zurückkehrte, startet in Bastad (16. – 2 2. Juli). Danach bestreitet er das Heimturnier in Gstaad (23. – 29. Juli).

Meistertrainer Adi Hütter verlässt die Young Boys und wechselt in die Bundesliga, zu Eintracht Frankfurt. Denen läuft es besser als auch schon. Radio SRF 3, Nachmittags-Bulletin 16.05.2018, 16:31 Uhr 1916 Zeichen Was bereits seit Stunden gemunkelt wurde ist nun defi nitiv: Adi Hütter ist ab kommender Saison nicht mehr Trainer von Schweizer Meister YB. Der 48-jährige Österreicher steht in Zukunft in der Bundesliga bei Frankfurt an der Seitenlinie. Bei der Eintracht folgt Hütter auf Niko Kovac. Der Kroate übernimmt bei den Bayern die Nachfolge von Jupp Heynckes. Gemäss Medienmitteilung der Young Boys erhält Hütter in Frankfurt einen Dreijahres-Vertrag. YB-Assistenztrainer Christian Peintinger geht denselben Weg wie der Chefcoach. «Wir gönnen ihm diesen Karriere-Schritt.» Sportchef Christoph Spycher bedauert die Abgänge sehr: «Aber uns blieb natürlich nicht verborgen, dass unsere Erfolge nicht nur Interessenten für unsere Spieler, sondern auch für Adi Hütter auf den Plan gerufen haben.» Hütter habe sich stets sehr korrekt verhalten und die YBVerantwortlichen auf dem Laufenden gehalten. «Wir gönnen ihm diesen KarriereSchritt», sagt Spycher.

3 Jahre bis zur «Erlösung» Hütter hatte die Young Boys, die er seit September 2015 trainiert, diese Saison zum ersehnten ersten Meistertitel seit 32 Jahren geführt. Am 27. Mai kann der Österreicher mit einem Sieg im Cupfi nal gegen den FC Zürich sogar das Double holen.

«Mein Bubentraum»: Adi Hütter, bald Trainer in der Bundesliga. Foto: Ullstein Bild (Getty)

DIE NATI HAT IHREN SUPERSTAR WIEDER – ANDY SCHMID ZURÜCK. Der torgefährliche Handballer ist punktgenau für die Playoff-Spiele gegen WM-Finalisten Norwegen retour.

Wegen der zunehmend höheren Belastung in der Bundesliga und Champions League hatte Andy Schmid während der ersten WM-Ausscheidungsphase auf Zusatzbelastungen mit der Nati verzichtet. Nun hat sich der Verband mit dem besten Spieler der Schweizer Handball-Geschichte auf ein längerfristiges Comeback geeinigt. «Er kann und wird im ganzen Gefüge ein wichtiger Mosaikstein sein», zeigt sich Nationalcoach Michael Suter erfreut über die positive Entwicklung im Zusammenhang mit dem Regisseur. Auch in der EM-Quali dabei Unter der Ägide von SHV-Vize Peter Leutwyler wurde eine vertragliche Vereinbarung ausgearbeitet, welche die Zusammenarbeit mit Schmid in den kommenden 2 Jahren im Detail regelt. Der Superstar der Rhein-Neckar Löwen wird nach dem WM-Playoff im Juni auch im Rahmen der kommenden EM-Quali gegen Kroatien, Serbien und Belgien ausnahmslos verfügbar sein. Der seit acht Jahren und bis 2020 in Mannheim engagierte Innerschweizer liess sich von den fundierten Ideen der SHV-Leitung überzeugen: «Mit diesem Plan kann ich leben. Die Regeneration ist zwar auch in Zukunft extrem wichtig, aber weil ich nur Quali- und keine Testspiele mehr bestreite, geht es für mich auf.»

Fake Fake News? Fake News?

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News?

Gemischte Gefühle beim Coach Hütter selbst verlässt YB mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Mit dem Wechsel zu Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung. Ich freue mich, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können.» Dennoch werde es ihm schwerfallen, YB hinter sich zu lassen. «Ich werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten, insbesondere den Gewinn des Meistertitels.»

Radio SRF 3, Abendbulletin 16.05.2018, 17:29 Uhr 806 Zeichen

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Nicht in der Schweizer Presse.

Foto: Alex Grimm (Getty)

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SRF 4 News Aktuell 16.05.2018, 21:59 Uhr 2523 Zeichen

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Wieder im Kreis der Nati und am Kreis der Gegner – Bundesligaspieler Schmid.

Glaube an die Qualifikation Er habe sich immer Klarheit gewünscht, so Schmid. «Jetzt herrschen klare Verhältnisse. Bisher habe ich im Nationalteam keinen richtigen Erfolg feiern können, ich will irgendwann aber ein Happy End. Deshalb

wäre ein allfälliger Rücktritt im falschen Moment gekommen.» Schmid glaubt an die Chance, sich erstmals seit der HeimEM 2006 für eine Endrunde zu qualifi zieren: «Sonst hätte ich kaum zugesagt.»

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Leutschenbach-Anzeiger – Mittwoch, 16. Mai 2018

Rückseite

24 Stunden im SRF Online-Newsportal

VON DER MATTSCHEIBE AUF DIE TEETASSE

Bei den Artikeln handelt es sich um eine Eins-zu-Eins-Wiedergabe der Beiträge von SRF News, dem Online-Newsportal. Einige Beiträge sind nicht spaltenfüllend, andere wiederum waren zu lang und wurden abgeschnitten, was mit dem Scherensymbol gekennzeichnet ist.

AIR ZERMATT-HELI MACHT NOTLANDUNG IM BAGGERSEE

Foto: Barcroft Media (Getty)

Meghan Marke war eine Schauspielerin mit Lifestyle-Blog, die sich nebenbei für Frauenrechte einsetzte. Dann kam Prinz Harry.

Vor dem Fest zum 50-jährigen Bestehen der Air Zermatt ist ein Hubschrauber der Fluggesellschaft in einen Baggersee gestürzt. Der verletzte Pilot musste ins Berner Inselspital. 16.05.2018,13:05 Uhr Aktualisiert um 16:52 Uhr 806 Zeichen Der Pilot wollte bei einem Übungsflug Wasser aus dem Baggersee zwischen Visp und Raron aufnehmen, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Dabei touchierte der Helikopter kurz nach 10 Uhr aus noch ungeklärten Gründen ein Stromkabel und stürzte ins Wasser. Der Pilot konnte sich aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien. Rund um das

Wrack wurden im Baggersee Ölsperren errichtet. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat eine Untersuchung zum Flugunfall eröffnet. Das Helikopterunternehmen Air Zermatt schrieb in ihrer Mitteilung vom Mittwoch von einer Notlandung. Der Zwischenfall habe keinen Einfluss auf die Jubiläums-Feierlichkeiten vom kommenden Wochenende, hielt die Air Zermatt fest. Am Samstag und am Sonntag feiert das Unternehmen auf der Basis in Raron VS seinen 50. Geburtstag.

FRAU SCHLÄGT MANN – ER BRAUCHTE ZU VIELE SCHLÄGE Foto: Rob Carr (Getty)

ProfigolferLucas Glover spielte bei einem Turnier schlecht. Deshalb verprügelte ihn seine Ehefrau.

Ihr cup of tea? Souvenir der Hochzeit des Anwärters Nummer 6 auf den englischen Thron mit der amerikanischen Schauspielerin.

16.05.2018,13:35 Uhr 1433 Zeichen Rachel Meghan Markle kommt am 4. August 1981 in Los Angeles zur Welt. Ihr Vater hat zwei Kinder aus erster Ehe. Ihre Mutter ist Afro-Amerikanerin und arbeitet als Sozialarbeiterin. Meghan studiert in Illinois Theaterwissenschaften und Internationale Beziehungen. Dann fasst sie in der Schauspielerei Fuss. Ab 2002 ergattert sie erste

kleine Rollen, unter anderem in den Serien «General Hospital» und «CSI: NY». Ab 2011 spielt sie die Anwaltsgehilfin Rachel Zane in der Serie «Suits». Im selben Jahr heiratet sie den US-Filmproduzenten Trevor Engelson (41). Aber nach zwei Jahren lässt sich das Paar scheiden. Was will Meghan Markle? Essen und Kochen gelten als ihre Leidenschaften. «Es gibt nichts so Leckeres und

Beeindruckendes wie ein perfekt gebratenes Hühnchen», sagte Meghan einmal in einem Interview. Ihren 2013 gestarten Lifestyle-Blog «The Tig» stellt sie vor einem Jahr ein. Unwissender Prinz Harry Harry lernt die 36-Jährige bei einem BlindDate im Juli 2016 kennen. Er habe zuvor noch nie etwas von Meghan gehört, gesteht der Prinz. Näher gekommen seien sie sich bei einer Afrika-Reise.

UNKLARE BEZIEHUNG BEI TÖDLICHEM BEZIEHUNGSDELIKT IN THAL SRF1 Regionaljournal Ostschweiz 16.05.2018, 10:51 Uhr 1268 Zeichen Eine 44-jährige Frau ist am Mittwoch bei einem Beziehungsdelikt in Thal getötet worden. Als mutmasslicher Täter gilt ein 50-jähriger Mann. Er liegt mit schweren Schnittverletzungen im Spital. Eine Beteiligung von Drittpersonen schliesse die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt aus, sagte Polizeisprecher Gian Andreas Rezzoli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Verstorbene habe zeitweise beim Beschuldigten im Mehrfamilienhaus gewohnt. In welcher Beziehung die Getötete zum mutmasslichen Täter stand, sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. Gegen den Mann bestehe dringender Tatverdacht. Er habe bei der Gewalttat schwere Verletzungen erlitten und müsse operiert werden. Schwere Schnittverletzungen Ein Bewohner des Hauses hatte um 7 Uhr morgens die Polizei alarmiert. Mehrere Polizeipatrouillen rückten aus. Sie ent-

deckten zwei Schwerverletzte im Keller des Mehrfamilienhauses. Die Frau sei noch am Tatort verstorben, sagte Rezzoli. Der Mann wurde mit schweren Schnittverletzungen vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Über die Art der Verletzungen der Getöteten und das Tatwerkzeug wollte die Polizei keine Angaben machen. Die Leiche der 44-jährigen Frau werde im Institut für Rechtsmedizin untersucht.

16.05.2018, 11:03 Uhr 641 Zeichen US-Golfer Lucas Glover verpasste an den Players Championships nicht nur die Schlussrunde. Nach dem Umgang wartete auch noch seine wütende Ehefrau auf ihn. Die 78er-Runde war für Krista Glover zu viel. Die 36-Jährige griff den US-Open-Champion von 2009 sowie seine Mutter tätlich an und wurde kurzzeitig von der Polizei verhaftet.

Nicht das erste Mal Wie US-Medien berichten, war die Attacke kein Einzelfall. Der Miami Heraldzitierte aus dem Vernehmungsprotokoll: Wenn er eine schlechte Runde spielt, beginnt Krista einen Streit und sagt, er sei ein Verlierer und Weichei und solle besser gewinnen. Sonst würden sie und ihre Kinder ihn verlassen.

Leutschenbach Anzeiger  

Der Verband SCHWEIZER MEDIEN hat aus einer Auswahl von SRG-Textbeiträgen, die während einem zufällig ausgewählten Zeitraum von 24 Stunden au...

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Der Verband SCHWEIZER MEDIEN hat aus einer Auswahl von SRG-Textbeiträgen, die während einem zufällig ausgewählten Zeitraum von 24 Stunden au...

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