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Schweizer Das aktuelle Monatsmagazin für den Jäger Nr. 6 Juni 2010 95. Jahrgang Fr. 9.80 (inkl. MWST) ISSN 0036-8016

JagdSchweiz Neuer Vorstand gewählt 18 Weltrekorde in der Tierwelt 28

Graubünden mit Notfütterungskonzept 32

Interview: Hanspeter Egli Präsident JagdSchweiz 20

SCHWYZER STUDIE

AUERWILD

GEFÄHRDET 6


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IMPRESSUM

ISSN 0036-8016

Publikationsorgan für JagdSchweiz Geschäftsstelle: PF 2, 7605 Stampa www.jagdschweiz.org Schweizerischer Patentjäger- und Wildschutzverband SPW

Sekretariat:

Editorial

Bernstrasse 65, 3175 Flamatt www.spw.ch Schweizerischer Laufhundclub Schweizer Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Schweiz. Club für Deutsche Jagdterrier Der Grüne Bruch Jagdgruppe Schweiz. Foxterrier-Club Schweiz. Klub für Österr. Bracken Schweiz. Falkner-Vereinigung Förderverein Magyar Vizsla Organisation SPW-Vorstand Präsident Tarzisius Caviezel Mattastrasse 48, 7270 Davos Platz Telefon 081 413 22 56 Fax 081 413 22 57 t.caviezel@burkhalter.ch Finanzen Stefan Frischknecht, Vizepräsident Dürrhalde 24, 9107 Urnäsch Telefon P 071 364 23 31 Telefon G 071 364 16 25 frischknecht4@bluewin.ch Sekretariat Philippe Voler y Betreuung (Präsident) der SPWStiftung Naturland Bernstrasse 65, 3175 Flamatt Telefon P 031 741 36 40 Mobile 079 322 12 90 phvoler y@hispeed.ch Redaktion Kur t Gansner, Parschientsch 528 7212 Seewis Dorf Telefon P 081 325 22 02 Mobile 079 236 73 55 redaktion@schweizerjaeger.ch Konzept und Gestaltung: Rolf E. Jeker, Vreni Füchslin Druck, Verlag, Adressänderungen und Abonnement-Bestellungen Kürzi AG, PF 261 8840 Einsiedeln PC-Konto 80-16768-7 Telefon 055 418 43 43 Fax 055 418 43 44 www.schweizerjaeger.ch kontakt@schweizerjaeger.ch Abonnementspreis (erscheint 12x jährlich) Fr. 98.– jährlich (inkl. 2,4% MwSt) Fr. 116.– Jahres-Abonnement für Ausland Einzelpreis Fr. 9.80 (inkl. 2,4% MwSt) Anzeigenverkauf RG-Annoncen GmbH, Nicole Gyr Postfach 1121, 5401 Baden Telefon 056 221 88 12 Fax 056 221 84 34 info@rgannoncen.ch Titelbild: Heimliche Bergwaldbewohner Foto: Kur t Gansner

Jagdvertreter! Die Delegierten von JagdSchweiz haben entschieden. Sie haben an der Versammlung in Zuoz mit Hanspeter Egli einen «Reviervertreter» zum Präsidenten gewählt. Erstaunlich daran ist nicht die Wahl als solche, denn Eignung und Leistung des neuen Präsidenten standen nie in Frage. Überhaupt hörte man im Vorfeld der Delegiertenversammlung vielerorts, beide Kandidaten – also auch der «Patentvertreter» – seien durchaus wählbar. Erstaunlich war also vielmehr, wie die beiden Seiten – also die beiden Jagdsysteme – in den Vordergrund rückten, je näher das Datum der DV kam. Kaum jemand machte sich die Mühe, die Lebensläufe und Leistungsausweise der Kandidaten eingehend zu prüfen. Im Zentrum stand die Frage, ob es verkraftbar wäre, wenn JagdSchweiz nach dem abtretenden «Baumeister» und Präsidenten künftig weiter von einem Patentvertreter geführt würde. Ja sogar das baldige Verenden oder zumindest ein lange andauerndes Wundbett wurde der noch jungen Organisation in diesem Fall vorausgesagt! Wurde hier heisser gekocht, als je hätte gegessen werden können? Oder stand der Verband wirklich vor einer Zerreissprobe? Schwer zu sagen und im Nachhinein auch unwichtig! Viel wichtiger ist die Frage nach dem Unterschied zwischen einem Patentvertreter und einem Reviervertreter. Nun höre ich die Leser sagen: Ja natürlich gibt es Unterschiede – und wie! Sie haben recht, was die Art und Weise des Jagens anbelangt. In unzähligen Diskussionen und an manchem Feuer wurde schon über Eigenheiten, Vorund Nachteile der Systeme diskutiert. Ich behaupte aber: Was die Jagdpolitik auf nationaler Ebene anbelangt, gibt es ihn nicht, den Unterschied zwischen Reviervertreter und Patentvertreter. Was wir brauchen, sind «Jagdvertreter»! Und zwar die besten, um unsere Anliegen auf dem eidgenössischen Parkett zu vertreten. Die Fragen, die in der nationalen Jagdpolitik auf der Traktandenliste stehen, betreffen nicht die beiden Jagdsysteme, sondern Bereiche, von denen alle mehr oder weniger betroffen sind. So zum Beispiel die Revision der eidgenössischen Jagdverordnung und generell die Frage des Grossraubwilds. Um hier der Jägerschaft Gehör zu verschaffen, braucht es Jagdverstand und Durchsetzungsvermögen ohne Rücksicht auf die Kantons- oder Systemherkunft. Wenn es aber für das Gedeihen von JagdSchweiz und den inneren Frieden nötig war, dass der zweite Präsident in der jungen Geschichte der Organisation aus einem Revierkanton stammt, können auch wir «Patentler» gut damit leben, weil wir wissen, dass der neue Präsident keinen Unterschied machen wird zwischen den unterschiedlichen Kantonalverbänden. Für ihn und auch in Zukunft muss gelten: Kein Patentvertreter, kein Reviervertreter, sondern ein Jagdvertreter steht an der Spitze!

Mit Weidmannsgruss

Lorenz Hess, Präsident BEJV Schweizer Jäger 6/2010

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6 Monatsthema Raufusshühner im Kanton Schwyz In einer umfassenden Feldstudie wurden die Auerwildvorkommen im Kanton Schwyz untersucht und kartiert. Die Resultate förderten spannende Erkenntnisse zu Tage.

Wildkunde Rekorde in der Tierwelt Nicht nur im Fussball gibt es meisterliche Spitzenleistungen. Auch die Wildtiere überraschen durch ungeahnte Bestmarken.

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INHALT Jagd & Wild Monatsthema Wildkunde Lebensraum

JagdSchweiz Neuer Vorstand gewählt In Zuoz fand die 2. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Jagdverbandes statt – ein Rückblick.

Lebensraum

6 28 32

Waffen & Ausrüstung Neuheiten für den Jäger Neues Kompetenz-Zentrum der Flintenschützen Jägermarkt

44 48 95

Wegweisendes Notfütterungskonzept? Die Bündner Jagdverantwortlichen haben reagiert und ein Notmassnahme-Konzept zugunsten des Wildes in speziell harten Wintern ausgearbeitet. Wir stellen es vor.

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Jäger & Hund Wichtige Daten Berichte

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Jagdspektrum Veranstaltungen Satire JagdSchweiz Interview Jagdschiessen Blattschuss Jagdgeschichten Jägersprache Bund und Kantone Kapitale Trophäen Sonne, Mond, Solunar Fehlschuss Abschied Literatur Wettbewerb

14 14 18 20 50 54 56 58 60 63 71 91 93 94 98

Vorschau 7/2010 s Der Reiz der Blattjagd s Viel Neues aus den Kantonen Schweizer Jäger 6/2010

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Schweizer J채ger 6/2010

Foto: Nina Hemmi

Monatsthema


Auerhuhn im Kanton Schwyz:

ERFOLGREICH GEFÖRDERT,

ABER HILFSBEDÜRFTIG

In einem aufwändigen Projekt wurden mittels genetischen Nachweisen die Auerwildvorkommen im Kanton Schwyz untersucht und kartiert. Der Auerwildpopulation in der Innerschweiz kommt durch ihre geografische Lage eine wichtige Rolle zuteil. Ist sie doch eine der wichtigsten Populationen für die Erhaltung des Auerhuhns im gesamtschweizerischen Kontext. Schweizer Jäger 6/2010

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Foto: Michael Lanz

Foto: Michael Lanz

Im Sommer 2009 haben wir berichtet, mit welcher Methode im Kanton Schwyz eine Schätzung des Auerhuhnbestands vorgenommen wurde. Das Wichtigste in Kürze: Alle Waldgebiete im Kanton, in denen das Auerhuhn vorkommt, wurden Ende März / Anfang April zweimal innert kurzer Zeit systematisch auf Kot abgesucht. Dazu gehörten auch zwei Perimeter, die zum grösseren Teil zu den Kantonen Zug resp. Glarus gehören. Die Kotproben wurden in Analyseröhrchen gesteckt, am selben Tag tiefgefroren und nach Abschluss der Feldarbeit ins Genetik-Labor geliefert. Dort wurde die im Kot in kleinen Mengen vorhandene Erbsubstanz (DNS) herausgefiltert, biochemisch analysiert und damit jedes Stück Kot einem bestimmten Individuum zugeordnet. Derartige Nachweise einzelner Vögel können mit speziellen statistischen Methoden, sogenannten Fang-Wiederfang-Modellen, ausgewertet werden und ermöglichen so eine Schätzung der effektiven Anzahl Auerhühner mit einer bislang unerreichten Genauigkeit.

127 Auerhuhn-Individuen ermittelt In allen acht untersuchten Gebieten zusammen wurden insgesamt 1080 Kotproben gesammelt und 587 davon, zufällig ausgewählt, ins Labor zur Analyse gegeben. Noch mehr Proben auszuwerten war nicht möglich, weil die Gelder dafür fehlten. Allerdings zeigen die nun vorliegenden Resultate, dass weitergehende Laboranalysen gar nicht nötig waren, denn die Genauigkeit der Bestands-Schätzung wäre damit nicht wesentlich besser geworden. Durch die Untersuchung im Labor wurden insgesamt 127 Auerhuhn-Individuen eindeutig iden-

Typischer Auerhuhn-Kot unter einem Schlafbaum, wo das Huhn aufgebaumt die Nacht verbracht hat: Einzelne kurze pelletförmige Kotstückchen vermischt mit dem schmierigen, fast flüssigen Blinddarmkot.

tifiziert, und zwar 77 Hähne und 46 Hennen. Für 4 weitere Individuen klappte zwar die Identifikation des Individuums, nicht aber der Geschlechtstest. Diese Hühner sind deshalb zwar eindeutig als Individuen erkannt, doch ist nicht bekannt, ob es Hähne oder Hennen sind. Ausgeglichenes Geschlechtsverhältnis Gibt es denn wirklich mehr Hähne als Hennen? Sehr wahrscheinlich nicht! Die Resultate des statistischen Modells zeigen, dass das Geschlechterverhältnis nicht signifikant von 1:1 abweicht. Stattdessen nehmen wir an, dass der Kot der Hennen weniger gut gefunden wird als der

Die Vorkommen des Kantons Schwyz sind für die Erhaltung des Auerhuhns im gesamtschweizerischen Kontext von entscheidender Bedeutung.

Pierre Mollet

Monatsthema

Pierre Mollet, Schweizerische Vogelwarte, 6204 Sempach

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bergauf, bergab …

Die Probenröhrchen werden sorgfältig angeschrieben, und ein Stück AuerhuhnKot wird ins Probenröhrchen befördert.

welchem der tatsächliche Bestand mit grösster Wahrscheinlichkeit liegt. Man sieht auf Anhieb, dass die Schätzungsgenauigkeit für die Hennen viel schlechter ist als für die Hähne. Da das Modell aber auch zeigt, dass das Geschlechterverhältnis nicht signifikant von 1:1 abweicht, nehmen wir an, der tatsächliche Bestand an Hennen liege etwa gleich hoch wie der der Hähne, also demnach im Bereich von ungefähr 77 bis 82, was gemäss Modell nicht allzu unwahrscheinlich ist. Deshalb ergibt sich für den ganzen Kanton ein Gesamtbestand von schätzungsweise 155 bis 160 Auerhühnern. Interessant ist ein Vergleich mit früheren Bestandsschätzungen. Im Jahr 2001 wurde von der Schweizerischen Vogelwarte im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU eine Schätzung des gesamtschweizerischen Bestands von balzenden Auerhähnen im Frühling durchgeführt. Damals wurde der Bestand ebenfalls auf der Basis einer Spurensuche geschätzt. Allerdings gab es seinerzeit keine Möglichkeit, die einzelnen Individuen zu identifi-

Foto: Pierre Mollet

der Hähne und deshalb weniger Hennen nachgewiesen werden. Das wiederum kann verschiedene Ursachen haben. Ein Grund könnte sein, dass Hennen wegen ihrer viel geringeren Körpergrösse weniger Kot abgeben als Hähne. Auch wäre möglich, dass weniger Hennenkot gefunden wird, weil sich die Hennen weniger auffällig umherbewegen als die Hähne und ihr Kot deshalb eher übersehen wird. Zur Zeit werden diese möglichen Gründe noch detaillierter untersucht und diskutiert, doch ist für die Schätzung des gesamten Bestands wichtig, dass das Geschlechterverhältnis nicht signifikant von 1:1 abweicht. Die Berechnung mit dem FangWiederfang-Modell hat für den ganzen Kanton einen Bestand von rund 80 Hähnen ergeben, mit einer Streuung von ± 3. Das bedeutet, dass der tatsächliche Bestand an Auerhähnen im Kanton Schwyz mit grösster Wahrscheinlichkeit zwischen 77 und 83 liegt. Für die Hennen errechnete das Modell einen Bestand von 65 mit einem Bereich von 53 bis 82, in

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Foto: Michael Lanz

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Foto: Pierre Mollet

Monatsthema

Foto: Michael Lanz

zieren. Zudem erfolgte die Spurensuche unsystematischer, nur einmal und nicht zweimal. Die Schätzung des Bestands erfolgte zudem nicht mit einem nachvollziehbaren statistischen Modell, sondern aufgrund von Expertenschätzungen. Der Bestand an balzenden Hähnen wurde damals für den Kanton Schwyz auf rund 42 geschätzt. Mit den zu erwartenden ebenfalls rund 42 Hennen ergab das eine totale Population von ungefähr 84 Auerhühnern. Zunehmende Auerwildvorkommen? Hat der Bestand an Auerhühnern im Kanton Schwyz von 2001 bis 2009 demnach stark zugenommen? Die Antwort ist: Er hat sehr wahrscheinlich zugenommen, doch nicht in diesem Ausmass. Die Erfahrung aus ähnlichen Projekten in den Kantonen St. Gallen, Graubünden und Obwalden zeigt, dass mit der 2001 angewandten Methode der Expertenmeinung die Grösse eines Auerhuhnbestands stets unterschätzt wird. Auch für den Kanton Schwyz dürfte die seinerzeitige Schätzung von rund 84 Auerhühnern zu tief und die Bestandszu-

Hunter

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Oben: Der Fussabdruck eines Auerhahns ist, inklusive der kurzen Hinterzehe, über 10 cm lang (Länge des Messers: 9 cm). Oben rechts: Manchmal findet man auch Frassspuren: Ein Auerhuhn hat diese BergföhrenNadeln abgebissen.

nahme bis 2009 deshalb nicht so ausgeprägt gewesen sein. Aber das Auerhuhn hat im Kanton Schwyz von den Lebensraum-Verbesserungsmassnahmen der letzten Jahre vermutlich stark profitiert. Mehrfach und in mehreren Perimetern fiel bei der Spurensuche auf, dass in Waldbeständen, die bereits mit solchen Massnahmen aufgelockert worden waren, viel mehr Spuren gefunden wurden als gleich nebenan in nicht aufgewerteten Waldbeständen. Zudem dürfte das Auerhuhn auch im Kanton Schwyz von den guten Wetterbedingungen zur Fortpflanzungszeit in den Jahren 2003, 2005 und 2006 profitiert haben, so wie auch andere Raufusshühner wie beispielsweise das Birkhuhn. Die Identifikation der Individuen durch Analyse von DNS erlaubte es im Prinzip, Bewegung von Einzelvögeln von einem Perimeter in den anderen nachzuweisen. Mit einer Spurensuche innerhalb kurzer Zeit, wie es sie für Fang-Wiederfang-Statistik braucht, ist zwar kaum damit zu rechnen, dass man sehr viele solche «Wander-Ereignisse» belegen kann. Solche Nachweise zu führen gehörte nicht zum Ziel des Projekts. Trotzdem gelan-

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gen einige Nachweise von Einzelvögeln, die sich zwischen den beiden Spurensuchen über mehrere Kilometer verschoben hatten. Sie zeigen, dass ein Wechsel von Individuen von einem Lebensraum zum anderen funktioniert, dass er aber auch tatsächlich stattfindet und offenbar, wie von der Theorie vorausgesagt, einem Bedürfnis entspricht und deshalb auch für die Zukunft gesichert werden sollte. Geografisch wichtige Population Die Resultate der Bestandsschätzung des Auerhuhns im Kanton Schwyz im Jahr 2009 zeigen also, zusammengefasst: · Die Population Auerhühner im Kanton Schwyz ist mit mehr oder weniger 155 bis 160 Vögeln im schweizweiten Vergleich individuenreich. Trotzdem muss man beachten, dass 160 Individuen, absolut gesehen, nicht sehr viele sind. Bei deutlichen Einbussen der Lebensraumqualität oder bei anderen negativen Umwelteinflüssen wie schlechter Witterung oder zu viel Störung kann eine solche Population sehr rasch kritisch gefährdet sein.

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Foto: Pierre Mollet

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Dank Dieses Projekt wurde vom Amt fĂźr Natur, Jagd und Fischerei des Kantons

Regelmässig benĂźtzte Schlafbäume erkennt man an den bisweilen riesigen Kothaufen, die darunter liegen. Schwyz, vom Amt fĂźr Wald und Naturgefahren des Kantons Schwyz sowie von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach durchgefĂźhrt. Das Bundesamt fĂźr Umwelt BAFU, die Ausbildungsstiftung fĂźr den Kanton Schwyz und die Bezirke Gaster und See (Kanton St. Gallen) sowie die Stiftung Naturland (ďŹ nanziert durch den Schweizerischen Patentjäger- und Wildschutzverband SPW) haben es grosszĂźgig ďŹ nanziell unterstĂźtzt. Ein besonderer Dank geht an die WildhĂźter, FĂśrster und Jäger, welche durch ihren grossen persĂśnlichen Einsatz bei der Feldarbeit dieses Projekt erst ermĂśglichten. â&#x2013;  Foto: Kurt Gansner

¡ Sie ist durch ihre GrĂśsse und vor allem auch durch ihre geograďŹ sche Lage am Ăśstlichen Alpennordrand eine der wichtigsten Populationen fĂźr die Erhaltung des Auerhuhns im gesamtschweizerischen Kontext. ¡ Die bisher ergriffenen waldbaulichen Massnahmen gehen hĂśchstwahrscheinlich in die richtige Richtung und sollten weitergefĂźhrt werden. ¡ Die bestehende Vernetzung der aktuell besiedelten Lebensräume untereinander muss auch in Zukunft sichergestellt sein. Auch der Schutz der wichtigsten Kernräume gegen zu viel StĂśrung darf nicht vernachlässigt werden.

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Veranstaltungen Ausstellungen Ausflüge 3. Juli Fortbildungsseminar «Treffpunkt Jagd: Wie führe ich eine Informationsveranstaltung durch?» St. Gallischer Jägerverein Hubertus; Schiessanlage Erlenholz, Wittenbach; ab 08.00 Uhr 7. August 2. Walliser Jägertag im Berg- & Schneesportcenter in Brig/Gamsen (siehe auch Seite 17) 9.–10. Oktober 18. Europameisterschaft der Laufhunde in Martigny Naturkundemuseum mit Wildlife-Show in Bad Säckingen am Hochrhein Neu: Modernes Schiesskino und Nutzungsmöglichkeit des Konferenzraumes durch Jagdgesellschaften Öffnungszeiten: Montag–Freitag 14–18 Uhr Samstag/Sonntag 10–16 Uhr www.golfwelt-hochrhein.de

Natur-Museum Luzern Kasernenplatz 6, 6003 Luzern 041 228 54 11 Die neue Sonderausstellung Dauer bis 31. Oktober: Biodiversität: Die Vielfalt des Lebens. Eine Ausstellung des Forums Biodiversität und der Naturhistorischen Museen Bern und Genf. Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr, Mo geschlossen, geöffnet an Feiertagen www.naturmuseum.ch Waffenmuseum Suhl Öffnungszeiten: täglich von 10.00–18.00 Uhr info@waffenmuseum.eu 0049 36 81 74 22 18 Monte Generoso Der ideale Ferienausflug ins Tessin: Begleitete Besuche der Bärenhöhle auf dem Monte Generoso. Auskunft erteilt: Ristorante Monte Generoso, Telefon 091 649 77 22 Der Pfad, Natursteine und Adernsteine erleben Sattel-Hochstuckli

Alpengarten Schynige Platte Öffnungszeiten: täglich 08.30 bis 18.00 Uhr www.alpengarten.ch Wildpark Peter und Paul Kirchlistrasse 92, St. Gallen Telefon 071 244 51 13 www.wildpark-peterundpaul.ch Der Wildpark ist bei freiem Eintritt 7 Tage in der Woche geöffnet. Hunde sind an der kurzen Leine zu führen! Schweiz. Nationalpark Zernez Auskunft: Tel. 081 856 83 78 Fax 081 856 17 40 Agenda Natur Aktuelle Zusammenstellung aller Anlässe und Tagesprogramm unter: ww.nationalpark.ch/ veranstaltungskalender Pro Natura Zentrum Champ-Pittet, Yverdon-les-Bains Ausstellungen und Naturlehrpfade. Informationen: Tel. 024 426 93 41, www. pronatura.ch/champ-pittet

Schweizer Museum für Wild und Jagd Schloss Landshut 3427 Utzenstorf BE Saison 2010: 9. Mai bis 17. Oktober Sonderausstellung 2010: «Mit Grossraubtieren leben – Herausforderung und Chance» Abendführungen (19.30–20.30 Uhr): 17. Juni: «Die Vögel der Familie Graviseth». Präsentation der Publikation über ein ornithologisches Bilderbuch aus dem 17. Jh.; Erläuterungen zu Albrecht Kauw als Buchillustrator und Maler der im Schloss präsentierten Stillleben. Georges Herzog, Kunsthistoriker; Martin Germann, Historiker; Peter Lüps, Biologe. 24. Juni: Achtbeinige Jäger mit Fangnetzen. Eine ganz und gar ungewöhnliche Pirsch rund ums Schloss mit Christian Kropf, Biologe und Spinnenspezialist, Bern. Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr; Sonntage sowie Auffahrt (13. Mai): 10–17 Uhr; Montags sowie Pfingstmontag (24. Mai), 1. August (Nationalfeiertag) und Eidg. Bettag (19. September) geschlossen Natur- und Tierpark Goldau Parkstrasse 40 Telefon 041 859 06 06 www.tierpark.ch Täglich geöffnet 1. April bis 31. Oktober: Mo– Fr 9–18 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr 1. November bis 31.März: täglich 9–17 Uhr Wildpark Peter und Paul Kirchlistrasse 92, St. Gallen Telefon 071 244 51 13 www.wildpark-peterundpaul.ch Der Wildpark ist bei freiem Eintritt 7 Tage in der Woche geöffnet. Hunde sind an der kurzen Leine zu führen! Naturmuseum Thurgau Freie Strasse 26, Frauenfeld Telefon 052 724 22 19 www.naturmuseum@tg.ch Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr, So 12–17 Uhr

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Naturmuseum St. Gallen Museumstrasse 32 Tel. 071 242 06 70 www.naturmuseumsg.ch Öffnungszeiten: Di–So 10–17, Mi 10–20 Uhr. Das Museum zeigt in der Dauerausstellung einheimische Vögel und Säugetiere sowie Präparate der ausgestorbenen und z.T. wieder eingeführten Beutegreifer.

Naturama, das Aargauer Naturmuseum Bahnhofplatz, Aarau Öffnungszeiten: täglich ausser Montag 10–17 Uhr Führungen auf Anfrage 24. November: Heckenpflegekurs mit Maschinendemo Der Kurs informiert über ökologische Aspekte, Sicherheitshinweise und gesetzliche Rahmenbedingungen der Heckenpflege. Die rationelle Heckenpflege mit Maschinen wird vorgeführt und deren Resultat mit konventionellen Methoden verglichen. Anmeldung erwünscht unter Thomas Baumann, Naturama Tel. 062 832 72 87, t.baumann@naturama.ch www.naturama.ch

Jagdhornbläser Hubertusmessen 12. Juni 33. Kantonalbernisches Jagdhornbläsertreffen in Oeschberg/Koppigen 13. Juni 09.45 Uhr Hubertusgottesdienst in der Kirche Saanen Jagdhornbläser SonatES 19./20. Juni Eidgenössisches Bläserschiessen 2010 in der Jagdschiessanlage KIGRO Grosswangen und im Schloss Wyher Ettiswil Gemeinschaftsanlass mit dem Luzerner Kantonalen Jagdschiessen 26. Juni 1. Internationaler ungarischer Jagdhornbläserwettbewerb auf 2 Austragungsplätzen, in der Fussgängerzone von Pécs/Ungarn Infos und Anmeldung: www.mecsekerdo.hu/?l=d

30. Oktober 17.15 Uhr Jägermesse Besammlung beim Hotel Bad, Schwarzsee Die Jägermesse findet bei trockenem Wetter unter freiem Himmel statt. Sie wird von den Jagdhornbläsern der Diana Sense Oberland umrahmt. 31. Oktober 09.30 Uhr Jägergottesdienst in der reformierten Kirche Vordemwald mit den Jagdhornbläsern Freiwild/Wiggertal 6. November 19.15 Uhr Hubertusfeier in der Pfarrkirche St. Agatha Neudorf LU musikalisch begleitet durch die Jagdhornbläser Diana Willisau; mit Theologe Franz Meyer, Willisau; anschliessend herbstabendlicher Jägerapéro für alle

Jagdliche Schiessen im Naturlehrgebiet Das Eidgenössische Bläserschiessen und das Luzerner Kantonale finden dieses Jahr in Ettiswil/Grosswangen im Naturlehrgebiet Buchwald statt. Wo gibt es das noch? Die Jagdschützen Grosswangen wurden vor 38 Jahren gegründet. Sie verfügen über eine eigene Jagdschiessanlage mit Kugelschiessstand 100 Meter, Roll- und Klapphase sowie Tontauben mit diversen Varianten. Neben mehreren Trainingsangeboten für alle Interessierten wird jährlich ein eigenes Jagdschiessen ausgetragen. Dieses Jahr sind die Jagdschützen Grosswangen Organisator des 32. Luzerner Kantonalen Jagdschiessens und des 20. Eidgenössischen Bläserschiessens. Schon vor zwei Jahren haben die Grosswanger das Eidgenössische Bläser-

schiessen mit grossem Erfolg durchgeführt. Rund 120 Teilnehmende haben gute Erinnerungen und währschafte Preise mit nach Hause genommen. Schiesslärm und Natur vertragen sich Das Naturlehrgebiet Buchwald befindet sich im stillgelegten Teil der Kiesgrube. Die Rot schlängelt sich in einem breit angelegten Bett durch das Areal, das mit seinen rund 20 Teichen und den vielen zum teil künstlich angelegten Biotopen Lebensraum für Amphibien bietet. Das Naturlehrgebiet ist ein Freiluftschulzimmer, wo Fauna und Flora hautnah erlebt werden können. Besucher können über ein Netz von Spazierwegen das Gebiet durchwandern. Kurz nachdem die Jagdschützen ihren Betrieb aufge-

32. Kantonales Jagschiessen Schiesszeiten

Samstag, 12. Juni 2010 09.00 – 11.30 Uhr Freitag, 18. Juni 2010 17.00 – 20.30 Uhr Samstag, 19. Juni 2010 08.30 – 11.30 Uhr

Schiessprogramm

Kugel

4 Schuss sitzend angestrichen, Distanz 100 m, 10er-Wertung; 1.Rehbock, 2. Überläufer, 3. Gamsbock, 4. sitzender Fuchs

Schrot

Tontauben 6 Schuss, doublieren erlaubt Laufender Hase (dreiteilig) je 4 Schuss links und rechts; Rollhase 6 Schuss, doublieren erlaubt

Probeschüsse Keine, der 1. Schuss zählt Kosten

Fr. 65.–, inklusive Schrotmunition

Anmeldungen

Auf dem Platz

20. Eidgenössisches Bläserschiessen Wettkampfzeiten

Samstag, 19. Juni 2010 13.30 – 17.00 Uhr Sonntag, 20. Juni 2010 09.00 – 11.00; 13.00 – 14.00 Uhr

Jagdhornblasen

Fürst Pless- (mit oder ohne Ventile) oder Parforce-Horn in B. Die Signale können aus dem Solothurner-Signalbuch oder der neuen Bläserschule der EJBK ausgewählt werden (maximal 60 Punkte); Bewertung nach Notengerechtigkeit, Rhythmus,Tonreinheit/Gestaltung

Schiessprogramm

Kugel 5 Schuss auf Rehbock sitzend angestrichen, Distanz 100 m, 10er-Wertung Schrot 5 Schuss auf laufenden Hasen (dreiteilig)

Teilnahmeberechtigt Jagdhornbläser und Jäger, Nichtjäger ab 18. Altersjahr Gruppen mit 5 Teilnehmenden Kosten

Einzelwettkampf Fr. 60.–, inklusive Schrotmunition, Nachdoppel Fr. 15.– Übungskehr Fr. 10.–, Gruppen Fr. 50.–

Anmeldungen

Auf dem Platz oder an Urs Bussmann, Pintenmatte 38, 6022 Grosswangen

Gabentempel

Für beide Wettkämpfe stehen reichhaltige Gabentempel bereit Schweizer Jäger 6/2010

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Veranstaltungen

Bündner Naturmuseum Masanserstrasse 31, Chur Telefon 081 257 28 41 Rendez-vous am Mittag jeweils von 12.30–13.30 Uhr: 15. September: Einfach Spitze; Führung durch die aktuelle Ausstellung mit Flurin Camenisch, Museumspädagoge. Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr Mo geschlossen www.naturmuseum.gr.ch


Veranstaltungen

nommen hatten, wurde auch das Naturlehrgebiet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dank gegenseitigem gutem Einvernehmen und Rücksichtnahme können beide Seiten profitieren und die Landschaft nutzen. Das Wasserschloss Wyher ist Austragungsort der Musikvorträge beim Bläserschiessen. Es befindet sich einen Steinwurf weit neben der Schiessanlage ausserhalb des Dorfkerns von Ettiswil an der Strasse, die durch das Rottal führt. «Wyher» wurde erstmals 1304 urkundlich erwähnt. In seiner Blütezeit stand es unter der Herrschaft der begüterten Luzerner Familien Feer und Pfyffer. Heute wird es, in renoviertem Zustand, von einer Stiftung unterhalten und bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen, Feiern, Ausstellungen usw. 1. Luzerner Hegeschau Ausgestellt werden, geordnet nach unseren 4 Sektionsgebieten, Trophäen von Rehwild, Gamswild, Steinwild, Rotwild. Ausschliesslich Trophäen von Wild, das im Gebiet des Kantons Luzern erlegt wurde.

Anmeldung der Präparate bis 31. Mai 2010 mit Name, Vorname, Adresse, erlegte Wildart, Erlegungsdatum und -ort an Herzog Inneneinrichtungen, Gewerbe Badhus 19, 6022 Grosswangen. Auffuhr der Trophäen am Donnerstag, 17. Juni 2010, 18.30–20.00 Uhr in der Kigro Grosswangen. Schiesskino, Festwirtschaft, Unterhaltung Die Luzerner Hegeschau ist vom Freitag, 18. Juni bis Sonntag, 20. Juni 2010 für alle Interessierten zur Besichtigung frei. Als weitere Attraktion steht Teilnehmenden und Besuchern ein Schiesskino bereit. Es kann mit Laserwaffen geübt werden. Eine leistungsfähige Festwirtschaft deckt alle kulinarischen Bedürfnisse ab. Am Freitagabend und Samstag ist auch für Unterhaltung gesorgt. Das Organisationskomitee, unter dem Präsidium von Heinz Herzog, heisst alle herzlich willkommen. Hermann Büttiker

Frühjahrsauktion Auktionshaus Tennants Nashörner sind unverändert der Renner beim Auktionshaus Tennants Das Interesse an Nashörnern, speziell von Käufern aus dem Fernen Osten, ist ungebrochen. Auch wenn in der diesjährigen Frühjahrsauktion «nur» sieben Hörner angeboten wurden, so bildeten sie erneut den umsatzstärksten Teil der jagdlichen Sektion: Mit einem Gesamterlös von 240 000 Euro wurden pro Nashorn fast 35 000 Euro erzielt, das teuerste Präparat – das einzelne Horn eines Breitmaulnashorns aus dem Jahr 1900 mit einer Länge von 82,5 cm – brachte 63 000 Euro. Für die Sommerauktion im Juli stehen erneut starke Trophäen dieser leider fast ausgestorbenen Tierart zum Verkauf an. Der Glaube an die Heilkraft des gemahlenen Horns gegen alle Arten von Leiden (mittlerweile auch gegen Krebs) ist unerschütterlich.

Ein präpariertes Rehbockhaupt, um welches herum 10 Rehgehörne drapiert waren (Österreich, um 1900, Los 973), erzielte 750 Euro. Vollpräparate eines BarbarySchafs (Los 978), eines Braunen Lechwe (Los 979) sowie eines Roten Lechwe (Los 980) kamen auf Hammerpreise zwischen 450 und 750 Euro. Zwei Quetzale (Göttervogel Mittelamerikas und Wappentier Guatemalas) in einer kleinen Glasvitrine aus dem Zeitraum um 1880 brachten erstaunliche 4600 Euro (Los 965), das Fell eines Bengalentigers, erlegt um 1952 und präpariert von Van Ingen & Van Ingen kam auf 1800 Euro. Weitere Informationen unter www.tennants. co.uk. Auf dieser Homepage sind auch alle Lose sowie die erzielten Preise zu finden.

Exklusive Leser-Drückjagd der Schweizer Weidwerkenden im FoA Romrod, Hessen Hunting-Adventure.ch und K&K Premium Jagd GmbH veranstalten für die Leser des «Schweizer Jäger» eine 2-tägige Leser-Drückjagd im Forstamt Romrod (Nähe Frankfurt) auf Rotwild, Schwarzwild (Keiler), Rehwild, Fuchs, Waschbär und Enok.

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Diese Leser-Drückjagd findet vom 18. November bis 20. November 2010 statt. Kosten: CHF 1490.–. Darin enthalten sind: Jagderlaubnis, Organisation, Hunde und Hundeführer, Treiber, Mittagssuppe und nicht-alkoholische Getränke,

Bearbeitungsgebühr, 2 Übernachtungen mit Halbpension sowie Rothirsche der Klasse III (Kurzspiesser und 6er), Rotkahlwild, Keiler, Überläufer, Frischlinge, weibliches Rehwild und Kitze sowie Fuchs, Waschbär und Enok.

Nicht enthalten sind: Deutscher Ausländerjagdschein, Europäischer Feuerwaffenpass und Trophäenkosten. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter: HUNTING-ADVENTURE.CH, Eric von Schulthess, Kapellstrasse 26, 2540 Grenchen, Telefon 076 379 24 26, hunting@hunting-adventure.ch


EIDGENĂ&#x2013;SSISCHES BLĂ&#x201E;SERSCHIESSEN Sonntag 20. 6. 2010 2010 8:00 â&#x20AC;&#x201C; 11:30 Uhr

Kigro Grosswangen und 13:00Schloss â&#x20AC;&#x201C; 15:30 UhrWyher Samstag 19. 6. 2010 13:30 â&#x20AC;&#x201C; 17:00 Uhr Sonntag 20. 6. 2010 8:00 â&#x20AC;&#x201C; 11:30 Uhr 13:00 â&#x20AC;&#x201C; 15:30 Uhr

JAGDHORNBLĂ&#x201E;SER Luzerner Hinterland

KANTONALES JAG D S C H I E S S E N 2 0 10 Kigro Grosswangen Samstag 12. 6. 2010 Vorschiessen 09:00 â&#x20AC;&#x201C; 11:30 Uhr 13:00 â&#x20AC;&#x201C; 16:30 Uhr Freitag 18.06.10 17:00 â&#x20AC;&#x201C; 20:30 Uhr Samstag 19.06.10 08:30 â&#x20AC;&#x201C; 11:30 Uhr

Ein attraktiver Gabentempel erwartet alle Teilnehmer! Jede Jägerin, jeder Jäger ist dabei!

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JagdSchweiz mit

NEUEM

PRÄSIDENTEN

Am ersten Maiwochenende fand in Zuoz die zweite Delegiertenversammlung der Dachorganisation JagdSchweiz statt. Mit 52 von 92 Stimmen wurde Hanspeter Egli vor Peter Zenklusen gewählt. Jon Peider Lemm trat nach sechs Amtsjahren zurück. Für den Vorstand von JagdSchweiz nicht mehr kandidiert haben und demnach ausgeschieden sind neben Jon Peider Lemm auch Albert Stössel, Werner Fluder, Charly Sierro und Michel Jaquillard. An der DV von JagdSchweiz wurden, neben den statutarischen Traktanden, auch Informationen zur laufenden Kampagne zur Bekämpfung der Waffeninitiative vermittelt (www.waffenverbot-nein.ch). Die Jagdhornbläser Schweiz sind einstimmig als B-Mitglied von JagdSchweiz aufgenommen worden.

Foto: Kurt Gansner

An der in Zuoz abgehaltenen zweiten Delegiertenversammlung des nationalen Jagdverbandes übergab ein zufriedener Jon Peider Lemm den Schlüssel für das neu errichtete Haus «JagdSchweiz» an den St. Galler Hanspeter Egli, der für eine Periode von drei Jahren als Präsident gewählt wurde. Neu in den Vorstand gewählt wurden ebenfalls Nationalrat Tarzisi Caviezel für den SPW, Marcel Lachat und Adrian Zumstein für Diana Suisse sowie Franco Scodeller für die IG RevierJagd. Bestätigt wurden Marco Mondada und Ferruccio Albertoni für die FCTI, Thomas M. Petitjean für die IG RevierJagd sowie Peter Zenklusen (Berner Jägerverband), der zum Vizepräsidenten gewählt wurde.

Hanspeter Egli, neuer Präsident von JagdSchweiz, bei seiner Antrittsrede. Der neue Vorstand von JagdSchweiz (vl): Tarzisi Caviezel, Adrian Zumstein, Marco Giacometti (Geschäftsführer), Marco Mondada, Hanspeter Egli, Ferruccio Albertoni, Peter Zenklusen, Franco Scodeller, Marcel Lachat und Thomas M. Petitjean.

Foto: Kurt Gansner

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Schweizer Jäger 6/2010

Die Jagdhornbläsergruppe «Piz Colani» übernahm die Uraufführung des Stückes «JagdSchweiz», das von Hansjörg Leutwiler komponiert wurde.


Foto: Kurt Gansner

JagdSchweiz Foto: Kurt Gansner

Der abtretende Präsident Jon Peider Lemm darf mit Genugtuung zurückblicken und einen gut geführten Verband übergeben.

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Interview

Hanspeter Egli:

GUTE ENTSCHEIDE

BEDÜRFEN EINER GRÜNDLICHEN PROBLEMANALYSE

An der DV in Zuoz wurde Hanspeter Egli zum neuen Präsidenten von JagdSchweiz gewählt. Sein Vorgänger, Jon Peider Lemm, hat grosse Vorarbeit geleistet und eine gute Basis vorgelegt. Jetzt gilt es, den jungen Verband weiter zu stärken.

«Schweizer Jäger»: Geschätzter Hanspeter, du bist seit dem 1. Mai Präsident von JagdSchweiz. Kannst du dich den Leser/innen privat und beruflich kurz vorstellen? Hanspeter Egli: Ich bin im Kanton Luzern aufgewachsen und habe nach einer landwirt-

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Schweizer Jäger 6/2010

schaftlichen Ausbildung fünf treffe ich mit Jägerinnen und JäJahre auf einem Landwirtschafts- gern aus verschiedensten Berubetrieb im Kanton Waadt gear- fen und allen sozialen Schichten beitet. Anschliessend studierte zusammen. Nicht nur bei belangich in Zollikofen und schloss als losen Gesprächen bei einem kurIngenieur Agronom HTL ab. Seit zen Apéro, sondern bei der Ar1970 lebe und arbeite ich im Kanton St. Gal«Ich liebe den Aufenthalt in der len, seit über 10 Jahren führe ich die Ol- Natur, es ist gleichzeitig Erholung ma-Messen St.Gallen. und Besinnlichkeit.» Ich bin seit drei Jahren verwitwet, meine Frau stammte beit, der gemeinsamen Jagd und aus Cudrefin VD. Unsere Tochter beim gemütlichen Aser. Auf der Jagd nehme ich den Charakter der lebt in Zürich. Du bist aktiver Jäger und übst Menschen wahr und nicht die sodeine Passion in verschiedenen ziale Stellung. Regionen in St. Gallen aus. WelAls Direktor der Olma-Messen chen Stellenwert nimmt die Jagd bringst du eine grosse Erfahrung neben Familie und Beruf ein? mit und bist es gewohnt, EntIch jage in meiner Wohnge- scheidungen zu fällen. Wo siehst meinde Andwil und im Hoch- du deine Stärken und welche Fühwildrevier Krummenau II im Tog- rungsphilosophie wirst du im Vorgenburg. Wenn immer es meine stand vertreten? Seit über vierzig Jahren bin berufliche Tätigkeit und die Arbeit für die Jagdverbände zulas- ich in verschiedensten Führungssen, bin ich in einem der beiden funktionen tätig. Gute Entscheide Reviere anzutreffen. Revierarbeit, bedürfen einer gründlichen ProbPirschgänge und Ansitz sind für lemanalyse und davon ausgehend mich ein wichtiger Ausgleich zur einer klar formulierten ZielsetArbeit, die sich hauptsächlich im zung, was zu erreichen ist. Diese Büro und in Sitzungszimmern ab- Vorbereitungen sind wichtig, daspielt. Ich liebe den Aufenthalt in mit das Richtige getan wird. Und der Natur, es ist gleichzeitig Er- das ist nur mit einem offenen und holung und Besinnlichkeit. Jagd konstruktiven Gesprächsklima rehat für mich zudem eine wichtige alisierbar. Letztlich sind gute Entgesellschaftliche Bedeutung. Hier scheide nur in einer intensiven


Zusammenarbeit mit den Betroffenen mĂśglich. Es geht aber auch darum, Probleme rasch und aktiv anzugehen, Verantwortung zu Ăźbernehmen, Wi-

sache kann auch nicht mit einer medialen Idealisierung von Luchs, Wolf und Bär korrigiert werden. Wie wir aus Erfahrung wissen, kĂśnnen diese Bilder rasch ins Gegenteil kippen. JagdSchweiz hat ÂŤUnterschiedliche Meinungen sind die Politik in dieser Franicht Ă  priori negativ, sondern notge bereits vor meiner Zeit wendig fĂźr eine Weiterentwicklung.Âť deďŹ niert. Dogmatischer absoluter Schutz darf derstände zu Ăźberwinden und die ge- nicht Strategie sein, das Gleichgetroffenen Entscheide konsequent zu wicht aller wildlebenden Arten muss vertreten. als Richtschnur fĂźr unser Handeln im Es ist nicht immer einfach, die In- Vordergrund stehen. teressen und Meinungen der 35 000 Gute und effektive Ă&#x2013;ffentlichkeitsJäger aus allen Regionen der Schweiz arbeit setzt zur Hauptsache korrektes unter ÂŤeinen HutÂť zu bringen und zu Handeln voraus. Nur wenn unser Ververtreten. Stehen sich die Jäger nicht halten erklärbar und verständlich ist, oft selbst im Weg? kommt die Botschaft bei der nichtjaJäger sind Teil unserer Gesellschaft genden BevĂślkerung auch positiv an. und verhalten sich wie alle anderen Die Jagd und die Jäger haben in der BĂźrger. Unterschiedliche Interessen Schweiz, das hat eine kĂźrzliche Umund Meinungen sind nicht Ă  priori negativ, sondern not- ÂŤJäger sind nicht die einzigen wendig fĂźr eine Weiterentwicklung. Schwierig wird es Nutzer der Natur.Âť nur, wenn Dogmen und Vorurteile eine sachliche Argumentati- frage ergeben, nach wie vor eine hohe on verdrängen. Wichtig scheint mir, Akzeptanz. Diese Position gilt es weidass JagdSchweiz auch Anliegen, die ter zu stärken. Ich stelle immer wieder nur fĂźr einen Teil der Jäger wichtig fest, wie Jäger sich der Ăśffentlichen sind, ernst nimmt. Ich bin mir aber be- Diskussion stellen und in Schulen, an wusst, dass das alte Sprichwort auch Waldtagen und Waldbegehungen die fĂźr JagdSchweiz gilt: ÂŤAllen Leuten Jagd erklären. Diese Aktivitäten gilt recht getan, ist eine Kunst die Nie- es zu unterstĂźtzen und zu fĂśrdern. Sie mand kannÂť. sind authentisch und glaubhaft. Konkret nachgefragt: Was fĂźr einen In deiner Antrittsrede in Zuoz hast du verschiedene Themen wie z.B. die Ratschlag gibst du jeder/m Schweizer Ă&#x2013;ffentlichkeitsarbeit oder das Gross- Jäger/in mit auf den Weg? Eigenverantwortliches Handeln raubwild angesprochen. Was steht zusetzt eine klare Werthaltung voraus. oberst auf deiner Prioritätenliste? Wenn man die FĂśrderung der Ar- Jagdethik, Respekt vor Menschen, tenvielfalt befĂźrwortet, und das tue Tieren und der Natur sowie korrektes weidmännisches Verhalten sind die Grundlagen. Wer ÂŤWenn man die FĂśrderung der sich diesen Werten verpďŹ&#x201A;ichArtenvielfalt befĂźrwortet, kann tet fĂźhlt, darf mit Freude jaman nicht grundsätzlich gegen die gen! Jäger sind nicht die einzigen Nutzer der Natur. In Anwesenheit von Grossraubwild einem Gespräch zu erklären, sein.Âť wie man sich in Lebensräuich, kann man nicht grundsätzlich ge- men von Wild verhalten soll, bringt gen die Anwesenheit von Grossraub- weit mehr, als sich Ăźber Wanderer, Biwild in der Schweiz eintreten. Es ist ker, Jogger, usw. auszulassen. aber bei der ganzen Diskussion zu berĂźcksichtigen, dass unsere SiedlungsHanspeter, ich bedanke mich fĂźr struktur nicht mehr dem Mittelalter das offene und interessante Gespräch. entspricht. Die mĂśglichen Lebens- Wir wĂźnschen dir viel Erfolg und Zuräume haben sich drastisch verengt friedenheit in deiner anspruchsvollen und dafĂźr sind nicht in erster Linie Aufgabe. Kurt Gansner die Jäger verantwortlich. Diese Tat-

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Hund

Rote Fährte Sense RFS Schweisshundeprüfung SKG 500 und 1000 m Samstag, 24. Juli 2010 im Raum Rechthalten FR. Organisator: Rote Fährte Sense (RFS). Anzahl Fährten: 6 Fährten à 500 m und 3 Fährten à 1000 m.

Anmeldetermin: Samstag, 5. Juni 2010 beim Obmann. Die Anmeldeformulare können ebenfalls beim Obmann angefordert werden. Obmann: Niklaus Leuenberger, Weihermatt 5, 3182 Ueberstorf, 079 687 67 01, niklaus.leuenberger@bluewin. ch

Brackentag des Schweizer Klubs für Österreichische Bracken Der Rasseclub SKÖBr lädt zum Hundeführer-Seminar am Sonntag, 27. Juni 2010, ein. Durchgeführt wird er in der Zentralschweiz, im Raum Brennwald, Gemeinde Emmetten NW. Der Kurstag richtet sich in erster Linie an unsere Führer/innen von Junghunden. Das heisst, mit Hunden unter 20 Monaten. Diese Kategorie ist an diesem Tag unsere Zielgruppe. Es sind jedoch alle Vereinsmitglieder eingeladen. Wir pflegen ja noch unsere Kontakte und Kameradschaft. Ebenso soll der Erfahrungs- und Erlebnisaustausch am Aserfeuer angeregt stattfinden. Programm 09.00 Uhr: Spätestes Eintreffen in Emmetten, Restaurant zur Post; Begrüssung bei Kaffee und Gipfeli; Referat: Entstehung, Zielsetzungen und Organisation des Klubs (Hinweis auf Homepage und Download) 10.00 Uhr: Abfahrt in den Brennwald Anschliessend Beginn eines Parcours mit folgenden Themen:

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Schweizer Jäger 6/2010

– Schulung im Gehorsam für die Eignung der Bracke als Jagdbegleiter – Ausbildung der Bracke zum Gebrauchshund – Das Verweisen – Das Bringen – Anlegen von Schleppen und Kunstfährten – Einarbeitung auf der Schweissfährte – Einarbeitung der Bracke auf Fuchs und Hase (Warum brauchen wir jagende Hunde? Rehrein – ja oder nein?) – Wesensfestigkeit – Ablegen – Wachsamkeit – Schussfestigkeit 13.00 Uhr: Mittagsaser an Grillstelle (Unkostenbeitrag Fr. 25.– inkl. Getränke) Freundschaftliches Zusammensitzen und gemütlicher Ausklang Wir hoffen auf reges Interesse und freuen uns auf euren Besuch. Anmeldung bitte bis spätestens 15. Juni 2010 an: Louis Kesseli, Kirchweg 33, 6375 Beckenried, Tel. 079 671 96 45, l.kesseli@gmx.ch

Schweissprüfung «Der Silberne Bruch» auf der künstlichen Wildfährte Ausarbeitung der Fährte ohne Richterbegleitung – Wildschweiss mit Fährtenstock (2.5 dl) oder Fährtenschuh (1 dl) gespritzt – Fährtenlänge 1000–1100 Meter – Min. 3 Winkel und 3 Wundbetten sowie gekennzeichnete Pirschzeichen auf der Schweissfährte – Stehzeit mindestens 20 Stunden. Die Prüfung ist offen für alle gemäss TKJ zur Jagd erlaubten Hunde im Alter von mindestens 2 Jahren. Datum: Samstag, 21. August 2010. Ort/Raum: Reiden, Kt. Luzern. Anzahl: Maximal 12 Gespanne. Meldeschluss: 1. Juli 2010. Prüfungsleiter: Ruedi Hauser, Spittel 11, 8762 Schwanden. Zulassungsbedingungen Nachweis der bestandenen Schweissprüfungen 500 m und 1000 m Übernacht. Nachweis einer Jagdberechtigung des Schweisshundeführers, resp. -führerin.

Anmeldungen sind schriftlich zusammen mit den nachstehend aufgeführten Unterlagen an den Prüfungsleiter einzureichen. – Fotokopie der Ahnentafel mit dem Namen des Besitzers und den genauen Daten des Hundes. (ZuchtbuchNr., Rasse, Geschlecht, Name und Zwingername sowie Wurfdatum) – Fotokopien der bestandenen Schweissprüfungen 500 m und 1000 m Übernacht. – Fotokopie einer Jagdberechtigung des Schweisshundeführers, resp. -führerin. Die beigelegten Kopien werden nicht retourniert. Die Prüfungsleitung entscheidet in eigener Kompetenz über die Auswahl der 12 Gespanne und der ReserveGespanne. Dies unter Berücksichtigung des Alters, der Rasse, der bestandenen Prüfungen des Hundes sowie der Landesgegend. Es wird kein Nenngeld erhoben.

SFC Ankörungstermin Körung / Formwert und Verhalten des Hundes Datum: Samstag, 20. Juni 2010; Ort: SKG Bremgarten (AG); Zeit: nach Aufgebot. Körgebühr: Aktuelle Gebührenliste des SFC. Mindestalter: 12 Monate. Formwertrichter: SFC Spezialrichter. Verhaltensüberprüfung: SFC Verhaltensprüfer. Meldeschluss: 10. Juni 2010 (Poststempel A-Post). Eigentümerwechsel muss bei der SKG eingetragen sein. Bitte zur Ankörung die Original-Abstammungen und Einzahlungsbeleg der gemeldeten Hunde mitbringen.

Schriftliche Anmeldungen mit Fotokopie der Abstammungsurkunde erbeten an: Hanspeter Lutz, Altstätterstr. 1, 9462 Montlingen. Nach eingegangener Anmeldung erfolgt die Rechnung. Anfahrtswegbeschreibung wird bei Anmeldung zugesandt. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung Hanspeter Lutz, Zuchtwart Schweizerischer Foxterrier-Club. Präsident: Harry Rellstab, Tel. 056 243 17 51. Kassier: Herta Lutz, Tel. 071 888 69 25, Fax 071 888 69 25. Zuchtwart: Hanspeter Lutz, Tel. 071 888 25 69, zucht@ foxterrier.ch


Am Samstag, 8. Mai 2010, folgten 12 Hundeführer/innen mit ihren Vierbeinern der Einladung der RJL-Sektion Pilatus zum Gehorsamskurs 2010 auf die Lohrenweid in Emmen. Der Kurs wurde bewusst in einem nichtjagdlichen Kontext ausgeschrieben und durchgeführt. Nach der kurzen Begrüssung durch Bruno Imgrüth, Ressortleiter Hundewesen, übernahmen die Kursleiterinnen der Hundeschule Lohrenweid die Gespanne. Der Kurs führte über einen theoretischen Teil zu diversen praktischen Arbeiten, instruiert und kontrolliert durch die kynologisch bestens ausgebildeten Instruktorinnen Susi Luternauer, Jeannette Urech und Christa Puglisi.

Die Kursleiterinnen verstanden es kompetent, Stärken und Schwächen jedes Hundes und jedes Hundeführers zu beurteilen und so die Ausbildung für jedes Gespann individuell anzusetzen. So konnte jeder Hundeführer unabhängig seines Wissensstandes bei der Führung seines Vierbeiners durch diverse Parcours dazulernen und von den kriti-

Weiter wurden Übungen und Techniken aufgezeigt, die bei einer konsequenten Umsetzung die Beziehung zwischen Hundeführer/in und Hund positiv beeinflussen kann. Im Schlusswort dankte Sektionspräsident Peter Fäsi allen Gespannen für ihre Kursteilnahme, sowie den Verantwortlichen der Hundeschule Lohrenweid für ihr grosses Engagement und wünschte allen weiterhin viel Spass beim jagdlichen und beim alltäglichen Umgang mit «des Menschen besten Freundes». Vorstand RJL, Sektion Pilatus

Magyar Vizsla Förderverein: Erfolgreiche Verbandsjugendprüfung in Linkenheim Am Freitag, den 23. April, haben wir, zwei Erstlingsführer und eine Erstlingsführerin, sowie eine Begleiterin mit unseren Junghunden (ein Deutsch-Drahthaar und zwei Vizsla) den Weg nach Linkenheim unter die Räder genommen. Ziel dieser Reise war die Teilnahme an der Verbandsjugendprüfung am 24. April beim Jagdgebrauchshundverein Oberländer (JGV). Anreise Am frühen Abend sind wir angekommen und haben uns in einer Pension einquartiert. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns mit den Hunden auf den Weg, Linkenheim zu erkunden. Bald gelangten wir an einen idyllisch gelegenen Baggersee, wo wir eine stattliche Anzahl Wasservögel bestaunen konnten. Sogar Kanadagänse flogen über unsere Köpfe.

Das mit Schilf und Gebüsch umsäumte Ufer liess das Herz gleich höher schlagen, in Anbetracht der Übungsmöglichkeiten, die da vorhanden wären. Die Hunde waren damit beschäftigt, die fremde Umgebung zu beschnuppern und sich beim Spiel auszutoben. Bald einmal ging die Sonne unter und wir sogen die wechselnden, wundervollen Stimmungsbilder, die der Sonnenuntergang hervorzauberte, in uns auf. Langsam machte sich bei allen der Hunger bemerkbar und wir wanderten zur Pension zurück. Nachdem die Vierbeiner versorgt waren, haben die Zweibeiner in einem Lokal mit griechischen Spezialitäten und einem Glas Wein für ihr leibliches Wohl gesorgt. Dort sind dann auch noch zwei Begleitpersonen eingetroffen, die extra zu unserer moralischen

Unterstützung angereist sind. Dies wurde von uns sehr geschätzt. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank. Erfolgreicher Prüfungstag Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht verköstigten wir uns mit einem reichhaltigen Frühstück. Die Hunde mussten auch noch versäubert werden und dann ab zum Treffpunkt um 07.30 Uhr beim Suchenlokal. Dort mussten sämtliche Papiere abgegeben werden, damit die Prüfungsresultate auf dem Stammbaum eingetragen werden konnten. Gespannt und mit etwas mulmigem Gefühl im Magen harrten wir der Dinge, die da kommen sollten. VJP, das ist ja eine Anlagenprüfung, ging mir durch den Kopf. Also Hund machen lassen, war die Devise meiner Unerfahrenheit.

Nach Erledigung der Formalitäten und einer kurzen Begrüssung von der Prüfungsleiterin Ingrid Neumann, verschoben sich die Gruppen in die verschiedenen Reviere. Das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite. Das hatte zur Folge, dass das Gras und der Boden nach dem Verdunsten des spärlichen Taus recht trocken waren. Dies bedeutete für die Hunde etwas erschwerte Bedingungen, die Hasenspur aufzunehmen und ihr zu folgen. Für die Hasenspur wurden alle Hundeführer mit ihren Hunden gleichzeitig aufgeboten und im Abstand von ca. 20–30 Metern übers Feld geschickt. Es ist wichtig, dass der Hund, der die Spur ausarbeiten soll, den flüchtenden Hasen nicht eräugen kann. Geprüft wird, wie der Hund die Spur ausarbeitet – SpurwilSchweizer Jäger 6/2010

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Hund

Gehorsamkurs für Jagdhunde

schen Kommentaren der Fachfrauen optimal profitieren. Dabei spielte es keine Rolle, ob ein rundlicher, kurzläufiger Deutscher Jagdterrier-Rauhaardackel-Mischling oder eine elegante kleine Münsterländer-Hündin geführt wurde. Auf der Lohrenweid ist Rassendiskriminierung ein Fremdwort. Bei der Schlusskritik der Instruktorinnen wurde nochmals auf die am häufigsten festgestellten Mängel der Hundeführung, aber auch auf die festgestellten Qualitäten der Gespanne hingewiesen.


Hund Sie sind glücklich, eine erfolgreiche Prüfung abgelegt zu haben (vl): Rolf Krähenbühl, Reto Künzli und Maria Bieri. le und Spursicherheit. Zudem hat der Hund die Möglichkeit, einen Eintrag für Spur- oder Sichtlaut zu erhalten. Alle unsere Junghunde lösten diese Aufgabe mit Bravour. Einer unserer Vizslas hat sogar die Note 11 erhalten. Maximalnote in den fünf geprüften Fächern mit Fachwertziffer ist die 12. Bei den nachfolgenden Fä-

chern wurde auch die Nase geprüft, welche sich vor allem im Finden von Wild, durch weites Anziehen von Wild, durch kurzes Markieren von Witterungsstellen des Wildes und gelegentliches Markieren von Vogelwitterung (Lerchen) zeigt. Hier haben alle die Note 10 erhalten. Bei der Suche ist Fleiss und Ausdauer gefragt und der Fin-

derwille muss erkennbar sein. Auch hier erreichten alle drei Hunde die Note 10. Als letztes Fach war Vorstehen angesagt. Dazu wurden Fasane ausgesetzt und jeder Hund hatte die Möglichkeit, seine Veranlagung zu zeigen. Auch in diesem Fach wurden für die Arbeiten 10 Punkte vergeben. Die Führigkeit war das Fach, in welchem die Hunde weniger gut abgeschnitten haben. Sie wurde zwischen 8 und 10 Punkten bewertet. Unsere Gruppe war um ca. 12.30 Uhr wieder beim Suchenlokal. Dort wurden uns die Noten begründet und die erreichte Punktzahl mitgeteilt. Anschliessend haben die Richter noch die Verhaltensweisen, wie Gehorsam, Scheu oder Ängstlichkeit, sowie das Gebiss, Augen und Hoden beurteilt. Auch hier waren keine Mängel festzustellen. Nun warteten wir gespannt auf die Rückkehr der anderen Gruppen und darauf, was sie alles zu erzählen wussten.

Um ca.17.30 Uhr war dann die ersehnte Rangverkündigung. Glücklich und auch ein wenig stolz haben wir die Urkunden entgegen genommen. Die Freude darüber, dass unsere Hunde, welche vor der Prüfung kaum Übungsmöglichkeiten zur Verfügung hatten, so gute Resultate erzielten, war riesig. Noch erfüllt von den Erlebnissen und Eindrücken, die wir an diesem Wochenende erleben durften, machten wir uns auf die Heimreise. Im Restaurant Oberli, unserem Stammlokal, liessen wir bei einem Nachtessen und einem Tropfen Wein den Tag ausklingen. Maria Bieri Prüfungsresultate: Lesvölgyi Bitang, gew. 21.03.2009, bestanden, am 24. April 2010, 71 Punkte, sichtlaut, JGV Oberländer e. V. in Linkenheim. Z: Jànos Ferenczi, Pàtka Pàskom, HU; E+F: Maria Bieri, Rohrbach. Lesvölgyi Bokràsz (Piro), gew. 21.03.2009, bestanden, am 24. April 2010, 69 Punke, JGV Oberländer e. V. in Linkenheim. Z: Jànos Ferenczi, Pàtka Pàskom, HU; E+F: Reto Künzli, Uetendorf. Eik di Costa Rubea, gew. 25.03.2009, bestanden, am 24. April 2010, 68 Punkte, sichtlaut, JGV Oberländer e.V. in Linkenheim. Z: Giovanni Monga, Breme, Italien; E+F: Rolf Krähenbühl, Herzogenbuchsee.

43. Hauptversammlung des Schweizerischen Schweisshund-Clubs SSC Der Stabswechsel vom bisherigen Präsidenten Jürg Rohrer zu seinem Nachfolger Leo Thomann aus Riom-Parsonz stand im Zentrum der diesjährigen HV des SSC am Fuss des noch schneebedeckten Piz Martegnas. Der herrliche Frühlingstag vermochte 83 Schweisshundeführer/innen samt einem zahlreichen Begleittross ins Albulatal zu locken. Sie verfolgten während der Vormittagsstunden mit kritischen Augen die Arbeit der Formwertrichter oder nutzten die Gelegenheit zu einem kurzen Versäuberungs-Bummel mit ihren Vierbeinern. Die Pfostenschau nahmen sie wie die Jahre zuvor zum Anlass, um sich durch Ruedi Leu über die vorgeführten Hunde und deren Bewertung orientieren zu lassen. Das gemeinsame Mittages-

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sen versammelte dann die ganze Korona im jagdlich dezent ausgeschmückten Saal des Riomer Mehrzweckgebäudes. Der Nachmittag war dann nach einem Kurzreferat über den Parc Ela ausschliesslich dem geschäftlichen Teil gewidmet. Darüber wird nachfolgend berichtet. Der Parc Ela Die Umweltwissenschafterin Regula Ott machte ihre Zuhörer/innen auf lockere und lebendige Art mit der Entstehung, der Ausdehnung und den Aufgaben des grössten sich im Aufbau befindlichen Naturparks der Schweiz bekannt. Er umfasst das Albulatal und das Surses. Zusammen eine Fläche von 600 km2, davon 200 km2 unberührte Landschaften. Das Gebiet ist reich an Natur- und Kulturschätzen. Er-

wähnt seien die Wasserscheide am Piz Lunghin, deren Wasser in drei Weltmeere fliessen, die Gletscher im Kesch-Duncangebiet, drei Moorlandschaften, zehn Ortsbilder von nationaler Bedeutung sowie zwei Burganlagen. Und nicht zu vergessen die Albulabahn. Seit 2008 UNESCO Weltkulturerbe. In diesem Herbst kann die Bevölkerung entscheiden, ob der Parc Ela beim Bund die Anerkennung als regionaler Naturpark beantragen soll, damit er ab 2012 den Betrieb aufnehmen kann. Als Ziele nannte die Referentin die Stärkung der nachhaltigen, regionalen Wirtschaft und die Erhaltung der einmaligen Natur. Wichtige Stützpfeiler werden in Zukunft die professionelle Kommunikation und das Marketing darstellen.

Zu Beginn der Versammlung hiess Jürg Rohrer die anwesenden Clubmitglieder herzlich zur letztmals durch ihn geleiteten HV willkommen. Einen speziellen Gruss richtete er dabei an die sieben teilnehmenden Ehrenmitglieder, an die erstmals stimmberechtigten Neumitglieder, an Jürg Obrist, den Präsidenten des BSC, sowie die beiden Vertreter der Lokal- und Jagdpresse. Leider mussten sich auch zahlreiche Mitglieder, Ehrenmitglieder und geladene Gäste aus dem In- und Ausland entschuldigen. Der Jahresbericht des Präsidenten lag zusammen mit der jeweiligen Berichterstattung der übrigen Chargenträger und «Funktionäre» in schriftlicher Form vor. So durfte Roh-


Nicht auf Lorbeeren ausruhen Dass dieser Spruch auch im SSC Gültigkeit besitzt, kann dem Bericht des technischen Leiters entnommen werden, der sich in seiner «Jahresbilanz» auch kritische Bemerkungen erlaubt. Aus seiner Nachsuchenstatistik wird ersichtlich, dass im vergangenen Jahr 639 Stück Schalenwild durch rote Hunde mit Erfolg nachgesucht wurden. Davon 63 nach unterschiedlich langer Hatz. 267 Arbeiten

Wer von ihnen hat besser lachen? (vl. Leo Thomann, Jürg Rohrer)

Foto: FJS

Foto: FJS

Leo Thomann stellt sich vor.

Hund

Welpenerwerber frühzeitig mit den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften bekannt zu machen, hat der Vorstand ein Merkblatt Sachkundenachweis geschaffen, das auch an alle SSC-Mitglieder abgegeben wurde. Das Thema Wesensprüfung konnte bis anhin nicht weiter verfolgt werden, da die entsprechenden Unterlagen der im ISHV für die einzelnen Rassen zuständigen Verbände noch fehlen. Im weitern beschäftigt sich der Präsident auch mit dem Thema Schwarzzuchten und den dagegen unternommenen Schritten durch den SSC. Der Bericht des Präsidenten schliesst mit Bemerkungen zur ISHV-Suche in Bad Brückenau und dem Dank an alle, die ihn während seiner zwölfjährigen Präsidentschaft tatkräftig und loyal unterstützt haben. Er wurde durch den Vizepräsidenten Ruedi Leu zur Diskussion gestellt und verdankt. Die Versammlung genehmigte ihn mit anhaltendem Applaus.

Foto: FJS

rer eine Versammlung mit gut vorbereiteten Mitgliedern leiten. Das spart nicht nur Zeit, sondern erlaubt den Teilnehmern auch, sich in Ruhe allfällige Fragen und Einwände zu überlegen. Oder gar auf sie zu verzichten. Einem kurzen Rückblick auf die vorjährige HV im Diemtigtal folgen Gedanken zum Weiterbildungstag Leistungsrichter, zu den Leistungsprüfungen, zum Thema Sachkundenachweis, zur Wesensprüfung, zum Welpenerwerb und zur ISHVSuche 2009 in Bad Brückenau. Rohrer versteht es, seine Meinung dazu zu äussern, ohne im Wesentlichen der spätern Berichterstattung durch die zuständigen Ressortleiter vorzugreifen. So war in Niederurnen für die anwesenden Leistungsrichter etwa zu erfahren, dass der Vorstand die Abgabe einer aktuellen Richterliste beschlossen hat, um dadurch vermehrt dafür fähigen Gespannen die Möglichkeit zum Bestehen einer Hauptprüfung zu schaffen. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sollen der Zuchtkommission als wichtige Grundlagen für die Zuchtplanung dienen. Im weitern wird die Zahl der Gespanne für die einzelnen Prüfungsorte auch künftig auf 12 begrenzt bleiben, wobei der jeweilige Prüfungsleiter darüber entscheiden kann, ob das Prüfungsgebiet und die Zahl der zur Verfügung stehenden Leistungsrichter das Aufbieten weiterer Gespanne zulasse. Andreas Rogger ist neu Ausbildner Sachkundenachweis im SSC. Um mögliche

Von der Zahl her klein. Im Ton aber fein (Jagdhornbläsergruppe «Belfort»). mussten erfolglos abgebrochen werden oder bewahrheiteten sich im weitern Fährtenverlauf als reine Kontrollsuchen. In 153 Fällen betrug die Fährtenlänge weniger, in 219 mehr als 300 m. Die längste Riemenarbeit wurde mit 5,5 km Länge (nach)gemessen. Als Besonderheit ist aus dem Bericht zu erfahren, dass ein im Verkehr verunfallter Hund mit einem BGS-Rüden nachgesucht und nach 2 km Riemenarbeit gefunden und tierärztlich versorgt werden konnte. Die Berichte der acht Regionalobmänner zeigen auf, wie vielfältig und fleissig in den einzelnen Regionen mit den Hunden gearbeitet wurde, um sie nicht nur auf Prüfungen, sondern auch für den harten Einsatz in der rauen Praxis vorzubereiten und firm zu halten. Dass dabei auch das Gesellschaftliche nicht zu leiden brauchte, vermögen die einzelnen Berichte ebenfalls aufzuzeigen. Mit jungen und vitalen Hunden züchten Damit dies auch möglich wird, appelliert der Zuchtwart

Ruedi Leu in seiner Berichtsablage an die Verantwortung der Hundebesitzer, ihn laufend über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfreude der einzelnen Hunde zu orientieren. Als weitere Selbstverständlichkeiten erachtet er auch, dass Besitzer von jungen Hunden die entsprechenden Prüfungen absolvieren und die für die Gesundheit der Rassen notwendigen Untersuchungen veranlassen. Gleiches gälte in Bezug auf die Formwertbeurteilung und die jährlichen Leistungsausweise. Mit jungen, vitalen Hunden könne nur dann gezüchtet werden, wenn der Zuchtkommission die für die Zuchtplanung notwendigen Grundlagen zur Verfügung stünden. Das stets grosse Interesse an Schweisshunden bewog die Zuchtkommission im vergangenen Jahr, je einen Wurf BGS und HS zu bewilligen. Im Zwinger «vom Waldemmental» fielen dann 4/2 BGSWelpen an, von denen vier in der Schweiz verblieben und je einer nach Deutschland und Frankreich vermittelt wurde. Später eingehende Wünsche konnten durch Welpen aus Österreich und Deutschland erfüllt werden. In der neuen Zuchtstätte «vom Zinnerhof» kamen 4/6 HS-Welpen zur Welt. Sieben von ihnen fanden in der Schweiz ein neues Zuhause. Drei wurden ins Ausland abgegeben. 24 Hunde wurden auf HD untersucht. 18 von ihnen erfüllten die Zuchttauglichkeit. Bei 6 Hunden wurde ein HDWert C festgestellt. Sehr gute Ergebnisse konnten auch anlässlich von Formwertprüfungen erzielt werden. Schweizer Jäger 6/2010

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Revierförster Leo Thomann aus Parsonz folgt auf Jürg Rohrer Er wurde in Riom einstimmig gewählt und durfte und darf aus der Hand seines Amtsvorgängers einen Verein mit gesunden Finanzen, aktiven und einsatzfreudigen Mitgliedern und einem zielstrebigen, harmonisierenden Vorstand übernehmen. Ihre Rücktritte auf die HV 2010 gaben auch der Aktuar Paul Ramsauer und der Beisitzer Franz Dal Ponte. Sie werden im Vorstand neu durch die Obmänner der Regionalgruppen Bern und Winterthur ersetzt.

Stummes Zwiegespräch unter Frauen (Jürg und Renate Hiltbrunner mit HS-Hündin «Dora vom Bütschel»).

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Neu nimmt zudem ein Mitglied der Regionalgruppe Werdenberg Einsitz im Vorstand. Einstimmig wiedergewählt wurden der restliche Vorstand, die Revisoren, die Leistungsund Formwertrichter und deren Anwärter, der Delegierte SKG/TKJ sowie die Regionalobmänner. Die Bereitschaft, sich weiterhin für die roten Hunde, verantwortbares Weidwerk und den Club tatkräftig einzusetzen, wurde ihnen von Jürg Rohrer verdankt. Den Ehrungen verdienter Clubmitglieder stellte der Präsident das Andenken an drei Kameraden voran, für die im vergangenen Jahr das Sterben zur unausweichlichen Tatsache geworden war. So galt es Abschied von Paul Vock, dem jagdlichen Urgestein Ruedi Muggler und Dr. Eugen Binder zu nehmen und ihrer schweigend und ergriffen zu gedenken. Paul Ramsauer und Franz Dal Ponte wurden der Versammlung vom Vorstand zur Wahl als neue Ehrenmitglieder vorgeschlagen und von dieser mit hallendem Applaus gewählt. Aus der Hand des Präsidenten durften beide ihre wohl verdienten Wappenscheiben entgegen nehmen. Dem Vizepräsidenten oblag dann die ehrenvolle Aufgabe, auch den abtretenden Präsidenten für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz zum Gedeihen des SSC, zum Nutzen der Zucht und Führung der roten Hunde und zum verantwortungsvollen Umgang mit dem zu bejagenden Wildtier zu ehren. Der stürmische Applaus mochte Jürg Rohrer beweisen, dass er als Mitmensch, Jäger, Hundeführer und Präsident beliebt und geschätzt war und bleiben wird. Geschätzt vor allem durch seine unbestechliche, konsequente und faire Art, mit der er den Club führte, Probleme anging und wenn immer möglich löste und trotz aller Direktheit stets auch der liebenswürdige und zugängliche Werdenberger blieb. Den zusätzlichen Titel «Ehrenpräsident» nahm er wohl dankend

Foto: FJS

Der Bericht des Chefs Prüfungsleiter gibt Auskunft über den Richtertag in Niederurnen, der sich mit dem Thema «Hauptprüfungen» beschäftigte. Prüfungen fanden 2009 im Diemtig- und Emmental sowie in Frauenfeld statt. Für die Beurteilung der jeweiligen Arbeiten stehen dem SSC zurzeit 32 Richter und 2 Richteranwärter zur Verfügung. Der SSC delegierte zwei Gespanne an die ISVH-Suche in Bad Brückenau.

Foto: FJS

Hund

Im laufenden Jahr sind zwei BGS- und ein HS-Wurf geplant. Damit hofft die Zuchtkommission, anstehende Wünsche erfüllen zu können.

Die BGS-Hündin «Amea vom Forsthaus-Buchenegg» führte schon über 65 mal zum Stück. entgegen, wies aber darauf hin, dass dieser Titel in den Statuten nicht vorgesehen sei und er sich somit als «normales» Ehrenmitglied fühle. Gründe für weitere Ehrungen stellten 25-jährige Vereinszugehörigkeit sowie Nachzucht- und Prüfungserfolge dar. Sechs Hundeführer konnten für 50 und mehr und drei gar für mehr als 100 Nachsuchen geehrt werden. Das Jahresprogramm 2010 sieht drei Prüfungen im Schanfigg, im Erlenholz/Wittenbach und im Lötschental vor. Im weitern sind ein Führerlehrgang und eine Formwertrichterausbildung geplant.

Einmal mehr musste Rohrer bekanntgeben, dass die Auswertungen der 2005 erfolgten Blutuntersuchungen durch die Tierärztliche Hochschule Hannover noch immer nicht vorliegen. Zum Schluss aber dankte er den Organisatoren vor Ort für die Gestaltung von Raum und Programm. Die Jagdhornbläsergruppe «Belfort» durfte den Dank für die musikalische Umrahmung des Anlasses in Empfang nehmen. Verdankt wurde auch nochmals das lebendige Referat von Regula Ott und «in contumaciam» ging der Dank auch an Sep Antona Bergamin, der mit den Damen zur Besichtigung einer Holzofenbäckerei in Salouf unterwegs war. Fjs

Herzliche Gratulation Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag Juni

Zum 60. Zum 65.

Zum 70. Zum 73. Zum 74. Zum 75. Zum 78. Zum 87. Zum 96.

Olga Keller-Steiner, Zürich (1.) Anita Moor, Zofingen (21.) Jörg Trümpy, Dürnten (15.) Rudolf Ruf, Riken (9.) Heinz Bosshard, Aathal-Seegräben (15.) Peter Schlumpf, Hittnau (15.) Ernst Marti, Läufelfingen (25.) Theodor Heizmann, Mesikon (29.) Hans-Rudolf Wolf, Winterthur (2.) Hans Manser, Gibswil-Ried (23.) Mark Kamber, Amriswil (20.) Hans Müller, Zollikon (14.) Armin Bachmann, Hütten (17.) Gustav Ungricht, Dietikon (10.) Peter Rohner, Oberegg (29.) Alfons Huber, Zürich (13.) Edwin Lüthi, Zollikerberg (18.) Walter Meier, Zürich (16.)

Präsident SNLC: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01 Sekretariat SNLC: Gertrud Fehlmann, Forchenmattweg 4, 8624 Grüt, Tel. 044 932 29 74 Zuchtwart: Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil, Tel. 062 922 16 87


Foto: Stefan Meyers

Wildkunde

Foto: Nina Hemmi

Unser Rotwild ist Spitzenreiter der Weitspringer in der Tierwelt.

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WELTMEISTER !

Nicht nur im Fussball oder bei der Leichtathletik gibt es (welt) meisterliche Spitzenleistungen. Auch die Wildtiere, und unter ihnen besonders einige Vertreter unseres heimischen Wildes, überraschen durch ungeahnte Bestmarken und erstaunliche Höchstwerte.

Von Gundula Thor

Wer kann schneller laufen... ... wenn es darauf ankommt? Ein Rennpferd, ein Wolf oder ein Wapiti? Auch hier ist der Vertreter des Schalenwilds «um Windfanglänge» voraus: Der Wolf schafft,

ebenso wie der Kojote, bis zu 60 Stundenkilometer, das Rennpferd 69 und der Wapiti – mit seinen beachtlichen 400 bis 500 Kilogramm Lebendgewicht – bis zu 70 Stundenkilometer. Wieder hält unser Rotwild, das zur gleichen Art, aber einer anderen Unterart wie der Wapiti gehört, ganz gut mit: Seine gemessene Maximalgeschwindigkeit liegt bei 67 Stundenkilometern und damit um zwei über derjenigen des Eisbären. Gazellen erreichen – ebenso wie der Löwe im Kurzzeitsprint – 75 Stundenkilometer. Solch schnelle Beutetiere können, wenn sie gesund sind, von den wenigsten Beutegreifern eingeholt werden. Ausserdem sind Raubtiere im Allgemeinen weit weniger ausdauernde Läufer als Huftiere. Chancen haben da eher

Foto: Markus P. Stähli

Foto: Christoph Meier

Mit fast 130 Stundenkilometer im Geradeausflug fliegt der Gänsesäger schneller als der Wanderfalke.

Unser Rotwild ist der Sieger! Wer kann weiter springen: Ein Tiger, eine Impala-Antilope oder ein Rothirsch? Unser Rotwild ist der Sieger! Hätten Sie’s gewusst? Mit einer Sprungweite von rund elf Metern ist das Rotwild einer der Spitzenreiter in der Tierwelt. Der Tiger springt etwa fünf, die Impala-Antilope etwa zehn Meter weit. Nur die grössten Känguru-Arten erreichen über 13 Meter, und auch der Schneeleopard soll ein Meister im Weitsprung sein. Erstaunlich ist die Sprungkraft des Rotwilds erst recht, wenn man sie in Beziehung zur Körperlänge setzt: Beim Tiger beträgt die Sprungweite etwa das Zweibis Dreifache seiner Körperlänge, beim Rotwild dagegen das Vier-

einhalbfache. Aber nun kommt’s: Der derzeitige Weltrekord im Weitsprung der Männer liegt bei gewaltigen 8,95 Metern – und das entspricht etwa dem Fünffachen der Körperlänge. Hut ab vor den (menschlichen) Athleten! Getoppt wird dies bei den grösseren Säugetieren nur von unserem nahen Verwandten, dem Gibbon, der mit zwölf Metern Sprungweite ein Dreizehnfaches seiner Körperlänge erreicht – und zwar nicht von Ast zu Ast schwingend wie Tarzan, sondern auf dem Erdboden gemessen.

Mit bis zu 70 Stundenkilometern ist der Wapiti schneller als ein Rennpferd. Schweizer Jäger 6/2010

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Wildkunde

Rekorde der Wildtiere


Fluggeschwindigkeiten Interessant wird es erst recht bei den Fluggeschwindigkeiten von Vogelarten. Man möchte doch meinen, der Falke sei schneller als die schweren, eher plump wirkenden Wildgänse, die Wildenten oder die Gänsesäger. Aber weit gefehlt! Falken fliegen im Geradeausflug bis zu knapp 80, Gänse über 90, die Stockente über 100 und der Gänsesäger fast 130 Stundenkilometer schnell. Im Sturzflug dagegen erreicht der Wanderfalke Spitzenwerte von 290 Stundenkilometern. Die Rekordhalter im Normalflug sind der Mauersegler mit 180 Stundenkilometern und der asia-

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Das schwerste Landsäugetier der Welt – der Afrikanische Elefant.

«Schwere Jungs»: Wer bringt mehr auf die Waage? Dass der Afrikanische Elefant mit sechs bis sieben Tonnen das schwerste Landsäugetier ist (nur Wale sind überhaupt schwerer), verwundert nicht weiter. Allein die Stosszähne können bis zu

Foto: Kurt Gansner

Karpfen erreichen mit hundert Jahren annähernd das Höchstalter der Menschen. 3,50 Meter lang werden und über 130 Kilogramm wiegen. Aber wie sieht der Vergleich aus zwischen den Maximalgewichten von Elch, Elenantilope, Bison, Eisbär, Grizzlybär und Nashorn? Mit bis zu mehr als 800 Kilogramm Lebendgewicht bringt der Elch, der wie unser Rehwild zu den Trughirschen gehört, schon ganz schön viel auf die Waage. Bison, Eisbär und Elen können jeweils ein Maximum von 1000 Kilogramm erreichen, während der Grizzlybär bis zu 1200 und ein Nashorn bis zu 2000 Kilogramm wiegen. Rekordverdächtiges Höchstalter Ebenfalls rekordverdächtig ist das (nachweisliche) Höchstalter verschiedener Tierarten, das allerdings in freier Wildbahn fast

Foto: Christoph Meier

Foto: Christoph Meier

Wildkunde die Ansitzjäger unter den Prädatoren, die mit Überraschungsangriffen zum Zuge kommen, oder intelligente Rudeljäger mit gut eingespielten Teams. Auf kurzer Distanz ist das schnellste Säugetier mit 120 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit der Gepard, wobei der Windhund mit 110 Stundenkilometern auch nicht viel langsamer ist. Apropos Kurzstrecke: Im Jahr 2009 wurde bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin auf 100 Metern mit 9,58 Sekunden ein neuer Weltrekord aufgestellt. Der Läufer aus Jamaika erreichte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 38 und eine Höchstgeschwindigkeit von fast 45 Stundenkilometern.

Die Küstenseeschwalbe hält den Distanzrekord unter den Zugvögeln.

tische Stachelschwanzsegler mit ebenfalls nachgewiesenen 335 Stundenkilometern! Auf dem Vogelzug hat der Mauersegler eine Reisegeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern. Und wer erreicht diese hohe Dauergeschwindigkeit ebenfalls beinahe? Die Krickente mit erstaunlichen 120 Stundenkilometern! In diesem Zusammenhang sind natürlich auch die riesigen Flugstrecken faszinierend. Um die halbe Welt reisen zum Beispiel der Storch, die Rauchschwalbe und der Amur-Rotfussfalke. Sie legen auf ihrem Zug zwei Mal 10 000 Kilometer zurück. Das entspricht etwa dem halben Erdumfang. Mit der doppelten Strecke – also jährlich einmal um die ganze Welt – halten die Küstenseeschwalbe und ein Strandläufer den Distanzrekord unter den Zugvögeln. Daran sieht man, dass dies nichts mit der Flügelspannweite zu tun hat. Die grösste hat der Albatros mit 3,20 Metern. Der Seeadler kommt auf 2,55 Meter, der Steinadler auf 2,30 Meter. Immerhin 1,30 Meter Flügelspannweite hat der Auerhahn, knapp gefolgt vom Kolkraben mit 1,25 Metern.


Foto: Kurt Gansner

sapiens in der Spitzengruppe aber vermutlich bald weiter aufsteigen.

Die Fläche der Riechschleimhaut ist beim Rehwild mit 90 Quadratzentimetern grösser als bei Hunden. nie erreicht wird. Wussten Sie, dass der Esel bis zu 100 Jahre alt werden kann? Damit bewegt er sich in der gleichen Grössenordnung wie Karpfen, Geier und Kakadus, aber auch Krähen und Störche. Schildkröten und der Stör erreichen sogar 150 Jahre. Bei Rotwild, Gamswild und Schwarzwild wurden im Gatter maximal 30 Jahre nachgewiesen, beim Rehwild 16 Jahre. Das bisher belegte Höchstalter beträgt bei Menschen und Gänsegeiern 118 Jahre. Durch die rasanten Fortschritte in der Humanmedizin und in der Altersforschung wird der Homo

Foto: Markus P. Stähli

Der Grizzly ist mit bis zu 1200 Kilogramm ein Schwergewicht unter den Prädatoren.

Und wer sind die grössten Feinschmecker und «Schnüffler»? Zum Abschluss noch ein kleines Schmankerl: Wie ist der Geschmacks- und Geruchssinn von Tieren im Vergleich zum Menschen ausgebildet? Der Mensch besitzt rund 9000 Geschmacksknospen im Zungenbereich, die Ziege 15 000, das Kaninchen 17 000 und das Hausrind sagenhafte 25 000. Damit ist das Rindvieh der grösste Gourmet in dieser Reihe. Bei der Nasenleistung haben wir dagegen einen anderen Sieger: Die Fläche der Riechschleimhaut beträgt beim Menschen nur rund zweieinhalb bis fünf Quadratzentimeter. Beim Hund sind es dagegen 85 und beim Rehwild gar 90 Quadratzentimeter. Kein Wunder also, dass sich der Jäger so sehr in Acht nehmen muss, damit das Rehwild keinen Wind von ihm bekommt. Und das gilt natürlich noch ausgeprägter für Rotwild und besonders für Schwarzwild.

VERTRAUEN WELTWEIT

Quelle u.a.: Biologie in Zahlen, R. Flindt, Gustav Fischer Verlag.

Jäger rund um den Globus wissen, warum sie auf Munition von RWS vertrauen: Sie ist konsequent hochwertig gefertigt und deshalb auch in Grenzbereichen zuverlässig und äußerst wirksam. Dieses Vertrauen bestätigt unser Ziel: Beste Performance – bei der technischen Konzeption, der Materialauswahl und der Verarbeitung unserer Munition. So können Sie sich bei der Jagd auf das Wesentliche konzentrieren – auf Ihr Ziel. RWS - Die Munition entscheidet. Mehr Informationen unter: www.rws-munition.de Bezug über den Fachhandel Importeur: Glaser Handels AG

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WINTER KOMMT

BESTIMMT

Die Bündner Jagdverantwortlichen haben auf die Auswirkungen des vergangenen strengen Winters reagiert und ein Notmassnahme-Konzept für den ganzen Kanton erarbeitet. Bei aussergewöhnlichen Situationen soll dem Schalenwild mit verschiedenen Massnahmen über den Winter geholfen werden. Von Toni Pfiffner Für sämtliche Jagdbezirke des Kantons Graubünden bestehen seit anfangs der 90er-Jahre Hegekonzepte. Darin sind sämtliche möglichen Massnahmen in den verschiedenen Gemeindege-

bieten aufgeführt. Die Objektauswahl fand damals vor allem aufgrund ihrer Bedeutung aus naturkundlicher und wildbiologischer Sicht und der Realisierbarkeit der Massnahmen statt. Die Konzepte enthalten vor allem Massnahmen wie Erhaltung und Verbesserung wichtiger Le-

bensräume, Schaffung von Ruhezonen, Pflege von Waldrändern und Hecken, Mähen und Freihalten von brachliegenden Wiesen. Die Konzepte wurden immer wieder überprüft und erneuert. In diesen Hegekonzepten spielten jedoch die Fütterung und auch eine allfällige Notfütterung eine Foto: Stefan Meyers

Lebensraum

Der nächste

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Ergänzung zu den bestehenden regionalen Hegekonzepten am Beispiel des Jagdbezirkes III Hinterrhein/Heinzenberg

Die verantwortlichen Projektverfasser des NotmassnahmenKonzeptes seitens Jagd des Jagdbezirkes III (links: Hansruedi Andreol, Bezirkshegepräsident, rechts Hans Gartmann, Wildhüterbezirkschef).

Lebensraum

Aufgrund dieser Erfahrungen wurde den Jagdbezirken durch das Amt für Jagd und Fischerei der Auftrag erteilt, in Zusammenarbeit mit dem Forst und der Jägerschaft die bestehenden Hegekonzepte mit einem Massnahmenkatalog und vorsorglichen Einsatzplänen zu ergänzen.

Vorbemerkung Der Jagdbezirk III umfasst Höhenlagen von 600 m ü. M. bis über 3000 m ü. M. Die problematischen Gebiete befinden sich in der Region Hinterrhein, in den Arealen Rheinwald und Avers. Periodisch fällt hier übermässig viel Schnee. Als weitere negative Indikatoren kommen die Einflüsse der Alpin-Skigebiete, der Langlaufloipen und der vielen Routen für Skitourenfahrer, Schneeschuhläufer und Eiskletterer dazu. Die vorgesehenen Massnahmen erfordern nicht nur materiel-

bünden nicht geben. Jedoch steht auch seitens des Amtes für Jagd und Fischerei fest, dass in diesem überharten Winter 2008/09 die Aufnahme von Notmassnahmen zu schwerfällig verlief und das Umschalten von Nichtfüttern/ Ruhe auf Fördern von Notmassnahmen nur langsam erfolgte. Ein Konzept für Notmassnahmen war nicht vorhanden, es fehlte eine geeignete Koordination. Dies führte zu vielen Einzelmassnahmen.

Organisation Region

Forst

Jagd

JFA Michael Eichhoff

Revierförster:

↔ Walter Calonder

3.5 Ferrera-Avers ↔ Areal ↔ Revierförster: WH Simon Jäger Thomas Voneschen Regionalforstingenieure:

Bezirkschef:

↔ WH Hans Gartmann ↔ Lukas Kobler Luzi Schmid

Areal 3.1 Domleschg

↔ JFA Ronald Riedi ↔

Revierförster:

↔ Karl Ziegler

Christian Rohner Revierförster: Daniel Bürgi Philip Christen Kenneth Danuser

Areal 3.2 Heinzenberg WH Hans Gartmann

Areal 3.6 Safien

↔ Daniel Buchli

↔ JFA Paul Gartmann

↔ Jägersektion Rheinwald Avers ↔ Jägersektion Jägersektion Piz Grisch

Bezirkshegepräsident:

↔ Hansruedi Andreoli

Heinzenberg

Jägersektion Anarosa

↔ Jägersektion Libertad

Revierförster:

↔ Jägersektion Raschil ↔

Jägersektion Beverin Jägersektion Ausserheinzenberg Jägersektion Traversina

↔ Jägersektion Safien Schweizer Jäger 6/2010

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Quelle: AJF Graubünden

Areal 3.4 Rheinwald

↔ JFA Jakob Wieland

Revierförster: Christian Marugg Albert Signer Jakob Mani

Areal 3.3 Schams JFA Markus Egle

Regionalforstingenieurin: ↔ Bezirkschef: ↔ Bezirkshegepräsident: WH Hans Gartmann ↔ Cristina Fisler Hansruedi Andreoli

Hinterrhein

Wildhut

untergeordnete Rolle. Bisher gab es kein definiertes Konzept mit entsprechendem Massnahmenplan bei Notlagen. Der Ausnahmewinter 2008/09 überraschte nicht nur Laien, sondern auch die Fachleute mit einem seit 20 Jahren nie gesehenen Fallwildanteil. So war auch im Jagdbezirk III, in der Region Hinterrhein (Rheinwald/Avers), der Fallwildanteil überdurchschnittlich hoch. Da Hirsche und Rehe nach mehreren milden Wintern Einstandsgebiete auch in Höhenlagen bis 2500 m ü. M. und sogar darüber in Anspruch nehmen, besteht die Gefahr, dass bei Ausnahmewintern wie 2008/09 ausserordentlich viel Fallwild anfällt. Der Grund der hohen Fallwildzahlen liegt jedoch nicht alleine im harten Winter. Auch ein den örtlichen Verhältnissen nicht angepasster (zu hoher) Bestand führt zu hohen Fallwildzahlen. Ebenso tragen dazu auch all jene Touren-, Variantenfahrer und Schneeschuhläufer bei, welche die Rückzugsgebiete des Wildes nicht respektieren: Durch ihr rücksichtsloses Verhalten sorgen sie für massive Ruhestörungen. Dadurch verliert das Wild unnötig viel Energie. Das Echo in den Massenmedien war gross. Manche Emotionen wurden niedergeschrieben und an Podiumsdiskussionen verbal rausgelassen. Es wurden das Amt für Jagd und Fischerei, die Wildhut sowie die Jägerschaft (Bündner Kantonaler Patentjägerverband BKPJV) massiv angegriffen, sehr oft inkompetent und ohne jegliche brauchbaren Vorschläge. Man schrie nach einer ganzwinterlichen Fütterung. Dies ist und bleibt jedoch ein Wunschdenken. Es ist weder naturgerecht noch realisierbar, es fehlt an materiellen und personellen Ressourcen. Auch haben die Jahre 1975 bis 1985, wo im Kanton Graubünden teilweise gefüttert wurde, gezeigt, dass trotz Fütterung viel Fallwild zu verzeichnen war. Eine durchgehende Wildfütterung wird es auch in Zukunft auf dem Gebiet des Kantons Grau-


Lebensraum

le Ressourcen, sondern auch vor allem den Einsatz vieler Jäger. Im Falle, dass in den nächsten Jahren Notmassnahmen ergriffen werden müssten, wären die Jägersektionen massiv gefordert. Es müssten dann die notwendigen personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Grundsatz Es wird im Bezirk III auch weiterhin keine durchgehende Winterfütterung durchgeführt. Die Schalenwildbestände sollen mit der Umsetzung der regionalen Jagdplanung (Abschusspläne) den Lebensraumsituationen angepasst werden. Angestrebt wird damit auch eine grossräu-

plänen» für speziell harte Winter erstellt werden. Das Notkonzept soll Karten mit der Winterverbreitung und Winterkerngebieten Hirsch und Reh, den bestehenden und potenziellen (temporären) Wildruhezonen, den geeigneten Gebieten für Prossholzschläge sowie einem Inventar mit bestehenden Tristen, Futterstellen und allfälligen Notfutterstellen enthalten. Entsprechend den Massnahmen sollen von den zuständigen Hegeorganisationen die dazu gehörigen vorsorglichen Einsatzpläne erarbeitet werden. Das Resultat liegt nun vor.

mige Verteilung der Bestände. Es sind schwergewichtig in den Wintereinständen Störungen mittels Wildruhezonen möglichst zu vermeiden. Auftrag In Zusammenarbeit mit der Wildhut (Leitung Wildhüterbezirkschef Hans Gartmann), der regionalen Vertretung des Amtes für Wald (Forstingenieurin Cristina Fisler, Forstingenieur Lukas Kobler) und dem Vertreter der Jägerschaft (Präsident Hegebezirk III Hansruedi Andreoli) soll in Ergänzung zum bisherigen regionalen Hegekonzept ein Notkonzept mit einem Massnahmenplan und «vorsorglichen Einsatz-

Notmassnahmen Jagdareal 3.1

Definition Notmassnahmen Als Notmassnahmen werden festgelegt: 1. Lebensraumschutz (konsequent durchzusetzen) – Ruhezonen (gesetzlich bestehende; empfohlene; temporär festzulegende) – Aufrufe und Information der Bevölkerung (Massenmedien, Plakataktionen, Tourismusinfos) – Leinenpflicht Hund (temporär, Plakate an neuralgischen Punkten) 2. Notfütterung (Futterangebote sinnvoll ergänzen) – Schlagen von Prossholz durch Fachpersonen (Nadel- und Laubbäume) – Auslegen von Heu – Beschickung bestehender Futterstellen – Freigeben bewirtschafteter Tristen (Die ersten drei Massnahmen dürfen erst nach Bewilligung durch das Bau-, Verkehr- und Forstdepartement durchgeführt werden.)

Quelle: AJF Graubünden

Beurteilungskriterien Es ist örtlich (Areal) zu beobachten, ob die Situation als Notsituation fürs Wild zu beurteilen ist und Notmassnahmen beantragt werden müssen. Bevor ein Antrag gestellt wird, sind folgende Beurteilungskriterien zu prüfen: – früher Winterbeginn und Länge des Winters

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Lebensraum Quelle: AJF Graubünden

– lang anhaltende Kälteperioden – hohe Schneemengen, die das Wild anhaltend in der Fortbewegung einschränken und den Zugang zu den natürlichen Nahrungsquellen nicht mehr gewährleisten – erhöhte Fallwildzahlen (Die Situation entsprechend zu beurteilen, beruht bei den Entscheidungsträgern auch auf Erfahrung.) Organisation Der Jagdbezirk III Hinterrhein/ Heinzenberg wird für die Planung der Notmassnahmen in zwei Regionen unterteilt. Eine Planungseinheit bildet die Region Hinterrhein, die andere die Region Heinzenberg. Diese Regionen werden in je drei Areale aufgeteilt. Die Region Hinterrhein in die Areale 3.3 Schams, 3.4 Rheinwald und 3.5 Avers Ferrera; die Region Heinzenberg in die Areale 3.1 Domleschg, 3.2 Heinzenberg und 3.6 Safien. Die Notmassnahmen sind in einer Übersichtskarte, einem

Massnahmenplan und Inventarlisten dargestellt. Die «vorsorglichen Einsatzpläne» wurden durch die Verantwortlichen der örtlichen Jägersektionen erstellt. Darin sind auch die zu erwartenden Kosten enthalten. In den Einsatzplänen ist die Art und Organisation der Hilfeleistung vor Ort ersichtlich. Immer in die Abklärungen und Entscheidungen miteinzubeziehen sind der Forst und die Jäger. Finanzierung Es werden nur geplante Notmassnahmen finanziert: – Kosten für Information, Plakate, Aufrufe – Kosten fürs Fällen und Aufräumen von Prossholz – Ankauf von Heu – Transportkosten für die Verteilung – Lagerungskosten Die Aufwendungen werden finanziert aus: – Hegemitteln des Amtes für Jagd und Fischerei – Nachtragskredit des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartementes

Notmassnahmen Jagdareal 3.4

– Biodiversitätsmitteln des Amtes für Wald – Hegekassen der Sektionen Entscheidungsweg Verfahrensablauf Der Wildhüter-Bezirkschef, der/die Regionalförster/in und der Bezirkshegepräsident entscheiden aufgrund der Abklärungen mit den Wildhütern, Jagdaufsehern, Revierförstern und den Vertretern der Jägervereine, ob ein Gesuch an das Amt für Jagd und Fischerei und das Amt für Wald gestellt wird. Der endgültige Entscheid trifft der Vorsteher (Regierungsrat) des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartementes Graubünden auf Antrag der beiden voran genannten Ämter. Kommunikation Der Beschluss zur Durchführung von Notmassnahmen in einer Region (Areal) wird durch das Amt für Jagd und Fischerei kommuniziert. Regional werden die Organe der Wildhut, des Forstes und der Jägerschaft gemeinsam informieren. ■ Schweizer Jäger 6/2010

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Lebensraum

AMEISEN

Ameise beim Fressen einer Zecke.

geliebt, geschĂźtzt, vergiftet, zerstĂśrt, gezĂźchtet, gefĂśrdert ÂŤGoogelnÂť wir im Internet, erhalten wir in 0,63 Sekunden 740 000 Seiten zum Thema Ameisen. Alle von uns erkennen diese Insekten, aber den wenigsten sind sie wirklich bekannt. Ameisen sind wichtige NĂźtzlinge im Wald, aber leider ist an vielen Orten festzustellen, dass der Bestand an AmeisenvĂślkern rĂźckläuďŹ g ist. Auch die Waldwirtschaft leistet dazu ihren unrĂźhmlichen Beitrag. Das Bildungszentrum Wald Lyss organisiert deshalb in Zusammenarbeit mit dem BAFU und deutschen Fachleuten einen Fortbildungskurs zum Ameisenschutz. In der Schweiz gibt es mehr als hundert Ameisenarten. Davon sind nur acht Arten geschĂźtzt. Deshalb ist der Bestand an Waldameisen in den heimischen Wäldern oder an Waldrändern stark zurĂźckgegangen. Ein grosser Teil der BevĂślkerung kennt die Schutzmassnahmen fĂźr schĂźtzenswerte Ameisenarten nicht. Es kommt daher immer wieder vor, dass ÂŤstĂśrendeÂť Ameisenhaufen ganz einfach vernichtet werden. Schuld am RĂźckgang der Ameisen sind zahlreiche menschliche Eingriffe in deren Lebensraum: s "AUVON6ERKEHRSWEGENUND Siedlungen s 3CHNEERĂ&#x160;UMUNG UND 3ALZeinsatz s !NLEGEN VON 2Ă CKEGASSEN und Maschinenwegen s (OLZERNTEARBEITENUA6OLL erntereinsatz

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s (OLZRàCKEN,ANGHOLZ UND Baumverfahren s 3EILKRANEINSATZ MIT 6OLLbaumbringung s .ATURKATASTROPHEN  3TURMschäden s !USBRINGUNGVON0ESTIZIDEN und Insektiziden s (OHER7ILDSCHWEINBESTAND Gerade mit dem Einzug der MECHANISIERTEN(OLZERNTESIND in den vergangenen Jahren viele Ameisennester verschwunDEN &àR EINEN6OLLERNTERFAHrer sind die Ameisenhaufen auf einer Distanz von 20 Metern und mehr kaum mehr zu SEHEN)NDERKALTEN(OLZERNTEzeit haben sich die WaldameiSEN IN IHRE .ESTER ZURàCKGEzogen und überwintern dort. Eine Zerstörung der schützenDEN .ESTKUPPEL BEDEUTET IN dieser Jahreszeit den Tod für das ganze Ameisenvolk. Mit einem gezielten Schutz und mit wenigen Massnahmen

IN DER (OLZERNTE KĂ&#x161;NNTEN DIE noch vorhandenen Bestände jedoch erhalten werden. Umsiedlung von Ameisenhaufen Auch dort, wo das Zusammenleben zwischen Mensch UND!MEISEN0ROBLEMEBEREItet, kĂśnnen diese nĂźtzlichen Tiere gerettet werden: Ameisenhaufen kĂśnnen, unter BerĂźcksichtigung gewisser Regeln, umgesiedelt werden. Allerdings muss zuerst immer GEPRĂ FTWERDEN OBESEINE!Lternative zur Umsiedlung gibt; denn bei einer Umsiedlung kann nicht verhindert werden, dass ein Teil des Ameisenbestandes zerstĂśrt wird. Eine Umsiedlung darf daher nur im Ă&#x160;USSERSTEN.OTFALLVORGENOMmen werden. Um den Ameisenschutz in DER0RAXISUMZUSETZEN BIETET das BZW Lyss in Zusammenarbeit mit dem BAFU und aus-

gewiesenen Fachleuten einen eintägigen Weiterbildungskurs FàR "ETRIEBSLEITER 6ORARBEITER und Maschinisten an. Zum Kursinhalt gehÜren unter anderem einfache Artenbestimmung, allgemeine Biologie und eine RettungsumSIEDLUNG DER (àGEL BAUENDEN Waldameisen. Das vermittelte Fachwissen kann in der täglichen Arbeit wie im Waldbau, bei der FeinERSCHLIESSUNGSPLANUNG BEIDER (OLZSCHLAGPLANUNG UND BEI der nächsten Waldfßhrung mit Kindern oder Erwachsenen gut umgesetzt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite: www.bzwlyss.ch Von AndrÊ Meyrat*, Bildungszentrum Wald Lyss *AndrÊ Meyrat ist FÜrster und Erwachsenenbildner und arbeitet seit vielen Jahren als Fachlehrer fßr Holzerntetechnik, Forstschutz sowie Wildtier- und Jagdkunde am BZW Lyss.


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Das zurzeit überall hohe Gras bietet gute Verstecke für Rehkitze. Sobald es aber schön und trocken wird, werden diese Wiesen gemäht. Ohne Hilfe von Jäger/innen – zusammen mit dem bewirtschaftenden Landwirt – bedeutet dies oft der sichere Tod. Jäger haben Methoden entwickelt, um die Kitze zu retten, sofern sie rechtzeitig vor der Mahd benachrichtigt werden.

bens gerne trocken und warm. Nun kommt aber ein weiteres Problem dazu. Überall steht das Gras hoch, die Landwirte haben in den meisten Fällen wegen des schlechten Wetters noch nicht gemäht. Somit werden, sobald es trocken wird und die Sonne zum Vorschein kommt, die Wiesen geschnitten. Viele Wiesen. Auch solche, in welchen diejenigen Rehkitze, welche noch am Le-

Foto: Kurt Gansner

Lebensraum

JÄGER BESORGT UM REHKITZE

Es ist Setzzeit Es ist Setzzeit bei den Rehen. Normalerweise bringt um diese Zeit die Rehgeiss ihre – meist zwei – Jungen zur Welt. Das lang anhaltende schlechte Wetter der letzten Wochen hat dazu geführt, dass das Gras überall hoch ist. Kaum ein erster Schnitt ist erfolgt vor der Regenperiode. Hohes Gras verleitet aber Rehgeissen dazu, ihre Kitze dort zur Welt zu bringen – denn da drin wären sie eigentlich gut versteckt. Deshalb lässt die Geiss sie auch dort liegen, solange sie dem Muttertier auf ihren staksigen Beinchen noch nicht folgen können. Dieses Jahr haben sich Kälte und Regen schon einige Opfer geholt unter den Kitzen, denn sie mögen es in den ersten Tagen ihres Le-

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ben sind oder gerade erst gesetzt wurden, versteckt liegen. Rehkitze stehen nicht auf und rennen weg, wenn ein Trak-

tor auf sie zufährt. Sie bleiben liegen, ducken sich und verlassen sich auf ihre Tarnung – das braune Fell mit den weissen Flecken. Und darauf, dass sie fast geruchlos sind. – Ein schrecklicher Anblick, wenn der Mäher darüber hinweg gefahren ist. Wie Kitze gesucht werden Um dies zu verhindern, bleibt zum Beispiel das Absuchen der Wiesen vor der Mahd. Dazu benützen Jäger oft ihre Vorstehhunde. Diese suchen die zu mähende Fläche ab und zeigen an, wo ein Rehkitz verborgen liegt – ohne dass sie es berühren. Da Rehkitze aber fast geruchlos sind, finden die Hunde nicht jedes Kitz. Eine andere Möglichkeit ist das «Verwittern» einer Wiese am Vorabend. «Verwittern» bedeutet, dass am Vorabend vor dem beabsichtigten Mähtermin rund um die Wiese Lappen mit für Rehgeissen unangenehmen Gerüchen angebracht werden. In der Nacht holt die Rehgeiss dann ihre Kitze aus der Wiese und führt sie an eine andere Stelle. Dieselbe Wirkung kann auch mit auffälligen Tüchern oder grossen Plastiksäcken erreicht werden, die auf Haselruten gesteckt werden und sich im Wind bewegen und rascheln.

Manchmal darf eine Schulklasse die Wiese – selbstverständlich mit Zustimmung des Bauern – absuchen. Mit modernen Mähmaschinen macht es nicht mehr so viel aus, wenn das Gras kurz vorher etwas zertreten wurde. Allen Suchvorgängen gemeinsam ist aber, dass die Jäger und Jägerinnen rechtzeitig erfahren müssen, wann eine Wiese gemäht werden soll. Was tun mit einem gefundenen Kitz? Wie Rehkitze gerettet werden können, lernen die Jäger und Jägerinnen in ihrer Ausbildung und aus unzähligen Beobachtungsstunden des Rehwilds. Für ein Rehkitz hängt oft alles von dieser Erfahrung ab. Ein Rehkitz darf nicht mit blossen Händen angefasst werden. Da es selbst fast geruchlos ist, riecht es sonst nach Mensch und die Rehgeiss nimmt es nicht mehr an. Dann hat man es vergeblich gerettet. Viel eher sollte man es nur mit grossen Gras- oder Heubüscheln anfassen und an einen Ort hintragen, wo es die Rehgeiss wieder findet – aber nicht gleich der nächste Spaziergänger mit Hund. Vorstand JagdZürich

Rehkitzrettung dank Wärmedetektor! Im Mai und Juni ist Setzzeit bei den Rehen: Die kleinen Rehkitze liegen perfekt getarnt in den Wiesen, gleichzeitig fahren die Mähmaschinen auf. Jedes Jahr bedeutet dies für Tausende Rehkitze grausame Verletzungen oder den Tod. Dank dem Einsatz von Wärmedetektoren können Rehkitze, Junghasen, Igel und andere Tiere mittels Infrarot-Technik

gefunden und vor den Mähmaschinen gerettet werden. Die Rehmütter setzen ihre Kitze vorwiegend in waldnahe Wiesen. Die kleinen Tiere wiegen bei Geburt gerade mal 500 bis 1000 Gramm und sind dank ihrem gefleckten Fell bestens getarnt. Bei Gefahr ducken sich die Kitze tief ins Gras und haben zudem praktisch keinen Eigengeruch. Diese Stra-

tegie ist gegenüber natürlichen Fressfeinden ideal, gegenüber Mähmaschinen leider nutzlos. Tausende Rehkitze werden jährlich beim Mähen getötet, dazu kommen unzählige kleinere Tiere wie Junghasen oder auch Katzen. Das Vermähen dieser Tiere wird mit den heutigen, schnellen und kraftstrotzenden Maschinen oft gar nicht wahrgenommen.


Verschiedene Möglichkeiten Um Rehkitze zu retten, braucht es eine gute Koordination von Landwirten und Jägern. Nur wenn die Landwirte den Mähtermin ihrer Felder rechtzeitig melden, können Massnahmen ergriffen werden. Entweder werden die Rehmütter dazu bewegt, ihre Jungtiere vor dem Mähtag aus dem Feld zu führen oder die Rehkitze werden aktiv gesucht und in Sicherheit gebracht. Das aktive Suchen wird immer aktueller, da die Mähtermine oft sehr kurzfristig gewählt werden. So fehlt oft die Zeit, einen Tag vorher Massnahmen zu ergreifen, um die Rehmutter zu veranlassen, ihre Kitze zu zügeln. «Zur aktiven Rehkitz-Suche hat sich der Einsatz des ISA-Wildretters bewährt», erläutert Peter Schlup, Zoologe beim Schweizer Tierschutz STS, und ergänzt: «Wir haben das Gerät während zwei Saisons in der Praxis mit IPSuisse-Bauern und Jägern getestet und sind überzeugt, dass damit eine effiziente Suche der kleinen Tiere möglich ist.» Der Schweizer Tierschutz STS förderte die Anschaffung von ISA-Wildrettern, aktuell sind ein Dutzend Geräte mit STSUnterstützung im Einsatz.

Einfache Handhabung Die Handhabung des ca. 5 kg leichten Gerätes ist einfach: Es wird teleskopartig ausei-

nandergezogen und deckt so eine sechs Meter breite Spur in der Wiese ab. Nimmt einer der zehn Infrarot-Sensoren

Für Rückfragen: Peter Schlup, Fachstelle Wildtiere STS, Telefon 079 752 47 84 oder Geschäftsstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 061 365 99 99.

WILDUNFALL

Rehgeiss hätte vier Kitze zur Welt gebracht Ein seltenes Naturereignis wurde durch einen Wildunfall jäh vereitelt. Eine hochbeschlagene Rehgeiss wurde von einem Auto angefahren. Sie trug vier Kitze in ihrem Leib. Am Samstagnachmittag, 24. April 2010, ca. 14.00 Uhr, passierte es. Eine Rehgeiss wechselte vom Ufer des Baldeggersees herkommend im Gölpi, Baldegg, über das Geleise der Seetalbahn und wollte auch die Hauptstrasse Baldegg – Gelfingen überqueren. Dabei wurde sie von einem Auto angefahren. Das Reh flüchtete in Richtung Kleinwangen. Die Autofahrerin meldete den Vor-

fall pflichtgemäss. Robi Bucher, Jagdaufseher des Reviers Hohenrain, rückte mit seinem Schweisshund zur Unfallstelle aus. Die Labrador-Hündin «Asta» nahm die Schweissfährte sofort auf. Nach 150 Metern lag die Rehgeiss, noch lebend mit gebrochenen Hinterläufen, im Wundbett. Sie musste erlegt werden. «Es war eine brave Geiss, wie man sie sich in der Wild-

Die vier Kitze – ein trauriger Anblick.

Bild: hbü

Der Schweizer Tierschutz STS engagiert sich seit mehreren Jahren mit der Aktion «Rehkitzrettung» für einen verstärkten Schutz von Rehkitzen, um dieses unnötige Tierleid zu senken.

eine Wärmequelle wahr, ertönt ein Warnton und die Lage des Tierkörpers wird angezeigt. Das Tier kann anschliessend einfach gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Für eine erfolgreiche Suche ist der Einsatz am frühen Morgen wichtig. Denn das Gerät stellt die Differenzen von Temperaturen fest. Wenn der Boden durch die Sonne bereits erwärmt wird, ist die Temperaturdifferenz zum Tierkörper kleiner und somit wird es schwieriger, die Rehkitze zu finden.

bahn wünscht. Beim Aufbrechen staunte ich nicht schlecht. Die Geiss trug vier Kitze im Mutterleib und stand offensichtlich kurz vor dem Setzen. Das habe ich noch nie erlebt, dass eine Rehgeiss vier Kitze setzt. Ob alle überlebt hätten, ist wohl fraglich», sagte Robi Bucher. Es waren zwei Böcklein und zwei Geisslein und 1110, 1058, 980 und 682 Gramm. Vierlingsgeburten sind beim Rehwild offensichtlich äusserst selten. In der Literatur findet man kaum Hinweise darauf. Und wenn eine Rehgeiss vier Kitze setzt, werden wohl nicht alle die ersten Tage ihres Lebens überstehen. Darum wird man wohl kaum je eine führende Geiss mit vier Jungen im Spektiv haben. Hermann Büttiker Schweizer Jäger 6/2010

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Lebensraum

Bildnachweis: © Peter Schlup / STS

Der Einsatz von Wärmedetektoren kann Rehkitze und Junghasen retten.


Lebensraum 1

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DER FUCHS UND DER MAULWURF Dienstag, 22. Juni 2004. Den ganzen Morgen schon ist der Himmel wolkenverhangen und gerade als ich aus dem Wald auf die gemähte Wiese treten will, beginnt es auch noch leicht zu regnen. Etwas unschlüssig, was ich nun machen soll, sehe ich plötzlich etwa 130 m entfernt etwas Braunes in der Wiese. Der Blick durchs Fernglas be-

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sig und arglos kommt er immer näher, der Wind steht gut und weht mir ins Gesicht. Der Blick durchs Fernglas lässt eine schwarz-weisse Taube als Beute erkennen. Der Fuchs ist noch 30 m entfernt, als ich den Auslöser der Kamera drücke. Der Wind schluckt das leise Auslösegeräusch und so bleibe ich unentdeckt (Bild 1).

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stätigt einen Fuchs, der etwas Weisses im Fang trägt und direkt in meine Richtung kommt. Schnell den Fotorucksack von den Schultern, das Dreibeinstativ gespreizt und die Kamera mit dem langen Teleobjektiv in Richtung Fuchs gerichtet. Wenn er die Richtung und den leichten Fuchstrab beibehält, müsste er in ca. 30 Sekunden bei mir eintreffen. Leichtfüs-

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Leichtfüssig, mir seine Breitseite präsentierend, zieht er an mir vorbei und stoppt plötzlich vor einem Maulwurfhaufen, dem einzigen auf der ganzen Wiese (Bild 2). Plötzlich fängt er an, mit dem rechten Vorderlauf in dem Haufen zu graben (Bild 3). Nach kurzer Zeit hält er inne, senkt den Kopf mit der Taube und will die Beute in dem


seit

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HAUFEN Erdhaufen verstecken. Aber das Loch scheint noch nicht tief genug zu sein und er beginnt mit beiden Vorderpfoten erneut zu graben (Bild 4). Das Loch scheint noch immer zu klein und so startet er einen weiteren Grabversuch – und gibt schlussendlich auf (Bild 5). Der Maulwurfshaufen eignet sich definitiv nicht als Ver-

steck und Meister Reineke zieht entmutigt mit der Taube im Fang ab (Bild 6). Das ganze dauerte nicht länger als eineinhalb Minuten, und wenn ich diese Szenen nicht in Bildern festgehalten hätte, würde es nach Jägerlatein klingen. Text und Fotos: Dieter Hopf

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Lebensraum

FLUGSHOW OHNE KEROSIN Flugshows ziehen immer wieder Menschen in ihren Bann. Schier ohne Gefahrenpotenzial, ganz ohne Kerosin, dafür lautlos, ist am Pfingstwochenende vom 23./24. Mai 2010 das internationale Falknerfestival zum vierten Mal in Bad Säckingen über die Bühne gegangen. Einzig die Gefahr, einen Sonnenbrand einzufangen, war gegeben. Vielleicht wurde man in der Jung und Alt faszinierenden Flugshow von einem Adler, Bussard, Falken und Co. als «Landeplatz» missbraucht. Eins war sicher: der Anlass zog auch diesmal tausende Menschen in den Bann. Doch was hat eine Flugshow nun mit Falknerarbeit zu tun? Darüber wird, wie ich wahrnahm, in Kennerkreisen oft gesprochen. Das vierte internationale Falknerfestival lockte bei strahlendem Sonnenschein viele Besucher nach Bad Säckingen.

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Text und Fotos Lucia Moreno Freizeitwelten Trophäensammlung Falknerei Das Gelände der Freizeitwelten Hochrhein ist als Veranstaltungs-

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ort für viele Bedürfnisse ideal. Dieses Areal bietet in landschaftlich reizvoller Lage ein attraktives Freizeit- und Sportangebot. Das Freizeitangebot umfasst auch das Wildlife-Museum. Dort können Tiere aus allen Kontinen-

ten bewundert werden. Die exzellenten Präparate sind eine Augenweide für jeden Naturfreund und Jäger. Die unzähligen Präparate und Trophäen aus der ganzen Welt zeigen ein Spektrum der Jagd, wie es nur selten zu bewundern ist.


Richard Senft, Initiator und Veranstalter des Festivals, hat vor wenigen Jahren den Jagdschein und anschliessend den Falknerschein gemacht, um seine Leidenschaft – die Falknerei – ausüben zu können. Es ist sein Bedürfnis, offensiv von den Jahrtausend alten Traditionen Jagd und Falknerei zu berichten. Denn nach seiner Aussage wird man in Deutschland schnell einmal angefeindet. Der Tierschutz verachtet die Tätigkeiten des Falkners und auch des Jägers. Man ist der Kritik ausgesetzt und wird an den Pranger gestellt. Wenn es jedoch den Jägern und Falknern gelingt zu zeigen, wie verantwortungsvoll man mit der Tradition umgeht und wo ein Einsatz zeitgemäss und wichtig ist, kann ein kritischer und reflektierter Dialog stattfinden. Kulturgut oder elitäre Sportart Wie die Jagd ist auch die Falknerei vor tausenden von Jahren entstanden. Ähnlich wie die Jagd hat auch sie sich gewandelt. So wurde sie auch lange Zeit vom Hochadel als Zeitvertrieb betrieben und man hat Heerscharen von Personal für die Zucht, Pflege und Abrichtung der Vögel gehabt. Flughafen als Betätigungsfeld Heute ist die Falknerei jenen vorbehalten, die die Jagd ausüben und zusätzlich den Falknerschein haben. Sie müssen eine Prüfung absolvieren, sowie eine Haltungsbewilligung erhalten. Das aufwändige und finanziell nicht ganz günstige Hobby ist eine Leidenschaft. Man kann zwar den Falk-

nerschein machen, aber eigentlich wird man dazu berufen, sagt ein versierter tschechischer Falkner, der mit seinen Vögeln eigens aus der Tschechei angereist ist. Inzwischen ist einer der wohl wichtigsten Einsatzorte der Flughafen. Falkner haben den Auftrag, die Brachflächen zwischen den Rollfeldern von Kaninchen und Vogelschwärmen freizuhalten. Kaninchen haben die Flughäfen als neues Lebensumfeld angenommen und untergraben die Rollfelder. Vogelschwärme, die Felder nach Futter absuchen und in die Triebwerke geraten, sind eine tödliche Gefahr. Kritische Auseinandersetzung oder Zirkus Demut vor der Kreatur ist eine der obersten Maximen der Falknerei. Falknerei ist kein Sport, kein Vergleichswettkampf, bei dem man Spass empfindet. Der Falkner empfindet Befriedigung bei der Ausübung seiner Passion, die er ruhig und unauffällig in der Natur ausführt. Falknerei hat viel mit Stille und der Suche nach Harmonie und innerer Vollkommenheit zu tun. Doch genau da liegt die eigentliche Gratwanderung, denn wie gelingt es nun, aufzuklären und gleichwohl dem Kodex gerecht zu werden? Der tschechische Falkner erklärt mir: «Mein Vater war Falkner, ich habe von ihm gelernt, erste Vögel erhalten und ausgebildet. Es ist unsere Tradition und ein verankertes Bedürfnis. Unsere Wildtierpflegestation benötigt aber auch viel Geld, um die

Der richtige Umgang mit GreifVögel gesund zu pflegen und die vögeln will gelernt zum Teil raren Wildtiere wieder aussetzen zu können. So stehe sein. ich vor der Wahl: Nehme ich an solchen Veranstaltungen teil oder nicht?» Das Publikum entscheidet Ein Besucher erklärt: «Wir sind mit der Familie angereist, weil es schön ist, die seltenen Tiere unseren Kindern so nah zeigen zu können. Sie können nur verstehen was es zu schützen gilt, wenn sie es auch kennen. Aber wir wissen, das diese Shows mit der eigentlichen Jagd und Falknerei nicht soviel zu tun haben.» Ein kleiner Junge meint stolz und bedächtig. «Ich habe dem Wüstenfalken in die Augen gesehen, die sehen viel und er ist sehr schnell, nämlich 392 Stundenkilometer hat der Mann gesagt.» Adlerauge Ich bin beeindruckt davon, dass man durch die «geistige Verbindung», die man mit dem Vogel hat, die Welt aus übersichtlicher Perspektive betrachten kann. Eine Verbindung muss zwischen Falkner und Vogel wohl bestehen, denn wie sonst kann es gelingen die Vögel dazu zu bewegen, wieder zu ihrem Falkner zurück zu kommen. Die Tiere stammen zwar alle aus Zuchten, gleichwohl kann man die Tiere nur durch Motivation und kontinuierlichem Training dazu bewegen, bei einem zu bleiben. An der Flexileine fliegen die nicht! ■

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Lebensraum

Anflug


Ausrüstung

Neues Jagdgeschäft Bergschuh für bei Hinterkappelen die Hochwildjagd

Am 1. Oktober 2009 hat das bekannte Jagdgeschäft Waffen Wildi in Zofingen die Wenger Arms SA in Hinterkappelen übernommen. Das Geschäft befindet sich in der Jagdschiessanlage Bergfeld in Hinterkappelen. Das Ladengeschäft wurde komplett neu eingerichtet und vergrössert. Neu findet der Jäger ein grosses Angebot an Jagdbekleidung, Jagdschuhen, Stiefeln und Jagdzubehör. Der Geschäftsführer, Adrian Leuenberger, ist gelernter Büchsenmacher, aktiver Jäger und Sportschütze. Er hat ein sehr

grosses Fachwissen und ein Flair für Jagdbekleidung. In der kleinen aber feinen Werkstatt werden Reparaturen aller Art und Zielfernrohrmontagen ausgeführt. Im Geschäft finden Sie eine grosse Auswahl Zielhilfegeräte, Zielfernrohre und Feldstecher. Das Munitions-Sortiment ist riesig. Für das Schiessen im Stand findet sich auch preiswerte, aber qualitativ hochwertige Munition. Das neue Geschäft ist von der Autobahnausfahrt BernBethlehem in ca. 5 Minuten erreichbar.

Top-Extrem – Neuer steigeisenfester Bergschuh für die Hochwildjagd Mit dem Top-Extrem ist es gelungen, einen Bergschuh auf den Markt zu bringen, welcher eine massiv bessere Wasserdichte aufweist, trotzdem aber dem Fuss ein angenehmes Klima lässt. Verglichen mit den bisherigen PlastikDoppelschuhen zeichnet ihn auch ein viel besserer Gehkomfort aus. Das Obermaterial «Schöller-Keprotec» wird in der Schweiz produziert, ist nicht nur dicht und leicht, sondern auch sehr strapazierfähig. Der Schuh wird mit der Vibram-Breithorn-Sohle ausgeliefert und kann auf Wunsch mit Mont Blanc- oder Vierzack-Eisen nachgerüstet werden. Persönlich trage ich ihn auch auf der Hochwildjagd zusammen

mit kräftigen Merino-Socken, so bleiben meine Füsse immer warm und trocken. Zur richtigen Anprobe kann bei Herger Sport in Altdorf eine portofreie Auswahlsendung bestellt werden.

Herger Sport, Walter Herger, Lehnplatz 11, 6460 Altdorf, Tel. 041 870 63 63, info@hergersport.ch, www.herger-sport.ch

Schönheit der Funktion Die neue Pioneer Limited Edition von Victorinox Weltweit stehen die Taschenwerkzeuge von Victorinox – allen voran das Swiss Army Knife – für Originalität und Funktionalität. Sie ermöglichen es ihren Besitzern, die täglichen Aufgaben des Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Aktiv und selbstbestimmt. Sie sind da, wenn man sie braucht – verlässlich und voll

funktional. Genau darin liegt für die meisten Nutzer schon eine gewisse Schönheit. Die Schönheit der Funktion. Weit mehr als tadellose Funktion und pure Vernunft symbolisiert das neueste Mitglied der Victorinox-Familie: das Pioneer-Messer in der Limited Edition mit edler Damastklinge und schwarz eloxierten Aluminiumschalen. Kern des Pioneer Damast,

4ECHNISCHE$ATENs0IONEER$AMAST,IMITED%DITION Herstellungsland: Klingenlänge: Klingenstärke max.: Klingenschliff: Klingenmaterial: Damastmuster: Härte Rockwell C: Länge Griff: Material Griff: Arretierung: Gewicht:

Schweiz 60,0 Millimeter 2,8 mm flach PM-Hochleistungsdamast Odin’s Eye ca. 60 HRC 93,0 mm Aluminium, schwarz eloxiert ohne 70 Gramm

Nur noch wenige erhältlich in Stahlwarengeschäften und im Fachhandel. Hersteller: Victorinox, CH-6438 Ibach-Schwyz, www.victorinox.com

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bile Klinge auf bis zu 60 Grad Rockwell gehärtet werden und bleibt dabei doch extrem zäh und bruchfest. So schĂśn die Klinge ist, so schnitthaltig und belastbar ist sie auch. Die Ăźbrige Ausstattung mit präzise geschliffener Ahle, robustem und vielseitig einsetzbarem Kapselheber und zupackendem DosenĂśffner tut ein Ă&#x153;briges, um aus dem Limited Edition Pioneer Damast einen verlässlichen Begleiter fĂźr jede Lebenslage zu machen. Die schwarzen Griffschalen aus fein strukturiertem Aluminium harmonieren hervorragend mit der lebhaft ge-

zeichneten Damastklinge, verleihen enorme Stabilität und liegen angenehm und sicher in der Hand. Ob Anzughose oder Jeans â&#x20AC;&#x201C; das Pioneer Damast fĂźhlt sich in beiden Welten zu Hause. Die edle Geschenkbox, in der das SchmuckstĂźck geliefert wird, macht das Pioneer Damast zum feinen Geschenk, Parade- und AusstellungsstĂźck. Und mit der Limitierung auf weltweit 2010 Exemplare ist eines jetzt schon klar: Dieses Messer wird ein Klassiker. Wenn SchĂśnheit und Funktion zusammen kommen, entsteht etwas Grosses.

Wir wĂźnschen viel Freude mit Ihrem Pioneer Damast â&#x20AC;&#x201C; einem Messer mit Seele und Charakter.

Outdoor GPS mit Digitalkamera und Touchscreen Der Oregon 550T ist das neue Topmodell der GPSHandgeräte von Garmin, dem weltweit fĂźhrenden Hersteller mobiler Navigationssysteme. Der neue High-End Allrounder bietet eine Reihe technischer Finessen: Mit der integrierten 3,2 Megapixel Digitalkamera des Oregon 550 kann man Fotos machen, die das Gerät automatisch mit Standortkoordinaten versieht. Dieses so genannte Geotagging erleichtert die chronologische Dokumentation einer Tour. Zudem hilft es bei der Wiedererkennung von Wegpunkten, da zu diesen ein Foto hinterlegt ist. Neu ist auch der Drei-Achsen-Kompass, der ein Waagrechthalten des Gerätes beim Nutzen der Kompassfunktion erĂźbrigt. Der Oregon 550T ist mit einer Freizeitkarte von Europa im Massstab 1:100â&#x20AC;&#x2122;000 ausgestattet. Eine integrierte 3,2-Megapixel-Autofokuskamera erlaubt nicht nur das Dokumentieren der schĂśnsten Tourenerlebnisse, sondern ermĂśglicht auch das Geotagging. Dabei wird das Digitalfoto automatisch mit den GPS-Koordinaten des Aufnahmeortes verknĂźpft. So kĂśnnen die Bilder des Trips leicht ihren Entstehungsorten zugeordnet werden (z.B. auf

Oregonâ&#x201E;˘ 550 T 'EOTAGGING ÂŤGeotaggingÂť ist die VerknĂźpfung von Digitalfotos mit StandortkoorDINATEN7ERAUCHNACHEINIGER:EIT noch wissen will, wo genau die Bilder seiner Tour aufgenommen wurden, hat es mit dem Oregon 550 leicht: â&#x20AC;&#x201C; Beim Verbinden des Gerätes mit dem PC auf My.garmin.com einloggen. â&#x20AC;&#x201C; Die gespeicherten Fotos werden sofort erkannt und kĂśnnen auf Picasa, einer beliebten Online-Community, archiviert und Freunden gezeigt werden.

einer Karte). Ausserdem kann man auch Wegpunkte mit Fotos versehen, um diese dann leichter wieder zu ďŹ nden (z.B. auf der Jagd, beim Pilze- oder Mineraliensammeln). Die Kamera besitzt einen VierfachDigitalzoom und ist, wie das gesamte Gerät, wasserdicht nach dem IPX7-Standard. Ebenfalls neu in der Oregon-Serie ist der elektronische Drei-Achsen-Kompass. Durch die Verwendung dieser

Kompass-Technologie muss man das Gerät bei der Navigation im Stand nicht mehr wie einen normalen Kompass genau waagerecht halten. Das erleichtert den kurzen Kontrollblick beim Wandern und garantiert eine präzise Richtungsangabe. Auch das Touchscreen-Display hat Garmin verbessert: Der Oregon 550T bietet eine hervorragende Ablesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen. GegenĂźber seinen kleineren BrĂźdern (Oregon 200, 300 und 400) wurden auch die Speicherkapazitäten des Oregon 550T deutlich erweitert: 2000 Wegpunkte, 200 Routen und 200 Tracks Ă  10 000 Punkte kann sich der Speicherriese mit seinem 850 MB-Gehirn merken. Bis zu 5000 Caches und deren Beschreibungen ďŹ nden auf dem Oregon 550T Platz. Der Oregon 550T stellt einerseits hĂśchste Anforderun-

gen von echten Outdoor-ProďŹ s zufrieden und ist andererseits das ideale GPS-Handgerät fĂźr Jäger und Freizeitabenteurer, die mehr wollen als nur rustikale Navigation. Er ist das vielseitigste und spannendste Outdoor-Gerät, das der WeltmarktfĂźhrer Garmin bislang entwickelt hat. Und Garmin kann immerhin auf eine 20-jährige Erfahrung in der GPS-Navigation zurĂźckblicken. Der Garmin Oregon 550T ist zu einem empfohlenen Verkaufspreis von CHF 769.â&#x20AC;&#x201C; im Fachhandel erhältlich. Im Pack mit der topografischen Karte der Schweiz kostet er CHF 1069.â&#x20AC;&#x201C; Weitere Informationen gibt es unter www.garmin.ch 7EITERE&AKTEN s2OBUSTER4OUCHSCREENMIT3PERRfunktion und verbesserter Ablesbarkeit s-IT VORINSTALLIERTER &REIZEIT "ASISkarte Europa 1:100â&#x20AC;&#x2122;000 s%RWEITERBAR MIT 4OPOKARTEN BlueChart g2 Seekarten und MapSource Strassenkarten s"ISZU4RACKSWERDENKOMPLETT mit bis zu 10â&#x20AC;&#x2122;000 Punkten abgespeichert s3PEICHERFĂ R7EGPUNKTE  Routen und 200 Tracks s+OMPATIBEL MIT MICRO3$ +ARTEN (bis 4 GB) s%RSTMALS53"!NSCHLUSSFĂ REXtrem schnelle PC-Verbindung s$RAHTLOSE!.4Š $ATENĂ BERTRA gung von Gerät zu Gerät oder fĂźr Herzfrequenz- oder Trittfrequenzmessung (optional) s)NKL,ADEGERĂ&#x2039;TUNDX!!.I-( Akkus (Batteriestandzeit: bis zu 16 Stunden) Schweizer Jäger 6/2010

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AusrĂźstung

das auf dem originalen Soldier Swiss Army Knife beruht, ist die 60 Millimeter lange Klinge aus feinstem schwedischem Hochleistungsdamast. Dessen besonderes pulvermetallurgisches Herstellungsverfahren erlaubt es, daraus eine durchgehend wunderschÜn gezeichnete Klinge herzustellen, die rostfrei ist. Keine Klinge gleicht in ihrem Muster exakt der anderen, jedes Messer ist ein individuelles Einzelstßck. Zudem ist das Gefßge dieses Hochleistungsdamasts sehr feinkÜrnig, und die Stahlbestandteile sind gleichmässig verteilt. Dadurch kann die sta-


Ausrüstung

Vielseitig und leistungsstark

Die neuen MINOX BL 8x52 und BL 10x52 mit KomfortBrücke Mit den beiden neuen Modellen MINOX BL 8x52 und BL 10x52 erweitert der Optikhersteller aus Wetzlar jetzt sein Angebot an besonders leichten, aber leistungsstarken Ferngläsern mit Komfort-Brücke. Kompakt in der Bauweise und ergonomisch im Design überzeugen die beiden neuen Gläser von der Morgendämmerung bis in die von Mondlicht durchflutete Nacht. Für eine komfortable Handhabung und hervorragende Griffigkeit – auch in Extremsituationen – sorgt die Komfort-Brücke.

Die offene Bauweise ermöglicht eine sichere, einhändige Bedienung und sorgt somit für mehr Bewegungsfreiheit bei der Jagd oder Naturbeobachtung. Das L im Namen steht für «leicht» – dafür sorgt das robuste gummiarmierte Gehäuse aus Polycarbonat sowie das ergonomische Design. Ebenso sind die neuen BL-Gläser dank einer ausgereiften Dichtungstechnik bis zu einer Tiefe von fünf Metern wasserdicht. Die Füllung des Fernglas-Inneren mit Stickstoff verhindert das Beschlagen der Glasflächen selbst bei starken Temperaturschwankungen.

Technische Daten -)./8",XUND-)./8",X+OMFORT "RàCKE MINOX BL 8x52 Komfort-Brücke Vergrösserung 8x Eintrittspupille 52 mm Austrittspupille 6,5 mm Sehfeld 114 m / 1.000 m 6,5° Pupillenschnittweite 22,0 mm Nahbereich 3,5 m Fehlsichtigkeitsdifferenzausgleich +/- 4 dpt Dämmerungszahl 20,4 Funktionstemperatur –10 – +50° C 7ASSERDICHT *A BISM Höhe, Breite,Tiefe 145 x 180 x 65 mm Gewicht 950 g Design Volkswagen Design

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Die lichtstarken Optik-Systeme bestehen aus mehrfach vergüteten Linsen, die beste optische Leistung und farbneutrale Wiedergabe des betrachteten Objektes garantieren. Dank der mit einem Phasenkorrekturbelag vergüteten Dachkantprismen bietet sich dem Nutzer ein Bild mit aussergewöhnlich hoher Detailwiedergabe und starkem Kontrast selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. An die speziellen Wünsche von Brillenträgern wurde ebenfalls gedacht. So bleibt durch die verlängerte Austrittspupille das gesamte Sehfeld ohne Abschattungen

auch beim Tragen einer Brille überschaubar. Hereindrehbare Gummiaugenmuscheln, individuell einrastend, gehören ebenfalls zur komfortablen Ausstattung. Zum Lieferumfang der neuen MINOX BL 8x52 und BL 10x52 mit Komfort-Brücke gehören ein Nylon-Trageriemen sowie eine Bereitschaftstasche. Die beiden neuen Modelle sind zu folgenden unverbindlichen Preisempfehlungen erhältlich: MINOX BL 8x52 Fr. 925.– und MINOX BL 10x52 Fr. 990.–. www.minox.com – Glaser Handels AG, 8405 Winterthur, www.glaser-handels.ch

Renommierter Designpreis ZEISS Victory DiaScope 85 T* FL gewinnt renommierten Designpreis Das neue Spektiv von Carl Zeiss konnte die Jury überzeugen und sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Das ZEISS Victory DiaScope 85 T* FL wurde im Bereich Produktdesign mit dem begehrten «red dot design award» 2010 ausgezeichnet. Mit mehr als 4000 Einsendungen aus fast 60 Nationen zählt der «red dot design award» zu den renommiertesten und grössten Designwettbewerben weltweit. Das Victory DiaScope 85 T* FL überzeugt den Anwender wie auch die «red dot»-Jury mit überragender Technik und funktionalem Design: das robuste, wasserdichte Gehäuse wird durch eine schwarze Gummiarmierung geschützt, bleibt dabei jedoch kompakt und leicht. Um das Bild scharf zu stellen, musste man bisher Umgreifen – mit dem innovativen Konzept DualSpeedFokus (DSF) ist nun bequem und schnell das Scharfstellen an nur einem Fokussierrad möglich. Das FL-Konzept sorgt für eine unübertroffe-

ne Helligkeit und Brillanz der Bilder. Zudem ermöglicht das neue Vario-Okular, mit bis zu 75-facher Vergrösserung, eine nie dagewesene Perfektion in der Natur- und Wildbeobachtung. Mit einem Adapter lässt sich blitzschnell eine Digitalkamera anbringen und so das Beobachtete festhalten. «Alle Produkte, die ’im red dot design award’ ausgezeichnet wurden, mussten eine international besetzte Expertenjury überzeugen. Diese Produkte heben sich durch ihre hervorragende Gestaltung und innovative Ansätze von der breiten Masse ab und konnten ihre Qualität so in einem der härtesten Designwettbewerbe der Welt unter Beweis stellen», so Designexperte Professor Dr. Peter Zec, Initiator des «red dot design award». Die Preisverleihung findet unter dem Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien am 5. Juli 2010 im Essener Opernhaus statt. Weitere Informationen unter: www.zeiss.de/ sportsoptics


Swarovski Optik eröffnet den «Digiscoper of the Year» 2010 Der beliebte Fotowettbewerb «Digiscoper of the Year» von Swarovski Optik startet in die nächste Runde – seit 1. April können wieder alle begeisterten (Hobby-)Fotografen ihre Bilder einreichen und eine komplette Digiscoping-Ausrüstung von Swarovski Optik gewinnen. Die Natur bringt zahlreiche beeindruckende und einzigartige Dinge in Flora und Fauna hervor. Die Faszination liegt darin, diese Erlebnisse auf Bildern festzuhalten. Swarovski Optik bietet dafür ein umfangreiches Fotoequipment, das individuell auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten ist und einfaches, schnelles Digiscoping ermöglicht. Mit dem jährlich stattfindenden Wettbewerb «Digiscoper of the Year» bietet Swarovski Optik allen Freunden des Digiscopings die einzigartige Möglichkeit, ihre aussergewöhnlichsten Bilder einzureichen und damit einmalige Preise zu gewinnen. Digiscoper of the Year 2010 Der Startschuss für den internationalen Fotografiewettbewerb von Swarovski Optik ist am 1. April mit einigen Neuerungen erfolgt. Die Website www.digiscoperoftheyear. com wurde völlig neu konzipiert und ermöglich nicht nur die Teilnahme am Wettbewerb, sondern bietet dem Besucher die Möglichkeit, alle bereits eingereichten Bilder anzusehen und daraus eine persönliche Hit-Liste zu erstellen. Bis spätestens 31. Oktober kann jeder, der gerne besondere Ereignisse und Entdeckungen in der Natur mit einem handelsüblichen Teleskop fotogra-

Die 20 besten eingereichten Digiscoping-Bilder werden auf der «Digiscoper of the Year» -Homepage von Swarovski Optik veröffentlicht. Zusätzlich werden die Fotografen namentlich erwähnt und erhalten eine Publikationsgebühr in der Höhe von 300 Euro. Infos unter: www.digiscoperoftheyear.com

fiert, über www.digiscoperoftheyear.com seine besten Fotografien hochladen. Eine internationale Jury prämiert die Fotos und kürt den «Digiscoper of the Year» 2010. Neu ist beim diesjährigen Wettbewerb auch, dass es neben der Jury- auch eine Publikumswahl gibt. Jeder registrierte Besucher kann nach Abschluss des Bewerbs den gesamten November hindurch über www. digiscoperoftheyear.com seine Top 10 der eingereichten Bilder wählen. Die Gesamtheit der Publikumsbewertung fliesst danach als eine Jurystimme in die Bewertung des «Digiscoper of the Year» 2010 ein. Auswahlkriterien für die Jury sind die thematische Relevanz, sowie die Ästhetik der Aufnahmen und die Bildschärfe. Fotografien, die digital manipuliert wurden, sind nicht zum Wettbewerb zugelassen, Retuschen wie z.B. Kontrast, Helligkeit oder Schärfe sind jedoch erlaubt. Jeder Einreichung sollte eine parallele Aufnahme, welche ohne Teleskop geschossen wurde, beigelegt werden. Detaillierte Teilnahmebedingungen und weitere Informationen zum Bewerb sind ebenfalls auf der oben genannten Website zu finden. Als Preis erhält der Erstplatzierte eine komplette Swarovski Optik Digiscoping-Ausrüstung, bestehend aus einem Magnesiumteleskop, einem Weitwinkel-Zoom-Okular 25-

Pelze bereiten viele Jahre Freude Nach der kalten Jahreszeit stellen Frühjahr und Sommer den idealen Zeitpunkt für Übersommerung, modische Änderungen oder Reparaturen von Pelzen dar. Die fachgerechte Pflege, Reinigung und Lagerung sichern den Wert der treuen Begleiter. Mitglieder des Schweizerischen Pelzfachverbandes SwissFur bieten einen professionellen und umfangreichen Service und sorgen dafür, dass die Kleidungsstücke jahrelang in Mode bleiben. Pelz ist ein edles, traditionelles Naturprodukt. Die fachmännische Pflege und Übersommerung durch Spezialisten sichert den Werterhalt und garantiert langfristigen Tragekomfort. Im Zentrum stehen vier Grundregeln. Diese bieten Gewähr, dass ein Pelz während Jahren gepflegt bleibt und bei Winteranfang frisch aussieht und Freude bereitet. Wichtig sind bei der Lagerung eine niedrige und gleichbleibende Temperatur, geregelte Feuchtigkeit, eine regelmässige Frischlufterneuerung sowie genügend Raum für die Frischluftatmung. SwissFur-Kürschner bieten ideal ausgestattete Lagerräume. Der Pelz übersommert wohl behütet und in bestmöglicher Umgebung. Qualifizierter SwissFurService Mitglieder des Schweizerischen Pelzfachverbandes verbinden die jährliche Übersommerung mit einem professionellen, kostenlosen Service. Pelzkleidungsstücke werden vor der Lagerung

gründlich auf Abnutzungserscheinungen oder Verschmutzung kontrolliert. Notwendige Korrekturmassnahmen werden erkannt, konkrete Vorschläge zu Auffrischung, Reinigung oder Reparatur vervollständigen die «Schönheitskur» der Pelze. Kürschner von SwissFur garantieren eine bestmögliche Werterhaltung von Pelzprodukten. Vor der Übersommerung ist ebenso der ideale Zeitpunkt für modische Änderungen gemäss Kundenwunsch – denn ein Pelz bleibt in Mode. Modekollektion «SwissRedFox» Um einen gesunden Fuchsbestand und das natürliche Gleichgewicht zu wahren, werden in der Schweiz jährlich rund 40 000 Rotfüchse erlegt. Statt die Felle ungenutzt zu verbrennen, setzen sich Kürschner von SwissFur ein, diese als einheimische Alternative für modische Zwecke zu nutzen. Der Schweizerische Pelzfachverband beweist seit Jahren unter dem Label «SwissRedFox», dass aus einheimischem Rotfuchs anspruchsvolle und edle Pelzprodukte entstehen können. Die handwerkliche Verarbeitung ermöglicht Kreationen von junger Mode bis hin zu klassischer Bekleidung. Im September 2010 wird die neue Kollektion «SwissRedFox» lanciert. Erzeugnisse aus Schweizer Rotfuchs können im SwissFur-Webshop unter www.fur-shop.ch bezogen werden. Schweizer Jäger 6/2010

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Ausrüstung

Fotografieren einreichen, gewinnen

50x W, einer Teleskopschiene, einem Kameraadapter und einem Karbonstativ CT 101 inklusive Stativkopf DH 101. Für den Zweiten stellt Swarovski Optik ein Fernglas EL 42 Swarovision und für den Drittplatzierten eines aus der EL 32-Serie zur Verfügung.


KOMPETENZ-ZENTRUM

der Flintenschützen

Schon einige Male hatten wir auf der Flintenschiessanlage vom Felder Jagdhof mit Erfolg das jagdliche Flintenschiessen trainiert. Das Besondere an der Anlage in Hegen ist, dass man seinen Standort in der Anlage beliebig ändern kann. Dadurch ist auf engstem Raum praktisch jede erdenkliche Richtung und jeder Winkel der Taube möglich. Diese Konstellation ist einzigartig in der Schweiz. Früher war die Anlage ein Geheimtipp und diente als Trainingsplatz der Schweizer Parcoursschützen, zu welchen natürlich auch Hansruedi Felder, Christof Felder und Schiesslehrer Bruno Achermann zählen. Nachdem nun die erforderlichen Bewilligungen für einen offiziellen Betrieb vorliegen, hat sich Hansruedi Felder entschlossen, diese einmalige Anlage auszubauen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ideal für Gruppen Für Flintenschiesslektionen in der Gruppe oder auch Einzeln bietet dieser Stand ideale Voraussetzungen. Im neuen geräumigen Clubhaus kann

der theoretische Teil unter Dach durchgeführt werden. Am Anfang wird immer die Augendominanz festgestellt, dann die Eignung resp. Anpassung der Flinte an den Schützen und schliesslich das richtige Anschlagen als sogenannte «Trockenübung» gelehrt und überprüft. Es ist sinnlos, mit einer nicht passenden Flinte zum Schiesstraining anzutreten. Stellt der Ausbilder fest, dass die Flinte nicht passt, kann auf geeignete Modelle ausgewichen werden. Diese kann entweder vom Schiesslehrer oder vom Felder Jagdhof gemietet werden. Wer also eine Flinte kaufen will, soll diese nicht nur im Laden einige Male anschlagen. Man korrigiert dann seinen Anschlag gerne unbewusst auf eine vielleicht gar nicht passende Flinte. Das kann zu bösen Überraschungen führen. Ohne Probeschiessen kein Kauf Es ist unerlässlich, dass mit einer Flinte zuerst geschossen wird, bevor man sich zu einem Kauf entscheidet. Sonst läuft man Gefahr, das halbe Leben mit einer nicht pas-

Foto: Peter Vonow

Anfangs Juli wird die Flintenschiessanlage Hegen vom Felder Jagdhof in Entlebuch mit einem zweitägigen Schiess-Event eingeweiht. Peter Vonow hat Hansruedi Felder im Entlebuch besucht und einen Augenschein der neu entstehenden Anlagen genommen.

Jungjäger mit Schiesslehrer Bruno Achermann. senden Flinte herum zu laufen und wundert sich oft über «unerklärliche» Fehlschüsse. Man kann sich zwar an eine weniger gut liegende Flinte gewöhnen. Aber im entscheidenden Moment, wenn nicht eine Standardsituation vorliegt, und das ist auf der Jagd vielfach der Fall, kassiert man eben diese elenden Fehlschüsse und das Wild ist auf und davon oder vielleicht noch angebleit. Auf dem Stand Hegen können auch Schussbilder gemacht werden und auf einer Anschusstafel überprüft werden, ob die Schrotgarbe richtig in der Höhe und nicht seitlich neben der Schussachse liegt.

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Theorie vor dem neuen Clubhaus Hegen.

Foto: Peter Vonow

Kompetente Beratung ist selbstverständlich und gehört zur Kundenbetreuung.

Foto: Peter Vonow

Jagdschiessen

Neues

Erst wenn zweifelsfrei feststeht, dass Flinte und Schütze zusammenpassen, geht’s auf einen der vier Stände, welche gleichzeitig benutzt werden können. Schiessevent zur Eröffnung Im Endausbau wird die Anlage 16–20 Maschinen aufweisen. Es kann auf Klapphase und Rollhase geschossen werden. Dann natürlich auch auf einem Trapstand und auf jede Art von einfachen bis schwierigsten Tauben bis zu weiten Querreitern und hoch fliegenden Tauben. Es ergeben sich auch bei der relativ kleinen Zahl an Maschinen pro Schiessplatz durch die Änderung der Position des Schützen praktisch beliebig viele Möglichkeiten. Am 2. und 3. Juli bietet Hansruedi Felder die einmalige Möglichkeit, Spitzenmodelle von Blaser, Beretta und Zeiss, sowohl im Kugelstand im Felder Jagdhof als auch auf der Flintenschiessanlage Hegen zu testen. Das wird sicher ein Leckerbissen für jeden Flinten- und Kugelschützen. Peter Vonow


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Der Rottumtaler Rehblatter ist das Ergebnis jahrelanger praktischer Entwicklung. Durch die enormen Erfolge, erfreut sich der Rottumtaler Rehblatter in der Jägerschaft heute grĂśĂ&#x;ter Beliebtheit. Er bietet einzigartige Eigenschaften, die bei der Blattjagd von enormer Wichtigkeit sind. Der bedienungsfreundliche Rottumtaler Rehblatter hat nur ein MundstĂźck und einen Luftkanal. Diese Konstruktion und der fein abgestimmte Aufbau ermĂśglichen es, die verschiedenen Laute, von einem zart-weichen Fiep bis hin zum lauten, aggressivgequält-klingenden Geschrei, im Vergleich zu monoton und langweilig klingenden Blattserien anderer Wildlocker, leicht und â&#x20AC;&#x17E;glaubhaftâ&#x20AC;&#x153; zu modulieren. Der Rottumtaler Rehblatter wid in ca. vierzig Arbeitsgängen in reiner Handarbeit aus Rehgeweih hergestellt. Dieses Naturmaterial ist als KlangkĂśrper unersetzlich zum Erzeugen von weichen, täuschend echten Lauten und macht jedes StĂźck optisch zu einem Unikat mit hĂśchster Praxistauglichkeit. Der Rottumtaler Rehblatter ist, im Gegensatz gerade zu Blattinstrumenten aus Holz, absolut unempďŹ ndlich gegen die Feuchtigkeit von Regen oder Speichel. Die Umhängekordel hält ihn immer griffbereit am richtigen Platz und ein Lederetui schĂźtzt das MundstĂźck vor Verschmutzung. Alleinvertrieb und Info: Klaus Demmel Tristolzer Weg 52, D-88416 Bellamont Tel. +49 (0)7358 1278, Fax +49 (0)7358 9243015, www.klaus-demmel.de

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Jagdschiessen

Jagdschiessen Daten 2010 Jagdschiessanlage Mattmark Saas-Almagell Jeden Dienstag und Freitag ab 18.00 Uhr Übungsschiessen auf laufenden Keiler, Rollhasen, Kipphasen, Tontauben und Gams Kontaktadresse: Karl Venetz, Saas-Grund Tel. 079 511 85 47 karl.venetz@rhone.ch Jagdschiessanlage Mattwald Schrotkurs und Kugelschiessen nach Anmeldung an Heinz Gruber, 079 221 19 07, 027 956 19 07 Bei extremen Witterungsverhältnissen bleibt die Schiessanlage geschlossen. Jagdschiessanlage Oberboden Zumdorf, Hospental Übungsschiessen für Jedermann jeden Mittwoch ab 17.00 Uhr Kontakt: Peter Schmid, Hotel Rössli, Hospental am Gotthard, Tel. 041 887 13 76 Fax 041 887 02 82 Andreas Schmid, Rest. zum Dörfli, Zumdorf, Hospental, Tel. 041 887 01 32 a.i.schmid@bluewin.ch www.zumdoerfli.ch Jagdhof Felder Entlebuch Jagd- und Sportwaffen – Schiesszentrum – Schiessschule Die Innenschiessanlage ist während der Geschäftszeit geöffnet. Di–Fr: 8.00–12.00 und 13.30 –18.00 Uhr, Sa 9.00–15.00 durchgehend, Do Abendverkauf bis 20.30 Uhr, Mo geschlossen

9. Juni Übungsschiessen 17.30–20.30 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac

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ohne Gewähr

18. Juni ● Übungsschiessen im Stand Zollhaus, Diana Sense 17.00–20.00 Uhr Kugel- und Schrot

11. Juni 17.30–19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

12./18./19. Juni Luzerner Kantonales Jagdschiessen 2010 in der Jagdschiessanlage KIGRO Grosswangen (siehe auch Seite 15)

12. Juni Trainingsschiessen 08.30–12.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch

19./20. Juni Eidgenössisches Bläserschiessen 2010 in der Jagdschiessanlage KIGRO Grosswangen und im Schloss Wyher Ettiswil (siehe auch Seite 15)

12. Juni Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr 12./13. Juni 30. Jagdschiessen Pfannenstiel, Schiessanlage auf der Büelen, Meilen Sa 8–12 / 13–18 Uhr So 8–12 / 13–17 Uhr 16. Juni Training Kugel 18.30–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 17. Juni Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 18. Juni 17.30–19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

An Schiessen mit blauem Punkt ● kann die Schiessnadel erworben werden. Auskünfte über die Schiessnadel und Bestellungen: Verlag Schweizer Jäger, PF 261, 8840 Einsiedeln, Telefon 055 418 43 43, Fax 055 418 43 44, kontakt@schweizerjaeger.ch

18./19. Juni Traditionelles Jagdschiessen (Jagdparcours) der Jägervereinigung Sarganserland in Vättis Fr 13.30–20.00 Uhr Sa 09.00–16.30 Uhr (siehe auch Seite 53) 19. Juni «Tag der offenen Tür» 13.30–16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

19. Juni Übungstag 13.00-18.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 19. Juni Übungsschiessen 13.30–18.00 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 19. Juni Schiesstraining für Anfänger und Fortgeschrittene Kugel + Schrot 13.30–17.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 19. Juni Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr

Die Schiessnadel an Hut oder Kittel ist das sichtbare Zeichen des weidgerechten Jägers, dass er auch seine Waffe beherrscht. Die Nadel trägt Jahrzahl und das Logo von JagdSchweiz. Sie kann an den bezeichneten Jagdschiessen erworben werden. Bestellungen der Schiessnadel (es werden nur Sammelbestellungen für Schiessanlässe ausgeführt) sind so früh als möglich zu richten an Verlag Schweizer Jäger, Pf. 261, 8840 Einsiedeln, Tel. 055 418 43 43, Fax 055 418 43 44, E-Mail: kontakt@ schweizerjaeger.ch, wo auch jede gewünschte Auskunft erhältlich ist.

19./20. Juni Zürcher Oberländer Jagdschiessen, Pfäffikon ZH Sa 13.30–18 Uhr So 9–12, 13–15.30 Uhr Reichhaltiger Gabentisch 19./20. Juni Urner Jagdschiessen 2010 Jagdschiessanlage Standel Sa 13–18 Uhr So 09–12, 13–17 Uhr Schiesspläne ab 15. April unter www.urnerjaegerverein.ch Mobile 079 425 52 64 20. Juni 100er-Tontaubenmatch 25 Jahre Sportschützen Vuggs-Ballma, Täsch Training: 19. Juni ab 13.00 Uhr Preisgeld: Fr. 3000.– Sichere Teilnahme durch Voranmeldung: Tel. 079 653 40 86 25. Juni 17.30–19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 26. Juni Vereinsjagdschiessen des Glarner Jagdvereins (GJV) 09.00–15.00 Uhr Jagdstand Aeschen, Oberseetal, Gemeinde 8752 Näfels 26. Juni Trainingsschiessen / Gruppenwettkampf 08.30–12.00 Uhr, 13.00–16.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch


30. Juni Ă&#x153;bungsabend 17.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 2. Juli â&#x2014;? Ă&#x153;bungsschiessen im Stand Zollhaus, Diana Sense 17.00â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Kugel und Schrot 2. Juli Training Kugel + Schrot 18.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 2. Juli 17.30â&#x20AC;&#x201C;19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 2./3./4. Juli Jagdschiessen Goldingen im ÂŤTĂśbeliÂť in Goldingen Programme erhalten Sie bei: T. Oberholzer, 055 284 16 72, jagd.goldingen@bluewin.ch 3. Juli 13.30â&#x20AC;&#x201C;16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 7. Juli Training Kugel 18.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen

8. Juli Trainingsschiessen 18.00â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 9. Juli 17.30â&#x20AC;&#x201C;19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 10. Juli 13.30â&#x20AC;&#x201C;16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 12. Juli Kugel reserviert PJV 17.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Nur SchrotĂźbung 17.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 15. Juli Trainingsschiessen 18.00â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 16. Juli Training Kugel + Schrot 18.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 16. Juli 17.30â&#x20AC;&#x201C;19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 17. Juli 13.30â&#x20AC;&#x201C;16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

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Jagdschiessen

26. Juni Jagdschiessverein Gampel 17.30â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr

7. Juli Ă&#x153;bungsschiessen 17.30â&#x20AC;&#x201C;20.30 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac

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22. Juli Trainingsschiessen 18.00â&#x20AC;&#x201C;20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 23. Juli 17.30â&#x20AC;&#x201C;19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 24. Juli Ă&#x153;bungsschiessen 13.30â&#x20AC;&#x201C;18.00 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 24. Juli 13.30â&#x20AC;&#x201C;16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

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26. Juni 13.30â&#x20AC;&#x201C;16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch

24./25. Juli â&#x2014;? 24. Urschner Jagdschiessen 2010 im Oberboden, Zumdorf Jagdschiessanlage zwischen Hospental und Realp Kontakt: Peter Schmid, Hotel RĂśssli, Hospental am Gotthard, Tel. 041 887 13 76 Fax 041 887 02 82 Andreas Schmid, Rest. zum DĂśrďŹ&#x201A;i, Zumdorf, Hospental, Tel. 041 887 01 32 a.i.schmid@bluewin.ch www.zumdoerďŹ&#x201A;i.ch 29. Juli Trainingsschiessen 08.30â&#x20AC;&#x201C;12.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch

Schweizer Jäger 6/2010

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Jagdschiessen

30. Juli 17.30–19.30 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 31. Juli 13.30–16.00 Uhr Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal, Visp Kontakt: 079 609 31 20, oberwalliser.jagdschiess verein@gmx.ch 5. August Trainingsschiessen / Seniorenschiessen 15.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 6. August Training Kugel + Schrot 18.30–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 7. August Jagdschiessen Grün Bruch 13.00–16.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 7. August Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr 7. August Jagdparcours Jagdschützen Interlaken (Jagdschiessen) Jagdparcours 100 Tauben, letzte Standblattausgabe 11.00 Uhr, Teilnehmerzahl: 36 (nach Datum der Anmeldung), Preis Fr. 130.–,Verpflegung im Beizli, Training möglich am Donnerstag, 5. August, ab 17.30 Uhr Kontakt: Ferdinand Gertsch, 079 431 54 68 www.jagdschuetzen-interlaken.ch 7./8. August 10. Internationaler Jagdparcours (Jubiläumsschiessen) Schanielatobel, Küblis (siehe auch Seite 54)

9. August Kugel reserviert PJV 17.30–20.00 Uhr Nur Schrotübung 17.30–20.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch

25. August Parcours-Training 17.30–20.00 Uhr Kugelübung 17.30–20.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch

11. August Letztes Training, Kugel 18.30–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen

25. August Übungsschiessen 17.30–20.30 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac

12. August Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 14. August Übungsschiessen 13.30–18.00 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 14. August Trainingsschiessen 08.30–12.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 14. August Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr 19. August Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 21. August ● Diana Jagdschiessen Kugel + Schrot 08.00–17.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 21. August Übungstag 13.00–18.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 21./22. August 6. Walliser Jagdparcours in Oberwald (Gerental) Sa 13–18, So 8–17 Uhr Organisator: Diana Goms Kontakt: Adrian Imwinkelried, 3904 Naters, 079 608 08 77

26. August Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 27.–29. August Walliser Kantonales Jagdschiessen in 1890 St. Maurice 28. August Rebeschiessen 13.30–18.00 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 28. August Einschiessen Jagdgewehre Kugel+Schrot 08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 29. August Jagdparcours Jagdschützen Berken 08.30–17.00 Uhr Auskunft bei F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 oder www.jagdschuetzen-berken.ch 2. September Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 3. September ● Übungsschiessen im Stand Zollhaus, Diana Sense 17.00–20.00 Uhr Kugel und Schrot, Einschiessen der Jagdstutzer 3. September Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr 4. September Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr

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4. September Einschiessen Jagdgewehre 08.00–12.00 Uhr: Kugel + Schrot, ab 13.30 Uhr nur Kugel Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 6. September Kugel reserviert PJV 17.30–20.00 Uhr Nur Schrotübung 17.30–20.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 10. September Jagdschiessverein Gampel 17.30–20.00 Uhr 11. September Einschiessen Jagdgewehre 08.00–12.00 Uhr: Kugel + Schrot, ab 13.30 Uhr nur Kugel Jagdschiessanlage Mattwald Auskunft: 079 221 19 07 Jagdverein Hubertus, St. Niklausen 15. September Übungsschiessen 17.30–20.30 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 18. September Übungstag 13.00–18.00 Uhr www.jagdschuetzen-berken.ch 18. September Übungsschiessen 13.30–18.00 Uhr Jägerverein des Seebezirks, Diana du Lac 30. September Trainingsschiessen 18.00–20.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 7. Oktober Trainingsschiessen 17.30–19.00 Uhr Jagdschiessanlage Standel www.urnerjaegerverein.ch 31. Oktober 100 Taubenmatch Jagdschützen Berken 08.30–17.00 Uhr Auskunft bei F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 oder www.jagdschuetzen-berken.ch


Praxisgerechte Jagdvorbereitung Veranstaltungen des Berner Jägerverbandes Pirsch am Sustenpass 28./29. August 2010 Samstag 08.00â&#x20AC;&#x201C;19.00 Uhr Sonntag 08.00â&#x20AC;&#x201C;17.00 Uhr Schiessplatz ab Hotel Steingletscher (3863 Sustenpass, Berner Seite) signalisiert. Auskunft: 079 222 40 04 (OK, R. Rohrbach).

Pirsch Rouchgrat 6./7. August 2010 Freitag 14.00â&#x20AC;&#x201C;19.00 Uhr Samstag 08.00â&#x20AC;&#x201C;12.00 Uhr 13.00â&#x20AC;&#x201C;17.00 Uhr Schiessplatz ab 3538 RĂśthenbach i. E. signalisiert. Auskunft: 079 235 43 43 (OK, F. Catocchia).

Die praxisgerechte Jagdvorbereitung fßr verantwortungsbewusste Jägerinnen und Jäger! Zusätzlich zu den Pirschgängen stehen wiederum die Anlagen fßr den Schrotschuss zur Verfßgung (Rollhasen/Wurftauben). Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Jagdschiessen Jägervereinigung Sarganserland Am Freitag, 18. Juni, von 13.30 bis 20.00 Uhr und am Samstag, 19. Juni 2010, von 09.00 bis 16.30 Uhr, fĂźhrt die Jägervereinigung Sarganserland im Bergdorf Vättis ihr traditionelles Jagdschiessen (Jagdparcours) durch. Der Jagdparcours ďŹ ndet in der näheren Umgebung des 300-m-SchĂźtzenstandes statt (ist signalisiert). Die Infrastruktur, Festwirtschaft, Anmeldung, BĂźro usw. ist beim

300-m-Schßtzenstand. Der Jagdparcours besteht aus 5 Schßssen, auf 5 verschiedene Wildtierscheiben, ohne Probe (Der erste Schuss zählt)! Jeder Teilnehmer erhält ein gediegenes Erinnerungspräsent und fßr die besten 50 Schßtzen gibt es lohnenswerte Naturalgaben!

Oregon 550 Der Touchscreen GPS mit 3.2 Mio. Pixel Digitalkamera. $)'('+''&('*($#'&(# !)'* ($%$&-' )&$% &(    '# $"%''&$"(&'&#"''&)# (! "& +!  $'($# & )#$""##

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Genaue Unterlagen anfordern oder offene Fragen klären kÜnnen Sie ab Mitte Mai bei: OK-Präsident Karl Kohler, Halde 12, 7315 Vättis, Telefon 079 476 11 60, karl.kohler@axpo.ch

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Jagdschiessen

75-Tauben-Match in Berken

Jubiläumsjagdschiessen Schaniela 2010, Küblis Dieses Jahr feiern wir das zehnjährige Jubiläum des Internationalen Jagdparcoursschiessens Schaniela. Zu diesem Anlass haben wir verschiedene Neuerungen und Attraktionen vorbereitet. Generell möchten wir bis 47 Punkte Preise abgeben. An Stelle der Erinnerungsgabe für jeden Schützen/in möchten wir je am Samstag und Sonntag noch 15 Preise im Einzelwert von mindestens Fr. 100.– an die noch verbleibenden Schützen durch Zufallstreffer auslosen. Für das Jubiläumsjagdschiessen führen wir eine Jubiläumswertung ein. Die zehn besten Schützen auf die Gamsund Keilerscheibe in 100erWertung erhalten eine Naturalgabe im Einzelwert von mindestens Fr. 100.–. Die Preise müssen bei der Preisverteilung gegen Vorweisen des Kartendoppels abgeholt werden. Es werden keine Preise nachgesandt. Das weitere Rahmenprogramm am Samstag beinhaltet Tanz und Unterhaltung mit DJ Tedy aus Grüsch und am Sonntag Tanz und Unterhaltung mit dem Steinwand-Echo aus Vorarlberg. Wir würden uns sehr freuen, möglichst viele Jagdschützen im Schaniela begrüssen zu dürfen. Das OK Schaniela

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Stand Im Schanielatobel in Küblis wurde im Jahre 2001 der Jagdparcours erstellt. Verteilt auf eine Strecke von gut einem Kilometer wird auf fünf verschiedene Scheiben (Sius Ascor) geschossen. Der Gamsbock, die Keilerscheibe, den laufenden Hirsch, den Fuchs und den Rehbock. Die Distanzen und die Stellungen wechseln sich ab. Diese praxisbezogene Anlage garantiert eine Chancengleichheit für alle Jäger. Jagdschiessen Am Wochenende des 7./8. August 2010 findet auf dieser Anlage das zehnte internationale Jagdschiessen statt (Jubiläumsjagdschiessen). Waffen ab Kaliber 222 sind zugelassen. Zu diesem Anlass laden wir Sie herzlich ein. Im Schanielatobel erwartet Sie eine moderne Schiessanlage. Für Ihr leibliches Wohl wird unser «Küchenchef» besorgt sein. Die Sektionen Madrisa und Prättigau hoffen, recht viele Schützinnen und Schützen in Küblis willkommen heissen zu dürfen.

Am 15. Mai führten die Berkener Jagdschützen den Frühjahrs-75-Taubenmatch durch. Am Schiessen massen sich 20 Schützen aus der «halben» Schweiz in drei Kategorien um schöne Preise (Warenkörbe) und Medaillen. Der Tagessieger heisst Montano Pesce aus Zermatt mit 74 Treffern von total 75. Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation den Gewinnern. Ein spezieller Dank geht an alle Sponsoren und Helfer des Vereins. Fritz Gertsch

Aus der Rangliste Kat.A: 1. Montano Pesce, Zermatt, 74; 2. Dionys Imboden, Täsch, 71; 3. David Burch, Stalden, 71; 4. Urs Schnell, Wahlen, 69; 5. Alois Schnell sen., Wahlen, 68; 6. Toni Fritschi, Reigoldswil, 67. Kat. B: 1. Thomas Fink, Welschenrohr, 67; 2. Hubert Zimmermann, Vitznau, 65; 3. Urs Rotzetter, Aarwangen, 64; 4. Max Moduli, Rüegsauschachen, 63; 5. Antonio Albuquerque, Zermatt, 63; 6. Franz Felder, Entlebuch, 62; 7. Jörn Uebelhart, Laupersdorf, 59. Kat. C: 1. Rudolf Graber, Niederönz, 61; 2. Heinz Merenda, Altdorf, 61; 3. Lars Vogt, Zofingen, 58; 4. Arthur Bieri, Herzogenbuchsee, 55; 5. Fritz Gertsch, Herzogenbuchsee, 50; 6. Rolf Vogt, Strengelbach, 50; 7. Beat Kübler, Oberwil, 39.

Schreibfreudige Leser/innen

Blattschuss Es ist jetzt ein gutes Jahr her, dass der «Schweizer Jäger» den Aufruf zu selbstverfassten Jagderlebnissen startete. Die Redaktion war überrascht, wie viele Beiträge per Mail und Post in den letzten zwölf Monaten eingegangen sind. Die ausnahmslos positiven Leserreaktionen und die Flut von Einsendungen bestärken uns in der Absicht, die Rubrik weiterzuführen. Die Redaktion nimmt auch zukünftig gerne Ihre selbstverfassten Erlebnisse entgegen und möchte alle aufmuntern, daran teilzunehmen. Es gilt aber zu beachten, dass die Beiträge nach Eingang oder jahreszeitlicher Aktualität behandelt werden und mit Wartezeiten zu rechnen ist. Fotos, als druckfähige Datei, die das Erlebte bildlich unterstützen, sind ebenfalls willkommen. Die Verfasser/innen erhalten für ein veröffentlichtes Jagd- oder Naturerlebnis jeweils einen Sachpreis. Weitere Auskünfte sind über die Redaktion redaktion@schweizerjaeger.ch erhältlich. KG

Kontaktadresse: Jakob Dönz, Haus Valpun, 7243 Pany, Telefon 081 332 34 81, 079 437 46 64. Über Positives und Vorbildliches wollen wir unter dieser Rubrik berichten. Wir freuen uns über jede Kurzeinsendung!


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Meditationen über die Jagdgeschichten

JAGD UND DIE LIEBE

Haben Sie schon einmal etwas vom spanischen Philosophen und Kulturanthropologen José Ortega y Gasset (1883–1955) gelesen? Wenn nein, empfehle ich Ihnen «Meditationen über die Jagd» und «Über die Liebe». Als Jäger interessiert Sie vielleicht «Meditationen über die Jagd», bei «Über die Liebe» denken Sie vermutlich eher an ein Geschenk für Ihre Frau. Die Liebe ist jedoch stärker mit der Jagd verbunden, als es auf den ersten Blick erscheint. Gerne erkläre ich Ihnen dies anhand des Buches «Meditationen über die Jagd». Liebe zum Wildtier Ortega y Gasset schreibt das Folgende über die allgemeine Berufung, die allen Menschen gemeinsam ist: «In der Tat fühlt sich jeder Mensch dazu berufen, glücklich zu sein, aber in jedem Individuum nimmt dieser unklare Ruf eine mehr oder weniger einmalige Form an, unter der ihm das Glück erscheint. Glück ist das Leben, das Beschäftigungen gewidmet ist, zu denen der Mensch eine besondere Berufung besitzt. Diesen Beschäftigungen hingegeben vermisst er nichts; die Gegenwart füllt ihn ganz aus; er ist frei von Wunsch und Sehnsucht.» Jagen sieht Ortega y Gasset als eine Form des Glücks: «Das richtige Jagen ist ein hartes Unterfangen, das viel vom Menschen abverlangt: man muss sich in ständiger Übung halten, äusserste Müdigkeit ertragen und Gefahren auf sich nehmen. Es birgt eine ganze Moral in sich, und zwar von der hervor-

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ragendsten Art. Denn der Jäger, der sich die sportliche Moral zueigen macht, fügt sich ihrem Gebot in der grössten Einsamkeit, ohne andere Zeugen und anderes Publikum als die Gebirgszacken, die wandernde Wolke, die düstere Eiche, den zitternden Sadebaum und das flüchtige Tier. So ist das Jagen mit der Ordensregel der Mönche und der militärischen Dienstordnung auf eine Stufe zu stellen. Als ich es als eine Form des Glücks darstellte, was es ja auch ist, habe ich deshalb vermieden, es als Vergnügen zu bezeichnen. Zweifellos ist in jedem Glück Vergnügen, aber das Vergnügen ist das Wenigste am Glück.» Geht der Jäger nicht aus Liebe auf die Jagd? Es muss fast so sein, denn ohne Liebe zur Natur und zum Wildtier würde er sich diesem «harten Unterfangen» wohl kaum hingeben. Schonzeit, eine Form von Liebe Auch die Schonzeit ist eine Form von Liebe für das Wildtier, jedoch, so Ortega y Gasset, nicht nur «blosse Freundlichkeit» des Jägers: «Der Jäger hält seine vernichtenden Kräfte in Schranken, er begrenzt sie und reguliert sie – das Veto par excellence ist die Schonzeit; er bemüht sich, das Leben der Tierarten zu sichern und vor allem lässt er ihnen im jagdlichen Umgang ihren Spielraum. Darin ahmt er aber auch nur die Natur nach. Denn die aussermenschliche Jagd ist an sich

schon dieses Spiel, sonst wäre es keine Jagd. Wenn der Mensch also jagen will, bleibt ihm, ob er will oder nicht, gar nichts anderes übrig, als dem Tier dieses Zugeständnis zu machen. Darum sage ich, es ist keine blosse Freundlichkeit von ihm. Handelte er nicht so, so würde er nicht nur die Tiere vernichten, sondern nebenbei das Jagen selbst, das ihn so begeistert. In der Jagd als Sport ist also ein ganz freier Verzicht der Menschen auf die Überlegenheit ihrer Menschheit erhalten. Das ist der ihr eigene edle Anstand.» Die Liebe zur Waffe Auch die Art und Weise, wie der Jäger seine Waffen pflegt, kann man beinahe «liebevoll» nennen. Ortega y Gasset ordnet aber der Bewaffnung nur eine zweitrangige Stellung zu: «Es gehört zur Moral des Jägers, seine Waffe zu pflegen und sie gut zu wählen, aber, wenn beides geschehen ist, dem Angriffsapparat keine Bedeutung beizulegen. Man bemerke, mit welcher Verachtung der wahre Jäger von denjenigen spricht, die darauf versessen sind, die ’allerneuste’ Waffe und die beste Patrone zu erwerben. Dasselbe gilt in Hinsicht auf das ’Schiessen’. Auch hier ist es ein Gebot der Ethik des Jägers, sich in Ausdauer und Geduld zu üben, um ein guter Schütze zu werden und in Form zu bleiben. Aber immer unter der Bedingung, dass man nie zu einem ’Schützen’ wird, denn das ist etwas anderes und von der wahren Jagd verschieden.» Wie genial er das auf den Punkt bringt!


DEN SCHUSS IM GRIFF

Die Frau, eine Rehgeiss In dem Buch ÂŤĂ&#x153;ber die LiebeÂť schreibt Ortega y Gasset in seinen Betrachtungen vor dem Porträt der Marquesa de Santillana vom Maler Jorge InglĂŠs, eine Passage, wo er die Frau mit einer Rehgeiss vergleicht: ÂŤGewiss, ich will die FrĂśmmigkeit nicht anzweifeln, mit der die Dame betet; aber wenn ich die Haltung ihres Kopfes und ihrer Hände zu verstehen versuche, so tritt mir unabweislich die Gebärde des Rehs vor Augen, wenn es vom Schattengrund her in der Ferne das erste Halali erschallen hĂśrt, das durch den Waldsaum klingt. Ein ungestĂźmer Ruf â&#x20AC;&#x201C; wer weiss woher â&#x20AC;&#x201C; hat das Herz der Marquise getroffen. Scheint es nicht, als knie sie hier auf dem Wege zu einer Leidenschaft? Schon hĂśrt man den Galopp der erträumten Reiter und die bellenden Hunde des Instinkts. Eine rätselhafte Fluchtregung ist in der Dame erwacht. Mehr bedarf es nicht, um die ewige Jagdszene zu vollenden. Auf der Jagd ist die Aufgabe des Wildes zu ďŹ&#x201A;iehen, Jäger und Meute mitreissend in einem Wirbel der

Verfolgung. So trägt die Frau zur Entfesselung der Leidenschaften im Anfang durch ein Angst- und Fluchtgebärde bei â&#x20AC;ŚÂť. Eine interessante Theorie, Ortega y Gasset hat noch mehr solche. Es ginge aber zu weit, diese hier zu behandeln, deswegen lade ich Sie nochmals gerne ein, das Buch ÂŤĂ&#x153;ber die LiebeÂť zu lesen. Zum Schluss Zum Schluss geht es aber nicht nur darum, dass Sie aus Liebe zum Wildtier jagen oder weil Sie die Jagd als eine Berufung erfahren. Nein, auch das bringt Ortega y Gasset genau auf den Punkt: ÂŤWenn Sie die ärgerliche Gegenwart satt haben, wenn Sie es mĂźde sind, â&#x20AC;&#x2122;ganz 20. Jahrhundert zu seinâ&#x20AC;&#x2122;, dann nehmen Sie die Flinte, pfeifen Ihrem Hund, gehen in den Wald und geben sich einfach fĂźr ein Paar Stunden oder ein Paar Tage dem VergnĂźgen hin, â&#x20AC;&#x2122;Steinzeitmenschâ&#x20AC;&#x2122; zu sein.Âť Seien Sie aber nicht besorgt, Ortega y Gasset vergleicht die Jäger nicht nur mit dem Steinzeitmenschen, sondern auch mit dem Philosophen: ÂŤUnd so kĂśnnen wir die aussergewĂśhnliche Tatsache begreifen, dass sich sehr häuďŹ g der Philosoph, der die Haltung beschreiben wollte, in der er bei seiner Denkarbeit vorgeht, mit dem Jäger verglichen hat. Und in der Tat, nur derjenige denkt wahrhaft, der von einem Problem nicht nur geradeaus nach dem schaut, was die Gewohnheit, die Tradition, der Gemeinplatz und die Denkfaulheit vermuten lassen, sondern der sich wach hält, der bereit ist, anzunehmen, dass die LĂśsung von dem unwahrscheinlichsten Punkt in der ganzen Runde des Horizonts aufspringt. Wie der Jäger in dem absoluten â&#x20AC;&#x2122;Draussenâ&#x20AC;&#x2122; des Feldes, so ist der Philosoph der wache Mensch in dem absoluten â&#x20AC;&#x2122;Drinnenâ&#x20AC;&#x2122; der Ideen, die auch ein unbezwungener und gefährlicher Urwald sind.Âť Louise Dräyer-de Moor

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Die Liebe zum Jagdhund Sie haben bereits gelesen, wie wir unsere Hunde lieben, Ăźbrigens ohne sie zu vermenschlichen. Zum GlĂźck gilt das auch fĂźr viele Jäger. Ortega y Gasset schreibt Ăźber den Jagdhund: ÂŤEines Tages jedoch hatte der Mensch eine geniale Eingebung; um das Ăźbervorsichtige Tier aufzuspĂźren, nahm er zum SpĂźrinstinkt eines anderen Tieres seine ZuďŹ&#x201A;ucht und nahm dessen Hilfe in Anspruch. Damit tritt der Hund in die Jagd ein, und das ist der einzige denkbare, wirkliche â&#x20AC;&#x2122;Fortschrittâ&#x20AC;&#x2122; bei der Jagd; er besteht nicht in der direkten Betätigung der Vernunft, sondern vielmehr darin, dass der Mensch ihre Unzulänglichkeit anerkennt und zwischen seiner Vernunft und dem Tier ein anderes Tier einschaltet; den Jagdhund.Âť

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BAUMMARDER STEINMARDER ILTIS Baummarder

Nägel Gebiss mit Fängen

Brante

Steinmarder (Hausmarder,Weisskehlchen) und Baummarder (Edel-, Wald-, Goldmarder, Gelbkehlchen) haben vieles gemeinsam. Für beide, wie auch für den Iltis (Ratz, Stänker, Ilk), findet die Jägersprache die gleichen Begriffe, die auch auf die Wiesel fast ausnahmslos anzuwenden sind.

Text und Bilder: Birte Keil

Geschröte

Beide Marderarten klettern hervorragend, wobei es der Baummarder noch meisterlicher beherrscht. Er bevorzugt den Wald und findet dort auch Unterschlüpfe, die nicht immer als Bau zu bezeichnen sind, wie Eichhörnchenkobel und Horste. Zur Jagdzeit pocht man ihn aus seinem Versteck. Da er auch tagaktiv

Iltis im Winterbalg

Lunte, Fahne

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ist, kann man ihn schon mal auf(ab)baumen sehen. Die Stelle, an der er das regelmässig tut, ist sein Aufstieg (-sprung) bzw. Abstieg (-sprung). Springt er im Geäst von Baum zu Baum, so nennt man das Fortbaumen (-holzen). Dort, wo er seinen Pass hat, spürt er sich regelmässig, hinterlässt eine Spur von Trittsiegeln. Je nach Fortbewegungsart im Paartritt (hüpfen), Dreitritt oder Hasentritt (flüchtig).


Steinmarderfähe Gehöre Seher

marder) Scheunen, Ställe und Dachböden. Auch eine dick gehende Fähe wird solche Orte zum Wölfen ihres drei- bis vierköpfigen Gehecks bevorzugen. Sowohl der Rüde (Marder) als auch die Fähe machen sich unbeliebt durch Übergriffe auf Hausgeflügel und Autokabel. Marder äugen und vernehmen recht gut, winden aber noch viel besser. Der Steinmarder ist im Sommer- wie im Winterbalg mehr oder weniger grau (-braun) mit weissem, gegabeltem Kehlfleck. Der Baummarder hat einen braunen Balg mit dottergelbem Kehlfleck, der variabel in der Form, aber meistens nicht gegabelt ist, sowie stark behaarte Sohlen an den Branten. Die Nägel sind (als «Steigeisen») bei ihm besonders gut entwickelt. Das Verhären geht bei beiden recht unauffällig vor sich. Beim jungen Baummarder ist der Kehlfleck noch weiss und färbt sich erst später durch Drüsensekrete.

Kehlfleck Fang

{

Nase Spürhaare

Leicht anzusprechen ist der Iltis wegen seiner Maske. Er sucht die Nähe des Wassers, besonders da, wo die Ufer reicht an Unterschlüpfen sind. In harten Wintern nimmt aber auch er gerne einen Bau in Siedlungsnähe an. Er ist nachtaktiv und verbringt den Tag im gemütlich ausgepolsterten Versteck. Er sitzt im Bau. Der Iltis ist kein Kletterer. Seine Körperform und die kurzen Läufe verraten es. Sein wichtigster Raub sind Mäuse, Amphibien, Reptilien, Insekten, Obst und Eier. Im Alter bekommt der Balg einen gelblichen Schimmer, der ihm mehr Wert beim Kürschner verleiht (Honigiltis). Den Mardern wird an ihren Pässen mit Fallen nachgestellt, und sie können auch am Luderplatz angeludert werden. Beim Ausneuen wird die Marderspur nach einer Neuen verfolgt. Wird der Baummarder tagsüber auf einem Baum gesichtet, macht der Jäger ein Gespenst, indem er unter den Baum eine Jacke oder etwas anderes Auffälliges hängt. So bleibt er auf dem Baum, der bestätigte Marder ist fest, bis der Jäger die Waffe geholt hat. Wird ein besonders starker Marder (oder Iltis) erbeutet, spricht man von einem Oberkopf. Der erlegte Marder wird gestreift, der Kern nicht verwertet. Er hat Fett, nicht Feist. Geht er an Krankheit zugrunde, geht er ein. ■

Schnalle

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Jägersprache

Auf der Suche nach Raub markieren Marder ihr Revier durch Losung bzw. Nässen. Um zu sichern, machen sie einen Pfahl («Männchen»), und zwar alle Arten. Baummarder sind nicht sehr stimmfreudig, nur bei Aufregung oder Schmerz fauchen oder murren sie. Steinmarder können in der Ranz- oder Rollzeit beträchtlichen Lärm verursachen. Sie sind nachtaktiv, ihr Keckern und Murren verrät sie schon von Weitem. Dasselbe gilt für spielende Jungmarder. In Sommernächten hält das ausgelassen balgende Geheck viele Dorf- und Vorstadtbewohner wach. Anders als der Baummarder bevorzugt der Steinmarder (daher auch Haus-


Bund und Kantone

Neue EU-Verordnung zur Flugsicherheit Am 29. April 2010 trat die neue EU-Verordnung 185/2010 über Massnahmen im Zusammenhang mit der Luftsicherheit in Kraft, die auch für die Schweiz massgebend ist. Darin wird auch der Transport von Munition geregelt. Es stellt sich nun die Frage, mit welchen Änderungen gegenüber dem geltenden Regime inskünftig gerechnet werden muss. Auf Anfrage hat der Schweizerische Schiesssportverband vom Bundesamt

für Zivilluftfahrt am 15. April folgende Stellungnahme erhalten: Die neue Verordnung (EG) Nr. 300/2008 sowie die entsprechenden Umsetzungsvorschriften werden am 29. April 2010 auch für die Schweiz rechtsgültig. Gemäss der in der Verordnung (EU) Nr. 185/2010 enthaltenen Liste der verbotenen Gegenstände ist neu auch die Mitnahme von Munition im registrierten Gepäck grundsätzlich verboten. Allerdings haben die Mitgliedstaaten der EU sowie Norwegen, Island und die Schweiz die

STIFTUNG NATURLAND

SPW-Stiftung Naturland trifft sich in Altdorf Wilhelm Tell dürfte zu seiner Zeit wohl kaum auf dem Weg zu den Sportschützen unterwegs gewesen sein, als es zur verhängnisvollen Begegnung mit Gessler kam. Vielmehr ist anzunehmen, dass er seine Armbrust unter anderem dazu einsetzte, um seine Familie zu ernähren. Man kann davon ausgehen, dass auch er eine Passion hatte – die Jagd! Unter dem strengen Blick von Wilhelm Tell trafen sich am 15. Mai 2010 die Stiftungsräte der SPW-Stiftung Naturland zur ordentlichen Jahressitzung. Es gab einiges zu besprechen: Werbeflyer Im diesem Frühling wurden die ersten Flyer der Stiftung verteilt. Zum einen erfolgte eine Aussendung mit dem «Schweizer Jäger», zum anderen sorgte er an der diesjährigen Ausstellung «Fischen Jagen Schiessen» für reges Interesse. Auf Grund dieser Aktivitäten konnten einige Zah-

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lungseingänge verzeichnet werden, welche von der Stiftung wiederum als Beiträge für sinnvolle Projekte eingesetzt werden können. Auerwildpopulation SZ – GL – ZG Auch bei den laufenden Projekten waren Erfolge zu verzeichnen. Im Kanton Schwyz wurde im vergangenen Jahr zusammen mit den Nachbarkantonen Zug und Glarus ein Projekt zur Bestimmung der Populationsgrösse des Auerwildes gestartet. Zu diesem Zweck wurden über 1000 Kotproben gesammelt und genetisch ausgewertet. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Mit einem Bestand von 155 bis 160 Tieren zählt das Gebiet zu einer der grössten Auerwildpopulationen in der Schweiz. Die Studie zeigt, dass die waldbaulichen Massnahmen des Kantons Schwyz für diese Wildart in die richtige Richtung gehen. In Zukunft wird vermehrt darauf geachtet, dass die Kernzonen vor Störungen geschützt und die Vernetzung der einzelnen Gebiete sichergestellt werden.

Möglichkeit, unter bestimmten Umständen eine Ausnahme zu gewähren. Die Schweiz erlaubt die Mitnahme von Munition (Patronen für Handfeuerwaffen) im registrierten Gepäck, sofern die Anforderungen der Sicherheitsbestimmungen der ICAO (Anhang 18 und technische Instruktionen Teil 8 Kapitel 1) eingehalten sind, d.h. sofern die Munition sicher verpackt ist, in Bruttomengen von höchstens 5 kg pro Person und zum persönlichen Gebrauch dieser Person. Der Passagier ist verpflichtet, das betreffende Luftverkehrsunternehmen entsprechend zu informieren und dessen Genehmigung vorgängig einzuholen. Damit bleibt in der Schweiz die bisherige Regelung grund-

sätzlich weiterhin anwendbar. Wir weisen aber darauf hin, dass die Regeln zum Transport von Munition unter einem Security-Gesichtspunkt weltweit nicht harmonisiert sind und auch die Mitgliedstaaten der EU nicht verpflichtet sind, solche Ausnahmen zu gewähren, so dass sich im Transfer Probleme ergeben können. Wir empfehlen Ihnen daher, sich über die geltenden Regeln für den Transport von Munition im allfälligen Transferland genau zu informieren. Dabei kann Sie bestimmt das von Ihnen für die Beförderung gewählte Luftverkehrsunternehmen unterstützen. JagdSchweiz

Gämsblindheit im Euschelsgebiet FR Nach einer Dauer von 10 Jahren geht im Kanton Freiburg ein weiteres Projekt zu Ende. Zu Beginn des Projekts waren im Euschelsgebiet schwere Fälle von Gämsblindheit zu verzeichnen. Durch die regelmässige Nutzung mit Schafherden war sowohl der Tierbestand, als auch die Fauna, in einem bedenklichen Zustand. Die Stiftung Naturland hatte damals die Weiden in den oberen Höhenlagen für 10 Jahre gepachtet und vor Schafen geschützt. Unter wissenschaftlicher Begleitung wurden die Veränderungen beim Wildbestand und der Fauna beobachtet. Im Jahre 2004 hatte Silvan Rüttimann seine Studienarbeit darüber geschrieben. In diesem Jahr wird zu diesem Projekt von Dr. Marco Giacometti noch der

Schlussbericht erstellt. Dieser wird von verschiedenen Seiten mit Spannung erwartet. Biotophege UR Auch im Kanton Uri konnte im vergangenen Jahr ein Projekt abgeschlossen werden, welches unter der Rubrik «Lebensraumgestaltung» angesiedelt wurde. Die saisonalen Wildwanderungen führen in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen auf der Nord-Süd-Achse (Autobahn und SBB). Durch die gezielte Schaffung von Äsungsflächen konnten die Wanderungen verringert und somit das Unfallpotenzial gesenkt werden. Schneeschuh-Trails VS Im Wallis hat die Stiftung ein Projekt unterstützt, welches die Aktivitäten von Schneeschuhläufern «kanalisiert». Mit

Spannende Erzählungen des Geologen Peter Amacher im Schloss A Pro in Seedorf.


CH

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) und der Verband Waldwirtschaft Schweiz (WVS) sind mit dem Schlussbericht «Der Wandel der Biodiversität in der Schweiz seit 1900 – Ist die Talsohle erreicht?» des Forschungsprojekts von Agroscope und des Forums Biodiversität nicht einverstanden. Schon gar nicht nachvollziehen können sie die daraus abgeleiteten politischen Forderungen. Die Studie blendet den im internationalen Vergleich hervorragenden Stand der Biodiversität in der Schweizer Land- und Waldwirtschaft weitgehend aus. Es muss der Schluss gezogen werden, dass die Ergebnisse des Berichts mehr politisch denn sachlich motiviert sind.

Anwesende Stiftungsräte (vlnr): Othmar Käslin (NW, Sekretär), Roger Bisig (SZ), Alfred Meier (ZG, Kassier), Alexander Kubli (GL), Roger Gmünder (AI), Florian Eggel (VS), Beat Zgraggen (UR), Philippe Volery (Präsident). Hinweistafeln werden dabei die vertretbaren Routen beschildert und auf die Wildruhezonen aufmerksam gemacht. Das Projekt ist als Erfolg zu werten und in der Zwischenzeit sind bei der Herstellerfirma weitere Bestellungen für Beschriftungstafeln eingetroffen. Weitere Projekte sind kurz vor dem Start. Ein innovatives Team aus dem Appenzell hat es sich zum Ziel gemacht, Kurzfilme über die Themenkreise Jagd, Lebensraum Wild und Störung durch Freizeitaktivitäten herzustellen. Leider kann die Stiftung nicht die ganze Finanzierung übernehmen – dies würde die Möglichkeiten übersteigen. Aus diesem Grund ist das Team noch auf der Suche nach weiteren Sponsoren, bevor die Dreharbeiten beginnen können. Anlässlich der StiftungsratSitzung wurden weitere interessante Projekte vorgestellt. Bei einigen müssen jedoch noch weitere Abklärungen gemacht werden. Schliesslich muss sichergestellt werden, dass die

zur Verfügung stehenden Gelder sinnvoll und stiftungskonform gesprochen werden. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Stiftung Naturland eine willkommene Anlaufstelle für kleinere und mittelgrosse Projekte darstellt. Die Erhaltung und Schaffung von Lebensräumen für wildlebende Tiere – dies ist das Ziel der Stiftungsaktivitäten. Auch nach der Sitzung warteten spannende Momente auf den Stiftungsrat. Ein Besuch des Urner Mineralienmuseums im wunderschönen Schloss A Pro in Seedorf stand auf dem Programm. Aus seiner Zeit als Mineralien-Verantwortlicher beim Bau des NEAT-Tunnels wusste der Geologe Peter Amacher viel Interessantes zu erzählen. Nach seinem spannenden Vortrag konnten die Neat-Schätze bewundert werden, welche beim Bau des Stollens vor der riesigen Tunnel-Fräse gerettet werden konnten. Othmar Käslin Sekretär der Stiftung Naturland

Biodiversität in der Schweizer Landwirtschaft Die Schweizer Landwirtschaft hat in den letzten 20 Jahren grosse Anstrengungen zur Förderung der Biodiversität unternommen. Im erwähnten Schlussbericht wird die Landwirtschaft jetzt aber an erster Stelle für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich gemacht. Der SBV ist mit dieser Beurteilung nicht einverstanden. Heute werden 98% der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Anforderungen für den Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) bewirtschaftet. Seit 2001 ist mit der Ökologischen Qualitätsverordnung eine weitere Grundlage für die Aufwertung der ökologischen Flächen in Sachen Qualität und Vernetzung In Kraft. Darüber hinaus wurde der Verbrauch von Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln seit 1990 drastisch reduziert. Weiter produzieren heute zehn Prozent der Schweizer Bauern nach Biorichtlinien und weitere zwei Drittel nach der Integrierten Produktion. Die Schweizer Bauernfamilien erbringen damit zusätzliche öko-

logische Leistungen weit über das von der Politik vorgegebene Mass hinaus. Alle diese Argumente zeigen: Die Schweizer Landwirtschaft nimmt ihre Verantwortung für die Natur wahr. Der Schweizer Landwirt weiss, dass er für eine nachhaltige Produktion auf eine grosse Artenvielfalt angewiesen ist. Der Vorwurf, primär die Landwirtschaft sei für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich, ist aus Sicht des SBV deshalb unhaltbar. Vielmehr scheint es, als hätten die Autoren des Schlussberichts ihre Augen bewusst vor einer anderen Tatsache verschlossen: Durch den Siedlungs- und Strassenbau gehen heute in einem ungeheuren Ausmass wertvolle Grünflächen definitiv verloren, welche für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig wären. Dieser Kulturlandverlust ist heute aber in keiner Art und Weise an Auflagen zur Förderung der Biodiversität gebunden. Besteht nicht in erster Linie hier konkreter Handlungsbedarf? Biodiversität in der Schweizer Waldwirtschaft Gemäss dem am 16. März 2010 von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlichten Schlussbericht des dritten Landesforstinventars (LFI3) wird der Schweizer Wald immer naturnaher, verjüngt sich vermehrt natürlich, weist einen stetig kleineren Anteil fremdländischer Baumarten auf und erfährt eine laufende Zunahme der Baumartenund Strukturvielfalt. Zudem ist der Totholzanteil in den letzten Jahren um 80 Prozent gestiegen. Auch der jüngste Zwischenbericht des Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM) von 2009 stellt dem Schweizer Wald ausgezeichnete Noten aus. Umso befremdlicher sind Schweizer Jäger 6/2010

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Bund und Kantone

Hoher Stand der Biodiversität


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für den WVS die Schlussfolgerungen des Forums Biodiversität für den Wald. Die Forderung nach noch mehr Totholz und einem Flächenziel für Waldreservate, welches über den breit abgestützten Konsens von 10 Prozent der Waldfläche hinausgeht, sind sachlich unbegründet und schiessen weit über das Ziel hinaus. Der Erhalt und die Förderung der Biodiversität ist bereits heute nicht nur eine wichtige Leitlinie der Schweizer Waldwirtschaft, sondern auch der Waldgesetzgebung und Waldpolitik. Hinzu kommt, dass gegen 60 Prozent der Waldfläche gemäss FSC oder PEFC zertifiziert sind. Diese beiden Labels legen ein besonderes Gewicht auf die Biodiversität. Fazit Die im Bericht erhobenen Forderungen gegenüber der Land- und Waldwirtschaft sind vor dem Hintergrund der laufenden Ausarbeitung der «Biodiversitätsstrategie Schweiz» mehr politisch motiviert denn sachlich begründet. Der Bericht widerspricht verschiedenen anderen Studien, welche der Schweizer Land- und Waldwirtschaft in Sachen Biodiversität ein gutes Zeugnis ausstellen. Die gros-

sen und oft über das gesetzliche Mass hinausgehenden Anstrengungen der Schweizer Bauern, Waldeigentümer und Forstleute für die Biodiversität werden denkbar schlecht honoriert. Im Gegenteil: Der Bericht mit seinen Forderungen

schadet unnötigerweise dem Image der Schweizer Landund Waldwirtschaft. Der SBV und der WVS beurteilen den Bericht als ungerechtfertigt und unverantwortbar. www.wvs.ch www.sbv-usp.ch

Nationalpark mit neuer Internetseite Der Schweizerische Nationalpark (SNP) hat seine Internetseite www.nationalpark.ch vollständig überarbeitet. Die neue Website bietet allen Nationalparkinteressierten umfassende Informationen in fünf Sprachen, zahlreiche grossformatige Bilder und interaktive Karten. Der Auftritt wurde zusammen mit der Churer Firma Clickwerk realisiert. Seit 1996 bietet der Nationalpark allen Interessierten Informationen im Internet an. Was damals pionierhaft war, wird heute allgemein erwartet. Mit 200 000 jährlichen Besuchern ist das Internet auch für den SNP zum wichtigsten Informationsmedium geworden.

Inzwischen greifen auch immer mehr Gäste mit mobilen Geräten von unterwegs auf die Seite zu, und dies in verschiedenen Sprachen. Entsprechend sind Aktualität und Benutzerfreundlichkeit zentrale Ansprüche an die neue Seite. Umfassende romanische Version Im Rahmen eines Evaluationsverfahrens hat sich der SNP für die in Chur ansässige Firma Clickwerk als geeigneten Partner entschieden. Der Grundraster der Homepage umfasst die 3 Teile «Besuchen», «Natur» und «Wissenschaft». Diese repräsentieren die drei Hauptziele des Natio-

nalparks: Naturschutz, Forschung und Information. Besucher erhalten vielfältige Informationen zu Tieren, Pflanzen und Lebensräumen und zu deren Entwicklung. In der Rubrik «Über uns» erfahren die Nutzer mehr über die Grundlagen des Parks, seine Organisation und seine Entwicklung. Gesamthaft umfasst die neue Website über 1000 Inhaltsseiten und 300 breitformatige Fotos. Die romanische Version dürfte eine der umfangreichsten Seiten sein, die im Internet zu finden ist. Neue Wanderhilfe Die neue Internetseite soll vor allem auch potenziellen Nationalparkbesuchern dienen. Unter anderem bietet sie eine Wanderweg-Suchhilfe mit Kriterien wie Höhendifferenz, Dauer und Schwierigkeit. Die Besucher finden zudem Informationen über den Zustand der Wege, Wetterberichte, Webcams und einen Shop mit Informationsmitteln. Durch das Abonnieren des kostenlosen SMS-News-Service erhalten die Gäste auch während ihres Besuchs Informationen zu Natur und Angeboten. www.nationalpark.ch

Aufruf: Alte Jagdwaffen gesucht Im Schweizerischen Jagdmuseum auf Schloss Landshut in Utzenstorf ist die international bestbekannte Jagdhistorische Sammlung Dr. René La Roche beheimatet. Sie zeigt viele einzigartige Kostbarkeiten und bietet einen einmaligen Einblick in das frühe Jagdwaffen-Kunsthandwerk. Was nun in der Museumspalette noch fehlt, sind die in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert auf der Jagd verwendeten Waffen. Es geht dabei nicht um die prunkvollen Waffen aus den ausländischen Waffenschmieden, sondern in erster Linie um Waffen, die in der Schweiz

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hergestellt oder auf schweizerische Bedürfnisse abgeändert worden sind, wie zum Beispiel abgeänderte Armeewaffen. Gesucht werden deshalb Flinten, Büchsen und kombinierte Waffen, vorwiegend Büchsenflinten, Drillinge und Vierlinge. Im Museumsbestand fehlen vor allem «einfache» Waffen, die auf der volksnahen Jagd im Einsatz standen, die so genannten Bauernwaffen. Es ist durchaus möglich, dass in den Gewehrschränken von Jägern und ehemaligen Jägerfamilien noch Waffen stehen, die nicht mehr gebraucht werden und die unbemerkt vor sich hin schlummern. Diese könnten dem Schweizer Muse-

um für Wild und Jagd entweder als Geschenk oder auch als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. Selbstverständlich würden die Donatoren auf Wunsch namentlich erwähnt. Es ist uns aber auch ein grosses Anliegen, dieses Kulturgut der Schweizer Jagd vor der Verschrottung zu retten, sind doch bei den kürzlich stattgefundenen kantonalen Sammelaktionen schon mehrere Jagdwaffen abgegeben und entsorgt worden, die wir gerne im Museum gezeigt hätten. Die Museumsleitung übernimmt selbstverständlich alle Formalitäten, die heute im Zusammenhang mit Jagdwaffen

von den Behörden verlangt werden. Die Herren Andreas Ryser (Konservator) und Jakob Meier stehen Ihnen gerne für Auskünfte zur Verfügung und würden die Waffen auch bei Ihnen abholen. Der Museumsausschuss dankt allen, die sich zu Gunsten der Museumssammlung von ihren Waffen trennen können, schon jetzt recht herzlich. Kontakt: Andreas Ryser, Tavelweg 21, 3006 Bern, Telefon 031 352 57 95, a.ryser@kora.ch; Jakob Meier, Büelstrasse 24, 8103 Unterengstringen, Telefon 044 750 10 50


Urs Wegmann übernimmt das Präsidium der Swiss Rangers. Der 38-jährige Bassersdorfer leitet die GreifenseeRanger. Mit Nicole Aebli ist zudem der Wildnispark Zürich neu ebenfalls im Vorstand vertreten. Am 31. Juli begehen die Swiss Rangers zudem erstmals den International Ranger’s Day. «Swiss Rangers» ist der Zusammenschluss für professionelle Ranger, Naturschutzaufseher und Parkwächter. An der Generalversammlung am 8. Mai in Muntelier bei Murten haben die Ranger ihre teilweise neue Verbandsführung bestimmt (siehe unten). Der Berufsverband setzt sich seit 2008 ein für die Anerkennung des Berufsbildes der Ranger. Aktivitäten In vielen Naturschutzgebieten, aber auch in Forst- oder Jagdrevieren, Naturparks oder ländlichen Ferienregionen sind Personen im Einsatz, die Ranger-Aufgaben übernehmen. Die «klassischen» Aufgaben für Ranger sind Besucherinformation, Betreuung und Aufsicht von Schutzgebieten. Hier sorgen sie freundlich aber bestimmt dafür, dass die Schutzverordnungen umgesetzt werden und die Besucher sich an die gültigen Regeln halten. Sie leiten aber auch Exkursionen, Kurse und Workshops für Interessierte – von der Schulklasse bis zur Seniorengruppe. Ranger sind zudem gefragte Partner bei der Planung von Besucherlenkungsmassnahmen, touristischen Angeboten in der Natur oder Outdoor-Aktivitäten aller Art. Internationaler Ranger-Tag Die Swiss Rangers treten dieses Jahr erstmals mit einer gemeinsamen Aktion an die Öffentlichkeit. 31. Juli ist der Internationale Ranger-Tag, an dem sich Ranger von Afrika bis Kanada der Öffentlichkeit präsen-

tieren. Auch in der Schweiz werden an verschiedenen Standorten Aktionen durchgeführt (eine entsprechende Medienmitteilung erfolgt rechtzeitig). Mitglieder Die Swiss Rangers vereinen rund 40 Männer und Frauen unter ihrem Dach. Die Mitglieder sind alle entweder Absolventen des Ranger-Lehrganges am Bildungszentrum Wald Lyss oder verfügen über eine gleichwertige Ausbildung oder Berufserfahrung. Aktuell beträgt das Mitgliederpotenzial für den sehr kleinen Berufsstand 60 bis 70 Personen. Vorstand Der Vorstand setzt sich aktuell wie folgt zusammen:

Der neue Vorstand der Swiss Rangers an den Ufern des Murtensees (von links): Pascal Balmer (mit Hund Giallo), Nicole Aebli, Urs Wegmann, Andreas Zurbuchen. – Präsident Urs Wegmann leitet die Greifensee-Ranger und ist Geschäftsführer der Firma «Wald-Mensch». – Aktuarin Nicole Aebli arbeitet als Ranger im Wildnispark Zürich, dem ersten Naturerlebnispark der Schweiz. – Kassier Andreas Zurbuchen amtet als Aufsichtsperson

in der Moorlandschaft Habkern-Sörenberg. – Pascal Balmer (Koordinator für die Romandie) ist Aufseher der Naturschutzgebiete am Südufer des Neuenburgersees. Für weitere Informationen: Urs Wegmann, urs. wegmann@wald-mensch.ch, 079 704 73 82, 044 942 12 10, www.swiss-rangers.ch

Kapitale Trophäen Gamsbock Gross ist die Freude, wenn ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann, wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung einer Population von grosser Bedeutung sind. Der «Schweizer Jäger» bietet den Service der Trophäenbewertung weiterhin an. Mit Ruedi Suter, Muotathal, und Röbi Nigg, Gersau, konnten dafür zwei anerkannte Juroren gewonnen werden. Damit die Bewertung transparent wird und die Leserschaft daraus lernen kann, publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto. Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken Sie diese gut verpackt und eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436 Muotathal. Notieren Sie neben Ihrem Namen diejenigen Angaben, die Sie auf dem Bewertungsblatt erwähnt haben wollen.

Bei grossen Trophäen und Vollpräparaten vereinbaren Sie mit Ruedi Suter einen Termin (Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung der Trophäe und detailliertes Bewertungsblatt mit Foto kostet Fr. 40.–. Bitte diesen Betrag beilegen. Die Veröffentlichung im «Schweizer Jäger» geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.

Erleger: Roland Fässler, Unteriberg SZ Datum: September 2009 Messung

Durchschnitt

Faktor

Punkte

Schlauchlänge links 26.1 cm 26 x 1.5 39.000 rechts 25.9 cm Höhe 15.5 cm x1 15.500 Umfang des 8.9 cm x4 35.600 stärksten Schlauches Auslage der Krucke 15.5 cm x1 15.500 Effektive Auslage 16.7. Für Berechnung max. die Höhe relevant. Zuschläge: Alter 9½.jährig 0–3 P. 1.000 Abzüge für Pechbelag 0–5 P. 0.000 Gesamtsumme 106.600 Schweizer Jäger 6/2010

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Neue Führung für die Schweizer Ranger


FR

Den Bündnern bin ich neidisch. Nicht nur der soliden Hirschbestände wegen, oder weil Meister Petz den Nationalpark ab und zu mit seinen Besuchen beehrt (obwohl letzteres offensichtlich nicht von jedermann goutiert wird, wie die Geschehnisse der jüngeren Vergangenheit zeigen). Nun wurde bei Domat-Ems, im oberen Rhein, sogar wieder ein Fischotter wahrgenommen. Weiss Gott, woher der kommt. Putzig und wendig sind die flinken Fischer alleweil. Wer schon einmal das Glück gehabt hat, ihnen beim Wasser-

GE

NE

JU

ballett zuzuschauen, wird dieses Schauspiel wohl nicht so schnell vergessen. Häbet Sorg, rufe ich den Bündnern zu und auf dass die Fischer, die zweibeinigen, nun nicht schon mit der Jammerei anfangen, der Fischotter würde ihnen die Beute wegschnappen. Letztes Jahr, man erinnert sich, wurde in der Nähe des Murtensees ein Otterpaar gefangen, welches – illegalerweise ausgesetzt – dort allerdings nicht hingehörte. Heute erfreuen Chico und Lulla die Besucher eines Neuenburger Tiergartens.

Vogelinsel www.wasservoegel.ch Rund zweihundert Lachmöwenpaare, einige Flussseeschwalben und die seltene Schwarzkopfmöwe brüten auf einer Kiesinsel am Rapperswiler Seedamm. Die ersten Jungmöwen sind bereits geschlüpft. Dank einzigartiger Funkübertragung der Bilder einer ferngesteuerten Videokamera kann das Brutgeschehen im Internet live verfolgt werden unter www. wasservoegel.ch. Der Fussgänger-Holzsteg Rappers-

wil–Hurden ermöglicht Besuchern direkten Blick auf die Kiesinsel und zusätzliche Brutflosse in geringerer Distanz. Dieses Projekt wurde von der Hochschule für Technik Rapperswil (Institut für Internet-Technologie und -Anwendungen), der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, dem Natur- und Vogelschutzverein Rapperswil-Jona und der cnlab AG realisiert.

Bild: Beat Walser

Bund und Kantone

Lettre de la Romandie

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Die Lachmöwen – während der Brutzeit mit schokoladebraunem Kopf – sammeln Schilfhalme als Nestunterlage für ihre meist drei Eier.

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5-jähriges Hasen-Moratorium im Kanton Jura Das jurassische Parlament hat entschieden. Ende Feuer auf die Langohren, für die Dauer von fünf Jahren. Die FCJC (Fédération cantonale jurassienne des chasseurs) gibt sich betroffen. Warum gerade jetzt ein solcher Entscheid? Die Hasenproblematik im Kanton sei seit über dreissig Jahren bekannt, macht der Verein geltend. Die jurassischen Jäger gelangten bereits in den Jahren 1995 und nochmals 2003 mit konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung des Hasenhabitats an die Behörden, indes, die Mahnrufe der Grünröcke wurden von der Obrigkeit nicht vernommen. Jetzt folgt der Kahlschlag seitens der Regierung, in vollem Bewusstsein um die ablehnende Haltung der Jäger. Ohne die Argumente (und früheren Vorschläge) der Jägerschaft überhaupt in Betracht zu ziehen, aber auch ohne Hinweis auf die entstehenden Kosten, wollen die Behörden nun ihr eigenes Massnahmepaket schnüren. Die jurassischen Jäger fühlen sich übergangen … und, ja, auch über den Tisch gezogen. Denn gleichzeitig stellt man ihnen eine 5-prozentige Erhöhung der Patentgebühren in Aussicht. Das, nachdem der zuständige Minister, Laurent Schaffter, an der Generalversammlung noch andere Töne von sich gegeben hatte: «Die Jäger allein», so Schaffter damals, «sollen nicht für die ganze Rechnung der Wildschäden aufkommen müssen». Zwischen 2008 und 2009 notiert man im Kanton Jura übrigens einen 10%-igen Rückgang an Patentbezügern. Lakonischer Kommentar der Jägergemeinschaft: «Die getroffenen Massnahmen sind bedauernswert. Sie untergraben den offensichtlichen Willen der Jäger zur zukünftigen Zusammenarbeit mit den Behörden.» Agenda Ein Blick auf die Jagdplanung des Kantons Waadt, Ausgabe 2010/2011, zeigt folgendes:

Die Jagd auf das Niederwild wird zwischen dem 1. und 29. 10. jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag über die Bühne gehen. Wie in früheren Jahren, wird der Waadtländer Nimrod jedoch bereits ab dem 2. September den Wildschweinen nachstellen dürfen, während der Dauer von fünf Monaten, bis Ende Januar 2011. Auch gegen anfangs September kommen jene Glücklichen zum Zuge, welche sich für das Jahr 2010 eine Spezialbewilligung zum Abschuss eines Steinbocks gesichert haben. Wie immer, findet die offene Jagd auf die Gämse im Alpenraum Mitte September statt, genau am 16. und 17. sowie vom 20.–24. September. Die Spezialjagden auf die Juragämse und die Hirschjagden unterliegen speziellen Daten. Jeder, der Flinte oder Gewehr in Wald und Flur mitführt, tut gut daran, Daten (und Bestimmungen) genau zu studieren. Dies gilt in der Waadt speziell für die Flugwild-Jäger, denn gerade für die verschiedenen Seen (Neuenburger-, Genfer-, Murtensee, teilweise aufgrund von Konkordats-Abmachungen mit den Grenzkantonen), unterscheiden sich die Vorschriften. Für die Waadtländer Jagdplanung der folgenden fünf Jahre soll sich Neues anbahnen. Davon jedoch in einem späteren Brief. Dieser Schreiber hat dieser Tage verheissungsvolle Post mit Absender Kanada erhalten. Gegen Ende September darf ich in Neu Brunswick (Ostkanada) zur Elchjagd antreten, ein ganz besonderer Leckerbissen. Die Elchjagd unterliegt einem Lotterieverfahren: Selig sind die, welche von der Göttin Fortuna geküsst werden. Sollten auch Sie sich einmal für die durchaus preiswerte und nachvollziehbare Elchjagd im Osten Kanadas interessieren, stehe ich Ihnen für entsprechende Auskünfte gerne zur Verfügung. stuckjohn@hotmail.com


Neuverpachtung Aargauer Jagdreviere Aargauer Jagd wird rund 30% günstiger Nach Inkrafttreten der neuen Jagdgesetzgebung per 1. Januar 2010 erfolgt bis Ende 2010 die Neuverpachtung der aargauischen Jagdreviere. Der Kanton überträgt dabei das Recht zur Ausübung der Jagd und die damit verbundenen Pflichten revierweise an Jagdgesellschaften. 210 Jagdreviere werden öffentlich ausgeschrieben und für die Dauer von acht Jahren verpachtet. Jagdgesellschaften in der Rechtsform eines Vereins können sich bis am 11. Juni 2010 um ein Jagdrevier bewerben. Das für die Jagd zuständige Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) nimmt anschliessend die Verpachtung der Jagdreviere vor.

Die Jagdreviergrenzen berücksichtigen insbesondere jagdliche und wildbiologische Kriterien und werden durch den Regierungsrat festgelegt. Dieser legt ebenfalls auf Beginn einer neuen Pachtperiode die jährlichen Pachtzinseinnahmen fest. Das BVU beschliesst auf Antrag der kantonalen Jagdkommission die Pachtzinsen für die einzelnen Reviere. Dieser orientiert sich an der jagdlich nutzbaren Fläche und der Beschaffenheit des Reviers. Insgesamt beträgt die jährliche Pachtzinssumme 1.2 Millionen Franken. Damit wird die Aargauer Jagd rund 30% günstiger als in der ablaufenden Pachtperiode 2002 bis 2010. Weitere Informationen sind abrufbar unter: http:// www.ag.ch/jagd_fischerei/de/pub/aktuell.htm

Wer jagen will, muss früh aufstehn! Generalversammlung AJF in Möhlin, 25. April 2010 Der äussere Rahmen hätte nicht besser sein können. Am ersten Frühsommertag, die Kirschbaumblüte in voller Pracht, fanden am Sonntagmorgen um acht Uhr über 350 wohlgelaunte Jäger und Gäste den Weg nach Möhlin zum wichtigsten Anlass des Verbandsjahres, der Jägerlandsgemeinde. Umrahmt von den lauschigen Tönen der «Fricktaler Jagdhornbläser» gingen in der festlich geschmückten Turnhalle Fuchsrain (Nomen est omen) die statutarischen Traktanden diskussionslos über die Bühne. Ebenso wurden sowohl der Jahresbericht von Präsident Erhard Huwyler, als auch derjenige von Geschäftsführer Otto Merki, welcher «als Magister der Konten und Zahlen» fachkundig über die Finanzen

Rechenschaft ablegte, einstimmig genehmigt, was vom Vertrauen der Jägerschaft in ihre Verbandsführung zeugt. Jost Lehner, welcher auf die heutige Versammlung seinen Rücktritt eingereicht hat – er gehörte dem Vorstand 17 Jahre an, die letzten 6 Jahre als Vizepräsident und Verantwortlicher für die Jungjägerausbildung – wurde für seinen grossartigen Einsatz im Dienste der Jagd

von der Versammlung einstimmig mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Der Abschied vom bisherigen verdienten Vizepräsidenten fiel etwas leichter, weil mit einem jungen, schneidigen Umwelthistoriker und Umweltwissenschafter, dem 35-jährigen Dr. Raphael Schmid, ein kompetenter Nachfolger gewählt werden konnte. Sieben Jagdaufsehern wurde für ihr langjähriges und verdienstvolles Wirken herzlich gedankt und ihnen eine Ehrenurkunde überreicht. Max Koch aus Wohlen, seit 50 Jahren Jagdaufseher in den Revieren Wohlen und Dottikon, wurde für sein Lebenswerk im Dienste der aargauischen Jagd mit Urkunde und Früchtekorb geehrt und durfte den wohlverdienten Dank der Jägerschaft entgegennehmen. Ein Thema, das die Jägerschaft in den kommenden Monaten beschäftigen wird, ist die Neuverpachtung der 210 Aargauer Jagdreviere für die Jahre 2011–2018. Die Pachtzinsen für die einzelnen Reviere orientieren sich an der jagdlich nutzbaren Fläche und der Beschaffenheit des Reviers. Insgesamt beträgt die jährliche Pachtzinssumme 1,2 Millionen Franken. Damit wird die Aargauer Jagd, in Würdigung der durch die Jäger erbrachten Leistungen, rund 30 Prozent günstiger als in der ablaufenden Pachtperiode 2002 bis 2010, was positiv aufgenommen wird.

Rotwild willkommen Mit einem sachlich gehaltenen Kurzreferat und Erfahrungsbericht unter dem Titel «Das Rotwild erobert das Mittelland» wusste Heinz Studer, Revierförster «Bibber-Amt» (Längwald), den Grünröcken, aber auch den Forstleuten und Waldbesitzern, einige ihrer Ängste zu nehmen. Zum Thema Rotwild hat sich die Sektion Jagd und Fischerei dahingehend geäussert, dass der Rothirsch im Kanton Aargau grundsätzlich zu schonen ist, bis der Massnahmenplan gemäss § 13 Abs. 2 der neuen Jagdverordnung festgelegt ist. An dessen Ausarbeitung werden sich alle betroffenen Kreise und Verbände beteiligen können. Zuerst also müssen erste Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen werden. Die Jäger haben damit keine Mühe und sehen dem Rothirsch nicht grundsätzlich als Schädling entgegen, sondern gewähren ihm selbstverständlich eine vorübergehende Schonung, die er fairerweise auch verdient. Das Rothirschmanagement im Kanton Aargau wird sich zweifellos auch an den Strategien benachbarter Kantone orientieren müssen. So ist in den Kantonen Bern, Baselland, Solothurn, Zug und Zürich der Rothirsch geschützt oder wird systematisch geschont, diese Kantone fördern also die Ausbreitung des Rotwildes. Otto Merki

Mit launigen Worten hiess der dynamische Gemeindeammann Fredy Böni die grosse Gästeschar in seiner Gemeinde, liebevoll «Meli» genannt, herzlich willkommen und stellte sein Dorf kurz vor, das unter anderem mit dem Slogan «wo die Natur zu Hause ist» beworben wird und auch sonst einige Reize aufweist.

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Die Frage wurde ausführlich diskutiert an der Hauptversammlung des Ausserrhoder Hochjagdvereins. Markus Zellweger wurde als Nachfolger von Peter Rinderknecht als Hege-Obmann gewählt. In seiner Begrüssungsrede stellte Präsident Hanspeter Gantenbein fest, dass sich ein grosser Teil der modernen Städter so weit von der Natur und ihren Gesetzmässigkeiten entfernt hat, dass die natürlichen Zusammenhänge nicht mehr verstanden werden. Er nahm damit bereits einen Teil des Themas vorweg, das später eingehend diskutiert wurde. Neben den üblichen Traktanden befasste sich die Versammlung nämlich mit einem «Dauerbrenner», mit der überall kontrovers diskutierten Frage der Winterfütterung. Es ist den Jägerinnen und Jägern durchaus klar, dass die Hirsche eigentlich in der Lage wären, auch strenge Winter zu überleben, denn in der kargen Winterzeit verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Nahrungsbedarf nimmt ab. Wenn also ein Tier den Winter nicht übersteht, dann ist das zwar bedauerlich, entspricht aber dem Grundsatz der natürlichen Auslese. So überleben nur die starken und gesunden Tiere, und die Schwachen dienen dem Raubwild als Nahrung. Das System funktioniert aber nur in völlig ungestörten Landschaften, und die sind rar geworden. Der Freizeitdruck auf den Lebensraum des Wildes hat ganz andere Voraussetzungen geschaffen. Freerider, Variantenskifahrer und Schneeschuhwanderer nehmen nur ausnahmsweise Rücksicht auf die Ruhegebiete des Wildes, sodass die Tiere aufgescheucht werden und so wertvolle Energie für die Flucht vor den Störenfrieden verbrauchen, und deshalb wird meistens beschlossen, mit Fütterung die so verbrauchte Energie zu ersetzen.

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Schäl- und Verbissschäden Wenn aber an ungünstigen Standorten Futterstellen eingerichtet werden, ist die Gefahr gross, dass sich dort in der Umgebung zu viele Tiere versammeln, Bäume schälen und Jungpflanzen verbeissen. Dagegen wehren sich logischerweise die Förster und Waldbesitzer und verlangen höhere Abschusskontingente. Die Ausserrhoder Hochjäger beschlossen nach ausführlicher Diskussion, zwar nicht ganz auf die Fütterung zu verzichten, sich aber die neusten Erkenntnisse zu Nutzen zu machen. So soll nicht mehr obligatorisch die Ablieferung von Laubbüscheln verlangt werden. Dafür aber werden an geeigneten Standorten Heutristen aufgestellt. Das sind jene Ried- oder Wildheuhaufen mit einem Stecken in der Mitte. Der Zaun darum herum soll aber erst dann geöffnet werden, wenn die Nahrungssituation prekär wird. Zudem soll Prossholz zur Verfügung gestellt werden. Damit bezeichnet man abgehauene Weichholzäste oder gefällte, nicht allzu grosse Weisstannen, deren Reisig und Rinde von den Tieren sehr gerne angenommen werden. Ein neuer Hegechef Peter Rinderknecht hielt zum letzten Mal als Hegechef

Bild: Hans Hürlemann

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Ist die Winterfütterung sinnvoll?

Hans Ammann, Mitte, präsentiert dem neuen Hegechef Markus Zellweger, links, und dessen Vorgänger Peter Rinderknecht seine erste kapitale Hirschtrophäe. Rückschau auf die Jagdsaison. Die erste Jagdperiode brachte nicht den gewünschten Erfolg, denn die Temperaturen waren viel zu hoch. Erst nach zwei Nachjagden bis spät im Dezember wurde das Soll der Hirschabschüsse erfüllt, nämlich neun Stiere, elf Kühe und sieben Kälber. Der Gamsbestand ist stark zurückgegangen, darum sollten nur vier alte Böcke geschossen werden, was auch erfüllt wurde. Die Jäger leisteten gesamthaft 720 Stunden Hegearbeit beim Wildheuen auf Spitzli, Burket und Flor, beim Setzen von 45 Salzlecksteinen und mit dem Binden von Laubheubüscheln für die Futterstellen. Nach sechs Jahren im Amt reichte Peter Rinderknecht den Rücktritt ein. Er wurde mit Ap-

Vereinbarung zwischen drei Kantonen Jagdverwalter Willi Moesch konnte eine Vereinbarung zwischen den beiden Appenzell und dem Kanton St.Gallen vorstellen, die zu einem heiklen Thema Klarheit schafft. Es kann immer wieder vorkommen, dass ein angeschossenes Tier in den benachbarten Kanton oder ins Banngebiet flüchtet und dort verendet. Früher wurde das Vorgehen in den drei Kantonen unterschiedlich geregelt.Wenn das betreffende Tier korrekt und gesetzeskonform geschossen worden ist, überlässt die zuständige Behörde oder Jagdgesellschaft nach der neuen Übereinkunft das Tier dem nachsuchenden Jäger, ohne Kosten zu verrechnen. Die Nachsuche nach einem solchen Tier ist aber nur gestattet mit der Bewilligung des Wildhüters oder der zuständigen Behörde oder Körperschaft. Die Zusammenarbeit wird auch in anderen Bereichen immer bedeutsamer. Die Schaffung von wirksamen Wildruhezonen ist nur sinnvoll, wenn in grösseren Zusammenhängen geplant wird, und die Abschüsse von Gämsen sollen mit Innerrhoden koordiniert werden. Es geht da vor allem um das Grenzgebiet zum Kronberg. Die Anträge an die Jagdkommission über die Abschusskontingente werden unverändert vom Vorjahr übernommen, mit dem Unterschied, dass das so genannte Kerngebiet für die Hochjagd neu das ganze Gemeindegebiet von Urnäsch, Hundwil und Schönengrund umfassen soll. hn

plaus entlassen und einstimmig ersetzt durch den Forstwart Markus Zellweger. Grosse Treibjagden René Büchel berichtete über den Verlauf der drei Treibjagden, die wie der übrige Jagdbetrieb unfallfrei verliefen. Die Beteiligung war bei allen drei Gelegenheiten rekordverdächtig: jedes Mal waren mehr als 40 Jägerinnen und Jäger dabei. Eine derartige Teilnehmerzahl machte die Aufgabe für ihn als Leiter ziemlich heikel, denn es ist einleuchtend, dass mit steigender Teilnehmerzahl auch das Risiko grösser wird. Darum betonte René Büchel bei seinem Vortrag, wie wichtig es sei, dass sich alle, ob Treiber oder Schützen, genau an die Anweisungen halten. Die Standorte für die Schützen sind präzis festgelegt, denn es geht nicht nur um das freie Schussfeld, sondern auch um den Kugelfang. Darum müssen die Standorte zur rechten Zeit am vorgesehenen Ort bezogen und dürfen nicht vorzeitig verlassen werden. Bei einer der Treibjagden erlebte einer der Jäger eine unerwartete Begegnung mit einem Konkurrenten: Im Gebiet Kotnecker erschien vor einem der Treibjagdteilnehmer plötzlich ein ausgewachsener Luchs. Wer von beiden mehr erschrak, ist nicht überliefert. Hans Hürlemann, Urnäsch


Jungjäger bepflanzten Bachläufe

Einmalige Ausgangslage Die Liegenschaft «Stierweid» in der Gemeinde Herisau scheint wie geschaffen dafür, um in mehrjähriger Arbeit wieder in ein Paradies für einheimische Tier- und Pflanzenarten zurückverwandelt zu werden: in eine Senke zwischen sanfte Appenzeller Hügel gebettet, von Waldstreifen und -inseln bewacht und von kleinen Wiesenbächen durchgluckert. Bereits vor mehr als vier Jahren vereinbarten Vertreter des Kantonalen Amtes für Natur- und Landschaftsschutz, der damalige Hegeobmann des App. A. Rh. Patentjägervereins sowie der Besitzer Das Projekt «Stierweid» ist dank Weitsicht, Tatkraft und Idealismus aller Beteiligten zustande gekommen. Im Namen des Patentjägervereins App. A. Rh. möchte ich an dieser Stelle dem Grundeigentümer, den involvierten Kantonalen Stellen sowie den mitwirkenden Jagdkollegen, Jungjägern und Jungjägerinnen herzlich danken.

Dieter Schiess ein Programm zur langfristigen ökologischen Aufwertung. Ausgewogene Aufgabenteilung In den folgenden Jahren entstanden Hecken mit standortgerechten einheimischen Baum- und Straucharten, erfuhr der bereits vorhandene Bestand an Hochstammobstbäumen Zuwachs durch einzelne verstreute Neupflanzungen und entwickelten sich kleine Strauchinseln inmitten der naturnah bewirtschafteten Viehweiden. Die Kantonale Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz trug die Kosten für das Pflanzmaterial, die Jägerschaft bewältigte in Fronarbeit die Pflanzungen und der Besitzer übernahm den Unterhalt. Lehrstück für die Jungjäger In diesem Frühjahr konnte mit der Offenlegung von rund 700 m ehemaliger Wiesenbäche eine neue Etappe in Angriff genommen werden – bemerkenswert ist dabei, dass die Renaturierung ohne wasserbauliche Verbauungen auskam. Rund 12 Jungjäger standen kürzlich im Einsatz, um die Bäche an der Südseite mit einheimischen Baum- und Straucharten zu bepflanzen, beispielsweise Vogelbeere, Traubenkirsche, Schneeball, Holunder, Schwarzdorn oder Heckenrose zu bestocken. Damit soll nicht nur ein zusätzliches Landschaftsele-

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Es darf als besonderer Glücksfall bezeichnet werden, wenn ein Grundbesitzer eine ganze, rund 10 ha grosse, landwirtschaftliche Liegenschaft für ein Programm zur ökologischen Aufwertung zur Verfügung stellt. Und wenn sich dann kantonale Behörden, Jägerschaft und Besitzer zur längerfristigen Zusammenarbeit die Hand reichen, so ist der Boden für ein nachhaltiges Hegeprojekt bereitet.

Förster Martin Bärlocher erklärt den Ablauf der Hegearbeit.

Ein Gebüschstreifen von 2–3 m Breite soll die Wiesenbäche säumen. ment geschaffen werden, sondern durch die Beschattung des Wasserlaufes wird die Entwicklung typischer Pflanzengesellschaften begünstigt. Die Jungjäger schützen ausserdem die grösseren Jungpflanzen vor den Rehen, auf welche das Areal bereits grosse Anziehungskraft ausübt. Dank Fachkompetenz aus den Reihen der Jägerschaft war eine qualifizierte Vorbereitung und Durchführung gewährleistet – die Leitung teilten sich der Leiter der Jungjägerausbildung, Hans Baldegger, der lokale Förster, Martin Bärlocher, ebenfalls Jäger, sowie Dieter Balmer. Andres Scholl von der kantonalen Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz führte die Jungjäger in das Projekt ein. Im UNO-Jahr

der Biodiversität sei eine solche Gelegenheit zur Aufwertung von Lebensräumen besonders zu schätzen, strich er heraus. Er erläuterte anschaulich den ökologischen Nutzen von struktur- und grenzlinienreichen Arealen. Niemand musste Hunger leiden – der Liegenschaftsbesitzer bewirtete die Pflanzer mit einem bodenständigen Aser. Eine Arbeit, deren Früchte über Jahre reifen können, als Resultat wohlgefügter Zusammenarbeit zwischen Grundeigentümer, Behörden und Jägerschaft – ist dies nicht eine vielversprechende Perspektive für die Jagdanwärter? Michael Künzler Hegeobmann Appenzell Ausserrhoden

Links aussen: Auch Ausbildungsleiter Hans Baldegger (l) half tatkräftig mit. Links: Damit die Arbeit nicht «für die Katz» sein soll, bedürfen die Jungpflanzen des Schutzes. Die richtige Pflanztechnik erforderte Konzentration. Schweizer Jäger 6/2010

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BE

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Hegeaktion in Schwarzenburg

Hegeaktion des Jägervereins und des Ornithologischen Vereins Schwarzenburg Anfangs April besammelte sich eine Gruppe Jäger des Jägervereins Schwarzenburg, sowie drei Jungjäger von Hubertus Bern, mit dem Ziel, zwei Heckenpflanzungen vorzunehmen. Als erstes wurde im «Wasseracker» dem ausgefressenen und durch die Gemeinde Wahlern wieder hergestellten Bachlauf entlang eine Heckenpflanzung von ca. 100 Pflanzen vorgenommen. Die Pflanzen sollen dem wieder hergestellten Bachlauf durch ihre Wurzeln Stabilität geben. Zudem wird die dadurch entstehende Hecke für viele Kleintiere und Vögel zu einem wunderbaren Lebensraum heranwachsen. Nach getaner Arbeit offerierte uns der Landeigentümer

Niklaus Stettler ein «währschaftes» Znüni. Danke Niklaus! Nach der Pause erwarteten uns schon acht Mitglieder des Ornithologischen Vereins Schwarzenburg beim Steinbächli in der Winkelmatt, Dorfmatten, wo es noch einmal richtig zur Sache ging. Wiederum wurde dem Bachlauf entlang, welcher Ausfrassspuren von Gewittern und heftigen Niederschlägen zeigt, Sträucher und Bäume gepflanzt. Insgesamt wurden von 22 verschiedenen Gehölzarten 350 Stück gepflanzt. Am Schluss der Pflanzarbeiten wurden wir von der Familie Pulver, welcher das Landstück gehört, zu einem schmackhaften Mittagessen eingeladen. Herzlichen Dank im Namen aller Beteiligten!

Gemeinsame Hegeaktion zwischen Jägern und Ornithologen in Schwarzenburg. Das «Steinbächli» ist ein Fischaufzuchtbach des Fischereivereins Schwarzenburg. Der Zufall wollte es, dass ebenfalls auch der Fischereiverein, unter der Leitung des Försters Beat Rahmen, den Bachlauf pflegte. Dabei wurden die Sträucher zurückgesetzt, um ein elektronisches Abfischen der Jungfische zu erleichtern.

Für mich als Jäger und Fischer ist es eine Genugtuung mit zu erleben, wie sich verschiedene Interessensgruppen aus Jagd, Fischerei und Ornithologie für die Biodiversität einsetzen und sie nachhaltig schützen. Bravo, macht weiter so! Beat Schmid

Die gute Jagdvorbereitung des Berner Jägerverbandes

Die beiden Pirschgänge Rouchgrat und Susten des Berner Jägerverbandes finden wie gewohnt im August statt. An den beiden Pirschgängen 2009 konnten wir unter allen Teilnehmern eine Kugelbüchse auslosen. Im Namen der Schiesskommission des

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BEJV bedanken wir uns bei der Firma Steyr-Mannlicher für die grosszügige Spende einer Kugelbüchse pro Hunter 7x64. Dieses Gewehr wurde anlässlich des Sicherheitsgrundkurses 2010 für die Jungjäger im Jagdschiessstand Berg-

feld dem glücklichen Gewinner Otto Trachsel übergeben. Wir wünschen ihm viel Weidmannsheil mit der neuen Jagdwaffe! Wir hoffen auch dieses Jahr auf viele Teilnehmer an den beiden Pirschgängen 2010, denn dort kann man sich optimal auf die neue Jagdsaison vorbereiten. Auch dieses Jahr wird die Firma Steyr-Mannlicher wieder eine Kugelbüchse Pro Hunter Kaliber 30.06 im Wert von Fr. 2260.– sponsern, welche unter allen Teilnehmern ausgelost wird. Man schiesst aus jagdnahen Stellungen auf verschiedene Tierarten auf unterschiedliche Distanzen. Weidgerechtes, das heisst auch tierschutzgerechtes Jagen kann nur durch einen handwerklich perfekten Ge-

brauch von Flinte und Büchse erreicht werden. Jeder Schütze trägt die Verantwortung für die sichere Handhabung seiner Waffe und ist persönlich für den Zustand und die einwandfreie Funktion seiner Waffe verantwortlich. Wichtigster Grundsatz betreffend Handhabung der Waffen ist, jede Waffe ist stets als geladen zu betrachten, bis man sich persönlich durch die Entladekontrolle vom Gegenteil überzeugt hat. Wenn man sich die wenigen aber wichtigen Punkte zu Herze führt, so steht einer unfallfreien und erfolgreichen Jagd nichts mehr im Wege. In diesem Sinne wünsche ich euch guten Anblick und viel Weidmannsheil. Beat Jost, Präsident Schiesskommission BEJV


Ein Bild, das leider viel zu häufig angetroffen wird. Zuerst verfing sich diese trächtige Rehgeiss mit dem Kopf im Schafhag, brach sich dabei einen Vorderlauf, überschlug sich und verendete qualvoll nach langem verzweifeltem Befreiungskampf. Nicht nur Rehe, sondern auch Nachtvögel (Eulen), Füchse und sogar Hirsche werden unnötige Opfer von Stacheldraht, Drahtgeflechten oder Elektrozäunen.

Solche Bilder gaben Anlass zum Aufruf an die Landwirte, sich bei den Jägern für eine Biotophege-Aktion zu melden. In Gündlischwand erfolgte am 17. April ein solcher Hegeeinsatz des Jagdvereins «Hubertus Interlaken». Am 8. Mai 2010 leisteten dann Jäger des Jagd- und Wildschutzvereins Grindelwald einen Einsatz zur Gefahrenbeseitigung durch liegengelassene Schafzäune. Insgesamt konnten 750 m nicht mehr genutzter Schafhag entfernt werden. In unserem Gebiet wohl leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Zum Schutz unserer Wildtiere hoffen nun Wildhut und Jäger mit diesem Beispiel auf Signalwirkung. Sie bitten die Schafbesitzer, nicht mehr gebrauchte Zäune und Stacheldraht zu entfernen. H. Krebs, Jagd- und Wildschutzverein Grindelwald

Foto: Wildhüter Chr. Siegenthaler / Im Rohr

Hegeaktion des Jagd- und Wildschutzvereins Grindelwald vom 8. Mai 2010.

Wildunfälle im Strassenverkehr Bund und Kantone

Qualvoller Tod im Schafzaun

Foto: Wildhüter Chr. Siegenthaler

Ein weiteres Sorgenkind sind in der ganzen Schweiz die Wildunfälle im Strassenverkehr. Mit viel Aufwand versuchten Jäger bis anhin z.B. mittels CD’s die gefährdeten Abschnitte zu verblenden. Diese kostenlose Methode zeigte seine Wirkung. Unverständlicherweise will nun das Tiefbauamt des Kantons Bern das Aufhängen von CD’s verbieten. Angeblich würden die reflektierenden CD’s den Fahrzeuglenker blenden und irritieren. Es bleibt die Frage offen, ob der Zusammenprall mit einem Reh oder einem Hirsch den Autofahrer weniger irritiert. Diesbezüglich müsste man dann auch das Blitzen der Radarfallen verbieten. Leider wurde vom Kreisoberingenieur des Oberingenieurkreises I des Kantons

Bern direkt auch keine Alternativlösung oder entsprechende Unterstützung zum Kauf von Duftmitteln oder Wildwarngeräten geboten. Es bleibt weiter zu hoffen, dass die seit längerer Zeit aufgestellten offiziellen Wildwarntafeln zum Teil mit Blinklampen die Wirkung immer noch erzielen, um den Autofahrer zu angepasstem Tempo zu erinnern. Die Schweizer Jäger und die Wildhut möchten die Autofahrer bitten, auf den mit Wildwechsel gefährdeten Strassenabschnitten speziell in der Nacht und während den Sommermonaten mit besonderer Vorsicht zu fahren und sich von aufgehängten CD’s nicht irritieren zu lassen. H. Krebs, Jagd- und Wildschutzverein Grindelwald

Neue Berner Jägerinnen und Jäger Nun haben sie es endlich geschafft! Nach unzähligen Stunden Erarbeiten von theoretischen Kenntnissen und mindestens 50 geleisteten Hegestunden konnten die Kandidatinnen und Kandidaten vor Kurzem ihr Wissen an der theoretischen und praktischen Jägerprüfung unter Beweis stellen. Die Erfolgreichen wurden zur Brevetierungsfeier eingeladen, welche am 1. Mai 2010 im Jagdschloss Landshut in

Utzenstorf durchgeführt wurde. Bei bestem Jägerwetter durfte der Präsident der Berner Jagdprüfungskommission, Fred Bohren, in der idyllischen Umgebung des einzigen Jagdschlosses der Schweiz die 47 neuen Berner Jägerinnen und Jäger begrüssen. Der Vizepräsident, Michel Schindelholz, übernahm diesen Part für die Anwesenden aus dem Berner Jura.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Fred Bohren, dass die Erfolgreichen stolz auf das Erreichte sein dürften, gilt doch die bernische Jägerprüfung als eine der anspruchsvollsten überhaupt, gab aber auch zu bedenken, dass es für die praktische Ausübung der Jagd noch viel zu lernen gibt. Neben den Hauptakteuren durfte der Präsident auch etliche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft willkom-

men heissen. Unter ihnen der höchste Berner Jäger, Volkswirtschaftsdirektor und Regierungsrat Andreas Rickenbacher, welcher es sich nicht nehmen liess, die heiss begehrten Prüfungsausweise persönlich abzugeben. In seiner Rede unterstrich er unter Anderem die Wichtigkeit für eine gut funktionierende Jagd im Kanton Bern und rief den Empfängerinnen und Empfängern in Erinnerung, welche Schweizer Jäger 6/2010

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Bund und Kantone

Verantwortung sie in Zukunft bei der Ausübung ihrer Passion zu tragen haben. Der Respekt gegenüber dem Wild, der Natur und der nichtjagenden Bevölkerung sowie die Anwendung der ethischen Grundsätze stünden immer an erster Stelle. Für die musikalische Gestaltung waren die Gürbetaler Parforcehornbläser zuständig, welche mit ihren schönen Klängen gekonnt dem Anlass ein feierliches Ambiente verliehen.

Bevor es zum zweiten Teil überging, bedankte sich Fred Bohren bei den Organisatoren und Sponsoren für diesen Anlass und entliess die Anwesenden mit einem kräftigen Weidmannsheil ins Apéro. Alexander Wittwer, Administrator Jagdprüfungskommission des Kantons Bern

Regierungsrat Andreas Rickenbacher,Volkswirtschaftsminister des Kanton Berns.

Fred Bohren, Präsident Jagdprüfungskommission.

Die neuen Berner Jägerinnen und Jäger.

FR

Spezialjagd auf die Gämse Das Amt für Wald, Wild und Fischerei bittet die interessierten Jäger/innen, sich für die Spezialjagd auf die Gämse in den eidgenössischen Jagdbanngebieten in gewissen kantonalen Wildschutzgebieten sowie in gewissen Gebieten im Flachland anzumelden. Die interessierten Jäger/innen müssen beim Amt ein Anmeldeformular beziehen oder per E-Mail bestellen. Das ausgefüllte Formular ist bis am 1. Juli 2010 beim Amt für Wald,

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Wild und Fischerei einzureichen. Die Auslosung findet einige Tage später statt, und die bezeichneten Jäger werden sofort benachrichtigt. Adresse: Amt für Wald,Wild und Fischerei, Sektor terrestrische Fauna und Jagd, Rte du Mont Carmel 1, Postfach 155, 1762 Givisiez, Tel. 026 305 23 43, Fax 026 305 23 36, Faune@fr.ch, www.fr.ch/sff

Regulierungsabschüsse auf das Steinwild Unter Vorbehalt der vom Staatsrat für die Regulierung des Steinwildbestandes im Jahre 2010 erlassenen Bestimmungen, bittet das Amt für Wald, Wild und Fischerei die interessierten Jäger/innen, sich für diese Jagd im eidgenössischen Jagdbanngebiet Hochmatt-Motélon und in dessen Umgebung anzumelden. Die interessierten Jäger/innen müssen beim Amt ein Anmeldeformular beziehen oder per E-Mail bestellen. Das aus-

gefüllte Formular ist bis am 1. Juli 2010 beim Amt für Wald, Wild und Fischerei einzureichen. Die Auslosung findet einige Tage später statt, und die bezeichneten Jäger werden sofort benachrichtigt. Adresse: Amt für Wald,Wild und Fischerei, Sektor terrestrische Fauna und Jagd, Rte du Mont Carmel 1, Postfach 155, 1762 Givisiez, Tel. 026 305 23 43, Fax 026 305 23 36, Faune@fr.ch; Internet, www. fr.ch/sff


4. Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins (GJV)

Die 4. Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins wurde am 7. Mai 2010 im Sportzentrum Kerenzerberg in Filzbach durchgeführt. 111 stimmberechtigte Mitglieder und Gäste nahmen daran teil. Als Ehrengäste waren Regierungsrat Röbi Marti, der Leiter der Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität im BAFU, Reinhard Schnidrig, der Stv. Gemeindepräsident Ruedi Menzi, Jagdverwalter Christoph Jäggi, alle Wildhüter sowie eine Reihe weiterer, mit dem Jagdverein in verschiedenen Funktionen verbundene Persönlichkeiten anwesend. Ruedi Menzi überbrachte Willkommensgrüsse der Gemeinde Filzbach. Regierungsrat Röbi Marti betonte, dass ihm an einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Jagdverwaltung und Jagdverein gelegen sei und man sich gemeinsam für gesunde und den bestehenden Lebensräumen angepasste Wildbestände einsetzen solle. Die Glarner Jagdhornbläser hatten ihre gewohnt gekonnten Auftritte; sie begleiteten die Ehrung der verstorbenen Jagdkameraden in besonders einfühlsamer Weise. Herzlichen Dank. Anträge des Vorstandes Angenommen wurden: – Antrag auf Befreiung der Jäger von Beiträgen an den Wildschadenfonds. – Antrag auf Wiedereinführung eines Schussgeldes für Füchse (CHF 10.– pro vorgezeigten Fuchs; maximal 5 Füchse pro Jäger mit Glarner Patent). Abgelehnt wurde: – Antrag auf Wiedereinführung eines Schussgeldes für Krähen. Anträge der Mitglieder Angenommen wurde: – Antrag Ruedi Menzi: Es seien künftig alle Wald-, Forstund Landwirtschaftsstrassen

im Kanton Glarus zur Ausübung der Jagd zu öffnen. Teilweise angenommen / abgelehnt: – Antrag Martin Landolt: Angenommen: Reduktion der Regionalversammlungen ab 2011 von 5 auf 3 (analog zu den 3 neuen Gemeinden). Abgelehnt: Antrag auf Abschaffung der Delegiertenversammlung. Abgelehnt wurde: – Antrag Kaspar Luchsinger: Hirsch-Spiesser bis Lau-

scherhöhe sollen bei Fehlabschuss von einer Abschussgebühr befreit sein; es soll nur das Wildbret gekauft werden müssen. Der Kantonale Jagdverwalter, Christoph Jäggi, informierte die HV-Teilnehmer über Fallwildzahlen, Entwicklung der Schalenwildbestände, Neuerungen in der Jagdverwaltung sowie über die Vernehmlassung zu den ausgeschiedenen Wildruhezonen. Besten Dank, Christoph.

Anträge zuhanden der Kantonalen Jagdkommission (Betriebsvorschriften 2010) Angenommen wurden: – Gamswild: Dauer 2 Wochen; Kontingent pro Jäger 2 Gämsen, wovon 1 Gamsbock im 2. Lebensjahr oder älter, 1 Gamsgeiss im 2. Lebensjahr und ab 5. Lebensjahr (Geissen im 3. und 4. Lebensjahr sind geschützt). – Rotwild: Dauer 2 Wochen; alles Rotwild jagdbar, ohne Gebietseinschränkung. Ausnahme: In den eingeschränkten Gebieten (analog zum

Sonne Mond Solunar Juni Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Juli Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do

Aufgang

Untergang

Aufgang

Untergang

16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30.

05.30 05.30 05.30 05.31 05.31 05.31 05.31 05.31 05.32 05.32 05.32 05.33 05.33 05.34 05.34

21.23 21.24 21.24 21.24 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25 21.25

10.11 11.31 12.49 14.06 15.21 16.37 17.50 19.00 20.04 20.58 21.42 22.17 22.45 23.08 23.28

00.17 00.41 — 01.03 01.25 01.49 02.17 02.50 03.31 04.20 05.18 06.21 07.27 08.33 09.38

04.41 05.39 00.45 01.34 — 02.42 03.27 04.14 05.03 — 01.00 01.52 02.20 03.11 04.00

10.54 11.52 06.33 07.22 08.09 08.54 09.40 10.28 11.17 05.54 06.47 07.39 08.31 09.22 10.10

17.08 18.04 13.09 13.58 14.21 15.07 15.54 16.41 17.31 12.35 13.26 — 14.43 15.33 16.21

23.31 — 18.57 19.46 20.34 21.20 22.07 22.55 23.44 18.21 19.13 20.04 20.55 21.44 22.31

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15.

05.35 05.35 05.36 05.37 05.37 05.38 05.39 05.40 05.41 05.41 05.42 05.43 05.44 05.45 05.46

21.25 21.24 21.24 21.24 21.23 21.23 21.23 21.22 21.22 21.21 21.20 21.20 21.19 21.18 21.18

23.46 00.04 00.22 00.42 — 01.05 01.33 02.09 02.55 03.54 05.05 06.25 07.48 09.12 10.33

10.41 11.44 12.47 13.52 14.58 16.07 17.18 18.27 19.32 20.27 21.12 21.49 22.19 22.45 23.08

04.47 05.31 00.24 01.06 01.49 02.09 02.54 03.41 04.33 05.28 00.42 01.09 02.15 03.16 04.15

10.57 11.41 06.14 06.56 07.38 08.21 09.07 09.56 10.48 11.44 06.27 07.28 08.29 09.29 10.28

17.07 17.51 12.44 13.27 — 14.34 15.20 16.10 17.03 17.59 13.13 — 14.43 15.43 16.41

23.17 — 18.34 19.17 20.01 20.46 21.33 22.24 23.18 — 18.58 19.57 20.57 21.56 22.53

Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse entgegen. Die Redaktion Schweizer Jäger 6/2010

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Bund und Kantone

GL


Bund und Kantone

Regierungsrat Röbi Marti

Reinhard Schnidrig, Eidg. Jagdinspektor, beantwortet Fragen der Teilnehmer. Jagdjahr 2009) sind führende Kühe und Kälber geschützt. – Rehwild: Kontingent pro Jäger: 1 Rehbock (2. Lebensjahr oder älter), 1 nicht laktierende Geiss (2. Lebensjahr oder älter), 1 Rehkitz. Dauer: 3 Wochenenden (ab 2.10.); 2., 3. und 9.10. Bock / Geiss, nur Schrot, mit Hund; 10., 16. und 17.10. Bock / Kitz, nur Schrot, mit Hund. – Andere Wildarten: Analog zum Jagdjahr 2009 (dito Nacht-, Pass- und Fallenjagd). Nachtjagd soll möglichst gut auf die Mondphasen abgestimmt sein. Unser Eidg. Jagdinspektor, Reinhard Schnidrig, beantwortete Fragen der Teilnehmer rund um die Rückkehr der Grossraubtiere in die Schweiz und referierte in gewohnt souveräner Weise über die seiner Ansicht nach anzustrebende Bejagung der Gamsbestände nach den bekannten modernen wildbiologischen Erkenntnissen. Das ist zu respektieren! Hingegen möchte der Unterzeichnete zu bedenken geben, dass die Wildbiologie eine relativ junge Wissenschaft ist. Die bis heute gewonnenen Erkenntnisse sind nicht in Stein gemeisselt. Es wäre sicher nicht abwegig, neben modernen wildbiologischen Vorgaben auch praktische Erfahrungswerte der Jäger in die Grundlagen zur Erarbeitung von Gams-Bejagungsmodellen einfliessen zu lassen. Herzlichen Dank, Reinhard, für deinen Besuch im Glarnerland und auf eine weiterhin konstruktive, freundschaftliche Zusammenarbeit.

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Mutationen und Wahlen: Vorstandsmitglied Adrian Kamm, Filzbach, tritt wegen beruflicher Überlastung aus dem Vorstand zurück. Besten Dank, Adrian, für deinen grossen Einsatz während der vergangenen Jahre. Als Nachfolger wurde Thomas Noser, Näfels, gewählt. Herzlich willkommen im Vorstand, Thomi. Der restliche Vorstand wurde in globo für eine weitere Amtsdauer gewählt, ebenso die Revisoren Hampi Rhyner, Näfels, und Albert Mächler, Netstal. Hans Seelhofer, Ennenda, tritt nach langjährigem Engagement als Kantonaler Hegeobmann zurück. Wir alle sind Hans für seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten von Wild und Wald sehr dankbar. Als Nachfolger wurde Paul Elmer, Schwanden, gewählt (Vorschlag an den Regierungsrat). Als Mitglieder der Kantonalen Jagdkommission wurden bestätigt: Ernst Müller (Vizepräsident GJV), Hans Zopfi, Urs Spichtig (Ersatzmitglied) und Alexander Kubli (Präsident GJV). Als Neumitglied und Ersatz für den zurücktretenden Hans Seelhofer wurde Paul Elmer, Schwanden, gewählt (Vorschlag an den Regierungsrat). Herzliche Gratulation, Paul. Als Neumitglied in der Kantonalen Hegekommission (Nachfolge von Paul Elmer) stellt sich Fritz Oertli, Schwanden, zur Verfügung (Vorschlag an den Regierungsrat). Merci, Fritz. Fritz Trümpi, Ennenda, und Fritz Weber, Netstal, wurden

zu Veteranenmitgliedern ernannt. Besten Dank für die Vereinstreue. 6 Mitglieder fanden während des vergangenen Jahres Eingang in die ewigen Jagdgründe, 11 Mitglieder gaben den Austritt aus dem Verein (grossmehrheitlich wegen Aufgabe der Jagd aus Altersgründen). Der Verein gewann 22 neue Mitglieder (Bestand 7.5.2010: 348). Der Unterzeichnete dankt den Vorstandsmitgliedern für ihre tatkräftige Mitarbeit im

Verein, den Revisoren, den Funktionären und Helfern im Aeschen, der Gastgebergemeinde Filzbach, den Glarner Jagdhornbläsern, dem HV-Organisationsteam, dem ServiceTeam des Sportzentrums Kerenzerberg und allen unseren Sponsoren, Inserenten im HVBüchlein und Gönnern. Den Ehrengästen wie auch den Jägerinnen und Jägern sei für ihre Teilnahme an der HV bestens gedankt. Alexander Kubli, Präsident, Glarner Jagdverein

Rothirsche queren das Rheintal GR

Im letzten Winter wurden im Gebiet des Rätikons Rothirsche markiert und besendert. Dies geschah im Rahmen eines gemeinsamen Projektes des Landes Vorarlberg, des Fürstentums Liechtenstein und des Kantons Graubünden. Schon die ersten Beobachtungsergebnisse beinhalten handfeste Überraschungen. So querten zwei von drei auf der Luzisteig besenderten Rothirschen das Rheintal bei Bad Ragaz. Sie befinden sich gegenwärtig im Taminatal, wo sie in Richtung Sommereinstandsgebiet weiter wandern. An welcher Stelle die Tiere das Tal gequert haben, ob im Bereich der Rheinbrücken A13 und SBB oder nördlich von Bad Ragaz über

eine Güterstrassen-Brücke, steht nicht mit letzter Sicherheit fest. Dies soll im nächsten Herbst genauer untersucht werden. Die anderen Tiere, die in Seewis, Fanas und Saas markiert wurden, sind ebenfalls schon seit einigen Tagen auf Wanderschaft in Richtung Sommereinstandsgebiete. Dank des gemeinsamen länderübergreifenden Projekts sind weitere interessante Einblicke in das Wanderverhalten der Rothirsche zu erwarten. Da nicht alle Hirsche mit Sendern ausgerüstet wurden, wird die Bevölkerung gebeten, dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden allfällige Beobachtungen von Rothirschen mit Halsbändern zu melden. Amt für Jagd und Fischerei


Anlässlich der Delegiertenversammlung in Grono wurde der neue Redaktor des «Bündner Jäger» durch den Zentralvorstand vorgestellt. In der Person von Walter Candreia aus Stierva konnte eine fähige Person gefunden werden. Candreia ist kein Unbekannter, ist er doch seit 2009 Chefredaktor des «Bündner Fischer». Zu seiner Unterstützung, resp. Stellvertretung, konnte Bernhard Petschen aus Disentis gewonnen werden. Auch

Petschen verfügt über journalistische Erfahrung und ist wie Candreia passionierter Jäger. Sie werden ihre Aufgaben am 1. August übernehmen. Der langjährige Redaktor Peter Vonow wird auf Ende Juni zurücktreten, zukünftig aber den Inseratenteil des «Bündner Jäger» weiterführen. Wir wünschen der neuen Redaktion einen guten Start und viel Erfolg in ihrer anspruchsvollen Arbeit. Kurt Gansner

Neubesetzung der Redaktion des «Bündner Jäger». Redaktor Walter Candreia (rechts) mit seinem Stellvertreter Bernhard Petschen.

Jagd und Öffentlichkeitsarbeit Am 24. April 2010 organisierte die Kommission für Aus- und Weiterbildung der Jäger (KoAWJ) des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes (BKPJV) im Plantahof in Landquart zum Thema «Die Jagd in der öffentlichen Diskussion» mit interessanten Vorträgen und Podiumsgesprächen eine Tagung, zu der Fachausbildner, interessierte Jägerinnen und Jäger sowie Nichtjägerinnen und Nicht-

jäger erschienen. An diesem Anlass ging es um die Fragen: Braucht es die Jagd? Ist die Bejagung bestimmter Tierarten nötig? Dient die Hege nur den Jägern? Wie ist zu argumentieren? Zum Einstieg in die Tagung referierte vorerst der Zentralpräsident des BKPJV, Beat Angerer. Er stellte fest, dass die Jägerschaft mit der Jagd und Hege in der heutigen Zeit eine überaus wichtige Auf-

Referate Anita Mazzetta, Präsidentin der WWF-Sektion Graubünden, stellte fest, dass die Jäger in der Schweiz eigentlich Exoten seien. In der Schweiz gebe es ca. 30 000 Jäger, der WWF habe hingegen 250 000 Mitglieder. Es gehe dem WWF nicht um die Abschaffung der Jagd. Die Jägerschaft tue gut daran, negative Vorfälle zu vermeiden und eine engere Zusammenarbeit mit den verschiedenen naturinteressierten Organisationen (WWF, Tierschutzorganisationen, Pro Natura usw.) anzustreben. Ein wesentlicher Prüfstein für die jagdlichen Organisationen seien die Grossraubtiere. Der WWF sei nicht einverstanden, dass auch die Grossraubtiere reguliert werden sollen. Der Jäger erlaube den Grossraubtieren nicht, dass sie als Regulatoren auftreten. Die wichtigste Aufgabe der verschiedenen Organisationen sei; gemeinsam den Verlust des Lebensraumes zu verhindern! Ihr Leitspruch «Ohne Naturschutz keine Jagd» und nicht «Ohne Jäger kein Wild».

Obwohl zu erwarten war, dass es seitens der Jäger heftige Reaktionen geben könnte, blieben diese aus! Ein Votant stellte jedoch fest: Über die Regulation der Wildbestände, den Schutz der Grossraubtiere werde in den Massenmedien geschrieben, geredet und gegenseitig Angriffe gestartet. Über die Überstossung der Alpen mit Schafen und Vieh werde kaum in der Öffentlichkeit diskutiert. Diese Überstossungen hätten einen sehr grossen negativen Einfluss auf den Lebensraum. Er meinte es wäre an der Zeit, dass die Organisationen sich auch mit diesem Thema intensiver beschäftigen und gemeinsam Massnahmen ergreifen sollten. Reto Küng, Pluskom, Chur, als Kommunikationsberater, versuchte den Anwesenden einige Grundsätze über «Jagd und Öffentlichkeitsarbeit» zu vermitteln. Er erklärte eingangs, dass er für die Öffentlichkeitsarbeit die Grundsätze des «Havard-Konzeptes» verwende. Ein Grundsatz sei z.B. «Öffentlichkeitsarbeit ist die Kunst, durch das gesprochene Wort, durch Handlungen oder durch sichtbare Symbole für die eigene Firma, deren Produkte oder Dienstleistungen eine günstige öffentliche Meinung zu schaffen». Dies bedeute für die Jägerschaft, bei Diskussionen in der Öffentlichkeit gute Beziehungen zu Nichtjägern mit überlegten Worten aufzubauen und durch überlegte Handlungen auch zu behalten. Der Jäger soll zur Jagd stehen aber immer bedenken, dass es nicht nur seine Meinung gibt, sondern auch andere Einstellungen und Empfindungen. Darauf sei Rücksicht zu nehmen. Argumentationen sind sachlich und objektiv anzubringen (bspw. gesetzliche Regelungen, ethische Normen usw.). Auf emotionale Aspekte sei möglichst zu verzichten. Also mit sachlichen Argumenten das Gespräch mit Nichtjägern führen. Dr. Georg J. Brosi, Jagdinspektor, erklärte, dass trotz Forderungen verschiedenerseits auch in Zukunft keine Winterfütterung stattfinden werde. Schweizer Jäger 6/2010

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«Bündner Jäger» mit neuem Redaktor

gabe erfülle und den Auftrag auf Grund der Jagdplanung den Wildbestand den heutigen noch zur Verfügung stehenden Äsungsverhältnisse anpasse. Es sei nicht so wie oft gehört, dass der Jäger nur um der Beute Willen hege! Mit der Biotophege (über 20 000 Mannstunden) erbringen die Mitglieder einen sehr wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Förderung des Lebensraumes im Kanton Graubünden, wohl den grössten Beitrag der verschiedenen Organisationen. Mit ihrer Arbeit leisteten die Jäger auch einen wesentlichen Beitrag zur Biodiversität. Er stellte fest, dass sich die Jägerinnen und Jäger grösstenteils während der Jagd korrekt verhalten; auch gegenüber der Öffentlichkeit. Jedoch sei noch vermehrt Öffentlichkeitsarbeit, gezielte Öffentlichkeitsarbeit, zu leisten. Dieser Tag diene dazu, das Wissen, wie Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden könne, zu verbessern.


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Von links: Hannes Jenny, Amt für Jagd und Fischerei GR , Marcel Rickenbacher, Präsident KoAWJ, Dr. Jürg Paul Müller und Pirmina Nay, alles Verantwortliche dieses Tages. Man könne auch behaupten, die Jagd sei überflüssig. Durch den Einfluss der Prädatoren (Bär, Wolf, Fuchs), durch Krankheiten und strenge Winter finde wohl eine natürliche Regulation statt, und trotzdem leiden und sterben Tiere. Die Jagd reguliert die Wildbestände. Der Kanton Genf, in welchem keine offizielle Jagd mehr stattfinde, sei kein gutes Beispiel. Der Kanton Genf sei gezwungen, durch staatliche, bezahlte Jäger den Wildbestand zu regulieren. Es sei unabdingbar, dass die verschiedenen Organisationen gemeinsam Projekte angehen und ausführen. Vor allem sei die Bevölkerung über die Ar-

beit der Jäger bei jeder Gelegenheit und mit allen möglichen Mitteln zu informieren. Kritische Fragen und mögliche Antworten – ein Argumentarium Zu diesem Thema referierten die Mitglieder der KoAWJ, Pirmina Nay und Jürg Paul Müller. (Nachfolgend ist nur ein kleiner Teil des umfassenden Inhaltes aufgeführt. In nächster Zeit wird durch die Referenten ein entsprechender Katalog erstellt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht). So erklärte Pirmina Nay, Jägerin und Ornithologin, zum Thema «Wie kann man Tiere töten?»:

– Tiere töten und sie doch lieben – schliesst einander nicht aus! – Wir benutzen hochpräzise Mittel, um das Wild zu jagen und schnell zu töten. (Unsere Jagd zeichnet sich aus, durch das Antragen eines tödlich wirkenden Schusses auf ein korrekt angesprochenes Wild.) – Das Töten eines Wildtieres hat mit vielen Emotionen zu tun – man nimmt einem Tier das Leben. – Dabei reagiert jeder anders, mit gemischten Gefühlen, mit grossem Respekt und Ehrfurcht, mit Dank aber auch mit Stolz, «Nahrung» nach Hause zu tragen. – Auch die Gesellschaft tötet: Jede Spinne wird entfernt, Ameisen, Schnecken, Blattläuse, Raupen usw. werden mit Gift vernichtet. Doch das Töten von grösseren Wildtieren ist ein Tabuthema. – Als Jägerin und Jäger interessiere ich mich nicht nur für jagdbares Wild, sondern ganzheitlich für alle Lebewesen! Jürg Paul Müller, pensionierter Direktor des Naturmuseums Graubünden, erklärte zur Idee, dass die Aufgaben der Jagd auch von professionellen Wildhütern erledigt werden könnten:

– Das stimmt auf den ersten Blick, aber man stelle sich einmal vor, welche Arbeit Wildhüter in Graubünden ohne uns Jägerinnen und Jäger erledigen müssten – kaum umsetzbar! – Beispiel Hochjagd: Die 70 Wildhüter und Jagdaufseher in GR müssten um die 7000 Stück Rehe, Gämsen und Hirsche pro Jahr schiessen – dies wäre kaum in 3 Wochen zu bewerkstelligen… – Aber können Sie sich vorstellen, wie viel teurer die Arbeit der Wildhüter zur Regulation der Wildtierbestände wäre? Die Kosten würden auf den Steuerzahler abgewälzt. Beim Bündner System finanzieren die Jägerinnen und Jäger diese Aufgaben mit dem Bezug des Jagdpatentes. – Wir nehmen die Interessen der Öffentlichkeit wahr, weil wir gerne jagen und nicht weil wir einfach Beute machen wollen! – Die Jägerinnen und Jäger erfüllen die Aufgabe zur Regulation der Wildbestände. Besten Dank an die KoAWJ für die Durchführung dieses Anlasses. Die KoAWJ wird in den nächsten Jahren die Öffentlichkeitsarbeit verstärken und vermehrt Informationstagungen und Weiterbildungstage durchführen. ToPfi

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96. Delegiertenversammlung des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes 8. Mai 2010 in Grono Im Jahre 1913 wurde der Bündner Kantonale Patentjägerverband von 19 Jägern in Landquart gegründet. Die erste Generalversammlung fand 1913 in Reichenau statt und nun, nach bald einem Jahrhundert, wurde die DV erstmals im Misox durchgeführt. Die Sektionen Alba Mesocco, Forcola Soazza, Groven Lostallo, Alpina Roveredo und Valbella Calanca stellten das OK unter der Leitung von Bruno Rizzi. Nebst dem Festführer wurde

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eine umfangreiche Publikation über die Geschichte der Jagd im Misox und im Calancatal an die DV-Besucher abgegeben. Mit dieser Publikation will man der Bevölkerung das jagdliche Gedankengut näher bringen. Die Jäger/innen der Mesolcina leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit für die Aktzeptanz der Jagd. Zentralpräsident Beat Angerer konnte viele prominente Ehrengäste in Grono begrüssen. Die Versammlung wurde musikalisch von der einhei-

mischen Volksmusikgruppe «Bandella Castellana» begleitet. Den Sektionen des Misox, dem OK und den vielen Mitarbeiter/innen sei für die tadellose Organisation gedankt! Auszug aus der Ansprache des Zentralpräsidenten Beat Angerer «Mit einem Kantonalen Jagdgesetz und den Jagdbetriebsvorschriften, die für das ganze Kantonsgebiet Gültigkeit haben, können wir faire Voraussetzungen schaffen, damit die Bündnerjägerin-

nen und Jäger auf das gesamte Kantonsgebiet verteilt gleiche, oder annähernd gleiche Bedingungen erhalten. Die Feinkorrekturen müssen dann aber zwingend regional gemacht werden. Das diese Feinkorrekturen in jeder einzelnen Region spezifisch den Beständen angepasst werden müssen, wird durch die unterschiedlichen Voraussetzungen gesteuert. Vielerorts gehen da die Meinungen auseinander, da gehen die Emotionen hoch, wir wollen aber alle ja nur das Beste. Die Frage ist hier, für


Voller Saal mit aufmerksamen Zuhörern. nachhaltig nutzen. Aber auch das von uns Jäger/innen durch die Jagd beigebrachte Untersuchungsmaterial, die verschiedenen Daten und Beobachtungen, dienen der Wissenschaft und führen somit zu neuen Erkenntnissen. Die etlichen Wildruhezonen, die von uns in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Interessensgruppen ausgearbeitet wurden, verbessern die Lebensqualität des Wildes sehr. Alle diese Aktivitäten verbessern und schützen nicht nur den Lebensraum der jagdbaren Wildarten, sie schützen und erhalten ebenso den Lebensraum von geschützten Tieren. Ich fordere Sie auf, geschätzte Jäger/innen, klären Sie in Ihrem Umfeld die nicht jagende Bevölkerung über unser Tun auf! Wir müssen der Bevölkerung transparent aufzeigen, dass wir Jäger/innen mit unserer Jagd einen wichtigen öffentlichen Auftrag erfüllen.»

Zu den Traktanden Das Protokoll (Hannes Parpan), die Jahresberichtes des Zentralpräsidenten (Beat Angerer), des Hegepräsidenten (Paul Sprecher) und des Präsidenten der Kommission für Aus- und Weiterbildung für Jäger (Marcel Rickenbacher) wurden mit Applaus genehmigt. Die Rechnungsablage durch den Zentralkassier (Martin Carigiet) ergab keine Fragen. Die Jahresrechnung 2009 und das Budget 2010 wurden genehmigt. Anträge des Zentralvorstandes und der Sektionen Sehr oft erstaunt es den Beobachter der Jagdszene, was für Anträge gestellt werden. Manche Anträge scheinen Emotionen entsprungen zu sein – oder gibts auch «Stammtischanträge», um sich zu profilieren? Sehr oft entbehren diese Anträge einer Logik und lassen sich mit der heutigen Jagdplanung nicht vereinbaren. Trotzdem wurden die folgenden Anträge behandelt:

Dr. Georg Brosi und Regierungsrat Stefan Engler, der auf Ende Jahr sein Amt niederlegt.

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Immer gelaunt, der frisch pensionierte Naturmuseumsdirektor Dr. Jürg Paul Müller.

Jagdzeiten Hochjagd 2011: 1. Block: Samstag, 3. 9. 2011, bis Sonntag, 11. 9. 2011. Jagdunterbruch: Montag, 12. 9. 2011, bis Sonntag, 18. 9. 2011 (Bettag, 18. 9. 2011). 2. Block: Montag, 19. 9. 2011, bis Freitag, 30. 9. 2011. Schluss Gämsjagd: Montag, 26. 9. 2011. Diesem Antrag stimmten die Delegierten zu. Sektion Bergün – Jagdbares Rehwild: Die Bejagung der Rehgeiss soll bis auf Weiteres im ganzen Kanton unterbrochen werden. Diesen Antrag lehnten die Delegierten ab. Sektion Arosa – Raufusshühnerasyle: Die Federwildasyle sind dahingehend zu überprüfen, ob das alleinige Schutzziel die Raufusshühner umfasst. Für die Asyle, wo dies zutrifft, ist eine Änderung in «Raufusshühnerasyle» vorzunehmen. ln «Raufusshühnerasylen» soll nur die Jagd auf Birkhahn und Schneehuhn untersagt sein. Entsprechend darf in ihnen das restliche Federwild bejagt werden. Diesen Antrag lehnten die Delegierten ab. Sektion Droslöng – Jagdbeginn ab 2011: Die Jagd beginnt ab 2011 immer am 7. September und endet am 30. September mit einem Unterbruch von drei Tagen von Freitag bis Sonntag des Eidg. Dank-, Buss- und Bettags. Die Gämsjagd endet am 26. September. Diesen Antrag lehnten die Delegierten ab. Jagdbezirk XII – Sonderjagd: Auf der Sonderjagd sind Schweizer Jäger 6/2010

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wen das Beste? Im Fokus muss immer das Wild sein. Dies bedeutet aber nicht, dass wir die Bestände einfach anwachsen lassen dürfen. Dies heisst, dass wir die Bestände dem Lebensraum, sprich dem Winterlebensraum anpassen müssen. Wenn uns dies gelingt, dann haben wir etwas fürs Wild getan. Wir sind heute im Kanton Graubünden mit unserer Jagdplanung an einem Punkt angelangt, wo es schwierig wird, noch wesentliche Verbesserungen zu erreichen. In vielen Fragen sprechen die X-tausend gesammelten Daten und die daraus gemachten Erkenntnisse eine deutliche Sprache und wiederlegen Bauchgefühle und am Stammtisch gemachte wildbiologische Erkenntnisse. Wir dürfen stolz auf unsere moderne Jagdplanung sein. Eine Jagdplanung, die mit zum grössten Teil von uns Jägern gelieferten Daten entwickelt wurde und einem rollenden Prozess unterworfen ist. Diese Jagdplanung funktioniert aber nur, wenn wir mit der Jagdobrigkeit, dem Amt für Wald und der Landwirtschaft, gemeinsam am gleichen Strick ziehen. Das heisst nicht, dass wir immer gleicher Meinung sein müssen, es heisst aber, dass wir zusammensitzen müssen, um einen Konsens zu finden. Auch diese Allianz fruchtet nur, wenn es ein Nehmen und ein Geben gibt. Erlauben Sie mir noch einige Gedanken zu den Natur- und Tierschutzorganisationen. Gerade mit unserer Jagdplanung haben wir ein schlagkräftiges Werkzeug, um den Schutzorganisationen mit Fakten zu belegen, dass wir den Wildbeständen Sorge tragen und sie


Wahlen Ersatzwahl in die Hegekommission: Reto Zanetti, Sent, Vizepräsident, hat seinen Rücktritt eingereicht. An seiner Stelle wurde Jachen Andri Cadonau, Ftan, Jägersektion Fasch’Alba, in die Hegekommission gewählt. Erlass von Reglementen Hegereglement und Schiessreglement in neuer Fassung. Das Hegereglement und das Schiessreglement wurden genehmigt. Ehrungen Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Regierungsrat Stefan Engler, der seit zwölf Jahren die Jagd im Kanton Graubünden massgeblich mitgeprägt hat. Dr. Jürg Paul Müller, pens. Naturmuseumsdirektor, für seine langjährige positive Öffentlichkeitsarbeit und als Ausbildner von Jägern und Nichtjägern. Der zurückgetretene Redaktor der Bündner Jägerzeitung, Peter Vonow, wurde für seine Arbeit mit der Verdiensturkunde ausgezeichnet.

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Regierungsrat Stefan Engler, neues Ehrenmitglied des BKPJV. Neues Redaktionsteam für die Bündner Jäger Zeitung Als Chefredaktor wurde Walter Candreia aus Stürvis und als Vizeredaktor Bernhard Petschen aus Disentis vom Zentralvorstand gewählt. Anlässlich dieser Delegiertenversammlung nahmen verschiedene Redner Stellung zu Jagd, Jagdpolitik und Zusammenarbeit. Darunter sind einige interessante Aussagen: Dr. Georg Brosi, Jagdinspektor Graubünden, erklärte: «Ganz im Gegensatz zum Vorjahr hat unser Wild den vergangenen Winter gut überstanden. Obwohl gerade im Oberengadin und den angrenzenden Südtälern auch der letzte Winter hart war – vielleicht etwas weniger Schnee, aber deutlich tiefere Temperaturen. Warum das? Die Wildbestände waren gerade im Bezug auf die Problemgebiete deutlich kleiner als ein Jahr zuvor. Das gibt einen Hinweis darauf, dass für das Überleben eines strengen Winters die Grösse des Wildbestandes – vor allem in höher gelegenen Gebieten – Mass entscheidend ist! – Die wichtigste Massnahme ist und bleibt demnach die konsequente Umsetzung der Jagdplanung. – Bedeutungsvoll sind ungestörte Winterlebensräume. – Um Situationen von grossen Wintersterben aufgrund von ausserordentlich harten Wintern zu entschärfen, sind

Dr. Jürg Paul Müller, ebenfalls ein verdient ernanntes Ehrenmitglied. die regionalen Hegekonzepte um das Kapitel Notmassnahmen ergänzt worden. Reto Hefti, Vorsteher des Amtes für Wald Graubünden Hefti dankte den Jägern für den grossen Beitrag zur Erhaltung des Schutzwaldes durch die Hege mit der Büchse. Durch diese Hege würden die Schalenwildbestände ihren Lebensgrundlagen angepasst und damit werde der Druck auf den Jungwald in Grenzen gehalten. Auch der Forst sei verpflichtet dafür zu sorgen, dass nur so viel genutzt wird, wie nachwächst. Das Stichwort dazu sei Nachhaltigkeit. Der Forst habe dafür Kontrollinstrumente, um dies sicher zu stellen. Die Jagd und die Waldwirtschaft bewegen sich zu einem grossen Teil im gleichen Gebiet. Gemeinsam werde die Natur genutzt. Gemeinsam seien wir überzeugt, dass eine massvolle Nutzung der Natur nicht nur legitim, sondern auch sinnvoll sei. Dies müsse der Gesellschaft immer wieder aufgezeigt werden, einer Gesellschaft, die sich immer mehr von der Natur entferne. Darum sollen wir die Gemeinsamkeiten nutzen und eine Partnerschaft anstreben. Nationalrat Tarzisius Caviezel neu Präsident des SPW und Mitglied des Vorstandes JagdSchweiz Nachfolgend ein Auszug der wichtigsten Aussagen:

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Hirschkühe ab einem Gewicht von 65 kg vom Erleger zum aktuellen Preis wie auf der Hochjagd zu übernehmen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Sektionen Annarosa, Avers, Beverin, Libertad, Piz Grisch und Traversina – Rehwild-Vorweispflicht: Alle weiblichen Rehe sind im frischen Zustand der Wildhut vorzuweisen und markieren zu lassen (analog der Gämsgeiss). Der Antrag wurde abgelehnt. Sektionen Bezirk IV – Bündner Jäger Zeitung: Diese Sektionen sind der Überzeugung, dass eine Übersetzung in die italienische Sprache aller Artikel des BKPJV und des Jagd- und Fischereiamtes im «Bündner Jäger» sinnvoll und angemessen wäre. Es gäbe mehr und bessere Informationen für unsere Jäger. Dieser Antrag wurde mit grossem Mehr abgelehnt. Der Zentralpräsident versprach jedoch, zukünftig die wesentlichsten Artikel ins italienische übersetzen zu lassen.

Der abtretende Redaktor der Bündner Jäger Zeitung, Peter Vonow, mit Verdiensturkunde. «Ich selbst bin heute in einer für mich noch ungewohnten Funktion hier bei Ihnen. Wie Sie wissen, bin ich innerhalb der letzten zwei Wochen von einem einfachen aber passionierten Bündner Jäger zu einem eidgenössischen Jagdpolitiker mutiert. Meine zwei neuen Mandate beim Schweizerischen Patentjäger- und Wildschutzverband SPW und beim Dachverband JagdSchweiz werden mich von meiner eigentlichen Leidenschaft, der Bündner Hochjagd, aber keinesfalls fernhalten. Das Präsidium des SPW habe ich übernommen, weil ich davon überzeugt bin, dass man die politische Tätigkeit für die Jagd intensivieren muss. Ich begegne immer wieder einflussreichen Leuten, auch Bundesparlamentariern, die der Jagd reserviert oder gar feindlich gegenüber stehen – dies vor allem wegen emotionaler Themen. Ich bin davon überzeugt, dass wir vor allem bei den Bundesparlamentariern in Zukunft noch viel intensiver informieren und für die Jagd lobbyieren müssen – wobei die Revier- und die Patentjagd im gleichen Boot sitzen. Wenn Sie mich fragen, welche Themen ich als besonders heikel empfinde, dann würde ich sagen, dass in der Jagd praktisch alle Themen hoch emotional sind – auch für uns Jäger! Jetzt kann man sich fragen, was ein SPW-Präsident eigentlich zu tun hat. Wel-


ger als Dialogpartner einzubeziehen. Wenn wir solche Leute überzeugen können, dann haben wir viel gewonnen. Solche Personen sind glaubwürdige Botschafter in der Öffentlichkeit – oft sogar glaubwürdiger als ein überengagierter Jäger!» Eidg. Jagdinspektor Reinhard Schnidrig Schnidrig erklärte, Graubünden sei ein Phänomen. Es sei eine Sozialgemeinschaft aus drei Sprachen, aus Jägern und Nichtjägern und mit einem Patentjagdsystem das seinesgleichen suche. Der Kanton Graubünden führe eine geschickte Jagdpolitik, und mit seiner wissenschaftlich fundierten Jagdplanung beweise er, dass Wild nachhaltig genutzt werden könne. Es werde mit Sachverstand gearbeitet, eine Jagdpolitik mit Augenmass betrieben. Daran seien eine engagierte Wildhut und Jägerschaft sowie auch andere Organisationen aktiv beteiligt. Auch werde über die Prädatoren Bär, Wolf und Luchs mehrheitlich sachlich diskutiert. Das «Phänomen» Bündner Jagd werde in der ganzen Schweiz beachtet. ToPfi

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Jahresbericht des Zentralpräsidenten Vorstand, Verband, Präsidentenversammlung, Dachverband An der 95. Delegiertenversammlung in Disentis wurden fünf Anträge von den Delegierten hoch angenommen. Ebenfalls angenommen wurde der Antrag der Sektion Curver, Werner Wyss zum Ehrenmitglied des BKPJV zu ernennen. Neun Anträge der Sektionen wurden abgelehnt. Die Anträge «Benutzung des Mobiltelefons», «Aufhebung der Beschränkung der Hirschstiere während den zwei Tagen in denen der beidseitige Kronenhirsch jagdbar ist» und die «Jagdzeiten 2010» sind in

die Jagdbetriebsvorschriften 2009 aufgenommen. Der Antrag «Stationieren eines Motorfahrzeuges für Schweisshundeführer während der Pikettzeit im Jagdgebiet» wird dieses Jahr in die Jagdhundeverordnung aufgenommen werden. Somit könnten ab diesem Jahr die Schweisshundeführer unter Erfüllung der vom Bündner Schweisshundeclub erarbeiteten Voraussetzungen zum ersten Mal eine entsprechende Bewilligung beim AJF beantragen. Mit diesen realistischen und praktikablen Anträgen haben wir Jägerinnen und Jäger sicher eine Punktelandung erzielt.

Der von den Delegierten ebenfalls hoch angenommene Antrag, «Erfüllen des Abschussplanes beim Hirschwild während der Hochjagd», kann nur in kleinen Schritten vollzogen werden – aber «steter Tropfen höhlt den Stein». Der engere Zentralvorstand traf sich im letzten Jahr zu zwölf Vorstandssitzungen. Zu diesen Sitzungen wurden regelmässig der Präsident der KoAWJ, Marcel Rickenbacher, und der Redaktor des «Bündner Jäger», Peter Vonow, eingeladen. Mit dem erweiterten Zentralvorstand traf man sich zu vier Sitzungen. Der engere Zentralvorstand bemüht sich, den erweiterten ZV regelmässig über wichtige Geschäfte zu informieren und sie vermehrt in das Verbandsgeschehen ein zu binden. Anfangs Juni 2009 fand in Thusis die dritte Jungjägerfeier statt. Die Turnhalle in Thusis wurde wiederum von den Jagdkameradinnen und Jagdkameraden der Jägersektion Traversina, unter der Führung von Präsident Noldi Tiri, feierlich geschmückt. Nach einigen Begrüssungsworten von Jagdinspektor Dr. Georg Brosi und meiner Wenigkeit konnte den Jungjägerinnen und Jungjägern das lange ersehnte Patentbüchlein in einem festlichen Rahmen übergeben werden. Die Freude, nun alleine auf die Jagd gehen zu dürfen, und der Stolz, durchgehalten zu haben, war den neu brevetierten Jägerinnen und Jägern ins Gesicht geschrieben. Einige konnten es sich nicht verkneifen, ihrer Freude mit einem Jauch-

zer Ausdruck zu verleihen. Schön! Bei einem vom Amt für Jagd und Fischerei offerierten Aperitif und vielen guten Gesprächen fand dieser für mich sehr emotionelle Anlass seinen würdigen Ausklang. Am 4./5. Juni 2009 fand in einem festlichen Rahmen die letzte Delegiertenversammlung des SPW in Einsiedeln statt. Auf Grund der an diesem Anlass genehmigten, neuen und schlanken Statuten wird es in Zukunft keine Delegiertenversammlung des SPW mehr geben. Jährlich werden noch Präsidentenversammlungen durchgeführt. Am 20. Juni 2009 fand in Zofingen die erste Delegiertenversammlung des neuen Dachverbandes JagdSchweiz statt. Auf unser Gesuch vom 25. April 2009 hin, wurden wir an dieser ersten DV in den Dachverband JagdSchweiz aufgenommen. Der erste Jahresbeitrag 2009 aller Mitgliedersektionen des SPW wird aus der Verbandskasse des SPW bezahlt. Dies hat zur Folge, dass wir für das Jahr 2009 aus unserer Verbandskasse weder den Beitrag an JagdSchweiz noch eine Beitrag an den SPW zu entrichten haben. Albert Stössel hat als Präsident des SPW sowie als Vorstandsmitglied von JagdSchweiz demissioniert. Dies hat uns als grössten Verband bewogen, in unseren Kreisen nach einem geeigneten Nachfolger Ausschau zu halten. In der Person von Nationalrat Tarcisius Caviezel haben wir nach einigen Gesprächen einen passionierten Jäger, ei-

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ches sind seine Hauptaufgaben? Absolut im Vordergrund steht für mich die Öffentlichkeitsarbeit. Das politische Hauptanliegen muss sein, nichts am geltenden Eidgenössischen Jagdgesetz zu ändern, sondern die nötigen Veränderungen auf der Verordnungsebene abzuhandeln. Es entspricht auch dem Grundsatz der kantonalen Jagdhoheit, dass das eidgenössische Jagdgesetz ein Rahmengesetz bleibt. Auf der Verordnungsebene können Regierung und Verwaltung flexibler und schneller, vor allem aber auch föderalistischer auf aktuelle Probleme reagieren. Auch die Natur und die Tierbestände verhalten sich doch föderalistisch, d.h. sie unterscheiden sich regional stark. Das Kind namens «JagdSchweiz» ist geboren und es lebt. Aber es kann noch nicht laufen, geschweige denn reden. Wir müssen ihm alles beibringen, vielleicht auch mehrere Sprachen. Darum ist es hier und heute völlig verfrüht, eine Prognose zu machen, ob der SPW mittel- oder längerfristig noch eine Daseinsberechtigung hat. Es ist extrem wichtig, auch Nichtjägerinnen und Nichtjä-


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nen fähigen und kompetenten Mann gefunden, der bereit ist, für Ämter zu kandidieren. Für uns Bündner Jägerinnen und Jäger wird es in Zukunft sehr wichtig sein, mit einem starken Delegierten im Dachverband JagdSchweiz vertreten zu sein. Damit der Dachverband seine Aufgaben auf nationaler Ebene erfüllen kann, braucht er geeignete und kompetente Kandidaten aus den Mitgliederverbänden, welche die Verbindungen zu BundesBern herstellen können und unsere Bedürfnisse auf höchster Stufe vertreten können. Anfangs Juli 2009 fand in der Region Surses der traditionelle Ausflug mit den Mitgliedern des erweiterten Zentralvorstandes, verschiedener Chargenträger/innen und Vertretern des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden statt. Am Freitag, 10. Juli 2009, traf man sich in Savognin zu einer ungezwungenen Sitzung mit dem Hauptthema Orientierung über die Jagdbetriebsvorschriften 2009. Nach einem gemütlichen und kameradschaftlichen Abendessen, das bis spät in die Nacht dauerte, unternahmen wir am Morgen eine gemeinsame Wanderung im Gebiet der Savogniner Bergbahnen. Die Kameraden aus der Surses, unter der Leitung von Gaudi Carisch, boten uns ein abwechslungsreiches Programm, bei dem die Pflege der Kameradschaft im Vordergrund stand. Ende Februar 2010 trafen sich die Präsidenten der Sektionen, der erweiterte Zentralvorstand, die Mitglieder der Jagdkommission, die Bezirkshegepräsidenten und verschiedene Chargenträger zur Präsidentenversammlung in Thusis. Die Anwesenden wurden vom Amt für Jagd und Fischerei mit Dr. Georg Brosi und Hannes Jenny kompetent und hervorragend dokumentiert über die Abschusszahlen der Jagden 2009 und die daraus gewonnenen Erkenntnisse orientiert. Auf Grund der wildbiologischen Fakten konnte durch das AJF auch die jagdplanerischen Ziele aufgezeigt werden. Neu werden dieses Jahr alle diese Zahlen und Auswertungen auf

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der Homepage des AJF unter www.jagd-fischerei.gr.ch aufgeschaltet. Es können auch Daten gegliedert nach verschiedenen Regionen eingesehen und herunter geladen werden. Dadurch haben die Bezirksverantwortlichen und/oder die Sektionspräsidenten die Möglichkeit, zur Unterstützung ihrer Versammlungen nicht nur die Auswertungen des gesamten Kantones, sondern auch die Zahlen ihrer Regionen auszuwerten und zu verwenden. Diese umfangreichen Auswertungen sollten (müssen) einen wesentlichen Beitrag zur Erarbeitung von eventuellen Anträgen an die DV beitragen. Diese Transparenz muss zum besseren Verständnis der Jagdplanung beitragen. Als zusätzlicher Gastreferent konnte der Stellvertreter des Amtes für Wald, Dr. Ueli Bühler, gewonnen werden. Als Projektleiter orientierte er uns über den neusten Stand des Projektes «Aktion Weisstanne», das unter dem Patronat des Amtes für Wald, dem Amt für Jagd und Fischerei und dem BKPJV steht. Der Zentralvorstand hat sich entschlossen, die Eingabefrist für Anträge an die DV 2010 in Grono, welche die Jagdbetriebsvorschriften 2010 betreffen, eine Woche vor der Präsidentenversammlung fest zu legen. Dies hat den grossen Vorteil, dass die Anträge bereits an der Präsidentenversammlung vorgestellt werden können. Die antragstellenden Sektionen erhalten die Möglichkeit, ihre Anträge vorzustellen, zu begründen und somit Werbung für ihre Ideen und Anliegen zu machen. Der Zentralvorstand ist überzeugt, dass die Präsidentenversammlung die ideale Plattform dazu bietet. Die vom erweiterten Zentralvorstand zu beratenden Anträge werden mit dessen Kommentar z.Hd. der DV 2010 in der Aprilausgabe des «Bündner Jäger» publiziert. Somit können die Sektionen an ihren Versammlungen die Anträge beraten und ihren Delegierten einen Stimmauftrag erteilen. Zur Beratung können die Sektionen ihre Vertreter im erweiterten Zentralvorstand

beiziehen, denn diese sind bestens informiert und dokumentiert. Jagden, Jagdverlauf Der überaus lange und strenge Winter 2008/2009 und die daraus resultierenden hohen Abgänge, vor allem beim Hirsch- und Rehwild, liessen für die Hochjagd 2009 kein gutes Resultat erwarten. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die Frühlingsbestände beim Schalenwild um rund 3600 Tiere oder 6% des Gesamtbestandes. Vor allem aber regional waren extreme Unterschiede festzustellen. Die höchsten Abgänge waren bei den Jungtieren zu verzeichnen. Auf Grund des reduzierten Frühjahrsbestandes von 13 000 (14 500) beim Hirschwild wurde der Abschussplan auf 4150 (4450) Tiere festgesetzt. Für die Abschussplanung beim Hirschwild wurde die Hochjagdstrecke an einjährigen, weiblichen Tieren (Schmaltiere) mit dem Mittel der Vorjahre verglichen. Um dem erhöhten Abgang an Kälbern im letzten Winter regional Rechnung zu tragen, wurden die definitiven Abschusspläne nach Abschluss der Hochjagd um die fehlenden Schmaltiere reduziert. Somit reduzierte sich die Differenz zwischen den erlegten Hirschen auf der Hochjagd (2747) und dem Abschussplan (4150) von 1403 auf 619 Hirsche. Um auch beim Rehwild den besonderen Voraussetzungen Rechnung zu tragen, wurde die Jagd um vier Tage auf 17 Tage gekürzt. Beim Gämswild wurde die

Jagd auf die weiblichen Tiere ebenfalls um vier Tage auf 13 Tage gekürzt und das Gewicht beim Hegebock um 1 kg reduziert. Die Hochjagd 2009 war eine Schönwetterjagd. Das ausserordentlich warme und milde Wetter erschwerte die Jagd im Waldgebiet auf Reh und Hirsch. In den Schongebieten blieb es bis Ende September ruhig. Das Hirschwild war nicht aktiv und die Brunft verlief in einem ungewohnt ruhigen Rahmen. Durch diese extreme Wettersituation wurde der Druck auf das Wild oberhalb der Waldgrenze bedeutend grösser. Das Gamswild und die Murmeltiere mussten somit die «Suppe auslöffeln». Die sehr hohe Murmeltierstrecke von über 6000 Stück ist der eindeutige Beweis. Ebenso konnte dank des schönen Wetters die vollen 13 Tage (kein Nebel- oder Schlechtwettertag) in den Bergen auf Gamswild gejagt werden. Viele sonstige «Waldjäger» hatten sich bei diesen Wetterbedingungen im Wald nicht mehr wohl gefühlt und sind dann auch in die Berge gegangen und haben die Bergjagd genossen. Diese Gegebenheit hat den Druck auf die Gämsen enorm erhöht. Die Jagdstrecke bei der Gämse mit 3115 Tieren ist somit höher ausgefallen als geplant. Auf den ersten Blick erscheint die Reduktion der «Gamsgeissjagd» um vier Tage nicht gefruchtet zu haben. Mit dieser Einschränkung haben wir aber sicher eine noch höhere Jagdstrecke beim Gamswild vermeiden können.


mit 1223 (1146) ein Mehrabschuss zu verzeichnen. Grundsätzlich zeichnet sich bei den Hasenabschüssen eine grosse Konstanz ab. Die Abschüsse liegen bedeutend höher als in den 1980er-Jahren und widerspiegeln, zusammen mit den bis zum Jagdende recht konstant bleibenden Tagesstrecken, die gute Bestandessituation auf. Die Birkhuhnstrecke ist mit 124 Hahnen leicht höher als im Vorjahr (117). Beim Schneehuhn (360) mussten dieses Jahr zum ersten Mal Federproben (Flügel, Handschwingen oder mehrere Körperfedern) zu Versuchszwecken abgegeben werden. Für den Fortbestand der Jagd auf das Schneehuhn sind solche Versuche sehr wichtig und müssen zwingend von der Jägerschaft unterstützt werden. Die Jagdstrecken bei den Füchsen (3143) und bei den Dachsen (249) gingen deutlich zurück. Dieser Rückgang ist auf die wahrscheinlich immer stärkere Ausbreitung der Staupe-Epidemie im Kanton zurück zu führen. Insgesamt wurden 23 219 Tiere (im Vorjahr 25 355) auf allen Jagden erlegt. Die Schalenwildstrecke belief sich auf 8733 Tiere und lag somit 2765 Tiere unter dem Vorjahr. Die ausführlicheren Zahlen finden sich in der Februar-Ausgabe des «Bündner Jäger» oder auf der Homepage des Amtes für Jagd und Fischerei www.jagen-fischen.gr.ch. Nachsuchen Schweisshundewesen Auch dieses Jahr durften die Jägerinnen und Jäger wie-

der auf die Unterstützung von verschiedenen Schweisshundegespannen zählen. Die 165 geprüften Schweisshundeführer/innen mit ihren Vierbeinern wurden zu 703 Nachsuchen aufgeboten. In 188 Fällen handelt es sich um Kontrollsuchen zur Feststellung einwandfreier Fehlschüsse. Kontrollsuchen sind es nur dann, wenn absolut keine Pirschzeichen festgestellt werden können. In 302 Fällen (59%) waren die Nachsuchegespanne erfolgreich. Das vom Bündner Schweisshundeclub hervorragend organisierte Nachsuchewesen ist ein wesentlicher Bestandteil der Bünderjagd. Wir Jäger/ innen sind moralisch und gesetzlich verpflichtet, das beschossene Wild so schnell wie möglich aufzusuchen, es zu erlösen und es auch zu bergen (Wildbrethygiene). Aber auch aus tierschützerischer und jagdethischer Sicht ist heute der Schweisshund auf der Jagd nicht mehr weg zu denken. Ich bedanke mich bei den Hundeführern und ihren Vierbeinern für die grosse und sehr wichtige Arbeit zu Gunsten des Wildes. Grossraubtiere Im Jahre 2009 konnten keine Bären in Graubünden festgestellt und nachgewiesen werden. Hingegen stiegen die Wolfsbeobachtungen weiter an. Neben der Surselva erhielten auch das Prättigau und das Oberhalbstein vom Wolf Besuch. Luchshinweise von Einzeltieren ergaben sich in der Surselva, im Raume Herrschaft/Prättigau, im Schweizerischen Nationalpark und im

Misox. Diese Einzeltiere führten bis anhin zu keinen Konflikten beim Wild und beim Kleinvieh. Hegetätigkeit, Ausbildung Die Erfahrungen aus dem ausserordentlich harten Winter 2008/2009 haben das Amt für Jagd und Fischerei, das Amt für Wald und den BKPJV (Hegeorganisation) bewogen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, um gemeinsam als Ergänzung der Hegekonzepte ein Notmassnahmenkonzept zu erarbeiten. Dieses soll auf regionaler Ebene festgelegt und mit Hilfe regionaler Kräfte in absoluten Notsituationen umgesetzt werden. Es enthält einen Katalog von einzelnen genau definierten Massnahmen bezüglich Beruhigung des Lebensraumes, Fällen von Prossholz und Anbieten von Heu. Grundsätzlich soll das Wild im gewählten Wintereinstand bleiben und nicht mit Fütterungen in Siedlungen gelockt werden. In mehreren Gemeinden wurden zusätzliche Wildruhezonen ausgeschieden. Insgesamt gibt es derzeit im Kanton Graubünden über 260 Wildruhezonen. Diese wichtige Hegemassnahme dient nicht nur dem Schutz des Schalenwildes vor Störungen, sondern auch dem Schutz zahlreicher geschützter Vogelarten. Die Jahresberichte des Hegepräsidenten Paul Sprecher und des Präsidenten der KoAWJ, Marcel Rickenbacher, sind publiziert. An dieser Stelle danke ich Paul und Marcel für ihre grosse und wertvolle Arbeit zu Gunsten des Wildes und des BKPJV. Aber auch für die stets gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit im Zentralvorstand. In diesen Dank einschliessen möchte ich aber auch die Bezirkshegepräsidenten mit allen ihren vielen und fleissigen Helfern, dann die Koordinatoren und die Ausbilder der KoAWJ. Sie alle leisten in ihrer Freizeit an der Front sehr wertvolle Arbeit. Öffentlichkeitsarbeit Die Jagdausstellung, die seit 2002 in enger Zusammenarbeit mit dem Bündner NaSchweizer Jäger 6/2010

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Beim Rehwild sind extreme regionale Unterschiede festzustellen. Die Strecke mit 1746 Tieren ist im Rahmen der Jahre 2005/2006, aber bedeutend tiefer wie die letzten zwei Jahre 2007/2008. Die Resultate der Bestandesschätzungen und der Jagdstrecken zeigen beim Rehwild deutlich auf, dass die äusseren Bedingungen einen weit höheren Einfluss auf den Bestand haben als die Jagd. Die Hochjagd 2009 wurde von 5421 Jägern, davon 133 Jägerinnen ausgeübt. Dies sind 123 Patente weniger als im Vorjahr. Das Gesamtresultat der Hochjagd muss als mässig beurteilt werden. Berücksichtigt man jedoch die Ereignisse des vergangenen Winters und die Schönwetterperiode im September, erstaunen die im langjährigen Vergleich mässigen Abschusszahlen nicht. Die Herbstjagd auf Hirsche wurde in 15 von 21 Regionen durchgeführt. Der geplante Abschuss von 619 Hirschen wurde innert wenigen Tagen erreicht. Beim Rehwild wurde auf eine Herbstjagd verzichtet, weil die Anzahl erlegter Rehböcke im September unter der Limite von 50% der maximalen Bockstrecke seit 1991 lag. Für die Steinwildjagd wurden 258 Bewilligungen ausgestellt. Das Anfang Oktober sehr milde und schöne Wetter bescherte den Steinwildjäger/ innen fantastische Bergjagdtage und ideale Bedingungen für die Steinwildjagd. Gegen Ende der Steinwildjagd drehte das Wetter, es fiel in den meisten Regionen Schnee, das erschwerte die Bergjagd erheblich. 98% der Steinwildjäger/ innen kehrten trotzdem mit Beute aus den Bergen zurück. In der Mesolcina wurden in diesem Jahr 11 Wildschweine während der Hochjagd und 3 auf der Herbstjagd erlegt. Bei der Niederjagd konnte mit 1756 (1739) gelösten Patenten wiederum eine leichte Steigerung festgestellt werden. Jagdhundebewilligungen wurden mit 865 eine weniger als im Vorjahr gelöst. Beim Feldhasen ist mit 1313 (1457) ein leichter Rückgang, hingegen beim Schneehasen


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turmuseum, dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden und dem BKPJV gestaltet und seither immer weiter entwickelt wird, erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Im Berichtsjahr wurde sie an optimalen Standorten in Disentis, in der Bergstation Caischavedra und in St. Peter gezeigt. Durch zusätzliche Führungen konnte die Jägerschaft in Zusammenarbeit mit der Wildhut das «Phänomen Bündner Jagd» verschiedenen Interessensgruppen und Schulklassen näher bringen. Aktive Öffentlichkeitsarbeit leisteten aber auch etliche Sektionen mit der Durchführung und Organisation von Familienabenden, Trophäenschauen, öffentlichen Vorträgen, an denen die Familienmitglieder und die nicht jagende Bevölkerung eingeladen waren. Ich danke allen, die sich aktiv an der immer wichtiger werdenden Öffentlichkeitsarbeit beteiligt haben. Dank Mit der 96. Delegiertenversammlung vom 8. Mai 2010 geht das zweite Verbandsjahr von uns zu Ende. Wir haben zwei lehrreiche und sehr inten-

sive Jahre hinter uns. Es war nicht immer «Sonnenschein» und wir mussten lernen, dass man auch mit kleinen Schritten vorwärts kommt. Manchmal haben wir uns auch auf dem Glatteis befunden. Aber Ausrutschen und Umfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben sollte man nicht! Ich danke meinen Kameraden vom engeren Zentralvorstand für ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit und ihren grossen Einsatz zu Gunsten der Bündner Patentjagd. In meinen Dank einschliessen möchte ich aber auch die Mitglieder des erweiterten Zentralvorstandes sowie alle Chargenträger des Verbandes. Allen Jäger/innen, die sich aktiv für den Lebensraum des Wildes, für das Wild und unsere Patentjagd eingesetzt haben, gebührt ein kräftiger Weidmannsdank. Einen ganz speziellen Dank richte ich an Regierungsrat Stefan Engler, den Jagdinspektor Dr. Georg Brosi, den Wildbiologen Hannes Jenny und dem gesamten Personal des Amtes für Jagd und Fischerei. Bündner Kantonaler Patentjägerverband Beat Angerer, Zentralpräsident

Fischotter am Alpenrhein nachgewiesen Seit anfangs Dezember 2009 konnte beim Kraftwerk Reichenau in Domat/Ems mehrmals ein Fischotter festgestellt werden. Seine Präsenz wurde im Rahmen der automatischen Videoüberwachung des Fischaufstiegs in der Fischtreppe des Kraftwerkes nachgewiesen. Die Unterwasser-Filmdokumente des Amtes für Jagd und Fischerei zeigen zweifelsfrei, dass es sich beim beobachteten Tier um einen rund 70 cm grossen Fischotter handelt. Der ursprünglich in der ganzen Schweiz heimische Fischotter gilt bei uns als ausgestorben. Der gesicherte Nachweis eines frei lebenden Fischotters im Alpenrhein käme daher einer Sensation gleich. In den letzten Jahren konnten in der Schweiz nur Tiere nachgewiesen werden, die aus Haltungen entkommen waren. Im letzten Jahr war es ein Zwergotter, der

am Murtensee beobachtet und eingefangen werden konnte. Ob es sich beim beobachteten Fischotter um ein natürlich zugewandertes Individuum oder ebenfalls um ein aus einer Haltung entflohenes Exemplar handelt, kann zurzeit nicht gesagt werden. Erst die Sicherstellung und Analyse von genetischem Material (Kot, Haare) kann darüber Aufschluss geben. Die nächsten Ottervorkommen liegen in Bayern und Tirol. Die Sichtung des Fischotters an Land gelang bisher nicht. Das Amt für Jagd und Fischerei bittet die Bevölkerung, allfällige Beobachtungen zu melden. Auskunftspersonen: Dr. Georg Brosi, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92; Hannes Jenny, Wildbiologe, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92; Dr. Marcel Michel, Fischereibiologe, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 94

LU

Rehbock springt Geiss im April

Alois Bühler aus Willisau, langjähriger Leser des «Schweizer Jäger», sandte uns die beiliegenden Bilder, die er am 25. April während eines Revierganges im Revier Wil-

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lisau-Ost (Luzern) aufnehmen konnte. Der brave Sechserbock fing alsbald an, die ebenfalls auf der Wiese anwesende Geiss zu treiben. Alois Bühler staun-

te in der Folge nicht schlecht, als der Bock die Geiss sprang. Dass er das Geschehen auch noch fotografisch festhalten konnte, ist ein besonderer Glücksfall.

Natürlich wäre es interessant zu wissen, ob andere Jäger/innen ähnliches schon erlebt haben. Kurt Gansner


Eindrückliche Tierwelt und Jagdhorn-Bläsertreffen Entlebucher Jagdausstellung auf Heiligkreuz mit Unterhaltung und Bläsertreffen Mit einer sehr aufwändig und schön gestalteten Ausstellung präsentierten die Jagdhornbläser Diana Hasle eindrücklich die Trophäen und Tierwelt aus den Entlebucher Jagdrevieren. Zum Rahmenprogramm gehörten auch Hasler Schulführungen, Jagdhornbläsertreffen, andere musikalische Unterhaltung und diverse Informationsstände. Ein OK, bestehend aus sechs Mitgliedern der Jagdhornbläser Diana Hasle mit dem OK-Präsidenten Res Schmid, hatte in mehreren Tagen eine aufwändige Ausstellung der Entlebucher Tierwelt und Jagdtrophäen aufgebaut. Gegen 200 Trophäen und 40 Tiere Die Ausstellung mit naturnaher Kulisse und passender Beleuchtung präsentierte sich den zahlreichen Besuchern sehr eindrücklich. Sie gab die Möglichkeit, einmal ausgestopfte Tiere aus der Nähe

Gams- und Steinwild

OK Jagdausstellung, hinten von links: Fredy Kaufmann, Urs Schmid, Erwin Vogel.Vorne von links: Gregor Röösli, Andy Vogel, Res Schmid, OK-Präsident. zu sehen, welche man in der Natur oft kaum zu Auge bekommt. 19 Entlebucher Jagdreviere stellten den Ausstellern dabei gegen 200 Trophäen und rund 40 Tiere zur Verfügung. Die Ausstellung wurde auch durch einen Verkaufsstand vom Jagdhof Felder, einem Forststand mit Informationen (Zusammenhang Wald und Tierbestand) und einen Degustierstand von Wildfleisch von Peter Felder (Rengg) ergänzt.

Schulinformationstag sehr gelungen Am Freitag boten die Organisatoren den Hasler Schulen mit einem Informationstag die Gelegenheit, die Entlebucher Tierwelt und ihre Lebensweise näher kennenzulernen. Neun Hasler Schulklassen wurde ein spannender Einblick gegeben, wobei sich die Schüler sehr interessiert und sogar begeistert zeigten. Res Schmid und Franz Emmenegger führten durch die Ausstellung, wo über die einheimischen Tierarten inklusive Luchs informiert wurde. Im Wald gaben die Förster Christian von Gunten und Franz Krummenacher Auskunft, zum Beispiel wieso Wildschäden entstehen und wie sich diese vermeiden lassen. Für die Aussteller war der Schultag mit dem Zeigen der Artenvielfalt und dem guten Echo der Schüler sehr dank-

Bläsertreffen zum Abschluss Am Sonntag traten die Jagdhornbläser Hubertus Escholzmatt nach dem Gottesdienst zu einem Platzkonzert auf. Damit war der Startschuss zum Bläsertreffen am Nachmittag gefallen, welches nochmals sehr viele Zuhörer anlockte. Der Reihe nach traten die organisierenden Jagdhornbläser Diana Hasle, die Jagdhornbläser Doppleschwand, die Jagdhornbläser Waldkauz Schüpfheim, die Jagdhornbläser Entlebuch, die Jagdhornbläser Hubertus Escholzmatt, die Jagdhornbläser Birkhahn Marbach und die Entlebucher Gämsjäger auf. Die Jagdhornklänge erfreuten die Gäste in der übervollen Schüür aufs Beste. Zum Schluss gab es auch noch einen Gesamtauftritt der gegen 100 Bläser und der gefällige Auftritt des Alphorn-Trios Hermann Studer, Hans und Hanspeter Wigger. Die Ziehung der Tombola mit wertvollen Preisen und die Verpflegung in der Festwirtschaft bildete den Abschluss eines gelungenen Wochenendes. Res Schmid

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Jagdhornbläser Diana Hasle

bar und ein voller Erfolg. Am Freitagabend wurde die Ausstellung bei einem Apéro mit allen Hasler Jägern und Sponsoren der Ausstellung eröffnet. Am Samstagnachmittag strömten trotz schlechtem Wetter viele Besucher ins Heiligkreuz und erfreuten sich an der schön gestalteten Ausstellung. Auch der Unterhaltungsabend in der Schüür war sehr gut besucht. An der volkstümlichen Stubete beteiligten sich das «Echo vom Steigrat», das Jodelduett Erika & Reto Zanini-Brun, die Kapfenburger und die Howald-Örgeler (Dominik Wermelinger und Remo Vogel). Auch weitere Musiktalente wie Joel Schmid und Sven Unternährer traten am Wochenende auf. Es herrschte gute Stimmung in der Heiligkreuz-Schüür.


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SZ

Hegetag des Jägervereins Einsiedeln und Umgebung

Gleich an zwei Standorten standen die Jäger des Jägervereins Einsiedeln und Umgebung am Samstag, 24. April 2010, im Einsatz. Der Jägerverein Einsiedeln und Umgebung trifft sich alljährlich an einem Hegetag, um Arbeiten zugunsten der Natur und dem Wild auszuführen. Der Hegetag im Frühjahr ist nicht der einzige Anlass, an dem sich der Jägerverein Einsiedeln und Umgebung für unser Wild und seinen Lebensraum einsetzt. Schon bald beginnen wieder die Rehkitzrettungen, bei denen die Jäger in Zusammenarbeit mit unseren Landwirten die jungen Rehkitze davor bewahren, vermäht zu werden und einen grausigen Tod zu sterben. In diesem Jahr wurden die Jäger des Jägervereins und Umgebung durch einige Jagdlehrgänger unterstützt. Im Rahmen des Jagdlehrganges, dessen erfolgreicher Abschluss Bedingung für den Erhalt des jährlichen Jagdpatentes ist, müssen die zukünftigen Jäger 40 Stunden Hegearbeiten leisten. Die an den beiden Standorten durch die Jäger geleisteten Arbeiten könnten unterschiedlicher nicht sein. Es zeigt sich deutlich, wie vielfältig Hegearbeiten sein können. Je nach Ort und Zeit kann die Hege ganz unterschiedliche Tätigkeiten beinhalten. Im Schwantenauwald wurden in einer grossen Kahlfläche Bäume und Sträucher gepflanzt. Die Kahlfläche bewaldet sich nur sehr zögerlich natürlich wieder. Die dicht wuchernden Brombeeren verhindern oder verzögern eine natürliche Wiederbewaldung. Neben Fichten (Rottannen) wurde dort ein breites Sortiment an weiteren Baum- und Straucharten gepflanzt: Föhren und Eichen auf trockenen Ecken, Erlen und Weiden in vernässten Mulden, Traubenkirschen und Vogelkirschen, aber auch Sträucher wie der Schwarzdorn und der Kreuz-

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Einige der Pflanzen im Schwantenauwald wurden vor Verbiss geschützt (Bruno Bräm und Josef Füchslin). dorn. Dazwischen wurden auch Lücken offen gelassen. Diese werden sich verzögert natürlich bewalden oder bieten als kleine Waldlichtungen dem Wild Äsung. Freihaltefläche geschaffen Von ganz anderer Art sind die Massnahmen am zweiten Standort. In Willerzell wurde eine Freihaltefläche geschaffen. Zwischen Willerzell und der Sattelegg befinden sich grosse Jungwaldflächen, welche auf die Stürme Vivian und Lothar zurück gehen. Im Moment sind diese Jungwaldflächen ein guter Lebensraum für unser Wild. Sie bieten reich-

Meinrad Kälin beim Pflanzen im Schwantenauwald.

lich Nahrung und Deckung. Diese Jungwaldflächen weisen aber auch einige gravierende Nachteile auf. Zum einen gibt es da den jagdlichen Aspekt. In den ausgedehnten Jungwaldflächen sieht der Jäger oft nur einige Meter weit. Die Jagd ist dort sehr erschwert. Die Freihalteflächen sorgen für Lücken in diesen Jungwaldflächen. Das andere Problem liegt darin, dass sich diese Jungwaldflächen rasch weiter entwickeln. Die jungen Bäume wachsen schnell, werden grösser und schliessen Lücken. Momentan weisen diese Jungwaldflächen aufgrund

der guten Äsungsbedingungen sehr hohe Wildbestände auf. Wenn die Bäume aber grösser werden und der Wald sich schliesst, geht das Nahrungsangebot für das Wild zurück. Auf den Freihalteflächen findet das Wild aber weiterhin genügend Nahrung. Das reduziert den Druck auf die umliegenden Waldungen. Die vom Jägerverein Einsiedeln und Umgebung ausgeführten Hegemassnahmen nützen daher allen, dem Wild, dem Jäger, dem Naturfreund und dem Waldbesitzer. Jägerverein Einsiedeln Markus Reinhard, Hegeobmann

SG

Revierjagd St. Gallen Delegiertenversammlung 2010 Präsident Hanspeter Egli durfte am 16. April 33 Delegierte und 28 Gäste in Weite zur 16. Delegiertenversammlung von Revierjagd St. Gallen willkommen heissen. Für die musikalische Umrahmung des Anlasses sorgten die Werdenberger Jagdhornbläser, für das leibliche Wohl der Anwesenden das Küchen- und Serviceteam

des Restaurant Hirschen. Als Gäste verfolgten nebst andern der Leiter des ANJF, der Kantonsoberförster, die Obmänner der Ausbildungs- und Jägerprüfungskommission, der Obmann der RHG 2 und der Präsident der Ortsbürgergemeinde Wartau den Ablauf der Geschäfte. Vertreten waren auch die Innerrhoder und Thurgauer Jäger

sowie die Lokal- und Jagdpresse (SJ). Entschuldigen mussten sich der für die Jagd zuständige Regierungsrat, der Obmann der RHG 1 und ein Mitglied der JaKo. Aus dem Jahresbericht des Präsidenten Er lag zusammen mit den Berichten der Kommissions-


Jagdpolitik Mit Blick auf die laufende Teilrevision des Jagdgesetzes ist von Egli zu erfahren, dass diese sich auf die Bereiche Finanzierung, Wildschadenvergütung, Revierbewertung und -vergabe sowie die Strafbestimmungen konzentriere. Da die Absicht bestehe, die Jagdrechnung nicht mehr als geschlossene Spezialrechnung zu führen, soll in Anwendung des Verursacherprinzips der Jagdpachtzins künftig die Aufwendungen des Kantons für die Jagd decken und einen Beitrag an die Lebensraumpflege und Förderung der Biodiversität leisten. Aufgaben im Auftrag und Interesse der Gesellschaft sollen daher, auch was das ANJF betrifft, durch die Staatskasse finanziert werden. So eine Forderung Eglis. Dringenden Handlungsbedarf

Wild und Lebensräume Egli verweist auf die intensiven Diskussionen über Sinn und Unsinn von Fütterungen im Zusammenhang mit dem schneereichen Winter 2008/09 und der Durchsetzung des Fütterungsverbots. Das ANJF wurde schriftlich über die Kritik am Verbot orientiert. Viele Jäger verstünden nicht, dass der Forst Wildfütterung generell und strikt selbst dann ablehnt, wenn die Situation für wildlebende Tiere schwierig würde. Die Jäger wollen eine situationsgerechte Notfütterung z. B. durch Anlegen von Tristen und die Verabreichung von im Revier gewonnenen Heu oder Laubheu. Der Jägerverband fordere diesbezüglich

vom Amt eine flexiblere Handhabung und notfalls auch eine Anpassung der aktuellen Vorschriften. Als Folge dieser Diskussion seien die Notfütterungskonzepte der RotwildHegegemeinschaften überprüft und festgelegt worden. Weiter ist aus dem Bericht zu erfahren, dass die neu mit dem Luchsmonitoring beauftragten Jagdgesellschaften für rechtzeitige Luchsmeldungen an die Wildhut eine Abgeltung erhalten. Diese Regelung gelte rückwirkend ab 1. April 2008 bis 31. März 2012. Dabei würden aber Änderungen und Anpassungen vorbehalten bleiben. Egli erwähnt in seinem Bericht auch die getroffenen Massnahmen im Zusammenhang mit Schwarzwildschäden in zwei Revieren und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Teilrevision des Jagdgesetzes. Erwähnung finden auch die Förderung der Elsbeere und des Speierlings im Rheintal und Sarganserland sowie die Aktion «Weniger Wildunfälle». Öffentlichkeitsarbeit, Aufteilung des Vermögens von Revierjagd Schweiz und Aktuelles von JagdSchweiz runden als Themen den Bericht ab. Die einzelnen Kommissionsberichte finden sich ebenfalls in den Unterlagen veröffentlicht. Schwerpunkte der Kommission Wild und Lebensräume bilden die Pflanzaktion von Elsbeere und Speierling, die Kitzrettung und die Lebensraumaufwertung im Lau-

Ohne Schutz kein guter Start (Neupflanzung eines Speierlings).

Wie die Mehlbeere (im Bild), der Speierling und die Vogelbeere, zählt auch die Elsbeere zu den Sorbus-Arten. Schweizer Jäger 6/2010

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Jägernachwuchs Aus dem Bericht wird ersichtlich, dass 43 von 57 Kandidaten die Schiessprüfung bestanden haben. Anlässlich der mündlichen Prüfung waren 21 von 24 Prüflingen erfolgreich. Drei von vier waren es bei den Wiederholern. Für die Schiessprüfung 2010 haben sich wieder 60 Bewerber angemeldet. Zur theoretischen Prüfung werden 46 Kandidaten antreten. 3 Prüflinge haben noch ein Fach zu bestehen.

sieht er auch bezüglich der Wildschadenregelung. Jäger sollen dann dafür aufkommen müssen, wenn sie ihnen aufgetragenen Verpflichtungen, z. B. Abschusserfüllung, nicht nachkommen. In Sachen Revierbewertung/ -vergabe müssen durch die Teilrevision Wege gefunden werden, um störende Einzelfälle zu korrigieren. Vor allem aber müsse sie zu einer klaren Definition über die Aufgabenteilung zwischen Gemeinden und Kanton führen. Weitere Bemerkungen betreffen die Teilrevision der Strafbestimmungen, die Jagdvorschriften und die Meldepflicht für Waffen. Über den genauen Zeithorizont und erste Ergebnisse der Diskussionen innerhalb der dafür zuständigen Departemente ist aus dem Bericht nichts Konkretes ersichtlich.

Foto: FJS

im Gegensatz zur Zunahme bei den Tauben. – abgesehen von lokalen Problemen mit Schwarzwild nur wenige Wildschäden zu verzeichnen waren.

Foto: FJS

präsidenten und der Jahresrechnung in schriftlicher Form vor. Nachfolgend soll kurz auf einzelne Schwerpunkte eingegangen werden. Auf das Jagdjahr 2009 zurückblickend hält Egli fest, dass – der Rehabschuss im Vergleich zum Vorjahr leicht höher ausgefallen sei, was als Zeichen für eine scheinbare Erholung der Bestände zu werten sei. – die Jagdstrecke beim Rotwild deutlich tiefer ausgefallen sei. Dies trotz dem durch die RHG 1 getätigten ausserordentlich hohen Abschuss. – sich beim Gamswild der Abschuss auf dem Vorjahresniveau halten konnte, und die Fallwildverluste wohl als Folge der rückläufigen Erkrankungen an Gamsblindheit und Lungenentzündungen deutlich zurückgingen. Trotzdem wären die Bestände aber nach wie vor sehr tief. – sich der Steinwildabschuss weiterhin positiv entwickle und die Abschusspläne weitgehend ausgeschöpft werden konnten. – die Fuchs- und Dachspopulationen durch die StaupeEpidemie an vielen Orten deutlich dezimiert wurden. – die Murmeltierstrecke im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen sei, und sich die Zahl der erlegten Feldhasen nach wie vor auf sehr tiefem Niveau bewege. – dass die Abschüsse bei Raben- und Wasservögeln zurückgegangen seien. Dies


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Wildbrethygiene steht im Zentrum der Aus- und Weiterbildung.

Foto z.Vfg.

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fe der kommenden drei Jahre durch die einzelnen Jagdgesellschaften. Von der Kommission Ausund Weiterbildung ist zu erfahren, dass 2009 der Vorsatz «Der erste Schuss zählt» in 100% der Jagdgesellschaften umgesetzt wurde. Die Weiterbildungsveranstaltung «Neues Waffenrecht/EU-Waffenpass» im Erlenholz stiess auf reges Interesse und füllte den Versammlungsraum bis zum letzten Platz. Zum Thema «Gemeinschaftsjagd» führte der JV See & Gaster zwei ebenfalls gut besuchte Seminare mit ausgewiesenen Referenten durch. An fünf Abenden konnten daran interessierte Jäger/innen Wissenswertes über das Schwarzwild in Erfahrung bringen. An drei Veranstaltungen wurden zusätzlich auch Landwirte eingeladen. «Wildbrethygiene heute» wird das diesjährige Schwerpunkthema der Weiterbildung bilden. Kursbesucher erhalten bei Kursende nach erfolgreich bestandener Prüfung einen persönlichen Sachkundeausweis. Im Juni werden die Revierdelegierten der östlichen Kantonshälfte an zwei Kurstagen ihr Wissen in Salez aufpolieren. Die übrigen Regionen delegieren je einen Vertreter der einzelnen Jagdgesellschaften im Januar/Februar 2011 nach Bazenheid. Und damit das Handbuch «Treffpunkt Jagd» auch sinnvoll eingesetzt werden kann, wird am 3. Juli im Erlenholz ein Tagesseminar angeboten. Da die Teilnehmerzahl aus lernpraktischen Gründen beschränkt werden musste, werde aber bei entsprechender Nachfrage ein weiterer Kurstermin eingeplant. Wer noch mehr erfahren möchte, der findet Antworten unter www. jagd-sg.ch, Rubrik Aus- und Weiterbildung. Dass auch die Jagdhornbläser äusserst aktiv waren, beweist ein Blick in den Bericht der Kommission Brauchtum und Jagdhornbläserwesen. Erwähnt werden vom Präsidenten ein Workshop für alle Schweizer Bläsergruppen in Baden, wo es um die Statuten und das Aufnahmegesuch als

B-Mitglied bei Jagd Schweiz ging. Zahlreiche Hubertusmessen und -feiern boten kantonsweit Gelegenheit, mit der nichtjagenden Bevölkerung auf Tuchfühlung zu gehen. (Ob dies auf Dauer zum bessern Verständnis für Wild und Jagd führen wird, bleibe dahingestellt.Verf.) Drei St. Galler Bläsergruppen nahmen erfolgreich am Eidgenössischen Jagdhornbläserfest teil. Im Ausblick auf das laufende Bläserjahr ist zu erfahren, dass am 13. Juni ein weiteres St. Gallisch-Appenzellisch-Liechtensteinisches Jagdhornbläsertreffen in der Propstei Alt St. Johann im obern Toggenburg stattfindet, und am 19./20 Juni durch die Bläser in Grosswangen LU auch scharf geschossen wird. Laut dem Bericht der Kommission Schweisshundewesen wurden im vergangenen Jahr wiederum zwei kantonale Schweisshundeprüfungen durchgeführt. Weiter ist in Erfahrung zu bringen, dass der Kanton durch das neue Regulativ und Prüfungsreglement über ein modernes Regelwerk verfüge, das nur Gespanne zur Nachsuche zulasse, die praxisgerecht ausgebildet wurden und den hohen Anforderungen auf der Wundfährte auch genügen werden. Im laufenden Jahr werden wieder zwei Prüfungen im St. Galler Oberland und Raum Ricken durchgeführt.

Die Jahresrechnung der Kontrollbericht und der Budgetvorschlag wurden diskussionslos angenommen. Neu werden pro Mitglied Fr. 10.– an JagdSchweiz «abgeliefert». (Bis dato Fr. 17.50 an RJ Schweiz) Die Mitgliederbeiträge an RJSG bleiben aber auf Fr. 25.– belassen. Diese übernimmt die Kosten für die Kurse «Treffpunkt Jagd» und «Wildbrethygiene heute». Das Traktandum Verschiedenes wurde vom Präsidenten der Gemeinde Wartau genutzt, um diese und ihre Aufgaben vorzustellen, soweit sie Lebensraumfragen betreffen. Als Beispiele erwähnte er die Sanierung von Trockenmauern und ein Projekt zur Sanierung der ältesten Strasse der Schweiz. Und nicht zuletzt teilte er auch mit, dass die Gemeindekasse die Kosten für den Kaffee trage. Der Leiter des ANJF teilte den Anwesenden mit, dass die Teilrevision des Jagdgesetzes vermutlich nach den Sommerferien in die Vernehmlassung gehe. Von ihm war auch zu erfahren, dass von einer Rheintaler Kantonsrätin eine Interpellation zu den Themen Wald-Wild-Situation und Wildbestände eingereicht und durch die Regierung beantwortet wurde. Es wurde deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Jagd ihre Aufgabe erfülle und allfällige Probleme

nur lokal oder regional aufgetreten seien. Zudem hätte die Rotwildstrecke im Werdenberg gezeigt, dass die Jäger ihren Auftrag ernst nähmen. Aufs laufende Jahr bezogen teilte er mit, dass anfangs Juni im Calfeisental Bartgeier angesiedelt würden, dass bezüglich einer möglichen Wolfeinwanderung Vorbereitungen getroffen würden und dass ein kantonales Konzept für Wildruhezonen in Ausarbeitung sei. Der Kantonsoberförster beurteilte die Wald-Wild-Situation trotz vorhandenem selektivem Verbiss für 50% der untersuchten Gebiete als gut. Er war aber der Meinung, dass es nach wie vor grosser Anstrengungen bedürfe, um vor allem auch die Verjüngung der Schutzwälder zu ermöglichen. Er riet zu noch vermehrten Rundgängen mit den Revierförstern, da nur ein Miteinander zu allfällig notwendigen Problemlösungen führen könne. Egli ergänzte diese Ausführungen mit dem Hinweis, dass die Jäger nicht für durch die Allgemeinheit entstehende Probleme verantwortlich gemacht werden dürfen, und dass das Erreichen von Zielen im Wald eben oft mehrere Generationen beanspruche. Der aus beruflichen Gründen verspätet eingetroffene Geschäftsführer von JagdSchweiz berichtete über Aktualitäten aus dem Dachverband und sprach kurz die Regulierung von «Problemarten», die Waffeninitiative, die Öffentlichkeitsarbeit, die Stellung der sogenannten B-Mitglieder und die bevorstehenden Neuwahlen an. Warum auch einzelne St. Galler Förster den Sinn von Wildruhezonen in Frage stellen würden, wollte ein Oberländer Delegierter schlussendlich noch vom für den Wald zuständigen Amtsleiter in Erfahrung bringen. Der gab sich überrascht und zur Antwort, dass sich eine solche Einstellung in keiner Weise mit der Ansicht seines Amtes in Deckung bringen lasse. Was den Interpellanten nicht in jeder Hinsicht zufrieden stellte. Fjs


Urner Jägerverein zählt neu 723 Mitglieder

104. GV Urner Jägerverein in Erstfeld

Foto: Georg Epp

Walter Baumann, der neue Präsident des Urner Jägervereins freute sich, 266 Jägerinnen, Jäger und Gäste zur 104. Generalversammlung im Pfarreizentrum Erstfeld begrüssen zu können. Bereits beim Nachtessen überzeugten die Erstfelder Jäger, unter der Regie von Ehrenmitglied Martin Indergand, mit tadelloser Organisation. Unter Klängen der Jagdhornbläsergruppe Bärgarvä hiess man zahlreiche Gäste und Freunde, unter ihnen Landammann Isidor Baumann, Landratspräsident Paul Jans, Korporationspräsident Alois Arnold und Gemeindepräsident Werner Zgraggen speziell willkommen. Die im «Dr Urner Jeger» schriftlich abgefassten Jahresberichte des Präsidenten, der Schiesskommission und der Hegekommission fanden ohne Wortmeldungen Zustimmung. «Ein ständiger Rückgang der Schalenwildbestände in einzelnen Gebieten, insbesondere beim Reh- und Gämswild, stimmt mich nachdenklich. Diese Tatsache löst unter der Jägerschaft zwangsläufig eine gewisse Unruhe aus», meinte Walter Baumann in seinem Rückblick.

Eine Stellungnahme zum neuen Gämskonzept (Abschaffung Krickelmass etc.) haben die beiden Urner Jägervereine bei der Jagdkommission deponiert. Hier ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die über den Stand der Dinge laufend orientieren wird, ein neues Gämsbejagungskonzept wird aber frühestens im Jahre 2012 in Kraft treten können. Mit 38 Neumitgliedern konnten die Abgänge durch Austritte oder Todesfälle mehr als kompensiert werden, der Urner Jägerverein zählt neu 723 Jägerinnen und Jäger. Die Tendenz ist nach wie vor steigend, kürzlich starteten 37 Jungjäger den Jagdlehrgang 2010/2011. Auch finanziell konnten erfreuliche Zahlen präsentiert werden. Kassier André Planzer präsentierte Mehreinnahmen von 13 134 Franken in der Vereinsrechnung, die Rechnung der Jagdschiessanlage «Standel» schliesst nach Abschreibungen von 12 000 Franken ebenfalls mit Mehreinnahmen von 966 Franken. In der Hegekommission gab es eine kleine Vermögensverminderung von 141 Franken, als Gegenleistung wurden aber allein im vergangenen Jahr 2670 Arbeitsstunden in die Hegetätigkeit investiert.

Mit Jägerpräsident Walter Baumann (links) und Landammann Isidor Baumann begegneten sich zwei ehemalige Schulkameraden an der Generalversammlung des Urner Jägervereins.

Zuteilung Reduktionsabschüsse Steinwild Im Anschluss an die Versammlung gab Jagdverwalter Josef Walker die mit grosser Spannung erwartete Zuteilung der Steinwildreduktionsabschüsse bekannt, die nach Alter des Jägers zugeteilt wurden. Der älteste Steinbockjäger ist 81-jährig, nämlich Martin Epp, Intschi und das Durchschnittsalter der Geissjäger beträgt 50 Jahre.Vorgesehen sind 33 Tiere zu schiessen (17 Geissen / 16 Böcke), von 63 Anmeldungen konnten somit 33 Jäger berücksichtigt werden. Zugeteilte Steingeissen Werner Kempf, Altdorf; Markus Hartmann, Altdorf; Werner Herger, Isenthal; Rolf Infanger, Isenthal; Bernhard Baumann, Realp; Martin Planzer, Erstfeld; Carlo Danioth, Andermatt; Reto Zanini, Altdorf;Victor Bissig, Schattdorf;Thomas Bissig, Unterschächen; Daniel Zgraggen, Schattdorf; Albin Fedier-Marti, Amsteg; Jost Gisler, Flüelen; Hans Arnold, Bürglen; Kurt Exer, Intschi; Franz Baumann, Gurtnellen; Stefan Furger, Andermatt. Zugeteilte Steinböcke Robert Bissig, Erstfeld; Peter Ziegler, Isenthal; Franz Epp, Bristen; Albin Fedier, Amsteg; Josef Arnold, Haldi; Guido Murer, Seedorf; Josef Baumann, Göschenen; Karl Kieliger,Wassen; Hans Zgraggen, Erstfeld; Karl Baumann,Altdorf;Walter Zberg, Bristen; Martin Epp, Intschi; Oswald Schmid, Realp; Bruno Zieri, Beckenried; Martin Tresch, Bristen und Georg Regli, Altdorf.

Die Jahresbeiträge blieben unverändert, nämlich für Freimitglieder 25, für Aktivmitglieder 40 Franken, wobei nach wie vor 10 Franken zweckgebunden der Jagdschiessanlage Standel zugutekommen. Wahlen Verschiedene Ersatzwahlen waren bestens vorbereitet und gingen entsprechend zügig über die Bühne. In der Schiesskommission ersetzen Claudio Arnold, Silenen, Flavio Herger, Altdorf und Wisi Zurfluh, Erstfeld die abtretenden Oliver Indergand, Kari Kieliger und Robi Tresch. Michael Gamma, Wassen, wird neu in die Hegekommission gewählt, er ersetzt hier Franz Senn. Vakant bleibt allerdings das Amt des Vizefähnrichs für den Raum Oberland, Amtsinhaber Franz Senn hat auch hier demissioniert. Traktandierte Anträge fanden Zustimmung Sachlich und fair wurde über termingerecht eingereichte Anträge debattiert. Im Namen der vier Spirgner Jägergruppen Spitzegg, Aesch, Klausen und Sebiger’s reichte Alois Mattli einen dreiteiligen Antrag ein, alle Anträge fanden grossmehrheitliche Zustimmung. So entschied man, die vor-

gegebenen Abschusszahlen der Jagdverwaltung in den verschiedenen Kreisen um 10% zu reduzieren; das Hirschfallwild soll bei den Statistiken zu den erlegten Tieren dazugerechnet werden und schliesslich sollen Hirschkälber und melke Kühe ab Mittwoch in der zweiten Woche zu den gleichen Bedingungen wie in den letzten Jahren auf der Nachjagd jagdbar sein. Eine knappe Zustimmung mit 88 zu 76 Stimmen gab es für die Einführung eines Gästepatents, der Antrag kam von Bruno Planzer, Bürglen. Schliesslich fand auch der Antrag von Franz Schuler, Bürglen, Zustimmung: «Die Fahrsowie die Zeitbeschränkungen sollen auf der Novemberjagd (Schneehasen, Schneehühner etc.) aufgehoben werden.» Walter Baumann betonte ausdrücklich, dass die Entscheide der Generalversammlung zuhanden der Jagdkommission weitergeleitet werden, definitiv bestimmen wird schlussendlich der Regierungsrat. Jagdstrecke und Jahresprogramm Jagdverwalter Josef Walker orientierte kurz über die Jagdstrecke 2009. Klar tiefere Abschusszahlen gab es beim Gäms- und Rehwild. Schweizer Jäger 6/2010

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UR


Vier von sieben neuen Freimitgliedern waren anwesend. Im Bild von links Kurt Fei, Josef Herger, Hanspeter Epp und Toni Gisler. Erlegt wurden 611 Gämsen (–98), 137 Hirsche (–14), 207 Rehe (–73), 324 Murmeltiere (+33), 445 Füchse (+27) und 41 Dachse (+23). Trotz strengem Winter verschoben sich die Fallwildzahlen unwesentlich. Das attraktive Jahresprogramm fand ohne Wortmeldungen Zustimmung. Die Hochwildjagd 2010 geht am 6.–18. September über die Bühne. Die gesellige Hubertusjagd absolviert man am 20. November in Gurtnellen und das 70. Urner Jagdschiessen ist auf 19./20. Juni terminiert. In total 10 Gemeinden sind auch wieder Hegetage vorgesehen. Zwei Schulkameraden…. Korporationspräsident Alois Arnold gratulierte zur Jagdschiessanlage Standel, die er mit dem Rat kürzlich besuchte. Er zeigte sich erstaunt über das aktive und kameradschaftliche Vereinsgeschehen, speziell über die steigenden Mitgliederzahlen. Die Grüsse der Urner Regierung überbrachte Landammann Isidor Baumann. Er studierte das vom ehemaligen Schulkameraden Walter Baumann geschaffene Vereinsmagazin «Dr Urner Jeger» ziemlich genau. Mit Schmunzeln zitierte er die Anmerkung im Jahresbericht: «Der Jäger ist heutzutage wirklich noch der einzige ehrliche Mensch auf dieser Welt. Dies bestätigt die Selbstanzeige – sogar bei einem Luchsabschuss!». In Sachen Naturpark ist man sich offenbar nicht ganz einig. Während Walter Baumann im Jahresbericht Ein-

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schränkungen für die Jäger befürchtet, plädierte Isidor Baumann für weniger Skepsis gegenüber Neuerungen. Optimistisch zeigte er sich, dass in Sachen neues Gämsbejagungskonzept eine gute Lösung gefunden wird. Isidor Baumann zeigte sich positiv überrascht, dass man nicht über Luchs und Wolf diskutierte und die Geschäftsliste zügig abwickelte. 7 neue Freimitglieder Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit konnten sieben Jäger in die Reihen der Freimitglieder aufgenommen werden. Es sind dies Hanspeter Epp, Bristen, Kurt Frei-Arnold, Erstfeld, Toni Gisler-Senti, Erstfeld, Alois Gisler-Tresch, Spiringen, Josef Herger-Gisler, Attinghausen, Werner Schillig, Altdorf und Bruno Stadler, Sisikon. Mit Dank und kleinem Geschenk verabschiedete man die Schiesskommissionsmitglieder Oliver Indergand, Kari Kieliger und Robi Tresch. Mit einer Flasche Wein und grossem Applaus bedankte man sich auch bei diversen Kommissionsverantwortlichen, speziellen Applaus erntete Max Baumann, der OK-Präsident der Trophäenschau und das Wirtepaar Sepp und Lisbeth Zgraggen. Das grösste Tombolaglück hatte die Erstfelderin Anita Walker, sie gewann den Hauptpreis, ein Hochwildjagdpatent in der grosszügigen Tombola. Die nächste GV des Urner Jägervereins geht in Schattdorf über die Bühne. Eg.

11 Jungjäger beenden den Jagdlehrgang erfolgreich Am 24. April freuten sich 11 Jägeraspiranten, alle Teile der anforderungsreichen Jagdprüfung mit Erfolg bestanden zu haben. Die höchsten Punktezahlen erreichten Pius Suter, Illgau, vor Michael Alder, Büren und Edy Müller, Attinghausen. Ein ausgezeichnetes Ergebnis lieferte auch Markus Imhof, ihn begleitete der Urner Jägerverein während dem Jagdlehrgang speziell. Seit 1963 kennt das kantonale Amt für Forst und Jagd im Kanton Uri eine Jagdprüfung. Nur wer vor dem 1. Januar 1963 das Jagdpatent während mindestens 2 Jahren besass, musste nicht mehr zur Prüfung antreten. Nach einjährigem Jagdlehrgang beinhaltet die Jägerprüfung einen praktischen Teil mit Schiessen (Gämsscheibe und Hase) und Jagdparcours, sowie einen theoretischen Teil mit 60 Fragen aus Jagdrecht, Wild- und Vogelkunde, Jagdkunde, Waffenkunde, Wildschutz und Hege. Das Prüfungsschiessen absolvierten die Jungjäger bereits am 22. August vergangenen Jahres erfolgreich, nun standen noch Jagdparcours und der theoretische Teil der Prüfung auf dem Programm. Der Prüfungsort bleibt bis

zum Antreten der Prüflinge jeweils geheim, denn ein wesentlicher Teil im jagdlichen Parcours sind neben Trophäen beurteilen, Baumarten, Trittsiegel und Bruchzeichen erkennen, fünf verschiedene Distanzen zu schätzen. Die Berechtigung, ein Jagdpatent zu lösen erhält man erst, wenn alle drei Elemente mit Erfolg absolviert wurden. Im Kollegium und Kraftwerk Amsteg Am 24. April war es wieder soweit. Die Jägerprüfungskommission mit Jagdverwalter Josef Walker an der Spitze war bereit, die Kenntnisse in Theorie und Jagdparcours von 12 mehr oder weniger jungen Aspiranten zu überprüfen. Die Theorieprüfung wird jeweils im Kollegium Altdorf und der Jagdparcours irgendwo im freien Gelände, diesmal hinter dem Kraftwerk Amsteg, absolviert. Nach der Prüfung und gemeinsamem Mittagessen warteten die Kandidaten gespannt auf die Ergebnisse. Josef Walker stellte den Prüflingen ein sehr gutes Zeugnis aus. Nur ein Kandidat scheiterte knapp im theoretischen Teil, alle anderen Anwärter bestanden die Jagdprüfung. Somit konnten 11 neue Jäger mit viel Freude die

Foto: Georg Epp

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Urner Jägerprüfung 2010

Nach einjährigem Jagdlehrgang geniesst man die Gratulation und den Händedruck von Josef Walker, dem Präsidenten der Jägerprüfungskommission, zur bestandenen Jägerprüfung. Im Bild Markus Imhof (links) und Jagdverwalter Josef Walker.


Urkunde, die zum Bezug des Jagdausweises auf der Standeskanzlei berechtigt, in Empfang nehmen. Es sind dies Pius Suter, Illgau, Michael Alder, Büren, Edy Müller, Attinghausen, Markus Imhof, Altdorf, Franz Kostrun, Rothenthurm, Werner Infanger, Attinghausen, Pius Püntener, Erstfeld, Kurt Schuler, Rothenthurm, Robi Wyrsch, Attinghausen, Bruno Zurfluh, Seedorf und Benaya Stadelmann, Herisau. Jagdverwalter Josef Walker gratulierte den Jungjägern beim Überreichen der Diplome und forderte sie auf, eine gute Einstellung zum Jagdwesen zu halten, sich nicht nur auf die zwei, drei Wochen Jagd zu konzentrieren, sondern auch für Wildschutz und Hege Hand anzulegen. Er animierte auch, sich laufend weiterzubilden, denn wie im Berufsleben hat man auch als Jäger nie ausgelernt. Den neuen Jägerkameraden gratulierte traditionell auch die Jagdhornbläsergruppe Bärgarvä musikalisch und Walter Baumann, der Präsident des Urner Jägervereins belohnte die drei besten Prüfungsergebnisse mit graviertem Zinnbecher. Er erhofft sich natürlich, dass sich die neuen Jäger dem Urner oder Urschner Jägerverein, dessen Präsident Bernhard Danioth auch anwesend war, beitreten werden.

Den Entschluss, mit 40 Jahren als Spätberufener den Jagdlehrgang zu absolvieren, bereue er in keiner Weise, im Gegenteil. Der grosse Aufwand und die Reservierung von rund 30 Terminen (viele

VS

davon waren obligatorisch), waren kein Problem, wenn man sich wirklich mit dem Thema Jagd beschäftigt. Kein Problem war offenbar auch der theoretische Teil. Markus absolvierte den 60-teili-

Delegiertenversammlung des Walliser Jägerverbandes

Der Skiort Verbier bot Gastrecht – Keine Vorstösse seitens der Delegierten – Der Wolf als zentrales Thema Präsident Raphaël Papilloud streifte das vergangene Jagdjahr. Die für das Wild und die Jäger ungünstigen klimatischen Verhältnisse und die sich immer mehr häufenden Risse durch Grossraubtiere schlugen sich in den verminderten Abschüssen nieder. So verringerten sich die Strecken im Vergleich zu 2008 bei den Rehen um 421, bei den Hirschen um 574 und bei den Gämsen um 340 Stück.

Der Jäger ist der bessere Wolf Trotz kleiner gewordener Strecke befriedigt das Resultat der Eingriffe in die Altersund Geschlechtsstrukturen. Der Jäger erfüllte seine Rolle, entsprechend den vorgegebenen Richtlinien, als bewusster und selektiver Regulator. Der Wolf sowohl in der Natur als auch im Saal präsent In seinem Präsidentenbericht kam Raphaël Papilloud auf den immer grösser werdenden Konflikt Wolf und Wild zu sprechen.

Sorgen bereiten den Behörden, dem Jägerverband und den Jägern die durch den Wolf angerichteten Schäden. Mit dem strengen Winter als alleinigen Faktor lässt sich der rapide Rückgang bei den Rehabschüssen nicht erklären. Vor allem im Goms und weiteren Regionen haben die Raubtiere eine grössere Rolle bei der Dezimation von Wild gespielt als der strenge Winter. Luchs und Wolf liessen in diesen Gegenden den Bestand fast zur Bedeutungslosigkeit absinken.

Markus Imhof, mit 41 Jahren erstmals auf der Jagd Die Freude war auch bei Markus Imhof, den der Urner Jägerverein während dem Jagdlehrgang mit drei verschiedenen Einsendungen begleitete, riesengross. Schweizer Jäger 6/2010

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Im Bild freuen sich die Mitglieder der Jägerprüfungskommission und die erfolgreichen Jungjäger gemeinsam. Vorne kniend die besten drei Jungjäger Edy Müller, Pius Suter und Michael Alder (von links).

gen Theorieteil ohne jeglichen Fehler. Er lobte die Jägerprüfungskommission in höchsten Tönen und meinte: «Die Vorbereitung auf die Jägerprüfung war ausgezeichnet, in kameradschaftlicher Stimmung waren die Kommissionsmitglieder jederzeit mit Rat und Tat zur Stelle. Mit Musikkamerad Migg Herger wird er nun im Gebiet Wengi im Kinzigtal erstmals auf die Hochwildjagd gehen, die Jagdtage sind im Kalender schon längere Zeit rot markiert. Am 5. März startete eine rekordverdächtige Zahl von 37 Jungjäger den Jagdlehrgang 2010/2011, die Mitglieder der Jägerprüfungskommission werden also weiter gefordert. Eg.


Bund und Kantone

Der Jägerverband und die Politik machen gemeinsame Sache in Sachen Wolf Der Verband schliesst sich der von der Kantonsregierung verfolgten Politik an und sichert dem Staatsrat die Unterstützung der Jäger zu. Der Wolf wird künftig nicht mehr nur ein Walliser Problem sein. Umso mehr ist von den Leidtragenden für die stummen Leidertragenden Unterstützung zuzusichern. Eine Kommission – u.a. Persönlichkeiten wie a. Staatsrat Wilhelm Schnyder, a. Landeshauptmann Herbert Volken, a. Jagdverwalter Narcisse Seppey, a. Kantonstierarzt Josef Jäger, a. Vorstandsmitglied von JagdSchweiz Charly Sierro und das vorgeschlagene Zentralvorstandsmitglied von JagdSchweiz Adrian Zumstein – setzt sich zum Ziel, der Jägerschaft und der Öffentlichkeit auf Tatsachen beruhende Informationen zu liefern.

te – der Wolf darf bekanntlich in diesen nicht bejagt werden – umso bessere Rückzugsgebiete für den Wolf. Kleinere Banngebiete dürften die bevorstehenden Rudelbildungen negativ beeinflussen. Solange aber in den «Züchterländern» wie Italien und Frankreich dem Modus «streng geschützt» nachgelebt werden muss, versuchen sich die überschüssigen Sans-Papiers vor allem im Wallis Asyl zu ergattern.

der Arten. Die Freizeitaktivitäten der anderen Nutzniesser der Natur sowie der übertriebene Schutz und die fehlende Bewirtschaftung der Grossraubtiere richten viel mehr Schäden an.

Der Jägerverband stellt deshalb dieses Jahr Fr. 20 000.– zur Verfügung und finanziert vielfältigste Projekte, die von den Jägern zugunsten der Biodiversität durchgeführt werden. r.w.

Biodiversität (Artenvielfalt) für die Jäger kein Papiertiger Die Jagd hat bescheidene Auswirkungen auf den Erhalt

Trophäenrangierungen Jagd 2009 Punkte

Medaille VS*

Medaille CIC

Der Departementsvorsteher wünscht kleinere Banngebiete Staatsrat Jacques Melly setzt zusammen mit den Behörden alles daran, im Rahmen des gesetzlich Erlaubten die Reduktion der Grossraubtiere zu erwirken.

Hirsch Nicolas Clerc, Aproz Camille Kuonen, Salgesch Alphonse Medico, Collombey Céderic Beytrison, St. Martin Stéphane Beytrison, Suen Raymond Crettaz, La Sage Adrian Burgener, Saas-Grund Alphonse Gaspoz, Vex

196.75 191.38 181.09 177.95 177.39 176.37 176.20 169.12

Gold Gold Gold Silber Silber Silber Silber Bronze

Gold Silber Silber Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze

Lesen wir einige Sequenzen aus seinem Statement. «Der Wolf prägte mein erstes Jahr als Vorsteher des mit der Jagd betrauten Departementes. … Eine strikte Regulation der Wölfe durch die Jägerschaft stellt eine wichtige Voraussetzung für den Weiterbestand von Wild und Jagd dar. Hiefür setze ich mich im Rahmen meiner politischen Tätigkeit ein. Zusätzlich sind kleine, gut platzierte Banngebiete, verbunden mit einer selektiven und nachhaltigen Jagd, weitere wichtige Voraussetzungen, die es ermöglichen, den Wolfsbestand auf möglichst tiefem Niveau zu halten. Der nächste 5-Jahresbeschluss (ab 2011) muss diesen Grundsätzen Rechnung tragen. Wildkonzentrationen sind zu vermeiden und schwaches Wild muss bejagt werden.» Je grösser die Banngebie-

Rehbock Valérie Besse, Grugnay Olivier Fontannaz, St. Séverin

129.03 111.85

Gold Silber

Silber Bronze

Gämse weiblich Heinrich Burgener, Saas-Balen Christian Bovier, Réchy Pascal Volken, Fiesch

107.95 96.64 95.23

Gold Bronze Bronze

Gold Bronze Bronze

Gämse männlich Olivier Sarrasin, Praz-de-Fort Fredy Zermatten, St. Martin Sergio Campagnoli, I-Cambiasca Félix Dayer, Sion Jonas Anthamatten, Saas-Almagell Jean-Noël Taramarcaz, Sembrancher Jean-Louis Meizoz, Vollèges Emil Carron, Ormône Michel Ancay, Fully René Arnold, Gabi-Simplon Pasqual Gilarbert, Herbriggen Jean-Michel Schick, Collombey Anton Kalbermatten, Baltschieder

116.35 107.80 106.40 106.20 106.18 105.15 104.98 104.60 104.23 104.15 101.65 100.88 100.65

Gold Silber Silber Silber Silber Silber Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze

Gold Silber Silber Silber Silber Silber Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze Bronze

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r.w. Die Bewertung der Trophäen findet nach den Formeln des Internationalen Jagdrates CIC statt. *VS Die Medaillenauszeichnung gemäss Skala des Walliser Jägerverbandes.


Jagdstatistik Wallis 2009 Gelöste Patente

2689

Wildbestände Rehwild 4 900 Rotwild 5 100 Gämswild (Hochrechnung) 21 000 Steinwild 5 000 Abschüsse Rehwild + Zusatzabschüsse 24% des Bestandes Rotwild + Zusatzabschüsse 26% des Bestandes Gämswild + Zusatzabschüsse 13% des Bestandes Steinwild 6.7% des Bestandes Schwarzwild + Zusatzabschüsse

1139 41 1140 169 2596 161 338 74 13

Fallwild Rehwild Rotwild Gämswild Steinwild

2009 1239 541 1059 434

2008 796 208 581 205

Rehwild Die Jagdstrecke blieb deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Erstmals übersteigt die Fallwildzahl die Abschüsse. Dennoch blieb der Gesamtabgang fast so hoch wie 2008. Rotwild Die Strecke blieb mit 1140 hinter dem Vorjahresergebnis von 1714 Stück. Es gab 2.5 Mal mehr Fallwild zu verzeichnen.

Wildschäden Total Fr. 112 000.– 2008 Fr. 99 600.– 1986 Fr. 367 000.– Hirschwild Fr. 10 300.– Rehwild Fr. 26 200.– Hase Fr. 33 500.– Wolf Fr. 59 800.– (187 Fälle. Dem Kanton verblieben Fr. 12 000.– zu zahlen.) Wildschwein Fr. 23 000.– usw. r.w.

Gämswild Mit 1059 Gämsen als Fallwild registrierte man eine noch nie erreichte Zahl. Zur Hauptsache fielen Jungtiere und Gämsen in der hohen Altersklasse zum Opfer. Steinwild Dem Abschuss von 338 Stück lag die Anzahl Fallwild mit 434 Stück gegenüber. Der Gesamtabgang beziffert sich auf 772.

Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere Kanton Wallis

Todesursachen beim Fallwild Hirsch

Gämse

Reh

Steinwild

Alter, Krankheit, Schwäche Motorfahrzeuge Bahn Lawinen/Steinschlag Schussverletzungen Hunde Pestizide Landwirtschaftliche Maschinen Luchse Unbekannte Ursachen

304 73 18 80 6 1

888 4

223

3 56

6 21

520 414 22 57 6 53 1 19 24 123

Total

541

1059

1239

434

135 2 3

2 191 4

14

Der Oberwalliser Jagdschiessverein lässt Flinten und Korken knallen Am 7. Mai durften die jagdlich interessierten Schützen erstmals im Schiesscenter Riedertal auf Tontauben und Politronic-Scheiben (Reh und Gäms 150 Meter) praxisnahe Jagdvorbereitung simulieren oder sich im sportlichen Schiessen üben. Die Forderungen nach modernen Übungsmöglichkeiten stiegen in den letzten Jahren sehr stark. Durch die im Kanton modernste Schiessanlage ist das jagdliche Schiessen auf lange Sicht sichergestellt. Der Schiessstand Riedertal erfreute sich schon nach den ersten Trainingstagen einer regen Beteiligung.

Tag der offenen Tür Für alle interessierten Jäger und Sportschützen veranstaltet der Jagdschiessverein Oberwallis am 19. Juni ab 14.00 Uhr einen Tag der offenen Tür. Den Organisatoren geht es darum, die Funktion der Anlagen dem breiten Publikum vorzuführen und die Begeisterung für jagdliches Schiessen zu wecken. Beim spendierten Aperitif dürften dann die Fachsimpeleien ihren trockenen Status verlieren. r.w.

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Im hinteren Zermattertal wurden 222 Gämsen 2009 als Fallwild aufgefunden. Erlegt (161) wurden weniger als durch den Winter umgekommene. Ein Teil der Krikkel wurde durch die Wildhut und Jäger präpariert.


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VS

KWJV Jahresbericht des Präsidenten

Ich jage, also hege ich Dieser Titel, der vielleicht etwas überheblich klingen mag, trifft auf den modernen Jäger durchaus zu. Die Ausübung der Jagd beschränkt sich nicht mehr einfach auf das Schiessen und die Einhaltung der Beschlüsse und Schiesspläne. Von der Vorbereitung der Jagd bis zu ihrer Ausübung muss sie den Jäger das ganze Jahr hindurch beschäftigen. Und die erzielten Ergebnisse werden nicht immer den Erwartungen gerecht. Verschiedene Faktoren haben den Jagdbetrieb in 2009 etwas beeinträchtigt: ein sehr strenger Winter, ein mildes Wetter während der JagdHochsaison, die Bewegungen der Wildpopulationen, die Anwesenheit von grossen Raubtieren und der anderen Nutzniesser der Natur. Alle Zahlen gehen zurück. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Zahl der 2009 abgeschossenen Rehe um 421 unter derjenigen von 2008 liegt; bei den Gämsen sind es 340 und bei den Hirschen 574. Der Winter 2008–2009 hatte erhebliche Auswirkungen: Die Mortalität bei den Rehen und bei den Hirschen war zweimal so gross, bei den Steinböcken und bei den Gämsen war sie sogar dreimal so hoch! Das Jungwild und die alten Ziegen waren besonders betroffen. Die Folgen sind nicht im ganzen Kanton gleich. So hatte er wenige Auswirkungen auf die Gämsenpopulation im Unterwallis, wo man handkehrum eine starke Mortalität bei den Rehen und den Hirschen feststellt. Die schwachen Ergebnisse der Hirschjagd lassen sich eher auf die Wetterbedingungen im September als auf den strengen Winter zurückführen, der Hirsch ist im Schatten geblieben. Im Folgenden gebe ich Ih-

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nen einige genauere Zahlen über das vergangene Jagdjahr. Hirschjagd Ergebnisse: 1140 Hirsche (22.4% des Bestands von 5086 Hirschen), darunter 584 Böcke. Die Anzahl erlegter Spiesser bleibt ein Grund zur Besorgnis. Für den nächsten Beschluss muss die Situation sorgfältig analysiert werden. Gämsjagd 2596 geschossene Gämsen, 1610 Böcke (62%) und 986 Geissen (38%). Gesamtbestand 22 500. Die Zahl der verschonten Böcke beträgt 291. Die vom Fünfjahresbeschluss gesetzten Ziele werden im Grossen und Ganzen erreicht. Rehjagd Bestand 5500 Rehe, 1139 geschossen, 785 Böcke (69%) und 352 Geissen (31%). Die Anzahl Fallwild war höher als die der Abschüsse. Die Zählungen sollten es gestatten, die Entwicklung dieser Art zu kontrollieren. Wildschweinjagd Die Anzahl erlegter Wildscheine ist relativ konstant. Es ist festzustellen, dass die Wildschweinjagd eine gewisse Beeinträchtigung für die gesamte Fauna zur Folge hat. Die Frage stellt sich regelmässig, ob diese Jagd Fachleuten mit auf Wildschweine abgerichteten Hunden vorbehalten sein sollte. Das Problem der durch diese Tierart verursachten Schäden bleibt ebenfalls ein sehr heikles Thema. Verschiedene Jagden Beim Kleinwild bleibt der Abschuss der Schädlinge, Füchse und übrigen Raubtiere, immer aktuell. Es wird stets zu einem erhöhten Druck geraten. Aufgrund der Zahlen ist die Bilanz befriedigend. Der Jäger

erfüllt seine Rolle als bewusster und selektiver Regulierer gemäss den beschlossenen Kriterien. In diesem Zusammenhang wird der Schiessplan für das nächste Geschäftsjahr nicht geändert werden. Die Diskussionen im Hinblick auf den nächsten Fünfjahresbeschluss werden fortgesetzt, und ich danke der kantonalen Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, Peter Scheibler und allen seinen Adjunkten für ihre Verfügbarkeit und die Vorlage von diversen Zwischenbilanzen. Dadurch können wir konstruktiv an der Vorbereitung des nächsten Fünfjahresplans arbeiten. Die Politik des KWJV, der Dianapräsidenten und Vereinigungen ist, den nächsten Fünfjahresbeschluss früh genug vorzubereiten, indem man die verschiedenen Probleme und Perspektiven bei der Bewirtschaftung der verschiedenen Wildarten auf den Tisch legt. Die endgültige Erstellung des Fünfjahresplans 2011–2015 wird uns das ganze kommende Jahr beschäftigen. Die ausführliche Statistik der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere steht Ihnen zur Verfügung und kann auf der Internetsite des KWJV abgerufen werden www.chassevalais.ch – www.jagd-wallis.ch In seinen steten Bemühungen zur Verbesserung der Kommunikation hat der KWJV einen Fachmann der Branche, Olivier Frontini, mit der Verwaltung der Internetsite des Walliser Jägerverbands betraut, die ein unerlässliches Instrument für den Kon-

takt zwischen den verschiedenen an der Jagd interessierten Kreisen darstellt. Durch ihre ständige Weiterentwicklung sollte die Internetsite rasch zu einem interaktiven Mittel für die effiziente Übermittlung von Informationen werden. Es liegt auch an Ihnen als Benutzer, sie zu einem leistungsfähigen Instrument zu machen. Indem Sie sie häufig konsultieren und benutzen, können Sie uns alle Anregungen und Bemerkungen mitteilen, die unerlässlich sind, um sie wettbewerbsfähig zu machen. Wir werden bemüht sein, sie inhaltlich zu verbessern, um Ihren Ansprüchen voll zu genügen. Das wird es uns ermöglichen, alle erforderlichen Auskünfte und nützlichen Informationen über die Jagd im Wallis auszutauschen. Eine grosse Sorge des Wildhegers: die Raubtiere und die am Wild angerichteten Schäden! Mit dem strengen Winter als einzigem Faktor lässt sich der rapide Rückgang der Abschüsse von Rehen nicht erklären. Die Raubtierrisse haben in gewissen Gegenden eine grössere Rolle gespielt als der Winter, namentlich im oberen Gomstal, wo der Bestand an Rehen zusammengeschmolzen ist. Der Luchs und der Wolf haben bei dieser Tierart grossen Schaden angerichtet. Die Lage der Jäger und ihrer Verteidiger ist heikel. Bis zu welchem Grad kann der Jäger die Anwesenheit von grossen Raubtieren und die Dezimierung von Wild durch die Raubtiere tolerieren?


müssen immer mehr in diese Richtung gehen. Das kantonale Schützenfest kann sich, auch wenn die Teilnehmer nicht sehr zahlreich sind, einer ziemlich aussergewöhnlichen Qualität von Schützen rühmen: 20 Jäger beim Gewehrschiessen – mit einem Ergebnis von 60 Punkten und 3 Treffern ins Schwarze. Noch wichtiger ist, dass es auch für alle Personen, die sich die Mühe machen, sich anzumelden und teilzunehmen, ein ausgezeichnetes Training im Jagdschiessen und der Handhabung der Waffe ist – Themen, die in den Kreisen der allgemeinen Bevölkerung sehr sensibel sind. Die Mitglieder unseres Verbands konnten auch an einem Informationsabend über das neue Waffengesetz und die Verwendung der interaktiven Jagdkarte teilnehmen. Lehrmittel für die Förderung und die Erklärung der Jagdaktivitäten stehen bei den Dianas ebenfalls zur Verfügung, namentlich das Buch «Rendez-vous à la chasse». Wir werden bemüht sein, in Zukunft derartige Mittel zu entwickeln. Unsere Sorge bleibt, die immer zahlreicheren, von der Gesellschaft diktierten Forderungen maximal in Grundoder Weiterbildungskurse einzubauen. In dem gleichen Bestreben, die Öffentlichkeit über das Jagdwesen zu informieren und das Image des Jägers aufzuwerten, werden verschiedene Aktionen durchgeführt. Wie zum Beispiel die Werbung für die St-Hubertus-Messe im Pfynwald oder für das Buch anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des KWJV. Dieses originelle und hochwertige Werk wurde am 11. September 2009, unmittelbar vor der Eröffnung der Jagd, der Presse vorgestellt und war ein echter Publikumserfolg. Unter dem Titel «Die Jäger bitten zu Tisch» haben auf Initiative der Dianas eine Reihe von Walliser Küchenchefs verschiedene Rezepte von Wildgerichten und einige Jagdaufnahmen entlang der Rhone in einem Kochbuch zusammengestellt.

Bund und Kantone

Wenn der Schaden der Raubtiere ein gewisses Mass überschreitet, muss man eingreifen. Aber welches Mass ist annehmbar? Der Status des Wolfs als streng geschützte Art im Rahmen der Berner Konvention ist ein Problem, und die Chancen, dass auf europäischer Ebene eine Lösung gefunden wird, sind gering. Eventuell käme der Austritt aus der Berner Konvention als Lösung in Betracht. Der KWJV schliesst sich der bisher von der Kantonsregierung verfolgten Politik an und sichert Staatsrat Jacques Melly die Unterstützung aller Jäger zu. Hier sind zwei Punkte zu erwähnen: die Genugtuung nach den Beschlüssen, zwei Wölfe abzuschiessen (Val D’Illiez und Val des Dix), und der Beschluss, im Falle des Val des Dix die Jäger am Abschuss zu beteiligen. Ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen der Dienststelle für Jagd und der Jägerschaft bei der Bewältigung der Probleme. Das Thema ist politisch zu einem heissen Eisen geworden. Der Wolf ist künftig nicht mehr nur ein Walliser Problem… Die Stellung des KWJV ist ebenfalls sehr heikel. Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen, auch wenn manche der Meinung sind, dass der Verband klarer gegen den Wolf Stellung beziehen sollte. Wir dürfen nichts übereilen und müssen unsere Aktionen mit den leitenden Jagdorganen in der Schweiz abstimmen und uns anstrengen, die Bevölkerung von den durch den Wolf verursachten Schäden zu überzeugen. Wir müssen jedoch unsere Zurückhaltung aufgeben. Eine Kommission wird eingesetzt, deren wichtigste Ziele die «Koordination und Kommunikation» sein werden. Sie wird zweifellos zu einer besseren Information der Jäger und einer effizienten Kommunikation ihres Standpunkts, was die Raubtiere anbelangt, beitragen. Der Wildheger hat sich auch um die Ausbildung und die Information zu kümmern. Wir

Missliebiges und Negatives finden Sie unter diesem Titel. Entsprechende Kurzmeldungen aus dem Leserkreis publizieren wir an dieser Stelle.

«Schnapsidee» – Wildern während der Trophäenschau

Fehlschuss So geschehen kurz nach Ostern in Tirol: Besoffene Wilderer erlegten zwei Gamsböcke – ein Jäger entlarvte sie. Die beiden Wilderer entpuppten sich als frischgebackene Jungjäger, hatten soeben die Jägerprüfung abgelegt. Da wollten sie der schnöden Theorie schnell jagdliche Praxis folgen lassen. «Juckende» Abzugfinger und viel Schnaps trieben die beiden Tiroler – 29 und 30 Jahre alt – zur Wilderei. Im privaten Jagdrevier Zirl-Ost pirschten sich die frischgebackenen Weidmänner an zwei Gamsböcke heran und erlegten sie. Ein Jäger hörte den Schuss und verfolgte die Blutspur der Männer. Pech für sie, jetzt droht ihnen Haft. Dabei fühlten sich die beiden Jungjäger sicher. Den perfekten Zeitpunkt dachten sie für ihre Pirsch ins fremde Revier gefunden zu haben. Der Sonntagmorgen, da waren nämlich alle Jäger wegen der Trophäenschau in Seefeld aus dem Dorf. Alle, bis auf einen. Literweise Schnaps ermutigte die Wilderer. Frühmorgens zogen sie los. Die beiden Schüsse auf zwei Gamsböcke hörte der einzige Jäger im Dorf, der nicht zur Trophäenschau gefahren war. Er ging den Schüssen nach, fand die Anschüsse, rief die Polizei. Die ermittelte schnell über ein Kennzeichen einen der Jäger. Zuerst stritt er alles ab. Blut und Gamshaar überführten aber ihn und seinen Freund. P.B.

Aber nichts kann ohne die aktive Mitwirkung jedes einzelnen Jägers geschehen. Durch seine Ethik ist er in der Lage, zur Förderung eines positiven Images unserer Tätigkeit beizutragen. Leider genügen ein paar Einzelfälle, um ein negatives Image zu verbreiten, das nicht der Praxis der überwältigenden Mehrheit entspricht, die sich an die Standesregeln der Jäger hält. Eine besondere Anerkennung haben unsere Kollegen

verdient, die sich um unsere treuen Helfer, die Hunde, kümmern. Insbesondere die Halter von Schweisshunden, die speziell für die Nachsuche von verwundetem Wild ausgebildet sind, eine Ausbildung, die wir im ganzen Kanton vereinheitlichen. Das Gleiche gilt für die Organisatoren des nächsten Europa-Cups für Laufhunde, das am 10. Oktober 2010 stattfinden wird, eine schöne Gelegenheit für die Werbung für die Jagd mit Hunden. 2010 ist das Jahr der ArtenSchweizer Jäger 6/2010

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ist, dem Vorstand des Dachverbands beitreten wird. Die ethischen Grundsätze einhalten, die breite Öffentlichkeit über den Nutzen der Jagd für die Gesellschaft informieren und aufklären – das ist die Pflicht jedes Jägers, um die Nachhaltigkeit seiner Leidenschaft sicherzustellen. Ein Dankeschön an alle Akteure der Jagd, die sich in einem konstruktiven Geist im Dienste ihrer Amicale, ihrer Diana, ihrer Vereinigung oder ihres Verbands einsetzen. An Sie alle, die Sie uns Ihre Sorgen mitteilen und Ihre Anregungen übermitteln. Ein besonderer Dank gilt der Dienststelle für Jagd, ihrem

ZH

vielfalt. In diesem Jahr sollte jede Diana besondere Anstrengungen machen. Der Jäger ist seit mehreren Jahren auf diesem Gebiet tätig, indem er Mittel einsetzt, die für den Erhalt der Arten, der Naturgebiete, für die Schaffung von Biotopen, für die Erhaltung der Vielfalt der Habitate und von Ruhezonen unerlässlich sind. Die Jagd hat sehr geringe Auswirkungen auf den Erhalt der Arten, wie beispielsweise des Birkhuhns oder des Hasen. Die Aktivitäten im Freien der anderen Nutzniesser der Natur sowie der übertriebene Schutz und die fehlende Bewirtschaftung der Raubtiere richten viel mehr Schäden an. Man kommt nicht darum herum, weiterhin alle Arten, wirklich alle Arten zu regulieren. Es darf keinen übertriebenen Schutz für die einen zulasten der anderen geben. Nur damit erreicht man, dass ihre Diversität erhalten bleibt. Die Erhaltung der Fauna durch die Schaffung von geeigneten natürlichen Räumen ist ebenfalls ein Auftrag der Jäger. Sie erfolgt sehr oft in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren und Nutzniessern der Natur. Raumplanerische Massnahmen, kohärente Schiesspläne, die Beschränkung der Verwendung von Motorfahrzeugen, die Schaffung von Reservaten,

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von Ruhezonen, die Aufwertung oder Schaffung von Biotopen, alle diese Massnahmen tragen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Natur bei. Dieses Jahr der Artenvielfalt ist also eine Gelegenheit, die zu ergreifen ist, um unser Image als Regulierer der Fauna zu verbessern. Wir müssen aktive Akteure auf dem Gebiet der Biodiversität sein. Der «Biotop-Fonds» wird das ganze Jahr hindurch die Finanzierung von vielfältigen Projekten gestatten, die von den Walliser Jägern zugunsten der Biodiversität durchgeführt werden. Hoffen wir, dass sie in den Medien ein ausreichendes Echo finden, um die diversen unternommenen Arbeiten, die der ganzen Bevölkerung zugute kommen, zu würdigen. Diese Rolle als Bewirtschafter ist ChasseSuisse nicht entgangen. Die revidierte und verbesserte Rolle des Dachverbands bietet eine effiziente Struktur für die Wahrnehmung unserer Interessen. Ein neuer Präsident wird anlässlich der Generalversammlung am 1. Mai in Zuoz gewählt werden. Diana Suisse, die Vereinigung auf der Ebene zwischen dem KWJV und Chasse Suisse, wird von Marcel Lachat mitgenommen, der gemeinsam mit Adrian Zumstein, einem Walliser, der perfekt zweisprachig

Chef, Peter Scheibler, seinem Adjunkten und allen seinen Assistenten, den Dianapräsidenten sowie meinen Kollegen vom Vorstand für ihren Einsatz und die viele Arbeit, die sie im Dienste der Walliser Jagd geleistet haben. Eine aufrichtige Zusammenarbeit, Offenheit und Transparenz fördern den Dialog und tragen zur Konsolidierung eines Images der Jagd bei, das entschieden modern ist. Mit herzlichen St. Hubertus-Grüssen Raphaël Papilloud, Präsident des Kantonalen Walliser Jägerverbands

Gefahr für Rehkitze!

Information der Jagdgesellschaft Kyburg Aufgrund der Wetterlage kann der Schnittzeitpunkt des Heus mit der Setzzeit des Rehwildes übereinstimmen. Dabei lauert Gefahr für die Rehkitze, welche von ihren Müttern im hohen Gras zurück gelassen werden. Sie können von den Mähmaschinen verletzt oder getötet werden. Mit geeigneten Massnahmen, welche von den Landwirten zusammen mit den Jägern ergriffen werden, können jährlich viele Rehkitze vor dem Mähtod gerettet werden. Mit dem fortschreitenden Frühling kommt wieder die Zeit für den ersten Heuschnitt. Dieser Zeitpunkt fällt in die Setzzeit der einheimischen Schalenwildarten. Unter anderem bringt das Reh ab Mitte Mai bis Ende Juni ihre Kitze in den Wiesen und den angrenzenden Waldrändern zur Welt. Die Rehgeissen, welche meist zwei Kitze haben, lassen diese getrennt voneinander im hohen Gras zurück und kehren nur bei Gefahr oder zum Säugen zu ihnen zurück. Die Rehkitze sind in den ersten Wochen ausgesprochene Nesthocker, die sich bei Gefahr auf den Bo-

den pressen statt zu fliehen, da sie mit ihrem gepunkteten Fell ausgezeichnet getarnt sind. Dadurch besteht für die Jungtiere die grosse Gefahr, während ihren ersten Lebenstagen bei der maschinellen Bewirtschaftung der Wiesen vermäht zu werden. Um den Rehkitzen schmerzvolle Verletzung oder den Mähtod zu ersparen, sind Massnahmen zur Rettung der Rehkitze erforderlich. Die örtliche Jägerschaft führt zusammen mit den Landwirten Rehkitzrettungen durch. Die Landwirte werden gebeten, vor dem Mähen der Heuwiesen möglichst frühzeitig mit den Jagdaufsehern bzw. der Jägerschaft in Kontakt zu treten, damit die Massnahmen rechtzeitig koordiniert und umgesetzt werden können. Bitte melden Sie sich bei unseren Jagdaufsehern Daniel Oberli (079 828 0450), Stephan Wälti (079 696 3183) oder Norbert Breitler (078 645 0039), wenn möglich am Vorabend des beabsichtigten Mähtages. Das Wild und die Jägerschaft danken Ihnen! Martin Möhr, Obmann der JG Kyburg


Roman Camenisch-Beglinger

Nach einem reich erfüllten Leben, hat uns der ausgebildete Textiltechniker, Roman Camenisch, am 29. März nach längerer Krankheit verlassen. Die Jagd, das Weidwerk, hat den Verstorbenen bis an sein Lebensende begleitet. Bereits 1948 hat er das erste Glarner Jagdpatent gelöst und frönte somit ca. 60 Jahre der Glarner Patentjagd. Seine besondere Aufmerksamkeit widmete er der Gamsjagd im Gebiet der Weissenberge und später dann im Mürtschengebiet. Auch die Niederjagd (auf das Rehwild) mit den lautjagenden Hunden im Fronalpgebiet oder in den Biltner Waldungen begeisterte ihn stets aufs Neue. Immer wieder fand er auch seinen jagdlichen Ausgleich in Revieren in Schaffhausen und in seinen letzten Jahren im Elsass und am Bodensee. Roman löste nicht einfach ein Patent oder eine Jagdkarte, nein, er war ein echt passionierter Jäger und stets ein weidgerechter Weidmann. Einen persönlichen Tiefschlag musste Roman Camenisch im Herbst 1964 verkraften, als sein Jagdkamerad und Bruder Edmund, der junge stramme Instruktionsoffizier, auf der Glarner Jagd tödlich abstürzte.

Immer wieder hat Roman im Freundeskreise über diesen herben Verlust und die unvergesslichen Erinnerungen gesprochen. Sein Engagement im jagdlichen Bereich für die Öffentlichkeit bleibt nachhaltig. So war er Präsident der DIANA Glarus (eine Sektion des ASJV) und Mitglied der Kantonalen Jagdkommission. Roman gehörte zu den grossen Pionieren im jagdlichen Hundewesen des Kantons Glarus. Er war Gründungsmitglied der Kantonalen Jagdhundekommission, Ausbilder und Richter im Schweisshundewesen und über 25 Jahre Jägerprüfungsexperte im Fach Hundewesen.

Stets hat er sich engagiert für die jagdliche Nachsuche eingesetzt und auch selbst gemeinsam mit seinen erfolgreichen Vorstehhunden die korrekte Nachsuche auf Wild beispielhaft vorgelebt. So war er massgebend beteiligt an einer interessanten Broschüre «Das Schweisshundewesen im Kanton Glarus von 1976– 2000». Eine verdiente Anerkennung für sein vielfältiges jagdliches Engagement durfte Roman 1981 in Pertisau (Österreich) erleben, als er nach einer rund 2-jährigen Anwärterzeit als Mitglied des Internationalen Jagdordens «Der Silberne Bruch» aufgenommen wurde. Er blieb stets dem

Orden bis an sein Lebensende eng verbunden. Mit dem ihm eigenen Charme und der stets gelebten Jägerkameradschaft wird uns Roman unvergesslich bleiben. Ganz im Sinne von Eugen Wyler, des (Mit-)Ordensgründers «Der Silberne Bruch» erinnern wir uns an Roman Camenisch «Stellst du die Frage nach dem Glücksgefühl eines Jägers, so wirst du bald herausfinden, dass der Glückliche immer bei den Bescheidenen zu finden ist.» Dein Jagd- und Weggefährte Fritz Stüssi

Hans Huser Am 5. Januar 2010 füllte eine grosse Trauergemeinde die Sebastianskirche Wettingen. Es galt Abschied zu nehmen von einem besorgten Familienvater, einem Freund und engagierten Mitbürger in mancher Hinsicht. Vertreter und Vertreterinnen aller Eckpunkte seines vielseitigen Lebens und Wirkens, die Dragoner und Mitglieder des Kavallerievereins Baden, die Geschäftsfreunde und Mitarbeiter der Baschnagel AG und des Autogewerbeverbandes, die Mitglieder des Tennisclubs, des Lionsclubs Baden und selbstverständlich Dutzende von Weidmännern, nahmen Abschied von einem treuen Weggefährten. Hans Huser bestand die Jägerprüfung 1981. Bereits nach vier Jahren wurde er in die Jagdgesellschaft Hochwacht (umfassend die Revie-

re der Gemeinden Leuggern, Leibstadt, Full-Reuenthal und Schwaderloch) aufgenommen. Im Vorstand versah er für kurze Zeit das Amt des Kassiers und ab 1994 bis zu seinem Hinschied steuerte er als Obmann die Geschicke unserer Gesellschaft. Mit viel Gefühl, aber auch Beharrlichkeit führte er seine elf Mitpächter und drei Jagdaufseher durch das «grüne Jahr». Die JG Hochwacht hat ihm für seine in den letzten 15 Jahren geleistete Arbeit viel zu verdanken. Bereits von der Krankheit gezeichnet, besuchte er ein letztes Mal seine Kameraden auf einer Herbstjagd im vergangenen November. Aufgewachsen auf einem Bauernhof kam er früh mit Nutz- und Haustieren und natürlichen Abläufen in Feld und Wald in Berührung. Hans hatte Respekt und Achtung vor der

Schöpfung, war Diener an Fauna und Flora, aber auch an der Sache der Aargauer Revierjagd. Schliessen will ich mit den Worten, welche auf der gedruckten Danksagung sein Wesen und seine Art treffend charakterisieren: Wo Gottes grosse Liebe in einem Menschen brennt, da wird die Welt vom Licht erhellt – da bleibt nichts was uns trennt ! JG Hochwacht Edi Kaufmann

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Abschied

Mollis (Glarus) 19. Oktober 1927 – 29. März 2010


Literatur

Lehrbuch für die Jagdprüfung

Die Jägerprüfung in Deutschland ist eine Herausforderung! Dieses Buch dient dem Prüfling als umfassende Grundlage für das erfolgreiche Bestehen dieser anspruchsvollen Prüfung. Alle in der Ausbildung und in der Praxis vorkommenden Fragen werden ausführlich erörtert und beantwortet. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben. Der Jäger ist nicht nur ein Buch, er ist ein Programm.

Für den angehenden und praktischen Jäger gibt er Hilfestellungen in allen wichtigen Bereichen: Wildtierkunde – Jagdbetrieb und Behandlung erlegten Wildes – Jagdhundewesen – Jagdwaffenkunde – Wald- und Landbau – Ökologie und Naturschutz – Jagdrecht und verwandtes Recht – Prüfungsreviergang. Aber auch nach dem Ablegen der Jägerprüfung ist dieses Buch ein praktisches Nachschlagewerk für jeden firmen Jäger. Autor Jürgen Schulte ist Forstbeamter und Dipl.-Ing. für Landschafts- und Freiraumplanung, seit 1970 in der JungjägerAusbildung und seit 1979 als Sachbuchautor in den Bereichen Forst, Jagd und Umwelt tätig. 4., vollständig neu bearbeitete Auflage, 639 Seiten, 250 farbige Abbildungen, 217 Schwarz-WeissAbbildungen, Masse: 17,9 x 24,6 cm, Gebunden, Deutsch. ISBN-13: 9783800155484. Preis: Fr. 64.90. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.

Neue Bücher für den Jäger Wigbers, Das ist des Jägers Ehrenschild... Gesammeltes rund um die Jagd. Neumann-Neudamm; Fr. 14.–. Jägersprüche sowie alte und neue Spruchweisheiten schlagfertig zu zitieren ist von jeher ein lieber Brauch, auch als Schnitzwerk an russgeschwärzten Jagdhüttenwänden sind solche Jägerweisheiten eine Zierde. Kampmann, Die Jahre danach. Jagen im wiedervereinten Deutschland. Neumann-Neudamm; Fr. 34.50. Der Autor beschreibt in die-

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sem Buch seine Jagderlebnisse aus der Wendezeit. Von den ersten Jagdreisen in die Reviere der ehemaligen DDR bis heute hat sich einiges getan und nicht alles war gut. Erker, Erfolgreiche Rufjagd. Erfahrungen eines Praktikers. stv Stocker; Fr. 49.50. Der erfahrene Jäger und Wildtierfotograf Siegfried Erker gibt nicht nur Auskunft über die verschiedenen

Lautäusserungen der Hirsche und deren Bedeutung, sondern beschreibt auch, wie man sie (unter Zuhilfenahme verschiedenster Instrumente) nachahmen kann. Deutz, Das Wildbret. Vom Aufbrechen bis zur Zubereitung. 2. Auflage; stv Stocker; Fr. 34.50. Die Autoren berichten über alles, worauf es ankommt: Aufbrechen, Zerwirken, Wildbrethygiene und Versorgung, Lagern und Reifen von Wildbret, Zubereitung von Wurst, Schinken, Pasteten, Wildfond und -saucen, ungewöhnliche und neue Rezeptideen. Lahnsteiner, Wildbärte. Anleitung. Vom Rupfen bis zum Binden. stv Stocker; Fr. 34.50. Das Buch möchte jeden Jäger befähigen, künftig selbst seinen Alltagsbart zu binden, was ohne genaue Kenntnis der Vorarbeit zur Haargewinnung sowie des Bindens selbst nicht möglich ist. Grundkurs Vogelbestimmung. Quelle & Meyer; Fr. 26.50. Dieser «Gr undkurs» schafft einen erfolgreichen Zugang zu unserer schönen und artenreichen Vogelwelt. Viel Spass damit! Meyden, Was uns Jägern wirklich bleibt. stv Stocker; Fr. 34.50. Die Erinnerung an schöne Erlebnisse in freier Natur und die Achtung des brüderlichen Geschöpfes. Diese Achtung der Natur und ihrer Geschöpfe vermittelt der Autor in kurzen Erzählungen aus seinem erlebnisreichen Jägerleben, sodass der Jäger ihm rasch beipflichtet, dass es die Eindrücke und Erinnerungen sind, die «uns Jägern wirklich bleiben...»

Adam, Jagen und Kochen in Deutsch-Südwest. Neumann-Neudamm; Fr. 26.50. Obwohl deutsche Einflüsse auf die namibische Küche – auch noch ein gutes Jahrhundert nach Ende der Kolonialzeit – durchaus vorhanden sind, hat sich hier eine ganz eigenständige kulinarische Entwicklung entwickelt. Von Kudu über Schlange bis Zebra findet man ungewohnte, aber köstliche Rezepte, die man bei uns durchaus nachkochen kann. Jaeger, Eisiger Horizont. Erzählung. Neumann-Neudamm; Fr. 34.50. Dieses Buch ist jenen gewidmet, die in den riesigen Weiten der kanadischen Wildnis allen klimatischen Herausforderungen trotzen und zeigen, wozu Menschen fähig sind, wenn sie zusammenhalten. Als die letzten Abenteurer der Lüfte bezeichnet man diese Männer, die schnell und selbständig lebenswichtige Entscheidungen treffen müssen. Rossegg, Ein Jägerleben. Von der Monarchie zur Moderne. Österr. Jagd- und Fischerei-Verlag; Fr. 94.–. Die Trilogie «Ein Jägerleben in der Monarchie» beschreibt symbolträchtig ein österreichisches Jägerschicksal des 20. Jahrhunderts. Der erste Teil «Vom Fösterbuben zum Jungjäger» erzählt von der Zeit um 1900. Der zweite Teil «Das Hohe Lied der Jagd» führt geradewegs hinein in spannende Erlebnisse eines bewegten Jägerlebens. Im dritten und letzten Teil «Karpatenjäger» schreibt Rossegg über herausragende Jagden, aber auch über Kameradschaft und Toleranz unter den Menschen der 1918 gegründeten Tschechoslowakei. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.


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Nächste Nummer: 9. Juli

Inseratenschluss: 18. Juni Schweizer Jäger 6/2010

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Wettbewerb

Was ist das maximal nachgewiesene HĂśchstalter bei Rotwild? A 23 Jahre B 30 Jahre C 19 Jahre

Mitmachen beim Wettbewerb lohnt sich! Unter den richtigen Einsendern werden jeweils 1 LED-Taschenlampe ÂŤWild FinderÂť mit grĂźnem Licht, Wert Fr. 206.â&#x20AC;&#x201C; 1 Jagdbuch, Wert Fr. 60.â&#x20AC;&#x201C;; 1 JägerTool von Victorinox, Wert Fr. 52.â&#x20AC;&#x201C; 2 Taschenmesser Victorinox ÂŤWaiterÂť, Wert je Fr. 14.â&#x20AC;&#x201C; verlost. Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum 10. Juli 2010 an: Verlag Schweizer Jäger, ÂŤDer ExperteÂť, Postfach 261, CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: kontakt@schweizerjaeger.ch

Der Experte AuďŹ&#x201A;Ăśsung Wettbewerb Ausgabe 4/2010: In Zuoz leben 1300 Menschen Herzliche Gratulation den Gewinnern! 1 LED-Taschenlampe ÂŤWild FinderÂť mit grĂźnem Licht: Andreas Moser, Appenzell Steinegg. 1 Jagdbuch: Robert Schärer,ThĂśrigen. 1 JägerTool von Victorinox: Karl Auf der Maur, Steinhausen. Je 1 Taschenmesser Victorinox ÂŤWaiterÂť: Arthur Marks,Varen; Clemens Camenisch, Cazis. Die Gewinner/innen erhalten den Preis persĂśnlich zugestellt. Wir danken fĂźrs Mitmachen und muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben weiterhin zu lĂśsen!

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre AngehĂśrigen. Ă&#x153;ber den Wettbewerb wird keine Korrespondenz gefĂźhrt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

                  

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Schweizer Jäger 6/2010