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Schweizer Das aktuelle Monatsmagazin f체r den J채ger Nr. 10 Oktober 2009 94. Jahrgang Fr. 9.80 (inkl. MWST) ISSN 0036-8016

Krankheiten beim Steinwild 20 Sp체rnasen im Revier

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Thurgauer Waldtage

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Michel Ungricht CEO der GMC Trading AG, Wallisellen 18

HASEN, TAUBEN

& CO. 6


NEW

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IMPRESSUM

ISSN 0036-8016

Publikationsorgan für JagdSchweiz Geschäftsstelle: PF 2, 7605 Stampa www.jagdschweiz.org Schweizerischer Patentjäger- und Wildschutzverband SPW Sekretariat: Bernstr. 65, 3175 Flamatt www.spw.ch Schweizerischer Laufhundclub Schweizer Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Schweiz. Club für Deutsche Jagdterrier Der Grüne Bruch Jagdgruppe Schweiz. Foxterrier-Club Schweiz. Klub für Österr. Bracken Schweiz. Falkner-Vereinigung Förderverein Magyar Vizsla Organisation SPW-Vorstand Präsident Alber t Stössel Ver treter im JagdSchweiz-Vorstand Öffentlichkeitsarbeit Naasstrasse 37, 6315 Morgar ten Telefon 041 750 34 56 Fax 041 752 14 57 a.stoessel@bluewin.ch Finanzen Stefan Frischknecht, Vizepräsident Dürrhalde 24, 9107 Urnäsch Telefon P 071 364 23 31 Telefon G 071 364 16 25 frischknecht4@bluewin.ch Sekretariat Philippe Voler y Betreuung (Präsident) der SPWStiftung Naturland Bernstrasse 65, 3175 Flamatt Telefon P 031 741 36 40 Mobile 079 322 12 90 phvoler y@hispeed.ch Redaktion Kur t Gansner, Parschientsch 528 7212 Seewis Dorf Telefon P 081 325 22 02 Mobile 079 236 73 55 redaktion@schweizerjaeger.ch Konzept und Gestaltung: Rolf E. Jeker, Vreni Füchslin Druck, Verlag, Adressänderungen und Abonnement-Bestellungen Kürzi AG, PF 261, 8840 Einsiedeln PC-Konto 80-16768-7 Telefon 055 418 43 43 Fax 055 418 43 44 www.schweizerjaeger.ch kontakt@schweizerjaeger.ch Abonnementspreis (erscheint 12x jährlich) Fr. 98.– jährlich (inkl. 2,4% MwSt) Fr. 116.– Jahres-Abonnement für Ausland Einzelpreis Fr. 9.80 (inkl. 2,4% MwSt) Anzeigenverkauf RG-Annoncen GmbH, Nicole Gyr Postfach 1121, 5401 Baden Telefon 056 221 88 12 Fax 056 221 84 34 info@rgannoncen.ch Titelbild: Treuer Jagdhelfer Foto: Werner Nagel

Editorial Jagd und Forschung Es ist ein besonderes Erlebnis, in den Herbstmonaten beim ersten Schnee Hasen in alpinen Regionen zu jagen. Zu Fuss, ohne Hund, nur den Spuren der vergangenen Nacht folgend, die der Schneehase in der frisch verschneiten Berglandschaft hinterlassen hat. Die Sinne des Jägers sind hochkonzentriert, der Hase weiss um die verräterischen Spuren und legt, bevor er in die Sasse geht, eine falsche Fährte. Die Spuren richtig zu deuten und auf Schussdistanz den Hasen anzupirschen ist eine Kunst. Oder welcher Jäger durfte schon auf den Spielhahn jagen, wenn sich die Lärchen golden gegen den stahlblauen Himmel abheben? Die Jagd auf Niederwild ist faszinierend und nur der, der sie ausübt kann die Faszination nachvollziehen. Etwas ins «Husten» gerät der Jäger aber, wenn er sein jagdliches Tun rechtfertigen soll. Müssen oder dürfen Hasen und Birkhühner bejagt werden? Geschätzte Niederjäger/innen, wie antworten Sie darauf? Um es kurz zu halten: Es gibt im ersten Moment keine plausible Rechtfertigung. Unsere Väter und Grossväter übten die Jagd zur Nahrungsbeschaffung aus. Zurück blieb die Tradition, diese Arten noch so wie vor hundert Jahren zu bejagen. Heute wird in vielen Kantonen nicht mehr auf den Hasen gejagt oder freiwillig darauf verzichtet. Wenn politisch Schutzmassnahmen für eine Tierart gefordert werden, dann ist der Jäger der erste, der «ins leere Glas guckt». In der vorliegenden Ausgabe finden sich Artikel über die Stressbelastung des Schneehasen, die nächtliche Aktivität von Rebhühnern und ein Beitrag über die Lysser Wildtiertage. Im ersten Moment mag dies vielleicht nicht sonderlich interessant klingen. Forschen bedeutet Wissen und Wissen ist die Grundlage für Erklärungen. Wieso gehen Bestände zurück oder brechen örtlich zusammen? Was ist der Auslöser und welche Konsequenzen zieht das mit sich? Nur fundierte Forschungsarbeit, jahrelange Bestandeszählungen und Abschussstatistiken geben darauf Antworten. Und genau hier kann die Begründung liegen, wieso nicht zuerst der Jäger Einbussen in Kauf nehmen muss. Hasen verkraften grundsätzlich eine schonende Bejagung, das zeigen die Abschusszahlen von Feld- und Schneehase in Graubünden eindrücklich. Wie wäre es sonst möglich, dass auch in den letzten Niederjagdtagen noch Tagesstrecken wie zu Jagdbeginn möglich sind? In den letzten Jahren wurden in der Schweiz viele Untersuchungen an erlegtem Niederwild durch namhafte Universitäten aus ganz Europa durchgeführt. Dieser Zugang zu «Probematerial» ist oft nur über die Jagd möglich und so leistet der Jäger einen direkten Beitrag – auch zum Schutz dieser Arten. Forschungsergebnisse können durchaus auch eine Chance für die Rechtfertigung einer Jagdart darstellen. Insbesondere wenn sie aufzeigen, dass eben nicht die Jagd an sich, sondern der Lebensraumverlust oder dessen Übernutzung die Hauptrolle spielen – da «liegt der Hase im Pfeffer». Mit Weidmannsgruss

Kurt Gansner Schweizer Jäger 10/2009

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Monatsthema

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Niederwild

Foto: W. Nagel

Die Jagd auf Federwild und Hasen wird in der Öffentlichkeit oft diskutiert. Argumente für eine Bejagung setzen aber fundiertes Wissen voraus. Neuste Forschungsergebnisse über Stressbelastungen beim Schneehasen und die Jagd auf Ringeltauben sind ein Thema in der vorliegenden Ausgabe.

Wildkunde Krankheiten beim Steinwild Neben der Gämsblindheit treten weitere, zum Teil tödlich verlaufende Wildtierkrankheiten beim Steinwild auf. Dr. Armin Deutz erklärt die wichtigsten Krankheiten und deren Folgen.

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INHALT Jagd & Wild Monatsthema Wildkunde Jagdgeschichten Testen Sie Ihr Wissen Lebensraum Tierarzt

6 20 40 54 58 78

Waffen & Ausrüstung Foto:W. Nagel

Interview Wildverwertung Neuheiten für den Jäger Jägermarkt

18 50 51 79

Hunde

Jäger & Hund

Schalenwild kann nicht fliegen Fachliches Grundwissen und praxisbezogene Weiterbildungskurse sind für Hundeführer enorm wichtig. Der bekannte Hundeführer und Buchautor Hans Joachim Borngräber führte einen dreitägigen Profikurs durch.

Lebensraum Thurgauer Waldtage Forstpersonal und Jäger aus dem Thurgau kooperieren mit dem Baselland in kantonsüberschreitender Zusammenarbeit und Nutzen so vorhandene Ressourcen.

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Weiterbildungskurse Berichte

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Jagdspektrum Veranstaltungen Satire Jagdreisen Kalender Literatur Jagdschiessen Leser schreiben Bund und Kantone Kapitale Trophäen Sonne, Mond, Solunar Blattschuss Ausland Abschied Fehlschuss Wettbewerb

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Vorschau 11/2009 s Rehkitzbejagung s Jagen in Ungarn und Neuseeland Schweizer Jäger 10/2009

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Monatsthema

HASEN

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Monatsthema

TAUBEN und Co.

So faszinierend die Jagd auf Niederwild auch sein mag, in der Öffentlichkeit stösst dies oft auf Unverständnis wenn Hasen oder Federwild erlegt werden. Eine schonende Bejagung setzt fundiertes Wissen voraus. Mehr über die neusten Forschungsergebnisse beim Schneehasen, die nächtlichen Aktivitäten bei Rebhühnern und über die Jagd auf Ringeltauben erfahren Sie in diesen Beiträgen.

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unsichtbaren ausgesetzt?

BELASTUNGEN

Der Schneehase in den Alpen wurde als Forschungsobjekt wieder entdeckt und so laufen derzeit verschieden thematisch ausgerichtete Studien in Österreich und in der Schweiz. Die hier vorgestellte Arbeit erfolgte im Rahmen einer Grundlagenstudie im Schweizerischen Nationalpark und es wurde dabei eine Methode entwickelt, um körperliche und psychologische Belastungen im Kot des Schneehasen messen zu können. Anschliessend wurde diese Methode bei Untersuchungen an wildlebenden Schneehasen eingesetzt, um die Einflüsse von saisonalen Schwankungen zu untersuchen. Foto: Rolf Giger

Monatsthema

SCHNEEHASE

Von Maik Rehnus Der Schneehase als Forschungsobjekt Der Schneehase kommt grundsätzlich im gesamten Alpenbogen in Höhen zwischen 1300–3500 m vor. Gegenüber anderen in den Alpen lebenden Wildtieren wird er jedoch relativ selten beobachtet. Das liegt vor allem an der zeitlichen Aktivitätsverteilung des Schneehasen. Dieser ist hauptsächlich in der Nacht aktiv und ruht tagsüber in einer Sasse oder in einem sicheren Versteck. Diese anscheinenden Schwierigkeiten bei der direkten Beobachtung des Schneehasen schienen sich auch bisher auf die Erforschung dieser einheimischen Wildtierart ausgewirkt zu haben. So gibt es trotz seiner traditionellen Bejagung in einigen Kantonen der Schweiz und in verschiedenen Bundesländern Österreichs überraschend

Die Untersuchungen zeigten auf, dass im Jahresablauf keine signifikanten Unterschiede im Belastungsgrad des Schneehasen auftreten.

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Entwicklung einer geeigneten Methode In unserem aktuellen Forschungsbericht soll die von Maik Rehnus verfasste Masterarbeit über eine Methodenentwicklung zur Bestimmung von Belastungen beim Schneehasen und deren Anwendung mittels ausgewählter Parameter an wildlebenden Schneehasen vorgestellt werden. Wenn Tiere Belastungen ausgesetzt sind, erkennt man nicht, wie sehr diese ihren Organismus beeinträchtigen. Um diese Belastungen objektiv messen zu können, wurde an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien eine tierschonende Methode entwickelt, bei der Belastungsgrad eines Tieres anhand von Hormonbestimmungen in dessen Losung gemessen wird. Es handelt sich dabei um jene Hormone, die wichtige Informationen über die Physiologie (Stoffwechsel) und Psychologie (Stress) eines Individuums unter verschiedensten Lebensbedingungen liefern können. Die Vorteile einer solchen Hormonbestimmung aus dem Kot liegen auf der Hand: So stellt die Probenahme bei den Tieren selbst, also das Sammeln des Kotes, im Unterschied zu Blutentnahmen absolut keine Belas-

Es wurde eine Methode entwickelt, mit der Belastungen bei wildlebenden Schneehasen mittels der Losung gemessen werden können. tung dar und es wird auch bei den Tieren kein zusätzlicher Stress ausgelöst, welcher die Messergebnisse verfälschen könnte. Diese Methode ist von Tierart zu Tierart verschieden und muss deshalb für jede einzelne Art neu angepasst werden. Das Ziel im ersten Teil der Forschungsarbeiten war es also, eine solche so genannte nicht-invasive Methode zu entwickeln, um Belastung bei wildlebenden Schneehasen aus der Losung mittels Hormonbestimmung messen zu können. Die Messung erfolgt mittels so genannter Stresshormone, welche bei Belastungen des Körpers ausgeschüttet werden. Diese bewirken Änderungen im Stoffwechsel, die dem Körper helfen die Belastungen zu überwinden. Dabei wird zum Beispiel bei einer akuten Stresssituation vermehrt Energie bereitgestellt, und einige Organe werden stärker durchblutet. Neben körperlichen Belastungen können aber auch psychische Belastungen solche Stressreaktionen hervorrufen. Durch die Messung dieser Stresshormonkonzentrationen können also Rückschlüsse auf die Belastungszustände eines Tieres gezogen werden. In Zusammenarbeit mit dem Alpenzoo Innsbruck und dem Tierpark Goldau wurde eine solche Messmethode an fünf Schneehasen entwickelt. Die Durchführung vor Ort dauerte je sieben Tage pro Individuum und es wurde die Stresshormonausschüttung vor und nach einer simulierten Belastung dokumentiert, indem die Losung am Morgen und Abend eines jeden Tages gesammelt wurde. Die gewonnenen Proben wurden anschliessend im Labor des Instituts für Biochemie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien analysiert. Dort erfolgte auch ein Lagerungstest, bei dem die Stabi-

EINES FÜR ALLES

Monatsthema

Foto: Rolf Giger

wenige Studien über den Schneehasen in den Alpen. Dass der Schneehase jedoch ein interessantes Forschungsobjekt ist, zeigt sich in seiner Bedeutung als Indikatorart für den Prozess der Klimaerwärmung, in der hohen Anzahl durchgeführter Untersuchungen in seinem nördlichen Verbreitungsgebiet in der borealen Zone und in der aktuellen Wiederaufnahme der Schneehasenforschung in Teilen der Alpen. Auch in der Schweiz wurde nach einiger Forschungspause wieder der Schneehase als Forschungsthema aufgegriffen, und so startete 2007 eine umfassende Grundlagenstudie über den Schneehasen im Schweizerischen Nationalpark. Die wissenschaftliche Betreuung der laufenden Forschungsarbeiten erfolgt dabei durch das Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien, dem Institut für Biochemie der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft Birmensdorf.

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Monatsthema

lität dieser Stoffwechselprodukte unter verschiedenen Temperaturund Aufbewahrungsbedingungen getestet wurde. Die Resultate zeigten, dass eine Methode entwickelt wurde, die geeignet ist, um einen Anstieg der Stresshormonausschüttung in wildlebenden Schneehasen zu messen. Einfluss von ausgewählten Parametern im Jahresverlauf Im zweiten Schritt der Forschungsarbeit wurde nun der Einfluss der Saison, als Indikator für saisonale Schwankungen im Belastungsgrad eines Tieres während eines Jahres, auf wildlebende Schneehasen untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalpark wurde hierfür ein Netzwerk von 31 Probeflächen entlang des Ofenpasses angelegt. Die Probeflächen lagen auf einer Höhe von 1600–2600 m ü.M. und wurden so gewählt, dass es keine Überlappung mit Feldhasenvorkommen gab. Dadurch wurde eine Verwechslung der sehr ähnlich aussehenden Losung und somit eine Fehlinterpretation der Ergebnisse vermieden. Die Flächen wurden in der Zeitspanne von Sommer 2007 bis Frühjahr 2008 besucht und es wurden insgesamt 14418 Losungen während des zweimaligen Besuches dieser Flächen pro Saison gefunden. Dabei konnten über 700 «Böllerli» in der Laboranalyse ausgewertet werden. Die Resultate zeigten, dass die Stresshormonkonzentrationen im Schneehasen während eines Jahres nicht signifikant schwankten, was bedeutet, dass keine Unterschiede im Belastungsgrad der Schneehasen zwischen den einzelnen Saisons im untersuchten Jahresverlauf gefunden wurden. Es konnten weiterhin wichtige Erfahrungen in der Feldanwendung dieser neu entwickelten Methode für den Schneehasen in zukünftigen Untersuchungen gesammelt werden. ■

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ANGST

im

DUNKELN

Dr. Jörg E.Tillmann aus dem Institut für Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) hat als erster Wissenschaftler das nächtliche Verhalten von Rebhühnern dokumentiert und Unterschiede im Vergleich zu ihrem Verhalten am Tage aufgedeckt. Die Studie ist eine der ersten Arbeiten zur «Nachtökologie» einer Vogelart überhaupt und schliesst damit eine bedeutende Wissenslücke. Text und Bilder: Institut für Wildtierforschung, TiHo Hannover Mit Hilfe moderner Wärmebildtechnik konnte Tillmann die Tiere nachts aufspüren und ihr Verhalten beschreiben und interpretieren. Er erklärt: «Das Rebhuhn ist mit seinen Ansprüchen ein Musterbeispiel für viele andere Arten, deren Überleben von einer nachhaltigen Landwirtschaft abhängt. In verschiedenen Naturschutzprogrammen in der Agrarlandschaft wird das Rebhuhn daher als sensibler Bioindikator eingesetzt.» Wie alle anderen typischen Feldvögel hat auch das Rebhuhn in den letzten 30 Jahren einen massiven Bestandseinbruch

In der Nacht halten sich die Rebhühner, zum Schutz vor Fressfeinden, bevorzugt auf offenem Feld auf. Die Aufnahme enstand mit einer Wärmebildkamera. erlitten. In weiten Bereichen gingen die Tierzahlen um mehr als 90 Prozent zurück. Die Dramatik des Rückgangs hat dazu geführt, dass viele Untersuchungen


zur Aufklärung der Ursachen durchgeführt wurden und die Erkenntnisse in naturschutzfachliche Konzepte zur Wiederansiedlung oder zur Lebensraumaufwertung eingeflossen sind. In diesen Projekten wurde die Ökologie des Rebhuhns am Tage ausführlich beschrieben, das Geschehen bei Nacht – und damit fast die Hälfte des Rebhuhnlebens – blieb aber im Dunkeln. Tillmann konnte zeigen, dass das nächtliche Raumverhalten des Rebhuhns ein deutliches Abbild der ständigen Gefahr erbeutet zu werden ist. Tagsüber werden Rebhühner vor allem durch Greifvögel bedroht, vor denen es im Gebüsch oder am Feldrand in höherer Vegetation Schutz sucht. Nachts dagegen lauert die Gefahr am Boden, wie beispielsweise durch den Rotfuchs. Die nächtlichen Fressfeinde sind besonders dort aktiv, wo das Rebhuhn tagsüber Schutz sucht – an den Randbereichen der Felder. Nachts werden diese Orte vom Rebhuhn daher gemieden. In dunkleren Nächten, wenn die Sicht schlechter ist, entfernen sie sich sogar besonders weit von diesen Stellen und suchen sich einen Platz auf dem offenen Feld, um einen möglichst grossen Abstand zu den bevorzugten Jagdbereichen ihrer Feinde herzustellen und die Nacht weitgehend in Sicherheit zu verbringen. In kalten Nächten rücken die Rebhühner eines Familienverbandes eng zusammen, um so das Auskühlen zu reduzieren. Bevorzugt ruhen sie allerdings in Kleingruppen von zwei bis drei Tieren, vermutlich um Feinde schneller erkennen zu können. Bei anderen Arten wurde bereits beobachtet, dass Gruppen potentielle Fressfeinde früher erkennen als Ein-

HARTMANN WAFFENTRESORE Langwaffentresore Kurzwaffentresore Munitionstresore Wertraumtüren Das Rebhuhn gilt als sensibler Bioindikator. zeltiere. Die Flucht der Rebhühner eines Verbandes findet nachts in der Regel synchron statt. In den meisten Fällen fliegen dabei alle Rebhühner direkt aus der Ruheposition auf. Am Tag entziehen sich Rebhühner potentiellen Fressfeinden eher laufend am Boden. Ausserdem konnte Tillmann erstmalig beobachten, dass Rebhühner auf den ersten Metern ihres Fluchtfluges in den meisten Fällen mehrmals Kot absetzen. Da die Rebhühner ihren Kot schon absetzen, wenn sich ihre Fressfeinde noch in einer relativ grossen Entfernung befinden, geht Tillmann davon aus, dass dies kein Angstverhalten ist. Die meisten Wirbeltiere zeigen ein solches Angstverhalten nur in direkt lebensbedrohlichen Situationen, wie beim direkten Körperkontakt mit dem Fressfeind. Tillmann vermutet, dass das Absetzen von Kot wie bei anderen Arten bereits gezeigt werden konnte, auch beim fliehenden Rebhuhn eine abschreckende Wirkung auf die Fressfeinde hat. Zusätzlich wird vermutet, dass es zu einer Reduktion des Gewichtes und so zu einer Energieeinsparung führt. Tillmann konnte im Rahmen seiner Studie zeigen, dass die Rebhühner ihr Fluggewicht durchschnittlich um 1,1 Prozent reduzieren konnten. Es wird angenommen, dass der selektive Vorteil zwar marginal ist, sich dieses Verhalten im Laufe der Evolution aber durchaus positiv ausgewirkt hat. Die Studie wurde finanziell durch die Deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes (CIC) unterstützt.

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Monatsthema

Begehrte gefiederte

NIEDERJAGDBEUTE

Die Ringeltaube ist die grösste einheimische Taubenart. Sie lebt gern gesellig und kann in grösseren Schwärmen von 30 bis 80 und mehr Individuen auftreten. In ganz Europa ist sie eine begehrte Jagdbeute. Trotz starker Bejagung und beträchtlicher Jahresstrecken sind keine Bestandeseinbrüche zu verzeichnen. Text und Bilder: Rolf Giger In Mitteleuropa ist die Ringeltaube weit verbreitet. Sie gehört zu den Teilziehern. Im Oktober übersiedelt sie in grossen Schwärmen nach Südwesteuropa in ihr Winterquartier. Dabei nutzt sie mit Vorliebe das Mittelland, und meidet oft die Alpen. Trotz ihrer scheuen Lebensweise hat sie sich in Parks, Gärten und sogar in Städten eingenistet. Die dort herrschenden Lebensbedingungen haben sogar dazu geführt, dass das Zugverhalten dieser Tauben gänzlich verloren ging. Dies lässt einen geringfügigen Rückgang der Durchzüger feststellen. Im Frühjahr kehrt die Ringeltaube wieder in das Brutgebiet zurück. An den Lebensraum werden keine speziellen Ansprüche gestellt. So brütet diese Wildtaube an der Waldgrenze im Hochgebirge wie auch in Hochwäldern, geschlossenen Grosswaldungen und Feldgehölzen. Aussehen und Fortpflanzung Der plump wirkende, massige Körper der Ringeltaube ist grösstenteils blaugrau, mit leicht rötlichem Schimmer auf der Brust gefärbt. Der Kopf, die Kehle und der Nacken sind mohnblau. Charakteristisch für diese Taubenart sind die beidseits liegenden weissen Halsflecken, die ihr den Namen verliehen. Junge Ringeltauben weisen noch keine Halsflecken auf, ansonsten ist das

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Erscheinungsbild dem der Altvögel annähernd gleich. Die Geschlechter sind ohne genaue Untersuchung nicht von einander zu unterscheiden. Beim Auffliegen wird beidseitig an den Schwingendecken ein breites, weisses Band sichtbar. Der Bürzel ist dunkel, und die Handschwingen enden schwarz. Die Lichter sind gelblich, und die Ständer rot. Die Ringeltaube lebt in Jahresehe monogam. Das Paar bleibt während der gesamten Brutzeit zusammen. Die Balz wird am Boden und in der Luft abgehalten. Während des Rituals sind die unverwechselbaren Balzrufe bis auf grosse Distanz zu hören. Nach der Paarung machen sich die Partner an die Arbeit, und beginnen gemeinsam Nistmaterial zu sammeln. Der Standort des Nestes findet sich meist in der Wipfelregion dichter Fichtenwälder. Im Nestbau zeigt die Ringeltaube keinerlei künstlerische Begabung.

Den Jungvögeln fehlt noch die typische Halszeichnung, ansonsten ähneln sie stark den Altvögeln.


Baumkronen bieten Schutz vor Feinden und dienen gleichzeitig als Aussichtspunkt.

ansteigt, treten oft Krankheiten auf. Vor allem die Taubenpocken, die vorwiegend im Sommer die Jungvögel befallen, können den Bestand merklich schwächen. Fressfeinde und Ernährung Die Ringeltaube war ursprünglich ein typischer Waldbewohner. Durch die generelle Ausdehnung der Ackerflächen findet sie heute vielerorts günstige Lebensräume mit ausreichenden Nahrungsvorkommen vor. Die Evolution hat bei der an das Waldleben gewohnte Ringeltaube Spuren hinterlassen. Sie verfügt über gut ausgebildete Sinnesorgane. Ihrem Gehör und ihren scharfen Augen entgeht kaum etwas. Kein Wunder, denn Fressfeinde sind zahlreich vorhaden. Zu den ärgsten Widersachern der Ringeltaube zählen die Greifvögel. An erster Stelle steht der Habicht und das Weibchen des Sperbers, auch der Wanderfalke, der Waldkauz und der Uhu stellen ihr nach. Durch grosse Schwarmbildungen werden Habicht und Wanderfalke verwirrt, oder gar abgeschreckt. Diese Massnahme zum Selbstschutz hilft den Tauben die Bestandeseinbussen durch Fressfeinde um ein Vielfaches zu reduzieren. Doch nicht nur Raubvögel jagen die Ringeltaube. Auch Säugetiere, wie der Marder oder Katzen scheinen Gefallen an ihr zu finden. Bei Gefahr fliegt die Ringeltaube sofort mit lautem Flügelklatschen davon. Im Wald fühlt sich die Ringeltaube immer noch am sichersten. Grossflächige offene Landstriche werden vor dem Anfliegen mehrmals überflogen. So vergewissert sie sich, dass sich keine Feinde in der Nähe aufhalten. Oft sind einzelne Tiere zu beobachten, die gewissermassen als Kundschafter losziehen und nach einigen Kontrollrunden ihre Artgenossen nachziehen. Als typischer Waldbewohner ernährt sich die Ringeltaube hauptsächlich von Nadelholzsamen, Bucheckern, Ahornsamen und Eicheln, die sie von den Zweigen bricht und ganz verschluckt. Seit geraumer Zeit werden grossflächig Getreide- und Maisfelder angelegt. Das verbesserte Nahrungsangebot und der Rückgang der natürlichen Feinde haben auch ihren Beitrag dazu geleistet, dass sich diese Taubenart in weiten Gebieten

WÄHLEN SIE IHRE NR. 1

Monatsthema

Unzählige Zweige werden lose übereinander gestapelt. Auf eine Auspolsterung wird gänzlich verzichtet. Das liederlich aufgehäufte Nistmaterial ist oft so schlecht verflochten, dass die Eier von unten sichtbar hindurchschimmern. Bereits ein schwacher Wind kann ausreichen, um das Gelege aus dem Baum zu werfen. Doch auf solche Zwischenfälle ist die Ringeltaube vorbereitet. Unmittelbar nach dem Verlust eines Geleges beginnt das Paar mit dem Bau eines neuen Nestes. Im April beginnt die erste Brut, die üblicherweise zwei reinweisse Eier umfasst. Während 15 bis 17 Tagen bebrüten die Eltern abwechslungsweise das Gelege. Nach dem Schlüpfen werden die noch nackten und blinden Jungen zwei- bis dreimal täglich gefüttert. In der ersten Woche werden sie ausschliesslich mit Kropfmilch beider Elternteile ernährt. Die Kropfmilch ist ein milchiges, fettreiches Drüsensekret, das aus der Kropfwand austritt. Nach 30 Tagen sind die Jungtauben flügge und werden bereits nach einem Jahr geschlechtsreif. Im gleichen Jahr können vom selben Ringeltaubenpaar zwei bis drei und mehr Bruten aufgezogen werden. Trotzdem ist die Verlustrate sehr hoch. Nicht nur die durch schlampige Nestanlage vom Wind zerstörte Brut, sondern auch unterkühlte Erstlingsgelege reduzieren die Bruterfolge. Hinzu kommt, dass ein hoher Anteil der Jungvögel, Marder, Katze, Habicht und Krähenvögel zum Opfer fallen. Trotzdem erreicht der Bruterfolg durchschnittlich knapp zwei Jungvögel pro Brutpaar. Das heisst, dass sich der Gesamtbestand bis zum Herbst verdoppelt. Wenn die Populationsdichte zu hoch

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Monatsthema

neu angesiedelt hat. Dementsprechend hoch ist die Vermehrung der Ringeltaube. Daher gehört sie auch zu den wenigen Vogelarten, die in den Bestandeszahlen sogar zunimmt. Bejagung Der Ringeltaube wird in ganz Europa mit Hilfe verschiedenster Jagdmethoden nachgestellt. Obwohl jährlich Hunderttausende erlegt werden, hat dies auf den Gesamtbestand keinen nennenswerten Einfluss. Es gibt kaum eine andere Wildart die so vielseitig bejagt werden kann wie die Ringeltaube. Die Taubenjagd erfordert vom Jäger viel Können. Eine der wohl bekanntesten, geradezu klassischen Bejagungsmethoden, ist die Lockjagd im Frühjahr. Diese Jagdart erfordert viel Felderfahrung und Kenntnisse über das Verhalten der Ringeltaube. Der Tauber wird durch falsche Balzrufe, die auf der Faust imitiert werden, angelockt. Die Hände werden dabei zusammengefaltet. Dabei erfüllt der dazwischen liegende Hohlraum seinen Zweck als Resonanzkörper. Zwischen den Daumen wird eine kleine Öffnung freigelassen, durch die dann mit dem Mund Luft hineingeblasen wird. Der entstehende Ton ist dem des balzenden Taubers zum Verwechseln ähnlich. Die Täuschung ist so überzeugend, dass der balzende Tauber darauf antwortet, und nach

Hunter

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Beim Aufsuchen der Tränke ist höchste Aufmerksamkeit geboten.

einer Weile sogar seinen «Rivalen» aufsucht. Dann kommt es nur noch auf die Geschicklichkeit des Schützen an. Der rasche Anschlag der Waffe, um einen sicheren Schuss, meist durch Äste und Zweige, der anstreichenden Taube anzubringen, ist meist schwierig. Trotzdem bleibt der Jagderfolg nur selten aus. In der Schweiz kann diese Jagdmethode nicht ausgeübt werden, denn die Ringeltaube ist ab dem 16. Februar bis am 31. Juli geschützt. Eine weitere beliebte Jagdart ist die Ansitz- oder Anstandjagd. Dabei muss der Jäger wissen, wo sich Tränken oder Schlafbäume Steckbrief Ringeltaube (Columba palumbus) Gewicht: Körperlänge: Flügelspannweite: Brutort: Gelege: Bruten pro Jahr: Brutdauer: Nestlingsdauer: Nahrung: Lebensraum: Zugverhalten:

460–570 g 35–42 cm 75–80 cm Bäume 2 Eier 2–3 15–17 Tage 33–34 Tage Samen, Knospen Wälder, Kulturland Kurzstreckenzieher

befinden, welche während des Jahres von der Ringeltaube genutzt werden. Ein gut gedeckter Unterstand verhindert, dass die heranstreichenden Tauben den Schützen vor dem Einfall entdecken. Am besten wird dafür Baumaterial aus dem näheren Umfeld verwendet. Die Treib- oder Drückjagd auf Ringeltauben ist nur in Gegenden möglich, wo grosse Schwärme zu finden sind. Diese Jagdmethode erweist sich jedoch als ziemlich schwierig, da die fliehende Taube rasche Schwenkmanöver und rasante Tempowechsel vornimmt. Um nennenswerte Erfolge zu erzielen muss der Jäger schon recht gut mit der Flinte umgehen können. Es gibt sicherlich noch eine Vielzahl anderer Jagdmethoden, die dem Jäger zu einer befriedigenden Jagdstrecke verhilft. Die Ringeltaubenjagd soll jedoch nicht zum Schiesssport mutieren. Denn nicht überall tritt dieser Vogel so zahlreich auf, dass dadurch grosse Wildschäden an Kulturlandschaften oder Saatgut angerichtet würden. ■

Dem kleinen Jagdbegleiter bleibt die Pirsch auf Tauben und anderen Vögeln, trotz Ermüdungserscheinungen, in unvergesslicher Erinnerung.

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Hubertus-Cup 2009 Indoor Jagdschiessen Qualifikation

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4. Jägertestschiessen ->Â&#x201C;Ă&#x192;Ă&#x152;>}]Ă&#x160;Ă&#x17D;ä°Ă&#x160;>Â&#x2DC;Ă&#x2022;>Ă&#x20AC;Ă&#x160;Ă&#x201C;ä£ä

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Hubertusfeier Sonntag, 18. Oktober 2009 09.15 Uhr

Wildumzug durch St. Moritz ab Parkplatz San Gian

10.00 Uhr

Ă&#x2013;kumenische Feier, Gottesdienst in der Kirche St. Karl in St. Moritz-Bad mit Vikar Beat Auer und Pfarrer Thomas Widmer Mitwirkende: Jagdhornbläsergruppe ÂŤHabsburgÂť Aargau, ÂŤColaniÂť Zuoz und ÂŤCoazÂť St. Moritz, Chor Las Lodolas

ab 11.00 Uhr Tanz und Unterhaltung mit der Country-Band ÂŤNevadaÂť. Jedermann ist, bei freiem Eintritt, herzlich eingeladen. Einen herzlichen Weidmannsdank unseren Sponsoren:

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Veranstaltungen

Veranstaltungen Ausstellungen Ausflüge 12.–15. November 1. Internationale Messe für Jagd & Fischerei, Dornbirn/Österreich Messe für Jäger, Fischer, Naturfreunde und Hundeliebhaber. Sonderschau: Jagd in der Steinzeit Öffnungszeiten: täglich 09.00–18.00 Uhr 4.–6. Dezember 6. Internationale Waffenbörse, Palais Beaulieu, Lausanne Sonderausstellung «Cutlery Art Exhibition». Aussteller aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien stellen auf 5000 m2 Antik-, Sport-, Schützen- und Militärwaffen sowie Lederartikel aus. 10.–12. Dezember Kursausschreibung Techniken der Nachsuche am Jägerlehrhof Springe und Drückjagd (siehe auch Seite 31) 18.–21. Februar 2010 Ausstellung Fischen Jagen Schiessen BEA bern expo

Jagdausstellung in Salgesch Jägerverein Diana Leuk bis 31. November 2009 im Natur- und Landschaftszentrum von Salgesch Öffnungszeiten: Mo–Fr 8.30–12, 13–17 Uhr, Sa 10–16 Uhr

Natur- und Tierpark Goldau Telefon 041 859 06 06 www.tierpark.ch Täglich geöffnet 1. April bis 31. Oktober: Mo– Fr 9–18 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr 1. November bis 31.März: täglich 9–17 Uhr

Schweiz. Nationalpark Zernez Auskunft: Tel. 081 856 83 78 Fax 081 856 17 40 Agenda Natur Aktuelle Zusammenstellung aller Programme unter: www.nationalpark.ch/ veranstaltungskalender 14. Oktober: Der Biber, faszinierender Baumeister mit grosser Kelle, Vortrag 29. Oktober: Vogeljagd, Vortrag

Jagdhornbläser Hubertusmessen 11. Oktober 09.00 Uhr Hubertusmesse in der katholischen Pfarrkirche Sattel SZ mit den Zuger Jagdhornbläsern. Parforce-Hörner in Es unter der Leitung von Alois Hugener. 17. Oktober 25-jähriges Jubiläum der Jagdhornbläser «Cornists Scuol» mit Engadiner Jagdhornbläsertreffen 16.00–03.00 Uhr, Gemeindesaal Scuol Hinweis: www.scuol.ch

18. Oktober Hubertusfeier St. Moritz 09.15 Uhr: Wildumzug 10.00 Uhr: Ökumenische Feier in der Kirche St. Karl Ab 11.00 Uhr: Tanz und Unterhaltung (siehe Seite 15) 24. Oktober Jagdliches Kirchenkonzert in der Dorfkirche Steffisburg mit den Jagdhornbläsern Stockental und der Blaukreuzmusik Steffisburg Eintritt frei

18. Oktober 11.00 Uhr Hubertusmesse in der St. Jostkapelle Raten Oberägeri mit den Zuger Jagdhornbläsern. Parforce-Hörner in Es unter der Leitung von Alois Hugener. Durchführung bei zweifelhaftem Wetter in der katholischen Pfarrkirche Oberägeri. Auskunft: 079 722 95 33 25. Oktober 10.00 Uhr Hubertusmesse in der Pfarrkirche Walchwil mit den Zuger Jagdhornbläsern. Parforce-Hörner in Es unter der Leitung von Alois Hugener 19.00 Uhr: Konzert in der Pfarrkirche Menzingen 25. Oktober 10.00 Uhr Hubertusfeier in der Kirche Kilchberg Zürich-Falken 31. Oktober 17.30 Uhr Hubertusmesse in der Arena des Militärlagers am Schwarzsee FR 17.15 Uhr Einzug vom Hotel Bad mit Hirsch und Fackeln 17.30 Uhr Messe, anschliessend Verpflegung und Unterhaltung für alle Jagdhornbläsergruppe «Diana Sense»

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29. November 10.00 Uhr Hubertusmesse in der katholischen Kirche in Bütschwil, Toggenburg. Der Gottesdienst wird durch die Jagdhornbläser des JV Toggenburg und des JV See & Gaster mitgestaltet.

3. November 19.30 Uhr Walliser Hubertusfeier im Pfynwald (siehe Seite 73)

6. Januar 2010 Neujahrskonzert 2010 «Le Rendez-vous de Chasse» Johann Strauss meets Gioachino Rossini Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg, Dirigent Hansjörg Angerer 11.00 Uhr, Grosses Festspielhaus, Hofstallgasse 1, Salzburg

8. November 10.30 Uhr Hubertusmesse in Stansstad umrahmt von den Nidwaldner Jagdhornbläsern 8. November 19.00 Uhr Hubertusmesse in der Kirche Alterswil mit unseren Jagdhornbläsern, anschliessend Jägertee Jagdschutzverein Hubertus Sense 15. November Jubiläum 80 Jahre Jagdgesellschaft Hubertus Wetzikon 09.30 Uhr Hubertusmesse in der Heilig-Geist-Kirche mit den Jagdhornbläsern vom Bachtel. Gleichzeitig findet die Brevetierung der Jagdaufseher statt. 15. November 10.00 Uhr Hubertusmesse in der Pfarrkirche Flühli Entlebucher Gämsjäger 15. November 10.00 Uhr Gottesdienst Michaelskirche Meiringen mit musikalischen Darbietungen von: Jagdhornbläser/ Jägerchörli Oberhasli, Obwaldner Jagdhornbläser

12. Juni 2010 33. Kantonalbernisches Jagdhornbläsertreffen in Oeschberg/Koppigen Termine zum Vormerken: Anfangs März 2010: Zustellung der Anmeldeunterlagen an die Bläsergruppen Bis 30. März 2010: Anmeldeformular vollständig ausgefüllt ans OK zurück Bis 15. April 2010: Überweisung des Unkostenbeitrages

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Neujahrskonzert 2010

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Dirigent: Hansjörg Angerer

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8. November 09.30 Uhr Hubertusmesse in der katholischen Pfarrkirche Melchtal OW mit den Zuger Jagdhornbläsern. Parforce-Hörner in Es unter der Leitung von Alois Hugener.

DRÜCKJAGDSPEZIALIST

Mittwoch, 6. Jänner 2010 11.00 Uhr Großes Festspielhaus Hofstallgasse 1

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Neujahrskonzert 2010 Le Rendez-vous de Chasse Johann Strauss meets Gioachino Rossini. Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg. Dirigent: Hansjörg Angerer. Mittwoch, 6. Januar 2010, 11.00 Uhr, Grosses Festspielhaus, Hofstallgasse 1.

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Veranstaltungen

31. Oktober Jagdliches Kirchenkonzert in der Kirche Blumenstein mit den Jagdhornbläsern Stockental und der Blaukreuzmusik Steffisburg Eintritt frei


Interview

SWAROVSKI OPTIK

führt traditionsreiches Wiener OPTIKUNTERNEHMEN K AHLES weiter

Kahles ist ein kleines, feines Unternehmen das seit Jahrzehnten mit der Jagd tief verwurzelt ist und hochwertige Optik für eine treue Kundschaft produziert. «Schweizer Jäger»: Beirat und Vorstand der Swarovski-Gruppe haben im September beschlossen, das traditionsreiche Wiener Optikunternehmen Kahles als Tochtergesellschaft weiter zu führen und im Markt kraftvoll zu positionieren. Ihre Firma GMC Trading AG in Wallisellen ist Generalvertreter von Kahles in der Schweiz. Was waren die Gründe für diesen Grundsatzentscheid, der Sie freuen dürfte, denn damit bleibt die Generalvertretung für Kahles in der Schweiz bei Ihrer Firma? Michel Ungricht: Ergänzend zum Statement von Frau Carina Schiestl-Swarovski kann ich sagen, dass wir sehr zufrieden sind mit dem Resultat, dass sich an den Besitzverhältnissen von Kahles nichts ändert. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem klaren Ja zu Kahles, viel positives Engagement erwarten können, von dem wir alle profitieren werden. Swarovski hat per 2. September Robert Artwohl als neuen Geschäftsführer von Kahles mit dem Auftrag nominiert, Kahles neu zu positionieren und das Marktpotenzial weiträumig auszuschöpfen. Wie gross ist das Potenzial des Schweizer Marktes für Kahles? Kahles sieht sich als kleines, feines Unternehmen, das hochwertige Optik produziert und im Schatten der beiden grossen Marken seine treue Kundschaft hat. Diese gilt es auch weiterhin bestmöglich zu pflegen und neue Zielgruppen zu aktivieren. Gerade im sportlichen Bereich hat Kahles

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mit seiner relativ jungen K-Serie tolle Produkte auf den Markt gebracht, die diese Zielgruppen ansprechen sollte. Kahles ist mit 111 Jahren der älteste Zielfernrohrhersteller der Welt. Zudem werden Ferngläser hergestellt. Plant Kahles zur Erreichung der neuen Marketingund Verkaufsziele neue Produkte in den Bereichen Zielfernrohre, Ferngläser, Entfernungsmesser, Nachtsichtgeräte oder gar eine Ausweitung des Produktesortimentes? Kahles ist seit Jahrzehnten in der Jagd verwurzelt; dementsprechend finden sich auch dort die Kernprodukte wieder. Der Schwerpunkt liegt dabei sicherlich im Bereich der beleuchteten Zielfernoptik, die auch in der Schweiz seit vielen Jahren den Markt dominiert. Inwieweit neue Produkte geplant sind oder gar eine Produkterweiterung angestrebt wird, hängt sicherlich auch mit der strategischen Ausrichtung des Mutterkonzerns ab. Werden Sie das Netz der Wiederverkäufer im Fachhandel in den einzelnen Regionen der Schweiz durch die neuen Marketing- und Verkaufsziele von Kahles erweitern? Die klare Entscheidung, Kahles in weiterer Zukunft im Swarovski-Verbund zu belassen und Synergien besser zu nutzen, bedeutet für den Fachhandel ein gehöriges Mass an Sicherheit. Diesen Vorteil werden wir sicherlich nutzen, um unser Händlernetz zu festigen und auszubauen.

Michel Ungricht, CEO der GMC Trading AG, Wallisellen, ist mit seiner Firma Generalvertreter von KAHLES in der Schweiz.

Wird Kahles mit den Zielsetzungen im Marketing und Verkauf den Werbeauftritt für ihre Produkte verstärken und ab wann? Sicherlich muss im Zuge dieser Neuausrichtung das gesamte Marketingkonzept von Kahles neu abgestimmt werden. Eine klare Aussage, wie dies konkret aussehen wird und welche Mittel wo eingesetzt werden, gilt es nun zu erarbeiten. Wird GMC Trading AG den einzelnen Fachhändler im Verkauf von Kahles-Produkten vermehrt unterstützen und wie? Wir haben unser bewährtes Aussendienstteam, das zusätzlich nach Bedarf von einem Kahles-Mann ergänzt wird, und den Schweizer Jagdmarkt, sprich den Fachhandel, gemeinsam mit uns nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen wird. Herr Ungricht, wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen Ihnen und Ihrer Firma viel Erfolg in der Zusammenarbeit mit Kahles. Kurt Gansner


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beim

KRANKHEITEN

STEINWILD im Überblick

Univ. Doz. Dr. Armin Deutz berichtete darüber in Wort und Bild im «Der Anblick» vom September 2009. Da Steinwild in unseren Gebirgskantonen als Jagdwild hohe Bedeutung geniesst, bat ich ihn, seine Ausführungen auch den Leserinnen und Lesern des «Schweizer Jäger» zugänglich zu machen. Krankheiten wie Para-Tbc und Räude könnten früher oder später auch auf dem Gebiet der Schweiz unter Wildtieren in Erscheinung treten. Gamsblindheit und Moderhinke aber auch Lippengrind und Papillomatose sorgen auch in unseren Gams- und Steinwildpopulationen immer wieder für Verluste. Gute Gründe, sich immer wieder damit näher zu befassen. An Paratuberkulose erkrankter Steinbock mit 35 kg (unaufgebrochen!).

Foto: Dr.Armin Deutz

Wildkunde

Die wichtigsten

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Lippengrind (Ecthyma contagiosum) Lippengrind verläuft meist ohne deutliche Beeinträchtigung der infizierten Tiere. Die Erreger dringen über Haut- oder Schleimhautverletzungen ein und verursachen blasenartige Veränderungen und später geschwürige Entzündungen an Äser, Lippen, Gaumen, Lecker, seltener an den Extremitätenenden. Durch die Veränderungen im Äserbereich kann in hochgradigen Fällen die Äsungsaufnahme erschwert bis unmöglich werden, was Todesfälle infolge Entkräftung und Verhungerns hervorruft. Lippengrind kommt fast nur im Winter und hauptsächlich bei jungen oder schwachen Stücken vor, heilt im Frühjahr aber oft von selbst aus. In abgefallenen Krusten kann der Erreger mehrere Jahre überleben und infektiös bleiben. Papillomatose Papillomatose führt zu erhabenen, warzenartigen Veränderungen an den Schleimhäuten der Verdauungsorgane oder der Haut, besonders an den Läufen. Die Übertragung erfolgt über kleine Wunden, Insektenstiche, direkten Kontakt oder auch an Salzlecken. Krankheitserscheinungen treten hauptsächlich im Winter auf, können einerseits die Nahrungsaufnahme behindern (Äserbereich, Zunge, Speiseröhre oder im Vormagensystem) oder andererseits zu Bewegungsstörungen (an den Läufen) führen. Im Frühjahr heilt die Papillomatose in den überwiegenden Fällen wieder ab.

Bakterielle Erkrankungen «Gamsblindheit» oder Infektiöse Keratokonjunktivitis (IKK) Die «Gamsblindheit» ist eine Erkrankung, die auch beim Steinwild verlustreich verlaufen kann. Typisch für erkrankte Stücke sind (meist beidseitige) Sekretrinnen unter den Lichtern, ein unsicherer tappender Gang,

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Moderhinke Die «Klauenfäule» ist eine Erkrankung, die durch zwei Bakterienarten verursacht wird und vorwiegend nach längeren Regenperioden im Spätsommer und Herbst auftritt.

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Moderhinke kann bis zum Ablösen der Schalen führen. Das Zusammenwirken beider Bakterienarten bewirkt schmerzhafte, tiefgreifende, meist übelriechende Entzündungen der Klauenlederhaut, die bis zum «Ausschuhen» (vollständige Loslösung der Schale vom Klauenhorn) führen kann. Je nach Ausprägung ist eine «gutartige» Form von einer «bösartigen» Moderhinke zu unterscheiden. Die Erreger überleben in Hornklüften bis zu zwei Jahre. Erkrankte Stücke sind vorerst in der Bewegung stark eingeschränkt, bewegen das Haupt im Ziehen nickend oder schieben sich auf den Carpalgelenken der Vorderläufe «kniend» vor, bis sie in hochgradigen Fällen festliegen. Als Ursachen für Moderhinke wird das Auftreiben erkrankter Hausschafe diskutiert.

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Viruserkrankungen

Foto: Dr.Armin Deutz

Von Univ. Doz. Dr. Armin Deutz

im Kreis gehen und häufiges Liegen. Blindes Steinwild drängt häufig bergwärts. Selbstheilungen mit teilweiser Vernarbung der Hornhaut sind aber nicht selten. Als Reservoire für die IKK werden hauptsächlich erkrankte Schafe und als Überträger u.a. Fliegen angesehen. Bei gealpten Schafen finden sich zumeist nur leichte Formen unter den Lämmern. Daher wird die Krankheit bei Schafen oft nicht erkannt oder vernachlässigt.


Brucellose Befunde von Brucellose beim Steinwild liegen aus Frankreich vor. Es ist aber anzunehmen, dass diese Erkrankung auch im Ostalpenraum vorkommt. Gebiete mit einem hohen Anteil sog. «Geltgeissen» sind verdächtig. Eine ein- oder beidseitige Vergrösserung der Brunftkugeln bei Böcken liefert einen Hinweis auf Brucellose und sollte diagnostisch abgeklärt werden, zumal auch eine Infektionsgefahr für den Menschen besteht. An gegenseitige Ansteckungen zwischen Schafen/Ziegen und Gams-/Steinwild muss gedacht werden.

Parasitäre Erkrankungen Räude Vom Erreger, einer Grabmilbenart, bohren die etwa 0,3 mm grossen Weibchen Gänge in die Haut, wo sie Eier ablegen. Die schlüpfenden Larven wandern nach ein bis zwei Häutungen an die Hautoberfläche und paaren sich bereits wieder nach 18 bis 24 Tagen. Räude beginnt meist mit vermehrter Schuppenbildung

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Wirtstieres sind Räudemilben nur etwa eine Woche überlebensfähig und entfernen sich maximal einen Meter vom verendeten Wirt, was «Verbrennungsaktionen» bei Fallwild erübrigt.

Foto: Dr.Armin Deutz

Wildkunde

Paratuberkulose Sie ist eine ansteckende, chronische Darmerkrankung, die in vielen Ländern zunimmt. Der Erreger wird über Kot (bedeutendste Verbreitungsform), Milch und Sperma ausgeschieden. Die Infektion erfolgt vor allem durch Aufnahme von erregerhaltiger Äsung oder kontaminierter Milch und führt zu chronischer Darmentzündung. Verdächtig sind abgemagerte Stücke, Stücke mit chronischem Durchfall und Tiere mit stark verzögertem Haarwechsel sowie vergrösserten Darmlymphknoten. Ab dem Jahr 2002 war auch in der Steiermark eine Zunahme von Paratuberkulose bei Wildtieren zu beobachten. Weltweit erstmalig gelang in der Steiermark der Nachweis des Erregers bei Wildtieren ausserhalb des Darmtrakts (Leber, Lunge) sowie bei Rot- und Gamswild der Nachweis der Infektion bereits in der Gebärmutter.

An Räude erkrankte Steingeiss.

am Haupt und Träger sowie an der Bauchdecke und den Beugeflächen der Läufe, befällt später in schweren Fällen den ganzen Körper und verläuft mit hochgradigem Juckreiz. In der Folge entstehen starke Hautverdickungen mit schwarzbraunen Krusten und Schuppenbildung, Haarausfall und eitrige Hautentzündungen durch bakterielle Sekundärinfektionen sowie Scheuerstellen und Hautverletzungen durch Kratzen an Felsen, Bäumen und anderen Gegenständen. Ausserhalb des

Weitere Ektoparasiten Erkrankungen, die ebenfalls mit einem bisweilen starken Juckreiz einhergehen und mit Räude verwechselt werden können, sind der Befall mit Gamslausfliegen, Haarlingen, seltener Läusen oder Larven von Herbstgrasmilben. Eine sichere Differenzialdiagnose zur Räude ist durch die mikroskopische Untersuchung eines Hautgeschabsels möglich. Endoparasiten Unter den Endoparasitosen sind beim Steinwild besonders Lungenwürmer, Bandwürmer und Magen-Darmwürmer von grösserer Bedeutung. Gleich wie Ektoparasitosen treten auch Endoparasitosen als Faktorenkrankheiten massiver bei negativen Umweltfaktoren wie Stress, Überbesatz, suboptimalen Lebensräumen usw. auf. Infolge des sich abzeichnenden Klimawandels werden Parasitosen bereits in deutlich höheren Lagen diagnostiziert als noch vor einigen Jahren. ■

Massnahmen zur Kontrolle des Gesundheitsstatus von Steinwildpopulationen – Etablierung eines Informationssystems über Gams- und Steinwildbestände, auftretende (aufgetretene) Krankheiten und jagdliche Eingriffe, – diagnostische Abklärung bei erkrankten und verdächtigen Stücken, – Auflösen einzelner Sulzen beim Ausbruch übertragbarer Krankheiten, wie Räude, Moderhinke oder Lippengrind, – Auftriebsuntersuchungen bei gealpten Schafen und Ziegen (z. B. Blindheit, Moderhinke), – Anpassung der Wildbestände an den jeweiligen Lebensraum, – Abschussrichtlinien, die bei Bedarf ein rasches Absenken der Wilddichte ermöglichen, – Aufklärung der Jäger, um Verständnis und Mitarbeit für langfristige und grossräumige Entscheidungen zu sichern, – Vermeidung von Beunruhigungen bei der Bejagung von erkrankten Tieren, – möglichst frühzeitige Abschusserfüllung, reduzierter Jagddruck ab November.


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Jagdreisen

«Je kürzer, je lieber» Flughafen Zürich, abends halb neun, Abflughalle nach Frankfurt zum Weiterflug nach Windhoek. Die Schlange der Reisenden wird länger. Gut ein Drittel von ihnen hat lange Alu-Koffer auf dem Gepäckwagen: Jagdreisende! Kontrolle, Anmeldung, Prüfung, Versiegelung – all das ist schon lästig genug. Um die umständliche Prozedur kommt man natürlich nicht herum, aber es ist schön, wenn man sich mit seinem diskreten Köfferchen zwischen den Wartenden be-

wegen kann ohne gleich als Waffenbesitzer aufzufallen. In Windhoek dasselbe wieder in umgekehrter Richtung. Dann Weiterflug mit einer einmotorigen Cessna Richtung Tsumeb/Waterberg. Einmal mehr ist das kompakte Gepäckstück eine wahre Erleichterung. Früher war das Einfädeln eines 1,25 Meter langen Koffers durch die schmale Tür unter der Tragfläche ein echtes Kunststück. «Wo haben Sie denn Ihre Waffe?» werden Sie am Ziel

Eher unauffällig, der kurze Waffenkoffer beim Check-in. vom Jagdleiter begrüsst. «Na dort, in dem kleinen Koffer», ist die Antwort. Auf den erstaunten Blick hin führen Sie Ihre «UlrichTakeDown» vor. Vorder- und Hinterstück zusammengeführt, ein ViertelDreh, Zielfernrohr samt Montage einklicken – fertig. «Ist ja toll», sagt der Guide und will gleich auf dem Schiessstand prüfen, ob die Treffpunktlage stimmt. Denn geht es erst mal auf wehrhaftes Wild, will man keine Überraschungen erleben. Die Umstehenden stau-

Im Rucksack ist die Ulrich TakeDown bequem zu tragen, ob auf der Bergjagd oder auf den langen Märschen einer Safari. Schiessfertig zusammengebaut ist die Waffe in wenigen Sekunden.

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nen nicht schlecht, als die Serie von 5 Schuss .300 Weatherby Magnum mit einem Streukreis von knapp 4 Zentimetern ins 150 Meter entfernte Ziel gehen. Selbst mit heiss geschossenem Lauf ist die Waffe mit einem Viertel-Dreh wieder zerlegt. Was das denn für ein tolles System sei, will der PH wissen. Die Antwort: ein findiger Schweizer Büchsenmachermeister hat vor 3 Jahren für einen guten Kunden eine Blaser R93 umgebaut. Der hatte genug von den so genannten Take Downs, die dann mit Werkzeugen in Einzelteile zerlegt werden müssen und womöglich noch klemmen, wenn der Lauf heiss geworden ist. Schnell, handhabungssicher und ohne Beeinträchtigung der Treffpunktlage sollte das Take Down-System funktionieren. Markus Ulrich hat es geschafft, indem er mit seiner genialen Sternmechanik in Höhe der Laufwurzel eine perfekte Verbindung schaffte, die das Schwingungsverhalten der Waffe nicht beeinflusst. Sein Kunde, Manfred Treutler, war begeistert und fand, dass diese Entwicklung patentiert und auch anderen Jägern zugänglich gemacht werden sollte. Sie gründeten die MAKURA AG, Hunting Rifles, die sich dem Fein-Tuning von Serienwaffen verschrieben hat. Immer wenn Markus


Ulrich in seiner Werkstatt die Produkte der grossen Jagdwaffenhersteller in Händen hält, kommen ihm neue Ideen. So zum Beispiel der Lochschaft für mehr Treffsicherheit durch das Extra an Ruhe für die Schiesshand. Den gibt es für die Ulrich Take Down – und auch jede normale R93 –

als einteiligen oder zweiteiligen Schaft. Am nächsten Tag geht es dann auf Pirsch. Lange Wege durch Gras- und Buschland bewältigt man am besten, wenn man seine Büchse im kleinen Tagesrucksack mitführt. Wenn man mit Wild rechnen kann, ist die Waffe binnen Sekunden wieder schussbereit mit Verlass auf die Treffpunktlage. Manfred Treutler, Geschäftsführer der MAKURA, schätzt seine TakeDown Ulrich vor allem auch im heimischen Gebirgsrevier. Nicht nur lange Anstiege werden dadurch erleichtert, sondern auch

das Schaftholz bleibt im Rucksack gut geschützt. Wer einmal seinen prächtigen Wurzelmaserholz-Schaft auf der Gamsjagd an Felsen verkratzt hat, weiss auch diesen Vorteil zu

schätzen. Und wenn es nächsten Sommer nach Kanada auf Schneeziegen geht, ist sowieso klar, welche Büchse mitkommt. Dino Caluso

Jagdreisen

Die «Ulrich TakeDown», wie auch diverse Lochschaftmodelle gibt es in der Schweiz im gut sortierten Fachhandel. Der Händlernachweis kann bei der MAKURA AG, Etzelblickstr. 1, 8834 Schindellegi, Tel. 044 787 0204, info@makura.ch oder über die Website www.makura.ch angefordert werden.

Trophäen-Import – Wartezeit und hohe Kosten? Nach einer erfolgreichen Auslandsjagd stellt sich regelmässig die Frage, wie die erbeuteten Trophäen schnell und günstig nach Hause kommen. Zumeist handelt es sich ja um Trophäen, für welche CITES-Papiere, entsprechend dem Washingtoner Artenschutzabkommen, erstellt werden müssen. Das ist zunächst der Grund, warum Trophäen in aller Regel nicht gleich als Zusatz-Gepäck mitgenommen werden können. Der Outfitter anerbietet meist freundlich, sich um den Transport zu kümmern und viele Auslandsjäger lassen sich auf diese Versprechen ein. Häufig muss man dann, vor allem als Schweizer Jäger, monatelang auf seine Trophäen warten und zudem darf man noch tief in den Geldsäckel langen und das in der Regel als Vorauszahlung auf die zu erwartenden Leistungen. Auch Manfred Treutler hat sich oft über diese Praktiken geärgert und sich über die gängige Praxis eingehend informiert: Outfitter betreiben ein Geschäft mit uns Jägern. Dies umfasst zunächst das jagdliche Angebot, die Unterkunft, die Abschussgebühren, organisierte Ausflüge usw. Das

ist legitim und jeder von uns weiss damit umzugehen. Leider haben die Outfitter aber auch den Trophäentransport für sich als lohnendes ZusatzGeschäft entdeckt und wollen daran partizipieren. Oft wird die Präparation direkt vor Ort angeboten. Das ist in vielen Fällen gar nicht einmal zum Nachteil des Erlegers, denn die «Taxidermists» vor Ort sind in der Darstellung der ihnen bestens bekannten Tiere besser als der heimische Präparator, der wiederum bei Rehbock, Gams und Steinbock unschlagbar ist. Meist sind die Kosten sogar niedriger, obwohl der Outfitter bereits mit einer ersten Provision belohnt wird. Provisionsverträge bestehen aber auch mit einem international tätigen Trophäen-Spediteur. Der wartet normalerweise, bis landesweit eine ansehnliche Zahl an Trophäen zusammenkommt, damit ganze Container gefüllt und die Transportkosten möglichst tief gehalten werden können. Die grösste Kostenfalle für uns Schweizer Jäger besteht jedoch darin, dass die meisten Container- oder Sammeltransporte nicht direkt in die Schweiz gelangen, sondern normalerweise in Frankfurt/ Main landen. Klar, denn aus Deutschland kommen min-

destens zehnmal so viele Auslands-Jäger als von hierzulande. In Frankfurt wird, entsprechend der international gültigen CITES-Bestimmungen, alles ausgepackt, kontrolliert, tierärztlich begutachtet, wieder eingepackt und dann per Flugzeug oder auch per Truck nach Zürich verfrachtet. Meist passiert der Kontrollvorgang ausserhalb des Zollbereichs, sodass auf die anfallenden Kosten auch noch die deutsche Mehrwertsteuer in Höhe von 19% anfällt. Diese könnte man theoretisch zurückfordern, der administrative Aufwand ist jedoch enorm. In Zürich sind die Zollbehörden, aufgrund der CITESVorschriften angewiesen, die gleichen Kontrollen nochmals durchzuführen. Alle diese Vorgänge verursachen natürlich Kosten und die werden dem Empfänger voll verrechnet. Summa summarum kann so ein kapitales Antilopengehörn, als Schultermontage oder auch nur trocken gesalzen, Kosten in der Höhe des Flugtickets ausmachen, das man für die Reise bezahlt hatte. Das kann einem letztlich durchaus die Freude an der vor Monaten erlebten Jagd nachhaltig verderben. Manfred Treutler ist dieses Thema mit der in seinem Hei-

matort in Schindellegi ansässigen Firma Kühne & Nagel angegangen. Heute erteilt er dem Outfitter im Jagdland nur noch den Auftrag zur sogenannten «Feldpräparation», die sogar zumeist im Jagdarrangement bereits enthalten ist. Hin und wieder lässt er aber auch die Präparation direkt im Jagdland durchführen. Der Firma Kühne & Nagel übermittelt er dann die Kontaktdaten des Outfitters sowie die Art und Anzahl der zu transportierenden Trophäen. Von da an kümmern sich Tony Hegglin und seine Mitarbeiter von Kühne & Nagel um alles weitere. Die jeweilige Landesrepräsentanz setzt sich vor Ort mit dem Outfitter in Verbindung und organisiert den Transport direkt in die Schweiz. Das ist insgesamt wesentlich kostengünstiger, schont die Nerven und dauert allenfalls nur wenige Wochen. Darüberhinaus hat man, bei Bedarf, jederzeit einen Ansprechpartner hier in der Schweiz – und die sauber aufgeschlüsselte Rechnung kommt erst nachher. Kontakt: Kühne & Nagel AG, Tony Hegglin, Manager Logistic Projects, Feldeggstrasse 5, PO-Box 635, 8152 Glattbrugg, Tel. 044 866 81 00, Fax 044 866 81 79, tony.hegglin@kuehne-nagel.com Schweizer Jäger 10/2009

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Jagdgeschichten

Sibirische Rehböcke der Spitzenklasse Die Jagden auf Sibirischen Rehbock im Gebiet Kustanai in Nordkasachstan während der diesjährigen Blattzeit sind wieder sehr erfolgreich verlaufen. Neben vielen beeindruckenden Trophäenträgern konnten unsere Jagdgäste auch einige Rehböcke der absoluten Spitzenklasse erlegen, wobei auch dieses Jahr der Geweihaufbau der Böcke auffallend porös war – die Trophäen waren wesentlich geringer, als es der optische Eindruck vermuten lässt. Die stärkste Trophäe wog 1434 Gramm. Auch

die Anzahl der erlegten Böcke spricht für sich – alle Jäger waren erfolgreich und 95% der Mistral-Jagdgäste konnten innerhalb von 5 Jagdtagen zwei oder mehr Rehböcke erlegen. Wir organisieren diese Jagd nur während der Blattzeit – in der letzten August- und ersten Septemberwoche. Bei Interesse an dieser weitgehend erfolgssicheren Jagd wenden Sie sich bitte an: MISTRAL JAGDREISEN Ges.m.b.H., A-3730 Eggenburg, Wiener Strasse 6, Telefon: +43-2984-3026, mistral@mistral-jagd.at, www.mistral-jagd.at

Spitzentrophäe mit 1434 g.

Am Pulsschlag des Kunden Seit 1982 «Perlen der Flinten & Hochwildjagd» bei Rita & Michael: Klein aber fein, und immer direkt am Pulsschlag des Kunden Nicht viele Jagdreiseveranstalter, wie es Rita & Michael sind, können von sich behaupten, schon so lange auf dem jagdlichen und insbesondere auf dem Flintenjagd-Markt, ihre Frau bzw. Mann zu stehen, und in dieser Zeit so viele internationale Kunden, die zumeist alle zu Freunden geworden sind, glücklich gemacht zu haben.

Rita & Michael können mit Recht behaupten, weltweit das einzige Paar zu sein, das ihre Kunden immer und bei jeder Jagd – ob bei uns in Spanien oder bei uns in Südafrika und Zambia – persönlich betreut und dieses zu 100% in Eigenjagden von uns – mit Unterstützung unserer lieben Familienangehörigen und Partner, Fabian, Antonia, Juan, Montse, Santi, Jens, Diane, Polla, Alan, Dane, Joan und Patrick. Unser Erfolg zeigt, wir machen es richtig, und unser Motto lautet, «wenn aus der Blüte der Gastfreundschaft eine schö-

Damen-Flintenjagd auf Mallorca – links Rita.

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ne Frucht entsteht, hat sie ihre schönste Blüte getragen». Seien Sie willkommen in unseren privaten Flinten- und Hochwildjagd-Revieren, dies bei individueller persönlicher Betreuung, und geniessen Sie beste Flintenjagd-Tage auf getriebene spanische Rothühner, vom Oktober bis Ende März auf Mallorca und dem Festland, wirkliche 4-Sterne-Flintenjagden zu sehr fairen Preisen ohne Qualitätsverlust. Ferner bieten wir die Sierra Nevada-Steinbockjagd im 20 000 ha grossen Weltrekord-Revier in Spanien, sowie

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die Antilopen- und Büffeljagd von Juni bis September auf unserer privaten Farm in Südafrika und unserem privaten Jagdrevier (nicht Konzession) in Zambia. Sehen Sie unsere Webseite unter www.rimiperdiz.eu und www.rimiafrica.eu. Mit Grüssen aus Spanien, und immer persönlich an Ihrer Seite, Rita & Michael und all unsere lieben Mitstreiter


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Hund

SCHALENWILD kann

NICHT FLIEGEN

Angeschweisstes oder verletztes Schalenwild hinterlässt Spuren, es kann nicht fliegen. Die Kunst besteht darin, die Spuren zu finden und richtig zu deuten. Der bekannte Hundeführer und Buchautor Hans Joachim Borngräber führte zusammen mit Dr. Oliver Brandt einen dreitägigen Profikurs im Ausbildungszentrum ZAR in Aarwangen durch. Professionelle Ausbildung nach der Fährtenschuhmethode Nach dem grossen Erfolg mit den Profikursen im Frühjahr und Sommer 2008 und den zahlreichen Anfragen konnten wieder vier Dreitageskurse mit Wildmeister Borngräber organisiert und durchgeführt werden. In den Kursen wird das Basiswissen der Nachsuche in Theorie und Praxis im Gelände vermittelt. Dazu gehören die Grundlagenfächer wie z.B. das richtige Finden des Anschusses und dessen Interpretation im Hinblick auf eine bevorstehende Nachsuche. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Riemenarbeit mit dem Hund und die Präparation einer künstlichen Wundfährte mit dem Fährtenschuh. Nebst dem werden grundlegende wildbiologische und anatomische Gegebenheiten unterrichtet. Dies sind wichtige Grundkenntnisse des Hundeführers zum Deuten der Pirschzeichen um dar-

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aus seine Arbeit zu beurteilen. Das Auffinden der Pirschzeichen, das Verweisen, wurde auf einer eigens dafür präparierten Verweiserbahn geschult. Die beiden ersten Kurse fanden vom 16. März bis 21. März 2009 ausschliesslich für das Wildhüterkorps des Kantons Bern sowie einigen Wildhütern aus dem benachbarten Kanton Freiburg

Lehrgang Wildhüter Bern, Gruppe 1.

statt. Bei bestem Wetter konnten die Lehrgänge auf der Schwand in Münsingen durchgeführt werden. Zusätzlich zu dem normalen Lehrgangsprogramm wurden auch Methoden zur Wildereiprävention geschult und das Einarbeiten zum korrekten «Stummen Verweisen» an zwei DD-Hunden geschult. Aufgrund der spontan sehr positiven Rückmeldungen über den


Dritter Lehrgang Der dritte Lehrgang fand vom 22.–24. April 2009 im Ausbildungszentrum ZAR in Aarwangen statt. Bei bestem Frühlingswetter wurden die Teilnehmer in Theorie und Praxis unterrichtet. Im Rahmen dieses Lehrgangs konnte mit zwei Demonstrationen eindrücklich die Wirkung des Schweisses für die Ausbildung des Hundes bzw. die spätere Fährtenarbeit gezeigt werden. Bei der Demonstration konnte ein geprüfter Hannoverscher Schweisshund einen Schweisstropfen von ca. 1–2 cm Durchmesser nach 45 Minuten Eintrocknen auf einer Teerstrasse nicht mehr aufnehmen. Im zweiten Fall wurde ein ca. 10 cm breiter Streifen mit Schweiss über einen Randweg gespritzt. Nach ebenfalls ca. 45 Minuten Eintrocknen war dieser für einen geübten Hund der NASU nicht mehr aufnehmbar. Daraus leitet sich eindrucksvoll die absolute Notwendigkeit der Fährtenschuhmethode zur Ausbildung des Hundes ab: Der Hund orientiert sich an der Bodenverwundung in der Fährte! Der Schweiss

Praxisausbildung auf der Verweiserbahn.

dient lediglich als Pirschzeichen zum Deuten der Fährte! Ein weiterer Lehrgang konnte trotz spontan einsetzendem und starkem Schneefall in Blatten im Lötschental durchgeführt werden. Hierbei zeigte sich die Erfahrenheit der Teilnehmer, auch bei vergleichsweise ungünstigen Wetterbedingungen arbeiten zu können. Dies wurde vom Kursleiter gelobt und sei nicht selbstverständlich bei identischen Lehrgängen in anderen Ländern. Besonders bei dieser Witterung zeigt sich die Wichtigkeit für das Beherrschen der Techniken der Nachsuche. Hierzu sei auf weitere Lehrgänge und deren Ausschreibung verwiesen. Am Montag, 27. April 2009, fand am Abend eine Informationsveranstaltung der Diana Brig statt, auf der das Walliser Schweisshundewesen vorgestellt wurde. Die sehr gut besuchte Veranstaltung konnte durch einen Vortrag von Hr. Borngräber zum Verhalten des Jägers nach dem Schuss abgerundet werden. Das Walliser Schweisshund- und Nachsuchenwesen zeichnet sich schon bei der Ausbildung der Jungjäger durch hervorragende Praxisveranstaltungen aus. Die Schweisshundprüfungen und Kurse dafür werden äusserst kompetent und naturnah durchgeführt. Zwischen den beiden Kursen im Frühjahr fand am 25. April 2009 ein Halbtagesseminar im Hotel Freienhof in Thun statt. Hier wurde sehr ausführlich und kompetent ein Referat von Franz Joseph Schawalder, dem ehemaligen Präsidenten des Schweizer Klub für Österreichische Bracken, gehal-

ten. Dieser wurde mit zahlreichen Bilddokumenten auch vor historischem Hintergrund gehalten. In einer eindrucksvollen Filmvorführung wurde die Vorbereitung der legendären BGS Hündin Cora von der Heide auf eine internationale Prüfung gezeigt. Diese wurde im niedersächsischen Wisentgehege aufgenommen und zeigt die konzentrierte Arbeit der Hündin trotz der vielfachen Verleitungen durch das anwesende Rotwild. Hr. Wilhem, Leiter der Forschung und Entwicklung des bekannten Munitionsherstellers Brenneke (D), hat in seinem Vortrag einen Überblick über verschiedene Geschosse und deren konstruktive Gestaltung gegeben. Ferner hat er die Grundlagen zur Wirkungsweise der Geschosse in verschiedenen Körpern erläutert. Zum Abschluss folgte der Vortrag von Hr. Borngräber über den Anschuss und dessen Bedeutung für den Jäger und den Nachsuchenführer. Dieses äusserst komplexe Thema wurde durch zahlreiche Praxisbeispiele eindrücklich vorgetragen und fand grosses fachliches Interesse. Danksagung An dieser Stelle sei allen Teilnehmern, Referenten und Helfern herzlichst für die Unterstützung bei den Kursen und Seminaren gedankt. Ein besonderer Dank gilt Barbara Blattner für die Organisation und Moderation des Lehrganges in Aarwangen und Richi Bellwald für seinen grossen Einsatz bei der Organisation des Lehrganges in Blatten. ■

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Hund

Inhalt und die Methodik, wurde schon während des Lehrgangs beschlossen, das Buch «Die Schweissarbeit» von Hr. Borngräber als Dienstbuch für die Wildhüter zu beschaffen. Die Tatsache, dass sowohl die Wildhüter in Bern und viele Hundeführer der Berner NASU identische Lehrgänge besucht haben, zeigt den sehr lobenswerten Einsatz von Jägern und dem Staat im Sinne einer weidgerechten Jagdausübung.


Hund

Prüfungsjagen und Ankörung

Wieder an der Europa-Spitze

Schweizerischer LaufhundClub SLC Regionalgruppe Mittelland

Die Luzerner Laufhündin Mina erlitt im Jahre 2006/2007 eine schwere Blutvergiftung. Im Grunde hatte man sie schon aufgegeben, doch dank grosser Aufopferung des Ehepaars und Tierarzt Dr. Urs Geret aus Davos, konnte die Hündin auf einem langen und geduldigen Weg gerettet werden. Nach mehreren Trainingsstunden wurde die Hündin wieder aufgebaut, so dass sie auch wieder mit der EuropaSpitze mithalten kann. Im vergangenen Jahre 2008, ein Jahr nach der schweren Krankheit, erreichte die Hündin Mina am Europapokal den dritten Platz. Im Schweizerischen Kombinationswettbewerb desselben Jahres erreichte die damals bereits aufgegebene Hündin bereits zum zweiten Mal den ersten Platz. Die Hündin Diana von Clüs, Tochter der Mina, platzierte sich am selben Wettbewerb auf dem hervorragenden zweiten Platz. Somit liegen Mutter und Tochter zusammen an der Spitze des Schweizerischen Kombinationswettbewerbes des vergangenen letzten Jahres 2008. Dies letztendlich nicht ohne die grosse Unterstützung meiner lieben Ehefrau Adriana.

Prüfungsjagen Samstag 21. November 2009 08.00 Uhr: Besammlung der Hundeführer, Leistungsrichter und Richteranwärter bei der Waldhütte Eriswil (vis-a-vis Restaurant Fritzenfluh). Weitere Details nach Ansage. 12.00 Uhr: Gemeinsamer Aser bei der Waldhütte Eriswil. Es wird eine Suppe serviert, Getränke sind auf Platz erhältlich. Anschliessend erfolgt die Bewertung der Hunde und die Bekanntgabe der Resultate. Prüfungsbestimmungen: Es sind nur Laufhunde mit Ahnentafeln zugelassen. Das Mindestalter beträgt 18 Monate; Ahnentafel mitbringen. Es dürfen keine Hunde im Prüfungsgelände mitgeführt oder geschnallt werden, welche nicht an der Prüfung teilnehmen. Für Schäden, die durch Hunde verursacht werden, haftet der Besitzer. Startgeld: Fr. 40.– für Clubmitglieder, Fr. 80.– für Nichtmitglieder. Wird am Prüfungstag eingezogen.

Ankörung Das Ankören anlässlich des Prüfungsjagens vom 21. November 2009 findet ab ca.15.00 Uhr bei der Waldhütte Eriswil statt. Für Clubmitglieder gratis. Für Nichtmitglieder ohne Prüfungsteilnahme Fr. 40.–. Bedingung: Das Mindestalter beträgt 12 Monate; Ahnentafel mitbringen. Anmeldung Die Anmeldung für das Prüfungsjagen nimmt der Prüfungsleiter Hubert Kölliker entgegen: Tel. 062 965 15 73, 079 790 56 29. Meldeschluss: Samstag 31. Oktober 2009. Alle Clubmitglieder, Laufhundefreunde und Gäste sind zu diesem Anlass sowie dem anschliessenden Höck herzlich eingeladen. Für die Leistungsrichter und Richteranwärter gilt diese Einladung als Aufgebot. Im Verhinderungsfall unbedingt frühzeitig abmelden! Der Prüfungsleiter: Hubert Kölliker

Die Tochter Diana von Clüs erbte die Leidenschaft und Passion der reinen Hasenjagd von ihrer Mutter Mina. Die 5-jährige Hündin gewann auch schon mehrere Pokalpreise. So gewann sie mit damals drei Jahren im Jahre 2007 im Schweizerischen Kombinationswettbewerb und erreichte am Europapokal in Vaasa, Finnland, ebenfalls den hervorragenden zweiten Platz. Solche Erfolge erreicht man nur mit viel Lob, Zeit und richtiger Arbeit mit den Hunden. Gelegentlich werde ich angefragt, wie ich und meine Frau unsere Laufhunde, Mina und Diana, derart zum Erfolg führen. Gerne möchte ich meine Erfahrungen und «Tipps» wie folgt auflisten: – Bevor ein Laufhund angeschafft wird, muss ich mich vergewissern, ob ich auch die nötige Zeit, die der Laufhund beansprucht, aufbringen kann. – Ist meine Ehefrau oder Partnerin mit meinem Vorhaben einverstanden, denn auch sie sollte wissen, dass sie viel Zeit für den Hund aufbringen muss. Ist sie mit dem Vorhaben nicht einverstanden, so kaufe ich kei-

Herzliche Gratulation Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag Oktober Zum 60. Christian Bühler-Frech, Thürnen (15.) Zum 65. Hans Trachsel, Derendingen (12.) Hans Wüthrich, Erlenbach (25.) Zum 71. Willy Hofstetter, Hersberg (29.) Peter Ammon, Rütihof, (23.) Zum 73. Roman Harzenmoser, Bernhardzell (14.) Zum 74. Hans Inauen, Zürich (2.) Zum 80. Peter Eberle, Triesenberg (16.) Zum 82. Fred Oesch, Thun (18.) Franz Rhomberg, Zürich (30.) Zum 86. Caspar Manz, Zürich (21.) Präsident SNLC: Dr. Günther Eckstein, Oberdorfstrasse 22, 5703 Seon, Tel. 062 775 28 20 Sekretariat SNLC: Gertrud Fehlmann, Forchenmattweg 4, 8624 Grüt, Tel. 044 932 29 74 Zuchtwart: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01

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Der stolze Besitzer mit den erfolgreichen Hündinnen Diana und Mina von Clüs.


Eines möchte ich dir sagen, mein lieber Freund, es gibt so viele Bücher (Abrichten eines Jagdhundes) aus welchen du verschiedene Theorien entnehmen kannst. Glaube mir, Theorie ist nicht gleich Praxis, denn «ohne Fleiss kein Preis». Solltest du diese schöne aber intensive Zeit verpas-

sen, so musst du dich später nicht über deinen Hund ärgern, wenn er dich im Wald oder während einem Spaziergang, ja sogar auf der Jagd, ignoriert. Denn der Hund macht dann was er will, nicht was sein Führer möchte. Es kann so weit kommen, dass der Hund alleine im Wald jagt und du stehst dann den ganzen Morgen alleine da. Glaube mir, es gibt nichts Unangenehmeres als ein Jagdhund, der seinen Führer (Herrn) ignoriert. Der Hund ist dann nicht schuld daran, sondern sein Führer. Eines möchte ich hier noch beifügen: Lasse nie einen Jagdkollegen oder eine Drittperson deinen Hund abrichten, das kommt nie gut heraus. Dies habe ich selber schon erlebt. Für weitere Fragen steht im Laufhundeclub mein Richterkollege, Walter Jäger aus Domat/Ems, oder ich persönlich gerne zur Verfügung. Leo Duschen, St. Moritz / Zernez

Hund

nen Hund, denn das zahlt sich nicht aus. – Die Zeit von der 13. Woche bis zum 12. Monat ist die wichtigste Zeit, welche du mit deinem Laufhund verbringen solltest. In dieser Zeit musst du deinen zukünftigen Jagdgefährten kennen lernen sowie Jagd und Appell beibringen. Sehr wichtig ist, dass der Junghund täglich im Wald geführt wird, denn die Zeit des Laufhundes sind nicht nur die Monate Oktober und November, sondern man sollte mit seinem Hund das ganze Jahr über arbeiten.

«GROSSE MOMENTE KANN MAN NICHT PLANEN ABER MAN KANN DARAUF HOFFEN.» Kaum ein Sport stellt so hohe Anforderung an die Ausrüstung wie die Jagd. Anstrengende und schweisstreibende Aktivitäten wechseln sich mit Wartezeiten ab. Ein Zusammenspiel von kalt und warm - von schnell und langsam - von nass und trocken. Eine Formel auf diese Gegensätze zu finden - das ist unser Ehrgeiz. Deshalb verwenden wir nur die neusten Technologien der Textil-Technik, und kombinieren sie mit über 30 Jahren Erfahrung aus der Bündner Hochwildjagd. Das Resultat sind kompromisslose Produkte auf technisch hohem Niveau. Aber wir wissen auch: Jäger ist man das ganze Jahr. Also muss unsere Bekleidung auch schön sein.

Kurs: Techniken der Nachsuche Kursausschreibung «Techniken der Nachsuche am Jägerlehrhof Springe und Drückjagd» 10. bis 12. Dezember 2009 Exklusiv für erfahrene Schweizer Hundeführer können wir einen Zweitageskurs mit Wildmeister Hans Joachim Borngräber am bekannten Jägerlehrhof in Springe anbieten. An zwei Lehrgangstagen werden verschiedene Techniken der Nachsuche wie z.B. Arbeiten in einem Bachlauf, in Theorie und im Revier in der Praxis unterrichtet. Voraussetzung für den Kurs ist die bereits erfolgte Teilnahme an einem Grundkurs bei Hans Joachim Borngräber oder eine adäquate Praxiserfahrung in der Nachsuche. An einem dritten Tag wird für die Teilnehmer eine Drückjagd in einem Revier in der

Nähe von Springe auf vornehmlich Schwarzwild durchgeführt. Es wird erwartet, dass sich Kursteilnehmer im Anschluss daran (Nachmittags) als Schweisshundführer zur Verfügung stellen. Die Anreise sollte bereits am Mittwoch, 9. Dezember 2009, erfolgen. In der Kursgebühr von total CHF 470.– sind die Übernachtungen im Jägerlehrhof Springe im Doppelzimmer inkl. der Verpflegung (keine Getränke) enthalten. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 12 Gespanne begrenzt. Verbindliche Anmeldungen sollten bis 30. Oktober 2009 erfolgen und werden nach Datum des Eingangs berücksichtigt. Interessenten melden sich für weitere Auskünfte (Jagdschein Deutschland, Waffeneinfuhr, Unterbringung Hund etc.) unter brandt@becon.ch oder 079 412 47 25.

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Hund

Dürfen wir Jagdhundekurse durchführen? Welpenkurs Jagd Baselland Mediales Sommerloch und immer wieder Schilderungen von Hundebissunfällen. Der besonders tragische Fall aus dem Raume Schaffhausen macht betroffen. Da stelle ich mir die Frage, ob die Politik der verschärften Gesetzgebung etwas nützt. Gerade in dem oben geschilderten Fall war der Hund von der Behörde vor dem Beissunfall eingezogen worden und ist nach kurzer Zeit und angeblicher Prüfung zur privaten Platzierung ohne Auflagen frei gegeben worden. Ob Hunde-, Waffen- oder andere Gesetze und Verordnungen, wir brauchen

Nicht nur Welpen sind gefordert… nicht mehr Schikanen für unbescholtene Bürger, sondern einen wirksameren Vollzug bei Auffälligkeiten. Stattdessen werden Verordnungen in die Welt gesetzt, die so langsam nur noch Kopfschütteln auslösen. So auch die neuen Verordnungen zum obligatorischen Kursbesuch bei der Anschaffung eines neuen Hundes. An dieser Stelle will ich nicht darüber diskutieren, wieviel ein praktischer Kursbesuch von 4 mal einer Stunde nützt, besonders bei einer Person, welche aus Geltungsdrang oder anderen kompensatorischen Gründen einen grossen Hund anschafft. Sei es wie es ist, wir haben

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uns auch die Überlegung gemacht, diese obligatorischen Ausbildungen in unser bestehendes Angebot der Jagdhundeausbildung zu integrieren. Interessierte Ausbildner und Richter können eine reduzierte Ausbildung absolvieren, um die Berechtigung zu erlangen, anerkannte Kurse anzubieten. Das bedeutet nebst dem Zeitaufwand trotzdem noch Kurskosten von ca. Fr. 3000.– zu leisten. Bei diesen Preisen frage ich mich schon, was wir bisher als Kursleiter falsch gemacht haben, dass offenbar solch hohe Anforderungen nötig sind. Gerade die jagdlichen Hundeausbildungen werden durch Idealisten durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen sind logischerweise meistens klein und daher kann der finanzielle Aufwand nicht umgewälzt werden. Bei dieser Diskussion geht vergessen, was bisher überall in den vielen Hegeringen und diversen Jagdorganisationen in der Schweiz geleistet worden ist, und da stört die fehlende Anerkennung. Das frustriert, man versteckt sich hinter teuren Diplomen, alles nur, weil das Resultat der bisher geleisteten Arbeit nicht beurteilt werden kann. Bei diesen Kosten verzichte ich auf diese Ausbildung. Es geht total vergessen, dass wir diese politisch ungeheuerliche Verwaltungskreation von der wir alle betroffen sind – ob Jagdhündeler, Hundesportler oder einfach das Grosi mit seinem kleinen Pudel – nur ein paar wenigen kriminellen Typen zu verdanken haben. Warum lassen wir uns das eigentlich bieten? Haben wir überhaupt noch Volksvertreter mit gesundem Menschenverstand in der Politik? Was nämlich fehlt ist der Mut und das Durchsetzungsvermögen, um gewissen Leuten zu sagen: «Du bist nicht fähig einen Hund zu halten!» Und daran ändert auch ein kurzer obligatorischer Kursbesuch nichts!

Einturnen für Welpen. Ach ja übrigens, Billy Schneitz, Werner Muster und ich haben auch in diesem Jahr in den Monaten Mai bis und mit August Jagdhundewelpen betreut und versuchten, mit den Hundeführern ein gutes Fundament zu legen, einerseits für die jagdliche Brauchbarkeit und anderseits als angenehmer Begleiter im alltäglichen Leben. Dafür haben wir einen Teil unserer Freizeit geopfert und müssen aber zugeben, dass keiner von uns ein teures Diplom einer profitorientierten Organisation vorweisen kann. Aber unser Kurs ist dafür freiwillig und wir machen das aus Freude an der Sache.

Vielen Dank den aufmerksamen Teilnehmern, meinen Kameraden Billy Schneitz, Werner Muster und den Pächtern des Reviers Liestal für die Gastfreundschaft. Im September werden meine Frau und ich einen Welpen zu unserem Lucky ins Haus holen. Wir freuen uns darauf. Vielleicht kann mir jemand helfen, ich weiss nicht, ob ich oder meine Frau den obligatorischen Hundehalterkurs besuchen müssen oder eventuell auch meine Tochter oder der Sohn, falls sie uns mal den Hund hüten? Hugo Bürki, Vize-Obmann Hundekommission Jagd Baselland

Sachkundenachweis Weiteres Vorgehen Die Technische Kommission (TKJ) als Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für das Jagdhundewesen (AGJ) hat anlässlich seiner Sitzung vom 31. August 2009 erfreut zur Kenntnis genommen, dass 5 Persönlichkeiten aus dem Jagdhundelager den Kurs und die Schlussprüfung als Ausbilder für SKN-Kurse erfolgreich bestanden haben. Die AGJ hat die durch sie empfohlenen Ausbilder SKN auf ihrer Homepage (www.agjagdhunde.ch/news.htm) publiziert. Ein erster Schritt für eine jagdhundgerechte Aus-

bildung für den erforderlichen Sachkundenachweis ist damit getan. Darüber, wie es mit der Ausbildung von Ausbildern SKN weitergehen soll, hat sich die TKJ ebenfalls Gedanken gemacht und diese im folgenden Memorandum niedergelegt. Auch dieses Memorandum ist an der gleichen Stelle der Homepage als PDF zu beziehen. Anerkennung von SKNAusbilder für die Jagd Die AGJ empfiehlt SKNAusbilder für ihre Zwecke, d.h. für Jagdhundeführer,


Weiterführung der SKNAusbilder-Kurse 1. Die Erfahrung des Pilotkurses hat folgendes gezeigt: – Das Bestehen der Eintrittsprüfung für AGJ-Richter, die nach wie vor einen direkten Zugang zum SKNAusbilder-Kurs gewährleistet, bedarf einer intensiven Vorbereitung. – Der SKN-Kurs der SKG ist auf sehr hohem Niveau, kann aber bei entsprechendem Einsatz erfolgreich absolviert werden. – Alternativen zur SKG Ausbildung für SKN Ausbilder bestehen, sind aber vom Zeitaufwand her gleich und kosten meistens mehr. – Wegen der relativ hohen Hürde der Eintrittsprüfung ist die Durchführung eines Kurses für Gruppenleiter SKG durch die AGJ, durch dessen Abschlussprüfung die Eintrittsprüfung überflüssig wird, vorzusehen. In Gesprächen mit dem ZV der SKG konnte folgendes vereinbart werden: Bei der Durchführung eines Gruppenleiterkurses können von der AGJ Personen als Instruktoren aufgeboten werden, die jagdlich interessiert sind und von der SKG als Instruktoren gemäss dem Reglement über die Ausbildung von Gruppenleitern (AGL, Down-

Liste der von der AGJ empfohlenen Ausbilder für den Sachkundenachweis Name, Adresse

Kontakt

Club

TKJ-Richter

Jäger

Marc Beuchat, Flühliweg 10, 3624 Goldiwil

+41 31 324 04 39

SNLC

Ja

Ja

Andreas Rogger, Baselstrasse 9, 4224 Nenzlingen

+41 79 667 50 45

SVC, SSC, SPCS, CSEB

Ja

Ja

Peter Schneeberger, Eggethof, 8585 Langrickenbach

+41 79 226 18 80

SVC

Ja

Ja

Josef Sticher, Alte Hallwilerstr. 3, 5724 Dürrenäsch

+41 62 777 46 55 +41 79 350 89 71

SCDJT

Ja

Ja

Franziska Triebelhorn, Rütistrasse 29, 8608 Bubikon

+41 55 243 25 47 +41 79 420 45 75

RTC-CH

Peter Widmer, Unterfeuerberg 186, 5064 Wittnau

+41 62 871 14 52 +41 79 439 32 32

SpCS

load: www.ag-jagdhunde.ch/ news.htm) anerkannt werden. Folgende Qualifikationen sind dabei erforderlich: – Verhalten: Ethologe/Verhaltensmediziner mit praktischer Erfahrung; – Gesundheit: Tierarzt; – Lerntheorie: Ethologe/ Verhaltensmediziner oder Praktiker mit grosser Erfahrung; – Allgemeine Themen: Jurist oder entsprechende Fachperson; – Methodik/Didaktik: Praktiker mit entsprechender Ausbildung; – allgemeines Instruktorenprofil: Praktiker mit grosser ausgewiesener Erfahrung, Umgang mit Menschen und Hunden auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und mit der Fähigkeit, die Lerntheorie praktisch zu vermitteln, wobei die Beachtung der Tierschutzgesetzgebung selbstverständliche Grundlage ist. Die Referenten und Instruktoren werden auf Antrag der KGL vom AAKA ernannt. Die AGJ ist frei, vollkommen selbständig einen Gruppenleiterkurs mit den entsprechenden Instruktoren zu organisieren oder einen solchen durch die SKG organisieren zu lassen und einzelne AGJ-Instruktoren (vgl. oben) zu delegieren. Diejenigen TKJ-Richter, die den Kurs und die Prüfung zum Ausbilder SKN erfolgreich absolviert haben und weiter über die erforderlichen Qualifikationen verfügen, könnten von der SKG als Experten und Instruktoren für die zukünftigen Kurse der Ausbilder SKN anerkannt werden.

Schlussfolgerungen Die AGJ setzt den mit der SKG eingeschlagenen Weg fort, zeigt aber Verständnis dafür, wenn einzelne TKJ-Richter sich bei anderen Organisationen um den Erwerb der Anerkennung als SKN-Ausbilder bemühen. Die AGJ plant einige Instruktoren, die dafür qualifiziert sind (vgl. oben) von der AAKA der SKG als Instruktoren und Referenten für den Gruppenleiterkurs und die Ausbildung für den Ausbilder SKN anerkennen zu lassen. Die AGJ wird im nächsten Winter einen Kurs für die Aus-

Hund

wenn folgende Anforderungen erfüllt sind: – Der Ausbilder hat eine vom BVET anerkannte Prüfung zur Erlangung des Status eines SKN-Ausbilders bestanden. – Der Ausbilder ist aktiver Jäger und hat bereits mindestens einen Jagdhund erfolgreich auf Prüfungen, die von der AGJ anerkannt sind, geführt. Der Ausbilder muss nicht AGJ/TKJ-Richter sein. Die dergestalt anerkannten SKNAusbilder werden auf der Homepage der AGJ mit Namen und Adresse publiziert. Selbstverständlich kann ein Jagdhundeführer den SKNKurs auch bei einem anderen, von der AGJ nicht empfohlenen SKN-Ausbilder machen.

Ja Ja

Ja

bildung zum Gruppenleiter, oder eine weitere Eintrittsprüfung und einen weitern Kurs für die Ausbildung zum Ausbilder SKN organisatorisch begleiten. Für die französisch sprechenden Mitglieder muss ein separater Kurs – sowohl Gruppenleiter als auch SKN – organisiert werden. Selbstverständlich steht auch für diese Mitglieder die Möglichkeit der Eintrittsprüfung offen, sofern sie die Zulassungs-Bedingungen erfüllen. Der Präsident: Walter Müllhaupt

Übungswochenende in Anrosey Am Freitag, 3. Juli, haben sich 7 Teilnehmende mit 8 Vizslas beim Treffpunkt Pratteln eingefunden, um nach Frankreich zu Roger Aeberhard zu reisen. Dieses Wochenende diente der Vorbereitung Feld und Wasser für (HZP) / (VGP). Im deckungsreichen Gelände sind die Bedingungen dafür ideal. Samstagmorgen um 09.00 Uhr haben sich alle Teilnehmer bei Roger Aeberhard eingefunden. Hier gesellte sich noch ein Paar aus Frankreich mit einem Vizsla dazu. Nach ein paar Infos von Roger wurde mit den Übungen angefangen. Diese setzten sich aus Feldarbeit, Vorstehen, sowie Schlepp- und Apportierübungen zusammen. Dafür wurden Rebhühner, Tauben und sonstiges Federwild sowie Haarraubwild eingesetzt.

Es konnten Arbeiten von Anfängern bis zu den Erfahrenen Hunden und Führern beobachtet werden. Sogar ein 15 Wochen alter Vizsla hatte die Gelegenheit seine Veranlagungen zu zeigen. Der Vormittag war schnell vorbei und wir fuhren in ein Restaurant in der Nähe, um uns zu stärken. Auch die Hunde genossen ihre wohlverdiente Ruhepause. Am Nachmittag war Wasserarbeit in einem schilfbewachsenen Teich angesagt. Auch hier gab es unterschiedliche Leistungen zu sehen. Trotzdem waren alle Führerinnen und Hunde mit Begeisterung dabei. Allzu schnell neigte sich dieser interessante, sonnige und warme Tag dem Ende zu. Die Gruppe machte sich auf den Weg zum Hotel, wo wir Schweizer Jäger 10/2009

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Schweissfährte zu laufen. Die übrigen Teilnehmer haben sich nach dem Frühstück wieder bei Roger eingefunden. Am Vormittag war wieder Feldarbeit angesagt. Es wurden etwa die selben Arbeiten wie am Samstag geübt. Nach der Mittagspause begaben wir uns wieder an den Teich, um nochmal die Wasserarbeit zu

Schweisshunde – Spürnasen mit hoher Konzentrationsfähigkeit Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt. Oberstes Gebot aller Jäger, insbesondere bei einer anfallenden Nachsuche. So hat auch in diesem Jahr am 23. August die Schweisshundeprüfung in Ziefen BL stattgefunden und ist dem klaren Auftrag nachgekommen, die Hunde der Jägerschaft nach erfolgtem Training zu prüfen. Aber auch dafür zu sorgen, dass unser weidmännisches Tun in der Öffentlichkeit verstanden und gewertschätzt wird. Das ist ein wichtiger Auftrag, denn die Tierschützer benötigen stichhaltige Beispiele, um zu verstehen, dass Jagd auch eine Berechtigung hat. Ein besonderer «Aufhänger» dafür ist der Hannoversche Schweisshund, da dieser Spezialist in der Bevölkerung wenig bekannt ist und man kaum je einen Modehund daraus machen wird. So gliedert sich der Text in drei Teile.

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Der «Rote Hund» der, bzw. der Ursprungshund des Hannoverschen Schweisshundes ist bis in die Keltenzeit, einem germanischen Jägervolk in Mitteleuropa etwa ab 500 v.Chr., zurückzuführen. Erst benötigte man seine Fähigkeiten das Wild aufzuspüren, um die oftmals lebensnotwendige Beute zu erhalten. Er war Leithund, sein Führer hoch geachteter Jagdspezialist, der sich versiert im Wald bewegte und seinen Hund genau zu lesen wusste. Spä-

ter, als die Feuerwaffen Einzug hielten und man hoch zu Ross der Jagd eher frönte, veränderte sich sein Aufgabengebiet dahingehend, dass er verletztes Wild aufspürte, um es dennoch erlegen und verzehren zu können. Medien wozu? Heute ist die Jagd nochmals verändert. Vermehrt ist es die Hege, die uns beschäftigt und gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung auch eine Legitimation verschafft. In stadt-

Dieter Strub aus Rünenberg mit seiner Banja wurde vom TV-Team begleitet.

«Hast du bestanden, gut gemacht!» Stefan Stohler erläutert seinem Becco das Prüfungsdokument.

nahen Kantonen ist mit soviel Fallwild zu rechnen, dass der Verkehr und die starke Nutzung des Naherholungsgebietes Wald bald mehr Arbeit für die Schweisshundeführer generiert als die Jagd. Deshalb hat in diesem Jahr die Hundekommission der Jagd Baselland den TV-Sender Tele Basel eingeladen, diese hoch spezialisierte Arbeit zu dokumentieren und der Bevölkerung einen Eindruck zu vermitteln, wozu Jagdhunde gebraucht und ausgebildet werden. TV-Sender und Prüfung Die ordentliche 500-mSchweissprüfung bestand das Team und wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass folgend an die normale Prüfung noch eine Spezialfährte angelegt wurde, die die beiden unter der Regie des TV-Teams laufen sollten. So wurde Dieter Strub aus Rünenberg mit seiner Banja vom TV-Team begleitet. Und wie es sich für typische Schweisshundeteams gehört, liess die beiden der um sie gemachte Rummel nicht vom Ziel des Findens der präparierten Decke abkommen. Obwohl ich als Verfasserin und Betreuerin des Medienteams doch meinte zu beobachten, dass sich Banja manchmal ein wenig über das sonderbare Verhalten wunderte. Die Message Die Bevölkerung sollte verstehen, was wir tun und auf was es bei einem Wildunfall achten muss. Deshalb «Beim Kontakt mit krankem Wild, mit Wild, das sich auffällig verhält oder bei einem Verkehrsunfall, bitte Foto: Lucia Moreno

Hund übernachteten, um ein spätes, aber gutes Nachtessen einzunehmen. Wobei natürlich auch noch rege gefachsimpelt wurde. Müde aber zufrieden haben wir gegen Mitternacht das Nachtlager aufgesucht. Für 2 Personen war am Sonntagmorgen früh Tagwache, da sie das Vergnügen hatten, vor dem «z’Morge» eine

üben. Es war herrlich zu sehen, wie einige Hunde voller Elan im Schilf stöberten. Bei allen Hunden konnten Fortschritte im Vergleich zum Vortag festgestellt werden. Bald neigte sich auch dieser spannende und lehrreiche Tag dem Ende zu und wir genossen noch gemeinsam ein Zvieri, welches Beat Brenzikofer und Jacqueline Sjtie besorgt haben. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Besten Dank auch an Roger für die kompetente und sachkundige Führung. Ich persönlich habe mit meinem Welpen sehr viel profitiert und bin sehr dankbar dafür. Maria Bieri www.vizsla.ch


Die Prüfung Das traditionell schöne Sommerwetter hat auch in diesem Jahr die Schweisshundeprüfung verschönert und dafür gesorgt, dass es für die Teams anspruchsvoll ist. 15 Gespanne stellten sich der Aufgabe über 500 m bzw. 1000 m zur Schwarte oder zur Decke zu finden. Der Boden war trocken und die Temperaturen sehr sommerlich. Lediglich

Wanderpreis Eine ausgezeichnete Arbeit zeigte in diesem Jahr die Jungjägerin Karin Bauer und somit ging der Wanderpreis an sie. Wir wünschen ihr und ihrer Familie ein kräftiges Waidmannsheil. Merci allen Helfern Es ist ein schönes Erlebnis gewesen. Wir haben uns gefreut Gäste als Prüfungsteilnehmer begrüssen zu können und dass diese auch unter nicht ganz einfachen Bedingungen zur Decke fanden. Aber auch die Richterkollegen und Anwärter, welche weit her, sogar aus dem Wallis, anreisten, haben zusammen mit den Jagdhornbläsern und der Gastfreundschaft der Familie Rudin sowie der Jagdgesellschaft Ziefen einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen geleistet.

Hund Karin Bauer, Gewinnerin des Wanderpreises, mit ihrer sichtlich stolzen Tochter Ronja und dem amtierenden Hundobmann Christian Müller. Auf ein Neues im nächsten Jahr! Und Suchenheil auf all euren Wegen. Lucia Moreno Die Ergebnisse der 500 m TKJ, gespritzt Bestanden: Jean Alt, Biel Benken, mit Aica vom Brummbach, Steirische rauhaarige Hochgebirgsbracke, 18. 12. 2007, Hündin. Karin Bauer, Niederdorf, mit Ayka, Alp. Dachsbracke, 11. 12. 2007, Hündin. Ruedi Hauri, Buus, mit Gwenda vom Heiligenberg, Weimaraner, Langhaar, 9. 11. 2005, Hündin. Caspar Hohl, Liestal, mit Bagheera von der Brackenecke, Alp. Dachsbracke, 9. 4. 2008, Hündin. Urs Küng,Wenslingen, mit Oskar, Patterdale Terrier, 16. 9. 2007, Rüde. Hans Meister, Reinach, mit Lucy vom Spalentor, Dackel, Rauhaar, 12. 4. 2008, Hündin. Gérard Müller, Basel, mit Jack vom Bussenblick, Dackel, Kurzhaar, 20. 3. 2008, Rüde. Peter Meyer, Nuglar, mit Xandor vom Haselberg, Labrador Retriever, 29. 3. 2008, Rüde.Willi Schaad, Rodersdorf, mit Asta von der Locherleck, 26.

4. 2007, Hündin. Emil Schwob, Brislach, mit Basco von Vidameida, Bayrischer Gebrigsschweisshund, 9. 8. 2007, Rüde. Stefan Stohler, Ormalingen, mit Becco vom Saxaboden, Alp. Dachsbracke, 11. 3. 2008, Rüde. Dieter Strub, Rünenberg, mit Akita-Banja vom Erlegerbruch, Hannoveraner, 1. 1. 2008, Hündin. Nicht bestanden: Alexandra Kaiser, Birsfelden, mit Gondos vom Galsersch, Magyar Vizsla, 20. 9. 2007, Rüde. Die Ergebnisse der 1000-mFährtenschuhprüfung ohne Richterbegleitung Bestanden: Fabian Bieri, Sempach, mit Aiko vom Rötelstein, Brandelbracke, 30. 6. 2007, Rüde. Daniel Schirato, Hermetschwil-Staffeln, mit Once Upon A Time Olorun, Labrador Retriever, 26. 3. 2003, Rüde. Karin Bauer mit Ayka, Alp. Dachsbracke, 11. 12. 2007, Hündin.

Die Gespanne und die Richter.

Foto: Hugo Bürki

Vorbereitung auf die Prüfung: Der Schweisshundekurs Die erfolgreiche Arbeit mit den Schweisshunden bedingt eine stetige Auseinandersetzung mit dem Hund und der Arbeit als Team. So sind die 5 Wochenenden, an welchen die Mitglieder der Hundekommission die Teams trainieren, nur ein Teil der Arbeit. 3 Gespanne arbeiteten mit dem Fährtenschuh und die übrigen 19 Gespanne arbeiteten jeweils auf der gespritzten Fährte. Die Fährten wurden am Vor-Abend gespritzt oder getreten und bei geselligem Zusammensein am Aserfeuer wurde ausgetauscht, welche Erfahrungen man mit seinem vierbeinigen Gefährten bereits gemacht hat. An einem Wochenende fand ausserdem ein immer gut besuchtes Anschussseminar statt.

ein Gespann wurde abgelenkt und gab auf, als sich der Hund schliesslich, eher getreu seiner Rasse, für die Vorsteh- und Apportierarbeit interessierte. Die Prüfungen haben sich in 2 Varianten aufgeteilt. Alle Varianten wurden nach den Regeln der technischen Kommission Jagdhunde (TKJ) erstellt und ausgearbeitet. – 500-m-Übernachtfährte. Diese Fährte wurde mit Schweiss vom Rehwild gespritzt, am Schluss lag eine Rehdecke. – 1000 m mit dem Fährtenschuh getreten ohne Richterbegleitung. Hier wurden die Teams eingewiesen und mussten innerhalb 90 Minuten in fremdem Gelände zur Schwarte finden, sowie Verweispunkte mitbringen. Foto: Lucia Moreno

immer markieren, wo die Beobachtung gemacht wird, die Polizei informieren, welche den Wildhüter ruft, um mögliches Leiden durch den Ludertod zu verhindern.» Dieses «Mantra» kann man der Bevölkerung nicht oft genug vorsagen, weil die meisten denken, «Ach, das Tier ist ja grad weitergerannt».

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Der diesjährige Nidwaldner Schweisshundekurs animierte 8 Hundeführer aus unseren Vereinsreihen zur Teilnahme. Das Übungsprogramm von Kursleiter Ruedi Merz stand ganz im Zeichen seines zehnjährigen Bestehens und gab Anlass dazu, an einem öffent-

lichen Übungstag Einblick in die Ausbildung von Schweisshunden zu geben und der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Für die Aus- und Weiterbildung der Jägerschaft dürften die echten praxisbezogenen Anschüsse von Interesse gewesen sein.

Louis Kesseli, Erich Niklaus, Walter Würsch, Sepp Waser, Hansruedi Amstad, Ruedi Leu, Ruedi Merz, Fabian Bieri (vl).

Wildhüter Hansruedi Amstad mit Damira. Kursleiter Ruedi Merz für sein grosses Engagement. Ein grosses Dankeschön durften Heidi und Erich für ihre Gastfreundschaft entgegennehmen. Zur bestandenen 500-mPrüfung konnten Ruedi Merz mit «Dargo», BGS, Hansruedi Amstad mit «Damira», Steirische Rauhaar-Bracke, und Sepp Waser mit «Gonda», Cocker Spaniel, die Urkunde entgegennehmen. Walter Würsch

Mit Pascal und Bojan, dem Kleinen Münsterländer, auf der Suchfährte

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antwortung bei Susy Luginbühl. Als Vertreter des Kantonalvorstandes dankte Richard Zihlmann, Präsident der Sektion Hinterland, den Organisatoren, den Richtern, den Ausbildnern, aber insbesondere den Hundeführern. «Ihr alle tragt eine grosse Verantwortung für eine weidgerechte Jagd» und an die Hundeführer appellierte er immer wieder zu üben. «Nach der Prüfung ist vor dem Einsatz», sagte er. Ohne Abruf bis zur Decke Es ist Samstag, 22. August 2009. Nach Begrüssung der Hundeführer, Richter und Helfer durch Susy Luginbühl, die Verantwortliche für das Hundewesen, hat Pascal Büttiker mit Bojan vom Haldengut,

dem 16 Monate alten «Kleinen Münsterländer» vor dem Richterduo Barbara Bürki und Josef Keller und dem Richteranwärter Dominik von Ah an-

Richard Zihlmann überbringt die Grüsse des Kantonalvorstandes.

zutreten. «Fuss», befiehlt der 18-jährige Schreinerlehrling aus Pfaffnau dem Rüden. Der setzt sich folgsam zu seinem Meister. Im lichten Wald erFoto: hbü

Schlierbach: Kantonale Schweisshundeprüfung 13 Gespanne haben die Prüfung bestanden und nach 500 Metern Schweissfährte zum Stück gefunden. Der Verband RevierJagd Luzern führt alljährlich die 500-m-Schweissprüfung nach den TKJ-Richtlinien durch. In fünf Kurstagen werden die Gespanne von Instruktoren auf die Prüfung vorbereitet. Und wie jedes Jahr stellt sich die Jagdgesellschaft Säckwald Schlierbach mit Obmann Max Thürig für die Organisation des Anlasses zur Verfügung, legt zusammen mit den Richtern tags zuvor die Fährten und sorgt für das leibliche Wohl der Teilnehmer. Für die Durchführung liegt die Ver-

Foto: hbü

Hund

Nidwaldner Schweisshunde-Prüfung

Die Schweisshunde-Prüfung fand am 9. August im Gebiet Dallenwil-Wirzweli statt. Die vier 500-m-Fährten wurden zum Teil bei garstigem Wetter am Vortag gelegt. Bei herrlichem Sommerwetter konnte die Prüfung am Sonntag durchgeführt werden. Amtsleiter für Fischerei und Jagd, Fabian Bieri, liess sich die Gelegenheit nicht nehmen und bekundete mit seiner Anwesenheit sein Interesse am Schweisshundewesen. Nach getaner Arbeit besammelten sich alle Teilnehmer auf der «Leiterenalp»-Mattenhütte bei Heidi und Erich Niklaus zum Aser. Gut gestärkt liess um 14.00 Uhr Prüfungsleiter Ruedi Merz zum Absenden aufstellen. Er dankte allen Teilnehmern fürs Mitmachen, den Richtern Ruedi Leu, Louis Kesseli und Hansruedi Amstad für ihre Arbeit. Fabian Bieri gratulierte den Hundeführern, ermunterte alle Paare nun nicht aufzugeben, ob erfolgreich oder nicht, weiter zu arbeiten zahle sich immer aus. Im Namen des Patentjägervereins Nidwalden dankte ich dem unermüdlichen

Prüfungsleiterin Susy Luginbühl prüft die Stammbäume.


Foto: hbü

klärt die Prüfungsleiterin die Situation, weist mit der Hand auf eine 30 Schritte entfernte Stelle: «Da hat ein Jäger ein Reh beschossen. Dieses hat gezeichnet und ist durch das Stangenholz geflüchtet.» Pascal bestätigt den Auftrag, befiehlt Bojan «Platz», der sich niederlegt und entnimmt dem Rucksack die Schweissleine, legt sie dem Hund an. Sorgfältig untersucht er den Boden nach Schweisstropfen und lässt Bojan den Geruch aufnehmen. Der hingelegte Bruch weist dem Hundeführer die Fluchtrichtung des beschossenen Stückes Rehwild. Und schon nimmt Bojan die Fährte auf, das Richtertrio folgt in angemessenem Abstand und noch weiter zurück begleiten Vater Markus, Grossvater Josef und Grossonkel Hermann aufmerksam das Gespann. Die Wundfährte trifft auf eine Waldstras-

Nachfolgende Gespanne haben die kantonale Schweissprüfung bestanden: Stefan Arnold, Knutwil, mit Alea von der Hühnerweid; Pius Bättig, Ufhusen, mit Xila vom Wolfenholz; Pascal Büttiker, Pfaffnau, mit Bojan vom Haldengut; Toni Hägi, Willisau, mit Sasen’s Zsibàny; Hanspeter Mattli, Kriens, mit Ador von der Sidhalde; Mathias Näf, Buchs SG, mit Frick vom Kronawetberg; Josef Richli, Emmenbrücke, mit Diexie Malou von Martes; Franz Rohrhirs,Willisau, mit Pablo vom Stockey; Ernst Schwendener, Buchs SG, mit Centa; Heidy Steffen, Nottwil, mit Joya von der Dorschnei; Wolfgang Tekly, Adligenswil, mit Flori von der Winteregg; Daniel Theiler, Kriens, mit Arka von der Sidhalde; Kilian Zemp, Schüpfheim, mit Bailan von der Höhronen.

Hermann Büttiker

Pascal Büttiker hat mit Bojan zur Decke gefunden.

Der Silberne Bruch Erschwerte Schweissprüfung 37. Erschwerte Schweisshundeprüfung vom 22. August 2009 Seit Tagen hochsommerliche Temperaturen und auch in der Nacht kaum Abkühlung – das kann ja schön werden für die erschwerte Schweisshundeprüfung. Eine Kaltfront brachte dann aber in der Nacht vom Freitag auf den Samstag den ersehnten Regen. Die Fährten wurden am Vortag mit dem Fährtenstock und 2 dl Schweiss auf noch trockenen Boden gelegt.

Die Regionalgruppe Ostschweiz der Schweizer Landesgruppe wählte als Austragungsort die Gemeindegebiete von Wattwil und Lichtensteig im Toggenburg SG. Die sanft anmutenden Hügelzüge des Voralpengebiets sind aber keinesfalls einfach für das Anlegen und Arbeiten der künstlichen Fährten, da die Anhöhen durchzogen sind von schroffen Steilhängen. Für das Fährtenlegen standen 20 Mann und eine Frau im Einsatz. Unter fachkun-

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Hund

Jägerblut in den Adern Schon als Kleinkind war Pascal Büttiker mit Vater Markus, damals noch Jagdaufseher im Revier Pfaffnau, im Wald, um Salzlecken zu füllen oder einen Reviergang zu machen. Als Knirps durfte er schon bald als Treiber mit dabei sein. Heute kennt er «sein» Revier wie seinen Hosensack. Kaum den 18. Geburtstag gefeiert, meldete er sich zum Jagdlehrgang an und damit war er berechtigt, den heute 16 Monate alten Kleinen Münsterländer-Rüden Bojan zu führen und für die Schweissprüfung vorzubereiten. Die erste Hürde hat er genommen. Bald ist die zweite Hürde zu nehmen, nämlich die Schiessprüfung. Wenn alles gut geht, hat Pascal bevor er 19 ist, den Jagdfähigkeitsausweis in den Händen. Mit Bojan steht die Herbstzuchtprüfung vor der Türe, die er in Deutschland im Raum Aachen zu absolvieren hat. Das Jagen hat der Schreinerlehrling in seinen Adern. Sein Urgrossvater war schon Jäger und einer der ersten Revierpächter in Pfaffnau, wie sein Grossvater und die beiden Grossonkel auch. hbü

Foto: Ivo Tachezy

Foto: hbü

Pascal Büttiker mit Bojan vom Haldengut.

se. «Such brav, such...» Bojan will nach links der Strasse entlang ziehen. «Aber in der Instruktion wurde doch gesagt, dass ein flüchtiges Reh eher die Strasse überquert», fällt Pascal ein. Doch auf der andern Strassenseite will Bojan nicht weiter. So geht Pascal wieder zurück zur Stelle, wo Bojan noch spursicher war. Und nun geht’s wieder voran im rechten Winkel nach links, dann zu einem Wundbett und wieder weiter über Geäst durch Brombeerranken, immer weiter. Dort hinter einer Tanne leuchtet etwas Rötliches auf. Ja, eine Rehdecke. Bojan hat zum Stück gefunden. «Suchenheil» für Pascal und Bojan. Nach 22 Minuten, ohne Abruf wohlgemerkt. Die Prüfung ist bestanden. Pascal ist glücklich: «Ich freue mich riesig».


Foto: Ivo Tachezy

Hund Die bestandene Prüfung.

Der Prüfungstag Durch die Feuchtigkeit des Regens, der in der Nacht auf den Samstag fiel, präsentierten sich die Anhöhen im Scherrer grau verhangen. Für die feinen Hundenasen war die feuchte Witterung sehr willkommen. Die 12 Gespanne, die Helfer, Ordensbrüder und Gäste wurden mit Hörnerklang unserer Bläsergruppe begrüsst. Als Regionalobmann durfte ich mit einem Grusswort den Prüfungstag eröffnen. Vom Städtchen Lichtensteig überbrachte uns Ueli Schwarz Grüsse und stellte die Region vor. Auch für den offerierten Apéritiv erhielt er Beifall. Die Anwesenheit vom Landesobmann Stv. Jakob Trümpi, Ennenda, unterstrich die Bedeutung, die der Orden, der «Silberne Bruch», der weidgerechten Nachsuche von krankem Wild beimisst.

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Der erfahrene Prüfungsleiter Ruedi Hauser, Schwanden, übernahm dann das Kommando. Durch Losentscheid wurden den Gespannen die Fährten zugeteilt. Die Zeitlimite für die Nachsuche betrug 90 Minuten. Das Zeichen für den Start wurde gegeben.

Ein Jura Laufhund hat bis wenige Meter zur Decke gefunden. Einem BGS kreuzte ein anderes Gespann die Fährte. Somit gab es auch enttäuschte Gesichter, aber die Hunde waren alle zufrieden und bekamen zur Belohnung eine Wurst. Die drei erfolgreichen Hundeführer konnten ein Diplom und ein Abzeichen entgegennehmen. Auch die 37. Schweisshundeprüfung des «Silbernen Bruch» kann man als Erfolg verbuchen und will als Beitrag für weidgerechtes Verhalten nach dem Schuss verstanden werden. Hansruedi Gygax, Ruedi Hauser und all den nichtgenannten Helfern, Revierpächtern und Jagdhornbläsern ist an dieser Stelle herzlich zu danken. Ivo Tachezy

Unentbehrliche Spürnasen im Jagdrevier Die Schweisshundegruppe Baden-Zurzach organisierte die Aargauische Schweissund Fährtenschuhprüfung 2009 in sechs Revieren beider Bezirke. 27 Gespanne versuchten dabei, die nicht ganz leichte Aufgabe zu erfüllen. Der Herbst naht und damit die immer früher einsetzende Dämmerung. «Es ist auch die Zeit der Wildunfälle, denn der Mensch hat mit seinem Freizeitverhalten und der Mobilität das Wild zum Verändern seiner Gewohnheiten gezwungen. Sie treten vermehrt erst in der Dämmerung aus dem Dickicht und geraten dadurch in Gefahr, vor allem beim Überqueren von Strassen», erklärt Oswald Drack, Gruppenleiter der Schweisshundegruppe Baden-Zurzach. So oft werde dabei ein Tier angefahren und schleppe sich verletzt ins Gebüsch, um dort elendiglich einzugehen. «Wir können nur immer wieder zur Vorsicht aufrufen, vor allem bei Strecken durch Waldgebiete», betont er. «Zum Aufspüren von

solch verletztem Wild braucht es einen gut ausgebildeten Schweisshund und jedes Jagdrevier sollte mindestens über einen solchen verfügen.» Das Training beginne schon beim Welpen, betont Oswald Brack. «Der Hund wird spielerisch an seine Aufgabe herangeführt, dabei nutzen wir seine Leidenschaft fürs Fressen», lacht er. «Am Anfang legt man eine Fährte mit Wurststückchen, so verbindet der junge

Hund das Suchen stets mit Belohnung.» Bald einmal würde die Wurst durch Tierblut ersetzt, im Jägerjargon Schweiss genannt, und das Spurenlesen müsse dann auch ohne Fressen klappen. «Der Hund wird das Ganze aber immer als Spiel betrachten, deshalb gibt es zuletzt stets gute Worte und eine kleine Belohnung», betont er. Damit diese Hunde nun im Ernstfall eingesetzt werden könnten, müssten sie und ihr Führer eine

Foto: Annemarie Pelikan

diger Anweisung durch den Prüfungsleiter Ruedi Hauser wurden die Zweiergruppen instruiert und mit Fährtenstock und Material ausgerüstet. Es zeigte sich wiederum, wie aufwändig die Vorbereitung und Durchführung eines solchen Anlasses ist. Das Anlegen der künstlichen Fährten im Gelände war dann auch eine schweisstreibende Arbeit. Umso mehr genoss man danach die schöne Terrasse, und Speis und Trank im Hotel Churfirsten. Als OK-Chef vor Ort sorgte Hansruedi Gygax, Lichtensteig, für einen reibungslosen Verlauf der Prüfung. Vorausgegangen war ein grosser Einsatz von der Planung bis zum Tag der Austragung.

Mit tiefer Nase am langen Riemen sucht der Hund bei der Nachsuche auf der Fährte. Von einer Anhöhe aus konnte die zurückgebliebene Zuschauerschar zwei Gespanne bei ihrer Arbeit verfolgen. Dann begann das Warten. Aber siehe da, nach 54 Minuten traf die KLM-Hündin «Bessy vom Mezzaselverwald» mit Daniel Wittwer aus Klosters ein. Danach kamen Ruedi Disch aus Schiers mit der Hündin Viona vom Justihof, einem Epagneul française, und ebenfalls noch in der vorgegebenen Zeit Jonas Imboden aus St. Niklaus mit der Brandlbracke Gina. Den übrigen Gespannen hatte es zum Erfolg nicht gereicht, obwohl auch hier erfahrene Hundeführer mit guten Hunden ihr Glück versuchten. Einige hatten aber wirklich Pech.

Tagessieger der Schweissfährten Armin Waldmeier aus Möhlin mit seinem Deutschen Kurzhaar Mike (Mitte) kann ehrlich gemeinte Glückwünsche entgegennehmen.


Peter A. Widmer überreichte dem Tagessieger bei den Schweissfährten, Armin Waldmeier mit seinem Deutschen Kurzhaar Mike, den Wanderpreis «Goldene Nase».

rufen, wo er die Spur verlassen hat.» Passiere dies mehr als zweimal, hätten Hund und Führer die Prüfung nicht bestanden. Natürlich würden nicht immer alle das Ziel schaffen, einige kämen halt nicht optimal vorbereitet zur Prüfung, erklärt auch Michael Voser, der gemeinsam mit Oswald Drack diesen Tag vorbereitet hatte. Für all jene, welche das Prüfungsziel verfehlten, aber auch für die andern hiess es von Seiten des verantwortlichen Prüfungsleiters für Schweisshunde, Röbi Bertschinger: «Weiterarbeiten und nicht meinen, man habe es geschafft.» An diesem Tag bestanden doch rund 79 Prozent der Teilnehmer die Prüfung, sechs sogar ohne Abruf. Als Tagessieger konnte Armin Waldmeier aus Möhlin mit seinem Deutschen Kurzhaarrüden Mike, neben der Urkunde und dem Ansteckknopf, auch den Wanderpreis «Goldene Nase» mit nach Hause nehmen. Als Tagesbester bei der Prüfung mit dem Fährtenschuh liess sich Daniel Schirato von Hermetschwil mit Labrador Olorun feiern und von Prüfungsleiter Peter A. Widmer, Wittnau, den Wanderpreis überreichen. Dass ein solcher Anlass aber für die Jäger auch ein Treffen gemütlicher Natur ist, zeigte sich bei der Schiessanlage Endingen. Man verpflegte sich am Aser, fachsimpelte gehörig und die verschiedenen Stücke der Jagdhornbläsergruppe Lengnauer Füchse klangen allen wohl vertraut in den Ohren. Annemarie Pelikan

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Foto: Annemarie Pelikan

Foto: Annemarie Pelikan

Prüfung bestehen. An der Aargauischen Schweiss- und Fährtenschuhprüfung beteiligten sich nicht nur Jäger aus dem Kanton Aargau. Gemeinsam mit den jeweiligen Richtern hatten die Organisatoren schon am Vortag in sechs verschiedenen Revieren auf dem Siggenberg, im Surbtal und im Studenland 27 Fährten über je 500 Meter angelegt. Diese machten unterwegs zweimal einen Winkel und wiesen dazwischen jeweils ein Wundbett auf. Für die Schweissfährte werde 2,5 Deziliter Rehblut verwendet, welches tropfenweise die Spur markiere, das Wundbett werde etwas reichlicher besprüht und mit einigen Tierhaaren bestückt, erklärt der passionierte Jäger. Eine andere Art Spur hinterlasse jene mit dem Fährtenschuh, bei welcher der angebundene Rehlauf eine Bodenverletzung wie von einem Reh herbeiführe. «Hier wird nur mit wenig Schweiss gearbeitet, denn der Hund muss den Duft des Rehlaufes aufnehmen und so seinen Führer zum Ziel bringen», so Drack. Mit sechs Übungen im Jahr würden sie so innerhalb ihrer Gruppe nicht nur die Hunde «auf Trab halten». An dieser kantonalen Prüfung hatten die Gespanne nun Gelegenheit, ihr Können zu beweisen. Begleitet von zwei Richtern und dem Revierführer musste der Hund, den Führer im Schlepptau, der Spur folgen und das «verletzte Wild» aufstöbern. «Sieht der Fährtenleger, dass der Hund total falsch läuft, kann er ihn zweimal an jene Stelle zurück-

Chicco vom Rüfitobel mit seinem Führer Marcel Riner gelang nicht alles nach Wunsch.

www.jagdhund.com Bezug nur über den Fachhandel Importeur: Glaser Handels AG www.glaser-handels.ch


Wieder entdeckte Sie zählt wohl zu den weit verbreitetsten Eulen der Schweiz und dennoch bekommt man sie nur sehr selten zu Gesicht. Die Rede ist von der Waldohreule, welche seit 2001 auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht. Ihre Population ist gemäss den Angaben der Schweizerischen Vogelwarte Sempach in den letzten Jahren rückläufig. Gemäss Mitteilung von Hans Schmid (Fachbereichsleiter) sind auch die Voraussetzungen für die Aufzucht im Schweizer

JUGENDLIEBE

Mittelland im laufenden Jahr schlecht. Umso überraschender war für mich Ende Juni ein Wiedersehen mit ihr im untersten Seitental des Engadins. Meine erste Begegnung mit dieser imposanten Eule geht in meine Jugendjahre zurück. Die Stille rund um das beschauliche Bergdorf bot in lauen Sommernächten die Kulisse für das Stelldichein der ansässigen Dorfjugend. Die «Ausflüge» zum nahen Lärchenwald weckten allabendlich unser Interesse. Im ersten Dämmerlicht konnten wir hierbei das faszinierende und geräuschlose Umherstreichen der Waldohreulen beobachten und bewundern. Ein beschaulicher Akt zu

unserer Jugendzeit. Unser Interesse für die gefiederte Fauna wurde zusehends grösser und eine neue Leidenschaft fand ihren Anfang. Immer weiter zogen wir unsere Kreise in die umliegende Gegend und immer neue Federfunde zeugten vom Artenreichtum in unserer Heimat. Im Laufe der Jahre riss aber der Faden zu unserer Passion allmählich wieder und mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben erfuhren die beschaulichen Stunden inmitten unberührter Natur ein abruptes Ende. Dreissig Jahre später hat mich nun meine frühere Leidenschaft erneut in ihren Bann gezogen. Während dem abendlichen Ansitz am Lärchenhain war es mir gegönnt, mit einer alten Liebe erneut «Freundschaft» zu schliessen. Meine Blicke schweiften hinauf an die abschüssige Bergflanke des Piz Ot, als mich ein leises Geräusch an meiner Seite aufhorchen liess. Der Blick hin zum Waldboden zeigte mir weissen Kot. Instinktiv wanderten meine Augen hinauf in die astverzweigte Krone der Junglärche. Ein weiterer Jäger war mit von der Partie. Seine grossen, orangeroten Augen sahen vorwurfsvoll zu mir herunter. Erneut war ich auf Tuchfühlung mit meiner Jugendliebe.

Junge Waldohreulen

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Schweizer Jäger 10/2009

Die Tage des Herbstes wurden spürbar kürzer und die Nachtjagd auf Raubwild fand ihren Fortgang. In einer hellen Mondnacht Mitte Oktober wurden wir auf offenem Feld vom plötzlichen Abstreichen einer Eule überrascht. Diese Beobachtung schien vorerst das Ende meiner «mystischen Beziehung» zu sein. Das neue Jahr brachte reichlich Niederschläge. Auf einem nahen Lawinenkegel machten sich Ende Februar drei Bartgeier an einem Gämskadaver zu schaffen. Weitere Schneefälle folgten und ab Mai suchte ich das Revier nach der verschütteten Trophäe des Gämsbockes ab. Für einmal entdeckte ich hierbei überraschend Gewölle (Speiballen) am Fusse eines kleinen Lärchenbestandes. In Kenntnis über dieses Vorzeichen schenkte ich nun meine ganze Aufmerksamkeit der näheren Umgebung und entdeckte dabei zwei Federn des «Asio otus». Fortan stattete ich der Gegend weitere Besuche ab Steckbrief zur Waldohreule 2500 – 3000 Paare in der Schweiz (2007) Grösse 36 cm Gewicht 210 – 330 g Gelegegrösse 3-6 Brutort Bäume Brutdauer 27-28 Tage Nahrung Kleinsäuger und Vögel


lei in rund zehn Metern Höhe bei. Rund eine Woche später sassen die halbflüggen Jungvögel erstmals ängstlich in halber Höhe der Nachbarlärche nahe am Stamm. Der Ausflug zur Nachtzeit hatte sichtlich Spuren hinterlassen. Der untersetzte Nachzügler der Dreien war nicht mehr zu sehen. Ob ihn der Fuchs oder der Marder bei ihren nächtlichen Streifzügen vom Waldboden aufgelesen haben, oder ob die noch dringend benötigte Nestwärme während den kalten und nassen Tagen für den Spätzünder fehlte, bleibt ein Geheimnis der Natur. Die Altvögel bekam ich seither nicht mehr zu Gesicht. So bleibt mir vorerst die Erinnerung an ihren letzten Auftritt an einem Abend Ende Juni, als ich meine Familie mit meinem Insiderwissen vertraut machte und sie anschliessend in die wunderbare Welt der Eulen entführte. Unser vorsichtiges Anpirschen liess schon bald das Weibchen und kurz darauf auch das Männchen in den umliegenden Wald entschwinden. Schwer bewaffnet mit Stativ, Rucksack und Fotokameras folgte ich ihnen kurzerhand in ihren neuen Einstand, derweil sich mein Anhang auf Anweisung hin, auf leisen Sohlen vom Ort des Geschehens entfernte. Ein letzter Schnappschuss gelang, bevor die heimlichen Waldbewohner endgültig meinen Blicken entschwanden. Ein allfälliges Wiedersehen mit ihnen würde mir grosse Freude bereiten; und sei es auch mit einem der Jungvögel im nächsten Jahr zur Brutzeit. Mario Prinz

Diese Gämse kümmert’s nicht Ein Jäger pirscht auf grosser Höhe auf Gämsen, mit etwas Mühe. Da, im Gras äst ein schöner Bock vor dem Grat beim grossen Stock. Ausser Atem noch legt der Jäger an, doch der Nebel zieht gar schnell heran. Das Zielfernrohr ist nun sehr beschlagen ach, man könnte klagen Plötzlich reisst der Nebel auf jetzt geht’s auch besser mit dem Schnauf. Im Knien an einer Staude angelegt die Gämse inzwischen auch breit steht. Den Finger krumm, der Schuss bricht doch diese Gämse kümmert’s nicht. Was, ich habe nicht getroffen? Ich bin doch nicht besoffen! Derweil, der Bock scheint abgesprungen am Platz nur noch die Hummel summen. Am Anschuss find ich nicht ein Haar es ist schon sonderbar. Die Kugel nun gefunden steckt im Dreck, ganz schön verwunden. Nun weiter, in Gedanken noch beim Tier da, ich erschrecke schier! Der Bock steht vor mir im Weg, ganz frech. Ja, Gämse, nun hast du wirklich Pech. Ich lege an, und seh die Leber in der Pfanne brutzeln doch sehr gemein sind diese nassen Tannenwurzeln. Ich stolpere und rutsche aus und weg sind die Gedanken vom Gaumenschmaus. Er aber pfeift mich an und kommt noch näher da warnt auch schon der Tannenhäher. Diese Gämse aber kümmert’s nicht ist schon drei Schritt vor mir, mehr sicher nicht. Das Schiessen ist mir nun vergangen, sie ist zu nah, ich könnt sie mit den Händen fangen. Die innere Stimme aber sagt zu mir: lass die Gäms in Ruh, es ist wohl zahm das Tier. Schnell einen Tannenzapfen in die Jägerhand das Ziel am Grind des Bockes fand. Noch immer steht der Bock vor mir, unbeirrt und mir noch immer ins Antlitz stiert. So langsam fühl ich ein Unbehagen ich werd ihn wohl erschlagen. Ich beug mich runter, zu greifen einen Chnebel und so verjag ich diesen Flegel. Später habe ich erfahren einem Pilzler sei das gleiche widerfahren. Der Bock, ganz unverblümt, von hinten auf ihn losstürmt. Fast nicht glauben kann man den Bericht doch diese Gämse kümmert’s nicht. Sepp Füchslin , Gross

Schwungfedern, Schwanzfedern und Kleingefiederfeder

Weibchen unweit des Nestes Schweizer Jäger 10/2009

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Jagdgeschichten

und schon bald war es mir gegönnt, die Waldohreule am späteren Nachmittag auf Film zu bannen. Nun lachte mein Herz und die Augen strahlten. Weitere Reviergänge folgten und die Neugier verhalf letztendlich zur Klärung meiner lang gehegten Vermutung. Die Eule hatte für Nachwuchs in einem windgeschützten Nest hoch oben in einer älteren Lärche gesorgt. Anfänglich war nur wenig von den grauweissen «Knäueln» zu sehen. Zu sehr waren sie vom Astgewirr in der Baumkrone verdeckt und abgeschirmt. Lediglich zwei schwarze Masken verrieten die ausdrucksstarken Gesichter der Jungvögel. Tage später jedoch reinigten sie bereits ihr Gefieder an den Handschwingen und so konnte ich erstmals erkennen, dass der Segen in freier Natur tatsächlich drei Jungvögel bescherte. Die Umwelt mit all ihren akustischen Reizen wurde für den Nachwuchs zusehends interessanter und so streckten und wendeten sie ihre Hälse sprichwörtlich beinahe um die eigene Achse. Dann wieder fixierten ihre Blicke die soeben aufgebaumte Jungmannschaft der Wacholderdrossel. Zwischendurch drückten sie für einmal wieder ein Auge zu, um im nächsten Moment ihren mit Federbüschchen versehenen Kopf unter Ästen hervor zu strecken, um die Distanz zum Boden für einen künftigen Abflug unter die Lupe zu nehmen. Jede Bewegung in ihrem Umfeld wurde aufmerksam verfolgt und der aufkommende Wind trug nicht selten zu einer regelrechten Schauke-


Kalender 2010

Kalender für den Jäger

Rien Poortvliets grosser Tierkalender 2010. Der Kunstkalender für Tier- und Naturfreunde. Der Künstler Rien Poortvliet erwarb sich den Ruf, zu den weltbesten Tier- und Jagdmalern zu gehören. Unvergleichlich gemalte Naturszenen dieses Meisters lassen uns ein ganzes Jahr lang teilhaben am Geschehen in Feld und Wald. 43x50 cm, Paul Parey, Fr. 51.50.

Jagdkalender 2010, Wild und Hund. Beliebt bei Jägern, Natur- und Tierfreunden. Bild für Bild vermittelt dieser Kalender dem Betrachter eindrucksvoll die Stimmung und Spannung der freien Wildbahn. 21x24,5 cm, Paul Parey, Fr. 26.60.

Natur Pur 2010. Dreizehn meisterhafte Tieraufnahmen. Dieser Kalender wendet sich an alle Naturfreunde, die Freude an der Schönheit und Einzigartigkeit der Tierwelt in unseren bedrohten Lebensräumen haben. 50x43 cm, Paul Parey, Fr. 41.90.

Treue Freunde 2010, Wild und Hund. Die Welt der Hunde. Unbestechlich, liebenswert, treu und auch noch schön. Herrliche Fotos und einmalige Illustrationen. 21x24,5 cm, Paul Parey, Fr. 26.60.

Burkhard Winsmann-Steins Erlebte Natur 2010. Fantastische Aufnahmen des grossen Meisters der Wildtierfotografie. 50x43 cm, Paul Parey, Fr. 41.20.

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Schweizer Jäger 10/2009

Mit meinen Augen 2010. Meisterlich fängt Steen Axel Hansen Wildtiere, Hunde und Jagdmomente ein. Mutig und modern taucht er den Pinsel in die Farbpalette und schafft damit Zeichnungen und Bilder, die in der europäischen Wildtiermaler-Szene einzigartig sein dürften. 50x43 cm, Paul Parey, Fr. 47.30.

Unsere Jagd 2010, Taschenkalender. Ratgeber, Unterhalter und Gedankenstütze in einem. Das perfekte Geschenk für jeden passionierten Jäger und Naturfreund. 352 Seiten, Druckbleistift, abwaschbarer Folienumschlag, 10,5x14,5 cm, dlv, Fr. 23.50.

Unsere Jagd 2010, Wandkalender. Der Kalender verbindet das Nützliche mit dem Schönen. Aufgeklappt und aufgehängt bleibt seine obere Hälfte für faszinierende Grossfotos reserviert, während die untere Hälfte interessanten Fachinformationen vorbehalten ist. 12 Kalenderblätter, mit Spiralbindung, aufgeklappt 48x68 cm, Monatskalendarium, Fr. 30.50.

Der Jäger-Kalender 2010. 13 farbige Blätter mit Motiven des bekannten Jagdmalers Rudi Kohl. Fr. 38.70.

Wild 2010, Wild und Hund. Illustrator Bernd Hanrath zählt schon längst zu den grossen deutschen Wildtiermalern. Die Detailtreue seiner Tierporträts und das eigene Licht in den Bildern gibt ihnen eine ganz besondere Ausdruckskraft. 12 Wildtierporträts, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 43x50 cm, Paul Parey, Fr. 47.30.

Wild und Hund Taschenkalender 2010. Der unentbehrliche Begleiter rund ums Jahr. Ein auf die Bedürfnisse des Jägers zugeschnittener Kalender, mit aktualisierten unverzichtbaren Tabellarien, Vordrucken, Adressen und Checklisten, Anleitungen zum Bau von jagdlichen Einrichtungen, Vertragsentwürfen und vieles mehr. 352 Seiten, flexibler Plastikeinband, mit Bleistift, 11x15,5 cm, Paul Parey, Fr. 25.20.

Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links. Alle Kalender zuzüglich Versandkosten!


Naturkalender 2010 von Kurt Gansner Der Naturkalender von Kurt Gansner erscheint nun bereits zum vierten Mal, wie gewohnt über die Druckerei Landquart. Dieser wurde anlässlich einer Vernissage vom 17. September 2009 in Grüsch (GR) entsprechend gewürdigt. Der diesjährige Kalender zeigt neben eindrücklichen Aufnahmen von heimischen Tierarten aus Graubünden auch Arten wie Bär und Wolf, die als zurückkehrende Beutegreifer Diskussionen auslösen. Dass die Diskussionen um diese Arten nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt der pünktlich zur Vernissage nachgewiesene Wolf im Prättigau. Dies unterstreicht die Themenwahl des Kalenders eindrücklich. Im Gegensatz zu den selbständigen Einwanderern wie Wolf und Bär fand der Luchs, die grösste europäische Raubkatze, den Weg zurück in die Schweiz nicht allein, sondern über verschiedene Auswilderungsprojekte. Aber nicht nur beutegreifende Rückkehrer, sondern auch Wildschweine gehören zu den aufstrebenden Arten im Kanton Graubünden und wurden vom Fotografen bewusst miteinbezogen. Bilder dieser Arten konnten natürlich nicht in heimischen Gefilden aufgenommen werden, sondern wurden in angrenzenden Ländern, wie z.B. Italien und Deutschland reali-

siert. Der grösste Teil der Kalenderbilder zeigt aber Naturaufnahmen aus Graubünden, vornehmlich dem Prättigau. Die Naturfotografie begleitet den Amateurfotografen seit seiner Jugendzeit. Auch jetzt, mehr als zwanzig Jahre später, blieb die Faszination erhalten und in der Zwischenzeit ist das Hobby zu einem Teil des Berufes geworden. Zwei Jahrzehnte als Jagdaufseher gewährten Kurt Gansner einen tiefen Einblick in die Natur und ihre Geheimnisse. Jetzt, als Chefredaktor der grössten Schweizer Jagdzeitung, kann er dieses Wissen umsetzen und seine Bilder finden auch Eingang in fachbezogene Artikel. Unabhängig von den Diskussionen rund um diese «neuen» Arten lässt Kurt Gansner genau diese und die anderen Bilder für sich selber sprechen. Der Kalender bringt mit seinen authentischen und faszinierenden Aufnahmen ein Stück Natur zurück in die Wohnzimmer. Der Kalender ist zum Preis von Fr. 29.– (exkl. Porto und Verpackung) über die Druckerei Landquart erhältlich und wurde in einer Auflage von 500 Stück gedruckt. Früh bestellen lohnt sich, da der Kalender erfahrungsgemäss rasch ausverkauft ist.

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Anlässlich der Vernissage in Grüsch wurde der Naturkalender von Kurt Gansner vorgestellt. Fritz Stüssi und Thomas Ambühl fanden lobende Worte für das neu erschienene Werk.Von links: Thomas Ambühl, Geschäftsleiter Druckerei Landquart; Fritz Stüssi, Präsident Jägerverein Sarganserland; der Fotograf und Redaktor Kurt Gansner und Martin Klaas,Verwaltungsratspräsident Druckerei Landquart.

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Literatur

Neuerscheinungen Werke für den Jäger Schmeil, Tabellen zum Bestimmen von Pflanzen. Nachdem die letzten Auflagen der Tabellen in «Schmeils Botanischer Taschenkalender» integriertwurden, erscheint die 124. Auflage des Bestimmungsschlüssels ausgewählter Arten erstmals wieder separat gebunden. Schmid, Hochsitzbau einfach und praktisch. Anleitungen, Tipps und Tricks. BLV; Fr. 35.–. Ein Ratgeber für alle Jäger und Jagdpächter, der es ermöglicht, mit einem möglichst geringen Aufwand den richtigen Hochsitz für jede Jagdsituation zu bauen. Ganz, Fallenbau & Falleneinsatz. Neumann-Neudamm; Fr. 49.90. Der chronologische Ablauf von der Überlegung und dem Entschluss zum Fa l l e n k a u f bis hin zum Einsatz der Schlageisen und der damit verbundenen Massnahmen. Es folgen Fallenbau und -einsatz für jede Raubwildart, soweit sie für diese infrage kommen. Uhde, Das Jagdgebrauchshundwesen. Neumann-Neudamm; Fr. 99.90. Sie halten das Kompendium des Jagdgebrauchshundwesens in den Händen: Die zweite Auflage des Werkes nimmt das 110-jährige Jubiläum des

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Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) zum Anlass und lässt die wechselvolle Geschichte des Jagdgebrauchshundwesens lebendig werden. Vomberg, Vermeer, Natürlich Wild. NeumannNeudamm; Fr. 24.90. Selbst erlegt und abwechslungsreich angerichtet präsentiert «Natürlich Wild» eine Wildküche, die an die sprichwörtliche Leichtigkeit mediterraner Lebensart erinnert und geschmackvoll beweist, wie viel mehr aus Wildbret gemacht werden kann als der klassische Braten mit Rotkraut und Klössen.

Martin, Wie Merlin möcht’ ich durch die Wälder ziehn. NeumannNeudamm; Fr. 34.90. Der Autor und Jäger möchte sich seinen Traum erfüllen und frei und ungebunden durch die Wälder ziehen. Ein eher stilles, sanftes, ruhiges Buch aus einem Mittelgebirgsrevier, wie es so arg viele in Deutschland nicht mehr zu geben scheint… Linde, Pilze, Pilze, Pilze. Neumann-Neudamm; Fr. 24.90. In diesem Buch stellt Birgit Linde zum ersten Mal eineAuswahl ihrer besten Pilzrezepte vor. Grabitz, Das Hüttenkochbuch. Neumann-Neudamm; Fr. 24.90. Kochen auf

offenem Feuer mit den einfachen Hilfsmitteln, die eine Jagdhütte eben bietet. Nebenbei gibt es vom Autorenteam jede Menge Tipps und Tricks zur Wildbretverarbeitung und der besten Art, sich auf der Jagd ordentlich zu verpflegen, denn gegessen werden muss immer! Sendlhofer, Jagdliche Impressionen. Neumann-Neudamm; Fr. 49.90. Ein Lesevergnügen nicht nur für Jäger, sondern für alle, die sich für die faszinierende Welt der Jagd interessieren. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.

Handwerkliche Kunst auf höchstem Niveau Reflexbogen, Kompositbogen, Recurvebogen oder Reiterbogen… … so werden all die Bogentypen mit ihrer auffallend geschwungenen Form genannt, die nicht mehr das einfache UrPrinzip des gebogenen Stocks vertreten, sondern sich in unzähligen Abbildungen als der Archetyp des Bogens in unsere Kultur und unser Bewusstsein eingeprägt haben. Dieser Bogentyp scheint als Waffe so beeindruckend gewesen zu sein, dass er von allen Kulturen, die damit in Berührung kamen, direkt übernommen, adaptiert oder doch zumindest mit so grossem Respekt und mit hohem Ansehen bedacht wurde, dass seine kulturellen Nachwirkungen bis heute zu spüren sind. Beeindruckend an diesem Bogentyp sind nicht nur die verblüffenden Leistungen, die ihm zugesprochen wurden, sondern auch die handwerkliche Kunst auf höchstem Niveau, die er

verkörpert. Vor allem in Westeuropa waren diese Bogen daher immer auch ein Statussymbol: Wahlweise demonstrierte man damit den eigenen Wohlstand, die körperliche Befähigung zur erfolgreichen Handhabung, oder den Erfolg der siegreichen Schlacht. Auch heute noch, oder besser: heute wieder, ist die Herstellung und Handhabung eines Kompositbogens eine Herausforderung, ein Abenteuer, denn vieles von dem

hierfür benötigten Wissen war verloren gegangen und musste erst wieder mühsam rekonstruiert werden. In diesem Buch wird dargestellt, wie man diese Bogen baut, und welche Bedeutung sie in der Geschichte hatten: Von frühen Felsmalereien bis zum modernen Glasfiberbogen, von Westeuropa über den Orient und Asien bis nach Nordamerika. Sei es die Rekonstruktion handwerklicher Prozesse, die Präsentation archäologischer Funde oder die wissenschaftliche Darstellung historischer Zusammenhänge: Namhafte Autoren und erfahrene Bogenbauer geben hier ihr gesammeltes Wissen weiter. Diese Publikation ist mehr als eine Sammlung des bekannten Wissens, wesentliche Inhalte werden hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. «Reflexbogen», Geschichte & Herstellung. 336 Seiten, 21x 27cm, HC, gebunden mit Lesebändchen, durchgehend farbig. Fr. 78.–. Bezugsquelle siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.


Steinbock oder Wildschwein schufen die Chefköche überraschende Kreationen wie u.a. Birkhahnschenkel mit Steinpilzen im Adrio, getrüffelte Murmeltierterrine, Dachsvoressen oder Alpenschneehuhn-Mousse mit frischen Baumnüssen und Malvoisie-flétrie-Gelee. Ein Werk, das die Pforten zum Gourmetparadies öffnet! Die Walliser Jäger, grosse Liebhaber geselliger Tafelfreuden, bitten zu Tisch… r.w.

Der Wilderer Gottes (Eine wahre Begebenheit aus dem Buch)

Jean Bonnard, Koordinator, Raphaël Papilloud, Präsident des Walliser Jägerverbandes und Florian Eggel, Präsident des Oberwalliser Jägerverbandes (vlnr) halten anlässlich der Vernissage die ersten Exemplare in der Hand. Zum 75. Geburtstag des Walliser Jägerverbandes stellen 25 Chefköche 40 originelle Wildrezepte vor. Gut Ding will Weile haben! Nach mehr als einem Jahr Vorarbeiten durfte der Präsident, Raphaël Papilloud, das erste reich bebilderte Exemplar von 5000 «Die Jäger bitten zu Tisch» in die Hand nehmen und vorstellen. «Die Idee bestand darin, auf kreative Art sowohl bei der Jägerschaft als auch bei der Bevölkerung, bleibende Spuren unserer Leidenschaft zu hinterlassen. Den Vorstellungen folgte die Ausführung und man schuf ein facettenreiches Buch, das zu einem Teil den Verband, die 23 Dianas und zum anderen Teil vierzig Wildrezepte mit ein-

Der Apéritif nach der Buchvorstellung.

heimischem Wild vorstellt.» Das Vorwort zu diesem Werk verfasste kein Geringerer als Fredy Girardet, ausgezeichnet als Koch des Jahrhunderts. «Ich war bereit, das Vorwort zu diesem Buch als Hommage für die Jäger zu schreiben. Diese werden manchmal von den Umweltschützern verschrien, obwohl sie in Wirklichkeit richtiggehende Wildbetreuung im Einklang mit der Natur leisten.» Das Buch in Deutsch-Französisch beschreibt die jeweilige Wildart, die als Basis zu den Rezepten dient, die Zutaten, die Zubereitung und gibt Empfehlungen für die richtige Weinauswahl ab. «Was die Grossartigkeit dieses Werkes ausmacht, sind sowohl seine Aussagekraft als auch die

Der verstorbene Maurice-Antoine Ribordy, mit mehr als 60 gelösten Patenten, Chorherr vom Grossen St. Bernhard, waltete während Jahrzehnten als Prior im Hospiz auf dem Simplon. Er erzählte folgende Begebenheit: «Einmal erwischte mich die Gendarmerie bei einer meiner ,raren’ Freveltaten. Als ich die Busse für die gewilderte Gämse zu bezahlen hatte, fasste ich einen Entschluss. Ich bat meine Haushälterin, statt meiner das abendliche Rosenkranzgebet in der Kirche vorzubeten. Während dieser Zeit holte ich mir eine zweite Gämse aus der Wildbahn, die ich einem wohlbetuchten Kollegen verkaufte. Mit deren Erlös bezahlte ich dann die Busse.

In Begleitung des Arvenhähers Der Schweizerische Nationalpark ist mit einer Fläche von 173 km2 das grösste Naturgebiet und der einzige Nationalpark der Schweiz. Das Gebiet liegt im Engadin/Val Müstair und umfasst alpines Gelände in Höhenlagen von 1400 bis 3200 m ü.M. Die Gründung des Schweizerischen Nationalparks 1914 war ein Meilenstein in der Naturschutzgeschichte. Er war der erste Nationalpark der Alpen und Mitteleuropas und ist bekannt für seinen Reichtum an Alpentieren und Alpenpflanzen in einer kaum berührten Naturlandschaft. Das Buch «In Begleitung des Arvenhähers» ist eine leidenschaftliche und respektvolle Ode des gebürtigen Hallauers Peter W. Roth aus Sta. Maria, Val Müstair, an in 32

Jahren gemachte Erfahrungen und Erlebnisse als Parkwächter und Exkursionsleiter im Schweizerischen Nationalpark. Sie erhalten dieses reich illustrierte Buch für CHF 32.– zuzüglich Versandkosten bei: Peter W. Roth, Chasa al Dschember, 7536 Sta. Maria / Val Müstair, Tel. 081 858 53 53, peter.w.roth@bluewin.ch Schweizer Jäger 10/2009

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Literatur

Das Buch – eine kapitale Trophäe

Meisterleistung der Personen, die sich hinter das Projekt stellten», unterstrich Jean Bonnard als Koordinator. «Die Jäger bitten zu Tisch» stellt die besten Küchenchefs des Wallis vor, die einheimisches Wild in kulinarische Chef-d’oeuvres verwandeln. Die Verantwortlichen der 23 Dianas öffneten bei ihrer Vorstellung die Archive, stellten Fotos zur Verfügung und gaben Anekdoten über Begebenheiten oder Wilderei preis. Zum allbekannten Wildbret wie Hirsch, Gämse, Reh,


Jagdschiessen

Jagdschiessen Daten 2009 Jagdhof Felder Entlebuch Jagd- und Sportwaffen – Schiesszentrum – Schiessschule Die Innenschiessanlage ist während der Geschäftszeit geöffnet. Di–Fr: 8.00–12.00 und 13.30 –18.00 Uhr, Sa 9.00–15.00 durchgehend, Do Abendverkauf bis 20.30 Uhr, Mo geschlossen

8. November 100 Taubenmatch, Jagdschützen Berken, 08.30–17.00 Uhr, Auskunft: F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 www.jagdschuetzen-berken.ch 28. November Goldener Fuchs, Jagdschützen Berken, 12.30–17.00 Uhr, Auskunft: F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 www.jagdschuetzen-berken.ch

ohne Gewähr

Brünig Indoor Hubertus-Cup 2009 Zusatz-Termin für Einzelschützen: Der HubertusCup in der Jagd- und Sportschiessanlage kann zusätzlich noch am 15. Oktober geschossen werden. Dabei kann man sich für den Final vom 8. November qualifizieren. Ausserhalb der offiziellen Qualifikationstage sind Daten auf Reservation ab 10 Personen bis 18. Oktober möglich. Die aktuellen Ranglisten können unter www.bruenig indoor.ch eingesehen werden.

30. Januar 2010 4. Jäger-Testschiessen im Schiess-Sport-Zentrum Brünig Indoor

Hubertus-Cup 2009 Über 100 Jäger nutzten schon die Gelegenheit! Am Samstag, 21. März, fiel der Startschuss für den 7. Hubertus-Cup bei Brünig Indoor. An diesem Tag kamen die ersten Jäger und absolvierten den interessanten Jagdparcours und mittlerweile sind über 100 Jäger auf der Zwischenrangliste. Laut Reglement kann sich der erste Drittel für den Final qualifizieren, der am Sonntag 8. November 2009 im SchiessSport-Zentrum Brünig Indoor stattfindet. Qualifikationen sind weiterhin möglich bis zum 18. Oktober 2009, in dem sich Jagdgruppen ab 10 Personen anmelden und reservieren. Da die Nachfrage für Einzelteilnehmer steigt, ist am Donnerstag, 15. Oktober, ab 18.00 Uhr ein weiterer Schiesstag ohne Anmeldung möglich.

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Schiessdaten des 8. Hubertus-Cup 2010 Am 4. Jäger-Testschiessen, das am 30. Januar 2010 im Schiess-Sport-Zentrum Brünig Indoor stattfindet und für alle Interessierten zugänglich ist, werden die Daten für den nächsten Hubertus-Cup 10 bekannt gegeben. Nutzen Sie schon heute die Gelegenheit, um sich einzuschiessen bei Brünig Indoor. Auskunft Haben wir Ihr Interesse geweckt? Alle weiteren Infos für den Hubertus-Cup finden Sie unter www.bruenigindoor.ch oder gerne werden wir auch unter 0041 679 70 00 Auskunft geben. Das Brünig Indoor Team bedankt sich bei allen Teilnehmern. «Weidmannsheil»!

5. Walliser Jagdparcours in Oberwald Am 22./23. August 2009 fand der 5. Jagdparcours in Oberwald (Gerental) statt. Der zweitägige Schiessbetrieb stand unter der Leitung von OK-Präsident und Vereinssekretär Adrian Imwinkelried. Die Diana Goms mit dem initiativen Vorstand unter der Führung von Bernhard Truffer und immer wieder den gleichen «professionellen» Helfern, ist stets bestrebt, weitere Neuerungen und technische Verbesserungen in diesen idealen Parcours einzubauen. Alles aber stets im strikten Einklang mit Sicherheit und Umweltschutz. So wurde dieses Jahr zum 5-jährigen Jubiläum als grosse Neuheit der Jubiläumsstich auf den «Ziehenden Hirsch» mit Kugel und Hunderterwertung eingeführt. Eine Disziplin, die innerhalb der Jäger ganz grosse Begeisterung auslöste und somit in Zukunft nicht mehr wegzudenken ist. Auf einem vorgeschriebenen Rundgang in einem vielseitigen Schiessgelände in freier Natur wurde ein kombinierter Kugel- und Schrotparcours absolviert. Gesamthaft wurden 10 Schüsse abgegeben, je 1 Schuss auf «Ziehender Hirsch» (absolute Neuheit), Gämse, Fuchs, Reh und Keiler sowie 2 Schüsse auf Hase und 3 auf Tontaube, alles ohne Probeschüsse. Das Hirschbild beim Schiessen auf 80 m entspricht in etwa der Grösse eines ech-

ten Hirsches in der Wildbahn auf rund 160 m. 141 Schützen erreichten hervorragende Resultate. Es gab sogar vier Schützen, die das Maximum nur gerade um einen einzigen Punkt verpassten. Neu war die Verlosung eines Steingeissabschusses unter allen Teilnehmern. Der glückliche Gewinner heisst dieses Jahr Richard Philipona aus Brig-Glis. Dianapräsident Bernhard Truffer zeigte sich am Schluss berechtigt sehr glücklich und zufrieden über den gesamten unfallfreien Schiessverlauf. David A. Schmidt (dasch) Interkantonal (Maximum 52 Punkte): 1. Anton Gruber, Euseigne, 51; 2. Fernando Kummer, Bitsch, 51; 3. Josef Odermatt, Dallenwil, 51; 4. Stefan Mutter, Steg VS, 51; 5. José Mabillard, Grimisuat, 50; 6. Hanspeter Rieder, Oberwald, 50; 7. Roman Schmidt, Grafschaft, 50; 8. Jean-Claude Rigert, Turtmann, 50; 9. Egon Anthamatten, Saas Almagell, 50; 10. Manfred Schmid, Ausserberg, 50; 11. Edi Epp, Silenen, 50; 12. Ivan Bumann, Saas Balen, 50; 13.Wolfgang Roth,Wiler (Lötschental), 50; 14. Beat Schmid, Hospental, 49; 15. Ernst Rychen, Varen, 49; 16. Adrian Imwinkelried, Naters, 49. Diana Goms (Maximum 52 Punkte): 1. Josef Odermatt, Dallenwil, 51; 2. Stefan Mutter, Steg VS, 51; 3. Hanspeter Rieder, Oberwald, 50; 4. Roman Schmidt, Grafschaft, 50; 5. Adrian Imwinkelried, Naters, 49; 6. Stefan Holzer, Bellwald, 49; 7. Werner Holzer, Blitzingen, 49; 8. Markus Kreuzer, Oberwald, 47; 9. Hugo Guntern, Reckingen-Gluringen, 47; 10. Fredy Zumofen, Grafschaft, 47; 11. Robert Carlen, ReckingenGluringen, 47; 12. Roman Lambrigger, Fiesch, 47. Jubiläumsstich «Ziehender Hirsch» 1 Schuss mit Hunderterwertung: 1. Stefan Zeiter, Fieschertal, 100; 2. Guido Bumann, Saas Fee, 100; 3. Kilian Tenisch, Grengiols, 99; 4. Tanja Steffen, Grengiols, 99; 5. Franz Felder, Entlebuch, 98; 6. José Mabillard, Grimisuat, 98; 7. Wolfgang Roth, Wiler (Lötschental), 98; 8. Hugo Guntern, ReckingenGluringen, 96.

Schützenkönig Anton Gruber, Euseigne, mit Wanderpeis zum zweiten Mal (links) und der Gommer Jagdmeister Josef Odermatt, Dallenwil, mit endgültigem Preis.


Am 30. August fßhrten die Berkener Jagdschßtzen den 8. Herbst-Jagdparcours durch. Auf sechs Maschinen, vier Taubenmaschinen, einer Tealmaschine und einem rollenden Hasen wurden die Schßtzen aus jeweils vier Standpositionen auf ihre Reaktionsfähigkeit gemessen. Der Tagessieger heisst Hans Wenger aus Hinterkappelen mit 66 Treffern von total 75 Wurfzielen! Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation den Gewinnern! Besten Dank ebenfalls allen Sponsoren und Helfern des Vereins. Fritz Gertsch

Aus der Rangliste Kat. Senioren: 1. Ruedi Meyer, Langenthal, 64; 2. Joseph Gwerder, Muotathal, 63; 3. Armin Lehmann, Sattel, 62; 4. Marco Allenbach, Adelboden, 59; 5. Carsten Janka, Zßrich, 58; 6. Stefan Dobler, Gelterkinden, 56; 7. Rudolf Graber, NiederÜnz, 52; 8. Lothar VÜlker, Sax, 51; 9. Michele Buchwalder, Rebeuvelier, 49; 10. Beat Ryf, Attiswil, 47; 11. Beat Matti, Saanen, 47; 12. Alexander Schwab, Biglen, 39; 13. Urs Rotzetter, Aarwangen, 34. Kat. Veteranen I & II: 1. Hans Wenger, Hinterkappeln, 66; 2. Gyula SzÊchÊnyi, Thun, 65; 3. Andreas Schälchli, Adlikon, 62; 4. Toni Fritschi, Reigoldswil, 57; 5. Bruno Erni, Corcelles, 56; 6. Marco Calzavara, St. Gallen, 55; 7. Martin Reiter, St. Gallen, 55; 8. Arthur Bieri, Herzogenbuchsee, 52; 9. Werner Leu, Biel-Benken, 45. Kat. Damen: 1. Ivana Mellon, Thun, 43; 2. Claudine Buchwalder, Rebeuvelier, 30; 3. Claudia Pacelli, Zßrich, 30; 4. Bonnie Hamann, Zßrich, 24. Kat. Junioren: 1. Philippe Pfister,Villeneuve, 63; 2. Hubert Zimmermann, Vitznau, 60.

Jagd- und SportschĂźtzenverein Selgis Muotathal 6436 Ried (Muotathal) www.selgis.ch info@selgis.ch B

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Jagdschiessen

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Von links nach rechts: Anton Thalmann, 2. Rang; Sieger Toni Gruber; Ueli Lischer, 3. Rang.

47. Entlebucher Jagdschiessen Am letzten Wochenende im August fand bei herrlichem Wetter das 47. Entlebucher Jagdschiessen im Gfellen, Finsterwald ob Entlebuch statt. Mit dem Programm ÂŤDer erste Schuss zähltÂť haben sich mehr als 225 Jäger/innen aus der ganzen Schweiz, vor allem aber Entlebucher, die MĂźhe genommen, die PďŹ&#x201A;icht zu erfĂźllen, um fĂźr die kommen-

de Herbstjagd gut gerßstet zu sein. Die Maximum-PunktZahl wurde nur von drei Teilnehmern erreicht. Um 17.00 Uhr erÜffneten die Jagdhornbläser Entlebuch das Absenden. Als Sieger des 47. Entlebucher Jagdschiessens konnte der Walliser Anton Gruber proklamiert werden. Der wunderbare Gabentisch präsentierte u.a. dank

grosszßgigen Sponsoren (besonderer Dank gebßhrt H.R. Felder, Jagdhof Entlebuch, Fa. Zeiss Optik, Blaser Waffen) fßr alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine grosse Auswahl an Gaben. Ab Rang 23 wurden die Gaben unter den verbliebenen Teilnehmern ausgelost, sodass jede/r die Chance fßr einen wertvollen Preis hatte. Der Präsident, Peter Thalmann, dankte den vielen Helfern, welche teilweise seit Jahrzehnten mitwirken, fßr ihren unermßdlichen tollen Einsatz. Er belohnte diese mit dem neuen Gilet der Jagdschßtzengesellschaft (Ein Sponsor mit WerbemÜglichkeit auf dem Gilet wird noch gesucht! Interessenten melden sich bitte beim Präsidenten). Das praxisnahe Schiessprogramm stÜsst nach wie vor auf ein gutes Echo und motiviert die Jagdschßtzen Gfellen fßr die weitere Durchfßhrung des Anlas-

ses. Merken Sie sich bereits heute das letzte Wochenende im August 2010 vor. Wir freuen uns, wiederum eine grosse Anzahl Interessierter begrĂźssen zu dĂźrfen. JagdschĂźtzen Gfellen Komplette Rangliste: www.jagdschiessen.ch

Testen Sie Ihr Wissen

AuďŹ&#x201A;Ăśsung Seiten 54/55 1 B 2 D 3 A 4 E 5 F 6 C 7 E 8 A 9 C 10 B 11 D Schweizer Jäger 10/2009

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Jagdschiessen

53. Jagdschiessen Goldingen mit 220 Teilnehmern Das Gewitter, welches sich am Nachmittag des 5. Juli über dem Töbeli in Hintergoldingen entlud, vermochte weder bei den am Absenden anwesenden Schützinnen und Schützen, noch bei den Organisatoren des 53. Jagdschiessen Goldingen die Stimmung zu trüben. Der traditionelle Anlass war nämlich mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wiederum ein Erfolg und brachte vom 3. bis 5. Juli viel Betrieb nach Hintergoldingen. Diese stattliche Teilnehmerzahl ist Beweis für die Attraktivität von Schiessprogramm und Gabentisch. In der Festbeiz sorgten zudem wie gewohnt die Jägersfrauen vom Revier Goldingen für eine flotte Bedienung, und auch Ueli konnte wiederum mit seinem Angebot aus Küche und Keller begeistern. Manch eine Teilnehmerin oder Teilnehmer blieb daher nicht nur wegen des täglich um 18.00 Uhr ausgelosten Käselaibs – gestiftet von den drei Goldinger Käsereien – etwas länger im Töbeli. Zum Schiessbeginn am Freitagmorgen öffnete Petrus zwar die Schleusen, aber sonst waren die Witterungsverhältnisse ausgezeichnet und es herrschten für alle Teilnehmer faire Bedingungen. Das vielseitige und anspruchsvolle Programm, welches sowohl beim Meisterschafts-/Gabenstich als auch beim Pirschstich die Beherrschung von Büchse und Flinte verlangt, sowie die verschiedenen Spezialstiche mit Trainingsmöglichkeit finden noch immer grossen Anklang. Auf elektronische Trefferanzeigen wird verzichtet und die Zeigermannschaft in ihren Signaljacken wirkt fast nostalgisch. Diese doch eher aufwändige Art des Zeigens und Warnens ist dadurch erklärbar, dass der Schiessplatz Töbeli nur einmal pro Jahr benützt wird. Die gesamten Einrichtungen müs-

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sen daher von den Goldinger Jägern und ihren vielen treuen Helfern für ein Wochenende jeweils neu auf- und wieder abgebaut werden. Für die Nutzung des Schiessgeländes sei auch an dieser Stelle ganz besonders den Landbesitzern gedankt, ohne deren Unterstützung und Mitwirkung dieser Wettkampf nicht durchführbar wäre. Der traditionelle Anlass ist auch Treffpunkt der einheimischen Jägerschaft, denn im Rahmen dieses Jagdschiessens ermittelt der Jägerverein Seebezirk und Gaster (JVSG) seinen Vereinsmeister und wird um die Reviermeisterschaft gekämpft. Dabei gilt der Pirschstich – ohne vorhergehende Probeschüsse – als Grundlage des Wettkampfes. In der gut besuchten Festwirtschaft konnte der OK-Präsident, Toni Oberholzer, das verregnete Absenden eröffnen, und gemeinsam mit dem Schützenmeister des JVSG, Silvio Luck, durften sie die erfolgreichen Schützen zum Gabentempel aufbieten. Zum Schluss dankt das OK Jagdschiessen Goldingen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Sponsoren, Inserenten und Helfern und freut sich auf ein Wiedersehen am 54. Jagschiessen vom 2. bis 4. Juli 2010.

Auszug aus der Rangliste: Pirschstich: 1. Hans Oeler, Ennenda; 2. Giovanni Barzan, Cadenazzo; 3. Benjamin Beglinger, Mollis; 4. Reto Zampatti, Zizers; 5. Marian Zilincan, Baar; 6. Josef Kuriger, Eschenbach/SG; 7. Rolf Wälle, Wald; 8. Claudio Vogt, Wangen/SZ; 9. Daniel Hitz, Hütten; 10. Sandro Bezzola, Verscio. Meisterschaft / Gabenstich: 1. Bruno Hunold, Oberurnen; 2. Ruedi Kopp, Oberuzwil; 3. Alois Stucki, Niederurnen; 4. Rolf Fischli, Näfels; 5. Rolf Wälle, Wald; 6.Werner Bertschinger, Dürnten; 7. Samuel Beer, A-Bludenz; 8. Hans Oeler, Ennenda; 9. Anton Oberholzer, Goldingen; 10. Ruedi Keller, Mollis. Kugelmeisterschaft: 1. Anton Oberholzer, Goldingen; 2. Fritz Kohler, Bauma; 3. Ruedi Kopp, Oberuzwil; 4. Reto Zampatti, Zizers; 5. Samuel Beer, A-Bludenz. Bockstich: 1. Bruno Hunold, Oberurnen; 2. Ruedi Kopp, Oberuzwil; 3. Alois Stucki, Niederurnen. Hirschstich: 1. Anton Oberholzer, Goldingen; 2. Alois Stucki, Niederurnen; 3. Bruno Hunold, Oberurnen. Schrotmeisterschaft: 1. Santino Künzi, Schlieren; 2. Emil Frei, Riein; 3. Ruedi Kopp, Oberuzwil.

Bruno Hunold, Goldinger Jagdmeister und Gewinner des Gabenstichs.

Hans Oeler, Sieger Pirschstich.

Hasenstich: 1. Ruedi Kopp, Oberuzwil; 2. Giusep Lutz, Siebnen; 3. Emil Frei, Riein. Taubenstich: 1. Santino Künzi, Schlieren; 2. Armin Lehmann, Steinen; 3. Alfred Derungs, Tuggen. Jagdmeisterschaft JVSG: 1. Josef Kuriger, Eschenbach/SG; 2. Christoph Haller, Jona; 3. Alfred Schmucki, Wetzikon; 4. Hans Reck, Rapperswil; 5. Benedikt Kaufmann, Uetliburg; 6. René Kaufmann, Aarau; 7, Anton Glaus, Rapperswil; 8. Heinz Kaufmann, Uetliburg; 9. Anton, Oberholzer Goldingen; 10. Werner Bertschinger, Dürnten. Reviermeisterschaft JVSG: 1. Gommiswald mit Benedikt Kaufmann, René Kaufmann, Heinz Kaufmann; 2. Jona mit Josef Kuriger, Hans Reck, Matthias Iten; 3. Eschenbach mit Josef Kuriger, Alfred Schmucki, Jakob Eicher; 4. Goldingen mit Anton Glaus, Anton Oberholzer, Werner Bertschinger; 5. St. Gallenkappel mit Guido Frei, Beni Paganin, Norbert Artho. Vollständige Rangliste unter www.jagd-sg.ch (Sektionen - See & Gaster - Jagdschiessen)

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Beni Kaufmann mit seinen Söhnen René und Heinz (vlnr), die strahlenden Sieger der Reviermeisterschaft des Jägervereins Seebezirk & Gaster. Hinten Schützenmeister Silvio Luck.

Sepp Kuriger, Wanderpreis für den besten Schützen des Jägervereins.


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Der Beirat der SwarovskiGruppe hat gemeinsam mit dem Vorstand der Swarovski Optik Anfang September beschlossen, das traditionsreiche Wiener Optikunternehmen Kahles weiter zu führen und in Zukunft wiederum kraftvoll am Markt zu positionieren. «Nachdem wir im Verlauf des vergangenen Jahres einen möglichen Verkauf des Unternehmens evaluiert haben, kamen wir zum Schluss, dass wir Kahles als Tochterunternehmen der Swarovski Optik auch in Zukunft weiterführen. Wir werden Kahles so positionieren, dass wir gemeinsam den Markt für unsere Mitbewerber enger machen und das Marktpotenzial weiträumiger

ausschöpfen», resümiert Carina Schiestl-Swarovski, Vorstandsvorsitzende der Swarovski Optik. Mit dem Ziel, den mit 111 Jahren weltältesten Zielfernrohrhersteller Kahles rasch und effizient zu restrukturieren, wurde mit 2. September 2009 ein neuer Geschäftsführer bestellt. Mag. Robert Artwohl, 41, der in der Zeit von 2003 bis 2009 das Siemenstochterunternehmen MWW Metallverarbeitungs GmbH erfolgreich sanierte und leitete, wurde von Swarovski Optik mit dieser Aufgabe betraut.

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Mitsubishi Outlander 2.2 DID Navigator Text und Fotos: Kurt Gansner

156 PS generiert der 2,2 Liter Diesel Motor des Mitsubishi Outlander 2.2 DID.

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Um es gleich vorwegzunehmen. Es stand mir nur kurze Zeit zur Verfügung, den neuen Outlander kennenzulernen, resp. zu fahren und ich bezeichne mich auch bewusst nicht als Autofreak. Für mich sind Autos notwendige Hilfsmittel, die Funktionalität, Sparsamkeit und Geländegängigkeit im Jagdbetrieb beweisen müssen. Es ist nicht mein Ziel

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das Fahrzeug vollumfänglich vorzustellen, sondern die relevanten Details hervorzuheben, die ein Fahrzeug für den Einsatz im Revier aufweisen sollte. Ich denke, dass ich mit dieser Sichtweise den meisten Jägern aus dem Herzen spreche. Grosse Ladefläche und Ladeklappe Gegenüber dem Vorgängermodell wurde enorm viel zum Positiven verändert. Das Entscheiden-

de ist sicher, dass der Outlander in der neuen Modellgeneration endlich über einen Dieselmotor und ein Sechs-Gang-Getriebe verfügt. Die Länge von 4.64 Meter bedeutet ein Plus von zehn Zentimeter gegenüber dem Vorgänger. Neu lassen sich mittels einer optionalen dritten Sitzreihe bis zu sieben Personen transportieren. Grundsätzlich ist aber das Ladevolumen für Jäger wichtiger als die Sitzplatzzahl. Maximal stehen bei zugeklappten Hinterbänken, die


Ausrüstung sich per Knopfdruck selbstständig in die Endposition begeben, 1691 Liter Stauraum zur Verfügung. Sind die Rückenlehnen in Normalposition, sind es noch immer 541 Liter, also deutlich mehr als bei vergleichbaren Modellen. Als praktisch für schwere Lasten erweist sich die horizontal geteilte Heckklappe. Ist das obere Teil weggeschwenkt, lässt sich zusätzlich das untere Fünftel herunterklappen, so dass eine Ebene mit dem Laderaumboden entsteht. Das ist vor allem für Hundebesitzer interessant, da der Vierbeiner leichter aufspringen kann und so ein lästiges Zerkratzen der Stossstange verhindert wird. Die Klappe kann mit einem Gewicht von bis zu max. 220 Kilo belastet werden. Somit trotzt die Laderampe auch schwerem Wild. Kräftiger Dieselmotor Der 156 PS starke, von PSA entwickelte 2,2-Liter-Commonrail, der doppelwandig hergestellte Zylinderblock, die variable Klappensteuerung und speziell geformte Aluminiumkolben reduzieren die Geräuschentwicklung, so dass für ein Dieselfahrzeug ein ungewohnt angenehmes Motorengeräusch zu hören ist. Und der Motor packt kräftig an: 380 Nm sprechen eine deutliche Sprache und lassen den 1,8 Tonnen schweren Outlander in 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Die vom Hersteller angegebenen Werte des EUZyklus, die bei 7,3 Litern pro 100 km liegen, sind meines Erachtens in bergigen Regionen nicht er-

reichbar. Bei meinen Testfahrten waren 8 bis 9 Liter normal und somit in einem vertretbaren Rahmen. Fahrten im Gelände quittierte der Mitsubishi dagegen mit Werten über 11 Litern. Wendigkeit und Allradantrieb Liess beim Vorgängermodell der Radius noch zu wünschen übrig, kurvt der neue Outlander jetzt in einem minimalen Radius von 10.6 Meter bei einem Radstand von 267 cm zügig um die Kurven. Ein grosser Drehknopf auf der Mittelkonsole erlaubt bei jeder Geschwindigkeit ein Umschalten vom reinen Frontantrieb auf Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung, die gezielt und in Sekundenschnelle für jedes Rad den erforderlichen Vortrieb ermittelt und dosiert. 2WD, also Frontantrieb, erzielt Agilität und günstige Verbrauchswerte. Im Modus 4WD verteilt sich die Kraft je nach Fahrzustand und Traktionsverhältnissen variabel auf Vorder- und Hinterachse. Bei der 4WD Lock-Stellung wird der Drehmomentanteil für die Hinterachse gegenüber 4WD um das 1,5-fache mehr an die Hinterachse verlagert. Auf rutschigem Untergrund wird somit das Fortkommen wesentlich vereinfacht. Fazit Der Outlander vereint auf geschickte Art die Merkmale zweier Fahrzeuggattungen. Der praktische Gebrauchswert und das Raumangebot eines Sport-UtilityVehicles verbinden sich bei ihm

Bild oben links: Die Vorteile des kleinen Klappenunterteils: Es reduziert die Ladehöhe auf 60 cm und ist mit gut 200 kg belastbar. Bild oben: Übersichtliche Armaturen und ergonomisch platzierte Bedienungselemente, sowie jede Menge Ablage- und Staufächer.

mit den Abmessungen und Proportionen eines sportlichen Kombis. Trotz seiner vergleichsweise niedrigen Höhe (1720 mm) offeriert der Outlander komfortable Innenmasse und einen grosszügigen, variablen Stauraum, der auch die Jagdausrüstung mehrerer Personen problemlos aufnimmt. Der zuschaltbare Allradantrieb sorgt für zusätzliche Sicherheitsreserven auf der Strasse. Die Bodenfreiheit von knapp 18 cm erlaubt es, unbefestigtes Terrain mühelos zu befahren, ist aber nicht für grössere Geländeaktionen gedacht. An Ausstattungs-Merkmalen lässt der Outlander keine Wünsche offen. Serienmässig bietet er ABS, elektronische Bremskraftverteilung (EBD), elektronische Stabilitätskontrolle (MASC), Traktionskontrolle (MATC), Fahrer- und Beifahrerairbag, Seiten-Airbags vorne, Kopf-Airbag vorne und hinten, Klimaautomatik, elektronische Fensterheber (4-fach), elektronische Aussenspiegel, verstellbares Lenkrad, höhenverstellbarer Fahrersitz, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Fahrlichtautomatik, Radio-CD etc. Der Preis des aktuellen TopModells 2.2 DID Navigator mit einem maximalen Kundenvorteil bis CHF 7610.–, gratis Navigationssystem und Rückfahrkamera liegt bei CHF 48 550.–. Die Preise für den Mitsubishi Outlander 4x4 starten bereits bei CHF 36 950.–. Weitere Infos unter www.mitsubishi-motors.ch Schweizer Jäger 10/2009

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GESCHÜTZTE VÖGEL A

D

skandinavische Rasse

E B

juv. ad.

C Fuss

rüttelnd

F Ordnen Sie die abgebildeten Vögel den richtigen Namen zu! Abdruck aus den Lehrheften für Jungjägerausbildung mit freundlicher Genehmigung von Heintges Lehr- und Lernsystem GmbH. (Vervielfältigung, Fotokopie und Nachdruck verboten!) Bezugsquellennachweis siehe Rubrik «Jägermarkt», Seite 1, oben links. Antworten siehe Seite 47

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Testlänge: 11 Aufgaben Testzeit:

5 Minuten

Auswertung: 10 Fragen sehr gut 9 Fragen ausreichend weniger ungenügend

1 2 3 4 5 6

Blaumeise Tannenmeise Kleiber Stieglitz (Distelfink) Eisvogel Kohlmeise


wellenförmiger Spechtflug

<

C

= <

Testen Sie Ihr Wissen

=

=

imm.

A D

bei der Nahrungssuche

=

B =

E

Haube aufgerichtet

Haube zusammengefaltet

7 8 9 10 11

Wiedehopf Grünspecht Kleinspecht Grauspecht Waldbaumläufer

www.schweizerjaeger.ch

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wächst der Wald.Âť Die Bauern tragen Sorge, dass die Alpwiesen mit der Beweidung nicht verganden und verwalden und beugen so Naturkatastrophen vor. Schon diese Tatsache rechtfertigt einen Teil der Subventionen. Die Subventionen dienen nicht dem Bau von Ferienhäusern, hinter denen ein paar Schafe grasen. Zitat: ÂŤAb in die Schweiz, lachen die apenninischen lupis canis und machen sich schnurstracks auf den Weg Ăźber den nächsten Alpenpass.Âť Der Walliser hegt grosse Skepsis Ăźber die Art und Weise, wie der Wolf die Grenze Ăźberschreitet. Ă&#x153;ber die Art, wie die Luchse ins Wallis kamen, herrschten immer Zweifel. Man schenkte den Beteuerungen der Luchsverantwortlichen wenig Glauben. Die Skeptiker bekamen Recht, als ein ÂŤMittäterÂť des Luchsprojektes zugab, die Luchse seien illegal ausgesetzt worden. Ist es so abwegig zu denken, dass sich das Gleiche mit dem Wolf abspielt? Die unnatĂźrlich abgewetzten Krallen des Ăźberfahrenen Simplonwolfes deuten wohl auf eine KĂ¤ďŹ ghaltung hin. Ich bin enttäuscht von Herrn Stucky (ebenfalls Jäger), der die Jäger aus nicht nachvollziehenden GrĂźnden grundlos verunglimpft. Die unmotivierte Breitseite gegen die Jägerschaft bestätigt sich im Sprichwort ÂŤhomo hominis lupusÂť, der Mensch ist des Menschen Wolf. Nicht Meinungsverschiedenheiten Ăźber das Sein oder Nichtsein des Wolfes unter den Jägern fĂźhren zu Imageverlusten, sondern als Jäger mit dieser Blasphemie gegen die Jäger zu polemisieren. Zum GlĂźck, ob gezielt oder zufällig bleibe dahin gestellt, liest man auf der gleichen Seite im ÂŤSchweizer JägerÂť unter der Rubrik Fehlschuss, zu welchen Taten die militanten TierschĂźtzer fähig sind. Roland Walker

In der Ausgabe 6/09 des so oder so, es beteiligen sich ÂŤSchweizer JägerÂť ist ein In- wohl in jeder Sektion erfahreterview mit dem Zentralprä- ne Jäger an den Vorbereitunsidenten des BĂźndner Kanto- gen der Anträge. Einmal gibt nalen Patentjäger-Verbandes es gute, das andere Mal weni(BKPJV), Beat Angerer, abge- ger gute. Aber eine Quote von druckt. Dieses kann in einem Punkt nicht unerJagd ist N wähnt ad acta geINNERSTE PASSIO legt werden. Jährlich werden alle Sektionen vom ZV zur Eingabe von Anträgen zum Jagdbetrieb eingeladen, gĂźltig natĂźrlich fĂźr den ganzen Kanton. Auf die letzte Ausschreibung gingen beim ZV 10 Anträge ein. So 90% als inakzeptabel zu beurvon einzelnen Sektionen, aber teilen und vor der DV in die auch von regional zusammen- ÂŤWĂźsteÂť zu schicken, lässt geschlossenen Sektionen. aufhorchen, wenn man mit dieNun beugte sich der erwei- sem ZV an die Zukunft denkt. terte ZV Ăźber diese Anträ2. Sollte diese Praxis beige. Resultat: Ein Antrag wur- behalten werden, passiert folde als ÂŤtauglichÂť und neun als gendes: In den Sektionen wird ÂŤnicht tauglichÂť beurteilt. Der es heissen: ÂŤWenn der ZV so ZV publizierte in unserer Ver- drein fährt, lohnt es sich Ăźberbandszeitung dieses Resultat haupt nicht mehr, sich Ăźber und empfahl dabei der kanto- die Jagd Gedanken zu machen nalen Delegierten-Versamm- und diese in Form von Anträlung die Ablehnung dieser gen weiter zu leiten.Âť In den Sektionen kehrt punkto Kanneun Anträge. Bemerkenswert ist die Ă&#x201E;us- tonalverband Lethargie ein serung des Zentralpräsidenten, und die kantonalen Delegiernämlich: ÂŤLeider mussten wir tenversammlungen werden zu neun von zehn Anträgen ab- einer ÂŤFormsacheÂť mit folkloristischen Darbietungen. Dies lehnen.Âť (Zitat) Neun von zehn entsprechen wäre sehr, sehr schade. 90%. Wird eine Ernte durch Zum Schluss: NatĂźrlich soll ein Naturereignis zu 90% ver- sich der ZV Ăźber die eingegannichtet, spricht man von einer genen Anträge Gedanken maKatastrophe. Was denken die chen und diese auch an der Leser, wenn von einer Viel- DV bekannt geben, nicht aber zahl Jägern ehrlich und demo- wie heuer geschehen, im Vorkratisch erarbeitete Anträge aus in unserem Verbandsblatt von einem kleinen Gremium publizieren. Die Sektionsmitvor der Versammlung zur Ab- glieder sollen an den internen lehnung empfohlen werden? Versammlungen unbeeinďŹ&#x201A;usst Es geht mir nicht um die In- zu den Anträgen Stellung nehhalte der abgelehnten Anträ- men, um diese dann an der DV ge, sondern um die Wucht der zu vertreten, so wie es seit eh Empfehlung zur Ablehnung. und je gewesen ist. Simon Tanner, Andeer Es geht mir ebenso wenig um eine Verunglimpfung des ZV. Mir geht es um zwei andere Punkte: 1. Wie gut oder weniger gut die Anträge jeweils sind,

entsteht eine klasse und dadurch in der HirschWild bessere Dynamik lebt, der weder dem hier sind wir sidie an der DV Wolf population. Auch Jäger Probleme bereides erweiterten ZV, Spur. Dass en wur- noch dem cher auf der richtigen Kronenebenfalls hoch angenomm n svorschrif- tet. versammwir den beidseitige den, in die Jagdbetrieb worden Die letzte Delegierten Tagen been sehr gut hirsch während zwei ein Entten 2009 aufgenomm in Disentis verlief sicher Dies zeigt lung kaum Anjagen dĂźrfen, ist sind oder noch werden. der rich- und die Anträge gaben dem auf permagegenkommen gegenĂźber auch sicher, dass wir hier zu Diskussionen. Ein vielfach bestrebt sind, lass HerbstJäger. Dies wird Thema bleibt die tigen Spur sind und nentes Bedenklich ist bleiben. und der sehr geschätzt. auf Hirschwild hartnäckig dran zu den restSpalWinter war jagd fĂźr mich, dass während SeptemDer vergangene des Kronenhirsches. Schutz Wild im fĂźr das die Jälichen 19 Jagdtagen eine harte PrĂźfung sich in diesem Punkt beidseitige en aus, die tet ber doppelt so viele und lĂśste Diskussion gerschaft? der werden wie en muss sich Kronenhirsche erlegt nicht neu sind. Wie Ich hoffe nicht! Diskussion denen sie jagdAuch verstehen und an den Tagen, an und sollen sein. Jäger als Heger in Ausnah- mĂźssen nur weiter entsind NotfĂźtterungen kĂśnnen wir uns dem Wild Thema? wenn wir zusammen Wolf bereitet weder mesituationen ein schneerei- wickeln, unsere Anliegen und ÂŤDer e.Âť Der letzte harte und dem Jäger Problem , dass sitzen und transparent mitteilen. noch che Winter hat aufgezeigt Meinungen g Bestand gutes noch Jagdplanun bar sind. Um dem Hirschwild ist sicher wir mit der jetzigen der Hebel angeeingeschlagen Beim n RegierungsHochjagd vorzu tun, mĂźsste da den richtigen Weg und dem zuständige Potenzial auf der aufdie vorgegebewegweisend. setzt werden. sehr arbeitsIch meine, dass wir haben und dass rat sehr wichtig und Dieses Jahr war persĂśnliche konsequent handen. Herbstdich die HeGeschätzspanEine letzte und mĂźssen, auf der ne Abschussplanung Wo siehst du fĂźr aber auch sehr ÂŤSchweizer JägerÂť: fĂźr dich wir muss. Denn hĂśren BKPJV bzw. uns im Präsident des intensiv, Frage, Beat. Was bedeutet zu hacken. Wenn umgesetzt werden rausforderung des Zuerst mussten wir ter Beat, du bist Le- jagd herum gefasst? lernen n Patentjä- nend. Jägerschaft in den Jagd in drei Sätze auf der Hochjagd konditionierte, dem die gut kennen BĂźndner Kantonale nur Abschuss der näher den Jagd BĂźndner einmal Bestände und he du dich den ZV Jagd ist innerste Passion, ist etwas heben kĂśnnen bensraum angepasste nächsten Jahren? gerverbandes. Kannst uns in die sehr umfangreic Die Jagd auf ohne gros- noch ne kurz-, und privat und Kantonalen darf kein Hobby sein. den Regulationsanteil kĂśnnen solche Winter Der ZV hat verschiede Leser/innen beruďŹ&#x201A;ich FĂźhrung des BĂźndner es Volksrecht, . Grund- somit Ziele dewird, ha. ein tief verwurzelt sen Schaden Ăźberstehen erung der Herbstjagd kleiner mittel- und langfristige verbandes einarbeiten ein näher vorstellen? wir hartnäckig viel erreicht. ein uraltes Kulturgut, bin 50 Jah- Patentjäger umfasst immerhin eine WinterfĂźtt ist sehr ist denen Ich sie An schon sätzlich wir Angerer: ďŹ niert. ben Beat Verband Dann ardahingehend eine bin ich BĂźch- Der Symbol fĂźr Freiheit. in diesem Zusammen abzulehnen, es muss dran bleiben werden. an den tung re alt. Von Beruf Mitglieder und betreibt Not- Man darf dass imbedeutet Verantwor Bildungs- 6600 werden, dass eine die einpermanent Jagd vergessen, zweiten wir eitung, im , nicht gearbeitet beiten hang Verbandsz senmacher aber auch und Ă&#x2013;ffentlichist. noch eine eigene AuďŹ&#x201A;age gegenĂźber der Kreatur, ca. 1400 Jägerinnen fĂźtterung mĂśglich zwei Dauerbrennern, Monat mit einer weg habe ich in Bern jagenden Benun seit merhin Vertrauen der ule absol- mal im Nicht gegenĂźber der nicht Luchs und Wolf sind die Herbstjagd weidmänkeitsarbeit und das zweijährige Handelssch ich als von 7700 StĂźck erscheint. im Kan- Jäger heisst aber auch dem habe vĂślkerung. Jagen einigen Jahren heimisch der Bär nisch und passioniert betreiben. BĂźndner Jäger. fdarf man, dass bei viert. Nach der Lehre n. Auch Outschar vergessen und durch Bewirtscha ÂŤZwanziger geĂ&#x2013;ffentlichkeitsarbeit der Firma planen ist der GraubĂźnde der ton bei Bei vielen Schäfter dem Wild mĂśgdas BĂźnd- Bei beiden Ausneun von zehn und danach ten der Bestände bei denen ist die Herbstbesucht sporadisch haben wir mit den in Ferlach gearbeitet ÂŤLeider mussten wir ingungen zu anderen fallenÂť, Jagd. Sendungen des Schwarz als lichst ideale Lebensbed nerland. Im Vergleich ein Teil der BĂźndner strahlungen der in Bern bei der Firma ablehnen.Âť Thema Gross- jagd mit 24 Minuist sicher ein ist in der Fa- Anträgen zu schaffen. Kantonen wird dem SF DRS ÂŤEinsteinÂť Der Kronenhirsch BĂźchsenmacher. Jagd fĂźr das ausaber weeine Punktden Schutz MitBeruf ein tägBeat, ich danke dir raubwild von Jägerseite ten Sendezeit sicher sechs von sieben Dauerbrenner. Durch milie, aber auch im e Intergeschenkt. Dies schonen wir Aber auch mit lebe mit mei- Vorstand auf einmal ausgewechfĂźhrliche und interessantGansner niger Beachtung  landung erzielt. des Kronenhirsches liches Thema. Ich Kurt Medien wachsen #FBU"OHFSFS bis zum Zeitpunkt bei anderen und ihrem gliedern da somit e, nen auch, view. tnerin praktisch alle sicher S verschiede ner Lebenspar durch die Mittelklass selt wurden und Alters- NJULBQJUBMF Kontakte. Wir Meine Partnekeine negativen EinďŹ&#x201A;Ăźsse Jagd- vermehrt Hirsche in die sind. Wir haben zuhatten wir gute Sohn zusammen. 4UFJOHFJTT dran bleiauf die und teilt null gestartet Ablauf das Grossraubwild werden da aber sicher rin ist ebenfalls Jägerin einmal den internen n sind. Wie Schulen und auch Passionen. erst strecken festzustelle ben, denn auch die t und organisiert, mit mir die jagdlichen stand ein wichtiund in Davos ein strukturier stellt sich der Zentralvor die Jugend sind noch einige neue Verträge 1982 erĂśffnete ich dieser Probleich seit die- waren und mussten grundsätzlich zu ges Thema. Waffengeschäft, das Reglemente fällig BĂźndner Jät und ausgehanmatik? Das Vertrauen der ser Zeit fĂźhre. ist grundBĂźndner neu thematisier ist sicher nicht haben wir Der Zentralvorstand ger zu erlangen, 1978 habe ich die delt werden. Ebenso sehr offeGrossraubtiebetreigegen ich konziunserer nicht neu Mit gemacht, sätzlich JägerÂť einfach. JagdprĂźfung haben sich die BĂźnd- den ÂŤBĂźndner den Fischern eire. Die BĂźndner Jäger somit be seit 1979 passioniert Jäger aber klar ge. Ei- piert und Auftritt geboten. ÂŤDas Vertrauen der BĂźndner an einer frĂźheren DV ner Hoch- und Niederjagd jeglicher Prät hat fĂźr nen grĂśsseren Jahr aber gen Aussetzungen nen speziellen Stellenwer ich fĂźh- Dann stand das erste nicht einfach.Âť GraubĂźnden ÂŤAb- zu erlangen, ist jagd, datoren im Kanton mich die Laufhunde sicher unter dem Motto Prädatoren ten Kommuund habe auch auch ausgesprochen. Wenn unserer Mitglieder nen und transparen re zwei Laufhunde und keinen 1992 tastenÂť. Viele en bis jetzt meiner natĂźrlich einwandern nikation sind wir schon welche gezĂźchtet. Jagd- wollten uns einmal kennenlern am Wild angekommen. die JagdĂźbermässigen Schaden ZusamMeinung nach gut habe ich in Ă&#x2013;sterreich der Zeit und herausďŹ nden, welche Anträdas zehn wir wird von seit n, wie neun verursache Dass wir wir betreiben und prĂźfung absolviert, dem BĂźnder abgelehnt oder g im Ti- politik hatten diemenleben zwischen gen der Sektionen jage ich auch regelmässi ieren dabei vorgehen. Wir empfohlen haSektionen Jäger und den Grossraubt erzur Ablehnung rol. Jahr nur aus den Probleme den betroffeGlĂźck, auf ses Delegiertenkeine oder lĂśsbare ben, hat sicher bei Auch hatte ich das haben zehn Anträge an der sonderlich Beispiel LeiKontinennicht gutes nen geben. Als nen Sektionen einigen verschiede versammlung zu behandeln.diesen in der Surbeigetra29 zu dĂźrfen. von wir ja die Situation zur Vertrauensbildung Schweizer Jäger 8/2009 ten dieser Welt jagen der mussten wir neun ferJahre ein es wir Jahr einige haben erstes waren schon selva, wo gen. Hingegen ablehnen. Sicher Du hast nun dein die vier Anträge hinter dir. Anträgen Kontakte mit tig gebracht, dass als Zentralpräsident aber auch die ersten Meibesondere und Fischerei Was waren dabei dem Amt fĂźr Jagd ne? len- oder Stolperstei

nt einem Jahr Präside nmacher und seit 7000 Beat Angerer ist Bßchse rbandes, dem knapp alen Patentjägerve des Bßndner Kanton e im Kanton der 150 ren. Keine leichte Aufgab Mitglieder angehÜ Täler.

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Schweizer Jäger 8/2009

Inter view

Die Rubrik ÂŤLettre de la RomandieÂť von John Stucky in der Septemberausgabe entspricht in keiner Art und Weise der gewĂźnschten Information Ăźber die Westschweizer Jägerei. Zitat: ÂŤIm Wallis, nach dem dort bereits im November 2006 einer im Feuer liegen blieb, wurde im August 2009 erneut ein Wolf geschossen. Muss das sein?Âť Die Frage sollte eher lauten, muss der Wolf im Wallis sein? Wem nĂźtzt er? Zitat: ÂŤErklären Sie einem modernen Stadtbewohner einmal den Unterschied zwischen der behĂśrdlichen Kugel oder dem Geschoss aus des Jägers Flinte. Der Wolf ist tot.Âť Die behĂśrdliche Kugel ist legal und vom Bafu abgesegnet. Weshalb trifft diese Frage wieder mit einem gewollten Seitenhieb die Jäger? Zitat: ÂŤ... jenen Vorfall, als ein MeuchelschĂźtze ein absenderloses Paket an das Bundesamt fĂźr Natur und Landwirtschaft in Bern adressierte. Dessen Inhalt: Die Pfoten eines Luchses. Feig ist das â&#x20AC;Ś und eines Jägers nicht wĂźrdig.Âť Vielleicht weiss nur Herr Stucky, wessen Tat es war und welches Gericht einen Jäger verurteilte. Bis heute fehlt der Beweis, dass es ein Jäger war. Zitat: ÂŤLängst hat sich im WolďŹ&#x201A;ager herumgesprochen, dass jeder Hobby-Landwirt in der Eidgenossenschaft vom Bund Geld in den Sack gesteckt erhält, wenn er hinter dem Ferienhäuschen ein paar Schafe grasen lässt.Âť Von kaum zu Ăźberbietender penetranter Arroganz gipfelt die Aussage zum Thema Nebenerwerbsbauern. So kann sich nur ein verblendeten Städter, dem das Wissen um die Vorgänge in der Natur voll abhanden gekommen ist, äussern. Selbst kritische NaturschĂźtzer sehen die NĂźtzlichkeit eines Weidegangs von Nutztieren im alpinen Raum ein. Das polnische Sprichwort sagt: ÂŤWo der Wolf jagt,

Inter view

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Der Mensch ist des Zum Interview Menschen Wolf mit Beat Angerer


Beim ersten Schneefall wurde in Filisur beim Kehrtunnel der Rhätischen Bahn ein Hirschstier tödlich verletzt. Tage danach konnte ich einen Hirsch bei der Futtersuche beobachten, beim Gehen sackte er hinten ab und konnte sich nur mit grosser Mühe aufrichten. Ich informierte umgehend die Wildhut, welche nach zwei Tagen durch Abschuss des Tieres dessen Qualen beenden konnte. Je grösser die Schneedecke wurde, konnten wir fast jede Nacht Hirsche bei der Nahrungssuche feststellen. In der Not fressen Hirsche Abfälle jeder Art, ob frisch oder verdorben, auch junge Arven und Sträucher wurden beschädigt. Einmal konnte ich mitansehen, wie ein Vierzehnender über einen Gitterzaun springen wollte, indessen aber am Gitter hängen blieb. Nach langem Schlagen mit den Vorderläufen gelang es dem Tier schlussendlich doch, sich zu befreien. Nur 50 cm neben dem angehängten Hirsch war ein Eisenzaun am Gitter vorhanden, nur mit grossem Glück hatte der Hirsch keine tödliche Verletzung erlitten. Gemäss Aussagen von Jägern in Filisur wurden im letzten Winter zwischen Alvaneu-Bergün durch die Bahn an die 20 Hirsche getötet. Unweit des Dorfes Filisur lag eines Morgens ein toter Zwölfender, nicht weit davon ein Gamsbock auf der Kantonsstrasse. Beide verendet, also nicht durch Unfall mit Auto. In früheren Jahren unterhielten die Filisurer Jäger 3 Futterstellen, an der Albula für die Hirsche, oben im Wald Richtung Wiesen für die Rehe, auf Sela oben für Hirsche, Rehe und Gämsen. Der Erfolg war beachtenswert. Weitgehend wurden die Tiere weder von der Bahn noch von Autos verletzt oder sogar getötet! Voraussetzung für die Fütterung ist richtiges Verhalten und richtige Anlage für die

Fütterung, das heisst, Heu und Trester zum Beispiel müssen beim ersten Schneefall bereit sein. Eine Fütterung erst zur Notzeit in Betracht zu ziehen, bringt wenig oder gar nichts. Auch bei den Ruhezonen können die Tiere nicht überleben. Wenn die Schneemenge ein Fortkommen nicht mehr erlaubt, verhungern die Tiere wie im übrigen Gebiet, ausgenommen bleiben Gebiete, die sehr steil abfallen, der Schnee abrutschen kann und die Tiere nicht gefährdet sind, wenn sich der Schnee nicht zur Lawine entwickeln kann. Gemäss «Südostschweiz» vom 19. Februar hat das Jagdinspektorat zur Rettung der Tiere angeordnet, im Rheinwald und Engadin ein paar Bäume

zu fällen, ebenso wurden gemäss Presse im Herbst in der Herrschaft durch die Wildhut zwei Rehkitze erlegt als Beitrag zur Verminderung des Fallwildes! Beides nicht nachvollziehbar. In Graubünden wurden früher 800 Futterstellen unterhalten, das Verbot hatte im vergangenen Winter verheerende Folgen: 1700 Hirsche, 1900 Rehe, eine unbekannte Anzahl von Gämsen und Steinwild mussten im vergangenen Winter einen grausamen Hungertod erleiden. Die Aussage dazu vom Jagdinspektorat: Die Futterstellen haben sich nicht bewährt, denn schwache Tiere werden benachteiligt! Abschliessend möchte ich die Frage stellen an Jäger und

Das Seil wurde zum Verhängnis Bereits als Jährlingsgeisslein sah ich sie – sie hatte beide Hinterläufe mit einem Seil umwickelt. Sie konnte sich nur in kleinen Schritten und humpelnd fortbewegen. Trotz mehrmaligen Ansitzen bekam ich sie nie mehr zum Anblick! Am diesjährigen ersten Jagdtag erblickte ich sie wieder, etwas abseits von einem kleinen Gamsrudel. Ich war sehr erstaunt, dass sie den letzten, so strengen Winter, in einer derart hohen und rauen Bergwelt überlebt hatte!

Nun war für mich der Auftrag klar. Nach meinen ethischen Vorstellungen musste dieses Geschöpf von seinem Leiden erlöst werden. Als ich auf die erlegte zweieinhalbjährige Geiss zukam, bot sich ein trauriger Anblick. Das Drahtseil in Kombination mit einem Hanfseil war fest um ihre beiden Hinterläufe gewickelt – sie hatte keine Chance, diese «Schlinge» abzustreifen. Ihr Leben war im wahrsten Sinne an dieses Seil gebunden.

Leserbriefe Leserbriefe geben Meinungen der Schreiber/innen wieder, die nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen müssen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder persönlichkeitsverletzende Einsendungen zurückzusenden. Von Leserbriefen betroffene Personenkreise oder Institutionen werden bei Bedarf zu Stellungsnahmen durch die Redaktion aufgefordert und ebenfalls veröffentlicht. Die Redaktion Kurt Gansner Leser: Nehmen wir an, dass pro Futterstelle z.B. 4 Tiere den Winter überlebt hätten, die Katastrophe wäre unweigerlich viel kleiner gewesen. Dies ist meine feste Ansicht entgegen derjenigen vom Jagdinspektorat gemäss Presse. Max Plüss

An beiden Hinterläufen war die Decke wie auch die Knochen infolge der Reibung durch das Seil stark verletzt. Durch die fortwährenden Bewegungen war auf der einen Seite die Sehne angerissen und das Fleisch wurde am Mittelfussknochen bis unters Sprunggelenk stark verletzt. Dadurch wurde das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet und starb zum Teil ab. Das schmerzvolle Leben hatte bei der kleinen Gamsgeiss deutliche Spuren hinterlassen! Nachdenklich sass ich noch eine ganze Weile neben dem aufgebrochenen Tier, bis ich mit dem Abstieg begann. Erich Oppliger, Jagd- und Wildschutzverein Thun

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Massensterben der Wildtiere in Graubünden


Lebensraum

Wald, des Wildes

WOHNZIMMER

Ein Fest für Jung und Alt Das Thurgauer Forstpersonal sowie Jagd Thurgau kooperieren mit Gästen aus dem Kanton BL – der Jagd Baselland. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Nutzen vorhandener Ressourcen.

Von Lucia Moreno Der Verband Thurgauer Forstpersonal feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum und ist Initiant der Thurgauer Waldtage. Ziel ist es, über Waldwirtschaft und die vielfältige Nutzung des

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Holzes zu informieren. Aufzuzeigen, welche Berufe im Wald möglich sind und was für ein Aufgabengebiet der Jagd zukommt. Ein breites Spektrum mit vielen Führungen für Schulen, Attraktionen und ein Festbetrieb, aber auch ein Waldplauschwettbewerb für Politiker, Behörden und Sponsoren.

Alles in allem dauert der Anlass 3 Tage und «Nächte». Da Jäger seit jeher den Kontakt zueinander pflegen und sowohl revier- wie auch kantonsüberschreitend kooperieren, hat Jagd Thurgau Jagd Baselland um Unterstützung in Form des Erlebnismobils Jagd gebeten. Der vormals


Kindermund tut Wahrheit kund… Als mit grossem Getöse und von weit her hörbar die erste Truppe von etwa 40 Schülern den Treffpunkt Jagd erstürmte, galt es erst einmal eine Struktur zu schaffen und zu hören, was die Kinder interessierte und was sie wussten.

Logistik der Superlative. Jeder soll seine Wurst bekommen.

Für den ganzen Stand hatten uns die Lehrer diesmal 10–15 Minuten Zeit gegeben. Bei der «Vorstellungsrunde» standen sich nun die Kids, Lehrer und Jäger gegenüber, jeder sollte seinen Namen sagen und was ihm beim Thema Jagd in den Sinn kommt. «I bi d’Celine und wenn d’Jäger im Wald sind, mueni uffpassä.» – «Markus, Jäger händ Gwehr!» – «I heissä Patricia, wenn d’Reh springäd, muss mä stohblibbä.» – «Marco ... i weiss nüd.» – « Beat, mir händ mit äm Jäger chlini Reh us dä Wiesä gnoh.» – «Frau Rottenmaier, Reh sind schö und i han gärn Wildragout.» Die Jägerkameraden staunten, genauso wie ich, dass wir vor allem als «schiessende» wahrgenommen werden und brachten Punkte ein wie: «Mich lütäd mär a, wenn es Tier uff dr’Stross verletzt worä isch.» – «Ich han Froid a dä Natur und bi jede Tag im Wald zum luägä, ob alles in Ornig isch.» Anhand dieser Bestandesauf-

Foto:Alexio Moreno

Foto:Alexio Moreno

Vorstellungsrunde: Wie heisst du und was fällt dir zum Thema «Jagd» ein?

Foto:Alexio Moreno

Attacke… Der Eröffnungstag ist den Schulklassen gewidmet. Mehr als 1000 Schüler waren angemel-

det. Am Freitagmorgen stürmen in ungezähmter Lebensfreude die jungen Menschen zusammen mit ihren Lehrern und Betreuern das Festareal. Die Klassen wurden von den verantwortlichen Organisatoren eingeladen. Besonders attraktiv ist, dass zum Package auch eine Cervelat dazu gehört, die als Zmittag dient. Die Logistik beinhaltet natürlich auch den ökologischen Transport der vielen Teilnehmer. Da man im vielfältigen Angebot Schwerpunkte setzen konnte, haben sich die Gäste im grossen Areal dann schnell verteilt. Stationen wie Forstberufe, wo man Vollerntemaschinen im Einsatz erleben konnte.

Frischling, Rehkitz, Dachs und Fuchs wurden von den Kindern staunend angefasst, wenn sie denn einmal entdeckt wurden. Schweizer Jäger 10/2009

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Lebensraum

heissende «Basellandschaftliche Jagdschutzverein» feiert ebenfalls in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und hat sich unter vielen andern Jubiläumsaktivitäten ein mobiles Fahrzeug zwecks Aufklärungsarbeit «gegönnt», welches durch die Hilfe wertvoller Freiwilligenarbeit und grosszügigen Spenden finanziert wurde. Da die Benutzung des Erlebnismobils vorsieht, dass dieses Fahrzeug nicht kommerziell genutzt wird, und nur von speziell ausgebildeten kantonansässigen Jägern verwendet werden kann, hat sich eine Basler Jägerin auf den Weg in den Thurgau gemacht und schildert im nachfolgenden Text Eindrücke und Erlebnisse. Gleichwohl lassen wir Verantwortliche und Kinder zu Wort kommen, damit wir Leser ein wenig von dem grossen Fest miterleben können.


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Schweizer Jäger 10/2009

Tränen Mit «Lueg, do isch än Dachs» begannen die nächsten den Stand zu stürmen. Dieser Lehrer gab uns 3 Minuten und dank unserer guten Koordination zwischen allen möglichen Aufklärungspunkten konnten wir auch diesen Besuchern ein Staunen und Lächeln auf die Gesichter zaubern. Ein kleines Mädchen wurde von seiner Lehrerin besonders umsorgt, es weinte. Als ich es mit dem Säuli und dem kleinen Rehli bekannt machte, beruhigte sich die Kleine und murmelte «Immer wenn i öppis vo Fleisch hör, wird mir schlächt…» Mit diesen Situationen müssen wir als Aufklärer umgehen können und sie akzeptieren. Woher wollen wir wissen, in welcher Umgebung und mit welchen Grundlagen die Kinder vertraut sind? Gleichwohl bin ich überzeugt, dass auch dieses kleine «Seelchen» etwas wichtiges erfahren durfte und verarbeiten wird. Menschliche Kompetenz gefragt Genauso wichtig wie die genaue Beobachtung und das Eingehen auf die Bedürnisse ist es, ehrlich zu sein, nicht zu beschönigen und zu versuchen, die VOX TV WELT mit «dem wilden Wohnzimmer» zu korrigieren. Zu sagen: «Hey, die Welt spielt sich bei dir und um dich ab. Sie ist nicht im Fernseher oder auf der Playstation und auch nicht im Migros Tiefkühlregal!»

punkte behandelt wie Waldkindergarten, Freizeit im Wald, Rohstoffgewinnung, Pflege und Bewirtschaftung des Waldes. Am darauf folgenden Samstag widmete man sich vorwiegend der breiten Öffentlichkeit und der Politik und hat mit speziellen Programmen wie zum Beispiel der Waldarena «Thurgauer Wald im Jahre 2030» mit verschiedenen Verbandsvertretern der Wald- und Holzbranche, unter der Leitung von Urs Wegmann Programme geschaffen, die viel versprechend waren. Fehlen durften aber Sport und Spass auf keinen Fall, so wurden Plauschwettkämpfe organisiert und am abendlichen Festakt konnte man beim gemütlichen Zusammensein und mit musikalischer Begleitung das Tanzbein ordentlich schwingen. Die Jagdhornbläser «Jungfüchse» feiern in Fredi Dürr hat diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiden Wagen behü- läum und unterstützten das festlitet und stand als che Jagd- und Waldambiente mit Helfer zur Verfüeindrucksvollem Spiel. gung. Als Dank erDer Sonntag gehörte ganz den halte ich nicht nur Familien und man rechnete mit die schönen Erleb- mehr als 10 000 Besuchern. Sie nisse, sondern ei- konnten hautnah dabei sein, wenn nen wunderbaren es darum ging zu erfahren, was in Thurgauer Chorb, unserer nächsten Umgebung für den ich als «Heim- Wunder passieren, welche wirtwehthurgauerin» schaftlichen Faktoren unser Wald ■ schätzen und ge- hat.

niessen werde!

Gastgeber Thurgauer Forstpersonal Einen grossen Kranz kann man dem Thurgauer Forstpersonal winden. Die gute Kooperation mit der Jagd hat uns ein schönes Forum geboten und die Jagd selbstverständlich integriert. So ist es für die Forstleute traditionell, dass man gut zusammenarbeitet (siehe Kasten). Obacht, Baum fällt! Die weiteren Schwerpunkte des Parcours zu beschreiben, ist aufgrund der Vielfalt schier unmöglich und würde den Rahmen sprengen. Es wurden Schwer-

Foto:Alexio Moreno

Lebensraum

nahme hatten wir nun schöne Möglichkeiten, die Kinder auf unsere verantwortungsvolle und vielfältige Funktion aufmerksam zu machen. So forderten wir die Kinder auf, herauszufinden wie der Jäger die Tiere überhaupt findet. Schnell fand man im sumpfigen Boden Spuren von Rehen und Wildschweinen. Diese waren einerseits natürlich vorhandet und wurden dann aber noch mittels den präparierten Läufen aus dem Erlebnismobil verdeutlicht. Alsdann bemerkte das erste aufmerksame Kind den Frischling und stürzte begeistert darauf zu. Dahinter gut getarnt wurde von einem kleinen Mädchen das Rehkitz entdeckt und dank dieser Aufmerksamkeit konnten wir gut erläutern, wie die «Tierkinder» im Wald leben und was sie benötigen. Als Jägerschaft dürfen wir vermitteln und können klarmachen. Die Kinder verstehen, dass man das Kitz nicht nach Hause nehmen kann. Warum die Hunde nicht frei im Wald spielen sollen, zeigten wir anhand unseres kleinen vierbeinigen Helfers. Versuchshalber forderten wir ein Kind auf, den Kleinen von der Leine zu lassen, um zu schauen, ob er lange hat, ein Tier im Wald zu finden. Von der Leine, stürzte der Hund sofort Richtung des ebenfalls versteckten Fuchses, den die Kinder bis dahin gar noch nicht gesehen hatten. (Anmerkung, der Hund ist ausgebildet, weder Kindern etwas zu tun noch Präparate zu verludern.) Der Kreislauf schloss mit der Bitte, dass man bei einem Verkehrsunfall immer die Polizei rufen soll, damit die den Wildhüter mit Hund holen kann. Aber auch weniger schöne Sachen, z.B. dass man ein krankes Reh nicht ins Tierspital bringen kann, weil es ein Wildtier ist, beendeten die Runde so belebend wie sie begonnen hatte. Lehrerin und Kinder bedankten sich und waren erhellt vor Freude, auf was für ein breites Spektrum an Aufgaben und Wissen sie bei diesem doch eher «unheimlichen Stand» gestossen sind.


Foto:Alexio Moreno

PersÜnliches Gespräch zu den Hintergrßnden

NEU !

LICHTSTARKER WAIDBLICK! $ASNEUE-)./8('X

Die Gesprächsteilnehmer: Präsident Kantonaler Jagdverband Jagd Thurgau, Bruno Ackermann; Leiter Forstamt Kantons-Forstingenieur, Paul Gruber; RevierfĂśrster in Dussnang, OK-Präsident und Beirat Christoph Ammann. Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Anlass gekommen? Immer wieder gibt es Situationen, die wir gemeinsam angehen und wo wir ein hĂśheres Gewicht haben, wenn wir unsere Anliegen koordinieren. So hatten wir 1993 die Holzereimeisterschaft und arbeiteten damals mit allen Stellen sehr gut zusammen. Es gibt verschiedene Arbeitsgruppen und sowohl mit dem Amt fĂźr Raumplanung als auch mit dem Amt fĂźr Umwelt, also generell mit der Thurgauer Verwaltung, kann man gut etwas bewegen. Da wir als Thurgauer Forstpersonal ein grosses Jubiläum feiern, eben 100 Jahre, und wir in Frauenfeld mit dem Werkhof einen zentralen und gut strukturierten Veranstaltungsort hatten war es gleich klar ÂŤHopla, das isch ä Superidee!Âť Logisch ist von Anfang an gewesen, die Jagd gehĂśrt in den Wald und damit dazu. Innerhalb von rund 2 Jahren haben wir den Anlass mit viel UnterstĂźtzung und Freiwilligenarbeit organisiert. NatĂźrlich hatten die Arbeitgeber ein gewisses Entgegenkommen, aber viel Arbeit mussten wir in unserer Freizeit erledigen. Die Kosten hatten wir zu Beginn um einiges tiefer angesetzt. Dank unseren Sponsoren konnten wir den grĂśsseren 6-stelligen Betrag aufbringen. In diesem Sinn ein Merci an alle! Klar wollten wir zeigen, dass wir Waldarbeiter nicht nur die ÂŤGummipirschÂť kennen, sondern naturverbundene Leute, die mit viel Liebe zur Natur versuchen, diese zu pďŹ&#x201A;egen

und zu hegen â&#x20AC;&#x201C; gleichwohl aber auch wissen, wann es Zeit ist zu ernten, sowohl das Holz wie auch das Wild. Welche Kernaussage mĂśchten Sie den Lesern mitteilen? Die vielfältige Nutzung des Waldes soll erkannt werden. Die Wirtschaftlichkeit und die damit verbundenen Aufgaben, die es gibt. Auch die Gefahr der Ă&#x153;bernutzung und den Schäden, die daraus entstehen kĂśnnen. Wir wollen Wege aufzeigen, wie wir miteinander mit dem wertvollen Gut umgehen kĂśnnen. Es soll auch ein Dank ausgesprochen werden, dass die kantonale Zusammenarbeit positiv ist. Und nicht zuletzt sind wir auch froh, dass wir im Kanton Thurgau eine Initiative, die von WWF, Pro Natura und dem Tierschutzverband Thurgau lanciert wurde, verhindern konnten, da wir die Jagdverordnung anpassten und nun der Hase ein geschĂźtztes Tier ist. Es ist so, dass Ăźber Verordnungsänderungen der Regierungsrat in eigener Regie entscheiden kann. Wäre die Initiative vom Volk angenommen worden, hätte das Jagdgesetz geändert werden mĂźssen. Sollten sich die Feldhasenbestände aber so stark vergrĂśssern, dass die Tiere nicht mehr vom Aussterben bedroht wären, kĂśnnte die Regierung die Hasen wieder von dieser Liste streichen. Den Herren ein DankeschĂśn und bis ein ander Mal! Lucia Moreno

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CH

Treffpunkt Jagd – Knigge für jagdliche Umweltbildung

Ende August wurde auf Schloss Landshut in Utzenstorf das neue Lehrmittel «Treffpunkt Jagd» den Medien vorgestellt. Mit dem pädagogischen Leitfaden steht nun ein lang ersehntes Lehrmittel zur Verfügung.

Warum jagen Menschen? Nicht nur dieser Grundsatzfrage geht das neue Lehrbuch in aufschlussreicher Weise nach. Drei Jahre intensiver

Arbeit der Stiftung SILVIVA, JagdSchweiz, dem BAFU und dem Know-how vieler weiterer Fachpersonen liessen ein Werk entstehen, auf das schon lange gewartet wurde. Das knapp 150 Seiten umfassende Handbuch beinhaltet alles für eine praxisnahe Umweltbildung. Übersichtlich in sechs Kapitel gegliedert, wird auf die Methodik und die Planung naturbezogener Öffentlichkeitsarbeit eingegangen. In Anwesenheit der Spitzen des Bundesamtes für Umwelt und der Schweizer Jägerschaft händigte Projektleiter Peter Kyburz (Stiftung SILVIVA) die ersten Exemplare aus. Andreas Götz (VizeDirektor des Bundesamtes für Umwelt), Reinhard Schnidrig (eidg. Jagdinspektor) und Jon Peider Lemm (Präsident von JagdSchweiz) würdigten das Werk und betonten die Wichtigkeit des Lehrmittels. «Jägerinnen und Jäger können auf ehrliche und zu-

Wildhüter Romeo De Monaco nutzte die Gelegenheit, einige Aktionsformen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchzuspielen. gleich hoffnungsvolle Weise zeigen, wie Partnerschaft zwischen Mensch und Natur aussehen kann, zum Nutzen und zum Gedeihen beider», so SILVIVA-Geschäftsleiter Marcel Fierz. Anschliessend an die Buchpräsentation wurden in der Parkanlage des Schlosses Landshut durch den Berner Wildhüter Romeo De Monaco praktische Beispiele mit den anwesenden Gästen durchgespielt. Somit bestand das Werk auch den ersten Praxistest. Den

Jägerinnen und Jägern steht ab sofort ein praxistaugliches und modernes Lehrmittel für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort zur Verfügung. Nun kann die Unterlage von den Jägerinnen und Jägern in der Praxis eingesetzt werden. Fotos und Text: Kurt Gansner «Treffpunkt Jagd» ist über JagdSchweiz (www. jagdschweiz.org/de/service_shop.php), Silviva oder über den Buchhandel zum Preis von CHF 24.– (zuzüglich Porto und Verpackung) auf deutsch und französisch erhältlich. Eine italienische Version ist für 2010 geplant.

Ihnen gebührt Dank für das gelungene Werk (Personen von oben nach unten): Romeo de Monaco, Dr. Marco Giacometti, Iris Scholl, Peter Kyburz, Daniela Jost, Rolf Senn, Joya Müller, Willi Enderli, Nicole Imesch, André Meyrat, Philippe Domont, Karl Lüönd, Monique Dousse. Nicht auf dem Bild, aber ebenso beteiligt: Raphael Papillioud und Hans Konrad Homberger.

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Anerkennung als Kandidat Das Kandidaturdossier des Regionalen Naturparks PfynFinges wurde offiziell vom Bund angenommen. Die Parkgemeinden Siders, Mollens, Agarn, Erschmatt, GampelBratsch, Guttet-Feschel, Leuk, Oberems, Salgesch, Turtmann, Unterems und Varen können somit ab sofort mit Unterstützung ihrer zahlreichen nachhaltigen Projekte im definierten Perimeter durch Bund und Kanton rechnen. Wie an der Pressekonferenz des Bundes am 28. August 2009 bekanntgegeben, hat das Projekt Regionaler Naturpark Pfyn-Finges eine weitere grosse Hürde genommen. Alle Gemeinden zusammen haben mit dem Kandidaturdossier insgesamt 15 Projekte definiert und eingereicht. In welcher Form diese Projekte von Bund und Kanton unterstützt werden, wird Gegenstand der Verhandlungen der nächsten Monate sein. Fest steht hingegen, dass der eingereichte Perimeter neu die Anerkennung als Kandidat Regionaler Naturpark erhalten hat und rückwirkend sich seit Januar 2009 in der Errichtungsphase befindet. Die Errichtungsphase wird voraussichtlich im Herbst 2011 mit den Abstimmungen in den Gemeinden und dem anschliessenden Antrag an den Bund auf Anerkennung der Charta ihren Höhepunkt er-

reichen. Voraussichtlich sollte der Regionale Naturpark PfynFinges ab 2013 in Betrieb gehen können. Mit der Anerkennung des Projektes Regionaler Naturpark Pfyn-Finges als Kandidat erhält jede Gemeinde eine Blache, die sie bereits jetzt als Parkgemeinde ausweist. Die Parkgemeinden haben so die Möglichkeit, sich zu differenzieren und ihre Bemühungen für die nachhaltige Entwicklung und den sanften Tourismus zu manifestieren. Natürlich wird nun auch der Auftritt von Pfyn-Finges den neuen Umständen angepasst. Die Website des Naturparks bezieht sich neu (ab Ende August-Anfang September) auf den Perimeter des Regionalen Naturparks und nicht mehr, wie bis anhin, ausschliesslich auf den bestehenden kantonalen Naturpark. Im Laufe der Errichtungsphase soll der Naturpark über seine Kommunikationswege zur Plattform für die Partner im Perimeter werden, so dass wirksam und effizient die verschiedenen Zielgruppen über das bereits bestehende reichhaltige Angebot informiert werden können. Ein regelmässiger Besuch der Website (www.pfyn-finges.ch) lohnt sich in jedem Fall! Weitere Informationen: Peter Oggier, Direktor, Tel. 027 452 60 60, info@pfyn-finges.ch; Alexandra Staub, Projektleitung, Tel, 078 621 16 52, a.staub@ pfyn-finges.ch

Landesforstinventar Die Feldaufnahmen für das vierte Landesforstinventar des Bundes haben begonnen. Drei Teams der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL untersuchen neun Jahre lang insgesamt 6500 Probeflächen und erfassen so den aktuellen Zustand des Schweizer Waldes. Das Projekt wird vom Bundesamt für Umwelt BAFU

begleitet. Für eine nachhaltige Wald- und Umweltpolitik ist es wichtig, über den Zustand und die langfristigen Entwicklungen im Wald möglichst genau Bescheid zu wissen. Hierzu liefert das Schweizerische Landesforstinventar (LFI) die erforderlichen Grundlagen. Im Schweizer Wald stehen allerdings ungefähr 500 Millionen Bäume – zu viele, um alle zu

Korrektur Ausgabe 9/09 Auf der Frontseite der Septemberausgabe wurde zum Interview mit Bernhard Blaser, Steyr Mannlicher Waffen, versehentlich das Bild von Wer-

ner Schneider, Waffenhaus Schneider, abgedruckt. Die Redaktion entschuldigt sich für diesen Fehler.

untersuchen. Darum wird nur auf einem seit 26 Jahren betriebenen Netz von Stichproben regelmässig die Waldentwicklung erhoben. Das LFI findet bereits zum vierten Mal statt und wird von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL durchgeführt – in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU. Die ersten drei Erhebungen starteten 1983, 1993 und 2004. Sie dauerten jeweils drei Jahre. Das vierte LFI erstreckt sich nun über einen Zeitraum von neun Jahren. Dabei wird jährlich ein anderes Neuntel der Probeflächen erhoben, gleichmässig verteilt über die ganze Schweiz. Die Feldaufnahmen dauern bis ins Jahr 2017. Aufgrund des Wechsels von einer periodischen zu einer kontinuierlichen Erhebung sind in Zukunft jährliche Aussagen zum Waldzustand möglich, beispielsweise nach extremen Ereignissen wie Stürmen, die Wälder grossflächig umwerfen. Bei den Feldaufnah-

men untersuchen Spezialisten der Forschungsanstalt WSL insgesamt 6500 Wald-Probeflächen. Drei Zweierteams registrieren an diesen Orten die Baumbestände und beurteilen die Standortverhältnisse. Pro Probefläche werden durchschnittlich 13 Bäume im Detail vermessen und beurteilt. Insgesamt werden rund 300 Merkmale erfasst. Das LFI erlaubt präzise Aussagen über die Veränderung der Waldfläche und die Zusammensetzung der Baumarten, aber auch über die Holzvorräte, den Zuwachs, die Nutzung und vieles mehr. Der Zustand der Schutzwälder wird genauso registriert wie die Qualität des Waldes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das LFI ist das wichtigste Instrument zur Beurteilung der Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung auf nationaler Ebene. Auskünfte: Peter Brassel, Eidg. Forschungsanstalt WSL, Leiter Landesforstinventar, peter.brassel@wsl. ch; Rolf Manser, Chef Abteilung Wald, BAFU, rolf. manser@bafu.admin.ch Schweizer Jäger 10/2009

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Bund und Kantone

Pfyn-Finges – Naturpark Wallis


Bund und Kantone

Forum für Wissen Am 7. September 2009 befasste sich an der ETH in Zürich das Forum für Wissen mit der Thematik Langzeitforschung für eine nachhaltige Waldnutzung. In einer Welt der Globalisierung und sich anbahnender immenser Probleme durch die Klimaerwärmung wurde dem Thema ein grosser Stellenwert eingeräumt, was auch die hohe Teilnehmerzahl von über 100 Personen aus dem In- und Ausland unterstrich. Die ökologische, gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Entwicklung wird in Zukunft immer schneller vorangehen und demnach auch komplexer. Aus den Referaten einige Aspekte Die Wald- und Forstwirtschaft wird von der Gesellschaft aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln betrachtet. Da der Wald für die Holzproduktion, Schutz vor Naturgefahren, Erholung, Wasser und Kohlenstoffzufuhr verantwortlich und gleichzeitig auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist, müssen Bäume ein hohes Alter von 80 bis 300 Jahren erreichen, um alle diese Aufgaben erfüllen zu können. Die Menschen sind im Gegensatz zum Wald gewohnt, mit Zeiträumen von Jahrzehnten umzugehen. Die Entwicklung eines Waldes muss deshalb nicht als dynamisch, sondern als statisch eingestuft werden. Ein Referent legte dar, dass Kronenverlichtungen (Nadel-

Maria Schmitt, WSL, befasste sich in ihrem Referat mit den Luftschadstoffen und Emissionen.

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und Blattverlust), Absterbensraten und Wachstum von Bäumen im gewissen Sinne als Parameter für den Zustand des Waldes herangezogen werden können. Die Forschungsergebnisse zeigen auf, dass der Winter- und Spätfrost im Winter 1986/87 und der Hitzesommer 2003 die Kronenverlichtung (Nadel- und Blattverlust) entscheidend beeinflusst haben. Weiter wurde auf folgende interessante Feststellung hingewiesen: Je geringer die Wasserversorgung in einem Jahr ist, umso höher fällt die Verlichtung im folgenden Jahr aus. Eine äusserst häufige Ursache der Kronenverlichtung ist der Nadel- oder Blattfrass durch Insekten. Der Blattfrass durch verschiedene Schmetterlingsraupen deutet auf das Vorkommen mehrjähriger Zyklen mit erhöhten Raupenpopulationen hin. Trockenstress Eine der häufigsten Absterbensursachen bei Bäumen bleibt jedoch der Trockenstress. Der Zuwachs eines Baumbestandes ist weitgehend vom Alter, von der Bewirtschaftungsform, der Baumartenzusammensetzung, der geographischen Lage, den klimatischen Verhältnissen und der Nährstoffversorgung abhängig. Mit Beginn der Waldsterbeforschung wurde eine hohe Kronenverlichtung als durch Luftschadstoffe verursachtes Phänomen betrachtet und mit dem gleichen Massstab wur-

Simon Egli, WSL, widmete sich der Pilzflora.

Teilnehmer im Tagungssaal. de auch der Zuwachsrückgang gemessen. Aber ein alleiniges Kriterium, den Gesundheitszustand des Waldes zu beurteilen gibt es nicht und wird es auch in Zukunft nicht geben. Auch Konzepte zur Erhaltung der Flechtendiversität im Wald kamen zur Sprache. Gerade naturnahe Wälder zeichnen sich durch eine reich entwickelte Flechtenflora aus. Gefährdet oder selten sind vor allem Flechtenarten, die auf biologisch alte Bäume und auf Totholz angewiesen sind. Bedrohte Flechtenarten können sicherlich erhalten und geschützt werden. Es wäre aber zwingend, dass Altholzinseln, Totholz und Baumveteranen erhalten bleiben. In einem weiteren Vortrag wurde die Pilzflora unter dem Titel «Mykorrhizapilze auf dem Rückzug – was bedeutet das für den Wald?», vorgestellt. In der Schweiz sind rund 5000 Grosspilzarten nachgewiesen, wovon sich drei Viertel auf den Wald verteilen. Ungefähr 1550 Mykorrhizapilze leben im Wald in einer Symbiose mit Bäumen. Bei Trockenstress und besonders auf nährstoffarmen Böden ist diesen Pilzen eine grosse Bedeutung zuzumessen, da sie Pflanzen bei der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen aus dem Boden unterstützen. Auch eine unterirdische Vernetzung zwi-

Christoph Scheidegger, WSL, behandelte in seinem Referat die Flechten im Walde.

schen den Bäumen wird durch diese Pilzart gefördert, sodass ein Austausch von Kohlenstoff, Wasser und Nährstoffen zwischen den Bäumen ermöglicht wird. Die Saproben, eine den Boden bewohnende Pilzart, helfen mit, Blätter, Nadeln und Streu abzubauen um die Inhaltsstoffe wieder in den Nährstoffkreislauf zurückzuführen. Weiter existieren die holzabbauenden Pilze, die auf absterbendem und totem Holz gedeihen. Von grosser Bedeutung sind die ligninabbauenden Porlinge, die zur Zersetzung der Holzsubstanz führen und den Weg für andere Abbauorganismen ebnen. Eine weitere Gruppe bilden die parasitischen oder krankheitserregenden Pilze. Nicht vergessen werden dürfen die Speisepilze, die nicht nur von Menschen gesammelt werden, sondern auch eine Nahrungsquelle für Wildtiere darstellen. Spezielle Mykorrhizapilze antworten auf Umweltveränderungen höchst empfindlich, besonders auf Stickstoffkonzentrationen im Boden. Nicht nur die Fruchtkörper, auch das unterirdische Pilzmycel bildet sich zurück, wenn die Stickstoffzufuhr zunimmt und ist nicht mehr im Stand die Baumwurzeln zu besiedeln. Wenn sich die Stickstoffmengen wieder reduziert haben, erwachen die Pilze zu neuem Leben. Allein dieses Beispiel zeigt, welche wichtige Rolle Pilze zur Gesunderhaltung unseres Waldes spielen. Die Schlussfolgerung «Ohne Wald keine Pilze – ohne Pilze kein Wald» ist ebenso richtig wie meine Sicht als begeisterter Naturbeobachter «Ohne Wald kein Wild – ohne Wild kein Wald». Georg Iten www.wildkunde-georg-iten.ch


FR

Lettre de la Romandie Seit anfangs September jagt es wieder in der Waadt: Die Sauenjäger haben im September bei trockenem Wetter schwierige Verhältnisse vorgefunden. Sie werden, um den Schwarzröcken effizient beizukommen, nasses und kälteres Wetter abwarten müssen. Während die Gämsjäger im westlichen Zipfel des Berner Oberlandes bereits am 10. des Monats ausrückten, durften die Waadtländer Hochwildjäger eine Woche später die Schnürsenkel ihrer Bergschuhe binden. Die Gämsjagd in der offenen Alpenzone – östlich der Veveyse, auch unter 1000 m ü.M. bis hin zur Walliser und Berner Kantonsgrenze – bietet dem Willigen eine wunderschöne Bergkulisse, und, bei Wetterglück, ein einzigartiges Erlebnis. Der Schlüssel dazu ist eine gute körperliche Verfassung. Wer keine Kondition hat, wird sich am Berg schwer tun. Bei schönem Wetter halten sich die Gämsen gerne noch in den höheren Regionen auf. Meine Jagd richtet sich in etwa nach dem 5-6-7-Prinzip: Abfahrt vom Chalet auf 1200 Meter um 5 Uhr, Abmarsch um 6 Uhr, Beginn der Pirsch um 7 Uhr. Da gibt es verschiedene Schulen: Abwarten bis es richtig hell ist oder sogar die Sonne auf den zu bejagenden Hang scheint, dann lange spiegeln und mit dem eigentlichen Anpirschen erst beginnen, wenn man ein konkretes Ziel im Auge hat. Oder noch in der Dunkelheit hin zum Stand, welcher sich oft hinter einem massiven Felsblock oder noch innerhalb des Waldgürtels befindet. Ein Berner Jäger hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: Jede Gämsjagd unterscheidet sich von jeder Vorhergegangenen. Da kann man noch so lange perfekt planen, am Schluss kommt es meistens anders, als man sich das Ganze im Vorfeld der Eröffnung ausgemalt hat. Tönt es am ersten Morgen wie am Eidgenössischen Feld-

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Gämsjagd – Jungbrunnen und Seelenreinigung. schiessen? Hallen die Echos von allen umliegenden Wänden und Halden zurück? Mitnichten: Trotz schönem Wetter an den beiden Eröffnungstagen, Donnerstag und Freitag, habe ich gerade mal zwei Schüsse wahrgenommen, und diese erst noch aus der Büchse des gleichen Nimrods. Ich schätze mich glücklich, dass ich an jedem der beiden Tage ein Rudel von um die vierzig Gämsen beobachten durfte, ohne dass diese sich durch andere Einflüsse gestört sahen. Indes, die Qual der Auswahl ist offensichtlich: Keine leichte Aufgabe im grossen Rudel das schiessbare Tier herauszuschälen. Lieber warten und am Montag nochmals ausrücken. Echinococcose – ein echter Zungenbrecher Die Westschweizer Füchse werden immer dreister. Laut einem Bericht der Sonntagsausgabe «Le Matin», suchen die Rothaarigen gerne die ur-

banen Gemüsegärten auf, um dort ihren Menuplan zu bereichern. Das Problem: Der Fuchs ist ein Verträger von Krankheiten, so beispielsweise des Parasiten Echinococcose, in Form eines Bandwurmes. Des Gartenbesitzers Motivation ist es bekanntlich, sein eigenes Gemüse anzupflanzen, um dessen Herkunft selber zu bestimmen und vor allem zurückhaltend mit schädlichen Düngemitteln umzugehen. Nun kann die heimtückische Krankheit, dem Leberkrebs nicht unähnlich, durchaus auf den Menschen übertragen werden, durch den Konsum kontaminierter Lebensmittel (z.B. Salat oder Gemüse), oder durch den direkten Kontakt mit dem verseuchten Tier. Fazit: Die Jäger, wohl nicht nur in der Westschweiz, sind einmal mehr gefordert: Die Füchse sind zu regulieren, das ist eine klare Auflage an uns Jäger. Oder sind wir wieder soweit, dass die Behörden mittels Helikopter vergiftete Hühnerköpfe abwerfen lassen, um die überhand nehmende Fuchspopulation zu dezimieren? Brandstiftung in der Schiessanlage ? Dort, wo sich viele Jäger aus dem Unterwallis, der Waadt und dem Kanton Freiburg ein Stelldichein geben, im Jagdschiessstand in Villeneuve, hat am 1. August dieses Jahres ein Brand den Einsatz der Feuerwehr gefordert. Weil die zum Kugelfang dienenden Autoreifen Feuer fingen, konnte die Feuerwehr dem Brand erst in den frühen Morgenstunden Herr werden. Brandstiftung oder ein glimmendes Überbleibsel eines 1.-August-Feuerwerks? Jean Pittier, Waffenschmied in Villeneuve und Betreiber der Anlage sagt, die Untersuchungen seien derzeit noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Anlage auf den laufenden Keiler ist zwar ausser Betrieb, alle anderen Stände können benutzt werden. Der Schiessstand Villeneuve ist an den Wochenenden geöffnet, die Kontaktnummer lautet: 021 960 22 38. stuckjohn@hotmail.com

Fr. 45.– Fr. 49.– Fr. 45.– Fr. 59.– Fr. 99.–


AG

Bund und Kantone

Beispielhafte Öffentlichkeitsarbeit Am 25. August 2009 fand im Revier der Jagdgesellschaft Seengen ein Schüleranlass statt, mit dem Ziel, die Schüler mit den Aufgaben der Jäger und der Jagd bekannt zu machen. Die vor Jahren gestellte Anfrage der Jagdgesellschaft, einen Schülertag zum Thema «Wild und Jagd in der heutigen Zeit» durchzuführen, stiess bei Schulleitung, Schulpflege und dem Gemeinderat von Seengen auf offene Ohren. Dieser Schülertag mit der Jagdgesellschaft Seengen wurde sogar in das offizielle Lehrprogramm der 4. und 5. Klasse aufgenommen. Man erreicht so, dass alle Schüler der Grundschule – mindestens einmal während ihrer Schulzeit – über Jagd und Jäger etwas gehört haben. Dieser für Schüler und Lehrpersonen interessante Anlass findet alle zwei Jahre statt, heuer bereits zum achten Mal. Als Basis und zur Vorbereitung der Schüler auf diesen Jägertag diente das Heft «Wild & Jagd in unserer Kulturlandschaft», das von den Schweizer Jagdverbänden herausgegeben wurde. Das Ziel der Jagdgesellschaft ist, den Schülerinnen und Schülern auf leicht verständliche Art den Sinn und Zweck der Jagd und die Aufgaben der Jäger zu erklären.

Das können wir Patentjäger auch. Dabei war den Jägern die Erfahrung im Umgang mit Wild in Wald und Feld und die Kenntnis der Lebensgemeinschaft «Wald» eine grosse Stütze. Die haben wir Patentjäger auch. Die Schüler/innen wurden in vier Gruppen à ca. zehn Schüler eingeteilt, die in Rotation die vier Posten à 30 Minuten besuchen konnten. An den Posten wurden folgende Themen behandelt: Wild und Wildkrankheiten Einheimische Wildtiere, Wildbestand, Federwild, Raubzeug, Vögel des Waldes und wildernde Hunde und Katzen. Wald und Wild Unser Wald, Erholungsraum, Lebensgemeinschaft, Äsung in Wald und Feld, Wildschaden, Notwendigkeit der Jagd und Verhalten nach Unfällen mit Wild. Jagdausrüstung und Jagdhunde Büchse, Flinte, Jagdoptik, Jagdutensilien, Kleider. Verschiedene Jagdhunderassen und die Verwendung, Vorstehhund, Stöberhund, Schweisshund, Bodenhund, ein Vorstehhund war anwesend und apportierte.

Jagdaufseher Ruedi Lindenmann erklärt den Schülern die Tiere des Waldes. Jagdbetrieb und jagdliches Brauchtum Die Jagd als Aufgabe mit Verantwortung der Jäger als Heger, Rehkitzrettung, Jagdarten, Weidmannssprache, Jagdgesetze, und vieles mehr. Wettbewerb Zum Schluss gab es einen Wettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler mussten Fragen beantworten, deren Antworten sie an den verschiedenen Posten erfahren hatten. Der erste Preis war ein Gutschein für einen Jägertag. Der Gewinner darf mit einem Jäger auf einen Pirschgang und Ansitz. Den zweiten und dritten Preis durfte man sich aussuchen. Die Gewinner konnten wählen zwischen einem Rehgehörn und einem Fuchsbalg. Zum Aser gab es eine Wurst, die, am Feuer gebrätelt, mit Brot und den passenden Getränken

Der Obmann der Jagdgesellschaft, Walter Sandmeier, begrüsst die Schüler und Lehrerinnen und gibt das Programm des Tages bekannt.

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ausgezeichnet schmeckte. Dafür könnte man einen Sponsor finden, sonst wäre das eine gute Investition eines Patentjägervereins für die Zukunft von uns Patentjägern. Ich hatte einige Schüler während dem Postenwechsel gefragt, ob es ihnen gefällt. Sie antworteten mir mit, es ist cool, geil, bis – ich möchte auch Jäger werden. So einen Anlass möchte ich allen Patentjägern zur Nachahmung empfehlen. Wenn sich zwei oder drei Jagdgruppen zusammenschliessen, um das in ihren Gemeinden durchzuführen, wäre das eine Kleinigkeit für jeden beteiligten Patentjäger. Das Lehrprogramm und die Aufgabe der referierenden Jäger könnte man zusammen ausarbeiten. Ausserdem gibt es auf der Homepage von JagdSchweiz viele Möglichkeiten, sich Tipps zu holen, um sie in das Lehrprogramm einzubeziehen. Zum Beispiel: www.lernort-natur.ch Meine persönliche Meinung zu so einem wichtigen Anlass ist, dass die Beteiligten Jäger sind, und keine Nichtjäger beigezogen werden, die sogar noch vor Jahren Jagdgegner waren, wie ich einen Fall kenne, ihr Wissen nur aus Büchern haben, und das lediglich machen wollen, aber nicht in geeigneter Weise für uns Jäger es machen können. Der Eindruck für die Schüler/innen ist viel gewaltiger, wenn Jäger referieren, dies sollten wir uns bewahren. Josef Griffel


Am 14. August 2009 war es wieder soweit, die Lenzhardjäger konnten bei bestem Sommerwetter die Fünftklässler von Rupperswil zum alljährlich stattfindenden Schülertag in ihrem Jagdrevier begrüssen. Pünktlich um 09.50 Uhr näherten sich dem Schulzimmer im Grünen beim Rupperswiler Waldhaus rund 50 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften und zwei Praktikantinnen per Fahrrad. Mit freudigen und erwartungsvollen Gesichtern wurde die stattliche Schar mit Hörnerklang durch die eigene Bläsergruppe der Jagdgesellschaft begrüsst. Der Obmann Hans Minder hiess die Gäste willkommen und der Jagdleiter Ruedi Holliger erklärte als Organisator der Veranstaltung den Tagesablauf. Beim Aufbau der erfolgreichen Begegnung konnte einmal mehr auf die jahrzehntelange Erfahrung zurückgegriffen werden Ausgestattet mit einem Wettbewerbsformular und zwölf Fragen wurden rasch die fünf Posten von den disziplinierten Schülerinnen und Schülern bezogen und die Jäger konnten als erprobte Dozenten ihr Wissen an die sehr interessierten und aufmerksamen Gäste weitergeben. Dabei wurde einmal mehr grosser Wert auf eine interaktive Beteiligung der Jugend und den direkten Dialog gelegt. Nach den anstrengenden Arbeiten im ersten Teil war für alle eine wohlverdiente Mittagspause unter den schattigen Bäumen willkommen und die Grilladen wurden nach eigenen Rezepten am grossen Feuer zubereitet. Die Getränke und das Dessert offerierten die Jäger als kleine Anerkennung für das Interesse und den grossen Einsatz der Besucher. Mit neuen Kräften konnte der Nachmittag in Angriff genommen und der anspruchsvolle Wettbewerb abgeschlossen werden. Mit einer eindrücklichen Demonstration von Hans

Minder mit seinem erfahrenen Suchhund «Blue» wurde praxisnah gezeigt, wie man sich bei einem Verkehrsunfall mit Wildtieren zu verhalten hat. Um 15 Uhr konnten der theoretische und praktische Teil erfolgreich und mit guten Noten der Lehrerschaft an die Organisatoren abgeschlossen werden. Nun warteten alle sehr gespannt auf das Rangverlesen des Wettbewerbs, lockte doch ein schöner Gabentisch mit attraktiven Preisen. Herzlichen Dank an die verschiedenen Sponsoren! Für alle Teilnehmer lag etwas Nützliches bereit und alle Kinder konnten eine kleine Erinnerung nach Hause nehmen. Yves Sulser hat als einziger Schüler alle Fragen richtig beantwortet und durfte als Siegertrophäe den begehrten Fuchspelz in Empfang neh-

nen positiven und nachhaltigen Eindruck von den Lebensräumen unserer Wildtiere, das eigene Verhalten im Wald und der Bedeutung der Jagd mitnehmen konnten. Der direkte Kontakt zwischen Weidwerk und nicht jagender Bevölkerung ist mit dem Schülertag eine gute Investition in unsere Zukunft. Rudolf Holliger

Vorsicht im Umgang mit Waffen!

Kapitale Trophäen Rehbock Gross ist die Freude, wenn ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann, wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung einer Population von grosser Bedeutung sind. Der «Schweizer Jäger» bietet den Service der Trophäenbewertung weiterhin an. Mit Ruedi Suter, Muotathal, und Röbi Nigg, Gersau, konnten dafür zwei anerkannte Juroren gewonnen werden. Damit die Bewertung transparent wird und die Leserschaft daraus lernen kann, publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto. Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken Sie diese gut verpackt und eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436 Muotathal. Notieren Sie neben Ihrem Namen diejenigen Angaben, die Sie auf dem Bewertungs-

blatt erwähnt haben wollen. Bei grossen Trophäen und Vollpräparaten vereinbaren Sie mit Ruedi Suter einen Termin (Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung der Trophäe und detailliertes Bewertungsblatt mit Foto kostet Fr. 40.–. Bitte diesen Be-

trag beilegen. Die Veröffentlichung im «Schweizer Jäger» geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.

Erleger: Robert Blum, Bichelsee TG Datum: 21. Juli 2008. Erlegt im Revier 162, Gryenbad ZH Messung

Stangenlänge Gewicht Gehörnvolumen Auslage

links rechts

22.4 22.6 277.6 119 7.9

cm cm g ccm cm

Durchschnitt

Faktor

Punkte

22.5

x 0.5

11.250

x 0.1 x 0.3

27.760 35.700 2.000

0–4 P. 0–4 P. 0–4 P. 0–2 P. 0–5 P. 0–5 P.

2.000 3.500 3.000 1.500 2.000 0.000 88.710

35.1%

25 g Abzug wegen zu grossem Schädel

Farbe Perlung Rosen Spitzen der Enden Regelmässigkeit und Güte Abzüge Gesamtsumme

Schweizer Jäger 10/2009

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Bund und Kantone

Besuch bei den Lenzhardjägern

men. Dass alle gut aufgepasst haben wird dadurch bestätigt, dass mehr als die Hälfte beim grössten Teil der Fragen die richtige Antwort wussten. Für die Jäger hat sich der doch recht grosse Aufwand einmal mehr gelohnt und man ist überzeugt, dass unsere Schülerinnen und Schüler, die in einigen Jahren auch erwachsene Personen sein werden, ei-


BE

Bund und Kantone

Feinjustierung der Jagdvorschriften Der Kanton Bern hat die Jagdvorschriften den Erfahrungen aus der neuesten Jagdpraxis angepasst. Auf den 1. Dezember 2009 werden die Vorschriften über Schusszeiten, über die Jagd im Umkreis von 100 Metern von ständig bewohnten Gebäuden und über die Jagd mit Hunden angepasst. Letztes Jahr haben der Regierungsrat und die Volkswirtschaftsdirektion neue jagdrechtliche Vorschriften zur Verbesserung und Erhöhung der Akzeptanz der Berner Jagd erlassen. Das Controlling der Berner Jagd 2008/2009 sowie die Rückmeldungen aus der Jägerschaft haben ergeben, dass sich das neue Jagdrecht grundsätzlich bewährt und insbesondere zur Beruhigung der Berner Jagd beigetragen hat. Einzelne Resultate des Controllings sowie Gespräche an einem Runden Tisch mit der Berner Jägerschaft haben den Volkswirtschaftsdirektor, Regierungsrat Andreas Rickenbacher, dazu bewogen, eine Feinjustierung der Vorschriften zu erarbeiten. Diese Anpassungen werden auf den 1. Dezember 2009 in Kraft gesetzt. Jeweils ab Mitte November dürfen bei genügender Sicht wieder zwischen 5 und 21 Uhr Schüsse abgegeben werden; die Schusszeiten sind somit ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an den Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang gekoppelt. Damit wird es wieder möglich, ohne Unterbruch in den Nachtansitz zu wechseln. Das Verbot der Schussabgabe im Umkreis von 100 Metern von ständig bewohnten Gebäuden bleibt grundsätzlich bestehen. Wenn sich jedoch Wald, eine waldähnliche Bestockung oder eine Sicht behindernde Hecke zwischen dem Gebäude und der jagdberechtigten Person befindet, ist die Schussabgabe neu erlaubt. Zudem soll eine bessere Bekämpfung der vor allem durch

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Schweizer Jäger 10/2009

die Marder verursachten Schäden ermöglicht werden. Die Jägerin oder der Jäger kann deshalb neu mit Zustimmung der Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gebäude im Umkreis von 100 Metern jagen. Diese Regel gilt jedoch nur für die Jagd auf Fuchs, Dachs, Steinmarder, Marderhund oder Waschbär. Zur Unterstützung der Fuchsjagd wird ferner der Hundeeinsatz im Januar zu-

gelassen. Gleichzeitig wird neu eine Gehorsamsprüfung für sämtliche Jagdhunde obligatorisch erklärt. Dank dieser sollte es möglich werden, die Hunde rascher und leichter zurückzurufen und so den aus der Hetze entstehenden Stress für das Wild wesentlich zu reduzieren. Das Konsultationsverfahren hat gezeigt, dass diese Änderungen nicht nur den Anliegen der Berner Jägerschaft Rechnung trägt, sondern auch den Ansprüchen der Weidgerechtigkeit, der Jagdethik und der Tierschutzgesetzgebung. Kommunikation Kanton Bern

FR

Gwundrige Kinder im Galmwald Im Frühling wurde die Jagdgruppe Galm angefragt, ob sie wieder eine Aktivität für den Ferienpass wie im Jahr 2008 anbieten würde. Nach kurzem Überlegen wurde zugestimmt und ein Thema gefunden. Das Ziel war es, mit den Kindern Wildtiere zu beobachten und anschliessend im Schlafsack unter den grossen Bäumen im Wald zu übernachten. Bereits nach kurzer Ausschreibung wurden wir von interessierten Kindern überhäuft. Fast 40 Kinder wollten mit uns Jägern diesen spannenden «FerienSpass» erleben. Dies verlangte vom Organisa-

Das improvisierte Openair-Kino stiess auf grosses Interesse bei den Kids.

tionsteam genaueste Planung und zusätzliche Helfer. Auch ein Schlechtwetterprogramm musste vorbereitet werden und hier konnten wir wie schon so oft auf den Förster Kurt Wasserfallen zählen. Am Freitagabend wurden die Kinder mit dem Fahrrad in Gurmels abgeholt und nach einer kurzen Fahrt in den Galmwald in Gruppen eingeteilt. Alle Kinder wurden mit ihrem Namen und einem farbigen Armband versehen, damit sie wussten, in welche Gruppe sie gehörten und in welchem der markierten Gebiete sie übernachten durften. Da sich der Himmel bedeckte, musste man sich rasch zum Abendansitz begeben. Wir hatten enor-

mes Glück, alle Kinder hatten guten «Anblick». Das Wild konnte aus der Entfernung mit Spektiven oder aus nächster Nähe mit Feldstechern beobachtet werden. Als es dunkel wurde, durften die Kinder am grossen Lagerfeuer Cervelats bräteln und das JeuserHolzofenbrot geniessen. 1. Openair-Kino im Galm Da wir mit verzögerter Nachtruhe rechneten, wurde ein Kino installiert und die Kinder konnten sich in Sachen Rabenvögel einfach aber lehrreich weiterbilden. Nachdem die letzten Desserts verspiesen waren, mussten noch die Zähne geputzt, bzw. die Füsse gewaschen werden. Die Schlafsäcke wurden direkt auf dem Boden unter den majestätisch wirkenden grossen Eichen, Buchen und Fichten ausgerollt. Da sich der Wetterfrosch eher etwas pessimistisch zum Wetter ausgedrückt hatte, waren wir die ganze, jedoch sehr kurze Nacht vorbereitet, die Kinderschar spontan in den Forstwerkhof zu zügeln. Petrus meinte es aber gut mit uns und wir konnten die zum Teil erst eingeschlafenen Wilden um 5.00 Uhr wieder wecken. Einige der «Schlafmützen» mussten wir sogar aus den Schlafsäcken schütteln. Der aufwachende Tag und das Wild bedankte sich bei den motivierten Jägern mit gutem Wetter und ausgiebigem Anblick. Es wurden insgesamt mehr als 70 Rehe, 10 Hasen, 30 Füchse, Dachse, Tag- und Nachtgreifvögel, Rabenvögel, Eidechsen und Fischreiher durch die Kinder beobachtet


und auf dem Ansitzprotokoll notiert. Nach getaner Arbeit stand ein reichhaltiges Frühstück zur Verfügung. Es wurden grosse Mengen an Kakao, Butterzöpfen, Honig und Konfitüre durch die hungrigen Mäuler verschlungen. Nachdem die Kinder ihre Ansitzprotokolle stolz präsentiert hatten, bekamen sie als Erinnerung einen selber hergestellten FuchsSchlüsselanhänger. Müde wurde die Rückfahrt in Angriff genommen und am Treff-

punkt wurden die Kinder von ihren Eltern in Empfang genommen. Die FerienSpass-Teilnehmer informierten sogleich mit Stolz über das «Überleben» im Wald, die sehr kurze Nacht unter dem Sternenhimmel und die Kontakte mit den unterschiedlichen Wildtieren. Es war für uns Jäger ein gelungener Anlass mit hochmotivierten, interessanten und wissbegierigen Kindern. Die Jagdgruppe Galm-Eichelried

JAGDSCHROT PAT RO N EN Qualität und Erfahrung

LU

Wildbrethygiene heute

Anlässlich seiner Ansprache zur 100-Jahr-Feier von Revierjagd Schweiz, führte Bundesrat Moritz Leuenberger aus, dass es kein biologischeres Fleisch als Wildbret gibt. Entsprechend sind wir Jäger gefordert, das Wildbret nach hygienischen Grundsätzen zu verarbeiten, damit der Konsument dieses edle Gut aus unserer Natur geniessen kann. Wer kennt sie nicht, die 3 helvetischen Killerkriterien: «war schon immer so, haben wir noch nie so gemacht und da könnte ja jeder kommen». Wohlwollend kritisch stellten sich die Luzerner Jäger deshalb dem anspruchsvollen Thema der Wildbrethygiene. Dem gleichnamigen Buch «Von der Wildbahn auf den Teller» fol-

Philippe Volery, Eidg. Dipl. Küchenchef und Jäger, informiert zum Thema Wildbrethygiene.

gend, bildete der Autor des bekannten Werkes, Philippe Volery, im Auftrag von Revierjagd Luzern alle Wildverwerter der 123 Luzerner Reviere aus. Das Patronat zu diesem Kurs führte die Abteilung Fischerei und Jagd der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern. Der eintägige Kurs führte die Teilnehmer durch die Themen Gesetzliche Grundlagen, Wildtierkrankheiten, Selbstkontrolle und Arbeitstechnik in den Bereichen Untersuchung und Aufbrechen. Die Teilnehmer, die am Ende des Kurstages die anspruchsvolle Prüfung bestanden, erhielten vom Kanton das entsprechende Attest. Es ist dem hohen Interesse der Teilnehmer wie auch den verständlichen Ausführungen der kompetenten Referenten (Philippe Volery,

Erfahrene Jäger verlassen sich auf die Markenprodukte von Rottweil® – und das millionenfach! Dank fundiertem Know-How, technischer Kompetenz sowie ausgeklügeltem Innenaufbau sind Rottweil® Schrotpatronen kleine Meisterwerke, bei denen vom Pulver bis zur Schrotladung alles exakt zusammenwirkt. Höchste Qualitätsansprüche gepaart mit jahrzehntelanger Erfahrung garantieren Ihren jagdlichen Erfolg. Mehr Info unter: www.rottweil-ammunition.com

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Bund und Kantone

Luzerner Jäger stellen sich dem anspruchsvollen Thema «Wildbrethygiene». Eidg. Dipl. Küchenchef und Jäger, Dr. Otto Ineichen, stellvertretender Kantonstierarzt, und Dr. Marie-Pierre RyserDegiorgis, Zentrum für Fischund Wildtiermedizin FIWI) zuzuschreiben, dass alle Teilnehmer den Kurs erfolgreich bestanden haben. Die 3 Veranstaltungen wurden von den Sektionsvorständen und den Jagdgesellschaften in ihrem Gebiet organisiert. Die Kurstage waren nicht nur

vom Inhalt, sondern insbesondere auch im kulinarischen Bereich ein Highlight. Ein herzlicher Weidmannsdank den Referenten, den Organisatoren, dem Kanton, der das Projekt finanziell unterstützt hat, aber auch den Teilnehmern, die durch ihre aufmerksame Teilnahme signalisiert haben, dass sie bereit sind, sich mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen. Revierjagd Luzern

Übergabe Jagdfähigkeitsausweis Am 10. Juni 2009 war es soweit. 40 erfolgreiche Absolventen der Luzerner Jagdprüfung durften ihren Jagdfähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Als gastgebende Jagdgesellschaft verwöhnte das Revier

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Schweizer Jäger 10/2009

Neuenkirch-West Teilnehmer, Experten und geladene Gäste. Begrüsst wurden die Anwesenden von Otto Holzgang von der Jagd- und Fischereiverwaltung und dem Gemeindepräsidenten von Neuenkirch, Josef

Die neuen Luzerner Jäger, Jagdlehrgang 2008/2009 Josef Barmet, Egolzwil; Tobias Beer, Marbach; René Bieri, Doppleschwand; Valentin Brügger, Sursee; Philipp Bundi, Triengen; Hans Duss, Doppleschwand; Remo Duss, Hasle; Michael Felder, Marbach; Philipp Fluder, Cham; Tony Glanzmann, Beromünster; Hansruedi Gloggner, Ruswil; Urs Grüter, Fischbach; Walter Haas, Willisau; Gregor Hofstetter, Entlebuch; Jörg Huwiler, Root; Franz Imgrüt, Nottwil; Bernhard Ineichen, Emmenbrücke; Walter Ineichen, Emmenbrücke; Andreas Isenschmid, Alberswil; Erhard Jauch, Adligenswil; Franz Koch-von Holzen, Romoos; Bruno Krummenacher, Escholzmatt; Fredy Matter, Geiss; Simon Nussbaum, Ufhusen; Rosario Paravati, Aesch; Alessandro Pedrazzetti, Luzern; Marcel Ramseyer, Pfaffnau; Markus Renggli, Finsterwald; Josef Rölli, Daiwil; Thomas Röösli, Menznau; Peter Schärli, Rohrmatt; Walter Schmidli, Nottwil; Guido Stalder, Schüpfheim; Roman Stocker, Hochdorf; Erwin Stöckli, Obersteckholz; Josef Thalmann, Flühli; Simon Theiler, Hasle; Josef Vogel, Wolhusen; Andreas von Wartburg, Kriens; Ruedi Wyss, Willisau.

Peter-Villiger. Auch der Verbandspräsident von Revierjagd Luzern, Walter Steffen, gratulierte den frisch gebackenen Jägern, dankte ihnen für ihre Bereitschaft und wies sie auf die künftigen Jägeraufgaben und insbesondere in die Gepflogenheiten des Jägervolkes ein. Ebenso bedankte er sich bei den Prüfungsexperten, die ihre Arbeit ehrenamtlich ausführen und überreichte ihnen ein kleines Präsent als Dankeschön. Otto Holzgang übergab den glücklich strahlenden Absolventen die Fähigkeitsausweise und danach wurde zu Apéro und Aser geblasen. Die hungrige Gesellschaft wurde durch die JG Neuenkirch-West bestens verwöhnt. Ein Highlight war das Korkzapfen schätzen der Jagdgesellschaft, das den frisch Brevetierten ein letztes

Kopfzerbrechen bescherte. Als Preis winkte neben kostenloser Teilnahme am hauseigenen Hunkelen-Jagdschiessen, ein Jagdtag mit den Pächtern. Mit viel Witz und Charme erläuterte der Obmann, Josef Hardegger, das Brauchtum und die Anstandsregeln der Jagdgesellschaft. Als Erinnerung erhielten die Anwesenden ein Holzbrettli, das für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden kann, gesponsert von der Sektion Pilatus. Bis in die frühen Morgenstunden wurde der wichtige Tag gefeiert. Den frischgebackenen Jägern wünschen wir viel Freude am Weidwerken und braven Anblick. Revierjagd Luzern

Glückliche Gesichter bei der Übergabe des Jagdfähigkeitsausweises – die neuen Luzerner Jäger des Jagdlehrganges 2008/2009.


UR

Alle Jungjäger bestehen das Prüfungsschiessen Der Samstag, 22. August, war ein Freudentag für die aktuellen Jungjäger. Mit dem Prüfungsschiessen feierten sie quasi Halbzeit im Jagdlehrgang. Nach kurzer Begrüssung durch Josef Walker, Jagdverwalter und Präsident der Jäger-

prüfungskommission, stieg die Spannung in der Jagdschiessanlage Standel in Wassen. Obwohl die Trainingsmöglichkeiten sehr intensiv genutzt wurden und die Anforderungen im Training mehrfach bestätigt wurden, war eine gewisse Nervosität zu spüren. Markus Imhof, den wir während des Jagdlehrgangs begleiten, spürte die Nervosität am meisten, er machte die Sache richtig spannend. Im Kugelprogramm auf die Gämsscheibe (10er-Wertung) werden in sechs Schüssen 48 Punk-

Am Prüfungsschiessen machte es Markus Imhof ziemlich spannend. Alle 11 Jungjäger bestanden am Schluss den ersten Teil der Jägerprüfung. te gefordert. Nach guten Probeschüssen patzte er, schoss zwar keine 0, hatte aber keine Chance mehr, 48 Punkte zu erreichen. Nun galt es, den Puls wieder zu beruhigen, und mit aufmunternden Worten wurde

auf die Nachdoppelmöglichkeit hingewiesen. Markus Imhof entschloss sich in der Zwischenzeit, das Programm mit der Schrotflinte auf den 3-teiligen Kipphasen zu absolvieren. Hier gilt als erfüllt, wenn

Sonne Mond Solunar Aufgang

Untergang

Aufgang

Untergang

Oktober Fr 16. Sa 17. So 18. Mo 19. Di 20. Mi 21. Do 22. Fr 23. Sa 24. So 25. Mo 26. Di 27. Mi 28. Do 29. Fr 30. Sa 31.

07.46 07.47 07.48 07.50 07.51 07.53 07.54 07.56 07.57 06.58 07.00 07.01 07.03 07.04 07.06 07.07

18.37 18.35 18.33 18.32 18.30 18.28 18.26 18.25 18.23 17.21 17.19 17.18 17.16 17.15 17.13 17.11

05.36 06.53 08.10 09.25 10.38 11.45 12.43 13.31 14.10 13.41 14.06 14.27 14.46 15.04 15.22 15.41

17.24 17.46 18.10 18.39 19.14 19.57 20.48 21.46 22.49 22.53 23.59 – 01.04 02.10 03.17 04.26

05.02 00.01 00.48 01.11 02.11 03.09 04.08 05.06 00.12 00.02 00.47 01.07 01.46 02.23 02.59 03.37

11.14 05.46 06.35 07.28 08.24 09.28 10.21 11.18 06.00 05.50 06.36 07.18 07.57 08.33 09.10 09.48

17.26 12.23 13.13 – 14.37 15.36 16.35 17.31 12.37 12.25 – 13.29 14.07 14.44 15.20 15.59

23.38 18.11 19.00 19.54 20.51 21.49 22.48 23.44 18.24 18.14 18.58 19.39 20.17 20.54 21.31 22.10

November So 1. Mo 2. Di 3. Mi 4. Do 5. Fr 6. Sa 7. So 8. Mo 9. Di 10. Mi 11. Do 12. Fr 13. Sa 14. So 15.

07.09 07.10 07.12 07.13 07.15 07.16 07.18 07.19 07.21 07.22 07.24 07.25 07.26 07.28 07.29

17.10 17.08 17.07 17.06 17.04 17.03 17.01 17.00 16.59 16.57 16.56 16.55 16.54 16.53 16.51

16.03 16.30 17.04 17.48 18.45 19.53 21.10 22.30 23.49 – 01.06 02.22 03.37 04.52 06.07

05.37 06.51 08.08 09.23 10.32 11.31 12.18 12.54 13.23 13.47 14.08 14.28 14.49 15.12 15.39

04.18 05.05 00.12 – 01.48 02.56 04.03 05.07 00.17 – 01.29 02.11 02.52 03.34 04.19

10.30 11.18 05.58 06.58 08.04 09.11 10.18 11.21 06.04 06.55 07.41 08.23 09.04 09.46 10.32

16.42 17.31 12.41 13.31 14.49 15.27 16.33 17.35 12.44 13.08 13.53 14.35 15.16 15.59 16.45

22.54 23.44 18.26 19.28 20.34 21.42 22.48 23.49 18.31 19.20 20.05 20.46 21.28 22.11 22.57

Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse entgegen. Die Redaktion Schweizer Jäger 10/2009

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Bund und Kantone

Am Montag, 7. September 2009, beginnt für 593 Urner Jäger die ersehnte Hochwildjagd. Alle 11 Jungjäger haben inzwischen das Prüfungsschiessen erfolgreich absolviert. Wo Wild gehegt und gepflegt wird, ist auch die Jagd nicht weit. Mit der Hochwildjagd (7.–19. September), beginnen für viele Jäger die wichtigsten Tage des Jahres, für sie ist ein Leben ohne Jagd unvorstellbar. In diesem Jahr haben total 644 Jäger Patentarten gelöst, nämlich 486 die Allgemeine Jagd (Hochund Niederwild), 107 nur die Hochwildjagd, 33 nur die Niederwildjagd (12.10.–30.11.), 281 die Passjagd (22.10.– 27.2.2010) und 16 die Wasserwildjagd (2.11.–23.12.). 34 Steinwildjäger freuen sich zudem auf ein besonderes Jagderlebnis. Berechtigt stolz über das 50. Jagdpatent, das übrigens gratis ist, sind dieses Jahr Ludwig Eller, Göschenen, Meinrad Gamma, Wassen, Robert Gamma, Wassen, Ferdinand Infanger, Isenthal, Robert Jauch, Bristen, Franz Meyer, Schattdorf, Walter Müller, Altdorf, Hans Planzer, Bürglen, Josef Stadler, Bürglen und Hans Truttmann, Seelisberg. Um die Gäms- und Rehbestände infolge des schweren Winters zu stabilisieren, hat die Jagdkommission beschlossen, die Jagd auf Gäms- und Rehgeissen zu verkürzen. So ist die Jagd auf Gämsgeissen nur noch die erste Hochwildwoche erlaubt und Rehgeissen können nur während der ersten 2 Tage der Rehjagd erlegt werden.

Foto: Georg Epp

Jägerkandidaten meistern Hürde


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Schweizer Jäger 10/2009

Feldstecher und Fernrohr hatten den ganzen Tag Hochbetrieb. Von links Wisi Herger, Edy Müller, Peter Indergand und Markus Imhof mit Schweisshund Ero. sich Peter Indergand und Markus Imhof auf eine mögliche Abschussdistanz heranzupirschen. Dies gelang auch, aber kurz vor dem Abschuss spielte die alte Gämse seine Routine aus und verschwand aus dem Blickfeld. «Zum Abschuss fehlten mir nur gerade 2 oder 3 Sekunden», meinte anschliessend Peter Indergand. Ich dachte an ein altes Sprichwort, das heisst «In der Ruhe liegt die Kraft» und es wäre eigentlich schade gewesen, wenn das einmalige Erlebnis bereits vorbei wäre. Ohne grosse Worte hiess es, Rucksack wieder auf und weiter Richtung Treschhütte, die Feldstecher hatten von nun an Dauereinsatz. Gämsen da, Gämsen dort, aber meist an unpässlichen Orten oder keine möglichen Hegeabschüsse. An der Treschhütte vorbei landete man schlussendlich in der Banngebietshütte Bergfrieden, im Reich von Wisi Herger, verbrachte er doch kürzlich seine Ferien hier. Feiner Kaffee stand schnell bereit und mit der herannahenden Sonne

reduzierte sich ein möglicher Hegeabschuss auf ein Minimum. Vor dem Znüni wollten es aber die beiden Jungjäger zusammen mit Wildhüter Peter Indergand noch einmal wissen. Wieder kam man in Abschussnähe einer Gämse, diesmal verhinderten Berggänger im letzten Moment das Vorhaben. Ich dachte wieder an mein Sprichwort und noch optimistischer zeigte sich Edy Müller. Die Sonne vertrieb mehr oder weniger alle Tiere und mit dem «Znünizmittag» konnten sich alle Beteiligten, so auch «Ero», der Schweisshund von Peter Indergand, ausgiebig erholen. In der Ruhe liegt die Kraft... Inzwischen war es 18.00 Uhr. Wisi Herger entschloss sich in der Hütte zu bleiben und der Rest machte sich auf den Heimweg bereit, die Feldstecher hatten allerdings noch nicht ausgedient. Unterhalb der Treschhütte eröffnete sich eine weitere Möglichkeit, eine trockene ältere Gämsgeiss weide-

te in günstigem Gelände. Nun ging es blitzschnell, mit einem sauberen Schuss von Wildhüter Peter Indergand klappte der Hegeabschuss doch noch. Schweisshund «Ero» ortete das erlegte Tier sofort und Edy Müller brachte die ca. 23 Kilogramm schwere Gämsgeiss zum Bach hinunter. Nun demonstrierte Peter Indergand fachmännisches Aufbrechen, eine Tätigkeit, die man in der Praxis viel besser erlernen kann. Richtiges Aufbrechen, Auskühlen und vor Insekten schützen, bedeutet am Schluss exzellente Wildbretqualität. Der Erlös aus Hegeabschüssen fliesst übrigens in die Staatskasse und wird dem Wildschadenfonds gutgeschrieben. Nun demonstrierte Peter Indergand korrektes Kennzeichnen mit der Abschussmarke und richtiger Eintrag in die Abschusskarte. Mit einem kräftigen Jauchzer und einem Schluck gebranntem Wasser wird das geniale Jagderlebnis vor dem Abtransport gefeiert. Für Wildhüter Peter Indergand war es Routine, für die beiden Jägerkandidaten, aber auch für den Schreiberling, ein erstmaliges und unvergessliches Erlebnis. Ein weiterer Schritt Richtung Jagdpatent ist getan, nächstes und letztes Ziel der Jungjäger ist die Theorieprüfung mit jagdlichem Parcours, die am 24. April 2010 über die Bühne gehen wird. Bis dahin werden in verschiedenen Theorieabenden Jagdrecht, Wildund Vogelkunde, Jagdkunde sowie Wildschutz und Hege gebüffelt. Georg Epp

Foto: Georg Epp

Hegeabschuss, ein geniales Erlebnis Drei Tage Wildhüterbegleitung mit Wildbeobachtung, Spurenlesen, Distanzen schätzen und zuletzt wenn möglich ein Hegeabschuss, sind im umfangreichen Jagdlehrgang enthalten und obligatorisch. Hier muss sich jeder Jägerkandidat selber um Termine kümmern. Kürzlich stand für die Jungjäger Markus Imhof («ds Kluser-Brosä») und Edy Müller («Patschner») der dritte Wildhüterbegleitungstag und damit ein eventueller Hegeabschuss auf dem Programm. Bereits um 6 Uhr früh machte sich das Quintett mit den Wildhütern Wisi Herger, Peter Indergand, den beiden Jungjägern und dem Schreibenden auf den Weg ins Fellital. Bei Hegeabschüssen wählt man in der Regel eidgenössisches oder kantonales Jagdbanngebiet. Bereits um 7 Uhr schien der Hegeabschuss perfekt. Auf der gegenüberliegenden Seite weidete ein älteres Tier. Obwohl der Zugang in schwierigem Gelände alles andere als einfach war, entschieden

Foto: Georg Epp

Bund und Kantone

in zehn Schüssen mindestens sechs mal je 2 Klappen am Kipphasen fallen. Markus Imhof schoss ausgezeichnet, erfüllte die Anforderung gleich neun mal, sieben Schüsse waren sogar Volltreffer. Nun galt es, das Kugelprogramm zu wiederholen. Nach guten Probeschüssen begann er mit 4 x 10 und einer 9 und freute sich bereits vor dem letzten Schuss über das Erfüllen der Anforderung. Die Spannung war wieder weg und Markus brachte das Kunststück fertig, den letzten Schuss, eine 9 auf die falsche Scheibe zu pfeffern. Damit erreichte er nur 49 anstatt 58 Punkte und verlor auch 100 Franken, die sein Jagdkollege Edy Müller in Aussicht stellte, bei 58 oder mehr Punkten. Die Freude war nur leicht getrübt, denn bestanden ist bestanden und mit ihm freuten sich alle 11 Jungjäger über ein erfolgreich absolviertes Prüfungsschiessen. Das absolute Maximumergebnis in beiden Disziplinen gelang Pius Suter, Illgau.

Zusammen mit Josef Walker, dem Präsidenten der Jägerprüfungskommission, freuen sich die Jungjäger über die bestandene Schiessprüfung.Von links Josef Walker, Pius Püntener, Werner Infanger, Bruno Zurfluh, Josef Epp, Michael Alder, Markus Imhof, Edy Müller, Andreas Herger, Robi Wyrsch, Kurt Schuler und Pius Suter.


Nach dem Grün-Bruch-Jubiläumsjagdschiessen am 8. August 2009 in Wassen, Kanton Uri, habe ich meine Flinte im Werkraum des Schiessstands «Standel» deponiert. Ich habe sie zerlegt, um sie nach der Abkühlung zu reinigen. Als ich nach dem Absenden in den Werkraum zurückkam und meine Waffe mitnehmen wollte, war diese spurlos verschwunden und mit ihr der dazugehörige Koffer und diverse Utensilien. Auch nach längerer Suche und Nachforschung

ZG

sind die Sachen bis heute nicht aufgetaucht. Der Verlust der Waffe wurde bei der Polizei angezeigt. Ich würde mich freuen, wenn der ehrliche «Finder» meiner Flinte mir diese wieder zurückgeben würde. Es steht ihm frei, mir die Waffe anonym per Post zukommen zu lassen. Ein «Finderlohn» ist nicht vorgesehen. Heinz Merenda Utzigmattweg 44 6460 Altdorf

VS

Traditionelle Walliser Hubertusfeier im Pfynwald Am Dienstag, 3. November 2009, findet im Pfynwald die traditionelle Walliser Hubertusfeier statt. Die Jägerschaft aus allen Teilen des Kantons besammelt sich mit ihren Angehörigen und Bekannten um 19.30 Uhr am üblichen

11. Vereinsjagdschiessen des ZKPJV

Bei bestem Schiesswetter konnte am 22.August 2009 das 11. Vereinsjagdschiessen des ZKPJV in der Chuewart in Unterägeri durchgeführt werden. Fast 90 Teilnehmer, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren, trafen sich auf der vereinseigenen Schiessanlage zum Vergleich der Schiessfertigkeit und dem kameradschaftlichen Meinungsaustausch (genannt Jägerlatein!). Tadellos und unfallfrei, von Schiessobmann Bruno Baldegger organisiert, ging das eigentliche Schiessen über die

Bühne. Die vielen zuverlässigen Helfer verstanden ihr Metier und es gab keine Probleme! Trotz den vielen Teilnehmern gab es nie nennenswerte Wartezeiten auf den Schiessständen. Nach dem Schiessen wurden die Anwesenden von der Festwirtschaft, unter der Leitung des Anlagewartes Jürg Rogenmoser, speditiv mit einem feinen Mittagessen verwöhnt. Mit vollem Magen sowie der musikalischen Unterhaltung des Duos Daniel Staub / Reto Betschart wurde so die Wartezeit bis zur Rangverkündigung etwas er-

träglicher. Das Auswertungsbüro unter der Leitung von Kassier Daniel Hurni hatte eine Menge Arbeit, bis alle Resultate der einzelnen Kategorien korrekt ausgewertet waren. Unterdessen konnten die beiden Gabenchefs Peter Schön und Harald Frenademez ihren grosszügigen und umfangreichen Gabentempel präsentieren! Gaben im Wert von fast Fr. 10 000.– warteten auf die glücklichen Gewinner. In der Vereinsmeisterschaft konnte so die Hälfte der Teilnehmer eine Gabe mitnehmen! Als krönender Abschluss konnte wieder-

Die Sieger der einzelnen Kategorien (vlnr).Veteranencup: Werner Christen, Menzingen;Vereinsmeisterschaft: Hannes Brandenberg, Neuheim; Dianacup:Vreni Eicher, Hünenberg; Fuchsstich: Harald Frenademez (mit Nico), Knonau; Schrotmeisterschaft: Daniel Staub, Unterägeri. Rechts der strahlende Gabenchef Peter Schön.

Treffpunkt. Der Gottesdienst wird zweisprachig zelebriert sowie musikalisch und gesanglich umrahmt. Die Feier findet bei jeder Witterung und unter freiem Himmel statt. Die Dianas werden gebeten, mit ihren Vereinsstandarten anwesend zu sein.

um die von der Direktion des Innern des Kantons Zug gespendete Wahlmarke für die diesjährige Rehjagd unter den Teilnehmenden verlost werden. Entsprechend glücklich war das OK, dass dieser tolle Zusatzpreis an Josef Thalmann, Baar, ging. Er hat sich in den vergangenen Jahren für das Jagdhornblasen im Kanton Zug verdient gemacht! Abschliessend danke ich meinen OK für die Mitorganisation, den zahlreichen zuverlässigen Helfern für ihre umfangreiche Arbeit und den vielen Sponsoren für ihre Grosszügigkeit! Alfred Meier, Präsident ZKPJV und OK-Präsident Vereinsjagdschiessen

OK-Präsident Alfred Meier mit dem glücklichen Gewinner der Wahlmarke für die Rehwildjagd Josef Thalmann, Baar (vlnr). Schweizer Jäger 10/2009

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Bund und Kantone

Flinte gefunden? Bitte zurück an Eigentümer!


SG

Hornloser Gämsbock

Bündner Jäger mit Hubschrauber gerettet

Blattschuss

Bund und Kantone

Zwei Jäger, die sich bei der Verfolgung von Gämsen im Berg verstiegen hatten, sind im Bündnerland von einem Helikopter am Corn da Tinizong gerettet worden. Die Jäger waren den Tieren durch die Felsbänder gefolgt und fanden sich plötzlich auf einem kleinen Felsvorsprung. Lob der Technik: per Handy konnten sie den Rettungsdienst Rega verständigen und ihre per GPS bestimmten Koordinaten durchgeben. Trotzdem gestaltete sich die Rettung schwierig, da die Koordinaten nicht dem wirklichen Standort der Jäger entsprachen. Dank der gesetzlichen Möglichkeit, das Handy auf der Bündner Jagd mitzuführen, konnte in diesem Fall Schlimmeres verhindert werden. Dieter Kannengiesser

Spezielles Weidmannsheil hatte Manfred Gubser aus Quarten SG. Am ersten Jagdtag der St. Galler Gämsjagd konnte er diesen hornlosen Gämsbock erlegen. Der Bock wog aufgebrochen 31 kg. Wer

hat Ähnliches schon beobachtet oder kann ebenfalls über einen interessanten Abschuss berichten? Senden Sie ein druckfähiges Bild plus eine kurze Beschreibung per Mail an die Redaktion. Über Positives und Vorbildliches wollen wir unter dieser Rubrik berichten. Wir freuen uns über jede Kurzeinsendung!

ZH

Der Jäger und das neue Waffenrecht Der Verein Zürcher Jagdaufseher (VZJ) lud am 4. September 2009 im Stickhof Wülflingen zum Weiterbildungsanlass über das neue Waffenrecht ein. Über 20 Vereinsmitglieder horchten gespannt dem Referat von Daniel Wyss, Inhaber

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eines Waffengeschäftes und seit vier Jahren im Vorstand von Pro Tell verantwortlich für die Fragen um das Waffenrecht. Anlässlich der Einleitung machte Herr Wyss klar, dass wir in der Schweiz seit 1999 ein Waffenrecht besitzen.

Durch permanente Vorstösse im Parlament wurde das Waffengesetz bereits kurz nach Inkrafttreten im Jahre 2002 unter der Bundesrätin Ruth Metzler zur ersten Überarbeitung in Angriff genommen. Die Beratungen im Parlament dauerten bis ins Jahr 2007. Inzwischen wurden ab 2004 die Anpassungen an Schengen integriert. Das neue Waffengesetz ist seit 12. Dezember 2008 in Kraft. In seinem 18-Punkte-Vortrag ging Herr Wyss auf alle Neuerungen ein. Speziell erläuterte er anhand von etlichen Beispielen die Bedeutung einzelner Punkte für die Jagenden. Fragen konnten laufend gestellt und diskutiert werden. So gestaltete sich der Abend sehr kurzweilig. Zum Schluss ging Herr Wyss auf die bevorstehende Abstimmung betreffend Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» ein. Er warnte ausdrücklich vor einer Annahme. Kein Stein würde danach auf dem anderen bleiben. Für je-

Daniel Wyss informierte fundiert über das neue Waffenrecht. den Waffenbesitz müsste ein Bedürfnisnachweis erbracht werden. Wie JagdSchweiz lehnt Pro Tell die Initiative vehement ab. Bea Fuchs


Rehbock attackiert

Im oberösterreichischen St. Thomas am Blasenstein im Bezirk Perg hat ein Rehbock nacheinander drei Frauen angegriffen und verletzt. Das Tier wurde privat in einem Garten gehalten und dort von einem frei lebenden Artgenossen attackiert. Der Angegriffene setzte darauf hin über den Zaun und zog durch den Ort. Zunächst griff der aufgeregte Bock dort eine 49-Jährige an, die die Sonntagszeitung geholt hatte. Der Angreifer stiess die Frau zu Boden und attackierte sie dort weiter. Nachdem die am Boden Liegende das Gehörn ergriffen hatte, konn-

te sie ihren Mann rufen. Der packte den Bock und warf ihn in die Hauseinfahrt. Jetzt attackierte der Bock eine 67-jährige Rentnerin und stiess sie zu Boden. Danach nahm er eine 47-Jährige an, die vom Milchholen kam. Er attackierte die am Boden liegende Frau mit seinem Gehörn. Die Frau schlug mit der Milchkanne zu. Passanten kamen zu Hilfe und hielten den Bock fest, bis ihn der Eigentümer abholte. Der Bock wurde vom zuständigen Jagdleiter getötet. Dieter Kannengiesser

IN

Älteste Hirschart im Himalaya entdeckt Während einer Untersuchung zwischen 1998 und 2008 in Bhutan, im Nord-Osten Indiens, im Norden Myanmars, in Nepal und in Süd-Tibet haben Wissenschaftler 242 Pflanzen-, 16 Amphibien-, 16 Reptilien-, 14 Fisch-, zwei Vogel-, zwei Säugetierarten und mindestens 60 neue Wirbellose entdeckt. Unter den mehr als 350 entdeckten neuen Ar-

ten war die kleinste und älteste Hirschspezies der Welt der Sensationsfund. Zuerst dachten die Forscher, es handle sich um das Jungtier einer bekannten Art, aber Untersuchungen der DNA bestätigten, dass es sich bei dem hellbraunen Tier mit grossen Augen um eine eigenständige und neue Art handelt. G.G.v.H.

RO

Beträchtlicher Wirtschaftsfaktor

Die rumänische nationale Forstverwaltung Romsilva konnte im vergangenen Jahr mindestens 12 Mio Euro Einnahmen durch die Jagd verbuchen. Die allgemeinen Jagderträge waren noch weit höher, wenn man zu den Steuern Organisationsgebühren sowie andere Kosten hinzurechnet.

Der Abschuss der 103 000 Hasen erbrachte ca. 2,6 Mio, die 13 700 Stück Schwarzwild 3,44 Mio Euro in die Staatskasse. Für die 7500 von ausländischen Jagdgästen erlegten Stück Rotwild kassierte der Staat etwa 1,67 Mio Euro. G.G.v.H.

Ernst Schwarz-Kohler 1927 – 2009

Abschied

AT

Eine grosse Trauergemeinde nahm in der Kirche Rein unter den Klängen der Jagdhornbläser «Lengnauer Füchse» Abschied von Ernst Schwarz-Kohler, ehemaliger Landesproduktehändler und alt Grossrat, Villigen. Er starb am 24. Juli 2009 im 82. Altersjahr nach kurzem Spitalaufenthalt. Obwohl Ernst Schwarz gesundheitlich angeschlagen war, kam sein Tod überraschend. Der Verstorbene war ein Unternehmer von der Scheitel bis zur Sohle. Er nahm am öffentlichen Geschehen regen Anteil und machte aus seinem Herzen nie eine Mördergrube. Wohl konnte der liebe Heimgegangene hin und wieder auch forsche Töne von sich geben, wer ihn aber näher kannte, wie der Schreibende, wusste wohl, dass er es nur gut meinte und stets das Beste wollte. Immer hat Ernst Schwarz den Gemeinnutzen vor den Eigennutzen gestellt. Neben seiner harten Arbeit, die Ernst Schwarz auf seinem Betrieb leisten musste, wurde schon früh, offenbar durch Vererbung von seinem Vater, der Drang zur Natur und zur freien Wildbahn wach. Ja, es floss buchstäblich Jägerblut durch seine Adern. Schon mit 20 Jahren wurde er als Pächter in die Jagdgesellschaft Wessenberg aufgenommen. Es war dem Verstorbe-

nen vergönnt, während 61 Jahren dem edlen Weidwerk zu frönen. Er war ein grosser Heger, Pfleger und Kenner der Jagd. Die Jagd war für ihn Herzenssache. So ist es verständlich, dass er seine Freizeit stets im Revier und vor allem auf dem Villiger Geissberg verbrachte. Die Bejagung des Schwarzwildes war seine grosse Leidenschaft. Bis vor kurzer Zeit reichte seine jagdliche Tätigkeit auch ins Tirol. So ist es verständlich, dass an der Trauerfeier eine grössere Anzahl Jägerfreunde aus dem Tirol anwesend war. Auch das Fischen gehörte zu den Hobbys von Ernst Schwarz. Die grösste Freude war für den Heimgegangenen, wenn er andern eine Freude bereiten konnte. Wohl alle, die Ernst Schwarz näher kannten, werden mit Wehmut an ihn zurückdenken und ihn in guter Erinnerung behalten. Das Lebenswerk des Entschlafenen ist erfüllt. Die Lebenssonne hat sich gesenkt. Über das Grab hinaus danken wir dir, lieber Ernst, für die vielen schönen Jahre, welche wir mit dir gemeinsam verbringen durften. Sie sind unvergesslich. Wir wünschen dir Weidmannsruh! Werner Vogt, Ehrenpräsident der JG Wessenberg, Villigen

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Ruedi Gruber-Abegglen Abschied

«Alte Post», 17. 8. 1946 – 31. 5. 2009

Am 5. Juni, einem herrlich schönen Tag, nahm eine grosse Trauergemeinde auf dem Friedhof von Grindelwald Abschied von einem weit herum bekannten Menschen. Am 17. August 1946 ist er in Wilderswil geboren und dort mit seinen neun Geschwistern aufgewachsen. Die Kindheit war fröhlich, aber auch streng. So musste er schon als Schulbub mit seinen Brüdern ins Holz oder in den Vorsassen das Vieh besorgen. Im Hotel Krebs in Interlaken absolvierte er eine Lehre als Koch und durfte schon in dieser Zeit mit seinem Lehrmeister und seinem Ätti auf die Jagd. So wurde dem strammen Jüngling die Jagd so richtig schmackhaft gemacht und er wurde mit Leib und Seele Gämsjäger. Nach ein paar Wanderjahren in den besten Häusern in Gstaad und St. Moritz wollte er eine Saison im bekannten Restaurant «Steinbock» von Chrigel Boss in Grindelwald absolvieren. Hier lernte er seine spätere Frau Annagret Abegglen kennen und vor genau 35 Jahren, am 5. Juni 1974, gaben sie sich das Jawort. Im Winter darauf übernahmen die zwei das kleine Tea-Room von Annagrets Muetti und machten daraus ein bis über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Hotel und Restaurant. Jagen und draussen in der freien Natur zu sein, das war Ruedis Heimat, da fühlte er sich wohl, da konnte er den Stress von der Küche abbauen. Ich kann mich noch gut erinnern, als er mir Ende der Siebziger-Jahre sagte, ich solle doch einmal zwei, drei Tage in sein «Stubeli» im BuessalpOberläger zur Jagd kommen. Und schon war es um mich geschehen! Ich wurde angesteckt vom Jagdfieber und habe darauf die Jagdprüfung gemacht. Ruedi war mir ein gutes Vorbild und ein herrlicher Kamerad. Er hatte eine raue Scha-

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le, aber ein weiches Herz. Und ich weiss und bin mir ganz sicher, wenn es einem schlecht ging, gab Ruedi ohne zu zögern, was nötig war. Oh, wie viele herrliche Erlebnisse hatten wir zusammen mit seinem besten Freund Anton Abegglen auf Buessalp erlebt! Später zogen Ruedi und Anton in seine Hütte ins Bachläger und überliessen mir das Stubeli an der Buessalp. Die Kameradschaft blieb und die herrlichen Zeiten am Stammtisch oder die unvergessenen Abende auf dem Hübeli vor der Bachlägerhütte, wo er gerne mit seinen Kochkünsten die anderen Bachläger-Jäger verwöhnte. Leider wurde kurz nach seinem 60. Geburtstag eine böse

Krankheit diagnostiziert. Ruedi kämpfte tapfer dagegen an und konnte im Herbst 2008 noch die Gämsjagd erfolgreich erleben. Leider war aller Mut und alle Zuversicht auf Besserung vergebens. Ruedi wusste um seinen Zustand und hat vieles noch geregelt und Kameraden und Leute, die im lieb waren, besucht – sicher auch, um Abschied zu nehmen. Am Sonntagmorgen, 31. Mai 2009, hörte sein Herz auf zu schlagen. Eine Eiche fiel um! Ruedi, wir werden dich nicht vergessen und ganz sicher noch oft dein Liedli «So ne Waldbueb bin i ...» anstimmen. Pieti Gott u Jägers Rueh di Jagdkamerad Kuschi

Hansruedi Klein 31. Januar 1935 – 13. Juni 2009 Seit mehr als einem halben Jahrhundert konnte Hansruedi Klein die Jagd im Niederwildrevier Untereggen, seit 2008 mit dem Revier Goldach zusammengeschlossen, ausüben. Nach einer Schlosserlehre fand Hansruedi seine Lebensstelle bei der Stadtpolizei in St. Gallen, bei welcher er schliesslich für sämtliche Bauabschrankungen auf öffentlichen Strassen im Stadtgebiet St. Gallen zuständig war und dadurch sehr viele Leute kannte. Zu Beginn seiner jagdlichen Tätigkeit sah die Welt noch an-

ders aus als heute. Wenn er in Untereggen auf die Jagd ging, marschierte er von seinemWohnort Goldach nach Untereggen, was ihn aber nicht daran hinderte, mit grosser Leidenschaft seiner Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Hansruedi übernahm dank seiner Initiative und grossen Hilfsbereitschaft schon bald die Verantwortung für die jagdlichen Bauten sowie als privater Jagdaufseher die Jagdleitung bei den gemeinsamen Treibjagden. Dabei liess er nichts anbrennen, die Jagdstände waren mit Nummern auf der Revierkarte eingetragen, sodass jeder seinen Standort bei den einzelnen Trieben kannte. Dank seiner grossen Fachkompetenz, der entsprechenden Erfahrung sowie seiner Beharrlichkeit konnten die Gesellschaftsjagden über all die Jahre unfallfrei durchgeführt werden. Neben dem Jagen liebte es Hansruedi, in gesellschaftlicher Runde das Jägerlatein zu pflegen. Hansruedi Klein engagierte sich aber nicht nur für das Revier Untereggen-Goldach, sondern auch für den St. Gallischen Jägerverein Hubertus, welchem er seit 48 Jahren als Mitglied angehörte. So zählte er zu den Gründungsmitgliedern der Jagdhornbläsergruppe Hubertus, bei welcher er anschliessend während vieler Jahre aktiv mitspielte. Auch beim Aufbau der Jagdschiessanlage im Erlenholz half er tatkräftig mit. Diese Arbeiten unterstützte er mit vielen Fronstunden zugunsten des Vereins. Als aktiver Hundeführer nahm Hansruedi jeweils auch an den Hundeübungen teil. Mit Hansruedi Klein verlieren wir einen äusserst versierten Jäger, welcher die Jagdethik hoch hielt. Hansruedi war mit all seinen Ecken und Kanten mit Leib und Seele ein Heger, Pfleger und vorbildlicher Jäger. Seinen zwei erwachsenen Kindern sowie seiner Lebenspartnerin wünschen wir in dieser schwierigen Zeit viel Kraft und Vertrauen in die Zukunft. Weidmannsruh im Namen deiner Jagdkameraden Marcel Zoller, Obmann Jagdgesellschaft UntereggenGoldach


Gottlieb Gyger-Schläppi Fritz Leuenberger

Unter den Klängen der Jagdhornbläser Saanenland wurde Gottlieb Gyger am 17. April 2009 auf seinem letzten Gang begleitet. Er erblickte am 2. Juni 1939 das Licht der Welt und wuchs zusammen mit 6 Geschwistern in Gstaad auf. Z’Gödi erlebte eine strenge aber schöne Jugendzeit. Er besuchte die Primar- und anschliessend die Sekundarschule. In seiner Lehrzeit bei der Montreux-Oberland-Bahn MOB in Gstaad, holte er sich 1955 die kaufmännische Fähigkeit, die ihn später zum erfolgreichen Geschäftsmann machte. 1961 verliess er die Anstellung bei der MOB und absolvierte in Bern die Rekrutenschule bei der Kantonspolizei. Nach deren Beendigung folgten Einsätze in Bern, Adelboden und Gstaad.1964 heiratete er sein Heidi. Der glücklichen Ehe wurden 3 Kinder geschenkt. 1970 übernahm das Paar das Lebensmittelgeschäft in Schönried von Heidi’s Eltern. Z’Gödis Bekanntenkreis war gross, nicht ohne Grund war die Kirche Saanen bei der Beerdigung bis auf den letzten Platz gefüllt. Seine vielen Fähigkeiten, geprägt von Gradlinigkeit, konsequentem Realismus sowie Kraft und Durchsetzungswille blieben nicht unbemerkt. In verschiedenen Institutionen engagierte er sich erfolgreich. Präsident Schützengesellschaft Schönried-Saanenmöser, Präsident Oberländischer Schützenverband, 20 Jahre Präsident Skilift- und Sesselbahn Horn-

8. 4. 1947 – 14. 8. 2009

eggli AG, 12 Jahre Saaner Gemeinderat, davon 4 Jahre als Präsident. 1979 hat z’Gödi die Jagdleidenschaft gepackt und nie wieder losgelassen. Über 30 Jahre war er Mitglied des Jagdvereins Saanenland. Trotz der grossen öffentlichen Arbeit fand er immer Zeit, den Verein tatkräftig zu unterstützen und Verantwortung zu übernehmen. So war er auch 6 Jahre dessen Präsident. Gepackt von der Jagdpolitik wirkte z’Gödi als Oberländer Präsident und war auch Mitglied im Vorstand des Berner Jägerverbandes und der Jagdkommission. Durch sein grosses Beziehungsnetz hatte er Gelegenheit, in verschiedenen Kantonen und im Ausland der Jagd zu frönen. Doch seine besondere Leidenschaft galt der Gämsjagd. Die Hochjagd in der freien Natur war für z’Gödi Inbegriff von Freiheit und Erfüllung, da konnte er neue Kräfte tanken. Gross war die Freude, als Schwiegersohn Hans 1994 die Jägerprüfung ablegte und von nun an zusammen mit Gödi die Hochjagd genoss. Gödi war ein zuverlässiger, fröhlicher und geselliger Mensch, sein Kameradschaftssinn hat zu manch heiterer Zeit beigetragen. Es war ganz normal, dass nach gegebener Zeit beim Aserplatz oder in der Hütte bei einem Glas Wein Jagdgeschichten zum Besten gegeben, Witze erzählt oder ein scharfer Jass geklopft wurde. Bei einer Routinekontrolle beim Arzt kurz vor Weihnachten wurde festgestellt, dass Gödi an Leukämie erkrankt ist. Mit einer vorbildlichen Tapferkeit hat Gödi dieses Schicksal akzeptiert. Nur 4 Monate später, am 12. April, wurde er in die ewigen Jagdgründe abberufen. Zahlreiche Nimrode legten wehmutsvoll den grünen Bruch auf sein Grab. Für die flotte Kameradschaft Weidmannsdank und Weidmannsruh!

Abschied

«z’Gödi» 2. Juni 1939 – 12. April 2009

Am 14. August 2009 mussten wir die traurige Nachricht entgegennehmen, dass mein Lebenspartner und unser Jagdkamerad Fritz Leuenberger nach langer, schwerer Krankheit einem Herzstillstand erlegen ist. Fritz wurde am 8. April 1947 in Bern geboren und kam schon als Bub mit der Natur in Kontakt. Sein Vater hat ihm und seinem Bruder Hans das Handwerk der Fischerei früh beigebracht. Unzählige Stunden verbrachten sie gemeinsam an der Aare, im Fischerhaus in der «Risi», das sein Vater erstellt hatte. Anfangs der Neunzigerjahre entschied sich Fritz, die Bernische Jägerprüfung abzulegen. Er wurde ein leidenschaftlicher, engagierter Jäger, dem die weidgerechte Jagd und die korrekte Jägersprache sehr am Herzen lagen. Viel Zeit widmete er seinem Jagdhund Rex, den er erfolgreich auf der 1000-mSchweissfährte führte. Viele Trophäen bei uns zu Hause erinnern an gemeinsame Erfolge von Fritz und Rex. Unvergessliche Stunden durften wir gemeinsam auf der Berner Jagd verbringen. Die Ferienwochen bei unseren Deutschen Freunden in Amerdingen, Bayern, werde ich niemals vergessen. Ebenso wenig den Augenblick, als mir Fritz den Schützenbruch überreichte, als ich in einer eiskalten, sternenkla-

ren Winternacht im Ansitz in Amerdingen meine erste Sau erlegen durfte. Für Fritz war es immer eine grosse Freude, seine Jagdgruppe oder ganze Jagdvereine, kulinarisch zu verwöhnen. Seine «Bärner Platte riche» und seine Fleischvögel waren weit herum bekannt! Schwere gesundheitliche Probleme hat er jahrelang klaglos hingenommen und ertragen und die letzten zwei Jahre sogar trotz Dialyse noch mit uns geweidwerkt. Im Juni 2009 ist ein junger Wachtelrüde namens «Max» zu uns nach Jegenstorf gekommen und Fritz war noch voller Pläne, den kleinen Kerl zum Nachfolger von Rex auszubilden und hat voller Freude mit ihm den Welpenkurs besucht. Sein Tod am 14. August 2009 ist ihm nun zuvorgekommen und er ist uns allen voraus in die ewigen Jagdgründe gegangen. Wir vermissen sein herzhaftes Lachen, seine träfen Sprüche, seinen schier grenzenlosen Optimismus und seine Lebensfreude. Wir wünschen Fritz Weidmannsruh. Deine Lebenspartnerin Daniela Deine Jagdkameraden Alfred und Fred

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Tierarzt

Knochenartige

Entzündete Lebergallengänge durch Befall mit grossen Leberegeln. Ein Leser aus dem Glarnerland schrieb mir kürzlich Folgendes: «Letztes Jahr 2008, in meinem 50. Jagdjahr der Glarner Patentjagd, konnte ich schon am ersten Tag einen 35 kg schweren Gamsbock erlegen. Das Alter konnte wegen des Harzbelages an den Krucken nur geschätzt werden und wurde mit 7–9 Jahren angenommen. Wie alle Jahre (seit 45 Jahren) hat meine Frau die Leber zubereitet. Beim Zerschneiden der Leber wurden immer wieder kleine (ca. 2–3 mm) knochen- oder kalkartige Hohlkügelchen sichtbar und konnten gut entfernt werden. Beim Essen wurden aber doch noch etwelche solcher «Kügelchen», die gelblich/weiss waren, zwi-

Fragen an den Tierarzt Unter dieser Rubrik gibt der Tierarzt, Jäger und Jägerausbildner Franz-Joseph Schawalder Auskunft auf Ihre Fragen. Richten Sie bitte die Fragen direkt an: Franz-Joseph Schawalder Weidlistrasse 8, 9607 Mosnang

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RÜCKSTÄNDE in GAMSLEBER

schen den Zähnen zerdrückt und auch gegessen. Die Leber schmeckte wie immer vorzüglich und wir leben auch noch. Können Sie uns diese erstmaligen Rückstände bei bisher ca. 100 Wildlebern erklären?» Und hier meine Antwort. Sie stützt sich auch auf die Meinung von Univ. Doz. Dr. A. Deutz ab, dem ich das Schreiben zur Begutachtung faxte. Da keine Bilder der Leber vorlagen, muss es bei einer Verdachtsdiagnose bleiben, die sich aber auch aus der Fachliteratur erhärten lässt. So wie H.O. den Fall darstellt, handelt es sich bei den kalkartigen Hohlkügelchen um multiple alte, verkapselte Abszesse. Verursacher dieser Veränderungen des Lebergewebes sind in vielen Fällen wandernde Leberegel- aber auch Bandwurmlarven. Auf dem Blutweg gelangen diese Larven in das Lebergewebe, das sie im einen Fall, Bandwürmer, durchwandern, um die Leberkapsel und das Bauchfell zu erreichen und sich dort als Finnen einzunisten. Leberegellarven gelangen am Schluss ihrer Wanderung in die Gallengänge des Organs und werden dort geschlechtsreif. Durch die dauernde Reizung der Innenauskleidung dieser Gallengänge kommt es schlussendlich zu deren Verdickung und Verkalkung, was am Organ auch von blossem Auge feststellbar wird. Durch Drücken auf diese Lebergänge können noch vorhandene Parasiten sichtbar gemacht werden. Die Lebern sind nicht genusstauglich und zu verwerfen. Eine Fleischuntersuchung drängt sich nicht auf, ausser ein erlegtes Tier sei stark abgemagert oder weise auch in andern Organen, z.B. Nieren, Milz, Lungen, weitere Abszesse auf. Der Verzehr solcher Lebern

führt sicher nicht zur Erkrankung der «Geniesser». Ob aber noch von Genuss gesprochen werden kann, wenn es zwischen den Zähnen knirscht und kracht, das muss jedem einzelnen überlassen werden. Lebern mit sichtbaren Veränderungen sollten daher entsorgt und nicht verwertet werden. Sonst kann man auch Organe mit Leberegeln verwerten und sich damit das Andünsten und Schneiden von Zwiebeln ersparen. Die Parasiten haben nämlich bezüglich Aussehen Ähnlichkeiten mit diesen «ge-

rösteten» Geschmacksverstärkern. H.O. danke ich herzlich für die Fragestellung. Schade nur, dass er keine Bilder geschossen hat. Wenn auch Sie im Verlauf des Herbstes Auffälligkeiten an erlegten Wildtieren feststellen, halten Sie diese möglichst im Bild fest und senden diese samt Begleittext an mich (fj.schawalder@blue win.ch). So profitieren auch andere Jäger/innen von einer allfälligen Wissensvermehrung. FJS

Missliebiges und Negatives finden Sie unter diesem Titel. Entsprechende Kurzmeldungen aus dem Leserkreis publizieren wir an dieser Stelle.

Entsorgungsgebühr für Hunde

Fehlschuss Vorgezogene Entsorgungsgebühren gibt es für Elektrogeräte, Glasflaschen und Batterien. Der Tessiner Staatsrat ging weiter und führte eine Entsorgungsgebühr für Hunde ein. Die Gebühr von Fr. 40.– ist dabei in jedem Fall zu entrichten, egal ob «Bello» eben erst geboren wurde oder im Sterben liegt. Ausschlaggebend sei die schlechte Finanzlage des Kantons, resp. die marode Staatskasse, so die Tessiner Regierung. Die Rechnungsstellung löste im Juni eine kantonsweite Protestwelle aus. Davide Bucheri von der Kynologischen Vereinigung Tessin sagte dazu, «Hunde werden auf die Stufe von Kühlschränken herabgewürdigt» und «Das ist aus ethisch-moralischer Sicht völlig inakzeptabel». Aufgrund des massiven Protestes verzichtet der Staatsrat nun auf die umstrittene Abgabe, will aber grundsätzlich am Verursacherprinzip festhalten. Interessantes Detail zum Schluss: Für Katzen und Vögel wird keine Entsorgungsgebühr erhoben. Somit wechseln diese Haustiere (noch) gratis in die ewigen Jagdgründe. KG


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Nächste Nummer: 10. November Inseratenschluss: 19. Oktober Schweizer Jäger 10/2009

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Wettbewerb

Wie heisst das neue Lehrmittel . ..

Der Experte

... das anlässlich einer Vernissage in Landshut vorgestellt wurde?

Herzliche Gratulation den Gewinnern! Auflösung Wettbewerb Nr. 8/2009: 5500 Bündner/innen üben die Hochwildjagd aus. 1 LED-Taschenlampe «Wild Finder» mit grünem Licht: Werner Dobler, Holderbank. 1 Jagdbuch: Moritz Fux, St. Niklaus. 1 Jagdmesser Victorinox «Hunter»: Erwin Riedi, Domat-Ems. Je 1 Taschenmesser Victorinox «Waiter»: Walter Zahner, Rieden; Paul Herger, Spiringen.

Mitmachen beim Wettbewerb lohnt sich! Unter den richtigen Einsendern werden jeweils 1 LED-Taschenlampe «Wild Finder» mit grünem Licht, Wert Fr. 206.– 1 Jagdbuch, Wert Fr. 60.–; 1 JägerTool von Victorinox, Wert Fr. 52.– 2 Taschenmesser Victorinox «Waiter», Wert je Fr. 14.– verlost. Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum 10. November 2009 an: Verlag Schweizer Jäger, «Der Experte», Postfach 261, CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: kontakt@schweizerjaeger.ch

Die Gewinner/innen erhalten den Preis persönlich zugestellt. Wir danken fürs Mitmachen und muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben weiterhin zu lösen!

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre Angehörigen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Schweizer Jäger 10/09