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Festhütte Schweiz

2013 ist das Jahr der Megafeste. Was der öV dazu beiträgt.

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bewegt dich. 3 | 2013

Ganz oben Weltmeister Stéphane Lambiel über das Leben nach dem Leistungssport – und sein aktuelles Bühnenprojekt.


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3 | 2013 Inhaltsverzeichnis

Erleben

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5 Die Soldaten des Kaisers von China Weltsensation Terrakottaarmee: Jetzt kommt das kulturelle Highlight nach Bern.

6 Von Fall zu Fall Wasserfälle gibt es in der Schweiz besonders viele. Wir stellen eine Auswahl vor.

12 Schwäbische Überraschung Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart hat mehr zu bieten als man denkt.

17 Top Ten Wo der blühende Frühling verschwenderischer nicht sein könnte.

18 Interview

Erfahren

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Foto: perretfoto.ch

Foto: Daimler AG

Stéphane Lambiel: Der zweifache Weltmeister im Eiskunstlauf startet eine zweite Karriere.

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23 Ab aufs Rad! Die SBB bewegt nicht nur auf Schienen: Auch in Sachen Velo bietet die Bahn einiges.

24 Im Zentrum der «Bösen» Das «Eidgenössische» und andere Grossanlässe sind logistische Meisterwerke. Ein Einblick.

28 Agenda & Angebote Foto: Keyston/Gaetan Bally

30 Rätsel/Briefe

24 Impressum

via Ab sofort können die Artikel aus der via App über Facebook, Twitter und E-Mail geteilt werden. Let’s share!

Herausgegeben von der SBB, Kommunikation & Public Affairs, in Zusammenarbeit mit dem Verband öffentlicher Verkehr ( VöV ).

Redaktionsrat: SBB/VöV Reto Kormann, Patricia Claivaz, Rahel Meile, Reto Meissner, Regula Brand Riquelme, Roger Baumann

Erscheint zehnmal jährlich in Deutsch und Französisch.

Übersetzungen UGZ, Übersetzer Gruppe Zürich GmbH

Verlag ARGE VIA Infel AG, Zürich und Bern, und Vogt-Schild Druck AG, Derendingen Realisation: Infel AG Redaktion: Gaston Haas (Chefredaktor) Janine Radlingmayr (Stv.) Gestaltung: Guido Von Deschwanden (Creative Director) Beni Spirig, Diana Lischer (Layout und Produktion iPad-Version) Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung), Matthias Jurt, Yvonne Schütz Titelbild: Christoph Koestlin

Sekretariat/Redaktionsassistenz Sandra Weibel, Infel AG Redaktionsadresse Infel AG, Redaktion «via», Postfach 3080, 8021 Zürich Tel. 044 299 41 41, Fax 044 299 41 40, redaktion@via.ch Anzeigenmarketing /Anzeigenverwaltung Publicitas Publimag AG, Luca Liloia Mürtschenstrasse 39, Postfach, 8010 Zürich Tel. 044 250 38 03, Fax 044 250 31 32 luca.liloia@publicitas.com

Abonnemente und Adressänderungen AZ Verlagsservice AG Kunden Contact Center Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 87, Fax 058 200 96 94 via@azmedien.ch CHF 35.–/ Jahr (Schweiz) CHF 45.–/ Jahr (Ausland) CHF 69.–/ 2 Jahre (Schweiz) CHF 87.–/ 2 Jahre (Ausland) Adress- und Bestandesänderungen (CompanyMail) Kundenservice SBB CompanyMail Tel. 051 222 27 38, Fax 051 222 79 39 xp080@sbb.ch Druck Vogt-Schild Druck AG, Derendingen ISSN: 1422-6499

3 6 | 2013 3 2012

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Erleben Wir wollen Ihren Winter! Haben Sie den letzten Winter auch genossen? Im Schnee, im Eis, in der Beiz, allein, zu zweit, in der Stadt oder auf dem Land, auf dem Berg oder unten im Tal? Haben Sie Ihre Erlebnisse festgehalten? Mit der Kamera oder dem Handy? Schicken Sie uns Ihre schönsten Winterbilder der Saison 2012/2013.

Vor mehr als 2200 Jahren geschaffen: Terrakottakrieger aus der riesigen Grabanlage bei Xian in der Provinz Shanxi.

Des Kaisers tönerne Wachen

Fotos: Bernisches Historisches Museum; zVg

Bern _ Das Bernische Historische Museum am Helvetiaplatz widmet dem alten China dieses Jahr eine grosse Wechselausstellung. Höhepunkt sind dabei Soldaten aus der im Original 8000 Mann starken Terrakottaarmee des ersten chinesischen Kaisers, Qin Shi Huangdi. Er geht als Schlüsselfigur in die Geschichte des Landes ein: Er begann mit dem Bau der Chinesischen Mauer, standardisierte das Schriftensystem und vereinte grosse Teile des heutigen China. Die mannshohen Terrakottakrieger – jeder wurde individuell gestaltet – wurden 1974 in der Provinz Shanxi bhm.ch Qin – Der unsterbliche Kaiser und seine Terrakottakrieger Bis 17. November, Di – So, 9 – 18 h Tickets direkt im Museum (Helvetiaplatz 5, Bern), auf der Website und unter sbb.ch/qin

in einer gigantischen Grabanlage zufällig entdeckt. Die Ausgrabung der über 2000 Jahre alten Figuren war eine archäologische Sensation, die Anlage gehört seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie wird auch als achtes Weltwunder bezeichnet. In Bern lassen nun rund 220 faszinierende Originalexponate aus Museen und Archäologieinstituten in China die Welt des ersten Kaisers aufleben. Ein kulturelles Highlight der Extraklasse: In Europa waren die Terrakottakrieger bisher nur in London zu sehen. Die multimedial aufbereitete Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Entdeckungsreise in ein im Westen noch wenig bekanntes China. Von Raumklang begleitete Projektionen und Installationen machen die Terrakottaarmee lebendig, die geografische Ausdehnung des Qin-Reichs nachvollziehbar, und der erste Kaiser gewinnt an Leuchtkraft. Die Schau spricht bewusst ein breites Publikum an. Nicht zuletzt wollen die Macher einen Beitrag zum besseren Verständnis Chinas leisten.

Zeigen Sie uns Ihre Schweiz zwischen Bodensee und Genfersee, zwischen Basel und Chiasso. Wir wählen aus allen Einsendungen die schönsten Bilder aus und gestalten daraus eine Tour de Suisse in Wort und Bild. Senden Sie uns Ihre Bilder via E-Mail an Winterschweiz@via.ch Bitte schreiben Sie uns, wo und wann die Aufnahme gemacht wurde; wenn Gesichter zu erkennen sind, bitte auch Name und Alter der Personen angeben.

Leserbild ...

Ein prächtiger Sonnenaufgang im Linthgebiet, bevor wir zu unserer Wanderung aufgebrochen sind. Pedro Brupbacher, via E-Mail

via.ch Laden Sie Ihr Lieblingsbild auf unsere Leserseite oder schicken Sie es an leserbild@via.ch

Stolzer Blick aus der Vergangenheit.

5 3 | 2013

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Erleben Schweizer Wasserfälle

Meiringen, BE Vom 300 Meter hohen Reichenbachfall gehen kaskadenartig sieben Wasserfälle bergab. Einer davon ging in die Literatur ein: Die Kulisse des grössten Reichenbachfalls inspirierte Sherlock-Holmes-Autor Sir Arthur Conan Doyle. Heute können Sie auf den Spuren des Meisterdetektivs wandeln. Nostalgisch: Schon seit 1899 sind die berühmten Reichenbachfälle durch eine Standseilbahn erschlossen.

Fotos: Christoph Hurni; Diana Ulrich

reichenbachfall.ch

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3 | 2013


Schweizer Wasserfälle Erleben

Von Fall zu Fall Tosendes Rauschen, steile Felswände, weisse Gischt: Wasser fällt in der Schweiz besonders tief und häufig. Das Ergebnis sind wundervolle Naturschauspiele, die einen Besuch wert sind. Text: Janine Radlingmayr

Sonogno, TI Wasserfälle sind magische Orte: Sie schenken uns Kraft, erfrischen und entspannen. Das weiss man auch hier im Verzascatal. Ab dem Bushalt in Sonogno erreicht man den Wasserfall La Froda in zwanzig Minuten. Nach der kleinen Wanderung erwartet einen nicht nur ein atemberaubend schöner Anblick, sondern auch die festinstallierte Holzliege zur Rast.

7 3 | 2013

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Erleben Schweizer Wasserfälle

Siebenbrunnen, BE

Betlis, SG

Fotos: Christoph Hurni; Svetlana Peric; Switzerland Tourism/Marcus Gyger

Hier, von der Kapelle in Betlis aus, kann man die drei Seerenbachfälle aus der Ferne am besten betrachten. Nah dran kommt man auf der Aussichtsplattform am Fusse der dritten Kaskade. Alle drei Stufen zusammen messen knapp 600 Meter. Die mittlere zählt mit 305 Metern zu den höchsten freifallenden Wasserfällen der Welt.

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3 | 2013

Was Sie hier sehen, ist der beeindruckende Ursprung der Simme. Sie tritt am Retzliberg oberhalb von Lenk weissschäumend zu Tage. Nach einer knappen Stunde Wanderung gelangt man zu den eigentlichen Simmenfällen: Hier fliesst das sprudelnde Nass zu einem langgezogenen Wasserfall zusammen.


Schweizer Wasserfälle Erleben

Amden, SG 300 Zeichen Esci dolupti ureces alis doluptamus que officid qui rectem quiate acidest, cuptatem fugit, temperessum harupta turemqui berspis aborrum vellacc aboreru mquatur aut alitem apicte nis ut etur am, voluptist, quae ne ni cus sa Esci dolupti ureces alis doluptamus que officid qui

Lauterbrunnen, BE Was für eine Aussicht! In der Schilthorngondel schwebt man an den Wassermassen des höchsten Wasserfalls der Schweiz vorbei – dem Mürrenbachfall. Und der ist in guter Gesellschaft: Im Lauterbrunnental im Berner Oberland gibt es insgesamt 72 Fälle. Es heisst deswegen «Tal der Wasserfälle» und hat so für jeden etwas zu bieten.

9 8 | 2013 3 2012

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Erleben Schweizer Wasserfälle

Wasser für alle Fälle Ob kaskadenartig oder frei fallend, verzweigt oder in einem Schwall: die vielfältige Welt der Schweizer Wasserfälle.

Schaffhausen, Rheinfall Er ist der grösste Wasserfall Europas: der Rheinfall. 700 000 Liter Wasser stürzen hier auf einer Breite von 150 Metern jede Sekunde 23 Meter in die Tiefe. Neben viel Wasser hat es ein Museum, in dem die Geschichte des Wasserfalls multimedial aufbereitet ist. Ausflugstipp in der Nähe: der Adventure-Park in Neuhausen. schaffhauserland.ch

Bavonatal, Foroglio Sie träumen von den Niagara-Fällen? Manchmal liegt das Gute doch so nah: Bei Foroglio im Tessin schiesst das Wasser 80 Meter in die Tiefe. Ein erfrischendes Erlebnis im wundervollen Bavonatal, wo die Zeit einfach stillzustehen scheint. Tipp: Regenschutz mitnehmen, denn das fallende Wasser weht weit. valle-bavona.ch

St-Maurice, Pissevache

Fotos: Christof Sonderegger (3); zVg

Er liegt direkt an der Hauptstrasse zwischen Martigny und St-Maurice: der Wasserfall Pissevache, der von der Seite einer «urinierenden Kuh» ziemlich ähnlich sieht. Doch das hat selbst Goethe und Rousseau nicht von einem Besuch abgehalten. cascadepissevache.ch

Les Brenets, Saut du Doubs Der Saut du Doubs im Kanton Neuenburg ist nach dem Rheinfall der zweitmächtigste Wasserfall der Schweiz: durchschnittlich misst man 19 000 Liter Wasser pro Sekunde. saut-du-doubs.org

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Erfrischende Wanderung Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn man plötzlich vor ihm steht – dem Wasserfall. Schon von Weitem kündigt er sich mit seinem Getöse an, das beim Näherkommen lauter und lauter wird. Deswegen ist es besonders schön, ihm wandernd entgegenzulaufen. Wer Tipps für Wanderungen zu Wasserfällen sucht, der findet sie im Buch von Christian Schwick und Florian Spichtig: «Die Wasserfälle der Schweiz». Die Anreise zu allen Wasserfallwanderungen funktioniert mit dem öffentlichen Verkehr. «Die Cascada Santa Petronilla kann man sogar direkt am Bahnhof von Biasca bestaunen», so Wasserfallexperte Christian Schwick. Der Geograf erklärt, dass die Schweiz perfekte Bedingungen für Wasserfälle hat: «Hohe Berge und viele Niederschläge.» Und die letzte Eiszeit formte viele Täler mit steilen Stufen, die ideal sind, um Wasserfälle zu bilden. So findet man die meisten Wasserfälle in den Kantonen Bern, Glarus und St.Gallen. Etwas weniger auf der Alpensüdseite. Und am wenigsten in den Zentralalpen. Gefragt nach dem spektakulärsten Wasserfall, hat Schwick einen Favoriten: «Der Geltenschuss am Lauenensee im Berner Oberland. Er schliesst ein Tal ab, hat eine Höhe von exakt 100 Metern. Der optische Eindruck, wenn man sich ihm nähert, ist spektakulär.» Übrigens: Wasserfälle können nach verschiedenen Kriterien unterschieden werden: dem Aussehen (wie beispielsweise einfach freifallend oder verzweigt), der Wassermenge, der Bekanntheit, der Lage. Die wichtigste Unterscheidung ist, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder eine Kaskade. waterfall.ch


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Erleben Stuttgart

Fotos: Stuttgart-Marketing GmbH

Von den Weinbergen bietet sich eine prächtige Sicht auf die Stadt.

Der Stuttgarter Fernsehturm: 1956 erĂśffnet, ist das Bauwerk eines der Wahrzeichen der Stadt.

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Stuttgart Erleben

Hier lässt es sich gut leben: süddeutsche Impressionen.

Schwäbische Überraschung Mercedes, Porsche, Weihnachtsmarkt: Stuttgart, «das grösste Dorf Deutschlands», hat weit mehr zu bieten. Die Stadt punktet mit Wein und Architektur. Text: Dominique Rast

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einberge mitten in der Stadt? Ungewöhnlich. Rotwein aus Deutschland? Ebenfalls ungewöhnlich. Stuttgart bietet beides: Die baden-württembergische Landeshauptstadt liegt in einem Talkessel, die Hügel bieten nicht nur eine grandiose Aussicht auf die Stadt, sondern auch ideale Voraussetzungen für Weinbau. Dieser hat Tradition, wie der Besuch im Weinbaumuseum in Stuttgart-Uhlbach zeigt. 2012 wieder eröffnet, lässt das Museum die Besucherinnen und Besucher Weinbau erleben. Da steht eine riesige Weinpresse mitten im Raum, aus einer einzigen Eiche geschlagen. Damit es wirklich jeder glaubt, liegt der Hobel, mit dem 1883 der Stamm bearbeitet wurde, gleich daneben. Vier Mann waren nötig, um das Ungetüm zu bedienen. Für alle Möchtegern-Weinexperten gibt es ein Rad, das die verschiedenen Degustationsbezeichnungen erklärt. Und wer gleich selber ausprobieren mag, ob er oder sie der eigenen Nase trauen kann, lüftet die Deckel der Geruchsproben: Zitrone, Grapefruit oder doch eher Himbeere? Bei der Theorie bleibt es natürlich nicht. In der Vinothek stehen die edlen Tropfen zur Verkostung bereit. Lohnenswert ist eine Führung, die Lust macht, Trollinger, Lemberger oder Riesling genauer kennenzulernen. Getrunken werden die Weine traditionellerweise als «Viertele», aus einer gläsernen Henkeltasse.

Weinstuben und Besenwirtschaften Besonders gerne werden «Viertele» in Weinstuben «geschlotzt»: Viertelliterweise wird der einheimische Wein in gemütlichem Ambiente getrunken, begleitet von deftigen Spezialitäten. Weinstuben gibt es in der Innenstadt ebenso wie in den Aussenbezirken, so laden in Uhlbach in unmittelbarer Nähe des Weinbaumuseums Stuben zum Gaumenschmaus. Auf dem Menü stehen garantiert Maultaschen, vom Schwaben liebevoll auch «Herrgottsb’scheisAnreise serle» genannt: In den TeigtaÜber Zürich–Schaffhausen, schen wurde das einst freitags täglich 7 direkte Zugsverbinverbotene Fleisch elegant und dungen (Wochenende ohne äusserst schmackhaft verpackt. erste und letzte Verbindung) Köstlich schmecken auch ZwieAlternativ über Basel mit belrostbraten, Käsespätzle oder Umsteigen in Karlsruhe. Zwiebelkuchen. Während die Weinstuben das Reisezeit: 3–4 h ab Zürich, ganze Jahre offen sind, öffnen die 3 h ab Basel Besenwirtschaften («Besa») nur an maximal 12 Wochen pro Jahr Rund 600 000 Einwohner ihre Türen. Angeboten wird nur 207 km2 Grundfläche, davon 53 % Grünflächen der eigene Wein. Als Zeichen, dass die Türe offen steht, hängt Alle Infos und Führungen: ein geschmückter Besen an der stuttgart-tourist.de Hauswand. weinbaumuseum.de

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Erleben Stuttgart

Fotos: Brigida González; Stuttgart-Marketing GmbH

Le Corbusiers Doppelhaus in Weissenhof.

Im Schwabenland lässt es sich leben, jedenfalls heutzutage. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Württemberg mausarm: eine protestantische Hochburg, umzingelt von katholischen Ländern. Der Weg aus der bitteren Armut führte über Fleiss und Erfindungen zum Erfolg. So lernten sich Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach 1865 kennen, als Daimler die Maschinenfabrik eines Waisenheims leitete. Der Rest ist Automobilgeschichte: Gemeinsam entwickelten die

beiden Ingenieure den Viertaktmotor, der durch Benzinverbrennung angetrieben wird.

Viel Geschichte auf kleinem Raum Innovativ sind die Süddeutschen aber auch, was Architektur anbelangt. Um die architektonischen Perlen zu finden, braucht es etwas Unterstützung. Denn Stuttgart ist keine Stadt, die einen sofort in den Bann schlägt. Der Schlossplatz etwa, eines der Markenzei-

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Schwäbisch-städtische Gemütlichkeit im Bohnenviertel.

chen der Stadt, ist mehr als eine hübsche Flaniermeile. Wer genau hinschaut, kann die Architektur der letzten 1000 Jahre auf einem Fleck erkennen: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus bis hin zu Jugendstil und Betonbrutalismus. Vom Schlossplatz aus ist das Bohnenviertel in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar: In dem kleinen Quartier, das von der Charlottenstrasse, der Nachhaltigste Grossstadt Esslinger- und Olgastrasse Deutschlands begrenzt wird, wimmelt es Das Magazin «WirtschaftsWoche» von Cafés, Weinstuben und hat Stuttgart 2012 zur nachhaltigskleinen Handwerksbetrieben, ten Grossstadt Deutschlands erkoren. etwa dem Holzspielzeug-La- Das bedeutet: saubere Luft, viele den von Hans Strigl. So klein Erholungs- und Grünflächen, wenig das Viertel auch ist, die Le- Verkehr, gute Aus- und Weiterbilbensqualität ist hoch, die dungsmöglichkeiten, eine hohe LeWohnungen begehrt – die benserwartung. Untersucht wurden die meisten Häuser werden von 50 grössten deutschen Städte anhand der Stadt als sozialer Woh- von 56 Einzelkriterien. Der öffentliche nungsbau vermietet. Deshalb Verkehr wird denn auch den Besuchewird das Viertel von vielen rinnen und Besuchern ans Herz gelegt, Kindern belebt, mittendrin die Tourismusbetriebe setzen sich für steht ein Kletterturm und lädt Nachhaltigkeit ein. So bekommt, wer ein Basketballplatz zum Spie- über Stuttgart-Marketing bei einem len ein. der Partnerhotel bucht, ein kostenloses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr direkt mit der Buchungsbestätigung Le Corbusier – echt und nachgeahmt zugeschickt. Das Ticket ist für maxiFür Architekturfans bietet die mal acht Tage gültig, Kinder bis 14 fahStadt zwei spezielle Lecker- ren gratis mit. bissen: Zum einen die Weis- Mehrere Hotels in Stuttgart verfolgen senhofsiedlung auf dem Kil- Nachhaltigkeitsstrategien und lassen lesberg. Dort haben 1927 die sich zertifizieren. Das Green-Globedamals führenden Architek- Siegel etwa trägt das Mövenpick Hotel ten für eine Bauausstellung Stuttgart Airport und Messe, das Parkeine Siedlung für Grossstadt- hotel Stuttgart Messe-Airport ist ein menschen erstellt. Unter den «Certified Green Hotel». Erbauern finden sich so illustre Namen wie Mies van der Rohe und Le Corbusier. Die Weissenhofsiedlung gilt als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen der Neuzeit. In der kurzen Bauzeit von nur 21 Wochen entstanden 21 Häuser mit insgesamt 63 Wohnungen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude teilweise zerstört; 1958 wurde, was noch erhalten war, unter Denkmalschutz gestellt. Erst in den 1980er-Jahren wurde dann aber saniert, und heute beheimatet das Doppelhaus von Le Corbusier das Museum zur Siedlung. Komplett renoviert und mit der wiederherge-


Erleben Stuttgart

stellten Inneneinrichtung zeigt es, wie sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Architektur entwickelt hat. Zum anderen gibt es nachgeahmte Le-CorbusierArchitektur im Osten von Stuttgart. Dort steht die 1974 erbaute Bruder-Klaus-Kirche, angelehnt an Le Corbusiers Kapelle Notre Dame du Haut im französischen Ronchamp (Vogesen) – eine Ikone der modernen Architektur.

Die Stadt erwandern Wer genug von Architektur, aber noch nicht genug Hunger für Spätzle und Co. hat, muss sich keine Sorgen machen: Stuttgart lädt zum Bummeln ein. Nicht nur auf der Einkaufsmeile Königsstrasse, sondern ganz klassisch in Parks. Seit der Internationalen Gartenschau 1993 gibt es das «Grüne U»: Sämtliche Grünflächen und Parks der Stadt sind mit Fussgängerbrücken verbunden, keine einzige Ampel stört. Vielmehr flaniert man über Fussgängerbrücken und erwandert sich die Stadt, beginnend im Schlosspark neben dem Bahnhof. Wer Ausdauer hat, kann bis zum

Am Schlossplatz konzentriert sich ein Jahrtausend Architekturgeschichte.

zoologisch-botanischen Garten Willhelma wandern oder sich in einem der Mineralbäder tummeln. Der Weg endet im Höhenpark Killesberg. Natürlich gibt es auch dort Essen, serviert in lauschigen Biergärten diesmal. Wobei in den Biergärten natürlich auch der einheimische Wein kredenzt wird. Als «Viertele», selbstverständlich! ■

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Noch mehr Tipps für Stuttgart

Fotos: wikimedia.org/Avda; Daimler AG; Stuttgart-Marketing GmbH; Breuninger; Thomas Wolf/foto-tw.de; zVg

Essen und Schlafen

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3 | 2013

Technik und Kuriositäten

Genuss und Shopping

«Zur Kiste»

Mercedes-Benz-Museum

Markthalle

Vor 186 Jahren quittierte der Leibkutscher König Karls den Dienst, um diese Weinstube zu eröffnen. Köstliche schwäbische Gerichte in urigem Ambiente. Auf drei Etagen, beeindruckend steile Treppe.

Eine silberne Doppelhelix, gefüllt mit Automobilgeschichte. Seit 2006 ziehen 160 Fahrzeuge und über 1500 weitere Exponate auf 16 500 Quadratmetern Technikbegeisterte an.

In der 1914 im Jugendstil erbauten Markthalle reiht sich Leckerei an Leckerei: Unter anderem hausgemachte Maultaschen von der Metzgerei Konkel, iranischer Kaviar sowie Whiskey von der schwäbischen Alb.

zur-kiste.de

mercedes-benz-classic.com/museum

markthalle-stuttgart.de

Arcotel Camino

Schweinemuseum

Breuninger

Historische Bausubstanz, verbunden mit modernem Design: Das zentral gelegene Hotel bietet ruhige Zimmer und ein köstliches Frühstücksbuffet: Der Name «Camino» bezieht sich auf den Jakobsweg.

Auf zwei Etagen präsentiert sich die weltgrösste Sammlung rund ums Schwein. In Themenzimmern erfährt man unter anderem, wieso im Islam und im Judentum kein Schweinefleisch gegessen wird.

Der Breuninger Bär steht an den Spielen des VfB hinter dem Tor, das Kaufhaus engagiert sich seit über 70 Jahren beim Bundesliga-Klub. Das «Harrod’s von Stuttgart» ist eine wahre Institution.

arcotelhotels.com/camino

schweinemuseum.de

breuninger.com


Top Ten Erleben Narzissen auf Les Pléiades hoch über Vevey. Im Hintergrund der Genfersee.

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Blühender Frühling Im Tessin und am Genfersee locken bereits die ersten Frühlingsblüten und im Norden verheissen Tropengärten exotische Pflanzenpracht. 1 | Montreux, VD

2 | Isole di Brissago, TI

7 | Bern

Die ab zirka Mitte April und Mai wild blühenden Narzissen verwandeln die Region oberhalb von Montreux und Vevey in strahlend weisse, duftende Landschaften. Gleich nach der Schneeschmelze spriessen die Narzissenblätter (narcissus radiiflorus) aus dem Boden und nutzen die in ihrer Zwiebel befindliche Energie für die frühe Blüte. Ein wunderbarer markierter, den Narzissen gewidmeter Lehrpfad, beginnt im Dorf Les Avants und führt durch die schönsten Wiesen und spektakulärsten Landschaften.

Das einzigartig milde Klima am Lago Maggiore lässt rund 1700 subtropische Pflanzenarten gedeihen.

Im Alpinum offenbart sich dem Besucher eine grosse Vielfalt an Schweizer Alpenpflanzen sowie alpine Pflanzen aus Asien und Nordamerika.

Anfahrt ab Bahnhof Montreux mit RegioExpress MOB bis Les Avants. Lehrpfad 2 – 3 km

Im Masoala Regenwald des Zürich Zoos ist es das ganze Jahr über warm und feucht, eine tropisch duftende, grüne Oase, ein Stück Madagaskar live auf 11 000 m2.

Foto: swiss-image.ch / Christof Sonderegger

Top 100 Erlebnisse mit der MySwitzerland iPad App Auf dem Tablett serviert: Mit den kostenlosen eBroschüren von Schweiz Tourismus servieren wir Ihnen wertvolle Informationen und inspirierende Tipps für Ihre Ferienplanung. Die eBroschüre «Top 100 Erlebnisse» unterstützt Ihre perfekten Ausflüge zu erfrischenden Erlebnissen und tollen Angeboten rund um die passende Unterkunft. Die kostenlose iPad-App enthält automatisch weitere eBroschüren: Top 150 Wassererlebnisse, Berge und Seen, Der Städteverführer. Viele weitere Ausflugtipps finden Sie unter MySwitzerland.com/via

10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof zum Schiffsteg, Schifffahrt zur Insel. Alternativ mit dem Bus bis Porto Ronco und Überfahrt zur Insel

3 | St. Gallen Der Botanische Garten bietet rund 8000 beschriftete Pflanzen aus aller Welt und einen Ort der Erholung und der Begegnung. Vom Bahnhof Bus Nr. 1 Richtung Stephanshorn

4 | Zürich

Vom Hauptbahnhof Tram Nr. 6 bis Endstation Zoo

5 | Basel Der Botanische Garten am Spalentor wurde im Jahr 1898 angelegt. Basel verfügt damit über einen der ältesten Botanischen Gärten im deutschsprachigen Raum. Vom Bahnhof SBB Bus Nr. 30 Richtung Badischer Bahnhof, 3 Stationen bis Haltestelle Spalentor

Bahnhof Bus Nr. 20 Richtung Bern Wankdorf, 2 Stationen bis Haltestelle Gewerbeschule. 5 Minuten Fussweg zum Botanischen Garten

8 | Frutigen, BE Das Tropenhaus in Frutigen bietet eine spannende Kombination aus nachhaltig angebauter exotischer Pflanzenwelt, Aquakultur und anschaulicher Wissensvermittlung. Ab Bahnhof Bern mit dem RegioExpress Lötschberger nach Bahnhof Frutigen, anschliessend mit Bus 31 zum Tropenhaus

9 | Kerzers, FR Im Papiliorama tummeln sich über 60 Schmetterlingsarten aus allen Teilen der Erde. Nachtaktive Tiere lassen sich im Nocturama beobachten. Ab Bahnhof Bern mit RegioExpress Richtung Lyss, dann umsteigen bis Kerzers Papiliorama

10 | Morges, VD

Das Tropenhaus beleuchtet Anbau und Zucht tropischer Produkte. Für Kinder führt ein spannendes Spiel durch die Halle.

Über hunderttausend Tulpen, Narzissen und Hyazinthen bilden von April bis Mitte Mai ein farbenprächtiges Mosaik unter den prachtvollen, über 100-jährigen Bäumen.

Ab Bahnhof Luzern mit RegioExpress Richtung Bern bis Wolhusen, Bus 64 Richtung Wolhusen Spital bis Endstation Tropenhaus

Ab Bahnhof Lausanne mit Regio oder S-Bahn nach Morges. Kurzer Fussmarsch zur Einmündung des Flusses Morges in den Park

6 | Wolhusen, LU

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Erleben Interview Stéphane Lambiel

Ein Weltmeister erobert die Bühne Stéphane Lambiel verzauberte die Fans des Eiskunstlaufens: Er gewann zwei Weltmeisterschaften, holte Silber an Olympia und an drei Europameisterschaften. Jetzt ist er Zirkusdirektor im «Rock Circus» – und hat den Kopf voller Projekte. Text: Gaston Haas; Foto: Salvatore Vinci

Zur Person Sie begannen im Alter von 7 Jahren mit dem Eiskunstlaufen. Dabei spielt Musik eine wichtige Rolle. Haben Sie als Aktiver den Soundtrack selber ausgesucht? Immer. Eiskunstlauf ist nicht nur Technik, es ist auch eine Kunst. Man muss sich ausdrücken können. Das geht nur, wenn man wirklich fühlt, was man mitteilen möchte. Deshalb ist es ganz wichtig, dass ich die Musik mag, zu der Nachhaltig unterwegs ich laufe. Wie nutzen Sie den öffentlichen Verkehr? Welche Musikrichtung Als Junge hatte ich ein GA und bin gefällt Ihnen am besten? Ich liebe klassische Musik, bemit dem Zug von Saxon im Wallis nach suche auch viele Konzerte. Saint-Maurice und nach Genf zum Training gefahren. Wenn ich heute von Ihre Lieblingskomponisten? Lausanne nach Zürich fahre, nehme ich Ich liebe Tschaikowski, seine immer den Zug. Das ist viel bequemer Ballettstücke sind herrlich. als mit dem Auto. Aber auch Chopin, Rachmaninow und Brahms. Das geht bis Wie nutzen Sie die Zeit im Zug? hin zu klassischer zeitgenössiIm Zug kann ich machen, was ich will: scher Musik, etwa von Arvo Lesen, Musik hören, meine Mails Pärt. Da ist eine Tiefe und Draabarbeiten, schlafen, im Speisewagen matik drin, ein ganz ungeetwas essen. Das ist genial. wohnter Rhythmus, das fasziniert mich sehr. Das geht gar nicht im Zug? Vor zehn Jahren waren die Wagen im Was hören Sie aktuell am Wallis wirklich nicht so super. Das hat sich zum Glück geändert. liebsten? Aktuell höre ich die Songs, die ich im «Rock Circus» singe. 1. oder 2. Klasse? Das ist etwas von Prince und Das kommt auf die Reisezeit darauf an. von Richard Marx. Die höre ich Je nachdem, wo es mehr Platz hat. täglich, um mir Stil und Text

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anzueignen. Privat ist Paolo Nutini mein Lieblingssänger. Ihn habe ich schon in Montreux am Jazzfestival erlebt, unglaublich! Auf der Bühne gibt er alles. Das mag ich sehr: Menschen, die auf der Bühne ihre ganze Leidenschaft leben und diese Leidenschaft mit dem Publikum teilen. Als Zuhörer weiss ich genau, wie es sich oben auf der Bühne anfühlt, ich spüre Paolos Energie. Und die ist echt, authentisch.

Stéphane Lambiel wurde 1985 in Martigny VS geboren. Im Alter von 7 Jahren begann er mit dem Eiskunstlauf und kannte auf nationaler Ebene bald keine Gegner mehr. 2005 und 2006 wurde er Weltmeister, 2006 gewann er die Silbermedaille an den Olympischen Winterspielen in Turin. 2006, 2008 und 2010 wurde Lambiel jeweils EM-Zweiter. 2010 trat er vom Spitzensport zurück.

Das war ja auch Ihre Qualität als Läufer: das Authentische und Emotionale. Du musst zeigen, wer du bist, wenn du auf der Bühne stehst. Auch wenn du eine Rolle spielst, musst du immer authentisch bleiben. Das ist die grosse Kunst. 21 Jahre lang haben Sie täglich eisern trainiert. 2010 dann der Rücktritt vom Leistungssport. Ging da nicht ein Riesenloch auf? Im Eiskunstlauf kannst du auch nach der sportlichen Karriere noch viele Shows machen – wenn du Glück hast, hart arbeitest und dich nicht verletzt. Dann gibt es diesen Bruch nicht. Ich reise immer noch sehr viel und entwickle neue Choreographien, nehme Tanzund Gesangsstunden, trainiere auf dem Eis, setze neue Ideen um. Das erwarten die Menschen. Wo holen Sie sich die Inspiration für Neues? Ich besuche sehr viele Shows auf der ganzen Welt. Der Wettkampfsport ist vorbei, aber ich will weiterlaufen.


Interview Stéphane Lambiel Erleben

Noch höher gehts nicht: Lambiel im «Clouds». Das Lokal ist in der 35. Etage des Prime Towers in Zürich untergebracht.

«Wenn du eine Rolle spielst, musst du immer authentisch bleiben. Das ist die grosse Kunst.»

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Erleben Interview Stéphane Lambiel Ja, ja, es gibt viele Talente, gerade in der Romandie. Aber wer Erfolg haben will, braucht Zeit und muss sehr viel und hart arbeiten. Einige meiner Schüler bringen die nötigen Voraussetzungen mit. Ich wünsche ihnen, dass sie es schaffen.

Sie reisen sehr viel: Haben Sie ein Ritual, etwa beim Kofferpacken? Ich hasse Koffer packen. Ich fürchte immer, etwas zu vergessen, das ich genau auf dieser Reise brauche. Das ist Stress pur! Wie gehen Sie damit um? Ich mache Listen. Inzwischen habe ich ganz viele davon. Heute nehme ich vor einer Reise eine alte Liste hervor, mit der es einst gut geklappt hat. Die muss ich dann nur noch an die aktuellen Bedürfnisse anpassen und schon bin ich parat.

Dazu kommen all die Begegnungen mit spannenden Menschen, die mir Neues geben. Das inspiriert mich.

Was gehört unbedingt in Ihr Reisegepäck? Wenn ich für eine Show unterwegs bin, dann gehören natürlich meine Schlittschuhe in den Koffer. Umgekehrt: Wenn ich in die Ferien fahre, kommen «Ich bin einfach noch nicht alt sie bestimmt nicht ins genug, um mich in der ‹comfort Gepäck (lacht). Und zone› zurückzulehnen.» wenn ich in Portugal bei meiner Familie bin, dann habe ich gar kein Gepäck dabei. Pass, Portemonnaie, das ist alles. Ein herrliches Gefühl von Freiheit ist das, c’est le rêve!

Wo nehmen Sie die Kraft her? Ständig unterwegs zu sein, ist doch sehr anstrengend. Ich bin einfach noch nicht alt genug, um mich in der «comfort zone» zurückzulehnen. Die Neugierde ist immer noch sehr gross; ich habe so viele Projekte im Kopf, die ich umsetzen möchte. Stéphane Lambiel live In Lausanne trainieren Sie die ganz jungen Nachwuchstalente. Ist das eine Option? Einmal die Woche bin ich in Malley und trainiere die Kleinsten, ja. Das ist eine wunderbare Erfahrung. Wenn ich mit ihnen auf dem Eis stehe, vergesse ich, dass ich arbeite. Die Begeisterung dieser Kinder ist unglaublich.

Zürich: 6./21. Biel: 27. Burgdorf: 5. St. Gallen: 25. Lenzerheide: 3. Sursee: 24. Interlaken: 8. Winterthur: 4./5. Aarau: 23. Luzern: 3. Horgen: 20. Solothurn: 21. Bern: 14.–16.

April April Mai Juni August August September Oktober Oktober November November November Dezember

Kein Wunder, wenn man von einem zweifachen Weltmeister lernen darf. Nein, nein, daran liegt es nicht. Die meisten waren kaum geboren, als ich Weltmeister wurde. Es ist diese Freude am Ler- Alle Shows, Termine und Tickets: nen, die Neugierde, die Lust am Neuen, die daszelt.ch sie zeigen. Da möchte ich später unbedingt anknüpfen – eine Struktur für den Jetzt Tickets gewinnen Nachwuchs schaffen, vielleicht einmal Wir verlosen 3 × 2 Eintritte eine Schule für Eiskunstlauf aufbauen. Haben Sie schon einen Nachfolger entdeckt?

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für den «Rock Circus». Senden Sie uns eine E-Mail an rockcircus@via.ch. Viel Glück!

Dieses Jahr stehen Sie als Zirkusdirektor in «Das Zelt» auf der Bühne. Was haben Eiskunstlauf und Zirkus gemeinsam? Das Publikum, ganz klar. Ich stehe gerne im Mittelpunkt und geniesse die Aufmerksamkeit, wenn alle zusehen und gespannt sind, was kommt. Wenn du vor deinem Publikum stehst, musst du dir überlegen, wie du die Menschen begeistern kannst. Im Zirkus bin ich näher an den Menschen als auf dem Eis, ich kommuniziere mit ihnen, bin ihnen ganz nah. Darauf freue ich mich sehr. Welches ist Ihr liebstes Rockstück? Ganz klar, «Knocking on Heaven’s Door», gespielt von Guns N’ Roses. Das ist mein Lied. Wo steht Stéphane Lambiel in zehn Jahren? Keine Ahnung. Vielleicht mache ich weitere Shows oder baue eine Schule für Eiskunstläufer auf. Ganz sicher werde ich auch in zehn Jahren noch Ideen haben für Neues. On verra. Q

Foto: Christopher Trevisan

«Art on Ice» 2013: Lambiels Kür zu Leona Lewis Hit «Run».


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Erfahren Veloland Schweiz: 10 000 Kilometer Velo- und Bikerouten gilt es zu erkunden.

Jetzt aber raus!

Fotos: SBB / Gian Vaitl; Fotolia/rdnzl

Schweiz _ Spüren

Sie es? sbb.ch/mietvelo ein Blick auf die AuslasDer Frühling lockt mit seinen Wer noch Inspirationen für tungsprognose im SBBeine schöne Velotour sucht, bunten Blüten, den zarten der sollte sich einmal Online-Fahrplan. So kann Sonnenstrahlen und der wei- bei den Kombi-Angeboten man weniger stark ausgechen Luft. Höchste Zeit also, von RailAway umsehen: lastete Züge nutzen. Und Velotouren-Hits können Sie spätestens jetzt das Velo wie- hier mit 10 bis 20 Prozent Züge, in denen es grundder zu entstauben, die Reifen Rabatt online buchen. sätzlich keinen Platz für Veaufzupumpen und sich eine los hat, sind im Fahrplan der schweizweit rund 10 000 mit einem durchgestricheKilometer signalisierten Velo- und Bike- nen Velo-Symbol gekennzeichnet. Doch routen rauszusuchen. auch das ist kein Problem, denn man Wer gerne die Schweiz auf dem Velo kann sich schweizweit von Lugano über erkundet, muss nicht gleich Mehrtages- Lausanne bis Winterthur ein Velo direkt touren einplanen, sondern kann ganz ein- am Bahnhof mieten: Bei «Rent a Bike» fach die eine Etappe zur Wunschdestina- hat man zudem die Möglichkeit, ein getion mit dem Zug fahren. Von zu Hause mietetes Velo an einem anderen Mietaus an den Bahnhof radeln, das Fahrrad bahnhof zurückzugeben. «Rent a Bike» verladen und vom nächsten Bahnhof aus gibt es über 180-mal in der ganzen mit dem Velo ans Ziel fahren. An beson- Schweiz, davon 80-mal an Bahnhöfen. ders schönen Ausflugstagen und an den Und auch mit «PubliBike» kann man Wochenenden empfiehlt sich vorab auch spontan für einige Stunden mit dem selbstbedienten Stadtvelo unterwegs sein: mit dem öffentlichen Verkehr anreisen und die letzte Etappe per Velo oder E-Bike nehmen. Noch ein Tipp, wenn Sie Ferien in der Schweiz planen und Ihr Velo dabeihaben wollen: Geben Sie es einfach am Bahnhof als Gepäckstück auf – dann ist es schon vor Ihnen da.

Frage des Monats

Warum kann es mir im Neigezug schlecht werden? Manche kennen das Phänomen von Schiffen bei hohem Wellengang oder vom Lesen im Auto; die einen leiden schon als Kinder daran, andere erwischt es erst im Erwachsenenalter. Und ja, es gibt auch Menschen, die die Kinetose, vulgus Reisekrankheit, nur vom Hörensagen her kennen. Immerhin fünf Prozent der Menschen packt das Reiseelend im Zug, besonders in den Neigezügen. Verantwortlich ist unser Gleichgewichtsorgan im Ohr, das die Position des Körpers im Raum registriert, aber auch die Bewegung und die Zentrifugalkräfte in den Kurven. Das Hirn sendet nun «Bewegung!» und «Neigung!» an den Körper, während die Augen einen starren Raum (das Innere des Zugabteils) melden. Dieser Wahrnehmungskonflikt kann bei sehr sensiblen Menschen leichten Schwindel und weitere Symptome auslösen. Im Neigezug kommt hinzu, dass manche Kontrollsysteme die Messdaten für Geschwindigkeit und Neigung an der Spitze des Zuges verwenden; der Bordcomputer sendet die Signale von Wagen zu Wagen, weshalb sich die vorderen Wagen verzögert in die Kurve neigen. Nicht der Neigewinkel oder die Geschwindigkeit können also zu Unwohlsein führen, sondern die Verzögerung der Neigung in der Kurve. Was tun? Zum einen kommen Den braucht es vermehrt Kontrollsysteme im Zug nur ganz zum Einsatz, die die Wagen in selten. den Kurven zeitgleich mit der Seitwärtsbeschleunigung neigen. So treten keine Verzögerungen auf. Empfindliche Personen wählen zudem mit Vorteil einen Sitzplatz im mittleren oder hinteren Zugteil und reisen in Doppelstockwagen unten. Gaston Haas Haben Sie eine Frage zum öffentlichen Verkehr? Schicken Sie uns eine E-Mail an redaktion@via.ch Mehr zum Thema finden Sie auch im SBB-Blog unter sbb.ch/bahnsinn

Mit dem Zug zum Stadtvelo: Radeln, wo man möchte – ohne Stress. publibike.ch

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Erfahren Hintergrund

Im Zentrum der «Bösen» Turn- und Schwingfest, Konzerte, Streetparade und Fussball: 2013 wird die Schweiz, vor allem aber die Region Bern, zur «Festhütte». Ohne den öffentlichen Verkehr könnten die Anlässe kaum stattfinden. Text: Gaston Haas

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Fotos: Keystone/Urs Flüeler/Eddy Risch; zVg

urgdorf, am Tor zum Emmental gelegen, ist ein ruhiges Städtchen mit etwas mehr als 15 000 Einwohnern. Touristen bewundern die Patrizierhäuser in der mittelalterlichen Altstadt, steigen hoch zum Schloss und geniessen das friedliche Leben in einem der gemütlichen Strassencafés. In diesem Jahr aber wird alles ein wenig anders sein. Sehr anders sogar. Denn im Spätsommer wird der Ort zum Zentrum der «Bösen» – und geschätzte 250 000 Besucherinnen und Besucher werden auf dem Festgelände oder vor den Grossleinwänden das Testosteron-Spektakel um die Kränze und viel Ehre live miterleben: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest

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(ESAF) lässt Burgdorf vom 30. August bis 1. September zur Megacity anschwellen. Wenige Wochen zuvor wird die Feuerprobe bereits stattgefunden haben: Das 75. Eidgenössische Turnfest in Biel (13. – 23. Juni) erwartet 60 000 aktive Turnerinnen und Turner, 8000 Helfer – und satte 120 000 Besucher. Das Fest, das nur alle sechs Jahre stattfindet, ist bei Weitem der grösste Anlass in der 3-Seen-Region seit der Expo.02. Martin Hauswirth, Produktmanager Events & Sponsoring bei der Berner Bahn BLS, kann sich über mangelnde Arbeit in diesem Sommer nicht beklagen: «Wir feiern dieses Jahr 100 Jahre Lötschbergbahn,


Hintergrund Erfahren

«Let me entertain you»: Im Zürcher Letzigrund werden Mitte August Zehntausende Robbie Williams live erleben.

60 000 aktive Turnerinnen und Turner erwartet Biel zum Eidgenössischen Turnfest im Juni.

Emotionen pur: Willy Graber jubelt nach seinem Sieg gegen Christian Studinger am «Eidgenössischen» in Frauenfeld.

Ein Billett für die Umwelt dann finden Volksfeste statt in Biel und Luzern, dazu das Bon-Jovi-Konzert Ende Juni im Berner Stade de Suisse, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Wir werden im Sommer alles aufbieten, was Räder und Beine hat», meint er lachend. Ob Biel oder Burgdorf, das Stade de Suisse oder die Zürcher Streetparade: Hinter jedem Grossanlass steckt monatelange, ja jahrelange organisatorische Arbeit. Allen gemeinsam ist die Frage: Wie kommen all die Hunderttausende von Besucherinnen und Besuchern rechtzeitig vor Ort – und nach dem Anlass wieder nach Hause?

In vier Stunden wollen 35 000 nach Hause gebracht werden

100 000 kg Sägemehl werden für die sieben Wettkampfringe benötigt. Das Sägemehl stammt aus regionaler Produktion.

Wer das «Eidgenössische» live erleben will, ist gut beraten, die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu planen. Und die unternehmen einiges, um die Gäste pünktlich ans Ziel zu bringen. Allein die SBB und die regionalen öV-Unternehmen BLS und ihre Tochterfirma Busland AG rechnen an den drei Tagen des Festes mit 35 000 bis 50 000 zusätzlichen Fahrgästen – täglich nota bene. Noch eindrücklicher

Grossanlässe generieren Verkehr, und das heisst meist Lärm und dreckige Luft. Das soll in Burgdorf und Umgebung aber nicht zum Problem werden. Deshalb haben die Organisatoren des «Eidgenössischen» gemeinsam mit den Partnern des öffentlichen Verkehrs ein «Billett für alles» geschaffen. Im Arena-Ticket ist ein Spezialbillett des öffentlichen Verkehrs integriert. Es berechtigt zu einer Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse ab einer Schweizer Ortschaft (inkl. Benützung von Tram und Bus der meisten Städte) nach Burgdorf und zurück. Zudem ermöglicht das 2-TagesTicket freie Fahrt im Übernachtungsperimeter des LIBERO-Tarifverbundes, das heisst im Raum Burgdorf, Langnau, Bern, Solothurn und Langenthal. Zusätzlich besteht im Einzugsgebiet ein Nachtangebot von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag bei den BLS-Zügen der S-Bahn und beim Regionalbus während der Dauer des Festbetriebs bis etwa 3 Uhr morgens. So kommen die Besucherinnen und Besucher so nachhaltig wie möglich von ihrem Wohnort nach Burgdorf. Die Einheimischen werden es ihnen danken. libero-tarifverbund.ch

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Erfahren Hintergrund

«Festhütte Schweiz» Hunderttausende werden in diesem Jahr Grossanlässe in der ganzen Schweiz besuchen. Viele von ihnen werden den einen oder anderen Anlass mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen. Eine Auswahl. 20. 5. Schweizer Cupfinal (Bern) 8. 6. WM-Ausscheidung Schweiz – Zypern (Bern) 13. – 23. 6. Eidgenössisches Turnfest (Biel) 15. 6. Muse-Konzert (Bern) 27. – 30. 6. Openair St. Gallen 29. / 30 .6. 100 Jahre Lötschbergbahn – Nordrampenfest (Frutigen) 7. – 13. 7. Gigathlon 10. 8. Street Parade (Zürich) 16. 8. Robbie-Williams-Konzert (Zürich) 30. 8. – 1. 9. ESAF (Burgdorf) 7. / 8. 9. 100 Jahre Lötschbergbahn – Südrampenfest (Goppenstein – Brig) Sie wissen, wo es lang geht: Kundenlenker der SBB.

werden diese Zahlen, wenn man sich die Zeitfenster anschaut: Allein am Sonntag, dem 1. September, rechnen die Planer mit 35 000 Personen, die zwischen 17 und 21 Uhr abreisen werden. Sie alle werden die Region über den Bahnhof Burgdorf verlassen. Ohne professionelle Planung wäre das Chaos garantiert. Und die hat längst begonnen: «Bereits 2006, als Burgdorf sich um die Austragung des ‹Eidgenössischen› bewarb, fanden die ersten Kontakte mit dem Organisationskomitee statt», sagt Patrick Eicher, Gesamtprojektleiter bei der SBB. Am Transportkonzept und den Verträgen mit den Organisatoren des ESAF

wird seit November 2010 intensiv gearbeitet. Dazu kommen regelmässige Koordinationstreffen mit der BLS und der Busland AG. Nichts darf dem Zufall überlassen werden. Trotz der klaren Kompetenzverteilung – «unsere Grenze ist der Bahnhof», sagt Eicher – ist eine enge Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des ESAF unumgänglich. So werden etwa am Bahnhof Burgdorf sechs Funknetze aufgebaut, um die Kommunikation sicherzustellen. Die Informationskanäle werden in einem Führungsraum am Bahnhof gebündelt, der während des Anlasses rund um die Uhr besetzt sein

Vom Büro direkt zum Kunden Chefplaner Patrick Eicher hat seit Monaten nur noch das Schwingfest im Kopf. Wann haben die ersten Kontakte zwischen dem OK des ESAF und der SBB stattgefunden? Die ersten Kontakte fanden bereits 2006 statt, als Burgdorf sich um die Austragung bewarb. Patrick Sommer, Geschäftsführer des OK, wollte wissen, ob ein solcher Anlass in der Region überhaupt mit dem öffentlichen Verkehr zu machen wäre.

Fotos: SBB/Christine Strub; zVg

Zur Person Patrick Eicher (37) ist Leiter Ereignismanagement bei der SBB und Gesamtprojektleiter ESAF 2013 auf Seiten des öV.

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Und wann wurde es konkret? Nach dem letzten «Eidgenössischen» in Frauenfeld 2010 ging es richtig los mit dem Grobkonzept. Allerdings kannten wir damals den Fahrplan 2013 noch nicht. Deshalb haben wir zu Beginn mit Erfahrungswerten gearbeitet. Wo sehen Sie die grösste Herausforderung? Die planbaren Aspekte des Anlasses haben wir im Griff. Eine Störung auf einer der Hauptachsen könnte aber zu Schwierigkeiten führen. Dafür haben

wir aber Umleitungskonzepte entwickelt, die wir kurzfristig umsetzen könnten.

SBB und BLS setzen sogenannte Kundenbetreuer ein. Was muss man sich unter dieser Bezeichnung vorstellen? Kundenbetreuer sind Angestellte der Transportunternehmen. Bei der BLS etwa handelt es sich um Zugpersonal. Bei der SBB arbeiten viele im Büro und nutzen die Gelegenheit, freiwillig für eine gewisse Zeit direkt zu den Kunden zu gehen. Vom PC direkt an den Bahnhof? So ungefähr. Die rund 180 SBB-Betreuer werden für ihre genau definierten Aufgaben ausgewählt und gebrieft. Wo trifft man Sie am 30. August an? Im Führungsraum am Bahnhof Burgdorf, dort werden alle Fäden zusammenlaufen.


Hintergrund Erfahren

wird. Und die Signalisation des Festgeländes wird mit jener am Bahnhof harmonisiert, um die Orientierung so effizient wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus werden die Korridore bestimmt, durch die die Besucherinnen und Besucher vom und zum Bahnhof gelangen, müssen Notkorridore für Ambulanz, Polizei und Feuerwehr definiert oder Einsatzpläne für die zusätzliche Reinigung und Abfallentsorgung am Bahnhof erstellt werden. Bis hin zur Verfügbarkeit der Billettautomaten und der Programmierung der Anschriften an den Bahnhöfen, Zügen und Bussen ist alles bis ins Detail durchdacht. Eine Wissenschaft für sich ist das Kerngeschäft der Bahnen: die Bereitstellung der Extrazüge und die Ergänzung der bestehenden Verbindungen. «Auf gewissen Strecken wird der allerletzte Slot genutzt werden, da geht gar nichts mehr dazwischen», sagt Patrick Eicher. Zudem: Die vielen Sonderzüge müssen von Lokführerinnen und Lokführern gesteuert werden, die sich in der Gegend und mit der Zugmaschine selber auskennen; sie müssen also sogenannt fahrzeug- und streckenkundig sein. Ergo braucht es Schulungen oder Doppelbesetzungen im Führerstand. Das ist Einsatzplanung für Fortgeschrittene.

Eine Hauptprobe gibt es nicht 63 Extrazüge wird allein die SBB auf die Gleise bringen. Am Samstag etwa ab Zürich und Chur, Romanshorn und St. Gallen, Luzern und Erstfeld, Interlaken, Bern und Genf. Sie alle treffen zwischen 6 und 7 Uhr morgens in Burgdorf ein. Das dafür notwendige Rollmaterial wird in der ganzen Schweiz zusammengezogen, und mehr als hundert Leerzüge fahren zum Einsatzort – und wieder zurück. Die BLS setzt gar noch eins drauf: Ihr Logo tragen 346 (!) Extrazüge, vor allem im S-Bahn-Netz. «Wir brechen Fleisch – mit dieser Konsumation für das ESAF unser gewohn- rechnen die OK-Verantwortlichen, tes Transportkonzept auf», je nach Wetter, während der sagt Martin Hauswirth. Da drei Festtage. Das entspricht etwa werden gewohnte Zugsrou- 3 800 000 Kalbsbratwürsten. ten verändert oder unterteilt, Abstellgeleise definiert, alles mit dem einen Ziel: «Der Bahnhof Burgdorf muss so effizient wie möglich genutzt werden.» Auch bei der BLS kommen rund 100 Kundenlenker zum Einsatz, dazu Sicherheitspersonal, für das Einsatzpläne entworfen und Schulungen durchgeführt werden. Vorbereitung ist alles, denn eine Hauptprobe kennt das Transportkonzept für das Eidgenössische nicht: Am 30. August muss die minutiöse Planungsarbeit von Eicher, Hauswirth & Co. wie am Schnürchen klappen. Noch bleiben ein paar Monate, um alle Eventualitäten zu prüfen. Ob der amtierende König der «Bösen», Wenger Kilian, seinen Titel wird verteidigen können? Oder muss er anderen das Sägemehl von der Schulter klopfen? Am 1. September werden wir es wissen. ■

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Bequem unterwegs Erfahren

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1 | Zermatt Unplugged 9. bis 13. April, Zermatt Zermatt Unplugged präsentiert Bryan Ferry, Die Fantastischen Vier, Skunk Anansie, Morcheeba, Stefanie Heinzmann, Rea Garvey, Umberto Tozzi/Stadio und viele mehr vor imposanter Kulisse. sbb.ch / zermatt-unplugged 20 % Ermässigung auf die Bahnfahrt, 15 % Ermässigung auf den Eintritt

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Erfahren Leserbriefe Rätsel

«Ich gratuliere dem Fotografen für die ausserordentliche Aufnahme.»

das Interview übrigens im Bistrowagen auf der Fahrt von Bern nach Zürich. Wir waren zu fünft: Ein Mann mit Riesenkopfhörern blätterte in einer Gratiszeitung, die jüngere Frau genüber las auf dem iPad, ein Geschäftsmann checkte seine Mails auf dem Smartphone, eine ältere Dame blickte ebenfalls auf einen Bildschirm. Ins Gespräch kam ich mit meinem Gegenüber, als der Lokführer eine Beinahe-Vollbremsung machte – die anderen blickten nicht einmal auf. Suleika Baumgartner, Zürich

Schwester Urbana Glaus, Bern via 1/2013

Faszinierende Fotografie Entdecken Faszination Eis

Blaues Wunder

Foto: Urs Homberger

Während oben die Sonne den Schnee zum Glitzern bringt, herrscht in der Eishöhle unter dem Roseg Gletscher im Engadin ein blaues Zwielicht mit Tönen von hellem Türkis über Azur bis zu einem tiefen Dunkelblau. Schmelzwasser hat die Kammer geformt – Wasser, das den Gletscher auch von innen schrumpfen lässt.

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Das via 1/2013 enthält Seite 8/9 ein Foto, das mich sehr fasziniert. Ich gratuliere dem Fotografen zu dieser ausserordentlichen Aufnahme. Vielen Dank, dass das «via» immer grosszügig in den Bahnhöfen aufliegt. Ich nehme es jeweils gerne mit. Jede Nummer enthält interessante Berichte und Bilder. Sr. Urbana Glaus, Bern Faszination Eis Entdecken

SBB allgemein

Rauchfreie Bahnhöfe Das leidige Thema: Rauchen. Warum verbietet man es nicht im ganzen Bahnhofareal? In London sind die riesigen Bahnhöfe alle rauchfrei. Die Millionen fürs Putzen könnten gespart werden. Ich habe übrigens selbst 30 Jahre geraucht. Klara Maynard, per E-Mail

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via

Angst vor Begegnungen? Oh, Pedro Lenz hat mir aus dem Herzen gesprochen. «Aber mir fällt auf, dass viele Leute, die Zug fahren, sich gar nicht mehr umschauen. Diese Angst vor Begegnung und Nähe finde ich problematisch.»Gelesen habe ich

Mitmachen und gewinnen!

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Teil dorischer Säulen

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schweiz. Kanton

1. Preis: Eine Woche auf Norderney

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Eidg. Starkstrominspektorat

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So nehmen Sie an der Verlosung teil! Rufen Sie an unter Telefon 0901 800 777 (90 Rp. pro Anruf), und sagen Sie nach dem Signalton die Lösung, Namen und Adresse.

2

Kurort mit Therme

ital. Provinzkennz.: Turin

Halbton unter c

heimzahlen

erste evangelische Bischöfin

frz.: deine Mz.

1. Rätselpreis: 7 Übernachtungen im bade:haus norderney

Land im Wasser

pro Einheit

Zahlstelle

ein Teilstück

5 med.: Milz

artig

antiker griech. Kultort

Fremdwortteil: vor

Vorläuferin der EU

engl. Abk.: vor Christus

1

schlecht

3

beliebte schweiz. Freizeitaktivität blütenlose Wasserpflanze

grosse Hügel

Reisebus

schweiz. Presseagentur

stehende Autokolonne

Überreichender

Gutscheine

germanisches Schriftzeichen

Buddhismusform in Japan

Autokz. Kanton Aargau

frz. Frauenname

Männername

Inseleuropäer

natürl. Kochsalz

Freizeitsportler

4

Mietauto mit Fahrer frz. unbest. Artikel

gewollte Handlung

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Das nächste «via» erscheint am 3. Mai 2013

30

via

USSchriftsteller † (Isaac)

Reiseausweis

Via E-Mail an raetsel@via.ch Einsendeschluss ist der 30. April 2013 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Mitarbeitende von SBB, VöV und Infel sind von der Verlosung ausgeschlossen.

6

Einverstanden!

Schreiben Sie uns : Infel AG, Redaktion « via », Postfach 3080, 8021 Zürich oder schicken Sie eine E-Mail : leserbriefe@via.ch Bitte Absender mit Vor- und Nachnamen sowie Adresse nicht vergessen ! Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

Pferdefahrzeug

Männerkosename

Per Postkarte an Infel AG, Redaktion «via», Rätsel, Postfach, 8021 Zürich. Senden Sie eine SMS mit via (Abstand) Lösungswort und Ihrer Adresse an die Zielnummer 966. (90 Rp. pro SMS)

Vorname d. Schauspielers Connery

Ihre Meinung

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rä ts e l K re uz wo rt s a d inen ie S Lösen innen Sie e Y – w e g d n u ) NE (S. 30 f NORDEuRhause hat. u a lt a th n Aufe ein Z o Thalasso der Insel, w

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«via» Magazin 3/13  

Interview: Stéphane Lambiel – Der zweifache Weltmeister im Eiskunstlauf startet eine zweite Karriere.

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