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Wetterpropheten

Die Muotathaler Wetterschmรถcker in ihrem Element Weinkรถnigin

Die Winzerin Madeleine Gay belebt alte Rebsorten

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bewegt dich. 8 | 2012

Xenias schรถne Welt Xenia Tchoumitcheva, Model und Moderatorin, zeigt uns ihre Heimat Lugano.


Paris Romantische Winterzeit. 20 Märchenhafte Angebote mit tollem Erlebnispaket z. B.: · 3 Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel All Seasons Gare de l’Est · Bahnanreise mit TGV Lyria * · Seinefahrt und Louvre-Eintritt · Zutritt Aussichtsterrasse im 56. Stock vom Tour Montparnasse * Direkte Bahnreise in 2. Kl. mit und ohne ½-Tax-Abo ab TGV-Einsteigebahnhöfe Zürich, Basel, Bern, Neuchâtel, Vallorbe, Lausanne, Genf. Einschränkungen bestehen, Platzzahl begrenzt.

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8 | 2012 Inhaltsverzeichnis

Entdecken

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5 Musik aus der Konserve Im Museum für Musikautomaten gibt es die ganze Vielfalt der mechanischen Musik zu entdecken.

6 Die Wetterschmöcker Die sechs Wetterpropheten aus dem Muotathal sind im ganzen Land bekannt. Aber so wie bei uns haben Sie sie noch nicht gesehen!

Erfahren 15 Der rote «Churchill» 1939 fuhr er erstmals auf dem Schweizer Bahnnetz, bewundert wird er bis heute: der Rote Doppelpfeil.

16 Wanderlust, jetzt! Nichts wie raus und die schönen Tage geniessen.

18 Hier haben die Jungen das Sagen Im Bahnhof Langenthal managen Lernende den Betrieb. Das funktioniert bestens.

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22 Interview Die Winzerin Madeleine Gay rettet alte Rebsorten vor dem Vergessen. Und feiert damit Erfolge.

25 Pro & Kontra Sind Stehplätze im öffentlichen Nahverkehr zumutbar? Wir bringen die Argumente.

26 So kommen Sie von A nach B Von Bern nach Aarau: Unsere Grafik zeigt, welche Aufwendungen zu einer Bahnreise gehören.

Erleben 29 Schön und gut Gutes Design ist das eine, faire Herstellung das andere. Die Winterthurer Designmesse hat beides.

30 Oh, glückliches Lugano!

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Xenia Tchoumitcheva: Die schöne und erfolgreiche Weltbürgerin zeigt uns ihre Heimat.

36 Top 10 Jetzt gehts manchen Schweinen an den Kragen. Die besten Metzgeten im ganzen Land.

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38 Die Lunge grün, das Herz aus Stahl Im Saarland mischt sich das Beste aus deutschen und französischen Welten.

42 Agenda & Angebote 44 Rätsel 46 Leserbriefe / Impressum

Wer nicht lesen will, muss hören! Neu gibt es «via» als Hörversion, gesprochen von Profis im Auftrag der SBS Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte und der SBB. via.ch

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Entdecken Zug verpasst in ...

Mechanische Musikinstrumente: die wunderschönen Vorläufer von Schallplatte und mp3.

Fotos: Bundesmuseen.ch; sennaria.ch; zVg

Nostalgische Klänge Seewen SO _ Ein kleines, mechanisches Figürchen musiziert wie von Geisterhand, und im Foyer beginnt die Jahrmarktsorgel zu jeder vollen Stunde von selbst zu spielen: Das Museum für Musikautomaten in Seewen entführt den Besucher musikalisch in eine entschwundene Welt. Die ehemals private, seit 1990 öffentlich zugängliche und international bedeutende Sammlung ist die grösste ihrer Art in der Schweiz. Der moderne Museumskomplex liegt inmitten der reizvollen Hügellandschaft des Schwarzbubenlandes – ein Ausflugsziel wie geschaffen auch für Wanderungen und Velotouren. Zu entdecken gibt es die ganze Vielfalt der mechanischen Musik aus den letzten zwei Jahrhunderten – von kleinen Musikdosen bis hin zu mechanischen Klavieren. Unter den mehr als 600 Exponaten sind auch Raritäten zu bestaunen. So etwa die selbstspielende PhilharmonieOrgel, die ursprüng-

lich für die Britannic gedacht war – das Schwesternschiff der Titanic. Im Eintrittspreis inbegriffen ist eine Führung, die spannende Einblicke in die facettenreiche Welt der mechanischen Musikinstrumente gewährt. Oder wussten Sie, dass sich das Grossbürgertum um 1910 die perfekte Musik in ihre Salons holte – eingespielt von den besten Pianisten der Zeit und auf Musikrollen für mechanische Instrumente gespeichert? Oder dass Luxusmusikdosen einst wahre Schweizer Exportschlager waren, begehrt auf der ganzen Welt? Wie viel Geduld und Fingerspitzengefühl nötig war, um diese musikalischen Wunderwerke zum Klingen zu bringen, zeigt ein Blick ins Innere diverser Musikautomaten. Man höre und staune! Die Postautolinie 67 ab Liestal Bahnhof SBB und Dornach Bahnhof SBB fährt direkt zum Museum für Musikautomaten. Öffnungszeiten: Di – So, 11.00 – 18.00 Uhr Führungen: Di – So, 12.20 und 14.40 Uhr (Dauerausstellung); Di – So, 13.20 und 16.00 Uhr (Sonderausstellung) bundesmuseen.ch/musikautomaten

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Leserbild ...

Ein Stücklein Schweiz aus dem Bilderbuch. Wärs nicht echt, es wäre das perfekte Klischee. Benjamin Sorrentino, via iPhone

via.ch Laden Sie Ihr Lieblingsbild auf unsere Leserseite oder schicken Sie es an leserbild@via.ch

Sehen und hören in Seewen.

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Entdecken Wetterpropheten

Karl Hediger, 59 Er ist Älpler, Bauer und Holzfäller und seit eh und je vom Wetter fasziniert – ein echter «Naturmensch» eben. Unterwegs in Gottes freier Natur studiert er vor allem die Schnecken und das Holz.

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Wetterpropheten Entdecken

Alois Holdener, 57 Der gelernte Forstwirt und Waldliebhaber hält nicht viel von Wettervorhersagen aus Fernsehen oder Radio. Lieber orientiert sich der Prophet mit Spitznamen «Tannzäpfler» an der Entwicklung des Waldes. Sein «Barometer»: der Tannzapfen.

Naturburschen mit «Gschpüri» Zweimal im Jahr treffen sich die sechs Muotathaler Wetterpropheten, um zu prüfen, wer die treffendste Prognose abgegeben hat: Jeder hat seine eigene Methode – und vor allem Berufsgeheimnisse. Text: Claudia Meyr; Fotos: Simon Zangger

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Entdecken Wetterpropheten

Karl Reichmuth, 59 Der «Kari», das sei einer der besten Jäger der Region, so heisst es. Seit zwanzig Jahren ist er Wetterprophet. Der «Steinbockjäger» kennt sich aus mit Tieren, weiss ihr Verhalten wettermässig zu deuten. Besonders den Füchsen schaut er dabei ganz genau auf die Pfoten.

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Wetterpropheten Entdecken

Martin Horat, 68 Auf einem Ameisenhaufen sitzend oder Schnee «fressend» verkündet er das Wetter – seine Auftritte sind längst Kult. Ausser Kapriolen, hat der «Wettermissionar» ganze Klimachroniken und die Wetterextreme der letzten 500 Jahre im Kopf.

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Entdecken Wetterpropheten

Martin Holdener, 50 Sein Vater war Mausefänger. Kein Wunder also, dass sich «Musers Märtel» besonders gut mit Feldmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern auskennt. Sind sie aufgewühlt und werfen plötzlich sehr grosse und zahlreiche Haufen auf, dann deutet das auf Schnee und Kälte hin.

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Wetterpropheten Entdecken

Peter Suter, 85 Wo andere nur Bäume sehen, sieht er Zeichen: Der «Sandstrahler» markiert Astgabeln mit Strichen und schaut, wie sie sich im Laufe der Zeit verändern. Ebenso interpretiert er den Klang von Flüssen und den Wasserstand. Immer noch flink zu Fuss: Wandern und Tanzen halten ihn fit.

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Entdecken Wetterpropheten Wer die treffendste Prognose abgegeben hat, darf den hölzernen Wanderpokal nach Hause nehmen.

Propheten brauchen keine Satelliten Tannzapfen, Fuchspfoten und Ameisen sprechen ihre eigene Sprache. Gut sechzig Jahre ist es nun her, dass die beiden Muotathaler Zacharias Föhn und Melk Anton Bürgler auf die Idee kamen, einen meteorologischen Verein zu gründen. Wieder einmal war es zwischen den Wetterdeutern zu Zwistigkeiten gekommen. Dass der eine im Herbst behauptete, er hätte den Sommer genau so vorhergesagt, wie er gewesen war, brachte den anderen in Rage. Und daher entschied man sich, fortan schriftlich festzuhalten, was vom Wetter zu erwarten sei. Es sei den Vereinsmitgliedern in «humorvoller Weise» mitzuteilen und am Ende zu vergleichen. 87 Mitglieder entrichteten damals den Jahresbeitrag von 60 Rappen und schlossen sich dem Meteorologischen Verein Innerschwyz an. Es ging um vergnügliche Abende – und natürlich ums Wetter.

Wie wird das Wetter?

Foto: gasthaus-kreuz.ch

Seien Sie live dabei, wenn die sechs Wetterpropheten an der Herbstversammlung ihre Prognosen für die kommenden sechs Monate verkünden. Freitag, 26. Oktober 2012, 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Ilge in Illgau Eintritt inkl. Znacht: Nichtmitglieder CHF 15.– (Abendkasse) Mitglieder frei (Jahresbeitrag CHF 10.–) wetterschmoecker.ch

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Heute zählt der Verein rund 4000 Mitglieder. Die Vorhersagen der sechs «Muotathaler Wetterschmöcker» sind weit über jenes Gebiet hinaus bekannt, für das sie eigentlich gelten sollten: den Bezirk Schwyz. Und eigentlich nennen sie sich Propheten. Nicht weil sie überheblich sind, sondern weil sie langfristig deuten: Zweimal im Jahr, im April und im Oktober, geben die sechs Originale ihre Prognose für die kommenden sechs Monate ab. Wer gewinnt, erhält zwei «Fünfliber» und einen Wanderpokal aus Holz. Für ihre Vorhersagen haben sie keinen Wetterradar und keine besonderen Messinstrumente, sondern nur ihre Sinne, ihre Hände und einen reichen Erfahrungsschatz. Umso erstaunlicher, dass die Wetterpropheten regelmässig eine Trefferquote von 80 Prozent erreichen. Damit schlagen sie die «Wetterfrösche», wie sie den Meteorologen von Meteo Schweiz sagen. Deren Trefferquote liegt bei 75 Prozent, wohlverstanden für Prognosen von zwei bis fünf Tagen im Voraus. Das Wetterdeuten hat in der Innerschweiz und vor allem im Muotathal eine lange Tradition: Wind, Regen, Sonne und Gewitter wechseln hier häufig abrupt. Schon früher, als es weder Fernsehen noch Radio gab, versuchten die Bauern, die Vorboten des Wetters zu erkennen. Denn es bestimmte nicht selten über Leben und Tod; über Missernte oder gefüllte Scheunen. Nicht jeder allerdings entwi-

ckelte echte Intuition und Beobachtungsgabe. «Me mues schon au s Talent zum Wätter ha, s Gschpüri», bringt es Josef Bürgler, Präsident des Meteorologischen Vereins Innerschwyz, auf den Punkt. Nebst naturgegebener Begabung muss ein Wetterprophet-Anwärter natürlich auch eine humoristische Ader mitbringen – und darf keine Frau sein. «Stellen Sie sich bloss vor, wenn die dann besser wäre», sagt Bürgler lachend. Und so bleibt das Wetterprophezeien eine Männerdomäne.

Zünftig, aber fair Der 66-jährige Präsident sorgt seit ein paar Jahren dafür, dass alles seine Richtigkeit hat. Akribisch halten er und seine vier Jurykollegen jeden Tag das aktuelle Wetter fest: «Damit keiner hinterher sagen kann, es sei anders gewesen.» Vor ein paar Jahren, als es noch keine Jury gegeben habe, hätten sich die Wetterpropheten bei der Auswertung «amigs fascht Grinde igschlage». Trotz klar geregeltem Punktesystem, anhand dessen der Wetter-Gewinner ermittelt wird, geht es auch heute bei der Bekantgabe der Prognosen nicht zimperlich zu. Derjenige, der rückblickend nicht so einen guten Riecher hatte, wird von seinen Mitstreitern mit Witz durch den «Seich» gezogen. Und so verwundert es nicht, dass die Veranstaltung bis zu 1000 Zuschauer anlockt – vom Banker bis zum Bauern. Q


Publireportage

Edgar Degas in der Fondation Beyeler Mit dem Pauschalangebot von Basel Tourismus bereits ab CHF 96.–. Basel, die Kulturhauptstadt der Schweiz, ist einzigartig und wartet auch diesen Winter wieder mit vielen Highlights auf: Die Fondation Beyeler zeigt beispielsweise vom 30. September 2012 bis zum 27. Januar 2013 die Ausstellung «Degas». Erstmals seit zwanzig Jahren ist in der Schweiz wieder eine Werkschau des französischen Malers zu sehen. Es ist die erste überhaupt, die ausschliesslich seinem reichen und vielseitigen, ab etwa 1886 entstandenen Spätwerk gewidmet ist. Obwohl sich die Kunst von Edgar Degas einer grossen Beliebtheit erfreut, beschränken sich die Ausstellungen zumeist auf seine impressionistische Schaffensphase oder auf Einzelaspekte seines Œuvre. Die über 150 Werke umfassende Ausstellung der Fondation Beyeler greift nun alle Themen und Motive auf, die prägend für Degas’ Spätwerk waren – faszinierende Darstellungen von Tänzerinnen und weiblichen Akten, von Jockeys und Rennpferden sowie überraschende Landschaften und Porträts.

Edgar Degas; Trois danseuses, jupes violettes, um 1895 –98; Drei Tänzerinnen in violetten Röcken; Pastell auf angestücktem Papier; 73,2 x 49 cm; Privatsammlung; Foto: Maurice Aeschimann

Edgar Degas; La Sortie du bain, um 1895; Das Verlassen des Bades; Pastell auf angestücktem Papier, 52,5 x 52,8 cm; Privatsammlung; Foto: Boltin Picture Library / The Bridgeman Art

Weitere Informationen finden Sie unter www.basel.com/degas

Spezialangebot zur Degas-Ausstellung ab CHF 96.– pro Person Gemeinsam mit der Fondation Beyeler bietet Basel Tourismus ein attraktives Spezialangebot. Dieses beinhaltet eine Übernachtung mit Frühstück, das Eintrittsbillett für die Fondation Beyeler, ein Mobility Ticket für die kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Gasttaxe, Service und MwSt. Buchen Sie jetzt unter www.basel.com oder via Telefon +41 (0)61 268 68 68.


Erfahren Frage des Monats

Warum gibt es eigentlich Sackbahnhöfe?

Aussichten aus dem Schweizer Bilderbuch: der Rote Doppelpfeil bei Neuhausen am Rheinfall.

Auf den Spuren Churchills

Fotos: Fotolia/Joshua Resnick; Keystone/ Digital Globe, Eurimage; SBB

Zürich _

Er ist eine Legende; ein Prestigeobjekt der hiesigen Eisenbahnindustrie. Der Rote Doppelpfeil – es handelt sich um ein Einzelstück – wurde pünktlich zur Landesausstellung 1939 in Zürich fertiggestellt. Unter der Bezeichnung Re 4/8 301 beförderte er 1946 Winston Churchill durch die Schweiz. Der Besuch des britischen Staatsmanns gab dem Wagen einen neuen Namen. Seither nennt man ihn «Churchill». Fast wäre der Doppelpfeil von den Gleisen verschwunden. 1979 erlitt er einen schweren Defekt und wurde ausgemustert. Doch ein Liebhaber übernahm ihn zum Schrottwert, ehe ihn die Mittelthurgaubahn wieder in Stand setzte. Vor zehn Jahren kehrte «Churchill» in den Schoss der SBB zurück. Steht der Triebwagen heute an einem Perron, so stellt er die anderen Züge unweigerlich in den Schatten. Die Schnauze ist auf Hochglanz poliert, die schnittige Form des Führer-

sbb.ch/erlebnisreisen «Frühstücken wie ein Staatsgast» Routen, Menüs und Daten

standes scheint eine rasante Fahrt anzukündigen. Damals wie heute vor allem für Ausflugsrouten vorgesehen, legt der Rote Pfeil tatsächlich ein flottes Tempo an den Tag. Zwischendurch zeigt der Tachometer über 100 Kilometer in der Stunde an. Wir haben eine Brunchfahrt gebucht, wie sie bis im Spätherbst immer am letzten Sonntag des Monats stattfindet. Dieses Mal und im November führt die Strecke von Zürich über Winterthur und Etzwilen nach Schaffhausen und wieder zurück; eine Route, auf der neben einem reichen Frühstück besonders schöne Aussichten zu geniessen sind, etwa auf der Thurbrücke bei Ossingen oder am Rheinfall, den «Churchill» ebenfalls passiert.

Kopfbahnhöfe – so heissen sie offiziell – gehören zu den schönsten und bedeutendsten Bahnhöfen überhaupt: Waterloo Station und Gare de l’Est, der Frankfurter Haupt- und der Wiener Westbahnhof, aber auch der Zürcher Hauptbahnhof. Die meisten wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut, als die Eisenbahn eine neue Ära des Reisens einläutete. Reisende fuhren direkt in die Zentren der Städte und erreichten ihr Ziel bequem über die riesigen Ankunftshallen. Ebenerdig, ohne mühsame Gleisüber- oder -unterquerungen wie in den Durchgangsbahnhöfen. Der Kopfbahnhof war die perfekte Lösung: Die Innenstädte mussten nur von einer Seite her durchschnitten werden, der Platzbedarf für die Zufahrts- und Rangiergleise hielt sich in Grenzen. Und die Dampf- und später die Dieselloks konnten relativ einfach rangiert und mit neuem Brennstoff ausgerüstet werden. Mit der durchgängigen Elektrifizierung zeigten die Kopfbahnhöfe zunehmend bauliche und betriebliche Schwächen. Das An- und Abhängen der Loks wurde zum zeitraubenden und personalintensiven Vorgang. Also wurde erweitert, vorzugsweise natürlich unter der Erde. 1991 etwa im HB Zürich mit den vier unterirdischen Gleisen der S-Bahn. «Zmitzt in Chueche»: Und bis 2014 mit der Kopfbahnhöfe wie der HB Durchmesserlinie, Zürich erschliessen Zentren. die das Reisen zwischen West und Ost noch schneller machen wird. Die Einführung von Zügen mit Lok und Steuerwagen macht das Rangieren überflüssig. Bahnhöfe als architektonische Statements des industriellen Zeitalters sind noch heute Zentren wirtschaftlichen und urbanen Lebens. Gaston Haas Brennt Ihnen schon lange eine Frage aus der Welt des öffentlichen Verkehrs unter den Nägeln ? Dann senden Sie uns eine E-Mail : redaktion@via.ch

So mögens die Briten am Morgen.

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Erfahren Junior Station

Diese drei jungen Menschen tragen eine grosse Verantwortung – wie ein Ausug zum Bahnhof Langenthal zeigt.

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Hintergrund Erfahren

«Wenn ich mir vorstelle, ich wäre die einzige Lernende hier, die Fehler macht, das wäre schon hart.» Fabienne, 2. Lehrjahr

«Viele Kunden denken auf den ersten Blick vielleicht, dass uns Jungen die Kompetenz fehlt.» Jasmin, 3. Lehrjahr

«Am ersten Tag meiner Ausbildung hier war ich schon aufgeregt. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet.» Moreno, 1. Lehrjahr

Im Bahnhof Langenthal managen Lernende den Betrieb. Das braucht Vertrauen und schafft Selbstbewusstsein. Text: Janine Radlingmayr; Fotos: Markus Forte

Freie Bahn für die Jugend

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inkfarbene Fingernägel, goldener Lidschatten, helles Lachen: Betritt man die Schalterhalle der SBB am Bahnhof Langenthal, spürt man sofort – hier ist etwas anders. Nicht nur, weil sich wesentlich mehr Personen hinter den einzelnen Scheiben der Schalter tummeln als anderswo. Die freundlichen Gesichter auf der anderen Seite sind jung, strahlen Frische und Gelassenheit aus. Doch was nach sehr viel Spass aussieht, ist auch harte Arbeit. Denn hier führen 15 KV-Lernende selbstständig den Bahnhof. In der sogenannten «Junior Station» haben sie das Sagen: Sie verkaufen Bahnbillette, wechseln Geld, organisieren den Gepäcktransport, buchen Fernreisen oder reservieren Sitzplätze. Gearbeitet wird in Schichten, und selbst den Einsatzplan legt das Lehrlingsteam selber fest. Berufsbildner bleiben im Hintergrund und stehen als Coaches zur Verfügung.

«Händ Sie es Halbtaxabonnement?», fragt der 17-jährige Moreno lächelnd eine Kundin, während hinter ihm ein anderer junger Mann in SBB-Uniform sitzt und das Geschehen beobachtet. Denn Moreno ist einer der Neuen im ersten Lehrjahr. So neu, dass seine Uniform erst noch geschneidert wird. «Am ersten Tag meiner Ausbildung hier war ich schon aufgeregt. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet», erzählt Moreno. Heute schwärmt der dunkelhaarige Junge mit dem selbstbewussten Auftreten bereits von seiner Arbeit in der «Junior Station»: «Ich habe den Kontakt mit dem Kunden wirklich gerne. Das Grösste ist es, wenn ich jemanden zufriedenstellend beraten habe. Ausserdem finde ich es sehr motivierend, dass ich mich die ganze Zeit mit anderen über meine Arbeit austauschen kann.» Das sehen seine beiden Kolleginnen Jasmin, drittes Lehrjahr, und Fabienne, zweites Lehrjahr, genauso. Die 17-jährige Fabienne

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Erfahren Junior Station

ergänzt: «Wenn ich mir vorstelle, ich wäre die einzige Lernende hier, die Fehler macht, das wäre schon hart. So ist es aber ganz normal, dass man Fragen hat und man hilft sich untereinander.» Doch auch in den Pausen hat man sich viel zu erzählen: über Musik, Filme, Hobbys – noch ein Vorteil, wenn man mit Gleichaltrigen schafft.

«Ich bin trotzdem immer wieder begeistert» Cornelia Mösli

Langenthal hat den Ruf, es sei rein statistisch die durchschnittlichste Gemeinde der Schweiz. Doch damit hat es nichts zu tun, dass hier eine der elf «Junior Stations» ist. So sei im Jahr 2005 wohl eher die optimale Grösse des Bahnhofes für die Wahl als Ausbildungsstandort ausschlaggebend gewesen, meint Cornelia Mösli. Die Leiterin des Bahnhofs spricht schnell, und man merkt ihr an – es gibt viel zu tun. «Ich bin trotzdem immer wieder begeistert, wie viel Flexibilität hier in der ‹Junior Station› möglich ist. Zum einen von meinen Mitarbeitern, zum anderen von den Lernenden.» Denn gerade am Anfang der dreijährigen KV-Aus-

bildung sei der Betreuungsumfang vor allem wegen der riesigen Produktpalette noch gross. Wenn die Lernenden dann aber bereits nach recht kurzer Zeit die Systemkenntnisse haben, schaffen sie sehr selbstständig. Ihr Arbeitstag unterscheidet sich hier nicht von dem Tag eines anderen Angestellten. «Leistungsdruck ist sicher bei den Lernenden am Anfang ein Thema – sie haben eine grosse Verantwortung zu tragen», weiss Mösli. Diesen Druck kennt auch Jasmin: «Viele Kunden denken auf den ersten Junior Stations Blick vielleicht, dass uns Jungen die Kompetenz fehlt. So habe ich mich schweizweit bei Kundenreklamationen anfangs Neben der Junior oft unsicher gefühlt. Doch mit der Station in Langenthal Zeit habe ich gelernt, die Kunden mit gibt es noch neun den richtigen Argumenten zu überzeugen.» Unsicherheit kann man weitere von Lernenden sich bei Jasmin am Schalter heute betreute Bahnhöfe: nicht mehr vorstellen. Nicht nur, SBB Bülach dass ihr Kunden für ihre gute BeraSBB Gossau SG tungsarbeit bereits kleine Geschenke FFS Mendrisio machten, auch Moreno ist von ihrer CFF Morges souveränen Art sichtlich beeinSBB Rheinfelden druckt, als er mit Jasmin am Schalter SBB Sargans sitzt: «Gerade hat eine Kundin ein SBB Schlieren Ticket nach Kopenhagen gebucht. CFF Vevey Jasmin wusste alles so schnell und SBB Wetzikon

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Junior Station Erfahren

war sehr selbstbewusst dabei.» Die Lernenden besuchen regelmässig Schulungen, die ihr Arbeitgeber «login» organisiert. «login» ist der Ausbildungsverbund im öffentlichen Verkehr, den SBB und BLS 2001 gemeinsam gegründet haben.

bildung KV-Reisen im SBB-Reisebüro machen könne: «Hier kann ich jeden Tag etwas dazulernen, denn das Programm ist umfangreich.» Dafür nimmt die quirlige 17-Jährige ihre 40-minütige Anfahrt von Wangen an der Aare gerne in Kauf. Zeit spare sie ja immerhin dank ihrer Uniform: «Denn ich bin eine, die normaler«Junior Station» – ein weise stundenlang vor dem KleiGrund zum Feiern derschrank steht und noch immer Nicht jeder Lernende der nicht weiss, was sie anziehen SBB kommt zu einer «Junior soll.» Station» – es wird eine AusWenn Jasmin Frühschicht hat, wahl nach Wohnort und steht sie um 5 Uhr auf. «Das Schultagen getroffen. «So macht mir nichts aus, ich finde es war es eine der schönsten gut: So habe ich den ganzen NachSituationen während meimittag frei.» Und auch Moreno, der am Wochenende gerne bis ner Ausbildung, als ich erJeder Lernende hat seine Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Mittag schläft, sieht den Dienstfahren habe, dass ich für plan mit seinen Frühschichten mein letztes Lehrjahr wieder noch positiv. «Man kann sogar nach Langenthal konnte», Wunschschichten beim Diensterinnert sich Jasmin, die beplan angeben – das finde ich sehr flexibel. So kann ich reits im ersten Lehrjahr einmal hier war. «Als dann regelmässig zum Basketballtraining», sagt er lachend der positive Bescheid kam, bin ich meiner Schwester und nimmt im Aufenthaltsraum noch eine Gabel mit vor Freude in die Arme gefallen.» Und auch Fabienne Pasta, die ihm sein Vater vorgekocht hat. J feierte damals gross die Nachricht, dass sie ihre Aus-

Weiter mit Kaffeeklatsch. Sie wollen stets wissen, was in der Gerüchteküche brodelt? Laden Sie Ihr Prepaid-Guthaben am Billettautomaten. Hier finden Sie sämtliche Anbieter – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

Mehr Informationen zu den Ausbildungsstellen der SBB sbb.ch/jobs login.org


Erfahren Interview Madeleine Gay

«Winzer sind wie Dirigenten eines Orchesters» Seit mehr als dreissig Jahren setzt sich Madeleine Gay für die Weiterentwicklung einheimischer Weine ein. Mit uns spricht die Winzerin des Jahres 2008 über alte Rebsorten, ausländische Konkurrenz und einheimischen Kulturwandel. Interview: Daniel Bach; Fotos: Beat Schweizer

Zur Person

Madeleine Gay, was ist für Sie ein guter Wein? Ein Wein mit Finesse, den man langsam entdeckt und der immer spannender wird, je mehr man davon trinkt. Viele Weine sind zuerst sehr beeindruckend, werden dann aber schnell langweilig. Die interessanten Weine begleiten einen den ganzen Abend lang, und man entdeckt immer neue Facetten und Aromen. Auf der Zugfahrt zu diesem Gespräch bin ich durch drei wichtige Schweizer Weinbaugebiete gefahren: Bielersee, Zürichsee und die Bündner Herrschaft. Wo wären Sie an meiner Stelle ausgestiegen, um ein Glas zu trinken? Am Bielersee, weil dort sehr originelle Weine produziert werden. Dieses Gebiet stand immer ein wenig im Schatten anderer und muss noch richtig entdeckt werden. Die Winzer produzieren dort frische, authentische Weissweine mit eher wenig Alkohol. Für einen Apéritif oder zu Fisch sind sie perfekte Begleiter. Ich liebe auch die Pinot Noirs aus dieser Gegend. Aktuell sprechen alle Weinliebhaber von den Terroir-Weinen. Können Sie in wenigen Worten erklären, was sich hinter diesem Zauberwort verbirgt? Zunächst denkt man an die Erde, auf der die Reben wachsen. Aber der Begriff umfasst viel mehr: das Mikroklima, die Weinbautra«Zwei verschiedene Winzer werden mit dition der jeweiligen Regiaber auch die Art und dem gleichen Traubengut zwei on, Weise, wie der Winzer die unterschiedliche Weine produzieren.» Reben behandelt und den Wein macht. Zwei verschiedene Winzer werden mit dem gleichen Traubengut zwei unterschiedliche Weine produzieren. Zum Terroir gehört also auch die Arbeit des Winzers im Keller.

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Er muss seinen Trauben Vertrauen schenken und sie sich entfalten lassen – wie der Dirigent eines Orchesters, der seinen Musikern Freiraum schenkt.

Madeleine Gay (59) ist Ingenieurin für Weinbau und Önologie. Sie arbeitet als Chef-Önologin bei Provins, dem grössten Weinproduzenten der Schweiz. Gay förderte den Anbau alter, einheimischer Rebsorten und betreut mehrere Produktelinien. 2008 war sie Winzerin des Jahres.

Die Schweizerinnen und Schweizer trinken immer mehr ausländischen Wein und immer weniger Wein aus der Schweiz. Weshalb? Viele Leute finden, der Schweizer Wein sei zu teuer. Es ist schon richtig, dass die Schweizer Winzer keine extrem günstigen Weine produzieren können. Auf der anderen Seite bekommen Sie für 30 Franken einen absoluten Spitzenwein, der den Vergleich mit einem viel teureren Gewächs aus Frankreich oder Italien locker besteht. In Blinddegustationen werden Schweizer Weine meist sehr gut bewertet. Manchmal bin ich etwas erstaunt, dass wir Schweizer keinen Stolz auf die Qualität unserer Weine entwickelt haben, so wie das bei den Uhren oder bei der Schokolade der Fall ist. Sie haben einmal gesagt, unsere Chance liege in dem, was es hier gibt und sonst nirgends. Was meinen Sie damit? Unsere alten einheimischen Sorten sind unsere grosse Chance. Merlot, Cabernet Sauvignon und Chardonnay gibt es auf der ganzen Welt. Petite Arvine, Heida oder Cornalin gibt es nur bei uns. Das sind gesund produzierte, elegante Weine mit eher wenig Alkohol. Heute haben viele Weine für meinen Geschmack zu viel Alkohol, das macht sie schwerfällig. Sie setzen sich seit 30 Jahren sehr erfolgreich für die alten einheimischen Walliser Rebsorten


Interview Madeleine Gay Erfahren

Die alten einheimischen Sorten als grosse Chance: Madeleine Gay vor der Basilika von Valeria in Sitten.

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Erfahren Interview Madeleine Gay ein. Woher kommt die tiefe Liebe zu diesen Spezialitäten? Als Jugendliche hatte ich keine Freude am Wein. Ich hatte den Eindruck, dass sich zu viele Menschen einfach betrinken damit, und ich fand die Weine in den Restaurants ziemlich langweilig. Aber dann habe ich eines Tages bei meinem Grossvater einen alten Cornalin probiert und wusste plötzlich: hey, man kann auch richtig spannenden Wein machen. Ich rief den Direktor von Provins an und fragte ihn, «Wein macht uns sozialer, offener und unser Leben reicher.» weshalb sie nur Gamay und Pinot Noir anbauen, obwohl es diese wunderbaren alten Sorten gibt. Zu meinem Erstaunen war er sehr Dieser Preis war vor allem eine Anerkennung dafür, offen für meine Ideen und schuf extra eine Stelle für dass ich mich so lange und so hartnäckig für die alten mich. Rebsorten und die Spezialitätenweine eingesetzt habe. Diese Vielfalt ist ein Geschenk, das wir pflegen Bei Provins angestellt zu werden, ist das eine. müssen. Aber wie haben Sie es geschafft, all die Chasselas produzierenden Walliser Winzer dazu zu bringen, Sie haben viel Kontakt mit ausländischen Winzerinnen und Winzern. Was sagen die zu auf die alten, weniger ertragsreichen Sorten zu den Schweizer Weinen? setzen? Früher wurden die Winzer pro Sie kennen sie nicht. Aber wenn sie sie versuchen, Kilo bezahlt, unabhängig von sind sie immer begeistert. Es gibt zunehmend der Qualität der Trauben. Ich Restaurants im Ausland, die den ganz speziellen habe dann das System geän- Charakter unserer Weine entdecken. Es sind noch Madeleine Gay, dert und Sortenverträge mit nicht viele, aber die Zahl nimmt zu. was trinken Sie zu: ihnen abgeschlossen. Seither werden sie pro Quadratmeter Wie erklären Sie sich eigentlich diese uralte Liebe Apéro-Chips und Salznüssen? bezahlt, und wir bestimmen des Menschen zum Wein? Die sind viel zu salzig. Ich trinke die Sorte, die Ertragsmenge, Der Wein ist ein Getränk mit einem eigenen Leben Petite Arvine zu Walliser Brot, den Zuckergehalt und das Ern- und einem eigenen Charakter. Er passt perfekt zu Oliven und Tomaten. tedatum. Wenn wir Bodenpro- vielen Speisen und bildet mit ihnen ein harmonisches Käse? ben nehmen können, erhalten Ganzes. So ist er zum treuen Begleiter des Menschen Immer weisse Weine, zum die Winzer noch ein bisschen geworden. Wein macht uns sozialer, offener und Beispiel einen gereiften mehr Geld. Das erlaubt uns, unser Leben reicher. Chasselas vom Genfer See die jeweilige Rebsorte dort Fisch? anzupflanzen, wo sie die besten Wer macht die besseren Weine? Frauen oder Walliser Heida, Bedingungen hat. Männer? auch zu Sushi Das Geschlecht ist nicht entscheidend. Der Wein wird Poulet? Ich stelle es mir trotzdem vom Charakter des Winzers geprägt. Einen leichten Rotwein, schwierig vor: junge Frau, zum Beispiel Dôle Und welche Flasche würden Sie mit auf frisch von der Ausbildung, Zur Grillbratwurst? die einsame Insel nehmen? gegen alteingesessene WinGamay Meinen eigenen Clos Corbassières 2008 natürlich zer, die wissen, wie es geht. Zum Trockenfleisch? (lacht). Nein, im Ernst: einen schönen Bordeaux mit Es brauchte natürlich Zeit, um Humagne Rouge viel Cabernet Sauvignon. Ich liebe diese strengen, die Mentalität zu ändern. Zum schweren Braten? gut strukturierten Weine. Immerhin arbeite ich nun Pinot Noir aus dem Wallis oder schon 30 Jahre daran (lacht). aus der Bündner Herrschaft «Ich fand die Weine in Ich hatte das Glück, dass mich Die unvermeidliche Zum indischen Curry? den Restaurants der Direktor von Provins im- Frage zum Schluss: Einen kühlen Rosé ziemlich langweilig.» mer unterstützt hat. Zudem Wie wird der Schweizer Zur Pizza? bin ich ziemlich stur. Wein des Jahres 2012? Merlot Bis jetzt war es ein normales, wenn auch eher nasses Zur Engadiner Nusstorte? Es hat sich gelohnt: Sie sind Jahr. Wer nicht sauber gearbeitet hat im Rebberg, Pinot Noir (Spätlese) wird Probleme bekommen. Die entscheidende Phase 2008 zur Winzerin des Am heissen Sommerabend auf der kommt jetzt. Wenn es einen schönen, trockenen Jahres gewählt worden. Terrasse mit Blick aufs Meer? Herbst gibt mit warmen Tagen und kühlen Nächten, Was machen Sie besser als Da gibt es nur eines: Champagner kann es ein sehr guter Jahrgang werden. J andere?

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Pro & Kontra Erfahren

Sind Stehplätze zumutbar? Die meisten, die zu den Stosszeiten im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, kennen das Phänomen: zu wenig Sitzplätze für zu viele Menschen. Ein Problem oder absolut in Ordnung?

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Fotos: Stefan Walter; zVg

Warum eigentlich nicht? Wer ist nicht schon in ausländischen Städten S- oder U-Bahn gefahren? Da gehören Stehplätze für Fahrzeiten bis 20 Minuten zum normalen Alltag, wie das auch in unseren Trams und Bussen schon immer der Fall war. Bei allen Infrastruktureinrichtungen stellt sich die Frage, ob wir es uns noch leisten wollen, den öVAusbau einzig auf einige Spitzenzeiten auszurichten, oder ob ein generell besseres Fahrplanangebot bei moderaten Preisen nicht allen mehr dienen könnte. Ohne Tabus müssen darum alle Möglichkeiten diskutiert werden, um «Gut gestaltete Stehplatzzonen, die teuren Spitzenbekönnen den Kunden lastungen etwas zu bresogar einen Mehrwert bringen.» chen. Nichtsdestotrotz sollten wir im Agglomerationsverkehr davon ausgehen, dass ein Teil der Kunden sich mit Stehplätzen wird abfinden müssen. Bei kurzen Reisezeiten ist dies durchaus zumutbar. Doch viele öV-Fahrzeuge sind nicht darauf ausgerichtet: Als Stehplatzpassagier steht man oft verloren und ohne «Komfort» zwischen den Sitzen oder muss sich im Eingangsbereich an Abfallkübeln anlehnen. Hier könnten bewusst und gut gestaltete Stehplatzzonen, mit bequemen Anlehnmöglichkeiten, den Kunden sogar einen Mehrwert bringen. Verschiedene Transportunternehmungen haben dies erkannt und versuchen bei neuen Fahrzeugen diesen Bedürfnissen, wenn auch noch zaghaft, Rechnung zu tragen. Eine neue Stehplatzkultur könnte so zu einem eigentlichen Upgrade für geplagte Stehplatzkunden werden.

Vor hundertzwanzig Jahren kannte man in Deutschland die vierte Wagenklasse. Die Fahrzeuge glichen nach aussen Gepäckwagen. Im Innern waren an den Wänden entlang Sitzbänke, der übrige Raum war frei. Diese Wagenklasse wurde abgeschafft. Das soll in der Schweiz wieder eingeführt werden. Die Wagen haben zwar Fenster, aber wie vor hundert Jahren Bänke nur den Wänden entlang. Bleibt ein Zug wegen eines Defekts auf der Strecke stehen, «Die Passagiere bezahlen wird es noch ungemüt- den gleichen Preis und bekommen licher. Zur Erinnerung: eine schlechtere Leistung.» Mit dem Auto sitzt man immerhin im Stau … «Jeder S-Bahn-Passagier sollte seinen Sitzplatz haben.» Diese Aussage hatte der Vater der Zürcher S-Bahn, Regierungsrat Hans Künzi, gemacht. Diesem Satz bleibt heute ein bitterer Nachgeschmack hängen, denn mit dem Herausreissen einzelner Sitzbänke und der Einrichtung sogenannter Multifunktionszonen wird das Stehplatzzeitalter eingeläutet. Dass in andern Regionen das Sitzplatzangebot in den S-Bahnund Regionalzügen nie ausreichend war, ist eine Tatsache, die damals schon mit der Ausrede begründet wurde, Stehplätze in Zügen seien auf Kurzdistanzen zumutbar. Das ist es aber nicht! Erstens zahlen die Passagiere den gleichen Preis und bekommen eine schlechtere Leistung. Zweitens schlagen sich die Eisenbahnen ein wichtiges Argument selber aus den Händen, nämlich das Nutzen der Reisezeit für die Arbeit. Damit werden drittens diejenigen bestraft, die länger, dafür umweltfreundlich auf dem Weg sind.

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Pro

Kontra

Kurt Schreiber Präsident von Pro Bahn Schweiz

Dr. Peter Vollmer Soziologe und Publizist

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Erfahren Räderwerk SBB

Zugführer/Lokführer. Der Lohn des Lokführers während der Fahrt sowie der Vorund Nacharbeit, inklusive der Kosten für Wendezeiten und Reservetouren.

Fahrzeugunterhalt. Lokomotive, Wagen und ganze Pendelzüge brauchen Unterhalt, Innen- und Aussenreinigung sowie technische Kontrollen im Betrieb. Sie verlieren durch den Gebrauch an Wert, werden abgeschrieben und nach einem Vierteljahrhundert oft tief greifend erneuert.

Bern

Infrastruktur.

Zugvorbereitung. Waggons, Loks und Züge müssen bereit- bzw. weggestellt werden. Das nennt man rangieren. Zur Zugvorbereitung gehört auch die Reinigung.

Jeder Benützer – auch die SBB selber – bezahlt der SBBInfrastruktur die gesetzlich festgelegten Trassengebühren. Sie decken unter anderem die Kosten für den Unterhalt des Netzes, den Strom und die Betriebsführung. Zusätzlich verrechnet die Infrastruktur zum Beispiel Kosten, wenn Wagen wochenweise abgestellt werden, oder für Strom, mit dem im Winter vorgeheizt wird.

So kommen Sie von A nach B Bahnreisen ist einfach, doch das Räderwerk dahinter umso komplizierter. Die Infografik zeigt die einzelnen Positionen auf einen Blick. 26

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Räderwerk SBB Erfahren

Kurz und knapp

Verwaltung. Die Aufwendungen für den «Overhead» – von der Berufsbildung bis zur Reintegration.

Aarau

Gut eingefahren Sie wollten schon seit Langem lieber etwas kaufen statt mieten? Hier ein echter Geheimtipp für alle, die gerne aufs Velo steigen: Denn egal, ob E-Velo, Mountainbike oder Tourenvelo – der SBB-Partner Rent a Bike AG verkauft diesen Herbst wieder Occasionsräder zu interessanten Preisen. So kostet beispielsweise ein E-Velo der Marke FLYER mit Garantie, Akkubox und Ladegerät 2790 Franken. Die Markenvelos von Rent a Bike sind dank regelmässiger Wartung auch nach ihrem Einsatz in der Vermietung in gutem Zustand. Mehr Informationen und die OnlineAnmeldung für den Sonderverkauf finden Sie unter occasionsvelo.ch Anmeldeschluss für die Teilnahme an den Vorverkaufstagen: Mittwoch, 17. Oktober 2012. Vorverkaufstage: 22. bis 24. Oktober 2012. Ab Donnerstag, 25. Oktober, bis 31. Dezember 2012 ist der Verkauf an insgesamt 17 Verkaufsbahnhöfen öffentlich. E-Velos gibt es an den Verkaufsstandorten Murten, Romanshorn und Sursee vom 22. bis 26. Oktober 2012.

Zugsbegleitung. Die Löhne der Begleiter auf der Reise – aber nicht nur. Auch die periodische Erfassung der Fahrausweisarten und Reisewege sowie die Weiterbildung müssen mit einberechnet werden.

Büro im Bahnhof

Sonstige Aufwendungen. Das Ereignismanagement bei Bahnzwischenfällen, der Kundendienst und weitere Kundenservices (Handgepäckrollis, Fundbüro usw.) sowie die SBB-Polizei.

Distribution. Der Unterhalt des Billettautomaten ist nur ein kleiner Teil. Die Distribution deckt die Kosten der gesamten Verkaufsorganisation ab – von Schaltern, Bahnreisezentren, Online- und Mobileverkauf bis hin zu den Computersystemen.

Arbeiten im Zug ist effizient. Doch für Beamer, Flipcharts oder gar einen Drucker eher kein Platz. Die Lösung wartet ab 2013 in im Bahnhof angesiedelten Businesspoints. So kann, wer künftig die Zeit bis zum nächsten Meeting sinnvoll überbrücken oder gleich an zentralem Ort ein Meeting abhalten möchte, kurzfristig und flexibel Sitzungs- und Arbeitsräume inklusive administrative Hilfsmittel mieten. Denn dank neuer SBBBusinesspoints wird das Arbeiten unterwegs noch effizienter werden. Das Büro für unterwegs startet ab Frühling 2013 in Bern und im Herbst 2013 in Genf im Bahnhof. Zur Verfügung stehen Einzel- und Gruppenbüros, Sitzungszimmer für 2 bis 36 Personen. Kaffeeecken zum Entspannen, zum Lesen von E-Mails oder zur Überbrückung der Wartezeit auf die nächste Sitzung runden das Angebot ab.

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Erleben Kummers Kopfreisen

Ein Billett fürs Leben, einfach bitte!

Etablierte Labels und Newcomer zeigen im Casinotheater Winterthur gutes, faires Design.

Fotos: Stefan Kubli; designgut.ch

Faires für Ästheten Winterthur _ Sie mögen saubere Wä- se. Die Aussteller sind Schweizer Designsche? Also nicht nur solche, die rein ist, son- schaffende oder Plattformen. Sie fertigen dern auch fair und nachhaltig hergestellt Objekte, die einerseits eine hohe Designwurde? Dann machen Sie sich auf den Weg und Materialqualität aufweisen und andernach Winterthur zur «Designgut». Auf der seits möglichst lokal, nachhaltig und langMesse für nachhaltige Produkte zeigen mehr lebig produziert werden. Die Objekte entsteals 50 Aussteller gutes Design, das ökolo- hen als Unikate oder in Kleinserien – viele dagisch sinnvoll ist. Und nicht nur im Bereich von in aufwendiger Handarbeit, manche im Mode. Auch Möbel, Accessoires, Keramik Rahmen eines Sozialprojektes, oder es sind und Schmuck sind bei Produkte aus Recycling-Materiader dritten Ausgabe lien. Während eines Rundgangs der Verkaufsmesse zu durch die Mode-, Möbel- und DeDie Wintererstehen. signwelten erlebt man einen feste Ganz im Unterspannenden Mix aus etablierten in Winterthur. schied zu MassenwaLabels und Newcomern. Zu bere setzt die Messe auf kannten Schweizer Produzenten hochwertige Objekte wie Helene Clément, Criz oder mit ManufakturchaSuperform gesellen sich junge, rakter. «Wir sind sifrische Kollektionen wie neu geDesigngut cher, dass unser Konstaltete oder wiederentdeckte zept – die Verbindung Möbel oder handgemachte Le2. – 4. November 2012, von Design, Swissderaccessoires für den Alltag. Casinotheater Winterthur, ness und NachhaltigDrei Tage lang, vom 2. bis 4. NoStadthausstrasse 119, keit – den Nerv der vember, heisst es im Winterthurer 8400 Winterthur Zeit trifft», sagt Katrin Casinotheater also: Trends zeiÖffnungszeiten: Fr 14 – 21 Uhr, Ambühl, eine der fünf gen und Trends setzen – und das Sa 10 – 21 Uhr, So 10 – 17 Uhr Initiatorinnen der Mesmit gutem Gewissen. designgut.ch

Nach einer Stunde Leiterlispiel wird es Kindern langweilig. Manchen Erwachsenen reicht ein halbjährlicher Spielabend, andere jassen gerne öfters. Aber von einem Spiel kriegen wir alle nie genug: Es heisst «Was wäre, wenn?» und ist ein Gedankenspiel. Es gibt zwei Spielvarianten. Bei Variante 1 geht man einige Felder zurück: Was wäre zum Beispiel, denkt man sich da, wenn ich meinen Schulschatz geheiratet hätte? Was wäre, wenn meine Frau und ich uns doch für Kinder entschieden hätten? Was wäre, wenn ich das Jobangebot im Ausland angenommen hätte? Ein reizvolles Spiel, das melancholisch oder wütend machen kann. Bei Spielvariante 2 springt man gedanklich viele Felder vor, beispielsweise so: Was wäre, wenn ich mich mit meiner Familie in einer neuen Stadt niederliesse? Was wäre, wenn ich mich für den Fehler von damals entschuldigen würde? Was wäre, wenn ich heute nicht an der Haltestelle aussteige, an der ich Tanja Kummer eigentlich aussteigen sollte? Sie kennen auch beide Varianten, nicht wahr? Nun lassen Sie uns zusammen Spielverderber sein und Variante 1 ein für allemal aus dem Spielreglement streichen, denn: Wir brauchen sie nicht. Wir können im Leben ja ohnehin nur vor-, aber nicht zurückspringen. Unser Spiel des Lebens ist wie Zugfahren: Wir können fahren, wohin wir wollen – wenn wir wissen, wohin wir wollen. Und wenn die Strecke gesperrt ist, gibt es eine Umleitung, wir müssen sie nur finden. Und ob im «Hötterlitempo» oder volle Kraft voraus: Es geht immer vorwärts und – es gibt kein Retourbillett. « via » -Kolumnistin Tanja Kummer ist Literaturexpertin von DRS 3 und Schriftstellerin. kummer@via.ch

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Erleben Lugano

Das Model und die rote Wespe: stilsichere ItalianitĂ .

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Lugano Erleben

Foto: swiss-image.ch / Roland Gerth

Der Blick auf See und Alpen ist atemberaubend.

Xenias schöne Welt Sie ist jung. Sie ist ausnehmend schön. Und sie ist erfolgreich. Xenia Tchoumitcheva, die Weltbürgerin aus Russland, arbeitet in London und Mailand. Zu Hause aber ist sie in Lugano. Text: Gaston Haas; Fotos: Ornella Cacace

Anreise Lugano ist hervorragend ans Netz der SBB angeschlossen.

A

m liebsten wäre ich für immer 19 Jahre alt», sagt sie strahlend. «Keine Verpflichtungen, das Leben ist wunderschön, die Welt steht offen, die Partys warten auf dich. Einfach herrlich!» Xenia Tchoumitcheva ist 24. Und die Welt steht ihr noch immer offen. Einzig die Sache mit den Verpflichtungen hat sich sichtlich geändert. Aber dazu später mehr. «Lugano ist meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen, hier leben meine Freunde, meine Familie. Hier bin ich zu Hause.» Und in Lugano erholt sie sich von ihren Jobs in Mailand, London oder irgendwo sonst auf der Welt. Meist an den Wochenenden besucht sie ihre Eltern und gemeinsam steigt man am Sonntag den Monte Brè hoch und wieder runter. Ein schönes Stück Arbeit, aber die Drahtseilbahn, die ab Cassarate hochfährt, muss auf die Familie verzichten. «Wir sind eine sportliche Truppe», sagt Xenia und schwärmt vom einmaligen Blick über den Luganersee und die Alpen. An diesem Sonntag geht es gemütlicher zu und her. Der Sentiero di Gandria beginnt bei Castagnola, keine zwanzig Busminuten vom Bahnhof Lugano entfernt. Der Uferweg führt vorbei an kunstvoll angelegten Gärten und einzigartigen Villen, entlang von Steilwänden und bietet einen atemberaubenden Blick auf Berge und See. Seit mehr als hundert Jahren zieht

Lugano Menschen aus aller Welt ins Tessin. Das südländische, fast schon mediterrane Klima und die einzigartige Landschaft wirken auf «Nordlichter» wie Magneten.

From Russia with love

Ort:

Lugano ist Universitäts-, Kongress- und Kulturstadt und grösste Stadt des Tessins. Einwohnerzahl:

55 000 lugano.ch

In ihren Bann zog sie vor Jahlugano-tourism.ch ren auch die Tchoumitchevas aus der russischen Industriestadt Magnitogorsk. Xenia war sechs Jahre alt, als die Familie aus beruflichen Gründen in Lugano ankam. «Als ich in Agno aus dem Flugzeug stieg, sagte ich zu meinen Eltern, dass ich hier bleiben möchte. Die Wärme, das Licht, die saubere Luft, es war herrlich.» Und die Eltern erhörten Xenias Wunsch: Aus den geplanten zwei Jahren wurden einige mehr. Italienisch wird ihr zur zweiten Muttersprache. «Italien ist mir sehr nah. In Lugano wächst man mit Italienern auf, mit italienischen Zeitungen, italienischem Fernsehen, seiner Küche, der Mode, der Musik. Lugano bietet alle Privilegien der Schweiz und gleichzeitig die unbeschwerte Schönheit Italiens», schwärmt sie.

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Erleben Lugano

Dolce far niente auf der Piazza Riforma in Lugano.

Fotos: luganoturismo.ch; elvetialago.ch; iStockphoto

Mit der Bahn auf den San Salvatore, 883 m 端. M.

Das Boutique Hotel Elvezia al Lago.

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Lugano Erleben

Xenia schätzt das Ursprüngliche an Lugano – und die Nähe zu Italien.

Die Renaissance der Olive Ziel des 2002 angelegten Olivenwegs ist es, den einst bedeutenden Olivenanbau in der Region wieder anzukurbeln. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern erfahren Besucherinnen und Besucher an 18 Stationen viel Wissenswertes über die Olive und das daraus gewonnene Öl. Der Eingang zur terrassierten Anlage liegt beim Hotel Fischer und ist gut ausgeschildert («Parco degli Olivi», «Sentiero dell’Olivo»). Frisch gepflanzte Bäumchen wechseln sich ab mit uralten Olivenbäumen wie dem «Olivo del Carlin», gleich bei der Bootsanlegestelle von Gandria. Mit seinen zehn Metern Höhe und einem Stammdurchmesser von fast einem halben Meter überragt der Methusalem seine Kollegen bei weitem.

«Lugano bietet alle Privilegien der Schweiz und gleichzeitig die unbeschwerte Schönheit Italiens.»

Und wirkt dabei wie ein kleines Mädchen, das sich über all das Schöne um sie herum freut wie das Kind über die Weihnachtsbescherung. «Wer mehr als nur ein Wochenende Zeit hat, sollte unbedingt Morcote besuchen, weiter im Süden. Eine kleine, ganz besondere Welt, die Berge sind ganz nah am See, das Lido ist da, der Ort sieht aus – come si dice fiaba? – wie in einem Märchen. Tolle Restaurants, Spaziergänge, Sport, was willst du mehr?»

Finanzplatz mit Sinn für Kunst Lugano ist eine Schönheit mit vielen Gesichtern. Die Stadt ist neben Zürich und Genf der drittgrösste Finanzplatz der Schweiz. Man erkennt das an den Luxusgeschäften in der Altstadt, an den teuren Autos auf den Strassen und den vielen schönen, gut gekleideten Menschen in den Geschäften. Wer hier lebt, steht auf der Sonnenseite des Lebens. Und offenbar werden es Jahr für Jahr mehr: Wo man hinsieht, ragen Baukrane in den Himmel, fressen sich Terrassenwohnungen die Hänge hoch. Die Reichen, die Künstler kamen immer schon in die Gegend von Lugano. Der wohl berühmteste

Der Weg ist Teil des Naturparks, der sich auf 20 000 m2 am Fuss des Monte Brè und direkt am Ufer des Luganersees ausdehnt. Neben den Olivenbäumen gedeihen hier an direkter Südlage Zypresse und Loorbeer, Myrte, Granatapfelbäume und Pinien. In Bodennähe bilden Thymian, Salbei und Origano, im Frühling wilde Tulpen, Margeriten und Narzissen einen blühenden und duftenden Teppich, der seinesgleichen sucht.

«Wahlbürger» der Region war Hermann Hesse. 1919 liess sich der Autor des «Steppenwolfs», des «Glasperlenspiels» oder «Siddhartas» in Montagnola nieder, einem Ort südwestlich von Lugano. Hier besuchten den Dichter Geistesgrössen wie Thomas Mann, André Gide oder Stefan Zweig. Lugano hat die Rastlosen immer angezogen und sie wieder hinausgeDer Weg zwischen Gandria und Castagnola ist in wenige Minuten vom Zentrum Luganos aus spuckt in die Welt. «Wie war das eierreichbar (Bus 2 und 4 ab Zentrum bzw. gentlich, Xenia, als Russin aus dem Bahnhof Lugano). Ausserdem verkehren Schiffe. Südural in der Tessiner Grundschule?» «Unkompliziert», sagt sie lachend. «Ich kam an mit nichts als Russisch, habe in der Primarschule Italienisch gelernt, später am Gymi Deutsch, Englisch und Französisch.» Nach der Matur gings an die Uni, Wirtschaftsstudium an der Università della Svizzera Italiana. Und parallel dazu die ersten Schritte im Showbiz: Miss Schweiz-Wahl 2006 als jüngste Teilnehmerin aller Zeiten, danach Engagements als Model in der Schweiz und im Ausland. «Gelernt habe ich damals vor allem im Zug», grinst sie, «unterwegs

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Erleben Lugano zwischen Lugano, Zürich oder Genf. Meine Lehrer haben manchmal beide Augen zugedrückt und mich in meiner Karriere unterstützt.» Sie habe jeweils mit ihren Büchern und Papieren das ganze Abteil belegt, eine richtige «Zugstudentin» sei sie gewesen, damals. Und habe wohl den einen oder die anderen Mitreisenden genervt mit ihrer Auslegeordnung. Heute pendelt Xenia Tchoumitcheva zwischen Lugano, London und neuerdings Mailand, keine Stunde von Lugano entfernt. Dort produziert und moderiert sie die TV-Sendung «L’Italia che funziona». Und 1,5 Millionen Menschen schauen ihr zu, wenn sie florierende Firmen im gebeutelten Italien vorstellt. Wo ist die Powerwoman denn wirklich zu Hause? «Schwer zu sagen», lacht sie. «In Lugano bin ich gross geworden. Hier kenne ich jeden Winkel, habe überall Erinnerungen. Hier leben meine Eltern, viele meiner Freunde. Aber ich lebe und arbeite auch in London und in Milano.» Xenia Tchoumitcheva ist die klassische Kosmopolitin. In der ganzen Welt zu Hause. Aber so richtig daheim ist sie in der Schweiz. In Lugano. Q

Idyllische Marktszene um 1900.

Vom Fischerdorf zur Seeschönheit Seit dem Mittelalter Untertanenort italienischer, dann Innerschweizer Mächte wie das ganze Tessin, wurde die Stadt erst 1798 nach dem Einmarsch Napoleons unabhängig. Noch vor 150 Jahren war der Ort ein verschlafenes Nest, ein Fischerdorf eigentlich mit einigen Herrschaftshäusern, staubigen, holprigen Strassen und einem Umland, das Romantiker taumeln und Touristiker investieren liess.

Politisch wollte man einst gar die Hauptrolle spielen, konkurrenzierte mit Locarno und Bellinzona um die Position der Kantonshauptstadt. Die Frage um das politische Zentrum wurde 1878 definitiv zugunsten Bellinzonas entschieden. Im Selbstverständnis der Luganesi aber ist ihre Stadt die allerschönste. Und die mondänste sowieso.

Exklusive Tipps für Lugano

Ristorante Argentino Die besten Pizzas der ganzen Stadt; dünner Boden, beste Beilagen. «Und die Bedienung ist immer freundlich», sagt Xenia. «Mit jedermann.» An der Piazza Riforma gelegen, im Zentrum.

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8 | 2012

Museen

Bahnmuseum Lugano–Ponte Tresa

Schweizerisches Zollmuseum

Das Museum bietet Einblick in die 100-jährige Geschichte der Bahn; nach Ponte Tresa führt die Bahn gegenüber dem Bahnhof in Lugano.

Direkt gegenüber Gandria, am Ufer des Luganersees, steht das Schweizer Zollmuseum. Schon die Schifffahrt ab Lugano ist ein Erlebnis. Geöffnet ab April bis 21. Oktober.

largentino.ch

Flpsa.ch

ezv.admin.ch/ezv

Hotel Walter

Hermann Hesse Museum

Park Villa Heleneum

Seit 1888 steigen hier die Gäste ab. Die Preise sind moderat, das Frühstück opulent, die Zimmer haben freie Sicht auf den See, und auf der Dachterrasse lockt ein Jacuzzi.

In Montagnola verbrachte Hesse seinen Lebensabend. Hier entstanden einige der berühmtesten Werke des deutschen Dichters und Malers.

Die Villa beherbergt das Museum der Kulturen; der Park, im klassischen Jugendstil angelegt, ist ein botanisches Juwel. Unbedingt sehenswert.

walteraulac.ch

hessemontagnola.ch

luganoturismo.ch

Fotos: Keystone / Fotochrome Collection; zVg

Essen und Schlafen


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Schutzlosigkeit und Ausbeutung sind traurige Realität für Millionen Kinder weltweit. Sie können helfen: www.tdh.ch · PCK 10-11504-8

Kinder brauchen uns.

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Erleben TopTen

Währschafte Sauereien Herbstzeit ist Metzgetezeit: Zehn «gluschtige» Ausflugstipps für Fleischliebhaber. Bözen Aargau

Pruntrut

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7

Winterthur

3

Zürich

Wila

4

Jura

Siebnen Schwyz

Säntis

1

5

Zürich

Appenzell, St.Gallen

Glarus

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Oberthal

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Bern

2 Rinerhorn Graubünden

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Wallis

1 | Säntis, 16. / 17. und 23. / 24. November Geniessen Sie Fleischspezialitäten «Rond oms Alpschwii» und essen Sie, so viel Sie mögen. Preis inklusive Berg- und Talfahrt. saentisbahn.ch

2 | Rinerhorn, 14. Oktober, 12 bis 16.45 Uhr Im Bergrestaurant Jatzmeder sorgen die «Davoser Ländlerfründä» musikalisch für Stimmung beim schweinischen Genuss. davosklosters.ch

3 | Winterthur, 24. bis 28. Oktober Die «mached’s Chalb» im Theaterrestaurant «Essen & Kunst»: Die Kalbs-GourmetMetzgete für Fleischliebhaber (aber bitte nicht zu fettig!) mit literarischer Ader. Fotos: wikimedia.org/Guido Gerding; fotolia.com/SchenkArt

essenundkunst.ch

4 | Wila, 18.–21. Oktober und 1.–4. November Ein saugutes Leben: Auf dem Hof mit Gastwirtschaft haben die Schweine freien Auslauf – das Fleisch ist natürlich gut.

baeren-boezen.ch

7 | Pruntrut, 10. und 11. November Am 11. November kommt zu Sankt Martin Deftiges vom Schwein auf den Tisch. In Pruntrut gibt es zudem einen Martinimarkt mit einheimischen Produkten. juratourisme.ch

8 | Glarus, 15. bis 17. Oktober Am Zaunplatz 6, mitten im Ort, liegt das Glarnerstübli. In rustikalem Ambiente lässt es sich vortrefflich Schlemmen.

Bei der traditionellen Älpler-Metzgete gibt es im Mehrzwecksaal Feines vom Alpschwein. Ein Fest für Jung und Alt.

5 | Siebnen, 19. bis 21. Oktober

riedhof-wallis.ch

kapelle-schwendenen.ch

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8 | 2012

Wussten Sie, dass ... ... sich der gute Metzger überhaupt erst an der Wurst erweist? Mit der Qualität von Blut- und Leberwürsten steht und fällt die Metzgete. ... der Tag der Metzgete früher ein Freudentag war, an dem es Fleisch für alle gab? Auch für die Armen aus der Nachbarschaft fiel etwas ab. ... 1968 in Unter-Albis ZH der «Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste» gegründet wurde?

9 | Saas Balen, 11. November, ab 11 Uhr

heubode.ch

In der urgemütlichen Gaststube, da wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, warten Blut- und Leberwürste darauf, verzehrt zu werden.

via

6 | Bözen, 18. Oktober – 2. Dezember (jeweils Do – So) Das historische Gasthaus zum Bären, seit 1517 Taverne, ist bekannt für seine feinen Leberwürste, das selbstgebackene Buurebrot und seine Aargauer Rösti.

10 | Oberthal, 1. Dezember, 19 Uhr Metzgete-Buffet mit viel Charme und allem Drum und Dran. eintracht-oberthal.ch

Sauerkraut gehört zu jeder Metzgete dazu.


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Erleben Saarland

Hundsärsch, Hugo oder Hummerschaum Das Saarland hat ein Herz aus Stahl, eine grüne Lunge und einen verwöhnten Gaumen: Kulinarische Grenzerfahrungen zwischen Industriekultur und Natur, Berg und Tal, deutscher Hausmannskost und französischer Gourmetküche. Text: Silke Bender

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an sollte früh aufstehen, will man das berühmteste Bild des Saarlandes in seiner schönsten Pracht erleben: die Saarschleife in Mettlach. Nur die Saar kriegt eine so malerische 180-Grad-Kurve hin. Wenn die Laubwälder in Herbstfarben glühen und der Morgennebel noch tief über dem Wasser hängt, fühlt man sich der deutschen Romantikerseele eines Caspar David Friedrich ganz nah. Erst recht, wenn man sich der 180 Meter hohen Aussichtsplattform Cloef wandernd oder – Anreise ganz neuzeitig – mit dem eVelo nähert. Das andere unvergessliche WahrzeiReisezeit: Nach Saarbrücken chen des Saarlandes ist ungleich kantiger kommt man mit dem Zug und menschengeformt: Die Kulisse der aus der Schweiz ab Basel Völklinger Hütte, eingetaucht in die in rund vier Stunden, abendliche Lichtinstallation von Hans ab Zürich sowie Bern in Peter Kuhn. In dem gigantischen Archirund fünf Stunden und ab Genf in 6,5 Stunden. tekturensemble aus Hochöfen, Schornsteinen und Stahltürmen schlug einst das wirtschaftliche Herz der Region. Eisen, Stahl und Steinkohle sorgten ab dem 19. Jahrhundert hier für ein Wirtschaftswunder. Seit 1986 stehen die Hochöfen in der Völklinger Hütte still, und die Kultur ist eingezogen: Das Areal wird nun mit Ausstellungen, Konzerten und Kunst bespielt. 1994 wurde es zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und steht nun in einer Reihe mit den ägyptischen Pyramiden und der chinesischen Mauer.

Französisches Deutschland Fotos: Tourismus.saarland.de

Mit Kontrasten trumpft das Bundesland im Dreiländereck zwischen Luxemburg, Frankreich und Deutschland auf. Erst 1957 wurde das Saarland per Volksabstimmung Teil der Bundesrepublik, der französische Franc nochmals zwei Jahre später durch die D-Mark ersetzt. Heute sieht man die Grenze nicht

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mehr, und hüben wie drüben zahlt man mit dem Euro. Einzig die Sprache zeigt heute entlang der Saar oder der Blies, ob man sich auf deutschem oder französischem Gebiet befindet.

Die Haarige und der Bettpinkler Auch wenn der Saarländer nicht ubedingt gern Französisch spricht und der Lothringer nicht gerne Deutsch: Auf den Tellern und in den Gläsern klappt die Völkerverständigung hervorragend. In den Bars in der Saarbrücker Altstadt, rund um den St. Johanner Markt, gehört der französische Schaumwein «Crémant d’Alsace» neben «Hugo», dem Trendcocktail aus Prosecco, Holunderblütensirup und Minze, zu den Bestsellern. Die Franzosen hingegen kommen gern zum Biertrinken in die Gasthausbrauerei «Stiefelbräu», die Inhaber und Braumeister Thomas Bruch mittlerweile in achter Generation führt. Hier gibt es neben dem berühmten naturtrüben Zwickelbier vor allem saarländische Hausmanns- und Arbeiterkost, die schon vom Klang her deftig daher kommt: «Dippelappes», eine Art Rösti aus rohen Kartoffeln, Lauch und Eiern, serviert mit Apfelmus, ist so etwas wie die Saarländer Nationalspeise. Die «Hoorische» (Haarige) ist ein länglicher Kartoffelkloss und sollte im besten Falle haarfrei sein. Da er jedoch aus gekochten und rohen Kartoffeln hergestellt wird und sich die Fasern der rohen Kartoffeln im Wasserbad wie ein Igelpelz aufstellen, hat die Mundart ihn so getauft. Traditionell wird die Hoorische mit Specksauce gegessen, je nach Saison jedoch auch mit Pilzen. Fein klingt ebenfalls der «Bettsäächer» (Bettpinkler)-Salat aus jungem Löwenzahn – eine regionale Frühlingsspezialität mit harntreibender Wirkung. Als Digestif ist der «Hundsärsch»-Schnaps zu empfehlen: Ein Brand aus der Mispel-Frucht, die tatsächlich an das


Saarland Erleben

Die Saarschleife ist im Herbst ein besonderes Highlight.

Sternekoch Cliff Hämmerle schmeckt die Saarländer Gourmet-Küche.

Regionales neu bespielt – im Dreiländereck zwischen Luxemburg, Frankreich und Deutschland.

Abendstimmung am St. Johanner Markt in Saarbrücken.

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Erleben Sarland

Hinterteil eines Hundes erinnert und die der nicht um Vornehmheit ringende saarländische Volksmund deswegen ganz direkt beim Namen nennt. Zwischen der Landeshauptstadt Saarbrücken und der barocken Stadt Blieskastel liegt das Biosphärenreservat Bliesgau, das mit seinen endlosen Radwegen und sanft geschwungenen Auenlandschaften geradezu zum Velofahren einlädt. Hier schwingt Cliff Hämmerle (41) seit 17 Jahren den Kochlöffel, seit einem Jahr nun sterngekürt. «Für mich ist der Saarländer der grösste Gourmet Deutschlands», feixt er. «Weil es ihn eigentlich gar nicht gibt. Durch die Industrialisierung zogen vor allem Franzosen und Italiener als Arbeiter zu uns – und mit ihnen die Lust am guten Essen.» Auf insgesamt 9 Michelin-Sterne kommt das Saarland – und damit auf die höchste Stern-Dichte pro Einwohner in Deutschland.

Von der Familienbeiz zum Gourmet-Tempel Hämmerles Opa war Metzger, sein Vater auch – aus der rustikalen Familiengaststätte entwickelte er behutsam seinen Gourmet-Tempel: «Ich habe meine Stammgäste langsam in meiner Entwicklung mitgenommen – und immer neue dazubekommen.» Die Ausbildung machte er bei der Sterne-Köchin Margarethe Bacher in Saarbrücken, erste Sporen als Koch verdiente er sich im «Schweizerhof» in der Lenzerheide. Heute fährt er zweigleisig: Im Restaurant «Landgenuss» bietet er gehobene regionale und saisonale Küche an. «Es gibt sensationell gute Produkte im Saarland, die ich gern immer wieder neu bespiele», erzählt er. Seine Favoriten: Der Erfweiler Ziegenfrischkäse, den er süss und salzig, heiss und kalt, vom Entrée bis zum Dessert, verwenden kann. Oder den Ballweiler Saibling, ein forellenähnlicher Fisch aus benachbarter Bio-Zucht. Oder die schmackhafte, festkochende Quarterkartoffel.

Von der Kumpelkost zur Gourmetküche

Fotos: zVg

Im Gourmet-Restaurant «Barrique» interpretiert er Klassiker der französischen Haute Cuisine mit einem ungewöhnlichen Dreh. Ein Steinbutt zum Beispiel kombiniert er mit Pfifferlingen, Sellerie und zartsüsser Nougatine. Seine Kreativität kennt wahrlich keine Grenzen. Er ist auch stolzer Erfinder des saarländischen Sushis, das er aus in Rindfleischfond gekochter Gerste und Saibling – statt Reis und Thunfisch – herstellt. Sein Lieblingsdessert zurzeit ist der «Rostige Ritter»: Glace aus getrockneten, karamellisierten Brotbröseln auf Birnenragout und Salzkaramellen. Zum Dahinschmelzen. Der Geschmack seiner Kindheit ist jedoch ein ganz einfacher. «Hier unten im Keller», erzählt er, «hat mein Vater seine Blut- und Leberwurst gekocht. Frisches Brot und die noch warme Wurst – das waren meine ersten kulinarischen Erweckungserlebnisse.» Von bodenständiger Kumpelkost zum Gourmet-Sternehimmel – im Saarland sind die Wege kurz. Q tourismus.saarland.de

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Exklusive Tipps für das Saarland Essen und Schlafen

Annahof

Hämmerle’s

In schönster Natur, in Fussnähe vom Bahnhof Würzbach, direkt an einem Weiher, liegt dieses romantische Schlosshotel aus dem 18. Jahrhundert. Einige Zimmer des 3-SterneSuperior-Hotels haben sogar eine eigene Sauna.

Im «Barrique» hat sich Cliff Hämmerle letztes Jahr den ersten Stern erkocht, im «Landgenuss» kommen regionale und saisonale Produkte mit besonderem Twist auf den Tisch – auch für Vegetarier. Unbedingt reservieren!

annahof.de

haemmerles-restaurant.com

Industrie und Kultur

Völklinger Hütte

Grube Reden

Beeindruckendes Weltkulturerbe: Einst arbeiteten 17 000 Menschen in dem gigantischen Eisenwerk, heute kommen 400 000 Besucher pro Jahr, um das europäische Zentrum für Kunst und Industriekultur zu erleben.

In dem ehemaligen Steinkohle-Bergwerk bekommt man eine Ahnung davon, wie hart die Arbeit der Kumpel unter Tage war. Vergnüglicher ist die naturgeschichtliche Reise in die Urzeit der Dinosaurier.

voelklinger-huette.org

gondwana-praehistorium.de

Bewegung und Genuss

eVelo

Öle & Konfitüren

Am schönsten und bequemsten lassen sich die vielen Saarländer Hügel und die Natur mit dem Elektro-Velo erobern. Eine TourenApp für iPhone und Smartphones hilft, die besten Routen zu entdecken. Günstige Wochen- und WeekendPauschalen.

Hausgemacht: Auf dem Gut Hartungshof sind Christine Breyer und Jörg Hector am Schaffen. Sie stellt edelste Fruchtaufstriche, Pesto und Chutneys her. Jörg Hector macht hochwertige Speiseöle wie das neu entdeckte Leindotteröl.

evelo-saarland.de

malis-delices.de bliesgauoele.de


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Werte, die erhalten bleiben

Sonder-Edition anlässlich des letzten Linienflugs der Swissair Die weltweit limitierte Armbanduhr "SR145 – Der letzte Flug" In unseren Herzen wird sie immer fliegen ... 70 Jahre lang war sie das Flaggschiff unserer Nation: Die Swissair - ein Name, der wie kein anderer Träume wachrief und SehnsĂźchte in uns weckte. Sehnsucht nach der Ferne, nach anderen Ländern und Kontinenten. Und doch fĂźhlte man sich immer ein wenig daheim, wenn man irgendwo auf Reisen das Schweizerkreuz an der Heckflosse einer Swissair-Maschine aufleuchten sah. Vor 10 Jahren, am Ostermontag, dem 1. April 2002, landete in ZĂźrich der letzte Swissair-Linienflug: der SR145 aus Sao Paulo. Damit ging ein erfolgreiches Kapitel der schweizerischen Luftfahrtgeschichte zu Ende. s-IT3CHWEIZER1UARZ 5HRWERK s7ELTWEITLIMITIERTAUF%XEMPLARE s-IT'RAVURAUF2Ă CKSEITE s'EHĂ‹USE!RMBANDVERGOLDET s7ASSERDICHTBISM4IEFE s4AGE 2Ă CKNAHME 'ARANTIE s"REITEMM Produktpreis: Fr. 169.95 oder 3 Raten Ă  Fr. 56.65 (+ Fr. 13.90 Versand und Service) 51599

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Auf dem Zifferblatt wird die letzte Flugroute von Swissair gezeigt

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Erleben Bequem unterwegs

Freie Fahrt mit dem Ferienpass und dem Mitfahrbillett Mit zwei einmaligen Aktionen sorgen die SBB und der öffentliche Verkehr in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus dafür, dass die Schweizerinnen und Schweizer diesen Herbst nach Lust und Laune die Schweiz bereisen können – so günstig wie noch nie. Wer diesen Herbst freie Fahrt auf dem einzigartigen Streckennetz der SBB und des öffentlichen Verkehrs geniessen will, hat die Wahl. Falls Sie eine längere Reise planen, profitieren Sie am meisten von unserem Ferienpass. Mit dem Ferienpass haben Sie freie Fahrt im ganzen GAGeltungsbereich – auch ohne Halbtax. Und das schon ab 129 Franken für vier Tage. Für kürzere Reisen und Tagesausflüge empfiehlt sich das Mitfahrbillett. Mit dem Mitfahrbillett können Sie jemanden, der ein GA, eine Tages- oder 9-Uhr-Karte zum Halbtax besitzt, einen ganzen Tag lang für nur 33 Franken begleiten. Die Reise zu zweit ist damit nicht nur doppelt so schön, sondern auch so

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günstig wie noch nie. Lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen: Freuen Sie sich auf einzigartige Herbstferien mit der SBB und dem öffentlichen Verkehr. Ihrer Reiselust sind dabei keine Grenzen gesetzt. Dank dem einzigartigen Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie all die wunderschönen Orte und Regionen der Schweiz ganz bequem – mit Bahn, Postauto oder Schiff. Der Taktfahrplan verbindet die grossen Zentren jede halbe Stunde miteinander, Städte und Regionen einmal pro Stunde – mit perfekt aufeinander abgestimmten Abfahrts- und Ankunftszeiten. Beste Voraussetzungen für unbeschwerte Ferien- und Freizeiterlebnisse.

Ferienpass-Preise* Ferienpass für 15 Tage 2. / 1. Klasse 199.– / 299.– Ferienpass Flexi für 4 frei wählbare Tage innerhalb eines Monats 2. / 1. Klasse 129.– /199.– * Der Ferienpass ist nur für Personen mit festem Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein erhältlich. Er kann darum nur gegen Vorweisen eines amtlichen Ausweises (Reisepass, ID, Aufenthaltsbewilligung) am Bahnschalter gekauft werden. * Preise in CHF sbb.ch/freizeit


Bequem unterwegs Erleben

Agenda

Registrieren und gewinnen!

Mehr erleben und profitieren

3 x 1 Halbtax zu gewinnen!

1 | Frühstücken wie ein Staatsgast 28. Oktober, Abfahrt ab Zürich HB

4 | zuger.messe 20. bis 28. Oktober, Zug

Beginnen Sie Ihren Sonntag einmal anders: mit einem typischen English Breakfast im legendären Roten Doppelpfeil «Churchill». Eine rund 3-stündige Rundfahrt ab Zürich HB. Jetzt buchen.

Für Höhepunkte sorgen der Gastkanton Basel-Landschaft sowie zahlreiche spannende Sonderschauen. Abwechslungsreiche Shows und prominente Gäste bringen Messelaune und die gemütlichen Restaurants die gastliche Note.

sbb.ch/brunchfahrten

2 | Zeit für eine Auszeit Ganzjährig, Hotels ganze Schweiz Zeit für eine Auszeit – am besten in der Schweiz! Gönnen Sie sich ein Wanderweekend zu zweit, einen Kurztrip in die Berge oder erholsame Verwöhntage mit See- oder Weitblick. sbb.ch/hotel Spezialangebote mit SBB Bonus

3 | Musical: Ich war noch

niemals in New York.

Ab 1. November, Theater 11, Zürich Bald macht sich im Theater 11 Zürich ein Kreuzfahrtschiff auf die Reise. Freuen Sie sich auf 20 der grössten Hits von Udo Jürgens in einer mitreissenden Geschichte zum Träumen, Lachen und Mitsingen. sbb.ch/newyork 20 % Ermässigung auf Bahnfahrt nach Zürich HB, 10 % Ermässigung auf die Fahrt im Tarifverbund ZVV, 10 % Ermässigung auf Eintritt

sbb.ch/zugermesse 10 % Ermässigung auf Bahnfahrt, 20 % Ermässigung auf regulären Eintritt

5 | Europa-Park bis 4. November, Rust Europa-Park durch 14 Länder! Über 100 Attraktionen und Shows garantieren jede Menge Spass. Das neu eröffnete Hotel «Bell Rock» wird Sie speziell begeistern. sbb.ch/europa-park Tages- oder Mehrtagesausflug in den Europa-Park mit oder ohne Bahnanreise

6 | La jeunesse est un art 1. September bis 18. November, Aargauer Kunsthaus, Aarau Das Aargauer Kunsthaus präsentiert mit «La jeunesse est un art» eine vielfältige und facettenreiche Überblicksschau zum jungen aktuellen Kunstschaffen in der Schweiz. sbb.ch/aargauerkunsthaus 10 % Ermässigung auf die Bahnfahrt nach Aarau und zurück, 10 % Ermässigung auf den Eintritt

MobilBonus ist Ihr Plus zum GA oder Halbtax. Als registriertes Mitglied von MobilBonus profitieren Sie von exklusiven Gutscheinen und nützlichen Services rund um Ihr GA oder Halbtax. Zudem informiert Sie MobilBonus automatisch per E-Mail oder SMS, bevor Ihr Abo abläuft. Registrieren Sie sich noch heute kostenlos auf mobilbonus.ch/via und nehmen Sie automatisch an der Verlosung von drei Halbtaxabos teil. Teilnahme per Postkarte an: SBB Personenverkehr, MobilBonus, Wylerstrasse 125, 3000 Bern 65 Teilnahmeschluss: 30. November 2012 (Absender nicht vergessen!) Scannen Sie mit Ihrem Smartphone den Code und registrieren Sie sich gleich jetzt!

Studi empfiehlt

Genuss im Speisewagen Linsensalat mit Äpfeln und Rüebli Rote Linsen in einer Kombination mit Äpfel- und Rüebliwürfeli, abgerundet mit Rapsöl und Weissweinessig.

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Boeuf braisé Ajoulot Ein Klassiker aus dem Jura: geräucherter Rindsbraten in einer Rotweinsauce, dazu Kartoffelstock mit Gemüsewürfeli. Weinempfehlung Fendant du Valais AOC.

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Griessflammerie mit Himbeersauce Cremiger Griessbrei mit Rosinen und fruchtig-frischer Himbeersauce.

Fotos: SBB; zVg

Holen Sie sich die ganze Speisekarte direkt auf Ihr Smartphone.

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Andreas C. Studer ist TV-Koch und SBB-Rezept-Créateur.

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Rätsel

Mitmachen! Kreuzworträtsel lösen und tolle Preise gewinnen

1. Preis Wohlfühl-Wochenende in Lugano

2. – 5. Preis Filmreifes Konzert in Luzern

6.–9. Preis SBB ist anziehend

Eingebettet in die Hügel von Lugano: Gewinnen Sie ein Wochenende für zwei Personen in dem 4-Sterne-Superior-Hotel Villa Sassa, Residence & Spa. Übernachten Sie in einer Royal Suite mit Balkon und Panoramasicht. Reichhaltiges Frühstücksbuffet, freier Zutritt zum Wellness Club mit Hallenbad und grosszügigem Fitnessbereich sowie Transfer zum und vom Bahnhof Lugano inklusive.

Im Dezember stürmen Piraten das KKL in Luzern – und Sie können dabei sein. Gewinnen Sie je zwei Tickets für «Disney Live in Concert: Pirates of the Caribbean». Das 21st Century Symphony Orchestra führt den zweiten Teil des Disney-Blockbusters als Konzertweltpremiere auf.

Jetzt geht es Ihnen an den Kragen: Gewinnen Sie ein SBB Poloshirt für Damen oder Herren. Das kurzärmelige Baumwollshirt in Hellgrau hat einen weissen Kontrast am Umlegekragen und an den Ärmeln. Ein SBB-Pfeillogo in weiss/rot ist auf der linken Brustseite aufgenäht.

pirates-symphony.ch artproductions.ch

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Gewinnen!

Kreuzworträtsel billiger Ferienflug

japan. Silbenschrift

Das Kreuzworträtsel ergibt ein Lösungswort, wenn Sie die umkreisten und mit Zahlen versehenen Kästchen mit den richtigen Buchstaben ausgefüllt haben.





schweiz. Währung

üblicher Tagesablauf

Lösung des Kreuzworträtsels gefunden? So nehmen Sie an der Verlosung teil!





Ein Rätsel, ein Lösungswort

1 | Rufen Sie an unter Telefon 0901 800 777 ( 90 Rp. pro Anruf ), und sagen Sie nach dem Signalton die Lösung, Namen und Adresse.



Fremdwortteil: jenseits (lat.)

Film von Daniel Schmid (1999)

kroatischer Ferienort





Ferienort am Gardasee



Katzenlaut







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Insel d. Dodekanes (griech.)



Erfinder der Einwegware

Steingartenpflanze



erforder lich orientalische Kopfbedeckung

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Körperteil

Fürstin in Indien



Alkoholart



Lastenheber



griech. Buchstabe







frz.: meine Mz.

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2 | Per Postkarte an Redaktion «via», Rätsel, Postfach, 8021 Zürich.

3 | Senden Sie eine SMS mit via (Abstand) Lösungswort und Ihrer Adresse an die Zielnummer 966. (90 Rp. pro SMS)

4 | Via E-Mail an raetsel@via.ch Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2012

frz.: warten



amerik. Freihandelszone (Abk.)



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Kirche in Paris: ... Dame Kurier

 alter Klavierjazz (Kw.) Edelgas

griech. Vorsilbe: neu





Frühstücksspeck (engl.)



schweiz. Olympiasiegerin (Ski)





Reisewesen





Vorname Thoelkes †



Titelfigur bei Brecht





Abk.: Sekunde

Zch. f. Cäsium

1 Hotelbesitzer

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Mitarbeitende von SBB, VöV und Infel sind von der Verlosung ausgeschlossen.

nordamerik. Indianerstamm

frz.: Küste



Autokz. Kanton Tessin









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Rätsel

Sudoku 8

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Finde die 10 Unterschiede

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Füllen Sie die leeren Felder des Quadrates so aus, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Kasten alle Zahlen von 1 bis 9 stehen.

Bimaru 2 0 0 Illustration: iStockphoto/Milorad Zaric

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Gut hingucken!

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Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Welche Robben sehen völlig gleich aus?

Archäologiepark und -museum Hauterive - Neuchâtel

500 JAHRHUNDERTE UR-UND FRÜHGESCHICHTE 45 8 | 2012

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Leserbriefe

«Ein Dankeschön an alle Gleisarbeiter! Dass wir Zugpassagiere sicher von A nach B befördert werden, haben wir auch ihnen zu verdanken.» Esther Schär Hasler, Interlaken

Schluchten und Legenden – Ausflüge für Furchtlose

bewegt dich. 6 | 2012

Rousseau in Neuenburg

Ein Spaziergang mit dem grossen Schweizer Denker

Koons Kunst Samuel Keller, Direktor der Fondation Beyeler, über die aktuelle Ausstellung, die Schönheit und das Gärtnern.

via 6 / 2012 Cover

Turnschuhe auf dem Cover? Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass das Titelbild für mich abstossend wirkt. Ein Mann in Turnschuhen, in verbeulter und zerknitterter Jeanshose und dazu noch die Hände in den Hosentaschen. So stellt sich doch ein Direktor der Fondation Beyeler nicht dem Publikum! Helen Kron, Buchrain

Anmerkung der Redaktion: Wir bedanken uns bei unseren aufmerksamen Lesern. Selbstverständlich handelt es sich bei der erwähnten um eine Standseilbahn. Wir entschuldigen uns für die falsche Bezeichnung und geloben Besserung für die Zukunft. «via» 7/2012

Ziemlich unbescheiden, der Mann auf der Titelseite. Und dann noch zwei Mal im Heftinneren. Es geht doch um Kunst und Koons, nicht um Keller. Jan Kansy, Zürich

Schwerarbeiter im Schichtbetrieb

J. J. Rousseau in Neuenburg Als regelmässiger und begeisterter Leser der Zeitschrift «via» gestatte ich mir den Hinweis, dass es sich bei der Abbildung auf Seite 33 im Artikel zu Rousseau in Neuenburg nicht um eine Zahnrad-, sondern um eine Standseilbahn handelt. Hans-Jürg Klopfstein, Bern via 6 /2012

Begriffswirrwarr Für mich ist «via» keine gewöhnliche Zeitung, sondern eher eine öV-Fachzeitschrift. Im Artikel über Rousseau stelle ich im Ortsplänchen von Neuchâtel fest, dass die Standseilbahn Ecluse –Plan fälschlicherweise

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als Zahnradbahn bezeichnet ist. Bis 1898 fuhr jedoch lediglich die Meterspurbahn von Boudry/Cortaillod ab der Place Numa Droz mit Zahnrad-Dampflokomotiven zum damaligen JS-Bahnhof hinauf und hinunter. Anschliessend wurde die Strecke bereits ab ca. 1900 als elektrisches Tram, Linie 6, mit Adhäsion betrieben. Armin Jucker, Ortschwaben

Unbescheiden

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Herausgegeben von der SBB, Stefan Nünlist, Kommunikation & Public Affairs, in Zusammenarbeit mit dem Verband öffentlicher Verkehr ( VöV ). Erscheint zehnmal jährlich in Deutsch und Französisch. Verlag ARGE VIA Infel AG, Zürich und Bern, und Vogt-Schild Druck AG, Derendingen

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Vom Teufel und von Tauben

Impressum

Ein Dankeschön an alle Gleisarbeiter! Dass wir Zugpassagiere sicher von A nach B befördert werden, haben wir auch unzähligen Gleisarbeitern zu verdanken. Sie leisten eine wertvolle Arbeit unter oft sehr misslichen Bedingungen. Ein herzliches Dankeschön an alle! Esther Schär Hasler, Interlaken

Ihre Meinung Schreiben Sie uns: Redaktion «via» Postfach 3080 8021 Zürich oder schicken Sie eine E-Mail: leserbriefe@via.ch Bitte Absender mit Vor- und Nachnamen sowie Adresse nicht vergessen ! Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

Realisation: Infel AG Redaktion: Gaston Haas (Chefredaktor), Janine Radlingmayr (Stv.), Claudia Meyr Gestaltung: Guido Von Deschwanden (Creative Director), Beni Spirig; Diana Lischer (Layout und Produktion iPad-Version) Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung), Matthias Jurt, Yvonne Schütz Redaktionsrat: SBB/VöV Reto Kormann, Patricia Claivaz, Rahel Meile, Reto Meissner, Martin Zehnder, Roger Baumann Übersetzungen UGZ Übersetzer Gruppe Zürich GmbH Sekretariat/ Redaktionsassistenz Sandra Weibel, Infel AG Redaktionsadresse Redaktion «via» Postfach 3080, 8021 Zürich Tel. 044 299 41 41 Fax 044 299 41 40 redaktion@via.ch Anzeigenmarketing / Anzeigenverwaltung Publicitas Publimag AG Philip Muther Mürtschenstrasse 39 Postfach, 8010 Zürich Tel. 044 250 38 13 Fax 044 250 31 32 philip.muther@publicitas.com Abonnemente und Adressänderungen AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 87 Fax 058 200 55 56 via@azmedien.ch CHF 35.–/ Jahr (Schweiz) CHF 45.–/ Jahr (Ausland) CHF 69.–/ 2 Jahre (Schweiz) CHF 87.–/ 2 Jahre (Ausland) Druck Vogt-Schild Druck AG, Derendingen ISSN: 1422-6499

«via» allgemein

Anregende «via»-Lektüre Ein grosses Kompliment für die Qualität der «via»-Hefte. Ebenso gross ist meine Gratulation zu Ihrer Arbeit. Sie zeigen unser wunderbares Land von seiner besten Seite und regen alle Leser zu eigenen Erkundungen an. H.-P. Bosshart, Wädenswil

Auflösung der Rätsel von Seite 45 Der gesuchte Film heisst «Walk the Line» Hier sind die 10 Unterschiede versteckt:

«via»-App

Tolle Sache Die iPad App von «via» ist wirklich eine tolle Sache: einfacher Zugriff auf die Magazine, sehr gute Navigation in der App, ansprechendes Layout: Gratulation! Uwe Blumenthal, via E-Mail

Das nächste «via» erscheint am 2. November


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Freilichtmuseum Ballenberg. 6. April bis 31. Oktober 2012 sbb.ch/freilichtmuseum

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«via» Magazin 8/12  

Interview: Madeleine Gay setzt sich seit Jahren für alte Rebsorten ein. Wir haben mit der Winzerin des Jahres 2008 gesprochen.

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