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Das Magazin für Geschäftsreisen

International gut verbunden Philippe Egger, CEO von AXA Winterthur, schätzt für grenzüberschreitende Reisen die Bahn.

Mit dem Ausbau von Hochgeschwindigkeitsbahnen rückt Europa näher zusammen.

Zühlke Engineering AG nutzt Bahnreisen zum Austausch von Ideen.

2/2013


2/2013

Inhalt Kurz und bündig

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Internationale Geschäftsreisen

Fokus

Philippe Egger – CEO AXA Winterthur Die Umweltmanagerin

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Business Case

Western Union: Erfolg mit Geldtransfers

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SBB Inside

Mit dem ÖV international reisen

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Trend

Europa baut das Hochgeschwindigkeitsnetz aus

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Philippe Egger nach seiner Ankunft mit dem TGV in Paris, Gare de Lyon.

Fotos: seignettelafontan.com (Cover); Beat Schweizer; iStockphoto/Alexander Wolfgang Goeckritz; Marion Bernet.

KMU und Mobilität

Zühlke Engineering AG: Wie die Produkt- und Software-Entwickler international reisen

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Unterwegs mit Alfred Janka, Leiter Repower Schweiz

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Selection

Spezialangebot Mit dem TGV in der 1. Klasse nach Paris reisen

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Citytrip Paris

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Abonnemente und Adressänderungen: sbb.ch/toB


Editorial

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Stefan Haas, Leiter Geschäftskunden SBB Personenverkehr

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser «Unsere Mitarbeiter fliegen aus Prestigegründen», hören unsere Kundenberater oft. Klar, über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. Aber bis man im

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Flugzeug sitzt, geht viel wertvolle Zeit verloren. Im Radius von vier Reisestunden habe die Bahn die Nase vorn, schreibt die «NZZ» nach einem Vergleich Zug/Flugzeug. Innenstädte wie Paris und Frankfurt sind ab Basel in drei Stunden, ab Zürich in vier Stunden erreichbar. Mit dem Gotthard-Basistunnel wird Zürich–Mailand unter drei Stunden Realität. Damit werden eintägige Geschäftsreisen in diese europäi-

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schen Metropolen möglich. Die Bahnhöfe liegen zudem zentral. Mühsame Transfers, Wartezeiten beim Check-in, bei Sicherheitskontrollen, Boarding und Gepäckausgabe fallen weg. Diese Zeit gewinnen Sie im Zug zum Erholen und Arbeiten. Kommt dazu,

Impressum Herausgegeben von der SBB, Stefan Haas, Personenverkehr Geschäftskunden. Erscheint dreimal jährlich in Deutsch und Französisch. Realisation: Infel AG, Zürich. Redaktion: Simone Ott (Chefredaktion), Michael Flückiger (Stv.). Gestaltung: Guido Von Deschwanden (Creative Director), Laetitia Buntschu (Art Direction). Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung), Matthias Jurt, Yvonne Schütz. Redaktionsrat SBB: David Brunnschweiler, Fabienne Bernet, Jonathan Keller, Rahel Meile.

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Redaktionsadresse: Schweizerische Bundesbahnen SBB Personenverkehr Geschäftskunden Redaktion «toB» Wylerstrasse 123/125 3000 Bern 65 toB@sbb.ch Übersetzungen: UGZ Übersetzer Gruppe Zürich GmbH, Zürich

dass sich bei Flugpreisen Zusatzkosten und Gebühren häufen, während für Bahnbillette klare Fixpreise bezahlt werden. Weniger «Prestige» lohnt sich also. Gute Fahrt mit der Bahn!

Druck: Hertig + Co. AG, 3250 Lyss Lithografie: Ast & Fischer AG, Wabern

Stefan Haas


Kurz und bündig

SBB Businesspoint: Arbeiten im Bahnhof In Bewegung mit ...

Annemarie Huber-Hotz Bern–Genf–Tokio–Kathmandu – das Rote Kreuz führte mich in den letzten Wochen weit durch die Welt. Die Leitungsfunktion in dieser Organisation, die in praktisch allen Ländern für Menschen in Not wirkt und von rund 100 Millionen Mitgliedern und Freiwilligen getragen wird, bringt viele Reisen und zahlreiche Kontakte mit sich. Dabei wird mir gerade in diesem Jahr bewusst, wie enorm sich diese humanitäre Bewegung entwickelt hat. Denn genau vor 150 Jahren begann sie in Genf mit einem kleinen Komitee. Wie Henry Dunant es damals schaffte, nach der Publikation seiner «Erinnerung an Solferino» innert weniger Monate die wichtigsten Monarchen Europas von seiner Idee zu überzeugen, mit dem Komitee der Fünf die Organisation des Roten Kreuzes zu schaffen und die erste Konvention zum Schutz verletzter Soldaten zu erarbeiten, grenzt an ein Wunder. Es beeindruckt mich erst recht, wenn ich an die damaligen Verkehrs- und Kommunikationsmittel denke.

Unterwegs noch flexibler arbeiten und dabei die Zeit effizient nutzen: Mit den neuen SBB Businesspoints wird das nun möglich. Mitte Mai wurde der erste Businesspoint im Bahnhof Bern eröffnet. Er ist mit Einzel- und Gruppenbüros, Sitzungszimmern und modernster Büroinfrastruktur ausgestattet. Das ist gerade für Geschäftsleute, die Warteund Randzeiten produktiv nutzen möchten oder gar keinen festen Arbeitsplatz mehr brauchen, sehr praktisch. Die SBB schliesst damit die Lücke zwischen maximaler Mobilität und effizienter Zeitnutzung. Näheres zum SBB Businesspoint erfahren Sie in der beigelegten Broschüre. Mehr Informationen: sbb.ch/businesspoint

ZUG oder FLUG? Zürich HB – Milano Centrale

Heute gehen Verkehr und Kommunikation viel schneller. Aber kommen wir auch so viel schneller voran? Wenn ich von Reisen und Konferenzen zurückkehre, fällt mir der Gegensatz auf: Wir brauchen oft viel Zeit, um sicherzustellen, dass wir in der Not sofort reagieren können. Und es beruhigt mich, zu wissen, dass wir schnell handeln können – das habe ich kürzlich wieder in Japan gesehen, beim Gedenken zwei Jahre nach dem Tsunami. Das Wunder, das Dunant vor 150 Jahren realisiert hat, bestätigt sich immer wieder in neuer Form. Und das ist das Schönste, was die Schweiz der Welt gegeben hat.

Energieverbrauch Primärenergie, umgerechnet in Liter Benzin pro Person und Fahrt

CO2-Emissionen Treibhausgas, in Kilogramm pro Person und Fahrt

50 l

120 kg

100

40

80 30 60

10

0

Differenz 40 Liter Benzin weniger

20

0

Bahn/öV: 3,6 kg

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Flugzeug: 104,3 kg

20 Flugzeug: 45,4 l

Annemarie Huber-Hotz (64) ist Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes und Vizepräsidentin der Internationalen Föderation der Rotkreuzund Rothalbmondgesellschaften.

Bahn/öV: 5,4 l

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Differenz rund 29-mal weniger CO2

Mehr Beispiele finden Sie hier: sbb.ch/umweltrechner

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Kurz und bündig

Wohin in ...

St. Gallen Entspannung in einer Wohlfühloase

In etwa 15 Minuten erreicht man vom Hauptbahnhof mit dem Bus das neue Oberwaid Kurhaus & Medical Center. Weg von der hektischen Innenstadt, liegt es in einem lauschigen Park mit altem Baumbestand. Dort können Geschäftsreisende, die nach einem anstrengenden Bringt Businessleute wieder Businesstag Entspannung suchen, als Tagesgast ins Lot: ein im Tau Spa mit Hamam, Whirlpool, Hallenbad, Kurzbesuch im Sauna und mehreren Ruhezonen den Alltag Oberwaid-Spa. hinter sich lassen. Im Angebot sind auch vielfältige Relax- und Beautyprogramme sowie ein breites Angebot an Wohlfühlmassagen. Die Restaurants Seeblick, Parkblick und Stübli haben leichte Gourmetmenüs auf der Karte, die gesundheitsfördernde Ernährung und Genuss verbinden. Mehr Informationen: oberwaid.ch

Illustration: Grafilu. Fotos: Oberwaid AG; SBB CFF FFS/Severin Nowacki; Keystone/Gaëtan Bally.

Auffrischungskur für die IntercityNeigezüge Bereits seit elf Jahren sind die ersten Intercity-Neigezüge ICN im Einsatz. Eingeführt wurden die ersten ICN anlässlich der Expo.02. Seither haben sie rund 120-mal die Erde umrundet. Das sind 4,8 Millionen Kilometer. Zeit für eine Auffrischung im Industriewerk Yverdon. Dort werden die ICN der sogenannten Revision R3 unterzogen. Kostenpunkt: 130 Millionen Franken. Bei diesem ersten grösseren Service überholen die Flottenspezialisten der SBB viele Technikkomponenten wie Drehgestelle, Fahrmotoren, Hydraulikteile, Türen, Pneumatikteile, Traktionsstromrichto B Das Magazin für Geschäftsreisen

ter und Ventilatoren. Für die Reisenden erscheinen die Züge nach dem Besuch in der Garage sichtbar jünger und frischer. So erhalten sie neue Teppiche und Sitzbezüge. Auch ihr Äusseres glänzt nach einem Anstrich der Wagenkasten und Einstiegstüren wie neu. Zudem werden sie mit dem 3G-Mobilnetz ausgerüstet. Die Arbeiten haben bereits begonnen und dauern noch bis 2019.

SBB App für das iPad

Die praktische SBB App wurde nun für das iPad optimiert. Diese beinhaltet den SBB Onlinefahrplan, mit dem im Büro oder auch unterwegs Verbindungen abgefragt werden können. Neben dem Onlinefahrplan wird auch eine übersichtliche Karte abgebildet, die den Reiseweg anzeigt. Besonders interessant ist der Livefahrplan, in dem die Positionen der unterschiedlichen Verkehrsmittel mittels farbiger Symbole mitverfolgt werden kann – so bekommt man eine Übersicht über die aktuelle Lageposition von Bahn, Bus und Tram. Zusätzlich kann bei der SBB App ein Push-Alarm eingerichtet werden, der über Verspätungen auf den definierten Verbindungen informiert. So kann das Zeitmanagement besser organisiert werden, damit keine wertvolle Zeit fürs Warten verwendet wird. Die iPad-App ist für Reisende ein praktisches Informationstool, mit dem auch Bahnverkehrsinformationen und Informationen zum Bahnhof abgerufen werden können. Der Ticketkauf erfolgt weiterhin über die Apps SBB Mobile oder SBB Mobile Business. Beide Apps funktionieren auf dem iPad, und Billettanzeigen sind dabei möglich. In den nächsten Tagen ist die SBB iPad-App im App-Store erhältlich.

8, 2 Mio. Personen reisten 2012 mit der SBB über die Schweizer Grenze. Quelle: Geschäftsbericht SBB 2012

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Fokus – Internationale Geschäftsreisen

«Nach Paris reise ich meistens mit der Bahn» Die Geschäftsreisen von Philippe Egger, CEO von AXA Schweiz, führen ihn von Winterthur in die ganze Welt hinaus: Bei der Wahl des passenden Verkehrsmittels achtet Egger auf den praktischen Nutzen.

Interview: Robert Wildi

Herr Egger, die AXA Winterthur ist Teil eines internationalen Netzes. Wie sehr wirkt sich diese Internationalität auf die Firmenkultur aus? Hier an unserem Hauptsitz in Winterthur herrscht ein internationales Klima, dafür sorgt die globale Präsenz des AXAKonzerns in über 60 Ländern. Sie bietet Schweizer Mitarbeitenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln. Etwa mit Auslandeinsätzen.

102 319 Liter Diesel sparte AXA Winterthur dank der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel

im Vergleich zum Auto.

Umgekehrt finden auch AXAAngestellte aus anderen Ländern den Weg nach Winterthur. Dabei spielt auch der Einfluss des französischen Mutterkonzerns eine Rolle. Denn Paris trägt diesen internationalen Austausch zwischen den AXALändergesellschaften mit und fördert ihn aktiv. Das macht uns hier in der Schweiz auch als Arbeitgeber spannend, was sich in der hohen Zahl und Qualität der Bewerbungsdossiers zeigt.

Das Mutterhaus von AXA Winterthur an der Avenue Matignon in Paris.

Welche direkten Berührungspunkte gibt es zwischen der Basis in Winterthur und dem französischen Mutterkonzern? Das Versicherungsgeschäft funktioniert lokal. Policen werden dort verto B Das Magazin für Geschäftsreisen


Fokus – Internationale Geschäftsreisen

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Zur Person Philippe Egger, CEO AXA Winterthur, geb. 1956, Schweizer Staatsbürger, eidg. diplomierter Versicherungsfachmann.

Fotos: iStockphoto/Hans Martens; Keystone/AFP/Str; seignettelafontan.com

Berufliche Stationen kauft, wo die Kunden arbeiten und leben. Unsere Kunden befinden sich von daher nicht in Frankreich, sondern in der Schweiz. Sie bezahlen Prämien, die in Form von Leistungen an unsere Kunden, als Steuern an den Staat und in Form von Salären an die AXA-Mitarbeitenden zurückfliessen. Daher haben die meisten unserer 7000 Angestellten, davon 3100 in Winterthur, auch keine direkte Verbindung zum Mutterkonzern. Zumindest dann nicht, wenn sie im Verkauf aktiv sind.

Intensiver ist der Draht nach Paris wohl auf Kaderstufe. Teilweise. Ein Beispiel ist unsere Finanzabteilung am Winterthurer Hauptsitz. to B Das Magazin für Geschäftsreisen

Seit 2007 Mitglied des AXA Executive Committee, Chief Executive Officer der AXA Winterthur 2004 – 2006 Mitglied der GL, Winterthur Group, Leiter Market Group Switzerland 2003 – 2004 Mitglied der GL, Winterthur Group, Leiter Market Unit Schweiz Nicht-Leben 1999 – 2002 Basler Versicherungen, Mitglied der GL, Leiter Privatkundengeschäft Schweiz 1997 – 1999 Basler Versicherungen, Mitglied der GL, Leiter Versicherungstechnik Leben und Nicht-Leben


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Fokus – Internationale Geschäftsreisen

Sie berichtet regelmässig nach Paris. Unser Finanzchef steht pro Woche sicherlich zwei- bis dreimal im direkten Kontakt mit den französischen Kollegen.

This or that ...

Herr Egger? NZZ Tages-Anzeiger Keine Frage: die Publikation von der Falkenstrasse. Restaurant

Hobbyküche Mein Rezept für Gäste: Baccalà alla Toscana.

Schwimmbecken

Mountainbike Von Grengiols im Goms aufs Breithorn – jedes Jahr im Herbst.

Politik Interessiert mich beruflich und privat. Risiko

Sina Gute Sängerin, und dies in meiner Muttersprache. Notabene stammt sie wie ich aus Visp. Werner Kieser Krafttraining tut mir gut.

Showbiz

Vorsorge Eigenverantwortung ist wichtig. Polo Hofer

Marco Streller

Und wie international geprägt ist Ihr beruflicher Alltag als CEO von AXA Schweiz? Als Mitglied der erweiterten Konzernleitung stehe ich nicht nur mit Paris in ständigem Kontakt, sondern auch mit den verschiedenen Länderchefs. Dies vor allem in Europa, aber auch in Nordamerika und Asien. Mit dem japanischen Kollegen haben wir zum Beispiel intensiv diskutiert, wie sich im Lebengeschäft eine andauernde Tiefzinsphase bewältigen lässt. Es gibt kaum einen Arbeitstag, an dem ich mich nicht wenigstens in drei verschiedenen Sprachen verständige. Wie findet diese Kommunikation statt? Kurze Besprechungen erledige ich meistens per Telefon. Das funktioniert bestens. Für längere Meetings von bis zu drei Stunden hat die AXA auf Konzernstufe in allen Ländern ein modernes Videokonferenzsystem etabliert, welches wir auch hier in Winterthur rege nutzen. Die Anlage heisst «AXA Presence» und ermöglicht Videokonferenzen in einwandfreier Bild- und Tonqualität. Es können sich dabei problemlos Teilnehmende an beliebig vielen Standorten zuschalten und an einen virtuellen runden Tisch setzen. Ersparen Sie sich dadurch viele Geschäftsreisen? Bei mir sind es einige. Benutzt wird die Anlage aber von allen Mitarbeitenden, die in internationale Projekte involviert sind. Auch Bewerbungsgespräche finden über AXA Presence statt. Wenn die physische Präsenz nicht zwingend erforderlich ist, sind solche virtuellen Meetings sinnvoll. Vor allem aus ökologischer Sicht. Immerhin konnten wir im Jahr 2012 allein bei AXA Schweiz den CO2-Ausstoss für Geschäftsreisen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent vermindern. Das ist aus meiner Sicht ein toller Erfolg.

«AXA fördert den internationalen Austausch zwischen den Ländergesellschaften.»

Wie oft ist Ihre physische Präsenz ausserhalb von Winterthur selbst durch die modernste Technik nicht zu ersetzen? Auch so noch häufig genug. (Lacht.) Ich bin pro Jahr sicher 10- bis 20-mal auf Geschäftsreisen im Ausland. Ziele sind primär europäische Städte wie Paris, Rom, Köln oder Frankfurt. Aber auch Singapur, New York oder Tokio, wenn die Konzernleitung bei einer Tochtergesellschaft im Ausland tagt oder ich als Sponsor eines internationalen Projektes oder einer Ausbildung einen Auftritt habe. Dazu kommen mindestens 30 bis 50 Reisen innerhalb der Schweiz für Agentur- oder Kundenbesuche. Ich bin also pro Woche mindestens einmal unterwegs. Eher zweimal. Mit welchen Verkehrsmitteln reisen Sie vorzugsweise? Ich bin da pragmatisch. Je nach Destination und Strecke wäge ich ab, ob der Flug oder die Bahn vorteilhafter sind. Für Interkontinentalreisen stellt sich die Frage erst gar nicht. Innerhalb Europas, wo ich meistens unterwegs bin, reise ich nach Paris, Mailand oder München immer mit der Bahn, wenn ich vor Ort mindestens einmal übernachte. Für eintägige Auslandreisen bevorzuge ich aus Zeitgründen eigentlich immer das Flugzeug.

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Fokus – Internationale Geschäftsreisen

Philippe Egger im Winterthurer Hauptsitz im Gespräch über internationales Reisen.

Facts & Figures Firma Mitarbeitende

Fotos: Jolanda Flubacher Derungs.

Und wenn Sie geschäftlich in der Schweiz unterwegs sind? Dann gibt es für mich eigentlich nur die Bahn. Während der Zugfahrt kann ich arbeiten und die Reisezeit hervorragend nutzen. An den Zielorten bin ich oft auch Fussgänger. Zum Beispiel an der Zürcher Bahnhofstrasse. Wenn gerade kein Tram «Für geschäftliche fährt, marschiere ich zur nächsten Reisen in der Haltestelle. KurzSchweiz gibt es für um: Für Geschäftsmich nur die Bahn.» termine innerhalb der Schweiz komme ich mit unserem hervorragend ausgebauten Netz von Bahn und öffentlichem Verkehr rascher und stressfreier vorwärts als mit dem Auto. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich nicht mit ärgerlichen Staus herumplagen muss. Ärgern Sie sich entsprechend, wenn Sie nach einem einstündigen Flug Zürich–Paris fast doppelt so lange brauchen, um per Taxi vom Flughafen ins Stadtzentrum zu gelangen? Darüber habe ich mich in der Tat schon geärgert, das können Sie mir glauben. Doch ich habe eine Lösung für das Problem gefunden. Ich benutze heute an den Pariser Flughäfen immer die praktischen to B Das Magazin für Geschäftsreisen

AXA Winterthur 4200 + 1800 im Verkauf

Standorte Schweiz

288

selbständige Generalagenturen und Agenturen

Moto-Taxis. Das sind Motorrä- Anzahl GAs der, die mich als Mitfahrer auf Bahnkilometer dem Rücksitz in die Pariser City bringen. Dies in einer halben Stunde, an den stehenden Autokolonnen vorbei. Eine sehr zeitsparende Art der Mobilität.

Und Sie haben dabei keine Angst? Ich fahre in meiner Freizeit selber ein schweres Motorrad und bin diesbezüglich ziemlich abgebrüht. Selbst gegenüber dem nicht gerade zurückhaltenden Fahrstil der Pariser Moto-Taxi-Driver. Wie sieht Ihre private Mobilität ansonsten aus? Genau wie im Beruf wäge ich auch in der Freizeit immer ab, welches Verkehrsmittel für welche Strecke sinnvoller ist. Deshalb trifft man mich auch ohne Krawatte und Anzug öfter in der Bahn an. Zum Beispiel, wenn ich für ein Wochenende in meine Walliser Heimat fahre. Dafür nehme ich immer die Bahn. Das ist für mich wie ein Ritual.

13 1 670 000

AXA Winterthur Umweltbilanz

AXA Winterthur sparte 2012 mit Bahnreisen gegenüber dem Auto: 102 319 Liter Diesel. Das ist eine Einsparung von 76 Prozent. 310 Tonnen CO2. Das ist eine Einsparung von 96 Prozent. Über die Online-Plattform «mobitool» erhalten Unternehmen Informationen zu Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Kosten und Zeitbedarf ihres betrieblichen Verkehrs sowie wertvolle Tipps zur nachhaltigen Mobilität. sbb.ch/umweltrechner

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Fokus – Internationale Geschäftsreisen

Reiserichtlinien zielen auf den ÖV Martina Blum formuliert die Umweltpolitik bei AXA Winterthur. Für die Reiserichtlinien bedeutet dies, dass beim Versicherer Geschäftsreisen reduziert werden und der öffentliche Verkehr bevorzugt wird. Auch bei internationalen Reisen.

Text: Simone Ott Foto: Jolanda Flubacher Derungs

Martina Blum, Leiterin Umweltmanagement

Online-Traveltool AXA Winterthur verfügt über ein internes Online-Traveltool, über das die Mitarbeitenden direkten Zugang zum Online-Portal «SBB Businesstravel» erhalten. Es wird intern promotet, weil es effizienter ist, als Billette am Schalter zu kaufen. Das Versicherungsunternehmen erhält zudem von der SBB eine detaillierte Abrechnung und einen Umweltbericht.

«Fliegen hat an Prestige verloren und ist eine grosse Umweltbelastung», fasst Martina Blum die Umweltpolitik von AXA Winterthur für den internationalen Geschäftsreiseverkehr zusammen. Die Reiserichtlinien beim Versicherungskonzern sind klar: Wenn immer möglich und zumutbar, wird der öffentliche Verkehr genutzt. Das sind in der Regel Bahnreisen, die vier bis fünf Stunden dauern. «Aus ökologischer Sicht ist die Bahn die bessere Wahl», begründet Blum diesen Grundsatz. Denn bei AXA Winterthur sind Klimaschutz und nachhaltige Ressourcennutzung die Schwerpunkte der Umweltstrategie. Die interne Travelpolicy des Versicherers gibt zwar klar vor, den öffentlichen Verkehr zu bevorzugen, doch liegt die letzte Entscheidung, mit welchem Transportmittel gereist wird, in der Eigenverantwortung der Angestellten. «Wir geben aber deutlich formulierte Empfehlungen ab und liefern damit eine klare Entscheidungsgrundlage», sagt Martina Blum. Die Sensibilität für Umweltfragen habe in den letzten Jahren aber stark zugenommen.

CEO als Vorbild Heute ist es bei AXA Winterthur völlig normal, mit der Bahn zum Hauptsitz des französischen Mutterhauses nach Paris zu reisen. «Das war noch vor wenigen Jahren nicht so», weiss die Leiterin Umweltmanagement. Sie erinnert sich an den Moment, der intern einen Gesinnungswandel auslöste: als CEO Philippe Egger die Mitarbeitenden dazu aufrief, für Geschäftsreisen nach Paris die Bahn zu nutzen, weil das komfortabel sei und zudem die Reisezeit zum Arbeiten genutzt werden könne. «Dabei hat es bei vielen unserer Mitarbeitenden ‹klick› gemacht», erzählt Martina Blum. «Wenn der CEO die Bahn dem Flugzeug vorzieht,

ist das ein klares Signal.» Die Umweltmanagerin ist überzeugt, dass mit einem verbesserten Angebot, wie das bei Destinationen wie Paris bereits heute der Fall ist, das Bahnfahren noch attraktiver wird: «Reisezeitverkürzungen, täglich mehrere Direktverbindungen, Serviceleistungen wie gratis erhältliche Zeitungen und ein am Sitzplatz serviertes Menü sind für Geschäftsreisende wichtig.»

Griffige Reise- und Umweltrichtlinien Die Umweltrichtlinien von AXA Winterthur gelten auch für Geschäftsreisen in der Schweiz. Eine klare Spesenregelung und straffes Parkplatzmanagement stellen zusätzlich die Weichen: Autospesen werden nur vergütet, wenn mit dem Auto eine wesentliche Zeitersparnis «Fliegen hat an erzielt werden kann. Blum: Prestige verloren «Privatautos braucht es für Mitarbeitende ohne spezielle Ausund ist eine sendienstfunktion im Gegrosse Umweltschäftsverkehr nicht mehr. Um belastung.» die Lücke zwischen dem öffentlichen und dem individuellen Verkehr zu schliessen, haben wir Mitgliedschaften beim Car-Sharing-Unternehmen ‹Mobility›.» Und Parkplätze werden zu Marktpreisen vermietet und sind entsprechend kostspielig. Bei Neubauten achtet der Versicherungskonzern darauf, dass die Standorte mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen sind. Zusätzlich werden jedem Mitarbeitenden bei AXA Winterthur die Kosten für das HalbtaxAbonnement mit Reka Rail vergütet. Und Vielreisende bekommen ein GA 1. Klasse finanziert, dürfen aber dafür keine Reisespesen mehr abrechnen. Bei Geschäftsreisen gilt grundsätzlich, dass alle Mitarbeitenden – ausser Lernende – 1. Klasse reisen dürfen, damit sie die Reisezeit zum Arbeiten nutzen können.

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Business Case

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Bargeld auf Durchreise Western Union ist ein führender Anbieter von globalen Geldtransfers für Privat- und Geschäftskunden.

Text: Simone Ott Fotos: Beat Schweizer

Foto: iStockphoto/Joel Blit (Bargeld).

Das gelb-schwarze Firmenlogo von Western Union ist hierzulande Bahnfahrern gut bekannt. Der Anbieter von weltweiten Geldtransfers aus den USA ist an 180 Schweizer Bahnhöfen mit Niederlassungen und Geldannahmestellen präsent. Diese Standortwahl hat ihren guten Grund. «Wir möchten dort sein, wo uns die «Bahnhöfe Kunden brauchen. Bahnhöfe sind zentrale sind zentrale Knotenpunkte und bequem erreichbar», sagt Knotenpunkte Claudia Westermayr, die als und bequem Regional Director vom Konerreichbar.» zernsitz in Frankfurt a.M. die Aktivitäten von Western Union in zwölf europäischen Ländern leitet. Dazu gehört auch die Schweiz, wo das Dienstleistungsunternehmen seit 1994 aktiv ist.

Für Menschen ohne Zugang zum Finanzsystem Ein global einzigartiges Vertriebsnetz ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Western Union. Das Finanzdienstleistungsunternehmen verfügt über mehr als 510 000 Vertriebsstandorte in über 200 Ländern. to B Das Magazin für Geschäftsreisen

Das sind Banken, Poststellen, Geldautomaten, Lokale wie Ladengeschäfte oder eben auch Bahnschalter. Wichtig ist dieses dichte Netz solcher Standorte für Menschen, die keinen oder nur beschränkten Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, keine Kredit- oder Debitkarte besitzen und über ihr Geld nur in bar verfügen können. Ein typisches Beispiel eines Kunden von Western Union ist ein Migrant, der seiner Familie Geld zur Unterstützung oder für einen Notfall in die Heimat schickt. Weil es dabei oft schnell gehen muss und seine Familie über kein Bankkonto Facts & Figures verfügt, wählt er für die Geldüberweisung Western Union. Firma Bereits wenige Minuten späMitarbeitende ter kann seine Familie, die Länder tausende von Kilometern Standorte entfernt lebt, das Geld in bar beziehen. Es gibt weltweit hunderte Millionen von Menschen, die keine Bankverbindung haben. Darauf basiert das Geschäftsmodell von Western Union, das damit einen

Western Union im Bahnhof Bern: Hier werden internationale Geldtransfers getätigt. Western Union 8000 > 200 510 000


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Business Case

interessanten Markt für sich gefunden hat, der von herkömmlichen Finanzdienstleistungsunternehmen vernachlässigt wurde. Allein im Jahr 2012 wurden für Privatleute 231 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 79 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Der Finanzdienstleister konnte sich bei den Kunden einen guten Ruf aufbauen und sich als führender Anbieter von weltweiten Geldtransfers etablieren.

Geldtransfer am Bahnhof – ein sorgfältig durchgeführtes Geschäft Damit die gesetzlichen Sorgfaltspflichten im Bereich Finanzdienstleistungen erfüllt werden, sorgt die SBB für eine fundierte Grundausbildung des Verkaufspersonals. Die Verkäuferinnen und Verkäufer werden auch in Compliance-Themen hinsichtlich Reputationsrisiken weitergebildet. So wird auch über Themen wie aktuelle Betrugsmaschen informiert mit dem Ziel, dass risikobehaftete Geschäfte am Schalter erkannt und abgelehnt werden. Das Verkaufspersonal wird laufend weitergebildet und über Neuigkeiten zu den Finanzdienstleistungen und regulatorischen Vorgeben rasch informiert. Damit schützt die SBB ihre Kunden vor einem Verlust.

Union etwa 75 Prozent seiner Einnahmen. Weitere Einnahmequellen sind Wechselkursgewinne, die beim Tausch in andere Währungen entstehen. Mit dem Erfolg hat sich auch das Geschäftsmodell weiterGrosses Wachstumspotenzial Auch mit einer Leaderposition ist das entwickelt. «Wir verbinden Wachstumspotenzial bei Western Union heute die Welt des Bargelds noch nicht ausgeschöpft. «Der Markt für mit der digitalen Welt», sagt sogenannte ‹Rücküberweisungen› wächst Claudia Westermayr. «Nun kontinuierlich», stellt Claudia Westermayr sind auch Überweisungen fest. «Weltweit leben 215 Millionen Men- vom Bankkonto, online, schen ausserhalb ihres Heimatlandes. am Geldautomaten oder via Das entspricht 3 Prozent der Weltbe- «mobile money transfer» möglich.» völkerung», zitiert die Finanzmanage- Western Union hat zudem eine neue rin eine Statistik der Weltbank. Davon Zielgruppe angepeilt: die KMU. Gerade allein 49 Millionen in Europa, wo Wes- export- und importorientierte Firmen tern Union 22 Prozent des letztjährigen müssen auch in die entlegensten Winkel Konzerngewinns von 5,7 Milliarden US- der Welt Gelder überweisen, was mit Dollar erwirtschaftete. Mit den Gebüh- konventionellen Banken schwierig sein ren solcher Transfers generiert Western kann. 2012 hat Western Union 432 Millionen Transaktionen für Geschäftskunden abgewickelt. Western Union baut auch Devisen- und Termingeschäfte in über 135 Währungen auf. Das Geldtransferunternehmen hat zu diesem Zweck den Western Union wurde 1851 als Schweizer Finanzdienstleister «The New York and Mississippi Valley Rüesch Travelex gekauft und Printing Telegraph Company» gegründet setzt auch damit seinen Expanund änderte später seinen Namen zu sionskurs fort. «Western Union Telegraph Company».

Globaler Leader im Geldmarkttransfer

Zwanzig Jahre nach der Gründung führte Western Union den Service zur Geldüberweisung ein. Dafür nutzte das Unternehmen sein umfassendes Telegrafennetz. Was ursprünglich ein Nebengeschäft war, wurde mit dem Verschwinden der Telegrafie zum Hauptzweck von Western Union. Heute ist das Unternehmen an der New Yorker Börse kotiert und betreibt weltweit das grösste Vertriebspartnernetz im Geldmarkttransfer. In der Schweiz hat Western Union u.a. die SBB, Postfinance und Naville als Vertriebspartner.

Geldtransfer am SBB Schalter wird ausschliesslich von speziell geschultem Verkaufspersonal durchgeführt.

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SBB Inside

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Mit der Bahn über die Grenzen Herr Riser, wie entwickelt sich der internationale Bahnverkehr bei Geschäftsreisen? Sehr positiv! Bei der SBB legte der internationale Personenverkehr 2012 umsatzmässig gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent zu. Heisst das, dass sich bei internationalen Geschäftsreisen der Zug mehr lohnt als das Flugzeug? Bei Strecken, die bis zu vier Stunden Reisezeit in Anspruch nehmen, auf alle Fälle. Insbesondere City-City-Verbindungen sind attraktiv. Die Bahnhöfe sind zentral gelegen, zeitraubende Transfers gibt es nicht. Es fallen zudem Wartezeiten für Check-in und Sicherheitskontrollen weg. Und die Reisezeit kann zum Arbeiten genutzt werden. Andreas Riser, seit 2003 Account Manager bei SBB Geschäftskunden am Standort Basel.

... Sie mehrere Billette oder Abonnemente gleichzeitig in einem Schritt online kaufen können? So einfach geht es: Wählen Sie vor dem Klick «Zur Kasse» einfach den Button «Einkauf fortsetzen» – und schon sind Sie auf dem Weg zu schnellen und unkomplizierten Billettkäufen.

Wie sieht das internationale Angebot aus? Von der Schweiz fahren täglich über 35 Schnellzüge in alle grossen Städte Deutschlands. Mit 23 täglichen TGV-Verbindungen sind Paris, Dijon oder Lyon sehr gut erreichbar. Nach Mailand können Sie mehrmals täglich von Zürich, Bern, Basel oder Genf aus reisen. Mit dem Railjet sind Sie sechsmal täglich mit Innsbruck, Salzburg, Linz und Wien verbunden.

Welche Dienstleistungen können Reisende erwarten? In den meisten internationalen Fernverkehrszügen finden Sie optimale Arbeitsbedingungen mit Steckdosen, Leselampen am Sitzplatz und Internetzugang. Für Reisende der 1. Klasse sind Zeitungen gratis und Bedienung am Platz ist fast überall Standard. Wer in der 1. Klasse im TGV nach Paris reist, Die SBB unterstützt Sie, internationale kann ein Taxi im Zug reservieren und bekommt und nationale Geschäftsreisen in Ihrem kostenlos eine kalte Mahlzeit serviert. Unternehmen kostengünstig und effizient

Individuelle Beratung

Fotos: SBB CFF FFS/Gian Vaitl; SBB CFF FFS; zVg.

Wussten Sie, dass ...

... Sie von Rabatten bis zu 10 % auf Ihren Buchungen profitieren, wenn Sie bei SBB Businesstravel registriert sind? Dies gilt für die meisten Bezüge über den SBB Ticket Shop Business und SBB Mobile Business.

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zu organisieren. In einer persönlichen Beratung erarbeiten die erfahrenen Geschäftskunden-Spezialisten der SBB gemeinsam mit Ihnen massgeschneiderte Lösungen für Ihre Firmenmobilität und zeigen, wie Sie die unzähligen Dienstleistungen in Ihrem Unternehmen nutzen können. Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt mit uns auf: sbb.ch/business

Was ist bei internationalen Buchungen für Travelmanager wichtig zu wissen? Inhaber eines Halbtax oder GA erhalten 25 Prozent Ermässigung auf den ausländischen Streckenabschnitten in Deutschland oder Österreich, wenn der grenzüberschreitende Fahrausweis in der Schweiz gekauft wird. Bei Reisen nach Deutschland und Österreich sowie mit dem TGV nach Paris werden Einsparmöglichkeiten direkt im Buchungsprozess angezeigt. Und bei Kreditkartenbezahlungen belasten wir keine Zusatzgebühren.

Können die Mitarbeitenden internationale Reisen selber online buchen? Über SBB Businesstravel können europaweit die meisten Verbindungen online bestellt und bei Reisen nach Deutschland und Österreich sogar inklusive Reservierung direkt am Arbeitsplatz ausgedruckt werden. Italien folgt dieses Jahr. to B Das Magazin für Geschäftsreisen

... aktuelle ÖV-Informationen direkt auf Ihrem Smartphone angezeigt werden? Kunden können Informationen über veränderte Abfahrts- oder Ankunftszeiten, Gleiswechsel oder Umleitungen auf bis zu 20 verschiedenen Strecken als individualisierte Push-Nachrichten über die App SBB Mobile Business abonnieren.

sbb.ch/businessmobile


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Trend

Blick aus dem Bahnfenster: Mit den Hochgeschwindigkeitszügen erreicht der Schienenverkehr Spitzengeschwindigkeiten.

Internationale Schnellverbindungen Die schnellsten Reisezeiten mit der Bahn von der Schweiz in die nächsten europäischen Grossstädte.

3:03

Paris 3:08

Im Eiltempo quer durch Europa

Lyon 1:44

In Europa sind neue Hochgeschwindigkeitsbahnlinien geplant. Damit macht die Bahn dem Flugzeug weiter Konkurrenz. Text: Simone Ott

Wer mit einer Hochgeschwindigkeitsbahn reist, erlebt ein interessantes Phänomen: Statt gestochen scharfer Landschaftsbilder sieht der Reisende nur noch etwas, das aussieht wie abstrakte Pinselstriche. Bahngesellschaften arbeiten mit Hochdruck daran, die Geschwindigkeit ihrer Züge zu erhöhen, und arbeiten am Ausbau von Hochgeschwindigkeitsrouten mit dem Ziel, diese zu einem europäischen Netz zu verknüpfen. Vor über 30 Jahren, als der französische TGV als erster Hochgeschwindigkeitszug Europas startete, galt er als Utopie ohne grosses Entwicklungspotenzial. Heute sind Hochgeschwindigkeitszüge nicht nur ein Wachstumsmarkt, sondern das Transportmittel mit dem grössten Wachstumspotenzial. Das

zumindest ist die Meinung von Silverrail Technologies, einer international tätigen Spezialistin für Online-Travelticketing. Diese Entwicklung verändert die Reisegewohnheiten. «Bei einer Reisezeit von bis zu vier Stunden wird der Hochgeschwindigkeitszug das Flugzeug ersetzen», sagt etwa Prof. Ulrich Weidmann, Professor für Verkehrssysteme am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich. Das macht durchaus Sinn. Die Bahnhöfe sind zentral gelegen, Security Checks gibt’s in den meisten Fällen gar nicht. Kommt dazu, dass Bahnfahren eine umweltfreundlichere Art des Reisens ist und dazu mit der Möglichkeit, die Reisezeit produktiv zu nutzen. So sagt etwa Hans-Ingo Biehl, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutsches Reisemanagement VDR: «Relevant ist die Frage nach dem Return

«Bei einer Reisezeit von bis zu 4 Stunden wird der Hochgeschwindigkeitszug das Flugzeug ersetzen.» Prof. Ulrich Weidmann, ETH Zürich

on Invest einer Geschäftsreise. Und hier steht die Bahn mit dem Flugzeug bei Europareisen immer noch im Wettbewerb, weil Zeit und Preis in die Waagschale gelegt werden. Bei Hochgeschwindigkeitszügen können diese Faktoren zu Gunsten der Bahn spielen.»

Europa rückt näher zusammen Die Bahnen Europas setzen deshalb mit guten Argumenten an, den Fluggesellschaften noch mehr Konkurrenz zu to B Das Magazin für Geschäftsreisen


Trend

Köln 3:53

Frankfurt (Main) 2:49

Der Hochgeschwindigkeitszug ETR 610 verbindet die Schweiz mit Italien. Er erreicht ein Tempo von bis zu 250 km/h.

Mannheim

2:10

Strasbourg

Stuttgart 2:58

1:18

Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) in der Schweiz München 4:12

Basel Zürich

Innsbruck 3:26

Bern

3:01 Genève

3:41 3:53

Milano

Fotos: Halfdark; SBB CFF FFS/Guy Perrenouad. Karte: SBB www.sbb.ch/trafimage www.duplexmap.ch.

Reisezeit mit dem Zug

machen. So hat etwa die Deutsche Bahn (DB) eine HGV-Verbindung, die London über Amsterdam mit Frankfurt verbindet, in der Pipeline. Ein genaues Umsetzungsdatum dafür gibt es allerdings noch nicht. Und die spanische Staatsbahn Renfe testet mit ihrem Hochgeschwindigkeitszug AVE neue Strecken. Die bestehende HGV-Strecke Madrid – Barcelona wird nach Toulouse und nach Lyon und Paris ausgebaut und steht kurz vor der Eröffnung. Bis 2025 soll ein Superschnellzug durch die französischen Alpen die französische Stadt Lyon mit der piemontesischen Industriestadt Turin verbinden. Mit dieser neuen Linie wird es möglich sein, innerhalb von vier Stunden von Paris nach Mailand zu reisen. In Italien ist man to B Das Magazin für Geschäftsreisen

Innerhalb der Schweiz stehen Hochgeschwindigkeitslinien, wie sie andere Länder kennen, aufgrund der Topografie und der kurvenreichen Strecken nicht im Vordergrund. Dafür ist die Schweiz auch zu klein. Die SBB setzt auf häufige Verbindungen und kurze Umsteigezeiten. Die Höchstgeschwindigkeit in der Schweiz beträgt bis zu 200 km/h auf der Neubaustrecke Olten–Bern zwischen Mattstetten und Rothrist und bis zu 250 km/h im Lötschberg-Basistunnel auf den Strecken von Basel und Zürich nach Brig. Hingegen ist unser Land ein wichtiger Knotenpunkt im internationalen Schienenschnellverkehr. Neben den ETRKompositionen der SBB rollen auch einige internationale Hochgeschwindigkeitszüge wie der französische TGV, der deutsche ICE und der österreichische Railjet in die Schweiz. Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels (geplant Ende 2016) und des Ceneri-Basistunnels (geplant Ende 2019) kann die Fahrzeit ab 2020 von Zürich nach Mailand auf zirka 3 h reduziert werden.

derzeit besonders aktiv in Sachen HGV. So hat die italienische Staatsbahn Trenitalia Hochgeschwindigkeitszüge des Typs ETR 1000 geordert, die bereits ab 2016 auf die Schiene kommen sollen. Doch die Italiener haben mit ihren schnellen Zügen noch mehr vor. Ihr Ziel ist es, das Schienennetz zu modernisieren, sodass Fahrgeschwindigkeiten bis zu 400 km/h möglich sein werden. Gelingt dies, wird man die Strecke zwischen Rom und Mailand in knapp zwei Stunden zurücklegen können.

Verbesserte Serviceleistungen Das Potenzial von Superschnellzügen hat bereits private Unternehmer auf den Plan gerufen. Zum Beispiel NTV in Italien, den ersten privaten Betreiber von Hochgeschwindigkeitsbahnen in Europa. Ende April 2012 nahm das Unternehmen mit dem «Italo»-Zug den Betrieb auf. Das Streckennetz umfasst die Route Venedig–Neapel über Florenz und Rom und Turin– Salerno über Mailand, Florenz, Rom und Neapel. Fernziel sind Destinationen in

Österreich, der Schweiz und Deutschland. Mit drei Reiseklassen und beim beim Service orientiert sich der «Italo» näher an den Bedürfnissen der Kunden. In einem Wagen können die Fahrgäste Filme und in der Club-Klasse zusätzlich Live-TV schauen, und kostenloser Breitband-Internetzugang ist Standard. Über das zugeigene Internetportal lassen sich zudem Informationen über Sehenswürdigkeiten, Museen und Shopping-Malls abrufen sowie E-Books und Zeitungen lesen. Dazu gibt es ein 3-Gang-Menü, das in der 1. und 2. Klasse am Platz serviert wird. Mit solchen kundennahen Dienstleistungen versuchen nun alle Bahnbetreiber, ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Flugzeug zu verbessern.

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KMU und Mobilität

«Austausch gehört zu unserer Firmenkultur» Zühlke Engineering entwickelt innovative Produkte und Softwarelösungen bis zur Marktreife und nutzt dabei den Austausch unter den verschiedenen Standorten.

Text: Simone Ott Fotos: Zeljko Gataric

Der Sitz von Zühlke Engineering in Schlieren bei Zürich wirkt durch die vielen Glasfronten hell und luftig. Eine gute Umgebung, Ideen fliegen zu lassen. Immerhin sind sie das Kerngeschäft des international tätigen Beratungs- und Entwicklungsunternehmens. «Wir kombinieren Bestehendes auf neue Art und schaffen damit Innovationen», erklärt CEO Philipp Sutter. Wie das geht, erläutert er an zwei BeiDie Zühlke Engineering AG gehört zur spielen: «Wir haben für Zühlke-Gruppe, einem unabhängigen ein Unternehmen ein Dienstleistungsunternehmen für Produktneuartiges Elektrogerät und Software-Engineering, Managementbezum Aufschäumen von ratung und Start-up-Finanzierung. Zühlke Milch mit einem magneEngineering verwirklicht mit Unternehmen tischen Antriebsprinzip innovative Produkte und massgefertigte von Labormischern ausSoftwarelösungen. 1968 gegründet, ist die gerüstet. Damit konnZühlke-Gruppe heute mit lokalen Teams in ten die HerstellungskosDeutschland, Grossbritannien, Österreich ten gesenkt werden, und und der Schweiz präsent. 2012 erzielte sie das Gerät wurde handlieinen Umsatz von 99 Millionen Schweizer cher. Ein anderes UnterFranken. nehmen aus der Sanitärbranche nutzt aufgrund unserer Empfehlungen einen Algorithmus aus dem Kraftwerksbau für ein Planungswerkzeug und kann so hohe Kosten einsparen.» Bei Zühlke Engineering braucht es also keine Forscher und Erfinder im Elfen-

Zühlke Engineering AG

beinturm, sondern Mitarbeitende, die Businessanwendungen entwickeln, die im Markt Bestand haben. Dafür engagiert das Dienstleistungsunternehmen helle Köpfe, die mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen. Diese rekrutiert Zühlke nicht nur in der Schweiz, sondern auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

Internationaler Austausch Der internationale Austausch ist in der ganzen ZühlkeGruppe, die auch in Grossbritannien, Deutschland und Österreich vertreten ist, ein wichtiger Teil der Firmenkultur. «So können wir die Synergien, die sich durch die länderspezifischen Kulturen ergeben, für unsere Arbeit nutzen», erklärt Sutter. Deshalb wird in den Projektteams auch immer wieder ein Experte aus einer der ausländischen Gesellschaften integriert, der sein Know-how einbringt. «Die Teams der verschiedenen Ländergesellschaften gehen auch zusammen in Ausbildungs-Camps», erklärt Sutter, der an der ETH und am Worcester Polytechnic Institute in der Nähe von Boston Informatik studiert hatte. In seiner Funktion als CEO reist er ein- bis

CEO Philipp Sutter bei Zühlke am Zürcher Standort in Schlieren, gleich in der Nähe des Bahnhofs.

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KMU und Mobilität

zweimal im Monat international. «Ich bin oft in Frankfurt», sagt er. «Dorthin reise ich immer mit der Bahn. Mit keinem anderen Transportmittel Facts & Figures bin ich schneller. Zudem kann Firma Zühlke Engineering AG ich die Zeit zum Arbeiten nutMitarbeitende Schweiz 350 zen. Das ist für mich ein echter Standorte Schweiz* 2 Mehrwert.» Eine genaue AbwäAnzahl GAs 20 gung von Reisezeit, Kosten und Anzahl HTA ca. 330 dem Mehrwert mit dem ArbeiBahnkilometer ** 275 000 km ten unterwegs macht Sutter bei * Internationale Standorte: London, Eschborn (Frankfurt), Geschäftsreisedestinationen, die Hannover, Hamburg, München, Wien weiter weg liegen, wie zum Bei** Für Geschäftsreisen pro Jahr spiel London. Für diese Destinationen wählt er das Flugzeug.

Unterwegs mit ...

Alfred Janka, Leiter Repower Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung der international tätigen Repower-Gruppe.

Sie reisen nie ohne … ... mein iPhone. Wie vertreiben Sie sich die Zeit bei Bahnreisen? Ich geniesse die freie Zeit, beobachte die Landschaft, das Treiben im Zug und an den Bahnhöfen. Der beste Ort der Welt? Mein Ferienhaus in La Rösa am Berninapass.

Standorte mit ÖV-Anschluss

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Wo fühlen Sie sich daheim? Zuhause bei meiner Familie in Chur. Ihr Lieblingssong für unterwegs? «Highway to Hell» von AC/DC. Wofür nehmen Sie sich gerne Zeit? Ein Golfspiel mit meiner Frau und Freunden. Wie bringen Sie sich in Bewegung? Ich bin immer in Bewegung (nach einer Tasse Kaffee am Morgen). Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne einen Ausflug machen? Papst Franziskus. Ihr bisher aussergewöhnlichstes Erlebnis bei ÖV-Fahrten? Besuch des Samichlaus im Stadtbus von Chur. Ihr liebstes Business-Reiseziel? Budapest.

Repower AG ist ein international tätiger Energieversorger mit Hauptsitz in Poschiavo (GR).

Foto: zVg.

Bei Zühlke Engineering entstehen zündende Ideen im Austausch.

Zwischen den Schweizer Standorten und im Raum Zürich reist der vielbeschäftigte CEO fast ausschliesslich mit dem ÖV. Ein anderes Transportmittel lohne sich kaum, meint er. Weder zeitlich noch vom Komfort oder von den Kosten her. «Der ÖV ist hierzulande auch sehr zuverlässig. Das ist für mich «Die Reisezeit zum wichtig, denn so kann Arbeiten nutzen ist ich den Tag effizienter gestalten.» für mich ein echter Der öffentliche VerMehrwert.» kehr wird auch beim Geschäfts- und Pendlerverkehr der Mitarbeitenden von Zühlke gefördert. «Für unsere Standorte in Schlieren und Bern haben wir bewusst eine Lage mit direktem Bahnanschluss gewählt», erklärt Sutter. «Das ist für uns wichtig. Wir wollen, dass unsere Mitarbeitenden mit dem ÖV zur Arbeit oder zu Kunden reisen.» Sutter schätzt dabei, dass die Expertenköpfe von Zühlke entspannt am Zielort ankommen und unterwegs Zeit haben, Meetings oder die Arbeit beim Kunden vorzubereiten. «Genügend Stromanschlüsse und Internet im Bahnwagen sind deshalb wichtig. Dass dies bei der SBB ausgebaut wird, ist eine gute Entwicklung», freut sich der CEO.

Das Unternehmen beschäftigt rund 730 Mitarbeitende und kauft seit 2010 ÖVBillette und -Abonnemente über SBB Businesstravel.

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Selection

Mit dem TGV zum Spezialpreis nach Paris In der 1. Klasse des TGV entspannt arbeiten (li.) und den Aufenthalt in Paris geniessen. Oben: Ausblick von Notre-Dame.

Geniessen Sie diesen Sommer den Komfort und die Vorzüge der 1. Klasse noch mehr und reisen Sie zum Spezialpreis von nur 72 CHF pro Reiseweg im TGV nach Paris.

Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre der 1. Klasse zum Lesen, Ausruhen oder zum Arbeiten. Die Sitzplätze sind verstellbar und individuell mit Steckdosen und Leselampen ausgerüstet. Lassen Sie sich auch mit einer am Platz servierten Mahlzeit verwöhnen. Sie kommen am Gare de Lyon, mitten in Paris, an und sind schnell an Ihrem Meeting, Kongress oder beim Kunden. Die Zugbillette können Sie online kaufen und bequem am Arbeitsplatz ausdrucken.

Unser Spezialangebot ins Zentrum der Hauptstadt Frankreichs ist gültig ab den TGV-Bahnhöfen Genf, Lausanne, Vallorbe, Neuchâtel, Bern, Zürich und Basel.

Für 72 CHF in der 1. Klasse nach Paris. Profitieren Sie von unserem Angebot. + Verkaufszeitraum: 3.6. – 16.6.2013 + Reisezeitraum: 9.7. – 26.8.2013 + Preis gültig für Onlinekauf im SBB Ticket Shop Business + Kein Umtausch, keine Erstattung, einfache Fahrt inkl. Sitzplatzreservierung im gewählten Zug + Kontingentiertes Angebot erhältlich solange Vorrat Buchung unter: sbb.ch/business

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Selection

Meine liebsten ...

internationalen Do’s & Don'ts

Citytrip nach ... Zürich

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Paris

4:03 h Paris

China Stecken Sie bei Geschäftsessen die Stäbchen zum Ablegen auf keinen Fall in den Reis – dies wird in China nur bei Beerdigungen so gemacht. Italien Viele Italiener sind abergläubisch. Beachten Sie, dass die Zahl 17 eine Unglückszahl und der Freitag ein Unglückstag ist. Also nie ein Meeting am Freitag, dem 17., vereinbaren!

Fotos: SNCF Médiathèque / Philippe Fraysseix / Philippe Grollier; iStockphoto/Nikada/Alija; Les Etangs de Corot; Jean François Chaput; zVg.

Korea Überreicht Ihnen Ihr koreanischer Geschäftspartner eine Visitenkarte, so sollten Sie diese immer ausgiebig und interessiert studieren – auch wenn Sie kein Wort lesen können. Das gilt übrigens für die meisten asiatischen Länder.

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Véronique Lopez, Inhaberin der gleichnamigen Kommunikationsagentur, berät Luxusmarken vom Möbeldesign bis hin zur Hotellerie. Hier verrät sie ihre persönlichen Hotspots in Paris. (1) Zum Anschauen

Zum Entspannen

La Pagode

Musée Rodin Der drei Hektar grosse Park des Museums mit seinen Skulpturen und Rosengärten ist ein wunderbarer Ort, um Ruhe, Sonne und Grün zu geniessen und abzuschalten.

Südafrika Fast alle Südafrikaner sind verrückt nach Autos und lieben es deshalb, darüber zu sprechen – ein gutes und unverfängliches Thema für einen Smalltalk beim Businessmeeting. Ungarn Wenn Sie zur Toilette müssen, fragen Sie am besten, wo Sie sich die Hände waschen können. Damit liegen Sie auch in anderen Ländern nie falsch. Vereinigte Arabische Emirate Wenn Sie eingeladen werden, dann sollten Sie beim ersten Mal freundlich ablehnen und erst zusagen, wenn Ihr Geschäftspartner Sie noch einmal fragt, was er auch tun wird, wenn er es aufrichtig meint. USA Amerikanische Geschäftspartner mögen es, wenn Sie Ihr Anliegen in einer kurzen und gut strukturierten Präsentation darlegen. Übertreibungen wie «ultra-fast» werden erwartet!

Daniel Küng, CEO von Switzerland Global Enterprise

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musee-rodin.fr 79, rue de Varenne Drei Schritte vom Invalidendom, Metro Varenne

Zum Shoppen

Astier de Villatte (1) Ein architektonisches Kleinod von 1896, seit langem ein Kino für den IndependentFilm. Kultregisseure von Bergman bis Truffaut feierten hier ihre Premieren. Die «Salle japonaise» ist besonders sehenswert, aber auch der japanische Garten, wo man zwischen Bambus und Brunnen Tee oder Cocktails trinken kann. etoile-cinemas.com/pagode 57 bis, rue de Babylone Drei Fussminuten von der Metro-Station Saint-François-Xavier

Zum Schlemmen

Maison de l’Amérique Latine Ein Geheimtipp: Im Herzen des Quartiers Saint-Germain kann man auf der intimen Terrasse inmitten einer Gartenanlage aus dem 18. Jahrhundert hervorragend speisen und den Trubel der Stadt hinter sich lassen. Die pfiffige Gourmetküche gibt es im Menü schon ab 39 Euro. mal217.org/restaurant-bar 217, boulevard Saint-Germain Gleich an der Metro-Station Solférino

Die beste Adresse, um ausgefallene Geschenke und stilvolle Mitbringsel zu finden, zum Beispiel das berühmte weisse Designergeschirr, Papier, Duftkerzen, exklusive Bio-Kosmetik und Düfte. astierdevillatte.fr 173, rue Saint-Honoré Fünf Fussminuten von der Metro-Station Tuileries

Einen Abstecher wert

Les Etangs de Corot (2) Auf halbem Weg zwischen Paris und Versailles befindet sich dieser idyllische Fleck Natur, wo die Zeit im 19. Jahrhundert stehengeblieben zu sein scheint. Wald und See inspirierten schon den Maler Jean-Baptiste Corot, der als Vorläufer der Impressionisten gilt. Auch das gleichnamige Hotel Spa lohnt die Einkehr. etangs-corot.com 55, rue de Versailles, 92410 Ville-d’Avray 10 Min. im Taxi vom Bahnhof Sèvres-Villed’Avray


Perfekt vorbereitet im Zentrum landen. Profitieren Sie von unseren attraktiven Spezialpreisen für internationale Geschäftsreisen und nutzen Sie Ihre Reisezeit im Zug produktiv. Jetzt Billette online kaufen auf sbb.ch/business-europa.

ZÜRICH–PARIS 1. KLASSE FÜR CHF

72.-

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* Ab bestimmten TGV-Bahnhöfen (Genève, Lausanne, Vallorbe, Neuchâtel, Bern, Zürich, Basel) nach Paris, einfache Fahrt in der 1. Klasse im gewählten Zug inkl. Sitzplatzreservierung. Preis gültig für Onlinekauf. Angebot erhältlich vom 3. bis 16. Juni 2013 für Reisen vom 9. Juli bis 26. August 2013. Kein Umtausch, keine Erstattung. Kontingentiertes Angebot erhältlich solange Vorrat im SBB Ticket Shop Business.

toB Ausgabe 2, 2013  

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