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Autosalon GENF Die Stars zeigen ihre Lieblinge

Wie die Jodel-Königin ihre Brüder Kevin und Mike im Griff hat

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Melanie ist der Boss!

5. März 2012 CHF 4.50

Oeschs zu dritt

e i c u L n o v n Die Eltheabren

Mord-Prozess

«Auch wir lebenslänglich!»

r Ihre Enttäuschung übeer. das Urteil. Ihre Trau Ihre Hoffnung


Inhalt HEFT 10, MONTAG, 5. März 2012

Titel 16

Melanie Oesch Oesch’s die Dritten gehen baden. So witzig ticken die Geschwister

Leute 7 8

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Titel Kurt Reichenbach, Remo Nägeli, Keystone; Inhalt Reto Guntli

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Editorial von Stefan Regez Leute Ueli Alder, Barbara Lüthi, Mario Muntwyler, Jordan Davis Miles, Miriam Rickli, Maria Walliser & Röbi Koller Melissa Sanchez Lehmann Sie verzückt mit ihrer Soul-Stimme die ganze Schweiz Hazy Osterwald Pepe Lienhard nimmt Abschied von seinem Idol und Freund Lukas Hartmann Der Mann von Justiz­ ministerin Sommaruga widmet sich dem Räuberleben – als Schriftsteller Noëmi Nadelmann Die Sopranistin hat Geburtstag und zeigt ihre private Oase

Party 14

Swiss Music Awards 77 Bombay Street, Stress & Melanie Winiger in Zürich

Der Fall Lucie 28

Nicole Trezzini Der Schmerz der Mutter. Wofür die Eltern des ermordeten Au-pairs auch nach dem Mord-Prozess kämpfen

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u Die Schätze der Diva Star-Sopranistin Noëmi Nadelmann öffnet ihre geheimen Kammern mitten in Zürich. «Seit 1986 behalte ich alle Konzertkleider. Das erste kaufte ich als Studentin.»

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Inhalt Katastrophe 22

Japan Im Jahr nach dem Tsunami: das neue Leben von Raito und Yuko Sugimoto. Und: Jan Knüsel besucht Fukushima

Schöne Schweiz 50 54

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Franz Heinzer Sonne, Schnee, Speed: der Skistar und seine Familie auf dem Stoos Top Ten auf dem Stoos Après-Ski, Kinderparadies, Wellness, Hotels, die Preise

Autosalon Genf 60

Alina Buchschacher, Christian Stucki & Co. Die Stars und ihre Lieblinge auf 4 Rädern

Shopping

u Langsam kehrt der Alltag zurück Schritt für Schritt befreit sich Japan von den Trümmern, die Erdbeben und Tsunami hinterlassen haben. Wie hier in der Küstenstadt Sendai, 130 km vom Epizentrum entfernt. Das Leben – ein Jahr danach.

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 91 92 94

Heilfasten Stärkt den Kampf gegen Krebs Musiktherapie Mozart und Madonna wirken oft besser als manche Pille! Tinnitus Atemtherapie gegen Ohren­ pfeifen

Die Besten 95

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Fotos Kyodo News / AP / Keystone, Thomas Buchwalder, RDB

Weekend

36 u Talent Magisch: Mit Charme und hinreissender Stimme erobert Melissa Sanchez Lehmann das TV-Publikum.

ABO-SERVICE 0800 820 920 Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

38 u Weltstar Abschied vom grössten Musiker der Schweiz, Hazy Osterwald. «Ich bin reich beschenkt worden im Leben.»

Exklusiv auf dem ipad Wer hat was mit wem? Im PromiFlash gibts den neuesten Klatsch und Tratsch. Und: Sehen Sie sich eMagazin zu Hause um bei Kim Kardashian.

107 Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Und … 71 Notabene von Chris von Rohr 122 Auf einen Espresso mit Frank A. Meyer und Marc Walder 116 Horoskop 120 Leserbriefe/Impressum

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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editorial

Lebenslänglich für die Eltern Lucie Trezzini

Stefan Regez, Chefredaktor a. i.

Das Urteil im Mordprozess Lucie hat vergangene Woche die Schweiz aufgewühlt. Bei allem Respekt vor den Juristen und Experten: Es entspricht nicht dem Willen des Stimmvolkes. Dieses hat 2004 die Verwahrungsinitiative deutlich angenommen. Weil es brutale Verbrecher und nicht therapierbare Wiederholungstäter wie Daniel H. lebenslänglich verwahrt haben will. Dass der Staatsanwalt das Urteil des Bezirksgerichts Baden an das Aargauer Obergericht weiterzieht, freut Lucies Eltern. «Dieser Mann darf nie mehr freigelassen werden. Dafür werde ich mein Leben lang kämpfen», sagte Vater Roland Trezzini zu unserem Reporter Thomas Kutschera. Dieser hat die beiden Gerichtstage in Untersiggenthal mitverfolgt. Die Eltern danach daheim in Fribourg besucht. Und miterlebt, wie sie um ihre geliebte Tochter trauern. «Auch wir haben lebenslänglich» – ab Seite 28.

Fukushima

Traurig, aber gefasst Lucies Eltern Roland (2. v. l.) und Nicole Trezzini im Gespräch mit SI-Reporter Thomas Kutschera (2. v. r.) und «L’illustré»-Journalist Patrick Baumann (l.) im Büro von Trezzinis Anwalt Tarkan Göksu (M.).

Ein Erdbeben der Stärke 9. Ein Tsunami, der eine Fläche von 470 Quadratkilometern überflutet und die Infrastruktur zerstört. Und gegen 20 000 Tote fordert. Der 11. März 2011 hat Japan erschüttert und verändert. Doch wenige Tage danach sprechen wir in der Schweiz nicht mehr über die Opfer. Wir kennen nicht einmal den Namen dieser Katastrophe: Tohoku-Erdbeben. Der schwere Reaktor­ unfall von Fukushima dominiert die Schlagzeilen. Unsere Reaktion? Eine Woche lang wird in Zürich weniger Sushi gegessen. Einige Konsumenten sind bereit, für Solar­ energie statt Atomstrom tiefer in die Tasche zu greifen. Und Bundesrat und Parlament beschliessen den Atom-Ausstieg. Und heute? Die Nachfrage nach Solarenergie ist wieder aufs Vor-Fukushima-Niveau gesunken. Der Stromverbrauch nimmt weiter zu. Und die Zweifel, ob der Ausstieg gelingen wird, auch. Da beeindruckt mich mehr, wie sich die Menschen in Japan in die Normalität zurückkämpfen. Wir erzählen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die Geschichte der jungen Mutter Yuko Sugimoto. Und lassen den Japan-Kenner Jan Knüsel seine Eindrücke vor Ort schildern. «Yukos neues Leben» – ab Seite 22.

Fotos Geri Born, Remo Nägeli (2)

Noëmi Nadelmann Es ist beileibe

Bei eisigen Temperaturen SI-Redaktorin Aurelia Forrer mit SkiStar und Abfahrtstrainer Franz Heinzer auf dem Stoos. Ab Seite 50.

nichts Aussergewöhnliches, wenn die Schweizer Illustrierte prominente Schweizerinnen und Schweizer daheim besucht. Aussergewöhnlich ist nur, wenn uns für einmal die Wohnung, die Einrichtung, der Stil besonders interessieren. Bei Opernstar Noëmi Nadelmann ist das so. Wurde sie doch vom renommierten Zürcher Lifestyle-Fotografen Reto Guntli für unsere neue Rubrik «Schöner wohnen» besucht. Er foto­ grafiert weltweit Architektur und Interieurs und porträtiert den Lebensstil kreativer und berühmter Menschen. Seine Reportagen erscheinen in vielen Büchern und internationalen Zeitschriften. Jetzt auch in der Schweizer Illustrierten. «Noëmis Reich» – ab Seite 44.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit der Schweizer Illustrierten! schweizer illustrierte

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leute

Ein Jahr nach Fukushima Barbara Lüthi, 39, berichtet diese Woche täglich in «10 vor 10» aus Japan. Die SF-Korrespondentin und ihr Mann Tomas Etzler erwarten ihr zweites Baby, ein Geschwisterchen für Tochter Lara Uma, 3.

Happy Birthday, Ueli Alder! Das Oberhaupt der Appenzeller Musikerdynastie wird 90! Ueli Alder

«Höckle ond fiire»

u «Höckle ond gnüsse» – das mag er nicht so, lieber steht Ueli Alder auf der Bühne und zupft und streicht den Kontrabass. Doch jetzt hat er allen Grund, sich feiern zu lassen: Das Oberhaupt der Urnäscher Musiker­ dynastie Alder wird am 9. März 90 Jahre alt! Darum lädt er seine Gofen, Enkel und Urenkel zum Familienfest. Viele von ihnen sind längst in seine Fussstapfen getreten und musizieren bei der Original Streichmusik Alder, den Alderbuebe oder der Jungstriich­

musig Alder: Hansueli Alder, Susanne Rempfler-Alder, Michael Bösch sowie Ueli, Noldi, Walter und Walter junior Alder (v. l.). Am Fest erzählen sie sich natürlich von früher, etwa als Ueli Alder nach einem Auftritt mitsamt Kontrabass in einen Pool fiel. Noch heute tritt er regel­ mässig mit der Original Streichmusik Alder auf. Nur auf die weiten Reisen verzichtet er. Da ist ihm «höckle ond gnüsse» dann doch lieber! Christa Hürlimann

nachgefragt bei

Clown Montis jonglierender Enkel

Mario Muntwyler in seinem Wohnwagen auf dem Zirkus-Gelände in Wohlen AG.

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schweizer illustrierte

u Sein Grossvater war sich sicher: «Mario wird Clown.» Mit der Prophezeiung lag der verstorbene Clown Monti und Zirkus-Gründer falsch: Heute ist Mario Muntwyler, 15, aus Wohlen AG Jongleur. Und er kann bereits auf neun Saisons in der Manege zurückblicken. Ab dem 9. März tourt der Schüler mit dem Circus Monti wieder bis Oktober 2012 durch die Deutschschweiz. Das Nomadenleben hat auch Vorteile: «In Zürich kann ich shoppen, in Sempach im See schwimmen.» Im Sommer beginnt Mario eine KV-Lehre. Anschliessend soll gleich eine zweite Ausbildung folgen: die Zirkusschule. Denn er kann sich vorstellen, auch mit 50 Jahren noch in der Manege zu stehen. esther meyer

Fotos Alberto Venzago, Screenshot SF, Hervé Le Cunff, Katja Lehner-Grossi

Mario Muntwyler

Barbara Lüthi Für «10 vor 10» sind Sie ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben nach Japan zurückgekehrt. Schwanger. Haben Sie keine Angst? Ich habe mich medizinisch ganz seriös beraten lassen. Von Schweizer Strah­ lungsexperten und meinem Arzt. Mir wurde versichert, dass ein kurzer Aufenthalt nicht gesundheitsschädlich ist. Ich machte mir weniger Sorgen um mein Baby im Bauch als darüber, meine Tochter zwei Wochen nicht zu sehen. Lara Uma ist gerade dreijährig geworden. Wann bekommt sie das Geschwisterchen? Ich bin in der 20. Schwangerschafts­

woche. Wenn es mir so gut geht wie damals bei Lara Uma, arbeite ich bis zum Tag der Geburt. Sie sind seit sechs Jahren als China­ Korrespondentin in Peking. Wird auch Ihr zweites Kind hier zur Welt kommen? Ja bestimmt. Die internationalen ­Spitäler hier sind gut. Was hat Ihr Mann gesagt, als Sie schwanger nach Japan aufgebrochen sind? Er ist ja auch Korrespondent, fürs tschechische Fernsehen. Wir wussten, dass der Jahrestag kommt. Er wurde nach mir ebenfalls nach Japan ge­ schickt und ist nun zurück. Dasselbe gesehen zu haben, hilft; wir verarbeiten gemeinsam. Was haben Sie gesehen? Den Aufbau eines neuen Lebens. Aber natürlich noch immer Trümmer, ver­lassene Dörfer, weggeschwemmte

Städte. Das Beklemmendste jedoch ist nicht sichtbar: die Strahlung. Die Menschen leben ständig mit der Gefahr der Radioaktivität. Wie haben Sie sich davor geschützt? Ich hatte wieder einen Zähler dabei. Entscheidend ist die Relation zwischen dem Wert und der Länge, der ich mich aussetze. Fukushima-Stadt haben wir nach vier Stunden wieder verlassen. Genau vor einem Jahr sind Sie als eine der ersten Journalisten nach Japan gereist. Werden Sie die Bilder jemals vergessen? Nein. Ich hatte zuvor noch nie eine Zer­ störung von diesem Ausmass gesehen. Stundenlang standen die Menschen für Wasser an. Kein Drängeln. Vor den Notunterkünften zogen alle ihre Schuhe aus, niemand drinnen weinte. Diese Disziplin, selbst in der grössten Not. Interview Yvonne Zurbrügg schweizer illustrierte

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leute

wer liebt wen

Drei Babys und ein Ehe-Aus u «Kill Bill»-Star Uma Thurman, 41, bringt im Spätsommer ein Baby zur Welt. Der Genfer Investmentbanker Arpad «Arki» Busson, 49, und die US-Schauspielerin sind mit Unterbrechung seit 2007 ein Paar, zwischenzeitlich waren sie auch ver­lobt. Thurman hat bereits zwei Kinder – Levon, 10, und Maya, 13 – von Ex-Ehemann und Schauspieler Ethan Hawke. u Nach zwei Mädchen, nun ein Junge: Das Hollywood-Paar Jennifer Garner, 39, und Ben Affleck, 39, freut sich über Söhnchen Samuel, das am 27. Februar zur Welt kam. Der stolze Vater verkündete die frohe Botschaft auf seiner Facebook-Fansite. u Dieser Nachwuchs war zwar nicht geplant, aber gewollt. Mit Jane Minerva Mondejar vergrösserte sich in der Oscar-Nacht die Familie des Zürcher «Grounding»-Regisseurs Michael Steiner, 42. Seine Frau Minerva, 31, und die Familie, inklusive Sohn Dean, 1, seien wohlauf und glücklich.

Miriam Rickli wagt sich für die neue Jugendsendung von SF auf Ski aus dem Museum.

miriam rickli

Fotos Marcel Nöcker, Dukas, SuccoMedia, RDB

Besser als Botox u Das Schweizer Fernsehen gönnt sich eine Verjüngungskur. Das Zauber­­ mittelchen heisst nicht Botox, sondern «Wild@7» – der Moderator für einmal nicht Sven Epiney, sondern Miriam Rickli. Miriam wer? Wer den Regional­ sender Tele Top empfängt, kennt die 24-Jährige schon. Alle andern sehen sie ab Donnerstag regelmässig um 19 Uhr in der neuen Jugendsendung von SF zwei. In ihrer ersten Folge von «Wild@7» fühlt sie jungen Zürcher Pendlern auf den Zahn, am 29. März will sie herausfinden, wie die

Walliser ticken. «Die haben schon einen gewissen Charme mit ihrem Dialekt», schwärmt die St. Gallerin bei den Dreh­ arbeiten. Im kleinen Skigebiet von Ross­ wald bekommt sie eine Skilektion auf Holz­latten und im Skidress aus dem letzten Jahrhundert. Abends checkt sie das Briger Nachtleben. «Das wird eine Dauer­werbesendung für Walliser Männer», scherzt Miriam Rickli. Sie selbst fühle den Frühling gerade doppelt. «Ich bin frisch verliebt. Aber nicht erst seit meinem Ausflug ins Wallis!» yvonne zurbrügg

u Das verflixte siebte Jahr überlebte auch diese Ehe nicht: Der Luzerner Schmusesänger Patrick Nuo, 29, und die USSchauspielerin Molly Schade, 28, lassen sich scheiden. Um die zwei gemeinsamen Kinder, Elouise, 5, und Luca James, 3, wollen sie sich aber weiterhin gemeinsam kümmern.

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr Stars in dieser Woche u Sophia Loren u Walter Roderer u Luca Hänni & Jesse Ritch u Ted Scapa u Toni Vescoli schweizer illustrierte

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leute

Jordan David Miles

Der Nackte von Montreux

Der Kalifornier Jordan David Miles sorgt als Jazz-Engel von Montreux für Schlagzeilen.

u Dieser Adonis gibt zu reden. Und wie! Der splitternackte Jüngling macht Plakatwerbung für das 46. Montreux Jazz Festival. Den Beau sucht man am Lac Léman aber vergeblich: Er reist erst zum Festival vom 29. Juni bis 14. Juli in die Schweiz. Jordan David Miles, 21, ist Graffitikünstler und Skateboarder aus Kalifornien. 1963 warb Festivalgründer Claude Nobs schon einmal mit einem Akt: einer Frau samt Trompete. Nach einem Treffen in St. Moritz gab er dem US-amerikanischen Starfotografen Greg Gorman freie Hand für das heurige Plakat. Dessen Jazz-Engel sorgt nun international für Furore – und für beste Werbung, noch bevor das diesjährige Festivalprogramm überhaupt bekannt ist. Was hinter der knackigen Schale steckt, wird erst am 19. April gelüftet.

yvonne zurbrügg

Maria Walliser & Röbi Koller

Sammeln für die Kinder von Harar

Fotos © Greg Gorman (2), Marcel Nöcker, SRF, EQ Images

u Das hat Tradition: Schon ihre Eltern spendeten zu Weihnachten für das SOS-Kinderdorf. Heute ist Skistar Maria Walliser, 48, Botschafterin für die Hilfsorganisation. Bei ihrem Besuch des ältesten Kinderdorfes Äthiopiens wird klar: «Hier muss renoviert werden.» Am Spende-Event vergangene Woche in Zürich kamen knapp 60 000 Franken zusammen. Ex-TV-Mann Walter Eggenberger, 67, hielt einen Vortrag. Seine Partnerin stammt aus dem von Armut gebeutelten Land. Auch in Moderator Röbi Koller, 54, schlummert ein Wohltäter. «Vor einem Supermarkt habe ich ein ‹Surprise›Traditionelle Teezeremonie mit Rahel ­Schulze-Mesfin: Röbi Koller, SOSHeft gekauft», sagt er über seine letzte gute Tat. esther meyer Kinderdorf-Botschafterin Maria Walliser und Walter Eggenberger (r.).

Rose

kaktus

Rudolf Matter SRF-Direktor u Was für ein Comeback! Seit letzter Woche ist es zurück, das «Guetnachtgschichtli», jenes flimmernde Bettmümpfeli, mit dem Generationen von TV-Zuschauern aufgewachsen sind. Im Jahr 2006 setzte es das Schweizer Fernsehen ab, nun ist das beliebte Format zurück am Bildschirm: Jeweils um 17.30 Uhr versüssen Dominik Dachs, Pingu und Kollegen die Wartezeit vor dem Znacht. Lieber Herr Matter, wir finden Ihren Entscheid einfach märchenhaft. Und schicken Ihnen unseren Klassiker: das (Dorn-)Röschen!

Bruno Oberle Direktor Bundesamt für Umwelt (Bafu) u Im Werbespot von Schweiz Tourismus höckelt Wetterschmöcker Martin Horat auf einem Ameisenhaufen, lässt sich von den «Ampeisi» piksen und prophezeit «en verreckt schöne Winter». Eine (eine!) Tierschützerin klagt beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), worauf der Spot vom Netz genommen wird. Bafu-Chef Oberle und sein Team finden, der Spot animiere Leute, sich ebenfalls auf einen Ameisenhaufen zu setzen. Halten Sie die Leute denn für so blöd, Herr Oberle? Wer sich piksen lassen will, kann das auch einfacher haben. Testen Sies doch selber – mit unserem Geschenk. schweizer illustrierte

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party

Moment emotionalster

small talk mit

77 Bombay Street

Gratulation zu den zwei Swiss Music Awards. Wohin stellt ihr die vielen Steine? Esra: Meine kommen aufs WC. Da habe ich Zeit, sie anzuschauen. Simri: Meine beiden ins Wohn­ zimmer, wo ich die Lieder schreibe. Joe: Ich platziere sie im Proberaum – als Motivation für uns. Welcher Award ist wichtiger, der für das «Best Album Pop/Rock National» oder den «Best Hit National»? Simri: Beide Preise sind wie die Zugabe zu einem super Jahr. Matt: Der für die CD freut mich. Komisch, wir haben Stress mit unserem Album einen Stein weggeschnappt! Esra: Und in der Kategorie «Best Hit» waren wir die Underdogs, da Stress und DJ Antoine schon lange im Business sind. Es ist, wie wenn der FC Basel gegen Bayern München gewinnt. Trägt ihr die Steine jetzt den Rest des Abends mit euch herum? Simri: Wir dürfen sie in die Garderobe der netten Lovebugs-Jungs stellen. Joe: Und danach hoffen wir, dass wir mit den acht Steinen in unserem Bus überhaupt den Berg hinaufkommen. 

kesrede Melanie Winiger: Rapper Stress widmet seine Dan Künstler, der ich heute bin.» «Ohne dich wäre ich nicht der nnung wirken sie sehr vertraut. Tre r Ein halbes Jahr nach ihre

Rekord: Rapper Stress gewinnt in diesem Jahr seinen sechsten Swiss Music Award. Harfenspieler Andreas Vollenweider bekommt den Ehrenpreis – und stehende Ovationen.

Dreimal nominiert, zweimal gewonnen: die Brüder von 77 Bombay Street: (v. l.) Simri, Matt, Joe und Esra.

Stylisches Trio: DJ Antoine kommt mit Sohn Sebastian und Freundin Stéphanie.

Best Breaking Act ­National: Bastian Baker freut sich auf «la fête»!

Glanzvoller Fa milientreff Swiss Music Awards – Party der Schweizer Musikszene

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Ohne Nomination: Sänger Seven (in Tom Ford) und Gattin Zahra.

Sänger Baschi (l.) und Snowboard-Weltmeister Iouri Podladtchikov.

Bligg gelangte knapp vor Beginn durch den Hintereingang in den Saal. Am Tag zuvor war die Walliserin in der «Harald Schmidt Show»: Stefanie Heinzmann.

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Sie sind die Avo-SessionMacher: Matthias Müller und Beatrice Stirnimann.

Steht auf Stress: Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen, mit Frau Yuliya.

Hürlimann, Fotos Thomas Buchwalder & Bruno Voser

In Zürich singt er den Song «Göteborg»: Kuno Lauener von Züri West.

Überraschen als Duo: Anna Rossinelli und der britische Star James Morrison.

party-facts Gastgeber IFPI Schweiz, Dachverband der Ton- und Tonbildträgerhersteller in der Schweiz Tatort Schiffbau, Zürich Dresscode Den Schmuck vom Flohmarkt, das Kleid von der Freundin, die Heels von Louboutin: Unter Künstlern ist persönlicher Stilmix gefragt Hoppla! Adele bedankte sich per Video kurz und sec für ihre zwei Awards – die Britin ist halt Grösseres, nämlich Grammys, gewohnt Party-Rating

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«Die Grossen der Schweizer Musikszene vereint – da ist Musik in den Ohren garantiert!» schweizer illustrierte

Foto Etienne Schwank / tilllate.com

SMA-Premiere: Nic Maeder (r.), Migros-Chef Herbert Bolliger der neue Gotthard-Sänger, mit kam mit Ehefrau Beatrice an die Veranstaltung. Bandkollege Marc Lynn.

igentlich müsste ihr Hit «Up in the Seventh Sky» heissen. Denn im siebten Himmel wähnten sich die vier Brüder von 77 Bombay Street, als sie zum zweiten Mal an diesem Abend nach vorne gerufen wurden. Diesmal in der Königsklasse: Den «Best Hit National» hat das Publikum der 5. Swiss Music Awards per Live-Voting bestimmt. Zu Beginn der Show gewannen die Bündner Brüder schon den Award für ihr gleichnamiges Album. Im Bereich «Urban National» sahnte Stress ­diesen Preis und damit den insgesamt sechsten Award seiner Karriere ab. Bei der Übergabe kam es zum emotionalsten Moment des Abends, als sich Stress bei Melanie Winiger bedankte und sie sich innig umarmten. Emotionen zeigte auch Bastian Baker, der als «Best Breaking Act National» ausgezeichnet wurde. Seine Freude war riesig – ebenso jene des Publikums, als er seinen Hit «I’d Sing for You» zum Besten gab. Den Award wird er nicht in seinem WG-Zimmer, sondern im Haus seiner Eltern aufstellen. «Weil sie immer an mich geglaubt haben.» Gross die Freu­ de auch bei Sebastian und seinem Vater DJ Antoine, der für das beste Dance-Album ausgezeichnet wurde: «Daddy ist der Grösste. Zusammen mit Justin Bieber, P. Diddy und Jamie Cullum.» Text Aurelia Forrer & Christa

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titel

Wasser und Sonne brauchts für den Regenbogen, nach dem ihr neues Album benannt ist – und für einen perfekten Wellnesstag im Hotel Beatus am Thunersee. Kevin (l.), Mike und Melanie geniessen es in vollen Zügen.

Jetzt herrscht wieder eitel Sonnenschein bei Oesch’s Die Dritten. Kevin hat sich von seinem schlimmen Unfall erholt, die neue CD ist parat – und die Geschwister necken sich wie eh und je.

«Der Unfall machte uns stark»

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titel

Kräftemessen Die Bambus-Sauna lädt zum Ruhen – und das Kneipp-Bad davor zum Planschen, finden die Brüder Mike (l.) und Kevin. Melanie nimmts gelassen.

Text aurelia forrer, christa hürlimann Fotos kurt reichenbach

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ypisch Geschwister! Zankerei und Neckerei gehören bei Oeschs einfach dazu. Während die Brüder Mike, 23, und Kevin, 21, einander mit Wasser anspritzen, kichert Melanie über die «Kleinen». Im Wellnessbereich des Hotels Beatus in Merligen BE planschen sie pausenlos herum. Dabei hätten sie nochmals so richtig Entspannung und Energietanken nötig vor dem Konzertmarathon. Der Startschuss ist bereits gefallen: Am vergangenen Samstag traten Oesch’s die Dritten im «Musikantenstadl» bei Andy Borg auf. Am 16. März erscheint das neue Album «Unser Regenbogen». Der Titel widerspiegelt die musikalische Vielfalt der Volksmusik- und Schlager-

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gruppe, denn die CD enthält auch einen französischen Song und ein Elvis-Cover. «Wir haben immer verschiedene Stilrichtungen gespielt», sagt Melanie. «Doch wegen unseres Durchbruchs mit dem Ku-Ku-Jodel wurde dies weniger wahrgenommen.» Live kommt der Stilmix an. Ab sofort sind Oeschs jedes Wochen­ ende ausgebucht. Ferien gibt es erst im August, jedoch bloss eine Woche. Sogar die Ferien für 2013 mussten die Geschwister mit ihren Eltern Hansueli, 53, und Annemarie, 49, sowie dem neuen Akkordeonisten Urs Meier, 31, der Heinz ­Haldi ersetzt, bereits vereinbaren. Doch nach der zweimonatigen Auftrittspause sind jetzt alle hungrig auf die Bühne. Selbst Mike, der einst alles auf die Karte Profiskifahrer setzte und die Musik hinten anstellen wollte, hätte er

sich nicht am rechten Knie verletzt. Trainieren tut er immer noch, das sieht man seinem Körper an. Vor der BambusSauna des Hotels misst er sich aus Spass mit Kevin. «Dabei ist Mike eigentlich ruhig und bedacht», sagt Melanie. Den Jungs kommt es gelegen, dass mehrheitlich ihre Schwester in der Öffentlichkeit steht und dass sie das Administrative regelt. Und zwar gründlich. «Sie ist ein richtiger Tüpflischiisser! Und stur. Wir entscheiden zwar demokratisch, aber sie beharrt immer am längsten auf ihrer Meinung.» Natürlich habe sie auch Vorzüge. «Vor allem Herzlichkeit und so», sagt Kevin. «Was heisst hier und so?!» – «Na et cetera!» Gelächter. Typisch Kevin. Er hat immer einen Spruch auf Lager. «Schmidu» ist sein Spitzname, nach dem Vorbild von Schmi-

«Melanie ist ein richtiger Tüpflischiisser! Aber sie trumpft mit Herzlichkeit» mike & kevin oesch di vom ehemaligen Komikerduo Schmirinskis. «Iste gute mite Haare?», fragt er, als der Fotograf zu den ersten Bildern ansetzt. Melanie zupft ihm ein paar Strähnchen zurecht. Anstatt in der Freizeit wie sein Bruder und dessen Freundin die Ruhe zu Hause zu geniessen, ist Kevin lieber auf Achse. Etwa zum Töggele mit der Freundin und Kollegen. Überhaupt ist er ein Spieler. «Ich muss die Grenzen austesten, das war schon als Bub so.» Er rastete auch mal aus, u


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wenn der Bruder beim Jassen einen Seich spielte. Fing als Einziger an zu rauchen. Frisierte Töffli. «Das tat ich auch», sagt Mike, «aber ich liess mich nie er­ wischen!» Kevin bekam es da eher mal mit der Polizei zu tun. Wie letzten Sommer, als er nach einem Treffen mit Kollegen etwas zu viel Alkohol intus hatte. Sich dennoch ans Steuer setzte. Und, übermüdet von der Tournee in Finnland, prompt einnickte und im Wald landete. Im Spital wurde er für kurze Zeit ins künstliche Koma versetzt. Es folgten bange Stunden für die Familie, die an seinem Bett wachte und vorerst nicht wusste, was geschehen war. Kevin hatte ein Schädel-HirnTrauma erlitten und Verletzungen im Brust- und Hals-Bereich. Noch heute muss er wöchentlich in die Physiotherapie, um seine Beweglichkeit zu trainieren. Und weil er schon einmal mit der Polizei zu tun hatte, ist sein Führerausweis ein ganzes Jahr weg. Um ihn wieder zu bekommen, muss Kevin die Prüfung wiederholen. «Das war ein prägendes Erlebnis», sagt er. «Ich schämte mich so! Heute bin ich froh, ist nichts Schlimmeres passiert.» Aus dem Vorfall hat die ganze Familie gelernt. «Wir sind gerne volksnah, aber manchmal brauchen wir unsere Privatsphäre», sagt Melanie. Die Familie

Entspannung Sängerin und Jodlerin Melanie entspannt sich vor dem Niesen bei einem Drink.

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Tauchgang Über ihre zwei jüngeren Brüder behält Melanie immer die Oberhand. versuchte sich während Kevins Rehabilitation nach aussen abzuschirmen. «Manche Leute dachten, sie wären genau die Richtigen, uns in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Dabei kannten wir sie kaum.» Getröstet haben sich die Oeschs gegenseitig in der Familie. Und dabei gemerkt, wie stark jedes Mitglied sein kann. «Der Unfall hat uns noch ­enger zusammengeschweisst.» Dennoch sehen sich die Geschwister manchmal tagelang nicht, obwohl alle unter einem Dach wohnen. An den auftrittsfreien Tagen jobben sie in ihren ­jeweiligen Berufen. Kaufmann Mike erledigt Büroarbeiten in einem kleinen Betrieb. Kevin, der gelernte Heizungsmonteur, arbeitet als «Hebmer, gibmer, reckmer», wie er sagt. «Du meinst Mädchen für alles», ruft Mike. «Sicher nicht Mädchen!», protestiert Kevin und versetzt ihm einen Seitenhieb. Melanie

kümmert sich zu hundert Prozent um die Familienband. Und dann sind da noch die Lebenspartner: Melanie ist seit fünfeinhalb Jahren mit Eventmanager Otmar liiert. Mit ihm lebt sie in einer separaten Wohnung im Elternhaus. Mike liebt seit vier Jahren Sängerin Nadine, Kevin seit eineinhalb Jahren Köchin Céline. Wer zuerst heiraten wird, ist für sie klar: «Mike!», rufen Melanie und Kevin und zeigen auf ihn. «Die sind geschaffen füreinander.» Mike lächelt und schweigt. Die üblichen Neckereien unter den Geschwistern Oesch. 

«Unser Regenbogen» Das Album erscheint am 16. März. Es ist das letzte mit Akkordeonist Heinz Haldi. Neu bei Oeschs: Urs Meier.


Fotos Toru Yamanaka / AFP, Yomiuri Shimbun / AFP

Katastrophe

Yukos neues Leben

13. März 2011 Auf der Suche nach ihrem Sohn Raito wird Yuko Sugimoto fotografiert (o.). Ein Jahr später stehen die beiden an der gleichen Stelle in ihrer Heimatstadt Ishinomaki (r.).

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Ihr Bild ging um die Welt: Auf der Suche nach ihrem Sohn wird Yuko Sugimoto zum Symbol von Japans Katastrophe. Ein Jahr nach dem grossen Erdbeben kämpft sie sich mit ihrer Familie zurück in die Normalität. schweizer illustrierte

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Katastrophe

Text Eva bünter

A

m 11. März 2011 um 14.46 Uhr ge­ rät Yuko Sugimotos Welt aus den Fugen. Ein Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala erschüttert Japan. Minuten später wälzt ein Tsunami eine zehn Meter hohe Welle kilometerweit ins Land, zerstört, tötet. Das havarierte Kernkraftwerk Fukushima wird die Welt monatelang in Panik versetzen. Und mit­ ten in den apokalyptischen Zuständen mit fast 20 000 Toten, zwischen zerquetschten Autos, zerrissenen Brücken und einer Mil­ lion zertrümmerter Häuser sucht Yuko, 28, nach ihrem vierjährigen Sohn Raito. Tage­ lang. Dabei wird sie fotografiert. Ihr Bild – das weiss sie zu jenem Zeitpunkt noch nicht – wird um die Welt gehen. An jenem Freitagnachmittag – Yuko arbeitet im Aussendienst für einen Getränkehersteller – verabschiedet sie

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«Früher habe ich in den Tag hinein gelebt. Heute ist jeder Tag für mich ein Geschenk» Yuko Sugimoto

Überlebt Raito, 5, hat die Katastrophe körperlich unversehrt überstanden. Viele seiner KinderhortGschpänli ertranken.

sich von einem Kunden. Sie wohnt und arbeitet in der Hafenstadt Ishinomaki. Gerade als sie sich ins Auto setzt, bebt die Erde. Es sind die längsten 90 Sekunden in Yukos Leben. Dann Totenstille. Plötzlich klopft jemand ans Autofenster, schreit: «Da kommt ein Tsunami!» Yuko überlegt nicht lange, drückt aufs Gas und rast davon. Bei einem Sammelplatz trifft sie Ehe­ mann Harunori, 38. Zusammen suchen sie nach ihrem Sohn Raito. Am Morgen hat sie ihn in den Kinderhort gebracht. Dort aber steht jetzt nur noch eine überflutete Ruine. Wo sonst Kinder spielen, herrscht unerträgliches Schweigen. Es beginnt zu schneien, jemand gibt Harunori eine brau­ ne Decke. Er reicht sie ­seiner Frau Yuko weiter. Das Ehepaar erfährt, dass die Kinder vom Hort in Sicherheit gebracht wurden. Wohin – das weiss niemand. Sie fahren, bis das Benzin ausgeht. Zu Fuss

stapfen sie weiter durch die zerstörte Stadt. Zwei Tage und zwei Nächte lang. Und su­ chen ­Raito. Dann, endlich: In einem Eva­ kuierungszentrum in der Universität finden sie ihr Kind. Unversehrt. Zusammen mit zehn anderen Kindern und den Erziehern floh Raito nach dem Beben auf das Dach des Horts und überlebt so die Flutwelle. In den zwei Tagen, als seine Eltern nach ihm suchten, hat Raito nicht ­geweint. «Aber», so erzählt Yuko heute, «immer wenn er das Warnsignal für Erdbeben oder Tsunamis hört, übergibt er sich.» Das Haus, das Yuko und Harunori vor fünf Jah­ ren gekauft haben, ist zerstört. Trotzdem müssen sie für die nächsten 31 Jahre wei­ terhin ihre Hypothek von 25 Millionen Yen (CHF 280 000.–) abbezahlen. Sie wohnen nun zur Miete. Yukos Eltern leben nach wie vor in einer Turnhalle. Ihren Job hat Yuko gekündet. Früher arbeitete sie sogar in den Ferien. Nun nimmt sie sich mehr Zeit

für ihre Familie. Ihr Zigaretten-Konsum hat sich verdoppelt. Und das Meer, das sie einst so mochte, macht ihr heute Angst. «Früher habe ich in den Tag hinein ­gelebt. Heute ist jeder neue Tag ein Ge­ schenk.» Das Bild, das der Fotograf ohne ihr Wissen schoss, wurde weltweit in 55 Pub­ likationen als Titelbild platziert. In ­Japan erscheint es lediglich in einer einzigen Zei­ tung, nur wenige Zentimeter gross. Erst ist es Yuko unangenehm, dass sie von aus­ ländischen Journalisten so viel Aufmerk­ samkeit bekommt. «Aber ich bin glücklich darüber, dass dank diesem Bild andere Länder Japan helfen.» Die braune Decke übrigens, ihr schützender Umhang auf dem Foto, hat sie, nachdem sie Raito ge­ funden hatte, einem alten Mann weiter­ verschenkt. Mehr zum Thema: Japan-Experte Jan Knüsel besucht Fukushima, Seite 26. u schweizer illustrierte

Fotos Kyodo News / AP / Keystone (2), Toru Yamanaka / AFP

Vorher – nachher Noch Ende 2011 steht ein Schiff mitten in der Stadt Kesennuma. In ganz Japan entstanden Schäden von umgerechnet 265 Milliarden Schweizer Franken.

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Katastrophe

Das Jahr danach Der Schweizer Journalist und Japan-Kenner Jan Knüsel über Tourismusförderung in Fukushima, Handys mit integriertem Geigerzähler und den Hochzeitsboom nach der Katastrophe.

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Zurück in Tokio habe ich einen Termin mit Kohei Isohata, Wirtschaftswissenschaftler der Universität Chuo. Nicht viele Japaner sprechen so offen über die Katastrophe und ihre Folgen wie er. Die Millionenmetropole hat zum Alltag zurückgefunden. An der Oberfläche hat sich kaum etwas verändert, im Innern aber sehr wohl: «Die Menschen sind wärmer geworden. Einst banale Sachen wie das gemütliche Zusammensein in der Familie haben einen neuen Stellenwert erhalten», sagt Isohata. Er verweist auf den Hochzeitsboom nach der Katastrophe. Auch das einst un­gebrochene Vertrauen in Technik und Staat habe arg gelitten. In Tokio finden inzwischen regelmässig Anti-Atom-Demos statt. Einmal wurden 60 000 Teilnehmende gezählt. Das mag in einer Millionenstadt wenig sein, doch vor der Katastrophe war es le­ diglich eine Handvoll Zweif­ Harter Alltag ler. Nur zwei von 54 AKWMitarbeiter der FukuReaktoren sind landesweit shima-Betreiberin noch in Betrieb. Die lokalen Tepco demontieren Behörden weigern sich die Teile des zerstörten für Unterhaltsarbeiten abge­ AKW. schalteten Reaktoren wieder hochzufahren. Sie fordern ­Sicherheiten. Ein Supermarkt in To­ kio. Ein Blick in die Laden­ regale offenbart die Sorgen der Menschen: Ich muss mich zwischen billigen Erdbeeren aus der Krisenregion und teuren aus dem Süden ent­ scheiden. Im Internet und in den Zeitungen werden aktua­ lisierte Messdaten zur Strahlung publiziert. Auch die Wirtschaft hat den Trend erkannt – Handys mit integrierten Geigerzählern werden angeboten. Dabei sind die radioaktiven Werte in Tokio längst wieder auf Vorkrisenniveau. Auf der Südinsel Kyushu legen wir einen weiteren Halt für Dreharbeiten ein. Im Süden des lang gezogenen Landes hat der Tsunami «nur» am Fernsehen stattgefunden. Im Bademekka Bep­ pu begegnen wir drei jungen Männern. Feriengäste. «Wir sind aus Fukushima», sagen sie so, als müssten sie sich rechtfertigen. Wie viele aus der Sperrzone Weggezogene wohnen sie in Koriyama, einer Grossstadt 60 Kilometer vom AKW entfernt. Die Evakuier­ ten leben meist in provisorischen Fertighäusern, ­irgendwo im Niemandsland. Wir sprechen die Männer auf den 11. März an. To­ mohiro Yoshida zögert. Die Frage ist ihm unangenehm. «Die Kata­strophe hat viel Schaden angerichtet. Wir haben Bekannte ver­ loren. So etwas kann man nicht vergessen», sagt er mit bewegter Stimme. Es folgt ein nachdenkliches Schweigen. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als den Wiederaufbau anzupacken», bricht sein Freund die Stille. «Schliesslich lieben wir unsere Heimat.» Jan Knüsel ist Journalist, Filmemacher und Gründer des Newsblogs Asienspiegel.ch. Für einen Dokumentarfilm bereiste er mehrfach das Land und war auch in Fukushima (Infos: www.negativnichts.ch).

Foto Donald Weber / VII

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eit dem 11. März 2011 ist in Japan nichts mehr, wie es war. In Europa dominiert vor allem ein Thema die Berichterstattung: Fukushima. Für die Japaner aber geht es um weit mehr als um Atomenergie und radioaktive Strahlen. Als Jour­ nalist und Japanologe will ich mehr erfahren. In den Monaten nach Fukushima bereise ich wie­ derholt das Land. Dabei begegne ich dem Schweizer Reisefach­ mann Thomas Köhler. Der Tsunami hat ihn arbeitslos gemacht. Anstatt eine neue Stelle zu suchen, will er helfen: Zu Fuss durch­ quert er ganz Japan, 2900 Kilometer – und schreibt in einem Blog über die Schönheiten dieses Landes. Er wird zum Medienstar. Zusammen mit meinem Bruder entscheide ich: Wir machen einen Dokumentarfilm. Über Thomas Köhler. Über Fuku­ shima. Über Japan. Im Februar reisen wir für Dreharbeiten nach Fuku­ shima-Stadt. Der Ort liegt 60 Kilometer vom havarier­ ten AKW entfernt. Für die 300 000 Einwohner scheint das Leben seinen gewohnten Gang zu gehen. Dieser Ein­ druck ändert sich beim Ein­ steigen ins Taxi. «Geht es um die AKW-Katastrophe?», fragt der Fahrer schroff. Journalisten, die über die AKW-Katastrophe berichten – er hat sie vermutlich satt. Überhaupt sprechen die Japaner mit Fremden nur ungern über Belastendes. Sie bevorzugen schöne Dinge, die Harmonie. Die Präfektur Fukushima ist pittoresk. Die Region war einst ein Anziehungspunkt für Touristen. Heute steht Fukushima für die grösste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl. 80 000 Men­ schen mussten aus der 20-Kilometer-Sperrzone an der Küste evakuiert werden. Viele Familien mit Kindern haben aus Angst vor den Langzeitfolgen der erhöhten Radioaktivität die Region verlassen. Im AKW selbst sind noch immer 2000 Arbeiter im Einsatz, um die Folgen der Kernschmelze einzudämmen. Von Helden ist schon lange nicht mehr die Rede. In den Medien wird vor allem über die prekären Arbeitsbedingungen berichtet. Ein Angestellter starb «infolge Überarbeitung» an einem Herz­infarkt. Über Fukushima-Tote wird offiziell nicht gesprochen – auch wenn es Berichte von Krebserkrankungen gibt. Im Rathaus empfängt uns ein freundlicher älterer Herr. Kaoru Okawara ist der Tourismus-Chef von Fukushima. Kein beneidenswerter Job in diesen Tagen. Er händigt uns Werbe­ broschüren aus: In Fukushima kann man auch Ski fahren. Nicht überall sei die Strahlung zu hoch, nicht alles sei verseucht, be­ tont er. «Wir müssen mit der Bürde leben, dass das AKW ausge­ rechnet den gleichen Namen trägt wie unsere Präfektur.» Eine ganze Stunde nimmt er sich Zeit, verschiebt gar einen Termin. Fukushima liegt ihm am Herzen, hier ist er geboren.


schicksal

«Lucie ist immer da» In ihrer Stube in Fribourg zündet Nicole Trezzini, 50, eine Kerze für ihre ermordete Tochter an. Von vielen Fotos lacht ihr Lucie entgegen.

Voller Träume Lucie Trezzini war 16 Jahre alt, als sie 2009 sterben musste. Die ganze Schweiz war entsetzt und in Trauer.

Text Thomas Kutschera Fotos Remo nägeli

«Auch wir haben lebenslänglich»

Vor drei Jahren wurde das Au-pair Lucie in Baden AG brutal umgebracht. Nun verurteilte ein Gericht ihren Mörder zu lebenslänglicher Haft und anschliessender Verwahrung. Lucies Eltern Nicole und roland Trezzini leiden weiter.

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Foto Keystone

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ucie lacht – auf dem Bild, das am Pfosten beim Stubeneingang hängt. Darunter ein Sockel mit einem weissen, aus Holz geschnitzten Engel. «So war sie, unsere Lucie. Und so ist sie auch heute noch bei uns, jeden Augenblick.» Nicole Trezzini tritt an den braunen Sekretär am Fenster, zündet die Kerze an. Das macht sie immer, wenn sie nach Hause kommt in ihre Wohnung im Freiburger Pérolles-Quartier. «Setz dich, Roland, auch du bist sicher müde», sagt Lucies Mutter zu ihrem Mann, auch er 50. Die beiden leben seit sieben Jahren getrennt, haben neue Lebenspartner. Nun hat Nicole ihn eingeladen – um mit ihm die zwei hinter ihnen liegenden Tage zu verarbeiten. Am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche waren Nicole und Roland Trezzini in den Gemeindesaal von Untersiggenthal AG geladen, begleitet von ihren beiden Kindern Elsa, 22, und Bruno, 17. Zum öffentlichen Prozess des Bezirksgerichts Baden gegen den 28-jährigen Schweizer Daniel H. Am 4. März 2009 hatte der gelernte Koch das 16-jährige Au-pair Lucie Trezzini mit der Aussicht auf Model-Aufnahmen in seine Wohnung in Rieden bei Baden gelockt. Dort hat er die ahnungs- und wehrlose Frau unter Kokaineinfluss ermordet. Erst zertrümmert er mit einer Hantelstange ihren Kopf, dann trennt er diesen mit einem Tranchiermesser fast ab. Anschliessend besucht er seelenruhig seine Eltern, Stunden später legt er sich u schweizer illustrierte

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schicksal

«Jemanden, der einem nichts bedeutet, kann man nicht hassen» roland Trezzini Über den Mörder seiner Tochter neben dem toten Körper ins Bett. Am Tag danach zieht er der blutüberströmten Leiche einen Strumpf über den Kopf, beginnt sie in der Badewanne zu reinigen. Hier findet die Polizei den Leichnam mit gespreizten Beinen, am Körper Spuren von Urin und Sperma. Fünf Tage nach dem Mord stellt sich H. der Polizei. «Die Tat war bestialisch», gibt er vor Gericht zu Protokoll. Es tue ihm leid, er denke jeden Abend darüber nach. Nicole Trezzini setzt sich zu ihrem Mann aufs Sofa. «Es war ein schwerer Gang», sagt sie, eine Beruhigungstablette habe ihr geholfen. «Ich hatte Angst.» Angst, dem Mörder ihrer geliebten Tochter das erste Mal ins Gesicht zu sehen. «Er ist der letzte Mensch, der meine Tochter lebend sah. Nur er weiss, was sie mit ihm gesprochen hat.

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Doch er verrät es nicht.» Als Lucies Mutter am ersten Verhandlungsmorgen in den Gerichtssaal tritt, suchen ihre Augen sofort Daniel H. Der sitzt zehn Meter von den Trezzinis und ihren Anwälten, bewacht von zwei Kantonspolizisten, die Handschellen haben sie ihm abgenommen. Muskulöser Körper, kurz geschnittenes Haar. Graue Kleider, NikeSneakers. «Es war schrecklich, in dieses Gesicht zu schauen, es ist so starr und emotionslos.» Vater Roland Trezzini: «Daniel H. liess mich kalt, ich schaute nicht zu ihm, er ist ein psychisch Kranker, der nichts als Lügen und Ausreden vorbringt. Seine Reue ist nicht echt.» Hass? «Jemanden, der einem nichts bedeutet, kann man nicht hassen.» Nicole Trezzini: «Hass nicht, eher Mitleid. Er ist trotz allem ein Mensch. Wir versuchen,

Gemeinsamer Kampf Nicole und Roland Trezzini auf der Place Georges-Python in Fribourg. Hier endete 2009 der Schweigemarsch – 2500 Leute gedachten Lucie.

unsere Gefühle in Positives umzusetzen. Das hat Lucie verdient.» Als die abscheulichen Einzelheiten der Tat verlesen werden, verbirgt Nicole Trezzini ihr Gesicht hinter gefalteten Händen. «Ich stellte mir schöne Momente vor, die wir mit Lucie erlebten. Zum Glück hat sie nicht leiden müssen.» Nach dem dritten oder vierten Schlag gegen ihren Kopf, so die Gerichtsmediziner, war Lucie bewusstlos. Auf die Frage von Daniel H.s amt­ lichem Verteidiger, wie die Familie die Stunden nach Lucies Verschwinden erlebte, brach Roland Trezzini in Tränen aus. Es seien «Tage des Horrors» gewesen, sie hätten ohne Hilfe der Polizei nach Lucie suchen müssen. Zu Hause das Foto am Pfosten, wie Lucie lacht und winkt – Nicole Trezzini betrachtet es immer wieder. «Lucie war ein liebenswerter Mensch, ihr natürliches Lachen steckte alle an.» Am Hals hat die Mutter die Kette, die Lucie am Tag ihres Todes trug. «Lucie liebte das Leben, war an allem interessiert. Sie war eine hübsche Frau, zog sich gern chic an.» Ein halbes Jahr vor ihrem Tod war Lucie nach Pfäffikon SZ gezogen, um bei u


schicksal

spricht sie viel mit ihrer toten Tochter. «Sie ist mir sehr nah.» Lucies Zimmer hat sie vor einem Jahr geräumt und umgestaltet. Regelmässig geht die Mutter ans Grab. «Ein guter Ort, ein Ort des Friedens.» Im Frühling will sie ihr dort ein neues Gärtchen pflanzen. Lucies Lebensfreude gebe ihnen Kraft. «Ich liebe mein Leben! Trotz allem.» Den Brief des Mörders an die Eltern hat sie gelesen, ihr Mann will davon nichts wissen. Lucies Tod hat Nicole und Roland Trezzini einander wieder nähergebracht. Gemeinsam – und erfolgreich – kämpften sie für ein nationales Alarmsystem bei Kindsentführungen. Ihr anderes Ziel, für das sie sich mit aller Kraft engagieren: «Der Umgang mit entlassenen Gewaltverbrechern muss strikter geregelt ­werden! Lucies Tod soll nicht vergeblich gewesen sein.» Er habe den Mord begangen, um wieder ins Gefängnis zu kommen, sagt Daniel H. am Prozess. Das Gericht verurteilt ihn wegen Mordes an Lucie Trezzini zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe und zu anschliessender ordentlicher Verwahrung. Bei der ist regelmässig zu prüfen, ob der Inhaftierte entlassen u

«Ein Mann mit zwei Gesichtern»

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2003 brachte Daniel H. eine junge Frau fast um. Er kommt ins Gefängnis, dann in eine Erziehungsanstalt. Deren Direktor Renato Rossi erinnert sich an einen intelligenten, aber kranken Mann.

er Mord an Lucie ist nicht die erste abscheuliche Tat von Daniel H. Im Drogenrausch lockt er am 27. März 2003 eine 19-jährige Arbeits­ kollegin zum abgelegenen Schützenhaus von Berikon AG. Hier schlägt er den Kopf des Opfers mehrfach auf eine Stein­ platte, traktiert sie mit einem unter dem Handschuh verborgenen Schlagring, würgt sie. Die Frau stellt sich bewusstlos, H. lässt von ihr ab, sie überlebt. Der Täter wird verurteilt, muss ins Gefängnis, dann besucht er vier Jahre lang die Arbeitserziehungsanstalt Arxhof in Niederdorf BL. Anstaltsdirektor Renato Rossi: «Wir realisierten rasch, dass der Mann ein Mensch mit Persönlichkeitsstörungen ist.» Daniel H. hat eine schwere Jugend hinter sich. Seine Eltern waren Alkoholiker, die sich scheiden liessen, als Daniel dreijährig ist. Im Alter von elf Jahren wird er von einem Bekannten der Eltern sexuell

missbraucht, seine Stiefmutter sperrt ihn regelmässig ein, der Vater vermittelt ihm ein haarsträubendes Frauenbild. Daniel H. kommt in eine Pflegefamilie. Im Arxhof ist er bald in die «Sub­ kultur verstrickt»: Er schmiedet Fluchtpläne, tauscht Pornohefte, entwirft Pläne, Marihuana und Anabolika rein­ zuschmuggeln. Der Arxhof-Direktor schildert H. als intelligenten Mann mit zwei Gesichtern: einerseits freundlich und umgänglich, andererseits asozial mit Hang zum Lügen. «Er versteht es gut, die Leute zu manipulieren, erzählt oft unglaubwürdige Geschichten.» Vor Daniel H.s Fenster haben die Heim-Verantwortlichen ein Schild angebracht: «Wahrheit oder Lüge?» steht darauf. Auf das Motiv seiner Gewalttat angesprochen, blockte Daniel H. immer direkt ab – er könne sich nicht daran erinnern. Renato Rossi: «Das machte eine Therapie extrem schwierig.»

Lucies Mörder Daniel H. nach seiner Verhaftung im März 2009 auf einem Polizeifoto. Ende August 2008 wird Daniel H. dank «guter Führung» entlassen. Das Rückfallrisiko sei «grundsätzlich hoch», wenn sich sein Umfeld destabilisiere, steht im Austrittsbericht. Daniel H. ­wurde verpflichtet, mit der Bewährungshilfe des Kantons Aargau zusammen­ zuarbeiten. Doch diese ist zu diesem Zeitpunkt völlig unterdotiert, die Urinkontrollen (Drogentest) sind lasch. Im Februar 2009 verliert Daniel H. seinen Job, die Freundin gibt ihm den Laufpass. Er konsumiert wieder massiv Drogen und Alkohol, meldet sich bei der Klinik für Suchtmedizin in Neuenhof AG an, erscheint dort aber zu spät beim Termin, wird weggewiesen. Ein paar Tage darauf, am 4. März 2009, wird Daniel H. seine Wohnung in Rieden gekündigt. Es ist der Tag, an dem er Lucie Trezzini ermordet. Patrick Baumann / «L’illustré», ­Bearbeitung Thomas Kutschera

Fotos Remo Nägeli, Kapo Aargau / HO / Keystone

einer Gastfamilie als Au-pair zu arbeiten. Jedes Wochenende kam sie nach Fribourg, wohnte wie früher bei ihrer Mutter. Ging mit ihr Kleider posten, mit den Kollegen töggele und an Hip-Hop-Konzerte. Ihr Traum? Model zu werden. «Wir hatten es so schön mit Lucie, sie war glücklich in ihrem Leben», erzählt der Vater. Kurz vor ihrem Tod besuchte er mit ihr Paris. «Ihr letztes Geschenk an mich.» Nun sei jeder Tag ein Leiden, seit drei Jahren. Roland Trezzini: «Ich kann mich an nichts mehr freuen.» In seinem Ingenieurbüro passiert es ihm manchmal, dass er in Pläne und Ordner schaut – «und alles ist weiss und leer». Kürzlich heiratete ein Kind eines Bekannten. «Das war wie ein Stich ins Herz.» Tochter Elsa ist nach wie vor in psychiat­ rischer Behandlung. Oft könne er nicht schlafen, denke an Lucie, so der Vater weiter. Auch sonst werde er oft von den Gefühlen überwältigt. «Dann weine ich, das ist für andere schwer zu ertragen.» Seine Gattin, die Lehrerin: «Es gibt Tage, da möchte ich nicht vor meine Klasse treten. Die hübschen jungen Frauen erinnern mich so fest an Lucie.» Daheim

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schicksal

«Lucies Mörder darf nie mehr freikommen! Er wird immer eine Gefahr für die Gesellschaft sein» Roland Trezzini werden kann. Lucies Eltern sind vom Urteil enttäuscht. Und wütend! Sie hoffen, H. werde bis an sein Lebensende verwahrt – so wie es der Staatsanwalt gefordert hatte. «Das wäre etwas Gerechtigkeit für Lucie», sagen die Eltern. Ihr Anwalt Tarkan Göksu: «Daniel H. ist ein krankhafter Wiederholungstäter und nicht therapierbar, das zeigen die zwei psychiatrischen Gutachten klar.» Die lebenslängliche Verwahrung sei eine «heisse Kartoffel». «Die Richter wollten sie nicht anfassen. Lieber überlassen sie den Entscheid den später dafür zu­ständigen Behörden.» Dabei habe das Schweizer Stimmvolk 2004 mit dem Ja zur Verwahrungsinitiative klar zum Ausdruck gebracht, dass solche Täter lebenslänglich verwahrt bleiben müssen.

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Engel Lucies Grab auf dem Freiburger Friedhof St-Léonard. Für ihre Mutter ein Ort des Friedens.

Das Telefon schellt, ein Journalist hat Neuigkeiten: Der Staatsanwalt zieht das Urteil vor das Aargauer Obergericht. Seine Begründung: «Dieser hoch gefährliche Täter darf nie mehr zur Gefahr für die Öffentlichkeit werden.» Eine Ansicht, die die Trezzinis teilen. Der Vater: «Dieser Mann muss bis an sein Lebensende eingesperrt bleiben!» Daniel H. sitzt in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG, in einer 7,6 Quadratmeter gros­ sen Zelle. Anstaltsdirektor Marcel Ruf: «In den Arbeitspausen ist er oft allein. Die meisten Häftlinge machen einen gros­sen Bogen um ihn.» Roland Trezzini schaut zum Fenster hinaus, senkt den Kopf. «Es ist ein täg­ liches Leiden, der Schmerz ist immer da. Auch wir haben lebenslänglich.» 


Schweizer Talent

Melissa, das mega Mäuschen Sie ist die Überraschung bei «Die grössten Schweizer Talente». melissa sanchez lehmann aus Stans NW singt sich ins Finale. Obwohl DJ Bobo ihre Stimme mit der von Minni Maus vergleicht.

Text yvonne zurbrügg Fotos thomas buchwalder

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uf die Bühne schwebt sie in ­einem weissen Kleid. Die Locken ganz erwachsen gestreckt, rosa Gloss auf den Lippen. Dann legt Melissa Sanchez Lehmann, 20, los. Mit dem «Dreamgirls»-Musicalhit «And I Am Telling You». Das Publikum im Saal in Kreuzlingen und die Zuschauer zu Hause hängen bis zum letzten Ton an ihren glänzenden Lippen. Dann Standing Ovations. Juror Roman Kilchsperger sagt kopfschüttelnd: «Dass diese Spanier dich überhaupt haben gehen lassen!» Seit August 2011 wohnt Melissa bei ihrer Grossmutter in Stans NW.

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Yolanda, 76, sagt: «Sie ist für mich ein natürliches Botox – ein Jungbrunnen im Haus!» Die beiden Frauen schauen sich an, kichern. Eine Wohngemeinschaft, die offenbar bestens funktioniert. «Wir haben es schön, viel Liebe», sagt Melissa. Zuckersüss ihr spanischer Akzent. Aufgewachsen ist sie an der Costa Brava. In Rosas, wo ihre Mutter Michelle Lehmann während eines Saisonjobs in einer Immobilienagentur den Einheimischen Antonio Sanchez kennenlernt. Liebe auf den ersten Blick. «Ich bin halb, halb», sagt Melissa, und fügt an: «Aber ich liebe die Schweiz. Ich bleibe.» Vor einem Jahr macht Melissa gerade Ferien bei ihrer Grossmutter, als sie die erste

Staffel von «Die grössten Schweizer ­ alente» im Schweizer Fernsehen sieht. T «Ich dachte sofort: Ich will auch!» Jetzt ist sie da und überzeugt die Jury. «Du bist wie ein Magnet, ich kann nicht weghören und wegschauen!», sagt Christa Rigozzi. Melissa ist ein Mysterium. Spricht sie, klingt sie wie Comic-Heldin Minni Maus. Für Juror DJ Bobo «nicht normal», dass daraus eine solche Gesangsstimme werden kann. Roman Kilchsperger wird beim Casting noch viel deutlicher: «Als du gekommen bist, habe ich gedacht, da haben sie noch einen ­Kübel Helium reingeschmissen.» Der Überraschungseffekt hallt nach. Die Auftritte sind so souverän,

dass sie sogar den einen oder anderen falschen Ton verzeihen. Um es mit den Worten von Christa Rigozzi zu sagen: «Du hast so eine heisse Stimme, du hast mir gerade die Haare geföhnt!» Melissas Idole heissen Whitney Houston, Aretha Franklin, Jamie Cullum, Stevie Wonder – und Juan Sanchez. Ihr Grossvater hatte in Rosas ein FlamencoLokal. Von ihm habe sie am ehesten die Stimme geerbt. Und extrovertiert war er auch. «Wenn nicht gerade Musiker zu Gast waren, sang er selbst, bis alle Gäste tanzten», erzählt Antonio von seinem verstorbenen Vater. Melissa hat in Stans Freunde gefunden – «so, als ob ich sie schon das ganze Leben lang kennen würde». Sie hat das

Skifahren entdeckt und traut sich nun endlich, Schweizerdeutsch zu sprechen. Mit zwei Gesangslehrern feilt sie an ­ihrer Stimme. Zurzeit dreht sich alles um die Musik – und ihren grossen Traum von der grossen Bühne. «Männer sind sekundär.» Das Finale ist am 17. März – so lange bleiben auch Melissas Eltern in der Schweiz. DJ Bobo sagt schon heute: «Wenn du gewinnst, wunderschön. Wenn nicht, werden wir auch so noch viel von dir hören.» Den Song fürs Finale hat sie noch nicht ausgewählt. Sicher ist: Grosi und WG-Kollegin Yolanda wird ihn in den nächsten Wochen noch ein paarmal zu hören bekommen.  

Foto Daniel Ammann / SRF

Neuerdings TV-Star «DGST»-Finalistin Melissa Sanchez Lehmann. Aufgewachsen ist sie bei ihren Eltern Michelle und Antonio in Spanien, seit 2011 wohnt sie bei Grosi Yolanda in Stans NW.

Sie singt sich ins Finale Am vorvergangenen Samstag überzeugt die 20-Jährige mit einem Song aus dem Musical «Dreamgirls». schweizer illustrierte

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abschied

Internationales Flair Hazy Osterwald liebte den Jazz und den amerikanischen Lebensstil. Sein LieblingsInstrument: Trompete Susy.

Er war einer der grössten Musiker der Schweiz: Jazz-Star Hazy Osterwald ist am 26. Februar im Alter von 90 Jahren nach langer Krankheit in Luzern verstorben. Sein Vermächtnis: Musik, die das Herz berührt und die Seele beschwingt. 38

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Foto Herbert Rowan / Action Press / Dukas

Goodbye, Hazy!

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Abschied

Treu bis zum Ende Hazys dritte Ehefrau Eleonore, 67, hält ihn im Arm, als er stirbt. Das Paar war 27 Jahre glücklich verheiratet.

«Schön, dass es dich gab»

Er verlor einen Freund, seinen Lehrer, das Idol seiner Jugend: Pepe Lienhard trauert um Hazy Osterwald. Und ist dankbar, ihn gekannt zu haben.

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nsere erste Begegnung werde ich nie vergessen. Wie könnte ich. Es war im Winter 1962 in Arosa. Ich war sechzehn Jahre alt, hatte meine erste Band, The College Stompers, und schwärmte – wie jeder­ mann zu der Zeit – für Hazy Osterwald. Meine Bewunderung für ihn ging so weit, dass ich mir während meiner Ferien in Arosa das Geld für den Skilift sparte und statt­dessen im Hotel Kulm für ein Ticket ausgab. Dort spielte Hazy mit seinem Sextett täglich auf. Da sass ich also mit einem Bandkolle­ gen, und wir saugten förmlich jede Note in uns auf. Am folgenden Tag kauften wir uns gleich noch ein Ticket. Am über­ nächsten auch. Irgendwann fielen Hazy die zwei Jungs auf, die jeden Tag aufs Neue im Publikum sassen. Er lud uns erst in seine Garderobe, später sogar in sein Chalet «Hörnli» ein. Als die Ferien­

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woche vorüber war, durften wir Noten mit Kompositionen von ihm und seinen Musikern mit nach Hause nehmen, um sie mit unserer Band einzuüben. Typisch Hazy Osterwald. Stets hilfsbereit. Auch später, als ich selbst bekannt wurde und zu seiner Konkur­ renz gehörte, freute er sich über meinen Erfolg und unterstützte mich weiter. Vor allem mit seiner Kritik, die immer schonungslos ehrlich, aber auch kon­ struktiv und respektvoll war. Ich erinnere mich, dass er mir einmal nach einem Big-Band-Konzert sagte, es habe ihm gut gefallen. Aber wenn die Bläser die Gitarre und das Piano nicht so übertönt hätten, wäre es noch besser gewesen. Er hörte solche Dinge. Er war einer der ganz Grossen. Die Leute tobten, wenn er auf der Bühne stand, noch bevor er einen einzigen Ton spielte. Und jedes Mal wenn er den

Aufgezeichnet von sylvie Kempa

«Ich bin reich beschenkt worden im Leben. Was jetzt kommt, nehme ich an» Hazy Osterwald, 2002 nach der Parkinson-Diagnose

Die Band Mit seinem Sextett wird Hazy Osterwald (M.) in den 50erJahren zum Star, feiert in Europa und in den USA Erfolge. Seine bekanntesten Hits: Der «KriminalTango» und der «KonjunkturCha-Cha».

Schicksalsschläge Die erste Ehefrau, Käthe, nimmt sich 1965 das Leben, die zweite, Emma (Bild), lässt sich 1979 teuer scheiden.

Die Familie Mit seinen beiden ersten Ehefrauen hat Hazy Osterwald (M.) vier Kinder: v. l. Tochter Linda, Sohn Sven, Sohn Rolf, Tochter Ines, zweite Ehefrau Emma, 1972 beim Nachmittagskaffee. schweizer illustrierte

Fotos Christian Lanz / RDB, Keystone, Alex Fellner, Eric Bachmann / RDB, Action Press / Dukas

Auf einer Wellenlänge Die beiden Bandleader Pepe Lienhard und Hazy Osterwald (r.).

Schlusssong «Und wieder ruft die Zeit» anspielte, wurde mir traurig zumute, weil das Konzert schon vorüber war. Seine musikalische Leistung ist nicht in Worte zu fassen. Schon gar nicht durch die Erwähnung seines Hits «KriminalTango», wie es gerade so häufig ge­ schieht. Der Verweis darauf wird dem Schaffen dieses begnadeten Entertai­ ners nicht gerecht. Er setzte ganz neue Massstäbe in Sachen Showbusiness, die noch heute gelten. Er war ein Welt­ klasse-Jazzmusiker, ein grossartiger Showman und ein origineller Arrangeur. Die Nachricht seines Todes erreichte mich vergangenen Dienstag per Telefon. Noch vor wenigen Tagen habe ich mit seiner Frau Eleonore gesprochen. Sie sagte mir, dass es Hazy nicht mehr gut gehe. Die Tatsache, dass er von uns gegangen ist, trifft mich dennoch über­ raschend. Ich habe einen väterlichen Freund verloren. Mein Vorbild und meinen Mentor. Dass ich nie wieder mit ihm zusammensitzen und ein Glas Wein geniessen kann, stimmt mich traurig. Aber ich bin auch dankbar, dass ich einen so vielseitig talentierten ­Menschen so lange kennen und von ihm lernen durfte. Trotz Ruhm blieb Hazy stets bescheiden. Als sich die Krankheit lang­ sam abzeichnete, sagte er zu mir: «Ich bin im Leben reich beschenkt worden, was jetzt kommt, nehme ich an.» Zuletzt gesehen habe ich meinen Freund im vergangenen Sommer in Luzern, als wir mit gemeinsamen Freun­ den essen gingen. Diese letzte Begeg­ nung hat mich nachhaltig beeindruckt. Hazy war bereits deutlich von Parkinson gezeichnet. Ich nehme an, dass er selbst sehr darunter litt. Doch Jammern lag ihm fern. Er bestellte sich ein gutes Glas Wein und freute sich über den wunder­ baren Ausblick auf den Vierwaldstätter­ see. Typisch Hazy Osterwald. Ich werde ihn für die Art, wie er, der ehemalige Weltstar, das Schicksal akzeptierte, immer bewundern.

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Literatur

Schatzgräber Packt ihn ein Stoff, kann er ihn nur durch ein Buch loswerden: Autor Lukas Hartmann in seinem Arbeitszimmer.

Ein Faible für Räuber Sie kämpft als Justizministerin gegen das Unrecht, er ­widmet sich dem «Räuberleben». Schriftsteller Lukas Hartmann rekonstruiert ein Gerichtsverfahren aus dem 18. Jahrhundert. Ein Fall für seine Gattin Simonetta Sommaruga? Ja, aber nur als erste Leserin seiner Werke.

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eine Frau ist ausser Haus. Sorgt sich um die Sicherheit des Landes, brütet über Gesetzen. Er sitzt in seiner Schreibstube unter dem Dach des gemeinsamen Hauses in Spiegel bei Bern und feilt an seinen Sätzen. Schaut Lukas Hartmann, 67, aus einer der Dachluken hinüber aufs Bundeshaus, könnte er Simonetta Sommaruga, 51, winken. Macht er das hin und wieder? «Nein, aber wenn ein rotes Tuch aus ihrem Fenster hängen würde, sähe ich das.» Simonetta Sommaruga ist Justizministerin, ihr Mann bringt einen Räuberroman heraus. Ein Zufall? «Als sie gewählt wurde, war ich bereits mitten im Schreibprozess. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.»

Lukas Hartmann, haben Sie als Kind auch «Räuber und Polizist» gespielt? Ja, und wie. Ich war besonders gern Räuber, denn wenn ich ein gutes Versteck gefunden hatte, hatte ich meine Ruhe. Natürlich war uns damals nicht bewusst, wie trostlos ein Räuberleben sein kann. Wir hatten ein idealisiertes Bild – Robin Hood, der edle Räuber, der für eine gute Sache kämpft. Auch Ihre Romanfigur, der Räuberhauptmann Hannikel, wurde vom Volk bewundert. Trotzdem kamen die Leute in Scharen, um seiner Hinrichtung beizuwohnen. Das ist wohl ein menschlicher Zug: Der Überhöhung und Idealisierung folgt auch heute noch nicht selten der rigorose Absturz. Die Demontage ist häufig gnadenlos. «Die Mohrin», «Bis ans Ende der Meere», «Die Frau im Pelz», jetzt Hannikel – Sie wählen häufig historische Stoffe mit einem Bezug zur Aktualität.

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Ich frage mich selbst, wieso mich diese Geschichten so faszinieren. Es ist, wie wenn die Vergangenheit zu uns sprechen würde. Wir können zuhören, in den Spiegel schauen oder auch nicht. Ich versuche, dies zu erforschen, suche die Verbindungsfäden zu unserer Zeit. Wie sind Sie denn auf Hannikel gestossen, der vor 200 Jahren in Süddeutschland und der Schweiz sein Unwesen trieb? Räuber interessieren mich schon seit Jahren. Lange habe ich mich mit Bernhard Matter aus dem Aargau beschäftigt, aber das Thema wurde schon genug behandelt. Dann bin ich in einem Buch auf den Triumphzug gestossen, mit dem der Polizist Schäffer Hannikels Sinti-Clan nach dessen Verhaftung von Chur nach Sulz am Neckar überführte. Das hat mich sofort gepackt. Zwei starke Gegner treffen da auf­einander. Wer hat Sie mehr fasziniert? Schäffer war der grösste Räuberfänger Europas. Seine Vehemenz ist mir unheimlich, er ist verbissen, gnadenlos. Trotzdem bleibt da ein Fleckchen Verständnis für die Not der Sinti. Hannikel ist rührend zu seiner Familie. Im krassen Gegensatz dazu steht aber die Brutalität eines Ehrenmordes. Da musste ich mich stark distanzieren. Sie erzählen eine Parabel auf das Leben: «Gut gegen Böse», in der Mitte – hinund hergerissen – der Chronist Grau. Symbolisiert er den Mitläufer in uns allen? Da kann man so sehen. Wir stehen angesichts der schrecklichen Welt­ geschehnisse ja ständig vor der Frage, was können wir tun? Grau handelt schliesslich, indem er Dieterle, dem Sohn von Hannikel, ein Hemd schenkt. Eine kleine, aber symbolische Geste. Sie lassen Grau auch sagen: «Meine Hände sind so gebunden wie seine, nur auf andere

Weise.» Ein Schlüsselsatz mit direkter Verbindung zur Aktualität? Wir sind doch alle ein wenig gefangen. Aber damals wie heute wird der Satz gerne als Ausrede genutzt. Auch wenn wir angesichts vieler Geschehnisse ohnmächtig sind – selbst hohe Politikerinnen sind das manchmal –, haben wir Mittel und Wege, einzugreifen und zu handeln.

Prominentes Paar Zeigen sich aber nur ­selten gemeinsam in der Öffentlichkeit: Lukas Hartmann und Gattin Simonetta Sommaruga.

Foto Kurt Reichenbach

Text anina rether Fotos Heiner H. Schmitt

Auf seinem Arbeitstisch liegen noch all die Bücher, Listen und Ordner, die Hartmann für seine Recherchen verwendet hat. Auch wenn er auf dem Computer schreibt, die wichtigsten

Utensilien in seinem Arbeitsprozess sind ein Caran-d’Ache-Bleistift Nr. 2 und unzählige Notizbücher, gefüllt mit seiner filigranen, gut leserlichen Handschrift. Neben Notizen machen Sie auch Zeich­ nungen. Wären Fotos nicht einfacher? Vielleicht, aber Zeichnen zwingt mich, genau hinzuschauen. In Sulz, wo Hannikel 1787 hingerichtet wurde, habe ich den Galgenbuckel, die Umgebung und alte Häuser gezeichnet, die den Brand von 1794 überstanden haben. Das hilft beim Visualisieren der Geschichte. Kurz danach überrollt die Französische Revolution Europa. Das Beben ist ver-

gleichbar mit dem arabischen Frühling. Der ewige Kreislauf: Erst kommt der Höhenflug der grossen Hoffnungen, dann der unweigerliche Absturz. Aber wenn man die Hoffnung auf Besserung nicht nährt, ist man nicht mehr Mensch. 

Faktenreich Lukas Hartmanns «Räuberleben» führt vom Zigeunerlager bis in die Gemächer des Herzogs Karl Eugen. schweizer illustrierte

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Schöner wohnen mit reto guntli Der Zürcher Fotograf porträtiert weltweit den Lifestyle von kreativen und berühmten Menschen.

Noëmis Reich

Intimer Augenblick Am Klavier bereitet sich Noëmi Nadelmann auf ihre Meisterschüler und ihre Opernshow «Viva Verdi» im Zürcher Hallenstadion vor.

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Make-up und Haare Wellington Borges

Diese Woche feiert noëmi nadelmann ihren 50. Geburtstag. Wie lebt die viel gefragte Sopranistin im Herzen der Altstadt von Zürich? Ein exklusiver Rundgang durch ihre private, farbenfrohe Oase.

Über den Dächern von Zürich Von fern grüsst die Uni und die Predigerkirche. Noëmi Nadelmann teilt die 120 Quadratmeter mit Tochter ­Jamileh, 18. Ihr gehört auch die Nähmaschine.


Schöner Wohnen

«Das bin ich: ein Fisch! Meertöne sind meine Farben» noëmi nadelmann

Traumhafte Ankleide Seit 1986 bewahrt die Sopranistin alle ihre Konzertkleider auf. 2013 singt sie am OpernSpektakel Festival La Perla am Seequai in Pfäffikon ZH erstmals «Aida». www.noeminadelmann.ch

Ihr liebster Raum Das Wohnzimmer – «ein halber Ballsaal» – eine Symphonie in Türkis. Rechts: «Der Stillstuhl meines Groseli.»

Ganz die Diva Der goldige USMSchminktisch im Schlafzimmer. Mit der Parfumsammlung der Duftliebhaberin.

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Schöner Wohnen

Text aurelia forrer

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kannten Sängern wie dem Tenor Luciano Pavarotti oder den Sopranistinnen Mirel­ la Freni, Maria Callas oder der Schweize­ rin Lisa Della Casa. Ein weiterer Schwei­ zer Gesangs-Star hatte einst höchst persönlich für diese Bücher den Platz ge­ schaffen. Sopranistin Maria Stader lebte bis zu ihrem Tode 1999 in diesen Räumen. Sie liess im Wohnzimmer ein Regal und ein Cheminée einbauen sowie die Decke ­tiefer setzen. Für die bessere Akustik, weil Stader daheim unterrichtete. Dank den meterdicken Mauern stören auch laute Töne die Nachbarn nie. Die beiden Sängerinnen haben sich einst getroffen, als Maria Stader in der Jury des Gesangswettbewerbs des Mi­ gros-Kulturprozents sass und die damals 24-jährige Nadelmann gewann. Heute sitzt sie selbst in der Jury, tritt regel­ mässig mit ihrem Chor aus der SF-Show «Kampf der Chöre» auf und unterrichtet wie ihre Vorgängerin zu Hause Talente. Am Yamaha-Piano, das ihr Vater ihr zu

enn Noëmi Nadelmann die Türe zu ihrer Wohnung beim Zürcher Lindenhof auf­ schliesst, folgt ein Ritual: aufräumen! Sei das die Wäsche, die liegen geblieben ist, eine Pfanne im Spülbecken oder sonst eine Kleinigkeit. «Das ist der Aszendent Jungfrau in mir. Ich komme erst zu ­Hause an, wenn alles in Ordnung ist.» Angekommen ist sie, wenn sie sich in ihrem Wohnzimmer – «ein kleiner Ball­ saal» – auf einen türkisfarbenen Stuhl setzt. Etwa auf den von «Groseli», ihrer Urgrossmutter mütterlicherseits. «Er diente über Generationen hinweg als Stillstuhl.» Auch Noëmi Nadelmann führ­ te die Tradition mit ihrer Tochter ­Jamileh weiter. Damals war er noch bordeauxfar­ ben, später liess sie ihn neu überziehen: türkis. «Das bin ich! Ich liebe Wassertöne, am liebsten Meergrün.» Das bin ich? Nadelmann meint ihr Sternzeichen Fische: Am 6. März wird der Schweizer Opernstar 50 Jahre alt. Kerzen brennen oft bei Nadelmanns. Allerdings nur wenn die zwei norwegischen Wildkatzen Bautje und Budi nicht in der Wohnung, sondern auf der Terrasse spielen. Selten zündet die Hausherrin ein noëmi nadelmann ­Räucherstäbli an, obwohl sie in einem roten, ehemaligen in­ dischen Linsenfass «Raucher­ ware» aufbewahrt. «Ich bin zwar ein Duftmensch, aber ich muss Lust dazu verspüren.» Heute riecht sie wie japanische Kirsch­ blüten. Sonst dominiert kein bestimmter Duft, höchstens der ihrer Lieblingsblumen, den Orchideen, die überall die Räu­ me schmücken. Läutet Noëmi Nadelmann ihre fernöstlichen Glöckchen, die auf dem Salon­ tisch stehen, wird – so der Glau­ be – die Atmosphäre gereinigt. An der Wand ein indischer Kissenbezug mit kleinen Spieg­ lein, die sie schützen sollen. «All diese Accessoires brachte mir meine Mutter aus Indien mit. Ich war noch nie dort, gehöre auch nicht dem buddhistischen Glauben an.» Zwei- bis dreimal pro Woche taucht sie trotzdem in eine andere Welt ein, dann, wenn sie meditiert. «Aber ich Weich gebettet Das kleine bin nicht esoterisch, sondern «Meerjungfrau»-Gemälde spirituell», stellt sie klar. erinnert Nadelmann Im Wandregal stehen Biogra­ an ihren Vater. fien «ihrer Götter»: von weltbe­

ihrer Hochzeit schenkte. Von 1987 bis 1990 war sie verheiratet. Auf dem Kla­ vier steht eine japanische Vase, ein anti­ kes Vermächtnis ihrer Grossmutter. «Ich selbst kaufe keine Antiquitäten.» Dafür sammelt sie Frösche – «die Form ist so knuffig» – und Märchenbücher. Der Froschkönig fehlt. «Ich habe ein paar ­geküsst und sie dann an die Wand ge­ klatscht», sagt sie und lacht schallend. Wer in ihr Schlafgemach eintritt, stösst auf ein weiteres «Märli»: Das «Meerjungfrau»-Bild von Sonja Markus. «Du bist wie eine Meerjungfrau, schwebst zwischen zwei Welten», pflegte Vater ­Nadelmann ihr stets zu sagen. Noëmi hat beides in sich; Fisch und Jungfrau. Auf dem goldenen Schreibtisch reihen sich an die 25 Parfumfläschli. Vom «schweren Abendduft bis zu einem leichten Mai­ glöckchen». Die Farbe Hellblau des Himmels, die manchmal ins Gelbe und Orange wechselt, «gehört für mich in mein privates Reich». In ihrer hellen Küche hält sich Noëmi Nadelmann oft auf. Stühle und Vorhänge sind in Orange gehalten, «einer warmen Farbe, die Hunger macht». Der Marmor ist Rosso Tigrato – Tiger, wie ihr chinesisches Sternzei­ chen. Zweimal täglich kocht sie für Jamileh, 18: gesunde, vegetarische Menüs. Für ihre Tochter gibt sie alles, sie sei ein richtiges Mami. «Jamileh ist super und erwachsener als ich.» Das Mansardenzim­ mer teilen sich die zwei. Auf der einen Seite Nadelmanns Kleider, vis-à-vis Jamilehs Nähmaschine. Nach der Matura möchte sie FashionDesign studieren. Vielleicht in London. Spätestens dann will sich Noëmi Nadelmann wieder vermehrt um ihre Freunde kümmern. «Das kam lange zu kurz.» Irgendwann wieder tanzen gehen, das will sie auch. Nicht weil sie jetzt in einer Midlife-Crisis stecke – «ich möchte ohnehin über 120 Jahre alt werden». Schön­ heitsoperationen kommen für sie nicht infrage, seit sie sich als Fünfzehnjährige ihre «Dumbo-Ohren» anlegen liess und es seither bereut. Nein, sie möchte durchs Leben tanzend die Möglich­ keit erhöhen, den richtigen Froschkönig zu treffen.  

«Ich bin nicht esoterisch, sondern spirituell»

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Grüsse von 1001 Nacht Die Accessoires, wie das rote Linsenfass, sind Geschenke ihrer Mutter. Das Cheminée liess Noëmi Nadelmanns Vormieterin, die verstorbene Sopranistin Maria Stader, einbauen.


Franz Heinzer

8. Folge

n in z Ferieh weris c S r e d it den Ski-Sta

Foto Ullstein Bild

M

u gestern An der Ski-WM 1991 in Saalbach-Hinterglemm holt der Schwyzer AbfahrtsGold. Insgesamt ist er 17-facher Weltcup-Abfahrtssieger. u Heute Als Speed-Trainer bei Swiss Ski gibt Heinzer, 49, den Nachwuchstalenten des Bund C-Kaders sein Wissen weiter. Mit Frau Heidi und den Kindern Cindy, 16, Franco, 14, und Carina, 12, lebt er in Brunnen SZ.

Noch heute dreht sich bei Abfahrts-Weltmeister Franz Heinzer fast das ganze Leben um Schnee, Ski und Speed. Auf dem Stoos geniesst der Schwyzer seine Passion mit der Familie.

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iste auf die P oos t Heute: S

Achtung, fer tig, Stoos! schweizer illustrierte

Sonnenterrasse auf 1922 Metern Franz und Heidi Heinzer mit ihren Kindern Carina und Franco auf dem Fronalpstock. Von hier f端hren die Sonnen- und die PanoramaPiste ins Dorf.


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er auf dem Sessellift über Franz Heinzer spricht, hat grosse Chancen, mit wildfremden Menschen ins Gespräch zu kommen. «Er ist gleich dort auf der Skipiste», weiss der Mitfahrer auf dem Weg nach ganz oben auf den Klingenstock und zeigt nach links. Franz Heinzer ist ein gern und oft gesehener Gast hier auf dem Stoos SZ. Seit neun Uhr steht der Abfahrtsweltmeister von 1991 diesen Sonntag auf den Ski, er setzt als Erstes einen Torlauf und gibt nun dem Nachwuchs des Skiclubs Stoos Tipps. Alles ehrenamtlich, denn Tochter Carina, 12, fährt ebenfalls JORegional-Punkterennen und düst gerade durch die Tore. «Das ist wie ein Vater, der beim Fussball-Training zuschaut», sagt er, «und wenn ich schon hier bin, können alle von meinen Erfahrungen profitieren.» Als Speed-Trainer bei Swiss Ski gibt er auch hauptberuflich den Talenten im Bund C-Kader sein Wissen weiter. Es sind 18- bis 25-Jährige, die den Sprung in den Weltcup schaffen wollen. Fahrer wie Patrick Küng, Marc Gisin, Reto Schmidiger oder für kurze Zeit auch Beat Feuz waren bei ihm. Er will seine 13-jährige Weltcuperfahrung einbringen, damit die Jungen den gradlinigen Weg nehmen können. Viel habe sich verändert, nicht nur die Technik und das Material. «Das, was ich damals gemacht habe, würde heute wohl nicht mehr ausreichen, um an die Spitze zu kommen.» Carina kehrt zurück. «Versuch das nächste Mal, die Arme gegen vorne zu strecken, anstatt auf die Seiten zu ziehen», rät er ihr. Die Kritik von Papa nimmt sie mal mehr, mal weniger an. «Ich finde es aber cool. Er weiss, wie es geht, und hat

«Im Sport lernt man siegen, aber auch, eins auf den Deckel zu bekommen» franz heinzer auch immer wieder etwas Neues zu sagen», meint sie. Franz Heinzer weiss, dass er sie auch ab und zu in Ruhe lassen muss, damit Carina sich ­selber entwickeln kann. «Es ist nicht einfach, mit dem Namen Heinzer konfrontiert zu werden.» Hinter ihnen liegt die Franz-Heinzer-Piste. «Das macht einen schon etwas stolz», sagt er. Sie ist rasant und für alle Arten von Rennen geeignet. Tochter wie Vater lieben die Geschwindigkeit. Der Wind muss pfeifen und der Luftwiderstand spürbar sein. Und eine bessere Aussicht von seiner Piste könnte es nicht geben. Vis-à-vis liegt der Ort Ibergeregg mit dem Skigebiet Handgruobi. Dort hat er den Sport erlernt, war in dessen Skiclub und wollte immer die Kollegen auf der Piste treffen und einen tollen Tag erleben. Weil Franz Heinzer heute mit seiner Familie in Brunnen lebt, ist Carina gemeinsam mit ihren Freundinnen im Skiclub Stoos. Kurz nach Mittag ist das Training beendet. Im Restaurant Fronalpstock warten Ehefrau Heidi, 45, und Sohn Franco, 14. «Sie ist eine Schön-Wetter-Skifahrerin», behauptet am Morgen der StoosInsider auf dem Sessellift. «Ja, das habe ich auch schon gehört», sagt sie lachend. Dass Mann und Tochter angefressene Skisportler sind, stört sie nicht. «Ich formu-

Familientreffen Nach dem Training von Carina kommt die Familie Heinzer im Restaurant ­Fronalpstock zusammen: Vater Franz, Tochter Carina, Mutter Heidi und Sohn Franco.

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Exklusiv auf dem iPad: Wir zeigen Pisten und sonnige Plätze im 360°-Panorama. Und machen Ihnen mit Videos und LinkEmpfehlungen Lust auf mehr.

liere es anders. Sie müssen auch akzeptieren, dass ich es eben nicht bin.» Und da der Rest der Familie flotter auf den Ski ist, geniesst sie dann für sich die Sonnenoder die Panorama-Piste mit Blick auf den Vierwaldstättersee. Heidi und Franz haben es ihren Kindern überlassen, ob sie in die Fussstapfen ihres Vaters treten wollen. «Man kann ein Kind fördern und pushen, soviel man will. Wenn es zu wenig Freude hat, bringt alles nichts», sagt er. Dies war bei Franco der Fall, erzählt die Lift-Bekanntschaft vom Morgen. Nach zwei Jahren habe er wieder aufgehört und sich dem Fussball gewidmet. Dort sei er überall einsetzbar. «Ich habe lieber Mannschaftssport», sagt Franco selbst dazu. Und gemeinsam mit Freunden hat er für sich den Freestyle-Skisport entdeckt, übt auf dem Stoos oder in der Ibergeregg Sprünge. Die älteste Tochter, Cindy, 17, ist in der Ausbildung zur Pharma-Assistentin und begeisterte Tänzerin. Alle Leidenschaften unter einen Hut zu kriegen und dabei jedem Kind gerecht zu werden, das ist für die Familie die grösste Herausforderung. Zumal Heidi Heinzer noch als Nail-Designerin tätig ist und Franz nebenbei einen Verkaufsshop

Profi-Tipps von Papi Wenn immer möglich ist Franz Heinzer bei Carinas Training auf dem Klingenstock in Stoos dabei. Hinter den beiden liegt die Franz-HeinzerPiste. für die Gesundheits- und Wohlfühlschuhe Kyboot führt. «Zum Glück sind die Kinder langsam selbstständig», sagt Heidi. Und Franz fügt an: «Sport ist eine gute Lebensschule. Sie lernen siegen, aber auch eins auf den Deckel zu bekommen.» Er selbst hatte viel Pech, als ihm an den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer beim Start die Skibindung brach. Unvergessen die Bilder, wie Heinzer sich ohne Ski auf die Piste stürzte. «Heute kann ich darüber lachen, aber damals träumte ich noch lange davon.» Eines will Franz Heinzer wie seine Eltern handhaben: Seine Kinder nie

wegen einer Niederlage rügen, solange sie vollen Einsatz gezeigt haben. «Hätte ich zu Hause noch Kritik erhalten, ich glaube, ich hätte sofort aufgehört.» In ihren bunten Skianzügen fährt die ganze Familie zurück zur Standseilbahn Schwyz/Schlattli. Für Franz und Carina Heinzer ist es ein weiterer Trainings-, für Frau Heidi ein Sonnen-Tag auf dem Stoos gewesen. Der nächste Mitfahrer auf dem Sessellift weiss bestimmt darüber zu berichten. Die Top Ten von Stoos: Après-Ski, Kinderparadies, Wellness. 4 Seiten

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Nächste Woche

Mit Karin Roten in Leukerbad

• Die Heimweh-Walliserin ist frisch verliebt und glücklich

• Top Ten: Thermen, Kids-Day, Shoppen, Gourmet-Highlights

Foto Kurt Reichenbach

Text aurelia forrer Fotos remo nägeli

Geschwindigkeit im Blut Franz Heinzer hat seiner Tochter Carina die Leidenschaft fürs rassige Skifahren vererbt.

• Gästebuch: Christa Rigozzi, Adolf Ogi, Jean Ziegler & Co.

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Top Ten

Kinder-Paradies Der 63 Meter lange «Zauberteppich» fährt den Nachwuchs im Kinder­ skiland den Hügel hoch.

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Planschen & Übernachten: drei Hotelangebote für Sie in der WintersportRegion Stoos.

Destination Stoos

Kids-Day

Skifahren mit Zauberteppich

Perfektes Panorama Der Fronalpstock bietet Sicht auf zehn Seen und die Rütliwiese.

Facts, Figures, Fun-faktor

Auf dem Stoos ist was los Das Skigebiet Stoos liegt im Herzen der Schweiz im Kanton Schwyz. Der Fronalpstock (1922 m ü. M.) bietet direkte Sicht auf die historische Rütliwiese, wo einst die drei Eidgenossen Fürst, von Melchtal und Stauffacher den Rütlischwur sprachen. Zudem sind vom Gipfel zehn Seen und viele Berge zu bestaunen. Das autofreie Stoos ist von Morschach (Luftseilbahn) sowie von Schwyz/Schlattli (Standseilbahn) erreich-

u Einfach erreichbar

Rasant Ein Freestyler geniesst den Tiefschnee. Es gibt auch eine Airboard-Piste.

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bar und 50 Autominuten von Zürich entfernt. Stoos hat um die 150 Einwohner, 4 Hotels, 6 Gasthäuser, 6 Lagerhäuser und insgesamt 2200 Fremdenbetten. www.stoos.ch u Pisten für alle Fahrer 3 Sessel- und 3 Skilifte führen bis auf 1935 m ü. M. (Klingenstock). Insgesamt 35 variantenreiche Pistenkilometer von leicht bis schwierig bieten die zwei «Stöcke». Die Pisten tragen ehrenvolle Namen wie Franz-Heinzer-Piste (Schwierigkeits­ stufe schwarz) oder klangvolle wie Sonnen- oder Panoramapiste (beide rot). u Nicht stossen, sondern schlitteln Gleich neben den Skipisten des Fronalpstocks befinden sich Schlittel- und Airboardpisten (je 2 Kilometer). Die Kleinkinder können beim Skilift Sternegg und im Kinderskiland üben.

Stemm­ bogen Im SnowliPark fahren die Kinder die ersten Kurven auf zwei Brettern.

dene Snowli-Posten gefunden werden. Jeder Fund wird auf einer Stempelkarte vermerkt. Wer eine volle Karte hat, darf an einer Verlosung teilnehmen. u Muki- und vaki-Skifahren Mithilfe eines Skilehrers lernen Eltern in der Schweizer Schneesportschule Stoos, wie sie ihren Sprösslingen das Skifahren am besten und spielerisch beibringen können. Jeden Samstag und Sonntag im Winter.

einfach rustikal

u Minotel alpstubli** Ein traditions­ reiches Hotel, ausgestattet mit charmanten und gemütlichen Zimmern. Im hauseigenen Restaurant werden unter anderem Schwei­ zer Spezialitäten serviert. Ab 1 Nacht im Doppelzimmer mit Buffet-Frühstück, ab CHF 156.– pro DZ. Webcode 74800

wellness-oase u seminar-

und wellnesshotel**** Das Viersternehotel liegt auf einem auto­ freien Hochplateau. 2 Nächte, Halbpension, inkl. 1 Wellnessbehandlung, freie Benützung von Wellness & Spa. Gültig bis 8. 4. 2012, ab CHF 330.– pro Person im DZ. Aufpreis Anrei­ se Samstag: CHF 40.–. Webcode x39351

Unter der Regionalmarke Swiss Knife Valley treten verschiedene Ortschaften und Unternehmen des Kantons Schwyz gemeinsam auf: Sie bieten u. a. im Winter einen überregionalen Schneepass (1 Ticket für 7 Wintersportgebiete, darunter Stoos) an. www.swissknifevalley.ch

u Überregionaler Ski-Pass

Aurelia Forrer

Die Preise

49.–

u Tageskarte

Erwachsene CHF 49.–, Kleinkinder (bis 6) gratis mit Kids-Card, Kinder (6–15) 30.–, Jugendliche (16–20) & AHV (Män­ ner ab 65, Frauen ab 64) 44.– u familientageskarte 2 Elternteile plus eigene Kinder (Alter bis 15) CHF 124.–, 1 Elternteil 87.– u woche 7 Tage für Erwachsene CHF 237.–, Kinder 143.–, Ju­ gendliche & Senioren 216.– u Schlitteln 1 Tag Miete Schlitten CHF 8.–, Airboard 18.–, Zipflbob 8.– u loipenpass 1 Tag CHF 6.–

Zu Gast bei der Älpler­ familie Beizer Wisel Fassbind (stehend) ist bekannt für seine Käseschnitten. The Place to be

Ein Stopp beim «Laui-Wisel» u Noch gehört die «Alphütte Laui» am Fronalpstock zu den Geheimtipps: Sie liegt nämlich nicht unmittelbar an der Sonnenpiste, sondern verlangt einen kleinen Fussmarsch. Der Aufwand lohnt sich: Der «Laui-Wisel», Alois Fassbind, serviert die besten Käseschnitten. Den Alpkäse dazu produziert der Betrieb selbst. Von der Hütte aus geniessen die Gäste bei einem Kafi Schnaps eine herrliche Aussicht. Und neuerdings bietet die Älplerfamilie Fassbind in der Laui-Hütte sogar ein Hot-Pot-Bad an. www.alp-laui.ch

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u swiss holiday park**** Grösster Fe­ rien- und Freizeitpark der Schweiz. Dampf­ bäderlandschaft, Sauna, Römisch-Irische Thermen, moderne Sportanlagen, diverse Restaurants und Bars. Ab 1 Nacht im ­Doppelzimmer mit Buffet-Frühstück, ab CHF 220.– pro DZ. Webcode 74801

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Fotos HO (8)

Panorama-Blick und Pisten-Kick: Auf dem Stoos kommen gemütliche Ausflügler genauso auf ihre Kosten wie rasante Skifahrer.

u familien-Freundlich Das Skigebiet Stoos mit seinen 150 Einwohnern ist verkehrsfrei und somit ideal für Paare mit Kindern. u ski-kindergarten Neben der Talstation der Sesselbahn Fronalpstock liegt das Kinderskiland. Neben einem Kinderkarussell und dem Snowli-Park gibt es neu auch ein Förderband – genannt Zauberteppich. Dieser unterstützt die Kleinen bei ihren ersten Fahrversuchen. Auf der rechten Seite des Teppichs, welche nicht von der Skischule benutzt wird, ist der Zauberteppich kostenlos für alle da. In der Hochsaison ist er bis 16 Uhr, sonst täglich von 9.30 bis 15 Uhr geöffnet. u Snowli Trophy Stoos Spass für Gross und Klein: Wie bei einem Orientie­ rungslauf müssen im Skigebiet verschie­

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Himmlisch Mit gutem Grund ist «Winterspass hoch über dem Nebelmeer» der Slogan von Stoos.

events

Schneespass einmal anders u Snowpark Shredisfaction Mit eigenem

Park-Skilift und diversen Hindernis-Parcours für den Ski- und Snowboard-Fan. Inklusive Après-Ski-Bar und Burger-Stand. Parkclosing-Party am 24. März 2012. u Schneeschuhlaufen Zwei Schnee­ schuhtrails in der Nähe des Dorfes stehen Schneeschuhläufern zur Verfügung. Trail Bergli: 1,5 km, ca. eine halbe Stunde. Trail Brunnerboden: 3,5 km, ca. anderthalb Stunden. Ausrüstung für

einzelne Läufer oder ­Gruppen kann gemietet werden. u Gipfelrundgang auf dem Fronalpstock Mit der Standseilbahn (Schwyz) gehts ins Dorf Stoos und dann mit der Sesselbahn auf den Gipfel. Bei spektakulärer Sicht dauert ein Rundgang über den 1 km langen und präparierten Weg 30 bis 45 Minuten. Von Dezember bis März möglich. u Nachtschlitteln Jeden Samstagabend von 19.30 bis 22 Uhr wird am Skilift Sternegg mitten im Dorf Stoos geschlittelt.

Martin Horat, 67, Muotathaler Wetterfrosch.

Jan «Seven» Dettwyler, 33, R ’n’ B-Musiker.

Ireen Sheer, 63, Schauspielerin und Sängerin.

Xavier Koller, 67, Filmregisseur und Oscar-Preisträger.

Peter Föhn, 59, Schwyzer Ständerat und SVP-Politiker.

Rolf Schweiger, 67, ehemaliger FDP-Ständerat Zug.

Der Innerschwyzer Wätterschmöcker kommt aus Rothenthurm SZ. Auf dem Stoos prophezeite er einen schönen, schneereichen Winter 2011/12.

Der Sänger aus Luzern schwört auf Stoos, «weil es so schön uncool ist. Es ist ein kleines Skigebiet und eine absolut poserfreie Zone.»

Auch internationale Stars haben die Region für sich entdeckt. Die deutsch-britische SchlagerSängerin machte einst Ferien im Sporthotel Stoos.

«Hier ist die Gegend so attraktiv», sagt Koller, der in Brunnen SZ aufwuchs. Auf dem Stoos drehte er den Werbespot für Tourismus Schweiz.

«Nebst den sen­ sationellen Pisten und Wanderwegen schätze ich die Ruhe – Erholung pur! Ein Traum: die weltweit einzigartige Aussicht von der Skipiste aus!»

Schweiger liebt es, in Mondnächten auf dem Balkon seines Ferien­ hauses zu stehen: «Nirgendwo ist der Sternen­ himmel so klar wie auf dem Stoos.»

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Fotos HO (2), Keystone (2), Tilllate, Imago, Alexandra Pauli,

SPortaktivitäten

11. märz Ladies Wellness-Night im Wellnessbe­ reich des Seminar- und Wellnesshotels. Die Damen können ein 4-Gang-Menü geniessen und sich im Spa erholen. www.hotel-stoos.ch 11., 18. & 25. märz Exklusives Skifahren für Frühaufsteher: Zuerst den Sonnenaufgang auf der Piste erleben und dann im Gipfelrestaurant auf dem Fronalpstock frühstücken. www.stoos.ch 17. märz Rock Snowpenair mit den Dusty Boots: Ein Konzert der anderen Art unter freiem Himmel ist bei der Schneebar der «Stoos Hüttä» zu erleben. 31. märz bis 1. April Die beliebte Alphüttenfiesta zum Saisonende auf dem Stoos geht in die elfte Runde: Firnschneefest auf der «Mauris Hütte» am Klingenstock. 8. APril Riitmänner-Rennen: Bei diesem lustigen Schlittelrennen werden nur original Davoser , Lindauer und Schnüriger-Schlitten zugelassen. Startgeld pro Person CHF 8.–. Der erste Preis? Natürlich ein Schlitten.

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Spass inklu­ sive Zwar nicht PartyHochburg, garantiert der Stoos doch lustige Stunden.

Mein Stoos

Geselligkeit bei einem Glas …

Der «Hopp de Bäse!»-Moderator und RadioDRS-Redaktor steht jedes Jahr bis zu 40 Tage auf den Ski.

u Stoos ist weniger die Nightlife-Hoch­ burg, dafür umso mehr geeignet, um dem Après-Ski zu frönen. Hier gehts in Bars und Restaurants statt in Discos. Neu dazu gekommen ist Mosis Après Skibar, die bei den Einheimischen genauso beliebt ist wie bei Besuchern von auswärts. Die Bar ist beim Gasthaus Balmberg, das für den auf­ kommenden Hunger eine rustikale und währschafte Küche anbietet. u Das frischrenovierte Restaurant Stern­ egg macht mit seiner auffälligen gelben Fassade schon von Weitem auf sich auf­ merksam. Hier endet der Skitag mit einem «Einkehrschwung»: entweder auf der Sonnenterrasse bei einem Prosecco oder an der Feuerstelle in der Weinbar. www.sternegg-stoos.ch

Der Stoos ist sozusagen mein Hausberg, da ich in Brunnen aufgewachsen bin. Als Kind verbrachte ich jede freie Minute dort. Damals mussten wir nach Morschach laufen, wo es eine kleine Bahn gab. Das war ein Abenteuer, weil nur vier Personen Platz hatten und der Boden jederzeit durchzubrechen drohte. Zurück sind wir verbotenerweise vom Stoos direkt bis vor die Haustüre gefahren. Noch heute gibt es keine Talabfahrt, aber das ist auch das einzige Manko der Region. Stoos ist nicht nur für gute Skifahrer geeignet, sondern besonders auch als Familien-Ort bekannt. Ein Skigebiet für alle. Ich schätze, dass es autofrei und von zwei Orten, Morschach oder Schwyz/Schlattli, sehr gut erreichbar ist. Niemand muss bei den Bahnen viel Zeit investieren. Zudem hat es sogar einen Sechser-Sessellift mit Sitzheizung! Der Klingenstock ist anspruchsvoller als der Fronalpstock. Ich fahre beide gerne. Aber zugegeben: Ich bin schon eher ein rassiger, inten­ siver Vielfahrer. Dafür eignet sich die Franz-Heinzer-Piste. Minus­ temperaturen oder schlechtes Wetter machen mir nichts aus. Ich fahre jedoch nur am Morgen, am Nachmittag ist meistens Beizen- und Kafi-SchnapsZeit. Für mich ist es wichtig, dass es viele gute Restaurants zum Jassen und Einkehren hat – auf und neben der Piste. Und Stoos hat einiges zu bieten. Ins «Alp Laui» gehe ich wegen der Käseschnitte. Das «Alpstubli» ist eher volkstümlich – was mir zusagt – und geeignet zum Après-Ski. Als mehr oder weniger Einheimischer kommt man mit vielen Leuten ins Gespräch. Auf dem Stoos, das ist der Vorteil der kleinen Skigebiete, sind ohnehin alle per Du, und es hat noch Dorforiginale wie den über 90-jährigen Skilehrer Odermatt vom gleichnamigen Sportgeschäft.

u Die Klingenstock- und die KlingenkellerBar sorgen besonders an Wochenenden und in den Ferien mit Live-Acts für PartyStimmung. Wenn hier hin, dann zu diesen Zeiten – und dann richtig! www.klingenstock.ch

Restaurant Sternegg Hier werden im Weinkeller bis zu 120 edle Tropfen angeboten.

Der Kleine nachbar

Ibergeregg u Die Ibergeregg ist ein Schwyzer Pass, liegt auf 1406 m ü. M. und ist das äusserste Glied der Mythenregion. Der Ort hat gerade einmal zehn Einwohner – dafür zwei Skilifte und sieben Pisten. Seit 1985 lernen Kinder am AlpstubliLift Ski fahren. Die Hänge eignen sich, um die ersten Schwünge auszu­ probieren und dann am Kulmlift das Erlernte auf abwechslungsreichen Pisten zu präsentieren. Die Skilifte liegen direkt neben dem Hotel-Restaurant Passhöhe. Hier gibt es gutbürgerliche Küche. Die Tageskarte für Erwachsene kostet CHF 25.–, für Kinder CHF 17.–. www.ibergeregg.ch Der ehemalige Ski-Profi Franz Heinzer startete einst seine Karriere in Ibergeregg und den umliegenden Orten. Für die Mythenregion gibt es eine allgemeine Tageskarte für 14 Anlagen, für Erwachsene CHF 43.–, Jugendliche (16–20) 38.–, Kinder (6–16) 29.–. In der Handgruobi/Brunnelistock gibt es übrigens noch einen Fun- oder Snowboardpark. www.mythenregion.ch

Überschau­ bar Die Skilifte von Ibergeregg ziehen grosse und kleine Anfänger nach oben. Der Ort gehört zur Mythen­ region.

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Fotos HO (3), SRF / Oscar Alessio

kurt zurfluh, 62

Après-ski

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Autosalon Genf

Baschi, 25

Newcomer als feste Grösse Beruf Sänger Erstes Auto «Ein roter Mazda MX-3, den meine Freundin Kathy und ich uns mit 18 für 4000 Franken gekauft haben – damals, gleich nach ‹MusicStar›.» Fährt 30 000 bis 40 000 Kilometer im Jahr. Putzt sein Auto ein- bis zweimal im Monat. «Wenn ich Zeit habe, auch mal von Hand. Sonst in einer Waschanlage.» Nötig ist es dann jeweils, denn der Schweizer Sänger ist viel unterwegs. «Ich lebe beinahe im Auto.» Trotzdem bringen ihn Staus nicht aus der Ruhe. «Früher habe ich mich fürchterlich aufgeregt, heute nehme ich es ganz cool.» Gar keine Schwäche beim Autofahren? Doch: «Das Parkieren überlasse ich gerne auch mal meiner Freundin, dazu stehe ich.» Seine Stärken sieht Baschi auf der Renn­ strecke: «Letztes Jahr war ich beim Porsche Sports Cup Suisse. Das Rennfieber hat mich voll gepackt.» Auf normalen Strassen ist der Baselbieter aber ein rücksichtsvoller Pilot. «Mehr Sicherheit gibts nur, wenn alle Verkehrsteilnehmer sich bewusst sind, wo Gefahren lauern.»

u Mazda CX-5 Motoren Benziner mit

160, 165 PS, Diesel mit 150, 175 PS 0–100 km/h noch nicht bekannt Verbrauch 4,5 bis 6,6 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 30 500.– Unser Urteil Zwar steigt Mazda erst spät in den Markt der kompakten SUV ein, dafür gleich mit einem rundum gelungenen Paket mit sparsamen Motoren.

Foto Hervé Le Cunff

Zum GENFER AUTOSALON vom 8. bis 18. März zeigen Prominente aus Kultur und Sport ihre auto­mobilen Lieblinge. Und verraten, wie oft sie ihren mobilen Untersatz auf Hochglanz bringen. Text Lorenz Keller

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Stars auf Rädern


Autosalon Genf u Volvo C30 Electric Motor

Elektromotor mit 111 PS 0–100 km/h 10,5 s Spitze 130 km/h Verkauf ab sofort Preis nur als Leasing ab CHF 1290.– pro Monat Unser Urteil Mit 150 km Reichweite und dem starken Elektromotor (aus Schweizer Produktion!) ist der C30 Electric eine echte Alternative zu konventionellen Kompakten.

Melanie Winiger, 33

Klappe, elektrisch, die erste Beruf Schauspielerin und Moderatorin Erstes Auto «habe ich bei der Miss Schweiz Wahl 1996 gewonnen». Fährt rund 20 000 Kilometer im Jahr. Putzt ihr Auto sehr selten. «Mir gefällt es besser, das Auto einfach in den Regen zu stellen.» Dann sind auch die getönten Scheiben wieder sauber. Die gehören neben der Soundanlage und der Sitzheizung zum Pflichtprogramm beim Autokauf. «Ich habe mich leider auch an die Parksensoren gewöhnt und verlasse mich inzwischen fast zu sehr auf sie», sagt Melanie

u Mercedes SL Motoren Benziner

mit 435 oder 306 PS 0–100 km/h 4,6 bis 5,9 s Verbrauch ab 6,8 l/100 km Verkauf ab Ende März Preis ab

Winiger. Und erzählt lachend von ihrer grössten Schwäche als Fahrerin: «Ab und zu fluche ich und zeige anderen Lenkern den Stinkfinger.» Im Stau aber bleibt sie ruhig und erledigt wichtige Anrufe oder hört Musik. «Grosse Ferien­staus vermeide ich aber bewusst.» Das Thema Fussgängerschutz beschäftigt Winiger als Mutter sehr: «Ich finde es schlimm, wenn Gemeinden die Streifen nicht gut kennzeichnen oder ausleuchten. Wir haben doch in der Schweiz wirklich genug Mittel, um die Sicherheit zu verbessern.»

CHF 134 800.– Unser Urteil Kraftvoller, aber bis zu 30 % sparsamer, luxuriöser und dennoch leichter als der Vorgänger: Mercedes hat den athletischen SL in jeder Hinsicht verbessert.

Sabina Schneebeli, 48

Fotos Thomas Buchwalder (2), Katja Stuppia, HO

Paraderolle für Bescheidene Beruf Schauspielerin Erstes Auto «war ein Seat Ibiza, ein günstiger Occasionswagen, über den ich mich trotzdem riesig gefreut habe». Fährt 15 000 Kilometer im Jahr. Putzt ihr Auto spätestens dann, wenn ihr jemand «Putze mich» auf die Heckscheibe schreibt. «Dann fahre ich durch die Waschstrasse. Im Innenraum dagegen bin ich ziemlich pingelig, da herrscht Ordnung und Übersicht», erzählt die TV- und Theater-Schauspielerin. Im Strassenverkehr verliert Sabina Schneebeli aber ab und zu die Übersicht. «Mein Orientierungssinn ist nicht der beste», gesteht sie. Darum ist auch das Navi ihr liebstes Autoaccessoire – neben der Tankanzeige. «Es gibt nichts Unangenehmeres, als plötzlich am Strassenrand mit leerem Tank zu stehen. Ich spreche aus Erfahrung …» In Sachen Fussgängersicherheit bemängelt sie die Standortwahl der Streifen und die teilweise mangelnde Beleuchtung. «Grundsätzlich müssen sich aber alle vorausschauender auf der Strasse bewegen – Auto­ fahrer genauso wie Fussgänger.»

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Cecilia Bartoli, 45

Der Star auf jeder Bühne u Seat Mii Motoren

Benziner mit 60 oder 77 PS 0–100 km/h 13,2 bis 14,4 s Verbrauch 4,2 bis 4,7 l/100 km Verkauf ab Juni Preis noch nicht bekannt Unser Urteil Der kleine City-Flitzer überzeugt mit spritzigen Motoren und einer perfekten Fahrwerksabstimmung – auch für längere Touren.

Beruf Opernsängerin Erstes Auto «war ein roter Fiat 500, den ich heute noch habe. Allerdings musste ich den Cinquecento auf Gasantrieb umrüsten, weil ich sonst mit dem alten Benzin­ motor nicht mehr ins Zentrum von Rom fahren dürfte.» Fährt momentan um die 20 000 Kilometer im Jahr. Putzt ihr Auto nie selber. «Darum kümmert sich mein Mann», sagt sie. Früher habe sie aber beim Fiat 500 gar selber einfache Reparaturen vorgenommen. «Die Bartoli als Automechanikerin, das kann man sich heute nicht mehr vorstellen», meint der Opernstar und lacht. Statt zu putzen, fährt sie lieber in den Süden. «Doch kaum habe ich die Alpen überquert,

denke ich voller Sehnsucht an meine neue Heimat am Zürichsee.» Zwar nicht unbedingt an die Schweizer Strassen, an denen so viele Schilder stehen. «Als Italienerin kitzelt es mich schon ziemlich, ab und zu mal eine Regel zu missachten.» Auch im Stau kommt Cecilia Bartolis südländisches Temperament zum Vorschein: «Ich schimpfe, verwerfe die Hände und benutze meinen Wortschatz an italienischen Fluchwörtern. Dann beruhige ich mich und singe lauthals meine nächste Opernrolle.» Übrigens: Die gebürtige Römerin ist klar der Meinung, man sollte Fussgängerstreifen besser beleuchten, um den schrecklichen Unfällen vorzubeugen. schweizer illustrierte

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Autosalon Genf

Tamara Sedmak, 35

DJ Bobo, 44

Schicker Liebling für alle Fälle

Rasant an die Spitze katapultiert

Beruf Moderatorin und Journalistin Erstes Auto «Ein Golf GTI. Mein Bruder und ich haben uns mit 21 das Auto gemeinsam gekauft. Gefahren hat es aber vor allem er, um seine Freundinnen auszuführen.» Fährt rund 30 000 Kilometer im Jahr. Putzt ihr Auto nicht selber. «Ich bin da eine echte Diva», verrät Tamara Sedmak. Sie lässt ihr Auto von starken Männerhänden putzen. «Ich schaue dabei zu.» Cool gibt sich die Moderatorin auch beim Thema Stau. «Ich ärgere mich

Beruf Musiker Erstes Auto «Ein weisser Audi 80, den ich mir 1988 als Occasion gekauft habe.» Fährt rund 20 000 Kilometer im Jahr. Putzt sein Auto nie. «Zum Glück machen das andere für mich», sagt DJ Bobo und lacht. Aber auch ein viel beschäftigter Musiker steht ab und zu im Stau. «Dann telefo­niere ich, schreibe Ideen auf oder komponiere auch mal einen Song.» Und worauf achtet er beim Autokauf? «Qualität und Bauchgefühl müssen stimmen, dann schaue ich auch nicht so auf den Preis und gönne mir ein paar Extras.» Zur Problematik der Unfälle an Fussgängerstreifen hat er übrigens eine klare Meinung: ��Handzeichen würden Klarheit schaffen. Heute rennen die Leute oft, ohne zu schauen, über den Streifen – oder sogar irgendwo sonst über die Strasse. Das ist furchtbar und wird nur noch von den Velofahrern geschlagen, die in der Nacht ohne Licht unterwegs sind.»

u Subaru BRZ Motor Boxer mit 200 PS 0–100 km/h ca. 6 s Spitze ca. 230 km/h Verkauf ab Sommer 2012 Preis noch nicht bekannt Unser Urteil Der nur 1,3 Meter hohe 2+2-Sitzer belebt das Segment der sportlichen Coupés neu. Ein kleiner Flitzer, der preislich fürs breite Publikum interessant sein dürfte.

Christian Gross, 57

Clever auf Luxus taktiert

Spitze 202, 235 km/h Verbrauch 7,1, 4,4 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 41 250.– Unser Urteil Der Citroën DS5 ist aufregend anders und liegt irgendwo zwischen Raumschiff und Luxusliner. Bald gibts ihn auch als Diesel-Hybrid.

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u Opel Mokka Motoren Benziner 115, 140 PS, Diesel 130 PS 0–100 km/h noch nicht bekannt Spitze noch nicht bekannt Verbrauch noch nicht bekannt Verkauf ab Ende 2012 Preis noch nicht bekannt Unser Urteil Trotz ultrakompakter Bauweise bietet der neue Opel-SUV bis 1372 l Stauraum. Garantiert ein Frauenliebling!

Stephan Meier, 30

Der Kick für Sportler Fotos Hervé Le Cunff, Dick Vredenbregt, Kurt Reichenbach, Katja Lehner-Grossi

u Citroën DS5 Motoren Benziner 156 PS, Diesel 200 PS 0–100 km/h 9,7, 8,2 s

Beruf Trainer BSC Young Boys Erstes Auto «Ein bordeaux-roter Alfa Giulia Super 1600, den ich als 19-Jähriger für 4500 Franken kaufte.» Fährt rund 30 000 Kilometer im Jahr. Putzt sein Auto meist nicht selber. «Ich lasse meinen Citroën putzen, wenn es nötig ist.» Steht der Fussball-Trainer mal im Stau, hört er Musik oder auf DRS 3 Infos. «Und ich telefoniere. Das ist sowieso eine meiner Schwächen. Kaum sitze ich im Auto, habe ich den Drang, die Freisprechanlage einzuschalten.» Kein Wunder, ist dies auch sein wichtigstes Extra. «Sonst bin ich bei meiner Wunschkonfiguration sehr zurückhaltend – verhandle aber beim Preis knallhart.» Und welche Autofunktion benutzt er am häufigsten? «Die Lichthupe zum Anzeigen, dass ich überhole», sagt Gross. Wieder ernst, fügt er an: «In der Stadt fahre ich aber besonders vor­ sichtig.» Leider stellt er bei vielen Fuss­gängern ein leichtsinniges, manchmal gar autoritäres Verhalten fest.

nicht, schalte stattdessen Musik oder Hörbücher ein. Und ich telefoniere viel.» Die wichtigste Funktion in ihrem Auto ist aber das Navi. «Eine wunderbare Erfindung. Ohne wäre ich total aufgeschmissen.» Ihre grösste Schwäche dagegen sind enge Parkgaragen. «Ich hasse es, wenn die Parksensoren gar nicht mehr zu piepen aufhören wollen.» Und wie würde Tamara ­Sedmak die Sicherheit für Fussgänger verbessern? «Die Streifen müssten greller leuchten.»

Beruf Beach-Soccer-Nationalspieler Erstes Auto «Ein VW Golf Diesel, den ich mir mit meinem Ersparten gekauft hatte.» Fährt 35 000 bis 40 000 Kilometer. Putzt sein Auto, wenn er gerade Lust dazu hat. «Ich fahre sicher ein- bis zweimal pro Monat durch die Waschstrasse.» Das wichtigste Accessoire im Auto ist für den Beach-Soccer-Nationalspieler Bluetooth. «Ich bin viel unterwegs, da nutze ich die Zeit, um zu telefonieren.» Wenn Meier allerdings im Stau steht, wird vor allem die Musik laut gestellt. «Dann singe ich auch mal mit.» Beim Autokauf gibt der Sportler für Qualität und Sicherheit gerne Geld aus, damit er sich richtig wohlfühlt. Und wie könnte man Unfälle an Fussgänger­ streifen verhindern? «Das ist wirklich

ein Problem», meint Meier. Man könne ja schlecht eine Mauer drumherum bauen. «Eine Patentlösung habe ich leider nicht.» u Suzuki Swift Sport

Motor Benziner mit 136 PS 0–100 km/h 8,7 s Spitze 195 km/h Verbrauch 6,4 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 23 990.– Unser Urteil Der kleine Sportler bietet grosse Alltagstauglichkeit zu einem günstigen Preis. schweizer illustrierte

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Autosalon Genf u Audi A1 Sportback Motoren

Benziner mit 86 bis 185 PS, Diesel mit 90 und 105 PS 0–100 km/h 7,0 bis 11,9 s Verbrauch 3,8 bis 5,9 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 26 250.– Unser Urteil Als Fünftürer ist der kleinste Audi noch besser nutzbar. Die schon bekannten Qualitäten des Premium-Kleinwagens bleiben.

Sol Gabetta, 30

Kleine Streicheleinheiten Beruf Cellistin und Moderatorin Erstes Auto «Ein alter Renault ­Twingo, den ich zu einem Spottpreis mit meiner ersten Solistengage gekauft habe. Das Cello fand zum Glück knapp Platz.» Fährt 30 000 Kilometer im Jahr. Putzt ihr Auto nicht oft selbst. «Mein Vater übernimmt gerne die Pflege – ich selber bin ja dauernd auf Tournee.» Die Cellistin und Moderatorin der BRTV-Sendung «KlickKlack» mag aber keine schmutzigen Autos. «Da sieht man ja die Schönheit gar nicht mehr.» Zu näher gelegenen Auftrittsorten fährt Sol Gabetta gerne selber. «Natürlich stehe ich da ab und zu im Stau, was

mich aber gar nicht so stört, denn es wird einem plötzlich durch einen äusseren Einfluss Zeit geschenkt.» Sie schaltet dann einfach die B&O-Musikanlage ein – ihr wichtigstes Gadget unterwegs. «Ich fahre gerne mit meinem Freund nach Südfrankreich. Die französischen Autobahnen laden ein zum Genuss­ fahren.» Die argentinisch-französische Cellistin mit russischen Wurzeln, die nun in der Schweiz wohnt, ist übrigens gegenüber den hiesigen Fussgängerstreifen-Gesetzen kritisch eingestellt. «Im Ausland ist weniger geregelt, dafür schauen die Verkehrsteilnehmer besser aufeinander.»

u BMW i8 Concept Motor Benziner mit 223 PS plus Elek­

tromotor mit 130 PS 0–100 km/h 4,6 s Spitze 250 km/h Verkauf noch nicht bekannt Preis noch nicht bekannt Unser Urteil Nur 2,7 l/100 km soll der Hybrid-Sportler verbrauchen, rund 35 km sind rein elektrisch möglich. Das Konzept der Karbon-Fahrgastzelle ist zukunftsweisend. Wir freuen uns schon auf die Serie.

Stefanie Heinzmann, 22

Fotos Hervé Le Cunff (2), Thomas Andenmatten

Globaler Bestseller im Anrollen Beruf Sängerin Erstes Auto «Ein Renault Clio, den mir mein Papa zur bestandenen Fahrprüfung geschenkt hat. Ab diesem Tag war ich das Taxi für alle meine Freunde.» Fährt um die 30 000 Kilometer pro Jahr. Putzt ihr Auto viel zu selten. «Zum Glück habe ich wirklich einen lieben Papa, der mir das ab und zu abnimmt. Nur im Herbst, wenn die Blätter fallen und das Auto schnell dreckig wird, bin ich fleissig.» Viel wichtiger als blitzblankes Blech ist ihr die Musikanlage. Wenn die Sängerin zwischen Deutschland und dem Wallis pendelt, ist der iPod-Anschluss unverzichtbar. «Ich lege dann immer Hörspiele ein, da vergeht die Zeit wie im Flug.» Ausser wenn ihr jemand am Heck klebt. «Von dicht auffahrenden Rasern lasse ich mich total einschüchtern und nerven», gibt Stefanie Heinzmann zu. Sie selber fährt zwar sehr gerne, bezeichnet sich aber als gemütliche Fahrerin. «Da fällt es mir besonders auf, wenn Autofahrer und Fussgänger unachtsam sind. Es gehören beide Seiten dazu, um Unfälle zu verhindern.»

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u Hyundai i30 Motoren Benziner 100 bis

135 PS, Diesel 128 PS 0–100 km/h 9,9 bis 13,2 s Verbrauch 3,7 bis 6,7 l/100 km Verkauf ab 8. März Preis ab CHF 18 990.– Unser Urteil Der dynamische i30 wird zum ernsthaften Konkurrenten in der Golf-Klasse. Spätestens dann, wenn er auch als Kombi auf den Markt kommt.

Martin Tomczyk, 30

Schnell unter Hochspannung Beruf Autorennfahrer Erstes Auto «Ein Fiat Coupé. Ein enger Freund hatte ein Fiat-Autohaus und hat mir einen guten Preis gemacht. Bald danach bekam ich aber die ersten Dienstwagen meiner Arbeitgeber im Rennsport.» Fährt zwischen 50 000 und 70 000 Kilometer – die Runden auf den Renn­ strecken nicht eingerechnet. Putzt sein Auto sehr oft. «Ich bin mit ­meinen Autos sehr penibel», gesteht der ­Deutsche, der im Kanton Baselland wohnt. «Für mich ist ein Auto nicht nur

ein Fortbewegungsmittel, sondern eine Leidenschaft.» Kein Wunder, fährt der DTM-Sieger von 2011 damit am liebsten zum Autofahren, nämlich zu den Rennstrecken. Und steht dabei natürlich auch immer wieder im Stau. «Dann heisst es abwarten und Geduld haben – was aber nicht wirklich eine Stärke von mir ist.» Für den Rennprofi eine wichtige Eigenschaft im Verkehr ist aber Respekt: «Mit mehr Rücksicht und vorausschauendem Fahren könnten viele Unfälle vermieden werden.» schweizer illustrierte

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Autosalon Genf

Nic Maeder, 40

Alina Buchschacher, 20

Mit Stil in eine neue Epoche Beruf Gotthard-Sänger Erstes Auto «Ein voll ausgestatteter Mazda 626 – das war für mich damals der grösste Luxus.» Fährt etwa 15 000 Kilometer im Jahr. Putzt sein Auto viel zu wenig. «Wenn ich mal loslege, dann poliere ich alles auf Hochglanz – aber das ist eben nicht wirklich oft der Fall», gibt Nic Maeder zu. Wenn der GotthardSänger im Stau steht, erledigt er übrigens Telefonanrufe. Doch das kommt nicht oft vor. «Ich fahre lange Distanzen viel lieber in der Nacht, dann

Der Eleganz die Krone aufgesetzt

hats nicht so viel Verkehr», sagt er. Nicht weil er Stau vermeiden will, sondern weil er tagsüber am Steuer schläfrig wird. «Im Dunkeln passiert mir das nie», sagt er lachend. In Zukunft wäre Maeder gerne mit fliegenden Autos unterwegs – dann würden sich Fussgänger und Fahrzeuge auch nicht mehr in die Quere kommen. «Im Ernst: Ich finde, die Fahrer müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Denn eigentlich ist es wirklich nicht schwer, einen Fussgängerstreifen zu sehen.»

u Lancia Thema Motoren Benziner mit

286 PS, Diesel mit 239 PS 0–100 km/h 7,7 bis 7,8 s Verbrauch 7,1 bis 9,4 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 62 900.– Unser Urteil Der Italo-Amerikaner trumpft mit Komplett-Ausstattung und kraftvollen Motoren auf. Ideal für alle, die eine etwas andere Limousine möchten.

Daniel Pedrosa, 26

u VW CC Motoren Benziner 160 und 210 PS, Diesel

Frischer Wind in seiner Klasse

140 und 170 PS 0–100 km/h 7,6 bis 9,8 s Verbrauch 4,7 bis 7,8 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 46 800.– Unser Urteil Dynamisch, elegant und mit erstaunlich viel Platz fährt der CC in die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse. Seven, 33

Beruf Soulsänger Erstes Auto «Ein Ford Mondeo, den ich für 2500 Franken gebraucht gekauft habe. Mein ganzer Stolz damals, da ich dafür jahrelang gespart hatte.» Fährt «viel zu viel. Aber zum Glück bin ich in einem Voll­ hybriden unterwegs und dadurch mit meinem Gewissen im Reinen.» Putzt sein Auto nach dem Motto: Je schöner das Auto, je öfter. «Und darum momentan oft. Mindestens einmal pro Monat fahre ich in die Waschanlage und greife zum Sauger.» Eine saubere Sache ist auch Sevens Vorstellung von der automobilen Zukunft: «In zwanzig Jahren sind wir in eiförmigen Schwebe-Büros unterwegs, sogenannten Schwoffices oder Schwüros.» Adresse eingeben, und schon fährt das Mobil automatisch dorthin. Dann könnte der Musiker noch ungestörter seiner Lieblingsbeschäftigung im Auto nachgehen: «Das Radio aufdrehen. Ein Audiopaket mit tollem Sound, Navi und USB-Anschluss ist ein Muss.»

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u Toyota Prius+ Motor Systemleistung Elektromotor

und Benziner 136 PS 0–100 km/h rund 11 s Verbrauch rund 4,3 l/100 km Verkauf erste Hälfte 2012 Preis noch nicht bekannt Unser Urteil Der erste Vollhybride mit sieben Plätzen passt perfekt für umweltbewusste Familien.

Fotos Thomas Buchwalder, Dominique Zahnd, Hervé Le Cunff, Tina Sturzenegger

Gehör für die Zukunft

Beruf Miss Schweiz 2011 Erstes Auto «Mein erstes eigenes Auto war der Lancia Ypsilon, den ich als Miss Schweiz geschenkt bekommen habe.» Fährt im Missenjahr 30 000 Kilometer. Putzt ihr Auto alle zwei Wochen in einer Handwaschanlage. «Einmal im Monat wird gründlich geputzt, dann muss auch mein Freund Hand anlegen.» Egal, ob in der eleganten Thema-Limousine zu einem schicken Anlass oder im Ypsilon zu einem privaten Termin, das wichtigste Autogadget ist für die aktuelle Miss Schweiz das Navi. «Ich habe so viele Termine, dass ich mit Kartenlesen viel Zeit verlieren würde.» Und wenns dann wegen eines Staus trotzdem mal knapp wird? «Da ich gerne pünktlich bin, gerate ich schon ein wenig unter Druck. Musik hören beruhigt mich dann.» Alina Buchschacher hat übrigens schon kritische Situationen an Fussgängerstreifen beobachtet, wenn Fussgänger beim Abbiegen ebenfalls Grün haben. «Das sollte man vermeiden – oder zumindest die Fahrer besser warnen.»

Beruf Motorradrennfahrer Erstes Auto «war wie bei den Töffs ein Honda. Ich bin der Marke auf zwei und auf vier Rädern treu.» Fährt 40 000 Kilometer mit dem Auto. Putzt sein Auto regelmässig. «Ich bin da sehr pingelig – aus­ sen genauso wie im Innenraum», sagt der spanische Dreifach-Weltmeister, der in der Nähe von Nyon VD wohnt. Als Rennprofi, der auf dem Töff zu den Schnellsten der Welt gehört, ist ihm auch beim Auto vor allem das Handling wichtig. «Auf langen Reisen zählt natürlich auch Komfort und eine gute Audioanlage.» Die nutzt er, wenn er im Stau steht. «Manchmal philosophiere ich auch einfach vor mich hin.» Mühsam findet Daniel Pedrosa, wenn der Verkehr zähflüssig ist. «Dann werde ich ungeduldig – aber ich raste nie aus.» Und wie könnte man die Verkehrs­ sicherheit verbessern? «Motorisierte Verkehrsteilnehmer und Fussgänger müssen einfach disziplinierter sein und mehr Respekt zeigen.»

u Honda Civic Motoren Benziner 100, 142 PS, Diesel 150 PS 0–100 km/h 8,3 bis 13,0 s Spitze 187 bis 217 km/h Verbrauch 4,4 bis 6,3 l/100 km Verkauf ab März Preis ab CHF 23 500.– Unser Urteil Optisch leicht angepasst, technisch rund­ erneuert: Der neue Civic überzeugt mit grossem Raumangebot und hoher Fahrstabilität.

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Autosalon Genf

Stress, 34

So tönt der Wind in den Haaren Beruf Musiker Erstes Auto «Ein Opel Corsa mit Löchern im Dach. Ich bin damit quer durch Europa gefahren.» Fährt 30 000 Kilometer im Jahr. Putzt sein Auto ungefähr alle sechs Wochen in der Waschanlage. «Im Winter vielleicht etwas öfter», sagt der Rapper. Wichtiger als ein blitzblankes Auto ist ihm eine gute Musikanlage. Für dieses Extra würde er auch am meisten Geld ausgeben. Das Audio-Equipment ist übrigens nicht nur wichtig, weil Stress ein Vollblutmusiker ist. «Im Stau werde ich schnell ungeduldig. Dann drehe ich die Musik auf. Das bringt etwas Entspannung. Gerade in Zürich brauche ich den Ablenkungs-Sound leider ziemlich oft», sagt er lachend. Die Ungeduld ist denn auch seine grösste Schwäche als Autofahrer.

u Mini Roadster

Motoren Benziner 122 bis 211 PS, Diesel 143 PS 0–100 km/h 6,5 bis 10,5 s Verbrauch 4,5 bis 7,3 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 32 000.– Unser Urteil Wer nur zwei Sitze braucht und etwas mehr Kofferraum als beim Mini Cabrio, der erhält mit dem Roadster eine rasante Fahrmaschine.

u Chevrolet Camaro Cabrio Motor 6,2-l-Benziner mit

432 PS 0–100 km/h 5,4 s Verbrauch 14,1 l/100 km Verkauf ab sofort Preis ab CHF 54 490.– Unser Urteil Dass es den Camaro nun auch offiziell in der Schweiz gibt, freut alle Fans von typisch amerikanischen Muscle-Cars.

Christian Stucki, 27

Kleines Schwergewicht Beruf Chauffeur und Schwinger Erstes Auto «Ein schöner VW Golf II G60. Es war Liebe auf den ersten Blick.» Fährt jährlich 30 000 bis 50 000 Kilometer. Putzt sein Auto alle zwei bis drei Wochen. «Ein sauberes Auto ist mir schon wichtig. Wenn ich zu einem Wettkampf fahre, ist es auch immer eine Visitenkarte.» Als Berufs-Chauffeur ist Stucki viel unterwegs. «Da erlebt man vieles – und manchmal regen mich gewisse Verkehrssituationen schon auf.» Aber nur ein bisschen. «Sonst hätte ich wohl den falschen Beruf», sagt der Schwinger lachend. Nicht verzichten möchte Stucki auf den Tempomaten, der ihm entspanntes Fahren ermöglicht. «Er schützt erst noch vor Tempoübertretungen.» Persönlich fand Stucki die alte Regelung am Fussgängerstreifen besser: «Handzeichen sind ein klares Signal. Heute bremse ich oft, aber die Leute wollen gar nicht über die Strasse.»

Alain Menu, 48

Fotos Thomas Buchwalder, Philippe Dutoit, Walter Pfäffli / Automobil Revue

Offen für rasante Typen Beruf Autorennfahrer Erstes Auto «1983 habe ich eine Alfetta für 2000 Franken gekauft, bin den Winter hindurch damit gefahren und habe das Auto nachher für 2200 Franken wieder verkauft.» Fährt «30 000 Kilometer pro Jahr auf öffentlichen Strassen – und nochmals so viele auf Rennstrecken in der ganzen Welt». Putzt sein Auto, wenn er für Chevrolet oder einen Sponsor unterwegs ist. «Ich bin aber sicher kein Wochenend-Hobbyputzer», sagt Alain Menu. Viel lieber macht er dann einen Ausflug in die Berge. «Unterwegs auf Passstrassen kann ich meine Leidenschaft für die Alpen und für Autos verbinden.» Ungewöhnlich für einen Renn­ fahrer: «Ich bin dank dem technischen Fortschritt zu einem grossen Fan von Automatikgetrieben geworden.» Der Profi weiss auch, wie man Unfälle an Zebrastreifen besser ver­hindern könnte: «Antizipation ist nicht nur im Rennsport wichtig, sondern auch auf der Strasse.»

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u Skoda Citigo Motoren Benziner mit 60 und 74 PS

Verbrauch 4,5 l/100 km 0–100 km/h 13,2 bis 14,4 s Spitze 160/171 km/h Verkauf ab Juni Preis noch unbekannt Unser Urteil Das wendige City-Mobil besticht mit kleinen Alltagshilfen wie einer Handytasche.


notabene

Die Schweiz ist fertig! Chris von Rohr

Foto Daniel Rihs

A

ls Jugendlicher kennt Staatsanwälte hindern uns daran, unsere Gesetze umzusetzen!» Die Rechts­ man von allem den Preis, aber nur von weverdreher wiederum verweisen an nigem den Wert. Wer Politiker und Völkerrecht. Diese sich schätzt schon in seinen drückenden, von uns fett gemästeten jungen Jahren, was staatlichen Siebenschläfer schaden allen seine Vorfahren und die rechtschaffenen Ausländern, die unseAlten erschaffen haben? Man ist parat rem Land guttun. Sie verharren in zum Kritisieren, Verteufeln oder Verfalscher Sozialromantik, delegieren, harmlosen. Ich war genauso, verstand schieben, zerreden, setzen falsche die «Schaffä, schaffä, Häusle bauä»Anreize und übernehmen keinerlei Mentalität meiner Eltern nicht. Alles war Verantwortung. der Arbeit und dem Haben untergeordAndy Warhol sagte einmal: «Die net und für mich zu wenig dem Sein, Schweiz ist gut – die Schweiz ist fertig»! dem Erforschen und Zelebrieren des Fertig im Sinne von festgelegt und zu­ Lebens. Später ist auch mir klar gewor- «Es war schon immer reglementiert, nichts mehr zu tun an ­diesem Land. Dem Artisten fehlt so der den: Ohne unsere fleissigen Ahnen die persönliche letzte Kick. Es war schon immer die könnten wir nie ein solch privilegiertes Dringlichkeit, die persönliche Dringlichkeit, die Grosses Leben führen. erschaffen liess. In der Schweiz fehlt Wer weiss schon noch, dass vor Grosses erschaffen sie offenbar. Ein Zeichen dafür, dass es nicht allzu langer Zeit Zar Alexander I. uns gut geht – zu gut. Diverse Künstler von Russland eine Kollekte für die ver- liess» armte, hungernde Schweiz durchführte? checken das. Sie brechen aus und Vergangene Zeiten. Heute steht unser Land in vielerlei suchen die Herausforderung im Ausland. Hinsicht an der Spitze. Doch die grössten Fehler passieren im Aus meiner Vatersicht, der sein Kind in diesem Land Erfolg. Aufs Siegertreppchen zu gelangen, ist das eine – oben aufwachsen sieht, gibt es allerdings sehr viel zu tun. Wir müszu bleiben, das andere. Die meisten scheitern, egal ob Einzel- sen höllisch aufpassen, dass uns nicht passiert, was fast allen kämpfer, Teams oder Länder. Denn sie vergessen, weiterhin Erfolgsmodellen der Weltgeschichte widerfahren ist. Das imdas zu tun, was den Erfolg herbeigeführt hat. Mit Goethes mer gleiche Muster: ein frühes, archaisches Zeitalter, in dem Worten: «Nichts ist so ungesund für den Menschen wie zu die ­Gesellschaft entsteht, sich entwickelt und gedeiht, dann viele gute Tage.» eine klassische Phase, in der sie zur höchsten Blüte reift, und Als Musiker bin ich ein Multikultifreak und arbeitete seit schliesslich die Erschlaffung, eine dekadente Verfallsperiode, Jahrzehnten mit allen Nationen und Farben zusammen. Das in der alles auseinanderbricht. Ich bin nicht sicher, in welchem gefiel mir immer. Es brachte Abwechslung, Schwung und Stadium wir uns jetzt gerade befinden, aber die Vorzeichen geFröhlichkeit ins oft kalte, verknorzte Heidiland. Aber früher ben zu denken: wachsende Staatsausgaben und Staatsschulwaren Integration, Asylanten, die keine sind, Wirtschafts- den, desorientiertes Schulwesen, Verfall von Ethik und Moral, flüchtlinge und fehlende Einheimische, die harte und unappe- wankende Sozialwerke und Pensionskassen, explodierende titliche Arbeit erledigen wollen, noch kein Thema. Wer hier- Staatsbürokratie, zunehmende Steuerbelastungen und überherkam, respektierte und akzeptierte die Swiss Rules, auch forderte Infrastrukturen, sinkende Geburtenraten, politische wenn einigen, vor allem südlichen Zuwandern, die sture, oft Feuerwehrübungen, diffuse Führung, Filz, globaler Gigantisenge Auslegung unseres Alltags bestimmt Mühe gemacht hat. mus und der Rückzug der Edlen und Weisen aus dem öffentIn den 50er- und 60er-Jahren wurden Zuwanderer meist mit lichen Leben. Natürlich glaube ich an unser Land und seine Menschen, offenen Armen empfangen. Menschen in einem fremden Land ohne Beschäfti- aber es wird sich wohl wie mit den Kartoffeln verhalten: gung, Zukunftsaussichten und Lebensmut rutschen rasch Erst wenn sie so richtig im Dreck sind, gehen ihnen die  ins kriminelle Milieu ab. Spricht man Polizisten auf diese Pro- Augen auf. blematik an, scheint gleich ein eiterndes Bibeli aufzuplatzen. «Wir sind doch nur die Deppen! Juristen und gehemmte Chris von Rohr, 60, Musiker, Produzent und Autor schweizer illustrierte

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Uhren Extra Ein Magazin der Schweizer Illustrierten, im Auftrag von Tasari Atelier, Bern

Fossil

Industrie-Look D

ie Meister des Vintage haben mit der Uhr Machine erneut den Nerv der Zeit getroffen: übergross, wuchtig, auffallend im Design, das ist das Modell Machine von Fossil. Die Farbe Schwarz symbolisiert Luxus und Raffinesse, Macht und Mysterium. Das schwarze Zifferblatt sitzt in einem schwarz ionisierten Gehäuse, dessen Strukturierung an ein Waffelmuster erinnert. Eine kleine runde

Aussparung zwischen vier und fünf Uhr bietet Platz für das Datum, und die kleinen Zeiger in den weiss umrandeten Chronoaugen setzen ein farbliches Highlight in Mittelblau. Das Armband ist aus Edelstahl, und die Uhr wird selbstverständlich in der trendigen Fossil-Dose geliefert. u Modell FS4552 Machine, CHF 219.–

Tel. 061-560 99 00, www.fossil.ch

Baselworld u Vom

8. bis 15. März 2012 An der Weltmesse für Uhren und Schmuck Baselworld sind alle renommierten Uhrenund Schmuckmarken sowie Diamanten-, Edelstein- und Perlen­händler präsent. Täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr. www.baselworld.com

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Uhren Extra Festina

Qualität und Geschichte Auch Christina Surer schätzt die hochwertigen Uhren von Atlantic.

SportChic

Keramik, das Trendmaterial Das Herrenmodell (l.) und das Damenmodell aus der Festina-Keramik-Kollektion.

Jetzt gibts die Festina-Keramik-Uhr auch für Herren. Die Chronos gibts in Weiss, Blau und Schwarz. Und als Special Edition für FCZ-Fans.

D

Atlantic

Eine Legende

Sie weiss, wie wichtig genaue Zeitmessung ist, aber auch was schön ist. Christina Surer, Botschafterin von Atlantic.

M

it der Weiterentwicklung der legendären Worldmaster 1888 bringt Atlantic Watch SA erst­ mals einen Zeitmesser mit Réserve de Marche auf den Markt. Die Uhr präsen­ tiert sich in einem klassischen und zeit­ losen Edelstahlgehäuse von 42 Milli­ metern Durchmesser mit einer ganz

speziellen, einzigartigen konkaven Lu­ nette. Auffallend ist das guillochierte Zif­ ferblatt mit der integrierten Gangreser­ ve-Anzeige, das durch ein innenseitig entspiegeltes kratzfestes Saphirglas ge­ schützt ist. Die Uhr ist mit einem ETAWerk 2897 Réserve de Marche ausge­ stattet. Durch den Glasboden erhält der

Betrachter einen interessanten Blick in das hochpräzis funktionierende Innen­ leben und auf das berühmte Schweizer Uhrwerk. u Worldmaster Original 1888 Réserve de Marche, CHF 1490.–, Tel. 032 - 625 18 88 www.atlantic-watch.ch

Mondaine

Immer wieder neu

ie Damenkollektion in Keramik ist seit Langem ein grosser Er­ folg. Nun wurde sie durch die Herrenuhr vervollständigt. In reinem Weiss ist sie etwas ganz Besonderes. In Zürich gibt es in einigen Verkaufsstellen den Chronographen in Weiss sogar mit dem FCZ-Logo versehen. Die Sport-ChicÄsthetik zeigt sich auch bei der Damen­ uhr der Keramik-Kollektion. Technik, mo­ derne Trends, Ästhetik und Funktionalität sind die Werte, nach denen Festina Uhren baut. Die spanische Marke, die 1902 in der Schweiz ­gegründet wurde, hat sich damit einen Namen gemacht. Zur Auswahl stehen analoge Uhren mit runden und eckigen Gehäusen, Chrono­ graphen für Herren, ­Keramik-Lünetten und Armbänder aus Stahl und Keramik, aber auch aus dem hautfreundlichen PU.

Die Zifferblätter gibt es in den Farben Weiss, Schwarz und Blau mit Stundenein­ teilung oder Zirkonia. u Herren-Keramik-Chronograf, CHF 379.– Damen-Keramik-Uhr, CHF 248.– Tel. 032 - 344 28 78, www.festina.ch

Klare Formen Die Armbanduhren (o.) oder Taschenuhren (u.) sind einem vertraut und doch immer wieder neu. Produziert wird in Biberist SO (u. l.).

Ab April ist er erhältlich, der Evo Chronograph von Mondaine. Für Damen und Herren gleichermassen geeignet.

W

enn Funktionalität auf ­Design trifft, entsteht ein spannender Mix. Dem neu­ en Evo Chronographen gelingt diese Mischung: Das klassische MondaineZifferblatt – für dieses Modell entwe­ der in Schwarz oder Weiss erhältlich – wird von einem Edelstahlgehäuse eingerahmt. Dieses ist je nach Ausfüh­ rung entweder poliert oder gebürstet und verändert dadurch die Optik ins Klassisch-Elegante oder Sportlich-Tren­

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dige. Mit einem Durchmesser von 40 Mil­ limetern kann die Uhr sowohl von Damen als auch von Herren getragen werden. Das Modell ist bis 30 Meter wasserdicht und wie alle Mondaine-Uhren Swiss Made. Mondaine bietet auch Kultobjekte an, wie die Taschenuhren und Savonettes. Hand­ lich klein, gut lesbar und praktisch. u Evo Chronograph, CHF 445.– u Taschenuhr, CHF 195.– Tel. 058 - 666 88 33, www.mondaine.com

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Uhren Extra Candino

Elegant und pfiffig

M Zwei neue Uhren aus beliebten ­Kollektionen: Herrenuhr Casual und Damenuhr Elegance von Candino.

Die Uhr zum kleinen Schwarzen hat am besten gleich einen Sternenhimmel auf dem ­Zifferblatt. Wie die Candino Elegance.

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hne plump oder mächtig zu sein, entspricht die neue Damenuhr aus der Kollektion Elegance doch dem Wunsch nach grösseren Uhren. Sie besticht aber vor allem durch das sorgfältig gestaltete Zifferblatt. Die dezentrierte Zahlenanordnung und die Dekorsteine machen aus der Uhr ein pfiffiges Schmuckstück. In Schwarz, Braun und Weiss erhältlich, verfügt die­ ses Modell über einen Durchmesser von 38 Millimetern und ist stets mit dem passenden Lederband ausgestattet. Neu wird die Candino-Kollektion nur noch mit Saphirglas produziert – beinahe einzigartig in dieser Preisklasse. Das gilt auch für die Herrenuhr aus der Kollektion Casual, die mit einem hoch­

Carl F. Bucherer

wertigen Automatikwerk bestückt ist. Sie hat Indexe und Zahlen, eine Datums­ anzeige, und es gibt sie in Weiss, Blau und Schwarz. u Damenmodell Elegance, CHF 225.–

Sinnlich schön

Mit der Alacria-Linie hat die Luzerner Uhrenmarke eine neue, elegante Gehäuseform erschaffen. Eine Uhr so sinnlich wie ihre Trägerin.

u Herrenmodell Casual, CHF 578.– Tel. 032 - 344 28 78, www.candino.ch

Luminox

Luft und Wasser

it dem Willen zur Besonder­ heit ist den Designern von Carl F. Bucherer ein Schach­ zug gelungen: Mit den Alacria-Modellen kommt die feminine Sensibilität der Marke zum Ausdruck. Die proportionale Ästhetik des Gehäuses gibt ihnen eine skulpturale, emotionale Form. Die Mo­ delle zeigen, dass die Wertigkeit einer edlen Uhr in den Details steckt. Aus die­ sem Ansatz ist mit der Alacria eine ein­ zigartige Gehäuseform in der Uhrenwelt entstanden. Raffiniert umgesetzt wird die Alacria in Edelstahl, Weiss- oder Gelbgold in den Dimensionen von 25,5 mal 38 oder 45,1 mal 31,4 Milli­ metern. Luxuriöse Zifferblätter aus echtem Perlmutt, silberfarben oder schwarz, dazu passende Arm­ bänder in Edelstahl, Gold, Textil oder exotischem Leder bilden die ­Linie. u Alacria-Modell in Weissgold und

mit Textilband, CHF 26 200.– u Alacria-Modell aus Edelstahl

CHF 6100.– Tel. 041 - 369 70 70 www.carl-f-bucherer.com

Spezielle Form Das Gehäuse der Alacria ist einzigartig und macht aus der Damenuhr ein ganz besonderes Schmuckstück.

Blackbird Die SR-71 war ein Überschalljet. Ihm ist die Blackbird gewidmet. Links die Uhr für Taucher.

Die Swiss-Made-Uhr, die permanent leuchtet, ist nicht nur in der Fliegerei daheim. Auch unter Wasser ist sie heimisch.

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ls Hommage an die legendären Flugzeuge SR-71 Blackbird lancierte Luminox im Jahre 2005 ihre SR-71-Kollektion. Nun gibts die vierte Generation dieser ein­ zigartigen Serie: die Limited Edition SR-71 Blackbird Valjoux Chronograph. Der Tarnkappenstil des Flugzeugs aus den 1960er-Jahren spiegelt sich in ­jedem Detail. Die kissenförmige polierte schwarze PVD-Lünette und ein sandgestrahltes geschwärztes

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Stahlgehäuse, ergänzt mit einem passen­ den Edelstahlarmband, gibt der Uhr eine phantomhafte Ästhetik. Nicht in die Luft, sondern ins Wasser gehört die Deep Dive Automatic – die Uhr für Abenteuer im Sommer. u Blackbird™ 9000 Series CHF 2800.– u Deep Dive Automatic 1500 Series CHF 1989.–, Tel. 058 - 666 88 33 www.luminox.com

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Shopping

top ten der Woche

Imaxtree, Stills Geri Born, Styling Stills Kristina Köhler

FrühlingsPrinzessin

u Das Nostalgie-Karussell auf der Bühne scheint aus Zuckerguss, die Modelle, die in sorbetfarbener Fifties-Couture auf den Pferdchen sitzen, wirken wie aus Marzipan: Marc Jacobs Frühjahr/ Sommer-Kollektion für Louis ­Vuitton ist ergreifend märchenhaft. Doch im Gegensatz zu Schneewittchen zeigen sich die falschen Prinzessinnen frisch wie der Frühling, mit Leuchte-Teint, FrischeWangen und zarter kalifornischer Bräunung (Sonnenpuder sei Dank!). Dazu gibts voluminöse PuppenWimpern, natürlich definierte Brauen, Lippen mit feinem Glossglanz und Nagel­lacke in KonfektFarben. Wir zeigen die Produkte zum Look. Kristina Köhler

Lassen Sie sich auf dem iPad Woche für Woche überraschen von animierten Bildern und dem Objekt der Begierde. Mehr Lust auf Shopping!

Vitale Märchenfigur Mit Blumenwiesenkleid und einem strahlenden Sommerteint ins Frühjahr starten. Backstage bei Louis Vuittons Show. schweizer illustrierte

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Shopping top ten he der Woc

u Ein Teint, der das Licht einfängt und sich dem Hautton anpasst, steht im Fokus der neuen Make-ups. Etwa Vichys getönte Tagescreme Neovadiol Lumiere für reife Haut, die u. a. Perlmutt enthält. Auch die BB-Cremes («Blemish Balm»; «Balm gegen Makel») kaschieren Unebenheiten und hüllen die Haut in eine federleichte, pflegende und strahlende Hülle (etwa von Estée Lauder, Garnier, L’Oréal). Und Bronzepuder lassen Wangen leuchten wie nach einem Tag an der Sonne.

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Seidige Genies Mineralpuder Pressed Base, Glo Minerals. www.cosmovogue.ch u CHF 72.– Foundation Teint Idôle Ultra 24 h, Lancôme. u CHF 59.– TerracottaPuder Sun in the city, Guerlain. Lim. Edition. u CHF 98.– Puderpinsel Bourjois. u CHF 13.90 Lidschatten in Rosewood Nr. 9, Burberry, Jelmoli. u CHF 43.–

Künstler-Quintett Lack in Pedal Faster Suzi!, Opi. www.opiswiss.ch u CHF 23.90 Lack in Mint Candy Apple, Essie, Coop-City, Manor. u CHF 19.90 Lack Top Speed in Cloud, Revlon. u CHF 14.90 Brauen-Stift von Elite, Marion­ naud. u CHF 9.90 Mascara Mega Volume Collagene 24 h, L’Oréal. u CHF 23.90

Lichte Erscheinung Getönte Anti-Age-Pflege Neovadiol Lumiere, Vichy, in Apotheken. u CHF 46.– Antioxidantien-Augencreme Xingu, Santaverde, Fachhandel, Marionnaud. u CHF 49.90 BB-Creme Day Wear mit SPF 35, Estée Lauder. u CHF 45.90 Make-up-Base Lumi Magique, L’Oréal. u CHF 22.90

1000 Küsse Lip-Lack Larger than life in Tiber, Nars, Jelmoli. u CHF 47.– Shimmering Rouge Lipgloss Nr. 214, Shiseido. u CHF 40.– Luxus-Lippenfarbe Rouge Pur Couture Nr. 3, Yves Saint Laurent. u CHF 48.– Glanzbalm Rouge Coco, Chanel. u CHF 46.– Lippenstift Caresse, 8 Farben, L’Oréal. Ab Ende März. u CHF 20.90 schweizer illustrierte

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objekt der begierde

Es werde Licht u Philips gehört mit seinen LCD-Fern­ sehern der 9000er Serie zu den Mehrfachsiegern bei Tests und Auszeich­ nungen. Um sich im hart umkämpften Umfeld zu behaupten, haben sie einen einmaligen Trumpf im Ärmel. Das Ambilight-Umgebungslicht. Es wird von der Rückseite des Bildschirms auf die umliegenden Wände projiziert. Damit wird das Fernseherlebnis ge­ steigert. Natürlich verfügt dieser FullHD-TV der Spitzenklasse über sämtliche neusten technischen Eigenschaften wie LED-Beleuchtung, 3-D und Wi-Fi. Damit kann man im Internet surfen oder Videos und Fotos direkt vom PC oder Handy übertragen. stephan gubler

online-tipp

www.zalando.ch u Lange mussten wir warten, jetzt endlich verschickt der Onlineshop www.zalando.ch seine Ware auch in die Schweiz – und das erst noch ohne Versandkosten. Das Klicken durch die grosse Auswahl an Schuhen und ­Kleidern für Damen, Herren und Kids braucht Geduld: Kategorien wie

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Absatzform und -höhe, Preis und Farbe oder Material vereinfachen die Suche. Passt das bestellte Stück nicht, kann es innert 30 Tagen kostenlos zurück­ geschickt werden. nina lienhard mehr online-tipps: www.schweizer-illustrierte.ch

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Ursula Borer, HO

Lichtgestalt Die Fernseher der 9000 Series von Philips mit Ambilight-Umgebungslicht gibts in Grössen von 32 bis 52 Zoll. www.philips.ch u ab CHF 1499.–


Shopping top ten der Woc he

Romy Schneiders Stil

Laufsteg

Modemutig

Heisser Look Megan Will auf dem Laufsteg an der Mailänder Fashion Week.

Entspannte Zauberhaftigkeit u Ihre Schönheit, ihr zauberhaftes Wesen und ihre Intensität sind unvergessen: Am 29. Mai ist der 30. Todestag von Romy Schneider. Das HardcoverFotobuch «Romy – Ich werde nie halbe Sachen machen» zeigt die Filmschauspielerin, wie sie unzähligen Menschen in Erinnerung bleibt: voller ansteckender und unbändiger Lebenslust, als Frau mit einem mutigen Herzen und als grossartige Künstlerin. Und: Sie bleibt eine inspirierende Stil-Ikone. Sei es in einfachen (Männer-)Blusen und mit raffiniert zusammengebundenen Kopftüchern oder Strohhut, im 70er-JahreLook mit Strickweste, Mantel, Boots und Schlapphut oder im bestickten Abendkleid, ohne jeden Schmuck und einfach hochgesteckten Haaren. Romy forever.

Kristina Köhler

Erinnerungen HardcoverFotobuch über Romy mit zwei Filmmusik-CDs, Edel Classics. u ca. CHF 59.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born (Porträt), Paul Seewer (Stills), Imaxtree

Nina Lienhard, Redaktorin SI Shopping, blickt zurück in die 50er-Jahre. u Quietschende Autoreifen und der Geruch von Abgas stehen in krassem Kontrast zu Miuccia Pradas ­comicartigen Prints von bonbon­ farbenen Cadillacs. Die Designerin lässt die Kultautos auf PlisséeRöcken und trägerlosen BandeauTops wieder aufleben. Diese BandeauTops, kombiniert zu Pencil-Skirts (Bleistift-Röcke), sind diesen Sommer ein grosser, zugegeben auch gewagter Trend. Es gilt: Wer sichs leisten kann, zeigt Bauch. Auf «heissen Reifen» sind auch die Models auf dem Laufsteg unterwegs; Peeptoe-Pumps in Cadillac-Optik mit Flammen-Dekor und LippenstiftAuspuff gehören für mich zu den Highlights der aktuellen Saison.

Naturfreund Handtasche aus Baumwolle und Holz, Lis du Perou. www.impressionen.ch u CHF 99.95

Freiheit Tunika-Top aus Baumwolle und Leinen. Vanessa Bruno. www.stylebop.ch u CHF 288.–

Sommersehnsucht Nostalgischer Bikini Tan Tan, Calida. www.calida.ch u CHF 69.90, 44.90 schweizer illustrierte

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Shopping top ten he der Woc

Lieblinge der redaktion

Vielseitig Geknöpftes Gilet mit Knopfpartie, ein Allrounder für die kommende Jahreszeit. Zu haben in Weiss und Navy. u CHF 119.– Wohnlich Der neue Calida Store, Kramgasse 68, Bern. Tel. 031 - 311 53 31.

Rimini-tauglich Kurzarm-Pulli aus Leinen und Baumwolle mit betonter Taillenpartie. Schön zu Marine-Hosen, Denim-Shorts oder Jeans. u CHF 89.90

Calida Store in Bern

Teile, die den Sommer machen u 120 eigene Stores, rund 60 davon in der Schweiz: Die Marke Calida mit Hauptsitz in Sursee gehört zu den grossen Wäschemarken in Europa, und das seit 1941. Nun kommt ein glamouröses Geschäft hinzu. Der Calida Store Bern im Einkaufsherz der Schweizer Hauptstadt an der Kramgasse 68 besticht durch sein Angebot an Tag- und Nachtwäsche, Loungewear, Strick- und

Beachwear. Hingucker: der barock anmutende Tisch in der Mitte. Das Interieur soll eine Schlaf- oder BoudoirStimmung erzeugen. Die Neuheiten rechts machen Lust auf Sonne, Sand und Ferien. beatrice schönhaus Öffnungszeiten Mo 10–18.30, Di/Mi/Fr 9–18.30, Do 9–20, Sa 9–17 Uhr. www.calida.com weitere shops im shopping-guide:

Raffiniert Raglan-Pulli mit transparenter Schulterpartie aus Baumwolle, Seide und Modal. Passt zu vielem, perfekt auch unter einem Blazer. Gibts in Weiss und Navy. u CHF 119.–

Choker Aus Leinen und Baumwolle ist der lange Pulli mit Rund-Ausschnitt und gerafften Ärmeln. Ein Begleiter für die ganze Saison, zu Jeans genauso wie als Strandkleid. u CHF 119.–

www.schweizer-illustrierte.ch

Charmanter Nimmersatt u «Ich bin einfach nur ein verfressener Mensch, der gern kocht und dann drüber schreibt», erzählt das 34-jährige Ex-Plus-Size-Model Sophie Dahl. Ihr zweites Kochbuch, «Von Saison zu Saison – Kochen nach den Jahreszeiten» (Edel Verlag), besticht mit tollen Fotos von Jan Baldwin, einfachen

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Rezepten für Wohlfühl-Food, z. B. Sobanudel-Salat mit Regenbogengemüse und Sesamdressing. Dazu gut gemachte, unterhaltsame Texte. Ein Kochbuch fürs ganze Jahr. beatrice schönhAUS

Für Geniesser Sophie Dahls 2. Kochbuch, «Von Saison zu Saison», Edel Verlag. www.buch.ch u CHF 28.50

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, HO

Buchtipp


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Multitasking-Pflege Repairwear Uplifting von Clinique mit Braun-AlgenExtrakt. Marionnaud. 50 ml u CHF 98.90

star-geflÜster

Schuh-Fee

Hoch konzentriert Forever Youth Liberator Serum von YSL nutzt Glycanactif. 50 ml u CHF 149.– Anti-aging

Jungbrunnen

SOS-Pflege Progressif Anti-Rides Supreme Wrinkle Solution Eye Patch von Carita. 5 × 2 Patches u CHF 86.–

u Die Suche nach ewiger Schönheit ist so alt wie die Menschheit. Bereits im antiken Alexander-Roman wird der Jungbrunnen als Quelle ewiger Jugend erwähnt. Heute setzen wir auf die neusten Forschungserkenntnisse der Anti-Aging-Pflege. Neben dem

Pflanzenkraft für die Haut Öl Orchidée Bleue von Clarins vitalisiert. 30 ml u CHF 44.–

Auffüllen von Falten (Algenextrakten, Hyaluronsäure) und dem Schutz vor freien Radikalen (Vitamin CG) sollen die Beauty-Helfer auch noch für einen frischen, ebenmässigen Teint sorgen. Ganz wichtig dabei: genügend Feuchtigkeit, zum Beispiel mit Prime Solution von

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Dosenbach, HO

top ten

Augenpflege Liftactiv Augen von Vichy mit Rhamnose gibts in Apo­ theken. 15 ml u CHF 37.–

Ebenmässiger Teint Youth Code Luminizer Serum von L’Oréal mit Vitamin CG. 30 ml u CHF 29.90

Kanebo (Koishimaru-Seide) oder dem natürlichen Pflanzen-Öl Huile Orchidée Bleue von Clarins. Im Kampf gegen die Zeichen der Zeit gibt es jetzt einen neuen Wirkstoff: Zucker. Bei Vichy hat man sich das pflanzliche Zucker­ molekül Rhamnose zunutze gemacht.

Intensiv-Maske Re-Nutriv Ultimate Lift Age-Correcting Mask von Estée Lauder. 75 ml u CHF 175.–

Feuchtigkeit-Spender Prime Solution Sensai von Kanebo enthält KoishimaruSeide. 75 ml u CHF 178.–

Gewonnen wird es aus der brasilianischen Pflanze Uncaria und wurde ursprünglich zur Wundheilung eingesetzt. Auch bei YSL (Forever Youth Liberator) setzt man mithilfe von Glykobiologie auf Zuckerstrukturen, die wie ein Tür­ öffner funktionieren. Ursula borer

u Hollywood-Star Halle Berry ist unter die Schuhdesigner gegangen. Für Dosenbach entwarf sie die sommerliche 5th-Avenue-Kollektion.

Ab 5. März bei Dosenbach. u ab CHF 49.90


Shopping top ten

Gespür für Trends Marisa Pichler-Burn, 29, Bloggerin, Stylistin, Musikerin. Infos www. hopehope.ch

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kolumne

Alexandra Kruse, 33, Stylistin, über Spice Girls und mehr.

interview mit marisa pichler

«Neugier ist die beste Inspiration» Marisa Pichler-Burn, Ihr Lifestyle-Blog Hopehope Fashion & Tendencies feiert heuer sein 5-Jahr-Jubiläum. Was hat sich verändert? Der Blog hat ein neues Kleid be­ kommen, ist aber nach wie vor eine unabhängige Plattform, die täglich ein Sammelsurium an Inspirationsquellen publiziert. In unregelmässigen Abstän­ den ermöglicht das «Hopehope»-Maga­ zin Künstlern, Fotografen, Schreiben­ den und Modeschaffenden eine Publikationsmöglichkeit zu einem Thema. Daneben biete ich Dienstleis­ tungen als Design-Consultant, Recher­ che, Styling und die Realisierung von Mode- und Designprojekten an. Welcher Trend gefällt Ihnen am besten? Ich lasse mich von den grossen Trends inspirieren, ziehe aber immer gerade

an, worauf ich Lust habe – zurzeit vor allem lange Kleider und Röcke. Wichtig sind die Materialien: ein Kleid aus Seide oder ein Kaschmir-Pullover. Haben Sie ein Lieblingslabel? Meine Favoriten ändern sich. Ich bin aber ein treuer Bally-Fan. Das hat damit zu tun, dass ich in der Nähe von Schönenwerd aufgewachsen bin. Wo shoppen Sie am liebsten? Seit ich ein Teenager war, liebe ich den Secondhandshop Babar in Zürich. Immer häufiger shoppe ich online bei www.net-a-porter.com, www.­saksfifthavenue.com und www.­notjustalabel.com. Ihre nächsten Pläne? Meine ThailandFerien. Ich freue mich in Bangkok auf das Siam Center und den Wochenend­ markt Chatuchak. Interview ursula borer

Marisas lieblinge

Begleiter Digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 600D. u ab CHF 998.–

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Lippenbekenntnis YSL Volupté Sheer Candy Glossy Balm Crystal Color Nr. 7 u CHF 50.–

Wunschobjekt Tasche Moritz Madrielle von Bally. u CHF 2795.–

Erinnern Sie sich noch an die Spice Girls? Mit Sicherheit. Die erfolgreichste Girl-Band aller Zeiten sorgte dafür, dass wir alle ein bisschen mehr an echte und vor allem knallbunte Girl­power glaubten. Leider war es dann wie mit allen Dingen, die ein bisschen zu gut sind, um wahr zu sein: Sie zerbrechen irgendwann am Druck der Realität. Oder an zu viel Ego. Jedenfalls das Beste, was von der «Gewürzbande» übrig blieb, ist die zweite Karriere des Posh-SpiceGirls Victoria Beckham. Eigentlich ist es ja schon die dritte Karriere, falls man die Karriere als Spielerfrau mitzählen darf. (Ich finde ja durch­ aus, dass «Frau von …» ein ernst zu nehmender Beruf sein kann.) Die Ehe mit David Beckham jedenfalls kann ohne Frage als fruchtbar be­ zeichnet werden. Das Glamour-Paar hat neben drei Jungs eine bezaubern­ de Tochter – die kleine Harper Seven. Die Kinder haben offenbar weder Victorias Nerven noch ihrer zarten Figur geschadet. Und auch nicht ihrer Kreativität. Still und heimlich hat sich Queen Victoria nämlich aufgemacht in den Fashion-Olymp. Und es ist längst keine Frage mehr, ob demnächst jemand eine ihrer Kreationen zu den Oscars tragen wird. Sondern die Frage ist nur noch: Welcher Hollywood-Star wird es sein? Ihr neuster Coup: Sie hat eine Tasche entworfen und diese nach ihrer Tochter benannt. Die neue Harper Bag. Die ist jetzt schon die It-Bag der neuen Saison. Unglück­ licherweise aber zu einem Preis, für den man genau 7498 Windeln (je nach Schwankung des Pampers-­ Tageskurses) kaufen kann. Etwas blöd, finde ich.

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Paul Seewer, HO

Viva forever


Check-up Vorsicht bei Bisphenol A

ft f i r ten t e b ilfa s He

Der Albtraum für Krebszellen Medizinisches Fasten stärkt gesunde Zellen und schwächt Tumorzellen. Dadurch wirkt die Chemotherapie effektiver und wird besser vertragen. Das die Erkenntnis eines US-Forschers. Text VERENA THURNER

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rebszellen mögen es offenbar überhaupt nicht, wenn die ­Nährstoffzufuhr reduziert wird. Gesunde Zellen befänden sich bei ­kurzzeitigem Fasten in einer Art Ruhe­ stadium. Dadurch seien sie geschützt. Wuchernde Krebszellen hingegen wür­ den durch Nahrungsmangel empfind­ licher und dadurch angreifbarer, vor ­allem durch krebsbekämpfende Medika­ mente und Chemotherapien. So die Studienresultate von US-Spitzenforscher Prof. Valter Longo, die in «Science» ver­ öffentlicht und vergangene Woche in der Fastenklinik Buchinger am Bodensee vorgestellt wurden. Longos Erkenntnis­ se basieren auf Versuchen mit Mäusen und Fallstudien mit amerikanischen Krebspatienten. Phase 1 dieser Studie ist bereits erfolgreich abgeschlossen. Longos Fazit: Eine Kombination von mehrtägigem Fasten plus Chemothera­ pie erhöht die Effektivität der Behand­ lung bei gleichzeitig besserer Verträg­ lichkeit. Unterstützt wird seine These von Prof. Yvon Le Maho, Forschungslei­ ter am Wissenschaftlichen Forschungs­ zentrum CNRS in Strassburg. Le Maho

hat zahlreiche Studien über die Anpas­ sung des Stoffwechsels bei Kürzung der Nahrung veröffentlicht. Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo, weltweit bekannte Fastenmedizinerin und wissenschaftliche Leiterin der ­Buchinger Kliniken am Bodensee und in Marbella, erstaunen die Resultate nicht: «Die Forschungsergebnisse bestätigen, was wir seit Jahrzehnten in der Fasten­ therapie beobachten.» Wilhelmi de ­Toledo hat schon immer betont, dass der Verlust von überflüssigen Pfunden nur ein Aspekt des Fastens ist. «Es gibt vie­ le Arbeiten, die zeigen, dass medizinisch betreutes Fasten und anschliessende Ernährungsumstellung bei der Behand­ lung von rheumatischen Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 sowie Adipositas erfolgreich ist.» Nach den ­Erkenntnissen von Prof. Longo überlegt sie sich, kurze Fastenperioden für ­ausgewählte Krebspatienten anzu­bieten. Auch wird die Möglichkeit einer ein­ maligen Kooperation zwischen der Buchinger Klinik und dem Team um Prof. Valter Longo diskutiert. www.buchinger.com

u Exeter Menschen mit einem erhöhten Bisphenol-A-Wert entwickeln häufiger eine Herzkrankheit. Die Chemikalie wird für die Herstellung von Plastik verwendet. Weitere Studien zeigen, dass Bisphenol A auch die Fortpflanzung stört und Diabetes auslöst. www.aerzteblatt.de

Botox gegen Depression

u Basel Das Nervengift Botox glättet nicht nur Falten, es hilft auch bei Depressionen. Das fanden Forscher in Basel und Hannover bei einer Studie mit dreissig Patienten heraus. Nach sechs Wochen hatten sich die Symptome bei 60 Prozent der Probanden halbiert. www.unibas.ch

Gefährliche Tabletten u San Diego Laut einer neuen

US-Studie sollen Schlafmittel das Sterberisiko erhöhen. Bei 18 Dosen im Jahr (etwa alle drei Wochen) ist das Risiko bereits 3,5-mal grösser. Nimmt jemand jährlich mehr als 132 Tabletten, ist es sogar fünfmal höher. www.spiegel.de

tipp

Essen Sie Orangen! Laut einer britischen Studie senken die darin enthal­tenen Stoffe das Schlaganfallrisiko um 19 Prozent.

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Check-up Musik verändert das Gehirn

Mozart und Madonna als Medizin! Melodien und Töne wirken besser als manche Pille. Dass Musik einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat, beweisen mehrere Studien. Das ungewöhnliche Medikament hilft bei ­Depressionen, beschleunigt die Rehabilitation und lässt bei Alzheimerpatienten Erinnerungen aufleben. Text Lisa merz

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Fotos Dick Vredenbregt, HO (2)

ie bringt uns zum Lachen, be­ schert uns Gänsehaut und rührt uns zu Tränen – mit nichts ande­ rem können wir unsere Stimmung selber so schnell beeinflussen wie mit Musik. Sind wir müde, hilft ein schnelles Lied, um uns wieder fit zu fühlen, warten wir nervös auf einen Arztbefund, beruhigt uns unsere Lieblingsmusik, und mit lauter und schneller Musik putzt sich die Wohnung um einiges leichter. «Beim ­Musikhören ist über die Hälfte unseres Gehirns aktiv», erklärt Prof. Lutz Jäncke, Neuropsychologe an der Universität ­Zürich. Kein Wunder also, hat sie auch Einfluss auf unsere Gesundheit. So erga­ ben Studien, dass Musik einen zu hohen Blutdruck senkt, Depressionen lindert und Schmerzen reduziert. Doch wie genau wirkt Musik auf unser Gehirn? Prof. Lutz Jäncke ging dieser Frage in mehreren Studien auf den Grund. «Melodien und Töne haben einen bemerkenswert direkten Zugang zu unserem motorischen System.» Das heisst, dass sie unsere Bewegungen sti­ mulieren. Hören wir ein vertrautes Lied, beginnen wir zu wippen. Auch die Hör­ areale, die Gedächtnisareale und die Ge­ fühlszentren werden beeinflusst. Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die zei­ gen, dass angenehme und beruhigende Musik die Konzentration des Stresshor­ mons Cortisol verringert. Zudem ist sie auch Glücksproduzent. Sobald ein Lied Gänsehaut auslöst, wird unser Lustzen­ trum (Nucleus accumbens) regelrecht mit Dopamin überschüttet. «Dieses Ge­

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Prof. Dr. Lutz Jäncke, Neuropsychologe an der Universität Zürich. schweizer illustrierte

fühl erzeugen sonst nur Drogen», sagt Prof. Jäncke. Deshalb gibt es auch ­Menschen, die süchtig nach Musik sind. Die meisten Untersuchungen machen Prof. Jäncke und sein Team mit Musikern. «Anhand von Hirn-Scans sehen wir, dass bestimmte Hirnareale ver­ändert sind.» So ist bei Musikern der ­Balken, der die beide Gehirnhälften verbindet (Corpus callosum), dicker, die Nervenzellen und die Faserbahnen sind dichter. Die Forscher können anhand der Gehirn-Abbildungen sogar unter­ scheiden, ob es sich um einen Pianisten oder Geiger handelt. «Beim Klavierspie­ len braucht man beide Hände, also ist der rechte und der linke Motorcortex vergrössert. Bei Geigenspielern hinge­ gen ist nur der linksseitige Motorcortex vergrössert», erklärt Prof. Jäncke. Musiktherapeutin Béatrice Löffel sieht die Veränderung beim Patienten schon nach 45 Minuten. Sie hilft Men­ schen im Paraplegiker-Zentrum Nottwil, zurück in den Alltag zu finden. Die meis­ ten kommen zur Traumabewältigung zu ihr. «Hier finden Rollstuhlfahrer wieder zu ihrem Selbstbewusstsein, sie kom­ men zur Ruhe und können sich einfach entspannen.» Manche sagen der Thera­ peutin, dass sie den ganzen Stress ohne

k n ch ec llt e o s s Da w is sen Sie Hier hilft Musik in der Medizin  Bei Herz und Kreislauf kommt es zur ­Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks.  Musik harmonisiert den Atemrhythmus.  Im Stoffwechsel sinkt der ­Stresshormonspiegel.  Die richtige Musik macht uns weniger schmerzempfindlich.  Kann Muskelkrämpfe lösen.

Musik nicht hätten bewältigen können. Untersuchungen zeigen, dass bei Schlag­ anfallpatienten, die eine Stunde am Tag Musik hören, auch die anderen Behand­ lungen während der Rehabilitation besser anschlagen. Möglicher Grund: Die Stimulierung des Lustzentrums hat

Musik gegen Tinnitus u Pfeifen, Brummen, Rauschen – jeder

vierte Schweizer hat schon an Tinnitus gelitten. Den Betroffenen sieht man nichts an, und niemand ausser ihnen kann die Geräusche hören. Denn in den meisten Fällen entsteht das Problem im Kopf. Und zwar in denselben Arealen, in denen Musik angesiedelt ist. Wissenschafter des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung in Heidelberg entwickelten eine Behandlung, mit der diese neuronalen Fehlschaltungen

Mehr zum Thema Tinnitus: www.tinnitus-liga.ch

Musik macht gesund Aurora Savoldo, 19, ist seit Dezember im Rollstuhl. Im Para­plegiker-Zenturm Nottwil gehört die Musiktherapie zum Rehaprogramm.

korrigiert werden können. Dazu bekommen die Patienten ausgewählte Musikstücke vorgespielt und müssen auch selber singen. Dadurch trainieren sie das richtige Hören, und das Hörzentrum lernt, zwischen echtem und falschem Alarm zu unterscheiden. Folge: Die Frequenz des Tinnitus wird gelöscht. Das funktioniert bei 80 Prozent. Bei einer anderen erfolgreichen Therapie hören die Patienten täglich zwei Stunden ihre Lieblingsmusik, die geringfügig verändert wurde.

einen positiven Einfluss auf Stimmung und Motivation. Die Musik wirkt manchmal besser und direkter als ein Gespräch. Gerade wenn Patienten nicht mehr sprechen können, ist sie ein ideales Kommunika­ tionsmittel. Dr. Irene Bopp-Kistler, lei­ tende Ärztin an der Memory-Klinik des Stadtspitals Waid in Zürich, setzt stark auf die Musiktherapie bei Alzheimer-­ Patienten. «Das musikalische Gedächt­ nis bleibt viel länger erhalten als zum Beispiel das biografische.» Es kann vorkommen, dass Patienten, die nicht mehr sprechen, dank der Musik plötzlich wieder Wörter finden. Oder sich an die Kindheit erinnern. Das ist aber nicht das primäre Ziel. «Die positiven Emo­ tionen sind das Wichtigste daran», sagt Dr. Irene Bopp-Kistler. Eine schwedische Studie unter­ suchte, wie sich Musik während der täg­ lichen Morgenpflege bei Alzheimer-Pa­ tienten auswirkte. Dafür unterteilten die Forscherin Eva Götell und ihr Team die

Probanden in drei Gruppen. Die einen wurden ohne Musik gewaschen und angezogen, bei der zweiten Gruppe lief gewohnte Musik im Hintergrund und bei der dritten Gruppe sangen die Pfleger, zum Teil sogar mit den Patienten. Bei der zweiten und dritten Gruppe wurde ein grosser Unterschied zur ersten ausge­ macht: Die Patienten hatten ein besse­ res Körpergefühl und nahmen sich und die Umwelt deutlicher wahr. Eine interessante neue Anwen­ dung wird aktuell von der Bostoner ­Arbeitsgruppe von Prof. Schlaug unter­ sucht. Sie nutzen Gesangselemente, um Menschen mit einer Sprachstörung das Sprechen wieder anzutrainieren. Die ersten Befunde sind recht spektakulär. Auch bei Autisten wirkt Musik. Neue Studien zeigen, dass Autisten ausser­ ordentlich stark vom Musikhören und vom Musikmachen profitieren. In den 90er-Jahren sorgte der «Mozart-Effekt» für Aufregung. Grund­ lage war die Studie der amerikanischen

Psychologin Frances Rauscher. Sie zeig­ te, dass sich das räumliche Vorstellungs­ vermögen durch das Hören von Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur ver­ bessert. «Diese Vermutung stellte sich als falsch heraus», sagt Prof. Jäncke. «Egal, welche Musik man hört, danach ergibt sich eine kurzfristige Stimmungs­ veränderung, welche die Konzentration positiv beeinflusst.» Musik kann unsere Hirnstrukturen verändern, die Gesund­ heit beeinflussen und Erinnerungen wachrufen, intelligent aber macht sie leider nicht. 

Musik und Medizin Annette Landau und Peter Stulz (Hg.) beleuchten das Thema von allen Seiten. Verlag Chronos, ISBN 978-3034 0-0567-8, CHF 38.– schweizer illustrierte

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Check-up Der Fall Atemtherapie

bei Ohrenpfeifen

«Ich habe von einer Atemtherapie gegen Tinnitus gelesen. Wie sieht diese Behandlung aus?» Maria Holl Die Heilpraktikerin und Psychotherapeutin hat die TinnitusAtemtherapie «TAT nach Holl» entwickelt.

Die von mir entwickelte und von Ärzten empfohlene Atem­ therapie hilft Jugendlichen und Erwachsenen, die akut und chro­ nisch unter Tinnitus leiden, Hörstürze, Migräne und Schwindel haben. Für vie­ le Betroffene ist Tinnitus eine so grosse Qual, dass die Lebensqualität stark dar­ unter leidet. Auslöser von Tinnitus ist in der Regel Stress. Hier setzt meine Atem­ therapie an. In meinem ersten von Pro Audito Schweiz unterstützten Kurs in Zürich (10. und 11. März) zeige ich, was Tinnitus-Betroffene tun können, um ihre Ohrgeräusche einzudämmen und mehr

TV-Tipp

Lebensqualität zu finden. Bisherige Kurs- und Studien-Teilnehmende erziel­ ten nicht nur Tonreduktionen bei ihrem Tinnitus, zusätzlich reduzierten sich auch Nebenerscheinungen wie Schlaf­ störungen und depressive Verstimmun­ gen. Meine Behandlung baut auf drei Säulen auf: Bewegung, Selbstmassage und konzentrative Übungen, die gröss­ tenteils aus der chinesischen Medizin (TCM) stammen. In meinen Kursen ar­ beiten wir mit all diesen Komponenten. Mit spezifischen Bewegungs- und Atem­ übungen gelingt es, die innere Unruhe, die ja oft durch ständige Lärmbelästi­ gungen im Ohr ausgelöst wird, zu be­ kämpfen. Ein Beispiel: Wir gehen kon­ zentriert im Raum, wir spüren unsere Fusssohlen und ebenso die Struktur des Fussbodens. Auch mit Schütteln und Tanzen bauen wir Stress ab. Dann ­zeige ich den Teilnehmern, wie sie ­Leistungsdruck wirkungsvoll selbst weg­

Samstag, 10. März, 18.10 Uhr

Chronische Schmerzen In der Schweiz quälen sich 700 000 Menschen mit Schmerzen, die einfach nicht mehr weggehen. Die Folgen davon sind häufig Depressionen, Erschöpfungszustände, Verzweiflung bis hin zur Suizidgefahr. Wie die Psychiatrie die medizinische Behandlung ergänzt, zeigen Beispiele in der Sendung. www.gesundheitsprechstunde.ch

massieren können. Gleichzeitig bewirkt diese Selbstmassage auch eine Erdung. Plötzlich gibt es wieder Raum für Heiter­ keit und Gelassenheit. Daraus ent­wickelt sich dann eine bessere Schlafqualität. In einem dritten Teil machen wir konzen­ trative Übungen. Man kann die Atemund Bewegungsübungen übrigens ganz unauffällig im Büro, an der Kasse im Supermarkt, im Stau oder im Aufzug ma­ chen. Alle drei Komponenten der Atem­ therapie sind ineinandergreifend wie das Räderwerk einer Uhr. Dadurch gelingt es, dass der Körper den Stress loslassen kann. Ziel der Atemtherapie ist es, Stress wegzuatmen, wegzumassieren und wegzubewegen, um so die TinnitusOhrgeräusche einzudämmen und zu mehr Lebensqualität zurückzufinden. Kursanmeldung und Infos www.maria-holl.de, www.pro-audito.ch

Hautpflege bei Neurodermitis u Jonen Jedes zehnte Kind leidet unter trockener, empfindlicher und juckender Haut – Neurodermitis beeinträchtigt die Lebensqualität. Deshalb ist es wichtig, die Haut mit speziellen Cremes zu pflegen. Similasan bringt neu zwei kosmetische Lotionen auf den Markt. Beide sind frei von Vaseline, Paraffin, Harnstoff, chemischen Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffen. Mehr Infos unter www.similasan.ch


Die Besten 10 Kultur- und Eventtipps

Paul mccartney

On the Run

u Am 4. Juli singt Sir Paul McCartney, 69, im Buckingham Palace für die Queen persönlich. Ob er passend zu ihrer 60-jährigen Amtszeit «Yesterday» zum Besten gibt oder doch vielleicht «Hope of Deliverance», ist bisher noch nicht bestätigt worden. Dass der Ex-Beatle, selbst eine lebende Legende, noch immer am liebsten vor den rot­ blütigen Fans auftritt, schon. Letzten Juli wurde er bei den prestigeträchtigen Nordoff Robbins Silver Clef Awards zum «Best Live Act» des Jahres gewählt. Im Rahmen seiner erweiterten Welttournee «On the Run» kommt der Star nun nach Zürich. anina rether

Hallenstadion Zürich 26. 3. um 20 Uhr, Ticketcorner Tel 0900 800 800 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz) www.ticketcorner.ch

Standhaft Auch mit 69 Jahren noch im Schuss: Paul McCartney. schweizer illustrierte

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Die Besten kultur diese woche in galerien und museen

Malerei. Fotografie. Jubiläumsausstellung Expressiv

u Yüksel Arslan verliess 1962 Istanbul, um sich in Paris niederzulassen. Seither ist ein grosses Werk entstanden. In Zürich werden jetzt über 200 Papierarbeiten gezeigt, der Schwerpunkt liegt auf den sogenannten «Artures». Das sind Malereien auf Papier, die mit speziellen Farben angefertigt und in ihrer Expressivität typisch für den Orient und den Nahen Osten sind. Die «Artures» entstehen in Werkgruppen, die gesellschaftsrelevante Themen vereinen.  km

Kunsthalle Museum Bärengasse Zürich. Bis 9. 4. Di/Mi/Fr 12–18, Do 12–20, Sa/So 11–17 Uhr, Tel. 044 - 272 15 15, www.kunsthallezurich.ch

Brauntöne Perfekte Abstimmung der Farben: «Natura morta», 1929/1930.

Radierung Giorgio Morandi beherrschte meister haft die Kunst des Ätzens.

Einfühlsam

u Er war Skispringer, Filmer und Fotograf: Walter Kuster (1912–1943).

Nachdem sein Nachlass im Tal Museum aufgearbeitet worden war, entschied man sich für eine umfangreiche Ausstellung: Die Qualität und die Bandbreite der Aufnahmen des begabten und früh verstorbenen Engelbergers waren – trotz den bereits hohen Erwartungen – überraschend gross. Kuster hielt mit seinen Fotografien und Filmen besonders das Leben im Engelbergertal und in Obwalden fest. km Tal Museum Engelberg OW. Bis 15. 4. und wieder vom 30. 5. bis 9. 12. Mi–So 14–18 Uhr, Tel. 041 - 637 04 14, Katalog CHF 45.–, www.talmuseum.ch

Ehrlich

u Die Galerie Raphael Rigassi feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Feuerwerk an Ausstellungen, die über das ganze Jahr verteilt sind. In diesem Monat kommt die Art brut zum Zug, die Kunstgattung liegt dem Galeristen sehr am Herzen. «Für mich ist diese Kunst, eben weil sie sich ausserhalb jeglicher Normen bewegt, eine der ­direktesten und damit auch ehrlichsten Ausdrucksweisen. Die Künstler bringen das, was sie fühlen, unverblümt aufs Papier.» km

Galerie Rigassi Bern. Bis 31. 3. Di 14–18.30, Mi–Fr 11–13/14–18.30 Uhr, Tel. 031 - 311 69 64, www.swissart.net/rigassi

Auf Holz gemalt Dunkle Farben in einem frühen Stillleben von 1920.

Spätes Werk Hell und leicht kommt die «Natura morta» aus dem Jahr 1952 daher.

GIORGIO MORANDI

Meister des Stillle bens Fotos Franz Hubmann / Imagno, Prolitteris (4), HO (4)

Giorgio Morandi gehört zu den bedeutendsten italienischen Malern des letzten Jahrhunderts. Lugano würdigt sein Schaffen.

Der stille Sucher Der Maler Giorgio Morandi in seiner Wohnung in Bologna.

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schweizer illustrierte

u Vasen, Karaffen, Dosen, Schälchen und immer wieder Flaschen: Giorgio Morandi (1890–1964) malt das, was in seiner unmittelbaren Umgebung liegt. Die Welt draussen interessiert ihn weniger. Bologna hat er kaum je ver­lassen, lediglich für die jährliche ­Sommerfrische in Grizzana Morandi. «Ich glaube, dass nichts abstrakter,

unwirklicher sein kann, als das, was wir tatsächlich sehen.» Ein Leben lang wollte Morandi nicht das Sichtbare wiedergeben, sondern das, was er als Maler sah. Mit den bildnerischen Mitteln Form, Licht, Farbe und Raum. Stunden-, wenn nicht tagelang kom­ ponierte er seine Bilder, rückte die Gegenstände auf einem kleinen Tisch

zurecht. Das Malen an sich ging dann recht schnell. In der Schau werden die über hundert Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen von Giorgio Morandi den Werken zeitgenössischer Künstler gegenübergestellt. Verblüffend: die Modernität des Malers aus Bologna. kati Moser Museo d’Arte Lugano TI. Vom 10. 3. bis 1. 7., Di–So 10–18, Fr 10–21 Uhr, Tel. 058 866 72 14, Katalog CHF 43.50, www.mdam.ch

theater

Münchhausen ist überall u Urs Widmer, 73, nimmt sich erneut eines Themas an, das ihn seit Langem beschäftigt: des Geldes. Zu seinem neuen Stück «Münchhausens Enkel» sagt der Erfolgsautor: «Ich habe ein leichtes Capriccio zum Thema Ökonomie geschrieben, das aber dann mehr und mehr doch nicht so ganz leicht blieb …» Auf der Bühne agieren Daniel Rohr (Münchhausens Enkel) und Daniel Fueter (der Pianist). Regie führt Peter Schweiger. Laut Widmer «eine wunderbare Konstellation». km

Theater Rigiblick Zürich 16. 3., weitere Daten bis 14. 6., Tel. 044 - 361 83 38, www.theater-rigiblick.ch

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Die Besten

Die Besten

kultur

event demnächst

5 Fragen an ein buch

Rasmus. Bobo. Oldies-Power

Finnischer indie-rock

uErst gings mit den Finnen ganz rasch nach

Guillaume Musso

Zwei verknüpfte Leben

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Hier rockt die Menopause

Ex-Schmugglers, der kurz den rechten Weg verlässt, um die Familie zu schützen. Auch der Amerikaner Giovanni Ribisi brilliert in der Rolle des miesen Drogenbosses – ein Typ, dem man lieber nie begegnet! u Die Regie «Contraband» ist ein Re­ make des Thrillers «Reykjavík–Rotter­ dam» (2008), in der Regisseur Baltasar Kormákur die Hauptrolle spielte. u Die Hammerszene Das Bremsmanöver im Hafen von Panama. u Der Satz «Es braucht Geld, um Geld zu machen.» u Das Fazit «Contraband» ist ein rasan­ ter Thriller, spannend bis zum Schluss.

Wer ist der Autor? Guillaume Musso, 38, ist einer der erfolgreichsten Gegen­ wartsautoren Frankreichs. Seine Romane werden in zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als inter­ nationale Bestseller durchgesetzt. Der wichtigste Satz? «‹Ich habe Ihr Telefon, haben Sie meines? Jonathan Lempereur.› ‹Ja, wo sind Sie? Made­ line Greene.› ‹In San Francisco. Und Sie?› ‹In Paris. Was machen wir?›» Für wen? Auf den ersten Seiten ein kitschiger Frauenroman, entwickelt sich das Buch zum modernen Schick­ sal mit überraschendem Plot und hohem Erzähltempo. Auch für KrimiFans. Nach der Lektüre? Verspürt man das dringende Bedürfnis ein paar Daten vom eigenen Telefon zu löschen. yvonne zurbrügg

kati moser

8 8 8 8 8 Länge: 110 Min. ­­ Regie: ­Baltasar Kormákur. Kinostart 15. 3.

u Der Untertitel von «Heisse Zeiten» heisst «Die Wechseljahre-Revue». In Bern spielt sie ausgerechnet im «Ewigi Liebi»-Theater: Die beste Pointe liefert wieder einmal die Realität. Doch auch die fiktive Geschichte hat es durchaus in sich. Es geht darin um ein im Wortsinn heisses Thema, die Wechseljah­ re, der vermeintliche Schrecken aller Frauen und – so versichern die Mache­ rinnen der Revue – auch der Männer. Ort des Geschehens ist die Abflughalle eines Flughafens, wo vier Frauen in den sogenannt besten Jahren

guillaume musso Nachricht von dir (Pendo-Verlag, Roman, 453 Seiten)

cd-Tipp klassik

VIRTUOSER TIEFGANG u Franz Liszt, klar: ein virtuoser

Fotos HO (3), Paul Seewer

Gelerntes vergisst man nicht

Chris Farraday (Mark Wahl­ berg) hat sein Leben im Griff. Er hat eine kleine Sicherheitsfirma, eine hübsche Ehefrau (Kate Beckinsale), die er heiss liebt, und zwei kleine Kinder. Seine Schmugglervergangenheit hat Chris längst hinter sich gelassen. Als aber sein Schwager Andy (Caleb Landry Jones) ein Drogengeschäft vermasselt und seine Familie vom skrupellosen Drogenboss Tim Briggs (Giovanni Ribisi) bedroht wird, sieht sich Chris gezwungen, erneut einen Coup zu starten: Ein Frachter, Panama und viel Falschgeld spielen dabei eine wichtige Rolle. u Die Stars Der US-amerikanische Schauspieler und Filmproduzent Mark Wahlberg («Departed», 2007) überzeugt durch seine Darstellung des

Revue «heisse zeiten» in Bern

Worum geht es? Um zwei vertauschte Mobiltelefone und deren Besitzer. Madeline und Jonathan erfahren vom fremden Gerät nicht nur eine Menge voneinander – sie werden auch von ihrem alten Leben eingeholt. Gemein­ sam machen sie sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mädchen, das sie damals zum Neu­anfang trieb.

«contraband» (USA)

the rasmus Abart Zürich 15. 5. um 20 Uhr, www.abart.ch

Tastenlöwe! Doch der Pianist Oliver Schnyder spielt das «Année Suisse» der ­«Années de Pèlerinage» nie donnernd, sondern stets auch mit feiner Poesie und werkgenauer Distanz. HANS ULI VON ERLACH

SCHNYDER MIT LISZT Années de Pèlerinage / Suisse (RCA)

aufeinandertreffen. Sie sind sehr unter­ schiedlich und merken rasch, dass sie ein gemeinsames Thema – besser: ein gemeinsames Problem – haben. In Deutschland war die KlimakteriumShow ein Grosserfolg. Das wohl deshalb, weil das Tabuthema als komödiantisches Feuerwerk dargeboten wird, in dem die «Ladies im Hormonrausch» zusammen mit einer StewardessenLiveband bekannte Pop- und Rock­ songs, aber auch Schnulzen und Klassi­ ker der Discowelle sowie Jazzstandards darbieten. Das Rezept dürfte sich auch in Bern bewähren. «Es gibt wirksame und nebenwirkungsarme Behandlungs­ möglichkeiten», heisst es auf sprech zimmer.ch zum Thema «Wechseljahr­ beschwerden». Zumindest kurzzeitig könnte das auch ein abendfüllendes Augenzwinkern im «Ewigi Liebi»Theater sein. hanspeter vetsch

Swiss Disco-dance

u Zwei Jahrzehnte auf der Bühne und kein bisschen müde: Mit seiner neuen «Dancing Las Vegas»-Show rührt DJ Bobo mit noch grösserer Kelle an, als man das von ihm ohnehin gewohnt ist. The show goes on!hv

dj bobo Kreuzlingen, Bern, Basel, Zürich, Luzern, 17. 5.–7. 6., www.djbobo.ch

Britischer hardrock u«Easy

heisse zeiten «Ewigi Liebe»-Theater Bern 10.–22. 4., www.heissezeiten.ch tickets für die besten events!

Livin’», und «Lady in Black» von Uriah Heep, «Love Hurts» und «Razamanaz» von Nazareth (Bild): Songs wie in Stein gemeisselt. Die grauen Panther des Hardrock spielen sie noch immer mit Verve. hv Rocklegends 2012 Spirgarten Zürich 7. 5. um 19.30 Uhr, www.topact.ch schweizer illustrierte

Fotos HO (5)

Gut geplant ist halb gewonnen Chris Farraday und seine Kumpel verlassen das Schiff in Panama.

u Die Story

Wechseljahre Vier Frauen, ein ­Tabuthema, eine heitere Show.

oben, dann wurde es wieder still um sie. Jetzt meldet sich die Alternative-Band mit ihrem neuen Album zurück. Live bietet sie ihren Fans als Dreingabe die alten Knaller. hv

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publireportage

Der neue BMW 3er Die neue BMW 3er Limousine vereint zukunftsweisende Technik und dynamisches Design. Tauchen Sie ein in die Welt der eleganten Sportlichkeit. Dank der grossen Leseraktion sitzen Sie vielleicht schon bald selbst am Steuer.

Topathlet Die neue BMW 3er Limousine überzeugt mit viel Dynamik, hoher Effizienz und sportlicher Eleganz, und zwar auf der ganzen Linie.

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eder dritte verkaufte BMW ist heute schon ein 3er. Mit der neusten Generation dürfte diese Zahl weiterwachsen, denn im sportlichen Volumenmodell steckt jede Menge Potenzial. Der fesche Bayer ist um 9,3 Zentimeter auf 4,62 Meter Länge angewachsen und bietet nun für seinen Fahrer und seine Passagiere noch mehr Platz, Dynamik und Fahrspass. Besonders markant ist die neue Front mit den bis zur breiten BMW Niere gezogenen Doppelscheinwerfern und der nach vorne abtauchenden Haube. Schon im Stand wirkt der BMW so äusserst athletisch. Passend dazu seine coupéartige Dachlinie und die kurzen Überhänge. Ein weiteres attraktives Stylingelement sind die seitlichen Doppelsicken, welche die Sportlichkeit des Viertürers zusätzlich unterstreichen. Der BMW 3er überzeugt jedoch nicht nur durch seine aufregende Optik, sondern auch durch seine technische Raffinesse. Äusserst

Mitmachen

BMW 3er Sportler im Massanzug informativ etwa das für seine Klasse einzigartige BMW Head-Up Display in Farbe. Sehr praktisch der automatische Kofferraumöffner. Eine Kickbewegung mit dem Fuss unters Heck genügt, und wie von Zauberhand bedient, springt der Kofferraumdeckel auf und gibt den Zugang zum um 20 auf 480 Liter angewachsenen Gepäckraum frei. Der 3er ist ein Fahrzeug für Verstand und Herz, denn mit seinen TwinPower-TurboMotoren garantiert er jede Menge Fahrspass und Souveränität. Serienmässig sind die effizienten Aggregate mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung kombiniert. Dank idealer Gewichtsverteilung, Heckantrieb und präziser

Lenkung gefällt der Fünfplätzer als dynamischer Sportler. Besonders der neue 2,0-l-TwinPower-Turbo im 328i gefällt mit viel Durchzugskraft. Dank 245 PS und 350 Nm schafft er den Sprint auf 100 km/h in 5,9 s, und dies bei nur 6,4 l/100 km Verbrauch. Noch effi­ zienter und dennoch ähnlich temperamentvoll ist der 320d EfficientDynamics Edition. Er gibt sich gar mit 4,1  l/100 km zufrieden – das entspricht 109 g/km CO2. Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen, machen Sie mit bei der exklusiven Leseraktion, und erfahren Sie die Vorzüge des BMW 3er gleich selbst.

Drei stimmige Designwelten Erstmals sind neben einer Basisversion auch drei Ausstattungslinien (Modern, Sport, Luxury) erhältlich. u Luxury Line Jede der drei BMW Lines besticht durch eigenen Charakter und glänzt mit hochwertigen Details im Interieur und Exterieur. Die Luxury Line unterstreicht ihre Exklusivität etwa durch sattelbraunes Dakota-Leder, hochwertige Dekorflächen aus Edelholz und – einzigartig in dieser Klasse – sogar Intarsien.

u Sport Line Hier fällt sofort das dunkle, in Anthrazit gehaltene Interieur mit roten oder grauen Akzenten durch Kontrastnähte und Zierleisten ins Auge. Neben den viel Halt bietenden Sportsitzen verfügt die Sport Line über eine zusätzliche Leistungsanzeige für PS und Nm im Bordmonitor.

BMW 3er testen www.bmw.ch/si

u Modern Line Die stimmig zusammengestellte Designwelt der Modern Line ist geprägt durch die offenporigen, strukturierten Holzdetails mit ihrer unvergleichlichen Haptik. Die warmen OysterFarbtöne der Instrumententafel und des Sport-Lederlenkrads setzen Akzente und vermitteln einen aufgeräumten Eindruck.


publireportage

Der neue BMW 3er «Der neue BMW 3er bietet noch mehr Rasse und Klasse»

D

er BMW 3er gehört seit Jahren zu den Trendsettern der Mittelklasse. Seit wann wird die Sportlimousine gebaut, und welche Generation rollt nun auf die Schweizer Strassen? Kurt Egloff: Seit seinem Debüt 1975 konnte der BMW 3er mit seiner kompakten Karosserie, dem klassischen Hinterradantrieb und einer sportliche Fahrwerksabstimmung weltweit bereits zwölf Millionen Kunden begeistern. Nun schlagen wir bei der Erfolgsstory des meistverkauften Premium-Autos der Welt mit der sechsten Generation ein neues Kapitel auf. Mit 3329 Einheiten platziert sich der 3er Chefsache Kurt Egloff, als Premium-Produkt gar in den Top 20 Leiter Vertrieb BMW Group Switzerland, verrät der Schweizer VerDetails zum Erfolg der kaufstatistik – das BMW 3er Limousine. Erfolgsgeheimnis? Mit dem BMW 3er hatten wir schon immer eine aufregende, fahraktive Sportlimousine im Angebot. Die neuste Generation hat an Rasse und Klasse noch dazugewonnen. Und bietet einzigartige Highlights wie ein farbiges BMW Head-Up Display oder eine 8-Gang-

Sport-Automatik. Der 3er dürfte daher einen noch grösseren Kundenkreis ansprechen und nahtlos an den Verkaufserfolg des Vorgängers anknüpfen. Eine fahraktive Sportlimousine, das klingt nicht gerade nach geringem Verbrauch … Da liegen Sie falsch. Seit Jahren garantieren wir dank dem Innovationsprogramm BMW EfficientDynamics weniger Verbrauch und Emissionen bei gleich­ zeitiger Steigerung der Fahrdynamik. Ein Resultat diverser technologischer Massnahmen, unter anderem Gewichts­ reduzierung, Auto Start Stop Funktion, Bremsenergierückgewinnung sowie Reifen mit reduziertem Rollwiderstand. Bestes Beispiel für die erfolgreiche Strategie ist der neue 320d EfficientDynamics Edition. Er gibt sich mit lediglich 4,1 l/100 km zufrieden, was einem CO2Ausstoss von nur 109 g/km entspricht. Dürfen wir uns auch wieder auf Kombiund Sport-Versionen freuen? Neben Viertürer, Coupé, Cabrio und Kombi wird es vom 3er möglicherweise weitere Derivate geben – lassen Sie sich überraschen. Die Preise starten bereits bei 43 600 Franken – seit wann ist Premium so preiswert? Wir können dank der neuen Kunden­ vorteils-Strategie BMW Swiss Advantage äusserst attraktive Preis- und Aus­ stattungsangebote schnüren, die PreisTransparenz schaffen und auch keine Vergleiche scheuen.

Alle Preise und Modelle 320i 328i 335i 316d 318d 320d

320d

Efficient Dynamics Edition

Motor Hubraum in cm3 Leistung PS Nm 0–100 km/h in s Umwelt l/100 km g/km CO2

Benziner Diesel TwinPower TwinPower TwinPower TwinPower TwinPower TwinPower TwinPower Turbo Turbo Turbo Turbo Turbo Turbo Turbo

Preis in CHF*

1997

1997

2979

1995

1995

1995

1995

184 270 7,3

245 350 5,9

306 400 5,5

116 260 10,9

143 320 9,0

184 380 7,5

163 380 8,0

6,1 144

6,4 149

7,9 186

4,3 114

4,4 116

4,5 119

4,1 109

45 900.–

53 400.–

61 500.–

43 600.–

45 600.–

48 700.–

49 200.–

*inkl. BMW Swiss Advantage

Der dynamische Bayer überzeugt nicht nur durch sein sportliches Design, sondern auch durch die technischen Raffinessen und Details unter seiner Haube.

u Platzangebot

Der BMW 3er hat durch den um 20 Liter auf bis zu 480 Liter angewachsenen Kofferraum klar an Alltagstauglichkeit gewonnen. Er überzeugt zudem durch sein hochwertiges Interieur und sein hervorragendes Raumgefühl – insbesondere auch für die Passagiere im Fond. Und obwohl der 3er signifikant gewachsen ist, bleibt er trotzdem sportlich und elegant.

Highlights Der BMW 3er bietet puren Luxus

S

portlichkeit ist eine der wichtigsten Charaktereigenschaften der sechsten Generation der BMW 3er Limousine. Das startet schon mit seiner athletischen Linienführung, der flachen Front und der unverkennbaren Scheinwerfergrafik. Der Bayer setzt aber auch durch seine inneren Werte wie mehr Platz und Komfort neue Massstäbe. Zudem erleichtert er dem Fahrer durch eine Vielzahl an innovativen Details die Arbeit am Lenkrad und sorgt so für noch mehr Fahrvergnügen. Und per Schalter im Cockpit kann der Fahrer sogar das Fahrerlebnis individuell anpassen und zwischen den drei Fahrmodi «Eco Pro», «Comfort» und «Sport» wählen. Längst nicht das einzige Hightech-Feature in der Sportlimousine. Schliesslich bietet der BMW 3er auch für ­seine Klasse einzigartige Optionen, hier die wichtigsten Highlights in Kürze.

u Head-Up Display

Dank dem neuartigen, farbigen BMW Head-Up Display hat man das aktuelle Verkehrsgeschehen und gleichzeitig auch die wichtigsten Fahrzeuginfos stets im Blick. Neben dem gefahrenen Tempo sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen werden auch Überholverbote oder ­Navigationshinweise durch das mehr­ farbige Display ins Sichtfeld des ­Fahrers projiziert.

u Assistenzsysteme

Sicherheit hat beim neuen BMW 3er System. Neben sechs Airbags garantieren in der Sportlimousine Dynamische Stabilitäts Control inklusive Traktionsmodus, ABS und Cornering Brake Control optimalen Insassenschutz. Und optional ergänzen Spurwechselund Spurverlassenwarnung oder auch Fernlichtassistenz Sicherheit und Komfort noch zusätzlich.

u Motoren

Alle Aggregate überzeugen mit Temperament und Effizienz zugleich. Sogar ein Verbrauch von nur 4,1 l/100 km ist möglich. Die Motoren profitieren dabei von innovativer Turboladertechnologie, vollvariabler Leistungssteuerung und neuster Einspritztechnologie. Optional sind sie mit einer 8-Gang-Automatik mit integriertem Stopp-Start-System kombinierbar.


publireportage

Der neue BMW 3er

Topfit Der BMW 3er ist 40 Kilogramm leichter als sein Vorgänger und dadurch noch agiler geworden.

Mitmachen

BMW 3er testen www.bmw.ch/si

Exklusiv So sind Sie dabei!

Möchten Sie unter den Ersten sein, die sich ans Steuer der

neuen BMW 3er Limousine setzen können? Dann machen Sie unbedingt bei der exklusiven Leseraktion mit.

L

assen Sie sich diese Chance nicht entgehen, und melden Sie sich noch heute unter www.bmw.ch/si bei der grossen Leseraktion der Schweizer Illustrierten an. Denn unter allen Teilnehmern werden insgesamt 60 Plätze für einen exklusiven DriveDay mit der neuen BMW 3er Limousine verlost. Als einer der Ersten in der Schweiz können Sie sich dann am 21. April 2012 auf dem Fahrsicherheitszentrum von Driving Graubünden in

Cazis GR hinters Steuer der Sportlimousine setzen und die fahraktiven Fähigkeiten und Highlights selbst testen. Nutzen Sie diese Gelegenheit zur einzigartigen BMW Erfahrung, und nehmen Sie unter www.bmw.ch/si an der exklusiven Leseraktion teil. * * Anmeldeschluss ist der 11. März 2012. Fahrzeuglenker müssen seit zwei Jahren im Besitz eines gültigen Führerausweises sein. Über die Leseraktion wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer werden persönlich benachrichtigt.

Scharf Durch die neu bis zur breiten BMW Niere gezogenen Doppelscheinwerfer und die abtauchende Front besticht der 3er mit einem markanten Auftritt.

BMW Swiss Advantage In der Schweiz doppelt profitieren BMW schafft dank einer neuen, produktübergreifenden Strategie Klarheit über Kundenvorteile.

u Unter BMW Swiss Advantage werden ab März sämtliche Kundenvorteile, von denen ein Schweizer Käufer profitieren kann, neu unter einem Begriff zusammengefasst. Darin enthalten sind etwa Swiss Plus mit einer erweiterten, nur in der Schweiz erhältlichen Grundausstattung, gepaart mit einem umfassenden Garantie-

und Servicepaket (Gratis-Service bis 100 000 km oder 10 Jahre, Garantie bis 100 000 km oder 3 Jahre) oder auch Swiss Premium (serienmässiger Verbau ausgewählter Sonderausstattung wie Xenonlicht und Park Distance Control ab Werk, und zwar zum Null­ tarif). Natürlich gehört auch die modellabhängige Exchange

Prämie, die ihren Traumwagen noch erschwinglicher macht, dazu. Durch BMW Swiss Advantage schafft BMW Transparenz: Für Sie als Kunde wird so auf einen Blick klar, wie viel Auto Sie für Ihr Geld erhalten. Der Franken ist zwar stark, aber dank BMW Swiss Advantage ist das Angebot noch stärker. Vergleichen Sies!

Zur Probefahrt bereit bei Ihren BMW Partnern 5001 Aarau, Häusermann AG, Rohrerstrasse 30, 062 838 20 80 3270 Aarberg, Autoverkehr AG Aarberg, Bahnhofstrasse 19, 032 391 70 90 8134 Adliswil, Autocenter Zürich-Süd AG, Zürichstrasse 102, 043 305 06 60 8580 Amriswil, Garage Roth AG, Weinfelderstrasse 57, 071 411 37 77 9050 Appenzell, Sepp Fässler AG, Feldstrasse, 071 788 30 60 7546 Ardez, AT Auto-Tecnic SA, Hauptstrasse 176, 081 862 23 63 6341 Baar, Bavaria Auto AG, Neuhofstrasse 1, Postfach, 041 766 21 66 8184 Bachenbülach, H.P. Schmid AG, Weieracherstrasse 11, 044 864 84 00 6828 Balerna, Rolando Agustoni SA, Via San Gottardo 6, 091 683 33 53 3552 Bärau, Beutler Auto AG, Bäraugrundstrasse 3a, 034 408 36 66 4002 Basel, Emil Frey AG, Autowelt Basel-Dreispitz, Brüglingerstrasse 2, Postfach, 061 335 61 61 6500 Bellinzona, Garage Torretta SA, Via S. Gottardo 109, 091 829 35 49 3172 Bern Niederwangen, Auto Marti AG, Hallmattstrasse 33, Postfach 229, 031 985 10 10 6710 Biasca, Pino Vescovi SA, Via Chiasso 16, 091 862 52 52 2555 Brügg-Biel, Autoverkehr AG Aarberg, Geschäftsdomizil Brügg b. Biel, Mittelstrasse 4, 032 366 79 00 7007 Chur, Alpina Chur, Kasernenstrasse 165, Postfach 373, 081 287 10 10 1023 Crissier, Emil Frey SA, Centre Automobile Romand, Chemin de la Closalet 19, CP 198, 021 631 24 11 7260 Davos Dorf, Nino Unold AG, Flüelastrasse 2, 081 420 16 60 2800 Delémont, Automobiles Transjurane SA, Route de Moutier 113, Case postale 131, 032 471 01 01 8157 Dielsdorf, BMW Niederlassung Dielsdorf, Eine Abteilung der BMW (Schweiz) AG, Industriestrasse 6, Postfach, 058 269 18 18 9642 Ebnat-Kappel, Horben-Garage AG Ebnat-Kappel, Horben, 071 993 37 33 8840 Einsiedeln, Oechslin AG BirchliGarage, Birchli 3, 055 412 26 23 3930 Eyholz Visp, ACW Auto-Center Visp AG, Kantonsstrasse 6, 027 948 16 80

8501 Frauenfeld, Bickel Auto AG, Messenriet 2, Postfach, 052 728 91 91 1211 Genève 26, Emil Frey SA, Route des Acacias 23, CP 1275, 022 308 53 08 8750 Glarus, Garage Röschmann AG, Berglistrasse 11, 055 646 20 00 8737 Gommiswald, Auto Steiner AG Gommiswald + Rapperswil-Jona, Rickenstrasse 40, 055 285 80 20 2540 Grenchen, Vogelsang AG, Garage + Carrosserie, Bielstrasse 85, 032 654 22 22 4614 Hägendorf, zbinden ag hägendorf, Oltnerstrasse 18, 062 209 70 00 5317 Hettenschwil, Felix Emmen­ egger AG, Gibriststrasse 5, 056 268 00 70 6280 Hochdorf, Bellevue Auto AG, Baldeggstrasse 18, 041 910 61 61 6438 Ibach, Mythen-Garage AG, Gotthardstrasse 166, 041 811 81 21 7130 Ilanz, Auto Derungs AG, Via Crappa Grossa 19, Postfach 187, 081 920 10 10 6405 Immensee, Autohaus Neuhaus AG, Artherstrasse 31, Postfach 155, 041 850 54 54 6064 Kerns, Auto Windlin AG, Stanserstrasse 113, 041 666 01 01 8280 Kreuzlingen, Garage Kurt Köstli AG, Romanshornerstrasse 95, 071 686 84 84 6010 Kriens, Autohaus Sigrist AG, Arsenalstrasse 35/37 (beim Strassenverkehrsamt), 041 310 77 77 2300 La Chaux-de-Fonds, Facchinetti Automobiles SA, Boulevard de la Liberté 2, 032 720 22 22 6814 Lamone, Emil Frey SA, Via Vedeggio, 091 961 63 63 4900 Langenthal, Ernst Scherer AG, Gaswerkstrasse 41, 062 207 11 11 1002 Lausanne, Jan-Autos SA, Petit-Rocher 6, Case Postale 6610, 021 623 81 61 4410 Liestal, Abt Automobile AG, Altmarktstrasse/Lausenerstrasse 11, 061 926 85 55 6963 Lugano Pregassona, Cencini SA, Via Ceresio 2, 091 971 28 26 6000 Luzern 7, Kurt Steiner AG, Fluhmühle 9, Reussbühl, Postfach 7857, 041 248 70 48 1723 Marly 1, Emil Frey SA, Garage et Carrosserie, Route de Fribourg 11, CP 108, 026 439 99 00 1920 Martigny, Claude Urfer SA, Rue du Levant 171, 027 721 00 00

8706 Meilen, Auto-Graf AG, Im Dörfli 24, 044 924 24 24 1217 Meyrin, Facchinetti Automobiles (Genève-Meyrin) SA, Route de Meyrin 214, 022 989 81 00 6648 Minusio, Garage Rivapiana SA, Via Rinaldo Simen 56, 091 735 89 31 1110 Morges, Perroud Automobiles (Morges) SA, Avenue de Plan 8, 021 811 51 00 3074 Muri bei Bern, Auto Marti AG, Worbstrasse 75, 031 748 10 10 4132 Muttenz, Abt Automobile AG, Zweigniederlassung Muttenz, St. Jakobs-Strasse 72, 061 465 51 51 2002 Neuchâtel, Facchinetti Auto­ mobiles SA, Avenue des PortesRouges 1-3, CP 416, 032 720 22 22 3176 Neuenegg, R. Bühler AG, Austrasse 8, 031 744 68 68 5432 Neuenhof, J. Stocker AG, Zürcherstrasse 143, Postfach 250, 056 416 90 30 8165 Oberweningen, Hans Bader AG, Wehntalerstrasse 5, 044 856 06 68 4665 Oftringen, Häusermann AG Oftringen, Campingweg 1, 062 788 40 30 1530 Payerne, Dimab SA, Zone Industrielle, La Palaz, 026 662 40 30 7504 Pontresina, Roseg-Garage, Gebr. Boner + Co., Via Maistra, 081 842 61 20 8645 Rapperswil-Jona, Auto Steiner AG Gommiswald + Rapperswil-Jona, Rütistrasse 163, 055 220 10 30 4153 Reinach, Garage Hollenstein AG, Seewenweg 1, 061 717 90 10 3852 Ringgenberg, Garage Suter AG, Moosrain, 033 826 00 60 5102 Rupperswil, Graf Automobile AG, Bruggerstrasse 25, 062 889 10 70 8833 Samstagern, SEEBLICK GARAGE AG, Hügsamstrasse 2, Postfach 126, 044 787 55 55 8207 Schaffhausen, Hutter Dynamics AG Schaffhausen, Stüdliackerstrasse 1, 052 244 77 88 6467 Schattdorf, Brand Automobile AG, Gotthardstrasse 66, 041 874 20 30 3960 Sierre, Claude Urfer SA, Av. du Château de la Cour 5, 027 455 14 93 1950 Sion, Claude Urfer SA, Chemin Saint-Hubert 12, 027 327 30 70 9016 St. Gallen, Christian Jakob AG, Schuppisstrasse 9, Postfach 250, 071 282 49 69

7500 St. Moritz, Roseg Garage Gebr. Boner, Via Sent 2, 081 842 61 20 1806 St-Légier, Jan-Autos (Riviera) SA, Chemin de la Veyre d’en Haut 13, CP, 021 943 00 70 6210, Sursee, Garage Burkhardt AG, Münsterstrasse 7, Postfach, 041 925 27 27 3604 Thun, Freund & Brönnimann AG, Gwattstrasse 56, Postfach 4262, 033 334 11 55 9495 Triesen (FL), Max Heidegger AG, Messinastrasse 1, 00423 399 40 80 5417, Untersiggenthal, Daniel Kohler AG, Landstrasse 15, 056 298 10 10 1267 Vich, Facchinetti Automobiles (Gland-Vich) SA, La Bichette, 022 354 03 03 1895 Vionnaz, Richoz-Autos SA, Route du Simplon 16, 024 481 11 60 8604 Volketswil, E. Schläpfer Volketswil AG, Industriestrasse 2b, 044 908 18 18 7323 Wangs, Auto Walser AG Wangs, Bahnhofstrasse 56, 081 720 45 50 8570 Weinfelden, Garage ­ H. Dubach AG, Amriswilerstrasse 110, 071 622 64 44 8620 Wetzikon, E. Schläpfer Wetzikon AG, Giessereistrasse 1, 044 933 20 20 9443 Widnau, Christian Jakob AG, Unterdorfstrasse 85, 071 727 20 40 9500 Wil, Sepp Fässler (Wil) AG, Toggenburgerstrasse 78, 071 913 99 33 5210 Windisch, Felix Emmenegger AG, Zürcherstrasse 27, 056 460 00 70 8404 Winterthur, Emil Frey AG, Grüze-Garage, Grüzefeldstrasse 65, 052 234 35 35 8404 Winterthur, Hutter Dynamics AG, Hegmattenstrasse 3, Postfach, 052 244 77 77 5610 Wohlen, Allmend Garage AG, Schützenmattweg 20, 056 618 85 25 3048 Worblaufen, Rob. Walther AG, Hubelgutstrasse 2, Postfach 121, 031 921 16 58 4528 Zuchwil, dobler + becker ag, Gewerbestrasse 1, 032 686 53 11 8036 Zürich, Binelli & Ehrsam AG, Pflanzschulstr. 7–9, Postfach 9730, 044 298 98 98 8032 Zürich, Stehli + Fischer AG, Garage Maxim, Ottenweg 11, Postfach, 044 251 92 44 8040 Zürich, Titan AG, Badenerstrasse 527, Postfach, 044 404 77 77 8909 Zwillikon, Peter Winter GmbH, Ottenbacherstrasse 26, 044 761 12 12


publireportage

Emmi verlost Ski-Weekend in Verbier

400 Pistenkilometer Die Gewinner des Emmi-Wettbewerbs erwarten in Verbier VS viel Action und das Finale der Emmi SNOWstar Tour.

Mitspielen und gewinnen!

Luxus 2 Übernachtungen im 5-SterneHaus «Chalet d’Adrien» samt Wellnessbereich, Panoramablick und Frühstück. u Der Preis Ein Familien-Ski-Weekend in Verbier VS (14./15. April 2012): 2 Übernachtungen im 5-SterneHaus «Chalet d’Adrien» mit Frühstück, Skiabos für die Region 4 Vallées, Konsumations­gutschein im Wert von 100 Franken fürs Bergrestaurant Chalet Carlsberg, Besuch des SNOWstar-Finales und ein Meet and Greet mit Skistar Daniel Albrecht. An- und Abreise erfolgen individuell. u So gehts Schicken Sie per E-Mail ein Familienfoto und Ihre Adresse (Betreff «Emmi-Wettbewerb») an: gewinnspiel@ringier.ch. Oder per Post: Schweizer Illustrierte, Emmi SNOWstar, Postfach, 8099 Zürich. u Einsendeschluss 16. März 2012 Die Gewinnerfamilie wird ausgelost. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeitende von Ringier AG und Emmi. Der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.

Action, Luxus, Fun: Gewinnen Sie im grossen Leser-Wettbewerb von Emmi ein Verwöhn-weekend für die ganze Familie in Verbier VS. Und treffen Sie dort Skistar Dani Albrecht!

P

ulverschnee gut bis ins Tal – in Verbier VS ist der Winter noch längst nicht vorbei. Und für eine Familie aus unserem Leserkreis erst recht nicht: Emmi lädt die glücklichen Gewinner ihrer Verlosung am Wochen­ende am 14./15. April 2012 zu einem Ski-Weekend nach Verbier ein. Zwei Wohlfühltage voller Action, Fun und Schneespass. Zum Preis gehören zwei Übernachtungen im 5-Sterne-Haus «Chalet d’Adrien» – samt Frühstück und atemberaubender Aussicht auf die Walliser Berge. Auch sämtliche SkiAbos für die Region 4 Vallées bekommt die Familie mit auf die Reise. Auf sie warten u. a. über 400 Pistenkilometer, Snowparks und Tiefschnee-Abfahrten. Und damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, legt Emmi einen Konsumationsgutschein im Wert von 100 Franken fürs Berg-Restaurant Chalet Carlsberg dazu.

Anmelden! Im März macht die Emmi SNOWstar Tour Halt in Arosa

SNOWstar – Spass für junge Skifans Die Emmi SNOWstar Tour ist eine Rennserie für 14- bis 16-jährige NachwuchsSkirennfahrerinnen und -rennfahrer. Der europäische Skiverband hat die Tour vor einem Jahr ins Leben gerufen, Emmi unterstützt diese als Hauptsponsor. SNOWstar-Rennen werden in Österreich, Italien und der Schweiz abgehalten, so auch am 24./25. März 2012 in Arosa. Alle 14- bis 16-Jährigen, die Freude am Skifahren haben, dürfen in Arosa teilnehmen. Auf www.snow-star.eu können sich Interessierte

Obendrein gibts Anschauungs-Unterricht durch die Skistars von morgen. Die Gewinner-Familie ist eingeladen zum Besuch des SNOWstar-Finales, dem ultimativen Kräftemessen der europäischen Nachwuchs-Elite im Rahmen der Emmi SNOWstar Tour (siehe Box unten). Emmi unterstützt die letzte Saison neu ins Leben gerufene SNOWstar Tour und damit Nachwuchstalente aus ganz Europa, die von einer Rennkarriere träumen. Zudem werden die Wettbewerbsgewinner von einem Profi-Journalisten begleitet und so zu Reportern des Spektakels. Höhepunkt des Weekends: Ein Meet and Greet mit Emmi SNOWstar-Botschafter Daniel Albrecht. Der Walliser Skistar ist Botschafter der SNOWstar-Events und gibt den jungen Rennfahrerinnen und Rennfahrern wertvolle Tipps. Er freut sich auf Ihren Besuch!

Action pur: Werde auch du ein Snowstar!

anmelden. Die Besten aus Arosa qualifizieren sich fürs www.snow-star.eu SNOWstar-Finale am 14./15. April in Verbier. Wer dort am schnellsten ist, darf sich «SNOWstar 2012» nennen. Ex-Weltmeister Daniel Albrecht sagt als Botschafter der Emmi SNOWstar Tour, weshalb ihm diese Art der Jugendförderung am Herzen liegt: «Die SNOWstar Tour ist für SNOWstar-Botschafter Junge eine super Gelegenheit, Daniel Albrecht, 28, setzt internationale Rennerfahrung zu sich für die Nachwuchs­ sammeln.» Infos zur Emmi SNOWstar förderung ein. Tour: www.snow-star.eu.


Weekend Reisen, geniessen, rätseln!

St. Petersburg, die Stadt der Zaren Faszinierende Paläste, Kathedralen (Bild: Auferstehungskirche), Einkaufsmeilen und Oper.

HOTELPLAN: FÜNF TAGE AB 990 FRANKEN

St. Petersburg zum Superpreis D Vier Nächte, vier Sterne «Radisson Sonya».

ie Städtereisen-Klassiker London, New York und Paris kriegen Konkurrenz: St. Petersburg wird immer häufiger gebucht. Weil der Preis stimmt und das Angebot verlockend ist: Katharinenpalast mit seinem berühmten Bernstein-Zimmer, Kunstmuseum Eremitage, Aufer­ stehungskirche, Schlossplatz. Zum Shopping gehts in der Stadt der Zaren in die Passasch-Strasse und in die

Einkaufsmeile Newski Prospekt. Die Opernaufführungen im MariinskyTheater sind weltberühmt. Hotelplan macht mit einem tollen Preis das Buchen leicht: fünf Tage, vier Nächte (mit Frühstück, im empfehlenswerten Viersternehotel Radisson Sonya) ab CHF 990.–, inklusive Flug ab Zürich oder Genf. HE INFO www.hotelplan.ch schweizer illustrierte

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Reisen

Lebendige Geschichte Das Wahrzeichen von Paphos ist das 1592 von den Türken erbaute Kastell. Abends füllen sich in der Umgebung die Lokale.

Imposante Steine In Kato Paphos herrschte der Kult der Aphrodite. Amphitheater und erlesene Mosaike zeugen noch heute davon.

Traveldesk

Romantischer Rückzugsort Das «Natural Healing Spa Resort Ayii Anargyri» ist ein Geheimtipp.

Chalkidiki: Drinks gibt es auf Knopfdruck u 164 Zimmer, Suiten und Bungalows, fünf Restaurants und «HightechSonnenschirme» am Privatstrand: Auf Knopfdruck am Schirm gibts Drinks, Snacks und Sonnencreme. DZ im «Eagles Palace» Chalkidiki ( Small Luxury Hotel*****) ab EUR 130.–. INFO www.eaglespalace.gr

Schöne Legende Bei Petra tou Romiou soll Aphrodite, die Göttin der Liebe, aus dem Meeresschaum gestiegen sein.

ZYPERN: INSEL der Aphrodite

Die Götterinsel im Mittelmeer Zypern lockt das ganze Jahr mit einer 10 000-jährigen Geschichte. Ende Winter ist es auf der Mittelmeer-Insel besonders mild, im Frühjahr besonders schön.

D

Drei Nächte im «Palace» – und eine im Iglu! u Der Auftakt ist luxuriös-gemütlich: Drei Nächte im «Gstaad Palace», inkl. Dinner im «Grand Restaurant», Frühstücks­ buffet und Super-Spa. Dann wirds eisig: eine Zusatznacht im Iglu auf dem Saanerslochgrat! – «Iglu Experience» ab CHF 1550.–. INFO www.palace.ch

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schweizer illustrierte

er Sage nach soll Aphrodite bei den Kalkfelsen von Petra tou Romiou dem Meeresschaum entstiegen sein: auf einer Muschel stehend, die von Delfinen gezogen wurde. Das Bild hat die Fantasie ganzer Maler­ generationen beflügelt. Belegt ist hin­ gegen der grosse Kult, der der Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit entgegengebracht wurde – zahlreiche Tempel und Kultstätten bezeugen es heute. u An der Westküste beim Städtchen Paphos, das übrigens zum Unesco-Welt-

kulturerbe zählt, liegt das Zentrum des Aphrodite-Kultes. Ein Spaziergang durch den archäologischen Park von Kato Paphos gibt Blicke frei auf erlesene römische Mosaike und lässt so die ­Grösse der Anlage erahnen. u Besonders hübsch ist der Ausflug zu den Bädern der Aphrodite auf der Halbinsel Akamas. In dieser wildhübschen Gegend soll sich die Göttin unter anderem mit dem schönen Apoll vergnügt und in der klaren Quelle erfrischt haben. Aphrodite begegnet man auf der Insel auf Schritt und Tritt: mal als Büste oder

Fotos Prisma (4), HO (1)

Gourmet-Package im «Waldhaus Flims» u Zehn Jahre kocht Sandro Steingruber (17 GaultMillau-Punkte) bereits im «Waldhaus Flims Mountain Resort & Spa». Das wird gefeiert – mit einem Gourmet-Package (ab CHF 461.–). Inbegriffen: Übernachtung, SechsgangDiner im «Epoca», Besuch beim Chef, Spa. INFO www.waldhaus-flims.ch

in einem Mosaik verewigt, mal als Aufkleber auf Cremen, Salben und Seifen, als Restaurant-Schild oder auf Süss­ waren. u Innere Schönheit sowie Wohltat für Körper und Geist erlangt man im «Natural Healing Spa Resort Ayii Anargyri» in der Nähe der kleinen Ortschaft Miliou. In der Höhe, zwischen den Städten Paphos und Polis gelegen, ist das Resort auf den Grundmauern eines alten Klosters gebaut. Zedern, Pinien und Palmen begrüssen den Gast, der Duft von Rosmarin umfängt ihn, Orangen- und Mandarinen-Haine liegen hinter dem Haus. Auf den Tisch kommen nur heimische Produkte. Marmelade, Olivenöl, Brot, Wurstwaren sowie Teemischungen sind hausgemacht. Wer sich nicht gerade im Spa verwöhnen lässt (sehr beliebt:

die Schwefelbäder), wandert zum Dorf Miliou oder fährt mit dem Auto ans Meer. Oder zum Mittagessen nach Kornos ins «Archontiko Papadopoulou»

(www.archontikopapadopoulou.com.cy). Nicht nur das Haus ist himmlisch schön, auch die heimischen Gerichte schmecken göttlich.  kati moser

Check-in u Anreise

Mit Cyprus Airways nach Larnaka (www.cyprusair.com) u Attraktives Angebot Miliou: «Spa Resort Ayii Anargyri», DZ, HP, EUR 60.– pro Person bei Ankunft wochentags (www.aasparesort.com) u Hotel in Pissouri: «Columbia Beach Ressort», DZ ab EUR 146.– (www.columbia-hotels.com/en/holiday-­ packages-cyprus) u Restaurant in Kathikas (bei Paphos): «Yiannis Tavern», Tel. 00357 26 63 33 53 u Infos Fremdenverkehrs­zen­trale Zypern, Tel. 044 – 262 33 03, Feine Häppchen Mit den Mezze reisen die Gäste durch die Küche des Landes. www.visitcyprus.com schweizer illustrierte

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En Guete

Fein Gugelhopf entzückt nicht nur die Kids.

Frisch aus dem Ofen

Custard, Cake & Gugelhopf: Kuchen passen nicht nur ans Geburtstagsfest. Zum Zvieri oder als Dessert bereiten sie Gross und Klein eine Riesenfreude.

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Grosis HefeGugelhopf

Zutaten (für eine Gugelhopf-Form von ca. 2 Litern, gefettet und bemehlt) Vorteig 500 g Mehl, 1/2 Würfel Hefe (ca. 20 g), zerbröckelt, 120 g Zucker, 2 dl Milch 1 Teelöffel Salz, 200 g Butter, weich, in Stücken, 2 frische Eier, verklopft, 100 g gemischte Dörrfrüchte (z. B. Apfelringe, Aprikosen, Birnen, Zwetschgen), entsteint, grob gehackt, 75 g Mandeln, grob gehackt, ca. 17 geschälte Mandeln Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Aufgehen lassen ca. 3 Std. Backen ca. 45 Min.

u Für den Vorteig Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken. Hefe, Zucker und Milch in der Mulde zu einem dünnen Brei anrühren, mit wenig Mehl bestreuen. Stehen lassen, bis der Brei schäumt (ca. 15 Min.). Salz, Butter und Eier beigeben, mit der Kelle mischen, klopfen, bis ein weicher, glatter Teig entsteht, zu­ gedeckt bei Raumtemperatur ca. 1 Std. aufs Doppelte aufgehen lassen. Dörrfrüchte unter den Teig mischen, die geschälten Mandeln auf dem Boden der vorbereiteten Form verteilen, Teig in die Form geben, nochmals ca. 2 Std. aufgehen lassen (siehe Tipp). Der

TIPP Um das lange Aufgehen zu verkürzen, Teig mit der Schüssel und evtl. später in der Form zugedeckt in handwarmes Wasser stellen, dabei das Wasser während des Aufgehens immer wieder erneuern.

Teig sollte den Formenrand leicht übersteigen. Backen ca. 45 Min. in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, abkühlen, auf ein Gitter stürzen, auskühlen. Tipp Der Hefe-Gugelhopf ­schmeckt frisch am besten. Variante: Elsässer Gugelhopf Dörrfrüchte und Mandeln durch 125 g Sultaninen ersetzen. Zubereiten und backen wie Grosis Hefe-Gugelhopf, mit Puder­ zucker bestäuben.

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Mohn-OrangenCheesecake

Zutaten (für eine Springform von ca. 20 cm ∅, gefettet, Boden mit Backpapier belegt) Boden/Rand 120 g Sablés, 50 g Mohn, 60 g Butter, flüssig, etwas abgekühlt, schweizer illustrierte

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En Guete 1–2 Esslöffel Bitterorangen-Konfitüre Füllung 300 g Frischkäse (z. B. Phila­ delphia nature), 200 g fettreduzierter Frischkäse (z. B. Philadelphia Balance), 4 Esslöffel BitterorangenKonfitüre, 3 Eier, 100 g Zucker, 3 Esslöffel Orangensaft, 2 Esslöffel Mehl, 2 Esslöffel Bitterorangen-Konfitüre, erwärmt, 1 Esslöffel Mohn, geröstet Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Backen ca. 11/2 Std. u Für den Boden und Rand Sablés und Mohn im Cutter mahlen oder in einen Plastikbeutel geben, mit dem Wallholz zerkrümeln. Butter daruntermischen. Die Hälfte der Masse auf dem vorberei­ teten Formenboden verteilen, mit einem Glas oder nassen Löffelrücken gut andrücken. Restliche Masse dem Rand entlang verteilen, mit einem Glas oder Löffelrücken am Formenrand ca. 4 cm hochziehen, gut andrücken, kühl stellen. Boden mit der Konfitüre bestreichen. Für die Füllung Frischkäse und Oran­ genkonfitüre mit dem Schwingbesen gut verrühren. Eier und alle Zutaten bis und mit Mehl darunterrühren, Masse in die vorbereitete Form füllen. Backen ca. 11/2 Std. in der unteren Hälfte des auf 160 Grad vorgeheizten Ofens. Anschliessend im ausgeschal­ teten Ofen bei leicht geöffneter Ofentür ca. 1 Std. abkühlen. Herausnehmen,

auskühlen, Formenrand entfernen. Cheesecake zugedeckt kühl stellen. Vor dem Servieren mit der Konfitüre be­ streichen und mit dem Mohn bestreuen. Hinweis Der Cheesecake fällt beim Abkühlen im Ofen etwas zusammen. Lässt sich vorbereiten Cheesecake 3–4 Tage im Voraus zubereiten, zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

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Custard Tart

Zutaten (für ein rundes Backblech von ca. 22 cm ∅) Teig 200 g Mehl, 100 g Zucker, 1/4 Teelöffel Salz, 2 Päckli Vanille­ zucker, 1 Teelöffel Backpulver, 100 g Butter, kalt, in Stücken, 1 Ei, mit 3 Esslöffeln Rahm verklopft Creme 5 dl Milch, 3 Esslöffel Zucker, 3 Esslöffel Maizena, 1 Ei, 1 Eigelb, 1 Vanillestängel, Samen ausgekratzt, 1 Teelöffel Ingwerpulver Vor- und zubereiten ca. 45 Min. Kühl stellen ca. 1 Std.

u Für den Teig Mehl und alle Zutaten bis und mit Backpulver in einer Schüssel mischen. Butter beigeben, von Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse

verreiben. Eier-Rahm beigeben, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht kneten. Teig flach drücken, zu­ gedeckt ca. 1 Std. kühl stellen. Für die Creme Milch und alle restlichen Zutaten mit dem Schwingbesen verrühren, unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Sobald die Masse bindet, die Pfanne von der Platte nehmen, ca. 2 Min. weiterrühren. Creme durch ein Sieb in eine Schüssel giessen. Klarsichtfolie direkt auf die Creme legen, auskühlen. Formen Zwei Drittel des Teiges auf einem Backpapier rund (ca. 26 cm ∅) auswallen. Mit dem Papier in die vorbereitete Form legen, Boden mit einer Gabel dicht einstechen. Den restlichen Teig auf einem Backpapier rund (ca. 20 cm ∅) auswallen. Die Creme auf dem Teigboden verteilen. Teigrand nach innen umschlagen, mit wenig Wasser bestreichen. Teig­ deckel locker darauflegen, Rand gut andrücken, mit einer Gabel verzieren, Teigdeckel mehrmals ein­ stechen. Backen ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, ca. 10 Min. stehen lassen, aus dem Blech nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Haltbarkeit Zugedeckt im Kühlschrank ca. 3 Tage.


GaultMillau Chalet d’Adrien La Table d’Adrien Chemin des Creux 1936 Verbier 027 - 771 62 00 Während der Wintersaison täglich geöffnet Alle Kreditkarten ausser Diners EC-Direct www.chalet-adrien.com

In Verbier der Beste: Marco Bassi vom «Chalet d’Adrien».

Loup de Mer mit Schnecken-Eskorte «La Table d’Adrien», Verbier VS Der Italiener hat bei Verbier-Kochstar Roland Pierroz gut aufgepasst. Jetzt ist Marco Bassi selber der Boss. Und hebt im noblen «Chalet d’Adrien» ab.

Das frühere «Au Ver Luisant» in der Nähe der SeilNEU getestet bahn Savoleyres verwandelte sich 2001 ins «Chalet d’Adrien». Seither sind die Preise auf Höhenflug, und wer im «Grenier» oder im Restaurant La Table d’Adrien diniert, muss ein gut gefülltes Portemonnaie haben. Das hält Touristen und Habitués nicht davon ab, die wunderbare Küche des talentierten italienischen Chefs Marco Bassi zu geniessen, der in renommierten Häusern – «Rosalp» in Verbier, «Réserve» in Beau­lieu-sur-Mer oder «Terrasse» in Juanles-Pins – gearbeitet hat. Wir liessen uns von seinen beiden Menüs verführen, die einen leichten Frühlingsspaziergang und einen kräftigen Marsch versprachen.

Den Anfang machten wunderbare Appetithäppchen, darunter ein innen flüssiges Olivenbonbon und eine grosszügige Gambas-Tempura. Dann überraschten uns Bassi und seine Brigade mit genialen Eskapaden, die punkto Garzeit, Respekt vor den erstklassigen Produkten, aber auch punkto Originalität und Präsentation keine Wünsche offen lies­sen. Der auf der Haut gebratene Loup de Mer und die Eskorte von Schnecken mit Knoblauch und Kräutersauce waren mit Kräutersalat und frittiertem Gemüse theatralisch arrangiert. Traumhaft die konfierte Foie gras mit Apfelvariationen und feinem Gelee aus Tessiner Fragolino. Perfekt gebraten und nach Knoblauch und Piment duftend die Langustine im

Töpfchen mit lauwarmen, mit Bottarga und Zitrone gewürzten Agretti (italienisches Salzkraut). Exquisit das wunder­ bare Saint-Pierre-Filet mit Thymian. Auch die Hauptgänge sorgten für Verzückung pur: Die Milchschweinvariationen waren grandios – gebratene Minikoteletts, Lattich-Nems mit Speckwürfeln, glasierter Fuss mit Porto und Schinken, Erbsenpüree sowie Puffbohnen mit Trüffeln. Meisterhaft auch das Simmentaler Rindsfilet auf zwei Arten: Es lag zum einen als Tatar mit flüssigem Eigelb mit Trüffeln und zum andern in Rindsjus mit Mark und frischem Pfeffer aus dem Tessin auf dem Teller. Exzellente Käseauswahl mit 9 bis 18 Monate altem Gruyère, innovative, fantastische  Desserts.

KNote für eine wegweisende, überragende Küchenleistung J Note für ausserordentliche Kochkunst und Kreativität I Note für beste HG Hoher Grad an Kochkunst und Qualität FE Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet 12/20 Herkömmliche, gute Küche ohne besondere Ambitionen

20/20 Idealnote, bis heute in der Schweiz nie vergeben Qualität und hohe Konstanz

Foto Lucien Zürcher

Wein-Tipp Weisswein aus Schinznach Seit 2006 keltert Tom Litwan zusammen mit Maja Ueltschi seine eigenen biologischen Weine in Schinznach AG. Eine für die Region sehr typische Traubensorte ist der Riesling x Sylvaner. In der Regel werden

daraus liebliche, leicht par­fümierte Weine produziert. Der Riesling x Sylvaner 2010 Rägnisbuehl (12 %) schmeckt ganz anders. Er ist unglaublich frisch und sehr von der Struktur geprägt – dieser Wein fordert den Gaumen. Denn neben seiner salzig-herben

Note sind die Limetten- und Pink-Grapefruit-Aromen sehr ausgeprägt. Das Finale ist lang, kernig und saftig frisch. Kulinarisch passt dieser im Stahltank ausgebaute Biowein sehr gut zu Fischgerichten, exotischer Küche oder Krustentieren. Gekühlt servieren!

Vinothek Brancaia Zürich Tel. 044 - 422 45 22 www.vinothekbrancaia.ch Jetzt geniessen. u CHF 19.50

schweizer illustrierte

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PUBLIREPORTAGE

flagsize 2 (80 mm) CMYK 300 dpi: for offset

VERSCHNAUFPAUSE Vor einer alten Alphütte geniesst Georg Schmücker die frische Bündner Bergluft.

«Ich steh’ auf die Bündner Küche»

KINDHEITSERINNERUNG «Als ich bei meinen Grosseltern in den Ferien war, ging ich hier in Savognin oft Ski fahren.»

FEINSCHMECKER «Die unverfälschte Qualität der Bündner Spezialitäten begeistert mich immer wieder!»

D

ie Piste von Somtgant nach Tigignas im bündnerischen Surses kennt Georg Schmücker wie seine Westentasche. «Hier ging ich schon als kleines Kind Ski fahren, als ich bei meiner Grossmutter in Savognin in den Ferien war», erinnert er sich. Und an noch etwas erinnert sich der Chefkoch bestens: «an die wunderbaren Capuns und Maluns, die sie machte – und an ihre feine Gerstensuppe.» Urchige Geschmäcker voller Echtheit und Tradition, die seine feine Nase und seinen Sinn für hochwertige Produkte und beste Qualität prägten. So schaffte es

Schmücker mit seiner Kochkunst an die besten Adressen der Welt: Ins Hotel Kulm in St. Moritz, ins Grandhotel Montreux Palace, ins Hotel Adula in Flims und sogar auf ein Kreuzfahrtschiff im Südchinesischen Meer und im Nordpazifik. «Eine fantastische Zeit, aber wegen der unregelmässigen Arbeitszeiten auch sehr anstrengend», wie er sagt. Als seine Kinder geboren wurden, suchte er sich darum eine neue Herausforderung, in die er einerseits seine reiche Erfahrung in der Küche einbringen konnte, die andererseits aber auch mehr Zeit für die Familie bot. Bei Knorr wurde er fündig: Seit

mehr als 20 Jahren ist Georg Schmücker Chefkoch bei Knorr und entwickelt Produkte für die Millionen von Menschen, die zwar kein Starkoch sind wie er, aber bei Kochen dennoch nicht auf authentischen Geschmack verzichten wollen. Für sie konzentriert Georg Schmücker seine vielen Insider-Tricks und seine innovativen Kochideen zu Produkten, die einfach und kreativ angewendet, jede Mahlzeit zu einem kulinarischen Höhenflug machen. Egal, ob es das Bouillon Töpfli oder eine Beutelsuppe ist: Georg Schmücker kocht in seiner Testküche so lange und leidenschaftlich,

Fotos Remo Nägeli

Georg Schmücker ist ein leidenschaftlicher Skifahrer. Mit gleicher Inbrunst entwickelt der CHEFKOCH VON KNORR feine Produkte wie zum Beispiel das Bouillon Töpfli, das ein neuer Verkaufsrenner ist. In Savognin erinnert er sich daran, wie er zum Feinschmecker wurde.

bis der feine Geschmack seinen hohen Ansprüchen gerecht wird. «Dabei kommen nur die frischesten Zutaten zum Zug», verrät Schmücker. «Und sehr oft denke ich an meine Grossmutter in Savognin zurück, bei der ich die ersten Geheimnisse der Kochkunst erfuhr. Seither steh’ ich auf die Bündner Küche!» Georg Schmücker ist nicht der einzige Spitzenkoch bei Knorr. Er arbeitet weltweit mit 280 weiteren Chefköchen zusammen, die alle Spezialisten ihrer regionalen Küche sind. «So kommt eine unglaubliche KochErfahrung zusammen, die unseren Kundinnen und Kunden zugute kommt», sagt Schmücker. «Was uns verbindet, ist aber die grosse Leidenschaft des Kochens. Und den unbedingten Willen, immer wieder neue Rezepte herauszufinden. So, wie ich beim Skifahren in Savognin auch immer wieder die Schönheit Graubündens entdecke!»

KOCHEN MIT CHEFKOCH GEORG SCHMÜCKER IM 5-STERN-HOTEL ADULA, FLIMS! WETTBEWERB Wollen Sie einmal den Knorr-Köchen beim Kochen über die Schulter schauen und von ihnen in die Geheimnisse des Kochens mit Knorr eingeweiht warden? Dann machen Sie mit an unserem Wettbewerb! Zu gewinnen gibts 5 x ein Gourmet- & Wellness-Weekend für 2 Personen vom 13. bis 15. April im Hotel Adula in Flims, inkl. einem Kochkurs mit den Chefköchen Georg Schmücker und Remo Walder. Beantworten Sie die untenstehende Frage und senden Sie den Talon vollständig ausgefüllt an: Schweizer Illustrierte, «Knorr – Echte Köche», Postfach, 8099 Zürich. Oder melden Sie sich im Internet an unter www.schweizer-illustrierte.ch

HOTEL ADULA Hier lockt ein tolles 5-Stern-Wellness-Weekend! Wie heisst die neuste Produktentwicklung von Knorr-Chefkoch Georg Schmücker? Name: Vorname: Strasse: PLZ: Ort: Tel. : E-Mail: Teilnahmebedingungen: Einsendeschluss ist der 30. März 2012. Über die Leseraktion wird keine Korrespondenz geführt. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Die Übernachtung im Hotel Adula in Flims ist nur vom 13. bis 15. April gültig. Barauszahlung ausgeschlossen. Mitarbeitende von Ringier AG und Unilever Schweiz GmbH und deren Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Die Gewinner werden in den Ringier-Medien mit Bild porträtiert. Das Los entscheidet über Gewinn.


Horoskop

Jupiter und Venus verschenken ihr Glück

Jupiter und Pluto) in einem positiven Aspekt: Hoffentlich sorgen die Bemühungen für Frieden für Schlagzeilen. Eine Chance, dass man den richtigen Weg einschlägt? Besonders die 1. Dekaden Stier, Krebs, Jungfrau, Steinbock und Fische gehören zu den Favoriten und könnten eine Sternstunde erleben.

widder 21.–30. 3. Sie knüpfen interessante Kontak­ te, zeigen sich aufgeschlossen. Neue Projekte ver­ sprechen Ende April gute Ergebnisse (11., 13.). Nur am 15. stehen einige mit dem linken Fuss auf. 31. 3.–9. 4. Am 10. sind Sie nicht auf der richtigen Wellenlänge, könnten Partner (?) vor den Kopf stossen. Berufliche Komplika­ tionen sind am 16. möglich. Besser läufts am 14. (exzellent für wichtigen Termin, eine Reise). 10.–20. 4. In einer per­ sönlichen Angelegenheit sollten Sie weiter am Ball blei­ ben, nichts überstürzen! Hektisch der 10., günstig der 15.

stier 21.–30. 4. Sie gehören zu den Favoriten der Sterne, verdanken Jupiter und Venus eine Glückssträh­ ne. Am 11., 14. und 16. sind Sie im siebten Himmel. Die um den 29./30. Geborenen erleben eine Wiedergeburt. 1.–10. 5. Sie kommen zügig voran, sind effizient (15.). Die vor dem 6. Geborenen sind glänzender Laune und erleben schöne Stunden (zu zweit, im Freundeskreis?), speziell am 16. 11.–20. 5. Ein neues Vorhaben entwickelt sich ganz nach Ihren Vorstellungen, Freunde unter­ stützen Sie. Nur am 12. gibt es leichten Gegenwind.

zwillinge 21.–31. 5. Exzellente Woche für Kommuni­ kation. Merkur verspricht erfolgreiche Verhandlungen, interessante Kontakte. Günstig auch für Examen, Ge­ such, eine Reise (11., 13.). 1.–10. 6. Vorwiegend Routine. Am 10. amüsieren Sie sich glänzend, einige haben ein glückliches Händchen im Spiel. Die um den 9. Gebore­ nen sollten etwas gegen (chronische) Beschwerden un­ ternehmen, speziell am 14. 11.–21. 6. Sie sind kon­­struktiv, Ihr methodisches Vorgehen macht sich (im Sommer?) bezahlt. Exzellent der 10., Hindernisse aber am 14./15.

krebs 22. 6.–1. 7. Eine Umstellung dürfte sich in Zukunft positiv auswirken. Speziell am 13. und 14. haben Sie gute Karten. Gleichzeitig eine grosse (innere) Berei­ cherung, neue Interessen. 2.–12. 7. Sie sind beliebt, begehrt und gefragt (am 12. und 16.), Ihre Lebensfreude wirkt ansteckend. Nur am 10. sollten Sie etwas kürzertre­ ten, weniger dickköpfig sein! 13.–22. 7. Sie haben derzeit Rückenwind, kommen gut über die Hürden (12.). Gleich­ zeitig entdecken Sie neue Horizonte. Die Verantwortung könnte Sie belasten, ist aber positiv für Ihre Zukunft.

löwe 23. 7.–1. 8. Glückliche Zufälle führen zu einer unerwarteten Wende, beruflich oder privat. Sie han­ deln klug, ein Projekt verspricht Ende April Erfolg. Güns­ tig für Verhandlungen oder ein Examen ist vor allem der 13. 2.–12. 8. Der 10. und 14. sind exzellent für ein Treffen. Nehmen Sie eine Einladung an, organisieren Sie selbst ein Fest! Nur am 12. sind Sie weniger gut in Schuss (Mond im Skorpion). 13.–23. 8. Konzentration und Ausdauer sind derzeit Ihre Trumpfkarten: Sie können Ihre Position verbessern, Ihre Zukunft absichern (11., 15.).

jungfrau 24. 8.–2. 9. Die beiden Glücksplaneten Jupiter und Venus versprechen tolle Angebote, harmoni­ sche Beziehungen und schicksalhafte Begegnungen für Singles. Am 11., 13. und 14. gelingt einigen ein Volltreffer: Angebot? Beförderung? Heiratspläne? 3.–12. 9. Nach ei­ ner ruhigen Phase bis zum 13. sollte der Himmel wolken­ los sein. Sie verbringen unbeschwerte Stunden, sind in Flirtlaune, speziell am 14. und 16. 13.–23. 9. Ihr Partner hat derzeit die besseren Karten. Am 14. schlagen Sie über die Stränge, am 15. ziehen Sie sich in Ihre Schale zurück.

waage 24. 9.–3. 10. Merkur in Opposition deutet auf hitzige Diskussionen (mit Partner?), aber auch auf inter­essante Kontakte, neue Horizonte. Möglich sind aber auch Verzögerungen oder Missverständnisse (am 12. und 15.). Am 13. landen Sie einen Treffer. 4.–13. 10. Reagieren Sie am 10. weniger impulsiv. Günstig für eine Aussprache wäre der 14., während die Stimmung zu Hause am 16. etwas angespannt sein kann. 14.–23. 10. Sie machen Nägel mit Köpfen und sind sehr konstruktiv. Dadurch stabilisiert sich Ihre Lage (z. B. am 15.).

skorpion 24. 10.–2. 11. Frische Brise für so manche Beziehung, ein positiver Neuanfang zeichnet sich ab. Vor allem die nach dem 29. Geborenen schneiden gut ab, ein Wunschtraum könnte in Erfüllung gehen. Speziell am 13., 14. und 15. erleben Sie eine Sternstunde. 3.–12. 11. Ruhige Woche. Am 12. sind Sie dickköpfig, aber am 16. ein Herz und eine Seele. Die um den 4. Geborenen sind kaum zu bremsen. (11., 14.). 13.–22. 11. Ihre Aktien sind im Steigen. Die Stimmung zu Hause sollte harmonisch sein, und Ihre gute Laune wirkt ansteckend (am 12.).

schütze 23. 11.–2. 12. Sie wirken bei Verhandlungen überzeugend, analysieren scharfsinnig. Günstig für Ver­ träge, Gesuche und Weiterbildung werden der 11. und 13. Die um den 26./27. Geborenen erleben eine Über­ raschung. 3.–12. 12. Sie sollten sich eine kleine Pause gönnen. Der 10. wäre ideal, um Freunde zu treffen. Am 14. sind Sie ausgelassen und amüsieren sich blendend. 13.–21. 12. Sie sollten mit (kleinen) Komplikationen rech­ nen. Probleme mit Angehörigen? Oder eine Panne? Lang­ fristige Vorhaben hingegen kommen gut voran (11., 15.).

steinbock 22.–31. 12. Ungetrübtes Glück, man liegt Ihnen zu Füssen. Am 11. und 14. sind Sie strahlender Mit­ telpunkt. Die Geburtstage um den 29./30. Dezember können mit einer Glückssträhne rechnen. Aufstieg? Neu­ anfang? 1.–10. 1. Sie sind am 10. leicht reizbar, doch dann verziehen sich die Wolken – am 12. sind Sie genau auf der richtigen Wellenlänge. Achten Sie am 16. auf Ihre Intui­ tion! 11.–20. 1. Sie kommen zügig voran, festigen am 12. Ihre Position. Die nach dem 17. Geborenen fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt (11., 14.).

wassermann 21.–30. 1. Exzellente Woche für Kommuni­ kation, Termine, ein Examen. Sie finden die richtigen Worte, am 13. bietet sich eine überraschende Möglich­ keit. Oder ein Angebot, eine Begegnung? Am 14. aber schlagen Sie ganz schön über die Stränge. 31. 1.–9. 2. Sie erleben am 10. und 14. schöne Stunden, entdecken neue Horizonte, freuen sich über eine Nachricht. Am 12. aber müssen Sie Kompromisse machen. 10.–19. 2. Sie können sich auf Ihren Lorbeeren ausruhen, sind am 10. und 15. gut gelaunt. Nur am 12. finden Sie ein Haar in der Suppe.

fische 20. 2.–1. 3. Sie sind auf Glückskurs, erleben eine grosse Wandlung. Geht ein alter Wunschtraum in Erfüllung? Am 11., 13. und 14. sind Sie im siebten Himmel. Neuer Job? Mehr Geld? Ein privates Highlight? Heirat oder Nachwuchs nicht ausgeschlossen! 2.–10. 3. Sie schneiden gut ab, können sich kaum beklagen. Nach einem ruhigen Weekend sind Sie ab dem 14. der Hahn im Korb, niemand kann Ihrem Charme widerstehen (am 16.!). 11.–20. 3. Sie sind aktiv und haben ausserdem eine gute Nase (am 12.). Am 15. aber sollten Sie etwas toleranter sein!

ihr tages-horoskop 116

Mit dem Astro-Telefon haben Sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf (vom Festnetz)

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

woche vom 10. bis 16. März 2012 Der Zyklus Jupiter–Pluto wird exakt, und die beiden Planeten bilden (am 13.!) einen harmonischen Winkel. Dies deutet auf wichtige Entscheide in Politik und Wirtschaft sowie erfolgreiche Reformen. Zusätzlich steht Venus am 11. (Merkur) und am 14. (Mars,

Dr. Elizabeth Teissier


KREUZWORTRÄTSEL

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Teilnahmeschluss Sonntag, 11. März 2012

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ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN

SUDOKU

Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten und die dritten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort.

Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

ZAHLENSCHLÜSSEL

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WER HÄTS – OHÄ LÄTZ Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. SO KÖNNEN SIE 20 FRANKEN GEWINNEN: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss Sonntag, 11. März 2012

KREUZWORT-CHAOS

LÖSUNGSWORT

Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.

mittel

8 1 6 3 7

7 8 1 5

4

2

7

3

1 2

6

5

9

2

5

Und so nehmen Sie teil: Telefon 0901 908 120 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz) SMS Schicken Sie ein SMS mit SUDOKU, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die 530 (CHF 1.–/SMS) Beispiel SUDOKU 512 an 530 Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/SCH24524 (gratis übers Handynetz)

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4

1

9

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schwer

Wert: 990 Franken!

7

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Teilnahmeschluss Sonntag, 11. März 2012

WER HÄTS – OHÄ LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Fringer, 2. Unruhig, 3. Eieruhr, 4. Raserei, 5. Dimitri, 6. Agentin, 7. Samedan, 8. Kuenzle, 9. Oelbild, 10. Eiweiss, 11. Neuwert, 12. Neuerer, 13. Elmiger, 14. Nuester, 15. Gardine, 16. Infamie, 17. Birseck, 18. Trotzig, 19. Esquire, 20. Samnaun Lösungssatz: Fuer das Koennen gibt es nur einen Beweis, das Tun.

REBUS

1 2 3 =

E I (J) D (U) I E B ESEL JUBEL

9 8 6 1 4 5 7 2 3

5 2 3 9 8 7 4 6 1

8 6 1 4 5 9 3 7 2

7 3 9 6 1 2 8 4 5

Lösung: 517

4 5 2 8 7 3 9 1 6

9

2 6 4

5

4 8 9

9 7 6 2

4 8 5 3 1

Conceptis Puzzles

8 1

3

2

7 3 06010014423

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

KREUZWORTRÄTSEL

LÖSUNGSWORT

Wert: 950 Franken!

SUDOKU mittel 1 7 4 3 2 6 5 8 9

2

1

REBUS

AUFLÖSUNG AUS HEFT 9

Lösung: FANG

118

5

2

4

Gesamtwert: 1125 Franken!

Gewinnen Sie 5 × eine Oral-B Pulsonic SmartSeries mit SmartGuide im Wert von je 225 Franken!

1

6 4 8 5 3 1 2 9 7

3 9 7 2 6 4 1 5 8

2 1 5 7 9 8 6 3 4

06010014127

Lösung: WANDERPOKAL

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Die SunZone-Collection: Schlichte Eleganz. Das Set besteht aus vier SunZoneSesseln mit textiler Sitzund Rückenfläche (Sling) und dem passenden Tisch im Format 90 ¬ 90 cm. www.teakland.ch

6 1 9 8 4 7 3 4 1 9 2 8 5 3 6 9 7 2 5 8 3 5 6 4 7 1 4 8 9 2 4 6 1 2 5 7 1 5 9 3 685 Lösung: 8 2 7 6 3

Lösung: 586

2 5 7 6 1 3 8 4 9

3 8 4 1 9 6 7 2 5

5 6 9 4 2 7 3 8 1

7 2 1 3 8 5 9 6 4

06010014422

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosungen wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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leser

«Eine bemerkenswerte, reife Lebenseinstellung» u Zu Besuch bei Silvano

Beltrametti, SI 9/2012 ­ «Ich habe mich gefreut, wieder einmal etwas über Silvano Beltrametti zu lesen. Ich habe ihn immer bewundert, damals, als er ein WeltklasseSkirennfahrer war, wie er dann seinen schlimmen Unfall verarbeitet hat und sich ins Leben zurückkämpfte, und heute, wie er als Geschäfts- und Ehemann in Lenzerheide lebt. Und wenn Beltrametti dann auch selber noch sagt: ‹Ich bin nicht sicher, ob ich ohne Rollstuhl glücklicher wäre›, so ist das eine höchst bemerkenswerte und reife Lebenseinstellung.» Florian Nauer, per E-Mail

Restaurants zeigen. Bereits seit über einem Jahr sitzt man dort nämlich ein bisschen urchiger an der frischen Luft.» Doris Erismann, Uzwil SG

voller Saft und Kraft u Künstler Hans Erni feiert seinen 103. Geburtstag, SI 8/2012 «Vielen herzlichen Dank für die Publika­ tion des Artikels über Hans Erni. Als Profi-Tänzer kenne ich mich in der Künstlerszene bestens aus und bezeichne den 103-jährigen Weltbürger aus Luzern als mein Vorbild. Er inspiriert mich tagtäglich, und ich bewundere ihn für sein Schaffen, sein Talent und seine dankbare Art.» Hansueli Roduner, per E-Mail

«Herzlichen Dank für den Bericht über die Destination Lenzerheide. Seit es die Beltrametti-Piste gibt, ist dort viel los. Seit Jahren geniessen wir die traumhaften Pisten, am Morgen die Westseite und am Nachmittag die Ostseite. Schade, dass Sie ein altes Foto des Rothorngipfel-

und Grösse erst in Jahrzehnten von Kunstkritikern gewürdigt werden, das Volk aber verehrt ihn seit Langem und mag seine Werke. Richtige Genies werden zu Lebzeiten von sogenannten Experten stets verkannt. Ich wünsche Hans Erni noch viele wundervolle, schöpferische Stunden. Ich verehre diesen Mann sehr.» Silvia Hasler, per E-Mail

«Ein Hans Erni voller Saft und Kraft. Unglaublich, wie der Maler mit seinen 103 Jahren noch immer voller Schaffenskraft und Energie ist. Erni ist eine Lichtgestalt, ein Philosoph und ein grosser Künstler. Leider wird seine wahre Bedeutung

Powervoller Gesang u Bye Bye, Whitney, SI 8/2012 «Eine der besten Sängerinnen der Welt ist tot. Meine allererste Schallplatte, die ich mir von meinem Stiften-Lohn kaufte, war Whitney Houstons Debütalbum. Ich liebe ihren samtweichen, powervollen Gesang. Whitney war auch eine wunderschöne Frau. Sehr eindrücklich zeigte sie ihre Anmut und Sinnlichkeit im Kinofilm ‹Bodyguard›. Seit ihrem Tod höre ich mir all ihre CDs wieder an, die Kraft in Whitneys Song ist mega­ mässig.» Lasse Ritter, Genf willi

«Buchpreisbindung? Nein, so eine hatte ich noch nie. Ich fahre seit Jahren mit einer Tyrolia-Bindung.» schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 259 86 22, E-Mail info@schweizerillustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

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«GNTM» Heidi Klum & Co.

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Auf einen Espresso

Frank A. Meyer und Marc Walder

Über Jugendwahn und­ Altersklugheit

Was denn? Die Rückkehr zum alten Hollywood. Meryl Streep nahm einen Oscar entgegen, sie ist 62-jährig. Und Christopher Plummer, er ist 82-jährig. Dann der am meisten gefeierte Film, «The Artist»: ein Stummfilm in der Zeit des Stummfilms. Das alles ist doch bezeichnend: Vergangenheit, gelebtes Leben erhält Preise. Ist das nicht alles etwas rückwärtsgewandt? Wird da nicht, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, «die Gegenwart ausgelagert»? Im Gegenteil. Die Gegenwart bedarf ganz dringend der Vergangenheit, der Menschen mit Erfahrung, mit persön­ lichen Geschichten, mit Geschichte. In Deutschland wird der 72-jährige Pastor und Intellektuelle Joachim Gauck Bundespräsident. Er löst den gescheiterten Babyboomer Christian Wulff ab. Ein geradezu symbolträchtiger Wechsel vom konsumgeprägten Karrieristen zum konfliktgeprägten Denker. Der ehemalige DDR-Bürger Gauck hat der jüngeren Gene­ ration viel zu erzählen aus dem halben Jahrhundert, das er in den beiden deutschen Diktaturen verbringen musste. Ist Alter also wieder sexy? Sexy ohnehin nicht. Wenn schon, dann: erotisch. Für sexy hält sich die Generation des Konsums und des Marktes. Sie ist gerade dabei, zu scheitern. Scheitern? Warum das denn? Weil sie ihrem leergelaufenen Gesellschaftsmodell keinen neuen Sinn zu geben vermag. Fünfundzwanzig Jahre lang ging alles glatt. Gerade das aber hat diese Generation glatt geschliffen. Glatte Züge, straffe Haut, Zahnspangen-Mund, Silikon-geblähte Lippen bilden das Gesicht der Generation, die alles kaufen konnte – scheinbar sogar ewige Jugend. Doch diese Lebensweise, die man auch Konsumismus

­ ennen kann, hat sich erschöpft. Die Krise stellt Fragen. n Antworten erwartet man nun von der Generation, die schon abgetreten schien. Sie überzeichnen gnadenlos. In Deutschland befragt man unablässig den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Er ist 93. In Frankreich den ehemaligen Résistance-Kämpfer Stéphane Hessel. Er ist 94. Die Mode verzeichnet eine grosse Rückkehrerin: Jil Sander. Sie ist 68. Und Jane Fonda, die einst Aerobic propagierte und dem alterslosen Körper huldigte, bedauert, dass sie sich hat liften lassen. Sie sehnt sich nach Falten. Die ganze erschütterte Gesellschaft sehnt sich offenbar nach Falten. Sie glauben also an einen neuen Schönheitsbegriff? Schön ist wieder, wer gelebt hat, interessant ist, wer gelebt hat, eine Hoffnung ist, wer gelebt hat. Wir erleben die ­Umkehrung von allem, was bisher gegolten hat. Vom ­Jugendwahn zur Altersklugheit. Frank A. Meyer, Sie sind 68. Könnte man Ihnen nicht nachsagen, Sie verherrlichten die eigene Lebensphase? Ich habe ältere Menschen immer verehrt und von ihnen gelernt. Jetzt fehlen sie mir, weil ich selber der Ältere bin. Die Jahre, die ein Mensch lebt, nähren seine Substanz. Vorausgesetzt natürlich, er hat etwas erlebt. Konsumismus und Marktismus haben der Generation, die darin aufging, viel wirkliches Leben vorenthalten. Werden nun also die Jungen beim alten Eisen landen? In der Krise, die sie jetzt erlebt, wird diese Generation wachsen. Über die Botox-Glätte werden sich Falten legen. Falten der Nachdenklichkeit. Sorgenfalten. Vielleicht auch Falten der Reife.  MARC Walder, 46, ist CEO Ringier Schweiz und Deutschland Frank A. Meyer, 68, arbeitet als Journalist im Hause Ringier. Er lebt in Berlin

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Foto Thomas Buchwalder

Sagen Sie mal, Frank A. Meyer, haben Sie vergangene Woche die Oscar-Verleihung mitverfolgt? Ich tue mir das nicht an. Aber diesmal habe ich offenbar doch etwas verpasst.



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