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Hansjörg Walter will in den Bundesrat Auf dem Hof des SVP-Kandidaten Miss Schweiz Alina Buchschacher Sexy Bikini-Shooting in Südafrika

20 Jahre in Kambodscha

Danke, Dr. Richner!

Eine Million Kinder gerettet So selbstlos kämpft Beatocello in seinen Spitälern. Grosse Reportage

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12. Dezember 2011 CHF 4.50


Inhalt u Ganz

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schön Exotisch Milchschoggi? Café au Lait? Miss Schweiz Alina Buchschacher ist stolz auf ihre Hautfarbe. «Ich fühle mich genauso, wie ich bin, fifty-fifty.» Sexy BikiniShooting in Südafrika.

HEFT 50, MONTAG, 12. Dezember 2011

Titel 26

Dr. Beat Richner Reif für den Nobelpreis! Tag für Tag rettet er in Kambodscha 240 Kindern das Leben. Seit 20 Jahren!

Titelfoto Monika Flückiger; Inhaltsfoto Damon Fourie

Leute 7 8

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Editorial von Stefan Regez Leute Stéphane Lambiel & Tinkabelle, Philippe Gaydoul, Willi Würzer, Laurien van der Graaff Das Wunder von Basel Coach Heiko Vogel und seine Helden verzaubern alle Urs Remond Er ist nur im TV intrigant und bös. Beim Berner Serienstar in Berlin Peter Zinsli Abschied. Carlo Brunner und Leon Schlumpf über den Ländlerkönig schweizer illustrierte

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Inhalt Bundesratswahl 18 23

Hansjörg Walter Ganz privat. Der Bauer aus Mostindien marschiert nach Bern Kandidaten unter der Lupe Countdown. Ihre Macht. Ihr Humor. Ihr Look. Die SIPolit- und Style-Experten haben das Wort

Eishockey 24

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Ari & Santtu Sulander Family-Affair: Vater und Sohn spielen jetzt im gleichen Team!

Miss Schweiz 42

u Mit etwas «Glöggli» Bundesrat! Turbulente Zeiten für Bauernpräsident Hansjörg Walter. Am Montag vergangener Woche wird er Nationalratspräsident, am Donnerstag SVP-Bundesratskandidat. Musse findet er nur noch daheim in Wängi TG.

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Alina Buchschacher Strand-Beauty! Die schönste Schweizerin über ihre Herkunft, Heimat und streunende Hunde

Shopping 67

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 77 78

Brustkrebs Früherkennung rettet Leben: Frauen ab 40 profitieren vom Screening Sexualität So lieben die Schweizer! Die exklusiven Resultate einer grossen Studie

Die Besten 81

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Weekend

Fotos Katja Lehner-Grossi, Keystone, Thomas Buchwalder

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Und …

12 u Shooting Star Chapeau! Heiko Vogel führte den FC Basel zum grössten Erfolg des Schweizer Klub-Fussballs.

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

38 Notabene von Chris von Rohr 106 Auf einen Espresso mit Frank A. Meyer und Marc Walder 96 Impressum 100 Horoskop 105 Leserbriefe u Pokerface Es passt perfekt zu ihm als Bösewicht. Doch privat ist Schauspieler Urs Remond alles andere als kühl.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 259 86 22, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

schweizer illustrierte

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editorial

Hier zählt jeder Rappen

Fotos Monika Flückiger, Katja Lehner-Grossi

Dr. Beat Richner Radio DRS, das Schwei-

zer Fernsehen und die Glückskette animieren diese Woche die Bevölkerung wieder zum Spenden. «Jeder Rappen zählt» – was bescheiden tönt, bringt viel Geld: Letztes Jahr wurden 11,5 Millionen Franken für kriegsversehrte Kinder gesammelt. 2011 gehen die Spenden an Mütter in Not. Eine gute Sache? Sicher gut gemeint – das ist aber oft das Gegenteil von gut. Denn «Jeder Rappen zählt» konkurrenziert im Dezember, in der Spenden-Hochsaison, andere Hilfswerke und gemeinnützige Organisationen. Zudem sitzt die Glückskette, wie der «Tages-Anzeiger» vergangene Woche berichtet hat, auf Reserven in Höhe von 140 Millionen Franken … Die Schweizer Illustrierte engagiert sich für die Kantha-­ Bopha-Kinderspitäler von Dr. Beat Richner. Seit 20 Jahren. Stefan Regez, Chefredaktor a. i. Zusammen mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser! Und auch als Kontrapunkt zu «Jeder Rappen zählt». Denn bei Beat Richner fliessen die Spenden nicht wie bei manchen Hilfsorganisationen in die Reserven oder in die Administration. Ihr Geld, liebe Leserin, lieber Leser, kommt sofort und vollumfänglich Millionen von Kindern in Kambodscha zugute. Dr. Richner behandelt sie kostenlos. Und rettet Leben. Ich kenne kein direkteres, ­wirksameres und nachhaltigeres Engagement. Umso mehr ist der Zürcher Kinderarzt auf Spenden angewiesen. 3 Millionen Franken braucht er jeden Monat, mehrere Hundert Millionen sind nötig, um Kantha Bopha für die nächsten zehn Jahre zu sichern. Von Kambodschas korrupter Regierung kommt fast nichts, sie lässt ihre Kinder im Stich. Daher sind wir gefordert, Dr. Beat Richner zu unterstützen. Sein Lebenswerk zu sichern. Und damit die Zukunft von Kambodschas Kindern. SI-Redaktorin Nina Siegrist und Fotografin Monika Flückiger haben Dr. Beat Richner im November besucht. In einer eindrücklichen Auf der Intensivstation Dr. Beat Richner mit ­Reportage würdigen sie in dieser Ausgabe SI-Redaktorin Nina Siegrist (r.), Fotografin seine Arbeit. Und zeigen auf, wie die zwei­ Monika Flückiger und einer kleinen Patientin jährige Sreynath und die sechsjährige Kheng mit Hirnhautentzündung. im Spital von Siem Reap operiert, gepflegt, geheilt werden. Eine Million gerettete, zehn Millionen behandelte Kinder – die Bilanz von 20 Jahren Kantha Bopha ist beeindruckend. So be­eindruckend, dass auch Laos und Burma auf ein Engagement von Dr. Beat Richner hoffen. Wenn er davon erzählt, glänzen seine Augen. Und ich beginne zu zweifeln, ob er seinen grössten Wunsch wirklich umsetzen wird – möglichst bald die Zukunft von Kantha Bopha in andere Hände zu übergeben, nach Zürich zurückzukehren und hier am Hofbesuch SI-Nachrichtenchef Marcel Huwyler (l.) See ruhig spazieren zu gehen. und SVP-Bundesratskandidat Hansjörg Walter in «Leben schenken» – ab Seite 26. Wängi TG. Ab Seite 18. Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche mit der Schweizer Illustrierten!


stéphane lambiel & Tinkabelle

Countrygirl auf Eis u Pirouette um Pirouette, bis es ihr «uu trümmlig» wird.

Stéphane Lambiel, 26, kennt keine Gnade. Aber wer wie Tanja Bachmann, 30, zwanzig Jahre nicht mehr auf Schlitt­ schuhen gestanden ist, braucht Training, um bei Art on Ice auf­zu­treten. Die Sängerin Tinkabelle sagt: «Es ist unfassbar schwierig!» Auch weil Stéph auf dem Eis ausschliesslich Französisch spreche: «Ich muss ja zuerst alle Befehle verstehen!» Der zweifache Weltmeister rettet sie vor jedem Sturz. Vom 2. bis 5. Februar 2012 treten sie gemeinsam im Hallenstadion Zürich auf. Lambiel schwärmt von Tinkabelles Coverversion von «These Boots Are Made for Walkin’». Ob das Countrygirl vor 70 000 Zuschauern dann tatsächlich Stiefel gegen Schlittschuhe tauscht? yvonne zurbrügg

Philippe gaydoul

Humorvolle Eiszeit

Philippe Gaydoul (M.) erhält von Frank Baumann (r.) und Pascal Jenny die Humorschaufel.

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schweizer illustrierte

u Das Arosa Humor-Festival hat zum vierten Mal seine Humorschaufel vergeben. Unternehmer Philippe Gaydoul, 39, heisst der diesjährige Empfänger des kältesten Preises der Schweiz. «Er ist ein Mensch mit einem leisen und herzlichen Humor, der mit seinen Visionen, seinem Mut und mit Einsatzkraft Vorbild für viele Unternehmer der Schweiz ist», sagt Pascal Jenny, 37, Tourismusdirektor von Arosa. Und da der Sieger auch Präsident des Schweizerischen Eishockeyverbandes ist, passt die gefrorene Auszeichnung perfekt. «Dies ist für mich wie der Gewinn einer Gold­medaille an einer Weltmeisterschaft der Schweizer Hockey-Nati», sagt der Navyboot-Boss. aurelia Forrer


Die Hebefigur sitzt bereits! Stéphane Lambiel und Tanja Bachmann beim Training in Sitten VS.

leute

Willi Würzer aus Wienacht AR. Einst Pöstler, jetzt Pensionär und Christkind in Personalunion.

willi würzer

Der Pöstler vom Christkind post in St. Gallen fahren. Denn mit seiner Pensionierung wurde die Wienachter Poststelle, die er 35 Jahre geführt hatte, geschlossen. Die Wünsche der Kinder sind seit je die gleichen: Spielsachen und Süsses, aber auch Gesundheit für die Familie und Frieden auf der Welt. «Und manche wollen schlicht den Beweis, dass es das Christkind wirklich gibt!» Den liefert ihnen Willi Würzer nur zu gerne: mit einer Weihnachtsgeschichte und einem persönlich geschriebenen Gruss vom Christkind. Aber pssst, nicht weitersagen! christa Hürlimann

wer liebt wen

Ein Töchterchen zum Geburtstag u Unternehmer Hausi Leutenegger, 71, heiratet diese Woche seine Freundin Anita Steiner, 56. Das Paar lässt sich von einem Standesbeamten auf einem Schloss trauen. «Das mit der Kirche habe ich hinter mir.» u Sängerin Gunvor Guggisberg, 37, hat sich von Musikproduzent Michael Apollo

Suiter, 42, getrennt. Erst im April machte der Berliner der ehemaligen EurovisionTeilnehmerin in der Wüste den Antrag. u Ex-Leichtathletin Anita Weyermann, 34, ist seit dem 7. Dezember nicht nur ein Jahr älter, sondern auch Mami. Sie und Gatte Roland Salzmann nennen ihre Tochter Lara.

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr Stars in dieser Woche u Phil Collins u Giacobbo / Müller u Melanie C u Sarina Arnold u Fiona Hefti u Hausi Leutenegger schweizer illustrierte

Fotos Sedrik Nemeth/L’illustré, Dick Vredenbregt, Handout, Rolf Edelmann, Bruno Voser

u So kann man sich das Zuhause des Christkinds gut vorstellen: hoch über dem Bodensee, mit Blick hinunter zu seinen «Schäflein» und bis hinüber nach Deutschland. Sogar von dort bekommt es Post! Und aus der ganzen Schweiz. Adressiert an «Das Christkind, 9405 Wienacht». In dem Ausserrhoder Dorf wohnt das Christkind zwar nicht persönlich, aber seine rechte Hand: Willi Würzer, 73, beantwortet jedes Jahr die 100 bis 150 Wunschzettel. Für den Original-Wienacht-Stempel muss er mit den Briefen heute extra zur Haupt-

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leute

laurien van der graaff

Davoser Heidi aus Rotterdam u Der Name könnte auf eine Adlige deuten. Eine Holländerin sicher. Aber bestimmt nicht auf eine Langlaufhoff­ nung für die Schweiz. Laurien van der Graaff, 24, aus Davos GR, schrieb Anfang Monat Sportgeschichte. Als zweite Schweizerin überhaupt lief sie im Weltcup aufs Podest. Sprint am Rhein­ ufer entlang, fast holländisch flaches Terrain: «Als ich merkte, dass es sogar für den Sieg reichen könnte, bekam ich einen Extra-Energieschub.» Dass der Vater 1991 eine Lehrerstelle in der Schweiz bekommt, macht das vierjähri­ ge Mädchen aus Rotterdam plötzlich zum Bündner Berg-Girl. Kaum ein Jahr später steht sie erstmals auf Langlaufski – heute trainiert die Biologiestudentin bis zu 16 Stunden pro Woche. Die Saison ist noch jung, ihren Namen merken wir uns. esther meyer

Hat gut lachen auf der Überholspur. Laurien van der Graaff zu Hause in Davos.

Fotos David Henderson, Martin Meissner/AP Photo, Christian Lanz, Keystone

Exploit: Laurien van der Graaff läuft am 3. Dezem­ber im Weltcupsprint in Düsseldorf auf Rang 3.

Rose

kaktus

Martin Horat Muotathaler Wetterschmöcker u Einen Winter mit viel Schnee und viel Sonne hatte er versprochen, der Wetterprophet aus dem Schwyzer Muotathal. Das sehe er an den kräftigen Oberschenkeln der «Ampeisi», der Ameisen. «Der grosse Schnee kommt Anfang Dezember», behauptete Horat weiter. Und siehe: Seine Vorhersage traf ins Schwarze, endlich hats ge­schneit in den Bergen! Tourismus-Verantwortliche und Winterbekleidungshersteller atmen auf. Und wir ziehen den Hut ob der guten Nase des Wetterschmöckers. Hoffen, dass er weiterhin recht hat. Ob ihn unsere Rose orakeln lässt, wie der nächste Sommer wird?

vitus huonder Bischof von Chur u Advent, die Zeit der Besinnung und Harmonie. Nicht so beim Bischof von Chur. Denn mit seinem letzten Hirtenbrief sorgt er für rote Köpfe. Vitus Hounder schreibt: «Der Aufklärungsunterricht an der Oberstufe entfremdet Jugendliche von der christlichen Haltung.» Und die Menschenrechtskonventionen der Uno seien für die Kirche nicht geltend, sondern bloss zur Kenntnis zu nehmen. Lieber Herr Bischof, wer in der Adventszeit so viel Disharmonie verursacht, hat an Weihnachten eigentlich kein Geschenk verdient. Von uns erhalten Sie trotzdem eines: unseren Kaktus. schweizer illustrierte

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Foto Teamfoto/foto-net

das wunder von basel

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Ein Traum

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Glück pur! Basels Spieler feiern nach dem 2:1 gegen Manchester United ihren Trainer Heiko Vogel. «Er ist der perfekte Chef für uns», sagt Fabian Frei (ganz links).

Grösseres hat kein Schweizer Klub-Fussballteam je geschafft. Unter heiko vogel wirft der FC Basel die Millionarios von Manchester aus der Champions League. Weshalb das kein Zufall ist, erklärt fabian frei.

mit Ansage


Neuer Basler Liebling Heiko Vogel kann nach dem Sieg gegen Manchester vor den Fans die Tränen nicht zurückhalten.

Text iso niedermann Fotos hervé le cunff

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Wachablösung? Der grosse Sir Alex Ferguson (l.) gratuliert Basels Coach. Ab sofort ist Heiko Vogel kein Trainer-Nobody mehr.

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er Blick wirkte ein bisschen gequält. «Ich gratuliere den Jungs zum tollen Erfolg über Manchester United. Und ich wünsche dem FC Basel natürlich weiterhin alles erdenklich Gute.» Ein Glückwunsch von Herzen zwar, doch Euphorie tönt anders. Thorsten Fink zollte dem FC Basel via Fernsehen aus Hamburg Respekt. «Aber ich glaube, es hat ihn schon gewurmt, dass er da nicht selbst an der Seitenlinie stand», sagt Fabian Frei, 22. «Ich bin nicht sicher, ob er seinen Wechsel in die Bundesliga nicht noch hinausgeschoben hätte, wenn er gewusst hätte, dass wir tatsächlich das grosse Manchester aus der Champions League werfen.»

Wusste Fink aber nicht, und so wird einem anderen nun das Basler Wunder angerechnet. Heiko Vogel, 36, Deutscher aus dem pfälzischen Wachenheim. Kein früherer Weltklasse-Spieler wie Fink, kein braun gebrannter Sunnyboy mit Star-Aura. Vogel kam aus dem Nichts. Gegen aussen galt er mit seiner gemütlichen Postur und dem roten Haarschopf als Handlanger. Und nun erstaunt er alle – bis auf die Eingeweihten. Beim FCB schien man sich sehr wohl bewusst zu sein, was dieser Heiko Vogel kann. Egal, wie laut nach Finks Abgang der öffentliche Ruf nach Glamourfiguren wie Murat Yakin oder Roberto Di Matteo als Nachfolger hallte. Es wirkte fast trotzig, wie seelenruhig die Chefetage um den designierten Präsidenten Bernhard Heusler erklärte, man mache bis auf Weiteres mit Finks bisherigem Assistenten Vogel


Das wunder von basel

Heiko Vogels Fotoalbum

Kein grosser Spieler Vogel als Junior beim FC 08 Hassloch in der Pfalz.

Fotos Daniela Frutiger/freshfocus, Kurt Schorrer/foto-net, Handout, Hans Rauchensteiner

Start einer grossen Trainerkarriere? Heiko Vogel trainiert 2003 Jugendliche beim FC Bayern, darunter Lahm und Müller.

weiter. Und als sich die Wortführer im Team um Alex Frei öffentlich für ihn stark machten, wunderte sich die Fussballschweiz schon. Der grosse FCB begnügt sich mit dem kleinen Vogel? Nun geht dieser als Trainerlegende in die Geschichte ein: Er hat den FCB zum grössten Erfolg eines Schweizer Klubteams geführt. Ein Sportmärchen, ein Wunder. Aber eines mit Ansage. «Klar hat Vogel den optimalen Zeitpunkt erwischt, um zu übernehmen», stellt Fabian Frei fest. Und er bejaht die Frage, ob es denn nicht hätte sein können, dass dieses gewachsene Team auch mit Hinz oder Kunz auf der Bank Manchester eliminiert hätte. «Wer weiss das schon? Aber klar ist: Heiko Vogel ist nach Thorsten Fink der denkbar beste Trainer für uns.» Die Mannschaft habe etwas Angst gehabt, dass ein Chef komme, der das Gefüge durcheinanderbringt.

«Wir gehen jeden Tag gerne ins Training. Es gibt im Team keine Grüppchen. Wir lachen in der Kabine so viel wie noch nie. Es gibt keinen Neid.» Mit Erfolgsmensch Alex Frei, dem «extrem liebenswerten Captain» Streller und dem vorbildlichen Huggel stünden zudem drei starke Persönlichkeiten zuoberst in einer intakten Hierarchie. In einer «positiven Spirale» sei man, sagt Frei. Und dazu trage Vogel mit seiner fröhlichen und anspornenden Art entscheidend bei. Was mit dieser positiven Spirale gemeint ist, lässt sich auch an Fabian Frei selbst erklären. Im Juniorenalter als Talent aus Winterthur nach Basel geholt, wurde der Frauenfelder vor zwei Jahren nach St. Gallen ausgeliehen. Dort lernte er Verantwortung tragen, Niederlagen ertragen und den Abstieg kennen. Im Sommer holte ihn der FCB zurück.

Und seither schiesst Frei raketengleich nach oben. Stammspieler bei Basel, Leistungsträger in der U21-Nati, die es in den EM-Final schaffte, Neo-Interna­ tionaler, zweitbester Basler Torschütze in der Champions League. Am Wochenende war er zudem als Newcomer des Schweizer Sportjahres 2011 nominiert. «Dass das alles so schnell ging, war nur beim FC Basel möglich. Hier werden dir Selbstbewusstsein und Siegermentalität richtiggehend eingepflanzt», sagt Frei. Und er stellt auch fest, dass er von einem Erfolgsstrudel mitgerissen wurde. Anfänglich profitierte er vom Ausfall Gilles Yapis. «Doch ich konnte mich wie selbstverständlich in einem Team etablieren, das sehr gefestigt ist.» Jetzt träumt der Sohn des Schweizer U17-Europameistertrainers von 2002, Markus Frei, von Real Madrid oder u schweizer illustrierte

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Entspannt Fabian Frei geniesst den Basler Weihnachtsmarkt. Bald gehts mit Bruder Pascal in die Ferien nach Las Vegas.

«Wenn man beim FC Basel ist, muss man nicht jeden Wechsel ins Ausland als Erfolg betrachten» fabian frei dann Nikosia als Achtelfinalgegner in der Champions League. Auch Heiko Vogel profitierte von dieser Basler Spirale. «Er hat uns mit Erfolg defensiv etwas sicherer spielen lassen», erklärt Frei, «aber sein grösstes Verdienst war, dass er uns und unser Spiel nicht umgekrempelt hat – und auch sich selber treu geblieben ist.» Will heissen, Vogel ist noch immer der Gutelaune-Verbreiter im Joggeli, der aber auch mal laut werden kann. Und viel Gefühl zeigt. Für die Tränen auf dem Platz nach dem ManchesterTriumph lieben ihn die Fans. Auffallend, wie sehr Heiko Vogels Laufbahn an jene von Jogi Löw erinnert. Der war als Spieler ebenfalls keine gros­se Nummer, und erst als er von Strahlemann Klinsmann die deutsche Nati übernahm, merkte man, dass Ex-Assistent Löw eigentlich zuvor schon der Baumeister des Erfolgs war. So weit will Fabian Frei zwar nicht gehen, weil er Finks Verdienste kein bisschen schmälern möchte. Aber er sagt, dass Vogel zweifellos ein hervorragender Trainer ist. Am Montag wird Vogel definitiv Cheftrainer. Damit schliesst sich ein Kreis. Vogel, der Sportwissenschaften in Münu

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chen studierte und als Jugendtrainer bei Bayern München Weltklasseleute wie Philipp Lahm und Thomas Müller formte, lernte Thorsten Fink beim Trainer-Lehrgang an der Sporthochschule Köln kennen. Die beiden wurden Freunde, Vogel folgte Fink als Assistent zu Ingolstadt und dann nach Basel. Seine Lebenspartnerin Barbara Vitzthum und deren beide Kinder Michael, 15, und Aline, 19, bleiben vorerst trotzdem im gemeinsamen Zuhause in Warngau am bayrischen Tegernsee. Vielleicht ist sich Vogel bewusst, dass der Basler Erfolgsstrudel einen leicht in die grosse Fussballwelt hinausspülen kann. Was Fabian Frei allerdings relativiert. Der Single sagt, ihn reize ein Transfer in die Bundesliga gewiss, am liebsten zu Dortmund. «Aber wenn man beim FC Basel ist, muss man einen Wechsel zu einem Mittelfeldklub in Italien oder England nicht als Erfolg betrachten.» Das ist das Basler Erfolgsgen: Als Fabian Frei nach dem ManchesterHinspiel mit Dimitar Berbatov das Dress tauschen wollte, lief dieser einfach davon. Beim Rückspiel fragte Frei keinen der Stars aus England mehr an. Jetzt können die fragen, findet er. 

Die ganz Schweiz Eine unvergessliche Fussballnacht: FCB schreibt Geschichte

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undesrat Johann SchneiderAmmann machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: «Ich bin ja als Berner eher YB zugetan. Aber heute Abend sind wir für einmal alle Basler.» Der Wirtschaftsminister bewies fussballerischen Sachverstand: «Heute ist so ein Abend. Der FCB gewinnt 2:0», prophezeite er vor dem Match gegen Manchester United in den Katakomben des St. Jakob-Stadions. Oscar-Gewinner Arthur Cohn war als Ur-Basler pessimistischer. «Ich war beim Galati-Match dabei. Da war mein FCB klasse. Aber heute befürchte ich ein böses Erwachen gegen dieses Weltklasse-Team.» Dass es anders kam, überraschte nicht alle. Der designierte FCB-Präsident Bernhard Heusler nahm Trainer Heiko Vogel bei der nächtlichen Siegesfeier im ­«Casino» am Barfüsser-Platz in den Arm und sagte: «Geh auf den Balkon raus und lass dich feiern. Ich wusste, dass du es mit deiner solidarischen Gruppe schaffen kannst.» Xherdan Shaqiri fasste sich kürzer: «Einfach nur geil!» Text iso niedermann, Fotos dick vredenbregt


Das Wunder von Basel

Nächtlicher Hunger: Ersatzgoalie Massimo Colomba, Scott Chipperfield und Yann Sommer (v. r.) im «Casino».

e ist Basel

Man ist so frei, nachts um zwei: Alex (l., dunkle Jacke) und Namensvetter Fabian Frei (blauer Pulli) lassen sich am Barfi feiern.

Zwillingsherz für den FCB: Philipp (FCB, r.) Ausgeruht: Beni Huggel pausierte und David Degen (YB) kamen zusammen. zwar, freut sich aber trotzdem sehr.

Verliebter Rückhalt: Goalie Yann Sommer genoss den Triumph im «Casino» mit Freundin Sabrina.

Zuerst pessimistisch: Arthur Cohn glaubte lange nicht an das «Wunder von Basel».

Reverenz: Jogi-Löw-Berater Beeindruckter Nachbar: Urs Siegenthaler besuchte die Stuttgarts Trainer Bruno alte Heimat mit seiner Petra. Labbadia kam ins Staunen.

Powerduo: Basels umworbener «Zauberwürfel» Magistral: Bundesrat Johann Schneider-Ammann (r.) Xherdan Shaqiri (l.) mit Bruder und Berater Erdin. mit Basels Regierungsrat Carlo Conti.

Basel-Fans: Ex-Natistürmer Dario Zuffi (2. v. l.) mit Söhnen Luca, Nico und Sandro (v. l.). schweizer illustrierte

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Bundesratswahlen

Höchster Schweizer ist er ja schon. Nun soll Nationalratspräsident und Bauer Hansjörg Walter gar Bundesrat werden. Der Knall-Fall-Kandidat über seine Führungsqualitäten bei Mensch und Vieh und die Geschichte seines Schnauzes.

Bald Stallmei


«Das Führen liegt mir» Hansjörg Walter, Bauer, Nationalratspräsident und Bundesratskandidat, zäukelt seine Kühe von der Weide in den Stall seines Greuthofs in Wängi TG.

ster in Bern?

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Most und Käse SVP-Buure­zvieri. Hansjörg, 60, und Madeleine Walter, 59, in ihrer Bauernküche.

Text Marcel Huwyler Fotos Katja Lehner-Grossi

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r kennt das ja mittlerweile. Weiss, wie so was läuft. Schon vor drei Jahren sollte er Bundesrat werden – auch damals im allerletzten Moment. Immerhin hat Hansjörg Walter diesmal unverschämt viel Vorbereitungszeit, für seine Massstäbe geradezu verschwenderische fünfeinhalb Tage liegen zwischen Knall-Fall-Nomination und Wahltag. Beim letzten Mal, 2008 (als unfreiwilliger Sprengkandidat gegen Ueli Maurer), waren es läppische drei Stunden. Damals riefen ihn morgens um sechs in Bern Politkollegen an und warnten: «Hansjörg, du wirst heute heiss gehandelt, ist dir das bewusst?» Worauf

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Walter seine Frau Madeleine daheim im thurgauischen Wängi informierte, sie müsse vielleicht noch nach Bern kommen und sich mit ihm fotografieren lassen. «Zum Glück», erinnert sich Madeleine Walter, «war ich zufällig am Tag vorher beim Coiffeur.» Mit einer «schepsen» Frisur bei der Vereidigung ihres Mannes zum Bundesrat – «das hätte doch keine Gattung gemacht». Walter wurde damals nicht gewählt, es fehlte ihm eine einzige Stimme. Enttäuscht, sagt er, sei er jeweils nur, wenn er ein von ihm gestecktes Ziel nicht erreiche. «Und Bundesrat zu werden, war 2008 nicht mein Ziel.» Diesmal schon. Der Greuthof liegt fünf Traktor­ minuten ausserhalb der 4000-SeelenGemeinde Wängi. Familie Walters Bauern-

betrieb umfasst 32 Hektaren Land, 57 Obstbäume, Kühe, Kälber, Katzen – und Bergamaskerhündin Inka. Neonschrille Schilder warnen vor dem Tier («Hier wache ich! Begehen auf eigene Gefahr!»), doch Inka – angerannt kommt sie zwar wie eine Hyäne – hat das devote Gemüt und den chruseligen Haarschnitt eines Schäfchens. An diesem klammen, nebelnassen Tag Ende November stiefelt Bauer Walter voraus, zäukelt und leitet seine 37 Kühe von der Weide zum Stall. Das Braunvieh folgt brav – Herdentrieb. In Bundesbern spräche man wohl von Fraktionszwang. Zu dem Zeitpunkt (das SVP-Kandidatendrama wird erst in zwei Wochen beginnen) schwärmt er noch von seiner Funktion als Nationalratspräsident und höchstem Schweizer. Seine zwei Auf­


Bundesratswahlen

«Ich habe mir schon immer einen Mann mit Schnauz gewünscht» Madeleine Walter

«Warnung vor dem Hunde!» Doch Bergamaskerhündin Inka zeigt sich trotz der Warnschilder auf dem Hof sanft und verspielt.

gaben, sinniert Walter, seien sich gar nicht mal so unähnlich. Bauer und Chef der Grossen Kammer. Beides verlange Führungsqualitäten, er müsse organisieren, leiten, ordnen. Auf dem Greuthof und in Bern. Im Stall und im Bundeshaus. Da Scholle, Milch und Mist, dort Interpellation, Postulat und Motion (und manchmal ebenfalls Mist). Walter sagt, er gehe gern voraus, gebe die Richtung vor, «das Führen liegt mir». Zumindest seine Kühe sehen das genauso. Hansjörg Walter ist 60 Jahre alt, Vater dreier erwachsener Kinder, Meisterlandwirt, Bauernpräsident, glühender Thurgauer, seit 1999 SVP-Nationalrat, Fastbundesrat und vielleicht bald Dochbundesrat. Als Nationalratspräsident hätte er die Bundesratwahlen eigentlich

leiten sollen, als Chef im Saal, Leiter des Ratsbetriebs, Mann mit der Glocke, der schellt und schilt, wenns zu wild wird. Nun wirds für ihn selber wohl wilder als eine bockige Kuh. «Diesmal ist es besonders kompliziert», sagte Walter, noch nichts von seinem Bundesratsabenteuer ahnend. Dar­ um hat er ja auch geübt. Bundesjuristen verfassten für ihn Drehbücher, in denen jegliche artigen und abartigen Eventualitäten eines Wahltags durchgespielt wurden, sodass sich Walter überlegen konnte, wann er wie reagieren und regieren würde. Und wenn der Nationalratspräsident selber Bundesratskandidat ist? Auch dieser Fall wurde durchsimuliert, sagte Walter noch Ende November, lachte und meinte, das wer-

de aber bestimmt nicht passieren: «Ich stehe ja definitiv nicht als Bundesratskandidat zur Verfügung.» Nun kommts definitiv anders. Eine Unterkunft in Bern hätte Walter ja bereits. Während der Sessionen erwacht er – jahrzehntelange Gewohnheit eines Milchbauern – um 5.15 Uhr. Dann liegt er da, denkt an daheim und an die Arbeit auf dem Hof. Manchmal frage er sich schon, was er im Parlament den ganzen Tag lang eigentlich wirklich leiste: «Vielleicht habe ich ein Dutzend Mal den Abstimmungsknopf gedrückt, dabei gäbe es daheim einen kaputten Pflug zu flicken.» Zwei Angestellte schauen auf dem Greuthof nach dem Rechten – und Walters Frau Madeleine, 59. Sie ist der wahre Ver-Walter, ma- u schweizer illustrierte

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Bundesratswahlen

«Nimms! Ist für dich» Madeleine Walter ist die Sekretariatsmanagerin ihres Mannes. Das Büro ist voller Schriften über Politik und Agronomie.

nagt das Sekretariat ihres Mannes, wacht über seine Agenda. Im Büro, gleich neben der Stube, sitzt sich das Ehepaar gegenüber. Ein bauchiges Ofenrohr rankt sich durch den Raum, und Walters PC-Hintergrund zeigt ein Foto der letzten Ägyptenferien. Hier prallen Agrarund Politwelt aufeinander: Die Bundesordner mit den Aufschriften «Europarat» und «Internationales» stehen gleich neben «Dreschen», «Obst» und «Tierverkehrsdatenbank». Und die drei Ablagefächli sind geordnet nach: SVP Schweiz, SVP Thurgau, Käserei. «Ohne Madeleine», sagt Walter, «ginge hier gar nichts.» Er sei halt oft unterwegs, viel fort, meistens in Bern. In letzter Zeit sowieso. Man merkts. Er: «Das Büro haben wir erst kürzlich frisch gestrichen.» Sie: «Kürzlich? Hansjörg, das ist doch eine Ewigkeit her!» Er: «Und ausgemistet haben wir hier, einen ganzen Kübel mit Zeugs.» Sie: «Hansjörg, es war ein ganzer Container voll.»

«Mein 92-jähriger Vater sagt: ‹Was habt ihr da oben in Bern wieder für Zustände?›» Hansjörg Walter Vor 31 Jahren, auf einer USA-Reise, machte Hansjörg seiner Madeleine einen Heiratsantrag. Sie sagte Ja, unter der Bedingung, dass er sich einen Schnauz wachsen lasse, «ich wünschte mir schon immer einen Mann mit Schnauz». Kommt Walter nach Hause, angelt er sich aus dem Kühlschrank Süssmost und Appenzeller Käse (gefertigt aus der Milch seiner Kühe), «es gibt nichts Besseres». Das hilft sogar bei schlechter

Laune. Da hat sein Most-Kanton letzthin doch tatsächlich einen Brief bekommen, aus den USA, von der Firma Apple. Der Computerriese klagt wegen des ApfelLogos auf dem «Thurgau»-Banner. «So ne Blödsinn!» Walter wettert, der Schnauz zittert, erst eine zusätzliche Ration Käse und Most lindert den Ärger. Hansjörg Walter hat den Greuthof vor 34 Jahren von seinem Vater übernommen, der, 92 Jahre alt, noch immer hier lebt. Und sicher stolz ist auf seinen Sohn? Momol, wohl schon, meint Hansjörg Walter, sein Vater zeige seine Freude halt nicht so, sondern sage eher mal: «Was habt Ihr denn da oben in Bern wieder für Zustände?» Die «Zustände» werden sich für Hansjörg Walter definitiv am 14. Dezember klären. So oder so. Egal, wie es kommt. Entweder wird er Bundesrat, oder er bleibt «nur» Nationalratspräsident, der es als bauernschlauer Meisterlandwirt bestens versteht, mit Befehlen und Zäukeltricks Herde und Leittiere in Bern im Zaum zu halten.


Walter würde gerne Bundesrat werden. Das Amt, sagt er nach seiner Nomination letzte Woche, das Amt habe ihn immer gereizt. Und der ehemalige SPPräsident Helmut Hubacher erinnert sich, wie er vor vielen Jahren mit Walter spazieren ging und dieser ihm anvertraute, dass er sich schon als Kind gewünscht habe, Bundesrat zu werden.

Eigentlich freute sich Walter auf ein ruhiges Jahr 2013. Nach seinem Präsidentenjahr wollte er auch sein Amt beim Bauernverband abgeben, dann hätte er wieder mehr Zeit gehabt, daheim zu bauern, zu ackern, zu melken und – «dabei entspanne ich mich am besten» – Traktor zu fahren. Vielleicht kommt nun alles anders. Und Walter muss sich einen

magistratskonformen Traktor nach Bundesbern bestellen und seinen Bundes­ hausweibel anweisen, stets Most und Appenzeller Käse bereitzuhalten. Und daheim im Büro in Wängi wird Madeleine Walter einen neuen Ordner ins Regal stellen. Zwischen «Europarat», «Dreschen» und «Obst» hätte es nämlich noch Platz – für einen «Bundesrat». 

Kandidaten unter der Lupe

Wer wird neuer Bundesrat? Drei experten taxieren die Kan­didaten: Wer hat Macht? Wer Humor? Und wer kleidet sich am besten? Einfluss Wer hat politisch die Nase vorn?

Helmut Hubacher, 85, Buchautor, Ex-SP-Chef

Auftreten

Foto Katja Lehner-Grossi, Kurt Reichenbach (3), Heiner H. Schmitt, Vinzenz Wyser, Marco Grob

Wer ist humorvoll und rhetorisch top?

Andreas Thiel, 40, Politsatiriker

STYLE Wer kleidet sich wie ein Magistrat?

Sabina HanselmannDiethelm, 36, Chefredaktorin «SI Style»

Hansjörg Walter, 60, SVP-Nationalratspräsident aus Wängi TG

Jean-François Rime, 61, SVP-Nationalrat aus Bulle FR

Alain Berset, 39, SP-Ständerat aus Belfaux FR

Pierre-Yves Maillard, 43, SP-Waadt-Staatsrat aus Remaufens FR

Die SVP hat schwach angefangen und dann stark nachgelassen. Jetzt hätte sie den idealen Mann. Beliebt und geschätzt. Unterlag Ueli Maurer mit einer Stimme. Als Kandidat von Mittelinks. Nun tritt er gegen sie an. Die Pirouette eines tragischen Helden. Er wäre doch so gerne Bundesrat.

Romands haben oft das gewisse Etwas, um das wir sie beneiden. Als Holzhändler und politisches SVP-Raubein verströmt er «le charme discret de la bourgeoisie». Beliebter und bewährter Kandidat. Steigt nicht zum ersten Mal ins Rennen. Und weiss: Verlieren ist wie gewinnen. Nur umgekehrt.

Cooler Typ. Elegant-disziplinierter Auftritt. Arbeitet hart mit leichter Hand. Ein Sach­politiker. Es zählen Fakten. Da ist er gnadenlos konsequent. Um das Mögliche zu ermöglichen. Im Bundeshaus gelingen selten grosse Würfe. Deshalb ist jeder Schritt wichtig, wenn die Richtung stimmt.

Ein Regierungsrat, der regiert. Und wie! Die Linken lieben, die Rechten mögen ihn. Weil er lösungsorientiert politisiert. Mit dem Instinkt für das Machbare. Er habe aus der Waadt ein sozialpolitisches Labor gemacht, schreibt «Die Zeit» aus Hamburg. Der Mann ist alles – ausser gewöhnlich.

Mir als Buddhist ist jeder Inder sympathisch, und sei es ein Mostinder. Als Panzermayor weiss Walter wenigstens, dass man mit Kanonen nicht auf Spatzen schiesst. Und als Bauer bringt er folgende politischen Kernkompetenzen mit: Ackern, Dreschen und Mit-demZaunpfahl-Winken.

Die meisten Bundesräte hinterlassen, wenn sie abtreten, nur einen noch grösseren Gesetzesdschungel. Es ist an der Zeit, dass da wieder mal jemand die Axt anlegt. Der Grosssägerei­besitzer Rime kommt genau richtig.

Berset hat noch nie in der Wirtschaft gearbeitet, ausser einmal als Berater. Er ist wie ein Vegetarier hinter einer Wursttheke, der den Kunden Kochtipps gibt. Für eine anständige Arbeit ist so ein Theo­ retiker wie Berset völlig ungeeignet. Für den Bundesrat reicht es aber alleweil.

Noch weiter links politisieren hiesse mehr Freizeit für Arbeitslose fordern. Maillard ist gläubiger Etatist. Wenn es nach ihm ginge, würde eine Berufsgattung viel Geld verdienen: die der Verbotsschildermaler.

Die mit Vorliebe auffällig und kontrastreich gestreiften Krawatten des Nationalratspräsidenten sind für mich valable Kanditaten für die Altkleidersammlung. Niemals trennen sollte sich der Thurgauer von seinem Schnauzer: Damit beweist der Bauer Landliebe, und ausserdem steht er ihm gut.

Keineswegs auf dem Holzweg ist der Unternehmer mit seiner Kombination aus marineblauem Anzug und hellem Hemd. Ob die Slippers für den holprigen Gang in den Bundesrat geeignet sind? Haltung wahren – auch wenn grosse Hoffnungen auf den Schultern des Freiburgers lasten.

Spekulanten möchte der Wirtschaftswissenschaftler Einhalt gebieten. Zur gänzlich risikofreien Zone erkläre ich seinen mit tadellosen Klassikern gefüllten Kleiderschrank. Gewinnbringend setzt er sein Markenzeichen (Augenbrauen) ein. Wahlweise zieht er diese rechts oder links hoch.

Zuweilen zerknitterte Hosen und schlecht gebügelte Hemden – darüber könnte ich glatt hinwegsehen. Aber Monsieur Maillard trägt partout keine Krawatte! Damit fehlt es ihm an Respekt gegenüber seinen korrekt gekleideten Kollegen. Im Bundesrat gäbe es dafür kein Pardon.

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Der doppelte S Text Thomas Renggli Fotos Marcel Nöcker

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nno 1998 amtet Flavio Cotti als Bundespräsident. In Kalifornien gründen zwei Studenten Google. In Deutschland wird Gerhard Schröder zum Bundeskanzler gewählt. Gian Simmen gewinnt in Nagano Olympia-Gold in der Halfpipe, Frankreich in Paris die Fussball-WM. Ein Dollar kostet CHF 1.45. In Zürich unterschreibt der finnische Eishockey-Torhüter Ari Sulander seinen ersten Vertrag bei den ZSC Lions. Als er mit der Familie in die Schweiz zügelt, meldet er seinen 5-jährigen Sohn Santtu vorsichtshalber in der englischen Schule in Zumikon an. «Als Eishockeyspieler muss man immer flexi-

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bel sein. Wer weiss schon, wo man ein Jahr später spielt.» Kanada, Russland, Schweden – zurück nach Finnland? 14 Jahre später sitzt Sulander im Restaurant der Kunsteisbahn Oerlikon und rührt in einem Fondue. Er ist in der Schweiz hängen geblieben – und trotzdem vorwärtsgekommen. Dreimal wird er mit den ZSC Lions Meister, gewinnt die Champions League – und lässt im Herbst 2009 im Victoria Cup die NHL-Profis der Chicago Blackhawks verzweifeln. Sulander muss nicht in die NHL. Die NHL kommt zu ihm. Seine Söhne Santtu und Samu ver­ folgen die Matches der Lions im Grenzbereich zwischen Jubeln und Bangen: «Man ist stolz, wenn der Vater zu den ge-

feierten Helden gehört. Aber es tut auch weh, wenn er einen weniger guten Abend einzieht», sagt Santtu. «Weniger gut» ist bei Ari Sulander aber noch immer überdurchschnittlich – auch neben dem Eis. Ohne viele Worte zu verlieren, integriert er sich perfekt im neuen Umfeld. «Er ist der beste finnische Jasser der Welt», sagt Mannschaftskollege Mathias Seger. Stöck – Wyys – Stich. Im vergangenen Frühling spielt Sulander die Trümpfe vor den Einbürgerungsbehörden der Gemeinde Maur ZH aus. Zusammen mit seiner Familie erhält er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Für Santtu eröffnen sich sportlich neue Perspektiven. Nun ist er auch für den Schweizer Verband spielberechtigt.

Foto Jukka Ropponen

ZSC-Goalielegende Ari Sulander, 42, regelt die Nachfolge familienintern. Erstmals spielt er mit seinem Sohn Santtu, 18, in der gleichen Mannschaft.


Eishockey

ulander Finnische Eidgenossen Ari und Sohn Santtu Sulander (r.) haben die Einbürgerung auch kulinarisch vollzogen.

Familiencorner Ari Sulander: «Es war mein Wunsch, einmal mit Santtu zu spielen.»

Eine Gewissensfrage stellt sich für den Neo-Doppelbürger nie: «Wir leben schon so lange hier», sagt er in waschechtem Züritüütsch, «ich fühle mich als Schweizer.» Mitte November wird sein Heimatgefühl bei seinen ersten Einsätzen mit der hiesigen U19-Nationalmannschaft hart geprüft – gegen die Alterskollegen aus Finnland. Die Schweiz verliert dreimal, aber Santtu weiss sich auf der richtigen Seite – auch sportlich: «Läuferisch und technisch bewegen sich die Schweizer auf dem gleichen Niveau.» Goalie zu werden, war für Sulander junior keine Option. «Das hat mich nie interessiert.» Aber auch das Stürmerblut hat er vom Vater geerbt. Ari Sulander spielte als Kind begeistert

Fussball – als Angreifer. «Ich war ein gefürchteter Goalgetter», erzählt er lachend. Auch auf Schweizer Eis beweist er diese Qualität. Am 17. Dezember 2002 erzielt er in Ambri als erster National­ liga-A-Goalie einen Treffer. Die Sulanders sind Sportler aus Leidenschaft. Santtu trainiert sowohl mit den Elite-Junioren der GCK Lions als auch mit dem Nationalliga-B-Team. Dazu kommen dreimal pro Woche Sondereinheiten zur Mittagsstunde. Gespielt hat er in dieser Saison ausserdem schon in der 1. Liga mit dem EHC Dübendorf. «Ich geniesse jede Minute auf dem Eis – es ist ein Privileg, das Hobby zum Beruf machen zu können.» Seinen Vater sieht er oft nur zwischen Tür und Angel. «Unsere Trainingszeiten sind so gestaffelt, dass es manchmal bloss reicht, um Hallo und Ciao zu sagen.» Wenns um die Schule geht, muss sich der Vater gelegentlich dezidierter ausdrücken – bevor Santtu im vergangenen Sommer die Maturprüfung erfolgreich ablegt. «Über die Wichtigkeit der Schule gab es einige Diskussionen – aber die waren schnell aus dem Weg geräumt», sagt Ari Sulander mit väterlicher Strenge. Am Dienstag dieser Woche ist ein Machtwort kaum nötig. In Küsnacht kommt es in der Nationalliga-B-Partie der GCK Lions gegen Thurgau zum Generationentreffen auf dem Glatteis: Sulander im Tor. Sulander im Sturm. Weil der Vater während der Absenz der Junioren-Nationaltorhüter Tim Wolf und Lukas Meili Stellvertreterdienst im Farmteam verrichtet und sein Sohn reif ist für den nächsten Schritt. «Die Situation ermöglicht es uns, diese spezielle Konstellation zu schaffen», sagt GCKSportchef Simon Schenk, «wir würden es aber nie tun, wenn es sportlich nicht vertretbar wäre.» Erst einmal spielten in der Schweiz auf Nationalliga-Stufe Vater und Sohn in derselben Mannschaft – 2008 Valeri und Jewgeni Schirjajew für La Chaux-de-Fonds. Das Sulander-Doppel ist auch als Hommage an einen der ganz Grossen im Eishockey zu verstehen. «Ari hat das Schweizer Eishockey geprägt wie nur ganz wenige Spieler in der Neuzeit. Wir wollen ihm diesen Wunsch erfüllen», sagt Schenk. Wo der Finne seine Spuren künftig hinterlässt, ist offen. In der LionsOrganisation als Trainer oder Berater? In Finnland in einer Goalieschule? Geht es nach Ari Sulander, liegt die Antwort nahe: «Am liebsten würde ich weiter spielen», sagt er. Am 6. Januar feiert er seinen 43. Geburtstag. Für ein finnisches Urgestein ein jugendliches Alter.  schweizer illustrierte

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Leben schenken

Er hat ein grosses Herz f端r kleine Patienten. 20 Jahre ist Dr. Beat Richner schon in Kambodscha, er hat Hunderttausende Kinder gerettet und geheilt. Auch die kleine Kheng kann wieder lachen: Bald gehts nach Hause!

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Neugierig Die sechsjährige Kheng erkundet das Ganglabyrinth des Kantha-Bopha-Spitals in Siem Reap. Beat Richner, 64, den «Swiss Doctor», findet sie besonders spannend.


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Der Chirurg Dr. Keo Sokha hat Kheng operiert und ihren Ellbogen wieder zusammengeflickt.

Stärkung Grossmutter Chheun Seth bringt Kheng täglich Reis und getrockneten Fisch.

«Kheng ist mein Kind. Ihre Eltern sind tot – oder so was Ähnliches wie tot» Chheun Seth, Gross­mutter

Wieder daheim! Grosseltern, Tante und Nachbarn freuen sich über Khengs Rückkehr.

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Ungeduldig Seit fast einer Woche harrt Kheng im Spitalbett in Siem Reap aus. Der gebrochene Ellbogen heilt gut. Jetzt will sie endlich wieder herumspringen.

Text Nina Siegrist Fotos Monika Flückiger

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heng mag nicht länger liegen. Der Arm tue auch gar nicht mehr weh, sagt die Sechsjährige zur Grossmutter, die neben dem Spitalbett sitzt. Das Mädchen kreuzt die Beinchen, steht, ohne sich abzustützen, auf, den linken Arm in der Schlinge. «Da», sagt sie und zeigt mit dem unverletzten Arm ans andere Ende der Krankenstation, «da hinten ist der weisse Doktor.» Beim Betrachten ihrer neugierigen Enkelin entfaltet sich auf dem sorgenvollen Gesicht von Grossmutter Chheun Seth ein schüchternes Lächeln. Sie zupft den viel zu grossen Rock der Kleinen zu-

recht, der ihr trotzdem gleich wieder unter die Hüfte rutscht. Ja, Kheng sei ihr Kind, erklärt sie Dr. Beat Richner, der auf seiner täglichen Visite nun beim Mädchen mit dem Ellbogenbruch angelangt ist. Die Eltern der Kleinen seien tot – «oder so was Ähnliches wie tot» –, vor fünf Jahren nach Thailand gereist und seither verschollen, keine Nachricht, kein Lebenszeichen, nichts. Nun kümmern sich die Grosseltern um Kheng, Geld haben sie keines, aber ein Reisfeld hinter dem Haus, ein auf Stelzen gebautes Hüttchen, etwa 120 Kilometer entfernt von hier. Beim Wäscheaufhängen ist Kheng von der Hütte runtergefallen. Ihr Arm hatte einen Knick. Eine Tante empfiehlt, nach Siem Reap zu fahren, da

gebe es ein Kinderspital, das allen helfe – auch Leuten wie ihnen, die nicht mal Schuhe besitzen. Über drei Stunden dauert die holprige Fahrt mit dem klapprigen Motorrad eines Nachbarn. Dann heisst es anstehen – mehrere Hundert Eltern warten vor dem Spital. Am folgenden Tag wird Khengs Ellbogen operiert. Eine Infusion päppelt das geschwächte Mädchen auf. Und Grossmutter Chheun Seth bekommt sogar etwas Geld, um der Enkelin Reis und Fisch zu kaufen. Bald, ganz bald geht es zurück nach Hause – viel zu packen gibt es nicht. Warten auf die Neuankömmlinge. Beat Richner empfängt beim Spitaleingang für einmal keine Patienten, sondern Gäste aus der Schweiz: Hundert u schweizer illustrierte

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«Sreynath hat seit Tagen nicht mehr geschla­fen, nur noch ge­ hustet, dann erbrochen» Mao Ya, Mutter u Medizinstudenten wollen von Richner lernen, wie man in Ländern wie Kambodscha Spitäler aufbaut und führt (siehe Box S. 34). Finanziert hat den einwöchigen Postgraduate-Kurs ein Spender. Dr.  Richner sitzt im überdachten Eingangsbereich auf einem Klappstuhl, pafft einen Zigarillo. Er habe den Draht zur jungen Generation verloren, sagt er. «Aber ich habe Hoffnung. Hoffnung, dass diese Generation nicht so dem Geld hinterherrennt wie meine.» Hier, auf diesem Klappstuhl, sitzt er oft. Kritzelt Ideen auf Notizzettel, plant Kurse, Neubauten, Spendenanlässe – und regt sich auf. Über eine der medizinischen Fakultäten, die seinen Kurs nicht unterstütze. Über Grossbanken, die lieber die Formel  1 sponsern als seine Spitäler. Und über die Arroganz sogenannter Experten, die immer noch fordern, dass ­Richners Patienten ihre Behandlung bezahlen müssten, obwohl von den Hunderttausenden bis heute geretteten Kindern kaum eines dies vermocht hätte. Richner rattert Zahlen herunter, wird lauter. Nur um dann, wie so oft, nach einem weiteren Zigarillo, ein paar Frigor-Schöggeli und einem Anruf bei Peter Studer, dem Aargauer Kinderarzt, der ihn seit Jahren unterstützt und beschwichtigt, aufzustehen und weiterzumachen. «Andere arbeiten, ich rege mich auf», scherzt er und stellt sein Stühlchen zur Seite. Die Gäste sind da, sogar der Schweizer Botschafter ist zur Eröffnung des Postgraduate-Kurses angereist. «Der erste Botschafter, der mich voll unterstützt», sagt Richner. Und eilt Christoph Burgener entgegen. Sreynath bekommt keine Luft mehr. In der Notaufnahme hustet und schreit die Zweijährige abwechslungsweise, ihre kleinen Finger krampfen sich um ein rosarotes Stofftier. Mutter Mao Ya versucht, ihr die Brust zu geben, doch Sreynath lässt sich durch nichts beruhigen. Für den stellvertretenden Klinik­ leiter Khun Leang Chhun ist klar: Das Mädchen muss hospitalisiert werden. Auf einer Bahre gehts durch das Gang- u

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Alles wird gut Die Medikamente gegen Lungenentzündung und Tuberkulose haben angeschlagen: Sreynath, 2, geht es besser. Auch Mutter Mao Ya findet endlich wieder Ruhe.


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Kritischer Moment Bei ihrer Einlieferung kann Sreynath kaum noch atmen. Auf der Intensivstation erh辰lt sie eine Infusion und Sauerstoff.

Gesund zur端ck Grosi Lorn Son, 62 (l.), Lieblingsschwester Sreytoch, 12 (vorne), Papa Sourm, 42, und die Schwestern Socaea, 14 (l.), und Yat, 9, freuen sich 端ber die R端ckkehr von Sreynath und ihrer Mama Mao Ya, 39. schweizer illustrierte

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«Mir geht es um Gerechtigkeit. Um eine kor­rekte Medizin für alle» Dr. Beat Richner labyrinth, erst zum Röntgen, dann in eine der Intensivstationen. Still ist es hier, nur die Deckenventilatoren surren. Viele der kleinen Patienten sind nicht bei Bewusstsein. Sreynath bekommt Bett 307, eine Infusion, eine Sauerstoffflasche, die dreimal so gross ist wie sie. Und – ihre Schreie werden noch lauter – einen Schlauch in die Nase. Seit Tagen habe sie nicht mehr geschlafen, nur noch gehustet, erbrochen, sagt die Mutter, eine Bäuerin. Ein älteres ihrer Kinder war vor Jahren ebenfalls hier im Spital, mit ähnlichen Symptomen. Das Mädchen hatte Tuberkulose. Dr. Khun Leang Chhun kommt mit den Untersuchungsergebnissen zurück. Sie sind eindeutig: Die Lungenentzündung von Sreynath ist eine Folge der Tuberkulose. Mit den richtigen Medikamenten sei sie schnell wieder auf den Beinen, versichert der Arzt. Dr. Beat Richner sagt, er sei hier der «Hüttenwart». Auch wenn Studenten da seien und alles etwas drunter und drüber gehe, müsse einer in den 2000-Betten-Spitälern nach dem Rechten sehen. Nach links und rechts blickend läuft er in der Mittagspause durch die Gänge. Kein ungeputzter Boden entgeht ihm, keine unaufgeräumte Station, kein Kind, das zu lange auf eine Operation warten muss. Ganz hinten, da, wo es noch nach frischer Farbe riecht, ist sein neuer Stolz: eine Abteilung für Herzoperationen, inklusive Herzkathetertisch. Am 22. November wurde hier die erste Operation durchgeführt, am 29. November ist der Schweizer Herzchirurg René Prêtre für eine Woche da gewesen, um die lokalen Ärzte anzuleiten. Eine Ärztin übt gerade mit dem neuen Ultraschallgerät fürs HerzEcho, «Madame Soft­voice», stellt Richner sie vor. Eigentlich heisst die Kardiologin Sok Kunthea, doch das ist ihm egal: «Madame Soft­voice» könne eben mit unglaublich weicher Stimme über die schlimmsten Krankheiten sprechen, das sei schon faszinierend, sagt er, lacht leise vor sich hin und macht sich auf den Weg zurück zu den Studenten. Endlich nach Hause! Ein Pickup des Spitals bringt erst Sreynath, dann u u

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Weggefährte Als der Aargauer Kinderarzt Peter Studer 1991 in der Zeitung liest, dass ein gewisser Beat Richner in Kambodscha ein Kinderspital aufbauen will, denkt er: «Ein Spinner. Aber einen Versuch ists wert.» Studer kennt das Land und dessen korruptes Regime, er war 1981 als Rotkreuzarzt vor Ort. Er bietet Richner seine Hilfe an. 58-mal ist er seither in Kambodscha gewesen, berät und unterstützt «Beatocello» fast täglich am Telefon oder wie hier in dessen Stammlokal in Siem Reap.


Warten auf Hilfe In der Eingangshalle des Spitals in Siem Reap herrscht Grossandrang. Beatocello sorgt bei Eltern und Kindern für Ablenkung.

Vermittler Laborleiter Denis Laurent ist neben Dr. Richner der einzige Ausländer in dessen Spitälern. Er kam 1994 dazu, zog ursprünglich der Liebe wegen nach Kambodscha. Seine Frau ist Einheimische, er spricht fliessend Khmer, ist Richners direkter Draht zu Behörden und Bevölkerung. Die Schere zwischen Arm und Reich, sagt Laurent, werde in Kambodscha immer grösser. Umso wichtiger werden die Kantha-Bopha-Spitäler – «sie sind eine Insel der Gerechtigkeit».

Botschafter Christoph Burgener schenkt Kantha Bopha nicht nur regelmässig sein Blut, sondern Dr. Beat Richner seit zwei Jahren auch volle diplomatische Unterstützung: «Eigentlich ist Beat Richner in Kambodscha der bessere Botschafter für die Schweiz als ich.» schweizer illustrierte

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Kheng zurück zu ihren Familien. Das Auto stoppt in einem kleinen Dorf. Mit Brettern und Palmblättern haben die Bewohner einfache Hütten gebaut – nur 500 Meter weiter beginnt eine andere Welt: der Flughafen von Siem Reap, mit täglich Tausenden von ankommenden Touristen, die Angkor Wat sehen wollen. Sreynaths zwölfjährige Schwester Sreytoch ist ex­tra früher aus der Schule gekommen, hüpft und rennt ihrer Mutter entgegen und nimmt ihr die Zweijährige vom Arm. «Sie ist die Ersatzmutter», erklärt die Grossmutter, «wenn die Eltern auf dem Reisfeld sind, passt Sreytoch auf die zwei jüngeren Schwestern auf.» Dann nimmt auch sie ihre zurückgekehrte Enkelin auf den Schoss, lächelt glücklich: Über 30 Enkel habe sie – noch keiner sei gestorben, «alle, ja alle sind am Leben!». Dr. Beat Richner hat inzwischen seine Studenten verabschiedet. «Wir werden Kantha Bopha nicht vergessen», hat eine der angehenden Medizinerinnen in ihrer Abschlussrede versichert. Jetzt sitzt Richner im Eingang auf seinem Klappstuhl, einen Zigarillo im Mund, neben ihm Frigor-Schöggeli-Papier. Hat er sich aufgeregt? Nein, versichert er, gefreut habe er sich. Die Studenten hätten es «gecheckt», verstanden, worum es ihm gehe. Um Gerechtigkeit. Um eine korrekte Medizin für alle. Diese neue Generation, die sei einfach intelligenter. Das merke er auch beim Bund, beim Deza: «Früher hab ich immer gesagt, das Deza finanziert die Löcher in unseren Backsteinmauern. Heute hat sich vieles gebessert.» Er zieht am Zigarillo. Trotzdem mache er sich oft Sorgen. «Auf uns alle kommen vermutlich finanziell schlechtere Zeiten zu.» Umso wichtiger sei es, dass er jetzt Geld für die nächsten zehn Jahre sammle. «Dann», sagt er und nimmt noch ein letztes Stückchen Schoggi, «dann könnte ich mich sukzessive zurückziehen.» Khengs Grossmutter soll dem Fahrer zeigen, wo sie wohnt. Doch sie verpasst die Abzweigung zu ihrem Dorf: So schnell, mit einem Auto, ist sie noch nie daran vorbeigekommen. Khengs andere Grossmutter, Tanten, Nachbarn, alle haben sich versammelt, um die Heimgekehrte zu begrüssen. Die legt sich als Erstes in ihre Hängematte, schaukelt sanft hin und her. Sie freue sich, wieder in die Schule zu gehen, sagt Kheng. Sie sei auch Klassenbeste, erklärt ihre Tante. Und der Grossvater – zur Feier des Tages hat er sein einziges T-Shirt übergestreift –, der hat nun endgültig entschieden, was seine Enkelin werden soll: Ärztin – im Spital von Dr. Richner, dem weissen Doktor mit dem grossen Herz.  u

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Grossväterliche Gefühle Gleich fünf Teilnehmer seines Postgraduate-Kurses waren früher Patienten in Beat Richners Zürcher Praxis: «Und siehe da, aus ihnen ist was geworden!» Von links: Fabian Ludwig, Sarah Schwabe, Christof Buhl, Beat Richner, Christoph Solzuy und Julia Blass.

Schweizer Medizinstudenten in Kambodscha

«Unglaublich, was Rich

Neues Wissen Dr. Khun Leang Chhun zeigt den Berner Studentinnen Helen Manser und Patrizia Rölli (r.) das Kantha-Bopha-Spital in Siem Reap.


«Wir retten Kinder und geben Kambodscha eine Zukunft. Helfen Sie uns dabei!» spenden: PC 80-60699-1

ner leistet!» u Bei diesen Zahlen geraten die Teilnehmer von Beat Richners Postgraduate-Kurs ganz schön ins Staunen: Heute, an ihrem ersten Kurstag in Siem Reap, wurden in den Kantha-Bopha-Spitälern 48 Kinder geboren, mehr als 60 Operationen durchgeführt und über 300 neue Patienten auf­ genommen. «So ein Pensum bewältigt kein Spital in der Schweiz», sind sich die beiden Berner Studentinnen Helen Manser und Patrizia Rölli einig. Während in der Schweiz bereits bei einer Hirnhautentzündung Aufregung herrsche, würden hier 27 an einem einzigen Tag behandelt – «und die Eltern sind extrem dankbar und genügsam». Beeindruckt habe sie die Sauberkeit und die perfekte Organisation, sagt Helen Manser nach der Spitalführung – sie habe in Afrika schon ganz anderes gesehen. Auch Richners minimaler administrativer Apparat fällt vielen Studenten auf – in der Schweiz nehme die «Büroarbeit» von Ärzten ja stetig zu. Und Patrizia Rölli meint nach dem einwöchigen Kurs nachdenklich: «Eigentlich erstaunlich, dass die Welt nicht mehr interessiert, was hier passiert.»

Bald wieder gesund Kheng ist eines von täglich über 300 Kindern, die in Dr. Beat Richners Spitälern aufgenommen werden. 240 von ihnen hätten ohne ihn keine Überlebenschance.

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Foto Jon Ailes / ZDF

Porträt

Aalglatter Geschäftsmann Im ZDF-Sonntagsfilm von Rosamunde Pilcher buhlt Urs Remond um die Gunst von Julia Stemberger.

Ein Intrigant, ein VorabendBiest: urs remond ist auf solche Rollen abonniert. Der Berner TV-Serienstar zeigt sich selbst im Rosamunde-Pilcher-Film von der harten Seite. Text nadine Bauer Fotos thomas buchwalder

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eine allererste Rolle ist zutiefst unbefriedigend. Ganz in Grün gekleidet, spielt Urs Remond beim Krippenspiel im Kindergarten einen Grashalm. Seine einzige Aufgabe ist es, sich hin und her zu wiegen. Ganz im Rhythmus des imaginären Windes. Vielleicht war genau das der Moment, der in dem damals Fünfjährigen den Ehrgeiz weckt, eines Tages bedeutendere Rollen zu spielen. 42 Jahre später ist Urs Remond, 47, aus der Statistenrolle herausgewachsen. Der Berner spielt oft und gerne den Bösewicht. Zuletzt in der aufwendigen Hollywood-Produktion «Covert Affairs». Sein Markenzeichen: das Pokerface. ­Undurchschaubar und kühl. Die Reak­ tionen auf seine Figuren sind teilweise beängstigend. In der ZDF-Serie «Lena – Liebe meines Lebens» lässt er als blaublütiger Fiesling Rafael Graf von Arensberg keine Gemeinheit aus. Die Folge: wüste Beschimpfungen auf der Internetsite der Telenovela. Auf den Strassen in seiner Wahlheimat Berlin ermahnen ihn auch schon mal ältere Damen mit erhobenem Zeigefinger. Für den Schauspieler erstaunlich, wie viele Zuschauer Mühe haben, Fiktion und Realität auseinander­ zuhalten. «Nach den ersten heftigen Reaktionen auf meine Rolle mied ich den Besuch auf der Fansite.»

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Spass am Als Zwölfjähriger hat Urs Remond einen Traum: Er will Tänzer werden. Aber seine Karriere als Primoballerino nimmt ein jähes Ende. Urs Remond stürzt mit dem Töff, ruiniert sich die Knie. Nach der Matura in Bern studiert er Schauspiel in Hamburg. Erst als er die Aufnahmeprüfung an der renommierten Hochschule für darstellende Kunst besteht, akzeptiert seine Familie seinen Berufswunsch. Vom Scheusal zum Lebensretter. Während seiner Zeit bei «Medicopter 117»

macht er sich als Notarzt Mark ­Harland bei den Zuschauern um einiges beliebter. Aber auch in der RTL-Actionserie reduzieren ihn die Fans immer wieder auf seine Rolle. Während der Dreharbeiten in Österreich belästigt ihn in der Hotellobby monatelang die gleiche Frau. Sie will, dass sich Urs Remond ihrer diversen Wehwehchen annimmt. «Ich getraute mich fast nicht mehr ins Hotel und liess mich durch den Hintereingang schleusen.» Auf Liebschaften mit Fans würde sich der Frauen-


Stilmix Der Berner Schauspieler Urs Remond umgibt sich in seiner Berliner Wohnung mit Möbeln aus ver­ schiedenen Epochen. «Die Mischung macht es gemütlich.»

Bösen schwarm niemals einlassen. Das ist eine Gratwanderung: «Ich habe Kollegen, die das gemacht haben und damit grausam gestrauchelt sind.» Urs Remond ist derzeit Single. Erst vor Kurzem ging seine langjährige Beziehung zu einer Personal-Trainerin in die Brüche. Für ein Leben zu zweit wäre ­seine Jugendstil-Wohnung im Berliner Stadtteil Charlottenburg ohnehin nicht optimal geschnitten. Die Räume sind offen. Es gibt keinerlei Rückzugsmöglich-

keit. An Berlin ist er aber nicht gefesselt. «Für ein neues berufliches Zentrum wäre ich durchaus bereit umzuziehen.» Momentan aber zieht es Urs Remond nirgendwo hin. Der Schauspieler hat Winterpause und geniesst es, endlich mal wieder Zeit zu Hause zu verbringen. Erst kürzlich war er vier Wochen im Südwesten Englands, Drehort des neuen Rosamunde-Pilcher-Filmes. In «Gefährliche Brandung» spielt Urs Remond an der Seite von Julia Stem­

berger eine Hauptrolle. Viel über den Inhalt will er nicht verraten. Nur so viel: Der romantische Streifen ist gespickt mit Krimi-Elementen. Wer denkt, dass Urs Remond in der Idylle Cornwalls plötzlich zum Schmusebub mutiert, täuscht sich. Dem Softie hat er abgeschworen – damals vor 42 Jahren.  «Gefährliche Brandung» läuft am Sonntag, dem 18. Dezember, um 20.15 Uhr auf ZDF. schweizer illustrierte

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notabene

Jenseits von Gut und Böse Chris von Rohr

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Foto Daniel Rihs

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igentlich wollte ich mich ist – geschriebene Zeilen und stammte an dieser Stelle zu den von einer 80-jährigen Frau, welche mir allgegenwärtigen Showherzlich zum 70. Geburtstag gratulierte. Politikern äussern. Dazu, Ich habe mich riesig über diese Zuschrift was sie uns auftischen gefreut. Dass sich die Gute um zehn Jahund wie es dann im Alltag re vertan hat, stört mich nicht im Geringswirklich ist, doch es kam ten. Sie hat sich die Zeit genommen, die etwas Erfreulicheres dazwischen: passende Karte ausgesucht, sich hingesetzt und überlegt, was sie mir wün«Ich durfte bei meinem Cousin schlafen», erzählte mir die sechsjährischen möchte. Danach ist sie vermutlich ge Lana. «Und, wars cool?», fragte ich. zur Post gegangen, um den Brief termin«Nein», meinte sie, «aber noch nett.» gerecht aufzugeben. Dass Menschen fürUnd schon rannte sie davon und liess einander solche Dinge tun, ist wundermich verblüfft zurück. Ich hatte eine voll! Lägen wir dauernd auf der Lauer, völlig andere Antwort erwartet. Dass sie um die Fehltritte, Affronts und Fettnäpmir erzählt, wie meeegacool es war, fe ja nicht zu verpassen und gegebenenwie sie ewig nicht ins Bett gingen, eine falls um­gehend zu rügen, würden wir Pyjamaparty oder Kissenschlacht ver­ dem Mitmenschen die guten Taten und anstalteten – oder dann etwas Vernich- «Kinder werten Zuwendungen wohl schnell verleiden tendes im Stile von «Es war im Fall voll machen. selten. Sie stellen doof!». Zuweilen passieren auch mir Wow, dieses Kind hat bereits eine bloss fest, was sie Versager. Klassiker, wie vergessene GeAltersmilde, dachte ich. Nicht, dass es burtstage, undiplomatische Bemerkunsehen und spüren» seinerseits ein bewusster Akt der Gnade gen oder das Fallenlassen der Lieblingstasse meiner Tochter. Und das ist sogar gewesen wäre, den Übernachtungsevent nicht in die Pfanne zu hauen, weil er nicht das ultimative Jah- gut so. Ich will fehlbar sein und bleiben. Man muss das Gefühl reshighlight gewesen war. Lana musste ihn weder positiv noch kennen, wie es ist … wie wohl es einem tut, wenn man dann mit gesenktem Blick beichten gehen muss und wider Erwarnegativ finden – sie ist noch frei von Bewertungszwang. Dieses kurze Erlebnis erquickte mich an diesem Tag ten noch fast so was wie Trost erfährt! Wenn das Gegenüber einiges mehr als der permanente Medien-Overkill zu den denkt, ach, der Chris, der hat es bloss gut gemeint, es ist ihm Politwahlen. Es war quasi der erste Weihnachtsbote für mich, ja selber nicht recht, da will ich ihn nicht noch mit Vorwürfen und ich sinnierte. Genau das täte uns allen gut. Die starren plagen. Der Verlust reut mich zwar, ich muss mich von etwas Urteile, die oft über den Mitmenschen gefällt werden, grün- verabschieden, dem ich gefühlsmässig verbunden war, den oft auf einer viel zu oberflächlichen Betrachtungsweise. aber die Welt dreht sich weiter. Der Vorfall tut unserer Sie verhindern vieles und bereiten vor allem Schmerz. Lana Be­ziehung zueinander keinen Abbruch und endet nicht in motzt nicht. Sie muss aber auch nicht rühmen und schönre- ­einer Tragödie. den, wie oberlustig es gewesen sei, nur damit sie auftrumpfen Ich wünschte mir einmal mehr, dass wir da von den Kinkann. Sie gibt bloss ein Feedback. Das tut mir wohl. dern lernen! Denn sie sind frei. Da ist noch kein Lifestyle, der «Wer niemals Spinnweben herunterwischt, wird dabei verpflichtet. Sie müssen sich nicht politisch korrekt ausdrüauch kaum eine Scheibe zerschlagen. Wer nur zuschaut beim cken und sind weder bildungs- noch therapiegeschädigt. Aus Putzen, braucht nicht zu geifern.» So kommentierte meine ihnen spricht kein Lehrbuch. Was sie zu sagen haben, kommt Mutter ein entsprechendes Vorkommnis, als ich noch klein unverfälscht, mit reinem Blick und ohne Skrupel. ­Kinder werwar, und ich schätzte ihr Statement sehr. Sie schimpfte zwar, ten selten. Sie stellen bloss fest, was sie sehen und spüren. wenn wir die Türe zuschlugen, denn das war Mutwille und Liebe LeserInnen, vermutlich können Sie jetzt am Ende des mangelnder Respekt dem Wohlstand gegenüber, den wir ge- Jahres 2011 nicht auf ein zwölfmonatiges Hoch zurück­blicken. nossen. Man hält Sorge zur Sache. Wenn aber bei täglichen Aber war es nicht immerhin recht nett? Und sollte das Jahr 2012 Verrichtungen etwas zu Bruch ging, machte sie sich nicht die etwas härter werden als erwartet, vergessen Sie nicht: Auf Ihre Mühe, sich aufzuregen. Mutter verlangte keine Perfektion, Kinder können sie sich verlassen. Ich wünsche Ihnen möglichst aber einen anständigen, guten Willen. Dass sie selber Fehler stressfreie, freudige Festtage im Kreise Ihrer Lieben.  der unterschiedlichsten Sorten machte, war ihr vermutlich ­bewusst. Sie war weder Superfrau noch böse. Chris von Rohr, 60, Musiker, Produzent und Autor Die Karte, die mich kürzlich erreichte, war handgeschrieben. Sie enthielt ein paar liebevolle, mit feinem, leicht wackli- Mehr Chris von Rohr? Beachten Sie die Leseraktion gem Kugelschreiberstrich – wie er den alten Leuten eigen auf Seite 41!


Weihnachtsaktion

Vielseitig Zu Hause in Solothurn vertieft sich Chris von Rohr gerne in ein Buch – oder schreibt selbst eins.

Sternenstaub zu Weihnachten Seit sechs Jahren schreibt Chris von Rohr monatlich in der Schweizer Illustrierten. Jetzt sind seine besten Kolumnen in Buchform erhältlich. Kultverdächtig. Sein drittes Buch Nach den Verkaufsschlagern «Hunde wollt ihr ewig rocken» und «Bananen­ flanke» hat Chris von Rohr mit «Sternenstaub» erneut ein Kultbuch verfasst.

nJ  A, ich bestelle «Sternenstaub» zum exklusiven Vorzugspreis von CHF 18.– und spare CHF 11.90 gegenüber dem Einzelverkauf. Name

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In seinen Kolumnen analysiert Chris von Rohr angstfrei und treffsicher die Gemütslage der Nation – mit Witz, Leidenschaft und Tiefe. Seine Texte sind ein Gegenentwurf zu einer, wie von Rohr sagt, «zunehmend verantwortungslosen, unverbindlichen Luxusnarkosen-Gesellschaft».

Leseraktion der Schweizer Illustrierten

Vorname Strasse PLZ Ort

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titel

Beach Beauty

Im fernen S端dafrika steht Alina Buchschacher in Bademode vor der Kamera. Am weissen Strand spricht die exotische Miss Schweiz 端ber ihre Hautfarbe, ihre Herkunft und ihre Liebe.


Sonnen-Anbeterin Alina Buchschacher, 20, am Strand von Melkbos bei Kapstadt. So weit war die Miss Schweiz noch nie von Freund Fabien Papini, 19, entfernt. «Aber ­solche Trennungen sind für uns kein Problem», sagt sie entspannt.

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«Milchschoggi? Café au Lait? Ich fühle mich fiftyfifty und bin stolz auf meine Hautfarbe. Für mich ist sie perfekt»

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Hoch zu Ross Alina Buchschacher hat die Araberstute ­Arabella gut im Griff, obwohl diese erst das zweite Mal am Strand ist. Dafür ist sich Alina das Reiten am Meer gewohnt. «In meiner zweiten Heimat Trinidad & Tobago mache ich das oft.» Tapfere Miss Sun und Fun: Doch der Schein trügt. Das Wasser ist nicht ­wärmer als 15 Grad. «Irgendwann spürt man die Kälte und die eigenen Beine nicht mehr», sagt sie. schweizer illustrierte

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Text Aurelia forrer Fotos damon fourie

A

Alle Fotos Bademode Beldona, Bluse und Shorts H & M, Fotoassistent Stan Kaplan, Hair & Make-up Luka Leskosek, Styling Jetske Amijs, Produktion Zoom Production

uf der linken Seite der Tafelberg, auf der rechten das Kernkraftwerk Koeberg: Miss Schweiz Alina Buchschacher, 20, läuft den Strand von Melkbos entlang. Hier in Kapstadt, Südafrika, posiert sie für das BikiniShooting der Schweizer ­Illustrierten. Alinas brauner Teint inmitten dieser weissen Sandlandschaft. Die Luft ist 27 Grad warm, das Wasser des Atlantiks eiskalte 15 Grad. Hier scheinen sich die Gegensätze anzuziehen.

Alina Buchschacher, vor zwei Jahrzehnten hätten Sie aufgrund Ihrer Hautfarbe nicht an diesen Strand gehen können. Gerade so war mir das nicht bewusst. Meine Mutter hat mir zwar von der Apartheid und Nelson Mandela erzählt, doch ich dachte, es sei länger her. Dieser Gedanke ist komisch für mich. Solche absurden Verbote sprengen meine Vorstellungskraft. Aber ich habe in Gesprächen mit diversen Leuten hier in Kapstadt gemerkt, dass das Thema in den Köpfen noch sehr präsent ist. Hatten Sie selbst schon negative ­Reaktionen auf Ihre Hautfarbe? Nein, ich wurde noch nie angegriffen. Die Schweiz ist zum Glück multi­ kulturell. Die Leute fragen mich ­höchstens, woher ich komme und was meine Nationalität ist. Fragten Sie sich als Kind nie, wieso Ihr Vater eine helle Hautfarbe hat, Ihre Mutter eine dunkle? Ich bin damit aufgewachsen. Für mich war es normal, ich habe es nie infrage gestellt. Höchstens, wieso ich gerade die Mischung von ihnen beiden bin. Was ist das Resultat dieser Mischung? Milchschoggi? Café au Lait? Einfach nicht die Bezeichnung Mischling, das erinnert mich an Tiere. Ich bin stolz auf meine Hautfarbe. Für mich ist sie perfekt. Und ich fühle mich genauso, wie ich bin, fifty-fifty. Es ist schön, dass ich zwei Kulturen in mir habe. Einerseits die geregelte Schweiz und gleichzeitig die paradiesische Karibik. Was sind die Unterschiede zwischen der Schweiz und Trinidad & Tobago? Die Leute in der Karibik sind allgemein offener. Die Männer kommen auf einen zu und machen Sprüche. In der Schweiz brauchen sie länger. Deshalb fühlt man sich immer gleich blöd angemacht, wenn sie einen dann doch ansprechen. Ich muss gestehen, dass ich lockerer und spontaner reagiere, wenn mich ein u Dunkelhäutiger anspricht.

Pretty in Pink «Dank meinem dunklen Teint kann ich auch knallige Farben tragen.» Auf ihr ­exotisches Aussehen wird Alina Buch­ schacher öfter angesprochen. «Die Leute fragen dann, woher ich komme und was meine Nationalität ist.»

«Ich reagiere ­lockerer und spontaner, wenn mich ein ­Dunkelhäutiger anspricht» schweizer illustrierte

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Käme ein Mann aus der Karibik für Sie denn als Lebenspartner infrage? Wohl kaum! Ich habe zwar viele Kolle­ gen dort, und es gibt sehr schöne Männer, aber sie sind zu locker. Sie haben Frau und Kinder zu Hause, können aber dennoch andere Frauen anmachen und problemlos eine zweite Familie gründen. Ich bin froh, einen Freund aus der Schweiz beziehungs­ weise aus Europa zu haben. Hier führst du bewusst eine Beziehung und ­arbeitest gemeinsam an ihr. Müssen Sie mehr Arbeit in Ihre Beziehung investieren, seit Sie Miss Schweiz sind? Gar nicht, zwischen Fabien und mir läuft es super. Zuerst hatte ich Angst davor, wie er reagieren wird, wenn viele Leute auf mich zukommen. Er will zwar, dass es nur um mich geht, aber er spielt nicht nur den Begleiter und wartet neben mir, bis etwas passiert. Er redet mit den Leuten und hat Spass daran. Jetzt sind Sie zwei Wochen getrennt. Wir haben uns schon öfter zwei oder drei Wochen nicht gesehen, waren aber noch nie so weit voneinander entfernt. Einer Beziehung tun solche Trennun­ gen auch gut.

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War in Ihrer Beziehung die Hautfarbe schon ein Thema? Wenn, dann nur auf eine spielerische Art und Weise. Ich nenne Fabien manchmal «meine Milchschnitte» oder er fragt: «Was macht mein Schoggi­ stückli heute?» (Lacht.) Im Bikini und ohne Sattel sitzt Alina auf der Araberstute Arabella und führt sie zum Meer. Das Pferd ist erst das zweite Mal am Strand, fängt an zu bocken, schlägt aus, schnaubt, stampft. Das Team um Mode- und Lifestyle-Fo­ tograf Damon Fourie wird nervös. «Sie mag bloss das Wasser nicht», sagt Alina. Solche Situationen sind für die erfahre­ ne Reiterin kein Problem. Nur als sich ihr und Arabella ein Hund, ein Boxer, nähert, sei es ihr mulmig geworden, sagt sie. Später erkundigt sie sich, ob es in Südafrika viele Strassenhunde gibt. Alina Buchschacher, wieso interessieren Sie sich für streunende Hunde? In der Karibik gibt es sehr viele davon. Für mich sind es hilflose Geschöpfe. Wenn wir in der Karibik sind, päppeln wir regelmässig Hunde auf, lassen sie verarzten, kastrieren, impfen oder

«Ich kann mich nicht nur von Suppe und Salat ernähren»


Weibliche Figur Alina Buchschacher ist stolz auf ihre Masse 88-60-90 und will ihre Figur in Form ­halten. «Doch im Moment fehlt mir die Zeit zum Trainieren.»

entwurmen. Ich kann mir gut vor­ stellen, mich für sie einzusetzen. Weihnachten, die Zeit der Nächstenliebe, steht vor der Tür. Spenden Sie oft? Da ich bisher Schülerin war, habe ich noch nie selbst Geld gespendet, dafür Kleider. Wir geben diese an bekannte Familien in der Heimat meiner Mutter weiter. Wie feiern Sie Weihnachten? Wie immer mit meiner Familie in unse­ rer Ferienwohnung in Schönried im Berner Oberland. Es ist weniger die Tradition Weihnachten, die wir feiern, als vielmehr das Zusammensein der Familie. Aber klar, am 25. packen wir Geschenke aus, haben unser Bäumlein und essen immer Fondue chinoise. Als Miss Schweiz brauchen Sie während der Festtage wohl viel Disziplin, um Ihre Figur zu behalten. Nüssli und Schokolade mag ich nicht besonders, deshalb ist weniger das Essen als vielmehr die Gemütlichkeit der Fest­ tage für mich riskant. Seit ich im Amt bin, habe ich Angst, zuzunehmen, weil mir die Zeit zum Trainieren fehlt. Dabei müsste ich: Denn ich kann mich einfach nicht nur von Suppe und Salat ernähren. Als Feinschmeckerin ist das unmöglich. 


abschied

Der Ländlerkönig i Am Samstag vor einer Woche starb Peter Zinsli. Für Ländlerfreunde war der Bündner der König. Für den Volksmusikstar Carlo Brunner war er ein langjähriger naher Weggefährte – musikalisch wie menschlich. Ein Nachruf auf ein Vorbild. Und einen Freund.

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eter Zinsli habe ich bei einer Fernseh-Gala 1980 kennengelernt. Ich der blutjunge Produzent, Peter bereits der König. Mit den «Ländlerfründa» hatte er schon in den Sechzigern die Festhütten gefüllt, es herrschte ein richtiger Starkult um ihn. Als Innerschweizer war ich zwar anfangs kein grosser Fan seiner konsequent in Bündner Besetzung ­gespielten Ländlermusik, zwischen den Lagern herrschte sogar etwas Rivalität. Aber persönlich mochte ich ihn auf Anhieb. Er hatte einen unglaublichen Schalk! Als Produzent schätzte ich Peter allein schon wegen seines musikalischen Talents. Mit 23 Jahren hatte er sich das Schwyzerörgelispiel selbst beigebracht. Er spielte auch Klarinette und Bassgeige, er komponierte, moderierte, organisierte Musik­ anlässe. 1959 gründete er seine Stammformation, die Churer Ländlerfründa. Mit ihr feierte er seine grössten Erfolge. Als «interkantonale Formation» tat er sich zudem mit Musikern aus dem Unterland zusammen, unter dem Namen Peter Zinsli und sini Ländlerfründa, und natürlich gehörte er auch ­offiziell zu den besten Ländlermusikern des Landes: zu den Ländlerkönigen. In den Achtzigern wuchs die Konkurrenz in der Volksmusik, immer mehr Formationen drängten ins Rampenlicht. Aber Peter Zinsli blieb jene grosse Figur, die jeder kannte. Das lag nicht nur daran, dass er der «erste Volksmusikstar» war. Und dass er diesen Status mit viel gesundem Ehrgeiz pflegte. Es lag auch an seiner imposanten Erscheinung: ­Peter war ein grosser Mann, braun gebrannt von der Bündner Sonne, auffällig mit seinen weissen Haaren. Er stellte etwas dar, war ein Original. In der Öffentlichkeit galt Peter trotz seiner Popularität eher als unnahbar, als stur. Aber das war er überhaupt nicht! Wir haben unzählige Stunden zusammen im Aufnahmestudio verbracht. Dabei habe ich ihn von einer anderen ­Seite kennengelernt. Peter konnte gut «Seich erzählen». Was haben wir gelacht! Das Bild, das in der Öffentlichkeit von ihm bestand, hatte vielleicht mit seiner Korrektheit zu tun. Peter war immer pünktlich und genau, immer zur Stelle, immer bei der Sache. Dadurch wirkte er wohl etwas trocken. Das hatte vielleicht mit seinem zweiten Job zu tun: Neben seiner Musikkarriere war er stets als Banker tätig.

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Peter genoss seinen Erfolg und seine Popularität. Dass er überall erkannt wurde, hat ihn aber nicht überheblich gemacht. Er hat sich nie etwas darauf eingebildet. Nein, es amüsierte ihn. Peter blieb der urchige Bündner. Ging immer in ­grossen, schweren Schritten. Egal, ob als Ländlermusiker oder als Banker. Einmal hatten wir mit den Ländlerkönigen ein Konzert in Interlaken. Peter und ich fuhren zusammen hin. Da sagte ich zu ihm: «Jetzt durchqueren wir aber meine Heimat, hier kennt man mich besser als dich!» An einer Baustelle in Obwalden mussten wir am Rotlicht halten. Peter kurbelte das Fenster hinunter und fragte die jungen Bauarbeiter: «Händers streng?» – und die riefen: «Lueg do, de Peter Zinsli!» Die Situation war so lustig, dass später sogar ein Lied mit dem Titel «Händers streng?» entstand … Doch auch in Peters Leben gab es Tiefschläge. 1996 trat er von der Bühne ab, wegen seiner Lungenkrankheit, aber auch, weil das Interesse an der traditionellen Volksmusik langsam nachliess, wie er damals sagte. Vor zehn Jahren schied einer seiner zwei Söhne mit 40 Jahren freiwillig aus dem Leben. Er sprach nie mit mir darüber, er schien das lieber mit sich im engen Familienkreis aus­ zumachen. Ebenso seine Lungenkrankheit. Wegen der Schmerzen zog er sich immer mehr zurück, verliess zuletzt sein Chalet nicht mehr. Am Samstag vor einer Woche ist Peter zu Hause in Tschiertschen in den Armen seiner Frau für ­immer eingeschlafen. Meine letzte Begegnung mit ihm war vorletztes Jahr ein Treffen mit Freunden am Stammtisch. Er hatte damals schon stark «gruhiget». Ich werde ihn aber so in Erinnerung behalten, wie er ein Leben lang war: als markante Persönlichkeit, als korrekten, loyalen Arbeitskollegen. Und als durch und durch netten Menschen. Aufgezeichnet von Christa Hürlimann

Carlo Brunner, 56, gehörte in den 80erJahren zusammen mit Peter Zinsli zu den Ländlerkönigen – den besten zehn Ländlermusikern der Schweiz.


st abgetreten

«Wir haben jede Woche telefoniert»

Peter Zinsli starb am 3. Dezember mit 77 Jahren zu Hause in Tschiertschen GR.

«Peter sprach nie mit mir über den Freitod seines Sohnes. Er schien das lieber mit sich auszumachen» carlo brunner

Herr Schlumpf, erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Treffen mit Peter Zinsli? Das war vor fast 60 Jahren bei einem Auftritt der Churer Ländlerfründa. Wir haben uns über Musik unter­ halten. Peter war ein typischer Vertreter des Bündner Stils, wo mit Klarinette, Bassgeige und Schwyzer­ örgeli musiziert wird. Ich habe auch mit Klavier oder Saxofon Ländler gespielt. Darüber hatten wir lange freundschaftliche Diskussionen. Peter war ein hervorragender Vertreter der Ländlermusik und hat wunderschöne Kompositionen kreiert. Sie haben sich regelmässig zum Kaffeekränzchen getroffen. Ja, zusammen mit dem Klarinettis­ ten Hans Niederdorfer trafen wir uns monatlich in Chur und diskutier­ ten über alles Mögliche. Später konnte er wegen seiner Krankheit nicht mehr kommen. Also haben wir jede Woche telefoniert. Mit Peter konnte man wunderbar reden. Musizierten Sie gemeinsam? Wir haben zusammen gespielt, ja. Aber ich war nicht so gut wie Peter. Ich spielte mit meiner grossen Hand­ orgel, er mit dem Schwyzerörgeli. Wir haben im Fernsehen gemeinsam musiziert, hie und da auch an Anlässen in Chur. Welches Erlebnis mit Ihrem Freund bleibt Ihnen speziell in Erinnerung? An eins erinnere ich mich beson­ ders: Wir haben in Scoul gespielt und fuhren zusammen zurück. Auf dem Flüelapass gab es einen furcht­ baren Schneesturm. Wir blieben mit dem Auto stecken, konnten weder vor- noch rückwärts. Also begannen wir, das Auto freizuschaufeln – und waren trotz Kälte bester Laune. Das war typisch für ihn: Peter meisterte auch die schwierigsten Situationen mit Humor. Interview Eva Bünter

Fotos RDB / Theo Gstöhl, Keystone (2)

Leon Schlumpf, 86, alt Bundesrat und Musiker, war lange mit Peter Zinsli befreundet.

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Präsentiert von

und

Das Hamam ist das Herzstück des grossen Wellnessbereichs des Hotels Schweizerhof in Lenzerheide. Ein Beispiel für die innovative Hotellerie der Schweiz.

Schweizer Gastfreundschaft Die Schweizer Hotellerie hat Weltruf. Was sie auszeichnet: Gastfreundschaft, Innovation und familiäre Atmosphäre. Ein Glück für die Schweiz, die ein riesiges Angebot an hochklassigen Hotels für jedes Portemonnaie hat. Das Hotel Schweizerhof in Lenzerheide ist eines davon. Die ganze Auswahl auf: www.myswitzerland.com u Modernes Design und natürliche Mate­ rialien. Lifestyle und Nostalgie. Luxu­ riöses und preisgünstiges Wohnen. Dies alles ist im neuen Hotel Schweizerhof in Lenzerheide GR zu finden. Hervorzu­ heben ist der 1500 Quadratmeter grosse Wellnessbereich mit dem grössten HotelHamam im ganzen Alpenraum. «Es ist ein Luxus, hier zu arbeiten», sagt Rhea Lendenmann, stellvertretende Leiterin des Spa. Die Gäste suchten vor allem Erholung, etwa mit Massagen mit Kräuter­öl aus dem Bündnerland, etwas Spezielles wie beispielsweise eine Seifen­ massage im Hamam oder aber das Lösen von Verspannungen mit klassischen Sportmassagen. «Besonders schön ist,

dass wir auch familienfreundlich sind», betont Lendenmann eine weitere Spezia­ lität des «Schweizerhof»-Spa. Einmal pro Woche (Hochsaison) bietet das Hotel ausserhalb der normalen Öffnungszeiten ein Familien-Hamam für Eltern und Kinder ab ca. fünf Jahren an. Es gibt aber auch einen Kinderhütedienst für die Zeit, in der sich die Eltern im Wellnessbereich pflegen lassen. Im Familienschwimm­ becken können dann wieder Gross und Klein herumplanschen. Für die neu erstellten grosszügigen AlpenchicZimmer hat sich das Designerpaar Tanja Joerimann und Werner Woodtli von der Natur inspirieren lassen. Eine lichtdurch­ lässige Lärchenwand trennt Bad- und

Spa-Leiterin Sieglinde Gemperli im grossen ­Hamam, dem arabischen Dampfbad, im «Schweizerhof». Wohn­bereich. Daneben gibt es die Nostal­ chic-Zimmer, zwölf Budget-Zimmer und sechs Appartements. Für Halbpensions­ gäste bietet der «Schweizerhof» je ein Familienrestaurant sowie ein Restaurant für Wellnessgäste, wo man das Nacht­ essen in aller Ruhe einnehmen kann. www.schweizerhof-lenzerheide.ch


Das Restaurant La Belle Epoque im «Esplanade» ist ein architektonisches Schmuckstück.

Hotel Esplanade, Minusio

Ganz Belle Epoque u Majestätisch

thront das Esplanade Hotel Resort & Spa über Minusio TI, nur 300 Meter vom Lago Maggiore entfernt. Die Geschichte des Hotels geht auf den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Mediterrane Baukunst der Jahrhundertwende verbindet sich mit

zeit­gemässer Architektur. Das Beautyund Wellness-Center Le Palme bietet auf 1600 Quadratmetern Sauna, Dampfbad und einen Fitnessraum. Relax- oder Fitnessprogramme werden nach Wünschen der Gäste zusammengestellt. Beim indischen Masseur Joseph können echte

ayurvedische Massagen gebucht werden. Und weil zu Wellness auch gutes Essen gehört: Das wunderschöne Restaurant La Belle Epoque bietet Tessiner Gerichte, französische Küche, aber auch ausgeklügelte vegetarische Speisen! www.esplanade.ch

bereich. Hier kann man es sich im einzigen alpinen Soleheilbad (33 Grad) gut gehen lassen und sich im Kur-, Fitness- und Wellnesszentrum auf Vordermann bringen (Fitness, Elektround Physio­therapie, Massagen, Kosmetik, Dampfbad, Sauna, Solarium, Personal

Trainer, Kurarzt). Alle Zimmer und Suiten sind grosszügig und bequem eingerichtet. Im Winter kann man eine geführte Schneeschuhtour buchen oder über die hundert Kilometer Skipisten im Aletschgebiet gleiten. Haustiere sind herzlich willkommen! www.salina.maris.ch

Der grosse Pool mit Sole im Hotel Salina Maris in Breiten. Tut gut und wirkt.

«Salina Maris», Breiten

Sole am Gletscher u Ein

kleines, unkompliziertes VierSterne-Wellnesshotel ist das Hotel Salina Maris in Breiten VS, mitten im UnescoWeltnaturerbe, dem schneesicheren Aletschgebiet. Nur schon die Aussicht ist einmalig! Das Hotel verfügt über einen grossen (800 Quadratmeter) Wellness­


Der Pavillon im Grand Hotel Des Bains Der Charme der Geschichte wird bewusst mit den Ansprüchen von heute vermählt.

Grand Hotel des Bains, Yverdon-les-Bains

Grosse Tradition mit eigener Quelle

Seit Jahrhunderten wird hier im Wasser der eigenen Quelle gebadet. Heute ist das Grand Hotel des Bains in Yverdon beliebter Seminarort, aber auch Ruheoase für ein Wochenende.

Die Wellness-Suite im Spa-Bereich des Grand Hotels. In Bädern und bei Massagen kann man sich trefflich erholen.

uBis ins 16. Jahrhundert geht die Geschichte des Heilwassers in Yverdonles-Bains VD zurück. 1776 war es, als der Grundstein für ein Gästebad gelegt wurde, aus dem schliesslich das Grand Hotel entstand. «Als wir das Hotel übernahmen, gingen wir zuerst stundenlang in die Archive, um uns mit der Geschichte zu befassen», erzählt Nadine Traber, die das Hotel zusammen mit ihrem Mann Peter führt. Mit viel Liebe und viel Respekt wurde 2008 das altehrwürdige Haus und sein Angebot modernisiert. «Das Haus hat eine Seele», ist Nadine Traber überzeugt. Trumpf ist noch immer die eigene Schwe-

fel-Heilquelle, die mit einer Temperatur von 26 bis 29 Grad aus dem Boden sprudelt und deren Wasser auf 36 Grad auf­ geheizt wird. Der lichtdurchflutete Wellnessbereich ist direkt mit dem Thermalbad verbunden. Das Hotelierpaar setzt auch auf Ökologie und hat sich Energie­effizienz und Emissionsziele verordnet. Die Küche verarbeitet vor allem lokale Produkte. Besonders beliebt ist das Sonntags­ frühstück, das bis 12 Uhr genossen werden kann. «Zuerst ein paar Runden schwimmen, dann fein zmörgelen − das wird geschätzt», so Nadine Traber. www.grandhotelyverdon.ch

Wellness-hotels – in den bergen und am See, immer mit hoher Qualität Die Schweiz bietet ein qualitativ hochstehendes Wellnessangebot. Natürlichen Luxus gibt es dazu: faszinierende Berge, frische Höhenluft und idyllische Dörfer. Um bei der Wellness-Kooperation mit Schweiz Tourismus mitzumachen zu können, braucht ein Hotel eine Wellness-Zertifizierung. Alle Partnerhotels: MySwitzerland.com/wellness u  Die Bergwelt regt Körper und Seele an. Deshalb hat das Parkhotel Bellevue in Adelboden

BE sie im Spa gleich zur Kulisse gemacht. Die 2009 renovierte, lichtdurchflutete Anlage erstreckt sich über 1700 Quadratmeter. Aussensolebad. www.parkhotel-bellevue.ch u  Hoch am Bürgenberg, mit wunderbarer Rundsicht auf den Vierwaldstättersee, liegt die Villa Honegg in Ennetbürgen NW. Das traditionsreiche Hotel wurde 1905 erbaut und im Mai 2011 nach einer Gesamtrenovation neu eröffnet. Der

Wellnessbereich mit Aussenpool erfüllt höchste Ansprüche. www.villa-honegg.ch u  Angenehm, komfortabel und ungezwungenen – das Hotel Valbella Inn, Valbella GR. Nach dem Skifahren tief durchatmen im Dampfbad, den Alltag loslassen in der Sauna, sich mit Kneippen erfrischen, eine Runde im Hallenbad schwimmen oder gemütlich ins Sprudelbad sitzen. Im Valbella Inn sind auch Kinder herzlich willkommen. www.valbellainn.ch

u  Der Swiss Holiday Park ist in seiner Art und

Weise der grösste Ferien- und Freizeitpark in der Schweiz. In Morschach SZ, oberhalb des Vierwaldstättersees, verbindet der Swiss Holiday Park Ferien und Erholung. Ein Erlebnisbad, Saunalandschaft und römisch-irische Therme. www.swissholidaypark.ch u  Zum Thermalbad Les Bains d’Ovronnaz VS gehört auch ein Wohnkomplex mit einem um-


Golfhotel Les Hauts de Gstaad, Saanenmöser

Schweben und geniessen u Nur

zehn Autominuten vom mondänen Gstaad entfernt liegt das Golfhotel Les Hauts de Gstaad in Saanenmöser BE. Das Spa-Hotel bietet alles, was das Herz begehrt. Die grosszügigen und hellen Zimmer gewähren den Gästen einen atemberaubenden Blick auf die wunderschöne Bergwelt. Das Hotel befindet sich mitten im Ski- und Langlaufgebiet der Bergbahnen der Destination Gstaad. In der Wellnessanlage «Go-Well» können sich die Gäste auf über 1000 Quadrat­ metern entspannen. Bestens ausge­ wiesene Therapeuten verwöhnen mit Massagen und Beauty-Treatments. Im 15 Meter langen Schwimmbad (28 Grad) mit Wasserfall kann man ein paar Runden schwimmen oder sich ganz einfach auf der Sprudelbank und den Massagedüsen erholen. Speziell: der Floating-Pool. Im 27 Grad warmen, salzhaltigen Wasser werden die Benutzer in totaler Stille schwerelos getragen. www.golfhotel.ch

Eine HotstoneMASSAGE MITTEN IM SKIGEBIET Das gibts im Golfhotel Les Hauts de Gstaad.

Hotel Tschuggen, Arosa

Dramatische Architektur u 5000

Von Mario Botta gestaltet Die Bergoase, das Wellness-Paradies im Hotel Tschuggen in Arosa.

fassenden Angebot an Ferienunterkünften. Das Bad mit dem natürlich warmen Wasser umfasst ein Thermalbad mit drei Becken, Whirlpool und Planschbecken. Breites Wellnessangebot im Spa. www.thermalp.ch uDie Grande Dame der Engadiner Hotellerie Seit 1848 steht das Grand Hotel Kronenhof in Pontresina GR. Es gehört zu den architektonisch bedeutendsten Alpenhotels des 19. Jahr-

hunderts. Das Spa ist spektakulär. www.kronenhof.com uDie hauseigene Schwefelquelle, die stärkste im alpinen Raum Europas, sprudelt im 2000 Quadratmeter grossen Wellnessbereich! Hat man sich erst an den Geschmack gewöhnt, ist das Wasser auch gesund zum Trinken. Das Lenkerhof Alpine Resort an der Lenk BE bietet ausserdem: gestyltes Interieur in allen

Quadratmeter Wellness auf vier Stockwerken mit imposanter Wasserwelt, Sauna- und Dampfbadlandschaften, Behandlungsräumen, Lounge und Feuer­ stelle, Fitness und Medical Wellness. Das verwendete Material besteht aus Duke-White-Granit aus den Alpen, Aroser Fels, kanadischem Ahornholz. Die Licht­ segel und die Verbindungsbrücke sind aus Glas, für die Architektur verantwortlich zeichnet Mario Botta. Das sind die Super­ lative des Spa im Hotel Tschuggen in Arosa GR. Mit einem Christmas-Special lockt das Hotel müde Unterländer in die Berge, die sich vor Weihnachten erholen möchten, um die Festtage voll und ganz geniessen zu können. Das Hotel wurde von Carlo Rampazzi neu gestaltet, und der hoteleigene Tschuggen-Express bringt die Gäste auf Knopfdruck direkt ins Ski- und Wander­ gebiet von Arosa. Er überwindet als Schienentaxi auf einer Länge von 528 Metern 150 Höhen­meter. www.tschuggen.ch

Zimmern und Suiten, zwei Spitzenrestaurants (eines davon mit 17 GaultMillau-Punkten). www.lenkerhof.ch uAm Genfersee liegt La Réserve Genève Hotel & Spa. Die Zimmer oder Suiten des Luxus­ hotels in Bellevue GE verfügen über Seeblick, ein chinesisches und ein französisches Restaurant; im Spa (mit Produkten von La Prairie) ein exquisites Angebot an Massagen,

Saunen, Innen- und Aussenpool und ein Kinderland mit Betreutung. www.lareserve.ch uParadia bedeutet «über dem Tag», und so hebt man im «Ferienart» in Saas-Fee VS ab und taucht ein in eine 1200-QuadratmeterWellnessanlage mit Erlebnispool, Felsenwhirlpool, Saunen, Dampfbädern und warmen Thermen. Grosse Auswahl an Treatments! www.ferienart.ch


Tralala Hotel, Montreux

Hier swingts und rockts u Musik

Gemütlichkeit trotz design Im «Tralala» solls den Gästen wohl sein.

ist das Thema im Tralala Hotel in Montreux: Es ist eine Hommage ans Jazzfestival. Jedes Zimmer ist einzigartig und einem Künstler gewidmet. So schläft man sozusagen in Gesellschaft von David Bowie, Aretha Franklin, Miles Davis, ZZ Top, Santana oder auch Igor Strawinsky. Die Hotelbesitzerin Estelle Mayer lebt ihre Leidenschaft mit der Einrichtung, aber auch mit ihrer Art, das Hotel zu führen: «Wir sind nur Frauen, die das Hotel führen, und es geht sehr familiär zu und her.» An jedem ersten Donnerstag im Monat wird zudem an einer After-Work-Party für Stimmung gesorgt. Im Restaurant geniesst man kulinarische Köstlichkeiten, die Lounge und die Weinbar laden zum Verweilen ein. Mon­ treux ist der ideale Ausgangspunkt für Wintersport in den nahe gelegenen Bergen oder ein Wochenende an der Riviera des Genfersees. «Noch angenehmer wird der Aufenthalt im ‹Tralala› mit unseren sanften Preisen», meint Pauline Laurent, Marketingleiterin des Hotels, schmunzelnd. www.tralala-hotel.ch Hotel Eastwest, Genf

Ruhe in der Grossstadt

EIN CHEMINÉE DER BESONDEREN ART im Boutiquehotel Eastwest in Genf.

u Alexandre

Catton ist Fan: Fan des Hotels, das er führt. Das ‹Eastwest› im Genfer Trendquartier Les Pâquis ist ein Bijou unter den Stadthotels. «Bei uns sollen die Gäste einen Ruhepunkt im hektischen Leben finden», sagt Catton. Und verweist mit Stolz auf die Innenarchitektur, die ebenso Ruhe ausstrahlen soll wie die «superbequemen Betten», mit denen die Zimmer ausgestattet sind. Das Hotel Eastwest hat 41 Zimmer und Suiten und positioniert sich als Boutiquehotel mit persönlichem Service. Man kenne die Gäste und wolle mit ihnen eine Beziehung aufbauen, damit sie wiederkämen, so Catton. «Im ‹Eastwest› soll man zu Hause sein.» Diese Gästepolitik werde begünstigt durch die Tatsache, dass das «Eastwest» zusammen mit dem «Tiffany» in Genf und weiteren Boutiquehotels in Paris einer Familie gehöre. Im Restaurant wird, gemäss dem Namen des Hotels, nach asiatischer und französischer Tradition gekocht. www.eastwesthotel.ch

Design & Lifestyle – aber trotzdem bezahlbar und persönlich Design-und-Lifestyle-Hotels positionieren sich auf dem Markt als Gegenpol zu den anonymen Hotelketten. Um bei der Koope­ra­tion mit Schweiz Tourismus mitmachen zu können, muss ein Hotel zahlreiche Kriterien erfüllen. Partnerhotels unter: MySwitzerland.com/designlifestyle u  Mitten in Zürich erstreckt sich das Hotel Widder über neun Wohnhäuser. Es ist aus­

gestattet mit Möbeln, Objekten und Bildern von Le Corbusier, Frank Lloyd Wright, Sophie Taeuber-Arp u. v. a. Bekannt für seine Jazzkonzerte, Zürcher Treffpunkt. www.widderhotel.ch u  Erhöht auf einem Felsen thront The Omnia Mountain Lodge Unique in Zermatt VS. Ein Stollen führt zum Lift, der einen ins Hotel bringt. Wellnessbereich und Blick aufs Matterhorn. www.the-omnia.com

u  Wie Gott in Frankreich fühlen sich Besucher

des historischen Château d’Ouchy VD, einer Insel der Ruhe an einmaliger Lage am Genfersee. In den eleganten Zimmern und Suiten ausruhen, den Wellnessbereich geniessen oder sich im Restaurant ver­wöhnen lassen. www.chateaudouchy.ch u  Die Wohlfühloase am Ufer des Hallwilersees in Meisterschwanden AG: raffiniertes Design

im Designhotel Elements oder im Stil von «natural chic» im traditionellen Hotel Seerose Classic. www.seerose.ch u  Urbanes, schnörkelloses Zimmerdesign in erfrischendem Outfit – so empfängt das All in One Hotel Inn Lodge in Celerina GR. Lifestyle und Design, gepaart mit Gastfreundschaft, ein interaktives Bistro mit coolen Drinks und Multimedia-


Immer auch im netz Monika Dellenbach mit ihrem iPad im Restaurant Yù East and West im Hotel Allegro in Bern.

Hotel Allegro, Bern

Das Hotel gibts in echt und virtuell Monika Dellenbach pflegt den Kundenkontakt auch virtuell: Als E-Marketing-Manager berichtet sie über Neues aus dem Allegro und bedankt sich für positive Reaktionen. uDas Hotel Allegro, Kursaal Bern, ist konsequent: Als Designhotel reicht es nicht, sich modern zu geben, man muss die neuen Kommunikationsmittel auch pflegen. Deshalb gibts das «Allegro» auf Facebook. Betreut werden die virtuellen Aktivitäten von Monika Dellenbach. Zur Eröffnung des Restaurants Yù East and West suchte sie beispielsweise Testesser. «Das hat sehr gut funktioniert, und wir konnten so direkt Feedback einholen», sagt Dellenbach. Sie sei nicht darauf aus, möglichst viele «Freunde» zu haben, vielmehr solle der Kontakt stetig

Highlights. Ein Hotel wie kein anderes. www.innlodge.ch u  Verbindung von Geschichte und Moderne Das Hotel Bad Bubendorf im Oberbaselbiet empfängt seine Gäste im historischen Gebäu­ de mit topmodernem Erweiterungsbau, das sich kontrastreich in die ländliche Umgebung einfügt. In der Osteria Tre wird man kuli­ narisch verwöhnt. www.badbubendorf.ch

und für beide Seiten spannend und lohnend sein. Immer wichtiger werden auch Hotel-Bewertungsseiten, die sie regelmässig durchforstet. Das Hotel Allegro mit atemberaubender Sicht auf die Berge und die Stadt Bern positioniert sich als Städtehotel mit Style. Im «Meri­ diano» wirkt 17-GaultMillau-Punkte-Koch Markus Arnold, im «Yù East and West» werden asaiatische Speisen aufgetragen, und im «Giardino» herrscht Italianità vor. Gleich nebenan ist der Kursaal, wo man nach einem guten Essen sein Glück beim Spiel versucht. www.kursaal-bern.ch

u  Sehenswerte Architektur und Design bietet

«DasBreiteHotel» in Basel, am südlichen Rheinufer gelegen. Es überrascht seine Gäste mit einem besonders aufmerksamen Service und engagierter und herzlicher Gastfreund­ schaft. www.dasbreitehotel.ch u  Feng-Shui prägt die Einrichtung des Hotels Jade in Genf, in der Nähe des Sees und doch zentral gelegen. Viel natürliches Licht und die

Geschichtsträchtiger Kursaal Bern – heute ein Casino und das Hotel Allegro mit treuer Kundschaft.

eingesetzten Farben richten sich nach den fünf Elementen des Feng-Shui. Eine Oase in der Sadt. www.manotel.ch u  Stilmix aus Jugendstil, Art déco und Moderne – das ist das Hotel Eden in Spiez BE. Schaut man aus dem Fenster, strahlen einem der Thunersee und das Bergpanorama der Jungfrau-Region entgegen. Spa und gepflegtes Restaurant. www.eden-spiez.ch

u  Erhaben und eindrucksvoll liegt die Stadt

Luzern zu Füssen des Art-déco-Hotels Montana. 66 Art-déco-Zimmer und -Suiten, Scala Restaurant und Louis Bar. 2011 von der «SonntagsZeitung» zum zehnten Mal zum besten Schweizer Stadthotel mit vier Sternen gekürt, gehört es zur Hotelkooperation der Small Luxury Hotels of the World. www.hotel-montana.ch


Hotel Waldhaus, Flims

Mit Leib und Seele Barman Seit 24 Jahren steht Mitar an der Chadafö-Bar des Waldhaus Flims Mountain Resort & Spa. «Diskretion ist oberstes Gebot», so der Chef de Bar. uAngefangen hat er als Nachtchasseur, doch bald schon zog es ihn hinter die Bar: Heute geört Mitar zu den wichtigsten Personen des Waldhaus Flims Mountain Resort & Spa. Seit 1995 ist er Chef de Bar und liebt seinen Gute Laune garantiert. Beruf noch Mitar ist als Barchef einer der genauso wie am Pfeiler des Hotel Waldhaus. ersten Tag. «Man ist Vertrauter und Fremder zugleich und muss abwägen, wie viel Distanz und Nähe gewünscht ist. Das verlangt viel Gespür», erklärt Mitar. Das Waldhaus ist für ihn Heimat − genauso wie die vielen treuen Gäste, die ins Traditionshotel kommen. Natur, Luxus und Wellness vereinen sich, angereichert mit einem Kulturangebot. Sechs Restaurants (davon eines mit 17 GaultMillau-Punkten) sind für alle Gelüste gerüstet, die Zimmer luxuriös, und die Stimmung ist entspannt. www.waldhaus-flims.ch

SWISS HISTORIC HOTELS – Gelebte geschichte und KOmfort von heute Die Schweiz positioniert sich als authentische Feriendestination – reich an historischen und kulturellen Erlebnissen. Ein Swiss Historic Hotel ist ein unvergleichliches, vielfältiges historisches Gesamterlebnis und lässt die Gäste Geschichte erleben: MySwitzerland.com/historisch u  Das Klosterhotel St. Petersinsel in Erlach BE befindet sich innerhalb der Mauern eines

ehemaligen Klosters. Die Zimmer verbinden das Historische mit dem Neuen. Im Restaurant geniesst der Gast Spezialitäten aus der Region. www.st-petersinsel.ch u  Das historische Hotel Albrici in Posciavo GR empfängt seine Gäste mit grosser Gastfreundlichkeit. Ein ehemaliges Paztrizierhaus inmitten der Fussgängerzone – mit schmucker Fassade, geschichtsträchigem Innen-

leben und italienischer Küche. Rundum ein Genuss. www.hotelalbrici.ch u  Im wildromantischen Binntal steht das traditionsreiche Hotel Ofenhorn. Aus der Belle Epoque stammend, liebevoll restauriert, bildet es einen spannenden Kontrast zu den typischen Walliser Holzhäusern. Schon Churchill hat hier Ferien gemacht! Binn VS ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen,

Exkursionen oder Mineraliensuche. www.ofenhorn.ch u  Wer das Hotel Bellevue des Alpes auf der Kleinen Scheidegg BE (historisches Hotel des Jahres 2011) betritt, ahnt den Charme des Grandhotels mit dem diskreten Luxus vergangener Tage. Ein Aufenthalt mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau – imposant und fantastisch. www.scheidegg-hotels.ch


Hotel Stern, Chur

Auch nachts immer auf Zack

u  Das Hotel Stern in Chur GR hat eine 300 Jahre alte Tradition. Nicht ganz so alt ist Nachtmanager Albert Weber, aber er gehört ebenso zum Hotel wie die lange Geschichte. «Ich gebe mein Herzblut für dieses Hotel, weil es ein Wahrzeichen von Chur ist und weil ich meinen nächtlichen Beruf einfach liebe», sagt «Albi», wie er von allen genannt wird. Er kümmert sich um die Tagesabschlüsse, macht Kontroll­ rundgänge, beruhigt zu später Stunde zu fröhliche Passanten vor dem Hotel, deckt das Frühstück auf und kocht auch mal eine Mahlzeit für spät anreisende Künstler vom Theater. «Genau solche Mitarbeiter ma­ chen die Seele eines Hotels aus», sagt Hotelier Adrian K. Müller. Zum persön­ lichen Service, der im Hotel Stern gross­ geschrieben wird, gehört auch ein Old­ timer: ein Buick, Baujahr 1933, der seit 20 Jahren dazu benutzt wird, Gäste vom Bahnhof abzuholen. www.stern-chur.ch

Immer da, wenn man ihn braucht: Nachtmanager Albert Weber im Hotel Stern.

Ein Stück Schweizer Hotelgeschichte: Das Hotel Schatzalp über Davos.

Hotel Schatzalp, Davos

Der Zauber wirkt weiter u Bereits

im Roman «Zauberberg» von Thomas Mann wird das im Jugendstil erbaute Hotel Schatzalp erwähnt. Aber auch Kaiser Wilhelm II. mietete zehn Jahre lang mehrere Zimmer. Das nostalgische Gebäude mit BelleEpoque-Ambiente wurde im Jahr 1900 als Luxussanatorium eröffnet und später zum Berghotel umgebaut. Bis heute ist die Architektur in Originalform erhalten. Die Villa Guarda – das ehemalige Ärzte­ haus – und das Chalet strahlen in neuem Glanz mit luxuriösen Suiten. Vom ur­ sprünglichen Bau ist viel erhalten, so die originale Liftanlage von 1900, die Gesellschaftsräume im Jugendstil und einige historische Badezimmer. Das Hotel Schatzalp, 300 Meter über Davos GR gelegen, ist das einzige Hotel in Europa mit einem hochalpinen privaten Skigebiet: Mit der Davos-Schatzalp-Bahn ist der «Zauber­ berg» innert kürzester Zeit zu erreichen. www.schatzalp.ch

u  Hoch über dem Grimsel-Stausee lädt

das historische Alpinhotel Grimsel Hospiz, Guttannen BE, zum Verweilen ein. Einstmals Bergarbeiter-Unterkunft, heute stilvolles Hotel mit marktfrischer Küche und gut bestücktem Weinkeller. www.grimselwelt.ch u  Übernachten in einem typischen Chalet aus dem 18. Jahrhundert, umgeben von historischem Charme, dies alles kann man in der

Hostellerie Bon Acceuil in Château-d’Oex VD geniessen, sei es im hauseigenen Garten oder mit Ausflügen in der Region GstaadSaanenland. www.bonacceuil.ch u  Am Vierwaldstättersee aus dem 180-GradPanoramafenster die Dampfschiffe vorbeigleiten sehen, dies bietet das Restaurant Rondel des Hotels Terasse in Vitznau. Ein Erlebnis seit 1873. www.hobbyhotel.ch

u  Ein ehemaliges Postgebäude, heute

das Albergo della Posta in Astano TI mit süd­ländischer Gartenanlage, Pergola und Schwimmbad, lädt mit historischem Flair zum Verweilen und Ferienmachen ein. Familienfreundlich, Haustiere willkommen. www.albergo-posta-astano.ch u  Auf eine Zeitreise kann man sich im Hotel Hirschen im malerischen Städtchen Eglisau

ZH begeben. In den historischen Zimmern und Suiten kann man das Ambiente des 17. bis 19. Jahrunderts geniessen, ohne auf den Komfort des 21. Jahrhunderts verzichten zu müssen. www.hirschen-eglisau.ch u Das Golfhotel de Bonmont in Chéserex VD bietet Aussicht auf Genfersee und Mont Blanc. Das ursprüngliche Gebäude stammt aus dem 12. Jahrhundert. www.bonmont.com


Hotel Chesa Rosatsch, Celerina

Tradition im besten Sinne

Die dicken Mauern des traditionellen Engadiner Hauses beherbergen gemütliche Räume und Zimmer.

u In

Celerina GR, direkt am Inn, findet man das Hotel Chesa Rosatsch. Vier zusammen­ gebaute, authentische Engadiner Häuser, aussen dicke Mauern, innen wohnliche, behagliche Räume, modern eingerichtet mit allem, was das Herz begehrt. Auf vier Golfplätzen in der Umgebung Golf spielen, die 400 Kilometer Biketrail in der Region St. Moritz unter die Räder nehmen, nach dem Sport ein Besuch in der Sauna oder ein Dampfbadbesuch. Ein weiterer Höhe­ punkt ist das neu eröffnete Restorant ­Uondas mit hausgemachten Flamme­ chueche aus dem Holzofen, Pastagerichten nach italienischen Familienrezepturen und hausgereiftem Engadiner Fleisch vom Lavasteingrill. Die Kalb- und Rindfleisch­ stücke der Metzgerei Hatecke aus Scuol reifen im Hotel bei kontrolliertem Klima vier bis sechs Wochen. Durch das Angebot wird der Wunsch der Gäste nach einem nach­haltigen Engadiner Ferienerlebnis erfüllt! www.hotelrosatsch.ch Hotel de la Paix, Luzern

Das familiäre Städtehotel

Ruhig Gelegen sind die Zimmer im Stadthotel de la Paix in Luzern.

u Wo

die Luzerner Altstadt zum Flanieren einlädt und historische Sehenswürdigkeiten zu Zeitreisen animieren, wo der See und die Promenade locken und das Bergpanorama ins Staunen versetzt – da steht das familiäre Stadthotel de la Paix. Von der Lobby aus erreicht man in wenigen Schritten sämtliche Attraktionen. Die Zimmer sind ruhig gelegen und komfortabel, der Service herzlich und familiär. Im Restaurant Lapin wird marktfrisch gekocht. Spezialitäten aus der Region liegen Küchenchef Karl Höri am Herzen. Legendär ist der Flambi-Spiess, der direkt am Tisch flambiert wird. Nur zehn Minuten zu Fuss vom Hauptbahnhof entfernt (auch Parkplätze sind vorhanden), der perfekte Ort für einen Städtetrip in die Stadt des meistbesuchten Museums der Schweiz, des Verkehrsmuseums. Ferdinand Zehnder und sein Team stellen auch Schweizern mit Freuden ein schönes Touristenprogramm zusammen. www.de-la-paix.ch

Typische Schweizer Hotels – hier gehört man zur familie Die Vielfalt und Traditionen der Schweiz spiegeln sich auch in der Hotellerie. Partner im Programm Typische Schweizer Hotels wird man mit Authentizität in Baustil, Einrichtung und Verpflegung. MySwitzerland.com/typisch u  Ein Kräuterhotel ist das Hildegard Hotel ­Illgau SZ inmitten schönster Alpweiden und mit traumhafter Panoramasicht, wo man mit Leckerem aus der Kräuterküche von

Hildegard von Bingen verwöhnt wird. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Berg- und Skitouren. www.hildegardhotel.ch u  Auf der sonnenreiche Südrampe im UnescoWeltnaturerbe Aletsch liegt das Hotel Bahnhof Ausserberg, erbaut zu Zeiten des Baus­ der Lötschbergbahn. Es verwöhnt seine Gäste mit vollwertiger Küche und Walliser Spezialitäten. www.hotel-bahnhof.com

u  Das historisches Berghotel Pilatus LU wur-

de 2010 rundum erneuert. Es bietet eine grandiose Aussicht, und das neue Pilatus-Businesscenter ist die perfekte Kulisse für Workshops, Tagungen und Seminare. Auf der Terrasse werden helvetische und exklusive Gerichte serviert. www.pilatus.ch u  Hoch über Degersheim SG, umgeben von Feldern, Wiesen, Wäldern liegt das Hotel

­ olfensberg mit Blick zu Alpstein, Bodensee, W Hörnlikette. Im Wanderparadies zwischen dem unteren Toggenburg und St. Gallen kann man aktiv sein und trotzdem die Ruhe ­geniessen. www.wolfensberg.ch u  Aletschgletscher in der Nähe, frische Bergluft, atemberaubende Aussicht, Wellness­ bereich, im Winter endlose Pisten, exzellente Speisen: Dies macht das Hotel Bettmerhof auf


Freuen sich auf die Wintersaison: ­Regula und Hubert ­Lehner mit Tochter ­Sophia.

Hotel Bürchnerhof, Bürchen

«Wir kennen die Gäste mit Namen» Familie Lehner liebt ihr Hotel, und sie liebt ihre Gäste. Im «Bürchnerhof» in Bürchen VS hebt man sich ab durch Herzlichkeit, Überschaubarkeit und die kleine Destination Moosalp. uHubert Lehner gibt zu, dass er in den vergangenen Jahren oft etwas neidisch auf die grossen Tourismus-Zentren geschaut habe. «Wir dachten ab und zu, dass wir hier in der Moosalp einen Standortnachteil hätten.» Mittlerweile sei er aber überzeugt, dass genau diese relative Unbekanntheit immer mehr zur grossen Stärke werde. «Im Trend sind mehr und mehr kleinere, überschaubare

der autofreien Bettmeralp zur idealen ­Feriendestination. www.bettmerhof.ch u  Gemütlich und unkompliziert ist das Hotel Bellavista Swiss Lodge, ein Hotel für Aktiv­ touristen und Familien, 1645 m ü. M. im sonnenverwöhnten Bergdorf Ftan. Es bietet einen wunderbaren Ausblick auf das impo­ sante Berg-Panorama der Unterengadiner Dolomiten. www.bellavista-ftan.ch

Destinationen und Betriebe, die ihre Gäste beim Namen kennen und sich persönlich um sie bemühen.» Genau das sei im «Bürchnerhof» der Fall. Er und seine Frau Regula kümmern sich mit ihren Angestellten tagtäglich und an vorderster Front um die Gäste. Das sei einer der wichtigsten Gründe, wehalb der «Bürchnerhof» ein erfolgreiches Jahr hinter sich habe. Die Zimmer sind

u  Gebaut auf Stadtmauern, bestehend aus

miteinander verbundenen Gebäuden, das ist der Teufelshof Basel: Kunsthotel, Galerie­hotel, Gourmetrestaurant, Weinstube, Café, Bar, Theater und Weinladen bieten zusammen eine einmalige Entdeckungsreise. ­ www.teufelhof.com u  Zwischen Berner Oberland und Emmental ist das Hotel Restaurant Rohrimoosbad BE

gemütlich eingerichtet, im Restaurant und auf der Sonnenterrasse wird man mit Walliser Spezialitäten verwöhnt, und ein Schwimmbad mit 28 Grad warmem Wasser steht den Gästen ebenfalls zur Verfügung. Wie verwurzelt das HotelierGen in der Familie ist, beweist Tochter Sophie: Sie macht ihre Lehre als Hotelfachfrau im «Widder» in Zürich! www.buerchnerhof.ch

ge­legen. Das Naturschutzgebiet Wachsel­ dornmoos, ländliche Wanderwege, das wunderbare Panorama oder saisonale Spezialitäten im Restaurant werden hier geboten. www.rohrimoosbad.ch u  Ein Chalet, wie es typischer nicht sein könnte, das Hotel Chalet Swiss, Interlaken BE. Ehemals befand sich im heutigen Speise­ saal das Standesamt, heute werden Fondue

und andere Köstlichkeiten serviert, im Rosengarten geniessen Sie die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau. www.chalet-swiss.ch u  Jugendstilhaus mit grossen Aufenthalts­ räumen und Blick in die Berge. Im Edelweiss in Engelberg OW gibt es Themenabenden für Eltern und Kinder gleichermassen. www.edelweiss-engelberg.com


Hotel Edelweiss, Engelberg

Globi macht hier Ferien

Globi und die eisenbahn Im Hotel Edelweiss ist der blaue Vogel regelmässig zu Gast.

u Hüttenabend

mit Fackelwanderung, Freeride mit den Gastgebern, eine Kinderdisco und der Globi-Club: Das sind die Trümpfe des Kids-Hotels Edelweiss in Engelberg OW. Während die Eltern ein romantisches Dinner bei Kerzenschein geniessen, können die Kinder im Globi-Club spielen. Globi ist oft persönlich anwesend, spielt mit und hilft schon mal, die Eisenbahn aufzubauen. Das «Edelweiss» gibt nicht nur ein Bekenntnis zu Familien ab, sondern auch zur Ökologie: Mit dem Bau einer 27-Quadratmeter-Solaranlage hat das Hotel sein 10-Jahre-Ziel der CO2Reduktion erreicht. Alle Renovationen im Hotel Edelweiss in Engelberg sorgen auch für Energieeffizienz − so wurde der Heizölverbrauch innerhalb von 20 Jahren von 120 000 auf weniger als 40 000 Liter gesenkt. Seit 1904 steht das Hotel für erholsame Ferien. Auch wenn sich in den letzten 100 Jahren vieles verändert hat: Was bleibt, ist die «unverschämt persönliche» Ambiance. www.edelweiss-engelberg.com

Hotel Gorfion, Malbun

Biobrei vom Koch u Das

Hier leben Kinder wie Fürsten Das Hotel Gorfion in Malbun.

Familienhotel Gorfion mitten im Naturschutzgebiet Malbun FL bietet die perfekte Umgebung für einen Urlaub mit Kindern. Hotelier Tobias Strauss erklärt, dass man sich bewusst dafür entschieden habe, auf Kinder zu setzen. «Das kam auch daher, dass die Besitzer des Hotels aus ihren eigenen Bedürfnissen die richtigen Schlüsse zogen», sagt Strauss. So gibts tiefergelegte Kinderbuffets, und Zmorgeschnitten werden schon mal vorgeschmiert. «Die Eltern müssen sich auch erholen», meint Tobias Strauss. Das «Gorfion»-Küchenteam verwöhnt die Gäste mit hausgemachten regionalen und inter­nationalen Köstlichkeiten. Für die Kids gibt es spezielle Kindergerichte, die gesund sind und gut schmecken. Die Allerkleinsten werden mit frisch zubereiteten Babybreien in Bioqualität verwöhnt. Auch die Bar hat für alle etwas: Kindercocktails für die Kleinen, Währschaftes für die Eltern. www.gorfion.s-hotels.com

Kids-hotels – da ist immer was los In Kids-Hotels sind Kinder als Gäste herzlich willkommen. Kids-Hotels haben Spielzimmer mit Tageslicht, einen Spielplatz im Freien, Betreuung und Babysitter-Service sowie Kindermenüs, Malsets am Tisch und Gratisgetränke. Zu jeder Zeit bieten sie eine kompromisslose kinderfreundliche Infrastruktur und Atmosphäre. Alle Angebote: www.MySwitzerland.com/familien

u  Im Kinder- und Jugendclub Pumuckel bietet das Hotel La Ginabelle in Zermatt VS jungen Feriengästen ab 2 1/2 Jahren Spass und Spiel. Der Club ist grosszügig angelegt. Ein täglich wechselndes Programm sowie gemeinsame Ausflüge in der Zermatter Natur. Für die Knirpse unter 2 1/2 Jahren werden Babysitter besorgt, damit ihre Eltern die Bergwelt ungestört geniessen können. www.la.ginabelle.ch

u  Ein gemütliches Jugendstil-Hotel im Zen-

trum von Kandersteg mit einmaliger Aussicht auf das Unesco-Weltnaturerbe JungfrauAletsch ist das Hotel Victoria Ritter in Kandersteg BE. Zum traditionellen Familienhotel gehören Sauna, Pool, Park, Bibliothek, Lounge, Kids Club, Spielplatz und Skibar. Die kreativen 4-Gänge-Dinners im dekorativen Speisesaal bezaubern ebenso wie der herzliche Empfang

der Gastgeber. www.hotel-victoria.ch u  Das einzige Kinderhotel der Schweiz, das «Muchetta», liegt im Bergdorf Wiesen, 20 Minuten von Davos entfernt. Die 32 Appartements und Familienzimmer sind auf drei Häuser verteilt. Kleine Wellnessanlage, Babyund Kleinkindbetreuung. Tägliches Programm für kleine Bastler und Maler, ausserdem Ausflüge. Skischule in Wiesen und am Rinerhorn


wie von zauberhand erleuchtet: Das Märchenhotel in Braunwald.

Märchenhotel, Braunwald

«Märchen erzählen ist Chefsache» Der Stab wurde übergeben, und die junge Generation hat das Märchenhotel in Braunwald GL übernommen. Eines bleibt gleich: Das tägliche Märchen wird von Patric oder Nadja Vogel erzählt. uJeden Abend, Punkt sechs Uhr, gehts los: Patric oder Nadja Vogel erzählen den Kindern ein Märchen. Auswendig. Dieser Brauch hat dem Hotel in Braunwald den Namen gegeben, und daran wird nicht gerüttelt, so Patric Vogel, der das Hotel mit seiner Frau von den Eltern übernommen hat. Nach Stationen im «Giardino» in Ascona und im «Montana» Luzern ist er in seine Heimat zurückgekehrt. Neu ist allerdings, dass das Märchen vor dem Znacht erzählt wird. Danach nämlich werden die Kinder in den Saal der Könige geführt, wo sie ein kaiserliches Znacht bekommen. Die Eltern essen ab

für Kinder ab vier Jahren, gratis HotelbusTransfer. www.kinderhotel.ch u  Im autofreien Saas-Fee inmitten der Alpen mit Blick auf imposante Viertausender liegt das Panoramahotel Alphubel. Es wird in der dritten Generation geführt und zählt zu den besten Familienhotels der Schweiz. Täglich wechselndes Animationsprogramm für Gross und Klein mit Hoteliersfamilie Supersaxo.

19 Uhr im Panoramasaal, während die Kinder bereits wieder am Spielen sind. Vogel plant so einiges, etwa den Kauf von Lamas für Trekkings oder eine «GoldenGeiss-Brücke», wo Ziegen ihre Kletterkünste zeigen. Jetzt im Winter gehts in die Skischule mit dem Rösslitram. Und es gibt eine besondere Aktion, allerdings eher für die Eltern: Schnee oder Champagner. Wenn im Januar nicht mindestens 30 Zentimeter Schnee liegen – so hoch ist eine Flasche – gibts für die Eltern jeden Abend eine Flasche geschenkt. Eine Webcam wird den genauen Stand anzeigen. www.maerchenhotel.ch

34 heimelige Zimmer, Bar, Sauna, Liegewiese und Elektrotaxi-Service für die Gäste. www.hotelalphubel.ch u  Auf Ferien mit Kindern spezialisiert ist das Hotel Lago di Lugano. Es gehört zur Gruppe der kinderfreundlichen Hotels von Familotel (als einziges Hotel im Tessin) und KidsHotels. Es garantiert besondere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder aller Altersgruppen,

Milch von der kuh Die Kinder können sich am Morgen ihr Glas Milch direkt von der Kuh holen.

qualifizierte und professionelle Mitarbeiter und ein abwechslungsreiches und interessantes Programm. «Glückliches Kinderlachen und entspannte Eltern sind unser Ziel!» www.hotellagodilugano.de u  Ruhig gelegenes Familienhotel im Zentrum von Lenk BE mit herrlicher Aussicht auf die Bergwelt: das Hotel Krone. Tägliche Kinderbetreuung ohne Alterslimit während des

ganzen Jahrs und der Essenszeiten am Abend. Für Kurzweil ist bestens gesorgt: Streichelzoo, Pizzabacken, Bastelstunden, Dampfeisenbahn, Themenwochen, Hallenbad. Ausflüge mit dem Familienvelo und Kutschenfahrten im Ort, Grillplätze und zahlreiche Sportmöglichkeiten direkt vom Hotel aus. Zimmer und Appartements (auch für grosse Familien). www.krone-lenk.ch


Shopping

top ten der Woche

Hair & Make-up Brigitte Aeschbach, www.brigitteaeschbach.ch, Model Naida für Visage

Gruss aus der Mongolei u Starke Farben wie Rot und Blau, archaische Ethno-Elemente, Fellwesten und rustikaler Strick: Der mongolische Stil ist etwas für kalte Tage. Am besten angewandt im sogenannten Layering, im Schichtenlook. Wärmt gut und sieht dekorativ aus. Der Schmuck dazu: metallbesetzte Armreife oder orientalische Münzen. Der Look: Rosenbäckchen, viel Lipgloss und vom Wind verwehtes Haar. Damit das mongolische Feeling so richtig durchkommt, wurde es vor einem Bild mit Jurte, einem Nomadenzelt, fotografiert. Die 20 Grad minus muss man sich dazu denken.

Redaktion Beatrice schönhaus Fotos Geri Born Styling Melanie Albisser

Vom Winde verweht Schal, Drakes, Dings. u CHF 159.– Mantel, Shiatzy Chen, Gassmann. u CHF 4500.– Tasche, Leontine Hagoort, Globus. u CHF 129.– Schal, über Arm gehängt, Globus. u ab CHF 119.– Strumpfhosen und Kniestrümpfe, Falke, Jelmoli. u CHF 49.–, 24.– schweizer illustrierte

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Shopping top ten he der Woc

Der MongolenStil ist etwas für kalte Wintertage!

Warm eingepackt Mütze und Schal, Jago, Dings. u CHF 49.–, 89.– Strickjacke, Desigual, Globus. u CHF 269.– Karo-Rock und Gürtel, Alprausch. u CHF 98.–, 89.– Schwarzer Rock, Coast + Weber +  Ahaus, Gassmann. u CHF 429.– Armringe Manor. u CHF 12.90 Tasche, Elliot Mann, und Schuhe, Jeffrey Campbell, beides Könix. u CHF 398.–, 430.–

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Im Muster-Mix Schal Manor. u CHF 109.– Mantel, Manoush, G.point. u CHF 2320.– Rock, Grieder, G.point. u CHF 220.– Leggings, Tsumori Chisato, Vestibule. u CHF 150.– Handschuhe, Dixie, Monsieur Dubois. u CHF 29.– Schuhe FitFlop. u ca. CHF 200.–

Auf der Jagd Fellmütze, Eugenia Kim, Vestibule. u CHF 990.– Schal, Jago, Globus. u CHF 129.– Mantel, Just Cavalli, G.point. u CHF 3700.– Army-Gilet, Ganni, Dings. u CHF 229.– Strumpfhosen, Burlington, Jelmoli. u CHF 49.–

Bereit für den mongolischen Winter Jacke, Burberry, Gassmann. u CHF 4250.– Kleid, Hakoon, Vestibule. u CHF 1100.– Halstuch und Hut, Manor. u beides CHF 49.90 Strumpfhosen Chalet 568, Fogal. u CHF 55.– Stiefel, Kandahar, Dings. u CHF 780.–

Im Schichten-Look Schal, Épice, Monsieur Dubois. u CHF 199.– Haarreif Manor. u CHF 19.90 Mantel, By Malene Birger, Dings. u CHF 449.– Hose, Sessùn, Dings. u CHF 219.– Schuhe, Russy, G.point. u CHF 450.– schweizer illustrierte

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objekt der begierde

Australische Surferschuhe u Byron Bay, 1970: Surfer an Australiens Ostküste halten ihre Füsse zwischen Surf-Sessions mit Lammfell-Schuhen warm und trocken. Einige Jahre später erobern die Lammfell-Boots der Marke Ugg Australia auch die Strände in Südkalifornien. Die Boots sind ein Kassenschlager und werden zum Symbol der kalifornischen Lässigkeit. Der Hype ist in Europa längst angekommen: Die Uggs bringen viele Füsse warm durch den Winter und sind kaum mehr wegzudenken. Diesen Herbst lanciert die Marke Ugg ­Collection: Inspiriert vom rustikalen Luxus Italiens präsentiert Ugg eine exklusive Kollektion mit Schuhen und Handtaschen aus hochwertigen Materialien – die für den Strand allerdings viel zu schade sind! Nina LIenhard

online-tipp

www.giacami.com u Frauen sind immer auf der Suche nach der perfekten Handtasche. Kein Wunder, vertrauen wir ihr doch täglich unsere wichtigsten Habseligkeiten an. Wer auf der Suche ist, wird vielleicht bei Giacami fündig. Ob Bowling-Bag, Beuteltasche oder eine im Stil der Kelly-Bag. Hier kann man seine Tasche

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online individuell zusammenstellen: Modell, Grösse, Lederart, Farbe, Nähte und Beschläge. Die eleganten Modelle sind klassisch und kommen nicht so schnell aus der Mode. ursula borer mehr online-tipps: www.schweizer-illustrierte.ch

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Nina Lienhard, HO

Wild Ankle-Boots Georgina, gefertigt aus Ponyfell in Italien. Erhältlich bei CPH in Bern und Zürich. www.uggaustralia.com u CHF 690.–


Shopping

Party-Look

Laufsteg

Himmels-Elfe

Es ist Zeit zu feiern! u Ob Geschenkmarathon, Jahresabschluss im Job oder bei der Suche nach dem perfekten Party-Outfit: Die Vorweihnachtszeit gehört mitunter zu der stressigsten im ganzen Jahr. Um uns rechtzeitig in Partylaune zu bringen, setzen wir auf glänzende Materialien in Silber, Gold und Bronze. Wie beim Tannenbaum darf an Festtagen ein Minimum an Bling-Bling nicht fehlen. Glamouröse Accessoires wie Ohrringe mit Strass-Applikationen, XL-Colliers mit grossen Steinen und natürlich Pailletten-Applikationen machen aus einem unscheinbaren Outfit im Nu einen Hingucker. Modemutige setzen zudem auf kleine Hütchen und sogenannte Headpieces mit Federn und Spitze. So schliessen wir das Jahr 2011 mit einem grossen Funkeln ab!

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Glanzstück Bronze-Pailletten-Kleid von Michael Kors, entdeckt bei Globus. u CHF 369.–

Sternenzauber XL-Ohrringe mit Sternen von Mango sorgen für den richtigen Glanz. u CHF 29.90

Federschmuck Sogenanntes Headpiece mit Spitze und Federn, gefunden bei H & M. u CHF 7.90

Die kleine Schwarze Elegante Clutch mit Blumen­ applikationen von Dosenbach. u CHF 24.90

Bling-Bling-Highlight Patchwork-Metallic-Sandalen mit Goldabsatz gibts bei Zara. u CHF 139.–

Komm bald wieder! Julia Saner, 19, in einem nachtblauen Traum von Valentino.

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born ( Porträt), Paul Seewer (Stills), Imaxtree, HO

Kristina Köhler, Redaktorin SI Shopping, vermisst ihre Julia. u Die

Kombination Valentino-­ Spitzenrobe / Julia Saner vermag mich – ich gebs zu – in Rührung zu versetzen. Die Feenkleider von Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli (Valentinos Kreativdirektoren) scheinen meinem Lieblingsmodel aus der Schweiz wie auf den Elfenleib geschneidert. Kommt hinzu, dass ich Julia, die gerade eine Modelpause einlegt, jetzt schon vermisse. Von Valentino gibts übrigens einen Online-Shop, der auch in die Schweiz liefert (www.valentino.com). Tipp: die T-Shirts mit Spitzenstoff, deren Verkauf die Kinderhilfs-Organisation von Hollywood-Star Ben Stiller unterstützen. Kristina Köhler

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Für Drama-Queens Der Nagellack Violet Noir 46 von Nivea setzt dramatische Akzente. u CHF 11.90

Beauty vom christkind

O du Schöne

Für Müde Gesichtsspray Golden Mist von Linden Leaves lässt strahlen. Globus. 20 ml u CHF 14.90

u Schenken ist eine Kunst – besonders bei Beauty-Geschenken. Auf der schwarzen Liste ganz oben stehen Anti-Aging- und Cellulite-Cremen. Zwar etwas unsinnlich: Aber mit einen Par­fümerie-Gutschein fährt man besser. Ansonsten recherchiert man taktvoll.

Für Wellness-Fans Für Ladys Lippenstift Handcreme Guardian Rouge Pur Couture Nr. 40 Angel von Alessandro mit von Yves Saint Laurent. Schokolade. u CHF 13.90 u CHF 49.–

Heimlich den Beautyschrank durch­ stöbern ist nur bei der besten Freundin erlaubt. Kosmetik ist etwas sehr Individuelles. Mama hats gern klassisch: Chanel Nr. 5 passt perfekt. Die Schwester neigt zu Dramatik und wird den neuen Duft von Dita Von Teese lieben.

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Jeffrey Mayer / Thomas & Thomas. Alle Produkte sind, wenn nicht anders angegeben, im Parfümeriefachhandel erhältlich

Für Divas Der erste Duft von Burlesque-Star Dita Von Teese verleiht Glamour, Manor. 40 ml u CHF 45.–


Für Haar-Virtuosen Pro Styler von Babyliss streckt und lockt. Coop City, Manor. u CHF 169.–

Für Fashionistas Nagellack Pure Color Metallic Sage Nr. 26 von Estée Lauder. u CHF 32.90

Für Extrovertierte Limitierte Leder-Edition des blumigen Duftes Fan di Fendi. 50 ml u CHF 228.60

Bei der Cousine im anstrengenden Teenie-Alter kann ich mit einem coolen ultra-schwarzen Mascara und dem Nagellack Violet Noir Nr. 46 von Nivea punkten. Ein paar Produkte braucht aber jede Frau immer – und die sind ganz unverfänglich: einen roten Lippen-

Star-geflüster

Gossip Girl

Für Teenies Mascara Volumizer von Bourjois gibts neu in Ultra Black. u CHF 23.90

stift (Rouge Eros Nr. 40 von YSL), einen trendigen Nagellack wie z. B. Metallic Sage Nr. 26 von Estée Lauder oder eine pflegende Handcreme mit WellnessFaktor (Guardian Angel von Alessan­ dro). Hauptsache, alle strahlen unterm Weihnachtsbaum! ursula borer

u Die Texanerin Leighton Meester, 25, Schauspielerin («Gossip Girl») und Musikerin, ist das Gesicht des neuen, lieblich-floralen Vera-Wang-Duftes Lovestruck. www.sephora.com


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Lieblinge der redaktion

All Black Automatikchrono Furka, geschwärztes Titan, schwarzes Kautschukband. u CHF 6900.–

Rassige Alternative Automatikchrono Belvedere aus Titan, schwarzes Kautschukband. u CHF 6900.–

Heimatkult Uhren und Accessoires im neuen Jordi-Store am Zürcher Central, Niederdorfstrasse 90. Infos Tel. 044 - 251 23 28. JORDI SWISS ICON, ZÜRICH

Schweizer mit Format u Der visuellen Identität der Marke und der Produkte von Jordi Swiss Icon liegt ein ganz besonderer Scherenschnitt des Berners Bartholomé Imobersteg zugrunde. Das Original kann im neuen Zürcher Flagship-Store Jordi neben dem Café Schurter direkt beim Eingang bestaunt werden. Hier beeindruckt auch ein tausend Kilogramm schwerer Felsblock aus Gletsch im Wallis, wo Michel Jordi die Inspiration für seine neuen Uhren- und Acces-

Unwiderstehlich Automatikchrono Club 100, Titan mit Rotgold, schwarzes Kautschukband. u CHF 10 000.–

soires-Kollektionen fand. Ob Uhren, Seidenschals, Krawatten, Hemden oder Blusen – in jedem Produkt steckt sehr viel Schweizer Handarbeit. sarah rieder

Leichtgewicht Automatikchrono Grimsel aus Titan, schwarzes Kautschukband. u CHF 6500.–

ÖFFNUNGSZEITEN Mo–Fr 10–19 Uhr, Do 10–20 Uhr, Sa 10–18 Uhr, www.micheljordi.ch weitere shops im shopping-guide: www.schweizer-illustrierte.ch

Tasche mit Tradition

Aus Liebe zum Detail Tasche mit Reissverschluss und Kette aus goldfarbenem Messing von Louis Vuitton. www.louisvuitton.com u CHF 260.–

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u Handtaschen stehen zu Weihnachten auf vielen Wunschlisten an oberster Stelle. Das Traditionshaus Louis Vuitton hat aus aktuellem Anlass tief in den Archiven gestöbert, um seine Lederaccessoires mit Illustrationen zu verschönern. Die humorvollen Zeichnungen zeugen von der Vergangenheit des Hauses Vuitton als Gepäckher­ steller und verleihen den Pochetten rechtzeitig für unter den Christbaum einen neuen Look. nINA LIENHARD

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Dick Vredenbregt, HO

design-objekt


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kolumne

Alexandra Kruse, 33, Stylistin, wurde durchgeschüttelt. Kreativ Designerin Vanessa Bruno beim Stylen vor einer Modeschau.

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Paul Seewer, Dick Vredenbregt, HO

Perfektionswahn In vermutlich jeder Schwangerschaft gibt es die berühmtberüchtigte Nestbauphase. Meine hat mich kalt erwischt, im Nacken gepackt und einmal komplett durchgeschüttelt. Wenn ich ehrlich bin, schüttelt sie immer noch. Ich weiss nicht, wie andere Frauen dieses Problem lösen. Entweder sie buchen einen Interior-Designer, können selber im 8. Monat noch schwindelfrei und in High Heels auf Leitern steigen oder haben einfach bessere Freundinnen als ich. Vielleicht hab ich auch nur falsch gecastet. Aber erfahrungs­ gemäss hat jeder so eine Freundin: eine, die immer ein bisschen dünner, ein bisschen blonder und schlauer ist als man selbst. Quasi die Gwyneth Paltrow eines jeden gut sortierten Freundeskreises. Hoffentlich hat sie dann auch noch so einen schlauen Besserwisser-Blog wie Gwynie, nämlich www.goop.com. Meine persönliche Gwyneth kam unter einem Vorwand, durchleuchtete alle Räume und bemerkte dann: «Und wo sind die Gardinen?» Dazu setzte sie einen abschätzig-mitleidigen Blick auf und schüttelte ihr perfekt sitzen­ des Haar. Gardinen seien schliesslich die Wimperntusche einer gepflegten Wohnung. Und keiner käme auf die Idee, das Haus ohne Wimperntusche zu verlassen! Ich schon, seit Wochen. Ich hab alles probiert: die teure, die günstige, die wasserfeste. Aber einem Hormonschub hält keine stand. Wie froh ich doch war, als Gwyneth abends anrief und fragte, ob sie mir die Gardinenstangen anbringen dürfe. In Wahrheit sind die Gwynies nämlich nicht nur ein bisschen blonder, dünner, schlauer, sondern eben auch hilfsbereiter.

interview mit designerin vanessa bruno

«Ich liebe die ­Provence» Die französische Designerin Vanessa Bruno (geboren 1972) wurde durch ihre Linien Vanessa Bruno und Athé sowie durch ihre Entwürfe für La Redoute bekannt. Der Tochter eines dänischen Supermodels und eines Vaters, der das Label Emmanuelle Khanh gründete, wurde das Mode­ gefühl in die Wiege gelegt. Sie liebt die Provence, lebt ausserhalb Avignons (Tipp: Hotel La Mirande) und mag Flohmärkte. Vanessa Bruno, wann begannen Sie damit, Mode zu machen? Mit 24 Jahren entwarf ich bereits meine erste eigene Kollektion, die ich dann in Paris präsentieren konnte. Für welchen Typ Frau machen Sie Mode und Accessoires? Für eine verträumte, verspielte Frau, die Wert auf gute Materialien wie Seide und tragbare Schnitte legt sowie dar­

auf, dass die Sachen erschwinglich sind. Und die liebevolle Details wie Raffungen, Biesen, Applikationen mag. Eine urbane Frau, die jugendliche Eleganz und ungewöhnliches Design liebt. Wo kann man Ihre Sachen kaufen? Meine Kollektion Athé Vanessa Bruno für La Redoute ab dem 20. Dezember über www.laredoute.ch, dann z. B. über www.net-a-porter com, www.stylebop. com und www.quartierdeluxe.com. Und wie riecht Ihr Duft l’Eau für ­Biotherm? Die Kopfnoten sind Blutorange, Mandarine und schwarze Johannis­ beere, Herznoten bulgarische Rose und Maiglöckchen, Basisnoten sind Amber und Libanon-Zeder. (Bei Douglas und im Beauty-Fachhandel.) Redaktion beatrice schönhaus

Vanessas lieblinge

Haben-wollen Leder-Hand­­tasche: über net-a-porter.com u ca. CHF 750.–

Hingucker Blumenkleid von Vanessa Bruno. www.net-a-porter. com u ca. CHF 1000.–

Highlight Biotherm-Duft l’Eau von Vanessa Bruno. u CHF 70.–

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Check-up Steroide für Frühchen!

ft f i r bst e b stkre ing BruScreen

Früherkennung rettet Leben! Frauen ab 40 würden von einem Mammografie-Screening ­besonders profitieren. Das zeigt eine schwedische Studie. Die Sterberate sinkt dank der Untersuchung um knapp einen Drittel. Text dR. MED. SAMUEL STUTZ

N

och bevor das Brustkrebs-Screening in der Schweiz in allen ­Kantonen eingeführt wird, ist es schon wieder überholt. Neuste Daten zeigen, dass von Mammografie-Vorsorgeuntersuchungen nicht nur Frauen über 50 profitieren – so die gängige Praxis –, sondern auch jüngere, und zwar bereits ab 40. Das gewichtigste Argument für eine Herabsetzung des Alters liefert eine schwedische Untersuchung der Brustkrebssterberate von Frauen, die zwischen 1986 und 2005 im Alter von 40 bis 49 Jahren regelmässig Mammografien machen liessen. In der Kontrollgruppe waren Frauen aus Regionen, wo noch kein Screening angeboten wurde. Veröffentlicht wurde die schwedische Studie in der Fachzeitschrift «Cancer». Das Ergebnis lässt aufhorchen: Über 800 Frauen aus der Screening-Gruppe und gut 1200 Teilnehmerinnen aus der Kontrollgruppe starben im Beobachtungszeitraum von 16 Jahren an Brustkrebs. Für die Frauen, die am Mammografie-Screening teilgenommen haben, entspricht das einer relativen Risikoreduktion um 29 Prozent. Sie ist somit fast

so hoch wie bei Frauen zwischen 50 und 70, die ein Screening haben. Kommt dazu, dass jüngere Frauen häufig an schnell wachsenden und aggressiven Tumoren erkranken und deshalb besonders von einer frühen Diagnosestellung und Therapie profitieren würden. Bedacht werden muss allerdings, dass bei jüngeren Frauen häufig gutartige Veränderungen in der Brust vorkommen und das Gewebe dichter ist, was die Auswertung der Mammografie erschweren und weitere Abklärungen nötig machen kann. Aufgrund dieser Studie und früherer Daten wird die Herabsenkung des ­Alters fürs Brustkrebs-Screening auf 40 nun in vielen europäischen Ländern diskutiert. Die Mammografie ist die wichtigste Methode, um Brustkrebs bei Frauen frühzeitig zu erkennen. Kantone mit einem Früherkennungsprogramm laden Frauen zwischen 50 und 70 Jahren jedes zweite Jahr zur Mammografie ein. Bis jetzt bestehen Programme in den Kantonen Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Thurgau, Waadt und Wallis.

u WASHINGTON Auch extreme Frühchen haben bessere Über­ lebenschancen, wenn ihre Mütter in den Tagen vor der Geburt mit Steroiden behandelt werden. Und Frühgeborene leiden nach der Behandlung seltener unter Hirn­ schäden. www. jama.ama-assn.org

Dünne Langschläfer

u BREMEN Schlafen Kinder weniger

als neun Stunden pro Nacht, sind sie doppelt so anfällig für Über­gewicht wie Kinder mit elf Stunden Schlaf. Das zeigt ein von der EU gefördertes Projekt der Uni Bremen. Der grösste Dickmacher ist allerdings das Fernsehen. www.aerzteblatt.de

Metastasen blockiert!

u LAUSANNE Forscher der ETH Lausanne haben ein Molekül entdeckt, das bei Tumoren Meta­ stasen verhindert. Indem die Wissenschafter das Molekül bei Mäusen blockierten, verhinderten sie, dass Tumore Ableger bilden konnten. www.nccr-oncology.ch

tipp

Muskelkater, ade! Vor der ersten Schussfahrt mit Ski oder Snowboard lohnt es sich, die beteiligten Muskeln zu trainieren.

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Check-up Exklusiv

So lieben die Sch 35

Bevorzugte Jahreszeiten

%

Österreich Belgien Kanada Tschechien Dänemark Finnland Mexiko

30 25

Portugal Rumänien Südkorea Schweiz USA Grossbritannien

SIgrafik: Quelle Lilly

Welche Nationalität mag es wann und wie oft? Wie schneiden 20 die Schweizer im weltweiten Vergleich ab? Eine Studie zum 15 Sexualverhalten deckt die Vorlieben und Geheimnisse in10den Schweizer Betten auf. 5

giesen mögen es in der Hitze (30 Prozent). Die Schweizer tun es im Herbst Frühling Sommer Herbst Winter ir sind Durchschnitt! Zumin- und im Winter etwas seltener. Die Abendest, was unser Sexualleben de werden in allen Ländern bevorzugt. betrifft. Das ergab eine welt- So scheint die Zeitspanne zwischen weit durchgeführte Studie, die das sexu- 22 und 2 Uhr morgens für die meisten elle Verhalten von Männern und Frauen die beste zu sein. Vor allem in Südkorea Bevorzugter aus 13 Ländern im Alter von überWochentag 34 Jah- (56 Prozent) sind diese nächtlichen 80 verglich. Konkret heisst das: Pro Stunden beliebt. ren % Österreich Portugal Belgien Rumänien Woche haben Herr und Frau Schweizer Bei den allermeisten – 90 Prozent 70 Kanada Südkorea Tschechien Schweiz im Schnitt 1,4 Mal Geschlechtsverkehr. – ist Sexualität eine spontane Sache. 60 Dänemark USA Mehr Sex habenFinnland MenschenGrossbritannien in Portugal, Frauen sind im Allgemeinen etwas temMexiko 50 Mexiko und Rumänien – sie kommen auf peramentvoller als Männer. Eine Aus­ zweimal pro Woche. Die niedrigste Fre- sage über die Qualität bleibt diese Zahl 40 quenz weisen die USA, Dänemark und aber schuldig. Gerade Sexualpädagogen 30 Südkorea mit einmal wöchentlich auf. wissen, dass man Lust auch planen kann. 20 Doch nicht nur wie oft es in ihren Paare, die schon lange zusammen sind Betten am wildesten zu- und hergeht, oder wenig Zeit haben, profitieren von 10 sondern auch zu welcher Uhr- und der organisierten Erotik. Das trifft auch 0 So mussten Mo Di StudienteilnehMi Do Fr die 38 SaProzent der Befragten zu, die auf Jahreszeit, die mer beantworten. Hochsaison hat die gerne öfter als zweimal im Monat Geu Liebe im Sommer! Vor allem die Portu- schlechtsverkehr hätten. Text Lisa merz

0

SIgrafik: Quelle Lilly

W

Durchschnitt pro Woche

in %

9 16

29 8 34 weniger als ein Mal pro Monat ein Mal pro Monat 2–4 Mal pro Monat 2–4 Mal pro Woche mehr als 4 Mal pro Woche

35

Portugal Mexiko Rumänien Österreich Belgien Schweiz Tschechien Kanada Grossbritannien Finnland USA Dänemark Südkorea

2,05 2,03 1,96 1,53 1,44 1,43 1,38 1,26 1,23 1,21 1,11 1,10

1,04

SIgrafik: Quelle Lilly

Häufigkeit

Bevorzugte Jahreszeiten %

Österreich Belgien Kanada Tschechien Dänemark Finnland Mexiko

30 25 20

Portugal Rumänien Südkorea Schweiz USA Grossbritannien

15 SIgrafik: Quelle Lilly

10 5 0

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

Spitzenreiter Die Portugiesen lassen alle anderen hinter sich: Sie haben im Schnitt 2,05 Mal Sex pro Woche. Ganz im Gegensatz zu den Südkoreanern (1,04 Mal). Zu beachten: Das Alter der Befragten kann einen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Manche mögens heiss Auch bei der Saisonwahl tanzen die Portugiesen aus der Reihe: Nirgends sonst bevorzugen so viele Menschen Sex im Sommer. Dafür ziehen 21 Prozent der Mexikaner und Mexikanerinnen den etwas milderen Herbst vor.


weizer!

Foto Dick Vredenbregt

k c e h c s zur Infodie St u Im Auftrag der Pharmafirma Lilly hat das Marktforschungsinstitut SKIM eine internationale Studie über das sexuelle Verhalten von Männern und Frauen über 34 Jahre durchgeführt. Insgesamt wurden 13 036 Personen befragt. Folgende Länder nahmen teil: Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, ­Finnland, Mexiko, Portugal, Rumänien, Südkorea, die Schweiz, Grossbritannien und die USA.

«Die Schweizer sind keine Langweiler im Bett!» Dr. med. Alexander Eijsten, Urologe mit eigener Praxis in Meilen ZH. www.eijsten.ch Dr. Eijsten, bei der Sex-Studie liegen die Schweizer im Durchschnitt. Sind wir Langweiler im Bett? Das würde ich nicht sagen. In der Schweiz wird überdurchschnittlich viel gearbeitet. Vor allem die Arbeits­ zeiten sind lang. So gesehen sind die Schweizer sexuell recht aktiv. Ist die Beziehung schlecht, wenn man nur ein Mal im Monat Sex hat? Nein, die Qualität einer Beziehung hängt nicht nur von der sexuellen Aktivität ab. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter die Häufigkeit so oder so oft abnimmt. Das ver­ ändert eine Beziehung natürlich, muss ihr aber nicht schaden. Migräne ist eine beliebte Ausrede, wenn Frau keinen Sex möchte. Sollte sie es besser mit der Wahrheit versuchen? Eigentlich müssten wir in der heuti­ gen Zeit so weit sein, dass wir unsere Bedürfnisse bezüglich des sexuellen

Verhaltens klar formulieren können und keine Ausreden benötigen. Warum getrauen sich nur 22 Prozent der Schweizer, mit ihrem Arzt über erektile Dysfunktion zu sprechen? Hier liegt der Fehler beim Arzt, der seine Patienten nicht auf sexuelle Probleme anspricht. Besonders Patienten mit Herz-Kreislauf-Proble­ men, Zuckerkrankheit, Bluthoch­ druck, aber auch Patienten mit ­Depressionen sollten nach Erek­ tionsproblemen befragt werden. Wie soll man das Thema ansprechen? Kommen Sie ohne Umschweife auf den Punkt! Am Ende der Konsulta­ tion zu erwähnen: «Und übrigens ich habe da noch ein Problem …», ist taktisch unklug, da der Arzt in seiner Sprechstunde zeitlich überfordert sein könnte. Hilfreich ist vielleicht, einen Arzt gleichen Geschlechts zu konsultieren, um die Hemmschwelle möglichst tief zu halten. Warum sind Potenzmedikamente aus dem Internet so gefährlich? Bei diesen Produkten handelt es sich meist um Fälschungen. Die Wirkung ist ungewiss und kann auch gefähr­ lich sein. Personen mit Erektions­ störungen sollten sich immer an einen Arzt wenden.


80 70

SIgrafik

Sommer

Herbst

Winter

Höhepunkt am Samstag Das Wochenende ist für Sex besonders beliebt. Das trifft vor allem auf Paare in Südkorea (59 %) und Mexiko (44 %) zu.

Bevorzugter Wochentag %

Österreich Belgien Kanada Tschechien Dänemark Finnland Mexiko

60 50

Portugal Rumänien Südkorea Schweiz USA Grossbritannien

40 30 SIgrafik: Quelle Lilly

u Fast genauso viele Schweizer gaben zu, dass sie Ausreden benutzen, wenn ihnen nicht nach Leidenschaft zumute ist. Die weltweit beliebteste bei den Frauen: Müdigkeit. Die Schweizerinnen sind da keine Ausnahme: Wenn sie keine Lust haben, greifen 71 Prozent auf diese Entschuldigung zurück. Trotzdem, nur 8 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer glauben, dass der Liebste oder die Liebste fremdgeht. 43 Prozent informieren sich im Internet über sexuelle Gesundheit. Die Schweizer tun das mit einem Drittel deutlich weniger als der Rest der Welt. Vor allem wenn es um erektile Dysfunktion geht, schämen sich viele Männer, das Problem mit ihrem Arzt zu besprechen. 79 Prozent der Schweizer glauben, dass die erektile Dysfunktion ein Hindernis für ihre Beziehung ist. 16 Prozent der befragten Männer haben schon Medikamente dagegen eingenommen. 20 Prozent von diesen haben ihre Pillen im Internet bestellt. Doch gerade bei Bestellungen von Medikamenten im Internet sollte man vorsichtig sein. Häufig sind diese gefälscht und schaden mehr, als dass sie helfen.

Frühling

20 10 0

So

Mo

Di

Mi

Häufigkeit in %

Do

16

29

Sa

Durchschnitt pro Woche Portugal Mexiko Rumänien Österreich Belgien Schweiz Tschechien Kanada Grossbritannien Finnland USA Dänemark Südkorea

TV-Tipp 9

Fr

2,05 Samstag, 17. Dezember, 2,03 18.15 Uhr 1,96 1,53

Samuel Koch Vor einem Jahr verunglückte1,44 der Kunstturner in der 8 1,43 TV-Sendung «Wetten, dass …?» bei einem Sprung über fünf Autos. In 1,38 einer Spezialsendung zeigt der Querschnittgelähmte, wie das Paraple1,26 34 in Nottwil ihn auf das Leben im Rollstuhl vorbereitete. giker-Zentrum 1,23 weniger als ein Mal pro Monat

ein Mal pro Monat www.gesundheitsprechstunde.ch 2–4 Mal pro Monat 2–4 Mal pro Woche mehr als 4 Mal pro Woche

1,21 1,11 1,10

1,04

SIgrafik: Quelle Lilly

Check-up

0


Die Besten 10 Kultur- und Eventtipps

Herzschmerz Christine (Deborah Sasson) und ihr Bewunderer: das Phantom der Oper.

Musical: «Das Phantom der Oper»

Foto HO

Die Krux mit der Liebe u Man nehme: eine Frau, zwei Männer, eine gehörige Portion unerfüllter Liebe. Würze sie mit leidenschaftlicher Musik, rühre das Ganze zusammen und fertig ist «Das Phantom der Oper», eines der weltweit meistaufgeführten Musicals. Das Erfolgsrezept basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gaston Leroux aus dem Jahre 1911. Auch nach hundert Jahren hat die Tragödie nichts

von ihrer Gültigkeit verloren: Die Solistin der Pariser Oper ist erkrankt, das Chormädchen Christine (Weltstar Deborah Sasson) springt ein. Ihr makelloser Sopran begeistert das Publikum, sie avanciert zum Star. Doch Christine ist kein Wunderkind, sie bekommt Hilfe: Das Phantom bringt ihr das Singen bei; erwartet jedoch – und das ist die Krux – als Gegenleistung ihre Liebe. Das Herz

Christines ist aber, ach, bereits vergeben … Für Auflockerung sorgen Zitate und Arien aus Opern, die federleicht eingeflochten werden. Anina REther Musical Theater Basel 8. 1. 2012, 14 und 18 Uhr, Neues Theater Spirgarten, Zürich, 9. 1. 2012, 19.30 Uhr. Ticketcorner Tel. 0900 800 800 (CHF 1.19/Min., ab Festnetz), www.ticketcorner.ch schweizer illustrierte

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Die Besten kultur

Heiri Känzig Quintett

Wenn Jazz auf Tango trifft Sie sind Virtuosen auf ihrem Instrument: Heiri Känzig und Michael Zisman. Tun sie sich zusammen, entsteht ein spezieller Sound: zu geniessen auf der neuen CD «Paris–Buenos Aires».

In Concert Das Heiri Känzig Quintett im Dracula Club, St. Moritz.

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u Sie zählen zu den Besten ihres Fachs: der Bassist Heiri Känzig, 54, und ­Michael Zisman, 29, am Bandoneon. Begegnet sind sich die Musiker erstmals vor sieben Jahren. Seither stehen die beiden immer wieder gemeinsam auf der Bühne. Als Duo, aber hauptsächlich mit dem Heiri Känzig Quintett, dessen zweite CD «Paris–Buenos Aires» soeben erschienen ist. Schon der Vorgänger, «Buenos Aires», spannte 2009 den Bogen von Europa nach Argentinien. Ein Erfolgsrezept. Bandoneon und Jazz, eine ungewöhnliche Kombination. Und doch, das Tango-Instrument fügt sich reibungslos in die Melodielinien von Bass, Flügelhorn, Schlagzeug und Klavier. Kein Wunder, hat Michael Zisman doch an der Swiss Jazz School in Bern studiert. Der Berner, der auch einen argentinischen Pass besitzt, fühlt sich deshalb im


diese woche in den galerien

Holzschnitt. Malerei. Installation eisblumen

u Passend zur Jahreszeit zeigt Martin Thönen, 69, Holzschnitte von Eisblumen und Gletscherspalten. Der Faszination der Eisblume ist Martin Thönen schon lange erlegen. An den Fenstern seines Ateliers kann er den steten Wandel von Abtauen und Aufbauen beobachten. Meisterhaft überträgt der Künstler die chaotische Ordnung dieser ­zarten Formen ins massive Holz. Entstanden ist eine Serie von dreizehn Kalenderblättern, allesamt in Kalt-Blau gedruckt. Km

galerie art + Vision Bern. Bis 7. 1. Di–Fr 14–19, Sa/So 11–18 Uhr, Tel. 031 - 311 31 91, www.martinthoenen.ch

landschaft

u Kathy Thys’ Landschaftsbilder sind die beste Medizin gegen den Winterkoller. Ihre Farben leuchten, die Motive lassen Erinnerungen an schöne Ferientage in Griechenland oder in der Provence aufkommen. Doch auch das Emmental oder der Sihlsee finden ihren Platz in der reichen Bilderwelt der Aargauerin. Behutsam lenkt die Künstlerin den Blick des Betrachters in die Ferne, um ihn dann magisch in die Mitte des Bildes zurückzuführen. km

galerie am paradeplatz Zürich. Bis 23. 12. Di–Fr 13–18, Sa 12–16 Uhr, Tel. 044 - 221 07 31, www.galerieparadeplatz.ch

attrappe u Man

Neue Klänge Michael Zisman, Bandoneon, und Heiri Känzig, Bass, im Probelokal in Luzern.

Foto Malu Barben, HO

Jazz ebenso zu Hause wie im Tango. Bandleader Heiri Känzig stand schon mit vielen internationalen Grössen auf der Bühne, er ist begeistert vom Spiel des Bandeonisten. «Mich beeindruckt die kraftvolle Wehmut und die Beweg­ lichkeit in seinem Spiel.» Zismans Einlagen mäandern durch die Stücke und geben dem melodiösen Sound von Känzigs groovigen Komposi­ tionen eine einzigartige Note. «Das geht nur, weil Heiri das Rückgrat der Band ist. Er ist der Baumstamm, wir andern können uns auf die Äste raus­ wagen», sagt Michael Zisman mit einem Lächeln. anina rether «Paris–Buenos Aires», Heiri Känzig Quintett, www.heiri kaenzig.ch, www. michaelzisman.com

kann die Faszination, die von diesem herausgeputzten Autowrack ausgeht, nicht leugnen. Trotz der Schwere scheint es zu schweben. Die Frontscheibe, die an Fenster einer Kathedrale erinnert, wirft farbige Schatten auf den Boden. Die erklärte Absicht von Matthew Day Jackson, 37, ist: «Die Gesellschaft und die Kultur zu verstehen, in der ich lebe.» Ob ihm das mit diesem Werk gelungen ist, sei dahingestellt, schön anzusehen ist es auf jeden Fall. km kunstmuseum Luzern. Bis 15. 1. Di und Mi 10–20, Do–So 10–17 Uhr, Weihnachts- und Neujahrstage geöffnet (auch Mo), Tel. 041 - 226 78 00, www.kunstmuseumluzern.ch

theater

Das Mysterium Handtasche u Zeig mir deine Handtasche, und ich sage dir, wer du bist. Helga Schneider (Regula Esposito, ehemals Acapickels) kann ein Lied davon singen, denn sie ist Handtaschen-Analystin. Beim Durchleuchten der Taschen gräbt sie sich durch soziale Schichten – wie eine Archäologin durch Schutthaufen. Der beredten Dame steht Prof. Andrej Strobstrophsky (Roland Strobel), Assistent und Musiker, zur Seite. Eine vergnügliche Satire. km

Tourdaten von «helga is bag»: Langenthal 17. 12. 2011, Bern 1./2. 3. 2012, weitere Daten unter www.helga-is-bag.ch

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Die Besten kultur 5 Fragen an ein buch

Jo Nesbø

Die Jagd nach der Wahrheit

Wahlkampagne Hartes Business, dem sich der Politberater Stephen Meyers (Ryan Gosling) gerne stellt.

Worum geht es? Kommissar Harry Hole hat den Polizeidienst quittiert und arbeitet als Geldeintreiber in Hongkong. Als der drogensüchtige Sohn seiner Ex-Freundin angeklagt wird, einen Dealer erschossen zu haben, kehrt Harry Hole nach Oslo zurück. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – und landet plötzlich mitten in einem Drogenkrieg.

Verrat auf höchster Ebene Vorwahlen in den USA. Zwei demokratische Bewerber sind im ­Rennen um die Kandidatur fürs Weisse Haus. Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist der Politberater von Gouverneur Mike Morris (George Clooney). Er ist von den Qualitäten und der Integrität dieses Mannes überzeugt. Doch dann begeht Meyers einen folgenschweren Fehler: Er trifft sich mit dem Kam­pagnenchef (Paul Giamatti) des Konkurrenten. Und beginnt eine Affäre mit der Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood). Von ihr erfährt er, dass sie ein Verhältnis mit Morris hatte und dass dieser sie geschwängert hat. Für Meyers bricht eine Welt zusammen. Doch nicht genug: Auch seiner steilen Karriere droht ein jäher Knick. u Die Stars Regisseur George Clooney hat ein bemerkenswertes Staraufgebot u Die Story

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um sich geschart. Allen voran den 31-jährigen Kanadier Ryan Gosling, brillant in der Rolle des aufstrebenden Wahlorganisators. Grosse Leistung auch von Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti und der jungen US-Schauspielerin Evan Rachel Wood. u Bleibender Satz «Loyalität ist die einzige verlässliche Währung.» u Wen der Film anspricht Sensibilisierte Zeitgenossen, denen die Machen­ schaften der Politiker suspekt sind, und Liebhaber von politischen Plots. u Das Fazit Ein spannender, wunderbar gespielter Film. Und hochaktuell. kati moser

8 8 8 8 8 Länge: 101 Min. Regie: George Clooney. Kinostart 22. 12.

Welcher Satz bleibt? «Warum sind wir so verflucht irrational? Wir wissen doch eigentlich, was gut für uns ist. Der Mensch ist eine pervertierte, kranke Art», sagt Harry Hole. Was bleibt nach dem letzten Satz? Beim offenen Ende dieses Krimis stellt sich die Frage: War der neunte Fall Harry Holes letzter? Wer ist der Autor? Jo Nesbø ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Er lebt in Oslo. Sein Krimidebüt «Der Fledermausmann» wurde in Nor­ wegen als «Bester Krimi des Jahres» ausgezeichnet. Stephan sutter JO NESBØ Die Larve (Ullstein)

Foto Ascot Elite

«the ides of march»

Geht die Story unter die Haut? Der Autor schickt den Leser geschickt in einen Irrgarten, in dem es von Verdächtigen wimmelt. Ein Krimi, in dem nichts ist, wie es am Anfang zu sein scheint.


Die Besten event demnächst

Zirkus. Polo. Klassik-Rock

Mit Herzblut

Maskenspiel Mummenschanz ­verbindet Poesie und Tanztheater.

u Staunen, lachen, sich freuen und den Alltag vergessen. Das versprechen Gregory und Rolf Knie jenen, die ihren 9. Winter­circus besuchen. Das Programm heisst «Herzblut» – gleich noch ein Versprechen.  HV

saLto nataLe Parkplatz Holberg Kloten, noch bis zum 1. 1. 2012, www.saltonatale.ch

Mummenschanz auf Jubiläums-Tournee

Stummer Tanz, beredte Bilder

cd-Tipp Klassik

engelsstimmen

u Zwei Männer mit Sopran­ duetten? Klar: Die zwei super­ ben Countertenöre Philippe Jaroussky und Max Emanuel Cencic singen hinreissend und betörend ein Feuerwerk virtuoser Musik von wenig bekannten Barock-Komponis­ ten. Hans Uli von Erlach

DUETTI Philippe Jaroussky und Max Emanuel Cencic (Virgin)

to gegründete Maskentheater­ gruppe weltweit einzigartig und erfolgreich. «Sich so lange über Wasser halten zu können, ist ein riesiges Privileg in dieser sich in wahnwitzigem Tempo entwickelnden Showszene», weiss Schürch. Dass sich Mummenschanz nicht nur über Wasser halten, sondern stets weiterentwickeln konnte, belegt die Gruppe auf ihrer Tournee zum 40-Jahr-Jubiläum. In ihrer Per­ formance – einer Mixtur aus Komik, Tanz, Theater und Pantomime – zeigt sie Perlen aus ihrem schier unerschöpflichen Repertoire und Neues. Und das mit spürbarer Lust. «Es fägt no immer», sagt Schürch. Der Grund: «Es gibt nichts Schöneres, als ein Publikum zu unterhalten, ohne ein Wort sagen zu müssen. Wir sind geradezu angefressen davon.» hanspeter vetsch mummenschanz Tourneestart Deutschschweiz 3. 2. 2012, www.mummenschanz.ch tickets für die besten events!

Mit Schmetterband

u Sie können es zum Glück nicht lassen. Nach langer Pause sind Polo Hofer und die Schmetterband wieder da. Sie bringen neue Freunde und alte Hits von «Giggerig» bis «Hemmigslos liebe» mit.  hv

schmetterband Lenk 3. 2. 2012, Lenzerheide 7. 7. 2012, www.daszelt.ch

mit star-aufgebot

u Der Deep-Purple-Shouter Ian Gillan hatte immer schon ein Faible für die Grauzone zwischen Rock und Klassik. Jetzt lebt er es mit Steve Lukather (Toto), Chris Thompson (Earth Band) & Co. wieder einmal aus. hv

Rock meets classic Sursee 13. 1. 2012, Zürich 14. 1. 2012, www.taifunmusic.ch schweizer illustrierte

Fotos HO (4), René Tanner / festhalter.ch

u «Als Andres Bossard und ich Ende der Sechzigerjahre als 25-jährige ausge­ bildete Schauspieler von Paris zurück in die Schweiz fuhren, überlegten wir uns, wie es nun weitergehen könnte», erinnert sich Bernie Schürch. Die Erkenntnis war so klar wie brutal: «Wir wussten, das Diplom interessiert keinen mehr. Jetzt geht es darum, dass wir etwas zeigen, an dem wir gemessen werden können.» Das Resultat hiess Mummenschanz. Mittlerweile ist die 1972 von Bossard (†1992), Schürch und Floriana Frasset-

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Charmante vierer­ bande Roger Widmer, Damian Meier, ­Simon Jäger, Matthias Aeber­hard (v. l.).

Herzschmerz mit I Quattro Sie bringen die Herzen zum Schmelzen: Die vier Star-Tenöre von I Quattro sind 2012 zum zweiten Mal mit DAS ZELT auf Tournee und präsentieren ihr neues Programm «Movie Classics».

V

ier Schweizer Opernsänger zünden ein Feuerwerk der Emotionen. I Quattro, bestehend aus Damian Meier, Matthias Aeberhard, Roger Widmer und Simon Jäger, präsentieren die grössten Filmklassiker. Titel­melodien von «Pretty Woman» bis «Top Gun» erinnern an unvergessliche Momente. Exzellente Musiker begleiten das Quartett. Das Ballett-Ensemble CG-Dancers verleiht ihren Songs zusätzlich Ausdruck und Grazie. Über eine grosse Video-Wand werden Bühnenbilder gezeigt, die das Pu­blikum in die Welt der schönsten Filme aller Zeiten eintauchen lassen. Das neue Programm «Movie Classics» mit I Quattro wird so zum Live-Erlebnis. Und zum Spektakel rund um Liebe, Drama und Leidenschaft. uFeiern Sie Silvester in DAS ZELT, und stossen Sie mit

den vier Tenören von I Quattro auf das neue Jahr an! Reservation unter 0848 000 300 (Normaltarif)

Presenting Partner

Nationale Partner

Jürgen Drews Der König von der Lenk

Stimmungskanone Jürgen Drews lässt es krachen.

u Der Partykönig von Mallorca erobert die Bergwelt. Jürgen Drews bringt mit explosivem Charme und vielen Coverhits an der zweiten Après-Ski-Party am 4. Februar 2012 die Lenk zum Brodeln. Vor zwei Jahren standen DJ Ötzi und Überraschungsgast Florian Ast in DAS ZELT im Rampenlicht. Nun reist der König höchstpersönlich mit seinem Hofstaat an. Dank legendären Hits wie «Ein Bett im Kornfeld» bringt der BallermannLiebling nun ­zusammen mit der Hermes House Band das Berner Oberland zum Rocken. Es gibt kaum ein Partygänger, der bei den stimmungsvollen HermesHouse-Band-Hits «I Will Survive», «Country Roads» oder «Live Is Life» still ­sitzen kann. Après-Ski-Feeling total mit dem Deutschen Schlagerstar – da gibt es kein Entkommen. «Let’s have this party together» mit Onkel Jürgen!

Medienpartner


COOL Der DJ der Nation mit neuen Chart-Hits.

DJ Antoine Erstmals live in DAS ZELT An den schönsten Orten DAS ZELT gastiert in fünfzehn Schweizer Städten.

DAS ZELT lädt zur Tournee 2012 u Unsere Künstler Das Schweizer Tourneetheater DAS ZELT feiert sein 10-Jahr-Jubiläum. Mit dabei: das Who’s Who der Schweizer Musik- und ­Comedy-Szene, darunter Publikumslieblinge wie Grosi, Marco Rima, Francine Jordi & Florian Ast oder I Quattro. u Verpflegung Vor der Show und in der Pause werden kalte und warme Köstlichkeiten an der Bar angeboten.

Therapie-Stunde mit dem Berner Komiker Grosi.

Tournee-Plan 2012

u gala-dinner

In den VIP-Pavillons können Besucher zwischen dem Dinner Silber (ab CHF 172.– inkl. Ticket) und dem exklusiven Dinner Gold mit vielen Über­ raschungen wählen (ab CHF 277.– inkl. Ticket und Getränke). Je nach Künstler variieren die Preise. Das elegante Ambiente eignet sich für Firmen­ anlässe wie auch für private Feste. Persönliche Beratung zum Gala-Dinner sowie Angaben zum Menü unter Telefon 0848 000 300 (Normaltarif). u TICKETPREISE Pro Vorstellung gibt es vier Kategorien. Die entsprechenden Ticketpreise variieren je nach Show und kosten zwischen CHF 15.– und CHF 96.–. u ANREISE Jeder Standort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. In der Regel sind Parkplätze in der Nähe vorhanden. Ermässigtes RailAwayKombi-Angebot erhältlich am Bahnhof oder beim Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min., Festnetztarif).

u Bern

u Zürich

u Langenthal

u Aarau

7. 12. 2011 –7. 1. 2012 u Lenk 27. 1.–11. 2. 2012 u Lausanne 23.–25. 2. 2012 u Lachen SZ 3.–13. 3. 2012

20. 3.–19. 4. 2012 u Lugano 26.–28. 4. 2012 u Biel 5.–12. 5. 2012 u Basel 19. 5.–2. 6. 2012

13.–24. 6. 2012 u Lenzerheide 6.–14. 7. 2012 u Interlaken 8.–19. 9. 2012 u Winterthur 25. 9.–6. 10. 2012

13.–23. 10. 2012 u Horgen 30. 10.–10. 11. 2012 u Luzern 17. 11.–3. 12. 2012 u Bern 10. 12. 2012–5. 1. 2013

u DJ Antoine befindet sich auf der Überholspur – nicht erst seit seinem Sommer-Hit «Welcome to St. Tropez». 1.5 Millionen verkaufte Tonträger, ein Schweizer Rekord bei Youtube, 30 Golden Awards sowie 4 Platin Awards in Deutschland, der Schweiz und Österreich – höher hinaus geht kaum. Oder doch? Jetzt legt DJ Antoine erstmals live in DAS ZELT auf. Der Basler zieht dabei alle Register. Und präsentiert eine Nacht der Superlative mit heissen Beats und den besten House-Tracks. Mit seinen bekanntesten Chart-Hits entführt der DJ der Nation seine Fans in andere Sphären. Die perfekte Partynacht erlebt am 11. Februar 2012 an der Lenk ihren Höhepunkt. Als Special Guest und Garant für eine gigantische Stimmung tritt in Lausanne neben DJ Antoine auch Sir Colin auf. Der Zürcher hat für DJ Antoine schon verschiedene Remixes zusammengestellt und gilt als Trendsetter für neue, ausgefallene Styles.

Jubiläums-CD 10 Jahre DAS ZELT u DAS ZELT feiert 2012 Geburtstag und bringt die grössten Highlights aus über 70 Comedy-Shows auf eine CD. Ob Satire, Stand-up oder Kabarett – auf der Jubiläums-CD ist für alle etwas dabei. Das musikalische Weihnachtsgeschenk ist bei ex libris oder unter www.daszelt.ch für CHF 22.90 erhältlich.

Tickets u Bestellungen

Ticket-Hotline: 0900 800 800 (CHF 1.19/Min., Festnetztarif) Internet www.daszelt.ch


publireportage

Familien-Spass Im Schokoladenkurs verrät Chocolatier Olivier Jungo (M.) das PralinéGeheimnis: die richtige Temperatur!

original Endlich steht Familie SchiessZweifel aus Gais AR vor dem Maison Cailler in Broc – dem Vorbild für ihren Cake. Kuchen-Kopie Die Idee hatte Vater Walter. Mama ­Jolanda setzte sie detailgetreu um.

Im Schokoladenhimmel!

Familie Schiess-Zweifel ist Gewinner des Cailler Cuisine-Wettbewerbs. Sie hat den schönsten Cake gebacken und erlebte ein süsses Wochenende voller Überraschungen.

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er Gewinner-Cake ist zum Anbeissen. Trotzdem getraut man sich nicht – er ist einfach zu perfekt. Als Vorbild diente das Maison Cailler in Broc. In stundenlanger Arbeit hat Jolanda Schiess detailgetreu die Fenster gezeichnet, die Bäume an den richtigen Platz gemalt und liebevoll ein MiniaturSchild auf dem Fabrikdach angebracht. «Die Idee kam von meinem Mann», erzählt das dreifache Mami. Eines Morgens habe er ihr davon erzählt. Walter Schiess zeichnete die Skizze – seine Frau machte sich an die Umsetzung. Fabienne, 7, Matthias, 11, und Céline, 3, halfen beim Einfärben und Auswallen des Marzipanüberzugs. Bei der Dekoration brauchte die passionierte Hob-

bybäckerin aber ihre Ruhe. Deshalb stand sie früh morgens auf, als die Kinder noch schliefen, und zog mit ruhiger Hand Schlaufe um Schlaufe. «Backen ist meine Leidenschaft», sagt Jolanda Schiess. Wenn eines der Kinder Geburtstag hat, bekommt es eine Pinguin-, Dschungel- oder FussballTorte. Neben einer Übernachtung im Hotel Cailler mit Eintritt in die Gruyère-Bäder gewann Familie Schiess-Zweifel einen Schokoladenkurs im Atelier du Chocolat im Maison Cailler in Broc. Dort lernten sie das Temperieren, Conchieren und wie man eine Ganache herstellt. Zwischendurch durfte natürlich genascht werden. Danach gings mit den selbst gemachten Pralinés und süssen Erinnerungen nach Hause.

Maison Cailler

Paradies für Schleckmäuler u Erlebnis Im Maison Cailler erfahren Sie alles über

die Geheimnisse der Chocolatier-Kunst. Jede Woche bieten die Atelier-Profis eine spannende Auswahl an Kursen an. Gross und Klein haben die Möglichkeit, ­Truffes mit ihren Lieblingsaromen hinzuzaubern – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Am Schluss des Kurses bleiben neben den Erinnerungen auch die selbst gemachten Köstlichkeiten. Auf Anfrage werden auch Kurse für besondere Anlässe organisiert, etwa für Weihnachten oder als Geburtstagsparty. Infos und Anmeldung unter www.cailler.ch.


Weekend Reisen, geniessen, rätseln!

KINDERPARADIES GRÄCHEN

Märchen in der Gondelbahn G

rächen ein Märchen» heisst die Werbebotschaft. Die um­ triebigen Walliser halten Wort: Zehn Gondeln sind in veritable Märchen­kabinen umfunktioniert. Die Kids schweben beispielsweise in einem «Knusperhäuschen» zum Gipfel und hören auf der siebenminütigen Fahrt zur Hannigalp ein Märchen im Stil der Gebrüder Grimm! Auch im Skigebiet Viele Hits für Kids Zauberhaftes Grächen VS. selbst werden sie verwöhnt: Der grösste

Ein Herz für Kinder In der Gondelbahn zur Hannigalp werden spannende Märchen erzählt. Kinder-Schneepark der Schweiz (50 000 Quadratmeter) erwartet die kleinen Gäste. Die Gondeln fahren auch nachts. So sind spektakuläre Fackel­ abfahrten und Nachtski-Shows möglich. Applaus gibts auch aus dem Ausland: Im «ADAC Skiguide 2012» wird Grächen in der Kategorie Aufsteiger in den «Top Ten» gelistet. INFO www.graechen.ch schweizer illustrierte

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Reisen Majestätisch Ein Hurtigruten-Schiff verlässt den berühmten Trollfjord.

Traveldesk

«Song Saa»: Luxus in Kambodscha u 25 exotische Villen auf dem Koh-RongArchipel, Schlafzimmer mit Blick auf die Inseln Koh Ouen und Koh Bong: Das «Song Saa Private Island» ist das erste Luxus­ resort in Kambodscha. Chef Neil Wager kochte vorher für den spanischen König. Ab EUR 690.–. INFO www.lotus-travel.com

«Kitchen-Party» mit Dieter Müller und Sven Elverfeld u Stars wie Dieter Müller und Sven Elverfeld stehen mit Hausherr Uwe Seegert in der Küche des Tschuggen Grand Hotels (12.–15. Januar): «Stars & Harmonie» (drei Nächte, drei Diners) gibts ab CHF 1080.–. Höhepunkt: die «Kitchen-Party» mit allen Chefs. INFO www.tschuggen.ch

Hurtigruten

Die schönste See Fjorde, Wikinger, Nordmeer: Eine Fahrt auf der Hurtigruten vor der Westküste Norwegens bietet Entspannung und grandiose Naturerlebnisse. Aber auch Abenteurer kommen auf ihre Rechnung.

H Neue Top-Adresse auf den Seychellen u Die Lage ist erstklassig – Anse Takamaka, einer der fünf schönsten Strände der Welt. Das Resort «Raffles Praslin Seychelles» drängt in die oberste Liga. 86 grosszügige Villen mit eigenem Pool, Butler, Spa und Seafood im Restaurant Curieuse. INFO www.raffles.com

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urtigruten: die schnelle Linie – so die Übersetzung aus dem Norwegischen. Seit 1893 verbindet die Postschiff-Linie die Orte an der Westküste Norwegens. Heute werden nicht mehr nur Briefe und Fracht transportiert: Die 2700 Kilometer lange ­Strecke und die elf Schiffe umfassende Flotte sind zur internationalen Touristenattraktion geworden. 34 Häfen läuft ein Schiff in sechseinhalb Tagen an, überall sind Landgänge möglich. u Start in der Stadt Bergen im Süden. Erst ein Bummel durch das bunte, zum Weltkulturerbe der Unesco gehörende Bryggen-Quartier, dann ein Abstecher

auf den Fischmarkt. Frischen Fisch – Lachs und Königskrabben – gibts in den nächsten Tagen auch an Bord à discré­tion. u Es geht nordwärts, wie alles auf den Hurtigruten-Schiffen in entspannter, ­ungezwungener Atmosphäre. Erstes Highlight: der Geiranger-Fjord, das bekannteste Reiseziel des Landes. 15 Kilometer lang ist der Meeresarm mit seinen riesigen Felswänden und Wasserfällen. Sogar für Schweizer spektakulär! u Zwischen Schären und Inseln hindurch gehts über den Polarkreis. An Deck lässt es sich gut relaxen. Auf einigen Schiffen kann die klare und frische Luft


Idylle Das Dorf Moskenes auf den Lofoten mit den typischen Fischerhütten, den Rorbuern.

Bequem Eine Aussenkabine mit Blick aufs Wasser. Pittoresk Die hanseatischen Holzhäuser am Hafen von Bergen.

Fotos Hurtigruten

reise der Welt gar in Outdoor-Sprudelbädern genossen werden. Im Sommer ists hier oben durchschnittlich 20 Grad warm. In Bodö gibts eine Speedboat-Fahrt zum berühmten Gezeitenstrom Saltstraumen. uAnkunft auf den Lofoten. Auch auf der Inselgruppe mit ihren weissen Sandstränden sind Landausflüge möglich. Lohnenswert: ein Besuch des WikingerMuseums. Nächster Schiffshalt ist Tromsö, die Polar-Metropole mit der pracht­ vollen Eismeer-Kathedrale. uDann ruft das Nordkap! Ein magischer Ort, nur noch 2000 km vom Nordpol entfernt. In einem windumtosten Felsen zeigt ein Breitwandfilm die Geschichte des nördlichsten Aussen­ postens der europäischen Zivilisation. uIn Kirkenes ist die Reise nach Norden zu Ende. Quad-Safaris führen durch die

arktische Gegend zur nahen russischen Grenze. Immer mehr Passagiere fliegen nicht von hier nach Hause. Sondern steigen wieder ein. Denn hier im hohen

Norden legt das Hurtigruten-Schiff wieder ab, Richtung Bergen. Ein ein­ maliges Erlebnis auch die nach Süden führende Route!  thomas kutschera

Check-in uAnreise SAS-Linienflug Zürich–Bergen via Kopenhagen

oder Oslo. Hurtigruten hat das ganze Jahr Saison uPreise Bergen–Kirkenes–Bergen: Standard-Aussen­kabine bei 2er-Belegung CHF 2410.– bis 4570.– p. P., je nach Saison. An- und Abreisepaket mit je 1 Nacht in Bergen: ab CHF 810.– uAttraktiv Für Abreisen 2012 gibts bis 31. 12. 2011 einen Frühbucher-Rabatt von 10 % uTipp Es empfiehlt sich eine Beratung beim Spezialisten betreffend Route, Schiff und Kabine uInfo Der erfahrenste Hurtig­ ruten-Spezialist ist Kontiki-Saga Reisen in Baden. Infos/ Buchungen Tel. 056 - 203 66 00, www.kontiki.ch

Höhepunkt Das Nordkap, das magische Ende der Welt. Im Sommer scheint hier zweieinhalb Monate lang die Mitternachtssonne.

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En Guete

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Süsses Uri Glasierte Hausleckerli.

Urner Hausleckerli

Untrügliche Zeichen Zimt, Vanille, Nuss & Zucker: Der Duft der Weihnachts­ guetsli kündet vom grossen Fest. Probieren auch Sie die regionalen Spezialitäten. Zutaten (ergibt ca. 40 Stück) je 70 g gemahlene Mandeln und Haselnüsse, je 70 g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt, 170 g Zucker, je 60 g Orangeat und Zitronat, fein gehackt, 1/2 Teelöffel Zimt, 1 Prise Salz, 1 Ess­löffel Mehl, 1 Esslöffel flüssiger Honig, 2 frische Eiweisse, 1 Prise Salz Glasur 80 g Puderzucker, 11/2 Teelöffel Zitronensaft, 11/2 Teelöffel Kirsch Vor- und zubereiten ca. 40 Min. Kühl stellen ca. 3 Std. Backen ca. 12 Min. pro Blech u Alle Zutaten bis und mit Mehl in einer Schüssel gut mischen. Honig darunter­

mischen. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen, unter die Masse mischen, zu einem Teig zusammenfügen. Zugedeckt ca. 3 Std. kühl stellen. Formen Teig portionenweise zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel ca. 5 mm dick auswallen. Mit einem Spachtel lösen. Leckerli von ca. 4 × 5 cm schneiden, auf zwei Backpapiere ver­ teilen, ein Backpapier auf einen Blech­ rücken ziehen. Für die Glasur Puderzucker, Zitronen­ saft und Kirsch in einer kleinen Schüs­ sel verrühren (siehe Tipp). Backen ca. 12 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Heraus­ nehmen, die warmen Leckerli mit der

TIPP Puderzuckerglasur lässt sich ca. 1 Std. im Voraus vorbereiten. Glasur bis zur Verwendung zudecken, damit sie nicht austrocknet. Dafür am besten ein Stück Klarsichtfolie direkt auf die Glasur legen.

Hälfte der Glasur bestreichen, auf einem Gitter auskühlen. Vorgang wiederholen. Haltbarkeit Leckerli ca. 1 Monat im Voraus backen, in einer Dose gut ­verschlossen kühl und trocken auf­ bewahren.

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Berner Bärentatzen

Zutaten (ergibt ca. 30 Stück) 200 g Butter, 160 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Vanillestängel, längs aufge­ schnitten, nur ausgekratzte Samen, 2 Eier, 300 g Mehl, 50 g gemahlene Mandeln, 3 Esslöffel Aprikosen­ konfitüre, 1 Beutel dunkle Kuchen­ glasur (125 g), geschmolzen Vor- und zubereiten ca. 40 Min. Backen ca. 14 Min. pro Blech u Butter in einer Schüssel weich rühren, Zucker, Salz, Vanillesamen und Eier beigeben, mit den Schwingbesen des Handrührgerätes ca. 5 Min. weiter­ rühren, bis die Masse heller ist. Mehl mit den Mandeln mischen, beigeben, mischen. Teig in einen Spritzsack mit gezackter Tülle von ca. 15 mm ∅ geben, ca. 31/2 cm lange Tropfen auf zwei

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En Guete Backpapiere spritzen. Ein Backpapier auf einen Blechrücken ziehen. Backen ca. 14 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Heraus­ nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Vorgang wiederholen. Füllen und Glasieren Die Hälfte der Tropfen auf der flachen Seite mit der Konfitüre bestreichen, restliche Tropfen daraufsetzen. Bärentatzen mit der Spitze in die Kuchenglasur tauchen, auf einem Backpapier trocknen. Haltbarkeit Bärentatzen 2–3 Wochen im Voraus zubereiten, in einer Dose gut verschlossen aufbewahren.

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Fricktaler Nuss-Schiffli Zutaten (ergibt ca. 40 Stück) 200 g Baumnusskerne, fein gemahlen, 125 g Zucker, 2 frische Eiweisse, 1 Prise Salz, 2 Esslöffel Kirsch, ca. 20 Baumnusskerne, längs halbiert, zum Verzieren Vor- und zubereiten ca. 35 Min.

Trocknen ca. 6 Std. oder über Nacht Backen ca. 15 Min. pro Blech u Nüsse mit dem Zucker in einer Schüs­ sel mischen. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen, mit dem Kirsch unter die Nussmasse mischen. Mit zwei Teelöffeln kleine Schiffli formen, auf zwei Back­ papiere legen, verzieren. Bei Raum­ temperatur ca. 6 Std. oder über Nacht trocknen. Ein Backpapier auf einen Blechrücken ziehen. Backen ca. 15 Min. in der Mitte des auf 170 Grad vorgeheizten Ofens. Vorgang wiederholen. Haltbarkeit Nuss-Schiffli 2 Wochen im Voraus backen, in einer Dose gut verschlossen kühl und trocken auf­ bewahren.

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Bündner Zimtpittli

u Butter in einer Schüssel weich rühren, Zucker und Salz darunterrühren. Ein Ei nach dem anderen darunterrühren, mit den Schwingbesen des Handrührgerätes ca. 5 Min. weiterrühren, bis die Masse heller ist. Mehl, Mandeln und Zimt mischen, daruntermischen. Teig auf einem Backpapier ca. 30 × 38 cm aus­ streichen, auf einen Blechrücken zie­ hen. Zucker und Mandeln mischen, darauf verteilen, leicht andrücken. Backen ca. 15 Min. in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens. Heraus­ nehmen, etwas abkühlen, in Rhomben von ca. 3 × 6 cm schneiden. Haltbarkeit Zimtpittli ca. 1 Monat im Voraus backen, in einer Dose gut verschlossen kühl und trocken aufbewahren.

Zutaten (ergibt ca. 45 Stück) 150 g Butter, 170 g Zucker,

impressum

Büro Paris Suisse Presse Médias, Annemarie Mahler, 6 rue de Bièvre, F-75005 Paris, Tel. +33-1-42 60 34 61, Fax +33-1-42 60 54 69 Nr. 50, 100. Jahrgang. Erscheint montags BÜRO USA SwissPress, Inc., Helen Marchel, 29 Long Meadow Road, Riverside, Connecticut 06878, USA, Tel. +1-203-637-6866, Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare Fax +1-203-637-8392, swisspress@swisspress.tv ISSN 0036-7362 Verlag Ringier AG, 4800 Zofingen Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Verlag der Ringier-Zeitschriften Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 11, Fax 044 - 259 68 44 EINZELVERKAUF einzelverkauf@ringier.ch Marketing Verena Baumann (Leitung), Esther Burger, Patricia Häusler Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23 Head of Marketing Zeitschriften Thomas Passen Anzeigenleiterin Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 259 86 22, info@schweizer-illustrierte.ch Zeitschriften Claudia Dippel Product Manager Claudia Zweifel internet www.schweizer-illustrierte.ch, www.online-kiosk.ch Produktionsleiter Roland Winkler Anzeigenverkauf Chefredaktor a. i. Stefan Regez Verlagsdirektor Urs Heller MITGLIED International Tel. +41-44-259 65 11, sales@ringier.ch DER Chef­redaktion Stephan Sutter creative Director Jean-Robert Schaffter Syndication und Nachdruckrechte RDZ Syndication – Ursula Unter­h altungschefin Bettina Portmann Nachrichtenchef a. i. Marcel Steinegger, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 60, Huwyler Politikchef vakant wirtschaftschefin Nina Siegrist Sportchef Fax 044 - 259 86 69 Iso Niedermann Bildchef Markus Schnetzer Textchefs Natascha Knecht, Jan Druck Swissprinters AG, 4800 Zofingen, Tel. 058 - 787 30 00 Morgenthaler autorin Stephanie Ringel Nachrichten Thomas Kutschera (stv. Nachrichtenchef), Eva Bünter (Volontärin), Alejandro Velert Unter­h altung Sandra Vertrieb im Ausland Ringier SA, BP 228, F-68306 St-Louis Cedex; Illustrierte-Zeitschriften-Vertriebs-GmbH, Turmstrasse 4, D-78467 Konstanz Casalini (stv. Unter­haltungs­chefin), Nadine Bauer, Aurelia Forrer, Christa Hürlimann, Esther Meyer (Volontärin), Ramona Schweizer (Volontärin), Yvonne Zurbrügg (People) Telefonnummer für Ausland-Abonnenten +41-62-746 40 84 Auslands-Abonnementspreise Anfragen an den Verlag richten Sport Thomas Renggli kunst Caroline Micaela Hauger Kultur, Die Besten Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Anina Rether (Leitung), Kati Moser, Isolde Schaffter-Wieland Shopp­ing Beatrice Betty Bossi AG; Energy Schweiz Holding AG; Energy Bern AG; Energy Zürich AG; ER Schönhaus (Leitung), Ursula Borer, Kristina Köhler, Nina Lienhard Gesundheit Publishing SA; Eventim CH AG; Geschenkidee.ch GmbH; Good News Verena Thurner, Lisa Merz kulinarik / a l dente Isabel Notari Bildredaktion Productions AG; Goodshine AG; GRUNDY Schweiz AG; Infront Ringier Sports & Ulli Glantz (stv. Bildchef), Geraldine Haas, Fabienne Hubler Fotografen Thomas Entertainment Switzerland AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; Buch­walder, Fabienne Bühler, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Kurt Reichen­bach, 2R MEDIA SA; media swiss ag; Original S.A.; Previon AG; Presse TV AG ; Qualipet Charles Seiler, Willy Spiller, Bruno Voser, Dick Vredenbregt Layout/Pro­duk­tion Digital AG; Ringier Africa AG; Ringier Studios AG; Rose d’Or AG; Sat.1 (Schweiz) AG; Patrick Brun (stv. Art Director), Maria Carlucci, Claudia Friedrich, Dominic Koch, SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medienintegration AG; Fabienne Rodel, Nigel Simmonds (Info­grafiken), Otmar Staubli, Karin Strebel, Doris Teleclub AG; The Classical Company AG; Ringier Axel Springer Media AG; Wüthrich (techn. Leitung) Design Beling Thoenen Design Korrek­torat Stefan Ringier France SA (Frankreich); Ringier Publishing GmbH (Deutschland); Juno Bührer, Irène Müller Ständige Mit­a rbeiter Urs Bärtschi (Auto), Peter Bichsel, Kunstverlag GmbH (Deutschland); Ringier (Nederland) B.V. (Holland); Ringier Zeno van Essel, Helmut Hubacher, Peter Hürzeler, Sylvie Kempa, Chris von Rohr, Ilona Kiadó Kft. (Ungarn); Népszabadság Zrt. (Ungarn); Ringier Pacific Limited (HongScherer, Peter Scholl-Latour, Elizabeth Teissier si online Barbara Lanz (Leitung Redaktion), Yasmin Merkel (stv. Leitung Redaktion), Javier Vázquez (Web-Engineer), kong); Ringier Print (HK) Ltd. (Hongkong); Ringier China (China); Ringier Vietnam Company Limited (Vietnam); Get Sold Corporation (Philippinen). Anouk Haimoff, Ramona Thommen iPad René Haenig (Leitung Redaktion), Samuel Bosshard, Ueli Johner, Regula Revellado, Renée Sylvia Schauecker Sekreta­riat Sara Schrepfer (Assis­tentin des Chefredaktors), Kathrin Berchtold (Assistentin des Verlags­direktors), Beatrice Pisciottano Buchhaltung Mirella Vignoni

1 Prise Salz, 2 Eier, 140 g Mehl, 170 g gemahlene Mandeln, 1 Esslöffel Zimt, 80 g Zucker, 80 g Mandelsplitter Vor- und zubereiten ca. 20 Min. Backen ca. 15 Min.

Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

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Abonnementspreise (inkl. 2,5 % MwSt.) u Jahresabo CHF 193.– (Schweizer Illustrierte, al dente, Shopping,

Miss Schweiz Magazin, Schweizer Illustrierte Auto, GOAL, SI GRUEN) u H albjahresabo CHF 101.– u V ierteljahresabo CHF 54.– u G old-Jahresabo CHF 215.– (Schweizer Illustrierte und SI Style)

Profitieren Sie jetzt von dieser Power-Kombi inklusive oben erwähnter Sonderhefte u G old-Halbjahresabo CHF 111.– u Sc hnupperabo CHF 20.– (10 × Schweizer Illustrierte und 1 × SI Style)

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GaultMillau Restaurant Villa Hausermatte Haldenstrasse 30 6006 Luzern Tel. 041 - 370 11 66 Montag Ruhetag Alle Kreditkarten EC-Direct und Postcard

Erfolgreich Der Südtiroler Georg Putz ist eine sichere Bank. Jetzt führt er auch die «Villa Hausermatte» in Luzern in den GaultMillau.

Raffinierte Hummervariation in der Villa «Villa Hausermatte», Luzern Luzerns erste Wohnadresse ist jetzt auch kulinarisch ein Hotspot: Der GaultMillau-erprobte Küchenchef Georg Putz hat in der Villa das Kommando übernommen. Das schwere Eisentor öffnet sich wie von GeisNEU terhand, die kleine Strasse getestet endet vor einem zauberhaften Palais: Villa Hausermatte! Hier residierte die Luzerner Hoteliers­familie Hauser («Schweizerhof») jeweils im Sommer, ehe das Grundstück in eine Residenz für Wohlhabende umfunktioniert wurde. Die Lage ist erstklassig, die Millionärsdichte pro Quadratmeter beeindruckend. Sein einigen Jahren ist das Restaurant des Resorts öffentlich, aber erst der Neue, der Südtiroler Georg Putz, meldet gröbere Ambitionen an. Wetten, dass die «Hausermatte» spätes-

tens im Sommer, wenn Gastgeberin Maria Michel auf der grossartigen Terrasse zum See auftragen lässt, eine gut gebuchte Adresse sein wird? Putz empfing uns mit einem ­frischen und erfrischenden Amuse-­ Bouche: Krustentier-Terrine, CrevettenSülze, erstklassige Weisswurzel-Espuma mit geräucherter Entenbrust. Dann liess er uns ziemlich lange auf den ersten Gang warten. Es lohnte sich: Was als «Komposition von Hummer» annonciert war, entpuppte sich als Hummerbisque, Hummerschere, Hummerterrine und Hummerravioli. Erstklassig! Auch die gebratenen «Albeli» (kleine Filets aus der Felchenfamilie) ge­

fielen – dank einer leichten Weissweinsauce, blauen (!) Kartoffeln und Apfelrahmsauerkraut. Bei den Hauptgängen wählten wir unerschrocken den «Kalorien-Kracher»: Kalbssteak-Fächer mit schmelzendem Trüffelkäse, Madeirasauce und Risotto. Einzige Kritik: Ist der Risotto so sämig und so gut wie hier in der Villa, sollte man ihn auch auf dem Teller richtig zur Geltung bringen und nicht mit dem Kalb buchstäblich zufächern; «TürmchenPräsentationen» sind ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Auf der Weinkarte wird man zwar fündig (Alion, Tignanello), aber es fehlen das klare Profil und ein paar zusätzliche Bordeaux. Faire Preise.  

KNote für eine wegweisende, überragende Küchenleistung J Note für ausserordentliche Kochkunst und Kreativität I Note für beste HG Hoher Grad an Kochkunst und Qualität FE Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet 12/20 Herkömmliche, gute Küche ohne besondere Ambitionen

20/20 Idealnote, bis heute in der Schweiz nie vergeben Qualität und hohe Konstanz

Foto Bruno Voser

Wein-Tipp Tessiner Topwein Das Weingut Fratelli Valsangiacomo gehört zu den wichtigsten Tessiner Familien­ betrieben. Schwerpunkt ist, wie bei allen Tessiner Betrieben, die Merlot-Traube, die rund 800 der 1000 Hektaren Rebfläche ausmacht. Der

Rubro 2008 (13 %) ist einer der Topweine des Gutes. Er wurde aus 100 % Merlot vinifiziert, wird aber nur in sehr guten Erntejahren gemacht. Bevor er in die Flasche kommt, reift er während 20 Monaten in Barriques, die ihm ein tolles Gerüst und eine

schöne Komplexität verleihen. Der Rubro ist der perfekte Wein für ein spezielles Dinner. Seine Fülle und sein Charme verführen im Nu. Idealerweise dekantiert man ihn vor dem Genuss. Passt zu Kaninchen, Geflügel, Kalb. Und macht Pastagerichte zum Festessen.

Valsangiacomo Vini Mendrisio Tel. 091 - 683 60 53, www.valsangiacomo.ch Bis 2013 geniessen. u CHF 39.–

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Auto

schon gefahren MAZDA CX-5

Auf Perfektion getrimmt Erst spät steigt Mazda ins boomende Segment der Kompakt-SUVs ein. Dafür ist der schicke, sportliche und sparsame CX-5 bis ins kleinste Detail total durchdacht.

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oom-Zoom-Strategie, SkyactivTechnologie, Kodo-Design: Die Japaner sind Meister der umfassenden Planung. Der CX-5 ist nun der erste von Grund auf neu entwickelte Mazda, der alle drei Konzepte in einem Auto vereint. «Der CX-5 ist der leichteste kompakte SUV, stösst am wenigsten CO2 aus und macht trotzdem Spass», sagt Hiroyuki Matsumoto, Chef des europäischen Entwicklungscenters von Mazda. Möglich macht dies die Kombination von ganz unterschiedlichen Techniken: Dank Leichtbau und den neuen Motoren sparen die Japaner 100 Kilo ein. Tatsächlich gehört der CX-5 mit rund 1,4 Tonnen zu den Leicht­ gewichten im Segment der kompakten SUVs. Wenig Gewicht bedeutet aber

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nicht wenig Grösse oder wenig Platz. Der Kofferraum ist mit über 500 Litern riesig, die Beinfreiheit auf den Rück­ sitzen erstaunlich. Wie gut Mazdas Konzepte zusammenspielen, zeigt sich beim sportlichen

Schlicht und praktisch Der Innenraum überzeugt mit klarer Struktur und solider Verarbeitung, ist aber nicht wirklich originell.

Design, das sich zudem in dynamischen Fahreigenschaften widerspiegelt. Die neu entwickelten Motoren, ein Benziner mit 160 PS und ein Diesel mit 150 oder 175 PS, bieten viel Kraft bei tiefen Verbräuchen. So begnügt sich der schwächere Diesel mit 4,5 l/100 km, stösst nur 119 g/km CO2 aus und erfüllt schon jetzt die künftige Euro-6-Abgasnorm. Eine Premiere bei Mazda: Die Selbstzünder sind auch mit einer sehr schnell schaltenden 6-Gang-Automatik erhältlich. Zum Benziner passt allerdings das knackige Schaltgetriebe klar besser. Das Fahrwerk ermöglicht schnelle Kurvenfahrten wie in einem Kombi, auf den Rücksitzen würde man sich aber manchmal etwas mehr ­Federungskomfort wünschen. Der Innenraum wirkt im Vergleich zu aussen nüchtern, die Bedienelemente sind aber zweckmässig angeordnet, und alles ist gut verarbeitet. Lorenz keller


News

Audi A1 Sportback DER PREMIUM-ZWERG WIRD PRAKTISCHER u Ein richtiger Kombi ist der Audi A1 Sportback nicht, doch haben die Deutschen bei der fünftürigen Version des Kleinwagens einige Mängel behoben, welche die Alltagstauglichkeit des Dreitürers etwas einschränken. So sind die vorderen Türen kürzer und auch in engen Parklücken leicht zu öffnen. Durch die hinteren Türen steigt man richtig bequem ein – auf die Rückbank, die mehr Platz bietet. Der Kofferraum bleibt mit 270 Litern aber gleich gross. Der A1 Sportback startet im Februar mit sieben Motoren (86 bis 185 PS) zu Preisen ab CHF 26 250.–. Ab Sommer kommen Sparmotoren auf den Markt: ein Benziner mit 140 PS und Zylinderabschaltung und ein Diesel mit 140 PS.

Dynamik Der Mazda CX-5 fährt sich tatsächlich so sportlich, wie er aussieht.

Mazda CX-5 Viel Raum Optisch wirkt der CX-5 sehr kompakt, bietet den Insassen aber viel Platz. u Motoren Benziner 160 PS, Diesel

u Preis unter CHF 32 000.–

150 und 175 PS u 0 bis 100 km/h 8,8 bis 10,5 s u Spitze 194 bis 207 km/h u Verbrauch ab 4,5 l/100 km (Diesel), ab 6,0 l/100 km (Benziner) u CO2-Ausstoss ab 119 g/km (Diesel), ab 139 g/km (Benziner) u Energieeffizienz-Kategorien noch nicht bekannt u Verkauf ab März 2012

u Konkurrenten VW Tiguan, Ford Kuga,

Audi Q3, BMW X3, Honda CR-V, Hyundai ix35, Kia Sportage, Toyota Rav4 u Unser Urteil Die konzeptuelle Vorarbeit hat sich für Mazda gelohnt. Die neuen Motoren passen wunderbar zum schnittigen Design – die tiefen Verbräuche und der recht günstige Preis sind weitere Pluspunkte. Der Einstieg in die Welt der kompakten SUVs ist gelungen.

Honda Civic RUNDERNEUERT UND sehr GUT GEREIFT u Zwar hat die Produktion des neuen Honda Civic wegen des Tsunamis in Japan fast ein Jahr Verspätung, dafür blieb den Entwicklern viel Zeit für den Feinschliff. So präsentiert sich der von Grund auf neu konstruierte Civic zwar optisch nur sanft modernisiert, aber in allen Belangen gereift. Das Fahrwerk bietet mehr Komfort, gleichzeitig hat Honda die Stabilität und die Lenkpräzi­ sion verbessert. Neben Benzinern mit 100 und 142 PS gibts auch einen drehmomentstarken 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS – und 20 Prozent tieferem Verbrauch. Überzeugend nach wie vor der grosse Kofferraum mit 477 bis 1378 Litern und das futuristische Cockpit. Ab März gibts den Civic ab CHF 23 500.–. schweizer illustrierte

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Horoskop

Es geht bergauf. Nutzen Sie die Chancen!

Phase für die Geburtstage vom Ende der 3. Dekaden Schütze, Wassermann, Widder, Zwillinge und Waage (jeweils nach dem 17. geboren) sowie für den Anfang der 1. Dekaden Steinbock, ­Fische, Stier, Krebs, Jungfrau und Skorpion (jeweils vor dem 24. Geborene). Manche haben starken Rückenwind.

widder 21.–30. 3. Traumwoche! Venus verspricht aufregende Begegnungen, gar eine Romanze (21., 24.)? Exzellent auch für neue Projekte (Reisen?), ein Treffen oder Examen. Am 18. sind Sie ungeduldig. 31. 3.–9. 4. Ruhige Woche. Spass und gute Laune am 23. dank guter Nachricht? Oder Reisepläne? Am 19. hat der Partner das letzte Wort. 10.–20. 4. Abgesehen von einer Enttäuschung am 18. eine schöne Woche: Sie legen den Grundstein für ein grösseres Vorhaben und sichern damit Ihre Zukunft ab. Sie bauen Ihre Position aus (19., 20., 24.).

stier 21.–30. 4. Sie entscheiden einen Machtkampf für sich (am 22.). Auf dem Gefühlssektor hingegen läuft es nicht grad gut, am 21. oder 23. kommt es anders als erwartet. Günstig für eine Aussprache: der 20. 1.–10. 5. Sie kommen schneller voran als geplant. Günstige Mars-Felder stärken Ihre Abwehrkräfte, im Falle einer Krankheit sollte eine schnelle Genesung möglich sein (21.). 11.–20. 5. Sie schweben in höheren Sphären, erleben (am 19.) eine Sternstunde. Begegnung? Versöhnung? Ihr Charme wirkt, doch ab dem 21. wird es ruhiger.

zwillinge 21.–31. 5. Sie amüsieren sich am 18. glänzend. Nach dem 21. sind Sie der Hahn im Korb, erleben Stunden voller Romantik. Liebe auf den ersten Blick (am 24.)? Am 22. könnten Sie aber zu weit gehen. 1.–10. 6. Sie sollten sich nicht zu voreiligen Schritten verleiten lassen (am 20. oder 23.). Schalten Sie einen Gang zurück! Und hören Sie Partner in Ruhe an (23.)! 11.–21. 6. Sie haben gute Karten, um ein grösseres Vorhaben zu starten, das im Sommer 2012 gute Ergebnisse verspricht (19., 22., 24.). Heirat oder Nachwuchs nicht ausgeschlossen.

krebs 22. 6.–1. 7. Nach Missverständnissen am 18. gehts bergauf! Am 20. finden Sie genau die richtigen Worte. Vor dem 24. Geborene landen einen Treffer. Beförderung? Gewinn? 2.–12. 7. Sie schalten den Turbo ein, können Ihren Vorsprung weiter ausbauen (am 19. oder 21.). Am 22. und 23. sollten Sie mehr Rücksicht auf ­andere nehmen! 13.–22. 7. Eine Enttäuschung auf dem Gefühlssektor könnte am 18. oder 20. die Stimmung ­trüben, doch am 22. sind Sie genau auf der richtigen Wellenlänge und können einen Fehler wieder ausbügeln.

löwe 23. 7.–1. 8. Begegnung oder Projekt von Anfang November hat positive Folgen: Unterzeichnung eines Vertrags? Neubeginn? Vor allem den um den 23./24. Geborenen wird unerwartet Hilfe angeboten (21.). 2.–12. 8. Sie müssen noch etwas Geduld haben, um ein finanzielles Problem der letzten Wochen zu lösen. Interessante Kontakte am 19. und 23., (kleine) Komp­likationen am 21. 13.–23. 8. Ihre Ausdauer wird belohnt, am 19. winkt eine verdiente Anerkennung oder Aus­ zeichnung. Beziehungen werden tiefer und fester (20.).

jungfrau 24. 8.–2. 9. Abgesehen von Komplikationen am 22. eine exzellente Woche. Gute Laune am 20. und 24. (Neumond). Sie haben gute Karten, um neue Kontakte anzuknüpfen, sind kreativ und intuitiv. 3.–12. 9. Mars spornt Sie an, am 21. landen Sie einen Treffer, Sie sind widerstandsfähig. Am 22. und 23. hingegen schiessen Sie weit übers Ziel, sind gesundheitlich anfälliger. 13.–23. 9. Langfristige Entscheidungen (Investitionen?) sind am 19. begünstigt, während Sie am 23. besser abwarten sollten. Schöne Momente zu zweit am 18. und 20.

waage 24. 9.–3. 10. Begegnung oder Angebot von Anfang November hat positive Folgen, am 18. sind Sie zufrieden mit der Entwicklung. Neumond am 24. bringt eine gewisse Hektik oder abwechslungsreiche Feiertage. 4.–13. 10. Sie sollten nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen! Am 20. und 22. kann dies zu Kom­p­likationen führen, doch am 23. ernten Sie die Früchte Ihrer Anstrengungen. 14.–23. 10. Abgesehen von einer Ent­täuschung am 18. viele interessante Kontakte. Am 19. und 20. können Sie ein erfolgreiches Vorhaben beginnen.

skorpion 24. 10.–2. 11. Die Stimmung zu Hause dürfte gespannt sein (am 21. und 22.). Vielleicht vergessen Sie einen Termin? Am 22. und 24. aber kündigt sich ein schöner Erfolg an. Begegnung? Super Angebot? 3.–12. 11. Sie feiern die Feste, wie sie fallen, schlagen am 20. oder 22. ganz schön über die Stränge. Am 21. handeln Sie, ohne lang nachzudenken. 13.–22. 11. Sie amüsieren sich blendend, geben mit vollen Händen Ihr Geld aus (19., 20.). Ihr Charme bezaubert, am 21. liegt man Ihnen zu Füssen. Nur am 18. ist die Stimmung eher gedrückt.

schütze 23. 11.–2. 12. Sie sind genau auf der richtigen Wellenlänge, freuen sich über einen Besuch. Liebe auf den ersten Blick (21.)? Unvergessliche Stunden (am 24.). Um den 23./24. Geborene gehen ganz neue Wege. 3.–12. 12. Auch diese Woche sollten Sie vorsichtig sein, sich gesundheitlich schonen! Mars-Störfelder verleiten Sie zu voreiligen Gesten (20., 22., 23.), Sie sind anfälliger als sonst. 13.–21. 12. Happy Birthday! Sie sind gut inspiriert und kreativ, Ihre Projekte haben Rückenwind (am 19., 20.). Exzellent für langfristige Entscheidungen.

steinbock 22.–31. 12. Eine grosse Wende (am 20.?) kündigt sich an, Sie gehen neue Wege (eine Konsequenz von März?). Besonders die vor dem 25. Geborenen treffen voll ins Schwarze (22., 24.): Begegnung? Gewinn? 1.–10. 1. Sie sind in Bestform, könnten Berge versetzen (am 21.). Günstig im Falle von Krankheit … Entscheide (Reisepläne?) sollten Sie am 20. oder 22. nicht überstürzen! 11.–20. 1. Venus verwöhnt Sie, niemand kann Ihrem Charme widerstehen. Am 19. sind Sie im siebten Himmel, aber am 20. sollten Sie nicht zu viel erwarten.

wassermann 21.–30. 1. Nach einem ruhigen Wochenanfang verspricht Venus ab dem 20. unvergessliche Momente: Am 21. liegt man Ihnen zu Füssen, eine Überraschung sorgt für gute Laune. Am 20. sollten Sie Verständnis zeigen! 31. 1.–9. 2. Problem von Anfang November (verschobener Termin?) findet endlich eine Lösung (am 23.). Der Neumond am 24. ist günstig für neue Projekte (mit Freunden?), ein Treffen. 10.–19. 2. Sie schweben in höheren Sphären, entdecken neue Interessen (Kunst, religiöse Themen), sind kreativ. Exzellent der 19., 20. und 24.

fische 20. 2.–1. 3. Sie sind auf Erfolgskurs, ernten am 20. die Früchte Ihrer Anstrengung. Zugleich klären Sie ein Missverständnis (22., 24.). Nehmen Sie Einladung an, organisieren Sie ein Treffen! 2.–10. 3. Mars in Opposition verleitet Sie zu überstürzten Reaktionen, Diskussionen dürften hitzig werden (am 20. oder 22.). Auch gesundheitlich sind Sie etwas anfälliger. Sie agieren am 21. instinktiv richtig. 11.–20. 3. Aus Freundschaft könnte eine tiefere Bindung entstehen. Venus verspricht aufregende Begegnungen (19., 20.). Ab dem 21. wird es ruhiger.

ihr tages-horoskop 100

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

woche vom 18. bis 24. Dezember 2011 Interessan­ te Woche! Die Sonne bildet harmonische Winkel zu Saturn (am 19.), zu Neptun (am 20.) und zu Jupiter (am 22.). Die Woche endet mit einem Neumond in der 1. Dekade Steinbock. Re­ formen der Wirtschaft oder für unsere Umwelt? Exzellente

Dr. Elizabeth Teissier


KREUZWORTRÄTSEL Gewinnen Sie 2 × zwei Nächte für 2 Pers. in der Junior Suite im Hotel Sonne in Küsnacht im Wert von je 1450 Franken!

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Erleben Sie «Live on Ice» im Romantik Seehotel Sonne Küsnacht. Bis Anfang März verwandelt der Lichtkünstler Gerry Hofstetter die Hotelanlage in eine zauberhafte Märchenwelt. Wer sich traut, kann auf dem Eisfeld direkt am See seine Pirouetten drehen. Im Preis inbegriffen: Frühstücksbuffet, Champagner und Früchteteller auf Zimmer bei Anreise, ein 5-Gang-Überraschungsmenu (exkl. Getränke) in der Sonnengalerie für 2 Personen, Glühweinapero inkl. Schlittschuhvermietung und Eintritt in die stilvolle Wellnessoase. www.sonne.ch

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101


ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten und die vierten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. ZAHLENSCHLÜSSEL �

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WER HÄTS – OHÄ LÄTZ Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. SO KÖNNEN SIE 20 FRANKEN GEWINNEN: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss Sonntag, 18. Dezember 2011

KREUZWORT-CHAOS

LÖSUNGSWORT

102

Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.


SUDOKU Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen. mittel

7

9 7

4 3 5 5 4 8 2 1 9

6

Gesamtwert: 1050 Franken!

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9 2 4 5 3 6 7 1 3 2 2 1 9

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8

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www.delonghi.ch

Teilnahmeschluss Sonntag, 18. Dezember 2011

6

4

3

9

5 7 8 5 4 4 8 3 2 1 3 9 7 3 8 4 1 6 5 8 1

Conceptis Puzzles

REBUS

AUFLÖSUNG AUS HEFT 49 WER HÄTS – OHÄ LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Wohnung, 2. Enquete, 3. Roeteln, 4. Erdnuss, 5. Torelli, 6. Wittern, 7. Absicht, 8. Streuli, 9. Witzlos, 10. Insieme, 11. Liberte, 12. Lambiel, 13. Aussage, 14. Nigeria, 15. Furgler, 16. Apparat, 17. Normung, 18. Gubrist, 19. Ergeben, 20. Neidlos Lösungssatz: Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.

REBUS

Lösung: MIETE

Lösung: 596

1 2 3 =

F A B R (O) I K TANNE M E N S (T) C H ABONNEMENT

1 6 2 5 7 3 9 4 8

4 7 8 2 9 1 3 5 6

3 2 5 8 1 7 4 6 9

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

KREUZWORTRÄTSEL

LÖSUNGSWORT

Lösung: KAMERAMANN

SUDOKU mittel 9 5 3 4 8 6 2 1 7

schwer 7 1 9 6 3 4 5 8 2

8 4 6 9 5 2 1 7 3

6 9 7 1 2 5 8 3 4

2 3 1 7 4 8 6 9 5

06010014411

5 8 4 3 6 9 7 2 1

06010014115

5 7 6 3 9 4 1 9 7 8 8 3 2 5 1 7 8 4 6 2 6 9 5 8 4 1 2 3 9 5 3 4 8 2 7 4 6 2 5 1 685 Lösung: 9 6 7 1 3

Lösung: 841

4 2 6 3 1 7 9 8 5

2 6 9 1 7 4 5 3 8

1 5 4 9 3 8 6 7 2

8 3 7 5 2 6 1 9 4

06010014410

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosungen wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

Wert: 750 Franken! Gewinnen Sie 1 × zwei Nächte im Verwöhnhotel Kristall im Wert von 750 Franken! Das familiär geführte Verwöhnhotel liegt am sonnigsten Platz von Pertisau mit Panoramablick auf Rofan und Karwendel. In einer der schönsten Regionen Österreichs, im Naturparadies Achensee, sorgt Familie Rieser für perfekten Urlaub mit Herzlichkeit, Verwöhnküche und wunderbaren, neuen 1000 m2 Spa und Wellness. www.kristall-pertisau.at Und so nehmen Sie teil: Telefon 0901 908 140 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz) SMS Schicken Sie ein SMS mit REBUS, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die 530 (CHF 1.–/SMS) Beispiel REBUS ABFAHRT an 530 Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/SCH24525 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss Sonntag, 18. Dezember 2011

103


PUBLIREPORTAGE

TOP-FAVORIT Gewinnt Didier Cuche 2012 erstmals den Klassiker von Wengen?

Mit Emmi als VIP ans Lauberhorn

Einmal Cuche, Innerhofer oder Kröll live in Wengen durchs Ziel-S rasen sehen – Emmi machts möglich. Voraussetzung: Beweisen Sie, dass Sie der Schweizer SUPER-SKIFAN sind!

K

unstvolle Fotocollagen, witzige Texte für Fansongs, liebevolle Bastelarbeiten oder originelle Zeichnungen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, seiner BEGEISTERUNG FÜR DAS SCHWEIZER SKITEAM Ausdruck zu geben. Und jetzt lohnt es sich ganz besonders, sich ins Zeug zu legen. Beteiligen Sie sich mit einer SPEKTAKULÄREN EIGENKREATION am Emmi-Wettbewerb, und werden Sie zum «Super-Fan» der Schweizer Rennfahrerinnen und Rennfahrer! EMMI als führender Schweizer Lebensmittelkonzern der Milchwirtschaft und OFFIZIELLER PARTNER VON SWISS-SKI belohnt die beiden besten Wettbewerbsbeiträge mit einem einzigartigen Preis: Die beiden Gewinnerinnen oder Gewinner verbringen zusammen mit einer

Begleitperson als VIP-Gäste an der Lauberhorn-Abfahrt am 14. JANUAR 2012 im Berner Oberland einen UNVERGESSLICHEN SKITAG. Per HELIKOPTER werden Sie von Lauterbrunnen ins Skigebiet ob Wengen geflogen, an der Rennstrecke oder auf der Haupttribüne im Zielraum sind Sie auf Tuchfühlung mit den Stars, verpflegen lassen Sie sich in der EXKLUSIVEN SKYLOUNGE über dem Dach des Zielhauses, und am Abend runden Sie den Tag bei einem feinen Fondue gemütlich im EMMI-CHALET ab. Zur Emmi-Jury, die die beiden SiegerBeiträge kürt, gehört auch der Emmi-Botschafter DANIEL ALBRECHT. Überzeugen Sie den Walliser Swiss-Ski-Crack mit einer tollen Einsendung davon, dass Sie als SCHWEIZER SUPER-SKIFAN an der LauberhornAbfahrt 2012 dabei sein müssen!

EN GUETE! Als kulinarischer Tagesabschluss wartet ein gemütlicher Fondue-Abend im Emmi-Chalet.

EMMI-WETTBEWERB WENGEN

Ein unvergesslicher Tag!

 DER PREIS 2 mal ein VIP-Tag für 2 Personen bei der Lauberhornabfahrt am Samstag, dem 14. Januar 2012. An- und Rückreise bis/von Lauterbrunnen individuell, Helikopterflug ins Skigebiet, Verpflegung in der Skylounge, Fondue-Abend im Emmi-Chalet.  SO SIND SIE DABEI Senden Sie Texte, Bastelarbeiten, Fotos oder Zeichnungen per Post an: Schweizer Illustrierte, Emmi-Wettbewerb, Postfach, 8099 Zürich, oder laden Sie Ihre Beiträge auf www.schweizer-illustrierte.ch/emmi hoch. Einsendeschluss ist der 22. Dezember 2011. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeitende von Ringier AG und Emmi AG.


leser

«Das hat richtig gluschtig gemacht» u 100 Jahre Schweizer Illus­trierte, 100 Stars, SI 49/2011 «Das Extra-Heft mit den 100 Porträts hat mir sehr gefallen. Einige Bilder sind richtig gelungen, andere gefallen mir etwas weniger. Spannend finde ich, was die berühmten Menschen über die porträtierten Köpfe schreiben. Eine sehr gelungene Sache.»

er sah so komisch und nackt aus. Und nun reut es ihn selber auch, mit Bart war er halt einfach echter. Jetzt lässt er sich wieder einen Bart wachsen, aber das dauert halt.» T. Hess, per E-Mail

«Danke für die schönen Fotos von früher über die Städte in der Schweiz. Vor allem das Bild aus Bern habe ich lange studiert. Die schönen Lauben, das alte Tram, die Kleider der Damen, die Geschäfte, die Pflastersteine, einfach grossartig. Das hat richtig gluschtig gemacht, wieder mal durch die Gassen zu schlendern.»

herzerwärmend u Franco Knie und seine Zwillinge, SI 49/2011 «Danke für das herzerwärmende Foto von Franco Knie und seinen Kindern Nina und Timothy. Wie Knie auf dem Bild strahlt und seine zwei Schätze an sich drückt, sagt alles. Die zwei ‹Schlingel› werden bestimmt auch einmal im Zirkus auftreten. Für mich ist dieses fröhliche Familienbild ein richtiges Weihnachtssujet. Allen Knies in der Manege wünsche ich eine geruhsame und friedliche Weihnachtspause – und ich freue mich bereits auf die Saison 2012.»

Bruno Blatter, per E-Mail

Tabea Odermatt, per E-Mail

Talentierte junge ­sängerin u Debütalbum von Anna Rossinelli, SI 49/2011 «Zufälligerweise habe ich vor einigen Jahren Anna Rossinelli als junge Strassenmusikantin erlebt. Ich erinnere mich noch genau, und es ist wahr, ich habe die talentierte junge Sängerin damals nach ihrem Namen gefragt. Sie sagte: ‹Anna, Anna Rossinelli.› Wie schön, jetzt zu sehen, dass sie es geschafft hat. Ihre CD werde ich kaufen, und es macht mich schon ein wenig stolz, dass ich die ersten musikalischen Schritte von Anna selber miterleben durfte. Anna und Manuel und Georg, hebt ab, ihr seid spitze!»

Danke schön u Rätsel, SI allgemein «Habe beim ­Sudoku-Rätsel mitgemacht und gewonnen. Ich freue mich riesig über die Kenwood-Küchenmaschine. Vielen herzlichen Dank!»

Elsi Flückiger, per E-Mail

Ursi Eggenberger, per E-Mail

willi

Emilio Hasler, per E-Mail

haarige angelegenheit u Bartabhauätä, SI 49/2011 «Lustiger Bericht über die Bartabhauätä. Unser Däddi hatte 52 Jahre lang auch so einen buschigen Bart. An seinem 70. Geburtstag, das war vor zwei Monaten, hat er ihn dann aus lauter Übermut einfach abrasiert. Wir haben ihn zuerst gar nicht mehr erkannt,

«Schön ist es ja schon hier bei euch in der Schweiz, nur leider etwas teuer.»

schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 259 86 22, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.


Auf einen Espresso

Frank A. Meyer und Marc Walder

Über die Relevanz der Schweizer Illustrierten Sagen Sie mal, Frank A. Meyer, Sie haben Ihre journalistische Karriere für das Haus Ringier bei der Schweizer Illustrierten begonnen, die jetzt den hundertsten Geburtstag feiert. Wie kam es eigentlich dazu? Hansjürg Deutsch, besser bekannt unter seinem Kosenamen «Fibo», holte mich 1971 als freien Bundeshaus-Redaktor zur SI. Fünf Jahre zuvor hatte ich begonnen, für das Bieler Medienbüro Cortesi zu arbeiten, dessen Partner ich war und blieb … Der Widerstand war übrigens erheblich.

Diese Form von Storys war damals völlig neu für die Schweiz. Ja, sie veränderte den Journalismus. Zunächst allerdings begleitet von der gehässigen Kritik so mancher Kollegen. Die politische Bedeutung der Schweizer Illustrierten nahm gerade durch diese neue Form der Story zu. Wir zeigten Willi ­Ritschard beim Kopfsprung ins Schwimmbad, doch der Inhalt seines Porträts war durch und durch politisch. Ich versuchte immer, die Persönlichkeit in einem politischen Zusammenhang zu sehen. Sie politisch zu entdecken.

Welcher Widerstand? Widerstand von oben, von ganz oben. Heinrich Oswald, damals Direktionspräsident von Ringier, beschwerte sich über einige meiner Artikel. Nach einer Weile befand er aber, was ihm da missfalle, sei wenigstens gut geschrieben – und nicht dumm. Oswald war einer der wenigen Rechtsintellektuellen, denen ich begegnet bin.

Höre ich da etwa eine leise Kritik heraus? Wie erleben Sie die Schweizer Illustrierte heute? Ich blättere sie mit grosser Sympathie durch – und mit skeptischer Verwunderung.

Die Homestory war geboren. Der Begriff «Homestory» trifft es nicht ganz. Erklären Sie! Meine Geschichten waren politisch. In ihrer heimischen Kulisse wurden die Politiker menschlicher, offener. Sie vertrauten mir Dinge an, die sie in ihrem Berner Bundeshausbüro nie offenbart hätten. Sie wussten, dass ich ihr Vertrauen nicht missbrauchen würde. Von Nello Celio lernte ich übrigens, Risotto zu kochen und Pasta-Saucen zuzubereiten.

Ihre Meinung interessiert uns: Diskutieren Sie mit – auf www.schweizer-illustrierte.ch

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schweizer illustrierte

Die SI ist seit Jahrzehnten enorm erfolgreich. Warum eigentlich? Sie ist das angehaltene Bild: Prominente Persönlichkeiten, die täglich über den Fernsehschirm huschen, bleiben in der Schweizer Illustrierten stehen. Die Leser können sie in aller Ruhe betrachten, auch das geschriebene Porträt ist ja das angehaltene Bild eines Menschen. Darin liegt ein tiefer Wert des illustrierten Journalismus. Was wünschen Sie der Schweizer Illustrierten für die Zukunft? Dass sie die Gesellschaft und die Zeit und die Welt so ernst nimmt, wie die Menschen ihre Gesellschaft und ihre Welt in diesen ernsten Zeiten nehmen müssen.  MARC Walder, 46, ist CEO Ringier Schweiz und Deutschland Frank A. Meyer, 67, arbeitet als Journalist im Hause Ringier. Er lebt in Berlin Foto Thomas Buchwalder

Und? Was haben Sie bei der Schweizer Illustrierten so alles verbrochen? Fibo und ich versuchten ganz gezielt, die politische Relevanz des Blattes zu steigern. Durch die Personalisierung der Politik. Meine erste siebenseitige Geschichte handelte vom freisinnigen Tessiner Bundesrat Nello Celio, einer faszinierenden und brillanten Figur. Ich besuchte ihn und seine wunderschöne Frau zu Hause. Es waren die ersten privaten Bilder eines Bundesrates, die eine breite Öffentlichkeit zu Gesicht bekam.

Mit skeptischer Verwunderung? Von der gesellschaftlichen Relevanz hat sich die Schweizer Illustrierte weitgehend in die private Relevanz zurückgezogen. Sie beschreibt Menschen losgelöst von ihrem sozialen, kulturellen und politischen Kontext. Immerhin zeigt sie die Menschen. Dadurch wirkt sie für ihre Leser identitätsstiftend – und ihre Leser sind fast alle Deutschschweizer.



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