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Albert & Charlène

Traumhochzeit in Monaco

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4. Juli 2011 CHF 4.50

40 Seiten


Albert

Charlène

Wir glauben lieber den Bildern als den Gerüchten Albert & Charlène Monaco ist be-

Nik Niethammer, Chefredaktor

kannt für seine Skandale, Affären und Tragödien: der Unfalltod von Fürstin Gracia Patricia, der ausschweifende Lebensstil von Prinzessin Stéphanie, die Paparazzi-Bilder von Carolines untreuem Ehemann Ernst August Prinz von Hannover. Monaco machte auch letzte Woche seinem Ruf alle Ehre. Es gingen Gerüchte um, die angehende Braut habe von einem weiteren unehelichen Kind ihres Bräutigams erfahren und sei Hals über Kopf aus dem Palast gestürmt. Sicherheitskräfte hätten sie daran hindern müssen, in ihre alte Heimat zu fliehen. Was für ein Drama! Ob wahr oder erfunden, wissen wir nicht. Egal: Wir glauben lieber den Bildern als den Gerüchten. 55 Jahre nach der Heirat von Fürst Rainier und Gracia Patricia feierte Monaco wieder eine Fürstenhochzeit. Glamourös, bombastisch, mit einer umwerfend attraktiven Braut.

Wie viel Druck auf Charlène lastet, offenbart sie während der kirchlichen Trauung: Die Südafrikanerin wirkt angespannt, in sich gekehrt. Später, in der Kapelle SainteDévote, zeigt Charlène dann Emotionen. Tränen fliessen über ihre Wangen. Tränen des Glücks, der Dankbarkeit, der Rührung, der Erleichterung. Jetzt schliessen auch die letzten Zweifler in Monaco ihre neue Fürstin ins Herz. Und wir möchten Fürst Albert, der in seiner weissen Uniform ein bisschen an den Kapitän des Traumschiffs erinnert, zurufen: «Trag Sorge zu ihr! Untersteh dich, sie zu betrügen!» Schwelgen Sie mit uns in den schönsten Augenblicken der Fürstenhochzeit. Wir haben aus vielen tausend Bildern die emotionalsten für Sie aus­gesucht. Ich wünsche Ihnen eine märchenhafte Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten.

Traumhochzeit 4 8 22

Die Trauung Das fürstliche Paar im Glück. Die Tränen der Braut Zeremonie Die berührendsten Bilder Das Hochzeitskleid Mit 20 000 Perlen und viel Seide: schöner als im Märchen!

Star-Parade 24 26

Charlotte Casiraghi Der heimliche Star Naomi Campbell, Karl Lagerfeld & Co. Das Schaulaufen der VIPs. Wer trug das schönste, wer das unpassendste Outfit?

Ballnacht 32

Das rauschende Fest Mit dabei: die begehrteste Königstochter der Welt

Horoskop Titel Valérie Hache / AFP; Inhalt Eric Mathon / Palais Princier

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Elizabeth Teissier Was die Sterne für Albert & Charlène prophezeien

Hautnah 36 38

Die Hochzeitstorte Johannisbeerkompott und Vanillemousse auf Biskuitteig mit Mandeln – dazu der Guss aus weisser Schokolade.

Es muss doch Liebe sein! Was unsere Reporterin vor Ort alles erlebte Christian Meili Mein Freund, der Fürst

Zukunft 40

Ihre ersten Ehejahre Welche Herausforderungen jetzt warten schweizer illustrierte

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Foto Valérie Hache / AFP

Für immer! Endlich Fürst und ­Fürstin: Albert und Charlène von Monaco besiegeln ihre Liebe mit dem Eheversprechen vor Gott – und vor dem monegassischen Volk.

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Albert

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Fast wie im Märchen: Fürst Albert von Monaco – bisher als notorischer Junggeselle verschrien – sagt endlich «oui»! Und macht die Schwimmerin Charlene Wittstock zur Fürstin Charlène Grimaldi.

Fürstliches Ja-Wort


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Fotos Monaco Television / Reuters, Abaca / Dukas


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Charlènes Tränen: In der Kapelle SainteDévote wird die junge Fürstin von ihren Emotionen überwältigt Der monegassischen Tradition zufolge wird das Brautpaar nach der Trauung zur Kapelle der heiligen Devota chauffiert, um dort bei Monacos Schutzpatronin den Brautstrauss niederzulegen. Der Legende nach fand die korsische Märtyrerin in der Kapelle ihre letzte Ruhe. Und Charlène lässt an diesem Ort des Friedens ihren Tränen freien Lauf. Wie schön für Monaco, dass die neue Fürstin Gefühle zeigen kann.

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Um 16.58 Uhr trifft die Braut ein. 3500 Gäste jubeln ihr zu. Der Hauch von Schleier verbirgt Charlènes Anspannung kaum. Mit beiden Händen hält sie den Brautstrauss fest. Bevor Michael Kenneth Wittstock seine Tochter an den Altar führt, steckt er ihr einen Glücks­bringer zu: den heiligen Christophorus. Zu den Klängen von Paul McCartneys «Celebration» schreiten Vater und Tochter über den roten Teppich in den Ehrenhof des Palais Princier. Ein grosser Moment auch für die sieben Blumenmädchen: Die Erstklässlerinnen repräsentieren Monaco und seine umliegenden Gemeinden. Sie tragen Trachten, die der Direktor der Monte-Carlo-Ballette entworfen hat.

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Fotos Patrick Kovarik / AFP / Getty Images, Benoit Tessier / Reuters

Auftritt der Braut! Fürstin ­Charlène wird von ihrem Vater an den Altar geführt


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Besiegelnd Charl竪ne streift ihrem Mann mit etwas M端he den Ehering von Cartier 端ber.

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Bezaubernd Pauline Ducruet (l.) und Charlotte Casiraghi verlesen die F端rbitten.


Charlène

Fürbitten und stille Gebete: Ganz Monaco hofft auf einen Thronfolger Kindersegen, Glück und Zufriedenheit – Fürst Alberts Nichten verlesen die Fürbitten. Nach der Segnung durch Erzbischof Bernard Barsi kniet das Ehepaar zum stummen Gebet nieder. Von Charlène, die kurz vor ihrer Heirat zum katholischen Glauben übertrat, fällt in diesem Moment alle Anspannung ab. Der Fürst jedoch blickt konzentriert zu Boden.

Fotos Valéry Hache / Getty Images, Pascal Le Segretain / Getty Images (2)

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Foto Eric Gaillard / Reuters

Büschelt er die Schleppe «comme il faut»?

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Nach der kirchlichen Trauungszeremonie richtet Albert die Schleppe seiner Charlène. Unter den aufmerksamen Beobachtern, 1. Reihe von rechts: Charlènes Eltern Michael und Lynette, Alberts Schwestern Caroline und Stéphanie, Alberts Trauzeuge Chris Levine (sein Cousin, Sohn von Grace Kellys Schwester Lizanne), Nicolas Sarkozy, Königin Paola und König Albert von Belgien. Hinter ihm das deutsche Bundespräsidenten-Paar Bettina und Christian Wulff. Zweite Reihe Mitte, von links: Carolines Tochter Charlotte und Sohn Andrea Casiraghi, Stéphanies Tochter Camille Gottlieb, Carolines Tochter Alexandra von Hannover. schweizer illustrierte

3. Reihe von links: Prinz Daniel von Schweden, Farah Pahlavi (letzte iranische Kaiserin), Prinz Aga Khan, Bernadette Chirac, Ernst August von Hannovers Söhne Christian und Ernst August junior, Carolines Sohn Pierre Casiraghi, Stéphanies Kinder Louis Ducruet und Pauline Ducruet. 4. Reihe von links: Prinzessin Madeleine von Schweden und ihr Bruder, Prinz Carl Philip, Pierre Casiraghis Freundin Beatrice Borromeo, Charlotte Casiraghis Freund Alex Dellal, Andrea Casiraghis Freundin Tatiana Santo Domingo. Am Ende der Schleppe die Brautjungfer Isabell Kristensen (oben) und Charlènes Trauzeugin Donatella Knecht de Massy.


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Charlène


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Ungekünstelt, offen, selbstbewusst: Charlène erobert die Herzen der ­Monegassen im Sturm, auch wenn sie (noch) kaum Französisch spricht. Das Volk spürt: Ihre neue Fürstin ist keine Karrieristin, die um jeden Preis einen Herrscher erobern wollte. 29 Jahre nach dem Tod von Gracia Patricia soll Monaco mit Charlène in neuem Glanz erstrahlen. Und das Volk teilt mit dem Herrscher-Paar einen weiteren Wunsch: baldigen Nachwuchs. Männliche Nachfolge hat laut monegassischer Verfassung noch immer Vorrang. schweizer illustrierte

Foto Dan Kitwood / Getty Images

Grosser Jubel eines kleinen Volkes. Nach 29 Jahren hat Monaco wieder eine Fürstin

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Foto Dean Mouhtaropoulos / PP / Getty Images

In einem speziell angefertigten «Papamobil» gehts durch die Menge Die eine Hand am Winken, die andere am Fotoapparat: So begrüssen Tausende von Zaungästen das frisch vermählte Paar auf seiner Fahrt durch die Strassen von Monte Carlo. Ziel: die Kapelle Sainte-Dévote. Chauffiert werden die beiden in einem 445 PS starken Lexus LS 600h L Landaulet. Das halb offene Cabrio mit Hybridantrieb wurde in 2000 Arbeitsstunden speziell für die Hochzeit angefertigt. Die kurze Strecke Richtung Hafen fuhr die Luxus­Limousine im Schritttempo und Elektromodus. Ihr Nummernschild: 001-M.

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Das offizielle Hochzeitsbild: Staatsoberhäupter und Fu 1 Fürstin Charlène 2 Fürst Albert 3 Brautmutter Lynette Wittstock 4 Grossherzog Henri von Luxemburg 5 Grossherzogin Maria Teresa von Luxemburg 6 Prinzessin Caroline von Monaco 7 IOC-Präsident Jacques Rogge 8 Olafur Ragnar Grimsson,

Präsident von Island 9 Dorrit Moussaieff, Islands First Lady qP Maria Luisa Berti, Regentin von San Marino qQ Jacques Rogges Frau Anna qs Filippo Tamagnini, Regent von San Marino qE Prinzessin Máxima der Niederlande qf Gräfin Sophie

von Wessex qT Kronprinz Willem-Alexander der Niederlande qh Graf Edward von Wessex qU Salman bin Hamad bin Isa Al-Khalifa, Kronprinz von Bahrain qI Kronprinzessin Mary von Dänemark qO Gräfin Marie Aglaë Kinsky von Wchinitz


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nktionäre aus aller Welt und Tettau wP Prinzessin Lalla Meryem von Marokko wa Prinzessin Sirivannavari Nariratana von Thailand ws Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen wE Bettina Wulff, Ehefrau des deutschen Bundes­ präsidenten wf Kronprinz Frederik von

Dänemark wT Kronprinz Alois von Liechtenstein wZ Kronprinz Haakon von Norwegen wj Christian Wulff, Bundespräsident von Deutschland wk Pál Schmitt, Präsident von Ungarn wl George Abela, Präsident von Malta eP Präsidentengattin Margaret Abela

eQ König Albert von Belgien eW Katalin Makray, Gattin von Pál Schmitt eE Königin Paola von Belgien ef König Carl Gustaf von Schweden eT Königin Silvia von Schweden eZ Prinzessin Stéphanie von Monaco ej Brautvater Michael Kenneth Wittstock schweizer illustrierte

Foto Michel Dagnino / Palais Princier

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Albert will zahlungskräftige Tour Adelsrechtlich mag Monaco nur ein Fürstenhaus sein. In Sachen Glamour ist es ein Kaiserhaus. Die neue Fürstin Charlène Grimaldi setzt neue Massstäbe, was Eleganz betrifft. Text Andy Englert

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Ein Kuss für das Fürstentum Die neue Fürstin Charlène bringt noch mehr Glanz und Glamour nach Monaco. sehr überschaubar ist. Und traditioneller­ weise ist das Showbusiness in Monaco herzlich willkommen. Als Alberts Vater, Fürst Rainier, vor 55 Jahren den Hollywood-Star Grace Kelly zum Traualtar führte, hatte die neue Fürstin für den internationalen Hochadel und selbst für traditionstreue Monegassen noch einen Hautgout – eine gewisse Anrüchigkeit – gehabt. Mittlerweile zieren sich auch andere Royals, wie sogar die Windsors, mit befreundeten Grössen aus Film und Fernsehen. Die Grimaldis haben hier aber einen Heimvorteil, den Albert gnadenlos ausspielte. Günstig: Solche Gäste sorgen auch in Ländern ohne eigene adlige Tradition für grosse Beachtung der Hochzeit – zum Beispiel in den USA. Und Alberts Ziel: Er will zahlungskräftige Touristen und den Jetset aus aller Welt zurück an die Riviera holen. Monaco zeigte sich in strahlendem Sonnenlicht und fürstlichem Glanz. Vor gut zwei Milliarden Fernsehzuschauern in aller Welt. Was für eine Werbeoffensive! Trotzdem: In einigen Momenten wirkte der strahlende Glanz, die Demonstration des Glücks bei der mediterran-hell wirkenden Adelshochzeit leicht angekratzt. Etwa nach dem Kuss des Brautpaars bei der Trauung, der kurz ausfiel – und sich der Bräutigam dann etwas abrupt von der Braut, die deutlich sicht-

bar eine Wiederholung erwartete, abdrehte. Als Charlène später in der Kirche der heiligen Devota ihren Brautstrauss niederlegte und in Tränen ausbrach, vermuteten manche Gäste nicht nur Tränen des Glücks. Immerhin kursierten im Fürstentum brandheisse Gerüchte um eine abgebrochene Flucht der jungen Fürstin: Die sei noch zwei Wochen vor dem gros­ sen Tag im Auto zum Flughafen von ­Nizza gefahren, angeblich mit einem Flugticket in ihre Heimat Südafrika in der Tasche. Erst Freunde aus Monaco hätten sie zum Bleiben bewegen können. Zuvor war über ein weiteres uneheliches Kind des Fürsten spekuliert worden. Inzwischen wurde bestätigt, dass Albert sich einem dritten Vaterschaftstest unterziehen lassen muss. Zwei Kinder hat er bisher offiziell anerkannt: Sohn Alexandre, 7, mit einer aus Togo stammenden Stewardess, und Tochter Jazmin Grace, 19, mit einer Immobilienmaklerin aus den USA. Beide waren nicht zur Hochzeit erschienen, offiziell, um ihnen den Rummel eines öffentlichen Auftritts zu ersparen. Mit Spannung diskutiert wurde bis Minuten vor der Trauung auch die Frage: Wer aus Alberts Familie kommt? Seine Schwestern mit sämtlichen Kindern erschienen – Stéphanie stolz am Arm ihres Sohnes Louis. Caroline hatte nicht nur ihre vier eigenen Sprösslinge dabei, sondern auch die Söhne ihres Noch-Ehe-

Foto Charles Platiau / Reuters

ürst Albert mag der Regent im Lande sein und auch bleiben. Der wahre Star im Fürstentum, und das steht nach dem Wochenende endgültig fest, heisst Charlène – nicht nur mit neuem Fürstinnen-Titel, sondern auch mit einem Accent grave auf dem ersten e. Und einem schon vorher bewiesenen sicheren Gespür, königlichen ­Style zu setzen. Ihr schlichtes und zugleich unglaubliches Brautkleid adelt auch seinen Designer Giorgio Armani. Eine vielseitigere und hochkarätigere Gästeliste kann wohl kaum eine royale Hochzeit der vergangenen Jahre aufweisen. Das lag auch an der Protokoll-Situation: Albert lud als regierender Fürst zur Hochzeit – nicht als Kronprinz. Das gab es zuletzt bei einer königlichen Heirat in Europa im Jahr 1976, als der Bräutigam Carl Gustaf von Schweden hiess und ebenfalls bereits zuvor als Junggeselle sein Land regiert hatte. Das sicherte Albert und Charlène nicht nur hochkarätige royale, sondern auch politische Beteiligung wie die von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy oder des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff. Dazu gab es den bunten Mix aus Society, Filmbusiness und Sport, der typisch für das Fürstentum ist – vom kurvenreichen Model Victoria Silvstedt über die kapriziöse ­Naomi Campbell bis hin zu StabhochsprungLegende Sergej Bubka oder der zehn­ fachen Olympiamedaillen-Gewinnerin im Schwimmen, Franziska van Almsick. Selbst für die musikalische Umrahmung der kirchlichen Trauung waren Hochkarätige der Branche wie die Sopranistin Renée Fleming und Star-Tenor Andrea Bocelli aus Italien aufgeboten worden. Der Vorteil im zwei Quadrat­ kilometer grossen 33 000-EinwohnerLand: Das Brautpaar muss nicht Hundertschaften verdienter Lokalpolitiker und Vertreter unzähliger Charity-Vereinigungen einladen. Ganz einfach deshalb, weil ihre Zahl im kleinen Für­stentum


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isten nach Monaco locken mannes Prinz Ernst August von Hannover aus dessen erster Ehe mit der Schweizerin Chantal Hochuli. Der deutsche Prinz fehlte – obwohl er eingeladen war. Dafür erschien die schwedische Königsfamilie vollzählig – König Carl Gustaf war Tage zuvor schon am Steuer seines in der Sonderfarbe Königsblau extra für ihn umlackierten Ferrari auf einer deutschen Autobahn fotografiert worden, auf dem Weg in die Sommerferien. Die Frau auf dem Beifahrersitz war Königin Silvia. Die mürrischen Blicke des Königs mögen daran gelegen haben, dass er auf der deutschen Autobahn, die er als leidenschaftlicher Schnellfahrer sonst wegen fehlender Tempolimite sehr zu schätzen weiss, bei Hannover im Stau steckte. Die schwedischen Royals urlauben derzeit traditionsgemäss in Sainte-Maxime in Südfrankreich. Dabei ist diesmal auch Sofia Hellqvist, die Model-Freundin von Sohn Carl Philip. Die durfte zwar nicht mit auf den roten Teppich, scheint aber mittlerweile von der Familie des Prinzen akzeptiert worden zu sein. Bei den Enthüllungen über sein eigenes ausserehe­ liches Liebesleben im vergangenen Jahr scheint Carl Gustaf seinem Junior wohl keine stichhaltigen Argumente mehr entgegensetzen zu können. Prinzessin Madeleine scheint die Trennung von ihrem Ex-Verlobten Jonas Bergström vor einem Jahr mittlerweile vollends überwunden zu haben – fit und strahlend erschien sie in Monaco als einer der wenigen noch verbliebenen ledigen royalen Stars der heiratsfähigen Generation. Mit einem gemässigten PippaMiddleton-Effekt, die als Schwester von Prinzessin Catherine vor zwei Monaten bei der Hochzeit in London auf einmal ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit gerückt war, könnten Charlènes sportliche und sympathische Brüder Sean-Michael und Gareth rechnen. Egal, ob die beiden an neuen Kontakten in Hochadel und Glamourwelt interessiert sind – es dürfte wohl nur eine Frage von Tagen sein, bis irgendein Klatschportal im Internet einem von Charlènes Brüdern eine Affäre mit einer Prinzessin oder einem Model andichtet. In der Reihe der europäischen Königs­ häuser fiel Grossbritannien einmal mehr durch die protokollarisch schwächste Besetzung auf: Mehr als Platz sieben der Thronfolge, Prinz Edward mit Gattin Sophie von Wessex – seit Jahren von den

Windsors gerne zu Hochzeiten im Ausland entsandt –, war für Monaco nicht zu erübrigen: Die Queen reist prinzipiell nicht zu solchen Veranstaltungen, Charles mit Camilla offenbar auch nicht, Kate und William sind offiziell wegen ihrer Reise nach Kanada entschuldigt – allerdings stand der Hochzeitstermin von Charlène und Albert schon lange fest. Als Verstärkung war ihm Prinz Michael von Kent, der durch die Heirat mit einer österreichischen Katholikin sowieso aus der Thronfolge fiel, mitgegeben worden. Die Kents reisen gerne zu Partys – auch mal zu völlig unköniglichen Anlässen, wenn sie dafür Antrittsgeld erhalten. Über Geld wurde bei der Hochzeit wenig gesprochen. Auf jeden Fall zeigte sich Albert nicht nur den königlichen und prominenten Gästen gegenüber spendabel, sondern auch seinen Untertanen: Die durften das Konzert der Eagles am Donnerstagabend gratis verfolgen, ebenso gab es für sie Platzkarten im Schlosshof, wo auf Grossleinwänden sowohl die zivile als auch die kirchliche Trauung verfolgt werden konnten. Am Freitagabend gab es zusätzlich ein Buffet mit monegassischen und südafrikanischen Spezialitäten – die meisten Besucher des fürstlichen Public Viewings waren sowieso besser gekleidet als viele geladene Gäste bei anderen Adelshochzeiten. Recht neu im Kreis der Adligen ist Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC): Er wurde erst im Jahr 2002 nobilitiert, König Albert von Belgien ernannte ihn zum Grafen. Protokollarisch den höchsten Rang konnte für sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy beanspruchen: Er zog als letzter Gast vor dem Brautpaar ein, ohne seine hochschwangere Frau Carla Bruni – aber sichtlich erfreut darüber, dass er hier mit Applaus empfangen wurde, nachdem ihn wenige Tage zuvor bei einem Termin in seinem Heimatland ein offenbar erboster Untertan am Jackett gepackt hatte und hinter die Absperrung hatte ziehen wollen. ­Jacques Chirac, sein Amtsvorgänger, fehlte – dafür erschien aber seine Frau Bernadette. Die Schweiz hatte offiziell Botschafter Ulrich Lehner, für die Eidgenossenschaft in Paris stationiert, entsandt. Zu seinem Zuständigkeitsbereich kraft Amtes gehört auch Monaco. Abenteurer und Ballon-Pionier Bertrand Piccard war

ebenso Gast wie der ehemalige Bobfahrer Christian Meili. Eingeladen waren auch der Uhrenkönig Yves Piaget aus Genf und der britische Wahlschweizer und Wahlmonegasse Sir Roger Moore, James Bond im Ruhestand. Ein seltener Gast: der südafrikanische Unternehmer Johann Rupert, CEO der in der Schweiz ansässigen Richemont-Gruppe, zu der unter anderem Cartier gehört (lieferte die Trauringe für das Fürstenpaar). Liechtenstein, neben Monaco das einzige noch souveräne Fürstentum in Europa, wurde von Erbprinz Alois und seiner Gattin Sophie vertreten. Wie sieht das künftige Leben von Fürstin Charlène aus? Albert bemüht sich, seinem Land neuen Glanz zu verleihen und auch neue wirtschaftliche Impulse zu bescheren. Dazu soll neu eine Modewoche in Monaco etabliert werden. An Beziehungen zu einflussreichen Modepersönlichkeiten fehlt es auf jeden Fall nicht: Giorgio Armani lieferte das Brautkleid und war bei der Trauung hervorragend platziert, Karl Lagerfeld (an seiner Seite ein attraktiver «Assistent») ist seit Langem Stammgast im Fürstentum. Der Herr über den Lifestyle-Konzern LVMH (Moët Hennessy – Louis Vuitton), Bernard Arnault, sonst eher ein seltener Partygast, Designer Roberto Cavalli, Isabell Kristensen, Inès de la Fressange und Charlènes Landsmann Terence Bray – alle machten ihre Aufwartung. An Kreativität mangelt es dem Fürstenpaar nicht: So wird der 103 Meter lange rote Teppich, über den die Gäste der kirchlichen Trauung einzogen, gestiftet von einem deutsch-iranischen Unternehmer, in 300 Stücke zerschnitten. Diese Einzelteile werden von Charlène und Albert signiert, gerahmt und bei einem Auktionshaus versteigert. Für die karitativen Projekte des Paares wird als Erlös eine siebenstellige Summe erhofft. Das wichtigste Projekt dürfte aber eine eigene Familie für Charlène sein. Bei Interviews im Vorfeld der Hochzeit hatten sie und Albert mehrfach den Wunsch nach Kindern formuliert. Für die Fürstin wäre ein Kind von Albert ihr erstes. Für Albert eines mit Charlène endlich ein Thronfolger. Andreas C. Englert ist stv. Chefredaktor der deutschen Illustrierten «Frau im Spiegel» und Royal-Experte. schweizer illustrierte

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Gang in ein neue Ära Die OlympiaSchwimmerin Charlene Wittstock lässt mit dem Ja-Wort ihr altes Leben hinter sich und tritt als Fürstin von Monaco die Nachfolge von Grace Kelly an.

Gestern und heute

Mehr Elega Fürst Albert II. von Monaco ist bekannt für seine zurückhaltende Art. Die neue Fürstin Charlène setzt dies mit ihrem puristischen Stil modisch perfekt um. u Mit

1956 schritt Hollywood-Star Grace Kelly (l.) in einem hochgeschlossenen Spitzenkleid von MGM-Kostümbildnerin Helen Rose zum Altar. 36 Näherinnen arbeiteten sechs Wochen daran. Obwohl Charlènes Haute-CoutureKleid von Armani Privé schlicht anmutet, stecken darin 2500 Arbeitsstunden, 80 Meter Seidenorganza und 50 Meter Seidenduchesse, 40 000 Swarovski-Kristalle, 30 000 Goldsteinchen und 20 000 Perlentropfen.

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ihrer poetischen Robe schrieb Grace Kelly 1956 Stil-Geschichte. Es war ein opulenter Traum wie aus dem Märchen: kein einfaches Erbe für die Olympia-Schwimmerin Charlene Wittstock aus Südafrika. Bereits Anfang Jahr verkündete die Braut die Zusammenarbeit mit ihrem Lieblingsdesigner Giorgio Armani, der für seine schlichte, abstrakte Eleganz und schnörkellose Mode weit über Italien hinaus bekannt ist. Daher blieben – anders als bei der Hochzeit

von Prinz William und Catherine – die Wettbüros geschlossen. Das schulterfreie, moderne Kleid mit zwei Schleppen wirkt skulptural. Leider lässt es wenig Bewegungsfreiheit für die Braut. Aber in der schlichten, anliegenden Robe kommt die Figur, besonders Charlènes lange Beine, perfekt zur Geltung. Für einen Bräutigam ungewohnt, aber den Temperaturen angepasst erschien Fürst Albert in der cremefarbenen Sommeruniform der Palastwache.


Charlène

Fotos Getty Images (2), HO, Reuters (2)

Albert

nz für Monaco Zeichen der Liebe Ein kurzer Moment der Innigkeit entsteht, als sich das Brautpaar die Eheringe von Cartier aus Platin und Weissgold (18 Karat) liebevoll gegenseitig ansteckt.

Modern Die Braut verzichtet auf ein Diadem und Ohrringe. Einziger Schmuck ist ein Geschmeide mit Blumenranken aus Swarovski-Kristallen.

Symbolträchtig Passend zur Blumendeko von Armani, steht der natürliche Brautstrauss mit Freesien, Maiglöckchen und Orchideen für wiederkehrendes Glück. schweizer illustrierte

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103 Meter Schaulaufen

Fotos Damien Meyer / AFP / Getty Images, Gisela Schober / Brauer Photos

Adel, Staatsoberhäupter, Sportler und Glamouristas: Festlich flanierten die geladenen Gäste über den roten Teppich.

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Schöner Nachwuchs Charlotte Casiraghi, 24, zeigt sich mit Langzeitfreund Alex Dellal, 27.

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Charlène

Modischer Sonnenschein

Immer wenn Charlotte Casiraghi, 24, an einem Event erscheint, ist sie eine Augenweide. Die schöne Tochter von Caroline, Prinzessin von Hannover, 54, und dem verstorbenen Stefano Casiraghi bezaubert mit einem Ensemble in Rosa und Schwarz im Pariser Chic mit sexy PlateauSandalen. Anstelle eines vom Dresscode gewünschten Hutes wählt sie ein sogenanntes «Headpiece» (Kopfteil) mit Blumen und Schleier von Chanel und setzt damit ein modisches Zeichen.


«Ich garantiere dir, dass du eine Stil-Ikone wirst» Karl Lagerfeld zu Charlène

Fotos Reuters, Getty Images (2), AP / Keystone

Divenalarm

Naomi Campbell, 41, mit ihrem Freund, dem russischen Immobilien-Magna­ten Vladislav Doronin, 49. Das wunder­schöne asym­ metrische Gala-Blumenkleid von Givenchy ist leider ein Fauxpas: Zur Zeremonie sind Cocktail-Kleider vorgeschrieben.

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Markenzeichen

Karl Lagerfeld erscheint protokollmässig gekleidet. Der exzentrische Mode-Zar trägt eine XL-Krawattennadel, fingerlose NietenHandschuhe und sein Markenzeichen – eine Sonnenbrille, die er nie abnimmt.


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Pin-up

Das Ex-«Playboy»-Bunny Victoria Silvstedt, 36, ist in ihrem schlichten, hautengen, nudefarbenen Jersey-Kleid zwar um Eleganz bemüht – die blondierte Mähne und die heissen Kurven verhindern es trotzdem.

Charlène

Eleganz pur

Italiens Mode-Legende Giorgio Armani, 76, erscheint mit Lieblingsnichte Roberta, 40. Für Charlènes Brautkleid erntet er von Karl Lagerfeld Lob, seine Nichte Bewunderung für ihr Cape und den avantgardistischen Hut.

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Strahlend: Kronprinzessin Victoria, 33, im Glitzerkleid, und Daniel, 37, von Schweden.

Farbenfroh: das holländische Kronprinzenpaar Máxima, 40, und Willem-Alexander, 44.

Lagunenblau, Senfgelb, Flieder und Nude dominieren die Outfits der weiblichen Gäste. Die Herren halten sich im Cutaway oder in Uniform diskret zurück Fotos Brauer Photos (3), Reuters (3), Getty Images (4), dpa / Keystone, dana Press

Super-Mama

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Mary von Dänemark, 39, hat ein gutes Stil-Gefühl. Neben Hut und Peeptoes in Nude, cognacfarbenen Lederhandschuhen und Clutch mit XL-Türkisen bezaubert sie im lagunenblauen Satin­kleid, das dank raffiniertem Schnitt eine perfekte Taille macht. Unglaublich, hat die Kronprinzessin doch gerade Zwillinge geboren!

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Süss: Mette-Marit, 37, und Kronprinz Haakon, 37, von Norwegen gut gelaunt.

Prinz Emanuele Filiberto von Savoyen, 39, mit seiner Clotilde, 42.


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Very british: Prinz Edward, 47, und Sophie, 46, vertreten die Queen mit viel Stil.

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Bezaubernd: die Geschwister Madeleine, 29, und Carl Philip, 32, von Schweden.

Wilde Prinzessin

Stéphanie von Monaco, 46, versucht ihrem Bruder zuliebe mit ihrem nudefarbenen Ensemble seriös zu wirken. Leider verrutschen Kleid und Stola immer wieder und müssen zurechtgezupft werden. Fauxpas: sichtbare Tattoos an Rücken und Fuss.

Königin Silvia, 67, von Schweden blendet im fliederfarbenen Kleid alle Skandale von Carl Gustaf, 65, aus.

Offiziell: Grossherzogenpaar Farbtupfer: KronprinzenMaria Teresa, 55, und paar Philippe, 51, von Henri, 56, von Luxemburg. Belgien und Mathilde, 38.

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Die Kinder von Caroline und Stéphanie zeigen: Das junge Monaco hat Stil und Klasse! Pünktlich treffen die Gäste im 30-Sekunden-Takt in den eleganten BMW-Limousinen aus den Luxus-Hotels Hermitage und De Paris am roten Teppich ein. Um schlimme Fauxpas zu vermeiden, stellt das Brautpaar im Vorfeld seinen Gästen Hair- und Make-up-Artisten zur Verfügung. Kein Wunder, schreiten europäischer Hochadel neben Hollywood-Stars und Sportlern perfekt gestylt in den Innenhof des Grimaldi-Palastes. Der 103 Meter lange, handgefertigte und in den monegassischen Wappenfarben Rot-Weiss gehaltene Teppich des Designers Jahn Kath dient als perfekter Laufsteg für glamouröse Roben und elegante Anzüge.

Bertrand Piccard, 53, repräsentiert mit seiner Ehefrau Michèle, 50, die Schweiz «comme il faut».

Sir Roger Moore, 83, in Begleitung seiner reizenden Frau Kristina Tholstrup, 70, in elegantem Nude.

Die dänische Designerin Isabell Kristensen, 44, erfüllt die Rolle der Brautjungfer in einem wallenden Seidenorganza-Kleid.

Ex-Formel-1-Fahrer Jacky Ickx, 66, Guy Laliberté, Gründer des Cirque du mit Frau Kaadja Nin, 51, die in einem Soleil, 51, mit Gattin Claudia Barilla eleganten Ethno-Outfit überzeugt. mit auffallendem Headpiece.


Prinzessin Stéphanie, 46, und ihre Kinder Louis, 18, Pauline, 17, und Camille, 12, zeigen sich farblich harmonisch aufeinander abgestimmt in Chanel.

Tatiana Santo Domingo, 27, begleitet ihren langjährigen Freund Andrea Casiraghi, 27, den ältesten Sohn von Caroline und deren zweiten Mann Stefano, zur Hochzeit. Die Kolumbianerin nimmt den Python-Trend dieses Herbstes bereits vorweg. Leider stört der Hut den frischen Look. Das Paar lebt in New York.

Prinzessin Caroline, 44, und ihre jüngste Tochter Prinzessin Alexandra von Hannover, 12, tragen romantisches Pastell im Stil der 20er-Jahre. schweizer illustrierte

Fotos Brauer Photos (3), Getty Images (4), Action Press / Dukas, AFP, Reuters

Junges Blut

Pierre Casiraghi, 23, erscheint mit seiner adligen Freundin Beatrice Borromeo, 25. Das Model be­zaubert in einem hellblauen Spitzenkleid.

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Die rauschende Ballnacht – ein Feuerwerk der Gefühle Achtung, Rutschgefahr! Albert und Charlène eröffnen den Hochzeitsball in der prachtvollen Opéra Garnier. Das Tanz­ parkett: Spiegelboden. Für den Hochzeits­ walzer entledigt sich die Braut ihrer Schleppe. Sie trägt ein schmal geschnitte­ nes Volant-Kleid von ihrem Lieblings­ designer Giorgio Armani. Nur geladene Gäste werden eingelassen. Das Fürsten­ paar lässt sein Volk aber mit einem gigantischen Feuerwerk am Fest teilhaben: 15 000 Feuerwerkskörper verzaubern die Bucht von Monaco.

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Begehrt

Stefano Casiraghi († 1990) wäre stolz: Seine Söhne Pierre (l.) und Andrea begleiten ihre Schwester Charlotte zum Ball. Sie trägt ein Kleid aus dem Hause Chanel.

Verführerisch

Topmodel Naomi Campbell präsentiert ihren perfekten Body stolz am Gala-Abend. Im weissen GivenchyKleid zeigt sie (fast etwas zu viel) Haut. Der Schmuck ist auf die grünen Steine ihres Kleides abgestimmt. Obwohl sie am Vorabend an der Hochzeits­party von Kate Moss mitgefeiert hat, sieht sie frisch aus.

Charlènes Brüder Gareth (l.) und Sean machen in ihren massgeschneiderten Cutaways eine identisch gute Figur. Seans Freundin erscheint in Schwarz. schweizer illustrierte

Fotos Gaetan Luci / Palais Princier, Getty Images (2), dpa / Keystone (2)

Die Jüngste aus dem schwedischen Königshaus, Prinzessin Madeleine, stiehlt in einer trägerlosen Haute-Couture-Robe ihren Geschwistern Victoria und Carl Philip fast die Show. Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Verlobten Jonas Bergström letztes Jahr wirkt sie gelöst und strahlender denn je.

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Dr. Elizabeth Teissier verrät, was die Sterne über die Ehe von Charlène und Albert sagen.

«Albert ist der geborene Verführer» (geboren am 25. Januar 1978) Charlène ist im Zeichen Wassermann geboren mit Aszendent Stier. Eine moderne, aufgeschlossene, unab­ hängige, etwas androgyne Frau, die aber im Grunde zurückhaltend, fast schüchtern ist. Bei ihrer Geburt stand Venus auf der Himmelsmitte, ein Zeichen für Erfolg durch Schönheit und Liebe. Eines ihrer wichtigsten Lebensziele, eine Heirat, hat sie erreicht. Trotz ihrer fortschritt­ lichen Einstellung ist sie konservativ und schätzt Traditionen. Mond und Mars im Löwen machen sie willensstark und dynamisch. Aus ihrem Horoskop geht hervor, dass sie nach einer relativ schwierigen Kindheit auf materiellen Erfolg, eine geschmackvolle Einrichtung und einen gewissen Luxus Wert legt. Die Hochzeit bedeutet einen radikalen Einschnitt in ihrem Leben. Eine Wende, die für sie nicht leicht ist, da sie damit ihre Unabhängigkeit verliert. Für sie beginnt ein neuer Zyklus von zwölf Jahren, der Entfaltung und Prestige verspricht.

Albert

(geboren am 14. März 1958) Albert ist im Zeichen Fische geboren mit Aszendent Zwillinge. Der sensible Fisch ist durch den Aszendenten Zwillinge (übrigens das Sternzeichen seines Vaters) für Kommunikation geeignet, obwohl er auf den ersten Blick eher etwas introvertiert erscheint. Tatsächlich dürfte der Fürst alles andere als ein Kind von Traurigkeit sein. Privat ist er eher der sinnliche Typ. Sein Junggesellenleben hat er sicherlich so weit wie möglich ausgekostet! Mit Saturn im Sektor Heirat und Partner­ schaft tut er sich schwer, eine feste Beziehung einzugehen. Möglicherweise ist eine frustrierende Beziehung zur Mutter (frühe Entwöhnung?) schuld daran, dass er seinen tiefen Gefühlen misstraut. Der Schock über ihren frühen Tod könnte dies noch verstärkt haben. Was er mit Prinz William übrigens gemein hat: Beide sind geborene Verführer!

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Starke sexuelle Anziehung

Die Planeten im Skorpion in Alberts Horoskop stehen in Opposition zum Stier in Charlènes Horoskop. Sie sind ein Hinweis auf eine starke sexuelle An­ziehung – wie beispielsweise zwischen Alain Delon und Mireille Darc oder Salvador Dalí und seiner Frau Gala. Allerdings dürfte Charlène dabei nicht immer im Einklang mit Albert stehen, da ihr weibliches Selbstvertrauen und ihr Image darunter leiden könnten. Sie kann sich nicht mit Alberts Hunger nach Abwechslung anfreunden. Das könnte eines der Probleme in dieser Beziehung werden. Es wird notwendig sein, einen Modus Vivendi zu finden. Obwohl der Fürst die Ehe mehr oder weniger als eine Einengung empfindet, hat Albert ein Bedürfnis nach Stabilität in seinem Gefühlsleben. Er wird sich mit der neuen Situation abfinden. Aber beide Seiten werden Konzessionen machen müssen. Eine grosse Übereinstimmung herrscht jedoch im Hinblick auf ihre Ziele: Beide engagieren sich für humanitäre Themen und ziehen dabei am gleichen Strick. Auch der starke Kinderwunsch sollte einer der Pfeiler dieser Bindung sein. Ausserdem fühlt sich Albert von seiner

Sie schweben auf Wolke sieben Für Albert und Charlène haben die Sterne so einiges parat. Ihr Kinderwunsch könnte bereits kommenden März in Erfüllung gehen.

Partnerin stimuliert. Sie eröffnet ihm neue Horizonte. Trotzdem wird es nicht leicht sein, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Wenn Albert aber auf sein bisher manchmal ausschweifendes Junggesellenleben verzichten kann und der gemeinsame Wunsch nach einem familiären «Nest» stark genug ist, kann diese Beziehung von Dauer sein.

Der Hochzeitstag

Der Neumond in Spannung zu Saturn macht das Datum der Hochzeit aus Sicht der Sterne nicht gerade ideal. Trotz Stress und Rummel rund um die Hochzeit und dem Sprung ins Ungewisse wird die Hochzeit für Charlène ein Glücksmoment sein. Kritische Phasen in den kommenden Jahren sind jedoch vorprogrammiert. Schon der kommende Sommer dürfte ziemlich «bewegt» werden, und hitzige Diskussionen sind an der Tagesordnung. Wirklich kritisch wird es im Sommer 2014. Dann beginnt eine Periode, in der eine Menge Geschirr zu Bruch gehen kann.

Schwangerschaft

Der Wunsch nach Kindern könnte zwischen März und Jahresende 2012 in Erfüllung gehen. In der Beziehung zwischen Albert und Charlène dürfte der Nachwuchs dazu beitragen, dass mehr Ruhe einkehrt.

Foto Fred Dufour / Getty Images

Charlène


Hautnah am Hoc

Hitze. Stundenlanges Warten. Doch dann der grosse Moment: Die Frischvermählten treten aus dem Palast. Unsere Reporterin Aurelia Forrer war drei Tage lang auf den Fersen von Charlène und Albert.

Am Puls SI-Reporterin Aurelia Forrer auf dem Place du Palais. Am Samstag verfolgte sie hier aus vier Metern Nähe, wie die VIPs zur Zeremonie schritten. Text aurelia forrer

Fotos David Cannon / PP / Getty Images, Stefan Bohrer / Blick

T

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ränen lügen nicht – oder zu­ mindest will ich das in diesem Fall glauben. Am Samstag um 18.49 Uhr zeigt die Grossleinwand auf dem Place du Palais die weinende Char­ lène Grimaldi, Fürstin von Monaco. Ein Lied, vorgetragen in der Kirche SainteDévote, treibt ihr die Tränen in die Au­ gen. Nach all den Flucht-Gerüchten kurz vor der Hochzeit will ich darin die Bestä­ tigung sehen, dass Charlène Fürst Albert wirklich aus Liebe heiraten wollte. Ihre Tränen machen die fehlende Atmosphäre auf den Strassen von Mona­ co wieder wett. Dass das Brautpaar nicht so verliebt wirkt wie Victoria und Daniel von Schweden, habe ich erwartet. Dass campierende Fans nicht wie in England zum Stadt- beziehungsweise Staatsbild gehören, auch. Aber keine Emotionen?! Der volksnahe Fürst hat für die zivile Trauung am Freitag ausschliesslich die 7618 registrierten Monegassen zur Party auf dem Place du Palais eingeladen – und ein paar Presseleute, die das Geschehen vor Ort beobachten dürfen. Bei 28 Grad (ich bin überzeugt, dass es sich dabei um

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Albert

Charlène

hzeitspaar

Bad in der Menge Nach dem Verlassen der Kapelle Sainte-Dévote nimmt das Fürstenpaar die Huldigungen des monegassischen Volkes entgegen.

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nachgefragt bei

Christian Meili Sportkollege Der ehemalige Bündner Bobfahrer Christian Meili und seine Frau Chantal kennen Fürst Albert seit Jahren. Sie erhielten eine von nur 200 «Family and Friends»Einladungen. Herr Meili, wann sind Sie nach der royalen Party ins Bett gekommen? So gegen fünf Uhr früh. Wir Bobfahrer bleiben immer am längsten. Es spielte eine fantastische Liveband. Die Party war überraschend locker und überhaupt nicht steif, wie man es bei den royalen Gästen erwarten könnte. Fürst Albert war auch Bobfahrer … Er ist nicht ganz so lange geblieben. Aber unsere Truppe hat gemeinsam mit ihm an der Eis-Bar in der Opéra einen Wodka-Shot auf die Hochzeit getrunken. Was haben Sie dem Brautpaar geschenkt? Offiziell gab es keine Geschenke, sondern Beiträge an Fürst Alberts Charity-Organi­ sation. Aber ich brachte ihm eine Engadiner Nusstorte mit. Die mag er besonders gern. Gab es noch Ansprachen? Ja, der Brautvater und Albert haben eine Rede gehalten. Der Fürst gab sich so, wie ich ihn kenne: humorvoll und unkompliziert. Er sagte das, was er gerade fühlte – gespickt mit Witzen. Albert, wie er leibt und lebt. War es für Sie ein Fürst oder ein Freund, der heiratete? Sagen wir mal: mein Freund, der Fürst. Es gibt natürlich schon Unterschiede zu den anderen Hochzeiten, an denen ich war. Die Organisation war beeindruckend, wie an einem Formel-1-Rennen. Die drei Tage waren sehr gut durchorganisiert und fast ein bisschen anstrengend. Was war für Sie der emotionalste Moment? Ich war ja überall dabei, aber am meisten berührt hat mich die kirchliche Trauung. Das Palais ist beeindruckend, und es war wunderschön, diese Zeremonie hautnah mitzuerleben. Haben Sie mal daran gezweifelt, dass Charlène Ja sagen könnte? Nie. Die Gerüchte um eine Pflichtheirat sind absoluter Blödsinn. Albert und Charlène haben nicht einfach beschlossen zu heiraten. Die hatten sich kennengelernt, aus den Augen verloren und dann wieder getroffen. Das ging über Jahre. Fürst Albert hat das eigentlich sehr gut gemacht.

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die Temperatur im Schatten handelt) fällt mir die Wahl zwischen Treppe oder Bus Richtung Palasthöhe leicht: Um 14.10  Uhr nehme ich die 1er-Linie bis nach Monaco-Ville. Hier beim Ozeanografische Museum sollten sich die Journalisten, welche bei «Statue Mer» platziert sind, treffen. Aber wieso eine halbe Stunde warten, wenn man einen Badge besitzt und den Weg auch ­allein findet? Die letzten fleissigen Helfer richten die weisse Sofa-Lounge, die unzäh­ ligen Champagner-Gläser und die riesigen Buffet-Stände her. Wow, hier wird mit Stil gefeiert. Wie ein Fremdkörper betrachte ich das Geschehen. Nach dem langweiligen Warten in der prallen Sonne freue ich mich um 14.30 Uhr über die Entdeckung, dass mein Kleid wunderbar zur Farbe des Palastes passt. Wie schön. Aus Respekt vor dem Anlass wurde im Voraus für die Frauen folgender Dresscode verlangt: Cocktail-Kleid, bedeckte Schultern, kein Weiss. Um 15.15 Uhr werde ich aufgefordert, zu meiner Gruppe zu gehen – rechte Seite auf einem kleinen Podest. Gemeinsam mit Anna aus Polen, Marja aus Finnland und Julien aus Frankreich bilden wir ein Zeit-Totschlagen-Grüppchen. «Da Fürst Albert auch Staatsoberhaupt ist, muss er eine zivile Trauung durchführen», erklärt mir der Franzose auf meine Anmerkung, weshalb wir gleich zwei Tage schwitzen müssen. Immerhin bringen die Presse­ verantwortlichen regelmässig 33-cl-­VittelFlaschen vorbei. Vom langweiligen Warten kommt mir erneut mein Kleid in den Sinn – ein Foto von mir mit dem Palast im Hintergrund wäre schön. Marja begleitet mich ein paar Meter näher an den Palast heran. «Please, go away!», weist mich jedoch ein Sicherheitsmann an und schickt mich wieder auf meinen «Podest»-Platz zurück – denn jetzt treffen die Monegassen ein. Anscheinend wissen sie nichts vom Dresscode: Schulterfrei ist noch angesagter als die Farbe Weiss. Côte-d’Azur-Chic? Jedenfalls sind die Einwohner des zweitkleinsten Staates der Welt durchaus schöne Menschen. Nur vereinzelt auf­ gespritzte Gesichter und knallige Kleider, dafür trägt jede Frau hohe Schuhe. Stylisch um jeden Preis scheint die Devise. Sie platzieren sich vor der Leinwand. Sonnenschirme zum Schutz vor der Hitze sind wegen des «Gesamtbildes» nicht erlaubt. Um 16.59 Uhr gehen die Screens an, die Menge klatscht. «Sie kann noch Nein sagen», meint Julien. Nur neun Minuten später schreits hinter mir: «Elle a dit oui!» Der Screen geht aus.

«Die Leute klatsch doch Liebe sein!» Um 17.38 Uhr informiert man, dass Charlène «NICHT» ein Chanel-Kleid getragen habe und das Paar in vier Minuten auf dem Balkon erscheinen werde. Ich sehe nur Charlènes rechten hell­ blauen Ärmel gelegentlich aus dem Fenster winken. Die Leinwand direkt unter dem Fenster schaltet wieder ein. Zu spät: Gleich zwei Küsse habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits verpasst. «Bonne fête!», wünscht Fürst Albert seinem Volk, das er natürlich zu Speis und Trank eingeladen hat. Wir Journalisten dürfen uns allerdings noch nicht zur Monegassen-Schar mischen. Doch: Um 18.25 Uhr servieren uns die Pressebetreuer das erste Cüpli. Eiskalt, fein und in hübschen Plastikbechern – gesponsert von Perrier-Jouët. Dank der Hitze wirkt der Champagner sofort, und ich bin fit, die 85 Treppen in die Stadt zu laufen, vorbei an den 30 aufgestellten Toiletten und an den nach Hause gehenden Monegassen. Die hohen Hacken der Frauen entpuppen sich hier als treppenfeindlich. Meine Bilanz der zivilen Trauung: drei Stunden tatenloses Warten, drei leere Wasserflaschen, zwei nicht gesehene Brautpaar-Küsse, zwei Mückenstiche und ein paar Cüpli. Tag zwei, der Tag der religiösen Hochzeit, steht an. Neues Kleid – ähn­ liche Farbe, Schultern bedeckt – neue


Albert

Charlène

Die Hochzeit in Zahlen

001-M

steht auf dem Nummernschild des Lexus LS 600h L Landaulet, mit dem das Brautpaar zur Kirche Sainte-Dévote fährt.

0,1

Sekunden dauert das Küsschen, das sich Albert und Charlène bei der kirchlichen Trauung geben.

7618

Tränen Eine Videoleinwand vor der Kapelle Sainte-Dévote überträgt live den emotionalen Ausbruch von Fürstin Charlène.

Foto David Cannon / PP / Getty Images

en und jubeln. Es muss Chance. Diesmal will ich mit meiner Presse-Truppe um 14.30 Uhr auf den Platz gehen. Mit einer Stunde Verzögerung klettern wir auf unser Podest, und die Action geht sogleich los. Um 15.34 Uhr trifft Musiker Jean Michel Jarre ein. Die 3500 exklusiven Zuschauer auf dem Platz klatschen – so auch Roger Moore, Karl Lagerfeld, Bernadette Chirac und Nicolas Sarkozy, der in der BMW-Limousine auf dem Weg zum roten Teppich noch am Telefon hängt. So gesehen ist mein Platz perfekt. Alle der geladenen 800 Gäste fahren nur vier Meter neben mir vorbei. Manche haben den Sichtschutz hochgezogen, andere wie die royale Familie von Monaco, Kronprinz Haakon von Norwegen oder Kronprinzessin Victoria von Schweden «spienzeln» bereits auf den Platz. So nah wie jetzt war ich Blaublütern noch nie! Neben Geklatsche beginnt die Masse gar zu jubeln: Als Charlène den roten Teppich betritt, erheben sich alle. Langsam beginne ich, die Monegassen und ihre Art zu feiern zu verstehen. Sie sind keine Marktschreier, keine Aufmerksamkeitserreger. Sie sind die stillen, diskreten Supporter ihres Fürsten, der ihnen im Gegenzug drei Tage pure Unterhaltung mit Gratiskonzerten liefert. Der aber auch vieles reguliert und zum Beispiel dafür sorgt, dass es trotz Hochzeit mehr Ferrari- als Brautpaar-

Souvenirs zu kaufen gibt. Produkte mit seinem und Charlènes Konterfei wünscht der Palast nämlich nicht. Als Charlène den Altar erreicht, darf ich mich endlich – mit Erlaubnis – auf den Podestrand setzen und so die Zeremonie verfolgen. Mehrheitlich herrscht Ruhe. Beim Austausch der Ringe und nach Gesangsdarbietungen wird auf dem Platz ab und zu geklatscht. Das vor Gott getraute Brautpaar tritt um 18.33 Uhr aus dem fürstlichen Palast. Jetzt gehts fast schon wild zu und her. Vereinzelt sind Gäste auf ihre Stühle gestiegen, um einen besseren Blick zu erhaschen. Wie entrückt werfen sie weisse Rosenblätter auf das Fürstenpaar. Das ist er jetzt, der emotionale Höhepunkt – mehr geht in diesem wohlerzogenen Ministaat nicht. Zum Glück gehört neu eine Süd­ afrikanerin dazu. Charlène hat sich während der Tage wunderschön tapfer, ja fast zurückhaltend präsentiert. Bis um 18.49 Uhr. Die Leute klatschen und jubeln – Tränen fliessen der Braut über die Wangen! Es muss doch Liebe sein!

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Monegassen, also jeder einheimische Einwohner des Fürstentums, haben eine persönliche Einladung für die zivile Trauung erhalten.

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monegassisches Familienmitglied glänzt durch Abwesenheit (und wird auch von niemandem vermisst): der (Noch-)Ehemann von Prinzessin Caroline Ernst August von Hannover.

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Quadratmeter misst der 103 Meter lange rote Teppich vor dem Fürstenpalast, der für karitative Zwecke in 300 Stücke geschnitten und dann versteigert wird.

9

Staatschefs sind unter den Hochzeitsgästen, der wichtigste: Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Wermutstropfen: Er kommt ohne seine schwangere Frau Carla Bruni.

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Spitzenköche unter der Leitung von Alain Ducasse bereiten das Hochzeitsmenü zu.

450

Gäste sind zum Dinner geladen, für sie gibts unter anderem «Barbaguians», eine mone­ gassische Spezialität aus Blätterteig, sowie Drachenkopffisch und Gemüse aus den Gärten von Roc Agel, dem Landsitz des Fürstenhauses.

250

Franken und mehr werden im Internet bereits für eine 2-Euro-Gedenkmünze mit dem monegassischen Hochzeitspaar bezahlt.

4

Tonnen Feuerwerk werden am Abend verpulvert. Die letzte Rakete steigt 300 Meter hoch.

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Millionen Franken soll das ganze Fest gekostet haben. Fürst Albert kann es verschmerzen. Sein Vermögen wird auf zwei Milliarden Euro geschätzt.

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Tage nach dem Tod von Fürstin Gracia Patricia hat Monaco wieder eine Fürstin. schweizer illustrierte

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Albert

Charlène

Monacos neue Fü

Hält ihre Liebe dem ewigen Vergleich mit seiner Mutter stand? Waren fünf Jahre genug der Wartezeit? Eva Kohlrusch über die Ehe von Fürst Albert und Charlène.

elche Überraschung: Plötzlich, zur Hochzeit, haben wir einen verliebten Fürst Albert und eine noch verliebtere Charlène gesehen. Scheint so, als hätten die letzten bangen Momente vor dem endgültigen Ja-Wort Schleusen der Zuneigung geöffnet. Bislang gab es zwei Sorten von Fotos der beiden: zum einen die offiziellen, die sie als repräsentative Figuren zeigen. Ein Paar wie in Marmor gehauen. Er wundersam schlank geworden, seiner Regenten-Würde bewusst. Sie statuenhaft, überirdisch schön und von einer Eleganz, die verwegensten Haute-Couture-Träumereien entstammt. Man fragte sich, ob eine Ästhetik wie diese jemals lebbar ist, da sie doch nur eine Idee fixiert: den Augenblicksentwurf eines Paares. Kaum mehr als Symbolik. Aber daneben gab es Fotos, die überraschenderweise Zärtliches offen­ barten. Wenn er etwa ihre Hand an die Lippen zog oder beider Finger auch bei offiziellen Fototerminen heimlich verhakelt sind. Selten wirkte Fürst Albert aber so gelöst wie jetzt im Hochzeitstrubel. Plötzlich zeigt er Gefühle. Ein sanfter Mensch, der in die Auserwählte ver­­liebter zu sein scheint, als er je zugab. Auch Charlène zeigt endlich, wie herzlich sie ist, wie zugewandt. Manchmal koboldhaft trotz ihrer geradezu perfekten Statur als neue Fürstin, die es mit der verstorbenen Gracia Patricia aufnehmen will. Beruhigt konnte der Betrachter dieses Paares Spuren dafür sammeln, dass sich vor seinen Augen wieder mal eine Lovestory entspinnt. Immer hungern wir – das Publikum – ja auf Beweise, dass es das alles gibt: Liebe, Hoffnung, sich erfüllende Märchen.

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«Was wird aus der Liebe, wenn man Repräsentationsfigur eines Staates wird?» eva kohlrusch Doch was wird aus der Liebe, wenn man Repräsentationsfigur eines Staates wird? Wie bewahrt man sich Normalität in solchen Rollen? Noch dazu, wenn man den Mythen standhalten muss, die sich um das vormalige Fürstenpaar und alle Grimaldis ranken – die meisten nicht nur glamourös, sondern tragisch? Wie falsch immer das Gerücht gewesen sein mag, Charlène habe dem monegassischen Traum in letzter Minute entfliehen wollen, sei schon am Flughafen Nizza gewesen mit einem One-Way-Ticket zurück nach Südafrika. Der Palast dementierte – undenkbar ist Panik nicht für Brautleute. Gracia Patricia kannte dieses Gefühl im April 1956, Tage vor der eigenen Hochzeit, sehr genau, als sie innerlich

noch Grace Kelly war – vor Ort, in der Hektik der Hochzeitsvorbereitungen, jedoch künftige Fesseln er­ahnte. «Kannst du dir vorstellen, wie klaustrophobisch eng das hier ist? Als würde man ganz New York auf der Spitze einer Stricknadel balancieren …», stöhnte sie gegenüber ihrer Freundin Charlotte Winston, um verzweifelt zu erkennen: «Die ganze verdammte Welt wartet darauf, dass ich heirate. Ich kann da jetzt wirklich nicht mehr raus.» Ähnlich hatte sich auch Diana gefühlt. Glaubte sie sich eine Woche vor dem Ja-Wort ausgeliefert, «weil doch schon alle Monogramme in die Wäsche gestickt waren», und bekannte später: «Am Morgen vor der Hochzeit hatte ich das Gefühl, ein Lamm zu sein, das zur Schlachtbank geführt wurde.»

Foto Dan Kitwood / Getty Images

W

People-Expertin Eva Kohlrusch ist «Bunte»-­Kolum­nistin und eine der anerkanntesten Society-Journalistinnen.


rstin Fahrt ins Glück «Kann Charlène den Mythen standhalten, die sich um die Grimaldis ranken?», fragt Eva Kohlrusch.

Im Gegensatz zu Gracia Patricia und Diana, die beide ihren Bräutigam nur aus der Distanz kannten, hat Charlène eine fünfjährige Beziehungsgeschichte mit Fürst Albert hinter sich. Sie kennt die Riten bei Hof, hat enge Freundschaft mit ihren Schwägerinnen Caroline und Stéphanie geschlossen. Alles scheint erprobt. Das Leben in Monaco dürfte also schon wie Heimat schmecken. Diana klagte einst: «Ich wurde einfach ins Wasser geworfen.» Gracia Patricia erschrak, als ihr Mann ihr mahnend vorgab, «unter Aristokraten gilt es als geschmacklos, Gefühle zu zeigen». Charlène hingegen konnte ihr neues Leben Schritt für Schritt erfassen, wurde geschult für ihre künftigen Aufgaben, bevor alles ernst wurde. Seit der Verlobung geschah diese Anpassung in Siebenmeilenstiefeln, wie die Bilder zeigen: neuer Modestil, neue Nase, sicheres Auftreten, Spuren von Selbstgewissheit und Eigenmacht. Und doch: Ehealltag beginnt bei Fürstens kaum anders als im normalen Leben – erst ist man euphorisch, dann will

man umerziehen und sagt Sätze wie «So habe ich mir das mit uns nicht vorgestellt.» Gracia Patricia erklärte, als sie sich trotz ihrer beiden Kinder sehr einsam in Monaco fühlte: «Die grösste Veränderung in meinem Leben war nicht der Palast. Es war die Anpassung an die Ehe selbst. Ich habe in New York und in Kalifornien allein gelebt, und mein Tagesablauf drehte sich um meine Arbeit. Ich musste pünktlich im Studio sein. Ich musste meine Mahlzeiten danach ausrichten, wann sie in die Arbeit passten. Meine Karriere war der absolute Mittelpunkt dessen, was ich tat. Nun dreht sich mein Leben um meinen Ehemann.» Ähnlich wird es Charlène ergehen. Obwohl Albert vieles lockerer nimmt, als sein Vater es tat, der seiner Frau das Filmen untersagte. Albert unterstützte Charlènes Schwimmtraining, hat ihr Aufgaben übertragen, die ihr als ehemaliger Schwimmstar Südafrikas ein besonderes Anliegen sein dürften. Sie wird zuständig sein für die Special Olympics sowie für den Austausch zwischen Europa und dem neuen Afrika, hat schon eigene Netzwerke aufgebaut. Privat wird sie sich auf ihre seelische Durchhaltekraft besinnen. Sie bringt eine unbekümmertere Lebenserfahrung ein, als sich die Grimaldis in ihren höfischen Regeln je erlaubten, ist direkter, spontaner, bringt ihre neue Familie zum Lachen. Ihre Warmherzigkeit steckt an und imponiert: Fünf Jahre hat sie ertragen, dass Albert ein Ehe-Zauderer war, der nie eine öffentliche Liebeserklärung abgab. Als er und Char­lène längst ein Paar waren, sprach er von Hochzeit und Ehe wie von etwas Allgemeinem, das mit Charlene Wittstock nicht das Geringste zu tun zu haben schien. Er liess Sätze vom Stapel wie: «Ich habe im Moment keine Heiratspläne» oder «Sagen wir, dass ich fürs Nächste nicht vorhabe zu heiraten.» Und der vor der Verlobung verkündete, dass er mit zwei Frauen unehe­liche Töchter hat. In manchen Jahren sah Charlène selber so aus wie ein verheimlichtes Kind – und trotzdem hat sie nicht nur die Grimaldis mit ihrer Herzlichkeit aufgemischt. Sie hat auch die Monegassen mit ihrer diskreten, gewinnenden Art für sich eingenommen. So wie sie heute auftritt, ähnelt sie geradezu beängstigend jener Frau, die Fürst Albert bislang am meisten liebte: seiner Mutter. Für eine Ehefrau kann das Glück bedeuten. Oder das Gegenteil. Mitarbeit Ursula Borer, Sandra Casalini, Aurelia Forrer, Sylvie Kempa, Thomas Kutschera, Nina Lienhard, Bettina Portmann, Beatrice Schönhaus, Alejandro Velert


Inhalt Leute 46

Leute Rolf Maibach & Marianne BarthelmyKaufmann, Dänu Wisler, Rolando Villazón & Martina Janková, Anita Buri & Stephan Meier

Party 50 53

Moon and Stars Piazza Grande, Locarno Sporthilfe-Golfturnier Limpachtal SO

Raumfahrt

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54

Claude Nicollier Der einzige Schweizer Astronaut nimmt Abschied von Atlantis & Co.

Sport 60

u schwerelos Noch heute träumt Claude Nicollier von seinen vier Abenteuern im Weltraum. Besonders gern stellt der Waadtländer Astronaut die Position nach, in der er von Cape Canaveral an Bord eines Space Shuttles ins All startete.

Ronnie Schildknecht Als Ironman unerbittlich, gönnt er sich mit Freundin Christina auch mal ein Glas Wein

Gesellschaft 65

Maja Brunner Happy Birthday! Schauspieler Erich Vock gratuliert der beliebten Sängerin zum 60. Geburtstag

Check-up 71 72 74

Psychologie Was Kinder wissen sollten, wenn Eltern psychisch krank sind Alzheimer Wie Sie mit Gehirntraining Ihre geistigen Reserven fördern können Cellulite Der Darm ist die wahre Ursache der Orangenhaut! Ein neuer Ratgeber hilft

Weekend Fotos Fred Merz / Rezo, Heike Grasser / People Press, Fabienne Bühler

81

65 u Bodenständig Volksmusik-Star Maja Brunner feiert einen runden Geburtstag. Erich Vock gratuliert.

60

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Und … 67 98 88 92 96

Notabene von Helmut Hubacher Auf einen Espresso mit Frank A. Meyer und Marc Walder Impressum Horoskop Leserbriefe

u Eisenhart Auf dem Weg nach Hawaii ist Triathlet Ronnie Schildknecht am Sonntag in Zürich gefordert.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 259 86 22, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

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leute

wer liebt wen

Der Frühling trägt Früchte u Da fackelt einer nicht lange! Letzte Woche bestätigte Skirennfahrer Carlo Janka, 24, an dieser Stelle sein Beziehungsaus mit Martina Gebert. «Wir haben uns schon vor einigen Monaten getrennt.» SI online hat inzwischen herausgefunden: Er ist frisch verliebt! Seine neue Freundin heisst Myriam Joos, 24, und wollte 2010 Miss Schweiz werden. Offenbar genoss das Paar die junge Liebe bereits in den Frühlings­ferien auf Mauritius. u Ein zweites Bärner Meitschi für

Bereits zum dritten Mal steht Dänu Wisler auf dem Eiger – doch zum ersten Mal mit Alphorn.

Hollywood? Die Berner Ex-Miss-SchweizKandi­datin Maria Dolores Diéguez, 29, und Hollywood-Schauspieler Joseph Fiennes, 41, erwarten ihr zweites Baby. Sie zeigte ihren kugelrunden Bauch an einem Mode-Event in Madrid. Seit März 2010 sind sie Eltern von Eva Lucia, nun bekommt das Mädchen ein Geschwisterchen. u Neben Monaco fand am Wochenende

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr Stars in dieser Woche u Roman Kilchsperger u Melanie Winiger u Quincy Jones u Monika Fasnacht u Corinna Schumacher

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Dänu Wisler

Der Gipfel des Alph u Er kann sich nicht erinnern, was zuerst war – das Alphorn oder die Idee. Aber die Vorstellung, eines Tages auf dem Eiger zu spielen, liess den Berner Musiker Dänu Wisler, 46, nie mehr los. Vergangenen Freitag hat Wisler den Wahnsinn wahr gemacht: «Auf- und Abstieg waren ein Riesenkrampf.» Das Horn auf dem Rücken bereitete ihm Gleichgewichtsprobleme. Es baumelte – er taumelte: «Auf dem windigen Grat fühlte es sich an wie ein Segel.» Oben angekommen, fragte er sich: «Zum Himmel, was tue ich hier?» Eigentlich wollte er auf 3970 m ü. M. ein Stück für seine neue CD aufnehmen. «Aber der Wind war so stark, ich hörte mich selbst nicht.» Davon lässt er sich nicht betrüben und scherzt: «Ich habe sowieso bestimmt schon besser gespielt als mit so wenig Puste und bitterkalten Fingern.» yz

Endlich ist es Dänu Wisler gelungen, seine beiden Leidenschaften zu vereinen: den Eiger und das Alphorn. Fotos Marcel Nöcker, Hervé Le Cunff, Geri Born, HO, Reuters, Konrad Rösti, Dick Vredenbregt

im englischen Little Faringdon noch eine andere VIP-Hochzeit statt: Topmodel Kate Moss, 37, und Rock­musiker Jamie Hince, 42, sagten Ja. Sie trug John Galliano, er Yves Saint Laurent. Auf ihrem grossen Anwesen schmiss das Paar nach der Trauung eine Wahnsinns­ party, die es sich rund eine Million Franken kosten liess: Iggy Pop, Beth Ditto und Snoop Dogg traten auf.


Der König und seine Hirtin: Rolando Villazón mit der Bernerin Martina Janková. Rolando VillazÓn & Martina JankovÁ

Eine Bratwurst für den König

orn-Spiels

u Der quirlige Mexikaner ist stimmlich einer der grössten Tenöre. Jetzt will Rolando Villazón noch höher hinaus: In Mozarts Oper «Il re pastore» verkörpert er Alexander den Grossen. Die Schweizerin Martina Janková singt die weibliche Hauptrolle, die eigentlich eine männliche ist: Die Partitur als Hirtenknabe Aminta wurde für Kastraten komponiert. Jankovás langes Haar ist unter einer Perücke versteckt. Premiere ist am 4. Juli im Opernhaus Zürich, weitere Aufführungen finden im Rahmen der Festspiele am 7. und 9. Juli statt. «Danach gönne ich mir am ‹Sternen-Grill› eine Bratwurst», verrät Rolando Villazón sein Ritual, «und schaue mir im Fraumünster die Chagall-Fenster an.» Caroline micaela Hauger

Marianne Barthelmy & Rolf Maibach

Haiti-Stimmung auf der Älggi-Alp

u Jetzt stehen sie – in doppelter Hinsicht – im Mittelpunkt der Schweiz: Die im Januar vom «SwissAward»-Publikum gewählten «Schweizer des Jahres 2010», die Pflegefachfrau Marianne Barthelmy-Kaufmann und der Arzt Rolf Maibach, sind am vergangenen Samstag geehrt worden. Auf der Älggialp OW, dem geografischen Zentrum der Schweiz, wurden die zwei Haiti-Helden mit einer Inschrift verewigt. Aber es wurde auch gemeckert! Ziegen staksten durch die Gästeschar und soffen am Buffet die Gläser mit saurem Most leer. «Wie daheim in Haiti», meinte Maibach. «Dort fressen Geissen dauernd die Blumen in unserem Spitalgarten.» MH

Marianne BarthelmyKaufmann, Rolf Maibach und die Metallplatte mit ihren eingravierten Namen.

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leute

Seit zwei Jahren sind Stephan Meier und Anita Buri ein Paar – seit einem Jahr wohnen sie zusammen mit Anitas Sohn Jeremy (sein Vater ist Ex-Fuss­ baller Marc Hodel) unter einem Dach.

anita buri & stephan Meier

«Jetzt stelle ich die Fragen!»

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Hause erzählt. Und Beachsoccer-Spieler Stephan Meier, 29, findet seine Part­ nerin als Moderatorin «sehr authentisch, weil Menschen und ihre Schicksale sie interessieren». Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi und Karin Haug-Bleuler, die Geschäftsführerin der Stiftung Wunderlampe, werden Anitas erste Gäste sein. Kaum erstaunlich, dass Jeremy findet, diese Sendung sei eher was für «Grossi». Denn sein Traumgast wäre – Justin Bieber! bp

Teamwork: Anita begleitet Stephan an seine Spiele, er hält ihr den Rücken frei für ihr Engagement bei der Kinderhilfsorganisation Camaquito und ihrer Tätigkeit als Designerin der Blembal-Handtaschen.

Rose

kaktus

Jasmine Jost Zentralpräsidentin Allpura u Putzen kann jeder. Aber Reinigen will gelernt sein – und auch anständig bezahlt! Ab 2012 erhält das Reinigungspersonal, das einem Gesamt­arbeitsvertrag unterstellt ist, jährlich bis zu 2,5 Prozent mehr Lohn. Damit setzen der Verband der Reini­gungs­branche, Allpura, und die Gewerkschaft Unia ein viel­versprechendes Signal. Liebe Frau Jost, für diese verbesserte Wertschätzung der Arbeit von 50 000 Personen in der Schweiz schicken wir Ihnen unsere Rose. Und wenn Ihre Branche die Löhne noch weiter erhöhen wird, folgt ein ganzer Blumenstrauss!

hansjörg muralt Gemeindepräsident Huttwil BE u Nicht ganz hundert! Die Gemeinde Huttwil BE liess die Sprintbahn sanieren. Mit neuem Tartanbelag wurden jedoch nur die ersten 97 Meter überzogen, das letzte Stück rennt man auf Beton. Die Gemeinde hatte gedacht, nur Schulklassen würden dort sprinten. Und für die genügen ja 80 Meter. Weit gefehlt, denn auch der Turnverein und die Leichtathletik-Vereinigung trainieren hier. Lieber Herr Muralt, knapp daneben ist auch vorbei – vor allem im Sport. Da hilft nur noch unser Stachel-Doping. Unser Kaktus treibt zu Höchstleistungen an – bis zum (aller)letzten Meter!

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Fotos Hervé Le Cunff (2), HO (2)

u Gut Ding will Weile haben. Schon als sie 1999 zur Miss Schweiz gewählt wird, träumt Anita Buri, 33, von einer eigenen TalkSendung. Jetzt ist es so weit: Ab diesem Mittwoch moderiert die Thurgauerin auf Tele Top einmal pro Woche den «Top Talk». «Bei diesem Sender ist mein Dialekt willkommen. Und ab jetzt stelle ich die Fragen», freut sich Anita Buri. Von ihrem Sohn Jeremy, 8, erntet sie ein «Cool, Mami!», als sie die Neuigkeit zu


Sting und das Orchester Der britische Pop-Barde spielt am 9. Juli seine grossen Hits – mit symphonischer Klangkulisse.

Romantik pur bei Moon and Wo Stars den Himmel küssen

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m Freitag ist es so weit: Good-News-Chef und Gastgeber André Béchir eröffnet das diesjährige Moon and Stars-Festival auf der Piazza Grande in Locarno. Zu Beginn gibts gleich einen Schweizer Hammer: Bligg, der erfolgreichste Schweizer Hip-Hopper, kommt mit Deutschlands ­relaxedstem Reggae-Schunkler Gentleman. Tags darauf dann Rock-Kultur pur mit Sting und einem SymphonieOrchester. Moon and Stars kombiniert internationales Show-Spektakel mit der verträumten Romantik einer südländischen Kleinstadt. Darum lockt das Festival auch dieses Jahr viele Top-Stars an wie Santana, Zucchero, Joe Cocker, Gianna Nannini, Roxette, Bryan Adams und Jack Johnson. Und mit ihnen kommt auch die Prominenz aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Sie treffen sich in der grosszügigen Orange VIP-Lounge gleich hinter der grossen Bühne auf der Piazza. Doch viele lassen es sich nicht entgehen, das Konzert mitten in der Menge unter freiem Sternen­ himmel zu geniessen. Ein einmaliges Erlebnis am Moon and Stars! Text zeno van essel

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Roxette Freudiges Wiedersehen mit dem schwedischen Erfolgsduo, das am 14. Juli sein Schweizer Comeback feiert.

André Béchir Der Chef der Konzertagentur Good News ist der Erfinder von Moon and Stars in Locarno.

Bligg Der Zürcher Hip-HopChef eröffnet das Festival am 8. Juli mit seinen humorvollen, fetzigen Mundart-Rapsongs.


VIP-Lounge

nachgefragt bei

Tom Sieber

Stars

Jack Johnson Der surfende Sonnyboy aus Hawaii mit den ­sanften Songs beehrt das Moon and Stars in Locarno am 17. Juli.

Santana Der tropisch anmutende Sound des Meisters der singenden Gitarre breitet sich am 10. Juli über die Piazza Grande.

Joe Cocker & Gianna Nannini Zwei Künstler voller Gegensätze, aber beide mit unverwechselbarer Reibeisenstimme sorgen am 12. Juli für einen unvergesslichen Konzertabend auf der Piazza Grande.

Zucchero Für den unbestrittenen König des italienischen Rock wird das Konzert am 11. Juli zu einem echten Heimspiel.

Bryan Adams Der in der Schweiz äusserst beliebte Kanadier schwingt am 16. Juli auf der Moon-andStars-Bühne die Gitarre.

Herr Sieber, was ist das Besondere am Moon-and-Stars-Festival? Die Piazza Grande in Locarno ist eine einzigartige Kulisse für Konzerte. Da kommt Gänsehaut auf. Gehen Sie selber nach Locarno? Ja, das lasse ich mir nicht entgehen. Ich freue mich auf Stars aus meiner Jugendzeit: Gianna Nannini, Santana und Joe Jocker. Musikalisch leben Sie also eher in der Vergangenheit? Nein. Ich mag auch viele aktuelle Songs und Künstler. Meine Kinder rüsten meinen iPod laufend mit neuer Musik auf. Orange und Musik, passt das zusammen? Unbedingt! Musik ist für uns neben Kino das wichtigste Sponsoring-­ Thema. Beides passt zu unserer Strategie, in der Schweiz führend im Bereich des digitalen Entertainments zu sein. Wir bieten den Kunden zahl­reiche Möglichkeiten, ihre mobilen Geräte auch zum Spielen, zum Filme­schauen und natürlich zum Musik­hören zu nutzen. Und was haben Ihre Kunden konkret vom Musik-Sponsoring? In unseren Citydisc-Geschäften oder in unserem Online-Musikshop erhalten sie die Alben meist speziell günstig, manchmal sogar exklusiv. Dazu ­können sie Tickets vorab beziehen und an Wettbewerben, exklusiven «Meet & Greet» mit Stars oder unvergesslichen VIP-Abenden teilnehmen. Sie haben Glück. Als Chef von Orange sehen Sie alle Konzerte und treffen die Stars. Ja. Aber natürlich gehe ich auch nach Locarno, um Kunden und Partner zu treffen. Das Festival eignet sich dafür besonders gut.

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Fotos WireImage / Getty Images, RDB, HO (9), Olaf Heine / Deutsche Grammophon

Zauberhafte Piazza Grande Die Altstadt von Locarno bietet eine weltweit einzigartige Kulisse für ein internationales Show-Spektakel.

Tom Sieber ist CEO des Schweizer Kommunikations­ anbieters und Moon-and-StarsSponsors Orange.

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party

«Happy Birthday zum 39.!» Sport­ moderator Paddy Kälin gratuliert Geburtstagskind Bruno Kernen (l.).

Übungsbedarf für die GolfModeratorin im Schweizer Sportfernsehen: Jennifer Ann Gerber ist erst «platzreif».

Berner Golf-Freunde: alt Bundesrat Dölf Ogi (l.) und YB-Präsident Benno Oertig.

Zum Vorspiel ein Ständchen Spass und schöne Töne am Golf-Masters der Sporthilfe

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in «Happy birthday to you» aus achtzig Kehlen wird nicht vielen zuteil. Bruno Kernen schon. Ehe sich die Mitspielenden am Golfturnier der Stiftung Schweizer Sporthilfe im Golfklub Limpachtal SO auf die Runde machten, schmetterten sie das Glückwunsch-Lied in Richtung des einstigen Skistars. Der wurde am Freitag 39, ganz entgegen seiner persönlichen Schätzung: «So etwa 28 müsste ich nun doch schon sein.» Jörg Schild, der «oberste Schweizer Sportler», gratuliert später am Tag persönlich. Der Präsident von Swiss Olympic muss fürs Spiel passen. «Eine Diskushernie legte mich flach. Jetzt kann ich mich nicht mehr vor dem Arztbesuch drücken.» Sein Trost: Statt einer Siegertrophäe gibts in der Tombola eine komplette Skiausrüstung für Gattin Judith. Der Curling-Weltmeister und zweifache Olympia­ medaillen-Gewinner Markus Eggler erklärt AbendModerator Michael Sokoll die Parallelen zwischen seiner Sportart und dem Golf: «Man braucht im Wettkampf viel Geduld. Ich hab das schon Simon Ammann erklärt. Er kriegt für viermal fünf Sekunden in der Luft zwei Goldmedaillen. Wir müssen für einmal Bronze 30 Stunden chrampfen …» Text iso niedermann, Fotos bruno voser

An der SportSpitze: Jörg Schild (l.), Präsident von Swiss Olympic, mit Vorvorgänger René Burkhalter.

Vom Eis auf den Rasen: Oliver Sporthilfe-Botschafter: Fanny Höner (l.) von Art on Ice und Cur- Smith, Freestyle-Skierin, und Snowling-Weltmeister Markus Eggler. board-Weltmeister Gilles Jaquet. Stars von morgen: Sarina Schmied (Siebenkampf), Vanessa Schranz (Triathlon), Fabian Ottiger (Judo) und Elia Schmid (Tischtennis, v. l.) mit Sporthilfe-Chefin Catrin Wetzel (M.).

party-facts Gastgeber Stiftung Schweizer Sporthilfe Tatort Golfklub Limpachtal SO Sieger Die vorgestellten Nachwuchs-Sportler: Alle fanden neue «Göttis» Ganz schön keck Fanny Smith, Nachwuchssportlerin 2010, im Abendprogramm: «Golf gibt keinen Adrenalin-Kick. Da kann ich in 15 Jahren noch anfangen» Mmmh! Eine Golfrunde mit zwei Zwischenverpflegungen! Raclette und Weinsuppe als Trost für verschlagene Bälle Party-Rating

«Ein toller Golftag. Schade, dass nicht mehr der einstigen Sporthilfe-Begünstigten dabei sein wollten oder konnten»

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Feuerwerk der Technik Am 16. November 2009 stieg die Atlantis im Kennedy Space Center in Florida mit sechs Astronauten an Bord zur Mission STS-129.

Fotos ESA / NASA, EPA / Keystone

Mission erfüllt 54

Am Freitag startet mit der Atlantis die letzte bemannte Nasa-Raumfähre ins Weltall. Damit geht die 30-jährige Ära der Space Shuttles zu Ende. Der Waadtländer Claude Nicollier flog viermal mit. Sein Rückblick.

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raumfahrt

Schwerelos im Weltraum Claude Nicollier bei Servicearbeiten am Weltraum-Teleskop Hubble am 23. Dezember 1999. Mit dem Raumschiff Discovery ist er durch ein drei Millimeter starkes Kabel verbunden. «Ein komisches Gefühl», sagt er. schweizer illustrierte

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Stolz Astronaut Claude Nicollier 1988 auf einem offiziellen Nasa-Foto. Der heute 66-Jährige ist der bisher einzige Schweizer, der den Weltraum besucht hat.

Internationale Crew Nicollier mit Astronauten­ kollegen (links Steven L. Smith) am 20. Dezember 1999 an Deck der Discovery.

Verantwortung Nicollier 1981 in einem NasaLabor. Während seiner ersten Nasa-Jahre gehörte es zu seinen Auf­ gaben, die Daten der Raumfähren auszuwerten.

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600 Kilometer über dem Pazifik Dezember 1999, DiscoveryMission STS-103: Claude Nicollier befindet sich ausserhalb des Raumschiffs am Ende des riesigen Roboter-Arms. Er installiert in seinem Spezialanzug einen Fine-GuidanceSensor am Weltraum-Teleskop Hubble. Links von ihm Kollege Michael Foale. «Bei der Arbeit vergisst man beinahe, wie gefährlich der Job ist. Leider flog ich nie über die Schweiz.»


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«Freude herrscht, Monsieur Nicollier!» Adolf Ogi am 7. August 1992 in der Direktschaltung ins All

Fotos ESA / NASA (3), HO

u «Ich hatte das Privileg, Dinge zu sehen, die dem Grossteil der Menschheit vorenthalten bleiben», sagt Claude Nicollier. Die Aussicht auf die Erde sei wunderschön gewesen, habe ihn tief berührt. «Und ich realisierte, wie klein und isoliert sie ist.» Zwei Sachen faszinierten ihn auf seinen vier Flügen ins All ganz besonders: die Schwerelosigkeit und der schnelle Wechsel von Tag und Nacht. Die DiscoveryMission dauerte neun Tage. Jeden Tag flog das Shuttle mit einer Geschwindigkeit von 28 000 Stunden­ kilometern 16-mal rund um die Erde. «Für eine Um­ rundung brauchten wir eineinhalb Stunden. Davon war eine Stunde hell, die nächste halbe Stunde dunkel.» Er habe sich rasch an diesen Rhythmus gewöhnt. «Man sieht dauernd Sonnenauf- und Sonnenuntergänge.» In Erinnerung bleibt Nicollier auch der 7. August 1992: Damals war er an Bord der Atlantis unterwegs. «Freude herrscht, Monsieur Nicollier!», grüsste ihn damals Bundesrat Adolf Ogi in einer Direktschaltung von Luzern ins All. Nicollier: «Ich bin ihm dankbar für diesen Spruch, der zum Bonmot wurde. Ich benutze ihn selbst des Öfteren, auf Deutsch.»


«Das Space Shuttle ist eine Wundermaschine, ein mechanisches Bijou» Claude Nicollier u Ein wenig Sorge habe er jeweils schon gehabt, vor allem vor dem Start seiner vier Space-ShuttleFlüge. Doch wenn man dann die Erde umrunde, seien diese Gefühle weg. «Man ist viel zu fest mit seiner Arbeit beschäftigt.» Sein Herz sei mit dem Space ­Shuttle verbunden, sagt Claude Nicollier. «Es ist eine absolute Wundermaschine, ein mechanisches Bijou.» Für den Schweizer gibt es keinen Zweifel, dass die Menschen eines Tages auf den Mars fliegen werden. Er ist überzeugt, dass eine solche Mission der Menschheit viel Positives bringt. «Ich wäre bereit, die Risiken einer solchen Reise einzugehen, da würde ich gern mitfliegen. Sogar one-way.» Texte: Thomas Kutschera; Frédéric Vassaux / L’illustré

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28. 1. 1986 73 Sekunden nach ihrem Start explodierte die Raumfähre Challenger in 15 Kilometern Höhe. Die sieben­ köpfige Crew kam

ums Leben. Der Grund war das Versagen von Dichtungs­ringen in einer seitlichen Feststoffrakete. Die Zuschauer vor Ort waren geschockt.

1. 2. 2003 Wegen eines Lochs im Hitzeschild brach die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt in die Atmosphäre (rund 60 Kilo­ meter über Texas)


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135 Missionen, auch mit Windeln

u Das Space

Shuttle (englisch für Raumfähre) ist ein von der US-Raumfahrtbehörde Nasa entwickelter Raum­ fährentyp. Die Komponenten sind der Orbiter (die eigentliche Raumfähre), ein externer Treibstofftank und zwei Feststoffraketen. Die Nasa entwickelte fünf solcher wiederverwendbaren Raumfahrzeuge: Atlantis, Challenger, Columbia, Discovery, Endeavour.

Hello! 24. November 1995: Von ihrem Cockpit aus grüssen AtlantisAstronauten die Kollegen von der russischen Raumstation Mir.

u Claude

Nicollier reiste viermal in einem Space Shuttle ins All. Vom 31. Juli bis 8. August 1992 umkreiste er mit der Atlantis 136-mal die Erde. Vom 2. bis 13. Dezember 1993 war er an Bord der Endeavour, vom 22. Februar bis 9. März 1996 mit der Columbia und vom 19. bis 27. Dezember 1999 mit der Discovery auf der Mission STS-103 unterwegs. Dabei unternahm er zweimal einen Weltraumu Eine Raumfähre kann 24,5 Tonnen Spaziergang: Er stieg aus dem Shuttle und verrichtete am Hubble InstallationsNutzlast und sieben Astronauten und Reparaturarbeiten. Bei diesen in eine Erdumlaufbahn in der Höhe von bis achtstündigen Ausflügen tragen die bis 650 Kilometern bringen. Mithilfe Astronauten Anzüge mit Trinkwasservon Adaptern dockt sie an die Inter­ nationale Raumstation (ISS) an. Mit tanks und eingelegten Windeln. Einen Namen machte sich Nicollier unter einem Space Shuttle können Satelliten anderem bei der Bedienung des Roboterrepariert und zur Erde zurückgebracht oder der Aufbau und die Ver­sor­gung einer Arms; er erhielt mehrere Nasa-AuszeichRaumstation unterstützt werden. Seit dem nungen. letzten Apollo-Flug 1975 stellt das Shuttle u Der Start der Atlantis am Freitag dieser für die USA die einzige Möglichkeit dar, Menschen ins All zu bringen. Ein Shuttle- Woche im Weltraumbahnhof Kennedy Start kostet heute fast eine halbe Milli­ Space Center in Cape Canaveral in Florida arde Franken. ist der letzte des Nasa-Shuttle-Programms. Leicht fällt dem Waadtländer u Der erste Flug eines Space Shuttles der Abschied von Atlantis und Co. nicht. «Doch das ist wie bei alten Autos, fand im April 1981 statt. Seither wurden 134 Flüge durchgeführt. Zu den wichtigsten sie müssen neuen Modellen weichen.» Es sei ein guter Entscheid der Nasa, Erfolgen des Nasa-Programms zählt das sich künftig auf Forschung und Neu­ Aussetzen diverser Raumsonden und des entdeckung zu konzentrieren und Weltraum-Teleskops Hubble. Aber auch den Transport in kommerzielle Hände Flüge mit eingebauten Laboratorien und solche zur ISS. Diese ist seit Jahren bewohnt. zu legen.

auseinander. Alle sieben Astronauten wurden getötet. Millionen von Trümmerteilen zeugen von der Tragödie, darunter der Karbonhelm eines Astronauten.

Geboren in Vevey VD am 2. 9. 1944 u karriere Hochschulabschlüsse als Physiker und Astrophysiker. Militär- und Swissair-Pilot. Von 1976 bis 2007 bei der europäischen Raumfahrtorganisation ESA, seit 1980 auch bei der Nasa. Heute doziert er an der ETH Zürich und Lausanne, ist Verwaltungsrat der Swatch Group, betreut das Projekt Solar Impulse. u familie 2007 verstarb seine Gattin Susana. Das Paar lebte mit den Töchtern Maya und Marina 25 Jahre in den USA. 2009 kehrte Nicollier in die Schweiz zurück. u hobby Schwimmen und Velo fahren. Den Aufstieg zum Matterhorn mit Flug-Fan Claude Nicollier 1981 als angehender seiner damals 14-jährigen Marina zählt er zu den Höhepunkten seines Lebens. Astronaut in Houston, Texas (USA). schweizer illustrierte

Fotos NASA (2), AP / Keystone (3), HO

Persönlich Claude Nicollier

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Porträt

Glücksgefühl «Für solche Momente lohnt sich jeder Aufwand. Das Schönste am Triathlon ist das Gefühl danach»: Ronnie Schildknecht nach seinem vierten Sieg am Zürcher Ironman im vergangenen Sommer. Für die perfekte Regeneration gilt «in vino veritas» nur bedingt. In Schildknechts Küche in Samstagern ZH hats auch Platz für Elektrolytgetränke. Text thomas renggli Fotos fabienne bühler

S

chwimmen, Radfahren und Laufen sind grundsätzlich angenehme Zeitvertreibe. «Ich habe den schönsten Job der Welt», sagt Ronnie Schildknecht. «Schön» ist in seinem Fall aber auch «schön hart». Der 31-jährige Zürcher bewegt sich unter verschärften Bedingungen vorwärts. Tritt er zu einem Wettkampf an, ist er mehr als acht Stunden unterwegs – 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rennrad, 42 Kilometer zu Fuss. Schildknecht ist ein Ironman und in seinem Fach der härteste Schweizer überhaupt. Dieses Wochenende strebt er in Zürich den fünften Sieg am Langdistanz-Triathlon an. Drei Monate später will er auf Hawaii den WM-Titel gewinnen. «Jede andere Zielsetzung wäre tief­ge­stapelt.» 2008 be­endete Schildknecht den prestigeträchtigen Anlass als Vierter. So konsequent Schildknecht seine sportlichen Ziele verfolgt, so sanft wirkt er im privaten Umfeld. «Wir führen ein ganz normales Leben. Und gehen beide jeden Morgen zur Arbeit», sagt seine lang­jährige Freundin, die Journalistin Christina Morf, 27, «Ronnie im Schwimmbad oder auf der Strasse, ich auf der Redak­tion.» In der gemeinsamen 4½-Zimmer-Wohnung in Samstagern ZH ist von eiserner Härte nicht viel zu spüren. Die ländliche Lage vermittelt eine Atmosphäre von Ruhe und Idylle. Auf dem grauen Stoffsofa schnurren die beiden Hauskatzen Snoopy und Filu. «Britische Kurzhaar-Katzen», wie Schildknecht präzisiert. «Ich habe eine Schwäche für diese Tiere.» Auch in der Küche bietet sich nicht unbedingt das (für einen Extremsportler) erwartete Bild. Neben einer Kochinsel ist eine Kühlvitrine für Weinflaschen auffälligstes Objekt. «Wein­trin­ken gehört zu meinen grossen Pas­sio­nen – aber selbstverständlich alles mit Mass», sagt er und präsentiert stolz ­seine Lieb- u

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Gegen Roger Federer verlor er nur knapp. Sein Lieblings­getränk ist Rotwein. Spitzentriathlet Ronnie Schildknecht passt in kein Klischee. Auf Hawaii will er auch seine Gegner überraschen.

Der sanf


te Eisenmann


Feintuning «Die richtige Abstimmung ist eine Frage von Millimetern. Das mache ich immer selber», sagt Ronnie Schildknecht.

Ironman in Kuschellaune Ronnie Schildknecht und Christina Morf mit ihren Mit­­be­wohnern Snoopy und Filu.

«Es ist gerade in diesem harten Sport wichtig, eine gewisse Lockerheit zu bewahren» ronnie schildknecht


Porträt

u lingsflasche: einen Cabernet Sauvignon Papillon aus Kalifornien. ­Kostenpunkt: 80 Franken. «Den gibts allerdings nur zu speziellen Anlässen. Etwa nach einem erfolgreichen Wettkampf.» Selbst sein Menüplan entspricht kaum dem ­Klischee eines entbehrungsreichen Lebens: «Ich verzichte auf nichts. Es ist gerade in diesem harten Sport wichtig, eine gewisse Lockerheit zu bewahren.» Spätestens beim Trainingsaufwand ist aber Schluss mit lustig. In der Phase der physischen Grundlagenarbeit schuftet Schildknecht 35 Stunden pro Woche, sonst 20 bis 25 Stunden. «Als Triathlet habe ich den Vorteil, dass ich am Morgen entscheiden kann, welche Disziplin ich trainiere. Das verhindert Monotonie.» Gemessen am immensen Trainingsvolumen, sind die Profilierungschancen im Wettkampf spärlich. Auf der Langdistanz absolviert Schildknecht nur zwei Rennen pro Saison. Die Regene­ra­tionszeit schliesst eine höhere Kadenz aus. Grundschnelligkeit und Stehver­mögen holt er sich in kürzeren Wett­bewerben – zuletzt am Half-Ironman in Rapperswil. Vor dem Hawaii-Abenteuer legt er ein vierwöchiges Trainingslager in Kalifornien ein.

Seine Freundin kann ihn in dieser Zeit höchstens mental unterstützen. «Ich jogge zwar auch, aber ein gemeinsames Training würde für Ronnie keinen Sinn machen.» Manchmal begleite ich ihn auf dem Rad beim Laufen», beschreibt Christina Morf den Tempo­ unterschied. Auf Hawaii wird sie am Strassenrand mitfiebern. «Die Rennen sind auch für mich ein Stress. Ich ­möchte helfen, bin aber letztlich machtlos.» Dass Schildknecht zum Tri­ athleten avancierte, war lange nicht absehbar. In seiner Kindheit schlug er die Bälle übers Netz. Im Tennisclub Kilchberg brachte er es bis auf die Stufe R3. An einem Junioren-Turnier in Baden-Baregg AG stand er Roger ­Federer gegenüber und befand sich praktisch auf Augenhöhe (4:6, 4:6) mit dem heutigen Grand-Slam-Rekord­sieger. Trotzdem trennten sich die Wege der beiden Sportler. «Ich war zu wenig dis­zi­pliniert, verlor die Lust am Tennis – und begann Eishockey zu spielen.» Über das Amateur-Niveau brachte es Ronnie Schildkncht auf dem Glatteis aber nie – ganz anders im Tri­athlon. 2002 qualifizierte er sich bei seinem

e­ rsten Ironman in Florida gleich für Hawaii. Zwei Jahre später be­endete er die WM auf dem vierten Platz. «Seither weiss ich, dass ich gewinnen kann – wenn am Tag X alles perfekt zusammenpasst.» Für den vierten Platz erhielt Schildknecht damals eine unscheinbare Salatschüssel. «Ein Staubfänger mit gros­ser Symbolkraft.» Der Sieg trüge ihm Einnahmen von rund 300 000 Franken ein. Vor allem aber würde er ihn familienintern an die Ranglistenspitze befördern. Dort belegt er bis jetzt Platz 2 – hinter seinem Grossvater Fritz Schär. Zusammen mit Ferdy Kübler und Hugo Koblet dominierte Schär in den 1950er-Jahren den Schweizer Radsport – gewann WMSilber und mehrere Tour-de-FranceEtappen. Schildknecht realisierte den Ruhm seines Grossvaters erst mit Ver­ zögerung: «Für mich war er vor allem der Fischli-Opa – weil er uns zum Fischen mitnahm. Heute würde ich mich gerne mit ihm über den Sport unterhalten.» Schär verstarb 1997 im Alter von 71 Jahren. Vierzehn Jahre später will sein Enkel Schweizer Sportgeschichte schreiben – und als Ironman seine Karriere vergolden. 


gratulation

60 Zeilen zum sechzigsten

Eine Komplizin fürs Leben Viva Maja Brunner! 1987 siegt die Sängerin Maja Brunner am Grand Prix der Volksmusik. «Das chunnt eus spanisch vor» wird zum Ohrwurm der Nation.

Fotos Bruno Torricelli / SonntagsBlick / RDB, Pat Wettstein

Wahre Freunde Schauspieler Erich Vock kennt Maja Brunner seit 18 Jahren. Jetzt gratuliert er ihr zum 60. Geburtstag. Liebe Maja! Meinen herzlichsten Glückwunsch! Am 6. Juli wirst Du 60 Jahre alt. Unglaublich! Und 18 Jahre davon sind wir un­ seren Weg gemeinsam gegangen. Was heisst ‹gegangen›? Manchmal sind wir eher gelatscht, durchs Leben gestapft, geschritten, ab und zu gehüpft und oft gerannt. Aber immer wusste der eine vom ande­ ren, wo er gerade ging und welche Gangart zurzeit angesagt war. Es gibt nicht viele Menschen, von

denen ich es wage, zu behaupten, sie seien meine Freunde. Dass mir bei Dir der Mut dazu nicht fehlt, macht mich glücklich und stolz. Vielen Dank, liebe Maja, für den langen gemeinsamen Weg! An unsere erste Begegnung erinnere ich mich sehr genau. 1993 wurde ich von Hans Gmür für sein Musical ‹Hotel Happy End› engagiert. Schauspieler neigen zur Dünkel­ haftigkeit – wenn sie ihre Aus­ bildung erst vor Kurzem hinter sich gebracht haben, erst recht. Ich war da leider keine Ausnahme. ‹Na, bravo …›, habe ich gedacht, als ich erfuhr, dass ich in diesem Stück mit Dir zusammen ein komisches Liebespaar spielen sollte. Bei der ersten Probe hatten wir gerade mal eine Viertelstunde mit dem Regisseur gearbeitet, als sich unsere Blicke trafen und wir uns ansahen

wie Komplizen. Noch heute schauen wir uns oft so an. Etwa fünf Monate nachdem wir uns kennengelernt hatten, hast Du aus der Ferne meine neue Liebe begutachtet. Mit Besorgnis. Denn es sollte ja diesmal der Richtige sein. Ein echter Freundschaftsdienst. Bereits seit 16 Jahren feiern Du, Hubert, ich und ein paar Freunde so um den 20. Dezember ‹Freunde­ weihnachten› unter unserem gros­ sen Tannenbaum. Schon oft hast Du dann bei Kerzenschein gesagt: ‹Es gibt wenige Konstanten im Leben. Eine davon ist dieses Fest.› Es soll uns noch lange erhalten bleiben, liebe Maja. Und Glück und Gesund­ heit Dich begleiten. Das wünschen Hubert, Urmel und ich Dir von ganzem Herzen. Schön, dass es Dich gibt! Hasta pronto y un fuerte abrazo! Erich Vock schweizer illustrierte

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PROMOTION

FÜNF FRAGEN AN DEN FACHMANN

ENTSCHEIDUNGSHILFE Der Plastische Chirurg Dr. Sascha Dunst zeigt der Patientin mit dem Simulationsgerät die Machbarkeit der gewünschten Korrekturen.

Wünsche sichtbar machen!

Das Ergebnis komplett risikolos und schnittfrei schon vor dem Eingriff sehen, das ermöglicht ein geniales 3-D-Simulationsgerät an der Schönheitsklinik Artemedic in Olten.

D

ie Zeit um ein paar Jahre zurückdrehen, jünger, frischer und straffer aussehen, das ist der Wunsch, den viele ab einem gewissen Alter haben. Aber was ist machbar? Und wer kann sich schon vorstellen, wie ein Lifting das Aussehen verändert? Patientinnen und Patienten der Schönheitsklinik Artemedic in Olten wird die Entscheidung leicht gemacht. Sie können sich jetzt das Nachher-Bild schon vor dem Eingriff anschauen. Vectra 3D ist ein in der Schweiz einzigartiges Simulationsgerät, mit dem der Arzt die Wünsche des Patienten bei der Beratung sichtbar machen kann. Dank sechs Kameras ist der Simulator in der Lage, hochauflösende 3-D-Bilder von Gesicht, Hals oder Körper des Patienten zu machen. Die 3-D-Ebenbilder können sowohl vertikal als auch horizontal in alle Richtungen gedreht, geneigt, gekippt oder beliebig weit ein- oder ausgezoomt werden. Der Arzt kann

damit ganz individuell auf die Wünsche eingehen, aber auch relativieren. Denn nicht immer sind die Vorstellungen des Patienten auch machbar. «Was ich am Bildschirm simuliere, muss ich auch wirklich ausführen können», sagt Dr. Sascha Dunst, Leitender Arzt Plastische Chirurgie an der Klinik Artemedic in Olten. Es liegt also in der Verantwortung des Arztes, ein realistisches Bild zu zeigen. Die Bedeutung eines Liftings hat sich grundlegend geändert. «Früher war Alter mit Falten verbunden. Also hat man die Haut gezogen mit dem Resultat, dass das Gesicht zur Maske wurde», erzählt Dr. Sascha Dunst. Heute stehen Falten nicht mehr im Vordergrund. Fülle und Konturen sind gefragt. «Es geht um das Umverteilen von Strukturen. Was hängt, muss wieder an den ursprünglichen Platz», ergänzt der Plastische Chirurg. Die Devise heisst: Ein sanftes Lifting sollte

 Herr Dr. Dunst, macht ein Lifting vor dem Hintergrund der vielen nicht invasiven Methoden heute überhaupt noch Sinn? Die Bedeutung eines sanften Liftings nimmt in letzter Zeit eher zu trotz DR. SASCHA Botulinumtoxin, Fillern oder Thermage. DUNST Man vergisst, dass die nicht invasiven Leiter Plastische Methoden auch nur an bestimmten Chirurgie an der Bereichen des Gesichtes etwas bewirken Klinik Artemedic können. Die Zukunft liegt sicher bei in Olten. einer sinnvollen Kombination beider Methoden. Denn ein Facelifting kann die Hautbeschaffenheit nicht verbessern, und Hyaluronsäure ersetzt kein Lifting.  Wo sehen Sie die Vorteile eines sanften Liftings? Der Vorteil der operativen Verfahren liegt in der Lokalisation von bestimmten Gewebearten wie Fett oder Haut. Da können wir strukturell gezielt eingreifen. Fett-, Muskelund Bindegewebe müssen gespannt und umplatziert werden, bevor die Haut wieder darübergelegt werden kann. Die Resultate sind dann auch nachhaltiger als nicht invasive Methoden.  Viele Leute haben Angst, nach einem Lifting maskenartig auszusehen. Ist das heute noch ein Problem in der Plastischen Chirurgie? Früher war Alter mit Falten verbunden. Demzufolge hat man die Haut gezogen mit dem Resultat, dass das Gesicht zur Maske wurde. Schlimme Beispiele dafür gibt es ja genügend. Heute wissen wir, dass Falten gar nicht mehr im Vordergrund stehen. Viele Leute wollen einfach frischer und jünger aussehen. Wir sind in der OP-Technik mittlerweile so weit, dass wir nicht mehr ein komplettes Lifting empfehlen. Die Bandbreite für ein sanftes Facelifting reicht von minimalinvasiv über sehr kleine bis zu grösseren Schnitten, aber immer zielgerichtet.  Was wird heute am meisten verlangt? Am häufigsten liften wir Augenlider operativ. Die ersten Alterszeichen zeigen sich oft bei den Augen. Der Effekt eines Liftings ist hier sehr hoch. Nach den Erfahrungen in unserer Klinik werden Teil-Liftings bereits ab 40 Jahren gewünscht. Die meisten Frauen entscheiden sich aber zwischen 50 und 60 Jahren für ein sanftes Facelifting.  Mit welchen Kosten muss man für ein Facelifting rechnen? Die Kosten eines Faceliftings liegen zwischen 10 000 und 20 000 Franken.

man gar nicht sehen. «Frischer, erholter, ausgeruhter, das ist das optimale Resultat eines Liftings», so Dr. Sascha Dunst. Das 3-D-Simulationsgerät, das die Klinik Artemedic in Olten in der Schweiz als einzige Klinik in dieser Form anbietet, ist ein ideales Werkzeug zur Beurteilung und Überzeugung des Patienten. Der Arzt ist damit auch in der Lage, sämtliche Applikationen von Fillern, Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure in 3-D zu simulieren. Die Klinik Artemedic in Olten ist eine der führenden Kliniken für Plastische Chirurgie und Dermatologie in der Schweiz. Die Privatklinik bietet ganzheitliche Behandlungen auf den Gebieten Plastische Chirurgie, Dermatologie, Gefässchirurgie und Haarwurzeltransplantation an. WEITERE INFOS UND ONLINE-CHECK UNTER www.artemedic.ch/gesicht


notabene

Tödliche Hilfe Helmut Hubacher

Foto Heiner H. Schmitt

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er Starke hilft dem fördern. Erdgas wird abgefackelt. VerSchwachen. So stehts in brannt also. Das sei die günstigste der Bibel. Für eine huEntsorgung. Mit mörderischen Folgen. mane Gesellschaft wäre In der Umgebung sind Wälder, Flüsse, Seen tot. Menschen werden krank. Das das selbst­ver­ständ­lich. Abfackeln killt das Klima. In Nigeria So ist Entwicklungs­gelangt so viel CO2 in die Luft wie von hilfe gemeint. Der reiche allen Autos in Deutschland, Frankreich, Westen hilft dem armen ­Afrika. Schön England. wärs. Warum das Fragezeichen mit Ecuador hat mit diesem Wahnsinn aufgehört. Der Ölkonzern wurde ver­ «Schön wärs»? Praktisch alle Staaten staat­licht. Seitdem wird Erdgas nicht im Westen leisten Entwicklungshilfe. Allein die kleine Schweiz jährlich für mehr ab­gefackelt, sondern genutzt. weit mehr als eine Milliarde Franken. Eigene Ingenieure konstruieren eine Das seit Jahrzehn­ten. Langsam fragt ­Anlage, um das Erdgas in Strom um­ man sich, weshalb Afrika gleichwohl zuwandeln. Die Inves­tition habe sich in zwei Jahren amortisiert. nicht vorankommt. Entwicklungshilfe wird konterkariert. Hintertrieben also. In Genf macht die Firma Addax Hilfe hilft dann nicht mehr. Bioenergy eine schlechte Figur. Das Gehen wir zur Illustration nach «Westliche ­Label lässt zwar hoffen. Der Mensch aber Dakar. In der Hauptstadt von Senegal Billigpolitik macht ist, wenn es ums Geld geht, tüchtig bis ­leben über zwei Millionen Menschen. skrupel­los. Das bestätigt wieder einmal diese Bio-Story. Jean Ziegler war jahrelang Uno-Botschaf­ afrikanische ter für Ernährung. Als solcher gehörte Bauern kaputt» Die erwähnte Firma hat in Sierra Afrika zu seinem Sorgenkontinent. Auf Leone Land gepachtet. Bestes Ackerland, dem Obst- und Gemüsemarkt in Dakar wird betont. Insgesamt eine Fläche von hat er eine Ursache dafür gefunden. 60 000 Fussballfeldern. Geschäftspartner Wenn es ums Geld geht, wird Afrika auf dem westlichen Altar sind Kleinbauern, durchwegs Analphabe­ten. Sie sind übers Ohr des Mammons bedenkenlos geopfert. gehauen worden. Mit ihren Familien trifft es 40 000 Menschen. Wie ist das zu verstehen? Die USA und die Euro­päische Die versprochenen Arbeitsverträge sind das Papier nicht Union exportieren ihre Agrarüberschüsse. Nach Senegal etwa. wert. Die Wasserrechte gingen auch bachab. Der Öl-Milliardär In Dakar wären diese Agrarprodukte zu teuer. Deshalb in Genf, ein Monsieur Jean-Claude Gandur, wird dafür noch werden sie mit Exportsubventionen verbilligt. So sehr, bis etwas reicher. Das Bio-Label ist eine Mogelpackung. Bauern in Senegal nicht mehr mithalten können. Ihre Ware Sierra Leone hat gerade einen Bürgerkrieg über­ kostet dann mehr als Gemüse und Obst aus dem Westen. standen. Zurück geblieben ist noch mehr Armut. Wahre Hilfe Man muss kurz den Atem anhalten, um zu begreifen, sähe anders aus. Addax Bioenergy kultiviert auf dem Pachtwas da vor sich geht. Bauern in Senegal sind wirklich arme land Zuckerrohrplantagen. Daraus wird Biosprit. Der wird Schlucker. Sie arbeiten für Hungerlöhne. Dennoch sind sie nach Europa exportiert. Damit dort Autofahrer ihr Umwelt­ auf dem eigenen Markt nicht mehr konkurrenzfähig. Gegen gewissen beruhigen dürfen. diese Dumpingpreise haben sie keine Chance. Früher hat Die USA und die EU geben vor, mit den Agrarübersich Senegal selbst versorgen können. Das gilt auch für ­andere schüssen Senegal bei der Versorgung zu helfen. Shell wiederLänder in Afrika. Jetzt sind sie auf Importe angewiesen. West- um bezeichnet seine Ölförderung als Wirtschaftshilfe für liche Billigpolitik macht afrikanische Bauern kaputt. Damit ­Nigeria. Der Schweizer Bio-Ableger in der Rotkreuz-Stadt ihre Landwirtschaft. tut, als ob Biosprit für Sierra Leone ein Segen wäre. Stichwort: Ein zweites Beispiel. Shell in Nigeria. Informationshalber Arbeit für Kleinbauern. sei notiert, Shell verbuchte 2010 16 Milliarden Euro Gewinn. Solche Hilfe kann tödlich sein. Ich habe den Professor aus Kenia im Ohr. Sinngemäss sagt er: Der Konzern könnte es sich mehr als gut leisten, Öl zu fördern, ohne die Umwelt zu zerstören. Dieser Preis ist ihm zu hoch. «Lasst uns doch mit eurer Entwicklungshilfe in Ruhe, und gebt Weshalb sieht man auf Ölfeldern oft Flammen? Weil uns eine faire Chance für fairen Handel. Dann schaffen wirs.» mit dem Rohöl auch Erdgas aus dem Boden strömt. Im Fall von Shell ist das höchst unerwünscht. Das Erdgas muss Helmut Hubacher, 85, ehemaliger SP-Präsident vom Öl getrennt werden. Nur so lässt sich schneller mehr Öl und Buchautor schweizer illustrierte

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publireportage Erholsam Familie Inauen aus Zizers GR war vom VW Touran und dem Aufenthalt im kinderfreundlichen Fünfsternehotel Giardino in Ascona begeistert.

VW Touran Echter Allrounder Familie Inauen aus Zizers GR gewann bei der SI-Leseraktion ein Wochenende mit dem VW Touran im Tessin. Dabei hat der kompakte Familienfreund sie rundum überzeugt.

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ahlreiche Familien konnten dank der grossen SI-Leseraktion den kompakten VW Touran testen und dessen Qualitäten selbst erfahren. Manuela und Peter Inauen zogen dabei das grosse Los. Sie durften mit dem VW Touran ins Tessin fahren und ein Wochenende im edlen Hotel Giardino in Ascona geniessen. «Ich konnte ohne Pause ins Tessin durchfahren. Die Kinder haben sich im Touran auf Anhieb so wohl gefühlt», verrät Mutter Manuela Inauen, 33. Und dank den beiden Klapptischen im Fond konnten Gian, 2, und Lorena, 4, bequem spielen oder in ihren Büchlein blättern. «Praktisch sind auch die im Handumdrehen umklappbaren Rück­ sitze», erklärt die Bündnerin weiter. «Sobald die Kinder eingeschlafen sind, kann man die Sitze gar leicht nach hinten neigen.» Die Innenraum-Variabilität des Touran imponierte der Familie genauso wie der bis 1989 Liter grosse, sehr geräumige Kofferraum. Auch der sparsame und laufruhige 1,4-LiterBenziner (140 PS) punktete bei der Familie, selbst wenn er für Peter Inauen, 37, gar noch einen Tick sportlicher sein dürfte. Einig ist sich das Ehepaar beim Parklenkassistenten. «Der ist genial. Wir hatten jedoch erst am letzten Tag den Mut, ihn

auch zu testen», gesteht er. «Und es hat perfekt funktioniert. Es ist verblüffend, wie genau er den Touran quer oder längs in die Parklücke zirkelt.» Der zweifache Vater konnte sich aber auch für Rückfahr­kamera, Climatronic und Bordcomputer begeistern. «An meinem Mann ist ein Pilot verloren ­gegangen, er liebte die ganzen Knöpfe, Ein­ stel­lungsmöglichkeiten und Infos», meint Manuela Inauen schmunzelnd. Auch sie wäre nach dem Test bereit, auf den kompakten Familienfreund umzusteigen: «Wir würden den VW Touran sofort behalten, wenn wir ihn einfach so gegen unseren ­jetzigen Wagen eintauschen könnten …»

CLEVER Manuela Inauen fand die zusätzlich leicht nach hinten neigbaren Rücksitze besonders praktisch.

VW Touran u Motoren Benziner 105, 140, 150, 170 PS,

Diesel 90, 105, 140, 170 PS

u 0 bis 100 km/h 8,5 bis 14,7 s u Spitze 174 bis 213 km/h u Verbrauch 4,5 bis 6,8 l/100 km u CO2-Ausstoss 119 bis 159 g/km u Dimensionen Länge 4,40 m, Breite 1,79 m,

Höhe 1,67 m

u Kofferraum 121 bis 1989 Liter u Preis ab CHF 33 800.–

Übersichtlich Peter Inauen überzeugten die hohe Sitzposition und das wertige Cockpit des VW Touran.


Check-up Eisprung als Lockstoff

ft f i r ert e b Kind g ie olo h c Ps y

Kinder wollen die Wahrheit!

Wie erkläre ich es meinem Kind? Wenn Eltern psychisch krank sind, sollten sie vor allem eins: ehrlich sein. Eine neue Broschüre der Pro Juventute klärt auf und gibt Tipps. Text Lisa merz

M

ilena weiss, dass mit ihrem Mami etwas nicht stimmt. Sie verträgt keinen Lärm, ist im­ mer müde und geht fast nicht mehr raus. Milenas Mutter ist depressiv. Unter ihrer Krankheit leidet die ganze Familie. «Für Kinder ist es besonders wichtig, dass man ihnen erklärt, was nicht stimmt», sagt Urs Kiener, Psychologe und Leiter Produkte der Pro Juventute. In der Schweiz sind etwa 25 000 El­ tern psychisch krank. «Wobei man von einer hohen Dunkelziffer ausgehen muss», sagt Urs Kiener. Denn psychi­ sche Krankheiten sind noch immer ein Tabu. Dabei wäre es gerade für Kinder wichtig, dass man ihnen die Krankheit erklärt. Und zwar, ohne etwas schön­ zureden. Wenn die Mutter in eine Klinik eingewiesen wird, soll man den Kindern nicht erzählen, dass Mami einfach Ferien macht. «Kinder spüren sehr genau, ob man ihnen die Wahrheit sagt», erklärt Urs Kiener. Die neue Pro-Juventute-Broschüre «Wenn ein Vater oder eine Mutter psy­ chische Probleme hat …» klärt Kinder und Eltern auf.

Die zehn wichtigsten Tipps für den Alltag:  Erklären Sie, was los ist. Sie können selber damit beginnen oder warten, bis Ihr Kind Sie fragt.  Seien Sie ehrlich. Erklären Sie in eigenen Worten, was los ist.  Hören Sie Ihrem Kind zu. Fragen Sie nach, wie es sich fühlt.  Beobachten Sie Ihr Kind. Wenn es sich auffällig benimmt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es durch etwas belastet wird.  Halten Sie an vertrauten Gewohnheiten fest. Regelmässigkeit vermittelt dem Kind Ruhe und Sicherheit.  Beziehen Sie andere Erwachsene mit ein.  Informieren Sie die Schule.  Akzeptieren Sie es, wenn Ihr Kind sich jemand anderem anvertraut.  Beanspruchen Sie professionelle Hilfe, wenn es nötig ist.  Vergessen Sie das Allerwichtigste nicht: ein Lächeln und eine Umarmung. Für Kinder ist es das Wichtigste, zu spüren, dass die Eltern es lieben. www.projuventute.ch

u Toronto Laut einer neuen Studie wirken Frauen während des Eisprungs besonders attraktiv auf Singlemänner. Leben die ­Männer bereits in einer Beziehung, lassen sie sich von den weiblichen Hormonen nicht bezirzen. www.wissenschaft.de

Wein gegen Demenz

u Honolulu Ein Glas Wein pro Tag

im mittleren Lebensalter senkt das Risiko, dereinst dement zu werden. Das ergab eine Studie über zwanzig Jahre mit mehr als 38 000 Klinik­ angestellten. Bier und Spirituosen hatten keinen schützenden Effekt. www.gesundheit.ch

Diabetes: Neuer Chat!

u Baden Ab sofort beantworten Experten auf der Internet-Plattform der Schweizerischen Diabetes-­ Gesellschaft viermal jährlich Fragen. Betroffene und Interessierte können sich online an den Facharzt wenden und erhalten umgehend Antwort. www.diabetesgesellschaft.ch

tipp

Trinken Sie bei grosser Hitze jede Stunde ein Glas Wasser, Tee oder verdünnten Saft. Das beugt Kreislaufproblemen vor.

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Check-up alzheimer

Fördern Sie die Reserven Ein aktiver Lebensstil, körperlich und geistig, ist wichtig für das Gehirn, um ­Reserven zu bilden. Menschen mit hoher Reservekapazität leben länger ohne Zeichen einer Demenz. Hier die Tipps für ein trainiertes und stimuliertes Gehirn. Text DR. MED. SAMUEL STUTZ

D

ass mit der steigenden Lebens­ erwartung auch die Häufigkeit von Alzheimer-Demenz zunimmt, ist bekannt. Weil die therapeutischen Möglichkeiten beschränkt sind, sobald die Krankheit einmal ausgebrochen ist, richtet sich das Augenmerk der Forscher zunehmend auf Möglichkeiten, das Auf­ treten von Alzheimer zu verhindern oder zumindest einige Jahre aufzuschieben. Begriffe wie «Gehirn-Jogging» und «Hirn-Fitness» hört man häufig: Sie deuten darauf, dass jeder Mensch eine eigene Verantwortung für ein gesundes Altern seines Gehirns hat. «Auch die me­ dizinischen und psychologischen Wissen­ schaften fördern immer wieder neue Be­ lege zutage, dass der Gesundheitszustand des Gehirns und damit auch das ­Auftreten von Demenzen mit dem eigenen Lebens­ stil zusammenhängen», sagt Dr. Simon Forst­meier, wissenschaftlicher Oberassis­ tent am Psychologischen Institut der Uni­ versität Zürich und Leiter des Forschungs­ projektes «Persönliche Stärken und Gedächtnisprobleme im Alter». Altersforscher sprechen von der «Re­ servekapazität des Gehirns». Dr. Forst­ meier: «Ein aktiver Lebensstil ist ­wichtig für das Gehirn, um Reserven zu bilden und das Demenz-Risiko zu senken. Zum

Kreuzworträtsel lösen, lesen und am täglichen Geschehen teilnehmen: Das sind nur einige Tätigkeiten, die das Gehirn stimulieren. Ziele setzen und sie umsetzen sind fast noch wichtiger. aktiven Lebensstil gehören Denk-Akti­ vitäten, zwischenmenschliche, körper­ liche und, wie in letzter Zeit verstärkt untersucht wurde, motivationale Aktivitä­ ten.» Was heisst das? «Das bedeutet, dass man sich immer wieder neue Ziele setzt, flexibel mit Veränderungen im ­Leben um­ geht und sich für neue Ideen und Projek­ te interessiert. Alle diese Akti­vitäten bil­ den die Reservekapazität aus, weil sie das Gehirn fortwährend stimulieren und trainieren», erklärt Dr. Forstmeier. «Per­ sonen mit hoher Reservekapazität leben länger ohne Zeichen einer Demenz, weil das Gehirn auf nicht geschädigte Areale zurückgreifen kann.» An der Universität Zürich wird seit Jahren unter der Leitung von Dr. Forst­

meier und Dr. Andreas Maercker, Profes­ sor für Psychopathologie und Klinische Intervention, der Einfluss von motiva­ tionalen Aktivitäten auf Gedächtnispro­ bleme und Alzheimer-Demenz erforscht. Beispielsweise konnten sie ­motivationale Aktivitäten in einer deutschen Studie (AgeCoDe) an 3000 über 75-jährigen Hausarzt-Patienten untersuchen. Nach drei Jahren entwickelten in dieser ­Studie 300 Personen leichte Gedächtnis­pro­bleme, ein sogenanntes Mild Cogni­ tive Impairment, und 70 eine Alzheimer­Demenz. Berufsbezogene motivationale Fähigkeiten des mittleren Lebensalters senkten das Risiko von Gedächtnis­ problemen um 35 Prozent. Das Risiko einer Alzheimer-Demenz war bei gene­

gESUCHT: MENSCHEN MIT gEDÄCHTNISPROBLEMEN! Im Rahmen einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) wird am Psychologischen Institut Zürich untersucht, welche Rolle motiva­tionale Fähigkeiten und andere persönliche Stärken und Bewältigungsmöglich­ keiten in der Entwicklung und Aufarbeitung von Gedächtnisproblemen und beginnender Demenz spielen. Untersucht wird, wie sich motivationale Fähigkeiten, Denk-Tätig­keiten und zwischenmenschliche Aktivitäten auf das Gedächtnis auswirken. Gesucht werden Menschen, die bei sich Gedächtnisprobleme feststellen. Auch Menschen, die bereits eine Alzheimer-

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Diagnose im beginnenden Stadium vom Arzt erhalten haben, können teilnehmen. Jeder Teilnehmer erhält – neben einer finanziellen Aufwands­ entschädigung – eine ausführliche Beschreibung der eigenen persönlichen Stärken, Fähigkeiten und positiven Eigenschaften. Dies kann Ihnen bei der Bewältigung der Gedächtnisprobleme helfen. Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Simon Forstmeier, Telefon 044 - 635 73 05, s.forstmeier@psychologie.uzh.ch


Ihres Gehirns! tisch vorbelasteten Personen ebenfalls niedriger, wenn sie gute motivationale Fähigkeiten hatten. Auch andere Forschergruppen heben die Wichtigkeit von motivationalen Prozessen hervor. Prof. David Bennett aus Chicago etwa hat herausgefunden, dass hochgesteckte Lebensziele das ­Risiko von leichten ­Gedächtnisproblemen und Alzheimer-Demenz senken können. Dr. Forstmeier: «Lebensziele motivieren uns, auch bei Widrigkeiten des Lebens Dinge anzustreben und Ziele umzu­ setzen. Um unser Gehirn fit zu halten, ist es daher nicht nur nötig, viel zu lesen, Kreuzworträtsel zu lösen und körperlich aktiv zu bleiben, sondern immer wieder zu überdenken, was wir anstreben, und uns selbst zu motivieren, unsere Ziele zu verfolgen. Selbst wenn Gedächtnisprobleme vorhanden sind oder sogar die Diagnose Alzheimer-Demenz gestellt wurde, können moti­vationale Fähig­ keiten helfen, diese Herausforderungen besser zu bewältigen. Wenn Gedächtnisprobleme auftreten, ist es besonders wichtig, flexibel zu bleiben und das ­Leben ständig an die neuen Gegeben­ heiten anzupassen. Das heisst auch, dass man sich nie aufgibt, sondern sich an dem festhält, was man noch kann und gern macht.»

Foto iStockphoto

Neue Gratis-Broschüre u Die neue Gratis-broschüre über Gedächtnis­ störungen und Alzheimer von Dr. Irene Bopp-Kistler, Leitende Ärztin Memory-Klinik, und lic. phil. Brigitte Rüegger-Frey, Leitende Neuropsychologin, Klinik für Akutgeriatrie, Stadt­spital Waid, Zürich. Die beiden Autorinnen verstehen es wie kaum jemand anders, Betroffenen und Angehörigen Mut zu machen und ihnen konkrete Schritte zu einem würdigen und oft sogar glücklichen Leben mit Demenz aufzuzeigen. Neben medizinischen lassen sie sich auch stark von menschlichen und philosophischen Gesichts­ punkten leiten. Senden Sie ein frankiertes, an Sie adressiertes C5-Couvert an: MediService, Leserservice, Gedächtnis­ broschüre, Ausserfeldweg 1, 4528 Zuchwil.

k cheicrnG ehin ing Tra Die besten Tipps für möglichst grosse Gehirnreserven im Alter  Setzen

Sie sich immer wieder neue, realistische Ziele aus den verschiedenen ­Lebensbereichen: Erwachsenenbildung, Familie, Freunde, Freizeit, Hobby, Urlaub, Spiritualität, Glaube, Gesundheit, Wohnen.  Wenn körperliche oder geistige Grenzen Sie ­behindern, passen Sie Ihre Ziele an, ­suchen Sie sich etwas anderes, wo Sie Ihre Interessen ausleben können.  Motivieren Sie sich immer wieder für Ihre Ziele, indem Sie sich selbst dazu anregen, sie ­gemeinsam mit anderen zu machen, oder sich selbst belohnen.  Wenn Sie entmutigt sind, setzen Sie sich kleinere Ziele.  Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht auf das, was Sie nicht (mehr) können, ­sondern auf das, was Sie noch können.  Manchmal sind praktische Hilfen sinnvoll, um körperliche Grenzen zu kompensieren, wie zum Beispiel einen Rollator zu benützen.  Bewegen Sie sich dreimal pro Woche während mindestens 30 Minuten: zügig spazieren, Velo fahren, an einer Sportgruppe teilnehmen.  Aktivieren Sie Ihr Denken und Ihr Gedächtnis täglich, indem Sie Zeitung lesen, Kreuzwort­rätsel lösen, sich über aktuelle Themen unterhalten, an Gesprächsgruppen teilnehmen.  Halten Sie Kontakte mit Ihnen wichtigen ­Personen, indem Sie telefonieren oder sich treffen.  Seien Sie nicht zu verbissen, denken Sie daran, dass Freude und Spass am wichtigsten sind. Kosten Sie das Leben aus, auch wenn einiges vielleicht anders verlaufen ist, als Sie es sich ­gewünscht haben.


Check-up Der Fall Neuer

Cellulite-Ratgeber

«Ich leide unter starker Orangenhaut. Bis jetzt versuchte ich, sie mit Cremes zu bekämpfen. Was kann ich sonst noch für eine schöne und straffe Haut tun?» Irène Grimm Cellulite-Expertin und Autorin des eben erschienenen «Cellulite Guide».

Cremes, Kosmetik- und Wellness-Behandlungen allein, auch mit den teuersten, modernsten Geräten, bringen Cellulite nicht komplett weg. Kosmetik arbeitet an der Oberfläche. Das ist auch ganz gut so: Mit den richtigen Produkten und gekonnten Anwendungen wie Trockenbürsten können Sie schnell noch etwas von aussen nachhelfen, wenn die Zeit drängt. Massagen und Körperkosmetik gehören zur Körperpflege und machen gewissermassen das Fein-

TV-Tipp

Samstag, 9. Juli, 18.10 Uhr

tuning an der Oberfläche. Doch nach kurzer Zeit ­meldet sich das im Volksmund Orangenhaut genannte Phänomen wieder zurück. Ich kenne diesen Frust und habe mich deshalb auf die Suche nach der effek­ tiven Ursache gemacht. Nach zahllosen Gesprächen mit Ärzten, Therapeuten, Ernährungscoaches und Cellulitegeplag­ten Frauen habe ich den Grund auch ­gefunden: Es ist der Darm. Cellu­ lite ist somit nur von innen nach aussen zu ­eliminieren. Nur so haben Sie ein bleibendes Resultat. Beim Auto nützt es ja auch nichts, den Lack zu polieren, wenn der Motor schlappmacht, oder? Die Ursache von Cellulite sind intra­ zellulär eingelagerte Toxine und Schlacken. Das heisst: Nicht das Fett, sondern Gifte und Abfallstoffe in den Fettzellen verursachen die unschönen Dellen.

Der Clou im Kampf gegen Cellulite ist also erst einmal die Wiederherstellung der idealen Darmfunktion. Denn so ­werden die Abfallstoffe abtransportiert und setzen sich gar nicht erst im Körper fest. Weitere Puzzleteilchen im Kampf gegen Orangenhaut sind deshalb auch die Stärkung der Leber und die ­Anregung des Lymphsystems. Nur so werden Sie die Abfallstoffe und damit die Cellulite ein für alle Mal los: Erst muss der Dreck weg – dann geht der Speck!

«Cellulite Guide» ist gebunden zum Preis von CHF 29.70 oder als E-Book zum Preis von CHF 24.70 erhältlich. Im Buchhandel oder direkt bei www.celluliteguide.ch.

Abnehmen Sieben von zehn Schweizerinnen und Schweizern versuchen, überflüssige Pfunde loszuwerden. Die Mehrzahl scheitert. Jeanne Fürst stellt zwei vor, die es geschafft haben. Und Stoffwechsel-Spezialist Dr. Fritz Horber gibt Tipps. www.gesundheitsprechstunde.ch


Weekend Reisen, geniessen, rätseln!

Für Feinschmecker! Spaziergang durchs Lavaux. Und der Küchenchef wandert mit.

AUBERGE DU RAISIN, CULLY

Lustwandern im Lavaux W

Romantisch! Auberge du Raisin, Cully VD.

andern und schlemmen über dem Lac Léman? Die sympathische Auberge du Raisin in Cully VD lädt an allen Juli-­Wochenenden zu einem vergnügten Trip durch die Winzerdörfer Cully, Riex und Epesses. Und an fünf Etappenhalten wartet Küchenchef Peter Hasler auf seine in kleinen Gruppen wandernden Gäste. Mal gibt es Speckkuchen, mal geräucherte Felchen und Tatar

vom Simmentaler Rind – und natürlich fehlen auch Alpkäse und die Tartelettes au Vin cuit am Ziel nicht. Wer den Week­end-Trip ins Lavaux in vollen Zügen geniessen will, bucht ein Zimmer in der Auberge du Raisin in Cully oder im «Trois Couronnes» in Vevey. HE INFO Wandern & Schlemmen CHF 100.–. Package inkl. Übernachtung ab CHF 150.–. www.aubergeduraisin.ch schweizer illustrierte

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Wallis-Extra

Der Wächter über die heiligen Wasser Maurice Masserey ist Suonen-Wart – ein Amt, das es nur im Wallis gibt. Die uralten Wasserkanäle versorgen das Unterland mit Gletscherwasser und sorgen für blühende Wiesen, starke Reben und genügend Trinkwasser.


Suonen-Wart Maurice Masserey am Lauf der Tsittoret oberhalb Crans-Montana. Von hier hat man freie Sicht auf die schönsten Alpengipfel wie Matterhorn und Mont Blanc (l.). Mit den Schleusen wird reguliert, wer wie viel Wasser bekommt (o.).

E

rstmals erwähnt wurde sie im 14. Jahr­ hundert, die Suone von Tsittoret hoch über Crans-Montana. Damit das kost­ bare Nass im künstlichen Wasserlauf von Tièche auf 1950 Metern auch ungestört bis nach Montana-Vermala auf 1514 Meter hinunterfliesst, ist Maurice Masserey mindestens zweimal wöchentlich unterwegs. Mit einer Harke entfernt er gros­ se Steine oder sonstige Gegenstände, die den Lauf der Bisse, wie die geniale Konst­ ruktion im Unterwallis heisst, stören könn­ ten. Aber eigentlich ist es ein 24-StundenJob. «Ich werde sofort angerufen, wenn jemand zu wenig Wasser bekommt. Manch­ mal, weil wirklich irgendwo Wasser gestaut wird, aber manchmal auch, wenn eine Gemeinde oder ein Bauer findet, ich sollte ihnen mehr Wasser zuteilen», erzählt Mas­ serey und setzt ein schelmisches Lächeln auf. Denn: Entlang der Bisse hat es kleine Schleusentore, die regulieren, wer wie viel Wasser bekommt. Die Tatsache, dass sich dabei oft jemand benachteiligt fühlt, ist so alt wie die Bisse selber. Das weiss auch

Masserey: «Es gibt verbriefte, jahrhun­ derte­alte Wasserrechte, und es gibt die Not­wendigkeit, dass ein Gebiet Wasser bekommt. Ich versuche, immer beidem Rechnung zu tragen.» Der Kräuterbauer hat also seit Mai, als die Suone gesäubert wurde und ihren Betrieb aufnahm, vor allem den Rebbergen vom kostbaren Nass ab­gegeben. «Dieses Jahr war sehr trocken, und für uns war es eine neue Situation, weil wir es uns nicht gewohnt sind, Wasser zu sparen», erzählt er. Nun, wo die Kühe auf den Alpen weiden, wird oben etwas mehr abgegeben. Drei Gemeinden im Verbund müssen immer berücksichtigt werden, da sie einen Teil des Trinkwassers aus der Suone beziehen. Der Kräuterbauer im Hauptberuf hat sich aber den Respekt seiner «Kunden» er­arbei­ tet und kann die wöchentlichen Kon­troll­ touren auch geniessen. «Ich habe freien Blick auf die Viertausender der Alpen, vom Matterhorn bis zum Mont Blanc.» Besonders beeindruckend sei es früh am Morgen bei Sonnenaufgang. Ja, da stehe er zwischendurch schon einfach da und geniesse die Landschaft und das wunder­ bare Licht. Eigentlich hat Masserey zwei Suonen zu betreuen: In Tièche kann er nämlich auch die Bisse du Bénou mit Wasser ver­sorgen, die ihren Lauf etwas unterhalb der Tsitto­ ret hat. Die schönste Wanderung, um die künstlichen Wasserläufe zu erkunden, führt denn auch von Montana-Vermala hinauf zur Quelle und danach der Bisse du Bénou entlang bis nach Aminona, wo die untere Suone endet. Start und Zielort sind problemlos mit dem Postauto zu erreichen. Die Wanderung dauert etwas über drei Stunden, nur zu Beginn gehts etwas steil bergan. Danach ist die Steigung mässig, denn bei den Suonen wurde darauf geach­ tet, dass sie nur wenig Gefälle haben. Gut möglich, dass man dabei Maurice Masse­ rey begegnet, der auf seiner Tour Wasser­ lauf und Schieber kontrolliert. u Weitere Infos

www.crans-montana.ch,

www.wallis.ch

Colombire – Ökomuseum am Lauf der Tsittoret

SO LEBTE MAN FRÜHER AUF DER ALP Ein Museum, aber auch feines Essen gibts in Colombire.

die perfekte Rast bei einer Wanderung entlang der ­Suone Tsittoret: Das «Relais de Colombire» (Besucherzentrum, Raststätte und Terrasse) ist dem Alpbetrieb gewidmet, während im zweiten Bereich drei Maiensässe das Ökomuseum bilden. Die Speisekarte der Raststätte beschränkt sich bewusst auf die traditionelle lokale ­Küche mit Gerichten wie Macaronis du Hameau oder Polenta mit Bohnenkrautbutter, überbacken mit Colombire-Käse. Die Produkte stammen überwiegend aus dem Wallis und aus biologischem Anbau. Infos: www.colombire.ch

Fotos Sedrik Nemeth

u maiensäss Der Weiler Colombire bietet alles für


Wallis-Extra Blick auf Saas-Fee Autofrei, fast immer sonnig und perfekter Ausgangspunkt für Bergwanderungen.

Saas-Fee und das Saastal, die Wander-Perle im Wallis

Das saastal, der ideale Ort für die Sommerfrische Umgeben von stolzen Vier­ tausendern, locken Saas-Fee und Co. zum Wandern. Hier ist man dem Himmel ganz nah.

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gie aus Wasser pur. Wer über den MonteMoro-Pass wandert, kann im italienischen Anzasca- oder Vischpertal seinen Espresso trinken. Schon zur Zeit der alten Römer wurde der Pass als Handelsweg betrieben und war bei Schmugglern sehr beliebt.

So entsteht Energie Von Saas-Almagell aus erreicht man den imposanten Staudamm Mattmark – Ener-

gletscher-safari Eine leichte Wanderung über die Gletscher des Saastals. Erfahrene Bergführer leiten über die gewaltigen Gletschermeere.

letscher zum Anfassen und achtzehn Viertausender prägen das Saastal. Mountainbike-Touren, ­Kinder-Bergsteigen, Pferdetrekking oder Sommer-Skifahren sowie rund 350 Kilometer Wanderwege lassen hier keine Wünsche offen. Eine Auswahl:

(Anmeldung: Bergführerbüro Saas-Fee Guides, Tel. 027 - 957 44 64.) Höhenweg für schwindelfreie Der auf rund 2000 Metern angelegte Höhenweg zwischen Saas-Fee im Saastal und Grächen im Mattertal ist anspruchsvoll, aber für jeden marschtüchtigen und schwindelfreien Bergwanderer ein Muss. Herrlicher Blick auf die Bergwelt im Saastal. Wanderzeit rund sieben Stunden.


Die Rodelbobbahn Feeblitz lässt Kinder fröhlich jauchzen.

Brücke am Erlebnisweg Almagellerhorn bei Saas-Almagell.

Kühles Wasser am Kreuzbodensee oberhalb Saas-Grund.

Alpenblumen riechen Der Höhenweg Kreuzboden – Almagelleralp – Saas-Almagell startet mit der Gondelbahn von Saas-Grund auf Kreuzboden (2400 m ü. M.). Von hier aus wandert man auf dem ersten Abschnitt der Alpenblumen-Promenade zum Aussichtspunkt Triftgrätji und ins wildroman­ tische Almagellertal. Saas-Fee von oben Auf der Wanderung Hannig – Gemsweg – Plattjen kann man Saas-Fee aus allen Winkeln von oben betrachten. Plus Gletschersee und Wasserfall der Fee-Vispa. Weitere Tipps und Informationen: www.saas-fee.ch, www.wallis.ch

tierisch gute Wanderungen – nicht nur für kinder

Unterwegs mit Barry und seinen Tierfreunden u Barry Der Bernhardiner mit dem Schnaps­ fässchen, der von 1800 bis 1812 vierzig Menschen aus Schnee und Eis rettete, wurde weltberühmt. Heute kann man Barrys Erben auf begleiteten Wanderungen auf dem Grossen Sankt Bernhard herzen. www.fondation-barry.ch

Höhlen. Auf der Wanderung von Spielboden nach Saas-Fee kann man die kleinen Nager aus nächster Nähe beobachten. Mit etwas Glück fressen die ­Murmeli einem gar aus der Hand. www.saas-fee.ch

u Alpaka Jeden Dienstag und Freitag starten die sanftmütigen Kleinkamele zu einem Trekking. Die Wanderung mit den Alpakas zum Wysse See dauert rund drei Stunden und beinhaltet ein gemeinsames Picknick. www.leukerbad.ch (Events) u Esel Mit Langohr in die Berge führt die Eseltour des Gästehauses «Riad des Neiges» in Val-d’Illiez: Beim dreitägigen Trekking im Gebiet Portes du Solei wird in authentischen Herbergen übernachtet. www.riad-des-neiges.ch u Murmeltiere Auf Spielboden hausen zahlreiche Murmeltiere, teilweise gut versteckt in unterirdischen

Murmeli ganz nah Auf Spielboden geben die Murmeltiere den Ton an und erfreuen Jung und Alt.

Foto Prisma

Panorama total Der neu eröffnete hochalpine Höhenwanderweg Heid­bodme – Antronapass ist nur für geübte Wanderer geeignet. Geht man weiter bis zum Stausee Mattmark, erlebt man eine ein­malige herrliche Rundsicht auf Mischabelund Monte-Rosa-Massiv. Berg­restaurant.


En Guete Kühl gestellt Die Tarte für Gross und Klein.

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Einfach erfrischend

Cooler Kick für heisse Tage: Jetzt schlägt wieder die Stunde der Melonen! Ihr süsser Saft, das zarte Fleisch – Balsam für unsere hitzegeplagten Seelen.

MelonenQuark-Tarte

Zutaten (für eine Springform von ca. 26 cm Ø, gefettet) Mandel-Mürbeteig 180 g Mehl, 100 g geschälte gemahlene Mandeln, 100 g Zucker, 1 Prise Salz, 150 g Butter, in Stücken, kalt, 1 Ei, verklopft Füllung 3 Esslöffel Wasser, 1 Melone (z. B. Cavaillon, ca. 800 g), geschält, entkernt, in Würfeln (ergibt ca. 600 g), 4 Esslöffel Zucker, 250 g Halbfettquark, 1 Esslöffel Zitronensaft, 8 Blätter ­Gelatine, ca. 5 Min. in kaltem Wasser eingelegt, abgetropft, 3 Esslöffel Wasser, siedend, 2 Esslöffel Himbeerkonfitüre, durch ein Sieb gestrichen, 2 dl Rahm, steif geschlagen Vor- und zubereiten ca. 45 Min. Blindbacken ca. 25 Min. Kühl stellen ca. 4 Std. 45 Min. u Für den Mandel-Mürbeteig Mehl, Mandeln, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter beigeben, von Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse verreiben. Ei beigeben, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht kneten. Teig flach drücken, zu­

TIPP

Mit einem Löffelstiel lässt sich der Teig leicht am Formenrand hochziehen.

gedeckt ca. 30 Min. kühl stellen. Zwei Drittel des Teiges auf dem Formen­ boden auswallen. Den restlichen Teig zu einer Rolle formen, auf den Teigrand legen. Springformrand schliessen. Teigrand ca. 4 cm hochziehen (siehe TIPP). Boden mit einer Gabel dicht einstechen, ca. 15 Min. kühl stellen. Teig mit Backpapier belegen, bis knapp unter den Teigrand mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. Blindbacken ca. 15 Min. auf der untersten Rille des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, Teig ca. 10 Min. fertig backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, Formenrand ent­ fernen, Kuchen mit dem Formenboden auf einem Gitter auskühlen. Für die Füllung Wasser mit Melonen­ würfeln und Zucker aufkochen, Hitze reduzieren, ca. 5 Min. köcheln, aus­ kühlen, fein pürieren. Quark und Zitronensaft darunterrühren. Gelatine mit dem Wasser auflösen, mit 5 Esslöffel Masse verrühren und sofort gut unter die restliche Masse rühren. Kühl stellen,

bis die Masse am Rand leicht fest ist, glatt rühren. Teigboden mit der Konfitüre bestreichen. Schlagrahm unter die Melonen­ masse ziehen, darauf verteilen, ca. 4 Std. im Kühlschrank fest werden lassen. Schneller gehts mit einem ausgewallten Mürbeteig. Teig entrollen, 3 Esslöffel geschälte gemahlene Mandeln darauf verteilen, mit dem Wallholz leicht einwallen.

2

Melonen mit Curry-Couscous

Zutaten (für 4 Personen) 150 g Couscous, 1 Esslöffel Olivenöl, 1 Zwiebel, fein gehackt, 2 Knoblauch­ zehen, gepresst, 1 Esslöffel scharfer Curry, 3 dl Gemüsebouillon, 2 kleine Melonen (z. B. Cavaillon, je ca. 800 g; siehe Hinweis), Olivenöl zum Braten, 600 g Lammrückenfilets, in ca. 2 cm grossen Würfeln, ½ Tee­ löffel Salz, ­Pfeffer aus der Mühle Sauce 4 Esslöffel Zitronensaft, 3 Esslöffel Olivenöl, beiseite gestellter Melonensaft, 1 Esslöffel Zitronen­ verveine-Blätter, in feinen Streifen, Pfeffer aus der Mühle Vor- und zubereiten ca. 30 Min. schweizer illustrierte

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En Guete u Couscous in eine Schüssel geben. Öl warm werden lassen. Zwiebel und Knoblauch andämpfen, Curry ca. 3 Min. mitdämpfen. Bouillon dazugiessen, aufkochen, über das Couscous giessen, dieses zugedeckt ca. 20 Min. quellen lassen. Melonen längs halbieren, entker­ nen, mit einem Kugelausstecher bis auf einen ca. 1 cm breiten Rand Kügelchen ausstechen, dabei den Saft auffangen, 6 Esslöffel für die Sauce beiseite stellen, Kügelchen zum Couscous geben. Öl in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch portionenweise ca. 3 Min. bra­ ten, herausnehmen, würzen. Fleisch unter das Couscous mischen. Für die Sauce alle Zutaten gut verrüh­ ren, mit dem Couscous mischen. Cous­ cous in den Melonenschalen anrichten. Hinweis Essreife Melonen lassen sich an ihrem intensiven Duft erkennen. Nicht ganz reife Melonen bei Raum­ temperatur nachreifen lassen. Die Cavaillon-Melone, auch Charentais genannt, hat eine glatte, grünlichgelbe Schale und aprikosenfarbenes, stark duftendes, süsses Fleisch.

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Sommermüesli

Zutaten (für 4 Personen) Krokant 25 g Butter, 100 g Hafer­flocken, 3 Esslöffel Zucker, 250 g Bifidus-­ Joghurt nature, 1½ Esslöffel Zitronensaft, 1 Esslöffel Zucker, 2 Äpfel, 2 Melonen (z. B. Cavaillon, je ca. 800 g), halbiert, entkernt, je 125 g Heidelbeeren und Himbeeren, 2 dl Rahm, steif geschlagen Vor- und zubereiten ca. 30 Min.

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u Für den Krokant Butter in einer weiten Chromstahlpfanne warm werden lassen. Hafer­flocken und Zucker bei­ geben, unter Rühren bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. karamellisieren, auskühlen. Joghurt, Zitronensaft und Zucker in eine Schüssel geben, Äpfel an der Bircher­raffel dazureiben, sofort mischen. Mit dem Kugelausstecher Kugeln aus der Melone stechen, mit den Beeren

impressum

Büro Paris Suisse Presse Médias, Annemarie Mahler, 6 rue de Bièvre, F-75005 Paris, Tel. +33-1-42 60 34 61, Fax +33-1-42 60 54 69 Nr. 27, 100. Jahrgang. Erscheint montags BÜRO USA SwissPress, Inc., Helen Marchel, 29 Long Meadow Road, Riverside, Connecticut 06878, USA, Tel. +1-203-637-6866, Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare Fax +1-203-637-8392, swisspress@swisspress.tv ISSN 0036-7362 Verlag Ringier AG, 4800 Zofingen Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Verlag der Ringier-Zeitschriften Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 11, Fax 044 - 259 68 44 EINZELVERKAUF einzelverkauf@ringier.ch Marketing Verena Baumann (Leitung), Esther Burger, Patricia Häusler Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23 Head of Marketing Zeitschriften Thomas Passen Anzeigenleiterin Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 259 86 22, info@schweizer-illustrierte.ch Zeitschriften Claudia Dippel Product Manager Claudia Zweifel internet www.schweizer-illustrierte.ch, www.online-kiosk.ch Produktionsleiter Roland Winkler Anzeigenverkauf Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chef­ International Fax +41-44-259 69 96 redaktor/Nachrichtenchef Stefan Regez MITGLIED DER Chef­redaktion Syndication und Nachdruckrechte RDZ Syndication – Ursula Stephan Sutter Sekreta­riat Sara Schrepfer (Assis­tentin des Chefredaktors), Steinegger, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 60, Kathrin Berchtold (Assistentin des Verlags­direktors), Beatrice Pisciottano Fax 044 - 259 86 69 creative Director Jean-Robert Schaffter Unter­haltungs­­chefin Bettina Druck Swissprinters AG, 4800 Zofingen, Tel. 058 - 787 30 00 Portmann Politikchef (a. i.) Stefan Regez wirtschaftschefin Nina Siegrist Vertrieb im Ausland Ringier SA, BP 228, F-68306 St-Louis Cedex; Sportchef Iso Niedermann Bildchef Markus Schnetzer Textchefs Natascha Illustrierte-Zeitschriften-Vertriebs-GmbH, Turmstrasse 4, D-78467 Konstanz Knecht, Jan Morgenthaler autorin Stephanie Ringel Nachrichten Thomas Kutschera (stv. Nachrichtenchef), Marcel Huwyler, Alejandro Velert Unter­haltung Telefonnummer für Ausland-Abonnenten +41-62-746 40 84 Auslands-Abonnementspreise Anfragen an den Verlag richten Daniela Zivadinovic (stv. Unter­haltungs­chefin), Sandra Casalini, Aurelia Forrer, Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Bar­bara Halter, Yvonne Zurbrügg (People) Sport Thomas Renggli kunst Caroline Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Energy Bern AG; Energy Micaela Hauger Kultur, Die Besten Anina Rether (Leitung), Kati Moser, Isolde Schaffter-Wieland Shopp­ing Beatrice Schönhaus (Leitung), Ursula Borer, Kristina Schweiz Holding AG; Energy Zürich AG; ER Publishing SA; Eventim CH AG; Geschenkidee.ch GmbH; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Köhler, Nina Lienhard Gesundheit Verena Thurner, Lisa Merz Ko­ordi­na­tion Sonder­hefte Isabel Notari Bildredaktion Ulli Glantz (stv. Bildchef), Geraldine Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R MEDIA SA; Mediamat AG; media swiss ag; Original S.A.; Pool Position Switzerland AG; Previon AG; Presse Haas, Fabienne Hubler Fotografen Thomas Buch­walder, Fabienne Bühler, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Kurt Reichen­bach, Charles Seiler, Willy Spiller, Bruno Voser, TV AG ; Qualipet Digital AG; Rincovision AG; Rose d’Or AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medienintegration AG; Dick Vredenbregt Layout/Pro­duk­tion Patrick Brun (stv. Art Director), Maria Teleclub AG; The Classical Company AG; Ringier Axel Springer Media AG; Carlucci, Claudia Friedrich, Fabienne Hany, Dominic Koch, Nigel Simmonds (Info­ Ringier France SA (Frankreich); Ringier Publishing GmbH (Deutschland); Juno grafiken), Otmar Staubli, Karin Strebel, Doris Wüthrich (techn. Leitung) Design Kunstverlag GmbH (Deutschland); Ringier (Nederland) B.V. (Holland); Ringier Beling Thoenen Design Korrek­torat Stefan Bührer, Irène Müller Ständige Mit­arbeiter Urs Bärtschi (Auto), Peter Bichsel, Zeno van Essel, Helmut Hubacher, Kiadó Kft. (Ungarn); Népszabadság Zrt. (Ungarn); Ringier Pacific Limited Peter Hürzeler, Chris von Rohr, Ilona Scherer, Peter Scholl-Latour, Elizabeth Teissier (Hongkong); Ringier Print (HK) Ltd. (Hongkong); Ringier China (China); Ringier Vietnam Company Limited (Vietnam); Get Sold Corporation (Philippinen). si online Barbara Lanz (Leitung Redaktion), Yasmin Merkel (stv. Leitung Redaktion), Javier Vázquez (Web-Engineer), Anouk Haimoff, Ramona Thommen iPad René Haenig (Leitung Redaktion), Samuel Bosshard, Ueli Johner, Regula Revellado, Renée Sylvia Schauecker Buchhaltung Mirella Vignoni

Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

zum Joghurt geben, mischen. Den Schlagrahm und die Hälfte des Krokants sorgfältig unter das Müesli ziehen, in die Melonenhälften verteilen, restlichen Krokant darauf ­verteilen, sofort servieren.

Melonen-Shake

Zutaten (ergibt ca. 4 dl) ½ Melone (z. B. Charentais, ca. 400 g), geschält, entkernt, in Stücken (ergibt ca. 300 g), 25 g geschälte Mandeln, ohne Fett geröstet, 1½ dl Rüeblisaft Vor- und zubereiten ca. 10 Min.

u Alle Zutaten mit dem Mixstab fein pürieren. Ideal als Znüni oder Zvieri für Eilige. Hinweis Zum Mitnehmen in kleine Trinkflaschen füllen. Vor dem Geniessen gut schütteln!

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GaultMillau Post Hotel Weggis POHO Seestrasse 8 6353 Weggis Tel. 041 - 392 25 25 Täglich geöffnet Alle Kreditkarten ausser Diners EC-Direct & Postcard www.poho.ch

Trendy, funky! Direktor Philipp Musshafen und Küchenchef Markus Milz haben mit dem «POHO» in Weggis Erfolg.

Funky Thérèse und dreimal Kaninchen Post Hotel Weggis POHO, Weggis LU Die Gäste gehören zur Generation Facebook, die Küche ist funky und echt gut: Chef Markus Milz punktet mit kühnen Kombinationen.

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ie Lage ist idyllisch: Weiss auf­ gedeckte Tische unter alten Kastanien direkt am See, Sonnen­ untergang, Kerzenlicht. Das Angebot ist frech: «Funky Kitchen» heisst die Ansage. Also sind wir gespannt, was Funky Thérèse, unsere freundliche Bedienung, aufträgt. Erst «Yin & Yang», einen coo­ len Drink mit Wodka, Coco, Erdbeeren und Pas­sions­frucht. Dann ein erfrischendes AmuseBouche: Lachs-Tatar mit OrangenHütten­käse und knackige Crevetten. Schwach war nur der zähe Toast da­r­ unter; wer den schneiden will, braucht ein Beil. Eleganter die wunderschöne Vor­ speise: «Spargel – Wachtel – Bison» ver­

spricht die Karte, und das geht so: Bison­ fleisch wird zu hauchdünnem Carpaccio auf­geschnitten (perfekte Temperatur, gut gewürzt). Dazu wird eine sanft gebra­tene Wachtelbrust serviert. Die Spargeln gibts als Salat in einem kleinen Einmachglas. Das mag funky sein, praktisch ist es nicht. Originell der Hauptgang: «The Best of Rabbit»-Rückenfilet, im ­Schinken verpackt, Kotelett, geschmorte Keule. Die feine Sauce dazu («White Russian») gibts aus der Plastik-Pipette oder aus der Sauciere. Das «POHO» ist eine kulinarische Wundertüte. Eine Thai-Karte («The Asian Way of Life») liegt auch auf dem Tisch. Sie lässt sich sehen: Thai-Suppe

mit Gambas, Pilzen, Lemongrass und Kaffir. Rotes Curry mit Kokos, Poulet und Thai-Basilikum, mit Sorgfalt zubereitet und in einem riesigen Teller serviert. Und wer sucht, findet im Trend­hotel gar noch ein Wäggiser Stübli. Da gibts «Bärner Röschti» (Raclettekäse, zwei Spiegel­eier), «BuureRöschti» (Speck, Raclette­käse, zwei Spiegeleier) und Kalbs-­Cordon-bleu mit Nudeln. Funky ist hier nur noch die Schreib­weise: Gordon blö. Das «POHO» (Spa, Wakeboard) gehört zum Park-Hotel-Weggis-Impe­ rium. Entsprechend vielversprechend ist die Weinkarte. Wir empfehlen den Château Faugères der Besitzer­familie Denz. 

KNote für eine wegweisende, überragende Küchenleistung J Note für ausserordentliche Kochkunst und Kreativität I Note für beste HG Hoher Grad an Kochkunst und Qualität FE Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet 12/20 Herkömmliche, gute Küche ohne besondere Ambitionen

20/20 Idealnote, bis heute in der Schweiz nie vergeben Qualität und hohe Konstanz

Foto Bruno Voser

Wein-Tipp RosÉ vom feinsten Der Rosé der Domaines Ott 2010 (13 %) gehört weltweit zu den berühmtesten und spannendsten Roséweinen überhaupt. Charakteristisch für ihn ist seine auffallend bauchige Flasche – und sein (leider) relativ hoher Preis.

Dieser Côtes-de-Provence-­ Rosé wurde aus den Sorten Grenache, Cinsault und Mour­vèdre vinifiziert. Nach der Gärung wird der Wein während rund neun Monaten in Eichenholzfässern ausgebaut, was ihm ein interessantes Tanningerüst verleiht. Im Gaumen

präsentiert sich der 2010er sehr elegant und trocken. Noten von Waldbeeren, Rosen und etwas Cassis sind zu erkennen. Er hat eine schöne Frische und kühlt den Gaumen im Abgang angenehm anregend. Es lohnt sich also, zwei Flaschen gekühlt an Lager zu haben!

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Auto

schon gefahren Fiat Freemont

Ein Allianzprodukt Fiat nutzt die Allianz mit Chrysler und verpackt den Dodge Journey neu: Der familientaugliche Siebensitzer kommt unter der Bezeichnung Freemont nach Europa.

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eben der finanziellen Integration von Chrysler in den Fiat-Konzern geht auch die industrielle voran. «Ein erster Beweis dafür ist der Fiat Freemont», erklärt der Schweizer FiatChef Eric Laforge stolz. «Beim Freemont haben wir innovative Fiat-Lösungen, wie beispielsweise sparsame Dieselmotoren, in ein starkes Produkt der ChryslerTochter Dodge gepackt. So können wir neue Kunden ansprechen, die bisher noch nicht von Fiat erreicht wurden.» Der auf dem Dodge Journey basierende Siebensitzer kommt zum richtigen Zeitpunkt. Denn ohne den Kombi Croma, den optisch eigenwilligen Multipla und die Grossraumlimousine Ulysse figurierte bei Fiat kein familientaugliches Fahrzeug mehr im Angebot.

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Auch wenn der Freemont mit seiner robusten Optik wenig Italianità bietet, kann er durchaus punkten. Etwa mit dem hübsch gestylten Cockpit, aber vor allem natürlich dank seinem variablen Interieur. Bis zu 32 verschiedene Sitz-

Hübsch Klar wertiger als bei Dodge und mit gelungenem Feinschliff versehen, gefallen das Cockpit und das variable Interieur.

konfigurationen sind möglich. Überall gibt es Staufächer und auf der Rückbank gar integrierte Sitz-Erhöher für die Kinder. Selbst der Beifahrersitz lässt sich umklappen. Das schafft Raum für sperrige oder bis zu 2,60 Meter lange Ladegüter. Bei umgeklappten Sitzen wächst das Kofferraumvolumen bis auf fast 1500 Liter an. Für den Antrieb sorgen vorerst zwei Dieselmotoren mit 140 beziehungsweise 170 PS. Die sind zwar mit 6,4 l/100 km Verbrauch recht sparsam, aber nicht besonders sportlich. Trotz gründlicher Überarbeitung von Fahrwerk und Bremsen ist der Freemont aber sowieso eher fürs Gleiten als für die dynamische Kurvenhatz konzipiert. Wer es dennoch sportlicher mag, dem bietet Fiat ab November eine leistungsstarke 276-PS-Benzin-Variante. Und zum gleichen Zeitpunkt folgt dann auch die Version mit Allradantrieb. Jürg a. Stettler


News

Porsche Panamera Turbo S Ein edler Leistungssportler u Porsche setzt seiner viertürigen GT-Baureihe Panamera das Sahnehäubchen auf: Neu gibts das Topmodell als Turbo S mit 550 PS. Damit leistet der 4,8-Liter-V8-Motor mit Biturbo noch 50 PS mehr als die Turbo-Variante ohne den Zusatz S. Möglich machen dies der optimierte Lader mit Turbinen-Rädern aus Titan-Alu sowie ein angepasstes Motormanagement. Damit lässt das Kraftpaket den Panamera in nur 3,8 Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Erst bei 306 km/h ist Schluss. Der ausgeprägte Sport-Charakter kommt zudem in den 20-Zoll-Rädern, den Schwellern, der Spurverbreiterung und im VierWeg-Heckspoiler zum Ausdruck. Die Preise starten bei CHF 259 900.–.

Stattlich Der Fiat Freemont kann zwar optisch seine US-Wurzeln nicht ganz ­verbergen. Er macht aber als praktischer Siebenplätzer eine gute Figur.

FIAT FREEMONT Markant Grosse Leuchten an Front und Heck sorgen für einen sehr robusten Auftritt. u Motoren Benzin 276 PS,

Diesel 140, 170 PS u 0 bis 100 km/h 11,0 bis 12,3 s u Spitze 180 bis 195 km/h u Verbrauch 6,4 l/100 km u CO2-Ausstoss 169 g/km u Energieeffizienz-Kategorie B u Verkauf ab sofort u Preis ab CHF 39 150.– u Konkurrenten Chevrolet Orlando, Citroën C-Crosser, Kia Carens,

Mitsubishi Outlander, Nissan Qashqai+2, Peugeot 4007, VW CrossTouran u. a. u Unser Urteil Europäische Fiat-Kunden müssen sich wohl noch an die robuste US-Optik des Freemont gewöhnen. Vor allem als Allradler dürfte aber der familienfreundliche Siebenplätzer in der Schweiz Anklang finden. Zumal er im Interieur mit guter Verarbeitung, viel Platz und grosser Variabilität glänzt. Und dies zu durchaus fairen Preisen.

Nissan Micra DIG-S Der Stadtflitzer wird zum kecken Saubermann u Den Nissan Micra gibt es zurzeit nur mit 80-PS-Benzinmotor. Das ändert sich dank dem neuen 1,2-Liter-Benzin­ direkteinspritzer mit Turbolader bald. Das Aggregat hat mit 98 PS und 142 Nm nicht nur mehr Power, sondern ist auch umweltfreundlicher. Kombiniert mit einem manuellen Getriebe, verbraucht der Micra nur 4,1 l/100 km, was einem CO2-Ausstoss von 95 g/km entspricht. Er glänzt zudem mit so cleveren Details wie einem Park-Guide, der die Park­ lücke ausmisst und meldet, wenn der 3,78 Meter lange Stadtflitzer reinpasst. Und seine praktischen Seiten offenbart er dank ebener Ladefläche für bis zu 1132 Liter Gepäck. Noch unbekannt ist der Preis des Micra DIG-S. schweizer illustrierte

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Horoskop

Die Harmonie wird leider bald gestört

in Bezug auf die Umwelt (Chemie, Viren), auf Reisen oder zu Unfällen in der Freizeit und beim Sport. Besser ist die Kon­stel­lation Anfang Woche (Merkur harmonisch zu Mars): güns­ tig für Studien, (diplomatische) Treffen, Reisen. Oder machen mutige (politische, sportliche) Entscheide Schlagzeilen?

widder 21.–30. 3. Neue Projekte haben Rücken­ wind (am 11. und 16.), am 10., 13. und 15. kündigt sich eine Wende an. Bei Diskussionen sollten Sie klar und deutlich Ihre Meinung sagen! 31. 3.–9. 4. Missverständ­ nisse zu Hause trüben die Stimmung (11., 15., 16.). Sie finden aber die richtigen Worte (am 12.). Mars verdop­ pelt Ihre Energie. 10.–20. 4. Am 15. (Vollmond) sind Sie nicht gerade tolerant, und es fällt Ihnen schwer, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Nutzen Sie die Tage danach, um Ihr Leben besser zu organisieren.

stier 21.–30. 4. Der Glücksplanet Jupiter ist nach zwölf Jahren wieder in Ihrem Zeichen, er verspricht Chancen, Entfaltung, Erfolg. Ein Wunschtraum geht in Erfüllung mit Konsequenzen im Oktober und Anfang 2012. 1.–10. 5. Günstig für ein Treffen, eine Reise oder eine Aussprache sind der 10. und 14. Am 10., 13. und 15. aber könnte Ihre Haltung falsch ausgelegt werden. 11.–20. 5. Exzellente Woche, um Kontakte zu knüpfen, für Studien, Reise usw. Speziell ab dem 15. (Vollmond) finden Sie den richtigen Ton, sind auf der gleichen Wellenlänge.

zwillinge 21.–31. 5. Sie gewinnen Freunde, starten neue Projekte. Am 11. und 16. freuen Sie sich über eine gute Nachricht, doch am 15. könnte es anders kommen als erwartet. 1.–10. 6. Sie sind in Superform, verdanken Mars zusätzliche Energieschübe (am 12.). Ausserdem günstig für Termine, Verhandlungen, Examen oder eine Reise. Am 15. und 16. sollten Sie in finanziellen Dingen vor­ sichtig sein! 11.–21. 6. Am 13. sind Sie nicht auf der gleichen Wellenlänge mit dem Partner, und ab dem 15. (Vollmond) müssen Sie sich mit finanziellen Problemen beschäftigen.

krebs 22. 6.–1. 7. Jupiter hilft; die Veränderungen der letzten Wochen sind positiv für Ihre Zukunft. Güns­ tige Phase für Projekte (Ausland), Schreibarbeiten, ­Reisen usw. (exzellent der 14.). 2.–12. 7. Sie sind nicht gerade in Hochform, es könnte anders kommen als er­ wartet (am 13. und 14.). Mit Charme kommen Sie aber gut über die Hürden. Am 10. amüsieren Sie sich blendend, schmieden Zukunftspläne. 13.–22. 7. Sie haben die Lage unter Kontrolle, sind am 11. der Hahn im Korb. Der Voll­ mond am 15. wird hektisch (Diskussionen mit Partner?).

löwe 23. 7.–1. 8. Sie entdecken neue Horizonte, gehen neue Wege. Dabei spielt das Ausland eine Rolle, vor allem die um den 26. Geborenen kommen gut voran (am 11., 16.). 2.–12. 8. Sie sind redegewandt und knüpfen interessante Kontakte. Auch physisch sind Sie in Best­ form, am 12. können Sie einen Vorsprung gewinnen. Am 15. kommt es zu hitzigen Debatten, Sie sind nicht sehr tolerant. 13.–23. 8. Routine. Am 11. hängt bei manchen der Haussegen schief, oder eine Panne macht Kopfzer­ brechen, aber am 13. lösen Sie mit Charme ein Problem.

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie sind weiter auf der Über­ holspur: Die Situation ist günstig und bringt Power und Unabhängigkeit. Jupiter verspricht Erfolge mit guten ­Ergebnissen bis Anfang 2012. 3.–12. 9. Sie treffen alte Freunde, ein neues Vorhaben kommt gut voran (am 10.). Am 12. oder 16. hingegen sind Sie im Stress, alte Riva­ litäten werden wieder akut. Meiden Sie riskante Gesten, schonen Sie Ihre Gesundheit! 13.–23. 9. Sie haben die Lage unter Kontrolle. Treffen Sie Freunde, organisieren Sie ein Fest am 11. oder 15. (Vollmond). Hektisch: der 13.

waage 24. 9.–3. 10. Die Stimmung daheim ist ­angespannt, speziell am 10., 14., 15., doch der Partner (oder andere) stimulieren Sie, am 11. und 16. wirkt dies bereichernd. 4.–13. 10. Trotz Hindernissen sollten Sie gut über die Hürden kommen. Sie sind physisch in Schuss, gleichzeitig schlagfertig und kontaktfreudig. Günstig für Studien, Reisen, Besprechungen (12.). 14.–23. 10. Sie knüpfen am 13. interessante Kontakte, sind auf der ­gleichen Wellenlänge mit Ihrer Umgebung. Am 15. (Vollmond) hingegen sind Sie nervös und ungeduldig.

skorpion 24. 10.–2. 11. Sie haben derzeit gute Karten, wenn Sie auf Ihren Partner hören. Jupiter signalisiert interessante Angebote, ein Vorhaben verspricht Erfolg. Am 14. gelingt Ihnen alles (günstig für Verträge oder ­Heirat). 3.–12. 11. Anfang Woche knüpfen Sie interessante Kontakte (am 10.), aber dann kommt es zu Missverständ­ nissen oder Verzögerungen (am 13. und 15.). 13.–22. 11. Sie kommen zügig voran, sollten am 11. Ihrem Instinkt folgen. Der Vollmond am 15. ist exzellent, gerade für ­Kontakte zum Ausland, eine Reise, Schreibarbeiten usw.

schütze 23. 11.–2. 12. Sie sind kreativ, bekommen von unerwarteter Seite Schützenhilfe. Eine Idee fällt auf fruchtbaren Boden, eine positive Wende kündigt sich an (11., 16.). Günstig auch für Kontakte zum Nachwuchs. 3.–12. 12. Sie entscheiden klug, sind kontaktfreudig und schlagfertig (12.). Gut für eine Reise, Examen, Verträge. Doch Diskussionen (mit Partner?) könnten ziemlich ex­ plosiv sein (16.). 13.–21. 12. Vorwiegend neutrale Einflüsse. Am 13. sind Sie zu sensibel, sollten Ihre Gefühle besser kontrollieren, am 15. (Vollmond) sollten Sie ausspannen.

steinbock 22.–31. 12. Grössere Umwälzungen sind weniger schwierig als gedacht. Jupiter stärkt Ihnen den Rücken und steigert Ihr Selbstvertrauen. Exzellent dürfte der 14. werden. 1.–10. 1. Ihre Beziehungen sind am 10. harmonisch und ausgeglichen, doch am 11. ziehen Wolken auf, am 15. und 16. ist Sand im Getriebe. Viel­ leicht sollten Sie dem Partner entgegenkommen, den ersten Schritt machen? 11.–20. 1. Legen Sie nicht jede Bemerkung auf die Waagschale, erwarten Sie nicht zu viel. Am 15. (Vollmond) sind Sie ziemlich nervös und reizbar.

wassermann 21.–30. 1. Widersprüchlich: Uranus ver­ spricht ein überraschendes Angebot oder eine grosse Wende (Begegnung? Nachwuchs?) am 11. oder 16. Doch Jupiter funkt dazwischen, sorgt für Komplikationen. 31. 1.–9. 2. Sie sind in Bestform, verdanken Mars Power, sind ausserdem schlagfertig und kontaktfreudig. Am 12. gelingt Ihnen ein schöner Treffer. Nur am 15. müssen einige mit Hindernissen rechnen. 10.–19. 2. Sie könnten sich am 11. zwischen zwei Stühle setzen, doch am 13. werden Sie bei einem Projekt von Freunden unterstützt.

fische 20. 2.–1. 3. Ihr Erfolg hält an, Freunde unter­ stützen Ihre Vorhaben. Einige treffen voll ins Schwarze, können mit guten Resultaten im Oktober und Anfang 2012 rechnen. 2.–10. 3. Sie amüsieren sich glänzend, fühlen sich wohl im engsten Kreis (am 10., 14.). Allerdings sollten Sie sich körperlich schonen, riskante Manöver (im Verkehr) vermeiden! Am 12. oder 16. schlagen Sie ganz schön über die Stränge. 11.–20. 3. Sie kommen zügig vor­ an, sind im Einklang mit Ihrer Umgebung, speziell am 15. (Vollmond). Spannen Sie aus, lassen Sie sich verwöhnen!

ihr tages-horoskop 92

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

woche vom 10. bis 16. Juli 2011 Ein hektischer Voll­ mond (am 15.), schwierige Aspekte zwischen Venus und ­Saturn (am 13.), Merkur und Uranus (am 15.) sowie Venus und Nep­ tun (am 16.) deuten auf eine gesteigerte Nervosität (Schlaf­ störungen?) hin. Es kommt zu Problemen bei Verhandlungen,

Dr. Elizabeth Teissier


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ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten Buchstaben, von oben nach unten gelesen, und die vierten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. ZAHLENSCHLÜSSEL

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WER HÄTS – OHÄ LÄTZ Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. SO KÖNNEN SIE 20 FRANKEN GEWINNEN: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss Sonntag, 10. Juli 2011

KREUZWORT-CHAOS

LÖSUNGSWORT

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Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.


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AUFLÖSUNG AUS HEFT 26 WER HÄTS – OHÄ LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Klausen, 2. Nonstop, 3. Einband, 4. Buelach, 5. Edition, 6. Langnau, 7. Steiner, 8. Gattung, 9. Aarburg, 10. Toasten, 11. Legitim, 12. Leopard, 13. Agentur, 14. Sudhaus, 15. Agieren, 16. Dresden, 17. Hostess, 18. Chemise, 19. Uniform, 20. Ahndung Lösungssatz: Auch das Alltagsleben kann eine Tragoedie sein.

REBUS

Lösung: NIETE

Lösung: 367

1 2 3 =

KOCH A N T E (I) N N E FENSTER KONTINENT

3 1 5 9 7 4 6 2 8

2 9 6 5 8 1 7 3 4

5 3 1 6 4 7 2 8 9

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

KREUZWORTRÄTSEL

LÖSUNGSWORT

Gesamtwert: 750 Franken!

Lösung: MATTERHORN

SUDOKU mittel 7 4 8 3 6 2 1 9 5

schwer 9 6 2 1 5 8 3 4 7

8 7 4 2 9 3 5 6 1

6 8 7 4 3 5 9 1 2

1 5 9 8 2 6 4 7 3

06010002588

4 2 3 7 1 9 8 5 6

2 1 7 9 3 8 4 3 1 5 6 5 9 2 8 7 2 6 8 9 9 8 1 4 6 5 3 4 7 2 4 9 5 3 7 6 1 3 7 2 685 Lösung: 1 6 8 5 4

6 7 4 3 5 1 2 8 9

8 6 3 4 7 9 1 5 2

5 9 7 1 2 8 6 4 3

4 2 1 5 3 6 8 9 7 06010002587

06010002092

Lösung: 721

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosungen wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

Gewinnen Sie 15 × eine Tageskarte für den Holmes Place Health Club Zürich oder Seepark/ Oberrieden im Wert von je 50 Franken! Mehr Bewegung und bewusste Ernährung – damit Sie dem Winterspeck zu Leibe rücken und die allgemeine Fitness verbessern, getreu dem Motto: move well, eat well, feel well! www.holmesplace.ch Und so nehmen Sie teil: Telefon 0901 908 140 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz) SMS Schicken Sie ein SMS mit REBUS, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die 530 (CHF 1.–/SMS) Beispiel REBUS ABFAHRT an 530 Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/SCH24525 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss Sonntag, 10. Juli 2011

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leser

«Ich bin von der ganzen Familie sehr beeindruckt» «Ich habe den sehr berühren­ den Artikel über Jamal gelesen und bin von der ganzen Familie sehr beeindruckt. Seit zehn Jahren ver­ folge ich die Arbeit der Wunderlampe und sehe, wie viel Freude die Stiftung solchen Kindern und ihren Familien geben kann. Ich danke der SI für diese tolle Geschichte.» Markus Neuweiler, Opfikon ZH

Eine hübsche junge frau! u Charlene Wittstock, SI 26/2011 «Was haben Sie gegen Charlene Wittstock? Sie ist doch eine hübsche junge Frau, die sich nicht verstecken muss und bei der offensichtlich ist, was Stilisten und Designer aus ihr herausholen können. Eine Augenweide wäre das Titelbild, wenn nicht der Satz gross in Weiss darunter stehen würde! Nach welcher Macht soll Charlene Wittstock greifen? Tönt nach ‹Machtergreifung›, nach etwas, an das sich niemand gern erinnert!» Yvonne Hintermeister, per E-Mail

ein berührendes titelbild «Ich habe selten ein so schönes und berührendes Titelbild gesehen. Die beiden Strahle­frauen werden den Weg im und um den Rollstuhl sicher meistern, gemeinsam mit hilfsbereiten Menschen. Der ganzen Familie wünsche ich weiterhin viel Freude mit ihrem kleinen Sonnenschein.»

u Edith Hunkeler, SI 25/2011

«Beeindruckend» Pflegeeltern Esther und Hansjürg Rusterholz mit Jamal im Kinderzimmer. «Mit der Geschichte über die Familie von Jamal ist ein Bericht entstanden, der in seiner ganzen Feinheit und Sensitivität das Thema der Wunscherfüllungen von schwer kranken Kindern sehr eindrücklich und authentisch schildert. Es ist ein Bericht, der unter die Haut geht. Es ist der SI in Text und Bild gelungen, die Würde der Familie von Jamal zu bewahren. Das ganze Team der Stiftung Wunderlampe arbeitet weiterhin mit voller Kraft und Energie daran, dass noch viele Kinder, wie Jamal, wunderschöne Augenblicke erleben dürfen.» Ronald Haug, Stiftungsrat Wunderlampe

Elisabeth Derungs-Knobel, Vignogn GR

auch ausländische jodlergruppen erwähnen u Eidgenössisches Jodlerfest, SI 25/2011 «Danke für Ihren Beitrag. Schade, dass Sie keine ausländische Jodlergruppe

ab 2016 erfolgt der behindertengerechte umbau u Kaktus, SI 23/2011 «Herzlichen Dank für den schönen Kaktus! Wir sind froh über Rückmeldungen unserer Kunden, um so noch besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können. Ich freue mich also über weitere Anregungen, auch wenn sie nicht immer in Form eines Kaktus daherkommen müssen. Doch nun zur Sache: Der Bahnhof Horgen Oberdorf ist 2016 für den behindertengerechten Ausbau vorgesehen. Zurzeit wird ein Gestaltungsplan (Überbauung CS) bergseitig der Gleise bearbeitet. Mit diesen Bauarbeiten entstehen Synergien, die eine behindertengerechte Er­ schliessung mit Liften ermöglichen wird. Aus diesem Grund sowie der Priorisierung gemäss dem gesamt­ schweizerischen BehindertengesetzUmsetzungsprogramm der SBB erfolgt der behindertengerechte Umbau in Horgen Oberdorf erst 2016.» Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur

art basel u Party-Berichterstattung, SI 25/2011 Ernst Guntern legt Wert auf die Feststellung, dass er Begleiter und nicht Partner von Frau Angela Rosengart ist. Die Red.

schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 259 86 22, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

willi

«Lieber ein früher Atomausstieg als ein früher Ausstieg von Federer in Wimbledon, gell, Vater.»

Foto Fabienne Bühler

u Stilles Glück, SI 26/2011

erwähnen – zum Beispiel jene aus Melbourne, Australien, die extra nach Interlaken gereist ist.» M. Albisser, Zürich


Näher bei den Stars. Täglich. www.schweizer-illustrierte.ch

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Junge Liebe

Carlo Janka Der Ski-Star ist frisch verliebt. SI online weiss auch, in wen – seine neue Freundin ist eine ehemalige MissSchweiz-Anwärterin.

Musik

CD-Verlosung Gewinnen Sie Musik für den Sommer. Guillermo Soryas Erstling «Daily Bread» verschenken wir gleich zehn Mal bis zum 7. Juli 2011.

Liza Andrea Kuster Seit Montag lebt die Miss Earth Schweiz 2010 für drei Wochen im Wald. Mit SI online spricht sie über ihre Teilnahme beim SF-Format «Die Hüttenbauer».

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Hochzeits-Special Monaco Wir haben uns wieder mächtig ins Zeug gelegt, Sie an dieser Hochzeit teilhaben zu lassen: Unsere Ausgabe enthält Filme, Bilder, Musik und einen Shop.

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Fotos Marion Nitsch / SRF, Marcel Nöcker, HO

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Vorname Strasse PLZ Ort Telefon E-Mail SJa, ich bin damit einverstanden, dass Ringier AG mich künftig via E-Mail über weitere interessante Angebote informiert (gegebenenfalls bitte streichen).

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Auf einen Espresso

Frank A. Meyer und Marc Walder

Über die Unantastbarkeit unserer Kultur

Die Zürcher Juristin und ihr Freiburger Kollege, ein Religionsrechtler, begründen das Ansinnen mit der Multikulturalität, der sich auch die Schweiz zu stellen habe. Ist das denn so verfehlt? Damit wird unsere schweizerische, ja sogar unsere euro­ päische Rechtswelt auf den Kopf gestellt: Nicht die Migranten und ihre Familien sollen sich anpassen. Sondern wir. Das heisst: Unsere moderne Eherechtsordnung soll zurückgedreht werden. Zum Beispiel will der Freiburger eine Heirat vor dem Imam möglich machen – statt vor dem Standes­beamten. Er möchte auch die Eheschliessung allein vor dem Priester wieder legalisieren. Das Schweizer Familienrecht, so empfehlen die beiden Wissenschaftler, solle auch andere Vorstellungen von Familie und Ehe legalisieren. Das tönt ja zumindest nicht ganz unüberlegt. Unsere Vorstellung von Ehe und Familie als Rechtsgemein­ schaft basiert auf der vollständigen Gleichberechtigung der Frau – und natürlich auch der Töchter. Diese Gleichstellung musste den Kirchen in einem langen Prozess der Aufklä­ rung, der Revolution und der Entwicklung von Demokratie wie Rechtsstaat abgerungen werden. Konservativen und patriarchalisch eingestellten Christen passt das ebenso wenig wie den Muslimen. Die moderne Vorstellung von Ehe und Familie gehört aber zum unverhandelbaren Gleichheits­ gut unserer säkularen Gesellschaft. Wer da islamische Eheund Familienvorstellungen zum Recht erheben will, der will zurück in eine von Männern dominierte Gesellschaft. Die Professoren wollen doch nur, dass Migranten in der Schweiz und in Europa ihre Kultur und ihre Religion weiterleben dürfen. Das ist nun wirklich die komplette Verharmlosung der fundamental-fatalen Forderung, dass unser Recht nicht

Ihre Meinung interessiert uns: Diskutieren Sie mit – auf www.schweizer-illustrierte.ch

gelten soll für Migranten, die dieses Recht nicht akzeptieren. Das unsererseits zu akzeptieren, hiesse: Das Recht wird relativiert. Gleichheit und Freiheit und unser Recht, das diese beiden höchsten Werte schützt, sind aber nicht teilbar. Wer sie teilt, zerstört sie – mutwillig oder aus Unbedacht­ heit, welche ich bei den zwei Juristen als mildernden Um­ stand in Rechnung stellen möchte. Sie sind äusserst … sagen wir: dezidiert bei diesem Thema! Weil ich weiss, worum es geht: Die Ehe- und Familien­ vorstellung des Islam ist strikt patriarchalisch. Sie gründet auf Ungleichheit, auf Unterdrückung. Der Mann ist der Frau und den Töchtern vorgesetzt, als Gatte, als Bruder, als Onkel, sogar als Sohn. Oft wird Brautgeld entrichtet, womit der Mann das Recht zur sexuellen Nutzung seiner Frau erwirbt. Sie kann von ihm mühelos verstossen werden. Die Vielfrauenehe ist ein weiterer Ausdruck der Herabsetzung. Wieso zählen Sie das jetzt alles einzeln auf? Weil die Konfrontation mit unserem Ehe- und Familienrecht für viele islamische Migranten die grösste Herausforderung in unserer durch Freiheit und Gleichberechtigung geprägten Gesellschaft bedeutet. Für die Migrantinnen dagegen – seien sie Mütter oder Töchter – bedeutet unser Ehe- und Familien­ recht Befreiung. Auch dann, wenn es manchen von ihnen wegen mangelnder Bildung, aus Gründen der Tradition oder wegen ihrer tagtäglichen Unterdrückung durch Männer nicht immer bewusst ist. Was wäre zu tun? Wir müssen darauf drängen, dass eingewanderte Frauen ihre Rechte kennenlernen. Und darauf, dass sie diese Rechte mit unserer Hilfe auch durchsetzen können. Das ist wahre Integration.  MARC Walder, 45, ist CEO Ringier Schweiz und Deutschland Frank A. Meyer, 67, arbeitet als Journalist im Hause Ringier. Er lebt in Berlin

Foto Thomas Buchwalder

Sagen Sie mal, Frank A. Meyer, Schweizer Rechtsprofessoren propagieren in der «NZZ am Sonntag» die Idee, Elemente des islamischen Eherechts in der Schweiz einzuführen, darunter das Recht des Mannes auf mehrere Frauen. Was sagen Sie dazu? Von der Sache halte ich nichts. Von den Professoren, die das vortragen, noch weniger.



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