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Mit «al dente»

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27. September 2010 CHF 4.50

Die Neuen im Bundesrat Simonetta Sommaruga & Johann SchneiderAmmann ganz privat

Die neue Miss Schweiz

Königin Kerstin

Wer sie ist. Wen sie liebt. Was sie will. 10 Seiten


Inhalt 8

u Ein Hauch von Hollywood Sie brachte Luzern zum Strahlen. «Rose d’Or»Moderatorin Nazan Eckes (in einem Kleid von Unrath & Strano) trägt zu Hause vor dem TV am liebsten eine Jogginghose – und trinkt dazu einen Ingwertee.

HEFT 39, MONTAG, 27. September 2010

Titel

Titelbild Thomas Buchwalder; Inhaltsfoto Alexandra Pauli

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Kerstin Cook Ganz privat! Die neue Königin der Schweiz! Wie sie lebt, wen sie liebt. Ihre Tränen. Ihre Träume Die Gala Eine Nacht der grossen Gefühle. Und: Wie Kerstin alle Gäste verzauberte

Leute 7 8

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Tagebuch von Nik Niethammer Rose d’Or Glamourös! Zur grossen Gala der internationalen TV-Prominenz kamen VIPs aus ganz Europa ins KKL Luzern Leute Miriam Stein, Nino Niederreiter, Florian & Seppli Brun, Anita Weyermann Marianne Häuptli Mit der Kuoni-Vize­ präsidentin bei den Eisbären in der Arktis schweizer illustrierte

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Inhalt Politik 30

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Simonetta Sommaruga Die Konsumenten­ schützerin wird auch im Bundesrat kämpfen und Kompromisse schmieden Johann Schneider-Ammann Der globale Unternehmer ist lokal verwurzelt. Und will auch künftig mit seinen Hunden wandern Hannes Britschgi Zwischenruf aus Bern: Die Hoffnungsträger – mit Handicap!

Shopping 57

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Best Buys

Check-up 67

u Sachlich, Besonnen, Mit Herz Sie kommen aus Bern und können es gut miteinander: Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann gewinnen als Favoriten die Wahl in den Bundesrat. Wer sie sind und wie sie ticken.

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Kranke Leber Fett schadet mehr als Alkohol! Nur die radikale Umstellung der Lebensweise eröffnet Heilungschancen Heilpilze Sie schmecken nicht nur gut, sie helfen auch gegen Krankheiten! Dr. Stutz meint COPD – früh erkennen!

AVO Session 73

Grosses Extra zum Festival in Basel 25 Jahre Weltstars am Rheinknie!

Die Besten 95

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Weekend 101 Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Fotos Ruben Sprich / Reuters, Fabienne Bühler (2)

Party

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120 Zurich Film Festival Wuchtige Premiere Laureus Charity Night Dübendorf ZH Cirque du Soleil «Varekai» in Zürich

Und … 129 Notabene von Helmut Hubacher 109 Horoskop 130 Leserbriefe/Impressum

u Cool Sie ist die First Lady der Schwei­ u Mystery «Sennentuntschi» Roxane Mesquida und ihr Senn Andrea zer Reisebranche: mit Kuoni-Vizepräsiden­ tin Marianne Häuptli in der Arktis. Zogg zu Besuch in der Grossstadt.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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tagebuch

Herzlich willkommen! Die Neuen

Nik Niethammer, Chefredaktor

Abgang Letzter Arbeitstag bei der SI: Sascha Buchbinder mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Fotos Bruno Voser, Marcel Nöcker, Kurt Reichenbach

Antritt Neu im Amt: SI-Politchef Lukas Egli mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Am Mittwoch die Bundesratswahl: Zwei Hoffnungsträger gewinnen. Am Samstag bekommt die Schweiz eine neue Königin. Mit Kerstin Cook siegt die Favoritin. Was für eine Woche! Drei Persönlichkeiten treten auf die Bühne, stehen ab sofort im Scheinwerferlicht. Millionen Augenpaare blicken auf sie. Mehrere Teams der Schweizer Illustrierten standen in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz. Wer sind die Neuen? Wie leben sie? Was treibt sie an? Was können wir von ihnen erwarten? Kommen Sie mit, liebe Leserin, lieber Leser, auf eine Reise quer durch die Schweiz. Wir haben für Sie die neuen Mitglieder der Landesregierung besucht. Schauten genau hin und stellten Fragen. Wir baten die neue Königin am Morgen nach der Wahl vor die Kamera unseres Fotografen Thomas Buchwalder. Nach nur drei Stunden Schlaf. Wir besuchten auch andere wichtige Veranstaltungen: Wir nehmen Sie mit in den zauberhaften Cirque du Soleil und ans spektakuläre Zurich Film Festival. Schreiten Sie mit uns über den roten Teppich der «Rose d’Or» in Luzern, und feiern Sie an der Aftershow-Party im Swissôtel mit der frisch gekürten Miss Schweiz. Königin Kerstin – ab Seite 18. Zeit der Sachlichkeit – ab Seite 30.

Hausmitteilung Mit der Reportage «Zeit der

Sachlichkeit» über die beiden neu gewählten Bundesräte ver­ abschiedet sich SI-Politchef Sascha Buchbinder von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser. Buchbinder wechselt in die Bundeshaus­ redaktion von Radio DRS. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen feinen Kollegen, sondern auch einen herausragenden Journalisten. Wir wünschen Sascha Buchbinder bei seiner neuen Aufgabe viel Erfolg und einen langen Atem. Neuer Politchef der Schweizer Illustrierte ist Lukas Egli, 37. Der gelernte Verlagsbuchhändler und Absolvent der Schule für Angewandte Linguistik, Zürich, schrieb zuletzt für «NZZ Folio», «Beobachter» und «Das Magazin». Wir heissen Lukas Egli herzlich willkommen. Ich freue mich, Ihnen in dieser Ausgabe einen weiteren Neuzuzug vermelden zu können. Ab sofort schreibt Hannes Britschgi, 55, für die Schweizer Illustrierte. Britschgi, ehe­ maliger Chefredaktor von «SonntagsBlick» und «Facts» sowie Chef der «Rundschau», meldet sich in seiner neuen Funktion als Publizist des Verlagshauses Ringier (zu dem auch die Schweizer Illustrierte gehört) regelmässig zu grossen politischen Themen mit einem «Zwischenruf aus Bern». Unter dem Titel «Zwei Säulenheilige mit Handicap» beleuchtet er die neuen Mitglieder der Landesregierung. Und kommt zum Schluss: Beide Hoffnungsträger werden viele enttäuschen. Zwischenruf aus Bern – Seite 45. Ich wünsche Ihnen eine freudvolle Woche und gute Unter­ haltung mit Ihrer Schweizer Illustrierten – auch auf dem iPad!

Auftritt SI-Unterhaltungschefin Bettina Portmann (l.), Ben Shephard, Nazan Eckes bei der «Rose d’Or». schweizer illustrierte

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Party

Ein Hauch von Hollywood: der rote Teppich vor dem KKL.

Rosige Aussichten Show & Glamour. Stars & Sternchen. Luzern steht am Festival Rose d’Or im Fokus der internationalen TV-Szene

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ierwaldstättersee, Raddampfer, Kapellbrücke, Markus­ kirche. Die Kulisse am Festival Rose d’Or ist filmreif. In Luzern werden die erfolgreichsten TV-Produktionen in 13 Kategorien ausgezeichnet. Auf dem roten Teppich vor dem KKL herrscht Stossverkehr. Mittendrin der Mann, der Millionäre produziert – und selber Millionär geworden ist. David Briggs, Erfinder der Quizshow «Wer wird Millionär?». Wem würde er eine Goldene Rose überreichen? «Ich bin ein grosser Formel-1Fan – also dem Ferrari-Team», sagt der Brite. Wenn ihm für diese Antwort nur nicht die Staatsbürgerschaft entzogen wird. Die Luzerner Komikerlegende Emil Steinberger denkt ebenfalls über den Pilatus hinaus: «Ich würde sie Barack Obama schenken. Dieser Mann weckt Hoffnung.» Weniger selbstlos ist Marie-Luise Marjan, die seit 25 Jahren in der «Linden­strasse» Mutter Beimer verkörpert: «Ich überreiche mir die Rose selber. Dann lade ich alle Leute ein, um sie zu bewundern.» Die englische Schauspielerin Katherine Kelly darf den Golden Jubilee Award für den TV-Evergreen «Coronation Street» ent­ gegennehmen. Das «Lindenstrasse»-Vorbild ist seit 50 Jahren auf Sendung – und Kelly die 50. Barmaid im Pub Rovers u

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Die deutsche Moderatorin Nazan Eckes führt durch den Abend und lässt tief blicken: in einem nachtblauen Satin-Traum von Unrath & Strano.


Dass sie als Laudatorin für die Kategorie «Drama & Mini Series» ausgesucht wurde, erstaunt Sandra Studer gar nicht: «Ich habe zu Hause vier ‹Minis›, und die machen viel Drama.»

Luzern statt «Lindenstrasse»: Marie-Luise Marjan liebt das Ambiente.

Die eleganteste Barmaid weit und breit: SoapStar Katherine Kelly.


die grossen Gewinner Golden Jubilee Awards Simon Cowell & «Coronation Street» Best of 2010 Benidorm Bastards social award Karawane der Hoffnung comedy Benidorm Bastards Arts Documentary & performing arts The Neighbour Children & Youth Krimi.de: Netzangriff Drama & Mini Series Hopeville Game show Bingo Banko Multi-Platform Red Eagle sitcom The Inbetweeners soap & telenovela Date Blind variety & live event show La Bohème im Hochhaus reality & factual entertainment

Blood, Sweat and Takeaways

«Meine Goldene Rose ginge an Barack Obama. Dieser Mann weckt so viel Hoffnung» emil steinberger

In freudiger Erwartung – auf ihre Ischia-Ferien – zeigen sich Komiker Marco Rima und seine Frau Christina. Beide schwärmen von ihrer 16 Monate alten Malea.

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Der neue SRGGeneraldirektor Roger de Weck würde seiner Frau Claudia eine Goldene Rose überreichen, sie der neuen Bundesrätin.

Per Anhalter schaffen es Moderatorin Steffi Buchli und Gatte Florian Kohler noch pünktlich an die Gala.


Party

Von der Limousine direkt auf den roten Teppich: Komiker Emil Steinberger und Frau Niccel geniessen das Bad in der Menge. Bandleader Pepe Lienhard (hinten) ist ganz entzückt von seiner Christine: «Für mich ist sie immer die Schönste.»

Lady in Red! Miss Schweiz 1997 Tanja Gutmann bringt in ihrem roten Chiffonkleid Glamour nach Luzern.

Ein Mann für alle Fälle! TV-Mann Reto Brennwald kommt – die Bundesratswahl im Gepäck – direkt aus Bern.

Olé! In ihrer rot-schwarzen Robe wirkt Sopranistin Noëmi Nadelmann freuriger als jeder Flamenco.

Man in Love! Komiker Thomas Hermanns hält seine Gefühle nicht zurück: «Ich liebe die Schweiz!»

Return. Verklärt blickt sie auf den Vierwaldstättersee: «Just lovely – bei uns finden solche Veranstaltungen in anonymen Fernsehstudios oder düsteren Eventhallen statt.» Englischer Humor zeichnet die Schaffer der belgischen Serie «Benidorm Bastards» aus. Für das Komik-Format, das von «verhaltensauffälligen Rentnern» im spanischen Ferien­ domizil handelt, erhalten sie den Hauptpreis («Best of 2010»). Produzent Tim Van Aelst sieht darin einen Lichtblick für ganz Belgien: «Wir haben keine Regierung. Wir haben noch nicht mal ein richtiges Land. Aber jetzt haben wir eine Rose.» Ein Problem verbindet Sieger und Nichtsieger an diesem Abend: Das Catering scheint von einem Diätkoch organisiert. Komiker Marco Rima flüchtet überstürzt in ein Restaurant. Bandleader Pepe Lienhard und Partnerin Christine Köhli wissen, wie man auch den längsten Fernsehabend ohne knurrenden Magen übersteht: «Wir sitzen am Boden und essen Raclette.» Text THOMAS renggli, bettina portmann, stefan regez,

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«Tagesschau» und Sport: der TV-Konsum von Migros-Chef Herbert Bolliger mit Gattin Beatrice.

Die deutsche Actrice Janine Kunze und ihr Mann Dirk Budach versprechen: «Luzern, wir kommen wieder!»

Fotos Fabienne bühler, alexandra pauli, bruno voser

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Party

Sie sitzen in der ersten Reihe: (v. l.) DJ Bobo, die beiden «Lindenstrasse»Kollegen Marie-Luise Marjan und Joris Gratwohl, Pro-Helvetia-Chef Pius Knüsel.

party-facts Gastgeber Ringier Tatort Kulturund Kongresszentrum Luzern Most wanted Alt Bundeskanzler Gerhard Schröder und «Lindenstrasse»Mutter Beimer Hoppla! Bei der Gala der TV-Prominenz bleiben viele Zuschauerplätze leer Highlight Ursus & Nadeschkin Frage des Abends Wann gibts zu essen? Fazit I Auch Champagner ist ein Nahrungsmittel Fazit II Belgien hat keine Regierung, aber eine Rose Party-Rating

«Weiblicher Charme regiert die Welt – nicht nur im Bundesrat»

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Mit leerem Magen in die Show: Cablecom-Chef Eric Tveter mit Gattin Terry Anne Collins.

Zwei TV-Profis: Ex-MTV-Chefin Er schaut gern Sport, sie geht Catherine Mühlemann mit Partner lieber ins Kino: Axpo-Chef Heinz Josef Andorfer, Ex-RTL-ll-Chef. Karrer und Ehefrau Sonja.


Small Talk

Gerhard Schröder

Die Gastgeber mit Ehrengast alt Bundeskanzler Gerhard Schröder: Marc Walder (l.), CEO Ringier Schweiz und Deutschland, Verlegerehepaar Ellen und Michael Ringier (r.).

Angeregt: Gast­ geberin Annette Ringier (l.) mit Mari und Bernhard Russi.

Graue Eminenz: «Millionär»Produzent David Briggs (l.) und Festival-Direktor Rolf Probala.

Verleger Jürg Marquard (l.) und Rose-d’Or-Präsident Marco Castellaneta.

Fühlen sich wohl zwischen Stars und Sternchen: Astrologin Eliza­ beth Teissier und Gerhard Hynek.

Eine Rose für seine Verdienste um die Rose d’Or! Freddy Burger mit Carmen Schiltknecht.

Locker drauf Gerhard Schröder, 66, im KKL Luzern mit SI-Vize Stefan Regez (r.). Herr Schröder, heute erstmals in Luzern? Wo denken Sie hin! Sicher schon zum fünften Mal. Luzern ist eine wunderschöne Stadt, wo es sich gut leben lässt. See und Berge bei diesem Wetter – das gibt es nur in der Schweiz. Aber zum ersten Mal am Rose d’Or? Ja, hochinteressant. Hier werden populäre TV-Formate ausgezeichnet, beispielsweise «Wer wird Millionär?». Was schauen Sie am liebsten am TV? Mein Fernsehkonsum beschränkt sich auf Nachrichten, Krimis und die Bundesliga. Diese ist ein absolutes Must. Und Ihr Verein, Hannover 96, spielt zurzeit sehr erfolgreich. Mein Herz schlägt auch für Borussia Dortmund, wo ich Ehrenmitglied bin. Deshalb gehe ich nie an ein Spiel zwischen der Borussia und Hannover. Welche Bedeutung hatte das Fernsehen für Sie als Politiker? Um an die Spitze der Politik zu kommen, um wahrgenommen zu werden, um gewählt zu werden, ist das Fernsehen unerlässlich. Entscheidend bei der TV-Präsenz ist aber die Dosierung: Zu viel ist nicht gut. Zu viel Fernsehkonsum für Ihre Kinder, fünf- und neunjährig, auch nicht? Ja, den schränken wir rigoros ein. Das heisst, meine Frau Doris überwacht ihren TV-Konsum. Die Schweizer Regierung hat zwei neue Mitglieder. Haben Sie die Wahl verfolgt? Den ersten Wahlgang schon – dank der Swiss, die auf dem Flug von Hannover nach Zürich informierte, dass Frau Sommaruga gewählt ist. Eine Partei­ kollegin von mir (lacht).

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Leute

Florian & SEppli

Charmante Lausbuben

Florian (l.) und Seppli mit ihrem Papa Josef Brun und ihrer philippinischen Mama Angela. u Sie sind die neuen Lieblinge der Volksmusikszene: die beiden Schulbuben Florian, 14, und Seppli, 12. Vor zwei Wochen haben die Brüder aus Ballwil LU mit ihrem Titel «Familienjodel» die Vor­entscheidung des Talentwettbewerbs im «Musikantenstadl» gewonnen. «Das isch scho na cool», sagt Florian. Zwar wollen die beiden später Automechaniker oder Zimmermann werden, doch ein bisschen wie kleine Stars fühlen sie sich jetzt auch – das Telefon bei Vater Josef Brun, 65, klingelt seit dem Sieg jedenfalls ununterbrochen. Der Bauer, er selber jodelt seit 44 Jahren, nimmts gelassen: «Das Leben geht weiter.» Stolz sind er und seine philippinische Frau Angela, 44, aber trotzdem auf ihre Söhne. Sepp Senior: «En chline Batze kriegen sie darum auch als Belohnung.» av

Zwei Lausbuben erobern die Volks­ musikszene: Florian und Seppli (l.) auf dem Hof ihres Vaters im luzernischen Ballwil.

nino niederreiter

wer liebt wen

«Gring ache u … ghürote!» u Frohe Botschaft von Ex-Leichtathletin

Fotos Hervé Le Cunff (2), Harry How / Getty Images, HO

Anita Weyermann, 32: Am 17. September heiratete die Bernerin ihren Freund, den Berufsmaturitätsschullehrer Roland ­Salzmann, wie «Tele» und «TV-Star» berichteten. Das Paar reiste gleich für drei Tage in die Flitterwochen nach Barcelona. u Erst drei Monate alt und schon der erste karitative Einsatz: Rudi Bindella, 34, und seine Frau Melanie, 30, zeigen zum ersten Mal ihr drei Monate altes Töchterchen Allegra. Am Nationalen Tag der Organspende vom 18. September setzten sie sich für nierenkranke Kinder ein.

«Ich bin glücklich, ein gesundes Baby zu haben», sagte Melanie, die Vize-MissSchweiz 2005, die als Pflegefachfrau oft mit nierenkranken Patienten zu tun hatte.

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr Stars in dieser Woche u Danny DeVito u Natacha u Bligg u Fredi M. Murer u Neue Miss Schweiz

Bald voll in Fahrt u Da rockt einer

gewaltig den Big Apple! Dass Nino Niederreiter, 18, im Frühling schon in der ersten Ziehung von einem NHL-Team reserviert («gedraftet») wurde, war eine Sensation. Und nun statten die New York Islanders das Churer NHL statt Juniorenliga: Eishockey-WunderNino im Islanders-Dress. kind gleich mit einem Dreijahresvertrag aus – der sportliche Ritterschlag! 900 000 Dollar Jahreslohn machen ihn aber nicht nervös: «Teamkollege Mark Streit hat mir geraten, einfach cool zu bleiben und mich zu freuen!» Noch geht Nino zu Fuss ins Training mit den Stars. Das soll sich bald ändern: «Ich mache in Kürze die Fahrprüfung.» ilona scherer schweizer illustrierte

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Leute Miriam Stein

Shootingstar – startklar

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Kurz vor dem grossen Durchbruch: Schauspielerin Miriam Stein auf Stippvisite im Zürcher Restaurant Volkshaus. In der Schweiz dreht sie «Verdingbub» mit Katja Riemann.

Rose

kaktus

Hans-Rudolf Merz Bundesrat u Wer hätte das gedacht? Da wird der viel ­geschmähte Magistrat aus dem Appenzell am Ende seiner Amtszeit noch zur Kult-Figur. Dank «Bü … Bü … Bündnerfleisch!» Merz’ Lachanfall (Bild) beim Verlesen einer bürokratischen Antwort zum Thema «Import von gewürztem Fleisch» im Parlament sorgt nicht nur bei uns, sondern in halb Europa für Heiterkeit. Über eine Million Mal wurde das Video auf Youtube bereits angeklickt, Bünderfleisch-Fabrikanten rochen den Werbebraten. Merz im Hoch – wir gönnen es ihm von Herzen! Bewies er doch, dass Politik auch humorvoll sein kann. Klarer Fall: Ro … Ro … Rose!

barbara egger-jenzer Regierungsrätin Kanton Bern u 57,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben 2009 ein Bauverbot für Minarette beschlossen. Ein klares Verdikt, könnte man meinen. Doch die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) lässt das kalt, ihre Baudirektion bewilligt ein Minarett in Langenthal – mit der saloppen Begründung: «Das Minarettverbot gilt für dieses Bauvorhaben noch nicht.» Liebe Frau Egger, Ihre Argumentation mag rechtlich stimmen, politisch ist sie ein Affront. Das verdient ohne Wenn und Aber einen Kaktus. Dieser ist zuweilen ähnlich umstritten wie die Minarette in der Schweiz. Er braucht aber keine Baubewilligung …

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Fotos Thomas Buchwalder, HO (2), Keystone

u Noch ist ihr Name nur wenigen ge­läufig. Das dürfte sich in Kürze ändern: Miriam Stein, 22, ist der neue Shootingstar in der deutsch­ sprachigen Filmszene. Die Tochter von Moderator Dieter Mohr, 52, ist in Wien auf­gewachsen, hat in Zürich die Schauspiel­schule besucht und lebt heute in Berlin. «Ich möchte nicht immer in einem Atemzug mit meinem Vater genannt werden. Er hat mit meiner Arbeit ja nichts zu tun», sagt die schweizerisch-österreichische Doppel­ bürgerin bestimmt. Dafür spricht ihre Arbeit genug für sich: Diese Woche feiert «180°» Premiere, der Schweizer Episodenfilm von Cihan Inan. Mitte Oktober kommt «Goethe!» in die Kinos. Eine deutsche Big-Budget-Produktion mit Alexander Fehling und Moritz Bleibtreu – und Stein in der Haupt­ rolle! «Ich ging zum Casting, und glücklicher­ weise hat es auch ge­ klappt. Danach habe ich mich sofort in die Arbeit gestürzt. Nervös werde ich erst jetzt, kurz vor der Premiere, wenn ich sehe, wie ungewohnt gross das alles wird. In «Goethe!» spielt Stein Lotte Buff, ihre unglückliche Liebe zum Studenten Goethe animiert diesen zu seiner Novelle «Die Leiden des jungen Werthers». Für Stein waren die Dreh­ arbeiten aber alles andere als unglücklich, am Set lernte sie ihren derzeitigen Freund kennen. andrea vogel


Wie eine «English Rose» Kerstin Cook im Jacuzzi des Swissôtel Zürich. Ihre Mutter ist Engländerin, ihr Vater englisch-schweizerischer Doppelbürger: «Ich spreche mit beiden ganz offen über Sex.»

«Schoggi, Se


Titel

180 Zentimeter und Traummasse 85-62-91! kerstin cook spricht am Tag nach der Wahl als Miss Schweiz unverblümt offen über Sex und Liebe, Kiffen und Klauen und ihr Leben im Cook-Clan.

x & Silvan»

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Innig Silvan Büchli, Innenverteidiger in der ersten Mannschaft des FC Luzern, stösst mit seiner Freundin an. «Ich bin so stolz auf sie.»

Text Daniela zivadinovic Fotos thomas buchwalder

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erstin Cook ist gelandet. Und zwar so, wie es sich für eine Königin gebührt: in der Präsidenten-Suite des Swissôtel Zürich, mit Rundumsicht über die ganze Stadt. Doch dafür hat die neue Miss Schweiz keinen Blick: Ihr Handy ist verschwunden. «Ein nagelneues Samsung», seufzt die 21-Jährige aus Kriens LU. Und noch eine Sorge plagt sie: Wie ihre Beziehung zu ihrem Freund Silvan Büchli in Zukunft aussehen wird. Der 20-jährige Innenverteidiger spielt in der ersten Mannschaft des FC Luzern und ist seit bald vier Jahren der Mann an Kerstins Seite. Kerstin Cook, Ihre Liebe zu Silvan wird ab sofort auf die Probe gestellt. Ich weiss. Wir besprachen letzte Nacht, wie es mit uns weitergehen soll. Silvan mochte gar nicht mehr aufhören, obwohl ich schon längst schlafen wollte. Auch wenn wir uns in Zukunft vielleicht weniger oft sehen, möchten wir weiterhin viel miteinander reden. Unsere gute Kommunikation und der Glaube aneinander machen uns stark. Was macht Silvan zu Ihrem Traummann? Er ist liebevoll, steht zu mir und passt immer auf mich auf. Ich habe schon immer gesagt, dass ich ihn heiraten möchte. Gerade letzte Nacht wieder. Wirklich? Fussballer sind nicht gerade für ihre Treue bekannt. u

Sinnlich «Ich bin keine Frühaufsteherin. Um auf Touren zu kommen, brauche ich eine kalte Schoggi und ein Gipfeli mit Butter und Konfitüre.»


Titel

«Ich sage Silvan immer wieder, dass ich ihn heiraten möchte. Gerade auch letzte Nacht» kerstin cook schweizer illustrierte

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SCHÖNHEIT IST EIN GUTES GEFÜHL

Wir gratulieren Kerstin Cook zur Krönung als Miss Schweiz und wünschen ihr ein unvergesslich schönes Jahr.


Titel Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass er kein typischer Fussballer ist. Nur schon weil er mit drei Schwestern aufgewachsen ist, die ihm beigebracht haben, wie man sich Frauen gegenüber benimmt. Suchten Sie denn einen Fussballer? Nein, im Gegenteil! Als Leichtathletin lachte ich früher über das Training der Fussballer, weil die so komisch ein­ liefen. Doch als ich Silvan vor bald vier Jahren beim Altstadt-Fest in Luzern kennenlernte, verliebte ich mich sofort in ihn. War Silvan Ihr erster Mann? Nein, ich hatte vor ihm bereits einen Freund, mit dem ich zweieinhalb Jahre zusammen war. Ich bin ein Beziehungs­ mensch. Wie sieht für Sie ein perfekter Frauenabend aus? Ich treffe mich mit meinen Freundinnen. Daheim. Wir läuten den Abend mit Champagner oder Moscato ein, danach gehts in eine Bar und später in einen Klub, wo wir richtig abtanzen. Und zu welchem Song gehen Sie so richtig ab? «Rise Up» von Yves Larock. Wenn ich dieses Lied höre, zieht es mich auto­matisch auf die Tanzfläche. Ihre Vorgängerin Linda Fäh erkannte das Matterhorn nicht. Wovon haben Sie keine Ahnung? Ich muss zugeben, dass mich Politik kaum interessiert. Die Bundesratswah­ len vom vergangenen Mittwoch habe ich zwar verfolgt, aber nur oberfläch­ lich. Und bei welchen Themen sind Sie sattelfest? Alles, was mit dem Körper und mit u

Captain Cook im Anmarsch Wie eine Prinzessin verwöhnt wurde Kerstin Cook schon immer – von ihren Brüdern und ihrem Freund. Die neue Miss Schweiz gewährt einen Blick ins Fotoalbum.

Beschützend Ihre Brüder Richard (l.) und James passen auf die drei­jährige Kerstin auf.

Süsse Vierjährige «Schon als Kind war sie diszipliniert», sagt Vater Derek.

Kecke Erstklässlerin Als Siebenjährige bei einem Ausflug zu «Käpten Jo’s».

li und Kerstin Ve rli eb t Silvan Büch r Jahren liiert. Cook sind seit bald vie

Foto Fabienne Bühler

Das Reich der neuen Königin Kerstin lebt daheim bei ihrer Familie in Kriens LU.

Happy Family Mit Kerstin freuen sich ihr Freund Silvan Büchli (l.), Papi Derek, Mutter Karen und ihr ältester Bruder Richard. Bruder James fieberte wegen Pikettdienst am TV mit. schweizer illustrierte

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voegele-shoes.com

Wir können dir nicht die Sterne vom Himmel holen. Aber mit unseren High Heels können wir dich ihnen näher bringen. Liebe Kerstin, wir freuen uns auf ein unvergessliches Miss-Jahr mit dir.


Das Lächeln der Königin «Meine Freunde nennen mich Kerstina oder Miss Cook.» Muskeln zu tun hat. Als Leichtathletin liegt mir dieses Thema nahe, deshalb studiere ich Biologie im Fernstudium. Ich möchte Physiotherapeutin werden. Die neue Miss Schweiz holte sich ihre englische Matura via Fernstudium, nachdem sie ihre Ausbildung am SportGymnasium im vierten Jahr abgebrochen hatte. Kerstin stammt aus einer Hand­ werkerfamilie. Ihr Vater Derek, 51, und der ältere Bruder Richard, 25, sind Polymechaniker, Mutter Karen Lagerleiterin und Bruder James, 23, Automatiker. Kerstins Mutter stammt aus Windsor, ihr Vater Derek ist halb Engländer, halb Schweizer. Der Cook-Clan lebt in einer Mietwohnung in Kriens LU. Als Studentin haben Sie bisher nicht gerade viel verdient. Ja. Wir waren nie wohlhabend, deshalb lernte ich früh, dass man fürs Geld ­arbeiten muss. Darauf bin ich stolz. Von meinem ersten Verdienst leiste ich mir vielleicht ein paar tolle Stiefel, die ich kürzlich gesehen habe. Sie kosten 500 Franken – ich finde das sehr teuer. Reisen Sie lieber einfach oder luxuriös? Eher luxuriös, wobei mir drei Sterne reichen. Ich schlafe einfach lieber in einem Bett als in einem Zelt. Ich habe einen sehr leichten Schlaf, im Freien erwache ich wegen jedem Geräusch. Was haben Sie von Ihren Eltern gelernt? Von meiner Mutter immer hundert ­Prozent zu geben und authentisch zu sein. Von meinem Vater ein gewisses Mass an Sarkasmus und die Liebe zu englischen Witzen, die hier oft keiner versteht. Wer aus Ihrer Familie steht Ihnen am ­nächsten? Meine Mutter. Sie ist die Einzige, die wirklich jedes Detail über mich weiss. Sprechen Sie mit ihr auch über Sex?

Ja, über dieses Thema spreche ich mit beiden Eltern offen. Als sich einmal meine Periode verzögerte und ich befürchtete, ich könnte schwanger sein, weihte ich sie sofort ein. Es war zum Glück falscher Alarm. Aber meinem Vater ist es lieber, wenn ich nicht hinterrücks falsche Sachen mache. Was ist schlimmer, ein Besuch beim Frauenarzt oder beim Zahnarzt? Ganz klar: der Frauenarzt. Obwohl ich zu einer Frau gehe, finde ich es unangenehm, mich zu entblössen. Haben Sie schon mal einen Joint geraucht? Ja, aber es wurde mir so übel davon, dass ich es nie mehr versucht habe. Wie siehts mit Klauen aus? Ich liess mal an einem Kiosk Kaugummi mitgehen. Wonach sind Sie süchtig? Nach meinem Freund und Erdbeeren mit Schlagrahm. Missen bekommen schnell einen Übernamen. Welchen hätten Sie gern? Miss Elegant. Ich liebe schöne Cocktailkleider. Bisher konnte ich die nicht oft tragen, weil man bei uns nicht so auffällig herumläuft. Und mit meiner Körpergrösse falle ich schon genug auf. Glauben Sie an wahre Freundschaft zwischen Männern und Frauen? Ich habe es zwar immer anders erlebt, aber grundsätzlich glaube ich schon daran. Seit ich einen Freund habe, treffe ich mich aber eher mit Freundinnen als mit männlichen Kumpels. Worauf könnten Sie am ehesten verzichten: Auf Ihre kalte Schoggi am Morgen, Sex oder aufs Internet? Auf die Schoggi, dann aufs Internet und zuletzt auf Sex. 

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Party

Stimmungs­ kanonen: (v. l.) «Missenmutter» Karina Berger, Moderator Sven Epiney, Christa Rigozzi und Ehemann Giovanni.

Party unter Wasser Miss-Schweiz-Wahl 2010: Siegerin Kerstin stiehlt dem Regen die Show

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egenschirme und dicke Mäntel auf dem roten Teppich: Aber an der Miss-Schweiz-Wahl im Zürcher Theater 11 siegt am vergangenen Samstag der Sonnenschein! «Kerstin Cook erfüllt den ganzen Raum mit ihrer wunderbaren Ausstrahlung», schwärmt Jurymitglied Sascha Ruefer. Auch «Buttermeitli» Sarina Arnold freut sich mit der Frischgekrönten: «Als Innerschweizerin fieberte ich von Anfang an für Kerstin mit.» Und Musikerin Amy Macdonald schwärmt: «She’s beautiful! Ihre Schönheit kommt von innen, das spürt man.» Mister Schweiz Jan Bühlmann kennt die neue Königin aus dem Leichtathletik-Training und warnt: «Ihr grosser Ehrgeiz könnte zum Stolperstein werden!» – «Wenn sie stets Notproviant u

«Sie bleibt die Schönste!» Jury- Tochter Felice, 2, guckt am mitglied Sascha Ruefer über TV zu: Sarina Arnold und Freundin Vera Schumacher. Ehemann Raphael Fischer.

Ladina und Renzo Happy Family: Gotthard- Selten auf dem roten Teppich: Entwarf die Miss-Roben zum «Wir lassen es krachen!» Linda Fäh feiert das Ende ihres Blumenthal – zu Moreno, 2, Sänger Steve Lee, Frau Sonia Grandjean, Miss 1998, letzten Mal: Couturière Lisschauen die Grosseltern. Brigitte, Tochter Isabelle. und Partner Sandro Küng. beth Egli und Ehemann Walter. Amtsjahres mit Sven Epiney.


Nach uns die Sintflut! Miss Bern 2008 Emilie Lindblom (r.) und Freundin Selver Yavuz.

party-facts Gastgeber Miss Schweiz Organisation Tatort Theater 11 und Swissôtel Zürich Food Starkoch Jacky Donatz ver­ arbeitete 140 Kilo Kalbfleisch und 50 Kilo Kartoffeln zu Steak mit Stock Thema des Abends Das FrisurenkillerWetter Tuschelthema Vize-Miss Sabrina Guilloud war die heimliche Favoritin im Saal. Wird sie eine zweite Xenia Tchoumitcheva? Hoppla! Wirtschaftskrise lässt grüssen: Die Gäste des Galadiners (CHF 380.–) mussten zum ersten Mal die Getränke selber bezahlen Party-Rating

«Die Party ertrinkt im Regen, die Stimmung schwimmt oben auf»

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Königinnen der Nacht: Die schönste Schweizerin Kerstin Cook (l.) und der heimliche Star im Saal, Sabrina Guilloud, Sekunden vor der Entscheidung.

Symbolisch: Lernfahrerin Kerstin Cook nimmt den Schlüssel ihres Lancia Delta von FiatSchweiz-Chef Alexander Bleuel entgegen.

Kerstins erste 15 Minuten als Miss: www.schweizer-illustrierte.ch

und Make-up dabei hat, kann nichts schiefgehen», kontert Linda Fäh. Die abtretende Miss feiert bis tief in die Nacht. Auch Christa Rigozzi tanzt in die frühen Morgenstunden, obwohl sie erst 24 Stunden zuvor aus den Flitterwochen in Australien zurückgekehrt ist – voller Mückenstiche. «Christa ist halt die süsseste Person überhaupt. Nicht nur für mich, auch für Moskitos», sagt ihr Giovanni. Süss findet Kerstin ihren Lancia Delta, den sie aber noch nicht fahren darf, weil sie kürzlich durch die Autofahrprüfung gerasselt ist. Sponsor Alexander Bleuel: «Jetzt gibt sie Vollgas, damits vor Wintereinbruch doch noch klappt.» Die kalte Jahreszeit kündigt sich an der Gala bereits an: «Meine Locken sind wegen des nassen Wetters völlig hin», sagt Renzo Blumenthals Gattin Ladina. Doch ihre Stimmung wird dadurch an der Party im Swissôtel nicht getrübt. Text sylvie Kempa, Fotos fabienne bühler u


Foto Marcel Nรถcker

Politik

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Jeanne d’Arc des Alltags Die neu gewählte Bundesrätin Simonetta Sommaruga will auch künftig für die kleinen Leute kämpfen. Von ihrem bisherigen Büro überblickt sie die Berner Altstadt.

Sie ist die unbestechliche Konsumentenschützerin, er der verlässliche Patron alter Schule. Zusammen verkörpern die neuen Bundesräte Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann das Versprechen einer neuen Ära: Politik soll wieder Probleme lösen.

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Politik

«Solange ich mit den Hunden rausgehen kann, ist alles gut. Es sind diese Spaziergänge, die mir nicht fehlen dürfen»


Foto Kurt Reichenbach

Walk the Talk Passend zu seinem Arbeitsmotto («Tue, was du predigst!») seine Lieblingsbeschäftigung: mit den Labradorhunden Bajo, Dino und Durga (v. l.) beim Sängeliweiher zwischen Langenthal und Bleienbach spazieren gehen.

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Politik

Freudentränen Lukas Hartmann, 66, mit Sohn Jonas Lehmann, 25, auf der Zuschauertribüne im Nationalratssaal im Augenblick der Wahl. Die neue Bundesrätin (links) jubelt auf dem Bundesplatz.

«Der Wahlkampf war halb so schlimm und die Wahl doppelt so schön wie erwartet» Simonetta Sommaruga

Text Lukas Egli und Sascha ­Buchbinder Fotos Kurt Reichenbach und Marcel Nöcker

Fotos Keystone, Marcel Nöcker

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as für ein Tag für die Schweiz! Für die Frauen! Für Bern! Nichts ist mehr wie vorher. Nicht für die Schweiz, nicht für Bern. Und schon gar nicht für die Neugewählten. Die Bundesversammlung wählt die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga zur vierten Bundesrätin; erstmals wird die Schweiz von einer Frauenmehrheit regiert. Dann wählt sie mit Nationalrat Johann Schneider-Ammann einen zweiten Berner. Vor allem aber wählt die Bunschweizer illustrierte

desversammlung zwei Ikonen der Sachlichkeit. Am Tag danach steigt ein übernächtigter, aber gut gelaunter Johann Schneider-Ammann im Berner Marziliquartier aus der Staatslimousine. Von Kater keine Spur: Er hat in der Nacht nach der Wahl zwar schlechter geschlafen als in jener vor der Wahl, aber es geht ihm gut. Langsam dringt das Geschehen ins Bewusstsein des Industriellen: dass er nun nicht mehr der erfolgreiche Unternehmer aus dem Oberaargau sein wird, sondern Teil eines siebenköpfigen Politgremiums. Dass er mit Haut und Haar seinem Land dienen wird. Dass er sein

sicheres Umfeld in Langenthal verlassen und sich in Bern neu beweisen muss. Die Aufgabe erfülle ihn mit Stolz und Genugtuung, sagt er. Dennoch verfalle er nicht in Euphorie. «Ich bin persönlich in der Balance.» Diese innere Gelassenheit kann er am Wahltag gut gebrauchen. Denn die Kandidaten haben einiges zu überstehen. «Wir treten auf. Wir spielen. Wir treten ab», sagt Moritz Leuenberger in seiner Abschiedsrede. Er bestätigt damit seine Kritiker, dass für ihn, der 31 Jahre in Bern wirkte, Politik ein Theater ist. Die Räte schenken ihm trotzdem langen Applaus. Wenig später verabschiedet u


Familie

Geschafft! Nach der Wahl strahlt die Bundesrätin mit ihren Angehörigen. u Patchwork-Familie Sommaruga ist seit 1996 mit dem Schriftsteller Lukas Hartmann verheiratet. Er brachte drei Kinder in die Ehe. Zum Fototermin gruppierten sich auf der linken Seite: Schwägerin Andrea Züsli Sommaruga, Stiefsohn Jonas Lehmann, 25, und Neffe Beniamino, 5. Rechts: Ehemann Lukas Hartmann und die Schwester Claudia van Wezemael-Sommaruga mit ihrem Mann Rob van Wezemael.

Karriere Geboren in Sins AG am 14. 5. 1960 u karriere B-Matura im Internat Immensee SZ. 1980–1984 Ausbildung zur Konzertpianistin. SP-Mitglied seit 1986. Als Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz (1993–2000) wird Sommaruga bekannt und als Konsumentenschützerin zur Stimme der einfachen Leute. 1997 Gemeinderätin in Köniz. 1999 Nationalrätin. 2003 Stände­ rätin u Elternhaus Der Vater war Werkleiter bei Lonza, die Mutter Hausfrau

Nüchtern Ihr Büro in Bern ist von A bis Z ­funktional eingerichtet.

Schüchtern Als Teenie war sie brav.


Politik

«Mein Mann hat mich nie vor die Wahl gestellt, mich oder mein Leben zu ändern»

Ein Sandwich für zwei Hartmann und Sommaruga 1995 bei einem Ausflug zum Gerzensee.

Ein Flügel für zwei Bach und Chopin sind Sommarugas Lieblingskomponisten.

Privat

u Leise töne

Die Glaubwürdige

u Schnörkellos Dezent, aber immer gut gekleidet; nie laut, aber sattelfest in den Dossiers. Simonetta Sommaruga steht für eine sachliche, undogmatische Politik, die sie auch für Bürger­ liche wählbar machte.

1983 lernt sie Lukas Hartmann kennen. «Es war mehr als Liebe auf den ersten Blick. Das wäre in unserem Fall zu banal», erinnert sich der sechzehn Jahre ältere Hartmann an die erste Begegnung. Die Kunst ver­ bindet die Pianistin mit dem Schrift­ steller. Am Wochenende nach der Wahl spielte sie Bach: «Weil man bei dieser Musik fühlt, wie klein man ist.»

auch Hans-Rudolf Merz mit einer launigen Rede: «Das Spektakuläre in unserem Land geschieht nie in der Politik. Es geschieht in den Bildungsstätten, Labors, Maschinenfabriken, Ateliers und Denkstuben.» Mit dem Appenzeller tritt ein widersprüchlicher Geist ab, der ­seine politische Bilanz mit Sololäufen beschädigt hat. Die beiden Freigeister machen Platz für eine neue Ära der Sachlichkeit, verkörpert von der integren Konsumentenschützerin und modernen Linken Som­maruga sowie dem aufrechten Patron und Freisinnigen alter Schule, Johann Schneider-Ammann. Der Stil der Neuen zeigt sich bereits bei ihrer Wahl: Als sie nach dem vierten Wahlgang als Siegerin feststeht, eilt Simonetta Sommaruga wie ein glückliches Mädchen zum Rednerpult, auf ihrem Gesicht das Strahlen einer Musterschülerin, die mit der Gewissheit ans Klavier schreitet, dass sie ihr Stück perfekt beherrscht. «Wenn unser Land vereint bleiben will, muss die Mehrheit die Minderheiten respektieren und berücksichtigen», sagt sie. «Und zwar alle Minderheiten – seien sie kultureller, sprachlicher, religiöser, politischer oder anderer Natur.» Die ehemalige Konzertpianistin weiss, was es heisst, gleichzeitig zuzu­ hören und mitzuspielen. Sie will auch als Bundesrätin Brückenbauerin bleiben. Johann Schneider-Ammann seinerseits legt die kurze Strecke im Ratssaal bedächtig zurück. Bevor er Annahme der Wahl erklärt, bezeichnet er die Schweiz als «Kunstwerk». Der Patron zeigt sich schon staatsmännisch, sachbezogen und so zukunftsorientiert, dass er vergisst, seine unterlegene Konkurrentin Karin Keller-Sutter zu würdigen. Nuancen dann bei der Vereidigung: Die ehemalige Klosterschülerin, die über die Befreiungstheologie zur Politik kam, «gelobt». «Man schwört bei Gott, und das ist nicht meine Art, mich zu bekennen», erklärt sie später. «Aber ein Gelübde hat für mich die gleiche Kraft, die gleiche Aussage.» Die gebürtige Freiämterin ist schon lange aus der katholischen Kirche ausgetreten; nicht weil sie an Gott zweifelt, sondern wegen der Diskriminierung der Frauen. Schneider-Ammann hinge- u schweizer illustrierte

Fotos Keystone, Kurt Reichenbach, HO, Marcel Nöcker / RDB (2), Rolf Edelmann / RDB

usich

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Politik Familie

u Oberhaupt Seine Frau Katharina

Zusammen­ stehen Bundesrat Johann Schnei­ der-Ammann mit Frau und Kindern beim offiziellen Foto­ termin nach der Wahl: «Mein Dank gebührt in erster Linie ihnen.»

ist sein Vorbild: Sie sei «selbstlos, mittragend, bescheiden». Aber auch jemand, der geniessen und fröhlich sein kann. «Diese Kombination ist mir sehr wichtig.» An seiner Tochter Daniela schätzt er den «sehr trockenen» Humor. Sohn Hans Christian absolviert zurzeit ein MBA in Singapur und Paris und soll nächstes Jahr die Firma übernehmen. «Er will zeigen, dass er etwas bewegen kann.»

«Ich bin kein Gourmet. Wenn ich nach einer Woche in Asien Spaghetti bekomme, ist das für mich das Grösste»

Fotos Kurt Reichenbach (2), André Albrecht, Ex-Press, HO (3)

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kommt der Schwur ohne Zögern über die Lippen, obwohl er sich selbst nicht als religiösen Menschen bezeichnet. Er findet «Gott» in der Natur: «Ich glaube, dass da irgendetwas ist», sagt er beim Morgen­spaziergang im Marzili. Er suche den Bezug zu dem, was er nicht recht fassen könne, in den Bergen – «wenn ich mit den Hunden durchs Saanenland laufe oder auf den Napf». Überhaupt: Draussen sein, Käse und Brot «aus dem Rucksack» essen – das ist dem Multimillionär das Höchste. Es ist diese gelebte Bescheidenheit, die den beiden Neugewählten eigen ist. Das zeigt sich auch an der Feier der SP im alternativen Kulturzentrum Progr nach der Wahl: Nur wenige Genossen, vor allem ältere Frauen und ganz Junge, haben durchgehalten, bis die neue Bundesrätin – drei Stunden später als angekündigt – eintrifft. Trotzdem: Hat man Simonetta Sommaruga je so gelöst gesehen? Zerzaustes Haar, leuchtende Augen. «Frau Bundesrätin?» Die Angesprochene reagiert erst nach mehreren Zurufen. Sie lacht: «An die Anrede muss ich mich noch gewöhnen!» Cédric Wermuth, SP-Vizepräsident und Juso-Chef, hält eine kurze Rede. Jetzt soll Sommaruga sprechen. «Ich hab doch alles schon hundertfach gesagt!», protestiert sie. Dann erzählt sie vom Wahlkampf, von der Aufregung im Bundeshaus – und vom Lampenfieber, das sie hatte vor der Anhörung bei den Jungsozialisten. Alle warnten sie: Da werde sie noch einmal gegrillt. Wegen dem Gurten-Manifest. Die Streitschrift, die Sommaruga mit­ verfasst hat, sorgte vor zehn Jahren für u schweizer illustrierte

Allzeit bereit Von der Pfadi zum Militär ist es nicht weit.

Haus, Herr, Hund Der Industrielle mit seinen ­Labradoren vor dem standes­ gemässen Domizil in Langenthal.

Herkunft

Schach! Schon als elfjähriges Kind zeigte er strategisches Geschick.

u Emmentaler Johann Schneider-Ammann ist in Affoltern im Emmental als Sohn eines Tierarztes aufgewachsen. Seine Mutter kam aus Konol­ fingen und ging mit Friedrich Dürrenmatt zur Schule. Erst Ende der 70er-Jahre zog er nach Langenthal. Auf die Frage, ob sich ein Emmentaler im Oberaargau wohlfühlen könne, sagt er diplomatisch: «Ich habe über dreissig Jahre Zeit gehabt, hier heimisch zu werden.»


Karriere Geboren in Sumiswald BE am 18. 2. 1952 u karriere Elektroingenieurstudium an der ETH Zürich, MBA in Paris, seit 1984 CEO der Ammann Maschinenfabrik, seit 1990 auch Verwaltungsratspräsident, bis 2002 Oberst im Generalstab, 1999–2010 FDP-Nationalrat u familie Verheiratet mit Katharina Ammann, zwei Kinder: Hans Christian und Daniela (Jahrgang 1979 und 1981) u Freizeit Mit den Hunden spazieren gehen, klassische Musik, durchs Saanenland wandern, Engadin Skimarathon; war in jungen Jahren ein passionierter Bergsteiger und Orientierungsläufer

Auf Zack Die Militärkarriere war ihm ebenso wichtig wie die berufliche.

In der Machtzentrale «JNS» hat aus der Maschinen­ fabrik Ammann einen Milliardenkonzern geformt.

Der Patron

u Machertyp Johann Schneider-Ammann lebt seinen Angestellten vor, was er unter gutem Unternehmertum versteht: hartes und unnachgiebiges Arbeiten. «Mehr kann es nicht werden», sagt er über seine bis­ herige Arbeitsbelastung mit Blick in die Zukunft.


Porträt

Daheim Vor versammelter Belegschaft wird ein nahbarer, herzlicher und verletzlicher «JNS» sichtbar. An der Wahlfeier im Personalrestaurant bekommt der Patron nach dem anstrengenden Tag endlich ein Bier!


«Ich habe immer gesagt, ich helfe dem Land. Aber ich tausche mein Lebenswerk» Johann SchneiderAmmann

böses Blut in der Partei. Sie rief dazu auf, die Staatsgläubigkeit hinter sich zu lassen und auch mal dem Markt zu vertrauen. Statt von der Überwindung des Kapitalismus war plötzlich von den Rechten der Konsumenten die Rede. Stundenlang überlegte sich Sommaruga, wie sie vor den Jusos argumentieren soll, um klassenkämpferischen Einwänden zu begegnen. Doch dann kam keine einzige Frage dazu. «Ich war enttäuscht!», behauptet Sommaruga auf der Bühne. Doch ihr Strahlen straft sie Lügen. Glanzvoll gewählt, unverbrauchte Hoffnungsträgerin: Nie war sie so im ­Reinen mit ihrer Partei wie heute. Sie, die jahrelang als zu bürgerlich und an­gepasst galt. Einzig Ex-Partei­präsident Peter Bodenmann lästert über den «linken Klassenkrampf»: Wie 1993, als Ruth Dreifuss statt Christiane Brunner Bundesrätin wurde, habe eine Tochter aus bürgerlichem Haus ein echtes Arbeiterkind – Jacqueline Fehr – besiegt. Sein Genörgel bleibt ungehört. «Zum Schluss war alles halb so schlimm und doppelt so schön», sagt die neue Frau Bundesrätin. Ein Satz wie aus dem Poesiealbum. Und ein Motto wie ein Versprechen.

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In der Kantine der Ammann Group in Langenthal wartet zur gleichen Zeit die Belegschaft bei Bratwurst, Ankezüpfe und Bier auf ihren Patron, «der weg­ befördert» wird. Als er endlich auf einer kleinen Walze die Spalier stehenden Mitarbeiter «abfährt», spenden sie warmen Applaus. Im Restaurant wird ein anderer «JNS», wie ihn Vertraute nennen, sichtbar: ein nahbarer, herzlicher. Einer, der freimütig erzählt, wie es ihm ergangen ist. Ein gerührter, ja verletzlicher. Hier ist ­Johann Schneider-Ammann in heimischer Sphäre, unter Freunden. «Ich habe immer gesagt, ich helfe dem Land.» Aber jedes Mal frage er sich auch, sagt er am Tag ­danach im Marzili, worauf er künftig verzichte: «Ich tausche mein Lebenswerk!» Getauscht gegen einen Riesenrummel: Nach ihrer Wahl absolvieren die beiden Neulinge das volle Programm. Begrüssung durch die abtretenden und noch amtierenden Bundesräte, erste Instruktionen der Bundeskanzlei, dann die Medienmeute. Sie werden von Fotografen, TV- und Radiojournalisten durch die Wandelhalle getrieben, alle paar ­Meter kommt der Pulk für ein Kurz­ u

Fotos Keystone, Kurt Reichenbach

politik


«Vater, wenn du den Gring fürs Land hinhältst, halten wir Kinder den Gring für die Firma hin» Hans Christian Schneider interview zum Stehen. Jeder Schritt wird ­registriert, jeder Gesichtszug kommentiert, mit jeder Regung sind sie exponiert – hier entlädt sich der ganze Druck, der sich in den Wochen seit den Rücktrittserklärungen von Leuenberger und Merz aufgebaut hat. «Im Vorfeld haben alle immer alles gewusst», sagt Schneider-Ammann im Rückblick, «ausser ich selbst.» Das habe zu Unsicherheiten geführt. Er habe sich gefragt, was er richtig mache, was falsch. Und immer wieder: «Haben die wirklich mehr Informationen als ich? Oder versucht jemand, mich zu sabotieren? Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich das morgen schon wieder wollte.» Doppelt so schlimm, halb so schön: Als Wahlkämpferin steht Simonetta Sommaruga vor dem Problem, dass sie nichts gewinnen, nur verlieren kann. Keine Parlamentarierin ist bekannter als sie, beliebter kann sie nicht mehr werden. Ihr beharrlicher Einsatz für die Anliegen von Konsumenten, ihr Hinstehen im Kampf gegen Bauern­ fänger und Wirtschaftslobby macht sie zur Jeanne d’Arc des Alltags. Sie redet leise, aber unmissverständlich – und lässt damit Leute auflaufen, die Staub aufwirbeln, aber keine Argumente haben. Im Wahlkampf allerdings wirkt sie wochenlang gehemmt. Als endlich alle Fragen gestellt und beantwortet sind, bleibt nur der ratlose Einwand: Die Fehlerlosigkeit dieser Frau ist befremdlich. Wochenlang werden sämtliche Vari­ anten durchgespielt, Schlachtpläne ausgeheckt und Intrigen gesponnen. Doch das Resultat zeigt: Eine Frauenmehrheit im Bundesrat ist nicht nur denk-, sondern machbar. Zwei Berner geht auch. Und: Selbst hervorragende Kandidaten können Bundesräte werden. «En tout cas, le Berner Platte est des deux côtés», meint lakonisch ein Parlamentarier; heute gebe es auf beiden Seiten des Entrees denselben Apéro. Der Herkunftskanton der neu gewählten Bundesräte stiftet jeweils das Buffet, bei Zweiervakanzen gibt es in der Regel Auswahl. Der Nationalrat irrt: Es werden Spezialitäten aus allen Kandidatenkantonen aufgetragen. 

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Politik

Zwei Säulenheilige mit Handicap

Die beiden neu gewählten Bundesräte werden viele Erwartungen nicht erfüllen. Denn: Johann Schneider-Ammann ist kein animal politique. Und Simonetta Sommaruga zu populär.

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ie Schweiz hat zwei neue Bundesräte. Beide sind Säulen­ heilige des Landes: Simonetta Sommaruga als streitbare Konsumen­ tenschützerin mit rekordverdächti­ gen Popularitätswerten und Johann Schneider-Ammann als «Mister Werk­ platz» mit einer gesunden Abneigung gegen Abzocker in den Teppich­ etagen. Zwei neue Hoffnungsträger, und alles wird gut? Leider nein. Beide tragen nicht nur einen Heiligen­ schein in die Regierung, sondern gleichzeitig auch ein gewaltiges Handicap. Lassen wir für einmal dem Mann den Vortritt, schliesslich herrscht jetzt eine Frauenmehrheit im Bundesrat. Johann SchneiderAmmann ist vieles, aber er ist kein Politiker. Der Sohn eines Tierarztes hat sich schon zur Gymnasialzeit in die Industriellentochter Katharina Ammann verguckt und heiratete sie schliesslich früh. Sein Vater wollte eigentlich, dass sein Sohn Tierarzt wird, aber der wechselte die Studi­ enrichtung und wurde Ingenieur. Das passte prima. Denn der Ein­geheiratete brachte genau das mit, was die Unter­ nehmerfamilie Ammann als Produzentin von Asphalt­walzen und Strassenbelagsrüttlern besser brauchen konnte. Anfänglich sträubte sich der junge Ingenieur gegen die Idee, als Angeheirateter in den Familienbetrieb ­einzutreten und sich damit all den üblichen Vorurteilen auszusetzen, aber er liess sich bitten, drängen und schliesslich überzeugen. Mitgeholfen haben Schwager, Schwiegereltern und seine Angetraute. Innert weniger Jahre schaffte er es an die Konzernspitze und wurde so Unternehmer. Sein Beitrag zur Firmengeschichte: Er hatte den Mut, die total auf die Schweiz ausgerichtete Firma Schritt für Schritt ins Auslandsgeschäft zu führen. Heute ist die Ammann Group in der Nische der Strassenbelagsaufarbeitung ein weltweiter Player. Hier liegt die Basis der Wertschätzung gegenüber dem Unternehmer Johann Schneider-Ammann. Mit diesem Leistungsausweis sitzt er heute an der Spitze der wichtigs­ ten Wirtschafts- und Industrieverbände der Schweiz. Und zum Beispiel auch im Verwaltungsrat der Swatch Group. «Mister Werkplatz» ist hervorragend in der Wirtschaft ver­ netzt. Das macht ihn aber noch nicht zum Politiker. Zwar sitzt er seit 1999 im Nationalrat, aber dort gleichzeitig in den Spitzenrängen der Abwesenheitslisten. Jüngere

­ arlamentarier sahen ihn kaum. Er P liebt weder den politischen Infight noch das zeitraubende Taktieren in den Berner Chambres séparées. Poli­ tik ist definitiv nicht sein Kerngebiet. Das Politparkett höchstens die ­Bühne, um für die Interessen der Industrie zu kämpfen. Sein Versprechen am Tag der Wahl outet ihn immer noch als politi­ schen Quereinsteiger: «Ich werde vom ersten Tag an versuchen, für Kollegi­ alität einzustehen. Es ist sehr wichtig, dass sich das Gremium von der Einflussnahme der Parteien und Medien lösen kann, um mit­einander Entscheide zu treffen und diese auch geschlossen nach aussen vertreten zu können.» Das ist naives Wunschdenken. 2011 ist ein Wahljahr, und Schnei­ der-Ammann wünscht sich Regierungsarbeit unter der Käseglocke! Der Bundesrat geschützt vor bakteriellem Befall durch Parteiarbeit und Medienrealität. Mit Johann Schneider-Ammann wird nach Christoph Blocher wieder ein Unternehmer im Bundesrat sitzen, aber sicher kein Animal politique. Er merkt es sogar selbst, dass er mit der Wahl in den Bundesrat fremdplatziert wird: ­«Meine Welt wird sich ganz gewaltig ändern.» Kleinlaut schiebt er nach, das sei für ihn «gewöhnungsbedürftig». Ganz anders liegt das Handicap bei Simonetta Sommaruga. Sie hat genügend politische Fronterfahrung: sieben Jahre in der Exekutive der Gemeinde Köniz, 16 Jahre Konsumentenschützerin, sieben Jahre im Ständerat. Sie hat die politische Feinmechanik von Bundesbern unterdessen im Blut. Auch sie hat den Anspruch, «das Vertrauen in die Landesregierung und die Politik zu stärken», aber selbst­ bewusst sagt sie: «Ich habe zwar kein Patentrezept, aber ich habe einen starken Willen.» Leider hilft auch der nicht weiter. Denn ihr Handicap heisst Popularität. Und die ist riesig. Simonetta Sommaruga ist ein Politstar. Und deshalb branden ihr von Herrn und Frau Schweizer Erwartungen entgegen, so gross und riesig wie Tsunamiwellen. Da gibt es kein Halten mehr, auch beim stärksten Willen nicht. Müssen die beiden frisch gewählten Bundesräte also scheitern? Nein – aber sie werden viele enttäuschen.  Hannes Britschgi, 55, ist Publizist bei Ringier. Zuvor war er Chefredaktor von «SonntagsBlick» und «Facts» sowie Chef der «Rundschau».

Foto Gaetan Bally / Keystone

Von Hannes Britschgi


reisen

Im Land der Eisbären

Sie ist die ranghöchste Frau der Schweizer Reisebranche. Nun erfüllte sich Kuoni-Vizepräsidentin Marianne HäuptlI einen innigen Wunsch: Sie reiste nach Spitzbergen in der Arktis.

Text Thomas Kutschera Fotos Fabienne BÜhler

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ufgepasst! Ein Sturz über den Bootsrand ist hier nicht nur unangenehm, sondern auch ­ge­fährlich. Das Tragen der blauen ­Rettungsweste ist deshalb Pflicht. Zwei Grad kalt ist das Wasser, Eisschollen treiben um das «Zodiac»-Schlauchboot. Die Luft ist ­gerade mal zwei Grad ­wärmer, es weht ein steifer Wind. Nur

das ­Schwappen des Wassers am Bootsrand ist zu hören – und das Klicken der Kameras. Der Blick von Marianne Häuptli wird magisch angezogen: In zwanzig ­Meter Entfernung, an der Küste der schnee­ bedeckten Holmiabucht, tummeln sich sieben Eisbären. Ein paar schnuppern am Skelett eines gestrandeten Wals, doch Essbares ist nicht mehr da. Einige Meter abseits sitzt Mama Eisbär, säugt ihr Kleines. Die Touristen ver­

folgen das Schauspiel in ehrfürchtiger Stille, unter ihnen Kuoni-Vizepräsidentin Marianne Häuptli, 41. Nach einer ­halben Stunde zotteln die Eisbären von dannen. Die «Zodiac» wendet, fährt zurück zum ­Expeditionsschiff «Prince Albert II». Dieses ankert in der Bucht bei Sally­hamna auf Spitzbergen. Die Insel nahe des Nordpols im Arktischen Ozean gehört zu Norwegen. «Sieben Eisbären! Wir hatten riesi­ges Glück, ein absolut einmaliges

Nicht ohne Mama Auf zwanzig Meter kann sich Marianne Häuptlis Schlauchboot diesen Eisbären nähern. «Das Naturerlebnis hier ist unvergesslich.»

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Abenteuer-Tour Gut eingekleidet geniesst Marianne Häuptli, Senior Vice President bei Kuoni Schweiz, die arktische Eis­welt der Inselgruppe Spitzbergen.

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«Die Arktis ist ein grosses Naturspektakel» Marianne Häuptli Ewiges Eis Von der «Zodiac» aus wird die Natur hautnah beobachtet. Auch von Marianne Häuptli (M.).

Erlebnis.» Zwei Stunden nach der Be­ kanntschaft mit den vierbeinigen Arktis­ bewohnern sitzt Marianne Häuptli mit ihrem Lebenspartner Manuel Wipf auf dem Panoramadeck der «Prince Albert II», eine Tasse heisse Schoggi in der Hand, umgeben von der majestätischen

Mit dem Kuoni-Schiff auf Expedition u Lebenstraum Spitzbergen! Nächsten Sommer führt Kuoni für moderne Abenteurer eine weitere Polarreise durch. An Bord des Kreuzfahrtschiffs «Prince Albert II» gehts ab Oslo zur Inselgruppe Spitzbergen. Reisedatum: 12. bis 23. Juli 2011. u Mit an Bord: Norbert Rosing, einer der weltweit besten Eisbär­ fotografen, sowie ein fachkundiges Expeditionsteam, das die Gäste auf den Ausflügen durchs ewige Eis begleitet. Mit ihnen kann man die arktische Natur hautnah erleben. u Die «Prince Albert II» der Reederei Silversea hat sieben Decks und einen bekannten Taufpaten: Fürst Albert von Monaco. Der Luxus­ liner lässt keine Wünsche offen: Whirlpools, Boutiquen, erlesenes Ambiente, exquisite Küche sorgen für gute Stimmung an Bord. Für Infos und Buchungen: www.kuoni.ch/reisen-extra

Von Schnee und Eis umgeben Die «Prince Albert II» vor Anker in einem Fjord.


reisen

Reiseprogramm u 1. Tag: Schweiz–Norwegen: Sonderflug nach Oslo, Über­nachtung in einem Erstklasshotel. u 2. Tag: Oslo–Longyearbyen: Sonderflug von Oslo nach Spitzbergen, Einschiffung auf die «Prince Albert II», Abfahrt um 17 Uhr. u 3.–9. Tag: Spitzbergen: Geniessen Sie die Tundra auf den Kabinenkategorien u Adventure Class u Explorer Class u View Suite u Vista Suite u Veranda Suite* u Expedition Suite u Medaillon Suite**

9890.– 10 490.– 11 190.– 11 590.– ausgebucht 14 390.– ausgebucht

Landgängen, beobachten Sie von der «Zodiac» aus die Artenvielfalt, und entdecken Sie den Lebensraum der Eisbären. u 10. Tag: Heute kreuzen wir vor der Bäreninsel, bei guten Wetterbedingungen ist ein Landgang möglich. u 11. Tag: Tromsö, Norwegen, Erkundigung der Universitätsstadt. Dinner und Übernachtung an Bord der «Prince Albert II». u 12. Tag: Norwegen–Schweiz: Sonderflug von Tromsö nach Zürich.

u Silver Suite*

17 990.– ausgebucht u Owner’s Suite** ausgebucht u Zusatzbett 3. P.*** 7990.– u Explorer Class**** 15 390.– u View Suite**** 16 690.– u Vista Suite**** ausgebucht u Grand Suite**

*mit französischem Balkon / **mit Veranda / ***3. Zusatzbett nur in den Kategorien View, Vista, Expedition und Silver Suite möglich / ****Zur Alleinbenutzung Im Preis inbegriffen u Sonderflüge in der Economy-Class inklusive Taxen u 1 Übernachtung in Oslo mit Frühstück, Transfers u Unterkunft an Bord in der gewählten Kategorie, Vollpension, Getränke (inkl. Weine, Champagner, Spirituosen), Minibar, 24-Stunden-Butlerservice u ­ Sämtliche Ausflüge (ausgenommen Tromsö) u Kuoni-Reiseleitung und Gastreferent Norbert Rosing, ein Bildband «Im Reich der Eisbären», Silversea-Expeditionsjacke und Tagesrucksack für jeden Reisenden, ausführliche Reiseunterlagen

Talon einsenden an Kuoni Reisen AG, Vermerk: SP-XZ, Neue Hard 7, 8010 Zürich Per E-Mail: cruise.travel@kuoni.ch Telefonisch: Mo–Fr 9–18 Uhr, Tel. 044 - 277 41 20

Natur­spektakel.» Noch einen Schluck Schoggi, dann verabschiedet sich die Kuoni-Frau, um sich in der Kabine fürs Captain’s-Dinner fein zu machen. Auf dem Menü stehen Langustinen und Rindsfilet. Nach dem Abendessen gibts einen Schlummertrunk an der Bar. Es ist 23.30 Uhr, hell, denn draussen scheint die Mitternachtssonne. Am folgenden Morgen ist Mari­anne Häuptli wieder früh auf den Beinen. 6.15 Uhr: Besuch im Fitnessraum, Frühstück, dann ein weiterer «Zodiac»-Ausflug, in Begleitung fachkundiger Guides. Auch heute, auf der Halbinsel Lagoya, hat die Gruppe Glück: Rund dreissig Walrosse fläzen sich auf dem Kiesstrand, ein paar tummeln sich im Wasser. Grosses Staunen: Bei den Männchen können die Stosszähne bis ein Meter lang werden und je fünf Kilo wiegen. Auf der Rückfahrt zum Expeditionsschiff erspäht die Gruppe nochmals zwei Eisbären. Diese stehen auf einer Eisscholle, einer hat eine Robbe erlegt. Marianne Häuptli ist überwältigt. Gern habe sie jeweils die Fotos von Knut gesehen, dem berühmten Eisbären im Berliner Zoo. «Doch Eisbären in der freien Natur zu beobachten, das ist viel schöner. – Sorry, lieber Knut!» 

q Gerne melde ich mich definitiv für die Reise an. q Bitte senden Sie mir die ausführliche Broschüre für die Reise. q Bitte kontaktieren Sie mich telefonisch. q I ch möchte nur den Bildband «Im Reich der Eisbären» zum Vorzugspreis von CHF 60.– statt CHF 85.– bestellen.

q Ich möchte den neuen Kuoni-Katalog «Schiffsreisen» bestellen. 1. Name

Vorname

2. Name

Vorname

Strasse Nr. PLZ Ort Tel. tagsüber E-Mail-Adresse Gewünschte Kabinenkategorie

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Kulisse gletscherbedeckter Berge. «It’s Teatime», ein livrierter Kellner serviert kleine Sandwiches. Die Aargauerin ist seit 2005 Mitglied der Geschäftsleitung Kuoni Schweiz. «Ich bin Kuonianerin durch und durch.» Nach dem Besuch der Kanti Aarau begann Marianne Häuptli

beim grössten Schweizer Reiseveranstalter. Nach Führungspositionen in verschiedenen Abteilungen ist sie seit 2006 für das gesamte Tour-Operating verantwortlich. «Ich bin beruflich viel unterwegs, rund um die Welt. Doch die Reise in die Arktis war schon lange mein Traum.» Und was sind die Trends für die bevorstehende Wintersaison? «Herr und Frau Schweizer ziehts in den kommenden Monaten vor allem nach Ägypten und auf die Kanaren.» Hier oben, beim privaten Urlaub im Nordpolarmeer, heisst es für Marianne Häuptli nur eines – entspannen, geniessen! Ausflüge in gewaltige Gletscherlandschaften, einsame Fjorde und die unbewohnte Tundra, in der grosse Vogel­ kolonien leben. Ohne E-Mails und SMS. Im Büro in Zürich Hardbrücke siehts anders aus. Marianne Häuptli ist immer erreichbar, hausintern gibts kaum jemand, der auf Mails schneller reagiert als sie. Direkt und offen, kritisch und zielorientiert: Häuptli gilt bei Kuoni als toughe Chefin, die motivieren kann und immer eine Lösung findet. Es donnert und grollt. «Da hat ein Gletscher gekalbt», sagt Marianne Häuptli. «Die Arktis ist ein grosses

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Wallis-Extra

Schau mir in die Augen, Üssers Niemand kann ihnen wiederstehen, den Bernhardinern vom grossen sankt Bernhard. Da schon bald der Schnee kommt, steigen sie ins Tal ab und machen sich parat für die grosse Show in Martigny.

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kay, die Augen sind manchmal etwas gerötet, die Lider hängen leicht, und sabbern tun sie auch – die Bernhardiner. Trotzdem: Wenn denn die Schweiz einen Nationalhund hat, dann ist es der Bernhardiner. Die Stiftung Barry kümmert sich heute noch um die über drei Jahrhunderte alte Zucht auf dem Grossen Sankt Bernhard. Ziel ist, am Ursprungsort den speziellen Typ des Hospiz-Bernhardiners zu erhalten. Der Rüde Barry I (1800–1814), nach dem die Stiftung benannt ist, soll vierzig Personen das Leben gerettet haben und ist der berühmteste Vertreter seiner Rasse. Jährlich werden rund zwanzig Welpen geboren, die damit die Geschichte von Barry weiterschreiben. Jetzt im Herbst gehen die Hunde nach Martigny in ihr Winterquartier und werden sich am 23. und 24. Oktober gleich dem grossen Publikum präsentieren: Hundewagenfahrten für Kinder, Mobility und Zielobjektsuche sind nur einige der Dinge, die sie vorführen werden. Denn: Die Bernhardiner wollen beschäftigt werden, und so können sie an diesem Tag alles zeigen, was sie bei ihren zwei täglichen Spaziergängen und Übungen gelernt haben. Vor oder nach dem Besuch in Martigny lohnt sich eine Wanderung an die Flanken des Grossen Sankt Bernhard: Das Naturreservat Combe de l’A ist eine einmalige Landschaft und die Heimat mächtiger ­Hirsche, Gämsen und Rehe. Besonderes Spektakel im Herbst: die Brunstrufe der Hirsche. An den Gesteinsformationen der Combe de l’A lassen sich geologische Entwicklungen wie im Lehrbuch ablesen. An mehreren Stellen in diesem geschützten Gebiet sind Informationstafeln aufgestellt, die dem Wanderer die erdgeschichtlichen Phänomene erläutern. Unbedingt einplanen: einen Besuch der Tsissette-Hütte.

Einfach zum knuddeln Die Bernhardiner vom Grossen Sankt Bernhard werden von der Stiftung Barry gehegt und gepflegt.


chwiizer

Suonen: Wandern entlang plätschernder Baukunst

Suonen sind Meisterwerke der Baukunst In Nendaz befindet sich die mit 32 Kilometern längste Suone.

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as Wallis ist sonnenverwöhnt und hat ein trockenes Klima. Darum wurde bereits im 11. Jahrhundert ein Wasserleitungssystem ­ent­wickelt – die Suonen oder auf Französisch «bisses». In Felswänden verlaufen sie in Holzkanälen, in Wald­ gebieten meist als offene Wasserfuhren im Boden. Jede Suone hat einen Namen: Bineri, Drieri, Chilcheri und Eggeri oberhalb Grächen. Als Wander- und Spazierwege dank minimaler Steigung auch für Familien ideal. Wege durch ­lichten Lärchenwald und Wiesen.

Erdgeschichte erleben Die Combe de l’A ist ein Naturschutzgebiet und wird von Hirschen bewohnt.

Riederi durch die Massaschlucht. Wyssa oberhalb Mund im Gredetschtal. Niwärch und Gorperi oberhalb Ausserberg im Baltschiedertal (für Schwindelfreie). Manera zwischen Hohtenn und Ausserberg (an der Lötschberg-Südrampe). Heido beim Gibidumpass oberhalb Visperterminen. Bisse du Tsittoret bei Crans-Montana. Grand Bisse de Vex zwischen Nendaz und Vex (dank breiten Wegen und schattiger Lage ideal zum Spazieren). Bisse de Saxon zwischen Nendaz und Saxon (mit 32 km die längste Suone).

Weitere Informationen u Bernhardiner Tag der offenen Tür am 23. und 24. Oktober in der Stiftung Barry in Martigny. Jeweils von 10.30 bis 16 Uhr. www.fondation-barry.ch u Schlittenhunde Bernhardiner sind auch Zughunde und ziehen im Winter Schlitten durch den stiebenden Schnee. Ab 19. Dezember immer sonntags – jetzt schon vormerken! www.verbier-st-bernard.ch u Wanderung Combe de l’A Mit dem Bus von Martigny bis nach Liddes. In rund zwei Stunden erreicht man von dort die Combe de l’A. Karte unter: www.geolives.com u Walliser Talebene Martigny mit seiner Kastanien-Allee im Stadtzentrum ist nur eine der pittoresken Städte im Rhonetal. Der Reiseführer «Walliser Talebene» informiert über Aktivitäten, Unterhaltung und Übernachtungsmöglichkeiten. Bestellen unter: info@valais.ch oder Tel. 027 - 327 35 70


Wallis-Extra

Petite Arvine, Muscat blanc, Humagne oder Cornalin: Nur schon der Klang dieser Namen lässt erahnen, welch ein Genuss in den walliser Rebbergen heranwächst. Winzerin Marie-Bernard Gillioz Praz setzt dabei auf naturnahe Produktion.

Von der Sonne verwöhnt W inzerin Marie-Bernard Gillioz Praz ist euphorisch: «Bei jeder Weinlese komme ich in ein Hochgefühl. Schnelle Entscheidungen fällen, den genau richtigen Zeitpunkt für die Lese finden und Arbeit Tag und Nacht. Aber es ist die schönste Zeit des Jahres», meint sie und nimmt sich trotz allem kurz Zeit, mitten im Rebberg, wo Petite Arvine wächst. Diese autochthone Walliser Traubensorte hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. «Sie ist schwierig zu pflegen, mag nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser und will sorgfältig vinifiziert werden.» Aber dann, mal in der Flasche, sei dieser Weisswein ein Traum «mit einer leicht ­salzigen Note im Abgang», erklärt die einstige Lehrerin, die sich erst später zur Önologin ausbilden liess.

Man muss Marie-Bernard Grillioz über Wein erzählen lassen, dann sprudeln das Wissen und die Begeisterung aus ihr ­heraus. Nehmen wir einen roten, ebenfalls typischen Walliser Wein, den Cornalin: «Ah, le Cornalin. Gleich nach der Lese, in den ersten Tagen der Fermentierung, riecht er nach allen Früchten, die man sich vorstellen

Degustieren bei Espace Provins.

kann. Beim Trinken schmeckt man dann das Aroma von Kirschen. Er hat eine Sanftheit, unvergleichlich!» Marie-Bernard Grillioz ist eine von rund 23 000 Rebbergbesitzern, die auf über 5000 Hektaren einen Drittel der Schweizer Weinproduktion herstellen. «Kein Wunder, wir haben über 2000 Stunden Sonne, das liebt der Wein», sagt sie. Besonders schön sei, dass immer mehr auf die traditionellen Walliser Trauben­ sorten zurückkämen. Das konstatiert auch Provins, die grösste Weinbaugenossenschaft des Kantons Wallis. Um diesen Reichtum richtig zu präsentieren, gibt es in Sion, Sierre und Leytron die Espaces Provins: moderne, stimmungsvolle Ladengeschäfte mit Wein-Degustationssystemen, wo fast jeder Wein, der zum Kauf angeboten wird, zuerst degustiert werden kann.


Grächen: Indianerleben mit Jagd und Überfall

Das Tipi-Dorf zieht kinder an Pfeilbogen herstellen, backen am Feuer und zum Schluss ein Bruderschaftstrunk.

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Sorgfalt und wissen Spezielle Weine wie Petite Arvine oder Diolinoir brauchen viel Fachwissen und Erfahrung bei der Vinifizierung. Marie-Bernard Gillioz hat noch eine ganz spezielle Parzelle mit Chasselas-Trauben: 104 Pflanzenarten wachsen darauf, sogar Kakteen. «Es ist die Parzelle, wo man sich nirgends hinsetzen kann.» Der Fotograf Robert Hofer hat diese «schwindelerregende Parzelle» mitten in Sion fotografiert. Die Bilder sind im Weinmuseum in Salgesch zum Jahr der Biodiversität ausgestellt. Weitere Informationen u Cave von Marie-Bernard Gillioz Praz, Tel. 027 - 398 15 44 u Provins Veranstaltungen, Espace Provins, Degustationen www.provins.ch u Fotoausstellung zur Biodiversität im Weinmuseum www.museevalaisanduvin.ch Ein Extra der Schweizer Illustrierten und von Wallis Tourismus

er hat noch nie in einem Indianerzelt übernachtet? Wer ist noch nie im Kanu über den See gefahren oder hat an einem Lagerfeuer ein Stück Fleisch gebraten? Das alles kann man auf der Hannigalp (2114 m) in Grächen nachholen – im Indianerdorf. Die Zelte, Tipis genannt, sind mit guten Schlafmöglichkeiten ausgestattet und bieten vier bis sechs Personen Platz. Jeden Montag lernen die «Indianer» unter der Leitung von Animator Sam Hawkins das Anfertigen eines Pfeilbogens. Auf der anschliessenden Jagd herrscht absolute Disziplin. Sam Hawkins zeigt sich grosszügig: Er schenkt den Kindern eine selbst gebastelte Perlenkette. Zum Schluss wird mit einem Bruderschaftstrunk auf eine langjährige Freundschaft angestossen. Kosten: CHF 30.– pro Person. Ab 4 Personen CHF 100.–, ab 6 Personen CHF 120.–. Jeden Donnerstag auf Freitag ist 24-stündiges Indianerleben angesagt. Die grossen

und kleinen Abenteurer übernachten im Tipi, lernen Indianerrituale kennen und kochen und backen am offenen Feuer. Nach dem Frühstück begeben sie sich zum Grächnersee und überqueren diesen mit einem Kanu. Auf leisen Sohlen schleichen sie dann zu Robi’s Freizeitpark und überfallen dort den Kiosk. Kosten CHF 49.– mit Gästekarte, CHF 53.– ohne Gästekarte. Sind die Kinder aus der Indianerwelt zurück und hungrig, geht man am besten ins Restaurant am See, auf einem Plateau über dem Dorf Grächen. Montag- und Mittwochabend gewährt Gastwirt Sternau Williner auf jedem Nachtessen (à la carte) 20 Prozent Rabatt. Ausserhalb dieser beiden Tage essen Kinder, die noch nicht 130 Zentimeter gross sind, gratis, wenn mindestens eine erwachsene Begleitperson ebenfalls ein Essen bestellt (ab 18 Uhr). Empfehlenswert: die Forellen aus dem Grächnersee. u Indianer www.graechen.ch u familien www.hotel-zum-see.ch

Kneippen, bergsteigen und Schwarzhalsziegen schauen u geführte Kneippwanderung Jeden ­

Donnerstag geführte Kneippwanderung auf dem ­längsten Naturkneippweg der Schweiz. Anschliessend Kaffee und Apfelstrudel. Anmeldung: bis Mittwochabend, Tel. 027 - 970 17 00, www.blitzingen.ch u gletschertour Wildstrubel ab Lämmerenhütte jeden Donnerstag bis 7. Oktober 2010 mit Bergführer Christian Wäfler. Preis: CHF 240.– pro Person ­inklusive Halbpension in der Lämmerenhütte. Treffpunkt jeweils am Vorabend in der Lämmerenhütte. Anmeldung: www.laemmerenhuette.ch u allalinhorn Ein leichter Viertausender. Nach kurzen zwei Stunden Aufstieg stehen Sie bereits auf über 4000 Meter über Meer. Für Gipfelspaziergänger

und Spitzenstürmerinnen. Pro Person CHF 190.–. www.bergsteigerzentrum.ch u Römisch-irische Nacht Am 1. und 22. Oktober, 26. November und 17. Dezember. Tauchen Sie in die wohl schönste Art rituellen Nacktbadens und die ­Harmonie römischer und irischer Badetradition ein. CHF 99.– inklusive Buffet und Getränke. Anmeldung erforderlich: alpentherme@lindnerhotels.ch u Schwarzhalsziegen Umzug durch Susten am Samstag, 2. Oktober, mit anschliessender Bewertung der Ziegen. Kantinenbetrieb mit musikalischer Unterhaltung. www.leuk.ch u immer das neuste Veranstaltungen, Angebote und Promotionen – laufend aktualisiert unter: www.wallis.ch


gruen

Der britische Schriftsteller Ian McEwan liest am 12. Oktober in ­Zürich aus seinem Roman «Solar». Tanja Frieden mit ­Jugendlichen, die am Eiger über die Klimaerwärmung aufgeklärt werden.

gruen interview

„Am Gletscher wirds dann heftig“ Hautnah erleben, was KlimaErwärmung bedeutet: Das will das Schulprojekt «Eiger Climate». Auch Snowboarderin Tanja ­Frieden engagiert sich dafür.

Interview: Monique Ryser GRUEN: Tanja Frieden, was will «Eiger Climate» den Schulklassen vermitteln? Die Klimaerwärmung ist für viele von uns etwas sehr Theoretisches. Vor allem für die Jugendlichen – sie sind ja nicht die Verschulder, sondern müssen die Folgen tragen. Am Eiger sehen sie, wo der ­Gletscher war, als sie geboren wurden – also viel weiter vorn, als er heute ist. Das ist heftig und macht Eindruck. Wieso engagieren Sie sich dafür? Meine Frage an die Kids ist: «Wer nervt sich, wenn man von Klimaerwärmung spricht?» Ein Grossteil von ihnen streckt die Hand auf. Wenn einen etwas nervt, hat

Tanja Frieden, 34 Die Snowboarderin war schockiert, als wegen der Klimaerwärmung ein Teil des Eigers abbrach. «Ich will mit ‹Eiger Climate› sensibilisieren.»

man negative Gefühle und ist nicht bereit, etwas zu tun. Da hake ich ein. Ich sage: «Ich bin auch nicht perfekt. Für meinen Sport fliege ich zu viel. Aber daneben tue ich viele kleine Dinge, um der Umwelt Sorge zu tragen.» Wenn ich rüberbringen kann, dass wir trotzdem Freude am Leben haben dürfen, gibt das Motivation. Wie erleben Sie die Klimaerwärmung? Ich bin oft auf Gletschern, und wenn ich sehe, wie stark diese riesigen und ­wunderschönen Eiswüsten geschrumpft sind, macht das schon nachdenklich. Klar wachsen Gletscher und gehen zurück, aber in Jahrtausenden, nicht in ein paar Jahren. Was erleben die Jugendlichen am Eiger? Sie wandern zum Grindelwaldgletscher, wo mit Gletschersee, Felsstürzen und ­Erdrutschen die direkten Folgen der Klima­ erwärmung sichtbar werden. Dann gehts auf die Kleine Scheidegg und zu einer Nachtwanderung, um in der Stille den ­Gletscher krachen und knacksen zu hören. Am zweiten Tag besucht man das Jung­ fraujoch. Mit vielen Modellen wird von fünf Guides alles ganz genau erklärt und erlebbar gemacht. Speziell ist auch die riesige Erdkugel, die man ausbalancieren muss. Offen für alle: Am 9. Oktober 2010 können Interessierte einen Teil der Eiger-Klima-Schule ab Grindelwald mitmachen. Besammlung um 10 Uhr bei der Berg­station Pfingsteggbahn. Die Tour dauert bis ca. 13.30 Uhr.

Rettung der Welt Roman zur Klimaerwärmung Der neue Roman «Solar» von Ian McEwan («Abbitte») spielt im Wissenschaftsbetrieb. Dem 53-jährigen Nobelpreisträger Michael Beard – ein unsympathischer Typ, dessen fünfte Ehe gerade scheitert – wird die ­Leitung eines Zentrums für erneuerbare Energien angeboten. Bald geht es dort nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energien. «Solar» erscheint am 28. September bei Diogenes, am 12. Oktober liest McEwan im «Kaufleuten» in Zürich. www.diogenes.ch, www.kaufleuten.ch

Auf fairen Sohlen Öko-schuh Helvetas hat einen Turnschuh im Angebot, der vom Schnürsenkel bis zur Sohle aus nachhaltig angebauten Rohstoffen besteht und sozialverträglich hergestellt wird. Die Sohle ist aus Naturkautschuk gefertigt, der Segeltuch-Stoff und die Schnürsenkel aus Bio-Baumwolle. Die EthleticSneakers werden in Pakistan hergestellt. Die Arbeiter erhalten einen Fair-Trade-Zuschlag und entscheiden gemeinsam, was mit dem Geld geschieht. www.helvetas.ch

Band für die Welt Klimaneutral Hauptsponsor Kuoni bringt zusammen mit Myclimate alle ­geladenen Gäste des Zurich Film Festival (bis 3. Oktober) klimaneutral in die LimmatMetropole. Zudem findet im ­Rahmen des ZFF der offizielle Launch von Kuonis «Save the Beauty»-Bändchen statt. Das Armband – Zeichen für Nachhaltigkeit beim Reisen – erhält jeder Kunde, der die CO2-Belastung seines Fluges kom­ pensiert. Er bezahlt dafür einen kleinen Aufpreis, mit dem ein Klimaschutzprojekt finanziert wird. www.savethebeauty.ch

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen

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Schön gebündelt

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Melanie Albisser

u Wieder den Entsorgungstermin verpasst, oder einfach keine Lust gehabt, die alten Zeitungen und Magazine zu bündeln? Diese Zeiten sind dank SAM, dem Altpapier-Sammler, vorbei! Mit der schlauen Konstruktion von Jung-Architekt Johannes Ritzer wird Bündeln von einer lästigen Alltagsnotwendigkeit zum Kinderspiel! Das 2,5 Kilogramm leichte und 345 × 275 × 260 Millimeter grosse DesignObjekt aus einer Aluminium-Legierung ist nicht nur widerstandsfähig und funktional, sondern vor allem auch formschön! Ursula borer

Bündelt sich (fast) von selbst Dank SAM von Zenit ist Altpapier ­sammeln nicht nur kinderleicht, sondern auch stylish. Bestellen unter www.zenit-shop.ch oder www.zenit-design.com u CHF 120.–

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Look

shopping

Fifties-Look

Küss mich, Kate! u Wie feiern Modeschöpfer die Weiblichkeit am liebsten? Etwa mit Kleidern mit Eieruhr-Silhouette wie aus den glamourösen 50er-Jahren. Genau das taten auch Marc Jacobs für Louis Vuitton, Miuccia Prada oder Dries Van Noten in ihren Herbst/WinterKollektionen 2010/2011. Zu den (Korsage-)Kleidern und ausgestellten Taillenröcken (meist in abstrakten oder blumigen 50er-Jahre-Prints) passen Wolljäckchen, schmale Wollpullover, knielange Mäntel und Accessoires aus Lack oder Leder. Etwa Pumps in Kombination mit wollenen (Knie-) Strümpfen, lange Handschuhe und nostalgische Henkeltaschen. Ein ein­ facher Chignon oder auch ein Ponytail komplettieren perfekt den femininen Look. Das Make-up? Ganz stilecht wirds mit feiner Eyeliner-Linie und rosenholzfarbenem Lippenstift. Für abends griff auch schon Grace Kelly zu Signalrot. Unser Favorit: Rouge Pur Couture Nr. 1 von Yves Saint Laurent. Kristina Köhler

So weit die Füsse tragen Kaschmir-Pulli, Wolljupe, Dries Van Noten, Roma, Zürich, St. Gallen. u CHF 579.–, CHF 1098.– Lederhandschuhe, Tasche, Zara.u CHF 59.90, CHF 179.– KaschmirStrumpfhose Touch, Fogal. u CHF 59.– Ledergürtel, Hugo Boss, Jelmoli. u CHF 89.– Peeptoe-Stiefeletten, Casadei, Pure Seven, Zürich. u CHF 960.– Hundeleinen, Samen Mauser. u ab CHF 35.80

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Mädchenträume Ohrstecker Take a Bow, Edith Chische, Aurum, Winterthur. u CHF 95.–

Schmuckschleife Strassbrosche von H & M. Solange Vorrat. u CHF 7.90 Die Frisur hält Haarband mit Masche aus Spitzenstoff von H & M. u CHF 6.90

Elegant kuscheln Woll­ jacke mit Ledereinsätzen von Tara Jarmon, Jelmoli. u CHF 689.–

Bittet zum Tanz Trägerkleid mit Gürtel von Mango. Solange Vorrat. u CHF 99.90

Gewärmtes Herz Mantel aus Kaschmir und Wolle von Yell, bei Modissa. u CHF 790.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Stills Paul Seewer, Auswahl Janette Gloor, Haar & Make-up Brigitte (Time) mit Produkten von Nars

Adrette Sexiness Strickpulli mit Dreiviertelärmeln von Mango. Solange Vorrat. u CHF 49.90

Schöner Herbstgruss Langer Jupe aus Wolle von Zara. Solange Vorrat. u CHF 89.90

Kesse Beine Kniestrümpfe mit Ziermasche von Manor. u CHF 8.90

Die roten Schuhe Lack-Slingpumps. Stella McCartney, Lover’s Lane, Zürich. u CHF 599.–

Feines Maul­ beerchen VintageSeife (158 g), Crabtree & Evelyn. u CHF 18.–

Duftende Couture ParfumSerie Natural Couture von BSQ. u CHF 54.90

Arm in Arm Henkelhandtasche von Zara. Solange Vorrat. u CHF 89.90 schweizer illustrierte

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Beauty Hexenhafte Wirkung Mascara Lash Queen Sexy Blacks von Helena Rubinstein verleiht den magischen Blick. u CHF 45.–

Zauberstab Seit 1992 ist der Concealer Touch Eclat von YSL ein Beauty-Mythos. Gibts in vier Nuancen. u CHF 55.–

Prinzessinnen-Teint Face Fabric Radiance Brightening Skin Make-up von Giorgio Armani. Globus, Zürich, 40 ml u CHF 70.–

Zart verschleiert Superbalanced Powder Make-up SPF 15 von Clinique mattiert mit Mineralien. u CHF 43.–

Geheimrezept Advanced Night Repair Eye Synchronized Complex von Estée Lauder. 15 ml u CHF 76.–

Märchenhaft Lippenstift Rouge Coco Nr. 35 Chintz von Chanel. u CHF 45.–

Magisches Elixier Secrets d’Essence Vanille Noire von Yves Rocher. 50 ml u CHF 79.–

Zauberkasten Lidschattenpalette Pure Color Nr. 01 Blue Dahlia von Tom Pecheux für Estée Lauder. u CHF 66.–

Zauberer von Oz Nagellack Matte Nr. 032 Emerald City von Revlon verzaubert mit der Trendfarbe Grün. 14,7 ml u CHF 16.50

Die neuen beauty-lieblinge

u Egal ob es der mutige Make-up-Trend Blue Dahlia von Tom Pecheux ist oder die wiederentdeckte Farbe Chintz von Chanel: Kosmetik-Junkies können es kaum erwarten, die Beauty-Neuheiten zu testen und neue Lieblinge zu entdecken. Alle, die etwa auf Advanced Night Repair von Estée Lauder schwören, freuen sich auf die Augencreme, die zusätzlich gegen Ringe und Schwellungen

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ankämpft. Wers lieber exotisch mag, testet die koreanische Pflege-Linie Erborian (seit März in der Schweiz), die auf Soja, Ginseng, Ingwer und Yuzu setzt. Aber auch Klassiker wie der Concealer Touch Eclat von YSL gehören immer wieder zu den Lieblingen von renommierten Make-up-Artisten, weil sie sich über Jahre trotz aller Neuheiten bewähren. ursula borer

Wach geküsst Lippenbalsam Lip Bome+ von Erborian wirkt wie ein Heilverband. www.erborian.com, 7 ml u CHF 23.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Inge Zinsli

Zauberhaft schön


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Mode

Für Wonneproppen Baby-Söckchen von Ovale, Zürich. u CHF 71.–

Nie mehr kalte Finger Edle Handschuhe von Agnelle, bei Eclectic, Zürich. u CHF 180.–

Für Hitzköpfe Grobstrick­ mütze mit Pompon von Inverni gibts bei Eclectic, Zürich. u CHF 340.–

Kaschmir

Ich will nur kuscheln! u Das Gute am Herbst: Die Kuschelzeit ist eingeläutet! Wir kramen wieder das flauschige Plaid hervor und geniessen das Wochenende auf dem Sofa bei einem guten Buch und einer Tasse Tee. Perfekt dazu passen auch die edlen Stücke aus Kaschmirwolle (auch bekannt als Cashmere). Die feine und sehr weiche Faser, die zum Ende des Winters durch Kämmen aus dem

Unterfell der Kaschmirziege gewonnen wird, gehört zu den wertvollsten und teuersten Naturfasern und wird deshalb häufig mit Merinowolle oder anderer Schafwolle gemischt. Wer sich ein solches Luxusteil gönnt, tut gut daran, es sorgfältig zu pflegen! Am besten, so wenig wie möglich waschen (da sich Wolle beim Auslüften selbst reinigt). ursula Borer

Wie eine Lady Taillierter Pullover mit Rüschen-Ausschnitt von Manor. u CHF 99.–


© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Melanie Albisser

Fashionistas Liebling Strickjacke aus weissem Kaschmir von Agnona, Grieder. u CHF 3450.–

College-Chic Klassischer Pullover mit V-Ausschnitt, gesehen bei Coop City. u CHF 139.–

Schön chic Kurzpullover mit Rollkragen von C & A u CHF 99.90 und Dreiviertel-Wickeljacke für drüber, entdeckt bei Manor. u CHF 169.–


Hotspot

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Spanische Fashion für Kids Nenes Kinderkleider und Kinderschuhe liegt an der Schaffhauserstrasse 123 in Zürich. Tel. 044 - 350 27 27, www.nenesonline.ch

Nenes, Zürich

Elegante Zwerglein u Im Schaufenster stehen neben den Kunststoff-Fliegenpilzen Schuhe. Und die sind genauso klein und putzig wie die Pilze. Der Kindershop Nenes in Zürich ist auf Baby- und Kinderschuhe spezialisiert. Die Schwestern Olga und Raquel Cambon, selbst Mütter von zwei Mädchen, importieren die herzigen und hochwertigen Schuhe aus ihrer Heimat Spanien. Und natürlich nicht nur diese.

Auch die (Prinzessinnen-)Kleider, märchenhafte Tauf-Ensembles, Alltagssachen, hübsche Accessoires und die Plüschtiere werden importiert und verfügen alle über einen Jö-Faktor. Und: Die Schuhe lassen sich auch im Online-Shop kaufen. Kristina Köhler Öffnungszeiten Mo–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–16 Uhr

Schleckmäulchen Samtkleid mit herziger Trauben-Masche. Von Sanmar Niños. u CHF 133.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Dick Vredenbregt, Stills Paul Seewer

Madita Harreif aus Stoff mit Samtknöpfen. Von Sanmar Niños. u CHF 23.–

Prinzessin Seidenhaar Grosse Haarmasche, diverse Farben. Nenes. u CHF 6.90

Kleiner Prinz Tauf-Ensemble aus Baumwolle und Spitze. José Varón. u CHF 164.– Abenteurer Wildlederstiefel im Mokassinstil. Von Atlanta. u CHF 164.–

Regenkönigin Gefütterter Trenchcoat mit Zierraffung. Von Fina Ejerique. u CHF 169.–

Wanderer WildlederSchühchen mit weichen Einlagen, Klettverschluss. Caminito. u CHF 99.– schweizer illustrierte

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Bringt (Anker-)Glück T-Shirt aus Baumwolle mit Ankermotiv. Erhältlich im Concept-Store Townhouse, Zürich. www.ilovetownhouse.com u ab CHF 64.–

Lässt strahlen Sanftes Zahnbleaching, Mund- und Zahnpflege in einem: Mirawhite pro F+ von HerbaImodac. In Drogerien, Apotheken. u CHF 29.90

Begleitet auf allen Wegen Umhängetasche aus Leder, mit Nieten. Auch in Schwarz. Nulu, bei Coop City. Nur solange Vorrat. u CHF 89.90

Segelt von Tasche zu Tasche Die «Tasche in der Tasche» gibts jetzt im Marine-Look, VIP Captain, mit Stoffhülle. Tintamar. www.tintamar.ch u CHF 69.90

Funkeln Ringe aus Gelbgold mit Amethyst, Rauchquarz oder Topas und sechs Diamanten. Rock­ berries. www.rockberries.com u je ca. CHF 1300.–

Hält alles zusammen Nietengürtel mit silberner Schnalle von Liebeskind. Auch in Schwarz ­erhältlich. Bei Feldpausch. u CHF 119.–

Geht immer mit In der Schweiz produziert, aus weichem Lackleder: Bequemschuh Helvesko Mistral von Integra. www.integra-ag.com u CHF 229.–

Entführt Bewegte 800 Jahre Grand Resort Bad Ragaz, festgehalten im Band «Kraft des Wassers 36.5°». Benteli. www.benteli.ch u CHF 58.–

Ich mach blau 18 Teile umfasst das schöne Service Färgrik aus blauem Steingut von Ikea. www.ikea.ch u CHF 29.95

experten-fragen

Antonio Barbato, Product Manager Vision, Interdiscount

«3-D-Fernsehern gehört die Zukunft» u Herr Barbato, ist es ratsam, sich bereits

einen 3-D-fähigen TV zu kaufen? Ja, denn diesen Fernsehern gehört die Zukunft. Und sie lassen sich ja auch als 2-D-Fernseher (normales TV-Bild) benutzen. Tolle 3-D-Effekte gibts aber nur mit einem min­destens 46 Zoll grossen Modell. u Was braucht es sonst, um 3-D-Inhalte

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schauen zu können? Eine 3-D-Brille, möglichst die passende vom TV-Hersteller. Wer einen 3-D-Film von einer Blu-ray-Disc sehen will, benötigt einen 3-D-Blu-rayPlayer. Und für das perfekte Kinoerlebnis gibts Kino-Sound mit einem Home-CinemaSystem. u 3-D-Plasma, LCD-TVs oder 3-D-Beamer? Ich empfehle die 3-D-

Plasma-Technologie. Die Panels sind schneller als die der LCD und LED. Die Letzteren bieten allerdings einen inte­ grierten Konverter: Man kann 2-D-Filme auf 3-D konvertieren. Die Qualität ist befriedigend. 3-D-Beamer sind günstigere Alternativen und für grössere Bildeinsätze optimal. Interview Stephan Gubler

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Interdiscount

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check-up ft f i r KE t e b RAN K lEBER

verursacht Eine Fettleber immsten Fall Hepatitis, im schl e. Auch das eine Leberzir rhos rankheit Risiko einer Herzkhe erhöht. ist um das Fünffac

r e h c i l d ä h c s Fett ! l o h o k l A s l a STUTZ Text DR. SAMUEL

Erste Hinweise früheren Studien. s au ist als r eh m Leber ne klare Diagnose ett schadet der fert das Labor. Ei i lie be ­ Da st h. Fe lic de ög en m rmier Leberbiopsie r de it m ­Alkohol. Diese ala r ­ nu ge e n vom Orga gegenwärtig all ne Gewebeprobe ei stellung machen rd wi ch t au ch ist wi g un , wo das Überge . Die Lebererkrank westlichen Länder wird in nommen höhte Herz­ tt er Fe s siv as Da . m s ist t da f ite ein Hinweis au besonders verbre ne ei ht nem meta­ ei ac it rs m ru t und ve Patienten o. sik tri rk fa in ­ die Leber eingebau rent bergewicht, er­ ne typische Lebe en Syndrom (Ü ch lis bo d ­ Hepatitis, also ei an kr Bluthochdruck un i einer viralen Er htes Cholesterin, hö al m zündung, wie be l­ nf fü Fo e n ig be nz er ha nicht die ei etes) und Fettleb kung. Doch das ist schlimmer Diab ch re Herzkrankheit No na . ro ng ko ttu ne fe ei er g ufi hä so ge von Leberv p­ n. um eine narbige Schr ewichtige Mensche er gar sind die Zirrhose, Das als normalg od . bs en re alt rk fh be au Le ng d , un Die Erkranku r fung des Organs r radi­ eh ne m ei er it m an nur m weshalb im stoppen kann m ist die Erklärung, r­ weise: de ns en be Sp Le t r nf in Zuku stellung de Um n le ka Übergewichtige A g der Kalorien werden. In den US e Einschränkun siv as m e organe benötigen ng ttu ion. Kohlenhydrat iche Leberverfe d Gewichtsredukt un rt zie wird die entzündl ne du ei re r fü ch d n drastis ufigste Grun und Fette müsse ht­schon bald der hä . in d ab sofort Fruc se n sin tio bu ta Ta lan . en rd we au ­ Lebertransp nb er Ei er den t der stark Üb da der Fruchtzuck , fte sä Bis zu 80 Prozen ne ei e­ d ab un Di t r förder fast alle Typ-2n Fett in der Lebe vo ist r gewichtigen und tig de Je ich r. W be ovoziert. verfettete Le ­Entzündung pr ne ei . tiker haben eine s se en ho st irr Z ­ de e in m ein t komm l Bewegung, vie ch au e di t Fünfte von ihnen be h ch sic ni ssert Jahren wird die pro Tag. Nur so be de un ­ St in Bereits in zehn rm is ve tit s pa da sistenz, ttleber mit He genannte Insulinre so ne ge alko­holische Fe A, ei er US rp n kö de s f da nicht nur in rte Ansprechen au und Leberkrebs e wichtigste de es, die Leber zu di gt s lin un ge i it be m Da ch . lin su In . sondern au in se ilungschancen zu e Transplantation sten und die He tla en r Indikation für ein eh m r t der Lebe verbessern. Dass Übergewich wissen wir bereits l, ho ko schadet als Al

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Lassen Sie Kids impfen! u NEW YORK Werden Kinder gegen Pneumokokken geimpft, gehen nicht nur Lungenentzündungen, Meningitis und Blutvergiftungen massiv zurück, sondern auch Mittelohrentzündungen. Das zeigt eine Langzeitstudie in neun US-Bundesstaaten.

Kohl schützt die Prostata u HEIDELBERG (d) Männer, die viel

Kohl essen, senken ihr Prostata­ krebs-Risiko. Das hat das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg bei der Befragung von 11 500 Männern herausgefunden. Fazit: je mehr Kohl, desto weniger Prostatakrebs. www.dkfz-heidelberg.de

Wenn Angst zu Panik wird u GLATTBRUGG zh Das zweimal

jährlich erscheinende Patienten­ Magazin «Wendepunkt» gibt Infos zu Depression und Angststörungen. Die neue Ausgabe befasst sich mit Panikstörungen und Verhaltens­ therapie. Gratis herunterladen unter: www.depression.ch

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Wer an Tinnitus leidet, sollte öfter spazieren gehen. Das Ohrensausen wird im Idealfall dann zu einem Geräusch unter vielen.

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Dass sie gut schmecken, wissen die meisten. Doch Speisepilze helfen auch bei Krankheiten.

Text Lisa Merz

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ie wachsen auf Bäumen, schmug­ geln sich in Gärten und verstecken sich unter Farnblättern. Pilze spriessen fast überall. Ihr grosses Talent: Sie passen sich der Umgebung an, er­ höhen damit ihre Überlebenschancen. Meistens gehen wir achtlos an ihnen vor­ bei – eigentlich schade. Denn viele kön­ nen auch als Medikamente eingesetzt werden. Insgesamt gibt es über 1,5 Millio­ nen Pilzarten, 250 davon zählen zu den Vitalpilzen. Ihnen schreiben Naturärzte eine heilende Wirkung zu. So auch Thomas Falzone, Präsident der Gesell­ schaft für Vitalpilzkunde Schweiz: «Ich war erstaunt, als ich während meiner Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin TCM zum ersten Mal von Heil­ pilzen hörte.» Heute bietet er neben seiner ­Tätigkeit als TCM-Arzt auch Vital­ pilz-Seminare an. In Asien gehören Pilze seit Jahr­ tausenden zum festen Bestandteil der Medizin. Aber auch in Europa schworen einst Nonnen und Mönche auf deren heilende Kraft. Das Wissen ging jedoch verloren. Grund: «Es fehlte das nötige Wissen, um Pilze zu züchten», erklärt Thomas Falzone. Seit ein paar Jahren findet die Pilzheilkunde in der Schweiz langsam wieder Einzug. «Ein Pilz ist ein­ zigartig in der Natur, er ist weder Pflanze noch Tier. Zudem kann er Giftstoffe auf­ nehmen und abbauen.» Falzone ver­ abreicht vorwiegend getrocknete Pilze in Pillen- oder Pulverform. Aber auch schonend gekocht helfen Vitalpilze bei verschiedensten Krankheiten.

Thomas Falzone Präsident der Gesellschaft für Vitalpilzkunde Schweiz, www.gfvs.ch

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Igelstachelbart, Hericium erinaceus Auch bekannt als der Gourmetpilz unter den Vitalpilzen – denn sein Geschmack erinnert an Hummer. Sammler finden ihn in Schweizer Wäldern meist in der Nähe von Eichen. Der seltene Pilz gilt als Wundparasit, weil er meistens dort wächst, wo Bäume beschädigt sind. Züchten kann man ihn problemlos bei sich zu Hause im Keller. Wirkung: Unter­ stützt das ganze Verdauungssystem und stimuliert das Nervenwachstum. In der TCM wird er deshalb auch bei multipler Sklerose eingesetzt.

Maitake, Klapperschwamm, Grifola frondosa In Japan ist der Maitake-Extrakt als Krebsmedikament zugelassen. Er wird dort inzwischen speziell zur Begleitung der konventionellen Brustkrebstherapie eingesetzt. Der Pilz wird auch in Europa kultiviert und ist ein beliebter Speisepilz, den man im Fachhandel erhält. Im Ver­ gleich zu anderen Pilzen bleibt er lange frisch. Wirkung: Stärkt das Immun­ system und hilft bei Osteoporose. Zudem enthält er viel Provitamin D, Mineral­ stoffe und Spurenelemente.

Champignon, Agaricus Ihn kennen alle – denn der Champignon ist der weltweit am meisten verzehrte Pilz. Er eignet sich hervorragend zur Zucht, da er am liebsten in dunklen Ge­ wölben und Kellern wächst. Wirkung: Stärkt das Immunsystem und soll Brust­ krebs vorbeugen. Zudem hilft er bei Appe­titlosigkeit, Erschöpfung, Gelenk­ schmerzen und wirkt antibakteriell.

Shiitake, Lentinula edodes Aus der asiatischen Küche ist der Shii­ take nicht mehr wegzudenken. Obwohl er nicht in der Schweiz wächst, kann man ihn hier überall kaufen. Er ist reich an Eiweiss, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Wirkung: Gut bei Er­ kältung und Grippe. Zudem senkt er das Cholesterin und wird gegen Rheuma eingesetzt.

Judasohr, Auricularia polytricha Zählt zu den ältesten Speisepilzen der Welt – in Asien soll er schon seit 1500 Jah­ ren gezüchtet werden. Er wächst auch in der Schweiz und bevorzugt als Lebens­ raum die alten absterbenden Sträucher des Holunderbaums. Sammler finden ihn das ganze Jahr hindurch. Wirkung: Hat eine hemmende Wirkung auf Entzündungen und Blutgerinnsel. Das reduziert das Risiko für einen Schlag­ anfall oder Herzinfarkt.

Eichhase, Dendropolyporus umbellatus Das Aussehen des eher unbekannten Speisepilzes erinnert an Baumrinde. Er wächst von Juni bis Oktober in den ­gemässigten Klimazonen Europas und Asiens. Maximalgewicht: 20 Kilo. Wirkung: Die traditionellen chinesi­ schen Ärzte verschreiben ihn als harn­ treibendes Mittel und verwenden ihn auch zur Entwässerung. Dieser Pilz ­enthält besonders viel Kalzium, Kalium und Eisen.

Fotos Dick Vredenbregt, iStock (2), HO (4)

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HeilPilze im Hoch!


k n Sie chsec llte o Da ssen! wis Schopftintling, Coprinus comatus Der mitteleuropäische Speisepilz ist weit verbreitet. Er wächst bevorzugt auf fettem, gedüngtem Boden, auf Garten­ land, Weiden und Wiesen. So kann es ­vorkommen, dass man ihn mitten in der Stadt auf einer gedüngten Rasenfläche findet. Der Schopftintling enthält viel ­Kalium, Magnesium, Eisen, Kalzium, Mangan, Zink und Kupfer. Ausserdem ist er einer der wenigen Pilze mit Vitamin C. Wirkung: Besitzt einen blutzuckersen­ kenden Effekt und wird deshalb vor allem Diabetikern (Typ I und II) empfohlen. Achtung: Den essbaren Faltentintling (Coprinus atramentarus) sollte man nicht zusammen mit Alkohol geniessen. Denn der Inhaltsstoff Coprin greift in den Alko­ holabbau ein, sodass es zu Vergiftungs­ erscheinungen mit Hitzegefühl, Schwin­ del oder Herzklopfen kommen kann.

Glänzender Lackporling, Reishi, Ganoderma lucidum Die Chinesen gaben ihm dem Namen Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit. Und auch im Westen wird er als natürliches Anti-Aging-Mittel eingesetzt. Er gilt als Klassiker unter den Heilpilzen. Als Speise­ pilz wird er jedoch kaum verwendet, weil er hart und zäh ist. Teilweise in Apothe­ ken oder beim Fachhändler für Vitalpilz­ produkte erhältlich. Wirkung: Positiver Einfluss auf das Herz-Kreislauf- und Im­ munsystem. In der TCM wird er allgemein vorbeugend gegen Krebs eingesetzt. Unter den Naturprodukten gilt er als das Anti-Aging-Mittel. Vorsicht: In der Schweiz müssen alle Reishi-Vitalpilz­ produkte vom Bundesamt für Gesund­ heit zugelassen werden. Zugelassene Produkte sind nur beim Fachhändler für Vitalpilze erhältlich.

u Die Sammelbestimmungen sind je nach Kanton verschieden. Genaue Angaben finden Sie unter www.vapko.ch. u Wenn Sie kein Profi sind, sollten Sie die Pilze bei einer Pilzkontrollstelle prüfen lassen. u Sammeln Sie nur so viele Pilze, wie Sie am gleichen und folgenden Tag verzehren können. u Ganz junge, eben aus dem Boden guckende Exemplare sollten Sie immer stehen lassen. u Seltene Pilzarten unbedingt schonen, auch wenn man sie essen kann. u Sammeln Sie nur Pilze, die Sie schon im Wald mit Sicherheit identifiziert haben. u Treten nach dem Konsum von Pilzen Vergiftungserscheinungen auf, sofort das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum anrufen: Telefonnummer 145. u Dünn geschnitten sind Pilze bekömmlicher.


dr. stutz meint Um COPD früh genug zu erkennen, sollten Ärzte RisikoPatienten regelmässig untersuchen. Es gibt kaum eine Krankheit, welche die Menschen so ­elendiglich ersticken lässt wie die chronische obstruktive Bronchitis COPD, und zwar buchstäblich. Wenige Wochen vor seinem Tod konnte ich Ueli Beck noch einmal besuchen. Es war Sommeranfang. Der Radiomoderator und Schauspieler hatte noch so viel vor. Von Januar bis März wollte er ein letztes Mal auf der Bühne stehen. Kurz bevor wir uns ver­ abschiedeten, kam der Mann von PanGas vorbei und füllte den Sauerstofftank auf, auf den Ueli Beck Tag und Nacht angewiesen war. Auch die Volksmusik-Legende Peter Zinsli leidet an COPD im Endstadium. Zwei Operationen musste er schon über sich ergehen lassen. Auch ihm hilft nur noch Sauerstoff. Aus dem Haus kann er kaum mehr. Schon ein paar Schritte bringen ihn völlig ausser Atem. Weshalb wird so wenig gegen die schleichende Gefahr COPD getan? Wieso spricht alles nur von Lungenkrebs, wenn man ans Rauchen denkt? COPD wird zusammen mit Diabetes der grösste Killer der Zukunft und Milliarden Prämiengelder verschlingen. In der Schweiz muss schon heute mit fast einer halben Million COPD-­ Patienten gerechnet werden. Jeder zweite Raucher bekommt eine COPD, wenn er nicht vorher an einer anderen raucher­ bedingten Krankheit stirbt. Die Hausärzte sind gefordert. Alle Raucher und Ex-Raucher über vierzig brauchen jedes Jahr eine einfache Lungen­ funktionsprüfung, um die COPD möglichst früh zu erkennen, bevor es zu bleibenden Schäden kommt. Gefordert sind aber auch die Angehörigen. Man hat herausgefunden, dass sie bei der Früherkennung und Behandlung der COPD eine Schlüssel­rolle spielen. Helfen Sie mit! Tun Sie Symptome wie allmählicher Konditionsverlust, Husten und Auswurf nicht als normale Alterserscheinung ab, und drängen Sie auf einen Arztbesuch. Beim Thema Rauchen sehen fast alle weg. Dass 30 Prozent der Bevölkerung fast todsicher ihre Gesundheit ruinieren, geht anscheinend niemanden etwas an. Widersprechen Sie mir bitte nicht. Sonst nehme ich Sie zu einem Patienten wie Peter Zinsli mit. Der Widerspruch wird Ihnen im Hals stecken bleiben.

Herzlich, Ihr

TV-Tipp

Samstag, 2. Oktober, 18.10 Uhr Nierenkrebs Die ersten Anzeichen kommen häufig erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Ein Betroffener berichtet zusammen mit seinem Arzt, wie ihn neue Therapien bis heute leben lassen. www.gesundheitsprechstunde.ch


Grosses Extra der Schweizer Illustrierten

22. oktober bis 14. November 2010  Jamiroquai  Roy Ayers  Robert Plant and The Band of Joy  Justin Adams & Juldeh Camara  Sheryl Crow  Roli Frei & The Soulful Desert  Ray Davies  Razorlight  Morcheeba  Sananda Maitreya & The Nudge Nudge  Mary J. Blige  Justin Nozuka  Jones  Joe Jackson  Joy Denalane  Element of Crime  2raumwohnung  Gino Paoli  Luca Carboni  Anastacia  Ritschi  Jessye Norman  Tom Principato & Powerhouse  Jamie Cullum  Dianne Reeves  Mariza  Eliane Elias Sheryl Crow wird am 25. Oktober an der AVO SESSION Basel ihr neues Album live vorstellen.

www.avo.ch

tickets über www.avo.ch oder www.ticketcorner.com tel. 0900 800 800 (chf 1.19/min.)


avo session basel Die Leiter der AVO SESSION Basel: Matthias Müller, Beatrice Stirnimann.

25 Jahre Weltstars am Rheinknie Es ist mir dieses Jahr eine ganz beson­ dere Freude, Sie zur AVO SES­SION Basel begrüssen zu dürfen. Denn wir haben ein stolzes Jubiläum zu feiern, zu dem wir uns einige besondere Highlights gönnen: 25 Jahre Stars und Sounds von Weltklasse, 25 Jahre ­kontinuierliches Wachstum, 25 Jahre Qualität und Anerkennung – und ein Publikum, das stetig wächst und unserem Musikfest in unserer schönen Stadt am Rheinknie treu geblieben ist. Doch woran erkennt ein Festival­ macher sonst noch – von den Verkaufs­ zahlen abgesehen –, ob er für seine bisher 25 Festival-Editionen die ­richtigen Künstler gebucht hat? Für mich ist es eine grosse Bestätigung unserer Programmarbeit, dass unter den sechzig vom Redaktionsteam des inter­national renommierten Musik­ magazins ROLLING STONE für seine Juni-Aus­gabe ausgesuchten weltbesten Konzerten sieben von Künstlern sind, welche bereits bei uns an der AVO SESSION Basel zu Gast waren oder in diesem Jahr sein werden. Es sind dies die aussergewöhnlichen Musiker Chuck Berry, James Brown, Led ­Zeppelin (Robert Plant), George Clinton, Element of Crime, Herbert Grönemeyer und Rufus Wainwright. Nicht wenige unserer Konzertbesucherinnen und -besucher teilen uns ausserdem immer wieder mit – sei es persönlich, per E-Mail oder Brief –, dass sie eines unserer Konzerte als das Allerbeste ihres Lebens empfunden haben – was uns noch zusätzlich in unserer Arbeit ­bestärkt! Im Namen des ganzen Jubiläumsteams wünsche ich Ihnen allen noch viele weitere All-Time-Highlights an der AVO SESSION Basel.

Jay Kay ist der kreative Kopf von Jamiroquai. freitag, 22. oKTOBER, opening night Jamiroquai

Weltpremiere zum Fest

u Mit

federleichten, eingängigen Hits wie «Space Cowboy», «Cosmic Girl» oder «Virtual Insanity» hat die englische Band Jamiroquai mit ihrem kreativen Kopf Jay Kay Meilensteine in der Popgeschichte gesetzt. Seit sie Anfang der 90er-Jahre mit ihrem virtuos gespielten Acid-Jazz einen deutlichen Kontrapunkt zur damals dominierenden Computermusik setzten, gelten sie als eine der besten Live-­Formationen überhaupt. Heute sind sie etabliert, haben viele internationale Auszeichnungen erhalten, aber ihren ureigenen Stil bewahrt. Zum Jubiläum der AVO SESSION Basel bringt Jamiroquai ein besonders exklusives Geschenk: Sein Konzert macht er zur offiziellen Pre-Listening-Weltpremiere seines neuen Albums, das Ende Jahr auf den Markt kommt! Nicht verpassen!

Herzlichst, Ihr matthias Müller, Präsident AVO SESSION Basel

Roy Ayers kommt mit Jazzfunk.

Roy Ayers u Er ist einer der am häufigsten zitierten Musiker der modernen Hip-Hop-Musik, und doch ist er stets im Hintergrund geblieben: Roy Ayers, Urgestein des Jazzfunk und grosser Innovator dieses Genres, startete seine Karriere in den 60ern als Vibrafonist. In den 70ern konzentrierte er sich vermehrt auf Funk. Aus dieser Zeit stammt auch sein vielleicht grösster Hit «Everybody Loves the Sunshine». Ayers ist ein Forscher neuer Klänge geblieben. Heute widmet er sich als Sänger, Instrumentalist, Produzent und Komponist vor allem auch afrikanischer Musik, die er zusammen mit dem nigerianischen Musiker Fela Anikulapo Kuti erkundet. schweizer illustrierte

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AVO session basel sAMSTAG, 23. oKTOBER

jUstin Adams & Juldeh camara u Juldeh Camara ist ein faszinierender Musiker, und in Gambia wird er als «Griot» verehrt. Das ist ein musika­ lischer Geschichtenerzähler, der Wissen verbreitet, indem er es in einer besonderen Form des Gesangs vor­ trägt. Justin Adams hat seine ersten musikalischen Erfahrungen als Punk­ rocker gemacht. Nachdem er für sich die Wurzeln des Blues und Rock ’n’ Roll in der ursprünglichen Musik Malis entdeckt hat, findet er in Camara einen kongenialen Partner, der sich mit ihm auf eine spannende musikali­ sche Entdeckungsreise begibt. Bereits mit seinem Debüt «Soul Science» hatte das Duo einen durchschlagenden Erfolg, wurde 2008 mit dem BBC World Music Award geehrt. Punkrock trifft auf afrikanischen Ethno-Sound. Justin Adams und Juldeh Camara beweisen, das Musik grenzenlos ist.

Ex-LeadZeppelin-Sänger Robert Plant kommt mit seiner Ur-Band.

Robert plant and the band of joy

Zurück zu den Wurzeln

Punkrock trifft Ethno-Afrika. Juldeh Camara und Justin Adams wagen das Extrem.

u Als Frontmann der legendären Rock­ truppe Led Zeppelin brach er mit allen Konventionen und liess es auf der Bühne kräftig krachen. Heute, mit 62 Jahren, ist Plant kein bisschen weniger experimentier­ freudig und leiser: Mit seiner Band of Joy sucht er den Weg zurück zu seinen aller­ ersten musikalischen Wurzeln. Denn schon vor Led Zeppelin spielte er in einer Gruppe namens Band of Joy. Gemeinsam mit der

Gitarrenlegende Buddy Miller aus Nashville durchforstet Robert Plant die US-amerika­ nische Musikgeschichte und verneigt sich vor dem zeitlosen Sound unterschiedlichster Dekaden. Zu Plants insgesamt fünfköpfiger Band of Joy, die an die AVO SESSION Basel kommt, zählen auch der Multiinstrumen­ talist Darrell Scott, die Countrysängerin Patty Griffin sowie Byron House am Bass und Marco Giovino am Schlagzeug.

Montag, 25. oKTOBER Sheryl crow

Zarte Versuchung u Ihre Stimme romantisch-zart bis abgeklärt-

rauchig. Das ist der typische Sheryl-Crow-Sound, der sie zum Superstar machte. Eine ausser­ gewöhnlich variantenreiche Sängerin, ein instrumentalistisches Naturtalent mit Gespür für ein­prägsame Melodien. Sheryl Crow bleibt dem US-Folk-Rock treu, wird aber immer persönlicher und atmosphäri­ scher. An ihrem Girlie-Hit «All I Wanna Do» gibts kein Vorbeikommen. Doch die New Yorkerin kritisiert auch Missstände, wie in «Love Is a Good Thing» den zu leichten Zugang zu Waffen für Jugendliche. Sheryl Crow – eine eigenwillige und starke Künstlerin.

Sheryl Crow aus New York.

Roli Frei & The soulful desert u Der Basler ist vielleicht der begnadetste Schweizer zwi­ schen Rock, Blues und Soul. Sein Heimspiel: ein Souliger Basler Roli Frei. AVO-SESSIONBasel-Volltreffer. Kompromisslos offenbart er seine Seele, die den Blues seit vielen Jahren kennt. Diese Ehrlichkeit versprüht eine Kraft, die den Zuhörer unweigerlich in den Bann zieht. Seit 1993 ist er mit Robert Schweizer am Bass als Duo unterwegs. Der Name The Soulful Desert könnte nicht besser ausdrücken, wie eine vermeintlich gefühlstote Seelenwüste tiefste Emotionen aufdecken kann. schweizer illustrierte

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AVO session basel

Der Ex-Kinks-Boss kommt solo nach Basel. dienstag, 26. oKTOBER Ray Davies

Der ewige Teenager

u Als Kopf der legendären britischen Band The Kinks brachte er unvergess­ liche Hits wie «Sunny Afternoon», «You Really Got Me», «Lola», «Waterloo Sunset» und viele andere hervor. Als ­Solist ist Ray Davies sanfter Rebell, wurde von der Queen als «Commander of the British Empire» ausgezeichnet. Er beweist sich erneut als heraus­ ragender Songwriter, der nicht in den Sechzigern stecken geblieben ist und

trotzdem seinen musikalischen Wurzeln treu bleibt: «Der kreative Funke, der Lieder in meinen Kopf zaubert, ist auch heute noch derselbe wie zu Teenager­ zeiten», so Davies, der sich mit seiner semifiktionalen Autobiografie «X-Ray» nebenbei auch als Schriftsteller einen Namen schuf. Grund für die Jury der AVO SESSION Basel, Davies dieses Jahr mit dem Lifetime Achievement Award zu ehren.

Razorlight u Razorlight gehören zum Besten der Britpop-Szene. Der ehemalige Bassist Von The Libertines, Johnny Borrell, mauserte sich als Sänger und Songschreiber bei Razorlight zum Frontmann. Er hat das Image eines arroganten Leaders, der zwar ganz zufrieden ist mit dem Rest der Band, die aber vor allem seine kreativen Ideen umsetzt. Er ist ein begnadeter Musiker, der keine Mühen scheut. Für das neuste Razorlight-Album «Slipway Fires» zog er sich allein auf die Äusseren Hebriden, eine kaum bewohnte Inselkette vor der Westküste Schottlands, zurück. So entstand eine der schönsten Balladen: «Wire to Wire». Razorlight, das ist Pop mit sanften Vier Typen, die in England die Shootingstars Tönen und einer guten Prise Sixties-Rock. der Popszene wurden: Razorlight.


avo session basel

Die Brüder Paul und Ross Godfrey ver­söhnten sich mit Sängerin Skye.

Mittwoch, 27. oKTOBER Morcheeba

Neue Höhenflüge mit Sängerin Skye

Superstar aus dem 80ern startet unter neuem Namen.

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schweizer illustrierte

Sananda Maitreya & the nudge nudge u In den 80ern wurde er in Deutsch­ land zum Superstar des Pop hoch­ gejubelt, der es mit Prince oder Michael Jackson aufnehmen könne. Seine Hits «Sign Your Name», «If You Let Me Stay» und «Wishing Well» bewiesen denn auch, dass in diesem jungen, gut aussehenden und äusserst ehrgeizigen Musiker ein unglaubliches Potenzial steckt. Doch dann wurde es ruhig um ­Terence Trent D’Arby. Bis 1998, als er plötzlich unter dem neuen Namen Sananda Maitreya wiederaufersteht. Und das unter mystischen Um­ ständen: «Terence Trent D’Arby ist das Vehikel, durch das Sananda ihr/ sein Licht scheinen lässt», liess er in Anlehnung an eine alte spirituelle Lehre verlautbaren. Was sich bei der Transformation nicht geändert hat: Sanandas untrügliche Intuition für funkige Rhythmen und seine gewaltige, kraftvolle Soul-Stimme. Sie garantieren einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Art!

u Mitte der 90er entstand in England Musik, die schnell zum Megatrend hipper Grossstädter und tiefen­ entspannter Studenten wurde: TripHop. Der Sound langsamer, dunkler Hip-Hop-Beats, die von melodisch-­ weiblichen Stimmen umgarnt wurden. Morcheeba nahmen eine Sonderstellung ein, weil Sängerin Skye Edwards so schön klar und melodisch klang. Sie wurde auf Anhieb zum Marken­zeichen der Band, obwohl der ­eigent­liche musikalische Kern die Brüder Paul und Ross Godfrey waren. Nach dem kometenhaften Anfangserfolg mit ihren Alben «Who Can You Trust», «Big Calm» und «Fragments of Freedom» trennten sich die Godfrey-Brüder 2004 aber von Skye Edwards und begannen, mit vielen verschiedenen Gastmusikern und -sängerinnen zu experimentieren. Zu weiteren grossen Höhenflügen oder Weiterentwicklungen reichte es aber nicht. Erst nach einer zufälligen Begegnung fanden Morcheeba letztes Jahr für das neue Album «Blood Like Lemonade» wieder zu ihrer Urformation und damit auch zum alten Glanz zurück. Skye verleiht dem charakteristischen Morcheeba-Sound seine federnde Leichtigkeit. Ein Konzert der Erinnerung und der Zukunft.


AVO session basel Freitag, 29. oKTOBER

samstag, 30. oKTOBER

Mary J. Blige

Jones

Königin des Soul

gibt nur wenige Soulsänge­ rinnen, die sowohl ein Duett mit Sting wie auch mit Bono von U2 gesungen haben – und damit beide Male einen Welthit landeten. Die Songs «Whenever I Say Your Name» und «One» sind beides zeitlose Hymnen, die die Strahl­ kraft von Mary J. Bliges kraftvoller Soul-Stimme voll zur Geltung bringen. Und das kommt nicht von ungefähr: Wer in ihr Debüt­ album «What’s the 411?» aus dem Jahr 1992 hineinhört, stellt fest, dass die damals 21-jährige HipHop-Göre extrem viel Potenzial hat. Überzeugende Duette mit Aretha Franklin, Elton John, Lauryn Hill und Eric Clapton etablierten sie vollends. Mehr als 40 Millionen verkaufte Tonträger und neun Grammys sagen alles. Und sie wird immer noch stärker!

Songs aus dem Schlafzimmer u Der Berner Senkrechtstarter

u Es

Soul-Star Mary J. Blige aus New York. Justin Nozuka 12 schrieb er seine ersten Songs, mit 13 hatten seine Brüder eine Band, mit 16 spielte Justin Nozuka Gitarre in New Yorks Kneipen und verkaufte selbst gebrannte CDs. Noch auf der Highschool heuerte er den Produzenten Bill Bell an und nahm ohne Plattenfirma sein Debüt­ album «Holly» auf, das diverse Preise gewann. Am 29. Oktober heizt er in Smarter Selfmade-Boy. Basel für Mary J. Blige ein. u Mit

Jones fasziniert durch musikalische Perfektion und künstlerische Eigen­ ständigkeit. Er ist ein Selfmademan: Komponieren, einspielen, produzie­ ren – alles macht der Berner Musiker Jones selbst im Homestudio seiner Einzimmerwohnung. Unglaublich, dass er es so schaffte, zum «DRS 3 Swiss Top Artist» des Monats Mai gewählt zu werden und das Vorpro­ gramm für die legendäre Soul-Lady Erykah Badu bestreiten zu dürfen. Und jetzt darf er am 30. Oktober an der AVO SESSION Basel einen Abend mit der grossen Soul-Diva Mary J. Blige teilen.

Jones aus Bern.

sonntag, 31. oKTOBER Joe jackson

Meister-Arrangeur

u Er studierte an der Londoner Royal Academy of Music Klavier, Schlag­ instrumente, Komposition und Orchestrierung. Daneben war er musikalischer Direktor des Playboy Clubs. Seine Eltern sahen in ihm einen klassischen Musiker, doch der hochbegabte Sohn spielte in Studentenbands und inte­ ressierte sich mehr für das Pop- und Rockgeschäft. Und weil ihm das simple Herunterleiern der drei Blues-Akkorde doch etwas zu banal war, versah er seine Songs mit überraschenden Wendungen in Melodie, Rhythmus und Harmonik. Das machte sie für den Mainstream zwar etwas anspruchsvoller, doch für Kenner bieten die ausgefeilten Arrangements höchsten Hörgenuss! Auch die seiner neuen CD «Rain», die er an der AVO SESSION Basel vorstellt.

Joe Jackson begeistert mit anspruchsvollen Pop-Songs.

Joy denalane u Herzerwärmender Soul aus Berlin Kreuzberg. Die junge Joy Denalane überrascht mit viel ­musikalischer Reife. Ihr südafrikanischer Nach­ name Denalane bedeutet in der Sprache der Pedi «strahlender Stern». Ein Vorzeichen für eine leuchtende Karriere? Es sieht so aus: Ihr vielseiti­ ges Talent empfand sie am Anfang ihrer Karriere aber eher als Hindernis, weil es ihr erschwerte, zu ihrem eigenen Stil zu finden. Doch die Zusammen­ arbeit mit den DJs Thomilla und Tiefschwarz und der Formation Freundeskreis brachten Klarheit. Joy, die Berliner Soul-Diva. Joy erhielt drei Echo-Nominierungen! schweizer illustrierte

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AVO session basel

Vorsicht, gespielte Biederkeit ist bei Element of Crime die Vorstufe zu stechender Ironie. sonntag, 7. November element of crime

Chanson-Rock mit Witz und Charme u Anfang der 80er-Jahre schwappte die Neue ­ eutsche Welle über das Land und emanzipierte D die deutschsprachige Pop- und Rockmusik von dem bis dahin dominierenden Britpop. Diese Bewegung, die im Untergrund begann, gebar viele Formationen, von denen einige bis heute überlebten. Dazu gehören Element of Crime, eine Berliner Band, die beim subversiven Düsseldorfer Label Ata Tak 1985 ihre erste Platte aufnahm. Für Element of Crime begann in Zusammenarbeit mit hochkarätigen internationalen Künstlern, unter anderen John Cale, ein steter Aufstieg in ein Genre, das sie im deutschsprachigen Raum fast exklusiv beherrschen: Chanson-Rock. Ihre Lieder sind schräge, poetische Wortspiele, verpackt in bluesige Arrangements und leicht melancholische Melodien. Da singt man über Besitzer von Monatskarten, die nicht am Monats­ anfang sterben sollten, über Hummer, die Kummer bringen, über grosse Gedanken, die sich in kleinen Hirnen befinden, und von Beinen, die in zu engen Schuhen stecken. Diesen Alltagswitz haben sie bis heute behalten. Im August wurde ihr neustes Werk mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

2Raum-­ wohnung u Auf der Neuen Deutschen Welle noch im Sause­ schritt mit der Band DÖF unter­ wegs, feiert Inga Inga Humpe und Tommi Eckart sind 2raumwohnung. Humpe heute zusammen mit Tommi Eckart mit der Formation 2raumwohnung Erfolge. Von früher geblieben ist die spielerische Leichtigkeit der Lieder und Liedtexte, die fast schon belanglos dahinplätschern, beim zweiten Hinhören jedoch eine grosse Portion Ironie und Tiefgründigkeit ent­ halten. Der Mix aus Akustik-Elementen und Synthie-Klängen, unterlegt von Ingas warmer Stimme, ist das Erfolgsrezept. Der Berliner Abend in Basel – ein besonderes Highlight, für das der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Schirmherrschaft übernommen hat.

grusswort von Reto Cina, CEO Oettinger Davidoff Group

Aficionados der schönen Töne

Treuer Sponsor: Reto Cina, CEO Oettinger Davidoff Group.

Die AVO SESSION Basel muss sich mit Veränderungen aus­ einandersetzen. Der aktuelle Zeitgeist hat nach einer Modi­fizierung der Raucher­ gewohnheiten im Konzertsaal verlangt. Die Veranstalter nehmen diese Herausforderung mit jener positiven Einstellung an, mit der auch Presenting Sponsor AVO Cigars auf den Wandel der öffentlichen

Einstellung zum Rauchgenuss reagiert. In elf AVO Lounges können Aficionados eine erlesene Zigar­ re geniessen und ein gutes Glas Wein trinken – ungestört und «in Perfect Harmony», getreu der Devise unseres legendären Namenspatrons Avo Uvezian. Wir sind stolz, dass wir seit 1998 eine Entwicklung mittragen dürfen, die aus einem regiona­

len Anlass innert eines Viertel­ jahrhunderts einen Event von Weltklasse gemacht hat. In diesem Sinne gratulieren wir herzlich zum 25-Jahr-Jubiläum! Herzlichst, Ihr Reto Cina, CEO Oettinger Davidoff Group Presenting Sponsor AVO SESSION Basel schweizer illustrierte

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AVO session basel

Gino Paolis grossväterliche Milde.

dienstag, 9. November Gino Paoli

Italiens Cantautori u Mit seinem südländischen Temperament und seiner Schwäche für Romantik verkörpert Gino Paoli Heimatgefühl für die einen und Urlaubssehnsucht für die anderen. Seine Lieder sind bis heute wegweisend für die Cantautori-Szene. Gino Paoli singt nicht nur von Liebe und von Freiheit. Denn Freiheit hiess für ihn auch immer, auch die Freiheit zu hinterfragen, in Stein gemeisselte Werte und Grundsätze zu kritisieren. Im Italien der 50er-Jahre keine Selbstverständlichkeit. Dieser kritische Blick war immer Teil von Paolis Schaffen, wobei er dies auch gepaart mit frechem Humor macht. Bestes Beispiel dafür der Titel des 1974 erschienenen Albums «I semafori rossi non sono Dio» («Rote Ampeln sind nicht Gott»).

luca carboni u Er singt gern über das Meer und die Geschichten, die es zu erzählen hat. Sein Lied «Mare, mare» wird der Sommerhit von 1992. Doch trotz weitem Horizont blickt Luca Carboni auch auf die Missstände der Zeit. In «Silvia lo sai» («Silvia, du weisst es») beschreibt er die Liebesbeziehung zweier Jugend­ licher, die an Drogen zerbricht. Es wird der Song einer ganzen Generation und verschafft ihm den Durchbruch in Italien. Jetzt ist er eine feste Grösse der italienischen CantautoriSzene.

Kritischer Weitblick.

Pop-Lady mit der charakteristischen Löwenstimme.

mittwoch, 10. November anastacia

Verändert und doch gleich

u Anastacia

ist zurück. Reifer, schöner, emotionaler. Ihr neustes Album heisst «Heavy Rotation» und ist Sinnbild für ihr Leben, das bisweilen hart war, sich aber auch immer wieder umdrehte und veränderte. «Not That Kind» bleibt ihr Markenzeichen. Die unverblümte Art, mit der Anastacia ihre Aussagen macht, ist nach dem Comeback nicht anders. Dennoch hat sie einige Veränderungen hinter sich: Ihr Haar ist weicher, kürzer, natürlicher. Ihre getönte Brille ist weg. «Es ist witzig, dass die Leute mich zuerst nicht erkennen, wenn ich auf die Bühne komme», sagt sie. Sobald sie anfängt zu singen, ist Anastacia aber unverkennbar die Lady mit der Löwenstimme.

Ritschi u Ritschi ist nicht nur Plüsch. Seine Welt ist nicht nur kuschlig weich, sondern manchmal auch ganz schön ­unangenehm. Dem macht er Luft mit direkten Texten auf seinem ersten Solo-Werk, das zeigt, dass auch Stars nicht immer gute Tage haben. «Schiistäg», eben. Der Sound bleibt poppig frisch, auch seinem Berndeutsch bleibt er weiterhin treu. Und die ehrliche Ritschi-Melancholie, mit der er seine grossen Fragen stellt, hat noch immer die gleiche Sanftheit wie seit eh und je.

Mehr als Plüsch: Ritschi.

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AVO session basel donnerstag, 11. November

jessye norman

Opern­ diva singt den Blues

u Sie ist an den grössten Opern­ häusern der Welt zu Hause und zählt zu den meistbewunderten zeit­ genössischen Sopranistinnen. Ihr Repertoire hat ein unglaublich breites Spektrum, das sie jetzt um eine neue Facette bereichert: die Musik aus Amerikas schwarzem Süden, wo sie geboren wurde, wo ihre Heimat ist. Jessye Norman enthüllt mit ihrem neusten Werk «Roots: My Life, My Song» eine weitere Facette ihrer unvergleichlich intensiven, charakter­ vollen Stimme, mit der sie über viele Jahre die Liebhaber klassischer Arien verwöhnte, zu Weltruhm gelangte und fünf Grammys gewann. An der AVO SESSION Basel nimmt sie ihre Zuschauer mit auf eine faszinierende Reise zurück zu den eindrucksvollsten und ausdrucksstärksten Liedern, Spirituals und Gospels ihrer Kindheit.

Jessye Norman gehört zu den gefeiertsten Sopranistinnen der Welt.

Tom principato & Powerhouse u Geboren wurde Tom im Juni 1952 in der Nähe von Washington D. C. Seine musika­ lische Erziehung erfuhr er durch die ­Plattensammlung seiner Eltern: Die Mutter stand auf Les Paul und Mary Ford, während der Vater Charlie Christian ­bevorzugte. Später auf der Highschool entdeckte Principato die klassischen BluesInterpreten: Freddie King, B. B. King und ­Albert King sowie Otis Rush, Muddy ­Waters, Junior Lockwood, Albert Johnson und Elmore James. Das inspirierte ihn dazu, selbst Hand anzulegen und in den Siebzigern in Boston der Band Powerhouse beizutreten. Mit dieser Urformation kommt Tom an die AVO SESSION Basel und führt zurück zu seinen musikalischen Wurzeln. Diese sind noch saftig und kraftvoll wie in früheren Zeiten: Sein Blues ist schnörkellos und ungeschliffen, seine Stimme rau, seine Sprache direkt. Musik, die fetzt!

Tom Principato kommt mit der Band Powerhouse nach Basel.

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AVO session basel samstag, 13. November jamie cullum

Der Beckham des Jazz

Jung, aber routiniert wie ein Entertainer alter Schule.

u Wer so smart aussieht, hat es nicht leicht, im Musikgeschäft ernst genommen zu werden, auch wenn er ein ausserordentliches Talent hat. Jamie Cullum hats trotzdem geschafft, auch wenn er manchmal als der «David Beckham des Jazz» bezeichnet wird. Sein Mix aus Jazz und Pop kommt beim Publikum an, und auf der Bühne verkauft er sich wie ein abgebrühter Entertainer. Immer leicht aufgedreht, fängt er sich wieder in gewinnendem Charme. An seinen Konzerten bearbeitet er die Tasten bald liebkosend, bald zupackend, bald improvisierend. Dazu singt der smarte Boy wie ein kleiner Gott. Jamie Cullums Debüt «Twentysomething» verkaufte sich in England so schnell wie kein anderes Jazz-Album. Nichts geht für ihn aber über Live-Auftritte. «Alles, was ich heute kann, habe ich auf der Bühne gelernt», sagt Cullum. Romantisch bis heavy inszeniert er seine Shows, die ihn wahlweise als Tastenvirtuosen, humorvollen Entertainer oder durchgeknallten Derwisch zeigen. Ein riesiges Erlebnis an der AVO SESSION Basel 2010!

Dianne Reeves: Jazzdiva mit grossem Herzen.

dianne reeves u Musik hat sie immer umgeben: Ihr Vater war Sänger, ihre Mutter, eine Krankenschwester, spielte Trompete. Und ihr Cousin ist kein Geringerer als der berühmte Jazz-Funker und Musikproduzent George Duke. Trotzdem hat Dianne Reeves ihren ganz eigenen Zugang zu diesem Business gefunden: intime Ausdruckskraft mit Stimmgewalt. Das ist ihr Marken­ zeichen. Sie zählt darum auch heute zu den grossen Jazz-Diven. Gleich drei Grammys hintereinander hat sie abgeräumt, und das mit einer leichten Eleganz und einer mütterlichen Gelassenheit. Denn Auszeichnungen sind Nebensache. Ihre Musik aber ist Berufung. Das neue Album ist «nicht aus Liebe erschaffen, sondern die Liebe selbst», so Dianne Reeves. Jazzig, emotional, unerhört swingend.

sonntag, 14. November mariza

Engel der Melancholie u In ihrer Heimat Portugal ist die 36-jährige Sängerin ein Megastar und auch international eine der Grössten der World-Music-Szene. Ihre Stimme ist voller Kraft und Klarheit, ihre Energie unbändig, getrieben von Treue zu ihren Wurzeln. Mariza singt die süsse Wehmut des «Saudade», der portugiesischen Bezeichnung für eine Traurigkeit, die man aber geniesst. Dazu gibts den Fado, einen Musikstil, der mit dem Chanson vergleichbar ist. Diesen pflegt Mariza seit ihrem Debütalbum «Fado em mim» sorgsam. Mariza stammt aus Mosambik. Mit drei Jahren zog ihre Familie nach Lissabon, wo Mariza bereits mit fünf Jahren begann, Fado zu singen. Weil sie noch nicht lesen konnte, zeichnete ihr Vater Cartoons, mit deren Hilfe Mariza, Portugals neuer Fado-Star. sie sich die Worte merken konnte.

eliane elias u Eliane Elias verkörpert die klassische ­Geschichte eines Wunderkindes: Ihre Mutter spielte während der Schwangerschaft mit ihr täglich sieben Stunden Klavier, wie es sich für eine vollberufliche Pianistin gehört. Einflussreicher war dann aber Mamas Jazz-Plattensammlung. So transkribierte Eliane schon als Zwölfjährige Werke ihrer Idole Nat King Cole und Oscar Peterson. Drei Jahre später leitete sie bereits die Klavierklasse an der Musikschule in São Paulo. Dann etablierte sie sich als Pianistin. Zurzeit ist es der Bossa nova, in dem sie die Rhythmen ihrer Heimat Pianowunder Eilane. mit Jazz und Klassik mixt. schweizer illustrierte

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Mehr als Musik

AVO SESSION Basel 2010 Mit grossen Stars wie Sheryl Crow Alle Konzerte in «Musicnight» auf SF zwei

www.sherylcrow.com

www.musicnight.sf.tv


AVO session basel

Alle Konzerte im Überblick – das Programm der

AVO SESSION Basel 2010 Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr im Festsaal der Messe Basel. Türöffnung 18.30 Uhr

FR, 22. 10. Opening Night Ausverkauft

Jamiroquai Roi Ayers

SA, 23. 10. The New Music of …

Robert Plant and the Band of Joy Justin Adams & Juldeh Camara

Partner-Hotels der AVO Session basel

MO, 25. 10. Night of Songs Ausverkauft

Sheryl Crow Roli Frei & The Soulful Desert

DI, 26. 10. From Then Til Now MI, 27. 10. Chilling Beats

Ray Davies Razorlight

u Hilton Basel Während des Festivals ist jeweils ein Sonder-Package buchbar. Für Buchungen: Tel. +41 61 275 66 00 oder E-Mail: info.basel@hilton.com

Morcheeba Sananda Maitreya & The Nudge Nudge

FR, 29. 10. Urban Soul Ausverkauft

Mary J. Blige Justin Nozuka

sA, 30. 10. Hip Soul Ausverkauft

Mary J. Blige Jones

SO, 31. 10. Voices

Joe Jackson Joy Denalane

SO, 7. 11. Berlin in Basel

Element of Crime 2raumwohnung

DI, 9. 11. Mare e Sale

Gino Paoli Luca Carboni

MI, 10. 11 Absolutely Positive Ausverkauft

Anastacia Ritschi

DO, 11. 11. Back to the Roots Jessye Norman Tom Principato & Powerhouse SA, 13. 11. Jazz in the Air Ausverkauft Jamie Cullum Dianne Reeves SO, 14. 11. Ladies’ World

Mariza Eliane Elias

Top-Angebot Hilton Basel. u Grand

Hotel Les Trois Rois Das älteste Stadthotel in Europa versprüht Charme und Noblesse eines historischen Grandhotels. Tel. +41 61 260 50 50 oder E-Mail: info@lestroisrois.com

u Courtyard by Marriott Basel Modern und komfortabel, mit direktem Zugang zum Aquabasilea, dem vielfältigsten Wasserpark der Schweiz. Tel. +41 61 827 10 10 oder E-Mail: reservations.basel@courtyard.ch

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Das Schweizer Kulturmagazin

die besten

Die sammlung Museo d’arte mendrisio

Foto Museo d’Arte Mendrisio

Frisch gestrichen Lieblich «Germaine che ricama», 1912. Das Gemälde der jungen Stickerin stammt vom ­Tessiner Maler Pietro Chiesa.

u Germaine ist völlig in ihre Arbeit ver­ sunken. Hell und wärmend ergiesst sich das Sonnenlicht über die hingebungsvolle Stickerin. Eine Szenerie des Friedens. Das stimmungsvolle Bild ist eines von 180 Kunst­ werken aus dem 17. bis 21. Jahrhundert, die im frisch renovierten Klosterkomplex San

Giovanni ausgestellt sind. Die Museums­ sammlung umfasst über 2500 Werke. isw museo d’arte Mendrisio TI Bis 14. 11. Di–Fr 10–12/14–17, Sa/So 10–18 Uhr, Tel. 091 - 640 33 50, www.mendrisio.ch/ museo, Publikation CHF 30.– schweizer illustrierte

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Kultur

die besten

In Hochstimmung Geschäftsführerin Claudia Schmid und John Wäfler, ­Präsident des Vereins Roadmovie.­

das mobile kino roadmovie rollt wieder durch die Schweiz

Kinoträume auf Rädern John Wäfler und sein 20-köpfiges Team haben sich zur Aufgabe gemacht, den Schweizer Film auch dorthin zu bringen, wo es kein Kino gibt. Kulturförderung mal anders. u Claudia Schmid, 36, und John Wäfler, 39, sind gut gelaunt. Ihr weisser Fiat-Bus wird während der nächsten sechs Wochen auf teils holprigen Strassen durch entlegene Gebiete fahren, um auch in den kleinsten Gemeinden der Schweiz Kino­freuden zu verbreiten. Wie letztes Jahr sind es 28 Orte, alle mit weniger als 3000 Einwohnern und ohne Kinosaal. Im Jahrhundertsommer 2003 gründete John Wäfler zusammen mit zwei Kollegen aus Genf Roadmovie. Der ­studierte Slawist, der schon mit elf in einem Vorort von Basel eine Disco auf die Beine stellte, will die Filmkultur im

Liebevoll Corinna Harfouch und Bruno Ganz in «Giulias Verschwinden».

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Lande fördern. Und auch die ent­ legensten Regionen erreichen. Er, der mit «Star Wars» aufgewachsen ist, setzt nun ausschliesslich auf den Schweizer Film. Waren es zu Beginn noch Klassiker, sind es heute aktuelle Produktionen. «Am Anfang hatten wir von nichts eine Ahnung. Ich konnte weder Auto fahren, noch kannte ich mich in der Schweiz gut aus», sagt Präsident John Wäfler. In der Zwischenzeit zählt Roadmovie zwanzig Mitglieder, die Filmemacherin Claudia Schmid ist Geschäftsführerin für die Deutschschweiz, Raphaël Pasche, 31, für das Welschland und das Tessin. Damit das rollende Kino in die ­Gemeinde kommt, ist eine enge ­Zusammenarbeit seitens der Behörden unabdingbar. «Wir liefern den Film, stellen zwei Techniker und einen ­Moderator. Um den Rest kümmern sich die Menschen im Dorf.» So sorgt der Frauenverein für Speis und Trank vor der Vorstellung. Die Turnhalle wird bestuhlt und mit Kinderzeichnungen geschmückt. Der Filmabend kann beginnen. Nur das Rattern des Projektors erinnert an den ungewöhnlichen Vorführungsort. Dieses Jahr stehen «Giulias Verschwinden», «Der grosse Kater», «Sinestesia»

und «Cœur animal» zur Auswahl. Nicht selten werden auch Gäste zu den Vorstellungen eingeladen, die zu spannenden Gesprächen animieren. Regisseur Christoph Schaub («Giulias Verschwinden») ist am 4. 10. in Braunau TG, Regisseurin Séverine Cornamusaz («Cœur animal») am 28. 10. in Arbaz VS. «Die Prominenten fühlen sich wohl in der ländlichen Umgebung», erzählt Wäfler. Der Nachmittag vor der Abendvorstellung gehört den kleinen Zuschauern. Meist werden kurze Animationsfilme gezeigt, auf die die Schüler bereits vorher von ihren Lehrern eingestimmt wurden. In der Pause gibts natürlich Popcorn, danach wird diskutiert. Bund, Kantone und private Sponsoren, darunter auch das Migros-Kultur­ prozent, unterstützen das RoadmovieProjekt. Seit der Gründung haben 35 000 Zuschauer die Filmabende besucht. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte hilft Unkosten decken. «Wir haben schon alles Mögliche bekommen. Vom Sackmesser über einen ganzen Laib Raclettekäse bis hin zu einem Betrag aus dem Kulturbudget der Gemeinde.» Das mobile Kino rollt noch bis Anfang November (Flumenthal SO). Anmeldungen fürs nächste Jahr werden bereits entgegengenommen. kati moser das mobile kino roadmovie ist bis zum 5. 11. unterwegs. Tourneedaten auf www.roadmovie.ch


Alfred wirz

Suche nach Perfektion

theater

u «Wer Grün nicht leiden kann, ist arm dran.» Der Satz von Alfred Wirz, 58, verdeutlicht nicht nur seine Liebe zur Natur, er steht auch sprichwörtlich für die Male­ rei des Aargauers. Aus den Werken des im Burgund ­lebenden Künstlers spricht eine Sehnsucht nach der Vollkommenheit. Dabei stehen bei seinen aktuellen Werken nicht die einzelnen Sujets im Vordergrund, der Maler ist vielmehr am Farbraum und an der Farbper­ Fein gedeckt «Lacktischchen», spektive interessiert. rea 2007, von Alfred Wirz.

Galerie Susanna Rüegg Zürich Bis 9. 10. Mi–Fr 14–18, Sa 11–16 Uhr, Tel. 044 - 211 53 00, www.susannarueegg.ch Ottmar Hörl

Auf den zweiten Blick u Erinnert Sie dieses Bild an etwas? Aber ja doch: Félix

Vallotton (1865–1925) hat diese Dame bereits 1909 ge­ malt, allerdings unbekleidet. Der Maler und Bildhauer Ottmar Hörl, 60, bezieht sich in seiner aktuellen Schau «Mimikry» auf bekannte Werke und verändert sie leicht. Der Deutsche betrachtete Kunstkataloge des Prado und Louvre und fragte sich: «Wie kann ich diese Konserven so verändern, dass das Bild für mich noch Lasziv «Liegender Akt auf rotem interessanter wird?»  rea Teppich», 2009, von Ottmar Hörl.

Martha Graham Dance Company im Theater 11

Bewegungen voller Emotionen

u Die legendäre Martha Graham Dance Company kommt nicht auf leisen Sohlen. Tutu und Spitzentanz sind ihre Sache nicht. Kraftvoll, dynamisch, zuweilen schroff und spannungsgeladen sind die Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer. Die Gründerin Martha Graham (1894–1991) stellte Gefühle und Emotionen ins Zentrum und revolutionierte so den Modern Dance. Damit zählt die Amerikanerin zu den bedeutendsten Choreografinnen des 20. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Janet Eilber präsentiert das Ensemble ein mit­reis­sendes Programm. Anina Rether

theater 11 Zürich 5.–10. 10. Di–Sa 20 Uhr, Sa 15, So 14 Uhr. Tickets unter Ticketcorner, Tel. 0900 800 800 (CHF 1.19/Min.) und www.ticketcorner.ch

Fotos: Roadmovie Willy Spiller, «Giulias Verschwinden» DDP Images

Galerie martin Krebs Bern Bis 23. 10. Di–Fr 14.30–18.30, Sa 10–14 Uhr, Tel. 031 - 311 73 70, www.krebs.artgalleries.ch Caravan 3/2010

Neuordnung der Dinge u Esther Kempf, 30, erforscht in ihren Objekten und I­nstallationen das Alltägliche und Hinfällige. Die Zür­ cherin verarbeitet ironisch-liebevoll Milchtüten, Möbel, Zimmerpalmen, Streichhölzer oder Klebestreifen und gibt ihnen durch geschicktes Arrangieren eine neue Identität. Die Auseinandersetzung mit den architek­ tonischen und atmosphärischen Gegebenheiten eines Ausstellungsraumes sind zentral für die Künstlerin, Ironisch «Souvenirs», 2007 (Detail), weshalb ihre Ideen oft vor Ort entstehen.  rea Installation von Esther Kempf.

Energie pur Von Tänzeln keine Spur: die Martha Graham Dance Company.

Kunsthaus Aarau Bis 7. 11. Di–So 10–17, Do bis 20 Uhr, Tel. 062 - 835 23 30, www.aargauerkunsthaus.ch

film-tipp copacabana

Das schrille Leben einer Bohemienne u Babou (Isabelle Huppert) ist, was viele gern wären: frei. Sie schert sich nicht um Konventionen; weder die überfällige Miete noch böse Kommentare bringen sie aus der Ruhe. Doch Tochter Esméralda (Lolita Chammah, Hupperts leibliche Tochter), die sich für ihre Mutter in Grund und Boden schämt, will sie nicht an ihre Hochzeit einladen. Da dämmert Babou, dass sich was ändern muss. Sie nimmt einen Job als Immobilien­verkäuferin an und reist ins frostige Ostende. Amüsante Sozialstudie. rea

Sympathische Nudel Babou (Isabelle Huppert) geht ihren Weg.

8 8 8 8 Länge: 105 Minuten, Regie: Marc Fitoussi, Darsteller: Isabelle Huppert, Aure Atika, Lolita Chammah. Im Kino. schweizer illustrierte

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bücher & cds

beklemmend kalte stille Wulf Dorn (Heyne) u Mit zwölf verliert Jan Fortner alles: Sein Vater stirbt durch einen Autounfall. Vom kleinen Bruder Sven bleibt nur eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet. Jans Mutter begeht verzweifelt Selbstmord. 23 Jahre später ist Fortner Psychiater und tritt in der Klinik des besten Freundes seines Vaters eine Stelle an. Dadurch wird die Vergangenheit plötzlich wieder schrecklich präsent. SUS authentisch weil sie sich liebten Anita Shreve (Piper) u Mike Bordwin leitet eine Eliteschule. Und es wird ihm speiübel, als er eine Film­ kassette erhält, auf der sich drei Jungen der Academy mit einem minder­ jährigen Mädchen vergnügen. Die Kon­ sequenzen sind für alle Beteiligten bitter. Einmal mehr brilliert die Autorin mit einer vielschichtigen Beziehungsstory. Ihr Fazit: Ist das Band der Liebe und des Vertrauens durchtrennt, verlässt uns das Glück. ISW

drei neue cds

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rock Santana Guitar Heaven – The Greatest Guitar Classics of All Time (Sony Music)

Carlos Santana erfand den Latin-Rock, machte ihn am Woodstock-Festival populär. Das Saiten-Genie gibt mit den besten RockSängern seine liebsten Gitarrenhits zum Besten. Von den Beatles («While My Guitar Gently Weeps») über die Stones («Can’t You Hear Me Knockin’») bis Led Zeppelin («Whole Lotta Love»). H. Elias Fröhlich

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Zwischen Pampers, Pudding und Pistole

Ingrid Noll lässt in «Ehrenwort» ihrer Fabulierlust freien Lauf und schreibt provokativ über Demenz, Mord und Liebe. u «In seiner Kindheit war ein Besuch bei den Gross­ eltern stets ein Abenteuer gewesen, inzwischen war es eher eine Pflicht oder, besser gesagt, ein lukra­ tiver Job.» Student Max ist froh um eine Geldquelle. Der Grossvater seinerseits biedert sich in alt­modischem Jargon beim Enkel an: «Junge, ob du es glaubst oder nicht, ich war mal ein toller Hecht – so wie du – und deine Grossmutter eine kesse Biene!» Wie der Hecht und die Biene aussahen, wusste Max von einem vergilbten Foto. «Willy in Uniform, Ilse im Dirndlkleid. Er streng und kantig, sie verträumt und hausbacken.» Als der bald 90-jährige Willy Knobel nach einem fürchterlichen Sturz im Spital landet, geben ihn die Ärzte ziem­ lich schnell auf. Sohn Harald, Ingenieur von Beruf, würde den Vater am liebsten möglichst bald der Erde übergeben oder ins Altersheim abschieben. So auch seine Ehefrau, die Buchhändlerin Petra. Doch die beiden haben nicht mit dem Helfersyndrom von Max gerechnet. Dieser quartiert Opa Willy im Zimmer seiner flügge gewordenen Schwester ein. Sein Ziel ist nicht, möglichst schnell zu erben, sondern den Grossvater wieder auf die Beine zu bringen. Das Rezept: Vanillepudding. Mit dem Familienfrieden ist es ein für alle Mal vorbei. Nicht zuletzt, weil jeder ein Geheimnis hütet. Nur Max blüht auf, verliebt sich in die Pflegerin

Jenny und vergisst darob, dass ihm Erpresser Falko auf den Fersen ist. Ingrid Noll zieht alle Register, um das Unheil in einer heilen Familie zu entlarven, und offenbart erbarmungslos die Schwächen der Menschen. Die 75-jährige Autorin hat einen leicht­ füssigen Plot geschrieben, der die Lachmuskeln aktiviert. Ein Buch, das schwer verdauliche Lebenskost als Kriminalkomödie serviert. Literarischer Fast Food. isolde schaffter-wieland

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jazz roniN Llyrìa

Montag für Montag spielen Ronin im Zürcher Klub Exil, das Resultat sind traumwandlerische Interaktionen. Als Zen-Funk wird die strenge und zugleich groovende Musik der Band um den Pianisten Nik Bärtsch etikettiert. Solchen bietet sie auch diesmal, doch mischen sich entspannte Töne in den Sound: ein Gewinn! hanspeter vetsch

Ingrid Noll hat ihre Mutter bis zu deren Tod mit 106 Jahren bei sich zu Hause gepflegt. Das macht das Buch unterhaltsam u Die Ironie, mit der Ingrid Noll übers Alter und seine Gebresten schreibt. u Protagonist Willy Knobel, der sich mit lateinischen Sprüchen profiliert und seine Waffe im Balkonkistchen vergräbt. u Die Fürsorglichkeit, die Max gegenüber seinem Grossvater entwickelt. Ingrid Noll «Ehrenwort» (Diogenes)

Klassik Igor Stravinsky Le Sacre du Printemps mit Gustavo Dudamel (DGG)

Diese Musizierlust, kom­ biniert mit Disziplin: Das hört man nur beim Simón Bolívar Youth Orchestra aus Venezuela unter seinem charismatischen Leiter Gustavo Dudamel. Ihr «Sacre» begeistert schlichtweg. Ein Genuss ist die archaisch-romantische Ballettsuite des Mexikaners Silvestre Revueltas. uli von erlach

Foto Isolde Ohlbaum

die besten

kraftvoll die kathedrale des meeres Ildefonso Falcones (Argon Hörbuch) u Der Debütroman über die Kathedrale, die den Himmel stürmen sollte, wurde ein Bestseller. Der neue Roman des Spaniers, «Die Pfeiler des Glaubens», ist jetzt erschienen. Wer es nicht schaffte, den ersten Historienwälzer zu lesen, kann Wolfgang Condrus zuhören. Ausdrucks­ stark erzählt er die fesselnde Lebens­ geschichte des mittellosen Steinträgers Arnau Estanyol im reichen Barcelona. ISW


publireportage Aufregend Vielleicht klettern Sie dank der Leseraktion «4gewinnt» schon bald selbst durch den Seilpark in Interlaken.

Auto fahren, Mut beweisen Das dürfen Sie nicht verpassen: Mercedes-Benz sucht Familien, Paare und Freunde, die mit der C-Klasse nach Interlaken fahren und ein einmaliges Wochenende erleben.

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achen Sie mit bei der Leseraktion «4gewinnt». Mit etwas Glück sitzen Sie schon bald am Steuer eines Mercedes-Benz C 250 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY T-Mo­dell. Dank «4gewinnt» haben Sie die Chance, die Qualitäten des sportlichen Mercedes-Benz selbst zu erfahren und dabei ein unvergessliches Erlebniswochenende in Interlaken zu verbringen. Lassen Sie sich dieses Outdoor-Abenteuer zusammen mit Familie oder Freunden nicht entgehen, und melden Sie sich bis spätestens 15. Oktober 2010 an. Unter allen

Steckbrief: Mercedes-Benz C 250 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY T-Modell Antrieb 2,2-Liter-Vierzylinder, 204 PS, 500 Nm bei 1600/min, 7-Stufen-Auto­matik, Allrad Leistung 0–100 km/h in 7,2 s, Spitze 235 km/h Verbrauch 6,6 l/100 km, 173 g/km CO2, Energieeffizienz B Preis 61 900 Franken

Teilnehmern werden 4 × 4 exklusive Wochenenden in Interlaken verlost. Auf dem Programm stehen ein Besuch im Seilpark, ein Essen bei «Funky Kitchen Club»-Fernsehkoch René Schudel sowie eine Übernachtung im Fünf­ sternehotel Lindner Grand Hotel Beau Rivage. Während des ganzen Wochenendes lernen Sie zudem die Effizienz des Mercedes-Benz C 250 CDI 4MATIC Blue­EFFICIENCY T-Modell kennen. Sein Vierzylinder-Diesel bringt den All­ ­rad-Kombi flott voran und bietet die höchste Leistungseffizienz im Wettbewerbsumfeld – er begnügt sich mit 6,6 l/100 km. Auf der Reise

ins Berner Oberland werden Sie auch den Komfort der sanft schaltenden 7-Gang-Automatik schätzen lernen. u MITMACHEN UND GEWINNEN UNTER www.mercedes-4gewinnt.ch

WWW.MERCEDES-4GEWINNT.CH

Attraktive Wochenpreise

u HAUPTPREIS 4 × 4 Gruppen gewinnen ein Erlebniswochen-

ende in Interlaken mit dem Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell. Sie reisen mit dem Kombi nach Interlaken, verbringen den Nachmittag im Seilpark, essen bei TV-Starkoch René Schudel und übernachten im Fünfsternehotel. Melden Sie sich noch heute unter www.mercedes-4gewinnt.ch an. Mitmachen lohnt sich auf alle Fälle. Unter allen Teilnehmern werden wöchentlich attraktive Zusatzpreise wie Tickets aufs Jungfraujoch und Gourmet-Diners bei René Schudel verlost. Teilnahmeschluss 15. Oktober 2010.


Ab in die Ferien! ein magazin des tasari ateliers in der

Naturparadies Das Sultanat Oman ver­ zaubert mit einer beeindruckenden Bergwelt und traumhaften Stränden an der Küste.

Kultur und Natur im Morgenland

Zauberhaftes Oman u Das Sultanat Oman mit seinen zwei­

einhalb Millionen Einwohnern liegt im Osten der Arabischen Halbinsel und mauserte sich in den letzten Jahren zu einer Top-­ Adresse für Taucher, Wanderer, Tier- und Kulturliebhaber. Die Infrastruktur wurde massiv ausgebaut. Trotzdem bleiben die Traditionen lebendig wie in 1001 Nacht. Zeugnisse einer 5000-jährigen, glorreichen Vergangenheit sind im ganzen Land erlebbar, ebenso die Gastfreundschaft

der Menschen. Fünfsternehotels locken ins Kultur-Mekka Maskat, in die Hafenstadt Suhar oder an die kilometerlangen Strände der West- und Ostküste. Sie sind ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Wer Natur sucht, wird auf der Halbinsel Musandam fündig, die mächtigen «Fjorde Arabiens» vor Augen. Im Naturreservat von Dschebel Samhan sind sogar Leoparden heimisch! In Nizwa kann man freitags auf dem Viehmarkt das traditionelle Arabien

erleben. Hier ragt der Grüne Berg 3009 Meter in die Höhe. Wüstenein­drücke bieten die bis zu 200 Meter hohen Dünen der Wahiba-Sands. Outdoor-Fans, aufgepasst: Ob Biken, Felsklettern oder Bergwandern – Oman ist ein Abenteuer wert! u Infos Sultanate of Oman, Ministry of

Tourism, Karl-Marx-Allee 91 A, D-10243 Berlin, Tel. +49 30 42 08 80 12 www.oman.travel, info@omantourism.de

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neues luxushotel

Am 1. November wird das Trou aux Biches Resort auf Mauritius wiedereröffnet. Das Angebot ist einmalig.

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ald ist es so weit: Ab November erstrahlt das Fünfsternehotel Trou aux Biches in neuem Glanz. 333 modern gestylte Zimmer erwarten die Besucher. Das erste offizielle ÖkoResort von Mauritius wurde im Stil eines kleinen Chalet-Dorfes gestaltet. Gäste können aus sieben verschiedenen Zimmerkategorien wählen: Die Suiten und Villen bieten einen eigenen Pool inmitten eines blühenden Tropengartens. u Toplage! Das Hotel befindet sich an der Nordwestküste an einem der schönsten Strände. Ob Wasserski oder Kanu – die Fitness-Palette ist vielseitig und inklu­ sive. Verwöhnen lässt man sich im LuxusSpa von Clarins mit zwanzig Behand­ lungsräumen. Oder in einem der sechs (!) Restaurants. Auch Kids von drei bis zwölf Jahren fühlen sich im «Trou aux Biches» wie im Paradies und können sich im «Bob Marlin Club» austoben. Beim Schaff­ hauser Reiseveranstalter Let’s go Tours, Ihrem Reisespezialisten für individuelle Reisen in den Indischen Ozean, erfahren Sie alles über Ihre Mauritius-Ferien. u Infos Let’s go Tours, Vorstadt 33,

8201 Schaffhausen, Tel. 052 - 624 10 77, www.letsgo.ch, tours@letsgo.ch, www.beachcomber-hotels.com

Viel Privatsphäre Die 44 BeachfrontSuiten haben einen eigenen Pool zum Relaxen.

Ab in die Ferien

Inseltraum Mauritius


Thailand von seiner Luxuriösen Seite

Ferien in der eigenen Villa Warum nicht ein Bungalow oder eine Villa am Strand mieten? Die Auswahl in Thailand ist paradiesisch.

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ine attraktive Möglichkeit, die schönsten Tage des Jahres im Land des Lächelns zu verbringen, bietet das Mieten eines Feriendomizils. Ob Beach-Bungalow, Villa oder Wohnung: Das Angebot lässt keine Wünsche offen. u Stadt oder Land? Anders als bei uns liegen die trendigen Miet-Behausungen oft mitten in exzellenten Hotelanlagen.

Man profitiert von vielen Annehmlichkeiten, kann Restaurants, Bar, Spa oder Pool mitbenützen. Und lebt dank ein­ maliger Privatsphäre dennoch herrlich selbstbestimmt. Die Wahl fällt nicht leicht: Liegt der Ferienort der Begierde am Traumstrand von Phuket oder auf Ko Samui? In der Grossstadt Bangkok, im Hinterland von Chiang Mai oder im Golfparadies Hua Hin? u Für Honeymooner ThaiMeins! Ferienvilla zum Mieten im Sabai land hat sich in den letzten Sunset Resort und Spa auf Ko Samui. ­Jahren als eine der führenden Destinationen für Hochzeitsreisen etabliert. Besonders Paare in den Flitterwochen ­finden das Angebot der eigenen vier Wände auf Zeit ver­ lockend. Schonend für die ­Reisekasse: Es gibt genügend Angebote zu vernünftigen ­Preisen. Und auch nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Verlangen Sie noch heute vom Thailändischen Fremdenverkehrsamt die Liste der schönsten Villen unter Palmen. u Infos Thailändisches

Fremdenverkehrsamt, Zähringerstrasse 16, 3012 Bern, Tel. 031 - 300 30 88, www.tourismthailand.ch, info@tourismthailand.ch Europas Kultur-hauptstadt 2010

Inspirierendes Istanbul

Ob Kunstliebhaber, Nachtschwärmer, ShoppingQueen: Die Lifestyle-Metropole verzaubert alle.

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ie ist charmant und lebendig: Europas Kulturhauptstadt am Bos­ porus versprüht seit je einen orien­ talischen Zauber. Dennoch ist die Zeit in der pulsierenden Millionenmetropole nicht stehen geblieben. Topmoderne BoutiqueHotels, Trend-Restaurants und DesignerMalls versüssen den Aufenthalt, der besonders im Herbst und Winter wegen der angenehmen Brise zu empfehlen ist. uKunstoase Kultur nimmt nicht nur in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert ein: Istanbuls junge Kunstszene boomt und harmoniert konkurrenzlos mit der reichen Geschichte, die Römer, Byzantiner

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Stadt im Wandel Istanbul ist ein lebendiges Museum voller Kultur, Architektur und Design. Weltbekannt: der Topkapi-Palast (o.) und die Bosporus-Brücke (r).


Sun und Fun In den 50 europäischen Kinderhotels stehen die Kleinen im Mittelpunkt.

Ab in die Ferien

Entspannung für die ganze Familie

Tolle Kinderhotels Europa Dank spannenden Ferien­ paketen für ­Familien erfreuen sich die Kinderhotels Europa grosser Beliebtheit.

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ur wo Kinderhotels draufsteht, sind fröhliche Kinder drin. Die Ver­einigung Kinderhotels Europa setzt Massstäbe. 50 Häuser in Österreich, Deutschland, Südtirol und Kroatien er­ füllen die Kriterien. Zu den wichtigsten Vorzügen der kindgerechten Unterkünfte

in den Kinderhotels in Österreich gehören eine spezielle Betreuung, Kindermahlzei­ ten und Zimmer, in denen sich die ganze Familie wohlfühlt. uKeiner zu klein Das Verwöhnangebot gilt schon für Babys ab dem siebten Le­bens­tag, an fünf Tagen die Woche. Während sich die Kids im Sommer im Pool vergnügen und sich im Winter in der «Win­delski­schule» austoben, kommen die «erholungsbedürftigen» Eltern nicht zu kurz. Sie können sich in grosszügigen Vital-Welten, Wellness-Anlagen und Res­ taurants mit kulinarischen Top-Angeboten

rund um die Uhr verwöhnen lassen. uBitte lächeln! Die original Kinderho­ tels bieten Ferien mit drei, vier oder fünf Smileys (was der Drei-, Vier- oder FünfSterne-Kategorie entspricht). Von der Luxusherberge bis zum Bauernhof auf der Alm: Wählen Sie für die ganze Familie ge­ mäss Ihren Wünschen und Ansprüchen die Ausstattung, die Ihnen zusagt. u Infos Kinderhotels Europa, Seeblick­

strasse 49a, A-9580 Villach-Drobollach, Tel. +43 42 54 44 11, www.kinderhotels.com, office@kinderhotels.com

und Osmanen hinterliessen. Die Hagia Sophia, eine der ältesten Monumental­ kirchen der Welt, kann nach 17 Jahren Renovation erstmals ohne Baugerüst besichtigt werden. Ein Muss sind auch die gegenüberliegende Sultan-AhmedMoschee, Blaue Moschee genannt, und der prachtvolle Topkapi-Palast. uHandeln erwünscht Einmalig ist der Grosse Basar. Hier wird von Gewürzen über Kunsthandwerk bis Goldschmuck ­alles feilgeboten. Ein Einkaufsbummel durch die moderne Istiklal Caddesi, die Fussgängerzone mit der nostalgischen Strassenbahn im Herzen Istanbuls, ist ein Shopping-Erlebnis für Jung und Alt. u Infos Kultur- und Tourismusbüro

Türkei, Stockerstrasse 55, 8002 Zürich, Tel. 044 - 221 08 10, www.goturkey.com, info@tuerkei-info.ch schweizer illustrierte

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Kurs auf die karibik

Leinen los mit AIDA! Mit einer traumhaften AIDA-Kreuzfahrt dem Winter entfliehen und die schönsten Inseln der Karibik entdecken.

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enug vom grauen Himmel, Schnee und Dauerregen? Einer der angenehmsten Zufluchts­orte während der kalten Wintermonate ist die Karibik. AIDAluna und AIDAvita ­führen sonnenhungrige Reisende auf sie­ ben- beziehungsweise vierzehntägigen

Altstadt zum Verlieben Dubrovnik ist ein Juwel im Mittelmeer. Die Festungs­mauer hat eine Länge von 1940 Metern.

Routen zwischen November 2010 und April 2011 zu den schönsten Inseln der Karibik und Mittelamerikas. Hier werden tropische Regenwälder, geheimnisvolle Tempelanlagen der Maya, Hafenstädte mit kolonialem Charme und einige der spannendsten Tauchplätze der Welt be­ sucht. u Sommerlaune an Bord Auf den Decks der AIDAluna und AIDAvita gibt es viel Platz für Entspannung, Aktivität und Erholung. Für Abkühlung sorgen gleich mehrere Pools, die Vielfalt an ku­li­na­rischen Möglichkeiten ist unwider­

Ab in die Ferien

Vollpension auf hoher See Mit AIDA die Inselwelt der Karibik entdecken.

steh­lich. In einem der grössten Well­ nessbereiche der Weltmeere werden Körper und Seele verwöhnt. u Luxuskabinen Ihr persönliches Reich ist liebevoll ausgestattet, klima­ tisiert und verfügt über Dusche/WC, Satelliten-TV, Radio, Telefon, Haar­ trockner sowie Safe. Je nach Grösse und Ausstattung bietet eine Kabine Platz für zwei bis vier Gäste. u Infos Aida Service Center,

Tel. 0848 10 10 16, (Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa/So 9–20 Uhr), www.aida.ch

Die Entdeckung des Winters

Dubrovnik – Perle der Adria

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rüher konkurrenzierte die kroatische Handelsstadt im östlichen Mittelmeer mit Venedig. Historische Zeugen aus jener Zeit sind in der intakten Altstadt zu finden, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört. In Dubrovnik finden auch während den milden Winter­ monaten Kunst- und Kulturevents statt, was die Destina­ tion das ganze Jahr über zum idealen Reiseziel macht. uDer Jetset ist schon da! Die internationale Prominenz belagert das Juwel vor allem im Sommer. Ein Blick von der 1940 Meter langen Stadtmauer auf die Insel Lokrum ge­ hört ebenso zum Sightseeing-Programm wie ein Besuch in einem der Teehäuser. Schon der Schriftsteller George Bernard Shaw wusste: «Wer das Paradies auf Erden sucht, sollte nach Dubrovnik kommen.» . u Infos Kroatische Zentrale für Tourismus, Badenerstrasse 332, 8004 Zürich, Tel. 043 - 336 20 30, www.kroatien-tourismus.ch, info@kroatien-tourismus.ch schweizer illustrierte

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Hoch hinaus in Tirol

Ab in die Ferien

Skigenuss im Zillertal Hüttenzauber und Pistenplausch im Bergparadies der Zillertaler und Tuxer Alpen.

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astfreundschaft und gemütliches Beisammensein werden im Zillertal hoch geschätzt. Die ­Bergkulisse begeistert Skifahrer und Snowboarder. 662 Pistenkilometer, attraktive Skipass-Angebote und unvergessliche Blicke auf 55 Dreitausender runden das Wintermärchen ab. uHöhenrausch Die Kombination von Gourmet-Erlebnis und Lifestyle macht die Hochgebirgsregion zu einer der belieb­tes­ ten Winterdestinationen in Europa. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in den ­Hotels und Skihütten ist unschlagbar. Die Kristall­ hütte wurde mehrfach zur «Ski­hütte des Jahres» gewählt. Ein architek­tonischer Blick­fang ist die Schneekarhütte in Penken. Die Wedelhütte ist das höchstgele­ gene Fünfsternehotel der Alpen. uFür Körper und Geist Besonders in der Küche setzt man auf regionale, naturbelassene Produkte. Doch auch bei den Wellness-Behandlungen wird auf Ziller­ taler Naturprodukte Wert gelegt. Das Zillertal erreicht man problemlos mit der Zillertalbahn oder dem Auto. Die ­Flughäfen Innsbruck und München liegen 50 beziehungsweise 170 Autokilometer entfernt. u Infos Zillertal Tourismus, Bundesstr. 27d,

A-6262 Schlitters, Tel. +43 5288 87 187, www.zillertal.at, info@zillertal.at

Von leicht bis schwer Die Ziller­ taler Alpen trumpfen mit 662 Pisten­ kilometern auf!

Sonnenstube Das Hochzillertal punktet mit Gemütlichkeit und Gastfreundschaft.


Horoskop

woche vom 3. bis 9. Oktober 2010 Der Neumond am 7. in der 2. Dekade Waage wird von überwiegend dissonanten Einflüssen begleitet. Die Konjunktionen Venus–Mars am 3., Mars–Uranus und Sonne–Neptun am 4. weisen auf soziale Ausschreitungen, Anschläge und Umweltprobleme hin. Schwierige

weekend

Dr. Elizabeth Teissier

Nutzen Sie die Chance für eine Versöhnung!

Merkur-Aspekte (am 5., 8. und 9.) symbolisieren den Bruch von Verhandlungen, Probleme im Transportwesen. Ein Lichtblick? Am 8. bildet Jupiter einen harmonischen Winkel zu Neptun: ­deutet auf Solidarität, erfolgreiche Bemühungen für die Umwelt. Ausserdem: günstig für Einladung, Besuch oder Versöhnung.

widder 21.–30. 3. Es kommt zu Missverständnissen, Termine werden verschoben usw. (speziell am 5., 7. oder 9.). Der beste Tag für neue Projekte, ein klärendes Gespräch ist der 3. 31. 3.–9. 4. Die Initiative liegt derzeit bei anderen (Partner?), Sie sollten objektive Ratschläge befolgen. Am 4. kann es anders kommen als geplant, am 7. (Neumond) sind Sie nervös, ungeduldig. 10.–20. 4. Sie geniessen das Leben, sind am 4. der Hahn im Korb. Am 8. sollten Sie den ersten Schritt machen! Ausserdem günstig für soziale oder humanitäre Vorhaben.

stier 21.–30. 4. Sie sind am 5. auf der richtigen Wellenlänge, sollten am 9. Verständnis zeigen. Vor dem 24. Geborene sehen vieles neu, müssen aber am 5. und 7. improvisieren. Langfristig: positiver Wandel. 1.–10. 5. Beziehungen zum Partner sind zweischneidig. Einerseits fasziniert er Sie, gleichzeitig müssen Sie Kompromisse machen (3., 9.). Am 7. sind Sie aggressiv, schlagen über die Stränge. 11.–20. 5. Sie amüsieren sich am 6. blendend, freuen sich über die Reaktion eines Nahestehenden (Nach­ wuchs?). Einigen winkt eine echte Glückssträhne (6., 8.).

zwillinge 21.–31. 5. Kreativ profilieren Sie sich mit neuen Plänen. Sie knüpfen wertvolle neue Kontakte, ­sichern gleichzeitig Ihre Zukunft (3., 7., 8.). Am 5. und 9. sollten Sie toleranter sein! 1.–10. 6. Neumond (am 7.) ist günstig, Sie sind blendender Laune. Organisieren Sie ein Treffen, z. B. gemeinsam mit dem Nachwuchs. Am 5. sind Sie zu empfindsam. 11.–21. 6. Trotz Hürden sollten Sie relativ gut über die Runden kommen, sind inspiriert und haben eine gute Nase (am 4. und 8.). Schwieriger wird der 6., da Sie jedes Wort auf die Waagschale legen.

krebs 22. 6.–1. 7. Die Stimmung daheim ist nicht gerade harmonisch, am 3., 5. oder 8. sind Sie schlecht gelaunt (Probleme mit Angehörigen?). Am 9. verziehen sich die Wolken. 2.–12. 7. Sie sind am 5. kontaktfreudig, treffen interessante Menschen. Körperlich sind Sie in Bestform, Ihr Charme wirkt. Am 7. (Neumond) sind Sie nervös und reizbar. 13.–22. 7. Sie schneiden diese ­Woche gut ab, erleben eine (innere) Bereicherung. Neue Projekte (u. a. Reisen) haben Rückenwind, Sie kommen ohne grössere Schwierigkeiten über alle Hürden (6., 8.).

löwe 23. 7.–1. 8. Sie zeigen sich schlagfertig, knüpfen wertvolle Kontakte, legen den Grundstein für ein grösseres Vorhaben. Am 7. und 8. können Sie blind unter­ zeichnen. 2.–12. 8. Die Atmosphäre zu Hause ist ange­ spannt, am 3., 4. und 5. könnte Geschirr zu Bruch gehen. Dank Diplomatie können Sie am 6. und 7. (Neumond) Missverständnisse klären. 13.–23. 8. Sie sehen derzeit die Lage durch eine rosarote Brille, könnten später ­enttäuscht werden. Hören Sie nicht auf Klatsch (4., 9.)! Offene Aussprache dürfte speziell am 8. nützlich sein.

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie haben am 5. und 9. eine gute Nase, sollten auf Ihre innere Stimme hören. Die vor dem 27. Geborenen werden mit neuen Aufgaben betraut, sou­ verän! 3.–12. 9. Das Planetenduo Venus/Mars steigert Ihre Libido, niemand kann Ihrem Charme widerstehen. Am 3., 8. und 9. sind Sie im siebten Himmel (Versöhnung?). 13.–23. 9. Sie sind in einer Phase grösserer Umwälzungen: Probleme bezüglich einer Partnerschaft spitzen sich am 3., 4. oder 6. zu, doch am 8. können Sie einen Schritt weiterkommen, wenn Sie guten Willen zeigen.

waage 24. 9.–3. 10. Sie konzentrieren sich aufs Wesentliche, einige beginnen ein Vorhaben, das Ausdauer verlangt. Am 7. und 8. haben Sie gute Karten, am 5. und 9. sollten Sie auf der Hut sein! 4.–13. 10. Sie stürzen sich kopfüber ins Geschehen, feiern Feste, wie sie fallen (3., 6.). Dabei sollten Sie nicht über die Stränge schlagen (4., 5.)! Ab 7. (Neumond) haben Sie die Kon­ trolle. 14.–23. 10. Inspiriert kommen Sie Ihren Idealen näher (8.). Neue Interessen (u. a. für künstlerische oder humanitäre Themen) sind eine echte Bereicherung.

skorpion 24. 10.–2. 11. Am 3. sind Sie ungeduldig, lassen Ihre schlechte Laune an anderen aus. Am 5. ver­ ziehen sich die Wolken. Um den 26. Geborene entschei­ den einen Machtkampf für sich. 3.–12. 11. Ihr magischer Charme wirkt wahre Wunder. Am 3., 6. und 9. erleben ­einige eine wahre Sternstunde voller Leidenschaft. Sie sollten sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. 13.–22. 11. Sie haben exzellente Karten und gehen erfolg­ reich neue Wege. Projekte von Mai bringen schöne ­Resultate, manchmal gar einen Volltreffer (6., 8.).

schütze 23. 11.–2. 12. Sie sind auf der Überholspur, verhandeln geschickt und taktisch klug (7., 8.). Merkur begünstigt Reisen, Studien, wichtige Termine, Freunde sagen ihre Unterstützung zu. 3.–12. 12. Sie kommen wahren Zielen näher, beginnen ein grösseres Vorhaben. Neumond (am 7.) ist exzellent (nach Hürden am 5.). ­Hören Sie am 3. nicht auf Klatsch! 13.–21. 12. Grössere Umwälzungen (Wohnung? Familie?) kündigen sich an, am 4. und 8. sind Sie mit der Entwicklung zufrieden. Am 5. und 9. allerdings könnte es anders kommen als erwartet.

steinbock 22.–31. 12. Sie sind ziemlich vergesslich, Missverständnisse zwingen Sie zu Kompromissen. Bei hitzigen Diskussionen (3., 4., 5.) könnte Geschirr zu Bruch gehen. Am 8. enttäuscht Sie jemand. 1.–10. 1. Man legt Ihnen Steine in den Weg, aber mit Ihrem Charme nehmen Sie den anderen den Wind aus den Segeln. Am 3., 5., 6. und 9. erleben Sie unvergessliche Momente. Am 7. sind Sie reizbar und ungeduldig. 11.–20. 1. Sie gehören zu den Gewinnern! Neue Wege und Methoden führen zum Erfolg (oft Folge von Mai?). Exzellent der 6. und 8.!

wassermann 21.–30. 1. Sie haben die Lage gut unter Kon­ trolle, wenden die richtige Taktik an. Merkur signalisiert erfolgreiche Verhandlungen, neue Kontakte (3., 7., 8.). Günstig auch für Reisen, Weiterbildung, Schreibarbeiten. 31. 1.–9. 2. Sie sollten sich körperlich schonen, Ihre Kräfte nicht überschätzen! Am 3., 4. und 5. verlieren Sie schnell die Geduld. Neumond am 7. aber begünstigt Kontakte, Reisen, Projekte mit Ausland. 10.–19. 2. Sie schweben in höheren Sphären, erleben echte (innere?) Bereicherung. Neue Aufgaben beflügeln Sie regelrecht (am 8.).

fische 20. 2.–1. 3. Vorsicht in finanziellen Dingen! Grössere Entscheidungen gut überdenken (am 3., 5. oder 8.). Freund könnte Ihre Hilfe brauchen (am 5.). Chancen für neue Projekte am 9. 2.–10. 3. Sie geniessen das Leben. Mars stimuliert Sie, Venus verleiht Ihnen unwiderstehli­ chen Charme. Am 3., 6. und 9. verbringen Sie unvergess­ liche Momente, gewinnen Sympathien. 11.–20. 3. Ein­ flussreiche Menschen helfen Ihnen dabei, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Projekte (von Mai?) bringen erste gute Resultate, manchmal einen Volltreffer (am 8.).

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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, und die dritten Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. ZAHLENSCHLÜSSEL

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Kreuzwort-Chaos

LÖSUNGSWORT

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Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.


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WER HÄTS – OHA LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Wuetend, 2. Fringer, 3. Mangabe, 4. Halbtax, 5. Neujahr, 6. Obelisk, 7. Aegaeis, 8. Ahndung, 9. Kiebitz, 10. Straehl, 11. Sempach, 12. Brunner, 13. Obstbau, 14. Fassade, 15. Aregger, 16. Beilage, 17. Einlass, 18. Angeber, 19. Amulett LĂśsungssatz: Ein Luegner muss ein gutes Gedaechtnis haben.

REBUS

TRAUBE MAUS BLUME TRAUM

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LĂśsung: DACHGARTEN schwer

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5 6 4 2 9 3 7 8 1

7 8 9 5 1 4 2 3 6 



LĂśsung: AHNEN



Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das LĂśsungswort.

KREUZWORTRĂ„TSEL

SUDOKU mittel 4 1 9 5 6 7 2 8 3

9

Rebus

AuflĂśsung aus Heft 38

1 2 3 =

6

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4

LĂśsung: 824

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weekend

Fßllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


En Guete

Leckerbissen Schmeckt Gross und Klein.

Süsser Herbst

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weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Frisches Obst und kühle Tage. Genau die richtige Zeit für Kuchen, Keks & Cookies! Sie sind einfach ideal zum Zmittag, Zvieri oder Znacht.

Blitz-BirnenKuchen

Zutaten (für eine Springform von ca. 24 cm ∅) 150 g Butter, weich, 120 g Zucker, 1 Prise Salz, 4 Eier, 80 g Meringues, grob zerdrückt, 1 unbehandelte Zitrone, abgeriebene Schale, Saft beiseite gestellt, 250 g Mehl, 1 Teelöffel Backpulver, 5 Birnen (je ca. 160 g; z. B. Packhams), geschält, in je 6 Schnitzen, 4 Esslöffel Quittengelee, leicht erwärmt, zum Bestreichen Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Backen ca. 70 Min. u Boden der Springform mit Backpapier belegen (siehe TIPP), Rand fetten und bemehlen. Butter in einer Schüssel weich rühren, Zucker und Salz darunterrühren. Ein Ei nach dem andern dazugeben, weiterrühren, bis die Masse heller ist. Meringues, Zitronenschale, Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen, daruntermischen, Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen. Birnenschnitze mit dem beiseite gestellten Zitronensaft beträufeln. Backen ca. 10 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, Birnenschnitze mit dem breiteren Teil nach unten in den Teig stecken. Kuchen in der unteren Hälfte des Ofens ca. 60 Min. fertig backen. Herausnehmen, sofort mit Gelee

bestreichen. Kuchen etwas abkühlen, aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Haltbarkeit Mit Folie verpackt im Kühlschrank ca. 4 Tage.

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Wilhelm-TellKuchen Zutaten (für ein rechteckiges Backblech, ergibt 12 Stück) 150 g Zucker, 6 Eigelbe, 1 unbehandelte Zitrone, nur Schale, Saft beiseite

tipp

Springform-Boden schnell und praktisch mit Backpapier belegen: ein Backpapier auf den Boden der Springform legen, den Formenrand befestigen und das vorstehende Papier einfach abschneiden.

gestellt, 6 Eiweisse, 1 Prise Salz, 200 g Mehl, 4 rotschalige Äpfel (je ca. 180 g; z. B. Braeburn), Hälfte geschält, grob gerieben; bei restlichen Kerngehäuse entfernt, quer in je 6 Scheiben, beiseite gestellt, 120 g Klarglanz- oder Quittengelee Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Backen ca. 25 Min. u Blech mit wenig Butter bestreichen, mit zwei Backpapieren auslegen und diese gut andrücken. Zucker und Eigelbe in eine Schüssel geben, mit den Schwingbesen des Handrührgerätes rühren, bis die Masse heller ist. Zitronenschale darunterrühren. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen. Mehl und geriebene Äpfel lagenweise mit dem Eischnee auf die Masse geben, mit dem Gummischaber sorgfältig darunterziehen. Teig in das mit Backpapier belegte Blech geben, glatt streichen. Apfel­ scheiben in beiseite gestelltem Zitronensaft wenden, auf dem Teig verteilen. Backen ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Kuchen herausnehmen, im Blech auskühlen. Klarglanzgelee in einer kleinen Pfanne schmelzen, Kuchen damit bestreichen. Haltbarkeit Der Wilhelm-Tell-Kuchen schmeckt frisch am besten.

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Weisse Schoggistreifli

Zutaten (ergibt ca. 60 Stück) 2 frische Eiweisse, 1 Prise Salz, 40 g Zucker, 200 g gemahlene ge­schälte Mandeln, 120 g weisses Schokoladepul­ ver (Caotina), 4 Ess­löffel Quittengelee Vor- und zubereiten ca. 1 Std. Trocknen ca. 12 Std. Backen ca. 10 Min.

u Eiweisse mit dem Salz steif schlagen. Zucker, Mandeln und Schokoladepulver in einer Schüssel mischen, sorgfältig unter den Eischnee mischen. Formen Teig in 4 Portionen teilen, auf wenig gemahlenen Mandeln zu je ca. 35 cm langen Formen rollen, auf einen mit Backpapier belegten Blechrücken legen. Mit einem Teighölzli (7 mm) eine ca. 5 mm tiefe Rille in die Mitte der Rollen drücken. Gelee in einen Spritz­sack mit glatter Tülle (ca. 5 mm) geben, in die Rillen spritzen. Trocknen ca. 12 Stunden. Backen ca. 10 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Heraus-

nehmen, die noch warmen Rollen schräg in ca. 1 cm breite Stücke schneiden, auf einem Gitter auskühlen. Haltbarkeit in einer Dose gut verschlossen, kühl und trocken ca. 2 Wochen.

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180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, etwas abkühlen. In ca. 2 × 5 cm grosse Rechtecke schneiden, auf einem Gitter auskühlen. Haltbarkeit in einer Dose gut verschlossen, kühl und trocken ca. 1 Woche.

Cookie-Bars

Zutaten (ergibt ca. 90 Stück) 200 g Butter, 250 g Rohzucker, 1 Ess­ löffel Vanillezucker, 2 Prisen Salz, 1 Ei, 300 g Mehl, 200 g dunkle Schokolade (z. B. Crémant), fein gehackt, 120 g Macadamia-Nüsse oder ge­schälte Haselnüsse, grob gehackt, 1 Teelöffel Backpulver, 1 dl Kaffeerahm Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Backen ca. 20 Min.

u Butter in einer Schüssel weich rühren. Zucker, Vanillezucker, Salz und Ei bei­ geben, weiterrühren, bis die Masse heller ist. Mehl und alle Zutaten bis und mit Backpulver mischen, abwechslungsweise mit dem Rahm unter die Masse rühren. Masse in ein mit Backpapier belegtes Blech geben, 1 cm dick ausstreichen. Backen ca. 20 Min. in der Mitte des auf

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Die tropischen Früchte sind Programm Gastgeber Beat Schmidt mit Küchenchef Philipp Tschabold.

Frucht und Fisch aus eigener Zucht Restaurant Esturgeon im Tropenhaus Frutigen BE Erlebnisgastronomie vom Feinsten: Gastgeber Beat Schmidt heizt in seiner Oase im Berner Oberland kulinarisch ein. Exquisit. Hier kanns Ihnen wirklich warm werden: Die NEU Tem­peraturen in den getestet beiden Restaurants sind tatsächlich fast tropisch. In der günstigeren «Terrasserie» isst man ganz ordentlich, das «Esturgeon» will höheren Ansprüchen genügen. «Esturgeon» oder deutsch «Stör» heisst das Lokal, weil im warmen Bergwasser des Lötschbergtunnels neben tropischen Pflanzen und Früchten – Letztere kommen teilweise auf den ­Teller – auch Störe gezüchtet werden. Um diesen Fisch dreht sich denn

auch das Angebot zum grossen Teil. Zweimal taucht er im Menü auf. Einmal ­geräuchert und lauwarm mit leider ­verkochten ­Safran-Tagliolini und Eierschwämmli serviert. Zum andern im Hauptgang als gebratene Tranche mit Wasabi-Schaum (Achtung: sehr scharf!), Linsensprossen und Gemüse aus den hauseigenen Gärten. Wem das zu viel Fisch ist, kann als Hauptgang auch Lammkoteletts oder -filets bestellen, im Strudelteig zubereitet und orientalisch gewürzt; dazu wird als überraschende Kombination ein mit Ras el-Hanout gewürzter Kartoffelstock serviert. Das gefiel uns

so gut wie die ebenso frech aromatisierte Tomaten-Kaltschale mit grillierten Crevetten zur Vorspeise. Und weil hier ja Stör allgegenwärtig ist: Wir haben uns ganz zu Beginn auch noch an Kaviar gütlich getan – der stammte zwar noch aus französischer Zucht, doch bald einmal sollen eigene Störeier angeboten werden. Gut gefiel uns übrigens auch das ­Ambiente, noch besser der charmante Service. Nur die Weinkarte müsste mehr gepflegt werden. PS: Die Fischzucht kann besichtigt werden, echte Erlebnisgastronomie eben. 

Fotos Kurt Reichenbach

wein-tipp klassischer Sauvignon Blanc Aus dem Südtirol Die Sauvgnon-blanc-Traube fühlt sich im Südtirol sehr wohl. Aus ihr werden auch wunderbare Weine vinifiziert. Perfekter Botschafter dafür ist der Sauvignon blanc 2009 Mantele (13,5 %) der Kellerei Nals Margreid.

Seine Farbe ist eher blass und zeigt einen leicht ­grün­lichen Schimmer. Die Nase jedoch ist klassisch und von ­Passionsfruchtund Limettensorbet-Aromen gezeichnet. Schon an diesem Wein zu schnuppern, erfrischt. Im Gaumen ist er elegant, aromatisch und süffig,

mit einer dezent salzigen Note. Typischer kann ­Sauvignon blanc nicht sein. Passt zum Apéro, zu FischCarpaccio und Fischgrilladen, zu Spareribs, Sweet-andsour-Gerichten, Gemüse­ tellern und besonders gut zu Zitronenrisotto. Auf jeden Fall gut gekühlt geniessen.

SPAR, Eurospar Jetzt geniessen. Trinktemperatur: 8 bis 10 Grad. u CHF 18.80

KNote für eine wegweisende, überragende Küchenleistung J Note für ausserordentliche Kochkunst und Kreativität I Note für beste HG Hoher Grad an Kochkunst und Qualität FE Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet 12/20 Herkömmliche, gute Küche ohne besondere Ambitionen

20/20 Idealnote, bis heute in der Schweiz nie vergeben Qualität und hohe Konstanz

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weekend

Auto

schon gefahren Ford mondeo

Mit italienischem Flair Der neue Ford Mondeo s­ tartet mit gelifteter Karosserie, aufgewertetem Interieur und aufwendigen Fahrassistenzsystemen. Und wird so wieder zur Gefahr für seine Kon­ kurrenz in der Mittelklasse.

A

n den filigran in die Front ein­ gelassenen LED-Tagfahrleuchten lässt sich erkennen: Der Mittel­ klassewagen von Ford will nicht mehr nur Weltbürger sein, sondern jetzt auch ein wenig italienisches Flair ver­ breiten. Kein Wunder, denn der Designer des aufgefrischten Mondeo, Claudio Messale, ist Italiener. «Der neue Mondeo soll mehr Premium-Sportlichkeit ausstrahlen», erklärt er seine Ideen und deutet auf die edlen Chrom-Um­ randungen der Seitenfenster. Auch dem Heckbereich hat Messale neue Linien und Leuchten verabreicht. Besonders

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schweizer illustrierte

viel Italianità versprüht das Interieur: Frische Farbkombinationen und neue Ledersorten verleihen dem Wagen­ innern ein Flair von Luxus und Noblesse. Unverändert grosszügig sind die Platzverhältnisse auf allen fünf Sitzen. Besonders geräumig ist der Laderaum des Kombi-Modells mit bis zu 1740 Litern, aber auch der Fünftürer verfügt bereits über maximal 1460 Liter.

Informativ Displays in der Mittelkonsole und im Tachobereich liefern eine Vielzahl von Daten und Grafiken während der Fahrt.

Eine viertürige Stufenheck-Version wird hierzulande nicht angeboten. Viel getan hat sich unter der MondeoMotorhaube: Die neue EcoboostTechnologie bringt auch beim Mondeo mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Die Top-Benziner-Variante holt aus zwei Litern Hubraum 60 Prozent mehr Drehmoment als der 2,3-Liter-Vor­ gänger, verbraucht dabei aber fast 20 Prozent weniger. Bei den Diesel-­ Varianten überzeugt besonders der 2,2-Liter-Motor mit 200 PS und einem Verbrauch von sechs Litern. Tadellos ist das aktive Fahrwerk mit drei Wahlstufen, und die optionalen Fahrhilfen wie Müdigkeitswarner und Spurassistent sorgen für noch mehr Sicherheit. ­Vollends überzeugen kann der Ford Mondeo beim Preis. Mit guter Grund­ ausstattung (inkl. Radio/CD und Klima) gibts das Flaggschiff schon für weniger als CHF 35 000.–. Herbie Schmidt


news

Nissan Leaf Ein Elektro-auto Für DEN ALLTAG u Der äusserlich unscheinbare Leaf bietet auf 4,45 Metern Länge Platz für fünf Personen, 330 Liter Kofferraum, eine Reichweite von 160 Kilometern und eine Spitzengeschwindigkeit von mindestens 140 Stundenkilometern. Und er fährt sich wie ein normales Auto – einfach flüsterleise und emissions­frei. Der Fronttriebler beschleunigt dank 109 PS starker E-Maschine rasant. Unter einer kleinen Klappe an der Front warten zwei Steckdosen für Schnell­ ladung (30 Minuten für 80 % Kapazität) und Standardladung (6 bis 8 Stunden für 100 %). In der Schweiz kommt der Leaf im Oktober 2011 auf den Markt. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber unter CHF 50 000.– beginnen.

Populär Mehr als drei Viertel der Kunden wählen die Kombi-Variante des Ford Mondeo.

Ford Mondeo

Variante Als Alternative zum Station Wagon gibt es den Ford Mondeo als Fünftürer. u Motoren Benzin 120 bis 240 PS,

Diesel 115 bis 200 PS u 0 bis 100 km/h 7,5 bis 12,3 s u Spitze 187 bis 246 km/h u Verbrauch 5,3 bis 7,9 l/100 km u CO2-Ausstoss 139 bis 184 g/km u Energieeffizienz A bis E u Verkauf ab sofort u Preis ab CHF 32 550.– u Konkurrenten Audi A6, BMW 5er,

Citroën C5, Honda Accord, Mazda 6, Mercedes E-Klasse, Opel Insignia, Renault Laguna, Saab 9-5, Skoda Superb, Subaru Legacy, Volvo S60/V60, VW Passat u. a. u Unser Urteil Dank grosszügigem Innenraum, effizienter Motorentechnik und viel passiver Sicherheit sowie günstigen Einstiegspreisen ist der Mondeo wieder konkurrenzfähig.

SEAT ALHAMBRA ALTERNATIVE FÜR FAMILIENVÄTER u Für Spanien mag das nicht gelten, aber in der Schweiz muss sich der neue Seat-Familienvan seinem populären Hauptkonkurrenten aus dem eigenen Haus stellen, dem VW Sharan. Er tut dies zunächst mit dem Preis: Der VW-Van kostet ab CHF 45 200.–, der Alhambra ist mit CHF 37 500.– deutlich günstiger. Einstiegsmotorisierung und einziger Benziner ist ein 1,4-Liter-Turbo mit 150 PS. Dazu gibt es wahl­weise zwei 2,0-Liter-Diesel mit 140 oder 170 PS. Für die Kraftübertragung sorgt ein manuelles Sechsganggetriebe, für die Diesel gegen Aufpreis ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Stufen. Optional gibt es eine dritte Sitzreihe mit Platz für zwei weitere Passagiere. schweizer illustrierte

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Party

Hält eine launige Rede: Moritz Leuenberger mit Gattin Gret Loewensberg.

Star des Abends: Joel Basman überzeugt als stummer Hirtenbub Albert.

Etabliert sich einmal mehr als Topshot: Carlos Leal mit seiner Ehefrau Joe Kelly.

Im richtigen Film angekommen Wuchtig: 6. Zurich Film Festival eröffnet mit «Sennentuntschi»

E

ndlich erwacht es am vergangenen Donnerstag nach mehr­jähriger Leidenszeit zum Leben: das skandal­ umwitterte «Sennentuntschi». Die wuchtige und ­stimmige Alpensaga von Regisseur Michael Steiner bringt an der ­Eröffnung des 6. Zurich Film Festival nicht nur die Sennen um die Sinne. An der After-Party im Zürcher Globus spricht die Crème de la Crème der Schweizer Elite bei leicht verdaulichem Sushi über die schwer verdauliche Filmkost. Voller Lob ist Christoph Blocher: «Ein grossartiger Film, ich kann den ­Machern nur gratulieren.» Nadine Strittmatter hingegen ­findet den Mystery-Thriller «toll gemacht, wenn auch etwas verwirrend. Bei einigen Szenen musste ich wegschauen – ich bin Vegetarierin.» Medienpionier Roger Schawinski schwärmt von Hauptdarsteller Andrea Zogg: «In Amerika ­bekäme er für seine Leistung mindestens einen Oscar!» Und frenetischen Applaus erhält Moritz Leuenberger für seine launige Eröff­ nungsrede: «In meiner Karriere erlebte ich Unterbelichtungen, Filmrisse oder Pannen bei der Synchronisation», witzelt der Umweltminister. «Aber heute bin ich endlich im richtigen Film angekommen.» Seinen Worten können sich die geladenen ­Gäste nur anschliessen. Text andrea vogel, Fotos fabienne bühler

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Erwecken das «Sennentuntschi» zum Leben: Nadja Schildknecht, Andrea Zogg, Regisseur Michael Steiner, Ehefrau Minerva und Karl Spörri vom ZFF (v. l.).

Finden den Film «grossartig!»: alt Bundesrat Christoph Blocher, Gattin Silvia.

Schauspielerin Tonia Maria Zindel, Ehemann Jan Risch.


Schauspieler Stefan Gubser zeigt sich gut gelaunt mit Ehefrau Brigitte.

Nadine Strittmatter, Radio-Moderator Jontsch.

Geniessen den Ausgang: Thomas Sieber (CEO Orange), Gattin Lydia.

Bringt nicht nur die Sennen um die Sinne: «Sennen­ tuntschi» Roxane Mesquida aus Paris.

Universal-CEO Ivo Sacchi, Model Najet El Kamel.

Peter Rothwell (l.) und Stefan Leser von Kuoni: stolz auf ihren «Green Carpet».

Die Sennen schänden das «Sennentuntschi».

party-facts Gastgeber Zurich Film Festival Tatort Kino Corso und Globus Food Sushi, libanesische Mezze Aufgefallen Der grüne Teppich von Kuoni und Myclimate setzt ein Zeichen für die CO2Kompensation Most talked about Die nackten Tat­sachen, die es im «Sennentuntschi» zu sehen gibt, allen voran die Nacktszene von Schauspieler Carlos Leal Best Dress Annina Frey in mass­geschneiderter Akris-Robe Party-Rating

Glamour-Paar: Stress und Melanie Winiger auf dem grünen Teppich.

Regisseurin Bettina Oberli («Tannöd»).

Nicole Berchtold (l.), Martin Boner und Annina Frey von «glanz & gloria».

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«Hollywood-Qualität und CannesGlamour – made in Switzerland»

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Party

Saure Beine beim Österreicherloch: Urs Lehmann und Marc Girardelli (r.) absolvieren das Lauberhorn virtuell am Computer.

Glamour & grosse Herzen Laureus Charity Night: VIPs spenden CHF 352 000.–!

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lpino, Cavallo, Blindspot, Buntkicktgut, Midnightsport – die Projekte der Laureus Stiftung Schweiz zugunsten benachteiligter Jugendlicher sind vielfältig, der Geldbedarf hoch. Bei der Charity Night in Dübendorf ZH öffnen die prominenten Gäste ihr Herz und ihr Portemonnaie. Stiftungsratspräsident Urs Lehmann gerührt: «Ich wäre mit einer Steigerung auf 260 000 Franken Ertrag glücklich gewesen. Nun sinds 352 000 – unglaublich!» Wesentlichen Anteil am Erfolg hat Cyril Koller. Der Starauktionator animiert die VIPs auf unverschämt-charmante Art, einmalige Reisen oder signierte Gegenstände mit Rekordgeboten zu ersteigern. Claudio Zuccolini ist vor allem am Formel-1-Team­ Besuch interessiert, vermutet aber: «Da sind einige mit etwas dickeren Portemonnaies hier.» Claude Nobs, Chef des Montreux Jazz Festival, ist Laureus-Stiftungs- u

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Sein Uhren-Unikat war das LaureusAuktionsobjekt der Begierde: IWC-Chef Georges Kern mit Ehefrau Monika.

«Nicht knausrig sein!» Cyril Koller – mit Gattin Corinne – führte launig und erfolgreich durch die Auktion.


Oldtimer mit Jung­ gebliebenen: Karl Schregle, CEO Mercedes Schweiz, mit seinem Ehrengast, Opernstar Cecilia Bartoli.

Strahlend: Chef-Schiedsrichter Urs Meier mit Partnerin Andrea Kratzer.

Reiseprofi: Martin Wittwer, CEO Tui, mit Ehefrau Yolanda Jäger Wittwer.

Wirtschaftsfachleute, mit grossen Zahlen vertraut: Marianne Fassbind Gisler und Ehemann Markus Gisler.

In Festlaune: Ringier-CEO Marc Walder mit Gattin Susanne (l.), Ehepaar Dominique und Jolanda von Matt.

Laureus statt Miss-Schweiz-Wahl: Beauty-Queen Silvia Affolter mit ihrem neuen Partner Ronald Sauser.

Nicht nur als Fussball-Experte in Hochform: Alain Sutter und Ehefrau Melanie.

Sport meets Music: Snowboard-Ass Manuela Pesko, «Mr. Montreux» Claude Nobs.

Der CSI-Boss und seine Glamour-Girls: Rolf und Gloria Theiler mit Tochter Giorgina (r.) und deren Freundin Lauren.


Party

So süss! Ernst Tanner, CEO Lindt & Sprüngli, mit Gattin Renate. «Grosse Ehre»: Privatbankier Eric G. Sarasin (l.) posiert gerührt mit Laureus-Chairman und Leichtathletik-Legende Edwin Moses. rat, «obwohl sich Sport bei mir auf das Spazieren mit meinen zwei Sennenhunden beschränkt». Eric G. Sarasin, Leiter Private Banking bei der gleichnamigen Bank, ist stolz, mit 400-Meter-Legende Ed Moses zu plaudern. «Ich habe ihn immer bewundert, obwohl ich eher Langstreckler war. Ich habe einst den New York Marathon gelaufen.» Lindt-&-Sprüngli-Chef Ernst Tanner ist mit dem Sport vorab durch Werbepartner Roger Federer verbunden. «Aber die Werbefilme mit ihm sind ja ebenfalls Höchstleistungen!»

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Text iso niedermann, Fotos bruno voser

Furchtlos: Rainer Maria Salzgeber in FootballMontur – aber nicht wegen seiner frechen Sprüche …

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Näher bei den Stars. Überall.

«Nehmen die Kreditkarte?» Claudio Zuccolini mit Ehefrau Alexandra.


party-facts

Tabakduft: Davidoff-Chef Reto Cina mit Lebensgefährtin Tatjana Frei.

«C’est chic!» Showact Nile Rodgers und Band. «Fuhren nach Südafrika, um Spanien zu schlagen»: Ottmar Hitzfeld – mit Ehefrau Beatrix – hat die WM verdaut. Ein Prost auf Laureus! Völkl-Chef Gregor Furrer und Ehefrau Anita.

Gastgeber Laureus Stiftung Schweiz Tatort Hangar 9, Fliegermuseum Dübendorf Klima Draussen: regnerisch-eiskalt. Beim Apéro: noch leicht zugig-kühl. Während der Auktion: Wohlig-solidarisch. Beim Showprogramm: hot, hot, hot! Hallo? Rauchen drinnen erlaubt! Dass es so was noch gibt? Gaumenfreude Seefisch-Terrine zur Vorspeise, Züri-Geschnetzeltes als Hauptgang, Dessert in Portiönchen Party-Rating

«Natürlich bieten wir mit, dafür sind wir ja da!» Claudio Cisullo mit seiner Angy.

Mitleid mit Christian Gross: Gilbert Gress und Gattin Beatrice – eben hat er Stuttgart verlieren sehen.

«Jedes Jahr mehr Glamour, jedes Jahr mehr Ertrag – so kanns weitergehn!»

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Party

Wetterfee Daniela Schmuki («Meteo») und ihr Freund, Sport-Fotograf Simon Starkl, freuen sich über den lauen Abend.

Kamen Ton in Ton: Skicross-Olympiasieger Mike Schmid und Freundin Joëlle lassen sich vom Cirque du Soleil verzaubern.

Magie im Zirkuszelt Der Cirque du Soleil ver­zaubert Zürich mit «Varekai»

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ohin auch immer» bedeutet «Varekai» in der Sprache der Roma. Vergangene Woche versammeln sich einige Weltenbummler an der Premiere des Cirque du Soleil, der nach fünf Jahren Pause endlich wieder in Zürich gastiert. Miss Schweiz 2000 Mahara McKay zum Beispiel pendelt momentan zwischen der Schweiz und den USA, wo ihr Freund lebt. Musiker Marc Sway vergleicht das Tour-Leben mit einem Zirkus: «Wenn es geht, nehme ich die ganze Familie mit. Meine kleine Tochter ist oft hinter der Bühne.» Apropos Nachwuchs: Viele der geladenen Gäste bringen den ihren mit. Und der zeigt sich von der zauberhaften Show nicht minder angetan als seine Eltern. «Fantastisch!», findet Noemi, die Tochter

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Begeisterter Premieren- Entdeckt langsam das gast: Walter Roderer Rampenlicht: «g & g»- Mode- Neue Liebe? TV-Moderator kommt ohne Gattin Anina. ratorin Sara Hildebrand. Marco Fritsche (l.) mit ­Leonardo Aceto.


ausgang mit kids die nächste generation zeigt sich

Im Zügelfieber: MarathonEuropameister Viktor Röthlin und seine Frau Renate ziehen vom Luzernischen nach Nidwalden.

Attraktiv: Anne ist genauso hübsch wie ihr Mami, SF-Wirtschafts­ expertin Marianne Fassbind.

Schauspieler Bernhard Bettermann mit Sohn Tim. Mami Sabina Schneebeli spielt zurzeit im Casinotheater.

Thomas Russenberger besucht die Show mit Tochter Noemi. Mami Karina Berger kümmert sich um die Missen.

Werber Dominique von Matt freut sich auf ein Spektakel voller Überraschungen mit Sohn Gilles.

Werber Frank Bodin führt Tochter Manon aus. Ihre Mutter ist ebenfalls da – als «Blick»-Reporterin.

Ilona Hug mit einem Mann an ihrer Seite: kein neuer Freund, sondern ihr Sohn Seya.

Matthias Müller, Präsident und Gründer AVO Session, und seine Frau Claudia.

Sportlich-elegant und farbig zur Premiere: TV-Star Kurt Aeschbacher.

Nächstes Jahr mit dem Zirkus BMW-CEO Erich Papke unterwegs: Komiker Sven Furrer und Ehefrau Michele sind mit seiner Ehefrau Eveline. begeistert: «Wunderbar!»

«Wer fährt eigentlich heim?» Fiat-CEO Alexander Bleuel und Frau Vilma.

Snowboarderin Tanja Frieden und ihr Liebster, Skitrainer Stefan Abplanalp.

Musiker Marc Sway: «Bei uns daheim mach meistens ich den Zirkus!» schweizer illustrierte

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Party

Highlight: die «Gleitflächen»Nummer.

party-facts Gastgeber Cirque du Soleil & Schweizer Illustrierte für 300 Gäste Tatort Ehemaliges Hardturm-Stadion, Zürich Food Cüpli, Häppchen, Popcorn Most wanted Der Schokoladen­ kuchen in der Pause wurde ratzfatz verputzt Hoppla! Im VIPZelt ist es so schummrig, dass man kaum jemanden erkennt Aufgefallen Mister Schweiz Jan Bühlmanns neue Frisur: «Gewöhnungsbedürftig. Ich hatte die Haare noch nie so kurz» Party-Rating

«Mitreissende Musik, grandiose Nummern, grossartige Kostüme: ein Fest für alle Sinne!»

 Eltern: Urs «Ursus» Wehrli und seine Partnerin Brigitta Schrepfer im Ausgang ohne Sohn.

Eltern in spe: Nadja «Nadeschkin» Sieger und ihr Partner Christian Bossert, Tanzlehrer und DJ.

von Karina Berger und Thomas Russenberger. Ihr Baby noch sicher im Bauch «verpackt» hat Kabarettistin Nadja «Nadeschkin» Sieger: Über ihrem Schwangerschaftsbäuchlein spannt ein Shirt mit der Aufschrift «Austragungsort». «Ich bin froh, bald Spielpause zu haben», erzählt das Mami in spe. «Ich werde immer öfter abgelenkt von dem kleinen Wesen da drin.» Auch eine ganze Reihe Sportler zeigt sich beeindruckt von den Leistungen der Artisten: Marathon-Läufer Viktor Röthlin und Skicross-Olympia­ sieger Mike Schmid geniessen den Abend mit ihren Liebsten. Skitrainer Stefan Abplanalp hingegen muss sein Popcorn mit drei Snowboarderinnen teilen: mit Freundin Tanja Frieden und ihren Kolleginnen Manuela Pesko und Ursina Haller. Nur einer schafft es, dem Trubel zu «entfliegen»: Skispringer Andreas Küttel und seine Dorota huschen wie der Blitz über den roten Teppich. Und werden danach nicht mehr gesehen. Text sandra casalini, daniela zivadinovic, Fotos hervé le cunff, alexandra pauli

Begeistert: André Mäder, CEO Charles Vögele (l.), Veronika Studer Bärlocher und Gatte Daniel Bärlocher.

«Eine tolle Show»: Roman Bolliger, CEO alaCasa, Ehefrau Irene.

Daniel Münster (Beiers- Martin Wittwer, CEO dorf AG) mit seiner TUI Suisse, und seine Assistentin Laura Miotti. Ehefrau Yolanda.


Notabene

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Wundertüte Schweiz

ei uns zu Hause gibts kein Rauchverbot. Was also beobachte ich? Die Grauen Panther sind unter­ Das sieht man der Wohnung auch an. Wän­ wegs. Über die Piazza schlendern noch und noch Senioren. de und Decke haben teilweise eine gelb­ Sie dominieren das Strassenbild. Mich dünkt, gut die Hälfte braune Patina angesetzt. Frische Farbe der Touristen seien ältere Frauen und Männer. Sie füllen das täte ihnen gut. Dachten wir und telefonier­ Zwischensaisonloch auf. Senioren sind für den Tourismus eine ten dem Maler. Der ist eine Frau. Conny, nicht mehr wegzudenkende Konjunkturstütze. Dank der Alters­ ihr Name. Am besten wäre, redete sie uns vorsorge. Ein Hoch auf den Sozialstaat. zu, wir verschwänden für eine Woche. Am zweiten Abend gehen wir vornehm essen. Dafür Dabei sollten wir alles so lassen, wie es ist. spre­chen die Preise: Piccata milanese 41, Wiener Schnitzel mit Sie müsse Schränke und Gestelle sowieso verschieben. Vor­ Frites 37 Franken. Die angenehme Überraschung ist das her räume sie Geschirr und Sonstiges aus und wieder ein, ­Danach. Ein Glas Rotwein, zwei Espressi, ein halber Liter hänge Bilder ab und auf. Wenn wir heimkämen, würden wir San Pellegrino, das Dessert kosten nur mehr je fünf Franken. die Wohnung antreffen wie gehabt. Nur anders. Wie eine Frau Der Wirt erklärt seine Philosophie: «Ich subventioniere mit nach der Schönheitspflege. den Getränken nicht das Essen.» Arrivederci Lugano. Conny schickte Gret und mich in der dritten Septem­ Wir wechseln nach St. Moritz. Von ­Lugano bis Tirano berwoche also auf die Reise. Damit sie in aller mit dem roten Bus der Rhätischen Bahn. AnschliesRuhe arbeiten konnte. Und wir ihr nicht dreinreden «150 Franken send 122 Kilometer im Bernina Ex­press. Er ist als Unesco-Welterbe ausgezeichnet worden. Die oder im Weg stehen. Für unsere Ferieninsel Born­ für das holm wäre der September etwas spät gewesen. Bahn fährt durch 122 Tunnels und über Dort ist es im Juli/August am schönsten. Viel Son­ komfortable 196 Brücken. Wer die Strecke kennt, weiss, da ist ne und kühle Nächte. Der Strand auf Bornholm ist Doppelkein Superlativ übertrieben. Es bleibt das ganz lange nicht überall so perfekt gereinigt, wie wir es grosse Staunen. Darüber, wie ein solches Meister­ werk vor über 100 Jahren gebaut werden konnte. gerne hätten. Ein alter Mann erklärte mir, weshalb: zimmer. Wer «Sie sind zwei, drei Wochen in den Ferien, die Mö­ sagt denn, Den Bernina Express muss man persönlich wen aber sind das ganze Jahr hier. Sie brauchen ­erleben. Ich will und kann das Vergnügen nicht den Meertang. Und der ist halt nicht parfümiert.» St. Moritz sei beschreiben. Neben uns sitzen zwei Russinnen. Sie sind einfach hingerissen. Und werden noch in Ich habe den Insulaner nie vergessen. teuer?» Moskau davon schwärmen. Ihr Leben lang. Der Verzicht auf Bornholm ist kein Problem. Wir leben ja im Ferienland Schweiz. Statt auf Mallorca landen wir Die Fünf-Stern-Hotels ins St. Moritz haben die Fenster­ in Lugano. Seit Jahren wieder einmal. Vieles hat sich verän­ läden heruntergelassen. Sie werden renoviert, repariert oder dert. Aber das Café Vanini an der Piazza ist noch da. Wie vor saniert. Um für die Wintersaison fit zu sein. Spätestens vor 50 Jahren. Die Marrons glacés sind spitze geblieben. Und der Weihnachten soll der mondäne Geldadel empfangen werden. Espresso schmeckt wie in Florenz. 3.50 dafür sind für einen Ohne die Reichen aus der Glamourwelt ist St. Moritz für touris­ Basler fast schon billig. tisches Fussvolk den Besuch wert. Wir übernachten in einem Ich kann im «Vanini» stundenlang sitzen. Gret nicht. wirklich gediegenen Hotel an zentraler Lage. 150 Franken für Sie geht auf den Einkaufsbummel. Zu kaufen, was man eigent­ das komfortable Doppelzimmer. Wer sagt denn, St. Moritz sei lich gar nicht bräuchte, ist halt eine vergnügliche Sucht. teuer? Wie erwähnt, es ist Saisonende. Das sind Kostproben aus der Wundertüte Schweiz. Der Schauen Sie nur in Ihren Kleiderschrank. «Eine Stadt soll mir das bieten. Gemütlich bin ich selber.» Nicht von mir. Von Spruch stimmt: «Das Reisen will eines lehren, das Schönste bleibt stets heimzukehren.» In die frisch gestrichene Woh­ Friedrich Dürrenmatt.  Die Katze lässt bekanntlich das Mausen nicht. Ein alter nung. Der Gipfel unserer Reise. Polithase das Beobachten der Menschen nicht. Dafür bietet das «Vanini» an der Piazza den idealen Logenplatz. Die Hoch­ Helmut Hubacher, 84, ehemaliger SP-Präsident saison ist im September in Lugano vorbei. Aber es ist viel los. und Buchautor

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Helmut Hubacher


Leser

«Herzlichen Dank für diesen grossen Mut» u Marc Hofmann gewann Prix

­ ourage, SI 37/2010 «Ich möchte C Marc Hofmann ganz herzlich für seinen grossen Mut danken! Durch seine Courage konnte Schlimmeres verhindert werden. Er warf sich dazwischen, als ein Pärchen verprügelt wurde – und landete verletzt im Spital. Ich selbst wurde 1998 mit 23 Jahren während eines Asienurlaubs Opfer eines brutalen Schlägers. Dank eines mutigen Pärchens, das meine Hilfeschreie hörte und mir zu Hilfe eilte, lebe ich heute zum Glück noch! Die beiden versorgten mich, ­bis ich das Bewusstsein wiedererlangte, organisierten den Transport und begleiteten mich auf einem Fischerboot bis zum Krankenwagen auf dem Festland. Leider konnte ich meine Retter trotz Recherchen bis zum heutigen Tag nicht finden und ihnen nie persönlich danken. Ich werde ihnen für immer dankbar sein.» A. Stettler Cooler Auftritt u SI auf dem iPad «Cool! Die iPad-Version der Schweizer Illustrierten ist wirklich der Hammer.» Nino Schurter, Mountainbike-Weltmeister, Chur

Die Gebärdensprache hilft beim kommunizieren u Köbi Kuhn pflegt seine Gattin Alice, SI 37/2010 «Ich wünsche dem sympathischen Köbi Kuhn und seiner Frau Alice nur das Beste, viele schöne gemeinsame Stunden und Alice gute und rasche Besserung! Es ist immer ein schweres Schicksal, wenn jemand nach einer Krankheit oder einem Unfall auf einmal nicht mehr normal sprechen kann. Ich empfehle dem Ehepaar, die Gebärdensprache zu erlernen. Mit ‹schwebenden Händen› werden Mimik und Gefühle locker ausgedrückt, die Kommunikation wird lebhafter. Wir Hör­behinderten, besonders die Gehörlosen, freuen uns sehr, dass immer mehr Leute diese faszinierende Sprache lernen. Das hilft uns, die Kommuni­kationsbarriere zu brechen. Infos: www.gebaerdensprachschule.sgb-fss.ch.» Karin Christen, Winkel ZH

Falscher Kaktus u Kaktus, SI 38/2010 «Ich lese immer wieder mit grossem Interesse, wem die Schweizer Illustrierte die Rose beziehungsweise den Kaktus schickt. Doch dieses Mal ist die SI zu weit gegangen. Warum soll die Invalidenversicherung Opfern von Schleudertraumata eine Rente zahlen? Es steht ausser Frage, dass diesen Patienten eine Rente zugesprochen werden muss. Aber dann bitte schön gefälligst von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers und nicht von der IV, die von unseren Steuergeldern finanziert wird. Dafür zahlen nämlich alle Autofahrer ihre Prämien bei den Versicherungen! Der Kaktus wurde zu Unrecht verschickt.» Cornelia Braun, per E-Mail

schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen. willi

«Eigentlich erstaunlich, dass die SVP bei der Miss-Schweiz-Wahl keinen Sprengkandidaten aufgestellt hat.»

impressum Nr. 39, 99. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chefredaktor/Nachrichtenchef Stefan Regez MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Freeflow AG; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Previon AG; Presse TV AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medien­integration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; FMU Free Media Ukraine Ltd.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.



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