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Volksmusik-Star Stefan Roos

20. September 2010 CHF 4.50

«Ein Wunder, dass Sämi lebt» Der Stolze Vater über die dramatische Schwangerschaft seiner Frau Karin

n e n n i t s i l a n i DDieas E1x2traF en it e S 6 5 l, h a W r u z ft e -H


Inhalt 42

u Schön

bescheiden Tennisstar Rafael Nadal zeigt, wie er in Mallorca lebt. Und sagt: «Federer ist einer für die Ewigkeit. Ich selbst bin bloss der Mann des Augenblicks.»

HEFT 38, MONTAG, 20. September 2010

Titel Titelbild Marcel Nöcker; Inhaltsfoto Clive Brunskill / Getty Images

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Stefan Roos So froh! Der VolksmusikStar über die schlimmsten Tage in seinem Leben. Und das neue Familienglück

Leute 9 10

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Tagebuch von Nik Niethammer Leute Charlene & Myla Federer, Leonor & Sofia, Jacqueline Schneider, Samuel Buri, Joël Gilgen, Sarina Arnold Urs Leuthard Engagiert! Der TV-Moderator fordert aktive Väter. Und zeigt, warum Rafael Nadal Privat! Wie sich der Star der Tenniswelt erholt: zu Hause in Mallorca Odermatt-Vierlinge Eigen! Wo die Neunjährigen auftauchen, sind sie der Hit schweizer illustrierte

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Inhalt Verbrechen 26

Peter Hans Kneubühl Verstörend! Werden die Rätsel um den Sonderling von Biel je gelöst? Auf den Spuren eines Phantoms

Gesellschaft 52

Dr. Beat Richner Mit langem Atem! Seit 20 Jahren rettet er in Kambodscha Kinder vor dem Tod. Zurzeit sind es 250 pro Tag

Outdoor

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108 Nina Caprez Stark! Die Bündnerin ist eine der besten Felskletterinnen der Welt

Shopping 71

u Mit

viel BallGefühl Die Federer-Zwillinge Charlene & Myla bei einem Ausflug im Central Park in New York. Roger Federer: «Sie können seit Kurzem laufen und Küsschen geben.»

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 81 82 82 84

Chronische Schmerzen So hilft die neuartige Sensor-Technik Vorsicht, Fehlernährung! Gesund essen macht Senioren fit. Mit acht Ess-Tipps! Der Fall Fragen zum Hüftimplantat Dr. Stutz meint Schulfach Gesundheit!

Die Besten 87

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Weekend 93

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Fotos HO, Marcel Nöcker, Robert Bösch

Party

34 u Cool Die VIPs bittet Urs Leuthard auf den «heissen Stuhl». Seinen Kindern schenkt er neben Liebe am liebsten Zeit.

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Die Schweizermacher Premiere in Zürich

Und … 121 Notabene von Chris von Rohr 104 Horoskop 122 Leserbriefe/Impressum

u Extrem «Ich hänge halt gern.» Mit der Bündnerin Nina Caprez in der überhängenden Wahnsinns-Route Ali Baba.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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tagebuch

Tag für Tag, Jahr für Jahr Beat Richner

Nik Niethammer, Chefredaktor

Verlässliche Zusammenarbeit Die Leserinnen und Leser der Schweizer Illustrierten spenden gern und viel! Dr. Beat Richner in Kantha Bopha IV, SI-Team Nina Siegrist, Nik Niethammer, Monika Flückiger (Bild unten).

Woher nimmt dieser Mann die Kraft, das zu tun, was er seit zwanzig Jahren tut? Geld sammeln. Leben retten. Unter extremen Bedingungen. Tag für Tag. Im Juli besuchte ich Dr. Beat Richner in Kambodscha. Ich war mit ihm eine Woche unterwegs. In den Spitälern in Siem Reap. Und in Phnom Penh. Ich sah Tausende von schwerst­ kranken Kindern. Ich sah Armut und unbeschreibliches Leid. Und ich sah, was Dr. Richner vor Ort leistet. Übermenschlich. Beat Richner, warum weht keine Schweizer Flagge über Ihren Spitälern? – «Das wäre den Menschen gegenüber respektlos. Wir sind ein Schweizer Spital. Aber die Menschen, die hier arbeiten, sind Kambodschaner.» Beat Richner ist ein Getriebener. Er steht um 5 Uhr auf, ist um 6 Uhr im Spital, frühstückt jeden Morgen am selben Tisch. Um 7 Uhr versammelt er 600 Ärzte und Schwestern zum ­Rapport, eilt dann durch die Bettenstationen, stellt unaufhörlich Fragen. Er trägt eine blaue Stoffhose und schwarze Schuhe, sein Gesicht ist sorgenvoll, sein Hemd schweissnass. Jeden Tag. Beat Richner, warum nehmen Sie nie ein Kind auf den Arm? – «Ein Kind gehört in den Arm der Mutter. Ich finde es grauenhaft, wenn Entwicklungshelfer Babys in die Kameras von Fotografen halten.» Beat Richner braucht Geld. Jeden Tag 70 000 Franken. So viel kosten die fünf Spitäler täglich. Der Kinderarzt sammelt Spenden, bettelt um Entwicklungsgelder. Jahr für Jahr. Diese Arbeit belastet ihn. Macht ihn dünnhäutig. Richner ist kein Diplomat. Er kritisiert Entwicklungsorganisationen und die Schweizer Regierung. «Solange ich in der Schweiz Steuern zahle, darf ich das.» Beat Richner, bauen Sie noch ein Spital in Afrika? – «Nur wenn mir jemand 200 Millionen Dollar gibt. Ich könnte die Menschen hier niemals zurücklassen, ohne dass die Finanzierung von Kantha Bopha gesichert ist.» Wenn Beat Richner traurig ist – und er ist oft traurig –, geht er in jenen Teil des Spitals, wo die Patienten entlassen werden. Er setzt sich auf die Bank neben der Apotheke, schaut den Müttern zu, die geduldig auf die Medikamente warten und ihre Kinder ganz fest an sich drücken. Dann lächelt er. Beat Richner, sind Sie manchmal verbittert? – «Ich kämpfe gegen die Verbitterung an!» Liebe Leserin, lieber Leser, ich bitte Sie von ganzem Herzen: Unterstützen Sie Dr. Beat Richner und seine Spitäler in Kam­ bodscha. Jede noch so kleine Spende hilft heilen, rettet Leben.

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Wie Beat Richner kämpft – und leidet ab Seite 52.

Fotos Monika Flückiger, HO

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

al dente Das Magazin für Geniesser. Von Chur nach Vaduz: Die besten Adressen für Feinschmecker. So kocht Top-Model Sarina Arnold zu Hause. GOURMETQUIZ mit Super-Preisen. Nächste Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten! schweizer illustrierte

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Leute Früh übt sich, wer ein Ballkünstler werden will! ­Charlene und Myla bei einem Ausflug im Central Park in New York.

federer-zwillinge charlene Riva & myla rose

u Ein lauer Septembertag im Central Park in New York. Wir sehen zwei kleine Zwillingsmädchen, die hier auf noch etwas wackeligen Beinen ihre Umgebung erkunden: Charlene Riva und Myla Rose. Ihr Papi Roger Federer, 29, freut sich über die Fortschritte seiner 14-monatigen Töchter: «Sie lernen jeden Tag neue Dinge. Seit Kurzem können ­sie laufen und Küsschen geben.» Für Rogers Nordamerika-Tournee engagierten die

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Federers eine zusätzliche Nanny. Sie stammt wie das erste Kindermädchen aus England und soll das renommierte Norland College in Bath absolviert haben. Die Ausbildung dort dauert zwei Jahre und kostet 50 000 Franken. Auch Mick Jagger und Gwyneth Paltrow vertrauen ihre Kids den Supernannys aus Bath an. Mit so viel professioneller Hilfe und Gross­mami Lynette Federer, 57, tapsen die Mädchen gut gelaunt durch den Park.

Papi Roger und Mami Mirka, 32, erkunden derweil den Big Apple. Die Familie lenkt Roger nach seiner Niederlage im Halbfinal des US Opens ab, seine Fans trösten ihn auf seiner Homepage: «Deine süssen Töchter sind jetzt für dich da. Ich wünschte, ich wäre eine von ihnen – stolz auf dich, aber ohne traurig zu sein über deine Niederlage.» daniela zivadinovic Das ganz private Leben des Rafael Nadal: auf Seite 42.

Fotos Elatab / Splash News, HO (3)

So versüssen sie Rogers Leben


Achtung, hier kommt ein Wirbelwind! Grossmutter Lynette freut sich über die ersten Schritte ihres ­Enkelkindes.

Roger und Mirka können getrost durch New York ­flanieren, shoppen und die Zweisamkeit geniessen. Ihre Zwillingsmädchen sind in besten Händen.

Ob grosser oder kleiner Ball, ob mit Händen oder Füssen: Charlene und Myla halten die Nanny und ihre Grossmutter Lynette auf Trab. schweizer illustrierte

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Leute

Hand in Hand zur Schule: Auch wenn Sofia (r.) erst die ­Vorschule besucht, dauert ihr Unterricht von 9.30 bis 17.30 Uhr – inklusive Mittag­ essen im Speisesaal. Dort wird sie dann wieder auf ihre ältere Schwester Leonor treffen.

Leonor & Sofia von Spanien

Jetzt ruft das Abc u Auch

Mini-Blaublüterinnen müssen büffeln: Sofia, 3, das jüngste Töchterchen von Spaniens Kronprinz Felipe, 42, und Prinzessin Letizia, 38, wurde diese Woche in Madrid eingeschult. Wie ihre ältere Schwester Leonor, 4, besucht nun auch Sofia das Colegio Santa Maria de los Rosales. Fein gemacht in ihrer Schuluniform – grauer Rock, weisses Poloshirt, blauer Pullover und rosa lackierte Finger­nägel –, blickt Sofia schüchtern in die vielen Kameras. Und Leonor, ganz die grosse Schwester, lässt indes die Fotografen wissen: Ich passe auf sie auf. bettina portmann

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Schon Papa Felipe besuchte dieselbe Schule wie Leonor (l.) und Sofia (o.). Prinzessin Letizia feierte am ersten Schultag ihrer Jüngsten übrigens ihren 38. Geburtstag.


«Überwältigend»: Jacqueline Schneider und ihr neugeborenes Töchterchen Jolina.

Die Woche Der BABys

Der Storch im Ausnahmezustand u Samstag, 11. Sep­ tember, 0.09 Uhr: Moderatorin Karin Lanz, 33, und ihr Freund, Cédric Schweri, 33, vom Denner-Clan, sind glückliche Eltern des kleinen Henry Luiz (52 Zentimeter, 3960 Gramm). «Liebe bekommt eine völlig neue Dimension. Ich kann es noch gar nicht fassen», so die glückliche Mama.

Fotos EFE / Dana Press (3), Hervé Le Cunff, Marcel Sauder, Tele Züri, Marcel Nöcker, Achim Multhaupt

u Montag, 13. Septem­ ber: Nach 16 Stunden Wehen und einer strapaziösen Geburt freuen sich TeleZüriModeratorin Maria Rodriguez, 36, und ihr Mann, Musiker Alexis Amitirigala, 35, über ihr erstes Kind: Raúl Alejandro. (49 Zentimeter, 3130 Gramm). «Es ist ein kleines Wunder. Ich bin überglücklich», so die stolze Mutter zu «Blick». u Dienstag, 14. Sep­ tember, 8.24 Uhr: Per Kaiserschnitt kommt das Töchterchen von Edith Hunkeler, 38, und ihrem Partner Mark Wolf, 36, zur Welt. Elin misst 45 Zenti­ meter und wiegt 2560 Gramm. Die Rollstuhlsportlerin: «Ich könnte ihr Gesichtchen stundenlang an­ sehen. Unbeschreiblich! Mit ihrem dunklen Haarschopf ist sie ein richtiger ‹Wolf›.»

jacqueline schneider

Ihr drittes «J» ist da! u Es ist die Woche der VIP-Babys! Die Früchte der letzten Feiertage werden in den ersten Septemberwochen geerntet. Den Anfang macht Ex-Wasserspringerin Jacqueline Schneider, 38. Am 10. September um 08.07 Uhr begrüsst die Familie Töchterchen Jolina Blessing Grace (48 Zentimeter, 2980 Gramm). Neben Jacqueline, ihrem Mann Jörg Walcher, 37, und den Töchtern Joy, 5, und Jessie, 3, ist Jolina nun das fünfte «J» im Bunde. «Sie ist wie ein Räupchen, das

sich von Tag zu Tag mehr zum Schmetterling entpuppt.» Und trotz Kaiserschnitt fühlt sich die Fitness-Expertin bereits wieder topfit. «Ich habe bis zum Tag vor der Geburt trainiert.» Doch nun ist etwas Ruhe angesagt: «Wir geniessen diese innige Zeit des Kennenlernens. Jolina ist ein Geschenk Gottes.» Andrea vogel

Mehr People-News:

www.schweizer-illustrierte.ch

u Donnerstag,

16. Sep­tember, kurz nach 13 Uhr: Melija (57 Zentimeter, 4310 Gramm) erblickt das Licht der Welt. «Ich bin gerührt und emotional sehr bewegt», sagt ihr stolzer Vater Diego Benaglio, 27, zu «20 minuten». Die Wehen seiner Ehefrau Nadin setzen bereits am Morgen ein. Da Benaglio bei der Geburt dabei sein will, fährt er statt zum 10-Uhr-Training seines Fussballvereins VfL Wolfsburg direkt ins Spital. schweizer illustrierte

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Leute

Liebesnest: Erinnerungs­ stücke aus Thailand schmücken die Eigentumswohnung von Joël Gilgen und Jürg Kohli (r.) in der Nähe von Bern.

Joël Gilgen

Liebe, Job – top!

u Der

Berner Moderator Joël Gilgen, 40, strahlt vor Glück: Bald wird er mit seinem Lebenspartner Jürg Kohli, 33, auf Phuket das elfte Beziehungsjahr feiern. «In Thailand fing alles an», sagt der ehemalige Kuppler der Nation. «Dort verbrachten wir 1999 unsere ersten Liebesferien. Und sind noch immer happy!» Ihr Glücksrezept: «Freiraum lassen und zwischendurch eine Rose schenken», sagt Florist Kohli. Die letzte Rose gabs vor wenigen Tagen, als Gratula­ tion zum neuen Job: Gilgen moderiert die Radiosendung «Schlag auf Schlager» auf DRS Musikwelle (ab 23. September, donnerstags um 20 Uhr). Traumferien mit dem Liebsten, neue Sendung – aller guten Dinge sind doch drei! Folgt bald die Hochzeit? «Der richtige Denken an Hochzeit: Florist Jürg Kohli und Moderator Joël Gilgen (r.). Zeitpunkt kommt bestimmt!» sylvie Kempa ivo rüthemann

Fotos Kurt Reichenbach (3)

Im Dauer-Hoch u 17 NLA-Saisons, 800 Spiele, 250 Tore, dazu 244 Mal in der Nati – Schweizer Rekord! SC-BernStürmer Ivo Rüthemann ist das Perpetuum mobile des Schweizer Eishockeys. Und der gebürtige St. Galler ist wie guter Wein: je älter, desto besser! Ausdruck davon: die Wahl zum Most Valuable Player 2010, zum wertvollsten Spieler der Saison. Mit 33! Das Fest für Rüthemanns zweite «MVP»-Kür nach 2004 fiel allerdings bescheiden aus: «Bis vier Uhr früh standen noch Werbeaufnahmen auf dem Programm.» Sein nächstes Ziel peilt Rüthemann neben dem Eis an: «Ich will dieses Jahr mein Wirtschaftsstudium mit dem Master abschliessen.» iso niedermann

Bern liegt ihm zu Füssen: Ivo Rüthemann mit seiner MVPTrophäe auf dem Münsterturm.

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Leute wer liebt wen

Amor in Höchstform u Ihre Herzen schlagen seit sieben Jahren füreinander – nun sind «Schweiz aktuell»-­ Moderatorin Sabine Dahinden, 42, und Herzchirurg Thierry Carrel, 50, ein Ehepaar. Am Samstag gaben sie sich im Rathaus in Gersau SZ das Ja-Wort. Klammheimlich! «Wir haben im kleinsten Familienkreis gefeiert.» u Ihren Hochzeitstag teilen die Frisch­ vermählten mit dem deutschen Bundes­ aussenminister Guido Westerwelle, 48, und Top-Manager Michael Mronz, 43. Laut «Bild» tauschte das Paar in Bonn die Ringe – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. u Dafür verrät Jennifer

Ann Gerber, 28, ihr Geheimnis: Die Miss Schweiz 2001 hat vor Kurzem ihr Herz verschenkt: «Ich bin verliebt und total glücklich!» Der neue Schatz der Aargauerin will noch anonym bleiben. «Wir lernen uns erst kennen, haben aber viel Spass und sehr gute Gespräche.»

Fotos Thomas Buchwalder für al dente, Geri Born, tilllate.com

u Einen kleinen Schatz unterm Herzen trägt Schauspielerin Penélope Cruz, 36. Sie und ihr Ehemann Javier Bardem, 41, werden im Januar zum ersten Mal Eltern. Bub oder Mädchen, ist nicht bekannt. Aber Filmemacher Woody Allen ist sich sicher: «Das wird ein Super-Baby. Die Gene sind einfach preisverdächtig!»

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr Stars in dieser Woche u Dimitri u Eveline Widmer-Schlumpf u Elisabeth Schnell u Trudi Roth u Neue Miss Schweiz

Sarina Arnold ist eine leidenschaftliche Köchin. Auf dem Teller: Eglifilet an Safransauce.

Sarina Arnold

Topmodel in Kochform u Neues Haus, neues Glück: Sarina Arnold, 30, ist mit Ehemann Raphael Fischer, 35, und Töchterchen Felice, 2, umgezogen. In ein loftartiges, dreistöckiges Haus mit traumhafter Aussicht auf den Zürichsee. «Ein Prunkstück ist meine neue Küche», sagt die schöne Urnerin, die leidenschaftlich gern kocht und backt. Für «al dente», das Kulinarik-Magazin der Schweizer Illustrierten, stand sie am Herd und demonstriert ihre Kochkünste. «Schlicht und unkompliziert sind meine Menüs.» Denn wenn sie nicht als Model vor der Kamera steht, kocht Sarina jeden Mittag für ihre Familie. «Das macht mir Freude.» Bereits ein kleiner Gourmet ist Felice. «Sie isst einfach alles. Auch Spinat oder Scampi. Und besonders gern Brie – aber der Bio von Coop muss es sein.» Isabel Notari

«al dente» gibts nächste Woche mit der Schweizer Illustrierten. schweizer illustrierte

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Leute

Ein Mann – viele Gesichter: Samuel Buri in seinem Atelier in Basel. Im Hintergrund seine Selbstporträts.

Samuel buri

Magie der Farben

Rosetta Lopardo

Es schmilzt das Eis

Komödiantin Rosetta Lopardo zu Hause in Basel.

Rose Ernesto Bertarelli Unternehmer u Er hat nicht nur ein Herz für Jachten – sondern auch für den Umweltschutz. Ernesto Bertarelli, Unternehmer, Alinghi-Besitzer und reichster Schweizer, spendet 5,5 Millionen Franken für das Meeresschutzgebiet Chagos. Das Archipel ist dreizehnmal grösser als die Schweiz und liegt im Indischen Ozean südlich der Malediven. Mit der Spende ist das Reservat vorerst gerettet – und 200 Korallen-, 1000 Fisch- und 30 Vogelarten sind nicht mehr vom Aus­ sterben bedroht. Ein vorbildliches Engagement, Monsieur Bertarelli! Wir belohnen es mit einer anderen Naturschönheit: unserer Rose.

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u Bei ihr ging es meist um Sex. Sowohl als Hälfte des Kabarett-Duos Fatal Dö als auch als Solokünstlerin: Rosetta Lopardo sezierte bis an­hin die Schweizer Bettkultur. Ihr neustes Stück «La Stracciatella» handelt nun weniger von Sex als von Secondas. Im musikalischen Kabarett gibt die gebürtige Winterthurerin und zweifache Mutter eine bezaubernde Mischung aus nea­politanischem Herzblut und schweizerischem Uhrwerk. «Wir bringen jeden Bünzli aus dem Häuschen und befreien seinen inneren Italiener.» Am 27. und 28. September gastiert «La Stracciatella» im Zürcher Theater am Hechtplatz. av

kaktus Lorenz Meyer Präsident Bundesgericht u 25 000 Personen erleiden pro Jahr ein Schleuder­trauma. Nun hat das Bundesgericht entschieden, dass solche Patienten nur noch in absoluten Ausnahmenfällen Anrecht auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) haben. Die Richter sind der Meinung, den Betroffenen könne eine «willentliche Überwindung ihres Leidens» und damit der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zugemutet werden. Ein Schlag ins Gesicht von so vielen Schleudertrauma-Patienten, die unter nicht therapierbaren Schmerzen leiden. Auch unser Präsent, Herr Präsident, tut weh. Er sticht.

Fotos Heiner H. Schmitt Jr., Fabienne Bühler, Keystone, Stephan Engler / RDB

u Er gehört zu den Begründern der europäischen Pop-Art, sein Name steht für ungetrübte Farbigkeit. Nun will es Künstler Samuel Buri nochmals wissen: Anlässlich seines 75. Geburts­ tages inszeniert der Farbvirtuose die Ausstellung «Menschenbilder» im Projektraum M54 in Basel. «Ich freue mich, Bilder zeigen zu können, die selten oder noch nie zu sehen waren. Viel Familie und noch mehr Selbst­ porträts.» Buri ist Vater von fünf ­Kindern, sie waren schon immer seine liebste Inspiration. Zusammen mit ihnen und seiner Frau Anna Rapp, zigfach vervielfacht auf Leinwand, wird Buri nun an der Vernissage am 27. September auf seinen Geburtstag anstossen. av


Titel

Gruppen-Knuddeln Stefan Roos schmust mit Samuel und Adriana im Kinderzimmer der Kleinen zu Hause in Bad Ragaz SG.

Drei Monate lang bangte Schlager-Star stefan roos um das Leben seines Söhnchens. Heute nennt er samuel «unser Wunder». Auch adriana findet ihren Bruder wunderbar. Obwohl er ein Bub ist …

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Das Herz ei schweizer illustrierte


nes Vaters


Titel

Text sandra casalini Fotos marcel Nöcker

S

eine grossen braungrünen Augen blicken schläfrig unter den langen, dunklen Wimpern hervor. Dann verzieht der sechs Monate alte Samuel seinen kleinen Schmollmund zu einem leichten, müden Lächeln. Sein Papi streicht ihm mit dem Zeigefin­ger vorsichtig über die feinen Augenbrauen. «Unser Sonntagskind», sagt Stefan Roos, 37, leise. «Was für ein Wunder, dass du bei uns bist. Meine Güte, hatten wir Angst!» Alles war gut. Nach einer vierjährigen Pause gelingt dem Schlager-Star vergangenes Jahr mit dem GP-Sieger­ titel «Das Herz einer Mutter» ein fulminantes Comeback. Nach einem weiteren Sieg beim TV-Knaller «Die grössten Schweizer Hits» kann sich Roos vor Engagements kaum retten, seine CD verkauft sich wie warme Weggli. Auch privat gleicht sein Leben einem schönen Schlager: Das grosszügige Eigenheim in Bad Ragaz SG ist bezogen und weitgehend eingerichtet – mit Ausnahme der Bilder. «Ich hasse es, Löcher in die neuen, weissen Wände zu machen», sagt Stefan. Töchterchen Adriana, 3, gedeiht prächtig und macht viel Freude. Und: Das zweite Baby ist unterwegs, Stefans Ehefrau Karin, 36, erlebt eine problemlose Schwangerschaft.

Der Charmeur Mit seinen riesigen Augen und dem gewinnenden Lächeln wickelt Samuel alle um den Finger (oben). Ein strampelndes Baby baden? Kein Problem für Papi Stefan.

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Papi ist der Beste Zmittag kochen gehört unter der Woche zu Stefans Aufgaben. Adriana hilft gern mit. Samuel trinkt am liebsten noch Muttermilch.

«Noch nie im Leben hatte ich solche Angst wie in dieser Februar-Nacht» stefan roos Doch dann kommt diese Februarnacht, die alles verändert. Stefan und Karin Roos geniessen ein paar Tage Ferien im österreichischen Serfaus, als Karin plötzlich Blutungen und Wehen bekommt. Sie ist erst im sechsten Monat schwanger. Stefan rast mit seiner Frau ins nächstgelegene Spital, eine Dreiviertelstunde entfernt von ihrem Ferienort. «Im Pyjama!», erinnert er sich. «Es war der Horror! Ich fürchtete um meine Frau und um unser ungeborenes Baby. Noch nie im Leben hatte ich solche Angst wie in dieser Nacht.»

Karin wird in die Uni-Klinik Innsbruck verlegt, später in ein Churer Spital. Nach drei Wochen darf sie heim – unter einer Auflage: strikte Bettruhe. Bis zum Ende der Schwangerschaft. Drei Monate lang. Sie richtet sich ihr «Lager» im heimischen Wohnzimmer ein, spielt liegend mit Adriana. Stefan betätigt sich, so gut es geht, als Hausmann. Eine Aufgabe, die nicht neu für ihn ist, schliesslich kümmert er sich jeden Morgen um Adriana, wenn seine Frau bis mittags bei einer Bank arbeitet. Doch die Schwangerschaft bleibt hoch gefährdet: Immer

wieder kommt es bei Karin zu Blutungen und Wehen, immer wieder muss sie ins Krankenhaus. «Wir wissen bis heute nicht, woher die Blutungen genau kamen», erzählt sie. Da die Plazenta aber immer in Ordnung ist, muss das Baby nicht per Kaiserschnitt geholt werden. «Drei Monate lang Angst und Sorgen, daneben schauen, dass der Alltag einigermassen läuft und es Adriana gut geht. Das war unglaublich hart», erzählt er. Sonntag, 21. März, 13.48 Uhr. Nach einer vierstündigen Geburt erblickt Samuel Stefan das Licht der Welt. Drei Wochen zu früh, aber kerngesund. «Als ich ihn sah, fiel die ganze Anspannung von mir ab, ich weinte Tränen der Freude und der Erleichterung», sagt sein Papi. «Ich bin mir sehr bewusst, dass es auch anders hätte kommen können. Mein Erfolg als Sänger macht mich stolz. Aber er ist nichts gegen das u schweizer illustrierte

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Titel unglaubliche Glück, zwei gesunde Kinder zu haben.» «I han es Brüederli bschtellt. Hüt isch es acho», steht auf Samuels ­Geburtsanzeige unter einem Foto von Adriana mit dem Telefonhörer am Ohr. Freust du dich über dein Brüderchen, Adriana? «Ja. Aber i hett lieber as Schwöschterli gha.» Samuel liegt in seiner Baby-Wippe, verzieht das Gesichtchen und beginnt leise zu wimmern. Adriana reicht ihm ein Spielzeug, schneidet eine Grimasse. «Weisch, dr Samuel isch mini bescht Fründin!» Dann gesellt sich der kleine Wirbelwind zum Papi in die Küche und hilft ihm beim Zmittagkochen. Flink stellt sie sich auf ein Schemelchen und greift nach einem scharfen Messer. «Nein, nein, nein!» Stefan reicht ihr ein Kinder-Messerchen. «Das hier ist deins!» Adriana schnippelt für die Spaghettisauce Pilze – die sie später beim Essen aussortiert und säuberlich auf den Tellerrand schaufelt. Stefan Roos legt das scharfe Messer ins Spülbecken. «Ich bin kein übervorsichtiger Vater. Auch nicht nach allem, was wir während der Schwangerschaft mit Sämi erlebten. Ich weiss, dass er ­wegen

u

Glückliche ­Familie Stefan und Karin Roos mit Samuel und Adriana. Ein drittes Kind? «Im Moment eher nicht.»


Zeit der Zweisamkeit Stefan und Karin geniessen die Ruhe, wenn die Kinder schlafen.

«I hett lieber as Schwöschterli gha. Weisch, dr Samuel isch mini bescht Fründin!» adriana roos

eines bisschen Bauchwehs nicht eingehen wird.» Bald schon ist Stefan Roos jeden Morgen ganz für seine Kinder da. Ab ­Oktober arbeitet seine Frau wieder ­halbtags. Vorher nimmt Stefan allerdings noch seine neue CD auf, die Ende nächsten Monat erscheinen soll – und ganz auf Schweizerdeutsch sein wird. Dass er sich damit den riesigen Markt in Deutschland versperrt, nimmt er in Kauf. Dank drei bis vier Auftritten pro Woche – auch als Botschafter der Ferienregion Heidiland – und den Liedern, die er für andere Schlager-Stars komponiert, verdient er in der Heimat genug. «Ich gebe schon einzelne Konzerte in Deutschland, ­Österreich und Südtirol.» Aber unter der Woche muss und will er jeden Morgen um sieben Uhr in der Küche stehen und das Zmorge für die Kinder vorbereiten. Dabei werde er immer noch des Öfteren komisch angeschaut, wenn er an einem «normalen» Morgen mit dem «Poppa­ waga» und Adriana an der Hand posten gehe. «Total wurscht», findet Roos. «Ich bin stolz darauf, nicht zu den Vätern zu gehören, die ihre Kinder nur schlafend sehen.»

Wenn er auftritt, hat Roos seine ­ amilie allerdings lieber nicht dabei. F Nicht nur, weil es immer wieder vorkommt, dass ihm Verehrerinnen ihre Telefonnummern zustecken – «das passiert allerdings viel seltener, seit ich ­Familienvater bin» –, sondern auch, weil er sich dann wirklich Zeit für seine Fans nehmen kann. Die aktuelle Debatte um die «Volksmusik-Krise» quittiert Roos mit einem Schulterzucken. «Ich könnte auch Jazz singen. Dann wollen mich ­vielleicht 80 Leute hören. Singe ich Schlager, kommen 8000. Da erübrigt sich die Frage, ob die Volksmusik tot sei!» «Das Herz einer Mutter ist so gross wie die Berge, so weit wie das Land, so tief wie das Meer», singt Stefan Roos in seinem grössten Hit. Kitschig? «Ja, ­sicher. Aber das Leben ist manchmal wirklich so. Es geht um Heimat, Sehnsucht, Liebe. Schau mal in die Augen ­deines Babys, nachdem du drei Monate lang um sein Leben gebangt hast. Und dann fass deine Gefühle in Worte.» 

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Drama

Das Phantom von Biel Sein Leben – ein einziges Rätsel. Ohne Einkommen, ohne Freunde, ohne Identität. Peter Hans Kneubühl schien gar nicht zu existieren – bis er zur Waffe griff und ein ganzes Land neun Tage in Atem hielt. Eine Spurensuche.

Die Chronologie des Dramas

Neun Tage spielte Peter Hans Kneubühl mit der Polizei Katz und Maus – bis er am Freitagmorgen von einem Belgischen Schäferhund gestellt wurde.

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u Mittwoch, 8. September

Die Einfamilienhaus-Idylle trügt: Kneubühl macht den Mon-Désir-Weg zur Kampfzone.

Kneubühls Haus soll zwangsver­ steigert werden. Der 67-Jährige verschanzt sich und droht mit Waffengewalt. Die Polizei evakuiert vierzig Nachbarn. Ab 22.30 Uhr versuchen Spezialeinheiten, das Haus zu stürmen. Kneubühl greift zum Gewehr. Um 1.00 Uhr streckt er einen Beamten mit einem Kopfschuss nieder.


«Terror-Rentner» Das wenige, das in den Tagen der Fahndung über ihn bekannt wurde, stellte sich als falsch heraus.

Spezialeinheiten im Vorgarten – während mehrerer Tage belagern sie den Tatort.

200 Polizisten suchen den Flüchtigen. Ein Super-Puma der Schweizer Armee mit Wärmebildkamera kreist über dem Lindenquartier. Nach Mitternacht taucht Kneubühl wieder auf, schiesst erneut auf die Beamten – und verschwindet spurlos.

Fahndungspanne: Fünf Tage suchte die Polizei mit dem Bild von seinem Vater nach Kneubühl. schweizer illustrierte

Fotos Kantonspolizei Bern, Keystone (2), Philippe Dutoit / L’illustré

u Donnerstag, 9. September

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Drama

«In Biel und Umgebung hat zwischen 1960 und 1970 niemand mit dem Namen Kneubühl die Matur gemacht» Text Thomas Renggli Fotos Hervé Le Cunff

M

it der Verhaftung von Peter Hans Kneubühl, 67, am Freitag vergangener Woche endet ein neuntägiger Albtraum, der ganz Biel nicht mehr ruhig schlafen liess. Der «Amok-Opa» war gefasst, die Polizei hatte mit Spürhund Faro doch noch einen Helden. Die wahre Geschichte aber liegt im Dunkeln. Eine Spurensuche. «Ich habe Herrn Kneubühl seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Eigentlich dachte ich, es lebe niemand mehr im Haus», sagt Delia Bornhauser. Sie wohnt direkt nebenan – in der anderen Hälfte des Doppeleinfamilienhauses – und teilte den Vorgarten mit Kneubühl. Doch in Tat und Wahrheit trennte sie mehr als

eine Hecke von ihrem Nachbarn: «Mir ist nie etwas Verdächtiges aufgefallen. Ich glaube, Kneubühl war nachtaktiv.» Kneubühl – das Phantom. Je länger man recherchiert, je tiefer man gräbt, desto diffuser wird das Bild. Die Spurensuche im Lindenquartier führt ins Leere. Im Lebensmittelladen an der Ecke – keine hundert Meter vom Tatort entfernt – weiss man nichts über den streitbaren Anwohner: «Ich arbeite seit zwölf Jahren hier», so die Filialleiterin Heidi Häusler, «aber Kneubühl habe ich in meinem ­Laden nie gesehen. Mit seiner Körpergrösse von zwei Metern wäre er mir bestimmt aufgefallen.» Selbst jene Informationen, die der stellvertretende Regierungsstatthalter von Biel, Philippe Garbani, zu Beginn des

Dramas in den Westschweizer Medien über den angeblichen Mathematikprofessor verbreitet hat, verflüchtigen sich beim genaueren Hinsehen. Weder war Kneubühl je an der ETH Zürich immatrikuliert, noch arbeitete er in Biel als Dozent an einer technischen Fachhochschule. Auch an der Berufsschule ist er kein Begriff. «Ich kann garantieren, dass Kneubühl bei uns nie gearbeitet hat», sagt Vizedirektor Daniel Stähli. Selbst in den örtlichen Maturanden-Listen fehlt sein Name. «In Biel und Umgebung hat zwischen 1960 und 1970 niemand mit diesem Namen die Matur gemacht», heisst es auf der kantonalen Erziehungsdirektion. Ein Mathematikprofessor ohne Matur? War der ganze Lebenslauf das Konstrukt von Fantasien und Erfindungen? Das «Journal du Jura» will wissen, dass Kneubühl zwischen 1963 und 1976 in Frankreich in der Fremdenlegion gedient habe. Peter Bohnenblust, verantwortlicher Staatsanwalt in Biel, kann über bio­ grafische Details nichts sagen: «Jetzt u

u Sonntag, 12. September

Wo ist er? Beamte durchsuchen Kneubühls Garten im Lindenquartier.

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Die Polizei veröffentlicht einen Aufruf von Kneubühls Cousin Bobi und verteilt das Flugblatt im ganzen Quartier. u Montag, 13. September Die Polizei muss eingestehen, dass sie Kneubühl fünf Tage lang mit einem falschen Foto gesucht hat.

Der mediale Ausnahmezustand: Bis zu siebzig Reporter belagern Polizeichef François Gaudy.

Fotos Niklaus Wächter / reportair.ch, Philippe Dutoit / L’illustré (2)

Zerstörte Idylle Das Bieler Lindenquartier und sein Mon-Désir-Weg werden zum Dschungel der Halbwahrheiten und Gerüchte.


Drama ubeginnt

die Arbeit der Justiz. Wir werden alle Informationen sammeln.» So oder so wird es bis zur Erhebung der Anklage lange dauern. Der Bieler Untersuchungsrichter Peter Schmid rechnet mit mehreren Monaten: «Es gibt viele Akten, die wir zusammentragen müssen. Und ein psychiatrisches Gutachten könnte die Sache zusätzlich in die Länge ziehen.» Im Dschungel der Halbwahrheiten und Gerüchte existieren nur wenige verlässliche Fakten: Kneubühl, am 9. Juli 1943 in Biel geboren, wuchs im Elternhaus am Mon-Désir-Weg 9 auf und wohnte spätestens seit 2006 wieder an dieser Adresse. Je länger, je mehr wurde er zum Sonderling. Aus Angst, er könnte betrogen werden, löste er sämtliche Bankund Postkonten auf. In seinem Steuerausweis stehen lauter Nullen. Kneubühl richtete seinen Groll mit wachsender Intensität gegen seine in Südfrankreich lebende Schwester Christine, 64, mit der er sich einen erbitterten Erbschaftsstreit um das Elternhaus lieferte. In einem 275-seitigen Brief, den er 2006 an den Bieler Gerichtspräsidenten Bernhard Stähli richtete, bezeichnete er sie unter anderem als «Betrügerin und Vernichterin» und ordnete sie «einer bösartigen reaktionären Sekte im Dienste des Feminismus» zu. Einen eigentlichen Verfolgungswahn entwickelte er im Umgang mit den Behörden, von denen er sich «pausenlos schikaniert fühlte». Aus Furcht vor schriftpolizeilicher Verfolgung meldete sich Kneubühl in Biel gar nicht erst an. Dabei war er es selber, der sich um alle Gesetze und Regeln foutierte. Die öffentliche Ignoranz spielte ihm dabei in die Hand. 2007 kassierte er wegen «unanständigen Benehmens» eine Strafe von zehn Tagessätzen à 300 Franken. Weil er nicht zahlte, wurde die Busse in eine Gefängnisstrafe umgewandelt. Als er verhaftet werden sollte, öffnete er die Haustür nicht. Die Beamten zogen unverrichteter Dinge ab – und kamen nicht wieder. Nicht ein einziges Mal. Ein Jahr davor war Gerichtspräsi-

dent Stähli im Zuge des Erbschaftsstreits unter anderem zu folgenden Schlüssen gekommen: «Herr Kneubühl steht nicht auf dem Boden der Realität. Er ist deshalb nicht in der Lage, seine Rechte zu wahren.» Die weiteren Ausführungen blieben nicht ohne Folgen: «Es bestehen deutliche Anhaltspunkte dafür, dass Herr Kneubühl auf Betreuung und Unterstützung angewiesen wäre.» Stählis Schreiben an die Vormundschaftsbehörde führt zur Entmündigung Kneubühls, zur Ansetzung der Zwangsräumung – und letztlich zur Eskalation in der Nacht auf den 9. September. Die Bieler Polizei rückt mit Scharfschützen und Sonderkommandos an, zieht einen Belagerungsring am MonDésir-Weg auf, drängt Kneubühl in die Enge. Dieser schiesst zurück – und trifft einen Polizisten um 1.00 Uhr ins Gesicht. Im Lindenquartier bricht der Ausnahmezustand aus. Die lokalen Schulen und Kindergärten werden aus Sicherheitsgründen geschlossen, tausend Kinder und Jugendliche ins pädagogische «Exil» geschickt. Heerscharen von Journalisten, Fotografen und Reportern rücken auf den Plan. Die Nachbarn am Mon-Désir-Weg werden zu Kronzeugen befördert. Über den Dächern kreist ein Super-Puma mit Wärmebildkamera. Die Scheinwerfer von einem Dutzend inund ausländischen Kamerateams leuchten jeden Winkel aus. Die Polizei tappt auch tagsüber im Dunkeln – und von einem Fettnäpfchen ins andere. Fünf Tage sucht sie den Verdächtigen mit dem falschen Fahndungsfoto. Zunächst nimmt sie einen unbeteiligten Nachbarn ins Fadenkreuz – und ist nur ein Fingerzucken von einem fatalen Fehlschuss entfernt. Mit einem Grossaufgebot an Scharfschützen, Elitetruppen und Sondereinheiten aus der ganzen Schweiz belagert sie das Anwesen und macht das Lindenquartier zur Kulisse für einen Rambofilm. Kneubühl stört das nicht. Er kommt und geht, wie es ihm gefällt. Und als die Sicherheitskräfte das Haus stürmen, u

Foto Kantonspolizei Bern

u Dienstag, 14. September Das

Resultat der Hausdurchsuchung wird präsentiert: mehrere Schusswaffen, eine Armbrust, Munition und Pfeile, 50 000 Franken in bar. u Mittwoch, 15. September Die Polizei stürmt zwei Ferienhäuschen im Jura-­Dörfchen Plagne BE. Ohne Erfolg. u Donnerstag, 16. September Kneubühls Haus wird von der Polizei geräumt.

Auslegeordnung: ein Teil von Kneubühls Waffenarsenal.


Drama sie ein Waffenarsenal für eine halbe Armee, kübelweise Munitionshülsen und 50 000 Franken Bargeld. Vom Rentner dagegen keine Spur. Heute ist der Spuk vorbei. Schon am Tag vor der Verhaftung begann die Polizei mit der Räumung des Tatorts. Nur die handgeschriebenen Flugblätter, in denen Kneubühl von seinem Cousin Bobi zur Raison aufgerufen wurde, blieben hängen. Sie spiegeln die beklemmende Absurdität dieses Falles. Es ist, als suchte jemand seine entlaufene Katze. Die Hauptrolle bei der Verhaftung spielt aber ein Hund – der sechsjährige Belgische Schäfer Faro. Mit einem gezielten Wadenbiss stoppt er Kneubühl

und erzielt innert wenigen Sekunden mehr Wirkung als zuvor Hunderte von Polizisten während neun Tagen. Zur Belohnung erhält er eine Wurst. Mit dem Zuschnappen der Handschellen ist der Fall aber noch lange nicht gelöst, geschweige denn abgeschlossen. Der Bieler Gemeinderat hat eine «umfassende Lageanalyse» angeordnet. Ziel sei es, Lehren aus dem Fall des Rentners zu ziehen. Neben Kosten von mehreren Millionen bleibt nach der neuntägigen Polizeiaktion vor allem eine Frage offen: Wie kann ein Mensch inmitten dieses gutbürgerlichen Umfelds derart grosse kriminelle Energie entwickeln und sich abge-

schottet zum gemeingefährlichen Sonderling entwickeln – unbemerkt von Behörden, Nachbarn und Angehörigen? Barbara Schwickert, Gemeinderätin und Sicherheitschefin von Biel, hat keine Antwort: «Wir sind froh, dass der Einsatz ohne Gefährdung der Öffentlichkeit, der Polizeikräfte und des Täters abgeschlossen werden konnte.» Die Politikerin geht davon aus, dass nun Normalität ins Seeland zurückkehrt: «Über Biel ist ein dunkler Schatten weg.» Das Phantom Kneubühl aber lässt sich nicht so leicht aus den Köpfen der Leute verbannen. Daran können auch die dicksten Gefängnismauern nichts ändern.  

u Freitag, 17. September Kommissar

Zufall schlägt zu. Nach einem Hinweis einer Spaziergängerin wird Kneubühl im Nordwesten Biels von der Polizei entdeckt. Um 6.09 Uhr stellt der Schäferhund Faro den meistgesuchten Mann des Landes.

Aufruf des Cousins: Die verzweifelte Polizei setzt auf ungewöhnliche Methoden.

Schäferhund Faro erzielt mit einem Biss mehr Wirkung als Hunderte von Polizisten in neun Tagen.

Fotos Hervé Le Cunff, Polizei Baselland / Keystone

u finden


Porträt

Kinder oder Karriere? «Rundschau»Moderator Urs leuthard fordert Männer auf, mehr Zeit für ihre Kinder zu investieren. «Wartet nicht, bis ihr Grossvater seid!»

Der Papi auf de

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Alles im Griff Urs Leuthard macht an seinem Papi-Tag einen Ausflug mit seinen Kindern Alva, 2, und Vincent, 4. Der TV-Moderator plädiert für mehr Vaterschaft: «Männer, die die Betreuung ihrer Kinder an die Mütter delegieren, verpassen unglaublich viel.»

m heissen Stuhl


Porträt

Die Ruhe in Person Urs Leuthard lebt mit seiner Familie in Zürich Oerlikon. «Von hier aus bin ich in zehn Minuten beim Fernsehen.» Text daniela zivadinovic Fotos marcel nöcker

Foto Fabienne Bühler

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rs Leuthard steht bereit. Für seine Kinder Vincent, 4, und Alva, 2, wird er heute das Mittagessen kochen. Ein liebevoll zubereitetes Menü, um den beiden eine Freude zu bereiten. Und was tut Alva? Sie stochert lustlos in ihren Hörnli mit Ghacktem herum und verkündet nach wenigen Bissen, sie hätte keinen Hunger. Vincent stösst ­derweil ein volles Glas Wasser um – wie so oft am Tisch. «Hin und wieder braucht man als Eltern schon sehr gute Nerven», sagt der 47-jährige «Rundschau»-Mode­rator, der für seine Interviews von Promi­nenten auf dem «heissen Stuhl» bekannt ist. «Kinder sind oft laut, man muss ­ihnen alles tausendmal sagen, und bis sie endlich angezogen sind, vergeht eine Ewigkeit.» Der Zürcher wusste schon immer: Sollte er Kinder haben, will er sie aktiv erziehen und betreuen. «Mein Mann kümmert sich hervorragend um die beiden und hält mir so den Rücken frei», ­erzählt Rahel Kindermann, 42. Die Berlinerin ist mit einem Teilpensum unter anderem für die Neukonzeption der Zuschauerterrasse am Flug­hafen Zürich zuständig. Montag, Dienstag übernimmt sie die Kinderbetreuung,

Urs hütet jeden Freitag. Mittwoch und Donnerstag sorgt Kinderfrau Ayse für die beiden Wirbelwinde. «Ayse gehört mittlerweile zur Familie. Sie ist Schweizerin mit türkischen Wurzeln und spricht mit den Kindern ihre Muttersprache. Vincent und Alva können schon ganz gut Türkisch», erzählt Leuthard stolz.

«Papa, komm jetzt», ruft Alva. Sie klettert mit ihrem Bruder in Papis Veloanhänger, während Urs seinen Velohelm aufsetzt. Im Wald kümmert er sich ums Feuer, Vincent sucht mehr Holz, und Alva döst im Anhänger. Beim Zvieri vom Grill fordern sie ihren Vater: Alva möchte Apfelschnitze zum Cervelat, Vincent sauber geschältes Gemüse. u

«Mein Mann kümmert sich hervor­ragend um unsere Kinder und hält mir so den Rücken frei» rahel kindermann

Gleich­b erechtigt Urs Leuthards Frau Rahel Kindermann arbeitet als ­Projektleiterin auf dem Flughafen Zürich. Das Paar teilt sich die Haushalts- und Erziehungsarbeit.


Porträt

Leidenschaftliche Fischer «Das Wertvollste, was ich Vincent und Alva neben meiner Liebe geben kann, ist Zeit», sagt der TV-Moderator.


«Es macht Spass, die Welt zwischendurch mit Kinderaugen anzuschauen» urs leuthard Ganz nebenbei schnappt er sich Alvas Apfel, was die gar nicht lustig findet. Der Nachmittag plätschert dahin. «Das Wertvollste, was ich meinen Kindern neben meiner Liebe geben kann, ist Zeit», sagt der TV-Moderator. Deshalb regt er sich über Männer auf, die im selben Atemzug von Kindern und «Quality Time» sprechen. «Das ist eine billige Ausrede dafür, wenig Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. Kinder wollen, dass ihr Vater da ist. Und zwar ohne Qualitätsanspruch wie im Management-

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Handbuch. Es macht doch Spass, sich zwischendurch die Welt durch Kinder­ augen anzuschauen.» Lässt man sich zudem auf den Rhythmus der Kinder ein, lebt es sich stressfreier. «Manchmal schaffe ich nur, Vincent in den Kindergarten zu bringen, danach einzukaufen und nachmittags auf den Spielplatz zu gehen. Schaue ich auf die Uhr, ist es schon sechs Uhr abends.» Die 200 Meter von der 4,5-ZimmerWohnung in Zürich Oerlikon bis zum Einkaufszentrum dauern mit Alva locker 20 Minuten, der Einkauf zwei Stunden. «Sie entdeckt jetzt die Welt. Jede Ameise, jede Wasserpfütze, jedes Blatt – alles interessiert sie. Väter, die sich die Betreuung ihrer Kinder entgehen lassen oder warten, bis sie Grossvater sind, verpassen unglaublich viel.» Leuthard selbst wuchs mit fünf Geschwistern auf. Seine Eltern waren beide berufstätig. Der Vater Taxifahrer, die Mutter Teilzeit-Kauffrau. Als Zweit­ ältester lernte Urs früh, ­Verantwortung für seine jüngeren Geschwister zu übernehmen, für sie zu kochen und den Haus­ halt zu schmeissen. Sein Vater widmete

sich in der Freizeit ausschliesslich den Kindern. Genauso hält es der TV-Mann heute mit seiner eigenen Familie. «Mein Fokus hat sich völlig verschoben. Ich glaube, dass man auch als Mann Kinder und Karriere unter einen Hut bringen kann. Die Priorität liegt für mich aber ganz klar bei der Familie.» Der ehe­ma­lige «Arena»-Mann glaubt, dass Teilzeit-Arbeit für Väter viel öfter möglich ist. Männer müssen sie aber beherzter fordern. «Selbst in meiner Doppel­ funktion als ‹Arena›-Moderator und Redaktionsleiter konnte ich meine Vorgesetzten über­zeugen, dass es mich nicht jeden Tag im Büro braucht.» Bei der «Rundschau» amtet Leuthard als Moderator und Redaktor. Auf seine Position im Kader beim Schweizer Fernsehen musste er verzichten, weil bei der «Rundschau» die Redaktions­leitung und die Moderation getrennt sind. «Finanziell war das natürlich ein Rückschritt. Es macht mir aber nichts aus, denn ich wollte diese neue Aufgabe unbedingt.» Seit zwei Jahren befragt Leuthard Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf dem heissen Stuhl. Als Re- u


Porträt daktor verfasst er zudem eigene Beiträge. Diesen Mittwoch begrüsst er die beiden neuen Bundesräte in der Sendung «Classe Politique». Wie immer will er ihnen auch Persönliches entlocken. «Bei Bundesräten ist das besonders schwierig. Sie legen jedes Wort auf die Goldwaage aus Angst, ihre Aussage könnte falsch interpretiert werden.» Dank den sechs Jahren bei der «Arena» kann sich Leuthard auf seine Erfahrung verlassen. Trotzdem spürt er vor jeder Sendung Lampenfieber. Steht ein Bundesrat vor ihm, wirkt auch «die Würde des Amtes»: «Man geht vorsichtiger an die Sache und getraut sich weniger zu unterbrechen.» Dem Bundesrat ins Wort zu fallen, kommt beim Publikum nämlich schlecht an, wie der Moderator erfahren musste. Als er Samuel Schmid einmal in einem Interview mehrmals das Wort abschnitt, um das Gespräch zu beschleunigen, hagelte es von allen Seiten Kritik. Vincent weiss bereits, dass sein Vater beim Fernsehen arbeitet. Beeindruckend findet er das nicht. «Polizist, Pirat oder Astronaut, das sind für ihn richtige Berufe», erzählt Leuthard.

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«Für Vincent ist klar: Polizist, Pirat oder Astronaut – das sind richtige Berufe!» urs leuthard, TV-Moderator Abends kocht er den Znacht für seine Kinder, putzt ihnen die Zähne, bringt sie ins Bett und erzählt ihnen eine selbst erfundene Geschichte. «Ich hätte das nicht geglaubt – aber genau dieser Alltag verschafft mir die totale Befriedigung.» Im Wissen, dass seine Kinder am nächsten Morgen wieder laut sein und erneut Gläser vom Tisch fegen werden.   Die Sendung «Classe Politique» wird diesen Mittwoch um 20.50 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.

Leseratte Urs Leuthard findet auch zu Hause Zeit, sich übers Weltgeschehen zu informieren.


Die Gegner pr端gelt er grimmig vom Tennisplatz. Doch zu Hause auf Mallorca wird rafael nadal zum netten Jungen von nebenan. Genau so einer, wie ihn seine Freundin Xisca schon als Teenager ins Herz geschlossen hatte.

Die scheue

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Tennis

Bestie

Fotos Clive Brunskill / Getty Images

Wohlverdiente Pause Der Sieg in New York war Rafael Nadals neunter Grand-Slam-Titel. Jetzt erholt er sich in seinem Pool in Manacor (Mallorca).


ÂŤDer perfekte Tag? Erst gehe ich angeln, nachmittags golfen. Und abends zu FreundenÂť rafael nadal

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Tennis Luxus der bescheidenen Art Nadal wohnt auf Mallorca in einem Mehrfamilienhaus, in dem auch seine Eltern und viele Verwandte leben.


Tennis Spanish Sixpack Um Rafas Muskelwachstum rankten sich schon etliche Dopinggerüchte. «Ich kann nur erwidern: absurd! Ich trainiere nicht umsonst so hart», sagt Rafa dazu.

«Je berühmter ich wurde, desto mehr musste ich um Xiscas Gunst kämpfen» rafael nadal

Jugendliebe Seine Freundin María Francisca Perello, genannt Xisca, lernte Rafa über seine Schwester als Schüler kennen. Sie meidet die Öffentlichkeit, so gut es geht.

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Text Kurt künzle Fotos clive brunskill

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Foto Reflex

allorca. Seine Welt. Seine Heimat. Sobald er in Palma aus dem Flieger steigt, sagt Rafael Nadal, 24, sei er «einfach nur glücklich». Hier, wo andere Ferien machen, wurde er geboren. Hier ist er aufgewachsen. Hier will er für immer bleiben. Ein Domizil in einer Steueroase kommt für ihn nie infrage: «Ich kritisiere andere nicht, die etwa nach Monaco ziehen. Das ist jedermanns freie Entscheidung. Aber ich bin Spanier und erfülle meine Pflichten gern in meinem Land.» Jetzt, in diesem Moment, mag er nicht denken. Schon gar nicht an Geld.

Entspannt lümmelt sich Nadal im riesigen Schwimmbecken. Faulenzen, sich treiben lassen. Fernab vom Stress der Tennis-Tour. Weit weg aber auch von Mallorcas Touristenmagnet, der berüchtigten Ballermann-Vergnügungsmeile. Nadals kleine Stadt Manacor liegt im Innern der Baleareninsel. Keine Bettenburgen in Betongrau, keine aufsässigen Feriengäste, die um ein Autogramm betteln. «Besonders im Winter», sagt Rafa, «schert sich hier kein Mensch um mich. Genau das gefällt mir an meinem Dorf.» In Manacor ist der derzeit beste Tennisspieler der Erdkugel einfach nur Rafa. «Das ist der Vorteil gegenüber dem Stadtleben. Jeder kennt sich, man grüsst sich mit Namen.» Hier ist er einer unter vielen, einer von ihnen. Ein Ein­ hei­mischer. Einer allerdings, der es weit gebracht hat. Der fette Schlagzeilen macht. Rund um den Globus. Gerade hat er in New York den Karriere-Grand-Slam geschafft. Was bedeutet: Er hat sie nun allesamt mindestens einmal gewonnen, die wichtigsten Turniere im TennisZirkus. Nadal weinte vor Freude. Jetzt lacht er. Wie ist dein perfekter Tag, Rafa? Er blinzelt in die Sonne und erzählt: «Natürlich erwache ich hier. Zu Hause, in meinem Bett. Um sieben Uhr stehe ich auf. Ich mag es nicht, Zeit zu verbummeln. Zuerst geh ich zum ­Angeln, nachmittags zum Golfen. Abends ziehe ich mit Freunden los.» Es sind dieselben wie vor zehn oder mehr Jahren. Freunde fürs Leben. Sollte der perfekte Tag ­allerdings ein Sonntag sein, so gehört er ganz seiner Familie. Die Familie. Das Zentrum im Leben des Rafael Nadal. Er könnte sich locker eine Villa leisten. Noch nicht mal die kleinste. Bei rund 35 Millionen Franken Preisgeld ist er mittlerweile angelangt. Die Summe der Werbe­ein­ nahmen dürfte – wenn überhaupt – nur unwesentlich tiefer sein. Aber Nadal wohnt lieber in jenem Mehrfamilienhaus, in dessen Pool er sich gerade vergnügt hat. Hier leben sie alle unter einem Dach: der ganze Nadal-Clan inklusive Onkel und Tanten, Neffen und Nichten. Eine Oase, auf die im Sommer 2009 einige Schatten fielen. Seine Eltern, Sebastián und Ana María, liessen sich nach über zwanzig Jahren Ehe scheiden. Ein Schock für Rafa, der bereits wegen einer zweimonatigen Verletzungspause im Tief steckte. Eine persönliche Tragödie. Sein Herz schmerzte mehr als all die ­lädierten Muskeln, Bänder und Gelenke. Er habe es kaum fassen können, «aber ­inzwischen bin ich okay. Ich brauchte Zeit, um die neue Situation ver­arbeiten und schliess­ u


lich akzeptieren zu können.» Sein veränderter Look – weg vom ­farbig-schrillen Teenager-Outfit und den schulterlangen Haaren – unterstreicht den ­Reifeprozess, den Nadal hinter sich hat. Nicht weniger eng verbunden als seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester María Isabel, 20, ist Rafael ­seinem Onkel Toni, 49. «Ihm habe ich ­alles zu verdanken.» Toni ist nicht nur schon seit Lebzeiten sein Trainer, sondern auch im «wahren Leben» sein Vorbild. Von dessen Bodenständigkeit und der realistisch-nüchternen Art, die Welt ausserhalb des Tenniscourts zu sehen, schwärmt der Weltstar. Offensichtlich kennt Onkel Toni auch den Knigge. Denn sein Neffe gehört zu den anständigsten Spielern überhaupt auf der Tour. ­Niemals überheblich. Niemals schroff. Niemals unhöflich. Auf dem Platz als Gegner und «Bestie» verhasst (weil fast unschlagbar), daneben aber einer, den man einfach mögen muss. Rafael Nadal – der nette Junge von nebenan. Ein sorgsam konstruiertes Image? Nicht bei Nadal. Es wirkt echt, wenn er beteuert: «Nur weil ich im Tennis etwas erfolgreicher bin als andere,

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Dressman Rafael Nadal macht auch auf Laufsteg und Showbühne eine gute Figur. Neben Sängerin Shakira spielte er sogar in einem Musikvideo mit.

«Federer ist einer für die Ewigkeit. Ich selbst bin bloss der Mann des Augenblicks» rafael nadal


Familienbande Seinen jüngsten Grand-Slam-Titel feierte Rafa in New York auf dem Times Square zusammen mit Schatz Xisca, Papa Sebastián, Mama Ana María und Schwester María Isabel (v. l.). macht mich das nicht zu einem besseren Menschen.» Ein netter Mensch ist er aber. Legendär die Anekdoten um seine ausgesprochen guten Manieren. Etwa, wie er sich an der Kasse des Turnier­ restaurants tausendmal entschuldigt, wenn sein Guthaben auf der Spieler­karte aufgebraucht ist – und dann die ChipsTüte artig wieder ins Gestell legt. Nur auf dem Court, da ist er «ein Tier», wie John McEnroe es ausdrückt. Vielleicht eine Sache der Gene: Sein

anderer Onkel, Miguel Ángel Nadal, 44, verteidigte in den 90er-Jahren für den FC Barcelona. Die Fans nannten den 63-fachen Fussball-Internationalen die «Bestie von Barça». Auch Rafael lehrt seine Gegner das Fürchten. Dies übri­ gens mit links, obwohl er eigentlich Rechtshänder ist. «Ich bin ein Glückspilz», hat Rafael Nadal schon festgestellt. «Ich darf als Beruf machen, was ich am liebsten tue. Was mehr könnte ich mir erträumen?»

Zum Beispiel die grosse Liebe? Erledigt! In Herzensangelegenheiten hat Rafa längst ein Ass geschlagen. Lange blieb seine Beziehung zu Jugendschatz María Francisca «Xisca» Perello, 22, ein wohl­ behütetes Geheimnis. Sie hätten sich gekannt, sagt Rafa, lange bevor er ein Tennisstar wurde. «Sie mochte mich als scheuen Teenager. Und je berühmter ich wurde, desto mehr musste ich um ihre Gunst kämpfen. Das liebe ich an ihr.» In New York fieberte Xisca neben «Schwiegermutter» Ana María auf der Tribüne mit. Eine Seltenheit. Sie meidet das Scheinwerferlicht. Wie Rafa selber, bescheiden – wie er von Natur aus ist. Ein Beispiel? «Roger Federer», sagt Rafa über einen Freund und Gegner, «ist einer für die Ewigkeit. Ich selber bin bloss der Mann des Augenblicks.» Doch manchmal können auch Augen­ blicke etwas länger währen.  Am 21. Dezember tritt Rafael Nadal im Zürcher Hallenstadion gegen Roger Federer zu einem Show-Game an. Der Erlös der Veranstaltung unter dem Titel «Match for Africa» fliesst in die Roger Federer Foundation.

Fotos Clive Brunskill / Getty Images, Jean Catuffe / Dukas

Tennis


Wer ist wer?

Zwei gleichen sich wie ein Ei dem andern. Oder gar drei? Wenn die Odermatt-Vierlinge unterwegs sind, schauen alle hin. Auch in den Ferien in Grindelwald.

Viererbande Die neunjährigen Vierlinge Niels, Annelou, Leonie und Jantien Odermatt (v. l.) im Aussen-Solebad des Hotels Belvedere in Grindelwald BE während der Ferien mit den Eltern und ihrer älteren Schwester Jolein.

Sieben auf einen Streich Die ganze Familie Odermatt im Eispalast auf dem Jungfraujoch: Jantien, Jolein, Mutter Nancy, Annelou, Niels, Vater Bruno und Leonie (v. l.).

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Text Thomas kutschera Fotos Kurt Reichenbach

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m Morgen, wenn sie mit verstrubbelten Haaren aus den ­Betten kommen und noch nicht reden mögen, hat selbst Vater Bruno Odermatt, 44, Mühe, sie zu unterscheiden. Vor allem Annelou und Jantien gleichen sich stark, «wahrscheinlich sind sie eineiig». Doch hier, im Aussen-Solebad des Hotels Belvedere in Grindelwald, ist der Fall klar – dank Annelous Zöpfen! Die Odermatts aus Emmenbrücke LU sind eine grosse Familie. Zu ihr ge­hören nebst dem Quartett und Vater Bruno die Mutter Nancy, 41, und Schwester Jolein, 11. Die Namen der Kinder hat Nancy ge-


Porträt Emmen-Nord. Entsprechend sportlich die Geburtstagsgeschenke: Annelou hatte sich einen Hula-Hopp-Reifen ge­ wünscht, Jantien einen Nachmittag im Klettergarten, Leonie ein Paar Stelzen, Niels ein Skateboard. Mutter Nancy: «Am letzten Geburtstag hatten wir vier­ zig Gäste: vier Götti, vier Gotten, alle mit ihren Familien, und viele Freunde und Verwandte.» Doch nicht nur an den Geburtstagen braucht Nancy Nerven! «Beim Mittages­ sen wollen immer alle fünf auf einmal er­ zählen, wies in der Schule war. Auf ein Kind allein kann ich mich leider selten konzentrieren.» Die Vierlinge gehen in die gleiche Klasse. «Doch wir sitzen nicht nebeneinander», erzählt Annelou, «kommen nicht gemeinsam heim, jeder hat seine eigenen Gschpänli.» Die Mut­ ter: «Ich schaue, dass die vier nie gleiche Kleider tragen.» Nach der Geburt teilten Nancy und Bruno ihren Kindern Farben zu: Jolein Rot, Annelou Orange, Jantien Gelb, Leonie Grün, Niels Blau. Noch heu­ te hat jede Zahnbürste die entsprechen­ de Farbe. Nancy Odermatt ist froh. «Unsere fünf Kinder verstehen sich gut, meist wenigstens.» Schwester Jolein spielt oft mit ihren jüngeren Geschwistern, passt auf sie auf. «Niels ist der Frechste von uns allen», sagt Annelou. Der kontert: «Dafür schwatzt ihr viel mehr.» 

Tolles Angebot

wählt – sie ist Holländerin, daheim wird fast nur Holländisch geredet. In der zwölf­ ten Schwangerschaftswoche erfuhren Bruno und Nancy von ihrem vierfachen Glück. «Wir starrten minuten­lang auf das Ultraschallbild, zählten und zählten – und kamen immer auf vier», erzählt der Vater. «Da brauchte ich erst mal ein Bier!» Vierlinge gibts – ohne Hormon­ behandlung – nur einmal auf 600 000 Ge­ burten, in der Schweiz nur alle fünf bis zehn Jahre. Nach bloss sechs Monaten Schwangerschaft kamen die OdermattVierlinge am 10. August 2001 zur Welt. Per Kaiserschnitt, im Minutentakt, unter­ stützt durch ein 21-köpfiges Geburts­ team. Zusammen brachten sie gerade mal 4520 Gramm auf die Waage.

Aus den Frühchen wurde eine fidele Rasselbande. Im Berner Oberland genies­ sen Odermatts eine Woche Gratis­ferien, auf Einladung von «Belvedere»-Hotelier Urs B. Hauser. Mutter Nancy: «Als siebenköpfige Familie können wir uns Ferien in einem Viersternehotel nicht leisten.» Nach dem Badeplausch gehts aufs Jungfraujoch! Auf der zweistün­ digen Bahnfahrt sitzen die fünf Kids brav und ruhig da, zählen Kühe, singen, machen Abzählreime. Ein Inder fragt verdutzt: «All the same?» Oben angekommen, liefern sich die fünf sofort eine Schneeballschlacht. «Wir sind alle keine Stubenhocker», erzählt Nancy. Die ganze Familie macht Karate, die Kinder gehören zum Volleyballverein

Schön der Reihe nach Die fünf OdermattKinder werden vom Chef des Hauses, «Belvedere»-Besitzer Urs B. Hauser, am Frühstücksbuffet persönlich bedient. u Für die Leserschaft der Schweizer Illustrierten hat Urs B. Hauser in seinem Viersternehotel Belvedere ein besonderes Angebot: Wer eine Woche bleibt, bezahlt statt sieben nur sechs Nächte. Für Familien: Kinder im Elternzimmer schlafen gratis (ab 3 Nächten), haben auch für die Halbpension nichts zu zahlen. Gültig ab sofort bis 17. Oktober, vom 10. bis 26. 12. (Weihnachten mind. 7 Nächte) und vom 19. 3. bis 25. 4. 2011. Infos: www.belvedere-grindelwald.ch

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Dengue. Cholera. Tuberkulose. Die Spit채ler von Beat Richner platzen aus allen N채hten. Ohne ihn w체rden in Kambodscha jeden Tag 250 Kinder sterben. Auch er leidet: an Geldmangel und Heimweh.

Dr. Beat wir 52

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Geduldsprobe In der Eingangshalle des Kinderspitals in Phnom Penh warten t채glich mehrere Tausend Eltern auf die kostenlose Behandlung ihrer Kinder.

d gebraucht


Khoen Mom hatte grosses Glück!

Seit drei Tagen kann Khoen Mom weder Nahrung noch Flüssigkeit behalten. Die Mutter des fünfmonatigen Mädchens fährt mit ihm zu einer Privatklinik. 10 000 Dollar verlangen die Ärzte dort. Khoen Moms Eltern arbeiten auf dem Bau, verdienen zwei Dollar pro Tag. Eine Krankenschwester rät, ins 200 Kilometer entfernte Kantha-Bopha-Spital zu fahren. Bei der Ankunft schlägt Khoen Moms Herz nur noch ganz langsam (grosses Bild). Dr. Beat Richner diagnostiziert Cholera. Dank Flüssigkeit und Antibiotika ist der Zustand des Mädchens am folgenden Tag stabil (kleines Bild).


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Verzweifelt sucht die Ärztin eine Vene. Khoen Mom ist ausgetrocknet, braucht dringend Flüssigkeit und Antibiotika. Minuten entscheiden über Leben und Tod schweizer illustrierte

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Morgenrapport Immer um sieben Uhr besprechen in Siem Reap 614 Ärzte und Schwestern die schwierigen Fälle, sehen sich MRI-Bilder an.

Text Nina Siegrist Fotos Monika Flückiger

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ie ganze Nacht sind sie gereist, mit ihrem schwer kranken Kind auf dem Arm, zusammen­ gepfercht auf der Ladefläche eines Taxi-Pick-ups. Und nun stehen sie vor dem breiten Eingangstor des Spitals. Der ­Sicherheitsmann zeigt nur nach hinten, ganz nach hinten, an das Ende der Schlange, die sich bereits um mehrere Häuserecken windet. Zurück bitte, alle warten! Alle haben schwer kranke Kinder, Ausnahmen gibt es nicht. Wie lange das gehen kann? Der Sicher­ heitsmann zuckt nur mit den Schultern. Er weiss es nicht. Da taucht Dr. Beat Richner auf, kommt um die Ecke geeilt, ein wenig schwerfälliger als sonst, blass sieht er aus. Das tückische Denguefieber wütet, die Cholera-Epidemie ist noch nicht unter Kontrolle und die Zahl der Tuber­ kulose-Patienten so hoch wie eh und je. Und seine fünf Spitäler, die beiden in Siem Reap und die drei in Phnom Penh, sind voll. Trotzdem muss er auch heute wieder über 400 Patienten auf­ nehmen, einfach jeden freien Platz ­nutzen, und wenn er keine Betten

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mehr hat, sie eben doppelt belegen. Ja, er macht sich Sorgen, grosse Sorgen. «Wie viele neue Patienten?», fragt Dr. Richner. «Neunzehn, Sir», antwortet der Stationsarzt. «Und wie viele können nach Hause?» – «Elf, Sir.» Dr. Richner geht weiter auf die nächste Bettensta­ tion, stellt dieselben Fragen, rechnet, überlegt, wird immer stiller, immer be­ drückter. Am Bett eines dreijährigen Mädchens bleibt er stehen und betrach­ tet dessen Füsschen. «Dengue?», fragt er den Stationsarzt. «Ja, Sir.» – «Sie kann nach Hause. Ihre Füsschen sind rosa, und sie kratzt sich – ein Zeichen, dass die kritische Phase vorbei ist. Solche Fälle müsst ihr entlassen!» Wieder geht er einen Raum weiter, eilt mit prüfen­ dem Blick zwischen den Betten hin­ durch. «Wie häufig am Tag wird hier geputzt? Dreimal? Sicher? Gut», sagt er. Man muss schon ein «helvetischer Tüpflischiisser» sein, um die Spitäler bei diesem tropischen Klima frei von Seuchen zu halten. Ein paar Räume weiter. Mehrere Ärzte und Schwestern beugen sich über die fünfmonatige Khoen Mom: Ihre Augen sind eingefallen, unter ihrer Gesichtshaut zeichnen sich die Schädelund Wangenknochen ab, ihr Puls ist kaum

Jeden Tag kommen 3000 kranke Kinder in die fünf Spitäler. Etwa 300 werden hospitalisiert. Vier von fünf Kindern würden sonst sterben noch zu spüren. Ein typischer Fall von Cholera. Viele infizieren sich durch ver­ unreinigtes Wasser, bekommen Durchfall, müssen sich erbrechen, trocknen aus. «Zwei, vielleicht drei Stunden noch, und das Kind wäre tot gewesen. Ich hoffe, un­ sere Hilfe kommt noch rechtzeitig …» Die Kantine, eine kleine Garküche mit Stühlen und Tischen aus Plastik. Dr. Richner setzt sich in eine Ecke. Eine Mitarbeiterin stellt ihm einen schwarzen Kaffee hin – wie immer um neun Uhr morgens. Gleich geht es weiter. Im Büro wartet das E-Mail mit der Spenden­ statistik vom Vortag. 70 000 Franken müssen täglich eingehen, heute sind es 23 000 – Sommerferienzeit ist keine Spendenzeit. Ein Anruf in die Schweiz u


Schweigen Wortlos und geduldig harren die Eltern rund um die Uhr an der Seite ihres Kindes aus. Fast jedes Bett ist doppelt belegt.


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Ena braucht nun Geduld!

Pel darf weiterleben!

«Schneller, bitte fahren Sie schneller!», fleht Mami Khang Kheang den Touristen an, der sie am Strassenrand aufgeladen hat und ins Spital fährt. Die Füsschen der fünfjährigen Pel Chenda sind bereits kalt. Das Mädchen befindet sich nach vier Tagen Fieber im Dengue-Schock. Die Blutgefässe sind durchlässig geworden. Pel Chenda hat innere Blutungen. Dr. Beat Richner und sein Team geben ihr Blut­ konserven und Flüssigkeit – fünf Tage später kann Pel Chenda entlassen werden.

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Nur ein unachtsamer Moment. Der Topf neben der Feuerstelle kippt um. Und die einjährige Ena Aunvy wird mit kochendem Reiswasser übergossen. Ein Drittel ihres Körpers trägt schwerste Verbrennungen davon. Einen Monat hat sie nun bereits im Kantha-Bopha-Spital verbracht, täglich werden in Vollnarkose ihre Verbände gewechselt. Ihre Eltern sind überglücklich: Sie arbeiten auf einer Gummiplantage. Die umfassende Behandlung hätten sie sich andernorts nie leisten können.


Dr. Richner kämpft auch gegen die Diskriminierung der Armen. «Klar ist die Behandlung von Tuberkulose nachhaltig. Kein Kind erkrankt zweimal daran!» steht auch noch an: Beatocello will die Details für seine Konzerte in Zürich und Chur besprechen. 24 Grad ist es dort – Richner hat Heimweh. Aber jetzt erst einmal einen Kaffee. Und nachdenken. Über die Zahlen, die er gerade gehört hat. 72 Kinder mit ­Meningitis haben seine Ärzte heute ­gezählt, «so viele gibts im Kinderspital Zürich nicht mal in einem ganzen Jahr». Die gefährliche Hirnhautentzündung ist eine typische Folge der Tuberkulose – jener Krankheit, welche die Volksgesundung Kambodschas nach der Schreckensherrschaft des Pol-Pot-Regimes immer wieder zurückgeworfen hat. Mithilfe der modernen Computertomografie können Richners Ärzte die Tuberkulose Gott sei Dank nun besser diagnostizieren und behandeln. Das Kantha-Bopha-Team sei sogar führend auf diesem Gebiet. «Dabei hiess es vor ein paar Jahren, diese Technologie sei zu fortschrittlich für ein armes Land wie Kambodscha.» Und jetzt erzählt Richner von ­seinen Bittbriefen, auf die er oft un­ persönliche Standardantworten erhält, und davon, dass er dann immer in ein Loch fällt. Ja, verletzbar sei er im Laufe der Zeit geworden bei so viel Gleich­ gültigkeit und Ignoranz. «Eine Diskriminierung der Armen ist das!» Und dann das Argument, die Bekämpfung der ­Tuberkulose sei «nicht nachhaltig» genug. Nachhaltig? Richner tippt sich an die Stirn. «Kein Kind erkrankt zweimal an Tuberkulose!» Verzweifelt versucht eine Ärztin, im völlig ausgetrockneten Körper der kleinen Khoen Mom eine geeignete Vene zu finden. Jetzt, endlich, ist der Zugang ­gelegt. Flüssigkeit und Antibiotika ­fliessen. Langsam füllt sich der schlaffe Körper wieder mit Leben. Ob die Nieren des Cholera-Mädchens je wieder arbeiten werden? Die Ärztin weiss es nicht. u

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Chea Sophan ist zäh und tapfer!

Ihr Mami rechnet fest mit einer Totgeburt, als sie in der 27. Schwangerschaftswoche starke Blutungen bekommt. Doch die kleine Chea Sophan kämpft sich mit einem zarten Gewicht von 1,05 Kilogramm ins Leben. Ein Brutkasten ist im feuchtwarmen Klima nicht nötig, das Frühchen wird sechs Wochen lang überwacht und anfangs über eine Sonde ernährt. Laut Dr. Beat Richner wären in Phnom Penh 70 Prozent der Frühgeburten verhinderbar: Die Mütter werden von korrupten Ärzten falsch behandelt, erhalten oft unnötig einen Kaiserschnitt, weil dieser mehr Geld bringt. In Siem Reap können solche Missstände dank der grossen Kantha-Bopha-Maternité verhindert werden.

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Die Schatzkammer Um Diebstähle zu verhindern, kontrollieren sich die Stationsverantwortlichen in der Apotheke gegenseitig.

Neuer Tag, neue Baustelle. Richner ist von Phnom Penh ins 320 Kilometer entfernte Siem Reap gefahren. Hier wohnt und arbeitet er die andere Hälfte der Woche – und begutachtet den Fort­ schritt der Bauarbeiten. Gerade entste­ hen sechs neue Bettenstationen und ein Operationssaal mit Herzkathetertisch: Die meisten Kinder, die heute in Kantha Bopha noch sterben, leiden an Herz­ fehlern. Ein gutes Zeichen, sagt Dr. Rich­ ner und marschiert weiter zur Apothe­ ke. Ein 40 Tonnen schwerer LKW entlädt gerade eine Wochenladung Medikamen­ te, daneben warten Kinder vor einer Durchreiche, um sich vor ihrer Ent­ lassung noch mit Medikamenten zu ver­ sorgen. «Hierher komme ich, wenn ich ­deprimiert bin», sagt Beat Richner, strahlt, wirft aber plötzlich die Hände in die Luft: «So geht das nicht. Putzen! Sofort putzen!» Auf der Durchreiche sind gelbe Tropfen zu sehen. Der Urin eines Säuglings. «Wenn der Cholera hatte …» Dr. Richner schüttelt den Kopf und eilt weiter. In den Spitalgängen werden Betten­ kolonnen verschoben, hier ein wenig Platz gewonnen, dort noch eine Ecke gefunden. Dr. Richner läuft von einem Patienten zum anderen, blickt hier in eine Krankenakte, dort auf ein Röntgen­ bild. Ein Fall macht ihn misstrauisch: «Fragen Sie die Mutter, ob es für sie schwierig sei, dem Kind die Medikamen­

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te zu verabreichen», weist er einen jungen Arzt auf Englisch an. Der über­ setzt, die Mutter zuckt verlegen mit den Schultern. Vermutlich, sagt Richner, hat sie die Medikamente auf dem Markt verkauft, um so ihre anderen Kinder zu ernähren. Das kommt heute zum Glück selten vor. «Verübeln kann man ihr das nicht.» Es ist wieder ruhig auf den Gängen des Spitals. Wie die meiste Zeit. Selbst die fünfzig Gebärenden in der Maternité geben keinen Ton von sich. Still ertragen sie ihre Wehen. Drinnen, in den Kran­ kenstationen, sitzen Mütter und Väter Schulter an Schulter bei den doppelt ­belegten Betten. Sie sind immer hier, streicheln geduldig ihre Kinder, versor­ gen sie mit Essen. Manche müssen ihre Kleinen sogar von Hand beatmen, mit faustgrossen blauen Ballönchen. Nachts sinken sie direkt neben dem Kranken­ bett nieder, fallen auf Bastmatten in einen erschöpften Schlaf. In den Armen ihres Mamis schlum­ mert Khoen Mom vor sich hin, schmat­ zend öffnet und schliesst sie ihren Mund. «Ein kleines Wunder: Ihre Nieren haben keinen Schaden davongetragen, sie kann bald nach Hause.» Beat Richner hat sich in den kühlen Konferenzraum zurück­gezogen. Sorgfältig streicht er über die Saiten seines italienischen Cellos, übt mit geschlossenen Augen eine Bach-Sonate. Wenn andere das

Hier werden jede Woche 40 Tonnen Medikamente sortiert, gelagert und verteilt – mit dem medizinischen Material sind das rund 60 Prozent des Spitalbudgets Geld für die Spitäler nicht geben, muss er eben sammeln. Nicht nur in der Schweiz. Einmal die ­Woche gibt er ein Konzert für Touristen, die nach Kam­ bodscha kommen. Es wird dunkel in Siem Reap, Beat Richner ist zu Hause, in seiner «Garage», wie er das kleine Häuschen unweit der Klinik nennt. Tatsächlich würde dieses wohl immer noch wie ein Abstellraum mit Bett aussehen, hätte es nicht die Ehefrau von Klinik-Leiter Chantana liebevoll eingerichtet. Viel zum Leben braucht er nicht. Fast jeder Abend endet mit einer Pizza in seinem Stammlokal, einem Zigarillo auf der Veranda und ein paar Seiten eines Buches. Ob er Kantha Bopha heute noch einmal aufbauen würde? «Ich glaube nicht.» Er sitzt in seinem knorrigen u schweizer illustrierte

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«Ob ich Kantha Bopha noch mal aufbauen würde? Ich glaube nicht. Damals wusste ich nicht, was alles auf mich zukommt …» Bambusstuhl auf der Veranda, bläst den Zigarillo-Rauch in die Luft. «Vor zwanzig Jahren wusste ich nicht, was alles auf mich zukommt.» Kinderarzt würde er aber sofort wieder werden wollen, an sein «Lädeli», wie er die ehemalige Praxis in Zürich nennt, erinnert er sich gern. Was aber kommt nach Beat Richner? «Diese Frage stellen mir sogenannte Experten nun schon seit achtzehn Jahren. Ich stelle sie mir nicht. Dann bin ich ja nicht mehr da.» Kurze Pause. «Würden Sie das auch einen Arzt in Zürich fragen?» Er nimmt noch mal einen kräftigen Zug. Dann: «Die Krankenhäuser, die werden natürlich auch ohne mich funktionieren.» Aber das Geld – wer wird es eintreiben, wenn er mal nicht mehr da ist? Das Jahresbudget der Spitäler beträgt 34 Millionen Franken. Kambodscha selbst zahlt zwei Millionen daran.

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Feierabend auf seiner Veranda Bei aller Liebe zur Gesundheit: Ein DannemannZigarillo gehört zu Richners Abendritual.

Zu arm ist das Land, zu korrupt das System, als dass sich das demnächst ändern könnte. Und die Schweiz hat ihren Zustupf gerade von drei auf jährlich vier Millionen erhöht. Eine nette Geste – er hatte mit mindestens sechs Millionen gerechnet. Bis heute reichen die Spenden immer nur für die kommenden paar Monate. Eine Reserve für die nächsten fünf bis zehn Jahre, ein paar Reiche, die ihm einen Teil ihres Schatzes abtreten, das wärs! Aber egal: «Wenn man immer überlegt, wie es weitergeht, startet man am besten gar nicht.»

Beat Richner ist müde. Er steht auf, stellt seinen verbeulten metallenen Reisekoffer griffbereit vor die Tür. Es ist erst neun Uhr abends, aber morgen muss er wieder nach Phnom Penh. Tausende von Eltern werden dort sein. Die ganze Nacht sind sie gereist. Mit ihrem schwer kranken Kind auf dem Arm, zusammengepfercht auf der Ladefläche eines TaxiPick-ups. Und dann warten sie wieder, bis er um die Ecke kommt.   Spenden für Kantha Bopha auf PC 80-60699-1. Weitere Infos: www.beatocello.ch

Hin und her Drei Tage in Phnom Penh, vier Tage in Siem Reap. Und das Ganze von vorn. Dr. Beat Richner hat Heimweh nach der Schweiz.


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Miss Schweiz 2010 SI online im Zeichen der Schönsten: In der Woche vor der Miss-Schweiz-Wahl zeigen wir Ihnen noch mehr Bilder der Kandidatinnen und liefern tägliche ­Geschichten zum Thema.

Die erste Fahrstunde: Wir sind dabei!


Wallis-Extra

Raclette du Valais Heribert Brügger im Käse­keller in Turtmann VS. Dieses Jahr kann er erstmals das Label AOC auf die Laibe stempeln.

Im Wallis reift das echte Racle Jetzt wird er produziert, der Walliser Raclettekäse, der erstmals das Ursprungslabel AOC tragen darf. In Turtmann kann man Heribert Brügger jeden Morgen beim Käsen zusehen.

R so macht man raclette Halber Laib an der Holzglut.

ohmilch muss es sein, und verarbeitet werden muss sie am selben Tag, an dem sie gemolken wurde: Nur so gibts den bekannten Walliser Raclettekäse, der dieses Jahr sozusagen geadelt in die Läden kommt und als Einziger das Ursprungslabel AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) tragen darf. Urs Guntern, Geschäftsführer der Sortenorganisation Raclette du Valais: Auf jedem Laib ist deklariert, woher er kommt, das haben wir schon früher so gemacht. Wir starten dieses Jahr mit rund 1000 Tonnen, die von insgesamt 29 Käsereien produziert werden.»

Eine davon ist die Schaukäserei in Turtmann, wo Heribert Brügger zusammen mit seinen Angestellten am Käsekessi steht. Die Milch aus der Region wird jeden Morgen angeliefert und dann sofort ver­ arbeitet. Sind die Laibe gepresst, werden sie im Käsekeller während vierzehn Tagen täglich mit einer Salzwasserschmiere gepflegt. «Danach behandeln wir den Käse alle zwei Tage, bis er etwa anderthalb Monate alt ist. Die Kadenz wird auf eine Woche erhöht, bis er das Mindest­ alter von drei Monaten erreicht hat.» Aus der Bio-Milch, die in die Käserei Turtmann geliefert wird, gibts Bio-Raclettekäse. Und wieso schmeckt jeder Käse ein bisschen anders, je nachdem, aus welchem Tal er kommt? «Unsere Kühe haben Namen, unsere Käse auch! Da wir nur unbehandelte Rohmilch verwenden, ist der Geschmack viel intensiver. Zudem


Gourmet-Wochenende mit Raclette und Wein

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as Wallis ist reich an kulina­ rischen Spezialitäten. Wer mal so richtig geniessen und schwelgen will, muss dem «Château de Villa» in Sierre einen Besuch abstatten: In den Mauern des aus dem 16. Jahr­ hundert stammenden Manoirs sind heute ein Restaurant, eine Önothek und ein Sensorama untergebracht – alles dreht sich hier um den Genuss: In der Önothek sind fast sämtliche Walliser Weine ver­ treten, die in aller Ruhe degustiert werden können. Die runde Bar eignet sich auch perfekt für den Apéro. Im Sensorama finden regelmässig Kurse statt, wo jede und jeder Geruchs- und Geschmacksinn testen und verbessern kann. Das absolute Highlight ist aber das Raclette à discrétion: Traditionell am Holzfeuer zubereitet, wird der geschmolzene Käse von einem halben Käselaib abgestreift und serviert. Zuerst erhält jeder Gast fünf Raclettes von verschiedenen Käsen aus den Tälern des Wallis, von ganz mild bis rezent. Die Crew des «Château de Villa» schaut darauf, dass die Käse denselben Reifegrad haben und geschmacklich einer Tonleiter gleich zusammenpassen. Vom Val d’Anniviers bis zum Goms sind Raclettesorten zu degustieren, die alle so verschieden wie die entsprechenden Landschaften sind. Wer danach noch mag, wählt den Lieblingskäse für ein weiteres Raclette aus. Danach brauchts eine weitere Walliser Spezialität: Ein Gläschen Abricotine hilft beim Verdauen.

tte Wallis total Brügger mit einem Laib Raclette AOC im Dörfchen Turtmann.

stellen wir vor allem im September Raclettekäse her, also zu einer Zeit, wo die Kühe nur frisches Gras und Kräuter fressen», so Guntern. Der Grossteil der AOC-Produktion wird im Inland verkauft. Wer selber zuschauen will, wie ein Laib Käse entsteht, kann das bei Heribert Brügger in Turtmann tun. Die moderne Schaukäserei verarbeitet die Milch aus der weiteren Umgebung zu original Walliser Raclettekäse, und der Besucher kann die moderne Milchverarbeitung eins zu eins miterleben. Am besten verbindet man den Besuch in Turtmann mit dem Start zur höchsten Wanderroute der Alpen, die in vier Tagen geruhsam aufs Barrhorn auf 3610 Metern führt. Von Turtmann gehts mit der Seilbahn nach Oberems. Dort unbedingt einen Besuch beim Kräuterhexlein einplanen: Madeleine Lötscher weiss,

Eintreten und geniessen Das «Château de Villa» in Sierre ist der Genuss-Tempel des Wallis.

gourmet-wochenende u das wallis schmecken und kosten Buchen

Sie ein Gourmet-Wochenende der besonderen Art: Aperitif mit Kostproben von fünf Walliser Weinen in der Önothek des «Château de Villa». Danach Walliser Trockenfleisch, Raclette mit Käse aus fünf Tälern und Aprikosen-Sorbet. Übernachtet wird im Hôtel de la Poste in Sierre. Am nächsten Tag startet man am besten zu einer Wanderung entlang dem Weinpfad von Sierre nach Salgesch. Kosten: CHF 151.–. Infos www.sierre-salgesch.ch

dass für und gegen alles ein Kraut gewachsen ist, und gibt ihr Wissen gern weiter. Am zweiten Tag erreicht man nach dreieinhalb Stunden die Alpen-Tipis und kann eine Nacht im Zelt verbringen. Von dort gehts weiter zur Turtmannhütte des SAC, wo man in klarer Herbstluft das Panorama geniessen kann. Am vierten Tag schliesslich folgt der Aufstieg aufs Barrhorn – den höchsten Alpengipfel, den man als Wanderer erklimmen kann. weitere Infos u Schaukäserei in Turtmann, täglich von 8.30 bis 11.30 Uhr, Gruppen nach Voranmeldung, Telefon 027 - 932 21 21 u Wanderung Barrhorn Pauschalangebot für Viertageswanderung mit Übernachtungen unter www.turtmanntal.ch u Kräuterhexlein Kräutergarten und Kurse unter www.kraeuterhexlein.ch


Für Verliebte – aber auch Verheiratete und Familien

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hrista Rigozzi und ihr Giovanni sind seit Kurzem verheiratet – aber schon vorher wussten sie, wie man der Liebe Sorge trägt: mit gemeinsamen Auszeiten in schöner Umgebung. Ihr Lieblingsort dafür ist Leukerbad: Hotels jeder Sterne-Klasse und die schönsten Bäder der Alpen mit 35 bis 36 Grad warmem Wasser aus den Tiefen der Berge laden zu einem ent­ spannten Wochenende. Kurzferien, Entspannungstage oder Wellness-Schnuppertage gibts für jedes Portemonnaie. Für Familien gibts Angebote in Ferienwohnungen mit Wellness-Programm in einem der Hotels oder dem Burgerbad. Insgesamt gibts dreissig Becken, die alle mit dem grössten Thermalwasservorkommen der Alpen gespeist werden. Für Mutige lockt die abenteuerliche Vertikaltour am Daubenhorn hoch über dem Dorf: der längste Klettersteig der Schweiz mit 216 Leitern. u weitere Infos www.leukerbad.ch

Naturwunder Der unterirdische See St-Léonard kann mit Booten befahren werden. Lichtquellen lassen die hohen Felswände erleuchten.

Christa Rigozzi und Giovanni kommen regelmässig nach Leukerbad zum Entspannen und Erholen.

Mysti

abenteuer Der Klettersteig am Daubenhorn hoch über Leukerbad ist der höchste der Schweiz.

Gletscher und Staudamm, Eringer Kühe und Ländler-treffen u Pfyfoltru-Weinfest Für Nicht-Walliser: Pfyfoltru sind Schmetterlinge, und sie stehen für den Höhepunkt der Varner Weinwochen: Am 24. und 25. September 2010 gibts im ganzen Dorf Varen Kulinarisches und Weinseliges aus dem Wallis. www.leukerbad.ch u Ländler-Weekend Inmitten der imposanten Fels­ arena in Leukerbad spielen zahlreiche LändlerFormationen aus der ganzen Schweiz auf und erfüllen

Eringer Kühe kommen von der Alp.

die Strassen und Restaurants mit stimmungsvoller Musik und viel guter Laune. Vom 1. bis 3. Oktober 2010. www.leukerbad.ch u alpabzug der Eringer Kühe Schön sind sie und mächtig – und am 25. September kehren sie von der Alp Pépinet nach Crans-Montana zurück und marschieren stolz durchs Dorf. Ab 11.30 Uhr. Infos: 078 - 722 43 90 u Fiesch, Konkordiahütte Über Spalten und ewiges Eis auf dem Aletschgletscher zur Konkordiahütte. Übernachtung mit einem romantischen Hüttenabend. Am nächsten Morgen auf dem Aletschgletscher zurück zum Märjelensee nach Fiesch. Durchführung ab sechs Personen, CHF 290.– pro Person. Informationen und Anmeldung 079 - 220 76 69. u Mattmark-Staudamm Der Bau des grössten Naturstaudamms der Welt hat das Saastal geprägt. Im Infokino Mattmark-Staudamm gibts eine Zeitreise durch die Mattmark-Geschichte. Dazu gehören ein 20-minütiger Dok-Film, historische Meilensteine auf

Aletschgletscher – Weltkulturerbe. der Dammkrone, ein Wasserwirtschaftsspiel und die aktuellen Kennzahlen der Produktion der Kraftwerke Mattmark. www.saas-fee.ch u mythos gletscher Das Gletscher-Erlebnis für Gross und Klein! Führung auf den Triftgletscher mit Blick in die tiefen Spalten. Preis: CHF 98.– bei mindestens zehn Personen. Anmeldung: Bergführerbüro Saas-Grund, 079 - 777 36 07. u immer das neuste www.wallistourismus.ch


Wallis-Extra

Der unterirdische See St-Léonard zwischen Sion und Sierre ist ein mystisches Erlebnis. Die Bootsfahrt führt in eine andere Zauberwelt.

scher See in felsiger Unterwelt D as 300 Meter lange und gegen 20 Meter breite Gewässer mitten in den Bergen gilt als Ort der Kraft und wird seit 1949 touristisch genutzt. Rund 100 000 Gäste werden pro Jahr in grossen Booten über den See geführt. Der See St-Léonard ist der grösste natürliche unterirdische See Europas, der mit Booten befahren werden kann. Eindrücklich, wie die gut platzierten Lichtquellen das Wasser erleuchten und die bis zu zehn Meter hohen Felswände erstrahlen lassen. Im klaren Wasser schwimmen Forellen um die Wette, während die einzige wirklich Einheimische dieser unterirdischen Welt, die Pilzmücke, ihre Larven kopfüber an die Höhlenwände hängt. Auf einer halbstündigen geführten Bootsfahrt auf der 6000 Quadratmeter grossen Seefläche erfahren Besucherinnen und

Besucher alles über die Geschichte des Sees und die Eröffnung als Touristenattraktion vor mehr als sechzig Jahren. Wieder am Tageslicht, bietet die Terrasse vor der Grotte beste Aussicht auf das Rhonetal. Hinter den Trutzburgen Valère und Tourbillon, den Wahrzeichen des Walliser Hauptortes Sion, kann man bis nach Martigny sehen. Sion, die älteste Stadt, gilt als sonnen­ verwöhnt. Dank ihrer zentralen Lage ist die Kleinstadt mit viel Kultur auch als Ausgangspunkt geeignet, um die nahen Walliser Seitentäler zu entdecken. In einer Stunde ist man beispielsweise bei der eindrücklichsten Staumauer der Alpen: der Grande Dixence, die das Wasser von 35 Gletschern sammelt und die grösste Staumauer der Welt ist. Mit einem Gewicht von 15 Millionen Tonnen ist sie schwerer als die Cheops-Pyramide.

Mit der Kraft des Wassers im Stausee, das die Generatoren antreibt, wird sauberer Strom gewonnen. So viel Strom, dass die Grande Dixence der grösste Elektroproduzent Europas ist. Steht man unten an der 285 Meter hohen Mauer, kann einem schon ganz mulmig werden. Besser also rauf auf die Krone der Staumauer, von wo aus man einen fantastischen Rundblick hat und beispielsweise den Steinbock-Pfad entlang dem tief dunklen Stausee unter die Füsse nehmen kann. u Weitere Informationen:

Unterirdischer See: www.lac-souterrain.com Sion und Region: www.sion-region.ch Grande Dixence: www.grande-dixence.ch Ein Extra der Schweizer Illustrierten und von Wallis Tourismus


Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping Objekt der begierde

Und er dreht sich auch

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Beatrice Schönhaus, Papier Waser, Zürich

u Brauchts Zivilcourage, um einen simplen Bürostuhl zum Objekt der Begierde zu erklären? Nein. Nicht, wenn er vom Schweizer Hersteller Stoll Giroflex ist und vom Zürcher Designstudio Greutmann Bolzern entwickelt wurde. Der Giroflex 434 verfügt über gute Passform, optimale Rückenstützung, reduziertes Design und viel Sitzkomfort. Nicht ganz unwichtig, wenn man bedenkt, wie viele Stunden unseres Lebens wir darauf verbringen. Zu haben in vielen Farben und Ausführungen. Besonders stylish ist er in – Froschgrün. Und drehbar natürlich. beatrice schönhaus

Frisch, frech, froschgrün Büro-Drehstuhl Giroflex 434. In vielen Variationen. Infos im Büro­fach­handel oder über www.giroflex.com u ab CHF 730.–

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shopping

Look

Herbst-trend

Goldstaub auf der Olive u Ein Hauch vom dekadenten Charme von Versailles, Blatt-Motive, goldene Ornamente, Brokat, Samt und Seide. Für sich allein betrachtet kann das alles sehr kitschig wirken. Kombinieren wir es mit dem neuen Oliv, wirds aber so richtig spannend. Denn wenn Oliv auf Gold trifft, entsteht ein ganz neuer Effekt – halb Glamour, halb Grunge. Das Schönste dabei: So erscheint die Army-Jacke von letzter Saison in ganz neuem Licht. Doch auch dieser Herbst-Look will gelernt sein. Am besten beginnt man mit einem olivfarbenen Outfit und etwas Goldschmuck. Und steigert sich dann langsam, je kälter es draussen wird. Zum Beispiel mit einer (Kunst-)Fellweste dazu, einer Brokatjacke für den Abend, goldenen Handschuhen. Ganz Geschickte schenken sich zu Weihnachten dann noch goldene High Heels und überstehen so den Party-Winter bestens – mindestens modisch betrachtet!

beatrice schönhaus

Oliv trifft auf Gold A-förmiger Mantel: Marc Jacobs bei Vestibule, Fachhandel. u CHF 798.– Gürtel: Globus. u CHF 84.90 Schuhe: Diane von Furstenberg bei Monsieur Dubois. u CHF 439.–

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Kultig Armspange von Aurélie Bidermann bei Vestibule. www.aureliebidermann.com u CHF 588.–

Stilisiert Blätter schmücken den Haarreif von Claire’s im napoleonischen Stil. u CHF 6.90

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Make-up / Haare Brigitte für Time mit Produkten von Nars, Model Option Model Agency, Styling Marisa Pichler

Dekorativ Gehört zur sogenannten Statement Jewelry: Kette von Adam & Eve bei Vestibule. u CHF 140.–

Herzerwärmend Must-have: die Kunstfellweste von Clockhouse bei C & A. u CHF 39.90

Armeetauglich Witzige Hose von Marc by Marc Jacobs bei Vestibule, Grieder, im Fachhandel. u CHF 340.– Spektakulär High Heels von Jimmy Choo. Grieder, Fachhandel. u CHF 1200.–

Gülden Edle goldene Hand­schuhe von Una. www.una-fashion.ch u CHF 350.– Schillernd Lange, mondäne Abendhandschuhe von Una. u CHF 380.–

Geräumig Ledertasche mit schönen Details von Monadico. www.monadico.ch u CHF 1098.– schweizer illustrierte

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Mode

Witzig XL-Sonnenbrille von Linda Farrow Vintage, gefunden bei Burri Optik, Zürich. u CHF 384.– Cool Trilby mit champagner­ farbenem Band, entdeckt bei Mango. u CHF 59.90

Elegant Camelfarbene Hose mit hoch geschnittenem Bund, entdeckt bei Mango. u CHF 89.90 Chic Beiger, knielanger Wollmantel von Max Mara, gesehen bei Grieder. u CHF 2450.– Flatterhaft Schmeichelnde Satinbluse in der Trendfarbe Cognac von H & M. u CHF 49.90

Elegant Markanter XL-Ring mit Kunst­perle und goldfarbener Fassung von H & M. u CHF 4.90

Seventies-revival

Zeitreise in Sachen Stil u Denken

wir an die wilden Siebzigerjahre, erscheinen vor unserem inneren Auge sofort die Föhn-Mähne von Charlies Engel Farrah Fawcett, die ausgelassenen Partys in der New Yorker Disco Studio 54 mit Andy Warhol, Liza Minnelli und Bianca Jagger, der Kultfilm «Annie Hall» von Stadtneurotiker Woody Allen und der unerreichte Chic des Designers Halston. Kein Wunder, taucht der Look

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dieser Zeit immer wieder auch auf den Laufstegen auf. Diesen Herbst feiern Luxus-Labels wie Chloé, Salvatore Ferragamo und Gucci ein glamouröses Revival mit Leder, Satin, Seide und Wollstoffen in den Schlüsselfarben Cognac, Camel, Beige und Champagner. Das macht den Abschied vom Sommer dann doch äusserst verlockend. Ursula borer

Heiss Wildlederstiefel mit LeopardenPrint von Sergio Rossi. Gibts bei Grieder. u CHF 1480.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Melanie Albisser

Praktisch XL-Ledertasche von Avant Première, gesehen bei Manor. u CHF 169.–


Hotspot

Seeluft und Schokoduft Coucou les Belles befindet sich zwischen Seeufer und Schokolade­fabrik. Seestrasse 191, Kilchberg, Tel. 043 - 377 56 50, www.coucou-les-belles.ch

Coucou les belles, Kilchberg

Trouvaillen aus Ibiza u Wer das Geschäft Coucou les Belles besuchen möchte, muss nur dem zarten Schokoladeduft folgen: Der Shop liegt fast gegenüber der Lindt & Sprüngli-Fabrik in Kilchberg. Corina Amgwerd, 29, hat sich hier letzten Sommer einen Herzenswunsch erfüllt und ein stilvolles, feminines Reich erschaffen, in dem es nur Dinge gibt, die sie sich selbst auch kaufen würde. Mit ihrem Sinn

für alles Schöne mischt die lebenslustige Mutter zweier kleiner Töchter luxuriöse Wohnprodukte mit Antiquitäten (oder den edlen Holz­tabletts ihres Vaters aus Weinkisten) und Mode-Trouvaillen aus Ibiza mit erlesenen Accessoires von Schweizer Designern. Kristina Köhler

Rahmen Werden in einem sozialen Projekt in Südafrika hergestellt. Cape Times. u ab CHF 72.–

Öffnungszeiten Di, Do, Fr 10–12 und 14–18 Uhr, Mi 10–12 Uhr, Sa 10–17 Uhr

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Dick Vredenbregt, Stills Paul Seewer

Kuschelschal XL-Karoschal aus feinster Wolle aus Nepal von Gabi Stranner. u CHF 250.– Waffeltuch Watteweiche Handtücher von Uchino Touch. Verschiedene Grössen. u CHF 19.–

Licht Von Hand geschnitzter Kerzenhalter aus Holz von Sempre. u CHF 32.–

Ballerina Kinder­ ballerinas (auch in grösseren Grössen), Michèle Baconnier. u CHF 69.–

Ferientasche XXL-Tasche im Hippie-Stil von World Family Designs Ibiza. u CHF 430.– schweizer illustrierte

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Beauty

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Mit Kardamom Toujours Glamour von Moschino. Fachhandel. u ab CHF 58.–

Mit Liebe In the Mood for Love Pure von Ferré lehrt die Leichtigkeit des Seins. Fachhandel. u ab CHF 57.–

Mit Bergamotte Frischer Sommer­ begleiter Bergamotto di Calabria von Acqua di Parma. Fachhandel. u ab CHF 82.–

Mit Minze Der Duft Acqua di Gioia von Armani riecht nach Meer. Fachhandel. u ab CHF 63.–

Mit Orangenblüten Passend zum Revival der Mode: Frech und erotisch ist Versus von Versace. Fachhandel. u ab ca. CHF 55.–

Mit Nashi-Birnen Attimo von Ferragamo wurde in New Yorks Standard-Hotel eingeweiht. Fachhandel. u ab CHF 75.– Mit Grapefruit Blugirl Jus No 1 von Blumarine duftet nach Ferien. u ab CHF 64.–

Mit Veilchen Ninfea von Profumum Roma ist ein Geheimtipp. Fachhandel, Osswald. u ca. CHF 285.–

neue italienische Düfte

Mit Cassis Nach einem italienischen Garten duftet Fan di Fendi. Fachhandel. u ab CHF 81.–

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u Bergamotte aus Kalabrien, Rosen­ blüten, Limetten und Kardamom: Das sind nicht etwa Ingredienzen für eine süsse Schleckerei, sondern Inhalts­ stoffe, die die neuen italienischen Parfums prägen. Auch erfrischende Minze und Orangenblüten sind ent­ halten. Alles in allem ein inspirierender Cocktail – er macht Lust auf Ferien an wilden Stränden und auf Nächte mit

Musik des wiederentdeckten Sängers Gino Paoli. Zum Beispiel das Liebeslied «Sapore di sale», das das Bild der ­Liebsten, die den Fluten entsteigt, verewigt. Ganz schön kitschig, aber Balsam für die Seele. Einer der Gründe, warum es uns immer wieder in dieses Land zieht, wo die Zitronen blühen. Zum Beispiel nach Santa Margherita in Ligurien. beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Südländische Blüten


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Electronics

Der Kleine u Apple

hat den iPod nano wie neu erfunden. Die jüngste Version ist zwar nur noch etwa halb so gross wie sein Vorgänger, aber vielseitiger. So lässt er sich jetzt dank Multi-Touch via berührungs­ empfindlichen Bildschirm steuern. Neu ist auch der Clip zur einfachen Befestigung an Kleidern. Ein FM-Radio ist ebenfalls eingebaut. Sendungen lassen sich mit Live-Pause anhalten und später an gleicher Stelle fortsetzen. Sportler werden den integrierten Schrittzähler schätzen oder den kleinen Musikanten zusammen mit dem Nike+-System einsetzen. www. apple.com/chde/ipodnano Stephan Gubler

Der Flexible u Philips hat sich bei der Entwicklung dieses Kopfhörers mit der kalifornischen Sportswear-Firma O’Neill zusammen­ getan. Das Resultat kann sich sehen und noch besser (beziehungsweise bequemer) hören lassen. The Stretch hat nämlich einen selbstanpassenden Kopfbügel. Dieser ist zudem extrem dehnbar, was ihm eine längere Lebensdauer sichern sollte. Dafür sorgt auch das robuste und verwirrungs­ resistente Kabel. Extraweiche Ohrpolster mit Geräusch-Isolierung garantieren, dass der Sound von den 40 mm grossen Lautsprechern in bester Qualität zu den Gehörgängen dringt. www.philips.ch SG

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Bequem und robust Der StretchKopfhörer wurde von Philips zusammen mit O’Neill entwickelt. u CHF 179.–

Qual der wahl Den neuen iPod nano gibts in sechs Farben und als Product Red Special Edition. u ab CHF 189.–

3 Der Scharfe u Epson bietet mit dem EH-TW3200 das perfekte Heimkino-Erlebnis für wenig Geld. Hochauflösende Filme oder Video­ games können in der höchstmöglichen Full-HD-Auflösung 1080 p an die Leinwand projiziert werden. Der Beamer schafft problemlos Bilddiagonalen über sieben Meter. Selbst bei Tageslicht lässt sich das Gerät dank 1800 ANSI-Lumen Leuchtkraft einsetzen. Auf- und einstellen ist mit Lens-Shift und dem integrierten Zoom kein Problem. Zwei HDMI-Eingänge bieten Anschluss für Blu-ray-Spieler und Spielkonsolen. www.epson.ch SG

Grosszügig Bis zu 7,6 Meter grosse Bilder beamt Epsons Full-HD-Projektor EH-TW3200 an die (Lein-)Wand. u CHF 1450.–

uhr der woche steckbrief ZUM ABHEBEN u Fliegeruhren begeistern seit je auch Nichtpiloten.

Das weiss die 1853 gegründete Revue Thommen als Herstellerin von Flugzeug-Präzisions­ instrumenten bestens. Besonders beliebt sind ihre dynamischen quadratischen AirspeedChronografen. Das neuste Modell, der 4 × 4 cm grosse Chronograf Airspeed Aircraft, überzeugt durch ein klar gestaltetes Design, gut ablesbare Stop-and-Go-Funktionen und den grossen Wochentag mit Datum bei drei Uhr. Er wird wie alle anderen Revue-Thommen-Uhren in der Uhrenfabrik der Familie Bitterli – der Grovana AG in Tenniken BL – hergestellt. Sarah Rieder

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Werk Automatisches Chrono­grafenwerk Valjoux 7750 Gehäuse Edelstahl, unten und oben beidseitig entspiegeltes Saphirglas, wasserdicht bis 50 m Armband Schwarzes Kalbslederband Varianten Weisses Zifferblatt, schwarzes Kautschukband Bezugsquelle Tel. 061 - 971 42 55 www.revue-thommen.ch


Schosshund Die Herbst-Kollektion von Thomas Sabo setzt auf Tierliebe: Charm-Carrier u CHF 59.–, Hund u CHF 89.–, Herz u CHF 98.–, Knochen u CHF 64.–

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Wiesn-Charme für drunter Das karierte Bügel-Top aus der neuen Cruz-Kollektion von Charles Vögele passt nicht nur ans Oktoberfest. u CHF 34.95

München lässt grüssen Die Kuchenpralinés in Gugelhopfform von Der Gugl sind ein originelles Mitbringsel. Bestellen www.dergugl.de u ca. CHF 12.–

Beauty-Tipps für Teenager Im Buch «Beauty Rules» hat Make-up-Profi Bobbi Brown Beauty-Tipps für Teenies zusammengestellt. TeNeues. u CHF 49.90

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Rustikaler Herbst Modell Lynnea in Kastanienbraun von Ugg passt zum rustikalen Chic. Händlerliste unter www.uggaustralia.com/ch. u CHF 330.–

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Mini-Koffer Frisch aus den Sixties ins Heute: Bauchige Handtasche von Chloé, entdeckt bei Boutique Roma in St. Gallen. u CHF 1898.–

experten-fragen

shopping best buys

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Charles Vögele

neu

Mike Mählmann, 49, Vice President Womens’ Wear bei Charles Vögele

Vögele setzt auf Glamour der Cruz-Schwestern u Herr Mählmann, welches sind die

grossen modischen Themen dieses Herbstes? Eine Vielfalt an Trends und Tendenzen wartet auf uns! Vier Haupt­ themen herrschen vor. «Nostalgic Collage» mit historischen Uniform-Elementen, romantischen Blumen und britischen Klassik-Einflüssen, sie fügen sich zu einem spielerischen «Mix & Match»-­

Thema zusammen. Zu «Fairy Tale» gehört ein femininer, weicher, romantischer Look mit Bohemien-Elementen in neuer, softer Beerenfarbigkeit. «Global Traveller» ist inspiriert von casual Globetrottern mit Folk-Einflüssen von der Seiden­strasse und des Orients. Und unter dem Motto «Glam» trifft die 80er-Jahre-Powerfrau auf Coco Chanel. u Und das Highlight

bei Charles Vögele? Im November 2010 wird die glamouröse Abendkollektion von Penélope und Mónica Cruz lanciert. High­ lights sind lange, atem­beraubende Roben, traumhafte Cocktailkleider. Und selbst­ verständlich sorgt das kleine Schwarze für Furore. Dazu gibt es fliessende Stolen mit Spitzen­einsätzen sowie Bolerojäckchen in Pelzoptik. beatrice schönhaus schweizer illustrierte

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check-up t ff i r erz t e b hm pie Sc era th

merzen Chronische Scht mehr auf sprechen oft nich. Ein neuartiger Medikamente an acher lindert Schmerzschrittm Leiden. auch hartnäckiges

n e g e g r o s n Mit Se ! n e z r e m h c S R

URNE Text VERENA TH

gerät viele Male rnen Bedienungs te ex te In­ it m n ne n, de s er die gewünsch s gibt Schmerze drücken muss, bi t Jetzt li. ch ni ge ng n Bi te . en am icht», sagt Dr re er t itä stärksten Medik ns te n stmals ei Ge­ . Für Patienten u und weltweit er ne t beizukommen ist eh st n le vie zwischen Seitene Situation. Seit r Verfügung, das zu t rä ng eine unerträglich o­ ur Ne e aufrechter Haltu solche Fälle di und Rückenlage, n­ te ­ Jahren gibt es für In en e ck di d Rü un im et e i wird ein unterscheid en uf La d un t. ss stimulation. Hierbe pa de ­tro lber an plantierte Elek r Stimulation se de ät i sit be ­ markskanal im en an rd r Werte we erzschrittmache ie entsprechenden uell bestimmt «D ­ durch einen Schm ie ap er th vid lindert so triebnahme indi getrieben und ugsweise in Inbe f der Batterie vom Medtronicrz vo n, ze er hm resistente Sc nnt und au » en. «Diese sogena or programmiert. Armen und Bein en Restore-Sens mit der nn n kö ge n un ze hr er fa hm Er Sc Die ersten ­ neuropathischen tienten Un Pa n vo iv. d posit n, als Folge Sensor-Technik sin nach Operatione n mfort le Ko ra nt en ze er s ss de dungen über einen be en ht ric be ­ fällen und Entzün . un Systemen Dazu ftreten oder auch i allen bisherigen be als ue Nervensystems au h lp Ra . plantieren das ne sein», erklärt Dr Binggeli: «Wir im . Dr le vie bekannter Natur n bt de , gi m Es ru . emässig dabei nicht da Gerät nicht routin t­ rit f Binggeli. Es geht ch au zs n er er hm nd Sc so inieren, , für die ein ne ffe tro Be us ha Schmerz zu elim ei rc «B hnik du veau zu senken. ohne Sensor-Tec ein erträgliches Ni auf die macher en nt tie Pa s de gutem Ansprechen erz­ genügt.» kann eine Schm n io at ul tim os ur t Ne die Hälfte erwarte reduktion um etwa u. nz hi rg ru hi oc r Neur werden», fügt de Dr. Ra lph Bi ng ge li ist Kurzem zur Ver­ r vo s bi n de i Be Leiter Wirbelsäulenusste der m n te rä Ge n de und Schmerzchirurgie fügung stehen erposition die rp Kö ch na je an der Uni-Klinik für Betroffene n. er nd rä ve er lb se ation Neurochirurgie des Stärke der Stimul erheb­ nn ka g un er nd Inselspitals in Bern. «Die Spannungsä em in se an der Patient lich sein, sodass

Foto Dick Vredenbregt

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Auf nach Nottwil! u NOTTWIL LU Beim Kongress von E-Health-Care am 22. und 23. September können Interessierte eine Live-Darstellung «Vom Hausarzt über Rettung ins Spital» und eine Show zu «Knochengesundheit» erleben. Gratiseintritt bei Vorweisen dieser Meldung. www.ehealthcare.ch

Lymphgefäss hilft Haut u ZÜRICH Forscher der ETH Zürich

haben einen vielversprechenden Ansatz gefunden, um chronische Hautkrankheiten wie Psoriasis zu behandeln. Mäuse, bei denen sie die Lymphgefässe zum Wachsen anregten, wurden innert vier ­Wochen gesund. www.ethz.ch

Fabrik im Schienbein u FREIBURG (D) Statt Knorpel im

Labor zu züchten, haben ­deutsche und holländische Forscher einen Weg gefunden, schnell und günstig Knorpel aus körpereigenen Zellen herzustellen. Als «Bioreaktor» eignet sich das Schienbein am besten. www.uni-freiburg.de

tipp

Kaffee bringt das Herz nicht ins Stottern. Das hat PD David Conen von der Uni Basel an Patienten mit Vorhofflimmern getestet.

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Mangel- und Fehl­ ernährung im Alter sind ein häufiges Problem. Die Folgen werden oft als Alters­ schwäche abgetan. Mit einer ausgewogenen Ernährung würden sich viele Krank­ heiten vermeiden lassen.

Text VERENA THURNER

E

s ist paradox: Übergewicht und seine gesundheitlichen Folgen kommt Tag für Tag in den Medien vor, fast niemand aber spricht von der Mangelernährung unserer Senioren. Und während das NahrungsmittelAngebot so vielfältig ist wie noch nie, leiden in den Industrieländern viele ältere Menschen an Mangel- oder Fehl­ ernährung. Die ­Zahlen sind alarmierend: Etwa ein ­Drittel der zu Hause lebenden älteren Menschen in der Schweiz leidet an Mangelernährung, gegen die Hälfte ist es in Pflegeheimen, und bis zu zwei Drittel sollen es in Spitälern sein. Dies laut einer Studie von Dr. Reinhard Imoberdorf des Kantonsspitals Winterthur und seinem Team. Das Bundesamt für Gesundheit hält dazu fest, dass betroffene Patienten unter erhöhter Morbidität und Morta­lität leiden. Das Sterberisiko soll laut einer Studie des Inselspitals sogar viermal höher sein als bei Patienten mit einer normalen Ernährung. «Mangelernährung ist bei hoch­ betagten Menschen ein häufiges Pro­blem, das oft nicht ernst genommen wird und mit Altersschwäche verwechselt wird», weiss auch die leitende Ärztin am Pflege­zentrum ­Entlisberg in Zürich, Dr. Gabriela Bieri-­Brüning vom Stadtärztlichen Dienst. Die Folgen sind drastisch: Neben eingeschränkter körper­licher, geistiger und seelischer Leistungsfähigkeit sind Ernährungsdefizite im Alter mit massiv erhöhter Krankheits­ anfäl­ligkeit und Sterblichkeit verbunden. Eine Mal­nutrition bedeutet Muskel­

Dr. Gabriela BieriBrüning vom Stadtärztlichen Dienst ist Leitende Ärztin am Pflegezentrum Entlisberg in Zürich.

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beträgt er bei einem über 65-Jährigen nur noch rund 1900. Bei Frauen sogar nur 1700. «Der Kalorienbedarf nimmt mit dem Alter zwar ab, der Eiweiss­ bedarf aber zu. Das ist ein Problem, da viele ältere Menschen kein Fleisch mehr essen wollen und sich vor allem von Kohlenhydraten ernähren», gibt Dr. BieriBrüning zu bedenken. Laut «Medical ­Tribune» ist bei fast jedem dritten betagten Patienten das Vitamin B12 nicht genügend vorhanden. B12 kommt vor allem in Fleisch, Eiern und Milchprodukten vor. Die Fleisch­unlust sollte durch gleichwertige Eiweiss­lieferanten wie Fisch, Käse, Quark, Eier oder Tofu ersetzt werden. Ein Mangel an Vitamin B12 führt zu Störungen sowohl im psychischen Bereich als auch bei der Nervenfunktion der Muskeln und zu Blutarmut. Das Vitamin bringt auch das meist zu ­tiefe Eisen in Schwung. Ein weiteres Problem bei älteren Menschen ist der fehlende Durst. «In Kranken- und Pflegeheimen ist es eine wichtige Aufgabe, darauf zu achten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner genug trinken. Das ist nicht immer einfach, da viele die ständige Aufforderung zum Trinken nicht schätzen», sagt die stellvertretende Chefin des Stadt­ ärzt­lichen Dienstes. Hilfreich seien da gemeinsame Kaffeekränzli, wo es auch mal Eistee oder Süssmost gibt. Gern angeboten wird auch eine Ovomaltine mit kalter oder warmer Vollmilch, da damit gleich Kalorien, Eiweiss und Vitamine konsumiert werden. Warum keine Substitution mit den fehlenden Vitaminen und Mikronährstoffen? «Die Mangelernährung im Alter ist praktisch immer eine kom­ binierte aus Kalorien, Eiweiss, Vit­a­minen, Spurenelementen und essen­ ziellen Fettsäuren. Es bräuchte also eine Sub­sti­tution in allen Bereichen»,

Café complet gehört bei vielen Senioren zum liebsten Nacht­ essen. Das ist zu einseitig: Es führt oft zur fatalen Mangel­ernährung.

abbau, was wiederum die Sturzgefahr erhöht. Sie schwächt das Immunsystem und vergrössert die Gefahr von Infektions­krankheiten. Wunden heilen schlechter, die Tumorbekämpfung ist ­reduziert, Heilungsvorgänge an inneren Organen und der Haut sind verzögert, Depressionen nehmen zu. Die Ursachen sind vielfältig: «Körperliche Erkrankungen wie Demenz, schwere chronische Lungen- und Herz­ erkrankungen, Tumorleiden, MagenDarm-Erkrankungen sind ­Gründe für eine Malnutrition», sagt Dr. Bieri-Brüning. Aber auch psychosoziale Faktoren wie Isolation, Unselbstständigkeit beim Einkaufen und Kochen, dazu Zahn- und Kau­probleme oder Nebenwirkungen von Medikamenten wie ACE-Hemmern, Schmerzmitteln oder Pillen gegen Magenübersäuerung wirken als Appetithemmer. Klar ist, dass sich der Stoffwechsel im Alter verändert. Zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr nimmt die Muskelmasse um 10 bis 15 Prozent ab. Damit ist auch der Energiebedarf reduziert. Während der Bedarf bei einem 45-Jährigen noch bei 2400 bis 2600 Kalorien pro Tag liegt,

Fotos Plainpicture, HO, Dick Vredenbregt

check-up

Gute Ernährung macht Seni


W I E ST E H E N

oren fit! k für che-c ps p i T s Es ioren Sen  Flüssigkeit: 1,5 Liter pro Tag, Früchteoder Kräutertees, Frucht- oder Gemüsesäfte, Mineralwasser, Sirup, Milch.  Stärkehaltige Nahrungsmittel: Zu jeder der drei Hauptmahlzeiten eine Beilage wie Brot, Reis, Teigwaren, Kartoffeln, Flocken, Hülsenfrüchte, Mais oder andere Getreide, bevorzugt Vollkornprodukte.  Gemüse/Salat: Täglich zwei bis drei Portionen Gemüse oder Salat. Bei Kauoder Schluckproblemen Salat fein schneiden, Gemüse weich kochen und pürieren.  Früchte: Zwei bis drei Portionen Früchte pro Tag, frisch, als Kompott, püriert oder in Form eines Fruchtsaftes.  Eiweiss: Täglich zwei Portionen eiweissreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Käse, Quark, Tofu oder Quorn.  Kalzium: Täglich zwei bis drei Portionen Milch, Joghurt, Quark oder Käse.  Fette: Täglich etwa drei Teelöffel hochwertiges Öl wie Raps- oder Olivenöl zum Kochen oder für die Salatsauce. Als Brotaufstrich Butter oder Margarine. Täglich einen Esslöffel hochwertige Nüsse, eventuell gemahlen im Müesli oder Kuchen.  Süsses: Süssigkeiten können sinnvoll als Kalorienlieferant eingesetzt werden, auch als Eiweiss- und Kalziumlieferant. Geeignet sind Cremen, Puddings oder Quarkcremen. © Felix Platter-Spital, Basel

gibt Dr. Bieri-Brüning zu bedenken. Die Therapie, die helfen könnte, ist eine ausgeglichene ­Ernährung mit genug Eiweiss, Gemüsen, Früchten und Kohlenhydraten. Zusätzlich können Vitamine dazu ver­abreicht werden. Dazu die Ärztin: «Allerdings müssten die Ursachen der Mangelernährung berücksichtigt und so weit als möglich behandelt werden.» 

I H R E ST E R N E H E U T E ?

der fall Hüft-Implantat Ich habe gehört, dass gewisse Hüftprothesen vom Markt ­genommen werden. Was muss ich jetzt als langjähriger ­Prothesenträger unternehmen?

S TA R - A S T R O L O G I N

ELIZABETH

TEISSIER H AT D I E A N T W O R T E N

Dr. Richard Herzog ist Chefarzt Orthopädie am Luzerner Kantonsspital in Wolhusen. Sie müssen rein gar nichts unternehmen. Bei der vom Markt genommenen Hüftprothese handelt es sich um einen ­sogenannten Oberflächenersatz. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Hüftprothese wird der Hüftkopf nicht entfernt, sondern lediglich mit einer Krone überzogen. Der natür­liche Hüftkopf und der Schenkelhals bleiben erhalten. Am Becken wird nur eine dünne Metallschale eingesetzt. Diese Oberflächenersatz-Prothesen sparen nicht nur Knochen, sondern haben eine enorm gute Funktion. Ein junger Patient kann damit fast jeden Sport machen, den er sich wünscht. Die Firma DePuy hat ihren ASR-Oberflächenersatz vom Markt genommen, weil nach fünf Jahren eine erhöhte ­Revisionsrate, das heisst die Notwendigkeit für Zweitoperationen, fest­ gestellt werden musste. Die Ergebnisse sind jedoch von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Die Auswahl der Patienten sowie der Operationstechnik ist bei diesem Implantat absolut entscheidend. In geübten Händen ist es ein hervorragendes Produkt. Der Medienrummel hat viele Patienten verunsichert. In der Schweiz wurden bisher nur sehr wenige dieser Pro­ thesen verwendet. In den Ländern, in denen die erhöhten Revisionsraten festgestellt wurden, sind diese Ersatzprothesen äusserst populär und werden fast jedem Patienten implantiert, der das wünscht. In der Schweiz wird die Indikation sehr sorgfältig durch­ geführt und die Operation nur von ­wenigen Chirurgen angeboten, die über langjährige Erfahrung verfügen. Alle betroffenen Patienten werden von ihrem Arzt kontaktiert und untersucht.

Senden Sie eine SMS mit ASTRO* an die Nummer 9988. Sie werden dann per SMS nach Ihren Geburtsdaten gefragt und erhalten einen persönlichen Astroschlüssel. * Fr. 2.50 pro erhaltenes SMS

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TAGESPROGNOSEN PER TELEFON 0901 59 89 00 ohne Astroschlüssel 0901 59 89 02 mit Astroschlüssel (Fr. 2.50 pro Anruf und Min.)

W W W.ET E I SS I E R.CO M


dr. stutz meint Schulfach Gesundheit muss Hauptfach werden: Das Rezept gegen dicke Kinder! Geld macht nicht glücklich, heisst es. Doch kein Geld zu haben, ist nicht nur ungesund, sondern macht sogar dick. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich das neuste BMI-Monitoring von Gesundheitsförderung Schweiz ­bringen, das Ende August veröffentlicht wurde. Kinder von Eltern aus bescheidenen finanziellen Verhältnissen und einer tiefen beruflichen Stellung sind häufiger von Übergewicht betroffen als Kinder von Akademikern und höheren Angestellten. Der Unterschied zwischen den beiden Extremen beträgt das Zwei- bis Fünffache. «Die Ursachen liegen einerseits in den fehlenden finanziellen Mitteln der betroffenen Familien, anderseits im oftmals geringen Wissen bezüglich Ernährung, Bewegung und Gewicht», folgert Gesundheitsförderung Schweiz. Alar­mierend ist auch die Beobachtung, dass der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen von ländlichen Regionen über kleine und mittlere Städte bis hin zu den grossstädtischen Agglomerationen kontinuierlich zunimmt. Die Folgen von Übergewicht sind gravierend. Heute ist jedes fünfte bis siebte Kind in der Schweiz übergewichtig. Die meisten werden ihr Übergewicht zeitlebens nicht mehr los. Das Bundesamt für Gesundheit schätzt die Kosten gewichtsbedingter Krankheiten auf rund sechs Milliarden Franken im Jahr 2007. Mittlerweile dürften es noch viel mehr sein. Was ist zu tun? Gesundheit muss zum Hauptfach werden. Was bringt es, wenn unsere Kinder lesen, rechnen und schreiben können, aber körperlich degenerieren? Verzeihen Sie diesen Begriff. Doch er trifft zu. Das Fach Gesundheit muss in die Kindergärten, in die Schule, und zwar ganz praktisch. Gesundheit muss von klein an gelernt und gelebt werden. Dazu braucht es vor allem möglichst viel Bewegungs­räume. Was nützen makellose Sportanlagen und grüne Pärke, wenn das Ballspielen und Planschen verboten ist? Entfernt all die Verbotsschilder, und reisst die Zäune nieder! Eine Gesellschaft ist so gesund wie ihre Kinder.

Herzlich, Ihr

TV-Tipp Samstag, 25. September, 18.10 Uhr Komplementärmedizin Zwei Drittel der Schweizer wollen die sanfte Medizin. Blutegel, Pflanzenextrakte und andere Anwendungen: Jeanne Fürst stellt Ärzte einer Spezialklinik vor, die Schulmedizin mit Komplementärtherapien ergänzen. www.gesundheitsprechstunde.ch


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten

Lebenszeichen im Kunstmuseum Luzern

Kunst des Lebens Von der Natur inspiriert «Sanctuarium, ein Raum für Luzern», 2010, von Philip Taaffe.

u Wo liegen die Ursprünge der Kunst? In alten Kulturen? In der Natur? Der Ame­ rikaner Philip Taaffe, 55, bedient sich seit den 80er-Jahren im unerschöpflichen Fundus der Formenvielfalt. Das Material suchte er sich auf Reisen rund um den Globus zusammen. Durch Abstraktion von überlieferten Kunsterzeugnissen, kulturellem Ausdruck und Naturformen schafft er neue, zeitgemässe Symbole.

«Es ist eine utopische Position, aber ich versuche, die Basis für eine paradiesische Situation auf der Erde zu schaffen.» Die Ausstellung «Lebenszeichen» vereint zeitgenössische Werke, die auf uraltem Wissen gründen. Anina REther Kunstmuseum Luzern Bis 21. 11. Di/Mi 10–20, Do–So 10-18 Uhr, Tel. 041 226 78 00, www.kunstmuseumluzern.ch

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Kultur

Raumfüllend Keramikerin Ursi Luginbühl (l.) mit Sabine Hofkunst inmitten ihrer Skulpturen.

Ursi Luginbühl und Sabine Hofkunst im alten schlachthaus Burgdorf BE

Seelenverwandt Sie sind

anerkannte Künstlerinnen. Nur: Das Werk ihrer Männer ist berühmter. Jetzt stehen Ursi Luginbühl und Sabine Hofkunst im Rampenlicht.

Minutiös mit dem Pinsel gezeichnet ist das «Rhabarberblatt», 1998, von Sabine Hofkunst. Abstrakt wirkt die schneeweisse Keramikplastik aus dem Frühwerk von Ursi Luginbühl.

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schweizer illustrierte

u Die Keramikerin Ursi Luginbühl, 73, und die Malerin Sabine Hofkunst, 64, ­lachen schallend, als sie sich begrüssen. «Du auch!» Beide haben sie denselben Griff in den Kleiderschrank getan: ­weisser Blazer zum schwarzen Outfit. Die Frauen sehen sich frappierend ähnlich. Doch sind es nicht diese Äusser­lichkeiten, die sie zu Seelen­ verwandten machen. In ihren Leben existieren Parallelen. Die markanteste: Trotz Auszeichnungen und Stipendien stellten sie den eigenen Erfolg zurück. Die naturwissenschaftliche Zeich­ nerin und Illustratorin Sabine Hofkunst Schroer hatte nach der Kunstgewerbe­ schule ihr eigenes Atelier, stellte ihre Bil­ der aus und arbeitete für das Zoologische Museum der Universität Zürich. 1975 traf sie den renommierten Maler und Zeich­ ner Alfred Hofkunst (1942–2004). «Als wir uns begegneten, hats einfach nur ge­ knallt.» Sie wurde seine Lebensgefährtin, Assistentin und Mutter eines gemein­ samen Sohnes. Das eigene Werk rückte in den Hintergrund. «Eine so intensive Beziehung überlebt nur, wenn einer sich

zurücknimmt. Und ich fühlte mich wohl im Schatten meines Mannes.» Sagts und fragt Ursi Luginbühl: «Ist es nicht so?» Die Antwort ist ein Lachen. Die Baslerin Ursi Luginbühl Koelner kam nach Reichenbach BE, um bei ­Margrit Linck das Töpfer-Handwerk zu lernen. Ihre Begegnung mit dem Eisenplastiker Bernhard Luginbühl ver­ lief ebenfalls stürmisch: «Er hielt mir den Fuss unters Velorad, bremste mich aus.» Der Künstler war hartnäckig, bombardierte die Zwanzigjährige mit abstrakten Gedichten. Nach der Lehre zog Ursi zu ihm. Er baute ihr eine Dreh­ scheibe. Die Eltern schenkten der Toch­ ter einen Brennofen als Aussteuer. In ihrem Bauernhaus in Mötschwil BE hat sie ihre vier Kinder ins Schaffen mit­ einbezogen. Darauf verweist eine prall gefüllte ­Vitrine in der Ausstellung. Seit Sabine Hofkunst verwitwet ist, vertieft sie sich in ihrem Atelier in Mon­ tet-Cudrefin VD täglich in ihr Schaffen. «Ich verwirkliche nun die Ideen, die ich schon lange in mir trage.» Auch Ursi Lu­ ginbühl hat wieder mehr Zeit: «Der Lehm wartet jeweils auf mich. Ich muss ihn ein­ fach schön feucht halten.» In der ersten gemeinsamen Schau der Künstlerinnen ergänzen sich fliessend filigrane Aquarel­ le und fantasievolle Keramik- und Bron­ zefiguren. isolde Schaffter-Wieland altes schlachthaus Burgdorf BE Bis 5. 12. jeden So 11–17 Uhr, Tel. 034 422 97 86, www.luginbuehlstiftung.ch

Fotos Brutus Luginbühl, Ascot-Elite

Rendezvous der Künstler-Schwestern


Der Zauber der Berge

theater

u Titlis, Brunni, Hahnen – die Bergwelt rund um seinen Heimatort Engelberg hat das Leben von Willy Amrhein (1873–1926) geprägt. Als Jäger, Höhlenforscher, Gründer des Skiklubs und der SAC-Sektion Engelberg bestieg er seine Berge. Als Kunstmaler bannte er sie auf die Leinwand. Seine Plakate waren Weg­ bereiter für die touristische Werbung. Willy Amrhein gilt damit als Vorbild für den später weltweit bekann- Winter-Idyll «Skifahrer mit Titlis» ten Engelberger Grafiker Herbert Matter. rea von Willy Amrhein.

Talmuseum Engelberg OW Bis 17. 10. Mi–So 14–18 Uhr, Tel. 041 - 637 04 14, www.talmuseum.ch Doppelausstellung

Der Mensch als Objekt u Den

Holzschnitten und Animationsfilmen von Uros Djurovic, 31, liegen düstere Motive zugrunde. Die Werke des Berliners, in denen das grafische Element zentral ist, sind roh, aber nicht ungeschliffen. Auch Iris Kettner, 42, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre lebens­ grossen figuralen Skulpturen erinnern an Menschen am Rande der urbanen Gesellschaft. Durch das Fehlen jeglicher individueller Züge werden die Büchse der Pandora? Holzschnitt Figuren zum Symbol der uniformen Volksmasse. rea von Uros Djurovic. Galerie Römerapotheke Zürich Bis 16. 10. Mi–Fr 14–18.30, Sa 12–16 Uhr, Tel. 043 - 317 17 80, www.roemerapotheke.ch

Comedy «Helga is Bag»

Die unendliche Vielfalt der Beutelwesen

u Zeig mir deine Handtasche, und ich

sag dir, wer du bist. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Auch wenn es wohl doch nicht ganz so einfach ist mit der Selbstfindung: Helga Schneider alias Regula Esposito, 45, hat sich das Hand­taschen­deuten zur Passion gemacht. Die fein gestrickte Persön­lich­ keit, die fast zwanzig Jahre mit den Acapickels auf den Bühnen unterwegs war, hat sich «in vielen Jahren und nach intensiven Studien der eigenen und fremder Psychen» weiterentwickelt. Das Stück Helga is Bag ist eine amü­sante Exkursion, mit der die Zürcherin in die ungeahnten Tiefen der beliebten Beutelwesen leuchtet. anina rether

die besten

Willy Amrhein

Theater am Käfigturm Bern 19./21./22./23. 10. um 20 Uhr, Tel. 031 311 61 00, www.theater-am-kaefigturm.ch

Next generation

Junge Sammler

u Von Neugier, Engagement, aber auch Sachkenntnis zeugt die aktuelle Schau, zusammengestellt aus jungen Ostschweizer Privatsammlungen. Sowohl Grössen wie Roman Signer oder Urs Lüthy sind vertreten als auch noch weitgehend unbekannte Positionen aus der Schweiz und dem Ausland. Gemälde, Skulpturen, Installationen unterschiedlicher Provenienz wurden in Werkgruppen eingeteilt und ermöglichen einen Was war zuerst? Rot oder Weiss? Blick auf aktuelle künstlerische Strömungen.  rea «Flaga», 2002, von Simon Starling.

Wahnwitz Sie kanns nicht lassen. Regula Espositos neues Stück ist Programm: «Helga is Bag».

Kunstmuseum St. Gallen Bis 31. 10. Di–So 10–17, Mi 10–20 Uhr, Tel. 071 - 242 06 71, www.kunstmuseumsg.ch

film-tipp the american (USA)

Gejagter Jäger u George Clooney lockt – und alle kommen. Hauptsächlich die holde Weiblichkeit, die diesen Cocktail aus Männlichkeit und Sex-Appeal besonders schätzt. Enttäuscht werden sie im zweiten Spielfilm von Anton Corbijn nicht, denn der Hollywood-Beau ist allgegenwärtig. Als dem Profikiller Jack (George Clooney) in Schweden ein Auftrag misslingt, verkriecht er sich in ein kleines Dorf in den Abruzzen. Hier bereitet er sich auf seine letzte Mission vor, danach will er sich endlich zur Ruhe setzen. Doch Jack wird von einem unsichtbaren Gegner beschattet. Spannend, wenn auch etwas langatmig. km (siehe Bücherseite)

Verliebt Jack (George Clooney) und Clara (Violante Placido).

8 8 8 8 8 Länge: 104 Minuten, Regie: Anton Corbijn. Im Kino. schweizer illustrierte

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bücher & cds

die besten

philosophisch Das Wörterbuch der Liebenden David Levithan (Hörbuch Hamburg) u Ein Paar in Manhattan hat sich im Internet kennengelernt. Anhand von 193 Wörtern ruft der Autor die Gefühle des Liebenden zu seiner Partnerin hervor. Von A bis Z. Fragmentarisch setzen sich diese Kurz­ geschichten zu einem Beziehungs-Puzzle zusammen. Andreas Steinhöfl hat den poetisch starken Plot übersetzt. Ihm zu lauschen, ist ein Genuss. ISW

pikant angerichtet Herman Koch (Kiepenheuer & Witsch) u Der aufstrebende Politiker Serge Lohmann und sein Bruder Paul treffen sich mit ihren Ehefrauen zum Nachtessen in einem Spitzenrestaurant. Erst scheint es ein belangloser Abend zu werden. Dann gehts um die Zukunft der Söhne und um die ewige Frage, wie weit Elternliebe gehen darf. Spannendes Drama in drei Kapiteln – Vorspeise, Hauptgang und Dessert. INO Abgründig wie es begann Jan van Mersbergen (Kunstmann) u «Hund beisst Baby tot.» Evana, 17, ist soeben selbst Mutter geworden. Die Zeitungsmeldung verstört sie. Sie kennt den Hund. Und sie ist nicht die Einzige. Die Tragödie führt die Lebensstränge von vier Menschen zusammen. Der renommierte niederländische Autor schildert dabei die Biografie des Vierbeiners in derselben Art, wie er über die Prota­ gonisten schreibt. Dicht und hautnah. ISW

drei neue cds

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pop/rock Baschi Auf grosser Fahrt (Universal Music)

Er posiert cool wie James Dean, die zehn Songs singt er in astreinem Hochdeutsch. Deutschland ruft! Doch erst mal wurde die CD nur in der Schweiz veröffentlicht. Kein Rock, sondern schwermütige Bal­la­den und Up-Tempo-Songs mit per­sön­li­chen Texten. Die nächste Mundart-CD soll im Dezember folgen. h. Elias fröhlich

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Intimer Blick in den Drehalltag eines Idols Regisseur Anton Corbijn liefert zu seinem neuen Film The American auch noch einen spannenden Bildband.

Frauenliebling Viel Clooney im 164 Seiten starken Band. Anton corbijn Inside The American (Schirmer/Mosel, ab 30. 9.) u Auch ein schöner Rücken kann ent­zücken. Filmemacher und Starfoto­ graf Anton Corbijn scheut sich nicht, seinen Hauptdarsteller George Clooney in «The American» so abzulichten. Obwohl sich der Bizeps des Frauen­ schwarms durchaus sehen lassen kann, fällt der Blick unweigerlich auf den grossen Schmetterling: Ist das Tattoo echt? Wohl nicht, da Clooney alias Jack im Thriller einen Auftragskiller ver­ körpert, der gern Schmetterlinge malt. Anton Corbijn hat – wie bei «Control» (2007) – auch bei seinem zweiten Spiel­film eine Art fotografisches Tagebuch geführt. Mit den 116 meist farbigen Bildern legt er ein Konzentrat der Dreharbeiten vor: faszinierende Aufnahmen der kargen Landschaft der Abruzzen, atmosphärisch starke Innenansichten, Porträts der Schau­ spieler und immer wieder Clooney.

Clooney beim Schiessen am Fluss, beim Training in der Wohnung, beim Herumalbern mit den Kollegen, auf dem Marktplatz inmitten einheimischer Statisten. Jede Fotografie trägt in Corbijns feinsäuberlicher Handschrift Bemerkungen und Hintergrund­ informationen. Mal ist es nur ein knapper Satz, dann wieder mehrere Zeilen. Ein wunder­barer Band, nicht nur für Clooney-Fans! Rechtzeitig zum Filmstart erschien auch die deutsche Übersetzung des 1991 erschienen Kriminalromans «A Very Private Gentleman» von Martin Booth. Das packende Buch des Engländers diente als Filmvorlage. kati moser

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jazz Esperanza spalding Chamber Music Society (Heads Up)

Ihr Debüt machte Esperanza Spalding 2008 zum Star. Jetzt legt die Bassistin und Sängerin eine neue CD vor. Dabei schielt sie nicht auf Erfolg. Vielmehr überrascht sie mit einem Stilwechsel, indem sie Jazz, Folk, Worldmusic und Klassik zur einer neuen Art Kammermusik mixt: betörend. hanspeter vetsch

martin booth «The American» (rororo)

Klassik Franz schubert Sonaten und Fantasien (Pentatone)

Schuberts Sonate D. 574 und die Fantasie D. 934 für Violine und Klavier gehören zur Topklasse der Kammermusik, Geigerin Julia Fischer und Pianist Martin Helmchen zur Topklasse der jungen Solisten. ­Kombiniert gibt das ein nicht nur technisch makelloses, sondern auch wunderbar intimes Musik-Erlebnis. uli von erlach


reisen-extra ein magazin von schweizer illustrierte und kuoni

Perle im indischen Ozean

Foto Prisma

Mauritius – da will ich hin!

u Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, dann gehört Mauritius bestimmt dazu. Palmen­gesäumte Strände, erstklassige Hotel- und Golfanlagen, gastfreundliche Menschen, tropische Wälder und heilige Kraterseen machen das Juwel im Indischen Ozean zu einem der beliebtesten Reiseziele. Ent­spannung findet man in der Hängematte oder

auf dem Liegestuhl. Vor sich das türkisblaue Meer, in das man beim ersten Anblick sofort hineinspringen möchte. Dank einem wöchentlichen Direktflug mit Edelweiss Air landet man mit Kuoni ab November noch schneller im Paradies. Infos und Katalogbestellung www.kuoni.ch/reisen-extra

Himmel auf Erden Traumhafte Sandstrände und luxuriöse Resorts machen Mauritius einzigartig.

Schatzkammer Attraktive HotelAngebote auf Mauritius kann man im neuen Kuoni-Katalog «Indischer Ozean» entdecken.

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mauritius mit kuoni

Natur Pur Mit kreolischem Flair

Magische Trauminsel Sei es auf der Fahrt durch unberührte Land­schaften, bei Wanderungen im Naturpark oder Spaziergängen am Strand: Die faszinierende, wilde Schönheit von Mauritius zieht jeden in ihren Bann.

u Bienvenue à l’île Maurice! Gastfreund­

schaft wird auf Mauritius dreisprachig zelebriert: auf Französisch, Kreolisch und Englisch. Die Götter haben es gut gemeint mit dem hügeligen, grünen Eiland, das 800 Kilometer östlich vor Madagaskar im Indischen Ozean liegt. Die Insel ist für ihre ­kulturelle Vielfalt und Freundlichkeit der Menschen berühmt. Mauritius, früher unter französischer und englischer Herrschaft, ist seit 1968 unabhängiges Mitglied im Britischen Commonwealth. Heute lebt der Grossteil der indischen Bevölkerung fried­ lich mit den Nachfahren der weissen Sied­ ler und schwarzen Sklaven, mit Chinesen und Moslems zusammen. Sie praktizieren ihre Religionen, feiern Feste und ver­ wöhnen die Besucher mit kreolischen Köst­ lichkeiten aus der europäischen, asiati­ schen und afrikanischen Küche. u Schöner wohnen Mauritius hat eine exzellente Hotellerie zu bieten, mit der keine andere Inseldestination konkurrieren kann. Die luxuriösen Traumresorts liegen

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in geschützten Buchten am puderzucker­ weichen Sandstrand. Das «Le Touessrok» an der Ostküste gilt als eine der edelsten und besten Adressen und trumpft mit der Privatinsel île aux Cerfs auf (18-Loch-Golf­ platz und Robinson-Strände inklusive). Im November beginnt für das im Nordwesten gelegene Trou aux Biches Resort eine neue Ära: Es wurde neu aufgebaut und über­ zeugt mit einer Mischung aus tropischer Eleganz und Modernität. u Spiel und Spass Das Freizeitangebot auf Mauritius ist riesig: Ob Tennis, Biken, Reiten, Surfen und Kiten bei Le Morne oder Klettern auf einen der vulkanischen Fels­ kämme – Sportskanonen kommen überall auf ihre Kosten. Die Championship-Golf­ anlagen Le Touessrok und Le Telfair Golf du Château sind Weltklasse. Nach Schnorchel­ trips mit dem Glasbodenboot rund um die Korallenriffe des Cap Malheureux locken im Hotel-Spa Massagen. So ist man abends fit für die Sega-Party am Strand. Musik und Tanz sind bei Touristen und Einheimischen

Beliebt Der ChamarelWasserfall im Südwesten der Insel. Gigantisch Der Seerosenteich im Botanischen Garten in Pample­ mousses.


gleichermassen beliebt und gelten als In­ begriff der mauritischen Seele. u Rundreise Die Schönheit der Insel kann individuell im Mietwagen erkundet werden. Die Strassen sind gut ausgebaut, gefahren wird links. Zu den beliebtesten Ausflugs­ zielen im Norden gehört der Botanische Garten von Pamplemousses, die Waterfront der Hauptstadt Port Louis mit ihren Shop­ pingmalls und Kunsthandwerk-Basaren und der malerische Strand von Grand Baie, auch «kleine Côte d’Azur» genannt. Fährt man Richtung Süden durch Zuckerrohrund Ananas-Plantagen, ist der Black-RiverNationalpark mit seinen Schluchten und der siebenfarbigen Erdformation von Chamelle einen Foto-Stopp wert. Der See von Grand Bassin ist ein beliebter Wallfahrt­sort der Hindu. Und in der Domaine de L’Ylang-Ylang werden Essenzen für Parfums produziert. Einen Höhepunkt bietet die Halbinsel Le Morne im Südwesten: Die Aussicht vom 556 Meter hohen Le Morne Brabant hin­ unter aufs Inselreich ist erhebend!

Foto Keystone

Es gibt viel zu sehen! Sega-Tanzshow am Strand, Einkaufsbummel in der Hauptstadt Port Louis, Ananas-Plantagen.

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Spektakulär! Blick auf den 556 Meter hohen Le Morne Brabant im Südwesten von Mauritius.

Abheben mit dem Airbus A330 Direktflüge bei Kuoni gibts ab November.

Neuer Direktflug nach Mauritius! u Ab November 2010 bietet Kuoni zum

ersten Mal einen neuen Direktflug mit Edelweiss Air von der Schweiz nach Mauritius an. Jeden Montag geht es ohne Umsteigen ins Inselparadies und wieder retour. Statt wie bisher 15 Stunden dauert der Flug nach

Mahébourg nur elf Stunden. Ab März 2011 erfolgt der Hin- und Rückflug via Mombasa. Das Klima auf Mauritius ist das ganze Jahr über warm, wobei die Monate April bis Juli und September bis Oktober am angenehmsten sind. Für Ihre Flugbuchung: www.kuoni.ch

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mauritius mit kuoni «Le Touessrok» in Trou d’Eau Douce

Paradiesisch schön Wer im Luxusresort Le Touessrok Ferien macht, erlebt Insel-Highlights auf ganz andere Art. Die hoteleigne Golfinsel île aux Cerfs ist nur mit dem Wassertaxi zu erreichen.

u Das Sechs-Sterne-Resort liegt auf der Privat­ insel Frangipani, 45 Kilometer östlich von der Hauptstadt Port Louis entfernt. Eine raffinierte Architektur verbindet das Haupthaus mit den Nebengebäuden. Zwei Swimmingpools sorgen für Abkühlung, am Strand locken kleine, idyllische Badebuchten. Kinder von vier bis elf Jahren sind im Kids Club willkommen. 200 moderne Zimmer und Suiten mit EthnoElementen stehen den Gästen zur Verfügung. Sie haben die Wahl zwischen De-luxe-Zimmern, Junior- und Ocean-Suiten. Royals und Showstars lieben die exklusiven Privat-Villen am Strand. Drei à-la-carte-Restaurants verwöhnen den Gaumen. Erst kürzlich eröffnet wurde das indische Restaurant La Chaumière Masala auf der benachbarten île aux Cerfs, der Hirschinsel. Auch der von Bernhard Langer gestaltete 18-Loch-Platz (Par 72, 6562 Meter) befindet sich hier und ist nur mit dem Wasser­taxi zu erreichen. Zurück im Hotel, sorgt eine Behandlung im Givenchy-Spa für Entspannung und Wohlbefinden. Kuoni-Angebot Seite 98 Resort der Super­ klasse mit 3 Privatinseln und Weltklasse-Golfplatz

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Für Hotelgäste gratis Nur der Cart ist auf dem Championship-Course obligatorisch.


Shandrani Resort & Spa

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u Auf der Halbinsel Blue

Bay im noch weitgehend unberührten Süden lockt das erste All-inclusive-Hotel der Insel. Ob Dinner in einem der fünf Restaurants, Wasserski oder Golfstunden auf dem 9-Loch-Platz: Alles ist inklusive! 327 Zimmer hat das kinderfreundliche Resort, darunter 36 FamilienEintauchen in die Poolwelt. appartements. Zum FünfSterne-Resort gehören drei Strände und zwei Pools. Der Blue Bay Marine Park im nahe gelegenen Naturreservat ist das perfekte Ausflugsziel! Kuoni-Angebot Seite 98 Unkomplizierte Ferien dank dem ersten All-inclusive-Resort auf Mauritius

Trou aux Biches Resort u Das «Trou aux Biches» im Nord­westen

Relaxen im Luxusresort Im «Le Touessrok» kommen Liebhaber von modernem Design auf ihre Kosten.

(333 Zimmer und Suiten) liegt an einem der schönsten und längsten Sand­ strände von Mauritius und wird am 1. November neu eröffnet: als zeitgemäs­ ses Fünf-Sterne-Hotel im Stil eines modernen Chalet-Dorfs und als erstes zertifiziertes Öko-Resort des Landes. Grossen Wert wird auf die multikulturelle Küche gelegt: Die Gäste haben die Qual der Wahl zwischen einem thailändischen, einem indischen und einem italienischen Spezialitäten-Restaurant. Ob Tennis, Wasserski, Segeln – die meisten Sportarten sind inklusive. kuoni-Angebot Seite 98 Die Legende lebt und erstrahlt in neuem Glanz!

Ökologisch und stilvoll im Stil eines Mini-Dorfes.

«Ich bin Mauritius-Fan» Daniel Widmer, 39, ist Senior Market Manager Kuoni Package Tours Longhaul. Was macht Mauritius so besonders? Die Strände, eine Hotellerie mit hochstehendem Service und der Charme der Bevölkerung. Welche drei Dinge sind ein Must? Mich haben die botanischen Gärten mit ihren exotischen Pflanzenarten begeistert, die «Erde der sieben Farben» und die Hauptstadt Port Louis. Die mauritische Küche ist sehr vielseitig. Kann man alles essen? Natürlich! Dank indischer, kreolischer und europäischer

Einflüsse findet sich für jeden Geschmack etwas. Wie verhält man sich gegenüber Einheimischen? Tritt man den Mauritiern freundlich und höflich gegenüber, erlebt man automatisch deren Gastfreundschaft. Kommen auch Schnorchler und Taucher auf ihre Kosten? Ja, die Insel hat quasi ein geschlossenes Riff rund um die Küste. Schnorchlern empfehle ich, mit dem Kajak oder dem Tretboot hinauszufahren. u www.kuoni.ch/reisen-extra

Grosszügig Sogar der Pool wurde im Kolonialstil designt.

Heritage Le Telfair Golf & Spa Resort u Am schönen Strand von Bel Ombre gelegen und nur

35 Kilometer vom Flughafen entfernt, fühlt man sich wie ein Zuckerbaron! Das Anwesen stammt aus der Kolonialzeit und bietet 158 Zimmer in 20 Villen mit jeweils 6 bis 8 Zimmern. Im 15 Hektar grossen tropischen Garten lässt es sich herrlich relaxen, ebenso im 700 Quadratmeter grossen Spa Village von Seven Colours. Aktive Feriengäste werden vom 18-Loch-Golfplatz Le Telfair begeistert sein. kuoni-Angebot Seite 98 Erstklass-Hotel im französischen Kolonialstil mit eigenem 18-Loch-Golfplatz schweizer illustrierte

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Information & Buchung Kuoni Reisen AG Telefon: 044 - 277 40 00 E-Mail: travelshop@kuoni.ch Online: www.kuoni.ch/reisen-extra In Ihrer Kuoni-Filiale oder jedem guten Reisebüro. ODER SENDEN SIE DEN TALON AN FOLGENDE ADRESSE: Kuoni Reisen AG Vermerk: Schweizer Illustrierte Neue Hard 7 8010 Zürich


En Guete Verführerisch Wild vom Feinsten.

Waidmannsheil!

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Wild-Terrine

Halali! Jetzt beginnt die kulinarisch interessante Saison: der wilde Herbst. Am besten zu Terrine oder Entrecôte passt ganz klar eine Prise Jägerlatein.

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chen. Die Form mehrmals auf ein gefaltetes Tuch klopfen, damit keine Luft eingeschlos­ sen wird. Die Form mit Alufolie bedecken, auf einen sauberen Lappen in ein ofenfestes Geschirr stellen. Siedendes Wasser bis zwei Drittel der Form einfüllen. Garen im Wasser­ bad und Garprobe (siehe «Gewusst wie»). Für die Portweinsulz Portwein und Sulzpulver in einer Pfanne unter Rühren aufkochen, etwas abkühlen, sodass sie noch flüssig ist. Sulz über die Terrine giessen, mindestens 2 Std. kühl stellen. Servieren Terrine stürzen, Alufolie entfernen. Terrine in ca. 1 cm dicke Tranchen schneiden. Lässt sich vorbereiten Terrine 1 Tag im Voraus zubereiten, zugedeckt im Kühl­ u Form einfetten, mit Alufolie auslegen, Folie schrank aufbewahren. einfetten, vorbereitete Form kühl stellen. Dazu passt Salat. Für die Farce Fleisch salzen, zugedeckt ca. 30 Min. anfrieren. Herausnehmen, mit GEWUSST WIE dem Rahm pürieren. Eiweiss darunter­ Terrine ca. 20 Min. in der rühren, Masse würzen, sofort zugedeckt unteren Hälfte des auf kühl stellen. Butter warm werden lassen. 150 Grad vorgeheizten Schalotte andämpfen, Eierschwämme Ofens garen. (Für die Cakeund Petersilie beigeben, kurz mitdämpfen. form beträgt die Garzeit Portwein dazugiessen, köcheln, bis alle im Wasserbad 30 Min.) Flüssigkeit verdampft ist, würzen, etwas Garprobe: Die Masse darf abkühlen, unter die Fleischmasse mischen. auf Fingerdruck nur noch Masse in einen Spritzsack ohne Tülle geben, wenig nachgeben. Terrine in die vorbereitete Form füllen, glatt strei­ in der Form auskühlen.

Zutaten (für eine Terrinenform von ca. 5 dl oder eine Cakeform von ca. 20 cm) Farce 150 g Hirsch-Nuss, in ca. 1 cm grossen Würfeln, ¼ Teelöffel Salz, 1½ dl Rahm, 1 Eiweiss, verklopft, Pfeffer aus der Mühle, 20 g Butter, 1 kleine Schalotte, fein gehackt, 50 g Eierschwämme, grob gehackt, 2 Esslöffel glattblättrige Petersilie, grob gehackt, ½ dl weisser Portwein, ½ Teelöffel Salz, Pfeffer aus der Mühle Portweinsulz 1¼ dl weisser Portwein, ½ Päckli Sulzpulver Vor- und zubereiten ca. 45 Min. Anfrieren ca. 30 Min. Garen ca. 20 Min. Kühl stellen ca. 2 Std.

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mit Köchin Sibylle Sager

HirschEntrecôte

Zutaten (für 4 Personen) Fleisch 800 g Hirsch-Entrecôte am Stück, Öl zum Anbraten, ¾ Teelöffel Salz, wenig Pfeffer aus der Mühle Zwetschgensauce 1 Teelöffel Bratbutter, 300 g Zwetschgen, entsteint, geviertelt, 1 Teelöffel Zucker, 1 dl Rotwein (z. B. Châteauneuf-duPape), 2 dl Wildfond oder Fleischbouillon, 1 Sternanis, 1 Teelöffel Butter, weich, 1 Teelöffel Mehl, Salz nach Bedarf, wenig Pfeffer Rösti mit Schalotten 800 g Gschwellti (festkochende Sorte) vom Vortag, geschält, 50 g rote Schalotten, in feinen Ringen, wenig Muskat, ½ Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, Bratbutter zum Braten Vor- und zubereiten ca. 55 Min. Braten im Ofen ca. 12 Min.

u Entrecôte ca. 1 Std. vor dem An­braten aus dem Kühlschrank nehmen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Bratgeschirr in der unteren Hälfte des vorgeheizten Ofens heiss werden lassen. Fleisch würzen. Öl in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch rundum ca. 5 Min. anbraten. Herausnehmen, ins heisse Bratgeschirr legen, Fleischthermometer an der dicksten Stelle einstecken.

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Braten ca. 12 Min. in der unteren Hälfte des vorgeheizten Ofens. Die Kerntemperatur soll ca. 60 Grad betragen (à point). Danach ca. 10 Min. im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen ruhen lassen. Fleisch tranchieren, mit der Sauce anrichten. Für die Zwetschgensauce Bratbutter in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Zwetschgen und Zucker beigeben, ca. 5 Min. braten, herausnehmen. Wein, Fond und Stern­anis in dieselbe Pfanne geben, Flüssigkeit ca. auf die Hälfte einkochen. Sternanis herausnehmen. Butter und Mehl mischen, portionenweise darunterrühren, ca. 2 Min. kochen. Zwetschgen beigeben, Hitze reduzieren, ca. 5 Min. köcheln, Sauce würzen. Für die Rösti Kartoffeln an der Rösti­raffel in eine Schüssel reiben, Schalotten beigeben, würzen, mischen. Bratbutter in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Kartoffelmischung beigeben, unter gelegentlichem Wenden ca. 5 Min. anbraten. Rösti in 4 Portionen teilen, mit einem Ausstechring von ca. 10 cm ∅ zu kleinen Kuchen formen,

offen bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. goldbraun braten. Rösti wenden, wenig Bratbutter in die Pfanne geben, offen ca. 10 Min. fertig braten.

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Jäger-Toast

Zutaten (für 4 Personen) 400 g Rehschnitzel, quer in ca. 2 cm breiten Streifen, Öl zum Braten, 1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 1 dl Doppelrahm, 2 Esslöffel Preiselbeeren aus dem Glas, 150 g blaue Trauben, halbiert, entkernt, 8 Scheiben Nussbrot, geröstet Vor- und zubereiten ca. 15 Min.

u Fleisch portionenweise in heissem Öl je ca. 2 Min. braten, herausnehmen, würzen. Bratfett auftupfen. Rahm und Preiselbeeren beigeben, Bratsatz lösen. Trauben und Fleisch beigeben, aufkochen, auf den Toasts verteilen.

u al dente ab 8. November wieder auf

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Stilvoll essen mit Potenzial Gastgeber Piero Tenca mit Küchenchef Alessio Rossi.

Spaghetti Chitarra im Luxus-Ambiente Ristorante La Veranda im Hotel Splendide Royal, Lugano Noch werden nicht alle Erwartungen übertroffen, doch der Ausblick ist vielversprechend: Patron Piero Tenca wirds richten.

W

er pompöse alte Luxushotels liebt, ist im stilvollen Lokal mit den weiss gewandeten Kellnern am richtigen Ort. Hier gibts am Abend einen Viergänger, ein Gourmetmenü und eine grosse À-la-carte-Auswahl. Wir starteten mit Ravioli (gefüllt mit Büffelmilch-Ricotta aus Kampanien) auf gekochten Tomaten mit kandierten Zitronenstückchen – fein. Auf einer Brokkolicreme lagen die Spaghetti Chitarra, die vorher in einem mit Sardellen aromatisierten Öl gewendet worden waren und mit einem Rotbarbenfilet aufgetragen wurden – eben­falls gut.

Leider hielten die Hauptspeisen nicht ganz mit: Das Süsskartoffelpüree zu den Kalbsschnitzelchen mit Spargelstückchen war trocken und kaum gewürzt. Wir fanden uns damit ab, dass das Rindsfiletsteak à point serviert wurde, denn es hatte uns ja beim Bestellen ­niemand nach dem Garpunkt gefragt. Dass die Gänseleber dazu aber nicht in Form einer warmen Tranche, sondern als kalte Terrine daherkam, enttäuschte uns schon; dazu gabs übrigens noch eine mit Ricotta gefüllte Biskuitrolle, einen undefinierbaren Flan (Brokkoli?) und eine viel zu dominierende Merlotsauce. Das Dessert versöhnte uns halbwegs: Die fünf Sorbets schmeckten gut, das

warme Schokoladetörtchen war innen hübsch flüssig. Die Weinkarte bietet eine schöne Auswahl von Tessinern, Italienern und Franzosen, auch im Offenausschank wer­den gute Crus angeboten. Sie kom­ men auf dem «Weinwagen» daher, den der ­legendäre Patron und Sommelier Piero Tenca im «Motto del Gallo» in ­Taverne eingeführt hat. Er ist seit ­Sommer 2010 für die Restauration im «Splendide ­Royal» zuständig. Wir glauben, dass er die Küche bald zu noch ­besseren Leistungen anspornen wird, und geben zum Auftakt 13 Punkte. 

Foto Bruno Voser

wein-tipp Gaumen-erfrischung aus Chile Das Weingut Tarapaca wurde 1874 gegründet und gehört heute zu einem der führenden Betriebe von Chile. Der Sauvignon blanc 2009 (13 %) ist wunderbar aromatisch und erinnert an Zitrus- und Passions-

fruchtaromen. Im Gaumen ist er rassig und frisch. Man hat das Gefühl, gleichzeitig in eine Limette, eine eis­ gekühlte Aprikose, Minze­ blätter und eine grüne Peperoni zu beissen. Im Abgang ist der Weisswein ­trocken und erfrischend. Ein exotischer Tropfen

mit expressiver Ausdruckskraft. Rund und unkompliziert – und immer ein sicherer Wert. Ideal zum Apéro. Aber auch ein wunderbarer Begleiter zu Krusten­ tieren, Grilladen, exotischen Vorspeisen, Fisch-Carpaccio, Muscheln und GemüseLasagne.

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Auto

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Emotionaler Lader Kleine Kombis sind heute rar. Warum eigentlich? Kleinwagen mit zusätzlichem Laderaum sind doch eine feine Sache. Und praktisch. Das zeigt der neue Seat Ibiza ST.

D

ie Autos sind am Schrumpfen. Downsizing heisst das Zauberwort, und es macht sich nicht nur bei Motoren und Hubraum bemerkbar, sondern auch bei der Fahrzeug­grösse selbst. Das gilt für SUVs und Limousinen, aber auch für Kombis. Diesen Trend hat Seat erkannt und seinem kleinsten Modell Ibiza einen Laderaum verpasst. So ist der neue Ibiza ST – ST steht für Sports Tourer – mit 4,23 Metern ganze 18 Zentimeter länger als die SchrägheckVariante. Dafür verbirgt sich hinter der hübschen Heckklappe ein knapp 140 Liter grösserer Kofferraum als beim

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Bruder. Mit zwei Handgriffen lässt sich zudem die geteilte Rücksitzbank umklappen, und schon steht ein 1200 Liter grosser und fast flacher Laderaum zur Verfügung. Das macht den kompakten Ibiza ST zum idealen Begleiter für den Baumarkt oder für die Urlaubsfahrt. Trotz der zusätzlichen Länge ist der Fondraum nicht gewachsen, allerdings erleichtern die vergrösserten hinteren

Bewährt Das Cockpit ist identisch mit jenem der Limousine. Als Option gibts den ST auch mit dem beliebten Doppelkupplungsgetriebe.

Türen den Fond­einstieg. In Fahrt bringen den schicken Ibiza-Kombi fast die gleichen Motoren wie den Dreiund Fünftürer. Interessant ist der neue Drei-Zylinder-Benziner aus dem VW-Technikregal: Der 1,2-Liter leistet im Ibiza ST 60 PS. Das sorgt nicht unbedingt für viel «Auto Emoción», aber für gute Laune an der Tankstelle: Seat nennt einen Normwert von rund 5 Liter auf 100 Kilometer. Am anderen Ende der Leistungsskala steht ein 105 PS starker 1,6-Liter-Selbstzünder, der wesentlich temperamentvoller ans Werk geht. Zwar dauert es beim Anfahren einen kurzen Moment, bis er in Schwung kommt. Anschliessend beschleunigt er aber dank viel Drehmoment munter, und auch bergauf geht ihm nicht gleich die Luft aus. Für spanisches Temperament sorgen schliesslich das von Haus aus sportlich ausgelegte Fahrwerk und die direkte Lenkung. susan rocchetti


news

mercedes-Benz vian0 mehr eleganz für den familien-express u Insgesamt wirkt der neue Mercedes Viano eleganter und dynamischer. Mit der neuen Optik verabschiedet er sich von seinem Lieferwagen-Dasein und wappnet sich gegen seinen grössten Konkurrenten, den kürzlich überarbeiteten VW Multivan. Der komfortable Familientransporter wird wahlweise von drei Dieselmotoren (136, 163, 224 PS) oder einem 3,5-LiterV6-Benziner mit 258 PS angetrieben. Zudem werten zahlreiche neue Ausstattungsvarianten den variablen Innenraum auf. Der Fünf- bis Achtplätzer ist weiterhin in drei Karosserielängen sowie mit Allradantrieb erhältlich. Der neue Mercedes Viano steht ab CHF 52 610.– per sofort bei den Händlern.

Kombi Der entschlossene Blick des Seat Ibiza bleibt auch dem ST nicht vorenthalten.

seat ibiza st

Foto Werk/Susan Rocchetti

Flair Auch mit dem Kombiheck wirkt der Seat Ibiza ST eigenständig. u Motoren Benzin 60, 70, 85, 105 PS,

u Konkurrenten Peugeot 207 SW,

Diesel 85, 90, 105 PS u 0 bis 100 km/h 10,0 bis 16,7 s u Spitze 155 bis 190 km/h u Verbrauch 3,4 bis 5,9 l/100 km u CO2-Ausstoss 98 bis 139 g/km u Energieeffizienz-Kategorien A bis C u Verkauf ab sofort u Preis ab CHF 15 950.–

Renault Clio Grandtour, Skoda Fabia Combi u Unser Urteil Der neue Seat Ibiza ST ist ein prima Alltagsauto und wirkt trotz zusätzlichem Laderaum alles andere als bieder. Dabei ist der kleine Kombi recht exklusiv, denn er muss sich nicht einmal gegen eine Handvoll Konkurrenten behaupten.

ford mondeo optisch und technisch verfeinert u Ford hat den Mondeo aufgefrischt. Das leicht veränderte Blechkleid erhält ab Herbst Tagfahrlicht und Heck­ leuchten mit modernen LEDs sowie eine neu gestaltete Mittelkonsole. Mehr Neuerungen erfährt der Mondeo antriebsseitig. Neben dem 203 PS starken Ecoboost-Benziner ergänzt ein 2,0-Vierzylinder mit flotten 240 PS die Palette nach oben. Bei den Dieselmotoren übernimmt ein 2,2-Liter (200 PS) die Spitzenposition. Zugelegt hat der Mondeo bei den zahlreichen Assistenzsystemen: Automatisches Fernlicht, Spurhalte- und Totwinkelwarner, adaptiver Tempomat sowie ein Müdigkeitswarner sind optional ­bestellbar. Preise ab CHF 34 050.–. schweizer illustrierte

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Wer jetzt aufpasst, wird später belohnt!

woche vom 26. September bis 2. Oktober 2010 Dissonante Aspekte (u. a. Sonne in Spannung zu Pluto und Saturn, Jupiter zu Venus und Mars) weisen auf ein Ansteigen von Gewalttaten, Anschlägen, Naturkatastrophen (Erdbeben) sowie akute wirtschaftliche Probleme. Dissonante Merkur-Aspekte

signalisieren um den 1. und 2. schwierige Verhandlungen und Probleme im Transportwesen. Ungünstig für wichtige Termine oder einen Vertrag, speziell für die 3. Dekaden der Zeichen Schütze, Fische, Zwillinge und Jungfrau, die mehr als sonst auf der Hut sein sollten, um spätere Probleme zu vermeiden.

widder 21.–30. 3. Problem der letzten Wochen dürfte akut werden, Sie müssen auf Kompromiss ein­ gehen (26., 27., 1.). Einige werden mit neuer Situation (Folge von Ende 2009?) konfrontiert, müssen umdenken. 31. 3.–9. 4. Sie sind am 29. auf der richtigen Wellenlänge, einige freuen sich über eine Nachricht. Am 1. stehen Sie mit linkem Fuss auf, sind ziemlich reizbar. 10.–20. 4. Versuchen Sie, sich den Rücken frei zu halten, schaffen Sie (am Arbeitsplatz) klare Verhältnisse (27., 1., 2.). Eine Information sollten Sie vorerst für sich behalten!

stier 21.–30. 4. Sie knüpfen am 30. und 1. interessante Kontakte, sprechen sich offen aus. Am 26. sollten Sie mehr Toleranz zeigen (speziell dem Partner gegenüber)! 1.–10. 5. Lassen Sie sich am 26. verwöhnen! Gehen Sie aus (Konzert, Theater), besuchen Sie Freunde! Ihr Charme wirkt, Sie erleben schöne Stunden (zu zweit?). Aufregende Begegnungen am 1. 11.–20. 5. Superwoche! Sie ernten Früchte vom vergangenen Herbst, sind erfolg­ reich mit neuen Projekten. Für einige beginnt neue Karri­ ere oder neue Phase auf dem Gefühlssektor (28., 1., 2.).

zwillinge 21.–31. 5. Sie kommen trotz Hindernissen gut über die Hürden. Am 28. und 1. haben langfristige Vorhaben Rückenwind. Einige legen Grundstein für grösseres Projekt, können damit Zukunft absichern. 1.–10. 6. Sie haben wieder mehr Bewegungsfreiheit, er­ ledigen Dinge, die seit Wochen in der Warteschleife sind. Am 29. sollten Sie innerer Stimme folgen! 11.–21. 6. Sie haben keinen leichten Stand, es kommt zu Verzögerungen. Seien Sie speziell am 30., 1. und 2. auf der Hut, sich nicht mit dem Chef oder Behörden anlegen! Besser: der 27.

krebs 22. 6.–1. 7. Sie sind physisch im Schuss, werden aber mit Hindernissen konfrontiert (kritisch der 1.). Vor allem die vor dem 26. Geborenen sind in einer Phase grosser Umwälzungen, müssen sich anpassen (26., 27., 1.). 2.–12. 7. Venus verwöhnt Sie, Ihr Charme bezaubert. Am 26. und 1. sind Sie Mittelpunkt des Geschehens. Güns­ tig für Reisen, Kontakte, Verhandlungen. 13.–22. 7. Sie gehören zu den Gewinnern! Ihre Ideen und Vorschläge fallen auf fruchtbaren Boden (28., 1., 2.), ein grösseres neues Vorhaben (Folge von Mai?) bringt gute Resultate.

löwe 23. 7.–1. 8. Sie zeigen sich entschlossen. Dank methodischem Vorgehen stabilisiert sich Ihre Lage, Sie gewinnen Selbstvertrauen (27., 28.). Am 26. sollten Sie mehr Geduld zeigen. 2.–12. 8. Die Stimmung zu Hause könnte angespannt sein, speziell am 30. Hitzige Diskussionen (Kollegen?) am 27. Mit Freunden kommt ein Projekt gut voran (am 29.). 13.–23. 8. Sie müssen sich mit Finanzen beschäftigen (Dividende, Versicherungen, Kommissionen) und sollten auf der Hut sein (26., 1., 2.). Bleiben Sie möglichst realistisch!

jungfrau 24. 8.–2. 9. Gute Nachricht (Finanzen?) am 1. Sie sind physisch im Schuss, können am 26. Vor­ sprung gewinnen. Hektisch hingegen (Job?) der 28. 3.–12. 9. Am 29. legt man Ihnen Steine in den Weg, dank Ihrer Einsatzfreude und Argumente kommen Sie am 1. an Ihr Ziel. Ihr Charme öffnet Ihnen Tür und Tor, Sie gewinnen neue Freunde (26., 27.). 13.–23. 9. Ihnen fällt derzeit nichts in den Schoss, einige müssen sich mit einer neuen Situation (Partner?) anfreunden. Hektisch der 26., 30. und 1., etwas besser der 27. und 2. (Hilfe von Freunden).

waage 24. 9.–3. 10. Sie streben ein Gleichgewicht zwischen Job und Privatleben an, ziehen Bilanz. Am 26., 27. oder 1. sind Sie in Ihrer Bewegungs­ freiheit ein­geschränkt, machen aber am 28. Fortschritte. 4.–13. 10. Sie zeigen sich geistreich und schlagfertig (29.), könnten jedoch am 1. mit einer Bemerkung anecken. Ansonsten relativ ruhige Woche. 14.–23. 10. Chronische Beschwerden könnten wieder akut werden, Sie sollten vorbeugend etwas unternehmen (am 26., 30., 1., 2.). Halten Sie sich aus Intrigen (im Job) heraus.

skorpion 24. 10.–2. 11. Sie sind dynamisch, sollten aber Ihre Kräfte nicht überschätzen. Am 26. und 30. schiessen einige weit übers Ziel. Am 1. entdecken Sie neue Horizonte. 3.–12. 11. Venus signalisiert schöne Stunden voller Romantik, Mars verdoppelt Ihren Charme (26., 1.). Rückenwind für künstlerische Projekte? 13.–22. 11. Sie haben die Lage unter Kontrolle, sind auf der Überhol­ spur (26., 30., 1., 2.). Neue Vorhaben gelingen, Projekte von April/Mai bringen gute Ergebnisse. Sie sind kreativ, die um den 19./20. Geborenen landen Volltreffer.

schütze 23. 11.–2. 12. Ihre Anstrengungen werden belohnt, Sie haben freie Bahn. Gute Voraussetzungen für ein Vorhaben, mit dem Sie Ihre Zukunft absichern (28., 1.). Hören Sie am 26. nicht auf Klatsch! 3.–12. 12. Sie klären am 29. im Gespräch ein Missverständnis. Aus­ serdem haben Sie bessere Karten, holen Verspätung auf. 13.–21. 12. Sie sind weiterhin unter Druck, es fällt Ihnen schwer, sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren. Vor allem die nach dem 17. Geborenen stossen auf Widerstand (26., 30., 1., 2.; Probleme mit Behörden? Papierkram?).

steinbock 22.–31. 12. Sie müssen sich auf (berufliche?) Veränderung einstellen, am 26., 30. und 1. wird Ihre Ge­ duld auf harte Probe gestellt. Besser läufts am 28., auch weil Freunde helfen. 1.–10. 1. Venus vertreibt die Wolken, Ihr Charme verfehlt kaum seine Wirkung. Sie gewinnen Freunde, entdecken aufregende neue Horizonte (26., 27., 1.). Günstig für Studien, Kontakte, eine Reise. 11.–20. 1. Sie kommen gut über die Runden, gehören zu den Favoriten der Sterne (28., 1., 2.). Neue Vorhaben gelingen, einigen winkt eine Glückssträhne (Folge von April/Mai?).

wassermann 21.–30. 1. Sie sind konstruktiv, verwirklichen einen alten Traum (Immobilien? Ausland? Reise?). Am 28. und 1. winkt einigen eine Anerkennung. Nur die nach dem 26. Geborenen sind nervös und reizbar (26.). 31. 1.–9. 2. Beziehungen am Arbeitsplatz (Kollegin?) sind nicht gerade harmonisch (30., 2.). Am 26. hängt bei eini­gen der Haussegen schief, am 29. hingegen sind Sie gut gelaunt. 10.–19. 2. Finanzielle Entscheidungen sollten Sie gründlich überdenken und sich möglichst gut ab­ sichern (26., 30., 1., 2.). Am 28. sehen Sie die Lage klarer.

fische 20. 2.–1. 3. Guter Zeitpunkt, um etwas gegen chronische Probleme zu unternehmen (mehr Vitamine, gesündere Ernährung, mehr Bewegung usw.). Mars ­stimuliert Sie (26.). 2.–10. 3. Traumwoche! Sie sind gut im Schuss, Venus symbolisiert heisse Flirts, Momente voller Leidenschaft. Sie entdecken neue Horizonte, ­lassen sich verwöhnen (26., 27., 1.). Zeigen Sie am 29. mehr Geduld! 11.–20. 3. Vorhaben (von April/Mai?) bringen jetzt erste Resultate, trotz einiger Hindernisse (26., 30.,1.) meist schöne Erfolge: Ihr Mut wird belohnt.

ihr tages-horoskop 104

Dr. Elizabeth Teissier

Mit dem Astro-Telefon haben Sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

weekend

Horoskop


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schweizer illustrierte

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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die dritten Buchstaben, von oben nach unten gelesen, und die sechsten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. ZAHLENSCHLÜSSEL

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Wer häts – ohä lätz Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. SO KÖNNEN SIE 20 FRANKEN GEWINNEN: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss Sonntag, 26. September 2010

Kreuzwort-Chaos

LÖSUNGSWORT

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schweizer illustrierte

Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.


Spiele Sudoku

mittel

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Conceptis Puzzles

Teilnahmeschluss Sonntag, 26. September 2010

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schwer

Gewinnen Sie 1 × zwei Übernachtungen für 2 Personen im DZ im Romantik Seehotel Sonne in Küsnacht im Wert von 1000 Franken! Romantische Momente in einem passenden Rahmen feiern. Geniessen Sie zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit einzigartigem Seeblick, gönnen Sie sich ein paar erholsame Stunden in unserer feinen Wellness-Oase am See und geniessen Sie anschliessend ein 4-Gang-Menu im Restaurant Sonnengalerie. Romantik pur – für zwei, die sich gerne haben. www.sonne.ch

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Ikebana, 2. Madeira, 3. Hungern, 4. Chester, 5. Saastal, 6. Eiweiss, 7. Bedeckt, 8. Einwand, 9. Doubeln, 10. Naefels, 11. Ethisch, 12. Aechten, 13. Hostess, 14. Neigung, 15. Entwurf, 16. Riniker, 17. Roehren, 18. Aarburg, 19. Niedrig Lösungssatz: Narrenhaende beschmieren Tische und Waende.

REBUS

SPINNE NETZ FEDER SPENDE

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Conceptis Puzzles

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KREUZWORTRÄTSEL

Lösung: ORCHESTER schwer

7 5 1 3 2 4 8 6 9

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8 6 1 5 3 2 7 9 4 1 3 4 5 9 7 9 2 8 6 4 6 1 3 7 8 7 5 4 2 9 3 5 1 8 6 685 Lösung: 5 3 7 1 2 4 9 2 8 6

2 8 6 3 5 1 4 9 7

7 5 8 1 9 6 2 4 3

9 6 2 5 4 3 7 8 1

4 3 1 7 2 8 9 6 5 06010002544

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Lösung: 358

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

LÖSUNGSWORT

SUDOKU mittel 6 2 5 7 9 8 1 4 3

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Rebus

WER HÄTS – OHA LÄTZ

1 9 3 4 5 2 7 8 6

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Telefon 0901 908 103 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz) SMS Schicken Sie ein SMS mit ZIFFER, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die 530 (CHF 1.–/SMS) Beispiel ZIFFER 473 an 530 Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://wapteilnahme-online.vpch.ch/ SCH24528 (über das Handynetz)

Auflösung aus Heft 37

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Und so nehmen Sie teil:

Teilnahmeschluss Sonntag, 26. September 2010

Lösung: RINDE

Und so nehmen Sie teil: Telefon 0901 908 120 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz) SMS Schicken Sie ein SMS mit SUDOKU, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die 530 (CHF 1.–/SMS) Beispiel SUDOKU 512 an 530 Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://wapteilnahme-online.vpch.ch/ SCH24524 (über das Handynetz)

Lösung: 785

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weekend

Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


outdoor

Nina l


Das Ziel immer im Blick Bild links: Nina klettert in der stark über­hängenden Ali-Baba-Route in Südfrankreich; ihr Freund Cédric Lachat (grüne Jacke) sichert sie. Bild rechts: Einen Tag nach ihrer Gewaltsleistung hängt Nina während einer Fotoshooting-Pause im Seil.

a Macchina Sie ist eine der besten Felskletterinnen der Welt: Jetzt hat die Bündnerin nina caprez, 23, eine Wahnsinns-Route ­bezwungen – Ali Baba. Ein Märchen aus 1001 Schweissperle.

schweizer illustrierte

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outdoor

«Ich hänge halt gern» Die 23-jährige Bündnerin bringt alles mit, was es für Ali Baba braucht: starke Nerven, hohes Kletterkönnen und einen extremen Willen.

«Mir ist keine andere Frau bekannt, die diese lange und weit überhängende Route draufhat» Robert Bösch, Outdoor-fotograf

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schweizer illustrierte


outdoor «Das ist Liebe» Nina wird von Cédric beraten, betreut und gesichert. Hier am Standplatz zwischen zwei Seillängen. Auf einem Sitzbrett ruht sich Nina aus. Bild unten: Nina und Cédric übernachten nahe der Ali-Baba-Route im Freien.

Text marcel Huwyler Fotos Robert Bösch

W

«Ich liebe beim Klettern das Gefühl, dem Himmel näher zu kommen» Nina caprez

arum bewerten wahre Meis­ ter ihr Können immer viel zu bescheiden? In diesem Fall eine Meisterin am Berg: Nina Caprez, Bündnerin, 23 Jahre jung. «Ich hänge halt gern», sagt sie. Hänge halt gern … Tiefstaplerin! Eine der weltbesten Felskletterinnen ist diese Nina Caprez. Senkrechte, noch lieber überhängende Wände durchsteigt sie mit der Kadenz, Ausdauer und Zuverlässigkeit einer ­Maschine; «Nina la Macchina» wird sie drum genannt. Ihr neustes Aben­ teuer trägt den Titel eines Märchens aus 1001 Nacht: Ali Baba – eine der schwie­ rigsten Kletterrouten der Welt. Aiglun, das Dorf in Südfrankreich, ist ein Eldorado für Felskletterer. Hier thront Ali Baba. Eine 250 Meter hohe, überhängende Wand, knackigster u schweizer illustrierte

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outdoor u Kalk,

acht Seillängen vermint mit kletter­technischen Abartigkeiten. «8a+» lautet der Schwierigkeitsgrad in der Klet­ tersprache, für Laien übersetzt: extrem­ sauschwer. Viele Topkletterer sind an Ali Baba gescheitert, erst drei Männer haben die Fabelwand durchstiegen. Nina Caprez versucht es heute trotzdem. Oder eben erst recht. Sie liebt das Gefühl, «dem Himmel näher zu kommen». Ein Montagmorgen im Spätsommer, 20 Grad, leichter Wind – «perfekt», ver­ kündet Nina. Ihr Freund Cédric Lachat, bester Schweizer Wettkampfkletterer und weltweit unter den Top fünf, sichert sie. Nina krallt sich in die Wand. Bei ihrem ersten tiefen Fall ist sie drei Jahre alt. Ihre älteren Ge­schwister klettern daheim in Küblis auf Bäume. Nina trotzig und mutig hinterher, purzelt hinunter, bricht sich den Arm. Und wagt es bald danach erneut. Zäh war Nina schon immer, willensstark und ausdauernd. Sie ist noch klein, als ihr Vater in den Bergen tödlich verunglückt. Die Mutter muss künftig zur Arbeit, die Kinder hel­ fen daheim. Sie habe oft gehadert, erzählt Nina, wenn sie als Teenager haushalten musste, während ihre Kol­legen im Aus­ gang waren. Damals fühlt sie, wie wich­ tig ihr Unabhängigkeit und Freiheit sind. Dass es ein Privileg ist, tun und lassen zu können, was sie will. Dieses Gefühl wird ihr Leben prägen. Mit 13 besucht Nina ein Kletterlager, wird mit dem Bergvirus angesteckt. Nach der Matura wird sie – zum Schrecken besorgter Verwandter – Profikletterin, holt sich 2006 zwei nationale Meister­titel in der Halle. Dann wird es ihr zu eng. «Die Liebe zum Fels trieb mich aus dem Tal hinaus in die Welt.» Dank des Sport­ kletterns lernt sie spannende Leute und exotische Orte kennen. «Diese Dinge würde ich nie gegen ein geregeltes Ar­ beitsleben tauschen wollen.» Wo findet ein so freiheitsliebender Mensch sein Nest? Seit August wohnt Nina mit Cédric in der südostfran­ zösischen Stadt Grenoble. «Der perfek­ te Ort» für Nina, umgeben von Ski- und Klettergebieten; zudem sind – sie kommt ins Schwärmen – die Franzosen tolerant, geniessen das Leben, «und keiner rollt hier mit den Augen, wenn ich als Beruf Sportlerin angebe». Dann natürlich das Essen, der Wein … O ja, doch, doch, betont Nina, sie schlemmt gern. Am liebsten in der Grenobler Altstadt, eine «Magret de canard», Entenbrust, dazu ein Glas Rotwein. Klar, so gibt sie zu: Würde sie weniger wiegen, könnte sie noch extremere Routen klettern. «Aber

dann würde ich viele Genüsse im Leben verpassen.» 1 Meter 70 gross ist sie, 57 Kilo schwer, spinnengewandt die Arme und Beine, die Hände so ledrig und schwielig wie ein Galeerenruderer, der Körper voller blauer Flecken, die linke Schulter schmerzt; praktisch, dass es gleich vis-à-vis der Wohnung eine Apotheke hat. Nina la Macchina ist aber auch «gern Frau», Schmuck mag sie, Hand­ taschen, und letzthin hat sie ihr erstes Cocktailkleid gekauft. Sie umgibt sich gern mit schönen Dingen. Wände und Vorhänge in ihrer Wohnung leuchten in warmen Terrakotta-Tönen, die Möbel sind schlicht, funktional, und alles im Haus ist mit einem Hauch Asien garniert. Auch beim Kochen. Nina liebt Currys. Deren Schärfe gibt ihr den nötigen Kick – erst recht am Fels. Drum köchelt sie immer, bevor sie in eine Wand steigt, auf dem Campingkocher ein Curry. Das ist auch heute so. Mit einem grünen Curry im Magen wagt sie sich an Ali Baba. Stundenlang klettert, klemmt, stemmt sich Nina durch die über­hän­ gende Wand. Ihr Geist wird noch ärger strapaziert als der Bizeps. Müdigkeit, Schmerz, Hitze und Durst – Nina blendet alles aus, konzentriert sich nur immer auf den nächsten Zug, lässt nur positive Gedanken zu. Ihre mentale Stärke ist auch Aus­ nahmealpinist Ueli Steck aufgefallen: «Das Einzigartige an Nina ist ihre Psy­

che. Diese Leidenschaft und positive Einstellung muss man erst einmal haben. Nina wird den Klettersport in Zukunft prägen!» Auch Outdoor-Fotograf Robert Bösch, der Ninas Ali-Baba-Tour begleitet, sagt: «Mich beeindrucken ihre grenzen­ lose Begeisterung für das Klettern und ihre Bereitschaft, sich bis aufs Letzte zu fordern.» Ihm sei keine andere Frau be­ kannt, die diese lange und überhängen­ de Route draufhätte. «Nina bringt alles mit, was es für Ali Baba braucht: starke Nerven, hohes Kletterkönnen, einen ex­ tremen Willen.» «Und einen Partner wie Cédric!», ergänzt Nina. Er schleppt für sie das Material, bereitet alles vor, sichert sie; das, sagt die 23-Jährige, das ist Liebe! Und dann ist es geschafft. Sind sie geschafft – die Ali-Baba-Route und Nina. «Die schwierigste und schönste Kletterei, die ich je erlebt habe», am Ende fühlte sie sich wie eine «grosse Kuh am Seil». Diese Leistung kata­ pultiert sie in die Liga der ganz grossen Felskletterer. Nina sagt, sie will in dem, was sie tut, die Beste der Welt sein. Schon kennt sie ihre nächsten Kletter­ ziele, spricht von «Gemäuer» in Mexiko und auf Kuba. Aber erst mal – ausruhen. Wie sieht Wellness à la Nina aus? Sie klettert. Schon wieder. Diesmal abwärts, 14 Stunden lang, in «ein tiefes Loch». Mit Cédric «erholt» sie sich in den Höhlen­ systemen Frankreichs. Eine Nina Caprez findet überall die grosse Freiheit – selbst tausend Meter unter der Erde. 

«Die Liebe zum Fels trieb mich aus dem engen Tal daheim hinaus in die weite Welt» Nina caprez

Der Lohn Nach dem Ali-Baba-Abenteuer gönnt sich Nina ein Glas Rotwein. schweizer illustrierte

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Publikums­lieblinge: Für ihre furiosen Tanz- und tadel­losen Gesangseinlagen ernten Maja Stolle (Frau Galli) und Andrea Zogg (Max Bodmer) Standing Ovations.

Party

Hochkarätige Gäste: Oscar-Preisträger Xavier Koller (1991: «Reise der Hoffnung») und «Die Schweizer­macher»-Filmregisseur Rolf Lyssy (r.).

«Zu Hause unschweizerisch Feiern bald mit «Huus­fründe» chaotisch»: Sandra Studer Premiere: Hubert Spiess und mit Ehemann Luka Müller. Erich Vock (r.).

Staatskunde mit den Stars Premiere des Musicals «Die Schweizermacher» in Zürich

K

ein anderer Film lockte so viele Besucher ins Kino. Dabei hatte Regisseur Rolf Lyssy «Die Schweizermacher» ursprünglich als Bühnen­ produktion angedacht. «Ich träumte schon 1978 von einem Musical. Doch das Publikum war damals noch nicht so weit.» 32 Jahre nach dem Film kommt das Stück am vergangenen Donnerstag in der Zürcher Maag-Halle doch noch auf die Bühne – und ist aktueller denn je. «Die Integration wird heute noch kontroverser diskutiert», sagt «Ewigi Liäbi»-Komponist Padi Bernhard. Oder gefeiert – etwa im Fall von Schau­ spieler Hanspeter Müller-Drossaart: «Meine holländische Ehefrau Franziska konnte just vor der Premiere ihren roten Pass abholen!» Den besitzt die Halb-Spanierin Sandra Studer bereits – als Vorzeige-Eidgenossin sieht sie sich aber nicht. «Ich bin unordentlich.» – «Nicht du, nur unsere Wohnung», kontert ihr Ehemann Luka Müller. Wenig schweizerisch zeigt sich auch Schauspieler Jörg Schneider: u

Schauspieler Hanspeter MüllerDrossaart und Frau Franziska.

Lass dich drücken! Emil Steinberger, der im Film Moritz Fischer spielte, umarmt Begeistert vom Musical: SchauspielLiebling Stephanie Glaser. Musical-Pendant Rolf Sommer (r.). schweizer illustrierte

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Party

Traute Zweisamkeit: Marc Werner, Swisscom, und Gattin Marie-Line.

Heissen die Gäste willkommen: MusicalProduzent Darko Soolfrank und SI-Chefredaktor Nik Niethammer (r.).

party-facts VaterTochterAbend: OpelVerkaufs­ leiter Peter Schmid mit Simone.

Bühnen-Liebe: Rolf Sommer und Iréna Flury. Gastgeber Schweizer Illustrierte Tatort Maag-Halle, Zürich Food Häppchen aus Schweizer Käse, Trockenfleisch und Rösti, Orangenjus, Champagner Most wanted Den Besuchern wurde ein roter Pass in die Hand gedrückt, der sich als Wörterbuch Schweizerdeutsch–Deutsch entpuppte

Ein echter Kavalier: Schau­ spieler Jörg Schneider führt seine Ehefrau Romy aus.

Party-Rating



Jungstar Iréna Flury mit ihrem englischsprachigen Freund Max Selim: Er verstand kein Wort und fühlte sich dennoch «bestens unterhalten».

u «Beim Aufzählen der sieben Bundesräte komme ich ins Schwitzen.» Das findet Filmregisseurin Bettina Oberli nicht weiter schlimm: «Für mich zählt nur, dass die Frauen nach der Ersatzwahl am Mittwoch die Mehrheit in der Landesregierung bilden!» «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser lässt sich von beiden Geschlechtern beeindrucken: «Die Leistung der Hauptdarsteller Andrea Zogg, Rolf Sommer und Iréna Flury haut mich um.» Letztere zeigt sich nach der ­Premiere euphorisch: «Stehende Ovationen! Wahnsinn! Ich bin stolz, dass wir das Publikum so begeistern konnten.» Darunter Oscar-Preisträger Xavier Koller, der ­extra für die Premiere aus Los Angeles angereist ist und begeistert Beifall klatscht. Kabarettist Emil Steinberger zeigt sich vom aufwendigen Bühnenbild beeindruckt. Und TVModerator Marco Fritsche ist von der Musik angetan: «Der Hühnerhautfaktor ist extrem hoch! Und die Texte sind genial.» Grund genug für Produzent Darko Soolfrank, zu hoffen, dass das Musical dem Film alle Ehre macht: «Das Kassenschlager-Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.» Text sylvie Kempa, Fotos bruno voser

«Köstlich kleinkariert – aber ganz gross!»

Die wahren Schweizermacher

Nachwuchs-Eidgenosse im Bauch: Nadja «Nadeschkin» Sieger in Begleitung von Regisseur Tom Ryser.

Auch hier ist ein Schweizerchen unterwegs: Susanne Kunz mit Moderationskollege Marco Fritsche. schweizer illustrierte

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Notabene

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Tanz der Weisswesten

er hiesige Eiertanz der Weisswesten­ Gejammer und Kleingerede unseres Landes. Kein Wunder, dre­ figuren ist immer wieder amüsant! Nur schen die zunehmend verarmten EU-Länder und die USA im­ nirgends anecken, schön durchschlängeln mer mehr auf uns ein. Die merken nicht nur, wie erfolgreich und und ja keine heissen Eisen in die Hand wohlhabend die Schweiz ist, sondern vor allem, wie hanebüchen nehmen, es könnte der Karriere schaden. unsere Politiker verhandeln. Eine perfekte Einladung an die mit Das Phänomen der glattzüngigen Konflikt­ allen Abwassern gewaschenen Polit-Dealer. Kleiner Verhand­ scheu zeigt sich nicht nur unter Mit­ lungs­tipp: Man kann auch mal NEIN sagen, stillhalten, ohne gleich bürgern, sondern längst auch im Bundes­ Angstschweissausbrüche zu bekommen und Untergangsszena­ rat. Keiner will niemandem wehtun und rien zu verbreiten. Das ist oft besser als vorauseilender Gehor­ der «Böse» sein, weil das Gegenüber schnell betroffen reagiert sam und falsche Anpassung. Unser Land hat im Umgang mit und dann von der sachlichen auf die persönliche Ebene wech­ mächtigen Nachbarn historisch bewährte ­Überlebenserfahrung: selt. Zweifler, Einmischer und Widersprecher werden zu Fein­ eine Kombination aus Flexibilität und Festigkeit. Das ganze den. Die Emotionen kochen dort hoch, wo eigentlich kühle Köp­ Ausland beneidet uns um diese Staatsform. fe und präzise Analysen angesagt wären. Aus einer inhaltlichen Wir Rosinenpicker? Klar, wir stehen auf Qualität, aber wird plötzlich eine moralische Debatte. Die Folge davon sind geben wir denn nichts? Haben wir nichts zu bieten? Sind wir Misstrauen, Missgunst und schlechte Resultate. herzlos gegenüber der Dritten Welt? Bezahlen wir Obendrauf gibts den heuchlerischen Blen­ «Zu viel nicht Milliarden für den Osten, ohne etwas zurück­ derbegriff «Kollegialitätsprinzip»! Das funktioniert Respekt ist zubekommen? Ist der Schengen-Vertrag wirklich so gut für uns? Sind wir nicht der zweitgrösste dann in Tat und Wahrheit so: Obwohl alle im Bundes­ Importeur von EU-Produkten? Unsere Verkehrs­ rat irgendwann begriffen haben, dass in Libyen die genauso wege und Verlässlichkeit? Unsere Spitzentechno­ politischen Uhren etwas anders ticken als hier und ungesund logie? Stellen wir nicht die beste Volkswirtschaft mit dem USA/UBS-Deal Schweizer Recht verletzt der Welt? Unsere Erfindungen, die Freiheit des In­ wurde, unternahm keiner etwas, die zwar herzhaf­ wie kein ten, aber eher unglücklichen Soloversuche von Bun­ Respekt» dividuums …? Sind das keine Trümpfe? Man könn­ desrat Merz zu hinterfragen, ihn zu stoppen oder ihm te es meinen, wenn wir die Linken in Parlament wirkungsvoll zu helfen. Nein, schlimmer noch: Fast alle «Kolle­ und Bundesrat sprechen hören! Sie verfallen der Isolationsgen» fielen ihm in den Rücken und spielten seine Schwächen Bullshit-These und der Soziallüge, wo Akuthilfe im Notfall der Presse zu. Das ist einfacher, und man steht selbst besser da. längst zu alternativem Lebensentwurf und Lifestyle mutiert Teamwork als Alibi anderen die Schuld in die Schuhe zu schie­ ist! Man möchte alles vom Sozialstaat, und fast niemand will wirklich etwas dafür tun. Eine einzige Einbahnstrasse, wo ben. Wahrlich: Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde! Der sicher nicht einfache Posten des Papiertigers im die Flucht in die EU-phorie auch nicht die Lösung ist. Nein, Bundeshauskäfig bringt aber auch ein paar Annehmlichkeiten. Genossen, wir selbst sind die Lösung, und nicht die anderen! 430 000 Franken pro Jahr, dazu Auto, ein paar Extras wie Nicolas Hayek hatte recht, wenn er sagte: Es wäre Chauffeur und eine Rente von 220 000 nach Abgang. Im Bun­ gut, wenn man sich wieder darauf zurückbesänne, was wir deshaus, diesem alten, üppigen Palast, der an ein museales wirklich können und womit die Schweiz mal gross geworden Sechs-Sterne-Kurhotel im Engadin erinnert, fehlt es an nichts. ist. Es sind unter anderem der exzellente Ruf des Landes, Die Bundesräte werden fast mit königlichem Respekt ver­ die Stabilität, der Rechtsstaat, die stärkste Währung der Welt, wöhnt, umweibelt und gehätschelt. Doch zu viel Respekt ist tiefe Steuern, ein vernünftiger Sozialstaat und Innovation. genauso ungesund wie kein Respekt! Ein Leben im Elfenbein­ Merkt euch das, ihr Druiden in Bern, und beginnt endlich turm, umgeben von Marmor und schweren Edelhölzern, wieder das umzusetzen, was die Mehrheit des Landes will: scheint nicht gerade förderlich zu sein, um einander zu finden. eine halbautonome Schweiz, die nebst einer gewissen WeltWie ich höre, schafft man es nicht mal an Sitzungstagen, hie Annäherung auch vehement für eigene Lösungen kämpft. Nur Mut, wir können es!  und da gemeinsam am selben Tisch zu Abend zu essen. Was erwarte ich vom Bundesrat? Vor allem muss end­ lich die Selbstverstümmelung aufhören. Ständig höre ich ­dieses Chris von Rohr, 58, Musiker, Produzent und Autor

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«Babys sind immer herzig und einmalig!» u Das süsseste Baby gesucht,

SI 37/2010 «Süss sind alle 15 Babys – aber meine Stimme bekommt Emily. Für mich ist sie die Herzigste!» Rosmarie Studer, auf SI online

«Muttermilch macht stark und froh, das ist bei Noah sicher so. Strahlende Augen und in den Armen Kraft, ich glaube, dass er es zum Sieger schafft!» Annemarie Biner, auf SI online

«Wir wohnen vis-à-vis von Joline und kennen sie seit Monaten. Sie ist immer fröhlich. Für uns ist sie das süsseste Baby – auch wenn sie nicht gewinnt.» Kurt und Karin Kaufmann, auf SI online

«Galass ist für mich der grösste Schnüggel und somit für mich das absolute Gewinnerbaby. Aber Babys sind immer herzig und einmalig.» Gertraud Zihlmann, auf SI online «Grundsätzlich bin ich ein grosser Fan der Schweizer Illustrierten. Doch mit der Wahl zu ‹Miss & Mister Pampers› habe ich Mühe. Nun streiten sich gewisse Eltern schon darüber, ob das Voting mit rechten Dingen zu und her gehe. Ich bin der Meinung, dass es viel wichtiger wäre, daran zu erinnern, dass es nicht selbst­ verständlich ist, ein hübsches und vor allem gesundes Kind in den Armen zu halten.» Barbara Oswald, per E-Mail «Es sind doch alle 15 Babys Gewinner!» Walter Theler, auf SI online

«Levin, süss siehst du aus, unsere ­Stimmen hast du. Lässige Frisur!» Gerry und Prisca Baumgartner, auf SI online

«Die Babys sind alle ganz süss, die Reportage hat uns sehr gefallen, und die Bilder

sind toll geworden. Das Online-Voting ist leider unprofessionell.» Peter Felber, auf SI online

«Natürlich sind alle Babys schön. Aber Lockenköpfchen Zoé gefällt mir schon deshalb, weil ich eine Enkelin habe, die ähnlich aussieht.» Anna Sollberger-Graf, auf SI online

Vielen Dank für die Kommentare! Wie bei anderen Wettbewerben und Votings können alle ihre Stimme so oft abgeben, wie sie wollen. Das Team von SI online überwacht jedoch die eingegangenen Stimmen und hat auch Übersicht über die IP-Adressen. Die Redaktion schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

willi

impressum Nr. 38, 99. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362

«Das ist aber extrem lieb, dass Sie meine Stangen­ bohnen bewachen.»

Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chefredaktor/Nachrichtenchef Stefan Regez MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Freeflow AG; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Previon AG; Presse TV AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medien­integration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; FMU Free Media Ukraine Ltd.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.


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