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7. Juni 2010 CHF 4.50

WM-Extra 68 SEitEn

Jasmin Brunner, 22

Kerstin Cook, 21

Sabrina Guilloud, 23

Jennifer Hurschler, 23

Carole J채ggi, 22

Laura K채mpf, 19

Arjeta Lataj, 21

Noemie Leibinn, 18

Die 12 Kandidatinnen ganz privat

Wer wird Miss Schweiz?

Anic Lysser, 21

Jennifer Pennisi, 21

Nathalie Raguth, 18

Nadine Sch체pfer, 22


Inhalt

HEFT 23, MONTAG, 7. JuNi 2010

Titel

Titelfoto Thomas Buchwalder, Inhaltsfoto Kurt Reichenbach

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Wer wird Miss Schweiz? 12 Finalistinnen verraten, wer sie sind und was sie lieben. Intime Einblicke – auch ins Schlafzimmer

Leute 7 8

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Tagebuch von Nik Niethammer Leute Stefanie & Lena, Walter Roderer, Nöldi Forrer, Jan Bühlmann, Ariella Kaeslin, Nicole Berchtold, Philippe Huber Simonetta Sommaruga Wer kontrolliert die Banken und ihre Boni? Die SP­Stände­ rätin im grossen Interview der Woche Harry Hohmeister Nonstop in die «Stadt des Herzens»: mit dem Swiss­CEO nach San Francisco

100

u Prächtig! «Nächstes Mal komme ich als Fahnen­ schwinger!» Der 3­jährige Dario gisler aus Buochs NW war mit Schwester Melanie, 5, am nationalen Trachtenfest in Schwyz.

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Inhalt

Fussball-WM 36 42 44

Chantal & Rainer Maria Salzgeber Das Geheimnis ihrer grossen Liebe Joseph S. Blatter WM als Vermächtnis: Warum der Fifa-Chef auf Afrika setzte Nik Hartmann & Stephan Lichtsteiner Der TV-Liebling und der Fussball-Star über ihr Engagement in Afrika

Gesellschaft 100 Trachtenfest 100 000 kamen ans Eidgenössische in Schwyz: die Bilder!

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Die Besten 57

u VerBunden Auch wenn er jeden Abend im Studio vor der Kamera steht und sie zu Hause nach dem Rechten schaut – TV-Star rainer Maria Salzgeber und seine chantal lieben sich nach elf Jahren noch so sehr wie am ersten Tag!

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Shopping 63

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 75 76 78 80

Tinnitus! Was Mr. Schweiz Jan Bühlmann gegen das lästige Pfeifen machen kann COPD? Das chronische Lungenleiden macht Sie atemlos – testen Sie Ihr Risiko! Dr. Stutz rät Vergessen Sie Ihren Tinnitus! Gesunde Zähne Dossier und grosser Test

Weekend 87

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party Fotos Thomas Buchwalder, Marcel Nöcker, Hervé Le Cunff

108 Swiss Economic Forum Interlaken BE «Bellevue Palace»-Fumoir Bern

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u Hartnäckig Die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga will die Banken an die Kandare nehmen.

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Und … 112 114 92 96 113

Notabene von Helmut Hubacher Die Liste von Mark van Huisseling Impressum Horoskop Leserbriefe

u Beflügelt Als Swiss-CEO sorgt Harry Hohmeister dafür, dass seine Traumdestination angeflogen wird.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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tagebuch

Die «Tour de Miss Suisse» Die Wahl

Nik Niethammer, Chefredaktor

Fotos David Biedert / tilllate.com, Marcel Nöcker

Bitte lächeln! Die Finalistin Sabrina Guilloud, 23, posiert für SI-Fotograf Thomas Buchwalder (o.). Die Studentin isst weder Fleisch noch Fisch und macht auch auf Rollerblades eine gute Figur (l. mit SI-Fotograf Marcel Nöcker).

Der Job verlangt Taktgefühl, starke Nerven und Sitzleder: Ich meine nicht den Job der schönsten Schweizerin, ich spreche vom Team, das in der vergangenen Woche für Sie unterwegs war. Auf der «Tour de Miss Suisse» besuchten wir die zwölf schönsten Schweizerinnen bei sich zu Hause. Eine davon wird am 25. September zur neuen Miss Schweiz gekrönt. Heuer für Sie im Einsatz: SI-Reporterin Daniela Zivadinovic (porträtierte bereits zweimal die Mister-Schweiz-Kandidaten) und SI-Fotograf Marcel Nöcker (fuhr mit dem Auto 2000 Kilometer in sieben Tagen). Wer sind sie nun, die zwölf Finalistinnen? Als bekannt wurde, dass die ersten Bilder gezeigt werden, drängelten sich auffallend viele Kolleginnen in den Konferenzraum. Und erfuhren von unserer Reporterin aus erster Hand die spannenden Missen-News: Drei Kandidatinnen sind blond, neun brünett oder dunkel. Vier Auserwählte sind noch Single, acht haben einen Freund, eine ist verlobt! Die Ähnlichkeit von zwei Kandidatinnen mit den US-Schauspielerinnen Sarah Jessica Parker und Eva Mendes verblüfft. Schier endlos die Geschichten vom Making-of (klicken Sie auch auf www.schweizer-illustrierte.ch): Beim Fotoshooting handelte sich eine der jungen Frauen einen zünftigen Muskelkater ein, eine andere posierte bei knapp 10 Grad im Bikini an einer befahrenen Strasse, sehr zur Freude zahlreicher Autofahrer. Das kürzeste Shooting dauerte 15 Minuten, das längste fünf Stunden. Erraten Sie, welches? Die zwölf schönsten Schweizerinnen: Wie sie leben, wen sie lieben – ab Seite 16.

Tinnitus «Ich habe seit eineinhalb

Jahren einen Tinnitus, ein ständiges Summen und Pfeifen in beiden Ohren», sagte Jan Bühlmann letzte Woche im Exklusiv-Interview mit der Schweizer Illustrierten. Die Aussage des neuen Mister Schweiz sorgte für grosses Aufsehen. Unzählige Leserinnen und Leser meldeten sich bei uns, schilderten ihr Leiden und die Erfahrungen mit dem «Klingeln im Ohr». Auch drei Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion begannen da von ihrem Tinnitus zu erzählen. Unsere Gesundheitsredaktion «Check-up» hat schnell reagiert. Sie widmet der Volkskrankheit den Aufmacher. Das Outing von Jan Bühlmann sei für Tausende von TinnitusPatienten ein Befreiungsschlag, schreibt auch SI-Arzt Samuel Stutz in seiner Kolumne. Denn der erste und wichtigste Schritt bei Ohrensausen sei so banal wie wichtig: «Akzeptieren, dass es so ist.» Tinnitus einfach ignorieren – ab Seite 75. Ich wünsche Ihnen eine sonnige Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten.

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Leute

Lena & Stefanie

«Verdammte Axt!» – Sie sind «hüere güet» u Sie könnten Schwestern sein. Und wenn Lena Meyer-Landrut, 19, aus Hannover auch noch ihre Hornbrille trägt, ginge sie glatt als Zwilling von Stefanie Heinzmann, 21, durch. Kein Wunder, mit Stefan Raab haben beide den gleichen Entdecker und Ziehvater. Jetzt kam es backstage in der Kölner LanxessArena zum Gipfeltreffen der beiden Überfliegerinnen – und damit zum Tête-à-Tête zweier Pop-Phänomene. Denn Lena, die Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2010, und Stefanie, die Walliser Rockröhre, sind mehr als nur flüchtige Sternschnuppen am PopHimmel. Sie verkörpern einen neuen Frauentyp: ehrlich, eigensinnig, authentisch, stark. Keine Paris-Hilton-Püppchen oder sperrige Lady Gagas, sondern coole, moderne Mädchen. Solid wie Giltstein aus dem Wallis. Und mit Kanten und vielen Ecken wie der LeibnizKeks aus Hannover. Schlicht bezaubernd! Und ein bisschen verrückt. Einfach: «Hüere güet!» Oder wie lovely Lena sagen würde: «Wow! Verdammte Axt, ist das geil! Dankeschönst!»

Donna Leon & WaLter roDerer

Commissario Roderer klärt auf

Herzliche Begegnung Donna Leon und Walter Roderer.

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u Legendärer Volksschauspieler trifft Bestseller-Autorin: Beim Kurzurlaub in Venedig lernte Walter roderer vor Kurzem Donna Leon kennen. Die Amerikanerin lebt seit über 20 Jahren in der Lagunenstadt, Roderer macht hier seit über 30 Jahren Ferien. Doch begegnet sind sich die «Mutter» von Commissario Brunetti, dem beliebten Polizisten aus der gleichnamigen Krimireihe, und Roderer erst jetzt. Beim Apéro im Vier-Sterne-Hotel Metropole bekannte er: «Ich mag Brunetti. Mir gefällt aber Vize-Questore Patta, der Chef von Brunetti, viel besser. Das ist ein Schlawiner!» Wäre der 89-Jährige gerne wieder als Schauspieler aktiv? «Rodi» grinst: «Nun, die Rolle würde mir gefallen!» Am 3. Juli wird er 90. Die grosse Hommage – nächste Woche in der Schweizer Illustrierten! Stephanie Ringel

Fotos Willi Weber / Brainpool, Fabienne Bühler (2), Dietrich Kapuly, Dukas, Geri Born / RDB

andRea vogel


wer liebt wen

Elefantenliebe des Pussykätchens

Lena Meyer-Landrut (l.) und Stefanie Heinzmann vergangenen Freitag backstage am Autoball in Köln.

u Am Sonntag siegte er in Istanbul, tags darauf schlenderte er gemütlich durch Zürich: Niemand Geringerer als Formel-1Star Lewis Hamilton, 25, stand am Montag vergangener Woche mit seiner Freundin, Pussycat-Dolls-Sängerin Nicole Scherzinger, 31, an der Zoo-Kasse des Circus Knie auf der Landiwiese in Zürich. Als Franco Knie jun. zufällig die prominenten Besucher erkannte, lud er sie in die Vorstellung am Abend ein: «Wir stellten für sie zwei Extra-Stühle in die erste Reihe.» Unkompliziert tauchte das Paar abends auf, genoss sichtlich die Zirkus-Show, auch wenn Hamilton unter seiner Tierhaarallergie litt. In der Pause besuchte das Liebespaar mit der Familie Knie die Elefanten. «Nicole fütterte die Tiere mit Bananen und war beeindruckt von der Sanftheit der Riesen.» u Sie ist sein schönster Hit: Musikproduzent Roman Camenzind, 34, hat in Zürich seine Freundin Nikol Kunetic, 27, standesamtlich geheiratet. Ebenfalls dabei: das gemeinsame Töchterchen Mila ana (7 Monate). Camenzind: «Niki und Mila machen mein Leben komplett.»

nicole berchtold

Fast wie in alten Zeiten …

«glanz & gloria»-Moderatorin Nicole Berchtold im Kindergarten in Gerlafingen SO.

u «Es war ein wunderschöner Flashback», sagt «g & g»-Moderatorin nicole berchtold, 31. Als neue Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes besuchte sie einen Chindsgi in Solothurn, erzählte den Kindern von Afrika. «Ich bin ausgebildete Kindergärtnerin. Es war toll, wieder in den alten Beruf einzutauchen.» Doch schon wartet wieder royaler Glanz und Glamour auf die Bernerin: «Ich werde am 19. Juni live aus Stockholm von Victorias Hochzeit berichten.» av

u Er hat seinen schönsten Treffer gelandet: Nati-Goalie Diego Benaglio, 26, wird Vater. Seine Ehefrau Nadin, 27, ist im siebten Monat schwanger. Diego: «Es ist schon etwas, was einem ein unglaubliches Gefühl verleiht. Und toll, auf etwas hinzufiebern, das nach der WM kommt.»

Mo–Fr, 18.40 Uhr So, 18.50 Uhr StaRS iN DieSeR WoCHe u Bianca Sissing u Reto Ziegler u Leo Ritzmann u Stéphane Grichting u Ronja Furrer u Stephan Lichtsteiner schweizer illustrierte

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Leute Reha vor dem WohnzimmerFenster in Stein SG: Nöldi Forrer auf der MagnetfeldLiege, die er sich gleich nach dem Unfall postete – für 5500 Franken.

nöldi forrer

Unbeirrt Richtung Thron u Passiert ist es vor einer Woche. «S hät en Chlapf tue, wie wenn en morsche Ascht bricht», erinnert sich forrer nöldi, 31. Nach vier Sekunden im ersten Gang des St. Galler Kantonalen in Engelburg gegen Strupler Manuel war das rechte hintere Kreuzband des Schwingers gerissen. Aus für den 1,94 Meter grossen und 118 Kilo schweren Mitfavoriten des Eidgenössischen? Denkste! «Ich werde am 21. August in Frauenfeld voll da sein!», sagt der König von 2001. Vor fünf Jahren hatte der Toggenburger die gleiche Verletzung im linken Knie. Da glaubte auch niemand ans rasche Comeback. Ausser Nöldi selbst. Und er hatte recht: Nach sieben Wochen zog er wieder kurz im Sägemehl. «Diesmal sind es sogar noch zwölf Wochen bis zum grossen Saisonziel. Die Pause macht mich nur giggeriger aufs Schwingen.» Vorerst geht es für den Käsermeister alle zwei Tage in die Physiotherapie nach St. Gallen. Das Ziel bleibt: «Schwingerkönig 2010!»

iso niedermann

PhiliPPe huber

«Ich habe einen Traum …» Fotos Fabienne Bühler, Orlando von Einsiedel

u 100

Will Gutes tun: SportrechteVermarkter Philippe Huber im ostafrikanischen Tansania.

Kinder, 100-mal Hoffnung. Philippe huber, Sportrechte-Vermarkter (Kentaro Group) aus der Schweiz, besuchte im tansanischen Daressalam eine Schule. Die Idee: Fussball spielen und über Malaria aufklären. Allein in Tansania sterben pro Tag 200 Kinder an der Infektion. «Ich träume davon, Leben zu retten!» Nur fünf Franken kosten ein Moskitonetz und Medizin für zwei Personen. Als Botschafter des Projekts «United Against Malaria» der Gates-Stiftung macht der gebürtige Luzerner mit Stars wie Bono oder Anna Kournikova auf das Leiden aufmerksam, spendet Geld. Ergebnis: 1:0 fürs Leben! stephanie ringel

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Leute ArieLLA KAesLin & Urs LehmAnn

Foto Malu Barben

Ariellas Pep für Laureus u «Ein Glücksfall», sagt Urs Lehmann, 41. «Ach was, die Freude ist auf meiner Seite», widerspricht Ariella Kaeslin, 22. Was die beiden meinen: Die Luzerner Kunstturnerin setzt sich neuerdings als Botschafterin für die Laureus Foundation Switzerland ein. StiftungsPräsident Lehmann: «Wir unterstützen benachteiligte Kinder. Und für sie ist es das Grösste, wenn sie ihre Vorbilder kennenlernen.» Ariella weiss schon ganz genau, wofür sie sich einsetzen möchte: «Viele Mädchen verlieren während der Pubertät die Freude an der Bewegung. Das ist schade, denn der Sport ist eine ausgezeichnete Lebensschule.» Deshalb wird sie bald ein Sportlager für Mädchen begleiten. Wetten, dass nachher alle Girls topfit sind? AlejAndro Velert

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Einsatz für den Nachwuchs: Ariella Kaeslin und Laureus-Präsident Urs Lehmann.


Leute

nachgefRagt bei

Jan Bühlmann Herr Bühlmann, Sie nahmen an einem Schwimmwettbewerb teil … Das war ein Charity-Einsatz. Verschiedene Prominente stürzten sich vergangenes Wochenende für den RTL-Spendenmarathon am Strand des Hotels Parco San Marco in die Fluten des Luganersees. Sind Sie denn ein guter Schwimmer? Nicht wirklich – dabei müsste ich mit meinen grossen Füssen ja relativ schnell vorwärtskommen. Einer Ihrer Mitschwimmer war Top-Model Marcus Schenkenberg. Ein Vorbild für Sie? Nicht unbedingt, ich möchte mich später in erster Linie auf die Schauspielerei konzentrieren, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, nebenbei zu modeln. Wir wechselten leider lediglich zwei, drei Worte. Schade, ich hätte mich gern länger mit ihm unterhalten, denn ich spreche ganz passabel Norwegisch, was seiner Muttersprache Schwedisch sehr ähnlich ist. Der Spendenmarathon unterstützt den Bau eines Kinderspitals in Ghana. Setzen Sie sich auch sonst für wohltätige Zwecke ein? Ja, und ich tue es sehr gerne. Ich spende zum Beispiel jeden Monat für Greenpeace, WWF oder den Gehörlosenbund. Ihr Geständnis, dass Sie unter einem Tinnitus leiden, löste viele Reaktionen aus. Ich bekam nicht nur unzählige Anrufe von Medien, es meldeten sich auch viele Betroffene. Einige gaben mir Tipps, wie man noch besser mit dem Pfeifen im Ohr leben kann. Sie sind momentan meist noch im Zug unterwegs. Wie sieht es mit der Fahrprüfung aus? Ich habe mir die CD mit den Theoriefragen bestellt, bin aber noch nicht dazu gekommen, sie anzuschauen. Eigentlich hätte ich während der vielen Zugfahrten ja Zeit dazu, aber ich habe keinen Laptop. Ich muss mir unbedingt einen besorgen! Wenn ich die Theorieprüfung bestehe, hoffe ich, irgendwann Zeit für Fahrstunden zu haben. Ist Ihr Terminplan denn so voll? Randvoll! Am Freitag war ich zum Beispiel für ein Fotoshooting in Hamburg, am Samstagmorgen um 6 Uhr fuhr ich nach Lugano und mittags direkt nach Basel, wo ich am Abend in der Jury der Miss-Nordostschweiz-Wahlen sass. Ich freue mich wirklich, wenn ich mal wieder einen freien Tag habe. Interview SanDRa caSalInI

Mehr People-news:

www.schweizer-illustrierte.ch

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Rose

kaktus

hans­ulRich mülleR Retter von Deisswil u es gibt sie doch noch, die Banker, die echte unternehmerische Ver­ antwortung übernehmen. Hans­ulrich Müller, 60, Leiter Region Mittelland bei der Credit Suisse, ist so einer. Der Berner hat die bereits geschlossene Kartonfabrik Deisswil gekauft und will dort einen Industriepark mit «vielen guten Arbeits­ plätzen» realisieren. und es kommt noch besser: Der «Retter von Deisswil» glaubt an seine neuen Mitarbeiter und macht allen ein Jobangebot. Ihr Mut, lieber Herr Müller, beeindruckt uns sehr. Wir verneigen uns mit einer Rose.

baRbaRa kRattigeR berner gleich­ stellungsbeauftragte u Der Fussgängerstreifen soll weg. Nicht wirklich, aber in der Sprache. Weil er Frauen diskriminiert. Stattdessen sollen wir Zebra­ streifen sagen, so der Leitfaden der Berner Gleichstellungsbeauftragten Barbara Krattiger. Das Buch sei «als Sensibilisierung zu verstehen». Sensibilisierung durch Fremdschämen? Wenn sich eine Behörde lächerlich macht, nimmt man sie auch dann nicht mehr ernst, wenn es ernst gälte. Wir schicken deshalb einen Kaktus. Pardon: eine Kaktussi. Zur Sensibilisierung – wie man so schön sagt.

Fotos Rainer Hofmann, Sonja Ruckstuhl / RDB, Valérie Chételat

Mister Schweiz Jan Bühlmann, 22 (l.), und das schwedische TopModel Marcus Schenkenberg, 41, am Luganersee.


TiTel So sexy, so sinnlich! Die Kandidatinnen der MissSchweiz-Wahl 2010. Oben von links Nadine Sch체pfer, Jasmin Brunner, Jennifer Pennisi. Mitte von links Anic Lysser, Kerstin Cook, Nathalie Raguth, Carole J채ggi, Sabrina Guilloud, Arjeta Lataj. Unten von links Noemie Leibinn, Jennifer Hurschler, Laura K채mpf.

Wer ist die


Ganz schön selbstbewusst: Am 25. September kämpfen diese zwölf Frauen in Zürich um die Krone der miss schweiz. Hier verraten die Finalistinnen, wie sie leben, wen sie lieben, was sie mögen. Intime Einblicke – auch ins Schlafzimmer. Text daniela zivadinovic, Fotos marcel nöcker, thomas buchwalder

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Schönste? schweizer illustrierte

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TiTel Jennifer hurschler, 23

«Bin ich hässig, äfft mich mein Liebster einfach nach. Klar muss ich dann lachen» Zur Person Geboren am 22. August 1986, Löwe. Die Börsenhändlerin wohnt in einer Dreier-WG im Zürcher Industriequartier. Geht ins Yoga und ins Fitness. Die Mutter ist halb Afroamerikanerin, halb Indianerin, der Vater schweizer. seit Mai 2007 mit Ben, 28, stv. nachtclub-Geschäftsleiter, liiert. BoDY 170 cm, 88–62–95 hAnDY samsung GTs 5230 VeLo «Mein Tigra-rennvelo von der Velobörse ist mein Baby» PArFuM euphoria von Calvin Klein LIPPensTIFT Beiger Instant Volume Lipgloss essen Fajitas mit Guacamole, gebackener Fisch mit Thaikräutern. «Fastfood gibts nur einmal pro Monat» GeTränK Mit Wasser verdünnter Fruchtsaft BLuMen sonnenblume TV-serIe «Desperate housewives», «Auf und davon», «Goodbye Deutschland», «Die Auswanderer» FILM «Avatar», «Pulp Fiction» sChAusPIeLerIn uma Thurman sChMuCK «ein Bettel-Armband von Tiffany, das ich von meinem Freund zum Geburtstag bekam»

Die Urbane Jennifer hurschler hebt beim streetdance ab (gr. Bild). In ihrer Dreier-WG im Zürcher Industriequartier bewohnt sie das grösste Zimmer. «Die Lampe habe ich bei Ikea gefunden.»

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arjeta lataj, 21

«Mein Schatz findet meinen Po perfekt geformt. Er sei besonders knackig an mir» Zur Person Geboren am 29. november 1988, schütze. Junior Account-Managerin mit kosovarischen Wurzeln. Geht ins Fitness, macht Yoga und Pilates. Lebt mit drei Geschwistern und den eltern im einfamilienhaus in rickenbach bei Wil TG. Verliebt in den Verkaufsberater und schauspielschüler Mentor, 22 BodY 172 cm, 88–62–91 hAndY iPhone, 8 GB AuTo Fiat Bravo sonG «Broken-hearted Girl» von Beyoncé, «rude Boy» von rihanna hAndTAsche «Ich bin süchtig nach Taschen und besitze 40 exemplare in allen Farben und Formen» essen spaghetti bolognese («Ich achte nie auf meine ernährung») GeTränk eistee BLuMen orchideen LIPPensTIFT roter Lipgloss von catrice PLüschTIer «ein herz, das ich an der chilbi beim schiessen gewonnen habe» schMuck «ohne ohrringe gehe ich nie aus dem haus» WunschdesTInATIon Australien, Malediven TV-serIe «Verbotene Liebe», «Marienhof»

Die Herzige Arjeta Lataj trifft man regelmässig in der «sein Lounge» in Wil sG (gr. Bild). daheim in rickenbach ist alles verstaut und geordnet. «Ich mag kein chaos in meinem Zimmer.» schweizer illustrierte

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TiTel anic lysser, 21

«Beim Argumentieren zieht mein Schatz den Kürzeren – ich bin einfach schlagfertig» Zur Person Geboren am 6. März 1989, Fische. KV-Absolventin mit Berufsmittelschul-Abschluss aus Feldbrunnen so. Macht Triathlon. Hat eine schwester und zwei Brüder, die eltern sind geschieden. Trainierte von Januar bis April mit ihrem Freund, dem Profi-Athleten Matthias Annaheim, 23, in Australien BoDy 172 cm, 85–61–89 HAnDy nokia e 72 VeLo «Das Bianchi-rennvelo benutzte früher mein Freund, jetzt trainiere ich damit» LiPPensTiFT Bebe young Care Pearl and shine BoDyLoTion Touch of Pink von Lacoste PArFuM Alien von Thierry Mugler nAGeLLACK French rosé von nivea essen «riz Casimir mit der Gewürzmischung meiner Mutter» sCHAusPieLerin Kristen stewart FiLM «Mit dir an meiner seite» PierCinGs nase, Bauchnabel, ohren, Zunge («Das an der Lippe habe ich für die Miss-Wahl entfernt») BeTTWäsCHe «sie muss aus satin sein» TV-serie «How i Met your Mother», «scrubs»

Die Knuddlige Kurze Verschnaufpause für Anic Lysser beim Triathlon-Training (gr. Bild). Früher spielte sie Fussball, das David-Beckham-Poster bekam sie von Freunden geschenkt.

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nadine schüpfer, 22

«Wenn ich recht haben will, habe ich recht. Mein Freund widerspricht mir dann nie» ZuR PeRSoN Geboren am 11. Mai 1988, Stier. Pharma-Assistentin aus Riehen BS. Präsentiert rund zehn Mal im Monat das Wetter bei Tele Basel. Macht Jazzersice, die Verbindung von Jazz und Aerobic. Lebt mit ihrem Freund, dem Finanzberater und Hobby-DJ Alessandro, 25, zusammen. Isst jeden Mittag bei ihrer Mutter BoDy 181 cm, 85–64–93 HANDy Samsung S 8000 AuTo «Mein Freund und ich teilen uns einen 14-jährigen Fiat 500» BeTTWäScHe «Sie darf nicht aus Satin, sondern muss aus Baumwolle sein. Ich kaufe sie meistens verbilligt bei conforama» LIPPeNSTIFT Lippenbalsam von Bepanthol PARFuM Black von Versace BucH «Twilight» («Ich lese den dritten Band») FARBe Schwarz und Rot («Bei der Kleidung Schwarz. Ich bin eigentlich der Typ Lack, Leder, Nieten und Jeans») eSSeN Spaghetti bolognese («Morgens esse ich wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler») GeTRäNK Wasser und leichter Rotwein

Die Eigensinnige Nadine Schüpfer ist Wetterfee und posiert im Wenkenhof-Park in Riehen BS (gr. Bild). Mit ihrem Freund und zwei Katzen bewohnt sie eine Dreizimmerwohnung. schweizer illustrierte

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TiTel

Kerstin CooK, 21

«Einen Seitensprung verzeihen? Mein Freund müsste echte Reue zeigen. Und weinen. Das tut er nie» Zur Person Geboren am 15. April 1989, Widder. Die Verkaufsmitarbeiterin aus Kriens Lu modelt seit ihrem 15. Lebensjahr. Macht Leichtathletik und Inline-skating. studiert Biologie im Fernstudium an der oxford open university. Die Mutter ist engländerin, der Vater englischschweizerischer Doppelbürger. seit drei Jahren mit FC-Luzern-nachwuchsspieler silvan Büchli, 20, liiert BoDy 180 cm, 85–62–91 hAnDy samsung Pixon VeLo Grün-schwarzes Damenvelo («ein

Geschenk von meinem Freund zum 20. Geburtstag») LIPPenstIFt Juicy tubes von Lancôme, Farbe toffee PArFuM Mexx Black essen Käseplätzli mit nudeln («Ich esse nach Lust und Laune, aber nur wenn ich hunger habe») PLüsChtIer «Meinen weissen teddybären Jennifer habe ich seit der Geburt» stADt Luzern, Windsor WunsChDestInAtIon rom, new york sChMuCK «Alles von swarovski» sonG «Cloudbusting» von Kate Bush tV-serIe «scrubs», «one tree hill», «90210 Beverly hills»

Die Ehrgeizige Kerstin Cook trainiert für den Anlauf des hochsprungs (gr. Bild). Ihre Bestmarke: 1,74 Meter. sie lebt mit ihren eltern und zwei Brüdern in Kriens Lu.

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TiTel jasmin brunner, 22

«Mein Verlobter ist der perfekte Hausmann. Er putzt, kocht und kümmert sich um die Wäsche» Zur Person Geboren am 17. Juli 1987, Krebs. Die Aargauerin aus Walde verdient ihr Geld mit Modeln. Hat im Januar ein Psychologie­ studium an einer Abendschule in London angefangen. schwimmt, macht Yoga, fährt Velo und snow­ board. Ist mit dem australischen eventmanager Alex, 36, verlobt und lebt mit ihm im stadtteil soho BoDY 176 cm, 86–60–91 HAnDY iPhone 3Gs, 16 GB LIPPenstIft rouge Volupté von Yves saint Laurent PArfuM Michael Kors BAnD the freak And the teacups («eine Band aus Lenzburg») scHMucK Kette mit tiffany­schlüsselanhänger BucH «the Girl with the Dragon tattoo» von stieg Larsson sonG «When a Man Loves a Woman» von Marvin Gaye BLuMen sonnenblumen scHAusPIeLerIn tilda swinton fILM «Lost in translation», «I Am Love» fArBe Grün (bei Kleidern Blau) essen fisch, Gemüse («Alles muss frisch sein, fertig­ produkte gibts bei mir nicht») GetränK Wasser, Kräutertee

Die Natürliche Jasmin Brunner lebt in London, hat aber im alten Bauernhaus ihrer eltern immer noch ein Zimmer. Ihre Hobbys sind Picknicken (gr. Bild), Gitarrespielen, Lesen und fotografieren.

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carole jäggi, 22

«Sex und Liebe gehören zusammen. Deshalb kommt ein OneNight-Stand nicht infrage» Zur Person Geboren am 19. Januar 1988, steinbock. Die angehende Primarlehrerin und Miss südostschweiz 2009 joggt, spielt Badminton und Beachvolleyball. Lebt mit einer schwester und den eltern im einfamilienhaus in Tamins Gr. seit letztem Herbst single BoDy 180 cm, 90–64–91 HanDy iPhone, 16 GB ParfuM alien von Thierry Mugler veLo Mountainbike von stöckli sonG «Gipsy» von shakira, «I Like» von Keri Hilson, «Monday Morning» von Melanie fiona BanD Coldplay Tv-serIe «sex and the City», «Gossip Girl» fILM «Twilight», «Dear John» BLuMen rote rosen essen omeletten mit Hackfleisch («Kocht mir meine Mutter immer zum Geburtstag. Ich achte auf eine ausgewogene ernährung, gönne mir aber auch schoggi und Glace») GeTränK Coke Zero sCHausPIeLer Patrick Dempsey PLüsCHTIer «ein Häsi und ein eisbär» PIerCInG Bauchnabel sTaDT Chur, Wien

Die Grazile Carole Jäggi spielt Beachvolleyball in der sportanlage obere au in Chur (gr. Bild). Die Miss südostschweiz 2009 lebt mit einer schwester und den eltern in Tamins Gr. schweizer illustrierte

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TiTel noemie leibinn, 18

«George Clooney? Sexy, aber zu alt. Männer über 24 inter­ essieren mich nicht» ZuR PERSoN Geboren am 7. April 1992, Widder. Die aktuelle Miss Bern besucht das zweite Schuljahr der Handelsmittelschule in Neuchâtel. Seit 5 Monaten Single, lebt mit ihren Eltern und der 5-jährigen Hündin Gaya im Einfamilienhaus in Aarberg BE. Pendelt mit dem Zug zur Schule. Reitet und geht zweimal pro Woche eine Stunde ins Fitness BoDy 171 cm, 88–60–92 HANDy Samsung 8000 PARFuM Cat deluxe von Naomi Campbell, Bruno Banani BEttWäSCHE «Sie muss zu meinen blauen und orangen Vorhängen passen, die ich abwechselnd aufhänge» FARBE Rot, orange FiLM «Mamma Mia», «Wenn Liebe so einfach wäre» tVSERiE «Desperate Housewives», «oC California», «Scrubs», «Mein cooler onkel Charlie» ESSEN «Spaghetti mit der Spezialsauce meiner Gotte. Da sind Ketchup, Rahm und Käse drin» SCHAuSPiELERiN Kate Hudson NAGELLACK «Meine Mutter ist Naildesignerin und macht mir dezente Gelnägel» StADt Zürich, Bern, Salzburg, London

Die Jüngste Miss Bern Noemie Leibinn reitet seit der zweiten Klasse auf dem Rösslihof in Säriswil BE (gr. Bild). Mit ihren Eltern lebt das Einzelkind im Einfamilienhaus in Aarberg BE.

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sabrina Guilloud, 23

«Heiratsantrag? Ja. Am liebsten in Aktion – etwa beim Kanufahren» Zur PerSoN Geboren am 1. Dezember 1986, Schütze. Kommt aus Veyrier Ge, studiert Kommuni­ kationswissenschaften an der universität in Lugano. Wandert, fährt rad, geht ins Fitness, klettert, segelt und schwimmt. Isst weder Fleisch noch Fisch. Seit bald drei Jahren mit Kai, 30, Business Development Manager, liiert BoDy 180 cm, 88–63–93 HaNDy Nokia 6500 Classic Silver auto BMW Z4 («gemeinsam mit meinem Freund») ParFuM Flower von Kenzo BettWäSCHe «Sie muss weiss und ganz weich sein» BuCH «Der alchimist» von Paulo Coelho FILM «City of angels» SoNG «Solo por un beso» von aventura FarBe Blau eSSeN Kürbisgratin und Spinatkuchen. «Meine Mutter ist Fitnesstrainerin, ich bin mit gesundem essen auf­ gewachsen» GeträNK «Frische Säfte, am liebsten Mango und Karotten» PLüSCHtIer «einen kleinen tiger von Cartier, der so weich ist, dass ich ihn für mein erstes Kind behalten möchte»

Die Dynamische Sabrina Guilloud klettert in der Nähe von Veyrier (gr. Bild). Sie studiert in Lugano, hat daheim aber noch ein Zimmer. Hier leben ihre Mutter, eine Schwester und ein Bruder. schweizer illustrierte

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TiTel laura kämpf, 19

«Ist die körper­ liche Anziehung da, lasse ich mich schon mal auf ein Abenteuer ein» Zur Person Geboren am 16. Juni 1991, Zwillinge. steckt in der Lehre zur Fotografin und arbeitet abends in einer Bar. Lebt mit ihrer Mutter und deren Freund in Pregassona TI, hat keine Geschwister. Joggt zweimal wöchentlich und spielt im sommer Tennis. seit zwei Monaten single Body 170 cm, 93–60–94 handy Blackberry hand Tasche henkeltasche von Louis Vuitton («ein Geschenk meines exfreundes») ParFuM chanel n° 5 auTo «uralter Fiat Punto von meinem Vater» sonG «celebration» von Madonna sänGerIn Lady Gaga PIercInG Bauchnabel TaTToo Buchstabe L am Knöchel, verziert mit zwei Kirschen: «Ich liebe diese Frucht» FarBe Weiss TV-serIe «dr. house», «csI» essen Lasagne, spaghetti carbonara von ihrer nonna («Ich esse viel und gern, achte aber darauf, nicht zu viele süssigkeiten zu naschen») GeTränK Pfirsich-eistee sTadT Paris PLüsch TIer «Zwei delfine, meine Lieblingstiere»

Die Geniesserin Laura Kämpf lässt sich zur Fotografin ausbilden (gr. Bild). sie wohnt in Pregassona TI und geht gern aus: «Von donnerstag bis sonntag bin ich fast ohne unterbruch im ausgang.»

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schweizer illustrierte


jennifer pennisi, 21

«Mein Traummann ist dunkelhaarig und versteht es, sich etwas rarzumachen» Zur Person Geboren am 13. Juli 1988, Krebs. Die KV-Absolventin aus Biel Be möchte nächstes Jahr Psychologie studieren: «Dazu muss ich eine Aufnahmeprüfung bestehen.» schreibt Gedichte und interessiert sich für Astrologie. Geht bis zu viermal pro Woche ins Fitness. Der Vater ist Italiener, die Mutter Bündnerin. Hat eine schwester. Ist seit einem Jahr single BoDy 175 cm, 85–60–93 HAnDy samsung 8000 PArFuM naomi Campbell BoDylotIon Winter Kiss von naomi Campbell sonG «Bellissimo» von Alessandra Amoroso, «Imprevedibile» von Paolo Meneguzzi BuCH «Harry Potter. Ich habe alle Bände gelesen» tV-serIe «90210 Beverly Hills», «Buffy – Im Bann der Dämonen», «Gossip Girl» sCHAusPIelerIn scarlett Johansson sCHMuCK «Als ich sechs Jahre alt war, bekam ich von meinem Vater einen ring mit eingravierter Blume, den trage ich immer noch» essen lasagne, lachstatar, Pferdesteak. «Mein Vater ist der beste Koch!»

Die Schüchterne Bei schönem Wetter trifft man Jennifer Pennisi beim lesen im Parc de la ville. Mit ihren eltern und einer schwester lebt sie mitten in der stadt Biel Be. schweizer illustrierte

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TiTel

nathalie raguth, 18

«Mein Freund war mein erster Mann. Gut so, denn Sex ohne Liebe kann ich mir nicht vorstellen»

Zur PerSon Geboren am 23. August 1991, Löwe. Amtierende Miss Zürich aus Dietikon. Die angehende Kosmetikerin geht täglich eine Stunde ins Fitness und schwimmt zweimal wöchentlich. Die Mutter ist Serbin. Zieht bald mit ihrem Freund, dem Detailhandelsfachmann Panojatis, 21, zusammen BoDy 175 cm, 85–60–89 hAnDy Samsung F480 AuTo Toyota iQ LiPPenSTiFT Addict Pink heiress nr. 529 von Dior PArFuM omnia von Bulgari Buch «ich habe einige Bücher zu lesen angefangen,

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Besuchen Sie die Miss-SchweizWahl 2010 in Zürich

Foto Sandro campardo / Keystone

erleben Sie am 25. September die grosse Miss-SchweizShow im Theater 11 und das Galadiner mit einem Menü von Starkoch Jacky Donatz und anschliessend die AftershowParty im Swissôtel Zürich.

Die Krönung Linda Fäh (r.) setzte sich 2009 gegen Tabea Schulthess durch und wurde Miss Schweiz.


aber keines beendet» film «Hangover» bettwäscHe «beige, orange oder eine andere helle farbe» essen Rohes und gekochtes Gemüse mit salat GetRänk wasser und ungesüsster tee scHmuck «mein schatz und ich tragen silberne freundschaftsringe mit eingraviertem Herzen und kennenlern-Datum» tattoo «ich glaube an schutzengel und habe mir auf dem rechten fussrist das wort engel in griechischer sprache stechen lassen» pieRcinG bauchnabel staDt belgrad, Zürich wunscHDestination malediven, thailand, tunesien, ägypten

Die Zarte miss Zürich nathalie Raguth kommt aus Dietikon und schwimmt regelmässig im Hallenbad fondli (gr. bild). sie wohnt noch bei ihrer mutter, zieht aber bald mit ihrem freund zusammen. titelblatt: kleider: H & m, boutique Zoe, karen millen, unique Jelmoli, patrizia pepe Globus; make-up: brigitte aeschbach und brigitte otto für time; Haare: coiffure Valentino; styling: luisa Rossi. seite 16 bis 31: kleider: H & m; bademode: beldona

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w Intervoiceh e der Wonetta mit Simaruga Somm

Kuppel im Blick Die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz in ihrem Büro in der Berner Altstadt.

«Der Ständerat kneift!» Im Bundeshaus werden gerade die Weichen gestellt: Deckel für Boni, Zügel für den Rendite-Wahnsinn? Die Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga fordert endlich scharfe Regeln. Text sascha BuchBindeR Fotos MaRcel nöckeR

S

ie wird nicht laut. Aber sie spricht Klartext. Die Präsidentin der Stiftung für Konsumenten­ schutz, die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga, erklärt, was schiefläuft in Bern, warum sie nicht mehr glaubt, dass das Parlament die Banken an die Kandare nimmt, und wie sie verhindern will, dass alle einfach weiterwursteln.

Frau Sommaruga, im Ständeratsbüro gibt es eine einzige Stimme, die hartnäckig eine PUK zur UBS fordert. Wenn man Sie persönlich trifft, staunt man, wie sanft diese unbeirrbare Stimme klingt. Meinen Ärger und meine Enttäuschung habe ich nicht verhehlt. Was mich umtreibt, ist allerdings nicht die Niederlage im Ständeratsbüro, sondern die Aufklärung. Die Geschäftsprüfungs­ kommission hat einen guten Bericht

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vorgelegt, aber wichtige Fragen sind noch offen. Die müssen geklärt werden! Was sind das für Fragen? Wir müssen wissen, welchen Einfluss die UBS auf die Aufsichtsbehörde und den Bundesrat nahm. Wir müssen erfahren, welche Rolle die UBS spielte, als es darum ging, über sechzig Milliarden Franken zu ihrer Rettung zu sprechen und Kundendaten an die USA auszuliefern. Schliesslich müssen wir wissen, ob der Bundesrat die Rechtssicherheit in der Schweiz strapazierte, um das Land zu schützen, oder ob es hauptsächlich darum ging, einige UBS­Manager vor Klagen in den USA zu bewahren. Dafür braucht es eine PUK? Die Form der Untersuchung ist nicht entscheidend. Das muss nicht unbedingt eine PUK sein, aber die Antworten müssen auf den Tisch. Durch die Rettungsaktion wurde der Bund UBS-Aktionär. Also könnte er klagen. Warum geht er diesen Weg nicht? Das Argument des Bundes dagegen: Eine Klage könnte die UBS destabili­ sieren. Die Zurückhaltung wäre akzep­ tabel, wenn die Bank dazugelernt hätte. Aber das hat sie leider nicht. Und uns sind die Hände gebunden, weil die Bank nicht scheitern darf. Nicht nur die Politik, auch die Realwirtschaft wird zur

Geisel der Bank. Kleine und mittlere Unternehmen machen 99,7 Prozent aller Schweizer Betriebe aus – es darf nicht sein, dass deren Wohl und Weh von zwei Banken abhängt! Es geht um die Frage, ob die Schweiz eine angeschlagene Grossbank beheimatet oder ob sich diese Grossbank einen Kleinstaat als Operationsbasis hält? Man könnte das so zusammenfassen. Allerdings wäre es falsch, die Diskus­ sion auf die Frage zu reduzieren, ob sich die Schweiz zwei Grossbanken leisten kann. Die Banken haben auch viel Gutes beigetragen zu diesem Land. Doch sie geniessen eine staat­ liche Vollkaskoversicherung, ohne dafür eine Prämie zu zahlen. Das geht nicht. Ich kämpfe dafür, dass die Banken ihre Eigenmittel erhöhen müssen. Wenn mehr eigenes Geld vorhanden ist, sind die Puffer grösser. Das ändert auch das Risikoverhalten. Deutschland ist zehnmal grösser als die Schweiz und trotzdem erpressbar durch Banken, die zehnmal kleiner sind als die UBS. Wie realistisch ist Ihr Ziel? Wir können die Risiken nicht aus dem Weg schaffen, aber wir können sie verkleinern. Die Erpressbarkeit ist in der Schweiz besonders gefährlich, weil bei uns die Bilanzsumme der Banken fünfmal grösser ist als die jährliche u


Simonetta Sommaruga

1

freuDe am eigenen garTen

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Die PoliTikerin unD Der schrifTsTeller

3

Der Ton machT Die musik

Sommaruga wohnt in Spiegel bei Bern in einem Haus mit prächtigem Garten. Schon ihre Mutter war passionierte Gärtnerin. «Wunderbar! Jetzt steht mein Garten in voller Blüte.»

Seit 1996 ist Sommaruga mit dem Schriftsteller Lukas Hartmann, 65, verheiratet. Im August erscheint sein neuer Roman: «Finsteres Glück». Sommaruga ist jeweils erste und schonungsloseste Kritikerin seiner Werke.

Sommaruga ist ausgebildete Pianistin. Für die Schweizer Illustrierte spielten sie und ihr Mann schon mal vierhändig: ungarische Tänze von Brahms.

Persönlich uGeboren in Sins AG am 14. 5. 1960 ukarriere Als Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz (1993– 2000) gab sie den einfachen Leuten eine Stimme. Seit 2003: Ständerätin der SP in Bern ufamilie Eigenen Nachwuchs hat Sommaruga nicht, dafür brachte ihr Mann gleich drei Kinder in die Ehe

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nationale Wirtschaftsleistung. Eine solche Abhängigkeit ist weltweit einmalig. Umso wichtiger ist, dass die Grossbanken besser abgesichert sind. Die laufende Sommersession wird ent­ scheidend. Glauben Sie, dass es gelingt, sich auf kontrollmechanismen zu einigen? Ich fürchte, nein. Das Parlament wirft dem Bundesrat vor, dass er nicht vorausschauend gehandelt hat. Aber jetzt, da der Bundesrat einen Hand­ lungsauftrag will, um die Bankenregu­ lierung rasch voranzubringen, kneift das Parlament. Absolut unverständlich! Zumal die Risiken heute nicht kleiner sind als vor der Krise. Im Gegenteil: Die Banken haben jetzt die Gewissheit, dass sie jedes Risiko eingehen können, weil der Staat sie notfalls retten wird. Das ist das wirklich Empörende an den Boni dieses Jahres: Sie zeigen, dass die Grossbanken weitermachen, als wäre nichts passiert. Und die Politik unternimmt nichts dagegen. Der Bundesrat wird zum Sündenbock gestempelt, und damit rücken die eigent­ lichen Probleme in den Hintergrund? Wenn Parlamentarier den Bundesrat kritisieren, muss man doch fragen: Wer hat denn die Bundesräte gewählt? Bei den wiedergewählten Bundesräten kannten wir ihre Stärken und Schwä­ chen bestens. Und entsprach nicht die Politik des Bundesrats dem Auftrag der Parlamentsmehrheit? Bis vor eineinhalb Jahren hörte ich bei jeder Gelegenheit: Das Bankgeheimnis ist nicht verhandelbar! Die SP bekämpft das Bankgeheimnis – trotzdem stimmen Sie gegen den Staats­ vertrag, der Steuerhinterzieher zur rechenschaft zieht. Schwer verständlich. Die SP unterstützt den Staatsvertrag. Aber wir knüpften unsere Zustimmung an Bedingungen, weil wir jetzt schon zum dritten Mal die UBS retten. Es braucht endlich eine Regulierung für die Grossbanken! Zugegeben: Wir haben den Vertrag als Hebel benutzt, um diese Forderung durchzusetzen. Aber anders kommen wir gegen den Druck der Bankenlobby kaum an. fortschritte gabs immer nur unter Druck aus dem ausland. Tatsächlich unerfreulich. Zumal man feststellen muss: Hätten Wirtschafts­ verbände, Parlament und Regierung die Forderungen der SP nicht so lange abgeblockt, wäre uns manche Demüti­ gung der letzten Zeit erspart geblieben. Aber ich will nicht hämisch werden. Häme wäre auch seltsam, wenn man im Verhältnis vier zu eins abgefertigt wird wie Sie im Ständeratsbüro.

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Häme bringt nichts, weil es um die Sache geht. Die Bankenregulierung wird kommen. auf Druck der G­20? Entweder wir raufen uns zusammen, oder wir werden wieder zähne­ knirschend die Lösungen des Auslands übernehmen müssen. Dabei wäre ein stabiler Finanzplatz ein Wett­ bewerbsvorteil. Deshalb sollten wir vorausgehen statt abwarten. Die SP setzt sich nicht durch. Beispiel minder­initiative: mitteparteien und SVP sorgen gerade dafür, dass eine abstimmung frühestens nach den Nationalratswahlen 2011 möglich wird. Natürlich wäre es schön, wenn vor den Wahlen alle Farbe bekennen müssten. Aber das Taktische ist nicht so wichtig. Wenn die SVP beteuert, sie sei gegen Boni, dann aber eine Bonibesteuerung verhindert – das durchschauen die Leute. Mir ist etwas anderes wichtiger: Wir übersehen immer noch, welche Macht die Pensionskassen haben könnten. Sie investieren 800 Milliarden Franken! Damit haben sie enormen Einfluss. Als Aktionäre müssten sie sich für eine nachhaltige Unter­ nehmenspolitik einsetzen und diese Lohn­ und Risikoexzesse bekämpfen. Zurzeit sorgen die arbeitnehmer via altersvorsorge dafür, dass sie entlassen werden, um die rendite zu erhöhen? Renditeziele von 15 bis 20 Prozent werden erreicht, indem Firmen aus­ gepresst und Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Zusammenhang ist ganz direkt: Mit dem Pensionskassengeld wird eine Politik der hohen Rendite gemacht! Gleichzeitig werden hohe Verwaltungskosten verrechnet, und am Schluss erklärt man den Versicherten: «‹Exgüse›, wir müssen eure Renten senken, weil wir die fünf Prozent Rendite für die langfristige Rentensi­ cherung nicht erwirtschaften können.» Das ist absurd! Und was das Problem noch drängender macht: Die Vermögen der einfachen Leute liegen zum gröss­ ten Teil nicht auf ihren Bankkonten, sondern bei den Pensionskassen. Und wie machen Sie den Pensionskassen Beine? Es gibt eine interessante Allianz, die viel in Bewegung bringen könnte: Die Abstimmung gegen die Senkung des Renten­Umwandlungssatzes hat die Linke gewonnen. Aber zu diesem Ergebnis haben viele Gewerbler beigetragen. Die ärgern sich nämlich ebenso grün und blau über die hohen Verwaltungskosten und die Passivität der Pensionskassen. 

Fotos Oliver Lang, Hervé Le Cunff / RDB, Marcel Nöcker / RDB


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Liebe auf W schweizer illustrierte


An ihm schaut in den nächsten Wochen niemand vorbei: RaineR MaRia SalzgebeR empfängt jeden Abend im TV-Studio WMGäste. Zu Hause hält ihm seine chantal den Rücken frei – seit über elf Jahren. Das Geheimnis der beiden Walliser: «Vill redu!» Protokoll bettina poRtMann, Fotos thoMaS buchwaldeR

alliserdiitsch schweizer illustrierte

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Lovestory

raiNer Maria salzgeber über ChaNTal

«Chantal ist meine Chanti. Kein Müüsli. Kein Chäferli. Noch sonst ein Tierchen» rainer maria salzgeber 38

schweizer illustrierte

‹Das ist ja der Walliser, der am Bildschirm kein Walliserdeutsch mehr spricht!› Diesen Satz sagte Chantal zu mir, als wir vor dem Music-Café Scala in Brig aufeinandertrafen. Und in dem Moment verliebte ich mich in sie. Damals vor dreizehn Jahren, irgendwann um Mitternacht war mir augenblicklich klar: Diese Frau kann ich jetzt unmöglich nach Hause gehen lassen. Und was tat ich? Ich vertraute ihr das Wertvollste an, was ein Mann von 28 Jahren besitzen kann – meinen Autoschlüssel. ‹Hier, nimm meinen Wagen. Ich bin im ‘Crazy Palace’. Bring ihn mir da hin›, sagte ich und hoffte. Seit diesem Abend ist Chantal das Wichtigste in meinem Leben – zusammen mit unseren Kindern Cloé und Jascha. Chantal ist meine Chanti. Kein Müüsli. Kein Chäferli. Noch sonst ein Tierchen. In jener Nacht tanzten wir bis in den Morgen. Danach ging ich in die Offensive. Tat alles, um sie aus dem fernen Zürich für mich zu gewinnen. Und weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, brachte ich ihr gar einmal eine selbst gebackene Rüeblitorte vorbei. Immer wieder fuhr ich an meinen freien Tagen ins Wallis. Und glücklicherweise verliebte auch sie sich in mich! Drei Monate nach unserem Kennenlernen sagte ich ihr, dass ich sie heiraten will. Da hatte mich bereits mehr als nur ihre Attraktivität gefesselt: ihre freche, coole Art. Ihr Witz, ihre Tiefgründigkeit. Wie sie die Dinge beim Namen nennt. So ist sie noch heute. Als sie dann bei mir in Zürich Wollishofen einzog, mochte ich nicht mehr lange warten und machte ihr einen Heiratsantrag mit allem Drum und Dran. Und sie sagte Ja. Als Dank rauschte ich tags darauf für vier Wochen an die Fussball-WM nach Frankreich und liess Chantal alleine … Die Entschädigung folgte bei meiner Rückkehr: Ich brachte ihr eine wunderschöne knallrote Handtasche mit passenden Handschuhen mit nach Hause. Chantal und ich führen eine wunderschöne Partnerschaft. Wir nehmen Anteil am Leben des anderen. Als wir noch keine Kinder hatten, begleitete mich Chanti sehr oft. Sie sah, wo ich mich bewegte, sie lernte meine Berufskollegen kennen. Sie weiss alles über mein Berufsleben. Daran lag mir viel.


Dass man mich überall kennt und mich Chantal in diesen Momenten mit anderen teilen muss, ist für sie sicher schwieriger als für mich. Chantal ist ausserdem meine härteste Kritikerin. Sie weiss, was ich kann und was nicht. Ich vertraue ihr zu hundert Prozent. Das Ziel unserer Beziehung ist für mich, gemeinsam durchs Leben zu gehen. Wir teilen die Vorstellung von Familie und Freizeit. Wir pflegen einen respektvollen Umgang. Auch wenns mal Ärger gibt. Wir diskutieren alles aus – nichts soll hängen bleiben. Und ja, ich habe mich damit abgefunden, dass Chantal den Geschirrspüler nicht so einräumt, wie ich es mag. Und klar, es gibt Diskussionen vor dem Fernseher, wenn ich lieber den Fussballmatch und sie etwas anderes schauen möchte. Selbst­ verständlich gewinnt dann Chantal. Meistens … Oder ich verziehe mich vor den zweiten Fernseher. Im Lande Salzgeber ist eben Chantal die Innen­ ministerin und ich der Aussenminister. Für viele mag das langweilig klingen, doch ich verbringe meine Zeit am liebsten mit der Familie. Kinder verbinden – mehr als ein gemeinsames Haus, ein Hochzeitstag. Kinder sind ein dickeres Band als ein Ehering. Wir unternehmen viel gemeinsam. Zusammen spielen wir Tennis, Fussball und sind mit dem Mountainbike unter­ wegs. Wie jeder Vater bin auch ich unglaublich stolz auf unsere Kinder. Und Chantal ist für mich die beste Mutter, die sie haben können. Sie traut ihnen was zu und räumt nicht gleich jeden Stein aus dem Weg. Nicht selten kommt es vor, dass ich zehn Mal pro Tag zu Hause anrufe. Nicht zur Kontrolle. Ich will meine Familie einfach hören, mit ihnen reden. Ich bin ein echter Telefon­Junkie. Wenn es Chantal nervt, nimmt sie einfach nicht ab. Das hilft aber wenig. Ein paar Minuten später rufe ich wieder an. Auch hier lasse ich mich nicht abwimmeln. Was für eine angenehme Stimme, dachte ich jeweils, wenn ich Rainer auf Radio Rottu moderieren hörte. Das war, lange bevor sich unsere Wege kreuzten. Ich war zwanzig, und dieser Mann am Mikrofon hiess noch Rainer Salzgeber und nicht Rainer Maria Salz­ geber. Doch später gestand er mir, dass auch ich ihm bereits früher aufgefallen war. In seinem Wagen sei er damals u

chantal salzgeber über rainer schweizer illustrierte

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Lovestory

«Rainer ist mein Mann fürs Leben. Ein Mann, der weiss, was er will» Chantal salzgeber

wir im Wallis aussteigen, reden wir noch immer. Wir haben immer ein Thema: Kinder, Politik, Kirche, Wirtschaft, Klatsch und Tratsch und selbstverständlich Sport. Dass wir eine Familie wollen, darüber waren wir uns immer einig. Und Rainer ist ein grossartiger Vater – manchmal ein bisschen zu lieb. Er verwöhnt die beiden gern: Jascha überrascht er dann mit einem neuen Fussballtrikot, und Cloé bringt er die heiss ersehnte Stefanie-Heinzmann-CD mit. Oder er geht spontan mit ihnen Minigolf spielen. Ich liebe es, zu sehen, wie Rainer und Jascha nebeneinander auf dem Sofa sitzen und sich einen Fussballmatch anschauen. Jascha kann noch nicht lesen und schreiben, kennt aber jede Regel und viele Fussballer. Cloé

hingegen hat das Mundwerk ihres Vaters und will Sportlehrerin werden. Wenn Rainer den ganzen Tag bei den Kindern ist, hilft er auch im Haushalt. Er kauft ein, übernimmt beim Kochen das Rüsten, putzt seine Schuhe und mäht den Rasen. Alles ausser Wäsche bügeln. Dagegen hat Rainer einen fundamentalen Widerstand. Wenn Rainer erst nachmittags zur Arbeit muss, leben wir unsere Partnerschaft bewusst am Vormittag. Erst gehen wir in unser Lieblings-Café Zeitung lesen und Kaffee trinken. Dann begleitet er mich zum Einkaufen. Rainer schiebt das Wägeli und ‹schmuggelt› Guetsli, Öle und Balsamico rein. Obwohl er schon so viele Sorten hat. Er entdeckt immer wieder Neues. Aber seine grösste Schwäche gilt dem Salz. Nomen

Foto Fabienne Bühler / RDB, Make-up & Haare Petra Frey, Outfit Bernie’s, Location Restaurant Buech Herrliberg

regelmässig die Simplonstrasse entlanggefahren und habe mich auf dem Weg zur Arbeit gesehen. Er konnte mir sogar genau sagen, welche Kleider ich anhatte. Heute ist Rainer mein Ehemann, mein Freund, mein Vertrauter und der Vater meiner Kinder. Dabei war es für mich in jener Herbstnacht vor dem ‹Scala› nicht Liebe auf den ersten Blick. Aber er schaffte es doch. Rainer gab alles, um mich zu erobern, er umgarnte mich, und ich kam nicht mehr los. Ich war fasziniert von ihm. Ein Mann, der weiss, was er will. Ein paar Monate später war mir klar: Rainer ist mein Mann fürs Leben. Auf seinen stimmungsvollen Heiratsantrag konnte ich gar nichts anderes als Ja sagen. Rainer war und ist noch immer ein Romantiker. Im Gegensatz zu vielen Männern weiss er alle wichtigen Daten auswendig: unsere Hochzeitstage – Standesamt und Kirche – und alle Geburtstage. Wie damals, als wir uns kennenlernten, redet Rainer auch heute noch gut und viel. Wenn ich wollte, könnte ich mich 24 Stunden mit ihm unterhalten. Wir setzen uns in Zürich ins Auto, und wenn


glückliches kleeblatt Aufgewachsen ist Rainer Maria Salzgeber, 40, in Raron. Seit 1994 arbeitet der Walliser beim Schweizer Fernsehen – als Redaktor und Moderator von «sport aktuell» und diversen Live-Sendungen. Während der Fussball-WM 2010 in Südafrika bestreitet er mit seinen Studiogästen jeweils den WM-Abend von 20 bis 23.15 Uhr auf SF zwei. Mit Chantal Salzgeber, 38, ist der Sportmoderator seit 1998 verheiratet. Mit ihren beiden Kindern Cloé, 9, und Jascha, 6, lebt die Familie in der Nähe von Zürich.

Ausflug Salzgebers verbringen ihre Freizeit am liebsten gemeinsam: Cloé (l.), Chantal, Jascha, Rainer.

est omen. Erst kürzlich brachte er schwarzes Salz von Mallorca mit. Wenn er später ins TV fährt, meldet er sich bereits nach fünf Minuten wieder per Telefon, um mir zu sagen: ‹Du Chanti, es regnet.› Oder: ‹Der Brief­ träger war grad da, du kannst die Post holen gehen.› Mit seiner Aufmerksamkeit überrascht mich Rainer immer wieder. Erst kürz­ lich habe ich einen Perlen­Ohrring verloren – keine echten, also nicht weiter schlimm, und ich erwähnte es nur am Rande. An meinem nächsten Geburtstag bekam ich von Rainer echte Perlen­Ohrstecker geschenkt. Aber auch im Alltag habe ich einen Gentleman an meiner Seite: Er trägt mir die schweren Einkaufstüten rein. Fährt mit meinem Wagen durch die Waschanlage. Diese kleinen Dinge schätze ich an ihm besonders. Bevor Rainer nach einer Spätausgabe heimkommt, ruft er mich meist nicht mehr an – dann schreibt er ein SMS: ‹Noch wach?› Und wenn ich noch nicht schlafe, zünden wir ein Kerzchen an, trinken ein Glas Wein und reden …


Die Fussball-WM als Vermächtnis Von Bruno AffentrAnger

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um ersten Mal in der Geschichte kommt der Welt-Fussball in Afrika an. Joseph S. Blatter ist schon da. Der Präsident des Weltfussballverbands hält sich oft in Afrika auf, und wenn er hier in der Schweiz ist, ist Afrika bei ihm zu Besuch. eben noch habe ich ihn zufällig im Zürcher Hotel Baur au Lac am Rand einer Schlichtungsverhandlung zwischen der afrikanischen Konföderation und dem Landesverband von Togo getroffen. Der 74-Jährige hat zwei Tage lang vermittelt und die beiden zuletzt arg verfeindeten Lager ohne grösseren Gesichtsverlust wieder zusammengeführt. Kraft seines Amtes natürlich. Mit einer dosierten Mischung aus Drohungen und Schmeicheleien. Mit Palaver. Mit Vorpreschen und Zurückweichen und verbunden mit dem Wissen um afrikanische Besonderheiten und Verhandlungstaktiken. Er hat abends in der Lobby des «Baur au Lac» einen zufriedenen Eindruck gemacht und sich wie immer gezeigt: neugierig, gesprächig, mit dem ihm sehr eigenen Humor. Später, Ende Mai, unternahm der Fifa-Präsident eine seiner wieder häufig gewordenen ausgedehnten Reisen, diesmal durch West- und Zentralafrika. Er weihte unter anderem in Gabun, einem der am dünnsten besiedelten, aber reichsten Länder Afrikas, ein neues Verbandszentrum ein. Er besichtigte neue Kunstrasen, inspizierte medizinische Einrichtungen – und er hielt Ansprachen, wie nur er sie halten kann: überhöht, pathetisch, haarscharf an der Karikatur der eigenen Idee vorbeigeschrammt. In Gabuns Hauptstadt Libreville sagt er vor einem unscheinbaren Haus stehend: «Mit diesem neuen Verbandssitz erhalten Sie mehr als ein Gebäude. Es ist Ausdruck der Solidarität, der

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Hoffnungen und Gefühle, die das gabunische Volk in die Organisation des heimischen Fussballs setzt.» Sepp Blatter zitiert an diesem Tag wieder einmal die aus seiner Sicht unendliche Kraft des Fussballs, mit der nicht bloss Fussballspiele gewonnen, sondern ganze Lebensgemeinschaften alimentiert werden können. In Libreville redet sich der Präsident in Rührung. Auch das kann er besser als andere. Der theatererprobte ehemalige Alleinunterhalter aus seinen Walliser Jugendjahren schlägt ab und an voll durch. Für die einen wirken seine blumigen Aussagen lächerlich, und sie halten sie angesichts der machiavellistischen Machtkämpfe hinter den Fifa-Kulissen für verlogen. Doch andere spüren, dass es Blatter mit seinem Glauben an die heilende Kraft des Fussballs spirituell ernst meint. Selbentags wäre er übrigens in Bern am «Africa Day» als Ehrengast eingeplant gewesen – indes der Walliser liess sich kurzfristig entschuldigen. Während die Menschen Afrika in Schweizer Strassen feiern, macht sich dieser Schweizer lieber an die Arbeit in Afrika. Joseph S. Blatter ist schon lange auf diesem Kontinent angekommen. Afrika ist seine Leidenschaft, seine Mission, seine Liebe. Privat stehe er nicht mehr in einer festen Beziehung, sagen Freunde, seit er und seine Partnerin sich letztes Jahr trennten. Er blickt auf drei Ehen zurück. Die Tochter und die Enkelin im Wallis sind ihm als Einzige geblieben – und natürlich der Fussball. Afrika. Es gibt ihm Kraft und belastet gleichzeitig. Im Rücken sitzt der Scheuermann, er wird immer gebeugter. Leichter wird es für Blatter nicht: Alle Projekte, strategischen Manöver und globalen Repräsentationsvorhaben müssen initiiert und deren Folgen ertragen werden. Flexibler wird man mit 74 nicht, auch die früh-

morgendlichen Stretchingübungen vermögen das nicht zu ändern. Doch der immer kleiner scheinende Präsident stemmt sich alleine gegen das Alter und bleibt dank seinen Aufgaben gross. Joseph S. Blatter, der Präsident der mächtigsten und kommerziell erfolgreichsten Sportorganisation der Welt, ein ehrgeiziger und begeisterungsfähiger Walliser Arbeitersohn aus Visp, hat dafür gesorgt, dass der Schwarze Kontinent seine Weltmeisterschaft erhält. Er hat sich in zwei politischen Anläufen durchgesetzt und die vier Wochen dauernde Monster-Veranstaltung gegen alle Kritiken und Bedenken durchgeboxt. Der Walliser wird am Kap sein Heimspiel haben, weil er wie kein anderer für diese Weltmeisterschaft steht. 35 Jahre Arbeit führen an ihr bisher grösstes Etappenziel. Seit 1998 ist Blatter Sepp aus Visp Präsident der Fifa. In Paris applaudierten ihm damals die Delegierten aus rund 200 Ländern – nicht zuletzt dank fast 40 Delegiertenstimmen aus Afrika hatte Blatter gegen die Konkurrenten obsiegt und dem Schwarzen Kontinent erstmals öffentlich eine WM versprochen. In Paris nahm er seine Arbeit als Präsident auf, aber begonnen hatte seine innige Beziehung zum Kontinent viel früher. Schon ganz zu Beginn seiner Zeit in der Fifa war Blatter mit Afrika in Berührung gekommen. Kurz vor seinem Stellenantritt als Direktor für Entwicklung in einer damals noch kleinen, elfköpfigen Organisation nimmt Sepp Blatter ein richtungweisendes Dossier in Empfang: Im Papier, das ihm zwei Personen ganz im Geheimen auf einer Autobahnraststätte in der Nordostschweiz übergeben, findet er die Folien für den Ausbau des Weltfussballs. Fortan widmet er sich mit Verve dieser Sache. Im Frühjahr 1976, an einem Kongress in

Foto Dominic Büttner / pixsil.com

Wer hat die Fussball-WM in Südafrika erfunden? JoSePh S. BlAtter, der Fifa-Präsident aus dem Oberwallis. Sie ist sein Triumph und seine Versicherung.


der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, erlebt er seine endgültige Erweckung. Von afrikanischen Funktionären bedrängt und niedergeschrien, merkt er, dass er aus einer wenig vorteilhaften Rolle ausbrechen muss. An jenem Tag legt er die Haltung des kolonialen Herrn ab und findet seine beste Rolle: diejenige eines Anwalts für Afrika. Sie prägt und durchdringt ihn, die Form wird zum Inhalt und umgekehrt. In Libreville, Gabun, sagt Ende Mai dieses Jahres der nationale Verbandspräsident Engandzas zu Joseph S. Blatter gewandt: «Dieser Verbandssitz ist das Ergebnis des Versprechens von Präsident Blatter, dass alle vom Erfolg des Fussballs profitieren werden.» Blatter lächelt und bedankt sich artig. Nächstes Jahr im Juni, genau ein Jahr nach der WM-Eröffnung, wählt der Fifa-Kongress wieder einmal seinen Präsidenten. Dann wird Joseph S. Blatter, 75 Jahre jung, zum vierten Mal antreten. Er wird auf die Worte Engandzas zurückkommen. Er wird die Stimjoseph s. blatter men Afrikas benötigen, jene der Karibik und Südamerikas ebenso, von Teilen Asiens und Europas. Sein bestes Argument wird die Entwicklungsreihe der Fifa sein, gestartet an einem nassen Novemberabend auf einer Autobahnraststätte in der Schweiz, zwischengelandet unter anderem in Gabun, für ein MilliardenFernsehpublikum ersichtlich an der Weltmeisterschaft in Südafrika – und vollendet während seiner vierten Amtsperiode. In seiner Rede in Libreville wirft Joseph S. Blatter allen Kritikern einer Weltmeisterschaft in Südafrika entgegen: «Ich bitte Sie: Wir müssen Vertrauen in Afrika haben. Und ich bitte Sie: Hören wir doch endlich auf damit, die Organisationsfähigkeiten der Afrikaner anzuzweifeln und mangelnde Sicherheit und Komfort zu reklamieren.» Die WM in Südafrika ist die WM eines Wallisers. Sie muss gelingen. Kommt es zu unliebsamen Zwischenfällen, so fallen diese direkt auf den Präsidenten zurück. Deshalb wird sie gelingen, denn dann bleibt Joseph S. Blatter auf Afrika gibt ihm Lebenszeit Präsident der Fifa. 

«Ich bitte Sie: Wir müssen Vertrauen in Afrika haben»

Kraft Gelingt die WM, bleibt Sepp Blatter Präsident der Fifa.

Bruno AffentrAnger, 44, ist Journalist bei ringier und Autor des Buches «Sepp – König der fussballwelt». schweizer illustrierte

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Gleiche Wellenlänge TV-Liebling Nik Hartmann (l.) und Nati-Spieler Stephan Lichtsteiner in Crans-Montana.

Persönlich nik hartmann

Kampf gegen Malaria Nik reiste für «Jeder Rappen zählt» durch Afrika. Geboren in Burgdorf BE am 1. 6. 1972 (Zwillinge), lebt in Zug u karriere Nach einem abgebrochenen Jus-Studium Radiomoderator bei Radio Extra Bern und Radio 24, heute bei Radio DRS und Fernsehen SF. Träger des Schweizer Fernsehpreises 2010, Inhaber des Medienbüros Medienmacher u familie Gattin Carla, 37, Constantin, 7, Frederik, 4, und Melchior, 1 u hobbys Velofahren, Singen, Segeln

Fussball-WM – Fluch o

Kicken gegen die Armut? nik hartmann und stePhan lichtsteiner haben den Süden des Kontinents erlebt. Für sie gilt: Fussball ist hier wichtig. Anderes aber noch mehr.

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schweizer illustrierte

interview iso niedermann fotos bruno voser

B

eide sind Schweizer Stars. Beide haben ihr Herz an den Schwarzen Kontinent verloren. TV- und Radiomoderator Nik Hartmann («SF bi de Lüt») weilte letztes Jahr für die DRS- und SF-Aktion «Jeder Rappen zählt» im südlichen Afrika. Nati-Verteidiger Stephan Lichtsteiner bereiste mit der

Schweizer Organisation für Gesundheitsprojekte Solidarmed Mosambik. Für die Aktion «1:4 – jeder Vierte verliert gegen HIV» trafen sie sich am Rand des Schweizer WM-Trainingslagers in Crans-Montana. Als Solidarmed-Botschafter helfen sie mit, uns auf das riesige Aids-Problem in Lesotho aufmerksam zu machen. Nik hartmann, was führt einen TV-mann und einen Profifussballer zusammen?


Persönlich stePhan lichtsteiner

Völker verbindend Stephan spielt mit Kindern in Chiure, Mosambik. Geboren in Adligenswil LU am 16. 1. 1984 (Steinbock), lebt in Rom u karriere Nach einer kaufmännischen Banklehre kam der ehemalige Junior des FC Adligenswil und des FC Luzern 2000 zu den Grass­ hoppers. 2005 wechselte er nach Frankreich zu OSC Lille und von dort 2008 zu Lazio Rom. Der rechte Aussenverteidiger spielte seit 2005 27 Länder­ spiele für die Schweiz u familie Lichtsteiner ist verlobt mit Manuela Markworth, 31

der Segen für Afrika? Wir kennen uns erst über Solidarmed. Und ich kann zwar nicht tschutten … Stephan Lichtsteiner: … und ich nicht reden … Nik Hartmann (lacht): … aber wir merkten bald, dass wir beide gleich begeistert sind von Solidarmed. Und auch gleich begeistert von afrika? Stephan: Ich hatte zunächst keine Ahnung, worauf ich mich einlasse. Ich war aber bereit, mehr zu tun, als ein­

fach Geld einzubezahlen gegen das schlechte Gewissen. Doch als ich aus unserer heilen Welt nach Mosambik kam, war das schon eine verrückte Erfahrung. Verrückt, aber begeisternd! Nik: Ich war ebenfalls hingerissen. Wir landeten in Pemba, und auf den zwei Kilometern ins Hotel am Meer schoss ich bereits etwa 250 Fotos. Die Farben, die Gerüche, wie die Leute den Alltag verbringen – unglaublich!

Stephan: Ich kam ebenfalls in Pemba an. Und das war ja noch vergleichs­ weise eine «Grossstadt». Je weiter wir dann in den nächsten Tagen über Land fuhren, desto mehr erschien dies wie ein Leben aus einer anderen Zeit. Nik: Genau, wie Ballenberg. Doch es ist der Alltag. Wie viele unserer meist klischeehaften Vorstellungen vom «wilden Schwarzen kontinent» wurden bestätigt? u schweizer illustrierte

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«Wir Fussballer sollten auch über uns selbst lachen können. Afrika lehrt uns das» stephan lichtsteiner Nik: Ich dachte: Hier wirds gefährlich! Es gibt Krankheiten, mangelnde Hygiene. Wasch immer die Hände! Schlaf immer unter dem Netz! Aber dann merkte ich: Die Menschen hier leben ja einen Alltag, der sehr wohl funktioniert. Stephan: Ich hatte Armut erwartet. Doch so krass, wie ich sie dann gesehen habe, hätte ich mir das nie vorstellen können. Gleichzeitig erlebte ich unglaubliche Lebensfreude und Herzlichkeit. Wir spielten schnell einmal mit den Kindern in den Dörfern Fussball. Da sahen wir lauter lachende Gesichter – man stelle sich das mal auf der Zürcher Bahnhofstrasse vor! Sind Sie sich fremd vorgekommen? Stephan: Nein, eigentlich gar nicht. Die Leute waren ganz unbefangen und gwunderig. Es war völlig selbst­ verständlich, dass wir mit ihren selbst gebastelten Bällen aus Plastiksäcken und Kondomen jonglierten. Nik: Wie? Bälle aus Kondomen? Stephan: Klar, und auch Steinschleu­ dern basteln sie draus. Wirklich lustig! Nik: Bezeichnenderweise habe ich während meiner ganzen Reise nie Kin­ der streiten sehen. Wenn du nichts hast, worum du dich streiten musst, dann streitest du auch nicht. Wir fingen bald einmal an, mit den Kindern schweizer­ deutsche Lieder zu singen. Das war eine Gaudi, als die versuchten, «Lueged nid ume, de Fuchs goot ume» nachzusingen. Und jetzt findet die Fussball-WM genau in dieser Welt statt, die so anders ist als unsere. Was löst das in Ihnen beiden aus? Nik: Am Anfang war mir noch nicht so bewusst, dass Südafrika auch Teil dieses armen, wilden Afrikas ist. Das Südafrika, das wir kennen, ist ja ein Abbild Kaliforniens: tolle Strände, Super­Wellnesshotels, feines Essen. Dass das «andere» Afrika, jenes von Lesotho oder Mosambik, ebenfalls dort ist, das habe ich erst später realisiert. Stephan: Als die WM vor sieben Jahren an Südafrika vergeben wurde, beschäf­ tigte mich das noch nicht. Dass ich hier vielleicht mal eine WM spielen könnte, daran dachte ich nicht im Entferntes­ ten. Erst vor meiner ersten Reise be­ schäftigte ich mich mit Afrika. Und da realisierte ich: Moment mal, die Leute u

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Ein HErz für AfrikA hier können ja gar nicht dabei sein am grossen WM-Fest. Die schauen die Spiele bestenfalls zu fünfzigst vor einem kleinen Fernseher irgendwo in einer Hütte. Damit haben genau die Leute, die Ablenkung verdient und nötig hätten, gar keine Chance, dabei zu sein. Kann der Fussball bei diesen Vorgaben überhaupt etwas Positives leisten? Stephan: Der allergrösste Teil der Menschen in Afrika hat nicht mehr davon als bei jeder anderen WM, die sie am Fernsehen schauen können, egal, ob in Deutschland oder Japan oder Südafrika. Und ein Bewusstsein für ihre Situation entsteht ebenfalls kaum. Ich befürchte, dass die WM-Touristen nur all das Schöne des Landes sehen. Vielleicht ists zu gefährlich, sich als Gast abseits der Touristenströme zu bewegen. Nik: Ich kann nur vom benachbarten Mosambik reden. Da lernte ich die Menschen ausschliesslich als friedlich und respektvoll kennen. Es war wirklich absolut gefahrlos zu reisen. Stephan: Und man muss bedenken: Reisen kann auch in Europa gefährlich sein. Wenn du dich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhältst und auch

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«WM-Touristen sehen wohl nur das Schöne von Südafrika» stephan Lichtsteiner

noch deine Rolex zur Schau stellst, dann machst du dich leicht zum Ziel. Nie «umgekehrten Rassismus» erlebt? Nik: Ich nicht, nein. Wobei man sagen muss, dass wir mit Solidarmed unterwegs waren: Die Organisation geniesst in der Bevölkerung extrem viel Respekt, weil sie nicht missionierend auftritt, sondern mit den Einheimischen als gleichwertige Partner zusammenarbeitet. Solidarmed versteht sich nicht als Heil bringende Kraft. Die Fifa hingegen schon. Dabei kann man Schulen und Strassen durchaus für wichtiger halten als Stadien. Nik: Ich weiss nicht, ob es der richtige Weg ist, hier Schulen und Strassen zu bauen, die westliche Welt zu kopieren. Ich glaube, es ist wichtiger, zu helfen, dass die Menschen hier so gesund sind, dass sie die Kraft haben, sich ihre eigene Welt zu gestalten. Stephan: Ich frage mich schon, ob es nicht gescheiter wäre, das ganze Geld, das hier in den Stadionbau gesteckt wurde, anders zu investieren. Diese Riesenstadien braucht hier niemand mehr in dieser Form, und der Unterhalt wird nur weitere Kosten verursachen.


Natürlich hoffe ich trotz allem, dass es den Leuten etwas bringt, wenn die WM hier ist. Dass wir Fussballer mit unserer Popularität die Aufmerksamkeit der Welt hierher lenken können. Aber so richtig glaube ich nicht an die Nachhaltigkeit einer Fussball-WM in Südafrika. Spricht man auch mal über solche Fragen unter den Natispielern? Stephan: Kaum. Aber ehrlich gesagt, ich denke auch erst richtig vertieft über die Zusammenhänge nach, seit ich selbst in Afrika war. Da kann ich nicht quasi das Thema den andern aufdrängen. Nik: Ja, aber ihnen vorschwärmen kannst du schon. Bei mir vergeht kaum eine Woche, ohne dass ich jemandem von den Reizen Afrikas erzähle. Hat Afrika Sie verändert? Stephan: Absolut, ja. Ich kann manchmal ziemlich hässig werden auf dem Platz, wenns nicht rund läuft. Aber seit ich in Afrika war, komme ich in solchen Situationen oft schneller wieder runter. Dann fällt mir ein, dass es Probleme gibt, die ganz andere Dimensionen haben. Das täte uns allen gut: mal ein bisschen die Verhältnisse zu sehen. Wir Fussballer sollten lernen, auch mal

über uns und unsere Problemchen zu lachen. Afrika lehrt uns das. Nik: Ein Teil von mir ist inzwischen richtig «Afrika-krank». Das nimmt dich entweder sofort rein oder lässt dich kalt. Mich hats richtig reingenommen. Ich werde wieder hinfahren! Stephan: Ich glaube, man muss ein Herz aus Eisen haben, wenn man von Land und Leuten unberührt bleibt. Ich hoffe sehr, dass wenigstens zehn, zwanzig Prozent der Fussballfans, die für die WM nach Südafrika reisen, auch eine Begegnung mit dem Afrika abseits der Touristenströme suchen. Dann würde die Fussball-WM schon viel Gutes bewirken. Nik: Ich wünsche der Bevölkerung des südlichen Afrikas nicht noch mehr westliche Einflüsse durch noch mehr Tourismus. Sie hat ihre eigenen Vorzüge, die wir unterstützen sollten.  Solidarmed organisiert in Lesotho, das besonders unter Aids leidet, parallel zur WM ein Fussballturnier für afrikanische Teams. Im Tippspiel dazu winkt als Preis eine Reise nach Rom und ein Treffen mit Stephan Lichtsteiner. Infos auf www.1zu4.ch

«Ich fühlte mich auf meinen Reisen in Afrika nie in Gefahr» nik hartmann


Wirtschaft

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Steigflug


Downtown Stolz präsentiert Harry Hohmeister auf der Kabelstrassenbahn den neuen San-Francisco-Airbus in Miniatur.

Swiss-CEO Harry HoHmeister weiht die neue Destination San Francisco ein. Er verrät, warum die kalifornische Metropole seine «Stadt des Herzens» ist, und spricht über sein kleines Reiseproblem: Koffermangel!

nach Frisco


Wirtschaft Text nina siegrist Fotos Hervé le cunff

H

och und runter gehts, immer wieder, als der Cable-Car, die für San Francisco so typische Kabelstrassenbahn, ächzend und quietschend der Hyde Street entlangrattert. «Netter Kerl – ist das wirklich ein Big Boss?», fragt der Kondukteur, Typ Eddie Murphy, etwas ungläubig und weist mit dem kahl geschorenen Kopf zu Harry Hohmeister. Der 46-jährige Swiss-CEO steht gerade auf dem Trittbrett, in der Hand ein Flugzeugmodell, das er mit der Begeisterung eines kleinen Jungen

durch die Fahrtluft gleiten lässt. Es ist die Mini-Version eines Airbus A340 im Hippie-Look, jenes bunt bemalten Fliegers, der seit dem 2. Juni 2010 die neue Swiss-Destination San Francisco anfliegt (siehe Box S.55). eingepfercht zwischen touristen posiert Hohmeister für Fotos und strahlt. Er macht Werbung für die tags zuvor eingeweihte Destination, die mit der umliegenden Bay Area, dem sogenannten Silicon Valley, einen strategisch wichtigen Standort für die Luftfahrt darstellt. Doch das Leuchten in Hohmeisters Augen geht über reine Professionalität hinaus. «San Francisco ist meine Destination des Herzens», sagt er.

Mit seiner heutigen Ehefrau Anita reist er 1991 hierher. Es ist die erste grosse gemeinsame Reise – für seine Frau, die ungern fliegt, eine Überwindung. Hohmeister erinnert sich gut daran. An den schönen Abend in der Turm-Bar der Transamerica Pyramid und an das Hotel nahe Fisherman’s Wharf, in dem man die Möwen rufen hört: «Als Bremer fühle ich mich am Hafen irgendwie zu Hause. Schon als kleiner Junge fuhr ich mit dem Fahrrad oft zum Hafen, beobachtete die auslaufenden Containerschiffe und träumte dabei von der grossen, weiten Welt», erzählt er. Diesmal bleibt kaum Zeit zum Träumen: Ein 15-minütiger Spaziergang dem Pier entlang muss reichen. «Mmh, Krabbensuppe!», sagt Hohmeister, als er vor einer der unzähligen Fischbuden dem Koch über die Schulter schaut. Dann kauft er an einem der Stände noch ein «I love San Francisco»-Shirt für seinen 17-jährigen Sohn Patrick. Der Swiss-Chef hat nur 24 Stunden in der Stadt. Gedrängtes Programm: Erst wurde am Gate in Zürich ein rotes Band durchtrennt – unspektakulär, mit einer Schneiderschere. Rund zwölf Stunden später folgt die amerikanische Version in San Francisco, mit übergrosser stumpfer Plastikschere und einem Band, das wie durch ein Wunder auseinanderfällt. Dazwischen absolviert Hohmeister an Bord einen Interview-Marathon, begutachtet die Business-Class-Sitze, die man zum Bett umwandeln kann, macht eine Durchsage an die Gäste, in der er ihnen ganz im Sinne von San Francisco «Love, Peace and Happiness» wünscht und setzt sich als passionierter Hobbypilot schliesslich für den historischen ersten Landeanflug hinter die Piloten, schwenkt beim Andocken am Gate sogar ein Schweizer und ein amerikanisches Fähnchen aus dem Cockpitfenster. u

Krabbensuppe Bei Meeresluft und Fisch­ geruch fühlt sich Hohmeister als Bremer wohl (links). In einem Souvenirshop kauft er ein T­Shirt für Sohn Patrick (oben).

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VERLIEBEN SIE SICH IN FARBE immer wieder

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wiRtSChAFt

Offiziell Empfang für Crew und CEO in der City-Hall von San Francisco. Es folgt ein Rede-Reigen: am Flughafen, in der Residenz des Schweizer Generalkonsuls und in der City-Hall, dem Bürgermeisterhaus, das in seiner überzeichneten, Capitol-ähnlichen Bauweise so stark an eine Filmkulisse erinnert, dass man misstrauisch an die Marmorsäulen klopft. Harry Hohmeister wirkt souverän, spricht frei, witzelt. Als der Fahrer ihn von der Fisherman’s Wharf zurück zum Hotel fährt, erzählt der CEO: «Mein Kommunikationschef schreibt mir tolle Reden – und ich sag dann trotzdem was anderes.» Er lacht. Kommunikationschef Jürg Dinner sitzt daneben und lacht ebenfalls. Er weiss, dass diese Spontanität seinen Chef beliebt macht. Angekommen im «Ritz Carlton», eilt Hohmeister hinauf in seine grosszügige Suite. «Hier hab ich mich gestern verlaufen», behauptet er und packt seine Sachen, während im Hintergrund amerikanische Swingmusik plätschert. Fünf Minuten bleiben ihm noch. Stolz zeigt er ein Geschenk des Hotels – ein Kuchen in Form einer Landebahn, darauf ein Marzipanflieger mit Schweizerkreuz. Hohmeister wirkt trotz Zeitdruck entspannt. «Bis ich gestresst bin, braucht es viel», sagt er und erzählt, das einzige Problem bei seinen vielen Geschäftsreisen seien die Koffer: «Ich komme im Moment nicht mal dazu, sie auszupacken, deshalb nehme ich jedes Mal einen neuen. Gestern stellte ich allerdings fest, dass mein Koffer-Vorrat erschöpft ist.» Ein nicht mehr ganz neuer, weisser Swiss-Trolley ist es denn auch, den Hohmeister am Flughafen San Francisco hinter sich herzieht. Wann er die nächste Swiss-Destination eröffnen wird, weiss

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er nicht: «Wir haben gerade viel Geld investiert, allein die Einführung von San Francisco kostet eine dreistellige Millionensumme. Wenn sich das aber auszahlt – und danach sieht es im Moment aus –, dann könnten wir 2012 eine neue Destination in China, Indien oder Afrika ins Auge fassen.» der Flieger nach Zürich startet planmässig. Keine Aschewolke aus Island, die das verhindern könnte. Der Swiss-CEO ist erleichtert, dass der Eyjafjalla-Vulkan sich anscheinend zur Ruhe gesetzt hat. Einen zweistelligen Millionenbetrag hat er die Swiss gekostet. «Die letzten Wochen waren anstrengend, aber ich glaube, wir haben die Situation zusammen mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt ganz gut gemeistert», sagt Hohmeister. Und wenn es nun doch zu einem letzten, kurzen Aufflammen käme? Hohmeister überlegt kurz und strahlt einmal mehr: «Dann würde ich Freizeitklamotten kaufen, ein Fahrrad mieten und über die GoldenGate-Brücke radeln!» 

12 StundEn FluG u Mit San Francisco hat die Swiss am 2. Juni ihre 73. Destination in Betrieb genommen. Die Swissair flog von 1998 bis zum Grounding 2001 ebenfalls in die kalifornische Metropole, nun ist das beliebte Reiseziel wieder erschlossen. Das speziell designte A340-Flugzeug mit einer neuen Flachbett-BusinessClass verkehrt täglich ausser Dienstag, jeweils um 13.15 Uhr ab Zürich und um 19.25 Uhr ab San Francisco. Der Flug dauert 12 Stunden. nS


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten Verschachtelt «A portrait of the man as a building», Collage des Tessiners Davide Cascio, 2008.

Art BAsel

Die Kunst im Visier Ausstellungstipps Basel steht vom 16. bis 20. Juni wieder

ganz im Zeichen der internationalen Kunstszene. Auch Schweizer Künstler und Galerien präsentieren sich dieses Jahr an der grössten Kunstmesse der Welt, der Art Basel. Eine Auswahl.

u Wo bitte gehts zu Utopia? Ob Architektur-, Design- oder Lebensentwürfe, Davide Cascio prüft die utopischen Ideologien auf ihren gesellschaftlichen Gehalt. Der 1976 in Lugano geborene Künstler bedient sich für seine Collagen bei den heilen Werbewelten der 60er- u

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art basel GalEriE JaMilEH WEbEr

die besten

Dynamisch u bis

zu vierzig Farbschichten legt Jahanguir, 47, auf die leinwand. Mit einer technik, die die geometrischen Formen dreidimensional erscheinen lässt wie auf dem Werk «sol», 2009. Der Künstler, der in london geboren wurde und in Zürich aufgewachsen ist, vernetzt in seinem schaffen eine orientalisch-ornamental und abendländisch-konstruktiv beeinflusste bildund Formensprache. Nebst der Malerei erschafft er auch skulpturen, die beim betrachten ein Gefühl von Zeitund schwerelosigkeit auslösen. isw GalEriE StaMpa

Poetisch

Walliserin Martina Gmür, 31, ist eine veritable Geschichtenerzählerin. sie vereint verschiedene Medien wie Malerei, Zeichnungen, Objekte und installative arbeiten. Die oft fragmentarisch wirkenden bilder (links: «barfuss 1», 2009) haben Witz und lassen dem betrachter viel raum für eigene Gedanken und Interpretationen. ReA u Die

Soft Ice? Emil Michael Kleins Skulptur «Ohne Titel», 2009, weckt Glacegelüste. und 70er-Jahre, integriert urbanistische Impulse von le Corbusiers «esprit Nouveau» und kombiniert Verführerisches aus Werbung und Mode-Magazinen zu retro-futuristischen szenarien. seine allegorischen Installationen, oft aus simplen Materialien wie Papier, Holz oder Neonlicht gestaltet, spiegeln die Hoffnungen des gesellschaftlichen Fortschritts. Cascios erste institutionelle einzelausstellung zeigte das Kunsthaus Glarus 2009. Mit der Galerie Nicolas Krupp ist der tessiner nun zum ersten Mal an der art basel vertreten. ebenfalls im Programm der Galerie Krupp vertreten ist Emil Michael Klein, 28, aus München. Von der traditionellen Holzschnitzerei kommend, setzt sich der Wahlbasler mit seinen von Hand geschnitzten rahmen und bildträgern mit dem thema des klassischen rahmenbildes und einem erweiterten begriff der Malerei auseinander. Der Künstler arbeitet ebenso mit Zeichnungen und Druck wie der Malerei und vermehrt auch mit skulpturen (bild). 2008 erhielt er den Manor Kunstpreis basel. Zurzeit lebt emil Michael Klein in berlin.

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AninA RetheR

ARt BAsel 16.–20. 6. Mi–sa 11–19 Uhr, Führungen unter tel. 061 - 701 20 77, www.artbasel.ch, Publikation ChF 65.–

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GalEriE Mai 36

Aktuell u ian

anüll, 62, trifft ins schwarze. Die arbeiten des sempachers sind aktueller denn je. bereits 1999 hatte er mit seiner «schwarzgeld»-serie den Nerv der Zeit getroffen. so wies er mit «shell» auf die drohenden Gefahren möglicher Ölkatastrophen hin. Weitere Künstler der Galerie Mai 36: Pia Fries zeigt ein neues bild, Christoph rütimann ein neues Video. kM

GalEriE UrS MEilE

Packend u Man

glaubt, das tosen des Wassers zu hören, die Gischt auf dem Gesicht zu spüren. «Flap back» von Julia Steiner, 27,


kUNStpREIS NAtIONALE SUISSE

Entflammt

u Was läuft da gerade am TV? Die Spannung

ist spürbar, das Rot der Roben dramatisch. Die Fotografin Elisa Larvego, 25, ist Gewinnerin des 7. Kunstpreises von Nationale Suisse. km

GALERIE BOB VAN ORSOUW

Intensiv u Starke

Fotografien kennzeichnen die Arbeit der Wahlzürcherin Shirana Shahbazi, 35. So auch das C-Print mit dem Apfel, das eine magisch-hypnotische Anziehung auf den Betrachter ausübt. km VItRA dESIGN mUSEUm

Erstarrt u Den

strahlt eine enorme Kraft aus. Das Werk ist so vielschichtig wie vieldeutig. Die Bernerin hat einige Monate als Artist-in-Residence im Studio der Galerie Urs Meile in Peking verbracht und sich dort intensiv mit der chinesischen Kunst auseinandergesetzt. km

Glasdesignern auf die Finger schauen? Während der Art Basel zeigen internationale Künstler auf dem Vitra Campus ihr Können. Dies dank dem mobilen GlassLab des amerikanischen Corning Museum of Glass. km schweizer illustrierte

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Perfekter Showman Italiens schillerndes Medien- und Staatsoberhaupt Silvio Berlusconi.

Der Cavaliere und seine schillernde Scheinwelt

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DoKuMeNTARFiLM ViDeoCRACy (i/S) italien und das Fernsehen: Wer ausser Silvio Berlusconi in der bunten TV-Welt sonst noch eine Rolle spielt.

u Italienisches Fernsehen, so will es der Film «Videocracy», besteht eigentlich nur aus einem Moderator und unglaublich vielen hübschen Showgirls in knapper Bekleidung. Praktisch jede Italienerin will Velina, so nennt man die jungen Damen, werden: Ein bisschen TV-Ruhm, und schon angelt man sich einen Serie-A-Fussballer oder einen bekannten Musiker. Erfunden wurde die Velina von Silvio Berlusconi, seines Zeichens italienischer Ministerpräsident und Herr über die staatliche TV-Anstalt RAI sowie Chef des grössten nationalen Privat-TV-Anbieters Mediaset. Dumm nur, wenn man in Italien als Junge geboren wurde und im Fernsehen berühmt werden will. Wie Ricky Canevali, die unglamouröse Hauptfigur in «Videocracy». Dieser glaubt nämlich, ein Muskelprotz wie Jean-Claude Van Damme zu sein, singen zu können wie Ricky Martin und demzufolge auf der Bühne unwiderstehlich zu wirken. Doch auch nach dem x-ten Casting will es einfach nicht klappen. Der Dokumentarfilm «Videocracy» von Erik Gandini zeigt ein von Berlusconi

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kreiertes TV-Italien: farbenfroh, herausgeputzt und schillernd bis zum Gehtnichtmehr. Neben dem mittlerweile 73-jährigen Staatsoberhaupt zieht der mächtige TV-Produzent und BerlusconiFreund Lele mora die medialen Fäden: Er sorgt dafür, dass selbst ein Erzfeind in Gestalt des unglaublich eitlen Paparazzo Fabrizio Corona für Berlusconi schliesslich zum Glücksfall werden kann. Regisseur Gandini verzichtet auf eine hauruck-technik, wie sie der ebenfalls politische Regisseur Michael Moore pflegt. Vielmehr setzt er elegant die feine Klinge an und kratzt am glänzenden Lack von Berlusconi und dessen Italien. Einziger Wermutstropfen: Der spannende Dokumentarfilm widerspiegelt den subjektiven Eindruck des Regisseurs − leider mit wenig journalistischem Anspruch. BeNJAMiN BöGLi

mehr kino-tipps

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SCieNCe-FiCTi0N-hoRRoR SPLiCe (CND/F) Zwei Wissenschaftler kreieren ein neues Wesen, das sie im Geheimen aufziehen, bis das experiment aus dem Ruder läuft.

Deshalb lohnt sich der Film u Die Besetzung ist mit Adrien Brody und Sarah Polley ausgezeichnet. u Er beginnt zwar etwas trashig, entwickelt sich aber zum packenden Thriller. u Regisseur natali («Cube») zeigt erneut, wie realistisch Sci-Fi sein kann. 88888 Länge: 104 Min., Regie: Vincenzo Natali, D: Adrien Brody, Sarah Polley. im Kino.

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KiNDeRFiLM The RACe (D/iRL) eine 11-Jährige träumt vom grossen Triumph: Sie möchte beim Seifenkistenrennen alle hinter sich lassen.

Das macht den Film aus u Er ist atmosphärisch dicht und mit viel Unterhaltungswert inszeniert. u Die Protagonisten sind schillernd und nehmen kein Blatt vor den Mund. u Er gibt Einblick in italiens Welt der Schönen und Reichen.

Deshalb ist er zu empfehlen u Der Regisseur erzählt eine wunderbare, märchenhafte Geschichte. u Die kleine Hauptdarstellerin hat im wahrsten Sinne des Wortes Drive. u Der Film zeigt, wie wenig es für spannende Unterhaltung braucht.

88888 L: 85 Min., R: erik Gandini, D: Lele Mora, Fabrizio Corona, Ricky Canevali. Start: 10. 6.

88888 L: 84 Min., R: A. F. Nebe, D: Logan Bruce, Tom Collins, Niamh McGirr. Start: 10. 6.

Foto Emmevi/Dukas

die besten

kino


bücher & cds

Das Fantasiereich TarotGarten von Niki de Saint Phalle in Garavicchio (I).

Wo ein Traum wahr wurde u Auf einem verwilderten Stück Land im Süden der Toskana realisierte die Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930 bis 2002) ihre Vision eines Tarot-Gartens. Sie war damals 47. Mit eisernem Willen und unerschöpflicher Fantasie setzte sie die 22 Bilder der Arcana Maiora des traditionellen Tarots in überdimensionale Skulpturen um. Der Bildband ist eine Hommage an die Künstlerin und alle jene Menschen, die sie bei der Verwirklichung ihres Lebenswerkes unterstützten. Infos zum Park: www.nikidesaintphalle.com

isolDe schaffter-wielanD

Fantasiebegabt Niki de Saint Phalle wäre dieses Jahr 80 geworden.

drei neue cds

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pop/rock christina aguilera Bionic (sony Music)

Vier Jahre nach ihrem Masterpiece «back to basics» zeigt die fünffache Grammy-Gewinnerin (30 Mio. verkaufte cds) erneut ihren Ausnahme-Status. die USSängerin hat sich mit diversen Leuten zusammengetan. resultat: 18 elektronisch angehauchte balladen und melodiös-süffige Up-Tempo-Nummern. h. elias fröhlich

niki De saint phalle unD Der tarot-garten, jill johnston, Marella caracciolo chia, giulio pietromarchi (Benteli)

Die Kaiserin In der mit Spiegelmosaiksteinen ausgekleideten Figur wohnte die Künstlerin.

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jazz contact five on one (pirouet)

dave Liebman (Sax), John Abercrombie (Gitarre), Marc copland (Piano), drew Gress (bass), billy hart (drums): Klar, diese cd muss feinsinnigen Hörgenuss bieten. Zum Juwel wird sie vor allem, weil die Grossmeister sich gegenseitig nichts beweisen wollen, sondern darauf schlicht ihr bestes geben. hanspeter vetsch

klassik BrahMs violinsonaten Mit anne-sophie Mutter (Dgg)

Warmer, sonor singender Geigenklang durchzieht diese Aufnahme. Sinnliche Konturen wechseln mit klar gearbeiteten musikalischen Figuren. eine hörbar gereifte Anne-Sophie Mutter «erzählt» brahms’ Violinsonaten als intime bilder, sie findet darin ebenso verspielte Schönheit wie melancholischen Tiefgang. uli von erlach schweizer illustrierte

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping Objekt der begierde

Wie im Paradies

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Corbis, Styling Kristina Köhler

u Die neuen Kosmetikständer bei Coop City und Manor besitzen etwa die gleiche Wirkung wie ein Süssigkeitenladen: Man möchte alles probieren, alles haben. Gefüllt sind sie mit der hippen Make-upKollektion von MNY. Das Besondere: die grosse Farbpalette für Lider, Lippen und Nägel sowie der Preis. Gestartet wird mit 143 Farben aus sieben Farb- und sieben Produktefamilien. Dabei kostet kein Produkt mehr als vier Franken. Zusätzlich gibt es alle zwei Monate neue Kollektionen. Im Juni Sweetheart (Zuckerbäckerfarben) sowie Sundiva (Glamour für den Strand). Kristina Köhler

Bunte Lieblinge Die neue Makeup-Marke MNY gibts exklusiv bei Coop City und Manor. Kein Produkt kostet mehr als u CHF 4.–

sCHweizer iLLustrierte

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shopping

Look

Sonnenbrillen

Audrey lässt grüssen

u Frühmorgens an der 5th Avenue in New York City, ein schwarzes Kleid, ein Croissant und eine schwarze XlSonnenbrille. Dieses Bild von Audrey Hepburn aus dem Film «Frühstück bei Tiffany» hat definitiv Kult-Status! Ob privat oder in Filmen wie «Charade», «Ein Herz und eine Krone» oder «Sabrina»: Die unsterbliche Stil-Ikone der 50er- und 60er-Jahre ist nicht nur für die exquisite Wahl ihrer Kleider bekannt, sondern auch dafür, wie sie mit ihren Sonnenbrillen unsterbliche Looks kreierte. Wunderschön anzuschauen im kürzlich erschienenen Bildband «Audrey Hepburn – Eine Hommage in Fotografien» (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) oder aktuell in der Ausstellung «… And God Created Woman» zusammen mit Leinwandgöttinnen wie Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Elizabeth Taylor, Sophia Loren und Catherine Deneuve (www.lastgallery.com).

UrsUla Borer

Mit einer Prise eleganz Lucienne trägt Body Thelma und Skirt Crea von Agent Provocateur u chF 780.–/385.–, Handschuhe von Una, Zürich u chF 160.– und Sonnenbrillen (von oben nach unten): Modell von Marni, gibts bei Mykita, Zürich u chF 393.–, Modell von Tom Ford, bei Burri Optik, Zürich u chF 495.–, Modell Isabella u chF 479.– und Modell Janis u chF 479.–, beide von Mykita. www.mykita.com

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charade Modell SPR01 MZYX-4M1 135 von Prada, Berling Optik, Zürich. u chF 370.– Frühstück bei tiffany XL-Modell EA9607 von Emporio Armani. www.safilo.com u chF 230.– Musik in Monte carlo Leoparden-Modell von Balenciaga, Burri Optik, Zürich. u chF 382.–

sabrina Modell MMJ 134 S von Marc Jacobs. Optikerfachhandel oder www.safilo.com u chF 232.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Stills Paul Seewer, Styling Melanie Albisser, Haare & Make-up Rebecca mit Produkten von Couleur Caramel für Time, Lucienne für Fotogen

ein süsser Fratz Schwarz-pinkes Modell von Paul Smith, Burri Optik, Zürich. u chF 386.–

ein herz und eine Krone Modell von Miu Miu, Berling Optik. www.berling.ch u chF 253.–

wie klaut man eine Million Modell Model 1 von Dior. Optikerfachhandel oder www.safilo.com u chF 420.–

infam Modell Now, now, now von KBL, entdeckt im Mykita-Shop, Zürich. u chF 220.–

tropenglut Maskulines Leoparden-Modell von Diesel gibts im Diesel-Store. u chF 247.–

zwei auf gleichem weg Modell Vacancy, weiss, von Oakley, Berling Optik. www.berling.ch u chF 290.– schweizer illustrierte

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shopping

Mode sex in the city Modell Franz von Mykita gibts im neuen Shop an der Langstrasse in Zürich. u chF 479.–

stadt-Guerilla CanvasShopper mit Guerilla-Print von Markant, Zürich. u chF 139.–

Geissenpeter Karo-Hemd von Ben Sherman, bei Globus u chF 139.–, Strick-Gilet von VMC, Zürich. u chF 129.–

Beach-Boy Karierte Badeshorts von Adidas, Manor. u chF 44.90 style-wildfang Halstuch von Yves, bei Globus u chF 39.90, Veston Rieterpark von Markant, Zürich u chF 650.–, Print-Shirt von Levi’s, entdeckt bei Manor u chF 59.90, Karo-Shorts von Vintage 55, gefunden bei VMC, Zürich. u chF 169.–

rock-star Kunstleder-Cuff gibts bei Manor. u chF 16.–

Asphalt-cowboy Schmid-Sneakers, entdeckt bei Könix, Zürich. u chF 290.–

Heisses für City-Jungs

Allzeit bereit

Minimalist Puristisches XL-Badetuch von Benetton, entdeckt bei Coop City. u chF 64.90

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u Am liebsten würden Jungs ja den ganzen Tag nur noch in Flipflops und Badeshorts umherziehen. Das andauernde Hundewetter verlangt den sommerBoys jedoch eine Guerilla-Taktik ab. Darum ist jetzt der Schichten-Look angesagt. Für ein Minimum an SommerFeeling sorgen knielange Shorts. Gegen die Kälte kombiniert man ein schickes Veston mit Halstuch oder Hoodie zum

T-Shirt und trägt heisse Sneakers oder legere Leder-Mokassins. Ganz nach dem Motto «Allzeit bereit» hat man Badetuch, Sonnenbrille, Badehosen und Sonnencreme immer griffbereit im Rucksack oder dem XL-Bag, nur für den Fall, dass Sonne und Hitze doch noch unvermutet auftauchen. Schliesslich bleibt dem Sommer ja noch etwas Zeit, sich zu zeigen! UrsUla borer

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Melanie Albisser

Grossstadtindianer WildlederMokassin von Preventi gibts bei Könix, Zürich. u chF 298.–


Ferienträume Parfum Brasil Dream von Estée Lauder. 50 ml u CHF 76.–

Wet Look Glanz & Pflege Haar-Finish Color Crystal Gloss von Nivea. u CHF 8.90

Wie im Paradies Körperspray Eau de Paradis von Biotherm. 100 ml u CHF 70.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Sommer-Make-up Summer Bronzing Powder Terracotta Light von Guerlain. u CHF 71.–


Beauty

Sonnen-Teint Teint Éclat Prodigieux Crème Teintée Hydratante von Nuxe, Coop City. u CHF 31.–

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Schön gepflegt Befeuchtet & beruhigt: After Sun Creme-Gel von Eucerin. Apotheken. 150 ml u ca. CHF 25.– Wie gebräunt Bronzing Powder Booklet von Essence, Coop City. u CHF 6.50

Beach-Beauty

In Strandlaune u Auch wenn der Sommer noch auf sich warten lässt: Beach-BeautyProdukte schenken uns das dringend benötigte Ferien-Feeling immer dann, wenn wir es gerade brauchen. Das neue Parfum Brasil Dream von Estée Lauder z. B. entführt uns an die Copacabana mit Guave, Neroli, Ananas, Jasmine, Patschuli und Kokosnuss. Duscht man mit einem Duschgel mit Monoï de Tahiti

(Tiaré-Blüten), verfällt man augenblicklich dem exotischen Südseezauber. Und wer keine Lust hat, länger auf die Sonnenbräune zu warten, greift zum Bronzing-Puder oder einer getönten Gesichtscreme wie der Crème Teintée von Nuxe mit mineralischen Pigmenten und Frangipani-Blüten, welche die Thailand-Ferien wenigstens vom Duft her ein bisschen ersetzen. UrsUla Borer

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wenn Sie die Haut nicht konsequent schützen. Meiden Sie die Mittagssonne, und bleiben Sie generell nie zu lange in der Sonne. Wenden Sie Ihren Sonnenschutz rechtzeitig an, bevor Sie in die Sonne gehen. Tragen Sie diesen mehrfach auf, um den Lichtschutz aufrechtzuerhalten – besonders nach dem Aufenthalt im Wasser, Abtrocknen oder

Schwitzen. Auf was sollte man bei Sonnencremen achten? Für die Wahl des Sonnenschutzes ist der Hauttyp ausschlaggebend! Bei extremer empfindlichkeit empfehlen wir LSF 50+, bei empfindlicher Haut mindestens LSF 30, bei normaler Haut LSF 20–30 und bei wenig sonnenempfindlicher Haut einen LSF 20. Interview UrSUlA BorEr

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

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Cannabis lindert MS Ja n Bü hlm an n, der neue Mister Schweiz, leidet seit eineinhalb Jahren an Tinnitus.

n e f i e f P s e g i t Läs ! n e r e i r o n g i einfach er Text Doris Ay

erne Hörgeräte in Heute gibt es mod und npfi em , et nen Tragearten er an Tinnitus leid vielen verschiede mod be sin it als Ze e r ch ge us ni gien. Seit ei lo det die Gerä no ch Te iergr kte ec d schr eme mit in drohlich laut un ste Mikro-Hörsyst rn de orm rt, Ha fe . ie el ich n erhältl h völlig ausg n Klangfunktione te d un lich, man fühlt sic rt ab ie tiv ch ak no n en änge könn beeinflusse Kl nZe he sc ni nn kann sie weder exes e des Ti is ist ein kompl ll an die Bedürfniss ue vid di in schalten. Tinnitu se os t werden. Ist handlung eine gr tienten angepass Pa stu r, Phänomen, die Be en m m s auch noch ein Hö Klingeln, Su r neben dem Tinnitu tu Herausforderung. ek en rr ch Ko us e Ra es di d opfen un anden, wird rh vo st rlu ve ss Zirpen, Pfeifen, Kl n pa te al ange meisten verbreite ezogen. Die optim nb ei it m n el zählen zu den am iitt He rm ve . Eine komplette -End-Hörsysteme Klangcharakteren und dränöglich. ten High ke m t üc ch dr ni in re ch Hö no e e neue, natürlich lung ist auch heut e di ergrund, nn nt ka Hi t n ei pfindlichk nnitus in de Ti n de n ge . Auch die Lärmem en niger oder gar heblich einschränk er bedeutend we ss da so Lebensqualität er ge r mmen wird. Je län den immer meh t mehr wahrgeno ch ni so Betroffene vermei h um , sic ist n n he ande lässe und zie der Tinnitus vorh sellschaftliche An ufelskreis, ger Te h die Anpassung n sic Ei et . alt ck st rü ge zu r ive ns te in in die Stille e rig r Hörwahrnehwie deren Angehö Veränderung de d un der die Patienten lt. hä gt und gefangen leiden lässt, einen d mung. Seite 78 erapieansätze sin ehe auch Kolumne Si Musikalische Th en en di sie – bekannt seit Generationen und r Entspannung de e ni Li in erster uim h gezielte Klang-St Ablenkung. Durc e di h sic bt ans verschie Do ris Ay er ist Hör­ das lation des Hörorg h sic lt el st n re hö Um n Ei g. akustikerin und leitet Hör­ Wahrnehmun schwerden werBe situ nn Ti e Zentrum für moderne Bern. di ein, und rnen, le n ne ffe tro Be e systeme in Thun und r.ch den gelindert. Di Klangd un llha Sc h rc www.hoerakustik­aye ihren Tinnitus du llieren. therapie zu kontro

W

Fotos Muriel Hilti / tilllate.com, Handout

erin

, HörAkustik

u NEW YORK Extrakte der Cannabis-Pflanze können laut einer US-Analyse die Symptome von multipler Sklerose lindern, im Besondern spastische Muskelbewegungen reduzieren und die Mobilität der Patienten verbessern. www.biomedcentral.com

3 Mal essen ist genug! u ZÜRICH Wer mehr als drei

Mahlzeiten pro Tag zu sich nimmt, wird träge, übergewichtig und bekommt schliesslich einen Diabetes. Auslöser ist laut Forschern der ETH Zürich ein molekularer Schalter, der durch Insulin gesteuert wird. www.ethz.ch

Oscar der Pharmazie u ZÜRICH Der neuartige Wirkstoff

Rivaroxaban gegen Thrombosen von Bayer Schering Pharma wurde mit dem Prix Galien Schweiz 2010 ausgezeichnet. Das Mittel hemmt das entscheidende Enzym, das zur Entstehung von Thrombosen beiträgt. www.prixgalien.com

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sport killt Angst! Patienten mit Angststörungen sollten sich vermehrt sportlich betätigen. Das verscheucht die Angst-Attacken.

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Text VERENA THURNER

A

tmen wie durch einen Strohhalm, so fühlt sich die chronische ob­ struktive Lungenkrankheit, kurz COPD, an. Jede kleine Anstrengung wird zur Qual. Dazu kommt die Angst zu er­ sticken. Denn die zerstörten Lungen­ bläschen sind nicht mehr in der Lage, ge­ nügend Sauerstoff ans Blut abzugeben. COPD steht heute weltweit an vierter Stelle der häufigsten Todesursachen, über drei Millionen Menschen sterben jährlich daran. Und im Gegensatz zu den Herz­Kreislauf­Erkrankungen, die tendenziell leicht abnehmen, ist COPD rasant im Steigen begriffen. In der Schweiz sind rund 400 000 Menschen von COPD betroffen, neun von zehn sind Raucher oder ehemalige Raucher. Erstaunlich: Die wenigsten Menschen in der Schweiz wissen, was COPD ist. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage vom vergangenen November. Nur gerade acht Prozent wussten, dass es sich um eine Lungenkrankheit han­ delt. Neue Studien zeigen, dass fast ein Viertel der 40­ bis 60­jährigen Raucher davon betroffen ist, darunter immer mehr Frauen. Eine vergleichsweise klei­ nere Rolle als Auslöser von COPD spie­ len Feinstaub bei der Arbeit, Spray und Dämpfe im Haushalt, organischer Staub in der Landwirtschaft und eine geneti­ sche Veranlagung. Oft wird die Krank­ heit zu spät diagnostiziert, meist erst, wenn bereits Atemnot auftritt. Dann ist es allerdings schon zu spät, denn zu diesem Zeitpunkt ist bereits rund die Hälfte der Lungenkapazität unwieder­ bringlich verloren. «Frühe Symptome wie morgendlicher Husten und Auswurf

RAUcHsTopp JETzT!

Wer 25 Jahre alt ist, hat die höchste Lungenfunktion. Danach nimmt sie leicht ab. Beim Raucher rapide. 100

nie geraucht

75 aufgehört mit 45 Jahren

Raucher

50 Invalidität 25 0

aufgehört mit 65 Jahren

Tod 25

Alter (Jahre)

50

Dr. Otto Brändli ist Pneumologe und Präsident der Lungenliga Zürich. werden als harmloser Raucherhusten abgetan», sagt Dr. Otto Brändli, Präsi­ dent der Lungenliga Zürich. «Kampf­ raucher» wie zum Beispiel Winston Churchill oder der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt hatten und haben möglicherweise einen gene­ tischen Vorteil wie eine höhere Konzen­ tration des Schutzenzyms Alpha­1­Anti­ trypsin, das der Lungenkrankheit vor­ beugt. COPD ist eine systemische Erkran­ kung. «Wenn die Krankheit nur die Lungen befallen würde, wäre sie halb so schlimm. Die Reserven der Lungen sind sehr gross», erklärt Dr. Brändli. «COPD ist eine Art chronische Lungenentzün­ dung. Diese Entzündung schädigt auch

75 die Muskeln. Die Forschung ist auf die­ sem Gebiet ziemlich weit fortgeschritten und zeigt deutlich: Bei fortgeschrittener COPD ist der Muskelabbau sehr stark», fügt der Pneumologe an. «Die mottende Entzündung ist zudem ein Kofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen.» COPD ist eine unheilbare, aber be­ handelbare Krankheit. «Heilbar ist sie, wenn man früh genug mit Rauchen aufhört. Das ist der wichtigste Teil der Therapie», erklärt Dr. Brändli. Zeigt die COPD bereits erste Folgen, ist kör­ perliches Training die wirksamste Art, um der angeschlagenen Lunge zu helfen. Trotz Atemnot müssen Muskeln, Kreis­ lauf und Herz trainiert werden, damit die Lebensqualität der Betroffenen verbes­ sert werden kann. Begleitet wird das körperliche Training, das bei speziell geschulten Physiotherapeuten durch­ geführt wird, mit einer medikamentösen Therapie. Eine Studie mit knapp 6000 Patienten über vier Jahre zeigt, dass COPD­Patienten von einer frühen Be­ handlung mit modernen Bronchodilata­ toren gleich mehrfach profitieren. «Sie verzögern die Verschlimmerung der Krankheit, senken die Anzahl Spitalauf­

Fotos Photolibrary, Dick Vredenbregt

Jeder zweite Raucher erkrankt an COPD, wenn er nicht vorher an Lungenkrebs oder einem Herzinfarkt stirbt. Das Lungenleiden steigt rasant an.

Lungenfunktion in % des Wertes mit 25 Jahren

check-up

COPD: Lungen-Krankheit m


macht atemlos! enthalte sowie das Sterblichkeitsrisiko und verbessern langfristig die Lebensqualität. Im Spätstadium der COPD kommen Steroide und Antibiotika zum Zug und als letzte Option die Sauerstoffheimtherapie», sagt der Pneumologe. Eher selten wird eine Lungenvolumen-Reduktion durchgeführt, da diese Operation oft nach drei bis vier Jahren wiederholt werden muss. Eine Lungentransplantation kommt wegen des meist schon schlechten Allgemeinzustandes des Patienten eher selten infrage. Wichtig ist vor allem: Raucher und Raucherinnen sowie ehemalige Raucher sollten ab 40 ihre Lungenfunktion testen lassen! Mehr Infos zu COPD und Adressen von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten unter www.lungzurich.org

k cheocnisches n chr genleide Lun TesTen sie ihr COPD-risikO !

Die Lungenliga Zürich ist mit dem Bus unterwegs, um die Bevölkerung über die verkannte Krankheit COPD zu informieren. Kostenlose Tests über die Lungenfunktion, den Sauerstoffgehalt im Blut oder die Messung des Fett- und Muskelanteils im Körper geben Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand und im Besonderen über das persönliche Risiko für COPD. Und hier kommt die Roadshow vorbei: Zürich Turbinenplatz, beim Puls 5 FehraltdorF Zh Am Hechtplatz Kempttalstrasse 54 raFZ Zh Gemeindehaus Dorfstrasse 7 WetZikon Zh Zürcher Oberland Messe Wallisellen Zh Gemeindehaus Zentralstrasse 9  Den vollständigen Tourenplan bis 2012

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10./11. Juni 26.–28. Juni 29. Juni–1. Juli 1.–5. September 13.–15. September


check-up

Lärmbelastung

dr. sTuTz meinT

tung beeinträchtigt das Hörvermögen und führt vermehrt zu Stress und Aggression. Dies belegt eine Studie von Phonak mit insgesamt 4405 Teil­ nehmern. www.hear­the­world.com

Das Outing des neuen Mister Schweiz Jan Bühlmann ist für Tausende von Tinnitus-Patienten ein Befreiungsschlag.

u Zürich Kontinuierliche Lärmbelas­

Trinkwecker

u luZern Wasser trinken hält Körper

und Geist fit. Für all jene, die vergessen, ihr Glas regelmässig zu leeren, gibt es jetzt eine Lösung: den Brita­Trink­ wecker für den Computer. Kostenlos herunterladen unter www.brita.ch

Wasserbedarf für Sportler u Wie viel soll man beim Laufen trin­ ken? Dies war eines der Themen am Ochsner Sport Running Day in Luzern. Referent Dr. Paolo Colombani, Autor des Bestsellers «Fette Irrtümer», geht von der Lebensmittelpyramide aus. Diese empfiehlt 1 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Menschen, die wöchentlich über fünf Stunden Sport treiben, brauchen mehr. «Pro Stunde Sport sollen sie zusätzlich 0,4 bis 0,8 Liter zu sich nehmen», rät Colombani. «Die genaue Menge hängt davon ab, wie viel man schwitzt.» Um dies herauszufinden, stellt man sich vor und nach dem Training auf die Waage – die Differenz entscheidet über den Bedarf an Flüssigkeit. Wer Gewicht verlieren möchte, trinkt Wasser! Für den Leistungsaufbau eignet sich ein Sport­ getränk: 1 Liter Kräutertee, 30 g Zucker, 50 g Maltodextrin und 1 g Kochsalz mischen. Mehr zum Thema Laufsport erfahren Sie an den Running Days am 19. Juni in Bern, 26. September in Zürich, 23. Oktober in Lausanne. Anmeldung runningteam@ochsner­sport.ch

Endlich sagt jemand, dass man Tinnitus zwar nicht heilen, man sich aber daran gewöhnen kann, mag er am Anfang noch so schlimm sein. Der erste und wichtigste Schritt bei Ohrensausen klingt banal: akzeptieren, dass es so ist. Auch wenn es schwerfällt, jegliche Hoffnung auf eine Heilung aufzugeben. Wie viel leichter ist es doch, sich an einen Strohhalm zu klammern und auf eine wundersame Heilung durch ein Medikament oder ein neues Gerät zu hoffen. Es verwundert nicht, dass Tinnitus ein Tummelplatz für dubiose Heilversprechen und Scharlatanfirmen bietet. Schritt Nummer zwei: den Kopf umprogrammieren. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Tinnitus ist ein Software-Fehler des Gehirns, nicht mehr und nicht weniger. Software kann man korrigieren, und zwar selber. Das Gehirn muss lernen, das Ohrensausen nicht mehr prioritär wahrzunehmen und negativ zu bewerten. Im Klartext: Der Tinnitus ist zwar da, aber er ist mir egal, und er nervt mich nicht mehr. Dazu gibt es jede Menge

Tricks. Der Mister Schweiz macht seinem Tinnitus das Leben schwer, indem er ihn mit einem Wasserbrünneli in die zweite Reihe stellt. Andere machen das mit einem Hörgerät oder geben ihrem Ohrensausen einen Namen, beginnen sogar mit ihm zu sprechen. Anfänglich sind es Schimpftiraden, dann ein Geplauder unter Kollegen. Oder sie malen den Tinnitus. Zuerst in drastischen Farben, dann werden die Bilder plötzlich freundlicher, weil man sich mit seinem Tinnitus beschäftigt und einen vertrauten Umgang findet. Schritt drei ist dann nicht mehr so weit, auch wenn das für viele Betroffene noch unvorstellbar klingt: Man vergisst den Tinnitus, nicht unbedingt für immer, aber immer öfter. Mit Tinnitus leben, ja, das ist möglich. Herzlich, Ihr

TV-Tipp

Samstag, 12. Juni, 18.10 Uhr

Knieschmerzen Unsere Fussballer stehen in Südafrika vor der ersten Bewährungsprobe. Captain Alex Frei weiss, wie viel von einer Knieverletzung abhängen kann. Moderatorin Jeanne Fürst befragt in einer Direktschaltung den Fifa-Chefarzt, wie es um die Gesundheit und die Knie unserer Nationalmannschaft steht. www.gesundheitsprechstunde.ch


check-up

Serie im Juni: GeSunde Zähne

Im Mund gehts rund! Text Lisa merz

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er den Mund weit aufmacht, hat bei Brigitte Schoeneich schon fast gewonnen. «So sehe ich während der Untersuchung auch die hintersten Zähne», erklärt die Dentalhygienikerin. Die Präsidentin von Swiss Dental Hygienists, dem Schweizer Verband der Dentalhygieniker, sagt: «Gerade Stellen, die der Patient mit der Zahnbürste nicht gut erreicht, müssen wir gründlich untersuchen.»

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schweizer illustrierte

Die feuchte und warme mundhöhle ist der ideale Ort für die Ansiedlung und das Wachstum von über 700 Bakterienarten. Die meisten von ihnen übernehmen eine wichtige Aufgabe: Sie schützen vor Infektionen, gefährlichen Bakterien oder Pilzen. Nur wenige dieser Bakterienarten sind schädlich und lösen Erkrankungen aus. Etwa Streptococcus mutans. Diese Art ist verantwortlich für die Entstehung von Karies. Wie andere Bakterien wird sie von Mensch zu Mensch übertragen.

«Kurz nach der Geburt besitzen Babys eine völlig keimfreie Mundhöhle. Erst durch die Keime von Mutter und Vater gelangen die Bakterien in den Mund», sagt die 53-Jährige. «Deshalb sollten Eltern auch keine Löffelchen mit ihren Kindern teilen.» einige Bakterienarten verankern sich auf harten Zahnoberflächen und bilden dort einen bakteriellen Zahnbelag, die Plaque. Gleitet man mit der Zunge über die Zähne, fühlen sie sich uneben, rau und stumpf an. «Wer diesen Belag nicht regel-

Foto Dick Vredenbregt

In unserem Mund tummeln sich 700 Bakterienarten. Die meisten übernehmen wichtige Aufgaben. Doch aufgepasst! Nur wer seine Zähne richtig pflegt, glänzt mit einem strahlenden Lächeln.


Eine Kooperation von

Zahnstein und dringt im schlimmsten Fall bis zur Zahnwurzel vor. Parodontitis ist heimtückisch, da sie nicht schmerzt. Erst im fortgeschrittenen Stadium macht sie sich durch die entblössten Zahnwurzeln und bewegliche Zähne bemerkbar. Der Anfang einer langwierigen Behandlung. Einfacher ist es, gegen Plaque vorzugehen. «Mit dem Ultraschallgerät, Polierpaste und Gummipolierer oder einem Gerät, das wie ein kleiner Hoch­ druckreiniger funktioniert, entferne ich sie.» Beim Zahnstein reicht diese Technik jedoch nicht mehr. Hier muss die Dentalhygienikerin zusätzlich von Hand arbeiten. «Dabei habe ich mehr Gefühl und komme an Stellen, die ich sonst nicht erreiche.» Deshalb sei es auch so wichtig, dass jeder mindestens einmal im Jahr zur Dentalhygienikerin gehe, sagt Schoeneich. Denn es gelte: Je früher sie eine Krankheit erkenne, desto besser sei die Chance auf Heilung. «Manche Patien­ ten mit schwerer Parodontitis muss ich viermal pro Jahr behandeln.» Damit es nicht so weit kommt, empfiehlt die Luzer­ nerin, die Zähne täglich gut zu pflegen.

Zähne zeigen Brigitte Schoeneich in der Zürcher Praxisgemeinschaft Wolfbach: «Gerade schwer erreichbare Stellen müssen wir gründlich untersuchen. mässig entfernt, muss mit Zahnstein, Zahn­ fleischentzündung und Parodontitis rech­ nen», sagt Schoeneich. Plaque ernährt sich von Zucker und Kohlenhydraten. In wenigen Minu­ ten wandelt sie Speisereste in Säure um. Diese greift den Zahnschmelz an, entkalkt ihn – ein Loch entsteht. Aber Plaque verursacht auch Zahnfleischent­ zündungen. «Wenn sie liegen bleibt, scheidet sie Toxine aus, die das Zahn­ fleisch reizen und eine Entzündung auslösen.» Die Symptome erkennt auch der Laie: Das Zahnfleisch ist geschwollen, gerötet und blutet beim Zähneputzen. Wenn dann nichts unternommen wird, entsteht eine Parodontitis. «Das bedeutet, dass der Knochen, der dem Zahn Halt gibt, zurückgeht und tiefe Zahnfleischtaschen entstehen lässt.» Unbemerkt vermehrt sich dort der

Ihre wichtigsten Tipps ● Putzen Sie zweimal täglich gründlich die Zähne: Benutzen Sie dazu eine Schallzahnbürste oder eine weiche Handzahnbürste. ● Einmal täglich sollten Sie mit Hilfsmit­ teln wie Zahnhölzchen, kleinen Inter­ dentalbürstchen oder Zahnseide die Zahnzwischenräume sauber halten. ● Eine fluoridhaltige Zahnpasta hilft, den Zahnschmelz zu härten, damit er gegen Säureangriffe widerstandsfähiger ist. Patienten mit Zahnfleischproblemen brauchen eine Mundspülung mit ent­ zündungshemmenden Wirkstoffen. ● Eine fluoridhaltige Mundspülung ist eine sinnvolle Ergänzung. Sie bewirkt zusätzlich einen 20­prozentigen prozentigen Schutz gegen Karies. ● Wechseln Sie mindestens viermal im Jahr die Handzahnbürste sowie nach jeder Infektionskrankheit.

und

k chenc t derundheit a o M dges Mun Im JunI drEhT sIch allEs um ZähnE!  Colgate

informiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen ZahnärzteGesellschaft SSO, den Swiss Dental Hygienists und der Schweizer Illustrierten, warum gesunde Zähne so wichtig sind.  Seit

sechs Jahren verfolgt die grösste Prophylaxe-Initiative in der Schweiz ein Ziel: die sorgfältige Aufklärung über Zahnvorsorge.

 Das

diesjährige Schwerpunktthema lautet: Im Mund gehts rund – alles über Bakterien im Mund. «Rund 2000 zahnmedizinische Praxen beteiligen sich an der Aktion und verteilen Muster sowie Informationsbroschüren an ihre Patienten», erklärt Colgate-Geschäftsführer Reinhard Möseneder.  Mehr

Informationen unter www.mundgesundheitschweiz.ch

Ein weiterer Trick der Expertin «Reinigen Sie auch die Zunge. Zuerst ist dies etwas gewöhnungsbedürftig, aber über 85 Prozent der Mundgerüche stammen von Bakterien, die in der Mundhöhle hausen.» Dazu eignet sich ein Zungenschaber oder eine speziell dafür hergestellte Zahnbürste. schweizer illustrierte

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check-up

Serie im Juni: GeSunde Zähne

Richtige Ernährung – gesunde Zähne! Tägliches Zähneputzen reicht nicht! Wichtig ist auch, dass Sie das richtige Essen auftischen. Denn Zucker ist der grösste Feind der Zähne: Der Experte erklärt, wo er sich überall versteckt.

Text LiSa MErz

W

ussten Sie, dass jeder Schweizer im Schnitt pro Jahr 47 Kilo Zucker zu sich nimmt? «Zucker ist ungesund und der Hauptfeind unserer Zähne», sagt Zahnarzt Etienne Barras. Der Präsident der Zentralen Informationskommission der ZahnärzteGesellschaft SSO weiss: «Innerhalb von fünf Minuten wandeln die Bakterien im Mund Zucker und Kohlenhydrate in Säure um. Diese greift dann den Zahnschmelz an. Die Folge: Karies.» Deshalb spielt neben der Zahnpflege die Ernährung eine wichtige Rolle. Schokolade, Glace, Bonbons enthalten Zucker. Das weiss jedes Kind. Schwieriger wird es bei Fertigprodukten und Getränken, hier verstecken sich die Zuckerbomben regelrecht. So enthält zum Beispiel eine Kiloflasche Ketchup 47 Stück Zucker. Darum gilt: Vollwertige Getreideprodukte wie Teigwaren, Reis und Kartoffeln sollten die sättigende, fettarme Basis unserer Ernährung darstellen. Wer täglich Obst und Gemüse isst, versorgt seinen Körper mit den entscheidenden Nährstoffen. Für Kalziumzufuhr sorgen Milch und Milch-

Wirkung

Da wir frische Früchte und knackige Gemüse besonders gut kauen müssen, sind sie ideale Zwischenmahlzeiten. Es gilt: eine Portion am Vormittag und eine am Nachmittag. Folgendes sollten Sie beachten: Eine zuckerhaltige Speise aufs Mal genossen schadet den Zähnen weniger als die gleiche Menge in mehreren Portionen über den Tag verteilt. Putzen Sie die Zähne innerhalb von zehn Minuten nach dem Essen. Bei säurehaltiger Nahrung sollten Sie dreissig Minuten damit warten. Ein gesunder Zvieri besteht aus: Äpfeln, Rüebli, Gemüse, Reiswaffeln, Nüssen oder Käse. Und gegen den Durst hilft am besten Wasser.

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Vitamin

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A

C

D

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K

u Bildet die

u unterstützt

keratinähnliche Grundsubstanz des Zahnschmelzes, sorgt für den Aufbau der Schleimhäute.

das immunsystem und sorgt für gesundes Zahnfleisch.

u ist enthalten in Fisch, milch, Butter, Käse, eiern.

u in Zitrusfrüchten, Kartoffeln, grünen Pflanzen und Sauerkraut.

u Fördert die Zahn- und Knochenbildung und wird deshalb auch «Sonnenvitamin» genannt.

u Sorgt für

einen gesunden Knochenaufbau. Positive Wirkung bei Zahnfleischerkrankungen.

u in Fisch, Fleisch, u ist in Kohl, Leber, milch und Spinat, mangold eiern enthalten und Lauch zu (dazu ist uVfinden. Sonnenlicht nötig).

Fluoride

u Sorgt für

u Lagern sich in einen gesunden die Zahnstruktur Knochenaufbau, ein und wirken hemmt die Säure- «zahnhärtend». produktion durch Kariesbakterien.

u Als Vitamin u im Trinkwasser K1 z. B. als Zusatz sowie in fluorhaltiin Kaugummis gen Zahnpasten enthalten. und Tabletten etc. Fotos Paul Seewer, RDB, istock (5)

Vorkommen

produkte. Beschränken Sie die tägliche Eiweissration auf 15 Prozent, das heisst 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Und denken Sie daran, doppelt so viel pflanzliche wie tierische Eiweisse zu sich zu nehmen. Also lieber mehr Hülsenfrüchte als Fleisch. Denn tierische Fette und Süsses sollten so wenig wie möglich auf dem Speiseplan stehen. Doch nicht nur Süsses, auch Saures greift den Zahnschmelz an. «Theoretisch kann sogar ein Apfel Karies verursachen. Trotzdem: Seine guten Seiten stehen klar im Vordergrund», sagt Dr. Barras. «Denn die Nahrungsfasern des Apfels übernehmen eine ähnliche Arbeit wie die Borsten einer Zahnbürste.» Zusätzlich sollten Sie nach Zitrusfrüchten ein Glas Wasser trinken. Das neutralisiert den Säurespiegel im Mund. Diese Aufgabe übernimmt sonst der Speichel, der natürliche Helfer gegen Karies. Er enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und für seine Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. «Wenn wir kauen, regen wir den nötigen Speichelfluss an. Doch im Vergleich zu unseren Vorfahren essen wir vermehrt weiche Nahrung. Das heisst, wir produzieren weniger Speichel», sagt Zahnarzt Barras.

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TEST: Wie gesund sind Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch? Finden Sie heraus, wie es um Ihre Mundgesundheit wirklich steht. u 1. Wissen Sie, dass man Karies heutzutage fast 100-prozentig vermeiden kann? Ja ����������������������������������������������������0 Pkt� Nein �������������������������������������������������3 Pkt�

± ±

u 2. Liegt Ihr letzter Zahnarztbesuch schon mehr als sechs Monate zurück? Ja ����������������������������������������������������3 Pkt� Nein ��������������������������������������������������1 Pkt�

± ±

Putzen Sie Ihre Zähne ein- bis zweimal pro Tag? Ja ����������������������������������������������������0 Pkt� Nein �������������������������������������������������2 Pkt�

Kontrolle Mindestens einmal im Jahr sollte jeder zur Dentalhygienikerin.

u 3.

Reinigen Sie auch Ihre Zahnzwischenräume täglich? Ja ����������������������������������������������������0 Pkt� Nein �������������������������������������������������3 Pkt�

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u 4.

u 5. Gehen Sie regelmässig zur professionellen Zahnreinigung (Mundhygiene)? Ja ����������������������������������������������������0 Pkt� Nein �������������������������������������������������3 Pkt�

Beissen Sie sich öfter Speisereste zwischen den Zähnen ein? Ja �����������������������������������������������������1 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

u 10.

Stellen Sie manchmal Eiteraustritt zwischen Zahn und Zahnfleisch fest? Ja ����������������������������������������������������3 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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± ±

u 11. Haben Sie immer wieder Probleme mit Mundgeruch? Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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u 12. Hat sich Ihr Zahnfleisch zurückgezogen? Erscheinen Ihnen Ihre Zähne länger? Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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u 6.

u 7. Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen harter Nahrung? Ja ����������������������������������������������������3 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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u 8.

Auswertung

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u 13. Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert? Beissen Sie anders zusammen als früher, oder haben sich Abstände zwischen Ihren Zähnen gebildet? Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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Fühlt sich Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich an? u 14. Stehen Sie unter starker Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Stressbelastung? Nein �������������������������������������������������0 Pkt� Ja �����������������������������������������������������1 Pkt� u 9. Stehen die Borsten Ihrer Nein �������������������������������������������������0 Pkt� Zahnbürste bereits nach kurzem u 15. Sind Sie Raucher/Raucherin? Gebrauch weg? Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Ja ����������������������������������������������������2 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt� Nein �������������������������������������������������0 Pkt�

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u 1–6 PUNKTE Gratulation! Sie wissen, wie wichtig gesunde Zähne und gesundes Zahn­ fleisch sind, und tun auch einiges dafür� So haben Sie die besten Chancen, Ihre Zähne bis ins hohe Alter gesund zu erhalten� Machen Sie weiter so! u 7–14 PUNKTE Vorsicht! Ihre Zähne und/oder Ihr Zahnfleisch weisen bereits erste Schäden auf� Im eigenen Interesse sollten Sie einen Zahnarzt bzw� eine Zahnärztin Ihres Vertrauens aufsuchen und gemeinsam ein individuell abgestimmtes Zahn­ pflegeprogramm entwickeln, damit Sie noch lange Freude an Ihren Zähnen haben� u ÜBER 15 PUNKTE Es ist höchste Zeit, dass Sie für Ihre Zahngesundheit etwas unternehmen� Ihre Zähne befinden sich in ernster Gefahr! Ihr Zahnarzt bzw� Ihre Zahnärztin hilft Ihnen, Ihre Pflege­ gewohnheiten zu ändern und bereits aufgetretene Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu reparieren�

VoRschaU: 14. JUNi iN dER si

VoRschaU: 21. JUNi iN dER si

VoRschaU: 28. JUNi iN dER si

Zahnpflege beginnt bereits während der Schwangerschaft� Erfahren Sie alles über die richtige Mundhygiene in jedem Alter�

Auch Milchzähne brauchen intensive Pflege� Erfahren Sie, was Sie bei Kindern beim Zähneputzen beachten müssen�

Kranke Zähne beeinflussen den ganzen Körper� Erfahren Sie, welche Krankheiten Sie durch richtige Zahnpflege verhindern können�

Gesunde Zähne – Richtige Zahnpflege Gesunde Zähne – ein Leben lang – von klein auf gesunder Körper

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gruen

Die Vw-roadshow lehrt bis am 7. Juli an acht Standorten sparsame Fahrweise.

Sparsam fahren lachsfischerei in Alaska: Sie gehörte zu den ersten, die sich bei mSc beteiligten.

gruen interview

„Lebensraum Meer muss erhalten bleiben“ Der Fischbestand der Meere schrumpft stetig: Dagegen kämpft der Marine Stewardship Council und zeichnet nachhaltige Fischereien mit seinem Label aus.

Fotos Rupert Howes / MSC, Gerlinde Geltinger / MSC, Paul Seewer

Interview: Barbara Halter GRUEN: Fisch essen ist gesund, doch wenn man vom Fischbestand der Meere hört, vergeht einem der Appetit … Gerlinde Geltinger: Das stimmt. Laut der Welternährungsorganisation ist ein Viertel der Fischbestände bedroht und die Hälfte bis ans Limit genutzt. Der Druck durch Fischerei und Umwelt nimmt zu. Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher und Industrie auf eine verantwortungsvolle Nutzung der Bestände achten. Sie vertreten den Marine Stewardship Council, ein Label für Wildfang. Was macht MSC genau? Wir sind eine internationale, unabhängige Organisation, die ein Zertifizierungspro-

gerlinde geltinger, 29, Pressesprecherin der Umweltorganisation Marine Stewardship Council, kurz MSC.

gramm betreut. Fische und Meeresfrüchte mit dem MSC-Label stammen aus nachhaltiger Fischerei. Es wird nur an Betriebe verliehen, die dafür sorgen, dass ausreichend Fisch für die Zukunft vorhanden ist, dass Meeressäuger und Wasservögel geschützt werden und der Lebensraum Meer in seiner Vielfalt erhalten bleibt. 71 Fischereien tragen das blaue MSCSiegel, was sind das für Betriebe? Im Programm befinden sich ganz unterschiedliche Fischereien: vom kleinen Familienunternehmen, das Tagesfischerei betreibt und wenige Boote besitzt, bis zu grossen Fangbetrieben. Wie bin ich als Konsument sicher, dass die Richtlinien eingehalten werden? Die Fischereien werden für fünf Jahre von unabhängigen Instituten zertifiziert. Jährlich finden Kontrollen statt, und nach fünf Jahren muss der Betrieb erneut den kompletten Bewertungsprozess durchlaufen. Wie viel teurer sind die zertifizierten Produkte, und wo kann ich sie kaufen? Im Durchschnitt beträgt der Preisunterschied rund zehn Prozent. Es gibt aber auch Produkte, die nicht teurer sind als konventioneller Fisch. In der Schweiz vertreiben auch Migros und Coop MSC-Fisch. MSC gibt es seit zehn Jahren. Was konnten Sie in den Meeren verbessern? Momentan sind weltweit sieben Prozent des Speisefischfangs MSC-zertifiziert. Das bedeutet, es gibt noch viel zu tun.

Vw-roADShow Volkswagen sucht den sparsamsten Autofahrer der Schweiz: An acht Standorten stehen die Modelle Polo, Golf und Passat in der Bluemotion-Version zum Testen bereit. Fahrzeuge mit diesem Label zeichnen sich durch einen geringeren Benzinverbrauch aus. Bis am 7. Juli erhalten die Besucher der VW-Roadshow Tipps zur umweltfreundlichen Mobilität und können ihre umweltbewusste Fahrweise auf einer vorgegebenen Route unter Beweis stellen. www.think-blue.ch

chic im Ökohaus intelligent wohnen Egal, ob man sein Zuhause umdekorieren oder neu ausstatten möchte, mit seinem neuen Buch Ökowohnbuch (Knesebeck Verlag) hilft terence conran, die CO2-Bilanz jedes Heims auf elegante, kostengünstige und praktische Weise zu senken. Der britische Star-Designer spricht über Technik, Ausstattung, Design, Pflege und zeigt an Fallstudien auf, wie man nachhaltiges Wohnen im Alltag einfach umsetzt und seine Lebensgewohnheiten ändern kann. www.books.ch chF 83.–

Für das faire Spiel weltmeiSterlich Wenn sich die Profis an der WM in Südafrika messen – dann wird auch in der Schweiz munter gekickt! Damit die Näherinnen in Pakistan ebenfalls vom Fussballfieber profitieren können, verkauft Helvetas Fussbälle aus fairem handel. Sie werden von Hand genäht, die Arbeiterinnen erhalten pro Stück 47 Rupien – bei herkömmlichen Fussbällen sind es meist nur 30. Das Innere des Balls ist aus Naturkautschuk, der umweltverträglich produziert wird. Das Stück kostet zwischen CHF 25.– und 88.–. www.helvetas.ch

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Reisen, geniessen, rätseln!

weekend

Unesco-Weltkulturerbe Der Kreisviadukt bei Brusio ist für Bernina-Fans Höhepunkt und architektonisches Meisterwerk zugleich.

100 Jahre BerninaBahn

Bubentraum auf Schienen u 700 000 Fahrgäste geniessen jährlich die Fahrt über den weltweit einmaligen Kreisviadukt von Brusio. Flaggschiff der Strecke ist der feuerrote Bernina-Express: In rund vier Stunden bringt er die Gäste von Chur nach Tirano. Von den Gletschern zu den Palmen durch drei Sprachregionen, 55 Tunnels und über 196 Brücken! 2010 feiert die Rhätische Bahn das 100-jährige

Bestehen der legendären Nord-Süd-Achse. In Tirano fahren seit Mai die Allegra-Triebzüge. Im Juni wird rund um den Kreisviadukt dessen Entstehungsgeschichte gewürdigt. Und im September findet in Pontresina das Grande Finale statt. Info Von Chur nach Tirano ab CHf 81.– (2. Klasse mit Halbtax), www.rhb.ch

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weekend

Reisen Imposant Hinter dem Stadthafen erhebt sich die St.-Marien-Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit der sehenswerten astronomischen Uhr.

www.weltweit

Schlemmen wie auf den 7107 inSeln u sehnsucht nach den Traumstränden, Reis-Terrassen und Korallengärten auf den 7107 inseln der Philippinen? Das swissôtel Zürich baut bis zum 12. Juni täglich riesige philippinische Buffets auf. exotische einstimmung für die nächste Traumreise. INFO www.wowphilippines.ch

monSieur de Barry und Seine ParfumS u Zwei Weekends der besonderen Art im «Kulm» st. Moritz (25. bis 27. 6., 26. bis 29. 8.): nicolas de Barry kreiert für Hotelgäste eigene Parfums! nach der «Arbeit» im Atelier gehts ins tolle spa und in die «Kulm»-Restaurants. Ab CHF 1105.–. INFO www.kulmhotel-stmoritz.ch

Starkoch daniel Boulud eroBert auch london u Dem «Mandarin Oriental Hyde Park» ist ein guter Deal gelungen: Daniel Boulud, der unbestrittene König der new Yorker Kochszene, eröffnet eine Filiale, die Bar Boulud: modernste BistroGerichte, showküche, cooles Design. INFO www.mandarinoriental.com/london/

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roStock (d)

Backsteingotik au Seit Anfang Mai fliegt helvetic airways nonstop von Zürich in die Hansestadt Rostock. Zu entdecken sind spannende Städte, lebhafte Ostsee-Bäder und eine noch unverfälschte Natur.

D

ie Ostsee ist der Schweiz ein grosses Stück näher gerückt. Während man früher den Umweg über Berlin oder Hamburg in Kauf nehmen musste, bringt die Schweizer Helvetic Airways den Besucher heute in knapp 90 Minuten nach Rostock. Und dies zweimal die Woche. u rostock, mit 200 000 menschen die grösste Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, überrascht mit einer vielfältigen Architektur. Nach der Wende 1989 hat man begonnen, den historischen Kern gründlich zu sanieren. Backsteingotik und barocke Fassaden strahlen wieder in alter Frische. u den besten Blick über die Altstadt gewährt der Turm der St.-Petri-Kirche, von wo man bei schönem Wetter bis zur Ostsee und nach Warnemünde sehen


Geschützt vor Wind Die Korbsessel sind an der Küste unerlässlich fürs Wohlbefinden.

Schöne Kunst im Kulturhistorischen Museum von Rostock.

Romantische Häuser in der Künstlersiedlung Ahrenshoop nördlich von Rostock.

Fotos Kati Moser, Mecklenburg-Vorpommern, Grand Hotel Heiligendamm, Bildstelle

f Schritt und Tritt kann. Backsteinkirchen prägen das Bild der Altstadt. Viele von ihnen sind keine Gotteshäuser mehr. Die trutzige St.-Nikolai-Kirche beherbergt unter dem Dach Wohnungen, im St.-Katharinen-Stift ist die Musikhochschule untergebracht, und im Kloster zum Heiligen Kreuz befindet sich das Kulturhistorische Museum mit ausgesuchtem Kunsthandwerk, einem Spielzeugmuseum sowie der legendären Lederjacke, die Rockstar Udo Lindenberg Erich Honecker schenkte. Ebenfalls lohnenswert ist der Besuch der schönen St.-Marien-Kirche mit der einzigartigen astronomischen Uhr aus dem Jahr 1472. Wie durch ein Wunder hat das Kunstwerk die Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges, bei denen 40 Prozent der Stadt Rostock zerstört wurden, überstanden.

der S-Bahn erreicht man in zwanzig Minuten Warnemünde, eine Vorstadt von Rostock. Im kleinen Badeort mit dem breitesten Sandstrand an der gesamten Ostsee, erwarten schön restaurierte Kapitänshäuser, Boutiquen, Cafés, Kneipen und Eisdielen den Besuu Mit

cher. Die Meerespromenade ist zwei Kilometer lang und führt am Hotel Neptun vorbei, dem vorläufig einzigen Thalassotherapie-Zentrum Deutschlands. u im Grand hotel heiligendamm, wo 2007 das Gipfeltreffen der G-8 stattfand, lässt es sich luxuriös ausspannen: vorne der Ausblick auf die raue Ostsee, hinter dem Hotel ein lauschiges Wäldchen, im Hause das Gourmet-Restaurant Friedrich Franz. kati moser

check-in u anreise

Helvetic Airways, Zürich–Rostock, Do/So bis 26. 9. 10 (www.helvetic.com) u attraktives angebot Grand Hotel Heiligendamm, 3 Tage «Gourmet-Träume» im DZ/HP p. P. ab EUR 485.– (www. grandhotel-heiligendamm.de). Hotel Neptun, Thalasso-Woche im DZ/HP p. P. ab EUR 1287.– (www.hotelneptun.de) u ausflug Naturschutzgebiet und Künstlerort Ahrenshoop u infos DTZ Tel. 044 - 213 22 00, Fürstlich ausruhen im Grand Hotel www.mecklenburg-vorpommern.travel Heiligendamm in Bad Doberan. schweizer illustrierte

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Fussball-WM Blog

SI-Sportredaktor iso niedermann reist an die WM nach Südafrika und blickt für Sie täglich hinter die Kulissen des Fussball-Zirkus.  www.schweizer-illustrierte.ch

Backstage

Miss-Schweiz-Finalistinnen Sehen Sie die 12 schönsten Schweizerinnen im Making-of-Video zum grossen SI-Titelshooting.  www.schweizer-illustrierte.ch

«GNTM» Dossier

huhe v o– HandscDiego Benagli10. Goalie m 14. Juni 20 bis a

amanda lepore Die transsexuelle Ikone spricht auf SI online über ihr Leben und ihren Kinderwunsch.  www.schweizer-illustrierte.ch

Näher bei den Stars.Täglich.

Fotos Stefan Pick, Marcel Nöcker, tilllate.com, Dukas, Keystone, Handout

eN N N i Ge W on Nati-

Die Spielerfrauen Jeder Fussballstar hat eine schöne Frau im Rücken: Sylvie van der Vaart ist nur eine von ihnen. Auf SI online lernen Sie die glamou­ rösesten Spielerfrauen der WM und ihre Geschichten kennen.

Pünktlich zum Finale finden Sie auf SI online alle Informationen zu Heidi Klums Casting-Show «Germany’s Next Topmodel».  www.schweizer-illustrierte.ch


En GuEtE Mediterran essen wie in den Ferien!

Einfach gut gewürzt

weekend

mit Köchin siBylle sager

Passt zu viel mehr als zu Pasta: Egal, ob scharf oder süss abgestimmt – Basilikum flirtet mit unseren Sinnen. Lassen auch Sie sich von ihm verführen!

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spagHetti con il pesto alla trapanese

Zutaten (Vorspeise für 4 Personen) 250 g Tomaten (z. B. Ramato), Wasser, siedend, 80 g halbharter Schafskäse (z. B. Pecorino), grob gerieben, 20 g geschälte Mandeln, fein gehackt, 5 Basilikumblätter, fein geschnitten, 1 Knoblauchzehe, gepresst, 1/4 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer aus der Mühle, 250 g Spaghetti, Salzwasser, siedend Vor- und zubereiten ca. 30 Min. u Tomaten oben kreuzweise einschneiden, ca. 30 Sek. blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen, kurz in eiskaltes Wasser legen, abtropfen, Haut abziehen. Tomaten entkernen (siehe «Gewusst wie»), in ca. 1 cm grosse Würfeli schneiden, in eine grosse Schüssel geben. Käse, Mandeln, Basilikum und Knoblauch zu den Tomaten geben, mischen, würzen, zugedeckt ca. 15 Min. ziehen lassen. Spaghetti knapp al dente kochen, abtropfen, mit dem Pesto mischen.

2

HackfleiscHsalat

Zutaten (für 4 Personen) Hackfleisch Öl zum Braten, 500 g Hackfleisch (Rind), 1/4 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 1 kleine Zwiebel, fein gehackt, 1 Knoblauchzehe, gepresst Sauce 2 Esslöffel Aceto balsamico bianco, 1/2 Esslöffel Öl, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Salat 1 Gurke, geschält, halbiert, entkernt, in ca. 1 cm grossen Würfeln, 1/2 Bund Basilikum, fein geschnitten, 1 Eichblattsalat, in ca. 11/2 cm breiten Streifen Vor- und zubereiten ca. 20 Min.

gewusst wie Tomaten lassen sich leicht ent­ kernen, wenn sie geviertelt werden. Mit einem Teelöffel die Kerne auslösen.

u Für das Hackfleisch Öl in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch portionenweise braten, herausnehmen, in eine grosse Schüssel geben, würzen. Hitze reduzieren, Bratfett auftupfen. Evtl. wenig Öl beigeben, Zwiebel und Knoblauch andämpfen, herausnehmen, zum Fleisch geben, auskühlen. Für die Sauce Aceto und Öl in einer kleinen Schüssel gut verrühren, würzen. Für den Salat Sauce, Gurke, Basilikum und Eichblattsalat zum Fleisch geben, sorgfältig mischen. Dazu passen Ofenkartoffeln und Kräuterquark.

3

scHoggicreme mit Basilikum

Zutaten (für 4 Personen) Creme 5 dl Milch, 1 Vanillestängel, längs aufgeschnitten, Samen ausge-

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kratzt, 1 Esslöffel Maizena, 2 Esslöffel Zucker, 2 frische Eier, 150 g weisse Schokolade, fein zerbröckelt süsses basilikum-Pesto 4 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Wasser, 1 Bund Basilikum, grob geschnitten Vor- und zubereiten ca. 30 Min. kühl stellen ca. 2 Std. u Für

die Creme Milch, Vanillestängel, Maizena, Eier und Zucker in einer Pfanne mit dem Schwingbesen verrüh­ ren, unter ständigem Rühren bei mittle­ rer Hitze zum Kochen bringen. Sobald die Masse bindet, die Pfanne sofort von der Platte nehmen. Schokolade bei­ geben, ca. 2 Min. weiterrühren. Creme durch ein Sieb in eine Schüssel giessen, auskühlen, zugedeckt ca. 2 Std. kühl stellen. Für das süsse Basilikum­Pesto Zucker und Wasser in einer kleinen Pfanne aufkochen, auskühlen. Basilikum beige­ ben, pürieren. servieren Creme kurz vor dem Servieren glatt rühren, in Dessertschalen anrich­ ten. Pesto tropfenweise auf der Creme verteilen, mit einem Holzspiesschen Linien ziehen.

4

TomaTen miT auberginenConCassé

Zutaten (für eine weite, ofenfeste form von ca. 2 Litern) 400 g Auberginen, in ca. 1 cm grossen Würfeln, 1 Esslöffel Olivenöl, 1/4 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 4 Tomaten (z. B. Ramato), in ca. 1 cm dicken Scheiben, 2 Prisen Salz, wenig Pfeffer sauce 2 Esslöffel Aceto balsamico, 3 Esslöffel Olivenöl, 1/2 Teelöffel Zucker, 2 Esslöffel Basilikum, in feinen Streifen, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Vor- und zubereiten ca. 25 Min. backen ca. 30 Min. u Auberginen,

Öl, Salz und Pfeffer in der Form mischen. Tomaten auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, würzen. backen Auberginen ca. 20 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten

Ofens backen. Dann Tomaten auf der obersten Rille in den Ofen schieben, Temperatur auf 200 Grad erhöhen (nur Oberhitze), ca. 10 Min. fertig backen. Herausnehmen, Tomaten auf Teller verteilen, Auberginen darauf anrichten. Für die Sauce Aceto und restliche Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren, Gemüse damit beträufeln.

Nächste seNduNg Montag, 14. Juni, 20.05 Uhr, SF 1 u direkt ab hof – frisch uNd saisoNgerecht Was gibt es Schöneres, als beim Bauern direkt einzukaufen? Frischer bekommt man sein Gemüse nirgends. «al dente» besucht in der Sendung Mitte Juni einen Bio-Hof, wo die Produkte umweltschonend und arterhaltend angebaut werden. Im Studio zeigen Sibylle und Studi, wie einfach es ist, saisongerecht zu kochen. Mehr Info: www.aldente.ch u

impressum Nr. 23, 99. Jahrgang. Erscheint montags BeglauBigte auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 aBonnements-Dienst (telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch einZelVerKauf einzelverkauf@ringier.ch reDaKtion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23 Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch internet www.schweizer-illustrierte.ch, www.online-kiosk.ch ChefreDaKtor Nik Niethammer VerlagsDireKtor Urs Heller stV. ChefreDaKtor/naChriChtenChef Stefan Regez mitglieD Der ChefreDaKtion Stephan Sutter seKretariat Sara Schrepfer (Assistentin des Chefredaktors), Kathrin Berchtold (Assistentin des Verlagsdirektors) CreatiVe DireCtor Jean-Robert Schaffter unterhaltungsChefin Bettina Portmann PolitiKChef Sascha Buchbinder wirtsChaftsChefin Nina Siegrist sPortChef Iso Niedermann BilDChef Markus Schnetzer textChefs Natascha Knecht, Jan Morgenthaler autorin Stephanie Ringel ChefrePorter René Haenig naChriChten Thomas Kutschera, Marcel Huwyler unterhaltung Daniela Zivadinovic (stv. Unterhaltungschefin), Sandra Casalini, Giuseppe Cerrato (Mode), Barbara Halter, Andrea Vogel (Leitung Leute) sPort Ilona Scherer, Alejandro Velert Kunst Caroline Micaela Hauger Kultur, Die Besten Anina Rether (Leitung), Kati Moser, Isolde SchaffterWieland shoPPing Beatrice Schönhaus (Leitung), Ursula Borer, Kristina Köhler gesunDheit Verena Thurner, Lisa Merz KoorDination sonDerhefte Isabel Notari BilDreDaKtion Ulli Glantz (stv. Bildchef), Fabienne Hubler, Denise Zurkirch fotografen Thomas Buchwalder, Fabienne Bühler, Rolf Edelmann, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Kurt Reichenbach, Charles Seiler, Willy Spiller, Bruno Voser, Dick Vredenbregt layout/ProDuKtion Björn Vondras (stv. Art Director), Maria Carlucci, Claudia Friedrich, Fabienne Hany, Dominic Koch, Nigel Simmonds (Infografiken), Otmar Staubli, Karin Strebel, Doris Wüthrich (Satztechnik) Design Beling Thoenen Design KorreKtorat Stefan Bührer, Irène Müller stänDige mitarBeiter Urs Bärtschi (Auto), Peter Bichsel, Zeno van Essel, Helmut Hubacher, Peter Hürzeler, Chris von Rohr, Peter Scholl-Latour, Samuel Stutz, Elizabeth Teissier si online Barbara Lanz (Leitung Redaktion), Javier Vázquez (Web Engineer), Anouk Haimoff, Sylvie Kempa, Yasmin Merkel, Ramona Thommen (Praktikantin) BuChhaltung Mirella Vignoni

Büro Paris Suisse Presse Médias, Annemarie Mahler, 6 rue de Bièvre, F-75005 Paris, Tel. +33-1-42 60 34 61, Fax +33-1-42 60 54 69 Büro usa SwissPress, Inc., Helen Marchel, 29 Long Meadow Road, Riverside, Connecticut 06878, USA, Tel. +1-203-637-6866, Fax +1-203-637-8392, swisspress@swisspress.tv Verlag Ringier AG, 4800 Zofingen Verlag Der ringier-ZeitsChriften Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 11, Fax 044 - 259 68 44 marKeting Verena Baumann (Leitung), Esther Burger, Patricia Häusler heaD of marKeting ZeitsChriften Thomas Passen anZeigenleiter ZeitsChriften Martin Tamas ProDuCt manager Nicole Wesche ProDuKtionsleiter Roland Winkler anZeigenVerKauf international Fax +41-44-259 69 96 synDiCation unD naChDruCKreChte RDZ Syndication – Ursula Steinegger, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 60, Fax 044 - 259 86 69 DruCK Swissprinters AG, 4800 Zofingen, Tel. 058 - 787 30 00 VertrieB im auslanD Ringier SA, BP 228, F-68306 St-Louis Cedex; Illustrierte-Zeitschriften-Vertriebs-GmbH, Turmstrasse 4, D-78467 Konstanz auslanDs-aBonnementsPreise Anfragen an den Verlag richten Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Geschenkidee.ch GmbH; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Original SA; Previon AG; Presse TV AG; Radig AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medienintegration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd.; Ringier Vietnam Company Ltd. Der nachdruck sämtlicher artikel und illustrationen ist verboten. für den Verlust nicht verlangter reportagen übernimmt die redaktion keine Verantwortung.

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GaultMillau

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Geschafft Robert Hubmann hievt Bad Ragaz als dritten Golfclub in den GaultMillau.

weekend

12/20

Menü Golf: Tom Ka Gai und Tafelspitz Golf Restaurant, Grand Resort Bad Ragaz SG Golf für Gourmets? Küchenchef Robert Hubmann machts möglich und punktet mit Wok-Gerichten, Black Tiger und Tafelspitz im GaultMillau.

D

raussen auf den 18 wunderschönen Bad Ragazer Fairways haben die Golfer zu darben und zu dürsten: kein Getränkestand, kein Getränkewagen weit und breit – eigentlich seltsam für ein Grand Resort mit so hohen Ansprüchen. Am «19. Loch» wirds schlagartig besser: Küchenchef Robert Hubmann und eine fröhliche Servicecrew sind zu jeder Tageszeit für ihre Gäste da. Mit konstant guter Qualität. Und mit einem spannenden Angebot, serviert in eher schlichtem «table top». Vielversprechendes kommt aus dem Wok: ein tolles Thai-Curry, ein rassiges Mah Meh. Anderes blitzschnell vom Herd: Wir mochten die rassige Tom Ka

Gai, obwohl sie im riesigen Suppenteller etwas verloren wirkte (Tasse wäre besser!). Wir genossen einen Vitello tonnato der Extraklasse: das dünn geschnittene Fleisch vom Kalbsrücken, dazu Thunfischwürfel und ein hübscher Spargelsalat. Applaus gabs für einen Wiener Tafelspitz wie aus dem Lehrbuch, mit cremigen Blattspinat, Meerrettich und Senf. Alternativen: Black Tiger, Kalbsleberli mit Speck und Zwiebeln, BioBärlauchravioli vom Bad Ragazer PastaSpezialisten Carlo Bonetti, US-Rib-Eye. Bleibt noch der «Spaghetti-Test», bei dem die meisten Golfrestaurants erstaunlicherweise durchfallen: Nun, die Pasta war wunderbar al dente – Bad

Ragaz schaffts als erst dritter Golfclub (nach Gstaad-Saanenland und Küssnacht am Rigi) ins rote Buch. wunschlos glücklich sind wir noch nicht. Das liegt an der Weinkarte. Wer um Himmels willen will mitten in der Bündner Herrschaft einen El Parron aus Chile oder einen Longhorn Creek aus Australien trinken? Die Winzer aus der Umgebung oder die Besten aus dem nahen Österreich passen besser ins Haus, verdienen auf der Karte eine bessere Präsenz. Dafür zeigt der Klub viel Herz für Raucher: Ein Zelt auf der Terrasse bietet neue Heimat. 

Foto Dick Vredenbregt

wein-tipp Singender grüner Veltliner Sind Sie auf der Suche nach dem perfekten Sommerwein, der Schwung in den apéro und Stimmung ins Gartenfest bringt? Der niederöster­ reichische Weisswein Singing Grüner Veltliner 2009 laurenz und Sophie (12 %)

erfüllt die ansprüche. Die aufmachung ist auffallend modern, der Drehverschluss ein indiz für unkomplizierten Genuss und der Geschmack unverschämt rassig. Noten von Pfirsichsorbet, fein gehackter Pfefferminze und Quitten verführen Nase und Gaumen. Ein

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weekend

Auto

schon geFahren Bentley Mulsanne

Wahrhaftig britisch Mit dem neuen Mulsanne führt Bentley nach 80 Jahren wieder ein selbst entwickeltes Flaggschiff im Programm. Aber natürlich verfügt es über die gewohnte Noblesse.

K

onkurrenz belebt das Geschäft. Doch bis 1998 sass bei Bentley die Konkurrenz im eigenen Haus. Nach einer finanziellen Schieflage kaufte Rolls-Royce die traditionsreiche Marke im Jahre 1931. Und verordnete Bentley ein Programm aus umbenannten Rolls-Royce-Modellen. Letztes Relikt dieser Ära war zuletzt der Arnage, eine Variante des Rolls-Royce Silver Seraph. Mehrfach überarbeitet, konnte er sich zwölf Jahre lang als BentleyFlaggschiff halten. Sein Nachfolger namens Mulsanne markiert jetzt die endgültige Abkehr vom Rolls-Erbe.

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Jedenfalls beinahe. Denn auch wenn er unter der Regie des jetzigen Mutterkonzerns VW entstand, mag sich Bentley natürlich nicht völlig von den Traditionen des Hauses verabschieden. Die Front des Mulsanne mit stehendem Grill und grossen Rundscheinwerfern greift Designelemente früherer Modelle auf – auch wenn jetzt hinter den Lampengläsern LEDs blinzeln. Und der neu

Geledert Rund 170 Arbeitsstunden sind für das Interieur nötig. Die Achtgang-Automatik schaltet blitzschnell und seidenweich.

entwickelte V8-Benziner mit zwei Turboladern entspricht bei Hubraum und Zylinderabmessungen dem Aggregat des Arnage. Dank hohem Drehmoment treibt er den Mulsanne zu Fahrleistungen, die eines Supersportwagens würdig wären. Doch im traditionell noblen Innenraum herrscht Gelassenheit. Weich genarbtes Leder, dicke Wollteppiche und die aus einem Stück gefertigten Holzintarsien verleihen dem Interieur den Charme eines englischen Landsitzes. Einzige Konzession an die Moderne sind iPod-Schnittstelle und Navi; beide dezent hinter Holzpaneelen verborgen. Und die Zylinderabschaltung, welche die Hälfte des Motors stilllegt, wenn weniger Leistung gefordert ist. In ein bis zwei Jahren soll der V8 sogar Bioethanol verbrennen können. Und der Konkurrenz dann als eine Art «grüne Luxuslimousine» den Schneid abkaufen. AndreAs fAust


neWs

VW AmArok LAstenträger mit VieL komfort u In den USA machen Pickups die Massen mobil. Bei uns konnten die hochbeinigen Allradler mit Ladefläche zwar nie recht reüssieren. Doch mit dem neuen Amarok setzt VW neue Komfort­ massstäbe in dieser Klasse. Sanfte Federung, geringes Fahrgeräusch und eine recht präzise Lenkung sorgen für PW-ähnliche fahreigenschaften. Das Platzangebot der fünfplätzigen Doppelkabine des 5,25 Meter langen Pickups überzeugt ebenso wie der drehmomentstarke Turbodiesel mit 163 PS, aber moderatem Verbrauch von 7,6 l/100 km. Allradantrieb und Ge­ ländeuntersetzung sind optional. Zum Händler rollen die ersten Exemplare im Herbst, und zwar ab CHF 38 542.–.

Gelackt Nicht nur mit seinen üppigen Abmessungen macht der Bentley Mulsanne Eindruck.

BentLey muLsAnne

Geladen Unter die knappe Heckklappe passen lediglich rund 430 Liter Gepäck. u Motor Benzin 512 PS u 0 bis 100 km/h 5,3 s u Spitze 296 km/h u Verbrauch 16,9 l/100 km u CO2-Ausstoss 393 g/km u Energieeffizienz-Kategorie G u Verkauf ab sofort u Preis ab CHF 435 000.– u Konkurrenten Maybach 57,

Rolls­Royce Ghost u. a.

u Unser Urteil Typisch britisch: In

Bentleys neuem Flaggschiff Mulsanne vereinen sich Markentradition, exklu­ siver Komfort und moderne Technik. Angesichts der eindrucksvollen Fahr­ leistungen und der Verarbeitungsquali­ tät erscheint selbst der Preis des edlen Vierplätzers als durchaus angemessen – auch wenn die Konkurrenz etwas günstiger ist.

toyotA Auris hyBrid hyBridtechnik in neuem formAt u Vor zehn Jahren lancierte Toyota sein Hybridmodell Prius erstmals in Europa. Jetzt bringt die Marke den kombinier­ ten Antrieb mit Benzin­ und Elektro­ motor in die Kompaktklasse: Der neue Toyota Auris Hybrid soll sich mit einem Verbrauch von 3,8 l/100 km begnügen und entsprechend nur 89 g/km CO2 ausstossen. Das Antriebssystem mit insgesamt 136 PS entstammt dem Prius Hybrid und ermöglicht auch rein elektrisches fahren mit maximal 50 km/h für etwa zwei Kilometer. Optik und Platzangebot des Fünfplätzers entsprechen den kürzlich überarbeite­ ten Auris­Varianten mit normalem Antrieb. Die Preise des Auris Hybrid beginnen bei CHF 33 900.–. schweizer illustrierte

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Geniessen Sie lustvoll, doch ohne abzuheben!

woche vom 13. bis 19. Juni 2010 Vorwiegend positiven Zeichen: Venus bildet harmonische Winkel zu Uranus (14.) und Jupiter (15.), das signalisiert humanitäre Aktionen, kulturelle Highlights. Ein Symbol für Lebensfreude: Amor schiesst seine Pfeile ab. Der positive Aspekt Mars–Pluto (15.)

könnte auf Reformen in der Politik und bei Währungsfragen deuten. Schwieriger ist der Aspekt Sonne–Saturn (am 19.), und gegen Ende der Woche könnten Probleme der letzten Zeit erneut akut werden: soziale Ausschreitungen, einengende Politik – wir werden mit der harten Realität konfrontiert.

widder 21.–30. 3. Venus signalisiert unbeschwerte Tage, Sie sind ein Herz und eine Seele (14., 15., 19.). Neue Beziehungen, manchmal Liebe auf den ersten Blick. Eine grosse (berufliche?) Veränderung ist möglich (15., 16.). 31. 3.–9. 4. Neue Ideen kommen gut an. Schlagfertig knüpfen Sie wertvolle Kontakte. Wichtige Besprechun­ gen, eine Reise, einen Vertrag sollten Sie möglichst am 16. organisieren. 10.–20. 4. Ihnen stehen derzeit alle Türen offen. Am 16. und 17. treffen Sie die richtigen Entscheidungen, haben gute Karten, sind effizient.

stier 21.–30. 4. Tatkräftig und vital setzen Sie Ihre Vorstellungen durch. Mars stimuliert, ideal für Sport (13., 15.). Am 17. und 18. sind Sie sehr grosszügig, könn­ ten Ihr Budget überziehen. 1.–10. 5. Als guter Zuhörer am 14. könnten Sie in einer Krise vermitteln. Am 15. ist ein Gewinn möglich, doch am 16. sollten Sie Geduld zeigen! 11.–20. 5. Eine gute Nachricht (finanziell?) sorgt am 16. für gute Laune, aber am 19. sollten Sie Ihr Budget nicht überziehen! Nach dem 17. Geborene können ein grösseres Vorhaben realisieren und damit ihre Zukunft absichern.

zwillinge 21.–31. 5. Venus und Merkur versprechen Begegnungen, die Ihre Gefühle stimulieren (am 14., 15., 19.). Kluge Entscheidungen sorgen (auch im Job) für gute Resultate. Körperlich sollten Sie sich aber schonen (14., 17.). 1.–10. 6. Sie taktieren geschickt, bekommen grünes Licht für ihre Ideen. Exzellent für Vereinbarungen, eine Reise oder Examen wird der 16., hektisch der 18. 11.–21. 6. Sie haben am 16. eine gute Nase für Entscheidungen, können am 17. einen Vorsprung gewinnen. Nach dem 18. Geborene fühlen sich etwas eingeschränkt (am 19.).

krebs 22. 6.–1. 7. Dynamisch und vital, Sie sind kaum zu bremsen (13., 15.). Eine kritische Situation (mit Partner?) könnte sich entspannen, Sie sehen vieles mit neuen Augen. 2.–12. 7. Sie ziehen sich in Ihre Schale zu­ rück, sind am 14. ziemlich nachdenklich. Am 18. spre­ chen Sie sich aus und klären ein Missverständnis (Fi­ nanzen?). 13.–22. 7. Sie ziehen Bilanz, eliminieren alles Unwesentliche aus Ihrem Leben (am 16.). Beziehungen vertiefen sich, Sie treffen langfristige Entscheidungen. Am 19. könnte man Sie hinter Ihrem Rücken kritisieren.

löwe 23. 7.–1. 8. Sie stehen im Mittelpunkt, Ihr magnetischer Charme bezaubert. Venus beschert un­ beschwerte Stunden, Beziehungen bahnen sich an (14., 15.). Begegnungen (im Ausland?) könnten eine Wende bedeuten. 2.–12. 8. Redegewandt knüpfen sie interes­ sante Kontakte, gewinnen neue Freunde. Am 15. eine Einladung annehmen oder ein Fest organisieren. Günstig auch für berufliche Projekte. 13.–23. 8. Freunde könnten Ihnen eine grosse Hilfe sein. Exzellent für ein Treffen: der 16. und 17. Klären Sie finanzielle Fragen aber vorher!

Jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie sind vital, können Mars zu­ sätzliche Reserven verdanken (13., 15.). Überstürzen Sie nichts! Am 14., 17. oder 18. sind Sie anfälliger (Verdauung, Entzündungen). 3.–12. 9. Ihre Haltung könnte falsch aus­ gelegt werden, Verzögerungen stören Ihre Planung (am 18.). Vielleicht erwarten Sie zu viel von anderen? Ange­ nehm hingegen: der 14., günstig für Treffen oder Projekte mit Freunden. 13.–23. 9. Die Woche beginnt ruhig, nach dem 17. ziehen Wolken auf. Am 19. sind Sie unter Druck, müssen sich einer Herausforderung stellen.

waage 24. 9.–3. 10. Traumtage für Flirts und Er­ oberungen (im Ausland?)! Aus Freundschaft könnte eine tiefere Beziehung entstehen, manchmal auch Liebe auf den ersten Blick (14., 15., 19.). Hektisch hingegen der 13. oder 16. 4.–13. 10. Sie analysieren die Lage sehr clever. Günstig auch für Ihre Weiterbildung, Examen, Termine, eine Reise, speziell am 16. Am 14. sind Sie leicht reizbar. 14.–23. 10. Am 14. oder 19. sind Sie nicht gut aufgestellt, doch am 16. und 17. verbreiten Sie gute Laune, entdecken neue Horizonte. Hören Sie auf Ihre innere Stimme!

skorpion 24. 10.–2. 11. Sie sind tatkräftig und ent­ schlossen, ein Kräftemessen geht zu Ihren Gunsten aus (auch im Sport). Exzellent für neue Projekte (mit Freun­ den?), speziell am 15. oder 17. Eine Kollegin (?) legt Ihnen am 18. Steine in den Weg. 3.–12. 11. Routinewoche. Am 14. freuen Sie sich über eine gute Nachricht, am 16. lassen Sie sich von Hektik (im Job) anstecken. 13.–22. 11. Ein Freund könnte Ihre Hilfe brauchen, Sie sind in einer schwierigen Lage (15., 16., 19.). Oder müssen Sie wegen Meinungsverschiedenheiten Kompromisse machen?

schütze 23. 11.–2. 12. Beruflich sollten Sie zuwarten und die Lage möglichst objektiv analysieren (14., 17.). Eine Begegnung sorgt für Herzklopfen (15., 19.). Schalten Sie körperlich einen Gang zurück! 3.–12. 12. Sie haben am 16. gute Karten, Ihre Vorschläge fallen auf fruchtbaren Boden. Am 18. müssen Sie Konzessionen machen und sollten sich möglichst klar ausdrücken. 13.–21. 12. Diskussionen mit Partner könnten leicht ausarten, vergessen Sie Ihre sprichwörtliche Diplomatie nicht (am 16. und 19.). Am 17. sollte es besser laufen.

steinbock 22.–31. 12. Sie sind vital, steuern direkt auf Ihre Ziele zu. Am 15. und 17. kann man kaum mit Ihnen Schritt halten. Exzellent für Sport und Hobbys. Am 13. wollen einige mit dem Kopf durch die Wand, werden mit einer unerwarteten Wende konfrontiert. 1.–10. 1. Routine, Routine … Am 13. und 19. könnten Sie auf Widerstand stossen. Am 18. finden Sie die richtigen Worte. 11.–20. 1. Sie haben die Lage gut unter Kontrolle, zeigen sich (am 16. und 17.) effizient. Allerdings sollten Sie den Bogen nicht überspannen (am 19.), sich eine kleine Pause gönnen.

wassermann 21.–30. 1. Sie geniessen das Leben in vollen Zügen. Vor allem die vor dem 24. Geborenen sind auf Erfolgskurs – ein Angebot oder eine Begegnung könnte Ihr Leben verändern (14., 15., 19.). Liebe auf den ersten Blick? 31. 1.–9. 2. Sie platzen fast vor neuen Ideen und analysieren die Lage richtig. Gut für Verhandlungen, Kontakte, Examen, eine Reise, speziell am 16. 10.–19. 2. Sie haben Rückenwind, kommen zügig voran. Speziell am 16. und 17. sind Sie kreativ, einige haben eine gute Nase für Investitionen, Kunst. Manchmal auch Glück im Spiel.

fische 20. 2.–1. 3. Sie sind ziemlich aggressiv: lebhafte Diskussionen (mit Partner?). Am 13. und 15. dürf­ ten Freunde vermitteln. Am 14. und 17. sieht man Ihnen keinen Fehler nach. 2.–10. 3. Sie sind zerstreut, könnten einen wichtigen Termin vergessen (am 18.). Sticheleien im Familienkreis sollten Sie nicht zu ernst nehmen. Am 14. verbreiten Sie gute Laune. 11.–20. 3. Häusliche Fragen stehen im Vordergrund. Harmonie am 15., aber Komplika­ tionen (Panne, Missverständnisse?) am 16. oder 19. – dies geht manchmal auf Herbst 2009 zurück.

ihr tages-horoskop 96

Dr. Elizabeth Teissier

Mit dem Astro-Telefon haben sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

weekend

Horoskop


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schweizer illustrierte

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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die dritten und die fünften Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. zAhlenSchlüSSel

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Wer häts – ohä lätz Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. So können Sie 20 FrAnken geWinnen: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. einsendeschluss Sonntag, 13. Juni 2010

Kreuzwort-Chaos

löSUngSWorT

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Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.


Spiele Sudoku

mittel

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Gewinnen Sie 4 × einen Candy Mikrowellenherd, Modell CMG 7317 DW, im Wert von je 249 Franken!

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Teilnahmeschluss Sonntag, 13. Juni 2010

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Conceptis Puzzles

WER HÄTS – OHA LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Amateur, 2. Hausrat, 3. Golowin, 4. Ivanhoe, 5. Niedrig, 6. Ergeben, 7. Wuerfel, 8. Reineke, 9. Entwurf, 10. Wegenge, 11. Thurgau, 12. Harvard, 13. Christa, 14. Inserat, 15. Neuling, 16. Tambour, 17. Spoerli, 18. Iridium, 19. Mcmahon, 20. Reprint, 21. Ausfuhr Lösungssatz: Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf.

REBUS

Lösung: TEILE

Lösung: 168

KREUZWORTRÄTSEL

1 VOGEL 2 Z (H) W E I G (M) 3 N E (I) S T = GEHEIMNIS

LÖSUNG: BLAUMEISE

SUDOKU mittel

schwer

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Rebus

Auflösung aus Heft 22

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Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

LÖSUNGSWORT

6 2 3 4 1 9 7 1 5 3 5 8 4 9 6 8 9 2 6 4 3 1 5 7 8 4 6 7 1 2 8 5 7 3 9 685 Lösung: 2 5 6 3 7 1 4 8 2 9

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06010002034

Lösung: 123

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosungen wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt.

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weekend

Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


Judihui! Ein Fest der Freude und der Farben: Alle zwölf Jahre findet das Eidgenössische TrachTenfesT statt, diesmal in Schwyz. 8000 Trachtenleute und 100 000 Besucher gaben sich ein ausgelassenes Stelldichein – auch im SI-Fotostudio. Text Thomas KuTschera Fotos KurT reichenbach

schwyz «Trachten tragen ist so was Schönes, wir machen das alle fürs Leben gern», sagt Alina Auf der Maur (2. v. r.). Die Elfjährige ist mit ihren Cousinen Mirjam, 6, Nerea, 8, Rabea, 2, und Rahel, 10, (v. l.) am Fest. Sie alle kommen aus der Region und tragen Schwyzer Werktagstrachten. Diese wurden 1974 von ihrer Grossmutter für ihre Mütter angefertigt. Rahel: «Nun gehören sie uns, wir ziehen sie oft an. Denn wir sind stolz darauf!»


Heimat

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Heimat

Schwyz «Sonst trage ich gern Jeans, doch in meiner tracht fühle ich mich wohler», sagt die angehende Landschaftsgärtnerin Nicole Stettler, 16. auch Kollege Heinz Dober, 20, gehört zur trachtentanzgruppe Küssnacht. Beide tragen eine Schwyzer Sonntagstracht. Der Landmaschinen-mechaniker, der nebst Volksmusik Rock und Pop hört: «trachtentanz hält fit.»

GlaruS ihre Glarner Sonntagstracht hat Leni eberhard, 71, aus Niederurnen GL ganz allein gefertigt. «95 Prozent sind Handarbeit, da stecken Dutzende von Stunden arbeit drin.» Um die Schultern schmiegt sich ein mailänder Seidentuch, die Silberbrosche zeigt den heiligen Fridolin. auch die Zughaube und das weisse Plissee hat Leni selbst gemacht. ihr mann alois, 72, ehemals metzger, trägt eine Glarner Bluse.

aPPENzEll Hierig-tanz: Bauer ernst Frei, 55 (in ausserrhoder männertracht, l.), mit ehefrau margrit, 53 (ausserrhoder Sonntagstracht), sowie edith Neff, 43 (innerrhoder Werktagstracht), mit Hans Fuster, 66 (innerrhoder männertracht). Junggeselle Hans war mit der Volkstanzgruppe Speicher aR schon in Kopenhagen und Wien. «Wir haben immer ein grosses Käferfest. auch heute genehmigen wir uns ein paar Kafi Lutz.» Und er betont: «mit den ausserrhodern verstehe ich mich prächtig!»


Freiburg Gurmels zum Ersten! Noch vor ein paar Jahren sei das Tragen von Sonnenbrillen, Schmuck und Schminke bei vielen Trachtenleuten verpönt gewesen. «Das ist zum Glück vorbei», sagt Susanne Kurzo, 52 (r.), und lacht. Sie ist mit ihren Kolleginnen von der Trachtengruppe Gurmels FR da: Zita Bertschy, 57, Véronique Hayoz, 50, Elisabeth Hayoz, 55, und Kathrin Herren, 55 (v. l.). Ihr Outfit? Natürlich eine Gurmels-Tracht.

«Rivalität zwischen Innerrhodern und Ausserrhodern? Fertiger Chabis!» Hans Fuster

Freiburg Gurmels zum Zweiten! Konrad Schaller, 74, Kurt Schütze, 41, Marius Curty, 64, und Werner Herren, 60, (v. l.) gehören ebenfalls zur Trachtengruppe Gurmels. Ihr grösster Fan ist Schützes einjährige Tochter Anita. Schaller: «Unsere künftige Präsidentin!» In ihrer Gurmels-Tracht samt Wollhosen kommen die flotten Mannen bei den heissen Temperaturen gehörig ins Schwitzen. «Das halten wir aus», sagt der Chef und stimmt ein Lied an – in Gurmus-Ditsch. schweizer illustrierte

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Heimat wALLIS Wo auch immer sie aufkreuzen, klicken die Kameras. Karine Pierroz, 35, Ysaline Rausis, 26, und Régine thétaz, 22, (v. l.) kommen aus Orsières im Val d’entremont im Unterwallis, sind mitglieder der trachtengruppe Les Bouetsedons. Ysaline charmant: «Unsere FalballaHüte sind schon ein bisschen besonders. Doch eine ähnliche art gibts auch im Oberwallis.» 80 000 trachtenbesitzer gebe es in der Schweiz, 800 verschiedene trachten. «Sie geben uns das Gefühl von Heimat.»

Schwyz Familie imlig ist eigentlich ein alphorn-Quartett. Doch am eidgenössischen nehmen Vater armin, 54, mutter annamarie, 52, und die Söhne Ramon, 23, und Flavian, 27 (r.), aus Goldau auch mal die Büchel hervor. Seit 80 Jahren hat alphornspielen bei den imligs tradition. armin komponiert auch und gibt Stunden. «ich habe immer mehr Schüler, alte und junge.»

FREIBURG «Wir liebens lüpfig», sagt Rita Riedo, 55, und legt eine CD der trachtenkapelle Düdingen auf. mit Kuno Zollet, 48, legt die marketingleiterin einen Slow Fox hin. Die beiden gehören zur trachtengruppe Düdingen. Sie trägt eine Sensler Sonntagstracht, er die tanzkleider eines Deutschfreiburger Bauern.

«Hier ein Glas, dort ein Schwatz. Wir Trachtenleute sind eine grosse, zufriedene Familie» ySALInE RAUSIS

zÜRIch albert Rikenmann, 67, aus Wiesendangen ist Hahn im Korb. Hier bekommt er von ehefrau Vreni, 63 (l.), und Ursi Zanolari, 68, ein müntschi. Neben ihnen Yvonne Werffeli, 54, auch sie in Weinländer Festtagstracht. Damit ihre Ärmel schön glatt sind, hat Vreni ein Bügeleisen ins Hotel mitgenommen.

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AARGAU «In meiner Tracht fühle ich mich alles andere als verkleidet, es ist ein wunderschönes Gefühl», sagt Janine Meyer, 17 (l.), aus Birmenstorf. Wie Schwester Fiona, 13, und Mutter Myriam, 42, trägt sie eine Reusstaler Werktagstracht. Vater Roland, 45, Präsident der Trachtenvereinigung, eine Aargauer Bauerntracht.


Heimat GRAUBÜNDEN Rosa Liver, 60 (l.), aus Clugin andeer (Schamser Festtagstracht) hat Rico meuli, 37, aus Nufenen (Bündner männertracht) zum tanz gebeten. Neben ihnen irena Papacella, 16, aus Nufenen (Rheinwalder Festtagstracht) mit Johannes Schmid-Kunz, 45. Der Zürcher aus Bubikon trägt eine Wehntaler tracht und ist Geschäftsführer der Schweizerischen trachtenvereinigung.

BERN marianne Jermann, 54, trägt eine Gotthelf-tracht. ihre Kolleginnen von der trachtengruppe thun: Hanni Reust, 70, in einer kompletten Berner Sonntagstracht, madeleine Howald, 73, mit einer müngertracht und Vreni tschanz, 62, (v. l.) mit einer einfachen Berner Sonntagstracht.


SCHWYZ Seit 1990 lebt Antonia Schmid, 42 (l.), in Frankreich. Damals nähte ihre Mutter ihre Schwyzer Sonntagstracht. «Die trage ich am 1. August. Dann kommen 400 Auslandschweizer, 50 davon in Tracht.» Neben ihr (v. l.): Martha Föhn, 57 (Schwyzer Festtagstracht), Esther Schuler, 26 (Schwyzer Werktagstracht), Fränzi Tschümperlin, 34 (Schwyzer Sonntagstracht).

AARGAU Ihre Gemeinde habe mehr als das bekannte Shoppingcenter zu bieten, sagt Hanni Muntwyler, 65 (l.), aus Spreitenbach. Sie trägt eine Spreitenbacher Werktagstracht, ihre Kollegin Vreni Bütler, 65 (2. v. l.), eine Spreitenbacher Sonntagstracht und Irma Baumann, 67, eine Spreitenbacher Festtagstracht. Irmas Mann Oski, 67, hat eine Aargauer Festtagstracht an, SI-Reporter Thomas Kutschera aus Lenzburg AG ist in Zivil im Fotostudio.

AARGAU «Zum 25. Hochzeitstag wünschte ich mir von meinem Mann eine schöne Tracht.» Eine Schneiderin fertigte Jeannette Signer, 79 (l.), eine Innerrhoder Werktagstracht an. Wert: 15 000 Franken. Begleitet wird sie von Helena Bolliger, 61 (Berner-Aargauer-Tracht, Mitte) und Susanne Tremp, 62 (Berner Festtagstracht, r.). Sie gehören zur Trachtengruppe Boniswil AG.


Türöffner fürs Swiss Economic Forum: Alt Bundesrat Adolf Ogi (l.) hat Tony Blair nach Interlaken geholt.

Referenten, Professoren und Buchautoren: Fredmund Malik, Adolf Muschg und Hans-Werner Sinn (v. l.).

«Der Bundesrat hat schon lustigere Zeiten erlebt.» Moderatorin Christine Maier, Bundespräsidentin Doris Leuthard.

Schwungvoll: Tony Blair schreitet mit den Gastgebern Stefan Linder (l.) und Peter Stähli (r.) zum neuen Kongresssaal in Interlaken.

Der Wirtschaftsgipfel Tony Blair als Stargast am Swiss Economic Forum in Interlaken BE

Gewinner des Swiss Economic Award 2010 (v. l.): Amir Alon, Swiss Diamond International in Siders VS, Jurypräsidentin Carolina Müller-Möhl, Fabio Cattaneo, Arvi in Melano TI, Christian Brönnimann, Dectris in Baden AG.

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Fotos Marcus Gyger, Remo Nägeli, Keystone, laif

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er Nahost-Sondergesandte und ehemalige britische Premier fühlt sich sichtlich wohl: Weit weg von Nahostkonflikt und Labour-Verdrossenheit geniesst Tony Blair am 12. Swiss Economic Forum in Interlaken («Ich habe es mir nicht so spektakulär vorgestellt») den kräftigen Applaus der 1200 Unternehmer und Manager. Kernstück des SEF ist der Networking-Abend im Kursaal, wo sich Bauunternehmerin Daniela Spuhler-Hoffmann («Ich fühle mich mit dem Presslufthammer wohler als auf der Bühne») und BeldonaChefin Sabina Furler kennenlernen. Wo sich die Investoren Thomas Matter und Giorgio Behr angeregt austauschen. Und wo, passend zum SEF-Thema «Restart», Ex-Skirennfahrer Bruno Kernen Gelati del Sole schöpft, italienische Glace aus dem Berner Oberland. Text sTefan regez, fotos marcus gyger


Party smalltalk mit

Paul Krugman «Ice-Man»: Ex-Skirennfahrer Bruno Kernen hinter der Theke.

Schuhputz-Service: Peter Borggreve aus Berlin mit seinem «Der feine Auftritt» und Heliane Canepa, bis 2007 CEO von Nobel Biocare.

Anton Scherrer, Verwaltungsratspräsident der Swisscom, Kommunikationsberaterin Silvia von Ballmoos und Mövenpick-CEO Guido Egli (r.).

Bau & Dessous: Daniela Spuhler (l.), BeldonaChefin Sabina Furler.

Zwei PrincetonProfessoren: Nobelpreisträger Paul Krugman und Gattin Robin Wells testen im Berner Oberland ein E-Bike.

Dreimal Matter: Unternehmer Thomas Matter, seit Ende Mai verheiratet mit Marion, und Coucousin Rudolf Matter, Chefredaktor von Radio DRS (r.).

Viermal Tourismusdirektor (v. l.): Marcel Perren (Luzern), Ariane Ehrat (Engadin St. Moritz), Roland Huber (Adelboden), Harry John (Montreux).

Nobelpreisträger Als Kolumnist der «New York Times» ist der Wirtschaftswissenschafter Paul Krugman, 57, auch ausserhalb der Universität ein Star. Mister Krugman, Sie haben gerade Schweizer Elektrobikes getestet: Mehr als nur Spielzeug? Normalerweise fahre ich aus eigener Kraft – weils tugendhaft ist. Aber fragen Sie mich in zwei, drei Jahren noch einmal. Dann will ich vielleicht so ein Gerät. Gehören den E-Bikes die Zukunft, weil uns das Öl ausgeht? Wir kommen nicht darum herum, auf einen Mix aus erneuerbaren Energien plus Atomkraft umzustellen. Vielleicht sind Elektrovehikel wirklich der Beginn der Öko-Wende. Aber die breite Masse wird nicht aufs Velo umsteigen. Ist die Weltwirtschaftskrise ausgestanden? Wir haben den Tiefpunkt erreicht. Aber von einer Erholung sind wir noch Jahre entfernt: Die Banken sind zittrig, die private Nachfrage ist schwach, die Schuldenlast enorm, und jetzt kommt noch die Eurokrise. Der Euro bereitet Ihnen Sorgen? Die Chancen, dass der Euro überlebt, stehen fifty-fifty. Gut möglich, dass der Euro zusammenhält und nur die Griechen die Einheitswährung verlassen. Aber die gemeinsame Währung erweist sich als sehr schwieriger Rahmen für die Probleme, vor denen Europa steht. Die Eurokrise führt zu sozialen Spannungen? Hätte Europa keine Einheitswährung, könnten Staaten wie Griechenland ihre Wettbewerbsfähigkeit über eine Geldabwertung wiederherstellen. So muss dies über Lohnsenkungen erfolgen. Das wird unglaublich hart! Wir stehen vor einem Albtraumszenario, soziale Unruhen werden zunehmen. Die Schweizer sind sehr stolz auf ihren starken Franken. Zu recht? Ein grosser Fehler! Eine starke Währung ist keine gute Sache. Zum Glück weiss das die Schweizer Nationalbank und stemmt sich mit aller Kraft gegen ein weiteres Erstarken. Das ist wichtig für die Schweiz, aber ein asozialer Kurs aus Sicht der Eurozone. Wir schaffen uns keine neuen Freunde. Machen Sie sich keine Sorgen: Die Schweiz fliegt noch immer unter dem Radar durch. Interview SaScha BuchBInDEr schweizer illustrierte

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Party

Havanna-Atmosphäre im «Bellevue Palace». Zigarrengeniesser: Alexander Tschäppät, Isaac Torres, Kubas Botschafter in Bern und Nichtraucher, Zigarrenfabrikant Heinrich Villiger Antonia Lüthi vom Berner Habanosund Hoteldirektor Urs Bührer, Nichtraucher (v. l.). Fachgeschäft Küttel Tobacco, Polo Hofer (r.).

Refugium für Zigarren-Liebhaber Luxuriöses Fumoir im «Bellevue Palace»

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olo Hofer freuts! Im neuen «Bellevue Palace»-Fumoir in Bern kann er rauchen, ohne gebüsst zu werden. Noch letztes Jahr paffte er demonstrativ im «Lorenzini» – trotz Rauchverbot! «Eine Busse habe ich bis heute nicht erhalten», schmunzelt der Mundart-Rocker. Stadtpräsident Alexander Tschäppät siehts locker – er raucht selber gerne: «Zigaretten bedeuten Stress, Zigarren Genuss.» Stilgerecht weihte Hoteldirektor Urs Bührer sein 350 000 Franken teures Fumoir mit Habanos-Importeur Heinrich Villiger und Kubas Botschafter Isaac Torres ein. Text sTefan regez, fotos remo nägeli

Botschafter aus Ägypten und dem Libanon: Megdy Sherewy, Hussein Ramal (r.). Spaniens und Argentiniens Botschafter träumen vom WM-Final: Fernando Riquelme Lidón mit Gattin María Jesús, Marta und Eduardo M. de Luján Airaldi (r.). Ex-Fussball-Präsident und Zigarillo-Liebhaber Ralph Zloczower (l.), Ex-Finanzverwalter Peter Siegenthaler.

Fumoir-Fans: Nationalräte Bruno Zuppiger (SVP, ZH), Edi Engelberger (FDP, NW, r.).


NOTabENE

Die schönste Nebensache

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Helmut Hubacher

enn das Grossvater noch hätte erLiebe geht bekanntlich durch den Magen. Fussball nicht. Für leben können. Dem Schwinger- die Zuschauer ist er eine Berg-und-Tal-Fahrt der Gefühle. Der fan fiel zum Fussball nichts Ver- Ton kann abgestellt werden. Gefühle halt nicht. Das hat man nun nünftiges ein. «Lölizügs», lästerte eingesehen. Zürich bleibt für mich gleichwohl eine Wundertüte. Mal Weltstadt, mal Seldwyla. Ich hatte mir eigentlich schon die er, «nur ein Ball für 22 Spieler.» Diese Woche wird die Fuss- nächste amtliche Anordnung ausgedacht: «Rufen Sie nachts ball-WM angepfiffen. In Süd- nicht um Hilfe. Sie könnten sonst die Nachbarn wecken.» afrika. Zum ersten Mal auf dem Afrikaner sind unglaublich begabte Ballvirtuosen. Afrika Schwarzen Kontinent. Der Walli- hingegen ist das globale Armenhaus. Wir verdrängen, was ser Sepp Blatter hat sich als Fifa-Präsident (Welt-Fussballver- mir Jean Ziegler erzählt hat. Er war als Uno-Botschafter für Erband) mit taktischem Gespür dafür engagiert und durchgesetzt. nährung gerade aus Dakar, der Hauptstadt von Senegal, zurückGegen viele Vorurteile. Vor allem gegen das eine: Die Schwarzen gekehrt. Jean hatte dort den Gemüse- und Obstmarkt besucht. seien doch nicht imstande, so etwas zu organisieren. Das erin- Die Marktfrauen verkauften fast ausschliesslich Ware aus Amerinert an einen Schriftsteller, der auf die Frage, ob er auch grösse- ka und Europa. Warum das? Weil sie billiger ist als einheimisches re Sachen schreibe, meinte: «Nein, nur grosse.» Gemüse und Obst. Das nun ist wirklich der helle Wahnsinn. Man mag es beklagen, Fussball ist verkomDie USA und die EU-Länder schicken ihre Agrarmerzialisiert, ist ein Milliardenspiel. Die Fifa funk- «Das Motto überschüsse nach Afrika. Zu Dumpingpreisen. Was tioniert wie eine Geldmaschine. Dessen ungeachtet für die heisst das? Sie werden mit Exportsubventionen verbleibe ich stur. Und übersehe bewusst alle Wenn und billigt. Und unterbieten so die afrikanischen Bauern. Aber, Einwände und Vorwürfe. Ich lasse mir den nächsten Die schuften zwar zu einem Hungerlöhnchen, Fussball nicht vermiesen. Er fasziniert mich immer vier sind aber dennoch nicht konkurrenzfähig. So wird noch. Die Bildschirmpräsenz ist auf maximal prodie einheimische Landwirtschaft kaputt gemacht. Von denen, die mit humanitärem Getue vorgeben, grammiert. Termine sind verschoben worden. Wochen: Afrika müsse geholfen werden. Fussballfeindlicher Besuch bleibt unerwünscht. Das ‹Bitte nicht Motto für die nächsten vier Wochen heisst: «Bitte Ein Professor aus Kenia bringt das Elend auf stören!›» nicht stören!» den Punkt: «Ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten Das hatte sich auch die Zürcher Stadtregierung uns mal selber ernähren können. Bevor Afrika vorgenommen. Nur umgekehrt. Wirte von Gartenrekolonialisiert war. Lasst uns doch in Ruhe und gebt staurants wurden an einen alten Erlass erinnert. Danach dürfen uns einfach faire Chancen. Dann schaffen wir es.» Fussballmatchs zwar übertragen werden, aber nur ohne Ton. DaDie Fussball-WM bedeutet für Afrika viel. Asfa-Wossen mit sollte die nähere Umgebung vor unnötigem Lärm verschont Asserate, ein äthiopischer Prinz, erklärt das: «Die Meisterschaft bleiben. Da ging etwas vergessen. Politik ist keine Einrichtung ist Balsam auf unsere geschundene Seele. Es ist das allererste Mal, dass unser Kontinent mit etwas Positivem assoziiert wird. der moralischen Aufrüstung. Nun ging der politische Lärm erst recht los. Das empör- Ich habe immer gebetet, dass die Fussball-WM dort stattfindet. te Fuss(ball)volk appellierte an den Ungehorsam. Das Tonver- Sie ist für uns etwas Grossartiges. Bislang beschrieb die Welt bot, behaupte ich nun mal, wäre souverän missachtet worden. Afrika stets mit drei K: Katastrophen, Kriege, Korruption. Wir Zuschauer sind keine Fische im Aquarium. Fussball ohne «Lärm» haben 2006 in Deutschland gesehen, wie eine WM ein ganzes Land verändern kann. Warum nicht auch einen Kontinent?» wäre grausam trostlos. Viel Glück, Afrika! Mit der schönsten Nebensache der Welt. Die Zürcher Stadtregierung hat auf den Druck der Stras se reagiert. Das ist auch eine Qualität. Im Allgemeinen nämlich haben Politiker Mühe, einen Fehler zuzugeben. Das verdient Respekt. Mehr nicht. Als ich von der komischen Anordnung Helmut HubacHer, 84, ehemaliger SP-Präsident hörte, dachte ich, sind sie in Zürich nun total bescheuert? Und und buchautor. Sein neustes Werk: «Geschichten à la carte», hoffte, so viel Unverstand müsste polizeilich verboten werden. Kolumnen und anekdoten, erschienen im Zytglogge Verlag

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Leser

«In Krisenzeiten sehnt man sich nach Heimat» u Wiedereinführung der

Landsgemeinde, SI 22/2010 «Gerade in Zeiten wirtschaft­ licher Krisen sehnen sich die Leute nach Heimat und erinnern sich an ihre Wurzeln. Das gibt sicherheit und bietet Geborgenheit. Beides sind das Werte, die heute in unserer geld­ bestimmten und globalen Welt untergehen. Deshalb überrascht es nicht, dass der Kanton Appenzell Ausserrhoden seine Landsgemeinde wieder einführen will. Besten Dank für die gute Geschichte.» Familie Huber, per E-Mail

erfolgreiche sportler ziehen schöne frauen an u Die Frauen der Nati-Spieler, SI 22/2010 «Mir hat der Artikel über die Fussball­ Frauen sehr gut gefallen. Kein Wunder, ziehen erfolgreiche sportler so schöne Frauen an. Und es spornt sicher an, wenn am spielfeldrand die Frauen die Daumen drücken. Ich freue mich auf alle Fälle riesig auf die WM in südafrika.» B. Hugentobler, per E-Mail

«Auf der Titelseite werden unsere Fussballer als ‹Helden› bezeichnet. Helden sind sie erst dann, wenn sie an der WM den Final erreichen und diesen gewinnen.»

Am meisten freue ich mich immer, wenn sie etwas über renzo Blumenthal schrei­ ben. Auch Ihre sonderhefte, die es ohne Mehrpreis gibt, finde ich klasse. so etwas bekommt man in Deutschland kaum.» Doro Brändle, Konstanz, Deutschland

schützenhilfe für Benno u Leserbrief zur Reportage über Bruder Benno, den verliebten Mönch, SI 16/2010 «Beim Leserbrief von Anton e. Hasler ist mir die Galle hochgekommen. Nein, Bruder Benno Kehl hat nicht leichtfertig sein Gelübde gebrochen. er ist in sich gegan­ gen, hat gerungen und um Hilfe gebetet. er nahm Abstand, flüchtete ins Ausland und hoffte so, auf die richtige entscheidung zu kommen. Bruder Benno ist nicht ‹gefallen›, er ist einfach ehrlich. Dass Leserbrief­ schreiber Hasler auch gleich noch Bennos Frau und die Frauen im Allgemeinen verurteilt, finde ich besonders stossend.» Frieda Geisser, Ebnat-Kappel SG

«es kann ja nicht wahr sein, was Herr Hasler für eine Meinung hat. Ich finde es mutig von Bruder Benno, zu seinen Gefühlen zu stehen und sein Leben zu ändern.» Alice Voggensperger, 83, Schönenbuch BL

Walter Zürcher, Wallisellen ZH

Bravo, vulkanexperte! u Vulkanologe Peter Diethelm in Island, SI 21/2010 «Wirklich grossartig, dieser Bericht über den Vulkan in Island. Bravo, Vulkanexperte Diethelm, bravo, schweizer Illustrierte! Die reportage habe ich mit grossem Interesse gelesen.» Gritli Schmied, Wil SG loB aus deutschland u Die Schweizer Illustrierte allgemein «Ich wohne in Deutschland und arbeite in der schweiz, wo ich ab und zu die schwei­ zer Illustrierte kaufe. sie ist zwar etwas teurer als die deutschen Magazine, dafür aber nicht so reisserisch, und Ihre Promi­ nenten sind volksnaher als die deutschen.

willi

«Wenn du es diesmal wieder nicht schaffst, müssen wir zum nächsten Loch, Vater.»

schreiBen sie uns ihre meinung schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 ­ 262 04 42 E-Mail info@schweizer­illustrierte.ch Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.


Die Liste

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Mark van hUiSSeLing

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von rené haenig

Partygänger von Berufs wegen Mark van Huisseling, 45, ist «Weltwoche»Kolumnist und Buchautor. Er lebt mit seiner Freundin Elena Bernasconi, 31, in Zürich. Ab dem 24. Juni zeigt ProSieben jeweils donnerstags um 20 Uhr seine neue Sendung «MvH – the place to be», Reportagen von den besten Anlässen der Schweiz.

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schweizer illustrierte

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eine Fernseh-Show, die so gut ist, dass Freunde und Bekannte nicht fragen: «Weshalb machst du diesen Mist?»

Wellenreiten lernen Gut, damit hätte ich vor 30 Jahren anfangen können. Aber Charles Schumann, Deutschlands berühmtester Barbesitzer in München, hat auch erst mit 50 begonnen. herausfinden, wie ich das, was ich zurzeit in einer 50-Arbeitsstunden-Woche erledige, in 15 Stunden erledigen kann. Mir gedanken machen, was ich in den 35 zusätzlichen freien Stunden tun soll. eine Ferienwohnung auf Ibiza haben oder allenfalls in Forte dei Marmi. Sollten Sie eine zu verkaufen haben oder jemanden wissen … ein Buch schreiben Einen Augenblick, ich habe schon zwei geschrieben. In Ordnung, einen Roman schreiben. Und ihn Elena «the red head» Bernasconi, meiner Freundin, widmen. in die «international Best Dressed List» aufgenommen werden. Das ist eine Liste der bestgekleideten Leute der Welt. einen eintrag, der nach mir benannt ist, auf der Karte eines Restaurants haben. Zum Beispiel «Tagliatelle MvH» (mit Hummer und Cherrytomaten). ein grosses Lied auswendig können, damit ich beim Karaoke, falls der Teleprompter ausfällt, nicht «Down to the river … la, la, la, la, la» oder so singen muss.

Foto Sarah Michel

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People - und Lifestyle-Magazin