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10. Mai 2010 CHF 4.50

Der schönste Schweizer Student Jan Bühlmann, 22, aus Buchrain LU

Der neue Mister Schweiz

Sexy Jan! a M a r D l l a Unf dgar Oehler So bangt E e i l i m a f e n i e s m u


Inhalt

HEFT 19, MONTAG, 10. MAi 2010

Titel 14

Jan Bühlmann Ein sexy Herkules: Der neue Mister Schweiz am Morgen danach ganz intim! Und: So wurde er gefeiert

Inhaltsfoto Fabienne Bühler; Titelfotos Thomas Buchwalder, Marcel Nöcker

Leute 7 8

24

35 36

50 54

Tagebuch des Stv. Chefredaktors Leute Fabienne Louves, Beat Hefti, Gökhan Inler, Rachel Kolly D’Alba, Andreas C. Studer, Doris Leuthard Edgar Oehler Nach einem unverschul­ deten Unfall liegen Frau und Tochter in Südspanien schwer verletzt im Spital Dr. Beat Richner Aktion Zwänzgernötli Alex Frei Im Interview spricht der Nati­ Captain über seinen Rap­Song und die Häme, über seine Nina und Kinderwunsch Jonathan Schächter Energy­Moderator, Radio­aktiv, beliebt und bodenständig Jann Billeter Der SF­Moderator denkt an der Eishockey­WM an Frau und Kinder

104 u nur

eine gewinnt! Ein schönes Spektakel! Über hundert junge Frauen durften am Casting für die nächste Miss Schweiz teilnehmen. Mit dabei: Jennifer Hurschler, 23, Zürich; Myriam Joos, 22, Ilanz GR; Jennifer Pennisi, 21, Biel BE (v. l.). Die Schweizer Illustrierte zeigt exklusiv, wer Chancen hat, die Nachfolgerin von Linda Fäh zu werden.

schweizer illustrierte

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Inhalt Gesellschaft 28

Öl-Katastrophe Im Golf von Mexiko wird nichts mehr sein wie früher. Die Bilder! 60 Andreas Meyer Ein Tag unterwegs mit dem SBB-Chef: Unvorbereitetes, Vortrag, Pünktlichkeit, Joggen, Bratwurstessen 104 Wer wird die nächste Miss Schweiz? Das Casting – die Auswahl wurde verschärft!

Politik

40 u unbeirrbAr Die St. Galler FDP-Regierungsrätin Karin Keller-sutter ist die bedrohteste Politikerin des Landes, weil sie sich gegen Hooliganismus, Burkas und Banker einsetzt. Wie sie damit umgeht, erzählt sie im grossen Interview.

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Karin Keller-Sutter So lebt die Favoritin für die Nachfolge von Bundesrat Merz

Interview 47

Bertrand Jungo Der Manor-Chef sagt, was er gern einkauft und wovon er träumt

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Shopping Check-up 77 78

Krampfadern Wie wird man sie los? Kräuter-Apotheke Wir zeigen, welche Pflanze gegen welches Leiden hilft

83

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Die Besten Weekend

Fotos Fabienne Bühler (2), Hervé Le Cunff

89

54 u beliebt Unser Mann an der Hockey-WM in Deutschland: SF-Reporter Jann billeter gewährt private Einblicke!

60

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party 110

Cash Powertalk, Circus Knie Premiere

Und … 114 96 113

Die Liste von Julia Saner Horoskop Leserbriefe / Impressum

u verlässlich So tickt der SBBChef Andreas Meyer: Ein Manager mit Herz, Ausdauer und Milliarden-Plänen.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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tagebuch

Mann wäscht weisser Jan Bühlmann Der neue Mister Schweiz

Stefan Regez, Stv. Chefredaktor Gute Wahl Für die Jury mit SI-Unterhaltungschefin Bettina Portmann und Ex-MisterSchweiz Miguel San Juan gehörte Jan Bühlmann von Anfang an zum engsten Favoritenkreis.

Fotos tilllate.com, Marcel Nöcker, Hervé Le Cunff

Bewegend SI-Redaktor Thomas Kutschera (r.) zu Hause bei Unternehmer Edgar Oehler, der sich um seine Ehefrau Marianne und seine Tochter Andrea sorgt. Glückspilz SI-Sportredaktorin Ilona Scherer begleitet SF-Reporter Jann Billeter an die Eishockey-WM in Deutschland und spricht mit ihm über Job und Familie. Ab Seite 54.

entpuppt sich als Glücksfall. Der 22-Jährige aus dem luzernischen Buchrain überzeugt mit seiner Erscheinung und seinem Auftreten. Er kann sich gut verkaufen, ist musisch begabt, sportlich und ehrgeizig. Er will Schauspieler oder Opernsänger werden. Und er wollte unbedingt den MisterSchweiz-Titel. «Das war von Anfang an spürbar», sagt JuryMitglied und SI-Unterhaltungschefin Bettina Portmann. Janosch, wie ihn Papa Daniel und Mama Astrid liebevoll nennen, macht seine Wäsche selber. Überhaupt umschiffen die Mister-Schweiz-Kandidaten elegant das Mama-Wäsche-Klischee. Als Mike Leuenberger von Kopf bis Fuss in Weiss gekleidet vor die Jury tritt und gesteht, dass er am liebsten Weiss trage, fragt ihn Bettina Portmann: «Endlich mal einer, der mir sagen kann, was zu tun ist, damit Weiss auch immer weiss bleibt?» Mike grinst nur und sagt: Falls sie hören wolle, dass seine Mutter seine Wäsche mache, falle er darauf nicht rein – ab Seite 14.

Edgar Oehler

Der 68-jährige Ostschweizer ist eine aussergewöhnliche Persönlichkeit. Ein Vollblutunternehmer und Familienmensch. Der frühere CVP-Nationalrat hat mit der Arbonia-Forster-Gruppe ein Firmenimperium aufgebaut und kämpft nun im Sog der Wirtschaftskrise gegen dessen Ausverkauf. Er hat vier Töchter aus Sri Lanka adoptiert und Ende 2008 sechs Operationen nach einer schweren Blutvergiftung überlebt. Die grösste Herausforderung in seinem Leben meistert Edgar Oehler jedoch in diesen Tagen. Bei einem Auto-Unfall an der spanischen Mittelmeerküste werden seine Ehefrau Marianne und Tochter Andrea schwer verletzt. Schuld sind vier Gauner auf der Flucht. Oehler empfindet keinen Hass auf sie. «Im Moment brauche ich meine Kraft für meine Familie», sagt er. Er sorgt sich um seine Frau und seine Töchter, reist nach Spanien und kehrt wieder heim, um sich um seine Firma zu kümmern – und findet trotzdem Zeit, SI-Redaktor Thomas Kutschera die bewegendsten Momente der letzten Tage zu schildern. Was Edgar Oehler und seine Familie zurzeit durchmachen, lesen Sie – ab Seite 24.

Karin Keller-Sutter Eigentlich

wollte SI-Politredaktor Sascha Buchbinder mit der St. Galler Sicherheitsdirektorin einen Fussballmatch besuchen. Aus Sicherheitsgründen war das nicht möglich, Karin Keller-Sutter empfing ihn bei sich zu Hause. Die Regierungsrätin wird bedroht, weil sie den Hooliganismus im Schweizer Fussball bekämpft. Für die Fussball-Chaoten ist sie ein Feindbild. Deshalb zeigt sie sich nicht mehr in Fussballstadien. In einem Land, wo Bundesräte unbehelligt Tram und Zug fahren können, ist diese Entwicklung bedenklich. Keller-Sutter hängt es jedoch nicht an die grosse Glocke. Sondern macht ihren Job und spricht weiter Klartext. Damit empfiehlt sich die gradlinige FDP-Politikerin als ideale Nachfolgerin von Bundesrat Hans-Rudolf Merz: Sie ist Ostschweizerin und spricht fliessend Französisch, sie ist ein Segen für die kriselnde FDP und für unser Land – ab Seite 40.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten! schweizer illustrierte

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Leute Beat Hefti & SHeena

Sie bringt ihn zum Schmelzen

u Die tränen fliessen schon beim Gang zum Altar: Die Hochzeit von Bob-Pilot Beat Hefti in der reformierten Kirche Herisau AR ist hochemotional. Der 103-Kilo-Athlet hat feuchte Augen, und seine Sheena, 24, hebt den Schleier, tupft sich mit einem Papiertaschentuch die verlaufene Schminke weg. Der Anblick seiner Zukünftigen wirft den Weltmeister und Olympiamedaillengewinner aus der Bahn: «Mein Herz schlägt schneller als bei einer Bobabfahrt!» und die Braut meint: «Ich war richtig baff, so elegant habe ich Beat noch nie gesehen.» Die schlanke Blonde und der 32-Jährige haben sich vor zwei Jahren im Restaurant von Bobfahrer Martin Annen kennengelernt. Dort arbeitete sie als Barmaid. Nach dem Hochzeitsfest mit 500 Gästen gehts ab in die Flitterwochen: eine romantische Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer! BobNachwuchs planen Sheena und Beat in naher Zukunft noch nicht: «Aber wenn es passiert, sind wir glücklich!»

Fotos Bruno Voser, Joerg Carstensen / EPA

Lisa Merz

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nachgefragt bei

Pasquale Aleardi Sexy Secondo Der Schweizer Schauspieler und Musiker Pasquale Aleardi, 38, hat griechisch-italienische Wurzeln und lebt mit seiner Zürcher Freundin Sandra in Zürich und Köln. Am 19. Mai ist er im ARD-Film «Masserberg» zu sehen.

«Ja, ich will!» Beat und Sheena bei der Zeremonie (o.). Von Klein und Gross wird das junge Paar anschliessend vor der reformierten Kirche Herisau bejubelt. Sheena schiebt an, Beat steuert, und gemeinsam schlittern sie sicher in den Hafen der Ehe (l.). In der Lincoln-Stretch-Limo hält die Braut einen Moment inne (r.). Sie strahlt. Und verrät ein kleines Geheimnis: Beinahe hätte sie ohne Schleier heiraten müssen. Ihre Schwester hielt das «Stück Stoff» für Ausschussmaterial und warf es weg. Zum Glück konnte Sheena ihr geliebtes Accessoire noch rechtzeitig aus dem Müll fischen.

Herr Aleardi, an wen denken Sie gerade? Ich mache mir Sorgen um die Geschwister meiner Mutter Elefteria – meine Onkel Christos, Aristomenis, Jorgo, meine Tante Aikaterina und meine Cousins. Sie leben in Kalamata auf dem Peloponnes in Griechenland. Unruhen gabs bis jetzt erst in Athen. Auch ohne Chaos – die Lage ist schlimm. Meine Verwandten sind Olivenbauern. Sie hatten mit den Waldbränden vor zwei Jahren zu kämpfen und jetzt noch der Staatsbankrott. Die Leute sind total fertig. Die Griechen reagieren im Moment sehr emotional! Sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf. Das ist südeuropäisch. Das heisst aber nicht, dass sie die Situation nicht reflektieren. Von einem Innehalten kann aber keine Rede sein. Jetzt entlädt sich halt die Wut. Korruption, Steuerflucht, Misswirtschaft beherrschen den Alltag. In der Schweiz wird die Leistung belohnt, in Griechenland der Schlaue. Fakelaki heisst das Zauberwort. Sie meinen den «kleinen Umschlag», gefüllt mit Euro-Noten? Richtig. Meine Verwandten könnten besser darüber Auskunft geben. Unterstützen Sie Ihre Verwandten finanziell? Ja, ich kaufe ihnen Unmengen Olivenöl ab. Sollen Schweizer noch nach Griechenland reisen? Unbedingt. Der Zorn richtet sich gegen die Regierung, nicht gegen die Touristen. Das Volk hat die Regierung gewählt. Ich könnte jetzt sagen: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Aber das ist zu einfach. Wer durchschaut noch das kompli­ zierte Geflecht, das die Weltwirtschaftskrise und auch diese Krise verursacht hat. Bei Ihnen hingegen läufts rund. Sie spielen die Hauptrolle im ARD-Film «Masserberg», und Ihr neues Album, «Retrologie», Ihrer Band Big Gee wird in ein paar Wochen veröffentlicht. Genau. Der Film handelt von einer tief­ traurigen Lovestory. Und die CD strotzt nur so von deutschem Happy­Pop­Funk­Sound. Drama und Euphorie. Irgendwie griechisch. Interview GIUSEppE cERRAto schweizer illustrierte

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Leute En Guete! Andreas C. Studer geniesst auf der Terrasse seiner Zürcher Wohnung sein Zmittagessen.

weR liebt wen

Schweiger auf Modeljagd u Frauen, seid tapfer! Til Schweiger, 46,

ist wieder in festen Händen. «Ja, ich habe eine Freundin», lässt das deutsche Sexsymbol verlauten. Die Glückliche ist – Überraschung! – Model, 23 Jahre jünger als er und heisst Svenja Holtmann. Kommt einem irgendwie bekannt vor. u Das jüngste Glück von Pascale menzi, 38, und ehemann Rolf, 39, misst 48 Zentimeter und ist 3200 Gramm schwer. Am 4. Mai brachte die «tagesschau»Moderatorin töchterchen Greta marie zur Welt. Wie bei ihrem zweieinhalb Jahre alten Söhnchen Henrik Lasse bedienten sich die eltern aus der nordischen «Namenskiste». und kaum auf der Welt, wickelt die Kleine schon alle um den Finger. «Henrik ist ganz begeistert von seiner kleinen Schwester. Wir sind überglücklich!» u Weniger glücklich ist

Gabriel Aubry, 34. Der ex der Oscar-Preisträgerin Halle Berry, 43, verkraftet die trennung nach vier gemeinsamen Beziehungsjahren nur schwer. «Ich bin sehr traurig», sagte das kanadische Model. Vor allem vermisse er seine zweijährige tochter Nahla. Halle hingegen nimmts lockerer, wurde bereits Händchen haltend mit einem unbekannten an ihrer Seite gesichtet.

Mo–Fr, 18.40 uhr So, 18.50 uhr STARS iN dieSeR WocHe u Simon Ammann u Nik Hartmann u DJ Bobo u Gianna Nannini u Der neue Mister Schweiz

andReas C. studeR

Schön heiss gekocht

u Er sonnte sich gerade am Sandstrand im thailändischen Khao Lak, als er die Neuigkeiten erfuhr: andreas C. studer, 43, wurde in einer Umfrage mit über 11 500 Teilnehmern zum schönsten TV-Koch Deutschlands gewählt. «Zuerst einmal musste ich laut loslachen», sagt unser «al dente»-Liebling. Seine Fans aber brauchen keine offizielle Untersuchung, die ihnen bestätigt, dass «Studi» ein

Rose stefan niedeRMaieR Yb-Chef u eigentlich ist den 220 gekündeten Mitarbeitern der im April geschlossenen Kartonfabrik Deisswil nicht zum Jubeln zumute. Doch das Fussballspiel der Berner Young Boys gegen den FC St. Gallen vom vergangenen Mittwoch stellte eine willkommene Abwechslung dar. erst recht, weil Stürmer Henri Bienvenu in der 93. Minute den 2:1-Siegestreffer für den tabellenführer erzielte. YB hatte die Belegschaft der Kartonfabrik zum Spiel eingeladen als Zeichen der Solidarität. Auch wir, lieber Herr Niedermaier, setzen ein Zeichen: Wir zücken die Rote – Rose natürlich!

Prachtkerl ist. «Ich erhalte viel Post, von Männern wie Frauen. Auch Heiratsanträge waren schon dabei.» Die braucht er aber nicht, schliesslich ist der Berner Oberländer glücklich mit Oliver, 36, einem deutschen Neurologen, liiert – bereits seit neun Jahren. Und seit über 20 Jahren ist er seiner grossen Leidenschaft, den Gaumenfreuden, verfallen. Sehr zur Freude von Oli, der kann nämlich nicht kochen. Ym

kaktus ueli MauReR sVP-bundesrat u Freund und Feind sind gleichermassen irritiert: erst schiesst Armee-Oberbefehlshaber Maurer neue Kampfjets ab, und jetzt wirft sein Verteidigungsdepartement auch noch ein Diskussionspapier in die Runde, das einem Rohrkrepierer gleicht: es fordert die Abschaffung von Artillerie und Fliegerabwehr und eine Neuausrichtung der Armee. Zur Krönung verkriecht sich Major Maurer im Schützengraben und verteidigt die VBS-Vorschläge vor den Parteien nicht mal. Lieber Herr Maurer, Sie setzen also neuerdings auf die einigelungstaktik? Wir tragen unseren teil dazu bei: Statt Stacheldraht gibts einen Kaktus! schweizer illustrierte

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Fabienne Louves

Saturday Night Fever u Ihren 24. Geburtstag am 5. Mai feierte Fabienne Louves im Luzerner In-Club Pravda – umringt von etlichen Kameras. Die Sängerin nahm just an diesem Tag den Videoclip zu ihrer neuen Single «Samschtig» auf. Darin brezelt sich Fabienne für den Ausgang auf, um dann mit ihren besten Freundinnen um die Häuser zu ziehen. «Ich mache im Video eigentlich das, was ich auch sonst so mit meinen Mädels am Weekend anstelle.» In letzter Zeit kam die Singlefrau jedoch nicht oft dazu, Partys zu feiern. Aufführungen der «Kleinen Niederdorf-Oper», Aufnahmen ihres Albums «Fabulös» und Promo-Termine standen an. «Da kam mir der Videodreh gerade recht, um mal wieder abzutanzen – und natürlich gebührend meinen Geburi zu feiern.» AndreA vogel

Und Action! Fabienne Louves dreht im Luzerner Hotel Astoria und in dessen Club Pravda ihren neuen Videoclip.

Sportlich auf den Hund gekommen u Was hat gökhan inler, 25, mit dem Rhodesian Ridgeback Archie gemeinsam? «Sie waren bei den Foto-Aufnahmen beide sehr angenehm, umgänglich und extrem geduldig», so die Zürcherin Mia Bregar, die Inler für das Kreativ-Projekt «Nike Stylist’s Own» in Szene setzte. Dabei trägt der Fussballstar (Udinese Calcio) das Nike N98 Track Jacket, inspiriert von der Team-Jacke der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft an der WM 1998. Hoffen wir, dass das ein gutes Omen für unsere Nati an der diesjährigen WM ist … SC

Fotos Mia Bregar / Nike, Thomas Buchwalder, Warner, Karl Mathis / Keystone

gökhan inLer


Leute

DorIs leutharD

Pralinés für den Papst rachel Kolly D’alba

Mamas Stradivari … u … ist nicht das geeignetste Kinderspielzeug. Das weiss das vierjährige Töchterchen von rachel Kolly D’alba, 28, nur zu gut. «Deshalb hat meine Kleine ihre eigene Geige», sagt die Lausanner Violinistin. Sie selbst fing mit fünf Jahren an, Geige zu spielen, mit fünfzehn Jahren erhielt sie das Lehrerdiplom. Und heute gilt sie als eine der talentiertesten ihrer Generation, hat soeben ihr erstes Major-Album, «Passion Ysaÿe», veröffentlicht. «Dafür übe ich auch acht Stunden am Tag.» av

u Viele Hände von Mächtigen dieser Welt hat sie schon geschüttelt. Aber als Doris leuthard, 47, vergangenen Donnerstag im Vatikan Papst benedikt XVI., 83, traf, war sie sichtlich bewegt: «Danke, dass Sie Zeit für mich haben.» Das Eis war während des 25-minütigen Gesprächs schnell gebrochen. Die Bundespräsidentin schenkte dem Pontifex Schweizer Pralinés. «Die werden aber nicht lange überleben», freute sich dieser. Selbst der Papst hat manchmal irdische Gelüste. av

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titel

192 Zentimeter gross, 91 Kilo Muskelkörper, Wuschelkopf, Gesangstalent, Matura: Jan bühlmann ist der neue mister schweiz! Am Morgen danach spricht er über sein SingleLeben, Liebe, Sex, Burka und Couscous.

Im Bett mit dem Schönsten! 14

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Traum-Mister Ganz intim mit Jan Bühlmann, 22, aus dem luzernischen Buchrain im Hotelzimmer («Mirador Kempinski», Mont Pèlerin VD).


«Wenn ich liebe, dann mit ganzer Leidenschaft. Das habe ich von meinem Mami» jan bühlmann, 22

Text sandra casalini Fotos thomas buchwalder

J

an Bühlmann: Bevor Sie fragen: Ja, ich kann lesen und schreiben! Gibt es sonst etwas, das während Ihres Amtsjahres auffliegen könnte? Vielleicht wäre es besser, Sie gestehen das gleich zu Beginn … Da fällt mir gerade nicht viel ein. Ich bin Single und verstecke auch keine Freundin. Allerdings gebe ich zu, dass ich Mister-Organisator Urs Brülisauer nach der Wahl gestehen musste, dass ich keinen Führerschein besitze. Ich möchte aber so rasch wie möglich Fahrstunden nehmen. Damit man Ihnen gleich am Anfang die richtigen Fragen stellt und Sie nicht zum zweiten «Mister Peinlich» macht: Über welche Themen wissen Sie wirklich Bescheid? Über Literatur, Filme und klassische Musik. Und wovon haben Sie keine Ahnung? Von Geografie. Da hab ich starken Nachholbedarf. Sie reagierten sehr emotional auf Ihren Sieg. Mir gingen in dem Moment Hunderte von Gedanken durch den Kopf: Was passiert hier? Was ist morgen? Als mein Konkurrent Sandro Sabatini mir gratulierte und ich sah, wie sehr er sich für mich freute, kamen mir fast die Tränen. Das war grossartig. Was tun Sie morgens als Erstes? Das Radio einstellen und ab unter die Dusche. Je nachdem singe ich mit. Was tragen Sie im Bett? Boxershorts. Die Sie tagsüber schon unter der Jeans getragen haben? Natürlich nicht. Nachts trage ich luftige, die nicht unter die Hose passen. In welcher Position schlafen Sie? In der Regel schlafe ich auf dem Bauch ein und wache auf dem Rücken auf. Handzahnbürste oder elektrisch? Ich putze die Zähne von Hand. Dabei

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Bademeister Schon mit zwei Jahren war Jan eine Wasserratte (oben). Grosses Bild: Der frisch gewählte Mister Schweiz ist gerade aus dem Schaumbad gestiegen. Seinen Body trimmt er mit Kung-Fu.

habe ich mir eine elektrische Zahnbürste zu Weihnachten gewünscht. Keine Ahnung, warum ich die nicht bekommen habe. Rasieren Sie sich die Brust? Nein – wegen dem bisschen, was da wächst. Bei welchem Song gehen Sie richtig mit? «Here Comes the Sun» und «With a Little Help from My Friends» von den Beatles. Ihr Lieblingsfilm? Ich mag historische Filme wie «Gladiator». Ihr Lieblingsbuch?

Ich lese gern Biografien. Gerade habe ich die von Egon Karter gelesen, ein jüdischer Schweizer Schauspieler, der während seiner Internierung in einem Arbeitslager im Zweiten Weltkrieg Vorstellungen gab – sehr spannend. Ihr Lieblingsessen? Ich esse alles ausser Couscous. Das liegt mir irgendwie nicht so richtig im Mund. Wie sieht ein Abend im Ausgang mit Ihnen aus? Ich treffe mich mit Freunden gemütlich bei jemandem zu Hause, oder wir gehen ins Kino oder etwas trinken. Zum Beispiel Cuba libre.


titel

Wie viel davon? Cuba libre? Höchstens zwei. Dann wechsle ich den Drink … Ich vertrage recht viel. Ich bin ja auch gross und breit. Ihr Vorgänger André Reithebuch riet seinem Nachfolger scherzhaft, möglichst viele Frauen abzuschleppen. Das ist eigentlich nicht so mein Ding. Dann waren Sie auch während der Zeit als Mister-Kandidat ganz brav? Ich bin ein totaler Beziehungsmensch, deshalb war ich für meine Verhältnisse nicht so brav. Das heisst aber nicht, dass ich reihenweise Frauen abschleppte. Es ist als Mister sicher

einfacher, wenn man Single ist. Nicht weil ich der Versuchung nicht widerstehen könnte, sondern weil das Potenzial für Eifersucht recht hoch ist. Woran scheiterte Ihre letzte Beziehung? Das war eine Fernbeziehung, wir sahen uns ungefähr alle sechs Wochen. Schliesslich sahen wir keine Zukunft, weil keiner bereit war, sein Leben für den anderen aufzugeben. Können Sie Liebe und Sex trennen? Nein. Ich finde, zu Sex gehört auch Liebe. Haben Sie denn schon einmal richtig geliebt?

Ja. In meine erste grosse Liebe war ich zwei Jahre lang verknallt, bis wir endlich zusammenkamen. Wenn ich liebe, dann mit ganzer Leidenschaft, mit Haut und Haaren. Das habe ich von meinem Mami. Wie sieht Ihre Traumfrau aus? Ich muss mit ihr lachen, über Filme, Musik und Bücher diskutieren können. Und ich finde, in einer Beziehung muss man sich gegenseitig Freiräume lassen. Das sollte sie auch so sehen, sonst wirds schwierig. Was haben Sie sonst noch von Ihrer Mutter gelernt? An mich selbst zu glauben – indem u schweizer illustrierte

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Dressman Jan Bühlmann mags bequem: Am liebsten trägt er ein legeres Hemd und Jeans.

u sie immer an mich glaubte, mich unterstützte und motivierte. Sie war es auch, die mich zur Wahl anmeldete. Sie freut sich wahnsinnig über meinen Sieg. Wer sind die wichtigsten Personen in Ihrem Leben? Meine engsten Freunde. Sie unterstützten mich während des ganzen Wettbewerbs. Ohne sie hätte ich das nie geschafft. Sie leben mit Ihrem Vater in einem Zwei-Mann-Haushalt. Das stimmt. Meine Eltern sind getrennt, und meine Geschwister Ari, Seraina und Norina sind ausgezogen. Wir haben aber alle untereinander ein gutes Verhältnis, auch meine Eltern verstehen sich nach wie vor. Das Zusammenleben mit meinem Vater – und unseren drei Hunden – funktioniert bestens. Ich koche meistens, die restlichen Haushaltspflichten teilen wir uns. Sie haben gerade die Matura gemacht, da dürfte es finanziell noch nicht so rosig aussehen. Wie viel möchten Sie während Ihres Amtsjahres verdienen? Da kann ich keine Zahl nennen, aber natürlich so viel wie möglich. Und was machen Sie mit dem Geld? Zuerst kaufe ich einen Elektro-Rasenmäher für meine Mutter. Ich hoffe, mir mit dem Rest ein Schauspiel-Studium im Ausland finanzieren zu können. Wie wichtig sind Ihnen Karriere und Geld? Ich bin sehr ehrgeizig, deshalb ist mir Karriere schon wichtig. Geld spielt für mich nur insofern eine Rolle, als dass es mir hilft, zu überleben, während ich meine Träume verwirkliche. 

aktuelle themen

Jans Meinung über …

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… das Burkaverbot Ein schwieriges Thema. Einerseits gehts um Integration, andererseits um die Freiheit, so herumzulaufen, wie man möchte. Ich habe mir ehrlich gesagt noch keine abschliessende Meinung gebildet. … Finanzkrise in Griechenland Ich hatte eigentlich Ferien gebucht in Griechenland für den August. Das liegt jetzt als Mister Schweiz wohl sowieso nicht mehr drin, auch wenn sich die Situation bis dann wieder beruhigt hätte. ... die Ölpest Eine Bohrinsel, die im Golf von Mexiko gesunken ist und eine Naturkatastrophe in Form eines schwimmenden Ölteppichs verursacht hat. Vielleicht hat die Natur doch öfter den Menschen im Griff als umgekehrt. ... die EU Im Augenblick fände ich einen Beitritt der Schweiz unklug. ... die WM Ich drücke den Schweizern die Daumen und glaube fest daran, dass wir in Südafrika Weltmeister werden können.

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Hinter den Kulissen mit Jan:

www.schweizer-illustrierte.ch


titel Familiäres Freudenfest: Jan Bühlmann herzt Mama Astrid, die ihn zur Wahl anmeldete, und Papa Daniel, der ihm «den tollen Body vererbte».

Geschüttelt und gerührt Mister-Schweiz-Wahl in Genf – Kandidat 002 räumt ab

S

ein Name ist Bühlmann, Jan Bühlmann. Nicht nur die Initialen des neuen Mister Schweiz werden dem Thema der Wahlnacht – «James Bond» – gerecht. «Er gäbe einen tollen 007 ab», sagt Model Julia Saner. Dieser Meinung ist auch Renzo Blumenthals Gattin Ladina: «Jan ist vielseitig: als Musiker intellektuell, als Kampfsportler wild und als Strubbelpeter süss.» Ihr Mann wüsste auch das perfekte Bond-Girl für den Single: «Miss Schweiz Linda Fäh. Wenn er am Klavier sitzt, kann sie dazu singen.» Bösewicht des Abends ist Soulsänger Seven: Für eine fiese Anspielung auf Illettristen («Also, lesen und schreiben sollte ein Mister schon können») erntet er Buhrufe. Doch das stört den Neu-Papi nicht. «Ich bin seit der

Jan Bühlmanns grösste Fans? Seine Familie! Schwester Seraina, Bruder Ari, Mutter Astrid, Vater Daniel und Nesthäkchen Norina (v. l.).

Amtsübergabe an Jan: André Bestens gelaunt: WahlReithebuch (l.) wirkt bald in Organisatorin Raquel und einem Illettristen-Dok-Film mit. Ehemann Jürg Marquard.

Fotos tilllate.com (2)

Die Jury: Musiker Seven, SI-Unterhaltungschefin Bettina Portmann, Model Julia Saner, Snowboarderin Manuela Pesko und Ex-Mister-Schweiz Miguel San Juan (v. l.).

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titel

177 cm Sex-Appeal: Model Bianca Gubser in einem DVF-Kleid.

TV-Frau Nicole Berchtold in einer Robe von Mery’s.

Ganz allein: André Reithebuchs ExFreundin Sarah Erni.

Schicker StreifenLook: MusicStar Fabienne Louves.

Null Bewegungsfreiheit: Model Zoe Scarlett in Moschino.

Geburt meines Sohnes einfach nur glücklich!» Vor Glück strahlt auch die Familie des neuen Mister Schweiz: Mama astrid Bühlmann wusste schon immer, dass ihr «Janosch» der Schönste ist. Und seine Schwester Norina ist überzeugt, Jan sei ein echter «Goldfinger»: «Alles, was er anfasst, wird zu Gold!» Snowboarderin Manuela pesko hofft, dass dies auch auf sein Amtsjahr zutrifft: «Er war von Anfang an ein Favorit der Jury – nun muss er bestehen.» Ex-Miss-Schweiz Whitney toyloy wünscht dem schönsten Eidgenossen dabei «viel Glück!» und rauscht mit Freund Guillaume davon – während andré reithebuch seinem Nachfolger einen Spitznamen in Bond-Manier verpasst: «Mister Frauenschwarm». Ist die Wahlnacht etwa ein Omen? Jan würde als angehender Schauspieler «ein James-Bond-Rollenangebot sofort annehmen»! Obwohl er statt mit geschütteltem Martini lieber mit Bier auf seinen Sieg anstösst. Text sylvie keMpa, Fotos hervé le cuNff

Bond-Girls: Manuela Pesko trägt Cavalli – Jurykollegin Julia Saner Dolce & Gabbana von Ciolina.

party-facts Gastgeber Mister-SchweizOrganisation Tatort Arena, Genf Food Mediterrane Vorspeisenplatte, Kalbsbraten mit Spargeln und Rhabarber-Kompott zum Nachtisch Most wanted Goodie-Bag mit Geschenken im Wert von mehreren Hundert Franken: mit Sonnenbrille, Reisegutscheinen, Parfums und Schoggi Hoppla Hungerten die Kandidaten? Zwei Stunden vor der Show wurde Stefan tobler beim lebensmittel-Kauf in der Migros ertappt

Foto tilllate.com

Party-Rating

Ex-Miss-Schweiz Whitney Toyloy mit Freund Guillaume.

Noch immer ganz verliebt: Ladina und Renzo Blumenthal.

Pepe Lienhard hat nur Augen für seine Christine Köhli.

Stephan Weiler mit «Kollegin» Fabienne von Gunten.

«Spannend wie ein guter Bond-Film – aber weniger glamourös»

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SchickSal Ort des Schreckens Auf der Autobahn AP-7 südlich von Alicante in Südspanien wird der Minivan der Familie Oehler von einem Auto von vier Gaunern auf der Flucht gerammt. Der Van landet mit voller Wucht in einem Strassengraben: Vier Personen werden zum Teil schwer verletzt. Edgar Oehler (Bild rechts) ist zur Zeit des Unfalls in der Schweiz in Arbon TG bei der Arbeit.

In Spanien wurde seine Familie unverschuldet in einen schrecklichen Auto-Unfall verwickelt. Nun hofft der Ostschweizer Unternehmer EDGAR OEHlER, dass seine verletzten Liebsten bald in die Schweiz verlegt werden können.

Das grosse

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Bangen


SchickSal Text Thomas kuTschera Fotos marcel NÖcker

E

s ist ruhig in unserem Haus. Morgen Sonntag hätte die ganze Familie zu Besuch sein sollen. Jetzt werde ich allein sein.» Edgar Oehler, 68, erfolgreicher Küchenbau-Unternehmer aus der Ostschweiz, sitzt am Wohnzimmertisch in seiner 17-Zimmer-Villa in Balgach im Sankt Galler Rheintal. Sein Blackberry klingelt. Es ist Melanie, eine seiner vier Adoptivtöchter. Sie ruft aus einem Spital im spanischen Valencia an. «Mami liegt noch immer im künstlichen Koma, ich war eben bei ihr.» Edgar Oehler schliesst die Augen, holt tief Luft. Und er erzählt. Dienstag vergangener Woche: Seine Frau Marianne, 58, die Töchter Caroline, 24, und Andrea, 27, deren Freund Michael sowie Oehlers Neffe Patrick, beide 29, sind in Alicante an der Costa Blanca gelandet. In einem gemieteten Minivan fahren sie auf der Autobahn AP-7 Richtung Süden – im Klub La Manga wollen sie unbeschwerte GolfFerien verbringen. Am Steuer sitzt Fritz, ein Bekannter der Familie. Alle sind angegurtet. Edgar Oehler: «Caroline rief mich noch an, sie hätten sonniges Wetter, alles sei bestens.» keine halbe stunde später passiert es: Der Minivan, mit 110 km/h unterwegs, wird von einem geklauten Audi gerammt. Vier Gauner sind mit Vollgas auf der Flucht vor der Polizei. Der Van der Oehlers kommt ins Schleudern, fliegt über die Seitenplanken, kracht 15 Meter weiter in den Strassengraben. Der Aufprall ist verheerend: Ausser Chauffeur Fritz und Caroline werden alle verletzt, Marianne und Andrea Oehler schwer. Der Unfallverursacher flieht, wird später gefasst: ein betrunkener Bulgare. 15 uhr. Edgar Oehler sitzt im Hauptsitz seiner Arbonia-Forster-Holding AG im thurgauischen Arbon, als CEO und Präsident leitet er eine Verwaltungsratssitzung. Eine Sekretärin tritt, ohne anzuklopfen, in den Raum, reicht dem Chef ihr Handy. Am anderen Ende ist Tochter Caroline, sie ruft von der Unglücksstelle an: «Wir hatten einen schweren Unfall, Andrea liegt unter dem Auto, Mami hängt irgendwo. Sie schreien immer wieder: ‹Wir sterben, wir sterben!›» Nach einer kurzen Standortbestimmung habe er beschlossen, die Sitzung nicht abzubrechen, so Edgar Oehler. «Im Moment konnte ich ja nichts machen.» Am nächsten Morgen fliegt er mit der daheimgebliebenen Tochter Melanie, 28, nach Valencia. Dort liegt seine Frau, mit der er seit 33 Jahren verheiratet ist, auf

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PersÖNlich eDGar oehler der Intensivstation im künstlichen Koma. In drei mehrstündigen Operationen versuchen Ärzte, ihren fast abgetrennten rechten Arm zu retten. Oehler: «So viele Schläuche habe ich noch nie an einem Menschen gesehen, Melanie wurde einen Moment ohnmächtig. Meine Frau ist zum Glück nicht mehr in Lebensgefahr, doch sie muss noch mehrmals operiert werden. In die Schweiz kann sie frühestens in drei Wochen verlegt werden.» Auch Tochter Andrea war ins Koma versetzt worden, in einer Klinik im 200 Kilometer entfernten Alicante. Knochenbrüche unter den Augen hatten zu inneren Blutungen geführt. «Als ich an ihrem Krankenbett stand, war sie wieder wach. Sie dankte Gott, noch am Leben zu sein.» Am Abend fliegt Oehler nach Hause, mit Tochter Caroline und Neffe

Geboren in Balgach SG am 2. 3. 1942 u karriere Gymi, Studium Staatswissen- schaften, Gründung eines Gipsergeschäfts. in den Siebzigerjahren ist Oehler chefredaktor der rechtskatholischen Tageszeitung «Die Ostschweiz». als cVP- Politiker sitzt er von 1971 bis 1995 im Nationalrat. legendär sein Besuch bei Saddam hussein: 1990 befreit Oehler als «kalif von Bagdad» 36 Geiseln. heute kämpft er gegen den ausverkauf seiner Firma. Patrick. «Seither denke ich ständig mit Schaudern daran, dass Marianne ihren Arm verlieren könnte. Kochen, Gartenarbeit und Auto fahren – für sie wäre alles vorbei! Ich bete für sie und Andrea.» Hass auf den Unfallverursacher? «Im Moment brauche ich meine Kraft für meine Familie.»


Die Familie Edgar Oehler vergangenen Samstag ganz allein daheim im Arvenstübli seiner Villa in Balgach SG (l.). Kleines Bild oben: Die ganze Familie Oehler am selben Tisch im Jahr 2004 – sie posierten für einen Artikel in der Schweizer Illustrierten. Edgar Oehler, Gattin Marianne und Enkel Luca sowie die Adoptivtöchter aus Sri Lanka von links: Caroline, Barbara, Andrea und Melanie (u. r.).

Hass auf den Unfallverursacher? «Im Moment brauche ich meine Kraft für meine Familie» Er müsse nun einfach funktionieren, emotionslos Entscheide fällen. Schlafen könne er einigermassen gut, zum Essen müsse er sich zwingen, mal eine kleine Portion Spaghetti und Spargeln. Oehlers Stimme stockt. «Ende 2008 lag ich selbst fast auf dem Totenbett, wegen einer schweren Blutvergiftung. Das Leichen­ mahl hatte ich schon organisiert. Doch ich kämpfte. Seither weiss ich: Was mich nicht umbringt, macht mich stark!» Psychologische Beratung brauche er nicht, auch keine Medikamente. Für sei­ ne Caroline hingegen, die sonst immer viel lache, hat der Vater einen Psycho­ logen organisiert. «Sonst schafft sie es nicht, sie ist noch jung.» Für die ganze Familie stehe ein Care­Team bereit. Fast im Minutentakt trudeln Mails und SMS bei Oehler ein, die Nachrichten

gehen in die Hunderte. Ihm unbekannte Menschen hätten geschrieben. Leute, die schon ein ähnliches Schicksal erlit­ ten. «Das belastet mich zusätzlich. Aber es hilft auch.» Ab und zu könne er nur noch laut ausschnaufen – «sonst haut es mich um». Von geschäftlichen Kon­ kurrenten habe er äusserst persönliche Zeilen erhalten. «Die Anteilnahme tut gut, ich bin sehr dankbar dafür.» Seine Familie habe schon immer einen guten Zusammenhalt gepflegt. Drei der vier Töchter arbeiten im väter­ lichen Konzern. Melanie ist nach wie vor in Spanien, pendelt zwischen den beiden Spitälern. Ihre Schwester Barbara und Vater Oehler reisen nach. «Es ist sicher­ gestellt, dass immer jemand bei Marian­ ne und Andrea ist, sie brauchen unsere Nähe.» Andrea könne hoffentlich in

den nächsten Tagen von der Rega heim­ geflogen werden. Das Alleinsein in der grossen Villa erträgt der umtriebige Unternehmer nur schwer. Er geht runter in die Garage, wo für alle sechs Familienmitglieder je ein Audi oder Mercedes steht, setzt sich in seinen schwarzen Mercedes S 600. «Im Büro wartet viel Arbeit», sagt er beim Losfahren. Als Patron trage er Verant­ wortung für ein paar Tausend Angestell­ te. «Das andere Leben geht weiter wie eine Dampfwalze.» Und wieder klingelt sein Blackberry. Andrea ruft aus dem Spital an. Sie weint, ihre Stimme ist gebrochen: «Wie gehts Mami?» – «Sie schläft noch, wird hoffentlich bald aufwachen.» Edgar Oehler: «Kümmert euch nicht um mich, sondern um sie! Sie darf nicht sterben!»  schweizer illustrierte

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Fotos David Quinn / AP / Keystone, Dave Martin / AP / Keystone

テ僕-Katastrophe

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Ausser Kontrolle Die Umwelt-Katastrophe im Golf von Mexiko wird immer schlimmer. Der Ölteppich hat erstmals Land erreicht. Tausende Vögel und Fische werden sterben. Der Fortschritt ist an tödliche Grenzen gestossen.

u Eine glühende Feuersäule und dicke Rauchwolken standen nach der Explosion der «Deepwater Horizon» am 20. April über der Bohrinsel. Nach zwei Tagen sank sie 70 Kilometer vor der Küste von Louisiana in den Golf von Mexiko. Ursache der Katastrophe war offenbar eine Methangasblase, die plötzlich vom Meeresboden das Bohrgestänge emporstieg und mehrere Sicherungen und Sperren durchbrach. Die Hoffnung ruht nun auf einer Stahlbetonglocke, die das grösste Leck in 1500 Meter Tiefe schliessen soll.


Foto Henry Tabarant / PXP Gallery

テ僕-Katastrophe

Das Paradies ist vom Tod


u Der Ölteppich schwimmt auf das MississippiDelta zu. Das weltweit einzigartige Ökosystem aus Mangrovenwäldern und Sumpflandschaften ist eine bedeutende Rast- und Laichstation für viele Vogelund Fischarten. Im Fluss leben Crevetten, Muscheln, Krabben, es gibt Seekühe, sogar Delfine und Wale. 400 Tier- und Pflanzenarten würden zerstört. Die Uferzone ist undurchdringlich und wäre unmöglich zu reinigen. Das Ökosystem bräuchte 30 Jahre, um sich zu erholen. Louisiana ist gleichzeitig der grösste Produzent von Meeresfrüchten. Die Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage, die Menschen ihre wertvolle Heimat.

bedroht schweizer illustrierte

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ÖL-KaTaSTroPhe u Was wie ein Kunstwerk der Natur aussieht, ist in Wirklichkeit eine Spur des Verderbens. Seit fast drei Wochen fliessen täglich mindestens 800 000 Liter Öl ins Meer. BP hat als erster Konzern so tief gebohrt und damit eines der grössten Ölfelder der Welt angezapft. Der Teppich ist inzwischen über 23 000 Quadratkilometer gross – das entspricht der Fläche Siziliens – und hat vergangenen Freitag Land erreicht: die Chandeleur-Inseln, 45 Kilometer vor der Küste Louisianas. Unzählige Meeresschildkröten sind bereits verendet. Freiwillige sammeln die Kadaver am Strand ein.

Schaurig-schöne Spur des T

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schweizer illustrierte


Helmut Hubacher

I

Foto Gerald Herbert / AP / Keystone

Todes

Sicherheitsrisiko Mensch

ch bin im Zug nach Basel. Nebenan hat es sich ein etwa Zwanzigjähriger bequem gemacht. Wie im Liegewagen. Mit den Füssen und Schuhen auf dem Sitz gegenüber. Ich gestehe, solches Benehmen stört mich. Aber ich halte mich zurück. Eine Grossmutter hinter mir hat da mehr Mumm. Sie weist den Jungen zurecht: «Was Sie machen, ist unanständig. Schuhe gehören nicht auf den Sitz, auf dem ein anderer Platz nimmt.» Der Zurechtgewiesene reagiert nicht etwa aggressiv. Vielmehr verblüffend: «Gute Frau, was regen Sie sich auf. Im Golf von Mexiko fliessen seit dem 20. April jeden Tag 800 000 Liter Öl ins Meer. Was sagen Sie denn zu diesen Ölfritzen, die das Meer versauen und ein Naturparadies zerstören? Die sind mehr als unanständig. Das sind Kriminelle.» Der sympathische Junge redet sich den Frust von der Seele. Dass Regenwälder abgeholzt werden, dass das Eis am Nordpol schmilzt und den Eisbären die Lebensgrundlage wegbricht. «Es geht sowieso alles kaputt, was stören da meine Schuhe auf dem Sitz?» Lächelt und zieht sie aus. Grossartig. Meine Erfahrung bestätigt sich erst noch. Grossmütter sind für Jugendliche halt eine Autorität. Man sollte sie auch anderweitig einsetzen. In den Fankurven der Fussballstadien zum Beispiel. Ich nahm die Nachricht aus dem Golf von Mexiko anfänglich eher gedankenlos zur Kenntnis. Nun hats halt einen Bohrturm erwischt, das musste doch mal passieren, dachte ich. Man(n) hat sich ja schon längst an solche Horrormeldungen gewöhnt. Mit der Erde wird umgegangen, als ob es noch eine zweite gäbe. Bohrtürme im Meer sind Symbole des technischen Fortschritts. Schliesslich hängt der Himmel auch schon lange nicht mehr voller Geigen, sondern voller Satelliten. Pannen sind dazu da, es besser zu machen. Mit solchen Ausflüchten verdrängen wir die eigene Ohnmacht. Die entscheidende Frage ist: Sind Bohrtürme im Meer überhaupt zu verantworten? Stösst die Technik nicht an ihre Grenzen? Normalerweise gehören für Kinos, Theater, Discos, Fussballstadien Notausgänge zum Pflichtenheft. Ein Bohrturm hingegen wird in der Annahme gebaut, dass

nichts passieren darf. Mit dem GAU – dem grössten anzunehmenden Unfall – ist im Golf von Mexiko nicht gerechnet worden. Die Anlage basiert auf einem tödlichen Irrtum: auf dem Glauben an die absolute technische Sicherheit. Die aber gibt es nicht. Der Mensch bleibt ein Sicherheitsrisiko. Die Folgen sind furchtbar. Im Golf von Mexiko ist die Katastrophe völlig ausser Kontrolle geraten. Folgendes ist nur mit viel Fantasie vorstellbar. Wir lassen Wasser in die Badewanne laufen. Und merken erst jetzt, es kann nicht abgestellt werden. Das Wasser fliesst und fliesst. Tagaus, tagein, wochenlang. Ein solcher Fall ist mir aus keinem zivilisierten Land bekannt. Eine Anlage, die nicht abgestellt werden kann, gibts beim Wasser also nicht. Beim Öl schon. Zu allem Elend fehlt im Golf von Mexiko ebenso ein einsatzbereiter Katastrophenschutz. Als ob wir in den Gemeinden und Städten die Feuerwehr auf Eis gelegt hätten. Das ist heller Wahnsinn. Der Bohrturm wurde in der absurden Annahme bewilligt und installiert, dass er hält. Todsicher. Wetten, dass nichts passiert? Wenn doch, dann «werden wir selbstverständlich für den Schaden aufkommen». So BP-Chef Tony Hayward. Das hatte der Boss von Exxon (Esso) vor gut 20 Jahren auch versprochen. Damals zerstörte ausgelaufenes Öl eines gestrandeten Tankers Küsten in Alaska. Die Fischer warten noch heute auf eine angemessene Abfindung. Ihre Existenz ist kaputt. Essbare Fische gibts nicht mehr. Die Nahrungskette bleibt verseucht. Nun ist das Naturschutzgebiet im Golf von Mexiko dran. Die Fischer wissen eines: In einer zerstörten Natur und kaputten Umwelt haben sie keine Chance mehr. Schon vor über 200 Jahren warnte ein Indianer die weissen Eroberer, die ihre Büffel vertrieben und die Natur schändeten, Natur sei unersetzlich: «Euer Gold könnt ihr nicht essen.» Was würde der Indianer wohl heute sagen? Vielleicht das: «Wenn ihr so weitermacht, werdet ihr an eurer Profitgier krepieren.»  Helmut HubacHer, 84, ist ehemaliger SP-Präsident und buchautor

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Schweiz

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aktion zwänzgernötli

Bitte helfen Sie! Damit Dr. beat riChner mit seinen Spitälern in Kambodscha weiterhin Hunderttausende von Kinder­ leben retten kann, braucht er Geld für Kantha Bopha.

50

geburten

verzeichnet die Maternité in 24 Stun­ den. Viele Mütter werden dadurch vor dem Tod, viele Kinder vor einer HIV­Über­ tragung bewahrt.

2300

300 60 2500 kinder werden jeden

Tag in Dr. Beat Richners Spitälern aufgenommen. 80 Prozent davon hätten ohne diese kostenlose Hospitalisation keine Überlebenschance.

mitarbeiter kümmern sich um die vielen kleinen

Patienten. Ein Viertel davon arbeitet nachts. Das Personal braucht 35 Prozent des Budgets auf, die restlichen 65 Prozent beanspruchen Medikamente und Einwegmaterialien: Monatlich werden rund 200 Tonnen Material aus Bangkok geliefert.

chirurgische OperatiOnen

führen die Ärzteteams in Richners fünf Spitälern täglich durch. Häufig handelt es sich um Darmdurchbrüche als Folge von Tuberkulose­Erkrankungen.

impfungen werden pro Tag gemacht – gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Masern, Hepatitis B und die japanische Hirnstammentzündung. Letztere ist in Kambodscha sehr verbreitet und kann gravierende Hirnschäden verursachen.

3000

An dieser Stelle müsste ein Einzahlungsschein für die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha kleben. Falls dieser fehlt, können Sie Ihre Spende überweisen auf PC 80-60699-1

ambulante behandlungen registriert die Poliklinik an einem Tag. Die

Familien bewältigen bis zu 350 Kilometer, um ihre kranken, bei Verkehrsun­ fällen verletzten oder an Feuerstellen verbrannten Kinder behandeln zu lassen.

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Immer im Mittelpunkt Ob als Fussballer, als Rapper oder als Model: Alex Frei gibt zu reden. Hier zeigt er Muskeln – in Riesch am Zugersee.

Der Zweifel


fussball

Heisser Mantel! Wie in der Bronx: Alex Frei rappt «Zeig Gsicht». Das Video wurde im St. JakobPark in Basel gedreht.

Text ilonA Scherer Fotos Bruno VoSer

Z

Mit seinem Rapper-Song für Zweifel Chips löste Alex frei eine nationale Polemik aus. «In zehn Jahren werden sich meine Kinder über dieses Video amüsieren.» Kinder? Im Interview verrät der Nati-Captain seine Pläne mit Freundin Nina.

-Rapper

ur Mittagszeit kommt Leben ins Einkaufszentrum St. Jakob-Park: Büroangestellte im Anzug, Schülerinnen mit Rucksäcken, Mütter mit Kinderwagen – als würde ganz Basel ins Manora-Restaurant strömen. Da taucht Alex Frei, 30, auf. Verstohlene Blicke richten sich auf den Superstar des FC Basel und Captain der Nationalmannschaft. Der Stürmer registriert sie nicht, stellt sich geduldig in die Schlange, um einen kleinen Teller Pasta zu bestellen. Daneben platziert er zwei Schüsselchen Menü-Salat auf dem Tablett. Fussballstars sind es gewohnt, ein Schutzschild um sich zu bauen. Frei kennt das wie kaum ein Zweiter in der Schweiz. Wieder einmal steht der Profi im Zentrum einer Polemik: An seinem Auftritt als Rapper in einem Werbespot für Zweifel Chips scheiden sich die Geister. «Ein grobes Foul am Geschmack!», tönt es. Oder: «Eines Nati-Captains unwürdig.» Schämt er sich dafür? Alex Frei spricht Klartext.

Alex Frei, Ihr Rapper-Auftritt wurde mit Häme überschüttet. Wenn man so etwas macht, darf man nicht erwarten, dass das alle super finden. Ich will ja gar kein Rapper sein oder diese Stilrichtung ins Lächerliche ziehen. Es ging höchstens darum, mich selber ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Ich wollte mal etwas Überraschendes machen, das nichts mit Fussball zu tun hat. Die Kritik zielt also völlig am Thema vorbei. Ein grosser Sänger werden Sie wohl nie. Ich bin total unmusikalisch. Ich bereue auch sehr, dass ich in meiner Jugend nie ein Instrument spielen lernte. Deshalb habe ich auch sofort gesagt, dass ich nicht singen kann, als Zweifel mir das Konzept präsentierte. u schweizer illustrierte

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So entstand die Idee mit dem Sprechgesang. Bleiben Sie darum vor Länderspielen stumm, wenn die Hymne ertönt? Das hat nichts damit zu tun. Unsere Nationalhymne berührt mich, ich will diesen Moment still geniessen und lasse mir während dieser Zeit das bevorstehende Spiel durch den Kopf gehen. In der Polemik um Ihren Auftritt ging die Message des Videoclips unter. Was steht eigentlich hinter «Zeig Gsicht»? Tatsache ist, dass nur die wenigsten Schweizer Fans die WM vor Ort in Südafrika verfolgen werden. Wir wollen die Daheimgebliebenen auffordern, trotzdem Patriotismus zu zeigen – zum Beispiel beim Grillieren oder vor dem Fernseher. Und da gehören Pommes Chips als Beilage einfach dazu. Mit dem Song sollen vor allem junge Menschen angesprochen werden, von denen doch kaum noch einer die ersten zwei Strophen des Schweizerpsalms kennt. Apropos Chips: Ihre Lieblingssorte? Als Profisportler muss ich natürlich auf die Ernährung achten und darf nur im Mass zugreifen. Aber am liebsten mag ich Snacketti mit Schinken und Paprika-Chips. Der Clip wurde in der erste Woche weit über 100 000 Mal auf Youtube angeklickt – das wird Zweifel freuen! Es haben sich auch viele Radiostationen gemeldet, die den Song spielen wollen. Den Werbespot, der auf rund 20 Sekunden geschnitten sein wird, zeigt das Fernsehen dann vor jedem WM-Spiel. Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass von den Tantiemen jeder einzelne verdiente Rappen an die Gesellschaft für Muskelkranke geht. Und Zweifel wird noch einen Betrag dazuspenden. Würden Sie das noch einmal machen? Es ist eine tolle Erfahrung. Doch ich habe das jetzt einmal gemacht und nie wieder. Wenn ich das Video in zehn oder fünfzehn Jahren meinen Kindern zeige, werden sie sich vor Lachen auf den Rücken legen und mit den Händen auf den Bauch klopfen. Darauf freue ich mich schon. Ihre Kinder? Ja. Natürlich will ich Kinder! Haben Sie die richtige Frau dafür schon gefunden – Ihre Freundin Nina? Ich denke schon, dass ich die Richtige gefunden habe. Wenn Kinder geplant sind, heiratet man ja meistens auch. Ich kann auch ohne Trauschein mit einer Frau zusammenleben und eine

«Ich denke schon, dass ich mit Nina die richtige Frau gefunden habe» Alex frei Familie gründen. Aber ich denke, für eine Frau bedeutet eine Hochzeit sehr viel: Es ist einfach ein unglaublich schöner Tag, den jede Frau einmal erlebt haben möchte. Die Hochzeit beginnt beim Antrag. Den muss schon der Mann machen, da denke ich sehr traditionell. Mal sehen, wann es mich überkommt (lacht). Nina beendet im Sommer ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld mit dem Bachelor. Wie gehts dann weiter? Sie zieht definitiv in die Schweiz zu mir. Wir haben ja die jetzige Wohnung bereits zusammen so ausgesucht, dass sie später problemlos dazukommen kann und wir den Haushalt gemeinsam führen. Wir haben bereits in Dortmund zusammengelebt. Deshalb ist diese Situation nicht neu für uns. Weshalb zeigen Sie sich nie mit Nina in der Öffentlichkeit? Sie möchte das nicht. Aber Sie sind beide froh, dass die Fernbeziehung ein Ende findet? Nina war oft in Basel, wir haben uns regelmässig gesehen, obwohl das mit meinem Training und den Spielen nicht immer leicht zu koordinieren ist. Sie kam meistens mit dem Zug und hat hier bereits einen enormen Freundeskreis. Auch mit meinen Eltern versteht sie sich super. Sie wird es leicht haben, sich in der Schweiz einzuleben. Verreisen Sie vor der WM in Südafrika noch in die Liebesferien? Unmöglich! Ich muss die Woche zwischen Meisterschaftsende (16. Mai) und WM-Vorbereitungscamp in CransMontana (ab 25. Mai) nutzen für Dinge, die ich sonst zurückstellen muss: Werbeverträge, Freunde treffen, Pendenzen erledigen … Ausserdem heiratet noch meine Cousine – ausgerechnet am Tag des ChampionsLeague-Finals (22. Mai). In rund zwei Monaten wird die WM angepfiffen. Spüren Sie die Vorfreude schon? Ganz ehrlich? Überhaupt nicht. Ich möchte erst mal die letzten Spiele mit dem FCB absolvieren, das ist im


fussball

Gewöhnungsbedürftig Als Rapper muss sich der Nati-Star viel Häme gefallen lassen. Er selber wollte sich mit dem Video «etwas auf die Schippe nehmen».

Moment das Wichtigste. Wir sind zwei Runden vor Saisonende noch im Rennen um den Meistertitel und möchten das Duell gegen die Berner Young Boys unbedingt für uns entscheiden. Ab dem 24. Mai, der Nacht des Schweizer Fussballs, gehts dann los, ab dann bin ich voll auf die WM konzentriert. Was trauen Sie Ihrem Team in Südafrika zu? Unser Ziel ist die nächste Runde. Gegen Spanien, das zu den WM-Favoriten zählt, darf man sich kaum einen Sieg ausrechnen. Unsere Chance wäre, wenn sie uns unterschätzen. Chile und Honduras sind keinesfalls leichte Gegner. Trotzdem wollen wir die Gruppenphase überstehen. Danach ist alles möglich, da nimmt man Spiel für Spiel. Sie haben gerade einen Oberarmbruch auskuriert. Ihre vierte schwere Blessur in den letzten vier Jahren. Haben Sie nie mit dem Gedanken gespielt, alles aufzugeben? Bis jetzt nie. Aber ich wüsste nicht, welche Gedanken ich hätte, würde das noch einmal passieren. Es waren harte Zeiten. Am schlimmsten war die Verletzung bei der Euro 2008. Ich war super drauf, in der Form meines Lebens. Die Euro im eigenen Land, alles stimmte, und ich spürte in den ersten Minuten des Eröffnungsspiels gegen Tschechien, dass es gut lief. Und dann wirst du so brutal rausgerissen. Ich brauchte lange, um das zu verdauen. Dabei waren Sie früher nie verletzt! Das vergessen viele Leute: Von 1999 bis 2006 spielte ich immer, in jedem Klub, dazu kamen die Länderspiele. Mit Ausnahme von Rennes, wo ich die ersten zwei Monate auf der Bank sass,

war ich stets Stammspieler. Immer hatte ich den Druck, Tore schiessen zu müssen. Alles hatte ich ausgehalten. Und irgendwann hat der Körper reagiert. Dann kamen die Verletzungen. Die Leute aus meinem Umfeld haben mir geholfen, und ich hatte auch selber den Willen, mich durchzubeissen: Ich komme zurück! Das war kräfteraubend. Aber auch ein Anreiz: Es mir selber und allen zu beweisen, dass ich es schaffe. Bitter war, dass durch die Verletzungen mehrmals ein Wechsel zu absoluten Top-Klubs platzte. Aber das habe ich mittlerweile akzeptiert. Wie lange wollen Sie noch spielen? Auf keinen Fall möchte ich den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpassen. Ich will nicht erleben, dass die Leute über mich lachen. Ich denke, bis 35 oder 37 wäre möglich. Meine Kinder werden mich auf jeden Fall noch Fussball spielen sehen! Könnten Sie sich vorstellen, zum Abschluss der Karriere in eine tiefere Liga zu wechseln? Höchstens in Karli Odermatts Traditionsmannschaft. Aber 1. oder 2. Liga? Niemals! Da müsste ich bestimmt viel einstecken – gegen Alex Frei steigt doch jeder Amateur besonders gerne hart ein. Fussball wird Sie trotzdem nie loslassen: Sie wollen Trainer werden. Es ist interessant: Je älter ich werde, desto öfter offerieren mir wichtige Leute Jobs in ihren Klubs – sei es als Trainer oder Sportdirektor. Ich könnte mir auch vorstellen, einen ganzen Juniorenbereich zu führen. Da wäre ich für alles offen. 

Stopp dem Verlust der natürlichen Vielfalt Biodiversität — jede Art zählt! Dank Ihrem Beitrag schützt Pro Natura bedrohte Tiere und Pflanzen. Spendenkonto 40-331-0 www.pronatura.ch


politik

Die FDP laviert? Nicht so Karin KellerSutter. Die St. Galler Sicherheitsdirektorin bekennt Farbe: bei Fussballkrawallen, Burka-Verbot und gegen Hooligans in Nadelstreifen.

Gerade her


Weltoffen Russische Kunst ziert das Wohnzimmer ihres Hauses in Wil SG. Die gelernte Konferenzdolmetscherin Keller-Sutter, 46, sch채tzt die Bilder von Alexey und Igor Novikov.

aus

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politik Text SaScha buchbinder Fotos fabienne bühler

D

iese Woche mit FussballFinalissima wird teuer: Über eine Million Franken werden die Polizeieinsätze die Steuerzahler kosten. Karin Keller-Sutter will das nicht hinnehmen. Sie geht konsequent gegen Krawallmacher vor. Für militante Fans ist die FDP-Frau die meistgehasste Politikerin. Für ihre Partei hingegen ist die geradlinige St. Gallerin ein Glücksfall. Falls Bundesrat Hans-Rudolf Merz zurücktritt, ist sie die heisseste Favoritin für die Nachfolge.

Frau Keller, eigentlich wollten wir Sie zum Match YB – St. Gallen einladen. Warum haben Sie abgelehnt? Das war mir leider nicht möglich. Der FC St. Gallen interessiert Sie nicht? Natürlich bin ich ein Fan unserer Mannschaft! Ich gehe gerne an Spiele. Die Stimmung im Stadion gefällt mir. Ich bin auch ein Fan des FC Wil – ein kämpferischer «Underdog»! Sie wollten nicht mit Presse ins Stadion, weil Sie von Chaoten bedroht werden?

Rückzugsort Im Wintergarten entspannt sich die Regierungsrätin von der Arbeit. Stimmt. Es gibt massive Drohungen und auch Pöbeleien. Dem will ich nicht zusätzlichen Raum geben. Eigentlich sind wir stolz, dass sich in der Schweiz Politiker frei bewegen können. Aber gegen Sie wird im Internet zu Mord und Gewalt aufgerufen. Das ist leider so. Aber der Protest zeigt auch, dass unsere Massnahmen die richtigen Leute treffen.

«Die Leute verlernen, Regeln selbst durchzusetzen. Sie delegieren alles an den Staat» Karin Keller-Sutter


Muss man diese Drohungen wirklich ernst nehmen? Wenn man betrachtet, wie sich die Szene der sogenannten Ultras in den letzten drei, vier Jahren entwickelt hat, dann sind die Drohungen sehr ernst zu nehmen. Die Polizei schätzt, dass es etwa 1500 gewaltbereite Personen gibt. Im harten Kern sind etwa 200 bis 300 Leute, die teils lange Listen von Vor­ strafen wegen Drohung, Landfriedens­ bruch und Körperverletzung haben. Aber ist das neu? Schon lange verabreden sich Hooligans zu Schlägereien. Typischerweise bekämpfen sich Hooligans gegenseitig. Das gibt es tatsächlich schon lange. Aber wir reden nicht von Hooligans, sondern von Ultras, und die gehen auf alle los: die Polizei, Vereinsfunktionäre, Behör­ den … Die wirken richtig zersetzend. Was treibt diese Leute an? Frühere Jugendbewegungen hatten ein Ziel, eine Agenda. Aber wenn man sieht, wie diese Ultras aus den Zügen aussteigen, geschlossen zum Stadion marschieren und dann gleich Zäune niederreissen und Polizisten angreifen, Leute niederschlagen, Beamten

brennende Zigaretten unter den Helm schieben – dahinter steht totale Leere. Die Ultras sagen, sie kämpfen gegen den Kommerz im Sport. Es stimmt doch, dass in den Stadien Cüpli und Scampi das Bier und die Bratwurst verdrängen … … und dass die Ultras davon als Erste profitieren. Weil die Professiona­ lisierung auch mediale Aufmerksamkeit bedeutet, und genau das suchen die Ultras. Warum gehen die nicht zu Spielen der 1. Liga? Weil da keine Fernsehkameras sind. Wenn es ihnen um den ursprünglichen, nicht kommer­ ziellen Sport ginge, dann könnten sie 1.­Liga­Spiele besuchen, die kleinen Mannschaften anfeuern statt der grossen Klubs. Diesen Leuten geht es gar nicht um die Klubs, es geht ihnen um sich selbst, um die eigene Gruppe. Braucht die Gesellschaft nicht einen Ort, wo man auch Wut rauslassen kann? Gegen Rufen und Pfeifen hat niemand etwas einzuwenden oder besser noch: wenn man mitgeht mit dem Spiel! Aber nur weil man bei der Arbeit unter Druck steht, kann man sich doch nicht auf Kosten anderer ausleben und fremdes Eigentum zerstören.

Mit der steigenden Gewalt geht eine sinkende Toleranz gegenüber anderen einher – und die Einstellung, dass der Staat überall eingreifen und alles regeln muss. Schaukelt sich das gegenseitig hoch? Es gibt tatsächlich die Tendenz zum Wegschauen. Wenn jemand im Bus die Füsse aufs Polster legt, dann ist man nicht mehr in der Lage, ihn zurecht­ zuweisen. Die Leute verlernen, Regeln selbst durchzusetzen, und delegieren alles an den Staat. Zugleich wird man unheimlich intolerant und ruft schon nach der Polizei, wenn der Rauch vom Grill des Nachbarn rüberzieht. Aber Straftaten müssen verfolgt werden. Ein Fussballfan, der jemanden verprügelt, gehört bestraft. Da hat der Staat einen klaren Auftrag. Und am Ende der Entwicklung stehen Stadien wie Hochsicherheitstrakte: ohne Fahnen, ohne Bier, dafür mit Arrestzellen und Schnellrichtern im Keller? Tatsächlich brauchen wir mehr Zivil­ courage, eine Selbstregulierung. Das kommt auch: In St. Gallen wurden unanständige Fahnen vom Klub ver­ boten, und das Publikum pfeift inzwi­ schen, wenn Ultras unflätig werden.


politik Wir stehen am Scheideweg? Ja und ausdrücklich nicht nur im Fussball: Die ganze Gesellschaft steht am Scheideweg. Wir müssen uns überlegen, ob wir bereit sind, wieder Regeln und Werte einzufordern. Selbst einzufordern – und nicht immer nur nach dem Staat und nach einem neuen Gesetz zu rufen! Der Gemeinsinn ist bedroht? Die Gesellschaft steht nicht am Abgrund. Wir haben weniger soziale Spannungen als andere Länder, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist intakt, wir haben kleinräumige Strukturen und ein lebendiges Vereins­ wesen. Die Chancen stehen gut, dass wir wieder Werte einfordern können. Die Boni-Mentalität untergräbt aber genau diese Werte. Ich sage schon seit Jahren: Das ist zutiefst antiliberal. Liberal heisst nicht: alle Freiheiten nur für mich und möglichst viel Geld in die eigene Tasche! Liberal heisst, auf die Vernunft der Menschen vertrauen und für eine möglichst freie Gesellschaft ein­ treten. Dazu gehört auch die Eigen­ verantwortung. Die wenigen, die die

Freiheit überbeanspruchen, gefährden die Tragfähigkeit der Gesellschaft. Die FDP gerät zwischen Hammer und Amboss: Eine Grossbank zu begrenzen, ist nicht liberal, aber eine Gratis-Staatsgarantie ebenso wenig. Die grösste Gefahr im Moment ist, dass zu viele Vorschläge gemacht werden, dass wir uns verzetteln. Ich glaube beispielsweise nicht, dass es möglich ist, die Grösse einer Bank zu begren­ zen. Vielmehr muss ein geordnetes Konkursverfahren ermöglicht werden. Zentral ist zudem, die Eigenmittel­ vorschriften zu verschärfen. Dann stehen auch automatisch weniger Mittel für Boni zur Verfügung. Da macht strenge Regulierung Sinn. Das wäre sogar ein Standortvorteil für die Schweiz, denn damit werden die Risiken für Staat und Gesellschaft und damit für den Steuerzahler begrenzt. In der Diskussion über ein Burka-Verbot fehlt bisher Ihre Stimme. Ist die St. Galler Sicherheitsdirektorin für ein Verbot? Ein neues Gesetz ist überflüssig. Die meisten Kantone kennen ein Vermum­ mungsverbot, damit lässt sich auch gegen eine Burka vorgehen. Es gibt

kein religiöses Gebot einer Burka, die Vermummung ist ein Instrument zur Unterdrückung der Frau. Ist das Problem überhaupt real? Mir ist nicht bekannt, dass wir nennens­ wert Probleme mit verschleierten Frauen hätten. Die Diskussion ist Ausdruck einer Malaise, nicht die Folge eines realen Problems. Was mich daran ärgert: Das Thema wird uns aufgezwun­ gen von ein paar radikalen Konvertiten, von Schweizern, die damit den muslimi­ schen Ausländern schaden. Einmal mehr sind es ein paar wenige, die die freie Gesellschaft ad absurdum führen. 

Hopp Schwiiz! Trotz Pöbeleien von Fans schlägt ihr Herz für Fussball. Bei der WM fiebert KellerSutter wieder mit.


w Intervoiceh e W r e d t Bertrand mi

Jungo

Er mag es aufgeräumt Bertrand Jungo in seinem Büro am Manor-Hauptsitz in Basel.

Er hat das Manor-Gen Schon sein Vater arbeitete beim Warenhausriesen: Manor-CEO Bertrand Jungo über Traditionen, Trends, Shoppingsünden und den Traum von einer Nacht im Warenhaus. Text nina SiegriSt Fotos Marcel nöcker

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ine modisch gekleidete Bilderbuchfamilie baut Sandburgen am Strand und wird abgelöst von einem küssenden Pärchen im Pool. Begleitet wird das Ganze von einer jener süffigen Melodien, die das Gefühlskino ankurbeln. Bertrand Jungo ist verzückt. Auf dem Computerbildschirm in seinem Basler Büro läuft der neue Werbespot der Warenhausgruppe Manor, der seit vergangenem Sonntag regelmässig im TV zu sehen ist. CEO Jungo, 44, strahlt wie ein Bub, der zum ersten Mal im Warenhaus Rolltreppe fährt. «Toll, nicht?», sagt er. Dann dreht er sich vom Bildschirm weg, ist plötzlich wieder ganz der Manager und faltet auf seinem grossen Schreibtisch erwartungsvoll die Hände. Herr Jungo, meine früheste Erinnerung an Manor ist Peach Weber, der mir in einer Ihrer Filialen ein Autogramm gegeben hat. Mein letztes Autogramm stammt von Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi, die war auch bei uns zu Gast. Die früheste

Manor-Erinnerung geht aber fast 40 Jahre zurück: Mit meiner Mutter ging ich jeweils am Freitagnachmittag dort einkaufen. Ich wollte immer die schweren Taschen tragen und fand Shoppen toll, obwohl all meine männlichen Freunde das für total uncool hielten. Das Shopping-Gen wurde Ihnen ja sozusagen in die Wiege gelegt: Ihr Vater war Personalchef und Vizedirektor bei Manor Freiburg. Ja, das hat mich geprägt: Ich hab mich in der Placette – so hiess Manor damals – immer heimisch gefühlt, kannte viele der Mitarbeiter. Mit 15 arbeitete ich erstmals während der Schulferien dort, verkaufte Melonen in der Früchteabteilung. Später setzten sie mich in der Multimedia- und der Sportabteilung ein, und manchmal baute ich auch Möbel zusammen. Mir machte alles Spass. Trotzdem ist es ungewöhnlich, dass ein studierter Ökonom als Sport-Abteilungsleiter bei Manor einsteigt. Das war ein Bauchentscheid. Für mich war früh klar, dass ich etwas machen will, bei dem ich Kontakt mit Menschen habe, und zwar nicht nur mit Kader-

leuten, sondern auch mit der Basis. Ursprünglich wollte ich nicht zu Manor, eben weil schon mein Vater da war. Aber es kam anders – zum Glück! Sie haben eine klassische DetailhandelsKarriere absolviert und sind während 20 Jahren kontinuierlich bei Manor aufgestiegen. Ist das Ihr Erfolgsrezept? Gerade im Handel ist es von Vorteil, wenn man die Kernprozesse der verschiedenen Abteilungen und Stufen in der Praxis kennengelernt hat. Nur so ist man sich später bewusst, was man mit einem Entscheid auslöst. Das soll nicht heissen, dass Quereinsteigen nicht möglich ist. Aber persönlich habe ich sicher davon profitiert, dass ich alle zwei Jahre intern den Job gewechselt und viel gesehen habe. In der Theorie heisst es, dass nur besonders teure oder besonders günstige Anbieter längerfristig überleben können. Warum funktioniert die mittlere Preisstrategie von Manor? Erstens, weil wir unseren Kunden in diesem vernünftigen Preisbereich immer wieder etwas Neues, Überraschendes geboten haben. Zweitens, weil der Schweizer Kunde sorgfältig zwischen Qualität und Preis abwägt und auch ein bisschen mehr zahlt, wenn das Produkt gut ist. Der sogenannte «Markt der Mitte» ist in der Schweiz der grösste, die Theorie stimmt also nicht. u schweizer illustrierte

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u Sie führen die einzige Warenhausgruppe, die in der Schweiz noch in Familienbesitz ist. Wie lange können Sie sich gegen die Grosskonzerne noch behaupten? Noch sehr lange. 90 Prozent der Schweizer kaufen bei uns ein, wir bieten Stilvolles zu guten Preisen, erfüllen kleine Träume in angenehmem Ambiente. Wir sind mit unserer Grösse flexibler als die Grossen und dadurch schneller mit Innovationen auf dem Markt. Und wir kennen die lokalen Bedürfnisse, weil wir lokal in den Städten verankert sind. Und was ist mit grossen Einkaufszentren wie Sihlcity in Zürich oder Westside in Bern – machen die Ihnen nicht Angst? Nein. Natürlich sind diese eine zusätz­ liche Konkurrenz. Aber wir sind nicht nur in Shoppingcentern, sondern auch mitten in den Städten vertreten. Und die Stadt ist immer noch das wunderbarste aller Shoppingcenter, weil zur Einkaufsatmosphäre die Kultur und das Urbane hinzukommen. Mit neuem Logo, trendbewussten Kleidern und erstmals einem Fernseh-Werbespot wirkt Manor heute irgendwie «entstaubt». Wie schwierig war dieser Imagewechsel?

Persönlich glaube ich nicht, dass Manor verstaubt war. Aber natürlich haben wir versucht, noch mehr dem Zeitgeist zu entsprechen, emotionaler und femininer zu werden. Und das nicht nur an der Oberfläche. Wir haben unseren Marken ein klareres Profil gegeben, decken mit unserem Sortiment nun ganze Lifestyle­ Bereiche ab. Am Ende dieses Prozesses steht nun der Fernsehspot, mit dem wir eine breite Bevölkerungsschicht er­ reichen: Wir machen keine leeren Ver­ sprechungen, sondern kommunizieren einen Wandel, der bereits umgesetzt ist. Den Werbeslogan «Donnons du style à la vie» verstehen einige Leute aber vielleicht gar nicht. Wir haben bewusst einen französischen Claim gewählt. Französisch ist eine emotionale und feminine Sprache, und das entspricht genau unserer Strategie. Letztlich spielt es keine Rolle, ob die Leute wörtlich verstehen, dass wir ihnen guten Stil bieten möchten. Wichtig ist, dass sie das spüren – beim Einkaufen oder wenn sie unseren Werbespot sehen. Wie ermitteln Sie neue Trends? Wir sind grundsätzlich sehr neugierig, studieren Mode­ und Lifestyle­Magazine

und reisen viel. Reisen zählt auch privat zu meinen Hobbys. Die absolute In­ Destination meiner 16­ und 14­jährigen Töchter ist Miami Beach. Und mit meiner Frau gehe ich regelmässig shoppen in London, Paris, Mailand und anderen europäischen Metropolen. So erhalte ich wertvolle Inputs. Und was shoppen Sie am liebsten? Kleider. Und spezielle Weine. Für die beiden 20. Geburtstage meiner Töchter stehen zum Beispiel zwei ganz besondere Kisten Bordeaux bereit. Können Ihre Töchter eigentlich bei Manor auf Papas Kosten anschreiben? Nur im Ausnahmefall (lacht). Normaler­ weise kaufen sie mit ihrem Taschengeld ein und können mit ihrem Budget sehr gut haushalten. Als Eltern sollte man da konsequent sein, ihnen bei den Kaufentscheidungen aber auch einen gewissen Freiraum lassen. Die beiden müssen also nicht zwingend bei Manor einkaufen. Überhaupt nicht. Aber sie kaufen vieles bei Manor. Und gehören zu unseren kritischsten Kunden. Viele Menschen träumen von einer Nacht im Warenhaus. Für Sie wäre es ein


Fotos Handout

leichtes, sich diesen traum zu erfüllen. Ich träume fast jede Nacht vom Warenhaus – arbeitsbedingt (lacht). Nein, bis jetzt hab ich so was noch nie gemacht. Toll wäre natürlich ein öffentliches Night-Shopping vor Weihnachten. Die Gewerkschaften dürften von einem 24-Stunden-Betrieb nicht begeistert sein. Ich strebe auch keinesfalls einen regelmässigen 24-Stunden-Betrieb an. Fakt ist allerdings, dass in den Städten längere Ladenöffnungszeiten ein Bedürfnis sind. Wir möchten von Montag bis Samstag bis 20 Uhr geöffnet haben können, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Und was wünschen Sie sich sonst noch für die zukunft von manor? In naher Zukunft werden wir keine weiteren Warenhäuser eröffnen und müssen deshalb daran arbeiten, dass unsere Kunden einen noch grösseren Teil ihrer Einkäufe bei uns tätigen. Auf dem hart umkämpften Markt ist das eine Herausforderung: Die Schweiz ist nach den USA weltweit das Land mit der zweitgrössten Verkaufsfläche pro Einwohner – und nicht alle shoppen so viel wie ich (lacht). 

Bertrand Jungo

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PassionierTer shoPPer und ÄsTheT

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Bewunderung für den Tennis-sTar

Jungo im Dialog mit einer Verkäuferin. Der 44-Jährige hat auch privat ein Faible für Kleider: «Krawatte muss nicht immer sein, aber der Anzug sollte perfekt sitzen.»

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seiT 19 Jahren ein PerfekTes Team

Doris und Bertrand Jungo wohnen mit ihren Töchtern Daria, 16, und Céline, 14, in Arlesheim BL. Die Familie reist viel, am liebsten nach Miami: «Strand und Shopping, die ideale Kombination.»

Persönlich u Geboren in Fribourg am 2. 9. 1965

karriere BWL-Studium in Fribourg, 1990 Eintritt bei Manor, seit 2006 CEO des 71 Filialen zählenden Unternehmens u familie Verheiratet, zwei Töchter u freizeit Mag Musicals und trainiert derzeit für den «Manor Run to the Beat»-Marathon in Basel

An den Davidoff Swiss Indoors 2009 in Basel trifft Bertrand Jungo Roger Federer. Die beiden Väter von zwei Töchtern verstehen sich auf Anhieb.


Die Radio-aktiv Text sandra casalini Fotos marcel nöcker

S

ein Mami habe ihn schon als Baby «Jontsch» genannt, sagt Jonathan Schächter, 28. «Wenn sie mich Jonathan ruft, habe ich ein Problem!» Vermutlich ahnte Mutter Schächter bereits damals, dass der älteste ihrer vier Söhne einmal einen ein­ gängigen «Künstlernamen» brauchen könnte. Auch für Jontsch selbst war früh klar, wohin sein Weg ihn führt: «Seit ich denken kann, fasziniert mich das Radio. Ich hatte nie einen anderen Traum, als

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schweizer illustrierte

Radio zu machen.» So moderierte Jona­ than Schächter bereits im zarten Alter von 13 Jahren eine Jugendsendung beim alternativen Zürcher Lokalradio LoRa. danach gings schlag auf schlag mit der Radio­ und Fernsehkarriere: Tele Züri, Tele24, TV3, Radio Zürisee. Nach einem dreijährigen Soziologie­Studium in New York – «das erweiterte meinen Horizont ungemein» – kehrte Jontsch vor sechs Jahren nach Zürich und hin­ ters Mikrofon zurück, bei Radio Energy. Nach einem Zwischenjahr bei bigFM in Stuttgart moderiert er seit gut drei Jahren die Abendshow «Energy Down­

town». Dank seiner markanten Stimme und seiner frischen Art wurde Jontsch schnell zum Aushängeschild von Energy. Dreimal stand er bereits als Moderator beim Energy Stars for free vor 13 000 Leu­ ten auf der Bühne. Am 14. Mai nun das nächste High­ light: Zusammen mit seiner Arbeitskollegin Viola Tami moderiert Jonathan Schächter die Energy Fashion Night in Zürich – einen gigantischen Mix aus Modeschau und Livemusik. Nervös? «Nicht wirklich, aber doch recht angespannt», sagt Jontsch und nippt an seinem Espresso. «Mit Viola an meiner Seite kann ja eigent­


Porträt

Der Radio-Mann Jonathan Schächter in seiner Küche (l.) und bei Energy Stars for free mit Superstar Shakira (o.).

Er ist die Stimme und das Gesicht von Radio Energy Zürich: jonathan «jontsch» schächter. Am 14. Mai moderiert er die Party des Jahres, die Energy Fashion Night.

ste Stimme lich nichts schiefgehen. Wir arbeiteten bereits als Jugendliche bei TeleZüri zu­ sammen und kennen einander sehr gut.» Zudem gehts um zwei Themen, bei denen sich Jontsch – mehr oder weniger – aus­ kennt: Musik und Mode. «Ich bin ein Musikfreak», so Schächter. Die eine Wand des Wohnzim­ mers seiner kleinen Wohnung am linken Zürichseeufer ziert ein riesiges CD­ Regal. Jontschs Favoriten: Elton John, Boyz II Men, Alicia Keys. Und Mozart. «Sein Requiem ist der Wahnsinn!» Jontsch selbst spielt Klavier und nahm während seiner Schulzeit Gesangsunter­

richt. «Aber meine Stimme reicht nicht für eine Karriere als Musiker.» Modemässig mags der Single eher locker. «Aber ich gefalle mir ab und zu auch in einem Anzug.» Mit seinem Faible für Schuhe hingegen könnte er so mancher Frau Konkurrenz machen: «Ich besitze gut fünfzig Paar», gibt Jontsch zu. Darunter auch Nati­ und YB­Fussball­ schuhe seines guten Freundes David De­ gen. Sonntags steht Jontsch jeweils selbst auf dem Fussballplatz oder schaut sich «in irgendeinem Stadion ein Spiel an». Nach einigem Zögern gibt der Moderator zu, er sei GC­Fan. «Aber nicht fanatisch.

Als der FCZ Meister wurde, habe ich dem Verein gerne gratuliert. Hauptsache, es wird spannender Fussball geboten.» Genauso bodenständig gibt sich Schächter, was sein Privatleben angeht. Auf Cüpli­Partys steht er nicht besonders. «Obwohl mir mindestens zwei, drei Ein­ ladungen pro Woche ins Haus flattern.» Sein Freundeskreis ist überschaubar, und das Wichtigste im Leben bleibt die Familie. Jüdisch aufgewachsen fühlt sich Jontsch den Werten und der Kultur nach wie vor verbunden, auch wenn er nicht praktizierend ist. Seinen Vater, einen pensionierten Rohstoffhändler, bezeich­u schweizer illustrierte

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net er als «meinen wichtigsten Ansprechpartner». Die Familie schaue, dass er auf dem Boden bleibe. Dementsprechend viel Zeit verbringt Jontsch in seinem Elternhaus, freut sich auch immer, seine drei Brüder zu sehen. Und deren Kinder. «Ich wünsche mir irgendwann eine eigene Familie. Aber das hat noch Zeit.» Zuerst steht beruflich einiges an. «Ich überlege gerade, wie es weitergeht mit meiner Karriere. Es laufen einige Gespräche, aber definitiv ist noch nichts.» Eine TV-Karriere würde ihn durchaus reizen, so Jontsch. «Ganz unerfahren bin ich ja nicht, was dieses Medium anbelangt. Aber das Radiomachen ganz aufzugeben, käme nicht infrage. Toll wäre, wenn ich beides miteinander kombinieren könnte.» Dabei weiss Jonathan Schächter auch, wie es sich anfühlt, wenn man um seinen Job bangen muss. Das Hin und Her um die UKW-Sendekonzession von Radio Energy Zürich vergangenen Herbst nennt er «die schwierigste, herausforderndste und interessanteste Zeit meiner Karriere». Umso schöner, dass ein Projekt wie die Fashion Night zustande kommt. Nur eine Frage bleibt noch offen. «Was ich anziehe? Ich habe keine Ahnung!» Was immer es sein wird – die passenden Schuhe dazu hat Jontsch auf jeden Fall im Schrank! 

u

Seine Passion Jontsch bezeichnet sich als «kleinen Schuh-Fetischisten»: Fünfzig Paar stehen im Regal in seiner Wohnung.

die si verlost 2 × 2 tickets mitmachen! Die Energy Fashion Night am Freitag, 14. Mai, im Hallenstadion Zürich: ein grandioser Mix aus Mode und Musik, lanciert von Radio Energy und «SI Style» u tickets Die 4000 Tickets kann man nicht kaufen, nur gewinnen. Infos: www.energyfashionnight.ch u musik Sie stehen am 14. Mai auf der Bühne: der Schweizer Soul-König Seven, die britische Band Goldfrapp, die Sound-Künstler Lunik und die R ’n’ B-Legende Toni Braxton u mode Auf dem Laufsteg werden Trends zu vernünftigen Preisen gezeigt: Manor, Yes or No, Avant Première, S. Oliver, PKZ & Feldpausch, Patrizia Pepe, Beldona, Max Shoes u show Der Choreograf Yannick Aellen schickt bekannte Models wie Franziska Knuppe, Jenny Bachmann oder Julia Saner über den Laufsteg u zu gewinnen 2 × 2 Tickets auf www.schweizer-illustrierte.ch


sport

«Ich empfange sogar SF 2!» Jann Billeter bezieht das Hotelzimmer in Mannheim. Hier ist während der Eishockey-WM das Hauptquartier des SF-Kommentators.

«Ich bin ein G


Text ilona scherer Fotos hervé le cunnf

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Sportler schätzen seine cleveren Fragen. Fans mögen seine sympathische Stimme. Und man merkt: SF-Reporter jann billeter selbst liebt seinen Job. Auch wenn er seine Familie oft zurücklassen muss. «Doch das gibt uns auch immer wieder einen neuen Kick.»

lückspilz»

it gemischten Gefühlen steigt Jann Billeter, 38, in das Erstklassabteil des ICE von Zürich nach Mannheim. Mit der Vorfreude auf die Eishockey-WM in Deutschland, die noch bis zum 23. Mai dauert. «Ich gehe sehr gern an Weltmeisterschaften, weil im Mai meistens schönes Frühlingswetter herrscht und die Stimmung in den Arenen toll ist.» Trotzdem schwingt auch Abschiedsschmerz mit, weil er sich daheim in Rapperswil-Jona SG von seinen drei Liebsten verabschieden musste: Fast drei Wochen ist er getrennt von Frau Nathalie, 37, Sohn Kimo, 6, und Tochter Luana, 3. «Meine Kinder begreifen langsam, was es bedeutet. Ich sagte ihnen: noch 18-mal schlafen, dann komme ich wieder», erzählt der Sportreporter. «Danach bin ich zehn Tage am Stück daheim, das geniessen wir dann viel intensiver. Bei uns gibts kein 08/15!» Nathalie empfinde das übrigens genauso, versichert er mit naiv-lausbübischem Gesichtsausdruck. Aber auch glaubhaft. Bilderbuch-Familie Jann mit eine seelen- Ehefrau Nathalie, 37, Sohn verwandtschaft Kimo, 6, und Tochter Luana, 3. verspürte der Vollblut-Sportreporter 1998 sofort, als er die Reisekauffrau an einer Klassenzusammenkunft wieder traf. Beide hatten in Davos die gleiche Schule besucht und wohnten mittlerweile im Unterland – er in Winterthur, wo er bei Radio Eulach arbeitete, sie in Rapperswil-Jona. Gefallen habe ihm Nathalie schon immer. «Aber in den Gesprächen mit ihr spürte ich sofort, dass wir auch gleich ticken.» Zwei Kinder krönten ihr Glück. Ein drittes ist nicht geplant. «Ich freue mich darauf, jetzt mit Kimo und Luana mehr unternehmen zu können. So herzig ein Baby auch wäre …» Billeter ist Familienmensch durch und durch. Auf Reisen blättert er immer wieder im Fotoalbum seines iPhone, in dem er Dutzende Bilder seiner Kinder gespeichert hat. «Luana wird sicher mal etwas Künstlerisches machen», glaubt der stolze Papa. Sie renne dauernd mit der Digitalkamera durch die Gartenwohnung und mache Selbstporträts: «Gerade hat sie herausgefunden, dass bei Dunkelheit durch den Blitz eine Verzögerung eintritt. Dann schweizer illustrierte

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sport drückt sie aufs Knöpfchen, stellt den Fotoapparat aufs Sideboard und rennt zurück, um vor der Linse Faxen zu machen.» Kimo dagegen würde im Moment wohl sagen, er wolle Hockey-Profi werden, vermutet Jann. Kein Wunder, schliesslich war das einst auch in Janns Lebensplan so vorgesehen. Bevor ihn eine heimtückische Nierenkrankheit ausbremste: Ein Eiweiss-Filter riss ständig. Acht Jahre lang musste Billeter Kortison einnehmen. Mit 23 erlitt er gar eine Gehirnblutung! Da gaben ihm die Ärzte 20 Prozent Überlebenschancen, «mit bleibenden Schäden». Jann Billeter kämpfte. Eine Chemotherapie-ähnliche Behandlung, bei der er seine Haare verlor, heilte ihn im Jahr 2000 schliesslich. Genau zehn Jahre ist das nun her. Hadern mag Jann Billeter längst nicht mehr. «Es musste wohl so kommen. Ich bin zufrieden und habe alles, was ich mir wünsche», ist er sogar überzeugt. Eine tolle Familie und seit 13 Jahren «einen coolen Job». 1997 absolvierte der gelernte Radio-/Fernsehtechniker ohne grosse Hoffnung einen Aufnahme-Test beim Schweizer Fernsehen, als mit «Sport aktuell» eine tägliche Sportsendung eingeführt wurde. Jann erhielt einen der u

Die Kinder sind immer dabei Auf seinem iPhone hat Jann Billeter ein imposantes Fotoalbum mit vielen Bildern von Luana und Kimo. «Ich schaue mir die Fotos zwischendurch immer wieder an.»


Der seriöse Schaffer Auf der Zugreise mit Daniela Milanese an die WM nach Mannheim bereitet Jann Billeter seinen Einsatz vor.

Der Gourmet Zmittag in Mannheim. Billeters Eltern führten früher ein Restaurant in Davos.

Der Fachmann Billeter im lockeren Gespräch mit Nati-Star Ivo Rüthemann. «Das Schweizer Team kenne ich auswendig.»

Der Lockere Beim WM-Auftakt in Gelsenkirchen bebt die Veltins-Arena (77 000 Fans!). Jann bleibt souverän.


NEW: LIFESTOCKINGS DIe SChöNe LeIChTIGKeIT DeS BeINS. Diszipliniert Täglich geht Jann Billeter während des Turniers joggen. «Ich bin im ganzen Jahr nie so fit wie während der Hockey-WM!»

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sieben begehrten Jobs. Als ihm Matthias Hüppi am Telefon die freudige Botschaft mitteilte, konnte er es zuerst kaum glauben. Mittlerweile ist Billeter einer der beliebtesten Kommentatoren und Mode­ ratoren der Schweiz. Ein Naturtalent! «Ich bin kein Vergifteter», bekräftigt der 38­Jäh­ rige. «Wenn mir jemand anbieten würde, einen Tag eine zusätzliche Sendung moderieren zu können oder einen Tag frei zu nehmen: Ich würde den freien Tag wählen!» Doch wenn er für SF Sport unterwegs ist, gibt er alles – ohne seine Familie zu vernachlässigen. So oft es geht, ruft er via Skype («eine super Erfindung!») zu Hause an. Dann präsentiert ihm Luana ihre Zeichnungen oder Kimo den neuen Schulranzen. Und er führt sie mit der Kamera im Hotelzimmer oder im Presse­ zentrum herum. Denn dort verbringt Billeter während der WM die meiste Zeit. Minutiös bereitet er sich auf Einsätze vor, fertigt für jede Mannschaft ein A4­Blatt an. «Pro Team brauche ich einen Tag», so Billeter. Diese Disziplin bewundert Mario Rottaris, 42, bis 2003 Profi bei Fribourg­ Gottéron und seit fünf Jahren Co­ Kommentator des Davosers. «Jann stellte schon immer sehr gute Fragen. Er hat eine clevere Art, die einen fordert.» Eishockey live zu kommentieren, sei «sauschwer, weil es so schnell geht. Aber Jann hat die grosse Gabe, Geschehenes sofort aufzunehmen und weiterzuführen.» An der WM darf Billeter im Gegensatz zu einem Playoff­Final auch patriotisch sein – «ich muss sogar!», korrigiert er. Auf der Heimfahrt im ICE wird er dann einerseits Wehmut verspüren, weil die WM zu Ende ist. Noch stärker aber wird die Vorfreude sein, seine Liebsten in die Arme zu schliessen. Bis zum nächsten Einsatz. 

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unterwegs Autorin Stephanie Ringel traf Andreas Meyer

in Bern.

Morgens Kaffee für die Eisenbähnler, abends eine Kalbsbratwurst mit der Familie. AndReAS MeyeR liebt es bodenständig. Wer ist der Mann an der Spitze der SBB, die in den nächsten Tagen den grössten Auftrag in ihrer Geschichte vergeben?

Vor dem Mil

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schweizer illustrierte


Ein Mann zeigt Ausdauer Andreas Meyer joggt gern entlang der Aare in Bern. Er hat einen Ruhepuls von 49. Sein h채rtester Wettkampf: ein Halbmarathon.

liarden-Deal schweizer illustrierte

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Unterwegs

Auf Augenhöhe Meyer besucht seine Mitarbeiter. Er nennt das «Grosswetterlage aufnehmen». Text Stephanie Ringel Fotos Fabienne bühleR

J

eans, Polohemd, im V-Ausschnitt glänzt eine goldene Kette, neonorange Gleisarbeiterjacke, Sicherheitsstiefel: So steht Andreas Meyer in seinem Büro am SBB-Hauptsitz in Bern. In einer roten Kunststofftasche trägt er zwei Thermoskannen mit Kaffee, Pappbecher, Kaffeerahm, Zucker. Es ist acht Uhr, als der 49-Jährige Richtung Bahnhofshalle in Bern geht. Sein Ziel: das Fundbüro. Regelmässig zieht es den Manager mit Überraschungsbesuchen zu seinen Mitarbeitern. «Aufnehmen der Grosswetterlage» nennt er das: «Ich spüre die Leute, und sie spüren mich.» Die Schiebetüre gleitet auf, Meyer tritt ins Neonlicht: «Darf ich Ihnen einen Kaffee offerieren?» Ein Lehrling versteckt schnell eine Flasche Cola hinter dem Rücken, als der oberste Boss fragt: «Mit Rahm oder ohne?» Hier geht es darum, sich zu zeigen. Den Chef als Menschen

Mittendrin Im Theater National stellt er Kaderleuten das

«Ich komme aus bescheidenen Verhältnissen. Dieses Gierige erscheint mir unanständig» andReaS MeyeR rüberzubringen. So gesehen ist es egal, dass das Fundbüro schon lange nicht mehr hier ist und er an diesem Tag die Männer von der Gepäckaufbewahrung beehrt. Meyer will den spontanen Kontakt mit den Schaffern. Einer von 28 000 SBBlern sein, keiner von «denen da oben». Auch wenn Mitarbeiter Meyer Mister SBB ist. Der repräsentiert und den Konzern lenkt, für den Lohn von einer Million Franken pro Jahr. Wenn es eine Panne gibt oder die Züge verspätet ankommen, schaut die Nation auf ihn. Genauer: 329 Millionen Bahnreisende pro Jahr. Nun expandieren die SBB kräftig. Sie vergeben die grösste «RollmaterialBestellung, die es in der Geschichte der

SBB je gegeben hat», so Meyer. Die Ausschreibung für Doppelstockzüge im Fernverkehr für 2,1 Milliarden Franken läuft. Im Mai entscheidet die Konzernleitung. Die Ostschweizer Stadler Rail von SVPNationalrat Peter Spuhler kämpft um den Auftrag. Im Gespräch sind auch Siemens (Deutschland) und Bombardier (Kanada). «Wo der Auftrag hingeht, sehen Sie, wenn der Auftrag rausgeht. Wir unterliegen dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen. Es erlaubt nicht, lokale Anbieter zu bevorzugen», sagt Meyer. Meyer hat ein Generalabonnement, das ihm die Firma zahlt, und er reist gerne mit dem Zug. Er spricht nicht von Auto oder Taxi, sondern von «motorisiertem Individualverkehr», was bei ihm fast wie ein Schimpfwort klingt. Gegen neun Uhr


Jahresergebnis vor. Sie sagen: Er ist «bi de Lüüt». packt er den Kaffee ein, läuft über den Bahnhofsvorplatz zum Theater National. Der nächste Tagesordnungspunkt: Basisdialog. Vor 150 Mitarbeitern wird er das Jahresergebnis 2009 erläutern, auf die Konzernstrategie für die nächsten Jahre eingehen und, das ist ihm ganz wichtig, Fragen beantworten. Die Tasche mit den Thermoskannen stellt er ab, hinter sich die Theaterbühne mit Samtvorhang, vor sich erwartungsheisse Gesichter. «Ich fange nie an, bevor die erste Reihe besetzt ist. Wir brauchen Leute, die vorne mitsteuern», sagt er ins Mikrofon, «bitte chömet Sie.» Die nächste Stunde spricht er frei. Erklärt den Konzerngewinn von 369,8 Millionen Franken und dass die Pünktlichkeit weiter verbessert werden konnte. Redet über die Pensionskasse, die Personalzufriedenheit, die SBB Cargo, die Bahn im 2030. Seine Ziele: die SBB selbstbewusst im internationalen Personenverkehr positionieren, Gesamtarbeitsvertrag weiterentwickeln, Pensionskasse sanieren.

Auf Expansionskurs Die SBB wachsen. Bald werden 59 neue Doppelstockzüge bestellt. Später, bei Brötchen und Saft, beschreiben ihn die Mitarbeiter als «bi de Lüüt». Einer, bei dem man «Chropf-Leerete» machen kann. Sein Vorgänger Benedikt Weibel hat diese Treffen eingeführt. Er kam im Anzug. Meyer kommt im Polohemd. Hier kennt jeder seine E-Mail-Adresse. «Schreiben Sie mir!», sagt er. «Ihr Anliegen gebe ich an die zuständigen Chefs weiter.» Sein Stil gilt als entschieden. SBB-Verwaltungsratspräsident und ExPostchef Ulrich Gygi sagt: «Er hat einen klaren Führungswillen.» Als Andreas Meyer die Rolle des CEO von Benedikt Weibel im Jahr 2007 übernommen hat, kommt er aus Deutschland. Zehn Jahre arbeitete er für die Deutsche Bundesbahn. In der Schweiz fehlt ihm zunächst das Netzwerk in Politik und Wirtschaft. Gygis Vorgänger, Thierry Lalive d’Epinay, öffnet ihm den Weg nach Bern. Weibel jenen in den stolzen Staatsbetrieb. Schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt heisst es unter den Mitarbeitern: Der ist «kalt», ein «rücksichtsloser

Managertyp». Denn Meyer verordnet einen rigorosen Sparkurs und wechselt die halbe Konzernleitung aus. «Solche Dinge kolportieren verletzte ehemalige Kollegen», meint er. «Das tut mir manchmal weh. Ich bin anders, ich habe viel Herz. Aber ich scheue mich auch nicht, unbequeme Dinge anzupacken.» Er joggt schon mal mit seinen Kollegen, lädt sie zum Abendessen daheim in Muri ein, man geht zum Aareschwimmen und lässt sich miteinander treiben. Heute habe er ein «schlagkräftiges Team». Um die Mittagszeit kommt Meyer zurück in sein Büro. Ein heller Raum im ersten Stock, Sitzecke, Besprechungstisch. Auf dem Schreibtisch Fotos seiner Frau Marie-Therese, der zwei Töchter, 13, 12, und seines Sohnes, 11. Auf ein Stehpult hat Meyer ein Schild geklebt, darauf steht: «Wohl ist dem, der dann und wann was Verrücktes machen kann». Vor zwei Wochen mit der Familie in Paris seien sie laut singend über die Champs-Elysées gelaufen. «Das kann ich mir in der Schweiz u


Unterwegs

Schweizer Tourneetheater DIE BESTEN SHOWS ON TOUR 20

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doch nicht erlauben! Bekannt­ heit ist der Verlust von echter Le­ bensqualität!», sagt er. In Berlin war das noch anders. Da konnte er auch mit seinen Töchtern Lippenstifte kaufen gehen, ohne dass die Verkäuferin ihn mit «Grüezi, Herr Meyer» ansprach. «Respekt ja, aber nie Angst» bringen ihm die Eltern bei. Andreas Meyer wächst in Birs­ felden BL auf. Wenn sein Vater, Vi­ siteur der SBB, vom Frühdienst heimkam, hat sich der kleine An­ dreas an ihn gekuschelt und mit ihm Mittagsschlaf gemacht. In der Schule gilt er als wild, seine Mut­ ter sagt: «Gut, dass er heute seine Energie so gut kanalisieren kann, sonst würde er nur Blödsinn ma­ chen.» Was er werden will, weiss er lange nicht. Herzchirurg? Nach einem Praktikum in einer Psychi­ atrie merkt er: «Mit Kranken sein, das liegt mir nicht.» Eine Bank­ karriere? Ein Stage im Kunden­ safe zeigt: «Ich komme aus sehr bescheidenen Verhältnissen. Die­ ses Gierige, Reiche erschien mir Vorverkauf unanständig.» Also Jus, «breit an­ gelegt, wettbewerbsorientiert» – richtig für Meyer.

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Schon mit 16 lernt er seine Frau kennen. Ihre erste Bezie­ hung dauert einen Monat, die zweite vier Jahre. Als sie sich mit 30 wieder treffen, siegt die Lie­ be. Heute sind sie 18 Jahre ver­ heiratet. «Ich fand immer: Alten Kaffee wärmt man nicht auf!» Der Jurist kann auch Regeln bre­ chen. Ein Abend in der Woche gehört seiner Frau, im Kalender grün markiert. Immer. Ein Gesundheits-Checkup vor zwei Jahren ergab: Blut­ hochdruck. Seitdem hat er pro Woche drei «feste Ausdauer­ sport­Einheiten»: Velo, Schwim­ men, Joggen. Heute ist er 10 Kilo leichter, hat einen Ruhepuls von 49 und den Blutdruck im Griff. Sport nützt. Glück hingegen ist, «wenn ich nach Hause komme, eine kurze Hose anziehe und bar­ fuss laufen kann. Dann noch ein Bier und eine Kalbsbratwurst vom Grill – wunderbar», sagt er. Der dritte Aussentermin an diesem Tag führt Meyer zu den SBB­Altherren aus der Ost­ schweiz. Der SBB­Boss, noch immer in Jeans und T­Shirt, soll – so der Rat des Pressesprechers


Viel Verkehr Meyer im Bahnhof Bern. Im letzten Jahr sind 329 Millionen Menschen mit den SBB gefahren, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. – doch bitte, bitte ein Hemd, An­ zug und Krawatte anziehen. Die alten Herren tragen sicher einen Schlips. Meyer wird schmallip­ pig. Er will sich nicht umziehen. Der Pressechef beharrt, und der Chef legt laut seinen Blackberry ab. «Das mache ich jetzt nicht!» Im Konferenzsaal des Re­ staurants Schmiedstube in der Berner Altstadt sitzen fünf Dut­ zend Männer mit silbernen Haa­ ren. Ex­Bahnhofsvorstände, Ex­

Abteilungsleiter, ein Ex­Direktor. «Liebe Kollegen … das darf ich doch sagen?», fragt Meyer, ent­ spannendes Gelächter füllt den Saal, keiner trägt hier einen Schlips. Später erntet Meyer Schulterklopfen. Er ist einer, der sich anfassen lässt. Er ist auch einer, der weiss: Wertschätzung ist in einem Traditionsbetrieb wichtig. Für die Alten, für die Aktiven. Meyer ist einer von ihnen. 

Persönlich andreas Meyer

Grosse Liebe Andreas und Marie-Therese Meyer sind 18 Jahre verheiratet.

Andreas Meyer wurde 1961 in Birsfelden BL geboren. Er hat einen jüngeren Bruder. Schon sein Vater war ein Eisenbahner u karriere Nach dem JusStudium an den Unis Basel und Fribourg beginnt er 1990 als Jurist bei ABB. 1997 wechselt er zur Deutschen Bahn, 2006 holt ihn der Verwaltungsrat der SBB als Nachfolger von Benedikt Weibel u familie Meyer ist verheiratet. Er hat zwei Töchter (13, 12) und einen Sohn (11) u leidenschaft Skitouren im Berner Oberland, barfuss laufen


Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping © Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Ursula Borer, Bild von SJP aus dem Buch «Sarah Jessica Parker» vom Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

objekt der begierde

Duft in the City u Mädels, aufgepasst! Ab dem 27. Mai wird wieder gestöckelt und geflirtet, was das Zeug hält. Der zweite Teil vom «Sex and the City»-Film hat es in sich. Carrie ist einmal mehr im Liebeswirrwarr und Charlotte im Kinder-Stress, Samantha liebäugelt mit dem Heiraten, und Miranda hängt ihren Job an den Nagel. Wer das SATC-Feeling hautnah erleben will, schnappt sich den neuen limitierten Sommerduft NYC von Sarah jessica Parker: chic und verspielt mit wilder Erdbeere, Gardenien, weissem Osmanthus, Mimose, Damaszener Rosen, Vanille, Rum und Moschus. Typische Carrie eben!

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u Im Bikini unter Palmen den Meereshorizont betrachten und die Seele einfach baumeln lassen. Ein effizienter Sonnenschutz gehört jetzt in den Badezimmerschrank und in die Handtasche – auch wenn das Wetter noch nicht hochsommerlich ist. Aber wenn es nach Sonne aussieht, dann cremt man sich am besten nach der Dusche Arme, Beine, Nacken, Décolleté und Gesicht mit einem hohen Schutzfaktor (ab SPF 20) ein. Dank neuen leichten Texturen, die schnell einziehen, verliert

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Alltags-Panzer Jeans-Jacke mit Nieten von Sandro, bei Globus. u chF 509.–

Dinner-Date WaterfallShirt mit Stickereien von Maje. u chF 329.–

Garden-Party Kleid im Halston-Stil von E7 Paris, bei Big, Zürich. u chF 139.–

cocktail-hour Jersey-Minikleid mit Fransen von Deby Debo, Globus. u chF 149.–

starke schultern

Power-Dressing u Madonna war sicher die Erste, die auf ihrer «Blond Ambition Tour» im Jahr 1990 mit ihrem konischen Spitz-BH von Jean-Paul Gaultier mit PowerDressing von sich reden machte. Mit Lady Gaga, Rihanna und Beyoncé hat sie im Popzirkus gleich drei würdige Nachfolgerinnen gefunden. Die neuen Divas setzen weniger auf Décolleté & Co., sondern provozieren mit starken

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schultern wie futuristische Kriegerinnen. Schön für uns, dass es den Amazonen-Look mittlerweile ab Stange zu kaufen gibt. Natürlich abgeschwächt und alltagstauglich, besonders dann, wenn man Jeans und Sneakers dazu trägt. Wem das zu wenig ist, kombiniert die Teile mit Stilettos. Aber Achtung: Männer kann dieser Look durchaus einschüchtern! ursula borer

Macht den look noch stärker Sandaletten von Ash, Bufalini, Zürich. u chF 269.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Melanie Albisser

Disco-time Kleid mit Bronze-Applikationen, Karen Millen, Zürich. u chF 615.–


shopping

Hotspot

Ganz schön frisch Bei Street-Files an der Zürcher Badenerstrasse 129 wacht Hund Jackie darüber, dass grosse Jungs auf ihre Kosten kommen. Tel. 043 - 322 03 23 oder www.street-files.com

Street-FileS Mini Mart, Zürich

Für grosse Jungs u Für alle grossen Jungs, die ihren Baggy Pants und Skate-Sneakers entwachsen sind, aber ihren eigenen Style nicht aufgeben wollen, ist Street-Files Mini-Mart der perfekte Shop. Im Dezember 2007 wurde der wohl kleinste Streetwear-Shop von Zürich auf 15 m2 eröffnet. Vor Kurzem ist Alex Braunschmidt ein Haus weiter an die Badenerstrasse 129

gezogen. Auf den neu 60 m2 oder im Online-Shop findet Mann hier frische und qualitative Newcomer-Labels aus der ganzen Welt: von den LieblingsSneakers von Jay-Z über Casio-RetroUhren bis zu witzigen Gadgets. ursula borer

öffnungszeiten Dienstag bis freitag reitag 12 bis 19 uhr und samstag 11 bis 17 uhr

city-trapper Karo-Hemd Modell Cudi blue im HolzfällerLook von Wemoto. u chF 99.–

stadt-Nomade Modell Eavis von Boxfresh passt zu jeder Gelegenheit. u chF 169.–

New Kid On the Block Kopfhörer Plattan Green von Urban Ears. u chF 99.–

hip-hop-Mogul Die trägt auch Jay-Z: Modell Khan von Clae. u chF 219.– sunshine-Kid USB-Stick Buddy Chub von Miniboot. u chF 59.– california-Boy Print-Shirt The W glacier von Wemoto macht Sommerlaune. u chF 59.–

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© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Dick Vredenbregt

retro-Pimp Automatikuhr Time Teller Gold/ White von Nixon. u chF 229.–


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ElEctronics

wie im Kino

ab in die töffsaison u Damit auch Motorrad- und rollerfahrer

in den Genuss der neusten navigationstechnik kommen, gibts jetzt den Urban Rider. tom tom setzt bei diesem Gerät auf vereinfachte Bedienung. Das bedeutet einerseits, dass sich der berührungsempfindliche Bildschirm mit Handschuhen bedienen lässt. Andererseits wurde die Menüoberfläche so gestaltet, dass schneller gestartet werden kann. natürlich gibts auch praktische Fahrspurassistenten und iQ-routes, die jeder Zeit den schnellstmöglichen Weg ans Ziel vorschlagen. www.tomtom.com stephAn GuBler

u Blu-ray-Discs ersetzen langsam, aber sicher die DVD. Der Grund dafür kann sich sprichwörtlich sehen lassen. Für die Wiedergabe hochauflösender Filme auf FullHD-Fernsehern braucht es Abspielgeräte wie den toshiba-blu-ray-Player bdX2100Ke. Der schlanke spieler im eleganten Diamant-schliff-Design spielt nicht nur eine Vielzahl von Formaten ab. neben Blu-ray sehen auch herkömmliche DVD-Movies dank Umrechnung ins 1080p-Full-High-Definition-Format besser aus. Die tonausgabe ermöglicht dank 7.1-Kanälen sound wie im Kinosaal. www.toshiba.ch sG

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Viel Bild für WeniG Geld Blu-rayplayer toshiba BdX2100ke. u chF 219.–

Bedienerfreundlich tom tom urban rider lässt sich schneller bedienen und zeigt den optimalen Weg. u chF 349.–

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stRahlUngsaRm QUasseln u siemens krönt seine Gigaset-reihe mit dem kleinsten und edelsten schnurlostelefon. statt aus Plastik sind der rahmen und die tastatur des sl400 aus Metall. Wie ein Handy kann das Festnetztelefon statt klingeln auch nur vibrieren. Freisprechen ist ebenso möglich wie telefonieren via Bluetooth-Headset. Bis zu 500 Kontaktdaten lassen sich per UsB-Anschluss vom computer übertragen. Dank Eco-Modus ist das telefon 80 Prozent strahlungsärmer und im standbyBetrieb sogar völlig strahlungsfrei. www.gigaset.ch sG

edel & stArk das sl400 aus der Gigaset-reihe von siemens. u chF 229.–

UhR deR woche

stecKbRief

mit offenem heRzen

Werk Mechanisches Automatikwerk von soprod Gehäuse Edelstahl 42 mm ∅, saphirglas, wasserfest bis 30 m Armband schwarzes Alligatorleder mit Faltschliesse Varianten Vier weitere Modelle Wer trägt sie? Klassiker Bezugsquelle tel. 022 - 999 51 51, www.baume-et-mercier.com

u Die neuen Uhrenmodelle classima

executives von baume & mercier aus Genf begeistern mit mechanischen Komplikationsuhrwerken und durch klassische Eleganz. Das Design des mit einer Guillochierung Grain d’orge geschmückten Zifferblattes ist so schön wie übersichtlich: grosse römische stundenindexe und Zeiger in schwarz, klare sekundenanzeige ekundenanzeige am Zifferblattrand, Gangreserve-Anzeige mit einem 18-Karat-rotgoldZeiger bei 6 Uhr. Die Öffnung unterhalb 12 Uhr zeigt die Unruh – das Herz der mechanischen Uhr, dessen schwingungen einen an den luxus uxus der Zeit erinnern. sArAh rieder

Klassiker Die neue Classima Executives XL Open Balance von Baume & Mercier. u ch chF 3950.–

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shopping

Beauty

rosenholz Lip-Duo mit Konturenstift und Gloss. Sante. Im Reformhaus. u chF 17.90

Mit Aprikosenöl Bio-Aktiv-24hFeuchtigkeitspflege von Garnier. u chF 12.90

Mit sheabutter Nachtcreme Korres Materia Herba, Globus. u chF 52.90

Olivenkernpulver wirkt als Peeling für den Körper, L’Occitane. u chF 25.–

zarte Küsse gibts mit dem Softening Lip Balm von Mádara, Fachhandel. u chF 12.90

Mit Jö-Faktor Necessaire von Paper Plane, über www.impressionen.ch u chF 49.95

lilien & Mango Fleur d’Amour von Core. www. corecompany.ch u chF 220.–

Kokos & Vanille Badesalz mit Bio-Kokos von Lavera, Fachhandel. u chF 3.90

Mit Aloe vera Cleanse, BeautyTee von Pukka. www.pukka.ch u chF 6.90

beauty-News

u Wer sich für biokosmetik inter­ essiert, kommt langsam richtig auf seine Kosten. Immer mehr Geschäfte und Warenhäuser stocken ihr Kosmetik­ sortiment mit zertifizierten biologischen Produkten auf. Auch immer mehr Kos­ metikfirmen setzen auf neue Bio­Linien, wie etwa Garnier mit der Feuchtig­ keitspflege bio aktiv Naturkosmetik. Diese gibt es sowohl für trocken­sensi­

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ble Haut als auch für normale und Mischhaut. Neu bei Marionnaud gibt es die Pflege von santaverde. Als Haupt­ bestandteil enthält diese anstelle des sonst üblichen Wassers den reinen Saft frischer Aloe­vera­Blätter. Im Gegensatz zu Wasser enthält der Saft eine grosse Fülle aktiver Inhaltsstoffe und bietet damit der Haut viele Nähr­ und Vital­ stoffe. Kristina Köhler

Kokos & Ylang Ylang Duschgel, Bomb Organic, Somea, Zürich. u chF 29.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Die neue Bio-Beauty


sich auf den weg begeben Sieben Yogameister und -meisterinnen verraten in «Die sieben Schätze des Yoga» ihre wichtigsten Übungen, GU. u ca. chF 28.90

sich piekfein machen Ohrringe aus der Compose-Kollektion von Pandora. Bügel in 14 Karat Gold u chF 289.–, Anhänger u chF 799.–

Den Markt besuchen Die Tasche zu den Espadrilles: der Espabag. Aus Canvas, mit Espadrilles-Sohle. Verschiedene Farben. www.tantan.ch u chF 79.–

luftschlösser pusten Seifenblasenkunst der Designerin Katja Then. Über Raumgestalt, www.raumgestalt.net u chF 10.90

romantisch sein Zündhölzer des schwedischen Designlabels Pluto, etwa bei Orell Füssli, Zürich. www.plutoprodukter.se u chF 5.90

Postkarten schreiben Karten für Freundinnen von Belle & Boo. Mit Pflanzenfarben gedruckt. Papeterie- und Buchfachhandel. u chF 2.–

shoppen gehen Neu gibts bei Rossis auch edle Lederportemonnaies. Verschiedene Modelle und Farben. www.rossis.com u chF 198.–

sommerlich wandeln Plateau-Sandale aus Wildleder von Esprit Collection. Esprit-Shops, ausgesuchter Fachhandel. u chF 199.90

sich für die Bise rüsten Grosser Fransenschal in Vichy-Karo von Coop City. Nur solange Vorrat. u chF 39.90

experten-fragen

Andreas lechner, 41, Leiter Marketing Rolf Benz AG, www.rolf-benz.com

«Im Wohnbereich ist Formstrick noch ungewöhnlich» Herr Lechner, was ist brandneu im Bereich Möbel? Zum Beispiel unser repräsentatives Verwandlungssofa Centro. es feierte an der Mailänder Möbelmesse grade eben Pre­ miere! Perfekt zum Loungen und Relaxen. und es lässt sich schnell und problemlos zu einem Day­Bed umbauen. 1. Welches sind die Haupttrends, die Sie aufnehmen? Im Möbeljahr 2010 setzen wir den Schwer­

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punkt auf das Thema Funktionen. Dies im Bereich Sofas, eben mit den Modellen Centro und Plura. Zudem bieten wir auch interessante Relax­Sessel an. Zum Beispiel Modell Rolf Benz 577. Was ist von der Verarbeitung her neu? noch sehr ungewöhnlich im Wohnbereich ist der einsatz von Formstrick. Den setzten wir zum Beispiel bei unserem Stuhl Modell

Rolf Benz 610 ein. Aber hochwertiges Leder ist natürlich immer noch das Hauptthema. Und woran forscht Rolf Benz grade? Da möchten wir natürlich nicht allzu viel verraten. Aber unsere entwicklung befasst sich unter anderem mit weiteren neuen Funktionsmöbeln, die wir dann 2011 einführen. Die sind sehr begehrt. Interview BeatRIce ScHönHaUS

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

shopping best buys

neu


check-up nt der 60 bis 80 Prozeitteleuropa M Bevölkerung in aufe ihres erkranken im Verl ader n. Lebens an Krampflos? W ie wird man sie

Ft F i r eN t e b riz Va

: P O n r e d a f Kramp ! s t g n i r b t h c i L R

URNE text VERENA TH

t nun Aufschluss ndelt wurden, gib ha be Das s? lo n er pfad enzufriedenheit. ie wird man Kram über die Patient der t h en rc oz du , Pr en 82 ell st sich sehen: läs t Mit Laser, Radiow lta su Re Pr nfrieden. 95 on, Häkche en waren sehr zu Strippen, Veröde nt tie Pa i be f r Trivex-Operaivex? Der Eingrif gaben an, nach de nt ze err Methode oder Tr de , en bis gar keine Schm der Seitenven tion nur schwache n re s der Erkrankung wa ige h isc ein ist ist at is, St nvarikos rt zu haben. pü rs ve n ze de sogenannten Seite ho kan x-Met e Entfernung erkr erzen bei der Trive komplizierter als di rkömmliin für die Schm he zt i är be ch Fa als r e ge Di fikant gerin ni sig ter Stammvenen. L. a arke Verdi st au s Cl bi utliche ologie, Dr. chen Eingriffen. De Chirurgie und Phleb hent der Ja oz n Pr ige 65 ein ndet seit n bestätigten ge un er ss be Yattara-Baratti, we . an der Ästhetik. e Trivex-Methode en, auch bezüglich nt tie Pa r ren erfolgreich di fü an is dieser Studie benötigt m n weiteres Ergebn Ei Bei dieser Methode de ei zw r nu der Trivex-Metho osses Areal zeigt, dass es nach en et ein handflächengr ru ftr st Au In en en ut in um die fe einem erne zu r ne lte se n de kleine Schnitte, nch he t als na n. «Mit der Häkc ampfadern komm Kr n r vo de mente einzuführe it ne M ei kl erationen. es bis zu 100 rkömmlichen Op t he en Methode können h oz rc Pr Du . 42 i ra kam es be klärt Dr. Yatta r Spezialmethode be r Schnitte sein», er nü ke ge ar ge st n n er ei ad rd hnitt wi rlichen Krampf ue ne zu aer den einen Hautsc e di Op hen rt. Dadurch wird t bei herkömmlic Lichtstab platzie den 66 Prozen ch ur «D r. ba ht sic erkrankte Vene mo- tionen. rd ein winziges, wi itt hn Sc n te ei zw ner esserchen mit ei torbetriebenes M rwe it m Da rt. üh eingef Saugvorrichtung gt Dr. Cl au dia L. Ya tta ra rle ze eine Stücke n kl zti in är n ch Fa ne ist Ve e tti di ra Ba den ugt.» oche Sonde abgesa für Chirurgie und Phleba und über die glei n ive at er op st ism po Pr n m de ru er nt Ze üb ie im ie ud log Eine St ffen knapp 630 Betro in Zollikerberg ZH. Langzeitverlauf vo rite we ra tta Ya . Dr n vo www.yattara.ch nen, die mit der Methode n ive as nv ali im in entwickelten, m

Foto Marcel Nöcker

W

Neue Hilfe bei Prostatakrebs u Washington Die US-Gesundheitsbehörde erteilt grünes Licht für eine neue Behandlung von Prostatakrebs. Das Verfahren stimuliert das Immunsystem des Patienten zur Bekämpfung des Krebses. Ärzte wenden es im fortgeschrittenen Krankheitsstadium an.

Schädliches Fernsehen u Montreal Jetzt ist es bewiesen:

Übertriebener Fernsehkonsum ist für Kinder schädlich. Bei mehr als zwei Stunden pro Tag leidet die Gesundheit, der Geist und die soziale Entwicklung. Dies ergab eine Studie mit mehr als 1300 Kindern. archpedi.ama-assn.org

Schnelle Frauen u Bern In fünf Wochen fällt der

Startschuss für den 24. Schweizer Frauenlauf. Die Teilnehmerinnen können zwischen diversen Strecken wählen. Neu gibt es für die Jahrgänge 1999 bis 2002 eine Girls-Meile. Anmeldung bis zum 14. Mai unter www.frauenlauf.ch

tiPP

Frauen, die regel­ mässig zwei Stunden pro Wochen flott gehen, senken das Schlaganfallrisiko um zwei Drittel.

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check-up

kräuterapotheke

Mein Garten, meine Apotheke! Unsere Grossmütter wussten schon, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist. Nun wird sie wieder entdeckt: die heilende Wirkung von Gänseblümchen, Salbei und Co.

Text lisa merz

S

ie spriessen im eigenen Garten, auf Naturwiesen und in Wäldern: Im Frühling feiern Heilpflanzen Hochsaison. Viele gelten als störendes Unkraut. So zum Beispiel die Brenn­ nessel. Doch sie kann mehr als unsere

lavendel

brennnessel

u Gegen Insektenstiche Zerreiben Sie ein paar Lavendelblüten

Sammeln Sie Brennnesseln immer mit handschuhen, sonst verbrennen Sie sich. u Gegen Blasenschwäche regt die harnausscheidung an und eignet sich vor allem bei Männern mit prostatabeschwerden. Für den tee kochen Sie zwei tL Brennnesselblätter 5 Minuten lang. u Gegen Schuppen 40 Gramm getrocknete Brennnesseln, einen halben tL arnika-tinktur und 60 Milliliter hamamelis-Wasser mischen. Nur tropfenweise auf die kopfhaut geben und gut einmassieren.

auf der haut, das wirkt bei Stichen lindernd und abschwellend. u Gegen Schlaflosigkeit Lavendelblüten wirken beruhigend auf das Zentralnervensystem. häufen Sie zwei tL mit Lavendelblüten, und übergiessen Sie sie mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Lassen Sie den tee 5 bis 10 Minuten ziehen. Sie können sich auch ein Bad gönnen: 60 Gramm Lavendelblüten in 1 Liter Wasser aufkochen, ins Bad geben.

johannisKraut

frauenmantel

u Gegen leichte Depressionen Die

u Gegen Menstruationsbeschwerden Der Frauenman-

Inhaltsstoffe kräftigen den kreislauf. Nach vier bis sechs Wochen einer Behandlung ist bereits eine deutliche aufhellung der Stimmungslage zu erkennen. Für den tee zwei gehäufte tL des krauts mit einem Viertelliter Wasser kurz aufkochen. In der apotheke können Sie ideal dosierte präparate kaufen. u Gegen Gicht, arthritis, hexenschuss Für die äussere anwendung eignet sich ein Johanniskraut-Öl. Man kann es in der apotheke kaufen oder selber herstellen. Dafür 100 Gramm frische Blüten auf einen halben Liter olivenöl geben, verschlossen zwei Monate an einen warmen ort stellen, absieben. reiben Sie die betroffenen Stellen mit dem Öl ein.

tel stillt Schmerzen und löst krämpfe. Für den tee brauchen Sie einen tL mit frischen, klein geschnittenen Blättern und eine tasse Wasser. Bringen Sie die Mischung zum kochen, und lassen Sie sie 15 Minuten ziehen. Die Wirkung verstärkt sich, wenn Sie den tee zu gleichen teilen mit Gänsefingerkraut mischen.

gänseblümchen u Gegen ausschlag Der Saft der Gänseblümchen-

blüte beruhigt irritierte haut. er intensiviert die Stoffwechseltätigkeit und wirkt entzündungshemmend, blutreinigend sowie wundheilend. u Gegen Fieber Legen Sie eine dünne kompresse mit saftig zerquetschten frischen Blüten auf die Stirn, oder machen Sie einen aufguss. Dazu geben Sie acht tL frische Gänseblümchen auf eine tasse kochendes Wasser und lassen es 30 Minuten lang ziehen. tränken Sie damit ein sauberes tuch, und legen Sie es auf die Stirn. Mehrmals täglich etwa 10 Minuten einwirken lassen.

holunder u Gegen Sonnenbrand Zerquetschen Sie die Blätter, und legen Sie sie auf die betroffenen Stellen. Mit Milch verrührt, können Sie auch den pflanzenbrei auftragen. u Gegen Fieber Die hauptanwendung des holunders ist der Schwitztee. er senkt das Fieber. trinken Sie dafür einen halben Liter tee sehr warm. teezubereitung: Übergiessen Sie zwei tL holunderblüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen.

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Finger verbrennen. Richtig angewendet hilft das Kraut gegen Blasenschwäche und gegen Schuppen. Auch das un­ scheinbare Gänseblümchen besitzt Heilkräfte. Zudem macht es sich gut als Salatdekoration und schmeckt vor allem Kindern auf dem Butterbrot.

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gänsefingerKraut u Gegen Bauchkrämpfe und Durchfälle mit

kolikartigen krämpfen Zwei gehäufte tL mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Mischt man Gänsefingerkraut zu gleichen teilen mit pfefferminze und Melisse, so verstärkt man die Wirkung in angenehmer Weise.

ringelblume

u Gegen gerötete augen Die Blüte der

ringelblume wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd. Für den tee übergiessen Sie zwei eL Blüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen ihn 10 Minuten ziehen. tauchen Sie Wattepads in den tee, und legen Sie diese auf die augen. u Gegen unreine haut als umschlag dient der tee gegen unreine haut. Zwei tL der Blüten auf eine tasse kochendes Wasser geben und 10 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen.

thymian u Gegen erkältung Der hauptwirkstoff ist das ätherische Öl,

weshalb die pflanze krampflösend und desinfizierend wirkt. krampfartiger husten, Bronchitis und asthmatische anfälle werden durch thymian-tee gemildert. Für den tee einen tL thymian mit einem Viertelliter Wasser aufkochen und 10 Minuten lang ziehen lassen. täglich drei tassen trinken und mit honig süssen.


Wie sammeln?

Wie anWenden?

 Als Sammler sollten Sie die Pflanzen

 Verwenden Sie gesammelte Kräuter

genau bestimmen können. Ein Buch über Kräuter und Pflanzen hilft Ihnen dabei. Da Sie ein Leben lang bräuchten, um sich alle verwendbaren Pflanzen einzuprägen, ist es einfacher, wenn Sie sich die giftigen Pflanzen als Erstes merken. Zum Beispiel die Herbstzeitlose, sie wird oft mit dem Bärlauch verwechselt. Auch sollten Sie nicht zu viel pflücken. Finger weg von Heilpflanzen, die vom Aussterben bedroht sind! Eine Liste finden Sie unter www.bafu.admin.ch/pflanzen-pilze. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln in der Regel nicht erlaubt – selbst wenn es sich um Pflanzen handelt, die noch relativ häufig vorkommen.  Der frühe Vormittag eignet sich am besten fürs Pflücken. Prüfen Sie jedoch, dass die Pflanzen vom Tau nicht mehr feucht sind. Sammeln Sie niemals bei Regen, Nebel oder feuchtem Wetter.  Pflanzen, die in der Nähe von Strassen und Autobahnen wachsen, sollten Sie meiden. Sie sind verschmutzt. Am besten eignen sich ungedüngte Naturwiesen, unberührte Berghänge und Wälder.

frisch oder getrocknet. Sind die Kräuter getrocknet, zerreibt man sie vor dem Gebrauch zwischen den Fingern.  Experten unterscheiden zwischen Genuss- und Medizinaltee. Genusstees können auch als einfache Durstlöscher getrunken werden. So zum Beispiel: Melisse, Hagebutte und Lindenblüten. Medizinaltees sollten Sie nur dann trinken, wenn Sie eine gezielte Wirkung erhoffen. Kamille, Johanniskraut und Baldrian sollten deshalb nur während einer beschränkten Zeit eingenommen werden. Je nach Beschaffenheit der Pflanze braucht es eine andere Art, den Tee zuzubereiten:  Überbrühen Kräuter mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen und dann absieben. Gut für Pflanzen mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die sich beim Erhitzen schnell verflüchtigen. Zum Beispiel: Melisse.  Kurzes Aufkochen Kräuter in kochendem Wasser kurz aufkochen, dann 5 Minuten ziehen lassen. Vor allem gut, wenn Wirkstoffe schwer löslich sind. Zum Beispiel: Birkenblätter.

 Kalt ansetzen Kräuter in eine Kanne geben, mit kaltem Wasser übergiessen, einige Stunden ziehen lassen, dann einige Minuten leicht kochen, 5 Minuten ziehen lassen und absieben. Zum Beispiel Süssholz.  Dosierung In der Naturheilkunde gilt: Schwach dosiert ist immer richtig, stark dosiert ist immer falsch!

Für unterwegs Im Erste-Hilfe-Ratgeber von A. Vogel finden Sie über 50 Beschreibungen von Pflanzen, die bei mehr als 50 Beschwerden helfen. Bestellen unter: www.outdoor-apotheke.ch


check-up

kräuterapotheke rose u Gegen Zahnschmerzen hilft rosenblütenwein. einen

Viertelliter Weisswein aufkochen, einen eL Wildrosenblüten dazugeben, kurz aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Dann damit gurgeln.

salbei u Gegen Blähungen Bei allen Verdauungsstörungen zu empfehlen. Für den tee nehmen Sie einen eL mit frischen Salbeiblättern und übergiessen diese mit einer tasse kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. Stillenden Müttern wird empfohlen, auf reichlichen Genuss von Salbeitee zu verzichten, da Salbei den Milchfluss hemmen soll.

heidelbeere u Gegen irritiertes Zahnfleisch Bei irritiertem Zahnfleisch, wunden Stellen oder Bläschen im Mund kauen Sie frische heidelbeerblätter, oder essen Sie zweimal täglich eine tasse voll Beeren. Dies hat eine keimabtötende und zusammenziehende Wirkung.

labkraut u Gegen Nasenbluten Stopft man ein paar zerquetschte Blüten des Labkrauts in das Nasenloch, ist die Blutung schnell gestoppt.

weissdorn

u Gegen herz- und kreislaufbeschwerden hauptsächlich belebt Weissdorn das altersherz, das unterstützt und gepflegt werden will. es lindert zudem die Beschwerden bei frühzeitiger abnutzung des herzmuskels und der herzgefässe. Zwei tL mit Blüten und Blättern mit einem Viertelliter Wasser überbrühen und 20 Minuten ziehen lassen. Dosierung: zwei bis drei tassen täglich.

breitwegerich

u Gegen Fussblasen pflücken Sie ein Breitwegerichblatt, entfernen Sie den Stiel, walzen Sie das Blatt platt, und legen Sie es wie ein pflaster direkt auf die schmerzende Stelle. Mit der Socke befestigen.

kamille u krampflösend

u achtung: Die richtige Dosierung ist bei allen heilkräutern sehr wichtig. Die kamille ist ein gutes Beispiel dafür. Schwach wirkt der kamillentee am besten, ganz speziell zur Linderung von Brechreiz und Magenproblemen. Wird der tee zu stark angesetzt, hat er die gegenteilige Wirkung.

Kräutersommer in Guarda u Möchten Sie Mehr über Kräuter erfahren? Im

wunderschönen engadiner Dorf Guarda schlendern Sie zusammen mit einem kräuterexperten durch Wiesen und Wälder. Von Juni bis oktober werden verschiedene Seminare angeboten. Zum Beispiel wie Sie kräuter bestimmen, sie trocknen, aufbewahren und damit kochen können. Mehr Informationen unter www.krauterwerkstatt-schaffer.ch


der fall Neue Hörsysteme

Ab wann altert das Gehör? Brauche ich in jedem Fall eine beidseitige Versorgung mit einem Hörgerät, und was können die neuen Systeme?

RDB (5), Prisma (2), Dreamstime

Stephan Gfeller Hörakustiker und Leiter Hörzentrum Aarau. www.hoerzentrum.ch Als Erstes gilt es, bei jeder akustischen Wahrnehmung das Nutz- und das Störsignal zu unterscheiden. Dabei ist die Lautstärke des Sprachsignals von grosser Wichtigkeit. Auch der Guthörende versteht sein Gegenüber erst ab einer genügenden Lautstärke und möglichst wenigen Störgeräuschen. Bereits im mittleren Alter nimmt unsere zentrale Leistungsfähigkeit ab. Gleichzeitig schaffen auch unsere Haarsinneszellen in den Innenohren je länger, desto weniger. Durch die Kombination dieser beiden Probleme wird die akustische Verarbeitung massiv erschwert. «Ich höre – aber verstehe es nicht» ist eine der häufigsten Aussagen meiner Patienten und Patientinnen. Eine Korrektur sollte rechtzeitig erfolgen. Solange das Gehör noch intakt ist, können Arzt und Patient mit geeigneter Unterstützung ein optimales Resultat erwarten. Ich rate allen davon ab, nur ein Ohr mit einem Hörgerät zu versorgen. Denn dadurch wird nur eine Hirnhälfte berücksichtigt. Dies bestätigen praktische Versuche. Neueste Hörsysteme sind absolut vollautomatisch und immer besser in der Lage, die Schwerhörigen beim Herausfiltern der wichtigen Hörinformationen zu unterstützen. Für Hörsituationen, in denen ein normales Hörsystem nicht ausreicht, werden laufend neue Entwicklungen lanciert. Heute lassen sich Systeme mit Medien wie Fernseher und Telefon problemlos drahtlos verbinden. Bei über tausend verschiedenen Hörsystemen sollte unbedingt eine persönliche und individuelle Beratung beigezogen werden. Durch eine ausführliche Beratung und Begleitung während der Probephase gewinnen die Betroffenen Vertrauen in das individuelle Hörsystem. Oft dauert eine Anpassung einige Wochen, manchmal auch länger.


check-up

kolumne

dr. sTuTz meinT Alle zwei Minuten stolpert und stürzt irgendwo in der Schweiz ein Mensch. Häufigste Ursache bei Betagten: falsche Medikation. Stürze sind so häufig und folgenschwer, dass ich mich zum zweiten Mal mit ihnen befasse. Die meisten Stolperund Sturzunfälle passieren nicht auf Treppen, sondern auf ebenem Gelände. Vier von zehn Invalidenrenten gehen auf diesen wenig spektakulären, oft aber verheerenden Unfallhergang zurück. Übrigens stürzen nicht nur ältere Leute. Aber wenn Betagte stürzen, ziehen sie sich oft fatale Knochenbrüche zu, vor allem am Schenkelhals. Deshalb muss alles getan werden, damit sie nicht hinfallen. Eine der häufigsten Ursachen für Stürze bei älteren Menschen sind zu viele, zu hoch dosierte oder falsch kombinierte Medikamente. Vor allem Herzmedikamente, harntreibende Wirkstoffe, Schlafmittel und Psychopharmaka wie Antidepressiva und Neuroleptika erhöhen das

Sturzrisiko. Werden diese Mittel miteinander kombiniert, wird es besonders gefährlich. Betreuer und Angehörige sollten ein Auge auf die Medikamente werfen, die eine betagte Person einnehmen muss, und sich nicht scheuen, dem Arzt auch unangenehme Fragen zu stellen: Braucht es all diese Medikamente wirklich? Kritisch wird es ab drei Pillen und mehr! Wie wirken sie zusammen? Sind sie niedrig genug dosiert? Das ist gerade bei Schlafmitteln und Psychopharmaka sehr wichtig. Allerhöchste Zeit, die Medikamente zu überprüfen, ist es, wenn es jemandem beim Aufstehen immer wieder schwindlig wird. Gute Hilfe gibts unter www.stolpern.ch Herzlich, Ihr

TV-Tipp

Samstag, 15. Mai, 18.10 Uhr

Hüftarthrose Ob wir gehen oder stehen: Die Hüfte ist das am meisten belastete Gelenk. Wenn sich dabei die Knorpelschicht verschleisst, reibt sich Knochen auf Knochen. Das Leiden heisst Arthrose und macht Schmerzen. Ein Experte zeigt im Fernsehstudio, wie man die volle Beweglichkeit zurück­ gewinnen kann. www.gesundheitsprechstunde.ch

neuer diabetes-Tester u ZüRIch Forscher der eTH haben ein Gerät entwickelt, das Diabetes Typ 1 in der Atemluft eines menschen nach­ weist. Der Sensor liegt als Prototyp vor. er könnte Diabeti­ kern die täglichen Stiche in die Fingerkuppe ersparen.

rauch lockert zähne u bERlIn Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie nichtraucher. Das geht aus einem Report hervor, den die Bundeszahnärztekammer gemeinsam mit dem Deutschen krebsforschungszentrum vorstellte.

Kranke Kinder u «jETZT KOMMT FRAU WIPF»

sanft entspannen u VIElE WEgE FühREn ZUR gElAssEnhEIT

Je nach Stimmung und Situation bietet Ihnen diese CD­Box Anleitungen, um Ihre tägliche entspannung und Regeneration zu unterstützen. mehr Informationen unter www.mankau­verlag.de

erzählt in zehn kurzen kapiteln von der kinder­ krankenpflege ausserhalb von Spitälern. Dahinter verbirgt sich eine witzige Freund­ schaftsgeschichte. Das Buch von lorenz Pauli entstand in Zusammenarbeit mit Fachpersonen von kinderspitex Zen­ tralschweiz. Atlantis Verlag, im Buchhandel, CHF 24.80. mehr Infos: www.kispex.ch


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten

Im Fluss Die Malerei von Franziska Zumbach ist poetisch, intensiv und technisch brillant.

franziska zuMbach

Sehnsuchtsbilder Foto Willy Spiller

Die Magierin Ihre Bilder

verführen das Auge zum Eintauchen und Verweilen. Schicht für Schicht. Die Malerin Franziska Zumbach schöpft aus der Intuition und ist eine virtuose Handwerkerin.

u Dieses Motiv ist schon beinahe ein Gesamtkunstwerk: Zwischen ihren grossformatigen Werken «Sound» posiert Franziska Zumbach, 50, im selbst genähten Jupe, den sie lachend als «tragbares Bild» bezeichnet. Während sich die bunten Satinbänder mit dem Faltenwurf bewegen, mäandern die gemalten Far-

blinien über die Leinwand. Fliessen ineinander und einen sich zum Wellenmeer. Trotz unendlichem Auf und Ab strahlen die Werke eine tiefe Ruhe aus. Die Künstlerin arbeitet zwar konzeptionell, wehrt sich jedoch dagegen, als konkrete Malerin bezeichnet zu werden. «Meine Art zu malen entspricht mei- u schweizer illustrierte

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Kultur ner Art zu denken», erklärt die gebürtige Zugerin. Es gehe ihr nicht darum, die Bilder möglichst genau und sorgfältig zu malen, sondern um das leuchten und Fühlen der materie. «Der Duft der Farbe, ihre Assoziation ist für mich heute viel wichtiger als die Theorie der Farbe.» Franziska Zumbach verspürt in der Natur oder auf Reisen oft eine unheimliche Sehnsucht nach der Farbe. Ihre inneren Bilder trägt sie schliesslich ins Atelier. Inspiration findet die Künstlerin «überall dort, wo meine Augen auf etwas treffen, eigentlich an jeder Ecke meines Lebens». Selbst beim Kochen oder im Garten ihres Hauses in Beinwil am See AG hält sie sich in ihrer Arbeit auf. Beobachtend, den Zufall aufnehmend. Wie das Erblühen der Schwertlilien. «Die Malerei macht einen grossen Teil meines Lebens aus», betont die Mutter eines 15-jährigen Sohnes. ihre leidenschaft teilt sie mit ihrem Mann, dem Künstler Hans-Peter Kistler. Um sich in dieser anziehenden Farbwelt bewegen zu können, brauche es ein Konzept. Auch wenn sich dieses während des Schaffensprozess immer wieder ändern kann. So ist stets überraschend, was mit einer Farbe passiert, wenn ihr eine andere zur Seite gestellt wird: Farbpaarungen, wie sie auf den geometrisch strukturierten Bildern entstehen. Gemalt sind die 60-Gradwinkel ohne technische Hilfsmittel. Nur mit dem Pinsel, frei von Hand mit Ölfarbe

die besten

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Vielschichtig Geometrische Komposition aus «Bazar» 1, 2010, von Franziska Zumbach. und Alcydharz. Auf den Betrachter wirken die Motive wie der Blick durch ein Kaleidoskop. In der 16-teiligen Werkgruppe «Bazar» oder den Tafelbildern «Silk» ist die Affinität der Künstlerin zum textilen ebenso lesbar wie jene zum amerikanischen Color-Field-Painting. «Vom Bildereignis her finde ich die Farbfeld-Malerei eines Morris Louis, Barnett Newman oder Mark Rothko einfach sensationell.» Welche Gefühle Farben in ihr persönlich auslösen, will Franziska Zumbach nicht benennen. Das Zerpflücken der komplexen Empfindung könnte etwas zerstören. Kein Geheimnis macht sie

hingegen aus ihrer Seelenverwandtschaft zu Sonia Delaunay und Sophie Taeuber-Arp. «Ich fühle mich ihnen wirklich sehr nahe. Die beiden Frauen zu entdecken, war für mich enorm schön.» Die Malerin hat die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern besucht. Franziska Zumbach ist für ihr Werk mehrmals ausgezeichnet worden und hat sich zudem mit Kunst und Farbe am Bau einen Namen gemacht. isolDe schAFFteR-wielAnD

gAleRie cARlA Renggli Zug Bis 5. 6. Di–Fr 14–18.30, sa 10–16 uhr, tel. 041 711 95 68, www.galerie-carlarenggli.ch

While Bodies get mirrored

Bewegung im Raum und durch die Zeit u Was nicht alles in uns steckt: laut Joseph Beuys ist jeder ein Künstler.

Gleichschritt «Manifesto of Futurist Woman», 2008, von Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova.

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Doch das ist noch nicht alles. Da jede – noch so alltägliche – Bewegung der teil eines tanzes ist, ist auch jeder mensch ein tänzer, so das Credo des postmodernen tanzes. Wie sich die beiden Künste gegenseitig inspirieren und befruchten ist zurzeit im Migrosmuseum zu sehen. Die Schau «While Bodies Get Mirrored» zeigt fotografische Dokumente von tanzperformances, aber auch Notationen, die tänzerische Bewegung fixieren oder als rauminstallationen spiegeln wollen. Die Gruppenausstellung mit dreizehn internationalen Positionen stellt Arbeiten gegenüber, die ein spannungsverhältnis von Bewegung und raum thematisieren und dafür ein formalistisches Zeichenvokabular aufnehmen und reaktivieren. So übt das Künstlerduo Anetta Mona Chisa & lucia tkacova aus Osteuropa in seinen Arbeiten Kapitalismuskritik, thematisiert Fragen der Geschlechteridentität und beobachtet Gesellschaftsstrukturen. In einem ihrer Videos verbreiten Majoretten per Flaggenalphabet das «Manifest der futuristischen Frau». AninA RetheR MigRosMuseuM Zürich Bis 30. 5. Di/Mi/Fr 12–18, Do 12–20, sa/so 11–17 uhr, www.migrosmuseum.ch


christina niederberger

Farbenfroh

Zirkus

u Sie wirken wie Zahnräder einer bunten Maschine, sind aber in Wirklichkeit kleine Tortenuntersetzer. Christina Niederberger, 49, eignet sich vordergründig Objekte an, die sie neu interpretiert und später in einem anderen Kontext wiedergibt. Die Bernerin, die in London und Bern lebt, hinterfragt gerne gewohnte Wahrnehmungsmuster. So auch in ihren Blumenstillleben, bei denen die Tapete mit den davorstehenden Bunter Mikrokosmos «Spin», Blumenvasen zu verschmelzen scheint. km 2010, von Christina Niederberger.

galerie silvia steiner Biel Be Bis 29. 5. mi–Fr 14–18, sa bis 17 Uhr, tel. 032 - 323 46 56, www.silviasteinergalerie.ch gertrud von Mentlen

Tiefgründig

u Gertrud von Mentlen (1927–2006) hat sich immer wieder selbst porträtiert. Zentrales Thema der Malerin aus Uri war die Begegnung und die Auseinandersetzung mit dem selbst und dem menschlichen dasein. Ihre Arbeiten sind facettenreich, tiefgründig, voller Intensität. Seit den 90er-Jahren gilt ihr Interesse dem Werden und Vergehen der Natur. In ihren Bildern halten Pflanzen und Erde Einzug. Die Retrospektive Klare Linien «Selbstporträt», 1979, wird durch Filmbeiträge ergänzt. km von Gertrud von Mentlen.

international circus Festival basel

Manege frei

u Jung, gelenkig und ohne Furcht: Das ist der Stoff, aus dem die Zirkusartisten von morgen gemacht sind. Jetzt steht die Region Basel für vier Tage wieder ganz im Zeichen der internationalen Zirkus- und Show-Welt. 30 aufstrebende Artistinnen und Artisten aus aller Welt konkurrenzieren sich bei Young Stage. Das Festival für junge Artisten zwischen 16 und 27 Jahren will dem Publikum die Zirkuswelt von morgen zeigen – Zirkus, gemischt mit variétéelementen. In der hochkarätigen Fachjury sitzen u. a. die Weltmeister denise biellmann (Eiskunstlauf), donghua li (Kunstturnen) und die international erfolgreiche Artistin Masha dimitri. rea

ZirkUs Festival Basel 25.–28. 5. tickets unter www.young-stage.com oder tel. 0900 000 848 (ChF 0.99/min.)

alteFaBrik rapperswil-Jona sg Bis 27. 6. mi–Fr 17–20, sa/so 14–17 Uhr, tel. 055 - 210 51 54, www.alte-fabrik.ch Marcelle ernst

Verschwommen u Es

gibt Menschen, die sich auch noch nach Jahren an die kleinsten Details erinnern können. Bei den meisten jedoch verblasst die Vergangenheit unaufhaltsam. Die Malerin Marcelle Ernst setzt in ihrer Ausstellung «Souvenirs» genau da an und zeigt nachbearbeitete Reiseschnappschüsse. Das Resultat ist ein diffuses Bild, das die Realität nur erahnen lässt. Als Malgrund verwendet die Langenthalerin Leinwände, Holzkäst- Undeutliche Konturen Aus der Serie chen und manchmal auch Glas. km «Souvenirs» von Marcelle Ernst. galerie kUnstgarten aarwangen Be Bis 30. 5. Do–so 14–18 Uhr, tel. 062 - 922 19 78, www.kunstgarten.ch

Handakrobatik Grandioser Balance-Akt des Deutschen Robert Choinka.

MeMento Mori in Paris

Totenkopf, Skelett und Co. u Der treuste Begleiter des Lebens ist der Tod. So sehr wir ihn fürchten,

Memento mori «L’ Atelier au crâne» von Georges Braque.

Symbole wie Totenkopf und Gerippe faszinieren den Menschen seit je. «That’s Life» vereint 160 Meisterwerke zum Thema: Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videos, Objekte, Schmuckstücke. Vom «Memento Mori»-Mosaik aus Pompeji über Caravaggios «Heiliger Franziskus in Meditation» bis zu Marina Abramovics «Carrying the skeleton» oder «Nature morte, crâne et chandelier» von Paul Cézanne gibt die Schau einen Einblick in die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Tod. Der mit Diamanten übersäte totenkopf von damien hirst darf auch nicht fehlen. anina rether mUsée maillol Paris (F) Bis 28. 6. täglich 10.30–19 Uhr, tel. +33 1 42 22 59 58, www.museemaillol.com, Publikation eUr 35.– schweizer illustrierte

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die besten

kino

Plötzlich mittendrin Catherine (Julianne Moore) engagiert eine Verführerin.

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tHRILLeR CHLoe (uSa) Hollywood-Star Julianne Moore spielt eine verunsicherte ehefrau und Mutter, die ihren Mann einem treuetest unterzieht. u Erfolg

haben sie beide: Die Gynäkologin Catherine (Julianne Moore) und ihr Mann David (Liam Neeson), ein im ganzen Land bekannter Uniprofessor. Die Überraschungsparty, die sie zu seinem Geburtstag organisiert hat, soll rauschend werden. Die Gäste befinden sich bereits in Festlaune – doch David taucht nicht auf. Er habe den Flieger in New York verpasst und komme erst sehr spät, lässt er Catherine am Telefon ausrichten. Katerstimmung am nächsten Morgen. Er entschuldigt sich, sie entdeckt auf seinem Handy eine Nachricht: «Danke für gestern Abend!» Hat David eine Affäre mit einer seiner Studentinnen? Gut, ihre Ehe verläuft nicht so steil wie ihre Karrieren, doch es scheint immer noch genug Liebe vorhanden zu sein. Trotzdem: Catherine unterzieht David einem Treuetest. Sie setzt die blutjunge Edelprostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an. Getarnt als Studentin soll diese herausfinden, wie weit David geht. Und plötzlich gerät Catherine in einen Strudel von Sex, Missgunst und Liebe.

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Das Setting von Atom Egoyans Film «Chloe» hat das Zeug zum perfekten erotik-Thriller: schmucke Lokale, ein attraktives Ehepaar, eine geheimnisvolle Verführerin und als übergeordneter Schauplatz ein verschneites Toronto, in dem niemand gegen einen «Ausrutscher» gefeit ist. Nicht ganz so gelungen ist die Story, in die noch ein Mutter-Sohn-Streit hineingepackt ist, der mehr Fragen aufwirft, als dass er etwas zur Handlung beisteuern könnte. Zudem nimmt man Hauptdarstellerin Julianne Moore, die für diesen Film wie geschaffen ist, die Härte, mit der sie ihrem Sohn gegenübertritt, irgendwie nicht ab. Doch davon abgesehen inszenierte Regisseur Egoyan eine clevere, moderne Ehegeschichte, die er mit überraschenden Wendungen und einem Hauch von düsterer Psycho-Atmosphäre versah. BenJaMIn BÖgLI Das macht den Film aus u Die Handlung ist doppelbödig und hält das Publikum bei der Stange. u Toronto bietet eine attraktive kulisse für diesen atmosphärischen Thriller. u Das Zusammenspiel der drei Hauptfiguren funktioniert und ist geheimnisvoll. 88888 Länge: 96 Min., Regie: atom egoyan, D: J. Moore, L. neeson, a. Seyfried. Start: 13. 5.

mehr kino-Tipps

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BezIeHungSKoMÖDIe tHe BaCK-uP PLan (uSa) eine beziehungslose new yorkerin lässt sich künstlich befruchten – und wird mit zwillingen schwanger. Deshalb ist er zu empfehlen u Zwillingsmutter Jennifer Lopez spielt die Rolle mit der nötigen Selbstironie. u Die Story hat Witz und trägt damit zu einem vergnüglichen kinoabend bei. u Das romantische Stadtleben wird mit einem Augenzwinkern inszeniert. 88888 L: 106 Min., R: alan Poul, D: J. Lopez, a. o’Loughlin, M. Watkins. Start: 13. 5.

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DoKuMentaRfILM DavID WantS to fLy (Ö/D/ CH) David Sieveking taucht in die Welt der transzendentalen Meditation (tM) ein – und entzaubert sie.

Das zeichnet den Film aus u Verblüffend: Die Gespräche mit kultregisseur und TM-Anhänger David Lynch. u Film und Filmer machen eine Entwicklung durch. u Der investigative Touch des Streifens bietet Spannung und Aufklärung. 88888 Länge: 96 Min., Regie: David Sieveking, D: D. Lynch, P. McCartney, R. Starr. Im Kino.

Foto Frenetic Films

Die Versuchung liegt in Griffnähe


cd spezial

So schön klingt der Frühling Was wäre der Wonnemonat Mai ohne Musik? Unsere Profis spitzten die Ohren und liessen sich inspirieren. Ob rockig, romantisch oder nostalgisch: Ihre CD-Tipps machen der Frühlingsmüdigkeit den Garaus und stecken Herzen in Brand. H. Elias Fröhlich, 62, Reporter und Pop-/ Rock-Spezialist.

Hanspeter Vetsch, 53, Kommunikationsberater und Jazz-Liebhaber.

Hans Uli von Erlach, 61, Kulturjournalist und Klassik-Kenner.

«Wie John Miles sagte: ‹Musik war meine erste Liebe, und sie wird meine letzte sein.›»

«Jazz kann zu jeder Jahreszeit Frühlingsgefühle aufkommen lassen.»

«Ich finde, klassische Musik lebt von neuen Ideen für neue Ohren.»

nostalgisch the Beatles proJect get Back! (sony music) u das ist keine Blasphemie an den legendären popgöttern. im Gegenteil: als Fan der Fab Four geht mir bei diesen erfrischend-peppigen klängen das Herz auf. auch wenn das englisch nicht immer astrein ist: das Quartett aus deutschland hat 13 Hit-Klassiker in Beatles-sounds gekleidet. Von U2 und Robbie Williams bis lady Gaga. eine mega idee, die überhaupt nicht gaga ist. Für langzeit-lover.

tête-à-tête keith Jarrett, charlie haden Jasmine (ecm) u der pianist Keith Jarrett, der Bassist charlie Haden: zwei, die einen festen Wohnsitz im Jazzolymp haben. 1976 waren die beiden Musiker letztmals gemeinsam auf einer schallplatte zu hören, jetzt sind sie sich im duett wieder im aufnahmestudio begegnet – und haben wie ein liebespaar nach langer trennung sofort zur alten intimität gefunden. der Mai treibt offenbar auch klingende Blüten.

poetisch chopin mit alexandre tharaud (virgin classics) u im ernst: ich bin kein wirklicher chopin-Fan. Und nun dieser alexandre Tharaud mit seinem «Journal intime»: er geht den Komponisten auf unausgetretenen pfaden an und spielt nicht einfach dessen ohrwürmer ein (mit zwei ausnahmen zum schluss), sondern bringt weniger bekannte Mazurken, Balladen, ecossaisen. Unsentimental, mit viel persönlichkeit, poetisch und wo nötig auch dramatisch.

atemBeraUBend nilsa aphale (cede.ch) u die 29-jährige sängerin aus Moçambique versprüht mit ihrer Musik pure lebensfreude. eine Fröhlichkeit, die ansteckt. Tolle cd mit mitreissendem crossover-Mix aus pop, Hip-Hop, Reggae in afrikanischer leichtigkeit. der Rhythmus überwiegt, dazu gesellen sich mehrstimmige chöre und texte über liebe und Beziehungen, gesungen in Nilsas Muttersprachen portugiesisch und cena. Für Frischverliebte.

sinnlich lisette spinnler siawaloma (material) u Gemeinschaft bedeutet «siawaloma» in Burkina Faso. Genau das gelingt lisette spinnler, 34, mit ihrer Band so wunderbar intensiv und entspannt zugleich. die charismatische Basler Vokalistin hat sich längst vom Talent zu einer der reifen stimmen der szene entwickelt, wie ihre sinnliche neue cd belegt. Melodiös, rhythmisch intensiv und mit einer prise afrika. die ideale Musik für Tagträume(r).

frisch Beethovens neUnte (naïve) u das ist es, was ich bei 1000-mal gehörten Klassikern liebe: neues Hinhören, ohne das original zu verleugnen. also bunte luftballone für Beethovens grösste sinfonie? Klar: immerhin gehts am schluss um «Freude, schöner Götterfunken». das junge Orchester la chambre philharmonique spielt unter emmanuel Krivine mit frischer intensität, swingenden Tempi, transparentem Klang. Formidabel!

atmosphärisch Band of horses infinite arms (sony music) u Wer sanfte, melodiöse und vielstimmige songs sowie Bands wie crosby, stills & Nash und eagles mag, liegt mit dem Quintett aus seattle richtig. das album entstand innerhalb von 16 Monaten an musikhistorischen orten der Usa, die Muscle shoals, alabama, und Blue Ridge Mountains asheville heissen. der unvergängliche spirit weht nun durch diesen sound. Für schmusekatzen.

aUfweckend Bill carrothers Joy spring (pirouet) u Von Musikern hoch geachtet und doch ein insidertipp: Bill carrothers ist einer dieser sogenannten «musician’s musicians». dabei gelingt dem pianisten mit drew Gress (Bass) und Bill stewart (schlagzeug) wieder einmal eine cd, auf der sich die tradition des klaviertrios und deren Zukunft begegnen. Genau richtig für Ohren, die den Winterschlaf definitiv hinter sich lassen wollen.

verführerisch mr. corelli in london maurice steger und english concert (harmonia mundi) u Maurice steger beobachte ich seit seiner ersten cd vor 16 Jahren: Nicht nur ein feiner Musiker und Blockflötist von Weltklasse, sondern stets innovativ und nach schätzen suchend. Für die neuste cd hat er nach Musik geforscht, mit der sich corelli-Fans im 17. und 18. Jahrhundert an Virtuosität übertrumpften. ein Ohrenschmaus für Barockliebhaber. schweizer illustrierte

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Reisen, geniessen, rätseln!

weekend

Unterwasser-Suite! Das «Conrad Maldives Rangali Island» bittet zu Nächten und Nachtessen am Riff.

«CONRAD MALDIVES RANGALI ISLAND»

Suite am Riff, unter Wasser! u Keine Nacht wie jede andere! In der «Ithaa Suite» des Conrad-Resorts auf Rangali in den Malediven pochen Hunderte von Fischen an die dünne und durchsichtige Acrylwand. Sie weichen auch nicht, wenn der Butler am nächsten Morgen Champagner und Frühstück ans Doppelbett bringt. Die Suite liegt fünf Meter unter der Meeresoberfläche direkt am Riff – und

ist nur in Ausnahmefällen für sündhaft viel Geld (11 000 Dollar) zu haben. Bleibt sie frei, wird aus der «Ithaa Suite» das «Ithaa Restaurant». In den letzten fünf Jahren trafen sich hier über 40 000 Gourmets zum ungewöhnlichen Dinner. INFO Lunch USD 195.–, Diner USD 320.–, www.conradhotels.com

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weekend

Reisen

Golfplatz Iberostar bei Salvador Die letzten Drives zischen dem Meer und den Palmen entlang.

Praia do Forte Endlose Strände, sauberes Meer, gu

Olodum! Jeden Dienstag sind in Salvador die Trommler unterwegs. Dann bebt Pelourinho.

Von Pool zu Pool Das Iberostar-Resort ist riesig. Du

SALVADOR (BAHIA)

Abtanzen, wo die Olodum d Geheimnisvoll, Unescogeschützt, voller Temperament: Salvador in Bahia! Draussen vor der Stadt lockt Iberostar in eine riesige Allinclusive-Ferienanlage.

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m besten entdeckt man Bahia an einem Dienstag. Dann bebt Pelourinho, die magische Alt­ stadt mit ihren 330 restaurierten Barockgebäuden: Die Olodum trommeln durch die Nacht! Die riesige Gruppe, ursprünglich «nur» für den Karneval unterwegs, ist seit ihren Auftritten mit Paul Simon und Michael Jackson welt­ berühmt. Ihr Anliegen ist unverändert: Samba­Reggae, der keinen kaltlässt. Und Kampf um die Gleichberechtigung («bloco afro», www.oludum.com.br). u Luxus im Kloster Wer an Bahias erster Adresse absteigt, wohnt gleich am «Pelô». Das «Pestana Convento do Carmo», ein zum Kleinhotel umgebautes Kloster mit grosszügigen hohen Zim­

mern, ist eine Oase der Ruhe und des Luxus. Man lebt gewissermassen im Innenhof: runder Pool unter Palmen, elegante Bar, portugiesisches Restau­ rant mit Bacalhau in allen Varianten (www.pestana.com). u Churrasco & Moqueca Restau­ rants? «Boi Preto» ist die beste Churras­ ceria der Stadt. Bei «Maria Mata Moura» gibts baianische Küche, mit wunderba­ rer Moqueca. Im Bohemien­Viertel Rio Vermelho reihen sich Restaurants an Bars. Am Sonntag lädt Carlinhos Brown (Funk, Rock, Soul) zu seiner «Timbala­ da». «Ego» und «Maddre» sind momen­ tan die hippsten Discos. u Superresort Iberostar! Eine Stunde ausserhalb Salvadors, in Praia do Forte,


te Stimmung im Iberostar-All-inclusive-Resort.

Wassersportler fühlen sich im Resort besonders wohl. Privatstunden für Segler und Surfer!

tzende von Pools, ein Dutzend Restaurants.

«Convento do Carmo» Eleganter als im umgebauten Kloster kann man in Salvador nicht absteigen.

en Samba-Reggae trommeln bittet Iberostar in zwei Fünfsternehotels. Unglaublich: 3000 Gäste und ziemlich viele Kinder logieren im grosszügigen Resort, aber in der Bettenburg mit unzähligen Pools und vielen Spezialitätenrestaurants (inkl. japanisch und thailändisch) funktioniert trotzdem alles wie am Schnürchen. «All inclusive» kann man ziemlich wörtlich nehmen: Selbst die vielen Caiprinhas sind im ausgesprochen attraktiven Wochenpreis inbegriffen (www.iberostar.com.br). Empfehlenswert: ein Ausflug zu den vom Projekt Tamar geschützten «tartarugas» – Meeresschildkröten (www.tamar.com.br). Auch das Hippiedorf Arembepe ist nah – Jimi Hendrix, Janis Joplin, Mick Jagger & Co. erlebten hier gemütliche Zeiten …

auf dem Golfplatz Zur Hotelanlage gehört der Golfplatz Iberostar. Er ist sehr schön angelegt, gepflegt – und (wie fast alle Plätze in Brasilien) menschenleer! «Signature hole» ist Loch u einsam

Nummer 18: Der Drive zischt den Palmen und dem Meer entlang, und mit etwas Glück liegt ein Birdie drin. Feiern kann man seinen Score auf der Terrasse des riesigen Klubhauses. URS HELLER

check-in uAnreise

Mit Swiss täglich nach São Paulo. Mit TAM nach Salvador uHotels Convento do Carmo: Luxushotel in einem alten Kloster im Herzen von Salvador (www. pestana.com). DZ ab CHF 268.– pro Person. Iberostar Praia do Forte: riesiges, gut organisiertes Fünfsterne-Allinclusive-Resort in Praia do Forte. Sehr kinderfreundlich. Eigener, erstklassiger Golfplatz (www.iberostar. com). 1 Woche, alles inbegriffen, ab CHF 1694.– pro Person uBrasilien-Spezialist www.dorado-latintours.ch schweizer illustrierte

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En GuEtE Bekömmlich Leichter Fenchelgratin.

sibylle saGer

Mmm, das schmeckt!

weekend

mit Köchin

Er zählt zum ganz gesunden Gemüse und ist derzeit aktuell: Fenchel schmeckt roh, gedünstet, gebacken oder gebraten.

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Fenchel-Gratin mit hüttenkäse

Zutaten (für eine weite, ofenfeste Form von ca. 2 Litern, gefettet) 4 Fenchel (siehe Hinweis), geviertelt, 1/2 Teelöffel Salz, 200 g Hüttenkäse, 140 g Schinkenwürfeli, 50 g entsteinte schwarze Oliven, in feinen Ringen, 1 Esslöffel glattblättrige Petersilie, grob geschnitten, 1 Prise Salz, wenig Pfeffer, 50 g geriebener Gruyère Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Gratinieren ca. 10 Min. u Dämpfkörbchen

in eine Pfanne stellen, so viel Wasser in die Pfanne geben, dass es den Boden des Dämpfkörbchens knapp nicht berührt. Fenchel im Dämpf­ körbchen verteilen, salzen, aufkochen, zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. weich garen, herausnehmen. Fenchel in der vorbereiteten Form verteilen. Hüttenkäse und alle Zutaten bis und mit Pfeffer in einer Schüssel mischen, auf dem Fenchel verteilen. Gruyère dar­ überstreuen. Gratinieren ca. 10 Min. in der oberen Hälfte des auf 240 Grad vorgeheizten Ofens.

2

Fenchel-Fischsalat

Vorspeise (für 4 Personen) Sauce 2 Teelöffel Kräutersenf, 3 Esslöffel Zitronensaft, 3 Esslöffel Olivenöl, 2 Esslöffel glattblättrige Petersilie, fein geschnitten, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer

hinweis Fenchel enthält äthe­ rische Öle. Diese können die Verdauung fördern und das Immun­ system stärken.

Salat 500 g Fenchel, längs halbiert, in ca. 5 mm breiten Streifen, 400 g kleine, fest kochende Kartoffeln, in ca. 1 cm breiten Schnitzen, 1/2 Teelöffel Salz, 400 g Zander- oder Pangasiusfilets, in ca. 2 cm grossen Würfeln, 1/2 Teelöffel Salz, 1 Esslöffel Anis, geröstet Vor- und zubereiten ca. 25 Min. Garen ca. 13 Min. u Für die Sauce alle Zutaten in einer weiten Schüssel gut verrühren, Sauce würzen. Fenchel und Kartoffeln salzen, in eine gelochte Schale legen. Im Dampfgarer bei 100 Grad auf Stufe «Gemüse» ca. 5 Min. garen, ca. 5 Min. im geschlos­ senen Gerät stehen lassen. Fisch salzen, in eine gelochte Schale geben, alles ca. 3 Min. bei 85 Grad auf Stufe «Fisch» fertig garen. Herausnehmen, Gemüse mit der Sauce mischen, Fisch sorgfältig daruntermischen, Anis darauf verteilen. Garen im Dämpfkörbchen Dämpfkörb­ chen in eine weite Pfanne stellen,

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Wasser bis knapp unter den Körbchenboden einfüllen. Gemüse beigeben, salzen, zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 13 Min. knapp weich garen. Herausnehmen, mit der Sauce mischen. Dämpfkörbchen einfetten, Fisch hineinlegen, salzen, ca. 7 Min. garen.

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Fenchel-Burger

Zutaten (für 4 Personen) 4 kleine Fenchel, längs halbiert, Fenchelkraut fein geschnitten, bei­ seite gestellt, 1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer aus der Mühle, 300 g Hack­ fleisch (Rind, Kalb und Schwein), 100 g Kalbsbrät, 1 Knoblauchzehe, gepresst, 1/2 Teelöffel Salz, wenig

Pfeffer, Bratbutter zum Braten Vor- und zubereiten ca. 30 Min. u Das Dämpfkörbchen in eine weite Pfanne stellen, Wasser bis knapp unter den Körbchenboden einfüllen, Fenchel beigeben, würzen, zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. garen. Für die Böden von 4 Fenchelhälften an der gewölbten Seite ein Scheibchen abschneiden, damit sie auf dem Teller nicht kippen. Hackfleisch in eine Schüssel geben, Brät, Knoblauch und beiseite gestelltes Fenchelkraut beigeben, Masse von Hand sehr gut kneten, bis sich die Zutaten zu einer kompakten Masse verbinden. In 4 Portionen teilen, mit den nassen Händen ovale, ca. 1 cm dicke Hamburger daraus formen. Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen, Hitze reduzieren. Hamburger beidseitig je ca. 3 Min. braten. Herausnehmen, zwischen zwei Fenchelhälften legen. Dazu passt Risotto.

u SENDEDATEN

Montag, 10. Mai 2010, 20.05 Uhr, SF 1 (Wiederholung: 11. 5., 1.00 und 13.45 Uhr, SF 1) u MENü MiT ExoTiSchEM Touch Mango-Gazpacho, knuspriges Poulet mit Vanille, exotische Pavlova Mehr Info: www.aldente.ch


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Innovativ im Tessin Küchenchef Lorenzo Pellegrinelli (r.) und Geschäftsführer Amadeo Mora versprühen Italianità.

ristorante ambrosia al Gargantini Riva albertolli 5 6900 lugano tel. 091 - 921 18 76 alle Kreditkarten ausser Diners EC-Direct, kein Postcard Sonntag Ruhetag www.ambrosiaalgargantini.com

Im Ambiente der Aristokraten «Ambrosia al Gargantini», Lugano ti Ein gediegenes, kleines Lokal mit überzeugender mediterraner Küche: Lorenzo pellegrinelli setzt auf temperamentvolle, saisonale Gerichte.

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mbrosia, die Götterspeise aus der griechischen Sage, gibts hier wohl nicht mehr. Dafür eine überzeugende mediterrane Küche. Gut zu finden ist das Restaurant mit 46 Plätzen im Palazzo Gargantini an der aussichtsreichen Seepromenade. Die Locanda gleicht mit den glitzernden Leuchtern, grossen Buffets und imposanten Vorhängen einem «Salotto» in einem aristokratischen italienischen Palazzo. Zur Mittagszeit trifft sich im eleganten Lokal die Geschäftswelt. Die innovative Küche von Lorenzo Pellegrinelli folgt dem Wechsel der saisonalen Gegebenheiten. Die Karte ist kurz mit einem spritzigen Angebot.

Grossen Wert legt der Chef zum Beispiel auf die gute Mariage von Pasta mit Nebenprodukten. Und wems gefällt: Italianità dominiert. Zum einstimmen gab es zarte marinierte Lammfilet-Scheibchen mit einigen Tropfen Balsamico. Es folgte eine würzige «zuppetta» mit Tomatenrouille, winzigen «moscardini» und Frühlingspilzen. Schön präsentiert der Artischockenflan, überbacken mit TaleggioKäse und einem Sprossenhut. Herrlicher Oregano-Duft schwebte über der pikanten Pasta «penne all’arrabiata» mit viel Taggiasche-Oliven. Gut auch die luftigen Gnocchi mit Kräutern, Butter und Salbei. Eine Überraschung das «portafoglio

alla moda dello Chef». Ein zartes Kalbschnitzel, gefüllt mit Schinken und Spargeln an einem schmackhaften Fond. Dazu knackiges Frühlingsgemüse und zu früh aus dem Ofen geholte Bratkartoffeln. Ein Hauch von Meer lag über den Meerbarbenfilets «alla livornese» mit Tomaten, Auberginen, Kapern und Oliven. Im Hause zubereitet werden alle Desserts. Luftig war die Crespella mit an Grand Marnier flambierten Erdbeeren. Ein süsser Traum an Vanillesauce die Terrine aus drei Schokoladen, weiss, hell und dunkel. Sehr aufgestellt und freundlich der Service. An warmen Tagen wird auf der Terrasse serviert. 

Fotos Bruno Voser

wein-tipp Chasselas vom Baron Baron Patrick de ladoucette ist den Wein-liebhabern von Pouilly-Fumé und Sancerre ein Begriff. Denn er besitzt seit 1972 das Château du Nozet in der loire und produziert dort die gleichnamigen Weine. Weniger bekannt ist, dass der Baron auch in der

Schweiz aktiv ist. im Kanton Waadt vinifiziert er zwei ganz tolle Weissweine. Einen Féchy und einen tartegnin. Der 08er tartegnin Vigne du Baron (12 %) ist delikat in der Struktur mit aromen, die an lindenblütensorbet, Ginger und Mandarinen denken lassen. im Gaumen ist er von

rassiger Frische. Blind verkostet würde man im ersten Moment wahrscheinlich nicht an einen Chasselas denken, sondern eher an einen lieblichen Sauvignon Blanc. Diese Entdeckung passt hervorragend zu Fischgerichten, Spargeln oder einfach so zum apéro.

Weinkeller Riegger Birrhard www.riegger.ch Jetzt geniessen. Trinktemperatur: 8 bis 10 Grad. u CHF 15.80

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«Achtung: Beim Sport vorsichtig sein!»

woche vom 16. bis 22. mai 2010 Die Sonne bildet am 18., 19., 20. harmonische Winkel zu Jupiter, Saturn und Ura­ nus. Das könnte u. a. gute Nachrichten bezüglich Wirtschaft und Börsen bedeuten, Aufklärung von aufsehenerregenden Verbrechen, positive Reformen und wissenschaftliche Ent­

deckungen. Ein dissonanter Aspekt Sonne–Neptun könnte Probleme bezüglich der Umwelt, der Gesundheit (Gifte in Nah­ rung usw.) bedeuten, Spannungen zwischen Venus und Saturn, Uranus und Jupiter könnten auf Probleme bei Künstlern hinweisen oder auf Unfälle im Bereich Freizeit und Sport.

widder 21.–30. 3. Angespannte Stimmung zu Hause am 17. Aber am 19. fühlen Sie sich wohler. Um den 26. Geborene müssen umdenken, stehen am 18. unter Druck, ab 19. bessert sich die Lage. 31. 3.–9. 4. Am 17. könnte eine Diskussionen (mit Angehörigen?) schwierig werden, aber am 19./20. wirds besser. Nach dem 7. Geborene sind sehr vital und dynamisch. 10.–20. 4. Highlights in der Liebe sorgen für glänzende Laune, besonders am 18. Schicksalhafte Begegnung? Auch physisch sind Sie in Superform und kaum zu bremsen (20., 22.).

stier 21.–30. 4. Sie sind am 17. glänzend gelaunt, können sich offen aussprechen. Nach dem 20. verspricht Venus aufregende Begegnungen, am 21. stehen Sie im Mittelpunkt. Hektisch der 19. 1.–10. 5. Sie fühlen sich am 17. und 22. wohl in Ihrer Umgebung, sollten aber Ihre Kräfte nicht überschätzen! 11.–20. 5. Ein neues Vorhaben kommt besser voran als gedacht; besonders nach dem 16. Geborene sind auf Erfolgskurs, können voll ins Schwarze treffen (18., 19., 20.!). Ein Gewinn, eine Beförderung? Am 19. sollten Sie aber realistisch bleiben.

zwillinge 21.–31. 5. Sie treffen am 19. den richtigen Ton, einige haben finanziell einen guten Riecher. Am 21. Komplikationen (Angehörige, Wohnung?), aber gleichzeitig ein Gewinn. 1.–10. 6. Am 19./20. sind Sie kontaktfreudig, entdecken neue Horizonte. Ein Projekt von Dezember kann gute Ergebnisse bringen. Am 22. ist die Stimmung angespannt. 11.–21. 6. Ihr Liebesleben oder Freundschaften könnten chaotisch sein: Am 17. stehen einige vor einer schwierigen Wahl. Sie wollen sich nicht mit halben Lösungen abgeben und gehen aufs Ganze.

krebs 22. 6.–1. 7. Sie könnten am 17./18. auf Widerstand stossen, ab 19. gehts bergauf. Venus verdoppelt Ihren Charme. Denkwürdige Begegnung, unvergessliche Stunden? 2.–12. 7. Sie knüpfen wertvolle neue Kontakte, überzeugen mit Ihren Argumenten bei wichtigen Verhandlungen (am 21., 22.). Am 17. auf Ihre innere Stimme hören! 13.–22. 7. Sie sind auf Erfolgskurs, Jupiter signalisiert eine Glückssträhne (am 18., 19. und 20.!). Ein neues Vorhaben führt zu einer positiven Wende in Ihrem Leben, und Sie können Ihre Zukunft absichern.

löwe 23. 7.–1. 8. Missverständnisse am Arbeitsplatz bringen am 19. oder 22. Ihre Planung durcheinander. Sie sind zu sehr mit Privatem beschäftigt (21.?) und können sich nicht konzentrieren. 2.–12. 8. Sie können am 19./20. Ihre Gefühle kaum kontrollieren, sind reizbar und nervös. Vorsicht beim Sport oder im Strassenverkehr! 13.–23. 8. Ihr Charme ist unwiderstehlich (16.), am 18. kommen Sie Ihren Idealen näher. Am 19. neigen Sie zu Illusionen. Auf Ihre Gesundheit achten, jedes Risiko vermeiden (u. a. mit spitzen Gegenständen) am 18., 20.!

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie gewinnen Sympathien und neue Freunde. Oder eine Begegnung sorgt für Herzklopfen (am 21.). Exzellent für Kontakte, Examen, Reisen usw. (am 17.). 3.–12. 9. Ihre Projekte haben Rückenwind (am 17.), Freunde könnten eine Hilfe sein. Am 21./22. besser mit Ihren Kräften haushalten, einen Gang zurückschalten. 13.–23. 9. Sie haben gute Karten, um ein juristisches/finanzielles Problem (vom vergangenen Herbst) zu lösen, und sollten auf den Rat Ihres Partners hören. Jemand könnte Ihnen Steine in den Weg legen (17., 19.?).

waage 24. 9.–3. 10. Sich derzeit auf keinen Machtkampf einlassen (am 18.) und sich besser mit einer neuen Situation anfreunden. Am 17. wird Ihre Haltung falsch ausgelegt, am 19. können Sie die Sache aufklären. 4.–13. 10. Komplikationen (im Job?) am 17., aber eine Besserung am 19./20. Dank Ihrer Einsatzfreude landen Sie am 20. einen Treffer. 14.–23. 10. Venus verspricht Herzklopfen und verdoppelt Ihren Charme. Sie erleben unvergessliche Momente, für einige geht ein Wunschtraum in Erfüllung (am 18., 20., 21.). Neubeginn?

skorpion 24. 10.–2. 11. Der Dialog (mit dem Partner) könnte derzeit sehr fruchtbar sein, speziell am 19. und 21.: Aufklärung eines Missverständnisses von Anfang April, Versöhnung? Günstig auch für eine Reise (zu zweit?). 3.–12. 11. Am 17. Ihrer Intuition folgen! Am 19./20. sind Sie leicht reizbar. Speziell nach dem 7. Geborene sollten ihre Kräfte nicht überschätzen! 13.–22. 11. Sie haben beste Voraussetzungen, um ein grösseres Vorhaben zu verwirklichen (eigene Firma, neuer Job, Heirat?), speziell am 18. und 20. Am 19. fehlt Ihnen der Durchblick.

schütze 23. 11.–2. 12. Sie freuen sich am 19. über eine gute Nachricht (Ausland?), Ihre gute Laune steckt an. Nehmen Sie eine Einladung an! Am 17. oder 21. sind Sie zerstreut, könnten Fehler machen. 3.–12. 12. Sie sind aktiv und effizient, finden am 19./20. den richtigen Ton. Nach dem 8. Geborene sind in Topform, gewinnen einen Vorsprung. 13.–21. 12. Sie stürzen sich kopfüber ins Kampfgeschehen und feiern die Feste, wie sie fallen. Ihr Charme wirkt, und Sie machen aufregende Begegnungen (16., 18.!). Aber den Partner nicht vor den Kopf stossen!

steinbock 22.–31. 12. Sie zeigen sich schlagfertig, geistreich und humorvoll. Ein Projekt oder Angebot von Anfang April bringt gute Ergebnisse (19., 21.). Am 18. wollen Sie mit dem Kopf durch die Wand, wehren sich gegen eine Veränderung. 1.–10. 1. Mit diplomatischem Vorgehen können Sie am 17. Ihr Ziel erreichen und den anderen umstimmen. Am 21. neue Horizonte, neue Interessen. 11.–20. 1. Eine Traumwoche! Sie können den Grundstein für ein Vorhaben legen, bekommen unerwartete Unterstützung (18., 19., 20.!). Oder eine schicksalhafte Begegnung?

wassermann 21.–30. 1. Verhandlungen, Angebote (Immobilien?) von Anfang April kommen zur Sprache. Am 18. ist Sand im Getriebe, aber am 19. kündigt sich ein Erfolg an. 31. 1.–9. 2. Sie sollten gut über die Hürden kommen. Nur nach dem 7. Geborene sind ziemlich aggressiv, und Diskussionen (Partner?) könnten ausarten (17., 20.) 10.–19. 2. Sie geniessen es, im Mittelpunkt zu stehen, und Ihr Charme öffnet Ihnen Türen. Am 18. schweben Sie in höheren Sphären, erleben Stunden voller Romantik und Leidenschaft. Am 19. und 20. sollten Sie sich keine Illusionen machen!

fische 20. 2.–1. 3. Sie sind auf dem richtigen Weg, können ein Missverständnis (von Anfang April?) aufklären. Am 19., 21. können Sie die Rolle des Schiedsrichters spielen. Günstig für Verträge, Examen etc. 2.–10. 3. Sie stehen am 17. im Mittelpunkt. Ihre gute Laune wirkt ansteckend. Nehmen Sie eine Einladung an, gehen Sie aus. Am 21./22. liegt es an Ihnen, den ersten Schritt zu machen. 11.–20. 3. Sie halten alle Trümpfe in der Hand, um ein grösseres Vorhaben zu realisieren. Glück am 19./20., Hindernisse, speziell im Gefühlsbereich, am 17. und 18.

ihr tages-horoskop 96

Dr. Elizabeth Teissier

Mit dem Astro-Telefon haben sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

weekend

Horoskop


promotion GOLFER­SIcHT Dank einer Laser­ operation kann Autor René Tischler, Handicap 18, heute ohne Brille einlochen.

FünF FragEn an dEn Fachmann

Scharfer Blick für kleine Bälle

u Welche Methoden wenden Sie zur Korrektur der Alterssichtigkeit an? Wir bieten alle etablierten Methoden der Sehkorrekturen mit Laser und Implantat an. Angefangen von der vielfach bewährten HERMANN Monovision bis hin zu komplexen, multi­ ANHALM, Leiter fokalen Systemen. Vor der Korrekturwahl Optometrie an geht es um die Frage, ob und, wenn ja, den VEDIS Au­ wie das Auge behandelt werden kann. Dies genlaser Zentren. bedarf einer genauen medizinischen Abklärung. Erst in einem zweiten Schritt wird mit speziellen Hilfsmitteln die optimale Fern­Nah­Einstellung ermittelt. Nach diesem ausführlichen Test, der Tage bis Wochen dauern kann, erfolgt der Eingriff. Es ist wichtig, dass sich Patienten genügend Zeit zur Sehsimulation nehmen, um sich von den Vorteilen der künftigen Korrektur zu überzeugen. uWas passiert bei der Korrektur mit dem Laser? Mittels Laser wird die Form der Hornhaut so geändert, dass die für den jeweiligen Fall notwendige Brechkraft entsteht. Der Abtrag ist äusserst subtil. Zur Korrektur einer Lesebrillenwirkung von 1,75 Dioptrien beträgt der Gewebe­ abtrag nur etwa einen Drittel einer Haaresbreite. uWann wird eines, wann beide Augen behandelt? Grund­ sätzlich werden bei der Laser­Behandlung beide Augen am gleichen Tag behandelt, bei Implantaten an unterschied­ lichen Tagen. uFür wen kommt die Kunstlinse infrage? Mit zunehmendem Alter kann eine Trübung der natürlichen Augenlinse, der Graue Star, auftreten. In diesen Fällen wird die Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt. Diese kann multifokal oder auf Monovision berechnet sein. Bei bereits Star­operierten Patienten besteht zudem die Möglichkeit einer nach­ träglichen Nahkorrektur. uWas ist der Hauptvorteil einer chirurgischen Korrektur der Alterssichtigkeit? Die Korrektur mittels Brille schränkt aufgrund der starren Brillenglas­Situation den Sehbereich stark ein. Für aktive Menschen ist dies eine Einschränkung und ein Verlust der Lebensqualität. Die weitgehend uneingeschränkte Blickfreiheit in die Ferne und Nähe ist für viele Patienten der grösste Vorteil.

René Tischler fühlt sich seit seiner Laser­Operation wie befreit. Bis heute hat sich an dieser neuen Lebensqualität nichts verändert. «Ich würde meine Augen wieder lasern lassen!»

E

ndlich ohne Brille Sport treiben zu können, das war die Motivation von Journalist und Kolumnist René Tischler für den Lasereingriff. Viele Golfer ab 50 kennen das Problem: nichts Mühsameres, als jedes Mal beim Eintrag in die ScoreKarte die Brille zu suchen. Und nichts Ärgerlicheres, wenn die Augen beim HammerAbschlag von 200 Metern in die Leere schauen, den kleinen, weissen Ball nicht orten können. «Ich empfand Brillen und Linsen als nicht besonders angenehm. Ein Brillengestell bleibt genauso wie eine Linse stets ein Fremdkörper», sagt der Kolumnist. So entschloss er sich, seine Augen lasern zu lassen. Beeindruckt war René Tischler von den hoch technisierten Geräten, die seine Augen auf Tausendstelmillimeter checkten. Nach mehreren Tests und Abklärungen stand seine Eignung für den Eingriff fest. Und zwar für die Methode Monovision. Dabei wird das sogenannt

dominante Auge für die Fernsicht eingestellt, das andere für die Nähe. Fachleute nennen diese Methode auch «Goethe-Blick». Denn der Dichterfürst hatte schon als Kind ein kurzsichtiges und ein weitsichtiges Auge und konnte zeitlebens ohne Brille gut sehen. War diese Sehumstellung nicht schwierig? «Im Rahmen der Abklärungen wurde mehrere Wochen lang mit Linsen die Einstellung simuliert, bis ich das Gefühl hatte, gut in die Ferne, aber auch in die Nähe zu sehen», erklärt René Tischler. Die eigentliche Laser-Operation war nach wenigen Minuten vorbei. Drei Tage danach konnte er bereits wieder Auto fahren. «Nach einem Monat stellte sich eine gewisse Euphorie ein, als ich ohne Sehhilfe wieder sportlich aktiv sein konnte und am Computer auch kleine Schriften für mich lesbar waren», erzählt René Tischer begeistert. Bei den Vedis-Zentren steht vor allem das medizinisch Sinnvolle im Vordergrund. Denn

nicht alles technisch Machbare ist immer auch sinnvoll. In erster Linie muss der Kunde oder die Kundin zufrieden sein, vor, während und nach der Operation. Seit ihrem Bestehen seit 1994 wurden an den Augenlaserzentren mehrere Zehntausend erfolgreiche Laserkorrekturen durchgeführt. Vedis gehört zur Klinik Pallas, die mit rund 20 Ärzten und Wissenschaftern zu den schweizweit grössten Institutionen im Bereich der Augenchirurgie zählt. uInfos «Sehen ohne Sehhilfen», Schwerpunkt Korrektur der Alterssichtigkeit: BERn, VEDIS Augenlaser Zentrum, Länggassstr. 18, 16. Juni, 19 Uhr ZÜRICH, Hotel Marriott, Neumühlequai 42, 23. Juni, 19 Uhr oLTEn, VEDIS Augenlaser Zentrum, Louis Giroud-Strasse 20, 29. Juni, 19 Uhr Weitere Infos und Anmeldung unter 0800 000 903 oder www.vedis.ch


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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten und die dritten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. zAhlenSchlüSSel �

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Kreuzwort-Chaos

löSUngSWorT

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schwer

5 8 7

2

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1 1 8

6

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5 Conceptis Puzzles

WER HÄTS – OHA LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Erdteil, 2. Goesgen, 3. Winiger, 4. Fahnden, 5. Kroaten, 6. Habgier, 7. Glarner, 8. Angehrn, 9. Aarberg, 10. Glenner, 11. Habicht, 12. Benevol, 13. Primaer, 14. Stehler, 15. Pikiert, 16. Latrous, 17. Roboter, 18. Trivial, 19. Dogskin, 20. Dessert, 21. Kreatur Lösungssatz: Es gibt kein Bergab, ohne dass vor ihm ein Bergan ist.

REBUS

Lösung: SIEGE

Lösung: 437

MUECKE S (N) C H A L E BIRNE MUENCHEN

2 1 3 6 7 8 5 9 4

5 9 4 2 3 1 6 7 8

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9 3 6 06010002526

9 3 6 8 5 7 4 1 2

KREUZWORTRÄTSEL

LÖSUNG: BINDESTRICH schwer

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1 4 5 9 2 3 7 8 6

6 7 2 1 9 5 8 4 3

4 5 1 3 8 2 9 6 7

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

LÖSUNGSWORT

SUDOKU mittel 7 6 8 5 4 9 2 3 1

1

Rebus

Auflösung aus Heft 18

1 2 3 =

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3 8 9 7 6 4 1 2 5

3 6 2 9 8 1 5 7 3 6 4 8 9 5 2 7 9 6 8 4 8 2 4 1 5 5 1 3 6 7 7 9 2 4 1 685 Lösung: 6 7 8 4 3 9 3 5 2 1

1 4 7 3 9 2 6 5 8

4 9 1 5 7 8 3 2 6

5 2 6 1 3 4 8 9 7

7 8 3 2 6 9 5 1 4 06010002525

06010002030

Lösung: 685

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Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


Fordern Sie den Champion heraus! Wollten Sie sich schon immer einmal mit Rad-Star Fabian CanCellara messen? Jetzt bietet sich die einmalige Gelegenheit: Zum Start der Tour de Suisse lädt Cornèrcard in Lugano zur ersten Cancellara Challenge. 200 Radsportfans können auf der abgesperrten Prolog-Strecke zeigen, was in ihnen steckt.

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enige Stunden vor dem Start zur 74. Tour de Suisse fällt in Lugano der Startschuss zu einem ganz besonderen Event: Am 12. Juni findet die erste Cancellara Challenge statt. Auf der abgesperrten OriginalStrecke des Prologs können sich 200 Radsportbegeisterte mit Olympiasieger und Weltmeister Fabian Cancellara messen. Die Verantwortlichen dieses aussergewöhnlichen Radwettbewerbs haben sich einen Modus ausgedacht, der allen Teilnehmenden Sieges-Chancen garantiert: Bei der Cancellara Challenge von Cornèrcard spielt es keine Rolle, wie viele Sekunden oder Minuten man auf den Berner Titelverteidiger verliert. Die 200 «Gümmeler» geben vor ihrem Rennen an, wie viel Zeit sie ihrer Erwartung nach von jener entfernt sein werden, die Fabian Cancellara im kurz darauf folgenden Prolog erzielen wird. Gewinner oder Gewinnerin des Events ist also, wer seinen Rückstand auf der 7,6 Kilometer langen Strecke auf «Fäbu» am genauesten voraussagt. Fabian Cancellara: «Das ist das Tolle an diesem Event. Es bringt nichts, auf Teufel komm raus zu fahren. Die Teilnehmenden müssen schlau sein und kalkulieren können – genau wie wir Profis auch.» Der Gewinner der diesjährigen FlandernRundfahrt und von Paris–Roubaix wird an

der Siegerehrung seiner Challenge anwesend sein und den Bestplatzierten ihre Preise übergeben. «Das ist doch Ehrensache», sagt Cancellara. Die 200 Startplätze für die Cancellara Challenge werden verlost. Ergattern können Radsportfans einen der Startplätze via Internet unter www.cornercard.ch/cancellara. Details zur Rennstrecke gibts unter www. tourdesuisse.ch. Die Gewinner der Verlosung müssen lediglich über ein Rennrad und einen Velohelm verfügen. Das passende Outfit wird von Cornèrcard zur Verfügung gestellt: einen hochwertigen Velorenndress in den Farben und mit dem Logo der Cancellara Challenge, den die Teilnehmenden als Erinnerung an ihr grosses Rennen behalten dürfen. Fabian Cancellara, können Sie den Teil­ nehmenden der Cancellara Challenge ein paar Tipps geben? Die 7,6 Kilometer schafft man hoffentlich auch ohne meine Hilfe (lacht). Aber im Ernst: Ich würde vier Stunden vorher einen Teller Pasta essen und dazu Wasser trinken. Was tun, wenn man ein paar Kilos zu viel auf die Waage bringt? Wegen der Cancellara Challenge soll niemand eine Crash-Diät machen! Es geht vor allem darum, dass alle, die dort mitmachen, einen super Tag haben.

Ansonsten helfen eine gesunde Ernährung und regelmässiger Sport. Ist der Frühlingsspeck auch bei Ihnen ein Thema? Natürlich, allerdings schon im Winter, wenn ich jeweils mit dem Training anfange. Mein Indikator sind immer meine Jeans: Ich habe für jede Jahreszeit ein anderes Paar. So weiss ich immer, ob ich gerade zu dick oder zu dünn bin. Wie viel Rückstand werden die besten Fahrer der Cancellara Challenge auf Sie haben? Ich schätze mal 1 Minute und 45 Sekunden auf meine Prolog-Zeit. Aber in erster Linie gehts um den Spass. Und für mich ist es eine tolle Gelegenheit, um den Fans nahe zu sein. Das finde ich etwas wirklich Schönes. u Die cancellara challenge

finDet am 12. juni in lugano statt. anmelDung unter www.cornercard.ch/cancellara

unTeRSTüTZunG 0,2 Prozent des umsatzes jeder Cancellara-Kreditkarte gehen an die Laureus Foundation Switzerland.

«Engagement für sportliche Werte» ALeSSAndRo SeRALvo, director Cornèrcard. Herr Seralvo, was bedeutet die neue Sponsoring­Partnerschaft mit Fabian Cancellara für Cornèrcard? Es freut uns natürlich sehr, im Rahmen unserer Aktivitäten in der Sportförderung mit einem Ausnahmeathleten wie dem Olym-

piasieger und dreifachen Weltmeister Fabian Cancellara zusammenarbeiten zu dürfen. Was macht Cancellara zum perfekten Partner für Cornèrcard? Er verkörpert auf besonders sympathische Weise elementare sportliche Werte, mit denen wir uns voll und ganz identifizieren: die Leidenschaft, um aussergewöhnliche Leistungen zu erbringen, Optimismus, Toleranz und Fairness. Diese Gemeinsamkeiten widerspiegeln sich auch im Engagement von Cornèrcard …

… und in gemeinsamen Projekten wie der Cancellara Challenge? Genau. In diesem Sportgeist schaffen wir eine Plattform für Begegnungen der ungewöhnlichen Art: Radsportbegeisterten bietet sich die einmalige Gelegenheit, sich mit einem der grössten Champions unserer Zeit zu messen, während Fabian Cancellara in einer völlig neuen Form mit seinen Fans und seinem Publikum in Kontakt treten kann.


publireportage

Fahrende Legende Cancellara ist einer der erfolgreichsten radfahrer aller Zeiten.


casting Blond oder brünett? Anic Lysser ist schon bereit für den Bikini-Durchgang, ihre Konkurrentinnen noch nicht ganz. Rund 120 Bewerberinnen sind im SF-Studio zum Casting erschienen.

Wer folgt auf Lin Die Schönsten im Fokus: Beim miss-schweiz-casting wird ausgesiebt – unter verschärften Auflagen: Dieses Jahr schaffen es neu nur 12 statt 16 Kandidatinnen in die Auswahl! 104

schweizer illustrierte


Stephanie Bosshard, 22, Alexandra Rothen bühler, 20, Bäretswil ZH Bern

n da Fäh? Erst warten, dann lächeln Diese Kandidatinnen haben die erste Hürde geschafft und dürfen sich im Bikini zeigen. SI-Fotograf Geri Born rückt Petra Jakob (u. r.) ins richtige Licht. Für die anderen gilt: warten, warten, warten.

Carole Jäggi, 22, Tamins GR

Charlotte Rothpletz, 20, Fribourg schweizer illustrierte

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casting Text daniela zivadinovic Fotos geri born, fabienne bühler

R

und 120 Miss-Schweiz-Anwärterinnen strömen vergangenen Samstag ins SF-Fernsehstudio. Damit haben sich im Leutschenbach die Schönsten versammelt, die unser Land zu bieten hat. Schon bald fallen sich die Ersten um den Hals, während es für andere nach dem Jury-Auftritt «leider nein» heisst. Über 400 junge Frauen aus der ganzen Schweiz haben sich für die Miss-Schweiz-Wahl am 25. September 2010 beworben. 150 von ihnen sind von der Miss-Schweiz-Organisation zum Casting eingeladen worden. 18 tauchen nicht auf, 10 haben sich abgemeldet, und 6 müssen wieder nach Hause, weil sie kleiner als 168 Zentimeter sind. Die restlichen Anwärterinnen eilen aufgeregt durch die Gänge, drängen vor den Spiegel und in die Toiletten – die Nervosität drückt den jungen Frauen dieses Jahr noch viel stärker auf die Blase: Auf Anregung des Schweizer Fernsehens nehmen neu nur noch 12 statt u 16 Kandidatinnen an der Wahl teil.

Cindy Cantin, 21, Estavayer-le-Lac FR

Mélanie Dedigama, 20, Julia Marti, 23, Vernier GE Bern

Karin Böschenstein, 21, Kim Angehrn, 20, Cham ZG Lipperswil TG

Adriana Steiger, 23, Sempach LU

Nadine Schüpfer, 21, Riehen BS

Kerstin Cook, 21, Kriens LU


Melanie Spaar, 24, Zwingen BL

Sabrina Guilloud, 23, Veyrier GE

Daphne Imholz, 18, Luzern

Romina Vecchi, 23, Reinach BL

Vanessa Castravillari, 19, Lea Wicky, 20, Steinhausen ZG Luzern

Rana Alkhoory, 22, Rickenbach LU

Chantal Heggli, 23, Emmenbr端cke LU

Chiara Poretti, 21, Vezia TI

Jasmin Brunner, 22, Walde AG


casting Nadja Kocher hat Pech im Doppelpack: Sie ist nach der ersten Runde raus und vermisst auch noch ihr Portemonnaie. Julia Marti hat andere Sorgen: Ihre High Heels drücken. Sie macht bereits zum zweiten Mal beim Casting mit. «Letztes Jahr stellte ich mir alles viel einfacher vor und war total überrumpelt, als ich vor der Jury stand.» Bereits zum dritten Mal versuchts Chiara Poretti: «Erst war ich zu jung und dann mit der Matura beschäftigt. Jetzt passts.» Hoffnungen macht sich auch Kim Angehrn, die Tochter von Ex-Boxer Stefan Angehrn. Sie sei zwar ein ungeduldiger Mensch, punkte dafür aber mit ihrer Persönlichkeit und ihren langen Beinen. Auf die Frage, was Frauen besser können als Männer, antwortet Arjeta Lataj: «Alles!» Nadine Schüpfer ist die einzige Kandidatin mit Kurzhaar-Frisur. Sie nahm schon am Elite Model Look, an der Miss Earth Schweiz und der Miss Nordwestschweiz teil. Nicht als Hobby, sondern «weil ich mit dem Verdienst ein Tierheim eröffnen möchte».  u

Alle Kandidatinnen im Bikini:

www.schweizer-illustrierte.ch

Arjeta Lataj, 21, Rickenbach bei Wil TG

Yelda Aydogan, 23, Zürich

Vanessa Naef, 23, Richterswil ZH

Alexandra Salmeron, 23, Genf

Emma Drenth, 23, Zürich

Martina Cagliardi, 20, Locarno TI


Anela Brulic, 18, Z체rich

Ellin Anderegg, 24, Solothurn

Sophie Kellenberger, 23, Sandra Monteiro, 25, Birmensdorf ZH Renens VD

Veronica Jelmoni, 23, Locarno TI

Marina Simeunovic, 25, Lisa Mauerhofer, 23, Wallisellen ZH Krauchthal BE

Livia Maag, 24, Stadel ZH

Stefanie Thurnherr, 22, Laura K채mpf, 18, Pregassona TI Au SG

Lauren Meuwly, 20, Villars-sur-Gl창ne FR

Marina Florean, 20, Cadro TI


Party Philippe Gaydoul (M.) und die Gastgeber, «Cash»-Moderator Bruno Affentranger und Nils Frowein, CEO AWD Schweiz (r.).

Von Socken und Damenstrümpfen Philippe Gaydoul am «Cash»-Powertalk

K

raftvoll Gesprochenes – power­ talken mit Philippe Gaydoul. Der Ex­Denner­Chef und heuti­ ge Besitzer von Navyboot, Jet Set und

Fogal würzt die Gesprächsrunde mit pfiffigen Antworten – und erstaunlichen Aussagen. Etwa der, dass er als Bub für seine Mutter Fogal­Damenstrümpfe kaufen musste. Gaydoul («Ich bin ein unruhiger Geist, der etwas unternehmen will») verrät auch, dass die schwierigsten Mitarbeiter oft die besten sind: «Ich mag

Leute, die eine eigene Meinung haben – auch wenns nicht die gleiche ist wie meine.» Der 38­Jährige, der auch Präsident des Schweizerischen Eishockeyverbandes ist, auf die Frage, was die Schweizer Nati an der WM machen werde: «Uns Freude bereiten.» Text marcel Huwyler, Fotos Fabienne büHler


party-facts

Vier gewinnt! Sithara Atasoy (Chefredaktorin «Bolero»), Sabina Korfmann (CEO Korfmann Communications), Sängerin Nubya, Bella Haas (Chanel, v. l.).

Gastgeber «Cash» und Finanzdienstleister AWD Schweiz für 80 Personen Tatort Club Baur au Lac in Zürich Food Kalte Häppchen (exzellent das grillierte Gemüse) Modischer Akzent Moderator Bruno Affentrangers rot-schwarz geringelte Socken des britischen Modemachers Jeremy Hackett Party-Rating

Enzo Enea, gefragtester Schweizer Gartenarchitekt und -designer.

Kommunikations-Fachfrau Nadine Bauer mit «Cash»Chefredaktor Daniel Hügli.

Kaspar Loeb, CEO von Saatchi & Saatchi, und «Cash»-Talker Bruno Affentranger (l.).

«Informative und witzige Talkrunde mit pfiffigem Gast»




ParTy

Alt Regierungsrätin Rita Fuhrer genoss die Zirkuspremiere mit ihrem Gatten Fredy.

Waren vom Programm hingerissen: Unternehmer Beat Curti mit Ehefrau Regula.

Es gab viel zu staunen! Shawne Fielding kam mit ihren beiden Kindern Roman und Ruby.

Rubys Premiere im Zirkus Zauberhafte Zirkuswelt: Knie-Premiere in Zürich Hats der gut: Zirkus-Clown Spidi wird von Linda Fäh geküsst! Outeten sich als grosse Zirkus-Fans: Mathias Gnädinger und Gattin Ursula.

Migros-Chef Herbert Bolliger mit seiner Ehefrau Beatrice.

Ihr Söhnchen Diego (vier Monate) blieb zu Hause: Hakan Yakin und Tanja Micic.

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ie machte grosse Augen! Ruby, das Töchterchen von Shawne Fielding, war vergangenen Freitag zum ersten Mal an einer Zirkuspremiere: Clowns, Pferde, Geruch von Sägemehl und Popcorn! Es gab viel zu staunen für die knapp Dreijährige und ihren Bruder Roman, 7. Dieser «Fascination» – so heisst das diesjährige Knie-Programm – erlagen aber alle Gäste. Begeistert waren Schauspieler Mathias Gnädinger, Miss Schweiz Linda Fäh, MigrosChef Herbert Bolliger und seine Frau Beatrice oder Radio-1-Chef Roger Schawinski. Letzterer sähe sich beim Zirkus am liebsten in der Rolle des (was wohl?) Direktors! Dass der National-Circus Knie erstmals auf der Landiwiese und nicht auf dem Sechseläutenplatz gastiert, störte niemand: Für den Knie wechsle man gern das Ufer, witzelten einige. Am meisten Lacher erntete aber immer noch Gastkomikerin MarieThérèse Porchet. Text AndreA vogel, Fotos Bruno voser

Roger Schawinski, «Zirkus-Pfarrerin» Katharina Hoby und Gatte Jean-Pierre (v. l.).


Leser

«Solche Berichte haben mich unnötig verunsichert» u Noch ein «J»

für Walchers?, SI 18/2010 «stellvertretend für viele normale Frauen muss ich etwas ‹richtigstellen›: Frauen nehmen in der schwangerschaft zu. ‹Im sechsten Monat schwanger zu sein und erst zwei Kilo zugenommen zu haben› – das ist eine Aussage, die den Druck auf alle werdenden Mütter noch mehr erhöht, in der schwangerschaft ja kein Gramm zu viel zuzunehmen. Ich habe eine 19 Monate alte Tochter und habe in der schwangerschaft 20 Kilo zugenommen (und auch wieder abgenommen). solche Berichte haben mich damals unnötig verunsichert.» Simone Wälti, per SI online

voller Freude zu 100 Prozent zu Hause aus. Ich kann nicht verstehen, dass eine 36-jährige Frau bereits wieder ans Arbeiten denkt und eine Nanny engagieren möchte. Warum können sich Frauen nicht mehr voll und ganz auf ihr/e Kind/er konzentrieren? es ist ein strenger Job, aber auch der allerschönste.» Andrea Jost, Kaiseraugst AG

hut ab vor Denise u Morgenluft für Feierabend, SI 18/2010 «es war sehr spannend, zu erfahren, wie Denise Feierabend zu Hause lebt. Der Bericht zeigt auch, dass das Leben ohne Vater weitergehen kann. sicher war es am Anfang hart für Denise. Deswegen Hut ab vor dieser jungen Frau. Ich wünsche Denise viel erfolg beim skifahren und bei der Matura.»

«Zuerst die story über die absurde ernährungsweise von Nicole Berchtold, und jetzt Andrea Hofstetter, Oensingen SO doppeln sie noch nach mit einem Lobgesang auf eine Frau, die im sechsten Monat erst zwei Kilo willi zugenommen hat. Ihre storys sind eine Ohrfeige für alle Frauen, die nicht zur Minderheit der Kategorie ‹spargel› gehören.» Annette Hürlimann, per SI online

Der schönste job u Das Glück in ihren Händen, SI 18/2010 «Ich mag Zoë Jenny das Babyglück von Herzen gönnen. Für mich wäre ein Leben ohne Kinder undenkbar gewesen. Heute bin ich vierfaches Mami und lebe meinen ‹Manager-Job›

«Gell, Vater, wer Kühe melkt, ist Melker, wer Käse macht, Käser, und wer Mist erzählt, ist ein Mister.»

schreiben sie uns ihre meinung schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42 E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

impressum Nr. 19, 99. Jahrgang. Erscheint montags BeglauBigte auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 aBonnements-Dienst (telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch reDaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch ChefreDaktor Nik Niethammer VerlagsDirektor Urs Heller stV. ChefreDaktor/naChriChtenChef Stefan Regez mitglieD Der ChefreDaktion Stephan Sutter Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Freeflow AG; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Previon AG; Presse TV AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medienintegration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; FMU Free Media Ukraine Ltd.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd. Der nachdruck sämtlicher artikel und illustrationen ist verboten. für den Verlust nicht verlangter reportagen übernimmt die redaktion keine Verantwortung.


Die Liste

10 Julia saNer

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von giuseppe cerrato

2 3 4 5 Weltklasse Julia Saner, 18, hat das Supermodel-Gen! Mit ihren 1,81 Metern räumte die Bernerin am Elite Model Look World Final 2009 im südchinesischen Sanya ab. «Wenn ich im Juni meine Matura habe, gebe ich in Paris und New York mit Modeln Vollgas.»

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6 7 8 9 10

Meinen Kleiderschrank entrümpeln Diesmal werde ich radikal vorgehen. Was ein Jahr nicht angefasst wurde, geht an die Kleidersammlung der Christlichen Ostmission.

autofahren lernen Und falls ich die Prüfung bestehe, kommt nur ein VW Beetle infrage. gutscheine einlösen Bevor sie verfallen, werde ich Zara, Rhomberg und den Bücherläden Thalia und Stauffacher in Bern einen Besuch abstatten. Meine geburtstagsparty nachfeiern Mein Geburtstag ist im Februar – keine Jahreszeit, um mit der Clique im Freien zu feiern. Deshalb werde ich mit einer Freundin, die vor dem gleichen Dilemma steht, im Sommer eine Garten- oder Aare-Party organisieren. am 22. Mai am grand prix von Bern teilnehmen Vor drei Jahren wagte ich mich mit meiner Mutter an die 5 Kilometer des Frauenlaufs. Jetzt will ich die 16 Kilometer des Grand Prix schaffen. Wasserskifahren lernen Auf dem Thuner- oder Zürichsee zu brettern, wäre wunderbar. einmal mit Jon Kortajarena posieren Der Baske ist für mich das heisseste männliche Model. Leider habe ich Tom Fords «A Single Man» verpasst. Da Jon dort mitspielt, muss ich mir die DVD besorgen! Nichts tun Nur einen Tag lang! Im Juni finden meine mündlichen und schriftlichen Maturitätsprüfungen statt. Deshalb bleibt mir im Moment kaum Freizeit. e-Mails beantworten Die Anhäufung auf meinem Facebook-Profil ist beachtlich. schlittschuh laufen in New York Schon als Mädchen träumte ich davon, auf der Eisbahn vor dem Rockefeller Center Schlittschuh zu laufen. Wer weiss, vielleicht modle ich ja bereits diesen Winter dort. Dann zieh ich ein paar Bahnen an der Fifth Avenue.

Foto Manuel Fischer / FRESHPIXEL

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#19, Mai 2010

Lifestyle auf Rädern Zu gewinnen!

Einen mazda n CX-7 im Wert vo CHf 53 800.–

gut in form


Inhalt HEISSE KURVEN

Sie alle wollen das Lifestyle-Mobil der Saison werden: Citroën DS3, Mini Countryman und Nissan Juke. Unsere Autoexpertinnen Anita Lehmeier («SI Style»), Sabrina Hungerbühler (Rennfahrerin) und Zoe Scarlett (Pin-up-Model, v. l.) nehmen die kleinen Bewerber unter die Lifestyle-Lupe. 40

DAS cOMEBAcK

Der siebenfache F1-Weltmeister Michael Schumacher kehrt mit dem Team Mercedes Grand Prix in den Rennzirkus zurück – ein schwieriger Weg, über den uns der F1-Experte Roger Benoit berichtet. 60

ANDREAS cAMINADA

SEIT 100 JAHREN

Der 8C Spider ist ein Höhepunkt in 100 Jahren Alfa Romeo. Wir führen den Traumwagen mit dem Vorgänger von 1932 im Tessin zusammen. 30

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auto schweizer illustrierte

SELFMADE-MANN

Wir besuchen Wayne Brannon, ChevroletEuropa-Chef in Glattbrugg ZH. Die Karriere startete er einst bei GM am Fliessband. 56

Fotos Nathan Beck, thomas Buchwalder, Fabienne Bühler, hervé le cunff, lukas Gorys

Bereits zum zweiten Mal «Koch des Jahres». Unterwegs bewegt der 33-Jährige einen Audi Q7. 36


editorial #19, 10. mai 2010

iNhalt Autoshop Nützliches und Witziges

sowie zwei interviews rund ums Auto

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schweizer refugien

Sieben Markenchefs fahren mit ihren Neuheiten an ihre Lieblingsplätze ab 11 12 AlfA giuliettA und Alexander Bleuel bMw 5er und Erich Papke 14 ford gAlAxy und Oliver Stegmann 16 Mercedes e cAbrio und Karl Schregle 18 opel MerivA und Adrian Brodbeck 20 toyotA rAv4 und Philipp Rhomberg 22 vw touAreg und Domenico Gaito 24 Mercedes sls AMg Der «Flügeltürer» ist zurück. Eine Tour im Supersportwagen zusammen mit Rennfahrer Bernd Schneider 26 AlfA roMeo Zum 100. Geburtstag der italienischen Marke trifft der neue 8C Spider im Tessin auf seinen Vorfahren 8C von 1932 30 AndreAs cAMinAdA Zu Besuch beim Koch des Jahres auf Schloss Schauenstein GR 36 lifestyle-check Drei Expertinnen nehmen drei Kleinwagen unter die Lifestyle-Lupe 40 100 jAhre MorgAn Sammler Konrad Feller liessen Autos kalt. Dann kam Morgan 48 vergleich Rennfahrerin Andrina Gugger testet Coupés mit verschiedenen Antrieben: BMW 120d, Honda CR-Z, Peugeot RCZ 52 hoMestory Besuch bei Wayne Brannon, Europa-Chef Chevrolet, in Glattbrugg ZH 56 forMel 1 Roger Benoit berichtet über die Rückkehr von «Schumi» in die Formel 1 60 neuheiten Aktuelle Autonews 2010: vom Kleinst- bis hin zum Traumwagen ab 66 wettbewerb Gewinnen Sie einen Mazda CX-7 – im Wert von CHF 53 800.–! 80

impressum Schweizer Illustrierte Auto erscheint als Beilage der Schweizer Illustrierten #19 am 10. 5. 2010 herausgeber Schweizer Illustrierte, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich chefredaktor Nik Niethammer verlagsdirektor Urs Heller stv. chefredaktor Stefan Regez mitglied der chefredaktion Stephan Sutter creative director Jean-Robert Schaffter bildchef Markus Schnetzer textchefin Natascha Knecht redaktionelle leitung Bärtschi Media AG, Tagelswangen redaktion Urs Bärtschi, Andreas Faust, Timothy Pfannkuchen, Susan Rocchetti, Herbie Schmidt, Raoul Schwinnen, Jürg A. Stettler autor Roger Benoit fotografen Nathan Beck, Thomas Buchwalder, Fabienne Bühler, Rolf Edelmann, Lukas Gorys, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Bruno Voser titelbild Nathan Beck bildredaktion Ulli Glantz, Fabienne Hubler, Denise Zurkirch layout / Produktion Doris Wüthrich, Otmar Staubli (Inserate) design Beling Thoenen Design korrektorat Stefan Bührer, Irène Müller, Susan Winkler marketing und verkauf Verena Baumann druck und verlag Ringier AG, Zofingen

urs bärtschi redaktionsleiter si-Auto

Gute NachrichteN aus der autobraNche Die Sonne strahlt, die Stimmung ist gut – nach dem düsteren 2009 auch wieder in der Autobranche. Die Händler freuen sich über gut besuchte Showrooms und die Rückkehr der Kauflust, die zum Teil für zweistellige Zuwachsraten sorgt. Und selbst die arg gebeutelte Zulieferindustrie meldet wieder steigende Auftragseingänge. Keine Überraschung, dass auch die Chefs der einzelnen Autoimporteure bester Laune sind. Sieben von ihnen trafen wir zusammen mit ihrer wichtigsten automobilen Neuheit an ihrem Lieblingsort. Nicht in weiter Ferne, sondern dort, wo sie nach einem hektischen Tag kurz durchatmen oder sich übers Wochenende entspannen und Energie tanken. Vielleicht entdecken so auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, einen schönen, überraschenden Ort in der Schweiz. Ganz nach dem Motto: Sieh, das Gute liegt so nah! Auf der ganzen Welt unterwegs, stets im Windschatten der Formel 1, ist Roger Benoit – der bestausgewiesene Formel-1-Experte überhaupt. Unter dem Titel «Der lange Weg zurück» berichtet er über das schwierige Comeback des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher. Wenn es um Autos geht, hat immer mehr Frau das letzte Wort. Auch bei uns. So prüfen Pin-up-Girl Zoe Scarlett, Rennfahrerin Sabrina Hungerbühler und Lifestyle-Expertin Anita Lehmeier drei Flitzer auf Sex-Appeal und Lifestyle-Faktor. Und Nachwuchs-Rennfahrerin Andrina Gugger fühlt gleich drei Heissspornen auf den Zahn. Ein Highlight dieser Ausgabe wartet ganz am Schluss auf Sie: Nach aufmerksamem Durchlesen, mit dem richtigen Lösungswort und etwas Glück können Sie ein Traumauto gewinnen: den Mazda CX-7, einen sportlichen Crossover im stattlichen Wert von CHF 53 800.–. Viel Glück und Spass mit der SCHWEiZER iLLUSTRiERTEN AUTO! Urs Bärtschi

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AutO shOp  TASCHE für Lifestyle-Bewusste  ROADSTER für junge Fans  UHR für Sammlerherzen

ElEktroauto-PaPst Marco Piffaretti und der Lampo2 mit 408 E-PS und Allrad.

PS-SHOPPING

Eine Tasche mit Auto-Motiven? Tönt kitschig, ist aber elegant: 100 limitierte Einzelstücke von Momaboma – mit Seiten aus Monografien über Maserati. Handgefertigt, 40 × 32 × 10 cm. MOMABOMA ECO «OFFICE ChIC» FOR MAsERAtI, www.maseratistore.com, ca. CHF 320.–

MARCO PIFFARETTI, 45, MANAGING DIRECTOR

FREUDE AM TRETEN

«Freude am Fahren» lautet der BMW-Slogan schon für Kids: Statt mit Pedalen lässt sich dieses Tretauto auch elektrisch ordern. Dann summt der Traum für Drei- bis Fünfjährige mit Tempo vier auf parkettschonenden Gummipneus umher. BMW 3ER CABRIO Tret- bzw. Elektroauto, www.bmw.ch, CHF 360.– bzw. 575.–

ZEITLÄUFE

Zum 150. Geburtstag gönnt Chopard sich und 150 Kunden eine edle Titan-Tourbillon, die die Passion für Autorennen manifestiert. Ein Beispiel: Winzige Silentblocks dienen zur Aufhängung des Uhrwerks – wie am Automotor. ChOpARD L.u.C. ENGINE ONE tOuRBILLON, www.chopard.com, CHF 75 000.–

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«E-Autos sind einfach besser» Für weltweite Resonanz sorgt Marco Piffaretti mit dem Elektro-Roadster Lampo2 seiner Design- und Ideenschmiede PROTOSCAR in Rovio TI. Herr Piffaretti, träumen Sie nachts vom Tesla Roadster? Vor dem ersten Lampo träumte ich, wie man ein noch besseres E-Auto als Tesla machen kann. So entstand der Lampo. Reizt Sie eine Serienversion des Einzelstückes Lampo2? Verlockend wäre eine Kleinserie von 500 Stück. Als Schweizer Supercar ginge er wie ein Lambo ab, bei null Gramm CO2! Wieso verwenden Sie im Lampo2 nur Schweizer Technik? Weil sie die beste ist! Ein Beispiel: Brusa aus Sennwald SG. Andere mögen günstiger sein, aber die Performance ist eben erstklassig. Daher bedienen sich grosse Autohersteller dort. Was macht Ihr Unternehmen Protoscar seit 23 Jahren? Wir sind wie ein Architekturbüro, das E-Autos, Teile und Ladesysteme kreiert, entwickelt, baut und testet. Wir arbeiten zum Beispiel für ABB, Alpiq, Daimler, GM und Nissan. Was fahren Sie als «Elektroauto-Papst» selbst? Oft den Peugeot 106 Electrique meiner Frau, sonst Renault Twingo Elettrica, einen der Firmen-Toyota-Prius und ab und zu einen «stinkenden», aber wunderbaren Mercedes SL. Sie leiteten den Feldversuch in Mendrisio TI. Das Fazit? Die begrenzte Reichweite an sich stört nicht, sondern unzuverlässige Reichweitenangaben. Für die Hersteller ist nicht die Technik, sondern der Vertrieb das Problem. Und E-Autos haben nur Erfolg, wenn sie nicht teurer sind als «normale». Sind Sie denn kein «grüner Spinner»? Nein. E-Autos sind eben besser. Erstens werden wir weniger abhängig von Personen wie Gaddafi. Es gibt keine bessere Energiekette – und der Fahrspass ist nicht zu übertreffen. Fahren wir in zehn Jahren schon alle elektrisch? Es braucht mehr Zeit, 2020 sind es maximal 15 Prozent – und das nur, falls der Bund ein Minergie-Auto-Programm lanciert. Interview: Timothy Pfannkuchen – Info: www.protoscar.com


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HARTSCHALE

Wenn ein Land Rover davon träumte, ein Koffer zu sein: Dieser sechs Kilo schwere, quasi unzerstörbare Trolley ist wasser- und staubdicht, misst 55 × 35 × 25 cm, fasst 31 Liter – und übersteht alles.

HERR DER BRUMMIS Privat fährt Peter Galliker einen Volvo s80. LaND RoVER EXpERIENCE EXpLoRER CasE, www.landrover.ch, CHF 662.–

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Wie lockt man 60er-JahreFans den «Föifliiber» aus dem Portemonnaie? Mit der Sparkasse im Hippie-Stil! Der VW Bulli aus Keramik misst 21 cm. In Blau («Sonne», Bild) oder in Rot («Peace»). VW BuLLI spaRKassE, shop.amag.ch, CHF 39.–

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Einmal im Leben Rallye fahren? Das geht per Playstation – oder real mit diesem Rallyeboliden. Das allradgetriebene Fertigmodell des renommierten Herstellers Tamiya in 1:10 hat 500 Meter Reichweite und läuft 40 km/h. Inklusive Fernsteuerung. suBaRu IMpREZa WRC MY08 VoN taMIYa, shop.subaru.ch, CHF 328.–

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Peter Galliker führt in Altishofen LU das Transport- und Logistikunternehmen GaLLIKER tRaNSPoRt aG mit 2100 Mitarbeitern in sechs Ländern. Wann haben Sie das letzte Mal einen der 900 LKW gelenkt? An meinem 70. Geburtstag – einen restaurierten GallikerOldtimer: Der Volvo F89 Jumbo-Anhängerzug war 1973 unser Flaggschiff und ist ein Geschenk meiner Familie. Ihre Auto-Transporter sind ein vertrauter Anblick. Wie viele Automarken – und was sonst alles – transportieren Sie? Rund 24 Auto- und zwei LKW-Marken, national wie international. Neben Car Logistics sind Food und Cargo Logistics unsere drei Hauptaktivitäten: Wir transportieren und lagern etwa Lebensmittel, Blumen, Pneus – und vieles mehr. Wie gross ist die Chance, dass Sie meinen Neuwagen gebracht haben – und was machen Sie noch rund ums Auto? Die Chance beträgt gut fünfzig Prozent. Zu den Dienstleistungen zählen etwa Lagerung, Aufbereitung, Karosserie-Arbeiten, Ablieferservice und mehr: Alles, was der Kunde wünscht. Sie sind seit 1918 ein Familienunternehmen. Passt das noch zur Globalisierung – und was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? Für uns macht das sehr wohl Sinn – und ich bin glücklich, dass alle drei Kinder im Betrieb sind. Dank einfacher Struktur, kurzen Entscheidungswegen und klaren Visionen können wir unser Unternehmen hundertprozentig unseren Vorstellungen entsprechend flexibel führen und entwickeln. Unser Fokus gilt der Topqualität der Dienstleistungen, der konsequenten Marktorientierung und dem neusten Stand der Technik. Viele Autofahrer stört der LKW-Verkehr. Könnten Sie denn nicht noch mehr Transporte auf die Schiene verlagern? Wir transportieren, wann immer es Sinn macht, heute bereits per Bahn beträchtliche Volumen. Es sollte aber jedem klar sein, dass nicht alle Geschäfte Bahnanschluss haben. Wer sonst also bringt all die Waren zur Zeit zum richtigen Ort? Interview: Timothy Pfannkuchen – Info: www.galliker.com

Foto Bruno Voser

SPARSAM

«Wer sonst bringt all die Waren?»


Schweizer refugien naturbursche toyota-chef Philipp rhomberg verbringt seine Mussestunden am liebsten in wald und Flur. Der kompakte Allradler rAV4 ist dafür der ideale Gefährte.

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FreizeitFreuden

Mit sieben Auto-Neuheiten auf Tour zu LiebLingspLätzen von Schweizer Markenchefs. Text AndreAs FAust Fotos MArcel nöcker schweizer illustrierte auto

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Schweizer refugien

italienische schönheit mit kraftvollem sportlerherz weesen sG sonnenstube am walensee der direktor Alexander Bleuel liebt die Vielfalt der Schweiz. «Verglichen damit war mein vorheriger Wohnort Frankfurt am Main ziemlich öde», erinnert er sich. Seit zwei Jahren leitet der gebürtige rhein­ länder die Geschäfte der Fiat Group in der Schweiz. Und steht zudem den Marken Alfa romeo und Lancia vor. Seine Fünf­ sprachigkeit hat sich der 42­jährige opern­ fan bei Studien­Aufenthalten unter anderem in den USA und in Spanien erarbeitet.

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die deStinAtion Zwischen den Gipfeln der Churfirsten und der Glarner Alpen liegt Weesen am Ufer des Walensees. Von dem Städtchen mit kleiner Altstadt und gerade mal 1500 einwohnern aus lassen sich per Schiff die kleinen Siedlungen am nordufer des Sees erkunden. dank eines warmen Mikroklimas gedeihen an der Seepromenade sogar Palmengewächse. im Winter lockt Amden oberhalb von Weesen mit seinen Skipisten. www.weesen.ch

ruheraum Alte Gebäude und die seelage machen den charme von weesen aus.


 AlfA RomEo GiuliEttA

& AlExAndER BlEuEl

DURCHGESTYLT Am ufer des walensees lässt sich fast schon mediterranes Flair geniessen. ideal für Alfa-chef Alexander Bleuel, um die neue Giulietta ins rechte licht zu rücken.

Auf das Kompaktmodell Alfa Romeo 147 folgt die giulietta, die nicht nur beim Namen an die Historie der Marke erinnert.

E

igentlich mag Alexander Bleuel den Blick kaum von der imposanten Bergkulisse rund um den Walensee abwenden. «Wir gehen im Winter gern in Amden zum Skilaufen. Und haben dabei gleich auch noch Weesen entdeckt», erklärt der Managing Director von Alfa Romeo Schweiz. Seitdem entspannt er sich gern an der Seepromenade des hübschen Städtchens. Doch heute nimmt ihn das neuste Produkt seiner Marke völlig gefangen: Ab Juni löst die Giulietta – italienisch für «kleine Julia» – den kompakten Alfa 147 ab. Einige optische Details des Fünfplätzers wurden vom limitierten und längst ausverkauften Supersportler Alfa 8C übernommen. Auch das Tiefrot des Fotoautos konnte zunächst nur für das Alfa-Topmodell geordert werden. «Jetzt bieten wir es endlich auch für jedermann an», freut sich Bleuel. Im Innern des Fünftürers gibt es segmenttypisch genug Platz. Punkto Optik und Funktionalität setzt das Interieur aber neue Massstäbe für Alfa. Der frühere Dschungel von Tasten und Schaltern wurde gelichtet; Gestaltung und Verarbeitung überzeugen. Für den Vortrieb sorgen drei Turbobenziner und ein drehmomentstarker Turbodiesel. Eine Stopp-Start-Automatik, die zum Beispiel am Rotlicht automatisch den Motor abstellt und bei Grün wieder startet, ist Serie. Nur nicht bei der Top-Motorisierung. Dafür nutzt der 235 PS starke Benziner dank Direkteinspritzung den Sprit besonders effizient. Manuelle Sechsgang-Getriebe sind ebenso serienmässig wie die AlfaDNA-Elektronik: Per Schalter können drei Charakteristika für Gasannahme, Lenkung und Stabilitätskontrolle vorgewählt werden. Technisch hat die Giulietta so nichts mehr mit dem gleichnamigen Modell der 50er-Jahre zu tun. Die Begeisterung der Alfisti dürfte dies nicht schmälern.

AlfA RomEo GiuliEttA

STaRTpLaTz Das kurze heck der Giulietta signalisiert sportliche Fahreigenschaften.

HöCHSTLEiSTUnG hochwertig wirkende schalter prangen am instrumentenbrett.

Motor 120 bis 235 PS 0 bis 100 km/h 6,8 bis 9,4 s Spitze 195 bis 242 km/h Verbrauch 4,7 bis 7,6 1/100 km CO2-Ausstoss 124 bis 177 g/km Dimensionen 4,35 m Länge, 1,80 m Breite, 1,47 m Höhe Kofferraum 350 l Preis ab CHF 28 900.– schweizer illustrierte auto

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schweizer refugien

klassische limousine in neuer höchstform der direktor Für erich Papke ist es wichtig, immer in Bewegung zu bleiben. der Hobbytaucher fährt töff, Geländeenduro und Mountainbike. Und in seiner 28-jährigen karriere bei BMW arbeitete der studierte Naturwissenschaftler schon in Südafrika, Polen, thailand, indonesien und Malaysia für die Marke. der 1955 in Pretoria (Südafrika) geborene Vater zweier Söhne leitet seit Anfang 2009 die Geschicke der BMW Group in der Schweiz.

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die deStiNAtioN Bereits im zwölften Jahrhundert wurde der Aussichtspunkt hoch über Pfäffikon SZ das erste Mal urkundlich erwähnt. Ab 1864 bot das Haus kurgästen und Pilgern auf dem Jakobsweg kost und Logis. Bis Anfang der 80er-Jahre feierten hier über 5000 Paare ihre Hochzeit. Nach einer Pause von zwanzig Jahren wurde das restaurant mit der atemberaubenden Aussicht 2002 renoviert und neu eröffnet. entlegen im restaurant luegeten lässt www.restaurant-luegeten.ch man die hektik des Alltags hinter sich.

Foto Denise zurkirch

restaurant luegeten beste aussichten


 BMW 5er LiMousine

& erich PaPke

entrückt hoch über dem zürichsee geniesst BMw-chef erich Papke auf der «luegeten» einen espresso. Für die neue 5er-reihe setzen die BMw-Designer wieder auf grazilere Formen.

Die 5er-reihe ist einer der Bestseller im BMWProgramm. Ihre sechste Generation überzeugt mit Eleganz und Sportlichkeit.

B

MW-Schweiz-Chef Erich Papke geniesst im Alltag den Komfort einer Limousine. Aber seine Freizeit verbringt er gern auf dem Zweirad. Krönender Abschluss seiner Töfftouren ist für ihn immer ein Kaffee auf der Terrasse des Restaurants Luegeten: «Traditionell unsere letzte Pause, bevor es wieder nach Hause geht.» Für Papke ist Motorradfahren heute das, was Autofahren vor achtzig Jahren war: «Lustfahren in reinster Form», schwärmt er. Das kann man heute aber auch mit einem Auto erleben. Schon der Vorgänger der neuen 5er-Reihe überzeugte mit einem wohlabgestimmten Fahrwerk, das für komfortables Langstreckenfahren genauso taugt wie für flottes Kurvenflitzen. Optisch macht die Neuauflage aber mehr Spass: Die zuvor etwas bauchige Seitenansicht und der wuchtige Heckdeckel sind passé. Dafür orientierten sich die Designer eher an den schlanken Modellen der 90erJahre. Scharfe Kanten und Wölbungen nehmen den Blechflächen die Dominanz. Auch im Interieur fehlt zeitgeistiger Schnickschnack zugunsten dezenter Eleganz. Bei den Antrieben dominieren SechszylinderBenziner und -Diesel. In der Topversion wird ein V8-Benziner verbaut, und ab dem Sommer ergänzt ein 184 PS starker Vierzylinder-Turbodiesel die Palette nach unten. Vor allem der mit 245 PS stärkste Diesel überzeugt in Verbindung mit der optionalen Achtgang-Automatik mit souveränem Durchzug, geringem Geräuschniveau und moderatem Verbrauch. Das Fahrwerk wurde weitgehend von der 7er-Reihe übernommen, aber sportlicher abgestimmt. Auch punkto Ausstattung lässt sich der 5er dank langer Optionenliste auf das Niveau des grossen Bruders bringen. Erich Papke mag den optionalen Internetzugang, um per Webcam nachzusehen, ob die «Luegeten» aus dem Hochnebel herausragt.

BMW 5er LiMousine

GeGenüber dem Vorgängermodell wirkt das heck des neuen 5ers viel eleganter.

entlastet spurhalte- und Überholassistent und ein Nachtsichtgerät sorgen für sicherheit.

Motor 204 bis 408 PS 0 bis 100 km/h 5,0 bis 8,1 s Spitze 227 bis 250 km/h Verbrauch 5,0 bis 10,4 1/100 km CO2-Ausstoss 132 bis 243 g/km Dimensionen 4,90 m Länge, 1,86 m Breite, 1,46 m Höhe Kofferraum 520 l Preis ab CHF 62 200.– schweizer illustrierte auto

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 Ford Galaxy & oliver SteGmann

Ford hat den sieben­ plätzigen galaxy optisch überarbeitet. Und ihm dabei eine neue Motoren­ Generation spendiert.

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rivat käme Oliver Stegmann, Generaldirektor von Ford Schweiz, (noch) mit einem kleineren Modell aus. «Meine Tochter ist gerade erst ein Jahr alt», sagt der 39-jährige studierte Wirtschaftswissenschaftler. Aber bald dürfte der Ford Galaxy genau das richtige Auto sein, um die Kleine samt ihren «Gspänli» zu Knies Kinderzoo nach Rapperswil-Jona zu fahren. Die Stadt am oberen Zürichsee hat es Stegmann angetan: «Wir sind oft hier – zum Einkaufen, aber auch um einfach nur an der Promenade die Sonne zu geniessen», berichtet er. Damit deren Licht nicht zu stark blendet, gibt es den gelifteten Grossraum-Van Galaxy zum Verkaufsstart als Sondermodell «Knie Edition» mit hinteren Sonnenschutzrollos. Ausserdem sind LED-Tagfahrlicht, Klapptische, ein kühlbares Handschuhfach, eine heizbare Frontscheibe und Parksensoren an Bord. Mit einem Preis von 39 990 Franken bleibt diese Version sogar noch unter dem regulären Basismodell. An diesem wurde bei der aktuellen Überarbeitung optisch wenig geändert: Die Motorhaube des siebenplätzigen Familienvans wird von neuen Scheinwerfern mit Tagfahrlicht eingerahmt. Und in den Heckleuchten funkeln nun kräftigere LED. Auch am Interieur mit seinen sieben variablen Einzelsitzen wurde kaum retuschiert: Vier Jahre nach der Lancierung des Galaxy wirkt es immer noch frisch. Stattdessen investierte Ford in neue Antriebe. Bei den Dieseln ergänzt ein 163 PS starker Zweiliter-Motor die Palette. Die Top-Variante treibt jetzt ein 203 PS starker BenzinDirekteinspritzer mit Turboaufladung an. Serienmässig wird er mit einem komfortabel schaltenden Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Und das wählt die Gänge so effizient, dass der Verbrauch trotz hoher Leistung im Rahmen bleibt.

Überblick Neugierig recken die Giraffen in Knies Kinderzoo die hälse. Ausnahmsweise darf Ford-schweiz-chef Oliver stegmann den Ford Galaxy gleich vorm eingang parkieren.

Ford Galaxy Motor 115 bis 203 PS 0 bis 100 km/h 8,8 bis 12,6 s Spitze 180 bis 217 km/h Verbrauch 5,7 bis 9,7 1/100 km CO2-Ausstoss 152 bis 232 g/km Dimensionen 4,82 m Länge, 1,88 m Breite, 1,76 m Höhe Kofferraum 755 bis 2000 l Preis ab CHF 44 500.–

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Überlegt Praktischer handbremsgriff in der Mittelkonsole statt konventionellem hebel.

Übergang Auch auf dem seedamm mit Blick aufs schloss macht der Galaxy eine gute Figur.


Schweizer refugien

komfortabler familienvan im HocHformat

Foto Josef wyrsch

rapperswil-jona stadt der Zirkus-tradition

ÜBERREICH rosenstöcke im ehemaligen Obstgarten des Kapuzinerklosters.

der direktor der passionierte Mountainbiker und Schwarz-Weiss-Fotograf oliver Stegmann hat das Autogeschäft von Grund auf gelernt. Nach einem halben Jahr als trainee bei der UBS trat er 1998 die erste Stelle bei Ford Schweiz an – und blieb. Seit Januar 2010 amtet er als Ceo. dass vor allem Service und kundennähe erfolg versprechen, erfuhr er in seiner Studienzeit in Basel: als Gründer und Chef eines Lieferdienstes für asiatisches essen.

die deStiNAtioN Neben Altstadt und Seepromenade ist knies kinderzoo eine der Attraktionen der seit 2007 fusionierten Gemeinde rapperswil-Jona. der 1962 gegründete tierpark gehört zum Schweizer National-Circus knie, der in der Stadt auch sein Winterquartier unterhält. Zum konzept gehört der enge kontakt der Besucher zu den fast 300 tieren. der Zoo ist von Anfang März bis ende oktober geöffnet. www.knieskinderzoo.ch

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schweizer refugien

oberklasse-cabrio für vier sonnenhungrige sonnenberg zürich kulinarische höhepunkte der direktor eigentlich sah es für karl Schregle nach einer klassischen Bankenkarriere aus. doch während eines Praktikums bei der daimler AG entdeckte der Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Banken und Finanzwirtschaft das Autogeschäft. Nach einigen Jahren im Finanzbereich des konzerns wurde er 2004 Ceo der tschechischen konzern­ dependance. Seit 2006 führt der 44­Jährige die Geschäfte von daimler Schweiz.

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auto schweizer illustrierte

die deStiNAtioN Schon die Fussball­ Legenden Franz Beckenbauer und Pelé labten sich an den legendären kalbskoteletts und dem angeblich besten Siedfleisch von Zürich im restaurant Sonnenberg. Nicht erstaunlich, denn das domizil des Fussball­ Weltverbandes Fifa liegt gleich um die ecke. der vielfach ausgezeichnete Star­ koch Jacky donatz leitet das Haus mit der beeindruckenden Aussicht über die Stadt bereits seit 1999. www.convention­zh.ch

stilvoll Das restaurant auf dem zürcher sonnenberg bietet Genuss pur.


 merceDes e-Klasse cabrio

& Karl schregle

aussichtsreich Bei Ausflügen auf den sonnenberg mit labrador-hündin Doro geniesst Karl schregle das zürcher Panorama. und das Mercedes e-Klasse cabrio.

Selbst bei kühlem Wetter muss im Mercedes e-Klasse cabrio niemand mehr im eisigen Fahrtwind frieren.

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oro hält ihr Herrchen fit. Denn die Labrador-Hündin braucht mindestens drei Stunden Spazierengehen am Tag. «Gut, dass ich mich dabei mit meiner Frau abwechseln kann», sagt Karl Schregle, CEO der Daimler Schweiz AG. Nicht nur der Bewegungsdrang seines Hundes, sondern auch das Panorama und das gleichnamige Restaurant ziehen Schregle oft auf den Zürcher Sonnenberg. «Hier lässt es sich auch prächtig Zeitung lesen», schwärmt der gebürtige Bayer und blinzelt in die tief stehende Frühlingssonne. Obwohl es im Schatten noch ein wenig kühl ist, hat Schregle das klassische Stoffverdeck des Mercedes E-Klasse Cabrio schon geöffnet. Erkältungen muss er dabei nicht fürchten. Statt eines klassischen Windschotts hält das Aircap-System eisige Fahrtwinde von den Passagieren fern. Auf Knopfdruck fährt – von einem Spezialmotor aus der Schweiz angetrieben – eine Lamelle aus dem oberen Windschutzscheibenrand aus und lenkt den Luftstrom über die Köpfe hinweg. Eine Abrisskante zwischen den hinteren Kopfstützen verringert Turbulenzen im Innenraum und reduziert störenden Unterdruck. Zusätzlich bläst die «Airscarf» genannte Kopfraumheizung warme Luft um die InsassenOhren. Optisch wirkt das Cabrio offen wie geschlossen so elegant wie das E-Klasse Coupé, auf dem es basiert. Nachdem vor wenigen Jahren Cabrios mit Dieselmotor noch undenkbar gewesen wären, bietet Mercedes nun sogar deren drei an; dazu vier Benziner. Ob des Verdecks geriet die Gewichtsverteilung des Cabrios noch eine Spur besser als beim Coupé. Sollte es im Innenraum doch zu kühl werden, lässt sich das Dach in nur zwanzig Sekunden schliessen. «Doch nicht bei diesem Prachtwetter», sagt Karl Schregle und schlägt den Mantelkragen hoch.

merceDes e cabrio

stürmisch wenn Doro spielen will, kommt der Daimler-schweiz-chef nicht zum lesen.

lichtstark in den heckleuchten sorgen leD für die Nachtoptik mit wiedererkennungswert.

Motor 170 bis 388 PS 0 bis 100 km/h 5,3 bis 8,8 s Spitze 232 bis 250 km/h Verbrauch 5,6 bis 10,9 1/100 km CO2-Ausstoss 148 bis 254 g/km Dimensionen 4,72 m Länge, 1,79 m Breite, 1,41 m Höhe Kofferraum 276 bis 390 l Preis ab CHF 70 400.– schweizer illustrierte auto

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 opel meriva & adriaN BrodBeck

Seine Portaltüren und das variable Interieur heben den neuen opel Meriva aus der Masse kompakter Vans heraus.

Familiär Adrian Brodbeck liebt Basel, weil sich die stadt ihren typischen charme bewahrt hat. Bewährtes wie das flexible sitzsystem bleiben auch beim neuen Opel Meriva erhalten.

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ur ein paar Fussminuten von der Basler Altstadt entfernt lässt sich die Ruhe geniessen. Adrian Brodbeck kennt das alte Industriequartier am St. Alban-Rheinweg noch aus seiner Kindheit. «Basel ist ein idealer Ort, um aufzuwachsen», sagt er. Die Stadt biete alle Möglichkeiten. Und dennoch öffne sie Kindern genug Freiraum zum Spielen und Entdecken. Ausserdem schätzt er die offene Art der Basler: «Das muss am Rhein und an der Fasnacht liegen – in Köln oder Düsseldorf habe ich Ähnliches erlebt», erinnert er sich an seine Jahre bei Opel in Deutschland. Offenheit ist auch das Stichwort beim neuen Opel Meriva. Auf den ersten Blick fallen die schnittige Front und der kecke Knick in der Fensterlinie auf. Doch im Gegensatz zur Konkurrenz im Van-Segment sind seine hinteren Türen an der C-Säule angeschlagen und öffnen sich gegen die Fahrtrichtung. Nach einem Moment der Verwunderung leuchten die Vorteile ein: Kinder steigen in einem geschützten Raum aus. Senioren können sich dank einem Handgriff zwischen den Türen leicht aus den Sitzen erheben. Und in engen Parklücken profitiert jedermann, weil man sich nicht zwischen Tür und Sitz hindurchquetschen muss. Zunächst muss die Elektronik der Türen aber grünes Licht geben – während der Fahrt sind sie fest verriegelt. Gegenüber dem Vorgänger sind die Abmessungen deutlich gewachsen. Das Interieur überzeugt mit Details wie der verschieb- und herausnehmbaren Staubox und den flach zusammenlegbaren Einzelsitzen auf der Rückbank. Beim Antrieb setzten die Opel-Ingenieure auf kleine Motoren mit Turboaufladung und bis zu 140 PS. Zum Verkaufsstart im Juni sind es drei Benziner und ein Diesel; weitere und auch eine verbrauchssenkende Stopp-Start-Automatik werden folgen.

opel meriva Motor 100 bis 140 PS 0 bis 100 km/h 10,3 bis 13,9 s Spitze 172 bis 196 km/h Verbrauch 6,1 bis 6,7 1/100 km CO2-Ausstoss 143 bis 168 g/km Dimensionen 4,29 m Länge, 1,81 m Breite, 1,61 m Höhe Kofferraum 400 bis 1500 l Preis ab CHF 22 200.–

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praktisch zwei schienen auf der Mittelkonsole tragen das variable Flex-rail-stausystem.

einladend Dank den weit öffnenden Portaltüren ist der ein- und Ausstieg kinderleicht.


Schweizer refugien

Dynamischer familienvan mit pfiffigen Details

Foto ingolf Pompe

basel Weltläufigkeit im DreilänDereck

gastfreundlich Mit Atmosphäre und kultureller Vielfalt lockt Basel die Besucher.

der direktor Seit Jahresbeginn be­ kleidet Adrian Brodbeck die Position des Managing director und opel­Markenchefs bei General Motors Suisse. der gebürtige Binninger (BL) kennt den konzern wie seine Westentasche: Nach dem Berufsstart bei GM in Glattbrugg führte ihn seine karriere 1990 in die konzernzentrale in detroit (USA) und weiter nach Belgien, rüsselsheim und kaiserslautern. Seit 2004 arbeitet der 47­Jährige wieder in Glattbrugg.

die deStiNAtioN Am Schnittpunkt von Frankreich, deutschland und der Schweiz gelegen, ist Basel in jeder Hinsicht eine Metropole. eine vielfältige Museenland­ schaft, Musik und theater bieten kulturelle Höhepunkte. Bei aller Geschäftigkeit hat sich Basel aber auch in der historischen Altstadt oder am rheinufer seine beschau­ lichen ecken bewahren können – wie zum Beispiel im alten industriequartier am St. Alban­rheinweg. www.basel.ch

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schweizer refugien

frischer allradler mit kompakten abmessungen

TAUSENDSASSA Philipp rhombergs sohn Konstantin liebt es, mit dem Papa in der Natur herumzutollen. im neuen toyota rAV4 macht beiden die Fahrt in den wald noch mehr spass.

der direktor Philipp rhomberg lernte das Autogeschäft von der Pike auf. Schon während seines BetriebswirtschaftStudiums arbeitete er als Autoverkäufer bei der emil Frey AG. Management-erfahrungen sammelte er unter anderem bei Chrysler Schweiz und in der US-Zentrale des Chryslerkonzerns. Seit 2006 amtiert rhomberg als Generaldirektor der Marke toyota in der Schweiz. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea hat der 40-Jährige zwei kinder.

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die deStinAtion Südlich von Zürich erstrecken sich auf Forch und Pfannenstiel ausgedehnte Waldgebiete, die zum Wandern und entspannen einladen. die Waldeinsamkeit lässt kaum vermuten, dass es bis ins hektische Zentrum von Zürich nur wenige kilometer sind. Vor allem die einwohner der Gemeinden am nordostufer des Zürichsees wie küsnacht oder Herrliberg nutzen die Gegend als naherholungsgebiet. www.forch.ch

pAUSENplATz Die weiten wälder und Felder der Forch sind eine insel der ruhe.

Foto howard Brundrett

forch waldesruhe in grossstadtnähe


 toyota rav4 & PhiliPP rhomberg

Vor 16 Jahren war der toyota rav4 ein Pionier im 4 × 4-Segment. Nach dem jüngsten Facelift ist er sparsamer geworden.

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hilipp Rhomberg mag Kontrast­ programme. «Natürlich schätze ich die Region Zürich mit ihrer urbanen Vielfalt», sagt der Generaldirektor der Toyota AG. «Aber zum Ausgleich verbringe ich auch viel Zeit in der Natur.» Der passionierte Jäger unterhält deshalb ein eigenes Revier auf über 2000 Metern Höhe. «Von der Holzwirtschaft bis zum Artenschutz – ich kümmere mich dort um alles», schwärmt er. Aber zum kurzen Durchatmen im Alltag bevorzugt er Aus­ flüge in die Wälder der Forch bei Zürich. Mit dem frisch überarbeiteten Toyota RAV4 ist er dafür gut gerüstet. Die neu gestaltete Front lässt den kompakten SUV hübscher wirken und verbessert die Aerodynamik. Auch die Heckleuchten wurden dezent ver­ ändert. Neue Materialien wie die optionale Alcantara­Ausstattung werten zudem das Interieur auf. Die Motoren – zwei Diesel und ein Benziner – wurden optimiert und so im Verbrauch gesenkt. Für den Benziner ist neu auch ein stufenloses CVT­Getriebe verfügbar, das die Motordrehzahl bei jeder Geschwindigkeit im verbrauchsgünstigsten Bereich hält, aber auch einen gelassenen Fahrstil erfordert. Sieben fest einpro­ grammierte Fahrstufen erlauben auch ein manuelles Schalten. Der Top­Diesel kann auf Wunsch mit Sechsgang­Automatik geordert werden. Der bewährte Allrad­ antrieb blieb hingegen unangetastet: Wilde Klettertouren darf man dem RAV4 nicht zumuten, aber Wald­ und Forstwege bedeuten kein Problem. Als Anfahrhilfe lassen sich 45 Prozent der Antriebskraft auch fest auf die Hinterachse leiten. Im komfortablen und robusten Innenraum fühlen sich auch Rhombergs Kinder wohl. Sie sind bei seinen Waldtouren meist mit dabei: «Kinder sollten den Bezug zur Natur nicht verlieren. Doch dazu müssen sie verstehen, was in der Natur passiert.»

toyota rav4

baumschule Der toyota-chef gibt seinen Kindern weiter, was er von Feld und Flur weiss.

neuschöpfung Auch die heckleuchten des kompakten rAV4 wurden überarbeitet.

Motor 150 bis 177 PS 0 bis 100 km/h 9,3 bis 11,0 s Spitze 185 bis 200 km/h Verbrauch 6,0 bis 7,6 1/100 km CO2-Ausstoss 159 bis 189 g/km Dimensionen 4,37 m Länge, 1,82 m Breite, 1,69 m Höhe Kofferraum 410 l Preis ab CHF 35 100.– schweizer illustrierte auto

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 VW Touareg & Domenico gaiTo

Die zweite Generation des VW touareg überzeugt mit sportlicher Optik, reduziertem Verbrauch und Hybridantrieb.

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ie letzten Schneereste im Davoser Vorfrühling gehören vor allem den Einheimischen. «Einige fahren gleich frühmorgens mit ihren Langlaufski das Dischmatal hinauf, um sich den Sonnenaufgang anzuschauen», erklärt Domenico Gaito. Der VW-Markenchef verbringt seine Wochenenden am liebsten in Davos. «Die Stadt ist so vielfältig», erklärt er. Und wenn ihm doch einmal der Trubel zu viel werde, flüchte er einfach in die Seitentäler. «Nach wenigen Minuten Fahrt bin ich mitten in der Stille der Berge – im Sommer wie im Winter.» Der neue VW Touareg dürfte dafür das ideale Gefährt sein. Weil gerade bei den SUV der optische Eindruck zählt, wurde er zwar länger und breiter, aber deutlich niedriger – das sorgt für sportlich wirkende Proportionen. Die Platzverhältnisse im Innern blieben gewohnt opulent. Das Interieur ist den Designern aber noch eine Klasse hochwertiger gelungen als beim schon nicht üblen Vorgänger. Der grösste Fortschritt ist bei der Antriebspalette spürbar. V8-Benziner und V10Diesel wurden gestrichen. Neu sind ein Benziner und zwei Diesel und – als Premiere im VW-Programm – eine Hybridvariante erhältlich. Diese bietet die vereinten Kräfte eines Benziners mit 333 PS und eines 46 PS starken Elektromotors, soll aber im Schnitt nur 8,2 l/100 km verbrauchen. Rein elektrisches Fahren ist ebenso möglich wie verbrauchsgünstiges Dahinrollen im Leerlauf bei abgeschaltetem Verbrennungsmotor. Für die Kraftübertragung sorgt erstmals in einem grossen Allradler eine neue Achtgang-Automatik, und auch der Allradantrieb ist serienmässig. Untersetzung und mechanische Sperren kosten aber ebenso extra wie die vier Kameras, die auf Tastendruck das Umfeld des Autos im Zentralmonitor zeigen und so beim Rangieren Kratzer vermeiden helfen.

Dynamischer allraDler miT schlankerer Form

VW Touareg Motor 240 bis 340 PS 0 bis 100 km/h 5,8 bis 7,8 s Spitze 218 bis 242 km/h Verbrauch 7,4 bis 9,9 1/100 km CO2-Ausstoss 193 bis 239 g/km Dimensionen 4,80 m Länge, 1,94 m Breite, 1,71 m Höhe Kofferraum 433 bis 1555 l Preis ab CHF 75 000.–

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wohlgefühl Das neue interieur überzeugt mit feiner Verarbeitung und edlen Materialien.

hochstimmung endlich sind die Brunnen im Davoser sertigtal von schnee und eis befreit.


Schweizer refugien vorfreude Auf der sonnenseite des Dischmatals spriesst schon erstes Grün. Bis zum start des neuen Vw touareg muss sich Vw-chef Domenico Gaito aber bis Anfang Juni gedulden.

Davos vielfalt in luftiger HöHe

lebenslust Auch beim Biken lässt sich im sommer die mächtige Bergwelt geniessen.

Der Direktor Domenico Gaito kennt den Schweizer Automarkt seit über zwanzig Jahren. Zunächst arbeitete der Absolvent der Hochschule St. Gallen bei Fiat, später auch bei Nissan und BMW. Seit 2008 fungiert er als Markenchef VW Personenwagen beim grössten Schweizer Autoimporteur, der Amag. Der 49-Jährige ist verheiratet und hat drei kinder. in seiner Freizeit trifft man ihn je nach Jahreszeit vor allem auf der Skipiste oder auf dem Mountainbike.

Die DeStiNAtioN Die höchstgelegene Stadt europas und flächenmässig grösste Schweizer Gemeinde gilt nicht nur als Wintersport-Paradies. Vor allem die Seitentäler mit ihren eindrucksvollen Bergkulissen laden im Sommer zum Wandern ein. Das zwölf kilometer lange Dischmatal führt bis zur Alp Dürrboden auf 2007 Metern Höhe mit gleichnamigem Gasthaus. Und auch im Sertigtal locken Gasthäuser wie der «Bergführer». www.davos.ch

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Mercedes sLs AMG

RückkehR ei

Text andreas faust Fotos marcel nöcker

e boxenstopp Motorsport-Ass Bernd schneider erklärt die Bedienung des an der hinterachse sitzenden Doppelkupplungsgetriebes. und er schwärmt von der Fahrwerksabstimmung des sls.

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r kennt kein Erbarmen. Der Hafen­ kapitän der Marina von Beaulieu­sur­ Mer nach Nizza an der französischen Riviera mag uns nicht einmal für nur ein einziges Foto auf seinen Pier lassen. Verstohlen schielt er auf den flachen Sportwagen vor seinem Büro. Als fürchte


ner LeGende Mercedes setzt zu einem neuen Höhenflug an. Nicht nur die Flügeltüren des sLs aMG erinnern an die silbernen Benz-Boliden, die einst die Rennpisten beherrschten.

gipfelstürmer Nicht nur die Proportionen des Mercedes sls AMG begeistern. Auf fast zwei Meter länge wölbt sich seine Motorhaube über einen 571 Ps starken V8. er den Zorn der Jachteigner, weil der neue Mercedes-Supersportler SLS AMG ihren millionenteuren Booten glatt die Schau stehlen könnte. Dabei gehören grosse Auftritte hier am Cap Ferrat zum Alltag. Exklusive Villen ragen unter den Kiefernhainen empor. Davor drängeln sich Nobel-Boliden von Ferrari, Lamborghini und Aston Martin. Und die Glitzerwelten von Nizza und Cannes beginnen gleich

hinter den nächsten Hügeln. Selbst hier erregt der SLS Aufsehen: ein breiter Kühlerschlund mit Stern-Emblem. Eine schier endlos lang erscheinende Motorhaube, unter der ein 571 PS starker V8 der Zündung harrt. Und wie Vogelflügel aufschwingende Türen, die den Einstieg in den nur 126 Zentimeter flachen Sportwagen zur vergleichsweise leichten Übung machen. Mit diesen Flügeltüren beweist

Mercedes Sinn für Tradition. Als die Marke ab 1952 mit dem 300 SL – für «Super Leicht» – wieder Rennsport-Erfolge feierte, gierte die Kundschaft nach einem Sportwagen. Auf der Basis des Rennboliden entstand ab 1954 die Strassenversion; 215 PS stark und bis zu 260 km/h schnell. Weil der durchgehende Gitterrohrrahmen keine konventionellen Türen erlaubte, ersann Chefkonstrukteur Rudolf schweizer illustrierte auto

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Mercedes sLs AMG BERND SCHNEIDER FaHRER auS LEIDENSCHaFt

aufgeStellt Die optimale Gewichtsverteilung des sls ist die Grundlage für ein perfektes handling. Jenseits von 120 km/h sorgt der auto­ matisch ausfahrende heckspoiler für stabilität.

ChefSeSSel zwischen poliertem Aluminium und feinstem leder in klassischem rot fühlt sich Bernd schneider besonders wohl.

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einst Früh übt sich, was ein Meister werden will. schon im Alter von zwölf Jahren kämpfte Bernd schneider, Jahrgang 1964, auf der Kartbahn um die sekunden. 1980 wurde er Deutscher Kart-Meister, 1982 gewann er auch den europa-titel. nach gelegentlichen einsätzen für Ford in der Deutschen tourenwagen-Meisterschaft DtM nahm er zwischen 1988 und 1990 für Zakspeed und Arrows im Formel-1-Cockpit Platz. Ab 1992 fuhr er für AMG Mercedes in der DtM und der FiA-Gt-Meisterschaft. Mit fünf DtM-Gesamtsiegen zwischen 1995 und 2006 und insgesamt 43 Rennsiegen ist schneider bis heute der erfolgreichste DtM-Fahrer. im Oktober 2008 beendete er seine Motorsport-Karriere.

JetZt Heute ist Bernd schneider als instruktor und testfahrer für die Mercedestochter AMG tätig. seine erfahrung ist auch bei der entwicklung neuer AMG-Modelle gefragt. er lebt in Monte Carlo – etwa eine Autostunde von Le Castellet entfernt.

Uhlenhaut solche in Möwenflügelform, die sich nach oben öffneten. Sie verhalfen dem SL gleich zu seinem Spitznamen «Flügeltürer». Technisch notwendig wären sie beim neuen SLS AMG allerdings nicht. Komplett beim Mercedes­Haustuner AMG entwickelt und gefertigt, verfügt er als erster Mercedes über einen besonders leichten Aluminiumrahmen, der auch gewöhnliche Einstiege zuliesse. Aber auch bei geschlossenen Türen recken Passanten neugierig den Kopf: spätestens, wenn nach einem Druck auf den Start­ knopf der 6,2­Liter­V8 dumpf bollernd erwacht. Ein Zug am Schalthebel, der wie der Triebwerksregler eines Jets wirkt, und schon passiert – nichts. Das neu entwickelte Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse lässt den Zweisitzer

erst nach einem zaghaften Gasstoss anrollen. Dann spurtet der SLS aber in nur 3,8 Sekunden auf Tempo 100. Wie ein Pilotensitz halten die fein verarbeiteten Sportsitze Fahrer und Beifahrer auch in schnellen Kurven in der Aufrechten. Die Lüftungsdüsen erinnern an Jettrieb­ werke. Und auf der breiten Mittelkonsole prangen Tasten und Regler für die drei Getriebeprogramme, das dreistufig schaltbare elektronische Stabilitäts­ programm ESP und das AMG­Programm, das auf Knopfdruck die einmal gespeicherte Lieblingskonfiguration des Fahrers wählt. Sogar der Heckspoiler, der sich ab Tempo 120 automatisch aufstellt, lässt sich manuell bedienen. Auf der Autobahn glänzt der SLS mit moderatem Ton und sanftem Schalten. So entspannt

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Stilvoll Bis 317 km/h schlägt der tacho maximal aus. Die leDs mahnen kurz vor der höchstdrehzahl zum schnellen hochschalten.

könnte man jetzt glatt die Küste entlang bis Portugal durchfahren. Doch unser Ziel heisst Le Castellet. Bis dahin liegen noch 40 Kilometer kurvenreiche Land­ strasse vor uns, auf denen der SLS seine Stärken voll ausspielen kann. Unauf­ geregt souverän, aber mit aufregender Fahrdynamik lässt er sich die steilen Serpentinenstrassen hinaufscheuchen. Anbremsen: Das Getriebe schaltet mit Zwischengasstössen herunter. Dann einlenken und wieder aus der Kurve hinaus beschleunigen. Es macht so süchtig wie der Ton des bis 7000 Touren drehenden V8. In Le Castellet lassen wir das Städt­ chen links liegen und biegen auf den Circuit Paul Ricard ein. Auf der ehemaligen Formel­1­Strecke begeistert der SLS mit präzisem Einlenken, minimalem


schneider «schneLL Auf der Piste, bequeM zuM reisen»

Karosseriewanken und kecken Heckschwüngen. Kaum zu glauben, dass dieses Fahrwerk auch für lange Strecken taugt. Für Bernd Schneider ist das keine Überraschung. Auf dem Circuit weist der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot heute Mercedes-Kunden in die Geheimnisse schneller Rundenzeiten ein. Und er war dicht dran bei der Entwicklung des SLS: An «lange und harte Diskussionen» erinnert er sich. Schneider drängte nach Hunderten Testkilometern auf eine rennsporttaugliche Abstimmung des Fahrwerks, die AMGIngenieure plädierten für Komfort. «Die Serienversion des SLS bietet eine perfekte Synthese aus beidem», urteilt er rückblickend. Sportorientierten Fahrern empfiehlt er die gegen Aufpreis erhältlichen Keramikbremsen. «Das optionale

ausflug selbst in engen Parklücken können die Flügeltüren frei aufschwingen. weil sie bis ins Dach reichen, gelingt der einstieg problemlos. ins kurze heck passen 176 liter Gepäck. Performance-Fahrwerk ist aber nur für Renneinsätze geeignet», ergänzt Schneider – für den Alltag sei es einfach zu hart abgestimmt. Die Kunden fänden für dieses Dilemma aber eine Lösung: «Manche bestellen gleich zwei SLS», sagt Schneider. «Einen für die Strasse, einen für die Piste.» c

Mercedes sLs AMG Motor 571 PS 0 bis 100 km/h 3,8 s Spitze 317 km/h Verbrauch 13,2 1/100 km CO2-Ausstoss 308 g/km Dimensionen 4,64 m Länge, 1,94 m Breite, 1,26 m Höhe Kofferraum 176 l Preis CHF 280 000.– schweizer illustrierte auto

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100 jahre alfa romeo

GRUND ZUm f

Kleid von Esprit, bei Globus; Schuhe von Globus

Zum 100-Jahr-Jubil채um von AlfA Romeo f체hrt die SchweiZer illuStrierte Auto den neuen 8C SPIDeR mit seinem legend채ren Vorfahren aus dem Jahr 1932 zusammen. ein treffen der Superlative.

IMPOSANT Exakt 78 Jahre liegen zwischen dem modernen Alfa Romeo 8C Spider und seinem legend채ren Urahn 8C 2300 von 1932 aus dem Werksmuseum. Zusammen sind sie 755 000 Franken wert.


EIERN

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100 jahre alfa romeo

SCHLICHT Auch ein schöner rücken kann entzücken. Aus dieser sicht wirkt der 8c spider klein und bescheiden. Die hecklichter finden sich ähnlich auch im weit günstigeren Alfa Mito.

Text RAOUL ScHWINNEN Fotos NATHAN BEcK

E Bluse von sandro, Bundfaltenshorts von h & M, Gürtel von Manor, schuhe privat

WINDGESCHÜTZT Model Fabienne braucht sich keine sorgen um ihre Frisur zu machen. im Alfa 8c spider sitzt sie tief hinter der Frontscheibe – mit Blick auf die hübsche Alu-Mittelkonsole.

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inige automobilbegeisterte Geschäftsleute aus der Lombardei übernehmen vor genau hundert Jahren ein Produktionswerk im Mailänder Bezirk Portello und gründen am 24. Juni 1910 die Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili. Noch im selben

100 JAHRE ALFA ROMEO AUSZUG AUS EINEM JAHRHUNDERTWERK ALFA 24 HP

ALFA ROMEO 6C 2300 MILLE MIGLIA

1910–1920 Der erste Alfa entstand noch ohne Hilfe von Nicola Romeo. 680-mal gebaut, 42 PS stark und 100 km/h schnell.

1934–1939 Dieses Modell verfügte über einen 1954–1964 Das von Bertone gefertigte Leichtmetall-Zylinderkopf und ab 1935 auch Coupé Giulietta Sprint punktete mit guter über eine Einzelradaufhängung (6C 2300 B). Strassenlage und viel Temperament.

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ALFA ROMEO GIULIETTA SPRINT


DAS TRIEBWERK IST EINE IN METALL GEGOSSENE SKULpTUR

ALFA 8C 2300 unter seiner langen haube verstecken sich zwei aneinandergekoppelte Vierzylindermotoren mit zwei roots-Kompressoren und 142 Ps leistung. Jahr verlässt mit dem 24 HP das erste Fahrzeug die Fertigungshallen der neu gegründeten Firma A.L.F.A. Die Geschäfte laufen gut, auch im Motorsport stellen sich erste Erfolge ein. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und der Hersteller automobiler Feinkost muss im September 1915 Konkurs anmelden. Mit Nicola Romeo kommt drei Monate später die Wende. Er lenkt fortan die Geschicke

der Firma, positioniert sie nach dem Krieg neu und nennt sie ab 1919 Alfa Romeo.

ALFA ROMEO GIULIETTA SPIDER

ALFA ROMEO GIULIA BERLINA

1955–1965 Auf Initiative von US-Alfa-Importeur Max Hoffmann entwarf Pininfarina die Spider-Variante mit 1,3-Liter-Motor.

1962–1978 Das Familienauto avancierte 1962–1994 Dem Rundheck-Spider folgten in der Version Super zum Urtyp der Sportdrei weitere Spider-Generationen – die Limousine. Nach 1974 hiess es Nuova Super. letzte mit Bosch-Motronic statt Vergasern.

dem Alfa Romeo 8C 2300 ein besonders glanzvolles Stück Technik. Vor allem dessen Motor begeistert. Der begnadete Ingenieur Der Börsencrash von 1929 reitet die WeltJano koppelt dazu zwei Vierzylinderaggrewirtschaft in eine tiefe Krise, und Alfa gate zu einem Achtzylindermotor mit total Romeo landet als Pflegefall in der fürsorg2300 Kubikzentimeter Hubraum. Zwei oben lichen Obhut des Staatssanierers Istituto liegende Nockenwellen, ein Kompressor per la Ricostruzione Industriale. Trotz nach dem Trockensumpf-Prinzip und ein diesen schlechten Rahmenbedingungen Zylinderkopf aus Aluminium sind Zeichen schafft Chefingenieur Vittorio Jano 1932 mit für die sportlichen Ambitionen dieser

ALFA ROMEO SPIDER

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100 jahre alfa romeo

IN BEWEGUNG ZIEHT DER MOTOR ALLE REGISTER

Konstruktion. Enthusiasten bezeichnen das feingliedrige Triebwerk verzückt als in Metall gegossene Skulptur. Das imposant tosende Meisterstück auto­ mobiler Motorentechnik leistet 142 PS bei 5000 Umdrehungen, in der schärfsten Ausbaustufe für den Rennbetrieb gar bis zu 178 PS. Die Karosserien stammen allerdings nicht von Alfa, sondern je nach Kundenwunsch von Spezialisten wie Zagato, Touring, Castagna, Pininfarina, Figoni oder Vanden Plas. Vor allem auf

der Rennstrecke sorgt der 8C schon bald für Furore. Mit Fahrern wie Tazio Nuvolari, Rudolf Caracciola oder René Dreyfus ge­ winnt er von 1931 bis 1934 ununterbrochen die 24 Stunden von Le Mans und holt von 1935 bis 1938 die Mille Miglia. Pietro Monguzzi, früher Formel­1­Mechaniker bei Ferrari und heute verantwortlich für die vielen fahrtauglichen Alfa­Museumsstücke, erinnert sich: «Vor allem in den unteren Fahrstufen muss man beim Umgang mit dem Gaspedal und dem in einer Kulisse

präzis geführten Schaltstock den Drehzahl­ messer aufmerksam im Auge behalten, sonst gibt es ein Desaster.» Beim neuen, offenen Alfa 8C Spider (sprich Otto Tschi), dem stärksten und teuersten Serien­Alfa aller Zeiten, kommt es nicht gleich zum Desaster, wenn der Chauffeur im ekstatischen Beschleunigungswahn den Motor zu überdrehen droht. Erstens verträgt der von Ferrari und Maserati stammende Achtzylinder hohe Drehzahlen

100 JAHRE ALFA ROMEO AUSZUG AUS EINEM JAHRHUNDERTWERK

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ALFA ROMEO GIULIA COUPÉ

ALFA ROMEO MONTREAL

1963–1978 Mit den diversen KarosserieVarianten war die Giulia-Baureihe Pionierin des heute populären Baukastensystems.

1970–1977 Der 200-PS-V8 des hochpreisi- 1972–1986 Die Qualität des in der neuen gen Sport-Coupés stammt vom Rennwagen Fabrik im Süden gebauten ersten Alfa T33. Genau 3925 Exemplare wurden gebaut. mit Frontantrieb litt unter vielen Streiks.

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ALFA ROMEO ALFASUD


VOLLGAS Der 450 Ps starke Alfa romeo 8c spider spurtet in nur 4,5 sekunden lautstark auf tempo 100 und wird bis zu 292 km/h schnell.

alfa romeo 8c generationentreff FASZINIERENDE TECHNIK Der genau 188-mal gebaute Alfa Romeo 8C 2300 aus dem Jahr 1932 wurde von einem 8-Zylinder-Reihenmotor (zwei Blöcke aus je 4 Zylindern) mit 2336 Kubikzentimeter Hubraum angetrieben. Der wassergekühlte Motor mit MeminiEinzelvergaser und Roots-Gebläse leistete 142 PS bei 5200/min und machte den offenen, rund 1000 Kilo schweren Zweisitzer über 170 km/h schnell. Geschätzter Wert: ca. 525 000 Franken.

(ja, er giert förmlich danach) – schliesslich steht die maximale Leistung von 450 PS erst bei 7000 Umdrehungen an. Und zweitens schiebt die Elektronik bei allzu hemmungslosem Tun gnadenlos den Riegel vor. Auch Schalten ist beim Neuen kein Problem. Das sequenzielle Sechsganggetriebe wird über Lenkrad-Paddels bedient. Kuppeln kann man also getrost vergessen (es gibt auch kein Pedal dafür) und den Automatik-Modus auch. Auf Automatik überlegt das Getriebe viel zu lange, was es

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1997–2005 Er gewann Design-Preise und sorgte für frischen Wind. Turbodiesel mit Common-Rail-Technik feierte Weltpremiere.

als Nächstes tun soll. Deshalb wählt jeder echte Alfisto den Sport-Modus. Dieser bewirkt schnellere Schaltvorgänge, höheres Drehen des Motors und vor allem eine noch beeindruckendere Akustik. Den 8C Spider fährt man nämlich nicht nur mit den Augen, sondern vor allem auch mit den Ohren. Ein österreichischer Journalistenkollege schwärmt: «In Bewegung zieht der Motor alle Register – spotzt und kracht freigiebig, beim Runterschalten gesellt sich noch ein Blubbern dazu und vermischt sich mit dem grundierenden Röhren zu einer komplizierten Symphonie glücklichen Wahnsinns.» Erstaunlich: Selbst bei der wildesten Beschleunigungsaktion (dann gehts in nur 4,5 Sekunden auf Tempo 100) fächelt im offenen Auto der Wind nur sanft ums Haupt. Tief und geborgen sitzt man auf den schicken Ledersesseln. Und spürt dafür jeden Schlag der Strasse im Rücken. Das Fahrwerk ist weder elektronisch geregelt noch in seiner Charakteristik verstellbar. Und deshalb immer zu hart. «Ausser man ist Seifenkistenfahrer von Beruf oder völlig abgestumpft gegen Leid», kommentiert besagter Kollege aus Österreich treffend. Was den aktuellen 8C neben seiner verführerischen Optik, den eindrucksvollen

Nicht weniger exklusiv ist der nur 500mal produzierte Alfa Romeo 8C Spider der Neuzeit. Er wird vom 8-ZylinderFerrari-Motor mit 4,7 Liter Hubraum und 450 PS bei 7000/min befeuert. Damit stürmt der moderne 8C in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 292 km/h schnell. Preis: ab 230 000 Franken. Fahrleistungen und dem betörenden Sound zudem begehrenswert macht, ist seine Exklusivität. Wie zuvor schon beim Coupé 8C Competizione werden auch vom offenen Spider nur genau 500 Exemplare gefertigt. Davon kommen immerhin 50 Exemplare offiziell in die Schweiz – zum nicht minder exklusiven Preis von 230 000 Franken. Das war übrigens schon 1932 beim 8C 2300 nicht anders. «Nur gerade 188 Stück wurden damals gebaut», weiss Pietro Monguzzi. An den damaligen Preis kann sich der Alfa-Experte zwar nicht erinnern. «Aber», verrät er schmunzelnd, «heute ist das Museumsstück für 525 000 Franken versichert.» c schweizer illustrierte auto

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NACHHALTIG spitzenkoch caminada legt grossen wert auf Bio-Produkte aus der region. Bei linus Naef findet er neben halbweissmehl und zartem Fleisch auch besonders schmackhafte salsize.

Bereits zum zweiten Mal zum GaultMillau-Koch des Jahres gek체rt, beweist aNDREaS CaMINaDa Klasse am Herd. Diese sch채tzt der Spitzenkoch auch an seinem gediegenen Audi Q7.

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SpItzENkR auto schweizer illustrierte


koch des jahres Text Jürg A. Stettler Fotos FAbienne bühler

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räzise und locker dirigiert Starkoch Andreas Caminada seinen Audi Q7 durch die engen Gassen der Dom­ leschger Dörfchen rund um Fürstenau. Vor zwei Jahren fuhr der 33­Jährige noch Audi A6 Allroad. Wieso wechselte er auf den grösseren Q7? «Der bietet sieben Plätze. Damit kann ich Gäste abholen oder meine ganze Kochcrew zu einem Anlass mit­ nehmen, das ist enorm praktisch», erklärt er. Auch die stattlichen Dimensionen von 5,09 Metern Länge und 1,98 Metern Breite stören ihn nicht: «An die Grösse habe ich mich rasch gewöhnt. Zudem ist der Audi sehr agil und wendig. Und dank der hohen Sitzposition habe ich auch einen guten Überblick.» Caminada lernt die Vorzüge des enormen Platzangebots von bis zu 2035 Litern Stauraum rasch schätzen. «Meine Golfschläger sind immer mit dabei. Beim Q7 mit seinem riesigen Kofferraum ja absolut kein Problem», meint er und fügt an: «Man weiss ja nie, wann man Lust und Zeit für eine Runde Golf hat. Golfen ist für mich der perfekte Ausgleich zu meinem intensiven Job am Herd.» Bleibt denn neben den ganzen Terminen als Koch des Jahres überhaupt Zeit, am Handicap zu arbeiten? «Ich golfe nach dem Motto ‹Qualität statt Quantität›. Momentan liege ich bei 6.0 unter Par. Vor Jahren habe ich gesagt, wenn ich unter 6.0 unter Par bin, fange ich an zu segeln. Doch unter 6.0 bin ich ja noch nicht...», meint er lachend. Auf der nächsten Geraden drückt er leicht aufs Gas. Schon meldet sich der 240­PS­Diesel, der zur Minimierung von schädlichen Stickoxiden die wässrige Harnstofflösung AdBlue in den Abgasstrom einspritzt, zum Dienst. «Ab und zu lasse ich extra das Seitenfenster runter, um noch besser zu hören, wie der Motorensound von den Tunnelwänden zurückschallt.» Gut, dass es rund um Schloss Schauen­

äfte

ERFOLGREICH Caminada ist Koch des Jahres 2008 und 2010.

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KOCh DeS jAhreS iDYLLisch Andreas caminada geniesst die traumhafte landschaft des Domleschgs mit seinem restaurant schloss schauenstein und dem verschneiten Piz Beverin im hintergrund.

AN DIE GRöSSE DES Q7 HAbE ICH MICH RASCH GEwöHNT

Praktisch Jeweils am Mittwoch holt Andreas caminada (links) mit dem Audi Q7 Blumen, um hotel und restaurant stilvoll zu dekorieren. Der siebenplätzer wird aber auch von den Mitarbeitern genutzt, um Gäste vom Bahnhof standesgemäss zum schloss schauenstein zu bringen.

ANDREAS CAMINADA KOCH DES JAHRES 2010 Nur 15 Minuten von Chur entfernt, in Fürstenau GR, verwöhnt Andreas Caminada auf Schloss Schauenstein seine Gäste. Der am 6. Mai 1977 in Ilanz geborene Spitzenkoch wuchs im bündnerischen Sagogn auf. Nach Abschluss der Kochlehre arbeitete er in mehreren renommierten Betrieben. Seit 2003 ist er Chef de Cuisine und Pächter des Schlosses Schauenstein. Nach 2008 kürte ihn der GaultMillau heuer erneut zum Koch des Jahres und verlieh ihm erstmals 19 Punkte. www.schauenstein.ch

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stein diverse Strecken mit Tunnels gibt. «Kürzlich durfte ich Audis Spitzensportler R8 testen, da machte der Motorensound noch mehr Spass», ergänzt er schmunzelnd. «Ich geniesse die Sportlichkeit und Spritzigkeit des Q7. Und finde gleichzeitig toll, wie gediegen man mit dem SUV dahingeleiten kann.» Und dieser Reisekomfort ist für Caminada wichtig, schliesslich legt er pro Jahr bis zu 30 000 Kilometer zurück. «Ich bin viel unterwegs. Mehrheitlich fahre ich ins Tessin, ins Oberland oder nach Zürich. Der Albulapass ist für mich eine der schönsten Strecken. Aber auch dem Vorderrhein entlang oder auf dem Weg zu meinen Eltern nach Sagogn gibt es ein paar ganz nette Kurvenpassagen», verrät Caminada. Er fährt gern sportlich – wie sieht es da mit Bussen aus? «Ab und zu einige Parkbussen. Ich schütze mich selbst. Auf der Autobahn schalte ich immer den

Tempomaten ein. Mit dem laufruhigen Diesel wäre man sonst schnell etwas zu flott.» Der smarte Koch legt Wert auf Style und Sicherheit. Das Fahrsicherheitszentrum Driving Graubünden in Cazis liegt unweit seines malerischen Schlosses Schauenstein. Klar, dass Caminada den Audi auch schon über die Piste hetzte. «Ich habe einen Auffrischungskurs besucht. Das war sehr spannend. Vollbremsung, schneller Spurwechsel, Handlingkurs etc. Es tat gut, vor Augen geführt zu kriegen, was mein Wagen und seine Elektronik alles können. Aber auch zu erkennen, wo die Grenzen der Physik liegen», erklärt er. «Und das Fahrverhalten des doch 2,4 Tonnen schweren Q7 mit seinen breiten Reifen ist eben anders als dasjenige eines Kleinwagens.» Auch betreffend Verbrauch kann der Q7 logischerweise nicht mithalten. Caminada sieht das pragmatisch: «Klar braucht der SUV etwas mehr Sprit, dafür bringe ich meine ganze Crew oder jede Menge Gäste unter und muss nicht mit zwei Autos fahren. Denn dann steigt der Verbrauch locker über die rund neun Liter meines Q7, was für den bärenstarken Diesel durchaus im Rahmen liegt.» c

AuDI Q7 3.0 TDI ClEAN DIESEl Motor 240 PS 0 bis 100 km/h 8,5 s Spitze 216 km/h Verbrauch 8,9 l CO2-Ausstoss 234 g/km Dimensionen 5,09 m Länge, 1,98 m Breite, 1,70 m Höhe Kofferraum 330 bis 2035 l Preis ab CHF 84 450.–


lifestyle-check

kEIN kaFFEE Die LIFEStYLE-FLItZER Citroën DS3, Mini Countryman und Nissan Juke stellen sich dem Urteil von «Style»-Redaktorin Anita Lehmeier, Rennfahrerin Sabrina Hungerbühler und Pin-up-Model Zoe Scarlett.

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Text RAOUL SCHWINNEN Fotos THOMAS BUCHWALDER

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für einmal spielen weder Leistung noch Verbrauchs- oder Emissionswerte eine entscheidende Rolle. In diesem Vergleichstest beurteilt das Frauentrio Sabrina Hungerbühler, Zoe Scarlett und Anita Lehmeier bei den brandneuen Citroën DS3, Mini Countryman und Nissan Juke in erster Linie den Sex-Appeal. Und zwar ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu


HÜBSCHES TRIO Die expertinnen Anita lehmeier, sabrina hungerbühler und zoe scarlett (v. l.) prüfen den citroën Ds3, Mini countryman und Nissan Juke (v. l.) auf ihren sex-Appeal.

kränzchen nehmen. Qualifiziert dazu sind unsere drei Expertinnen. Sabrina Hungerbühler, 27, absolvierte zusammen mit dem heutigen F1-Star Sebastian Vettel die Rennfahrschule und bewegt seit Jahren in der Interserie einen knapp 600 PS starken Rennboliden. Das europaweit gefragte Pin-up-Model Zoe Scarlett, 25, steht auf kultige Hot-Rod-Schlitten und hat sich schon eigenhändig einen Chevy Camaro restauriert. Und auch die Kulturchefin des Ringier-Magazins «SI Style», Anita

Lehmeier, 48, kann sich der Faszination des Automobils nicht entziehen. Sie ist begeisterte Cabrio-Fahrerin («aber nur bei schönem Wetter»), besitzt einen 26-jährigen Fiat Pininfarina und wartet zurzeit sehnsüchtig auf einen direkt aus Amerika importierten 68er Dodge Charger. Statt alte US-Strassenkreuzer beurteilen unsere Expertinnen heute brandneue Fahrzeuge wie den Citroën DS3. DS weckt bei Anita Lehmeier Erinnerungen an das

legendäre Citroën-Oberklasse-Modell von 1955 mit der stromlinienförmigen Karosserie und der revolutionären hydropneumatischen Federung: «Ich hatte mir mal einen Freund mit einer solchen Schaukelkiste angelacht. Prompt wurde es mir auf der ersten Ausfahrt schlecht.» Im ersten Moment ist Anita enttäuscht. «Der DS3 hat mit dem legendären DS überhaupt nichts gemeinsam.» Stimmt. Obwohl DS nicht nur bei Anita Erinnerungen an das legendäre Modell aus den Fünfzigern suggeriert, schweizer illustrierte auto

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lifEStylE-ChECk

aNITa «mIR wuRDe eS beI DeR eRSTeN fahRT SChleChT» sehen die Franzosen den DS3 nicht als einzelnes Modell. Sondern als ein neuer, modellübergreifender Luxusbrand. So werden dem DS3 schon bald ein DS4 und KOKETT Anita fragt: «spieglein, spieglein an DS5 folgen. «Schade, eine legendäre der Autowand, wer ist die schönste im ganzen land?» Durchgestylt bis zu den Aussenspiegeln Modellbezeichnung für einen modernen Marketinggag zu missbrauchen», kritisiert schmeichelt sich der französische charmeur die «Style»-Redaktorin. Doch schnell citroën Ds3 in die herzen seiner Kundinnen. macht der anfänglichen Skepsis Begeisterung Platz. «Das gepunktete Dach des CITROËN DS3 DS3 scheint förmlich zu schweben – chic, sehr chic», anerkennt Anita. Und als Motoren Diesel 90, 110 PS, Benzin 95 bis sie erfährt, dass sich nicht weniger als 120 PS 0 bis 100 km/h 7,3 bis 11,5 s 38 verschiedene Dachlackierungen Spitze 182 bis 214 km/h Verbrauch 3,8 bis 6,9 l/100 km CO2-Ausstoss 99 bis 158 g/km mit zwölf Felgendesigns und unzähligen Interieurausstattungen kombinieren Energieeffizienz A bis C Dimensionen lassen, kommentiert sie verzückt: «Da 3,95 m Länge, 1,72 m Breite, 1,46 m Höhe wird der Kunde ja zum Co-Designer.» Verkauf ab sofort Preis ab CHF 21 700.–

Auch die Front mit den senkrecht stehenden LED-Tagfahrleuchten kann begeistern. Am Heck prangt nicht etwa der bekannte Citroën-Doppelwinkel, sondern ein eigens kreiertes DS-Logo. «Zwar hübsch, aber ziemlich verwirrend», meint Anita. Verwirrt ist auch Sabrina Hungerbühler. «Was, das soll ein Mini sein?», entschlüpft es ihr spontan. Nicht zu Unrecht. Der neue Mini Countryman ist nicht nur 40 Zentimeter länger als sein konventioneller Bruder, sondern auch fast 16 Zentimeter höher. Und es ist der erste Mini in der Geschichte mit einer Heckklappe, vier konventionellen Türen und auf Wunsch mit Allradantrieb (Aufpreis: CHF 2500.–). «Von vorne finde ich ihn cool, aber von schweizer illustrierte auto

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sAbRINA «eIN MAxIMINI MIT zIeMlICh hüfTspeCk» hinten hat er mir etwas zu viel Hüft­ speck», meint Sabrina unverblümt. Macht dann den Designern aber doch noch ein FIDEL Sabrina meint: «Endlich verdient der Lob: «Immerhin verfügt er über eine Kofferraum beim Mini seinen Namen. Aber die Ladekante ist schon ziemlich hoch …» Praktisch: charaktervolle Schnauze und ein eigen­ ständiges Heck und ist so nicht einfach Der runde Tacho in Grösse einer Bratpfanne ein aufgeblasener Mini.» lässt sich locker auch ohne Brille ablesen. Bei der Sitzprobe muss Sabrina plötzlich lachen: «Der Schaltknüppel wirkt, als MINI COUNTRYMAN würde er in einem Champagnerkübel stecken. Und der Tacho erinnert mich an Motoren Diesel 90 bis 112 PS, Benzin 98 eine Bratpfanne.» Mehr als nur ein witziger bis 184 PS 0 bis 100 km/h 7,6 bis 13,2 s Gag findet sie dagegen die sanft türkis Spitze 170 bis 215 km/h Verbrauch 4,3 bis illuminierte Schiene zwischen den Sitzen. 6,3 l/100 km CO2-Ausstoss 113 bis Offiziell heisst diese Center­Rail. Und auf 146 g/km Energieeffizienz A bis C ihr lassen sich Getränkehalter, Handys, Dimensionen 4,10 m Länge, 1,70 m Breite, Brillenetuis, iPods oder auch kleine Kühl­ 1,56 m Höhe Verkauf ab Ende September boxen einrasten. «Das ist praktisch und Preis ab CHF 27 900.–

sieht gut aus», lautet ihr Kommentar. «Einzig die türkisfarbenen Einlagen in den Türen und der Center­Rail müssten im Cockpit wieder aufgenommen werden – so wirken diese etwas verloren.» Das Lachen vergeht Sabrina aber, als sie die Preise des geländegängigen Mini erfährt. Diese starten für den nur frontgetriebenen Mini Countryman One bei 27 900 Franken. Ein Cooper S 4 × 4 kostet aber stolze CHF 39 400.–. «Nicht gerade mini», entfährt es da der jungen Ostschweizerin. «Juke, nicht Joke, heisst der neue Nissan?», erkundigt sich Zoe Scarlett. «Aber warum um Himmels willen ist dieses Auto weiss? Mit diesem witzigen Gesicht und den Froschaugen müsste der Juke


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zoE «mIt dIESEN froSchAUgEN müSStE dAS AUto grüN SEIN» eigentlich froschgrün lackiert sein», meint das Pin-up-Girl etwas vorlaut. Die Stylisten im Londoner Nissan Design Center haben offenbar gute Arbeit geleistet. Neben dem erfolgreichen Crossover Qashqai wollten sie ein deutlich kompakteres Fahrzeug schaffen, das in erster Linie ein junges, stadtorientiertes Publikum begeistern soll. Und Zoe gefällt das unkonventionell gestylte Auto: «Selbst wenn es steht, wirkt es unheimlich dynamisch. Da durften sich die Designer wohl so richtig ausleben.» Sie umrundet den auf derselben Plattform wie der Renault Clio basierende Juke und kommentiert: «Mit seinen muskulös geformten Radkästen und der grossen Bodenfreiheit wirkt das

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Auto bis zur Fensterkante wie ein stämmiger Geländewagen. Darüber mit den schmalen Fenstern aber so filigran wie ein elegantes Sport-Coupé.» Zur grossen Enttäuschung von Zoe setzt sich das virtuose Spiel der Stylisten im Fahrzeuginnern nicht fort. Der langweilig wirkende Plastik-Armaturenträger mit den nüchtern angeordneten Anzeigen und Schaltern kann nicht mit dem verspielten Äusseren mithalten. «Schade, ein ziemlicher Stilbruch», kommentiert sie. Und fragt dann: «Hat der Juke eigentlich Allradantrieb?» Jein. Man kann ihn entweder mit Vorderoder Allradantrieb kaufen. Allerdings erst im Herbst. Und deshalb sind auch die Preise noch nicht bekannt. c

AUFREIZEND zoe spottet: «Aussen hui und innen pfui.» Die witzige Front und die dynamische silhouette der Karosserie wirken sehr stylisch. Aber wo waren die Designer bei der Gestaltung des cockpits? Das wirkt bieder!

NISSAN JUKE Motoren Diesel 110 PS, Benzin 117 bis 190 PS 0 bis 100 km/h 11,1 bis 11,8 s Spitze 170 bis 178 km/h Verbrauch 5,1 bis 6,5 l/100 km CO2-Ausstoss 134 bis 150 g/km Energieeffizienz A bis C Dimensionen 4,14 m Länge, 1,77 m Breite, 1,57 m Höhe Verkauf ab Oktober Preis noch unbekannt, vermutlich ab ca. CHF 25 000.–


Abgebildete Modelle: S-MAX Carving 2.0i 145 PS/107 kW, 5-türig, Fahrzeugpreis Fr. 39’990.- (Katalogpreis Fr. 41’500.- mit Parkdistanzsensoren vorne und hinten Fr. 700.-, heizbarer Frontscheibe Fr. 350.-, LED-Tagfahrlicht Fr. 250.-, 3. Sitzreihe Fr. 1’430.-, Paket Traveller 2 Fr. 300.-, elektr. Kindersicherung Fr. 50.- und 16" Borbet Winterkompletträder Fr. 1’556.-, abzüglich Rabatt Fr. 6’146.-); Galaxy Carving 2.0i 145 PS/107 kW, 5-türig, Fahrzeugpreis Fr. 41’990.- (Katalogpreis Fr. 44’500.- mit Parkdistanzsensoren vorne und hinten Fr. 700.-, heizbarer Frontscheibe Fr. 350.-, Paket Traveller 2 Fr. 590.-, elektr. Kindersicherung Fr. 50.- und 16" Borbet Winterkompletträder Fr. 1’556.-, abzüglich Rabatt Fr. 5’756.-), Metallic-Lackierung Parkside Fr. 850.- nicht im Preis inbegriffen. Angebote gültig bis 30.06.2010 oder solange Vorrat. Nur bei teilnehmenden Händlern.

Ein grosser Auftritt: Die neue FordS-MAX und FordGalaxy

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Feel the difference


Sammler

SAMMLERSTOLZ Konrad Feller und hund Bora – beide Mitglieder der swiss Morgan Owners Group – inmitten der stattlichen Morgan-sammlung in Faoug VD am Murtensee.

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Kein Morgen auto schweizer illustrierte


Noch vor zehn Jahren liessen Konrad Feller, 61, Autos kalt. Dann fuhr er zum ersten Mal einen Morgan. Seither ist er vom Morgan-Virus infiziert.

ohne Morgan


Sammler IN FAHRT Bei Konrad Fellers Ausfahrten mit dem Morgan F4 aus dem Jahr 1951 sind meistens auch ehefrau Barbara, 49, und hund Bora – stilecht mit Brille – mit von der Partie.

Text Jürg A. Stettler Fotos rolf edelmAnn

e

r begrüsst uns im Morgan-Overall und mit Schraubschlüssel in der Hand: der Sammler Konrad Feller, 61, in Faoug VD. Der gelernte Druck- und Verpackungsingenieur hat sich 2000 einen Traum erfüllt. Er verkaufte seine Druckerei Poly Laupen und begann Autos zu sammeln. «Anfangs wollte ich eigentlich bloss während des Sommers in einem schönen britischen Roadster ausfahren. Ich dachte dabei an einen Austin-Healey oder einen Jaguar. Ein Kollege schaute sich für mich um.» Lange musste Feller nicht warten. Schon zehn Tage später fuhr er zusammen mit dem Kollegen zu einem Roadster-Besitzer und kaufte dessen Morgan Plus 8 aus dem Jahr 1977. «Nach diesem Sommer war ich vom Morgan-Fieber befallen und hatte Lust auf ältere Modelle», verrät Feller. So wurde die stattliche Morgan-Sammlung von Konrad und Barbara Feller fast jedes Jahr um einen Wagen ergänzt. «Alle meine

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Autos sind fahrbereit, nur ab und zu muss ich etwas ausbessern», erklärt Feller stolz. Eigentlich erstaunlich, denn bis 2000 liess ihn die Technik unter der Kühlerhaube völlig kalt. «Nicht einmal tanken konnte ich selbst. Blieb ich ohne Sprit stehen, habe ich meinen Chauffeur angerufen», gibt er offen zu. Doch die alten Kisten mit Holzrahmen, Alu-Verkleidung, Starrachse und Blattfedern – dafür steht die britische Traditionsmarke Morgan nun seit 101 Jahren – haben es dem 61-Jährigen angetan. «Motoren und Getriebe taste ich nicht an, Maler- und Leder-Arbeiten traue ich mir aber zu. Zudem versuche ich, meinen langen Beinen durch Versetzen des Sitzes nach hinten mehr Platz zu verschaffen.» Am schwierigsten sei es, die Fahrzeuge nach der Reparatur wieder zusammenzusetzen. Denn bei einem Morgan gibt es keine Normabstände oder fixe Orte für Schrauben, Nägel etc. Aber genau diese Unvollkommenheit und die Einfachheit der Fahrzeuge haben bei Feller die Faszination für die britische Marke geweckt. Und wann hört der Hobby-Bastler

mit seinen Konstruktionsversuchen an den alten Wagen auf? «Sobald ich das Gefühl habe, dass ich etwas kaputt machen könnte, ist Schluss.» Ein Auto rührt der 61-Jährige nicht an: den feuerroten 4/4 aus dem Jahr 1953. «Bei dem ist noch jeder Nagel so wie damals, als er die Fabrik in Malvern Link verliess. So etwas muss man estimieren.» Mindestens einmal pro Jahr zieht es Barbara und Konrad Feller zu den Produktionsstätten nach Malvern Link (GB). Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wie vor 101 Jahren, als H. F. S. Morgan den berühmten Threewheeler baute, zimmern Handwerker neue Modelle noch in der traditionellen Karosseriebauweise aus dem Boots- und Kutschenbau zusammen. Rund 700 Fahrzeuge werden das Familienunternehmen 2010 verlassen, das inzwischen von Gründerenkel Charles Morgan geführt wird. In den ehrwürdigen Hallen kennt man die Fellers. Beim Sattler kann sich der Schweizer Morgan-Fan auch mal einen Tipp für eine Reparatur holen und kriegt manchmal


«Motoren und Getriebe taste ich nicht an»

gleich noch eine Handvoll Kleinteile zugesteckt. «Ob Morgan-Arbeiter oder -Besitzer, wir sind eine grosse Familie», untermauert Feller das gute Verhältnis, das innerhalb des weltweiten Morgan Sports Car Club (MSCC) herrscht. Ein Mitglied der schweizerischen Vereinigung der Morgan-Besitzer (Swissmog) ist übrigens auch Hündin Bora, 6. Damit sie bei den Fahrten im Roadster genügend Platz findet, haben die Fellers extra einen vierplätzigen 4/4 (die Bezeichnung steht für Vierzylinder und vier Räder), Jahrgang 1972, gekauft. Stilecht mit klassischer Fahrerbrille ausgerüstet, lässt sich Bora gern ausfahren. Nur den dreirädrigen J. A. P. aus dem Jahr 1931 meidet sie. «Der ist Bora schlicht zu laut», erklärt Konrad Feller. Er selbst konnte sich mit dem historischen Dreirad auch erst richtig anfreunden, nachdem er den Sitz um 15 Zentimeter nach hinten versetzt hatte: «So kann ich das Lenkrad endlich drehen und halte es 30 bis 45 Minuten darin aus, bis mir alles wehtut.» Für die Fellers sind die historischen Briten längst zu Alltagsautos geworden. «Klar fahren wir primär mit den beiden Plus 8.

EHRENSACHE Kleine reparaturen und umbauten nimmt der ehemalige Automuffel Konrad Feller selbst vor. Pro Jahr sitzt jeder von uns sicherlich 30 000 bis 40 000 Kilometer hinter einem Morgan-Lenkrad», verrät Barbara Feller. Bei so viel Spass an der Marke und so viel Sammlergeist erstaunt es, dass unter ihren zehn Morgan-Modellen kein moderner Aero 8 oder gar Aeromax zu finden ist. «Wir haben uns 2001 den Aero 8 mit Produktionsnummer 85 gesichert. Eine fantastische Fahrmaschine», erinnert sich Feller. «Als wir merkten, dass bereits jetzt kaum noch Ersatzteile erhältlich sind, habe ich mich wieder vom Wagen getrennt.» Dem neuen Modell trauert Feller nicht nach. Dafür würde er seine Sammlung gern noch um ein seltenes Drophead-Coupé mit flachem Kühlergrill ergänzen. Doch dieser Wunsch bleibt vorerst unerfüllt, dafür gönnte sich das Ehepaar Feller letzten Winter ein unvergessliches Neuseeland-Abenteuer. Für sechs Wochen ging es zu den Kiwis – logischerweise mit dem eigenen Morgan! c

die Marke MorGan 1909 lancierte die britische Marke Morgan den Threewheeler. Auch über hundert Jahre später rollen die Autos immer noch mit Holzrahmen, Alu-Verkleidung, Starrachse und Blattfedern aus den Fabrikgebäuden in Malvern Link (GB). Einzig die Motoren (von Ford oder BMW) sind topmodern und sorgen in den leichten Autos für viel Fahrspass. EinSTiEGSModELL ist der 4/4 Sport. Er wird seit 1936 konzeptionell fast unverändert gebaut. Preis: ab CHF 59 995.–.

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der vergleich

Rennfahrerin andrina Gugger testet drei flotte Zweitürer von PeuGeot, Honda und BMW. An allen Autos fand sie Gefallen, aber: «Einen heimlichen Favoriten habe ich schon.»

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Qual der Wahl Verbrauchsoptimierter Benziner (Peugeot rcz), hybrid (honda cr-z) oder Diesel (BMw 1er) – für Andrina haben alle ihre individuellen stärken und schwächen.

peugeot rcz 1.6 turbo Motor 156 PS 0 bis 100 km/h 8,0 s Spitze 217 km/h Verbrauch 6,7 1/100 km CO2-Ausstoss 155 g/km Energieeffizienz C Dimensionen 4,29 m Länge, 1,85 m Breite, 1,36 m Höhe Kofferraum 384 bis 760 l Preis ab CHF 39 600.–

honda cr-z 1.5i S Motor 124 PS 0 bis 100 km/h 9,9 s Spitze 200 km/h Verbrauch 5,0 1/100 km CO2-Ausstoss 117 g/km Energieeffizienz A Dimensionen 4,08 m Länge, 1,74 m Breite, 1,40 m Höhe Kofferraum 214 bis 382 l Preis ab CHF 29 900.–

bmw coupé 120d Motor 177 PS 0 bis 100 km/h 7,6 s Spitze 228 km/h Verbrauch 4,7 1/100 km CO2-Ausstoss 125 g/km Energieeffizienz A Dimensionen 4,36 m Länge, 1,75 m Breite, 1,42 m Höhe Kofferraum 370 l Preis ab CHF 43 800.–

Es KonzEpts schweizer illustrierte auto

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drei Antriebe mit drei unterSchiedLichen Stärken

Text herbie Schmidt Fotos hervé Le cunff

lehrerin in spe. «Der BMW hat die zeitlose Form eines kompakten Sportlers. Witzig, dass er trotz Stufenheck ein Coupé ist», erklärt sie, während ihr Blick bereits ennfahrerin muss man sicher nicht hinüber zum Honda schweift. «Der CR-Z sein, um unsere drei sportlichen erinnert mich etwas an den früheren CRX. Zweitürer fahren zu können. Doch Besonders das zackige Heck wirkt frech.» die 19-jährige Andrina Gugger aus Sulz ZH Den Peugeot RCZ umrundet Andrina bringt ideale Voraussetzungen mit, um ein Expertenurteil abzugeben. Schliesslich sitzt mehrmals: «Vorne sieht er aus wie ein 308, die Studentin seit ihrem vierten Lebensjahr aber die Verbreiterungen an den hinteren regelmässig am Steuer vierrädriger Vehikel. Kotflügeln und die doppelt gewölbte Heckscheibe haben Pfiff.» Nach einigen Jahren im Kartsport stieg sie in ein Formel-Auto um und wurde Vierte Doch was Andrina besonders interessiert, in der Formel Lista Junior 2008. Und in diesem Jahr misst sie sich in der deutschen sind die inneren Werte, denn hier stösst sie auf ganz unterschiedliche Antriebs- und Formel Master mit der internationalen, Innenraumkonzepte: «Durch meine kurzen vorwiegend männlichen Konkurrenz. Beine ist es für mich entscheidend, dass ich Als Neulenkerin gehört Andrina Gugger zur Sitz und Lenkrad optimal einstellen kann.» Im Einser-BMW muss die Rennfahrerin Zielgruppe für flotte Zweitürer. Drei davon den Sitz weit nach vorn rücken. «Dadurch nimmt sie für SCHWEIZER ILLUSTRIERTE AUTO unter die Lupe. «Auf den ersten Blick sitze ich etwas nah am Steuer. Das ist im gefallen mir alle drei», urteilt die Sekundar- Rennauto zwar ideal und sorgt für optimale

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Lenkradkontrolle, im PW hätte ich es aber lieber bequemer.» Ganz anders der Peugeot RCZ, in dem sich Andrina sofort wohlfühlt: «Hier sitze ich optimal, und das Leder-Interieur wirkt mit seinen Doppelnähten sehr edel und ist toll verarbeitet», erklärt unsere Testerin. Doch sie ist auch kritisch: «Für meine kleinen Hände ist der Blinkerhebel etwas weit vom Lenkrad entfernt», mäkelt sie, und den Handbremshebel findet sie seltsam: «Was ist denn das für ein ‹Schnabelhaken›?» Der Innenraum des Honda CR-Z wirkt auf Andrina futuristisch: «Das Cockpit im Kampfjetstil ist gewöhnungsbedürftig. Und wenn ich das Kupplungspedal loslasse, stosse ich mit dem Knie an die Armaturenbrett-Verkleidung. Zum Glück ist das nicht mein Rennwagen, sonst müsste man die Stelle auspolstern», erklärt sie mit einem Augenzwinkern. «Jetzt will ich aber endlich wissen, wie sich die Wagen fahren.» Also nichts wie los: Der Handling-Parcours


der vergleich AndrinA gugger dAs urteil

bmw 120d «Der Diesel liefert jede menge Drehmoment, und das Fahrwerk wie der Hinterradantrieb sind auf sportliche Fahrer wie mich zugeschnitten. Einzige Problemzone des Einser-bmw: Ich finde keine optimale Sitzposition.»

Dreikampf Dem etablierten BMw 120d mit heckantrieb sind die Fronttriebler honda cr-z und Peugeot rcz auf den Fersen. Mithalten können sie gar bei der Kurvenhatz. des TCS-Trainingsgeländes Betzholz in Hinwil ZH steht für den Fahrvergleich bereit. «Erstaunlich, wie viel Kraft der Benziner im Peugeot RCZ entfaltet», erklärt Andrina. «Dafür ist mir die Lenkung des Franzosen etwas zu gutmütig und indirekt.» Verblüfft ist die Studentin vom HybridHonda: «Das Sportwagen-Gefühl stellt sich sofort ein, auch wenn man mit dem CR-Z gar nicht so flott unterwegs ist. Mit 124 PS ist das auch gar nicht möglich.» Auch vom Fahrwerk ist Andrina angetan: «Allerdings gibt es eine Spur zu wenig Rückmeldungen vom Strassenzustand, und auch ein etwas sonorerer Motorsound wäre mehr nach meinem Geschmack.» Beim BMW 120d gerät Andrina ins Schwärmen: «Die Lenkung ist sehr direkt, die Schaltung fein, und das Gaspedal lässt sich prima dosieren. Und das Fahrwerk arbeitet viel aktiver mit als bei den anderen beiden Autos.» Und das ideale Antriebskonzept? «Beim Honda CR-Z mit Hybridantrieb würde

ich mir etwas mehr Motorleistung wünschen», urteilt Andrina. «Dafür ist er flüsterleise, profitiert im Stadtverkehr dank Elektrounterstützung von tiefem Spritverbrauch, und mit dem tiefen Preis schlägt er die anderen deutlich.» Dagegen attestiert die Rennfahrerin dem Peugeot RCZ mit Benzinmotor mehr Fahrspass: «Dank Turbolader entfaltet er seine Leistung sehr schön, leider zulasten eines höheren Verbrauchs.» Andrinas Meinung zum Einser-BMW mit Dieselantrieb ist eindeutig: «Das Drehmoment des Vierzylinder-Diesels ist gewaltig. Da kommt bei jedem Tritt aufs Gaspedal sofort Leistung. Und beim Verbrauch schlägt der Diesel selbst den Honda mit Hybrid. Respekt.» Doch welchen der drei Wagen würde sie sich kaufen? «Der BMW 120d ist mein heimlicher Favorit. Er kommt meinem Rennwagen mit kräftigem Heckantrieb und sportlichem Fahrwerk am nächsten.» c

HonDa Cr-z «Dank Hybridantrieb mit benziner und Elektromotor ist kaum ein motorgeräusch zu hören. Doch die Leistung ist nicht so sportlich, wie die flotte Karosserie vermuten lässt. Etwas mehr Temperament würde dem Cr-z guttun.»

PEugEoT rCz «Das Kofferraumvolumen des Coupés ist enorm. Da passe ich sogar selbst rein. Überhaupt ist der rCz etwas für geniesser und für längere reisen, auch dank seiner gutmütigen Lenkung und dem komfortablen Fahrwerk.»

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Multitalent aus MotoWn Wayne Brannon ist seit 端ber drei Jahren Chef von Chevrolet europe in Glattbrugg. In der Schweiz ist der Amerikaner mit seiner Frau und zwei Kindern fast schon heimisch geworden.


homestory Musikstunde wenn chevrolet-europe-Boss wayne Brannon, 54, zur Gitarre greift, lauschen Gattin Karen, 52 (mit h端ndin snowball), sohn Ben, 11, und tochter callie, 12, gebannt.

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Grillspass Fürs leben gern frönen callie, wayne und Ben Brannon auf der Veranda dem Grillieren von Marshmallows über dem offenen Feuer – ein typisch amerikanischer Brauch.

Text Herbie ScHmidt Fotos Hervé Le cunff

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et out of the fast lane, Bozo» heisst das Lied, das Wayne Brannon auf seiner Gitarre anstimmt und dazu in bestem Blues-Stil die LinksfahrerPlage auf der Autobahn beklagt. Nein, hier sitzt kein Liedermacher aus Memphis, sondern der 54-jährige Geschäftsführer von Chevrolet Europe. Mit dem Mutterkonzern General Motors ist Brannon eng verwurzelt: «Ich wurde in Detroit geboren, nur eine Meile von der Cadillac-Fabrik entfernt», erklärt er seine Verbundenheit zu GM. Schon mit 18 Jahren stand er am Fliessband und baute bald Kolben in Cadillac-Triebwerke ein. Als «Gear Head», wie die Amerikaner Menschen mit Benzin im Blut nennen, sieht sich Brannon aber nicht. Seine Frau Karen hat Wayne in der Highschool kennengelernt. «Er war mein

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Schulschatz», erinnert sich Karen. «Er war siebzehn, ich fünfzehn, als wir uns fanden.» Alte Liebe – das zog die beiden auch nach Zürich: «Wir wohnten schon von 1994 bis 1996 in Zürich Enge, als Wayne das GM-Afrikageschäft von hier aus betreute», erklärt Karen. Während der Auslandsposten São Paulo und Miami adoptierten die Brannons Tochter Callie, 12, mit brasilianischen und Sohn Ben, 11, mit ukrainischen Wurzeln. Von Multikulti ist allerdings wenig zu spüren, alle Brannons sprechen reinstes Amerikanisch mit Michigan-Akzent – mit Ausnahme von Snowball, der quicklebendigen dreijährigen Bichon-Frisé-Hundedame. Mister Brannon, sind Sie nach mehreren Jahren in Glattbrugg schon ein halber Zürcher? Es gefällt mir hier persönlich extrem gut, aber abgesehen davon gibt es auch für Chevrolet keinen besseren Standort in Europa. Klar: Wären wir irgendwo in

Osteuropa, könnten wir unsere Personalkosten deutlich senken. Aber wir bekämen nicht genügend talentierte Mitarbeiter – und die braucht Chevrolet als profitable Marke, die im Markt zurzeit schnell wächst. GMs Europazentrale ist von Zürich nach Rüsselsheim gezügelt. Hat Chevrolet Europa dadurch Mitarbeiter verloren? Der Betriebszweig GM Europe Operations in Glattbrugg wurde stillgelegt, ein Teil der Leute, die für Opel/Vauxhall arbeiteten, sind jetzt in Rüsselsheim tätig. Etwa 25 Mitarbeiter haben wir für Chevrolet übernehmen können. Wie gehts jetzt weiter mit der Marke Chevrolet? Wir haben 2009 3,5 Millionen Autos verkauft, davon 429 000 in Europa. Damit haben wir in Westeuropa einen Marktanteil von 1,1 Prozent erreicht – in Osteuropa lag er über 10 Prozent. Auf welche Modelle werden Sie sich konzentrieren? Der Aveo ist unser verkaufsstärkstes


homestory

«Für chevrolet ist Zürich der ideale europa-standort»

Chefposten Als Präsident von chevrolet europe leitet Brannon das europageschäft der amerikanischen Marke von Glattbrugg zh aus. hoffnungsträger Mit dem kompakten cruze und dem Kleinwagen spark hat wayne Brannon zwei erfolgreiche Modelle am start. Produkt. Auch der kompakte Cruze ist gut gestartet. Was ist vom soeben lancierten Chevrolet Spark zu erwarten? Die Erwartungen sind hoch. Mit dem Vorgänger Matiz hatten wir noch ein tolles 2009 – auch dank der Abwrackprämie in verschiedenen Märkten. Im März ist der Spark fulminant gestartet, bereits im ersten Monat haben wir über 6300 SparkModelle in Europa verkauft. Welche Fahrzeuge bringt Chevrolet in Zukunft auf europäische Strassen? Die nächsten Chevrolet-Modelle für Europa werden 2011 der Familien-Van Orlando und der klassische US-Muscle-Car Camaro sein. Im gleichen Jahr folgt das Elektrofahrzeug Volt, übrigens gleichzeitig mit dem Opel-Schwestermodell Ampera. Im ersten Jahr werden wir mit kleinen Stückzahlen beginnen, wobei die Schweiz als Pilotmarkt für den Chevrolet Volt eine wichtige Rolle spielen wird. Doch wir haben ehrgeizige Ziele für diesen Kontinent: Ein Marktanteil

von 2,3 Prozent ist einfach zu wenig für Chevrolet in Europa. Wir sind mehr wert. Was für ein Modell fahren Sie privat? Einen Captiva, einen Kompakt-SUV. Der ist ideal für die täglichen Fahrten zur Arbeit wie auch für Reisen mit der Familie. Da haben wir vier samt Hund und Gepäck genügend Platz. Sie haben sich für Chevrolet Europe viel vorgenommen. Bleibt da Zeit fürs Privatleben? Die Zeit mit meiner Familie in unserem schönen Haus in Forch am Zürcher Pfannenstiel lasse ich mir nicht nehmen. Ich liebe Billard und habe zu Hause einen eigenen Pooltisch. Und Golf spiele ich auch sehr gern, zusammen mit meiner Frau Karen. Ihr Golf-Handicap? Zwischen 1,5 und 5. Sensationell. Wollen Sie nicht als Profi-Golfer einsteigen? Das Feld überlasse ich lieber anderen, für mich bleibt es ein Hobby. c

persönlich wayne brannon GEBorEn 21. Juni 1955 FaMIlIE Verheiratet mit Karen, 52. Tochter Callie, 12, und Sohn Ben, 11 lauFBaHn 1973 Eintritt bei Cadillac Detroit, Studium Finanzen und Marketing an der Michigan State university, MBa 1983. 1988 Übertritt zum GM-Konzern, 1992 Direktor Marketing und Verkauf GM afrika, verschiedene Führungsposten GM afrika, naher osten und Südamerika mit Wohnsitzen in Zürich (1994–1996), São Paulo (1997–1999) und Miami (1999–2006). Seit 2006 Chef von Chevrolet Europe mit Sitz in Glattbrugg ZH

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Der lange Weg zur체ck! Michael Schumacher kam nach drei Jahren zur체ck, um im Silberpfeil zum 8. Mal Weltmeister zu werden. Jetzt kommt der 41-J채hrige als grosser Verlierer zu den Europa-Rennen.


formel 1 Aller NeuANfANg ist schwer Michael schumacher sieht nach einem d端rftigen start zur ersten wM-saison nach dem r端cktritt der zukunft skeptisch entgegen. Medienstar ist er immer noch.

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formel 1 Text RogeR Benoit Fotos Lukas goRys

Foto AP Photo / Gero Breloer

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icht nur die Sportwelt hat am 23. Dezember 2009 gejubelt, als Mercedes in Stuttgart stolz ver­ kündete: Michael Schumacher hat bei uns einen 3­Jahres­Vertrag unterschrieben. Die Meldung war ein verfrühtes Weihnachts­ geschenk für eine leidgeprüfte Branche und ihre oft frustrierten Fans. Die vielen Skandale der letzten Jahre und die Rück­ züge von Weltfirmen wie Honda, Toyota oder BMW hatten Spuren hinterlassen. Die Formel 1, ein herrlicher Mix aus Technik und Taktik, aus Sport und Show, konnte sich nicht neu erfinden. Aber sie brauchte einen neuen Aufschwung. Da legte der Zufall die Lichtgestalt Schumi unter den Weihnachtsbaum von GP­Promotor Bernie Ecclestone: «Einen grösseren Hype können wir nicht haben.» Aber auch der clevere Brite, im Oktober 80 Jahre alt, weiss, dass der Wahlschweizer nicht allein für die Zukunft der Formel 1 stehen kann. Nachdem der erste Comeback­Versuch im Sommer 2009 bei Ferrari noch wegen Nackenproblemen (Nachwehen seiner Töff­Unfälle) gescheitert war, war klar:

rückhalT Corinna Schumacher steht hinter dem Entscheid ihres Gatten, in den GP-Zirkus zurückzukehren.

Thronfolger Schumi anerkennt die Leistung von Sebastian Vettel, dem nächsten deutschen WM-Favoriten.

Michael Schumacher ist wieder von der alten «Fahr­Geilheit» (Originalzitat) ergriffen worden! Es ist die Gefahr, der Wettkampf und das Leben am Limit, das die meisten Piloten ans Cockpit fesselt. Die Millionen­Saläre sind in der Formel 1 meist eine nette Randerscheinung und vor

allem das Sicherheitsnetz für die Zukunft. Schumis Konto wird jetzt wieder mit jährlich mindestens 21 Millionen Euro aufgefüllt. Ein misslungenes Immobiliengeschäft in Dubai soll ihn kürzlich Dutzende von Millionen gekostet – und zur Trennung von seinem langjährigen Manager Willi Weber geführt


Rad an Rad schumacher sucht den zweikampf mit lewis hamilton, dem weltmeister von 2008: Das wollen auch die zuschauer sehen.

Die grosse Frage wird immer bleiben: Warum kehrte Schumi in die gefährliche Manege zurück, die er im Oktober 2006 mit 91 Siegen und 7 WM-Titeln verlassen musste? Es war damals kein freiwilliger Abschied. Ferrari wollte mit Kimi Räikkönen, der 2007 gleich Weltmeister wurde, eine neue Ära einleiten. Und Felipe Massa nicht entlassen. Niki Lauda: «Michael wurde damals nur aus dem Cockpit verbannt, war aber als Rennfahrer noch lange nicht gestorben.» Den Wettbewerbsgeist und die Risikobereitschaft nahm Schumi in seine Traumvilla nach Gland VD mit. Und er lebte diese Eigenschaften aus – auf zwei Rädern. Er fuhr kleine Rennen, aber sein Hintern, das wichtigste Körperteil aller grossen Piloten, fühlte sich auf dem Sattel nie richtig wohl. Die Sensoren, die auch in der Formel 1 zwischen einer Superrunde und einem Crash entscheiden, meldeten sich oft zu spät im Grosshirn. Die letzte Warnung von oben kam am 11. Februar 2009 im spanischen Cartagena, als Schumi mit seiner Honda bös verunfallte, kurz bewusstlos war, Verletzungen an Kopf, Nacken und Genick davontrug. Schumi bekam von den Ärzten mehrere Monate Startverbot. Genau ein Jahr später. Wieder in Spanien testet Comeback-Schumi in Jerez den Mercedes. Seine Rundenzeiten im Silber-

nicht alle gegner spendeten applaus bei schumis comeback pfeil sind nicht sensationell, aber die Buchmacher haben ihn mit 3:1 zu einem der WM-Favoriten erklärt. Michel Comte, Zürcher Starfotograf und enger SchumiKollege, sagt zur Rückkehr: «Ich glaube, Michael war einfach gelangweilt, und in dieser Phase erreichte ihn zur richtigen Zeit der richtige Anruf!» Er kam im November von seinem alten Wegbegleiter und Weltmeister-Macher Ross Brawn, der sein eigenes Team an Mercedes verkauft hatte. In Italien brüllten die Fans auf und schrien: «Verräter!» Seit 1996 hatten sie ihm die Treue gehalten und wurden am Ende mit

Foto Niklaus waechter

haben. So beförderte Schumi im Winter einfach seine bisherige Pressesprecherin Sabine Kehm zur Managerin – und dem sichtlich frustrierten Weber blieb nur noch ein Satz: «Wir sind weiter Freunde, aber ich hätte Michael von diesem Comeback abgeraten!»

einem offenen Brief getröstet: «14 Jahre lang war ich ein Teil von Ferrari. 14 Jahre war Ferrari ein Teil von mir. Die Squadra bleibt immer in meinem Herzen – und ich werde den roten Autos in Zukunft mit Respekt begegnen.» Sein Comeback-Rennen am 14. März in Bahrain war nicht von allen Gegnern mit Applaus begrüsst worden: «Ich hätte nie geglaubt, dass dieser alte Mann nochmals aus der Gruft heraussteigt», lästerte einer. Und ein Ex-Rivale sagte: «Hoffentlich hat er sich zu seinem Vorteil geändert. Früher hat er uns verarscht, betrogen und belogen!» Ja, Schummel-Schumi hatten sie ihn einst genannt. Mit vielen Gegnern hat er sich verkracht – und die Abschüsse in den WM-Finals 1994 in Adelaide (Damon Hill) und von Jerez 1997 (Jacques Villeneuve) prägen das Bild eines Mannes, dessen Qualitäten unbestritten sind, aber der für sich auf den Rennstrecken eine eigene Welt aufbaute. Oft brauchte Schumi tagelang, um Fehler einzugestehen. Wie geht er in seiner zweiten Karriere mit delikaten Situationen um?

TRaumoase Die Villa in Gland VD dient Michael Eins wurde auf dem Wüsten-Asphalt in schumacher zur erholung. Doch die ruhe genügt Bahrain schnell klar: Viel Respekt zeigte die GP-Meute vor dem Mann mit dem grossen schumi nicht, er braucht rennsport-Action. schweizer illustrierte auto

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formel 1

Foto Getty images

Alte RivAlen Michael schumacher stellt Fernando Alonso beim Australien-GP zur rede: Der spanier hatte für schumis Geschmack während des Qualifyings nicht genügend Platz gemacht.

«ich brauche noch etwas zeit, um den rost abzulegen» Namen nicht. Alle waren heiss, es dem früheren Ausserirdischen nach drei Jahren Pause zu zeigen. Schumi versuchte es kurz mit seinen bekannten Psycho-Tricks, schnappte Teamkollege Nico Rosberg, 24, kurz vor dem WM-Start dessen offizielle Startnummer 3 weg. «Ich kann nicht mit geraden Nummern fahren!» Rosberg lachte. Auch als Schumi in Bahrain die bereits aufgestellten Boxengaragen umbauen liess: «Mein Auto muss rechts stehen!» Rosberg gewann das Trainingsduell und kam im Rennen als Fünfter auch vor Schumi (6.) ins Ziel. Das sollte sich auch in den nächsten drei Rennen nicht ändern. Was für eine Demütigung für Schumi, der in seiner ersten Karriere von 250 Trainingsduellen 215 für sich entschieden hatte! In Australien kam es dann bereits zum ersten Krach. Alonso hatte seinen Ferrari so breit gemacht, dass Schumi in der Qualifikation nicht vorbeikam. Und schon kniete der alte Meister neben das rote Cockpit und beschwerte sich beim Spanier: «Hat dir Ferrari befohlen, mich zu sperren?» Alonso grinste, es war seine späte Rache für

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ein gleiches Manöver des Deutschen 2006 in Monte Carlo ... Beim Start kam ihm dann wieder Alonso in die Quere, Berührung, Schumi verlor den Frontflügel, musste an die Boxen und dann 38 Runden lang chancenlos hinter dem Toro Rosso von Jaime Alguersuari herfahren. Am Ende gab es Platz 10. In Malaysia riss ihn eine verlorene Radmutter schnell aus dem Land der Träume. Trotzdem sagte Schumi weiter: «Ich bin happy, es geht vorwärts. Ich brauche noch etwas Zeit, um den Rost abzulegen.» In China erlebte sein Comeback-Abenteuer dann den Tiefpunkt. Er verlor alle Duelle auf der nassen Piste. Also bei jenen Bedingungen, die ihm früher 16 GP-Siege einbrachten. Der Regengott war auf dem letzten Punkteplatz (10.) brutal entzaubert worden. Die Medien auf der ganzen Welt hielten jetzt mit Kritik nicht mehr zurück. «Schumi sieht verdammt alt aus», höhnte selbst die ihm gut gesinnte «Bild»-Zeitung. Weiter war in Europa zu lesen: «Schnecke Schumi». «Fahrschüler Schumi». «Schumacher erlebte den schwärzesten Tag seiner Karriere. Warum hat er sich das angetan?»

Und der italienische «Corriere dello Sport» schrieb: «Der alte Löwe ist von einer Schar junger und hungriger Tiere angegriffen worden.» Schumi war erstmals selbst geschockt, gab Fehler zu: «Das war nicht mein Tag!» Die Buchmacher bestraften ihn mit einer neuen TitelQuote von 30 : 1. Wer also weiter auf den Comeback-Star als Weltmeister 2010 setzt, der würde für 100 Franken Einsatz 3000 bekommen! «Was Schumacher jetzt für sich und die Formel 1 so schnell als möglich braucht, ist ein Sieg. Und macht keinen Fehler», warnt der dreifache Weltmeister Jackie Stewart, 70, die Gegner, «Michael ist fähig, das Blatt schnell zu wenden. Aber wenn ihm das nicht gelingt, dann gehts ihm und dem Sport dreckig!» Auch Niki Lauda, 61, der seinen dritten WM-Titel im dritten Jahr seines Comebacks 1984 holte, glaubt noch an Schumi: «Aber er muss endlich seinen Fahrstil ändern. Bis jetzt konnte er immer bis zum Scheitelpunkt der Kurven voll reinbremsen und dann rausbeschleunigen. Das lassen jetzt die schmäleren Vorderreifen nicht mehr zu. Schumi muss also früher bremsen, sonst bekommt er das Untersteuern, das er so hasst, nicht weg. Ein guter Fahrer muss das lernen können. Nico Rosberg beherrscht den Mercedes perfekt, auch wenn dieses Auto unbedingt schneller werden muss. Sonst sind Ferrari, McLaren und Red Bull nicht einzuholen!» Und Michael Schumacher könnte seine Rückkehr, früher als von vielen Experten erwartet, bereuen! c


NeuheiteN

Die Autobranche spürt den Aufwind und sorgt mit zahlreichen neuheiten für zusätzlichen Schwung. SCHWEIZER ILLUSTRIERTE AUTO bietet einen Überblick und nennt erste Details.

Der Sommer k


 cabrios & sportwagen

dRei fRagen an Jean-Paul Renaux Managing Director Renault Schweiz

wussten sie, dass … … sich die Luftqualität Jahr für Jahr verbessert und das niveau von 1991 deutlich unterschreitet? insbesondere die belastung mit stickstoffdioxid no2 liegt grossenteils unterhalb oder im bereich des grenzwertes. nur an exponierten standorten wie in strassenschluchten oder an der autobahn wird der grenzwert von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten.

Mit dem Mégane CC und dem Wind bringt Renault gleichzeitig zwei Cabrios auf den Markt. Wie unterscheiden sie sich? Das Zielpublikum für beide Cabriolets könnte unterschiedlicher nicht sein: Der Wind ist ein kleines, kompaktes Cabrio mit zwei Plätzen, der zu einem sehr attraktiven Preis angeboten wird. Das Mégane Coupé-Cabriolet hingegen bietet Platz für vier Personen, verfügt über ein versenkbares Panorama-Glasdach und automatische Überrollbügel. Welches sind die Hauptunterschiede des Mégane CC zum Vorgängermodell? Neues, elegantes Design, eine nach vorne gerückte Windschutzscheibe, ein steiferes Fahrwerk, ein breites Motorenangebot und ein neues Doppelkupplungsgetriebe. Auf Wunsch ist das günstige Navigationssystem Carminat TomTom lieferbar. Welche neuheiten hat Renault noch in der Pipeline? Im Frühsommer erfolgt die Lancierung der Kultmarke Gordini für die Modelle Twingo und Clio. 2011 kommen die ersten beiden Elektromodelle auf den Markt.

Renault Mégane CC Auf Knopfdruck verwandelt sich der elegante Viersitzer in 21 Sekunden vom Coupé zum Cabrio. Bei versenktem Glas-Hardtop bleiben 211 Liter Gepäckraum. Der Mégane CC startet ab Juni mit drei Benzinmotoren mit 110 und 130 PS (Sechsgang-Handschaltung) beziehungsweise 140 PS (CVTAutomat) sowie einem Diesel (130 PS). Ein neues Doppelkupplungsgetriebe folgt später.

ann kommen

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NeuheiteN Lexus LFA einen supersportwagen der extraklasse hat lexus mit dem 560 Ps starken lFA für erlesene Kunden im Angebot. Dank Karbon-Karosserie und Keramikbremsen sowie V10-Biturbo schafft der lFA die 100-km/hMarke in nur 3,7 sekunden. Nur 500 stück werden gebaut, 100 exemplare kommen nach europa, zum Preis von rund chF 600 000.–.

Dynamisches für jeDen Geschmack unD jeDes BuDGet

VW PoLo gti seat hat den ibiza cupra, skoda den Fabia rs – Vw hat das Original: Der Polo Gti ist mit dem 1,4-liter-Benziner mit turbo und Direkteinspritzung bestückt. er leistet 180 Ps und sorgt für einen Verbrauch von 6,0 l/100 km. serienmässig gibts ein siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DsG). Ab sommer ist der kleine Gti ab chF 31 200.– erhältlich.

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CitroëN Ds3 rACiNg Die sportliche topversion des eleganten Dreitürers holt aus einem 1,6-liter-turbobenziner stattliche 200 Ps. sportfahrwerk und eine direktere lenkung sorgen für ein rassiges Fahrgefühl. Der Kraftzwerg dient als Basis fürs nächste rallyeauto von weltmeister loeb. Die auf 1000 exemplare limitierte serie startet im herbst.


 cabrios & sportwagen

SkodA FAbiA RS im Juli lässt skoda dem aufgefrischten Fabia die sportliche rsVersion folgen. Der 1,4-liter-tsi stammt aus dem Volkswagen-Konzernprogramm, verfügt über 180 Ps leistung und ist an ein siebengang-DsG gekoppelt. Der Fabia rs wird ab chF 29 990.– angeboten, der combi rs wird chF 1000.– mehr kosten.

PoRSchE 911 tuRbo S Darfs noch etwas mehr sein? Mit dem s legt Porsche beim 911 turbo noch eine schippe leistung drauf: in 3,3 sekunden sprintet der topsportler auf tempo 100 dank von 500 auf 530 Ps erstarktem sechzylinder-Boxer. Den turbo s gibt es ab sofort als coupé (ab chF 266 118.–) und als cabriolet (ab chF 283 152.–).

Audi RS5 Der zweitürige Modellathlet aus ingolstadt sorgt für sportliche AbARth Punto Evo Nachdem das Fiat-Basismodell ende 2009 Fahrleistungen der extraklasse – dank 4,2-liter-V8 und 450 Ps, gekoppelt überarbeitet wurde, zieht die sporttochter ab Juni nach: Der Abarth an eine siebengang-Automatik. Der Audi-typische Allradantrieb wurde über- Punto evo beeindruckt mit rassigen Kühleröffnungen und schwarzem arbeitet. Bei dieser Kraft scheint ein Verbrauch von 10,8 l/100 km als akzep- waben-Design. unter der haube werkelt ein moderner «Multiair»-Motor tabel. und der Preis? Ab chF 118 400.–. mit 165 (statt bisher 155) Ps und einem Verbrauch von 6,0 l/100 km. schweizer illustrierte auto

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NeuheiteN

effizient KompaKte und sparsame raumwunder

NissaN Micra Dank neuer Fahrzeugplattform in leichtbauweise kommt der neue Micra leichtfüssig daher. Die Japaner setzen beim Motor auf Downsizing, zwei Dreizylinder-Benziner mit 80 und 99 Ps sind lieferbar. wahlweise sind beide Varianten an ein Fünfgang-schaltgetriebe oder einen stufenlosen cVt-Automaten gekoppelt. Der Micra rollt ab November zu den schweizer händlern.

Lexus ct 200h im herbst noch als studie lF-ch vorgestellt, rollt der skoda Fabia Mit breiterem Grill und grösseren leuchten erstrahlt der kompakte Vollhybrid bereits als serienmodell vom Band. Der Antrieb auf tschechische Kleinwagen ab Juni in neuem Glanz. Neue Motoren machen der Basis des toyota Prius wurde von lexus vor allem bei der steuerung den Fabia spritziger (86 bis 105 Ps) und sparsamer (4,2 bis 5,3 l/100 km). des kombinierten elektro- und Benzinantriebs verfeinert. Noch ist aller- erstmals gibts im topmodell ein siebengang-DsG. Ab chF 18 690.– kostet dings Geduld gefragt: Der ct 200h kommt erst ende des Jahres zu uns. die limousine, der combi ist ab chF 19 690.– erhältlich.

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drei fragen an Markus suter Markendirektor Nissan schweiz

 klein­ & koMPaktWagen

Wussten sie, dass … … es in der schweiz über 300 unternehmen gibt, die wichtige Produkte für die internationale automobil­ industrie herstellen? insgesamt erwirtschaftet die schweizer autozulieferbranche mit 34 000 Beschäftigten welt­ weit 16 Milliarden Franken.

der neue Micra wird in asien und Mexiko gebaut. Müssen die europäischen nissan-Kunden um die gewohnte Verarbeitungsqualität bangen? Nein. Die Ingenieure der neuen Micra-Werke wurden in Japan auf den Nissan-Produktionssystemen geschult. Um die hohe Qualität von Beginn weg zu sichern, unterstützen japanische Spezialisten das lokale Team vor Ort beim Bau der Fertigungsanlagen und beim Produktionsstart. Zunächst stehen nur zwei Benziner zur Wahl. Wann dürfen wir mit diesel-Varianten rechnen? Nissan ist zum Schluss gekommen, dass der neue DreizylinderBenziner, insbesondere in der Kompressorversion, gleiche oder bessere Verbrauchswerte liefert. Welche neuheiten von nissan stehen noch bevor? Rechtzeitig zur Sommersaison ist der neue 370Z Roadster zu haben. Es folgen die aktualisierten Pathfinder, Navara und der Murano mit neuen Dieselmotoren. Im Herbst fällt der Startschuss für den kleinen Crossover Juke. Und schliesslich freuen renaulT Wind Frische Brise im Kleinwagensegment: Der 3,83 Meter kurze wir uns auf den neuen Micra, der zweisitzer wird in nur zwölf sekunden vom coupé zum offenen roadster. Das Dach Ende Jahr ausgeliefert wird. verschwindet so platzsparend, dass der wind stets über 270 liter ladevolumen verfügt. Als Antrieb dienen ein 1,2-liter-turbo (100 Ps) oder ein 1,6-liter mit 133 Ps.

audi a1 Premium in der Polo-Klasse: Audi bringt ab september den A1 mit ToyoTa auris Hsd Nicht die leicht aufgefrischte Karosserie ist der einer 3,95 Meter langen Karosserie und edlen Alu-Dachholmen. wahlweise Knüller, sondern der ab Mitte Juli erhältliche Vollhybrid-Antrieb aus dem stehen zunächst zwei effiziente Diesel (90, 105 Ps) und zwei Benziner mit Prius mit der Kombination aus 1,8-liter-Benziner und elektromotor. toyoturbo und Direkteinspritzung (86, 122 Ps) zur Verfügung. Die Preise des ta verspricht trotz flotten 136 Ps einen sparverbrauch von 3,8 l/100 km. kleinen Audi starten bei rund chF 25 000.–. Bei Bedarf wird der Auris hsD auf Knopfdruck gar zum sprinter. schweizer illustrierte auto

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NeuheiteN

 limousinen & komBis

Gute BeGleiter für AlltAG und reise

drei FrageN aN José santamaria Managing Director Mazda schweiz

letztes Jahr liessen die Verkäufe des Mazda 6 in der Schweiz etwas nach. Kann die Modell­ auffrischung dem Mittelklasse­ wagen neuen Schwung verleihen? Das D-Segment ist mit immer mehr Akteuren hart umkämpft. Der Mazda 6 liegt in unserer Palette volumenmässig auf dem dritten Platz. Mit dem neuen Modell, dessen Einführung bis Ende Juni komplett sein wird, werden wir dem Mazda 6 neuen Elan geben. Wie viel umwelt­ Mazda 6 Neu sind nicht nur die sportlicheren scheinwerfer und rückleuchten. Neu ist vor allem ein freundlicher ist der neue zwei­ effizienter zweiliter-Benziner mit Direkteinspritzung, der 155 statt 147 Ps leistet und nur 6,9 l/100 km liter­benziner des Mazda 6 als verbraucht. Der Mazda 6 ist als limousine oder station wagon ab chF 31 410.– zu haben. sein Vorgänger? Der neue Direkteinspritzer bringt eine höhere Leistung und mehr Drehmoment, verbraucht jedoch 4 Prozent weniger Benzin und stösst 5,3 Prozent weniger Schadstoffe aus. Welche weiteren Neuheiten sind zu erwarten? Im Verlauf des Jahres werden wir einen neuen siebenplätzigen Kompaktvan einführen: den Mazda 5. Mit einem komplett neuen ZweiliterFord FocuS StatioN WagoN Der Seat ibiza St Die Kleinwagen-Baureihe Benzin-Direkteinspritzer, gepaart neue Focus kommt erst 2011, aber gerade die erhält Kombi-zuwachs: Ab sommer steht Kombi-Version hat in der schweiz erfolgs- der ibiza st mit 430-liter-Gepäckabteil mit Stopp-Start-System, wird er potenzial. Kleinvolumige Benzin-Direktein- beim händler, zu Preisen ab chF 18 950.–. sich unter den wirtschaftlichsten spritzer und sparsame Diesel machen den zwei Benziner und drei Diesel sind wählbar, und saubersten Vans seiner kompakten Kombi zum effizienzmeister. die ab 4,2 l/100 km verbrauchen. Kategorie platzieren.

Wussten sie, dAss …

VolVo S60 Die Neuauflage des Viertürers leitet dank verbessertem «city safety»-system bei Kollisionsgefahr eine automatische Notbremsung ein. zum Verkaufsstart ab Juni stehen zwei Benziner mit 203 und 304 Ps sowie zwei Diesel mit 163 und 205 Ps leistung zur wahl.

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… das gesamte nutzbare strassennetz der schweiz über 70 000 kilometer beträgt? das ist über die Hälfte mehr als der erdumfang mit 40 000 kilometern. Von den 71 371 kilometern entfallen gerade 1790 kilometer auf nationalstrassen und Auto­ bahnen, der rest auf kantons­ und Gemeindestrassen.


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NeuheiteN

 luxusklasse

Wussten sie, dass …

auDi a8 Auf 5,14 Meter länge gewachsen ist der A8. zum start stehen ein V8-Benziner (372 Ps) und ein Diesel (350 Ps) zur wahl, beide mit Achtstufen-Automat und Allrad. im september folgen ein 204-Ps- sowie ein 250-Ps-Diesel. Die Preise starten momentan bei chF 136 500.–.

… der Grad der motorisierung im Jahr 2009 in der schweiz seit 1970 erstmals rückläufig war? mit 597 motorfahrzeugen pro 1000 einwohner fiel die Zahl auf das niveau von 2004 zurück.

Drei FrageN aN Stephan Vögeli Managing Director Jaguar land rover schweiz

Der neue XJ ist grösser und zugleich sparsamer als sein VorBeNtley MulsaNNe 5,57 Meter länge, Biturbo-V8-Motor mit 6,75 liter hubraum, 512 Ps gänger. ist damit das Potenzial leistung – das sind die traumwerte des neuen viertürigen edelbriten. er steht ab sommer mit für noch effizientere Fahrzeuge der jedem erdenklichen luxus zu Preisen jenseits von chF 400 000.– in den showrooms. luxusklasse ausgeschöpft? Der neue XJ ist die effizienteste Luxuslimousine. Die Karosserie besteht zu fünfzig Prozent aus recyceltem Aluminium, dies reduziert den Energieverbrauch um fünf Prozent im Vergleich zu neu hergestelltem Rohmaterial (CO2-Einsparung von 3,3 Tonnen pro Neufahrzeug). Durch die Leichtbauweise verbraucht der Dreiliter-Dieselmotor nur sieben Liter, ein Spitzenwert für eine Luxuslimousine und deutlich besser als vergleichbare Hybridmodelle. ist eine Variante mit hybridantrieb geplant? Jaguar arbeitet an verschiedenen Projekten wie die soeben präsentierte Premium-Hybrid-Studie LimoGreen (CO2 weniger als 120 g/km) mit Rekuperationsgetriebe, DieselHybrid-Antrieb sowie der Wiederverwendung von AluminiumBauteilen. Was hat Jaguar in Zukunft noch geplant? Jaguar wird in den nächsten zwei Jahren Jaguar XJ Beim neuen topmodell bricht Jaguar mit der tradition: Die progressive Form mit wuchtiger mit einigen Modellneuheiten Front und elegantem heck soll den ab chF 115 000.– teuren XJ jüngeren Kunden schmackhaft machen. überraschen. lieferbar sind für das neue Flaggschiff der Marke ein Dreiliter-Diesel-V6 und ein Fünfliter-V8.

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NeuheiteN

Alleskönner werden immer kompAkter und spArsAmer

mitSubiShi aSx in Japan schon auf dem Markt, rollt der 4,30 Meter lange crossover AsX (die Abkürzung steht für Active smart crossover) ab Juni in die schweiz. Der kompakte suV ist mit 1,6-liter-Benziner (117 Ps) oder 1,8-liter-Diesel (150 Ps) erhältlich. Nur die Dieselvarianten sind mit Allradantrieb verfügbar. Der einstiegspreis: chF 25 990.–.

Subaru impreza xV Ab spätsommer gibt es für den kompakten hyuNdai ix35 Der neue Kompakt-suV von hyundai hat mit seinem impreza-Fünftürer ein robustes Allzweck-Kleid mit Kunststoff- Vorgänger tucson nichts mehr gemeinsam. Die gefällige Karosserie verleiht beplankung, Dachreling und zweifarbigem interieur. zwei 150 Ps starke dem Koreaner viel Dynamik. zur wahl stehen ein Benziner (163 Ps) sowie Boxermotoren (Benzin und Diesel) stehen zur wahl. Alle Versionen des zwei Dieselmotoren (136 und 184 Ps). Die Preise beginnen bei chF 29 990.– kompakten crossovers bieten permanenten Allradantrieb. für den Fronttriebler und bei chF 32 490.– für die Allradversion.

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Drei FrageN aN  crossover & suv

Bernd HocH Geschäftsleiter Mitsubishi schweiz

Wussten sie, dass … … in der schweiz jeder neunte Kilometer unterirdisch verläuft? im nationalstrassen­ netz existieren 220 tunnel­ anlagen mit einer Gesamtlänge von über 200 Kilometern. 17 tunnels sind zurzeit zusätz­ lich im Bau.

Schafft sich Mitsubishi mit dem aSX einen internen Kon­ kurrenten zum SuV outlander? Nein. Der ASX als Compact Cross­ over ist mit 4,30 Metern deutlich kompakter als der Outlander (4,67 m) und knüpft an die Erfolge des Space Star (1998 bis 2004) an. Der Outlander wendet sich mit seinem grossen, variablen Laderaum und dem Platzangebot mit bis zu sieben Sitzen an eine andere Käuferschicht. geben Sie der Frontantriebsversion in der Schweiz echte Marktchancen? Wir rechnen mit einem Anteil von zwanzig Prozent für die ASX­2WD­ Frontantriebsmodelle. Gründe: neuer und sparsamer 1.6­Liter­ Motor mit Stopp­Start­Automatik, kompakte Abmessungen, hohe Sitzposition und vor allem super attraktiver Preis. Welche Neu­ heiten sind noch von Mitsubishi zu erwarten? Als historischen Meilenstein erwarten wir ab Dezember in der Schweiz die ersten Einheiten des Grossserien­ porSche cayeNNe Die zweite Generation kommt eleganter, sportlicher und 185 Kilo Elektroautos – des City Car i MiEV leichter als der Vorgänger daher. erstmals ist neben einem Diesel (240 Ps) und drei – in der linksgelenkten und in Benzinern (300 bis 500 Ps) ab Juni auch ein hybridantrieb (Verbrauch 8,2 l/100 km) Europa homologierten Version. erhältlich. Der cayenne kostet ab chF 82 600.– (hybrid ab chF 116 700.–).

Kia Sportage Die dritte Modellgeneration des Kompakt-suV ist um Dacia DuSter Auch renaults rumänische tochter steigt ins suVfünf zentimeter auf 4,40 Meter angewachsen und zugleich aerodynamischer Geschäft ein: Der Duster ist teils mit 4 × 4 erhältlich und wird von Benzinund leichter als der Vorgänger. zum Marktstart im spätsommer wird der oder Dieselmotoren (105 bis 110 Ps) angetrieben. Als Fronttriebler schafft dynamisch gestaltete sportage zunächst mit zweilitermotoren angeboten, der Diesel-Duster einen Verbrauch von 5,3 l/100 km. Der Duster ist mit einem 136 Ps starken Diesel und einem Benziner mit 163 Ps. Preisen ab chF 17 400.– ein schnäppchen. schweizer illustrierte auto

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NeuheiteN

 Vans

LifestyLe für die ganze famiLie

drei FraGeN aN Thomas schneider Brand country Manager Fiat schweiz

eignet sich der neue Fiat doblo auch für den täglichen Gebrauch in engen Städten und Parkhäusern? Der Doblo passt mit seiner Wendigkeit und seiner Übersichtlichkeit hervorragend in die Stadt. Auch beim Parken bietet er dank grossen Glasflächen seitlich und am Heck einen sehr guten Überblick. Schiebetüren gewährleisten einen bequemen seitlichen Ein- und Ausstieg. Wird es den doblo auch als e-Mobil geben? Das zwar nicht, aber es wird ab Sommer 2010 eine Fiat doblo Die neue Generation des city-Vans punktet mit bis zu sieben sitzen und 790 liter Erdgas-Version kommen, die das ladevolumen. Der Doblo ist als 95-Ps-Benziner und in drei Dieselvarianten (90, 105 und 135 Ps) zu haben, im sommer folgt eine erdgas-Benzin-Variante. Die Preise beginnen bei chF 20 900.–. bereits sehr umweltfreundliche Angebot ergänzt. Mit Ausnahme des 1.3 Multijet entsprechen alle vW SharaN Auffällig an der Neuauflage Motoren der Euro-5-Norm und sind die schiebetüren sowie das variable innenraumkonzept. im Programm sind effiverfügen serienmässig über ein ziente Motoren (140 bis 200 Ps) mit VerStopp-Start-System, das den brauchswerten ab 5,5 l/100 km. im herbst Verbrauch und den Schadstoffgibt es den sharan ab chF 45 200.–. ausstoss verringert. Welche Neuheiten dürfen wir noch von Fiat erwarten? Ein Highlight wird der Fiat 500 mit ZweizylinderTurbo und 85 PS sein. Er wird einen der besten CO2-EmissionsMazda 5 Fliessende linien prägen ab werte unter den Benzinern erherbst die Karosserie des überarbeiteten Familien-Vans mit bis zu sieben Plätzen. reichen, ohne dass dabei Leistung Neu sind der zweiliter-Direkteinspritzer und und Fahrspass zu kurz kommen. die spritspartechnik mit stopp/start, die den Verbrauch um 15 Prozent senken soll.

Ford S-Max Dezent sind die retuschen an den leuchten des Vans, doch stehen unter der haube neu ein kräftiger zweiliter-Diesel und ein spritziger zweiliter-turbobenziner (163 und 203 Ps) zur wahl. Der neue Familienexpress kostet ab chF 41 500.–.

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vW touraN Ans aktuelle Vw-Design angepasst, punktet der neue siebenplätzer mit verbessertem Parkassistenten und automatischem Fernlicht. Vorbildlich sind bei den sechs neuen Benzin- und Dieselmotoren die Verbrauchswerte ab 4,6 l/100 km.

Chevrolet orlaNdo lang war er angekündigt, ende des Jahres steht der Familien-Van Orlando bei den händlern. Der Fünftürer basiert auf der gleichen Plattform wie die Modelle Volt und cruze und verfügt dank 7,5 zentimeter längerem radstand über bis zu sieben sitzplätze. unter der haube des chevroletraumgleiters werkelt ein zweiliter-turbodiesel mit 150 Ps.


wettbewerb

GEWINNEN SIE EIN Elf Fragen – ein heisser Preis. Nutzen Sie Ihr Autowissen, und gewinnen Sie einen brandneuen MaZDa CX-7 2.2 Sport im Gesamtwert von 53 800 Franken! Text RAOUL SCHWINNEN

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rossover nennt Mazda seinen CX-7. Und dies steht beim japanischen SUV im Prinzip für die Kombination aus familienfreundlichem Kombi und geländetauglichem Allradler. Kürzlich wurde der praktische Fünftürer grundlegend überarbeitet. Optisch gefällt nun die überarbeitete Front mit markanteren Lufteinlässen und hübschen Chromapplikationen an Seitenschwellern und Fenstern. Das hier zu gewinnende Fahrzeug verfügt zudem noch über ein elektrisches Glas-Schiebedach. Zum markanteren Auftritt passt auch das sportlich gestylte Interieur mit den geschwungenen Linien und dem raffinierten Materialmix. Das Armaturenbrett ist nun noch übersichtlicher gestaltet und beherbergt im Wettbewerbsfahrzeug zudem einen Multi-InformationsBildschirm inklusive Navigationssystem. Auf dessen Farbdisplay werden neben der präzisen Zielführung auch die Bilder der Rückfahrkamera wiedergegeben. Die wichtigste Neuerung beim CX-7 betrifft aber sicher dessen neue 2,2-LiterTurbo-Dieselmotorisierung. Der effiziente Selbstzünder beeindruckt dank 173 PS und 400 Nm Drehmoment mit viel Temperament – gibt sich aber laut Hersteller dennoch mit nur 7,5 Liter pro 100 Kilometer Diesel zufrieden. Als erster japanischer Hersteller setzt Mazda zudem seinen Dieselmotor in Kombination mit einer besonders effizienten Abgasreinigung ein. Durch das Beimischen der Harnstofflösung AdBlue in den Abgasstrom erfolgt eine selektive katalytische Reduktion (SCR). Dies verringert den Ausstoss von umweltschädlichen und giftigen Stickoxiden (NOx) um bis zu 40 Prozent. Eine saubere und zudem kompakte Sache, weil der Tank der wässrigen AdBlue-Lösung (muss nur bei den vorgeschriebenen Services nachgefüllt werden) clever im Heck des

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ElEgant Der Mazda cX-7 hat seinen sportlichen charakter auch nach dem Facelift bewahrt. Durch diverse chromapplikationen wirkt der crossover nun aber einen tick filigraner. Fahrzeugs untergebracht ist – ohne das Kofferraumvolumen von 455 bis 1348 Liter zu beeinträchtigen. Hätten auch Sie gerne den modernen Mazda Crossover mit seinem sparsamen und dennoch drehmomentstarken Dieselmotor bald in Ihrer Garage stehen? Überhaupt kein Problem, Sie brauchen dazu lediglich einige Minuten Zeit und ein Quäntchen Glück. Lesen Sie unsere SCHWEIZER ILLUSTRIERTE AUTO aufmerksam durch, beantworten Sie die elf Wettbewerbsfragen, und notieren

Sie das richtige Lösungswort. Und vielleicht gewinnen Sie tatsächlich den Mazda CX-7 2.2 CD Sport im Gesamtwert von knapp CHF 54 000.–. c

MAZDA CX-7 2.2 CD SPORT Motor 173 PS 0 bis 100 km/h 11,3 s Spitze 200 km/h Verbrauch 7,5 l/100 km CO2-Ausstoss 199 g/km energieeffizienz C Dimensionen 4,70 m Länge, 1,87 m Breite, 1,65 m Höhe Kofferraum 455 bis 1348 Liter Preis ab CHF 50 350.–


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EN MaZDa CX-7!

Die elf Buchstaben der richtigen Antworten ergeben das Lösungswort im Coupon. 1 Wodurch zeichnet sich der hier zu gewinnende Mazda CX-7 2.2 CD Sport aus?

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GeräumiG Der Kofferraum des Mazda cX-7 fasst 455, bei umgeklappten rücksitzen sogar bis zu 1348 liter.

Sportlich Das übersichtliche cockpit mit dem zentral angebrachten Navigationsdisplay wirkt chic.

durch seinen Wankelmotor durch seinen neuen Dieselmotor mit AdBlue durch seine gegenläufig öffnenden Portaltüren

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wettbewerb 2

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Wie oft wird der Alfa 8C Spider gebaut? 500 Mal 1000 Mal 5000 Mal

5 Wodurch zeichnet sich der Mercedes SLS AMG aus?

L a R

Schiebetüren Falltüren Flügeltüren

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3 Welches Fahrzeug fehlt Morgan-Sammler Konrad Feller noch in seiner Kollektion?

6 Wie oft war Michael Schumacher Formel-1-Weltmeister?

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Threewheeler Drophead Coupé Morgan Plus 8

6 Mal 7 Mal 8 Mal

4 Wann wurde Andreas Caminada zum ersten Mal zum «Koch des Jahres» gekürt?

7 Wie viele Nutzfahrzeuge umfasst der Fuhrpark der Galliker Transport AG?

e F d

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2008 2009 2010

8 Was ist die grosse Leidenschaft von Chevrolet-Europe-Boss Wayne Brannon?

9 In welcher internationalen Rennserie fährt die 19-jährige Andrina Gugger?

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e G n

ca. 700 ca. 900 ca. 1100

Fallschirm springen Militärjet fliegen Gitarre spielen

Deutsche Tourenwagen Master Deutsche Formel Master Interserie

Wie heisst der neue Mini-SUV? Mini Countryman Mini Cross Mini Juke

11 Wie bezeichnet Mazda seinen CX-7?

n e L

Offroader Softroader Crossover

ja, ich möchte den MaZDa CX-7 2.2 Sport im Gesamtwert von CHF 53 800.– gewinnen.

so sind sie dabei! TeiLnaHMesCHLUss Freitag, 21. Mai 2010 (18 Uhr). Mitarbeiter der Ringier AG sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

RiCHTiGe LÖsUnG einsenden an Schweizer Illustrierte, Auto-Quiz, Postfach, 8099 Zürich odeR anRUFen Tel. 0901 57 60 26 (CHF 1.–/Anruf)

Die Lösung lautet

ccccccccccc Name

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Tel. (tagsüber)

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Jahrgang

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Beruf



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