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Kurt Felix, 69, wieder an Krebs erkrankt. Freunde machen ihm Mut

«Kurt, Du schaffst es!»

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Berner Bären-Babys verzaubern die Schweiz

12. April 2010 CHF 4.50

Schlank in den Frühling Prominente Frauen verraten ihre Tricks


Inhalt 30

super figur Die schöne «glanz & gloria»Moderatorin hat nichts zu kaschieren: Für Nicole Berchtold kann die BikiniSaison kommen! Sechs prominente Frauen verraten ihre Schlankheitstricks.

HEFT 15, MONTAG, 12. april 2010

Titel Titelfotos Marc Wetli/13 Photo, Kurt Reichenbach; Inhaltsfoto Thomas Buchwalder

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Kurt Felix Schock-Diagnose: Der Krebs ist wieder da! Die Sorge um den grossen TV-Mann. Wie ihm Freunde Mut machen

Leute 7 8

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Tagebuch von Nik Niethammer Leute Dalai Lama, Pascale Bruderer, Andrea Zogg, Carrie & Co., Fabian Cancellara, Marina Oertig, Patti Smith, Isabel Florido, Christoph Waltz Schlank in den Frühling So schaffen es die Stars. Dazu die Tipps von SI-Fitness-Expertin Beatrice Bolliger Carsten Schloter Der Swisscom-Chef ist eine Sportskanone. Für die Patrouille des Glaciers trainiert er gnadenlos hart schweizer illustrierte

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Inhalt Politik 26

Christian Levrat Der SP-Präsident möchte mehr soziale Sicherheit und weniger Boni. Grosses Interview

Reitsport

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Pius Schwizer Der weltbeste Springreiter zeigt, wo er nach dem tragischen Brand seines Wohnhauses mit seiner Nicole lebt

Gesellschaft

u fit «Eine Stunde Biken wirkt besser als fünf Stunden im Fitnesscenter», sagt Christian Levrat – hier direkt hinter seinem Haus in Vuadens FR. Im grossen Interview sagt der SP-Präsident, wohin sein politischer Weg führt.

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Bären-Babys Urs und Berna verzücken in Bern Zehntausende von Zuschauern

Die Besten 53

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Shopping 59

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 69 70 72

Eisenmangel Was dagegen hilft Seit Geburt HIV-positiv Eine 17-Jährige erzählt, wie sie mit dem Virus lebt Dr. Stutz meint Gesünder einkaufen!

Weekend 75

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party Fotos Hervé Le Cunff, Kurt Reichenbach, Bruno Voser

102 SnowpenAir-Festival Kleine Scheidegg

40 u trainiert Der Swisscom-Chef will es wissen: Carsten Schloter nimmt am härtesten Skitouren-Wettlauf der Welt teil.

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Und … 104 106 82 78 105

Notabene von Helmut Hubacher Die Liste von Nena, Sängerin Horoskop Impressum Leserbriefe

u Sportlich Das Traumpaar unter den Springreitern: Pius Schwizer und seine Nicole kennen Glück und Pech.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Mehr News, mehr Bilder: www.schweizer-illustrierte.ch

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tagebuch

Das Leben ist nicht fair Kurt Felix

Nik Niethammer, Chefredaktor

«Mein Kampf gegen den Krebs» In der Schweizer Illustrierten vom 8. September 2003 sprachen Kurt und Paola Felix exklusiv über die schwierigsten Momente ihres Lebens.

Fotos Kurt Reichenbach, Hervé Le Cunff

Hoch hinaus SI-Reporter Marcel Huwyler (l.), Swisscom-Chef Carsten Schloter beim Training für das härteste Skitourenrennen der Welt – ab Seite 40.

«Das Leben ist nicht fair», singt der deutsche Musiker Herbert Grönemeyer in «Der Weg». ­Grönemeyer schrieb den Song für seine Frau Anna. Sie starb 1998 im Alter von 45 Jahren an Krebs. Nein, das Leben ist nicht fair, schiesst es mir durch den Kopf, als ich am vergangenen Freitag erfahre: Kurt Felix ist erneut an Krebs erkrankt. Was für ein Drama! Ich kenne Kurt Felix, seit ich zwölf Jahre alt bin. Damals, 1974, habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Am Samstagabend im Fernsehen. Ein Mann mit runden Bäckchen sprach aus dem Kasten aus Holz in unserer Stube, der knarrte, wenn man ihn einschaltete. Die Sendung hiess «Teleboy». Felix machte mit wildfremden Menschen Spässe und filmte sie mit versteckter Kamera: Im Supermarkt bricht wie von selbst das Eierregal zusammen. Der Kellner hält den Daumen in die warme Suppe. Eine Fahrstuhltür öffnet sich direkt in eine Dusche. Kurt Felix sagte einmal über sein grosses Vorbild Hans-Joachim Kulenkampff («Einer wird gewinnen»), er hätte in jungen Jahren vor «Kuli» so viel Respekt gehabt, dass er sich nicht einmal traute, vor dem Fernsehapparat zu husten. Mir ging es als junger Fernsehzuschauer mit Kurt Felix fast genauso. Als ich ihn später persönlich kennenlerne, am Luganersee, wo er mit seiner Frau Paola ein Haus besitzt, bin ich sofort fasziniert von seiner Ausstrahlung. Seiner sanftmütigen Art. Seinem Humor. Und seinem enormen Wissen übers Fernsehen. Mit 50, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, verabschiedet sich Felix aus dem Showbusiness, getreu seinem Motto einer idealen Lebensformel: 25 Jahre lernen – 25 Jahre arbeiten – 25 Jahre geniessen. Und dann, im Februar 2003, die Nachricht, die die Schweiz schockiert: Kurt Felix an Krebs erkrankt. Es folgen für Kurt und Paola Felix sechs endlos lange ­Monate. Es sind sechs Monate, in denen der Fernseh-Profi um sein Leben kämpft. Die Ärzte öffnen zweimal seinen Brustkorb, behandeln ihn viermal mit Chemotherapie. Felix verliert seine Haare, er kann nicht mehr essen, ihm ist permanent schlecht. «Es war die schlimmste Zeit meines Lebens», sagt Kurt Felix im September 2003 in seinem ersten Interview nach der Krebserkrankung*. Jetzt sei er wieder da, habe die Krankheit überstanden. «Aber den Krebs habe ich nicht besiegt. Kein Mensch kann den Krebs besiegen.» Lieber Kurt, ich wünsche Dir im Namen des ganzen SI-Teams und der Leserinnen und Leser sehr viel Kraft in diesen schweren Stunden. Wir haben mit Freunden und Weggefährten ­gesprochen – sie sind sich alle einig: «Kurt, Du schaffst es!» Das Drama um TV-Legende Kurt Felix – ab Seite 16. Das sagt sein behandelnder Arzt – Seite 24. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

Hart gefragt SI-Politchef Sascha Buchbinder (l.), SP-Chef Christian Levrat – ab Seite 26.

* Das ganze Interview mit Kurt Felix aus dem Jahr 2003 ist auf www.schweizer-illustrierte.ch nachzulesen.

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Dalai lama und pascale bruderer

Foto Manuel Bauer

Magische Momente

u «Deine Gäste sollen nie trockene Lippen haben, so will es eine tibetische Regel», sagt der Dalai Lama, 74, und lässt den Gästen in seinem privaten Tempelraum im Tibet-Institut Rikon ZH Tee servieren. Unter den auserwählten Besuchern ist auch Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer, 32, mit ihrem Ehemann. Um den Hals trägt sie eine tibetische Glücksschleife – ein Präsent des Oberhaupts der Tibeter. «Dem Dalai Lama war es ein grosses Anliegen, seine Dankbarkeit auszudrücken für die Aufnahme von tibetischen Flüchtlingen in unserem Land vor 50 Jahren.» TKU


bild der woche

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Leute

Die Wüste brennt! Die «SATC»-Darstellerinnen (v. l.) Kim Cattrall (Samantha), Kristin Davis (Charlotte), Sarah Jessica Parker (Carrie) und Cynthia Nixon (Miranda).

andrea Zogg

Christoph Waltz

Fotos Craig Blankenhorn/Warner Bros. Entertainment, Sava Hlavacek, Keystone, Paolo Foschini / SonntagsBlick

Achtung, Einbürgerungspolizei! Hollywood im Knie

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u Der

erfolgreichste Schweizer Film aller Zeiten kommt auf die Bühne: Nach 32 Jahren werden «Die Schweizer­macher» im September in der Maag MusicHall in Zürich als Musical aufgeführt. Andrea Zogg, 53, wird den spiessigen Einbürgerungspolizisten Max Bodmer verkörpern, der im Film von Walo Lüönd dargestellt wurde: «Ich werde Walo sicher nicht kopieren, aber er ist natürlich in der Figur allgegenwärtig.» Am meisten freut sich der Bündner aber aufs Singen: «Damit geht für mich ein lang ersehnter Traum in Erfüllung.» Kann ers denn überhaupt? «Das werden wir dann sehen – und hören.» av schweizer illustrierte

u Ganz grosser Zirkus! Oscar-Preisträger Christoph Waltz, 53, («Inglourious Basterds») besuchte den Circus Knie, sah sich vergangenen Donnerstag in Kreuzlingen TG mit seinem Bruder Martin, der in Zürich lebt, das neue Programm an – und blieb dann noch zwei Tage. Der österreichische Schauspieler bereitet sich nämlich auf einen Zirkusfilm vor, den er diesen Sommer mit den Hollywood-Stars Reese Witherspoon und Robert Pattinson dreht. «Zirkus und ein Filmset haben viele Gemeinsamkeiten», sagte Waltz. Und gab sich ganz unkompliziert, übernachtete sogar in einem Wagenabteil: «Ich habe sehr gut geschlafen.» av

OscarPreisträger Christoph Waltz und Franco Knie jr.


nachgefragt bei

Patti Smith Rock-Ikone Patti Smith, 63, ist Dichterin, PerformanceKünstlerin, Malerin und Fotografin. In den 70er-Jahren wurde sie bekannt, Rock ’n’ Roll und Dichtung einzigartig zu verbinden.

Sex and the City

Wüste Abenteuer mit Carrie u Den 27. Mai dürfen sich die Fans von Carrie & Co. in der Agenda rot anstreichen – dann startet weltweit die Kino-­Fort­ setzung von «Sex and the City». Wie stehts jetzt um die vier New Yorker Freundinnen Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha? Behalten sie ihr Glück? Ihr Portemonnaie? Ihre Männer? Der Plot wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis. CarrieDarstellerin Sarah Jessica Parker, 45: «Ich habe den Film gesehen. Er ist wunderbar. Aber wenn ich etwas darüber sage, dann würde ich auf der Stelle erschossen werden.» Immerhin wissen wir, dass die vier Ladys vom Big Apple nach Abu Dhabi reisen. Wüste Abenteuer sind garantiert …

andrea vogel

Mehr People-News:

www.schweizer-illustrierte.ch

Patti Smith, wie gut kennen Sie das Tessin? Vor sieben Jahren war ich in Montagnola im Hermann-Hesse-Museum. Seit meiner Jugend liebe ich den grossen Schriftsteller. Sollte ich fünf Bücher mit auf die Insel nehmen, eines wäre das «Glasperlenspiel». Sie hatten kürzlich ein Konzert im Palazzo dei Congressi in Lugano? Ja. Die grosse Fotografie-Ausstellung von Robert Mapplethorpe in Lugano (bis 13. Juni) machte mir Lust, in der gleichen Stadt aufzutreten. Zusammen mit Tony Shanahan am Klavier und dem Gitarristen Lenny Kaye hatten wir ein «bescheidenes» Konzert geplant. Aber das Publikum wollte Rock – und wir haben es ihm gegeben. Auch ohne die nötige Infrastruktur. Grosse Begeisterung ernteten Sie auch bei der intimen Lesung in Montagnola. Wie stehen Sie das alles als 63-Jährige durch? Das Publikum war toll. In Lugano wie in Montagnola. Und das trägt natürlich. Alles, was man mit Liebe und Hingabe macht, fällt einem weniger schwer. Das erste Mal, als Sie in Montagnola waren, haben Sie Hermann Hesses Schreibmaschine fotografiert. Ich liebe es, in der Nähe dieser Schreib­ maschine zu sein. Ich schreibe immer. Jeden Tag und überall. Und in letzter Zeit foto­grafiere ich auch fleissig. Ihr Buch «Just Kids» ist soeben erschienen und ist bereits ein Hit. Ich habe es Robert Mapplethorpe an seinem Totenbett versprochen, dass ich unsere Liebesgeschichte aufzeichnen werde. Ich verdanke ihm so viel. Er hat immer an mich geglaubt und mich in meinem Willen bestärkt, Sängerin zu werden. In Liedern wie «People Have the Power» kennt man Sie als engagierte Sängerin. Ein Künstler kann inspirieren. Es sind aber die Leute selber, die eine Wende bewirken. Wenn Ihr mit Euren Politikern nicht zu­frieden seid, geht wählen! Interview kati moser schweizer illustrierte

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Leute marina oertig

Musiktalent startet durch u Ein Gesicht – vor allem aber eine Stimme zum Merken: Marina Oertig, 19, Musiktalent aus dem Kanton Schwyz. Mit drei Jahren lernt sie Klavier spielen, mit vier weiss sie: «Ich werde auch ‹Starin›» – wie ihr Kindheitsidol Céline Dion. Marinas selbst komponierter Ohrwurm «Free» war vor einem Jahr auf DRS 3 der meistgehörte Song in der Kategorie Pop. Und nächste Woche steht die Freienba-

Foto Handout

Musik bestimmt sogar ihren Kleider­ geschmack: Sängerin Marina Oertig.

cherin mit den versierten Studiomusikern Paul Frazier und Steven Williams im Tonstudio – nimmt ihr erstes Album auf. Dafür hat Marina die Schule abgebrochen. «Ich setze voll auf die Musik», sagt die ­Hobbyrennfahrerin selbstbewusst. Einen Plan B gibts darum nicht – dafür viele Träume und eine grosse Portion Talent: «Einen Grammy zu gewinnen, das wäre das Ziel.» Andrea vogel


Leute Im «Jong Jut»-Café: Fabian Cancellara servierte binnen einer Stunde seinen Fans über hundert Glas Bier.

wer liebt wen

Schmetterlinge im Frühling u Auf der Bühne in Trier (D) hats gefunkt: Schauspielerin Isabel Florido, 39, verliebte sich vergangenen Sommer in ihren «Brot & Spiele»-Kollegen Christoph Bangerter, 34. Gut ein halbes Jahr später sind die zwei immer noch über beide Ohren verliebt. Einziger Wermutstropfen: Der Schweizer spielt im Ensemble des Stadttheaters Regensburg. Isabel: «Wir führen eine schöne Fernbeziehung, versuchen uns aber so oft wie möglich zu sehen.»

Fabian Cancellara

Ein Bier vom König

Fotos Maarten Straetemans/EQ Images, Handout, ddp, Dukas (2), Keystone (2)

u Nach seinem grandiosen Sieg an der Flandern-Rundfahrt gönnte sich ­Fabian Cancellara «nur ein Glas Wein». Nicht so die Mitglieder seines belgischen Fanklubs. In ihrem Stamm­ lokal, dem «Jong Jut»-Café in Koningshooikt, feierten zweitausend von ihnen – und liessen sich von ihrem RadsportKönig persönlich bedienen. Eine Stunde lang stand Cancellara am Zapfhahn.

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«Ein kleines Dankeschön für die fantastische Unterstützung am Strassenrand.» Selber gönnte er sich keinen Schluck. Und einen Ritterschlag der besonderen Art gabs noch via Telefon von Eddy Merckx. Der legendäre belgische Radrennprofi gratulierte Fäbu persönlich zum Triumph: «Das hätte ich mir nie träumen lassen. Mir liefs eiskalt den Rücken runter.» alejandro velert

u Ihre Mama ist Schweizerin, ihr Papa Australier – und ihr Neuer niemand Geringerer als Hollywoodstar Jake Gyllenhaal, 29! So tuschelt «tout» Hollywood, seit die Schauspielerin Isabel Lucas, 25, beim Flirten mit dem «Brokeback Mountain»-Star gesichtet wurde. Lucas war bereits mit den Teenie-Idolen Chris Hemsworth, 26, und Adrian Grenier, 33, liiert. Auch mit Shia ­LaBeouf, 23, soll sie angeblich ein Techtelmechtel gehabt haben. u Eine Bilderbuch-Familie. Gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden: Supermodel Gisele Bündchen, 29, Quarterback Tom Brady, 32, und ihr vier Monate alter Wonneproppen Benjamin an der Hochzeit von Giseles Zwillingsschwester Patricia in Brasilien. Welch schöner Anblick!

Rose

kaktus

Johann Schneider-ammann FDP-Nationalrat, Präsident Swissmem u In der Diskussion zwischen Banken- und Wirtschaftsvertretern fehlte bisher eine der wichtigsten Stimmen der FDP, jene von Johann SchneiderAmmann, Präsident der Maschinenindustrie (Swissmem). Doch seit bekannt ist, dass CS-Boss Brady Dougan 71 Millionen Franken Bonus einstreicht, findet Schneider-­ Ammann deutliche Worte. Er redet von «Auswüchsen» und warnt vor der «gesellschaftlichen Zersetzung, die diese Herren» zu verantworten hätten. Die Chancen auf einen Banker-Bonus sind damit verbaut. Aber ist eine Rose nicht ohnehin schöner?

aNTONIO hODGERS Nationalrat Grüne u Als frisch gewählter Genfer Nationalrat wusste Antonio Hodgers nicht mal, wo das Bundeshaus zu finden ist. Inzwischen ist er für ein Jahr nach Bern gezogen, um seinen Horizont zu erweitern. Resultat: Hodgers hat festgestellt, dass in Bern kein Hochdeutsch geredet wird, und fürchtet nun um den nationalen Zusammenhalt. Mundart soll deshalb nur noch im privaten Kreis geredet werden. Bevor Sie wieder Vorschläge machen, von denen Sie selbst «nicht vollends überzeugt» sind, lieber Herr Hodgers, giessen Sie in Ruhe unsern Kaktus, und denken Sie noch mal nach.

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titel

Der Krebs ist zurĂźck!

Der erste Schock vor sieben Jahren. Diagnose Krebs. TV-Legende Kurt felix nimmt den Kampf gegen den Tumor auf. Dann schien lange alles gut. Jetzt beginnt das Ringen erneut. Mut machen ihm Ehefrau Paola – und seine Freunde.


ÂŤKein Mensch besiegt den Krebs! Es besteht das Risiko, dass mich der Krebs wieder einholtÂť

Kraftort Tessin Kurt Felix in Morcote TI am Luganersee. Im italienischen Cressogno haben er und seine Frau Paola ihren Zweitwohnsitz. schweizer illustrierte

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Foto Max Kohr/PPW

kurt felix im September 2003


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Gute Freunde Art Furrer (l.) mit Kurt und Paola Felix. Die beiden haben zusammen in rund zwanzig «Verstehen Sie Spass?»Auftritten Prominente ins Bockshorn gejagt.

Art Furrer, 73, Hotelier & Bergführer

Fotos Muriel Hilti/tilllate.com, Kurt Reichenbach (2), Marcel Nöcker, Hervé Le Cunff, Dick Vredenbregt (2), Daniel Ammann/RDB

«Kurt, wir schicke Dir alle Kraft der Welt»

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«Lieber Kurt, die furchtbare Nachricht, dass Du erneut an Krebs erkrankt bist, erreicht mich im Himalaja, wo meine Frau Gerlinde und ich gerade zum Berg­steigen weilen. Ich bin erschüttert, betrübt und fassungs­ los. Gerade noch warst Du mit Paola bei uns auf der Riederalp, wir haben zusammen gelacht und eine schöne Zeit gehabt. Zu Dei­ nem 69. Geburtstag am 27. März habe ich Dich angerufen und Dir gratuliert. Du schienst wie immer: fit, fröhlich, gesund. Und jetzt, nur wenige Wochen später, dieser schlimme Befund. Zwar wussten wir alle – Du auch –, dass der Krebs irgendwann zurück­kommen könnte. Oder, wie Du Dich aus­ drücktest: ‹Kein Mensch besiegt den Krebs!› Trotzdem: Die ver­ gangenen sieben Jahre, in denen Du als gesund galtest, gaben Anlass zur Hoffnung. Hoffnung darauf, dass man bei den RoutineUntersuchungen im Kantonsspital St. Gallen nie wieder einen Tumor schweizer illustrierte

finden würde. Dass es Dir nie wieder den Boden unter den Füssen wegziehen würde, wie Du damals sagtest, als im Februar 2003 die schreckliche Diagnose feststand. Jetzt ist es doch wieder passiert. Eigentlich kann man in so einem Moment nicht viel sagen – schon gar nicht, wenn man sich am anderen Ende der Welt befindet. Gerlinde und ich machen uns grosse Sorgen. Aber unsere geplante gemeinsame Berg­ tour in diesem Sommer mag ich nicht abschreiben. Wer weiss … Sonst verschieben wir sie halt auf nächstes Jahr. Anfang Mai kehren wir in die Schweiz zurück, und wir hoffen, Dich dann sehr bald zu sehen und vor allem positive Nach­richten von Dir zu hören. Bis dahin sind wir in Gedanken bei Dir und Paola und schicken Euch alle Kraft und Zuversicht dieser Welt. Machs gut, lieber Kurt, und lass Dich nicht unterkriegen!   Dein Freund Art»

Adolf Ogi, 67, alt Bundesrat. Wurde von seinem alten Wegbegleiter Kurt Felix zu seiner «Freude herrscht»Rede inspiriert.

«Diese Nachricht hat mich schockiert. Durch unseren verstor­ benen Sohn Mathias weiss ich ja, was das heissen kann. Aber ich mache Kurt Felix Mut. Er darf die Hoffnung nicht aufgeben. Er hat den Krebs ja schon einmal besiegt! Ich wünsche ihm alles Gute und Kraft für die Therapie.» Ted Scapa, 79, Künstler. Er litt vor dreissig Jahren selbst an Lymphdrüsenkrebs. Und zeichnete ein Buch über seine Krankheit.

«Ich weiss genau, was für einen Schock diese Diagnose bedeutet. Ganz wichtig ist es, dass Kurt Felix kämpft und nicht aufgibt. Mir half es, schöpferisch zu arbeiten: Kurt könnte seine Memoiren schreiben. Wenn er will, würde ich sein Werk für ihn illustrieren. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute.»


Stephanie Glaser, 90, Schauspielerin. Spielte von 1974 bis 1981 die Tante Elise im «Teleboy».

«Kurt und ich sahen uns letztes Jahr an einer Filmpremiere. Es ging ihm gut, er wirkte zufrieden und aufgestellt. Dass der Krebs jetzt zurückgekehrt ist, finde ich schrecklich. Doch Kurt ist ein Kämpfer. Er gibt niemals auf. Zum Glück hat er Paola an seiner Seite, das ist jetzt das Wichtigste. Ich wünsche ihm, dass er keine Schmerzen hat, die Krankheit durchsteht und wieder gesund wird.»

Franz Jaeger, 68, Wirtschaftsprofessor Uni St. Gallen. Teilt den gleichen Jahrgang mit Felix und kennt ihn seit Jahrzehnten aus St. Gallen.

«Felix und Paola feiern mit mir und meiner Ehefrau regelmässig Silvester, auch am letzten Jahresende wieder. Da erlebten wir Kurt so ‹zwäg› wie schon seit Jahren nicht mehr. An diesem Abend planten wir eine wöchige Velotour zu viert. Ich habe Hoffnung. Kurt ist ein unglaublich starker Kerl, ein sensationeller Kämpfer, das wissen viele Leute gar nicht. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute.»

Nella Martinetti, 64, Entertainerin

«Versuche, jeden Tag zu leben» «Ich bin sehr erschrocken, als ich hörte, dass bei Dir der Krebs nach sieben Jahren wieder zurück ist. Ich kann das Gefühl im Moment dieser Schock-Diagnose sehr gut nachvollziehen, schliesslich habe ich es selbst erlebt. Auch wenn Ingrid Deltenre, 49, man zuerst ungläubig ist, sich Generaldirektorin eigentlich gesund fühlt, ist es jetzt EBU. Die Ex-Direktorin wichtig, dass man sich bewusst des Schweizer Fern­ wird, dass man diese Krankheit sehens entwickelte hat – und sie akzeptiert. Dieser mit Felix Unter­ Schritt fällt Dir vielleicht diesmal haltungskonzepte. etwas leichter, da Du alles ja «Lieber Kurt, bitte gib die Hoffnung schon einmal durchmachen mussnicht auf, und werde schnell wieder test. Kurt, versuche, jeden Tag zu gesund. Wir brauchen Dich. Du hast leben, alles so zu nehmen, wie es uns angespornt, um das Gute populär kommt. Dass Du kämpfen kannst, und das Populäre gut zu machen. hast Du ja bereits einmal bewieDu hast uns kritisiert und unterstützt. sen. Leider weisst Du jetzt auch, Du bist ganz einfach ein wunderbarer wie viel Kraft dieser Kampf kostet Mensch. Ich wünsche Dir und Paola – gerade nach einer Bestrahlung von Herzen alles Gute und viel Kraft.» oder Chemotherapie. Dann braucht sogar das Lächeln viel Energie. Oder das Essen. Aber man muss sich zwingen zu essen, auch wenn man keinen Appetit Heino Orbini, 71, Komiker Guschti hat. Ich ging heute auch eine Brösmeli. Legendärer hat und ob der Krebs zurück­ Bratwurst essen, obwohl ich noch «Lockvogel» bei «Telegegangen ist oder nicht. Kurt, ich immer sehr, sehr müde und kraftboy» und «Verstehen wünsche Dir ein stabiles Umfeld, los von der letzten Bestrahlung Sie Spass?». das Dich trägt – was Du sicher bin. Ich bin im Moment auch auf «Ich bin sehr betrübt über diese mit Paola und vielen Freunden einen Rollstuhl angewiesen, aber Nachricht und werde ihm wie auch nicht wegen der Krebserkrankung, hast – und dass Du immer wieder schon bei seiner ersten Erkrankung den Willen findest, nach vorne sondern weil mir meine andere einen Brief schreiben und ihm darin Krankheit, die Fibromyalgie, so zu zu schauen. Hadern nützt nichts – von Herzen alles Gute wünschen. und sterben müssen wir schaffen macht. ‹Mein› Krebs ist Viel Kraft für diese schwere Zeit. momentan recht ruhig, bald fängt schlussendlich alle irgendwann. Ich hoffe, dass Kurt Gottvertrauen Ich wünsche Dir ganz gute ein neuer Zyklus Chemotherapie hat und dass die moderne Medizin an. In etwa einem Monat sollte ich Besserung und hoffe, bald positive ihm helfen kann.» dann erfahren, was angeschlagen Neuigkeiten von Dir zu hören.» schweizer illustrierte

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titel Text rené haenig

Fotos Boris Nizon/Blick/RDB, Rolf Edelmann, Christian Lanz/ RDB (2), People-Press.ch

E

s gibt im Leben Momente, die man am liebsten aus dem Gedächtnis löschen möchte. Momente, die man erst recht kein zweites Mal erleben will. Das Leben ist nicht immer fair. Am Osterdienstag erfährt Kurt Felix, dass ihn der Krebs wieder im Griff hat. Zehn Tage nach seinem 69. Geburtstag. Für Felix ein Déjà-vu. Hart – wie ein Faustschlag in den Magen. Vor seinen Augen mögen Bilder auftauchen, von denen er glaubte, dass sie verblasst seien. Eine Routine-Untersuchung am 6. April bringt die Gewissheit: Der Krebs im Brustkorb macht wieder Probleme! Anfang Woche wird Kurt Felix im Kantonsspital St. Gallen operiert. Mit heftigen Schmerzen meldet sich der Krebs zurück. Das Unheil nimmt seinen Lauf vor sieben Jahren. Am Vormittag des 24. Januar 2003. Kurt Felix ist zur Routine-Untersuchung bei seinem Hausarzt Dr. Rudolf Gonzenbach in St. Gallen. Wie alle zwei Jahre. Er hatte den Termin schon absagen wollen. Ihm gehts prächtig. Aber seine Ehefrau Paola besteht darauf. Blutkontrolle, Röntgenbild – gut eine Stunde dauert der Check. Felix hat die Türklinke bereits in der Hand, will gehen, als ihn Dr. Gonzenbach noch einmal in sein Sprechzimmer ruft. Der Arzt hat auf dem Röntgenbild etwas entdeckt, will gern eine weitere Aufnahme machen. Felix denkt sich: «Wahrscheinlich funktionierte das Gerät nicht richtig.» Kurt Felix fährt nach Hause. ­Während des Mittagessens klingelt das Telefon: Dr. Gonzenbach. Er bittet Kurt und Paola, sofort in die Praxis zu kommen. Er hat keine gute Nachricht. Auf dem Röntgenbild entdeckte der Arzt einen tennis­ ballgrossen Tumor im Brustkorb. Ein Thymom zwischen Herz und Lunge. «Es kam aus heiterem Himmel. Ich ging als vermeintlich gesunder Mann zur Untersuchung – und ich kehrte als tod­kranker Mann wieder heim», sagt ­Felix später. «Es zog mir den Boden­ total weg. Ich war wie gelähmt.» Auf der Heimfahrt vom Arzt schweigen sich Kurt und Paola an. Sie finden keine Worte. Noch unter Schock beginnt Kurt Felix, sich Informationen zu beschaffen. Er fährt ins Zürcher Unispital zu Professor Dr. Walter Weder, der dort die Thoraxchirurgie leitet und Felix später operiert. Dr. Weder ist es auch, der Felix hilft, den Schock zu überwinden. «Er sagte mir: Herr Felix, wenn Sie mit dem Auto nach St. Gallen zurückfahren, ist das Risiko, dass Ihnen etwas passiert, grösser als bei dieser Operation.»

Urs Kliby, 59, Bauchredner. Wurde dank seinen Auftritten mit Caroline in «Teleboy» populär.

«Kurt Felix war mein Entdecker und Förderer. Umso mehr war ich schockiert, als ich gehört habe, dass der Krebs wieder zurückge­ kommen ist. Ich habe sofort Paola und Kurt eine E-Mail geschrieben und drücke ihnen beiden die Daumen. Kurt, mach es wie der Teleboy – falle einfach nicht um!»

Max Sieber, 66, Regisseur. Produzierte mit Felix die Samstagabend-Shows «Teleboy» und «Supertreffer».

«Lieber Kurt, Du hast mir in den letzten Monaten immer wieder gesagt, man darf nicht zu sicher sein. Leider hast Du nun recht bekommen. Aber ich weiss, Du bist in den besten Händen, Du kannst kämpfen, und Du hast Paola an Deiner Seite. Gemeinsam werdet Ihr das schaffen. Alles Gute und ganz viel Kraft.»

Fredy Lienhard, 83, Kabarettist. Das ehemalige Mitglied von Cabaret Rotstift spielte den Onkel Fritz im «Teleboy».

«Ich bedaure es sehr, dass Kurt Felix von dieser heim­ tückischen Krankheit wieder getroffen wurde und der Krebs zurück­gekehrt ist. Ich wünsche ihm und seiner Frau Paola nur das Beste in dieser schwierigen Zeit und bin in Gedanken bei ihnen.»

Christine Maier, 44, Leiterin «Club». Kennt und schätzt Kurt und Paola Felix seit vielen Jahren. «Ich wünsche ihm jetzt genug Kraft.»

«Am Freitagmorgen rief ich Kurt an, um zu fragen, ob er in meiner Sendung zum Thema Krebs mitdiskutieren will. Ich hatte ein komisches Gefühl, denn er sagte, er müsse auflegen, weil er zur Untersuchung in die Röhre müsse. Als ich abends von der Diagnose hörte, war mir alles klar.»

Hannes Bichsel, 59, TV-Produzent

«Unser Tisch ist noch reserviert»

«Von 1974 bis 1980 war Kurt Felix als Ressortleiter Quiz und Spiele mein Chef. Ich hatte das Glück, in dieser Zeit mit ihm für die Sendung ‹Teleboy› zusammenarbeiten zu können. Um neue Ideen zu ent­ wickeln, wie zum Beispiel für «Supertreffer›, zogen wir zwei uns jeweils in den heimeligen Gasthof Tössegg im zürcherischen Teufen zurück. Dort hatten wir immer sehr kreative Phasen. Das ist für uns noch immer ein magischer Ort. Lie­ ber Kurt, der Tisch in der ‹Tössegg› ist für uns reserviert. Ich hoffe, Dich bald wieder dort zu treffen. Um wie­ der einmal in schönen vergangenen Zeiten schwelgen zu können.» Der Kampf um Felix’ Leben ist dramatisch: Zweimal müssen die Ärzte seinen Brustkorb öffnen. Erstmals am 11. Februar 2003. Die Gewebeprobe bestätigt: Der Tumor ist bösartig, im fortgeschrittenen Stadium. Zudem liegt er zwischen Herz und Lunge. Eine heikle

Stelle. Hier verlaufen die Nerven fürs Zwerchfell, hier liegen die Luftröhre, die Hauptschlagader. Zwischen den beiden Operationen bekommt Felix vier Chemo­ therapien. Die erste am 5. März. Felix’ Haare beginnen auszufallen, ihm ist permanent schlecht, er mag kaum essen. schweizer illustrierte

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titel

«Wir haben im Krankenhaus im selben Zimmer geschlafen. Ich war 24 Stunden am Tag bei ihm. Für mich ist es, als wäre auch ich krank gewesen» paola im september 2003


Foto Kurt Reichenbach

Eine erste Computertomografie am 16. April lässt hoffen: Der Tumor hat sich nach zwei Chemotherapien um 50 Prozent zurückgebildet. Zwei weitere Chemo­therapien folgen. Dann eine erneute Computertomografie am 21. Mai. Sie zeigt: Der Tumor ist um 75 Prozent geschrumpft. Am 5. Juni operieren die Ärzte Kurt Felix ein zweites Mal, entfernen den noch golfballgrossen Tumor. Aufgeben kam für Kurt Felix nie infrage. «Ich sagte mir immer: Ich will die Wolken weiter von der Erde aus anschauen und nicht vom Himmel.» Für Kurt und Paola Felix ist es die schwerste Zeit ihres Lebens. 23 Jahre sind sie zu diesem Zeitpunkt verheiratet. Paola weicht nicht von Kurts Seite. Im Krankenhaus schlafen sie im selben Zimmer. Über seinen Kampf gegen den Krebs erzählt er Anfang September 2003 erstmals öffentlich in der Schweizer Illus­ trierten. Seine grau melierten Haare sind da noch kurz. Doch er fühlt sich fit und gesund. Freut sich: «Ich bin über den Berg.» Aber er ist auch vorsichtig. Bei der Frage, ob er den Krebs besiegt habe, sagt er: «Kein Mensch besiegt den Krebs! Ich habe es vorerst überstanden.

Es bleibt das Risiko, von dieser noch nicht sehr erforschten Krebsart wieder eingeholt zu werden.» Die TV-Legende zieht Konsequenzen, löst alle TV-Beraterverträge auf. Kurt will mehr Zeit für sich und seine Paola haben. Zusammen wollen sie mehr reisen. Für den Frühling planen sie sogar eine zweimonatige Reise durch Kanada – im Motorhome. Ende September kehrt Kurt Felix in seine Fernsehwelt zurück – anlässlich des 50. Geburtstags des Schweizer Fernsehens. Das Schönste für ihn an dieser Gala: «Endlich kommen die Leute wieder offen auf mich zu und haben diese Ehrfurcht verloren, mit der man Schwerkranken normalerweise begegnet.» Und dann? Nichts! Einfach nur Zeit. Für sich. Für seine Paola. Die beiden reisen. Mit ihrem Boot. Zur Silberhochzeit 2005 lässt Felix die «Crown Line 270» kurzerhand vom Luganer- an den Genfer­ see verlegen. Mit dem Velo radeln sie quer durchs Salzburgerland, auch durch die Schweiz.

Von Landgasthof zu Landgasthof. Zu Fuss wandern Kurt und Paola Felix im Berner Oberland, kraxeln die Lauberhorn-Abfahrtspiste hoch, spazieren gemütlich über Teneriffa. Auch im Auto sind sie unterwegs. An der «E-Klasse Experience» etwa, die in 28 Tagen von Paris ins 13 700 Kilometer entfernte Peking führt. Felix’ übernehmen die erste Etappe – nach Stuttgart. Kurt und Paola geniessen ihr Leben. Vor zwei Wochen zeigt er sich im Fernsehen. Als Gast der SF-PeopleSendung «glanz & gloria weekend» plaudert Felix mit der Miss Schweiz 2006, Christa Rigozzi. Dabei verrät er, dass er gerade damit beschäftigt sei, sein Privat­ archiv mit Tausenden «Teleboy»- und «Versteckte Kamera»-Videobändern zu digitalisieren. Neun Tage später. Felix ist wieder beim Arzt. Ihn plagen heftige Schmerzen in der Brust. Der Krebstumor drückt auf eine Nervenstelle. Es gibt im Leben Momente, die man am liebsten aus dem Gedächtnis löschen würde. Und doch erlebt man sie ein zweites Mal. Das sagt Kurt Felix’ Arzt – Seite 24


nachgefragt bei Thomas Cerny

«Ich bin zuversichtlich» Der Krebsspezialist über den Rückfall bei Kurt Felix und die Risiken einer Operation.

Foto Rolf Edelmann

Gemeinsam gegen den Krebs Professor Dr. med. Thomas Cerny, Chefarzt am Kantons­spital St. Gallen, behandelte Kurt Felix bereits vor sieben Jahren.

Dr. Thomas Cerny über den Rückfall Es ist nicht der übliche Rückfall. Der Krebs war kaum spürbar immer da. Wir haben vor sieben Jahren gesehen, dass er bereits weit fort­ geschritten war. Man musste akzeptieren, dass man ihn nicht ganz wegbringt. Wir wussten aber, dass der Tumor mit regelmässigen Therapien sozusagen als chronische Er­ krankung zu behandeln war. … über die seltene Krebsart Thymom Der Thymus ist ein Organ hinter dem Brustbein. Dieses Organ benötigen wir vor allem als Kind, damit unser Immun­ system lernen kann, was Aussenwelt und was eigene Welt ist, was die eigene Blut­ gruppe ist und was eine frem­ de. Dieses Organ verkümmert im Erwachsenenalter, kann aber in seltenen Fällen auch Ursprung bösartiger Tumoren werden. Das ist bei Kurt Felix leider vor Jahren passiert. … über den ersten Eingriff 2003 Wenn man sieht, dass man operativ keine Heilung errei­ chen kann, dann versucht man, den Tumor kleiner zu machen und im weiteren Wachstum zu hemmen. Zum Glück hat Kurt Felix sehr gut auf die Chemotherapie angesprochen. Bei den beiden Operationen haben wir damals gesehen, dass wir selbst bei einem sehr grossen Eingriff keine Chance hatten, alles zu erwischen. Die Alternative war dann eben vor­ erst die Chemotherapie. … über die aktuelle Situation Der Tumor drückt nach sieben Jahren im Moment unglückli­ cherweise auf eine Nervenstel­ le. Das ist eine indirekte Folge des Tumors, eine lokale Kom­ plikation. Deshalb müssen wir einen guten Weg finden, damit Kurt Felix diese Komplikation überwinden kann.

… über die Beschwerden Kurt Felix hatte heftige Schmerzen, weil der Tumor auf eine Ner­ venstelle drückt. Es geht eben nicht darum, mit einer heroi­ schen Operation den Tumor zu entfernen, sondern die ak­ tuelle Komplikation zu ent­ schärfen. So wie es im Moment aussieht, werden wir das chir­ urgisch und mit Strahlenthera­ pie behandeln und später wie­ der medikamentös begleiten. … über Chancen und Risiken Ich bin zuversichtlich, dass wir die bestmögliche Lösung finden. Wir sind sieben Jahre weiter. Kurt Felix hat in dieser Zeit gut leben können. Natür­ lich zehrt eine solche Krank­ heit an den Kräften. Aber jede Phase mit Operation und Radio­therapie birgt auch Risiken. Es hängt viel davon ab, ob wir operieren müssen. Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Kommt es zur Operation, braucht es an­ schliessend eine Erholungs­ phase. Es kann in dieser Phase auch Unerwartetes auftreten. Wir hoffen es nicht, aber es wäre naiv, zu glauben, eine solche Operation wäre eine Bagatelle. … über Kurt und Paola Felix Wenn jemand so vital, vielseitig kreativ und so gut von der Partnerin begleitet ist wie Kurt Felix, dann ist das ein Segen. Ich bin überzeugt, dass das geniale Team, das die beiden sind, dazu beigetragen hat, dass die aktuellen Komplikationen nicht schon nach zwei, drei Jahren aufgetreten sind. Kurt Felix hat eine tolle Umgebung, solide Freunde und ist auch als Patient sehr professionell. Darum bin ich zuversichtlich für die kommende Zeit. Auszug aus dem Interview von hannes britschgi im SONNTAGSBLICK


w Intervoiceh e W r e d Christian mit

Levrat

Braucht die SP Nachhilfe? SP-Chef Christian Levrat misstraut allen Bürgerlichen. Mit einer Kampagne für Mehr soziale Sicherheit will er die Konkurrenz vor sich hertreiben und Boni einen Riegel schieben. Text Sascha Buchbinder Fotos Hervé le cunff

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ausnummern? Fehlanzeige. Auswärtige, die an der Route des Colombettes in Vuadens FR jemanden suchen, haben keine Chance. Christian Levrat, 39, bestellt uns deshalb zur Kirche. Ein weisser Peugeot 307 legt sich tief in die Kurve, Levrat kommt angedüst. «Bitte folgen!», sagt er. Hoch Richtung Colombettes zu seinem Einfamilienhaus. Herr Levrat, die SPS formuliert ein neues Parteiprogramm zur Rettung der Welt – ohne zu wissen, wie man zu Hause Wahlen gewinnt. Ist das nicht vermessen? Das sind zwei verschiedene Paar ­Schuhe! Ein Parteiprogramm hat nichts mit der Tagesaktualität zu tun, sondern ist eine Art Verfassung, die Leitplanken für die tägliche Arbeit setzt. Ausserdem haben wir bei den konkreten Themen Rückenwind: Im Kampf gegen den Rentenklau sind uns 72 Prozent gefolgt, bei der AHV haben wir mit

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schweizer illustrierte

67 Prozent gewonnen, und im Kampf um die Arbeitslosenversicherung werden wir hoffentlich einen ähnlichen Erfolg erringen. Aber zugegeben: Bei Parlamentswahlen haben wir ein Pro­ blem. Wenn das Vertrauen angekratzt ist, wird es schwierig, das wieder gutzumachen. Es sind für uns schwie­ rige Zeiten. Was wir jetzt brauchen, ist Durchhaltewillen und etwas mehr Zuversicht in den eigenen Reihen. Wie hat die SP das Vertrauen verspielt? Ende der 90er-Jahre, als die Sozial­ demokratie in elf europäischen Staaten an der Macht war, haben wir es verpasst, unsere Versprechen einzulösen, die Gesellschaft wirklich zu verändern. Wir haben es versäumt, Europa zu demokratisieren, und schlimmer noch: Einige sozialdemokratische Parteien haben die Privatisierung sogar weiter vorangetrieben. Damals wählte die Mitte eine SP, die dem Sozialismus abgeschworen hatte! Die Mitte ist keine geografische Grösse! Sie wird definiert. Das ist die Lehre aus dieser Zeit: Die zentrale Ausein-

Daheim in Vuadens FR in seinem Büro: SP-Chef Levrat liest «Links neu denken» seines deutschen Kollegen Sigmar Gabriel.

andersetzung ist diejenige um die Deutungshoheit. Es geht um die Frage, worüber diskutiert wird. Streiten wir in der Krise nur über Ausländer und Migration? Dann wird die Rechte triumphieren. Diskutieren wir über Abzocker, Boni, mehr Gerechtigkeit? Dann ­werden wir die Leute für uns ge­winnen. Darum ist das Parteiprogramm der SPS so wichtig: um Alternativen aufzuzeigen. Warum braucht denn die SP Nachhilfe von Trybol-Chef Thomas Minder, statt selbst eine Boni-Initiative zu lancieren? Uh, jetzt müssen Sie aufpassen! Herr Minder schlägt eine Stärkung der Aktionärsdemokratie vor. Eine gute Sache – aber ich fürchte, dass trotzdem hohe Boni ausgeschüttet werden. Das Volk wird enttäuscht sein. Das ist die Schwäche von Minders Vorschlag. Die «1:12»-Initiative der Juso zeigt den richtigen Weg. Die Beschränkung der Höchstlöhne auf das Zwölffache der tiefsten Löhne ist zwar ziemlich radikal. Trotzdem ist die Initiative wichtig, weil sie die richtige Diskussion anstösst. Was ist die richtige Diskussion? Es ist doch bemerkenswert, wie sich sogar bei der FDP die Werkplatzvertreter über Boni ärgern – und dennoch u


Christian Levrat

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zu hause in den freiburger Bergen

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erst denken, dann loslegen

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der schule ent­ wachsen, dem ort treu

Christian Levrat mit seiner Frau Martine, Sonderpädagogin, und den gemeinsamen ­Kindern Marie, Chloé und Thibault. Heute sind sie 12, 9 und 7 Jahre.

Was er mag: Schach. Was er nicht mag: im Schach verlieren. Zu seinem Bedauern kommt Levrat kaum mehr zum Spiel. Aber geschickte Züge sind auch in Bern gefragt.

Vor über drei Jahrzehnten hat er hier die Schulbank gedrückt, heute gehen die Kinder im selben Zimmer zur Schule in der 2000-Seelen-Gemeinde Vuadens bei Bulle.

Persönlich u Geboren in Vuadens FR am 7. 7. 1970

(Krebs) karriere Jurist und Polito­ loge, Präsident der Gewerkschaft Kommunikation seit 2003, SP-Mitglied seit 2000 u politik Klassenkampf statt Cüpli-Sozialismus: Christian Levrat führt die SPS als Präsident seit 2008 konsequent auf Linkskurs

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geschieht nichts. Wenn die FDP wirklich eine Veränderung wollte, dann hätten wir sofort eine Mehrheit dafür. Deshalb muss die Minder-Initiative vors Volk: Wir brauchen ein Signal, das die Bürgerlichen zwingt, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Sie misstrauen der FDP? Die Partei verkommt zur nackten Vertreterin von Einzelinteressen. Langsam müsste man die Herren daran erinnern, dass sie vom Volk gewählt werden, nicht von Firmen oder ­Banken! Es ist unerträglich, wie derzeit versucht wird, Privilegien einer ganz kleinen Minderheit durchzudrücken! Die Angst vor dem Abstieg geht um. Wie wollen Sie künftig die Sozialsysteme finanzieren? Zuerst muss der soziale Fahrstuhl wieder in Gang gebracht werden! Wir sind die erste Generation seit dem Zweiten Weltkrieg, die befürchtet, dass es ihren Kindern schlechter gehen wird. Die Frage, wo jemand geboren wird, bestimmt noch immer, was man im Leben überhaupt erreichen kann. Das muss sich ändern. Deswegen plädieren wir für einen Sozialstaat mit zwei Standbeinen: einem nachsorgenden, aber auch einem vorsorgenden. Meinen Sie mit dem «nachsorgenden Sozialstaat» das vorhandene System? Genau! Bisher sind wir auf nur einem Bein gehüpft. Das bestehende soziale Netz ist wichtig, aber es reicht nicht. Wir brauchen ein System, das die Leute befähigt, sich zu entfalten, das es ihnen ermöglicht, notfalls einen neuen Platz zu finden. Ein Programm für die leistungsbereite Mitte. Die Kinder der Saisonniers, die nicht mal ihren Schulabschluss schaffen, gewinnen Sie damit nicht. Es geht uns nicht um Marketing! Wir haben das richtige Rezept, um den Menschen wieder Hoffnung zu geben! Viel zu lange wurden nur Unterstützungszahlungen geleistet. Wir haben es hingenommen, dass sich ganze Gesellschaftsgruppen in einem Leben ­zwischen staatlicher Unterstützung und prekären Jobs einrichten. Aber wer schon in der Schule jahrelang täglich sein Scheitern erlebt … … ja, deshalb muss man das Bildungssystem ändern! Wir brauchen soziale Investitionen und vor allem eine Kultur der zweiten Chance! Wir müssten massiv in die Aus- und Weiterbildung investieren. Beispiel Dänemark: Da wird das Arbeitslosengeld vier Jahre bezahlt. Das gibt eine enorme Sicherheit! Nach einem Jahr wird Bilanz

gezogen, und dann muss man bereit sein, notfalls etwas ganz anderes zu machen. Aber dann zahlt der Staat die neue Ausbildung und die Lebenshaltungskosten. Eine grosszügige Lösung. So grosszügig, dass Rechtspopulisten bei den Dänen erfolgreich Angst vor Ein­wanderern in ihren Sozialstaat schüren. Wichtiger ist doch: Innerhalb von zehn Jahren hat Dänemark die Arbeitslosenquote halbiert. Heute steht das Land besser da als die Schweiz. Soziale Sicherheit führt dazu, dass die Be­ völkerung flexibler wird und mit der Globalisierung besser umgehen kann. Flexibilität und Sicherheit gehören zusammen. Flexibilität allein führt zu sozialen Spannungen. In der Schweiz wird die Bevormundung der Bürger vorangetrieben. Wir wollen das genaue Gegenteil. Also «Fordern und fördern». Das Projekt, mit dem es der Sozialdemokrat Gerhard Schröder in Deutschland versucht hat. Aber er hat den Duktus der Bürger­ lichen übernommen, wollte die Leute mit der Peitsche antreiben. Natürlich muss man fordern, man muss etwas verlangen! Aber es braucht zugleich eine Kultur der zweiten Chance. Bisher investieren wir sehr viel in die Bildung während der Lebensphase zwischen 15 und 25 Jahren. Es ist schlicht unsinnig, zu meinen, damit sei für den Rest des Lebens alles erledigt. Nach so viel politischem Internationa­ lismus: Was bedeutet Ihnen Heimat? Sehr viel! Es ist kein Zufall, dass ich hier wohne: Vuadens ist das Dorf, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Die meisten meiner Freunde wohnen hier. Gerade in der Politik ist Bodenhaftung sehr wichtig. Wie gelingt Ihnen das? Wenn Sie auf dem Land leben, sind Sie dazu gezwungen, mit den verschiedensten Menschen auszukommen. Wer in einer Stadt politisiert, ist viel stärker auf ein bestimmtes Milieu ausgerichtet. Es ist kein Zufall, dass ich als SP-Kandidat im Greyerzerland rund 70 Prozent der Stimmen erhalte. Was ich geniesse: Die Leute kennen mich als Person, sie nehmen mich nicht jede Minute als SP-Präsident wahr. Das erlaubt mir, ein ganz normales Leben zu führen – und die Nachbarn sagen mir auch laut und deutlich, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind. Oft? Ab und zu. Besonders mit grünen Anliegen können die Bauern hier nicht viel anfangen. Das führt zu den besten Diskussionen. 

Fotos Kurt Reichenbach (2), Peter Gerber/Blick/RDB, Handout


schlank wie die stars

Fit in den Frühling! Foto Bruno Torricelli

Das tun Stars für ihre Figur: TV-Lady nicole berchtold und fünf weitere prominente Frauen verraten, was sie essen, wie sie sich in Form halten – und welche Tricks helfen. Dazu: exklusive Tipps der SI-Fitness- und Ernährungs­ expertin Beatrice Bolliger.

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Text daniela zivadinovic Fotos Thomas buchwalder Mitarbeit bettina portmann

Profi Beatrice Bolliger: «Gesunde Ernährung und Sport gehören zusammen.» schweizer illustrierte


ÂŤDa ich keine Zeit habe, in ein Fitnesscenter zu gehen, baue ich die Bewegung in meinen Alltag einÂť nicole berchtold


schlank wie die stars

das sagt beatrice bolliger

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barbara megert, 25, Juristin & «Benissimo»-Glücksfee

«Liftfahren? Ohne mich!» u Speiseplan Morgens Müesli mit einer Frucht oder ein Cappuccino mit Brioche Mittags Eine grosse Mahlzeit wie ­beispielsweise Pasta und Fleisch Abends Salat oder ein Gemüsegericht mit Poulet oder Fisch Snack Früchte oder Schokolade – je nach Laune Sünde Apéro-Buffets und Desserts. Die Dolci sind in Italien, wo ich zurzeit wohne, unwiderstehlich u Workout Ich achte auf Abwechslung:

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schweizer illustrierte

Pilates, Aerobic und Aqua-Exercise – zwei- bis dreimal pro Woche. Einmal pro Woche gehe ich für 40 bis 60 Mi­nuten joggen oder benutze ein Aus­dauergerät wie den Stepper. Und: Ich verzichte auf den Lift und steige die Treppe hoch u Mein Tipp Abends möglichst keine Kohlenhydrate essen u Mein Wohlfühl-Mantra Feines Essen, viel Bewegung und genügend Schlaf u Mein Wohlfühlgewicht 57 Kilo

Morgens sollte Barbara Megert lieber Müesli und frischen Fruchtsaft zu sich nehmen statt Cappuccino und Brioche. Ihr Mittagsmenü kann sie mit Gemüse oder Salat als Beilage er­gänzen. Poulet und Fisch sind tolle Eiweisslieferanten und abends besser verdaulich als Salat. Insgesamt er­ nährt sich Barbara Megert sehr aus­ gewogen. Ihr Trainingsprogramm ist vielseitig, Muskelkraft und Ausdauer sind gut kombiniert. Kompliment!

»


«Mein WohlfühlMantra? Feines Essen, viel Bewegung und genügend Schlaf. Mein Tipp? Abends keine Kohlenhydrate»

nicole berchtold, 31, «Glanz & gloria»-Moderatorin

«Snacks – nicht für mich!» u Speiseplan Morgens Viel Kaffee! Mittags Regelmässig etwas Warmes, wenn möglich Fleisch, Poulet oder Fisch mit Gemüse Abends Nichts, Salat oder Joghurt Snack Versuche ich mir zu verkneifen Sünde Kinderschokolade u Workout Wenn immer möglich gehe ich dreimal pro Woche 30 Minuten joggen. Da ich keine Zeit habe, in ein Fitnesscenter zu gehen, baue ich die Bewegung in meinen Alltag ein. Das

Barbara megert

heisst, ich verzichte auf den Lift und steige auch mal eine Busstation früher aus, um den Rest zu laufen u Mein Tipp Tipps habe ich eigentlich keine. Wenn die Hose zwickt, esse ich einfach weniger u Mein Wohlfühl-Mantra Abends nicht nach 19 Uhr und nicht zu viel essen. Und das, was ich esse, geniesse ich! Wenn die Waage mal ein oder zwei Kilo mehr anzeigt – gelassen bleiben und mehr Früchte essen u Mein Wohlfühlgewicht 55 Kilo

TV-Lady Nicole Berchtold isst abends wenig und nicht nach 19 Uhr.

Ganz schön sportlich: Barbara Megert joggt, macht Pilates, Aerobic und Aqua-Exercise.

das sagt beatrice Bolliger

Foto Emanuela Gambazza; Styling Delia Purita

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Dreimal wöchentlich joggen ist super! Nicole Berchtold sollte aber unbedingt auch mit Muskelkrafttraining beginnen, damit ihr Körper straff bleibt. Da ihr die Zeit fürs Fitnesscenter fehlt, kann sie beim Joggen ihre Muskeln mit Gewichts-Manschetten trainieren. Morgens sollte sie unbedingt frühstücken und maximal zwei Tassen Kaffee trinken – oder zumindest einen Znüni mit Früchten nehmen. Abends sollte sie ebenfalls essen, damit sie eine ausreichende Energie­zufuhr hat. Als Snacks eignen sich Früchte, Getreideriegel oder Dörrobst.

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schweizer illustrierte

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Doris Fiala gönnt sich einmal im Jahr eine ­Fitness- und Entschlackungswoche.

das sagt beatrice bolliger

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Zum Speiseplan von Doris Fiala sage ich dreimal sehr gut! Bei den Snacks darf sie allerdings ruhig grosszügiger sein: mehr Früchte, Dörrobst oder auch Vollkornknäckebrot. Ihr Tipp – Trennkost und abends auf Kohlen­ hydrate und Rohkost verzichten – ist genau richtig. Zweimal wöchentlich aufs Laufband ist sehr gut, ich empfehle zudem, ein- bis zweimal ­wöchentlich Krafttraining einzubauen, damit Doris Fialas Körper straff und definiert bleibt und sie ihr Gewicht halten kann.

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10 fitness-tipps

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Zwei Deziliter lauwarmes Wasser nach dem Aufstehen ­trinken. Und verteilt auf den Tag zwei bis drei Liter Mineral­ wasser, das reich an Kalzium und Magnesium ist. Auch vor dem Schlafengehen zwei Deziliter lauwarmes Wasser trinken. Das kurbelt die Regeneration an und unterstützt die Fett­ verbrennung im Schlaf Fünf Tage ein Essprotokoll führen, um sich bewusst zu werden, was man täglich isst Die Lebensmittelpyramide sorgt für gesunde und genussvolle Ernährung: täglich fünf Portionen Gemüse und Obst • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Getreide oder Kartoffeln zu jeder Hauptmahlzeit • wenig tierische Eiweisse wie Wurst, Fleisch und Milchprodukte • sparsam mit Öl, Fett und Nüssen • wenig Süssigkeiten, Salzgebäck und Süssgetränke Das Essen langsam und mit Freude geniessen

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Bewegen, bewegen und nochmals bewegen, und zwar bei jeder Gelegenheit! Immer die Treppe statt den Lift benut­ zen, im Büro in die andere Abteilung gehen statt anrufen etc. Die Regelmässigkeit des Sports macht den Erfolg aus. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche Ausdauer­training und Muskelkrafttraining machen Wenn die Zeit fehlt, mindestens 15 Minuten Bauch­ übungen einplanen: www.qpt.ch Sich Gutes tun, zum Beispiel Musik hören, mit den Kindern spielen, ein gutes Buch lesen Auf den eigenen Körper hören und das Training langsam steigern In der Ruhe liegt die Kraft! Für genügend und erhol­samen Schlaf sorgen


schlank wie die stars doris fiala, 53, FDP-National­rätin (ZH) mit eigener PR-Agentur

«Mein Tipp? Trennkost»

u Speiseplan Morgens Vollkornmüesli oder ein Nature-­Joghurt mit einer Frucht Mittags Salat, eine Portion Vollkornteigwaren oder eine Portion Getreide oder Hülsenfrüchte mit Gemüse. Im Restaurant: Salat mit Fisch oder Fleisch. Wenn keine Zeit: Vollkornbrötli und eine Frucht Abends Tofu, Poulet, Fleisch oder Fisch mit Gemüse. Oder Bündnerfleisch mit Schafs- und Ziegenkäse, eine Handvoll Nüsse Snack Wenn überhaupt, dann Vollkorn­ knäckebrot oder Nüsse Sünde Dunkle Schokolade (70 % Kakao), Luxemburgerli u Workout Zweimal pro Woche jogge ich eine Stunde im Fitnesscenter auf dem Laufband u Mein Tipp Trennkost und abends auf Kohlenhydrate und Rohkost verzichten u Mein Wohlfühl-Mantra Mit meinen drei Kindern brunchen, mit meinem Mann und Freunden gemütlich und lange zusammen­ sitzen. Und: einmal im Jahr eine Fitness- und Entschlackungswoche u Mein Wohlfühlgewicht 65 bis 68 Kilo

sabina schneebeli, 46, Schauspielerin

«Abends koche ich Pasta!» u Speiseplan Morgens Müesli, Brot und frischen Saft aus verschiedenen Früchten Mittags Mittags bin ich alleine, darum esse ich Kleinigkeiten wie Joghurt und Salat – oder ich wärme mir Reste vom Vorabend auf Abends Da koche ich am liebsten ein italienisches Menü mit Pasta, Risotto oder Polenta, dazu Rindfleisch oder Geflügel und viel Gemüse aus dem Steamer Snack Früchte, rohes Gemüse oder ­Getreide­riegel Sünde Schokolade, Chips u Workout Zweimal pro Woche jogge ich 40 Minuten und zweimal mache ich Kraft­ training u Mein Tipp Mein morgendliches Müesli aus Leinöl, Feigen, Körnerschrot, Leinsamen und Früchten ist die beste Stärkung für den Tag und super für die Verdauung u Mein Wohlfühl-Mantra Om mani padme hum – das ist das älteste Mantra des tibetischen Buddhismus u Mein Wohlfühlgewicht 50 Kilo

das sagt beatrice bolliger

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Ich schätze Sabina Schneebeli als bewusste Essgeniesserin ein. Ihr Frühstück ist ideal, der Salat am Mittag okay. Das Gemüse aus dem Steamer ist ebenfalls lobenswert. Ich empfehle ihr aber, mit Polenta, Pasta und Risotto abends eher sparsam umzugehen. Schokolade und Chips darf sie sich bei ihrem tollen Gewicht zwischendurch er­lauben. Beim Sport mixt sie gut zwischen Ausdauer und Krafttraining, dadurch bleibt ihr Körper schön definiert und straff.

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Bei ihrem Gewicht darf Sabina Schneebeli zwischendurch un­besorgt Schokolade und Chips essen. schweizer illustrierte

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schlank wie die stars fabienne louves, 23, sängerin

«Meine Sünde? Willisauer Ringli!» u Speiseplan Morgens Dinkelflocken mit Halbfettmilch und ein Apfel Mittags Süsssaure Pouletbrust mit einer Handvoll Dinkelhörnli und Gemüse Abends Lachsfilet oder Entrecôte mit Gemüse Snack Dinkelwaffeln mit Hüttenkäse und Pouletfleisch, Léger-Konfitüre, Früchte Sünde Willisauer Ringli, schwarze Schokolade u Workout Einmal wöchentlich habe ich einen Personal Trainer fürs Krafttraining, zweimal pro Woche jogge ich 40 Minuten im Wald, und einmal trainiere ich daheim auf dem Hometrainer. Dieses Training ergänze ich durch Übungen mit dem Gymnastikball u Mein Tipp Zusätzlich zu einer möglichst ausgewogenen Ernährung nehme ich Vitamintabletten von Supradyn oder Burgerstein zu mir. Und: Ich achte darauf, sicher eineinhalb Liter Wasser täglich zu trinken u Mein Wohlfühl-Mantra Kein Besonderes, ich bin ein positiver Mensch und fühle mich dementsprech­end gut u Mein Wohlfühlgewicht 58 bis 60 Kilo

das sagt beatrice bolliger

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Fabienne Louves hat mit konsequenter und disziplinierter Ernährung abgenommen, dafür gebührt ihr ein dickes Lob! Ihr Speiseplan ist sehr gut, einzig bei den Snacks darf sie mit frischen Früchten und Dörrobst abwechseln. Da sie so vielseitig und abwechslungsreich trainiert – auch das ist lobenswert –, sollte sie unbedingt mehr Flüssigkeit zu sich nehmen: zwei bis drei Liter Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.

Fabienne Louves geniesst ihr neues Wohlfühlgewicht.

Fotos Christian Dietrich

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patricia boser, 42, «lifestyle»-moderatorin

«An zwei Tagen gönne ich mir alles» u Speiseplan Morgens Ananas, Melone Mittags Salat mit Poulet, aber auch grilliertes Kalbfleisch mit Blattspinat, gedünsteten Zucchetti oder Tomaten. Auf Fisch bin ich leider allergisch Abends Meistens kalt in Form von Gemüsedips mit selbst­ gemachten Saucen auf der Basis von Crème fraîche. Oder Tomaten-Mozzarella-Salat mit Büffelmozzarella. Im Ausgang oder bei beruflichen Events esse ich, worauf ich Lust habe Snack Cherry-Tomaten, Mozzarella-Oliven-Spiesschen, Nature-Joghurt mit Zimt oder Trockenfleisch, Cashew-Nüsse Sünde Ich lebe fünf Tage nach dem Rohner-Konzept, an den beiden anderen Tagen gönne ich mir auch mal Pizza oder Pasta u Workout Zweimal Fitness, zweimal Power-Plate, je nach Wetter 45 Minuten joggen und Fussball spielen mit meinem Sohn u Mein Tipp Ich trage meine Sport- und Bewegungstermine fix in der Agenda ein u Mein Wohlfühl-Mantra Ich esse mit Genuss und Freude und nur dann, wenn ich wirklich Hunger habe u Mein Wohlfühlgewicht Für mich ist nicht das Gewicht ­ausschlaggebend, sondern die Kleidergrösse

das sagt beatrice bolliger

«

Ich rate von Ananas zum Frühstück ab. Diese Frucht ist kein grosser Energielieferant, hat dafür aber einen hohen Säuregehalt. Das Mittagessen passt, abends wäre Gemüse, Tofu und ballastreiche Ernährung besser. Die Snacks sind gut, Patricia Boser darf sie ruhig mit Früchten ergänzen. Ihre Ernährungsform eignet sich für eine gewisse Zeit, längerfristig ist sie zu wenig ausgewogen. Power-Plate ist okay, noch besser finde ich es, mit eige­ner Mus­kelkraft zu arbeiten.

»

Patricia Boser vertraut auf das Rohner-Konzept.


schlank wie die stars

«Klar darf man F

SI-Expertin Beatrice Bolliger: «Ein Glas Rotwein ist vertretbar, bei Männern dürfens auch zwei sein.»

rau Bolliger, wie beurteilen Sie die Ernährungskonzepte unserer sechs prominenten Frauen? Sie ernähren sich ausserordentlich gesund. Ich spüre, dass sie sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Auffällig ist allerdings, dass die Mehrheit Kohlenhydrate meidet. Zu Recht? Abends ja, vor dem Schlafengehen braucht man weder Brot noch Pasta. Da ist es sinnvoller, Proteine wie Milchprodukte, Fisch oder mageres Fleisch zu essen. Dennoch braucht der Körper Kohlenhydrate. Sie sorgen für Energie. Natürlich nicht «schlechte» wie Weissbrot oder Süssigkeiten, sondern «gute» wie Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Sie sind unerlässlich für eine ausgewogene Ernährung. Die Energiezufuhr sollte zu

rund 50 Prozent durch Kohlenhydrate erfolgen. Dennoch setzen populäre Diäten wie Metabolic Balance oder Rohner-Konzept auf Eiweiss. Okay, wer so rasch wie möglich seine Bikinifigur erreichen will, nimmt ohne Kohlenhydrate am schnellsten ab. Vorübergehend ist auch nichts gegen eine solche Ernährung einzuwenden, aber längerfristig ist sie zu einseitig. Eiweiss ist keine bevorzugte Energiequelle des Körpers. Er braucht es in erster Linie als Baumaterial für Ge­webe, Zellen, Enzyme und Hormone. Wie stehts mit Fetten? Ich warne vor versteckten Fetten in Süssigkeiten, Mayonnaise, Ketchup und ganz generell in Saucen. Olivenund Sonnenblumenöl sowie Lachs und

Foto Bruno Torricelli

Eiweiss oder Kohlenhydrate? Beatrice Bolliger über aus­ gewogene Ernährung, schnelles Abnehmen und richtiges Training.


beim Essen sündigen» Fisch hingegen kann man ohne Bedenken konsumieren. Ich rate, beim Einkaufen immer auf die Packung zu schauen, da steht genau drauf, was ein Produkt enthält. Wie oft sollte man essen? Der Zmorge ist sehr wichtig, da ist ein frisches Müesli mit Milch oder Joghurt ideal. Zum Znüni empfehle ich einen Apfel, dann ein reichhaltiges Mittagessen – gerne mit Kohlenhydraten – und zum Zvieri wieder eine Frucht oder Trockenobst. Abends gilt: keine Kohlenhydrate und bei schlecht verbrennendem Stoffwechsel möglichst nicht nach 19 Uhr essen. Darf man auch mal sündigen? Klar. Und zwar mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen. Dennoch gilt: Je grösser die Sünde, desto mehr Bewegung braucht es, um sie wieder gutzumachen. Doch ab und zu ein bisschen Kinderschokolade oder ein paar Chips schaden nicht, wenn man sich grundsätzlich richtig ernährt.

Genügt gesunde Ernährung allein fürs Wohlbefinden? Sie ist ein grosser Schritt dazu, doch ohne Sport und Bewegung sowie bewusste Erholungsphasen gehts nicht. Wie lang und wie oft soll man idealerweise trainieren? Ich empfehle, langsam anzufangen und sich dann kontinuierlich zu steigern. 15 Minuten am Anfang, dann 30, 40 und zuletzt 60 Minuten. Anfangs zweimal wöchentlich, mit der Zeit bis zu viermal. Dabei sollte man variieren, mal kurz und heftig mit hohem Puls trainieren, dann wieder länger und mit ruhigerem Puls arbeiten. Und: Mindestens einmal täglich sollte man seinen Kreislauf kitzeln und so schnell die Treppe raufrennen, dass man dabei ausser Atem gerät. Wie motiviert man sich zu regelmässigem Training? Man muss sich überwinden und nochmals überwinden, ein leichteres

Rezept gibts leider nicht. Dafür ist das Erfolgserlebnis umso schöner, wenn es gelingt. Gibts ein Sportprogramm, das sich für jedermann eignet? Ja, Ausdauertraining können Kinder, Erwachsene und ältere Menschen, ihrer Kondition angepasst, machen. Wer möchte, ergänzt dieses Training mit einfachen Übungen, die auf Eigenkraft basieren und ohne Geräte überall ausgeführt werden können. Wie verträgt sich Alkohol mit einer gesunden Lebensweise? Alkohol bremst die Fettverbren­nung. Doch ein Glas Rotwein ist vertretbar, bei Männern dürfens auch zwei sein. Die zweifache Mutter Beatrice Bolliger ist seit 2004 Qualified Personal Trainer und die neue Fitness-Expertin der Schweizer Illustrierten. Mehr Tipps auf: www.qpt.ch und demnächst auf www.schweizer-illustrierte.ch


Highspeed am Berg Skitour oder Tortur? Swisscom-Chef Carsten Schloter wagt sich an den härtesten Gebirgswettlauf der Welt: die ­Patrouille des Glaciers. Im Trainingscamp der Armee im Wallis holt er sich den finalen Schliff.


alpin

Unbegrenzt mobil Swisscom-CEO Carsten Schloter auf etwa 2400 m ü. M. beim Aufstieg von Arolla VS hinauf zum Pigne d’Arolla (Gipfel rechs). Seine Tourenski hat sich der 46-Jährige an den Rucksack geschnallt. schweizer illustrierte

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alpin

Stimmung wie früher im Skilager Im «Hôtel du Mont Collon» in Arolla VS teilt sich Schloter (l.) ein Zimmer mit seinen zwei Swisscom-Kollegen Urs Schäppi und Mario Rossi (r.). Text marcel huwyler Fotos kurt reichenbach

L

obesworte von Bergführern klingen mitunter seltsam. Da sagt doch einer, der Swisscom-Chef sei «ein Wahnsinniger». Ein anderer nennt Schloter «ein Tier am Berg», und ein ganz Verwegener lässt sich gar zu «irr» hinreissen. Aber alle wollen ihre Worte als höchste alpine Auszeichnung verstanden haben. Denn: Dieser Schloter, da sind sich die drei Bergexperten einig, sei «huere guet zwäg». Carsten Schloter selber, 46 Jahre alt, SwisscomCEO, mit der Fitness eines Berufssportlers, dem Charme eines Skilehrers und

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schweizer illustrierte

Und los! Frühmorgens marschiert Schloter bis zur Arolla-Talstation. Von dort gehts mit Tourenski weiter.


«Auf einer Skitour bei einem Sonnenaufgang werden viele meiner JobProbleme plötzlich sooo klein» Carsten Schloter

Deftiger Manager-Bonus In der Cabane des Vignettes teilt sich Schloter (r.) eine SpeckEier-Rösti mit Swiss-Olympic-CEO Marc-André Giger und Globetrotter-Chef André Lüthi (l.).

der Gesichtsbräune eines Surfprofis, lächelt nur und meint, er friere halt nicht gern, darum schlage er auf Skitouren ein so horrendes Tempo an. Und Schloter will noch schneller werden. «Fürs grosse Abenteuer», wie er es respektvoll nennt. Mit den Swisscom-Managern Mario Rossi, 50, und Urs Schäppi, 49, wagt er sich – falls das Wetter mitmacht – am Samstag, dem 24. April, ans härteste Skitourenrennen der Welt: die Patrouille des Glaciers der Schweizer Armee. Die Swisscom sorgt bereits zum dritten Mal für ein lückenloses Mobilfunknetz auf der gesamten WettkampfStrecke. Bei der letzten Patrouille, vor

zwei Jahren, war Schloter VIP-Gast beim Start in Zermatt. Damals habe es ihm «das Herz zusammengezogen», dass er nicht mitmachen konnte. Und er nahm sich vor: 2010 – da bin ich mit dabei! Die PdG, wie der Walliser Wettlauf genannt wird, ist legendär und knochenhart. Es gilt, die Strecke von Zermatt via Arolla bis nach Verbier auf Tourenski zu bewältigen. Schloters Dreierpatrouille wird bei der Streckenhälfte ab Arolla starten: 26 Kilometer Eis, Schnee und Fels, 1881 Höhenmeter bergauf, 2341 bergab. Nur die Zähsten, Fittesten halten durch. Schloters ­Hunderttausende von Mountainbike-­ Kilometern zahlen sich da aus. Die Hoch-

gebirgskenntnisse holt er sich, wie viele andere PdG-Neulinge, im Trainingscamp der Armee. Drei Tage Unterricht am Berg: unter anderem Alpintechnik, angeseiltes Skifahren, Umgang mit dem ­Lawinenverschütteten-Suchgerät. Ende dieser Woche wird Schloter 7000 Höhenmeter in den Beinen haben. Und ein paar Gläschen Weisswein im Bauch, «denn das Gesellige gehört dazu», betont er, noch nicht ahnend, dass es für ihn schon bald weit geselliger wird, als er erwartet hat. Arolla, ein von Beinahe-Vier­ tausendern umzingeltes Bergdorf im südlichsten Wallis. 200 Einwohner, sechs Pensionen, eine Swisscom-Tele- u schweizer illustrierte

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alpin fonkabine. Es ist Mitte März, als das Swisscom-Team fürs Trainingscamp ins «Hôtel du Mont Collon» einrückt. Der 150-jährige Bau sieht aus wie ein PdG-Athlet nach dem Zieleinlauf: ziemlich fertig. Über dem Eingang lämpelt noch immer die Weihnachtsdekoration, daneben hängt ein Briefkasten mit dem antiquierten PTT-Logo. Der wellige Holzboden in den Hotelzimmern knirscht, als stakse man über Firnschnee. Und die Wände sind so dünn, dass das ganze Stockwerk vom leise summenden iPhone-VibraAlarm der Swisscom-Manager geweckt wird. Schloter erlebt derweil Geselligkeit hautnah – er teilt sich das Zimmer mit seinen zwei Kollegen. Ein Doppel- plus ein Einzelbett. Wer darf allein schlafen? Die Manager lächeln, aber schweigen. Sie geniessen das Wie-früher-imSkilager-Feeling und necken sich bereits um sieben beim Zmorge, wer wohl heute als Erster am Berg schlappmacht. Für Schloter, der sonst immer um fünf Uhr Fitness macht («um den inneren Schweinehund zu würgen»), ist die späte Tagewache «wie ausschlafen». Er streicht sich Käsebrote, packt seine Ausrüstung, wartet, bis die militärischen Alpinexperten das Zeichen zum Start geben – und zischt dann ab. Der gebürtige Deutsche wehrt sich gegen den Vorwurf, er, der Spitzenmanager, wolle auch im Sport spitze sein. Jeder Mensch brauche einen Ausgleich, argumentiert Schloter. Einige lesen Bücher, andere machen Yoga, «ich finde mein Gleichgewicht in der Natur». Er geniesse es, auf einer Skitour einfach mal frei denken zu können. Im Job hetze er von Sitzung zu Sitzung, immer in der Moderatorenrolle, immer hoch konzentriert. Frei denken zu können, wie hier auf der Bergtour, sei für ihn Luxus. Und: «Am Berg werde ich geerdet. Bei einem Sonnenaufgang werden viele meiner Job-Probleme plötzlich sooo klein.»

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Wie viele Sonnenaufgänge es wohl braucht, bis ihm die aktuellen Probleme mit der italienischen Swisscom-Tochter Fastweb unwichtig erscheinen? Mühelos, in «swisscomschem Highspeed»-Tempo, gleitet der 46-Jährige auf seinen Tourenski bergauf. Die Felle an seinem Skibelag sind feuerrot – als glühten sie vor Tempo. Andere PdGFrischlinge wischen sich in den Pausen den Schweiss aus dem Gesicht, Schloter fragt, wann es weitergehe. Er friert nicht gern … Am Abend wird er dann sagen, das Schönste sei das Pan­orama gewesen. In der Tat: Die zuckergussweissen Walliser Berge thronen unter südsee­ blauem Himmel – brillanter als jeder Film in HD-Auflösung bei Swisscom TV. Doch eine PdG-Teilnahme birgt auch Risiken. Wer Spitzensport am Berg wagt, riskiert einiges. Die Natur kann brutal sein: Wetterumbrüche, Lawinen, Kälte. 1949 starb eine PdG-Dreierseilschaft in einer Gletscherspalte, 2000 erfroren zwei Alpinisten beim Training. Schloter

weiss um die Gefahren. Er sieht das so: «Wer Glücksgefühle erleben will, braucht etwas Überraschendes. Und über­ raschende Momente haben immer auch etwas mit Risiko zu tun.» Gipfel- und Gaumenglück! Auf 3157 Meter Höhe klebt die Schutzhütte Cabane des Vignettes am Fels. Für heute das Ziel der Männer. Ihr Lohn: eine riesige Röstiplatte mit Ei, Speck und Käse. Dann gehts auf die Abfahrt, runter nach Arolla. Zu der Zeit, es ist früher Nachmittag, sind die ersten, todmüden PdG-Schüler bereits im Hotel und wollen duschen. Doch dem Hotelier ist das Heizöl ausgegangen, darum gibts kein heisses Wasser. Carsten Schloter erhält die Kalt-Wasser-Nachricht, just als er im Tal abschwingt. Ausgerechnet er, der doch nicht gerne friert. Was jetzt? Schloter zeigt nochmals sein schönstes Skilehrergrinsen. Er klebt sich die glutroten Felle erneut an seine Ski und hetzt wieder los. Highspeed. Nochmals den Berg hinauf. 

Patrouille des Glaciers – Die Fakten

Ernst und Spass Der Bergexperte der Armee erklärt den PdGTrainingscampTeilnehmern den Umgang mit der Lawinenschaufel. Schloter fällt hin. u Geschichte Die erste Patrouille des Glaciers startet 1943 (gedacht als Grenzver­ teidigungsübung im 2. Weltkrieg). 1949 sterben drei Teilnehmer, der Wettkampf wird eingestellt. Erst 1984 wird wieder eine PdG durchgeführt (im Zwei-Jahres-Turnus). u PdG 2010 Vom 21. bis 25. April. 2100 Dreierpatrouillen, davon 106 reine Damen­ gruppen. 40 000 Zuschauer an der Strecke. u Mobil Die Swisscom betreibt ein Mobilfunknetz und rüstet alle Patrouillen mit Notruf-Handys aus.


publireportage

für ihre Kundinnen da Die Ladenverantwortlichen Verena Lehmann und Katharina Topolski sowie Modeberaterin Melanie Stutz (v. l.).

Gross in grossen Grössen B

Jede Frau soll gut aussehen – egal, welche Figur sie hat! Madame in Zürich führt eine riesige Auswahl von Mode ab Grösse 42 und nimmt sich viel Zeit für ihre Kundinnen.

mode ab Grösse 42 Das helle und freundliche Madame-Geschäft am Rennweg 11 in Zürich.

eratung, Service und eine grosse Auswahl an hochwertiger Mode ab Grösse 42: Dies alles findet man bei Madame am Rennweg in Zürich. Inhaber Hermann Bernet führt das Modegeschäft in der zweiten Generation. Er weiss genau, was seine Kundinnen schätzen: «Frauen, die über Grösse 42 tragen, fühlen sich manchmal unsicher und wünschen eine gute Beratung. Wir wollen die Kundinnen richtig und modisch anziehen – egal, welche Kleidergrösse sie haben.» Bernet kümmert sich um den Einkauf. Im Geschäft bleibt er bewusst im Hintergrund. Dort haben seine zwölf kompetenten und erfahrenen Mode­ beraterinnen das Sagen. Die Ladenverantwortlichen Katharina Topol­ ski und Verena Lehmann machen ähnliche Erfahrungen wie ihr Chef. «Wir brauchen bei der Beratung viel Feingefühl. Wenn Kundin­ nen zum ersten Mal bei uns einkaufen, sind sie meist erstaunt, was für farbige und modi­ sche Sachen es in diesen Grössen gibt. Auch als rundliche Person kann man doch gut aus­ sehen», finden sie. Die Modeberaterinnen

nehmen sich ­gerne viel Zeit für ihre Kun­ dinnen. Unterstützt werden sie von fünf Schneiderinnen. Viele modeinteressierte Frauen aus der g­anzen Schweiz kaufen seit Jahren bei Madame ein. «Es kommen auch Damen aus dem Ausland. Eine Kundin reist regelmässig mit dem leeren Koffer aus England an», erzählt Hermann Bernet. Stammkundinnen erhalten einen persönlichen Anruf, wenn ihr bevorzugtes Label eingetroffen ist. Einzigartig ist der integrierte Basler-Shop, der weltweit die grösste Auswahl ab Grösse 42 hat. Das Sortiment von Madame wird wöchentlich erweitert. Auf drei Etagen gibt es eine riesige Auswahl an Business-Mode, Kleider für ele­ gante Anlässe oder das Passende für Ferien und Freizeit. Die Auswahl der Grössen reicht von 42 bis 58/60. Vom günstigeren Segment bis zur Haute Couture ist alles erhältlich.

u Madame Rennweg 11 (neben Hotel Widder), 8001 Zürich, Telefon 043 - 443 70 00 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.30–18.30 Uhr, Sa 9.30–17.00 Uhr


sport Seit elf Jahren ein Paar Pius Schwizer und Nicole Scheller, Schweizer Meisterin 2007 im Springreiten, auf Colly Boy. Hier auf der Reitanlage Klushof in Oensingen SO, die er f端hrt. Hund Strolchi freut sich.


Glück auf vier Hufen Lange stand er im Schatten von Markus Fuchs & Co. Nun tritt Springreiter pius schwizer als Weltnummer 1 am Weltcupfinal in Genf an. Immer an seiner Seite: Freundin Nicole Scheller. Text ilona scherer Fotos bruno voser

Foto Keystone

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Ehrgeizig Diese Woche kämpft Schwizer mit Carlina IV um den Sieg am Weltcup-Final in Genf.

s herrscht emsiges Treiben im Klushof am Fusse des Juras in Oensingen SO. 80 Pferde, 10 Angestellte, 1 Hofhund. Die beiden JackRussell-Terrier Winnie, 4, und Strolchi, 3, tollen auf dem Parcours herum. Und am Rand der Anlage gurren in ihren Schlägen die preisgekrönten Tauben des Reithof-Besitzers Armin Uebelhard, 66. Knappe Befehle von Pius Schwizer, 47, durchschneiden die Idylle. «Pius ist ein sehr strenger Trainer», sagt Freundin Nicole Scheller, 30, später. Und er: «Wir streiten uns nur im Training.» Das sagt viel über den Ehrgeiz des aktuell weltbesten Springreiters aus Eich LU aus. Seit zehn Jahren leitet Schwizer die Reitanlage als selbstständiger Partner von Uebelhard. Jährlich ist er an 45 Wochenenden in aller Welt an Turnieren im Einsatz. 14- bis 16-Stunden-Tage auf dem Hof sind die Regel. Und nun steht mit dem Weltcupfinal in Genf (14. bis 18. April), der inoffiziellen Hallen-WM, einer der Saisonhöhepunkte bevor. u schweizer illustrierte

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sport Unter Springreitern gilt der gelernte Metzger als Autodidakt. Lange fehlten ihm die richtigen «Götti», stand er im Schatten anderer Stars der Szene. Doch «Mr. Coolman», wie Schwizer gern genannt wird, liess sich nie beirren. «Pius ist der talentierteste und fleissigste Reiter, den ich in den letzten 40 Jahren getroffen habe», sagt Uebelhart, der seinem «Ziehsohn» einen belgischen Mäzen vermittelt hat. «Pius ist unheimlich ehrgeizig und hat nun auch noch das Glück, die richtigen Pferde zu haben.» Mit den Weltklassetieren Carlina IV, Ulysse X und Noblesse M hat Pius Schwizer allein 2009 eine Million Franken Preisgelder gewonnen. Er ist Team-Europameister 2009. Im Februar, kurz nach dem CSI Zürich, hat er als erst dritter Schweizer nach Markus Fuchs und Willi Melliger die ­Spitze der Weltrangliste erklommen! Dass er Nerven wie Stahl hat, bewies Pius Schwizer damit einmal mehr. Nur wenige Tage zuvor war der Dachstock des Wohnhauses auf dem Klushof ausgebrannt, weil ein Arbeiter mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen war. Pius und Nicole wohnten zwar eine Etage tiefer. «Aber wegen des Lösch- u

Foto Kapo Solothurn

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«Hier haben wir alles, was wir brauchen» Seit dem Brand des Wohnhauses Ende Januar (links) wohnen Pius und Nicole im Gästezimmer von Reithof-Besitzer Armin Uebelhard. Da ist es eng, aber gemütlich.


u wassers

und des Brandrauchs wurde das ganze Haus unbewohnbar», erzählt Pius im Treppenhaus zum verkohlten Dachgeschoss und fragt: «Riecht ihr es?» Noch immer ist die Brandkatastrophe präsent. Nicht nur in der Nase, auch im Kopf: Die fünf Arbeiter, die zuoberst wohnten, haben ihr Hab und Gut ver­loren. «Drei Wochen lang stank es sogar auf dem Hof, mir wird jetzt noch schlecht», sagt Nicole. Seit mehr als zwei Monaten lebt das Paar nun im Gästezimmer im Untergeschoss des Hauses von Armin Uebelhard am Rand der Reitanlage. Von dreieinhalb Zimmern in nur eines mit 20 Quadratmetern. Immerhin: Hier haben sie eine eigene kleine Küche, ein separates Bad, einen Schreibtisch. Von hier aus erledigt Nicole Buchhaltung und Fanpost von Pius, organisiert aber auch seine Reisen und hält die Homepage (www.pius-schwizer.ch) à jour. «Kurz: Sie kann alles, was ich nicht kann», lobt Pius seine Freundin lachend. Im Gegenzug darf Nicole Nachwuchspferde von Pius an die Turniere mitnehmen: «Pius ist manchmal fast zu grosszügig. Aber es ist ein Geben und ein Nehmen.» Ihrer Liebe hat die enge Wohnsituation keinen Abbruch getan. Schliesslich brachte der Hausbrand sogar Glück im Unglück: Schwizer kann das Haus nun um- und ausbauen. Eine moderne Maisonette-Wohnung für die beiden Turteltauben entsteht. «Wir warten nur noch auf die Baubewilligung, dann gehts los», freut sich Pius aufs neue Nest. Zwei Monate Bauzeit sind geplant. Im Sommer werden sie mit Winnie und Strolchi wieder einziehen. «Die zwei sind unsere Kinder», scherzt Pius, der aus seiner ersten Ehe bereits eine Tochter hat. Lea ist mittlerweile 18 Jahre alt und regelmässig auf dem Klushof zu Gast. Ob er sich vorstellen könnte, mit Nicole noch mal von vorne, mit einem Baby, zu beginnen? «Die Frage ist richtig gestellt», schmunzelt Pius und lässt die Antwort offen: «Ich liebe Kinder!» Nicole, die selber noch internationale Turniere reitet, würde gerne irgendwann eine Familie gründen. So unterschiedlich sie sein mögen, so gut ergänzen sich die beiden Pferdenarren. Seit sie sich 1999 an einem Reitturnier in Sihlbrugg ZG zum ersten Mal trafen, sind die clevere Chamerin und der Sohn eines Landwirts ein Paar. Sie hatte gerade die Matura gemacht, er war nach der Trennung von seiner Frau wieder Single. Elf Jahre ist das her. Nun sitzen sie wie ein altes Ehepaar auf der Veranda, schauen auf den Reithof, und Pius sagt: «Wenn ich noch mal heirate, dann nur Nicole, keine andere!» Und nebenan gurren die Tauben.  


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten

Ausgezeichnet Kilian Rüthemann inmitten seiner raumgreifenden Installationen, die zurzeit in Basel zu sehen sind.

Kilian rüthemann

Der Raumkünstler

Foto Heiner Schmitt

Minimal Art Ein Rundgang durch «Attacca»: die eindrückliche Schau des diesjährigen ManorPreisträgers Kilian Rüthemann im Museum für Gegenwartskunst Basel. u Was ist zuerst – Kunst oder Raum? Für Kilian Rüthemann ist der Fall klar. Seine Werke entstehen erst, wenn feststeht, wo er sie ausstellen wird. So wars auch bei «Attacca», der aktuellen Schau des 31-Jährigen. Als sich der Gewinner des Manor Kunstpreises 2010 einen Ausstellungssaal im Museum für

Gegenwartskunst aussuchen durfte, entschied er sich für den in der obersten Etage. Mit schiefen Ecken, einer speziellen Deckenaufhängung und Raumteilung ist der Oberlichtsaal ziemlich unkonventionell. Genau das reizte den Künstler. Nach einem Augenschein vor Ort überlegt sich Rüthemann, wie er ihn mittels seiner

Installationen am besten zur Geltung bringen kann. «Meine Werke sollen die aussergewöhnliche Architektur verdeut­ lichen.» Der Raum wird Teil seiner Kunst. Nicht umgekehrt. Aus hart wird zart. Das Werk «Attacca» wirkt von Weitem wie ein ums Eck gelegter, weicher Teppich. Tatsächlich u schweizer illustrierte

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die besten

Kultur

Vom Raum inspiriert Kunst aus Beton, Gips, Eisen und Schaumstoff – Kilian Rüthemanns Schau «Attacca» in Basel.

ist es aufgespritzter Beton. Sechs Eisenstangen ragen weit in den Raum hinein. Wer genau hinsieht, bemerkt, dass sie immer in Bewegung sind. Im Raum dahinter vier Sarkophage, nicht etwa aus Stein, sondern aus Schaumstoff «gehauen». Eine Reminiszenz an die simple Funktionalität des alten Handwerks. Das Spiel mit Assoziationen beherrscht Kilian Rüthemann perfekt. Luftig, leicht wirkt die Schau, trotz gewichtigen Materialien wie Eisen, Gips und Beton. Sie lässt viel Raum, dezent nehmen die Werke ihren Platz ein. Fünf Wände hat Rüthemann mit Beton «angekreuzt». Wie dicke Seile besetzen sie den kleinsten Teil der grossen Flächen und erzeugen mit minimalem Aufwand maximale Wirkung. Nicht verpassen! Anina Rether

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Museum für Gegenwartskunst Basel Bis 24. 5. Di–So 10–18 Uhr, Tel. 061 - 206 62 62 (Publikation ab 22. 5. erhältlich), www.kunstmuseumbasel.ch

Wie man sich bettet, so liegt man. «Ohne Titel» (Sarkophag aus bereits leicht verwittertem Schaumstoff) von Kilian Rüthemann.

25 jahre – 25 bilder. die sammlung der «Freunde»

Bilderbouquet zum Jubiläum

Schattenspiel Die bizarren Figuren von Louis Soutter (1871–1942) wirken unglaublich dynamisch. «Lui», 1937/42.

u Ohne Mäzene könnte die Kunst zusammenpacken. Dies ­ aben schon die Römer erkannt. Ein gewisser Gaius ­Cilnius h Maecenas kam auf die Idee, Dichter wie Vergil oder Horaz zu fördern, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Das heisst, keine materielle. Denn auch Herr Maecenas hoffte ­insgeheim, durch seine finanzielle Unterstützung den Dichtern zu Höhenflügen zu verhelfen. Genauso verhält es sich mit den «Freunden», also den ­Donatoren, des Kunstmuseums Olten: Indem sie Geld ­spenden, kann das Museum Werke ankaufen, für die es sonst die finanziellen Mittel nicht aufbringen könnte. Passend zum 25-jährigen Bestehen des Fördervereins werden 25 hochrangige Werke ausgestellt, die dem Museum als Dauerleihgabe anvertraut sind. Darunter klingende Namen wie Hans Arp, Alice Bailly, Giovanni Giacometti, Louis Soutter oder Sophie Taeuber-Arp. Insgesamt sind es 18 Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren Arbeiten einen Zeitraum von über 80  Jahren abdecken und im Zeitraffer die wichtigsten ­Strömungen in der Schweizer Malerei vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute aufzeigen.  kati moser

kunstmuseum OLTEN SO Bis 25. 4. Di/Mi/Fr 14–17, Do 14–19, Sa/So 10–17 Uhr, Tel. 062 - 212 86 76, www.kunstmuseumolten.ch

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«Transit Belarus»

Ungeahnte Einblicke

theater

u Das Ende der Welt hat viele Gesichter. Eines davon ist

Belarus (Weissrussland). Dem Fotografen Andrei Liankevich, 30, gelingt es, mit feiner Ironie ein fast surreal wirkendes Bild seiner Heimat aufzuzeigen. Er porträtiert Menschen in ihrem Alltag. Damit gewährt er unge­ahnte Einblicke in die letzte Diktatur Europas. 2009 gewann der weissrussische Künstler den Humanity Photo Award der Unesco. Nun sind seine Arbeiten zum Skurril «Dubrovolja, September 2», ersten Mal in der Schweiz zu sehen.  rea 2006, von Andrei Liankevich. Forum Schloss Platz Aarau AG Bis 30. 4. Mi/Fr/Sa 12–17 Uhr, Do 12–20 Uhr, So 11–17 Uhr, Tel. 062 - 822 65 11, www.forumschlossplatz.ch Moderner Totentanz

Makabrer Reigen u Nichts für zarte Gemüter: Damien Deroubaix, 37,

frönt in der Schau «Die Nacht» dem Totentanz. Die TrashÄsthetik der Untergrund-Comics mixt der ­französische Künstler mit Elementen der Death-Metal-Kultur und packt sie in monumentale Malereien, raumgreifende Skulpturen und wandfüllende Zeichnungsinstallationen. In Verbindung mit Dürers «Apokalyptischen Reitern» oder Goyas «Desastres de la guerra» ent- Böse Träume? «Die Nacht», 2007, wickeln seine Werke eine ungeheure Kraft.  rea von Damien Deroubaix.

«kleine eheverbrechen» nach dem buch von ericEmmanuel Schmitt

Abgründiges Spiel mit der Wahrheit u Ein Mann verliert bei einem Sturz sein Gedächtnis und muss wieder lernen, wer er ist. Dabei hilft ihm seine Frau, mit der er seit 15 Jahren verheiratet ist. Doch was die Gattin ihm erzählt, besonders über ihre gemeinsame Ehe, kommt ihm sonderbar vor. «Kleine Eheverbrechen» ist ein kluges, abgründiges Spiel mit der Wahrheit. Eine wunderbare Hommage an die Liebe, geschrieben von Eric-Emmanuel Schmitt («Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran»). Gespielt wird sowohl mit fast lebensgrossen Puppen und – beinahe gleichzeitig – mit viel kleineren, die für Monologe und Erinnerungen zuständig sind. kati moser

marionettentheater Basel Bis 21. 5., Tickets Tel. 061 - 206 99 96, www.bmtheater.ch

Kunstmuseum ST. GALLEN Bis 16. 5. Di–So 10–17 Uhr, Mi 10–20 Uhr, Tel. 071 - 242 06 71, www.kunstmuseumsg.ch, Publikation CHF 38.– Akkurate Stillleben

Fotos David Aebi

Faszinierende Präzision

u Es ist eine unaufdringliche Kunst, die Robert Wenger jedoch bis in den feinsten Pinselstrich beherrscht. Die Sujets sind dem Alltag entliehen, unspektakulär, fast belanglos. Wäre da nicht die Faszination der Präzision, mit der der Schweizer Künstler seine Stillleben auf die Leinwand bannt. Neugierig verweilt der Betrachter vor jedem einzelnen Motiv. Die raue, unebene Schale der Zitrone steht im krassen Gegensatz zu den glänzenden Zeitlos «Stillleben mit Blech­ Metallbüchsen und den schimmernden Eiern.  rea büchsen, Zitrone und Eiern».

Berührend Zärtlich schmiegt sich das Ehepaar aneinander.

Galerie am paradeplatz Zürich Bis 15. 5. Di–Fr 12.30–18 Uhr, Sa 12–16 Uhr, Tel. 044 - 221 07 31, www.galerie-paradeplatz.ch caravaggio

Der Maler des Lichts

u Ein Fotograf hätte die Szene nicht besser ausleuchten können. Das Licht verfängt sich im Gewand des Lautenspielers, streift sinnlich über die helle Haut des Notenlesers. Michelangelo Merisi (1571–1610), nach dem Geburtsort seines Vaters Caravaggio genannt, war ein einzigartiger Maler. Einer, der es verstand – wie kein anderer vor und nach ihm –, Licht ins Dunkel zu bringen. Der Mailänder, der in Rom zu Aufträgen und Ruhm kam, revolutionierte die Malerei und prägte den Frühbarock. Sein Leben war ziemlich turbulent. Nach einem Mord musste Caravaggio Rom verlassen. Neapel, Malta und Sizilien waren seine Zufluchtsorte. Zum 400. Todestag werden 24 Spitzenwerke gezeigt. kati moser

scuderie del quirinale Rom (I) Bis 13. 6. So–Do 10–20, Fr/Sa bis 22.30 Uhr, Tel. 0039 - 06 39 96 75 00, www.scuderiequirinale.it, Katalog (Skira) EUR 49.– schweizer illustrierte

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kino

die besten

Möglichst schnell weg Teenager Casper (Edgar Flores) und Sayra (Paulina Gaitan).

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Thriller Sin Nombre (Mex) Jugendgewalt in Mexiko: Auf der Flucht in Richtung USA begegnen sich ein krimineller Junge und ein Mädchen voller Träume.

u Casper (Edgar Flores) lebte bisher nach den Gesetzen seiner Gang. Und diese sind in Tapachula, einer mexikanischen Stadt an der Pazifik­ küste, ­gnadenlos. So bringt Gangboss Lil Mago (Tenoch Huerta Mejía) Caspers Freundin um. Nur weil sie sich in der Nähe eines einschlägigen Bandentreffpunkts blicken liess. Lil Mago erklärt Casper nur, dass «der Teufel sie geholt hat». Daraufhin nimmt er ihn mit auf eine Mission: Er soll illegale Auswanderer ausrauben, die sich auf einem Güterzug Richtung USA versteckt haben. Jetzt widersetzt sich Casper seinem Boss zum ersten Mal: Als Lil Mago auf dem Zug versucht, sich an einer jungen Frau zu vergehen, greift er ein. Dabei kommt Lil Mago ums Leben. Casper befindet sich ab diesem Moment auf der Flucht vor der Gang. Sayra, die junge Frau, der er geholfen hat, unterstützt ihn dabei. «Sin Nombre» ist ein geschickt aufge­ bautes mexikanisches Drama. Die Hand­ lung besteht aus zwei Geschichten, die sich auf dem mit Flüchtlingen belade­ nen Güterzug kreuzen. Auf der einen

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Seite ist das brutale Leben von Casper, dem jungen Mann ohne Zukunft, der einen Mord auf dem Gewissen hat. Auf der anderen Sayra, die ebenso junge Mexikanerin, die in den USA ein neues Leben beginnen will. Zwei Dinge ver­ binden die beiden Teenager, die unter­ schiedlicher nicht sein könnten: Sie ­wollen so schnell wie möglich weg und – sie finden Gefallen aneinander. Der 32-jährige Regisseur Cary Joji Fukunaga verarbeitete diese Ausgangs­ lage zu einem sehenswerten Thriller, der auf eindrückliche Weise die gras­ sierende Jugendgewalt thematisiert und mit packenden Actionszenen das Publikum auch visuell überzeugt. Der Film kann sich mit offensichtlichen Vorbildern wie «Amores Perros» oder «Cidade de Deus», die ebenfalls aus Lateinamerika stammen, durchaus messen lassen. Benjamin Bögli

mehr kino-tipps

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komödie Kick-Ass (USA) Ein Durchschnittsjunge möchte einen Superhelden spielen, kriegt dabei auf die Nase und wird trotzdem zum Star. Deshalb ist der Film ein Muss u Die Story ist originell und die Dialoge so cool wie in einem Tarantino-Film. u Obwohl er sehr gewalttätig ist, kann man sich bestens amüsieren. u Nicolas Cage brilliert in einer selbst­ ironischen Nebenrolle als Waffennarr. 88888 Länge: 117 Min., Regie: Matthew Vaughn, D: Chloe Moretz, Aaron Jonson. Start: 15. 4.

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Drama Brothers (USA) Ein in Afghanistan vermisster US-Soldat taucht zu Hause auf, wo sich seine Frau und sein Bruder nähergekommen sind.

Deshalb lohnt sich der Film u Er ist so inszeniert, dass Thriller- und Drama-Fans auf ihre Rechnung kommen. u Der Beweis, dass es für ein spannendes Roadmovie kein Auto braucht. u Die Rollen sind gut besetzt, die jungen Schauspieler sind überzeugend.

Das macht den Film aus u Tolle Besetzung mit Jake Gyllenhaal, Tobey Maguire und Natalie Portman. u Das Drama von Jim Sheridan ist sehr sorgfältig und authentisch inszeniert. u Die Geschichte ist intelligent: Es geht nicht nur um das Offensichtliche.

88888 Länge: 96 Min., Regie: Cary Joji Fukunaga, D: Edgar Flores, Paulina Gaitan. Start: 15. 4.

88888 L: 104 Min., R: Jim Sheridan, D: N. Portman, T. Maguire, J. Gyllenhaal. Start: 15. 4.

Foto Filmcoopi

Auf dem Güterzug in die ungewisse Zukunft


bücher & cds

Wenn Liebe und Lust zur Sturzflut werden

Der Amerikaner Scott Spencer kratzt in seinem neuen Roman unerbittlich an Tabus und lässt die Protagonisten entgleisen. u «Er fährt hinter ihr her, weil er sie nicht aus den Augen verlieren will, und er spürt diesen jungen­ haften, leicht debilen Kitzel, auf ihren Hinter­ kopf zu schauen, auf ihre Hände am Steuerrad.» Daniel Emersons Hormone spielen verrückt. Er hat Schmetterlinge im Bauch. Seit Monaten. Wenn der Anwalt die vierjährige Tochter seiner Freundin Kate in die Kindertagesstätte bringt, begegnet er dort meist auch Iris, die ihren Sohn abgibt. Nun fährt er hinter ihr her zum Koffee Kup. Mit klopfendem Herzen und wilden Fantasien im Kopf. Vor zwei Jahren gab der 36-jährige Daniel seine florierende Kanzlei in New York auf und floh aufs Land. Nach Leyden, der Kleinstadt seiner Kindheit. Ein dunkelhäutiger Drogenhändler nahm damals brutal Rache, weil er für ihn keinen Freispruch erwirken konnte. «Ich habe Angst vor Schwarzen», gestand er Kate. Sie verstand ihn. Würde sie ihn jetzt sehen, hätte sie wohl kaum Verständnis: Kaffee trinkend mit einer Afroamerikanerin, die ihren Doktor in Amerikanistik machen will – und ver­heiratet ist. Mit dem Ord­ nungsfreak und Hypochonder Hampton, der sich als Schwarzer bei jeder Gele­ genheit ­diskriminiert fühlt. Ein heftiger Schneesturm verändert das Leben der vier Menschen in einer einzigen Nacht. Bestsellerautor Scott Spencer, 55, skizziert mit starken

drei neue cds

Foto Lisa Macrae

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pop/rock sophie hunger 1983 (Irascible)

Die ausländische Presse schwärmt von der in Zürich lebenden Bernerin, die mit ihrer CD «Monday’s Ghost» Platz 1 der Schweizer Hitparade und Platin erreichte. Melancholisch auch diesmal der Klangteppich zum intensiven, zarten Sprechgesang der 27-Jährigen – mal Deutsch, mal Englisch oder Französisch. h. elias fröhlich

­ ildern und ohne Beschönigung ein B Drama. Konfrontiert mit grossen Gefüh­ len wie Leidenschaft, Rassismus und Schuld. Iris und Daniel werden vor­ wärtsgetrieben von ihrer Liebe, brechen aus ihrem geregelten Leben aus. Als ein blindes Mädchen im Wald vermisst wird, machen sich Hampton und sein Rivale gemeinsam auf die Suche. Ein Albtraum ohne Ende. Ein Buch mit einem film­ reifen Plot, nominiert für den National Book Award. isolde schaffter-wieland

Scott Spencer ist einer der erfolgreichsten und wichtigsten amerikanischen Autoren der Gegenwart.

spannend die Trophäe Fabio Stassi (Kein & Aber) u Der zweite Roman des Sizilianers Fabio Stassi spielt im Paris der 20er-Jahre. Rigoberto verliebt sich in eine junge Spanierin, die für die Sieger­ trophäe der ersten Fussballweltmeisterschaft Modell steht. Doch dann ver­ schwindet Consuela. Eine abenteuerliche Liebesgeschichte und spannende Zeitreise bis in die 70er-Jahre und ans Ende der Welt – den Südpol. SR berührend misfit Vincent Overeem (Berlin Verlag) u Ein wunderbarer Roman über eine erste Liebe in einem brütend heissen Sommer in der Stadt und eine ergreifende Freundschaft zwischen zwei ungleichen Brüdern vom Lande. Eine raffinierte Coming-of-Age-Story. Aber gleichzeitig auch Liebesgeschichte, Familiendrama und Krimi. Ein beeindruckendes Debüt des 36-jährigen Holländers. INO

scott spencer Während des Sturms (btb)

Geheimnisvoll Mein Körper weiss alles Banana Yoshimoto (Diogenes) u Yoshimotos japanische Heldinnen spüren FamilienGeheimnisse auf, trauern um verheiratete Liebhaber oder lassen sich mit Hypnose in die Vergangenheit führen. Sie überwinden den Schmerz und bleiben am Ende gestärkt und hoffnungsvoll zurück. 13 Kurzgeschichten über das Alltagsleben und die unerklärlichen Welten dazwischen. BAH

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Das Beste auf einen Blick u Die Wahrheit: «Hinter den Ritualen des Alltagslebens liegt die Gefahr.» u Die Dramaturgie: Spencer blendet immer wieder die Rivalen auf ihrer Suche ein. u Der Sturm: geniales Sinnbild für dieses zerstörerische Liebesdrama.

jazz BRAD MEHLDAU Highway Rider (Nonesuch)

Neben Jazz hat sich Brad Mehldau stets für die romantische Klassik interessiert. Auf der Doppel-CD vereint der US-Pianist die hochemotionale Musik seines Trios mit einem Sinfonieorchester, das weit mehr als klangmalerische Aufgaben hat. Mit dabei als Solist: Saxofonist Joshua Redman in Topform. hanspeter vetsch

Klassik Johannes Brahms Alt-Rhapsodie und Chorwerke (Tudor)

Schiller, Goethe, Hölderlin: Johannes Brahms wählte für seine Chorwerke feinfühlige, romantische Texte. So hat er sie auch komponiert: erhebende deutsche Romantik im schönsten Sinn. Die Bamberger Sinfoniker begleiten als perfekte Partner, in der berühmten Alt-Rhapsodie betört die wunderbare Alice Coote. uli von erlach schweizer illustrierte

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping © Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Ursula Borer, Hair & Make-up Rebekka für Time, Model Tim für Scout

objekt der begierde

Echt stark

u Die Sport- und Lifestyle-Marke Adidas

feiert den 60. Geburtstag mit gleich drei Designer-Kollaborationen «Originals by Originals». Unser Highlight ist die von Jeremy Scott. Bekannt wurde der amerikanische Designer durch seine ausgefallenen Kostüme für Divas wie Madonna, Rihanna, Beyoncé, Gwen Stefani und Lady Gaga. In einem Interview mit der Zeitung «Le Monde» nannte ihn Karl Lagerfeld sogar seinen einzig möglichen Nachfolger bei Chanel. Jetzt ist ihm eine humorvolle Melange zwischen Streetwear und Design gelungen! Aber aufgepasst, auch für diese Outfits brauchts eine Prise Mut und Diva-Attitüde. ursula Borer

Designer meets Sports Highlights für Männer aus der «Originals by Originals»-Kollektion Jeremy Scott für Adidas: Hoodie P56660 Sleeveless Ruff u CHF 260.–, Hosen Suspender Pants P56657 u CHF 260.–, bei Gloss, Zürich, oder www.adidas.com. Wings-Sneaker, Adidas Original Store. u CHF 260.– schweizer illustrierte

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shopping

Look

Mode-Trend

Stolz & Leidenschaft Leidenschaft – und viel Spanien» sollen in der Frühjahr-/Sommer-Kollektion von Domenico Dolce und Stefano Gabbana ­stecken. Dies ist augenscheinlich. Es ist eine Kollektion, welche der südländischen Weiblichkeit mit viel weisser und schwarzer Spitze, hautfarbenen Korsagen und blutroten Korsagenkleidern, dramatischen Rosenprints, knielangen Fransenjupes und viel transparentem schwarzem Stoff huldigt. ­Daneben entwerfen Dolce & Gabbana die heldenhaft-stolze Figur einer Matadora. Diese trägt eine weisse Bluse mit schwarzen geschlungenen Bändchen, schwarze Torrero-Hosen mit Schärpe und eine Jacke im Matador-Stil. Dazu gibts etwa flache Schnürschuhe aus Satin. Denn die spanische Frau ist beides: eine leidenschaftlich-lebenslustige Frau, welche die Traditionen achtet – sowie eine bodenständige Kämpfernatur. Wer möchte, schlüpft in die modische Rolle einer schönen, starken Spanierin und bricht so manches Männerherz. Kristina Köhler

u «Liebe,

Trendweisende Ahnen Rüschenbluse, Lauren, Globus. u CHF 219.– Hose und Jacke mit Blütenapplikationen, H & M. u CHF 69.90, u CHF 79.90 Armkette, Globus. u CHF 29.90 Ledersandalen, Ash, Grieder. u CHF 259.–

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schweizer illustrierte


Liebestoll Grosse rote Ansteckrose von Claire’s. u CHF 11.90 Traditionsbewusst Handgefertigtes Halsband, Fé’s, Zürich. u CHF 379.– Verspielt Armreifen aus Metall von Globus. u CHF 29.90 Stolz Breiter Ledergürtel von Karen Millen, Zürich. u CHF 175.–

Königlich Collier von Malene Birger, Fidelio 2, Zürich. u CHF 279.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Stills Paul Seewer, Auswahl Terry Parrella, Haar- und Make-up Anamarija Ivos (Scout). Bilder von Francisco de Goya

Lebenslustig Bustier-Kombina­ tion von AP, Manor. u CHF 49.90

Heldenhaft Jacke im Matador-Stil aus Baumwolle von H & M. u CHF 99.–

Etwas streng Wickelgürtel, Bruuns Bazaar, Maud, Zürich. u CHF 129.–

Nostalgisch Strassring mit Kamee, bei Fé’s, Zürich. u CHF 115.–

Verführerisch Spitzenjupe, Karen Millen, Zürich. u CHF 245.–

Exzentrisch Wildlederstiefeletten mit Nieten, Buffalo. u CHF 199.90

Unbeschwert Weicher Leinenjupe, Malene Birger, Grieder. u CHF 280.–

Mags prunkvoll Ledertasche von Givenchy, Brunello. u CHF 1998.– schweizer illustrierte

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shopping

Mode

Flashdance-­N ixe Zipper-­Body von American Apparel aus Baumwollspandex. u CHF 58.–

Think pink Poppiges Jiu-Jitsu-Jackett von 55DSL, gibts bei Manor. u CHF 193.–

Biker-Braut Leder-Jacke von Fishbone gibts bei New Yorker. u CHF 79.95

Mademoiselle Süsse Box-Handtasche, entdeckt bei H & M. u CHF 39.90

City-Nomade Soft-Bag aus Leder von Maanii by Adax, bei Jelmoli. u CHF 199.–

trend Reissverschlüsse

Zip me up, Baby! u Ja, sie sind immer noch da: die modischen Einflüsse aus den 80ern. Ein Jugend-Trend von damals waren Reissverschlüsse (englisch Zippers) – und zwar ohne Funktion und ausschliesslich zu dekorativen Zwecken. Grufties, Poppers und sogar die harten Metall-Rocker trugen sie diagonal auf Jacken, Pullovern, Schuhen und auch Taschen. Diesen Frühling taucht der

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schweizer illustrierte

Trend wieder bei den Designern auf: erwachsener, edler und definitiv viel stylischer. Die beiden Designerinnen vom Label Juicy Couture haben sogar ihr neues Parfum Couture mit einem Zipper dekoriert. Auch der Duft soll die Disco-Laune dieser Zeit nochmals aufleben lassen mit pinken Trauben, roten Pflaumen, Geissblatt, Sternjasmin und kräftiger Vanille. ursula borer

Tomboy Pinker Knöchel-Sneaker von New Yorker. u CHF 22.95

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Melanie Albisser

Genie in a Bottle Der neue Duft Couture von Juicy Couture. 30 ml u CHF 88.–

Disco-Diva Cooles Necessaire von American Apparel. u CHF 25.–


Hotspot

Von Bettchen bis Kühlmatten Benannt nach einem ChihuahuaFindelkind: der Tschigi Store, Alfred-Escher-Strasse 23, Zürich. Tel. 043 - 233 00 77, Online-Shop: www.tschigi.com

Kuschelhöhle Bau dir ein Versteck aus der Kuscheldecke! Susan Lanci. u CHF 85.–

Tschigi Store, Zürich

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Dick Vredenbregt, Stills Paul Seewer

Leben auf vier Pfötchen u Die kleinen, cleveren «Löwen» sind unter uns. Mittlerweile leben in der Schweiz über 200 000 Zwerghunde (mit Gewicht bis zehn Kilo). Doch ist es schwierig, moderne, ergonomisch angepasste Ausrüstung für diese zu finden. Die 33-jährige Hundetrainerin Marlen Maurer-Brandenberg, selbst Hundemutter von drei Chihuahua-Findelkindern, eröffnete deshalb

Geschirrli Entlasten den Hals: die handgefertigten Buddy Belts aus Leder. u ab CHF 55.–

den Tschigi Store, einen Spezialshop für kleine und kleinste Hunde. Hier finden Zweibeiner alles Nützliche – und auch Witzige –, aber stets Artgerechtes für ihre kleinen Wegbegleiter wie etwa Westis, Möpse, Jack Russels, Chihuahuas oder Löwchen. Kristina Köhler Öffnungszeiten Di bis Fr 12–20 Uhr, Sa 10–17 Uhr, eigener Online-Shop

Lieblings-Napf Napf aus Keramik von Melia Luxury Pet. u CHF 65.–

Welpen-Wärmer Design-Hoodie aus Vintage-Stoff, Chi Wow Wow. u CHF 90.–

Öko-Freund Einkaufstasche Viva la Revolu­ tion. u CHF 25.–

Sicheres Reisen Portables Haustierbett Sleepypod. u ab CHF 320.–

Schutzengel Zierhalsband u CHF 100.–, Engel-Medaillon. u CHF 20.–

Unwetterschutz Regenmantel mit Leuchtstreifen. Puppia Sports. u CHF 60.–

Zahnreinigung und Spielzeug in einem: BaumwollMuffin, Crochet. u CHF 18.– schweizer illustrierte

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shopping

Beauty

Knackig in die Shorts SilhouetteGel von Zoé, gibts bei Migros. 200 ml u CHF 22.50

Frühling liegt in der Luft Duft Aroma Blue mit Mineralien von Lancôme. 100 ml u CHF 69.–

Macht fit fürs Tank-Top Refining Body Exfoliator von Shiseido gibts bei Marionnaud. 200 ml u CHF 61.90

Knackige beauty-Helfer

Frühlingsfrisch

u Bevor wir übermütig in ärmelfreien T-Shirts die nackten Schultern oder in kurzen Shorts die bleichen Beine zeigen, gönnen wir uns eine Frischzellenkur mit knackigen Beauty-Helfern. Trockene Haut an Ellbogen und Knien einfach mit einem Peeling wegrubbeln. Hartnäckige Cellulite trainieren wir bis zur Bikini-Saison mit regelmässigem Sport, gesunder Ernährung und zwei-

mal täglicher Pflege mit stimulierenden Ingredienzen weg. Lästige Körperhärchen rasiert man sich unter der Dusche z. B. mit dem neuen Duschgel Double Effect Shower & Shave von Nivea oder entfernt sie gemütlich beim TV-Gucken mit Kaltwachsstreifen. Und für die richtige Frühlingsstimmung sorgen Aromasprays oder Body-Öle, die nach Blüten duften. ursula borer

Vitaminkick gegen Dellen Gel-Creme My Effect Anti-Cellulite von Nivea mit L-Carnitin und Lotusblattextrakt. 200 ml u CHF 15.90


Wellness pur Spa Wisdom Polynesia Monoi Miracle Oil von The Body Shop. 150 ml u CHF 26.90

Gestrafft in der Dusche Hautstraffende Beauty-Pflegedusche von Dove. 250 ml u CHF 4.95

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Neckisch in den Frühling In der Marine-Wäsche von Calida kriegt man gute Laune, BH/ Panty. u CHF 59.90/24.90

Dufte enthaart Kaltwachsstreifen Suprem’ Essence von Veet. 9 mal 2 Stück u CHF 12.90

Glatt rasiert & geduscht Double Effect Shower & Shave von Nivea. 250 ml u CHF 4.–


shopping

Electronics

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sportlich u Kopfhörer für Sportler müssen spezielle Bedingungen erfüllen. Genau für diesen aktiven Musikgenuss hat Philips neue Sportkopfhörer entwickelt. Die ­weichen Ohrkappen aus Silikon sorgen für hohen Tragkomfort und dichten gegen Aussengeräusche ab. Zudem sind sie aus antibakteriell behandeltem Material. Dadurch werden die meisten Keime innerhalb von 24 Stunden abgetötet. Nach dem Workout kann man die Kopfhörer einfach unter fliessendem Wasser abspülen. Neben dem einfachen Ohrstöpsel gibt es auch noch Modelle mit Ohren- und ­Nackenbügel. www.philips.ch sg

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hygienisch Die Sportkopfhörer SQ 3000 von Philips mit antibakteriellen Ohrkappen. u CHF 69.95

poppig u Die G-Shock

GA-100 von Casio hat das Potenzial, ein Sommerhit zu werden. Die robuste Uhr im Übergrössen-Format lässt sich dank nur 70 Gramm Gewicht auch problemlos von Frauen tragen. Im Innern des antimagnetischen Gehäuses gibts ein kombiniertes Analog-Digital-­ Modul, welches an Funktionen kaum zu überbieten ist. Die Stoppuhr misst in Tausendstelsekunden, und es können bis zu 29 Weltzeiten angezeigt werden. Schlafmützen werden die 5 Tagesalarme mit Schlummerfunktion schätzen. Gibts in fünf Farben. www.casio-watch.ch

stephan gubler

wasserdicht GA-100 Casios G-Shock GA-100 mit 5 Alarmen ist bis 20 Bar wasserdicht. u CHF 189.–

taschenkino u Als erster Anbieter ermöglicht Swisscom Fernsehgenuss zu Hause, am Computer und auf dem Handy. TV air ersetzt das bisherige TV mobile und ermöglicht es, auch auf dem PC fernzusehen. 34 TV-­Sender stehen momentan zur Verfügung. Im Mai kommen bereits zehn weitere hinzu. Auf dem Computer gibt es für wenig Geld 500 Spiel- und Dokumentarfilme. Ebenfalls im Angebot sind Teleclub-Live-Übertragungen von Fussball- und Eis­hockey-Spielen, welche CHF 5.– pro Spiel kosten. Voraussetzung ist ein DSL- oder Mobilfunk-Abo bei Swisscom. www.swisscom.ch/tvair sg

tv total Mit Swisscom TV air gibt es Fernseh-Genuss auf Computer und Handy. u CHF 9.– pro Monat

uhr der woche steckbrief für mondsüchtige u Die neue Prima

Luna von Longines huldigt mit ihren Rundungen und ihrer Eleganz dem Mond. Er ist ein Symbol vergänglicher Zeit und verzaubert genauso wie diese unvergänglich schöne Uhr. Auf dem weissen Perlmutt-Zifferblatt leuchten die arabischen Ziffern sowie die Stunden-, Minutenund Sekundenzeiger in Roségold und werden von der ebenfalls goldenen Lünette aufs Schönste eingerahmt. Das feingliedrige, anschmiegsame Armband setzt das interessante Farbenspiel fort. Das zeitgemässe Design passt rund um die Uhr zu jedem Anlass, jedem Outfit und wird niemals verleiden. sarah rieder

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Zauberhaft Die neue Prima Luna Bicolor von Longines. u CHF 3425.–

Werk Quarzwerk von ETA mit Datumsanzeige Gehäuse Edelstahl und Roségold, Saphirglas, wasserdicht bis 30 m Armband Edelstahl und Roségold, Faltschliesse mit Drückern Varianten Verschiedene Grössen und Materialien Wer trägt sie? Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite Bezugsquelle Tel. 032 - 942 54 25, www.longines.com


Knabberspass Die organisch geformte Snackschale aus Aluminium von Möbel Märki passt sehr gut zu Möbeln im Sixtys-Stil, 43 × 23 cm. u CHF 75.–

Tauchspass in 3-D Der Jules-Verne-Klassiker «20 000 Meilen unter dem Meer» gibts jetzt als Pop-upKinderbuch beim Knesebeck Verlag. u CHF 49.90

Pop-Prinzessin Passt perfekt an eine «80s For­ever»-Party: Vinyl-Clutch im poppigen Graffiti-Stil, entdeckt bei C & A Clockhouse. u CHF 22.90

Strandhaus-Look Für eine gemütliche Terrasse Bohemian Feeling XL-Multi-Color-Tasche von brauchts Kissen im mediterranen Stil, z. B. von Pfister. Vögele Shoes macht entspannte Sommerlaune und Tara, 49 × 49 cm, Tisca, 40 × 40 cm. u CHF 39.–, 25.– hat Platz fürs halbe Leben. u CHF 49.90

Geheimtipp Gibts im neuen Mykita-Shop, Langstrasse 187 in Zürich, zu kaufen: Modell Limited Jane von Mykita & Marios Schwab. u ca. CHF 450.–

Auf dem Sonnendeck Wer genug Platz hat, platziert den Sessel mit Armlehnen Texas auf seiner Sonnenterrasse. Entdeckt bei Fly. www.fly.ch u CHF 450.–

Sporty Spice Die witzigen Sneaker-High-Heels von Accessoires lieben auch Girls, die überzeugte Sportmuffel sind. Gibts bei New Yorker. u CHF 69.95

Ethno-Inspiration Macht Lust auf Ferien in der Ukraine: Hübsches Seiden-Foulard im Ethno-Stil von Nulu gibts ab Woche 14 bei Coop City. u CHF 39.90

experten-fragen

Urs Hauser, 61, Category Field Manager bei Do it + Garden, Migros, www.migros.ch

Ohne grünen Daumen hilft Dünger weiter u Welche Pflanzen eignen sich auf dem

Balkon? Blüh- und Grünpflanzen wie Geranien, Kräuter, Gemüse. Dazu kann man folgende Erde verwenden: Mioplant Natura Geranienerde, Mioplant Natura Blumen- und Gartenpflanzenerde (beide CO2-Champion), Mioplant Natura Staudenerde. u Welche Töpfe/Kisten sind am besten geeignet? Wir empfehlen unter

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anderem Terracotta-Blumenkistli, Kunststoffblumenkistli Siena oder klassische Eternit-Kistli Balconia. Alle gibt es in unterschiedlichen Grössen und passenden Untersetzern. u Wie oft sollte man die Pflanzen giessen und düngen? Während der Hauptwachstumszeit sollte man zwischen ein- bis zweimal wöchentlich giessen. Beim Düngen verwendet man

von März bis Oktober wöchentlich eine Kappe Balkonpflanzendünger. Bei Gemüse- und Kräuterdüngern braucht es von März bis Oktober eine halbe Kappe auf 1 Liter bei Wurzeldüngung, bei Blattdüngung eine halbe Kappe auf 2,5 Liter. Geraniendünger nimmt man von April bis Oktober wöchentlich eine halbe Kappe auf 5 Liter. Ursula Borer

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

shopping best buys

neu


check-up Botenstoff bremst Tumor

fft trinbes l e Ei ange m en. Pe te rli enthält viel Eis Der Mineralstoff off transportiert Sauerstrper. durch den ganzen Kö

s t o p e D e r e Was le ! n e t h c i r n a s alle muel Stutz

Sa Text Dr. Med.

nken, nichts. Kein De Eisen läuft gar d un en au . Fr er nichts is ein Drittel all keine Bewegung, en eisten Betagten m Menschen führ e n di d re te un äl er nd ei Ki B zu er nse ich Eisenspe iden an Ei enügend gefüllte in der Schweiz le ng r u ­ de ln zit ge Fa an e m st kelkraft, das wichtig verminderter Mus gdi mangel. Das war n än se st os st gr lb Se em r st de ademy, ein r Koordination, Verlu der dritten Iron Ac enden nationait, eingeschränkte hr ke fü it ich m hl m ec br siu po Ge it, ke rzie Eisensym am du re n älligkeit und ionalen Experte Mobilität, Sturzanf len und internat gsfähigkeit. un ist Le ter geistiger Inselspital Bern. nei d ein Mangel sin de n Grün i jüngeren führt be ch Au Die wesentlichste hec en, die einen e Ernährung, schl plikationen: Frau m Ko s zu seitige, fleischlos hhö , sollten auf da Eisens im Darm, er iserschnitt planen gel untersucht Ka te Aufnahme des n, he lic nd an ndern, Juge egen von Eisenm ter Bedarf bei Ki chronische Vorli folgt eine intran, er re , ge tig an nö n hw en Sc W d . en rd we Sportlern un re s, es durch die Men ntherapie. Blutverluste – sei den venöse Eise er üb er r Zusammenhang od n de en Neu ist auch de gelmässige Blutsp angel. en ng du ün sion und Eisenm nische Entz zwischen Depres Darm – sowie chro ch bei au als en er nnte bei jüng ko er es Di l und Infektionen. ge auen in kontrolisse: Eisenman menopausalen Fr st po Weitere Ergebn eshs ac W igt werden. Depr chaft sowie im rten Studien geze lie n de in der Schwangers al en ph ch ro rs st er ta den vorh sonders ka sionen zählen zu e di tum wirkt sich be n t ei lle ze ltw en we rv d Ne sen die ngen und sin ku an kr Er ig aus, weil ohne Ei äh enf ni Erwerbsu eifen noch funktio gste Ursache für ufi hä ts ei weder richtig ausr kh be an er n mehr Kr e Eisenspeich it. Sie verursache ke ren können. Leer er ch . tli es m et sä ab Funktion als Rheuma und Di einträchtigen die hirn. Ohne tage Ge im ffe to ns te wichtigen Bo

Foto Stockfood / Baumann

B

u Braunschweig Deutsche Forscher fanden in Versuchen mit Mäusen heraus: Ein Bote des körpereigenen Immunsystems hemmt die Blutversorgung von Krebsgeschwüren. Damit verhindert der Botenstoff Beta-Interferon, dass der Tumor weiterwächst.

Gesund dank dem Internet u Zürich Das neue Internetportal

Fit-for-flow vereint Bewegung, Ernährung und Gesundheit. Mit einem Klick findet der User Wandervorschläge, Tipps, um in 100 Tagen fit zu werden, und kann sich im Forum mit Gleichgesinnten aus­tauschen. www.fit-for-flow.ch

Antibabypille ohne Risiko u Aberdeen Frauen über 45 Jahre, die in jungen Jahren die Pille genommen haben, können aufatmen. Ihre Sterberate ist nicht höher als bei Frauen ohne Hormoneinnahme. Dies zeigt eine Studie, die 46 000 Frauen über 39 Jahre lang begleitete. www.aerztezeitung.de

tipp

Pollen- und Sonnenallergiker sollten gegen Beschwerden reichlich Kalzium einnehmen. Es steckt vor allem in Milchprodukten.

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Manche sagen, dass sie sich an ihrer Stelle umbringen würden. Jennifer Annen schüttelt dazu nur den Kopf. Die Siebzehnjährige ist HIV-positiv. Und das seit ihrer Geburt. Text Lisa merz

J

eden Abend nimmt Jennifer ­Annen drei grosse Pillen: Norvir, Reyataz und Truvada. Dann rührt sie einen gehäuften Löffel Ovi-Pulver in ein Glas mit kalter Milch. «Ohne das bringe ich die Dinger nicht runter», sagt die Schwyzerin lachend und schluckt die fingerkuppengrossen Tabletten auf einmal. «Meine Mutter fühlte sich schon während der Schwangerschaft nicht wohl. Als ich ein halbes Jahr alt war, machte meine ganze Familie einen HIVTest», erzählt sie. Ergebnis: Jennifer und ihre Mutter sind HIV-positiv, der Vater und der vier Jahre ältere Bruder sind gesund. Die Mutter infizierte sich durch eine Bluttransfusion während der Geburt von Jennifers Bruder. In der Schweiz leben etwa 25 000 Menschen mit HIV und Aids. 150 davon sind Jugendliche. HIV wird von Mensch zu Mensch übertragen. Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Spritzentausch. Oder von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und durch das Stillen. Trotzdem: Moderne Medikamente unterdrücken das HI-Virus so effizient, dass es nicht mehr nachweisbar ist. Somit können betroffene Frauen auf natürlichem Weg gebären. Bis 2009 war das unvor-

stellbar, Kaiserschnitt galt als einzige Möglichkeit. «Die Ansteckung mit Aids passiert meistens während des Geburtsvorgangs. Aber wenn das Virus nicht mehr nachweisbar ist, kommen die Kinder gesund auf die Welt», sagt Dr. Pietro Vernazza, Infektiologe am Kantonsspital St. Gallen. Auch bei Jennifer zeigt der Bluttest, den sie alle drei Monate macht, keine HI-Viren mehr an. Aber nur solange sie die Medikamente einnimmt. Mit fünf Jahren muss Jennifer das erste Mal ins Spital. Diagnose: angeschwollene Leber und Milz. «Meine Eltern erklärten mir, dass ich Käferchen im Blut habe.» Seit diesem Zeitpunkt nimmt Jennifer täglich Medikamente. Es geht ihr gut, Nebenwirkungen spürt sie keine. «Ich falle nicht gleich tot um, wenn ich mit nassen Haaren rausgehe oder meine Pillen ein-

Hilfsprojekt Seit 2003 hilft der Schweizer Aids-Pionier Ruedi Lüthy HIV-Patienten in Simbabwe. Das neustes Projekt: Wer seine HI-Medikamente unter www.hiv-direct.ch bestellt, unterstützt damit mindestens einen Patienten in Lüthys Klinik. Die Betroffenen erhalten Medikamente, Schulgeld, frisches Wasser und einen Teil der Essenskosten.

mal vergesse», erklärt sie. Trotzdem mahnt der Aids-Spezialist: «Das Hauptrisiko bei der Therapie ist, dass bei einem Unterbruch die Krankheit wieder ausbrechen kann.» Jennifer will nur eines: so normal leben wie möglich. Sie macht eine KVAusbildung bei einer Versicherung, feierte vor drei Monaten das Einjahresjubiläum mit Freund Reto. «Wenn ich einen Jungen kennenlerne, erzähle ich ihm bei den ersten Treffen von meiner Krankheit. Dann muss er selber entscheiden, ob er damit umgehen kann.» Der zwanzigjährige Reto kann es. Obwohl seine Eltern am Anfang der Beziehung skeptisch reagierten. Aus diesem Grund spricht Jennifer so offen über ihre Krankheit: «Erst wenn Leute mir Fragen stellen, habe ich die Möglichkeit, aufzuklären und ihnen die Angst zu nehmen.» Viermal im Jahr besucht sie die Selbsthilfegruppe der Stiftung Aids & Kind. «Dort gibt es Jugendliche, die aus­ serhalb des geschützten Rahmens nicht über ihre Krankheit sprechen möchten. Für sie ist das ganze Leben ein Versteckspiel.» Mit diesem Problem hatte Jennifer nie zu kämpfen. Als sie vier ist, stirbt ihre Mutter. Der Vater kommt mit der Situation nicht zurecht. Ein befreundetes

Foto Dick Vredenbregt

check-up

«Gebt HIV-positiven Kindern


n eine Chance!»

Ehepaar adoptiert Jennifer. Im Kindergarten fürchten sich manche Eltern vor einer Ansteckung. Sie verbieten ihren Kleinen, mit Jennifer zu spielen. Flugs veröffentlichen Jennifers Adoptiveltern einen Brief im Lokalblatt. Titel: «Gebt HIV-positiven Kindern eine Chance!» Dafür kämpft Jennifer noch heute. Sie zeigt: Auch ein Leben mit HIV kann schön sein. Dr. Pietro Vernazza bestätigt sie darin: «Je früher eine Therapie beginnt, desto grösser sind die Chancen, mit dem HI-Virus gleich alt zu werden wie ein gesunder Mensch.» 

Täglich Tabletten Jennifer Annen aus Steinen SZ kämpft trotz HIV für ein ganz normales Leben. Ihre Adoptiveltern unterstützen sie dabei.

k chercmationen Infonternet im I Unter folgenden Internetadressen können Sie sich zum Thema Aids informieren und bei Experten Rat holen.  www.aidsundkind.ch,

PC: 80-667-0

 www.aids.ch  www.bag.admin.ch/hiv_aids  www.aidsfocus.ch


check-up

dr. stutz meint Beim Einkauf von Lebensmitteln lassen sich Konsumenten von äusseren Reizen beeinflussen. Wer auf Grundnahrungsmittel setzt, lebt gesünder. Sind Billiglinien wie M-Budget und Prix Garantie ungesund, oder machen sie womöglich dick oder sogar krank? Mit dieser Frage hat sich die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung eingehend befasst. Fakt ist: Unser Essverhalten ist stark von äusseren Reizen wie Portionengrösse, Verpackung und Verfüg­ barkeit abhängig. Je geringer die Er­ nährungskompetenz einer Person, desto stärker lässt sie sich von solchen äusseren Faktoren leiten. Die Grösse der Portionen ist in den letzten Jahren bei verpackten Lebensmitteln immer stärker gestiegen. Und: Je grösser die angebotene Portion ist, desto mehr wird auch gegessen. Bei den Billiglinien der Grossverteiler überwiegen Süssigkeiten und Süssgetränke sowie Milch- und Fleischprodukte. Die Auswahl von tiefpreisigen Gemüsen und Früchten ist dagegen viel geringer. Hält man sich vor Augen, dass vor allem Menschen mit beschränkten

finanziellen Mitteln sich stark auf preisgünstige Angebote abstützen, wird klar, welche Verantwortung die Grossverteiler für die Gesundheit der Bevölkerung haben. Gerade einkommensmässig Benachteiligte leiden viel häufiger an Übergewicht, sind öfter und länger krank und sterben früher als Gut­ situierte. Gesund einkaufen muss nicht teuer sein. Wer beim Einkauf bewusst und eigenverantwortlich denkt und handelt, lässt sich nicht nur über Aussenreize steuern. Wichtigster Grundsatz: Mehr Grundnahrungsmittel und weniger Fertigprodukte kaufen sowie bei Obst und Gemüse auf die Saison achten. Am meisten lässt sich bei den Getränken sparen. Hahnenwasser ist am besten und billigsten. Herzlich, Ihr

TV-Tipp Samstag, 17. April, 18.10 Uhr Chronische Schmerzen. Viele leiden an Schmerzen, die einfach nicht mehr ­verschwinden. Eine Frau, die bereits 18 Opera­tionen hinter sich hat, berichtet, wie sie ­Linderung fand. Und im ­Studio demonstriert ein Schmerz-Spezialist eine ­Computer-gesteuerte, neue zielgenaue Medikamenten-­Infiltration.

www.gesundheitsprechstunde.ch


Reisen, geniessen, rätseln!

weekend

Ziel Schanghai! Olympiasieger Donghua Li führt seine Reisegruppe erst durch China, dann an die Weltausstellung.

WELTAUSSTElLUNG, BEiJING, JANGTsE

Mit Donghua Li nach Schanghai u Der Kunstturn-Olympiasieger Donghua Li zitiert Laotse: «Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.» Mit Donghua als Reiseleiter und Intens Travel als Veranstalter gehts ein paar Meilen weiter: nach Schanghai an die Weltausstellung (1.-August-Feier im Schweizer Pavillon!). Nach Beijing und in die Kaiserstadt Xian. Auf JangtseKreuzfahrt. Der sympathische Sport-

champion aus Luzern lässt in der Hauptstadt Peking-Enten servieren, bittet zu einer Turnstunde (!) im Park des Himmels­ tempels und führt die kleine Gruppe schliesslich nach Schanghai, Expo-Besuch inbegriffen. SK INFO Rundreise 1: 19. Juli–3. August, Rundreise 2: 4.–16. September, ab CHF 4980.–, www.intens.ch

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En Guete Saisongemüse gesund und fein.

Frühlingsfrisch

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Spargeln in der Folie

Zutaten (für 4 Personen) 20 g Kräuterbutter, in Stücken, weich, 400 g Frühkartoffeln, mit der Schale in feine Scheiben gehobelt, 1 Bund glattblättrige Petersilie, fein geschnitten, 1 Esslöffel Öl, 1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 800 g grüne Spargeln, im unteren Drittel geschält, 1/2 Teelöffel Salz Vor- und zubereiten ca. 15 Min. Dämpfen ca. 30 Min. u Zwei

Stück Alufolie von je ca. 45 cm Länge mit der Hälfte der Kräuterbutter bestreichen, dabei rund­ um einen Rand von ca. 3 cm frei lassen. Eine Folie mit der gefetteten Seite nach oben ins Blech legen. Kartoffeln mit Petersilie und Öl in einer Schüssel gut mischen, würzen, auf der Folie im Blech verteilen. Spargeln auf die Kartoffeln legen, restliche Kräuterbutter darauf verteilen, salzen. Zweite Folie mit der gefetteten Seite nach unten darauf­ legen. Folienränder mehrmals gut umschlagen. Dämpfen ca. 30 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens.

weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Was für eine Kombination! Bärlauch und Spargel passen zusammen wie Romeo und Julia – oder wie die Liebe zum Lenz.

2

Spargeln auf Teigkissen

Zutaten (für 4 Personen) 1 ausgewallter Pizzateig (ca. 25 × 42 cm) Petersilienquark 250 g Halbfettquark, 1 Bund glattblättrige Petersilie, fein geschnitten, 1 unbehandelte Zitrone, wenig abgeriebene Schale und 1 Teelöffel Saft, 1/2 Teelöffel Salz, Pfeffer, nach Bedarf Belag 150 g Speckwürfeli, 2 Esslöffel

tipp

In der Alufolie garen die Spargeln sanft im eigenen Dampf und entwickeln dadurch ihr Aroma optimal.

Bratbutter, 500 g grüne Spargeln, im unteren Drittel geschält, längs halbiert, schräg in ca. 4 cm langen Stücken, 200 g Champignons, geviertelt, 1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Blindbacken ca. 12 Min. u Teig mit einer Gabel sehr dicht ein­ stechen, in vier Rechtecke schneiden, diese diagonal halbieren, sodass acht Drei­ecke entstehen. Teigstücke mit dem Backpapier auf das Blech legen. Blindbacken ca. 12 Min. in der unteren Hälfte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens. Teigkissen herausnehmen, auf einem Gitter auskühlen. Für den Peter­ silienquark alle Zutaten in einer grossen Schüssel verrühren, würzen. Für den Belag Speck in einer beschichteten Bratpfanne langsam knusprig braten, herausnehmen, auf Haushaltpapier abtropfen. Bratbutter in derselben ­Pfanne heiss werden lassen. Spargeln bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. rührbraten. Champignons beigeben, ca. 3 Min. mit­ braten. Alles herausnehmen, mit dem Speck mischen, würzen, Belag etwas abkühlen. Vor dem Servieren die Teig­kissen mit dem Petersilienquark bestreichen und belegen.

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Grünes PouletRagout

Zutaten (für 4 Personen) Bratbutter zum Braten, 600 g Pouletbrüstli, in ca. 2 cm grossen Würfeln, 1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 1 Teelöffel Butter, 1 Zwiebel, fein gehackt, 1 Esslöffel Mehl, 2 dl Geflügel- oder Gemüsebouillon, 1 dl Rahm, 1 Esslöffel Bärlauch, grob geschnitten, 3 Esslöffel Petersilie, grob geschnitten, 3 Esslöffel Rahm oder Milch, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Vor- und zubereiten ca. 30 Min.

mit dem Schwingbesen beigeben, ca. 10 Min. köcheln, bis die Sauce sämig ist. Kräuter mit dem Rahm fein pürie­ ren, beigeben. Poulet beigeben, nur noch heiss werden lassen, würzen. Dazu passen Reis, Pastetli.

4

u Bratbutter

in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Poulet portionenweise ca. 4 Min. braten. Herausnehmen, würzen, zugedeckt beiseite stellen. Bratfett auftupfen. Butter in derselben Pfanne warm werden lassen. Zwiebel andämpfen. Mehl beigeben, kurz düns­ ten, Bouillon und Rahm unter Rühren

Bärlauch-Petersilien-Püree

Zutaten (ergibt ca. 2 dl) 50 g Bärlauch, gut abgespült, trocken getupft, in feinen Streifen, 50 g glattblättrige Petersilie, zerzupft, 1 Teelöffel Salz, 1 dl Rapsöl Vor- und zubereiten ca. 30 Min.

u Bärlauch und Petersilie mit Salz und Öl fein pürieren, in ein sauberes, gut verschliessbares Glas füllen. Haltbarkeit mit Öl bedeckt im Kühl­ schrank ca. 5 Tage. Passt zu Crostini, Risotto, Suppen, Teigwaren. Tipp Püree portionenweise tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 3 Monate.

u SENDEDATEN

Montag, 12. April 2010, 20.05 Uhr, SF 1 (Wiederholung: 13. 4., 1.00 und 13.50 Uhr, SF 1) u Brot und mehr: Frühlingsbouillon mit Krustenbrot, Gsottnigs mit BärlauchPesto und Bohnen, Zopfauflauf Mehr Info: www.aldente.ch

impressum Nr. 15, 99. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch EINZELVERKAUF einzelverkauf@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23 Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch internet www.schweizer-illustrierte.ch, www.online-kiosk.ch Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chefredaktor/Nachrichtenchef Stefan Regez MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Sekreta­riat Sara Schrepfer (Assis­tentin des Chefredaktors), Kathrin Berchtold (Assistentin des Verlags­direktors) creative Director Jean-Robert Schaffter Unter­haltungs­­chefin Bettina Portmann Politikchef Sascha Buchbinder wirtschaftschefin Nina Siegrist Sportchef Iso Niedermann Bildchef Markus Schnetzer Textchefs Natascha Knecht, Jan Morgenthaler autorin Stephanie Ringel chef­reporter René Haenig Nachrichten Thomas Kutschera, Marcel Huwyler Unterhaltung Daniela Zivadinovic (stv. Unter­haltungs­chefin), Sandra Casalini, Giuseppe Cerrato (Mode), Bar­bara Halter, Andrea Vogel (Leitung Leute) Sport Ilona Scherer, Alejandro Velert kunst Caroline Micaela Hauger Kultur, Die Besten Anina Rether (Leitung), Kati Moser, Isolde Schaffter-Wieland Shopp­ing Beatrice Schönhaus (Leitung), Ursula Borer, Kristina Köhler Gesundheit Verena Thurner (Leitung), Lisa Merz Ko­ordina­tion Sonder­ hefte Isabel Notari Bildredaktion Ulli Glantz (stv. Bildchef), Fabienne Hubler, Denise Zurkirch Fotografen Thomas Buchwalder, Fabienne Bühler, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Kurt Reichen­bach, Charles Seiler, Willy Spiller, Bruno Voser, Dick Vredenbregt Layout/Pro­duk­tion Björn Vondras (stv. Art Director), Maria Carlucci, Claudia Friedrich, Fabienne Hany, Dominic Koch, Nigel Simmonds (Info­grafiken), Otmar Staubli, Karin Strebel, Doris Wüthrich (Satztechnik) Design Beling Thoenen Design Korrek­torat Stefan Bührer, Irène Müller si online Barbara Lanz (Leitung a. i.), Franco Bassani, Anouk Haimoff, Sylvie Kempa, Yasmin Merkel, Ramona Thommen (Praktikantin), Javier Vázquez Ständige Mitarbeiter Urs Bärtschi (Auto), Peter Bichsel, Zeno van Essel, Helmut Hubacher, Peter Hürzeler, Chris von Rohr, Peter Scholl-Latour, Samuel Stutz, Elizabeth Teissier Buchhaltung Mirella Vignoni

Büro Paris Suisse Presse Médias, Annemarie Mahler, 6 rue de Bièvre, F-75005 Paris, Tel. +33-1-42 60 34 61, Fax +33-1-42 60 54 69

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u Jahresabo CHF 189.– (Schweizer Illustrierte, al dente, Shopping,

Verlag Ringier AG, 4800 Zofingen Verlag der Ringier-Zeitschriften Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 11, Fax 044 - 259 68 44 Marketing Verena Baumann (Leitung), Esther Burger, Patricia Häusler Head of Marketing Zeitschriften Thomas Passen Anzeigenleiter Zeitschriften Martin Tamas Product Manager Nicole Wesche Produktionsleiter Roland Winkler Anzeigenverkauf International Fax +41-44-259 69 96 Syndication und Nachdruckrechte RDZ Syndication – Ursula Steinegger, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 60, Fax 044 - 259 86 69 Druck Ringier Print Zofingen AG, 4800 Zofingen, Tel. 062 - 746 31 11 Vertrieb im Ausland Ringier SA, BP 228, F-68306 St-Louis Cedex; Illustrierte-Zeitschriften-Vertriebs-GmbH, Turmstrasse 4, D-78467 Konstanz Auslands-Abonnementspreise Anfragen an den Verlag richten Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Geschenkidee.ch GmbH; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Original SA; Previon AG; Presse TV AG; Radig AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medienintegration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd.; Ringier Vietnam Company Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

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Sympathisch Christian und Antonietta Leschhorn setzen in der «Sonne» auf neue Ideen – und kommen bei den Gästen gut an.

Nach dem «Löwen» kam die «Sonne» Landhaus Sonne, Dürnten ZH Der Neustart ist ihm gelungen: Christian Leschhorn kocht auf hohem Niveau. Sein Markenzeichen sind grosse, fangfrische Fische. Tadellos zubereitet.

M

it seinen Kochkünsten hat Christian Leschhorn jahrelang die Gossauer erfreut. Doch dann kam der dortige «Löwen» baulich in die Jahre. Leschhorn zog es vor, im nahen Dürnten etwas Neues aufzubauen. Er wolle in der neu erworbenen «Sonne» keinen Gourmettempel installieren, gab er nach dem Umzug zu Protokoll. Das heisst aber keineswegs, dass er die ­Motivation verloren hätte, auf hohem Niveau zu kochen. Sein Aushängeschild sind grossformatige, fangfrische Fische, ein Markenzeichen ambitionierter Küche. Sympathisch, dass die Tagesauswahl in natura präsentiert wird. Unser Loup de Mer war

jedenfalls tadellos gegart, die hausgemachten Kartoffelchips brachten eine lockere Note in das Gericht. Aber der Reihe nach: Schon beim Apéro, einem Riesling-Crémant von der Mosel, wurde klar, dass man auf neue Ideen setzt. Dann war Variation von Fenchel-Safran-Soufflé und Tatar von geräucherter Forelle auf KichererbsenSalat angesagt, dazu gab es frittiertes Kalbsschwanz-Raviolo auf Wasabi-Peterli-Sauce. Das war vielfältig, aber gut abgestimmt und fehlerlos zubereitet. Bei der Suppe pflegt man verschiedene ­Stile. Während die Topinambur-Cremesuppe mit hausgemachten bunten Gnocchetti auf Fülle setzt, gerät das Duo von der

­ etersiliensuppe (Wurzelcreme mit P Knoblauch-Croûtons und Sud von italienischer Blattpetersilie mit gebratener Wildfangcrevette) leicht und duftig. Abschliessen durften wir mit Valrhona-Terrine im Baumkuchenmantel auf mariniertem Ananas-Carpaccio: lecker ohne Wenn und Aber. Die mit MandarinenMascarpone-Creme gefüllten Crêpes mit Mohnsamen-Krokant und CaipirinhaSorbet überforderten uns zwar mengenmässig, fielen sonst aber keineswegs ab. Die Leschhorns – Antonietta als charmante und kompetente Sommelière wollen wir nicht vergessen – haben also mit dem Umzug nichts verlernt. 

Foto Dick Vredenbregt

wein-tipp Neue MondaviGeneration Michael Mondavi, Sohn des legendären Robert Mondavi, ist unzertrennlich mit Kaliforniens Weinbau verwurzelt. Zusammen mit seiner Familie (der vierten Mondavi-Generation) hat er neue Weine kreiert. Wie den

Emblem 2006 (13,5 %). Ein reiner Napa Valley Cabernet ­Sauvignon, der 22 Monate in französischen Barriques und ein halbes Jahr auf der Flasche reifte. Schon seine dunkle Farbe verkündet eine aromatisch intensive Erfahrung. Kaum im Gaumen werden Noten von Zedern-

holz, Sauerkirschen, Cassis und schwarzer Schokolade erkennbar. Schön auch die dichten Tannine. Idealerweise wird dieser komplexe und vielschichtige Wein dekantiert oder zumindest aus grösseren Gläsern getrunken. Denn der Emblem braucht Luft, um sich zu entfalten.

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weekend

Auto

schon gefahren Jaguar XJ

Endgültiger Traditionsbruch Optisch ist Jaguars neue ­Luxuslimousine kaum noch als XJ zu erkennen. Statt des klassischen Looks dominiert nun der kühle Hauch der Neuzeit. Allerdings ohne neu­reiches Schickimicki-Gehabe.

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or sieben Jahren überarbeitete Jaguar sein Flaggschiff XJ. Was damals vielen nur als Facelift erschien, war technisch eine grund­ legende Revolution: genietete und geklebte Vollalustruktur und Alukaros­ serie sowie Luftfederung. Dazu hoch­ moderne Acht-Zylinder-Motoren. Jaguar machte einzig den Fehler, die techni­ sche Revolution unter der weiterhin kaum veränderten, konservativen Fahrzeugform zu kaschieren. Der Sprung in die Zukunft blieb so vielen verborgen. Diesen Fehler will die ab Juni erhält­liche neueste XJ-Generation

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schweizer illustrierte

definitiv korrigieren. Mit markanter Front, lang gestreckter Silhouette und fliessendem Heck soll das Image als «Altherren­beschleuniger für Nostalgi­ ker» definitiv verschwinden. Was die moderne Optik verspricht, setzt sich im Innenraum fort. Die Insassen empfängt kühle, die metropole Welt verkörpernde Luxus-Hightech. Wohlriechendes Leder, Klavierlackschimmer und chrom­

Noble Kommandobrücke Unter dem Scheibenrahmen verläuft ein Edelholzband. Die Anzeigen im Fahrer-Blickfeld sind virtuell.

blitzende Opulenz sowie ein unter dem vorderen Scheibenrahmen umlaufendes Edelholzband erinnern an die Brücke einer edlen Motorjacht. Kühler Prunk ohne Protz. Die flache Armaturentafel mit den virtuellen Cockpitanzeigen sind nur Bildschirmdarstellungen und lassen sich je nach Informationsbedarf durch andere Motive (z. B. Navigation oder Bordcomputer) überblenden. Mit der fortschrittlichen Optik und Technik harmoniert auch das Fahrge­ fühl. Der XJ ist trotz seiner stattlichen Länge von 5,12 Meter kein schwerfäl­ liges, schaukelndes Schiff, sondern ein erstaunlich handliches, sportlich-kom­ fortables Gefährt. Jaguar-Europadirek­ tor Bernard Kuhnt ist sich bewusst, dass vermutlich nicht alle bisherigen XJ-Kunden den Sprung in die Zukunft mitmachen dürften. «Aber es werden andere, jüngere dazukommen», ist er überzeugt. Raoul schwinnen


news

Peugeot RCZ der französische tt u Auf den ersten Blick scheint der Peugeot RCZ eine Kopie des Audi TT zu sein. Geht man aber ins Detail, wirkt die Karosserie des französischen Coupés noch einen Tick spannender – hier ein Beulendach, dort ein kesser Hüftknick. Der Innenraum wirkt dank viel Glas erfreulich hell, die Sitzposition ist aber relativ hoch – hier erkennt man die Basis des RCZ, den kompakten Peugeot 308. Motorisiert ist der ab 22. April startende Franzose vorerst mit einem 1,6-Liter-Benziner (156 PS) und einem Zweiliter-Diesel (163 PS). Im Juni folgt dann die Topversion mit Benzin-Twin-scroll-Turbo (200 PS). Die Preise starten bei 39 600 Franken – also fast 7000 Franken unter dem vergleichbaren Audi TT.

Modern Times Der neue Jaguar XJ hat ­optisch mit seinen Vorgängern nichts mehr gemeinsam.

jaguar xj

Provokant Die Front ist markant, das Heck mit fliessenden Linien elegant. u Motoren Benzin 385, 470, 510 PS,

Diesel 275 PS u 0 bis 100 km/h 4,9 bis 6,4 s u Spitze 250 km/h (elektr. abgeregelt) u Verbrauch 7,0 bis 12,1 l/100 km u CO2-Ausstoss 189 bis 289 g/km u Energieeffizienz-Kategorien B bis G u Verkauf ab Juni 2010 u Preis ab CHF 115 000.– u Konkurrenten Aston Martin Rapide,

Audi A8, BMW 7er, Lexus LS, ­Mercedes S-Klasse und Porsche Panamera u Unser Urteil Der neue XJ ist für Jaguar ein mutiger, aber notwendiger Schritt in die Zukunft. Auch wenn die pro­ gressive Form mit der Tradition bricht, bietet der XJ weiterhin den marken­ typischen Stil – erweitert um die Dimensionen Moderne und Dynamik.

skoda fabia reifer geworden u Der beliebte Kleinwagen aus Tschechien wurde markant überarbeitet. Weniger optisch (neue Front mit breiterem Grill und grösseren Leuchten) als vielmehr technisch. Unter der Haube sitzt eine neue Motorengeneration. Die neuen kleinvolumigen Triebwerke mit Turbo-Aufladung (86 bis 105 PS) machen den Fabia spritziger, aber auch sparsamer (4,2 bis 5,3 l/100 km) als bisher. So schaffen nun alle Motoren die beste Energieeffizienz A. Der Skoda Fabia überzeugt aber auch an der Preisfront: Die ab Anfang Juni erhältlichen neuen Modelle gibts ab 18 690 Franken (Limousine) bzw. 19 690 Franken (Kombi). Später kommt eine Einstiegsvariante mit 70 PS ab etwa 15 000 Franken dazu. schweizer illustrierte

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«Jetzt ist Liebe auf den ersten Blick möglich!»

woche vom 18. bis 24. april 2010 Eine positive Woche: Sonne–Uranus und Sonne–Neptun am 18. sowie Venus in Harmonie zu Saturn und Uranus am 2. Das könnte symbo­ lisch für Bemühungen bezüglich Umwelt, erfolgreiche huma­ nitäre Aktionen usw. stehen. Auch kulturelle oder sportliche

Ereignisse könnten für positive Schlagzeilen sorgen. In per­ sönlichen Horoskopen sind davon die 3. Dekaden Fische, Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion und Steinbock betroffen. Sie ent­ decken neue Interessen, machen schicksalhafte Begegnungen. Manchmal Liebe auf den ersten Blick oder ein Neubeginn?

widder 21.–30. 3. Sie kümmern sich am 19. um häusliche Probleme, sind nicht bester Laune. Besser werden der 21./22. Körperlich sind Sie gut in Schuss, sehr vital und dynamisch. 31. 3.–9. 4. Sie sind am 18. kontaktfreudig, können sich aussprechen. Am 20. ­könnten Sie mit einer Bemerkung anecken, die ­Stimmung zu Hause ist etwas angespannt. 10.–20. 4. Am 18./19. kommen Sie Ihren Idealen näher. Vor allem an Ihrem Geburtstag könnte ein Wunschtraum in Erfüllung gehen. Sie erleben eine echte (innere) Bereicherung.

stier 21.–30. 4. Mit Ihrem Geburtstag beginnt eine neue Ära (neue Partnerschaft, neue Aufgaben?). Exzellent der 19. und 24. Hektisch: der 22. (speziell für nach dem 27. Geborene). 1.–10. 5. Sie sind am 20. sehr kontaktfreudig, stehen im Mittelpunkt. Ein Angebot der vergangenen Wochen könnte wieder zur Sprache kom­ men, ein Projekt entwickelt sich bestens (Resultate Ende Mai). 11.–20. 5. Traumwoche! Venus verleiht Ihnen Flügel, verspricht unvergessliche Momente voller Ro­ mantik, manchmal Liebe auf den ersten Blick (21., 24.!).

zwillinge 21.–31. 5. Am 21./22. können Sie ein Miss­ verständnis aufklären. Auch günstig für einen Besuch, eine Reise. Komplikationen (Wohnung?) am 24. mög­ lich. Körperlich sind Sie gut in Schuss (am 22.) 1.–10. 6. Sie ziehen sich zurück, beschäftigen sich mit sich selbst (20., 24.). Am 18. kommt Ihnen eine Bemerkung in den falschen Hals, am 22. sind Sie gut gelaunt. 11.–21. 6. Eine Freundin hilft Ihnen am 21. mit nützlichen Ratschlägen. Nach dem 18. Geborene schweben in höheren Sphären, kommen ihren Idealen näher (am 18., 23., 24.).

krebs 22. 6.–1. 7. Sie haben die Lage unter Kon­ trolle, kommen Ihren Zielen näher (24.). Neue Projekte versprechen Erfolg. Freunde unterstützen Sie dabei. Am 19. Ihrem Instinkt vertrauen! 2.–12. 7. Sie können am 20. nur schwer Ihre Gefühle kontrollieren, können am 24. einen Fehler ausbügeln. Eine Begegnung der letzten Wochen oder ein Projekt mit Freunden könnte jetzt wieder zur Sprache kommen. 13.–22. 7. Sie werden nach allen Regeln der Kunst verwöhnt: schicksalhafte Begegnung, schöne Momente zu zweit, unvergesslich der 18., 21., 24.

löwe 23. 7.–1. 8. Sie müssen mit Komplikationen rechnen, sind am 21./22. nicht auf der gleichen Wellen­ länge. Nach dem 28. Geborene sollten jedes Risiko vermeiden (am 22.). 2.–12. 8. Sie verlieren schnell die Geduld, agieren undiplomatisch (am 22.), sind zerstreut, einigen könnte ein Fehler unterlaufen, speziell am 19. oder 22. Klären Sie ein Missverständnis schnell auf! 13.–23. 8. Sie sind am 18. gut inspiriert, ein neues Vor­ haben (u. a. künstlerisch) hat gute Chancen. Lassen Sie kein Detail ausser Acht, bleiben Sie realistisch (am 23.).

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie haben Rückenwind, ent­ decken neue Horizonte. Günstig für Kontakte ins Aus­ land, Reisen, schriftliche Arbeiten etc. Speziell am 19., 24. treffen Sie die richtigen Entscheidungen. 3.–12. 9. Sie zeigen sich schlagfertig, agieren clever, knüpfen wertvolle neue Kontakte. Günstig für wichtige Verhand­ lungen, Reisen, Examen usw. (am 20., 24.). 13.–23. 9. Ein finanzielles Problem (mit dem Partner?) können Sie am 18. regeln, günstig für Kontakte oder eine Aus­ sprache werden der 21., 24. Komplikationen: am 19., 22.

waage 24. 9.–3. 10. Am 19. könnte man Ihnen ­Steine in den Weg legen, aber am 21./22. läufts wieder besser, Sie sind sehr vital. Um den 28. Geborene müssen sich mit einer neuen Situation abfinden. 4.–13. 10. Sie stehen am 18. und 22. im Mittelpunkt, Ihre gute Laune steckt an. Am 20. müssen Sie mit Hindernissen rechnen, sollten diplomatisch vorgehen. 14.–23. 10. Ihre Libido läuft auf Hochtouren, am 21. und 24. sind Sie leiden­ schaftlich und stürmisch. Sie schweben auf Wolke sie­ ben, sollten aber am 18. und 23. auf dem Boden bleiben.

skorpion 24. 10.–2. 11. Die Initiative liegt derzeit eher bei Ihrem Partner. Hitzige Debatten am 21., Entspannung am 24. Vermeiden Sie jedes physische Risiko, schalten Sie einen Gang zurück! 3.–12. 11. Bei schwierigen Ver­ handlungen sind Sie geschickt (19., 22.). Eine endgültige Lösung Ende Mai? Am 20. freuen Sie sich über eine gute Nachricht (Ausland?). 13.–22. 11. Die Beziehungen zu Angehörigen sind angespannt (am 20., 23.). Auf dem Gefühlssektor klappt alles, Sie sind unwiderstehlich. Schicksalhafte Begegnung, unvergesslich der 18., 21., 24.

schütze 23. 11.–2. 12. Sie könnten am 21. anecken und handeln undiplomatisch. Aber am 24. finden Sie die richtigen Worte im richtigen Moment. Körperlich sind Sie in Bestform (am 22., 24.). 3.–12. 12. Ein Problem (Arbeits­ platz?) könnte wieder zur Sprache kommen (am 19., 22.). Folgen Sie Ihrer Intuition! Am 18. auf die Argumente des Partners hören. 13.–21. 12. Eine schwierige Situation, die auf Herbst 2009 zurückgeht, wird wieder aktuell. Sie haben am 18./19. gute Karten, um eine Lösung zu finden. Gleichzeitig entdecken Sie neue Interessen.

steinbock 22.–31. 12. Am 19. sind Differenzen mit dem Partner möglich, aber am 24. kommen Ihre Argumente an. Um den 26. Geborene verändern sich tief gehend, kommen ihren Zielen näher (am 24.). 1.–10. 1. Günstige Phase für Verhandlungen, Diskussionen und neue Kon­ takte. Sie sind sehr redegewandt. Ein Projekt von Anfang April bringt erste Resultate (20., 24.). 11.–20. 1. Venus symbolisiert Frühlingsgefühle und Herzklopfen. Viel­ leicht eine denkwürdige Begegnung, eine Versöhnung? Am 18., 21. und 24. sind Sie im siebenten Himmel.

wassermann 21.–30. 1. Sie kümmern sich vorwiegend um Ihr Heim (Dekoration, Garten), sind am 24. ganz in Ihrem Element, aber am 21. Komplikationen oder Pannen. Körperlich geht es ab 22. bergauf. 31. 1.–9. 2. Familiäre Probleme könnten am 19. oder 22. zur Sprache kommen. Kein Öl ins Feuer giessen! Eine Lösung kündigt sich Ende Mai an. 10.–19. 2. Die Beziehungen zu (weiblichen?) Angehörigen sind nicht gerade einfach, und am 20. oder 23. wird Ihre Geduld auf die Probe gestellt. Am 18. und 24. freuen Sie sich über eine nette Geste (Geschenk?).

fische 20. 2.–1. 3. Exzellente Woche für Besuche, Aussprachen, Reisen (19., 24.). Für um den 24. Gebore­ ne zeichnet sich ein Neuanfang ab, der Beginn eines grösseren Vorhabens. 2.–10. 3. Eine Begegnung oder ein Angebot bringt gute Ergebnisse. Sie haben am 20. und 24. gute Karten, können Ende Mai mit einem positiven Resultat rechnen. 11.–20. 3. Ihr Charme bringt Sie der­ zeit weit, einige schweben auf Wolke sieben, erleben am 18., 21. und 24. wahre Sternstunden: aussergewöhnliche Begegnung, Neubeginn, Liebe auf den ersten Blick?

ihr tages-horoskop 82

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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die dritten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, und die fünften Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. zAhlenSchlüSSel

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Wer häts – ohä lätz Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. So können Sie 20 FrAnken geWinnen: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. einsendeschluss Sonntag, 18. April 2010

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B A L L O (N) N (O) VOGEL WELLE NOVELLE

SUDOKU mittel 5 4 2 1 3 8 9 7 6

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Conceptis Puzzles

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Rebus

Auflösung aus Heft 14

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KREUZWORTRÄTSEL

LÖSUNG: SPEZIALIST schwer

2 1 9 6 7 5 4 8 3

8 6 5 4 1 3 2 9 7

4 5 3 8 9 2 7 6 1

7 8 6 5 4 1 3 2 9

9 2 1 3 6 7 5 4 8

Lösung: 537

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

LÖSUNGSWORT

9 5 7 1 3 6 4 8 2

8 6 4 5 9 2 3 1 7

3 2 1 7 4 8 9 6 5

1 7 9 8 5 4 6 2 3

2 3 5 6 7 1 8 4 9

4 8 6 3 2 9 5 7 1

5 1 8 2 6 3 7 9 4

7 9 2 4 8 5 1 3 6

6 4 3 9 1 7 2 5 8 06010002521

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weekend

Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


SPEKTAKEL Die Ballett-Inszenierung von Skydance kann sich mit jenen von grossen Opernhäusern messen.

Der Himmel voller Tanzartisten Die grösste Tanz- und Musikshow Europas kommt nach Zürich ins Hallenstadion: Skydance, ein Feuerwerk von Musik, Tanz, Comedy und Entertainment, vereint Superstars wie Bligg, Ronan Keating, Lou Bega, Ingo Appelt und viele mehr zu einem Top-Spektakel.

WELTSTAR AUS IRLAND PUBLIKUMS­ LIEBLING Ronan Keating bezaubert mit warmer Stimme und melodiösen Songs.

u Ronan Keating Der sympathische Ire, der mit der Gruppe Boyzone und als Solokünstler mit Hits wie «Life Is a Rollercoaster» oder «When You Say Nothing at All» die Hitparaden stürmte, gibt dieses Jahr exklusiv bei Skydance seine einzigen vier Schweizer Konzerte und präsentiert dabei sein neues Album «Winter Songs». Ein echtes Highlight im Zürcher Hallenstadion!


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LEIDENSCHAFT Weltmeisterlicher Tango argentino lässt die Herzen im Publikum höherschlagen.

«Weltstars und Künstler in einem Gesamtkunstwerk hautnah erleben, das ist nur bei Skydance möglich» enn Nicoletta und Alberto mit leidenschaftlicher Eleganz über die Bühne schreiten, vibriert die Luft in der Halle und ein Hauch von lateinamerikanischer Heissblütig­ keit erfasst das Publikum. Mit Tango argen­ tino in höchster Perfektion berühren die zweifachen Weltmeister die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer – und sind nur eines von vielen fantastischen Highlights, die die grösste Musik- und Tanzshow Europas zu bieten hat. Skydance hält, was der Name verspricht: himmlische Tänzerinnen und Tän­ zer, begleitet von Weltstars aus der Pop- und Rockmusik und geistreich kontrastiert mit

den frechen Sprüchen von Deutschlands Comedy-Liebling Ingo Appelt. Insgesamt 150  Artisten aus mehr als 14 Nationen ver­ einen sich zu diesem Spektakel der Extra­ klasse, in dessen Zentrum nur eines steht: Das Publikum mit der atemberaubendsten, perfektesten, abwechslungsreichsten und unvergesslichsten Show einen Abend lang in seinen Bann zu ziehen. Skydance setzt neue Massstäbe – nicht nur, was die tänzerische und musikalische Vielfalt betrifft, die sich an einem Abend zu einem harmonisch abgestimmten Gesamtkunstwerk vereint. Skydance fordert von Bühnenbauern und Effekt-Spezialisten ganz neue Konzepte,

um dem Publikum von überall einen optima­ len Blick auf die riesige 400  Quadratmeter grosse Bühne zu ermöglichen. So wird das Hallenstadion nicht wie üblich in der Längs­ achse von vorne nach hinten bespielt, son­ dern die Bühne steht quer im Raum. Das ermöglicht es mehr Zuschauern, die Show aus nächster Nähe zu betrachten – ja mehr noch: Die Tische und Stühle im exklusiven PlatinCircle sind sogar von der Bühne umrahmt. Die Zuschauer dort befinden sich also quasi mitten im Zentrum des Geschehens. Und das will bei Skydance etwas heissen: Eine sensationelle Lightshow, Sound in bester Qualität, atemberaubende Multimedia- und Pyrotechnik, die Ausstattung mit über 600 Kostümen sowie TV-Kameras, die jedes Detail überlebensgross auf riesige Screens projizie­ ren, bieten ein einzigartiges Erlebnis. Auf der Reise durch die Kulturen dieser Welt werden die Sinne verwöhnt und unvergessliche Momente geschaffen. Von Ballett bis zu Hip-Hop, von Salsa bis zum traditionellen irischen Stepptanzgewitter wird alles geboten, was an Bewegungsästhetik nicht zu übertref­ fen ist. Besonders spektakulär: die längste Irish Dance Line der Welt mit Special Star Guest, dem achtfachen Weltmeister John Carey! Gänsehaut ist garantiert. Überschäu­ mende Begeisterung und Standing Ovations sind Kult. Das alles ist Skydance: begeisternder Artistenzauber, fulminante Showeffekte,

MUSIG I DÄ SCHWIIZ

HIP-HOP-SPEKTAKEL

KING OF SALSA

KAMPFKUNST-AKROBATIK Coole «Hip-Hop-Helikopter» wechseln sich mit witziger Comedy-Akrobatik ab.

GROOVIG Wenn Lou Bega mit seiner Schmalzstimme den Mambo summt, schmelzen die Herzen.

u Swisstricks Man nehme Kampfkunst in höchster Vollendung, würze sie mit ein paar Hip-Hop-Moves und schmecke sie mit einer grossen Prise Akrobatik ab. Swisstricks überzeugen ihr Publikum mit einem hoch­ explosiven Showmix der Extraklasse. Die bunte Truppe besteht aus Stars aus Israel, Tschechien, Frankreich, Kamerun, Korea, Deutschland und der Schweiz.

u Lou Bega Mit «Mambo No. 5» war Lou Bega in mehr

W

HIP-HOP-CHEF Bligg kombiniert Hackbrett-­ Melodien und Akkordeon zu Hip-Hop-Beats und TurntableEffekten.

u Bligg Mit Klängen der Volksmusik verzaubert der

Zürcher Hip-Hop-Chef Bligg seine Zuhörer und klettert bis ganz oben an den Musikhimmel. Und nach über 100 000 verkauften «0816»-CDs und wochenlangen Top-Ten-Platzierungen in den Schweizer Charts muss man ihn und seine achtköpfige Band einfach live erleben. Skydance bietet dazu eine gute Gelegenheit!

als 20 Ländern an der Spitze der Hitparade. Sein Welthit hat sich über 50 Millionen Mal verkauft. Lou Bega hat die Welt zum Tanzen gebracht. Sein Salsa-Groove bescherte ihm zwei Echo-Awards und ein Millionenpublikum. Bei Skydance präsentiert er weltexklusiv seine neue Single «Boyfriend» und das dazugehörige Album!


bombastischer Bühnenbau. Dieser beeindruckende Mix aus verschiedenen Kulturelementen und modernster Technologie mag auf den ersten Blick etwas komplex wirken, jedoch entspricht er genau dem Zeitgeist, der von der sogenannten Crossover-Kultur geprägt ist. Grenzen zwischen den einzelnen Genres verwischen immer mehr. Künstler verschiedenster Herkunft befruchten sich durch ihr Aufeinandertreffen gegenseitig. So

leistet Skydance einen Beitrag dazu, dass sich stilistische Antipoden wie Ballett und Hip-Hop näherkommen – und der Zuschauer kann davon live Zeuge sein. Denn obwohl bei der Grossproduktion Skydance alles nach einer genauen Choreografie ablaufen muss, bleibt Platz für spontane Improvisation und Interaktion mit dem Publikum. «Das ist uns ein wichtiges Anliegen», sagt Regisseur Gery Bucher. «Die Chance,

so exklusive Stars und so hochkarätige Tanzformationen so nah und so live zu sehen, macht die grosse Attraktivität von Skydance aus. Ein einzigartiges Erlebnis für die ganze Familie.» u SHOWDATEN

Freitag, 21. 5., 2010 20 Uhr; Samstag, 22. 5., 20 Uhr; Sonntag, 23. 5., 15 Uhr und 19 Uhr


DIE GRÖSSTE BÜHNE IM HALLENSTADION ZÜRICH

GIGANTISCH Die riesige Quer-Bühne im Hallenstadion gibt Platz für die längste Irish Dance Line der Welt.

u MUSICAL-BESTUHLUNG

Das Hallen­stadion wird bei Skydance quer bespielt, das heisst, die Bühne ist auf der einen Seite aufgebaut, auf der anderen Seite ist das Publikum. So sitzen die Zuschauer überall nahe an der Bühne und können die Show viel komfortabler und näher geniessen. Zudem sehen die Zuschauer auf den Screens links und rechts im Bühnenbild schöne Detailbilder.

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9.4.2010

u ÖKOLOGISCHER EVENT

Die Producer von Skydance legen grossen Wert darauf, dass die Grossveranstaltung umweltschonend über die riesige Bühne geht. Im Hallenstadion wird ausschliesslich Öko-Strom verwendet, Flyer bestehen aus FSC-zertifiziertem Offsetpapier. RailAway bietet für Skydance vergünstigte Bahn­ billette. Und mit dem Skydance-Ticket kann man in der ganzen Stadt Zürich gratis Tram oder Bus fahren!

11:23 Uhr

Seite 1

u PLÄTZE UND TICKETS

Die Eintrittskarten für Skydance sind äusserst begehrt. Viele der insgesamt fünf Kategorien sind schon fast ausverkauft. Für die Vorstellung am Pfingstsonntag hat es aber noch gute Plätze, sogar noch im exklusiven Golden- und Platin-Bereich, auf Wunsch mit feinem Dinner. Tickets kann man bequem online buchen über www.skydance.info oder über Tel. 0900 910 920 (CHF 0.50/ Min.).

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21. – 23. MAI 2010 HALLENSTADION ZÜRICH

TICKETS:

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Bärenstark Wer ist der ­S tärkere Die Geschwister Berna (l.) und Urs beim spieleri­schen Kämpfen. Die vielen Besucher des Berner Bärenparks sind entzückt.

Süsser als Honig Sie sind derzeit die grössten Stars in der Bundesstadt: Die kleinen BraunbärenZwillinge Berna und Urs ver­zaubern täglich Zehn­ tausende von Besuchern aus der ganzen Schweiz. Was für eine Bären-Mania in Bern! schweizer illustrierte

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LIEBE Immer wieder kommen die Jungen zurück in die Nähe ihrer Mutter Björk. Bild links: Bis zu vier Meter hoch klettern die Baby-Turner.

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schweizer illustrierte


Bärenstark

«Bärenjungen erinnern uns an die eigenen ­Kinder» PARK-DIREKTOR SCHILDGER


Text Thomas Kutschera Fotos Kurt Reichenbach

Kleine Künstler

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Gezeichnete Bären Im Bärenpark trafen wir Buben und Mädchen des Kindergartens Zäziwil BE. Daheim zeichneten sie Björk & Co.

«Der Bäri freut sich, dass die Sonne so schön scheint» Lukas Liechti, 6

«Mir gefiel, wie die Bären so schnell die Bäume hochkletterten» Florian Wahlen, 7

«Die drei Bären haben Hunger. Deshalb haben sie einen blauen Fisch im Maul» Anna Clara Gfeller, 6

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Bärenhunger Tierpark-Direktor Bernd Schildger (l.) und Bärenwärter Walter Bosshard im Keller der Bärenpark-Anlage. Hier lagert das Futter. Björk und Co. sind Allesfresser, bekommen viel Gemüse und Früchte. Am Boden der Honig, der für die Bärenfamilie gespendet wurde. «Wir haben genug für die nächsten zehn Jahre.»

öö» tönts hier täglich tausend­ fach. «Jöö!» Berna hat eben einen Gump auf Mamas Rücken gemacht, krallt sich mit ihren Tatzen ins weiche Fell. Ein kurzer Blick den Hang hinauf: Wo ist mein Bruder? Da passierts: Berna verliert den Halt, fällt zu Boden, kullert den Hang hinunter, landet auf dem Rücken, die vier Beine in der Luft. Verdutzt schaut der Petz um sich, rappelt sich auf die Beine. Die Zwillinge Urs und Berna – sie sind zurzeit die grössten Stars in der Bundesstadt. «Eine Attraktion, die jeden Tag so viele Zuschauer anzieht, hatten wir in Bern schon seit Jahren nicht mehr», sagt Daniela Zehr von Bern Tou­ rismus. «Über 60 000 Besucher aus der ganzen Schweiz pilgerten allein über ­Ostern zum Berner Bärenpark. Die nahe Nydeggbrücke musste für den Auto­ verkehr gesperrt werden – so viele Leute wollten das Spektakel von dort oben miterleben. Auch vergangene Woche war der Bär los: Jeden Tag kom­ men rund zehntau­ send Bärenfans. Mitte Dezem­ ber 2009 kamen die putzigen Zwil­ linge zur Welt. Ihre Eltern sind Björk, 10, und Finn. Das Geschlecht der Babys konnten die Tierpfleger bis jetzt noch nicht eindeutig bestimmen. «Das Baby mit dem breiteren weissen Halskragen ist vermutlich ein Weibchen», sagt Bernd Schildger, 54, Direktor des Tierparks Dählhölzli, dem der Bärenpark angeglie­ dert ist. Walter Bosshard, einer der drei Bärenwärter, beobachtet die Jungbären genau. «Das Tier mit dem kleineren Kra­ gen ist eher auf die Mutter bezogen, das andere ist das frechere von beiden.» Und wieder geht ein Raunen durch die Menge, die Kameras klicken im Sekundentakt. «Lueg det!» Berna klettert behände einen Baumstamm empor, packt einen zweiten, schwingt sich wie ein Kunstturner durch die Luft. «Bravo!», murmelt ein Grossvater, die Enkelin auf seinen Schultern klatscht: «Härzig!» Berna hangelt sich wieder runter, spurtet dem Bruder nach zum Wasserbecken. «Einmal plumpsten sie ins Wasser», erzählt Bosshard. «Björk half ihnen mit ihren Tatzen wieder an Land, schwimmen können die beiden u noch nicht sehr gut.»


B채renstark

Wirbelwinde Auf ihren Entdeckungsreisen liefern sich die Zwillinge oft rasante Rennen. Erwachsene B채ren sind bis 60 km/h schnell.

Siesta Rennen macht m체de! Und mit einem Grashalm im Mund ruhts sich einfach besser. Die Jungb채ren wiegen zurzeit je rund sieben Kilo. schweizer illustrierte

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Verschmust Urs und Berna beim Tête-à-tête.

Wer ist denn das? Berna sieht sich im Wasser und staunt.

Vater Finn ist durch ein hohes Metallgitter von seiner Familie getrennt. Bärenmännchen entwickeln keine Vater­gefühle, der 250-Kilo-Brocken hätte seine Kinder zum Fressen gern. Das vierjährige Männchen hatte vergangenen November für Schlagzeilen gesorgt, als ein 25-jähriger geistig Behinderter ins Bärengehege gesprungen war und von Finn angegriffen und verletzt wurde; ein Polizist setzte ihn mit einem Schuss in die rechte Schulter

ausser Gefecht. Tierpfleger Bosshard: «Finn geht es wieder prima.» Der geistig behinderte Mann machte dem BärenparkTeam vor Kurzem einen Besuch. «Er entschuldigte sich. Wir sagten ihm, er müsse sich ­keine Vorwürfe machen.» Der Bärenwärter Bosshard steigt in den Keller der Anlage. Hier unten sind die Ställe, in denen Björk und Finn jeden Morgen nach acht Uhr gefüttert werden. Zum Zmorge, ihrer Hauptmahlzeit, gibts

ein Kilo Gemüse und Früchte. Die Babys ernähren sich noch zu hundert Prozent von der nahrhaften Muttermilch. Alle drei Stunden legt sich die 170 Kilo schwere Björk hin, und die Jungen «docken an», wie Bosshard sagt. «Pro Tag legen sie an die 100 Gramm zu. Wir schätzen sie auf je sieben Kilo.» Bosshard schmunzelt. Rund hundert Kilo Honig seien in den letzten Monaten gespendet worden. «Vom Migros-Bud-


Bärenstark auch hier gibts BÄren

Hoppla! Ob dieser Sturz beabsichtigt war? get-Honig bis zu Imker-Spezialitäten ist alles dabei.» Pro Woche gibts für Björk und Finn ein, zwei Teelöffel davon. «Sonst bräuchten sie einen Zahnarzt.» Warum die jungen Bären so faszinieren? Direktor Schildger: «Ihr Gesicht passt trotz dem dunklen Pelz in unser menschliches Kindchenschema. Auch ihre scheinbar tollpatschigen Bewegungen erinnern uns an die eigenen Kinder.» Unten im Park liefern sich Urs und Berna ein Rennen den

Genuss Mama Björk wird gekrault. steilen Hang hinauf. Auf einem Bödeli hält Berna plötzlich an, setzt sich auf die Hinterbeine, schlägt mit einer Tatze nach einem Vogel. Urs kann nicht stoppen, prallt in seine Schwester. Und ein acht­ beiniges Wollknäuel wälzt sich am Boden. Szenenapplaus. «Jöö», tausendfach. 

Mehr Bilder:

www.schweizer-illustrierte.ch

Neugierig Jungbär Boby im Juraparc Vallorbe VD. u Zolli Basel Zu sehen gibts Brillenbären und Malaienbären. www.zoobasel.ch u Zoo Zürich Hier sind Brillenbären und Nasenbären zu beobachten. www.zoo.ch u Tierpark Goldau SZ Hier tummeln sich drei Braunbären. www.tierpark.ch u Wildnispark Zürich In Langnau a. A. gibts drei Braunbären. www.wildnispark.ch u Juraparc Vallorbe VD Jungbären Buba und Boby. www.juraparc.ch


Party

Ammanns Après-Ski mit Amy «Amys Musik ist supergeil.» Simon Ammann geniesst den letzten Schneetag, danach gehts in die Ferien, «ab a d Wärmi».

13. SnowpenAir auf der Kleinen Scheidegg

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lle wollen auf den Berg! 10 000 Besucher ­quetschen sich am Samstagmorgen gestaffelt ins Jungfraubähnli, unter ihnen Sportmoderator Matthias Hüppi. Mit Ehefrau Cornelia harrt er ­stehend die rund 45 Fahrminuten von Lauterbrunnen BE auf die Kleine Scheidegg aus, lehnt Sitzplatzangebote ab und schwelgt in Vorfreude: «Die Atmosphäre da oben geht unter die Haut!» Schwingerlegende Harry Knüsel findet, «das ist wie an einem Brünigschwinget», als Rock­-Lady Natacha und The Baseballs die Stimmung anschwellen lassen. Nach den Kult-Rockern Foreigner warten dann alle auf die schöne Schottin mit der noch schöneren Stimme: Amy Macdonald! Sogar die Olympia­sieger Simon Ammann und Mike Schmid hoffen im Backstage-Bereich auf eine kurze Begegnung. «Ich kann Amy auch schminken», versuchts Simi schmunzelnd beim Security-Personal. Doch Amy, die Schüchterne, zieht sich lieber zurück. Und spart ihre Kräfte – für einen gigantischen Gig am Fusse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Text nina Siegrist, Fotos Bruno Voser


SBB-Chef Andreas Meyer und seine Marie-Theres Skicross-Olympiasieger Mike Schmid freut kamen auf Ski zum Konzert. sich über den anhaltenden Fan-Rummel. Musikgenuss mit Panoramablick: 160 Tonnen Material brauchts fürs SnowpenAir.

Schüchtern: Haupt-Act Amy Mac­ donald mit Gastgeber Urs Kessler, CEO Jungfraubahnen.

Stammgäste 1: Schwinger­ könig Harry Knüsel und Ehefrau Edith Rohrer Knüsel.

Stammgäste 2: TV-Sport­ moderator Matthias Hüppi und Gattin Cornelia.


Notabene

Verantwortlich ist keiner

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Helmut Hubacher

ür alles und alle gibt es in der Schweiz einen Bei der UBS sind die Versager abgetaucht. Die mussten Verein. An der Generalversammlung wird den Hut nehmen. Sind vom hohen Ross heruntergefallen. Die dem Vorstand Décharge erteilt. Sofern er einstigen Hätschelkinder der vornehmen Gesellschaft werden keine krummen Touren gedreht hat. Was seither gemieden. Man ist in den sogenannt besseren Kreisen selten vorkommt. in dieser Beziehung gnadenlos. Immerhin, ihre Boni-Millionen Für diese Woche hat ein grosser «Verein» helfen über das Schlimmste hinweg. zur Generalversammlung eingeladen. Die Auf die Justiz können sich die Gefallenen verlassen. Die UBS. Die Aktionäre treffen sich in der Zürcher Staatsanwaltschaft stellte nach Anklagen Verfahren St. Jakobs-Sporthalle in Basel. Sie sind ja ein. Es tönt schon fast banal, aber so stehts nun mal in der Verdie eigentlichen Besitzer der UBS. Sollte man meinen. fassung: «Alle sind vor dem Gesetz gleich.» Davon sind wir Faktisch haben Aktionäre eher wenig zu sagen. Das Manage- meilenweit entfernt. ment benimmt sich, als ob die Bank ihm gehörte. Carl 2008 teilte die UBS offiziell Merkwürdiges mit. CEO (Chief Fürstenberg, ein deutscher Bankier, hatte dafür die legendär Executive Officer) und Verwaltungsratspräsident hätten von gewordenen Worte gefunden: «Aktionäre sind dumm und den betrügerischen Geschäften in den USA nichts gewusst. frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, frech, weil sie auch noch Für was kassierten denn diese Nichtswisser ihre Millionen­ Dividende ­haben wollen.» boni? Das kanns ja nicht sein. War es auch nicht. Als die UBS von Jahr zu Jahr neue Rekord­ «‹Alle sind Der Bundesrat musste letztes Jahr in Washinggewinne machte, profitierten auch die Aktionäre. vor dem ton die UBS heraushauen. Die US-Justiz wollte ihr Generalversammlungen glichen schon fast Gottesden Prozess mache. Das hätte das Ende bedeuten diensten. Als Huldigung an den Gott Mammon. Der Gesetz können. «Bern» handelte eine Vereinbarung aus. Darin heisst es, die UBS habe «sich auf illegale Geldregen sorgte für angenehme Stimmung. Da gleich.› Weise verschworen, die Vereinigten Staaten zu gabs nichts zu fragen. Dann folgte der Schock. Die betrügen». Und keiner in der Chefetage wusste grösste und erfolgreichste Bank der Schweiz war Davon sind davon. Scheints. am Ende. Sie litt an Atemnot. Schnappte nach Luft. wir Kasper Villiger und Oswald Grübel, das neue Drohte zu ersticken. Die UBS hätte ohne Soforthilfe von Bund und Nationalbank nicht mehr über- meilenweit UBS-Führungsduo, möchte reinen Tisch machen. lebt. Die Notärzte verpassten ihr eine Geldspritze entfernt» Mit einem Antrag an die Generalversammlung. von sage und schreibe 66 Milliarden Franken. Der alten UBS-Spitze mit Marcel Ospel, nachfolDie UBS-Manager sind am globalen Grössenwahn geschei- gend Peter Kurer als Bosse soll für 2007 und 2008 Décharge tert. Ihre Investmentbanker in den USA haben sich verspeku- erteilt werden. Damit würde ihnen der Persilschein ausgehänliert. Wertschriften verkamen zu Schrottpapieren. Mit Null- digt: für alle Zeiten unschuldig. Dominique Biedermann von der Ethos-Stiftung erhebt Einwert. Die UBS befand sich in schlechter Gesellschaft. Weltweit standen Banken vor dem finanziellen Abgrund. Sie verzock- spruch. Die UBS müsse gegen die Verantwortlichen Anklage erten Milliarden und Abermilliarden Dollar im Spielkasino des heben. Ohne sie keine Décharge. So viel Widerstand war nie. Raubtierkapitalismus. So Helmut Schmidt, gewesener BunImmerhin geht es um die grösste Finanzpleite. Mit schwedeskanzler Deutschlands. Diese gewissenlosen Finanzakroba- ren Folgen für Land und Volk. Dafür soll keiner zu seiner ten lösten die furchtbarste Finanzkrise seit 1929 aus. Und Verantwortung stehen müssen? Wo sind wir denn? In einer ­rissen damit die Weltwirtschaft mit nach unten. Millionen Bananenrepublik? Die Schuldigen habe so nebenbei auch noch ihr geliebtes Arbeitslose sind noch immer Zeugen dafür. Staaten haben sich zum Teil bis über die Ohren verschuldet, um Banken und Bankgeheimnis gekillt. Ungewollt zwar. Wie sich das für be­ trogene Betrüger gehört.  Wirtschaft über Wasser zu halten. Für dieses Desaster gibt es Verantwortliche. Also Schuldige. Meines Wissens wurde noch keiner verurteilt. Nicht bei Helmut Hubacher, 83, ehemaliger SP-Präsident uns, nicht in Europa, den USA oder sonst wo. und Buchautor

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Leser

«Auch ein Armutsrisiko: Väter, die Alimente zahlen» u Gesichter der

Armut, SI 13/2010 «Der Beitrag über Armut in der Schweiz hat mich sehr interessiert. Leider wurde wieder einmal vergessen, die Väter zu erwähnen, die monatlich viel Geld für Alimente bezahlen müssen. Diese Männer können sich deshalb keine neue Existenz aufbauen und müssen mit dem Existenzminimum leben. Eine Folge davon ist, dass die Gründung einer Familie mit der neuen Partnerin leider oft nicht möglich ist, weil das Geld dazu fehlt.» Nicole Bürki, Jegenstorf BE

«Ich habe mit Interesse die Schicksale der Leute gelesen, die mit sehr unterschiedlichen Budgets den Lebensunterhalt bestreiten müssen. Es erstaunt mich, wie dabei die Familie Blunier in Freidorf mit ihren fünf Kindern mit 4600 Franken im Monat durchkommen muss, während die alleinerziehende Mutter Jehona Useini mit 4300 Franken zu wenig hat, um ihre zwei Kinder durchzubringen. Und deren einzige Sorge ist, dass sie den Kindern kein Handy kaufen kann!» Carlo Venturini, Wil SG

«Es fällt mir doch sehr schwer, zu glauben, dass heutzutage schon alle Acht- und Neunjährigen ein Natel besitzen, nur um dem heutigen Standard zu entsprechen.» Dorly Ricklin, Neftenbach ZH

«Armut in der Schweiz. Beim Haushaltsbudget weist man auf die Sozialversicherungen hin. An der AHV, der IV und der ALV sind meiner Meinung nach keine Korrekturen notwendig, eine

Anpassung an die Teuerung genügt. Was aber im Haushaltsbudget fast nie erwähnt wird, sind die Wohnungsmieten. Die Ersteller von Wohnräumen oder ganzen Blöcken sind, wie die Grossbanken und Versicherungsgesellschaften, sehr profitsüchtig, wobei die Bodenpreise eine grosse Rolle spielen. Warum diskutiert man so selten über die Bodenspekulation?» Anton Vogt, Erschwil SO

Unser Vreni und unser Aeschbi u Im Schnee verkuppelt: Vreni Schneider und Kurt Aesch­ bacher fahren Ski, SI 12/2010 «Vielen Dank für den schönen Beitrag in Ihrem Heft über unser Vreni und unseren Aeschbi. Die beiden sind wirklich sehr nett. Und Vreni Schneiders Familie ist einfach super. Ich wünsche allen nur das Beste.» M. Aeberhard, Lengnau BE

Schönes Zimmer und feines Essen u Wettbewerbe in der Schweizer Illustrierten «Ich bedanke mich ganz herzlich für den Reisegutschein der ITO-Reisen Luzern, den ich bei Ihnen gewonnen habe.» Ernst-Robert Brühlmann, St. Gallen

«Wir haben den bei Ihnen gewonnenen Gutschein eingelöst. Es war einfach wunderbar! Wir bekamen ein Zimmer mit einer super Aussicht auf den See und die Berge. Und es gab ein sehr feines Essen. Wir haben alles enorm genossen und möchten uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken.» Albert und Heidi Schmid, Rickenbach ZH

schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42 E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

willi

«Vater spürt wieder die Frühjahrsmüdigkeit. Er nickt beim Zielen immer ein.»


Die Liste

10 Nena

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von Caroline Micaela Hauger

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Sexy Rock-Oma! Nena, 50, (bürgerlicher Name Gabriele Susanne Kerner) gibt am Sonntag, dem 18. April, im Zürcher Hallen­stadion Gas. Kürzlich wurde sie zum zweiten Mal Grossmami. Die «99 Luftballons»-­ Heldin und vierfache Mutter lebt mit Schlagzeuger Philipp Palm in Hamburg Rahlstedt.

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schweizer illustrierte

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In der Gegenwart ankommen Ich möchte endlich herausfinden, wer oder was in meinem Leben die Hauptrolle spielt.

Italienisch lernen Meine Lieblingssprache! Leider liegt mir das Vokabelnpauken nicht. Ich habe mir nun eine gute Software gekauft. Vielleicht wache ich auch eines Tages auf und spreche plötzlich Italienisch – einfach nur weil ich es mir so sehr wünsche. Das wär mir am liebsten. Vielfalt zulassen Ich habe keine Lust mehr, mit anderen Menschen in Konkurrenz zu treten. Irgendwas ist am anderen immer besser als an mir. Früher quälte mich das, heute inspiriert es mich. Wünsche selber erfüllen Die Dinge, von denen ich träume, selber in mein Leben holen. Wenn ich etwas wirklich will, erzeuge ich auch die nötige Kraft für die Umsetzung. Neue Schulen bauen Ich möchte mehr Schulen wie die Neue Schule Hamburg gründen. Ich habe dieses Projekt gestartet, um Kindern den Raum zu geben, sich frei zu entfalten. Sie sollen selbst entscheiden, wann, was und mit wem sie lernen. Immer weiter forschen Mich noch mehr öffnen für Dinge, die ich nicht sehen und anfassen kann. Das Grossmutter-Sein geniessen Einer meiner grössten Wünsche wurde bereits doppelt erfüllt. Ich habe mich immer schon gefreut, Oma zu werden. Ich finde es wunderschön, dass ich eine grosse Familie habe und diese weiterwächst. Familie besuchen In Zürich meine Ex-Schwiegermama, die Schauspielerin Maria Becker, in den Arm nehmen. Sie feierte im Januar ihren 90. Geburtstag und ist meine ganz persönliche Heldin. Mit mir selber Frieden schliessen In dem Moment, wo ich einmal sterbe, fröhlich sein und mit einem Lächeln auf die Reise gehen. Spass haben, feiern! Auf meiner Tour will ich Musik machen und den Leuten und uns schöne Abende bereiten. Ich habe mein neues Album im Gepäck und die Luftballons und Leuchttürme natürlich auch.

Foto Esther Haase

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Look-Book Zeitreise mit SI online

Schauspielerin Demi Moore entwickelte sich vom biederen Küken zur attraktiven Lady. Jede Woche zeigt SI online, wie sich Stars und Sternchen im Laufe der Zeit verändern. www.schweizer-illustrierte.ch 

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Der andere Blick in den Alltag

Schweizer Persönlichkeiten porträtieren ihren spannenden Alltag für SI online. Aktuell: Sängerin Fabienne Louves.  www.schweizer-illustrierte.ch

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«The Boys Are Back»

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mit SI online: Im Interview rashi, Manuel Hoffmann Mehrzad Ma Fröhlich (v. l.). und Menowin

Näher bei den Stars.Täglich.

Fotos Stefan Gregorowius/RTL (2), Ron Galella/WireImage/Getty Images, Handout

Endspurt bei «DSDS» Bei SI online erfahren Sie alles zu «Deutschland sucht den Superstar» und zur Jury (Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller). Interviews mit den Kandidaten über das bevorstehende Finale am kommenden Samstag.



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