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Wir bedanken uns bei Jelmoli für die freund­ liche Unterstützung.

trisomie 21 Bei Menschen mit Trisomie 21, auch Downsyndrom genannt, ist das Chromosom 21 drei- statt zweifach vorhanden. Das Risiko für ein Kind, mit Trisomie 21 geboren zu ­werden, steigt mit zunehmendem Alter der Mutter. Welt-Downsyndrom-Tag 2010: Am 21. März zeigen 30 junge Menschen mit Trisomie 21 und Prominente Frühlingsmode von Jelmoli im «Kaufleuten», Zürich. Begrüsst werden die kleinen und grossen Stars von Ellen Ringier. Mehr Infos: www.tri21.ch, www.insieme21.ch, www.insieme-zuerich.ch

Styling: Danae Loucatos. Haare und Make-up: Jana Müller. Alle Outfits von Jelmoli, Zürich. Alle Schuhe von Navyboot und Walder.

von Insieme 21, der Interessenvereinigung für Downsyndrom. «Bei aller Fröhlichkeit und Direktheit sollten wir jedoch auch die geistigen Fähigkeiten von ­Menschen mit Behinderung nie unterschätzen.» Tatsächlich können Kinder mit Trisomie 21 bei frühzeitiger Therapie auf körperlicher und geistiger Ebene sehr entwicklungsfähig sein. Zum Beispiel ­Fabian Bächli, 17, aus Zollikon ZH. Der Teenager kennt Karina Berger schon seit Langem. Er ging mit Karinas Tochter Noemi in den Kindergarten. Er, der gern blau-weiss gestreifte Hemden trägt und ab und zu bei McDonald’s einen Hamburger isst, zeigt sich als leidenschaftlicher Technikfreak. Fabian besuchte schon als Bub Film-Workshops und geht heute mit seiner Panasonic-Kamera auf Motiv-Jagd. Seine Kurzfilme schneidet er gleich selber. Eines seiner Werke wurde sogar im Begegnungszentrum für Menschen mit Behinderung in Zürich vorgeführt. Begeistert erzählt er Karina, wie er im Zoo Schlangen, Elefanten und Zebras filmt. «Wir können alles erreichen, was wir uns vornehmen», hat einmal der Spanier Pablo Pineda gesagt. Er ist der erste Europäer mit Downsyndrom, der einen Uni-Abschluss (Sonderpädagogik) in der Tasche hat. So etwas erstaunt! Auch Fabian stellt meine gängigen Vorstellungen vom Behinderten auf den Kopf. Darauf angesprochen, ob er sich bewusst ist, dass er anders sei, schweigt er lange. Dann sagt er deutlich: «Ich glaube nicht an das andere.» Was ist denn eigentlich normal? Auf den Punkt bringt es Richard von Weizsäcker. Der ehemalige deutsche Bundespräsident: «Es gibt keine Norm für das Menschsein. Es ist normal, verschieden zu sein.»  

SI_2010_11  

People- und Lifestyle-Magazin

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