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Mit Style, dem grössten Fashion-Magazin der Schweiz

DJ Bobo «Ich bin ein strenger Vater»

Lara Gut

Olympia ade? So kämpft die Ski-Königin um ihre Gesundheit

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30. November 2009 CHF 4.50


Inhalt

HEFT 49, MONTAG, 30. NOVEMBER 2009

Titelfoto Hervé Le Cunff, Inhalt Kurt Reichenbach

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u Pascale Bruderer Ihr Triumphzug durch den Aargau. Die neue Nationalrats­ präsidentin feiert mit Familie, Genossen, Bundes­rätin WidmerSchlumpf (hinten links) – und viel Rivella (rot).

Titel 18

Lara Gut Unsere erfolgreichste Skirennfahrerin leidet! Die schwere Hüftverletzung zwingt die Tessinerin, der Piste vorläufig fernzubleiben

Leute 7 8

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Tagebuch des Chefredaktors Leute Shakira, Stress, Murat Yakin, Linda Fäh, Sina, Adrian Stern, Michael von der Heide, Ritschi, Lukas Studer, Barbara Burtscher, Joseph Gorgoni Nik Hartmann Spendenaktion gegen Malaria – seine Erlebnisse in Mosambik Pascale Bruderer So festet die neue höchste Schweizerin in ihrer Heimat schweizer illustrierte




Inhalt Gesellschaft 24

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u Andreas käslin Jäger, Familienvater, Zimmermann, Viehzüchter – und Jodler-Star! Mit dem Jodlerklub Wiesenberg und Francine Jordi landete der Solist den «grössten Schweizer Hit». Uns zeigt der 30-Jährige, wie er mit seiner jungen Familie in Ennetmoos NW lebt.

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Finn Dem angeschossenen Bären in Bern gehts besser – aber gesund ist das 250-Kilo-Tier noch lange nicht Andreas Käslin Der «Wiesenberg»-Solist und sein privates «Feyr vo dr Sehnsucht» Beat Richner Exklusiver Vorabdruck aus seinem Buch «Ambassador» DJ Bobo Familienausflug in den EuropaPark Rust: Der Musiker spricht über seine enge Verbundenheit mit Sohn Jamiro Donald Beyer Thanksgiving in Bern! Der neue US-Botschafter in der Schweiz öffnet die Tür zu seiner Residenz

Shopping 41

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Check-up 51 52 54

Zahnspangen Jetzt gibts unsichtbare! ADHS Neue Therapie für hyperaktive Kids Dr. Stutz meint Die Gefahr Bluthochdruck

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Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Die Besten Weekend 63

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party

Fotos Marcel Nöcker, Monika Flückiger, SF

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u Beat richner Das Cello bedeutet dem Kinderarzt viel. Damit sammelt er auch für kranke Kinder in Kambodscha.

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u Nik hartmann Der SF-Moderator besucht Mosambik – für die grosse Spendenaktion Jeder Rappen zählt.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Sportnacht Davos; Rokpa-Gala Zürich; Circus Conelli Premiere in Zürich

Und … 88 90 72 89

Notabene von Peter Scholl-Latour Die Liste von Adrian Sieber, Sänger Horoskop Leserbriefe / Impressum .schweizer-illustrierte.ch

Miss Schweiz gibt Vollgas – im SI-Web-TV! Linda Fäh spielt beim Dreh für den TV-Spot von Migros Léger die harte Rocker-Lady. Jetzt exklusiv im Web-TV der Schweizer Illustrierten. schweizer illustrierte




tagebuch

Die «Hüfte der Nation» Lara Gut

Nik Niethammer, Chefredaktor

Die Hüfte der Nation Ski-Königin Lara Gut, SI-Sportchef Iso Niedermann im Tessin.

Fotos Hervé Le Cunff (2), Kurt Reichenbach

Feier mit Truthahn SI-Reporter Thomas Kutschera (r.), US-Botschafter Donald Beyer, Gattin Megan und Tochter Grace.

Väter unter sich DJ Bobo (l.) mit Jamiro und Kayley (r.), SI-Chefreporter René Haenig (ein Sohn, eine Tochter).

Erinnern Sie sich an das «Knie der Nation»? Pirmin Zurbriggen war am 12. Januar 1985 in Kitzbühel gestürzt, hatte sich schwer verletzt. In der Folge fieberte das ganze Land mit dem Walliser mit. In der Muttenzer Rennbahnklinik, wo der Skistar am nächsten Tag operiert worden war, brach die Telefon­ zentrale zusammen. Das Spital musste vorübergehend geschlossen werden, weil ganze Schulklassen Primin besuchen wollten. 16 Tage nach der Operation stand Zurbriggen in Bormio erst­ mals wieder auf Rennski. Und 21 Tage nach der Operation wurde Pirmin Zurbriggen Weltmeister. 1,7 Millionen Schweizer sassen damals vor dem Fernseher. Ein Rekord, bis heute unerreicht. Warum ich Ihnen das erzähle? Weil sich die Geschichte wieder­ holen könnte. Diesmal bangen wir um die «Hüfte der Nation». SkiKönigin Lara Gut verletzte sich vor zwei Monaten im Training in Saas-Fee VS schwer, musste im Berner Inselspital operiert werden. Seither kämpft sie hartnäckig um ihre Gesundheit. Ob sie bei den Olympischen Spielen im Februar dabei sein kann? Niemand weiss es. Vreni Schneider war 29, als sie 1994 in Lillehammer OlympiaGold im Slalom holte. Liebe Lara, Sie sind erst 18. Wenn es mit Vancouver im nächsten Jahr nicht klappt, dann eben 2014 in Sotschi. Oder 2018. Noch steht der Austragungsort nicht fest. Aber wie würde Ihnen folgende Schlagzeile gefallen: «Lara Gut – Olympia-Gold in Pyeongchang (Südkorea)»? Lara Gut kämpft sich zurück – ab Seite 18.

Beat Richner Er rettet jährlich 90 000 Kindern

das Leben. Jetzt hat Dr. Beat Richner ein Buch geschrieben. In «Ambassador» erzählt er aus seinem kargen Alltag in Kambo­dscha. Verrät, wie er 1966 als Securitaswächter die Fernseh­moderatorin Heidi Abel kennenlernte. Und beantwortet die Frage, wie gross die Versuchung ist, für immer in die Schweiz zurück­zukehren. Exklusive Auszüge aus «Ambassador» – ab Seite 30. PS: Die 19. Knie-Gala zugunsten der Kantha-Bopha-­Spitäler von Beat Richner findet am Dienstag, 11. Mai 2010, auf der Landiwiese in Zürich statt.

Donald Beyer

Er ist seit Mitte August der neue US-Botschafter in der Schweiz: Donald Beyer. Beim Besuch letzte Woche in seiner Residenz in Bern wurden unsere Reporter vom Ehepaar Beyer herzlichst empfangen. Immer in der Nähe: Tochter Grace, 14. Sie filmte, wie ihre Eltern fotografiert wurden. Hörte dabei auf ihrem MP3-Player Punk-Rock. Und verriet ihre Liebe zu Schwei­ zer Schokolade. Sie freue sich schon jetzt auf den nächsten Sommer: «Dann werde ich wieder im Marzili-Bad schwimmen gehen.» Zu Besuch im Weissen Haus von Bern – ab Seite 76. Ich wünsche Ihnen geruhsame Adventstage und viel Freude mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

Al Dente. Das Magazin für Geniesser. St. Moritz: Die besten Adressen für Feinschmecker. «AL DENTE» AM TV Die Betty-Bossi-Rezepte. GOURMETQUIZ mit Super-Preisen. Nächste Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten! schweizer illustrierte




Foto tilllate.com

Leute

Umschwärmt Sänger Baschi geniesst den Fankontakt. Für ein Foto mit ihm stehen diese Schlange.

Gut gelaunt Ringier-Konzern-Chef ­Christian Neue Freundin? Armin Meier, Gespannt BMW-Schweiz-Chef Unger, BAZ-Verleger Matthias Hagemann Erich Papke und Gattin Michele CEO IMG Schweiz, mit und Ringier-Schweiz-CEO Marc Walder (v. l.). ­«Kollegin» Astrid Koller. freuen sich auf Shakira.

Sexy Hüftschwung, Stars und Gekreische «Stars for free» dank Radio Energy

W

o gibt es heute noch Hochkarätiges umsonst? Beim «Energy Stars for free»Konzert im Zürcher Hallenstadion! Jan Delay, Stress und Lovebugs heizten 13 000 Fans ein. Bei Shakiras sexy Tanzeinlagen kreischten sich die Teenies die Seele aus dem Leib. Carolina Müller-Möhl konnte nur mitwippen: Vor sechs Wochen stürzte sie die Treppe hinunter, weil sie mit ihrem Blackberry beschäftigt war. Dabei brach sie sich den zweiten und den dritten Mittelfussknochen. Auch Ex-Mister-Schweiz Tim Wielandt und seine Nina ­hatten Pech. Sie kamen eine Stunde zu spät: «Wir haben uns zwischen unserem Wohnort Zürich Enge und dem Hallenstadion mit dem Auto verfahren.» Musikproduzent Roman Camenzind und Freundin Nikol genossen den Abend zu zweit: «Die Grosseltern passen auf unsere Mila auf, sie würden sie am liebsten behalten.» Text Lisa Merz, Fotos Bruno voser



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Feurig Die Kolumbianerin Shakira, 32, begeisterte nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit ihrem sexy Hüftschwung.


nachgefragt bei

Joseph Gorgoni Sportlich Ex-Fussballstar und Thun-Trainer Murat Yakin mit Freundin Anja.

Foto Geri Born

Vater-Tochter-Ausgang Gastronom Rolf Hiltl genoss den Abend mit Tochter Céline, 12.

2010 mit Knie auf Tournee Der 43-jährige Genfer Komiker privat (l.) und als Marie-Thérèse Porchet. Seit sieben Wochen Eltern Musikproduzent Roman Camenzind mit Freundin Nikol.

Lässig Migros-Chef Herbert Bolliger und seine Frau Beatrice besuchen oft Konzerte.

Gestürzt Unternehmerin Carolina Müller-Möhl.

Verspätet Ex-MisterSchweiz Tim Wielandt und seine Nina verfuhren sich auf dem Zürcher Westring.

Aufgeregt Fabio, 12, darf mit Mami Lydia und Papi Thomas Sieber, Orange-CEO Schweiz, zum ersten Mal an ein Konzert.

Begeistert Werber Dominique von Matt und Gattin Jolanda.

Herr Gorgoni, sprechen Sie Schweizerdeutsch? Leider gar nicht. Ihre Figur Marie-Thérèse Porchet redet auf der Bühne aber fliessend Berndeutsch. Ein Bieler Komödiant hat das Programm übersetzt. Ich habe ein gutes Gehör, arbeite wie ein Musiker und lernte alles auswendig. Nächstes Jahr touren Sie mit dem Circus Knie – wie kommunizieren Sie da mit dem Publikum? Ich stelle absehbare Fragen, die entweder mit Ja oder mit Nein beantwortet werden können – so kann ich alles vorbereiten. Was spricht gegen einen Deutschkurs? Ich habe in der Schule Deutsch gelernt, war aber nicht besonders gut darin. Obwohl ich die Sprache liebe. Ich bin ein grosser Fan von Nina Hagen. Zudem ist Schweizerdeutsch noch mal was ganz anderes, diese vielen «ckckck» sind der Horror. Marie-Thérèse Porchet ist in der Deutschschweiz noch nicht sehr bekannt. Wer ist sie? Eine Dame in den Fünfzigern, sie wohnt in Gland, verkauft Tupperware, hat einen homosexuellen Sohn. Sie ist oft schlecht gelaunt und kritisiert gern. Und sie spottet über «les bourbines». Ja, sie hasst die Deutschschweizer regelrecht. Findet man das hier auch lustig? Die Leute in Zürich, Bern und Basel haben sehr, sehr viel gelacht. Welches ist Ihr liebstes Klischee über uns? Seit ich klein war, bringt mich der Akzent der Deutschschweizer zum Lachen, wenn sie Französisch sprechen. Und die Klischees? Voilà, sie sind ernst, arbeiten viel – halt alles, was auf die Romands nicht zutrifft. Sie waren bereits mit dem Circus Knie im Welschland unterwegs. Leben Sie gern im Wohnwagen? Ehrlich gesagt, nein! Ich schlafe lieber im Hotelzimmer. Aber die Familie Knie ist wirklich toll. Ich habe noch nie Leute kennengelernt, die so viel arbeiten wie sie. Typisch Deutschschweizer eben! Exactement, das ist es wohl (lacht). Interview barbara halter

Konzertgängerinnen SVP-Nationalrätin ­Natalie Rickli, 33, mit ihrer Schwester Ronja, 15 (l.).

Vergnügt Breda Vindis freut sich schon auf Weihnachten mit Roger Märki, CEO Möbel Märki.

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Leute wer liebt wen

Ein Christkind für den Überflieger u Schnell wie auf der Schanze: Im Februar hielt Skisprung-Weltmeister Andreas Küttel, 30, um die Hand der polnischen Ärztin Dorota, 31, an. Im Juli heiratete er sie. Nun gibts Nachwuchs – und zwar bald: Dorota ist im neunten Monat schwanger. u Ebenfalls schnell gehts bei Nationalrat

Bastien Girod, 29, und seiner Freundin Ellen Tkatch, 25. Erst seit zwei Monaten öffentlich mit Girod liiert, sucht die Ex-Miss-Zürich über Facebook einen Nachmieter für ihre Wohnung im Zürcher Seefeld. Es wird gemunkelt, sie ziehe in seine Minergie-Wohnung im Kreis 5. u Ein Bambi für sein

Lebenswerk – und eine neue Liebe für Maximilian Schell, 78. An der Bambi-Ver­ leihung vergangenen Donnerstag in Potsdam zeigte sich der Schau­spieler zum ersten Mal mit seiner neuen Freundin Iva Mihanovic. Die Operet­ tensängerin ist 47 Jahre jünger als er. u Sie alle feierten vergan­

genen Donnerstag den 70. Geburtstag von Tina Turner im «Dolder Grand»: Herbert Grönemeyer, Trudie Götz, André Bechir, Arthur Cohn, Ellen und Michael Ringier. Und natürlich Tinas Lebensgefährte Erwin Bach, 54. Seit fast 25 Jahren ist er der Mann an ihrer Seite.

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Mundart goes Jazz: Sängerin Sina, umringt von Adrian Stern, Michael von der Heide und Ritschi (v. l.). Die vier Sänger touren derzeit mit dem Swiss Jazz Orchestra durchs Land. Adrian STern, Michael Von der Heide, Sina und Ritschi

Swingende Schmeicheleinheiten

u Es darf geschnippt werden – denn es swingt wieder. Die Schweizer Sänger Adrian Stern, 33, Sina, 42, ­Michael von derHeide, 37, und Ritschi, 29, touren derzeit mit dem Swiss Jazz Orchestra durch die Schweiz – mit im Gepäck das gemeinsame Album «Buebetröim Vol. 2». Swing made in Switzerland. «Ich fühle mich fast wie in Las Vegas», sagt Chansonnier

Michael von der Heide, «wir sind sozu­ sagen das helvetische Rat-Pack.» Eine Kostprobe des «Amdener Frank Sinatra» und seiner schmissigen Freunde gibts am Samstag, dem 12. Dezember, an den Credit Suisse Sports Awards (SF 1, 20.05 Uhr). In der St. Jakobshalle in Basel singen und swingen die vier, was das Zeug hält. Und die Finger schnippen um die Wette. Andrea Vogel

Rose

kaktus

Peter Sauber Ehemaliger und neuer Formel-1-Chef u Er hätte es so geruhsam haben können. Doch Pensionär Peter Sauber, 66, konnte einfach nicht mit ansehen, wie sein Formel-1-Team BWMSauber, dass er vor vier Jahren an BMW ver­ kaufte, vor dem Aus steht. Also kauft Ehrenmann Sauber sein Lebenswerk zurück. Und sichert damit Arbeitsplätze am Teamsitz in Hinwil ZH, auch wenn nur 255 der 388 Mitarbeiter ihren Job behalten. Trotzdem freuen wir uns, dass der Motorsport-Patron wieder da ist. Vielleicht lassen Sie sich, Herr Sauber, von unserem Geschenk inspirieren und taufen Ihr neues Team Rosen-Sauber.

Corine Mauch Stadtpräsidentin Zürich u Sie ist seit sieben Monaten im Amt. Corine Mauch mag viele Stärken haben, magistrale Auftritte gehören nicht dazu. Bei der Wahlfeier der Zürcher Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli begann Mauch, eine falsche Rede vorzulesen. Und bei der ­Premiere des Circus Conelli vergangene Woche sorgten die vielen Versprecher für mehr Gesprächsstoff als der Inhalt ihrer Ansprache. Warum, Frau Mauch, halten Sie es nicht wie der deutsche alt Bundes­ kanzler Helmut Schmidt? Dieser absolvierte täglich eine halbe Stunde Medientraining. Und gilt bis heute als brillanter Redner.

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Linda Fäh

Locker, leicht, léger – Linda u Seit zwei Monaten ist sie im Amt. Und es läuft gut für Miss Schweiz Linda Fäh – sie scheint schon fast untergetaucht. «Ich bin derzeit so oft gebucht, dass keine Zeit zum Feiern bleibt.» So reiste die Ostschweizerin vergangene Woche nach Wien. Gedreht wurde ein Werbespot für die Migros-LégerProdukte. «Ich musste so richtig aus mir Für die Migros-Légerherauskommen», sagt die 21-Jährige über ihr Schauspieldebüt. «Das war eine Heraus- Kampagne reiste Linda Fäh nach Wien – die forderung!» Und jetzt gehts für zwei berühmte Sachertorte Wochen nach Südafrika. «Darauf freue ich begutachtete sie nur mich riesig, auch wenn ich natürlich meinen durchs Schaufenster (o.). Schatz Dejan vermissen werde.» Aber Linda versichert: «Unter der vielen Arbeit leidet meine Beziehung nicht. Unserer Liebe gehts besser denn je.» Mehr Léger-Dreh auf: www.schweizer-illustrierte.ch. andrea vogel

Lukas Studer

Barbara Burtscher

Packen für den Mars

u Sie ist auf dem besten Weg, die erste Schweizer Astronautin zu werden. Astrophysikerin und Kanti-WattwilLehrerin Barbara Burtscher, 24, übt für die Nasa das Leben auf dem Mars. Mit fünf Forschern lebt sie zwei Wochen in einer «Raumstation» in der Wüste von Utah (USA). Im Gepäck hat Burtscher auch ihr Teleskop und «eine Menge Hygienetücher» – denn Duschen ist aus Wasserspar-Gründen tabu. Falls die Internetverbindung «Mars»–Schweiz klappt, wird Burtscher in einer der nächsten Schweizer Illustrierten ausführlich über ihr Abenteuer berichten. hwy

u Ein neues Gesicht am Bildschirm: Lukas

Studer, 32, moderiert seit zwei Wochen bei «sportlive» auf SF zwei. Für Bewegung sorgt ­privat seine einjährige Tochter Lisa Marie. «Mein Redaktionsalltag beginnt um 14 Uhr und dauert bis 23 Uhr, so habe ich morgens viel Zeit für meine Tochter», sagt der Thurgauer. «Ich habe zwar fast keine Zeit für mich, aber es ist dafür ein unglaublicher Mehrwert, Lisa aufwachsen zu sehen.» Av schweizer illustrierte

Fotos Kurt Reichenbach, Marcel Nöcker, Dick Vredenbregt, Hervé Le Cunff, Alberto Venzago, RDB, Handout, Reuters, Keystone

Daddy Cool – privat und im TV

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Leute nik hartmann

«Jedes vierte Kind stirbt hier früh» «SF bi de Lüt»-Moderator Nik Hartmann reist für die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» nach Mosambik. Nachts umschwirren ihn Malariamücken – tagsüber singt er mit Kindern Pfadi-Lieder. Jedes Dorf hat ein Gesundheitskomitee. Nik Hartmann wird überall herzlich empfangen.

Überall Kinder Fröhliche Momente mit dem TVMann im von Malaria geprägten Kinderalltag.

«Seine» Familie Nik Hartmann: «Wir lebten zwei Tage ohne Strom und Wasser im Busch.» u Nik Hartmann ist das Aushängeschild des Schweizer Fernsehens – und der ­bekannteste Kopf der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt», mit der auf die «vergessene Katastrophe Malaria» aufmerksam gemacht werden soll. Für sie reiste der Moderator nach Mosambik, um sich ein Bild über die Krankheit zu machen. Im persönlichen Tagebuch beschreibt der 37-Jährige seine Erlebnisse und Eindrücke.

Sonntag, 15. November

Fotos SF

Jetzt sind wir in Afrika. Vor wenigen Minuten in Pemba, Mosambik, gelandet. Hoch oben in der ärmsten Region des Landes. Was ich in den folgenden Minuten von der Ladefläche unseres Pickups aus sehen werde, wird mich auch nach dieser Woche mitten im Malariaherd nicht wieder loslassen: Es ist der erste Eindruck. Überall Hütten, überall Kinder, mit alten Fahrradfelgen spielend, Abfall am Strassenrand. Das Elend, wären da nicht der stahlblaue Himmel, der weisse Sandstrand und die Fröhlichkeit der Menschen.

Montag, 16. November

«Meine Familie». Wir wohnen im Busch.

Das Dorf hat keinen Brunnen. Es ist 40 Grad heiss. Zwei Tage ohne Strom und ohne Wasser. Wir essen, was es gibt: Maniok und Maisbrei. Schlafen unter freiem Himmel. Über uns das Sternbild Orion. Die Malariamücke schwirrt vor unseren Moskitonetzen.

Dienstag, 17. November

Brunnen gibt es längst nicht überall. Die Menschen in den Dörfern, die sauberes Wasser haben, sind gesünder. Durchfall ist bei Kindern an der Tagesordnung. Viele sterben auch daran. ­Kom­biniert mit Malaria und HIV. Jedes vierte Kind hier stirbt vor dem fünften Geburtstag. Helvetas hat hier geholfen, einen Brunnen zu bauen.

Mittwoch, 18. November

Michael Hobbins, der Koordinator von Solidarmed in Mosambik, zeigt mir ein Solidarmed-Projekt im Distrikt Chiure: Dreissig Fahrradambulanzen bringen Hochschwangere oder kranke Menschen ins nächste Gesundheitszentrum. Ein einfacher Lebensretter – clever und effizient! Die Frau am Nachmittag auf der Mauer vor dem Gesundheits­

zentrum hat es ohne Ambulanz ­geschafft. Mit ihrem Neugeborenen auf dem Rücken war sie vier Stunden zu Fuss bis hierhin unterwegs. ­Geboren hatte sie einen Tag vorher.

Donnerstag, 19. November

Die Kinder sind überall. Sie nehmen uns in Beschlag. Kein bisschen anders als bei mir zu Hause. Sie machen sich einen Spass daraus, unser Schweizerdeutsch lautmalerisch zu imitieren. DRS 3 klingt dann wie «Deestüü», Schwizerfärnseh wird zu «Sitzelrääze». Wir singen zusammen Pfadi-Lieder: «Ein Fahrradsattel, ein Gaspedal …» sprechen die mosambikanischen Kinder beinahe perfekt.

Freitag, 20. November

Am Nachmittag fahren wir zurück nach Pemba an die Küste. Die Reize überlasten meine Augen und schöpfen die Rechenleistung meines Hirns bis an die Grenze aus. Derart viele Eindrücke in nur sechs Tagen. Ich war ewig von zu Hause weg. Werde zurück in der Schweiz den Orion am Himmel ent­decken – Mosambik ist ganz nah. Mehr Infos: www.jrz.ch schweizer illustrierte

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politik

Die BrudererSchwestern Nadja, 37, Sabine, 40, und Pascale, 32, (v. l.).

Mit Worten und Gesten GebärdenspracheDolmetscherin Karin Altwegg (r.) übersetzt Pascale Bruderes Rede in Rothrist AG.

Triumphzug durch Aarau Pascale Bruderer, Ehemann Urs Wyss, 43, und die Gäste geniessen den Applaus der Zuschauer.

Genossen genos Der Aargau feiert Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. Mit warmem Applaus und heissen Maroni. Text Marcel Huwyler Fotos Kurt Reichenbach

D

iesmal gewährt man ihr mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Als Pascale Bruderer 1999 als SPNationalratskandidatin in Aarau auftrat, durfte sie gerade mal drei Minuten zum Publikum sprechen. Zehn Jahre später steht Bruderer wieder in Aarau, «auf der gleichen Bühne wie damals» – aber heute ohne Zeitlimite. Schliesslich

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ist sie jetzt die höchste Schweizerin und mit 32 Jahren die jüngste Nationalratspräsidentin aller Zeiten. Extrazug zum Triumphzug. Mit einem VIP-Sonderzug der SBB reisen vergangenen Mittwoch Pascale Bruderer und ihre Gäste aus Bern an. Begleitet von Ehemann Urs Wyss, ihren ­Eltern, den beiden Schwestern und vielen Polit-, Partei- und Sportkollegen lässt sich die Aargauerin feiern. Erster Halt auf heimatkantonalem Boden ist

der Rivella-Ort Rothrist. Zwischen ­beflaggtem Bahnhof und klapprigen ­Lagerschuppen applaudieren Dorf­ bewohner. Schulkinder singen «Im ­Aargau sind zwöi Liebi» und «Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Pascale Bruderer nicht …». Und der Gemeindeammann mahnt Pascale Bruderer, sollte sie mal erschöpft sein, helfe ihr der berühmte Rothrister Saft: «Denn Sportler, liebe Frau Nationalrats­präsidentin, trinken Rivella!» Und sportlich ist auch Bruderers Fest-Tempo an diesem Tag. Ade Rothrist, wieder rein in den Extrazug, grüezi Aarau. Durch die gewöhnungs­ bedürftigste Bahnhofunterführung der Schweiz gelangt der Festzug zur u


sen ihre Pascale Hohe Gäste Bundesrätin Eveline WidmerSchlumpf, die abtretende Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi (l.).

Politik & Liebe Ursula Wyss, Präsidentin der SP-Bundeshausfraktion, SP-Generalsekretär Thomas Christen.

Krawatte in Parteifarbe SP-Präsident Pascales beste Freundin in BundesChristian Levrat und Zürcher bern, FDP-NR Christa Markwalder, SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Regina Ammann, FDP AG (l.). schweizer illustrierte

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politik ­Innenstadt, wo Hunderte die Strasse säumen, winken und klatschen. Teen­agerMädchen beim Pestalozzi-Schulhaus kreischen und hopsen über­trieben frenetisch und fragen sich gegenseitig: «Hey, wer ist diese Frau ­eigentlich?» Immerhin erkennen die Mädchen die Dame, die gleich hinter Bruderer marschiert – Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. «Die ­Aargauer tun uns gut in Bern», sagt die Magistratin. «Aargauerinnen sowieso.» Dann weist die Bundesrätin noch charmant, aber träf auf die Disziplin im Nationalratssaal hin und meint, es sei für Pascale sicher hilfreich, dass sie sich schon früher mit Schwer­ hörigen beschäftigt habe … Tatsächlich sind auch heute viele ­ Gehörlose unter den Gästen. Und ­ Bruderer beweist, wie ernst es ihr mit der Integration von Menschen mit Be­ hinderungen ist: Zwei Gebärdensprach- ­ Dolmetscherinnen begleiten die ­ Fest­gemeinde und übersetzen jede ­ Rede simultan mit den Händen. Nächster Halt: Obersiggenthal. Mit Extrazug und Sonderbus gehts ­weiter zu Pascale Bruderers Wohn­ gemeinde. Das ganze Dorf empfängt sie mit Feuerwerk, Speckbrot und heissen Maroni. Die Nationalratspräsidentin schüttelt Hände, küsst, herzt, umarmt und betont, es sei «wunderschön, nach Hause zu kommen». Doch schon muss sie weiter, in den Nachbarort Baden. Dort wird Festmenü und Abendunter­ haltung serviert: Maispoularden­ brüstchen, Basilikum-Kartoffelpüree, ­ garniert mit Ursus & Nadeschkin. Was für ein Tag. Was für eine Frau. Was für ein Tempo. Mit 24 war Pascale die jüngste Nationalrätin. Nur acht Jahre später präsidiert die 32-Jährige als jüngste Präsidentin den Rat. Was mag da noch kommen? Ruth Metzler war 35 Jahre alt, als sie Bundesrätin wurde. Pascale hat also noch etwas Zeit. 

u

Empfang im Rivella-Ort Pascale Bruderer wird in Rothrist AG begrüsst von Gemeindepräsident Felix Schönle (l.) und Herbert H. Scholl, Aargauer Grossratspräsident (2. v. r.).

Pascales Eltern Annemarie und Paul Bruderer aus Baden AG.

Zurück aus der Babypause ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin im «Trafo»-Festsaal in Baden AG.

Musikalisch begleitet wird das Die «bekannteste Fliege» Fest von Pianist und Paraplegiker- der Schweiz Politologe Arzt Christian Wenk. ­Claude Longchamp.

Guido A. Zäch Alt Nationalrat und Gründer der Paraplegiker-Stiftung.


Titel

Ihre Hüftverletzung nach dem Sturz vor zwei Monaten in Saas-Fee heilt – aber langsam. Für die Tessiner Frohnatur lara gut, 18, eine harte Erfahrung. Wie sich unsere beste Skirennfahrerin mit­hilfe der Eltern und Therapeuten wieder zurück auf die Piste kämpft.

Skikönigin Lara


Zuversicht Lara Gut entspannt sich nach dem Reha-Training mit Mama Gabriella und Papa Pauli auf der Terrasse ihres Zuhauses in Comano TI.

lernt Geduld

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Titel

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Text iso niedermann Fotos hervé le cunff

N

ein, es war kein guter Start in den Tag gewesen. Lara Gut ist wortkarg. Um sieben Uhr hats an der Tür geklingelt. Dopingkontrolle! Unangemeldet. Die Tessinerin störts nicht, dass sie zu Hause in Comano ob Lugano von den Kontrolleuren «überfal­ len» wird. Sie hat nichts zu verbergen. «Das sind die Spielregeln. Die gelten auch für mich.» Ausserdem hat sie selbst als beste Präsenzzeit zwischen sechs und sieben Uhr morgens angegeben. Aber im Moment ist es für die Ski­ rennfahrerin eine Qual, so früh aus den Federn zu müssen. «Normalerweise ge­ nügen mir auch sechs Stunden Schlaf, wenn ich keine besonders anstren­ genden Aktivitäten hinter mir habe. Aber momentan brauche ich täglich zehn Stunden Schlaf. Ich bin einfach ständig erschöpft.» Ganz neue Erfahrungen für Lara. So kannte sie sich selber bisher nicht. Normalerweise ist sie das Energie­ bündel auf Ski, die Tessiner Frohnatur, Kichererbse der Schweiz. Everybody’s Schätzchen. Und das nicht nur, weil sie im vergangenen Winter zur jüngsten ­Super-G-Gewinnerin der Geschichte und zweifachen WM-Medaillengewinnerin geworden ist. Laras Fröhlichkeit ist ihr

Allein und doch begleitet Ihre Verletzung kann Lara niemand abnehmen. Physiotherapeutin Norma Tipaldi hilft ihr aber in der Wasser­ therapie in der Villa Sassa in Lugano, das Vertrauen in den Körper zurückzugewinnen. schweizer illustrierte

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Titel

Kontrast im Dorfkern von Comano Hobby­sportlerinnen beim lockeren Nordic Walking, Spitzensportlerin Lara kann nur leicht dehnen.

Markenzeichen, überall, selbst im Starthäuschen noch, wo andere verbissen in sich gehen. Der 29. September 2009 stellt dieses Image auf die Probe. In Saas-Fee VS stürzt Lara im Riesenslalom-Training. Es ist kein Abflug, der auf den ersten Blick fürchterlich aussieht. «Ich traute meinen Augen kaum, weil Lara so selten stürzt. Aber ich habe sofort gemerkt, dass es gravierender sein muss, als ich bei ihr war», sagt Vater Pauli Gut, der vom Pistenrand aus gefilmt hat. Lara leidet brutale Schmerzen. Sie weint. Die Hüfte ist ausgerenkt! Per Helikopter wird sie ins Spital nach Visp gebracht, wo man ihr das Gelenk wieder einrenkt. Doch dabei bleibts nicht. Im Berner Inselspital folgt am 9. Oktober ein Eingriff per Arthroskopie. Ziel: diesem für Skisportler extrem wichtigen Gelenk die notwendige Stabilität zurückzugeben. Liegen und warten. Es ist alles, was Lara tun kann in den folgenden Wochen zu Hause. Und Ruhe bewahren. Was für eine ihres Temperaments nicht einfach ist. «Ich konnte nichts tun. Für jedes Glas Wasser musste ich jemanden rufen. Meine Mutter war meine Rundum-die-Uhr-Krankenschwester. Ich war wie ein kleines Kind. Völlig hilflos.» An den Krücken aufs WC gehen, sich die Trainerhose anziehen – alles ein einziger

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Krampf. Zwar nicht schmerzhaft, aber anstrengend. «Ich habe gelesen und gelesen, manch­mal sieben Stunden. Aber irgendwie konnte ich mich gar nicht konzentrieren.» Dass da auch einer Lara Gut das Lachen mal vergeht – wen wunderts? Man sieht ihr den inneren Kampf an. Sie will nicht klagen. Sie will ihr Schicksal akzeptieren. «Ich kann nichts für meine Verletzung, und ich kann sie auch nicht mehr ändern. Was soll ich lamentieren? Dass die anderen jetzt Rennen fahren, interessiert mich nicht.» Siehts auch in ihr drin wirklich so aus? Seit zwei Wochen sind die Krücken weg. Einfacher hat sie es deswegen

nicht. Denn jetzt geht das Rehabilita­ tionsprogramm los. An Krafttraining ist nicht zu denken. Es geht vorerst darum, sich die Beweglichkeit der Hüfte in mini­ malsten Schritten wieder zu erarbeiten. Die halbstündige Runde mit Lara durch Comano zeigt, wie mühsam das geht. Ein paar Schritte – ausruhen. Jede kleinste Bewegung verlangt Konzentration. Zehn Treppenstufen beim Gemeindehaus abwärts, zehn wieder hinauf. Laras Körperspannung ist bis in die Fingerspitzen zu sehen. Beim Dorfbrunnen Dehnungs­ übungen. Ganz behutsam. Eine Gruppe Nordic Walkerinnen stöckelt schnatternd vorbei. Lara, die Spitzensportlerin, die Siegerin, wäre froh, sie könnte nur

Lara gut und die «Hüfte der nation» «Eine ausgerenkte Hüfte ist für Skirennfahrer nicht untypisch», sagt Karl Frehsner, der Trainer von Lara Gut. Die Verletzung ist grundsätzlich nicht sehr kompliziert, aber es besteht die Gefahr, dass sie eine Karriere beendet, wenn man sie nicht gründlich aus­ kuriert.» Bei Lara wurde nach dem Einrenken der Hüfte vorsichtshalber in Bern noch eine MRI-Untersuchung gemacht. «OrthopädieChefarzt Dr. Klaus Siebenrock operierte darauf die gerissenen Bänder, die die Gelenk­ kugel in der Gelenkpfanne fixieren», erklärt Olivier Siegrist, Mediziner bei Swiss-Ski

und Laras Vertrauensarzt. Es folgten acht Wochen, in der Lara die Hüfte teilbelasten durfte. Seit die Krücken weg sind, kann sie sich im Prinzip wieder normal – wenn auch sehr vorsichtig – bewegen. Im Dezember folgt eine nächste Kontrolle des Heilungsverlaufs per MRI. Ende Januar dann wird Bilanz gezo­ gen, ob die Hüfte wieder voll funktionstüchtig und stabil ist. Siegrist: «Lara, ihre Eltern und ich sind uns aber einig: Jetzt geht es zunächst nicht um eine kurzfristige, sondern eine lang­ fristige Karriere. Und im Besonderen um die Gesundheit und Zukunft einer jungen Frau!»


«Heute denke ich kein bisschen ans Skifahren, sondern nur an meine Gesundheit, an die Alltagstauglichkeit» lara gut

Nervenprobe «Lara ist eine einfache, disziplinierte Patientin», sagt Papa Pauli Gut. Mama Gabriella und Lara geben aber zu, sich gegenseitig «schon ab und zu auf die Nerven zu gehen».

schon stöckeln. Aufs Schnattern hat sie derzeit wenig Lust. Am Nachmittag gehts nach Lugano runter. Per Auto. Lara fährt selbst. Ein Lichtblick. «He, Auto fahren ist doch einfacher als gehen», sagt sie. Meldet sich da der alte Schalk zurück? Wassergymnastik steht auf dem Programm. Mit ihrer langjährigen Physiotherapeutin Norma Tipaldi bewegt sie sich im Bassin der Wellness- und SpaResidenz Villa Sassa behutsam vor und zurück. Aus dem Wasser zu steigen, braucht Zeit. Aus dem Sprudelbecken hört man es dann endlich wieder einmal, Laras ausgelassenes Kichern. Macht also ­wenigstens das Üben im Wasser etwas Spass? «Ski fahren macht mir Spass!» Da ist sie wieder, die trotzige Entschlossenheit der Vollblut-Schneesportlerin. In Comano sitzen Papa Pauli, Mama Gabriella und Lara Gut später am ­Küchentisch. Bruder Jan, 13, ist in der Schule. Ihm, dem viele ähnliches Talent attestieren wie der grossen Sorella, hätte Mama Gabriella diesen Winter gerne etwas mehr Zeit als Trainerin gewidmet. Es war eines der Projekte für ihren einjäh­ rigen Urlaub vom Job als Turnlehrerin. Stattdessen ist sie nun als Krankenschwester – und vor allem als Mami – gefordert. Hat das ungewohnt lange Zusammensein der Familie auch gute

Seiten, ist man noch näher zusammengerückt? Jetzt lachen Lara und Gabriella laut hinaus. «Wohl eher im Gegenteil», sagt Lara. «Wir sind uns auch schön auf die Nerven gegangen!» Und gleich umarmt sie ihre Mama von hinten, drückt ihr einen Kuss auf den Hals, zwinkert dem Papa zu. Das ist Liebe. Leicht zu sehen, woher Lara Gut die Kraft nimmt für ihren zermürbenden Weg zurück. «Lara ist eine einfache Patientin», sagt Pauli Gut. «Sie weiss genau, was sie braucht: Geduld. Sie ist auch da diszipliniert und professionell.» Bleibt die unvermeidliche Frage: Reichts für Olympia im Februar in Vancouver? Lara ist ganz offen: «Ehrlich, mich nervt ­diese Frage allmählich. Ich denke heute nicht ein bisschen ans Skifahren, sondern nur ans Gesundwerden, an meine Alltagstauglichkeit.» Und der Vater stellt klar: «Normalerweise braucht es nach so einer Verletzung sicher drei Monate, bis man wieder gesund ist. Lara ist zwar Skirennfahrerin, aber sie ist zuerst auch ein Mensch. Vor Januar wird sie mit Sicherheit nicht auf den Ski stehen.» «Es wäre kein Unglück, Olympia zu verpassen», sagt Lara Gut. «Vielleicht ist bisher in meiner Karriere alles fast etwas zu einfach, zu schnell gegangen. Nun habe ich lernen müssen, auch ganz kleine Schritte zu geniessen.» 


Foto Damien Trachsler

Kämpfernatur In seiner Box im Bärenpark Bern erholt sich Finn seit einer Woche von seiner Schussverletzung. Antibiotika und Schmerzmittel werden mittels Gewehr durchs Gitter in seinen Pelz geschossen.

Foto Rando

Gewaltsame Revier­verteidigung Am 21. November, kurz nach 16 Uhr springt ein geistig behinderter 25-Jähriger ins Berner Bärengehege, wird von Finn angegriffen und schwer verletzt.

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drama

Der Schock sitzt tief! Der 4-jährige Finn aus dem Bärenpark Bern ist auf dem Weg der Besserung – aber wegen seiner Schussverletzung braucht er noch viel Zuwendung, Medikamente und Honig. Tierpfleger Heinz Stämpfli erzählt von den schlimmsten Minuten im Leben seines Schützlings.


Alles für den Bärenhunger Tierpfleger Heinz Stämpfli bringt Finn in den Katakomben des Bärenparks ein paar Genesungs-Leckerli.

«Finn verletzt zu sehen, tut weh – ich habe ihn ‹hölle› Text Nina Siegrist und Lisa Merz Fotos Kurt Reichenbach

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it einem Löffel zerdrückt Tierpfleger Heinz Stämpfli, 59, fingerkuppengrosse Schmerztabletten und mischt das Pulver mit Honig. Es ist Freitagmorgen, und in den Katakomben des Berner Bärenparks bekommt der verletzte Finn seinen ersten Medikamentencocktail. Aus der Box, in der sich der 250 Kilo schwere Braunbär von seiner Schussverletzung erholt, ist kein Mucks zu hören: «Er jammert und bewegt sich kaum», sagt Stämpfli, «das ist gut so – er braucht seine Energie für die Heilung.» Am Samstag, 21. November, kurz nach 16 Uhr ist Bärenwärter Heinz Stämpfli gerade im Bärenpark-Shop. Plötzlich stürmt eine Touristin in den ­Laden, schreit: «Ein Mann ist im Gehege!» Stämpfli erkundigt sich, wo, und rennt los. In der Zwischenzeit hat Finn bereits das getan, was jeder Bär in ­seiner Situation tun würde: Er hat sein Revier verteidigt. Den Eindringling, einen geistig behinderten 25-Jährigen, mit seinen kräftigen Pranken gepackt, ihn in die Schulter gebissen und durchs Gehege geschleift.

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Ein anwesender Securitas-Angestellter hat bereits die Polizei alarmiert. Diese rennt zum Gehege, gleichzeitig mit Heinz Stämpfli: «Der Polizist hat dreimal tief durchgeatmet und präzise geschossen. So wie es das Notfallszenario vorsieht.» Nach dem Schuss kämpft sich Finn noch einige Meter den Hang hinauf, bleibt dann aber schwer schnaufend und verstört liegen. «Ich wusste, wenn es uns jetzt nicht gelingt, Finn in die Stallungen hineinzulocken, muss man ihn mit einem weiteren Schuss erlegen. Denn ein angeschossener Bär ist für die Rettungskräfte eine tödliche Gefahr», erklärt der Tierpfleger.

Kunstvoll Im Bärenpark treffen täglich Dutzende von Kinderzeichnungen ein.

Stämpfli geht hinunter zum Schieber, der die Stallungen vom Gehege trennt, er zeukelt, «chüderlet», wie es der Berner nennt. Finn kennt die Stimmen seiner Pfleger, vertraut ihnen – selbst in dieser Situation. Er kommt, humpelnd. Doch im Eingangstunnel, nur wenige Meter vor dem Schieber, bricht der vierjährige Bär blutüberströmt zusammen. Stämpfli: «Ich dachte, jetzt ist es vorbei.» Der Tierpfleger versucht es weiter: «Nur noch ein Schritt, Finn, nur noch ein Schritt!» Der Bär schleppt sich vorwärts. Inzwischen hat auch Bärin Björk, das zweite Tier im Gehege, auf die Lockrufe reagiert. Sie steht im Stalleingang, direkt hinter Finn. Sie will rein, zögert aber, als sie das Blut am Boden entdeckt. Stämpfli redet ihr gut zu. Dann, endlich, sind beide Tiere drinnen und das Gehege damit begehbar. Feuerwehr und Rettungskräfte transportieren das Opfer auf einer Bahre aus dem Park. Der junge Mann hat Glück im Unglück: Er überlebt. Heinz Stämpfli beendet morgens um 2.30 Uhr erschöpft seinen Dienst. «Bitte stellen Sie mich nicht als Einzelhelden dar», sagt Stämpfli später, «hier geht es um eine Teamleistung. Vom Securitas über den Polizisten bis zu den Shop-


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«Finn ist ein wildes ­Tier, kein Teddybär» Trotz Anteilnahme aus aller Welt warnt der BärenparkDirektor Bernd Schildger vor einer Vermenschlichung des 250-Kilo-Bären. Er wolle aus Finn «keinen Knut machen».

Grosse Anteilnahme Auch Edelhonig findet sich auf Finns Gabentisch im Bärenpark.

gern» Heinz Stämpfli Verkäuferinnen haben alle ihr Möglichstes getan, damit Mensch und Tier gerettet werden konnten.» Der Tier­pfleger legt für seinen Patienten gerade Orangen und Fenchel zurecht: Finn, der Feinschmecker, der alles ausser Bananen und Maroni mag, hat wieder ordentlich Appetit. Heinz Stämpfli freuts. Er und seine zwei Kollegen Walter Bosshard und Dominic Ruetsch haben den verletzten Bären während der letzten Tage im 24-StundenBetrieb überwacht. Kollegin Linda Triet hat sogar mit Schlafsack und Mätteli vor Finns Box übernachtet. Die vielen Briefe und Geschenke, die Finn erhält, nimmt das Tierpark-Team gerne entgegen, wehrt sich aber gegen eine «Vermenschlichung» des Wildtiers. Heinz Stämpfli bewegt noch ein ganz anderer Gedanke: «Ich habe meine Viecher ‹hölle› gern, der Anblick des verletzten Finns tat weh. Wenn ich mir aber vorstelle, ich hätte ein behindertes Kind, das etwas tut, was in seiner Welt richtig, in unserer Welt aber falsch ist, dann finde ich, verdient dieser behinderte Mensch unser Mitgefühl.» Dann nimmt Stämpfli die Plastikkiste mit dem Gemüse und geht. Sein hungriger Patient wird ungeduldig – ein besseres Genesungszeichen gibts nicht. 

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schwebt in Lebensgefahr. Bernd Schildger ist ­mitgenommen – zehn Jahre hat er am Projekt Bärenpark mitgearbeitet, vor fünf Wochen wurde die Anlage eröffnet. An der Pressekonferenz vom vorletzten Sonntag übermannen ihn der Stress der letzten Wochen und die ­Sorge um den schwer verletzten Finn: Er kann die Tränen nicht zurückhalten. «Peinlich», findet der Tierpark­ Direktor. «Sonst bin ich nicht so.» Finn geht es nach zwei kritischen Nächten besser: «Er bekommt Anti­biotika und Schmerzmittel – etwa die vierfache Dosis, die ein Mensch erhalten würde», sagt Schildger. Eine Narkose wolle man ihm momentan nicht zumuten, Finn werde weiter beobachtet, wenn es ihm schlechter gehe, operiert. Eines ist für den viel beschäftigten Tierpark-Direktor klar: Es hätte ebenso gut einen toten Menschen und einen toten Bären geben können: «Das Notfallprozedere lief planmässig ab – das gilt auch für die verwendete Mann-Stopp-Munition.» Dann widmet sich Schildger dem nächsten Anruf. Und zwei weitere Journalisten stehen bereits neben ihm.

Gefragter Mann Bärenpark-Direktor Bernd Schildger in seinem Büro im Tierpark Dählhölzli. schweizer illustrierte

Foto Remo Nägeli / L’illustré

«Bärenzentrale» Walter Bosshard, Dominic Ruetsch und Heinz Stämpfli koordinieren die Pflegearbeit (v. l.).

er kranke Finn braucht Ruhe. Deshalb darf auch nur ein einziger Fotograf zu ihm – und das ist der 53-jährige BärenparkDirektor höchstpersönlich. Dass Bernd Schildger unter dem Pseudonym Rando auch als Pressefotograf amtet, ist exemplarisch für seine Vielseitigkeit. Der Deutsche erhält derzeit Medienanfragen aus aller Welt, gibt Interviews, verschickt Bilder, vertele­ foniert Handy-Akku um Handy-Akku und lehnt dabei grosszügige Summen für Exklusiv-Storys ab. «Ich will aus Finn keinen Knut machen», sagt er. «Er ist ein Wildtier, kein ­Teddybär.» Als das Unglück im Berner ­Bärenpark passiert, ist Bernd Schildger gerade bei Bekannten in Frankfurt – dort, wo er bis 1996 als Zootierarzt und stellvertretender Tierpark-Direktor gearbeitet hat. Als er hört, dass jemand ins Bärengehege eingedrungen ist, steigt er sofort in den Zug. Sein Telefon klingelt fortan ununterbrochen. Um in Ruhe sprechen zu können, schliesst er sich drei Stunden in der Zugtoilette ein. In Bern angekommen wird schnell klar: Das Opfer des Bärenangriffs lebt. Finn allerdings

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Heimat Andreas Käslin mit Gattin Martina, den Kindern Lara (r.) und Beno sowie Ziege Enzian zu Hause in Ennetmoos NW.

Sein Jodel ist der

Die Schweiz liebt den Jodlerklub Wiesenberg. Für seinen Solisten andreas käslin kein Grund abzuheben. Familie und Hof sind ihm wichtiger als Geld und Ruhm. 28

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Text sandra casalini Fotos marcel nöcker

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ls die zweijährige Lara ihren Dädi zum ersten Mal am Fernsehen sah, weinte sie bitterlich. Andreas Käslin, 30, und seine Sänger-Kollegen vom Jodlerklub Wiesenberg kämpften auf SF 1 gemeinsam mit Francine Jordi um den «grössten Schweizer Hit». «Und Lara hatte Angst, dass er nie wieder nach Hause kommt», erzählt ihr Mami Martina Käslin, 27, lachend.

Die Sorge war natürlich unbegründet. Zwar gewannen Francine und die «Wiesenbergler» das Finale mit ihrem Hit «Das Feyr vo dr Sehnsucht». Für ihren Solisten Andreas Käslin ist das kein Grund, sein Leben zu ändern: Der Zimmermann und Original-BraunviehZüchter trinkt weiterhin lieber ein Bier nach der Dienstagsprobe des Jodlerklubs, als an Cüplipartys rumzustehen. Und zu Hause im malerischen Ennetmoos NW ist sowieso Lara die Chefin: «Dädi, chum, Gschicht verzelle!» Singen


gesellschaft

«Das Feyr vo dr Sehnsucht» Francine Jordi und rechts von ihr Andreas Käslin mit seinem Jodlerklub Wiesenberg bei ihrem SF-Auftritt.

grösste Hit Bilderbuch-Papi Zwar wechselt Andreas keine Windeln, er liest aber vor und singt Schlaflieder.

könne sie schon auch, meint Lara. So gut wie Papa? «Neeei!» Potenzieller Nachfolger wäre sowieso eher ihr Brüderchen Beno, 6 Monate: Im Klub jodeln nur Männer. «Die sind ­untereinander viel genügsamer», meint Andreas mit einem Grinsen. Seine Frau Martina lacht. Damit, dass ihr Mann an Wochenenden manchmal bis zu drei Mal auftritt, hatte sie nie ein Problem. Sein anderes Hobby, das Jagen, sei gewöhnungsbedürftiger gewesen: «Während der Saison gibt es für Jäger kein anderes

Thema mehr. Das war für mich schwer zu verstehen. Aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden.» Das Jodeln ist für Andreas Käslin eine Freizeitbeschäftigung – trotz den gigantischen Erfolgen, die der Jodlerklub Wiesenberg seit gut zweieinhalb Jahren feiert: Platin für über 30 000 verkaufte Exemplare des Albums «Mey Freyd» und der Single «Das Feyr vo dr Sehnsucht». Platzierungen ganz vorne in der Hitparade. Und mehr TV-ZuschauerStimmen als Bligg oder Gölä. Aber daran, ihre Beliebtheit zu Geld zu machen, denken die zwanzig Jodler nicht im Geringsten. «Vergangenes Jahr sagten wir vierhundert Engagements ab», erzählt Andreas. «Es liegt für uns einfach nicht drin, jedes Wochenende irgendwo zu singen. Wir haben schliesslich fast alle eine Familie.» Auch einen Plattenvertrag hat der Jodlerklub Wiesenberg bisher immer ausgeschlagen. «Wir wollen tun und ­lassen können, was wir möchten.» Einige Mitglieder haben gerade Spans «Louenesee» zum «Kernalpersee» umgeschrieben und als Jodel ­vertont. Zusammen mit Gleichgesinnten haben sie sogar einen Videoclip dazu gedreht. «Wir wissen aber noch nicht, wann und wo wir diesen einmal zeigen», sagt Käslin. Auch ob es ein weiteres ­Album des Jodlerklubs Wiesenberg gibt, steht momentan noch in den Sternen. Verkaufen würde es sich bestimmt wieder wie warme Weggli. Warum gerade sie so erfolgreich sind? «Vielleicht liegts an unserem Nidwaldner Dialekt», mutmasst Andreas Käslin. «Oder daran, dass wir ja eigentlich ­keine Ahnung von dem ganzen Showbusiness haben. Wir sind Hinterwäldler. Aber gerade das macht uns aus.»  schweizer illustrierte

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Botschafter der Kinder Jährlich rettet er 90 000 Leben. Im Buch «Ambassador» erzählt Dr. Beat Richner aus dem Alltag in seinen Spitälern in Kambodscha. Und von seiner ­Vergangenheit in Zürich. Wir publizieren ­exklusive Auszüge, ergänzt mit sehr persönlichen Gesprächen. Interview Christine Zwygart Fotos Monika Flückiger

die Zukunft Seiner Spitäler «Was passiert, wenn Sie nicht mehr sind?», ist die Kernfrage der Funktionäre und sogenannten Experten. Sie selber tun und riskieren nichts, damit etwas geschieht. (…) Stellen wir uns doch die Frage einmal umgekehrt: Was passiert, wenn unsere Arbeit in den kambodschanischen Kinderspitälern nicht gemacht wird? Dann wird den Kindern, denen hier geholfen wird, nicht geholfen. Dann werden ihre humanitären Rechte in krassester Art verletzt. Denn zu unserer Arbeit gibt es keine Alternative. (…) Die Frage, was passiert, wenn ich nicht mehr bin, bedeutet auch, dass der Fragende die ganze Verantwortung für das Überleben der Kinder auf mich abschiebt. Herr Dr. Richner, wo liegen die Probleme, wenn Sie selber nicht mehr vor Ort sind? In meinen Spitälern bin ich der Hüttenwart, der für Disziplin und Hygiene sorgt. Und der Polizist, der gegen die Korruption kämpft. Viele kambodschanische Mitarbeiter helfen mir zwar dabei, aber in den nächsten zehn Jahren können sie das noch nicht alleine tun. Was bedeutet für Sie «nachhaltig»? Für mich ist entscheidend, ob die Kinder geheilt sind – dieses Ziel erreichen wir seit 17 Jahren. Die Nachhaltigkeit der Institution jedoch hängt von den Finanzen ab, für die wir betteln.

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Und die abgeschobene Verantwortung? Sie schafft in mir eine Bitterkeit, die ich täglich bekämpfen muss. Auch mit Cellospielen. Sein Auftritt 1967 im Zürcher Kunsthaus als Beatocello In einer Parodie auf das Zürcher Sechseläuten spielte ich einen Zünftler und schwenkte dabei einen schwarzen Hut. Es war der Hut, den mein Vater am Vortag vergeblich gesucht hatte, weil er ihn für eine Beerdigung tragen wollte. Nun, das Begräbnis musste ohne Hut stattfinden. Als meine Mutter jetzt diesen Hut, das Objekt des grossen Ärgers vom Vortag, auf der Bühne sah, brach sie in einen Lachkrampf aus. Dieses Lachen amüsierte und steckte den ganzen Saal an; die ganze Nummer wurde komisch, bevor ich sie überhaupt begann. Hätten Sie damals gedacht, dass das Cello plötzlich Ihr Geldeintreiber wird? Niemals! Sie studierten Medizin, nicht Musik. Haben Sie diesen Entscheid mal bereut? Nein. Ich würde auch in meinem nächsten Leben wieder als Kinderarzt arbeiten. Mich fasziniert die Medizin und die Suche nach der Diagnose. Die Probleme der Kinder sind ein Spiegel unserer Gesellschaft. Es ist bedeutend, den Leidensdruck von Mutter und Kind

Sein Buch Dr. Beat Richner, 62, zeigt Probleme und Chancen auf. Und erzählt, wie er Kinder rettet – zum Beispiel die achtjährige Bo Vanda (im Bild), die an Typhus erkrankt war.


80-60699-1 zu lindern sowie weiteres Ungemach zu verhindern. Dieser Grundsatz gilt in der Schweiz und in Kambodscha. Welche Künste möchten Sie beherrschen? Ich bin vollauf zufrieden mit denen, die ich kann. Gedanken an seine Kindheit in Zürich Als ich vier Jahr alt war – ich erinnere mich genau –, fuhr ich mit meiner Mutter im Tram Nummer 10 in Zürich. Nach der Haltestelle Stockerstrasse sagte eine Frau im Abteil nebenan mit einem Blick auf mich: «Um Himmels willen hat das Kind einen grossen Kopf.» Meine Mutter war fassungslos, doch ich sagte zu dieser Frau: «Dumme Kuh, ich habe eine grosse ‹Dänki›.» Im Tram wurde es ganz ruhig, dann lachten alle. Zugegeben: Mein Kopf war damals etwas gross, besonders im Vergleich zu meinem kleinen Körperwuchs und zum Bauch. Mittlerweile hat sich das Verhältnis ausgeglichen – der Bauch ist grösser … Was sind Ihre schönsten Erinnerungen aus der Kindheit? Ich denke oft zurück an unsere Sommerferien im Glarnerland, oberhalb von Elm. Vis-à-vis sah man das Martinsloch, den ältesten Alpentunnel der Schweiz. Jeden Abend spazierte ich mit meinem Onkel, einem bedeutenden Theologieprofessor, zur Alphütte, um Milch zu holen. Was haben Ihre Eltern Ihnen mit auf den Lebensweg gegeben, welche Werte haben sie Ihnen vermittelt? Ich denke das Interesse und den Verantwortungssinn für Sachen, die sich jenseits des Gartenzauns ab­spielen.

«Es gibt Sorgen von Westlern, die mich nicht mehr interes­ sieren, sondern eher ärgern» (…) Sie war in der Tat noch ganze 40 Sekunden auf Sendung. Ich selber habe die Sekunden nicht gezählt; es war die Regie, die die Zeit gestoppt hat, denn ich musste mich auch schnäuzen. Im Bellerive-Studio war stets Durchzug, aus allen Ecken blies der Wind. Nach dieser Schnäuzbekanntschaft haben wir oft miteinander gesprochen. Sie arbeiteten während Ihres Studiums als Nachtwächter – mit was für Jobs haben Sie damals sonst noch Ihr Geld verdient? Ich war auch mal Zeitungsverträger für das «Tagblatt der Stadt Zürich». Früher bewachten Sie das Fernsehstudio, heute treten Sie manchmal selber im TV auf. Macht Sie das auch stolz? Mein letzter Fernsehauftritt als Beatocello hatte ich, bevor ich 1991 wieder nach Kambodscha ging. Das ist sehr lange her, und der Stolz ist in der Zwischenzeit längst verflossen. Haben Sie eine Lieblingssendung, die Sie sich anschauen, wenn Sie in der Schweiz zu Besuch sind? Da bin ich überfragt. Ich kenne die Sendungen des Schweizer Fernsehens nicht mehr.

Als SecuritasNachtwächter im Zürcher Seefeld-Quartier 1966 Im Bellerive-Studio war der erste ­Kontrollgang um circa 22 Uhr. Es galt, verschiedene Stationen zu passieren: Da hing diskret ein Schlüssel. Den musste man in die Stempeluhr, die man (neben einem Gummiknüppel) mittrug, ein­ führen. (…) Oft war beim ersten Durchgang die damals ungemein populäre Moderatorin Heidi Abel gerade dabei, ihrem Publikum in ihrer Livesendung «… und guet Nacht, liebs Publikum» zu sagen. Sie schnäuzte sich – sie war noch auf Sendung – und fragte mich nachher mehrmals, wie viele Sekunden des Schnäuzens man noch gesehen hatte.

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Vor dem Konzert Als Beatocello tritt Richner jede Woche im Konzertsaal in Siem Reap auf.


Auf Visite Dr. Beat Richner schaut sich mit seinen Ärzte-Kollegen ein krankes Kind an. Die Ruhe in seinen fünf Spitälern Die Mütter sind bei ihren Kindern, 40 bis 80 in einem Saal. Sie sind ruhig, gelassen und diszipliniert. Es findet kein Feilschen und Schreien um ein Recht auf Behandlung statt. Alle wissen: Jedes Kind erhält die bestmögliche Behandlung kostenfrei. Jedes Kind erhält ­korrekte Medikamente. Die Mütter sagen, sie fühlen sich wie in einer Pagode. Diese Ruhe, dieses Vertrauen der Mutter in die Institution Kantha Bopha überträgt sich aufs Kind, diese Ruhe ist bedeutend für den Heilungsprozess. Ist die Mutter in Angst und Verzweiflung, fühlt sich auch das Kind verloren. Die Mutter ist 24 Stunden beim Kind.

Wie ist die Situation momentan in Ihren Spitälern in Kambodscha? In Siem Reap nehmen die Patientenzahlen zu. Im Oktober haben wir dort insgesamt 5308 schwer kranke Kinder hospitalisiert – 1000 mehr als im Vorjahr. In der Maternité kamen 1452 Babys zur Welt, das sind 200 Geburten mehr als im Oktober 2008. In Phnom Penh bleiben die Zahlen hingegen stabil, dort brachten wir in einem Monat 6032 Kinder im Spital unter. Haben Sie spezielle Pläne für das ­kommende Jahr? Unsere Spitäler sind ein Modell und ein Vorbild für die arme Welt. Wir werden deshalb erneut einen Kurs durchführen und zeigen, wie solch ein Spital ge­plant, gebaut und geführt werden

muss, um die weltbeste KostenHeilungs-Rate zu erzielen. Der karge Alltag Das Leben ist karg und einfach, das Leben – zumindest mein Leben hier. Einsiedlertum, auf weniges beschränkt, manchmal unglaublich schwer, manchmal auch sehr erbauend; es ist auf Wesentliches konzentriert. Die Ablenkungen der saturierten Welt fehlen, das macht dann manchmal Gespräche mit Menschen aus Europa oder Amerika quälend. Da werde ich manchmal auch ungerecht: Es gibt Sorgen von Westlern, die mich nicht mehr interessieren, sondern eher ärgern. Was ist wesentlich? schweizer illustrierte

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«Ich erkrankte in Kambodscha an Dengue-Fieber. Und machte einige Grippli durch – diese waren meist psychisch bedingt» Beat Richner Waren Sie schon immer ein Einsiedler? Tendenziell ja, aber nicht sehr ­ausgeprägt. Was machen Sie, wenn die Einsamkeit unerträglich wird? Dann lese ich. Merken Sie, wenn Sie zu anderen ­ungerecht werden? Ja. In den meisten Fällen merken es aber die Betroffenen nicht. Es geht ja oft auch nur um Nuancen. Und diese bemerken nur Überempfindliche, die so sind wie ich. Ist ein Teil von Ihnen mittlerweile ein Asiat – oder sind Sie selber ein Westler geblieben? Ich bin nach wie vor ein Zürcher. Richners schwarze Liste Alle auf der schwarzen Liste aufgeführ­ ten Länder müsste man verpflichten können, wenigstens Geld zu zahlen, um den fortdauernden passiven Genozid der Kinder zu verhindern. Alles, was diese Länder in der Entwicklungshilfe machen, ist halbherzig – und letztlich wird doch nur daran gedacht, dass die Beträge «protektionistisch» wieder in die Länder zurückfliessen. Sie klagen Frankreich, Japan, die USA, China, Vietnam und die Uno an, Schuld am Elend Kambodschas zu sein. Was verlangen Sie konkret von diesen Beteiligten? Sie alle sollen als Entschädigung Geld geben, das in unsere Stiftung fliesst. Die kambodschanische Regierung zahlt ihren jährlichen Beitrag von 2 Millionen Dollar auch direkt an uns und nicht über die Ministerien – dort würden 90 Prozent der Gelder «verloren» gehen. Unterstützt jemand Ihre Idee? Ja, die amerikanische Botschafterin in Kambodscha. Bei Ihren Forderungen gehts um Geld und Macht. Haben Sie nie Angst um Ihr Leben? Nein, eigentlich nicht. Über seine Reisen nach Zürich und das Heimweh Ich muss regelmässig nach Zürich kommen, zweimal, dreimal pro Jahr – und jeden Tag, den ich länger hier bin,

wächst die Versuchung, ganz hier zu bleiben. Darum verbringe ich stets nur eine kurze Zeit in der Schweiz, meist nur fünf Tage. Für immer hier bleiben, im Hotel Ambassador? Nein. Als Ambassador? Nein. Ganz gewöhnlich, mit Bratwurst am «Vorderen Sternen» und mit der kinderärztlichen Praxis, die ich vor 18 Jahren verlassen habe. (…) Ich könnte ja hier bleiben, aber erst, wenn Geld für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre bereitsteht. Wer könnte Ihre Spitäler für zehn Jahre finanziell absichern? Die Regierungen, die auf der schwar­ zen Liste stehen. Und jene Regie­ rungen, die 1991 das Pariser Friedens­ abkommen unterzeichnet und sich verpflichtet haben zu helfen. Vor sechs Jahren fragte ich UBS und CS, ob sie anstelle von Alinghi und Sauber uns sponsern möchten – denn einige Reiche haben ihre Prioritäten wegen Kantha Bopha geändert. Für die Ban­ ken wäre das eine Chance gewesen, für die Kinder die Rettung. Doch man hat arrogant und ablehnend geantwortet. Jetzt frage ich halt die Economiesuisse. Wie stellen Sie sich Ihren Ruhestand vor? Ich denke schon, dass ich eines Tages in die Schweiz zurückkehre. Über ein verhängnisvolles Mittagsschläfchen Ich fühle mich gut, nicht abgeschlagen wie so oft, zog mich um 12 Uhr in mein kleines Haus zurück, legte mich hin (der Tag beginnt für mich um 5 Uhr und ohne eine Siesta schaffe ich es nicht mehr) und hörte das hochfrequente, in den Zähnen schmerzende Summen der Mücken. Ich nahm den Insektenspray und sprühte ein paarmal, und nach kurzer Zeit wurde mir elend. Diesmal handelte es sich offenbar um eine ­Originalspraydose ohne die üblichen Verdünner, die überall beigemischt werden. Ich rief unseren Chefarzt an, da ich befürchtete, das Bewusstsein zu ver­ lieren. Er kam, stellte die Diagnose und öffnete sofort alle Fenster und Türen. Ich bin offenbar ein starker Allergiker.


80-60699-1 Erkrankten Sie selber in Kambodscha? Ich hatte mal ein Dengue-Fieber, das war misslich. Und ich machte einige Grippli durch – diese waren aber meist psychisch bedingt. Wo erhalten eigentlich die Erwachsenen in Kambodscha medizinische Hilfe? Pro Tag überqueren 3000 Kambodschaner die Grenze, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Die Superreichen reisen nach Bangkok oder Singapur, die Mittelklasse verschuldet sich und geht nach Vietnam, für die Armen gibts praktisch nichts. Zudem fehlen wegen des Genozids alte Menschen im Land – ich gelte hier schon als sehr alt!

möchten sie den Kranken kindern helfen? Ihre Spende für die Spitäler von Dr. Beat Richner in Kambodscha können Sie mit dem beiliegenden Einzahlungsschein überweisen. Hilfe für die Kleinen Sind die Betten besetzt, müssen die Kinder mit ihren Müttern auf Boden­ matten ausweichen. So wie hier im Spital in Siem Reap.

Der Reisende zwischen zwei Welten Das Cello fliegt stets auf dem Sitz neben mir. Das nimmt einem das Gefühl der Einsamkeit des Reisenden, sozusagen eine Schwester nicht der Land-, sondern der Luftstrasse. Kambodscha– Bangkok–Zürich. Zürich–Bangkok– Kambodscha. Die Flugbegleiter der Thai sind sehr zuvorkommend gegenüber meiner Begleiterin. «Sie haben es gut», sagte mir jüngst eine thailändische Airhostess, «Ihre Begleiterin plappert nicht während des ganzen Fluges. So können Sie sich ausruhen.» Was ist das Schwierigste, wenn man zwischen Asien und Europa hin- und herpendelt? Mich belastet vor allem die Müdigkeit, die wegen der Zeitverschiebung entsteht. Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft? Ich wünsche mir, dass wir bis kommenden März 250 Millionen Franken für die Kantha-Bopha-Spitäler zusammen­ haben – somit wäre der Betrieb für die nächsten zehn Jahre gesichert. Und ich könnte nach 18 Jahren zum ersten Mal wieder aufschnaufen. 

Signierte Bücher Möchten Sie das Buch «Ambassador – zwischen Leben und Überleben» von Dr. Beat Richner kaufen? Die ersten 100 Einsender erhalten sogar ein hand­ signiertes Exem­plar – deshalb unbedingt den Vermerk «Leseraktion Schweizer Illustrierte» angeben. Sie können das Buch für 36 Franken (zu­züglich Porto und Ver­ packung) wie folgt bestellen: Eine Postkarte an Elster Verlag, Klosbachstr. 106, 8032 Zürich. Oder E-Mail an info@elsterverlag.ch. Oder Fax an 044 - 385 55 19.

«Die Wirkung unserer Spitäler war und ist nachhaltig. Jedes Kind hat nur ein Leben – mehr gibt es nicht auf dieser Welt. Wir retten die Kinder, sie leben weiter. Wenn Sie spenden, schaffen Sie einen nachhaltigen Wert» Beat Richner

Hier sollte ein Einzahlungsschein eingeklebt sein. Wenn er fehlt, können Sie Ihre Spende auch direkt auf das Postcheckkonto nr. 80-60699-1 über­weisen. Besten Dank!

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Foto DJ Bobo Management / YES Music

Gigantisch Eine Mischung aus Buddha und der hinduistischen Gottheit Shiva – das Bühnenbild von DJ Bobos neuer Fantasy-Show.

Neue Show, neue CD, neue Erfahrungen als Vater eines Schulkindes. DJ Bobo verrät, warum er seinem Sohn Jamiro den Abschiedskuss am Morgen hinter der Tür geben muss, weshalb er für Töchterchen Kayley manchmal Luft ist – und was für ein Schüler er selbst war.

«Jamiro ist e

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INTERVIEW

Nervenkitzel DJ Bobo und Jamiro in der ­Pegasus-Achterbahn im Europapark Rust. «Ich habe eigentlich Schiss», gesteht der Musiker. Und zu seinem Sohn: «Aber es ist stark, wenn man als Mann dazu stehen kann, Schiss zu haben.»

in Papi-Bub» schweizer illustrierte

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INTERVIEW zur neuen Fantasy-Show an. Die Schule schwänzen darf Jamiro nur, weil Mami Nancy an diesem Montag ihren 39. Geburtstag feiert.

Frauen-Duo DJ Bobo: «Wenn Nancy auftaucht, bin ich bei Kayley sofort vergessen.»

Familienbande «Ich plane unsere Tournee immer so, dass ich zwei Tage zu Hause sein kann.»

Aufwärts «Die Kinder haben einen starken Charakter. Vor allem Jamiro kann sich nicht nur mit dem Mund zur Wehr setzen.»

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«Mir ist wichtig, dass Jamiro und Kayley normal aufwachsen, ohne Sonder­ behandlung» DJ Bobo

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Text rené haenig Fotos hervé le cunff

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eute ist Schule schwänzen angesagt für Jamiro, 7. Statt das Abc zu lernen, steht Achterbahn fahren auf dem Stundenplan. DJ Bobos Ältester drückt seit August die Schulbank. Vorbei die Zeiten, wo er und Schwesterchen Kayley, 4, mit Papa René und Mama Nancy auf Tournee durften. Dabei steht gerade dieser Tage im Europapark Rust die Weltpremiere

DJ Bobo, stehen Sie morgens auf, um Jamiro für die Schule fertig zu machen? Ja, denn bei uns zu Hause gilt: Unter der Woche ist Papi in der Frühe für die Kinder zuständig. Um wie viel Uhr muss er aus dem Bett? 6.45 Uhr. Ich rufe: «Jamiro! Aufstehen! Anziehen!» Und er murmelt immer: «Ach Papi, noch ein wenig schlafen …» Sie bringen ihn auch zur Schule? Nein, er fährt mit dem Schulbus … … aber bis zur Haltestelle? (Lacht.) Der Bus hält direkt vor unserem Haus, weil er da bequem wenden kann. Die paar Schritte bis vors Tor begleite ich Jamiro – dort verabschieden wir uns mit einem Kuss. Das wird er irgendwann blöd finden. Ist schon passiert! Er hat mich gebeten, ihm den Kuss zu geben, bevor der Bus bei uns einbiegt. Ich war völlig perplex. Haben Sie nachgehakt? Klar! Und er sagte: «Papi, hast du ge­sehen, was für hübsche Mädchen im Bus sitzen?» Also hab ich die Bustür auf­gemacht und festgestellt, dass er der einzige Bub unter zwölf Meitli ist. Besucht Jamiro eine Privatschule? Nein, die ganz normale, öffentliche Schule in unserem Dorf. Nancy und mir war wichtig, dass Jamiro seine Gspänli in der Nähe hat. Er ging vorher in einen MontessoriKindergarten. Deswegen hatten wir anfangs auch ein bisschen Respekt vor dem Wechsel. Aber seine Lehrerin beruhigte uns: Sie habe bereits Erfahrung mit ehemaligen Montessori-Kindern. Wie reagierten die Lehrer, den Sohn eines Prominenten in der Schule zu haben? Am Anfang spürte ich etwas Unsicherheit. Aber sie waren froh, als sie merkten, wie «normal» ich bin – und wie wichtig mir ist, dass Jamiro keine Vorzugsbehandlung geniesst. Und wie war der erste Elternabend? Den verpassten Nancy und ich, weil wir unterwegs waren. Aber am ersten Schultag haben wir alle Eltern kennengelernt – vom Bauern bis zum Piloten hat es alles darunter. Wer macht mit Jamiro die Hausaufgaben? Wenn er heimkommt, isst er zuerst Zvieri, danach darf er ein paar Minuten herumspringen, um Dampf abzulassen – und dann gehts an die Hausaufgaben. Jamiro macht sie allein, und wenn er fertig ist, zeigt er sie uns.


Sind Sie oder Ihre Frau Nancy strenger bei der Kontrolle? Hm, ich denke, ich bin strenger. Wieso? Nur schon weil ich viel mehr Zeit mit Jamiro verbringe. Ein eingeschworenes Vater-Sohn-Team also? Das ist so! Jamiro ist ein Papi-Bub von der ersten Sekunde an, Kayley dafür auf Mami fixiert, obwohl ich auch viel mit ihr spiele. Aber sobald Nancy auftaucht, bin ich überflüssig. Darf Jamiro Schulkollegen zum Spielen mit nach Hause bringen? Natürlich! Er ist ja hin und wieder auch bei ihnen daheim. Blöde Sprüche wegen seines berühmten Vaters bekam er noch nicht zu hören? Bis jetzt nicht. Das heikle Alter kommt mit 12 oder 13, da habe ich schon ein bisschen Angst davor. Kürzlich kam er allerdings heim und erzählte, dass ihn einige Klassenkollegen geärgert hätten: er würde Mädchenunterhosen tragen beim Turnen. Ich hab ein bisschen nachgebohrt, und irgendwann räumte er kleinlaut ein, dass er damit auch schon einen Kollegen gehänselt habe. Denken Sie manchmal an Ihre eigene Schulzeit zurück? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Waren Sie ein guter Schüler? Eher mittelmässig. Gut in Turnen und Musik, Rechnen ganz okay, aber Deutsch war nicht so mein Ding. Und wie siehts bei Jamiro aus? Ähnlich wie bei mir. Er ist in Sport gut, gewann im Schwimmen sogar bei den Schulmeisterschaften. Aber mit den Buchstaben hat er es nicht so. Halten Sie da speziell den Finger drauf? Ich habe eine etwas andere Philosophie. Im Montessori-Kindergarten wird man ja in Bereichen gefördert, in denen man gut ist und Talent zeigt. Dadurch werden Kinder selbstsicher und verbessern auch ihre Leistungen in ihren schwächeren Bereichen. Gibts Momente, wo Jamiro Sie heraus­ fordert? Aber sicher! Er versucht wie alle Kinder, ständig seine Grenzen auszuloten. Wenn er mal nicht folgt, passierts schon, dass ich an die Decke gehe und laut werde. Haben Sie je den Unterricht geschwänzt? Nie! Aus Angst? Nein, ich ging gern zur Schule – vor allem wegen meiner Kumpels. Was, wenn Jamiro flunkern würde, um nicht in die Schule zu müssen? Das wird nie passieren. Jamiro würde mich niemals anlügen.  Infos und Tickets: www.djbobo.ch

Männer-Duo «Wenn ich auf Tour bin, skype ich mit Jamiro. Er ist aber immer kurz angebunden und redet nicht so gern. Nancy sagt, ich sei genauso.» schweizer illustrierte

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Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping © Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Melanie Albisser, Haare und Make-up Brigitte für Time, Model Tania für Time, Mantel Mango, Stay-ups Fogal

objekt der begierde

«The Body» u Wegen ihres perfekten Körpers wurde Elle MacPherson, 46, vom «Time Magazine» 1985 zu «The Body» erkoren. Und in ihrer Heimat Australien ist das Ex-Topmodel sogar auf einer Briefmarke abgebildet. Seit ihrer Scheidung vom Schweizer Banker Arpad Busson gibt die zweifache Mami aus Down Under wieder richtig Gas. Vor Kurzem spielte sie die Chefin einer Modelagentur in der TV-Serie «The Beautiful Life». Jetzt ist sie mit ihrer aktuellen LingerieKollektion Intimates in aller Munde. Schön für uns, dass es die heisse Ware ganz neu auch bei uns zu kaufen gibt!

ursula borer

Auf den Punkt gebracht! BH und Panty von Elle MacPherson Intimates gibts bei Globus, Beldona und Jelmoli. www.ellemac phersonintimates.com u CHF 79.90/39.90

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shopping

Look

Trend

Strick mal wieder! u Es litt lange unter einem aus­­­­ge­sprochen «ältlichen» Image: das Stricken. Und war was für Blaustrümpfe und andere Mauer­ blümchen. Wir selber haben in der Handarbeitsschule Masche für Masche mittels eines Mantras («Inestäche, umeschloh, durezieh und abeloh») her­ gestellt. Und dabei an den netten Jungen auf dem Pausenplatz gedacht. Uuups, schon wieder eine Fallmasche! Aber spätestens seit wir die fixfertigen Bags auf dem Online-Shop Net-a-porter.com und in ausländischen Zeitschriften entdeckt haben, fanden wir einen neuen Zugang zu diesem Handwerk. Kann doch ganz lustig sein, bei einem Tee oder Glas Champagner mit der besten Freundin News auszutauschen. Und sich so nebenbei sein ganz persönliches Grobstrick-Teil herzustellen. Mutige wagen sich an eine Jacke, die andern beginnen mit einem Schal oder einer frechen Mütze. Und wer sich das alles nicht zutraut – der lässt eben stricken.

beatrice schönhaus

Alles in einem Bag Dank dem Label Wool and the Gang aus 100 % peruanischer Wolle ist Stricken wieder im Trend. In einem Bag sind Nadeln, Wolle und Zubehör inklusive Anleitung. Grieder und Net-a-porter.com. Beispiel Mütze. u ab ca. CHF 160.– Infos www.woolandthegang.com

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schweizer illustrierte


Kuschel-Freund Strickmantel von Maud und Schal von Clockhouse bei C & A. u CHF 270.–/11.90

Allzweck-Schal Grobstrick-Modell mit Fransen von Nude bei Fidelio. www.fideliokleider.ch u CHF 498.–

Lieblings-Teil Bequemes Hoodie von Diesel. Bei Grieder und im Fachhandel. u CHF 259.–

Langzeit-Begleiter Zartrosé Pullover mit Kuschelfaktor. Clockhouse bei C & A. u CHF 19.90

Über-Zieher Petrolblaues Modell von Paul & Joe bei Grieder. u CHF 270.–

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Styling Beatrice Schönhaus

Kurzarm-Teil Petrolblauer Winterpulli mit Zopfmuster von Clockhouse bei C & A. u CHF 49.90

Fuss-Schmeichler Beispiel aus der neuen Linie von Ugg. Bei Brunello und im ganzen (Sport-)Fachhandel. u CHF 230.–

Winter-Hülle Multicolor-Mantel von Schumacher bei Burger und Mütze von Clockhouse. u CHF 898.–/14.90

Herz-Stück Jäckchen für kalte Tage von Quinton & Chadwick bei Maud. u CHF 475.– schweizer illustrierte

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Leichtfüssig beim Iglubau Moncler-Stiefel, Daunenfütterung. Etwa bei Grieder. u CHF 749.–

Bahnt stoisch den Weg Winterklassiker Moon Boot. Z. B. bei Manor. u CHF 129.–

Boots & Booties

Schneegestöber in Sicht! u Sie trotzen duldsam Kälte und Schnee und schenken den Füssen auf Schritt und Tritt ein wärmendes Daheim: die Winterstiefel. Mittlerweile gibt es Modelle für alle Gelegenheiten und Geschmacksrichtungen. Etwa rustikale Synthetik- und Lederboots in ausgefallenen Farben (z. B. in Gold oder in Silber von Ugg), Formen und in verschiedenen Schafthöhen und Overknee-Varianten.

Am liebsten immer mit Lammfell­ fütterung. Wer etwas eleganter durch den Winter stiefeln möchte, wählt ein schlankes Modell mit geringerer Fütterung oder einen Daunen-Stiefel à la Moncler. Und wer nicht nur durch den Schnee waten, sondern gleich Bauch, Beine und Po trainieren will, wählt einen Fit-Flop-Snugger mit der «fit machenden» Spezialsohle. Kristina Köhler

Kniehoch im Schnee Overknee-Stiefel von Buffalo. Buffalo Store, Zürich. u CHF 129.90

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Marisa Pichler

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Mode


Goldig in Ugg Den Ugg-Klassiker gibts in neuen Farben oder in Strick. Ugg. u CHF 290.–

Geschützte Kinderfüsse Kinderbootie von Rubber Duck. Ochsport, Zürich. u CHF 129.–

Fit wie ein Stiefel Snugger, der Bauch, Beine, Po trainiert. Fit Flop. www.fitflop.ch u CHF 179.–

Auf leisen Sohlen Knie­ hoher Stiefel von Roberto Santo. Bei Max Shoes. u CHF 119.–

Stilvoll in die Berge Wildleder­ stiefel, Tommy Hilfiger. Hilfiger Stores, Globus. u CHF 379.–

Elegant in Gummi Gefütterter Gummistiefel, Ilse Jacobsen. Globus. u CHF 189.–


Deko-Paradies Wer sein Zuhause mit wenigen Hand­ griffen verschönern will, wird bei Depot-Interio im Stücki Basel bestimmt fündig. Infos Tel. 058 576 31 00 oder www.stuecki.ch

Depot-interio im stücki Basel

Ein Weihnachts-Märchen u Deko-Fans aufgepasst! Bei DepotInterio findet man alles, was das Deko-Herz begehrt. In der Filiale im Einkaufszentrum ­Stücki Basel, im Glattzentrum Zürich oder in Winterthur steht alles ganz im Zeichen von Weih­ nachten. Witziger Baumschmuck, Glitzerkerzen, Geschenkpapier, glamouröse Teller und Gläser, Deko-Engel und diverse Hirsch-Accessoires tauchen selbst Weih-

nachts-Muffel in eine festliche Stimmung! Das neue Depot-Interio-Konzept setzt auf trendige Wohnaccessoires und schön arrangierte Deko-Welten, die alle zwei bis vier Wochen wechseln. Und das Beste: Das ganze Sortiment gibts zu märchenhaften Preisen! ursula Borer öffnungszeiten Mo bis Fr 9 bis 20 Uhr, Sa 9 bis 18 Uhr

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Dick Vredenbregt

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Hotspot

Witziger Tannenbaum Christbaum­ kugel mit Punkten versprüht RetroCharme. u CHF 5.95


Festliche Lounge Sorgt für glamouröse Weihnachten: SofaKissen mit Pailletten. u CHF 24.95

Nostalgische Tafel HirschServietten peppen jede Weihnachtstafel auf. u CHF 5.95

Süsse Kinderträume Ein gefüllter Geschenkstiefel lässt Kinderaugen strahlen. u CHF 3.95 Santas Begleiter Glitzerhirsch als Sideboard-Deko gibts auch in Rot. u CHF 8.95

Poetische Deko Auf dem Tisch oder in einer Schale: Glitzertannzapfen. 10 Stück u CHF 7.95


Beauty

Abgeschirmt Schlafmaske von Claire’s, Zürich. Verschiedene Motive. u CHF 8.90 Beduftet Dusch- und Badegel Black Velvet Apricot mit schwarzer Aprikose. The Body Shop. u CHF 14.90

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Eingemummelt BaumwollBademantel, Louis & Louisa. www.conleys.ch u CHF 99.–

Liebkost Reichhaltige Handcreme Beautiful Age mit Soja- und Granatapfelextrakt. Nivea. u CHF 5.95

Sanft gereinigt Für empfindliches Haar: Shampoo Hafermilch. Klorane. Apotheke. u CHF 12.90

Betört mit Gemshorn, Nelken. Night Scented Stock, Penhaligon’s. Osswald, Globus, Zürich. u CHF 208.–

Erholt Luxuriöser Imperial Body Balm mit SanddornbeerenÖl und Honig. Kiehl’s. Zürich. u CHF 72.–

Heimelig Kerze mit Amber-Pfeffer-Duft. Calming Park / Bruno Pieters. Grieder, Osswald. u CHF 69.–

Wellness-news

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Bitte nicht stören!

Verzückt Körperpeeling Marron de Noël, Yves Rocher. 2er-Box mit Körpercreme. u CHF 24.95

u Sie beruhigen das Nervenkostüm, wappnen uns mit Ruhe (vor dem «Weihnachtssturm») und machen winterschön: kleine Pflegerituale. Am liebsten im vorgewärmten Bad (samt Duftkerzenlicht) mit ein paar neuen Lieblingsprodukten. Etwa dem nach Marroni-Vanille-Dessert duftenden Körperscrub von Yves Rocher (Marron de Noël). Macht die Haut an Oberschen-

keln, Ellbogen und Po seidenzart. Der reichhaltige Imperial Body Balm von Kiehl’s wurde von dem traditionellen Heissgetränk Sbiten aus Russland inspiriert, das das Immunsystem stärkt. Die Hauptingredienzien: kostbares Sanddornbeeren-Öl, Honig, Frucht­ zucker und Gewürze. In Kombination mit Nussbutter ist der Balm eine wahre Repair-Kur. Kristina Köhler schweizer illustrierte

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Relax in the City CD von Phil Dankner für Bea Petri. Zu kaufen Beatengasse 9 oder Bahnhofstrasse 94, Zürich. www.schminkbar.ch u CHF 25.–

Zum Wohnen drin Bequemes Hoodie mit coolen Karos und Reissverschluss von Vögele. u CHF 59.95

Für Liebesbriefe und mehr Schreibgerät aus der Défi-Carbon-Kollektion von S. T. Dupont, Fach­handel. www.st-dupont.com u ab CHF 440.–

Das Buch vom Löwen Der Erlös des Buchs «Auf den Spu- Keiner küsst besser Lippenbalsam Labello Natural ren des Löwen» (inkl. Stofflöwe) geht an die Stiftung Men- Volume von Beiersdorf. Fachhandel, Warenhäuser. u CHF 5.90 schen für Menschen. www.thalia.ch Set u CHF 29.50

Lecker, lecker ... Formschönes neues Gewürzset von www.raffinessen.ch für Fleisch, Geflügel, Früchte. Fachhandel. Loeb Bern, Marinello. u CHF 49.90

Der Spielkamerad Das Spiel «Murmeli, pass uf!» eignet sich für Kinder ab 5 Jahren. Von Ravensburger, Fachhandel. u CHF 25.90

Für einen guten Morgenstart Die edle Kaffee­ maschine von Delizio gibts in drei Holzveredelungen, Fachhandel. www.delizio.ch u CHF 590.–

Ganz allein für dich Personifizierte Namenslieder für Kids gibts zu bestellen über www.namenslieder.ch. u CHF 28.50

Oscar A. Kambly, 59, Unternehmer

experten-fragen

Glühwein und Sablés passen zu Weihnachten u Was gibts Neues zu Weihnachten?

Wir backen die ganz besondere Linie Recette de Fête von Kambly mit den Gebäcksorten Grand Marnier, Epices de Noël und Cannelle (Zimt). Diese Weihnachtskollektion gibts bei Coop, Volg und Prodega. Sehr raffiniert und sehr lecker. u Worauf sind Sie besonders stolz?

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Dass das traditionsreiche Unternehmen Kambly in der dritten Generation immer noch als unabhängiges Familienunter­ nehmen besteht und 2010 das 100-JahrJubiläum feiert! u Haben Sie dieses Jahr eine ­Auszeichnung erhalten? Les Merveilles de Kambly haben in Paris den international anerkannten Innova­

tionspreis Trophée Saveur de l’Année 2010 gewonnen, worauf wir alle sehr stolz sind. u Heisser Tipp für Weihnachten? Glühwein und Kambly-Sablés mit ganzen Haselnüssen und frischer Emmentaler Butter aus der neuen Linie Emmentaler Hausspezialitäten passen perfekt zu­sammen im Winter! beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

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check-up ft f i r t e b HN KTUR ZA RRE KO

e für Perfekte Zähn das ganz d Jugendliche, un etalldrähte ohne störende M rnative: im Mund. Die ­Altespangen. unsichtbare ­Zahn

t z t e J : r e g a n Tee ! n e h c a l i e r metallf URNER

Text VERENA TH

sten, die Invisa­ Jahren eine der Er 15 r vo hr m ne ei mit anwandten, mit se en ersten Kuss n bei Erwachsenen lig ­ en Te d? un M «Gartenhag» im gutem Erfolg. rausnehmbar s nicht cool. da n de fin Invisalign Teen he er ag Da . im be : ung kein Problem Spangen stören ist die Zahnreinig , ist e di ­ Kommt dazu, dass n ru be st ei in bl as ns len eines Bl während des Esse hrungen in Essen, beim Spie Gerade Ju­ Auch Erfa n. e ze Di . ut en ep ss hn au Zä dr mentes, beim und­ Schalen dass die Akzep­ hlässigen die M ika haben gezeigt, er Am gendliche vernac n ge an vor allem wegen festsitzenden Sp bei Jugendlichen nz ­ ta reinigung oft. Bei e di f au hr hoch ist. Die Be arke Kräfte r Transparenz se de s­ Di . wirken zudem st s: nn ne ka ei s in ng se di t aller erzhaft handlung beding ich Zähne, was schm dass konventio­ , Korrektur erfolgre e ch di na it m en es Da . wi lin zip o pr ­ ­Studien n ün de tz len 20 Stun n Plaque und En , sollten die Scha ­ ist ha nelle Metallspange r . de en fin tig Er ns rden. Die fleischs begü Tag getragen we ei Zw dungen des Zahn r­ n: he se e, tig las ich en hs all d durc s einf ben sich da etwa Die Alternative sin ce-In­ e über die Zähne di nannte Complian , ge len so ha , te Sc nk re ba pu rb Fa o­ ausnehm ue da ne h , wie lange s Pr ei Wochen durc katoren, zeigen an di o st gestülpt und alle zw r­ de r, Ko ge eie ufi zfr rd. Je hä die schmer dukt getragen wi rn te ersetzt werden, bis ist El n en lle nn Fä n kö te So rbe. In den meis blasser wird die Fa n rektur beendet ist. rzer als bei kon­ r Kind die Schale kü ih er ob au , sd en ng er lu lli ro nd nt ko die Beha en m Na gt. gen. Unter dem genügend lange trä ventionellen Span nsparenten auch tra e di es t gib Invisalign Teen he. auch für Jugendlic Zahnspangen jetzt Er­ r it dieser Technik nu nt an a «Bisher konnten m e rd wu Dr. Da nie lle He lle r Fo werden. Nun elt nd ha r be fü ne is se ax wach nd­ leitet eine Pr ickelt, das die Beha dizin ­ ein Programm entw ög ästhetische Zahnme Zürich. m er en hr Ja 12 ab n er in nd gie Ki i olo und Implant lung auch be Die elle Heller Fontana. Mehr Infos: ­ licht», sagt Dr. Dani hn Za .ch für ästhetische is ax Pr er www.invisalignpraxis ein rin Leite rich war Zü in ie log to an pl medizin und Im

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HP-Viren in Mundhöhle! u PORTLAND Zunahme von

­ achenkrebs bei jungen Frauen R vermeldet die Oregon Health and Science University. Grund: Oralsex ist unter jungen Erwachsenen in Amerika beliebt. Gegen die auch für Gebärmutterhalskrebs verantwort­ lichen Viren gibt es eine Impfung.

Tango erhöht Testosteron u FRANKFURT Der erotische Tanz hemmt das Stresshormon Cortisol und erhöht das Sexualhormon Testosteron. Das fand die kolum­ bianische Psychologin Murcia im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Goethe-Universität in Frankfurt heraus. www.idw-online.de

Trend: Spiraldynamik u BASEL Erfolgreich ist Spiral­ dynamik bei Hallux, Knick-Senkfüs­ sen, Knie- und Hüftproblemen sowie Bandscheibenvorfällen. Oft werden mit der Methode Operationen ver­ hindert. Info-Veranstaltung in Basel: 3. Dezember, 18 Uhr, Bethesda-Spital. www.spiraldynamik.com

tipp

Folsäure in Mehl und Nudeln führt nicht nur zu weniger Kiefer-GaumenSpalten, sondern auch zu weniger angeborenen Herzfehlern.

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Die Chance für ­hyperaktive Kinder Ritalin sorgt immer wieder für Schlagzeilen bei der Behandlung von ADHS-Kindern. Eine neue Therapie macht Hoffnung.

Text isolde schaffter-wieland

W

eltweit sind rund fünf Prozent der Kinder vom Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, kurz ADHS, betroffen. Es ist die häufigste neurobiologische Störung, die im Kindesalter oder bei Jugendlichen auftritt. Fachärzte wissen, dass von hundert erwachsenen Personen fünf darunter leiden und ihr Potenzial nicht ausschöpfen können. Den Betroffenen fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Sie handeln oft extrem impulsiv, da sie sich emotional, gedanklich und motorisch nicht ausreichend steuern können. Von einer Hyperaktivität spricht man, wenn übermässiger Bewegungsdrang und motorische Un­ ruhe hinzukommen. Das klassische Zappelphilipp-Phänomen betrifft häufiger Buben als Mädchen und wird in der ­Gesellschaft auch eher registriert als die Hypoaktivität, also verträumtes, stilles Verhalten. Bei beiden Varianten werden in der medikamentösen Behandlung Ritalin, Concerta oder Medikinet ein­ gesetzt – Stimulanzien, die die Kon­ zentrationsfähigkeit verbessern und das Selbststeuerungsvermögen anregen. Diese Therapieform gerät immer wieder ins Kreuzfeuer der Gegner. Auf die Alp statt Ritalin. Regeln, Bewegung, Zeit und Zuneigung statt ­Medikamente. Ein Experiment, das der deutsche Hirnforscher und Ritalinkritiker Gerhard Hüther diesen Sommer während acht Wochen durchführte. Es gab keinen Zucker, kein Fernsehen, keine Computerspiele. Für die elf von ADHS betroffenen Jungen war die Auszeit ein Erfolg. Wie sie auf Dauer ohne den geschützten Rahmen auf 2400 Meter Höhe

in Schule und Gesellschaft bestehen, ist noch offen. An der ersten gemeinsamen ­Tagung der Schweizerischen Fachgesellschaft für ADHS und der Elternorganisation Elpos Schweiz haben kürzlich über 500 Fachleute und Betroffene teilgenommen. Aus den Referaten und Workshops geht ein klarer Trend hervor: die multimodale Therapieform. Nach einer fundierten und sorgfältigen Diagnose durch den Facharzt wird eine ganzheitliche und individuelle Behandlung angestrebt. «Nur so erachte ich eine medikamentöse Behandlung bei ADHS als zulässig. Medikamente sollen unterstützend und ergänzend zu anderen Behandlungsmassnahmen eingesetzt werden. Das sind einerseits Strategien zur Verbesserung der Konzentration und der Arbeitstechnik, der sozialen Kompetenz und allenfalls auch eine Psychotherapie», erklärt Silvano Vella, Facharzt FMH Kinder­ neurologie. Nebst einem Elterntraining bewirkt auch eine Verhaltenstherapie sehr viel. Die Zuger Psychotherapeutin Helena Brem: «80 Prozent erreicht man über die Beziehungsebene. Deshalb sollten wir positive Eigenschaften beim Kind

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Essenzielle Omega-3-Fett­ säuren verbessern nachweislich die Aufmerksamkeit und das Lern­ver­halten.

Viel Bewegung Je mehr ADHS-Kinder körperlich aktiv sein können, desto besser ist ihre Konzentration und Motorik. s­ uchen.» Angesetzt wird bei den Stärken und Ressourcen der Betroffenen. Oft bleiben Kreativität, Humor, Hilfsbereitschaft, Sensitivität, Neugierde, Gerechtigkeitssinn und Einfühlungsvermögen unerkannt. Werden diese Fähigkeiten ­jedoch gestärkt, wird das lädierte Selbstbewusstsein aufgewertet. Corinne ­Huber, die Erwachsene und Kinder mit ADHS als Coach begleitet: «Viele Menschen mit ADHS tragen das Gefühl in sich herum ‹nicht recht› zu sein. Eine gute Beziehung, das Gefühl, geachtet und geliebt zu werden, wirkt sich motivierend auf Betroffene aus und ermöglicht ihnen, das oft abgewürgte Potenzial zu entfalten und über sich selbst hinauszuwachsen.» Damit ein multimodales Therapiekonzept greift, braucht die betroffene Familie ein gut funktionierendes Netzwerk. Dieses wird mit Fachpersonen wie Kinder- und Jugendärzten, eventuell Kinder- und Jugendpsychiatern, Therapeuten und mit Lehrpersonen und der Schulleitung geknüpft. Zum Thema Schule ist unbedingt zu beachten: ADHS ist für alle Seiten schwierig. Deshalb: Gespräche führen, bevor es zur Eskalation kommt. Wird eine ADHS-Symptomatik nicht rechtzeitig entdeckt oder behan-

Foto Photolibrary

check-up

ADHS


k chec ilft ndern h s a D HS-Ki AD Gefragt ist ein gutes Umfeld

Massnahmen, die ADHS­Kindern das Leben erleichtern:

delt, erhöht sich das Risiko einer Komorbidität. Es sind dies eine ganze Reihe anderer Leiden wie Tics, Angststörungen, Depressionen, Suizidgefährdung, Suchtkrankheiten. Daniel Marti, leitender Arzt für Psychosomatik und Psychiatrie der Universitäts-Kinderkliniken Zürich, bestätigt: «Aufmerksamkeitsstörungen kommen häufig in Kombination mit anderen psychischen Störungen vor.» ADHS ist nicht das Resultat einer falschen Erziehung, gewisse psychosoziale Umstände können die Symptome jedoch verstärken. ADHS ist eine neurobiologische Störung, die gemäss Studien meistens genetisch-familiär bedingt ist. Neueste Erkenntnisse führen sie auf einen Mangel des Neurotransmitters Dopamin zurück. Corinne Huber: «ADHS sieht man nicht, man spürt sie nur indirekt. Anderssein ist nicht einfach, aber auch normal!»  

Sie brauchen Hilfe? Hier gibt es sie! Der Elternverein Elpos Schweiz informiert und unterstützt ganzheitlich und unabhängig. Tel. 031 - 301 36 26, www.elpos.ch, www.igads.ch Schweizerische Fachgesellschaft ADHS (für Erwachsene mit ADHS) www.sfg-adhs.ch

 Viel Spielraum In der Er­ziehung, in der Schule, auf dem Pausenplatz und in der Freizeit. Je mehr sich ein ADHS-Kind frei bewegen kann, desto besser kann es sich konzentrieren und seine Motorik schulen.  Viel Struktur Klare Regeln und Tagesabläufe erleichtern dem Kind die Orientierung.  Viel Omega-3-Fettsäuren

Sie spielen für die Entwicklung und Funktion des Gehirns eine ­Schlüsselrolle.

 Wenig Softdrinks und Snacks

Sie überladen den kindlichen ­Organismus mit Kalorien und führen zu Blutzucker­ schwankungen, die aggressives Verhalten fördern.  Wenig elektronische Reize

Computerspiele, TV und Internet auf das Minimum beschränken. Mehr Infos: www.doktorstutz.ch


kolumne

dr. stutz meint Bewegungsarmut und Übergewicht gehen einher mit einem hohen Blutdruck. Und der wiederum ist verantwortlich für viele Krankheiten. Im offiziellen Fortbildungsorgan der Verbindung der Schweizer Ärzte ist Erstaunliches zu lesen: Hoher Blutdruck wird in den nächsten Jahren massiv zunehmen und immer mehr Krankheiten verursachen, und das trotz einer ständig breiter werdenden Palette an hochwirksamen blutdrucksenkenden Medikamenten. Gemäss Prof. Paolo Suter vom Departement für Innere Medizin am Universitäts­spital Zürich, dem Autor des Beitrages, lässt sich diesem verhängnisvollen Trend nur mit besserer Prävention, sprich einem gesünderen Verhalten, entgegen­wirken. Zudem müssten Medikamente immer mit Lebensstiländerungen Hand in Hand gehen. Die «Sünden», die den Bluthochdruck in die Höhe treiben, nennt er auch gleich beim Namen: Be­wegungsarmut, Übergewicht und hoher Salzkonsum. Lange hat man geglaubt, ein Anstieg des Blutdrucks sei mit zunehmendem Alter normal. Heute weiss man, dass die Hypertonie im Alter zum grössten Teil auf zunehmende Körperfülle zurückzuführen ist. Zwischen Körper-

Bluthochdruck wird in den nächsten Jahren massiv zunehmen. gewicht und Blutdruck besteht eine direkte Beziehung, ohne Schwellenwert. Früher oder später ist jeder Gewichtsanstieg mit hohem Blutdruck verbunden. Das sind neue Töne. Wir sollten sie ernst nehmen. Rezepte auszustellen, genügt heute nicht mehr. Es braucht in der Arztpraxis konkrete Anleitungen für mehr Bewegung und Gewichtsreduktion. Schon ein einziges Kilo weniger senkt den Blutdruck.

Herzlich, Ihr

Reine, klare Luft Keime, Pilze und allergieauslösende Stoffe haben keine Chance mit dem Luftreinigungsgerät Purezone. Das Gerät reinigt Räume bis 120 m2 – ohne Filter oder Ozon, dafür mit negativen Ionen, den «Vitaminen der Luft». Mehr Infos: www.tatswitzerland.com

TV-Tipp

Purezone ist erhältlich für Räume, fürs Auto und als tragbarer Ionengenerator. Ab CHF 18.50.

Samstag, 5. Dezember, 18.10 Uhr

Reflux Magenbrennen, saures Aufstossen, brennendes ­Gefühl hinter dem Brustbein, Halsschmerzen: Jeder zweite Schweizer leidet mehr oder weniger an solchen Beschwerden. TV-Moderatorin Dr. Jeanne Fürst und der Gastroenterologe Dr. Andreas Müller zeigen im Studio die Ursachen auf und ­erklären, was man dagegen tun kann. www.gesundheitsprechstunde.ch

Illustration Joel Stutz

u MORSCHACH SZ Viren, Bakterien, Milben,


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten Der Mensch vor der Geburt Andreas Jäggi malte als Artist-inResidence für das naturhistorische Museum in Le Havre (F).

Fotos Alain Germain

Andreas JÄggi

Der Tausendsassa

erfolg über die grenze In der Pariser Oper steht Andreas Jäggi als Solist auf der Bühne.

Parallel dazu macht der Tenor aus Basel Karriere als Maler – in der Schweiz und in Frankreich. schweizer illustrierte

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Kultur

die besten

u Er ist ein durch und durch ­ usischer Mensch. Der Basler m ­Andreas Jäggi, 57. «Singen, malen und zeichnen ist für mich wie atmen, essen und trinken», betont er. «Wobei ich als Künstler einen ziemlich langen Atem brauche.» Im Gegensatz zum Singen. Als Tenor steht er in der neuen Spielzeit der Pariser Nationaloper Bastille in drei Produktionen auf der Bühne. Und dies gleich in drei verschiedenen Sprachen: In der «Salome» von Richard Strauss singt er deutsch, im «Werther» von Massenet französisch und in «Billy Budd» von Britten englisch. «Das sind aufregende Projekte», freut sich Jäggi. Singen sei für ihn Spitzensport, das tägliche Stimm­ training ein Muss. «Für mein Gleichge­ wicht ist die Malerei deshalb sehr wichtig», betont der ausgebildete Grafiker. Die Engagements im Ausland wecken im Sänger die Gefühle von Ruhelosigkeit, Verlassenheit und Heimatlosigkeit. Mit der Malerei schafft er sich ein Daheim in der Fremde. Im Koffer stets mit dabei ist deshalb das Malzeug. Zuerst kommen die Partituren ins Gepäck, dann Pinsel und Farbe und zum Schluss reichts gerade noch für ein paar T-Shirts. «Ich male überall und jeden Tag, selbst auf dem Küchentisch», erzählt er. Und lacht. «Weil ich nicht warten kann, bis ich wieder zu Hause in Basel bin.» Nun ist er Gastkünstler im naturhisto­ rischen Museum in Le Havre. Als Artistin-Residence gestaltete er eine Werkserie für die Ausstellung «Vor der Geburt, Bilder aus 5000 Jahren». Die von Alain Germain kuratierte Schau umfasst unter anderem auch einen altägyptischen mumifizierten Fötus in einem bemalten Sarkophag und lebensgrosse Wachsmodelle aus dem 19. Jahrhundert. Um jedem Objekt eine starke Präsenz zu vermitteln, wurden alle Räume schwarz gestrichen. Auch jene mit Jäggis Werken. Innerhalb von 14 Tagen

Haus in Paris Andreas Jäggi provoziert gerne mit ungewohnten Blickwinkeln.

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Ich sehe noch nichts Andreas Jäggi gibt dem ungeborenen Menschenkind ein Gesicht. schuf er 17 Bilder und 4 Zeichnungen. «Die grösste Arbeit war die mentale Vorbereitung und die Auseinandersetzung mit den vorgeburtlichen Bildern.» Denn die Kunstwerke sind inspiriert von dreidimensionalen HightechUltraschallaufnahmen, die ihm der Arzt Jean-Marc Levaillant zur Ver­fügung stellte. Die grossen Gemälde wirken skizzenhaft und gestisch. Der Maler hat den anonymen Wesen eine Identität gegeben. Kein Kinderspiel. «Die Dar­ stellung eines Ungeborenen ist anspruchs­ voll. Entweder wird es schnell zum Monster oder wirkt zu süss.» Le Havre – Paris – Basel: Andreas Jäggis Terminkalender ist ausgebucht. Sein langjähriger amerikanischer Lebens­ partner Ron Rubey kümmert sich um seine Engagements, Finanzen und ums Büro. «Ohne ihn könnte ich das alles nicht schaf­ fen. Ron hält mir den Rücken frei.» Der Künstler und der ehemalige Profitänzer leben in einer grosszügigen Jugendstil­ wohnung beim Zolli. «Ich geniesse mein ­Zigeunerleben erst, seit wir dieses schöne Zuhause haben», gesteht Jäggi. Wenn er Zeit hat, verzieht er sich abends ins Atelier im Keller. Bringt die Bilder in seinem Kopf auf die Leinwand. Flink und locker. Diese Leichtigkeit widerspiegelt sich auch in den Motiven. Ein Haus, erhascht durchs

«Einen Embryo zu malen, ist nicht kinderleicht» Andreas Jäggi, Künstler

Fenster eines Flugzeugs oder aus der Tiefe einer Strassenschlucht. Die Wendeltreppe im New Yorker Guggenheim-Museum. Die «Mona Lisa» im Louvre. Arbeiten, die mit ihren ungewöhnlichen Perspektiven eine andere Sehweise provozieren. Wer es nicht bis Le Havre schafft, um Andreas Jäggis neueste Kunst zu sehen, kann ihr aktuell auch in Basel begegnen. «Schöne Aussichten» ist eine 80 Bilder und Skulpturen umfassende Werkschau des Künstlers in der Basler Privatbank Trafina (bis 31. 1. 2010). Die Ausstellung macht seine künstlerische Vielfältigkeit und seinen unglaublichen Schaffensdrang sichtbar. isolde schaffter-wieland Muséum d’histoire naturelle DU HAVRE (F) Bis 8. 3. 2010 Di–So 9.30–12 / 14–18 Uhr, 0033 - (02) 35 41 37 28, www.ville-lehavre.fr


«Ganz auf den hund gekommen»

Tierisch

musical

u Ritter Hektor von Bellikon macht eine Furcht ein­ flössende Grimasse, Ismelda von Kastilien wirkt erha­ ben, Freifrau Sieglinde von Knurrfeld bescheiden. Die bekannte Objektkünstlerin Margaretha Dubach, 70, hat für ihre neue Sonderausstellung mehrere Hun­ deporträts geschaffen und diese gleich in einem witzigen Büchlein zusammengefasst. «Ganz auf den Hund gekommen» sind auch die mitwirkenden Künst­ Würdig «Freifrau Sieglinde von ler Mona Helle, Martin Schwarz und Fred Knecht. km Knurrfeld» von Margaretha Dubach.

musée bizarre Rieden/Obersiggenthal AG Bis 31. 1. 2010 Sa 13–17, So 11–17 Uhr, Tel. 056 - 282 46 04, www.musee-bizarre.ch, Publikation von Margaretha Dubach CHF 10.– dieter roth

Spielerisch u So könnte es durchaus manchem Motorradfahrer ergehen, sollte er seinen Motor aufheulen lassen: ­Schwupp, ein Kübel Farbe, und die Fahrt ist zu Ende. Die Multiples, die einen zentralen Platz im Œuvre des deutsch-schweizerischen Künstlers Dieter Roth (1930 bis 1998) einnehmen, sind rar geworden. Verständlich, wird Roth doch zu den wichtigsten Vertretern der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerechnet. Übergossen «Motorradfahrer», Ausgestellt sind auch Bilder und Objekte. km 1969, Multiple von Dieter Roth.

galerie anton meier Genf Bis 13. 2. 2010 Di–Fr 14–18.30, Sa 10–13 Uhr, Tel. 022 - 311 14 50, www.antonmeier-galerie.ch

«Alapilio» geht in die zweite runde

Schmetterlinge – nicht nur im Bauch u Town Under ist kein schöner Ort. Seine Bewohner hoffen, den sagenumwobenen Schatz der Engel zu finden und so ihrem traurigen Schicksal zu entkommen. Mittendrin Alan (Mischa Rugolo) und Fanika (Maria Wunderli). Seit Langem sind sie einander verfallen, doch Missverständnisse und falsche Freund­ schaften drohen ihre Liebe zu zerstören. Doch zwei wundersame Schmetterlinge stehen ihnen zur Seite. «Alapilio», der Schweizer Musical-Hit von Harry Schärer («Space Dream», «Melissa»), geht in die zweite Spielzeit. Mit neuen Songs, noch mehr Wortwitz und viel Dynamik. kati moser

city halle winterthur Bis 31. 1. 2010 Mi–Sa 19.45, So 15 Uhr, Tel. 052 - 269 29 99, www.alapilio.ch

lorenz spring

Malerisch

Foto Frank Schwarzbach

u Als

würden sich die Seerosen im Dreivierteltakt auf dem smaragdgrünen Wasser drehen. Immer fort, bis sie erschöpft in die Tiefe versinken. Lorenz Spring, 45, hat sich früh dem floralen Thema verschrieben. Die aktu­ elle Ausstellung ist eine Hommage an die Blume. Meistens sind es Seerosen, in zarten Farben mit ­pinkigem Einschlag. Doch hie und da durchziehen ­dunkle Farbfäden die Bildoberfläche. Eine Warnung an Anmutig «Seerosen», Mischtechden Betrachter, dass Idylle auch täuschen kann? km nik auf Papier von Lorenz Spring.

Farbenfroh und dynamisch «Alapilio» erzählt die Geschichte von Town Under.

galerie werner bommer Zürich Bis 23. 12. Di–Fr 13–18, Sa 11–16 Uhr, Tel. 044 - 251 84 81, www.galeriebommer.ch

pascal danz

Fotografie neu interpretiert

u Der Schweizer Pascal Danz, 48, holt seine Motive meist aus dem Internet. Seine visuelle Untersuchung wird durch Irritationen angetrieben. Es sind nicht die schönen, perfekten Bilder, die die Aufmerksamkeit des Zürchers auf sich ziehen. Vielmehr fokussiert Danz sein Interesse auf Pressebilder von zweifelhafter Qualität oder auf solche, die überbelichtet sind. Während des Malprozesses jedoch gibt der Künstler dem «gefundenen» Bild mittels der Malerei seine Schönheit zurück. «Blind Spot» nennt sich die aktuelle Ausstellung in Brüssel. Sie vereint eine Aus­ wahl jüngster Arbeiten von Pascal Danz. kati moser

Grosse Aufregung «Hardtack / nuclear step», 2008, Ölmalerei von Pascal Danz.

locuslux Gallery Brüssel (B) Bis 9. 1. 2010 Mi–Fr 14–19, Sa 12–18 Uhr, Tel. 0032 - (0) 2 512 13 11, www.locuslux.com schweizer illustrierte

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kino

die besten

Ungleiches Paar Boris Yellnikoff (Larry David) und Melodie (Evan Rachel Wood).

1

komödie Whatever works (USA) Regie-Altmeister Woody Allen dreht nach fünf Jahren wieder in seiner Heimatstadt New York. u Ältere Semester aufgepasst! In «Whatever Works» geraten die ­Hormone durcheinander. Nur die Hauptfigur Boris Yellnikoff (Larry David) scheint das anfänglich nicht zu merken, obwohl er allen Grund dazu hätte: Denn dem pensionierten Zweckpessimisten schneit es die 20-jährige, hübsche Südstaatlerin Melodie (Evan Rachel Wood) in die muffige New Yorker ­Wohnung. Melodie ist im Big Apple gestrandet und möchte als Schau­ spielerin Karriere machen. Er, der alleinstehende Intellektuelle, nimmt das junge Ding zähneknirschend bei sich auf. Und ja, das Undenkbare ­passiert: Die beiden verlieben sich ineinander. Dies irritiert nicht nur Boris’ Bohemien-Freunde, sondern auch Melodies Mutter (Patricia Clarkson), die eines Tages vor Yellnikoffs Wohnungs­ türe steht. Scheint, dass Woody Allen mit seinem neuen Film wieder ganz der Alte ist. Ist dies für den 73-jährigen Starregisseur als Kompliment zu werten? Ja und nein. In den letzten fünf Jahren hat es den Vorzeige-New-Yorker nämlich in die Alte

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schweizer illustrierte

Welt gezogen: Er drehte in England («Matchpoint», «Scoop», «Cassandra’s Dream») und zuletzt in Spanien («Vicky Cristina Barcelona»). Auf den KomödienMeister wirkte der geografische Tapetenwechsel wie eine Frischzellenkur: So erzählt er in seinen Europa-Filmen süffige Geschichten und spielt auch sein Talent als Thriller-Regisseur aus. Für «Whatever Works» kehrte Woody Allen zurück nach New York. Weit zurück! Stilistisch in die 70erJahre, als er mit «Everything You Always Wanted to Know About Sex * But Were Afraid to Ask» und «Annie Hall» die Städter dieser Welt begeisterte. Und so kommt sein neuer Film im Retro-Look daher. Ein klassischer Woody-Allen-Streifen: Mit viel Witz und Originalität, aber etwas holprig in der Inszenierung. benjamin bögli Darum lohnt sich der Kinobesuch u Woody-Allen-Fans kommen auf ihre Rechnung – wie in den 70er-Jahren. u US-Serienstar David («Curb Your Enthusiasm») spielt Boris ausgezeichnet. u Auch eine durchschnittliche Komödie von Woody Allen hat das gewisse Etwas. 88888 Länge: 92 Min., Regie: Woody Allen, Darst.: L. David, E. R. Wood, P. Clarkson. Start 3. 12.

mehr kino-tipps

2

komödie zweiohrküken (D) Fortsetzung der erfolgreichen Liebeskomödie «Keinohrhasen» (2007) – von und mit Til Schweiger.

Sehenswert u Weil der Film gekonnt und witzig das Paarverhalten auf die Schippe nimmt. u Weil Til Schweiger am besten ist, wenn er den romantischen Helden spielt. u Weil auch in dieser deutschen Komödie der Humor überzeugt. 88888 L: 124 Min., R: Til Schweiger, Darst.: N. Tschirner, M. Schweighöfer. Start 3. 12.

3

dokumentation Sounds and silence (CH) Porträt über Manfred Eicher vom Klassik- und Jazz-Label ECM, das schon über tausend Alben veröffentlichte. Empfehlenswert u Weil der Blick hinter die Kulissen der weltbekannten Plattenfirma fasziniert. u Weil man dadurch den öffentlichkeitsscheuen Eicher etwas kennenlernt. u Weil die Filmer der Musik genügend Raum geben. 88888 Länge: 88 Min., Regie: Peter Gujer und Norbert Wiedmer, mit M. Eicher. Im Kino.

Fotos Frenetic Films

Wenn im Herbst der zweite Frühling kommt


kinderbücher

Vom Bilderbuch bis zum Abenteuerroman

Kuscheln und einer Geschichte lauschen, sich in fremde Welten träumen: neue Bücher zum Vorlesen und Verschenken. Für die ganz Kleinen, aber auch für neugierige Mädels und Jungen. reizend Herr Schneemann Kate Westerlund, Eve Tharlet (Minedition), ab 4 Jahren

u Ein wunderschönes Bilderbuch, das Kinderaugen zum Strahlen bringt und auch Erwachsene berührt. Ideal für die Weihnachtstage, vor allem wenn es nicht schneien sollte. Denn «Herr Schneemann» ist ein Zauberer. Und seine Freundin eine kleine Schneekatze, in die sich das ­Menschenkind Emily sofort verliebt. Sie hat auch gleich einen passenden Namen für sie: Schneeflocke. Die Katze ist entzückt, aber kaum gesagt, ist das Mädchen wieder weg. Ohne sich umzudrehen. Denn es kann

ja nicht hören, was Schneeflocke zu ihm gesagt hat. «Nur wer eine Schneeflocke fallen hören kann, kann dich sprechen hören», erklärt Herr Schneemann der Schneekatze. In seinem eisigen Körper schlägt jedoch ein warmes Herz. Er hat sofort gespürt, dass sich Emily noch fremd in der neuen Stadt fühlt und die Schneekatze gerne mit ihr losgezogen wäre. Und so beginnt er zu zaubern. Im Mondschein tanzen plötzlich glitzernde Schneeflocken, der Wind wirbelt seinen langen, roten Schal durch die Luft. Hase, Vogel, Maus bestaunen das nächtliche Spektakel. Das Buch könnte ein Klassiker unter den Weihnachtserzählungen werden. Kate Westerlund wurde im Sonnenstaat Florida geboren und lebt heute in Salz­ burg. Sie glaubt an die kreative Kraft der Fantasie. Die Illustratorin Eva Tharlet sprach bereits als Mädchen die Aben­ teuer ihrer Plüschtiere auf einen Kasset­ tenrekorder und malte die Geschichten dazu. Magisches Buch zum Thema Freundschaft. isolde Schaffter-Wieland

kurzweilig kinder-adventsbuch Diverse Autoren (Diogenes) u Cornelia Funke eröffnet den Reigen der 24 Weih­ nachtsgeschichten mit der Erzählung «Das erste Fenster». Darin macht sich die neugierige Julia am Türchen des Adventskalenders zu schaffen. Zum Vorblättern verlockt O. Henrys Text «Geschenk der Weisen». Verkürzt das Warten auf Heiligabend. ISW Rätselhaft anna fink – die fanfare des königs Boris Zatko (Baumhaus Verlag), ab 10 J. u Nach dem Tod ihres Vaters erbt die zwölfjährige Anna mit ihrer Mutter eine Villa in einer fremden Stadt. Kurz entschlossen reisen sie nach Taustadt. Doch bereits bei der Ankunft im Bahnhof geschieht Unheim­ liches. Und Anna schwant Böses. Teil 1 einer spannenden Trilogie. ISW Wundervoll annas wunsch Bruno Hächler, Friederike Rave (Nord Süd), ab 5 J. u Die kleine Anna kennt den Schnee nur vom Hören­ sagen. In ihrer Stadt hat es seit Jahren nie mehr geschneit. Alles ist grau. Dabei ist doch bald Weihnachten. Im Keller entdeckt Anna einen alten Schlitten. Und dann erträumt sie sich Schnee. Viel Schnee. Geschichte zum Staunen. ISW

märchenhaft DER Stiefel-Kater Ayano Imai (Minedition), ab 4 Jahren u Der arme Schuhmacher ist bald arbeitslos, keiner will mehr seine schönen Stiefel. Doch sein kluger Kater hat einen Plan. Mit neuen Stiefeletten geht er zum Zauberer, der sich in jedes Tier verwan­ deln kann. Und der ist bald süchtig nach dem Schuhwerk. Ein Kunstwerk. ISW

Fantasievoll Applaus für Caruso Anne Maar, Anke Faust (Tulipan) u Caruso kam in einem Holzradio zur Welt, das meist klassische Musik spielte. Deshalb gab ihm seine Mutter den Namen des berühmten Opernsängers. Berühmt, das möchte Caruso auch werden. Obwohl ihm seine älteren Geschwister stets sagen, er sei unbegabt. Humorvoll illustriert. ISW

festlich ein weihnachtsbaum für mia Regina Fackelmayer, Christa Unzner (Nord Süd), ab 4 Jahren u Mia hat alle Hände voll zu tun: Weihnachtseinkäufe, Weihnachtsbaum aussuchen. Als sie endlich auf dem Heimweg ist, fällt vor ihr ein alter Mann mit seinen Geschenken in den Schnee. Sie hilft ihm beim Einsammeln und vergisst dabei prompt ihre Tanne. ISW

Warmherzig Freunde sein Claudia Stöckl (Min­ edition), ab 3 Jahren u Manchmal bedeutet Freundschaft Verzicht. Das muss das Schweinchen von Tierfoto­ graf Herr Wunderle lernen. Als dieser am Südpol Pinguine fotografiert, will Schwein­ chen seinen neuen Freund unbedingt mit nach Hause nehmen. Doch Klein Pinguin fühlt sich bei ihm nicht wohl. Rührend. ISW

liebevoll und wenn es stürmt Debi Gliori (Betz), ab 4 Jahren u Der kleine Fuchs fühlt sich allein und unge­ liebt. Welch ein Glück, dass der grosse Fuchs so gut trösten (und reimen) kann! Wenn er mit ihm kuschelt, weiss der kleine Fuchs ganz genau, dass er geliebt wird, auch wenn er mal wütend oder unartig ist. Reizende Gute-Nacht-Geschichte. ISW

abenteuerlich Century – Der Ring des Feuers P. D. Baccalario (Baumhaus), ab 10 Jahren u Alle hundert Jahre wird die Menschheit herausgefordert. Für vier Jugendliche beginnt in Rom ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit. Die von vier Weisen auserwählten Schüler haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle am 29. Februar geboren. Clever und mitreissend. Fortsetzung folgt. ISW schweizer illustrierte

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hitparade Hochspannung

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 60

Herzschmerz

 Für den Abend zu zweit

Lach-Garantie

Für Kinder

Starparade

DVD

Kino

CD Single

CD Album

Harry Potter beginnt sein sechstes Schuljahr an der Zaubererschule Hogwarts.

Roland Emmerich inszeniert, was er am besten kann: den Weltuntergang.

Nach ihrem Sommerhit «Time of the Season» legt die Kanadierin wieder mächtig nach.

Norah Jones wagt den Wummernd! Die HandyStilwandel: Band und domi- Töne der Black Eyed Peas nierendes Piano sind passé. sind zurzeit mega in.

HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ  Regie: David Yates. Mit D. Radcliffe, R. Grint. Warner Home Video (1) TRANSFORMERS – DIE RACHE  Regie: Michael Bay. Mit S. LaBeouf, M. Fox, J. Duhamel. Dreamworks 24 – SEASON 7  Mit K. Sutherland, M. L. Rajskub, C. Bernard. TCFHE

2012  Regie: Roland Emmerich. Total 61 870 Besucher. 1. Woche

(2) MONDAY MORNING Melanie Fiona  Universal Music Switzerland GmbH

THE FALL Norah Jones  EMI Music Switzerland AG

(2) I GOTTA FEELING The Black Eyed Peas  UNI

(2) COUPLES RETREAT  Regie: Peter Billingsley. Total 39 459 Besucher. 2. Woche

(4) RUSSIAN ROULETTE Rihanna  Universal Music Switzerland GmbH

(1) REALITY KILLED THE VIDEO STAR Robbie Williams  EMI Music Switzerland AG

(1) BODIES Robbie Williams  EMI

(1) MICHAEL JACKSON’S THIS IS IT  Regie: Kenny Ortega. Total 89 041 Besucher. 4. Woche (3) GIULIAS VERSCHWINDEN  Regie: Christoph Schaub. Total 97 800 Besucher. 6. Woche (5) DIE PÄPSTIN  Regie: Sönke Wortmann. Total 46 828 Besucher. 4. Woche

(1) BODIES Robbie Williams  EMI Music Switzerland AG

ECHO Leona Lewis  Sony Music Entertainment Switzerland

(3) SEXY BITCH David Guetta feat. Akon  EMI

(2) THIS IS IT Soundtrack / Michael Jackson  Sony Music Entertainment Switzerland (9) ALL THE RIGHT MOVES GUTE REISE One Republic  Ich + Ich  Universal Music Universal Music Switzerland GmbH Switzerland GmbH

(4) MÄNNERHERZEN  Regie: Simon Verhoeven. Total 89 914 Besucher. 6. Woche

(3) I GOTTA FEELING The Black Eyed Peas  Universal Music Switzerland GmbH

LOVE HAPPENS  Regie: Brandon Camp. Total 7181 Besucher. 1. Woche

PFLASTER Ich + Ich  Universal Music Switzerland GmbH

(4) LIEBE IST FÜR ALLE DA Rammstein  Universal Music Switzerland GmbH (3) THE CIRCLE Bon Jovi  Universal Music Switzerland GmbH

(9) G-FORCE  Regie: Hyt Yeatman. Total 64 287 Besucher. 5. Woche

3 Britney Spears  Sony Music Entertainment Switzerland

(5) 0816 Bligg  Universal Music Switzerland GmbH

(5) SHE WOLF Shakira  SME

LOOKING FOR ERIC  Regie: Ken Loach. Total 7202 Besucher. 1. Woche

BAD ROMANCE Lady Gaga  Universal Music Switzerland GmbH

17’900 DJ Antoine  Phonag Records AG

(8) HEAVY CROSS Gossip  SME

(6) THE UGLY TRUTH  Regie: Robert Luketic. Total 157 468 Besucher. 7. Woche

(5) PAPARAZZI Lady Gaga  Universal Music Switzerland GmbH

THEM CROOKED VULTURES Them Crooked Vultures  Sony Music Entertainment Switzerland

(9) WHEN LOVE TAKES OVER David Guetta feat. Kelly Rowland  EMI

(3) STATE OF PLAY – STAND DER DINGE  Regie: K. Macdonald. Mit R. Crowe, B. Affleck. Universal Pictures Video (4) SLUMDOG MILLIONAIRE  Regie: D. Boyle / L. Tandan. Mit D. Patel, A. Kapoor, F. Pinto. Monopole Pathé (2) STAR TREK 11 – THE FUTURE BEGINS  Regie: J. J. Abrams. Mit C. Pine, Z. Quinto. Paramount Home Entert. (5) ILLUMINATI  Regie: Ron Howard. Mit T. Hanks, E. McGregor, St. Skarsgard. Sony Pictures HE (6) NACHTS IM MUSEUM 2  Regie: Shawn Levy. Mit B. Stiller, A. Adams, O. Wilson. TCFHE (R) ER STEHT EINFACH NICHT AUF DICH  Regie: K. Kwapis. Mit B. Affleck, J. Aniston. Warner Home Video (7) MY BLOODY VALENTINE  Regie: Patrick Lussier. Mit J. Ackles, J. King, K. Smith. Ascot Elite schweizer illustrierte

(6) HAPPY Leona Lewis  Sony Music Entertainment Switzerland

Klingeltöne

(4) PAPARAZZI Lady Gaga  UNI (7) DAS FEYR VO DR SEHNSUCHT Jodlerklub Wiesenberg & Francine Jordi  UNI (6) BOOM BOOM POW The Black Eyed Peas  UNI (10) THIS IS IT Michael Jackson  SME


Belletristik

Sachbuch

TV Unterhaltung

Top-Event

Vorsicht Suchtgefahr! Ein heisser Anwärter auf den Titel Spiel des Jahres.

Dan Browns neuer Thriller «Symbol» bietet Spannung pur bis zur letzten Seite.

Wer Ideen zum Umbau des Wirtschaftssystems sucht, findet sie bei de Weck.

Abräumer am TV: der ­Jodlerklub Wiesenberg und Francine Jordi.

Alecia Beth Moore alias Pink stellt ihre furiosen Live­Qualitäten unter Beweis.

CALL OF DUTY: MODERN WARFARE 2  Activision Blizzard

(1) DAS VERLORENE SYMBOL Dan Brown  Lübbe

NACH DER KRISE Roger de Weck  Nagel & Kimche

DIE GRÖSSTEN SCHWEIZER HITS  SF 1 22. 11. 09 950 900 Zuschauer

PINK  Hallenstadion Zürich 2./3. Dezember www.ticketcorner.com

DRAGON AGE: ORIGINS  Electronic Arts

(2) DIE HÜTTE William P. Young  Allegria

(R) SF BI DE LÜT – LANDFRAUENKÜCHE  Redaktion Landfrauen Kochen

KASSENSTURZ  SF 1 17. 11. 09 783 100 Zuschauer

DEPECHE MODE  Hallenstadion Zürich 6./7. Dezember www.ticketcorner.com

(1) FIFA MANAGER 10  Electronic Arts

(3) LIMIT Frank Schätzing  Kiepenheuer & Witsch

(3) GUINNESS BUCH GIACOBBO / MÜLLER  DER REKORDE 2010  SF 1 22. 11. 09 Biblio. Inst. und 615 900 Zuschauer F. A. Brockhaus, Mannheim

PATRICIA KAAS  Musical Theater Basel 4. Dezember www.ticketcorner.com

(3) SIMS 3  Electronic Arts

(4) DER SIEGER BLEIBT ALLEIN Paulo Coelho  Diogenes

(4) OPEN Andre Agassi  Droemer/Knaur

EIN FALL FÜR ZWEI  SF 1 17. 11. 09 539 400 Zuschauer

GESSLER ZWILLINGE  Theater 11 Zürich 3.–5. Dezember www.ticketcorner.com

(2) DRAGON AGE: ORIGINS (COLLECTOR)  Electronic Arts

(5) ATEMSCHAUKEL Herta Müller  Hanser

(5) ENTDECKE DEINEN GEISTFÜHRER Pascal Voggenhuber  Giger

STARNACHT AUS DER JUNGFRAU REGION  SF 1 21. 11. 09 531 900 Zuschauer

(5) STÖCK WYYS STICH 10  Optobyte

(6) ZEIT DEINES LEBENS Cecelia Ahern  Krüger, Frankfurt

(7) EISENVOGEL Yangzom Brauen  Heyne

DEAL OR NO DEAL  SF 1 18. 11. 09 504 900 Zuschauer

18. AROSA HUMOR FESTIVAL  Zelt bei Tschuggenhütte Arosa 3.–13. Dezember www.ticketcorner.com BLIGG  Sportzentrum Zuchwil 5. Dezember www.ticketcorner.com

(10) LANDWIRTSCHAFTSSIMULATOR 2009  Astragon

MEHR MEER Ilma Rakusa  Literaturverlag Droschl

(6) WANNA WAKI – MEIN LEBEN BEI DEN LAKOTA Isabel Stadnick  Wörterseh

PULS  SF 1 16. 11. 09 486 800 Zuschauer

STRINGFEVER  Kongresshaus Zürich 4. Dezember www.ticketcorner.com

(4) BORDERLANDS  Take 2

ENGEL IM ZWEITEN LEHRJAHR Eveline Hasler  Nagel & Kimche

NETZ NATUR  SF 1 19. 11. 09 477 700 Zuschauer

(8) ANNO 1404  Ubisoft

(R) HERR ADAMSON Urs Widmer  Diogenes

(R) DUDEN DIE DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG Duden  Biblio. Inst. und F. A. Brockhaus, Mannheim (1) WER BIN ICH – UND WENN JA, WIE VIELE? Richard D. Precht  Goldmann

PHILIPP FANKHAUSER  Kulturkarussell Rössli Stäfa 4. Dezember www.ticketcorner.com SUNRISE AVENUE  X-tra Zürich 3. Dezember www.ticketcorner.com

(7) RISEN  Koch Media

DIE ARENA Stephen King  Heyne

(2) LIEBE. EIN UNORDENTLICHES GEFÜHL Richard D. Precht  Goldmann

SF BI DE LÜT  SF 1 20. 11. 09 459 200 Zuschauer

Heiss!

AL DENTE  SF 1 16. 11. 09 460 200 Zuschauer

die besten

PC-games

TOP 100

Nicht verpassen!

BILLY TALENT  Eishalle Deutweg Winterthur 4. Dezember www.ticketcorner.com

Quellen Kino, CD, DVD, Games, Top-Event: Media Control AG; Buch: Swiss Books / Media Control AG; Kino: Procinema; TV-Quoten: Publica Data; (R) = Wiedereintritt

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Reisen, geniessen, rätseln!

weekend

Zwei Minuten dauert der Fussmarsch vom Hotel das Cataratas zu den Wasserfällen von Iguaçu. Eine einmalige Naturlandschaft!

Hotel das cataratas, Brasilien

Der Fall der Fälle u Das Tosen der Wasserfälle von Iguaçu im Ohr und einen Mojito in der Hand: Das hätte auch Ernest Hemingway gefallen! Nach zweijähriger Renovierung erstrahlt das 1958 eröffnete Hotel das Cataratas (178 Zimmer) in frischem Glanz. Es gehört neu zur Orient-Express-Gruppe. Die Lage: exklusiv. Das Haus aus der Kolonialzeit liegt im Naturpark an der brasilianisch-argenti-

nischen Grenze. Die meisten der 16 De-luxeSuiten haben direkten Blick auf das Weltwunder, das aus 275 einzelnen Wasser­ fällen besteht. Im Teufelsschlund donnert das Wasser 90 Meter in die Tiefe. Tipp: Vom Helikopter aus behält man den Überblick. Info Hotel das Cataratas, DZ für 2 Personen ab USD 375.–, www.orient-express.com

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Reisen

weekend

Vogelperspektive Blick auf Westminster Abbey, Big Ben und das Riesenrad London Eye.

www.weltweit

Fussball-WM im «eigenen» Haus! u «Wir wollen der Konkurrenz einen Schritt voraus sein», sagt Interhome-Manager Roger Müller. Also hat er in Süd­afrika zugeschlagen: 100 traumhafte Ferienwohnungen und -häuser stehen zur Verfügung, wenn die FussballWM angepfiffen wird. Interhome statt Hotelstress! INFO www.interhome.ch

«Ink48»: Neues TrendHotel in New York u Manhattan, 11th Avenue / 48th Street: Im Stadtteil Hell’s Kitchen hat im alten Gebäude einer Druckerei das trendige Hotel «Ink48» eröffnet. Zimmer im Loft-Stil und mit iPod-Stationen, Spa, demnächst mit Dachlounge und Bar. Ab USD 429.–. INFO www.kimptonhotels.com

Madeira: Glamour für die Sonneninsel u Von wegen Rentnerparadies! Gleich drei Designhotels bringen eine neue Kundschaft auf die sonnige Insel. Zum Beispiel das «Choupana Hills» hoch über Funchal: asiatisch inspiriertes Design, Spa mit türkischem Dampfbad, Pools, private Bungalows. INFO www.designhotels.com/choupanahills

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Kunst, Kultur und Kulinarik: NEWS Aus London

Höhenrausch an London kennt jeder. Falsch! In der britischen Metropole ist Clubbing eine Kunst. Tagsüber macht man sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral.

A

uf Prinz Harry ist Verlass. Wo der Royal feiert, sind die SzenenSpots der Stadt. Der ultraschicke Vendome Night Club (85 Piccadilly) gehört ebenso zu den Favoriten des jungen Wilden wie das «Raffles» (287 King’s Road) oder Guy Ritchies legendäre Kneipe The Punchbowl (41 Farm St.). Londons Nachtleben versetzt einen immer wieder in Staunen. Schliesslich werden hier die Trends der Zukunft geboren.

u All in one heisst das Zauberwort – alles unter einem Dach. Im Casino at the Empire locken Spieltische à la Las Vegas, zwei Restaurants und vier Bars. Wer das «Sketch» betritt, wandelt wie Alice im Wunderland durch ein luxuriöses Imperium – bestehend aus dem pinkfarbenen Gourmettempel The Gallery, einer ­Lounge und einem Memberclub. «Food, Art and Music» lautet die Kombination des Avantgarde-Treffpunkts. Die Homepage www.sketch.uk.com ist ein verrücktes kleines Wunderwerk. Auch die WCs des Clubs sind einen Besuch wert: Vor den gigantischen Dinosaurier-Eiern findet oft die beste Party statt. u In Sachen Kunst muss man den Briten nichts vormachen. Gradmesser für Zeitgenössisches sind das Camden Arts Center, The Saatchi Gallery, die Tate


Dinieren wie Alice im Wunderland Pink ist Trumpf im «Sketch».

Society-Treff Kunst-Pavillon der Serpentine Gallery in Kensington Gardens.

der Themse Modern (erbaut von den Schweizern Herzog & de Meuron). Tate-Highlight 2010: die Paul-Gauguin-Show. Der Co-Chef der hippen Serpentine Gallery in Kensington Gardens ist ebenfalls ein Schweizer: Hans Ulrich Obrist wurde kürzlich zum «bedeutendsten Kunst-Mann 2009» gekürt. Der St. Galler ist «very amused» über seinen neuen ­ Pavillon: ein futuristisches Kon­ strukt in Form einer Amöbe für Partys, Events, Lesungen. u Den Templern auf der Spur – das ist nach Paris nun auch in London möglich. In einer dreistündigen «Da Vinci Code»-Führung kommt man dem Heiligen Gral ein Stück näher. Die Guides von www.britishtours.com tauchen ein in die Welt von Bestseller-Autor Dan Brown und besuchen die Originalschauplätze (Westminster Abbey, National Gallery,

Temple Church). Ein Musical davon gibts (noch) nicht. Dafür erobert der Broadway-Dauerbrenner «Hair» ab April 2010 die City. Bis dahin: zurücklehnen und schwelgen! Im Lyceum Theatre bei «The Lion King», Disneys erfolgreichstem Musical-Märchen aller Zeiten. Caroline Micaela hauger

Neu: Matinee am Wochenende DisneyMusical «The Lion King» im Lyceum Theater.

check-in uAnreise

Mit Swiss ab Zürich nach London City Airport ab CHF 189.– Günstig: «Park Inn Hyde Park» am Lancaster Gate www.­hydepark.parkinn.co.uk; mittel: Park Lane Mews Hotel http:// parklanemewslondon.co.uk; Luxus: «The Mandarin Oriental Hyde Park» www.mandarinoriental.com uVIP-Restaurants Im topgestylten «Zuma» (japanische Küche) geben sich Stars die Klinke in die Hand, www. zumarestaurant.com; TV-Koch Jamie Oliver tischt im «Fifteen» auf, www.jamieoliver.com; Opernstars trällern im «Bel Canto» ihre Lieblings­ arien, www.lebelcanto.co.uk uInfos www.visitlondon.com uHotel

Unvergessen Prince Charles & Lady Diana.

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En Guete Christstollen Schwer zu widerstehen.

weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Für den Samichlaus

Der bärtige Mann im roten Mantel freut sich am 6. Dezember über ein Versli, ein Gläsli Glühwein – und über knusprige Backwaren!

1

Christstollen

Zutaten (ergibt 2 Stück von je ca. 600 g) 200 g helle Sultaninen, 50 g Zitronat, fein gehackt, 3 Esslöffel Rum, 450 g Mehl, 1/2 Würfel Hefe (ca. 20 g, siehe Tipp), zerbröckelt, 2 Esslöffel Zucker, 3 Esslöffel Milch, 100 g Zucker, 1 Päckli Vanillezucker, 1 Teelöffel Salz, 1/2 Teelöffel Kardamompulver, 1 Messerspitze Muskat, 1 Messerspitze Pfeffer, 125 g Butter, in Stücken, weich, 2 dl Milch, 100 g Mandelstifte, gehackt, 50 g Butter, flüssig, Puderzucker zum Bestäuben Vor- und zubereiten ca. 35 Min. Aufgehen lassen ca. 3 Std. Backen ca. 30 Min.

u Sultaninen, Zitronat und Rum in einer Schüssel mischen, zugedeckt beiseite stellen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken. Hefe, Zucker und Milch in der Mulde zu einem dünnen Brei anrühren. Mit wenig Mehl bestreuen, stehen lassen, bis der Brei schäumt (ca. 30 Min.). Zucker und alle Zutaten bis und mit Milch in die Schüssel zum Vorteig geben, zu einem weichen, glatten Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 2 Std.

aufs Doppelte aufgehen lassen. Beiseite gestellte Dörrfrüchte und gehackte Mandeln darunterkneten. Formen Teig halbieren. Erste Portion auf wenig Mehl oval 1–2 cm dick auswallen. Den Teig längs zu 2/3 überschlagen. Stollen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Zweite Portion gleich formen. Stollen zugedeckt nochmals ca. 30 Min. aufgehen lassen, mit ­flüssiger Butter bestreichen. Backen ca. 15 Min. in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, Stollen mit Butter bestreichen, ca. 15 Min. fertig backen. Herausneh-

tipp Backhefe besteht aus Hefezellen, die aus wilder Hefe weitergezüchtet wurden. Hefe wird frisch oder getrocknet in Pulverform angeboten.

men, noch heiss mit der restlichen Butter bestreichen, auf einem Gitter auskühlen. Stollen mit einer dicken Schicht Puderzucker bestäuben. Haltbarkeit in Folie eingepackt im Kühlschrank ca. 1 Woche oder im Tiefkühler ca. 1 Monat.

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Lebkuchen

Zutaten (für eine Springform von ca. 26 cm ∅, gefettet) 250 g Ruchmehl, 250 g Mehl, 21/2 Teelöffel Backpulver, 100 g Rohzucker, 2 Esslöffel Lebkuchengewürz, 1 Prise Salz, 6 Esslöffel Birnen­dicksaft (Birnel), 360 g Crème fraîche, 21/2 dl Kaffeerahm, 1–2 Esslöffel Birnendicksaft (Birnel) Vor- und zubereiten ca. 20 Min. Backen ca. 50 Min. schweizer illustrierte

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u Mehl und alle Zutaten bis und mit Salz in einer Schüssel mischen. Birnen­ dicksaft, Crème fraîche und Kaffeerahm unter Rühren beigeben, Masse in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen. Backen ca. 50 Min. in der Mitte des auf ca. 200 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, mit Birnendicksaft bestreichen, im Blech auskühlen. Dazu passt Zimtrahm: 2 dl Rahm steif schlagen, mit 1 Esslöffel Puderzucker und 1/2 Esslöffel Zimt mischen.

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Grittibänzen

Zutaten (ergibt 4 Stück) 500 g Mehl, 11/2 Teelöffel Salz, 3 Esslöffel Zucker, 1/2 Würfel Hefe (ca. 20 g), zerbröckelt, 60 g Butter, in

Stücken, weich, 3 dl Milch, lauwarm, 1 Ei, verklopft, Haselnüsse, Mandeln und Rosinen, zum Verzieren Vor- und zubereiten ca. 35 Min. Aufgehen lassen ca. 2 Std. Backen ca. 25 Min. u Mehl, Salz, Zucker und Hefe in einer Schüssel mischen. Butter und Milch beigeben, mischen, ca. 10 Min. zu einem weichen, glatten Teig kneten. Zugedeckt bei Raum­ temperatur ca. 2 Std. aufs Doppelte aufgehen lassen. Formen Teig in 4 Portionen teilen, zu je einer Rolle formen, ca. 1/5 für Kopf, Haare und Verzierungen abschneiden. Beine und Arme ein­ schneiden. Kopf und Verzierungen mit wenig Wasser ankleben, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Grittibänzen mit Ei bestreichen, verzieren. Backen ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, auf einem Gitter auskühlen.

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Montag, 30. November 2009, 20.05 Uhr, SF 1 (Wiederholung: 30. 11., 1.00 und 13.45 Uhr, SF 1) Tessiner Menü Penne mit Linsen, Wildschweinvoressen mit PolentaVariationen, Vermicelles mit Quitten Mehr Info: www.aldente.ch


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Das Gastgeberpaar Küchenchefin Tanja Grandits und ihr Mann René Graf Grandits. Er ist auch am Herd ihr erster Partner.

Die Herzen der Basler erobert «Stucki», Basel Pionier Hans Stucki wäre stolz auf seine hochbegabte Nachfolgerin. Auch wir sind begeistert und legen einen Punkt nach: Tanja Grandits ist unsere «Aufsteigerin 2010».

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espekt, Frau Grandits! Sie hat es geschafft, die Küche im ehrwürdigen «Stucki» gründlich auf den Kopf zu stellen und die Herzen der von Natur aus eher skeptischen Basler dennoch in Rekordzeit zu erobern. Wir sind genauso begeistert, legen einen Punkt nach und feiern Tanja Grandits als «Aufsteigerin des Jahres». Ein «Menü Grandits» kann man nicht einfach verschlingen. Man muss sich mit jedem Gang auseinandersetzen. Jedes kleinste Element ist durchdacht, perfekt gefertigt und spielt für die Komposition eine wichtige Rolle. Beispiele? «Graved Kingfish» gibts im ersten Gang (weil Tanja den lieber mag als den

­ blichen Lachs). «Behandelt» wird er ü mit Orangenblüten, Tee und Wildkräutern im Reisblatt, mit Rüeblipickles und Kingfish-Orangen-Fritter! Überraschend steigt da dank dem Tee eine Prise Orient auf, «und farblich ists ein richtiges Sommergericht», findet die Chefin. Zeit für den «Knaller» des Abends: eine in einem Estragonsud pochierte Seezungenrolle. Auf Hummercouscous. Mit Erbsen-Ingwer-Creme und Passionsfruchtsalat. «Das kann nicht gut gehen», dachten wir erst, aber: Das Couscous war hervorragend (weil es im kalten Hummerfond zubereitet und so nicht matschig wurde), die Sole von erster Qualität – und die Passionsfrucht sorgte

für einen frech-fruchtigen Kontrapunkt. Wir erholten uns bei einer «Aromaerfrischung»: Melonen, frische Ver­ veineblätter. Und waren wieder fit für den mit Kardamom gewürzten glasierten Lammrücken aus dem Berner Oberland. Die «Accessoires» wurden intensiv bearbeitet: Haselnuss für die Polenta, Mokka für die Eierschwämmli. Den Rest konnte Tanja Grandits ihrem Chefpatissier Julien Duvernois überlassen: Erdbeer- und Pfeffer-Cheesecake mit Quarkmousse, Mascarpone-Espuma und Erdbeer-Pfeffer-Glace.  

Foto Bruno Voser

wein-tipp Ein schwerer Roter Wer schweren Rotwein mag, dem sagt die Neukreation des deutschen Topwinzers Markus Schneider zu. Er hat ihn anlässlich der Geburt seines Sohnes lanciert. Der Tohuwabohu 2007 (14 %) Schneider leuchtet in sattem Rubinrot. In der Nase ist

er konzentriert und viel­ versprechend. Noten von Lakritze, Rosmarin, schwarzem Pfeffer und Brombeeren kommen auf. Im Gaumen ist der Wein dicht, unverschämt charmant und von einer Intensität, dass daneben kaum noch was anderes Platz hat. Als ob man

konzentrierte schwarze Kirschen, hochprozentige Schokolade und einen ­Ristretto gleichzeitig genies­ sen würde. Nach dem Genuss ist der Gaumen zwar etwas erschöpft, aber bestimmt zufrieden. Ein intensives Erlebnis – selbst für geübte Weintrinker.

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weekend

Auto

SCHON GEFAHREN MERCEDES SLS AMG

Fahren mit Flügeln

Der Mercedes 300 SL faszinierte die Autowelt mit seinen Flügeltüren. Genau 55 Jahre später startet sein Nachfolger Mercedes SLS AMG – auch mit Flügeltüren und nicht ­minder elektrisierend.

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as Design des legendären Mer­cedes 300 SL mit den nach oben schwingenden Türen gilt auch nach über fünf Jahrzehnten noch als Jahrhundert-Wurf. Nicht weniger ­revolutionär die Technik: Gitterrohr­ rahmen-Chassis und ein 215 PS starker Drei­litermotor mit sechs Zylindern, Benzin-Direkteinspritzung und ­Trockensumpfschmierung. Dieser machte den Silberpfeil bis zu 260 km/h schnell. Ein Tempo, bei dem der moderne Flügeltürer der Mercedes-Sport­ tochter AMG erst richtig warm wird. In einem halben Jahrhundert Autobau

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haben sich die Massstäbe verschoben. So wird der SLS durch einen 6,2 Liter grossen V8-Saugmotor angetrieben. Dieser leistet 571 PS und ermöglicht in 3,8 Sekunden den Spurt auf Tempo 100 sowie eine Spitze von 317 km/h. Bei der Herausforderung, den ­Nachfolger einer Ikone zu gestalten, haben Mercedes und AMG viel Fingerspitzengefühl bewiesen. So interpretiert

Faszinierend Das modern-kühl gestaltete, aber übersichtliche Interieur des SLS-Zweisitzers soll an ein Flugzeug-Cockpit erinnern.

der moderne Zweisitzer zwar das ­Original von 1954, ist aber dennoch kein RetroAuto. Die breite Schnauze mit der auffälligen Querlamelle und dem ­grossen Stern, die lange Haube und der runde Hintern erinnern deutlich an den Ur-Flügeltürer. Dazu kommen beim SLS aber moderne Elemente wie schmale Scheinwerfer mit Tagfahrlicht-LEDs und ein ab Tempo 120 ausfahrender Heckspoiler. Elektronische Fahrhilfen wie ESP, Bremsassistent oder automa­tisiertes Doppelkupplungsgetriebe machen SLS-Fahren zum Kinderspiel. Und Komfortelemente wie Navigationssystem, Klimaautomatik, Parktronic oder heizbare Ledersitze sind nicht mit der spartanischen Ausrüstung des Ur­ahnen zu vergleichen. Dies gilt erfreulicherweise auch für den Preis. Die 280 000 Franken für den SLS mögen happig erscheinen. Doch für einen gepflegten 300 SL wird heute das Dreifache verlangt. raoul schwinnen


news

kia venga schicker minivan u Los gehts, sagt Kia auf Spanisch und lanciert mit dem Venga einen neuen Minivan in Europa. 75 bis 115 PS starke Benzin- und Dieselmotoren treiben den 4,07 m langen und 1,60 m hohen Koreaner mit dem aussergewöhnlich langen Radstand von 2,62 m an. Entwickelt und gebaut wird der Venga in Europa – und ist auch mit modernster Technik ausgestattet. So verfügt jede Motorisierung über Stopp-Start-Automatik und entspricht der Euro-5-Abgasnorm. Der Venga kommt im Frühling auf den Markt (Preis noch unbekannt). «Er soll auf dem Erfolg des Kia Cee’d aufbauen und so unsere Wandlung in der Kundenwahrnehmung in Europa weiter unterstreichen», hofft Kia-Marketing- und -Produktplanungsdirektor Benny Oeyen.

Deutscher Superstar Der SLS AMG ist flach, breit, stark und trotzdem klassisch.

steckbrief

Flügeltürer Die Ikone 300 SL von 1954 und ihr moderner Nachfolger Mercedes SLS AMG. u Name Mercedes SLS AMG u Motor V8-Benziner, 571 PS u 0 bis 100 km/h 3,8 s u Spitze 317 km/h u Verbrauch 13,2 l/100 km u CO2-Ausstoss 314 g/km u Energieeffizienz G u Verkauf ab Februar 2010 u Preis ab CHF 280 000.­– u Konkurrenten Aston Martin DBS,

Ferrari 458, Jaguar XKR, Lamborghini Gallardo, Porsche 911 GT2 u. a. u Unser Urteil Der Mercedes SLS AMG ist ein Racer und würdiger Nachfolger des legendären 300 SL. Atemberaubend seine Beschleunigungs- und Verzögerungswerte, ohrenbetäubend sein Sound. Dennoch ist der Supersport­ wagen absolut alltagstauglich und lässt sich spielend einfach bewegen.

aston martin rapide eleganter viertürer u Mit dem Rapide tritt Aston Martin ­gegen Porsche Panamera und Maserati Quattroporte an. Leistungsmässig braucht sich der erste in Grossserie gebaute Viertürer der Briten vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Die 477 PS des Sechsliter-V12 lassen den fast zwei Tonnen schweren Viersitzer in nur 5,5 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Hinten sitzen trotz der eleganten Coupéform selbst 1,80 m grosse Erwachsene bequem und mit ausreichender Kopffreiheit – und fürs Gepäck bleiben im Kofferraum bis zu 500 Liter (nach Umklappen der Rücksitzlehnen gar 886 Liter) Platz. Noch nicht genau definiert sind das Lancierungsdatum (Frühsommer 2010) sowie der Preis (man schätzt ca. 250 000 Franken). schweizer illustrierte

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«Jetzt sind positive Veränderungen möglich»

woche vom 6. bis 12. dezember 2009 Merkur bildet diese Woche mehrere schwierige Aspekte: eine Konjunk­tion mit Pluto am 7., Spannungen zu Mars und Saturn (am 8.), zu Jupiter (am 10.) und Neptun (am 12.). Das könnte verstärkt auf den Bruch von Verhandlungen, Missverständnisse, Unfälle im

Transportwesen, soziale Ausschreitungen etc. hinweisen. Umweltprobleme sorgen für Schlagzeilen, wahrscheinlich mit wenig Fortschritten. Positiv ist hingegen der Zyklus Jupiter–Uranus (HalbSextil), der am 12. exakt wird und u. a. auf grosse wissenschaftliche Entdeckungen, nützliche Veränderungen hinweisen könnte.

widder 21.–30. 3. Sie sind zerstreut, einigen könnte ein dummer Fehler unterlaufen (6., 7.). Oder Sie machen sich Illusionen (10., 12.). Venus verspricht Spass und gute Laune, Sie geniessen das Leben. 31. 3.–9. 4. Sie sind aktiv und dynamisch, kommen schnell voran. Exzellent für Sport und Hobbys. Ab 8. ­aufregende Begegnungen, schöne Stunden, heisse ­Flirts. 10.–20. 4. Sie haben Erfolg, können ein grösseres ­Vor­haben realisieren (am 7., 11., 12.). Gute Beziehungen ­helfen Ihnen weiter, einigen gelingt ein schöner Treffer.

stier 21.–30. 4. Sie kommen gut voran, knüpfen Kontakte (7.), entdecken neue Interessen. Am 8. nicht zu weit gehen, toleranter sein, am 12. möglichst objektiv urteilen, sich nichts vormachen! Hektik am 6. 1.–10. 5. Sie sind gereizt, neigen zu voreiligen Aktionen. Vorsicht am 8. (u. a. im Verkehr), mehr Rücksicht auf andere nehmen (am 10./11.)! Am 6. sind Sie gesundheitlich anfäl­ liger als sonst. 11.–20. 5. Eine grössere Veränderung, die sich seit Frühling abzeichnet, wird jetzt aktuell, bedeutet einen Fortschritt. Gute Chancen für neue Wege am 12.

zwillinge 21.–31. 5. Sie lassen keinen Flirt an­ brennen. Ihr Charme wirkt, Sie stehen im Mittelpunkt. Langfristige Entscheidungen haben Rückenwind, Bezie­ hungen werden tiefer (10.). 1.–10. 6. Sie agieren spontan, sind körperlich gut in Schuss. Exzellent der 11. (u. a. für sportliche Bestleistungen oder wichtige Diskussionen). Am 8. und 11. weniger sarkastisch sein. 11.–21. 6. Traum­ woche! Jupiter bringt Erfolg, steigert Ihr Selbstver­ trauen, Neptun fördert Intuition und künstlerische Ta­ lente. Missverständnisse (am 8., 12.) schnell aufklären!

krebs 22. 6.–1. 7. Sie sollten sich am 7. oder 12. präzise ausdrücken! Missverständnisse oder Enttäu­ schungen (am 6., 8.). Anfällig für Entzündungen, Viren am 10., 12. Einige ändern ihre Einstellung. 2.–12. 7. Sie strengen sich an, können verlorenes Terrain wieder gut­ machen (11.), aber einige vernachlässigen das Privatle­ ben. Gut für eine Aussprache der 8., aber Vorwürfe (An­ gehörige?) am 10. 13.–22. 7. Neue Horizonte öffnen sich, grössere Vorhaben, die eine Wende bedeuten, sind wie­ der aktuell (exzellent: der 12.). Am 8. versteht man Sie.

löwe 23. 7.–1. 8. Venus gibt Ihnen Charme, Sie verbringen unvergessliche Momente (10.). Gefühle wer­ den tiefer, neue Begegnungen versprechen dauerhafte Beziehungen (8.). 2.–12. 8. Sie sind sehr dynamisch, könnten Berge versetzen (am 11.!). Aber überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht, gesundheitlich kein Risiko ein­gehen (z. B. am 8.). Am 10. sind Sie unwiderstehlich. 13.–23. 8. Ihre Haltung könnte falsch interpretiert werden (am 10.), oder Sie selbst sehen die Dinge nicht objektiv (am 12.). Einige haben Glück durch den Partner (11., 12.).

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie kommen gut voran, gehen taktisch klug vor (am 7.). Günstig für wichtige Verhand­ lungen und Termine. Aber Vorsicht (u. a. bei Investi­ tionen) am 8., 10., 12.! 3.–12. 9. Sie sind nicht immer mit allem einverstanden, speziell daheim (am 12.). Finanziel­ le Entscheidungen vorerst für sich behalten. 13.–23. 9. Sie kommen im Team besser voran, können den Grund­ stein für ein grösseres Vorhaben legen (am 11. und 12.). Die um den 14./15. Geborenen erleben ein radikale ­Wende, die sich seit vergangenem Frühling abzeichnet.

waage 24. 9.–3. 10. Sie ordnen Ihr Leben, gehen den Dingen auf den Grund. Aber es fällt Ihnen schwer, klare Entscheidungen zu treffen (am 7., 8.). Ihr Charme hilft Ihnen, Sie amüsieren sich blendend (am 10.). 4.–13. 10. Sie sammeln Pluspunkte, sind sehr dynamisch (am 11.). Einige erleben unvergessliche und romantische Momente (am 10.). Freunde sind Ihnen eine grosse Hilfe. 14.–23. 10. Sie haben Erfolg, können ein grösseres Pro­ jekt starten. Oder ein verlockendes Angebot? Dabei hilft Ihnen Ihre erstaunliche Intuition (am 11. und 12.).

skorpion 24. 10.–2. 11. Es kommt zu interessanten Begegnungen, Sie gewinnen neue Freunde, entdecken neue Horizonte (am 7./8.). Sich am 10. und 12. klar aus­ drücken, um spätere Missverständnisse zu vermeiden! 3.–12. 11. Sie können am 6. oder 11. einen Gewinn verbu­ chen. Vermeiden Sie riskante Manöver (z. B. am Steuer) und schonen Sie Ihre Kräfte. Am 9., 12. schiessen Sie weit übers Ziel hinaus. 13.–22. 11. Die Lage objektiv einschätzen, sich nichts vormachen lassen, speziell am 7. oder 10.! Ein neues Projekt hat am 12. Rückenwind.

schütze 23. 11.–2. 12. Aus einer freundschaftlichen Beziehung könnte mehr werden. Venus verspricht schöne Stunden (am 10.). Am 8. sind Sie nicht unaus­ geglichen. 3.–12. 12. Sie können Ihren Vorsprung weiter ausbauen (am 11.). Am 10. feiern Sie die Feste, wie sie fallen, sind unwiderstehlich. Oder eine Begegnung lässt Ihr Herz schneller schlagen? 13.–21. 12. Eine Traum­ woche! Jupiter verspricht Entfaltung und Erfolg, mehr Selbstvertrauen und Prestige (12.). Ausserdem können einige ein Problem bezüglich der Wohnung lösen (11.).

steinbock 22.–31. 12. Ihre Geduld wird auf die Probe gestellt, Ihre Zerstreutheit könnte ärgerliche Folgen ­haben (am 7., 8.). Am 10. und 12. Missverständnisse aufklären, bei Verhandlungen auf der Hut sein! 1.–10. 1. Sie sind gut gelaunt (am 8.). Hektisch werden der 10./11., Sie verlieren schnell Ihre Geduld (Probleme mit Kolle­ gen?). 11.–20. 1. Sie sind in finanziellen Dingen gross­ zügig, könnten Ihr Budget überziehen (am 7., 10.). Am 11./12. haben Sie gute Karten, um ein grösseres neues ­Vorhaben zu realisieren (oft eine Folge vom Frühjahr?).

wassermann 21.–30. 1. Venus verdoppelt Ihren Charme, eine Begegnung (am 6., 10.?) könnte angenehme Folgen haben. Oder aus einer Freundschaft entsteht mehr? Am 8. und 12. sind Sie sehr konstruktiv. 31. 1.–9. 2. Sie ver­ lieren bei Diskussionen (u. a. mit dem Partner) schnell Ihre Geduld (am 8.), sollten sich zudem körperlich nicht übernehmen! Am 11. können Sie einen Vorsprung gewin­ nen. 10.–19. 2. Sie landen einen schönen Treffer, einige ernten die Früchte vom vergangenen Frühling. Gewinn, Beförderung, Erfolg mit einem neuen Projekt?

fische 20. 2.–1. 3. Sie meistern mit der richtigen Taktik jede Hürde (7., 8.). Freunde helfen Ihnen, ein ­neues Vorhaben verspricht Erfolg und kann langfristig zu einer positiven Wende führen (am 11., 12.) 2.–10. 3. Sie sind effizient, kommen zügig voran (am 6., 11.). Am 8. tole­ ranter sein und nicht alle Ihre Trümpfe ausspielen. Beruf­ liche Probleme (am 9.) bald lösen. 11.–20. 3. Sie sollten am 9. einlenken und auf den Rat des Partners hören, der die Lage objektiver sieht. Eine grössere Veränderung, die sich seit Frühling ankündigt, ist positiv (am 12.).

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Rebus

AuflÜsung aus Heft 48 WER HÄTS – OHA LÄTZ

KREUZWORT CHAOS

ZITAT ZWISCHEN ZAHLEN 1. Saentis, 2. Staende, 3. Sittsam, 4. Umbrail, 5. Antoine, 6. Lauwarm, 7. Amateur, 8. Etliche, 9. Agamist, 10. Angehrn, 11. Gertsch, 12. Laeubli, 13. Pfleger, 14. Redlich, 15. Phantom, 16. Schlank, 17. Asketen, 18. Tirggel, 19. Pfennig LĂśsungssatz: Fische faengt man mit Angeln, Leute mit Worten.

REBUS

LĂśsung: LEUTE

1 Z A U N (F) 2 H (N) A H N 3 BLUME = AUFNAHME

5 2 9 6 7 1 4 8 3

7 6 1 4 3 8 2 5 9

4 9 2 1 5 6 8 3 7

KREUZWORTRĂ„TSEL

LĂ–SUNG: HEITERKEIT schwer

6 3 5 2 8 7 1 9 4

LĂśsung: 584

8 1 7 3 4 9 5 2 6

1 5 3 9 2 4 6 7 8

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das LĂśsungswort.

LĂ–SUNGSWORT

SUDOKU mittel 3 4 8 5 9 2 7 6 1

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2 8 4 7 6 3 9 1 5

9 7 6 8 1 5 3 4 2

6 4 1 7 5 8 9 3 2

2 5 9 1 4 3 7 8 6

8 3 7 6 2 9 4 1 5

4 8 2 3 6 7 1 5 9

9 1 3 2 8 5 6 7 4

5 7 6 9 1 4 3 2 8

7 2 4 8 3 6 5 9 1

1 9 5 4 7 2 8 6 3

3 6 8 5 9 1 2 4 7

LĂśsung: 352

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weekend

Fßllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.


Tradition in den USA Ambassador Donald Beyer im Dining-Room mit Gattin Megan und Tochter Grace. Sie feiern das Erntedankfest Thanks足 giving. Im Mittelpunkt: der Truthahn. Ihre Residenz befindet sich in Berns Stadtzentrum.

Im Weissen H

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Unkompliziert und herzlich! Der neue US-Botschafter in Bern, Donald Beyer, zeigt seine Residenz und seine Familie. Stolz erz채hlt der Freund Obamas, wie er Thanksgiving feiert. Und warum ihm die Schweiz so ans Herz gewachsen ist.

aus von Bern

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Nobel Der Piano-Room ist einer der Repräsentationsräume im Parterre. Überall im Haus hört man dezenten Jazz.

«Ich habe es gern schön und elegant. Die Gemälde durften wir von zu Hause mitnehmen» Hausherrin Megan Chef Die Beyers und die Obamas auf dem offiziellen, von Letzteren signierten White-House-Foto.

Living-Room Die Möbel gehören zur Grundausstattung der Botschaftsresidenz.

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Im Entree Die Beyers mit Bill Clinton (Foto links). Bild daneben: der Botschafter mit Bundespräsident Merz.


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Schmuck Das Botschafter-Ehepaar hat oft Gäste. Im Living-Room findet dann die Cocktail-Party statt. Auf dem Tischchen ein Bildband über Obama.

Text Thomas kutschera Fotos Kurt Reichenbach

D

Im Keller Tochter Clara schaut sich im Movie-Room mit Zwergpudel Chili «The Informant!» an.

raussen vor dem Eisentor patroullieren Polizisten mit Maschinenpistolen, im Garten flattert eine riesige Flagge mit den Stars and Stripes. Auf der Treppe zum Eingang steht die charmante Hausherrin. «Welcome! Ich bin Megan ­Beyer. Treten Sie ein.» Vorbei an einer weiteren US-Fahne gehts ins feudale Reich. Im Entree wieselt Zwergpudel Chili herum. «Schauen Sie», sagt Miss Beyer, zeigt auf ein Foto. «Das neben Bill Clinton ist nicht etwa seine Frau Hillary, das bin ich. Wir werden oft verwechselt.» Und dann hängt da noch ein Bild von Barack und Michelle Obama. «Ich bin stolz, im Schweizer White House arbeiten zu dürfen», sagt die Hausangestellte Sarah. Wir befinden uns nicht in Washington D. C. Sondern in Bern, Ecke Rainmattschweizer illustrierte

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Elegante Grazie Der US-Botschafter im En­tree der Berner Residenz mit seiner Gemahlin Megan und Tochter Grace, im Arm Zwergpudel Chili. strasse/Sulgeneckstrasse, fünf Geh­ minuten vom Bundeshaus entfernt. In der Residenz des US-Botschafters in der Schweiz, direkt neben der riesigen ­Botschaft aus Beton. Hier lebt seit Mitte August Donald S. Beyer Jr. mit seiner Gattin Megan, 57, Grace, 14, und Clara, 17, zwei ihrer vier Kinder. Der 59-jährige Beyer war demokra­ tischer Vize-Gouverneur und Senatspräsi­ dent im Bundesstaat Virginia, Leutnant in der US-Army. Und Autoverkäufer. Mister Volvo nennen sie ihn in der Heimat. Mit sei­ nem Bruder baute der gelernte Ökonom ein grosses Vertriebsnetz für die schwedische Edelkarosse auf – und plötzlich ging die lo­ kale Polizei mit Volvos auf Streife. Daneben war Beyer Präsident einer Kampagne gegen

Teenager-Schwangerschaften, engagierte sich für soziale Institutionen und für «my friend» Barack Obama. Für dessen Wahl­ kampf organisierte er eine halbe Million Dollar. Solch fleissiges Spendeneintreiben wurde honoriert: Mr. President verschaffte seinem Kumpel Donald den Botschafterpos­ ten in «beautiful Switzerland». «Es gab Leu­ te, die meinten, wir ziehen nach Schweden oder Swaziland.» Heute ist bei der Beyer-Family in Bern ein ganz besonderer Tag: Sie feiert wie alle US-Amerikaner am vierten Donnerstag im November Thanksgiving, das traditionelle Ern­ tedankfest. Da kommt natürlich der berühmte «roasted turkey» auf den Tisch. Drei Stunden wurde der vier Kilo schwere, aus der Heimat importierte Truthahn im Backofen ge­gart.

Einen halben Tag stand Megan Beyer mit Chefkoch David und den fünf anderen Bediensteten in der Küche. «Das Wichtigs­ te beim Turkey ist die Füllung», erklärt Megan. Diese bestehe aus Speck, Sellerie, Brotwürfeln und Gewürzen. Sie müsse das jedes Jahr wieder im Kochbuch ihrer Mutter nachlesen – «The Joy of Cooking» heisst die Bibel. Mister Ambassador bittet zu Tisch. Im Dining-Room ist festlich gedeckt – das Werk von Gemahlin Megan. Die frühere Fernsehreporterin liebt es schön und elegant. «Die Gäste sollen sich wohl­ fühlen, wie daheim», sagt die gebürtige Irin. Ein paar Gemälde und das edle ­Herend-Porzellangeschirr («meine ­Aus­steuer») sind das Einzige, was die


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Vorbild Michelle Obama Wie die Präsidentengattin pflegt auch Megan Beyer einen Gemüsegarten.

How much? Auf dem Berner Zibelemärit decken sich die Beyers bei Beatrice Bucher mit Zwiebeln ein.

«Mein Bankkonto habe ich bei der Credit Suisse» Donald Beyer, Ambassador of the united states of america in bern

Beyers in ihr neues Zuhause mitbringen durften. Der Rest gehört zur Residenz. Grace steht auf, holt ihren MP3Player. Sie liebe Punk-Rock, vor allem die US-Band Green Day, verkündet sie lautstark. «Dad kann damit überhaupt nichts anfangen, er bevorzugt Jazz.» Die Eltern schmunzeln. Donald Beyer schaut auf seine Victorinox-Uhr, greift zum Messer und schneidet den Truthahn an. «Enjoy your meal!» Guten Appetit – zum Turkey reicht die philippinische Haus­angestellte Süsskartoffel-Auflauf mit Marshmallow-Stücklein, Rüebli und Blumenkohl, Cranberry­ sauce. Dazu einen kalifornischen Pinot Noir aus dem ­ Russian River Valley. Zum Dessert gibts Kürbis-Pie. Weniger opulent sieht Donald Beyers Frühstück aus. Der Botschafter schätzt Spiegelei, Toast und Orangensaft. Dann gehts zur Arbeit, quer durch den Garten, hinüber in die Botschaft. Dort arbeiten 110 Angestellte, 70 davon Schweizer. Als Erstes wird Beyer über die Weltlage und seine Termine informiert, dann liest er die «Herald Tribune» und die Börsen-News in der NZZ. «Im Fall Polanski ­waren wir nur administrativ involviert», erzählt Beyer. Mehr zu tun gebe es im Steuerstreit zwischen der UBS und den USA. Vor Kurzem hätten er und Megan in Basel ein Meeting gehabt mit den Präsidenten grosser Schweizer Banken. «Hoffentlich haben wir diese Angelegenheit bald hinter uns.» Er selber hat ein Konto bei der Credit Suisse. Dreimal pro Woche empfangen die Beyers Gäste: Geschäftsleute, Künstler, Landsleute. Nach der Cocktail-Party ­ bittet der Hausherr oft ins eigene Kino. Dank Vitamin B zeigt Beyer US-Filme, bevor sie ins Kino kommen.

Der Blick der Botschaftergattin schweift durchs Fenster. Eiger, Mönch und Jungfrau glänzen im Abendrot. «Als ich zum ersten Mal auf unserer Terrasse stand, weinte ich vor Glück. Switzerland is just great!» Schweizer Schokolade und Röschti? «I love it!» Auch ihr Gatte fühlt sich überaus wohl. Überall werde er freundlich empfangen, sagt Beyer, auch wenns mit dem Schwiizerdütsch noch nicht so klappt. «Aber ich übe fleissig.» Noch ein anderes Ziel hat Beyer: Im ersten Amtsjahr will er alle 26 Kantone besuchen. Graubünden und das Tessin hat er bereits gesehen. Besonders gut gefiel es dem passionierten Bergwanderer im Münstertal. «Diese Natur, diese Ruhe.» Mit Freund Barack habe er letztmals im Juni Kontakt gehabt. «Megan und ich waren im Weissen Haus.» Er werde alles unternehmen, dass sein Chef einmal die Schweiz besuche. Obama vor dem Matterhorn? «Yes, we can!» 

Stars and Stripes Die Residenz liegt im Zentrum von Bern, mit Blick auf Aare und Alpen.


Party

Löwenhunger: Die Führungsriege der ZSC Lions mit Präsident Walter Frey, CEO Peter Zahner und Trainer Sean Simpson (v. l.) vor dem Hauptgang.

Der «Mister» zieht in seinen Bann: Die U17-Helden Bruno Martignoni, Igor Mijatovic und Matteo Tosetti (v. l.) lauschen Giovanni Trapattoni.

Davos hat «noch lange nicht fertig» 8. Internationale Sportnacht: Selbst «Trap» war sprachlos

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r ist der König der Brandreden. «Wie Flasche leer!» und «Ich habe fertig!», wetterte er einst bei Bayern München. Im Davoser Kongresszentrum war Giovanni Trapattoni, italienischer Star-Fussballtrainer, beeindruckt: «Eine solche Gelegenheit, Sportgrössen aus allen Sparten zu treffen, hab auch ich ­selten.» Gabs für ihn einen Life-Time-Award, so durfte Autorennfahrer Sébastien Buemi die Kristall-Trophäe für seinen steilen Aufstieg im Formel-1-Zirkus entgegennehmen. Selbstvertrauen hat er bereits reichlich: «Ich habe Schumi kürzlich in Las Vegas im Gokart bezwungen. Ein Kinderspiel!» Ariella Kaeslin weiss allmählich kaum noch, wo ihr der Kopf steht vor lauter Ehrungen. «Dabei hab ich doch gar nicht so viel mehr geleistet als all die anderen Sportler hier.» Ihre Bescheidenheit in Ehren. Aber zusammen mit Lara Gut war sie die umschwärmteste Frau des Abends. Und das nicht nur bei den U17-Fussballweltmeistern. Da hatte für einmal selbst Christa Rigozzi das Nachsehen im Wettstreit der Blondinen. Text iso niedermann, Fotos hervé le cunff

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Im Eiltempo ins Rampenlicht: JungModel Julia Saner und Formel-1Neuling Sébastien Buemi haben ähnlich steile Aufstiege hinter sich.

Vertrauen: Skikönigin Lara Gut fand bei Trainer Karl Frehsner ihr Lachen.

Rekord-Kicker: Heinz Hermann (117 Länderspiele, l.) und Andy Egli (77).


Moderatoren-Duo mit Charme: Christa Rigozzi und Jan Billeter.

Befreundete Konkurrenten im A1-Rennauto: Neel Jani (r.), Adrian Zaugg.

Junge Liebe I: Töffpilot Dominique Aegerter und Schatz Uiara Ramseier.

Junge Liebe II: Siebenkämpferin Linda Züblin, Freund Marcel Winiger.

Vier starke Arme für eine zarte Eisprinzessin: Sarah Meier lässt sich von den Schwingern Forrer Nöldi (r.) und Fausch Stefan auf Händen tragen.

Noch nie war der Kanton Luzern schöner erfolgreich: Die Olympiacracks Edith Hunkeler (Rollstuhl) und Ariella Kaeslin (Kunstturnen).


«Die Kinder sind arm, und plötzlich sind sie wer», sagt Emil Steinberger, mit Niccel (l.), Lea Wyler. Sein Leben sind die Harfe und Rokpa: Andreas Vollenweider mit Beata, Doryn Pestalozzi (v. r.).

Die Engel der Kinder Feiern für einen guten Zweck: Die Rokpa-Gala in Zürich

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in grosses Familientreffen. Zur 6. Rokpa-Gala kamen alle Mütter und Väter, denen die Arbeit des Hilfswerks am Herzen liegt: Waisen­ häuser für Strassenkinder in Nepal oder Tibet, Gassenküchen, Schulen. Mit dem Geld aus der Schweiz haben Tausende Kinder ein Zuhause, eine Zukunft. «Wir schaffen eine Familie für die, die keine

Familie haben», sagt Lea Wyler, Initiantin und leidenschaftliche Kämpferin im ­Namen von Rokpa (www.rokpa.org). Mit Mut, Charme und Beharrlichkeit steckt sie an. Roger Schawinski finanziert eine Schule, Mark Forster weiss, «jeder gespendete Rappen kommt vor Ort an». Highlight war die jährliche Auktion von Cyril Koller. Ein Abend mit Emil und Niccel Steinberger brachte 14 000 Franken, das Tennis-Racket von Roger Federer 8000, eine Hausmusik von Andreas Vollenweider gar 17 000! Die Familie kümmert sich, gibt Geld und schenkt Leben! Text Stephanie ringel, Fotos HervÉ Le Cunff

Sandra ­Studer (r.) moderierte den Abend. Schauspielerin Sabina Schneebeli: ­ «Es ist eine tolle Sache.»


Party Zum Staunen und Lachen: Die Artistenfamilie Dimitri spendete ihre Gage: Clown Dimitri, Gunda, Masha, TVModeratorin Christine Maier, David (v. l.), Kai Leclerc (vorne).

party-facts Gastgeber Rokpa Kinderhilfswerk (Postkonto: ROKPA 80-19029-5 Tatort «Lake Side» Zürich, 250 Gäste Most wanted Geld! Für Waisenkinder, Schulausbildung, Gassenküchen (Gesamterlös: 150 000 Franken) Satz des Abends «Man sieht nur mit dem Herzen gut» Party-Rating

Herzliche, liebevolle, vertraute Grossfamilie mit Herz für Kinder

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Sehen sich nur selten, sind aber dicke Freunde: Roger Schawinski und Lea Wyler.

Bekommen ihr Mädchen in acht Wochen: Werber Frank Bodin und Musikerin Emel.

Feurige Unterstützerin: Christine Egerszegi.

Moderatorin Astrid von Stockar, Tibet-Aktivist Ralf Bauer, Namse Hafter (v. l.).

Galerist Damian Grieder und Melanie GriederSwarovski.

Entlockte das Geld: Auktionator Cyril Koller mit Corinne.


Party Nadja «Nadeschkin» Sieger und Freund Chris­ tian Bossert: «Wir feiern Weihnachten in Sydney.»

Ein kleines Vorweih

Roby Gasser (l.) und Christine Lips (r.) vom ­Circus Conelli empfangen Christoph und Silvia Blocher: «Dieser Zirkus läutet die Adventszeit ein!»

Herbi Lips feiert Circus-ConelliPremiere – trotz Krebs

Zirkusfans: Die Schlagerstars Lys Assia (r.) und Caterina Valente feiern mit Conelli-Familienfreund Roberto Blanco und seiner Freundin Luzandra (l.).

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pplaus, Jubel, Freudentränen: 900 Gäste erheben sich, als der krebskranke Conelli-Direktor Herbi Lips im Rollstuhl in die Manege fährt, um das Publikum zu begrüssen. «Diesem Kämpfergeist gilt mein grösster Respekt», sagt Schauspieler Stefan Gubser. Und Schlager-Ikone Lys Assia ist gerührt: «Ein Wunder! Ich wünsche Herbi zu Weihnachten, dass er noch viele Vorstellungen ­miterleben darf.» Auf der Wunschliste von Emil Stein­bergers Ehefrau Niccel stehen «eine Weltreise und ein Labrador». Nur Walter Roderer ist wunschlos glücklich und vom neuen ConelliProgramm ganz entzückt. Unter dem Motto «Generations» treten vom Teenager-Schlangenmenschen bis zum 77-jährigen japanischen Jongleur alle Alterskategorien auf. «Was uns am besten gefallen hat? Jede einzelne Nummer beschert Hühnerhaut», schwärmen alt Bundesrat Christoph Blocher und seine Frau Silvia. Stehender Applaus – auch am Schluss. Text Sylvie Kempa, Ramona Thommen Fotos Bruno Voser

Ihr Kinderlein kommet

Ländlerpapst Sepp Trütsch mit Tochter Angela (Bild links) und «Benissimo»Regisseur Max Sieber mit Tochter Christina.

party-facts Single-Engel

Schauspielerin Isabel Florido (l.) und TVModeratorin Nina Havel wurden von den männlichen Partygästen umschwärmt.

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Gastgeber Die Familien Lips und Gasser Tatort Circus Conelli, Zürcher Bauschänzli Hoppla Die Premierengäste mussten ihr Cüpli selber bezahlen

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Party-Rating

«Conelli ist da – und damit die Weihnachtszeit nah!»


nachtswunder!

small talk mit herbi lips

Erfüllter Traum

Lustiger Seiltänzer: David Dimitri kam ohne seine Frau, «Club»Moderatorin Christine Maier.

Conelli-Direktor Herbi Lips, 73, nahm trotz schwerer Krebserkrankung mit seinen Töchtern Kristina (l.) und Katharina an der Premiere teil. Frauenabend: Ex-Miss-Schweiz Bianca Sissing (r.), Freundin Irina Pecorelli – mit Conelli-Stern.

Marianne Cathomen und Markus Siegler feiern an Heiligabend ihren ersten Hochzeitstag. Walter Roderer: «Ich geniesse die Adventszeit mit den vielen Lichtern.»

Herr Lips, schön Sie an der Conelli-Premiere zu sehen! Wie geht es Ihnen? Die Ärzte sind zufrieden mit mir. Aber Prognosen wagen sie nicht. Ich weiss ja selbst nicht mehr genau, was mir alles fehlt. Trotzdem sieht man Ihnen die Freude an. Mein grösster Traum wars, an der Premiere dabei zu sein. Schade, dass ich keine Hände schütteln darf – mein Immunsystem ist durch die Krebstherapie sehr geschwächt. Müssen Sie nach der Vor­ stellung zurück ins Spital?

Leider ja. Aber an Heiligabend darf ich hoffentlich wieder kurz nach Hause. Was wünschen Sie sich zu Weihnachten? Ach wissen Sie, ich bin bescheiden geworden. Kleinigkeiten, wie nach 15 Wochen Bettlägrigkeit zum ersten Mal meine Hand unter fliessendes Wasser zu halten – das macht mich froh. Und wie stehts mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Ich will ein bisschen mobiler werden. Deshalb richten wir im Januar unser vierstöckiges Haus rollstuhlgängig ein. 


Notabene

Die Schweiz geht als gutes Beispiel voraus

M

Peter Scholl-Latour

it der Berufung von zwei Unbe- Charles de Gaulle nach der Ratspräsidentschaft gegriffen kannten an die Spitze der Euro- hätte. Selbst der kluge Premierminister von Luxemburg, Jeanpäischen Union hat sich Europa Claude Juncker, der über zupackende Energie und profunde keinen Lorbeerkranz gewunden. Kenntnis der Materie verfügt, erschien den Kuratoren bereits Aber es hätte schlimmer kom- als schwergewichtiger und deshalb unbequemer Kandidat. men können. Der ehemalige Henry Kissinger hatte einmal spöttisch bemerkt, in britische Premierminister Tony Fällen ernsthafter Entscheidungen wisse man in Washington Blair, der sich im Irak-Krieg im nie, welche Telefonnummer man in Brüssel anwählen müsse. gleichen Ausmass wie George W. Auch in Zukunft werden die Grossen dieser Welt – ob sie nun Bush gegen alle Regeln des Völkerrechtes verging, ist mit Barack Obama, Hu Jintao oder Dmitri Medwedew heissen – knapper Not als Ratspräsident verhindert worden. Und nur den direkten Kontakt zu Berlin, Paris und London aufnehmen ein paar Narren in Deutschland können Bedauern darüber äus- müssen, um sich über die realen Absichten der Europäer zu sern, dass Joschka Fischer, der ehemalige Chef des Berliner informieren. Wer sich von dem Abkommen von Lissabon versprochen hatte, die Europäische Union könne in Zukunft Auswärtigen Amtes, nicht gekürt wurde. Die beiden neuen Führungsgestalten in den wichtigs- neben den Vereinigten Staaten, der chinesischen Volksrepu­ ten Positionen der Europäischen Union, der flämische Christ­ blik und der Russischen Föderation als gleichwertiger und demokrat Herman Van Rompuy und die britische gleichberechtigter Partner auftreten, sollte seine «Diese Baroness Catherine Ashton, die erst vor Kurzem Zuversicht dämpfen. In Brüssel hat sich zwar eine auf Betreiben ihrer Labour Party in den Adelstand Wahlen wirtschaftliche ­ Koordinationszentrale heraus­ erhoben wurde, sind – wie es scheint – redliche, gebildet, die über globale Bedeutung verfügt. sind kein aber recht profilarme Leute. In Washington, Peking Auf dem Feld der Aussen- und Militärund Moskau, aber auch in Berlin und Paris traut Ruhmesblatt politik jedoch liesse sich kein einziger der Mitihnen niemand ernsthaft zu, dass sie über aus­ – auch nicht Estland – Richtlinien für Europa» gliedstaaten reichend Ausstrahlung und Pres­tige verfügen, um vorschreiben, die den eignen nationalen Inter­ die anstehenden und bereits entflammten Krisen finanzieller essen widersprechen. Bei der Berufung von zwei relativ und militärischer Natur, die die Welt heimsuchen, im Sinne des un­bedeutenden Politikern hat die Europäische Union sich Abendlandes nachhaltig zu beeinflussen oder gar zu gestalten. schweizerischer gebärdet, als die Europagegner der EidgenosDieses sehr unterschiedliche Paar ist das Produkt senschaft erwarteten. So war es in Zürcher Pressekommeneines zögerlichen Kompromisses und heimlicher Absprachen taren zu lesen. Helvetien wird längst von einem ähnlichen in den Hinterkammern der Macht. Neben einen Mann hat man, Geist des Ausgleichs zwischen Regionen, Parteien und um der feministischen Strömung Rechnung zu tragen, eine Geschlechtern regiert und ist damit gut gefahren. Doch die Frau gestellt. Ein gemässigter Christdemokrat wird von einer Brüsseler Behörden können nur mit Bewunderung und ein gemässigten Sozialistin flankiert, die mit dem Titel einer ­wenig Neid auf die Konföderation der Schweizer Kantone Hohen Vertreterin für die Aussenpolitik der Union zuständig blicken. Diese haben ihnen vorbildlich vorgeführt, dass am sein soll, vor Antritt dieses Amtes jedoch noch die Hürde ­einer Ende eines schwierigen Einigungsprozesses eine staatliche Zustimmung des Europa-Parlaments passieren muss. Münd- Harmonie unterschiedlicher Sprachgruppen und Konfes­ liche Qualitäten und sogar eine gewisse politische Begabung sionen gedeihen kann. Aber wo stände die Confoederatio sollen diesem disparaten Paar nicht abgesprochen werden. Helvetica, wenn die Gründungsväter des Rütli-Schwurs verVielleicht hat sich dieser Weg der Behutsamkeit und Mittel- sucht hätten, so unvereinbare Gebilde wie Litauen und Malta mässigkeit dem Verbund von 27 extrem differenzierten unter einen gemeinsamen Hut zu bringen?  Staaten geradezu aufgedrängt. Europa verfügt nun einmal nicht über einen siegreichen General Washington wie die USA Peter Scholl-Latour, 85, Nahost-Experte und Buchautor. bei ihrer Gründung. Man stelle sich das Entrüstungsgeschrei Soeben ist sein neustes Buch erschienen: «Die Angst des weissen vor, wenn eine Persönlichkeit vom grandiosen Format eines Mannes – Ein Abgesang».

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Leser

«Den Nagel auf den Kopf getroffen» u Notabene von Chris von

Rohr, SI 47/2009 «Lieber Chris von Rohr. Deine Kolumne über Toleranz, Minarette etc. spricht mir zu hundert Prozent aus dem Herzen. Ich dachte immer, du seiest ein Linker, doch dein Kommentar ist politisch neutral und zeigt, dass dir die Schweiz am Herz liegt. Danke vielmals.»

Und Nun noch eine Rose Rose für Dani Wyler, SI 48/2009 «Nachdem Sie mir vor etlichen Jahren einmal einen Kaktus verliehen haben, freut es mich, nun auch noch in den Genuss der zweiten Hälfte des floristischen SIAngebotes gekommen zu sein.» Dani Wyler, SF-Fussball-Kommentator

Joe Baccara, per E-Mail

«Mit Ihrer Kolumne haben Sie einmal mehr den Nagel auf den Kopf getroffen und mir aus dem Herzen und Verstand geschrieben. Vielen Dank!»

MutiG, mutig! Ein foto mit einem Raucher u Impf-Botschafter Beda Stadler, SI 47/2009 «Ich traute meinen Augen nicht, als ich das Foto von Herrn Professor

Beda Stadler sah. Da fährt er auf seinem Velo mit einer Zigarette im Mund. Mutig, mutig! Nachdem schon lange eine richtige Hexenjagd auf die Raucher im Gange ist. Bravo! Es gibt noch Menschen, die sich nicht alles verbieten lassen. Das ist gut so. Was würde wohl Herr Dr. Felix Gutzwiller dazu sagen?» Leonie Muggli-Meisterhans, Winterthur ZH

Endlich mal an den Genfersee u Rätsel, SI 45/2009 «Ich habe mich riesig über den Gewinn eines Gutscheins vom Kreuzworträtsel gefreut! Mein Mann und ich haben schon so viele Rätsel gelöst und noch nie gewonnen! Umso mehr freuen wir uns, zwei Tage im Hotel Mirador Kempinski am Genfersee zu verbringen. Wir waren noch nie in dieser Gegend.» Silvia Fasser, per E-Mail

Nicole Blaser, Zug

«Ich bin (war) kein Freund von Chris von Rohr und seinen Sprüchen. Sollte ich noch einen solch guten Kommentar lesen wie diesen, werde ich meine Meinung vollumfänglich ändern.»

schreiben sie uns ihre meinung Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

M. L. Münger, per E-Mail

willi

«Es ist weder Vitamin­ mangel noch Eisen­ mangel. Sie leiden vermutlich an aktuellem Schnee­ mangel.»

impressum Nr. 49, 98. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chef­redaktor/Leiter SI online Andrea Müller MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Freeflow AG; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Previon AG; Presse TV AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medien­ integration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; FMU Free Media Ukraine Ltd.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.


Die Liste

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Adrian Sieber

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von rené haenig

2 3 4 5 Mundart-Premiere Adrian Sieber, 37, schrieb den Song zur Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» (siehe auch Seite 13) und singt erstmals in Mundart. Auf dem soeben erschienenen Best-of-Album «Only Forever» ist der Basler mit den grössten Hits aus 15 Jahren Lovebugs und zwei neuen Songs zu hören.

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Ein guter Vater sein Ich möchte für meine Töchter Emilie, 5, und Ada, 11, verständnisvoll sein, sie unterstützen, behüten – aber nie eingrenzen. Mein grösstes Vorbild sind da meine eigenen Eltern. Das Kind in mir selbst nie vergessen Im Gegensatz zu Erwachsenen kennen Kinder keine Vorurteile, und sie bringen immer wieder den Mut auf, Neues auszuprobieren. Nach New York reisen Das ist die Stadt meiner Träume. Ich war noch nie dort, aber ich weiss, dass ich sofort bleiben würde.

Einen Soundtrack komponieren Das habe ich noch nie gemacht, aber es würde mich extrem reizen. Am liebsten für einen Film mit Ewan McGregor – den finde ich echt cool. Mich für eine gute Sache einsetzen Ausser für die GlücksketteSpendenaktion «Jeder Rappen zählt», für die ich den Song geschrieben habe, setze ich mich mit der Aktion Viva con Agua für ­sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern ein. Mehr schlafen Ich bin ein Nachtarbeiter und gleichzeitig ein Frühaufsteher. Ein Dilemma! Da bleibt nachts kaum noch Zeit, um zu träumen. Nussbauer werden Seit ich eine Doku zu diesem Thema gesehen habe, weiss ich, was ich am liebsten tun würde, wenn ich plötzlich wider Erwarten von der Musik genug haben sollte: Irgendwo im Nichts auf einem Hügel in Italien Nüsse anbauen. Die Dalai-Lama-Biografie lesen Für mich ist dieser Mann eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Gegenwart – und im Herzen bin ich vermutlich eh schon lange ein Buddhist. Ein iPhone kaufen Bis vor Kurzem hatte ich noch so ein top­modernes Handy, welches ich versehentlich mit meiner Hose in die Waschmaschine stopfte. Danach ging nichts mehr. Das Leben geniessen Etwas, das man, mich eingeschlossen, leider viel zu oft vergisst.

Foto Lea Meienberg

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