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Menschen

2009 Neue Paare, sßsse Babys, unsere Helden – und traurige Abschiede 50 Seiten

21. Dezember 2009 CHF 4.50


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gefangen Zwei Skilegenden überreichen sich in Montréal die OlympiaFlamme. Danach gönnen sich Maria Walliser und Pirmin Zurbriggen eine Sightseeing-Tour.

Inhalt HEFT 52, MONTAG, 21. dezember 2009

u feuer

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Tagebuch des Chefredaktors

Das war 2009 9

Freuden & Dramen; Hochzeiten, Paare des Jahres & Babys; Trennungen & Abschiede; Grenzgänger, Stil-Ikonen; Glamour-Künstler & Shopping-Highlights; beste Filme & Bücher – 50 Seiten

Weekend Titelfotos Roger Federer Foundation, Robert Federer, Damien Trachsler, Keystone (2), Joern Pollex-FIFA / FIFA by Getty Images; Inhaltsfotos Pascal Nufer für SF, Marcel Nöcker, Kurt Reichenbach

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Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Spiele

Politik 70

Moritz Leuenberger Mit dem Bundesrat an der Klimakonferenz in Kopenhagen

Sport

u dickhäuter gestreichelt Noch nie ist Daniela Lager einem ­Elefanten so nah gekommen. Weshalb die «10vor10»Moderatorin in Thailand war, schreibt sie in ihrer eindrücklichen Reportage.

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Maria Walliser & Pirmin Zurbriggen Ein Wiedersehen in Kanada! So erlebten die Ski-Legenden den Olympia-Fackellauf

Reportage 80

Daniela Lager «10vor10» reist über den Mekong. Die Moderatorin schildert ihre Erlebnisse im «Goldenen Dreieck»

Party 86

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u faxen

gemacht Das Thema an der Klimakonferenz in Kopenhagen ist ernst. Trotzdem bleibt sich Bundesrat Moritz Leuenberger treu – und klopft zwischendurch seine Sprüche.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

«Champions» Filmpremiere in Arosa

Leute 87

André Marty Weihnachten in Bethlehem; Rose für die Moderatoren von «Jeder Rappen zählt»; André Reithebuch Hat der Mister Schweiz ein Alkoholproblem?

Und … 88 90 66 89

Notabene von Helmut Hubacher Ausblick Was wir uns 2010 wünschen Horoskop Leserbriefe / Impressum .schweizer-illustrierte.ch

Unsere Website hält Sie auf dem Laufenden Aktuelle News aus der Welt der Stars. Jeweils ab Freitag eine Vorschau auf die nächste Schweizer Illustrierte. schweizer illustrierte




tagebuch

Was bleibt? Was kommt? Menschen 2009 Wer hat uns in diesem

Nik Niethammer, Chefredaktor

Jahr besonders bewegt? Wer hat uns geärgert? Gefreut? Verblüfft? Wer hat uns traurig gestimmt, und wer brachte uns zum Lachen? An wen werden wir uns auch morgen noch erinnern? Wir präsentieren Ihnen in dieser Ausgabe den grossen Rückblick auf 2009. Auf mehr als 50 Seiten lassen wir ein Jahr Revue passieren, das für viele von uns geprägt war von der Sorge um den Arbeitsplatz und die persönliche Sicherheit. Ein Jahr, das im Zeichen stand von grossen Veränderungen und neuen Herausforderungen. Die Redaktion hat aus Hunderten von Bildern die emotionalsten und besten ausgewählt – wir präsentieren sie Ihnen auf den folgenden Seiten. Ich lade Sie ein, beim Anblick der schönsten Hochzeitsbilder noch einmal ins Schwärmen zu geraten. Freuen Sie sich auf viele süsse Babyfotos, lassen Sie sich von den erfolgreichsten Künstlern des Jahres verzaubern. Und nehmen Sie mit uns Abschied von prominenten Menschen, die uns in diesem Jahr für immer verlassen haben. Unser Rückblick aufs Jahr 2009 erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne hoffe ich aber, dass wir Ihre Person des Jahres, Ihre Lieblingsgeschichte, Ihr Lieblingsbild bei unserer Rückschau nicht vergessen haben. Das sind die Menschen 2009 – ab Seite 9.

Konstantin

Mein persönliches Bild des Jahres 2009 Konstantin strahlt mit seinem Papi um die Wette.



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Mein ganz persönliches Bild des Jahres sehen Sie hier: Es zeigt den kleinen Konstantin, unseren Sohn, der am 7. August gesund zur Welt kam. Und uns täglich von Neuem verzückt. Wenn Sie selber ­Kinder haben, werden Sie mir beipflichten: Jede durchwachte Nacht, jedes Quengeln wegen Zahnschmerzen oder Bauchkrämpfen ist sogleich vergessen, wenn einen sein Sonnenschein frühmorgens anstrahlt. Und gluckst und greift und kneift und lustige Töne von sich gibt. Dieser unschuldige Blick, diese Dankbarkeit, wenn er uns in seiner Nähe weiss – einfach goldig! Auf Konstantins Köpfchen spriessen die Haare, und im Köpfchen ist ebenfalls eine Menge los: Es fasziniert mich, zu sehen, wie der kleine Herr seinen ganz eigenen Willen entwickelt. Grenzen auslotet. Seine Eltern auf die Probe stellt. Ich hätte nie gedacht, wie sehr einen Kinder erfreuen können – und wie sehr sie einen fordern. Mein allergrösster Respekt gilt deshalb den Müttern und Vätern, die sich wie wir der Herausforderung «Kind» stellen. Mögen Sie so viel Freude und Dankbarkeit erleben wie meine Partnerin und ich mit unserem kleinen Konstantin. Nun wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, kuschelige Weihnachtstage mit Ihren Liebsten, viele Geschenke und ein frohes Herz. Herzlichst – Ihr Nik Niethammer


Hans-Rudolf Merz Der Besuch des Bundespräsidenten bei Muammar Gaddafi sorgte für viel Wirbel.

Anti-Minarett-Initiative Mit 58 Prozent JaStimmen wird sie vom Volk angenommen.

Tina Turner 70 Jahre, aber Energie wie mit 20! Das schafft nur die RockQueen.

Fabian Cancellara Der Berner Gold-Junge rast an der Heim-WM in Mendrisio auf den ersten Platz.

Cuche, Gut, Janka Sechs Medaillen gewinnt das Trio an der Ski-WM in Val d’Isère. Dank ihnen ist die Schweiz am Ende Skination Nummer 1!

2009 Was für

Roman Polanski In seinem Chalet in Gstaad sitzt der Regisseur in Hausarrest.

ein Jahr! Linda Fäh Als Miss Schweiz 2009 bezaubert die Ostschweizerin.

Ariella Kaeslin An der Turn-WM in London erkämpft sich «Ari» Silber im Sprung. Achtlinge Im Januar kommen sie in Kalifornien zur Welt.

Fotos Thomas Buchwalder, Kurt Reichenbach, Sedrik Nemeth / L’illustré, Reuters (4), Dukas, AFP

Roger Federer In Paris komplettiert der Baselbieter seine einmalige GrandSlam-Sammlung.


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en n o i t o m E Bilder des Jahres

Foto Courtesy of NetJets Inc., Photographed by Jesse Dylan

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Im Glanz der Pokale Roger Federer, 28, ist auch 2009 der Dominator im internationalen Tennis. Die Nummer 1 der Weltrangliste gewinnt 59 Einzelspiele, nur zwölfmal muss er sich geschlagen geben – unter anderem in New York, bei den US-Open, nach einem nervenaufreibenden Match gegen Juan Martín del Potro. Erstmals in seiner Karriere siegt der Baselbieter in Paris. In Wimbledon gelingt ihm die Sensation: Federer holt den 15. Grand-Slam-Einzel-Titel und löst damit den Amerikaner Pete Sampras als besten Tennisspieler aller Zeiten ab. schweizer illustrierte

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Fotos Roger Federer Foundation, Robert Federer


Zu viert vor dem Altar «Dieses Jahr war so emotional, das muss ich erst noch verarbeiten», sagt Roger Federer, 28, im Herbst zur Schweizer Illustrierten. Im April heiratet unsere Tennis-Nummer-1 in Basel seine hochschwangere Lebenspartnerin Mirka Vavrinec, 31. Niemand rechnet damit, dass Mirka im Juli Zwillings-«Federlis» zur Welt bringt: Myla Rose und Charlene Riva sind die neuen Schätzchen der Nation.

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Hello, Mr. President! Als Barack Obama am 21. Januar die Hand auf Lincolns Bibel hält und seinen Schwur auf die Verfassung leistet, schaut die ganze Welt nach Amerika – und hofft. Es ist die eindrücklichste Amtseinsetzung aller Zeiten. Das neue Präsidentenpaar tanzt auf zehn Inaugurationsbällen. Strahlend schön, glamourös und charismatisch. In einem Warenlift atmen Michelle, 45, und Barack, 48, kurz durch. Zwischen Bodyguards und Kameras tauschen sie Zärtlichkeiten aus. Der Präsident, ganz Gentleman, legt seiner First Lady die Smokingjacke über die nackten Schultern. Was für ein Paar!


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Foto Pete Souza / The White House Photography


Drama im Bärenpark Der geistig behinderte Mann will an diesem Samstag im November seinen Plastiksack bergen, der ihm in den Berner Bärenpark gefallen ist. Als er von Bär Finn in die rechte Schulter gebissen wird, werfen Besucher Schuhe und Bücher nach dem Tier. Erst als der Bär von einem Polizisten angeschossen wird, lässt er von seinem Opfer ab. Finn ist nach zwei Wochen wieder gesund; der 25-Jährige kann erst vor wenigen Tagen das Spital verlassen.


Foto Damien Trachsler

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King of Pop Jeder Schritt soll perfekt sein. Michael Jackson, 50, probt besessen für seine «This is it»Comeback-Tournee. 18 Tage vor dem heiss erwarteten Auftritt stirbt der Weltstar an einem Herzstillstand in seinem Haus in Los Angeles.

Goodbye, Michael Die Jackson-Brüder nehmen im Staples Center in Los Angeles Abschied von Michael. Ihm zu Ehren tragen alle den legendären Silberhandschuh. Randy (l.) und Tito umarmen sich. Gleich werden sie gemeinsam den rosengeschmückten Goldsarg auf die Bühne tragen, TV-Stationen übertragen die Trauerfeier, eine Milliarde Menschen weltweit sieht zu.


Daddy, we love you

Fotos Sony Music, Kevin Mazur / MJ, Memorial / WireImage, Mark J. Terrill, AP Photo Pool / Keystone

An der Beerdigung von Michael Jackson sieht die Welt dessen drei Kinder erstmals unmaskiert: Paris, 11, Prince Michael, 12 (l.), und Prince Michael II., 7. «Daddy war der beste Vater, den man sich vorstellen kann.» Die Worte und Tränen des Mädchens berühren Millionen.

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Traurige Arbeit 350 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Küste stürzt am 1. Juni die Air-France-Maschine AF 447 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris ab. Alle 228 Passagiere werden in die Tiefen des Atlantiks gerissen, darunter auch drei Schweizer. Eine Woche später bergen Spezialisten erste Teile der Unglücksmaschine.


Notgelandet

Fotos Steven Day / AP / Keystone, AP / Keystone, Philippe Rossier / Blick

Es sind dramatische Minuten: 155 Passagiere warten auf den Tragflächen und Gummi-Inseln. Und alle werden gerettet! Chesley Sullenberger, 58, hatte den voll besetzen Airbus 320 auf dem eiskalten Hudson River in New York notgelandet. Die Triebwerke waren wegen eines Schwarms Wildgänse ausgefallen. «Sully» gilt seitdem als Held. Nie zuvor hat ein Pilot ein solches Manöver geschafft.

Drama Engelberger Aa Es dunkelt bereits und regnet in Strömen, als Esther S. ihre Tochter Jessica, 11, mit den Ferienkindern Rahel, 4, und deren Brüderchen Nils, 6 Monate, alleine nach Hause schickt. Ihr Weg vom Bahnhof nach Wolfenschiessen NW führt über die Engelberger Aa. Die Kinder werden an einer seichten Stelle vom Wasser mitgerissen. 80 Tage Bangen und Suchen folgen. Dann, am 6. Oktober, wird Jessica tot aus dem Vierwaldstättersee geborgen. Baby Nils bleibt verschollen. Rahel überlebt als Einzige.

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Weltmeister!!!

Das ganze Land ist im Freudentaumel. Am 15. November sorgt die U17-Nationalmannschaft in Abuja (Nigeria) für den grössten Erfolg in der Schweizer Fussball­ geschichte: WM-Titel! Zum grössten Helden wird der 19-jährige Luzerner Haris Seferovic, Nummer 9. Nach seinem Kopfballtreffer zum entscheidenden 1:0 im Final gegen den Gastgeber ist er völlig aus dem Häuschen. Gigantisch! Phänomenal!

Horrorsturz mit 138 km/h Daniel Albrecht, 26, ist beim letzten Trainingslauf für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel fast im Ziel, als er wegen einer Bodenwelle die Kontrolle verliert. Die Brille fliegt weg, die Ski zerbersten. Er erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma, eine Lungenquetschung, Hirnblutungen. Drei Wochen liegt er im künstlichen Koma. Jetzt trainiert er für sein Comeback.


Fotos Joern Pollex-FIFA / FIFA by Getty Images, Robert Jäger / EPA / Keystone, Michael Buholzer / Reuters

So küsst der neue Bundesrat Die Wahl am 16. September verläuft unspektakulär. Nach vier Durchgängen steht mit einer klaren Mehrheit fest: Der 112. Bundesrat der Schweiz heisst Didier Burkhalter. Der 49-jährige Neuenburger mit dem George-Clooney-Look gilt als reserviert. «Ja, ich freue mich über die Wahl», kommentiert er seine Wahl trocken. Herzlich küsst er dafür seine Frau Friedrun Sabine, 42, und sagt: «Ich habe keine Hobbys. Wenn ich nicht arbeite, verbringe ich Zeit mit meiner Familie.»

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Hochhazbeenit

Foto David Zaugh

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Sandra Hess, 41, & Michael Trucco, 39 Weisser Sandstrand, blaues Meer, dazu ein Blütenregen. Vor dieser märchenhaften Kulisse gibt die in Los Angeles lebende Zürcherin am 11. Juni ihrem Schauspielerkollegen am Strand von Cabo San Lucas in Mexiko das Ja-Wort. Drei Tage feiert das Paar ein ­rauschendes Fest.

«Ja, ich will!» Verliebt. Verlobt. Verheiratet. Die paare des Jahres sorgten für grosse Gefühle, überraschende Schlagzeilen und märchenhafte Auftritte.


Andreas, 30, & Dorota Küttel, 31 Zum Sprung ins Eheglück setzt der Skisprung-Welt­ meister nicht etwa im Standesamt an, sondern auf der Andreas-KüttelSchanze in Einsiedeln SZ. Am 9. Juli verspricht Küttel in luftiger Höhe der Ärztin ewige Treue. Die kirchliche Trauung und das grosse Fest ist für 2010 in Dorotas polnischer Heimat geplant.

Fotos Philipp Zinniker, Kurt Reichenbach, Alicja Mikuslka, Rolf Neeser

Heinz, 45, & Evelyne Julen, 32

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Selbst das bis dahin wolkenverhangene «Horu» strahlt plötzlich in voller Pracht, als der Künstler und die Naturwissenschaftlerin am 26. September in Zermatt vor den Traualter treten. Sogar Simply-RedSänger Mick Hucknall macht dem Paar seine Aufwartung am Hochzeitsfest – und wünscht «beautiful children!». schweizer illustrierte

Francine Jordi, 32, & Tony Rominger, 48 Ganz heimlich steuern die Sängerin und der ehemalige Radprofi am 18. Mai in den Hafen der Ehe. Sogar bei der Kirchenverwaltung in Luins VD ist nicht der Name der Brautleute, son­dern ein anderer eingetragen. Punkt Mitternacht endet das Fest, und das Paar entschwindet – in die Flitter­ wochen nach Südfrankreich.


Viktor, 35, & Renate Röthlin, 32 «She’s the One» singt Robbie Williams, als der Marathonläufer und die Kinderärztin am 27. Juni in Celerina GR Mann und Frau werden. Das Paar schwebt auf Wolke sieben – zumal Röthlin kurz zuvor mit viel Glück zwei Lungenembolien überlebt hat. Auch vorm Altar bleibt Röthlin Vollblutsportler – er heiratet in schwarzen Lack-Turnschuhen. schweizer illustrierte

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Steffi Buchli, 30, & Florian Kohler, 35 Von ihren eisblauen Augen träumt die sportbegeisterte Männerwelt. Aber nur der SF-Produzent darf der «sportlounge»Moderatorin ganz tief hineinschauen. Die Gästeliste für die Hochzeit kommendes Jahr ist bereits erstellt. Geplant ist ein rauschendes, mehrere Tage dauerndes Fest.

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Patricia Schmid, 24, & Frédéric Brunner, 36 Die Liebe kommt, die Liebe geht – auch bei unserem Topmodel aus dem Aargau. Im Frühjahr noch gibt sie sich geheimnisvoll über ihren damaligen Freund. Dann folgt die Trennung. Kurz darauf ein Neuer: Walliser, studierter Arzt, in New York lebend – und der Ex von Sängerin Nubya.

Tom Lüthi, 23, & Fabienne Kropf, 24 Ein Liebes-Comeback gibts für den MotorradRennfahrer und die ehemalige Miss Bern. 2008 trennt sich das Paar, nun finden sie wieder zueinander. Beide sind überzeugt: «Wir kennen uns jetzt besser und sind sicher, dass unsere Beziehung noch eine Chance verdient.»

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«Chrigu» Stucki, 24, & Cornelia Koller, 25 Schwer verliebt im wahrsten Sinn des Wortes zeigt sich unser neuer Schwinger-Star. Ein Fels von einem Mann: 198 Zentimeter gross, Schuhgrösse 52, 150 Kilo schwer. Für seine zierliche Freundin ist der «Böse» trotzdem einfach nur «mein grosser Teddybär».


Martina Hingis, 29, & Andi Bieri, 38 So glücklich lachend hat man die ehemals beste Tennisspielerin der Welt lange nicht gesehen. Dank ihrer Liebe zu Schoggi läuft Martina Anfang Jahr ihrer grossen Liebe, einem Zürcher Anwalt, über den Weg – im «Sprüngli». Martina schwärmt: «Er ist schlagfertig, hat Humor und ein grosses Herz.» Dass er nicht reiten kann, nimmt die «Pferdeflüsterin» dagegen locker.

Carlo Janka, 23, & Martina Gebert, 20

Fotos Hervé Le Cunff, Thomas Buchwalder (2), Fabienne Bühler, tilllate.com, Keystone, Urs Huwyler, EQ Images

Auch beim coolsten aller SkiRennfahrer ist die Liebe entflammt. Eine Ski-Rennfahrerin, wie könnte es auch anders sein, hat das Herz des Serien-Siegers erobert. Im Gegensatz zu ihrem Schatz kämpft die Toggenburgerin vorläufig im Europacup um Punkte. Aber wetten, dass sie mit Carlos Hilfe noch schneller wird?

Chris von Rohr, 58, & Denise Betschart, 28 Bei einer Online-Reise-Recherche verknallt sich der Krokus-Rocker in die Reisebüro-Frau am anderen Ende der Leitung. Er fragt nach einem «Feenbild», und als sies ihm mailt, ist der Musikproduzent völlig aus dem Häuschen. Mit dem «übergalaktischen Hippiegirl» verschwindet er zu ersten Liebesferien nach Kreta – und ist jetzt ready für den «bigger bang». schweizer illustrierte

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Maria Dolores Diéguez, 27, & Joseph Fiennes, 39 Eine Liebesgeschichte wie im Märchen erfüllt sich für die ehemalige Miss-SchweizDrittplatzierte am 28. August. Da macht der britische LeinwandStar das Berner Arbeiterkind zu seiner Ehefrau. Noch spaziert das Paar (sie mit Babybauch) in L. A. mit Hunden durch den Park. Ab März werden sie dazu einen Kinder­wagen schieben müssen.

HochzeitsTelegramm Ex-Tennis-Star Boris Becker heiratet am 12. Juni in St. Moritz Lilly Kerssenberg, FussballNati-Star Philippe Senderos tritt im Juli mit seiner Sara vor den Standesbeamten, klammheimlich segeln Carlos Leal und Jo Kelly im Mai während

ihrer Ferien in L. A. in den Hafen der Ehe, Tim Wielandt und Nina Sonder werden am 17. Juli zu Mann und Frau, Diego Benaglio traut sich am 23. Oktober – mit nadin

Stanislas Wawrinka, 24, & Ilham Vuilloud, 35 Bei einer geheimen Blitzhochzeit geben sich der TennisOlympiasieger und die Westschweizer TV-Moderatorin am 12. Dezember in Lutry VD das Ja-Wort. In zwei Monaten kommt ihr gemeinsames Kind zur Welt – und danach wird mit zahlreichen Gästen auch noch kirchlich geheiratet.

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Patrick Rohr, 41, & Simon Ming, 27 Nachdem der Ex-«Quer»-Moderator und sein Freund das berüchtigte verflixte siebte Jahr schadlos überstanden haben, beschliessen sie Anfang Jahr: Wir heiraten! Im August ists so weit: Die beiden lassen ihre Partnerschaft offiziell eintragen.

Fotos Dukas / REVOLUTIONPIX, Stephane Haymoz, Regina Hunziker / Why-not-ME?, Bruno Voser

SUSLJIK


gen Trennbuen n sich Sie lie mehr nicht

Bernhard, 61, & Mari Russi, 48 Ein Vierteljahrhundert sind der Skistar und die gebürtige Schwedin das Traumpaar der Schweiz. Ende August aber lässt der Olympiaheld von Sapporo (J) die Bombe platzen: «Seit fünf Tagen lebe ich getrennt von Mari.» Russi packt seine Siebensachen, zieht aus dem gemeinsamen Haus in Zufikon AG aus und zurück in seine Heimat Andermatt UR. Eine radikale Veränderung – und für ihn «die einzige Chance, dass wir eines Tages wieder zusammenkommen».

trennungs-Telegramm Anfang Juli gibt Ex-Miss-Schweiz Whitney Toyloy ihrem Freund Karim den Laufpass, bereits im März trennte sich Amtsvorgängerin Amanda Ammann von Kameramann Matthias Gruic, aus und vorbei ists auch nach neun Jahren zwischen Extremsportlerin Evelyne Binsack und Heli-Pilot Sandro Godio, ebenfalls erloschen ist die Liebe von «Wetten, dass …?»-Co-Moderatorin Michelle Hunziker zum Filmproduzenten Luigi De Laurentiis


Babydsso

Sie sin süss

Tim Wielandts schönste Rolle «Ich will Malou Dinge wie Respekt, Liebe und Grenzen vermitteln.»


Text Giuseppe Cerrato Fotos thomas buchwalder

Unsere Mini-Stars

Tim Wielandt zeigt erstmals sein Töchterchen Malou! Die Kleine ist seit sechs Monaten der Sonnenschein des ExMister-Schweiz und seiner Frau Nina. Doch auch andere Prominente hatten 2009 Besuch vom Storch. Wir zeigen die herzigen Kleinen.

T

im Wielandt, 35, hält die kleine Malou im Arm und überlegt. «Soll ich ihr erst den Schoppen geben oder die Windeln wechseln?» Der ExMister-Schweiz entscheidet sich fürs Zweite. Er legt sein fünf Monate altes Töchterchen aufs Bett, greift mit dem linken Unterarm unter die rechte Kniekehle des Babys, fasst mit der linken Hand das linke Knie. Dann hebt er die angewinkelten Beinchen der Kleinen hoch. «Ups, das war dringend nötig», sagt er zärtlich. Mit der rechten Hand wischt er Malou mit Feuchttüchlein sauber. Auch die Hautfalten vergisst Tim – ein Profi – nicht. Malou quietscht vor Freude. Man spürt: Hier ist ein ein­ gespieltes Team am Werk. Frisch gewickelt, kriegt Malou nun den Schoppen. Bevor er ihr den Sauger zum Mündchen führt, testet Tim die Temperatur, indem er die Milch auf seinen Handrücken träufelt. «So, jetzt darfst du nuggeln.» Dieser Vater spult keine Pflichten ab. Der Luzerner ist vernarrt in sein Töchterchen. Tim, der Über-Daddy! «Ich könnte mir keinen besseren Vater vorstellen. Es ist, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan», sagt Tims Frau Nina, 30. Seit Malou am 25. Juni zur Welt kam, ist Vatersein das Wichtigste in Tims Leben. Herr Wielandt, wie hat die kleine Malou Sie verändert? Ich bin 24 Stunden eingespannt. Hinzu kamen viele schlaflose Nächte. Mein Alltag hat sich um 180 Grad verändert. Was hält Sie wach? Nina: Malou hatte die ersten vier Monate Koliken, das war echt hart. Kaum lag sie im Bettchen, fing sie an zu weinen. Tim: Es ist eine Herausforderung, ein Baby um drei Uhr morgens eine halbe Stunde in den Schlaf zu wiegen. Das Windelnwechseln dagegen ist ein einfacher Job. Schlaflose Nächte gehen an die Nerven. Leidet die Beziehung darunter? Tim: Es ist sicher eine Umstellung für jedes Paar. Uns schweisst Malou jedoch noch mehr zusammen. Allerdings ist es ab und zu nötig, dass Nina und ich einen Abend für uns allein haben. Und wie stellen Sie das an? Nina: Meine Mutter hütet Malou am Freitag- oder Samstagabend. Die Kleine bleibt dann über Nacht. Tim, waren Sie bei der Geburt dabei? Klar! Acht Stunden lang. Ich hätte Nina nie allein gelassen. u schweizer illustrierte

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Wir bedanken uns bei American Apparel, Globus, Manor und Fogal. Alle in Zürich

Zärtlicher Papi «Die Geburt dauerte acht Stunden. Ich hätte Nina nie allein gelassen.»

Malou kam drei Wochen vor dem Geburtstermin zur Welt. Nie Angst gehabt? Nina: Nein, wir waren im Spital ­Zollikerberg in besten Händen. Tim: Die Kleine wollte eben an der Hochzeit mit dabei sein. Wie meinen Sie das? Tim: Der Termin auf dem Standesamt war für den 26. Juni angesetzt. Malou kam uns am 25. Juni zuvor. Geheiratet haben wir schliesslich am 17. Juli, dem ursprünglichen Geburtstermin. War Malou geplant? Nina: Ich setzte im Mai 2008 die Pille bewusst ab. Wir waren uns einig, dass wir es geschehen lassen wollten. Tim: Wir sind irgendwann in die Apotheke, und Nina hat einen Schwangerschaftstest gemacht. Der fiel positiv aus. Um sicher zu sein, machte Nina gleich noch einen zweiten Test. Danach wars klar und unsere Freude riesig. Tim, was ging in Ihnen vor, als Sie Malou das erste Mal in den Armen hielten? Ich hatte Tränen in den Augen. Zuvor durfte ich mit einer Schere die Nabelschnur durchtrennen. Malou holte einen tiefen Atemzug, und ich wusste: Sie ist gesund, alles ist gut. Wie kamen Sie auf den Namen Malou? Nina: Wir stiessen im Internet darauf. Im Hawaiianischen bedeutet es «mit Friede», und auf Kreolisch heisst es «kleines Mädchen». Tim: Die erste Nacht war die Kleine allerdings namenlos. Wie bitte? Da Malou drei Wochen zu früh kam, waren wir ein wenig unsicher. Nina und ich wollten den Namen auf uns wirken lassen.

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Wünschen Sie sich noch mehr Kinder? Tim: Auf jeden Fall noch eins. Perfekt wäre jetzt ein Bub. Nina: Gehen auch noch zwei? Ein Junge und ein Mädchen? Ich bin mit zwei Schwestern aufgewachsen. Das war toll. Doch in den nächsten drei Jahren passiert nichts. Nina, Väter prägen Töchter oft sehr nachhaltig. Was für ein Männerbild soll Malou später haben? Tim ist das Gegenteil eines Angebers: Ehrlich, und er pfeift auf geschlechtsspezifische Rollenverteilungen. Tim: Dass ich die Kleine auch schöppele oder wickle, ist selbstverständlich. Ich bin eben auch eine Mutter. Eltern projizieren oft Wünsche auf ihre Kinder. Wie siehts da bei Ihnen aus? Tim: Einem Kind etwas aufzuzwängen, was man selber nicht erreicht hat, ist doch schrecklich. Malou soll sich frei entfalten können. Und wenn sie Kaminfegerin werden will? Das wär okay. Und wenn sie lesbisch ist, ist sie es eben. Hauptsache, sie ist glücklich. Nina: Da bin ich der gleichen Meinung. Wichtiger ist doch, dass wir ihr Dinge wie Respekt, Liebe und Grenzen vermitteln. Das andere kommt, wie es kommt. Tim, wie läuft es eigentlich mit Ihrer Karriere? Ich konzentriere mich im Augenblick aufs Moderieren und Modeln. Das macht mir Spass, und ich fühle mich dabei pudelwohl. Da ich nicht täglich moderiere, geniesse ich es, einen Grossteil meiner Zeit als Vater verbringen zu dürfen. 

Melchior, 27. 3. 2009 Er wird sich durchsetzen lernen, schliesslich hat Melchior Alfred zwei grosse Brüder: Constantin, 6, und Frederik, 3. Mami Carla, 36, und Papi Nik Hartmann, 37, haben also schon recht viel Erfahrung. Ob Hartmännchen Nr. 3 auch mal Moderator wird wie der Papa?


Eine neue Aufgabe für China-Korrespondentin Barbara Lüthi, 36: Lara Uma ist das erste Kind für die «CNNJournalistin des Jahres 2008» und ihren Mann Tomas Etzler, 46. Barbara: «Ich rede schweizerdeutsch mit Lara, mein Mann englisch, die Nanny chinesisch.»

Charlene & Myla, 23. 7. 2009

Sofia, 15. 2. 2009

Auf sie wartet die ganze Welt – und wird richtig überrascht: Zwillinge für Roger Federer, 28, und seine Frau Mirka, 31! Bis zuletzt behält das Tennis-Ass geheim, dass er Papa eines süssen Doppels wird. Das erste Foto der stolzen Eltern mit Charlene Riva und Myla Rose veröffentlicht Roger gratis auf Facebook.

Vom Fussball-Rebellen zum Bilderbuchpapi: Sein Töchterchen und seine Verlobte Elena Bonzanni, 26, haben Valon Behrami, 24, gezähmt. Die kleine Familie lebt momentan in England. Valon: «Aber wenn Sofia in die Schule kommt, möchten wir wieder in der Schweiz leben.» schweizer illustrierte

Fotos Kurt Reichenbach, Lionel Derimais / Getty Images, Robert Federer, Hamich Brown für GOAL

Lara, 24. 2. 2009

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Fadri, 28. 4. 2009 Ganz der Papi! Blond und blauäugig ist der Sohn von Skistar ­Ambrosi Hoffmann, 32, und seiner Frau Tamara, 26. Und bereits ziemlich schnell: Nur knapp vier Stunden dauerte seine Geburt. Und: «Fadri ist genügsam, lieb und zufrieden», sagt «Amba». «Seine gute Laune verfliegt nur, wenn er Hunger hat. Genau wie bei mir.»

Der Sohn der National­ rätin Tiana Angelina Moser, 30, führt eine Familientradition weiter: Der 17. Juli ist nämlich nicht nur der Geburtstag von Moritz Juan, sondern auch der seines spanischen Vaters und seines Grossvaters.

Timéo, 5. 5. 2009 Skistar Didier Défago, 32, ist auch im Windelnwechseln top! Bei Timéo und seiner Schwester Alexane, 2, geht das im Rekordtempo. Sehr zur Freude von Mami Sabine: «Ich kann mir keinen besseren Papa als Didier vorstellen.»

Mia, 13. 7. 2009 Die Tochter von «sportaktuell»-Moderator Paddy Kälin, 33, und Gattin Daniela, 28, stellt alles auf den Kopf. Sogar die Einrichtung: Statt wie bisher Grau, Weiss und Schwarz gibts im Kinderzimmer leuchtendes Gelb.

Fotos Philippe Pache / L’illustré, Rolf Edelmann, Bruno Voser, Hevé Le Cunff, Kurt Reichenbach, Benjamin Soland / Blicksport / RDB, Didier Martenet / L’illustré

Moritz, 17. 7. 2009


Mathilda, 9. 8. 2009 Eine Schweizerin in der Liga der TopModels, die dieses Jahr Mami wurde: die Genferin Julie Ordon, 25. Aufwachsen wird Mathilda in New York, mit ihrem Mami und Daddy David Mimran, einem 42-jährigen Unternehmer.

Jill, 26. 5. 2009 Nachwuchs im Königshaus: Mit ihren 4,1 Kilo kommt die Prinzessin schon bei der Geburt ganz nach ihrem Papi! Mit Schwingerkönig Jörg Abderhalden, 30, und Gattin Andrea, 31, freuen sich Lynn, 5, und Terry, 3, übers Schwesterchen.

Lou, 25. 10. 2009 «Alle finden, dass sie mir wie aus dem Gesicht geschnitten ist», sagt der stolze Papi Johan Djourou, 22. Ab Januar kann der Fussballstar sein Familienglück endlich richtig geniessen: Dann zieht die Kleine mit Mami Emilie Pastor, 22, zu Johan nach London.

schweizer baby-boom leandro, 10. 3. 2009, Sohn des Moderatoren-Paars Roman Kilchsperger, 39, und Viola Tami, 28, alex, 13. 4. 2009, Sohn von CVP-Präsident Christophe Darbellay, 38, malea, 25. 5. 2009, Sohn des Komikers Marco Rima, 48, lia, 1. 6. 2009, Tochter von «Bond»-Regisseur Marc Forster, 40, Dimitri, 19. 6. 2009, Sohn von Moderatorin Mona Vetsch, 34, juri, 2. 8. 2009, Sohn von Ex-Miss-Schweiz Fiona Hefti, 29, nelson, 4. 8. 2009, Sohn von «Meteo»-Moderatorin Sandra Boner, 35, nina & timothy, 18. 9. 2009, Zwillinge von Zirkusdirektor Franco Knie, 55, Max, 15. 11. 2009, Sohn von Fernsehfrau Kathrin Winzenried, 36, jon, 15. 12. 2009, Sohn von Nationalrätin Jasmin Hutter, 31 schweizer illustrierte

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Stefanie Heinzmann, 20 Nur ein Casting-Sternchen? Mitnichten! Das Küken aus Eyholz VS, wie TV-Talker Stefan Raab die Walliserin in seiner Show liebevoll nennt, räumt mächtig ab. Sie gewinnt in Berlin einen Echo, den wichtigsten deutschen Musikpreis. Sie steht mit Lionel Richie sowie Joss Stone auf der Bühne. Und veröffentlicht ihr zweites Album. Ihr Fazit: «Ühüere güet!»

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Diego Benaglio, 26

Fotos Olaf Heine, Jan Woitas / AP / Keystone, Achim Multhaupt, laif

Was für ein Jahr für den Aargauer! Mit dem VfL Wolfsburg gewinnt der Top-Goalie die Deutsche Fussballmeisterschaft. Mit der Nati qualifiziert er sich souverän für die WM in Südafrika. Sein wohl schönster Moment: Am 23. Oktober geben sich Diego und Freundin Nadin im Rittersaal des Wolfsburger Schlosses das Ja-Wort.

Peter Voser, 51

Sébastien Buemi, 21 Ein Westschweizer lässt die Reifen quietschen. Und verzaubert Millionen Fans mit Charme und Schnelligkeit. Diese Saison gibt Sébastien erstmals in der Formel 1 Vollgas. Sein Team: die Scuderia Toro Rosso. Ob er sich vor den Rennen ein Red Bull gönnt? Es verleiht ja schliesslich Flügel.

Der Big Boss kommt aus Baden AG: Seit dem 1. Juli ist der Vater dreier Kinder CEO von Royal Dutch Shell. Der Herr über das schwarze Gold baut als Erstes das Top­management um. Sein dringlichstes An­liegen nebst den Aktienkursen: die grassierende Umweltverschmutzung, die weltweit bei der Ölförderung entsteht.

Grenzgänger in Action Sie rocken die Bühne, sind reif für den Oscar oder ganz einfach «ühüere güet»: Diese Persönlichkeiten lassen die Schweiz im Ausland heller strahlen!

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Urs Fischer, 36 Er baut Häuser aus Broten, verarbeitet vergammeltes Gemüse zu Kunst. Dem Enfant terrible aus Zürich mit Wohnsitz in N. Y. liegen Top-Sammler wie François Pinault zu Füssen. Seiner Vernissage im New Museum in Manhattan (bis Februar 2010) bleibt er trotz Promi-Aufmarsch fern. Das kann sich nur ein ganz Grosser leisten!

Das hats in der Geschichte der Schweizer Diplomatie noch nie gegeben: Ein Ehepaar teilt sich den Botschafterposten für die Länder Thailand, Laos und Kambodscha. Wir sagen «tschok di na» – was auf Thailändisch «viel Glück» bedeutet!

Julia Saner, 17 Die Sensation ist perfekt. Die Gewinnerin des Schweizer Elite Model Look lässt am Weltfinale in Sanya, dem chinesischen Hawaii, alle 67 Konkurrentinnen hinter sich. Feengleich nimmt die Bernerin die Huldigungen entgegen. Und gibt gleich nach der Wahl bekannt: «Chanel & Co. müssen warten, bis ich meine Matura in der Tasche habe.»

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Fotos Fabienne Bühler, Christoph Balsiger / Swissinfo, Marcel Nöcker, Richard Harbaugh / Ampras / EPA / Keystone

Christine, 47, und Christoph Burgener, 46


Fotos Urs Fischer, The Heart of the Ocean, May Yohe & Putnam Strong, Zero Year Curse, Tavernier Blue, Hope Diamond One from a suite of three framed prints 2006 © the artist, Courtesy the artist; Galerie Eva Presenhuber, Zürich Source photo: Sari Carel

Auch Sie sind ToP Paul Nizon Das Urgestein der

Florian Froschmayer, 37 Mordsmässig erfolgreich ist dieser nette Junge von nebenan. Der Thalwiler mit Wohnsitz in Berlin dreht gleich zwei «Tatort»-Krimis – und katapultiert sich über Nacht in die «Champions-League». Und das, obwohl der Regisseur «keinen Bock auf Matura» hatte und seine Karriere ohne Film-Studium als Cutter beim Schweizer Fernsehen begann.

Reto Caffi, 38 2008 gewinnt der Zürcher Regisseur mit seinem Kurzfilm «Auf der ­Strecke» den Studenten-Oscar. Im Februar kann er an der 81. OscarVerleihung in Los Angeles auf ein «echtes» Goldmännchen hoffen. Leider löst sich der Traum nach dem Satz «And the winner is …» wie eine Seifenblase in Luft auf.

Schweizer Literatur schreibt in Paris über die Welt, feiert letzte Woche seinen 80. Geburtstag. Josef Ackermann Vom Magazin «Institutional Investor» zu einem der wichtigsten Banker der Welt erkoren: Platz 3 für «Joe»! Mark Streit Der Top-Scorer bei den New York Islanders in der hoch dotierten National Hockey League «checkt dä Puck». Peter Zumthor Setzt als ­Stararchitekt weltweit Zeichen, wird in Buenos Aires mit dem Pritzker-Preis 2009 geehrt. Yangzom Brauen Landet mit ihrer literarischen Familiensaga «Eisenvogel» einen Hit. Simone Bargetze HollywoodLady mit atemberaubenden Stunt-Szenen im neuesten ­Cameron-Knüller «Avatar».


hts HighJlaig hres des

Mondlandung 1betratPersönliche Am 21. 7. 1969 um 02.56:20 Uhr Neil Armstrong als erster

Mensch den Mond und entfachte damit eine euphorische Zukunftsstimmung. 40 Jahre danach feiert die Uhr Omega Speedmaster Professional dieses weltbewegende Ereignis. Omega-Boutiquen, Fachhandel. u CHF 5400.–

Mit den Highlights von 2009 halten wir Rückschau und starten mit Vorfreude ins neue Jahr, das uns hoffentlich wieder ganz viele neue Produkte bringt, um uns und unsere Liebsten zu erfreuen!

Top 30 42

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© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Stills Paul Seewer

u 2009 war definitiv ein schwarzes Jahr für alle Shopping-Fans. Aber: Trotz Finanzkrise haben die wenigsten ganz darauf verzichtet, und einige haben sich sogar gesagt: Jetzt erst recht! Es war sicher ein Jahr, um Gewohnheiten neu zu überdenken, neue Prioritäten zu setzen und um dennoch das Besondere zu suchen. Aus Hunderten von Produkten aus insgesamt 53 Ausgaben haben wir für Sie die Top 30 von 2009 zusammengestellt. Darunter Shopping-Highlights, die sich im Test bewährt haben, ausser­gewöhnlich sind und auch noch im neuen Jahr ihre Gültigkeit haben. ursula Borer


Das alte Jahr abwaschen Mit Schwung ins neue Jahr 2Baikal-Helmkraut Mit Salicylsäure, Urea, 3 Einfach in der Handhabung, und Sheaverschmiert nicht und schenkt Butter sagt die Turnaround Body Smoothing Cream von Clinique rauen Hautstellen den Kampf an. Erhältlich im Parfumeriefachhandel. 150 ml u CHF 58.–

Volumen: The Colossal Volume Express Mascara von May­ belline mit XL-Bürste hält sein Versprechen. Gibts bei Coop und Manor auch als wasserfeste Variante. uCHF 16.90

80s-Revival 2009 4der 80er-Jahre. steht definitiv im Zeichen Auch die

schön sexy Mode­ 5auf dieGanz mutige haben sich schon Rückkehr der Overknee-

Moonwashed-Jeans ist wieder aufgetaucht. Mit dem richtigen Styling – gar nicht mal so übel. Modell Mineral Wash Stretch Bull Denim von American Apparel. u CHF 128.–

Boots gefreut. Ob mit Shorts und Strümpfen oder Leggings und XL-Strickpullover: Dieses Jahr trägt man sie ganz selbstverständlich im Alltag. Gibts bei Max Shoes. u CHF 89.90

Klassiker Neue Zeiten Schlagwort 6sichSchweizer Post-Baby-Boomer erinnern 7 2009: Apps. Denn ohne an die Schaukelschnecke macht das iPhone weniger von der Schweizer Firma Wisa-Gloria. 2009 wurde der Klassiker wiederbelebt. Jetzt können unsere Kids wieder fröhlich schaukeln. www.­­ wisa-gloria.ch u CHF 216.50

Spass. Das neue 3G S ist noch schneller und mit einer 3Megapixel-Autofokus-Kamera bestückt, die Videos aufnehmen kann. www.apple.com/chde/ iphone/ u CHF 1000.–

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Nerd-Alarm Die Nerd-Brille 8Modeschöpfer inspiriert vom legendären Yves Saint

Laurent und der sogenannte Geek-Chic bleiben uns auch im nächsten Jahr erhalten. Cooles Modell Barcelona von Etnia, entdeckt bei Visilab. www.visilab.ch u CHF 310.–

Schnappschüsse für die 18 Ewigkeit Die Olympus E-P1 wurde von der EISA als beste Kamera des Jahres ausgezeichnet! Wer dafür zu spät ist, darf sich auf das Folgemodell PEN EP2 freuen: Sie verfügt über einen Accessory Port, an den Zubehör angeschlossen werden kann. www.olympus.ch u CHF 1499.–

Beauty-Vitaminkick 17 Im Kampf gegen Haut­ alterung spielt Vitamin C eine

wichtige Rolle. Vichy setzt bei der 21-tägigen Kur Aqualia Antiox erstmals auf das glättende Citrus-Polyphenol, gewonnen aus Bitterorangen aus Sevilla. Apotheken. u CHF 46.–

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Bunter Spielspass 16 Nintendo-Fans können sich freuen! Die tragbare

Videospielkonsole DSi gibts neu nicht mehr nur in Schwarz und Weiss, sondern in drei neuen, schicken Farben: Metallicblau, Hellblau und Rot. www.nintendo.de u CHF 250.–

Echtes Statement 15 Fashionistas können nicht ohne: Statement-Heels.

Die Ausstrahlung, vom Kultfilm «Mad Max» inspiriert, gibt jedem Outfit einen dominanten Touch. Die heissesten Modelle gibts von Givenchy bei Monadico, Zürich. u CHF 1498.–


Glanz & Gloria Damit Alles in einem Ein 9JahrenRetro-Streetstyle Zusammen mit den 80er10 die Haare so schön 11 Comeback feierte 2009 kommen auch Graffiti glänzen wie bei den Promis auf der Jumpsuit. Ob orientalisch wieder in Mode. Selbst SprayerPionier Harald Naegeli soll wieder unterwegs sein. Passend dazu gibts das Uhren-Modell Streetpainters von Swatch. www.swatch.ch u CHF 120.–

dem roten Teppich, hilft man am besten mit dem Diamond Gloss Finish Brilliance von Nivea nach. Einfach über die fertige Frisur drübersprühen. Coop City, Manor. 150 ml u CHF 8.90

angehaucht, mädchenhaft, puristisch oder provokativ: Der Einteiler begleitet uns auch im nächsten Jahr. Ledermodell von H & M ab Woche 4 in den Läden. u CHF 249.–

Wie frisch gestrichen Zweite Haut Rihanna Stylische Gamepower 13 Echt genial: Mit dem 14 und Lady Gaga lassen 12 Neu gibts die Nintendoneuen Roll-on Perfect Match grüssen! Wem der Look der PopSpielkonsole Wii in Schwarz. Diven zu provokant ist, kombi­niert die schwarzen GlanzLeggings mit Sneakers ganz einfach zum Grobstrickpulli. Cooles Modell, entdeckt bei American Apparel. u CHF 72.–

von L’Oréal trägt man das Make-up dank dem innovativen Schwämmchenroller ganz leicht in einer hauchdünnen Schicht auf. Erhältlich bei Manor, Coop City. u CHF 24.90

Limitiert erhältlich als Black Wii Sports Resort Bundle mit Wii Remote, Nunchuk-Controller und Wii Motion Plus und den Spielen Wii Sports und Wii Sports Resort. u CHF 350.–

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Das neue Grau Grau hat Frisch aus dem Alters19 den Weg in den Kleider20 heim Comeback des schrank gefunden – bei über Jahres: Aus den Altersheimen 500 Nuancen findet jeder seinen passenden Ton. Neu ist, dass man die diskrete Farbe auch auf den Nägeln trägt, z. B. Nagellack De Luxe von Astor. Coop City, Manor. u CHF 9.90

in Florida direkt auf MTV! Der Trilby-Hut hat sich dank Justin Timberlake & Co. zum Must-have gemausert – selbst Girls werden schwach. Modell von Goorim, bei VMC, Zürich. u CHF 119.–

Marilyn lässt grüssen 21 Eingeläutet wurde der frivole Pin-up-Boom von Bur-

Sorgt für straffe 22 Kurven Eine schlechte Durchblutung kann Cellulite

l­esque-Tänzerin Dita Von Teese. Im Alltag ist der Trend in Form von Netzstrümpfen auch bei uns angekommen. Modell Pois 192 mit neckischen Pünktchen gibts von Fogal. u CHF 42.50

verursachen, darum packt Vichy das Übel bei der Wurzel und stimuliert die Zellen mit dem Körper-Peeling Lipidiose Nutritive. Erhältlich in Apotheken. 200 ml u CHF 22.90

Wilder Schwede Für Biker-Chicks Auch 23 Der Beauty-Newcomer 24 2010 ist der Rock-Chic von 2009 ist der Parfumeur Ben noch Thema. Neu tragen Girls Gorham. Mit den Nischen-Düften Byredo hat er die Parfumwelt aufgemischt! Die Neuheit Blanche gibts bei Parfumerie Osswald, Zürich, und Hyazinth, Basel. 100 ml u CHF 185.–

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ihre Biker-Boots frühlingshaft zum Blumenkleid, z. B. Schnallenstiefel Farah von Helvesko mit Dehneinsatz und atmungsaktivem Mikrofaser-Futter. www. integra-ag.com u CHF 319.–


Gut geschnürt ist 25 halb gewonnen Im Zuge des Burlesque-Booms

werden nicht nur Korsetts geschnürt. Auch an den Füssen sieht man wieder Schnürstiefeletten, z. B. den Ankle-Boot Rosa von Geox mit atmungs­ aktiver Sohle. u CHF 260.–

Good Vibrations 26 Ein Beauty-Trend von 2009: vibrierende Mascaras.

Damit erreichen auch ungeübte Hände ein Maximum an Länge und Volumen. Mit dem Pulse Perfection von Maybelline steuert man die Vibration manuell, Manor. u CHF 25.90

Nicht ohne meine Parisienne-Chic 28 Boyfriend-Jeans 27 Wer auf der Suche nach Jungs kommen und gehen, aber Kleidern mit dem «Je ne sais quoi» ist, wird bei LBD – Little Black Dress an der Josefstrasse 45 in Zürich fündig. Dort gibts genau dieses gewisse Etwas und nicht nur in Schwarz. Grünes Cocktailkleid. u CHF 650.–

eine Lieblings-Jeans bleibt. So wie der Kult-Klassiker 501 von Levi’s. Für den Boyfriend-Look trägt man sie mindestens zwei Grössen zu gross. Globus oder VMC, Zürich. u CHF 159.90

Moderne Heldinnen Roadmovies im Mini30 Tee, Birne, Orange und 29 Format Sie passt überHonig verheissen eine provoall rein und kommt darum auch überallhin mit: Die Panasonic HDC-SD10 gehört zu den kleinsten und leichtesten FullHigh-Definition-Camcordern der Welt. Mit SD-Karte. www.panasonic.ch u CHF 801.–

kante Mischung. Der neue Duft Scarlett von Cacharel passt zu modernen Heldinnen: verführerisch und widerspenstig! Gibts im Parfumeriefachhandel. 35 ml u CHF 55.–


Die Kunst, kreativ zu sein Sie machen die Welt bunter und reicher: Die Jahrhundert-Künstler Hans Erni oder Vincent van Gogh begeistern ebenso wie Hollywood-Beau Brad Pitt. Der ist zum zweiten Mal heimlicher Stargast an der Art Basel.

Gunther von Hagens, 64 Hans Erni, 100 Falten? Fehlanzeige. Erinnerungsver­ mögen? Prächtig. Schaffenskraft? Un­ gebrochen. Visionen? Die einer besseren Welt. Ein Jahrhundert hat der am 21. 2. 1909 geborene Künstler auf dem Buckel. Trotzdem malt der rüstige Rentner je nach Tagesform im selbst entworfenen Atelier an seinem vielseitigen Bilder­kosmos. Seine Werke: zu sehen im eigenen Erni-Museum in Luzern.

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Leichen sind nicht zum Lachen: Mit seinem anatomischen Gruselkabinett reist der Erfinder der Plastination nach Zürich. Es ist nach 1999 bereits sein zweiter Auftritt in der Schweiz. Besucherecho auf Doktor Tods «Körperwelten»-Schau im Puls 5? Sehr wohlwollend – weil gut gemacht und informativ.


, Künesutnlser

di rn verzaube

Brad Pitt, 46 Hoppla, ein Hollywood-Star! Auch 2009 staunen die Besucher der Art Basel nicht schlecht, als Angelina Jolies bessere Hälfte wieder durch die bedeutendste Kunstmesse der Welt schlendert. Brads fette Beute: Designermöbel und ein Bild vom deutschen Wundermaler Neo Rauch für über 1 Million Franken.

Michel Comte, 55 Er fotografiert Carla Bruni nackt, legt ­Sharon Stone in die Badewanne. Doch eigentlich inszeniert sich der Starfotograf mit Wohnsitz in L. A. am liebsten selber. Mit einer Retrospektive im Museum für Gestaltung in Zürich rückt er sich ins rechte Licht. Von Ehefrau Ayako gibts dafür ein Küsschen.

Bernhard Mendes Bürgi, 56 Es ist das Kunstereignis des Sommers: die Ausstellung «Zwischen Erde und Himmel», organisiert vom Direktor des Kunstmuseums Basel. Er zeigt 70 zum Teil unbekannte Werke aus aller Welt – die Van-Gogh-Fans danken es ihm mit 500 000 Eintritten. schweizer illustrierte

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Pipilotti Rist, 47

Cecilia Bartoli, 43

Hans-Ulrich Obrist, 41 Der Thurgauer Ausstellungs­ macher und Co-Direktor der Serpentine Gallery in London wird vom Magazin «Art Review» zum mächtigsten Mann der Kunstbranche gekürt. Gratulation an den Mann mit Plastiksack!

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Die Römerin lebt in Zürich, zählt zu den vielseitigsten Mezzosopranistinnen der Gegenwart und schlüpft gern in fremde Rollen. Ihre stimmliche Leistung für das Projekt «Sacrificium» ist einmalig – singt sie doch Partituren, die für ­Kastraten geschrieben wurden.

Peter Liechti, 58 Und noch ein Schweizer spielt in der obersten Liga. Der St. Galler Regisseur landet mit «The Sound of Insects» einen Dokumentar-Hit. Für sein Schaf­ fen wird er mit dem Europäischen Filmpreis belohnt.

Fotos Arnd Wiegmann / Reuters, Fabienne Bühler, Kurt Reichenbach (3), Michael Dannemann / photoselection, Fabian Biasio, Martin Ruetschi / Keystone, Handout

Eine Powerfrau hebt ab! In New York startet die Künst­ lerin Anfang Jahr durch. Sie kreiert in der Lobby des MoMA eine Video-Installa­ tion in Pink für die Sinne. Am Filmfestival von Venedig sorgt die Multi-MediaPrinzessin aus Grabs SG für Farbe auf der Leinwand – mit ihrem Spielfilmdebüt «Pepperminta».


Der Alltag Noch ist die Autobahn still­ gelegt, und das Leben der Familie verläuft friedlich.

r e z i e w h c S Filmheres des Ja

mehr kino-tipps dokufilm no more smoke signals Filmerin Fanny Bräuning nimmt das Leben der Lakota-Sioux unter die Lupe. Die Stärken des Films u Er verwebt auf geschickte Art ­Vergangenheit und Gegenwart. u Die Regisseurin tastet sich feinfühlig an den brisanten Stoff heran. u Schweizer Doku-Filmpreis 2009. Länge: 90 Min., Regie: Fanny Bräuning, Kamera: Igor Martinovic.

tragikomödie home Eine fünfköpfige Familie lebt friedlich neben einer ungenutzten Autobahn. Doch eines Tages rücken Bagger an und gefährden die Idylle. u Am Abend des 7. März 2009 ist es so weit: Im grossen Saal des KKL in Luzern wird der beste Schweizerfilm 2009 gekürt. Im Publikum sitzt auch die Westschweizer Regisseurin Ursula Meier, 38. Erwartungsvoll und vermut­ lich mit klopfendem Herzen. Zu Recht, denn ihr erster Langspielfilm, «Home», wird gleich drei Preise holen: «Bester Schweizer Film 2009», «Bestes Dreh­ buch» und «Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent». Letzterer geht an die Adresse des jungen Kacey Mottet Klein, 11, der die Rolle des Julien fabel­ haft interpretiert. In den Kinos der Deutschschweiz wurde «Home» nicht ganz so wohlwollend aufgenommen. Dafür an internationalen Filmwettbewerben, wo man ihn mit zahlreichen Auszeichnungen bedachte. «Home» ist die Geschichte einer

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Familie, die in einer abgelegenen Ge­ gend neben einer unbenutzt gebliebe­ nen Autobahn lebt. Die leere Fahrbahn dient ihnen als Freizeitanlage und als Abkürzung auf dem Weg zum nächsten Dorf. Sie sind glücklich, bis zu dem Tag, als Bagger aufkreuzen und die ver­ fallene Autobahn wieder instand setzen. Die Blechlawine beginnt zu rollen, und mit den Autos wächst der psychische Druck auf die Familie. Ursula Meier erzählt auf eindrückliche Weise vom zerbrechlichen Glück einer Familie. Aber auch von deren starken Banden. kati moser

Länge: 87 Min., R: Christoph Schaub, D: C. Harfouch, B. Ganz, Sunnyi Melles. drama auf der strecke Ein aufrüttelnder Film über Gewalt und fehlende Zivil­courage in unserer Gesellschaft. Darum ist der Film ein Muss u Reto Caffis Film fährt in die Knochen und lässt niemanden kalt. u Glanzleistung von Roeland Wiesnekker in der Rolle des Warenhausdetektivs. u Mehrfach preisgekrönter Film. Länge: 30 Min., Regie: Reto Caffi, Darst: Roeland Wiesnekker, Julie Bräuning.

Deshalb wurde der Film prämiert u Bemerkenswerte schauspielerische Leistung bis hin zum Jüngsten. u Die Geschichte verläuft linear und birgt doch Überraschendes. u Eindrückliche Kameraführung von Agnès Godard mit starken Bildern.

dokufilm la forteresse Eine nüchterne ­Beobachtung der Abläufe in einem Empfangs- und Verfahrenszentrum. Gute Gründe für den Film u Fernand Melgar fragt sich, woher die Angst vor der Überfremdung kommt. u Der Regisseur überlässt das Urteil beinahe ganz dem Publikum. u Zahlreiche Auszeichnungen.

Länge: 95 Min., Regie: Ursula Meier, Darst.: I. Huppert, O. Gourmet, K. Mottet Klein.

Länge: 100 Min., Regie: Fernand Melgar, Kamera: Camille Cottagnoud.

Foto Filmcoopi

Trügerische Idylle auf der Autobahn

komödie giulias verschwinden Giulia lässt an ihrem 50. Geburtstag ihre Gäste auf sich warten. Amüsante Dialoge. Das spricht für den Film u Bestsellerautor Martin Suter schrieb das Drehbuch. u Altwerden wird humorvoll thematisiert. u Reife Leistung der Schauspieler.


Ilma Rakusa kam 1951 mit ihrem slowenischen Vater und der ungarischen Mutter nach Zürich.

r e z i e w h c S Bücahherers des J

Der Krimi sechseläuten Michael Theurillat (Ullstein) u Während des Sechse­ läutens wird unweit von Kommissar Eschenbach eine Frau niedergestochen. Neben ihr steht zitternd ein kleiner Junge. Recherchen führen den Ermittler zurück in ein düsteres Kapitel der Schweizer Geschichte: zu den «Kindern der Landstrasse». Wortgewaltiger Krimi. ISW

Betörender Duft der Sehnsucht

Foto Peter Peitsch

Ilma Rakusa schuf ein atmosphärisches Werk über ihre Kindheit und Jugend. Und erhielt dafür den Schweizer Buchpreis 2009. Das preisgekrönte mehr meer Ilma Rakusa (Droschl) u Sie ist eine Verführerin. Spielt virtuos auf der Klaviatur der Sprache. Klar und präzise. Bereits im ersten Satz von «Mehr Meer» wirft Ilma Rakusa ihr Netz aus. «Als er starb, hinterliess er nichts Persönliches. Keine Briefe, keine handschriftlichen Notizen, nichts.» Die Schriftstellerin spricht von ihrem Vater. Der stirbt, bevor er seine Erinnerungen zu Papier bringen kann. Nicht so die Tochter. Ilma Rakusa hat sich zurückgeschrieben in ihre Kindheit und Jugend. Ein Leben, das 1946 im slowakisch-ungarischen Rimaszombat (Rimavska Sobota) begann und von Geburt an von ständigen Ortswechseln geprägt ist. Maribor, Budapest, Triest, Zürich. «Wir flohen nicht, wir packten die Koffer.» Es war immer die Sprache, die Ilma die

Türen öffnete. Doch: Kaum Fuss gefasst, hiess es weitergehen. Endstation ist 1951 das winterliche Zürich. Was ­haften bleibt sind Gerüche, Klänge, Farben und Stimmungen. Die scheinen sich in Herz und Kopf der Autorin einzubrennen. Beschreibt sie sie doch mit eindringlicher Genauigkeit. So, dass man beginnt, die eigene Kindheit nach Erinnerungsbildern zu durchforsten. «Der Schnee kam über Nacht. Eine weisse Fracht. Er verwandelte alles: das Licht, die Geräusche, die Umgebung. Etwas Gleissendes war da und viel Stille.» Rakusa gibt sich als sehnsuchtsvolle Reisende zu erkennen, als immer wieder Entwurzelte. Die verlorene Heimat im Osten hat sie in der Sprache wieder gefunden. Ihre Erinnerungspassagen sind von einer lyrischen Schönheit, der sich auch die Jury des Schweizer Buchpreises nicht entziehen konnte. isolde Schaffter-Wieland

Der Roman Sieben jahre Peter Stamm (S. Fischer) u Der Architekt Alexander baut sich eine Parallelwelt auf. Verheiratet mit der perfekten und attraktiven Sonja, treibt ihn die Lust in die Arme der trivialen und unterwürfigen Polin Iwona. In unmissverständlicher Sprache legt der Autor «den Finger in die Wunde». Fazit: Es gibt kein richtiges Leben im falschen. ISW Die Novelle Der argentinier Klaus Merz (Haymon Verlag) u Nach dem Zweiten Welt­ krieg fährt Lenas Grossvater mit dem Schiff nach Buenos Aires. Er sucht das Abenteuer und träumt vom freien Leben als Gaucho. Doch der Heuschnupfen zwingt den «Argentinier» zur Rückkehr, zurück zu Amelie. Prosa, melancholisch wie ein Tango. ISW Die erzählungen der könig von olten Alex Capus (Knapp Verlag) u Der Autor öffnet auf unterhaltsame Weise die Augen für seine oft verkann­ te Heimatstadt. Er schreibt von der Schönheit des Bahnhofs, dem Duft der Schokoladenfabrik, von wilden Kerlen, bösen Mädchen und braven Bürgern. Und über den ungekrönten Titelhelden: Kater Toulouse. Bezaubernder Bestseller. ISW schweizer illustrierte

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Loogkuscker

Die Hin hres des Ja

Nadja Schildknecht, 36 Zu den Swiss Awards 2009 kommt die Organisatorin des Zurich Film Festival im OneShoulder-Kleid von Mery’s – ein Eyecatcher! Perfekt dazu: Clutch und Hochsteckfrisur.

Annina Frey, 29 Das kleine Schwarze von Diane von Furstenberg kombiniert die «glanz & gloria»Moderatorin an der Arthur-Cohn-Gala mit einer cremefarbenen XL-Clutch des Londoner Labels Ally Capellino und Peeptoes von Louboutin.

Eine Frage des Das letzte Wort in Sachen Glamour haben nicht nur HollywoodStars. Diese Swiss Ladys waren 2009 echte Augenweiden.


Michelle Hunziker, 32

Das chanelrote Bustierkleid, das die TVModeratorin bei den Sports Awards 2009 trägt, ist elegant und sexy. Die Farbe passt perfekt zu Sandras südländischem Typ. Für den Wow-Effekt sorgt auch der Schmuck in Diamanten-Optik.

«Jeans mag ich am liebsten», gesteht bella Michelle. Für die Charity-Gala in Mailand wählt die Bernerin allerdings einen bodenlangen Traum in Schwarz-Weiss. Glamour auf Italienisch!

Fotos Geri Born, Hervé Le Cunff, Bruno Voser, Luca Ghidoni / Getty Images

Sandra ­ Studer, 40

Stils schweizer illustrierte

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Fotos Bruno Voser (4), Kurt Reichenbach, Toini Lindroos / Blick / RDB, Goran Basic / Sobli / RDB

Carolina MüllerMöhl, 41

Micheline CalmyRey, 64

In Begleitung von Lebenspartner Roger Lehmann kommt sie an die grosse Geburtstagsfeier von André Béchir und punktet mit Klasse: die Unternehmerin im Etui-Kleid. Passt: PeeptoeStilettos und die XL-Tasche.

Trägt die magistrale Bürde mit eigenwilliger Eleganz. Die Bundesrätin empfängt den russischen Präsidenten Medwedew in Smokingjacke, Longshirt und mit ihrem Markenzeichen: der roten Tasche.

Karina Berger, 41 Edel-Design? Nein, Jimmy Choo for H & M. Der Missen-Mutter gelingt mit Ehemann Thomas am Zurich Film Festival ein filmreifer Auftritt. Und weil weniger mehr ist, trägt Karina dazu nur ein Bracelet. Perfekt.

Raquel Marquard, 47 Abgestimmt: die Society-Lady mit Ehemann Jürg Marquard anlässlich der Red Cross Gala in Zürich. Das Abendkleid von John Galliano (kombiniert mit der Satin-Clutch von Chanel) ist der Hingucker des Abends.


Katja, Stauber, 47 Zu den Swiss Awards kommt die TV-Lady mit Ehemann Florian Inhauser in einem perlgrauen Cocktailkleid, das durch die Glitzeroptik aufregend wirkt. «Das Kleid hab ich auf unserer Hochzeitsreise in Singapur gekauft.»

Roswitha Merz, 67 Ein Hauch Hollywood am Vierwaldstättersee: «First Lady» Roswitha Merz zieht an der Eröffnung des Lucerne Festival nicht nur die Blicke ihres Mannes Hans-Rudolf Merz auf sich. Glamour wie im Weissen Haus!

Fiona Hefti, 29 Die Ex-MissSchweiz und NZZFrau setzt am Opernball in Zürich (damals im fünften Monat schwanger) auf unaufgeregtes, aber elegantes Moosgrün – ein Abendkleid im Empirestil von Morgane Le Faye. Stilvoller Begleiter: Ehemann Christian. schweizer illustrierte

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Weh, ach weh m Wir erinnern uns an Schauspieler und Schriftsteller, Politiker und Fussballer. An Menschen mit grossen Leistungen und kleinen Schwächen. Sie alle haben unser Leben geprägt.

Der Zürcher Schriftsteller war nicht nur einer der bedeutendsten Autoren unserer Zeit, sondern Philosoph, Intellektueller, Kosmopolit, Journalist – auch für die Schweizer Illustrierte hat er einst geschrieben. Hugo ­Loetscher ist am 18. August unerwartet nach einer Operation gestorben. Nur drei Tage später erschien sein autobiografischer Reisebericht «War meine Zeit meine Zeit». Er war ein Neugieriger, ein Entdecker. Der als Vielreisender die Welt erkundet hat und immer in Zürich daheimblieb. anne-marie blanc, 89 Das Angebot aus Hollywood lehnte sie ab und blieb stattdessen bei ihrer Familie. Neben Maria Becker und Stephanie Glaser galt sie als die Grande Dame des Schweizer Films und Theaters. Berühmt geworden als «Gilberte de Courgenay», spielte Blanc über 200 Theaterund mehr als 30 Filmrollen, unter anderem in der Schoggi-Saga «Lüthi & Blanc», die ihr Sohn fürs TV produziert hat. Anne-Marie Blanc starb am 5. Februar im Alterswohnheim Zürich Enge im Kreis ihrer Familie.

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Fotos Andre Poling / Fotex, Kurt Reichenbach, Keystone (2), Bernd König / Imago

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ein Herz

robert enke, 32 Seit seinem Tod hat die Krankheit Depression ein Gesicht: das von Robert Enke. Der deutsche Fussball-Nationaltorhüter war auf dem besten Weg, ein Superstar zu werden. Doch am 10. November überwogen seine Zweifel und seine Hoffnungslosigkeit. Der Ehemann, Vater einer Tochter und Torwart von Hannover 96 sah nach Jahren des Leidens nur einen Ausweg: Selbstmord.

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Barbara rudnik, 50 Die Chemotherapie nahm ihr das lange Haar, sie trug seitdem nur noch Hüte. Aber sie hat sich nicht versteckt, verkrochen. Auf die Frage «Wie gehts?» antwortete die Deutsche stets: «Danke, gut.» Die Schauspielerin galt lange als schönste Frau im TV, als deutsche Lauren Bacall. In «Keinohrhasen» war sie dabei, in ­«Commissario Laurenti». Als ihre letzten Tage anbrachen, kaufte sie sich sogar noch einen Hund. Auf ihrem kleinen roten ­Akkordeon musizierte sie ausgelassen – bis zuletzt, am 23. Mai.

Mit ihrer blonden Föhn-Mähne, den strahlend weissen Zähnen, dem gebräunten Teint war Fawcett als «Engel für Charlie» die Fernseh-Ikone der 70er-Jahre. Ein Poster von ihr im roten Badeanzug verkaufte sich 12 Millionen Mal. Als sie sich, fast 50 Jahre alt, nochmals für den Playboy auszog, wurde das Heft zum bestverkauften der 90er-Jahre. Ihren Kampf gegen Darmkrebs verlor sie am 25. Juni in Santa Monica, Kalifornien.

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Fotos Wolfgang Volz / Laif / Keystone, dpa Picture-Alliance, Fabienne Bühler, Ullstein

johannes mario simmel, 84

pater kassian etter, 79

eduard zimmermann, 80

Er schrieb über Drogenhandel, Genmanipulation und Umweltzerstörung. Johannes Mario Simmels 27 Romane, 5 Erzählbände, 6 Kinderbücher und unzählige Zeitungsartikel sind Schmöker und waren Dauergäste auf den Bestsellerlisten. Er lebte in Zug und litt bis zuletzt daran, dass ihn die «Literaturkritiker» nie als grossen Schriftsteller gefeiert haben. Johannes Mario Simmel verstarb am 1. Januar.

«Mönche sind Gottsucher», sagte Etter gerne. Schon mit 20 wurde der Sohn von Bundesrat Philipp Etter Benediktinermönch im Kloster Einsiedeln und lehrte Physik und Mathematik. Bekannt wurde er als Schauspieler beim Einsiedler Welttheater. Als Sportfan kommentierte er regelmässig die Olympischen Spiele im Schweizer Fernsehen. Am 3. April erlag er einem Herzversagen.

Als «Ganoven-Ede» brachte er Morde, Raub­überfälle oder Einbrüche in Schweizer Wohnzimmer. Als Kultfigur der Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst» bekämpfte er Verbrechen. Den Kampf gegen seine Demenz­ erkrankung verlor er am 19. September. Seine Fahndungssendung wurde zu einem Strassenfeger, die von ihm gegründete OpferOrganisation Weisser Ring eine Institution.

jeanne-claude, 74 Sie wurde oft reduziert auf «die Frau an seiner Seite». Dabei waren Christo und Jeanne-Claude ein perfektes Team und als solches auch erfolgreiche Verpackungskünstler. Sie haben in Riehen im Museum Fondation Beyeler Bäume eingepackt, in Berlin den Reichstag. Ihr letztes Grossprojekt hiess «The Gates» (Bild) und lockte vier Millionen Besucher in den Central Park von New York. Jeanne-Claude starb am 18. November an einer Gehirnblutung.


patrick swayze, 57 Zu den 80er-Jahren gehört neben Madonna, Schulterpolstern und Nietengürteln auch Tanzgott Swayze. Mit dem legendären Satz «Mein Baby gehört zu mir!» wurde «Dirty Dancing» zum Kultfilm. Zuletzt lebte der amerikanische Schauspieler mit seiner Frau Lisa Niemi auf der Ranch «Rancho Bizarro». 2008 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Einige Medien erklärten ihn im Mai fälschlicherweise für tot. Er starb erst vier Monate später am 14. September in Los Angeles.

edward «Ted» kennedy, 77 Senator Edward «Ted» Kennedy war der dienstälteste Senator der USA. Seit 1962 hat er Hunderte Gesetze mitgestaltet, vor allem stritt der jüngste Bruder des ermordeten John F. Kennedy für Gesundheits- und Bildungsreformen. Den Erfolg von Barack Obama, den der Liberale feurig unterstützt hat, konnte er nur kurz erleben. Er erlag am 25. August einem Gehirntumor.

Fotos Everett Collection / Keystone, Jeaneen Lund / Retna / Corbis, Dukas, Getty Images

Wir nehmen auch abschied von … Michael Jackson Popmusiker, Monica Bleibtreu Schauspielerin, heiner Gautschy Radio- und TV-Journalist, toni Sailer Ski-Legende, Millvina Dean letzte Überlebende des «Titanic»-Untergangs, Max Rüeger Radio-Legende, Jean-François Bergier Historiker, John Updike Schriftsteller, Lucie Trezzini ermordetes Au-pair-Mädchen, Stephen Gately Sänger der Band Boyzone, Otto Graf Lambsdorff Politiker

david carradine, 72

karl malden, 97 Sein Revier waren «Die Strassen von San Francisco». Erst mit der Krimiserie wurde er weltweit bekannt, auch wenn er für «Endstation Sehnsucht» längst einen Oscar gewonnen hatte. Der frühere Präsident der Oscar-Akademie schlief am 1. Juli zu Hause im kalifornischen Brentwood ein.

Die Umstände seines Todes am 3. Juni sind filmreif. Die Leiche des amerikanischen KultSchauspielers hing halbnackt im Kleiderschrank eines thailändischen Hotels. Um seinen Hals und seine Geschlechtsteile waren Kordeln gebunden – im Report der Gerichtsmedizinerin stand: «Es war weder Selbstmord noch Mord, er starb, nachdem er sich selbst befriedigt hatte.» Carradine wurde in den 70er-Jahren mit der TV-Serie «Kung Fu» berühmt. In «Kill Bill 2» feierte er an der Seite von Uma Thurman ein grandioses Comeback. schweizer illustrierte

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En Guete Nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei Schokoladensorten drin!

weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Zaubern an Weihnachten Fürs Fest darfs etwas ganz Besonderes sein! Zum Beispiel knackiger Wintersalat, zartes Chateaubriand und zum Dessert edler Schoggikuchen.

1

Tarte aux trois chocolats

Zutaten (für eine Springform von ca. 20 cm ∅, gefettet) Mürbeteig 125 g Mehl, 30 g Zucker, 1 Prise Salz, 75 g Butter, in Stücken, kalt, 1 Eigelb, 1 Esslöffel Wasser Füllung 1 dl Halbrahm, 100 g dunkle Schokolade (z. B. Crémant), fein gehackt, 1 dl Rahm, 150 g Schokolade mit Mandeln (z. B. Chocmel), fein gehackt, 1 dl Rahm, 120 g weisse Schokolade, fein gehackt Verzierung Kakaopulver zum Bestäuben Vor- und zubereiten ca. 11/4 Std. Kühl stellen ca. 5 Std. Blindbacken ca. 20 Min. u Für den Mürbeteig Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter bei­geben, von Hand zu einer gleichmäs­ sig krümeligen Masse verreiben. Eigelb und Wasser beigeben, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht kneten. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Min. kühl stellen. Zwei Drittel des Teiges auf dem Formenboden auswallen. Restlichen Teig zu einer Rolle formen, auf den Teigrand legen, Formenrand schliessen. Teigrand ca. 4 cm hoch­ ziehen. Teigboden mit einer Gabel sehr dicht einstechen, ca. 15 Min. kühl stellen. Zum Blindbacken vorbereiten (siehe Tipp). Blindbacken ca. 15 Min. in der unteren

Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen, Teigboden ca. 5 Min. fertig backen. Herausnehmen, in der Form auf einem Gitter auskühlen. Formenrand entfernen, Teigboden zugedeckt kühl stellen. Für die Füllung Rahm aufkochen, ­Pfanne von der Platte nehmen, etwas abkühlen. Dunkle Schokolade beigeben, rühren, bis sie geschmolzen ist. Zu­gedeckt im Kühlschrank auskühlen. Schokoladenrahm mit den Schwing­ besen des Handrührgerätes luftig ­schlagen, bis sich Rührspuren ab­ zeichnen. Füllung gleichmässig auf dem Teigboden verteilen, kühl stellen. Mit der Mandelschokolade gleich verfahren; Füllung sorgfältig auf der dunklen

tipp

Blindbacken: Backpapier etwas grösser als das Backblech zuschneiden, auf den Teigboden legen, mit getrockneten Hülsenfrüchten (z. B. roten Bohnen) oder Aprikosensteinen dicht belegen.

Schokoladenschicht verteilen. Mit der weissen Schokolade gleich verfahren; Füllung sorgfältig auf der hellen Schokoladenschicht verteilen. Tarte zugedeckt ca. 5 Std. kühl stellen. Drei Sterne von ca. 16 cm ∅ auf ein Papier zeichnen, ausschneiden. Tarte ca. 30 Min. vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Für die Verzierung Sterne auf die Tarte legen, Oberfläche mit Kakaopulver bestäuben, Sterne sorgfältig abheben. Lässt sich vorbereiten Tarte einen Tag im Voraus zubereiten, ohne Verzierung zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

2

Chateaubriand mit Kaffeesauce

Zutaten (für 4 Personen) 800 g Rindsfilet am Stück (Filetkopf) Kaffeemarinade 1 dl starker Kaffee (Espresso), ausgekühlt, 1/2 dl Kaffee­ likör (z. B. Tia Maria) Würzmischung 1/2 Esslöffel rosa Pfeffer­ körner, zerdrückt, 3/4 Teelöffel Salz, Bratbutter zum Anbraten schweizer illustrierte

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Kaffeesauce (ergibt ca. 13/4 dl) 2 dl Fleischbouillon, 1 dl starker Kaffee (Espresso), 1/2 dl Kaffeelikör (z. B. Tia Maria), 5 rosa Pfefferkörner, zerdrückt, 2 Teelöffel helles Maizena express, 2 Esslöffel Crème fraîche Vor- und zubereiten ca. 35 Min. Marinieren ca. 12 Std. Niedergaren ca. 11/2 Std. u Fleisch evtl. mit Küchenschnur binden oder vom Metzger binden lassen. Für die Kaffeemarinade alle Zutaten gut verrühren, Fleisch damit bestreichen, zugedeckt im Kühlschrank ca. 12 Std. marinieren. Fleisch ca. 1 Std. vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen, Kaffeemarinade abstreifen. Ofen auf 80 Grad vorheizen, Platte, Teller und Sauciere vorwärmen. Für die Würzmischung Pfeffer und Salz mischen. Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen, Fleisch rundum ca. 5 Min. anbraten, erst wenden, wenn sich eine Kruste gebildet hat. Mit der Würzmischung bestreuen, auf die vorgewärmte Platte legen. Fleischthermometer an der dicksten Stelle einstecken. Bratfett in der Pfanne auftupfen. Niedergaren ca. 11/2 Std. in der Mitte des vorgeheizten Ofens. (Kerntemperatur:

ca. 55 Grad (à point). Warm halten: ca. 1 Std. bei 60 Grad.) Für die Kaffeesauce Bouillon und alle Zutaten bis und mit Pfeffer zusammen in derselben Pfanne aufkochen, auf die Hälfte einkochen, absieben, in die Pfanne zurückgiessen, aufkochen. Maizena in die siedende Flüssigkeit einrühren, ca. 1 Min. kochen. Crème fraîche beigeben, aufkochen, Hitze reduzieren, unter Rühren kurz weiterköcheln, bis die Sauce sämig ist.

3

Wintersalat in ChicoréeSchiffchen

Zutaten (für 4 Personen) Sauce 3 Esslöffel Aceto balsamico bianco, 3 Esslöffel kaltgepresstes Raps- oder Sonnenblumenöl, evtl. 1 Esslöffel Baumnussöl, 1/4 Teelöffel Salz, Pfeffer aus der Mühle Salat 200 g Rüebli, grob gehackt, 200 g rohe Randen, grob gehackt, 1 Birne (z. B. Gute Luise), grob gehackt, 2 Teelöffel frischer Meerrettich, fein gerieben, 50 g Baumnüsse, grob gehackt, geröstet, 24 grosse Chicorée-Blätter

Vor- und zubereiten ca. 25 Min. u Für die Sauce alle Zutaten gut v­ errühren. Für den Salat Gemüse und Birne mit dem Meerrettich, 2/3 der Nüsse und der Sauce mischen. Je 2 Chicorée-Blätter mit den Spitzen nach aussen ineinanderschieben, mit dem Salat füllen, anrichten. Restliche Nüsse darüberstreuen, sofort servieren.

u Sendedaten:

Montag, 28. Dezember, 20.05 Uhr, SF 1 Mehr Info: www.aldente.ch zuschauer-wettbewerb Frage Am 6. Januar feiert man … Antwort Weihnachten Tel. 0901 55 88 01 Antwort Dreikönig  Tel. 0901 55 88 02 (CHF 0.80/Anruf) Mitspielen auch per wap.aldente.ch Teilnahmeschluss während der Sendung: 28. 12., ca. 20.50 Uhr


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KPrädikat Weltklasse J Eine der besten Adressen I Kreative Küche auf hohem Niveau HG Kreative Küche FE Bietet mehr als das Alltägliche 12/20 Gute Adresse!

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E

Käserei Restaurant und Bar Rathausgasse 34 3280 Murten 1.–11. 1. 10 Ferien Tel. 026 - 670 11 11 24. und 25. 12. geschlossen Alle Kreditkarten ausser Amex EC-Direct, Postcard erst ab Januar 2010 möglich www2.kaeserei-murten.ch

Die Co-Geschäftsführer Marco Plaen (Küche) und Thomas Lüthy (Gastgeber, r.).

Viel Ambiente und angenehm ruhig «Käserei», Murten BE Im gastronomisch eher stillen Städtchen haben Marco Plaen und Thomas Lüthy ein sympathisches Lokal geschaffen, wo auch Gourmets auf ihre Rechnung kommen.

W

o früher Butter und Käse verkauft wurden, steht heute eine grosse Bar und ein kleiner Lounge-Bereich, es gibt eine Gaststube und einen schönen Speisesaal, ­alles hell, modern und angenehm ruhig. Hinter der alten, neuen Käserei stehen Thomas Lüthy, verantwortlich für den Service und die Bar, sowie Marco Plaen, der Küchenchef. Die Karte ist nicht riesig, aber fantasievoll – es hat für jeden Geschmack etwas dabei. Wir versuchten erst ein Gericht namens «Zweimal Avocado». Es kamen eine Mousse, geschnittene Avocados und ein wunderbares Stück gebeizter Thunfisch, etwas viel Koriander

und eine Paprikasauce. Richtig gut waren die Suppen: eine Petersilienwurzelsuppe mit gebratenen Jakobsmuscheln. Wunderbar auch die Linsensuppe mit Berner Zungenwurst, gut gewürzt, sehr währschaft und herzerwärmend. Ohne Fehl und Tadel auch die Ravioli, gefüllt mit Schmorfleisch; dazu noch etwas schwarzer Trüffel. Gut war auch die Rösti, die bei den Hauptspeisen zur schmackhaften Käserei-Wurst gereicht wurde, und richtig gut die klassischen Vichy-Karotten dazu. Auch am butterzarten Kalbsbäggli hatten wir Freude, die dazu gereichte Sauce war aber vielleicht etwas stark konzentriert – und der «Kartoffelstock»

hat uns leider gar nicht gemundet, da muss der Küchenchef noch einmal über die (Koch-)Bücher. Ausgezeichnet dann wieder ein warmer Pflaumenkuchen mit weissem Schokoladen-Eis. Die Preise sind nicht gerade tief in der «Käserei», doch sie erscheinen uns fair, denn es wird so einiges geboten. Der Service ist fröhlich und kompetent, und auch Kinder sind hier willkommen, sie erhalten eine eigene kleine Karte. Und das Weinangebot schliesslich ist mehr als nur anständig, vor allem einheimisches Schaffen wird geehrt. Ein sympathisches Lokal! 

Fotos Dick Vredenbregt

wein-tipp Gehaltvoller Franzose Languedoc-Roussillon ist die Gegend zwischen Nîmes, Montpellier, Perpignan und der spanischen Grenze. Das Weinbaugebiet umfasst 270 000 Hektaren Land, was einem Drittel des in Frankreich angebauten Weines entspricht. Zum Vergleich: In

der Schweiz stehen den Weinbauern ganze 15 000 Hektaren Rebland zur Ver­fügung. Im Languedoc-Roussillon fühlen sich Rebsorten wie Syrah, Mourvèdre, Grenache und Carignan wohl. Aus ihnen werden warm­blütige, fruchtbetonte und schwere Rotweine produziert. Wie der Clot

de l’Oum 2005 (13 %), dessen Trauben ausschliesslich aus über 50-jährigen Carignanund Grenache-Rebstöcken stammen. Der Wein duftet nach schwarzen Oliven, Lorbeer und Cassis. Im Gaumen ist er erdig, dicht, dezent würzig. Ideal zu Lamm, Wild und Braten.

Weinhandlung am Küferweg 8912 Obfelden Tel. 043 - 322 60 00 www.kueferweg.ch Bis 2012 schön. Trinktemperatur: 16 bis 18 Grad. u CHF 24.–

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Horoskop

woche vom 27. 12. 2009 bis 2. 1. 2010 Überwiegend schwierige Aspekte und der Vollmond (Mondfinsternis) am 31. könnten eine hektische Woche symbolisieren. Venus bildet mehrere dissonante Winkel (Konjunktion mit Pluto am 28., Spannungen zu Mars und Saturn am 29., zu Neptun am 2.), was

auf Unfälle, Überschwemmungen, gesundheitliche Probleme namhafter Künstler usw. hinweisen könnte. Verstärkt durch schwierige Einflüsse von Mars–Saturn und Sonne–Neptun, die häufig Naturkatastrophen, Ausschreitungen, wirtschaftliche Probleme (Börsen?) signalisieren.

widder 21.–30. 3. Sie müssen sich mit neuen Situationen auseinandersetzen, sind zu Konzessionen gezwungen (am 27., 28., 29.). Eine Aussprache könnte am 29. Klärung bringen, am 31. könnte es Streit geben. 31. 3.–9. 4. Mars gibt Ihnen Energie, Sie kommen gut über die Runden. Exzellent für Sport und Hobbys der 30., chaotisch hingegen der 31. (Vollmond) und der 1. 10.–20. 4. Ihre Intuition, manchmal fast ein 6. Sinn, ist erstaunlich. Neue Projekte gelingen (günstig der 30.), Freunde helfen Ihnen. Am 1. und 2. nichts übertreiben!

stier 21.–30. 4. Ihr Charme wirkt, Sie erleben schöne Stunden, manchmal eine tiefe Veränderung auf dem Gefühlssektor (28., 31.). Am 2. nicht zu viel erwarten. 1.–10. 5. Sie finden am 31. und 1. den richtigen Ton, man hört auf Ihren Rat, günstig für ein Treffen, eine Reise. Um den 9. Geborene sind gesundheitlich anfälliger, sollten sich schonen (am 27., 29., 31.)! 11.–20. 5. Grössere Entscheidungen (Finanzen, Behörden?) gut überdenken! Sie sind nicht objektiv, man könnte Ihnen etwas vormachen (am 28. oder 2.). Angenehm wird der 1.

zwillinge 21.–31. 5. Sie legen den Grundstein für ein grösseres Vorhaben, könnten im Sommer mit guten Ergebnissen rechnen. Am 29. sind Sie zu empfindsam, am 2. auf der richtigen Wellenlänge. 1.–10. 6. Sie sind sehr dynamisch und vital, günstig für Sport (am 30., 1.). Dank Ihrer Schlagfertigkeit ziehen Sie sich am 30. und 1. geschickt aus der Affäre. 11.–21. 6. Jupiter–Neptun steigert Ihre Inspiration, signalisiert Entfaltung und Erfolg (30.). Ideal für neue Projekte (künstlerisch, humanitär, sozial). Bleiben Sie aber realistisch (am 28., 31., 2.)!

krebs 22. 6.–1. 7. Bitte anschnallen! Der kosmische Gegenwind könnte grössere Umwälzungen ­bewirken (z. B. auf dem Gefühlssektor). Sie fühlen sich eingeschränkt (am 28., 29., 31.). Freunde helfen am 27. 2.–12. 7. Sie sind am 31. (Vollmond) nervös (Schlafstörungen?), sollten auf Ihren Partner hören! In finanziellen Dingen sind einige zu grosszügig. Am 2. ruhig bleiben. 13.–22. 7. Am 28. oder 1. einen Kompromiss akzeptieren. Verhandlungen könnten sich in die Länge ziehen, aber Anfang Februar ist eine positive Lösung möglich.

löwe 23. 7.–1. 8. Sie gehen auf Distanz, was von Ihrer Umgebung (speziell am Arbeitsplatz) wenig geschätzt wird (am 27., 28., 31.). Am 29. können Sie einen Fehler ausbügeln. 2.–12. 8. Ihre gute Laune steckt am 29./30. an, Sie stehen im Mittelpunkt. Speziell die um den 10./11. Geborenen lassen sich zu voreiligen Schritten verleiten (am 28., 29.). 13.–23. 8. Ihre Freundschaften (Partner oder Kollegen) sind in einer «Nebel-Phase», und am 28., 31. und 2. sollten Sie sich klar und deutlich ausdrücken, um späteren Ärger zu vermeiden!

jungfrau 24. 8.–2. 9. Ihr Charme hilft Ihnen über die Runden, am 28. kündigt sich eine positive Veränderung an (schicksalhafte Begegnung, Neubeginn?). Etwas chaotisch der 29. und 31. (Vollmond). Toleranter sein! 3.–12. 9. Sie treffen den richtigen Ton (am 28., 1.), können die Stimmung im engsten Kreis bessern. Günstig für Reisen, Studien, Verhandlungen etc. 13.–23. 9. Ihre Beziehungen sind seit Monaten in einer Jo-Jo-Phase (durch Uranus), am 28. und 1. zeichnet sich eine positive Wende ab: oft ein Neuanfang mit mehr Unabhängigkeit.

waage 24. 9.–3. 10. Sie haben das Bedürfnis, in Ihrem Leben Ordnung zu schaffen, werfen Ballast ab (28., 29., 31.). Oft sind damit aber Spannungen zu Hause verbunden, als Folge einer grossen Umwälzung. 4.–13. 10. Missverständnisse (mit Angehörigen?) ruhig analysieren, am 29. und 1. diplomatisch bleiben! Auch am 31. (Vollmond) erreichen Sie mit Toleranz und klaren Aussagen Ihre Ziele besser. 14.–23. 10. Sie schweben in höheren Sphären, entdecken interessante neue Horizonte. Am 30. erleben einige wahre Sternstunden.

skorpion 24. 10.–2. 11. Mit Ihrem Charme können Sie am 29. eine explosive Situation entschärfen. Am 28. kündigt sich eine tiefe, positive Veränderung an, oft ein vielversprechender Neubeginn. 3.–12. 11. Der Vollmond am 31. ist günstig, u. a. für einen Besuch, eine Reise. Sie sollten sich schonen (27., 28.), Vorsätze für Ihre Gesundheit beschliessen! 13.–22. 11. Vor dem 16. Geborene können sich über eine positive Wende freuen (am 28., 1.). Nach dem 16. Geborene neigen zu Exzessen, sollten jedes Risiko (u. a. Investitionen) vermeiden (28., 31., 2.).

schütze 23. 11.–2. 12. Sie ziehen Bilanz. Langfristige Entscheidungen haben Vorrang (am 29., 2.) und versprechen gute Ergebnisse im September (Heirat, Nachwuchs?). Hektisch: der 28. und 31. 3.–12. 12. Sie sind sehr dynamisch und aktiv (30., 1.). Ideal, um gute Vorsätze zu fassen (u. a. mehr Bewegung!). Bei Diskus­ sionen mit dem Partner (wegen Finanzen?) Verständnis zeigen (am 31.)! . 13.–21. 12. Weiterhin gute Sterne. Oft Entfaltung und Erfolg (30.). Sie sind zufrieden, sollten sich aber am 28. oder 2. weniger Illusionen machen!

steinbock 22.–31. 12. Sie müssen kämpfen, um Ihre Privilegien zu verteidigen, stossen auf Widerstand (am 31., 2.). Um den 24./25. Geborene machen eine tief gehende Wandlung durch, meistens privat. Hektisch der 27., 28., 29. 1.–10. 1. Sie ziehen Bilanz, ziehen sich zurück. Am 1. sind Sie ungeduldig und nervös, bringen aber die richtigen Argumente vor. 11.–20. 1. Sie gehen zu­ versichtlich neue Wege, entdecken interessante neue Horizonte. In finanziellen Dinge am 2. nichts überstürzen! Am 1. kann der Dialog (Partner?) fruchtbar sein.

wassermann 21.–30. 1. Trotz Hindernissen (am 27., 28., 31.) kommen Sie gut über die Runden, zeigen sich kon­ struktiv (am 29., 2.). Projekte versprechen gute Resultate im September. Bleiben Sie am Ball! . 31. 1.–9. 2. Mars nervt, und speziell um den 7./8. Geborene sollten in harten Diskussionen nachgeben, Zeit gewinnen! Am 27., 29. und 31. sind Sie ungeduldig, am 30. und 1. agieren Sie instinktiv richtig. 10.–19. 2. Jupiter und Neptun sind ­weiter in Ihrer Dekade, bringen gute Chancen und An­ gebote, oft eine Entfaltung und (innere) Bereicherung.

fische 20. 2.–1. 3. Sie lernen neue Freunde kennen. Denkwürdige Begegnungen am 28. oder 31., etwas chaotisch aber der 29. und 2. (Probleme mit einem Projekt, Verzögerungen?). 2.–10. 3. Am 27./28. können Sie mit Charme Ihr Ziel erreichen, am 31. (Vollmond) und 1. ziehen Sie sich mit Redegewandtheit und guter Taktik aus der Affäre. 11.–20. 3. Eine neue Situation bringt Sie ins Wanken, ist aber auf lange Sicht positiv. Am 28. und 1. treffen Sie den Nagel auf den Kopf, aber am 30. neigen Sie zu heftigen Reaktionen. Am 2. sind Sie zu grosszügig.

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Zitat zwischen Zahlen Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buchstaben. Bei richtiger Lösung ergeben die ersten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, und die dritten Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort, Teile davon (grün) das Lösungswort. ZAHLENSCHLÜSSEL

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Wer häts – ohä lätz Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. SO KÖNNEN SIE 20 FRANKEN GEWINNEN: Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss Sonntag, 27. Dezember 2009

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WER HÄTS – OHA LÄTZ

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REBUS

LĂśsung: INSEL

1 G A R D I N (A) E 2 MAUS 3 FENSTER = DIAMANT SUDOKU mittel 1 3 5 2 9 6 4 8 7



Rebus

AuflĂśsung aus Heft 51

8 6 9 4 7 1 3 2 5

2 1

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7 4 2 3 8 5 1 6 9

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Fßllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

3 2 8 7 5 4 6 9 1

KREUZWORTRĂ„TSEL

LĂ–SUNGSWORT

LĂśsung: GEISTERBAHN schwer

4 5 6 9 1 3 8 7 2

LĂśsung: 516

9 7 1 8 6 2 5 3 4

6 8 4 5 2 9 7 1 3

2 1 3 6 4 7 9 5 8

5 9 7 1 3 8 2 4 6

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das LĂśsungswort.

3 5 9 4 7 2 6 1 8

6 1 4 8 3 5 7 2 9

8 2 7 9 1 6 3 4 5

9 7 5 2 6 1 4 8 3

1 3 6 7 4 8 5 9 2

4 8 2 5 9 3 1 6 7

5 9 3 1 2 4 8 7 6

2 6 1 3 8 7 9 5 4

7 4 8 6 5 9 2 3 1

LĂśsung: 461

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ăœber die Verlosungen wird keine Korrespondenz gefĂźhrt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie AngehĂśrige sind nicht teilnahmeberechtigt.

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Mission «Ho Burgdorf SBB-Chef Andreas Meyer, Moritz Leuenberger und SBB-Präsident Ulrich Gygi taufen die Klima-Lok.

Mannheim Noch dauert die Fahrt nach Kopenhage

Bundesrat Moritz Leuenberger an der Uno-Klimakon spricht er über sein frühes umweltpolitisches Engagement und ve

Kopenhagen «Es gibt keinen schöneren Empfang als ein Bahnhofbuffet», findet Leuenberger.

Hotel The Square, Kopenhagen Pause in einem St


Politik

penhagen»

n 13 Stunden. Leuenberger gibt Interviews.

Frankfurt Leuenberger zu Bertrand Piccard: «Du bist wie Galileo Galilei und Einstein in einer Person!»

ferenz in Kopenhagen. Unterwegs zum «Gipfel der Hoffnung» rrät, warum kalte Duschen für ihn nichts Negatives sind.

uhl des dänischen Designers Arne Jacobsen.

Rathausplatz, Kopenhagen Nachtspaziergang vor dem Schlafengehen – bei minus 10 Grad! schweizer illustrierte

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politik Text Nina Siegrist Fotos Kurt Reichenbach

G

arstig kalt ist es, als Moritz Leuenberger am Mittwochnachmittag mit Mütze und Handschuhen das Perron im Berner Bahnhof betritt. Er besteigt den «Klimaexpress» der SBB, der ihn an die Uno-Klima­ konferenz in Kopenhagen bringen soll. Delegierte aus 192 Staaten diskutieren dort seit Tagen über die ungewisse Zukunft der weltweiten Klimapolitik. Die Verhandlungen sind zäh, umso dankbarer ist Leuenberger für den Rückenwind, den ihm der Klimaexpress mit den 80 mitgereisten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verleiht. Mitgereist sind mehrere Jungpolitiker, der Klimaforscher Thomas Stocker und die Nationalräte Norbert Hochreutener, Sep Cathomas und This Jenny, welche sich, inspiriert vom endlich präsenten Winter, über das bevorstehende Parlamentarier-Skirennen unterhalten (Hochreutener: «This, du könntest den Pokal auch gleich behalten, gewinnst ja sowieso immer»). Leuenberger hingegen ist wenig an­getan von der Kälte. Denn, Klima­ erwärmung hin oder her, der Bundesrat friert – und genehmigt sich einen Tee im Speisewagen. Dann legt er los, gibt Interviews im Viertelstundentakt.

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schweizer illustrierte

«Wir alle leben im gegenwärtigen Irrtum, in dem wir uns befinden.»

Wann erfolgte das Umdenken? Mir persönlich wurde der Wandel so richtig bewusst, als ich 1979 in Zürich eine 1.-Mai-Rede hielt. Ich sprach ausschliesslich über Ökologie. Und erntete dafür tosenden Applaus, obwohl doch der 1. Mai für klassischen Sozialismus steht. Und heute, wie umweltbewusst leben Sie? Duschen Sie morgens kalt statt warm? Ich dusche – am Schluss – kalt. Aber nicht, um Energie zu sparen, sondern weil es mir Spass macht. Ich finde es jedoch gefährlich, Klimapolitik auf dieser Ebene zu betreiben: Es widerstrebt mir, den Moralapostel zu spielen. Ich fahre zwar Zug und esse kein Fleisch – damit ist das Klima aber noch lange nicht gerettet: Egal, wie umweltbewusst wir leben, wir verhalten uns nie ideal. Deshalb braucht es Gesetze, die für alle gelten. Im Speisewagen wird das Nacht­essen serviert: Stroganoff für die Fleisch­ esser, Gemüse-Makkaroni-Gratin für Vegetarier Moritz Leuenberger. Auch die SBB-Spitze mit Andreas Meyer und Ulrich Gygi lässt es sich

moritz Leuenberger

Foto Keystone

Herr Bundesrat Leuenberger, mit welchen Hoffnungen reisen Sie an die Klimakonferenz in Kopenhagen? Es wäre wunderbar, wenn sich die Vereinten Nationen gemeinsam zu einer Verpflichtung durchringen könnten, eine weitere Verringerung des CO2-Ausstosses vereinbaren würden. Eine verbindliche Zahl festzulegen, wird wohl schwierig, aber zumindest eine politische Absichtserklärung, die den Weg für konkrete Massnahmen ebnet, wäre wünschenswert. Mit an Bord des Klimaexpress ist auch eine Sekundarschulklasse aus Aarberg – wie alt waren Sie, als Sie sich zum ersten Mal intensiver mit dem Thema Umweltschutz auseinandergesetzt haben? Das war in meiner Studienzeit. Ich erinnere mich daran, dass ich in der Zentralbibliothek in Zürich nach Literatur über Umweltschutz gesucht habe. Und, stellen Sie sich vor, man fand das Thema unter der Rubrik «Freizeit­ beschäftigungen». Umweltpolitik hatte damals eine marginale Rolle, kaum jemand interessierte sich für Häuser­ abdichtungen oder den CO2-Ausstoss. Das Bewusstsein dafür fehlte komplett.

Im Konferenzzentrum Leuenberger trifft den Uno-Klimagesandten Rajendra Pachauri.


Auf der Rückreise dürften Sie etwas weniger Zeit zum Lesen haben: Stimmt es, dass Sie mit dem Bundesratsjet zurückfliegen? Ja. Aus zeitlichen Gründen drängt sich das auf. Ausserdem habe ich immer betont, dass es sich bei der Zugfahrt mit dem Klimaexpress um einen symbolischen Akt handelt. Und die Politik braucht solche Symbole.

In «heiliger» Mission Zusammen mit seinem Informationschef Dominique Bugnon (r.) macht sich Moritz Leuenberger auf den Weg vom Bahnhof Kopenhagen zum Konferenzzentrum.

schmecken. «Es ist höchste Eisenbahn, etwas fürs Klima zu tun», findet Erste­ rer. «Selbstverständlich retten wir mit dem Klimazug nicht die Welt», meint Letzterer etwas pragmatischer. Später mischt Gygi sich «unters Volk», scheint die Fahrt zu geniessen. Kollege Meyer steigt aus Zeitgründen in Mannheim aus. Den Stopp nutzen einige Jung­ politiker für eine Rauchpause. Und ein Nationalrat merkt, dass der Halt zu kurz ist fürs Pfeife-Rauchen. Moritz Leuenberger zeigt Ausdauer und meint in einer Ansprache, er habe noch lange nicht genug vom Zugfahren … Bis Kopenhagen dauert es noch mehr als zehn Stunden, und Sie sagen, es könnte ruhig noch ein bisschen länger dauern. Ist Ihnen denn gar nicht langweilig? Nein, ich bin ja permanent am Arbeiten. Meine Mappe ist voll, unter anderem will ich nochmals die Rede durchgehen, die ich morgen an der Klimakonferenz halten werde. Für den Fall, dass vor dem Schlafengehen noch Zeit bleibt, habe ich auch noch ein Buch im Gepäck – «Der Koch» von Martin Suter.

Am Donnerstagmorgen nähert sich der Klimaexpress Kopenhagen, ein Schneesturm peitscht gegen die Fensterscheiben. Die Reisenden kom­ men aus ihren Schlafkabinen in den Speisewagen. Ulrich Gygi fühlt: «Ich bin ausgeruht, obwohl ich eigentlich das Gefühl habe, die ganze Nacht wach gewesen zu sein.» Anders JusoPräsident Cédric Wermuth: Das «Klima»-Gipfeli zum Frühstück isst er mit dem Tempo, das einem die Müdigkeit einer durchzechten Nacht aufbrummt, und erklärt, das Zugperso­ nal habe ihn morgens um halb vier Uhr freundlich, aber bestimmt aufgefordert, doch jetzt ins Bett zu gehen. Munter wirkt Moritz Leuenberger. Er wird kurz nach der Ankunft in Kopenhagen zum Konferenzzentrum gefahren, wo er von der bereits anwesenden Schweizer Delegation gebrieft wird über den Stand der Dinge. Zwei Tage lang diskutiert und verhandelt er gemeinsam mit anderen Staatsvertretern fast ununter­ brochen. Das Resultat ist hochum­ stritten (siehe Box): Lippenbekenntnis und fauler Kompromiss oder doch ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung? Die Zukunft wirds zeigen. Wenn einer Ihrer Nachfolger in 50 Jahren zurückschaut auf Ihre Tätigkeit – was wird er dann hoffentlich sagen? «Er hat das Maximum getan, was damals möglich war.» Aber wahr­ scheinlich wird er auch sagen: «Heute würden wir alles ganz anders machen.» Wie meinen Sie das? Wir alle leben im gegenwärtigen Irrtum, in dem wir uns befinden. Künftige Generationen wissen es immer besser. Denken Sie nur an die Röntgenstrahlen: Als ich jung war, konnte man in jedem Schuhgeschäft minutenlang durch ein Röntgengerät schauen, das einem zeigte, ob der Schuh gut sitzt. Die gesundheits­ schädigende Wirkung der Röntgenstrah­ len war kein Thema. Heute zieht mir die Zahnarztgehilfin eine dicke Schürze an, wenn ich röntgen muss. Auch unsere Nachfahren werden sich wohl in gewissen Belangen fragen: «Waren die denn wahnsinnig?» 

Leuenbergers Witze am Gipfel «Bei rund 45 000 Teilnehmern muss man ständig Schlange stehen. Aber als Verkehrsminister kennt man ja solche Verstopfungen …» HHH Bei der Ankunft im Bahnhof Kopen­ hagen zu den im Klimaexpress Mitgereisten: «Wir haben eine ge­ meinsame Nacht hinter uns – das ist immer etwas Besonderes!» Und: «Es gibt doch keinen schöneren Empfang als ein Bahnhofbuffet.» HHH «In Kopenhagen fliegen die Fetzen. Klimagipfel sind keine Schönwetter­ veranstaltungen.» HHH Auf die Frage eines Journalisten, ob Moritz Leuenberger Verständnis habe für die Demonstranten: «Ich werde nicht ins Gefängnis gehen, um mit ihnen zu plaudern, wenn Sie das meinen …» HHH Zu Viktor Christen, Schweizer Botschafter in Kopenhagen, bei der Ankunft: «Sogar schneien lassen haben Sie es für uns! In der Schweiz hat es wegen der Klimaerwärmung nicht so viel Schnee – deshalb sind wir hier hochgekommen!»

Kopenhagen 2009: minimaler konsens Ernüchterndes Ende nach einem dramatischen Finale: Nachdem am Freitagabend 25 Staaten – darunter auch die USA und China – eine politische Erklärung zum Klimaschutz ausgehandelt hatten, wurde diese Schlusserklärung von der Vollversammlung lediglich «zur Kenntnis genommen» und bleibt damit unverbindlich. Die zentralen Forderungen: Die Erwärmung der Erde soll auf weniger als zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden. Ausserdem versprechen die Industrieländer den Entwicklungsländern finanzielle Unterstützung für den Klimaschutz. Bis 2020 leisten sie jährlich einen Beitrag von rund 100 Milliarden Franken. Die USA, China, Indien, Japan und die EU haben sich zusätzlich zu einer konkreten Verringerung des CO2-Ausstosses verpflichtet. Während Umweltorganisationen und Klimaexperten grösstenteils enttäuscht sind vom vagen Ergebnis, bezeichnen andere – so auch Bundesrat Moritz Leuenberger – Kopenhagen 2009 als einen Schritt in die richtige Richtung. schweizer illustrierte

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Auf Entdeckungsreise Maria Walliser und Pirmin Zurbriggen erkunden die Downtown von Montréal. Beide waren noch nie länger hier.

Feuer & Freude Pirmin überreicht Maria die Olympia-Flamme.

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schweizer illustrierte

Foto Keystone

Immer noch attraktiv, sportlich und Lieblinge der Nation: Unsere Skilegenden maria walliser und pirmin zurbriggen treffen sich am Olympia-Fackellauf im kanadischen Montréal wieder. Und erzählen sich von Weinbau und Ablösungsproblemen.

Das Feuer


sport

brennt noch schweizer illustrierte

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Text iso niedermann Fotos marcel nöcker

Z

wei von 12 000 Läufern, 300 Meter von 45 000 Kilometer Gesamt­ strecke, 3 Minuten einer Reise von 106 Tagen. Nur ein ganz kleines Stück des Wegs haben Maria Walliser und Pirmin Zurbriggen, beide 46, die olym­ pische Fackel getragen. Für den Walliser aus Zermatt und die in Malans GR leben­ de Toggenburgerin dennoch ein High­ light. Die beiden sind sichtlich ergriffen, als sie sich frühmorgens in einem Vorort Montréals in beissender Kälte die Flamme von Fackel zu Fackel weiter­ reichen. Am 12. Februar wird das Feuer am Ziel ankommen: in Vancouver, bei der Eröffnung der Winterspiele. Zurbriggen hatte vor 21 Jahren im kanadischen Calgary Olympiagold in der Abfahrt und Bronze im Riesenslalom gewonnen, Walliser gleichenorts Bronze in Riesenslalom und Kombination. Vier Jahre zuvor hatte sie in Sarajewo bereits Abfahrtssilber erkämpft. Maria Walliser, Pirmin Zurbriggen, wie haben Sie auf die Anfrage reagiert, die olympische Fackel in Kanada tragen zu dürfen? Maria Walliser: Ich dachte zuerst, da gäbe es doch solche, die mehr bei Olympia geleistet hätten als ich. Aber ich habe mich schon extrem gefreut. Die olympische Flamme ist für mich Symbol für Herzblut. Und jetzt, nach dem Lauf, bin ich total happy! Ich war so ergriffen, dass es mir egal gewesen wäre, wenn ich die Flamme ganz allein durch einen Wald hätte tragen müssen. Pirmin Zurbriggen: Ich war auch in Turin Fackelläufer und habe immer gesagt, dass ich es sofort wieder machen würde, wenn ich die Ehre erhielte. Als Athlet bekommt man ja das Grossartige von Olympia fast zu wenig mit. Olym­

Erinnerungsfoto Pirmin Zur­briggen knipst Maria Walliser auf dem MontRoyal, dem Ausflugshügel, der der Stadt am St.-LorenzStrom ihren Namen gab.

Passt! Die beiden ehemaligen Skicracks beim Lädele in einem OlympiaShop in Sous-solMontréal. Unter der City gibt es eine unter­ irdische «Zweitstadt» mit 30 km Einkaufsstrassen. pische Spiele sind für mich ein Beispiel, wie die Welt eigentlich funktionieren sollte. Sie sind beide Schweizer Skilegenden. Verbindet das über die Karriere hinaus? Pirmin: Leider haben wir keinen regel­ mässigen Kontakt. Das ist im Skisport unter ehemaligen Teamkolleginnen und -kollegen die Regel. Maria und ich treffen uns aber immer wieder im Rahmen unserer Tätigkeit für den Nachwuchs.

Und es ist stets eine besondere Freude. Mir ist noch unsere erste Begegnung präsent. Das war, als wir noch ganz jung mit der JO an den Zuckerpokal fuhren, ein Nachwuchsrennen in Frankreich. Maria: Daran erinnere ich mich kaum. Ich habe Pirmin eigentlich erst richtig kennengelernt, als er 1985 seine Knieverletzung hatte und sich dann zurückkämpfte. Da dachte ich: Das ist ein Superstar. Zuvor hatte ich ihn eher


sport

Synchron Beim Eislaufen auf dem Mont-Royal beweisen Maria und Pirmin polysportives Talent. als ruhigen Bergler wahrgenommen. Pirmin: (Lacht.) Ich weiss noch gut, was ich als Erstes dachte: Das ist ja ein unglaublich attraktives Mädchen! Ich hab aber auch schon bald gespürt, dass dieses Mädchen einen ausserordentlich starken Durchsetzungswillen hat. Einige Ihrer Kinder sind ebenfalls im Skirennsport. Haben Sie nie Angst um sie? Maria: Noemi ist jetzt 13. Und ich mache mir da keine grossen Sorgen.

Höchstens, wenn ich merke, dass sie vor den Rennen verkrampft ist und sich Druck macht. Sie hat aber einen starken Charakter, ähnlich wie ihre grosse Schwester Siri. Die würde sich im ­Rollstuhl manchmal glatt über alles Schwierige hinwegsetzen. Sie will sich selten helfen lassen. Pirmin: Ich bin bei jedem Start unserer Kinder brutal nervös! Schlimmer als bei meinen eigenen Rennen. Bei den

g­ rossen Söhnen gehts allmählich, aber Maria, die Mittlere, wird nun auch Speeddisziplinen fahren. Mir wärs lieber, sie würde es nicht tun. Vor allem aber tun mir unsere Kinder manchmal ein bisschen leid, wenn ich sehe, dass sie ihres Namens wegen mit übergrossen Erwartungen konfrontiert werden. Die Kinder von Pirmin und Moni, 42, Zurbriggen – Elia, 19, Pirmin, 17, und

u


Dankbar Maria in der Kathedrale Notre-Dame: «Ich hab im Leben so viel Glück erlebt!»

Beeindruckt Pirmin ist religiös: «Unglaublich, was von Menschenhand möglich ist.»

Maria, 15 – besuchen die Sport­schule in Brig. Alain, 11, geht noch in Zermatt zur Schule. Nachzüglerlein Leonie, 20 Mo­ nate, ist für den Papa Kraftquelle: «Wir haben sie uns so gewünscht. Und es war ein Super­entscheid, nochmals ein Kind zu haben. Sie lenkt mein Leben in neue ­Richtungen, hilft mir, ihre älteren Ge­ schwister mit anderen Augen zu sehen.» Elia, der eher introvertierte älteste Sohn, ist Götti von Leonie. «Unglaublich, wie er bei ihr auftaut und umgekehrt. Die Kleine schläft immer bei Elia im Bett ein.» So können sich Moni und Pirmin in der Führung ihres Hotels in Zermatt bestens ergänzen und ablösen. Einen neuen Lebensabschnitt beginnt auch Maria Walliser. Siri, 18, meistert ihr Leben mit Spina bifida, einer angeborenen Spaltung des Rücken­ wirbels, prächtig. «Im Sommer macht sie am Gymi in Appenzell die Matura. Und nach einer Pause mit Reisen will sie Jus studieren», erzählt die stolze Mama. Nebenbei ist Siri derzeit dabei, AutoFahrstunden zu nehmen. Noemi besucht das Gymi in Schiers. Ihr Traum ist es, einmal Schule und Skisport an der Sportmittelschule ­Davos zu kombinieren. Eine schöne Vorstellung auch für Maria und Papa Guido, 55, zumal die Familie im Ort eine Zweitwohnung besitzt. Jetzt bricht die schöne Mama zu ­neuen Ufern auf. Bei ihrem Haus in ­Malans bebaut Maria mit Unterstützung eines Nachbarn einen Weinberg. Die erste Traubenernte diesen Herbst betrug 119 Kilo. Die Jungwinzerin vertieft sich seriös ins Thema Önologie. «Meine Altersvorsorge», scherzt sie. «Gegen aussen wirke ich ruhiger, als ich es innerlich bin», sagt Maria Walliser über ihr derzeitiges Leben. «Es gibt für Guido und mich so viel zu organisieren

in unserer Familie. Und ich engagiere mich auch daneben vielfältig. Ich sehne mich einfach mal nach ein bisschen Ruhe. Aber ob ich die dann auch aus­ halten würde?» Ähnlich tönts bei Pirmin: «Ich mache einfach zu vieles gleichzeitig. Zum Glück habe ich Moni. Trotzdem: An den Auszug der ersten Kinder von zu Hause denke ich lieber nicht. Ich bin halt schon ein bisschen eine ‹Glucke›!» 

u

Warum maria & pirmin?

Flavio Calligaris Geschäftsführer Coca-Cola Schweiz GmbH. Weshalb hat Coca-Cola Zurbriggen und Walliser für den Fackellauf nominiert? Sie haben einen sportlichen Bezug zu Kanada. Beide gewannen Medaillen an den Olympischen Winterspielen 1988 in ­Calgary. Zudem unterstützen wir das Nachwuchskader von Ski Valais, dessen Präsident Pirmin ist. Was verbindet Coca-Cola mit Olympia? Wir sind schon seit 1928 Partner der Olympischen Spiele. Neben Erfrischungsgetränken bringen wir vielfältige Service­leistungen, Erfahrung und finanzielle Mittel ein. Welche Rolle spielt Olympia in Ihrer ­weltweiten Marketingstrategie? Eine zentrale. Im Hinblick auf Vancouver werden nach Weihnachten im Rahmen unserer «Olympic Dreams»-Kampagne tolle Preise zu gewinnen sein. Hauptpreis: ein Skitag und Rennbesuch mit Pirmin Zurbriggen in Garmisch-Partenkirchen! Infos unter www.coke.ch


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präsentiert:

donnerstag, 21. januar 2010, 19.30 h st. jakobshalle basel

freitag, 22. januar 2010, 20 h kongresshaus zürich

THE GREATEST ENTERTAINER IN HISTORY ...

IS BACK

freitag, 12. märz 2010, 20 h sportzentrum huttwil samstag 13. märz 2010, 20 h bodensee arena kreuzlingen samstag, 20. februar 2010, 20 h hallenstadion zürich

sonntag, 14. märz 2010, 20 h hallenstadion zürich

montag, 22. februar 2010, 20 h hallenstadion zürich

zusatzkonzert

27.02.10

26. und 27. februar 2010, 20 h hallenstadion zürich

sonntag, 28. februar 2010, 20 h hallenstadion zürich

mittwoch, 31. märz 2010, 19 h hallenstadion zürich montag, 1. märz 2010, 20 h volkshaus zürich

samstag 3. april 2010, 19 h arena genf

dienstag, 2. märz 2010, 20 h kongresshaus zürich

Vorverkauf bei Ticketcorner unter der Nummer 0900 800 800 (CHF 1.19/min.), übers Internet: www.ticketcorner.com oder bei Die Schweizerische Post, Manor, SBB und Coop City, sowie bei allen anderen Ticketcorner Verkaufsstellen. Info: www.goodnews.ch oder Info-Line 0900 57 30 30 (CHF 1.49/Min.)


reportage Imposant ÂŤ10vor10Âť-Moderatorin Daniela Lager reitet zum ersten Mal auf einem Elefanten.

Eine kolos


Für eine Serie über den Mekong reisten TV­Moderatorin Daniela Lager, 45, und ihr «10vor10»-Team von Vietnam bis China. In Thailand lernt sie Pang Boo See kennen, einen vier Tonnen schweren Elefanten. Ein imposantes Treffen – mit Folgen.

sale Begegnung schweizer illustrierte

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reportage

Text Daniela LAger Fotos Pascal Nufer Für SF

M

it grosser Vorsicht nähere ich mich einem kolossalen, vier Tonnen schweren Dickhäuter. Um ihm den Kopf kraulen zu können, müsste ich auf einen Tisch stehen. «Map lung. Leg dich hin», sagt sein Besitzer, ein Mahout, zu «meinem» Elefanten. Das Tier gehorcht aufs Wort. Ich halte mich mit einer Hand an seinem Ohr fest, und steige über sein angewinkeltes Bein auf den Rü-

cken. Um ehrlich zu sein, elegant hat das nicht ausgesehen. Der Elefant steht auf, und ich versuche nicht runterzufallen. Der Mahout hat hinter mir Platz genommen, ich fühl mich gleich sehr viel besser mit dieser Lebensversicherung im Rücken. Ich reite zwanzig Meter vor und wieder zurück. Auf dem Kopf von Pang Boo See wachsen borstige Haare, dazwischen krabbeln allerlei Insekten. Elefanten ­lieben es, sich im Staub und Dreck zu wälzen, aber auch zu einem Bad im ­Mekong muss man

sie nicht lange überreden. Bis zum Bauch steht der Elefant im Wasser, ich blicke ans andere Ufer. Da drüben ist Burma, denk ich mir noch, und schon taucht das Tier ab. Genüsslich legt es sich zur Seite, ich halt mich an allem fest, das ich zu fassen kriege, und bin bis zum Hals nass. Das Wasser ist warm, und als der erste Schreck vorbei ist, macht mir das Baden genauso viel Spass wie dem Elefanten. Zehn Tage bin ich bereits mit meinem Team unterwegs. Für eine


«10vor10»-Serie reisen wir entlang dem 4500 Kilometer langen Mekong. Im Grenzgebiet zwischen Thailand, Laos und Burma wollen wir das lukrative Schmuggelgeschäft filmen. Die Region ist weltbekannt unter dem Namen «Goldenes Dreieck». Golden ist der Boden hier für jede Art von illegalem Handel – seis mit Drogen, Waffen oder auch Elefanten. Vor allem Elefantenbabys werden in Burma eingefangen und nachts über den Fluss nach Thailand gebracht. Dort werden sie als u

Unvergesslicher Trip Daniela Lager reiste mit «10vor10» dem Mekong entlang. In der Golden Triangle Elephant Foundation in Nord-Thailand macht sie die Bekanntschaft mit Elefanten und den Mahouts, ihren Besitzern. "EIJING

reise Entlang dem Mekong -EK SS

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u Das «10vor10»-Team reiste für eine achtteilige Serie den Mekong 3800 Kilometer stromaufwärts. Die extremsten Temperaturunterschiede zwischen der tropischen Mittagshitze und den tibetischen Nächten betrug 50 Grad. Vom Delta in Vietnam

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bis ins Grenzgebiet zum Tibet, wo der Mekong seinen Ursprung hat, führte die Reise. Die Serie gibt Einblick in eine Welt, die geprägt ist vom Lauf und den Launen des Flusses, und startet ab dem 28. Dezember in «10vor10» auf SF 1.


reportage Betteltiere missbraucht. In Städten oder Touristenzentren müssen die Tiere Kunst­ stücke vorführen, während ihre Besitzer bei ­Urlaubern Geld einsammeln. Ein unwürdiges Leben für diese stolzen und gescheiten Tiere, die in Thailand fest in der Kultur verankert sind – als Wappentier des Staates. Das Betteln mit Elefanten ist zwar offiziell verboten, aber kaum durchsetzbar. ­Haben Sie schon mal versucht, einen ­ Elefanten zu ver­ haften? Wer betreut das Tier, wenn der Besitzer im Gefängnis ist? Mit Paragrafen ist dem Problem nicht beizukommen. Ein Elefanten-Hilsprojekt versucht da Lösungen zu finden. Im Camp der Golden Triangle Elephant Foundation leben etwa 30 Tiere. Doch die Stiftung will nicht nur den ­Tieren eine Zukunft bieten, sondern auch ihren Be­ sitzern, den Mahouts. Über Generationen geben die Mahouts ihr Wissen über die Tiere innerhalb der ­Familie weiter: Ein Elefant, der mehr als 70 Jahre alt werden kann, ­arbeitet oft erst mit dem Vater, dann mit dem Sohn und vielleicht sogar noch mit dem Enkel, bis er in Pension geht. Nimmt man einer Mahout­ familie ihren Elefanten weg, wissen die Menschen mit sich und dem Leben oft nichts mehr ­anzufangen. Die Stiftung kauft deshalb nicht nur die Tiere, sondern bietet auch den Besitzerfamilien ein neues Zu­ hause. So ist neben dem Camp ein kleines Dorf entstanden. Das Projekt verschlingt viel Geld – auch weil so ein Elefant viel Fut­ ter verschlingt. Für Bananen und andere Früchte gibt die Stiftung rund 1000 Fran­ ken pro Tier und Monat aus. Jede Art von Spende ist darum willkommen.

u

Geplansche Ein Bad im Mekong für Daniela Lager und Elefant Pang Boo See.

«Künftig werde ich die Elefanten im Zoo mit anderen Augen sehen» Daniela Lager, mutter und TV-moderatorin Nach einer Viertelstunde Herumgeplansche wird Pang Boo See hungrig. Die Elefantendame marschiert auf einen Baum zu und reisst Blätter von den Ästen. Ich reiche ihr die Leckereien über den Kopf nach vorne, und sie nimmt die einzelnen Halme ganz vorsichtig mit dem Rüssel. All meine Angst ist ver­flogen – ein Fehler, denn selbst die Mahouts vertrauen einem Tier nie rest­ los. Erstens kann auch ein Elefant mal einen schlechten Tag haben, und zweitens muss er sich im Umgang mit Menschen

ständig konzentrieren, um uns nicht un­absichtlich zu verletzen. Seine Kräfte sind bedrohlich für Menschen. Mit einer letzten Umarmung verabschiede ich mich von «meinem Elefanten». Diese Elefanten und ihre Mahoutfamilien haben Glück gehabt. Die Zeiten, wo sie auf Bangkoks Strassen ums Überleben betteln mussten, sind vorbei. Und ich bin um eine unvergess­ liche Erfahrung reicher. Wenn ich das nächste Mal mit meinen Kindern in den Zürcher Zoo gehe, werde ich die Ele­ fanten mit ganz anderen Augen sehen.


Notabene

S

oeben hat die Credit Suisse wieder ihr neu- an den Ausländern, sich zu integrieren.» Die Wirtschaft holt es Sorgenbarometer veröffentlicht. Sorge sie – mit dem Einverständnis der SVP –, die Gesellschaft hat Nummer eins in diesem Jahr war die sie, «nun schaut aber, wie ihr euch bei uns zurechtfindet». So gehts ja wohl nicht. Gefordert sind die drei BundesratsArbeitslosigkeit. 66 Prozent der Schweizer haben Angst, arbeitslos zu werden. Im parteien CVP, FDP, SP. Die aber sind nach dem jüngsten VolksWohlstandsland Schweiz sind zwei Drittel entscheid wie betäubt. CVP-Maulheld Darbellay wollte ­jüdische der Menschen verunsichert. Machen sich Friedhöfe verbieten. FDP-Chef Pelli möchte an islamischen Sorgen um ihre Zukunft. Das ist in vielen Feiertagen nicht mehr schulfrei geben. Und SP-Präsident Fällen bestimmt unbegründet. Aber Angst- ­Levrat glaubt an das gute Beispiel: Asyl für Guantanamogefühle können nicht einfach abgeschminkt werden. Die Häftlinge. Sorry, das wirkt alles recht hilf- und ratlos. Wenn nichts geschieht, passierts. Dann fährt die SVP den Wirtschaftskrise schlägt halt aufs Gemüt. Angst schürt Ängste. Zum Beispiel vor Ausländern, drei Konkurrenten davon. Nach der Abwahl Blochers geriet die einem die Stelle wegnehmen könnten. Und die trotz sie vorübergehend aus dem Tritt. Bereits aber fährt Krise weiterhin zuwandern. Professorale Erklärungen, die sie erneut auf der Überholspur. Ziel: Ankunft im BundesWirtschaft brauche sie, putzen Bedenken nicht einfach weg. haus 2011. Als Wahlsieger. Im Schweizerland herrscht, das zu notieren Für CVP, FDP, SP geht es nicht gerade um ist nicht Panikmache, allgemeines Unbehagen. «Entscheidend das Überleben. Um das Wie aber schon. Wie wolErfahrungsgemäss macht sich das mal Luft. ist nicht das len sie verhindern, dass die SVP unser Land nicht immer noch mehr in die Isolation drängt? Diesmal an den Minaretten. 57,5 Prozent stimmSind sie willens und fähig, eine Gegenstrategie ten für ­ deren Verbot. Wetten, dass es den Gutgemeinte, zum SVP-Crash-Kurs zu entwerfen? Gibt es dameisten gar nicht um diese komischen Bau- vielmehr das werke ging. Eher schon um das Symbol einer für einen gemeinsamen Nenner? Oder wollen die unheimlich fremden Glaubenslehre. Der Bauch Gutgemachte» drei im Alleingang noch stärker zurückfallen? stimmte mit: «Jetzt reicht es aber!» Nötig wäre jetzt eine Koalition der VerNun stehen wir Schweizerinnen und Schweinunft. Im Interesse der Schweiz könnten zer mit dem Vorwurf da, wir seien fremdenfeindlich. Quatsch. Mitte-rechts und Mitte-links für einmal das Trennende zurück22 Prozent der Bevölkerung sind Ausländer. Das ist europä- stellen. Es geht nicht darum, den Klub zur Harmonie zu grünischer Höchstwert. Und taugt bestimmt nicht als Beweis für den. Es geht darum, Politik nicht auf den Missbrauch durch Fremdenfeindlichkeit. Ausländer zu beschränken. Wirtschaft, Gesellschaft und Staat Das Thema jedoch, was eine Gesellschaft überhaupt sind für die Volkswirtschaft gemeinsam verantwortlich. Volkszu verkraften mag, ist tabu. Nehmen wir die 400 000 Muslime wirtschaft ist die Wirtschaft für das Volk. Ausländer in der Schweiz. Sie sind nicht zufällig da. Man hat sie geholt. sind nicht primär Schädlinge, wie die SVP vorgibt. Ausländer Die Wirtschaft brauche sie. 1,5 Prozent arbeiten in der müssen integriert werden. Mit einem von FDP, CVP, SP mitWirtschaft oder in Spitälern zum Beispiel. Wie hatte Max getragenen Integrationsgesetz. Frisch gesagt? «Wir wollten Arbeitskräfte, und es kamen Was für eine Schweiz und wie viele Ausländer wollen Menschen.» wir? Was tolerieren wir, was nicht? Darüber brauchts den Menschen haben und schaffen Probleme. Nicht alle Aus- offenen Disput. Zuständig dafür ist die Politik. Entscheidend länder sind so, wie wir sie gerne hätten. Sie betreiben Sozial- ist nicht das Gutgemeinte, vielmehr das Gutgemachte. Die missbrauch, sind gewalttätig, sind kriminell. Das ist leider so. Koalition der Vernunft darf das Land nicht der SVP überFür die SVP ist das ein politisches «Fressen». Sie thematisiert lassen. Zu viel Blocher-Medizin erträgt sie nicht, unsere nur das Negative. Und macht daraus den politischen Schwer- geliebte Schweiz.  punkt: Kennwort: «Die Ausländer sind an allen schuld.» Das mühsame Geschäft der Integration interessiert sie nicht. Helmut Hubacher, 83, ehemaliger SP-Präsident Fraktionschef Caspar Baader dazu: «Es liegt einzig und allein und Buchautor

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Helmut Hubacher

Schweiz: Rückblick und Ausblick


Party

Ex-Eishockeyaner und NeuSchauspieler Reto Frischknecht mit EHC-ArosaJunioren.

Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz und seine Frau Nadja trotzen der Eiseskälte mit sonnigem Lächeln.

BMW-SchweizChef Erich Papke und Gattin Michele fahren lieber Ski als Schlittschuh.

Die Nacht der Champions Premiere von «Champions» in Arosa: Warm anziehen!

Familie Ulli: Schauspieler Hans-Peter Familie Ammann: Mami Romana, ExMiss Amanda und Papi Richard, der mit Gattin Antonia und deren zwei Jahre lang beim EHC Arosa spielte. Tochter Sussan, die in Florenz lebt.

Familie Blumenthal: Ex-Mister Renzo und seine Ladina. Zu Söhnchen Moreno schauten Ladinas Eltern.

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ie beiden Hauptdarsteller Marco Rima und ­ Andrea Zogg schafften es wegen anderer beruflicher Verpflichtungen nicht nach Arosa. Dafür gaben sich einige Legenden des EHC Arosa die Ehre: die Brüder Markus und Guido Lindemann, Heini Staub oder Reto Dekumbis schupperten wieder mal Aroser «Gletscherluft». Letzterer fungierte während der Dreharbeiten als Coach für Hans-Peter Ulli. «Er nahm mir die Angst vor dem Eis», erzählt der 170-Kilo-Mann. Sein Kollege Jörg Schneider hatte ein ganz anderes Problem: «Ich als Nichtraucher musste Pfeife paffen!» Keine Hemmungen zeigte Ex-Eishockeyprofi Reto Frischknecht – weder auf der Leinwand, wo er als Einziger eine Nacktszene hat, noch bei der Afterparty im Hotel Eden: Tanzeinlage inklusive Mini-Strip! Von wegen «alte Säcke» …! Text sandra casalini, Fotos bruno voser

Marc Walder, CEO Ringier Schweiz (l.), Christian Unger, CEO Ringier. Adrian Stern mit seiner Freundin Mylen. Von ihm stammt der Titelsong von «Champions»: «Diese Comeback-Geschichte inspirierte mich.»

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Kleiner Plausch in der Garderobe: EHC-Arosa-Trainer Andy Ritsch, Guido Lindemann und Sohn Sven (v. l.).

party-facts

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Party-Rating

«Apéro auf dem Eisfeld bei minus 15 Grad, Dinner und Kino in der Eishalle: Endlich mal was anderes als die gängigen Cüpli-Partys! Auch wenn sich das Outfit vieler Gäste als untauglich herausstellte»


Leute Mister schweiz

«Ich habe kein Alkoholproblem»

nachgefragt bei

André Marty Sakral NahostKorrespondent André Marty moderiert am 24. Dezember live aus Bethlehem. In der Geburtskirche Jesu wird das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach aufgeführt (22.30 Uhr, SF 1). Herr Marty, was darf man erwarten, wenn an Heiligabend an einem heiligen Ort heilige Musik gespielt wird? Jedermann hat eine Beziehung zu Weihnachten, auch nicht religiöse Menschen. Alle werden darum mit dieser hochstehenden Musik in diesem speziellen Umfeld etwas anfangen können. Vielleicht wird der eine oder andere für ein paar Minuten nicht nur an seine Geschenke denken, sondern versuchen, die Geschichte in einen grösseren Kontext zu stellen. Die Geburtskirche Jesu ist ein unglaublich symbolträchtiger Ort. Was bedeutet er für Sie persönlich? Diese Gegend zwingt mich dazu, mich mit meiner Herkunft und meiner eigenen Religiosität auseinanderzusetzen. Denn hier wird man durch seine Religions­ zugehörigkeit definiert. Hier bin ich also Christ – egal, ob gläubig oder nicht. Bethlehem ist auch symbolisches Zentrum für jenen Konflikt, der die Menschen in Israel und Palästina bis heute nicht zur

Ruhe kommen lässt. Die Realität ist sehr heikel und explosiv. Werte wie Toleranz bedeuten wenig, viele Menschen haben sich vom politischen Prozess verabschiedet, sind zum Teil abgelöscht. Manchmal fällt es deshalb schwer, ob all dem politischen Zynismus ans Gute im Menschen zu glauben. Die Über­tragung der Messe ist immerhin ein Versuch, einen Alltag zu leben – auch wenn eine Weihnachtsmesse natürlich keinen Frieden in den Nahen Osten bringt. Was für Emotionen transportieren für Sie die Klänge von Bach? Für mich ist es eine Einladung, sich Zeit zu nehmen, tolle Musik zu hören und innezuhalten. Vielleicht auch, um sich bewusst zu werden, dass, wenn Maria und Josef heute mit ihrem Esel einen Stall gesucht hätten, sie gar nicht nach Bethlehem gekommen wären – weil nämlich am Eingang zu Bethlehem ein Checkpoint und eine siebeneinhalb Meter hohe Mauer aus Beton stehen. Wie werden Sie persönlich Weihnachten verbringen? Meine Familie feiert immer abwechselnd in der Schweiz und in Israel. Wir müssen uns hier bewusst unsere Adventsstim­ mung selber schaffen, ein Euka­lyptusAst dient als Christbaum-Ersatz. In der Schweiz kriegt meine Tochter Mila natürlich mehr Geschenke von den Gross­eltern, aber hier in Israel kennt sie es nicht anders. Interview Andrea Vogel

André Reithebuch: «Ich werde mich in Zukunft beim Flirten zurückhalten.» uHat André

Reithebuch, 23, tatsächlich ein Alkoholproblem, wie es die Schlagzeilen der vergangenen Woche andeuten? «Sicher nicht!», wehrt sich der amtierende Mister Schweiz. «Ich bin höchstens manchmal etwas angeheitert. Und ich möchte deutlich sagen, dass ich niemals Auto fahre, wenn ich getrunken habe.» Ist es denn vertretbar, dass ein Mister Schweiz Alkohol konsumiert, wenn er für einen Anlass gebucht ist? André: «Ich werde oft von Clubs engagiert, um für Stimmung zu sorgen. Da wird erwartet, dass ich ab und zu eins mittrinke. Aber sicher nicht so viel, dass ich sturzbesoffen bin.» Nun erzählte auch noch ein «Freund» im «Blick», André sei der Mister-Titel zu Kopf gestiegen. «Meine echten Freunde tun so etwas nicht», sagt André. «Ich bin immer noch der Gleiche wie vorher – auch was Frauen anbelangt. Ich habe niemals jemanden so angefasst, dass es im Entferntesten als Belästigung gelten könnte!» sandra casalini

Fotos Dagan Benguigui / RDB, Thomas Buchwalder, Michael Stahl / SF

Rose Mario Torriani, Judith wernli, Nik hartmann Moderatoren «Jeder Rappen zählt» u Sie sind die Helden der Weihnachtszeit: Mario Torriani, Judith Wernli und Nik Hartmann (v. l.). Sechs Tage und Nächte verbringen die drei Moderatoren auf dem Berner Bundesplatz in einem Glas-Con­tainer und sammeln Geld gegen Malaria. Nonstop ist das fröhliche Trio bei Radio DRS auf Sendung und plaudert gut gelaunt mit Schweizer Stars, die sich in der Box die Klinke in die Hand geben und persönliche Dinge versteigern. Mehr als sechs Millionen Franken sind gespendet worden. Gewaltig! Wir lassen für die drei Stars im Glashaus rote Rosen schneien! Spenden mit dem Vermerk «private JRZ-Auktion» auf das Postkonto der Glückskette: 10-15000-6 Glückskette, 1211 Genf. schweizer illustrierte

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Leser

«Superstar Federer hätte Erwähnung verdient!» u Sports Awards, SI 51/2009

«Genug peinlich, dass wir Schweizer mit der Wahl von Didier Cuche unserem zweifelsohne besten Sportler seit Gedenken trotz Rekorden und unglaublichen Leistungen die Ehre nicht gönnen – Roger Federer. Auch die Schweizer Illustrierte bringt es fertig, von allen ein Foto mit Kommentar zu veröffentlichen, nur von unserem Superstar Federer ist nichts zu sehen. Auch wenn er im wohlverdienten Urlaub abwesend war, hätte er es verdient, abgebildet und erwähnt zu werden!» Floriana Bozzolo, Kilchberg ZH

TAPFERE, GROSSARTIGE NELLA MARTINETTI u Nella Martinetti, SI 50/2009 «Vielen Dank für den Bericht von Nella Martinetti. Ich finde sie eine grossartige, tapfere Frau. Ich wünsche ihr viel Kraft und Gottes Segen für die Zukunft. Es ist

schön, dass sie eine so gute Freundin wie Marianne an ihrer Seite hat. Herzliche Grüsse.» A. Hamza, per Mail «Liebe Nella Martinetti. Ihre Geschichte hat mich berührt. Bestimmt gibt es viele Menschen, die wie Sie in ihrem Leben einiges bereuen. Es braucht Mut, es so öffentlich zu tun wie Sie. Mit Jesus Christus haben Sie die einmalige Gelegenheit, Ihre Vergangenheit aufzuräumen und Vergebung zu empfangen. Ich wünsche es Ihnen von Herzen.» Maria Scherrer, per Mail

«Nella Martinetti wollte Karriere machen, auf ein Baby bewusst verzichten. Das ist halt die Kehrseite des Star-Seins. Sie hätte ihre Persönlichkeit auch sinnvoll einsetzen können. Übrigens läuft bei uns immer noch die Schallplatte mit den Kinder­ liedern, die Nella 1986 veröffent­ lichte, als sie die Welt noch anders sah.» Janine Auer, per Mail

schreiben sie uns ihre meinung

willi

Schweizer Illustrierte, Leserbriefe, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@ schweizerillustrierte.ch. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Briefe zu kürzen.

«Was Elizabeth Teissier kann, kann ich auch. Ich prophezeie, dass Didier Cuche 2010 Wimbledon nicht gewinnen wird.»

impressum Nr. 52, 98. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42, info@schweizer-illustrierte.ch Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chef­redaktor/ Leiter SI online Andrea Müller MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG; Betty Bossi Verlag AG; Bolero Zeitschriftenverlag AG; ER Publishing SA; Freeflow AG; Good News Productions AG; GRUNDY Schweiz AG; Investhaus AG; JRP Ringier Kunstverlag AG; 2R Media SA; Mediamat AG; media swiss ag; Previon AG; Presse TV AG; Radio Z AG; Rincovision AG; Sat.1 (Schweiz) AG; SMD Schweizer Mediendatenbank AG; SMI Schule für Medien­integration AG; Teleclub AG; Zana Media AG; Ringier France SA; Ringier Publishing GmbH; Juno Kunstverlag GmbH; Ringier (Nederland) B.V.; Ringier CR a.s.; Ringier Kiadó Kft.; Europress Kft.; Euromedia Bt.; Népszabadság Zrt.; Ringier Slovakia a.s.; FMU Free Media Ukraine Ltd.; Ringier Pacific Ltd.; Ringier Print (HK) Ltd.; Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.


Ausblick

Welche Geschichten und Schlagzeilen erwarten uns? Vor einem Jahr sagten wir die Federer-Zwillinge voraus. Bleibt abzuwarten, wie viele unserer aktuellen Wunschtitel erfüllt werden.

Exklusiv Barack & Michelle Obama

Unser Chalet in Gstaad

Francine Jordi & Tony Rominger

Endlich zu dritt!

ier & Sarah Mea mbiel Stéphane L

Ja, wir r a a P n i e d n i s

Christa Rigozzi & Giovanni

Traumhochzeit

Sensation an der Fussball-WM Schweiz schlägt Deutschland 4:1

Danke, Ottmar! Verliebt in Ein Baby Bligg von George Lara Gut

Michelle Hunziker

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Fotos Sven Thomann / Blicksport / RDB, WireImage, Handout, Philipp Zinniker, Oli Rust für Swisswedding, interTopics, Keystone, Toto Marti / Blicksport / RDB, Getty Images

Was wir uns 2010 wünschen



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