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t i e z h c o H r e Die Beck tz – 9 Seiten in St. Mori

25

15. Juni 2009 CHF 4.50

Valentina Bianchini, 20

Jennifer Burri, 22

Marianne de Cocatrix, 23

Linda Fäh, 21

Carmen Hediger, 19

Jeanice-Lea Hofstetter, 18

Lina-Paule Latte, 22

Fatima Montandon, 17

Wer wird Miss Schweiz? DIE 16 KANDIDATINNEN GANZ PRIVAT

Anne-Sophie Mooser, 19

Michelle Morand, 23

Lorena Oliveri, 21

Valentina Parente, 20

Nathalie Pasyawon, 23

Tamina Schneider, 21

Tabea Schulthess, 22

Marion Stutz, 25


Inhalt

Titelfotos Thomas Buchwalder, Haare Valentino, Make-up Brigitte Otto, Peter Schell für Nivea; Inhaltsfoto Stefan Bohrer

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HEFT 25, MONTAG, 15. juni 2009

Titel 12

u brad pitt Höflich und interessiert flanierte er stundenlang mit zwei Beratern durch die Messe – und kaufte ein Bild für 1,02 Millionen Franken. Der Star aus Hollywood war wohl die männlichste Attraktion an der 40. Art Basel.

Wer wird Miss Schweiz? Wer tritt die Nachfolge von Whitney Toyloy an? Die 16 Kandidatinnen präsentieren sich von ihrer attraktivsten Seite. Und verraten, wen sie lieben und was sie mögen

Leute 7 8

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Tagebuch des Chefredaktors Leute Micheline Calmy-Rey, Roger Federer, Martina Hingis, Nik Hartmann, Vreni Schneider, Fürst Albert Boris Becker So hat der Tennis-Star seine Lilly in St. Moritz geheiratet: mit viel Pomp, massenhaft prominenten Gästen – und völlig abgeschirmt schweizer illustrierte




Inhalt Politik 36

Pascal Couchepin Nach elf Jahren im Bundesrat tritt er nun zurück. Rückblick auf die eindrücklichsten Momente seiner magistralen Karriere

Kunst 82

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40. Art Basel Wichtigste Kunstmesse der Welt. Und Magnet für Super-Reiche, Glamour-Könige und Investitions-Profis

Shopping 49

u boris becker & lilly kerssenberg Eine derart inszenierte Jetset-Hochzeit hat es noch nie gegeben – und das in St. Moritz! Hier lassen sich die zwei Verliebten ins Standesamt chauffieren – begleitet von Boris’ Sohn Elias. Grosse Reportage.

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Top Fit 57

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Impfungen Welche halten ein Leben lang? Welche müssen regelmässig erneuert werden? Die grosse Impf-Übersicht Check-up Meilenstein für Krebspatienten

Die Besten 61

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Weekend 69

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party Fotos Jörg Carstensen/picture-alliance exclusive für OK, RDB, Bruno Voser

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Der Grashoppers Club lud zum Golf­turnier. Mit dabei auch Muri und Haki Yakin

Und …

36

u pascal couchepin Adieu, Bundesrat. Der Walliser liebt grosse Auftritte – wir zeigen die schönsten.

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u Shawne fielding Kaum wiederzuerkennen – mit neuer Frisur und Haarfarbe – am GC-Golfturnier.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

88 90 78 89

Notabene von Helmut Hubacher Die Liste von Heinz Spoerli Horoskop Leserbriefe / Impressum

.schweizer-illustrierte.ch

Wer wird die Nachfolgerin von Whitney Toyloy? Stimmen Sie ab Donnerstag für Ihre Favoritin. Die Kandidatinnen tummeln sich schon jetzt im SI-Web-TV. schweizer illustrierte




tagebuch

«Boris & Lilly-Festspiele» Miss Schweiz

Diese Frage wird mir oft gestellt: Macht die Schweizer Illustrierte Stars? Nein, das grösste PeopleMagazin der Schweiz macht keine Stars. Aber wir können ihre Karrieren ein wenig beschleunigen oder verlangsamen. Die Karriere der Miss Schweiz begleiten wir seit Jahren sehr aufmerksam. Was ist der Grund? Die meisten von uns orientieren sich gerne nach oben. Wer möchte nicht erfolgreich, schön und begehrt sein. Wir lesen von Menschen, die es geschafft haben, und fragen uns, wie sie da hingekommen sind. Heute präsentieren wir Ihnen die 16 Kandidatinnen der MissSchweiz-Wahl 2009. Eine dieser Schönen wird zuletzt ganz oben stehen. Wer ist Ihre Favoritin? Bestimmen Sie mit – ab Seite 12.

Nik Niethammer, Chefredaktor

«Ich werde schwach bei ­Gummibärchen und schönen Männern.» Miss-SchweizKandidatin Carmen Hediger, Chefreporter René Haenig.

Fotos Marcel Nöcker, Kurt Reichenbach

«Meine Werke wirken auf den Betrachter wie ein Kuss.» Multitalent Jeff Koons, Reporterin ­Caroline Micaela Hauger.

Boris Becker Das erste Ja-Wort bei den

«Boris & Lilly-Festspielen» in St. Moritz wurde am vergangenen Freitag um 12.09 Uhr gesprochen. Dem feierlichen Moment vorausgegangen war ein wüstes Gerangel zwischen Fotografen und Bodyguards, die mit aufgespannten Regenschirmen die Brautleute zu schützen versuchten. Eine wachsende Zahl aufgeregter Journalisten verfolgte das Geschehen vor Ort, angeführt von Europas grösster Boulevard-Zeitung «Bild», die den Trauungs­ marathon per Live-Ticker übertrug – eine Premiere für deutsche Hochzeiten. Boris Becker ist zweifellos eines der grössten deutschen Sportidole. Wenn auch weniger erfolgreich, ist er ähnlich bekannt wie Roger Federer. Bereits hier enden aber die Parallelen: Während der Basler seine Hochzeit still und stilvoll im engsten Freundeskreis feierte, gestaltete Becker die Eheschliessung mit Lilly Kerssenberg als gnadenlose Selbstinszenierung. Er verkaufte die Rechte exklusiv an RTL und die deutsche Klatschpostille «OK!». Für eine Million Euro. «Ein bisschen Bumbum in den Bergen» titelte «Spiegel online» treffend. Chefreporter René Haenig erzählt Ihnen in seiner Reportage von einem Ereignis, das als Traumhochzeit angekündigt war und in nichts weniger als einer gigantischen Show ausartete – ab Seite 26.

Pascal Couchepin

Der «König» tritt ab. Nach elf Jahren im Bundesrat hat Pascal Couchepin genug. Der Mann wird uns Journalisten fehlen. Politiker wie er bieten besten Unterhaltungsstoff. Wir erleben ihre beruflichen Erfolge und Niederlagen live mit; ihr Alltag ist oft realer als der von Menschen aus der Unterhaltungsbranche. In dieser Ausgabe lassen wir zwei Menschen zu Wort kommen, die den Vollblutpolitiker seit vielen Jahren kennen: alt SP-Präsident Helmut Hubacher und unsere Bundeshaus-Korrespondentin Christine Zwygart. «Es gibt kaum einen Politiker, der so extrem fröhlich sein kann – oder so extrem schlecht gelaunt», sagt ­Zwygart. Pascal der Grosse tritt ab – ab Seite 36 und Seite 88. Ich wünsche Ihnen eine sonnige Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

al dente. Das Magazin für Geniesser. Uri, Schwyz und Unterwalden: Die besten Adressen für Fein­schmecker. AL DENTE AM TV Die Betty-Bossi-Rezepte. GOURMET-QUIZ mit Super-Preisen. Nächste Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten! schweizer illustrierte




Leute Scheufele, carreras, Hingis

Von Chopard bis Chopin in der Oper

u Wie lockt man einen Rock-affinen Tennis-Star in die Oper? Mit einem Star-Tenor! José Carreras, 62, gab einen Liederabend zugunsten seiner Leukämie-Stiftung, und Martina Hingis, 28, kam mit Freund Andi Bieri, 38, ins Zürcher Opernhaus. «Ich war noch nie in der Oper», sagte Hingis. Am VIP-Cocktail stiess sie dann mit Chopard-Chefin Caroline GruosiScheufele, 48 («Ich liebe Chopin!»), und dem weltbekannten Sänger an. Auf was? Auf 250 000 Franken, die – trotz Krise – zugunsten der Stiftung an diesem Abend zusammenkamen. Giuseppe Cerrato

Micheline CalmyRey und der ehemalige TV-Moderator Ueli Heiniger im RingierPressehaus. Albert II. und Ted Scapa

Fürstliches Wiedersehen

Micheline calmy-rey und ueli heiniger

Hoher Gast bei Ringier u Sie kommt ohne Bodyguards, reist mit dem Zug von Bern an und läuft die letzte Trametappe zu Fuss ins Zürcher Seefeld. Frau Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, 63, mags ungezwungen. So beantwortet sie auch jede Frage die ihr Ueli Heiniger, 64, im Rahmen einer internen Ringier-Veranstaltung stellt: «Ich war sehr nervös, als ich Barack Obama treffen sollte. Aber er ist so natürlich und …» Plötzlich klingelt das Handy der Bundesrätin. Der Klingelton? Die Schweizer Nationalhymne. Was denn sonst! lisa merz

u Es war fast schon ein Treffen von alten Freunden. Künstler Ted Scapa, 78 (l.), hatte vor zehn Jahren eine Ausstellung in Monte Carlo. Niemand Geringeres als Fürst Albert II. von Monaco, 41, schrieb damals das Vorwort für den Katalog. Jetzt gabs das erste Wiedersehen der beiden in Scapas Wohnort Murten FR. Im Luxus-Hotel Le Vieux Manoir fand vergangenen Freitag die Charity-Gala der Anthropedia-Stiftung statt, wo der Fürst als Schirmherr waltet. Unkompliziert und bestens gelaunt genoss dieser seinen Ausflug an den Murtensee, gab Tipps gegen Burnouts («Sport ist das Rezept») und konnte sich vor allem in jedem Detail ans Treffen vor zehn Jahren erinnern. Scapa: «Das hat mich unglaublich beeindruckt.» Andrea Vogel


Leute nachgefragt bei

Nik Hartmann

Herr Hartmann, Sie liessen während zehn Wochen auf Ihrer Reise «über Stock und Stein» von Basel auf den Piz Bernina GR Ihren Bart wachsen. Jetzt ist er wieder weg! Eigentlich wollte ich ihn schon vor dem Aufstieg auf den Viertausender rasieren, ähnlich wie ein Taliban, der sich noch die Füsse wäscht, bevor er sich in die Luft jagt. Der Bart ist dann wegen Zeitmangels geblieben, erst nach dem Abstieg und der letzten Klappe habe ich ihn weggemacht. Diese Frage stellt sich doch jeder Mann: Haben Sie ihn vor oder nach dem Duschen rasiert? Weltklasse im Opernhaus Nach dem Duschen. Dann ist die Haut Zürich: Star-Tenor José aufgeweicht. Und so steht es auch im Carreras, Martina Hingis (r.) ­Knigge. Ich habe aber trotzdem 25 Minuten und Caroline Scheufele. gebraucht, bis er ab war. Wie fühlen Sie sich jetzt ohne Gesichtshaar? Ich vermisse es. Denn tief drinnen in mir bin Unbezwungene ich ein Bartträger. Der Bart hat mir ein Sieger beim Lebensgefühl vermittelt: einfach mal Plauschturnier wachsen lassen und schauen, was passiert. des Werbe­ Das könnte man schon als meine Lebens­ vermarkters philosophie bezeichnen. IP Multimedia: Bekommen Sie nun mehr Küsse von Ihrer Frau Renzo BluCarla auf die Wange? menthal, Patrick Da gibts keinen Unterschied. Aber der Mäder, Walter Meistgeküsste bin sowieso nicht ich, sonBosch, Marc Walder, Jörg dern unser Baby Melchior. Der wird von Stiel, Marc Hodel allen von oben bis unten nonstop verküsst. und Bernhard Psychologen der Uni Kiel glauben, dass Männer Russi (v. l.). mit Bart sympathischer, schlauer und attrakLiegend: Claudio tiver wirken. Können Sie das bestätigen? Zuccolini, das Ich kann nur sagen: Der Bart hat mir viele «Maskottchen» Türen geöffnet. Viele Bergler und Bauern der Mannschaft. tragen ebenfalls Bart. Ich war einer von Prominenten-Fussball-Turnier ihnen. Und mein Sohn Constantin findet, dass ich nur mit Bart ein richtiger Vater sei. Können Sie sich eigentlich noch an Ihre erste uDa küsst ihm sogar Ex-Nati-Goalie Jörg Stiel, 41, anerkennend das Goldfüsschen: Rasur erinnern? Komiker Claudio Zuccolini, 38 – von seinen Mitspielern liebevoll «Zucco die Walze» Ja, das kann ich. Ich wollte mich von meinem Vater abgrenzen und habe extra nass rasiert genannt – schiesst beim Plauschturnier in Wallisellen ZH sein «Jahrhundert-Goal». Zum – im Gegensatz zu ihm. Ich war erst 15, noch Torschützenkönig reicht es nicht ganz. Dazu ist die Konkurrenz der Ex-Fussballprofis viel zu jung, und hatte gehofft, dadurch Marc Hodel, 39, Patrick Mäder, 44, und Renzo Blumenthal, 32, zu gross. Auch Ringier-Schweiz-CEO Marc Walder, 43, stahl ihm mit seinem Kopfball-Tor kurz die Show. würden mehr Haare spriessen. Das war übrigens meine einzige und grösste puberEgal: Die Promi-Mannschaft unter Trainer Walter Bosch, 65, holt sich ohne Niederlage täre Rebellion meinen Eltern gegenüber. den Turniersieg. Darüber freut sich auch Aussenverteidiger Bernhard Russi, 60 – trotz dunkler Vorahnung: «Ich merks jetzt schon: Morgen tut mir alles weh!» Nina Siegrist Interview andrea vogel

Zucco vor, noch ein Tor!

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Fotos Hervé Le Cunff, teamreporters.ch/Pascal Bitz, Nik Hartmann

Vorher – Nachher «SF bi de Lüt»-Moderator Nik Hartmann, 37, hat seinen Bart rasiert.




Leute wer liebt wen

Liebes- & Baby­glück für TV-Ladys u Guter Hoffnung: «Kassensturz»-Mode­ ratorin und Redaktorin Kathrin Winzenried, 35, ist schwanger. Die Bernerin erwartet im Oktober ihr erstes Kind. u Nach zwei Lungenembolien nun das private Glück: Marathonläufer Viktor Röthlin, 34, heiratet am 27. Juni seine Freundin, Tierärztin Renate Hotz, 33, im Engadin. u Unter der Haube: «Sportaktuell»Moderatorin Daniela Schmid, 34, gab am Samstag in Greifensee Toni Milanese das Ja-Wort – an dessen 35. Geburtstag. Abends feierte das Paar im Zürcher Hotel Hyatt. Die Braut: «Ich freue mich, nun als Daniela Milanese mit meinem Mann durchs Leben zu gehen.» u Zuerst gelästert, jetzt verliebt: Der deutsche Comedian Oliver Pocher, 31, und die Ex von Boris Becker, Schmuck­­desig­nerin Sandy Meyer-Wölden, 26, sind ein Paar. Das liess ihr Management am Donnerstag verlauten – einen Tag vor Beckers Hochzeit. Wenn das kein gutes Timing ist. u Allein in Bern: Swisscom-Chef Carsten

vreni schneider

An die Stöcke, fertig, los!

u Konkurrenz für Bagger im Sandkasten und Mountainbikes in der Garage: Bei Vreni Schneider, 44, und ihren drei Männern Marcel, 39, Florian, 5, und Flavio, 3, heisst es diese Woche: An die Stöcke, fertig, los! Die Skikönigin übt für den dritten Vreni Schneider Walking Event rund um Elm GL.

Am Samstag, 20. Juni, will sie bereit sein. Die Familie trainiert mit. Werben für den Spartenwechsel musste Vreni bei sich zu Hause wenig: «Mit Ski­stöcken in den Händen sind unsere Buben kaum zu bremsen.» iso niedermann

www.vrenischneiderwalkingevent.ch

Rose

kaktus

Fotos Rolf Edelmann, SF, RDB

Schloter, 45, lebt laut «Blick» getrennt von seiner Familie.

Sportlich: Vreni Schneider mit Gatte Marcel und den Buben Florian und Flavio (v. l.) trainiert oberhalb von Elm GL.

Peter Hasler Ehemaliger Major der Schweizergarde u «Acriter et fideliter» – Tapfer und treu. 43 Jahre lang setzte Peter Hasler diesen Wahlspruch der Päpstlichen Schweizergarde in die Tat um. Jetzt geht er in den verdienten Ruhestand. Hautnah erlebte er im Jahre 1981 das Attentat auf Papst Johannes Paul II. Vor zwei Jahren nahm Hasler einen geistig verwirrten Mann fest, der auf das Papamobil von Benedikt XVI. springen wollte. Lieber Herr Hasler, nun ist es an der Zeit, die rote Offiziersrobe ab­ zulegen – und unsere Rose anzustecken. Am Revers befestigt, erregt sie fast so viel Aufsehen wie eine Uniform.

Heinz schlüssel Geschäftsführer Verband Probasket u Die Irakerin Sura Al-Shawk, 19, spielt seit zwei Jahren Basketball. Mit Kopftuch. So erfolgreich, dass sie jetzt als Captain der U-20-Juniorin­nen des STV Luzern mit ihrem Club in die Inter-Liga aufgestiegen ist. Aber plötzlich wird ihr Glaubensbekenntnis zum Problem! Sura darf ihr Kopftuch auf dem Spielfeld nicht mehr tragen. «Wir halten uns nur an die internationalen Regeln», sagt Heinz Schlüssel vom Verband Probasket. Lieber Herr Schlüssel, Sport schlägt Brücken zwischen Menschen, Religionen und Rassen. Springen Sie über Ihre «Reglements»-Schatten – möge unser Kaktus Ihnen dabei helfen.

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Leute star-check

Welcher Star hat am meisten Glamour?

1 26,7 %

Roger Federer, 27

Anna Wintour, «Vogue»Chefredaktorin

u Mit seinem 14. GrandSlam-Sieg hat er sich definitiv in den Olymp gespielt: Roger Federer ist der beste Tennisspieler der Welt und schon zu Lebzeiten eine Legende. Auch neben dem Court gibt er sich souverän. Kein Wunder, ist unser Land stolz auf den Baselbieter.

Fotos Keystone, RDB

Das gesamte Ranking sehen Sie auf www.schweizerillustrierte.ch Die Schweizer Illustrierte führt mit dem Online-Markt­forschungsinstitut Marketagent.com jede Woche eine repräsentative Umfrage in der ganzen Schweiz durch (Basis: ca. 500 Befragte).

2 19,6 % Michelle Hunziker, 32

3 12,8 %

Shawne Fielding, 39

Vom Unterwäsche-Model zum Die ehemalige Miss Texas und Frau von Thomas Borer bringt Schwung TV-Star. Seit Kurzem ist sie geschieden von Eros Ramazzotti. in die Schweizer Party-Szene.

4 6,3 %

5 5,9 %

Melanie Winiger, 30

Marc Forster, 39

Die Ex-Miss hat sich heute als Testimonial und Schauspielerin etabliert.

Er hat alles: Filme mit Topstars, Oscar-Nomination – und seit 1. Juni ist er Vater von Lia.

* Empfohlener Publikumspreis

«Ob im weissen Smoking oder im schlichten Roll­ kragenpullover: Roger Federer ist der Tennisspieler mit dem besten Stil»

Dive Alarm

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2 time zones

SFr. 1125.-*

www.tissot.ch


miss schweiz

Wer ist ? in Ihre Favorieitab : 



 







 

 





 



Nur eine wird gewinnen 1 Linda Fäh 2 Tamina Schneider 3 Lina-Paule Latte 4 Valentina Parente 5 Fatima Montandon 6 Nathalie Pasyawon 7 Tabea Schulthess 8 Lorena Oliveri 9 Marion Stutz 10 Marianne de Cocatrix 11 Carmen Hediger 12 Jennifer Burri 13 Valentina Bianchini 14 Anne-Sophie Mooser 15 Jeanice-Lea Hofstetter 16 Michelle Morand

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Stimmen S auf Ab Donnerstag rze ei w ch www.s illustrierte.ch an Sie oder schreiben zer­ info@schwei illustrierte.ch

Wer is


Sie sind jung, sexy – und wollen alle hoch hinaus: die 16 Miss-Schweiz-Kandidatinnen. In Genf wird es am 26. September nur eine schaffen und die Nachfolge von Whitney Toyloy antreten. Bis dahin haben sie eines gemeinsam: den Traum vom Krönchen. Text rené haenig Mitarbeit Sandra Casalini, Sylvie Kempa, Bettina Portmann Fotos Marcel Nöcker, Thomas buchwalder

t die Schönste? schweizer illustrierte

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miss schweiz

lina-paule latte Zur Person Geboren am 2. Februar 1987, Wassermann. Die Medizin-Studentin aus Ballaigues VD mit afrikanischen Wurzeln (Elfenbeinküste) hat eine eineiige Zwillingsschwester, mit der sie oft Velotouren unternimmt. Sie liebt Blues und Jazz und ist ein Fan von Billie Holiday. Marken­ zeichen Dunkle Mandelaugen. Macken Benötigt im Bad täglich mindestens eine halbe Stunde, weil sie nach dem Duschen immer den ganzen Körper eincremt. Körperkult 180 cm, Masse 8862-97. Isst, worauf sie Lust hat. Verzichtet dafür auf Getränke mit Kohlensäure und Zucker, trinkt nur Wasser. Lust und Liebe Seit zwei Jahren mit Ingenieur John, 29, liiert und immer noch über beide Ohren verliebt. Schwach wird sie bei selbst gemachtem Tiramisu. «Ich sollte gewinnen, weil ich eine starke Frau bin, wie alle Frauen in meiner Familie.» Das sagt ihre Zwillingsschwester Linda über sie «Als Lina-Paule erfuhr, dass sie unter den 16 Miss-SchweizFinalistinnen ist, hüpfte sie vor Freude durch die Wohnung.»

Lina-Paule, 22, liebt Velotouren in der Um­gebung ihres Wohnortes Ballaigues VD.

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valentina bianchini Zur Person Geboren am 1. Juni 1989, Zwillinge. Aus Morbio TI. Studiert in Mailand Philosophie und möchte Lehrerin werden. Neben Volleyball ist ihre grosse Leidenschaft Tanzen, unter anderem Bauchtanz. Markenzeichen Ihre blonden Locken sowie ein Leberfleck beim rechten Ohr. Zudem trägt sie im Nacken ein Tattoo – ein chinesisches Schriftzeichen, das Träumerin bedeutet. Macken Ein Gispel und stets etwas unorganisiert. Körperkult 172 cm, Masse 87-63-91. Spielt Volleyball, würde nie ins Fitness-Studio gehen und isst «normal und regelmässig». Ihr Lieblingsgericht ist Spaghetti mit Tomatensauce. Lust und Liebe Seit einem Jahr mit Szenograf Luca, 30, zusammen. Schwach wird sie bei Shoppingtouren und Kaugummi. «Ich sollte gewinnen, weil ich Fröhlichkeit und Einfachheit verkörpere.» Das sagt ihr Schatz Luca über sie «Valentina ist unkompliziert und immer fröhlich – das ist auch der Grund, warum ich mich in sie verliebt habe.»

Valentina, 20, auf der Wiese vor ihrem Elternhaus in Morbio TI. In zehn Jahren möchte sie gern Uniprofessorin sein.

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miss schweiz Tamina, 21, auf der Werd­ insel in Zürich Höngg. Sie liebt feurige Rhythmen und schaffte es binnen sechs Monaten von der Praktikantin zur stv. Restaurantleiterin.

tamina schneider Zur Person Geboren am 23. Dezember 1987, Steinbock. Aus Oberengstringen ZH. Die stv. Leiterin des mexikanischen Restaurants «Tres Kilo» im Zürcher Seefeld will Architektur studieren. Tanzt leidenschaftlich gern Salsa. Marken­zeichen Ihre grossen braunen Augen und der dunkle Teint («Zurzeit bin ich eher blass»). Macken Kann nicht ruhig sitzen und ist laut eigenem Bekunden «schoggisüchtig». Körperkult 179 cm, Masse 89-64-97. Schwimmt und joggt. Lust und Liebe Seit zehn Monaten mit Leichtathletik-Profi Alexander Martinez, 31, liiert. «Wir lernten uns beim Salsatanzen kennen.» Schwach wird sie beim Anblick schöner Natur. «Ich sollte gewinnen, weil ich die Lebensfreude der Tessiner, die Bodenständigkeit der Deutschschweizer, den Charme der Romands und die Natürlichkeit der Rätoromanen habe.» Das sagt ihr Freund Alexander über sie «Tamina ist wunderbar, einfach, herzlich und offen. Was immer sie anpackt, sie gibt sich extrem Mühe.»

Linda, 21, im Pool ihrer Eltern in ­ enken SG. Die Ex-Miss-SüdostB schweiz von 2006 könnte mit ihrer Hammer-Stimme auch eine Gesangskarriere einschlagen.

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lorena oliveri Zur Person Geboren am 8. Oktober 1987, Waage. Aus Spreitenbach AG, abgeschlossene KV-Lehre, studiert im 2. Semester Wirtschaftskommunikation. Liebt Rockmusik à la Franz Ferdinand, golft seit zwei Jahren und isst am liebsten Kartoffelstock mit Chicoréesalat und Ketchup. Markenzeichen Lange Beine, daher auch ihr Spitzname «Long-LegsLorena». Macken Kann nur Sport treiben, wenn sie dazu Musik hört. Körperkult 178 cm, Masse 88-64-98. Geht seit sechs Jahren jeden Montag ins Yoga und trainiert zu Hause auf dem Laufband. Lust und Liebe Seit über drei Jahren mit Banker Patrick, 25, zusammen. «Da er keine Frauen anspricht, musste ich das Heft in die Hand nehmen.» Schwach wird sie bei SchoggiGipfeli. «Ich sollte gewinnen, weil ich in Zürich und im Aargau aufgewachsen bin und so den Rüebligraben überwinden kann und bis auf Rätoromanisch alle Landessprachen spreche.» Das sagt ihr ältester Bruder Vincenzo über sie «Sie ist sehr reif für ihr Alter – ein Familienmensch. Und ab und zu etwas tollpatschig.» Lorena, 21, auf der DrivingRange in Urdorf ZH. Sagt über sich selbst: «Ich bin ein Alphatier, gebe gern den Tarif durch.»


Nathalie pasyawon

linda fäh Zur Person Geboren am 10. November 1987, Skorpion. Die Bankangestellte aus Benken SG tritt seit vier Jahren als Sängerin bei kleinen Feiern und Festen auf und trällert zudem gern lauthals im Auto. Marken­zeichen Bauchnabel-Piercing und ein Steinchen auf dem Eckzahn. Ist zudem sehr organisiert, «manchmal gar pingelig». Macken Braucht morgens extrem lange im Badzimmer und treibt damit ihren Vater zum Wahnsinn. Schleppt stets eine Wasser­ flasche mit sich herum. Körperkult 177 cm, Masse 82-61-92. Bewegt sich viel (Inline, Joggen, Velofahren). «Zudem kocht mein Mami sehr gesund und ausgewogen.» Lust und Liebe Seit fast fünf Jahren mit Dejan, 23, Nokia-Vertreter, liiert. Schwach wird sie bei Brätchügeli und wenn sie ihr Freund mit seinem treuherzigen Hundeblick um etwas bittet. «Ich sollte gewinnen, weil ich meine Fröhlichkeit und Energie weitergeben und dazu anspornen möchte, für seine Träume zu kämpfen.» Das sagt ihr Grossmami Martha über sie «Wenn sie singt, weine ich immer vor lauter Rührung.»

Zur Person Geboren am 19. Juni 1985, Zwillinge. Aus Steinhausen ZG. Meldete sich nach dem Abbruch ihrer KV-Ausbildung in Thailand an einer Schauspielschule an. Tanzt seit zwei Jahren Salsa und liebt Filme wie «El Cantante» mit Jennifer Lopez und Marc Anthony, «Dirty Dancing» und «Flashdance». ­M arkenzeichen Ihr exotisches Aussehen. «Meine Mutter ist halb Thailänderin und halb Malaysierin.» Macken Liebt «Stinkekäse» und geht nie ohne XXL-Bag aus dem Haus. Körperkult 172 cm, Masse 88-63-88. Joggt und tanzt regelmässig. Kann alles essen, ohne zuzunehmen – dank guten Genen, wie sie betont. Lust und Liebe Seit über einem Jahr in Alan, 23, Autoverkäufer, verliebt. Schwach wird sie bei ihrem Freund, wenn er Samba tanzt. «Ich sollte gewinnen, weil ich über die nötige Reife ver­ füge und weiss, dass das Amt nicht nur aus Partys besteht, sondern aus harter Arbeit für Sponsoren und Kunden.» Das sagt ihr Schatz Alan über sie «Sie ist eine Frau mit sehr viel Ehrgeiz und versucht immer das Beste aus der Situation zu machen.»

Nathalie, 23, in Salsa-Pose am Zugersee. Das Model träumt von einer erfolg­reichen Karriere als Schauspielerin.

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miss schweiz

Jennifer, 22, macht seit zwei Jahren Yoga, hier vor dem Zentrum Paul Klee in Bern. Ist ein Fan der Berliner Punk-Band Beatsteaks – «auch wenn man mir das vielleicht nicht zutraut».

Jeanice-Lea, 18, im Garten ihrer Tante in Tagels­ wangen ZH mit Mischlings­hündin Lalita und der 30-jährigen Schildkröte Jimmyline.

Jeanice-Lea hofstetter Zur Person Geboren am 26. August 1990, Jungfrau. Die Detailhandelsangestellte aus Zürich möchte Kleinkindererzieherin werden. Tanzt Hip-Hop und House, tritt damit in Clubs auf. Kickte fünf Jahre für den SV Seebach – im Mittelfeld. Markenzeichen Eine kleine Narbe über dem rechten Auge – weil sie als Fünfjährige gegen einen Briefkasten gerannt ist. Tattoo auf dem Hals: J+L, was für die Namen ihrer Eltern und ihren eigenen steht. Macken Bekommt nach 22 Uhr regelmässig Fressattacken. Körperkult 171 cm, Masse 88-63-93. Schwimmt im Sommer zweimal wöchentlich und fährt viel Velo. Liebt Kalbsbratwurst und deckt sich einmal im Monat im Candy-Shop mit Süssem ein. Lust und Liebe Seit vergangenem August in Koch Dominique, 24, verliebt. Schwach wird sie bei Hundewelpen und Schoggi. «Ich sollte gewinnen, weil ich multikulti bin (Mutter Philippinin, Vater Schweizer) und mich in der Schweiz sehr gut auskenne.» Das sagt ihre Tante Brigitta über sie «Sie ist sehr tierliebend und hilfsbereit. Wenn sie sich etwas vornimmt, kann sie mit dem Kopf auch durch die Wand.»

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Michelle morand Zur Person Geboren am 19. Mai 1986, Stier. Lebt mit ihrem Freund in Regensdorf ZH. Gelernte Restaurantfachfrau, arbeitet jetzt als OfficeManagerin. Joggt in ihrer Freizeit mehrmals wöchentlich, liebt Klatschheftli und Liebes­ romane. Markenzeichen Stupsnase, grünbraune Augen und ein kleines Muttermal über dem rechten Mundwinkel. Macken Spielt ständig mit etwas herum, wenn sie ruhig sitzen muss. ­Körperkult 170 cm, Masse 82-59-94. Macht Powerplate und hält sich im Fitness-Studio vor allem auf dem Crosstrainer fit. Lust und Liebe Seit fast fünf Jahren mit Mario, 26, Sachbear­ beiter und nebenberuflicher DJ, liiert. Schwach wird sie, wenn Freund Mario sie streichelt. «Ich sollte gewinnen, weil ich als ehrgeizige und waschechte Schweizerin das Amt mit Humor und Engagement angehen würde.» Das sagt ihr Liebster, Mario, über sie «Sie ist warmherzig, aufgestellt, humorvoll – und auf liebenswerte Weise ein bisschen chaotisch.»

Michelle, 23, wärmt sich fürs Jogging am Katzensee ZH auf. Sie ist die amtierende Miss Zürich – stammt aber ursprünglich aus Luzern.


Marianne, 23, auf dem Tenniscourt in Sion VS. Sie hat philippinische Wurzeln und will durch Sport un­bedingt ein paar Kilo Muskelmasse zulegen.

Jennifer burri Zur Person Geboren am 20. Februar 1987, Fische. Die angehende Architekturstudentin aus Bern liebt den Nervenkitzel beim Fallschirm­ springen, Bungee-Jumping und Body-Flying. Ist extrem kreativ, fotografiert, bastelt aus Büroklammern Mini-Loungestühle und spielt gern Pingpong. Markenzeichen Ihre äthiopischen Gesichtszüge (von der Mutter) und die sehr feine Nase. Macken Ist eine Tagträumerin, trinkt ständig Eistee. Und: «Ich kann sehr stur sein.» Körperkult 172 cm, Masse 85-60-92. Hält sich eigentlich gar nicht fit, liebt Fast Food und isst ungern Salat. Lust und Liebe Seit zwei Jahren mit Fa­brice, 25, Automechaniker, liiert. Sie nennt ihn «mein Hübscher». Schwach wird sie bei selbst gemachter Schoggimousse. «Ich sollte gewinnen, weil ich durch meine Kreativität und spontane Art positive Akzente setzen kann.» Das sagt ihre Mutter Rahel über sie «Jennifer ist sehr geradlinig, hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und setzt sich gerne für Schwache ein. Ansonsten ist sie ein Sonnenschein.»

marianne de cocatrix Zur Person Geboren am 28. Mai 1986, Zwillinge. Die Maturandin aus Sion VS lebt allein in einer 21/2-Zimmer-Wohnung. Will die Pädagogische Hochschule besuchen und Lehrerin werden. Liebt kleine, schnelle Sportwagen, Songs von Justin Timberlake und ihren vierjährigen Mops Abou. Markenzeichen Ihre langen, schwarzen Haare, die eigentlich braun sind. Bis vor Kurzem reichte ihr die Mähne noch bis zum Po. Macken Zupft beim Reden ständig an ihren Haarspitzen herum. Körperkult 174 cm, Masse 82-62-87. Möchte gern fünf Kilo zunehmen. Hat die schlanke Figur von ihrer Mutter geerbt. Hofft, mit zweimal wöchentlich Tennis und Aerobic mehr Muskeln aufzubauen. Lust und Liebe O-Ton: «Aktuell lebe ich im Zölibat.» Schwach wird sie bei Babys und Tieren. «Ich sollte gewinnen, weil ich nach einem Jahr als Miss Suisse Romande 2008 bereit bin, eine gute und professionelle Miss Schweiz 2009 zu sein.» Das sagt ihre Mutter Nancy über sie «Marianne und ich sind wie beste Freundinnen. Sie ist mutig, engagiert, aber auch unbekümmert – und sie hat einen starken Charakter.»

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miss schweiz

Tabea, 22, bei ihrer Lieblingsbeschäf­ tigung Lesen am Pfäffikersee ZH. Eigentlich ist sie ein ruhiger Typ, aller­ dings kann sie auch «explodieren» – etwa, wenn jemand vor ihr auf der Autobahn «schleicht».

marion stutz

Marion, 25, reitet seit ihrer Kindheit. Hier führt sie den neunjährigen Holsteiner Wallach Coxs auf die Weide in Rumendingen BE.

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Zur Person Geboren am 9. Juni 1984, Zwillinge. Aus Hochdorf LU. Die Projektmanagerin leitet auch Imageberatungs-Seminare. Privat taucht sie gern und liest Magazine wie «PM» und «Geo». Marken­ zeichen Je ein Muttermal unter den Augen. Macken Zum Einschlafen muss immer der Fern­seher laufen. Körperkult 175 cm, Masse 87-63-95. Achtet sehr auf ihre Ernährung (nicht zu sauer), trinkt viel Wasser und ungesüssten Tee. Joggt oder spielt zweimal pro Woche Badminton. Lust und Liebe Seit sieben Monaten mit Barkeeper Jakob, 30, Öster­ reicher, liiert. Schwach wird sie bei ihrem Hamster und süss-sauren Gummischleckereien. «Ich sollte gewinnen, weil ich als KniggeFachfrau und mit viel Respekt zeigen will, dass wir jungen Leute nicht so schlecht sind wie unser Ruf.» Das sagt ihre beste Freundin Lisa über sie «Sie ist ein sehr verantwortungsvoller Mensch, der sich anpassen kann, ohne dabei seine Natürlichkeit aufzugeben.»

Fatima Montandon Zur Person Geboren am 27. Juni 1991, Krebs. Aus Neuenburg, wird Wirtschaft und Recht studieren und hat schon jeden Kontinent ausser Afrika bereist. Spielte lange in der Juni­ orenmannschaft Eagles Basketball und hasst Horrorfilme. Dafür liebt sie alle Komödien mit Will Smith. Markenzeichen Weisse Pigment­ flecken auf dem linken Schulterblatt. Macken Muss eine Mahlzeit stets mit etwas Süssem abschliessen. Körperkult 173 cm, Masse 85-58-94. Wenn sie sich zwischen Fleisch und Salat entscheiden muss, nimmt sie Salat. «Weil ich das einfach lieber mag.» Lust und Liebe Seit drei Monaten Single. Schwach wird sie bei Schuhen mit hohen Absätzen und wenn Familienhund Jeff um Kuscheleinheiten bettelt. «Ich sollte gewinnen, weil ich es wirklich will.» Das sagt ihr Stiefvater Bernard über sie «Sie besitzt den Willen und die Stärke alles zu erreichen, was sie sich wünscht.»


tabea schulthess Zur Person Geboren am 2. Januar 1987, Steinbock. Die Pfarrerstochter aus Pfäffikon ZH mit abgeschlossener Banklehre studiert an der Zürcher Hochschule ­Winterthur Betriebsökonomie. Ist eine Leseratte, vor allem Krimis mit einer ­Liebesgeschichte haben es ihr angetan. Markenzeichen Ihre gletscherblau-grauen Augen und langen Finger. Macken Wippt gern mit dem Stuhl und singt lauthals beim Autofahren. Körperkult 170 cm, Masse 84-60-94. Hält sich seit elf Jahren mit Jazztanz fit, joggt und spielt im Winter Badminton. Achtet beim Essen darauf, nicht zu viele Kohlenhydrate zu erwischen. Lust und Liebe Seit bald vier Jahren mit Banker Fabian, 28, zusammen. Schwach wird sie bei Zweifel-Chips und mit Baileys gefüllten Berlinern. «Ich sollte gewinnen, weil ich mit viel Power, Lebensfreude und Herzlichkeit unser Land auf natürliche Art vertreten werde.» Das sagt ihre Schwester Katja über sie «Tabea hat eine ruhige Art, ist sehr diszipliniert und zeigt oft durch kleine Gesten, dass sie uns liebt. Ausserdem zieht sie ihr Ding durch, wobei es ihr egal ist, was andere über sie denken.»

Fatima, 17, auf dem Basketball-Court beim Stade de la Maladière in Neuenburg. Ihre Mutter stammt aus der Dominikanischen Republik.

Anne-sophie Mooser Zur Person Geboren am 1. Juli 1989, Krebs. Die Jus-Studentin aus Belfaux FR will Anwältin werden. Ihr Vater Jean-Luc ist Untersuchungsrichter. Sie liebt ruhige, klassische Musik, Schokokuchen mit flüssigem Kern, spielt heute Golf und früher einmal Rugby. Markenzeichen Braune Mandelaugen. Ist Perfektionistin. Macken Trägt nur High Heels, besitzt weder Turnschuhe noch Flipflops. Körperkult 171 cm, Masse 86-60-90. Treibt zwei- bis dreimal wöchentlich Sport (Schwimmen, Golf, Salsatanzen), isst alles, aber in gesundem Mass. Lust und Liebe O-Ton: «Es ist kompliziert.» Mehr will sie dazu nicht sagen. Schwach wird sie bei Schuhen mit hohen Absätzen. «Ich sollte gewinnen, weil ich es nur einmal an einer Miss-Wahl probiere und mir gut überlegt habe, ob ich das wirklich will.» Das sagt ihr Vater Jean-Luc über sie «Anne-Sophie verkörpert Talent und Begeisterung so, wie der französische Schriftsteller Antoine de Rivarol sie gesehen hat. Talent allein ist kalt, Begeisterung allein chaotisch. Gemeinsam sind sie stark.»

Anne-Sophie, 19, auf dem Rugby-Spielfeld ober­halb von Fribourg. Die zierliche Studentin spielte früher selbst, bevorzugt mittler­weile aber Golf.

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Carmen, 19, am Strand des Murtensees FR. Die amtierende Miss Bern ist Single und lebt in einer Patchworkfamilie.

carmen hediger Zur Person Geboren am 13. März 1990, Fische. Aus Müntschemier BE. Steckt mitten in der ­Prüfung zur Medizinischen Praxisassistentin. Spielt Volleyball beim VBC Kerzers in der Dritt­ liga, segelt gern und kraxelte schon das 3293 Meter hohe Hockenhorn hoch. Markenzeichen Ihre kleine Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen. Macken Braucht immer Druck, um etwas zu erledigen. Körperkult 172 cm, Masse 89-64-94. Trainiert dreimal wöchentlich Kraft, Ausdauer und Kondition. McDonald’s-Fan, isst auch sonst, worauf sie Lust hat. Lust und Liebe Single Schwach wird sie bei Gummibärchen, Liebesfilmen und schönen Männern wie Will Smith. «Ich sollte gewinnen, weil ich mit Bibeli im Gesicht und Volleyballer-Oberschenkeln vielleicht nicht so die ganz perfekte Frau bin, dafür aber natürlich.» Das sagt ihr Stiefvater Rolf über sie «Sie ist sehr loyal, hört auf Ratschläge – Carmen ist für mich wie eine eigene Tochter. Nur etwas ordentlicher dürfte sie sein.»

valentina parente Zur Person Geboren am 5. Juni 1989, Zwillinge. Die Kundenberaterin im Devisenhandel aus Dottikon AG träumt von einer Karriere bei einer Modezeitschrift wie «Vogue». Sang früher mal in einer Pop-Band, «heute nur noch im Auto oder unter der Dusche». ­M arkenzeichen Ihre langen Beine und eine Narbe am rechten Knie – Erinnerung an einen Unfall, bei dem sie auf ihrem Velo von einem Auto angefahren wurde. Macken Wackelt bei Nervosität ständig mit den Beinen. Körperkult 175 cm, Masse 90-62-90. Hält sich nicht extra fit, ist durch ihren Job jedoch ständig in Bewegung. Lust und Liebe Single Schwach wird sie bei Erdbeer-Törtli von Sprüngli und bei Schuhen und Taschen («Das habe ich von meiner Mutter»). «Ich sollte gewinnen, weil ich zwei Regionen vertrete – das Tessin, woher meine Mutter stammt, und den Aargau, wo ich aufgewachsen bin.» Das sagt ihre beste Kollegin Julia über sie «Valentina weiss, was sie will. Sie ist bodenständig, fröhlich, spontan – und sie steht gern vorm Spiegel.» Exklusiv im Web-TV: Die Miss-Schweiz-Kandidatinnen über ihre Ängste und ihre Idole. Jetzt nur auf www.schweizer-illustrierte.ch

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Die Miss-Schweiz-Finalistinnen wurden eingekleidet von H & M sowie Beldona. Tennis-Zubehör von Head

Valentina, 20, im Schwimmbad Bünzmatt in Wohlen AG. Die SingleFrau hofft, in zehn Jahren ihren Traummann gefunden zu haben.


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Besuchen Sie die Miss-SchweizWahl 2009 in Genf Erleben Sie am 26. September die grosse Miss-Schweiz-Show in der Arena Genf und das Galadiner mit AftershowParty (für die Kate­gorie A) im Hotel Crowne Plaza.

Die Krönung Whitney Toyloy (r.) setzte sich 2008 gegen Rekha Datta durch und wurde Miss Schweiz.

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Apéro, Show, Galadiner und Aftershow-Party

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Foto Bruno Voser

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Boris & Lilly

Hochzeitstru


Vorteil Lilly Jetzt gehört Boris endlich ihr. In der Kapelle Regina Pacis geben sich der Ex-Tennisstar und das Model das Ja-Wort.

Ausnahmezustand im Engadiner Bergdorf! Die Trauung von Boris Becker und Lilly Kerssenberg schrammt haarscharf am Eklat vorbei. Prügelnde Bodyguards, entnervte Paparazzi – und mittendrin zwei, die sich ewige Liebe schwören.

bel in St. Moritz schweizer illustrierte

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Boris & Lilly

«Meine Söhne hätten keine andere Frau als Lilly an meiner Seite akzeptiert» Boris becker

Familiensinn Boris’ Söhne Noah (l., im gleichen schwarzen Cut) und Elias führen ihren Vater zum Altar.

Brautführerin Die 80-jährige Esseline Kerssenberg­Bradley begleitet ihre Enkelin Lilly in die Kirche.

Trauringe Lilly wählte das Diamant-Modell Alliance, Boris entschied sich für Trinity, beide von Cartier.

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Kirchlicher Segen Boris Beckers Jüngster, Elias, strahlt über beide Ohren, als er dem Brautpaar die Ringe überreichen darf. Sein neues Stiefmami Lilly ist zu Tränen gerührt.


Boris & Lilly

«Ich wünsche mir süsse Babys von Boris. Wir arbeiten täglich daran» Sharlely «Lilly» becker Text René Haenig Fotos Jörg Carstensen und frank may/picture-alliance exclusiv für OK

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ieht so eine Traumhochzeit aus? Als Ex-Tennisidol Boris Becker, 41, am Samstagmittag mit seiner frisch Angetrauten Sharlely «Lilly» Becker, 32, nach der Zivilstandstrauung in St. Moritz an die strahlende Sonne tritt, gellen ihnen auf dem Vorplatz des Segantini-Museums Pfiffe und Buhrufe entgegen. Im Kuppelsaal des Museums hatten Boris (grauer Nadelstreifen-Dreiteiler, silbergraue Krawatte) und seine Lilly (cremefarbener Ralph-Lauren-Hosen­ anzug, bauchnabelfreies Gilet) kurz zuvor ihre standesamtliche Trauung vollzogen – im engeren Familienkreis. Unter anderem dabei: Beckers Söhne aus erster Ehe, Noah Gabriel, 15, Elias Balthasar, 9, Beckers Mutter Elvira, 73, seine Schwester Sabine sowie Lillys Grossmutter Esseline, 80, und Lillys Schwester Melissa. «Schämt euch», schreit einer aus der Meute von rund 150 Fotografen und Schaulustigen. Der Grund für den Unmut ist blau und schützt normalerweise vor Regen. An dieser Hochzeit ist alles ein wenig anders. Die Schirme beim beckerschen Hochzeitsspektakel dienen den rund zwei Dutzend SecurityMännern einzig und allein dazu, die Braut und ihren Bräutigam vor neugierigen Blicken zu verbergen. Schliesslich hat sich Bum-Bum-Becker «den schönsten Tag im Leben» vom deutschen PrivatTV-Sender RTL «vergolden» lassen. Von einer Million Euro ist die Rede. Mitten im Getümmel kämpft Abi ­Atici, 44, mit seiner Digicam um einen guten Platz. Der Türke sieht mit seiner Sonnenbrille auf der Nase dem Argen­ tinier Diego Armando Maradona verdammt ähnlich. Abi verdient sich mit Auftritten als Double des ehemaligen Weltklassefussballers etwas dazu. Sogar bei RTL ist er schon aufgetreten. «Ich u

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Hochzeitstanz Lilly und Boris verzichten auf den traditionellen Walzer. Stattdessen tanzen sie eng umschlungen zu einem Schmusesong von ­Stevie Wonder.


Seit 13 Jahren verheiratet Boxer Vitali Klitschko und Natalia Egorova mal ohne Kinder.

Der Kaiser gibt sich die Ehre Fussball-Legende Franz Beckenbauer mit Frau Heidi.

Sie fing den Brautstrauss Marion Kiechle, Lebensgef채hrtin von Sportkommentator Marcel Reif.

Adelige G채ste Schauspielerin Mariella Ahrens und Gatte Patrick Graf von Faber-Castell.

Partystimmung Nach dem offiziellen Hochzeitstanz legt das Ehepaar Becker einen heissen Samba aufs Parkett. Sp채ter wirft Lilly ihre Schuhe in die Ecke.


Boris & Lilly

Regenschirm trotz Sonnenschein Sicherheitskräfte schirmen das Brautpaar ab. Das wird mit Buhrufen quittiert.

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Zum Heiraten inspiriert? Franziska van Almsick mit Partner Jürgen B. Harder.

Fotos Bruno Voser, dfd / People-Press

Schaut her, ich bin eine Becker! Zwischen Bräutigam und Grossmutter zeigt Lilly stolz ihr Tischkärtchen: Sharlely Becker.

Ruhe in der Gerüchteküche! Kam in Roberto Cavalli und Anja Müller gehört zu Murat in Begleitung ihres Bruders Yakin und Boris zu seiner Lilly. Andreas: Tamara Sedmak.

habe mit Boris zweimal gekickt – an Promi-Fussballturnieren», erzählt er stolz. Für das Hochzeitsspektakel ist der Becker-Fan eigens aus Stuttgart angereist. Er hat Glück. Die Buhrufe zeigen Wirkung. «Runter mit den Schirmen», ruft Becker. Als das frisch vermählte Paar in der weissen Maybach-Limousine (geschmückt mit einem Gesteck aus weissen Rosen und einer roten in der Mitte) davonrauscht, hat Abi doch noch ein Bild seines Tennisidols ergattert. Die Hochzeitsgesellschaft speist im noblen «Badrutt’s Palace» zu Mittag. Draussen vor dem hermetisch mit Gittern und Stellwänden abgesperrten Luxus­ hotel schwitzen Fans und Zaungäste unter der brütenden Sonne. «Palace»Chef Hans Wiedemann lässt sein Personal Wasser und Schoggi verteilen. Franz Beckenbauer ist unterdessen im Nachbarort Samedan im Privatjet eingeflogen. Der «Kaiser» ist einer der promi­ nenten Gäste an der kirchlichen Trauung am Abend. Die findet in der kleinen, roman­tischen Bergkapelle Regina Pacis (Königin des Friedens!) am SuvrettaHang statt. Einheimische dürfen hier gratis heiraten. Gäste, und Herr Becker zählt zu denen, zahlen eine Pauschale von u u


Tumult Im blauen Mercedes 280 SE versucht sich das Brautpaar (am Steuer Boris), einen Weg zur Party im «Badrutt’s Palace» zu bahnen.

«Leute, jetzt seid doch etwas vernünftig. Ihr bekommt euer Foto schon» Franz Beckenbauer

Grenzenlos Neben der siebenstöckigen Hochzeitstorte gabs noch Kuchen vom Buffet.

Die Hochzeit in zahlen u 5 Sekunden dauert der Kuss nach

dem Ja-Wort in der Kirche. u 6 Trauzeugen hat Boris Becker. u 7 Brautjungfern begleiten Lilly. u 30 Kinder gehören zur Gästeschar. u 131 Diamanten verzieren Lillys

Hochzeitsring mit aus Perlmutt geschliffenen Fliederblüten – passend zum Kleid. u 200 Gäste feiern mit dem Brautpaar. u 10 000 weisse und rote Rosen schmücken den Hochzeitssaal. u 23 000 Euro kostet Lillys Brautkleid.


Boris & Lilly

Wunderschön im Mercedes-Oldtimer Lilly Kerssenberg zeigt ihr schönstes Lächeln. Zum Traumkleid von Carolina Herrera trägt sie das Haar offen. Ihr Brautstrauss ist aus roten Rosen. u 500 Franken. Hinzu kommen weitere Kosten – je nach Aufwand, um das Kirchlein herzurichten. Immerhin schmücken rund 10 000 Rosen (überwiegend weisse, dazwischen einzelne rote) die Kapelle. Sie kommen von einem italienischen Blumenhändler, der sie noch am Abend wieder zurückkarrt. Ganz so friedlich, wie der Name der Kapelle verheisst, gehts dann rund um die kirchliche Zeremonie nicht zu. Schon als

die ersten der 200 Gäste (darunter ExFormel-1-Rennfahrer Mika Häkkinen, Profiboxer Vitali Klitschko, Ex-Radrennprofi Jan Ullrich, Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick, Skirennläuferin Maria Riesch, Box-Promoter Wilfried Sauerland und BVB-Fussballprofi Patrick Owomoyela) eintreffen, kommt es immer wieder zu Rangeleien zwischen Fotografen, Bodyguards und Security-Leuten. Der Ton unter ihnen wird aggressiver, die

Stimmung heizt sich auf. Boris, im blauen Oldtimer-Mercedes 280 SE, lässt sich noch fotografieren, doch die Braut donnert im Maybach mit 50 bis 60 km/h mitten durch die Menge und sorgt zusätzlich für Ärger. Der entlädt sich im Anschluss an die kirchliche Zeremonie, als Becker am Steuer des Mercedes-Oldtimers – seine Braut auf dem Beifahrersitz – zurück ins «Badrutt’s Palace» will. Die Fotografen hoffen auf ein Bild von Lilly im Hochzeitskleid, doch die «Schirmherren» der beckerschen Festspiele gehen dazwischen. Es kommt zu einer wüsten Rangelei und Fusstritten. Ein Albtraum! Übrigens: Die wirkliche Traumhochzeit des Jahres gabs vor acht Wochen: Als Tennis-King Roger Federer seine Mirka heiratete. Leise. Bescheiden. Ohne den Hauch einer peinlichen Selbst­ inszenierung. Das eben ist der feine Unter­ schied zwischen einem Superstar und einem Boris Becker.  Mitarbeit: Sylvie Kempa, Bettina Portmann, Daniela Zivadinovic Noch mehr Bilder zur Hochzeit von Boris und Lilly Becker in St. Moritz sehen Sie auf www.schweizer-illustrierte.ch


Politik

Hohe Tiere Juli 2007: Zwei Dick­häuter, die sich offenbar mögen. Couchepin bläst ­Elefantendame Chhukha in den neugierigen Rüssel. Auf dem BundesratsReisli be­sucht die Regierung den ­Zürcher Zoo.

Magistrale Streicheleinheiten Juli 2008: Bernhardiner Everest geniesst Couchepins Aufmerksamkeit im Dorf Grimentz VS. Modisch ist der ­Bundesrat top: Die blauen Wanderschuhe passen zum Leinen-Kittel.

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Vertraute Kollegen Juli 2003: Hand in Hand schreiten der Bundespräsident und Justizministerin Ruth Metzler auf dem Herren­viertel­platz in Visper­terminen ein. Hier feiert das Wallis seinen Bundespräsidenten.

Der «König»

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Eleganter Auftritt Januar 2005: Am Weltwirtschafts­ forum in Davos zeigt sich Innenminister Pascal Couchepin ganz staats­ männisch – mit Hut und warm eingehüllt checkt er im Hotel Morosani ein.

Kirschen ernten, Enkel hüten, Bücher lesen – pAscal Couchepin, 67, freut sich auf den Ruhestand. Elf Jahre regierte der FDP-Bundesrat in Bern, Ende Oktober ist nun Schluss. Die schönsten Bilder seiner Karriere.

nimmt den Hut


Politik

Helm auf Juni 2006: Umwelt­ freundlich kommen die Bundesräte auf dem Mont Soleil BE vorwärts – mit dem Trottinett. Doch kurz nach diesem Fotohalt passierts: Micheline CalmyRey bremst, rutscht aus und stürzt.

Kollegialer Kniefall Juli 2004: Bundes­ rat Christoph Blocher (l.) scherzt auf dem Mont Vully FR mit Couchepin: «Diese Erbsen sind Futter für Tiere. Aber du kannst sie auch essen!» Die beiden bieten einander oft und gern die Stirn.

Flotter Gruss Juli 2003: Der Innen­ minister salutiert vor dem Verteidigungs­ minister. Couchepin und Samuel Schmid (l.) scherzen auf der Staumauer des Lac de Mauvoisin VS – die Stimmung auf dem Schul­reisli ist locker.

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Vietnamesische Wurst Oktober 2002: Auf seinem Staatsbesuch besichtigt Couche­ pin eine Schweizer Metzgerei in Saigon. Hier stellt Urs Angst (l.) mit seinem Team Würste, Schinken und Speck für inter­ nationale Hotels her.


Alles ausprobieren Juni 2002: Couchepin besucht damals noch als Landwirtschaftsminister die Expo in Murten FR. Das ist ein Tag ganz nach seinem Geschmack: Er steigt auf ein Pferd, fährt Traktor und knuddelt Schweinchen.

«Im Streichelzoo gefällts mir am besten – da bin ich wie ein Kind» Pascal Couchepin anlässlich seines Expo-02-besuchs

Schweinchen ge­habt Oktober 2000: Auch offizielle Anlässe müssen nicht stier sein – Couchepin zeigt an der Eröffnung der Landwirt­schafts-Ausstellung Olma in St. Gallen keine Berührungsängste. Das Ferkel auch nicht.

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Politik

Christine Zwy­gart, 35, berichtet seit Dezember 2000 für die Schweizer Illustrierte aus dem Bundeshaus.

«Ich habe heute keine Lust zu ­regieren. Was kann man in Bern sonst noch machen?» Couchepin zu Zwygart

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uf meinem Schreibtisch im Büro liegt die «Hand der Fatima». Das Kunstwerk hat die Grösse einer Kinderhand, ist aus Gips gefertigt, rot glasiert und mit grünen Kringeln verziert. Pascal Couchepin hat mir das magische Abwehrmittel gegen böse Geister und böse Blicke einst nach einem Interview geschenkt. Ich war bereits beim Verlassen des Departements an der Inselgasse in Bern, als er mir durch das Treppenhaus nacheilte, das islamische Symbol in die Hände drückte und sagte: «Das soll Ihnen Glück bringen.» Ich war irgendwie gerührt und auch ein wenig verlegen – schliesslich wird man nicht jeden Tag von einem Bundesrat beschenkt. Überhaupt war der Besuch damals, im April 2006, aussergewöhnlich. «Was machen Sie hier? Was wollen Sie von mir?» Mit diesen Worten begrüsste mich Couchepin, der offensichtlich dabei war, sein Büro aufzuräumen. Geschenke und allerlei Krimskrams stapelten sich auf dem Tisch und den Büromöbeln. Der Bundesrat wühlte in den Sachen herum, beförderte eine Kiste mit dicken Cohiba-Zigarren zutage. «Kennen Sie jemanden, der raucht? Ihr Chef vielleicht?» Ich dachte an unseren Verlagsdirektor und nickte, worauf er mir

zwei Zigarren in die Hände drückte – sie mussten schon lange im magistralen Büro gelagert worden sein, denn sie waren trocken und spröde. «Lassen Sie den Chef von mir grüssen», meinte Couchepin. «Und wieso sind Sie jetzt eigentlich hier?» Um über die anstehende Abstimmung zur Schulreform zu sprechen. «Ach so. Dabei habe ich heute so gar keine Lust zu regieren. Sie sind doch Bernerin. Was kann man in dieser Stadt an einem so schönen Tag sonst noch unternehmen?» Das ist typisch Couchepin. Freimütig und schnörkellos. Er mag als unpopulär gelten, doch mir war und ist seine direkte Art sympathisch. Während seine Amtskollegen bei Bundesratsreisen den Small Talk mit dem Volk üben und Autogramme verteilen, greift er auch mal zu einem Tablett und serviert den verdutzten Gästen belegte Brötchen. So sticht er aus der Masse und überragt seine sechs Mitstreiter nicht nur, weil er einen Kopf grösser ist. Der Hüne weiss genau, wie solch aussergewöhnliche Aktionen wirken. Er geniesst die Aufmerksamkeit, grosse Auftritte sind wie für ihn gemacht. Vor allem in seiner Heimat lässt sich der Walliser gern feiern – eindrücklich war die Szene, als er nach der Wahl in den


Bundesrat auf dem Balkon des Ratshauses von Martigny stand und wie ein König winkte. «Sein» Volk jubelte: «Pascal, wir lieben dich!» Und: «Vive le roi!» Als Sonnenkönig verspotten ihn seine Kritiker seither. Sollen sie nur. Lieber auffallen als vergessen gehen, ist Couchepins Devise. Seine Qualitäten als Leader stellte er auch ausserhalb des Bundeshauses unter Beweis – auf Ausflügen ignorierte er gern die Wanderwege, eilte in einem Affentempo und querfeldein dem jeweiligen Ziel entgegen. Egal, ob er im Schlepptau seine Bundesratskollegen, Besucher wie den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder oder einen Trupp Journalisten hatte. Wer mit ihm mithalten will, muss auf Zack sein. Kaum ein anderer Magistrat kann so extrem fröhlich sein wie er – oder so extrem schlecht gelaunt. Wer zu einem Treffen mit Pascal Couchepin geht, weiss nie genau, was ihn erwartet. Die «Hand der Fatima» auf meinem Schreibtisch wird mich ein Leben lang daran erinnern. Was hat Pascal Couchepin im Bundeshaus erreicht? Lesen Sie «Notabene» von Helmut Hubacher auf Seite 88.

«Jetzt freue ich mich auf die ­Polenta meiner Frau!» So feiern Couchepins 1998 seine Wahl

Privates Glück März 1998 (oben): Brigitte und Pascal ­Couchepin daheim in ihrer Küche in Mar­tigny VS. April 2006 (l.): die beiden am Staatsempfang in Bern.


Naturparadies Wallis Sommertraining daheim Didier Défago in seinem Heimatort Morgins. Im Hintergrund das Vallon de They.

Hier tankt Skistar Didier Défago im Sommer Kraft. Jeden Tag radelt er auf dem Velo oder joggt in und um Morgins – inmitten von Tannenwäldern, Seen und Bergen.

«In Morgins mache ich mich fit S eit diesem Jahr gehört er zu den ganz Grossen: Der Doppelsieg in Kitzbühel und am Lauberhorn liessen ihn in die Annalen des Skisports eingehen. Und um das Glück vollzumachen, bekam Töchterchen Alexane, 2, im Mai einen kleinen Bruder: Timéo. Didier und seine Frau ­Sabine haben sich nun in einem neuen Heim in Morgins eingerichtet. «Dreimal zogen wir im letzten Jahr hier im Dorf um», meint der

stolze Vater lachend. Er geniesst die Zeit mit ­seiner Familie. «Im Winter bin ich so viel weg, da freue ich mich im Sommer über jede ­Minute, die ich daheim sein kann.» Krafttraining und jeden Tag einen langen Lauf oder aber eine Biketour, das ist das sportliche Tagespensum von Didier. Am liebsten zieht es ihn dabei ins Vallon de They. Das pittoreske Tal, mit dem Flüsschen Vièze ist ein Paradies für Familien: Hier kann man Bächlein stauen,

sich hinter Tannen verstecken und auf ein Bett aus Moos liegen. Und: Gleich am Anfang des Tals entspringt die rote Quelle: Stark eisenhaltiges Wasser färbt die Steine rot! Der Planetenweg führt hier vorbei, ebenso der Bienenweg, wo Wissen und Natur perfekt verknüpft werden. Geht man den Waldweg weiter, erreicht man die Alp Tovassière: Dort gibts Käse zu kaufen und das beste Fondue weit und breit. Von Tovassière erreicht man


Eisen machts möglich Die rote Quelle, am Eingang zum Vallon de They, fasziniert Gross und Klein.

Einmaliges Glockenspiel Der «Toupin» in Morgins spielt Hunderte von Melodien. Immer zur Sonnenwende gibts ein Fest.

für weitere Siege» in rund drei Stunden Wanderung den Lac Vert und den Lac de Chésery – wunderschöne Bergseen mit glasklarem Wasser. Einen See gibts auch in Morgins selber, gleich an der Grenze zu Frankreich: Der Lac Morgins ist ein Moorsee und steht unter Schutz. Von hier aus gehts auch zum Restaurant Corbeau, wo man ab und an auch Didier antreffen kann: «Die Aussicht dort ist fantastisch.»

NICHT VERPASSEN u20. Juni 2009 Sommerwendefest mit Glockenspiel des «Toupin» in Morgins. Gleichentags Eröffnung des neu gestalteten Planetenweges. u5. Juli 2009 Westschweizer Schwingfest in Morgins. uMultipass Feriengäste erhalten mit dem Multipass freien Eintritt in der ganzen Region Portes du Soleil – für nur einen Euro pro Tag!

Jetzt blühen sie in voller Pracht u Die Alpenrosen – eine der bekanntesten und

schönsten Pflanzen der Alpen. Sie gedeihen in einer Höhenlage von 500 bis 2800 m – und blühen von Mai bis Juli. Alpen­rosen sind im botanischen Sinn keine Rosen, sondern ein Heidekraut (Ericaceae). Die Alpenrose ist ein niedriger, immergrüner Strauch von 30 bis 130 cm Höhe.


Naturparadies Wallis

Die Tour de France in Verbier A Am 19. Juli ist Verbier Zielort des spektakulärsten Velo­rennens der Welt: Die Fahrer der Tour de France müssen sich zum Schluss der 15. Etappe nach Verbier hinaufkämpfen.

lex Moos weiss genau, wie es sich anfühlt sieben Kilometer vor Verbier, unten am Berg. Tief durchatmen, dann kräftig in die Pedale treten und die Kurven hinaufkeuchen. Er hats genau so gemacht: An der Tour de Suisse 2002 von Interlaken nach Verbier. Er wurde Etappen­ sieger, und heute, sieben Jahre später, freut er sich noch immer darüber. «So einen Moment vergisst man ein Leben lang nicht.»

Verbier Festival

u Vom 17. Juli bis 2. August findet zum 15. Mal das Verbier Festival unter der musikalischen Leitung von Charles Dutoit statt. Die beiden Verbier Festival Orchestras sind weltweit führende Trainingsorchester. Die Teilnehmer erarbeiten unter der Leitung von Coaches und des Ehrendirigenten James Levine die Werke. Das Eröffnungskonzert wird von Charles Dutoit dirigiert. www.verbierfestival.com


Hier kommt das Raclette her Bagnes ist die «Kapitale des Raclettes». Testen am 26./27. September.

Kleine Barrys Die Bernhardiner des Grossen St. Bernhard erweichen jedes Herz. Er hat hier schon gewonnen Radprofi Alex Moos in Verbier, dem Etappenort der Tour de France 2009. Jetzt ist Verbier wieder Zielort: der Tour de France, dem verrücktesten Strassenrennen der Welt. «Die Tour ist ein Mythos. Nirgends sonst hat es so viele Zuschauer, an keinem anderen Rennen haben die Profis so viel Beachtung.» Obwohl noch immer aktiv, nimmt Moos dieses Jahr nicht teil. Trotzdem wird sich Alex Moos die Tour nicht entgehen lassen: Der letzte Aufstieg, zwischen Le Châble und Verbier, wird der Höhepunkt der 15. Etappe am 19. Juli. Die Fahrer müssen über 700 Meter Höhenunterschied auf einer Distanz von 8,5 Kilometern überwinden. Nach der Ankunft in Verbier haben die Fahrer einen freien Tag und starten am 21. Juli von Martigny über den Grossen St. Bernhard – mit 2473 Meter Höhe der höchste Punkt der Tour 2009 – wieder nach Frankreich.

Verbier weiss, was es dem Tour-Tross und den Fans schuldig ist, und macht aus der Ankunft ein grosses Fest: Bereits morgens um 10 Uhr gehts los: mit Bernhardinern vom Grossen St. Bernhard, Masken aus dem Lötschental, Jodlern und Sängern. Ab etwa 14.30 Uhr treffen die ersten Fahrzeuge der Tour ein. Um 18.00 Uhr dann die offizielle Zeremonie mit der Übergabe der «maillots». Für Alex Moos ist klar: «Das darf man nicht verpassen!» Er rät den Velofans, gleich noch ein paar Tage anzuhängen. «Hier in Verbier gibt es die schönsten und besten MountainbikeStrecken.» Er selber fährt, jetzt am Karriere­ ende, nur noch etwa die Hälfte der Strassenrennen. In der restlichen Zeit hat er sich dem Mountainbike verschrieben.

Verbier bietet mehr u4./5. Juli 2009 Trail Verbier–St.Bernhard, Läufe über 100 oder 52 km, www.trailvsb.com u19.–21. Juli 2009 Tour de France www.letourenvalais.ch u8.–16. August Concours hippique von Verbier mit europäischer Beteiligung, www.verbier-cso.com u22. August Grand Raid (Verbier–Grimentz), Mountainbike, www.grand-raid.ch u28.–30. August 2009 Schweizer Cup IXS, www.verbierbikepark.ch u26./27. September 2009 Bagnes, Capitale de la Raclette – das Raclette-Fest, www.bagnesraclette.ch uAllgemein www.verbier-st-bernard.ch


Einfach magisch Der Lärm muss ohrenbetäubend gewesen sein, als vor über 250 Jahren zwei Felsstürze auf die Walliser Alp Derborence hinunterkrachten. Seitdem herrscht Stille.

Vom Felssturz geschaffen Der See von Derborence, mitten im Urwald gelegen, bildet den Mittelpunkt der magischen Landschaft.

Der Wald mit seinem dichten Unterholz regeneriert sich selbst und bildet einen in den Alpen einzigartigen Urwald. Am besten sieht man ihn von der Endstation der Poststrasse aus. Er reicht bis zu den Spitzen von ­Verouet, einem Hang aus Kalk- und Kieselerde. Im über 152 Quadratkilometer grossen Tal von Derborence hausen rund 500 Gämsen und Rehe in den unteren Talteilen, Murmeltiere und Steinböcke in den Höhen. Auch Hasen und Steinmarder sind verbreitet. Hier nistet auch der Königsadler sowie einer der grössten Nachtvögel, der Uhu. Am besten reist man von Sion aus mit dem Postauto an. Fahrgäste erhalten während der Fahrt Hintergrundinformationen (auf Deutsch, Französisch und Englisch) zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten ab Band. Abfahrt ab Bahnhof Sion um 9.35 Uhr und 14.15 Uhr. Abfahrt ab Derborence um 12.10 Uhr und 16.30 Uhr. u Weitere Informationen und Postauto-

Angebote www.postauto.ch

Besser mit dem Postauto Auf der Strecke Sion–Derborence überlässt man das Steuer besser einem erfahrenen Postauto-Chauffeur.

Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger

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as Wetter war heiter, und der Berg grollte aus seinem Innern heraus ganz ohne Vorwarnung an diesem 23. September 1714 zwischen drei und vier Uhr nachmittags. Mit Getöse lösten sich riesige Felsbrocken von den Flanken auf der Walliser Seite der Diablerets und verschütteten 50 Chalets, töteten 15 Personen und 140 Kühe. 1749 wiederholte sich das unheimliche Naturschauspiel; noch einmal zeigte der Berg, wer hier der Meister ist. Seitdem wurde es nie mehr laut in Derborence, dieser ehemaligen Alp, wo einst die Hirten ihre Kühe sömmerten und mit ihren abendlichen «Ranz des vaches» Gott anriefen. Heute ist Derborence zu weltweiter Bekanntheit gelangt durch den Roman von C. F. Ramuz, ein Urwald, gelegen in einer Steinwüste und bewässert von dem Flüsschen Lizerne und vom See, der durch den zweiten Felssturz entstanden ist. Das unter nationalem Schutz stehende Naturparadies im bergigen Grenzgebiet der Kantone Wallis, Waadt und Bern ist ein Zeuge der Urzeit.


Naturparadies Wallis

Agrotourismus Maria Pires und Daniel Beuret betreiben den Hof und bewirten die Gäste von Ossona.

Ein Paradies mit Zukunft Es sei eine verrückte Idee gewesen, sagt Gemeindepräsident Gérard Morand. Die Idee, ein seit 40 Jahren verlassenes Maiensäss wiederzubeleben. Jetzt ist der Traum Realität – und sogar in einem Film verewigt.

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in kleines Paradies, «Un petit coin de paradis» heisst der Film der wel­ schen Regisseurin Jacqueline ­Veuve, der die unglaubliche Geschichte der Wiederbesiedlung des Maiensässes Ossona im Herzen des Val d’Hérens dokumen­ tiert. «Ich habe mit ehemaligen Bewohnern von Ossona gesprochen, wie sie miterlebten, wie eine verloren geglaubte Welt wieder auferstanden ist», erinnert sich die Regis­ seurin. Zu verdanken ist das alles dem Gemeinde­ präsidenten von St. Martin, zu dem das Plateau von Ossona gehört. «Ich konnte einfach nicht akzeptieren, dass hier ein Teil unserer Geschichte, unseres Erbes ver­ lottert und vergessen wird», erklärt Gérard Morand seine Motivation. So hat die Ge­ meinde die 64 Gebäude, verteilt auf 35 Hekt­ aren Land gekauft. Mit Jugendlichen aus vielen Nationen, mit viel Eigensinn und har­ ter Arbeit sind nun zwei alte Häuser reno­ viert und ein Hof im Stil der lokalen Architek­ tur neu gebaut worden. «Jetzt haben wir Schlafplätze für 16 Personen, ein Restaurant und einen Bauernhof», freut sich Gérard Morand. Diesen Sommer werden weitere Gebäude saniert, sodass dann Platz für 32 Touristen entsteht.

Als Leiter des Bauernhofes und des Restaurants sind Maria Pires und Daniel Beuret nach Ossona gezogen. 22 Kühe, Geissen, Zicklein, Hühner, Schweine und Pferde weiden, springen und trotten seit­ her über die grünen Wiesen. Beobachtet von Gästen, die wahre Natur erleben wollen. «Wer will, kann mithelfen, darf aber auch einfach zuschauen», sagt Daniel Beu­ ret. Agrotourismus sagt man dem heute – ein modernes Wort für die Rückkehr zu den Wurzeln. Konkret bedeutet das: Bei der Fütterung der Tiere helfen, im Gemüse­ garten arbeiten, Beeren pflücken, Käse machen. «Und natürlich Wanderungen un­ ternehmen und am Abend auf der Terrasse des Restaurants ausspannen», so Beuret. Der Tourismus sei gut angelaufen, freut sich der Gemeindepräsident und ist stolz, dass die verrückte Idee Realität und ein Erfolg geworden ist. Auch Jacqueline Veuve kehrte am letzten Wochenende nach Ossona zurück. Sie drehte einige Zusatz­ sequenzen – ein Jahr danach. Sie werden auf der DVD zu finden sein, die im Sommer rauskommt. www.ossona.ch www.jacquelineveuve.ch

u Zurück zu den Wurzeln u Der Film

Gewaltig Stein-Pyramiden prägen die Landschaft des Val d’Hérens.

Der Film «Un petit coin de paradis» dokumentiert die Geschichte der Wiederbesiedlung.


Das Magazin für lustvolles Einkaufen

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KultSound

u Einmal mehr bekommen Design-Fans das pure Augenwasser. Denn mit dem Radiofonografo rr226 lässt das italienische Kultlabel Brion­vega ein Liebhaberobjekt wieder aufleben! Ganz im Geist der Sixtys haben die Gebrüder Achille und Pier Giacomo Castiglioni 1965 die frei stehende, skulpturähnliche Stereoanlage mit dem freundlichen Roboter-Gesicht entworfen. Jetzt gibts die erste nummerierte und auf 300 Stück limitierte Serie mit archaischer High-End-Technologie, FM/AM-Radio (29 Speicherplätze), Project-Plattenspieler, CD-Player und abnehmbaren Lautsprechern. ursula Borer

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Auswahl Melanie Albisser, Haare & Make-up Rebecca für Time mit Naturprodukten von Couleur Caramel, www.attitude-bio.com, Olivia für Time trägt ein Outfit von H & M

Play the Music Mit dem Brionvega Radiofonografo rr226, www.fabotech.ch u CHF 7980.– und Headphones von Blingaffair, www.blingaffair.com.

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Look

Wellness

Dufter Sommer u Kirschen, Mandeln, Rosen, Zitronen und Himbeeren: Das sind die Früchte und Blumen, die den Sommer so richtig sinnlich machen. Man kann sie im Moment in üppiger Auswahl auf Märkten und im Lebensmittelhandel kaufen, für attraktive Tischdekora­ tionen einsetzen oder einfach nur in den neuen Wellness-Produkten genies­ sen: einen Mandelspray, der erfrischt, eine Cranberry-Maske mit Peeling, die die Haut streichelzart macht, einen Rosenspray, der das Make-up auch noch haltbar macht, oder eine Granat­ apfel-Handcreme, die pflegt und auch noch herrlich duftet. Legt man einige dieser Produkte vor der Anwendung in den Kühlschrank, erfrischen sie gleich doppelt. Und versprechen so einen langen, genüsslichen Sommer!

beatrice Schönhaus

Mit Kirschen Simona trägt einen strassbesetzten Bikini in Kirschrot von Manor. u CHF 39.90 Die Kirschen sind vom Markt.

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Mit Himbeeren Die Sommerdusche Sorbet Sensation von Fanjo gibts mit Zitrone oder Himbeere. Migros. u CHF 3.80

Mit Ginger & Zitrone Acqua Colonia von 4711 belebt sofort. Fachhandel. u CHF 64.–

Mit Rosen Eau de Toilette Rose 4 Reines von L’Occitane. u CHF 64.50 Mit Kirschen Body Butter Wild Cherry von The Body Shop für den Sommer. u CHF 24.90

Mit Granatapfel Handcreme mit Granatapfel von Weleda. Fachhandel, Reformhäuser. u CHF 32.50

Mit Rosen Make-up-FixierSpray Fix + Rose von Mac. Jelmoli. u CHF 26.–

Mit Cranberrys Peeling und Maske Cranberry Time von I am bei Migros. u CHF 2.50

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Make-up und Haare Rebecca für Time, Styling Jeannette Gloor

Mit Mandeln Spray Brume de Lait von L’Occitane mit Mandelduft. u CHF 44.–

Mit Grapefruit Pflegedusche Go Fresh von Dove. Manor, Fachhandel. u CHF 3.90

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Mode

Das passt für Sardinien Badeshorts von Gant, Globus und Fachhandel, Baumwolltuch ebenfalls Globus. u CHF 129.–/86.90

Ab nach Nizza Streifenshorts von Tommy Hilfiger, auch bei Globus, Tuch von Gant bei Och Sport. Fachhandel. u CHF 99.90/59.–

Sydney ruft! Shorts von Nike bei Och Sport, Baumwoll-Badetuch mit Karos von Manor. u CHF 40.–/39.90

Badeshorts für ihn

Bitte abtauchen! u Lust auf ein Last-Minute-Schnäppchen auf Mauritius, einen Kurzurlaub mit der Liebsten in Nizza oder einfach mal Lust auf zwei Wochen Ferien weit weg und abtauchen? Da dürfen Badeshorts & Frottee-Tuch im Koffer nicht fehlen. Damit lässts sich

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herrlich sonnenbaden und an heissen Tagen auch mal städtebummeln. Klar fällt es unter die Kategorie Luxus, dass Mann das eigene Badetuch mitnimmt, doch das richtige Modell gibt der Hose erst den Look. Modebewusste wagen auch mal einen Mustermix, Klassiker

setzen auf Blau-Weiss, Streifen oder Uni. Das Schöne an den Traumpaaren aus Hose und Tuch: Die werden auch noch den nächsten Sommer überstehen, was ja nicht auf jede Sommerliebe zwangsläufig zutrifft! beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Marisa Pichler

Die nehm ich mit nach Bilbao Hose Andy Warhol von Pepe Jeans bei Globus, Tuch Mickey Mouse: Coop City. u CHF 149.–/39.90

Lust auf Mauritius? Hose mit tropischen Motiven von H & M, Tuch von JJB Benson bei Manor. u CHF 19.90/39.90


Hotspot

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Mademoiselle de Paris, Zürich

Paris, mon amour! bekommt ein Stückchen Paris ab. Und zwar ein «zuckersüsses». Mit Mademoiselle de Paris hat die Schweizer Designerin Mirjam Joss einen Heimatort für ihre kunterbunten Kleinode mit Pariser Flair gefunden. Joss’ grosse Liebe zur Seine-Stadt begann mit ihrem Studium an der Modefachschule Esmod vor dreizehn Jahren in Paris. Ihr Shop ist ein Pilgerörtchen für roman-

u Zürich

tisch-verspielte Shopaholic-Seelen. Und Mütter. Neben Einrichtungsunikaten wie Lampen, Kissen, Geschirr, Duft­ kerzen oder Accessoires wie Taschen, Kleidern, Broschen gibts eine erlesene Auswahl an herzerweichend hübschen Kindersachen. Kristina Köhler

Ein Hauch Boudoir Von Hand drapierte, genähte Stofflampe mit Coquetip-Federn. u CHF 190.–

Öffnungszeiten Mittwoch bis Freitag, 11.30 bis 18.30 Uhr

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Dick Vredenbregt, Stills Paul Seewer

Kindertraum A4-Malbuch der Pariser Illustratorin, Künstlerin Nathalie Lété. u CHF 16.–

Porzellan-Chérie Das Geschirr von Sabre ist aus Paris. Gibts in verschiedenen Farben. u CHF 28.–

Très chic! Handgenähtes Patchworkkissen mit Inhalt. Diverse Modelle. u CHF 85.–

Oh, là, là! Kleider für zwei- bis dreijährige Mademoiselles. Japanischer Baumwollstoff. u CHF 79.–

La vie en rose! Baumwolljupe mit verschiedenen Handsiebdrucken. Jedes Kleid ein Unikat. u CHF 195.–

Romantique! Tasche aus Baumwoll- und Crêpestoffen, Bambusgriff. u CHF 295.– schweizer illustrierte

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Dramatische Augen Double Wear Stay-in-Place Eyeliner Coffee 02 von Estée Lauder. u CHF 26.–

Glitzernde Highlights Bronzing Stick Malaysia von Nars gibts bei Douglas, Basel. u CHF 70.–

Geheimnisvolle Nägel Das Schwarz des Sommers: Chanel-Nagellack Impérial 469. u CHF 34.–

Wüstenhaftes Rouge SiennaMinerals-Palette von Giorgio Armani, Globus. u CHF 82.– Sandartige Lider Lidschatten-Trio Headshot von Smashbox, erhältlich in Marionnaud-Filialen. u CHF 49.– Erdfarbene Lider ColorMineralsLidschatten Golden Sienna 06 von L’Oréal. u CHF 19.90

Animalische Lippen Lippenstift Sunsational von Mac aus der Style-Warrior-Linie. u CHF 28.–

coole erdfarben

African Queen

u Afrika ist nicht nur in der Mode ein grosses Thema. Auch in der Kosmetik stand der wilde Kontinent Pate. Mac hat ihm sogar die limitierte Kollektion Style Warrior gewidmet. Inspiriert wird die African Beauty von den Sanddünen der Sahara, dem Tropenwald Westafrikas über die Savanne der Serengeti mit ihren Antilopen bis zur Gräserlandschaft der Steppen. Diverse Erd- und

Sandfarben, Grün- und Brauntöne sind ideal, um dem Gesicht eine tolle ­Struktur zu geben. Ob man die Wangenknochen betont, die Augen optisch vergrössert oder die Nase verschmälert. Mutige tragen dazu ein knalliges Pink auf den Lippen oder ein leuchtendes Gelb auf den Augenlidern – wie der Stamm der Nuba im Süd-Sudan. Ganz schön animalisch! ursula Borer

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

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Beauty


1 fachmann von Welt u Sonoro präsentiert mit dem

Elements W ein Internetradio, welches über 13 000 Sender empfangen kann. Dies geschieht entweder mit einem Ethernet-Anschluss oder per WLAN. Auch ein UKW-Empfänger ist eingebaut. MP3-Spieler können ebenso angeschlossen werden wie iPods, für welche es eine optionale Docking-Station gibt. Via Line-out-Anschluss lässt sich das Radio mit Stereoanlagen verbinden. Neben den technischen Möglichkeiten überzeugt vor allem das schnörkellose Design. Für perfekte Lesbarkeit sorgt eine energiesparende OLED-Anzeige. www.dkbrands.com Stephan Gubler

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Electronics

Fliegengewicht u Dass digitale

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Kompakt Die leichte Digital-Spiegel­ reflexkamera α230 von Sony mit Bildstabilisator. Gehäuse u CHF 848.–

Modern Das Sonoro-Internetradio Elements W empfängt Radiostationen aus aller Welt. u CHF 649.–

superBike-Freund u Für Motorrad-Fans unter den Videospielern gibt es wenig Games. Jetzt bekommen sie mit SBK 09 ein absolutes Highlight. Im offiziellen Spiel zur Superbike-Weltmeisterschaft sind die Motorräder, Stars und Strecken der aktuellen Saison vertreten. So kann man bereits mit den neuen Superbikes BMW S 1000 RR und Aprilia RSV 4 auf Rennstrecken wie Portimão oder Salt Lake City allein oder gegen Online-Gegner aus aller Welt um die Wette fahren. Dank diversen an- und abschaltbaren Fahrhilfen ist das PC- und Konsolen-Spiel für Anfänger wie für Profis ein Renner. www.blackbeangames.com SG

Rennspiel-Spass Im offiziellen WMGame SBK 09 tritt man gegen bis zu elf andere Fahrer an. u ab CHF 49.90

uhr der woche steckbrief ZEIT FÜR eine Party u Zum 25-Jahr-Jubiläum seines Schmuckunterneh-

mens überrascht Selfmademan Thomas Sabo die Schmuck- und Modewelt mit einer eigenständigen Uhrenkollektion. Der Sportchronograf It Girl ist nur eines der 60 hippen Modelle, die der gebürtige Österreicher unter seinem Namen für Frauen und Männer lanciert. Dabei wird sofort klar, wie sehr ihm Design und Qualität bis ins Detail am Herzen liegen. So sind etwa auf dem rosa Perlmutt-Zifferblatt der Totalisator bei 12 und die kleine Sekunde bei 6 Uhr mit Steinbesatz und Sonnenmotiv hübsch verziert. Und das Armband fügt sich Ton in Ton perfekt an. Sarah Rieder

Rosige Zeiten mit der brandneuen It Girl von Thomas Sabo. u CHF 629.–

Werk Quarzwerk OS1A von Miyota Gehäuse Edelstahl, Mineralglas mit Saphirbeschichtung, wasserdicht bis 100 Meter Armband Rosa Lederarmband mit Faltschliesse Varianten Auch in Weiss und Schwarz Bezugsquelle ThomasSabo-Shops, Globus, Jelmoli, Tel. 044 - 857 80 00, www.thomassabo.com schweizer illustrierte

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Pink, Türkis, Safaritöne sind momentan der Trend

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u Was für Handtaschen sind im Trend?

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XXL-Grössen, wobei sich Hochformate durchsetzen. Dekorationen auf Hand­ taschen verschwinden. u Und die neuen Farben? Die sind das Thema dieses Sommers. Von Safaritönen bis hin zu Pink, Türkis, Grün und Gelb gibts alles. Und nicht vergessen: die bunten Prints.

Der Beutel erfährt ein Revival und ist damit das Highlight der Saison. u Wie siehts bei den Männern aus? Neben den Botentaschen, den MessengerBags, gibts mehr Modelle mit Kurzgriffen. u Was haben Sie auf Ihren Reisen für Trends beobachtet? Im internationalen Strassenbild sieht man

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den Hobo-Bag oft, halbmondförmig, mit einem längeren Schulterriemen. Solche Hobo-Bags führen wir von Longchamp, Coccinelle und Biasia. u Was findet man in Ihrem Bag-Outlet? Handtaschen, Reisegepäck, BusinessArtikel, Einzelstücke von Galliano bis Cavalli, Musterkollektionen. www.bagoutlet.ch. Beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

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neu


Das Gesundheitsmagazin

top fit Vorbild Parlamenta­rier CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay lässt sich jedes Jahr gegen Grippe impfen.

Bitte nachimpfen! Welche Impfungen müssen wann erneuert werden? Welche schützen ein Leben lang? Text VERENA THURNER

Foto Keystone

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eit gut zwei Jahren sorgen ­Masernerkrankungen in der Schweiz für Schlagzeilen. Mehr als 3400 Fälle wurden den Gesundheitsbehörden seit Ausbruch der Epidemie gemeldet (Stand Januar 2009). Diese hatten über 250 Spitaleinweisungen und 500 Komplikationen zur Folge. Unter anderem sind 143 Lungenentzündungen und 8 Hirnentzün-

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dungen aufgetreten. In Genf starb Anfang dieses Jahres ein 12-jähriges Mädchen an Masern. In 93 Prozent der Fälle waren nicht geimpfte Personen von der Krankheit befallen. Da es keine Therapie gegen Masern gibt, bietet allein die Impfung Schutz vor der Krankheit. Um die Masern auszurotten, müsste die Durchimpfung bei Kindern auf 95 Prozent erhöht werden. Heute liegt sie in der Schweiz bei 86 Prozent. Den Hauptgrund für die MasernEpidemie sieht Prof. Christoph Hatz von der Universität Zürich nicht so sehr bei den teilweise militanten Impfgegnern, sondern viel mehr im Impfverdruss der Bevölkerung und anderen Faktoren. «Zudem ging man in den 70er- und 80erJahren davon aus, dass eine Impfung genügend Schutz bietet», erklärt der Leiter des Instituts für Epidemiologie und Prävention übertragbarer Krankheiten. In den USA und später auch bei uns hat man während der 90er-Jahre festgestellt, dass der Schutz ungenügend ist. «Von diesem Zeitpunkt an wurde empfohlen, dem Kind eine zweite Chance zu geben, Abwehr­ körper zu entwickeln.» Heute werden Kleinkinder routinemässig zweimal gegen Masern geimpft. Wurden die Basisimpfungen in der Kindheit verpasst und haben Nichtgeimpfte die verschiedenen Krankheiten nicht durchgemacht, empfiehlt Prof. Hatz dringend, diese nachzuholen. Die Basisimpfungen bieten Schutz gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten und HIB, eine der schwersten bakteriellen Infektionen. Diese Schutzimpfungen für Säuglinge und Kinder sind heute eine Selbstverständlichkeit. Im Erwachsenenalter vergessen viele häufig, dass gegen gewisse Krankheiten eine Auffrischimpfung nötig ist, um den Schutz weiter zu gewährleisten. «Oft sind die Ursachen banal, sich nicht

Impf-Tradition im Bundeshaus Jedes Jahr im Oktober ­lassen sich Parlamentarierinnen und Parlamentarier gegen Grippe impfen. SP-Ständerätin Anita Fetz verpasst keine Impfung. Für FDPStänderat Felix Gutzwiller war vergangenes Jahr eine Premiere.

impfplan für erwachsene Impfung

Auffrischungsimpfung (nach kompletter Grundimpfung)

Diphtherie und Tetanus nach 10 Jahren Frühsommer- Meningoenzephalitis

nach 10 Jahren

Hepatitis A

frühstens nach 20 Jahren

Hepatitis B

hält wahrscheinlich lebenslang

Humane Papilomaviren nach momentanen Erkenntnissen keine Auffrischimpfung (HPV) Influenza (Grippe)

jedes Jahr neu (veränderte Viren)

Masern-Mumps-Röteln nach korrekter Grundimmunisierung keine Nachimpfung nötig Pneumokokken

e inmalig nach 5 Jahren bei unter 65-Jährigen; bei über 65-Jährigen: 1 Impfung

Meningokokken Typ C je nach Indikation Polio

nach 10 Jahren, falls Aufenthalt in Gebieten, wo Kinderlähmung vorkommt

Tollwut

a lle 2 bis 5 Jahre für berufsbedingte Exposition, sonst nur bei Kontakt mit tollwutverdächtigem Tier

Tuberkulose

k eine Auffrischimpfung (Impfung im 1. Lebensjahr, sonst kaum Wirkung)

Windpocken/Zoster

keine Auffrischimpfung


schutz Prof. Christoph Hatz ist Leiter des Instituts für Epidemiologie und Prävention übertragbarer Krankheiten an der Universität Zürich.

Fotos Heiner H. Schmitt, Keystone

«Die Leute sind dankbar, wenn man sie an die anfallenden Impfungen erinnert»

nachimpfen zu lassen. Das hat wenig mit dem Einfluss von Impfgegnern zu tun. Die Leute vergessen ganz einfach die Auffrischimpfungen», sagt der Fach­ arzt. Gute Erfahrungen hat Prof. Hatz gemacht, wenn er seine Patienten dazu aufgeboten hat. «Die Leute sind wirklich dankbar, wenn man sie an die anfal­ lenden Impfungen erinnert.» Neben der Grundimmunisierung gegen Kinderkrankheiten kommen im Erwachsenenalter noch weitere sinn­ volle Impfungen dazu. Die neuste ist die

gegen Gebärmutterhalskrebs bei Frau­ en, die bereits für Mädchen ab 9 Jahren empfohlen wird. Bei Frauen im Erwach­ senenalter, die nur wenige oder noch keine Sexkontakte hatten, macht eine Impfung gegen Papilomaviren auch im Alter nach 20 noch Sinn. «Von dem Mo­ ment an, wo sexuelle Kontakte statt­ fanden, ist eine Frau meistens bereits mit diesen Viren in Kontakt gekommen», betont Prof. Christoph Hatz. Eine Auf­ frischimpfung ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht nötig. Keine Nachimpfungen sind auch gegen Masern, Mumps, Röteln, Tuberkulose, Windpocken und Gürtelrose nötig. Ge­ gen Pneumokokken, also Lungenentzün­ dung, sollen sich laut dem Schweize­ rischen Impfplan Personen ab 65 impfen lassen. Dazu Prof. Hatz: «Es ist nicht so, dass diese Impfung erst ab 65 sinnvoll ist. Sie wird ab diesem Alter empfohlen, weil man weiss, dass zu diesem Zeit­ punkt das Risiko enorm ansteigt. Es soll­ ten aber bereits kleine Kinder gegen Pneumokokken geimpft werden.» Sinn machen auch Impfungen gegen Hepati­ tis A und B sowie gegen die Frühsom­ mer-Meningoenzephalitis, kurz FSME

genannt. Sie wird durch Zecken über­ tragen und kann zu schweren Behinde­ rungen wie Hirnhaut- und Gehirn­ entzündungen mit teils lebenslangen, selten sogar tödlichen Teil- und Ganz­ körperlähmungen führen. Ganz klar gehört auch die jährliche Grippe­impfung, vor allem für ältere Personen, auf die Empfehlungsliste. Schlimme Nebenwirkungen wer­ den immer wieder von Impfgegnern als Argumente angeführt. «Eine kleine Angst vor Nebenwirkungen bleibt, die werden auch von Medizinern gefürch­ tet», stellt Prof. Hatz offen fest. «In den meisten Fällen sind sie aber harmlos, rei­ chen von Rötungen an der Einstichstel­ le bis zu leichten Schmerzen. Stehen die schweren Nebenwirkungen wie zum Bei­ spiel bei der Polio-Impfung im Verhältnis 1:3 Millionen, so überwiegt der Vorteil durch die Impfung tausendfach», gibt er zu bedenken. Die Schwierigkeit liegt dar­ in, dass nicht im Voraus gesagt werden kann, wer die Nebenwirkungen bekommt und wer nicht. «In Fällen, in denen wir von einem höheren Nebenwirkungsrisi­ ko ausgehen, treffen wir entsprechende Vorsichtsmassnahmen oder impfen gar nicht. Bei multipler Sklerose, Immun­ schwäche, Aids oder bei Personen ohne Milz sind wir extrem vorsichtig mit Imp­ fungen.» Letztlich sind ­seltene schwere Nebenwirkungen der Preis, um Zehn­ tausende von Krankheiten und Hunder­ te von Todesfällen zu vermeiden. Sich impfen zu lassen, heisst auch, Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen. Dazu Prof. Christoph Hatz: «Wenn jeder nur an sich selber denkt, gibt es keinen Schutz. Das sehen wir am Beispiel der Masern. Neben dem eigenen Schutz sollte man sich bewusst sein, dass jeder Mensch auch eine Ver­ antwortung gegenüber der Gesellschaft hat.» 


innovatives behandlungskonzept

Meilenstein in Krebstherapie

Das erste Cyber-Knife der Schweiz steht in Zürich. Die ersten Erfahrungen sind ermutigend. Interview VERENA THURNER

Dr. Christian von Briel ist Leiter der Radiotherapie an der Klinik Hirslanden in Zürich.

werden. Der Unterschied zum Linearbeschleuniger ist die Befestigung auf einem Roboterarm. Zudem wird mit dem Linearbeschleuniger nur auf einer Ebene bestrahlt, mit dem Cyber-Knife geschieht dies von allen Seiten. Und die Strahlung erfolgt viel konzentrierter. Bei einem Brustkrebs wird zum Beispiel mit dem Linearbeschleuniger etwa 30-mal, beim Prostatakrebs bis zu 40-mal bestrahlt. Mit dem Cyber-Knife Roboterunterstützte Strahlenhöchstens ein- bis dreimal, aber therapie gegen kleine Tumore. mit sehr viel höheren Einheiten. präzis bei einer Genauigkeit von Wird Cyber-Knife vor allem zur weniger als einem Millimeter. Heilung eingesetzt oder nur Das Gamma-Knife war aus tech- zur Linderung der Schmerzen? nischen Gründen nur am Kopf Sowohl als auch. Ein kleiner anwendbar. Cyber-Knife kann Lungenkrebs in der Peripherie am gesamten Körper eingesetzt wird typischerweise operiert.

Schwierig wird das bei älteren Patienten, die von ihrem Allgemeinzustand her einen Eingriff nicht überleben würden. Mit dem Cyber-Knife ist die Entfernung des Tumors möglich. Bis jetzt haben wir das Cyber-Knife vor allem palliativ eingesetzt, zum Beispiel bei Metastasen an der Wirbelsäule. Seit gut drei Monaten ist das Cyber-Knife in Betrieb: Ihre Erfahrungen? Wir haben bei Prostatakrebs sehr gute Resultate erzielt. Ein schöner Erfolg war ein Sarkom in der Nähe der Wirbelsäule. Der Mann hatte schlimme Schmerzen, war auf den Rollstuhl angewiesen. Nach zwei Wochen und drei Bestrahlungen konnte er wieder gehen.

Herr Dr. von Briel, gegen welche Krebsart wird Cyber-Knife eingesetzt? Es braucht Tumore, die in sich geschlossen und klein sind, zirka fünf bis sechs Zentimeter. Nicht die Art der Tumore spielt eine Rolle, sondern die Lokalisation. Überall dort, wo ein Tumor zum Beispiel in der Nähe des Rückenmarks, im Bereich des Magen-Darmtraktes oder gewisser Nervenstrukturen liegt, macht die Bestrahlung mit dem Cyber-Knife Sinn. Was ist der Unterschied zum Gamma-Knife und zum Linearbeschleuniger? Streng genommen, ist es eine Mischung beider Methoden. Die Strahlentherapie ist dieselbe, das heisst man bestrahlt hoch-

Fotos Dick Vredenbregt

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cyber-knife


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten

Berauschend Graziella Contratto und Beat Toniolo vor dem Rheinfall in Neuhausen.

Wort- und Bildfestifall

Grenzenlose Neugier Kulturfestival Vier Tage dreht sich am Rheinfall alles um

Fotos Heiner H. Schmitt

Musik, Literatur und das Überschreiten von Grenzen.

u Wenns sprudelt, plätschert, tost oder rauscht, ist ihm wohl. «Hauptsache, etwas ist im Fluss.» Das ist doppeldeutig und so auch gemeint. Denn erstens gefällt es Beat Toniolo, 47, wenn etwas in Bewegung ist. Und zweitens ist der Kulturvermittler und Künstler in Schaffhausen aufgewachsen

und seither «der magischen Wirkung» des Rheinfalls erlegen. Kein Wunder also, findet sein Wort- und BildFestifall (WBF) bereits zum vierten Mal inmitten der spektakulären Naturkulisse statt: im Fluss eben. Unter dem Motto «So nah, doch so u fremd – Nachbarschaften» ist

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Kultur dem Festivalleiter wiederum ein hochkarätiges Programm gelungen. Auf Literaturbooten lesen Lukas Hartmann, Klaus Merz oder Endo Anaconda. Oropax, Stiller Has oder Ania Losinger, Xala bringen das Publikum zum Staunen und Schmunzeln. Damit die klassischen Klänge nicht im Getöse des Wasserfalls untergehen, wurde flussabwärts in Dachsen ein neues Rheinfloss aufgebaut. Dort schwingt Graziella Contratto den Taktstock. Die Dirigentin, die letztens mit dem Komikerduo Ursus und Nadeschkin und dem Programm «Orchestergraben» für ein ungewohntes Konzerterlebnis gesorgt hat, hat ein Faible für grenzensprengende Kulturevents. So auch am Wort- und BildFestifall. Unter ihrer Leitung begleitet das Sinfonieorchester Camerata Schweiz die junge Jodlerin Nadja Räss – ein Hörerlebnis der besonderen Art. «Wichtig ist, dass das Niveau auf beiden Seiten hoch ist. Dann sind solche Experimente sowohl für die Künstler wie das Publikum spannend und befruchtend», ist Graziella Contratto überzeugt. Die 42-Jährige ist seit zwei Jahren Intendantin des Davos Festivals und legt grossen Wert darauf, in ihrem Programm verschiedene kulturelle Sparten wie auch die Bündner Landschaft in die Konzerte zu integrieren. Das entspricht ganz dem Gedanken von Beat Toniolo, der sie deshalb auch als künstlerische Beraterin für sein Festival einbezogen hat. Die Vernetzung verschiedener künstlerischer Sparten ist im Trend. «Das Publikum

die besten

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Vernetzt und engagiert Die Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto. ist offen für neue Wege und geniesst das Ungewöhnliche», weiss Beat Toniolo aus Erfahrung. Der Paradiesvogel mit seinem Festival am Rheinfall bringt Bewegung in die Kulturszene. Es ist ihm zu wünschen, dass die emotionalen Wellen des Wortund BildFestifalls auch dieses Jahr hoch schlagen. Kulturelle Rettungsringe sind vor Ort zahlreich vorhanden. anina rether Wort- und Bildfestifall 25.–28. Juni, Rheinfall/Dachsen SH. Ticketcorner Tel. 0900 800 800 (CHF 1.19/Min.), Programm: www.wortundbildfestifall.ch

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Freunde Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat, 1985, fotografiert von Michael Halsband. künstlerporträts aus der sammlung würth

Das Bild vom Menschen hinter seinem Bild u Meistens ist das Werk bekannter als sein

Schöpfer. Die Schau «art faces» gibt Schriftstellern, Musikern, Malern und Bildhauern ein Gesicht. Zeigt sie doch aussergewöhnliche Fotoporträts zeit­ genössischer Kunstschaffender. Ange­ fangen bei der legendären Aufnahme des New Yorker Fotografen Michael Hals­ band, 53, von Andy Warhol (1928 bis 1987) und Jean-Michel Basquiat (1960 bis 1988) bis zum genialen Foto des Fran­ zosen Jean Dieuzaide von Salvador Dalí. «Ein Bild wird nicht mit der Kamera aufgenommen, sondern mit dem Herzen und dem Verstand», sagte Arnold Newman, der grosse Porträtfotograf des 20. Jahrhunderts. Die Neugierde, die Person hinter dem Kunstwerk kennen­ zulernen, führte den Schweizer Foto­ grafen François Meyer in die Ateliers be­ kannter Künstler wie Richard Serra, Alex Katz oder Sonia Delaunay. Das ­Erspüren der Beziehung zwischen Künstler und Werk war ihm wichtig. Drei Jahre dauerte dieser fotografische Dialog, der den Grundstock einer ein­

drücklichen Sammlung begründet, die er später mit zeitgenössischen Künstler­ porträts anderer Fotografen wie Michel Sima oder Denise Colomb ausbaute. Da­ bei ging es ihm nie um klingende Namen, sondern um die Aussagekraft eines Por­ träts. Heute ist die Schweizer Kollektion von François und Jacqueline Meyer in der Fotosammlung Würth aufgehoben. 

isolde schaffter-wieland

forum würth Arlesheim BL Bis 3. 1. 2010, täglich 11–17 Uhr, Tel. 061 - 705 95 95, www.forum-wuerth.ch, Katalog CHF 45.–

Surrealist mit Lust an der Selbstinszenierung: Salvador Dalí (1904 bis 1989), «Dalí dans l’eau», 1951, fotografiert von Jean Dieuzaide.


«every thing design»

Blickfang

oPER

u Seit 1875 sammelt das Museum für Gestaltung Plakate, Grafiken und Objekte alltäglicher und künstlerisch anspruchsvoller Designkultur. Wer erinnert sich nicht an die süsse, rote Valentine S von Olivetti, die schönste aller Schreibmaschinen? Hiess in den 70er-Jahren der Reissverschluss nicht einfach Riri? Da stellt sich schnell mal die Frage: Was ist Design? Und: Ist nicht alles Design? Die Ausstellung «Every Anmutig Das Riri-Plakat von Ruedi Thing Design» nimmt sich dieser Fragen an.  km Külling, 1971.

museum für gestaltung Zürich Bis 19. 7. Di–Do 10–20, Fr–So bis 17 Uhr, Tel. 043 - 446 67 67, www.museum-gestaltung.ch, Publikation CHF 50.– luca schenardi

Bedrohlich

u «Ich glaube schon, dass ich überdurchschnittlich viel

Aggressionen in mir trage. Die kleinen Dinge im Alltag, seien es politische Themen, der Job oder was auch immer, ich nehme alles sehr ernst», sagt der Urner Luca Schenardi, 31. In seinen Arbeiten demaskiert der begnadete Zeichner, Illustrator und Grafiker die ihn umgebende Welt. Es entstehen skurrile Collagen wie das «Eismeer» (r.), die auf inszenierten oder frei Unheimlich «Eismeer», Digitalprint bearbeiteten Fotografien aufbauen.  km 2009, von Luca Schenardi.

«Don Giovanni» am opernfestival von Avenches

Tausend Sterne und ein Verführer

u Das Opernfestival von Avenches ist etwas ganz Besonderes: Unter freiem Himmel – in einem über 2000-jährigen römischen Amphitheater – werden bekannte Opern zelebriert. Seit 15 Jahren treten hier Stars aus der ganzen Welt auf. Heuer wird Mozarts Meisterwerk «Don Giovanni» in einer Neu­inszenierung des grossen Giancarlo Del Monaco aufgeführt. Die Titelrolle teilen sich Konstantin Gorny und Nicola Uli­vieri. Donna Anna wird von der gefeierten Zürcher Sopranistin Noëmi Nadelmann verkörpert. Vor jeder Vorstellung wird um 18 Uhr eine deutschsprachige Einführung im Collège de la Cure geboten. km

opernfestival Avenches VD 3. bis 17. 7., Ticketcorner Tel. 0900 800 800, www.avenches.ch/opernfestival

gallery guillaume daeppen Basel Bis 4. 7. Mi–Fr 17–20, Sa 12–17 Uhr, ­ Tel. 061 - 693 04 79, www.gallery-daeppen.com «ausdruck des wesens»

Beschaulich

Der ewige Verführer «Don Giovanni», die tragikomische Oper von Wolfgang Amadeus Mozart feiert eine Neuinszenierung.

ist mehr als eine Ausstellung», behaupten die Verantwortlichen. Und in der Tat bietet das idyllische Dorf mit seinen schönen Gärten und der gepflegten Emmentaler Landschaft einen perfekten Rahmen. Die 18. Ausstellung mit Werken berühmter Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts ist in den beiden Schulhäusern untergebracht. Dem «Ausdruck des Wesens», wie die Schau heisst, kann man nicht nur Imposant «Brücke bei Wiesen», bei Ernst Ludwig Kirchner (r.) nachspüren. km 1926, von Ernst Ludwig Kirchner. Foto ZHdK

u «Trubschachen

trubschachen im Emmental BE 27. 6. bis 19. 7. täglich 10–21 Uhr, www.ausstellung-trubschachen.ch, Publikation CHF 10.–

robert rauschenberg

Die Wirklichkeit spiegeln u Der amerikanische Maler, Grafiker, Fotograf und Objektkünstler Robert Rauschenberg (1925 bis 2008) war der Meinung, dass «ein Kunstwerk wirklicher ist, wenn es aus Teilen der wirklichen Welt gemacht ist». In die Ästhetik seiner Arbeiten fliesst deshalb auch ein sozialkritischer Unterton ein. Stammen doch die Fundstücke seiner Serie «Gluts» aus den Landschaften entlang den Highways. Tankstellen-Schilder, Autoschrott oder Industrieabfälle hat er zu Hochreliefs und Skulpturen verarbeitet. In der Schau sind rund 40 dieser Werke zu sehen, die zwischen 1986 und 1995 entstanden sind. ISW

Assemblage «Getone Spring 88 Glut», 1988, Robert Rauschenberg.

peggy guggenheim collection Venedig (I) Bis 20. 9. Mo–So 10–18 Uhr, Di geschlossen, Tel. 0039 - 041 2405 411, www.guggenheim-venice.it

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die besten

Film

Überstunden Russell Crowe und Rachel McAdams sind verlogenen Politikern auf den Fersen.

Reporter knackt tödlichen Pakt

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THRILLER STATE OF PLAY (USA) Russell Crowe überzeugt im spannenden und topaktuellen Polit-Thriller als unbestechlicher Rechercheur.

u Journalisten leben gefährlich – wenn ihre Recherchen in die Tiefe gehen. Diese Binsenweisheit hat schon man­ chem Thriller Pfeffer verliehen. Der zynische Medienprofi Cal McAffrey (Russell Crowe) ist drauf und dran, die Story seines Lebens an Land zu ziehen, ohne dass er es ahnt. Denn im packenden Thriller «State of Play» ist zu Beginn alles verworren. Wenig passt zusammen, nicht einmal die drei Leichen: ein jugendlicher Drogen­ abhängiger (erschossen), ein Augen­ zeuge (ebenfalls erschossen) und die Mit­arbeiterin des Politikers Collins (vor den Zug geschubst). Regisseur Kevin Macdonald, der nach dem grossartigen «The Last King of Scotland» erst seinen zweiten Film gedreht hat, weiss genau, wie er die verschiedenen Handlungs­ stränge vereinen muss. McAffrey und Collins (Ben Affleck) waren Jugendfreunde. Der eine fährt heute mit einer zerbeulten Rostlaube durch die Gegend und hofft, dass On­ line-Journalismus nicht sein zukünftiges trockenes Brot sein wird. Der andere macht Karriere im engeren Zirkel der

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Weltmacht. Ungleiche Freunde zwar, aber stets ehrlich zueinander. Als klar wird, dass Collins mit seiner plötzlich verstorbenen Mitarbeiterin ein ­geheimes Verhältnis hatte, wird der verheiratete Kongressabgeordnete von den Medien fertiggemacht. McAffrey soll ihm helfen, da wieder heraus­zukommen. Ist Collins womöglich selbst in Gefahr? Denn je mehr sich McAffrey und seine Kollegin, die Online-Journalistin Della (Rachel McAdams), um die Hinter­ gründe bemühen, desto verrückter wird die Story. So hatten Collins und seine Assistentin intensiv geforscht und entdeckt: Die private Sicherheitsfirma PointCorp will nicht nur Söldner im Irak vom amerikanischen Staat bezahlen lassen, sondern auch in den USA als Alternative zur amerikanischen Armee aktiv werden. Thomas Küng Warum der Thriller überzeugt u Aktueller Bezug auf die Lage im Irak-Krieg und in Amerika. u Einblicke ins Geschäft mit der inneren und äusseren «Sicherheit» der USA. u Bricht eine Lanze für den Recherchierjournalismus, der nicht gratis sein kann. 88888 Länge: 127 Min., Regie: Kevin Macdonald, Dar.: Russell Crowe, Rachel McAdams. Ab 18. 6.

mehr film-tipps

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ROMANZE CHÉRI (UK/D) Eine alternde Edelkurtisane verliebt sich in einen jungen Taugenichts. Ein er­bauliches Drama.

Die Qualitäten des Films u Regisseur Stephen Frears beweist erneut sein Gespür für Charaktere. u Michelle Pfeiffer – als ziemlich leichte Dame mit Niveau – ist grossartig. u Das Dekor aus der Belle Epoque ist stimmig. 88888 Länge: 100 Min., Regie: Stephen Frears, Dar.: Michelle Pfeiffer, Rupert Friend. Im Kino.

3

HORROR-THRILLER DRAG ME TO HELL (USA) Ein Fluch – und eine glückliche Frau kommt in Teufels Küche. Nerven­zerreissend und witzig.

Weshalb der Film Niveau hat u Hier kommt der Horror witzig, doppelbödig und humorvoll daher. u Regisseur Sam Raimi als Schöpfer der «Spiderman»-Trilogie ist ein Könner. u Das Spiel mit den Genre-Klischees ist geglückt. 88888 Länge: 99 Min., Regie: Sam Raimi, Dar.: Alison Lohman, Justin Long. Im Kino.


bücher & cds

Wenn die Zeit im Hier und Jetzt stillsteht

Angelika Overath ist eine grossartige Beobachterin und ­ esitzt gleichzeitig auch eine blühende Fantasie. b

u Reporter sind viel auf Reisen, die Flughäfen in aller Welt ihr zweites Zuhause, und ihr Leben scheint losgelöst von Zeit und Raum. Angelika Overath, 52, ist eine Reisende. Sie schrieb im Auftrag grosser Magazine und Feuilletons. Der renommierte EgonErwin-Kisch-Preis ist nur eine von zahlreichen Auszeichnungen für ihre meist literarisch ambitionierten Reportagen. Für ihre Arbeit als ­Schriftstellerin kann die Journalistin auf einen grossen Fundus persönlicher Erfahrungen zurückgreifen. Als sie ihren zweiten Roman begann, war es «gut zehn Jahre her, dass ich auf dem Weg von Hongkong nach Stuttgart, müde und zwischen die Zeitzonen gefallen, ein paar Stunden im Transit des Londoner Flughafens Heathrow überbrücken musste. In der hohen Flughafenhalle stand ich auf einmal vor einem Meerwasseraquarium. Ein ­fantastischer Raumteiler, voller ­tropischer Fische und Blumentiere.» Was lag also näher, als Tobias, einen Aquaristen, in den Mittelpunkt des Textes zu stellen. Zum anderen ist da Elis, die um den Globus jettende Fotografin, die mit dem Beobachten durch die Linse ihr Leben verdient und ­magisch von den «Flughafenfischen» angezogen wird. Die dritte Stimme gehört einem anonymen Raucher, der wie ein Fisch in einem verglasten Raucherfoyer sitzt und in Gedanken seine verkorkste Ehe Revue passieren lässt. Natürlich recherchierte

drei neue cds

Foto Isolde Ohlbaum

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pop/rock Clapton & WINWOOD Live from Madison Square Garden (Warner Music)

40 Jahre danach: Die britischen Genies zelebrieren im New Yorker MusikMekka den Geist der 60er. Nach Cream (Eric Clapton) und Traffic (Steve Winwood) taten sie sich 1969 im Quartett Blind Faith für ein Album zusammen. Die schönsten Momente all dieser Phasen live gespielt. Das macht Gänsehaut! H. Elias Fröhlich

Angelika ­Overath noch einmal vor Ort. Suchte im Transitbereich von Heathrow nach dem Bassin und stellte fest: «Ich war an dem Aquarium vorbeigegangen, ohne es zu bemerken: vier, fünf Fische, ein paar Steine. Von einer schlecht versteckten Pumpe stiegen Luftbläschen auf. Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich.» Man könnte es auch blühende Fantasie nennen! Peter M. Hetzel

Wacher Blick Die Klagenfurter Autorin Angelika Overath lebt in Sent GR. Sie ist Mutter von drei Kindern.

Für Liebhaber Keine Kunst Peter Esterhazy (Berlin Verlag) u «Fussball ist ihr ganzes Leben, die Welt setzte sich im Kopf meiner Mutter aus den Vierecken des Fussballplatzes zusammen», schreibt Esterhazy und muss sich natürlich wie jeder ungarische Patriot am Weltmeisterschaftsendspiel von Bern abarbeiten. Ihre Liebe zum Ballsport und besonders zu den Spielern steht im Mittelpunkt dieser erzählerischen Hommage. für nervenstarke Das monster von templeton Lauren Groff (C. H. Beck) u Stephen King lobte dieses Debüt zu Recht über den grünen Klee, denn die 30jährige Autorin mischt gekonnt Elemente des Schauer- und Fantasy-Genres. Eine junge Frau kehrt in ihre Heimatstadt zurück und sucht nach Spuren ihres Vaters. In alten Briefen, Zeitungsartikeln und Tagebüchern entdeckt sie schliesslich mehr, als ihr eigentlich lieb ist.

Angelika overaTH Flughafenfische (Luchterhand)

Für abgebrühte Nacht unter tag Val McDermid (Argon Hörbuch) u 443 Minuten atemlose Hochspannung, versiert vorgetragen von der TatortKommissarin Andrea Sawatzki. Für die schottische Autorin ist es der persönlichste Roman, weil er in ihrer Heimat Fife bei Edinburgh spielt. Er handelt von einem Verbrechen, das während der Bergarbeiterstreiks in den 80er-Jahren geschah, als McDermid selbst noch Journalistin war.

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Bestellerverdächtig u Weil Angelika Overath die Vorschusslorbeeren vom legendären Lesewettbewerb in Klagenfurt souverän einlöst. u Wegen des schönen Satzes: «Ich bin eine tröstbare Frau.» u Weil im akribisch beobachtenden Roman die Zeit stillzustehen scheint.

jazz immanuel brockhaus Floodlight (Brambus)

Musiker, Komponist und Musikpädagoge, Jazz, Klassik und Pop: Keyboarder Brockhaus ist sehr beweglich und versteht es, sich dabei nicht zu verzetteln, wie seine neue CD belegt. Sie bietet ausgeruhten und dennoch treibenden Electric Jazz, wunderbar melodiös, gespielt von einer homogenen Band. hanspeter vetsch

Klassik haydNS «Jahreszeiten» mit Harnoncourt (Deutsche Harmonia Mundi)

Nikolaus Harnoncourts Beitrag zum Haydn-  Jahr wurde zur   Referenz­aufnahme! Die   exzellenten Solisten Genia Kühmeier, Werner Güra und Christian Gerhaher gestalten liebevoll Wort für Wort vom reizvollen Text. Und Concentus Musicus und Arnold-Schoenberg-Chor lassen die Musik plastisch aufblühen. uli von erlach schweizer illustrierte

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hitparade Hochspannung

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Herzschmerz

 Für den Abend zu zweit

Lach-Garantie

Für Kinder

Starparade

DVD

Kino

CD Single

CD Album

Klingeltöne

Frank Martin (Jason ­Stat­ham) wird zum Handlanger eines Konzerns.

Tom Hanks muss einen ­Terror-Anschlag gegen den Vatikan verhindern.

Mit der Cover-Version von Rapper 50 Cent wieder an der Spitze: Milow.

Eros Ramazzotti: «Flügel und Wurzeln – meine Seele ist zweigeteilt.»

Alles andere als gaga: Die Lady ist von der TopPosi­tion nicht zu vertreiben.

TRANSPORTER 3   Regie: Olivier Megaton. Mit J. Statham, R. Knepper, F. Berléand. Universum Film BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE   Regie: B. Howard, C. Williams. Walt Disney (1) DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON   Regie: David Fincher. Mit C. Blanchett, B. Pitt. Warner Home Video SAW V   Regie: David Hackl. Mit T. Bell, C. Mandylor, S. Patterson. Ascot Elite ZEITEN DES AUFRUHRS   Regie: Sam Mendes. Mit L. DiCaprio, K. Winslet, M. Shannon. Dreamworks (2) ONG-BAK 2   Regie: Tony Jaa. Mit T. Jaa, S. Chatree, S. Wongkrachang. Splendid Entertainment (3) SIEBEN LEBEN   Regie: Gabriele Muccino. Mit W. Smith, R. Dawson, W. Harrelson. Sony Pictures HE (5) AUSTRALIA   Regie: Baz Luhrmann. Mit N. Kidman, H. Jackman, D. Wenham. TCFHE (6) VICKY CRISTINA BARCELONA   Regie: Woody Allen. Mit S. Johansson, P. Cruz, J. Bardem. Frenetic Films (4) DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND   Regie: Scott Derrickson. Mit K. Reeves, J. Connelly, K. Bates. TCFHE

(1) ILLUMINATI – ANGELS & DEMONS   Regie: Ron Howard. Total 171 593 Besucher. 4. Woche (2) NIGHT AT THE MUSEUM 2   Regie: Shawn Levy. Total 40 323 Besucher. 2. Woche GHOSTS OF GIRLFRIENDS PAST   Regie: Mark Waters Total 9800 Besucher. 1. Woche COCO AVANT CHANEL   Regie: Anne Fontaine. Total 7614 Besucher. 1. Woche

(1) AYO TECHNOLOGY Milow   Universal Music Switzerland GmbH

(1) ALI E RADICI Eros Ramazzotti   Sony Music Entertainment Switzerland

(1) POKER FACE Lady Gaga   UNI

(3) WHEN LOVE TAKES OVER David Guetta feat. Kelly Rowland   EMI Music Switzerland AG (5) POKER FACE Lady Gaga  Universal Music Switzerland GmbH

(2) RELAPSE Eminem   Universal Music Switzerland GmbH

(2) AYO TECHNOLOGY Milow   UNI

(7) BOOM BOOM POW The Black Eyed Peas   Universal Music Switzerland GmbH

(3) 21ST CENTURY BREAKDOWN Green Day   Warner Music (Switzerland) AG (5) THE FAME Lady Gaga   Universal Music ­Switzerland GmbH

(3) 17 AGAIN   Regie: Burr Steers. Total 26 413 Besucher. 4. Woche

(8) HALO Beyoncé   Sony Music Entertainment Switzerland

(R) STRIKE The Baseballs   Warner Music ­(Switzerland) AG

(4) DAS FEYR VO DR SEHNSUCHT Jodlerklub Wiesenberg & Francine Jordi  UNI (3) WHEN LOVE TAKES OVER David Guetta feat. Kelly Rowland   EMI (10) ANYTHING BUT LOVE Daniel Schuhmacher   SME

(4) STAR TREK   Regie: J. J. Abrams. Total 42 382 Besucher. 4. Woche

(4) RIGHT ROUND Flo Rida feat. Ke$ha   Warner Music (Switzerland) AG

(4) MILOW Milow   Universal Music Switzerland GmbH

(8) HALO Beyoncé   SME

(5) X-MEN ORIGINS: WOLVERINE   Regie: Gavin Hood. Total 76 188 Besucher. 6. Woche PRINZESSIN LILLIFEE  Regie: Alan Simpson / Ansgar Niebuhr. Total 3432 Besucher. 1. Woche TERMINATOR SALVATION   Regie: McG. Total 2715 Besucher. 1. Woche (6) DUPLICITY   Regie: Tony Gilroy. Total 45 794 Besucher. 5. Woche

(2) ANYTHING BUT LOVE Daniel Schuhmacher   Sony Music Entertainment Switzerland

(R) 2009 DJ Antoine   Phonag Records AG

PARLA CON ME Eros Ramazzotti   Sony Music Entertainment Switzerland

(6) THE HIGH END OF LOW Marilyn Manson   Universal Music Switzerland GmbH (9) SOUNDS OF THE UNIVERSE Depeche Mode   EMI Music Switzerland AG HOMBRE LOBO Eels   Universal Music ­Switzerland GmbH

(9) JAI HO! (YOU ARE MY DESTINY) A. R. Rahman and The Pussycat Dolls   UNI (6) PRIMAVERA IN ANTICIPO (IT IS MY SONG) L. Pausini & J. Blunt   WMS (5) RIGHT ROUND Flo Rida   WMS

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(9) NOT FAIR Lily Allen   EMI Music Switzerland AG (6) WE MADE YOU Eminem   Universal Music Switzerland GmbH

(R) THIS IS THE LIFE Amy Macdonald   UNI


Belletristik

Sachbuch

TV Unterhaltung

Top-Event

Der Spieler ist Teil eines Spezialkommandos im fiktionalen Land Chernarus.

Donna Leon und Commissario Brunettis 17. Fall: ein totes Mädchen im Kanal.

Nik Hartmann und Hund Jabba durchwandern­ – und erobern die Schweiz.

Im «Kassensturz»: Warum die Besitzerin des KampfKaters gebüsst wurde.

Das Swing Dance Orchestra bringt den Sound der 30er- und 40er-Jahre.

ARMED ASSAULT II   Morphicon

(1) DAS MÄDCHEN SEINER TRÄUME Donna Leon   Diogenes

(2) ÜBER STOCK UND STEIN Nik Hartmann  Edition Fona

KASSENSTURZ   SF 1 2. 6. 09 693 600 Zuschauer

(1) LANDWIRTSCHAFTSSIMULATOR 2009   Astragon

(3) FÜR IMMER DER DEINE Nicholas Sparks   Heyne

(1) GLÜCK KOMMT SELTEN ALLEIN … Eckart von Hirschhausen   Rowohlt, Reinbek

GIACOBBO / MÜLLER   SF 1 7. 6. 09 562 700 Zuschauer

SWING DANCE ORCHESTRA – SUMMER NIGHT CLASSICS 09   KKL Luzern, 19. Juni www.ticketcorner.com METRO STATION   Härterei Club Zürich 22. Juni www.starticket.ch

(2) WORLD OF WARCRAFT: WRATH OF THE LICH KING – ADD-ON  Activision Blizzard

(2) DER KÖNIG VON OLTEN Alex Capus   Verlag Textwerkstatt

(3) SCHÜLERJAHRE Remo H. Largo, Martin Beglinger   Piper

SF BI DE LÜT   SF 1 5. 6. 09 553 000 Zuschauer

(3) EMPIRE: TOTAL WAR   Sega

(4) SECHSELÄUTEN Michael Theurillat   Ullstein HC

(6) THE SECRET – DAS GEHEIMNIS Rhonda Byrne  Goldmann

TENNIS: FRENCH OPEN, FINAL   SF info 7. 6. 09 476 100 Zuschauer

(7) SIMS 2 (SUPER DELUXE)   Electronic Arts

(5) GRABKAMMER Tess Gerritsen   Limes

(5) 50 ERFOLGSMODELLE EIN FALL FÜR ZWEI   Mikael Krogerus  SF 1 2. 6. 09 Kein & Aber 474 000 Zuschauer

(4) AGE OF EMPIRES III (GOLD)   Microsoft

(6) ALLE SIEBEN WELLEN Daniel Glattauer  Deuticke im Zsolnay Verlag

DEAL OR NO DEAL   SF 1 3. 6. 09 456 700 Zuschauer

JOURNEY   Volkshaus Zürich 21. Juni www.ticketcorner.com

(10) FIFA 09   Electronic Arts

(9) MÄNGELEXEMPLAR Sarah Kuttner   Fischer (S.), Frankfurt

(4) DUDEN DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG. STAND 2006 Der Duden   Bibliographisches Inst. & F. A. Brockhaus, Mannheim (10) WER BIN ICH – UND WENN JA, WIE VIELE? Richard D. Precht   Goldmann

RENTE GUT – ALLES GUT   SF 1 6. 6. 09 456 400 Zuschauer

STEFANIE HEINZMANN   Festzelt Tägerwilen 20. Juni www.starticket.ch

(R) FAR CRY 2   Ubisoft

(7) ALICE Judith Hermann   Fischer (S.), Frankfurt

(9) SHAOLIN Bernhard Moestl   Droemer/Knaur

THE MARS VOLTA   Volkshaus Zürich 23. Juni www.ticketcorner.com

(5) NEED FOR SPEED UNDERCOVER   Electronic Arts

(8) DAS BONUSGEHEIMNIS Martin Suter   Diogenes

(R) DAS GEHEIMNIS DES HERZMAGNETEN Rüdiger Schache   Nymphenburger

(6) COUNTER STRIKE: SOURCE  Electronic Arts

(R) FEUCHTGEBIETE Charlotte Roche   Dumont Buchverlag

SIE & SIE Anouk Claes, Bee Straumann   Silberschnur

DOK: VON MENSCHEN UND TIEREN – ALLTAG IN DER TIERKLINIK NETSTAL  SF 1 5. 6. 09 438 500 Zuschauer DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS   SF 1 1. 6. 09 425 100 Zuschauer RUNDSCHAU  SF 1 3. 6. 09 394 500 Zuschauer

Foto g. u. hauth

Heiss!

die besten

PC-games

TOP 100

Nicht verpassen!

HEAVEN & HELL: DIO, IOMMI, BUTLER, APPICE   Volkshaus Zürich 17. Juni www.ticketcorner.com MÖTLEY CRÜE   Sportzentrum Tägerhard Wettingen 22. Juni www.ticketcorner.com SOULFLY   Schüür Luzern 22. Juni www.starticket.ch

TESLA   Konzertfabrik Z7 Pratteln 21. Juni www.ticketcorner.com ANTHRAX   Schüür Luzern 23. Juni www.starticket.ch

Quellen Kino, CD, DVD, Games, Top-Event: Media Control AG; Buch: Swiss Books / Media Control AG; Kino: Procinema; TV-Quoten: Publica Data; (R) = Wiedereintritt

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Reisen, geniessen, rätseln!

weekend

Zeltstadt Im Taronga-Zoo wird in komforta­ blen Cabanas übernachtet. Der Blick auf die Hafen-Skyline Sydneys ist atemberaubend.

Sydney-Besucher übernachten im Zoo

Gute Nacht, Löwe!

u Der Nervenkitzel beginnt um 18.15 Uhr. Erst steht ein australisches Abendessen auf dem Programm, dann gehts auf zur zweistündigen Nacht-Safari. Wer dabei ist, hat den Taronga-Zoo ganz für sich. Auf 21 Hektar tummeln sich rund 2600 Tiere und 340 Arten. Geschnarcht wird in komfortablen Zelten (max. vier Personen) – unter der Dusche blickt man auf den Hafen

von Sydney mit seiner berühmten Oper und der Harbour Bridge. Nach dem Frühstück um 6.30 Uhr gehts mit den Pflegern zur Fütterung: Auch den Giraffen, Robben, Eisbären knurrt der Magen. Nur den Löwen sollte man nicht zu nahe kommen! CMH

Info Roar & Snore, Erwachsene 80 Euro, Kinder 50 Euro, www.taronga.org.au

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weekend

Reisen

Penthouse-Suite im Roberto-Cavalli-Design Der TV-Apparat im Schlafzimmer ist in der Decke «versteckt», senkt sich per Knopfdruck.

Grand Resort Bad Raga

Die Investition ist mutig: 160 Millionen Franken! Aber es zahlt sich aus: Das «Grand Resort Bad Ragaz» steigt mit seinem neuen SpaTower, mit noch grosszügigeren WellnessAnlagen und exzellenter Gastronomie in die höchste Liga auf.

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H

err Denk, einer der diskret-zuvorkommenden Butler, hat beim «arrivée» viel zu tun. Er serviert elegant den Hibiskusblüten-Welcomedrink. Und erklärt geduldig, was die 56 modernen Spa-Suiten und Spa-Lofts so alles zu bieten haben. Hightech pur ist angesagt – aber nach kurzer Zeit kommt man damit zurecht; das HighClass-Wellbeing-Weekend im Resort von Thomas Schmidheiny kann beginnen. u Digital duschen! In den neuen SpaLofts (60 m2 und 87 m2) sind die Badezimmer grösser als der Schlafraum. Und unglaublich ausgestattet: Die (Regenwald-)Dusche wird digital über vier Tasten gesteuert; man tippt die gewünschte Temperatur ein und geniesst das Thermalwasser, das aus den Düsen schiesst. Eine Whirl-Badewanne steht frei im Raum. Man kann sich vom verblüffenden Farbspiel des Swarovski-Kristallleuchters verzaubern lassen. Oder, etwas unromantischer, auf dem grossen B & O-

Bildschirm fasziniert Roger Federers Triumph in Roland Garros mitverfolgen. Zum Wellnessen braucht man seine Suite gar nicht erst zu verlassen: Nach 20 Minuten «warm-up» erreicht die Sauna im Loft die gewünschte Betriebs­ temperatur. Per Knopfdruck mutiert die Dusche zum Dampfbad. «Vielleicht sind wir mit unserer digitalen Technik der Zeit etwas voraus», sagt General Manager Peter P. Tschirky, «aber sie dient unserem Ziel: Wir wollen das Wasser im Resort in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen unseren Gästen ein paar Tage lang die Seele ­ streicheln. Und wir wollen einen guten Lifestyle pflegen.» u Hightech-Schlaf! Die Seele wird gestreichelt – und der Körper ruht genau so, wie es der Gast wünscht. Per Knopfdruck lässt sich die Hightech-Matratze härter oder weicher einstellen, ein Dutzend verschiedene Kissen stehen zur Wahl. Das Wohnzimmer ist von bestechender, schon fast puristischer Eleganz: Nussbaum­


«Tamina Terme» auf 7300 m 2 Riesige Pools und Saunen, Wasserfall. Auch für Nicht-Hotelgäste.

Spa-Loft mit Badezimmern der Extraklasse Whirl-Wanne mit Lichtspiel, private Sauna!

Restaurant Namun Die fernöstliche Küche hält Einzug im «Grand Resort Bad Ragaz».

«Andeer Private Spa» Die Wellness-Oase für zwei. Mit Champagnerkühler in der Sauna.

z? Prädikat Weltklasse! parkett, weisses Leder, zwei weitere B & O-TV-Geräte, Nespresso-Maschine, raumhohe Fenster, grosszügige Terrasse mit Blick über die Bündner Herrschaft. Steigerungspotenzial gibts nur noch in Etage 9 des «Tschirky-Towers»: Pent­ house-Suite. 440 m2. Roberto-CavalliInterieur. Aussen-Whirlpool. Konzert­ flügel. 10 000 Franken pro Nacht. u Zwei riesige Thermal-Tempel! 1242 entdeckte ein Vogeljäger des Benediktinerklosters Pfäfers in der wilden Taminaschlucht eine warme Quelle. Sie sprudelt noch immer – zum Segen des Resorts. Die Wellbeing-Tempel wurden nochmals erweitert: Das neue «To B.» vermittelt jetzt Wohlbefinden auf 5500 m2; ein privater «Andeer Spa» ist dazugekommen: 100 m2 nur für zwei – mit Champagner-Cooler in der Sauna, Erlebnisduschen, Kuschellounge und Home-Cinema. Die öffentlich zugängliche «Tamina Therme» (7300 m2, verschiedene Pools und Saunen, Wasserfall

und Strömungskanal) wird demnächst eröffnet. Das angeschlossene Medical Health Center mit 16 Ärzten und 29 Therapeuten arbeitet auf höchstem Niveau; die sportmedizinische Abteilung wird vom Schweizer OlympiateamArzt Dr. Christian Schlegel geführt. u Goumet-Resort! Die beiden Restaurants «Äbtestube» (Chef Roland Schmid, 17 Punkte) und «Bel-Air» (Executive Chef Renato Wüst, 15 Punkte) sind

im «GaultMillau» hoch bewertet. Mit dem «Olives d’Or» (gehobene italienische Küche) und dem «Namun» (asiatisch, vor allem Thai) sind zwei spannende Lokale (mit wunderschönen Terrassen) dazugekommen. Anziehungspunkte sind auch der schönste «Salon Davidoff» im Land und das hoteleigene Kino mit riesigen Sesseln. WeltklasseHotellerie, nur eine Autostunde von Zürich entfernt! Urs Heller

check-in u Die Hotels Grand Resort Bad Ragaz mit Quellenhof (DZ ab CHF 440.–), Hof Ragaz (neu ein Fünfsterne-Grandhotel, DZ ab 780.–) und den «Spa Suites» im Tower (DZ ab 880.–, «Spa Lofts» mit Sauna ab 1200.–) u Restaurants u. a. Äbtestube (17 Punkte), Bel-Air (15 Punkte) und Namun (neu im GaultMillau). Spa: «To B.» – Wellbeing auf 5500 m2, neu mit exklusivem «Andeer Private Spa» (ab 500.–) u Und auserdem Medical Health Center. Hotelkino. Casino. Davidoff Smoker’s Roland Schmid 17 Punkte in der «Äbtestube». Lounge. Golf (18 und 9 Loch) u Infos www.resortragaz.ch

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En Guete Herrlich! Lamm mit Whisky-Marinade.

Jetzt wirds heiss!

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Grillierte Lammkoteletts

Zutaten (für 4 Personen) Whisky-Marinade 1 Esslöffel Zitronensaft, 2 Esslöffel Öl, 3 Esslöffel Whisky, 1 kleine Zwiebel, fein gerieben, 2 Esslöffel Rohzucker, einige Tropfen roter Tabasco Fleisch 16 Lammkoteletts (je ca. 50 g, ca. 2 cm dick), 3/4 Teelöffel Salz Vor- und zubereiten ca. 10 Min. Marinieren ca. 3 Std. Grillieren ca. 6 Min.

u Für die Whisky-Marinade Zitronensaft und alle Zutaten bis und mit Tabasco gut verrühren. Für das Fleisch Koteletts mit der Marinade bestreichen (siehe Tipp), zugedeckt im Kühlschrank ca. 3 Std. marinieren. Marinade abstreifen. Grillier-Varianten Holzkohlegrill: Koteletts beidseitig je ca. 3 Min. über starker Glut grillieren, salzen. Gas-/Elektrogrill: Koteletts beidseitig je ca. 3 Min. auf höchster Stufe (ca. 240 Grad) grillieren, salzen. Grillpfanne: Unbeschichtete Grillpfanne ohne Fettzugabe heiss werden lassen, Koteletts portionenweise beidseitig je ca. 3 Min. grillieren, warm stellen, salzen.

weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Ob mit Freunden, Familie oder einfach nur zu zweit: ­Grillieren macht Spass und gehört zum Sommer wie Rosmarin zum Lammkotelett.

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Pouletbrüstli in der Folie

Zutaten (für 4 Personen) 4 Pouletbrüstli (je ca. 150 g), 4 Stück Alufolie (je ca. 30 × 40 cm), 2 unbehandelte Zitronen, in ca. 5 mm dicken Scheiben, 8 Zweiglein Estragon, 50 g Butter, weich, 3/4 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer Vor- und zubereiten ca. 10 Min. Grillieren ca. 10 Min.

tipp

Fleisch in einen Tiefkühlbeutel legen, Marinade beigeben, Luft herausdrücken. Beutel gut verschliessen, Fleisch sorgfältig kneten, bis es gleichmässig von der Marinade umhüllt ist.

u Pouletbrüstli auf je ein Stück Folie legen. Je 2 Scheiben Zitrone und 2 Zweiglein Estragon auf die Pouletbrüstli legen. Butter, Salz und Pfeffer mit einer Gabel mischen, darauf verteilen. Folie zu Päckli verschliessen. Grillieren Holzkohlegrill: ca. 10 Min. über mittelstarker Glut, nicht wenden. Gas-/Elektrogrill: ca. 10 Min. auf mittlerer Stufe, nicht wenden.

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Rührgebratener Sommersalat

Zutaten (für 4 Personen) Sauce 2 Esslöffel Aceto balsamico bianco, 2 Esslöffel Olivenöl, 1/4 dl fettfreie Gemüsebouillon, 1 Teelöffel Sojasauce, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Salat 1 Teelöffel Olivenöl zum Braten, 400 g geschnetzeltes Kalbfleisch, 250 g Kefen, halbiert, 400 g CherryTomaten, halbiert, 1 Esslöffel glattblättrige Petersilie, zerzupft Vor- und zubereiten ca. 20 Min. schweizer illustrierte

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u Für die Sauce Aceto mit Öl, Bouillon und Sojasauce gut verrühren, Sauce würzen. Für den Salat Öl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch portionenweise ca. 3 Min. braten, herausnehmen, beiseite stellen. Bratfett auftupfen, evtl. wenig Öl beigeben. Kefen in derselben Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. rührbraten, Tomaten beigeben und ca. 2 Min. mitrührbraten. Gemüse herausnehmen, beiseite stellen, etwas abkühlen. Fleisch und Gemüse mit der Sauce mischen, Petersilie darüberstreuen.

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CheesecakeSchnittli

Zutaten (für eine quadratische Springform von ca. 23 cm oder eine Springform von ca. 26 cm ∅, gefettet) 150 g Haferguetsli (z. B. Hob-Nobs),

50 g Butter, flüssig, 250 g Himbeeren, 1 Esslöffel Zucker Guss 200 g Doppelrahmfrischkäse (z. B. Philadelphia), 250 g Halbfettquark, 3 Eier, verklopft, 80 g Zucker, 1 unbehandelte Zitrone, abgeriebene Schale und 1 Esslöffel Saft, 2 Esslöffel Mehl Vor- und zubereiten ca. 30 Min. Kühl stellen ca. 11/4 Std. Backen ca. 50 Min. u Guetsli in einem Plastikbeutel mit dem Wallholz fein zerstossen, mit der Butter mischen, auf dem vorbereiteten Formenboden verteilen. Guetsli mit dem Boden eines Glases gut andrücken, ca. 15 Min. kühl stellen. Himbeeren mit dem Zucker mischen, auf dem Guetsliboden verteilen. Frischkäse und Quark gut verrühren. Eier und restliche Zutaten darunterrühren, auf den Himbeeren verteilen. Backen ca. 50 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Anschliessend im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Ofentür ca. 1 Std. abkühlen. Cheesecake herausnehmen, auskühlen, Formenrand entfernen, zugedeckt ca. 1 Std. kühl

stellen. Vor dem Servieren in Quadrate von ca. 51/2 cm schneiden.

u nächste sendung

Montag, 15. Juni 2009, 20.05 Uhr, SF 1 (Wiederholung: 16. 6., 1.00 und 13.45 Uhr, SF 1) Menü für Volkstümliche: Geissekäsli mit Erdbeer-Salat, Märit-Wähe, Chriesi-Soppe, Chatzezüngli E-Newsletter Kennen Sie den «al dente»-Newsletter? Nur dort finden Sie nach jeder Sendung die aktuellen Rezepte. Quiz-Infos und spannende Blicke hinter die Kulissen. Abonnieren Sie noch heute den GratisNewsletter unter www.aldente.ch.


GaultMillau

KPrädikat Weltklasse J Eine der besten Adressen I Kreative Küche auf hohem Niveau HG Kreative Küche FE Bietet mehr als das Alltägliche 12/20 Gute Adresse! Baur au Lac Gourmetrestaurant Pavillon Talstrasse 1 8001 Zürich Tel. 044 - 220 50 20 EC-Direct, keine Postcard Täglich geöffnet Alle Kreditkarten www.bauraulac.com

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Stolz aufs neue «Pavillon» «Baur au Lac»-Direktor Michel Rey (r.) und Küchenchef Laurent Eperon.

Luxus mit viel Licht, Luft und Lila «Pavillon» im «Baur au Lac», Zürich Alles neu im legendären «Pavillon» im Herzen Zürichs. Im neu designten Restaurant legt Küchenchef Laurent Eperon einen Gang und einen Punkt zu.

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uerst hatte der Designer das ­Sagen: Der Franzose Pierre-Yves Rochon, Reisender in Sachen Luxus-Restaurants auf allen Kontinenten (u. a. «George V», Paris) setzt auf viel Licht, Luft und Lila. Und schon ist das «Pavillon» nicht wiederzuerkennen: Es ist jetzt das ganze Jahr über geöffnet, wirkt angenehm entstaubt und lässt den Gast dank Klimaanlage auch im Sommer geniessen. Wetten, dass dank neuem Look der Altersdurchschnitt der Klientele um das eine oder andere Jahrzehnt sinken wird? Dafür ist auch Küchenchef Laurent Eperon besorgt. Er blüht im neuen Ambiente spürbar auf, zeigt endlich, was er

kann. Er verblüffte uns mit einer Kartoffel-Panna-cotta mit Aquitaine-Kaviar. Er überzeugte mit einem tollen Eierschwämmchen-Cassolette, verfeinert mit Vin Jaune und legte diesem Entrée gar noch eine erfrischende, dickflüssige Vichysoise bei. Er servierte eine hochklassige südafrikanische Langustine mit einem «Nem» von der Langustine, also einer Art Frühlingsrolle der Luxusklasse. Auch bei den Hauptgängen verharrt man nicht mehr länger in Routine: Erstklassiges argentinisches Rind aus dem Ofen für den eiligen Geniesser. Mit höchster Sorgfalt pochiertes Kalbsfilet, verpackt in einen leichten Kräutermantel; Zitronenzesten waren darin «ver-

steckt» und verbreiteten Frühlingslaune. Selbstverständlich hat der Chef auch ein geschicktes Händchen als «poisonnier»: Der Turbot aus der Nordsee (mit gedünstetem Lauch und weisser Merlotsauce) hatte Klasse; genial das klassische Hechtklösschen «Nantua» dazu! Einziger Schönheitsfehler: Der Steinbutt überschreitet (als einziges Gericht) die 100-Franken- und damit auch die Schmerzgrenze. Anderes ist «wie früher» in der grünen Oase des «Baur au Lac»: der erstklassige Service. Und die tolle, telefonbuchdicke Weinkarte. 

Fotos Fabienne Buehler

wein-tipp Schäumender Pinot Gris Le Gastor Bleu (12,8 %) ist ein Waadtländer Schaumwein der Domaine Bovy, der aus der Pinot-Gris-Traube vinifiziert worden ist. Sie macht drei Prozent der Be­stockung des Betriebs aus, der primär Chasselas (70 %)

verarbeitet. Optisch leuchtet der Gastor Bleu in hellem Goldgelb. Die Nase ist zurückhaltend und lässt ganz dezent an Birnen und etwas Lindenblüten denken. Im Gaumen sehr erfrischend und elegant. Die Mousse ist wohl kräftig, aber feinperlig und ausgewogen. Aromatisch

auch hier eher trocken und mineralisch. Dies macht den Gastor Bleu zu einem perfekten Schaumwein, den man in Kombina­tion mit Krustentieren oder einem Fischcarpaccio ge­niessen kann. Und er passt hervorragend zu Eglifilets aus dem Genfersee.

Domaine Bovy Chexbres Tel. 021 - 946 51 25 www.domainebovy.ch Jetzt trinken. Trinktemperatur: 6 bis 8 Grad. u CHF 24.–

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Auto

schon gefahren hyundai ix55

Dicke Post aus Korea

Das neue SUV ix55 reizt als grösstes Hyundai-Modell mit opulenten Dimensionen. Doch wenn es um Preis und Spritverbrauch geht, gibt sich der koreanische Allradler vergleichsweise geizig.

E

igentlich wäre Sparen angesagt. Dennoch lanciert Hyundai gerade jetzt ein mächtiges SUV auf dem Schweizer Markt. Der neue ix55 ist das grösste Modell der koreanischen Marke – und zugleich auch das teuerste. «Das macht Sinn», erklärt HyundaiMarkenchef Diego Battiston. «Wir haben in der Schweiz mit 15 000 SUVs einen traditionell hohen Marktanteil. Und die grosse Nachfrage bestärkt uns, ein solches ‹Luxus-SUV› neu zu importieren.» Tatsächlich sind die Platzverhältnisse im ix55 nobel, nicht zuletzt dank Aussenmassen, die einem Dickschiff im

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US-Format entsprechen. Im edel gestylten Innenraum gibts bis zu sieben Sitzplätze. Je nach Sitzkonfiguration lässt sich der Kofferraum auf bis zu 1746 Liter erweitern. Wohl der wichtigste Vorteil des Hyundai ix55 im Kampf gegen seine Konkurrenz liegt beim Preis. Der grosse Koreaner ist im ­direkten Vergleich zu ähnlich gut aus­gestatteten Allradlern mindestens

Schaltzentrale Der Innenraum bietet eine reichhaltige Ausstattung – einzig ein Navisystem fehlt noch im Angebot.

10 000 Franken günstiger. Fast alle Optionen sind bereits an Bord, selbst eine elektrische Heckklappe. Einzig ein Navisystem fehlt noch, aber Hyundai stellt dieses für den Herbst in Aussicht. Für den Vortrieb des Softroaders sorgt ein neuer Dreiliter-V6-Diesel mit 240 PS, gepaart mit einer Sechsgang­ automatik. Dank kräftigem Dreh­ moment lässt sich der ix55 auf Landstrassen und Autobahnen flüssig und komfortabel bewegen. Auf kurviger Landstrasse neigt sich das SUV jedoch arg zur Seite, und im groben Gelände ist der Riese ohne Unterfahrschutz und Getriebeuntersetzung nicht ganz in seinem Element. Immerhin leitet der Allradantrieb die Kraft nur im Bedarfsfall auf die Hinterräder, das hilft beim Spritsparen. Trotzdem liegen die von Hyundai an­ gegebenen 9,4 Liter auf 100 Kilometer über den Verbrauchswerten der deutschen Dieselkonkurrenz. herbie Schmidt


news

LANCIA DELTA 1.8 T-JET ELEGANZ MIT FRISCHER KRAFT u Lancia folgt dem Trend zum «Down­ sizing» und spendiert dem seit letztem Herbst neu aufgelegten Delta-Fünftürer einen neuen Turbo-Benziner mit 1,8 Liter Hubraum und stolzen 200 PS. Dank Direkteinspritzung und vermin­ derter Reibung erzielt der 1.8 T-Jet ein kräftiges Drehmoment (bis 320 Nm) und verbraucht nur 7,8 Liter auf 100 Ki­ lometer. Komfortables Gleiten ist mit dem neuen Triebwerk genauso möglich wie sportliche Kurvenhatz (0–100 km/h in 7,4 Sekunden, Spitze 230 km/h). Der T-Jet verfügt serienmässig über eine Sechsgangautomatik und optional über ein adaptives Fahrwerk. Den Lancia Delta 1.8 T-Jet gibt es ab sofort zu Preisen ab 42 650 Franken.

Alternative Der grosse Hyundai ix55 bietet eine Menge SUV zu einem attraktiven Preis.

Hyundai ix55

Sachlich Die brave Aussenhülle lässt den ix55 kompakter wirken, als er ist. u Motor Diesel 240 PS u 0 bis 100 km/h 10,4 s u Spitze 200 km/h u Verbrauch 9,4 l/100 km u CO2-Ausstoss 249 g/km u Energieeffizienz D u Verkauf ab sofort u Preis ab CHF 62 990.– u Konkurrenten Audi Q7, BMW X5,

Infiniti FX, Lexus RX 350, Mercedes ML, VW Touareg

u Unser Urteil Der grosse Koreaner

bringt Bewegung in den Nischenmarkt der luxuriösen SUV. Dank geräumigem Interieur, bis zu sieben Sitzplätzen und reichlicher Grundausstattung bei einem vergleichsweise tiefen Anschaffungspreis ist der Hyundai ix55 eine echte Alternative zur etablierten Allradkonkurrenz aus Japan und Europa.

AUDI TT RS SPORTLICHER DENN JE u Der TT von Audi wird nochmals knackiger: Der TT RS wird mit einem 340 PS kräftigen Fünfzylinder-Turbo und Direkteinspritzung zum PorscheJäger. In 4,6 Sekunden katapultiert sich der allradgetriebene TT RS auf 100 km/h. Komplettiert wird das bullige Sportpaket mit manueller Sechsgang­ schaltung, Sportfahrwerk, 19-ZollRädern und Hochleistungsbrems­anlage. Im Interieur sorgen Sportschalensitze für den entsprechenden Seitenhalt. Trotz der sportlichen Leistungsdaten soll der Durchschnittsverbrauch des heissen Audi-Coupés bei nur 9,2 Litern auf 100 Kilometer liegen. Der TT RS steht ab Juli bei den Händlern und kostet ab 89 900 Franken, die offene Roadster-Variante ab 95 000 Franken. schweizer illustrierte

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«Neumond – manche werden ganz leidenschaftlich!»

woche vom 21. bis 27. juni 2009 Der Neumond am 22. (in der 1. Dekade Krebs) wird von schwierigen Aspekten begleitet (Pluto in Spannung zu Sonne, Mars und Venus). Es wäre nicht erstaunlich, wenn schlechte Nachrichten in der Wirtschaft (u. a. Währungsprobleme, Banken) für Schlagzei-

len sorgten. Dazu kommt die Konjunktion Venus–Mars (am 21.), auf die oft kriegerische Ausschreitungen, Anschläge, Gewalt gegen Zivilpersonen etc. folgen. Mars und Venus symbolisieren in persönlichen Horoskopen Leidenschaft, speziell für die 2. Dekaden Krebs, Jungfrau, Steinbock, Fische.

widder 21.–30. 3. Sie kümmern sich um häusliche Dinge oder familiäre Angelegenheiten (22., 23.). Am 21. körperlich kein Risiko eingehen (mit Feuer?), am 23. mehr Verständnis zeigen. 31. 3.–9. 4. Günstig für wichtige Gespräche, Termine, Examen etc. Sie knüpfen interessante neue Kontakte (25.), überzeugen mit Ihren ­Argumenten. Am 21. geben Sie Ihr Geld mit vollen Händen aus. 10.–20. 4. Ihre Projekte haben Rückenwind, oft spielen Freunde eine Rolle dabei. Sie haben das Glück auf Ihrer Seite, sind kreativ und inspiriert am 22., 26.

stier 21.–30. 4. Günstig für neue Kontakte, Reisen, Verhandlungen (22., 23.). Der Neumond am 22. ist exzellent, Sie können sich aussprechen. Hektisch wird der 25. (Familie?). 1.–10. 5. Sie sind leidenschaftlich, stürzen sich ins Kampfgeschehen, verbringen unvergessliche Momente (am 21.). Niemand kann Ihnen ­widerstehen (22., 23.). Nur am 25. sind Sie nervös und aggressiv. 11.–20. 5. Es fällt Ihnen schwer, die Situation realistisch einzuschätzen. Um den 16./17. Geborene sind leichtgläubig, machen sich Illusionen (23., 26.).

zwillinge 21.–31. 5. Sie kümmern sich um Ihre Finanzen, einige freuen sich über Gewinn (25.). Am 21., 26. suchen Sie nach einer Lösung, müssen Zugeständnisse machen. 1.–10. 6. Sie sind schlagfertig, überzeugen mit Ihren Argumenten. Der 25. ist günstig für Examen, eine Reise. Schwieriger werden der 21., 26., da man Sie missverstehen kann. Vorsicht, wenn Sie einen Vertrag unterzeichnen. 11.–21. 6. Sie entdecken neue Interessen. Ihre Projekte gelingen, einige treffen voll ins Schwarze. Sie erweitern Ihr Wirkungsfeld, erhalten Hilfe (22., 26.).

krebs 22. 6.–1. 7. Ein Projekt könnte Kopfzerbrechen bereiten (21., 26.). Oder ein Problem mit Freunden? Der Neumond am 22. signalisiert Gereiztheit u. a. gegenüber dem Partner. 2.–12. 7. Sie feiern nach Herzenslust, treffen Freunde. Nur am 21. könnte es zu Missverständnissen kommen. Am 22. zeigt man Ihnen, dass auf Ihre Freunde Verlass ist. Oder Beziehungen werden tiefer und fester. 13.–22. 7. Sie sind am 24. gut inspiriert und gehen neue Wege. Eine neue Situation könnte in der Folge zu einer Wende führen, die sehr bereichernd ist.

löwe 23. 7.–1. 8. Sie sind am 21. etwas niedergeschlagen. Vielleicht sollten Sie meditieren, Ihre wahren Ziele definieren? Am 24./25. sind Sie gereizt und un­ diplomatisch! 2.–12. 8. Sie ziehen sich immer wieder geschickt und mit guten Argumenten aus der Affäre. Denn Sie sind diese Woche stürmisch, leidenschaftlich, aber nicht gerade zimperlich im Umgang mit anderen (am 21., 26.). 13.–23. 8. Sie sind mit Begeisterung bei der Sache, streben nach höheren Zielen, aber manchmal kann Ihr Idealismus enttäuscht werden (26.). Erfolg am 22.

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie gehen grösseren Projekten nach (meistens mit Erfolg) oder kümmern sich um Freunde, die Hilfe brauchen. Konstruktiv und effizient der 22., schwieriger der 21., 26. 3.–12. 9. Missverständnisse könnten die Atmosphäre vergiften (am 21., 26.), speziell am Arbeitsplatz. In der Liebe sind Highlights möglich, Leidenschaft und Romantik am 22. Sie sind physisch in Form. 13.–23. 9. Das Ende der Woche wird besser als der Anfang! Am 23. lassen sich einige täuschen, sind leichtgläubig, am 24. klappt dann es besser.

waage 24. 9.–3. 10. Sie werden gefordert, müssen sich einer ungewohnten Situation anpassen (am 21./22.). Veränderung im Familienkreis? Am 25. sind Sie gut gelaunt. 4.–13. 10. Merkur verspricht gute neue Kontakte, Spass auf Reisen, neue Freunde usw. Ihre Redegewandtheit ist eine grosse Hilfe, aber am 26. ein Missverständnis oder eine Verzögerung schnell aufklären. 14.–23. 10. Eine Traumwoche! Sie können sich weiterhin bestens entfalten, sind euphorisch, und Ihr Prestige steigt. Ihre Kreativität bringt Gewinn (22., 26.).

skorpion 24. 10.–2. 11. Exzellente Woche, um zu reisen oder für wichtige Termine. Ihre Argumente sitzen, Sie bekommen Unterstützung (am 22.!). Neue Horizonte können sehr nützlich sein (am 27.). 3.–12. 11. Eine leidenschaftliche Woche: Saturn konsolidiert Ihre Freundschaften, oder aus lockeren Beziehungen wird eine ­tie­fere Bindung? Am 22. und 27. klappt alles, nur am 21. sind Sie gereizt. 13.–22. 11. Einige gute Chancen, aber gleichzeitig auch Komplikationen (Familie, Wohnung?). Vorsicht vor Viren, Giftstoffen (z. B. in Lebensmitteln).

schütze 23. 11.–2. 12. Sie kümmern sich um langfristige Investitionen, Schulden, Versicherungen etc. (am 21./22.). Eine gute Nachricht (Ausland) oder Reisepläne am 24./25. 3.–12. 12. Die Kommunikation ist nicht immer einfach. Bekennen Sie Farbe (26.)! Oder ein Projekt (Reise?) verzögert sich? Hektisch wird der 21., angenehm der 25. 13.–21. 12. Sie sind auf der Überholspur, landen einen Treffer (22., 26.). Einige erleben eine Bereicherung, oder ein grosses Projekt bringt Erfolg? Am 25. müssen Sie sich einer neuen Situation anpassen.

steinbock 22.–31. 12. Ihr Partner ist derzeit initiativer, machen Sie Konzessionen. Komplikationen durch eine neue Situation am 22./23., aber eine mögliche Lösung am 27. 1.–10. 1. Sie sind körperlich in Hochform, geniessen das Leben. Sie erleben unvergessliche Momente, sind leidenschaftlich und stürmisch (21., 22.). Beziehungen sind auf Dauer ausgerichtet, chronische Probleme bessern sich (am 27.). 11.–20. 1. Sie lernen neue Menschen kennen, entdecken Neues. Am 24. finden Ihre Ideen Anklang, eine positive Wende kündigt sich an.

wassermann 21.–30. 1. Sie sollten sich um Ihre Kondition und Ihre Gesundheit kümmern (Ernährung, Sport usw.), speziell am 21., 23.! Eine Aussprache (Kollegen?) wäre nützlich. 31. 1.–9. 2. Kein körperliches Risiko eingehen (z. B. auf Reisen, Strassen), etwas gegen chronische Beschwerden unternehmen! Interessante Kontakte (u. a. mit dem Nachwuchs) am 21. und 25. 10.–19. 2. Sie können ein grösseres Vorhaben realisieren und bekommen dabei Unterstützung. Bei Verträgen sollten Sie aber auf der Hut sein und alle Details klären (22., 23., 26.).

fische 20. 2.–1. 3. Sie amüsieren sich glänzend, verbreiten gute Laune. Der Neumond am 22. ist günstig für Hobbys, Kontakte zum Nachwuchs usw. Ein Flirt könnte zu Diskussionen mit dem Partner führen (21., 23.). 2.–10. 3. Sie können eine Krise (Partner?) beenden, die seit Monaten Kopfzerbrechen bereitet, wenn Sie guten Willen zeigen (am 22.). Am 26. könnten Sie jemanden brüskieren. 11.–20. 3. Sie werden mit einer neuen Situation konfrontiert (22., 25.), die nicht nach Ihrem Geschmack ist. Am 24. agieren Sie instinktiv richtig.

ihr tages-horoskop 78

Dr. Elizabeth Teissier

Mit dem Astro-Telefon haben Sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf

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Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

weekend

Horoskop


Spiele Diese Woche drei Goldvreneli zu gewinnen!!!

So kommen Sie zum Goldvreneli: Übermitteln Sie Ihr Lösungswort via Telefon 0901 908 119 (ohne Vorwahl). Der Anruf kostet Sie 1 Franken. Sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse auf das Band. Via Postkarte (A-Post): Schweizer Illustrierte, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich. Anruf- und Einsendeschluss ist am Sonntag, 21. Juni 2009, 24 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt.

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Zitat zwischen Zahlen

Wer häts – ohä lätz

Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buch­ staben. Bei richtiger Lösung ergeben die dritten Buchstaben, von unten nach oben gelesen, und die fünften Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Zitat von Ernst Penzoldt.

Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abwei­ chungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. So können Sie 20 Franken gewinnen Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schnei­ den Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss: Sonntag, 21. juni 2009

zahlenschlüssel

Die Auflösungen finden Sie in der nächsten Nummer

Kreuzwort-Chaos

Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.

Raten und rechnen Jedes Symbol bedeutet eine Ziffer von 0 bis 9. Gleiche Symbole bedeuten gleiche Ziffern. Ersetzen Sie die Symbole durch die richtigen Ziffern – und die Rechnung geht in alle Richtungen auf.

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Spiele Rebus

Gewinner aus Heft 20

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Wer häts – ohä lätz: 20 Fr. Doris Schneider Zeughausstrasse 7, 3662 Seftingen Ingeborg Ambühl Robinsonweg 50, 3006 Bern Verena Beck Progressastrasse 29, 3414 Oberburg Dominik Ruggle Florapark 4, 9500 Wil Margrit Widrig Grünaustrasse 28, 9016 St. Gallen

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

goldvreneli-rätsel (Lösung: «Agrikultur») Vreni Süess Gerstenweg 19, 5034 Suhr Verena Flückiger Eriswilstrasse 52, 4950 Huttwil Marlis Erdin Rebweg 22, 5103 Möriken

Sudoku

Auflösung aus Heft 24

mittel

goldvreneli-Rätsel

 

  

 

 

  





              Èschwer

# O N C E P T I S È0 U Z Z L E S

  









 

È

   

kreuzwort chaos



       

# O N C E P T I S È0 U Z Z L E S

So gehts Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

rebus 1 BO OT 2 K A S TANI E 3 K ATZE = BOTANIK

erkenntnis

sudoku Mittel

wer häts – ohä lätz

 È

  

        

        

        

        

        

        

        

         

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raten und rechnen

willi

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«Nicht die Hunde, die Halter sind ja scheints das Problem.»

                 

        

        

        

        

        

        

        

         

zitat zwischen zahlen 1. Groesse, 2. Einbaum, 3. Novalis, 4. Isegrim, 5. Eminent, 6. Infight, 7. Seehund, 8. Tschudi, 9. Luecken, 10. Inhaber, 11. Epingle, 12. Blutung, 13. Euphrat, 14. Stachel, 15. Kanuele, 16. Ruessel, 17. Agentin, 18. Fuehren, 19. Torelli, 20. Iltschi, 21. Saatgut Lösung Genie ist Liebeskraft, ist Sehnsucht nach Hingabe.

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Art Basel

Fotos Arnd Wiegmann / Reuters, Alexandra Pauli / API

Goldener Riecher: ÖlMagnat Roman Abramovich mit Schlabberlook und dickem Portemonnaie.

Volle Montur: Modeschöpfer und Fotokünstler Karl Lagerfeld fängt Eindrücke mit seiner Digicam ein. Kitsch oder Kunst? Jeff Koons’ Inszenierungen der Warenwelt sind Kult. Längst ist das Multitalent Multimillionär.

Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, präsentiert seinen Lieblings-Picasso «Rettung einer Ertrinkenden».

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Brad Pitt dinierte am Vor­abend noch mit Angelina Jolie in Washington D. C. In Basel kaufte der 45-jährige Schauspieler ein Bild von Neo Rauch für rund eine Million Franken.

Stars im Kaufrausch Basel feiert! Zum 40. Mal zieht die wichtigste Kunstmesse der Welt hochkarätige Sammler in ihren Bann. Brad Pitt & Co. sind begeistert! Der Hollywood-Beau kauft Kunst und Möbel für über eine Million Franken.

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Art Basel

«Ich habe keine Wünsche mehr.» Auktionator, Galerist und Sammler Eberhard W. Kornfeld.

Mick Flick inter­essiert sich für Giacomettis «L’Homme qui marche»: «Leider unverkäuflich.»

Barbara Krueger statt van Gogh: Bernhard Mendes Bürgi vom Kunstmuseum Basel.

Armes Schwein! Über die Pro­vokationen des USKünstlers Paul McCarthy kann Galerist Iwan Wirth lachen.

Theater-Regisseur Werner Düggelin: «Tinguely entwarf ein Bühnenbild für mich.»

Schweizer Stars ganz zahm: Künstler-Duo Peter Fischli und David Weiss (l.) mit Kollegin Daria Knoch.

«Von Krise keine Spur. Das Einzige, was ankommt, ist Qualität und Provokation» Galerist Iwan Wirth

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D

ienstag vor einer Woche kurz nach Mittag: Der Rundgang der VIP-Gäste erreicht am Stand der Galerie Gmurzynska einen ersten Höhepunkt. Krystyna Gmurzynska und Tochter Isabelle machen Modezar Karl Lagerfeld, Rohstoffhändler Marc Rich, Top-Model Naomi Campbell oder Oligarch Roman Abramovich ihre Aufwartung. Der werdende Vater (fünf Kinder hat er schon) schlendert mit Freundin Dasha in Jeans und Baumwollhemd von Abercrombie & Fitch durch die bedeutendste Kunstmesse der Welt. Er gilt als extrem scheu. Ein knappes Lächeln Richtung Fotograf

– und unser Bild ist genehmigt. Laut Forbes-Liste betrug das Vermögen des FC-Chelsea-Eigentümers letztes Jahr 23,5 Milliarden – 2009 fiel er von Platz 15 auf Platz 51 zurück! Mit 8,5 Milliarden bleibt ihm immer noch genug Spielzeuggeld für seine Lieblingskünstler Bacon, Freud, Giacometti. Krise! Welche Krise? Am Montag landeten auf dem Flughafen Basel-Mülhausen 58 Privatjets, am Dienstag 90. Auch Hollywood-Schauspieler Brad Pitt, ­ bereits zum zweiten Mal Gast an der ­ Preview, schlägt unbekümmert zu. In der Design Miami/Basel kauft er für 300 000 US-Dollar einen Tisch des Hol-


small talk mit Fiona Swarovski und Karl-Heinz Grasser

Ruhepause im bunten Kunstsessel von Franz West: Star-Galeristin Eva Presenhuber. Haben in Sachen Kunst (noch nicht) den Durchblick: Kristallerbin Fiona Swarovski, Ex-Finanz­ minister Karl-Heinz Grasser. Bilderschatz auf 22 Quadratmetern: «Big Retrospective Painting» vereint Kernmotive aus Warhols Schaffen. Bruno Bischofbergers einziger Beitrag 2009 kostet 80 Mio. Franken.

Abu Ghraib zu Gast bei Thaddaeus Ropac: «Marc Quinns Skulptur kostet 300 000 Pfund.»

Immer gut gelaunt: Chantal und Jakob Bill mit Sohn David (r.) vor einer Komposition von Jakob Bill.

Immer noch so verliebt wie am ersten Tag? Fiona Swarovski: Nein! Karl-Heinz Grasser: Meine Frau meint, dass wir noch viel verliebter sind. Wie oft waren Sie schon an der Art Basel? Heuer ists das zweite Mal. Wir laufen hier x Kilometer und lassen die ungeheure Bilderflut auf uns einwirken – einfach toll! Schon was gekauft? Hm, dieser Künstler, Tony … – Schatz, wie hiess der noch gleich zum Nachnamen? Seine Arbeiten interessieren uns sehr. Zugeschlagen haben wir aber noch nicht – Wirtschaftskrise! Passen Kunst und Society zusammen? Fiona Swarovski: Mir gefällt es, wenn schöne Menschen an spannenden Anlässen zusammentreffen. Wie gehts Ihrer Tochter Tara Gertrud? Sie ist ein süsses Mädel, und ich finde, sie hat bereits ein künstlerisches Potenzial.

Rolf Sachs hinter einem Buchstabenvorhang von Plensa Jaume, dahinter Warhols Glitzerschuhe.

Bei diesen Ladys werden Sammler schwach: Krystyna Gmurzynska, Tochter Isabelle. länders Jeroen Verhoeven. Bei Galerist David Zwirner verliebt er sich in das geheimnisvolle Bild «Etappe» für 1,02 Millionen Franken vom deutschen Maler Neo Rauch. Das teuerste Kunstwerk der Messe ist bei Star-Galerist Bruno Bischofberger zu bewundern. Andy Warhols «Big Retrospektive Painting» kostet die Rekordsumme von 80 Millionen Franken. «Könnte sich ein Museum dafür begeistern, wäre ich überglücklich», verrät ­Bischofberger. 19 Jahre lang war er Warhols Galerist. Er brachte ihn nicht nur in die Schweiz, die Pop-Art-Ikone war auch Götti von Bischofbergers Kindern. Was

würde Basels Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi zum Deal sagen? «Ich freue mich, wenn ich mal keinen van Gogh sehen muss, obwohl unsere Show super läuft. Klar, Warhol ist für jedes Museum eine Attraktion. Er hat mich auch persönlich inspiriert.» Immer wieder durch Formen und Farben inspirieren lässt sich Familie Bill. Der verstorbene Max Bill, Sohn Jakob und dessen Sohn David stellen ihre kon­ struktiven Werke bei Denise René aus. Jetzt planen sie den Supercoup: drei Genera­ tionen unter einem Dach, in der Kunst­halle Harry Graf Kessler im deutschen Weimar, der Wiege des Bauhauses (ab 11. Juli).

Energie, Intellekt, Lebenslust und eine Prise Sex ist das Elixier von Jeff Koons. «Schon mit drei Jahren malte ich besser als meine zehn Jahre ältere Schwester», verrät der He-Man der Gegenwartskunst (www.jeffkoons. com). Er war Gast an den Art Con­ versations – einer Nebenveranstaltung der Art Basel. Der smarte Amerikaner hat 90 Angestellte und eine sanft hypnotisierende Stimme. Man glaubt ihm aufs Wort, wenn er sagt: «Meine Werke sollen auf den Betrachter wirken wie ein Kuss.»  

Text Caroline Micaela Hauger, Fotos Kurt Reichenbach schweizer illustrierte

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Party

Leichte Golffreuden in schweren Zeiten Willkommene Ablenkung beim Grasshoppers-Turnier

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agsüber umtriebiger Gastgeber beim Klub-Golfturnier, abends Überbringer der bösen Ent­ lassungsbotschaft an Trainer Hanspeter Latour: GC-Vizepräsident Heinz Spross erlebte in Kyburg ein Wechselbad der Gefühle. Geplatzter Millionendeal, Spielerabgänge, Führungsprobleme: Ein bisschen Ablenkung auf Fairway und Green tat der gebeutelten GC-Seele gut. Für René Strittmatter, Verwaltungsrat bei Rivale FCZ, kein Grund zur Schadenfreude: «Wir sind GC freundschaftlich verbunden. Nur mit den GC-Logobällen spielen, die wir hier erhalten haben, würde ich jetzt nicht gerade …» Derweil sich auch Murat und Hakan Yakin Sorgen um die Geschicke der Hoppers machten, beschäftigte sich Shawne Fielding mehr mit ihrer golferischen Zukunft. Als Netto-Turniersiegerin senkte sie ihr Handicap gleich um 3,5 auf 26,6. Gewinnen wird schwieriger. Text iso niedermann, Fotos bruno voser

Blond statt rot: Shawne Fielding mit verändertem Äusserem. Für einmal aktiv Golf statt passiv Tennis und Fussball: die TV-Männer Peter Minder und Alain Sutter (r.). Auf Rasen so stark wie auf Eis: HockeyWM-Boss Gian Gilli und Bob-Legende Erich Schärer (r.).

Keine Yakin-Wiedervereinigung in Blau-Weiss: Hakans Rückkehr zu GC ist «eine Option», Murat (l.) aber wird Trainer beim FC Thun.


Wintersportler: Oliver Höner, Gründer von «Art on Ice», und SkiWeltmeister Bruno Kernen (r.).

Sponsor: Marco Amos, Chef Interhome Schweiz, mit GC-Vizepräsident Heinz Spross (r.).

Mit Muskelkraft statt Pferdestärken: Der Audi-Chef Schweiz, Ernesto Larghi, und GC-Verwaltungsrat Martin Blaser (r.).

party-facts Gastgeber Grasshopper Club Tatort Golfclub Kyburg, Kemptthal ZH Most wanted die GC-Cracks der Gegenwart Frage des Tages Darf man hier Witze über einen 300-Mio.-Franken-Deal machen? Party-Rating

«Der kleine weisse Ball lässt GC die Sorgen rund um den grossen kurz vergessen»

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Notabene

Pascal Couchepin: mehr respektiert als geliebt

P

Helmut Hubacher

ascal Couchepins Rücktritt aus dem Bundesrat FDP-Fraktion ans Rednerpult. Und votierte für Ruth Dreifuss, macht eines klar: Moritz Leuenberger will als für die Konkordanz, gegen seine Parteikollegin Vreni Spoerry. Dienstältester bis zu den Wahlen 2011 weiter- Das muss zuerst mal einer nachmachen. machen. Sonst müsste er jetzt auch aufhören. Couchepin ist auch ein Schlitzohr. Ein Zivildienst für Das wäre für die FDP und SP das absolute Dienstverweigerer wurde während Jahrzehnten von den BürWunsch­ticket gewesen. gerlichen abgelehnt. 1990 gab es wieder einmal einen Anlauf. Bei Umfragen landete der Walliser regelmässig Nationalrat Couchepin leitete die vorbereitende Kommis­sion. auf dem hintersten Platz. Wieso eigentlich? Couchepin ist ein Und eröffnete die Sitzung so: «Ich denke, in 20 Minuten sind Machtpolitiker. Und er zeigt es auch. Er inszeniert sich am wir fertig. Es ist jetzt Zeit für einen Zivildienst.» So wars geliebsten selber. Als Syndic von Martigny liess er das Hôtel de laufen. SVP-Nationalrat Fritz Hari, ein Bauer aus dem Berner Ville, sein kleines Elysée, nachts beleuchten. Dazu passt: «Ich Oberland, kam gerade nach Sitzungsschluss. Zuerst hatte bin der festen Meinung, dass sich die Staatsmacht von Zeit zu er die Kühe melken müssen, Couchepin gab ihm den Tarif Zeit in ihrem vollen Glanz zeigen sollte.» durch. Hari parierte: «Ich bin Train-Oberst, habe Dienst­ Couchepin ist zweimal Bundespräsident gewesen. verweigerer immer bekämpft, aber wenn du sagst, es sei Zeit Das war seine Lieblingsrolle. Da konnte er sein zweifellos vor- für einen Zivildienst, mache ich mit.» Couchepin liess ihm keine andere Wahl. handenes staatsmännisches Format ausspielen: auf den vielen Auslandreisen zu den Grossen der «Couchepin Nun ist wahr, der Demissionär hinter­ Welt. Er hat wie keiner sonst die Schweiz selbstlässt Baustellen. Bei den Krankenkassen, der liebte bewusst repräsentiert. Couchepin liebt nicht nur Invalidenversicherung, der AHV. Im September stimmen wir über die Zusatzfinanzierung der den bedeutenden Auftritt, er liebt auch sein Land. nicht nur Der unverkennbare Hang zur grossen Geste wird verschuldeten Invalidenversicherung ab. Vor drei bedeutende Jahren hatte Couchepin eine grosszügigere Sanie­ hierzulande gerne als unnötiger Kult kritisiert. Man hats lieber etwas bescheidener. Auftritte, er rungsvorlage vorgelegt. Aus mir noch immer Die spürbare Verliebtheit ins Pompöse verrät: unerfindlichen Gründen wurde sie von der un­ liebt auch Seine Lieblingsbeschäftigung ist nicht das Be­ar­heiligen SVP-SP-Allianz torpediert. Um heute die bei­ten von Dossiers, Berichten, Akten. Couchepin sein Land» Empörten zu mimen, der Sozialminister habe versagt. reagiert eigentlich erst auf politischen Druck. Er sucht die Probleme nicht, sie werden ihm aufgedrängt. Er Die Krankenkassenprämien sind für Couchepin ein trübes denkt wohl, man soll schlafende Hunde nicht wecken. Kapitel. Er hat sie auf Kosten von Reserven der Kassen künstCouchepin verfügt über viel Verhandlungsgeschick. lich tief gehalten. Für 2010 folgt nun die Quittung. Er stolperZuerst provoziert er, löst Aufregung aus, um dann zu Lösungen te über den gelegentlichen Leichtsinn, Probleme schlittern zu vorzustossen. Das ist die eine Methode. Die andere: Er bringt lassen. Christoph Blochers Kurzaufenthalt im Bundesrat hat mit Beteiligte zusammen. Wie bei der Personenfreizügigkeit mit der EU. SP und Gewerkschaften drohten mit dem Nein. ­Offene Couchepin zu tun. Keiner hat ihn so hart drangenommen wie Grenzen brächten Lohndumping, so die Angst. Ausländische er. Er rechnete mit Blochers Demokratiedefizit, mit seinen, Billigarbeiter würden die schweizerischen Löhne nach unten so wörtlich, «Duce»-Allüren gnadenlos ab. Couchepin war drücken. Als Wirtschaftsminister war ihm das Abkommen mit Blochers härtester Gegenspieler. damals noch 15 EU-Staaten ein erstrangiges Anliegen. Also Fazit: Couchepin ist ein widersprüchlicher, be­ nahm er die Wirtschaft in die Pflicht. Ihre Vertreter sagten gnadeter, umstrittener Politiker. Er wird mehr respektiert Ja zu flankierenden Massnahmen gegen Lohndumping. So als geliebt. Sein Buch «Ich liebe die Politik» ist eine faszi­ brachte er die Linke ins Boot. nierende Lektüre. Mit ihm verlässt der stärkste Politiker den  1993, bei der Wahl von Ruth Dreifuss in den Bundesrat, Bundesrat. Eigentlich halt doch schade. demonstrierte Couchepin Mut und Stärke. Die bürgerliche Rechte hatte Vreni Spoerry, damals noch Nationalrätin, als Helmut Hubacher, 83, ehemaliger SP-Präsident Kampfkandidatin aufgestellt. Couchepin ging als Präsident der und Buchautor

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«Grosses Kompliment, bravo Roger Federer» u Roger Federer,

SI 24/2009 «Ich erlaube mir, Roger Federer ganz herzlich zu gratulieren für seinen Triumphsieg in Roland Garros in Paris, was mich hoch erfreute und wofür ich ihm das wohl höchste Lob gebe und weiterhin nur den besten Erfolg gönne. Grosses Kompliment und bravo Roger Federer.» Theodor Gysin, Mürren

Bäuchlein-foto, da herrscht freude u Roger Federer, SI 24/2009 «Endlich präsentiert man uns die obligaten Bäuchlein-Fotos von Roger Federers Frau Mirka, so wie es bei den PromiMuttis in spe in ist. Die Schweizer Illustrierte machts möglich. Da herrscht Freude!» F. Martinek

mister schweiz nur hübsch anzusehen u André Reithebuch, SI 24/2009 «Nun holte den schönsten Schweizer André Reithebuch seine verschwiegene funktionale Lese-Schreib-Schwäche ein. Die Vorbilder für Schweizer sollen hübsch anzusehen sein, Sex­appeal haben. Aber die minimale Schulleistung Lese­ fähigkeit – die man zur Inte­ gration den Ausländern aufzwingen möchte –, die übersehen Jury, Wahlpublikum und Medien

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gnädig. Als die Dame Toyloy bei staatskundlichem Basiswissen schwamm, wurde gehöhnt. Der superschönste Schweizer freilich darf etwas dämlich sein.» Werner Graf, per E-Mail

Die Si wird auch in Kanada gelesen u Leserreaktion «Unsere Tochter Monika lebt seit zwanzig Jahren in Kanada. Vor vielen Jahren haben wir ihr die Schweizer Illustrierte abonniert und erneuern das Abo jedes Jahr zu ihrem Geburtstag. Monika freut sich extrem auf Ihre Zeitschrift, weil sie dann über alles in der Schweiz informiert ist.» Ruth und Bernhard Wyssen, per E-Mail


Die Liste

10

HEINZ SPOERLI

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von anina rether

2

Sommerferien buchen Am liebsten ginge ich nach Lissabon, Paris oder Las Vegas. Voraussichtlich Las Vegas, denn ich muss dort unbedingt … (siehe Punkt 3).

3

Bette Midler sehen Zum Glück läuft ihre Show aber auch noch nächstes Jahr. Das gibt mir Zeit, falls ich mich doch für Lissabon oder Paris entscheide.

4

Neue Schuhe kaufen Länger als eine Woche kann ich nicht in den gleichen herumlaufen. Das ist schlecht für die Füsse und überhaupt: Abwechslung muss sein.

5

Ein Hausboot mieten und den Canal du Midi hinauffahren. Das ist wunderbar entspannend. Die Landschaft ändert sich ständig, ohne dass ich etwas dafür tun muss.

6 7 8 Heinz Spoerli wurde am 13. Juni in Berlin mit dem Deutschen Kritikerpreis geehrt. Der 67-jährige Basler ist seit zwölf Jahren Ballettdirektor am Zürcher Opernhaus.

90

schweizer illustrierte

9 10

Umziehen Ich habe eine wunderschöne Wohnung, trotzdem wäre es reizvoll. Ich lasse gern alte Sachen hinter mir und beginne von Neuem. Den Kühlschrank ausmisten In den intensiven Proben vor den Premieren werfe ich oft über mehrere Tage keinen Blick in den vollen Kühlschrank. Das bekommt den frischen Produkten nicht so gut … Zürichsee-Überquerung schaffen Seit Jahren durchschwimme ich im Sommer den See. Wegen einer Knieoperation musste ich vergangenes Jahr pausieren. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf. Meine Putzfrau überzeugen, dass sie nicht immer alle Stecker herausziehen soll. Das tut sie wohl, damit ich sehe, dass sie überall mit dem Staubsauger durch ist. Meine Aufgabe ist es dann, sie alle wieder einzustecken. In einer 280 Quadratmeter grossen Wohnung – nicht witzig. Tina Turner gratulieren Ich habe ihr Konzert gesehen und bin hin und weg. Was diese bald 70-jährige Frau in High Heels für eine Show geboten hat, ist schlicht unglaublich.

Foto Peter Schnetz

1

Endlich Mendelssohns Biografie lesen Ich kaufe gern Bücher, die dann meist ungelesen herumliegen. Oder ich lese immer wieder die gleichen Seiten, weil ich durch die langen Abstände alles wieder vergessen habe. Wirklich Zeit dafür habe ich nur in den Ferien.


SI_2009_25  

People- und Lifestyle-Magazin

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