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Auto-Extra Gewinnen Sie einen VW Polo!

Van Gogh

So lebt seine Verwandte in Spreitenbach

Moritz Leuenberger Schräger Auftritt in Hamburg

Mister Schweiz

AndrĂŠ Reithebuch & Freundin Sarah

Ja, es ist Liebe! Das grosse Interview Die privaten Bilder

20

11. Mai 2009 CHF 4.50


Inhalt

HEFT 20, MONTAG, 11. Mai 2009

Titel

Titelfoto Thomas Buchwalder; Inhaltsfoto Kurt Reichenbach

16

40

u moritz leuenberger «Da stehe ich als Landratte auf einem Hochseeschiff.» Unser Verkehrsminister, wie er leibt und lebt am Hafenfest in Hamburg. «Ich liebe solche Sprüche und lache gerne über mich selber.»

André Reithebuch Hell und immer gut geputzt – daheim beim neuen Mister Schweiz. Dazu: das erste Liebesinterview mit seiner neuen Freundin Sarah

Leute 7 8 26

32

Tagebuch des Chefredaktors Leute Lovebugs, Lässer, Tchoumitcheva, Emil, Samir, Thiel, Giacobbo, Benigni Francine Höner-van Gogh Die Urgrossnichte des grossen Malers lebt im Aargau. Und sie wäre lieber eine Picasso Barbara Lüthi Energiebündel und engagiertes Mami. Besuch bei der SF-Korrespondentin in Peking schweizer illustrierte




Inhalt Gesellschaft 38

Benjamin Eggli Kopfvoran in den Rheinfall springen? Für ihn kein Problem!

Politik 40

Moritz Leuenberger Sein humorvoller Auftritt im Norden Deutschlands

Sport 92

Jelena Isinbajewa Die beste Stabhochspringerin der Welt – im intimen Interview

Shopping

92

45

Das Magazin für lustvolles Einkaufen Mode, Style, Electronics

Top Fit

u jelena

isinbajewa, 26 «Leicht­ athletinnen müssen auch ein bisschen exhibitionistisch sein», sagt die beste Stabhochspringerin der Welt beim exklusiven Fototermin in Zürich.

63

Phytotherapie Heilmittel aus der Natur: Gegen welche Krankheit welches Kraut gewachsen ist – die grosse Übersicht

Die Besten 71

Das Schweizer Kulturmagazin Kunst, Musik, Bücher, Filme

Weekend 79

Freizeit, geniessen, rätseln En Guete, GaultMillau, Reisen, Spiele

Party

Fotos Thomas Buchwalder, Bruno Voser, Kurt Reichenbach

98 Knie-Premiere in Zürich 100 Golfplausch mit Roger Federer 102 Prix Veuve Clicquot im «Dolder Grand»

98

u claudia & franco knie Bald Eltern von Zwillingen! Die Schwangerschaft sei Fleissarbeit gewesen. «Wir haben jeden Tag geübt.»

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u francine hönervan gogh Lästern ist ihr Hobby – am liebsten über ihren welt­ bekannten Urgrossonkel Vincent.

ABO: 0800 820 920, Redaktion: Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 63 63 Fax 044 - 262 04 42, E-Mail info@schweizer-illustrierte.ch, www.schweizer-illustrierte.ch

Und … 104 106 88 105

Notabene von Peter Bichsel Die Liste von Jörg Abderhalden Horoskop Leserbriefe / Impressum

.schweizer-illustrierte.ch

Mit André Reithebuch aufs Dach, mit Renzo Blumenthal und Bligg zum sexy Bäuerinnen-Casting. Natürlich nur im Web-TV der Schweizer Illustrierten. schweizer illustrierte




tagebuch

Mit André auf dem Dach André Reithebuch Wenn es denn sein

muss, liebe Leserinnen und Leser, steigen wir für Sie auch schon mal aufs Dach. Am vergangenen Mittwoch in Linthal GL: Während der neue Mister Schweiz André Reithebuch, von Beruf Zimmermann, mit leichtem Tritt einen Giebel erklimmt, sieht das bei unserem Fotografen überschaubar elegant aus. Auf allen vieren, aus­ gestattet mit leichtem Schuhwerk und schwerer Kamera­ ausrüstung, bemüht sich Marcel Nöcker in luftiger Höhe um ein spektakuläres Bild – ohne dabei in die Tiefe zu stürzen. Wie gut ihm das gelungen ist, sehen Sie – ab Seite 16.

Roger Federer Was denken Sie: Was haben Nik Niethammer, Chefredaktor

Fotos Marcel Nöcker, Thomas Buchwalder

Überfliegerin im SI-Fotostudio Die Russin Jelena Isinbajewa ist die beste Stabhochspringerin der Welt. Und macht auch als Model eine tolle Figur. Die sexy Bilder unseres Mode-Shootings – ab Seite 92.

der Tennisstar und ich gemeinsam? Die perfekte Rückhand? Bodyguards mit dunklen Sonnenbrillen? Ein internationales Management? Dreimal falsch. Mit Roger Federer teile ich ein süsses Geheimnis, das im Fall des Baslers längst keines mehr ist: Wir sind beide werdende Väter! Am vergangenen Donnerstag auf der traumhaft schönen Anlage des Golfclubs Sempachersee LU – auf Einladung seines Sponsors Emmi wagt Federer ein paar Abschläge, und wir, die rund 200 geladenen Gäste, nehmen drei Dinge staunend zur Kenntnis: Federer hat ein geniales Ballgefühl – auch auf dem Golfplatz. Sollte es einmal mit dem grossen Schläger nicht mehr reichen für die Top Ten – sofort umsatteln! Federer hat Humor. Kleine Kostprobe? «Es ist bitter, Tennisspieler zu sein. Golf­ spieler haben einen Caddie – ich dagegen muss meine Tasche selber tragen.» Federer ruht in sich. Wie er an diesem Nachmittag jeden Wunsch seiner Fans und Sponsoren geduldig erfüllt, verdient Respekt. Als ich ihm später von meinem Werdende Väter unter sich Vaterglück erzähle, will er sofort wissen, Federer, Niethammer (l.). ob meine Partnerin wohlauf sei, was ich bejahe. «Mirka hatte bis jetzt eine super Schwangerschaft», erzählt er ganz stolz. «Ich spreche gerne mit anderen Vätern über deren Erfahrung.» Überhaupt sei das Thema Nachwuchs omnipräsent. «Viele Leute schicken uns schon jetzt Babykleider, die Schränke füllen sich.» Ich hätte Roger Federer gerne noch gefragt, für welches Kinderwagenmodell er sich entschieden hat – wie mir Freunde versichern, kann man da viel falsch machen –, aber der Basler musste los. Wie Roger Federer als Kind war und warum er auch nach der Hochzeit keinen Ehering trägt – ab Seite 100. Ich wünsche Ihnen eine sonnige Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

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Foto Volker Corell

bild der woche



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Lovebugs

Ab nach Moskau! A

uf die Plätze, fertig, los! Adrian Sieber und seine LovebugsKollegen Florian Senn, Simon Ramseier, Stefan Wagner und Thomas Rechberger (v. l.) sind startklar für den «Eurovision Song Contest». Fit gemacht für ihren grossen Auftritt in Moskau

haben sich die «Liebeskäfer» in den Hügeln rund um Los Angeles. Frontmann Adrian nimmts locker. «Dass uns hundert Millionen TV-Zuschauer hören, ist allein schon super!» Bis dahin sendet er seiner Frau Katrin und den beiden Töchtern Ada und Emilie via Skype täglich Liebes­grüsse aus Moskau. René Haenig


Leute

Gesunde Kost: Julie Bräuning und Samir auf der Terrasse des Luzerner Theaters in Luzern.

claudia Lässer

Fashion-Week neu in Zürich! Claudia Lässer, nach Berlin, Paris, London kommt die Fashion-Week jetzt neu nach Zürich. Was wird auf den Laufstegen am «Puls 5»-Areal passieren? Es ist eine Avantgarde-Modeschau geplant, an der Nachwuchsdesigner ihre Kollektionen zeigen, sowie eine spezielle «Swiss Night». Ausserdem ist ein ganz besonderer Abend unter dem Motto «Mode und Musik» angedacht – ähnlich der Fashion-Week New York, bei der R & B-Star Beyoncé zur Tommy-Hilfiger-Show sang. Nachmittags finden viele kleine Shows statt. Auf welche Modemacher dürfen wir uns freuen? Wir sprechen mit Wolfgang Joop, Fendi und Costume National. Wir wünschen uns Schweizer wie Akris, Bally, Strellson. Ich werde alles daran setzen, dass Stella McCartney und Vivienne Westwood dabei sind. Und im Herbst 2010 läuft Kate Moss über den roten Teppich? Es wird sehr glamourös, international und keine simple Cüpli-Party! IMG hat weltweit die bekanntesten Top­ models unter Vertrag. Wir hoffen, Julia Stegner oder Natalia Vodianova für unsere Show zu gewinnen. Kate Moss in Zürich – das wäre Wahnsinn! Stephanie Ringel

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Fotos Fabienne Bühler (2), Bruno Voser, Tom Freitag

Glamourös: Claudia Lässer, 32, repräsentiert als Botschafterin die Fashion-Week Zürich – der neueste Coup von Organisator IMG.


Samir und Julie BrÄUNING

Gesund in die Zukunft

u Rauchen ist verboten. Und wird gebüsst. Küssen ebenso. So schreibt es eine fiktive Gesundheitsdiktatur im Jahr 2059 vor. Dieses brisante Szenario entwirft das Drama «Corpus Delicti» von Juli Zeh, das jetzt auf dem Spielplan des Luzerner Theaters steht. Inszeniert wird das Stück vom bekannten Filmregisseur Samir, 53, die weibliche Hauptrolle spielt Julie Bräuning, 32. Beide achten übrigens freiwillig auf die Gesundheit. Samir: «Ich kaufe Bio-Produkte, gehe ins Kraft-Training. Doch bei den Proben hab ich vor Nervosität viel ­geraucht.» Thomas Kutschera

Emil Steinberger freut sich mit Sohn Philipp über den Münchhausen-Preis. emil Steinberger

Der Humorbaron u Für einmal lacht der Komiker selber: Im niedersächsischen Bodenwerder nimmt Emil Steinberger, 76, den renommierten Münchhausen-Preis entgegen – die Auszeichnung für sein Lebenswerk. «Eine Riesenfreude», so der Luzerner Kabarettist. Und um dem legendären Lügenbaron alle Ehre zu ­machen, wurde an der Preisverleihung etwas geschummelt. Nicht Emil, sondern sein Sohn Philipp, 40, stand zuerst auf der Bühne. Emil: «Eine Überraschung! Mein Sohn wurde heimlich auch eingeladen.» andrea vogel

Haben den Blick für schöne Bäuerinnen: Biobauer Renzo Blumenthal und Rapper Bligg (v. l.) am Casting für den neuen Bauernkalender. renzo blumenthal und Bligg

Bauer sucht Frau(en) u «Ich habe einfach den schönsten Job der

Welt», sagt Biobauer Renzo Blumenthal, 32. Für einmal meint er nicht misten, melken und Windeln wechseln. Nein, zusammen mit Rapper Bligg, 32, sitzt der Bündner in der diesjährigen Jury für den Schweizer Bauernkalender. 300 Bäuerinnen haben sich beworben, davon gilt es, 42 zu begutachten. «Mir ist vor allem ihr Bezug zur Landwirtschaft wichtig.

Bligg schaut dafür umso mehr aufs Äussere», witzelt Renzo. Der Ex-Mister übernimmt übrigens ab nächstem Januar den Bauernhof seines Vaters in Vella GR. «Ich bin jetzt alt genug dafür, habe eine eigene Familie. Und freue mich riesig, diese Verantwortung zu übernehmen!» andrea vogel Die Juroren Renzo und Bligg beim erotischen Casting – jetzt im Web-TV auf www.schweizer-illustrierte.ch schweizer illustrierte

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Leute Didier défago

Sein jüngster Erfolg

u Das Glück kann Skirennfahrer Didier Défago, 31, mit den Händen fassen. Es ist 3,6 Kilogramm schwer und 50 Zentimeter gross: Söhnchen Timéo. Dieser kam am 5. Mai in Aigle VD zur Welt – und liess sich, ganz im Gegensatz zum schnellen Vater, mächtig Zeit. Ehefrau Sabine musste nämlich fünf Tage übertragen. Didier: «Zum Glück habe ich jetzt Zeit, meine Familie voll und ganz zu geniessen.» andrea vogel

Glücklich: Didier Défago, Ehefrau Sabine, Tochter Alexane und Söhnchen Timéo im Spital in Aigle.

wer liebt wen

In HochzeitsLaune u Der Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer, 55, ehelichte vergan­ gene Woche seine Partnerin Bea Petri, 53. Die erfolgreichs­ te Maskenbildnerin der Schweiz wird weiterhin ihren Nach­ namen behalten – wie auch ihren Wohn­ sitz in Zürich. «In Schaffhausen werde ich aber gern mit Bea Feurer angesprochen.»

Fotos Rolf Edelmann, Gérard Berthoud, RDB, Keystone

u Ebenfalls geheiratet – und zwar klammheim­ lich – hat Schauspieler Carlos Leal, 39. Wäh­ rend der Ferien in Los Angeles gab er in der City Hall seiner Freundin Joe Kelly, 35, das Ja-Wort. Ihr gemeinsames anderthalbjäh­ riges Söhnchen Elvis sass dabei abwechselnd der Mama und dem Papa auf dem Schoss.

Andreas Thiel und Viktor Giacobbo

Die Talentschmiede

u In jungen Jahren wollte Andreas Thiel, 38, Balletttänzer werden: «Bei einem Auftritt schmiss ich meine Tanz­partnerin aus Ver­ sehen in den Orchestergraben. Das Publikum lachte. Und ich wusste: Ich werde Komiker.» Nun gibt er Starthilfe für junge Talente.

Zusammen mit Berufskollege Viktor Giacobbo, 57 (r.), präsentiert der Berner moonsticker.com. Auf dieser Internetplatt­ form für Künstler kann man auch Pinguin Domingo enga­gieren. Seine Begabung: singen. lisa Merz

Rose

kaktus

Daniel Anrig Kommandant Schweizergarde in Rom u Schon fast ketzerisch, was Gardekommandant Daniel Anrig da verkündet. Er könne sich vorstel­ len, sagt der 37-Jährige, dass auch Frauen in der Schweizergarde in Rom dienen dürfen. Sollten dank Anrig also nach 503 Jahren Männer-Tradition tatsächlich Frauen der Garde beitreten, wäre das ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung. Gardistinnen sind nicht nur ebenso kom­ petent, sie bringen auch Farbe in die Söldnertruppe. Wie das ausschauen würde? Machen wir ein Experiment und stecken Kommandant Anrig unsere rote Rose in seine weissen Helmfedern.

Niklaus Bleiker Landammann Obwalden u Exklusive Wohnzonen – nur für Reiche. Die neuste Idee der Obwaldner, um gut Betuchte anzulocken, sorgt für Empörung. Stimmen Gemeinde- und Kantonsrat zu, darf nur noch an bester Lage residieren, wer hohe Steuern bezahlt oder Arbeits­ plätze schafft. Ärmere bleiben draussen. Eine krasse Ungleich­ behandlung! Die Grünen haben bereits zum Referendum, wir für das feudalherrenhafte Gebaren zum Kaktus gegriffen. Herr Bleiker, wir sind gespannt, ob die mittellose Sukkulente bei Ihnen einen Fensterplatz bekommt oder neben der Kloschüssel landet. schweizer illustrierte

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Leute nachgefragt bei

star-check

Wer hat die beste BikiniFigur?

Roberto Benigni

Fotos Adrian Portmann, Tilllate, Bruno Voser, RDB, Hervé Le Cunff, Keystone

Gross in der Regie – gross auf der Bühne Roberto Benigni, 56, bringt seine Erfolgsshow «Tutto Dante» nach Basel. Der italienische Oscar-Preisträger ver­zaubert mit Witz, Ironie und viel Poesie. Signor Benigni, am 14. Mai sieht man Sie endlich auch bei uns. Haben Sie etwa auch ein Bankkonto in der Schweiz? Das verrate ich Ihnen doch nicht! Ich war aber schon mehrmals in der Schweiz und würde gerne mal durchs Land touren. Ach ja? Wieso gerade durch die Schweiz? La Svizzera è un grande paese, ein grosses Land, das am wenigsten seinem Klischee entspricht. Klischee? Welches Klischee? Man sagt, es sei ein kaltes Land und die Einwohner seien distanziert. Das stimmt gar nicht. Ihr seid warmherzig und habt uns vieles geschenkt, darunter auch die Schweizergarde! Wir Italiener haben dieses Bild der Schweizer, die den Papst und unsere Seele beschützen (lacht). Die Seelen dieser Welt. Und der Papst wählte die Schweizer damals aus, weil sie stark waren und frei. Zudem wollt ihr keine Kriege führen, weil ihr dem Krieg für immer abgeschworen habt. Sie sind ein richtiger Vatikan-Kenner. Würden Sie einen Film über den Papst drehen? (Überlegt lange.) Weiss nicht. Auf einen neuen Film hätte ich schon Lust. Doch im Moment fehlt mir die zündende Idee. Haben Sie als Oscar-Preisträger überhaupt noch Wünsche? Eigentlich bin ich ein Mann ohne Wünsche. «Die Welt ist voll der Tränen, der in Erfüllung gegangenen Wünsche», sagte einst Mutter Teresa. Da ich in «Tutto Dante» aus der «Göttlichen Komödie» von Dante rezitiere – dem Buch der Wünsche schlechthin –, kann ich es mir aber nicht leisten, keine Wünsche zu haben! Also verrate ich einen: Ich würde gerne eine Farbe ent­ decken, die ich noch nie gesehen habe. Dann werden Sie jetzt zum Maler? Keine Angst! Vom grossen italienischen Dichter Dante kann ich mich nicht los­ reissen. Ihm bleibe ich treu. Er offenbart uns die menschliche Seele, das wahre Leben. Sein zeitloses Werk vermittelt uns den Geschmack des Glücks, «the flavour of happiness»! Interview kati moser

1 14,0  %

Xenia Tchoumitcheva, 21

«Wow! Jetzt muss ich erst recht Gas geben. Als Nächstes werde ich Gewichte stemmen, um meinen Körper noch besser zu modellieren.» Xenia Tchoumitcheva

u Das Rennen war knapp: Um ein halbes Prozent schlug Model Xenia Tchoumitcheva die ehemalige Miss Schweiz Fiona Hefti. Ihre perfekte Bikini-Figur verdanke die gebürtige Russin übrigens ihrer Mama respektive deren Genen und gesunder Küche.

Das gesamte Ranking sehen Sie auf www.schweizerillustrierte.ch Die Schweizer Illustrierte führt mit dem Online-Markt­forschungsinstitut Marketagent.com jede Woche eine repräsentative Umfrage in der ganzen Schweiz durch (Basis: ca. 500 Befragte).

2 13,5 %

Fiona Hefti, 29

3 11,8 %

Whitney Toyloy, 18

Dieses Jahr wird die Journalistin Die Miss Schweiz hat die perjedoch den Bikini etwas grösser fekten Bikini-Masse: 82-60-90, kaufen: Sie ist hochschwanger. verteilt auf 177 Zentimeter.

4 7,4 %

Denise Biellmann, 46

5 7,0 %

Anita Buri, 30

Hat mit 46 den Körper einer Die Ex-Miss ist Mutter des 20-Jährigen – dafür trainiert 6-jährigen Jeremy – was man der Ex-Eiskunst-Profi auch hart. ihrem Körper nicht ansieht.

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Guter Glar Der neue Mister begeistert die ganze Schweiz! ANDRÉ REITHEBUCH ist stolzer Glarner, eifriger Zimmermann und liebender Sohn. Einfach einer zum Gernhaben!

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titel Hoch hinaus Zimmermann André Reithebuch arbeitet auf einem Dachgiebel. «Ich kann auch Böden verlegen und Fenster montieren.»

ner Giel» schweizer illustrierte

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Text sandra casalini Fotos marcel nöcker

H

FANS Zurzeit der beliebteste Treffpunkt der Dorfjugend: die Wiese vor Andrés Haus!

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ell, gemütlich eingerichtet, aufgeräumt. Wer die geräumige Viereinhalb-Zimmer-Wohnung in Linthal betritt, würde nie auf den ersten Blick erkennen, dass hier ein junger Mann alleine wohnt. Erst recht nicht ­einer, der bis vor gut einem Monat solo war. Das einzige Relikt, das an seine Single-Zeit erinnert, ist ein «Playboy»Kalender, der im Bad hängt. «Den Ordnungssinn habe ich von meinem Mami geerbt», sagt André Reithebuch, 22. Auch die Wohnung, wo der neue Mister Schweiz seit vergangenem August lebt, haben Mutter und Sohn gemeinsam eingerichtet. Auf dem Stubentisch steht

eine Orchidee mit einem Kärtchen von «Mum»: «Was immer auch rauskommt bei dieser Wahl, für uns bist du der Grösste!» Der Grösste ist André im wahrsten Sinne des Wortes. Nur zwei der anderen 15 Mister-Kandidaten sind ­grösser als der 1,92-Meter-Mann. Seine frische Liebe zur Zürcher Marketing­Assistentin Sarah Erni, 24, trennen 34 Zentimeter «Höhenunterschied». Bereits in jungen Jahren habe André all ­seine Klassenkameraden überragt. «Er hatte zwar die längsten Beine, war aber immer der Langsamste», erzählt Andrés Stiefvater Jürg Rhyner lachend. «Deshalb wurde er öfter mal am Kragen gepackt, wenn bei einer Schneeballschlacht eine Fensterscheibe in die Brüche ging.»


titel

André: «Den Ordnungssinn habe ich von meinem Mami geerbt.» Auch die Wohnung richteten sie gemeinsam ein

Ballgefühl Da er als Zimmermann schwer heben muss, trainiert André Rücken- und Bauchmuskulatur.

Mister-Stil Am wohlsten fühlt sich der bodenständige Glarner zwar in Shorts, er mag aber auch Anzüge.

Endlich daheim André in der Stube seiner Wohnung in Linthal. «Die Möbel sind von Ikea und Interio.»

Nicht, dass André das beeindruckt hätte: «Solche Sachen machten mir keine Angst. Ich verstand eh nicht, warum die anderen wegrannten.» Mit der gleichen Gelassenheit tritt André Reithebuch sein Mister-Jahr an. Die Presseberichte, er habe seinen ­Mister-Titel gekauft, weil er im ganzen Glarnerland Werbe-Flyer verteilte, kommentiert er mit einem Schulterzucken. «Ich habe die Leute im Kanton informiert, dass ich an dieser Wahl mitmache, sonst nichts. Auf negative Schlagzeilen war ich gefasst. Man kanns nie allen recht machen.» Er sehe das vor ihm liegende Jahr wie ein Rennen, erklärt der passionierte Töff-Fahrer: «Ich konzentriere mich auf den Augenblick. Wenn ich Angst habe und denke: ‹Ou, da vorn u

So schläft André Ein ziemlich kleines Bett für 192 Zentimeter. André: «Ich zimmere mir bald ein neues.»

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titel

Familien-Clan Auf der Terrasse seines Elternhauses trinkt André ein Bier mit Vater Martin Reithebuch (l.) und Stiefvater Jürg Rhyner. fall ich bestimmt uf d Schnure!›, dann passiert das garantiert.» Ein Motorrad hat An­dré, der auch schon bei Schweizer Meisterschaften startete, übrigens noch nie zu Schrott gefahren. Ein Auto schon. «Ich bin ausgerutscht. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert.» Seither geht er im Auto keine Risiken

u

mehr ein. Sonst hat er aber nichts gegen ein bisschen Adrenalin: Sein Beruf als Zimmermann gefällt ihm nicht zuletzt darum so gut, weil er «hoch oben auf den Balken rum-turnen darf». Wann immer André Zeit findet, gehts in seine geliebten Berge, zum Bergsteigen oder Snowboarden. Und wenns mal ein bisschen

ruhig sein darf, pokert er eine Runde mit Freunden. «Aber nie um Geld.» Das hat André auch nicht nötig. Um die 300 000 Franken wird er verdienen in seinem Mister-Jahr. Sein Job: repräsentieren, in Kameras lächeln, Autogramme geben. Im Moment kann er sich das Ganze noch nicht so recht vor-


stellen. «Ich freue mich zwar auf die neue Herausforderung. Aber ich weiss nicht, ob das Showbusiness längerfristig etwas ist für mich. Ich denke eher, dass ich nach dem Jahr wieder als Zimmermann arbeiten werde und vielleicht nebenher ein bisschen modle oder moderiere.» Genau darum hat die Schweiz André Reithebuch zu ihrem Mister gewählt. Er ist kein Showman, aber auch kein Langweiler. Kein Schwätzer, aber auch kein Schweiger. Kein gewiefter MedienProfi, aber auch kein scheues Reh. Ja, vielleicht wäre es besser gewesen, hätte sich die versammelte Presse nicht gleich nach der Wahl auf seine drei Wochen junge Beziehung gestürzt. Aber André macht das Beste draus, zeigt, dass er zu seiner Sarah steht. Und erobert nebenbei die Herzen, indem er in «Talk ­Täglich» auf Tele Züri zusammen mit Moderator Markus Gilli eine Prise Tabak schnupft! «André war ein pflegeleichtes Kind», sagt sein Stiefvater Jürg Rhyner. «Offen, freundlich, anständig.» So ist er noch heute. Der neue Mister besticht durch jungenhaften Charme und einen für ­seine 22 Jahre erstaunlich trockenen Humor. Den schien er schon als Drei­ käsehoch zu haben. «Gell, Jürg, der Dädi ist der, der arbeitet, und du bist der, der mit mir spielt», habe er als gut Fünfjähriger mal zu seinem Stiefvater gesagt. Die Eltern Silvia Gisler und Martin Reithe­buch trennten sich, als André dreieinhalb Jahre alt war. Fortan wuchsen André und sein vier Jahre älterer Bruder Marc in einem erweiterten Familien-Clan auf: Papa Martin Reithebuch wohnt mit seiner Frau direkt neben Mami Silvia und Stiefvater Jürg in Sool, wenige Minuten von Linthal entfernt. Wenns zu Hause mal kein Znacht gibt, schaut Martin bei seiner Ex-Frau auf einen Bissen vorbei. Und ist hocherfreut, auf seinen jüngeren Sohn zu treffen. «Ich freue mich usinnig für André. Ich habe so gehofft, dass er gewinnt. Er ist hübsch, naturverbunden, herzlich und ausgeglichen.» Natürlich sei er stolz auf seinen Sohn. «Aber das war ich vorher schon und wäre es auch ohne Mister­Titel. Ich wünsche André viel Freude und Erfolg und dass er so bleibt, wie er ist: ein guter Glarner Giel!» u Lesen Sie auf den nächsten Seiten: Das erste grosse LiebesInterview mit André Reithebuch und seiner Sarah. Mit André Reithebuch aufs Dach: jetzt im Web-TV unter www.schweizer-illustrierte.ch

aus andréS privat-album Herzensbrecher Sein typisches Lächeln machte Mister Schweiz André Reithebuch schon als Knirps zum Sonnyboy.

Blond Mit 18 Monaten entdeckt Klein André die Welt.

Saubermann? Oder doch eher ein Schlitzohr?

Kuschelstunde Als könnte er kein Wässerchen trüben ... Tierlieb André im Alter von 7 Jahren beim Kühe-Melken.

Bruderliebe André und sein älterer Bruder Marc vor acht Jahren. schweizer illustrierte

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«Läck, ist de


Titel Text sylvie kempa Fotos thomas buchwalder

Frisch verliebt André und Sarah verbringen jede freie Minute zusammen. «Wir reden und lachen viel zusammen.»

War sie sein Groupie? Mister Schweiz André Reithebuch (192 cm) und «Schnügeli» Sarah erni (159 cm) über ihre erste gemeinsame Liebesnacht, Zickereien, Unter­ wäsche-Shootings und Ferienpläne.

r gross»

S

arah Erni, André ist einen Tag nach Ihrem 24. Geburtstag Mister Schweiz geworden. Ein schönes Geschenk? Ehrlich? Mir wurde ganz schlecht, als sein Name fiel. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber ich freue mich für ihn. André Reithebuch, Ihre Beziehung inter­ essiert die Schweiz. Stört Sie das? Ich versuche, Sarahs Privatsphäre, so gut es geht, zu schützen. Dass ich sie liebe, dürfen aber alle wissen. Mister-Freundinnen gelten oft als Zicken. Sarah: Wer mich kennt, weiss, dass ich sicher keine eifersüchtige Zicke bin. André: Zumindest nicht in der Öffentlichkeit … (sie kneift ihn, er grinst). Stimmt es, Sarah, dass Sie André einen Fanbrief geschrieben haben, um ihn kennenzulernen? Sarah: Ja, aber nicht als Groupie! Ich schrieb ihm im Namen meines 2-jährigen Glarner Göttibuben. Es überraschte mich, dass André antwortete. Ich hatte ja nicht einmal ein Foto beigelegt. André, wieso haben Sie gerade diesen Brief beantwortet? André: Sarah schrieb nicht so aufgesetzt oder gar anzüglich wie viele andere. Wir hatten erst über Facebook und SMS Kontakt. Dann schlug ich ein Treffen vor. Sarah: Wir haben in einer Gelateria beim Bahnhof Rapperswil eine Glace gegessen – er Melone, ich Stracciatella – und über Gott und die Welt geredet. War es Liebe auf den ersten Blick? Sarah: Sein erster Satz zu mir war: «Ich bin positiv überrascht!» Und ich dachte einfach nur: «Läck, ist der gross!» André: Sarah trug ein süsses Rossschwänzli, lachte mich an und brachte kein Wort raus. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Gabs an dem Tag schon den ersten Kuss? André: Nein, das war eine Woche später. Sarah kam mit zu einem Auftritt der Mister-Kandidaten in Hinwil. Weil es spät wurde, lud sie mich ein, bei ihr im Gästezimmer zu übernachten. Sarah: Er landete dann aber in meinem Bett. Dort gabs den ersten Kuss. André: Das war gar nicht geplant, sie lag einfach zu nah bei mir … Sarah (wird verlegen): Äxgüsi! Und der Morgen danach? André: Wir haben gemeinsam gefrühstückt. Sarah holte frisches Brot beim Beck. Am selben Tag stellte sie mich bereits ihren Eltern vor, die im selben Dorf wohnen. schweizer illustrierte

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Klein und gross Um André zu küssen, steigt Sarah beim Spazieren auf ein Bänkli.

Sarah: Das war am Ostersonntag. Sie veranstalteten einen Familienlunch und waren ganz begeistert von André. André, und haben Ihre Eltern Sarah bereits kennengelernt? André: Meine Mutter und mein Stiefvater haben sie einmal getroffen – aber da waren wir noch kein Paar. Mein leiblicher Vater erfuhr erst in der Wahlnacht, dass ich frisch verliebt bin. Er will unbedingt fein mit uns essen gehen. Was empfinden Sie füreinander? Sarah: Ein sehr starkes Gefühl. Wir ­vermissen und vertrauen uns. André: Ja, es kommt mir vor, als würden wir uns schon länger als vier Wochen kennen. Wer sagte als Erstes «Ich liebe dich»? André: Das war ich, gleich nach der Wahl. Sarah: Du hast es nicht gesagt, sondern per SMS geschrieben. Und was lieben Sie an Sarah? André: Sarah ist lustig, ich bin lustig. Das passt. Und ich vertraue ihr. Wie oft sehen Sie sich? André: Eigentlich oft. Ich habe viele Termine in Zürich. Sarah wohnt in der Nähe. Da kommts ganz gelegen, wenn

ich nicht ins Glarnerland zurückfahren muss. Sarah: Im Durchschnitt schlafe ich wohl vier Nächte pro Woche alleine. Was unternehmen Sie zusammen? Sarah: André tanzt Salsa, das möchte ich auch lernen. Ich bin seit drei Jahren Mitglied einer Hip-Hop-Showtanzgruppe. Taktgefühl ist also schon da. Wechseln Sie jetzt Ihre Tanzpartnerin, André? (Sarah schaut ihn erwartungsvoll an.) André: In meinem Kurs gibts sowieso keine fixen Tanzpartner. Mach doch einfach mal mit, Schnügeli! Und berg­steigen wollen wir auch gehen. Sarah: Ich muss mir ein Paar Wanderschuhe kaufen, hats geheissen! Hat es auch schon Differenzen gegeben? Sarah: Also, wenn André jedes Mal bergsteigen will, wenn ich in Zürich shoppen möchte, könnte es Differenzen geben (zwinkert ihm zu). André: Im Ernst: Wir haben uns bis jetzt noch nie gestritten. Sarah posierte bereits als UnterwäscheModel. André, hätten Sie ein Problem damit, wenn sie sich wieder so fotografieren liesse?


Titel andrés erste woche als mister schweiz SONNTAG

DONNERSTAG

u 07.00

u 08.30

SI-Fotoshooting Hotel Eden Fotoshooting Ochsner Shoes und PKZ u 11.00 Verschiedene Interviews u 15.15 Autogrammstunde Love Ride u 16.30 Interview «glanz & gloria» u 10.15

MONTAG u 06.00

Diverse Radio-Interviews u 12.00 «Blick»-Chat u 13.00 Fotoshooting Sandro Bross u 16.15 Radio-Interview u 17.30 «Talk Täglich» auf Tele Züri u 19.15 Bluewin Live Chat

DIENSTAG u 07.00

Radio-Interview Dreh «glanz & gloria» u 18.00 Ladies Night Casino Bad Ragaz u 13.00

MITTWOCH u 09.00 u 13.00

TV-Spot-Dreh Power-Plate Homestory SI

Radio-Interview Sponsoren-Meeting PKZ u 12.00 Fotoshooting Paul Mitchell u 17.00 Interview «Sonntagsblick» u 20.00 PKZ, Night of Glamour u 10.30

FREITAG u 09.00

Radio-Interview TV-Interview u 10.30 McOptic-Event u 18.00 Empfang Gemeinde Linthal u 10.00

SAMSTAG u 10.00

Radio-Interview Autogrammstunde St. Gallen u 20.00 Jury Miss Suisse Romande u 11.00

SONNTAG u 11.30

Uhr: Muttertag-Event Raststätte Würenlos: Autogrammstunde, Gäste bedienen

Foto Rolf Edelmann

André: Nein. Sie hat einen schönen Körper, und ich präsentiere mich ja auch in Unterwäsche. Wie planen Sie die nähere Zukunft? Sarah: Wir gehen nach Mallorca in die Ferien. Und im Winter in den Schnee. André: Habt ihr eigentlich eine Hütte? Sarah: Ja, in Brigels. Fährst du Ski oder Snowboard? André: Beides. Sarah: Cool, ich auch! Ist Zusammenziehen bereits ein Thema? Sarah: Wir haben darüber gesprochen. Aber wir wollen beide unsere Wohnorte behalten. Ich will im Zürcher Oberland bleiben und er im Glarnerland. André (schmunzelt): Das sind schwere Diskussionen! Wir treffen uns wohl ­irgendwo in der Mitte. Wieso nicht in Rapperswil? Aber das hat ja noch Zeit. Was ist mit André und Sarah in zehn Jahren? Sarah: Hui, wie alt bin ich dann? 34! Ich hoffe, dass ich bis dahin verheiratet bin und eine Familie habe. Momentan ­wünsche ich mir natürlich, dass André der Papi meiner Kinder sein wird. André: Ich wüsste auch schon, wie ein Heiratsantrag aussehen würde: Ganz klassisch auf den Knien an einem ­romantischen Ort. 


Porträt

Van Gogh aus Spreitenbach

Malt sie so genial wie er? Ist sie so irr wie er? Und hat sie etwa all die Auktions-Millionen geerbt? Vincent van Goghs Urgrossnichte Francine Höner-van Gogh lebt in der Schweiz. Und lästert über ihren berühmten Verwandten.

Banales Schild mit grossem Namen Francine Höner-van Gogh öffnet die Haustür ihrer Blockwohnung in Spreitenbach AG.

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Text marcel huwyler Fotos kurt reichenbach

M

an geht fast in die Knie: ein echter van Gogh! Ehrfürchtig bestaunt man das Porträt ei­ ner Frau. Und – das meint die Besitzerin doch nicht ernst? – sogar anfassen dür­ fe man das Bild, sagt sie und erlaubt einem, die Farbnarben zu befühlen. Ein­ fach so. Himmel, ein echter van Gogh! Doch dann kommen Zweifel: Der sonst so kraftvolle Pinselstrich des Meisters ist bei diesem Werk zahm und flächig, dafür der Bildausschnitt frecher als bei jedem anderen seiner Porträts. Und trotzdem – in der linken unteren Ecke beweists die Signatur: «Van Gogh» prangt da in hingepinseltem Weiss! Daneben die Jahrzahl «80». 80? 1880? In dem Jahr fing der Meister doch erst mit Malen an? Ein Frühwerk, derart reif? Die Besitzerin geniesst die Ver­ wirrung. «1980 ist gemeint», erklärt sie

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32 Pinsel heisst dieses Bild von Francine Höner. Früher kopierte sie Vincents Werke – für 3000 Franken.


Porträt

«Ja glauben Sie, es sei an­ genehm, mit einem Kranken verwandt zu sein» Van Goghs Urgrossnichte

Hochhäuser statt ­S onnenblumenfelder Francine im Atelier. Seit dem Tod ihres Mannes malt sie nicht mehr. schliesslich in einer charmant kehligen Mischung aus Schweizerdeutsch und Holländisch, ein Selbstporträt sei das: «Die Frau auf dem Bild bin ich!» Und man beachte doch bitte – die Dame deutet mit ihren pinsellangen, altersgefleckten Fingern auf das Gemälde – die Form der Nase, der Backenknochen, überhaupt dieses spitze Gesicht! «Na, sehen Sie es auch? Gell, ich ähnle ihm!» Ihm – Vincent van Gogh, Maler, Genie, Wahnsinniger. Vincents Urgrossvater hatte einen Bruder. «Dieser Bruder war mein Urgrossvater», erklärt die Dame mit dem silbern schimmernden Haar. Francine Höner, im Dezember wird sie 86, wohnt in einem Hochhaus mit 111 Wohnungen in Spreitenbach AG und ist eine echte geborene van Gogh! «Vincent van Gogh hat schlecht gezeichnet, wie ein Sonntagsmaler!», spottet Francine. «Und seine Gemälde – na ja – einige sind interessant, andere ganz lustig!» Wie bitte: interessant, ganz

Nase und Backenknochen wie Vincent Francine mit ihrem 1980 gemalten Selbstporträt.

lustig? «Sie glauben mir nicht?» Jetzt ist die Holländerin aber gereizt! Sie angelt einen Van-Gogh-Bildband aus dem Regal, blättert, sucht und stochert mit dem Zeigefinger derart energisch auf den Fotos herum, wie Urgrossonkel Vincent es mit dem Pinsel beim Malen seiner «Landschaft mit Olivenbäumen» tat. «Da, wie er die Vase gemalt hat – eine Katastrophe.» Auch das «chliine blöde Öhrli» hier, sei viel zu nahe an die Nase gesetzt. «Oder das Auge dort und erst dieser Mund – falsch, falsch, ganz falsch!» Wie sie so dasitzt, erregt, fiebrig der Blick, das Kinn energisch hervorgestreckt – plötzlich glaubt man erahnen zu können, wie er war, dieser Vincent van Gogh, der zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Zorn, Euphorie und abgrundtiefer Traurigkeit balancierte. «Ja glauben Sie, es sei angenehm, mit einem Kranken verwandt zu sein?» Besitzergreifend sei Vincent gewesen, weiss Francine, schizophren, chole-

risch, heissblütig und sehr einsam. «Und dass er sich mit 37 Jahren umbrachte, macht die Sache auch nicht besser.» Das Selbstmörderische liege ­übrigens in der Familie, sagt Francine Höner-van Gogh und erzählt von einem ihrer Brüder, der sich das Leben nahm, vom Suizid des Onkels, von ihrer Schwester, die einen Selbstmordversuch hinter sich hat, und sogar ihr Ehemann, Arthur Höner, liess sich vom van-gogh­schen Fluch anstecken! «Vor sieben Jahren brachte sich mein Mann um.» Warf sich vor einen Zug. Bei Zürich. «Nach 35 Jahren Ehe.» Seit diesem Tag kann Francine nicht mehr malen. Wie blockiert seien Geist und Herz, «es geht einfach nicht mehr». Die vorher so energische Frau wirkt jetzt zerbrechlich und sehr müde. Das Malen fehle ihr, sagt sie, erzählt dann, wie sie früher Porträts malte und ihre Bilder ausstellte. Gemalt habe sie schon immer. Schon als Mädchen. Damals, in den 20eru Jahren in Amsterdam. schweizer illustrierte

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Porträt

«Die Van-Gogh-Ausstellung in Basel ist furchtbar – wegen der kitschigen Bilderrahmen» Francine Höner-van gogh u Francines Vater, Schauspieler von Beruf, arbeitete als Requisiteur an der Kunstakademie Amsterdam. Dort «lieh» er sich Farbe und Papier aus und brachte es seinen acht Kindern mit nach Hause. «Acht Kinder waren wir», betont Francine, «ein Bruder war Künstler, der hat sich umgebracht, genauso wie mein Onkel, der …», sie fasst sich an den Kopf, «ach, das habe ich ja schon erzählt.» 1946, gleich nach dem Krieg, ­arbeitete Francine in Amsterdam als Maniküre für Männer. Dort feilte sie einem Schweizer («er hatte ein Bäuchlein und stammte aus Horgen») die Fingernägel. Er meinte, es sei Liebe, sie nennt es heute «Techtelmechtel» und, etwas weniger charmant, «Sprungbrett in die Schweiz». Kaum in Zürich angekommen, trennte sie sich vom «Bäuchlein»-Freund und lernte Arthur Höner kennen. Und lieben.

«Die Liebe meines Lebens», sagt Francine und schweigt dann minutenlang. Frau Höner-van Gogh wäre viel lieber eine Höner-Rembrandt oder noch besser: eine Höner-Picasso. «Picas­ so, jaaa, das war ein Maler, ein Genie, ein richtiger Mann!» Und reich war er. Von den Millionen, die Vincents Bilder heute erzielen, hat Francine nie auch nur einen Batzen gesehen. «Mir schnurzegal», sagt sie und lacht übertrieben laut; ihre Betrübtheit von vorhin ist wie weggeblasen. Sie wird gar übermütig. Jeder van Gogh habe einen Vogel – irgendwie. Sie kichert und öffnet die Schlafzimmertür. Da flattern zwei Wellensittiche vogelfrei im Raum herum. Einer orangefarben, der andere gelb – wie Vincents «Sonnenblumen». Dazu hallt Opernmusik durchs Zimmer, Radio DRS 2, den ganzen Tag. «Wir drei lieben Klassik», sagt Francine.

Die grosse Van-Gogh-Ausstellung in Basel mag sie nicht besuchen. Nein, nein, sooo schlecht seien Vincents Gemälde nun doch wieder nicht, beschwichtigt Francine und versucht ihre «Sonntagsmaler»-Verurteilung von vorhin zu relativieren. Doch, doch, Vincent sei natürlich ein Superstar, «sein skandalöses Leben und Sterben haben ihn erst richtig berühmt gemacht». Aber nach Basel, nein, dorthin will Francine nicht. «Wegen der Bilderrahmen! Diese kitschigen, verschnörkelten, prunkvollen und pompösen Rahmen, die seine Werke umranken sind furchtbar.» Vincent rahmte seine Bilder mit schlichten Holzleisten. «Das da in Basel hätte ihn angewidert!» Sie schüttelt sich theatralisch, so fest, dass sich ihr Haarknoten löst. Langes silbernes Haar wallt ihr über Kopf und Schultern – und erinnert an die Schleierwolken auf Vincents «Kornfeld mit Zypressen». Francine schüttelt sich wieder und wieder, lacht und lacht. Schliesslich packt sie ihr Haar, bändigt es zu einem Knoten. Und fixiert es – eine echte geborene van Gogh hat eben immer nur Malen im Kopf – mit einem Farbstift.  

stammbaum der van goghs Adrianus van Gogh Geboren 1803 Buchhalter und Stuhlmacher

Vincent van Gogh Geboren 1789 Pfarrer

Adrianus Johannes Jacobus van Gogh Geboren 1853, Advokat

Theodorus van Gogh Geboren 1822 Pfarrer

Albert van Gogh Geboren 1885 Schauspieler

Vincent Willem van Gogh Geb. 1853, gest. 1890 Kunstmaler

Francine van Gogh Geboren 1923 Künstlerin

Vincent Der Holländer gilt als «erfolgreichster Versager der Kunstwelt». Francine aus dem Aargau. Ihr Urgrossvater und Vincents Urgrossvater waren Brüder.


Portr채t

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gesellschaft

Fulltime-Job als Mami Barbara Lüthi mit Töchterchen Lara Uma. «Ich rede mit ihr schweizerdeutsch, mein Mann englisch, und unsere Nanny spricht mit ihr chinesisch.»

Sie erklärt uns das Land der Mitte: barbara lüthi ist SF-Korrespondentin in Peking. Und so gut, dass sie mit Auszeichnungen überhäuft wird. Die absolute Krönung für sie selbst aber ist ihr Baby Lara Uma.

Unsere Frau in


China

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gesellschaft

«Barbara ist talentiert, ‹hungrig› und als Journalistin ausserordentlich hartnäckig» ueli haldimann, SF-chefredaktor

In Peking unterwegs Barbara Lüthi bereitet gerade eine Reportage vor übers TiananmenMassaker, das sich im Juni zum 20. Mal jährt (l.). Sie und Ehemann Tomas lieben die chinesische Küche. «Aber ich vermisse guten Schweizer Käse und feines, dunkles Brot.» Text rené haenig Fotos lionel derimais / Getty Images

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arbara Lüthi, 35, ist wie ein Mentos-Kaubonbon in einer ColaFlasche: Es spritzt und schäumt nur so. Quasselt die Thalwilerin einmal drauflos, versteht selbst ihre Mutter mitunter nichts. Dann muss Ursina Lüthi, 66, ihre Tochter bremsen. «Erzähl noch mal von vorn – damit ich folgen kann.» Problemlos folgen können wir der TV-Frau, wenn sie in der «Tagesschau» oder in «10 vor 10» vor der Kulisse mit dem Tor des himmlischen Friedens über das bevölkerungsreichste Land der Welt berichtet. So kompetent, dass der US-Nachrichtensender CNN die SFChina-Korrespondentin im Herbst zur «Journalistin des Jahres» erkor. «Ich schalte drei Gänge runter, wenn ich vor der Kamera spreche», sagt Lüthi lachend, während sie sich durchs dichte Getümmel von Pekings «Bahnhofstrasse» kämpft. Sie hat Mutterschaftsurlaub. Im Februar brachte sie Töchterchen Lara Uma zur Welt. Barbaras Mann Tomas Etzler, 46, der als Asien-Korrespondent fürs tschechische TV arbeitet, passt auf die Kleine auf. Barbara: «Wenn ich mit Lara knuddle, habe ich das Gefühl, die Welt steht still. Sie erdet mich.» Die taffe TV-Frau ist ein absoluter Familienmensch. «Sie würde sich für

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ihre Familie zerfleischen», ist Florian Froschmayer überzeugt. Der Regisseur kennt Lüthi seit Sandkastenzeiten. Er ist auch der Götti ihrer Tochter. Barbara steht auf dem TiananmenPlatz – gemeinsam mit ihrem Kameramann. Ein Polizeiauto hält in einigem Abstand. Nicht zufällig. Anfang Juni jährt sich das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens. Lüthi bereitet Beiträge für «Rundschau», «Tagesschau» und «10 vor 10» vor, will zeigen, wie die blutigen Vorfälle von 1989 heute in China wahrgenommen werden, befragt dazu Augenzeugen, verfolgt den Geschichtsunterricht in einer Schule. Die Polizei hat ein Auge auf Lüthi. «Die Behörden sind wahnsinnig nervös wegen des 20. Jahrestages des Massakers.» Die Fernsehfrau ist vorsichtig. Vor allem, wenn sie in der Provinz unterwegs ist. Einige Male musste sie mit auf Polizeiposten, wurden ihr Filmbänder abgenommen, oder sie wurde freundlich, aber bestimmt aufgefordert, die Gegend zu verlassen – «weil es gerade sehr kalt und damit sehr ungesund für sie wäre. Absurde Erklärungen!» Einschüchtern lässt sie sich gar nicht. Das weiss auch SF-Chefredaktor Ueli Haldimann. «Barbara arbeitet ausserordentlich hartnäckig.» Haldimann holte Lüthi als 28-Jährige zur «Rundschau». «Sie war talentiert und ‹hung-

rig›.» Mit einem Beitrag über schwarz beschäftigte Hausangestellte an der Zürcher Goldküste machte sie bald auf sich aufmerksam. «Eine Woche lang sass sie jeden Vormittag auf Spielplätzen und kam so mit Kindermädchen aus Lateinamerika und Thailand ins Gespräch.» – «Barbara findet zu Menschen gut Zugang», bescheinigt ihr ihre ehemalige Redaktionsleiterin Belinda Sallin. Auf Lüthis Temperament angesprochen, sagt sie schmunzelnd: «Wäre sie jünger gewesen, hätte man ihr Ritalin gegeben.» Dass Barbara Geschichten «spannend erzählen kann», wie ihr Filmemacher Alberto Venzago bescheinigt, könnte damit zusammenhängen, dass sie mit Büchern gross wurde. Ihre Mutter hatte einen Märchenbuchladen, war Märchenerzählerin bei Radio Z. Vater Max, 68, der Geschichte und Germanistik studierte, arbeitete unter anderem als Medientrainer. Wenn er am TV verfolgte, wie sich seine Schüler in der «Arena» schlugen, maulte Klein Barbara: «Papi guckt langweilige Männer.» – «Ansonsten war sie als Kind schon extrem neugierig und redete viel», erinnert sich Max Lüthi. «Als Barbara während einer Zugfahrt total quengelte, warnte ich, dass ich mit ihr vors Abteil ginge, wenn sie weiter blöd tun würde. Auf dem Gang fragte sie einen Soldaten, der dort u stand: ‹Hast du auch blöd getan?›»


gesellschaft

«Familien-Firma» Barbara und Tomas sind nicht nur privat ein Paar. Beide teilen sich das Kor­ respondenten-Büro – und die Baby-Betreuung. Barbara und ihr Mann Tomas bewohnen in Peking eine 180 Quadratmeter grosse Viereinhalb-Zimmer-Wohnung (alles Parkettboden, allein die Küche misst 30 Quadratmeter) im 6. Stock eines trostlos-grauen Wohnblocks – direkt neben dem Botschaftsviertel der Millionen-Metropole. Guckt die Schweizerin aus dem Fenster, fällt ihr Blick auf

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Hochhäuser, auf die Autobahn – und auf eine kleine Wiese samt Grillplatz. «Dort versammeln sich im Sommer alle Hausbewohner zum Klönen und zum Erfahrungsaustausch», erzählt Barbara. Ihre Nachbarn sind vor allem Berufskollegen. Tomas, ihr Mann, muss jetzt für sechs Wochen nach Afghanistan. Hat sie keine Angst? «Er hat ­ Sicherheitsleute bei sich», sagt sie und blickt ihn nachdenklich an: «Das ist nun mal unser Job.» Bei einem Dreh im Irak wurde Tomas einmal angeschossen. Daran mag sie jetzt aber nicht denken. Das Paar schlendert durch Peking und gönnt sich an einer der typischen Gassen­küchen gedünstetes Gemüse als Snack. Ihre Arbeit hat Barbara Lüthi bereits vier prestigeträchtige Auszeichnungen eingebracht. So wurde sie 2008 nicht nur «CNN Journalist of the Year», sondern heimste auch gleich noch einen Award in der Kategorie TV für ihre Reportage «Landenteignung in China» ein. Bereits 2005 bekam Lüthi einen CNNAward für ihren Bericht über die Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken, einen weiteren Preis erhielt sie für eine Reportage über Kinderhandel an der griechisch-albanischen Grenze.

Für SF-Chefredaktor Haldimann sind die Preise «eine schöne Bestätigung, dass wir Schweizer international mit­ halten können». Für Lüthi sind sie «Motivation, weiter den Menschen eine Stimme zu geben, die sonst kaum beachtet werden». «Neben meinem Job als Journalistin bin ich aber auch eine ganz normale Frau», betont sie. Sie liebt Handtaschen und Schuhe, zählt sich aber eher zum Typ Kampfshopperin. «Einmal losziehen und posten, was ich brauche und mir gefällt.» – «Sie ruft dann jeweils an und will wissen, wo sie die ‹Must-haves› bekommt», erzählt ihre Freundin Ana Maria Haldimann. Die beiden quasseln auch sonst über Gott und die Welt. In Pekings «Bahnhofstrasse» ist Barbara Lüthi jedenfalls stilsicher unterwegs: schwarzes Top, Hosenanzug, High Heels. Dass sich die Leute nach ihr umdrehen, hat nicht nur damit zu tun, dass eine «Langnase» hier auffällt. «Egal, wo Barbara auftaucht, sie hat die Aufmerksamkeit der Leute», weiss Florian Froschmayer. «Nicht, weil sie eine Show abzieht, sondern ihrer Ausstrahlung wegen.» Und weil sie sprudelt wie ein Mentos in der Cola-Flasche. 


waghalsig

Das spektakulärste Ist er verrückt, lebensmüde oder einfach nur tollkühn? Das Foto von Rheinfall-Springer Benjamin Eggli fasziniert. Ein Schnappschuss und seine Geschichte. Text Nina Siegrist Fotos Michael Lio

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lles verschwindet im Tosen der Wassermassen. Das Lachen der Touristen, das Klicken der Fotoapparate, die Motoren der Kursschiffe. Auf dem Känzeli, jenem Aussichtspunkt auf der Zürcher Seite des Rheinfalls, wird Naturgewalt spür- und hörbar. «Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass da freiwillig jemand ins Wasser springt», sagt Michael Lio, 32, Fotograf. Den Sommer 2005 verbringt Lio am Rheinfall. Für eine Museums-Ausstellung fotografiert er den grössten Wasserfall Europas in all seinen Facetten. Irgendwann, als er oberhalb des Känzelis am Waldrand steht, entdeckt er etwas Kurioses: Auf der Aussichtsplattform steht ein junger Mann in Badehose. Er klettert auf das Geländer. Und springt! Kopfvoran in die tobenden Wassermassen. Michael Lio verpasst ihn mit seiner Kamera um Millisekunden. Doch sein Ehrgeiz ist geweckt. Er hört sich um. Erfährt, dass sich immer wieder wagemutige Springer in den Rheinfall stürzen. Und wartet von nun an regelmässig beim Känzeli – auf «die Gelegenheit». Am 17. Juli 2005 ist es so weit. Benjamin Eggli aus Dachsen ZH, damals 16 Jahre alt, macht sich mit seinem gleichaltrigen Freund Peter Mändli auf zu einem von rund 20 Sprüngen pro Saison. Schon sein Grossvater ist regelmässig vom Känzeli gesprungen. Und sein Götti hat ihm ein Jahr zuvor gezeigt, wie es geht: «Bei uns wird das von Genera­tion zu Generation weitergegeben», beschreibt Eggli, «man muss ganz speziell abspringen, den richtigen Punkt zum Eintauchen erwischen. Genaueres möchte ich nicht sagen, sonst kommen Unerfahrene noch auf die Idee, da reinzuspringen – und das wäre extrem gefährlich!»

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Während Benjamin Eggli am 17. Juli in Badehosen auf das Geländer steigt, wird er von fassungslosen Touristen beobachtet. («Viele fragen, ob ich mir das nicht noch mal überlegen will.») Weiter unten warten bereits seine Freunde mit einem Boot – um im Notfall eingreifen zu können. Dann stösst er sich ab. «Weich und schaumig», sagt Benjamin, fühle sich das Wasser im ersten Moment an. Dann aber bekomme man dessen Kraft zu spüren: «Die Strudel und Walzen ziehen einen zum Grund, an die Oberfläche kommt man erst wieder 100 Meter weiter unten. Bis dahin gibts nur eins: schwimmen!» Solange die Schifffahrt nicht behindert wird, sind die Sprünge in den Rheinfall legal. Gern gesehene Gäste sind die Springer vom Känzeli trotzdem nicht. Auch weil immer mal wieder Erste Hilfe

Heute – vier Jahre nach dem Sprung Benjamin (l.) und Springer-Kollege Peter mit Michael Lio (Mitte), der das Siegerbild mit seiner Linhof-Grossformat-Kamera geschossen hat.


Bild der Welt

Atemberaubend Benjamin Eggli (l.) stürzt sich am 17. Juli 2005 vor seinem Freund Peter Mändli (beide in Badehosen) in den Rheinfall bei Laufen ZH. Nach dem Kopfsprung taucht er erst 100 Meter weiter unten wieder auf: «Die Kraft des Wassers zieht dich nach unten.» geleistet werden muss: «Es gab schon schlimme Verletzungen», sagt Benjamin, «einer hat sich den Schädel aufgerissen und das Jochbein gebrochen. Als er schwerverletzt aufgetaucht ist, hat ihn ein Kursschiff an Land gebracht.» Michael Lio gelingt am 17. Juli 2005 ein Schnappschuss. Das Bild wandert dank einer Pressemitteilung des Museums zu Allerheiligen in Schaff­hausen in zahlreichen Medien. Und findet den Weg vor wenigen Wochen schliesslich zur Fernsehsendung «Ga­

lileo» (Pro7) und zu den «50 spekta­ kulärsten Fotos der Welt». Das Bild vom Känzeli-Sprung landet am 1. Mai auf dem ersten Platz. Ein Preisgeld gibts nicht. Dafür aber viel Auf- und Ansehen. Und jetzt? Benjamin springt noch im­ mer. «Es ist und bleibt gefährlich», sagt der mittlerweile 20-jährige Spengler. Trotzdem wird er die Fami­lientradition aufrechterhalten. Und seinen Kindern, vielleicht, irgendwann die Geheimnisse des Rheinfall-Springens verraten. 


ÂŤSchiffe


PoLITIK

Was für ein Windjammer! Verkehrsminister Moritz Leuenberger, 62, betrachtet im Hamburger Hafen die Masten und Flaggen des restaurierten Frachtseglers «Rickmer Rickmers».

Edle Schiffe, saure Heringe und Seemannslieder: Am Hafenfest in Hamburg feiern über eine Million Menschen mit – auch Moritz Leuenberger. Der Bundesrat erweist sich als seefest und schaukelt kräftig mit.

sind Freunde»

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POLITIK

«2017 wird die Neat eingeweiht – bis dann bleibe ich sicher noch Verkehrsminister!» Moritz Leuenberger

Text Christine Zwygart Fotos Kurt Reichenbach

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arkassen, Kriegsschiffe, U-Boote und Frachter zwängen sich auf der Elbe aneinander vorbei – und Moritz Leuenberger schaukelt mit. Auf dem Museumsschiff «Rickmer Rickmers» eröffnet er als Ehrengast das Fest zum 820. Geburtstag des Hamburger ­Hafens. «Da stehe ich als Landratte auf einem Hochseeschiff», witzelt der 62jährige Zürcher. Und erklärt den deut-

schen Gastgebern, dass wir Schweizer dennoch die fundamentalen Seefahrtsregeln kennen: «Wir wissen, wie man sich nach dem Wind dreht, kühne Wendemanöver macht – und wie es sich anfühlt, wenn uns die steife Brise der OECD und der EU ins Gesicht bläst.» Gelächter auf dem Hafenareal, wo rund eine halbe ­Million Deutsche der Rede lauschen. Der SP-Bundesrat mag Schiffe, seit seiner Kindheit. Und das hat einen speziellen Grund: Als 14-Jähriger erlitt Moritz eine Knochenmarkentzündung, ein


Hafenfest Leuenberger am Steuer der «Rickmer Rickmers». Mit der Hamburger Senatorin Karin von Welck und Basels Stapi Guy Morin im Basel-Pavillon. Am Lindt-Stand riechts gut. Und der Frachter «Cosco Napoli» mit über 10 000 Containern beeindruckt (v. l.). Jahr lang lag er im Kinderspital Basel. «Mein Fernseher war das Fenster zum Rhein. Dort sah ich die Frachter vorbei­ ziehen, mal schwer be­laden und langsam, mal leer und etwas schneller.» Die Zeit da­ mals sei schwierig gewesen und er nicht der einfachste ­Patient. «So wurden die Schiffe meine Freunde. Sie unterhielten mich.» Keine Frage also, dass er die ausser­ gewöhnliche Einladung ans Hafenfest an­ nahm. Als Gastland präsentiert sich die Schweiz in Hamburg mit sicheren Werten wie Schoggi, Käse und der Patrouille Suisse.

«Die Herzlichkeit der Menschen hier ist un­ glaublich», freut sich Leuenberger. Nichts sei zu spüren von der heraufbeschworenen Verstimmung wegen Steuerstreit und Bankgeheimnis. Trotzdem stichelt er: «In der Schweiz bauen wir Tunnels, in Ham­ burg gibts Brücken. Viele Brücken und einen Steinbrück!» Die Anspielung auf den forschen deutschen Finanzminister, der aus der Hansestadt stammt, bringt selbst die Einheimischen zum Lachen. Leuenberger strahlt in die Menge, wippt auf Fersen und Zehenspitzen hin und her.

Moritz Leuenberger kommt in Hamburg gut an. Also nutzt er die Ge­ legenheit und versucht, den Deutschen die Neat näherzubringen: «2017 lade ich Sie alle zur Einweihung des längsten Tunnels der Welt ein – bis dann bleibe ich sicher noch Verkehrsminister!» Jetzt schaut er schelmisch in die Runde, der amtsälteste Bundesrat ist sich der Wirkung seiner Worte bewusst. Später, auf dem Rückflug in die Schweiz, meint er: «Ich liebe solche Sprüche. Und lache gern über mich selber.»  


Das Magazin für lustvolles Einkaufen

shopping objekt der begierde

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Auswahl Melanie Albisser, Hair & Make-up Daniela für Time, Olivia S. für Time

Sprich mit mir! u Die ersten portablen Musik-Player hiessen Walkman. Der neuste iPod shuffle würde eigentlich den Namen Talkman verdienen – denn er kann als Erster sprechen. Auf Tastendruck über die Fernbedienung am Kopfhörerkabel verrät er Titel sowie Interpret des aktuellen Liedes. Auch Playlisten werden in einer von 14 verschiedenen Sprachen durchgegeben. Laut Hersteller Apple ist er auch der weltweit kleinste. Trotz MiniMassen passen auf den 4 Gigabyte grossen Speicher etwa tausend Songs. Und mit einer Akkuladung verstummt der Mini-Player erst nach 10 Stunden Musikgenuss.

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Gesprächig Der iPod shuffle von Apple kann sprechen und hat Platz für tausend Songs. Gibts in Silber und Schwarz. Infos www.apple.com/chde/ ipodshuffle. u CHF 119.– schweizer illustrierte

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Pack die Badehose ein u Mit diesem Schlager sang sich die junge Conny Froboess 1951 in die deutschsprachigen Herzen und liess das Grauen des Krieges in Vergessenheit geraten! Kein Wunder, erlebt die heile Welt der 50erJahre gerade jetzt wieder ein Comeback. Genug von Wechselwetter und schiefer Finanzlage: Wir sind bereit für die BikiniLaune! Ob glamourös mit Pailletten wie die Partygirls auf Ibiza, weiblich im RetroChic, ganz so wie die Lollobrigida in den 50er-Jahren auf Capri oder mit knalligen Mustern wie im pulsierenden Miami: Kaum steigt das Thermometer über 20 Grad, tanken wir Sonne im Liegestuhl im grünen Garten oder direkt am Wasser im Strandbad. Nostalgiker mieten sich ein Pedalo, flanieren Hand in Hand am Fluss­ufer oder geniessen ein Frappé in der Gelateria. Vor lauter Sommerlaune aber bitte nie den Sonnenschutz (mindestens SPF 20) vergessen – die Haut dankts!

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Herzig ins Marzilibad Bikini Fröschli mit Top, Höschen & Panty. u CHF 98.– Stofftasche Irene. u CHF 49.– Beides von Alprausch.

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Geri Born, Stills Paul Seewer, Hair & Make-up Nathalie für Time, Fabienne für Time

Knallig in Miami Beach Frotté-Tuch von Manor. u CHF 29.90 Gemusterter Monokini, gefunden bei Tabou Zürich. u CHF 255.–

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Der Modische MarineShirt von H & M aus recycelter Baumwolle & Schal von Clockhouse by C & A. u CHF 19.90/11.90

Sommerkombi für Männer

Liaison mit Nebeneffekt

Der Witzige T-Shirt mit Trompe-l’ŒilEffekt von Pepe Jeans & Schal von Maddison bei Manor. u CHF 139.-/19.90

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u Die modische Liaison zwischen Mann und Schal begann ganz harmlos. «Darf ich mal deinen Karoschal ausleihen», fragten sie uns Ladys. Und man sah das Kleidungsstück nie wieder. Keine Angst, Jungs: Jetzt gibts Modelle ganz allein für euch. Mit Streifen, Karos, Pompons, Punkten und in Batik-Optik. Braucht etwas Mut, sie wie zufällig zum T-Shirt zu kombinieren. Lohnt sich aber.

Übrigens: Das englische Wort für Schal, «shawl», kommt ursprünglich aus dem Persischen. Erstmals erwähnt wurde das Kleidungsstück in einem Reise­ bericht aus dem 17. Jahrhundert. In Europa kam er im 18. Jahrhundert so richtig in Mode. Getragen wird er heute wie auf den Fotos: einfach locker rund um den Hals wickeln. beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer, Auswahl Marisa Pichler

Der Klassische Lacoste-Shirt in Froschgrün, Fachhandel, Schal von On y va Zürich. u CHF 129.–/119.–


1 schlauer pfadfinder u Wer mit einem Tom

Tom XL IQ Routes Edition unterwegs ist, hats gut. Das Navigationsgerät verfügt jetzt über Technologien, welche vorher nur den teureren Modellen vorbehalten waren. Mit IQ Routes soll man in 35 % aller Fälle das Ziel schneller finden als üblich. Möglich macht es eine Datenbank, welche über Jahre Geschwindigkeitsprofile gesammelt hat. Je nach Wochentag und Uhrzeit schlägt das Gerät die optimale Route vor. Ebenfalls hilfreich ist der erweiterte Fahrspurassistent, welcher auch an komplexen und unübersichtlichen Kreuzungen weiterhilft. www.tomtom.com

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megazoom Die Olympus SP-590UZ mit ihrem 26fach-Weitwinkel-Zoomobjektiv. u CHF 599.–

Stephan gubler

ZIELSTREBIG Das portable Navigationssystem Tom Tom XL IQ Routes Edition führt noch schneller ans Ziel. u CHF 299.–

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Electronics

breitbild-Uhr u Ein Blick auf die Expedition WS4 genügt, um im Bild zu sein. Timex hat den Bildschirm dieser Digitaluhr aussergewöhnlich breit gemacht. Daher auch der Name WS, welcher für Wide Screen (engl. für Breitbildschirm) steht. OutdoorAbenteurer sehen so gleich fünf Funk­ tionen, ohne das Bildschirm-Menü zu wechseln. Angezeigt werden neben der Zeit die Höhe, Barometer, Thermometer und Kompass. Tauchgänge bis 50 Meter unter die Wasseroberfläche sind ebenso möglich. www.timex.com sg

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shopping

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Mattierer Bronze Matte Sunshine mattiert, gleicht aus und schützt mit SPF 15. Dior. u CHF 64.–

Starke Farbe Wasserfester Kajal mit herausdrehbarer Mine. Lancaster. u CHF 22.–

Microspray Selbst­ bräuner mit AirbrushSpray von Clinique. u CHF 33.–

Lackierer TerracottaBronze-Nagellack in Paduka von Guerlain. u CHF 35.–

Illuminator Bronze Goddess Soft Duo Bronzer. Für Gesicht, Körper. Estée Lauder. u CHF 46.–

Bronzing-Produkte

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

Funkelnde Bräune u Jetzt wollen wir nicht mehr warten. Auf den Sommer, das ungesunde, aber dennoch so ersehnte Brutzeln an der Sonne und das eigene Sommerschönsein. Dieses wird tatkräftig unterstützt mithilfe neuer BronzingProdukte. Unser Körper wird im Nu bikinitauglich mit sanften Selbstbräunern mit Airbrush-Aufsprühtechnik. Unsere Wangen und Lider schim-

mern in frischer «Bräunung» zusammen mit glossigen Lippen. Mit wasserfesten Kajals sind wir allzeit für den Sprung ins kühlende Nass bereit. Auch die Nägel erglühen in der Farbe des Sommers: in funkelnder Bronze. Für die tägliche Dosis Inselfeeling sorgt duftende, die Bräune intensivierende Pflege. Zum Beispiel Voile de Monoï SPF 10 von Dior Bronze. Kristina Köhler schweizer illustrierte

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1 Grüne Lektüre «Menschen sind auch nur Gärtner». Freche Gartengeschichten. BrandstätterVerlag. u CHF 31.– 2 Boudoir-Outfit Push-up-BH im Retro-Stil von Redoute Création, www.laredoute. ch. u CHF 34.90 3 Baby-Princess Kinderkleid mit Spitze, rutschfeste Ballerinas. La Redoute. Tel. 0848 - 848 506. u ab CHF 29.90, u CHF 49.90 4 Lieblings-Box Verschiedene Aufbewahrungsboxen von Fly, www.fly.ch. u CHF 19.– 5 Cooler Wrestler Von Wrestling-Schuhen inspiriert: Hi-Jack-Freizeitschuh von Nike. u CHF 140.– 6 Blüten-Behälter Obstschale La Rosa von Alessi, www.alessi.com. u CHF 72.– 7 Kuschel-Training Glamouröser Trainer von Juicy Couture. Bei Grieder. u CHF 170.–, u CHF 260.– 8 Duftende Auszeit Bio-Badekristalle mit Lavendelessenz von Lavera. u CHF 3.90 7

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Hugo Helbling, 50, Verkaufsleiter Husqvarna, www.automower.ch

experten-fragen

Ein Rasenmäher, der mit Solarenergie arbeitet u Was ist ein Automower, und was kann

er? Das ist eine neue Art von SolarRasenmäher, mit dem man Flächen bis maximal 6000 Quadratmeter automatisch, ökologisch und praktisch lärmfrei bewirtschaften kann. u Was sind seine Vorteile? Man kann ihn so programmieren, dass er bei jedem Wetter und auch wenn man in den Ferien

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schweizer illustrierte

weilt, arbeitet. Ein weiterer Vorteil – auch für Allergiker: Dadurch, dass er ständig am Schneiden ist, wird der minime Rasenschnitt gleich wieder als eine Art Dünger eingesetzt. Das Prinzip ist also sehr ökologisch, kein Benzin, keine Abgase. u Was kostet dieser praktische Helfer? Das meistverkaufte Modell kostet 3250 Franken, fertig installiert und program-

miert. Wir haben vor 14 Jahren die ersten Solarmäher verkauft, die meisten sind noch heute in Betrieb. Sie halten also ziemlich lange. u Haben Sie persönlich einen Automower? Wir haben nur einen klitzekleinen Rasen, etwa 30 Quadratmeter. Den mähe ich von Hand. Hätte ich mehr Rasen – dann hätte ich natürlich einen Automower! beatrice schönhaus

© Fotostudio Schweizer Illustrierte Paul Seewer

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Leseraktion von

und

Gratis in den Europa-Park Mercedes-Benz schickt 500 Familien mit einem Viano in den Europa-Park in Rust (D). Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!


Ger채umig Ob Reit-, Inlineskate- oder Tauch-Fan: Im Viano findet jeder mehr als gen체gend Platz.

Auf und davon Mit dem Mercedes-Benz Viano wird jeder Familienausflug zum unvergesslichen Erlebnis.

Flexibel Ob als Park-Maskottchen Euro-Maus oder als variabler Familienvan, der Viano weiss zu gefallen.


Abenteuer für die ganze Familie Mit dem Mercedes-Benz Viano in den Europa-Park fahren und einen unvergesslichen Tag erleben: Machen Sie mit bei den Viano Family Days!

A

Blickfang Der Familienvan Viano macht auch neben dem Themenhotel Colosseo eine gute Figur.

uch 2009 schicken Mercedes-Benz und die Schweizer Illustrierte wieder 500 Familien (inkl. Eintrittstickets) in den Europa-Park nach Rust. Nutzen Sie diese Gelegenheit, testen Sie den geräumigen Viano bei einer Fahrt zum grössten Freizeitpark Deutschlands. Erleben Sie mit der ganzen Familie einen spannenden Tag vor Ort. Und vielleicht lassen Sie sich wie Familie Sennrich von den Vorzügen des Viano überzeugen: «Wir haben für unsere vierköpfige Familie schon viele Autos getestet. Nach den Viano Family Days wussten wir, dass es künftig nur ein Viano sein kann.» Auch Familie Brosteaux war begeistert vom eleganten Reisebegleiter: «Für Mami und Papi gibts nichts Komfortableres, um an diesen magischen Ort zu fahren.» Setzen auch Sie sich ans Steuer des Viano und fahren ins nur eine Stunde von Basel entfernte Rust (D). Bei Ihrem Besuch im Europa-Park lichten Sie mit der zur Ver­ fügung gestellten Pentax-Digitalkamera fünf vorbestimmte Sujets ab. Ihre Fotos werden danach unter www.viano-family-days.ch im Internet veröffentlicht und von einer Jury bewertet. Die witzigste Bildreportage gewinnt den variablen Familienfreund im Wert von 65 000 Franken. Mitmachen und sich bewerben lohnt aber in jedem Fall, denn ab Bewerbungsschluss (28. Juni 2009) werden wöchentlich weitere attraktive Sofortpreise unter allen Teilnehmern verlost.


Einmaliger Familienspass Über 100 Attraktionen und Shows garantieren im Europa-Park Nervenkitzel für die ganze Familie. Tauchen Sie dank der Schweizer Illustrierten und Mercedes-Benz in diese Abenteuerwelt ein.

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it dem Themenbereich Island und der Achterbahn «Blue Fire» präsentiert der Europa-Park in Rust auch 2009 spannende Neuheiten. Abenteuer und Spass für die ganze Familie sind garantiert. Neues Herzstück der Erlebniswelt auf 85 Hektaren ist die 1056 Meter lange Looping-Achterbahn «Blue Fire». Sie beschleunigt in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Zudem bietet die zehnte Achterbahn des Freizeitparks neben spektakulären Figuren und drei Korkenzieherschleifen auch einen der höchsten Loopings Europas. Kinder ab 7 Jahren und 130 Zentimetern dürfen den wilden Ritt wagen. Muss es für Ihre Familie Rasant Über 100 Attraktionen und Shows sorgen im EuropaPark für Spannung und Spass.

nicht so rasant zu- und hergehen, kein Problem: Der Europa-Park bietet für jeden Geschmack das Passende. So können wissbegierige Besucher im «Science House» an 80 interaktiven Exponaten Technik und Wissenschaft hautnah erleben. Neue Bühnenshows garantieren im Kindertheater, Varieté oder auch bei der Eisshow unvergessliche Momente. Zudem gibts in den europäischen Themenbereichen, die mit landestypischer Architektur, Vegetation und Essen glänzen, jede Menge zu entdecken. Und falls Sie nach einem ereignisreichen Tag lieber übernachten, als nach Hause zu fahren, haben sie die Wahl vom Tipidorf bis hin zum Vier-SterneThemen­hotel mit speziellem Ambiente.


Mit der Pentax Optio P70 heisse Bilder schiessen

Kompakt Die 12-Megapixel-Kamera besitzt ein echtes Weitwinkelobjektiv und ein 4-fach-Zoom. u Die schlanke 12-Megapixel-Kamera wiegt

lediglich 125 Gramm

u Motivelektronik erkennt bis zu 32 Gesichter

u 4-fach-Zoomobjektiv mit 28 bis 110 mm

Abendprogramm Lassen Sie sich vom Wasserspiel im Innenhof des «Colosseo» (oben) oder von einem Film im «Magic Cinema» verzaubern.

Die Pentax Optio P70 überzeugt mit Design und Technik auf Spitzenniveau. Zur Auswahl stehen fünf Gehäusefarben: Silber, Schwarz, Rot, Weiss und Dunkelblau. Die kompakte Optio P70 ist mit dem patentierten «Sliding Lens System» ausgestattet. So bringt Pentax in dem ultraschlanken, lediglich 21,5 mm breiten Gehäuse dennoch ein optisches 4-fach-Zoom von 28 bis 110 mm unter. Die 12-Megapixel-Kompaktkamera verfügt zudem über ­diverse hilfreiche Software-Funktionen, erkennt bis zu 32 Gesichter und löst bei einem Lächeln automatisch aus. www.pentax.ch

Mit Fotopick ein eigenes Fotoalbum gestalten

Einzigartig Dank Fotopick kreieren Sie mit Ihren Fotos ein spezielles Album. u Kostenloses Fotobuch-Gestaltungs­programm V5.7 u Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten u Fotobuch wird per Post nach Hause geschickt Verewigen Sie die schönsten Momente in einem selbst gestalteten Fotobuch. Mit dem neuen Fotobuch-Gestaltungsprogramm V5.7 von Fotopick ist es ein Kinderspiel. Einfach das Programm kostenlos unter www.fotopick.ch herunterladen, das persönliche Fotobuch individuell gestalten und zum Schluss das fertige Album bequem online bestellen. Schon nach rund einer Woche wird Ihnen das gedruckte Fotobuch per Post nach Hause geliefert. www.fotopick.ch


Ein Viano für alle Fälle

Den Viano gibt es in verschiedenen Grössen und Ausführungen: Er weiss als geräumiger Familienwagen genauso zu überzeugen wie als eleganter Businessvan oder praktisches Reisemobil.

Viano Marco Polo Mit Dachbett im Aufstelldach und umfassend ausgestatteter Bordküche inklusive Kühlbox wie geschaffen für Abenteurer.


Viano Trend Die vier Einzelsitze im Fond sorgen für beinahe unbegrenzte Möglichkeiten zur Innenraumnutzung.

Viano Ambiente Dank serienmässiger Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse wird Reisen noch komfortabler. Viano Fun Mit dem aufklappbaren Tisch bietet der Fun auch bei regnerischem Wetter einen Platz fürs Familien-Picknick.

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ank seinem cleveren Fahrzeugkonzept ist der Mercedes-Benz Viano der ideale Partner für Alltag und Freizeit. Er bietet bis zu acht Personen jede Menge Platz oder schluckt je nach Ausstattungsversion bis zu 4160 Liter Gepäck. Dennoch passt er durch seine kompakten Abmessungen noch in alle gängigen Garagen, Waschanlagen und Parkhäuser. Dank serienmässiger Servolenkung und dem Wendekreis von nur gerade 11,80 Metern fällt das Parkieren und Rangieren kinderleicht. Und auch für längere Reisen ist der Mercedes-Benz mit den vier serienmässigen Einzelsitzen im Fond oder auch den optionalen Sitzbänken wie geschaffen. Die Sitze lassen sich auf dem praktischen Schienensystem individuell verschieben und sind ausbaubar, sodass für jeden Familienausflug genau die ideale Sitzkonfiguration möglich ist. Eine Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung erhöht – unabhängig von der Beladung – den Fahrkomfort, sodass Reisen zum Genuss wird. Für den nötigen Vorwärtsdrang sorgen wahlweise drei sparsame Dieselaggregate sowie ein moderner V6-Benzinmotor mit viel Temperament und hoher Laufkultur. Der Viano erfüllt ausserdem die höchsten Sicherheitsansprüche. Ein Sicherheitslenkrad, Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen sowie Gurtstraffer an Fahrer- und Beifahrersitz sind genauso eine Selbstverständlichkeit wie Fahrer- und Beifahrer-Airbag mit Sitzbelegungserkennung. Und bei kritischen Fahrsituationen greift das ESP schützend ein. Als Option ist sogar ein ESP mit Anhängerstabilisierung erhältlich, damit Sie und Ihre Familie immer sicher ans Ziel kommen.

Komfortabel Sechs Leder-Einzelsitze bieten vielfältige Verstellmöglichkeiten und höchsten Reisekomfort.

geräumig Mit sechs bis acht Sitzplätzen bietet der Viano auch für Grossfamilien locker genügend Platz.

Hochwertig Das Cockpit überzeugt durch Übersichtlichkeit und bietet in diversen Ablagen viel Stauraum.

Variabel Dank Schienensystem lässt sich die Sitzanordnung genauso schnell variieren wie der Kofferraum.

Technische Daten u Viano 2.0 CDI Motor 85 kW/116 PS Verbrauch 8,7 l/100 km

0–100 km/h 16,2 s Preis ab CHF 49 980.–

u Viano 3.0 CDI Motor 150 kW/204 PS Verbrauch 9,2 l/100 km

0–100 km/h 9,7 s Preis ab CHF 58 600.–

u Viano 2.2 CDI Motor 110 kW/150 PS Verbrauch 8,7 l/100 km

0–100 km/h 13,0 s Preis ab CHF 53 180.–

u Viano 3.5 Motor 190 kW/258 PS Verbrauch 11,9 l/100 km

0–100 km/h 9,5 s Preis ab CHF 62 980.–


So sind Sie mit dabei!

Nehmen Sie an den Viano Family Days teil und sichern Sie sich neben Spass und Abenteuer im Europa-Park die Chance auf den Gewinn eines Mercedes-Benz Viano im Wert von 65 000 Franken. u So einfach geht es Im Internet unter

www.viano-family-days.ch oder beim Mercedes-Benz-Händler in Ihrer Nähe (siehe Liste unten) anmelden und erzählen, weshalb ausgerechnet Ihre Familie ideal zum Mercedes-Benz Viano und in den Europa-Park passt. Unter allen Teilnehmern werden 500 Fahrten mit einem Viano in den Europa-Park verlost. Diese 500 Familien dürfen von Mitte August bis Ende September mit dem Viano und im Europa-Park einen ereignisreichen Tag verbringen und am grossen Fotowettbewerb um den Hauptpreis teilnehmen. Insgesamt winken an den Viano Family Days 2009 attraktive Preise im Gesamtwert von 400 000 Franken.

u Sofortpreise Ebenfalls unter allen Familien werden zudem eine Spiegel­ reflex­kamera Pentax K-m, fünf Kompakt­kameras Pentax Optio A40, fünf Kompaktkameras Pentax Optio S12 sowie Entwicklungs-Gutscheine von ­Fotopick verlost. u Hauptpreis Ein voll ausgestatteter

Mercedes-Benz Viano Trend 2.2 CDI. Der Fami­ lienvan und komfortable Reisebegleiter glänzt mit hohem Sicher­heitsniveau und moderatem Verbrauch. Sein Wert: 65 000 Franken. u Sofortpreise Ausserdem werden unter allen Teilnehmern attraktive Sofortpreise wie 3 mal 2 Tage im Europa-Park sowie 8 mal 1 Familien­eintritt für den grössten Freizeitpark Deutschlands mit über 100 Attraktionen und Shows verlost.

Dies gilt es zu beachten u Teilnahmeberechtigt sind Familien mit Wohnsitz

in der Schweiz, mit mindestens einem im gleichen Haushalt lebenden Kind (unter 12 Jahren). Unter allen Teilnehmern werden 500 Familien ausgewählt, die sich für den Hauptpreis, einen Mercedes-Benz Viano, bewerben. Anmelden können Sie sich bis zum 28. Juni 2009 unter www.viano-family-days.ch oder bei den teilnehmenden Mercedes-BenzHändlern (siehe Liste unten).

Bei diesen Mercedes-Benz-HändlerN können Sie sich für die Viano Family Days 2009 anmelden u u u u u u u u u u u u u u u

1003 Lausanne, Mon Repos Automobile SA 1020 Renens, Garage de l’Etoile SA 1026 Echandens, Garage Honegger S.A. 1110 Morges, Auto-Rives SA  1227 Carouge, Garage de la Marbrerie, André Chevalley SA 1400 Yverdon-les-Bains, Garage de la Pleine 1433 Pratteln, Kestenholz Auto AG 1860 Aigle, Inter-Auto SA 2016 Cortaillod, Etoile Automobile SA 2075 Thielle, Schweingruber SA  2500 Biel/Bienne, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Biel  2558 Aegerten, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Aegerten  3014 Bern, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Bern 3205 Gümmenen, Autogarage Karl Hörhager  3661 Uetendorf, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Uetendorf

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3784 Feutersoey, Pichler GFG AG 3812 Wilderswil, Elite Autocenter 4052 Basel, Kestenholz Auto AG 4104 Oberwil, Kestenholz Auto AG 4127 Birsfelden, Kestenholz Auto AG  4512 Bellach, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Bellach  4623 Neuendorf, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Neuendorf  4663 Aarburg, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Aarburg 4703 Seon, Robert Huber AG 4900 Langenthal, Schulhausgarage AG  5032 Rohr, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Rohr 5035 Unterentfelden, Auto-Schmid AG 5070 Frick, Walter Hasler AG 5210 Windisch, Robert Huber AG  5430 Wettingen, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Wettingen

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5430 Wettingen, Kenny’s Auto-Center AG 5612 Villmergen, Robert Huber AG 5630 Muri, Robert Huber AG  6004 Luzern, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Luzern  6014 Littau, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Littau  6210 Sursee, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Sursee 6234 Triengen, Nutzfahrzeuge Grund AG Triengen 6301 Zug, Zugerland Verkehrsbetriebe AG 6330 Cham, Auto Kaiser AG 6512 Giubiasco, Winteler & Co SA  6596 Gordola, Mercedes-Benz Automobili SA, Succursale Gordola  6943 Vezia, Mercedes-Benz Automobili SA, Succursale Vezia 7007 Chur, Ring Garage AG Chur  8050 Zürich, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Zürich Nord

Bachenbülach, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Bachenbülach 8207 Schaffhausen, Kreuzgarage Schaffhausen AG 8280 Kreuzlingen, Auto Lang AG  8309 Nürensdorf, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Nürensdorf 8409 Winterthur, Park Garage Winterthur AG 8500 Frauenfeld, Auto Lang AG 8610 Uster, Garage Widmer AG  8620 Wetzikon, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Wetzikon  8712 Stäfa, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Stäfa  8810 Horgen, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung Horgen  8952 Schlieren, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung NF Schlieren  9015 St. Gallen, Mercedes-Benz Automobil AG, Zweigniederlassung St. Gallen 9500 Wil, Lindengut-Garage AG

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Das Gesundheitsmagazin

top fit

Schlafhilfe Ein entspannendes Blütenbad nach einem anstrengenden Arbeitstag beruhigt die Nerven, lockert die Muskeln. Danach kann man tief und fest schlafen.

Foto Corbis

Heilkraft aus der Natur

Volksmedizin. Die Kraft von Wurzeln, Blüten und Blättern hilft seit Tausenden von Jahren. schweizer illustrierte

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So wirken Weissdorn, Sonn

Pflanzliche Arzneimittel verursachen oft weniger Nebenwirkungen und

1 Text Martin Schuppli

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letschermann Ötzi kannte sich aus mit Phytotherapie. Oder er befolgte den Rat eines Heilkundigen. Als Pathologen den rund 5300 Jahre alten mumifizierten Leichnam ­sezierten, fanden sie in seinem Gedärm Eier des Peitschenwurms. Der löst Durchfall aus. Dieses Leiden passt zum Fund der Archäologen: Sie entdeckten bei Ötzis Bergung am 23. September 1991 neben dem Toten einen Lederriemen mit säuberlich aufgefädelten, wallnussgrossen Birkensporlingen. Diese Pilze enthalten entzündungshemmende Stoffe. Keine schlechte Wahl für einen Steinzeitmenschen, der unter Diarrhö leidet. Die Volksmedizin ist noch heute äusserst populär. Fenchel, Sonnenhut, Ringelblume und Co. haben weiterhin Hochkonjunktur. Jährlich geben Schweizerinnen und Schweizer Millionen von Franken für Phyto-Arzneien aus. Zudem kaufen sie regelmässig pflanzliche Produkte, die sie selbstständig, wie einst die Grossmutter, für Heilzwecke einsetzen. Was genau ist Phytotherapie? Die Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie definiert sie «als sinnvolle Anwendung von Arzneipflanzen […] zur Behandlung von Krank-

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schweizer illustrierte

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2 heiten des Menschen. Dabei soll der Mensch in seiner Gesamtheit und Komplexität im Zentrum der Behandlung stehen.» Weiter heisst es: «Phytotherapie versteht sich als Teil einer modernen Medizin. Es gehört entscheidend zur Phytotherapie, dass arzneilich verwendete Pflanzen oder Pflanzenteile als stoffliche Ganzheit gebraucht werden. Pflanzliche Arzneimittel stellen insofern immer komplexe Vielstoffgemische dar. […] Die Phytotherapie zeichnet sich aus durch hohe Arzneimittelsicherheit. Bei richtiger Anwendung sind Nebenwirkungen selten.» Phytotherapeutische Medikamente sind also komplexe Vielstoffge-

Prof. Beat Meier Leiter Fachgruppe Phytopharmazie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ZH.

«Bei chronischen Leiden sollte man den Einsatz phytotherapeutischer Arzneien prüfen»

mische, und «ihre unspezifische Wirkung passt in vielen Fällen besser ins Schlüsselloch unserer Zivilisationskrankheiten als die meist aus einem einzigen Stoff bestehenden modernen Arzneimittel, die selektiv in einen einzigen biochemischen Prozess eingreifen», sagt Prof. Beat Meier, Leiter der Fachgruppe Phytopharmazie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ZH. «Unbestritten über­legen sind moderne Medikamente, wenn die Ursache der Krankheit klar lokalisiert werden kann. Paradebeispiel dafür sind Antibiotika. Bei bakteriellen Infektionskrankheiten sind sie unersetzlich.» Phytotherapeutisch geschulte Ärzte entscheiden deshalb nach der Dia­ gnose, ob ein sogenannt modernes Arzneimittel eingesetzt werden muss oder ob und in welcher Form Phytotherapie helfen kann. «Im Allgemeinen ist die Zubereitung eine wichtige Komponente», sagt Prof. Meier. «Am einfachsten ists, wenn Patienten Tee brauen können. In vielen Fällen reicht die Kraft des Wassers leider nicht aus, die heilenden Sub­ stanzen aus der Pflanze zu ziehen.» Dann nimmt der Kranke besser Extrakte in flüssiger oder fester Form zu sich. Das hat den Vorteil, dass man nicht grössere Mengen getrockneter Pflanzen zu sich nehmen muss.

Fotos Dick Vredenbregt, Stockphoto

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Phytotherapie


enhut & Co.

sind bei Patienten beliebter.

4 «Heilende Elemente findet der Mensch dort, wo er fast ausschliesslich seine Nahrung bezieht: in der Natur», sagt der gelernte Apotheker Meier. «Die Phytotherapie nützt dies aus und bietet heute eine Reihe von Möglichkeiten an, pflanzliche Arzneimittel sinnvoll ein­zusetzen. Das gilt vor allem bei chronischen Leiden, die eine Dauermedikation erfordern. Und darum sind phytotherapeutische Alternativen dort zu prüfen. Im Allgemeinen weisen sie ein kleines Nebenwirkungsrisiko auf. Vieles deutet darauf hin, dass sie regulatorisch in biochemische Prozesse eingreifen.» Haupteinsatzgebiete von Phytotherapeutika sind vegetative Störungen. Etwa Unruhe, schlechter Schlaf, Nervosität, leichte depressive Verstimmungszustände. Eingesetzt wird die Phytotherapie auch bei Erkältungskrankheiten, bei Herz- und Kreislauferkrankungen, bei Venenleiden, Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Erkrankungen im Urogenitaltrakt. Etwa bei Reizblase oder leichten Prostatabeschwerden. Und wie wirkungsvoll sind Wurzel und Co.? Kritiker behaupten, es sei vor allem der Placeboeffekt, der helfe. «Das Vertrauen in ein Arzneimittel ist immer entscheidend», sagt Prof. Meier. «Eine zentrale Rolle spielt auch das Verhältnis Arzt–Arzneimittel–Patient. Oft kann u

1 Weissdorn fürs Herz Gegen nervöse Herzbeschwerden ist mit dem Weissdorn ein besonderes Kraut gewachsen. Zubereitungen aus der Pflanze empfehlen Phytotherapeuten bei Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, bei un­angenehm starkem Herzklopfen und beim Altersherz. Phytotherapeuten setzen Weissdorn in der Herztherapie als erstes und gut verträgliches Medikament ein. 2 Schlafhilfen Extrakte aus Baldrian und Hopfen werden in manchen pflanzlichen Arzneimitteln angeboten. Auch die Zubereitung eines Schlaftees ist phytotherapeutisch wertvoll. Dafür eignet sich besonders die Zitronenmelisse. Drei Teelöffel mit 2,5 dl kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. 3 Sonnenhut gegen Grippe Der Sonnenhut (in erster Linie Echinacea purpurea) erwies sich in verschiedenen Testsystemen als sehr wirksame Arzneipflanze, die das körpereigene Immunsystem stärkt. Wie bei den modernen synthetischen Arzneimitteln muss man die Sonnenhut-Therapie bei den ersten Anzeichen einer Grippeinfektion starten. 4 Goldrute zur Durchspülungstherapie Goldruten-Tee fördert die Nierentätigkeit und hilft dem Körper, Wasser auszuscheiden. Diese Durchspülung fördert beispielsweise die Heilung einer sogenannten Blasenentzündung, da entzündungsauslösende Stoffe und Bakterien so ausgeschwemmt werden.


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Phytotherapie es dank den Pflanzen und ihren Eigen­ schaften anders gestaltet werden.» Zu­ dem stellten Experten fest, dass die Therapietreue bei pflanzlichen Arznei­ mitteln häufig besser ist als bei synthe­ tisch hergestellten Medikamenten. Zahl­ reiche, nach neusten Erkenntnissen durchgeführte, kontrollierte klinische Studien belegen zudem die Wirksamkeit vieler pflanzlicher Arzneimittel. Ein weiterer Vorteil der Phyto­ therapie ist, dass sie im Normalfall ohne Nebenwirkungen hilft. Trotzdem sind Neben- und Wechselwirkung ein grosses Thema. Dazu Prof. Beat Meier: «Ins­ gesamt sind Neben- und Wechselwir­ kungen bei pflanzlichen Arzneimitteln selten. Unverträglichkeiten sind jedoch immer möglich. Man kann das mit Le­ bensmitteln vergleichen. Es gibt emp­ findliche Menschen, die reagieren mit Unverträglichkeiten auf Zwetschgen, Erdbeeren oder Rhabarbermus. Gene­ rell gilt: Wer schon andere vom Arzt verschriebene Arzneimittel einnehmen muss, sollte zusätzlich nur bei ausgewie­ senem Bedarf in Absprache mit einer Fachperson zu pflanzlichen Arzneimit­ teln greifen. 

Wirkung von Kräutern nachgewiesen Ezard Ernst, Prof. für Komplementärmedizin an der Universität Exeter (GB), prüfte die Wirksamkeit verschiedener Heilpflanzen. Die folgenden Kräuter erhielten das Prädikat «gut». u Afrikanische Teufelskralle

Harpagophytum procumbens hilft bei Schmerzen am Bewegungs­apparat, regt den Appetit an und fördert die Magensaftproduktion durch Bitterstoffe. u Ginkgo Ginkgo biloba fördert die Durchblutung der Beine und wird bei Menschen mit Altersdemenz eingesetzt. u Sonnenhut Echinacea. angustifolia, pallida, purpurea hilft bei Schnupfen und grippalen Infekten. Wird gerne als präventive Massnahme gegen Grippe empfohlen.

u Johanniskraut

Hypericum perforatum wird bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. u Kava Piper methysticum mindert Angst- und Spannungszustände, führt zu leichter Euphorie und Gesprächigkeit, löst Muskelverkrampfungen. u Knoblauch Allium sativum senkt hohen Cholesterinspiegel. Isst man die Knolle gibts Mund- und Hautgeruch. u Pelargonie (Geranium) Pelargonium sidoides lindert Bronchitis, weil es die Schlag­frequenz der Flimmerhärchen in den Bronchien erhöht. u Rosskastanie Aesculus hippocastanum wirkt vorbeugend gegen Krampfadern, kräftigt die Venen, lindert Blutstauungen. u Rotklee Trifolium pratense ist eine reiche Quellen für pflanzliche Hormone, hilft bei Wechseljahrproblemen. u Weissdorn Crataegus ssp stärkt schwache Herzen, reguliert den Blutdruck.


Abstimmung zur Komplementärmedizin

Am 16./17. Mai 09 stimmt die Schweiz ab, ob Komplementärmedizin in die Grundversicherung der Krankenkasse aufgenommen werden soll. Wir stellen Ihnen die fünf Methoden vor. u Anthroposophische

Anthroposophie

Homöopathie

Fotos Stockphoto

Neuraltherapie

Chinesische Medizin

Medizin Nach der Lehre von Rudolf Steiner werden Krankheiten durch Störungen der Wechselwirkungen unter den vier «Wesensglie­ dern» des Menschen hervorgerufen. Anthro­ posophische Ärzte verabreichen ihren Patienten mineralische, pflanzliche und tierische Substanzen oft in homöopathischer Form. Eine der bekanntesten Anwendungen: Mistel­ therapie gegen Krebs. u Homöopathie Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöo­ pathie. 1796 kam er zu folgendem Schluss:

Substanzen, die in hohen Dosen bei Gesun­ den gewisse Symptome hervorrufen, können heilend eingesetzt werden bei Kranken, die an den gleichen Symp­ tomen leiden. In einem ausführlichen Patienten­ gespräch versucht der Arzt die richtige Heil­ substanz zu finden. u Neuraltherapie Die Begründer der Neural­ therapie gingen davon aus, dass es im mensch­ lichen Körper Störfelder gibt, und beschreiben diese als chronische Ent­ zündungen. Die häufigs­ ten Störfelder sollen sich in den Mandeln, Nasen­ nebenhöhlen und in der Schilddrüse befinden.

Stellt der Arzt eine organische Störung fest, spritzt er dem Patienten ein Lokalanästhetikum. u Traditionelle chinesische Medizin TCM Zur traditionellen chine­ sischen Medizin gehören neben Akkupunktur auch Massagetechniken wie Shiatsu, Bewegungs­ übungen und Heilmittel mit pflanzlichen, minera­ lischen und tierischen Substanzen. Die Aku­ punktur ist bereits von der Grundversicherung anerkannt. u Phytotherapie Die Pflanzenheilkunde ist so alt wie die Menschheit. Verwendet werden die ganzen Pflanzen oder Teile davon. Diese wer­

den entweder frisch oder aufgegossen in einem Tee eingenommen. Oder auch als Saft, Tinktur, Extrakt oder Pulver verabreicht. Häufig eingesetzt: Baldri­ an bei Schlafstörungen. Bund und Parlament befürworten den Gegen­ entwurf zur zurückge­ zogenen KomplementärInitiative. Die Mehrheit der Parteien (ausser EDU und SVP) ist ebenfalls dafür. Im Moment zahlen die Krankenkassen komple­ mentärmedizinische Behandlungen nur, wenn Patienten eine entsprechende Zusatz­ versicherung abgeschlossen haben.


publireportage

Jazz liegt in der DAVOSER Luft Sebastien Girardot, Trompeter von The George Washingmachine Quartet bei der letztjährigen Fahrt des Nostalgiezuges.

Davos swingt und jazzt! D

Auf der grünen Wiese, auf Berggipfeln oder im Zug: Davos und Klosters sind vom 7. bis 12. Juli ganz in der Hand des Jazz. Bereits zum neunten Mal findet das Festival Davos Sounds Good statt.

ie Liste ist lang. Die Liste der Jazzbands, die auch gerne mal nach Davos kämen: «Wir haben TopOrchester mit Weltruf, die sich bei uns melden, um mitzumachen», schmunzelt Walter Weber, künstlerischer Leiter des Festivals Davos Sounds Good. Weber, selber Klarinettist und Leiter der Walter Weber’s International New Orleans Jazz Band weiss auch, warum das so ist: «Die ganze Region Davos-Klosters macht mit und ist im Jazzfieber. Das gibt eine einmalige Stimmung, die auch für die Artisten

ein Erlebnis ist.» Und: Spielen auf der Wiese, an der Strassen­parade, auf einer Alp oder gar im Zug ist für die Künstlerinnen und Künstler nicht ganz alltäglich und deshalb spannend. All das macht den Charme der Jazztage in der Bergwelt von Davos und Klosters aus. Und die Qualität der Bands: «Wir engagieren nur Bands von Weltrang und höchster Qualität», versichert Weber. Da das Festival bereits im neunten Jahr sei, habe es sich in der Szene auch schon einen exzellenten Ruf erarbeitet.


publireportage

Das eröffnungskonzert von Davos Sounds Good vom letzten Jahr beim alten Güterschuppen in Davos Platz.

In freier natur ist der Musikgenuss noch grösser: Sechs Tage voller Musik vom 7. bis am 12. Juli 2009. Die Jazztage in Davos finden bereits zum neunten Mal statt. Tommy Sancton’s Crescent City Serenaders.

tanz auf der bar Jan Wouters von Slipper One in der «Ex- Der Jazztrain ist einer der beliebtesten Events von Davos Walter Weber, der künstlerische Leiter, ist selber Bar» in Davos. Viele Konzerte finden in Bars und Hotels statt. Sounds Good. Im Panoramawagen machts doppelt Spass. begnadeter Klarinettist. Hier im «Paulaner». Das Ziel des Organisationskomitees: den Gästen etwas Einmaliges und Spezielles bieten: 85 Konzerte in sechs Tagen in ­reiner Natur machen die Region zum Mekka der ­Musikfreunde. Kein Wunder bei dem, was alles abgeht: Da gibt es beispielsweise am Mittwoch, 8. Juli, und am Sonntag, 12. Juli, je eine Jazzwanderung. In zwei Gruppen gehts unter anderem vom Rinerhorn entweder ins Sertigtal oder nach Monstein. Bei Zwischenhalten in Berghütten spielen dann Jazzbands auf. Ganz speziell auch das Konzert in der Kirche St. Theodul am Freitag, 10. Juli:

Orgelmusik und die jazzige Klarinette von Walter Weber schaffen neue Klangwelten. Bei den Gästen sehr beliebt ist der Jazztrain am Donnerstag, 9. Juli: Im Spezialzug von Davos Platz nach Klosters wird gejammt und gejazzt, was das Zeug hält. «Wer hier einmal dabei war, will immer wieder kommen», so Weber. In Hotels und Restaurants, an Platzkonzerten und an Strassenparaden wird der Sound von morgens bis spät­abends in die ganze Region getragen. Für Jazzfreunde gibt es Spezialangebote. Ein Pin gilt überall als Eintritt oder gibt Ermässigungen für Spezialevents. u Davos sounds good vom 7. bis 12. Juli 2009 u details und reservationen www.davos-sounds-good.ch www.davosklosters.ch

Trompeter Boss Queraud in voller Aktion.

Höhepunkte bei Davos Sounds Good 2009 u Dienstag, 7. Juli 2009

Eröffnungskonzert beim Hotel Bahnhof Terminus mit The Bohém Ragtime Band, H. P. Lange & Troels Jensen Blues Band und The Wooden Heads u Mittwoch, 8. Juli 2009 Jazzwanderung Vom Rinerhorn wandert eine Gruppe ins Sertigtal, die andere Gruppe nach Monstein; mit The George Washingmachine Quartet, The Gambit Jazzmen, The Bohém Ragtime Band, H. P. Lange & Troels Jensen Blues Band u Donnerstag, 9. Juli 2009 The Jazztrain von Davos Platz nach Klosters mit The Gambit Jazzmen und The George Washingmachine Quartet, H. P. Lange & Troels Jensen Blues Band, Walter Weber’s International New Orleans Jazz Band Kirchenkonzert mit The Dave Donohoe Band u Freitag, 10. Juli 2009 Organissiomo Spirituals and Hymns in der Kirche St. Theodul mit Gigi Marson and friends und Walter Weber Streetparade mit The Marching Presidents und The Happy Feet Brass Band u Samstag, 11. Juli 2009 Grosses Konzert beim Dorfseeli mit Marc & The Boiled Crawfish, The Marching Presidents, The Bohém Ragtime Band und H. P. Lange & Troels Jensen Blues Band Orgel – Klar…(inette) Spirituals and Hymns in der alten Kirche Monstein mit Walter Weber and Gigi Marson u Sonntag, 12. Juli 2009 Jazzpredigt mit Walter Weber’s International New Orleans Jazz Band Jazz with a View auf der Schatzalp mit The Bohém Ragtime Band The final countdown und anschliessende Jamsession mit The Wooden Heads und Big Lou’s Big Five, The New Orleans Z’Hulus, Dai Kimoto & Swing Kids, The Happy Pals und The Dave Donohoe Band


Das Schweizer Kulturmagazin

die besten Darf ich bitten? Ungewöhnliches Paar: «Las Meninas», 2009, Fotografie von Katrin Freisager.

«your choice – my selection»

Wenn zwei Herzen sich finden u Alles neu macht der Mai: Die beiden renommierten Galeristinnen Elisabeth Staffelbach und Esther Hufschmid präsentieren ihre Künstler künftig unter einem Dach. Mit der Gruppenschau «Your Choice – My Selection» feiert Staffelbach ihren Umzug von Aarau nach Zürich. Was könnte diesen Akt besser illustrieren als die Fotografie der Künstlerin Katrin Freisager, 48.

Mit der meisterhaften Inszenierung von Körpern und deren Grenzen schafft die Zürcherin immer wieder verstörende und zugleich betörende Bildwelten. In der erlesenen Ausstellung ebenfalls zu sehen sind Werke des Malers Michael Biberstein, Plastiken von Peter Hächler und spannende Arbeiten von Janis Heezen und Luo Mingjun. Weitere

Glanzlichter setzen die MultimediaKünstlerin Irene Naef, die junge Zeichnerin Julia Steiner oder Fotografin Annelies Strba. isolde Schaffter-wieland galerie hufschmid staffelbach Zürich Bis 11. 7. Mi–Fr 13–18.30, Sa 11–16 Uhr, Tel. 044 - 252 03 66, www.galeriehufschmidstaffelbach.ch schweizer illustrierte

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Kultur Musik und tanzperformance

die besten

Genuss für Aug und Ohr

xala Ania Losinger und Matthias Eser legen ihre erste gemeinsame CD vor: «The Five Elements». Musik wie nicht von dieser Welt. u Sie wagt, was für andere Musiker undenkbar wäre: Ania Losinger tritt ihr Instrument mit Füssen. Schlägt es mit Stock und Stab. Und entlockt ihm so auf Schritt und Tritt einfache Melodien, Schlag für Schlag komplizierte Rhythmen. Ist das Tanz? Musik? Performance? Hohe Kunst ist es allemal. «Das wunderbare am Xala ist, dass es alle drei Kunstrichtungen vereint», sagt die ausgebildete Rhythmikerin und langjährige Flamencotänzerin. Zusammen mit Instrumentenbauer Hamper von Niederhäusern hat die Bernerin das weltweit erste Bodenxylofon entworfen. Ihr Xala ist eine Weiterentwicklung des baskischen Txalaparta, das sie auch punkto Namen inspiriert hat. Dieses nordspanische Instrument besteht aus mindestens zwei Holzlatten und wird mit schweren, kurzen Stöcken gespielt. Bei Losingers Xala hingegen reihen sich 24 Holz- und Metallplatten aneinander, die mit Stöcken und per Flamencoschuhe zum Klingen gebracht werden. Zehn Jahre Xala. Ein neues, in Stimmung und Klang verfeinertes Instrument und zwei CDs später («Ania Losinger Xala», 2001, «New Ballet for Xala», 2004) ist die 39-jährige Bernerin aus Gerzensee mit ihrer Performance auf dem klingenden Tanzboden im In- und Ausland gefragt. Aus eins mach zwei mach fünf. Noch immer rauscht, klopft, schrammt und tanzt Ania Losinger mit Stock, Schuh und Schwung übers musikalische Parkett. Doch seit vier Jahren ist sie nicht mehr allein. Der Zürcher Perkussionist Matthias Eser, 45, begleitet sie nicht nur durchs Leben, sondern auch auf der Bühne. Mit ihrer ersten gemeinsamen Komposition «The Five Elements» (2005) treten die beiden Musiker an Festivals, in Theatern und Konzerthäusern in ganz Europa auf. Pünktlich zum Xala-Jubiläum erscheint nun die gleichnamige CD unter dem Label Tonus Music Records. Eine ungewöhnliche Klangwelt tut sich auch im neusten Stück des Künstlerpaars auf. In «Am Puls der Zeit» geben sich die zwei Künstler musikalische Impulse hin und her. Es ist ein Pingpong

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Betörende Klänge, Eleganz und Tanz Ania Losinger auf ihrem Bodenxylofon Xala und Matthias Eser an der Marimba bei der Aufnahme ihrer neuen CD im Volkshaus Basel. der Klänge, ein Kontinuum an Rhythmen, das stark an Minimal Art erinnert. «Wir haben uns vom Film ‹Der Lauf der Dinge› von Fischli/Weiss inspirieren lassen», erklärt Ania Losinger. «Ein Thema ist die Zeit – ein anderes das ewige Hin und Her in Beziehungen.» Da kann schon mal

aufgestampft oder tüchtig auf die Pauke ge­hauen werden. Für die Tänzerin und den Schlagzeuger kein Problem. anina rether Konzert 15. Mai, 20 Uhr, Bistro Philosophe, Dielsdorf ZH. Weitere Daten: www.xala.ch


barbara graf horka

Rätselhaft

theater

u Sie hätte auch für Matisse Modell stehen können. Die rötlichen Haare, das gemusterte Jäckchen, die entrückte Haltung der Sängerin und Performerin La Lupa wirken inspirierend. Die St. Galler Fotografin Barbara Graf Horka hat die in Zürich lebende Tessine­ rin während eines Jahres im Laden des Antikschrei­ ners Massimo Biondi porträtiert. Entstanden ist eine Bild­serie, in der La Lupa so wirkt, als käme sie von einer Entrückt «La Lupa da Biondi», rätselhaften Welt, die uns verschlossen bleibt. km Fotografie von Barbara Graf Horka.

galerie incontro Zürich Bis 6. 6. Mi–Fr 17.30–20, Sa 15–19 Uhr, www.galerieincontro.ch Michel nedjar

Fabelhaft

u Michel Nedjar wird 1947 als Sohn jüdischer Immi­ granten in Frankreich geboren. Zuerst wird er Schnei­ der wie sein Vater. Die Bekanntschaft mit dem Experimentalfilmer Téo Hernandez verändert sein Leben. Nedjar beginnt Stoffpuppen herzustellen, malt mit Wachskreide auf Briefumschläge und Lebensmittel­ kartons (r.), stellt Experimentalfilme her. Seine Werke, die zwischen kindlichem Ausdruck und finsteren Emo­ Fabelwesen Ein Schweinchen mit tionen pendeln, werden dem Art brut zugeordnet.  km Grillenkopf? Bild von Michel Nedjar.

kartause ittingen Warth TG Bis 13. 9. Täglich 11–18 Uhr, Tel. 052 - 748 41 20, www.kunstmuseum.ch, Publikation (Springer Verlag) «Michel Nedjar: animo.!» CHF 49.–

CH-Premiere: «Sensation: The Ocean of White»

Abtanzen in die Unterwasserwelt

u Erstmals kommt der fantastische Musik- und Dance-Event «Sensation» in die Schweiz. Die besten DJs legen für den Gründer und Geschäftsführer Dun­ can Stutterheim einen Mix von Electronic und House auf: so Dirty South, Fedde le Grand, Megamix, Sebastian Ingrosso, Tocadisco. Eröffnet wird das Spektakel von Oliver Stumm, der 1987 in der Schweiz seine Karriere startete, um als Student etwas «Cash zu machen». Geboten wird nebst rhythmischem Sound eine gigantische Show mit Tänzern, Akrobaten, Video, Licht, Laser, Livecams und Pyrotechnik. Wer eintauchen will in den «Ocean of White» muss im Dresscode Weiss erscheinen. isW

hallenstadion Zürich Sa 23. 5. ab 22 bis So 05 Uhr. Tickets Tel. 0900 800 800, www.ticketcorner.com, 0900 325 325, www.starticket.ch, www.sensation.com

theo frey

Foto Martin Mlöll, Schweizerisches Bundesarchiv Bern

Standhaft u «Zwar war ich immer in erster Linie ein Dokumenta­ rist, aber einer, der sich, wo immer es möglich war, der Sache auch von der ästhetischen Seite her näherte.» Theo Frey (1908–1997) gehört zu den bekanntesten Schweizer Fotografen des letzten Jahrhunderts. Sein soziales Engagement wie seine tiefe Sympathie für die Welt der kleinen Leute kommt in der Krienser Ausstellung genauso zur Geltung wie sein grosses Im freien Fall «Fliegerschule für Können als Reportagenfotograf.  km Unteroffiziere», 1942, Theo Frey.

Spektakulär «Sensation» entführt mit einer Multimedia-Show in eine andere Welt.

museum im bellpark Kriens LU Bis 24. 5. Mi–Sa 14–17, So ab 11 Uhr, Tel. 041 310 33 81, www.bellpark.ch, Publikation (Limmat Verlag) «Theo Frey, Fotografien» CHF 68.–

«der italienische primitivismus»

Bildschönes aus Siena und Florenz u Der deutsche Herzog Bernhard von Lindenau (1779–1854) hat Meisterwerke des italienischen Primitivismus angelegt. Die Kunstsammlung in seiner Geburtsstadt Altenburg sollte «der Jugend zur Belehrung, dem Alter zur Erholung» dienen. In Paris werden 50 Bilder gezeigt, die allesamt von den bedeutendsten Künstlern der Vorrenaissance und der ersten italienischen Renaissance (13. bis 15. Jh.) geschaf­ fen wurden. Es kommen dabei zwei grosse Schulen zum Zuge: jene von Florenz mit Vertretern wie Fra Angelico («Die Feuerprobe des Heiligen Franziskus», 1429, l.) und die von Siena mit u. a. Lippo Memmi. kati moser

musée jacquemart-AndrÉ Paris (F) Bis 21. 6. Täglich 11–18 Uhr, Tel. 0033 -145 62 11 59, www.musee-jacquemart-andre.com, Kat. (Editions Fonds Mercator) EUR 39.–

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Film

die besten

Skeptisch Mamas Liebhaber kommt beim Nachwuchs schlecht an.

Johnny, ein Lover mit Charme und Muskeln

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Romantische Komödie moscow, belgium (Belgien) Neue Liebe, doch nur wenig Glück. Herzerfrischendes und witziges Familiendrama.

u Jetzt reichts Matty, 41, endgültig! Ihr Mann hat sie wegen einer jungen Studentin verlassen, die Kinder quengeln im Auto, da kracht sie beim Ausparken auch noch in einen Lastwagen. Trucker-Johnny, 29, gibt der gebeutelten Alleinerziehenden gleich mal den Tarif durch: Schuld ist sie allein, keine Kosten­teilung. Die «gute Frau» soll gefälligst besser aufpassen, sich von der Matte machen und wieder mal einen Fahrkurs besuchen. Doch Matty (Barbara Sarafian) lässt sich nicht alles bieten, schon gar nicht von diesem Schnösel. Die Polizei soll her und entscheiden. Darauf wird der Muskelprotz plötzlich handzahm. Kein Wunder, denn die eintreffenden Polizistinnen kennen den Rüpel. Viel braucht es nicht, und Johnny (Jurgen Delnaet) wandert in den Knast. Damit ist noch nicht zu viel verraten: Johnny und Matty finden über diesen Streit auf verschlungenen Wegen zueinander. Aus dem Abenteuer wächst Liebe. Wenn da nur Mattys Ex nicht wäre, der nun wieder Interesse an der Verschmähten zeigt. Auch der Nach-

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wuchs zeigt seine Vorbehalte gegenüber dem Lover der Mutter. Matty steht vor einer schwierigen Entscheidung: Hier buhlt ein latent gewalttätiger, viel zu junger Charmeur um ihr Herz – dort ein untreuer Langweiler, der gerne Künstler wäre, aber «nur» Lehrer ist und Studentinnen abschleppt. Christophe Van Rompaeys romantische Komödie «Moscow, Belgium» ist im Arbeitermilieu von Gent angesiedelt. Aus dem Alltagsteich fischt der Regisseur die kleinen Krisen des Lebens. Liebe und Begehren sind ja gut und recht. Aber wer macht die Wäsche? Wie läufts an Mattys Arbeitsstelle bei der Post? Und dazu hat die 17-jährige Tochter noch Liebeskummer der be­sonderen Art. Ein unspektakulärer Film, in dem das Drehbuch überzeugt und die Schauspieler mitreissen. Thomas Küng

Deshalb macht der Film Spass u Flämisch liegt uns, obwohl wir kaum etwas verstehen. u Einfaches Kino, das auch in der Schweiz hätte entstehen können. u Ein kleines Drama, behutsam inszeniert. 88888 V: Cineworx, R: Christophe Van Rompaey, D: Barbara Sarafian, Jurgen Delnaet. Start 14. 5.

mehr film-tipps

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HORROR-THRILLER THE LAST HOUSE ON THE LEFT (USA) Von Wes Craven («Scream») produzierter Schocker um Verbrechen und Rache.

Was für den Film spricht u Das Thema wurde schon von Bergman («Die Jungfrauenquelle») verfilmt. u Für Horror-Fans ein gelungenes Remake. u Hier weiss man noch, was Gut und was Böse ist. 88888 V: Universal, R: Dennis Iliadis, D: Garret Dillahunt, Monica Potter. Start 14. 5.

3

KOMÖDIE 17 AGAIN (USA) Was wäre, wenn man nochmals die Möglichkeit hätte, alles anders zu machen? Ein Film von Burr Steers.

Weshalb der Film Spass macht u Eine altbekannte Idee, wieder einmal witzig umgesetzt. u Für weibliche Zac-Efron-Fans ein absolutes Muss. u Kurzweiliges Vergnügen – nicht nur für Teenies. 88888 V: Warner, R: Burr Steers, D: Zac Efron, Leslie Mann, Thomas Lennon. Start 14. 5.


bücher & cds

Von Liebe und Leid, Schuld und Vergebung

Louise Erdrich bewahrt ihre indianische Herkunft und lässt im Liebes- und Abenteuerroman den Gefühlen freien Lauf.

u Der Tod durch den Strick gilt als barbarischer Akt. Holy Track ist ein junger Bursche, doch auch er soll hängen, genau wie seine drei Leidensgenossen. Die Indianer singen ein Lied in der Sprache ihrer Ahnen: «Diese Weissen sind nichts. Sie können uns nichts anhaben.» Aber sie sterben einen qualvollen Tod, als die Pferde losgaloppieren. Für einen schnellen Tod ist der Junge zu leicht. Er würgt, tritt ins Leere, dreht sich am Strick, bis er die Augen öffnet und die Wölkchen am Himmel sieht, die wie Federn immer höher und höher ins Unendliche streben. Selbstjustiz war im Jahr 1911 keine aufsehenerregende Straftat. Nachdem eine fünfköpfige weisse Farmerfamilie ermordet aufgefunden worden war, rächten sich die Nachbarn und knüpften die Unschuldigen an einer uralten Eiche auf. Tatort war eine Kleinstadt in North Dakota. Evelina, die Enkelin eines Augenzeugen, erzählt von den Erlebnissen ihres Grossvaters. «Ich verfolgte die blutige Spur der Morde quer durch die Familien meiner Mitschüler und Freunde, bis ich ein kompliziertes Geflecht aus Linien und Doppelkreisen aufzeichnen konnte.» Die Chronistin zeigt, wie eng die Biografien der Täter und der Opfer miteinander verbunden sind. Es ist diese originäre Art der Oral History, der mündlich überlieferten Geschichte, der Louise Erdrich, 54,

drei neue cds

Foto Bettina Strauss

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pop/rock Ben harper White Lies for Dark Times (EMI)

Seine Band The Innocent Criminals hat er gegen Relentless 7 eingetauscht und gleichzeitig den Stil geändert. Der kultige Kalifornier beglückt seine Fans statt mit Blues-Rock und Gospel neu mit Folk, Soul und Blues. Geblieben sind seine klagende Stimme und die politisch angehauchten, persönlichen Texte. Elias Fröhlich

selbst Enkelin eines Chippewa-Häuptlings, zu literarischer Grösse verhilft. Hier haben alle Gefühle ihre volle Berechtigung, Weinen und Lachen, Liebe und Leid, Schuld und Vergebung. Die Geschichte ihrer Vorfahren zu bewahren und neu zu thematisieren, das versucht die Autorin mit ihrem neuen Buch. Der Liebes- und Abenteuerroman ist gleichzeitig ein Porträt verschiedener Generationen. Geschrieben in einer ausgewogenen Balance zwischen indianischer Tradition und literarischer Moderne. peter m. hetzel

Für Engagierte No & ich Delphine de Vigan (steinbach sprechende bücher) u No ist 18. Von der Mutter verstossen, landet sie nach mehreren Aufenthalten in Pflegefamilien irgendwann auf der Strasse. Als Clochard hat sie ihren Platz in der Gesellschaft verloren. Das ändert sich erst, als sie Lou kennenlernt, die in dieser bewegenden Studie über das Erwachsenwerden die Rolle des rettenden Engels übernimmt. für verschwörer Habe die Ehre! Ottavio Cappellani (Rowohlt) u Der Avantgarde-Regisseur Tino Cagnotto inszeniert für Siziliens Freilichtbühnen «Romeo und Julia» und zieht den Zorn der Mafia auf sich. Seine Tournee hinterlässt eine Spur des Schreckens und des Blutes, sehr zur Freude der Boulevardpresse. Warum die Camorra Shakespeare hasst, schildert der sizilianische Autor als ­brüllend komische Groteske.

Louise Erdrich Solange du lebst (Insel Verlag)

Für Erzieher Rico, Oskar und das Herzgebreche Andreas Steinhöfel (Carlsen) u Als Träger des ErichKästner-Preises gehört Steinhöfel in die Garde eines Loriot   oder Robert Gernhardt. Zeitkritisch, aber niemals moralinsauer schildert er die ungleichen Freunde Rico und Oskar. Vertrauen und Loyalität ist ein Thema, das nicht nur Kinder, sondern auch Eltern bewegt. Spannender Mutmacher.

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3

Louise Erdrich spielt in der amerikanischen Gegenwartsliteratur eine gewichtige Rolle. Das macht das Buch stark u Erdrich setzt ihren indianischen Vor­ fahren ein erzählerisches Denkmal. u Im Roman verschwinden die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. u «Diese Geschichten gibt es irgendwo.   Ich höre nur zu», sagt die Autorin.

jazz JOHN MCLAUGHLIN Floating Point (Musikvertrieb)

Als Schlüsselfigur in der Band von Miles Davis und als Leader des Mahavishnu Orchestra hat McLaughlin den Rockjazz mitbegründet, später hat er mit Shakti das Tor zur Worldmusic aufgestossen. Diese und andere musikalischen Erfahrungen bringt der Supergitarrist mit seiner neuen CD auf einen Nenner. hanspeter vetsch

Klassik martha argerich and friends 2008 (EMI)

Wieder lud die grosse Pianistin hochkarätige Musikerfreunde und exzellente Nachwuchsstars an ihr Festival nach Lugano. Hier sind die «Früchte» der einzig­ artigen Begegnungen und spontanen   Formationen zu hören. Kammermusik vom Besten in einem spannenden Repertoire von Mozart bis Piazzolla. uli von erlach schweizer illustrierte

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hitparade Hochspannung

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Herzschmerz

 Für den Abend zu zweit

Lach-Garantie

Für Kinder

Starparade

DVD

Kino

CD Single

CD Album

Klingeltöne

Heisse Küsse in Down Under: Hugh Jackman und Nicole Kidman.

Harter Kampf gegen die China-Mafia: Jason Statham und die schöne Amy Smart.

Mit der Cover-Version des 50-Cent-Hits erobert Milow Europa im Sturm.

Die Stars der Post-PunkÄra sind zurück: Depeche Mode ganz oben.

«Alles Gaga oder was?», heisst noch immer das Motto der Klingeltöne.

(1) AUSTRALIA   Regie: Baz Luhrmann. Mit N. Kidman, H. Jackman, D. Wenham. TCFHE (2) MADAGASCAR 2   Regie: Eric Darnell, Tom McGrath. Dreamworks

(1) CRANK 2: HIGH VOLTAGE   Regie: Brian Taylor. Total 37 747 Besucher. 2. Woche (2) FAST AND FURIOUS  Regie: Justin Lin. Total 108 122 Besucher. 4. Woche

(3) AYO TECHNOLOGY Milow   Universal Music Switzerland GmbH

(1) POKER FACE Lady Gaga   UNI

(1) POKER FACE Lady Gaga  Universal Music Switzerland GmbH

(3) DEATH RACE   Regie: Paul W. S. Anderson. Mit J. Statham, J. Allen. Universal Pictures Video

(4) LAST CHANCE HARVEY  Regie: Joel Hopkins. Total 28 695 Besucher. 4. Woche

THE FAME Lady Gaga   Universal Music ­Switzerland GmbH

(1) SOUNDS OF THE UNIVERSE Depeche Mode   EMI Music Switzerland AG TOGETHER THROUGH LIFE Bob Dylan   Sony Music Entertainment Switzerland (3) THE FAME Lady Gaga   Universal Music ­Switzerland GmbH

(4) BABYLON A. D.   Regie: M. Kassovitz. Mit V. Diesel, M. Thierry, M. Yeoh. Concorde Home Entertainment (5) JAMES BOND 007 – EIN QUANTUM TROST   Regie: Marc Forster. Mit D. Craig, O. Kurylenko, M. Amalric. MGM (6) BEDTIME STORIES   Regie: A. Shankman. Mit A. Sandler, K. Russell, G. Pearce. Walt Disney (7) TINTENHERZ   Regie: Iain Softley. Mit B. Fraser, P. Bettany, J. Broadbent. Warner Home Video (R) THE DARK KNIGHT   Regie: Christopher Nolan. Mit C. Bale, M. Caine, H. Ledger, M. Gyllenhall. Warner Home Video HOOLIGANS 2 – STAND YOUR GROUND   Regie: J. V. Johnson. Mit R. McCall, G. McTavish. Ascot Elite (8) FAR CRY   Regie: Uwe Boll. Mit T. Schweiger, E. Vaugier, N. Avelon. Splendid Entertainment

(6) SLUMDOG MILLIONAIRE  Regie: Danny Boyle. Total 258 978 Besucher. 14. Woche I LOVE YOU, MAN  Regie: John Hamburg. Total 6461 Besucher. 1. Woche

(5) HALO Beyoncé   Sony Music Entertainment Switzerland

(2) DES ROIS DES PIONS ET DES FOUS Stress   Universal Music Switzerland GmbH (5) 2009 DJ Antoine   Phonag Records AG

(6) RIGHT ROUND Flo Rida   WMS

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(5) PAUL BLART: MALL COP  Regie: Steve Carr. Total 83 938 Besucher. 5. Woche (3) MONSTERS VS. ALIENS   Regie: R. Letterman, Conrad Vernon. Total 51 056 Besucher. 4. Woche (7) KNOWING  Regie: Alex Proyas. Total 32 563 Besucher. 2. Woche THE FORBIDDEN KINGDOM   Regie: Rob Minkoff. Total 3333 Besucher. 1. Woche EASY VIRTUE   Regie: Stephan Elliott. Total 4662 Besucher. 1. Woche

WHEN LOVE TAKES OVER David Guetta feat. Kelly Rowland   EMI Music Switzerland AG (4) WE MADE YOU Eminem   Universal Music Switzerland GmbH (6) PRIMAVERA IN ANTICIPO L. Pausini & J. Blunt   Warner Music (Switzerland) AG (10) BROKEN STRINGS James Morrison feat. Nelly Furtado  Universal Music Switzerland GmbH (9) DANCE WITH SOMEBODY Mando Diao  Universal Music Switzerland GmbH (8) WIRE TO WIRE Razorlight   Universal Music Switzerland GmbH

(2) DAS FEYR VO DR SEHNSUCHT Jodlerklub Wiesenberg & Francine Jordi  UNI (3) INFINITY 2008 Guru Josh Project  KTE

AYO TECHNOLOGY Milow   UNI

(7) MILOW Milow   Universal Music Switzerland GmbH

(5) PRIMAVERA IN ANTICIPO (IT IS MY SONG) L. Pausini & J. Blunt   WMS WHITE LIES (9) ROCK ’N’ ROLL TRAIN OR DARK TIMES AC/DC   Ben Harper & Relentless 7  SME EMI Music Switzerland AG

(4) EVEREST Shakra   Sony Music Entertainment Switzerland (9) L’EMBELLIE Calogero   Universal Music Switzerland GmbH (6) NICHTS PASSIERT Silbermond   Sony Music Entertainment Switzerland

(4) THIS IS THE LIFE Amy Macdonald  UNI (7) MAMMA MIA ABBA   UNI HALO Beyoncé   SME


Belletristik

Sachbuch

TV Unterhaltung

Top-Event

Landleben: Die GameGemeinde verbringt die Freizeit auf der Farm.

Kommissar Eschenbach bringt Licht ins leidvolle Leben der Jenischen.

Humorvolle Mischung: Eckart von Hirschhausen ist Arzt und Comedian.

Etikettenschwindel mit der Schrottprämie: Kassensturz hats aufgedeckt.

James Last gastiert auf der «Mit 80 Jahren um die Welt»Tournee wieder mal in Zürich.

(1) LANDWIRTSCHAFTSSIMULATOR 2009   Astragon

(1) SECHSELÄUTEN Michael Theurillat   Ullstein HC

(1) GLÜCK KOMMT SELTEN ALLEIN … Eckart von Hirschhausen   Rowohlt, Reinbek

KASSENSTURZ   SF 1 28. 4. 09 627 200 Zuschauer

JAMES LAST   Hallenstadion Zürich 13. Mai www.ticketcorner.com

(2) EMPIRE: TOTAL WAR   Sega

DER KÖNIG VON OLTEN Alex Capus   Verlag Textwerkstatt

(2) SCHÜLERJAHRE Remo H. Largo, Martin Beglinger   Piper

SF BI DE LÜT   SF 1 1. 5. 09 617 800 Zuschauer

SIMPLY RED   Hallenstadion Zürich 15. Mai www.ticketcorner.com

(3) WORLD OF WARCRAFT: WRATH OF THE LICH KING – ADD-ON  Activision Blizzard

(2) DAS BONUSGEHEIMNIS Martin Suter   Diogenes

(3) 50 ERFOLGSMODELLE PULS   Mikael Krogerus  SF 1 27. 4. 09 Kein & Aber 571 500 Zuschauer

BEYONCÉ   Hallenstadion Zürich 16. Mai www.ticketcorner.com

(6) SIMS 2 (SUPER DELUXE)   Electronic Arts

(3) ALLE SIEBEN WELLEN Daniel Glattauer  Deuticke im Zsolnay Verlag (5) MÄNGELEXEMPLAR Sarah Kuttner   Fischer (S.), Frankfurt

(6) THE SECRET – DAS GEHEIMNIS Rhonda Byrne  Goldmann

DEAL OR NO DEAL   SF 1 29. 4. 09 532 400 Zuschauer

(5) ÜBER STOCK UND STEIN Nik Hartmann  Edition Fona

GIACOBBO / MÜLLER   SF 1 3. 5. 09 527 600 Zuschauer

(10) COMMAND & CONQUER: RED ALERT 3 – UPRISING  Electronic Arts

DER VERBOTENE ORT Fred Vargas   Aufbau-Verlag

DER ALTE   SF 1 28. 4. 09 514 200 Zuschauer

(8) COUNTER STRIKE: SOURCE  Electronic Arts

(4) SHANTARAM Gregory D. Roberts   Goldmann

(10) ZIVILGESETZBUCH (ZGB), OBLIGATIONENRECHT (OR), Ernst J. Schneiter   Orell Füssli (R) HILTL Rolf Hiltl   Orell Füssli

URSUS & NADESCHKIN: IM ORCHESTERGRABEN   Theater 11 Zürich 15.–28. Mai www.ticketcorner.com IT’S SWINGTIME: GLEN MILLER ORCHESTRA   KKL Luzern 15. Mai www.ticketcorner.com AL BANO   Kongresshaus Zürich 16. Mai www.ticketcorner.com

(9) GTA IV  TAKE 2

(6) FEUCHTGEBIETE Charlotte Roche   Dumont Buchverlag

(7) SHAOLIN Bernhard Moestl   Droemer/Knaur

EISHOCKEY-WM SCHWEIZ  ROGER HODGSON   SF zwei 30. 4. 09 Kongresshaus Zürich 465 300 Zuschauer 18. Mai www.ticketcorner.com

(R) FIFA 09   Electronic Arts

(7) DER ARGENTINIER Klaus Merz   Haymon Verlag

LIEBESGESCHICHTEN   SF 1 1. 5. 09 458 100 Zuschauer

(R) BATTLE FORGE   Electronic Arts

(8) 2012: DAS ENDE ALLER ZEITEN Brian D’Amato  Lübbe

(R) DUDEN DIE DT. RECHTSCHREIBUNG STAND 2006 Der Duden   Bibliographisches Inst. Und F.A. Brockhaus, Mannheim (R) DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN Peter Sloterdijk   Suhrkamp

(4) AGE OF EMPIRES III (GOLD)   Microsoft

Heiss!

MISTER-SCHWEIZ-WAHL  SF 1 2. 5. 09 507 600 Zuschauer

AL DENTE   SF 1 27. 4. 09 430 200 Zuschauer

die besten

PC-games

TOP 100

Nicht verpassen!

OPERETTEN GALA   Tonhalle Zürich 17. Mai www.ticketcorner.com

NEW ORLEANS JAZZ PARADE   KKL Luzern 17. Mai www.ticketcorner.com PETER PAN   Volkshaus Zürich 16. Mai www.starticket.ch

Quellen Kino, CD, DVD, Games, Top-Event: Media Control AG; Buch: Swiss Books / Media Control AG; Kino: Procinema; TV-Quoten: Publica Data; (R) = Wiedereintritt

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Reisen, geniessen, rätseln!

weekend Zu Warhol und Mao Auch Karl Lagerfeld (mit Milliardärstochter Delphine Arnault) hat die grossartige Ausstellung in Paris schon besucht.

FRANTOUR: 268-FRANKEN-PACKAGE

Zu Warhol nach Paris! u Der Preis ist heiss: Frantour bietet ab 268 Franken einen Trip zur grossartigen Andy-Warhol-Ausstellung in Paris an – Zug, Hotel und Eintritt (ohne Wartezeit!) inbegriffen. 250 Porträts sind im «Grand Palais» an den Champs-Elysées zu sehen. Warhols Motive: Mao, Marilyn Monroe, Jackie Kennedy, Liz Taylor, Elvis Presley, Jane Fonda, Brigitte Bardot, Man Ray und die Prinzessinnen des Jetsets. Kein Wunder, herrschte bei der Vernissage hohe Promi-Dichte: Die Familie Arnault (LVMH-Konzern, Louis Vuitton & Co.) begrüsste Karl Lagerfeld, Kate Moss, Farah Diba und Maler-Enkel Olivier Picasso.

INFO Kunst-Trip zur Warhol-Ausstellung in Paris. Ab 268 Franken (Bahn, Hotel, Eintritt). Bis 30. Juni. www.frantour.ch schweizer illustrierte

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weekend

Reisen

www.weltweit

Kreuzfahrten mit den Kids sind trendy u Kreuzfahrten boomen, auch FamilienClubferien auf hoher See. Auf der neuen «AIDAluna» gibts saftige Kinderrabatte. Und tolle Programme: Kids-Club, Piratenpartys, Bordsafaris, Landausflüge nur für Teenager. Eine Woche Mittelmeer ab 749 Euro. INFO www.e-hoi.de

Kunst im Hotel: «Byblos» Verona u Eine Villa im klassisch venezianischen Stil, ein Weinkeller aus dem 14. Jahrhundert – und Kunst an jeder Wand: Werke von Cindy Sherman, Valerio Adami und Takashi Murakami machen das «Byblos» zum «Art Hotel». Zur berühmten Arena von Verona sinds 15 Taxi-Minuten. INFO www.byblosarthotel.com

«Urban Chic» im Hotel Zürichberg u Schöner Schlafen in Zürich? Das Hotel Zürichberg ist um 23 «urban rooms» reicher. Designer wie Alfredo Häberli, Philippe Starck und Antonio Citterio prägen den Look. Hightech im Zimmer (ab 350 Franken). Mediterrane Küche. DJs am Wochenende. INFO www.sorellhotels.com

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Fantastische Aussicht Von der Lounge blickt man über den Pool bis zur kristallklaren Ägäis.

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Kempinski hotel barbaros bay in bodrum (südtür

Preisgekrönte Lu Die Türkei hat viel mehr zu bieten als Kebab und Honig. Der beste Beweis: die antike Stadt Bodrum an der Ägäis und das beste Fünf­ sternehaus am Platz.

M

erhaba» – willkommen in Bodrum. Im sonnigen Süd­ westen der Türkei liegt die Halbinsel Bodrum mit ihrer gleich­ namigen Hauptstadt. Schon von Weitem sticht ins Auge: Die Häuser sind alle schneeweiss und nicht höher als zwei Stockwerke. Diese Bau-Tradition unter­ scheidet Bodrum von anderen Touris­ tenzentren, sie macht auch den mediter­ ranen Charme aus. u Kultur und Shopping Bodrum, in der Antike Halikarnassos genannt, ver­ steht es bestens, seine 3000 Jahre alte Geschichte mit der Gegenwart zu ver­ schmelzen. Die Stadt war früher bekannt für das Grabmal des Königs Mausolos, eines der sieben Weltwunder. Am fantas­ tisch gelegenen Hafen laden die «Gu­ lets», traditionelle türkische Zweimaster


Entspannung pur Yoga mit Meerblick gehört zum Angebot des «Six Senses Spa». Danach einmal kräftig durchkneten lassen.

Typisch türkisch Schwitzen im Hamam, einfach mal die Seele baumeln lassen. Nachher gibts türkischen Tee.

kei)

Fotos Kempinski Hotel Barbaros Bay, Kultur- und Tourismusbüro Türkei

xusklasse aus Holz, zu einem Segeltörn ein. Und nicht zuletzt ist Bodrum ein Paradies für Shoppingfreaks und Schnäppchenjägerinnen! u Prunkstück mit Privatbucht Vierzehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt schmiegt sich das Kempinski Hotel Barbaros Bay an die hügelige Landschaft. Das Fünfsternehaus wurde vom deutschen Wellness-Magazin «Senses» zum «Best Beach Resort 2009» gekürt. Völlig zu Recht: 148 grosszügige Zimmer, jedes mit eigener Terrasse und spektakulärem Blick aufs kristallklare Meer, zwei Präsidenten-Suiten und 23 Junior- und Senior-Suiten lassen keine Wünsche offen. Sechs Restaurants und Bars bieten kulinarische Genüsse vom Feinsten – vom türkischen Buffet bis zur italienischen Pasta.

u Wohlfühl-Oase Das Highlight des Hauses ist der «Six Senses Spa», 2008 im «Condé Nast Traveller» als bester europäischer Spa ausgezeichnet. Der Wellness-Tempel ist bekannt für seine fernöstliche und asiatische Philosophie. Keine Wünsche, die das professionelle

Team nicht erfüllt: Massagen, Kosmetikoder ganzheitliche Behandlungen, kombiniert mit Yoga, Fitness und Meditation. Wer danach noch mag, schlägt ein paar Bälle auf dem brandneuen 18-LochGolfplatz. Wer nicht, geniesst einen Drink am Pool (innen oder aussen) und lässt sich vom sanften Wellengang der Ägäis und dem Ausblick auf die griechischen Inseln inspirieren. 

sandra casalini

check-in u Anreise Sunexpress fliegt zweimal pro Woche von

Zürich nach Izmir. Von dort gehts auf der Strasse nach Bodrum. Hin- und Rückflug ab CHF 178.– inkl. Taxen u Hotel Das Kempinski Hotel Barbaros Bay Bodrum ist ganzjährig offen. Neben den Zimmern gibts 36 exklusive Residenzen u Preise April: DZ (inkl. Frühstück und Taxen) ab CHF 225.– pro Zimmer und Nacht, Mai: ab CHF 305.–, Juni: ab CHF 365.– u Infos Kultur- und Tourismusbüro Türkei: www.goturkey.com, Hotel: www.kempinski-bodrum.com, Flüge: www.sunexpress.com schweizer illustrierte

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En Guete Aktuell Grüner Cicorino.

Flirt im Frühling

1

Eier-Brot-salat

Zutaten (für 4 Personen) Sauce 6 Esslöffel Kräuteressig, 2 dl fettfreie Gemüsebouillon, 41/2 Esslöffel Frischkäse mit Kräutern (z. B. Cantadou), Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Salat 1 Esslöffel Olivenöl, 6 Scheiben Vollkornbrot, quer halbiert, in ca. 5 mm breiten Streifen, 6 Eier, hart gekocht, in Schnitzen, 200 g Cicorino verde (siehe Tipp), in Blättern, 200 g Cicorino rosso, quer in ca. 5 mm breiten Streifen, 2 Esslöffel Kapern, abgespült, abgetropft Vor- und zubereiten ca. 35 Min. u Für die Sauce Essig, Bouillon und Frischkäse gut verrühren, Sauce würzen. Für den Salat Öl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Brotstreifen portionenweise hellbraun rösten. Brot, Eier und Cicorino mit der Sauce mischen, Kapern darauf verteilen.

weekend

mit Köchin Sibylle Sager

Fantasien im Mai? Lust auf etwas Junges, Buntes, Knackiges? Ergreifen Sie die Initiative! Verführen und geniessen Sie …

2

Gefüllter Mini-Lattich

Zutaten (für 4 Personen) Sauce 11/2 Esslöffel Zitronensaft, 2 Esslöffel Distelöl oder Sonnenblumenöl, 1 Esslöffel Wasser, 2 Esslöffel Joghurt nature, je 1 Esslöffel Zitronenthymian und glattblättrige

tipp Cicorino verde ist ein Frühlingssalat, der herb-bitter und würzig schmeckt. Die äusseren grünen Blätter der kleinen Rosetten sollten fest und knackig sein, die Herzblätter zartgelb.

Petersilie, sehr fein gehackt, wenig Salz, weisser Pfeffer, nach Bedarf Lattich 2 Mini-Lattiche, 3 Esslöffel Frischkäse mit Meerrettich (z. B. Cantadou), 1 Esslöffel Aceto balsamico bianco, 1 Maiskolben, gekocht, Körner vom Kolben geschnitten, 1 kleiner roter Peperoncino, entkernt, sehr fein gehackt, 1 Ei, hart gekocht, gehackt, 1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten Vor- und zubereiten ca. 30 Min. u Für die Sauce Zitronensaft und alle Zutaten bis und mit Petersilie gut verrühren, Sauce würzen. Für den Lattich die Mini-Lattiche halbieren, die kleinen Herzblättchen herauslösen, beiseite legen. Die Lattichhälften auf 4 Teller verteilen, Sauce darüberträufeln. Frischkäse mit Aceto balsamico in einer Schüssel glatt rühren. Maiskörner mit Peperoncino und beiseite gelegten Herzblättchen mischen. Ei sorgfältig daruntermischen, Füllung auf den Lattichhälften verteilen, Schnittlauch darüberstreuen.

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3

beigeben, salzen, zugedeckt aufkochen, bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. garen. Kefen beigeben, salzen, ca. 5 Min. mitgaren. Herausnehmen, mit der Sauce mischen, anrichten, Ei darüberstreuen, garnieren.

SpargelKefen-Salat

Zutaten (für 6 Personen) Kerbel-Vinaigrette 3 Esslöffel Weissweinessig, 2 Esslöffel Sonnenblumenöl, 3 Esslöffel fettfreie Gemüsebouillon, 1 kleine Schalotte, fein gehackt, 2 Esslöffel Kerbelblättchen, fein gehackt, wenig Salz, Pfeffer, nach Bedarf Salat 500 g weisse Spargeln, geschält, schräg in ca. 6 cm langen Stücken, längs halbiert, 1/4 Teelöffel Salz, 200 g Kefen, schräg halbiert, 1/4 Teelöffel Salz, 1 Ei, hart gekocht, in Würfeli, einige Stiefmütterchen zum Garnieren Vor- und zubereiten ca. 40 Min. u Für die Kerbel-Vinaigrette Essig und alle Zutaten bis und mit Kerbel gut verrühren, Sauce würzen. Für den Salat Dämpfkörbchen in eine weite Pfanne stellen, Wasser bis knapp unter das Körbchen einfüllen. Spargeln

4

Wenig Öl in derselben Pfanne heiss werden lassen. Kefen ca. 5 Min. rührbraten, herausnehmen. Evtl. wenig Öl in die Pfanne geben. Chinakohl portionenweise ca. 2 Min. rührbraten, alles in die Pfanne zurückgeben. Essig und Sambal Oelek verrühren, beigeben, Hitze reduzieren, ca. 1 Min. köcheln. Fleisch daruntermischen, nur noch heiss werden lassen, würzen. Dazu passen: Nudeln, Reis.

Hot & sour Salad

Zutaten (für 4 Personen) Öl zum Rührbraten, 400 g Rindsplätzli à la minute, in ca. 1 cm breiten Streifen, 1/4 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer, 200 g tiefgekühlte Kefen, evtl. schräg halbiert, 400 g Chinakohl, in ca. 1 cm breiten Streifen, 2 Esslöffel Kräuteressig, 1/2 Esslöffel Sambal Oelek, Salz, nach Bedarf, wenig Pfeffer Vor- und zubereiten ca. 30 Min.

u Öl in einem Wok oder einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch portionenweise ca. 3 Min. rührbraten, herausnehmen, würzen, Hitze reduzieren.

u Sendedaten

Montag, 11. Mai, 20.05 Uhr, SF 1 (Wiederholungen: 12. 5., 1.00 und 13.45 Uhr, SF 1) Das Engadin ist zu Besuch. al dente kocht Engadiner Alpkäse-Tartar, Chili con Carne, Plain in pigna prümavaira und Ladinas «Bütschs». Allegra, Engiadina!

Hauptmedienpartner

Mozart

OPERNFESTIVAL AVENCHES 3. 4. 8. 10. 11. 15. 17. Juli 2009 ●

WWW.AVENCHES.CH


GaultMillau

weekend

Klassentreffen bei bester Laune: Der Genfer «Koch des Jahres» Dominique Gauthier (links) ­gastierte bei Dario Ranza.

Hecht & Zander! André Jaeger (l.) und Martin Dalsass sind grossartige Fischköche.

Austern und Zander zum Zmorge Das «S. Pellegrino GourmetFestival» der Tessiner Köche

20 Gäste mehr als angemeldet. Kein Problem für Robert Speth (links) und Frank Oerthle.

W

as servieren Spitzenköche zum Sonntagsbrunch? «Keinen Zopf», lacht 18-PunkteChef Martin Dalsass, «dafür Austern, Crevetten aus San Remo, Zander aus dem Luganersee, Pata-negra-Schweinchen und ein paar saftige Haxen.» Tatort? Der Palmengarten des sympathischen Park­ hotels Delta in Ascona. Die besten ­Tessiner Köche verwöhnten beim «S. Pellegrino Saveurs» zwei Wochen­ enden lang die Feinschmecker und baten Kollegen aus der Deutschschweiz in ihre Restaurants. Höhepunkte: André Jaegers grossartiger soufflierter Rheinhecht. Und Tanja Grandits’ raffinierte Kräuterküche. Spass hatten alle. Die Gäste, die bis Mitternacht schlemmten. Und die Köche, die danach Spaghetti aufsetzten und bis ins Morgengrauen abfeierten. Text Urs Heller

Kräuterküche: Tanja Grandits verzauberte bei Gian Luca Bos Gäste und Kollegen.

Fotos Remy Steinegger, Blaise Guinard/GastroNews

wein-tipp Eleganter Stadtwein In der Schweiz wird in einigen Orten ein sogenannter Stadtwein abgefüllt. So zum Beispiel in den Caves de la Ville Neuchâtel. Die Weine werden meistens in der Region konsumiert, sind daher leider selten ennet dem Röstigraben bekannt. Zu den

Abfüllungen der Caves de la Ville Neuchâtel zählt neben einem eleganten Pinot Noir und einem rassigen Pinot Gris auch ein wunderbar eleganter Chardonnay (13,3 %). Leuchtend goldgelb duftet er nach Ananas, Papaya und Vanille. Im Gaumen ist er sehr gefällig

und zugänglich, nicht zu gehaltvoll, aber auch nicht zu leicht. Ideal für alle, die Lust auf einen fruchtbetonten Wein zum Apéro haben. Im Verkauf ist jetzt die 2007er-Abfüllung. Unbedingt an einem dunklen Ort lagern, da der Wein in durchsichtigen Flaschen abgefüllt ist.

Caves de la Ville Neuchâtel 2000 Neuchâtel Tel. 032 - 717 76 95 www.cavevillentel.ch Bis 2010 trinken. Trinktemperatur: 10 bis 12 Grad. u CHF 18.–

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weekend

Auto

schon gefahren toyota urban cruiser

Mit Mut in die Lücke Mitten hinein in den Boom kompakter SUV lanciert Toyota den neuen Urban Cruiser: mit den Massen eines Kleinwagens, aber dem Format eines grossen Allradlers.

E

igentlich ist die Schweiz ein typischer Markt für Allrad-Autos. Hohe Berge, steile Strassen und alljährlich einige Meter Schnee lassen jeden vierten PW-Käufer einen 4×4Antrieb ordern. Im Kleinwagen-Segment ist dieser Trend aber noch nicht angekommen: Nur rund 1,4 Prozent aller verkauften Neuwagen im Jahr 2008 waren klein und verfügten über Vierradantrieb. In dieser Fahrzeugklasse sollten noch Marktanteile zu holen sein, hoffen Toyotas Marketing-Strategen und ergänzen deshalb ihre Modellpalette mit dem neuen Urban Cruiser.

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Gerade mal 3,93 Meter kurz und damit absolut parklückentauglich geraten ist der kantige Kleinwagen im aktuell angesagten Box-Design. Ohne eine Möglichkeit zum Grössenvergleich betrachtet, könnte er sogar als grosser SUV durchgehen. Dazu trägt auch der überraschend geräumige Innenraum bei. Nicht nur auf den vorderen Polstern, auch auf der Rücksitzbank sitzt

Komplett Auch einen Bildschirm fürs Navigationssystem brachten die Toyota-Designer noch im hübschen Instrumententräger unter.

man mehr als erträglich. Schon ab 1,80 Meter Körpergrösse würde man sich vorne jedoch über einen breiteren Sitz und mehr Kopffreiheit freuen. Das Cockpit ist ohne Fehl und Tadel, Tacho und Drehzahlmesser teilen sich ein Rundinstrument, und bei der Gestaltung hat Toyota mehr gewagt als in den recht gleichförmigen Interieurs der übrigen Modelle. Serienmässig wird nur der Diesel mit 4×4-Antrieb geliefert. Kein Nachteil, denn Drehmoment und Leistungsent­faltung harmonieren gut mit dem Allradsystem. Beim Verbrauch setzt sich der Selbstzünder sogar an die Spitze aller 4×4-Personenwagen. Wer dagegen mit dem Frontantrieb zufrieden ist, kommt beim Benziner in den Genuss einer Stopp-Start-Automatik, die beim Ampelstopp den Motor ab- und beim Anfahren wieder anschaltet. Daran könnten sich auch andere Kleinwagen ein Beispiel nehmen. Andreas Faust


news

VW Golf GTI kompakter Breitensportler in Neuauflage u Gerade mal 110 PS reichten dem ersten VW Golf GTI im Jahr 1976. Seine neue, sechste Generation rollt ab Ende April mit glatt 100 PS mehr zu den Händlern. Dank Turbo-Aufladung und Direkteinspritzung leistet sein 2,0-Liter-Benziner 210 PS – das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 6,9 Sekunden und eine Spitze von 240 km/h. Optisch greift VW typische Details des Ur-GTI auf: Sportsitze, rote Ziernähte an Lenkrad und Schaltmanschette und Bezüge im klassischen Karo-Design heben den schnellen Golf ab. Ein elektronisches Sperrdifferenzial namens XDS erlaubt zudem flotte Kurvenfahrten. Der Preis: ab CHF 40 800.–.

Standesgemäss Der neue Toyota Urban Cruiser wirkt kraftvoll wie ein grosser SUV.

steckbrief

Hochbeinig Viel Bodenfreiheit und Allradantrieb helfen auf holprigen Wegen. u Name Toyota Urban Cruiser

Fotos Andreas Faust

u Motoren Benzin 100 PS,

Diesel 90 PS u 0 bis 100 km/h 12,5 s u Spitze 175 km/h u Verbrauch 5,0 bis 5,5 l/100 km u CO2-Ausstoss 129 bis 130 g/km u Energieeffizienz-Kategorie A u Verkauf ab Mai 2009 u Preis ab CHF 25 600.–

u Konkurrenten Daihatsu Materia 4WD,

Fiat Sedici, Suzuki SX4 u. a. u Unser Urteil Beste Übersicht dank

hoher Sitzposition, ausreichend Platz auch im Kofferraum und gute Aus­ stattung machen den Toyota Urban Cruiser zur attraktiven Alternative im Kleinwagensegment. Sein Allradantrieb setzt dabei noch das sprichwörtliche Tüpfelchen aufs i.

Jaguar XF Neue Motoren für die britische Oberklasse u Optisch setzt Jaguar bei der Limousine XF unverändert auf Understatement. Aber die Motorenpalette wird – bis auf den V6-Basisbenziner – ab sofort komplett erneuert. Der neue V6-Diesel mit zwei Turboladern leistet 240 bzw. 275 PS und sorgt für standesgemässe Fahrleistungen bei einem Verbrauch von nur 6,8 Litern auf 100 Kilometer. Gleichfalls neu, ersetzt ein 385 PS starker 5,0-Liter-V8 den bisherigen 4,2-Liter-Motor. Sein Verbrauch: 11,1 Liter auf 100 Kilometer. Per Kompressor im XFR auf 510 PS gesteigert, verbraucht das Aggregat 12,5 Liter. Der V8 kommt ab CHF 106 250.–, mit dem neuen Diesel gibt es den Jaguar XF ab CHF 78 400.– schweizer illustrierte

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Horoskop

woche vom 17. bis 23. mai 2009 Überwiegend schwierige Aspekte (Sonne und Merkur dissonant zu Neptun, sowie Merkur–Jupiter) könnten symbolisch sein für Probleme bezüglich Umwelt, Giftstoffen, Unwetter usw. Auch Virus­ erkrankungen könnten wieder für Schlagzeilen sorgen, aller­

dings ist dies etwas abgeschwächt durch den positiven Aspekt zwischen Jupiter und Uranus. Saturn bewegt sich nach länge­ rer Rückläufigkeit wieder vorwärts auf dem Tierkreis, und viele Projekte, die seit einigen Wochen stagnieren, kommen wieder besser voran.

widder 21.–30. 3. Sie können durch eine offene Aussprache eine Situation klären (18., 19.). Am 20. sollten Sie einen Besuch, eine kleine Reise organisieren. 31. 3.–9. 4. Venus verdoppelt Ihren Charme (am 21.). Eine tolle Begegnung? Ein Wiedersehen nach mehreren Wochen? Am 17. und 22. sind Sie zu direkt und könnten mit einer Bemerkung anecken. 10.–20. 4. Sie sind energiegeladen, kaum zu bremsen. Freunde unterstützen Ihre Initiativen, und Sie sind gut inspiriert (am 17., 19., 21.). Finanziell sollten Sie jedoch vorsichtig sein.

stier 21.–30. 4. Sie haben Rückenwind bei neuen Projekten, gewinnen neue Freunde (17., 18.). Vor dem 24. Geborene kommen ihren Zielen näher (22.), machen eine sehr positive Wandlung durch. 1.–10. 5. Ihr Engagement wird anerkannt, man betraut Sie mit neuen Aufgaben (am 18., 23.). Am 17. und 22. nicht auf Klatsch hören, sich nicht mit einer Angehörigen oder Kollegin anlegen! 11.–20. 5. In einer schwierigen Situation können Sie einen Ausweg finden (17., 19., 21.). Am 18. und 20. auf der Hut sein, mit Komplikationen (finanziell?) rechnen.

zwillinge 21.–31. 5. Der 20. ist günstig für den Start eines Vorhabens (Reise?) oder ein Treffen mit Freunden. Am 18. müssen Sie sich anstrengen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Missverständnisse am 17. und 22. aufklären! 1.–10. 6. Ihr Charme ist unwiderstehlich (21.), Sie erleben schöne Stunden (Neubeginn?). Nur am 17. und 22. müssen Sie Geduld zeigen. 11.–21. 6. Sie entdecken neue Horizonte, neue Interessen. Allerdings sollten Sie sich auf ein Ziel konzentrieren, Ihre Möglichkeiten nicht überschätzen (am 17., 18. und 21.).

krebs 22. 6.–1. 7. Der 17. ist günstig für eine Aussprache, neue Kontakte oder Fortbildung. Am 20. müssen Sie sich einer neuen Situation anpassen, mehr Verständnis zeigen. 2.–12. 7. Eine Kollegin oder Angehörige könnte anders handeln als erwartet (17., 21., 22.), Sie müssen Geduld zeigen! Am 18. und 23. finden Sie die richtigen Argumente und können ein Hindernis aus dem Weg schaffen. 13.–22. 7. Bewahren Sie in heiklen Situationen Ruhe, Ihre Kräfte nicht überschätzen (17., 21., 22.). Projekte kommen gut voran (19., 21.).

löwe 23. 7.–1. 8. Sie kommen zügig voran, Ihr Einsatz lohnt sich (am 20.). Freunde setzen sich für Sie ein, Sie freuen sich über eine Geste (am 22./23.). Günstig für einen Besuch, ein Fest. 2.–12. 8. Venus verspricht unvergessliche Momente, speziell am 21.: eine Folge von März? Eine Begegnung, die wieder aktuell wird? Am 17. oder 22. nicht zu viel erwarten. 13.–23. 8. Missverständnisse sind an der Tagesordnung (17., 18., 20., 21.), jemand will Sie manipulieren. Am 19. könnte sich eine Lösung anbieten, wenn Sie Schritt für Schritt vorgehen.

jungfrau 24. 8.–2. 9. Sie sollten eine schwierige Si­ tuation in Ruhe analysieren und zu Kompromissen bereit sein (am 17. und 22.). Dank kluger Haltung können Sie eine gute Lösung finden (22.). 3.–12. 9. Saturn in Ihrer Dekade kann Stabilisierung bedeuten, neue Verantwortung, manchmal (am 18. und 22.) aber auch bremsend wirken. Stellen Sie langfristig die Weichen, bleiben Sie am Ball! 13.–23. 9. In einer Partnerschaft zeichnet sich eine neue Phase ab, Sie müssen sich der neuen Situa­tion anpassen (18., 19., 21.). Am 23. Ihrem Instinkt folgen.

waage 24. 9.–3. 10. Veränderungen zeichnen sich ab, bringen Ihre Pläne durcheinander (speziell für vor dem 27. Geborene). Am 20. regeln Sie durch einen Kompromiss ein Problem, agieren clever. 4.–13. 10. Mit viel Charme kann man Sie um den Finger wickeln (am 17., 22.), und Sie fühlen sich wohl, wenn Sie Verständnis für den anderen zeigen. Am 21. können Sie Ihre Gefühle kaum kontrollieren. 14.–23. 10. Ein Vorhaben entwickelt sich nach Wunsch, verspricht Resultate bis Jahresende (19.). Am 17., 20. und 21. könnten Sie zu weit gehen.

skorpion 24. 10.–2. 11. Sie amüsieren sich blendend (17., 18.), verbringen schöne Momente. Am 22. den andere einen Schritt entgegenkommen. 3.–12. 11. Sie konzentrieren sich aufs Wesentliche, können den Grundstein für ein grösseres Vorhaben legen (23.). Oder Sie ernten die Früchte vergangener Anstrengungen (Oktober?). 13.–22. 11. Sie sollten sich deutlich ausdrücken, um spätere Missverständnisse zu vermeiden (17., 18., 20.). Komplikationen mit Angehörigen machen Sorgen, am 19. könnte sich eine Lösung abzeichnen.

schütze 23. 11.–2. 12. Harmonische Atmosphäre im Familienkreis am 17./18., Spass und gute Laune durch Hobbys und Kontakte am 20. Am 22. könnte Ihre Haltung falsch ausgelegt werden. 3.–12. 12. Venus verwöhnt Sie (20., 21.): aufregende Begegnungen, manchmal eine Folge von März? Eine Versöhnung? Ein Missverständnis am 17. können Sie schnell aufklären. 13.–21. 12. Jupiter signalisiert Entfaltung, mehr Selbstvertrauen. Sie sind sehr kreativ, können einen Treffer landen (19., 21.). Mögliche Spannungen am 18. oder 20.

steinbock 22.–31. 12. Sie sind am 17. und 22. im Einklang mit Ihrer Umgebung, am 20. hingegen nervös und reizbar. 1.–10. 1. Saturn sorgt für eine Konsolidierung, eine Anerkennung (oft Folge vom vergangenen Herbst?). Auch günstig, um etwas gegen chronische Beschwerden zu tun (am 23). Hektisch hingegen der 17. und 22. 11.–20. 1. Sie können sich am 19. offen aussprechen, sind am 21. ungeduldig oder aggressiv. Vermeiden Sie riskante Manöver, achten Sie auf Ihre Gesundheit. Mars nervt – Sie schiessen über das Ziel hinaus (22.).

wassermann 21.–30. 1. Am 22. häusliche Arbeiten (Dekoration, Garten?) erledigen. Auseinandersetzungen mit Angehörigen vermeiden! Angenehm für ein Treffen, eine kleine Reise wird der 20. 31. 1.–9. 2. Niemand kann ­Ihrem Charme widerstehen. Neue Kontakte sorgen für gute Laune, am 21./22. erleben Sie schöne Momente. Der 23. könnte anstrengend werden. 10.–19. 2. Die Stimmung zu Hause könnte angespannt sein, es kommt zu Missverständnissen (17., 18. 21.), manchmal eine Folge von Ende April. Physisch sind Sie in Bestform (am 21.).

fische 20. 2.–1. 3. Sie reagieren am 17. und 18. zu emotional. Am 22. knüpfen Sie interessante neue Kontakte an, sollten aber diplomatisch vorgehen, sich nicht aus dem Fenster lehnen! 2.–10. 3. Sie sind am 18. ungeduldig, und Diskussionen könnten leicht ausarten. Am 22. könnte man Ihnen Steine in den Weg legen, aber am 23. können Sie wieder aufholen, einen Fehler ausbügeln. 11.–20. 3. Sie finden die richtigen Worte und handeln sehr klug (am 18.). Günstig u. a. für Reisen, Besuche. Gute Chancen für eine radikale Wende in nächster Zeit.

ihr tages-horoskop 88

Dr. Elizabeth Teissier

Mit dem Astro-Telefon haben Sie einen direkten Draht zu Elizabeth Teissier. Fr. 2.50/Min. + Fr. 2.50/Anruf

0901 - 59 89 01

u zum persönlichen Astro-Code

0901 - 59 89 02

u Zugang mit persönlichem Astro-Code

Illustrationen Michael Husmann Tschäni; bearbeitet und übersetzt von Gerhard Hynek

weekend

«Dank Saturn geht es endlich wieder vorwärts!»


Spiele Diese Woche drei Goldvreneli zu gewinnen!!!

So kommen Sie zum Goldvreneli: Übermitteln Sie Ihr Lösungswort via Telefon 0901 908 119 (ohne Vorwahl). Der Anruf kostet Sie 1 Franken. Sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse auf das Band. Via Postkarte (A-Post): Schweizer Illustrierte, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich. Anruf- und Einsendeschluss ist am Sonntag, 17. Mai 2009, 24 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Ringier AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt.

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Zitat zwischen Zahlen

Wer häts – ohä lätz

Die Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Dabei bedeuten gleiche Zahlen gleiche Buch­staben. Bei richtiger Lösung ergeben die dritten und die sechsten Buchstaben, jeweils von oben nach unten gelesen, ein Zitat von Hermann Hesse.

Die nebenstehenden Zeichnungen unterscheiden sich durch zehn Abweichungen. Kreisen Sie bitte diese Abweichungen auf der unteren Zeichnung ein. So können Sie 20 Franken gewinnen Unter den richtigen Lösungen bei «Wer häts – ohä lätz» verlosen wir jede Woche 5 × 20 Franken. Bitte schneiden Sie Ihre Lösung aus, kleben Sie sie auf eine Postkarte (Briefe sind leider ungültig) und schicken Sie die Karte an: Schweizer Illustrierte, Postfach, 8099 Zürich. Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Vornamen deutlich, damit Verwechslungen bei der Gewinnauszahlung vermieden werden. Einsendeschluss: Sonntag, 17. Mai 2009

zahlenschlüssel

Die Auflösungen finden Sie in der nächsten Nummer

Kreuzwort-Chaos

Die Buchstaben der Lösungswörter stehen alphabetisch geordnet. Suchen Sie nach dem richtigen Wort und vervollständigen Sie das Kreuzworträtsel.

Raten und rechnen Jedes Symbol bedeutet eine Ziffer von 0 bis 9. Gleiche Symbole bedeuten gleiche Ziffern. Ersetzen Sie die Symbole durch die richtigen Ziffern – und die Rechnung geht in alle Richtungen auf.

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Spiele Gewinner aus Heft 15 Wer häts – ohä lätz: 20 Fr. Joseph Binder Schüracherstr. 23, 8306 Brüttisellen Hansueli Weiss Unterdorfstr. 38, 8126 Zumikon Wilma Bühler Steinort 163, 9497 Triesenberg Hanspeter Schellenberg Georg-Kempf-Str. 57c, 8046 Zürich Moët Liechti Henri-Dunant-Str. 24, 3600 Thun

Bei richtiger Deutung der Bilder erhalten Sie das Lösungswort.

Auflösung aus Heft 19

Sudoku mittel



     





 

# O N C E P T I S È0 U Z Z L E S











    

 

   È



     

 

kreuzwort chaos



  



goldvreneli-Rätsel



  

 Èschwer

goldvreneli-rätsel (Lösung: «Immobilie») Elsa Sumi Gässli, 3784 Feutersoey Lilian Dosch Sankt Margrethenstr. 15, 7000 Chur Silvia Nebiker Tüfwiesweg 1, 8185 Winkel

weekend

Rebus

rebus 1 ST  R  A (E) S  S (T) E 2 A U  TO  3 G (R) AN  S  (T) = RESTAURANT

optimismus

sudoku Mittel

wer häts – ohä lätz

 



# O N C E P T I S È0 U Z Z L E S

So gehts Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem 3 × 3-Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.

 

È

 

        

        

        

        

        

        

        

         

Schwer raten und rechnen

willi

È

«Sind diese Äpfel bio­logisch?» «Nein, bio­metrisch wie der neue Pass. Voller Finger­ abdrücke.»

                 

        

        

        

        

        

        

        

         

zitat zwischen zahlen 1. Schoeck, 2. Tirggel, 3. Sedunum, 4. Instant, 5. Notwehr, 6. Elmiger, 7. Bruenig, 8. Eiszeit, 9. Imkerei, 10. Rothorn, 11. Heinzer, 12. Clemens, 13. Straehl, 14. Einlage, 15. Gungnir, 16. Liberté, 17. Anklage, 18. Malerei, 19. Nonsens, 20. Innerei, 21. Erinnye Lösung Einmal geschrieben ist so gut wie zehnmal gelesen.

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Popstar!

Länge ist alles Jelenas Sprungstäbe sind rund 4,30 m lang, ihre Beine optisch endlos. «Mein schönster Körperteil!»

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Sie ist die Königin der ­Leichtathletik. Ebenso schön wie erfolgreich. Stabsprung-Weltrekordlerin jelena isinbajewa, 26, über Liebe, Luxus und Leiden.


sport Fast wunschlos «Ich danke meinen Eltern, die mich in diesen Körper geboren haben. Als Einziges hätte ich lieber gelockte Haare.»

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Text iso niedermann Fotos thomas buchwalder

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an stelle sich ein durchschnittliches, zweigeschossiges Wohnhaus mit Giebeldach vor. Und dann eine zierliche Frau von 1,74 Meter Grösse. Wie sie Anlauf nimmt, aufs Haus zurennt, sich mithilfe einer rund 4,30 Meter langen, biegsamen Kohlefaserstange einfach mal kurz auf den Dachgiebel katapultiert. Über fünf Meter hoch! Das ist Jelena Isinbajewa. Die beste Stabhochspringerin der Welt. Die Höhe ihres «Dachgiebels»: exakt 5,05 Meter. Weltrekord. Aufgestellt bei Olympia in Peking. Für sie «Dutzendware»: Seit ihrer ersten Weltbestleistung am 13. Juli 2003 (4,82 m) hat sie bis zum vergangenen Februar 25-mal nachgebessert (Halle und Freiluft). Schön scheibchenweise wie ihr Vorbild Sergej Bubka einst bei den Männern. Logisch: Jeder Rekord gibt Prämien. Konkurrentinnen trauen ihr schon jetzt locker 5,20 Meter zu.

«Stabspringen ist sehr ­weiblich: Eleganz, Rhythmus, Beweglichkeit, Glamour» jelena isinbajewa

Jelena Isinbajewa … … ach, sagen Sie bitte Lena. Jelena tönt so förmlich. Also Lena, Sie lieben das Fliegen? Oje, eigentlich hab ich Angst vor dem Fliegen. Ich würde längst gern mal einen Fallschirmsprung machen. Aber ich trau mich nicht. Doch Sie meinen sicher den Flug über die Latte. Ja, die halbe Sekunde vom Loslassen des Stabs über der Stange bis zur Landung auf der Matte geniesse ich jedes Mal extrem. Weshalb aber ausgerechnet Stabhochsprung? rekord für zürich? Ich machte als Kind rhythmische Sportgymnastik. Dann zeigte sich, Am Freitag, 28. August, wird Jelena Isindass ich zu gross werde dafür. Also bajewa eine der grossen Attraktionen von riet mir mein Trainer zum Wechsel Weltklasse Zürich im Letzigrund sein. Ebenso Weltrekord-verdächtig sind bei der ins Stabspringen. Diese Sportart diesjährigen Ausgabe des Traditionsmeepasst einfach sehr gut zu mir. tings die weiteren Topstars Usain Bolt Weil Sie schon immer im Leben hoch (Jam, 100 m / 200 m) und Kenenisa Bekele hinauswollten? (Ken, 5000 m / 10 000 m). Der Vorverkauf Vielleicht. Vor allem aber, weil das ist ab sofort eröffnet. Tickets und InformaStabspringen eine sehr weibliche tionen sind im Internet erhältlich über Sportart ist: Eleganz, Rhythmus, www.weltklassezuerich.ch Beweglichkeit, Glamour, Stolz. Was Sie sich alles mit Blut, Schweiss und Tränen erarbeiten mussten, hört man. Man hört viel. Ich bin aber nie so zum Erfolg gequält worden, wie erzählt wird. Schon gar nicht von meinen Eltern Natalia und Gadji. Ich hatte eine glückliche Kindheit in Wolgograd. Das Fesselnd Mit Magnesium hält Jelena den Stab im Griff, mit ihren Augen die Männer. Leben im Osten war keine Qual. Dass

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sport


sport feste Beziehung gar keinen Platz hat.») Irgendwann will ich wirklich einen Mann und Kinder, ich liebe Kinder! Ein Leben wie das Ihrer Schwester Inna, die mit einem Trapezkünstler im russischen Nationalzirkus verheiratet ist? Ich bin in ihr zweijähriges Baby völlig vernarrt! Ehrlich, manchmal beneide ich sie so um ihr Leben. Dann ist es Inna, die zu mir sagt: «Lena, du hast so viel Zeit; nimms gelassen.» Dabei ist sie doch ein Jahr jünger als ich …

Gestatten: Jelena, Weltstar! Am Outfit mit Hut hatte die Russin im Shooting am meisten Spass.

«Ich kann meine Finger einfach nicht von Schokolade lassen» jelena isinbajewa ich vor einigen Jahren nach Monaco gezogen bin, hat menschliche Gründe, über die ich nicht reden will. Es ging einfach darum, weg vom alten Trainingsumfeld neu anzufangen. Der Neuanfang hat sich gelohnt. Jelena Isinbajewa ist heute die berühmteste und erfolgreichste Leichtathletin der Welt. Und die best­ verdienende. Eben hat sie mit dem chinesischen Sportbekleidungs-Her­ steller Li Ning einen Fünfjahres-Ver­ trag unterzeichnet. Wert: 10 Millionen Dollar. Jelena Superstar! Ins Fotostudio kommt aber eine fast scheue junge Frau. Am Ende bedankt sie sich herz­ lich bei allen Mitwirkenden. Und als sie sich ein Kleid aus dem Shooting zum Mitnehmen aussuchen darf, klatscht sie wie ein Kind freudig in die Hände. Eine Kindheit im sozialistischen Arbeiterviertel, jetzt ein Leben im Luxus. Keine Probleme bei der Umstellung? Doch, am Anfang hatte ich viel mehr Mühe im Westen als erwartet. Ich fühlte mich einsam. Zum Glück hat mir

Daniel (ihr schwedischer Manager Daniel Wessfeldt, mit dem sie seit dem Umzug zusammenarbeitet) sehr gehol­ fen, mich zurechtzufinden. Heute kann ich mit den neuen Möglichkeiten gut umgehen. Privaten Luxus spare ich mir für die Zeit nach der Sportkarriere auf. Heute ist es mein Luxus, meinen Eltern und meiner Schwester Inna Wohnungen zu kaufen oder ein Auto. Wen verwöhnen Sie sonst? Eine Frau wie Sie muss die Männer nur so anziehen. Klar, es gibt da schon einen Freund in Russland. (Manager Wessfeldt lacht: «Das erzählt sie. Aber sie ist so extrem fokussiert auf ihre Karriere, lebt so konsequent für den Sport, dass da eine

Persönlich jelena isinbajewa Geboren in Wolgograd, Russland, am 3. 6. 1982, ledig, wohnhaft in Monaco und Formia (It), Grösse: 1,74 m, Gewicht: 65 kg u erfolge 26 StabhochsprungWeltrekorde (aktuell 5,05 m), zweimal Olympiagold (2004, 2008), zwei WMTitel (2005, 2007), Weltsportlerin 2007

Sie lieben es, zu posieren? Ich liebe es sehr. Leichtathletinnen müssen wohl ein bisschen exhibitionis­ tisch sein. Obwohl … (sie zeigt auf ihren sexy Bauch): viel zu fett im Moment! Ich stehe im Aufbautraining. Und: Hilfe! – Ich kann meine Finger einfach nicht von Schokolade lassen! Was gefällt Ihnen am besten an sich? Meine Beine. Aber am liebsten zeige ich mein Gesicht. Ich glaube, ich habe schöne Augen. Erst Stabsprung, dann Laufsteg? Ich weiss nicht so recht. Alles mache ich nicht mit. Topless werde ich mich garantiert nie fotografieren lassen. Da würde ich mich schämen. Und auch für Unterwäsche zu modeln, kann ich mir nicht vorstellen. («Daniel, darf ich meinen Bauchnabel so zeigen?», fragt sie Manager Wessfeldt, während sie ein bauchfreies Top fürs nächste Sujet probiert.) Aber elegante Kleider sind schon meine Leidenschaft. Obwohl ich in der Freizeit am liebsten in Jeans rumlaufe. In Roms Boutiquen muss ich mich gegen den Kaufrausch wehren. Gegen die Verehrung durch das Publikum wehren Sie sich aber nicht. Ich gebs gern zu: Der Moment, auch jeweils bei Weltklasse Zürich im Letzi­ grund, wenn ich als letzte Athletin noch im Wettkampf bin und alle Augen auf mich gerichtet sind, ist der beste überhaupt. Dann bin ich ein paar Minuten lang ein Popstar! 

Jelena Isinbajewa trägt Kleider, Schuhe und Accessoires aus den Kollektionen Boss Orange und Boss Black by Hugo Boss

Jelena Isinbajewa ist strahlend schön. Und wirkt in natura noch viel char­ manter, zugänglicher. Fast mädchen­ haft. Im Shooting aber posiert sie wie ein Profi. Die Kamera, ihr Freund.


Party

Phil Collins’ Söhne Nicholas und Mathew (r.) wollen nicht Sänger werden, sondern Clowns. Hilfreich: Mama Orianne Cevey ist eng mit Claudia Knie (r.) befreundet.

Komik-Fan: Chris Rui lässt sich von Opa Franco Knie im Starbugs-Outfit in die Manege tragen.

Die Zukunft der Knie-Dynastie: Franco junior mit Ehefrau Linna Sun (l.) und Schwester Doris.

Zauberhafte Zirkuswelt Hereinspaziert! Magische Momente bei der KniePremiere in Zürich.

E

s riecht nach Sägemehl und Popcorn. Farbige Lichter tanzen durch die Manege. Unter der Zirkuskuppel zeigen The Sorellas atembe­ raubende Kunststücke am Trapez. Orianne ­Cevey, Ex-Frau von Sänger Phil Collins, und ihre Söhne sitzen in der vordersten Reihe und staunen. Auch der ehemalige Zürcher Stadtpräsident Josef Estermann ist begeistert: «So durch die Lüfte zu schwingen, davon träume ich.» Countrykönigin Suzanne Klee schwärmt: «Wow, diese Muskeln!» Ex-Mister-Schweiz Stephan Weiler und seine Jasmin stehen eher auf Komik: «Ohne die Berner Starbugs wäre das Programm nur halb so geil!» Ein Raunen geht durchs Publikum, als sich die schweren Elefanten auf Befehl von Franco Knie hinlegen. Doch ein ganz Kleiner stiehlt sogar diesen Kolossen die Schau: Chris Rui Knie, 3, belohnt die grauen Riesen mit Bananen. Belohnung gabs auch für die Artisten: Standing Ovations im Finale. Text Lisa Merz, Sylvie Kempa Fotos hervé le Cunff, Bruno Voser

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Alle Bilder der 91. Zürcher Kniepremiere – jetzt auf www.schweizer-illustrierte.ch

Aufatmen! Nach der gelungenen Pferdeshow nehmen Mary-José, Fredy und Géraldine Knie ihren Applaus entgegen. Am Schluss gibts Standing Ovations!


small talk mit Claudia & Franco Knie

Einmal ohne Nadeschkin: Urs «Ursus» Wehrli mit seiner Brigitta.

Starbugs – die schnellsten Berner im Universum: Fäbu, Tinu und Silu (v. l.) begeistern mit ihrem Lausbuben-Charme.

Seiltänzer David Dimitri mit Ehefrau Christine Maier, Sohn Robin, Tochter Naomi.

Der Basler Christophe Gobet und sein Partner Rodrigue Funke (l.) alias The Sorellas turnen ohne Sicherung in acht Meter Höhe!

Grosse Zirkusfans: Schauspieler Mathias Gnädinger und Ehefrau Ursula.

Künstler Ted Scapa genoss einen Abend mit seiner guten Freundin Andrea Jäger.

party-facts Gastgeber Circus Knie Tatort Sechseläuten­ wiese in Zürich Food & Drinks Schinken­ gipfeli, belegte Brötli und viel Bier Most wanted Fredy und Géraldine Knie liessen sich ausserhalb der Manege nicht blicken Hoppla Die Besucher wurden von zwei Demons­ tranten «gegen Tiere im Zirkus» empfangen. Party-Rating

«164 Minuten pure Magie – leider hielt der Zauber nach der Show nicht lange an»

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Sahen das Programm zum zweiten Mal: ExMister-Schweiz Stephan Weiler mit Jasmin.

Franco Knie und Ehefrau Claudia erwarten den ersten gemeinsamen Nachwuchs: Zwillinge!

Herr Knie, Sie sind 55. Ihre Frau Claudia ist 42 und erwartet Zwillinge. Da denken viele an künstliche Befruchtung. Ach was, es war Fleissarbeit! Wir übten jeden Tag. Deshalb habe ich in meinem Alter auch noch keinen dicken Bauch. Frau Knie, Sie nehmen trotz Schwangerschaft an der Züri-Premiere teil. Ihnen gehts offenbar sehr gut? Ja, ich fühle mich wohl, und es gab bisher keine Komplikationen. Aber ich muss mich ja auch nicht grossartig anstrengen, ich begrüsse nur unsere Gäste. Wie ist es, so spät nochmals Eltern zu werden? Franco: Wir freuen uns sehr darauf. Es wird sicher ganz anders sein als bei meinen ersten Kindern. Ich werde die Babyjahre noch intensiver geniessen. Werden es Buben oder Mädchen? Claudia: Das wissen wir nicht. Werden Sie Ihren Mann jetzt überreden, einen grösseren Wohnwagen zu kaufen? Claudia: Wir werden sehen. Wir haben ja eigentlich ziemlich viel Platz. Franco: Unser Wohnwagen ist 14 Meter lang und 5 Meter breit. Wie eine kleine Wohnung. Ihr Enkel Chris Rui füttert in der Manege die Elefanten, Géraldines Sohn Ivan Frédéric darf als Akrobat auftreten. Welche Auf­gaben werden Ihre Zwillinge übernehmen? Franco: Die Aufgaben, die ihnen Freude bereiten. Unsere Kinder werden in einem spannenden Umfeld aufwachsen. Aber sie müssen nicht im Zirkus bleiben. Hauptsache, sie sind glücklich bei dem, was sie tun. Wann kommen die Kleinen denn zur Welt? Anfang Herbst. 

Silvia und Christoph Blocher: «Ich wollte immer Clown oder Zauberer werden», sagt er. schweizer illustrierte

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Party

Abschlag besser als Aufschlag Roger Federer beim GolfPlausch am Sempachersee

B

ei der Niederlage in Rom gegen Novak Djokovic war Rogers Aufschlag nicht optimal. Fast perfekt war hingegen sein Abschlag auf der Anlage des Golfclubs Sempachersee LU. Auf Einladung des gemeinsamen Sponsors Emmi spielte Tennis-Ass Federer gegen den Motorrad-Crack Tom Lüthi. Ein nicht ganz faires Duell: Steht doch Federer regelmässig in SMS-Kontakt mit seinem Freund, dem weltbesten Golfer ­Tiger Woods. «Und ich halte das erste Mal überhaupt einen Schläger in der Hand», meinte Tom lachend. Dafür gab ihm der Schweizer Profi-Golfer André Bossert Tipps: «Den Bauch einziehen und das Gewicht auf das rechte Bein.» Text Max fischer, Fotos marcel nöcker


Roger Federer und Tom Lüthi geniessen es, abseits von ­Tennisplatz und Rennstrecke beim Golfen abzuschalten.

Golfplausch mit Roger Federer, Stephan Wehrle, Kommunika­tion Emmi, Urs Riedener, CEO Emmi, und Tom Lüthi (v. l.). Profi-Golfer André Bossert scherzt: «Ich habe einen Caddie – du musst deine Tasche selber tragen.» Roger: «Es ist bitter, Tennis­ spieler zu sein.»

SI-Chefredaktor Nik Niethammer (r.) zu Rogers Vater Robert: «Die Ausgabe mit der Hochzeit von Roger und Mirka war die bestverkaufte der letzten drei Jahre.»

small talk mit roger federer Werden Mirka und Sie mit Ihrem Baby von Turnier zu Turnier ziehen? Im Rahmen des Möglichen haben wir das vor. Wie laufen die Geburts­ vorbereitungen? Tipptopp! Bis jetzt hatte Mirka eine super Schwangerschaft. Und wie gehts Ihnen selber? Je näher die Geburt kommt, desto häufiger spreche ich mit anderen Vätern über deren Erfahrungen. Und viele Leute schicken uns jetzt schon Babykleider – die Schränke füllen sich. Wir haben gehört, es werde ein Bub. Wir wissen es noch nicht, wir lassen uns überraschen. Ihr Vater Robert sagte uns vorhin, was für ein Wildfang Sie als Bub gewesen seien …

… und jetzt gehe ich ganz relaxt um, wenn ich mit Kindern zusam­ men bin. Ja, ja, das stimmt. Und ich bin auch froh, dass ich das Wilde ein wenig ablegen konnte (lacht). Was ist mit Ihrem Ehering? Mirka trägt einen. Beim Tennis­ spielen würde mich ein Ring stören. Und wenn ich ihn immer wieder ablegen und in der Tasche ver­ sorgen müsste, hätte ich Angst, ihn zu verlieren. Aber wenn ich mit dem Spitzentennis aufhöre, werde ich ihn schon tragen. Sind Sie ein leidenschaftlicher Golfer? Ich benutze Golf zum Entspannen. Die Plätze sind im Grünen, weg von den Städten. Vom Ballgefühl her kommt mit der Sport natürlich entgegen. Aber ich würde gern mal Stunden nehmen. FIS schweizer illustrierte

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W I E ST E H E N I H R E ST E R N E H E UTE?

Party

S TA R - A S T R O L O G I N

ELIZABETH

TEISSIER HAT D I E ANT WO RTE N

Überglücklich hält NähUnternehmerin Babette Keller die Siegertrophäe in den Händen: eine versilberte Champagnerflasche von Veuve Clicquot.

Mit Chrüzlistich und Zickzack an die Spitze Unternehmerin des Jahres: Babette Keller Senden Sie eine SMS mit ASTRO* an die Nummer 9988. Sie werden dann per SMS nach Ihren Geburtsdaten gefragt und erhalten einen persönlichen Astroschlüssel. * Fr. 2.50 pro erhaltenes SMS

MIT ASTROSCHLÜSSEL

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iner von fünf Menschen in der Region Biel-Seeland arbeitet in der Uhrenindustrie. Auch Babette Keller, 45: Vor über 20 Jahren nähte sie für ihre vier Kinder Höschen und Leibchen. «Dann machte ich mich selbstständig.» Doch keine Bank wollte ihr Geld geben. Mit den Einnahmen des ersten Auftrags zahlte sie ihre erste Nähmaschine. «Heute beschäftige ich 26 Leute.» Und ihre Firma ist Weltmarktführerin; sie verarbeitet Mikrofasern zu Poliertüchern und Handschuhen. Für diese Leistung erhält Babette Keller im «Dolder Grand» den Prix Veuve Clicquot für die Unternehmerin des Jahres 2009. Text max fischer, Fotos fabienne bühler

Unternehmerin Carolina Müller-Möhl (l.) und Model Aurélie Wolfensberger.

Ex-Unternehmerin des Jahres Golnar Abivardi mit Mann Theo Signer.

Senden Sie eine SMS mit STERNE* an die Nummer 9988. Nach dem Senden Ihres Astroschlüssels erhalten Sie Ihr Tageshoroskop direkt auf Ihr Handy. * Fr. 1.50 pro erhaltenes SMS

TAGESPROGNOSEN PER TELEFON 0901 59 89 00 ohne Astroschlüssel 0901 59 89 02 mit Astroschlüssel (Fr. 2.50 pro Anruf und Min.)

W W W.ET E I SS I E R.CO M

Meteo-Moderatorin Familientreff: Schmink-Unternehmerin Bea Ex-Unternehmerin des Cécile Bähler mit Freund Petri mit ihren Töchtern Kim (l.) und Lia. Jahres Haleh Abivardi und Christian Kauffmann. Patrick Liotard-Vogt.

«Hier glänzt alles!»

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older-Besitzer Urs E. Schwarzenbach macht sich zum Einjährigen gleich selber ein Geschenk: «Ich bin ein Büchernarr. Deshalb habe ich die Metamorphose des alten zum neuen Hotel dokumentieren lassen.» Herausgekommen ist ein 640-Seiten-Werk mit 550 Fotos (199 Franken). Als ihm die Fotografin für das Bild die glänzende Stirn trocknen will, sagt er: «Lassen Sie nur. Hier glänzt alles.» FIS


Notabene

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Von der voreiligen Verteidigung

Peter Bichsel

er Bus ist voll besetzt. Vor mir sitzt ein Am ersten Mai trugen bunte, alternative Junge ein junger Mann, offensichtlich auslän­ Transparent mit, auf dem der simple Satz stand: «Schafft den discher Herkunft, sehr wahrscheinlich Kapitalismus ab!» Ein blauäugiger Satz wohl, aber mir hat Tamile. Nun steigt eine ältere geh­ er trotzdem gefallen, ein Schafft-ihn-ab ohne jedes Wann und behinderte Dame ein, gepflegt geklei­ Wie – einfach jetzt und für immer. det, graue Dauerwellen mit etwas zu Und ein kleiner Teil davon wurde uns ja nach dem viel Bläue. Der Tamile vor mir springt ersten Schock der Finanzkrise auch von bürgerlichen Fach­ auf und bietet der Frau seinen Platz an. leuten und Politikern lieb gemacht. «Wir brauchen eine neue «Bitte schön», sagt er. Die Frau schaut Finanzordnung, wir brauchen eine neue Weltwirtschafts­ ihn voller Hass an, schubst ihn unnötigerweise noch etwas ordnung.» Inzwischen hört man kaum mehr davon, die Zeit mehr zur Seite und setzt sich ohne einen Dank auf den Sitz, drängt, und wir können nur noch das alte System stützen, der ihr wohl zusteht. Nun wieder dieser Blick zu ihm, ein flicken, reparieren und eben verteidigen. Etwa so wie die Blick, der etwa sagen könnte: «Mit mir nicht!» Soll ich ein­ Hockeyaner, die von neuem Feuer und Leidenschaft träumen greifen, soll ich ihr sagen, dass sie sich auch bedanken könnte? und, sobald sie auf dem Eis sind, nur noch zu verteidigen Aber ich fürchte, mein Hinweis könnte zu laut werden – haben. Im Sport heisst die Alternative Angriff. Im Leben wür­ de sie vielleicht Gelassenheit heissen, geniessen bereits habe ich Gänsehaut –, ich lasse es sein, – nicht kämpfen, sondern tanzen. Aber Gelassen­ und die Geschichte verfolgt mich lange und «Gelassenheit findet man nicht in den Krisen – auf Rezes­ verdirbt mir ­meine Zeit. Die Geschichte begann heit wäre sionen, auf Schweinegrippe und Kostenexplosio­ mich an irgend­etwas zu erinnern, an irgend­ eine Sache nen hat man zu reagieren, und reagieren heisst etwas. Verteidigung. Zwei Tage später ein Eishockeyspiel – der guten ich weiss nicht, ob man immer noch «Spiel» sagt Gelassenheit wäre eine Sache der guten – am Fernsehen, nicht aus besonderem Interes­ Zeiten, aber Zeiten, aber wann waren sie gut, die Zeiten, wann se, eher aus abendlicher Langeweile. Ich ver­stehe wann waren hat in den letzten hundert Jahren ein Gemeinde­ präsident seine Bundesfeieransprache mit den nichts von Eishockey und kenne nicht einmal Worten «In diesen guten Zeiten» angefangen? die Regeln, trotzdem mein Wunsch, dass die sie gut, die Schweiz gewinnen möge. Sie spielten, soweit ich Zeiten?» Die Zeiten waren immer schlecht, auch das beurteilen konnte, tapfer, sie bewahrten wenn es uns gut ging. Der Kapitalismus, den ihre Chance und bewahrten ihre Chance und bewahrten ihre die «Blauäugigen» abschaffen wollen, benötigt die Krisen. In Chance, waren dauernd in Bedrängnis und verteidigten den Krisen wird er verteidigt und wiederhergestellt. Das und verteidigten. Ich weiss, ich verfalle immer wieder dem hat mit der Schweiz wenig zu tun, ausser dass sie vielleicht in Fehler, dass ich irgendwelche Verhalten für schweizerische dieser Sache ein unglücklicher Musterstaat war, ein dauernder halte, die nichts anders sind als allgemein menschliche, Verteidigungsstaat. Der Igel, eingerollt und die Stacheln nach und in diesem Falle ist es eher das Erbarmen mit diesen aussen, jenes Symbol zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, ist Schweizern oder eben uns Schweizern, die so arg in Bedräng­ uns wohl allzu sehr in Fleisch und Blut übergegangen, und nis kommen. wir haben dabei wohl vergessen, dass sich auch ein Igel zur Und mit dem Erbarmen fällt mir auch Bundesrat Nahrungsaufnahme entrollen muss. Wie machen wir das? Wie Merz ein, der so tapfer wie ein Hockeyspieler oder eben wie entrollen wir uns? Ich weiss es so wenig wie jene mit ihrem ein Schweizer verteidigt und verteidigt und dabei immer ein Transparent. Ich weiss nur, dass es, sollte es gelingen, der bisschen verliert und dann den Rest verteidigt und wieder ein Dame mit den gebläuten Dauerwellen schwer zu erklären bisschen verliert. Im Sport hiesse die Alternative Angriff, im wäre.   Privaten und in der Politik würde sie Offenheit heissen. Das war es wohl bei der alten Dame im Bus, voreilige Verteidigung Peter Bichsel, 74, Schriftsteller und Publizist – eben das «Mit mir nicht, mit uns nicht».

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Leser impressum Ein Mister am ­Morgen. André Reithe­buch bei der Morgentoilette in seiner Suite im Hotel Eden Lugano.

Nr. 20, 98. Jahrgang. Erscheint montags Beglaubigte Auflage 232 519 Exemplare ISSN 0036-7362 Abonnements-Dienst (Telefon gratis) 0800 820 920 Mo bis Fr: 7.30–18.00 Uhr, aboservice@ringier.ch EINZELVERKAUF einzelverkauf@ringier.ch Redaktion Schweizer Illustrierte, 8008 Zürich, Dufourstrasse 23, Tel. 044 - 259 63 63, Fax 044 - 262 04 42 info@schweizer-illustrierte.ch internet www.schweizer-illustrierte.ch, www.online-kiosk.ch

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«Endlich wieder ein bodenständiger Mister» Schweiz, SI 19/2009 «Herzlichen Dank für den Bericht über André! Endlich wieder einmal ein bodenständiger Mister Schweiz! Ich wünsche ihm alles Gute und ein erfolgreiches Jahr!»

des Astra. [...] Deshalb gestatte ich mir, Ihnen zuhanden des Verfassers unsere Form des Kaktus zuzustellen: eine Strassenkarte, aus der ersichtlich wird, für welche Strecken der Bund zuständig ist und für welche nicht [...].»

Lidia Grob, per E-Mail

Rudolf Dieterle, Direktor Astra

u Der neue Mister

FREUDE AN der FAMILIE FREUND u Schweizer Grand Prix der Volksmusik, SI 19/2009 «Ich habe mich sehr über die Reportage über Stefan Roos und die Sängerfreunde gefreut. Endlich wieder einmal etwas über die Volksmusik. Das Bild, wie die fröhlichen Leute aus den Fenstern des Appenzellerhauses winken, ist herrlich. Ich wünsche viel Glück und Erfolg für das Finale in München.» Ladina Ziegler, per E-Mail

REAKTIONEN auf DEn KAKTUS u Kaktus, SI 18 und 19/2009 «Sie hatten die Freundlichkeit, mir gleichzeitig mit der Publikation des Kaktus in der SI einen echten Kaktus zuzustellen, ich danke Ihnen dafür. [...] Das Bundesamt für Strassen (Astra) ist für das schweizerische Nationalstrassennetz zuständig. Der Tunnel unter der Vue-desAlpes war und ist aktuell kein Nationalstrassentunnel und fällt somit nicht in die Zuständigkeit

Herr Dieterle hat recht. Wir entschuldigen uns für den zu Unrecht verliehenen Kaktus. Die Redaktion «Ich habe gestern Ihren Kaktus bekommen, der nun selbstverständlich einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch bekommen hat. Immerhin kann man zu einem Kaktus sagen, dass dieser lang­ lebig und nachhaltig ist, während eine Rose nach zwei Tagen bereits verblüht ist. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Grundsatz, den wir hier an der ZHAW bei der Ausbildung unserer Wirtschaftsstudierenden verfolgen. Beim Break-Even-Projekt ist dies nun leider nicht eingetroffen. In diesem Sinne betrachte ich Ihren Kaktus auch als Ansporn, unseren angehenden Jungmanagern – neben den Stacheln – weiterhin eine langfristig und nachhaltig orientierte Sichtweise zu vermitteln, die für eine gesunde und erfolgreiche Entwicklung unserer Wirtschaft nötig ist.» Markus Prandini, Dozent Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

Foto Thomas Buchwalder

Chefredaktor Nik Niethammer Verlagsdirektor Urs Heller stv. chef­redaktor Andrea Müller MITGLIED DER Chef­redaktion Stephan Sutter Sekreta­riat Sandra Hofer (Assis­tentin des Chefredaktors), Kathrin Berchtold (Assistentin des Verlagsdirektors) creative Director Jean-Robert Schaffter Nachrichten­chefin Alexandra Roder Unterhaltungs­chefin Bettina Portmann wirtschafts­chef Max Fischer Sportchef Iso Niedermann Bildchef Markus Schnetzer Textchef Natascha Knecht, Jan Morgenthaler autorin Stephanie Ringel chefreporter René Haenig Nachrichten Christine Zwygart (Politik), Marcel Huwyler, Thomas Kutschera, Nina Siegrist, Lisa Merz (Volontärin) Unterhaltung Sandra Casalini, Giuseppe Cerrato (Mode), Bar­bara Halter, Andrea Vogel, Sylvie Kempa (Volon­tärin) Sport Ilona Scherer, Alejandro Velert kunst Caroline Micaela Hauger Kultur, Die Besten Anina Rether (Leitung), Manuela Herzog, Kati Moser, Isolde Schaffter-Wieland Shopping Beatrice Schönhaus (Leitung), Ursula Borer, Kristina Köhler Gesundheit Verena Thurner (Leitung), Martin Schuppli Koordina­tion Sonderhefte Isabel Notari Bild­redaktion Ulli Glantz (stv. Bildchef), Fabienne Hubler, Sabine Senn (Volontärin) Fotografen Thomas Buchwalder, Fabienne Bühler, Rolf Edelmann, Hervé Le Cunff, Marcel Nöcker, Kurt Reichenbach, Arsène Saheurs, Charles Seiler, Willy Spiller, Bruno Voser, Dick Vredenbregt Layout/Produk­tion Björn Vondras (stv. Art Director), Maria Carlucci, Claudia Friedrich, Fabienne Hany, Dominic Koch, Nigel Simmonds (Info­grafiken), Otmar Staubli, Karin Strebel, Doris Wüthrich (Satztechnik) Design Beling Thoenen Design Korrektorat Stefan Bührer, Irène Müller si-web Edna Lisak (Leitung), Sarah Loffredo Ständige Mitarbeiter Urs Bärtschi (Auto), Peter Bichsel, Zeno van Essel, Pierre A. Graenicher, Helmut Hubacher, Peter Hürzeler, Hanspeter Künzler, Chris von Rohr, Peter Scholl-Latour, Mona Vetsch Buchhaltung Mirella Vignoni Büro Paris Suisse Presse Médias, Annemarie Mahler, 6 rue de Bièvre, F-75005 Paris, Tel. 0033-1-42 60 34 61, Fax 0033-1-42 60 54 69 BÜRO USA SwissPress, Inc., Helen Marchel, 29 Long Meadow Road, Riverside, Connecticut 06878, USA Tel. 203-637-6866, Fax 203-637-8392, swisspress@swisspress.tv Verlag Ringier AG, 4800 Zofingen Verlag der Ringier-Zeitschriften Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 11, Fax 044 - 259 68 44 Marketing Verena Baumann (Leitung), Esther Burger, Patricia Häusler leiter werbemarkt zeitschriften Martin Tamas Lesermarkt zeitschriften Roland Kühne Product Manager Nicole Wesche Produktionsleiter Roland Winkler Anzeigenverkauf International Fax ++41-44-259 69 96 Syndication und Nachdruckrechte RDZ Syndication – Ursula Steinegger, Dufourstrasse 23, CH-8008 Zürich, Tel. 044 - 259 61 60, Fax 044 - 259 86 69 Druck Ringier Print Zofingen AG, 4800 Zofingen, Tel. 062 - 746 31 11 Vertrieb im Ausland Ringier SA, BP 228, F-68306 St-Louis Cedex; Illustrierte-Zeitschriften-Vertriebs-GmbH, Turmstrasse 4, D-78467 Konstanz Auslands-Abonnementspreise Anfragen an den Verlag richten

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Die Liste

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JÖRG ABDERHALDEN

Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Aufgezeichnet von Thomas Kutschera

2 3 4 5 6 7 8 Mannsbild Jörg Abderhalden, 29, dreifacher Schwingerkönig aus Nesslau SG. Für feierliche Anlässe stürzt er sich schon mal in Schale, Grösse XL. Des Königs Masse: 188 cm, 120 Kilo, Schuhgrösse 46. Sein Lieblingsgetränk: Milch.

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Und weg! Ich möchte einmal mit meiner Familie rund um die Welt reisen. Bevor Andrea und ich Kinder hatten, waren wir oft im Ausland. Heute haben wir etwas Fernweh und freuen uns, mit den Kindern einmal andere Länder zu entdecken. Neugier Ich kann mir gut vorstellen, ein paar Monate im Ausland zu arbeiten und zu leben, eine andere Kultur und Sprache zu lernen. Tempo, Tempo! Ich möchte unbedingt mal in einem Formel-1Wagen auf einer Rennstrecke fahren. Die Frage ist nur, ob ich da reinpasse! Ab in den Süden! Ein Ferienhaus an der Wärme, das wärs! Damit ich mich während der kalten Jahreszeit dorthin zurückziehen könnte. Nur zuschauen An einem Eidgenössischen Schwingfest als Zuschauer dabei sein und das Drumherum geniessen. Mit Ehe­ maligen über die alten Zeiten plaudern – die schwärmen davon! In Frauenfeld 2010 will ich als Aktiver sicher noch dabei sein. Ohne Sorgen Seit ich Mitinhaber einer Schreinerei bin, be­schäftigt mich das Sammeln von Aufträgen sehr stark. Das Gefühl, verantwortlich zu sein, dass alle Beschäftigten Arbeit haben, ist speziell. Und dann? Ein Hobby suchen für die Zeit nach dem aktiven Schwingsport. Eigentlich hätte ich dann ja extrem viel Freizeit. Deshalb bin ich heute schon auf der Suche nach einer passenden Freizeitbeschäftigung. Damit ich dann sofort loslegen kann.

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Wunschtraum Einen Monat lang keine Agenda führen! Keine Termine, das Handy ausgeschaltet. Einfach tun und lassen, wonach mir gerade ist. Das wäre bestimmt ein neues Lebensgefühl.

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Das wärs Vieles, was ich privat unbedingt einmal tun wollte, habe ich getan: heiraten, Familie, Haus bauen. Deshalb fällt mir nichts mehr ein.

Foto Bruno Voser

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Ruhig Blut bewahren In unserer Familie steht Grosses bevor: Der 25. Mai ist der Termin für die Geburt unseres dritten Kindes. Wir hoffen, dass alles gut geht und ich bald einen gesunden dritten Spross in den Armen halten kann.


SI_2009_20  

People- und Lifestyle Magazin

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