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# 06 Juni 2013 CHF 5.50

Ryan Gosling der coolste kerl in hollywood Dave Dollé Wie gott und Gym ihn schufen Saoirse Ronan reif für den ersten KinoKuss

Shopping-

Tipps von Bikini bis ethnoSchmuck

goldkehlchen

rita ora

living

So zieht der Sommer ein!

Plus Solange Knowles + katie Holmes + Simon De Pury + Viktor Giacobbo + Tutia Schaad + Zach Galifianakis 06 9 771661 658008

+++ Das grösste SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ Das grösste SCHWEI


l a i r o t i d e e l y t s

#  06, Juni 2013

DIE NACKTE WAHRHEIT Diät-Tipps gehören zum Frühling wie Pollen und Putzen. Zwölf Kilo in zwei Wochen. Schlank im Schlaf. Ohne Disziplin zum Traumgewicht. Mich ärgert weniger, dass Magazine solche ­leeren Versprechungen publizieren, als dass es genug Leichtgläubige von diesem Unsinn gibt. Dabei weiss doch jeder, was es zum Abnehmen braucht: Kalorienzufuhr runter, also weniger essen, oder Kalorienverbrauch hoch, also mehr bewegen. Oder, noch besser, beides! Aber wie ernährt man sich vernünftig, wie motiviert man Sportmuffel, und wie viel Training braucht es für einen Beachbody? Die ehrlichen und deshalb leider wenig erfreulichen ­Antworten auf solche Fragen gibt uns Fitnesstrainer Dave Dollé. Wie sich absolute Askese auf den Körper auswirkt, zeigen die Aktfotos des 43-jährigen Ex-Leichtathleten. Ab Seite 68. Und für all jene, die sich – egal ob gestählt oder nicht – gern in die Sonne legen, haben wir die schönsten Bikinis, Badeanzüge und Shorts sowie wichtige Pflegeprodukte in diese Ausgabe gepackt.

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Sabina Hanselmann-Diethelm

Chefredaktorin SI Style

Foto: Marco Grob

Geniessen Sie das pralle Leben!


t l a h n i style #  06, Juni 2013

ÜBER UNS +++++++++++++++++++++++++++ 016 EDITORIAL 022 IMPRESSUM

TRENDS +++++++++++++++++++++++++++ 024 IM JUNI 038 TREND Sommerschmuck 040 TREND Flache Sandalen 044 SPECIAL Best of Bademode 053 3 LOOKS Weisse Jeans 054 ZOOM Namen, News, Lieblingsstücke 055 LOOK Erdem 056 TRESOR Edle Stücke, die entzücken 058 STYLE-TEIL Slipper 060 CHECKLIST Riga 064 MISTERSTÜCK Camo-Shorts von Hilfiger Denim 066 MEN Top Five

DAVE DOLLÉ

INTERVIEW +++++++++++++++++++++++++++ 068 Dave Dollé 102 Tutia Schaad

UNVERHÜLLT: DER FITNESSTRAINER PACKT IM INTERVIEW AUS UND VERRÄT, WIE MAN ZUM TRAUMBODY KOMMT. AB SEITE 68.

MODE +++++++++++++++++++++++++++ 082 Schwarz-Weiss 092 United Colors

LIVING SPECIAL

RITA ORA Sie ist frech, frisch und auf dem Weg nach ganz oben: das Porträt über das Goldkehlchen. Ab Seite 78.

UNITED COLORS Farbe, satt: Die Komplett­looks in knalligen Tönen sind etwas für Mutige. Ab Seite 92.

+++++++++++++++++++++++++++ 139 WOHNTRAUM Südsee 146 TRENDS Mittelmeer und China 150 HOMESTORY Inès de la Fressange 154 FAVORITEN Simon de Pury 156 FIRMENPORTRÄT B&B Italia 158 NEWS Möbelmesse Mailand 162 ADRESSEN

Fotos: Christoph Köstlin, Vogue / Scott Trindle / The Condé Nast Publications Ltd., Raphaela Pichler

BEAUTY +++++++++++++++++++++++++++ 107 AUFTAKT Kate Moss 108 SONNENPFLEGE 114 NEWS 116 NAGELLACK 120 SECRETS Katie Holmes 122 TRENDS 124 VERLOSUNG Lancaster 126 TOP FIVE 128 PFLEGE Deodorants 130 SPA & GREEN


t l a h n i style

#  06, Juni 2013

LIVING Der Sommer zieht ein. Rattan und Bananenblätter verströmen tropisches Flair. Ab Seite 139.

IN DER WÜSTE MAROKKOS WURDEN DIE SCHÖNSTEN KONTRASTLOOKS INSZENIERT. AB SEITE 82.

MAGAZIN +++++++++++++++++++++++++++ 173 AUFTAKT Film «Before Midnight» 174 KINO Ryan Gosling in «The Place Beyond the Pines» 178 LIEBLINGSLEKTÜRE Volker Hesse 179 MULTIMEDIA 180 KOCHEN Grasgrüne Granitée 181 GENUSS Ketchup 182 AUTO Renault Captur

SAOIRSE RONAN Der Kinderstar wird erwachsen und küsst das erste Mal vor laufender Kamera. Ab Seite 164.

RYAN GOSLING Tätowiert und erblondet, begeistert der coolste Kerl Hollywoods in seiner neuen Rolle. Ab Seite 174.

KOLUMNEN + RUBRIKEN +++++++++++++++++++++++++++ 034 BETTINA WEBER 132 ADRESSEN 136 HOROSKOP 170 SANDRA BAUKNECHT 171 LIEBE ETC. 184 GELD Markus Gisler 186 ZEITGEIST Viktor Giacobbo

Fotos: Amanda Camenisch, Ascot Elite (2), Geri Born

SCHWARZ AUF WEISS

STARS +++++++++++++++++++++++++++ 036 STIL-IKONE Solange Knowles 062 HE-MAN Zach Galifianakis 078 COVERSTORY Rita Ora 163 AUFTAKT Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow, Kate Hudson 164 STAR-STORY Saoirse Ronan 166 STARWATCH Gegensätzliche Promi-Paare 168 PARTY Coachella-Festival in Kalifornien


m u s s e r p m i e l sty Art Director Mode Beauty Living Textredaktion Head of Digital Fotoredaktion Grafik Korrektorat

Grafikkonzept Mitarbeiter dieser Ausgabe

Sekretariat Buchhaltung Büro Mailand Büro Paris

# 06 Juni 2013 CHF 5.50

Leitung Media-/Marketingservice Anzeigenservice Werbung Produktion Zeitschriften

RYAN GOSLING DER COOLSTE KERL IN HOLLYWOOD DAVE DOLLÉ WIE GOTT UND GYM IHN SCHUFEN SAOIRSE RONAN REIF FÜR DEN ERSTEN KINOKUSS

Auflage Redaktion SHOPPING-

TIPPS VON BIKINI BIS ETHNOSCHMUCK

GOLDKEHLCHEN

RITA ORA

Head of Sales and Marketing Marketingleiterin Leiter Anzeigenmarketing Anzeigenmarkt Zeitschriften Anzeigenverkauf Deutschschweiz Anzeigenverkauf Romandie Anzeigenmarkt International

LIVING

So zieht der Sommer ein!

PLUS SOLANGE KNOWLES + KATIE HOLMES + SIMON DE PURY + VICTOR GIACCOBO + TUTIA SCHAAD + ZACH GALIFIANAKIS

Abonnementsdienst Einzelverkauf Abonnementspreise

Verlag

06 9 771661 658008

+++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZ

Rita Ora wurde von Vogue / Scott Trindle ­fotografiert.

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Druck ISSN-Nummer

SABINA HANSELMANN-DIETHELM URS HELLER BARBARA PASTORE RICHARD WIDMER (Fashion Director), KARIN ANNA BIEDERT, MARTINA RUSSI, CHARLOTTE FISCHLI (Praktikantin) MONICA CONGIU, ANNETTE FRISCH CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT ANITA LEHMEIER (Leitung), DR. SHERIN HAFNER (Textchefin), LAURA CATRINA, DANIELA FABIAN, NINA HUBER RAPHAELA HAENGGI RALF JOST (Leitung), SUSANNE MÄRKI BERIT BISIG, ANDY LÄBER, DANIELA MIRABELLA ANDREA LEUTHOLD, MARCO MORGENTHALER, IRÈNE MÜLLER, MINA S.  TÜMER, PATRIZIA VILLIGER BELING THOENEN DESIGN Texte: Sandra Bauknecht, Andreas C. Englert, Markus Gisler, Jeremy Gloor, Barbara Maurer, Timothy Pfann­kuchen, Rahel Ueding, Bettina Weber Fotos: Geri Born, Amanda Camenisch, Véronique Hoegger, Inge Jurt, Christoph Köstlin, Dirk Merten, Raphaela Pichler, Paul Seewer Illustrationen: Märt Infanger, Elisabeth Moch Kathrin Berchtold, Beatrice Pisciottano, Sara Schrepfer Mirella Vignoni Martina Riebeck Angelo Buonomo & Didier Cometti Thomas Passen Verena Baumann Thomas Kords Beniamino Esposito (Werbemarktleiter) Colette Mader, Corinna Sarasin, Andrea Sarnella Olivier Jaccard, Clarisse Kouby Daniel Strässle (Verkaufsleiter), Sara Franceschini (Rubriken), Marc Naef, Claudia Straub Jeannine Jäger Frankie Dietschi Julia Tatje, Sabrina Zakowski Roland Winkler 200 000 Exemplare Schweizer Illustrierte Style, Dufourstrasse 23 8008 Zürich, Telefon 044 259 69 69, Fax 044 259 89 83 sistyle@ringier.ch, sistyle.ch Telefon 0800 880 870 (gratis), aboservice@ringier.ch Montag bis Freitag, 7.30 bis 18 Uhr oder online-kiosk.ch einzelverkauf@ringier.ch 1 Jahr: Fr. 45.– (inkl. 2,5 % MwSt.) Ausland-Abonnementspreise auf Anfrage Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 61 11, Fax 044 259 68 44 Swissprinters AG, 4800 Zofingen 1661-6588

Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: AIO Group AG, cash zweiplus ag, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Geschenkidee.ch GmbH, Goodshine AG, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, jobs.ch holding ag, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, Previon AG, Presse TV AG, Qualipet Digital AG, Ringier Africa AG, Ringier Digital AG, Ringier Studios AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, The Classical Company AG, Ticketcorner Holding AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA (Frankreich), Ringier Publishing GmbH (Deutschland), Juno Kunstverlag GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Kiadó Kft. (Ungarn), Népszabadság Zrt. (Ungarn), Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier China (China), Ringier Vietnam ­Company Limited (Vietnam), Get Sold Corporation (Philippinen). Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

Fotos: Dukas, Christoph Köstlin, Lorenzo Agius

Chefredaktorin Geschäftsführer Ringier Zeitschriften


i n u j e l sty

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

“Freiheit ist das Recht, alles infrage zu stellen.” AI WEIWEI 1

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GROSS, GRÖSSER, UNLIMITED. WAS DEN RAHMEN AN DER ART BASEL SPRENGT, GIBTS IN HALLE 1. EIN VERKOHLTER FLÜGEL, wie ein Kokon in schwarze Fäden verwickelt. Die beklem­ mende Szenerie geht auf ein Kindheitstrauma der J­ apanerin Chiharu Shiota zurück, als sie mit ­ansehen musste, wie das Haus ihrer Nachbarn niederbrannte. Ihr Werk «In Silence» ist einer der Höhe­ punkte an der Art

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­ nlimited. Noch nie war dieser Sektor der Art U Basel so reich bestückt – mit 79 Projekten. Nicht erschrecken, wenn alle paar Sekunden Sprinter so schnell wie möglich durch die Ausstellung flitzen. Es ist eine Arbeit des englischen Künst­ lers Martin Creed. Zum zweiten Mal in Folge ­kuratiert Gianni Jetzer, Direktor des Swiss Insti­ tute in New York, die Schau. Die Messe findet vom 13. bis 16. Juni in Basel statt. artbasel.com

4 HÖHEPUNKTE 2013 1 «Fairytale» von Ai Weiwei, gross geworden mit dem Mythos des Kommunismus. 2 Der Chinese Liu Wei schuf mit «Library II» städtische Landschaften aus Büchern. 3 Jaguar als Leichenwagen: «Speed Limit» ist eine neue Arbeit von François Curlet. 4 Für «In Silence» verbrannte Chiharu Shiota ein echtes Piano, und sie benötigte zehn Tage für das Verspinnen des schwarzen Garns.

Fotos: Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne, Ai Weiwei, Fairytale, 2007, Courtesy: the artist, Leister Foundation, Switzerland, Erlenmeyer Stiftung, Switzerland and Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne. Galerie Daniel Templon, Chiharu Shiota, In Silence, 2008, Courtesy: the gallery and the artist. Long March Space, Liu Wei, Library II, 2012, Courtesy: Long March Space. Air de Paris, François Curlet, Speed Limit, 2013, Courtesy: the gallery and the artist.

ENDLOS KUNST


i n u j e l sty

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

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GEWINNENder

Begehrt wie eh und je

drei Wir verlosen s. Die Jubiläumsjean rfen sie perdü r ne in ew G pe-Store in sönlich im Pe ­ ehmen. gn an pf ­Zürich in Em f au n he ­Mit­mac sistyle.ch

n DAS LONDONER LABEL PEPE JEANS FEIERT GEBURTSTAG IN DEN WILDEN SIEBZIGERN waren die Jeans der drei Brüder Nitin, Arun und ­Milan Shah unentbehrlich für Londons Trendsetter. Was 1973 mit einem Stand auf dem Portobello Market begann, ist heute mit 300 eigenen Läden eine der bekanntesten Denim-Marken der Welt. Die vierzig Jahre sind Pepe Jeans kein Stück anzusehen: Zum runden Jubiläum schenkt man sich eine Frischzellenkur in Form von Model of the Moment Cara Delevingne, 20. Dazu gibts ab Juli ein Modell mit der OriginalWaschung der allerersten Kollektion und ein Shirt mit Union-Jack-Druck. pepejeans.com

Hingondeln n LA BIENNALE IN VENEDIG EINE SCHLANGE, zweiköpfig und über achtzig Meter lang, aus Eisen gefertigt, wird die Besucher des Schweizer Pavillons in Venedig empfangen. Valentin Carron ver­tritt dieses Jahr unser Land an der 55. Kunstbiennale. Der 36-jährige Walliser lässt sich stark von seinem Heimatkanton inspirieren. Kuratiert wird die Ausstellung von Giovanni Carmine, Direktor der Kunst Halle Sankt Gallen. biennials.ch, labiennale.org VON VALENTIN CARRON 1 Aufgepepp­tes Mofa ­Piaggio Ciao, 2012. 2 Skulptur «Imperia V» aus Polystyrol, 2012: scheinbar exakte Kopie ­eines anderen Werks.

Fotos: Stefan Altenburger, «Ciao No 4 (nero)», Piaggio Ciao restored, und «Imperia V», 2012, © Galerie Eva Presenhuber, Zürich

FOREVER YOUNG 1 Frisch, die aktuelle Kampagne mit der Britin Cara Delevingne. Ehemalige Testimonials: 2 Sienna Miller, 3 Jason Priestley, 4 Daria Werbowy. 5 Fast geschenkt: Jeans (Fr. 99.90) und T-Shirt (Fr. 29.90) gibts für Damen und Herren.


BOROS

Vainard Boutique Z端rich Fine Jewellery Schl端sselgasse 4, CH-8001 Z端rich +41 (0)44 210 04 44 www.vainard.ch


i n u j e l sty

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

“Ich ver­suche, ein Sänger zu sein.”

HIER HÖREN WIR GERN HIN

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DAVE GAHAN

GREENFIELD, INTERLAKEN 13. bis 15. Juni Mit Rammstein springt der Funke rüber. greenfieldfestival.ch

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STARS OF SOUNDS, MURTEN 14. und 15. Juni Sir Elton John gibt sich die Ehre. starsofsounds.ch

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OPEN AIR ST. GALLEN 27. bis 30. Juni Wir verneigen uns vor den Kings of Leon. openairsg.ch

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BLUES ’N’ JAZZ, RAPPERSWIL 28. bis 30. Juni Die Irin Sharon Corr spielt die erste Geige. bluesnjazz.ch

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MOON AND STARS, LOCARNO 4. bis 14. Juli Amy Macdonald besingt die Piazza Grande mit schottischem Akzent. moonandstars.ch

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MONTREUX JAZZ FESTIVAL 5. bis 20. Juli «Hallelujah», Leonard Cohen! montreuxjazzfestival.com

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LIVE AT SUNSET ZÜRICH 10. bis 21. Juli Stephan Eicher geniessen, etwa bei einem Campari Soda, rot wie der Sonnenuntergang. liveatsunset.ch +++++++++++++++++++++++++++++++++

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In and outside

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GURTENFESTIVAL, BERN 18. bis 21. Juli Konzerte wie dieses: Die Toten Hosen. gurtenfestival.ch

n KEIN SOMMER OHNE FESTIVALS

HOUSE? NEIN, BLUES Vielen dürfte Hugh Laurie als Doctor House aus der Serie bekannt sein. Eben erschien sein zweites Album «Didn’t It Rain» (Warner Music). Am 14. Juli greift er in Zürich live in die Tasten.

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BLUE BALLS, LUZERN 19. bis 27. Juli Laura Mvula bietet Soul und karibisches Flair. blueballs.ch

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DIE ROSINEN Diese Künstler spielen an den Festivals in der Schweiz: 1 Dave Gahan von Depeche Mode, 2 Sophie Hunger, 3 Hugh Laurie, 4 Bastian Baker, 5 Romy Madley Croft, Oliver Sim, Jamie Smith (v. l.) von The xx.

PALÉO FESTIVAL NYON 23. bis 28. Juli Santana ist auch mit 65 flink auf der Gitarre. yeah.paleo.ch

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OPEN AIR GAMPEL 15. bis 18. August Indie-Rock aus England mit den Editors. openairgampel.ch

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ZÜRICH OPENAIR, RÜMLANG 29. August bis 1. September The xx liefern den Soundtrack zur Neuverfilmung von «The Great Gatsby». zurichopenair.ch +++++++++++++++++++++++++++++++++

Dukas, akg, Claude Dussex

PUBLIKUMSMAGNET Sophie Hunger ist gleich für mehrere Auftritte unter freiem Himmel engagiert, die Dreissigjährige spielt auf dem Gurten, in St. Gallen und in Nyon. Härter geht es am Greenfield in Interlaken zu und her: Dort rocken Rammstein die Bühne.

OPEN AIR FRAUENFELD 12. bis 14. Juli Reggae-Dancehall aus Berlin mit Seeed. openair-frauenfeld.ch


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TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

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MUSTs 1 HAFTBAR In einer Zeit, in

voegelekultur.ch

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Erstbesteigung n BALLY STREBT NACH OBEN GIPFELSTÜRMER Als Sherpa Tenzing Norgay mit Sir Edmund Hillary am 29. Mai 1953 den Mount Everest erklomm, wärmten Rentier-Stiefel von Bally seine arg strapazierten Füsse. Das Schweizer Unternehmen entwickelte für Alpinisten eine damals neuartige Gummisohle mit weniger Metall, die besser vor Erfrierun­ gen schützte. Zum sechzigsten Jahrestag des historischen Ereignisses lanciert die Marke die Everest-Kollektion, deren Herzstücke dem originalen Schuhwerk nachempfunden sind. bally.com

5 HÖHENLUST 1 + 2 Die komplette Everest-Kollektion ist ab September erhältlich. 3 Beilage der britischen Tageszeitung «The Times» von 1953 mit den zwei ­Pionieren. 4 Retro-Look: Damen-Boot «Hillary», Fr. 1150.–. 5 Herren-Boot «Himalaya», Fr. 1950.–. Ab 29. Mai im Verkauf.

2 FANTASTISCH

Als jun­ger Mann sorgte Max Ernst als Dadaist für Furore. Mit dreissig zog er von Köln nach ­Paris, wo er sich alsbald zu den Pionieren des Surrealismus gesellte. Die umfassende Retro­ spektive zeigt bis 8. September über 170 seiner Werke. fondationbeyeler.ch

WACHS Im of rcher House Zü im et eröffn utschen de s de op Brands ein Sh n Teile hmens. Desse Modeunterne elegant n er od m sie l gefallen, wei den Büro wie für sind und fürs en. ug ta k rin D k­Afterwor MARKENZU

jelmoli.ch

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3 SELEKTIONIERT

Das Musée Rath in Genf bringt noch bis 22. September mit «M Sélection» eine Auswahl an zeitgenössischer Kunst aus der reichhaltigen Sammlung des Migros Museums in Zürich. ville-ge.ch/mah

TEXTE  Laura Catrina, Nina Huber

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ESCADA OLI M NEU BEI JEL Juni

Fotos: «Beim ersten klaren Wort», 1923, Öl auf Gips, auf Leinwand aufgetragen, 232 × 167 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Foto: Walter Klein, Düsseldorf, © Pro Litteris, Zürich. 

der immer sofort ein Schul­diger gesucht und an den Pranger gestellt wird, reflektiert das ­Vögele Kultur Zentrum in der aktuellen Ausstellung den Begriff der «Verantwortung». Bis 22. September.


BETTINA WEBER ÜBER ZU VIEL SEX Ab einem gewissen Alter, sagen wir ab 36, macht man ja für allerhand Veränderungen, die man so an sich feststellt, genau das verantwortlich: eben das Alter. Zum Beispiel, wenn man morgens auf SRF 3 zunehmend ungnädig reagiert und sich mit dem Gedanken trägt, zu SRF 1 zu wechseln. Wenn man in London angesichts des gigantischen Angebots in den Läden nicht wie früher Euphorie verspürt, sondern bloss eine ungeheure Müdigkeit, weil einem das einfach alles zu viel ist. Oder wenn man für die Zugreise von Zürich nach Bern den Kauf eines Erstklassbilletts in Betracht zieht. Und spä­testens dann, wenn man sich dabei ertappt, wie einen der allgegen­ wärtige Sex nur noch anwidert, ist man überzeugt, dass nun das Alter endgültig zugeschlagen hat. Dabei bin ich ja in dieser Hinsicht eini­g ermassen unerschüt­t erlich, mich wundert nichts mehr im hori­ zontalen Bereich, nur schon berufs­ halber nicht: Ich habe einmal mit

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e­ inem Zoo­phi­len ein Interview geführt, also mit einem Mann, der sich sexuell angezogen fühlt von Tieren. Das war wirklich abgründig, auch deshalb, weil das Phänomen gar nicht so selten ist (zur Horizonterweiterung: In der Schweiz gibt es geschätzte 275 000 Zoophile, wobei das Gesetz den geschlechtlichen Umgang mit Tieren ver­ bietet – in Spanien und Italien ist einschlägiges Material legal zu kaufen). Und trotzdem. Der permanente Sex überall geht mir auf die Nerven. Ich seufze angesichts der jungen Frauen, die auf turmhohen Plateauschuhen und in knallengen Hosen dahergewankt kommen und aussehen wie einem GangsterRap-Video entsprungen. Oder anders gesagt: die aus­sehen wie jene Frauen, die man kaufen kann und die, weil sie ­ihren Körper feilbieten, ihre Verkaufsargumente ins b ­ este Licht rücken müssen. Es widert mich an, dass ich dauernd Mails von Seitensprung-Agenturen erhalte, mit Presse­ mitteilungen, die vor Stolz strotzen. Es ekelt mich, wenn Verlage immer wieder Erlebnisberichte von ehemaligen Escort-Girls veröffentlichen und einem weismachen ­wollen, es sei nichts dabei, sich auf diese Weise die nächste Label-Tasche zu finanzieren. Es stösst mich ab, wenn es in den Unterwäscheabteilungen nur noch Stringtangas und monströse Push-up-BH sowie Gelkissen für das Dekolleté und Höschen mit Gesässpolstern im Angebot hat, und noch mehr stösst mich ab, wenn ich dreizehnjährige Mädchen die Ware als «unsexy» oder «sexy» kommentieren höre. Und dann redet man mit Freundinnen und, weitaus aufschluss­ reicher, mit Freunden, und irgendwann, nach dem fünften Bier, gestehen die, sie hätten fast keinen Sex mehr. Vor allem bei denen, die Eltern sind, siehts düster aus, die r­ eden noch von geschätzten viermal im Jahr, was indes schon in Ordnung sei, sie hätten ja ohnehin keine Lust (Letzteres stimmt meist nur für die Frauen, die Männer haben eher Lust, einfach nicht auf die eigene Gattin, was sie aber erst nach dem achten oder neunten Bier zugeben). Und man fragt sich, ob an all dem gar nicht das Alter schuld ist. Sondern die Tatsache, dass Sex kein Geheimnis mehr hat und zum Leistungssport geworden ist. Und ob nicht all die nackte Haut und das plumpe Zurschaustellen von Körperteilen, diese ganze Aufdringlichkeit und Vulgarität, schlicht zu einer Art libidinöser Verweigerung führen. Damit sich das ändert, weil Sex ganz unzweifelhaft eine er­freuliche Sache ist, braucht die Welt dringend eines: mehr Prüderie.

BETTINA WEBER, 38, SCHREIBT IN SI STYLE ÜBER LEBENSART. SIE WOHNT IN ZÜRICH.

Illustration: Märt Infanger, Foto: Sarah Maurer

stylekolumne


style

VON KOPF BIS FUSS überzeugt diese Powerfrau. Die 26-jährige Musikerin, Produ­zen­tin, DJane und Mutter eines achtjährigen Sohnes mag nicht zuletzt wegen des Mega-Erfolgs ihrer grossen Schwester Beyoncé, 31, auf dem Radar von Paparazzi und Fashionistas ge­lan­det sein, doch diesen Platz hat sie sich mehr als verdient. Sie trägt die mutigsten, buntesten, verrücktesten Ensembles mit einer beneidenswerten Selbst­verständlichkeit, verleiht ihnen ihre eigene Note. In Insider­kreisen wird ihr Stil als Hipster-Chic beschrieben, von Freunden (unter anderem das Kenzo-Chefdesignerduo sowie Jenna Lyons vom Kleiderriesen J. Crew) wird sie «mix master» genannt. Ihre sanften Gesichtszüge und der Afrolook brach­ten der gebürtigen Texa­nerin letz­tes Jahr eine Kos­metik­kampagne für Rimmel London ein. Auch für Mode von Madewell macht sie Werbung. Und zu ihrem Hit «Losing You» werden wir die Sommernächte M EH R durch­tanzen. Da muss sich E VON SOLANSG der grosse Star in der FamiKNOWLn E ok lie warm an­ziehen. n weitere Lo

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Eine gibts zum der Sängerin en auf pp ho Nachs sistyle.ch

L’HEURE BLEUE Ohrstecker von SWAROVSKI, Fr. 95.–. Blazer von BENETTON, Fr. 135.–. T-Shirt von MANGO, Fr. 19.95. Jupe von H & M, Fr. 29.90. Armreif Maia, von PAMELA LOVE, bei barneys.com, ca. Fr. 545.–. Nagellack La Laque Couture, Nr. 37 Taupe Mauresque, von YSL, Fr. 38.–. Lippenstift Heidi Color Last VIP, Nr. 006 Sexy, von ASTOR, Fr. 12.90. Ringset von SIX, Fr. 9.90. Sandalen von DOSENBACH, Fr. 39.90.

REDAKTION  Charlotte Fischli

STIL -IKONE SOLANGE KNOWL E S


Fotos: Dukas (2), Getty, Inge Jurt (2), Paul Seewer (10) Adressen Seite 132

SUNDOWNER Metallische Sandaletten von ETRO, ca. Fr. 570.–. Pullover aus zwei­ lagigem Stretch-Mesh, von THEYSKENS’ THEORY, bei net-a-porter.com, ca. Fr. 320.–. Blumenshorts aus Baumwolle und transparente Clutch aus Methacrylat, Fr. 79.90 und Fr. 39.90, beides von ZARA. Chubby Stick, Nr. 12 Oversized Orange, von CLINIQUE, Fr. 26.–. Nagellack, Nr. 80 Juicy Orange, von COVERGIRL, Fr. 9.90. Ringset von CLAIRE’S, Fr. 8.90.

NACHTSCHICHT Nagellack Color Riche, Nr. 702 Black Swan, von L’ORÉAL PARIS, Fr. 9.–. Lippenstift Rouge in Love, Nr. 343 B, von LANCÔME, Fr. 43.–. Bluse von GERRY WEBER, bei Feldpausch, Fr. 119.–. Ärmelloses Seidentop von PLEIN SUD, bei Gassmann, Fr. 560.–. Seidenhose von STRENESSE, bei Jelmoli, Fr. 429.–. Clutch mit Perlen, von DIANE VON FURSTENBERG, Fr. 365.–. Sandalen aus Wildleder, von NAF NAF, Fr. 109.–.


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GIRL FROM IPANEMA KÜNSTLERISCH mutet an, was gerade zur Ferienzeit um Hals und Handgelenk hübscher Mädchen und Frauen baumelt: Sie schmücken ihre Glieder mit Geflochte­ nem, Gezotteltem, Geknüpftem. US-Star Olivia Palermo, 27, trägt auf St. Barts eine XL-Quastenkette zur Tunika, prächtig sieht der ethnisch angehauchte Schmuck auch zu Bikini und gebräuntem Body aus. Die Teilchen machen viel her, sind aber leist­ bar. Besonders schön sind die Souvenirs en gros, verknüpft mit Erinnerungen …

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3 4 OLIVIA PALERMO

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1 BIG Bunte Flechtarmbänder mit Totenkopfverschluss, je Fr. 29.80. 2 ISABEL MARANT Kette aus Messing, mit Leder­ quasten, bei net-a-porter.com, ca. Fr. 225.–. 3 DOLCE & GABBANA Ohrclips mit Pompons und Quasten aus Raffia, mit Seiden­blumen und Glitzersteinchen, ca. Fr. 860.–. 4 SIX Ohrhänger mit Zotteln und Kunstperlen, Fr. 12.90. 5 H & M Kette mit bunten Quasten und Steinen, Fr. 34.90. 6 MANGO Creolen mit Metallperlen und Zotteln, Fr. 16.95. 7 VENESSA ARIZAGA Handgefertigtes Armband «Holiday», mit Gliederkette und Anhänger, bei N° 2, Fr. 178.–.

Foto: Dukas Adressen Seite 132

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REDAKTION Charlotte Fischli

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1 2 3 TIEFERGELEGT IST HOCH IM KURS

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1 BUFFALO Kunstledersandale mit goldfarbenen Nieten, Fr. 89.90. 2 ANCIENT GREEK Lederschuhe, handgefertigt, ca. Fr. 170.–. 3 BATA Sandale, mit knöchelhohem Doppelriemen, Metallnieten und grauem Strass bestückt, Fr. 49.90. 4 MINELLI Bronzefarbene Plastiksandale mit Nieten im Goldton, Fr. 55.–. 5 COSMOPARIS Modell Horka, aus Lackleder, mit Totenköpfen dekoriert, bei Manor, Fr. 159.–. 6 BALENCIAGA Navyblaue Ledersandale mit Metallnieten im Goldlook, bei mytheresa.com, ca. Fr. 560.–. 7 K. JACQUES Wildledersandale Buffon Caraïbe, bei Vestibule, Fr. 270.–.

Adressen Seite 132

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Foto: Dukas, Inge Jurt (5)

FLACHLAND Feine Zehensandalen sind ein Klassiker und wieder en vogue. Die schmal geschnittenen bequemen Treter lassen sich beliebig kombinieren und von Beach bis Grossstadt gut anschauen. Wer es rockig will, investiert in Modelle mit Nieten, aber auch die schlichten sind der Renner. Das südafrikanische Victoria’sSecret-Model Candice Swane­poel, 24, zeigt uns, wie der Sommerschuh elegant daherkommt, nämlich mit Faltenjupe, Rundhals-Top, Ray-Ban-Brille. Wichtig: Eine Pediküre ist bei so viel Fussfreiheit Bedingung.

REDAKTION Karin Anna Biedert

CANDICE SWANEPOEL


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DER ITSY-BITSY-TEENIE-WEENIE-STRANDBIKINI MUSS NATÜRLICH MIT INS GEPÄCK. SEINE STYLISCHEN FERIENFREUNDE – HOTPANTS, HIGH HEELS, CLUTCH, COLLIER UND BRILLE – SIND MIT VON DER PARTIE. LOS GEHT DIE REISE MIT H & M. 1 Bikinioberteil, Fr. 19.90, Höschen, Fr. 14.90. 2 Strickkleid, Fr. 29.90. 3 Ohrhänger, Fr. 7.90. 4 Hut, Fr. 14.90. 5 Hotpants, Fr. 39.90. 6 Raffiataschen, je Fr. 19.90. 7 Halskette, Fr. 12.90. 8 High Top, Fr. 49.90. 9 iPhone-Hülle, Fr. 9.90. 10 Bikinitop, Fr. 14.90, Panty, Fr. 14.90. 11 Sonnenbrille, Fr. 9.90. 12 Bandeautop, Fr. 14.90, Höschen, Fr. 14.90.


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1 Bikinitop, Fr. 24.90, Höschen, Fr. 14.90. 2 Badeanzug, Fr. 29.90. 3 Hut, Fr. 14.90. 4 Halskette, Fr. 14.90. 5 Bikinioberteil, Fr. 24.90, Hotpants, Fr. 14.90. 6 Bracelet, Fr. 12.90. 7 Bandeautop, Fr. 24.90, Tanga, Fr. 14.90. 8 Bikinitop, Fr. 7.90, Höschen, Fr. 7.90. 9 Sonnenbrille, Fr. 12.90. 10 Ballerinas, Fr. 29.90. 11 Ring, Fr. 9.90.

Fotos: Inge Jurt

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1 Sonnenbrille, Fr. 9.90. 2 Kleid, Fr. 24.90. 3 Ohrclips, Fr. 9.90. 4 Bandeau-Oberteil, Fr. 24.90, Tanga, Fr. 14.90. 5 Top, Fr. 24.90, Minijupe, Fr. 24.90. 6 Collier, Fr. 24.90. 7 Clutch, Fr. 29.90. 8 Trinkflasche, Fr. 14.90. 9 High Heels, Fr. 69.90. 10 Halskette, Fr. 12.90. 11 Blumenanstecker, je Fr. 4.90. 12 Bikinioberteil, Fr. 29.90, Höschen, Fr. 14.90. 13 Bikinitop, Fr. 24.90, Höschen, Fr. 14.90.

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stylespecial

MIT SPORTLICHEN EINTEILERN, ZITRONENGELBEN BIKINIS, MARINE- ODER HIPPIEACCESSOIRES GEHEN SIE GARANTIERT NICHT UNTER. FUR WASSERMANNER GILT: GET SHORTY. REDAKTION  KARIN ANNA BIEDERT / MARTINA RUSSI

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Fotos: Inge Jurt (7)

1 MANGO Verspiegelte Sonnenbrille im Piloten-Stil, Fr. 26.95. 2 PLEIN SUD Tunika aus Seide, bei Mon Amour, Fr. 460.–. 3 MELISSA ODABASH Triangelbikini «Dubai», bei stylebop.com, Fr. 230.–. 4 JIMMY CHOO Sandale aus Wild­leder, mit Reiss­ verschluss, Fr. 695.–. 5 SCOTCH & SODA Geknüpftes Armband mit Muschelanhängern, Fr. 26.–.

ADIDAS ORIGINALS BY JEREMY SCOTT BADEANZUG «FACE», AUS LYCRA, MIT PORTRÄT-DRUCK, AUCH ALS BIKINI ERHÄLTLICH, CA. FR. 120.–. luisaviaroma.com

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5 1 ANDREA HINNEN Badeshorts «Easy Rider», Fr. 150.–. 2 CALZEDONIA Schwimmshorts mit Farb­­verlauf, ca. Fr. 35.–. 3 JOCKEY Karohosen mit Gummizugbund, Fr. 69.90. 4 LAHCO FOR PELIKAMO Himmelblaue Badehosen mit verdeckter Reissverschlusstasche, bei Pelikamo, Fr. 169.–. 5 H & M Shorts zum Binden, aus leichtem Stoff, Fr. 19.90.


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1 TOPSHOP Bikini mit Bügel-BH und hoch geschnittenem Höschen, bei topshop.com, ca. Fr. 55.–. 2 DIOR Sonnenbrille «Demoiselle», im Fünfziger­ jahre-Stil, ca. Fr. 420.–. 3 ZIMMERMANN Bustier-Badeanzug «Elixir Frill», bei zimmermannwear.com, ca. Fr. 260.–. 4 ONDADEMAR Einteiler, im Nacken gebunden, bei zalando.ch, Fr. 255.–. 5 ASOS Orchideen-Haarspange «Johnny Loves Rosie», bei asos.de, Fr. 19.25.

ERES Bustier-Badeanzug mit dekorativen Reissverschlüssen an der Brustpartie, bei Jelmoli, Fr. 619.–.

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Fotos: Inge Jurt (5)

1 LA REDOUTE Bandeau-Oberteil mit Nackenträger und Slip, auf der Seite geflochten, Fr. 69.90. 2 CALIDA Bustiertop mit abnehmbaren Trägern und Höschen mit Gürtel, bei Manor, Fr. 69.90 und Fr. 44.90. 3 MARC O’POLO Ring mit Knotenelement, Fr. 131.–. 4 MOSCHINO CHEAP AND CHIC Abendtasche in Segelschiffform, aus Leder, ca. Fr. 490.–. 5 WATERCULT Bikini mit Schiffchenprint, aus der Linie «Bon Voyage», Top ca. Fr. 79.– und Höschen ca. Fr. 63.–. 6 STUART WEITZMAN Plateausandale «Portholes», aus Nappaleder, ca. Fr. 440.–.


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4 1 McTAVISH Surfbrett «Scooter», im Retro-Design, wird in Australien von Hand hergestellt, ca. Fr. 1270.–. 2 LISA MARIE FERNANDEZ Einteiler «Farrah», aus Hightech-Material, bei net-a-porter.com, ca. Fr. 410.–. 3 ADIDAS BY STELLA McCARTNEY Surfanzug aus Neopren, mit langem Zipper, ca. Fr. 370.–. 4 BELDONA Mehrfarbiger, sportlicher Badeanzug, Fr. 179.–.

1 TOMMY HILFIGER Laufsteg-Look aus der Sommerkollektion 2013, der Badeanzug kostet Fr. 259.–. 2 C & A Hut aus Papier, Fr. 15.–. 3 TA-BOU Badeanzug mit integrierten BH-Bügeln, Fr. 275.–. 4 LIDEA Einteiler aus der Serie «Zipper Stripes», ca. Fr. 152.–. 5 MARC JACOBS Tasche «Prisoner Pillbox», aus Leder, ca. Fr. 1450.–.

BARRACA CHIC TRIANGELBIKINI AUS DER CANDY-SERIE, IN VIELEN FARBEN, FREI KOMBINIERBAR. DIE BÄNDEL SIND BEI ALLEN GELBGOLD, FR. 215.–.

Fotos: Inge Jurt (4), Imaxtree

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looksstyle DAS PASST DAZU Ohrschmuck, SWAROVSKI, Fr. 150.–.

REDAKTION  Martina Russi FOTOS  Geri Born, Inge Jurt HAIR & MAKE-UP Angela Marbach MODEL  Alice W. / Option

Adressen Seite 132

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stylezoom STILLGESTANDEN

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DAS SCHAUEN WIR UNS NÄHER AN: WAS NOBLES AUF DIE NASE, EIN PRINT, DER AUFFÄLLT, EINE FRAU MIT ECKEN UND KANTEN. SCHNAPPSCHÜSSE AUS DER FASHION-SZENE.

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Das Modell DD01, das der kroatisch-deutsche Designer für das Berliner Brillenlabel kreiert hat, ist ein Schätzchen: Die Edelstahl­ fassung ist mit Gold beschichtet, darauf liegen Ringe aus Wasserbüffelhorn. mykita.com MARKE PIÈCE D’ANARCHIVE (2) Die Schwestern Priscilla und Déborah Royer zelebrieren mit ihrer Kollektion die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und zeitgeistiger Coolness. Ihre Stücke aus Guipure-Spitze, Tweed, Jacquard, Plissee kann man zum Beispiel bei farfetch.com bestellen. piecedanarchive.com TREND TARNMUSTER siegt im Kampf um den gerade angesagtesten Print. Späht man auf die kommende Saison, wird klar, dass es seine Stellung noch eine Weile halten wird: Der Londoner Designer Christopher Kane (3) und MSGM (4), das Label des Italieners Massimo Giorgetti, zeigen, wie man Camou­ flage im Herbst trägt. Bis dahin decken wir uns mit dem Seidentop «Riley» von Equipment (5) ein. equipmentfr.com MODEL SAM ROLLINSON (6) Die Britin ist gesegnet mit Wangenknochen, so scharf, dass sie Glas schneiden könnten. Gefährlich schön, fanden auch Balenciaga und Zara und enga­ gier­ten die 19-Jährige für ihre Kampagnen. Der Laufstegstar twittert unter @SamRollinson. NEWS KATE BOSWORTH & TOPSHOP (7) Die stilbewusste Actrice arbeitet mit der Modekette an einem Festivalprojekt. Bevor die dabei entstandenen Kleidungsstücke (darunter Wildledertop und -shorts mit LaserCut-outs oder eine bestickte Lammfellweste) in den Verkauf kommen, unterzog sie Kate am Coachella Festival (mehr auf Seite 168) dem Realitätstest. Bestanden! topshop.com

LAURA CATRINA, MODEREDAKTORIN VON SI STYLE, ÜBER NAMEN, NEWS UND LIEBLINGSSTÜCKE.

Fotos: Imaxtree (4), INF, Xposure, Imaxtree (2)

FAVORIT DAMIR DOMA FÜR MYKITA (1)

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lookstyle

NETTE NECKEREI HIE UND DA EIN BISSCHEN TRANSPARENZ SORGT FÜR UNGETRÜBTE FREUDEN.

REDAKTION  LAURA CATRINA

DAS SPIEL DER VERFÜHRUNG will gelernt sein, um es nach allen Regeln der Kunst auskosten zu können. Mit den duf­ tigen Kreationen, die sich viele Designer einfallen liessen, zeigt man Haut, ohne stillos zu wirken. Durchsichtiges ist be­ son­ders reizvoll, wenn mehrere Schichten übereinander getragen werden. Der Lon­ doner Modeschöpfer Erdem Moralioglu entwarf zarte Organza-Lagen, die sich wie eine Wolke über Blütenstickereien legen. Spitzenstoffe machen hochgeschlossene Dekolletés und lange Ärmel unwider­ stehlich – und sommertauglich.

ERDEM

ANZIEHEND sind auch feine Blusen, die einen Blick auf die Wäsche erlauben. Dass diese mit Sorgfalt auszuwählen ist, ver­ steht sich von selbst. Unter fliessenden transparenten Seidenhosen blitzen Shorts durch, dazu passt ein dünner Strickpulli. Wagemutigere tragen unter einem Kleid oder Rock mit freier Sicht nur eine kon­ servativ geschnittene Panty, aber bloss keinen Tanga! Zu leicht durchschaubar wollen wir ja nicht sein. erdem.com

NEUE KLARHEIT Big Apple ansässige 3.1 PHILLIP LIM Das im t begehrtesten zei zur die cht Label ma mit patchwork­ rts «I Love New York»-Shi . 31philliplim.com de Sei aus zen sät artigen Ein ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ fsteg-Linie der Lau Die E IQU UN TOPSHOP ihren Kleidern bei elt spi britischen Modekette ken. topshop.com mit raffinierten Einblic

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styletrend

TRESOR

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NEUES AUS DER WELT DER BIJOUX: EDLE STÜCKE, DIE ENTZÜCKEN.

BELLA VISTA

DE LA CLASSE

chantecler.it

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AUS DER KOLLEKTION «PARIS NOUVELLE VAGUE» DES FRANZÖSISCHEN JUWELIERS CARTIER STAMMT DIESER AUSSERGEWÖHNLICHE RING. ER IST AUS ROSÉGOLD GEFERTIGT UND MIT HÄMATITEN, AMETHYSTEN, RAUCHQUARZ, PINKFARBENEM OPAL SOWIE DIAMANTEN SERTIERT, FR. 16 100.–. cartier.com

Damen des Jetsets wie Grace Kelly oder Audrey Hepburn schwärmten für die Bijoux der 1947 auf Capri ge­gründeten Marke Chantecler. Auch heute begeistert die Firma mit einzigartigen Preziosen, oft aus Koralle, Türkis, Perlen oder Onyx. Die Gelbgold-Ohrhänger aus der Serie Rendez-vous sind mit Diamanten und Horn besetzt, Fr. 9800.–.

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HANDARBEIT

Stil, aus dem Ärmel geschüttelt: Genauso elegant wie die Altiplano-Uhr des Genfer Traditionsunternehmens Piaget fallen auch die Manschettenknöpfe der Kollektion aus. Die Preziosen für Männer sind aus Roségold gearbeitet und mit je einem Hämatit bestückt, Fr. 4000.–. piaget.com

VANESSA SEWARD

OHRAKEL

Nach Modedesignern wie Christopher Kane, Mary Katrantzou oder Matthew Williamson entwirft nun Vanessa Seward für die Linie ­Atelier Swarovski. Die Argentinierin, die schon für Chanel und Azarro arbeitete, propagiert von Hand gemachte Kristall-Bijoux in einem dezenten Goldton, Fr. 560.–. atelierswarovski.com

REDAKTION Sabina Hanselmann-Diethelm

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Die «Première» war die erste Uhr, die Chanel 1987 für Frauen kreiert hat. Ihre Form erinnert an das Flakon des Parfums N° 5 und den Grundriss der Place Vendôme. Die Neuauflage trägt ein schickes Kettenbracelet. Erhältlich ist die Uhr in Stahl, Weiss- oder Gelbgold, mit Perlmutt- oder schwarzem Lackzifferblatt ­sowie mit oder ohne Diamanten. Kleines Modell in Gelbgold, Fr. 16 500.–. chanel.com


styleteil PANTOFFELHELDIN DAHEIMBLEIBEN KOMMT GAR NICHT INFRAGE. DIESE AUF­ FALLEND ELEGANTEN SLIPPER WOLLEN AUSGEFÜHRT WERDEN. ­GLITTER, KRISTALLE UND NIETEN DRÄNGEN ANS TAGESLICHT.

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Rolling Spikes, ca. Fr. 1000.–.

STEVE MADDEN

Bei Manor, Fr. 119.–.

KRISTEN STEWART

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BLICKFANG

DIE KRÖNUNG

Sofort zugreifen: Das ist viel Mode für wenig Geld.

Die Blogger werden sich bestimmt auf Sie stürzen.

Dieses exzellente Stück macht frau zur Stil-Queen.

Adressen Seite 132 Foto: Dukas (1), Inge Jurt (4), Paul Seewer (1)

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Bei Pompes Funèbres, Fr. 79.–.

BATA

Auch in Rosa, Fr. 49.90.

REDAKTION Richard Widmer

GRACELAND

Bei Dosenbach, Fr. 29.90.


stylechecklist BALTISCHE BLÜTE DIE LETTISCHE HAUPTSTADT RIGA REIZT MIT JUGENDSTIL­ FASSADEN, KUNSTGALERIEN UND IHRER NÄHE ZUR OSTSEE. SCHLAFEN & ESSEN 1 GARAGE Leichte Küche in coolem Am­bi­ ente. Monatliche Gratisdegustation von jeweils zwei «Gastweinen». Elizabetes iela 83/85, Tel. 26 628 833, garage.lv

2 HOTEL NEIBURGS Situiert in einem der schönsten Art-nouveau-Gebäude der Altstadt, mit eigener Bibliothek und Spa. DZ ab Fr. 160.–. Jauniela 25/27, Tel. 67 115 522, neiburgs.com

3 RAW GARDEN Da frohlockt das Herz von Veganern und Vegetariern: Rohkost von Lett­ lands Biobauern wie Zucchini-Hummus, Kürbis­ pasta mit Nusspesto, Feigen-Kokos-Kuchen. Skolas iela 12, Tel. 22 302 296, rawgarden.lv

4 CAFÉ OSIRIS Seit Jahren ein In-Place – von Zmorge bis Znacht – trotz salopper Einrichtung; sehr beliebt bei Einheimischen. Abends reser­ vieren! Krisjana Barosa iela 31, Tel. 67 243 002 5 GUTENBERGS Das Beste des altehrwürdi­ gen Viersternehotels, das einst als Druckerei er­ richtet wurde, ist das Dachterrassen-Restaurant. Geöffnet von Mai bis September. DZ ab Fr. 140.–.

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Flair des Concept-Store, wo man gern stöbernd verweilt. Terbatas iela 6/8, Tel. 67 284 828, riija.lv

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REDAKTION Nina Huber

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stylemänner

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KEINE WITZFIGUR 1 Helm ab: Der Schauspieler leger unterwegs in Venice, Los Angeles. 2 Mister Cool: an der Premiere des Animationsfilms «Puss in Boots» (2011). Zach lieh der Figur Humpty Dumpty die Stimme.

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H E -MAN ZACH GALIFIANAKIS SEX-QUOTIENT

Ernst nimmt der komische Kauz kaum ­etwas, schon gar nicht die Mode. Trotzdem sieht er meist ziemlich stylisch aus, macht es ihm seine Statur doch nicht ­einfach. Er trägt lieber ein hellblaues Sakko, Käppi, Sneakers statt schlank ­ ­machendes Schwarz. Der Vollbart, sein Markenzeichen, verleiht dem Actor die Herbe, die auch seinen trockenen Humor auszeichnet. Wir goutieren das lächelnd.

Der 1,73 Meter Grosse griechischer Herkunft braucht keinen Adoniskör­per, um die Lust auf lustig in uns zu wecken. Der Schalk spiegelt sich in seinen Augen, Lachfältchen inbegriffen. Eins ist ihm aber heilig: das einfache Leben mit seiner Frau auf einer abgelegenen Farm. Dafür kehrt er dem schönen Schein Holly­woods so oft wie möglich den Rücken. Schönheit vergeht, Charakter besteht. Kein Witz.

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Fotos: Dukas

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STYLE-QUOTIENT

TEXT Laura Catrina

GEBOREN 1. Oktober 1969, Wilkesboro, North Carolina, USA FILME «The Hangover» (2009), «Due Date» (2010), «The Hangover Part II» (2011), «The Campaign» (2012); ab 30. Mai mit «The Hangover Part III» im Kino LEBEN War Stand-up-Comedian; überlebte wegen einer Nussallergie nur knapp einen Streich von Kollege Will Ferrell


stylemänner IN DECKUNG! GUT GETARNT PRÄSENTIEREN SICH AUCH ZIVI­­LISTEN IN CAMOUFLAGE: DER KHAKIFARBENE DRUCK IST ­VARIANTENREICH KOMBINIER- UND UNVERZICHTBAR.

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FAY Poloshirt, bei Sträuli, Fr. 215.–. SWAROVSKI Automatikuhr Crystallium ­Silver, Fr.  1800.–. HARDY AMIES Perforierter Wildlederblouson, bei No 2, ­ Fr. 2418.–. CORDWAINER Handgefertigte College-Loafer, bei CPH, Fr. 319.–.

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Adressen Seite 132 Fotos: Inge Jurt (5), Paul Seewer (2)

TECHNOBOHEMIAN Stoffschuhe von John Malkovich, exklusiv bei yoox.com, ca. Fr. 185.–. BAND OF OUTSIDERS ­Hemd, bei Fidelio, Fr. 369.–. L.G.R. Brille Asmara, bei specspec.ch, Fr. 238.–. JOY JEWELS Shopper Bolga, Fr. 94.–.

Shorts Camo, enim, von Hilfiger D .– 39 Fr. 1

REDAKTION Richard Widmer

CAMO RELAXED


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MÄNNER

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CHAPEAU, MONSIEUR

Trilby aus Papierstroh, mit Schnur-Dekor an der Krempe, Fr. 14.90. hm.com

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SANTÉ

Anno 1932 produziert der Destillateur Paul ­Ricard seinen ersten Anis-Likör. Der «echte Marseiller Pastis» schmeckt am besten mit etwas Wasser und zwei, drei Eiswürfeln. Ein Liter kostet Fr. 27.45. coop.ch/coopcity

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FREIZEIT

Flache Zweizeigeruhr Mathiesen OM8, mit Edelstahlgehäuse, Handaufzugs­ kaliber ETA 7001 und schwarzem Kalbslederarmband. Ole Mathiesen, Fr. 1380.–. manufactum.ch

BOULE UM MICH Set mit original Pétanque-Kugeln aus Stahl in einem in der Schweiz hergestellten Holzkoffer. Mit Cochonnet, Rollmeter, Putztuch sowie Spielanleitung, Fr. 110.–. boule.ch

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Slipper «Arno», in Türkis, aus butter­weichem Wildleder. Auch in Camel, Grau, Marine, Kobaltblau oder Jade ­erhältlich, ca. Fr. 340.–. mrhare.com

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CONTENANCE, MEINE HERREN! ANDY ENGLERT, UNSER «MAN IN STYLE», BEOBACHTET TRENDS AUS NOBLER ­DISTANZ. DER AUTOR LEBT IN MÜNCHEN.

ES IST IMMER SCHÖN, wenn sich ein ­Gentleman schützend vor seine Lady stellt. Im Gegensatz zur grauen Vorzeit gilt es heute im Alltag, die Dame des Herzens weniger vor wilden Tieren oder feindseligen Nachbarstämmen zu verteidigen als vor unfreundlichen Kellnern, schlecht erzogenen Tramfahrgästen oder pedantischen Parkwächtern. DIESE AN SICH kaum lebensbedrohenden Momente scheinen aber sogar im 21. Jahrhundert bei manchem ausgesprochen archaische Instinkte hervorzurufen: Dunkelrot anlaufende Köpfe, unangemessene Lautstärke, Kraft­ ausdrücke und Pöbeleien sowie ansatzweise höchst martialische Gebär­den zeugen davon. Vor ­allem treten sie zutage, wenn solche Wut­bürger, gleich welchen Alters, in weiblicher Begleitung sind. Als Krönung fühlen sie sich dann als die wahren Herren und Beschützer, die edlen ­Ritter der Neuzeit. KEINE FRAGE: Ist Kritik angebracht, darf sie ausgesprochen werden. Sollte sie auch, manchmal sogar durchaus bestimmt. Eine Explosion ist allerdings wenig beeindruckend, ­gerade wenn die Bombe, die hochgeht, mensch­licher Natur ist. In den fast abgeholzten Urwäldern ist die Spezies der Brüllaffen zum Teil schon recht s­ elten geworden – in der Zivilisation scheint sie leider zuzunehmen … Mein Vorschlag zur Güte: Sorgen wir dafür, die echten Brüllaffen in ihrem Bestand zu retten und ihre humanen Nachahmer im Grossstadt­ dschungel bald aussterben zu lassen.

REDAKTION Karin Anna Biedert Fotos: Inge Jurt (3)

WIE ES IHM GEFÄLLT: PRAKTISCHE TIPPS UND TRENDS FÜR EINEN STILVOLLEN ALLTAG.


styleinterview

DAVE DOLLÉ MINTERVIEW  Daniela

Fabian FOTOS  Christoph Köstlin

DER FITNESSTRAINER LÄSST DIE HÜLLEN FALLEN. WIR STAUNEN UND LERNEN, WIE JEDER ES ZUM TRAUMKÖRPER SCHAFFT. ANGEBLICH.


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Was kommt frau in den Sinn, wenn sie diesen kraftstrotzenden Muskelmann ­bestaunt? Wie es wohl wäre, von diesem star­ken Arm in den Himmel gehoben zu werden? Oder eher, wie viel Selbst­ diszi­plin ihm dieser Body wohl abver­ langt! Wir vermuten, die meisten denken: «O weh, der Sommer naht, und unsere Speck­röllchen …» und so weiter und so fort. Dass unser Liebster daheim im Ver­ gleich zu Modellathlet Dave Dollé, 43, leicht schwächelt, konstatieren wir lässig. Dass wir selber so überaus dürftig abschneiden, bekümmert uns mehr: Vier von fünf Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden. Wir fühlen uns zu dick, zu dünn, zu schlaff, zu unproportioniert, manch eine wünscht sich, 90–60–90 sei bloss eine Telefonnummer. Der ehemalige Sprinter, der mit 10,16 Se­ kunden über hundert Meter (gelaufen am 20. August 1995 in La Chaux-de-Fonds) noch immer Schweizer Rekord hält, weiss um das weibliche (und immer öfter auch männliche) Hadern mit der Schwerkraft. Körperkult ist Dollés Religion, die zwei Pure-Training-Studios in Zürich und Zumikon sind seine Tempel. Seit drei­ zehn Jahren predigt dort der Profi mit missionarischem Eifer seinen Schäfchen, wie man sich optimal ernährt und formt. Der in Pasadena, Kalifornien, geborene Sohn einer Afroamerikanerin und eines Schweizers zog mit neun Jahren mit der Familie von den USA nach Samstagern im Kanton Zürich. Dave wuchs schon als Bub gesund auf. Während die anderen Kinder Erdnussbutter-Brötchen schlemmten, gab es bei ihm zu Hause Früchte aus dem heimischen Garten. Selbstredend, dass er auch seinen eigenen Sohn Raymond «Ray», 8, mit Frisch­ futter grosszieht. Zurück zum Muskelmann: Der Anblick dieses Torsos lässt keine Fragen offen, ausser vielleicht eine: Eine tiefe Nar­be

durchzieht die linke Schulter. Der Biss ­eines wilden Kalahari-Löwen? Ein Schmiss eines eifersüchtigen Gatten? Der Ausbruch eines wild gewordenen Faultiers? So viel Perfektion fordert die Fantasie geradezu heraus … PS: Das dunkle Mal entstand nach einem Skiunfall. Schweizer Illustrierte Style: Pooooah! Dieses Gespräch wird anstrengend! Dave Dollé: Wieso das denn? Weil wir die ganze Zeit den Bauch einziehen müssen. Ihr Body ist ­perfekt. Fällt es mit so einem Körper leichter, sich füdliblutt auszuziehen? Das ist für mich nichts Besonderes. Ausserdem bin ich nicht makellos. Aber es stimmt schon, ist man mit seinem ­Aus­sehen zufrieden, bedeutet Nacktheit kein Problem. Ich habe keine Fett­ pölsterchen, die mir Angst machen – «o mein Gott, wenn die jemand sieht!» Für mich ist mein Körper normal. Wenn ich in die Badi gehe, trage ich nicht viel mehr am Leib.

“Mein Body ist sicher nicht perfekt. Ich habe sechs bis sieben Prozent Körperfett, super wären vier oder fünf.” DAVE DOLLÉ Die Leute gucken bestimmt, wenn Sie dort auftauchen. Die Gründe sind offensichtlich, ich sehe sowieso ein bisschen anders aus als die meisten. Aber mir macht das nichts. ­Daran habe ich mich gewöhnt. Man kennt mich noch aus meiner Zeit als Leicht­athlet und als Gesundheitsexperte

fürs Fernsehen, als ich für die Sendung «Plan G» vor der Kamera stand. Haben Sie überhaupt ein Gramm Fett zu viel? Die letzte Messung ergab 6,5 bis 7 Pro­ zent Körperfett. Das weiss ich, weil ich in meinen Studios diese Messungen ­anbiete und die Zange gleich zur Hand habe, ich schnappe sie mir zweimal pro Jahr. Wo genau zwicken Sie sich? An sieben verschiedenen Stellen, daraus ergibt sich eine komplexe Rechnung: am hinteren Oberarm, oberhalb des Brust­ muskels, am Bauch und an der Seite, am Rücken unter dem Schulterblatt und am mittleren Oberschenkel. Ein Glück für Frauen, dass Ihre Zange die Pobacken auslässt! Oh, diese Berechnung berücksichtigt alles (lacht). Bei Frauen liegt ein guter Wert zwischen 20 und 23 Prozent. Bei Männern sollte er bei 15 sein. Eine athle­ tische Frau hat 15, ein durchtrainierter Mann 10 Prozent Fettgewebe. Ihr Wert taucht in dieser Skala gar nicht auf. Nein, nein, es könnte bei mir auch noch besser sein: Bei Männern sind 4 bis 5 Pro­ zent super. Da ist also Platz für Optimie­ rung. Als Personal Trainer treiben Sie Ihre Kundschaft zu Höchstleistungen. Eine Stunde kostet 275 Franken. Dafür könnte man zehnmal ins Kino gehen, inklusive Popcorn. Oder sich 24 Big-Mac-Menüs bestellen. Na dann, guten Appetit. Hey, ich kenne Leute, die gehen mit dem ÖV zur Arbeit, und andere gönnen sich eine 500 000Fran­ken-Luxuskarosse: jedem das Seine. Warum sind Sie so teuer? Ich weiss ziemlich gut, wies funktioniert. Die Leute, die zu mir kommen, wollen Resultate. Wenn sie die nicht sehen, sind


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Andere Fitness-Coachs kennen sich auch aus. Was können Sie besser? Gehts um Bewegung, profitiere ich von meiner riesigen Erfahrung, dazu kommen zahllose Aus- und Weiterbildungen. Es gibt nicht viele Spitzensportler, die den Sprung vom Aktiven zum Trainer geschafft haben. Ich gebe mein Wissen leidenschaftlich gern weiter; andere zu motivieren, erfüllt mich. Aber selbstverständlich gibts ausgezeichnete Kollegen. Was machen Sie mit einem Couch­ potato, der sich nur mit grösster Mühe aufraffen kann? Motivation kann man strategisch aufbauen. Das ist reine Übungssache. Es fängt mit der Zielsetzung an. Hat man kein Ziel, läuft man herum wie ein kopfloses Huhn und muss sich nicht wundern, wenn der Antrieb abhandenkommt. Kann sich jeder Gockel – um bei Ihrem Vergleich zu bleiben – einen Waschbrettbauch antrainieren? Ja, wer es wirklich will, schafft das. Körperfett ist nicht genetisch bedingt, ausser man leidet an einer Krankheit. Ein Sixpack wird sichtbar, wenn man bei 11 bis 12 Prozent Körperfett angelangt ist. Hat einer eine an sich gut trainierte Muskulatur, aber 15 Prozent Körperfett, sieht man sein Waschbrett nicht. Er muss also zwingend Fett reduzieren. Die Hälfte Ihrer Klienten sind Damen. Erhofft sich Ihre weibliche Kundschaft manchmal ein bisschen mehr als nur sportive Ertüchtigung? Von mir bekommen alle meine volle ­Aufmerksamkeit, Männer wie Frauen. Die Leute wollen mit mir Sport treiben, mit Käfele ist nichts. Ich mache diesen Job nun seit bald dreizehn Jahren, diese

Art von eindeutigen Avancen existiert gar nicht, weil ich keine derartigen Signale aussende. Ist Ihre Frau nicht eifersüchtig, wenn Sie trainingshalber äusserst attraktiven Ladys nahe kommen? Romy und ich haben das geklärt, und wir vertrauen uns. Als Vermögensver­ walterin trifft sie jeden Tag erfolgreiche Typen, die hundertmal mehr Geld auf dem Konto haben als ich, da könnte ich auch ins Grübeln kommen. Haben Sie es daheim besprochen, dass Sie für SI Style die Hüllen fallen lassen? Ich habe nicht genau gesagt, was wir machen, weil es mir selber erst beim Shooting klar wurde. Aber für Romy und mich sind solche Bilder völlig in Ordnung, kein Problem. Sie findet meinen muskulösen Körper sehr ästhetisch, mehr zu diskutieren gibt mein nackter, rasierter Schädel.

“Meine Frau findet meinen mus­ku­­lö­sen Körper ästhetisch. Mehr zu disku-­ tieren gibt mein nackter Schädel.” DAVE DOLLÉ Was halten Sie von dieser Dame hier? (Wir zeigen Dollé eine Abbildung von Peter Paul Rubens’ «Venus bei der Toilette». Das Hinterteil der Liebesgöttin sieht aus wie eine rosafarbene Kumuluswolke.) Das könnte man durchaus knackiger hinbekommen. Das wäre sogar recht einfach, weil die Ausgangslage hier nicht besonders gut ist. Je unsportlicher jemand ist, desto einfacher gelingt eine Verbesserung.

Stösst Sie solche Üppigkeit ab? Ach wo, das ist die Realität, das kommt häufig vor. Wer starkes Übergewicht hat, macht alles verkehrt: falsche Ernährung und falsche Bewegung. So muss keine und keiner aussehen, egal in welchem ­Alter. Man kann zwar nicht aus jeder Frau ein Model machen, einer mit dicken Waden etwa kann man keine dünnen ­antrainieren. Für ganz hartnäckige Pölsterchen gibt es die invasive Schönheitskorrektur. Finden Sie es gut, wenn mit dem ­Messer nachgeholfen wird? Es gibt punktuelle Fettabsaugungen von 200 oder 300 Gramm, also ganz wenig, die aber eine grosse Wirkung erzielen können. Wichtig ist, sich zu informieren und seriöse Ärzte zu konsultieren. Oft ist eine Schönheits-OP nichts anderes, als wenn ich zum Zahnarzt gehe und eine Plombe kriege. Haben Sie an sich schon einmal etwas machen lassen? Nein, nie. Und Steroide, schon mal ausprobiert? Auch nicht. Wo gucken Sie bei einer Frau zuerst hin? Das kommt auf die Saison an, im Winter auf schöne Kleidung, ein hübsches ­Gesicht, gepflegte Hände. Im Sommer erkennt man bei enger Kleidung die ­Figur deutlicher, unter Umständen sehe ich von Weitem nur nackte Beine. Und wenn sie eine grosse Oberweite hat, kann man ja nicht anders, als die zu bemerken! Was stört Sie an der weiblichen Physis besonders? Ungepflegtheit und Übergewicht. Wenn der ganze Körper schwabbelt, so richtig mollig ist. Aber auch zu magere Frauen sind nicht mein Ding. Mir gefallen athletische Figuren mit schön definierten Muskeln.

Grooming: Jehan Radwan; Assistent: Gianni Baumann

sie schnell weg. Dann heisst es überall: «Bei dem war das nichts.» Ausserdem ­erreichen mich so viele Anfragen, dass ich diesen Preis verlangen muss, um die Nachfrage einzudämmen.


styleinterview Eine wie Madonna? Deren Ex-Mann, Guy Richie, beklagte sich ­angeblich, die Pop-Ikone hätte sich angefühlt wie ein Haufen Knorpel. Andere Männer stänkern, allzu dünne Frauen ähnelten einem «Sack voller Hirschgeweihe». Was wollen Männer wirklich? Ich kann nur für mich sprechen: Wenn man als Kerl nichts zum Greifen hat, ist das nicht gerade toll. Spindeldürr sieht nur angezogen gut aus. Catherine Deneuve findet, ab vierzig müssen wir uns entscheiden: zwischen einem schönen Antlitz oder einem prallen Hintern. Beides zusammen funktioniere nicht. Das ist in der Tat nicht einfach, wer zu schlank ist, sieht im Gesicht eingefallen aus. Aber man kann die Gesässmusku­ latur aufbauen und straff halten, nur ist das den meisten zu mühsam. Waren Sie je mit einer dicken Frau verbandelt? Da muss ich leider passen. Was halten Sie von künstlichen ­Busen? Auch da habe ich keine taktile Erfahrung. Aber wenn es gut gemacht ist, warum nicht? Eine Pamela Anderson, wie soll ich sagen … Ich bin auch nur ein «red blooded male». Das sieht doch ganz ­ansprechend aus. Wie ernährt man sich richtig, damit man vernünftig abnimmt und das Gewicht langfristig hält? Ein erster Schritt besteht darin, den klassischen Haushaltzucker und überhaupt alle Produkte, in ­denen Zucker drinsteckt, zu reduzieren. Meiden Sie stärkehaltige Lebensmittel. Jemand, der wirklich seine Fettverbrennung anregen

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will, muss zwingend Kohlenhydrate redu­zieren. Also: kein Brot und keine Gipfeli. Das ist für die meisten Leute krass, weil sie genau diese Back­waren lieben. Aber wenn wir Zucker und Fett gleichzeitig aufnehmen, nimmt der Körper zuerst den Zucker und verbrennt ihn. Das Fett hingegen wird gespeichert, es bleibt sozusagen als Depot liegen. Wenn wir aber das Fett in unserer Nahrung ausschalten, essen wir nur noch Zucker und Kohlenhydrate, was wiederum schlecht für den Insulinspiegel ist. Ein hoher Insulin­ spiegel sorgt dafür, dass wir kein Fett verbrennen können, und löst Hunger­attacken aus.

“Morgens ge­ zuckerten Milch­ kaffee, ­Gipfeli und dennoch fit aus­ sehen? Ab einem gewissen Alter eine Illusion!” DAVE DOLLÉ Können Sie das bitte nochmals ­er­klären – vereinfacht? Es ist ganz einfach: Man nennt das die Paleo-Diät, nach der auch ich selber mich ernähre. Auf meinem Speisezettel stehen Früchte, Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Reis und Rohmilchprodukte. Kein Zucker und keine weizenhaltigen Produkte. Wir kochen auch nicht mit industriell gefertigten Ölen wie Sonnenblumenöl, das ist ganz schlecht. Gesund hingegen sind kalt gepresstes Olivenöl, Palmöl, Kokos- oder Butterfett. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich das Buch «Pure Food, Pure Training» von meiner Frau Romy als E-Book herunterladen, es ist soeben neu herausgekommen. (Bezugsquelle: pure-food-pure-training.com)

Angenommen, wir fahren in zwei Wochen in die Ferien, ans Meer. Lässt sich figurmässig noch etwas retten? In vierzehn Tagen kann man sein Körper­ gefühl, den Tonus leicht verbessern und auf gute Art zwei Kilo abnehmen. Dabei ist die Kombination von Ernährung und Bewegung zentral. Aber einen Beach­ body in zwei Wochen? Das schafft man sicher nicht, sorry. Gönnen Sie sich nie Spaghetti, ­Lasa­gne, eine Pizza? Äusserst selten. Wenn ich Kohlenhydrate esse, dann wie gesagt Reis, Kartoffeln oder Süsskartoffeln und Zucker aus Früchten. Weizen enthält Gluten, das ist für unsere Verdauungsorgane ungesund, weil es die Zellen verklebt und die Darmschleimhäute angreift. Nach Jahren kann das zu Darmerkrankungen führen. Was frühstücken Sie? Bei mir gibt es alles von Fleisch, Gemüse und Omeletten bis zu Smoothies. Wir kaufen unser Fleisch beim Biobauern, dessen Rinder nur Gras und Heu bekommen, kein Getreidekraftfutter. Und ich trinke Rohmilch. Viele Leute wissen nicht, dass pasteurisierte oder homoge­ nisierte Milch eine erhöhte Schleim­ produktion im Körper bewirkt, was uns nicht guttut. Die meisten Menschen machen sich etwas vor: Sie stehen morgens auf, trinken einen gezuckerten Milch­ kaffee, essen Croissants dazu und wollen dennoch fit aussehen. Ab einem gewissen Alter ist das illusorisch. Wie viel soll eine normalgewichtige Person trainieren, um schlank genug zu bleiben, sodass sie langfristig in ihre Lieblingsjeans passt? Das ist schwer zu verallgemeinern, weil nicht jeder die gleiche Ausgangslage hat. Für die Gesundheit ist es wichtig, Muskelmasse und Kraft zu bewahren. Ganz allgemein empfehle ich, sich jeden Tag zu bewegen. Zum Beispiel eine ­halbe


Stunde an der frischen Luft zügig zu ­gehen. Dazu kommt dreimal pro Woche ein dreissigminütiges Fitnesstraining, das Beweglichkeit, Mobilität, Stabilität und Kräftigung beinhaltet. Das kann auch Yoga oder Pilates sein.

Gibt es in Ihrem Leben auch schlappe, total miese Tage? Wenige. Eigentlich nur, wenn jemand unverhofft gestorben ist oder sonst eine Katastrophe passierte. Und alles andere – pffff – das ist Klagen auf hohem Niveau.

Mens sana in corpore sano. Umgekehrt gilt das doch auch: Ein gesunder ­Körper braucht einen wachen Geist. Was tun Sie für den Kopf? Ich bilde mich in den verschiedensten Bereichen weiter, auch als Unternehmer, immerhin betreue ich ein Team von fünf­ undzwanzig Mitarbeitern. Für mich per­ sönlich, für meine Ausgeglichenheit, praktiziere ich seit meiner Aktivzeit als Profisportler Meditation. Meistens me­ ditiere ich morgens vor dem Auf­stehen. Ich wiederhole ein Mantra, das meine Aufmerksamkeit bündelt, mich in einen transzendenten Zustand versetzt. Diese Technik habe ich bei einem englischen Karatekämpfer gelernt.

Erwischt man Sie auch mal mit einer Schachtel Pralinés vor dem Fernseher? Das nicht, aber ich esse durchaus Scho­ ko­lade, aber nicht öfter als einmal pro Woche.

“Im Alter werde ich wohl wie ein alter Hund immer noch versuchen, jedem Ball hinterherzurennen.”

Stimmt es, dass Ihre Gäste bei ­Ein­ladungen den eigenen Wein mitbringen müssen? Quatsch, wir führen durchaus Weine da­ heim. Romy und ich öffneten nur noch nie eine Flasche für uns einfach so. Wenn wir ausgehen, trinke ich hingegen gern ein Glas Roten mit.

DAVE DOLLÉ Früher spielten Sie leidenschaftlich gern Jo-Jo, haben Sie heute noch Zeit für Kinderspiele? O ja, seit ich denken kann, mag ich diese Art von Gadgets. Ich bin durch und durch ein Bewegungsfanatiker. Ich liebe mein Skateboard und mein Velo. Im Al­ ter werde ich wohl wie ein alter Hund sein, ich kann mich vielleicht nicht mehr gut bewegen, aber wenn mir ein Ball vor die Nase rollt, werde ich ihm nach­ springen.

Verbieten Sie sich auch köstliche Desserts? Nein, aber unsere Nachspeisen enthalten weder Weizen noch Zucker. Tja, mmmmh, tönt fein … Man muss nur wissen, wie mans macht (lacht). Honig süsst hervorragend. M ­ eine Frau bäckt gern Brownies oder Kuchen und bereitet fantastische Cremen zu, das geht alles bestens ohne «böse Zutaten».

Von Fitnesspapst Werner Kieser – er hat einen Master in Philosophie – stammt der Satz: «Wer stark ist, trägt leichter an sich selbst.» Können Sie damit etwas anfangen? Einer der wichtigsten Gesundheitsfak­ toren ist Kraft. Wenn ich mit achtzig hin­ falle, kann ich mich mit genügend ­Power auffangen, ohne gehe ich zu Boden. Kommt es auch mal vor, dass Sie ­einfach nichts tun, faul sind? Natürlich. Damit ich meine Agenda nicht ständig mit Terminen überfülle, sind meine Musse-Stunden dick in meinem Terminkalender angestrichen.

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TODSÜNDEN – HERR DOLLÉ PLÄDIERT FÜR EIN GUTES LEBEN

IGNORANZ UND UNKENNTNIS «Nichts ist heutzutage einfacher, als sich Wissen anzueignen: im Internet, mit Büchern … Naiv, wer meint, dass es mit seinem Körper ohne Kenntnis über Gesundheit und Fitness gut kommt.»

FALSCHE ERNÄHRUNG «Wer massig Kohlenhydrate und Zucker zu sich nimmt, setzt Kilos an. Ich schwöre auf die Paleo-Diät, erstaunlich, welch ­üppige Mahlzeiten man dabei essen darf.»

ZU WENIG BEWEGUNG «Genetisch gesehen ist der Mensch ein ‹Bewegungstier›. Ich empfehle, jeden Tag eine halbe Stunde zügig zu spazieren und dreimal wöchentlich dreissig Minuten Fitnesstraining zu absolvieren.»

SICH KEINE ZIELE SETZEN «Wir sind alle resultatgesteuert. Wer sich null vornimmt, wird auch null erreichen. Es bewahrheitet sich einmal mehr: Von nichts kommt nichts!»

FREUNDE VERNACHLÄSSIGEN «Freunde sind wichtig. Wer in guter Gesellschaft isst, fühlt sich wohler, das beeinflusst unseren Hormonspiegel ­positiv. Und das wiederum lässt uns ­Nahrung besser verwerten.»

AUSREDEN HABEN «Die meisten Leute sind Weltmeister im Finden von Ausflüchten. ‹Ja, aber› sollte ab sofort aus unserem Wortschatz gestrichen werden.»

AUF DIE MORAL PFEIFEN «Anstand, Dankbarkeit, Höflichkeit, ­Respekt, solche Grundwerte zu leben, gehört auch zum Wohlbefinden. Ich bin überzeugt, dass schlechtes Benehmen auf einen selbst zurückfällt.»


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Rita Ora SIE MAG AIR JORDANS, IHRE VORBILDER SIND GWEN STEFANI UND MARILYN MONROE. SIE SIEHT SOWOHL IN SCHRILLEN OUTFITS WIE AUCH IN HAUTE COUTURE ENTSPANNT AUS. DIE SÄNGERIN IST 22 UND DABEI, ABZUHEBEN.


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“Mit einigen Musikern, denen ich früher Sneakers verkauft habe, arbeite ich heute zusammen.” RITA ORA

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TEXT  JEREMY GLOOR FOTOS  SCOTT TRINDLE

Fotos: Vogue / Scott Trindle © The Condé Nast Publications Ltd.

«HEY, KLEINE!» Mit diesen Worten soll Jay-Z, 43, amerikanischer Rapper und Ehemann von Soul-Queen Beyoncé, 31, die junge Rita Ora bei ihrem allerersten Treffen begrüsst haben. Rita war nach New York eingeladen worden, um beim Musikmogul und dessen Label Roc Nation vorstellig zu werden, nachdem sie in ihrer Heimat England mit ihrer Musik schon etwas Staub aufgewirbelt hatte. 2009 nahm sie bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, zog sich aber plötzlich aus dem Wettbewerb zurück. Sie fühlte sich noch nicht bereit. Als sie im selben Jahr jedoch auf Jay-Z traf, sah er dies offenbar anders. «Er meinte, ich könne so erfolgreich werden wie Rihanna», erinnert sich die Sängerin. RITA UND RIHANNA haben tatsächlich einiges gemeinsam. Sie wurden nicht nur zum Jay-Z-Zögling auserkoren; beide stammen auch aus kleinen Nationen, die bisher musikalisch nicht gross für Furore gesorgt haben: Rihanna, 25, stammt von der Insel Barbados, Rita wurde in Kosovo geboren. Allerdings zog ihre Familie bereits ein Jahr später nach London, wo das Mädchen in der Gegend der Portobello Road im Westen der Stadt aufwuchs. Rita besuchte eine Theaterschule, in der schon Amy Winehouse eine Ausbildung machte, und später das College. Hält sie sich heute in London auf, wohnt sie im vornehmen Kensington-Quartier. AUF DEN VERGLEICH mit der berühmten Label-Kollegin reagiert die Jüngere zwar verstimmt, doch eine allzu grosse Rivalität scheint es nicht zu geben, hat man sie doch schon öfter gemeinsam ­ausgelassen feiern sehen. Noch häufiger zieht Rita allerdings mit Model Cara Delevingne, 20, um die Häuser. Die Verbindung zwischen den zweien soll

so ­innig sein, dass sie sich gegenseitig «wifey» nennen, was so viel heisst wie «Ehefrauchen». Für Männer hat das Goldkehlchen momentan keine Zeit, wie Rita der englischen Zeitung «The Sun» erklärte. In der Vergangenheit soll sie Romanzen mit Rob Kardashian, 26, Bruno Mars, 27, oder One-DirectionSänger Harry Styles, 19, genossen haben.

“Ich folge keinen Trends. Ich kombiniere Kleider nach meinem eige­nen Empfinden.” RITA ORA

EHER BURSCHIKOS war Rita als Kind unterwegs. «Ich war wie einer der Jungs», sagt die 22-Jährige und erklärt damit gleich, woher ihre bis heute anhaltende Neigung zum Tragen von Turnschuhen kommt, vorzugsweise Air Jordans von Nike. «Als Jugendliche habe ich sogar eine Weile lang Sneakers verkauft», sagte sie kürzlich in einem Gespräch mit der «New York Times». «Einige der Leute, die in den Laden kamen, waren Musiker, mit denen ich mittlerweile auch schon zusammengearbeitet habe.» Die Turnschuhe sind geblieben und sorgen in Kombination mit Caps für einen Tick Street-Allüre im Kleidungsstil. EINE EVOLUTION ihres Stils konnte man in den vergangenen Monaten be­ob­ achten. Denn ebenso gern, wie sie bequeme und far­ben­frohe Sachen trägt, scheint sie sich auch immer wohler in Designerkleidern, ja sogar Haute Couture zu ­fühlen. Letzteres bewies die 1,66 Meter grosse Frau in der Mai-Ausgabe der amerikanischen «Elle», auf d ­ eren Cover sie Chiffon und Federn von Chanel oder ­einen Micky-Maus-Hut von Philip

­ reacy präsentiert und es so wirken lässt, T als wäre es das Natürlichste der Welt. In ihre Garderobe dreinreden lässt sie sich keinesfalls, wie Rita im Interview sagt: «Das wäre für mich, wie wenn man mir vorschreibt, was ich zu singen habe.» IHREN GANZ EIGENEN KOPF hat sie in beiden Bereichen. Sie bezeichnet No-Doubt-Frontfrau Gwen Stefani, 43, nicht nur musikalisch, sondern auch stil­ technisch als ihr grösstes Vorbild. Ent­ sprechend sind vor allem Ritas ausgefallene Outfits der letzten Jahre zu erklären, die man allenfalls auch als schlechten Geschmack abtun könnte. Bunt mussten sie sein, schrill, sportlich, wie die Ent­würfe des US-Designers Jeremy Scott. Zu­ge­geben, in Kombination mit ihrer wasser­stoff­ blondierten Lockenpracht à la Marilyn Monroe warf ihre Kleiderwahl oftmals Fragen auf. «Ich folge keinen Trends. Ich schaue mir zwar aktuelle Kollektionen an und nehme, was mir ­gefällt.» Dann probiere sie, welche Teile zusammenpassen – nach ganz eigenem Empfinden. Die Singer-Songwriterin scheint sich in ihrer Haut wohlzufühlen, egal, in welcher Klei­ dung. Genau diese Ausstrahlung macht sie zum coolen Girl. Eines, das dazu steht, früher die Songs der Spice Girls und von Céline Dion gemocht zu haben. SIE GIBT SELBST DEN TON AN – vor allem im Business. 2012 veröffentlichte sie mit «Ora» ihr erstes Album, das in Grossbritannien sogleich die Spitze der Charts stürmte. Ihr Nachfolgewerk ­wurde für dieses Jahr angekündigt. Die Lieder «How We Do (Party)», «R. I. P.» und «Hot Right Now» er­ klommen ebenfalls die Hitparaden. Das Video zu ­«Shine Ya Light» drehte sie 2012 in ihrer ­Geburtsstadt Pristina in Kosovo, wo Rita von den Bewohnern empfangen und gefeiert wurde wie eine der Ihren, als hätte sie ihre Heimat nicht bereits als Kleinkind verlassen. Und der Star hat mit seiner Rückkehr bewiesen, nie vergessen zu haben, wo er herkommt.


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BIPOLAR FOTOS AMANDA CAMENISCH / TINA AICH REDAKTION MARTINA RUSSI HAIR UND MAKE-UP NICOLA FISCHER  / STYLE COUNCIL MODELS FATOU N. / NATHALIE MODELS, NASIA M. / STORM

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MANTELKLEID, MOSCHINO. PVC-JACKE UND ASYMMETRISCH GESCHNITTENER JUPE, KOONHOR. PLATEAUSANDALEN MIT KEILABSATZ, CHARLINE DE LUCA.


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NECKHOLDER-BADEKLEID MIT GÜRTEL, TOMMY HILFIGER.


GRAFISCHER BADEANZUG, JETS BY JESSIKA ALLEN WHITE LABEL, BEI NET-A-PORTER.COM.


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MANTEL MIT TUNNELZUG IN DER TAILLE, CHANEL.


TRANSPARENTES KLEID MIT RASTER UND GÜRTEL, SCHUHE MIT PLEXIGLASABSATZ, SPORTMAX. GESTREIFTES ETUIKLEID, LANVIN, BEI NET-A-PORTER.COM. SCHUHE MIT GRAFISCHEM ABSATZ, FENDI.


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ÄRMELLOSES TOP UND LEGGINGS, ISSEY MIYAKE.


GESTREIFTE BADEKLEIDER MIT CUT-OUTS, NORMA KAMALI, BEI NET-A-PORTER.COM.


Adressen Seite 132

Produktion: Susanne Märki und Mille & Une Productions / www.1001prods.net

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PAILLETTENKLEID IM SCHACHBRETTMUSTER UND PUMPS, LOUIS VUITTON. BADEANZUG, AGENT PROVOCATEUR.


LANGES TOP AUS BAUMWOLLE, CÉLINE. LEDERHOSEN, BARBARA BUI. ZWEIFARBIGE SCHUHE, LOUIS VUITTON. GESTREIFTES KLEID MIT TÜLLUNTERROCK, DOLCE & GABBANA. SANDALEN MIT KEILABSATZ, CHARLINE DE LUCA.

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UNITED COLORS

FOTOS RAPHAELA PICHLER REDAKTION KARIN ANNA BIEDERT HAIR UND MAKE-UP EMMANUEL FLORIAS / STYLE COUNCIL MODEL VALERIANE L. / MODEL MANAGEMENT


RECHTE SEITE: Weit geschnittene Taillenhose aus Baumwolle, TRUSSARDI. Seidenbluse, ACNE, bei Fidelio. Umhängetasche «Speedy Cube PM», mit Damier-Muster, LOUIS VUITTON. LINKE SEITE: Knielanger Rock und Rundhalspullover mit eingeprägtem Waffelmuster, CHANEL.

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RECHTE SEITE:

Asymmetrisches Faltenkleid,

DIOR. Sonnenbrille «Noir», mit Glitzer­ rahmen, MIU MIU. LINKE SEITE:

Flare-Hose und Langarmtop aus Seide, Lackleder-Booties, GUCCI.


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RECHTE SEITE: Wildledertop mit weiten Ärmeln und Shorts aus Glattleder, HERMÈS. LINKE SEITE: Bodenlange Robe mit Reissverschluss am Rücken, VALENTINO.


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RECHTE SEITE: Seidenkleid mit tiefem R端ckenausschnitt, AKRIS, bei Gassmann. Wildlederpumps, GIANVITO ROSSI. LINKE SEITE: Orangefarbener Anzug mit schmaler Hose und Blazer, MOSCHINO CHEAP AND CHIC. Zweifarbiges T-Shirt, CARVEN, bei Fidelio. Wildlederpumps,

GIANVITO ROSSI.


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Produktion: Susanne Märki, Modeassistenz: Charlotte Fischli, Fotoassistent: Simon Iannelli

LINKE SEITE: Schlaghose mit Bundfalten, ETRO. Seidenbluse mit Einsätzen, T BY ALEXANDER WANG, bei net-a-porter.com. Tasche mit Horsebit-Detail und Booties aus Lack­leder, GUCCI. RECHTE SEITE: Kurzarmbluse und transparenter Pullover, STELLA McCARTNEY. Lego-Clutch, CHANEL.


Adressen Seite 132


stylemein stil TUTIA SCHAAD

GLÜCKSKIND MODE IST IHR METIER: DIE SCHWEIZER DESIGNERIN GILT IN IHRER WAHLHEIMAT BERLIN ALS HOFFNUNGSTRÄGERIN. INTERVIEW  NINA HUBER FOTOS  DIRK MERTEN REALISATION  MARTINA RUSSI

Lob von allen Seiten heimsten die beiden für ihre neuste Kollek­tion (Herbst/Winter 2013) ein. Johanna Perret, 29, und Tutia Schaad, 31, lernten sich während ihres Studiums an der Weissensee Kunsthochschule Berlin kennen und gründeten 2009 ihr gemeinsames Label Perret Schaad. Gerade nahm die renommierteste Online-Plattform für Mode ihre Kollektion ins Portfolio auf – style.com präsentiert die wichtigsten internationalen Designer. Tutia, Schweizerin mit vietnamesischen Wurzeln, fühlt sich in der deutschen Hauptstadt sehr wohl. Hier fand sie ihre grosse Liebe und erwartet nun ihr erstes Kind. Für die Kleine hat sie schon fleissig geshoppt. «In letzter Zeit sind wir viel gereist, nach Paris, Dänemark und in die Schweiz. In jedem Land kaufte ich ihr ein Mitbringsel.» Auf den Lorbeeren auszuruhen, käme der Ambitionierten nicht in den Sinn. Ihre Tochter möchte sie zur Arbeit mitnehmen. Schweizer Illustrierte Style: Wie lange brauchen Sie am Morgen, bis Sie sich zurechtgemacht haben? Tutia Schaad: Für das Outfit zwei Minuten. Meine Garderobe bietet zum Glück vieles, das ich spontan kombinieren kann. ­Make-up lege ich kaum auf. Die Mode, die Sie entwerfen, ist eher puristisch und mit klarer Schnittführung. Unsere Schnittarbeit ist nicht kompliziert, aber sehr durchdacht. Ich entwerfe intuitiv und spontan, am liebsten direkt Fortsetzung auf Seite 104

BORDEAUXROT Ihr Herz schlägt für Farben: Hier kombiniert Tutia Schaad ein weinrotes Seidenkleid ihres eigenen Labels mit Schwangerschaftsjeans von H & M und Schuhen von Dries Van Noten.


HIMMELBLAU

ROSTBRAUN

Top und Jupe Perret Schaad. Ring Johanna Sophie Spichalsky – eine befreundete Desi­ gnerin, die auch Tutias Wickeltisch entwarf.

Schnell gestylt: Die Designerin entscheidet je nach Lust, welches Material und welche Farbe zum Einsatz kommen. Top Perret Schaad.

“Fashion-Fauxpas existieren nicht. Wenn man etwas mit viel Selbst­ bewusstsein und ohne Komplexe trägt, dann ist daran auch nichts falsch.” TUTIA SCHAAD

RABENSCHWARZ Modebücher dienen zur Inspiration: Yohji Yamamotos «My Dear Bomb», «Bernhard Willhelm & Jutta Kraus», «Balenciaga Paris».

FLASCHENGRÜN Turnschuhe von Nike zum eigenen Seidenkleid. Märchenbrunnen in einem Park mit verwunschenen Ecken in Berlins Quartier Friedrichshain.

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stylemein stil Fortsetzung von Seite 102

an der Puppe. Dabei entstehen tolle Volumen, die man nicht ­erkennen kann, wenn man auf dem flachen Papier zeichnet. Wie funktioniert Ihre Zusammenarbeit im Duo? Wir machen beide alles, es gibt keine Arbeitsaufteilung. Einige Entwürfe entwickeln wir zusammen, andere wiederum kreiert jede für sich, und danach besprechen wir sie gemeinsam. Akzeptieren Sie Kritik von Ihrer Partnerin mühelos? Gegenseitige Kritik gibt es selten. Wir spielen damit, dass wir unterschiedlich sind. So entstehen vielfältige Kollektionen, und wir können unterschiedliche Frauen ansprechen. Also kommt es nie zu Streit zwischen Ihnen. O doch, auf jeden Fall. Aber das ist gut! Wir brauchen die Diskus­sion. Einzig über Farben sind wir uns stets einig. Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Mode machen wollen? Als ich ganz klein war. Seit ich einen Bleistift in den Händen ­halten konnte, habe ich gezeichnet – stundenlang. Was bedeutet Ihnen Erfolg? Wir investierten drei Jahre lang in den Aufbau. Plötzlich kam die Aufmerksamkeit, und alles wurde einfacher, wir können heute von unserer Leidenschaft leben. Aber Erfolg haben wir erst, wenn wir eine richtig gute Infrastruktur geschaffen haben und die besten Leute anstellen können. Das streben wir an.

BLACK AND WHITE Die Lederjacke war eine Entdeckung auf einem Markt, darunter trägt sie eine schlichte Bluse des eigenen Brands.

Sind Sie ehrgeizig? Absolut. Ich habe immer hart gearbeitet. In dieser Branche ist alles sehr kompetitiv. Nur schon, um einen Platz in einer bekannten Schule oder eine Praktikumsstelle zu ergattern, muss man kämpfen. Während des Studiums habe ich ein Praktikum bei Givenchy gemacht. Ohne Ambitionen schaffst du das nicht. Was schätzen Sie an Berlin? Dass sich vieles schnell verändert. Als Bewohner wird man Teil dieses Prozesses. Es gibt hier gewisse Freiheiten, die man in Paris oder London vermutlich nicht hat. Von der Stadt haben wir einige Unterstützung bekommen. Die Stadt ist auch bekannt als Party-Destination. Das stimmt. Und ich tanze liebend gern. Früher war ich allerdings öfter unterwegs als momentan. Fehlt Ihnen hier auch was? Manchmal ist es etwas zu ruhig. Andere internationale Metropolen sind dynamischer. Hier musst du selber aktiv sein. Wenn du nicht genau weisst, was du willst, ist Berlin nichts für dich.

ZITRONENGELB «Unterschwellig inspiriert mich vieles auf meinen Vietnamreisen, sogar Gerüche.» Top Perret Schaad.


Ausserdem fehlen mir die Wärme Vietnams und natürlich die Schweizer Berge. Haben Sie sich verändert, seit Sie in Deutschland leben? Bestimmt. Immerhin wohne ich seit sieben Jahren hier. Man wird sich bewusster, woher man kommt. Meine Wurzeln sind mir heute viel mehr wert. Sie sprechen sehr gut Deutsch, obwohl es nicht Ihre ­Muttersprache ist. Gibt es dennoch Verständigungs­ schwierigkeiten? Deutsch ist schon sehr schwierig. Aber um hier akzeptiert zu werden, musste ich es beherrschen. Praktischerweise ist ­meine Partnerin halb Französin. Oft switchen wir hin und her zwischen den beiden Sprachen, doch eigentlich haben wir unseren eigenen Sprachmix kreiert. Ihnen ist die Integration gelungen. Sie haben auch Ihren Freund hier kennengelernt. Wie haben Sie sich verliebt? Ich lernte ihn über meinen Mitbewohner während des Stu­diums kennen. Mein Freund ist Architekt. Und jetzt gründen wir eine Familie. In einem Monat kommt unsere Tochter zur Welt! Gratulation! Man sieht, es ist bald so weit. Sie strahlen … Ja, es geht mir zum Glück hervorragend. Ich erlebe eine wunder­ schöne Zeit. Hinzu kommt meine positive Stimmung: Seit ich schwanger bin, habe ich das Gefühl, dass alles möglich ist. Es treibt mich richtiggehend an. Sie arbeiten sehr viel. Wissen Sie schon, wie Sie beruflich nach der Geburt Ihrer Tochter weiterfahren wollen? Ja, ich stelle mir vor, dass sie einfach überallhin mitkommt. Logisch, müssen wir uns organisieren. Ich habe schliesslich keine Familie in der Stadt. Da ich selbstständig arbeite, kann ich den Tag flexibel gestalten.

CRÈMEWEISS Die Kreative hat keine Muse, sondern entwirft generell für moderne Frauen, die wissen, was sie wollen. Spitzenbluse Prada, Jeans H & M.

Hair & Make-up: Christiane Buchholz / Nude

Wird Ihr Partner einen Teil der Kinderbetreuung über­ nehmen? Ja, klar. Er ist ebenfalls selbstständig und macht daneben ein Doktorat. Bestimmt wird es ein Mini-Abenteuer – oder auch ein grosses. Planen Sie eine Kollektion für Kinder? Das wäre toll. Leider fehlt mir dafür die Zeit. Aber wenn ich mir das vorstelle mit all den Farben, dann hätte ich schon Lust. Hätten Sie einen Wunsch frei … Wünschte ich mir Grenzenlosigkeit. Ich glaube, dass jedes Ziel erreicht werden kann mit harter Arbeit. Ich hoffe, dass ich diese Einstellung nicht verliere.


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e l y t s beauty AUF DIESEN SEITEN

KATE MOSS

108 SONNENSCHUTZ +++++++++++++++++++ 114 PARFUMS +++++++++++++++++++ 116 NAGELLACK +++++++++++++++++++ 120 BEAUTY-SECRETS KATIE HOLMES +++++++++++++++++++ 122 TRENDS +++++++++++++++++++ 124 VERLOSUNG LANCASTER +++++++++++++++++++ 126 TOP FIVE WAS FÜR GESPRÄCHS­ STOFF SORGT +++++++++++++++++++ 128 PFLEGE DEODORANTS +++++++++++++++++++ 130 SPA WALDHAUS FLIMS +++++++++++++++++++ 131 GREEN +++++++++++++++++++

KÉRASTASE

Mode, Accessoires, Schuhe, Schmuck, Kosmetik … Zum ersten Mal wirbt die Britin für Haarprodukte, nämlich für die neue CoutureStyling-Linie von Kérastase. Die Kampagne zeigt Big Hair, Glamour-Locken im alten Hollywood-Stil und eine Undone-Frisur à la Kate Moss, bei der ihr Lieblingsprodukt, Spray à Porter, zum Einsatz kam. Gestaltet hat sie Stylist Luigi Murenu. Unser bewundernder Blick ist bis jetzt zwar nicht zuallererst auf die Mähne der Stil-Ikone gewandert. Aber auch das kaufen wir ihr ab.

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stylebeauty

ES WERDE

LICHT


Ist sie Freund oder Feind? Kann man bräunen, ohne der Haut zu schaden? Die wichtigsten Antworten rund um Sonne und UV-Schutz. REDAKTION  MONICA CONGIU

THEORETISCH ist es einfach: Man cremt sich ein, wenn man an die Sonne geht, und verzieht sich in den Schatten, wenn man genug abgekriegt hat. Um eines ­Tages nicht wie eine alte Handtasche aus­zu­sehen. Ende der Durchsage. In Wirk­lich­keit ist es weit komplizierter. Denn wir wollen ­alles: eine schöne Bräune und eine glatte, gesunde Haut. Nur zu gern ver­trauen wir den immer raffinierteren Kosmetikprodukten, um uns noch ein paar mehr Streicheleinheiten unseres Lieblingssterns zu gönnen. Ist es nicht interessant, dass Sonnencreme-­Benutzer, wie eine breit angelegte aus­tralische Studie aufzeigt, besonders häufig an Hautkrebs erkranken, nur weil sie sich geschützt wähnen?

Foto: Coverpicture

Braucht es auch im Alltag UV-Schutz?

Logisch. Denn die Sonne scheint ja nicht nur am Strand. Auch in unseren Breitengraden sollte man sich ihr nicht länger als zwanzig Minuten ungeschützt aus­setzen. Sie kennen doch das beste ­Anti-Aging-Mittel, oder? Sonnenschutz! Wer sich schon in seinen Zwanzigern ­regelmässig eincremt, baut vor. Allen Brünetten empfehlen Dermatologen im Sommeralltag einen Lichtschutz­faktor 20 bis 30. Den Sommersprossigen und Hellblonden ­sogar einen über 30. Fürs Büro reicht der Lichtschutz, der in einer guten Tagespflege und im Make-up enthalten ist, solange man seinen Lunch im Schatten verzehrt. Ein wenig gesunder

Menschenverstand kann auch hier nicht schaden. Jeder kennt seine Haut schliesslich selbst am besten und weiss, was ihr bekommt. Aber, aufgepasst! Nicht erst die Rötung signalisiert, dass das Mass voll ist. Bereits Spannungsgefühle und Juckreiz sind ein sicheres Indiz. Was ­viele Frauen vergessen: Seidenstrümpfe bieten keinen Schutz vor Sonnenstrahlen.

Schützt Puder vor der Sonne?

Ja. Gepresster Gesichtspuder mit inte­ griertem UV-Schutz ist ideal in der Stadt. Denn jeder einzelne Puderpartikel reflek­tiert die Sonnenstrahlen, und alle zusammen bilden eine Barriere auf der Haut. Auf Puder ist aber auch deshalb Verlass, weil man ja gerade im Sommer eher die Gewohnheit hat, glänzende ­Stellen immer wieder abzupudern, als mit ­einem Sonnenschutz nachzucremen.

Welche sind verträg­ licher: chemische oder physikalische Filter?

Wer eine allergiegefährdete Haut hat, sollte eine Creme, Lotion oder einen Spray mit mineralischen beziehungs­ weise physikalischen Filtern verwenden. Zwar ziehen sie nicht so gut ein, sind aber am verträglichsten. Sie enthalten ­Titan- und Zinkoxid und funktionieren wie ein Spiegel, der das Licht zurückwirft. Chemische Filter hingegen neu­ tralisieren das UV-Licht, bevor es auf

die Hautzellen trifft. Für normale Haut sind sie unbedenklich. Bei Irritationen ist in den meisten Fällen nicht der Sonnenfilter schuld, sondern die Trägersubstanz der Creme. Wer ölige Haut hat und in der Hitze Pickelchen kriegt, benutzt möglicherweise ein zu reichhaltiges Produkt und greift besser zu einem fettfreien.

Machen wasserfeste ­Produkte das Nach­ cremen unnötig?

Nein. Weil beim Baden, Schwitzen und Abtrocknen ein Teil der Wirkung ver­ loren geht. Kein Schutz hält den ganzen Tag an! Deshalb am Strand oder Pool alle zwei Stunden nachcremen.

Gibts ein Produkt, das alle Strahlen abfängt?

Nein. Das schaffen nicht einmal dicke Zinkpasten, wie sie Alpinisten verwenden. Die Gleichung «Je höher der Faktor, desto länger die Schutzzeit» geht auch nicht auf: So blockiert ein Lichtschutzfaktor von 15 bereits 95 Prozent der UV-Strahlen, ein Faktor von 20 bringts gerade noch auf 97 Prozent. Achtung: Ein 60er-Faktor schützt nicht doppelt so lange wie ein 30er. Denn fünf Minuten an der prallen Sonne verbrauchen bereits 30 Prozent der Schutzzeit.

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stylebeauty GESICHT

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UVB-Strahlen wirken auf der Haut­ oberfläche und machen Sonnenbrand. UVA-Strahlen wirken in der Tiefe und machen alt. Früher beinhalteten Sonnencremes nur UVB-Filter. Was zur Folge hatte, dass sich Sonnenanbeter dank der gebannten Verbrennungsgefahr zu lange dem uneingeschränkten Vergnügen hingaben und die UVA-Strahlen ignorierten. Die heute steigende Zahl der Hautkrebsfälle ist die späte Quittung dafür, sind Dermatologen überzeugt. Die Lösung sind Formulierungen mit einem Breitbandfilter. Sie bilden einen künst­lichen Schatten und decken 95 Prozent aller UV-Strahlen gleichmässig ab.

Stimmt, was auf der Tube steht?

Nein. Die LSF-Zahl ist in erster Linie ein Richtwert. Die tatsächliche Wirkung ist nur ungefähr ein Drittel so hoch wie angegeben. Das hat damit zu tun, dass wir die Cremeschicht viel dünner auf­ tragen als die Chemiker bei ihren Labortests. Deshalb sollte man immer einen höheren Faktor wählen und grosszügig sein mit der Dosierung. Wussten Sie, dass die optimale Portion Sonnencreme für den ganzen Körper eine gute Handvoll beträgt? Wer im Gesicht nicht glänzen will, verwendet anstatt einer kleineren Menge lieber ein fettfreies Gel.

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1 Expert Sun Aging Protection Cream Plus SPF 50+, SHISEIDO, ca. Fr. 58.–. 2 UV Essentiel Daily UV Care Multi-Protection UV Anti-Pollution SPF 30, CHANEL, Fr. 74.–. 3 Sunscreen Cream High Protection SPF 50 UVA/UVB, YONKA, Fr. 62.–. 4 Tan Preparer Sun Preparing Hydrating Serum, LANCASTER, Fr. 55.–. 5 Capital Soleil SPF 50+ Velvety Cream Complexion Refining Action Advanced UV Protection, VICHY, ca. Fr. 30.–. 6 Eau Thermale Avène Très haute Protection Réflexe solaire 50+, AVÈNE, Fr. 16.90. 7 Super Stick Solaire Zones sensibles SPF 30 UVA, SISLEY, Fr. 105.–.

Wirkt UV-Schutz sofort?

Jein. Wer sich auf den letzten Drücker ein­cremt, verwendet am besten ein Produkt mit mineralischem Filter. Es schützt sofort. Chemische Filter hin­gegen brauchen etwa eine halbe Stunde, um ihre Wirkung zu entfalten. Man trägt sie deshalb schon zu Hause auf.

Was hilft bei einem ­Sonnenbrand?

Als Sofortmassnahme empfehlen sich küh­lende Umschläge und die gute alte

Fotos: Geri Born

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UVA und UVB: Was ist der Unterschied?


stylebeauty Euceta-Salbe. Effizient ist auch das Kor­ ti­sonpräparat Prednitop, eine Schaum­ lösung. Man kann sie bedenkenlos an­ wen­den. Sie gelangt nicht ins Blut und macht auch die Haut nicht dünner. ­Denken Sie daran: Ihre Zellen haben ein Elefantengedächtnis. Sie vergessen keinen Sonnen­brand. Wir alle haben nur ein bestimmtes Sonnenkapital. Bei den einen ist es grösser, bei den anderen kleiner. Je mehr Sonnenbrände Sie sich einhandeln, desto schneller ist es aufgebraucht.

KÖRPER 2

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Wann ist ein Check beim Dermatologen nötig?

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Ab 100 Muttermalen gilt man als Risikopatient und sollte sich vom Arzt unter­ suchen lassen. Natürlich ist es ratsam, sich von Zeit zu Zeit selbst zu kontrol­ lieren – nach der ABCD-Regel: A wie Asymmetrie oder unregelmässige Form, B wie Begrenzung oder ungleichmässiger Rand, C wie Color oder Farbveränderung und D wie Durchmesser, nämlich grösser als fünf Milli­meter oder wachsend.

Erhöht Sonnenbrand das Risiko von Hautkrebs?

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1 Tan & Protect Tan Intensifying Sun Lotion SPF 30 UVA/UVB, PIZ BUIN, Fr. 24.–. 2 Terracotta Sun Brunettes SPF 15 UVA/UVB, GUERLAIN, ca. Fr. 62.–. 3 Anthelios XS Invisible Nutritive Oil, LA ROCHE-POSAY, Fr. 29.–. 4 Gentle Protective Spray SPF 30 UVA, MARIA GALLAND, ca. Fr. 40.–. 5 After Sun Moisturizer Ultra Hydrating, CLARINS, Fr. 49.–. 6 Protect & Refresh Invisible Cooling Mist SPF 20 UVA/UVB, NIVEA, Fr. 15.30. 7 Aloe Vera Sun Care Sun Lotion SPF 30, LR HEALTH & BEAUTY SYSTEMS, Fr. 28.90. 8 Protectyl Végétal SPF 15 Zero Trace Spray, YVES ROCHER, Fr. 19.95.

Ja. Studien der Krebsliga Schweiz belegen: Alle, die sich in jungen Jahren die Haut verbrannt haben, leben als Erwachsene mit einem höheren Melanomrisiko. ­Deshalb muss niemand die Sonne ganz meiden, sondern nur vernünftig mit ihr umgehen. Das heisst, zur Sonnencreme etwa auch Hut, Hemd, Hose tragen. Und es den Südländern gleichtun: Sie halten von 11 bis 15 Uhr ihre Siesta im Schatten.

Online-Hautcheck Bis Ende Mai kann man einen kosten­ losen Test durchführen. So gehts: Fotos von verdächtigen Muttermalen mailen. Innerhalb von wenigen Tagen kommt ein E-Mail mit einer dermatologischen Einschätzung zurück, ob der Fleck harmlos oder eine Abklärung nötig ist. myskincheck.ch

Fotos: Geri Born

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BEAUTY-NEWS

VERSPIELT

Voilà, der Klassiker zeigt eine neue leichte Facette mit Bergamotte, Mango und Kirschblüten. Zen Sun Eau de Toilette fraîche, SHISEIDO, Fr. 107.–.

Zum ersten Geburtstag feiert sich der Duft selbst mit zarten, blumig-fruchtigen Noten. La petite Robe noire Eau de Toilette, GUERLAIN, ab Fr. 77.–.

SINNLICH

GEHEIMNISVOLL

ROMANTISCH

Der köstliche Cocktail mit Cranberry und YlangYlang verströmt pure Lebensfreude. Dior Addict Eau délice Eau de Parfum, DIOR, ab Fr. 74.–.

Eleganz und Provokation! Eine sinnliche Kom­ position voller kraftvoller exotischer Akkorde. ­Hypnotic Poison Eau secrète, DIOR, ab Fr. 105.–.

Die sommerlich leichte Version des Parfums vereint fruchtige wie blumige Akkorde, Ambra und Moschus. Body Tender, BURBERRY, ab Fr. 75.–.

ANREGEND

VERFÜHRERISCH

PARADIESISCH

Grüntee und Bitterorange geben den Ton an. Der perfekte Duft für sie und ihn. Thé vert & ­Bigarade Eau de Toilette, L’OCCITANE, Fr. 84.–.

Die fein prickelnde Kopfnote wird von einem aquatischen Jasmin-Akkord abgelöst. Acqua di Gioia Eau fraîche, GIORGIO ARMANI, ab Fr. 91.–.

Eine sanfte Meeresbrise führt zur floralen Herznote. Ambra rundet das Bouquet ab. Eternity ­Summer Eau de Parfum, CALVIN KLEIN, Fr. 103.–.

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Adressen Seite 132

MEDITATIV

REDAKTION Annette Frisch

PARFUM


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ASTOR Yellow Buttercup, Fr. 4.90. OPI I Theodora you, Fr. 24.–. REVLON Coastal Surf, Fr. 17.90. ESSIE Bond with whomever, Fr. 19.90.

BONBONS SÜSS WIE NASCHWERK SIND DIE NEUEN NAGELLACKE, VON DENEN WIR NICHT GENUG KRIEGEN KÖNNEN. REDAKTION MONICA CONGIU FOTOS GERI BORN


Adressen Seite 132

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ORANGE ARTDECO Solar Ray Fr. 17.–. L’ORÉAL PARIS Lush Tangerine, Fr. 9.90. ROSE MANHATTAN 61 V, Fr. 6.50. ESSIE Madison Ave-hue, Fr. 19.90. BOBBI BROWN Pink Valentine, Fr. 27.–. KIRSCHE GUERLAIN 165, Fr. 37.–. ESTÉE LAUDER Hot Spell, Fr. 36.–. LANCÔME 165 und 362, je Fr. 25.50. SILBER ESSIE Beyond Cozy, Fr. 19.90. OPI Which is Witch?, Fr. 24.–. ESSENCE Glitter Topper, Bella, Fr. 2.50.


PEPERONI YVES SAINT LAURENT Vert d’Orient, Fr. 38.–. ASTOR Lagoon Lace, Fr. 4.90. REVLON Posh, Fr. 14.90. NYX GIRLS Pimp my Nail, Fr. 5.90. ERDBEERE MAYBELLINE Colorama Power Red, Fr. 7.80. CLINIQUE Red Red Red, Fr. 26.–. CHANEL Cinéma, Fr. 35.–. FLEUR BLEUE CHANEL ­Azuré, Fr. 35.–. DIOR Duo, 402 und 794, je Fr. 37.–. KAFFEE CLINIQUE Indie Rock, Fr. 26.–. YVES SAINT LAURENT Taupe Mauresque, Fr. 38.–. OPI What Wizardry is this?, Fr. 24.–.


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BEAUTY-SECRETS

KATIE HOLMES

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SIE IST BEI SICH ANGEKOMMEN: NIE WIRKTE DIE SCHAUSPIELERIN STÄRKER UND SCHÖNER ALS JETZT.

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Fotos: Dukas (5)

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REDAKTION Monica Congiu

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Sie hat uns eine wichtige Lehre erteilt: Über Befreiungsschläge spricht man nicht. Man führt sie gnadenlos und blitzschnell aus. So richtet man am wenigsten Schaden an. Der entspannte Umgang ihres Ex-Mannes Tom Cruise, 50, mit Töchterchen Suri, 7, (8) seit der Scheidung ist der beste Beweis. Katie Holmes selbst ist gelöst wie nie zuvor und bezaubert etwa Juwelier H. Stern (2), der sie zur Botschafterin ernannte. Die Brünette ist auch das erste VIP-Testimonial der Makeup-Palette von Bobbi Brown (4). Die Visagistin sieht in der 34-Jährigen nämlich das, wofür ihr Label steht: natürliche Schönheit. Die verkörpere niemand authentischer als Katie, die es liebt, sich diskret hübsch zu machen. Ihre gesunde Saint-Tropez-Bräune (5) ist angesprüht. Aber tief in den Schminktopf greifen? Nie! Dafür gehts fast täglich aufs Laufband oder zum Joggen (7). Bewusstes Essen ist ein weiterer Baustein ihrer Ausstrahlung: Es wirke sich positiv auf die Haut aus und bringe sie gut durch den Tag. Der ist mehr als ausgefüllt. Schliesslich ist die Ame­ri­ka­nerin aus Ohio eine Arbeitsbiene. Neben ihrem Job als Schauspielerin, zuletzt als Jackie in der TV-Serie «Die Kennedys» (1) und im Broadway-Stück «Dead Accounts» (3), entwirft sie mit Stylistin Jeanne Yang die Mode­kollektion Holmes & Yang (6). Zuge­ geben, die ist ein wenig sehr solide. Aber wo steht g ­ eschrieben, man dürfe sich nicht selbst verwirklichen? Dazu macht der Schützin ihre Kreativität zu grossen Spass.


y t u a e b e l y t s

MAX MARA

«WHO MADE THE RULES» steht auf dem Lieblingstop ihrer für Reebok entworfenen

Yoga-Kollektion. Man ahnt richtig: Regeln und Traditionen bedeuten Tara Stiles, 32, herzlich wenig. Und auf Anweisungen in Sanskrit wartet man in ihrer Yoga-Schule (strala.com) vergebens, weil sich mit den altindischen Ausdrücken niemand identi­fizieren könne. Bei ihr gibt es keinen Druck, perfekt zu sein. Nicht umsonst hat sie die «New York Times» eine Rebellin genannt. Schnörkellos und praktikabel kommt auch ihr soeben auf Deutsch erschienenes Buch daher. Darin finden Einsteiger wie Cracks Übungen gegen alle Zipperlein, von Migräne und Cellulite über schlechte Haut bis hin zu gebrochenem Herzen. Natürlich mit Bildern vom Model persönlich. Tara Stiles, «Wie Yoga heilt», Droemer Knaur, Fr. 28.90.

FIX GEBUNDEN

(T )URBAN CHIC

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Man braucht nicht auf einen BadHair-Day zu warten, um sich an die ele­gante, unprätentiöse TurbanVariante zu wagen. Haarstylist Guido Palau hat sie unter ande­ rem für Dolce & Gabbana kreiert, «so, wie sich eine Sizilianerin die Haare hochbinden wür­de»: Volumen reinbringen, locker hoch­ stecken, Oh­ren­spit­zen mit dem gefalteten Fou­ lard abdecken. Für Strand und Stadt.

BRONZE GEWINNT DER FRAN­ ZOSE OLIVIER ECHAU­DE­MAISON VON GUERLAIN SAGT, WIESO.

WIESO IST TERRAKOTTA-PUDER PLÖTZLICH EIN KULT-PRODUKT? Weil er der ideale Verbündete der Frauen ist, wenn sich die Sonne rarmacht. Er bringt den Teint auf natürliche Weise zum Strahlen. Dass der Bräunungspuder nun endgültig zum Trendprodukt avanciert ist, hat damit zu tun, dass es ihn in dieser Saison in mehr Farb­schattierungen gibt als früher. Dadurch müssen Blasshäutige nicht mehr befürchten, damit seltsam braun oder fleckig auszusehen. WIE TRÄGT MAN IHN RICHTIG AUF? Indem Sie auf beiden Gesichtshälften die Form der Zahl 3 nachzeichnen – von der Stirn zu den Wangen und dann entlang der Kieferknochen bis zum Kinn und hinunter zum Hals. Anschliessend stäuben Sie noch einen Hauch auf die gewölbten Gesichtspartien, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind: Stirn, Nase, Wangenknochen, Kinn. So erhält der Teint im Nu einen Honigschimmer. GIBT ES EINEN TRICK FÜR EIN PERFEKTES RESULTAT? Den gibt es tatsächlich: Erstens wählen Sie den Farbton nur einen Tick dunkler als Ihren Teint. Zweitens sollten Sie die Haut sehr gut eincremen, damit sie schön befeuchtet und prall ist. Am besten lassen Sie zuvor für zehn Minuten eine Feuchtigkeitsmaske einwirken. So entsteht zusammen mit dem Sonnenpuder ein gesunder Glow. Das wirkt sehr edel. Olivier Echaudemaison ist Creative Director bei Guerlain. guerlain.com

Fotos: Reebok, Imaxtree (2)

BELLE REBELLE

FAKE IT

REDAKTION Monica Congiu

SANFTE REVOLUTION


g n u s o l r e v e styl

35 SETS VON LANCASTER ZU GEWINNEN SI STYLE VERLOST 35 SETS VON LANCASTER IM WERT VON JE 271 FRANKEN. BEANTWORTEN SIE DAZU FOLGENDE FRAGE: WIE VIELE TAGE VOR DEM ERSTEN SONNENBAD WERDEN TAN-PREPARERPRODUKTE AUFGETRAGEN? der Tan Maximizer Rich Firming Cream hat man länger Freude am gesunden Teint. Für Kinder bietet Sun for Kids Comfort Cream Wet Skin SPF 50 optimalen Schutz.

SO NEHMEN SIE TEIL Rufen Sie an ­unter Tel. 0901 560 090 (Fr. 1.– pro Anruf ab ­ Festnetz), und sprechen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse auf Band. Oder senden Sie eine Post­­karte (keinen Brief) mit der Lösung, Ihrer

Adresse und I­hrer Telefonnummer an: SI Style, Lancaster, Postfach, 8074 Zürich.

TEILNAHMESCHLUSS ist der 19. Juni 2013. Gewinne­rinnen werden schriftlich benachrichtigt. Keine Bar­aus­zah­lung. Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen. Über die Verlosung wird k­ eine Kor­respondenz geführt. Mitarbeitende von Lancaster und der Ringier AG sind nicht teilnahme­ berechtigt.

Foto: Geri Born

LANCASTER ist Experte in Sachen Bräune. Neu im Sortiment sind zwei Tan Preparer – ein hydratisierendes Serum fürs Gesicht und ein Spray für den Körper. Beide bereiten die Haut darauf vor, schnell schön gebräunt zu werden. Zudem sind sie mit Extrakten gegen freie Radikale ausgestattet. Damit verwöhnt man sich täglich zwei Wochen vor dem ersten Sonnenbad. Für einen bronzefarbenen Body gibt es Velvet Milk Sublime Tan SPF 30. Mit


styletop five

BEAUTY

AUSPROBIEREN, HINGEHEN, STAUNEN: WAS DERZEIT FÜR GESPRÄCHSSTOFF SORGT.

LACKY DAY

ALLES GUTE

«Blau wie der Himmel und das Meer – die Farbe der Freiheit.» Olivia, Tochter der berühmten Andrée Putman und selbst ge­fragte Designerin und Innen­architektin, hat sich für L’Air du Temps von Nina Ricci ein neues Flakon einfallen lassen. Der Klassiker mit dem Verschluss eines Taubenpaares – neu in Blau – wurde 1948 erstmals aufgelegt. Seither hat die charaktervolle Kom­position mit Nelken, Jasmin, Ylang-Ylang, Rosen, Sandelholz immer wieder Künstler zu neuen Flakons inspiriert, so über Jahre auch René ­Lalique. ninaricci.com, lalique.com

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“Nicht das Kleid, das eine Frau trägt, sollte verführerisch sein, sondern ihre Haltung.”

CONSUELO CASTIGLIONI

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RESPEKT

Klorane, die französische Marke für Haarprodukte mit exklusiven Pflanzen­ extraken aus der ganzen Welt, setzt sich für Biodiversität und Artenvielfalt ein. Aktuell mit einem drei­jährigen ­Projekt zusammen mit Pro N ­ atura zum Schutz der Blaudistel, j­ener typisch schweizerischen Alpenblume, die auf sonnigen Böden gedeiht und im Juli und August Wanderer erfreut. klorane.ch, pronatura.ch

KOPFARBEIT

Der Schopf ist strapaziert und glanzlos statt prächtig? Dieses Problem plagt viele Frauen. Gross ist darum die Auswahl an ­Repair-Produkten. Jetzt soll eines mit dem FillerMolekül Filloxane, das die Haarschichten durchdringt und der Haarfaser in der Tiefe neue Substanz verleiht, helfen. Innovativ ist auch die Anwendung des Serums: Man lässt es zusammen mit dem üblichen Conditioner fünf Minuten einwirken. Das Resultat ist eklatant. ­Dercos Instant Filler, Fr. 26.–. vichy.ch

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REDAKTION Annette Frisch

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Wer bis anhin beim Clinique-Counter nach Nagellack fragte, wurde zur Konkurrenz geschickt. Heute ist man gut beraten, wenn man bleibt. Sechs Jahre forschten die Experten nach der perfekten Formel, die auch sensible Haut verträgt. Dermatologen stellen nämlich immer ­wie­der fest, dass Nagellacke etwa Reizungen rund um die Augen auslösen – nach Augenreiben, Schminken und Cremen. Das ist mit «A Different Nail Enamel» nicht zu befürchten. Im Sortiment gibt es zwölf attraktive Basis­farben sowie saisonale Ergänzungen. ch.clinique.com


stylebeauty WOHLIG FRISCH BEI 30 GRAD REDAKTION  ANNETTE FRISCH

DEOS SIND UNENTBEHRLICH UND ­SORGEN DAFÜR, DASS DAS GEGENÜBER NIEMALS DIE NASE RÜMPFT.

SANFT, DOCH WIRKSAM, so soll unser Deo sein. Dabei leisten Spray, Roll-on und Stick Schwer­ arbeit. Klassisch hemmen sie das Wachstum übel riechender Bakterien, während Antitranspirante die Poren verengen, sodass weniger Achselnässe entsteht. Sie enthalten Aluminiumsalze, die immer wieder mit Brustkrebs in Verbindung gebracht werden. Dazu Professor Dr. Beat Thürlimann, Chef­arzt Brustzentrum St. Gallen: «Alumi­nium wird mit gutartigen und bösartigen Brust­ver­än­ derungen assoziiert, wie ­viele andere Stoffe auch. Ob es wirklich Krebs fördert, ist nicht be­wiesen.» Neu sind Produkte, die 48 Stunden schützen. Dr. Björna Windisch, Laborleiterin Produkt­ent­ wicklung Nivea Deo, betont, dass Spray und Rollon mit 48 statt 24 Stunden Wirkdauer auch gut hautverträglich sind. Die Expertin rät, sie nach dem Duschen erneut aufzutragen, auch wenn die Zeit noch nicht abgelaufen ist.

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CLINIQUE Antiperspirant Deo­ dorant Roll-on, Fr. 25.–.

GARNIER Mineral Invisible ­Roll-on, Fr. 5.–.

VICHY Anti-Perspirant Treatment Intense, Fr. 18.50.

SICHER

UNSICHTBAR

STARK

Allergiegetestet, schnell trocknend, parfumfrei, schützt es vor Geruch und feuchten Achselhöhlen. Trocknet schnell und ­hinterlässt keine Spuren auf dunklen Textilien.

Mit dem transparenten Deo bleiben schwarze T-Shirts und weisse Blusen wie neu und knallige Sommer­farben schön leuchtend. Frei von ­ Alkohol und Parabenen.

Wer intensiv schwitzt, fühlt sich mit diesem Produkt s­ icher und wohl. Es hinterlässt einen zarten, schützenden Film auf der Haut, doch nicht auf der Kleidung. Ohne Parabene.

EUCERIN Deodorant Empfindliche Haut, Fr. 17.90.

CLARINS Eau dynamisante doux Déodorant, Fr. 29.–.

AVÈNE Regulierendes Deo Roll-on, Fr. 17.40.

SANFT

BELEBEND

MILD

Auch Allergikerinnen vertragen diese besonders milde Formel, die weder Parfum, Alkohol noch Konservierungs- und Farbstoffe enthält. Und sie eignet sich für nach der Rasur.

Aufsprühen und geniessen! Das belebende Deo verströmt dank ätherischen Ölen einen diskreten Duft. Es beugt Körpergeruch vor, ein Süssholz-Extrakt beruhigt die Haut.

Das Richtige für sensible Haut. Die Aktivstoffe werden fortlaufend abgegeben und sorgen für eine lang anhaltende Wirkung. Ohne Alkohol, Konservierungsstoffe und Aluminiumsalze.

Adressen Seite 132

SCHWEISS MUSS SEIN Tritt er beim Sport auf, wird er positiv gewertet. Wehe jedoch, wenn im überfüllten Tram oder bei der hitzigen Debatte im Büro die Bluse am Körper klebt und sich un­ angenehme Gerüche breitmachen. Fakt ist, dass der Organismus damit die Körpertemperatur auf rund 37 Grad regelt und damit für unser Wohlbefinden sorgt. Besagte Kühlflüssigkeit, in der Fachsprache ekkriner Schweiss genannt, besteht mehrheitlich aus Wasser und riecht kaum. Anders sein apokrines Pendant, das sich in Achselhöhlen, um Brustwarzen, Nabel und im Genitalbereich bildet. Nicht nur Hitze, auch Stress aktiviert die apokrinen Schweissdrüsen. Das Sekret steigt stechend in die Nase, allerdings erst ab der Pubertät.


CHANEL Chance Eau tendre Déodorant, Fr. 56.–.

NIVEA Anti-Transpirant Stress Protect, Fr. 4.45.

FLORAL

RESISTENT

Erfrischender, dezent blumig duftender Spray, der die Liebhaberin des gleichnamigen Eau de ­Toilette begeistert, doch auch solo wunderbar riecht und ­zugleich Schutz bietet.

Wer gestresst ist, schwitzt plötzlich und intensiv. ­Präzis dagegen wirkt das neue Deo, das für an­ genehm trockene Achsel­ höhlen sorgt. Frei von ­Alkohol und Farbstoffen.

BIOKOSMA Deo Spray, Fr. 16.–.

DR. HAUSCHKA Seidenpuder sanft ­pflegend, Fr. 33.–.

NATÜRLICH

VIELSEITIG

Schweizer Salbei und Ringel­blume regulieren die Transpiration des Na­ true-zertifizierten Sprays. Weitere Wirkstoffe ver­hin­ dern Geruch und pflegen. Ohne Aluminiumsalze.

Körperpuder? Eine südlän­ dische Geste! Pulverisierte Seide sowie Heilpflanzen mit desodorierenden und ­pflegenden Eigenschaften verwöhnen die Benutzerin. Ideal auch für die Füsse.


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1 Das «Waldhaus Flims» in den Bündner Bergen. 2 Schwerelos im Salzwasserbecken ­relaxen. 3 Im Weisssalz-Lichtwürfel atmet man Sole-Sauerstoff.

KRAFTORT IN DER MÄRCHENHAFTEN BERG- UND WELLNESSWELT KOMMT MAN NICHT UMHIN, SEINEN ALLTAG ABZUSTREIFEN WIE EINE ALTE HAUT.

TEXT  MONICA CONGIU

ANLAGE Das Herz wird weit, wenn die Sonne in die Waldlichtung scheint und das Grün in allen Schattierungen ­hervortritt. Man befindet sich inmitten des grössten Hotelparks der Schweiz. Das ä­ lteste Wohngebäude, das elegante Grandhotel, stammt aus dem Jahr 1877. Es kontrastiert aufs Reizvollste mit dem modernen Glaskubus, dem Spa. Der Gast realisiert schnell: Hier ist der Sprung vom 19. ins 21. Jahrhundert gelungen, hier begegnet zeitgemässe Wellness-­Kultur souverän dem Charme vergangener Zeiten.

ANGEBOT Ein Grossteil der Ingredienzen für die Behandlungen besteht aus ­frischen Kräutern der Flimser Bergwelt. Die Sauna im Freien mit dem Duft des offenen Feuers und der Bio-Schwimmteich mit dem weichen Bergquellwasser beweisen, dass die Natur das beste Spa ist. Dennoch sind die neuen Beauty-Oasen Rocca Bella und Belvita mit Privatpool, wo man sich zu zweit verwöhnen lässt, eine Versuchung wert. SPEZIALITÄT Auch die Gestresstesten kriegen in der Design Floa­ting Suite den Kopf frei. Dank dem hohen Salzgehalt schwebt man auf der Wasseroberfläche und gerät im Nu in den zutiefst ent­span­ nenden Alpha-Zustand, den sonst nur ­Yogis und Meditationsprofis erreichen.

WALDHAUS FLIMS, Mountain Resort & Spa, Via dil Parc, 7018 Flims, Telefon 081 928 48 48, waldhaus-flims.ch


GREEN BEAUTY

JA, NATÜRLICH REDAKTION  ANNETTE FRISCH

INNOVATIV und ökologisch, das muss sich ver­ einbaren lassen. Kibio, die Marke des Pflegespezia­ listen Clarins, hat sich das zum Ziel gesetzt. Ihre ­biologisch korrekten Produkte belasten die Umwelt nur minim, sind jedoch ebenso wirksam oder sogar noch effizienter als jene eines konventionellen Haut­ verschö­nerers. Dabei bleibt das Vergnügen nicht auf der Strecke. Experten aus dem südfranzösischen Parfumstädtchen Grasse tüfteln zusammen mit ­Kos­me­tikwissenschaftlern an wohlriechenden und verwöhnenden Essenzen, denn bekanntlich zeigt sich an der Haut, wenn die Seele leidet. Ein weiteres Plus: Als Basis ­jedes Kibio-Produktes dient Blütenwasser mit e­ inem hohen Anteil von Aktivstoffen, die je nach erwünschter Wirkung ausgewählt wer­ den (erfrischend, klärend, entzündungshemmend, beruhigend ...). Hinzu kommen ätherische Öle, die das Gewebe beleben und entschlacken. Pflanzen­ extrakte aus Wurzeln, Blüten, Früchten sowie pflanz­ liche Öle verleihen dem Teint ein jugendliches und gesundes Aussehen. kibio.com

Fit by Nature Lifting Cream Gel von Kibio (Fr. 39.–) rt strafft und verschöne den Body mit Koffein, Grüntee und Holunder.


styleadressen MODE BIPOLAR Seite 82–91

Agent Provocateur agentprovocateur.com Barbara Bui barbarabui.com Céline celine.com Chanel chanel.com Charline de Luca charlinedeluca.com Dolce & Gabbana dolcegabbana.it Fendi fendi.com Issey Miyake isseymiyake.com Koonhor koonhor.com Louis Vuitton louisvuitton.com Moschino moschino.it Net-a-porter net-a-porter.com Sportmax sportmax.it Tommy Hilfiger tommyhilfiger.com Tel. 044 986 10 20

TREND S­ANDALEN Seite 40

Ancient Greek ancient-greek-sandals.com Bata bata.ch Buffalo buffalo.de Manor manor.ch Minelli minelli.fr Tel. 043 497 30 54 Mytheresa mytheresa.com Vestibule vestibule.ch

STIL-IKONE Seite 36/37

Astor Warenhäuser Barneys barneys.com Benetton benetton.com Claire’s claires.com Clinique ch.clinique.com Covergirl Migros Diane von Furstenberg dvf.com Dosenbach dosenbach.ch Etro etro.it Feldpausch feldpausch.ch Gassmann gassmannzuerich.ch H & M hm.com Jelmoli jelmoli.ch Lancôme lancome.ch L’Oréal Paris loreal-paris.ch Mango mango.com Naf Naf nafnaf.com Net-a-porter net-a-porter.com Six click-six.com Swarovski swarovski.ch YSL ysl-parfums.com Parfümerien, Waren­häuser Zara zara.com

BEAUTY-SECRETS Seite 120

Bobbi Brown bobbibrown.com St. Tropez fruugo.ch

TREND SOMMERSCHMUCK Seite 38

Big bigzh.ch Dolce & Gabbana dolcegabbana.it H & M hm.com Mango mango.com No 2 numbertwo.ch Net-a-porter net-a-porter.com Six click-six.com

3 LOOKS Seite 53

C & A c-und-a.ch Enrique Badulescu by Codello codello.de Globus globus.ch H & M hm.com Jelmoli jelmoli.ch Louis Vuitton louisvuitton.com Minelli minelli.fr Tel. 043 497 30 54 Mon Amour boutique-monamour.ch New Yorker newyorker.ch Samsung samsung.ch Schild schild.ch Stefanie Biggel stefaniebiggel.com stromberg.ch stromberg.ch Swarovski swarovski.ch Zalando zalando.ch

MODE UNITED COLORS Seite 92–101

Chanel chanel.com Dior dior.com Etro etro.it Fidelio fidelio-kleider.ch Gassmann gassmannzuerich.ch Gianvito Rossi gianvitorossi.com Gucci gucci.com Hermès hermes.com Louis Vuitton louisvuitton.com Miu Miu miumiu.com Moschino Cheap and Chic moschino.it Net-a-porter net-a-porter.com Stella McCartney stellamccartney.com Trussardi trussardi.it Valentino valentino.it

SPECIAL TRENDWELLE Seite 48–52

Acne acnestudios.com Adidas by Stella McCartney adidas.com/stella Andrea Hinnen andreahinnen.com Asos asos.de Barraca Chic barracachic.com Beldona beldona.ch C & A c-und-a.ch


Calida calida.ch Calzedonia calzedonia.it Claire’s claires.com Dior dior.com H & M hm.com Jelmoli jelmoli.ch Jimmy Choo jimmychoo.com Jockey jockey.ch Kowä kowa.ch La Redoute laredoute.ch Lidea maryanbeachwear.de Louis Vuitton louisvuitton.com Luisaviaroma.com luisaviaroma.com Maison Mollerus mollerus.ch Mango mango.com Marc Jacobs marcjacobs.com Marc O’Polo marc-o-polo.de Tel. 043 811 00 00 MC Tavish mctavish.com.au Mon Amour boutique-monamour.ch Moschino Cheap and Chic moschino.it Net-a-porter net-a-porter.com Pelikamo pelikamo.com Scotch & Soda scotch-soda.com Tel. 043 268 49 79 Stuart Weitzman stuartweitzman.ch Stylebop.com stylebop.com Ta-Bou ta-bou.ch Tommy Hilfiger tommyhilfiger.com Tel. 044 986 10 20 Topshop topshop.com Watercult watercult.de We Are Handsome wearehandsome.com Zalando zalando.ch Zimmermann zimmermannwear.com

STYLE MEN

PFLEGE

CP Company cpcompany.com CPH c-p-h.ch Fay fay.it Fidelio fidelio-kleider.ch Hilfiger Denim hilfigerdenim.com Joy Jewels joyjewels.com No 2 numbertwo.ch On y va onyva.ch Skullcandy skullcandy.com Specspec.ch specspec.ch Swarovski swarovski.ch Valentino valentino.it Yoox.com yoox.com

Avène avene.ch Biokosma biokosma.ch Chanel chanel.ch Clarins clarins.ch Clinique ch.clinique.com Dr. Hauschka dr.hauschka.ch Eucerin eucerin.ch Garnier garnier.ch Nivea nivea.ch Vichy vichy.ch

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STYLE-TEIL Seite 58

Bata bata.ch Christian Louboutin christianlouboutin.fr Dosenbach dosenbach.ch Manor manor.ch Marché de Luxe marchedeluxe.ch Pompes Funèbres pompitup.com/fu

Seite 128/129

BEAUTY-NEWS Seite 114

Burberry burberry.com Parfümerien, ­Warenhäuser Calvin Klein calvinklein.com Parfümerien, ­Warenhäuser Dior dior.com Parfümerien, Warenhäuser Giorgio Armani armanibeauty.de Guerlain guerlain.ch L’Occitane loccitane.ch Shiseido shiseido.ch

NAGELLACK Seite 116–119

Artdeco dekora.ch Astor astorcosmetics.com Bobbi Brown bobbibrown.com Chanel chanel.ch

Clinique cliniqueitgirls.ch Dior dior.ch Essence essence.eu Essie essie.ch Estée Lauder esteelauder.ch Guerlain guerlain.ch Lancôme lancome.ch L’Oréal Paris loreal-paris.com Manhattan manhattan.de Maybelline maybelline.ch NYX Girls nyx-cosmetics.de Opi opiswiss.ch Revlon revlon.ch Yves Saint Laurent yslexperience.com

SONNE

Seite 108–112

Avène avene.ch Chanel chanel.ch Clarins clarins.ch Guerlain guerlain.ch Lancaster lancaster.de La Roche-Posay laroche-posay.ch LR Health & Beauty Systems aloevera-lr.ch Maria Galland maria-galland.ch Nivea nivea.ch Piz Puin pizbuin.com Shiseido shiseido.ch Sisley sisley-cosmetics.com Vichy vichyconsult.ch Yonka yonka.ch Yves Rocher yves-rocher.com


stylehoroskop

+++ ZWILLINGE: GLÜCKSSCHMIED +++ LÖWE: RUHM UND EHRE +++ SKORPION: ABSCHIED NEHMEN +++

Krebs

Löwe

IHRE CHANCE Könnte es sein, dass Ihr Partner etwas zu kurz kommt? Er beklagt sich nicht, doch ein wenig Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit wären Balsam für Sie beide. Singles dürfen nach neuen Begegnungen Ausschau halten – die Sache könnte sich später als ziemlich bedeutend ­ ­herausstellen. Ihre andere Seite, nämlich die bequemere, hat Lust auf genussvolles Essen in roman­ tischer Atmosphäre. VORSICHT Sie sind schnell in emotionalem Aufruhr und neigen zu Macht­ spielchen. Wenn Sie da mal nicht den Kürzeren ziehen. Jemand will Sie dominieren, aber das geht nur, wenn Sie es zulassen. Ignorie­ ren Sie die Sprache des Körpers nicht: Ab zum Arzt, wenn man sich nicht gut fühlt.

IHRE CHANCE Mars und Jupiter verhelfen zu ungeahnten Höhen­ flügen. Sie werden von allen Seiten unterstützt – Ruhm und Ehre sind Ihnen gewiss. In Geldangelegen­ heiten könnte es auch nicht besser laufen, also investieren Sie! Bei so viel Positivem allerdings nicht ver­ gessen, dass es nicht zuletzt der Support des Partners ist, der einen immer wieder zu Höchstleistun­ gen anspornt. VORSICHT Stress und Ärger in der Beziehung ent­ stehen oft durch Missver­ständ­-­­ nis­se und zu grosszügiges Fremd­ flirten. Gehen Sie Ihren Weg, und lassen Sie sich von niemandem dreinreden. Dunkle Wolken am Horizont darf man für einmal igno­ rieren. Die Wehwehchen anderer müssen nicht zu Ihrem Le­bens­ inhalt werden.

23. 7. –  23. 8.

22. 6. –  22. 7.

STYLE-ASTROLOGIN BARBARA MAURER ER­KLÄRT, WEM DAS GLÜCK HOLD IST UND WER GEDULD BRAUCHT. FÜR ALLE, DIE ES GENAU WISSEN WOLLEN, HIER DIE KONSTELLATIONEN.

Steinbock 22. 12. –  20. 1.

Zwillinge 21. 5. –  21. 6.

IHRE CHANCE Es lohnt sich, das Heft in die Hand zu nehmen und­ aktiv zu werden. Kein Prinz klopft an die Tür, Sie müssen schon selbst wählen. Die Sterne werden Sie an den richtigen Ort führen. Da es beruf­ lich zu keinen bahnbrechenden Ereignissen kommen wird, sollten Sie Ihre Freizeit dafür nutzen, etwas Sinnvolles zu unternehmen. Sport, Spass und Spiel gehören auch zum Alltag und können durchaus Freude ­machen. Das wird Ihnen allerdings gar nicht so leichtfallen, da Sie mo­ mentan sehr ambitioniert sind und sich gar eine neue Herausforderung suchen möchten. Versuchen Sie, die kreative Pause für sich zu nutzen. VORSICHT Beherrschung und Selbstkontrolle gehören in diesem Monat zu Ihren meistgehassten Wörtern. Es läuft nicht nach Wunsch, und leider wird Leistung nicht immer belohnt. Solange Sie weiter auf Ihrem Recht beharren, entstehen unnötige Machtkämpfe und Strei­ tereien. Besser, man nutzt die Energie für Positives, etwa eine Weiter­ bildung. Warum nicht sogar im spirituellen Bereich? Ihr Umfeld ist nicht an allem schuld – Sie sind Ihres eigenen Glückes Schmied.

MERKUR

VENUS

MARS

JUPITER

SATURN

IHRE CHANCE Merkur und Venus sorgen für angenehme Kontakte. Ein Flirt, der Sie beflügelt? Wer die Augen offen hält, dürfte belohnt werden. Sie sind fit und räumen jedes Hindernis aus dem Weg. Berufliche Pläne finden ihre Erfül­ lung. Auch in finanzieller Hinsicht läuft es prima. Gönnen Sie sich viel Freizeit, und haben Sie Spass, das fördert die Gesundheit und macht happy. VORSICHT Jemand aus Ihrer Familie könnte sich vernach­ lässigt fühlen. Das Glück und die Lebensfreude, die Sie momentan ausstrahlen, kommen nicht überall gut an: Neid, Intrigen und sogar Mobbing könnten die Folgen sein. Wehren Sie sich: Manchmal muss man halt für den eigenen Seelen­ frieden jemandem gehörig die Meinung sagen.

URANUS

NEPTUN

PLUTO

Wassermann 21. 1. –  19. 2.

IHRE CHANCE In diesem Monat sollten Sie alles Wichtige unter Dach und Fach bringen. Danach wechselt Jupiter in das Krebs­ zeichen und verhätschelt Sie nicht mehr wie bislang. Kontakte, die jetzt geknüpft werden, sind Gold wert. Entspannung und Verwöh­ nung sollten einen hohen Stellen­ wert einnehmen, denn an der Seite eines Adonis lässt es sich prima chillen. VORSICHT Lassen Sie Streitigkeiten nicht ausufern! Einmal angerichteter Schaden ist schwer zu reparieren. Zeigen Sie genug Geduld und ein tolerantes Verhalten, um das Schlimms­te zu verhindern. Schieben Sie nichts auf die lange Bank, weil dadurch so manche Chance vertan wird und es sich wichtige Leute anders über­legen.

SONNE

MOND

Foto: Inge Jurt

DAS STEHT IN DEN STERNEN IM JUNI


+++ SCHÜTZE: MASSHALTEN +++ WASSERMANN: NETWORKING +++ FISCHE: TEMPO UND TATENDRANG +++

Jungfrau

Waage

Skorpion

Schütze

IHRE CHANCE Lassen Sie sich nicht unterkriegen, und vertreten Sie weiter Ihre Meinung. Es kann nicht sein, dass Ihre Arbeit durch neidische Mitarbeiter diskreditiert wird. Sie dürfen in Ihre Tätigkeiten Vertrauen haben, und auch die Wahl des Partners ist Privatsache. Es ist Zeit, seine Sinne mit einem Kurztrip zu erfrischen. Komplimen­ te aus der Männerwelt sind garan­ tiert. VORSICHT Probleme in der Familie machen Ihnen zu schaffen. Durch Ihr sensibles Schlichten löst sich mancher Konflikt in Luft auf. Stress tut nicht gut, und Ihr Körper droht schlapp zu machen. Gegen­ steuer gibt, wer alles tut, um sein Wohlbefinden wieder auf Vorder­ mann zu bringen. Warnsignale müssen immer ernst genommen werden.

IHRE CHANCE Sie können kaum still sitzen. Aufregende Momente stehen ins Haus. Die Zeit, als Sie dem Frieden zuliebe nichts sag­ ten, ist vorbei: Machen Sie r­ einen Tisch. Balance ist ein wichtiger Aspekt des Lebens. Was nicht ­ mehr zu retten ist, muss auch nicht lange besprochen werden. Ihre kör­per­liche Verfassung ist okay, ­solange Sie Ihre Grenzen kennen. VORSICHT Nicht verzweifeln, Selbstmitleid bringt nichts. Ihr Hang, sich ins Schneckenhaus zu verkriechen, wirkt sich kontrapro­ duktiv aus. Lieber nach draussen gehen, und gleich sieht die Welt freundlicher aus. Ihre harten Urteile und Ihre kritische Betrachtungs­ weise sich und anderen gegenüber überfordern alle. Vermeiden Sie ge­ richtliche Auseinandersetzungen.

IHRE CHANCE Es warten einige schöne Überraschungen: Freuen Sie sich auf einen tollen Abend und anschliessend auf eine unver­ gessliche Nacht, die jede Menge Leidenschaft verspricht. Ihr Körper ist Ihr engster Freund, so sollte er auch behandelt werden. Ein per­ fektes Outfit macht noch lange nicht gesund. Genauso wichtig wäre es, wieder einmal frische Luft zu tanken. VORSICHT Sie spüren, dass Sie jetzt von etwas Abschied nehmen müssen. Lassen Sie los, was nicht lebensfähig ist: Jedes Ende bedeutet auch einen Neu­ anfang. Ihre oft etwas schroffe Art kann sich im Berufsleben als Hin­ dernis erweisen. Finden Sie her­ aus, welchen aktiven Beitrag Sie gegen die Umweltverschmutzung leisten können.

IHRE CHANCE Wer auf sein Bauch­gefühl vertraut, wird nicht getäuscht. Lassen Sie keinen Flirt aus, denn wer kann schon wissen, hinter welcher Ecke die gros­ se ­Liebe ­wartet? Sie fallen auf, Ihre Schönheit strahlt von innen heraus. Durch eine gesunde Er­ nährung und ­genügend Ent­span­ nung hält das Hochgefühl länger an. Zudem z­eigen Sie viel Ver­ hand­lungs­geschick. VORSICHT Neptun vernebelt zeit­weise Ihr Urteils­ver­mögen. Wenn die Alarm­ glocken läuten, ziehen Sie die Konsequenzen. Er steht aber auch für ein Zuviel – in jeder Hinsicht. Geniessen, aber in Massen, lautet darum die Devise. Falls Sie noch immer zu den Rauchern gehören, planen Sie endlich einen vernünf­ tigen Ausstieg aus der Sucht.

Fische

Widder

Stier

IHRE CHANCE Jetzt machen Sie Nägel mit Köpfen. Eine Lohn­ erhöhung ist in Sicht. Sie wollen die Welt erobern, wobei Taten­ drang und Tempo Grosses ver­ sprechen. Dem Liebsten gegen­ über dürfen Sie sich kompromiss­ bereit zeigen. Sie w ­ erden es nicht bereuen, schliess­lich möchte er ­etwas Bestimmtes gemeinsam mit Ihnen unternehmen. VORSICHT Obwohl Sie sich fit und in Form fühlen, s­ ollten Sie nicht voll aufs Gas steigen. Sie ­neigen dazu, sich selbst zu überfordern, was später seinen Tribut verlangt. In der Liebe ­erleben Sie zwar fast ausschliess­ lich Schönes. Nur Ihr ungestümes Verhalten kommt weniger an. Eine Freundin meint es lieb, wenn Sie Ihnen ab und zu den Spiegel vor­ hält.

IHRE CHANCE Kommen Sie aus Ihrem Kokon heraus, mischen Sie sich unter Leute, dann fühlen Sie sich auch nicht mehr einsam. Da die Zeit exzellent ist zum Ex­ perimentieren, steht einem Neu­ anfang nichts im Weg. Wem sein Job gefällt, erntet viel Lob für ­Kreativität und gute Leistung. Sie sind stark, unternehmungslustig und wissen genau, was Ihnen be­ kommt. VORSICHT Da Sie mit Höchstgeschwindigkeit fahren, fühlt sich Ihr Liebster übergangen. Unüberlegte Befreiungsaktionen könnten Sie schon morgen bereu­ en. Ein rücksichtsvolles Miteinan­ der und ein sorgsamer Umgang mit den Dingen schonen nicht zu­ letzt die Umwelt. Ihren Überschuss an Power werden Sie im Fitness­ center spielend los.

IHRE CHANCE Sie sollten sich selbst Ruhe, Freude und Entspan­ nung verschreiben. Auf der Über­ holspur sind Sie lang genug ge­ fahren, nun heisst es, einen Gang zurückzuschalten: Packen Sie Ihre Koffer und den Liebsten ein, und gönnen Sie sich ein paar traum­ hafte Tage. Danach bleibt noch genug Zeit für Entscheidungen. Auch Ihr Körper verlangt nach Zuwendung. VORSICHT Fühlen Sie sich niedergeschlagen oder einfach nur ausgepowert? Saturn möchte Sie wach rütteln, doch Sie haben einen sturen Kopf. Jetzt mal ehrlich: Sie haben sich eindeutig zu viele Sorgen auf den Buckel ­geladen. Die Hälfte dürfen Sie ge­ trost abschütteln, einige Proble­me lösen sich von selbst. Und den Rest überlässt man den anderen.

24. 8. –  23. 9.

20. 2. –  20. 3.

AC ASZENDENT

24. 9. –  23. 10.

21. 3. –  20. 4.

24. 10. –  22. 11.

23. 11. –  21. 12.

21. 4. – 20. 5.

BARBARA MAURER Die Astrologin ist Fach­ mitglied SAB und erstellt für SI ­Style das Horoskop. Termin und Auskünfte zu Ihrem persön­lichen Horoskop: astrobar.ch

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LIVING-SPECIAL +++ LIVING-SPECIAL +++ LIVING-SPECIAL +++ LIVING-SPECIAL +++ LIVING-SPECIAL +++

style CLUB TROPICANA WOHNEN WIE IM SÜDSEE-TRAUM INÈS DE LA FRESSANGE SAVOIR-VIVRE IN DER PROVENCE CHINATOWN MÖBEL UND DEKOR AUS DEM LAND DES LÄCHELNS

Foto: Geri Born

Ferien Flair


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b u l C na a c ı p Tro ZURÜCKLEHNEN UND TRÄUMEN MIT EINEM COCKTAIL IN DER HAND: BAMBUS, RATTAN UND GRÜNE BLÄTTER SERVIEREN DEN EXOTISCHEN MIX DAZU. FOTOS GERI BORN ASSISTENZ ALEX HOHL REDAKTION CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT

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Klubtisch «Bell Table», Glas und Messing, 75 cm Durchmesser, Fr. 2365.–, Classicon bei Pure Living. Porzellanservice: Teekanne, Fr. 58.–, Tasse mit Unterteller, Fr. 26.–, Teller, Fr. 17.–, Glasglocke mit Schmetterlingen, Fr. 540.–, alles Times. Kaffeelöffel mit Holzgriff, 24-teiliges Set, Fr. 139.–, Windlichter, Glas mit Bambusgeflecht, je Fr. 24.90, alles Globus. Vogelkäfig aus Bambus, 50 cm hoch, Fr. 49.90, Manor. LINKE SEITE Rattansessel «Cecilia», Fr. 299.–, Pfister. Makramee-Kissenbezug, Baumwolle, 45 × 45 cm, Fr. 59.90, Globus. Zeitschriften­ ständer «Blow up», Bambus, 45 × 35 cm, Fr. 100.–, Rattanlampe «Amanita», 60 cm hoch, Fr. 459.–, beides Alessi. Glasvase «Stockholm», 40 cm hoch, Fr. 34.95, Sisalteppich «Egeby», 200 × 300 cm, Fr. 149.–, beides Ikea. SEITE 139 Korbsessel, 180 cm hoch, Fr. 399.–, Manor. Kissen «Mauritius», aus Leinen, von Pierre Frey, 60 × 60 cm, Fr. 282.–, bei Artiana. Edles Gartenset aus Silber, Fr. 7500.–, Meister Silber.


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Tapete mit Geschichte: Das Original des «Martinique Wallpaper» hängt im Fountain Coffee Room im legendären Beverly Hills Hotel in Los Angeles. Jetzt als Reedition bei Hinson & Company erhältlich. Beistelltisch «Cilindro», aus weiss lackiertem Rattan, 65 cm hoch, Fr. 1980.–, brauner Teller mit Flechtoptik, 20 cm Durchmesser, Fr. 68.–, Porzellanpapagei, im Paar Fr. 248.–, alles Artiana. Porzellanservice mit Bananenblatt-Dekor: Teller, 26 cm Durchmesser, Fr. 19.90, Schale, Fr. 14.90, Partysticks aus Bambus, 20 Stück Fr. 2.90, alles Globus. Grüne Leinenserviette, 45 × 45 cm, Fr. 6.90, Manor. RECHTE SEITE 1950 entwarf Franco Albini den Rattansessel «Gala», 90 × 90 × 110 cm, Fr. 4887.–, Leinenkissen, Design Josef Frank, 40 × 40 cm, Fr. 105.–, beides Neumarkt 17. Stofftasche «Hula», mit Bambusapplikationen, 32 × 24 × 11 cm, ca. Fr. 1095.–, Stoffwedges «Miranda», Bambusmuster, ca. Fr. 745.–, beides von Charlotte Olympia bei Net-a-porter.


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CODE D’AZUR

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WIR HABEN DIE FORMEL ENTSCHLÜSSELT: MIT BLAUTÖNEN VON ZYAN BIS TÜRKIS WEHT FRISCHER WIND INS HAUS. GELB BRINGT UNS DER SONNE ENTGEGEN. FÜR EIN FEELING WIE AUF EINER KREUZFAHRT IM MITTELMEER.

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12 11 1 Badetuch

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«Riviera», 100 × 170 cm, ca. Fr. 115.–, RALPH LAUREN HOME. 2 Sonnenliege «Malibu», lackiertes Aluminium und Stoffpolster, ca. Fr. 3745.–, HUGONET. 3 Schaukelliege «Fedro», buntes Geflecht, Fr. 605.–, DEDON. 4 Untersetzer «Jet Set», vier Motive, ca. Fr. 32.–, J­ ONATHAN ADLER. 5 Platzteller «Rivage», 31 cm Durchmesser, ca. Fr. 89.–, BERNARDAUD, bei ARTEDONA. 6 Beistelltisch «Sunshade», Fr. 1980.–, DYER-SMITH FREY. 7 Igelfisch ­aus Porzellan, 6 cm hoch, ca. Fr. 357.–, PORZELLAN MANUFAKTUR NYMPHENBURG. 8 Strandtuch aus bedruckter Baumwolle, ca. Fr. 275.–, LEXINGTON. 9 Hocker «Lace», 45 × 25 × 42 cm, ab Fr. 475.–, LIGNE ROSET. 10 Outdoortisch ­«Via», mit Teakholzplatte, 124 cm Durchmesser, ca. Fr. 2290.–, KETTAL. 11 Sitzkissen «Kundo», 70 cm Durchmesser, ca. Fr. 525.–, MISSONI HOME, bei ARTEDONA. 12 Lounge-Chair «Altorfer», 57 × 81 × 80 cm, ab Fr. 520.–, EMBRU. 13 Stehleuchte «Billy», 160 cm hoch, ca. Fr. 965.–, KALMAR.

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

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IM LAND DES LA¨CHELNS CHINA IST NICHT GLEICH MASSENPRODUKTION. WER INS ARCHIV GEHT, FINDET EINEN QUELL FANTASTISCHER MOTIVE: MUSTER MIT BLÜTEN UND DRACHEN, MÖBEL WIE AUS DER SZENERIE VON «IN THE MOOD FOR LOVE».

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1 Hängeleuchte

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«Secret Twilight», Chromgestell und rote Seide, 50 × 30 cm, ca. Fr. 5185.–, LEUCHTEN MANUFACTUR. 2 Clutch mit geschnitzten Drachen, Preis auf Anfrage, EMILIO PUCCI. 3 Kissen «Bobo Scales», Schuppendruck, aus Baumwolle, 40 × 40 cm, ca. Fr. 82.–, JONATHAN ADLER. 4 Teppich «Military Brocade», mit züngelnden Schlangen, aus Seide und Kaschmir, pro Quadratmeter ca. Fr. 2520.–, THE RUG COMPANY. 5 Porzellanvase mit Blumendesign, 55 cm hoch, ca. Fr. 218.–, P ­ OLS POTTEN. 6 Tapete «Ming», mit chinesischen Schalen, pro Rolle ca. Fr. 275.–, PIERRE FREY. 7 Glasgefäss ­«Drachenschale», handgeschliffen, 10,5 cm hoch, ca. Fr. 1470.–, CARL ROTTER. 8 China-Kommode mit gelber Lackierung, 105 × 49 × 87 cm, Fr. 1750.–, PFISTER. 9 Diwan Holzgestell, weiche Federkissen und Porzellandetails, 81 × 230/250 × 90 cm, Preis auf Anfrage, MEISSEN HOME. 10 Teller «Yao», spülmaschinenfeste Keramik, Fr. 6.90 und Fr. 8.90, INTERIO.

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

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MADAME LADT EIN MODEL, MUSE, DESIGNERIN – INÈS DE LA FRESSANGE BEHERRSCHT VIELE ROLLEN. IN IHREM HAUS IN DER PROVENCE GIBT SIE AM LIEBSTEN DIE GASTGEBERIN.

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TEXT  CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT

LAVENDEL, ROSMARIN und Thymian duften um die Wette. Die Sonne scheint vom blitzblauen Himmel auf die Hügel der Provence. Hier, irgendwo an der Route de Tarascon, unweit von Avi­gnon, liegt am Ende einer hol­prigen Strasse das Idyll von Inès de la Fressange. Ein kleines Steinhaus, von aus­sen nichts Aus­sergewöhnliches. Doch im Inneren entpuppt sich das alte Gemäuer als ein­ ladende Oase mit viel Weiss, gestreiften Stoffen, Möbeln vom Flohmarkt und einigen Designerstücken. Hier­her kommt die umtriebige Pariserin – die auf jeder Gästeliste steht, wird in der Stadt der Mode gefeiert – immer dann, wenn es ihr Terminkalender erlaubt.

AM EINGANG hat Inès de la Fressange Küchenkräuter und Feigenbäumchen in Terrakotta-Töpfen arrangiert. Die Fassade bekam einen frischen weissen Anstrich. Türen und Fensterläden tragen ein dunkles Blau.

IM ESSZIMMER stehen Stühle vom Pariser Flohmarkt parat. Der Kühlschrank ist von Smeg.

IN DER BIBLIOTHEK wartet ein gestreiftes Hussensofa von Caravane auf Müssiggänger.

«EINE HALBE EWIGKEIT» wohnt Ma­ dame in Paris. «Aber am wohlsten fühle ich mich in meinem Ferienhaus. Kein Wunder, ich bin in Saint-Tropez gebo­ ren», sprudelt es aus der lebhaften 55-Jäh­ rigen hervor, die auch für ihre Hochzeit mit dem Italiener Luigi d’Urso (er starb 2006) zurück in ihre Heimat kehrte. ­Allerdings nicht an die Côte d’Azur, son­ dern nach Avignon. Knapp siebzig Kilo­ meter von der Küste entfernt liegt der leisere, authentische Teil der Provinz. Lange wohnte das Ex-Model hier mit ­seiner Familie in einem Haus zur Miete. Erst als es verkauft wurde, machte sich de la Fressange auf die Suche nach etwas Eigenem. «Ich fand es auf der anderen Seite des Berges, wie die Buddhisten ­sagen», erzählt die ehemalige Muse von Karl Lagerfeld und heutige Botschaf­terin der Schuhmarke Roger Vivier. Da sie eher von der Lage als vom Gebäude über­ zeugt war, engagierte sie den Architekten Marcelo Joulia, bekannt für seine simp­ len Interieurs im Minimal Chic. Der in Paris ansässige Argentinier ging ganz pragmatisch an die Sache ran, entfernte


“Einrichten ist für mich wie Anziehen: Ich setze immer auf zeitlose Stücke.” INÈS DE LA FRESSANGE

VOM ESSZIMMER mit langer Tafel und Sofa kommt man direkt auf die strohbedeckte Terrasse, wo ­gemütliche Diners stattfinden. Die meisten Stoffe im Haus hat die Besitzerin bei Khadi and Co gekauft.

DIE KÜCHE wurde ganz nach den Wünschen der schicken Französin geplant. Alles ist in offenen Regalen verstaut und schnell zur Hand. Die schwarz gerahmten Fenster wurden neu eingesetzt.

ein paar Wände, schuf Durchgänge und offene Zimmerfolgen, gab den Räumen einen strahlend weissen Anstrich und liess einen Zementboden giessen. HEISS sind die Mittagsstunden. Dann schliesst die Hausherrin die blauen Fenster­läden. So bleiben der Salon und die ­Bibliothek angenehm kühl. Bequeme Sofas mit losen Hussen und ein gros­ses, leinenbezogenes Bett, das eigent­lich fürs Schlafzimmer im ersten Stock gedacht war, aber nicht über die Treppe nach oben wollte, bieten Ruheplätze. Blickfang sind alte Stehlampen, die vom Stand des befreundeten Antiquitätenhändlers Christian Sapet auf dem Flohmarkt Saint-Ouen in der Seine-Metropole stammen. Inès kennt überall die b ­ esten Adressen. Vor zwei Jahren verfasste sie den Style-Guide «La Parisienne», der bis heute in fünf Sprachen übersetzt wurde. Auch für die Gegend um Avignon kennt sie gute Tipps, die sie gern weitergibt: Ihre liebsten Ausflugsziele sind das mittelalterliche Örtchen Boulbon und das ehemalige Benediktinerkloster SaintMichel de Frigolet. Zum Mittag­essen kehrt sie oft im «La Chassagnette» in Le Sambuc bei Arles ein. Und den schönsten Strand, so findet sie, gibt es in Beauduc en Camargue. EINE MODE-IKONE AM HERD? Zu Hause betätigt sich die 1,80 Meter grosse und immer noch gertenschlanke Frau am liebsten in der Küche. Hier hat alles seine Ordnung: Auf Holzetageren unter dem Fenster lagern Früchte und Gemüse, die sie am Morgen auf dem Markt ein­ gekauft hat. Die Arbeitsinsel in der Mitte des Raumes dient der Essenszubereitung. Ihre beiden Töchter und Freunde, die zu Besuch kommen, sind eingeladen, mit­ zuhelfen oder auf Barhockern Platz zu nehmen. Am Abend treffen sich schliesslich alle auf der strohbedeckten Terrasse hinter dem Haus. Beim Diner mit einem guten Glas Rotwein klingt der Tag aus. Madame weiss zu leben.

Fotos: Marie-Pierre Morel / Elle Decoration / Scoop (5); Porträt: Gilles Bensimon / Figarophoto / Laif

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FAVORITEN VON SIMON DE PURY DER GALERIST LEBT EXZENTRISCH, LUXURIÖS, MIT KUNSTSINN. SCHAU­PLÄTZE DES SCHWEIZERS, 62, DER IN NEW YORK UND LONDON WOHNT: HOLLYWOOD UND DIE PROVENCE.

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Fotos: Interfoto (1), Laif (1)

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REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

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1 RON ARAD Sein Editionsdesign, zu dem die Liege aus ­Acryl zählt, erzielt Höchstpreise auf Auktionen. ronarad.co.uk 2 ELMGREEN & DRAGSET Das dänisch-norwegische Künstler­ duo wurde mit seiner Prada-Boutique in der texanischen Wüste bekannt. elmgreen-dragset.com 3 SOMEWHERE Der Film von Sofia ­Coppola macht das Chateau Marmont in Hollywood – Hotel der Stars – zum Schauplatz. chateaumarmont.com 4 AXEL SALTO (1889–1961) gilt als einer der bedeutendsten dänischen Gestalter. Seine Keramiken sind Sammlerstücke. 5 KANYE WEST Seine Musik macht Lust auf Sommer! kanyewest.com 6 LA COLOMBE D’OR Das Hotel und Restaurant liegt im romantischen Provence-Dorf Saint-Paul-de-Vence. la-colombe-dor.com 7 BIER­KRUG für Simon de Purys Party zum 60. Geburtstag. kawsone.com 8 HAMMER Er erinnert an die zwölf Jahre im Auktionshaus Phillips de Pury, die Anfang 2013 endeten. phillips.com 9 RICHARD PRINCE gehört der amerikanischen Kunstrichtung Appropriation Art an. richardprince.com 10 LAPO ELKANN Der Fiat-Erbe entwarf die blaue Sonnenbrille für sein Label Italia Independent. italiaindependent.com


styleliving ER KENNT SICH MIT STIL AUS

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AUSDRUCKSSTARK UND QUALITÄTSBEWUSST B&B ITALIA IST EINE DER GROSSEN DER ITALIENISCHEN DESIGN­ FIRMEN. SEIT 47 JAHREN KOMMEN AUS NOVEDRATE IN DER PROVINZ COMO MÖBEL MIT EINEM HANG ZUR PERFEKTION.

DIE GESCHICHTE, die hinter dem Firmennamen steht, ist gleichzeitig auch ein Stück Designhistorie: 1966 gründeten Piero Ambrogio Busnelli und Cesare Cassina das Unternehmen C&B Italia. Als die Familie Busnelli sieben Jahre später 100 Prozent der ­Anteile übernahm, änderte sie kurzerhand die Initialen. B&B Italia entwickelte sich ­daraufhin zu einem der erfolgreichsten Polstermöbelhersteller weltweit. Cassina ist bis heute einer ihrer Mitbewerber.

DIE HÖCHSTE AUSZEICHNUNG für italienisches Design, der Compasso d’Oro, ­ urde B&B Italia in den letzten vierzig Jahren gleich viermal verliehen. Mit hohem w ­Anspruch investiert das Unternehmen in Forschung und Know-how. An seinem Sitz, der 1972 von Renzo Piano und Richard Rogers gebaut wurde, widmet sich eine ganze Abteilung der Entwicklung neuer Produkte und Hightech-Materialien. 1 Das Sofa «Charles» wurde von Antonio Citterio 1997 entworfen und ist bis heute eines der meistverkauften Modelle der Kollektion. Seine Module mit einem ­weichen Sitzpolster und mehreren losen Rückenkissen inspirieren zu verschiedenen Varianten. 230 × 97 × 42 cm, ca. Fr. 4880.–. 2 Beistelltische «Fat», von Patricia Urquiola, mit Stoff, Filz oder Leder bezogen, ab ca. Fr. 1010.–. 3 Regal «Shelf», Design Naoto Fukasawa, Kunstharz, 66 × 37 × 73 cm, ca. Fr. 2070.–.

WELCHE WERTE GEBEN SIE MIT ­IHRER ARBEIT WEITER? Mein Vater hat B&B Italia als Entre­ preneur mit Weitsicht aufgebaut. Ihm gelang es, handwerkliches Wissen in ­industrielle Produktionsprozesse zu integrieren. Das revolutionierte den Markt für Polstermöbel. Auch heute noch sehen wir unsere Aufgabe darin, beständig nach neuen technologischen Lösungen zu suchen. Dazu gehört natür­ lich auch eine exzellente Gestaltung. WELCHER DESIGNER HAT DAS GESICHT DES UNTERNEHMENS MITGESTALTET? Sicherlich Antonio Citterio. Ich habe hohe Achtung vor ihm. Er ist mein Freund und wichtigster Berater. Mit seinen Entwürfen gelingt es ihm immer wieder, die Evolution des Wohnens zu beeinflussen. WELCHES IST DAS ÄLTESTE STÜCK IN IHRER KOLLEKTION? Das Sofa «Coronado». Afra und Tobia Scarpa entwarfen es im Jahr 1966. WIE SEHEN SIE DIE ZUKUNFT IHRER BRANCHE? Design ist grenzenlos und ein nie enden­ der Prozess. Es begegnet uns zu Hause, in den besten Hotels und R ­ estaurants, im Auto und in Form von neuen technischen Geräten, die wir täglich nutzen. Auch in unserer Branche werden Innovation und Nachhaltigkeit mehr und mehr eine Rolle spielen. Möbel sollen Qualität und Wert ausstrahlen genauso wie Funktion und Ästhetik kombinieren. bebitalia.it

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

GIORGIO BUSNELLI FÜHRT DAS FAMILIENUNTERNEHMEN, DAS SEIN VATER 1966 GRÜNDETE, MIT FEINSINN UND INNOVATIONSKRAFT.


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BELLA FIGURA DIE MAILÄNDER MÖBELMESSE IST LÄNGST MEHR, ALS IHR NAME VERRÄT. HIER MISCHEN SICH DESIGN, MODE UND KUNST ZU EINEM INSPIRIEREN­DEN GANZEN. MAN TRIFFT SICH, FEIERT UND DISKUTIERT – ÜBER DIE BESTEN ENTWÜRFE UND DIE GUTE FORM. SOGAR TAUSENDSASSA KARL LAGERFELD STEUERTE SEINEN TEIL DAZU BEI. HERMÈS Das Luxuslabel aus Paris zeigte seine

neue Home Collection mit einer Installation in der Mailänder Innenstadt: Sessel, Tische und Garde­ robenständer von feinster handwerklicher Qualität.

DRIADE Auf dem Paravent «Miro» ist die Mailänder Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II abgebildet. Preis auf Anfrage.

POLIFORM

«Ipa­nema» nennt sich der Sessel aus massivem gebeiztem Eichenholz. Preis auf Anfrage.

«Grado» sind auf das Wesent­ liche reduziert. Verschiedene Grössen, ab ca. Fr. 625.–.

MINOTTI Das Sofasystem «White» bietet unendliche Möglichkeiten in

der Zusammenstellung. Die 217 cm lange Variante gibts ab ca. Fr. 6435.–.

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

MOLTENI Die Couch­tische


FLEXFORM

Antonio Citterio gab «Guscio» grazile Metallbeine, 220 × 105 × 76 cm, ab ca. Fr. 7630.–.

TRICONFORT Der Eisenstuhl «Olbò» wurde im traditionellen Giessverfahren hergestellt, 88 × 60 × 65 cm, ca. Fr. 732.–.

BACCARAT, bekannt für kostbares Kristall, feierte ein rauschendes Fest in einem alten Palazzo. Unter den Gästen: Designer Philippe Starck, Arik Levy, Jaime Hayon.

E15 Mintgrün und

Lachsrot ergeben als Tischleuchte «Seam Two» ein dekoratives Duett. Aluminium, 40 × 30 × 20 cm, ca. Fr. 655.–.

POLTRONA FRAU

Der Tisch «Bolero» steht auf eleganten Holzkufen, 100 ×  250 × 74 cm, ca. Fr. 5555.–.

LEOLUX Der

Sessel «Adartne» geizt nicht mit Farbe. In zwei Breiten, ab ca. Fr. 2580.–.

ROLF BENZ brachte «Bacio» von Cuno Frommherz. 168, 189 oder 210 cm lang, ab Fr. 3750.–.

CASSINA Karl Lagerfeld setzte die Kultmöbel der italienischen Designmarke ins rechte Licht. Seine Fotografien wurden während der Messe im Showroom in der Via Durini ausgestellt.


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DIE SEELE DER BEWEGUNG

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INTERVIEW  Rahel

Ueding


MAZDA PRÄSENTIERTE AN DER MÖBELMESSE MAILAND DAS ERSTE SITZ-OBJEKT, DEN KODO CHAIR, EIN UNIKAT. WIR PHILOSOPHIEREN MIT CHEFDESIGNER IKUO MAEDA.

Schweizer Illustrierte Style: Herr Maeda, ein Autodesigner an der Möbelmesse in Mailand. Passt das? Maeda: Die Designwoche in Mailand ist die ideale Plattform, um zu zeigen, dass es bei Mazda um mehr als reines Automobil-Design geht, nämlich um eine Phi­ losophie. Wir nennen sie Kodo – Soul of Motion. Ich bin das erste Mal am Salone del Mobile und finde es überwältigend. Auch Mazda ist das erste Mal hier und hat mitten in der Zona Tortona den «Mazda Con-Temporary Space» eröffnet. Was sind Ihre Erwartungen? Wir wollen eine breitere Zielgruppe ansprechen, als wir es mit unseren Autos können. Wir wollen unsere kreativen Visionen präsentieren, unseren Horizont erweitern und uns inspirieren lassen. Und ich hoffe, dass wir auch andere in­ spirieren können. Das erste Auto, das dieser Philosophie folgt, ist der Mazda 6. In der Mode­

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metropole haben Sie nun den Kodo Chair enthüllt … Der Kodo Chair ist in meinem Studio in Hiroshima entstanden und eine hervorragende Interpretation unserer Werte. Sehr dynamisch, obwohl er ein statisches Objekt ist. Schauen Sie sich die Beine an, sie sind am besten gelungen. Voller Be­we­ gung. Sie geben die Dynamik eines rennenden Tieres wieder. Darauf lag neben dem Komfort auch der Fokus: auf der Geschwindigkeit, die der Entwurf ausdrücken sollte. Ich glaube, dass uns das sehr gut gelungen ist und dass das Möbel das Zeug dazu hat, zukünftige FahrzeugDesigns der Marke zu beeinflussen. Planen Sie nun, eine Abteilung ein­ zurichten, die abseits des Autos kreative Projekte realisiert – wie dies zum Beispiel Porsche macht? Ich persönlich fände es ideal, alle mög­ lichen Objekte in dem Sinn entwerfen zu können. Leider ist das momentan nicht möglich, dafür fehlen uns die Kapazitäten. Werden wir Mazda in den nächsten Jahren wieder hier sehen?

Auf jeden Fall. Dieses Jahr stehen wir noch ganz am Anfang. So ein Auftritt erfordert eine enorme Vorbereitung. Schon das Entwickeln dieser Präsenta­ tion hat mehrere Monate gedauert. Aber das reicht natürlich nicht. Für nächstes Jahr müssen wir viel früher anfangen.

“Der Kodo Chair ist dynamisch, voller Bewegung, obwohl er ein stati­ sches Objekt ist.” IKUO MAEDA, CHEFDESIGNER MAZDA Wie können wir uns das nächste Fahrzeug vorstellen? Es gibt ja Gerüchte um einen CX-3. Auch die kommenden Mazdas werden im Sinne der Kodo-Designsprache daherkommen. Mir ist es aber wichtig, dass wir uns nicht zu fest am Mazda 6 orientieren, ihn nicht nur kopieren, sondern weitergehen. Wir brauchen eine Evolution.

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1 DER GESTALTER Der Chefdesigner von Mazda, Ikuo Maeda, zeigte an der Mailänder Möbelmesse das Unikat. 2 DER SESSEL Der Kodo Chair, leider nicht im Handel, erinnert mit seinen markanten Beinen an ein Tier im Sprung. 3 DER MAZDA 6 – das «Schweizer Auto des Jahres» 2013.


styleliving ZÜRI WEST DESIGN-CONTEST MODE-PROFI

FRANCA SOZZANI RICHTET EIN APART­MENT IM HARD TURM PARK EIN UND BITTET ZUM WETTBEWERB.

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STIL-BOTSCHAFTERIN 1 Die Grande Dame der italie­nischen Mode, Franca Sozzani, ­engagiert sich für den Nachwuchs. 2 Das neue Hochhaus im Hard Turm Park in Zürich-West.

SCHIRMHERRIN Franca Sozzani, Chefredakto­ rin der italienischen «Vogue», lädt junge Desi­ gner und Designstudenten ein, Entwürfe für den Ausbau eines Apartments einzureichen. Gleichzeitig zeigt sie selbst, wies geht: Bis ­Oktober 2013 soll das von ihr eingerichtete Duplex im 23., 24. Stock fertig sein. hardturmpark.ch

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Fotos: Reflex Media

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DAS KREATIVE BIOTOP der Stadt in ZürichWest wächst. Schon bald wird die junge Szene die neue Hochschule der Künste beziehen, ­nebenan entsteht ein markantes Hochhaus, das die positive Stimmung aufnimmt.


e l y t s s star AUF DIESEN SEITEN

Foto: BFA

JESSICA, GWYNETH, KATE

164 SAOIRSE RONAN DER KINDERSTAR WIRD FLÜGGE +++++++++++++++++++ 166 PROMI-PAARE GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN +++++++++++++++++++ 168 COACHELLA LOVE AND PEACE AM MUSIKFESTIVAL +++++++++++++++++++ 170 FAUXPAS SANDRA BAUKNECHT ÜBER MODISCHE PANNEN +++++++++++++++++++ 171 LIEBE ETC. SCHÖNER GETRENNT? +++++++++++++++++++

BLONDINEN Bevorzugt werden die Schauspielerinnen sicher überall,

wo sie auftauchen. Am Tiffany-&-Co.-Anlass im New Yorker Rockefeller Center zeigte sich die Konkurrenz zwar brillant. Doch Sarah Jessica Parker, 48, Gwyneth Paltrow, 40, und Kate Hudson, 34, (v. l.) sind mehr als hochkarätiger Party-Aufputz. Die Mamis verstanden es, das Motto «The Great Gatsby» grandios auszukosten. Man könnte meinen, dass ihre Haarfarbe mehr Spass mit sich bringt.

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HIMMEL, DIESE AUGEN! DIESE AURA! DIESES TALENT! DIE 19-JÄHRIGE IRISCHE SCHAUSPIELERIN IST EINE KLASSE FÜR SICH.

SAOIRSE RONAN

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REDAKTION  ANITA LEHMEIER FOTO  LORENZO AGIUS

MIT 13 JAHREN TAUCHTE die Irin mit der ätherischen Aura kometengleich auf der Kinoleinwand auf. Saoirse (ausgesprochen Sörscha) war blond, blauäugig und zartgliedrig, ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Damit hatte es sich aber auch schon mit der Gemeinsamkeit mit anderen herzigen, süssen Kinderstars. Denn hinter der engelhaften Fassade lauerte ein teuflisches Biest. Saoirse spielte in der brillanten Verfilmung von Ian McEwans Bestseller «Atonement» die 13-jährige Briony Tallis, ein eifersüchtiges Girl, das ihrer grossen Schwester Cecilia (Keira Knightley) das Liebesglück und damit das Leben vermiest. Aus lauter Arglist ­beschuldigt sie Cecilias Verlobten (James McAvoy) der Vergewaltigung. So ein garstiges Mädchen hat es seit der vom Teufel besessenen Linda Blair in «The Exorcist» nicht mehr gegeben. Für ihre aussergewöhnliche Leistung – neben der Kleinen verblassten sogar ihre CoStars – wurde Saoirse prompt für einen Oscar nominiert. ALS UNERSCHROCKEN verblüffte uns auch die Wahl ihres nächsten grossen Films, «The Lovely Bones»: Als halbwüchsige Susie Salmon wurde sie ge­ schän­det und ermordet und beobachtet dann von ihrem persönlichen Himmel aus ihre verzweifelte Familie. Mit dem Dreh zu «The Way Back», sie wurde da gerade 16 Jahre alt, nahm Saoirse enorme Strapazen auf sich. Erzählt wird das Drama einer Gruppe von GulagSträflingen, die 5000 Kilometer durch die winterliche Taiga, die Wüste Gobi und über den Himalaja marschiert, auf der Flucht vor Stalins Häschern. Mit ihrem Vater Paul, einem Schauspieler, und ihrer Mutter Monica, die ihr einziges Kind seit seinem Karrierestart privat unterrichtet, hat der Jungstar offenbar

gute Berater, die den Ehrgeiz ihrer Tochter fördern und sie überallhin begleiten. Zu Hause sind die Ronans in einer ländlichen Ecke im Südosten Irlands. Ihr ­Alltag dort ist geprägt von Spaziergängen im Regen und Gartenarbeit in Gummistiefeln. Krasser könnte der Gegensatz zu Hollywood, dem Arbeitsumfeld des Teenies, kaum sein. «Ich liebe Irland und das Landleben sehr, komme aber nicht darum herum, hin und wieder einen Fuss in die Glitterwelt der Traumfabrik zu ­setzen. Denn noch mehr als meine Heimat liebe ich die Schauspielerei.» Den Rummel um ihre Person nimmt sie ge­ lassen. Das Paradieren über rote Teppiche findet sie zwar überflüssig, stylt sich aber doch comme il faut mit Outfits von Simone Rocha, einer Landsfrau, oder Kleidern von Miu Miu oder Rodarte.

“Meine perfekte Samstagnacht? Daheim mit Freunden DVDs gucken, kuscheln und Tee trinken.” SAOIRSE RONAN DEM BREITEN PUBLIKUM bekannt machte sich Saoirse vor zwei Jahren mit dem Ausnahme-Thriller «Hanna», wiederum unter der Regie von Joe Wright, der schon in «Atonement» das Beste aus dem Nachwuchstalent herausholte. Hanna, ein blondlockiges, vorpuber­täres Wesen, versteckt hinter einem kindlichfragilen Äusseren eine gnadenlose, genmutierte Killerin. Ihr Vater (Eric Bana), ein abgesprungener DDR-Agent, zieht Hanna weit weg von jeglicher Zivilisation in der nordischen Wildnis auf und bringt ihr das Handwerk des Tötens bei. Als die Tochter endlich unter Menschen kommt und ein Junge sie in aller Unschuld küssen will, haut sie ihn grün und blau.

IM KÜSSEN hat Saoirse seither grosse Fortschritte gemacht. In ihrem neuen Film «The Host» (ab 27. Juni im Kino) zeigt sie sich vom Teenager zur jungen Frau gereift. Natürlich nicht zu einer normalen jungen Dame mit nor­malen Problemen – das widerspräche ­ihrer Vorliebe für schwierige Rollen wohl zu sehr. Sie schlüpft im Science-FictionAbenteuer in die Rolle von Melanie, ­einer der letzten Überlebenden auf der Welt nach einer Alien-Invasion. Diese ausserirdischen Parasiten befallen die Menschen und löschen deren Bewusstsein und Persönlichkeit aus. Melanie wird eine Seele namens Wanda eingepflanzt. Äusserlich erkennt man die von Aliens ­besetzten Personen an ihren opalisierend blauen Augen, Saoirses auf­ fälligstem Merkmal. Die beiden Seelen streiten sich nun in Melanies Brust. Und ebenda regen sich auch zarte Gefühle für junge Männer (Max Irons, Jake Abel). Das bringt Saoirse in die für sie neue heikle Situation beim Drehen: Statt Männer zu killen, soll sie sie küssen. Und zwar so richtig! «Das war eine Herausforderung», erzählt die Schauspielerin schmunzelnd. «Ich musste in dem Film nicht nur zwei Rollen gleichzeitig verkörpern, sondern auch ‹Mandel-Pingpong› mit Max Irons spielen.» Ob sie ­dieses Game auch privat betreibt, darüber schweigt sich die Mimin strikt aus. Anlass zu Gerüchten und Klatsch bietet sie der einschlägigen Presse nicht. Ihre Vorstellung einer idealen Sams­tagnacht mutet etwas streberhaft an: «Daheim mit Freunden ein paar Filme gucken, ­kuscheln und Tee trinken.» FESTNAGELN LASSEN auf die Rolle der durchgeis­tigten Schönen will sich die 19-Jährige nicht. «Im Film ‹How I Live Now› fl ­ uche ich wie ein Stallknecht und habe das Gesicht voller Piercings – wie ein normales Girl.» Dieses werden wir ihr ebenfalls abkaufen, auch wenn wir hinter diesen unergründlich blauen Augen eine alte Seele vermuten.


stylestars WO DIE LIEBE HINFÄLLT TEXT  SHERIN HAFNER

GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN. DIESE PROMI-PAARE BEWEISEN, DASS MAN NUR WENIG GEMEINSAM HABEN MUSS – ZUMINDEST AUF DEN ERSTEN BLICK. EIN STIRNRUNZELN, kaum mehr, ist Beobachtern die Konstellation alter Mann und junge Frau wert. Im umgekehrten Fall erzeugt die Paarung schon grösseres Staunen. Gar offene Münder gibt es, liebt ein Schwergewicht wie Wladimir Klitschko ein zierliches Persönchen wie Schauspielerin Hayden Panettiere. Oder die voluminöse Christina Hendricks einen Spargeltarzan.

SHARON STO NE, 55

EIN RAUNEN ging durch Monaco, als sich die Society-Prinzessin Charlotte Casiraghi offiziell mit dem Komiker und Lebemann Gad ­Elmaleh zeigte. Verblüffend wäre jetzt, wenn die Liaisons hielten.

MARTIN MICA, 28

WILDE RE R & MIE ZE ZEITLOS Die Schauspielerin und der Dressman lernten sich letztes

Jahr an einer Party der «Vogue Brazil» in São Paulo kennen. Egal ob beim Knuddeln und Rumtollen in Venice Beach, händchenhaltend beim Bummel durch Beverly Hills oder an einer Wohltätigkeitsgala in Mailand: Das Paar harmoniert trotz enormem Altersunterschied.

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E RFA H RE N & F R IS C H

BRADLEY COOPER, 38, & SUKI WATERHOUSE, 21

SAM, 46, & AARON TAYLOR-JOHNSON, 22

FRISCHFLEISCH Der Hollywood-

GROSSES KINO Erst die Arbeit,

Schönling lässt nichts anbrennen. Nach Affären mit zahl­ reichen US-Kolleginnen wildert er nun unter Londoner Models. Ein handzahmes Kätzchen macht sich gut im Portfolio.

dann das Vergnügen: Seine Darstellung als John Lennon in ihrem Film «Nowhere Boy» dürfte die Regisseurin schwer beeindruckt haben. Zwei Töchter und eine Hochzeit folgten.


XS & X XL

D Ü BE R R AGE N IG T R A S S & GRO N O BE L & H E IT E R

CHARLOTTE CASIRAGHI, 26, & GAD ELMALEH, 42

RON, 65, & SALLY WOOD, 35

SOPHIE DAHL, 35, & JAMIE CULLUM, 33

HAYDEN PANETTIERE, 23, & WLADIMIR KLITSCHKO, 37

STANDESDÜNKEL Die Society-

SEELENVERWANDT Der Rolling-

GROSSE GEFÜHLE Im Alltag des

RING FREI Nach dem K. o. für

Prinzessin ist ein Juwel Monacos. Der Mann an ihrer Seite? Ein Komiker. Aber was für einer. Der charismatische Monsieur ist einer der begehrtesten ­Lebemänner Frankreichs.

VOLU MIN Ö S R Ü S T IG & S C H M A LB Fotos: Gettyimages (2), Xposure (1), Dukas (8)

U R G E S T E IN N NE N & JUNG BRU

Stones-Gitarrist und die Theaterproduzentin kannten sich wenige Monate, bevor sie Ja zueinander sagten. Rebellische Geste: Zur Hochzeit fuhren sie gemeinsam statt einzeln.

RET R O & ROCK

Ex-Models (1,80 Meter) und des Jazz-Musikers (1,64 Meter) gehts gleich­berechtigt zu: Die Gatten meistern lässig Höhen und Tiefen. Töchter Lyra, 2, und Margot, 1, zeugen davon.

A N G EZ O G E N GEN & A U S G EZ O

ihre Beziehung 2011 ging es im Frühling 2013 in Runde 2. Der Boxer (1,98 Meter, 110 Kilo) überreichte der zierlichen, 1,57 Meter kleinen Actrice ­einen wuchtigen Klunker.

UEE N F IT N E S S-Q D N A M R & GOU

CHRISTINA HENDRICKS, 38, & GEOFFREY AREND, 35

LANA DEL REY, 26, & BARRIE-JAMES O’NEILL, 24

MARC JACOBS, 50, & HARRY LOUIS, 25

HILARIA THOMAS, 29, & ALEC BALDWIN, 55

ÜPPIG Vollweib mit Kurven:

VIDEOGAMES Die Diva lebt

ANZÜGLICH Selten sah der

FLEXIBEL Als der Mime die

Betritt die «Mad Men»-Darstellerin einen Raum, füllt sie ihn mit ihrer Präsenz. Für ihren Mann bleibt da wenig Platz. Der Schauspieler trägts gelassen auf schmalen Schultern.

den Glamour vergangener Tage und macht mit gehauchten Songs Millionen. Den ­Folk-Rocker kennen nur Insider. Mit ihrem Duett «Summer Wine» könnte sich das ändern.

­ odedesigner so gut bezieM hungsweise glücklich aus: Er hat Spass am brasilianischen PornoStar und machte ihn salonfähig. Der hat seine Karriere seinem Freund zuliebe beendet.

Yoga-Lehrerin 2011 in einem veganen Rohkost-Restaurant kennenlernte, hatte er zu viel auf den Rippen und bekam kaum Rollen. Nun ist er fit und das Ehe- wird zum Elternpaar.


Work hard, play hard: Pixie Geldof legte als DJane auf.

Love and Peace n COACHELL A FEST

ei auf­ en ist der Event an zw LIEBE Gerade für Pärch al, um ide ezu rad ge en chenend einanderfolgenden Wo tter We s da r nu ht zu finden. Nic sich neu oder wieder , Minis, besten Seite: Hotpants zeigte sich von seiner ts machten e Brillen, Sommerboo bauchfreie Tops, herzig n Happening. das Fest zum modische

Bier im Becher statt Schampus ist gar nicht übel.

Vanessa Hudgens gönnt sich eine Pause nach der «Spring Breakers»-PR-Tour.

ORNIEN IVAL, INDIO, KALIF

gs bot die in und um Palm Sprin FRIEDEN Die Wüste Fashion, s au s VIP er: Miteinand Kulisse für ein buntes hlung mit ihren Fans. Film, Musik, auf Tuchfü

Stammgäste: Actrice Diane Kruger, Joshua Jackson. Wie jedes Jahr gefielen ihnen besonders die Independent Bands.

Bleib ganz nah bei mir, Baby.

Die Schweizer Beteiligung am Fest: Künstlerin Blanda Eggenschwiler mit Boygroup-Sänger Joe Jonas.

Berufskollegen und Liebende: Emma Roberts und Freund Evan Peters.

Francesca war eigentlich mit ihrem Papa Clint Eastwood da.

Sängerin Katy Perry hatte diverse Outfits dabei: vom Blümchentop bis zu diesem Ensemble von Dolce & Gabbana. Ihrem Begleiter gefällts.

Fotos: Dukas (13), Laif (1)

Unter der Sonne Kaliforniens traten Renommierte – Red Hot Chili Peppers, New Order – und Geheimtipps wie Wild Belle, Grimes, Janelle Monáe auf. Die Pool-Partys der Modemarken Guess, Boss Orange, H & M waren der Hit.

Wieder vereint und gleich passend auf­ einander abgestimmt: «Twilight»-Stars Kristen Stewart, Robert Pattinson.

REDAKTION Sherin Hafner

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Magst du meine Nummer?

Schauspieler-Tochter Die US-amerikanische Sängerin ­Ire­land Baldwin, Paddle- und Schauspielerin Sky Ferreira Surfer Slater Trout. wird noch für Furore sorgen.

Graffiti-Artist André Saraiva und Muse Annabelle DexterJones kamen aus NYC.

Bin ich heiss oder was?!

Dessous-Model Alessandra Ambrosio gibt die Hippie­ braut – als Generalprobe?

Bleibt auch unter diesen Umstän­ den perfekt gestylt: die britische Trendsetterin Alexa Chung.


Kleid, Jacke, Schuhe und grosse Tasche von Saint Laurent, kleine grüne Tasche von Valentino, Schmuck von Dior Haute Joaillerie, Uhr von Roger Dubuis, Strümpfe von Wolford.

stylekolumne da wohl geritten hat. (Dank der analogen Fotografie bleiben solche Zeitzeugnisse erhalten und können nicht einfach mit einem Klick gelöscht werden.) Aber meist fühlte ich mich in dem Moment so gut in mei­ nen Kleidern, dass allein dieses positive Feeling den Ausrutscher aufhebt. Jedoch hat mich das Schicksal in den letzten Monaten in Situationen gebracht, bei denen ich definitiv nicht passend angezogen war. Aber wie schon gesagt, ich konnte nichts dafür. Das eine Malheur passierte letzten Herbst während der Fashion Days Zurich. Noch müde von der vor­ an­gegangenen Nacht, begleitete ich meine Tochter zum Gartentor. Wie jeden Morgen mit Schlüssel­ bund und iPhone bestückt – vermeintlich. Just als ich die Tür zuzog, merkte ich, dass der Haustürschlüssel am Bund fehlte. Ich hatte ihn abgemacht, damit er in meine kleine Clutch passte, die am Vorabend mein Outfit komplettierte. Nun lag sie in meinem An­ kleidezimmer. Mist! Ich stand im Spitzenpyjama aus Seide vor meinem Haus – es war November. Heu­ lend klingelte ich meinen Mann aus dem Schlaf, der über achttausend Kilometer weit weg war. Meinem Fels in der Brandung kam wie so oft die rettende Idee. Er rief die Alarmanlagen-Firma an, damit sie mich reinliess. Die Herren hatten ihren Spass, als sie mich in diesem Aufzug schlotternd im Garten vorfanden. Als dann wenige Monate später an der Modewoche in Paris nachts in meinem Hotel der Feueralarm losging und alle Gäste fluchtartig in die Lobby eilten, habe ich beschlos­ sen, nur noch in Jogginganzügen zu schlafen. Sorry, Schatz! Über das, was mir letzte Woche un­ ter­laufen ist, muss ich noch immer schmunzeln. Ich fuhr zu meiner geliebten Ballettstunde. Den Kopf voller Gedanken, rollte ich meinem Vordermann in die Stossstange. Aus­gerechnet am Bürkliplatz. Einer der schönsten und bestfrequentierten Aussichtsplätze Zürichs als Schau­platz einer Karambolage – super. Ich musste aussteigen im rosa Tutu. Es war Markttag, und ich kannte gefühlt jeden Autofahrer, der prustend an mir vorbeisteuerte. Vielleicht denken wenigstens einige, dass Tüll diesen Sommer im Trend ist.

SAN DRA BAUKN EC HT MODISCHE PANNEN UNSERE KOLUMNISTIN SORGT IM SPITZEN­ PYJAMA UND TUTU FÜR AUFSEHEN. Der Horror jeder Fashionista: ein modischer Fauxpas. In Interviews werde ich immer wieder gefragt, ob mir je einer unterlaufen sei, und wenn ja, worin der Fehl­ tritt bestanden habe. Guten Gewissens antworte ich, es hätte keinen gegeben. Natürlich existieren auch von mir Fotos aus vergangenen Tagen, bei denen ich an mir selbst zweifle und darüber sinniere, was mich

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SANDRA BAUKNECHTS FAVORITEN MONACO HOTEL DE PARIS Vor 150 Jahren wurde das berühmte Casino in Monte Carlo ein­ geweiht und somit die Société des Bains de Mer gegründet. 2014 kommt der Film «Grace of Monaco» ins Kino. Darin verkörpert Nicole Kidman Fürstin Gracia Patricia. Die Mauern des Hotel­ palastes atmen Geschichte. hotel­de­parismontecarlo.com

LAUSANNE HOTEL BEAURIVAGE PALACE Die erste Etappe der Zimmerrenovation ist abgeschlossen, und die von Pierre-Yves Rochon gestalteten Räumlichkeiten sind einfach umwerfend schön. Das perfekte Ambiente für eine Auszeit. brp.ch

GUANGZHOU HOTEL MANDARIN

ORIENTAL Kürzlich

hat das neue Schmuck­ stück der MandarinOriental-Hotelgruppe in Guangzhou, der Stadt am Fluss der Perlen, eröffnet. Tradi­ tionell asiatische Ele­ mente, kombiniert mit dem Lebensgefühl des «neuen China», sowie ein 1500 m2 grosses Spa versprechen Luxus auf höchstem Niveau. mandarinoriental.com/ guangzhou

SANDRA BAUKNECHT STUDIERTE MODEDESIGN UND WAR MODEREDAKTORIN BEI «MARIE CLAIRE». HEUTE LEBT SIE IN ZÜRICH, IHR ENGLISCH VERFASSTER BLOG WIRD IN 140 LÄNDERN GELESEN. sandrascloset.com


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stylekolumne

LIEBE ETC. SCHÖNER GETRENNT

DIE LOCKEN weht ihr die Windmaschine sanft aus dem Gesicht. Sie legt die Sicht frei auf das Antlitz einer Frau, die wissend ­lächelt, als habe sie Kenntnis von etwas Fundamentalem. Mode­ gigant H & M hätte für die Kampagne seiner Conscious Collec­ tion keine Bessere engagieren können als Vanessa ­Paradis. Die Französin scheint einen Prozess der Bewusstwerdung hinter sich zu haben, der die 40-Jährige an die grund­legenden Fragen des Lebens führte; offensichtlich kam sie den Antworten ein ­gutes Stück näher. Seit ihrer Trennung von Hollywood-Star Johnny Depp, 49, im vergangenen Jahr ist die Sängerin und Schauspielerin aufgeblüht. Kann das sein? Nachdem das Paar vierzehn Jahre lang das Vorbild für eine wilde Ehe war? Und obwohl er im selben Atemzug mit dem offiziellen Trennungs­ statement mit diversen jungen Kolleginnen anbandelte?

Foto: Sarah Maurer

DIE ZEN-HALTUNG einzunehmen, empfehlen LifestylePsychologen, wenn eine Liebschaft am Ende ist. Dafür müsse man sich nicht nur vom ehemaligen Partner verabschieden, sondern auch von dem Ich, das man in der Beziehung war. Man brauche eine neue Definition von sich. Dafür ist das Wissen, wie es zum Aus kam, Voraussetzung. Oft setzen Verlassene die rosa­ rote Brille auf und sehen nur das Perfekte, Tolle am Ex und am Zusammensein, während sie alles ignorieren, was weniger ideal war. Wer sich keine Zeit gibt zu trauern, projiziert viel vom alten Schmerz auf einen neuen Freund. Ersatzbefriedigungen – Alkohol, unverbindlicher Sex, Schoggi, DVD-Sessions – können kurzfristig die Leere in einem füllen. Eine gesunde Lebensweise hilft aber effektiver dabei, sich gut und attraktiv zu fühlen – und gernzuhaben, auch indem man sich das Scheitern der Beziehung verzeiht. Vanessa Paradis sagte kürzlich, sie habe kein Rezept fürs Glück zu zweit: «Ich hasse es, wenn jemand sagt, man müsse daran arbeiten, ein Paar zu sein. Nein! Man muss es nur sein wollen.» Ihr neues Album heisst «Love Songs». ­Johnny Depp durfte an einem Lied mitschreiben.

DR. SHERIN HAFNER IST TEXTCHEFIN UND PEOPLEEXPERTIN VON SI STYLE. SIE HAT PSYCHOLOGIE UND JUS STUDIERT.


e l y t s n i z a g a m

Foto: Rialto Film

AUF DIESEN SEITEN

JULIE & ETHAN

174 KINO RYAN GOSLING IN «THE PLACE BEYOND THE PINES» ++++++++++++++++++++ 178 BÜCHER THEATER-REGISSEUR VOLKER HESSE ++++++++++++++++++++ 179 MULTIMEDIA SEHEN UND HÖREN ++++++++++++++++++++ 180 KOCHEN FROSTIGES VERGNÜGEN: GRÜNE GRANITÉE ++++++++++++++++++++ 181 GENUSS KETCHUP, UNSERE LIEBLINGSTUNKE ZUM BARBECUE ++++++++++++++++++++ 182 AUTO RENAULT CAPTUR ++++++++++++++++++++ 184 GELD SOMMERFLAUTE ++++++++++++++++++++ 186 ZEITGEIST VIKTOR GIACOBBO ++++++++++++++++++++

HAPPY END 1995 verliebten sich Celine (Julie Delpy, 43) und Jesse

(Ethan Hawke, 42) im Nachtzug nach Wien. Vor Sonnenaufgang trennten sie sich, der Film zum Flirt hiess «Before Sunrise». 2004 begegneten sie sich in Paris wieder, vor Sonnenuntergang («Before Sunset») sagten sie Adieu. Jetzt, wiederum neun Jahre später, erfahren wir, dass sie zusammengeblieben sind, zwei kleine Kinder und eine grosse Krise haben. Mit «Before Midnight» endet eine der schönsten Lovestorys und kultigsten Trilogien. Ab 6. Juni im Kino.

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DER VÄTER SÜNDEN

IM KINO SIND GANGSTER EINFACH DIE COOLEREN HELDEN ALS DIE BRAVEN GESETZESHÜTER. DER COOLSTE VON ALLEN IST RYAN GOSLING. DAS BEWEIST DER AUSNAHME-SCHAUSPIELER EINMAL MEHR ALS OUTLAW IM DRAMA «THE PLACE BEYOND THE PINES» (AB 20. JUNI IM KINO).

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EIN HALLODRI WIRD VATER 1 Der Töff-Akrobat Luke (Ryan Gosling) setzt täglich im Teufelsrad sein Leben aufs Spiel. 2 Baby Jason und die schöne Kellnerin Romina (Eva Mendes) lassen den Rastlosen das Zigeuner­leben aufgeben und sesshaft werden. 3 Jetzt muss Geld her für die junge Familie. Luke holt es sich auf der Bank – mit Waffengewalt.

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VÄTER UND SÖHNE 4 Stuntfahrer Luke (Ryan Gosling) benutzt seine Cross-Maschine als Flucht­ fahrzeug nach seinen Banküberfällen. 5 Polizist Avery (Bradley Cooper) jagt dem Gangster zu Fuss nach. 6 Fünfzehn Jahre­ später befreunden sich ­Polizistensohn AJ (Emory Cohen, l.) und Jason (Dane DeHaan), der Spross des Bankräubers. 7 Der Ex-Cop Avery (Bradley Cooper) steigt in die Politik ein. 8 Jason findet heraus, dass Avery seinen OutlawVater einst auf der Flucht erschossen hat, er will Rache üben.


TEXT  ANITA LEHMEIER

VATER WERDEN IST NICHT SCHWER, Vater sein dagegen sehr. So hatte einst Wilhelm Busch das Wesen der Vaterschaft humoristisch auf den Punkt gebracht. Wie viel bittere Wahrheit in dem Bonmot steckt, davon erzählt das Drama «The Place Beyond the Pines» (Kinostart 20. Juni). Für den Motorrad-Stuntman Luke (Ryan Gosling) war das Vater­ werden so einfach, dass er es nicht einmal bemerkt hat. Nach einem Techtelmechtel mit der rassigen Kellnerin Romina (Eva Men­des, 39) war er mit seiner moto­ri­ sierten Showtruppe weitergetingelt, erst bei seiner Rückkehr nach einem Jahr ins Kleinstädtchen erfährt der wortkarge, weit gereiste Töff-Akrobat, dass er einen Sohn hat. Luke entschliesst sich, bei Mutter und Kind zu bleiben, für die zwei zu sorgen. Also muss Geld beziehungsweise ein Job her. Luke, der ausser Töff fahren und Autos frisieren nichts kann, beginnt, Banken zu überfallen. Er spaziert rein ins Geldinstitut, fordert mit gezogener Waffe Bares, spaziert raus und schwingt sich auf seine Cross-Maschine.

“Schon als Kind malte ich mir Bank­überfälle mit einem Töff als Fluchtvehikel aus.”

Fotos: Ascot Elite

RYAN GOSLING BEI EINEM DIESER RAUBZÜGE heftet sich der ehrgeizige Kleinstadt-Polizist Avery (Bradley Cooper, 38) an Lukes Aus­ puff, stellt den Gangster und erschiesst ihn! Wir im Kinosaal staunen: Seit Hitchcock hat es kein Regisseur mehr gewagt,

die Hauptfigur nach nur 25 Minuten um­ zulegen. Bedauerlich, denn zu gern hät­ten wir Ryan Gosling noch länger genossen. Er schafft es auch in der Rolle des Gesetz­ losen, unser Mitgefühl zu gewinnen. Wie er sich bei seiner ersten Begegnung mit seinem Sohn sorgsam die öl­verschmierten Hände abwischt, bevor er das Baby hochhebt, rührt nicht nur M ­ ütterherzen. So ein knallharter Kerl mit weichem Kern, das ist der Stoff, aus dem Leinwandhelden gemacht sind. Und der 32-Jährige ist zurzeit zweifellos der Coolste von allen. Er legt eine vollends überzeugende Leistung hin, auch wenn er schon in der ersten Halbzeit vom Platz muss. DER HELD IST TOT, das Leben geht weiter. Drehbuchautor und Regisseur Derek Cianfrance («Blue Valentine») erzählt das Drama mit einem Zeitsprung von 15 Jahren weiter: Jason (Dane DeHaan, 26), Lukes halbwüchsiger Sohn, freundet sich mit dem gleichaltrigen Junior (Emory Cohen, 23) des Polizisten an und gräbt dann Stück um Stück die fatale Verbindung ihrer Väter aus. Von Rachegefühlen getrieben, kidnappt Jason den Ex-Cop, lotst ihn in den Wald und zieht die Waffe. Weil der Apfel manchmal doch weit vom Stamm fällt, Jason das gewalttätige Gen des Papas nicht geerbt hat, lässt der Junge den Mörder seines Erzeugers laufen. Ein Wesenszug von Luke aber lebt im Sohn fort: die Rastlosigkeit. Dieser kauft sich ein Motorrad, schwingt sich in den Sattel und reitet in den Sonnenuntergang. «THE PLACE BEYOND THE PINES» ist ein formal ungewöhnlicher Film voller Gefühl und Gewalt, aber frei von Kitsch und Klischees. Bei einem Gespräch zwischen Gosling und Cianfrance kamen die beiden auf das Thema Jugendträume. Gos­ling gestand, er habe schon als Kind von Banküberfällen mit einem Töff als Flucht­fahrzeug fantasiert. Cianfrance meinte, er habe gerade ein Drehbuch darüber fer­tiggestellt. Wer den Bankräuber spielt, war ihnen sofort klar.


stylebücher DRUCKFRISCH

PROTOKOLL  ANITA LEHMEIER

ALS THEATERREGISSEUR LEBT VOLKER HESSE VOM GESPROCHENEN WORT. AUCH FÜR DAS GEDRUCKTE HEGT ER BEGEISTERUNG. «Im Laufe meines Lebens durfte ich unendlich viele schöne Bücher entdecken. Als Favoriten ausgewählt habe ich Werke, die mich in verschiedenen Phasen beeindruckt, erschüttert und geprägt haben: Kleist und Gorki während der Schul- und Studienzeit. Max Frisch, als ich mich mit der Schweiz, meiner Wahlheimat, auseinanderzusetzen begann. Mit Hürlimann verbindet mich eine tiefe, lange Freundschaft und immer wieder Theaterarbeit. Mit Roth beschäftige ich mich jetzt bei der Inszenierung von ‹Wetterleuchten› in Luzern, wo es um traumatisierte, heim­kehrende Soldaten geht. Ich bin kein Bibliophiler, der Erstausgaben sammelt. Als Ästhet schätze ich aber eine schöne Aufmachung. Ein Lesegerät kommt für mich nicht infrage. Und wenn sich die Balken biegen unter den Papierbergen!» THE HUMAN STAIN von Philip Roth. «Dem Autor gelingt es, den hochgradig fiebrigen Zustand der Zerrüttung, eines Traumas in Sprache einzufangen. Der Roman dreht sich um Rassismus, das Altern und – stets zentral bei Roth – Sex.»

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AUTOBIOGRAPHISCHE ROMANE von Maxim Gorki. «Den russischen Autor, der gegen Armut, Unterdrückung, Willkür ­anschrieb, las ich erstmals als Schüler. Und war erschüttert. Viel später leitete ich das Maxim Gorki Theater Berlin.» PENTHESILEA von Heinrich von Kleist. «Eine Frau vernichtet den Mann, den sie liebt. Und stirbt an Kummer. Mich fasziniert die dunkle Leidenschaft, die gedankliche Tiefe dieses Dramas. Kleist war ein grosser Sprachkünstler, seine ‹Penthesilea› ist ein Anti-Slang-Buch.» DIE TESSINERIN von Thomas Hürlimann. «Mit dem schmalen Band etablierte Hürlimann seinen Rang als grosser Erzähler. Ein beunruhigendes Buch, geht es doch um die Schrecken des Sterbens. Ich denke, Schreiben und Lesen ist eine Art Therapie, die hilft, Gedanken an den Tod auszuhalten.» TAGEBUCH 1946–1949 von Max Frisch. «Frischs erstes Tagebuch ist ein Schlüsselwerk über das Nachkriegseuropa, die Schweiz, das Private und das Politische. Und die Erotik. Brillante Literatur.»

VOLKER HESSE, 68. Der Regisseur und Hans-Reinhart-Ring-Träger inszeniert «Wetterleuchten» auf der Seebühne Tribschen. freilichtspiele-luzern.ch

Daniel Depp, «Tanz mit dem Teufel», Carl’s Books

VERSCHÄRFT Ihren schlimmen Ehemann ist die schöne Joan Knall auf Fall losgeworden, durch einen Autocrash. Jetzt muss sie für sich und ihren kleinen Jungen sorgen und nimmt einen Job als Cocktail-Kellnerin an. Mit dem Heiratsantrag eines alten Stammgastes sieht sie sich all ihrer Sorgen enthoben. Denkste! Der Autor Cain (er schrieb auch «Wenn der Postmann zweimal klingelt») geniesst es, Joan bös in die Bredouille zu bringen. Wir auch. James M. Cain, «Abserviert», Metrolit

ABGEDREHT Ignaz, ein fetter, fauler Neurotiker, lebt mit dreissig noch bei seiner Mutti. Als diese stirbt, muss der Sohn für ­seine Brötchen arbei­ten. Die ­Geschichte des Anti-Helden ist eine der krudesten und komischsten der neueren US-Literatur. Alex Capus hat den 1963 posthum erschienenen und 1981 mit dem Pulitzer-Preis gekürten Klassiker kongenial neu übersetzt. John Kennedy Toole, «Die Verschwörung der Idioten», dtv

Fotos: Inge Jurt (1)

VON WORTEN UND WERTEN

FILMREIF Eben hat Jerry, ein berüchtigter Regisseur, einen Golden Globe gewonnen, nun hofft er auf einen Oscar. Gerüchte machen diese Hoffnung schnell zunichte. Der ­Privatdetektiv David Spandau geht der Sache nach und gerät in Teufels Küche. Der rasante Krimi aus der Glitter­welt Hollywoods stammt von Daniel Depp. Der grosse Halbbruder von Johnny kennt diese Welt aus dem Effeff, ist er doch selber Drehbuchautor und Produzent in der Traumfabrik.


e l y t s a i d e m i t l mu SPINNER UND SINGER DVD

REDAKTION Anita Lehmeier

DJANGO UNCHAINED

Ein Epos voll Blut, Schweiss und Tränen. Oscar-Gewinner Quentin Tarantino verpflanzt den Siegfried-Mythos in den Wilden Westen. Der Sklave Django (Jamie Foxx) übt Rache am Plantagen­ besitzer Candie (Leonardo DiCaprio). Und Dr. King Schultz (Christoph Waltz) parliert mit silberner Zunge. Krass und köstlich. ¬¬¬¬¬

ALBUM

SILVER LININGS ­PLAYBOOK

In der zartbitteren Tragi­ komödie finden zwei massiv verhaltensgestörte Vorstadtpflanzen (Jennifer Lawrence und Bradley Cooper) zueinander, dank Dirty Dancing. Für ihre famose Leistung erhielt Lawrence im Frühling den Oscar – und von uns gibts nachträglich die maximale Sternezahl. ¬¬¬¬¬

DIE TOCHTER MEINES BESTEN FREUNDES Nach ihrer geplatzten Verlobung sucht Nina (Leighton «Gossip Girl» Meester) Trost bei der ­Familie. Nachbar Toby (Adam Brody), der schon seit Kindertagen in Nina verliebt ist, wittert seine Chance. Dumm nur, dass sie eindeutig mehr auf Tobys verheirateten Vater (Hugh «Dr. House» Laurie) steht. ¬¬¬¬

DAFT PUNK

An «Random Access ­Memories» müssen sich die Fans erst gewöhnen: Im Gegensatz zu frühen ­Alben pflegen die zwei ­Cyber-Franzosen ruhige, lange Elektro-Tracks, die auf­wendig ausgetüftelt sind und Nuancen erst nach mehrmaligem Hören offenbaren. Eine angenehme Spätfolge des «Tron»Soundtracks? ¬¬¬¬

TIM BENDZKO

Der Mann, der 2011 sehr erfolgreich «Nur noch kurz die Welt retten» musste, hängt mit seinem zweiten Album «Am seidenen Faden». Entsprechend feinfühlig singt Tim von Empfindlichkeiten und setzt diese mit umsichtiger Instrumentierung um. Wenn neue Liedermacher so klingen wie er, hören wir gern zu. ¬¬¬¬


stylekochen

ANDREAS CAMINADA Angerichtet in einem Konfiglas und dekoriert mit einem Blatt vom Kopfsalat und drei Scheiben Radieschen, erfreut die grüne Granitée Gaumen und Auge. andreascaminada.com

ANDREAS CAMINADA GRANATENGUTE HÄPPCHEN MIT RUCOLA UND GURKE TEXT  NINA HUBER FOTO  VÉRONIQUE HOEGGER

ROM, PIAZZA DI SPAGNA, dreissig Grad im Schatten und das helle Bimmeln einer Glocke, die nur Gutes verheisst. Ein Eismann bietet seine Ware feil: einen gefrorenen Block und zahlreiche Sirup­e. Die Gratta­checca ist die einfachste al­ler Glacesorten. Direkt vom Eisblock schabt der Verkäufer einen Becher voll ab und übergiesst alles mit einem beliebigen ­Sirup. Erquickung pur, wenn die kalten Stücke auf der Zunge zergehen. DIE GRANITÉE aus Gurke und Rucola bietet ein nicht minder freudiges Erlebnis, zumal nur schon das Auge auf seine

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Kosten kommt: Knallig präsentiert sich die coole Speise. Auch wenn Grattachecca und Granitée durchaus verwandt sind, haben die Begriffe nichts miteinander zu tun. Die italienische Bezeichnung leitet sich vom Wort «grattare», kratzen, ab. Und von «checca»: Als es noch keine Kühlschränke gab, wurden die Eis­blöcke zum Kühlen der Lebensmittel so genannt. «Granité» ist Französisch und bedeutet körnig. Der grösste Unterschied aber ist, dass bei Letzterer die Eisstücke nicht einfach nachträglich mit einer Flüssigkeit übergossen werden, sondern die diversen Aromen vor dem Einfrieren zu einer überraschenden Geschmackssinfonie komponiert werden. Süss oder salzig? Beides! Und vor allem – prickelnd und belebend.

SO WIRD ES GEMACHT Eine Gurke, ein Apfel – am besten eignet sich ein Granny Smith – und 30 Gramm Rucola werden entsaftet. Falls die Küchenausstattung keinen Entsafter anzubieten hat, Gurke und Apfel schälen und fein raffeln. Indem die Zutaten roh verarbeitet werden, behalten sie ihre Frische und die Vitamine. Anschliessend mit einem Staboder einem normalen Mixer mischen. Unter Umständen muss man noch etwas Wasser zugeben, damit sich die Zutaten leichter verarbeiten lassen. Den Rucola am besten pürieren und dem Saft aus der Gurke und dem Apfel beifügen. Dank ihm erhält die Granitée ihre kräftige Farbe. Danach durch ein Sieb passieren. 50 Gramm Läuterzucker hinzufügen. Diese Lösung erhält man durch das Aufkochen von Zucker und Wasser zu gleichen Teilen (25 Gramm Zucker und 2,5 Deziliter Wasser). Ihr Name leitet sich von läutern, also reinigen, ab. Schliesslich mit 30 Gramm Limettensaft und etwas Salz vervollständigen. Den giftgrünen Saft in ein flaches Gefäss – oder auf ein Kuchenblech, falls es genug Platz hat im Tiefkühler – giessen und gefrieren lassen. Alle 30 Minuten mit einer Gabel oder einem sauberen Eisschaber die Masse aufkratzen. Die Granitée, die an sattes Gras erinnert, als Erfrischung für zwischendurch, als Apéro oder als Beilage zu Vorspeisen, zum Beispiel mit Limonenfilets, servieren. Darüber hinaus eignet sie sich auch als überraschendes Sommerdessert.


HIMBEER KETSCHÖP Käsers Schloss, im ­V iadukt, Fr. 9.50.

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REDAKTION  RICHARD WIDMER

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Fotos: Paul Seewer (7)

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WAGENPARK

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ER MACHT AUF DICKE HOSE TEXT TIMOTHY PFANNKUCHEN

DER RENAULT CAPTUR IST DER BESTE BEWEIS, DASS MEHR SCHEIN ALS SEIN DURCHAUS VON VORTEIL SEIN KANN. LACK UND LEDER Manchmal trügt der Schein im besten Sinne: Vermeintlich fetter SUV, ist der Captur weder ein Allradler noch ein Gipfelstürmer, sondern ein top gestylter Alltagsheld. Die Zweifarbenlackie­rung – viele Varianten sind wählbar –, macht jeden Captur zum Individualisten, die 4,12 Meter Länge lassen selbst Ungeübte elegant einparken. KIND UND KEGEL Auch innen treibt es der kompakte Renault bunt. Dank hoher Sitzposition bleibt viel Raum im Fond und, je nach Stellung der verschiebbaren Rücksitze, reichlich Platz für Shoppingbeute. SPURT UND STOPP Unterwegs ist dann Schluss mit modisch, und das ist gut so: Ganz unspektakulär schwingt sich der virile Franzose durch den Citydschungel, leicht lenkbar und sanft gefedert. Ideal

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Als blutjunge Actrice sorgte Désirée Nosbusch in «Der Fan» mit nackter Haut für Furore. Längst aber ist die eloquente Luxemburgerin, 48, im Fernsehen als Moderatorin mit hohem Charme-Faktor fest etabliert: Sie präsentierte unter anderem den Eurovision Song Contest oder «Stars in der Manege». Enthüllt wurde die Liaison der sechssprachigen Schauspielerin mit Daimler-Boss Dieter Zetsche, 60, im Januar in der «Schweizer Illustrierten»: Am CSI Zürich wich Dr. Z nicht von ihrer Seite. Ob er weiss, dass seine Liebste noch vor fünf Jahren die Premiere des 7ers von Mercedes-Erzkonkurrent BMW moderierte?

der q ­ uirlige 1,2 Turbo mit 120 PS sowie der Automat (DSG).

Fotos: Dukas (1)

AN DER SEITE DES DAIMLERBOSSES DR. Z STEHT DIE ZUKUNFT VON DÉSIRÉE NOSBUSCH UNTER EINEM GUTEN STERN.

KOSTEN UND KULT Spezielle Note statt Stangenware gibt es ganz ohne Betteln beim Kredithai: Ab 22 300 Franken macht der Fünftürer unseren Alltag weniger grau. PLUS UND MINUS Statt Handschuhfach gibt es eine Schublade mit elf Litern Fas­sungs­vermögen, statt Flecken auf dem Pols­ter abnehmbare Bezüge in acht Moti­ ven. Schön – nur: Der Basis fehlt der sechs­te Gang gegen den Lärm auf der Autobahn. Und 4 × 4 -Antrieb gibt es trotz SUV-Look gar nicht. MASSE UND KLASSE Motoren: Benzin 90, 120, Diesel 90 PS. 0 bis 100 km/h: 10,9 bis 13,1 s. Verbrauch: 3,6 bis 5,4 l / 100 km. CO2: 95 bis 125 g/km. Energieeffizienz: A bis C. 1 + 2 HINGUCKER Zur Wahl beim flinken Franzosen stehen neun Lack- und drei Dachfarben. 3 IM COCKPIT gehts in Bicolor weiter. Ein Plus: das Multimediasystem.

CHEFSACHE BÜROMOBIL Für den Paten aus dem berühmten Mafia-Epos wäre dies der ideale Thron. Denn mehr Respekt als der Bürostuhl Maserati MC Stradale kann ein Chefsessel kaum einfordern. Zum S ­ chalensitz-Design in royalblauem Alcantara kommt natürlich das berühmte Dreizack-Logo – überall, sogar auf den Rollen! Das alles kostet den Capo mal eben schlappe 1736 Euro (ca. Fr. 2100.–). maseratistore.com


TOP-ADRESSEN


stylegeld SOMMER-AUSVERKAUF BÖRSENREGELN SIND WIE BAUERNREGELN: ES IST WAS DRAN, BLOSS IST DARAUF KEIN VERLASS. GILT DENN DER ANLEGER-TIPP «SELL IN MAY AND GO AWAY» AUCH IN DIESEM SOMMER? Die Gründe, weshalb die Aktienkurse in den letzten vier Jahren stets im Sommer einbrachen, hat gar nichts mit Frühlingsgefühlen von Anlegerinnen oder mit den exotischen Badestränden zu tun, wohin sich Investoren gern flüchten. Vielmehr wurde die Finanz- und Schuldenkrise – zufällig oder nicht – jeweils in den letzten Sommern auffällig virulent. Parallel dazu verschlechterten sich die Konjunktur­ prognosen, was sich logischerweise negativ auf die Aktien auswirkte. Das heisst aber nicht, dass Sie sich von Ihren Aktien trennen sollten. Mit einer Raus-und-rein-Strategie verlieren Sie mehr, als Sie gewinnen. Es könnte sich aber lohnen, jene abzustossen, mit denen Sie in den letzten ein bis zwei Jahren nicht glücklich geworden sind. Bekanntlich ist es emotional viel schwieriger, Aktien zu verkaufen als zu kaufen, weil ein Verkauf, gerade wenn er mit Verlust verbunden ist, wie das Eingeständnis wirkt, versagt zu haben. Das soll Sie aber nicht kümmern – auch den besten Profis gelingt nicht alles. Vor wenigen Wochen haben beispiels­ weise einige der gefeiertsten HedgefondsManager – angeblich ja die Gescheitesten unter den Börsianern – Milliarden ver­ loren, weil sie den massiven Einbruch des Goldpreises nicht voraussahen. Fakt ist, dass Schweizer Aktien, vor allem die grossen, in den ersten Monaten des Jahres weit besser abgeschlossen haben als vergleichbare Titel im Ausland. Das hat dazu geführt, dass jene mittlerweile

als teuer gelten, was sich deutlich im ­Ver­hältnis von Aktienkurs zu Gewinn pro Aktie ausdrückt. Das durchschnitt­ liche Kurs-Gewinn-Verhältnis (abgekürzt KGV) ist von 9 auf 14 gestiegen. Das heisst, in den Kursen sind grosse Erwartungen eingeschlossen. Zu befürchten ist, dass sie enttäuscht werden, weil die Er­träge der Unternehmen nicht im gleichen Ausmass wachsen werden, wie die Kurse gestiegen sind. Ein Teilverkauf verschafft I­hnen Luft und gibt Ihnen die Möglichkeit, bei allfälli­gen Kursrückgängen wieder günstig zu investieren. Zudem können Sie in den bevorstehenden Sommermonaten unbelastet im Liegestuhl fläzen, ohne dauernd ängstlich auf die Börsen schielen zu müssen.

Fotos: Esther Herzog (1)

850 Milliarden Franken beträgt aktuell das geschätzte Total sämtlicher auf Schweizer Liegenschaften lautenden Hypotheken. Das Hypothekarvolumen steigt jährlich um 4 bis 5 Prozent, also weit mehr als das normale Wirtschaftswachstum. Das hat mit den tiefen Zinsen zu tun. Entsprechend wohnen heute bereits rund 40 Prozent aller Schweizer in den eigenen vier Wänden.

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MARKUS GISLER IST WIRTSCHAFTSPUBLIZIST UND SCHREIBT FÜR SI STYLE EINE GELD-KOLUMNE.

BUSINESSWOMAN MICHAELA STÖCKLI, 49. Als Direktorin des Branchenverbandes Swissrail (Schweizer Bahnindustrie) steht Michaela Stöckli einer Organisation vor, zu der gut 100 Unternehmen mit insgesamt 15 000 Mitarbeitern gehören. Zusammen setzen die Firmen jährlich 15 Milliarden Franken um. Stöckli hat an der Uni St. Gallen studiert und arbeitete früher in der IT-Branche. swissrail.com


stylezeitgeist

VIKTOR GIACOBBO DER KABARETTIST ÜBER DEN ANSCHLUSS DEUTSCHLANDS AN DIE SCHWEIZ, MANIEREN UND MAROTTEN, NACKTE HELDEN UND KARAMELL-BONBONS. INTERVIEW  ANITA LEHMEIER ILLUSTRATION  ELISABETH MOCH

Schweizer Illustrierte Style: Was brachte Sie auf die Idee zum Dokfilm «Der grosse Kanton»?

Viktor Giacobbo: Vor der inhaltlichen Idee war der formale Wunsch, einen satirischen Dokumentarfilm zu machen. Das Thema Deutschland und die Schweiz ist dafür ideal: Es ist immer aktuell, emotional, und es hat ein satirisches Potenzial. Wann wird Deutschland so weit sein, der Schweiz beizutreten? Das entscheiden wir, wenn beide Völker meinen Film gesehen haben. Welches wäre der ideale Nationalfeiertag?

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Der 4. Juli?! Leider besetzen die USA diesen Tag schon. Am 4. Juli 1954 fand an der Fussball-WM das «Wunder von Bern» statt, als Deutschland im Final Ungarn besiegte. Wann haben Sie Ihr Talent als Imitator entdeckt? Wahrscheinlich als ich als Jugendlicher die Lehrer oder meine Verwandten imitierte und mir das einigen Ärger einbrachte. Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn? Das war ein Leistungs-, kein Stundenlohn: drei Karamell-Bonbons für das Verleimen der Türklingel eines bösen Nachbarn. Was ist Ihre früheste Erinnerung? Das Ende des Siebenjährigen Krieges. Was ist am längsten in Ihrem Besitz? Eine durch Coop-Treuepunkte erworbene Billiguhr namens Bettina Incabloc. Ich

trage sie schon lange nicht mehr, bringe es aber nicht übers Herz, sie zu entsorgen. Hätten Sie gern früher gelebt? Ja, aber höchstens drei Tage früher. Was macht alt? Ein jugendliches Outfit (in meinem Alter) und gefärbte Haare. Verwenden Sie Anti-Aging-Produkte? Ja, unter dem Vorwand, eine extrem sensible Haut zu haben. Wie meistert man die Midlife-Crisis mit Stil? Indem man sie überspringt. Am besten die Pubertät gelassen ins Seniorenalter hinüberretten. Ihr Held in der Geschichte? Donald Duck wegen seines cholerischen Optimismus und seines Muts, ohne Hosen durchs Leben zu gehen. Wann werden Sie schwach? Beim Duft von frisch gebackenem Brot. Wann vergessen Sie Ihre Contenance? Bei Tierquälerei und ideologischer ­Verbohrtheit. Hatten Sie jemals einen Aussetzer? Was heisst da einen? Pro Sendung mindestens einen – allerdings kann man in meinem Beruf gut behaupten, das sei so inszeniert gewesen. Sind Sie ein pünktlicher Mensch? Ja. Ich streite gern mit Mitmenschen, ­ für die Unpünktlichkeit eine Art kreatives ­Kavaliersdelikt ist. Womit verplempern Sie gern Zeit? Damit, neue Apps oder Programme zu ­installieren und Einstellungen zu ändern, dabei versehentlich wichtige Daten oder Funktionen zu löschen, die ich dann in nervender Klein­arbeit wiederherstellen muss. Welche exzentrische Marotte wollen Sie im Alter kultivieren? Da bin ich schon dabei: Ich lese Bücher. Heute soll das Glück Sie finden. Was ­ziehen Sie dafür an? Natürlich eine Warnweste. Damit das Glück mich ja nicht übersieht! VIKTOR GIACOBBO, 61, Autor, Kabarettist, präsentiert mit «Der grosse Kanton» seinen ersten Dokfilm. Jetzt im Kino. Die These: Deutschland soll der Schweiz beitreten. viktorgiacobbo.ch, vegafilm.com

+++ ZÜRICH, PER E-MAIL, 16. APRIL 2013, UM 9.14 UHR +++



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