Issuu on Google+

# 05 Mai 2013 CHF 5.50

Lenny Kravitz Das Palais des popmusikers caroline scheufele die lady schmückt hollywood-Stars Tom Cruise gut im geschäft

great gatsby ’s Darling

MODE fÜr wenig geld

carey mulligan

herziges fÜr kinder

Plus Wolfgang Joop + Sizilien + jessica chastain +Tom Odell + amy adams + sarah spale-Bühlmann 05 9 771661 658008

+++ Das grösste SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ Das grösste SCHWEI


l a i r o t i d e e l y t s

#  05, Mai 2013

EHRENRETTUNG Mein Schwarm in der Jugend? Morten Harket, der Sänger der Popgruppe A-ha. Seine Augen, sein Mund, seine Muskeln und selbstverständlich seine Musik liessen mich träumen. Das Konterfei des Norwegers zierte die aufklappbaren Teile meines Schuletuis und mein Tagebuch. Poster durften wir auf Geheiss meiner Eltern keine an die Kinderzimmerwand hängen. Auch meine Schwestern schwärmten: die eine für den Australier Jason Donovan, der mit Kylie Minogue «Especially for You» trällerte, eine andere für Tom Cruise, der in der reisserischen Romanze «Top Gun» als Kampfpilot Maverick weder Tod noch Teufel fürchtete.

10

Sabina Hanselmann-Diethelm

Chefredaktorin SI Style

Foto: Marco Grob

Wer heute Tom Cruise als Idol bezeichnet, wird vermutlich ausgelacht. Zugegeben, sein Engagement in der Scientology-Sekte, groteske TV-Auftritte und einige bizarre Rollen machen es bisweilen schwer, den Fünfzigjährigen ernst zu nehmen. Nichtsdestotrotz zählt der Amerikaner, der dreimal für den Oscar nominiert war, zu den Top-100-Movie-Stars aller Zeiten. Er ist seit dreissig Jahren dick im Geschäft und hat mit Kassenschlagern wie «Rain Man», «Born on the Fourth of July», «Eyes Wide Shut» oder «Magnolia» Filmgeschichte geschrieben. Es gibt also genug Gründe, um auch nach einer Jugend in den Achtzigerjahren ein Fan des Action-Helden Tom Cruise zu sein. Ab Seite 150.


t l a h n i style

#  05, Mai 2013

ÜBER UNS +++++++++++++++++++++++++++ 010 EDITORIAL 016 IMPRESSUM

TRENDS

CAROLINE SCHEUFELE

EINE NEUE LIEBE BRINGT DIE CHEFIN VON CHOPARD ZUM STRAHLEN. DAS GROSSE INTERVIEW AB SEITE 58.

+++++++++++++++++++++++++++ 018 IM MAI 030 TREND Dark Romance 032 TREND Filigraner Schmuck 034 LOOK Gucci 036 LABEL Rag & Bone 038 3 LOOKS Karierte Bluse 040 ZOOM Namen, News, Lieblingsstücke 042 BAMBINI Herziges für die Kleinen 050 LIVING Top 5 054 MISTERSTÜCK Jacket aus Jersey von Maddison 056 MEN Top 5

INTERVIEW +++++++++++++++++++++++++++ 058 Caroline Scheufele 092 Sarah Spale-Bühlmann MODE +++++++++++++++++++++++++++ 072 Prêt-à-payer 082 O du Muse!

O DU MUSE! Wenn Bilder die Mode (-Fotografie) beeinflussen: Kleider, kunstvoll in Szene gesetzt, finden Sie ab Seite 82.

HOMESTORY So residiert der Rock-Gott: Für uns öffnete Lenny Kravitz die Tore seines Pariser Stadtpalais. Ab Seite 132.

Fotos: Anoush Abrar (1), Reto Guntli + Agi Simoes (1)

BEAUTY +++++++++++++++++++++++++++ 101 AUFTAKT Emma Watson 102 BODY-BRONZER 106 NEWS 110 TRENDS 112 SECRETS Amy Adams 114 VERLOSUNG Clarins 116 PFLEGE Feuchtigkeitsmasken 118 PARFUMS 120 TOP 5 122 SPA & GREEN


t l a h n i style

#  05, Mai 2013

SIZILIEN

Für Kulturliebhaber, Gourmets und Badenixen. Ab Seite 158.

SO ERFREULICHE WIE ERSCHWINGLICHE MODE FÜR DAS SCHLANKE PORTEMONNAIE. AB SEITE 72.

MAGAZIN +++++++++++++++++++++++++++ 149 AUFTAKT Film «Side Effects» 150 KINO Tom Cruise in «Oblivion» 154 LIEBLINGSLEKTÜRE Katja Alves 156 MULTIMEDIA 158 REISEN Sizilien 164 KOCHEN Mistkratzerli 166 WEINBAR Weine an Bord 167 AUTO Nismo – Nissan Motorsport

MEIN STIL Die Schauspielerin Sarah SpaleBühlmann über Selbstzweifel, Selbst­ vermarktung und Schicksal. Ab Seite 92.

CAREY MULLIGAN Die Britin stach ein ­Dutzend Konkurrentinnen aus und verführt Leo im Film «The Great Gatsby». Ab Seite 66.

KOLUMNEN + RUBRIKEN +++++++++++++++++++++++++++ 028 BETTINA WEBER 124 ADRESSEN 126 HOROSKOP 142 SANDRA BAUKNECHT 144 LIEBE ETC. 168 GELD Markus Gisler 170 ZEITGEIST Wolfgang Joop

Fotos: Nadine Ottawa, Prisma, Flurina Rothenberger, Warner Bros.

PRÊT-À-PAYER

STARS +++++++++++++++++++++++++++ 026 STIL-IKONE Emmanuelle Alt 052 HE-MAN Tom Odell 066 COVERSTORY Carey Mulligan 131 AUFTAKT Jessica Chastain & Gian Luca Passi de Preposulo 132 HOMESTORY Lenny Kravitz 140 PARTY Buchvernissage in Paris 146 STARWATCH Supermodels damals und heute


m u s s e r p m i e l sty Art Director Mode Beauty Living Textredaktion Head of Digital Fotoredaktion Grafik Korrektorat Grafikkonzept Mitarbeiter dieser Ausgabe

Sekretariat Buchhaltung Büro Mailand Büro Paris

# 05 Mai 2013 CHF 5.50

Head of Sales and Marketing Marketingleiterin Leiter Anzeigenmarketing Anzeigenmarkt Zeitschriften Anzeigenverkauf Deutschschweiz Anzeigenverkauf Romandie Anzeigenmarkt International Media Marketingservices Anzeigenservice Werbung Produktion Zeitschriften

LENNY KRAVITZ DAS PALAIS DES POPMUSIKERS CAROLINE SCHEUFELE DIE LADY SCHMÜCKT HOLLYWOOD-STARS TOM CRUISE GUT IM GESCHÄFT

GREAT GATSBY ’S DARLING

Auflage Redaktion

MODE FÜR WENIG GELD

CAREY MULLIGAN

HERZIGES FÜR KINDER

PLUS WOLFGANG JOOP + SIZILIEN + JESSICA CHASTAIN +TOM ODELL + AMY ADAMS + SARAH SPALE-BÜHLMANN 05 9 771661 658008

Abonnementsdienst Einzelverkauf Abonnementspreise

Verlag

+++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZ

Carey Mulligan wurde von Michael Thompson / Jed Root fotografiert.

16

Druck ISSN-Nummer

SABINA HANSELMANN-DIETHELM URS HELLER BARBARA PASTORE RICHARD WIDMER (Fashion Director), KARIN ANNA BIEDERT, MARTINA RUSSI, CHARLOTTE FISCHLI (Praktikantin) MONICA CONGIU, ANNETTE FRISCH CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT ANITA LEHMEIER (Leitung), DR. SHERIN HAFNER (Textchefin), LAURA CATRINA, DANIELA FABIAN, NINA HUBER RAPHAELA HAENGGI RALF JOST (Leitung), SUSANNE MÄRKI BERIT BISIG, ANDY LÄBER, DANIELA MIRABELLA ANDREA LEUTHOLD, MINA S. TÜMER, PATRIZIA VILLIGER BELING THOENEN DESIGN Texte: Sandra Bauknecht, Andreas C. Englert, Markus Gisler, Annette König, Chandra Kurt, Barbara Maurer, Timothy Pfann­kuchen, Bettina Weber Fotos: Anoush Abrar, Geri Born, Véronique Hoegger, Inge Jurt, Nadine Ottawa, Flurina Rothenberger, Paul Seewer Illustrationen: Märt Infanger, Elisabeth Moch Kathrin Berchtold, Beatrice Pisciottano, Sara Schrepfer Mirella Vignoni Martina Riebeck Angelo Buonomo & Didier Cometti Thomas Passen Verena Baumann Thomas Kords Beniamino Esposito (Werbemarktleiter) Deborah Cookson, Colette Mader, Corinna Sarasin, Andrea Sarnella Davide Grassi, Clarisse Kouby Daniel Strässle (Verkaufsleiter), Sara Franceschini (Rubriken), Marc Naef, Claudia Straub, François Zielinski Sandra Kobel, Ana Majstoric, Manuela Nideröst, Michelle Sameli, Cécile Schnider Beatrice Meyer Aloui Julia Tatje, Sabrina Zakowski Roland Winkler 200 000 Exemplare Schweizer Illustrierte Style, Dufourstrasse 23 8008 Zürich, Telefon 044 259 69 69, Fax 044 259 89 83 sistyle@ringier.ch, sistyle.ch Telefon 0800 880 870 (gratis), aboservice@ringier.ch Montag bis Freitag, 7.30 bis 18 Uhr oder online-kiosk.ch einzelverkauf@ringier.ch 1 Jahr: Fr. 45.– (inkl. 2,5 % MwSt.) Ausland-Abonnementspreise auf Anfrage Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 61 11, Fax 044 259 68 44 Swissprinters AG, 4800 Zofingen 1661-6588

Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: AIO Group AG, cash zweiplus ag, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Geschenkidee.ch GmbH, Goodshine AG, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, jobs.ch holding ag, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, Previon AG, Presse TV AG, Qualipet Digital AG, Ringier Africa AG, Ringier Digital AG, Ringier Studios AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, The Classical Company AG, Ticketcorner Holding AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA (Frankreich), Ringier Publishing GmbH (Deutschland), Juno Kunstverlag GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Kiadó Kft. (Ungarn), Népszabadság Zrt. (Ungarn), Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier China (China), Ringier Vietnam ­Company Limited (Vietnam), Get Sold Corporation (Philippinen). Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

Fotos: KDI Images, Anoush Abrar, Dukas

Chefredaktorin Geschäftsführer Ringier Zeitschriften


i a m e l sty

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

“Verursache so viel Chaos wie möglich.” SID VICIOUS 1

2 3

MANIFEST DES PROTESTS ZERRISSENE T-SHIRTS, die sie mit Sicherheits­ nadeln zusammenflickten, hautenge Hosen, nie­ tenbesetzte Lederjacken: Punks provozierten auch mit ihrer Kleidung. Seit ihren Anfängen Mit­ te der Siebzigerjahre übt die einstige Jugend­ bewegung Einfluss auf die Mode aus. De­ signer, allen voran die Britin Vivienne West­

18

wood, griffen das Do-it-yourself-Konzept auf und übertrugen es ins professionelle Umfeld. Ein spannendes Paradox, welches das Metropolitan Museum of Art in New York mit der nach sieben Schwerpunkten geordneten Ausstellung «Punk: Chaos to Couture» (9. Mai bis 14. August) beleuch­ tet. Wer danach seinen Look revolutionieren will: Die Madison Avenue mit den Flagship-Stores liegt nur einen Block entfernt. metmuseum.org

REBELLEN UNTER SICH 1 Eine Kreation von Karl Lagerfeld für Chanel, fotografiert von David Sims für die US-«Vogue», März 2011. 2 Ein Entwurf von Rei Kawakubo für Comme des Garçons, 1982, das Foto machte Peter Lindbergh. 3 Punk-Musiker Sid Vicious, 1977 porträtiert von Dennis Morris.

Fotos: Chanel – Fotograf: David Sims. Rei Kawakubo – Fotograf: Peter Lindbergh. Sid Vicious – Fotograf: Dennis Morris. All Courtesy of The Metropolitan Museum of Art.

IN DER AUSSTELLUNG PUNK: CHAOS TO COUTURE REGIERT DIE ANARCHIE – FEIN SÄUBERLICH SORTIERT.


i a m e l sty

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

Silberne Zwanziger

1

n TIFFANY & CO. – FILMREIFER SCHMUCK

2

DER GLAMOUR DER ROARING TWENTIES feiert mit Baz Luhrmanns «The Great Gatsby» (ab 16. Mai im Kino) seine Rückkehr. Im Remake verantwortlich für die Prezio­ sen an Hals und Händen der Stars (mehr ab Seite 66) zeichnet Tiffany & Co. Mit der Ziegfeld-Kollektion, benannt nach dem New Yorker Ziegfeld Theater, einem klassi­ schen Filmpalast, bringt der US-Juwelier den Stil der Ära zu erschwinglichen Preisen (z. B. Kette mit Süsswasserperlen ab Fr. 1100.–, Ohrschmuck aus Sterlingsilber mit Perlen Fr. 490.–, Manschettenknöpfe mit schwarzem Onyx Fr. 365.–) auf den Markt. tiffany.com

Taktgefühl n OHREN SPITZEN

Lustspiel mit Musik und Tanz

RHYTHMUS ist im Alltag überall: im Puls, im Uhrschlag, in einem Tapetenmuster, in ei­ nem Hit, in einem Bild … Jetzt widmet das Aargauer Kunst­ haus dem Thema Takt eine Ausstellung mit dem Titel «Rhythm in It». Dabei werden 37 Werke der Moderne und der Gegenwartskunst aus di­ versen Bereichen wie Malerei, Fotografie und Video gezeigt. Vom 18. Mai bis 11. August. aargauerkunsthaus.ch

20

IST ES SCHICKSAL ODER ZUFALL, wo die Liebe hinfällt? Zwei Königs­ kinder sollen verheiratet werden, beide flüchten und verlieben sich unterwegs ineinander, ohne die Herkunft des anderen zu kennen. Kurz vor Autor Georg Büchners 200. Geburtstag kommt «Leonce und Lena» im Opernhaus Zürich zur Erstaufführung in der Schweiz. Premiere ist am 27. April. opernhaus.ch

WENN KUNST KLINGT Werken auf den Puls fühlen: 1 Katja Strunz, «Crack Initiation Testing» (2012). 2 Verena Loewensberg, ohne Titel (1957).

Fotos: Stuttgarter Ballett (1)

n LIEBESWIRREN UNTER CHRISTIAN SPUCK, NEUER DIREKTOR DES ZÜRCHER BALLETTS


i a m e l sty

Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

We Do Need Another Iro n Zwei PAriser in Zürich

Sang und Klang

blues im blut Manpower: Philipp Fankhauser (hier mit Schlagzeuger Tosho Yakkatokuo und Bassist Angus Thomas) feierte 2012 das 25-JahreBühnenjubiläum.

n Zehn Jahre Bluesfestival Baden philipp Fankhauser flimmerte zuletzt als Jurymitglied in der Musiksendung «The Voice» über die meisten Schweizer Fernsehschirme. Beim Bluesfestival Baden sorgt er mit seiner Band für den fulminanten Auftakt im stimmungsvollen Kurtheater. neuentdeckungen sind die eigentliche Spezialität der Veranstaltung. Zu den heurigen Hits zählt das Engagement des Heritage Blues Orchestra sowie der Auftritt von Jai Johanny Johanson. Nach über vier Jahrzehnten mit der Allman Brothers Band wagt er nun einen Anlauf als Solist. Wer der Musik gern in lockerer Atmosphäre bei einem Gläschen frönt, dem sei eines der Beizenkonzerte empfohlen. Vom 18. bis 25. Mai. bluesfestival-baden.ch

22

bunte en Erinnerung

rcher t wurde der Zü Weltberühm ine se r fü i Burr Fotograf René unter , en hm na uf ss-A Schwarz-Wei Che r nä tio Revolu anderem von eburts. G 80 em in se Guevara. Zu le in «Impossib tag erscheinen seine s al m st er s» Reminiscence on.com eiten. uk.phaid farbigen Arb

Rockmusik beeinflusst die Designarbeit der Brüder Laurent und Arik Bitton. Typisch für ihr 2005 in Paris gegründetes Label Iro: entspannte Attitüde mit einer gehörigen Portion Nonchalance. Die Schauspielerinnen Diane Kruger, Kate Hudson oder Drew Barrymoore – Fans der coolen Kreationen – wissen ein Lied davon zu singen. Der Debüt-Store in der Schweiz öffnet am 25. April. Auf den 45 Quadratmetern an der Strehlgasse 5 in Zürich kann man die Damenkollektion inklusive Accessoires wie Schuhe, Taschen und Gürtel erstehen. Die rockigen Teile finden sicher auch hier ihr Publikum. iro.fr


i a m e l sty

3

TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS 1

2

3

BIJOUX FÜR FREIGEISTER Türkis (Zoës Geburtsstein als Dezember-Geborene), Kristall, Silber: 1 Bracelet, 142 US-Dollar, 2 Ohrringe, 103 US-Dollar, 3 Ring, 90 US-Dollar.

Schatz im Silbersee

MUSTs

1 SAGENHAFT Zwei Monate lang eine geballte Ladung Kultur: 27 Projekte, von Konzerten und Theateraufführungen über Lesungen bis zu visuellen Darstellungen locken von Mitte April bis Mitte Juni in die Inner­ schweiz. sagenhaft13.ch

++++++++++++++++

n EIN JUNGER STERN FÜR EINE FUNKELNDE FIRMA

CLEVERER COUP Kristallgigant Swarovski lud die Amerikanerin ein, eine neunteilige Kollektion zu entwerfen. Als Inspiration dien­ te der 24-Jährigen ethnischer Schmuck, den sie auf ihren vielen Reisen entdeckt. Zoës kreative Ideen gefallen mit Sicherheit auch ihrem Freund, «Gossip Girl»-Actor Penn Badgley, 26. Die Stücke sind exklusiv in den Swarovski-Crystallized-Boutiquen in New York, London, Wien, Innsbruck, Wattens erhältlich. swarovski-crystallized.com

2 ZEITERLEBNIS

Werden, sein, vergehen – nir­ gends lässt sich dieser Verlauf so gut ablesen wie an der Natur. Das setzt der italienische Künstler Giuseppe Penone in seinen Werken um, die bis 11. August in Winterthur zu sehen sind. kmw.ch

++++++++++++++++

24

IGES MUSTERGÜLT IGN S POP-ART-DE Titel

INTS Der öpfer Emilio ch es od M könnte ) adeln. Das 92 Pucci (1914–19 0 Seibietet auf 42 Buch «Pucci» Bildern en nt bu n vo ten Hunderte rchiedene Cove und vier vers schen.com ta ). .– 77 r. Versionen. (F

PRINZ DES PR

3 DER SCHÖNSTE TAG

Eine Sonderausstellung im Schloss Oberhofen am Thuner­ see zeigt anhand von Hoch­ zeitsbildern einen Streifzug durch die Fotografiegeschichte. 12. Mai bis 13. Oktober. schlossoberhofen.ch

TEXTE  Laura Catrina, Sabina Hanselmann-Diethelm, Nina Huber

Z OË KRAVITZ

HIPPER AUFPUTZ Die Tochter des Rocksängers Lenny Kravitz, 48, und der Schauspielerin Lisa Bonet, 45, hat nicht nur das umwer­ fende Aussehen ihrer Eltern geerbt, sondern auch Talent und StarAppeal. Zoë Kravitz spielte unter anderem im Blockbuster «X-Men: First Class», in der TV-Serie «Californication» und modelte für Desi­ gner wie Vera Wang und Alexander Wang. Vor allem aber wird sie für ihren Mode-Stil verehrt, eine Mischung aus Rock ’n’ Roll und Hippie.


style

EMMANUELLE WER? Sie ist verant­ wortlich für die Trendbibel. Ihren Na­ men kennen aber fast nur Insider der Fashionszene. Während Berufskolle­ ginnen Anna Wintour und Anna Dello Russo ihren Alltag verfilmen und sich in auffallenden Outfits ablichten lassen, setzt die Chefredaktorin der «Vogue Paris» auf Understatement beim Look wie im Leben. Blusen oder Shirts steckt sie leger nur vorn in den Hosenbund, trägt darüber Jacken (Biker, Denim, Bomber) zu schmalen Jeans. Mit Busen oder Po zu reizen, hat sie nicht nötig: Sie machte den Knöchel zur erogenen Zone, indem sie als Erste die Hose fin­ gerbreit umkrempelte. Freie Sicht auf die heis­ses­­ten Treter der Saison! Ob­ wohl sie die Kreationen von den Desi­ gnern ins Büro geschickt bekommt, oft vor der offiziellen Präsentation, bleibt sie manch altem Stück treu, etwa dem Gürtel von Balmain und der Tank von Cartier. Bei aller Leiden­ schaft für Kleider liegt ihre Lie­ MEHR VON E be woanders: Die Wochen­ EMMANUELL enden gehören ihren beiden ALT ok Kindern. Vraiment cool. n weiteren Lo

26

Eine Chefin gibts der «Vogue»ppen auf ho hs zum Nac sistyle.ch

KULTIG Gestreifte Baumwollbluse von J. LINDEBERG, bei Fidelio, Fr. 149.–. Jeans «Highkee», aus Baumwolle, von DIESEL, Fr. 189.–. Schnallen­ gürtel von MAISON BOINET, bei G.point by Grieder, Fr. 79.–. LederBracelet «Collier de Chien», von HERMÈS, Preis auf Anfrage. Uhr «DS Prime Shape», mit Quarzwerk, von CERTINA, Fr. 425.–. Wildleder­ sandalen «Verdict», mit Cut-outs, von JIMMY CHOO, ca. Fr. 795.–.

REDAKTION  Charlotte Fischli

STIL -IKONE EMMANUELLE ALT


Fotos: Gettyimages (2), Laif (1), Inge Jurt (4), Paul Seewer (3) Adressen Seite 124

BOMBIG Blouson aus Leinen und Baumwolle, von THEYSKENS’ THEORY, bei Vestibule, Fr. 650.–. Sweatshirt von CLUB MONACO, bei Globus, Fr. 99.90. Lammlederhose von RAG & BONE, bei G.point by Grieder, Fr. 1100.–. Dreierring aus Sterlingsilber, mit Zirkonia, von THOMAS SABO, Fr. 309.90. Sonnenbrille von H & M, Fr. 9.90. Ledergürtel von MARC CAIN, Fr. 79.–. Wildlederpumps von AVANT PREMIÈRE, bei Manor, Fr. 139.–.

ROCKIG Jeansjacke von ACTIVE WEAR, bei La Redoute, Fr. 79.–. Kaschmirpullover von CASHMERE COLLECTION, bei Coop City, Fr. 139.–. Gürtel mit Schnallen, von H & M, Fr. 24.90. Schmale Hose «Joey Lady», aus Baumwolle, von APRIL 77, bei Globus, Fr. 149.–. Ring aus 18 Karat Roségold, von B. Zero 1 by BULGARI, Fr. 1770.–. Peeptoe-Stiefeletten mit Nieten, von VALENTINO GARAVANI, bei farfetch.com, ca. Fr. 775.–.


BETTINA WEBER

ÜBER DEN EISBÄREN IM MANN Ich bin ja soeben in der fernsehtechnischen Neuzeit angelangt, ich habe mir nämlich ein Flachbildschirmmodell gekauft. Zu­ vor besass ich ein Röhrenmodell, ein entzückend knubbeliges und unmodernes Gerät, vintage sozusagen, das funktionierte klaglos fünfzehn Jahre lang, und es hatte nur 300 Franken ge­ kostet und verfügte sogar über Teletext. Ich justierte am neuen, schnittigen Apparat gerade die Sender in der richtigen Reihen­ folge, als ich bei einem Dokumentarfilm hängen blieb. Aus der Arktis. Ich bleibe immer hängen, wenn irgendwo die Arktis gezeigt wird, weil mich angesichts dieser unendlichen Weite von Eis und Weiss ein wohliger Schauer befällt und ich von meinem kuscheligen Sofa aus fassungslos auf dieses beinhart Gefrorene schaue und sehr froh bin, nie dorthin zu müssen. Es ging im Film um Eisbären. Genauer: um ein Eisbärenmänn­ chen und ein Eisbärenweibchen.

28

Das Männchen trottete allein durch den ewigen Schnee, und irgendwann bekam es Hunger und erledigte eine Robbe und verputzte die mit Haut und Haar und legte sich dann schlafen. Das Weibchen war in Begleitung zweier Jungtiere, und die waren hinreissend, so kleine, weisse, flauschige Woll­ knäuel, als Erwachsene sind sie dann ja leider nicht mehr so hübsch, jedenfalls tappten die so hinter der Mutter her, und die kam natürlich nicht recht vorwärts, weil die Kleinen dauernd vom Weg abkamen, wenn sie grad wieder irgendwo etwas Interessantes entdeckt hatten. Die Mutter hatte Hunger, und der Sprecher erklärte, sie habe seit acht Monaten nicht mehr gefressen, was einem un­vorstellbar dünkt, vor allem auch, weil so eine Eis­bärin nach acht Monaten Diät nicht abgemagert aussieht, sondern immer noch ziemlich Furcht einflössend. Sie musste also jagen, was sich etwas mühsam gestaltete, weil die Jungen dauernd ins Wasser purzelten oder von Eis­ schollen rutschten und so natürlich einen erfolgreichen Beutefang verhinderten. Sie erwischte deshalb nur kleine Fische, und die überliess sie den Wollknäueln. Das Männchen hatte sich ja nach dem Fressen schlafen gelegt; es hatte dazu seinen Kopf auf die Vordertatzen gebettet und sah sehr zufrieden aus mit sich und der Welt. Dann erwachte es. Es schnupperte ein bisschen und öff­ nete zuerst ein Auge und dann das andere. Und dann sah man, was da vorging in seinem Eisbärenhirn: Der Bär kapierte nämlich, dass er ein Weibchen roch, das kann der über fünfzehn Kilometer Entfernung. Ah, schien er zu denken, stimmt, da waren doch drei Dinge, die ich zu erledigen habe: fressen … schlafen … Was war noch das Dritte? … (schnupper) … Richtig: Sex! Er erhob sich also und ging dahin, um der drit­ ten grossen Aufgabe in seinem Eisbärenleben nachzukommen. Das Weibchen hatte keine Zeit, an ein Gespons zu denken, es hatte eine Menge zu tun, in erster Linie musste es vor dem Frühling vom Eis runter, aufs Festland, und das eilte ziemlich, es musste also diesen langen Weg auf sich nehmen und seine Jungen sicher rüberbringen und beisammenhalten und dazwi­ schen auch noch erzieherisch tätig sein und Nahrung herbei­ schaffen, und gefressen hatte es immer noch nicht. Und ich guckte von meinem kuscheligen Sofa aus zu und dach­ te darüber nach, dass die Parallelen zwischen Eisbären und Menschen, was die Geschlechter angeht, verblüffend sind.

BETTINA WEBER, 38, SCHREIBT IN SI STYLE ÜBER LEBENSART. SIE WOHNT IN ZÜRICH.

Illustration: Märt Infanger, Foto: Sarah Maurer

stylekolumne


style

1

DUNKLE ROMANZE WIE PASST DAS ZUSAMMEN? Karo­ hemden begleiten Blumenmuster, mas­ siger Schmuck geht Hand in Hand mit Leo­ print, Pumps wirken anziehend zu dunklen Lippen und runden Gläsern: Was auf dem Laufsteg etwa von Dries Van Noten oder Phillip Lim gezeigt wird, erinnert schwer an die Neunzigerjahre. Gespielt wird aber nach neuen Regeln. Weiblicher, romanti­ scher und mindestens so cool wie damals kommen wir jetzt daher. So wie Rachel Zoe, 41. Die Stylistin und Designerin trägt den Look so stolz wie Söhnchen Skyler.

RACHEL ZOE

2 3

1 H & M Maxi-Kleid mit Blumenprint, Fr. 99.–. 2 NEW LOOK Portemonnaie mit Leoprint, bei asos.com, ca. Fr. 12.80. 3 MANGO Gliederkette aus Kupfer und Aluminium, Fr. 34.95. 4 C & A Breite Armspange, Fr. 7.–. 5 TOPSHOP Schmaler Taillengürtel mit Metallnieten, ca. Fr. 26.–. 6 CHANEL Matter Lippenstift Rouge Allure Velvet, Nr. 39, La Somptueuse, Fr. 48.–. 7 CHRISTIAN LOUBOUTIN Pumps «Pigalle», aus Satin, mit Strassnetz, ca. Fr. 1940.–. 8 ILLESTEVA Handgefertigte Sonnenbrille mit runden Gläsern, ca. Fr. 195.–.

Foto: WENN Adressen Seite 124

30

8

6

5

4 REDAKTION Charlotte Fischli

7


style

1 2 ZARTE PFLÄNZCHEN ZOOEY DESCHANEL

KATE BOSWORTH

3

1 OLE LYNGGAARD Gelbgold-Brosche aus der Linie «Flowers», mit Diamanten und Tropfen aus Chrysoprasen, Fr. 11 450.–. 2 THOMAS SABO Vergoldeter Ohrschmuck mit Zirkonia-Pavé, Fr. 309.–. 3 PIAGET Roségold-Ring aus der Kollektion «Rose», mit zwei Brillanten und Opal, Fr. 2700.–. 4 ROCKBERRIES Vergoldete Ohrhänger mit Perlen, Fr. 47.90. 5 TIFFANY & CO. Gelbgold-Armspange «Paloma’s Olive Leaf», von Paloma Picasso, Fr. 12 000.–. 6 CARTIER Halskette aus der Linie «Caresse d’orchidées», in Roségold, mit Diamant, Fr. 2600.–.

Adressen Seite 124

6

5

Fotos: Dukas

4 REDAKTION Sabina Hanselmann-Diethelm

32

VIELEN DANK FÜR DIE BLUMEN Ein Beispiel an Finesse ist der Red-CarpetAuftritt von «New Girl» Zooey Deschanel, 33 (in Valentino), und Kate Bosworth, 30 (in Giambattista Valli Haute Couture). Die US-Schauspielerinnen verstehen es, ihre delikaten Roben nicht mit Accessoires und klobigen Klunkern zu erschlagen. Wenn Bijou zum filigranen Kleid, dann sollte dieses blühen. Ob Orchidee, Rose oder Maiglöckchen, günstig oder hochpreisiger: Ein von der Flora inspiriertes Stück dekoriert und welkt nicht so schnell.


stylelook

GUT BESTÜCKT OPULENTER HALSSCHMUCK PRANGT AUF DEZENTEN KLEIDERN. WIRKUNGSVOLL!

REDAKTION  LAURA CATRINA

GANZ UNSERE KRAGENWEITE Gucci überrascht diesen Sommer mit schlichten Kreationen, die dank Dekor am Ausschnitt eine Extraportion Glamour verpasst bekamen. Chefdesignerin Frida Giannini hatte die legendäre Liz Taylor im Kopf, als sie ihre monochromen Kleider und Roben mit Colliers verzierte und ihnen Pracht verlieh. Der Halsschmuck aus Kunststoff ist zwar nicht so hochkarätig wie die Preziosen, die die 2011 verstorbene Hollywood-Diva mit Vorliebe trug, jedoch ähnlich brillant.

34

FALL MIR UM DEN HALS

e (liefert in die J. CREW Die US-Mark ohe Colliers im nfr be Schweiz) hat tolle, far jcrew.com .–). 150 Fr.  ca. (ab t Angebo ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ ++ prächtig, aber farbTATABORELLO Wer es für einige hundert d lich dezent mag, wir en Bijoux fündig isch ien ital n de i Franken be ). tataborello.com ich Zür (z. B. bei Vestibule in

Foto: Imaxtree

GUCCI

ÜPPIGKEIT AM DEKOLLETÉ ist auch mit kleinerem Budget möglich. Eine eindrucksvolle Halskette wertet nach Lust und Laune verschiedene Outfits auf, ohne wie bei der Kollektion des floren­ tinischen Mode­hauses direkt am Stoff befestigt sein zu müssen. Sie garniert als Supplement den LWD (Little White Dress; die sommerliche Variante des kleinen Schwarzen), Jeans und T-Shirt, und sogar im Bikini wird man so zur Kostbarkeit. Damit wir uns an Pool wie Party unbezahlbar fühlen. gucci.com


stylelabel

1

2

3

4

5

AUF DER SIEGERSTRASSE

6

36

Jeans und Ankleboots zur Standardgarde­ robe von Trendsetterinnen Miranda Kerr, Hanneli Mustaparta, Rosie HuntingtonWhiteley. Film-Diva und Schuhfetischistin Rachel Weisz lässt alle anderen stehen für die Stiefeletten des Labels. Und Kate Moss lächelt selig von der aktuellen Kam­ pagne. Zwanglos sind sie, die Entwürfe des Duos. Rasant ebenso. Zur Frühling/ Sommer-Kollektion 2013 inspirierte die Dakar Rally: Motocross­-Jacken, MilitaryWesten, Nadelstreifen-Blazer sind über Luftiges, Shorts und Blusen geschichtet,

die der traditionellen Bekleidung der Beduinen ähneln, an sommerlichen Tagen jedoch auch in Betonwüsten passen. Die Craquelé-Optik der giftgrünen OversizeLederjacke erinnert an ausgetrocknete Sahara-Böden. Wainwright und Neville spielen mit Kontrasten, so draufgänge­ risch wie die Teilnehmer des legendären Offroad-Rennens. rag-bone.com 1–5 Rag & Bone gibt es etwa bei G.point by Grieder, Zürich. In der aktuellen Kollektion trifft Leder auf Seide und Baumwolle, Weiss auf Neon. 6 Marcus Wainwright (l.) und David Neville teilen sich die Verantwortung für Geschäft und Design.

Fotos: Imaxtree (1)

KLAMOTTEN & KNOCHEN Das klingt nach Horrorkomödie. Doch was die Fami­ lienväter Marcus Wainwright und David Neville unter dem Namen Rag & Bone de­ signen, ist alles andere als gruusig oder lächerlich. Die Kleider, die die Briten seit 2002 in New York auf den Markt bringen, reissen ihnen modebewusste Frauen aus den Händen. Inzwischen gehören ihre

REDAKTION Laura Catrina

DRAUFGÄNGERISCH, KONTRASTREICH, ABER JEDEN TAG TRAGBAR: DIE BEIDEN DESIGNER DER NEW YORKER MARKE RAG & BONE WOLLEN ALLES. UND GEWINNEN DAMIT.


stylelooks DAS PASST DAZU

Ohrschmuck aus Strass, CARMEN CITA JONES, Fr. 320.–.

3

Acetat-Sonnenbrille mit Gläsern im Dégradée, XRAY, Fr. 129.–.

­ olle umw Hemd aus Ba von und Leinen, n, Dries Van Note bei Roma, Fr. 349.–. Hülle für iPhone, MARC BY MARC JACOBS, bei G.point by Grieder, Fr. 65.–.

REINKARNATION

38

UNORDENTLICH, UNGEMACHT UND EIN WENIG NACHLÄSSIG, SO WAR GRUNGE ZU ZEITEN KURT COBAINS. NUN SETZEN IHN DIE DESIGNER EDEL UM: DIE KARIERTE BLUSE IST DAS TICKET INS NIRWANA. LOOK 1 Blazerjacke mit Lurex, AMERICAN RETRO, bei Big, Fr. 359.–. Pumphose mit Reissverschluss am Bein, H & M, Fr. 69.90. Abendtasche mit abnehmbarem Träger, GIANNI CHIARINI, bei G.point by Grieder, Fr. 130.–. Pumps aus Glattleder, BUFFALO, Fr. 109.90. LOOK 2 Top mit Schriftzug, CLOCKHOUSE, Fr. 19.–. Jeans-Shorts, LEVI’S, Fr. 79.90. Budapester mit blauer Sohle, T & F SLACK SHOEMAKERS LONDON, bei Jamarico, Fr. 219.–. LOOK 3 Kreuz-Ohrringe, CLAIRE’S, Fr. 9.90. Top aus Seide, BIG NUR ZÜRICH, bei Big, Fr. 79.80. Hose mit Gummi­ zugbund und seitlichem Streifen, SANDRO, bei Globus, Fr. 319.–. Ledersandaletten, LA REDOUTE, Fr. 99.–.

Adressen Seite 124

1

SAISON FÜR

2

REDAKTION  Martina Russi FOTOS  Geri Born, Inge Jurt HAIR & MAKE-UP Julia Ritter MODEL  Andjela M. / Option

Mütze mit Logostickerei, OBEY, bei Jamarico, Fr. 49.–.


stylezoom JAGD NACH STIL

1

DAS SCHAUEN WIR UNS NÄHER AN: BLONDINE BEVORZUGT, DIE GANZE WELT ALS LAUFSTEG UND EIN SCHUH FÜR PARADIESVÖGEL. SCHNAPPSCHÜSSE AUS DER FASHION-SZENE.

2

3

4

5

40

klingt schaurig deutsch, die Wasserstoffblondine stammt aber aus New Jersey und gehörte mit sechzig gelaufenen Shows zu den meistgebuchten Models der letzten Modewochen (im Bild bei Isabel Marant). Die Achtzehnjährige mit den eisblauen Augen ziert aktuell die Werbekampagnen von Topshop und Sandro. BEST DRESSED NATALIE JOOS (2) Als feminin, farbenfroh, sexy umschreibt die Belgierin ihren Stil, den wir als stark bezeichnen. So erfolgreich, wie sie sich mit ihren Modemixturen in der Szene etabliert hat, ist Natalie auch mit der Casting-­ Agentur, die sie vor zehn Jahren in New York gegründet hat. Nebenbei bloggt sie über Liebe bis Lebensart: talesofendearment.com BUCH «FACEHUNTER – DIE WELT ALS CATWALK» (3) Der Schweizer Yvan Rodic reist mit seiner Kamera um den Globus, um dann von den unterschiedlichen (modischen) Eindrücken online zu berichten. Sein fotografisches Tagebuch porträtiert Menschen von Paris bis Mumbai (Prestel, Fr. 28.50). MARKE AU JOUR LE JOUR (4) Clever agieren Mirko Fontana und Diego Marquez mit ihrem jungen Label: Sie decken Streetstyle-Stars wie Elena Perminova oder Chiara Ferragni mit ihren fröhlichen Kleidern ein, die Bilder davon schwirren rasend schnell durchs Fashion-Universum. Im aktuellen Lookbook ist Candela Novem­bre, Mailänder It-Girl und Redaktorin der italienischen «Grazia», zu sehen. aujourlejour.it FAVORIT L. K. BEN­NETT BY CAROLINE ISSA (5) Der Pumps «Parrot» (deutsch: Papagei), den die Modechefin des ­Magazins «Tank» für das Londoner Label entwarf, macht glücklich (ca. Fr. 360.–.). lkbennett.com

LAURA CATRINA, MODEREDAKTORIN VON SI STYLE, ÜBER NAMEN, NEWS UND LIEBLINGSSTÜCKE.

Fotos: Imaxtree (4)

MODEL JULIANA SCHURIG (1) Ihr Name


stylebambini

… RAUS BIST DU – NICHT MIT DIESEN TOLLEN SACHEN. OB TIPI ODER SCHNAUZ-NUGGI, DREIRAD ODER EIN STREICHELZOO ALS APP: DAMIT SIND STIL UND SPASS KINDERLEICHT GEMACHT.

WINNETOU

VILAC Indianer-Tipi mit farbigen Motiven, designt von Nathalie Lété, 170 cm hoch, Fr. 149.–. mylittleroom.ch

LITTLE COMPANY LAMPIONS AUS BAMBUSSTÄBCHEN UND SEIDENSTOFF, 50 CM, FR. 79.–. littlecompany.ch

PÜPPLI

MAYORAL Doppel-

schichtiges Baumwollkleid mit Schleife und Knopfleiste am Rücken, Fr. 69.90, bei Globus. globus.ch

42


stylebambini SEEMANN

AMERICAN APPAREL Gestreifter

Body aus Baumwolle, Fr. 18.–. americanapparel.com

GLOBUS TISCH-TÖGGELIKASTEN IN HOLZOPTIK, 69 × 37 × 24 CM, FR. 59.90. globus.ch

MONSIEUR

FRED Nuggi «Chill, Baby» aus Silikon,

DODO Trillerpfeife in Silber oder Roségold, ab Fr. 210.–. landolfhuber.ch

TIERPFLEGER STREICHELZOO-APP Interaktives Bilderbuch für iPad und iPhone mit Zeichnungen von Tie­ren, die sich digi­tal strei­cheln las­sen, Fr. 2.–. itunes.apple.com

TY-MONSTAZ GERÄUSCHVOLLE MONSTER,

DREI GRÖSSEN, AB FR. 9.90, BEI MANOR. manor.ch

KÜNSTLER

FINGERPRINTS Zeichenbuch

von Marion Deuchars, mit Ideen zum Nachmachen, Fr. 21.90. knesebeck-verlag.de

Adressen Seite 124 Fotos: Paul Seewer (3) Inge Jurt (7)

SCHIRI

REDAKTION Karin Anna Biedert, Charlotte Fischli, Martina Russi, Richard Widmer

mit aufgesetztem Schnauz, Fr. 16.–, bei Sibler. sibler.com


Ihr Baby entwickelt sich, und mit ihm seine Milch. EINE NEUE GENERATION VON SÄUGLINGSNAHRUNG ERWARTET SIE. BABYNES.COM

JETZT SCANNEN UND DAS SYSTEM ERLEBEN Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Die BabyNes-Maschinen und -Kapseln sind unter www.babynes.com, sowie auch in ausgewählten Amavita-Apotheken* erhältlich. Sie können die Maschine ebenfalls bei unseren Vertriebspartnern* erwerben. *Liste auf www.babynes.com


stylebambini KAPITÄN

PASTORINI Schwimmfähiges Segelboot aus zertifiziertem Holz, Fr. 19.80. pastorini.ch

MATHY BY BOLS

HÜTTENHOCHBETT AUS LINDENHOLZ, VON FRANÇOIS MAZEROLLES, FR. 2259.–. kinderzimmertraeume.de

PÜNKTCHEN …

STECHER

Kleid und Schuhe mit Riemen, beides aus Baumwolle, ca. Fr. 185.– und ca. Fr. 160.–. dior.com

temporäre Tattoos: Roboter, Karussell, Tiere, Süssigkeiten und vieles mehr. Zweierset Fr. 5.–, bei einzigart.ch

TATTLY Von Künstlern entworfene,

BABY DIOR Weites, gepunktetes

… UND ANTON HACKETT Das britische Label kleidet Juniors adrett ein – so wie Papa. hackett.com

MIEZE XIBAMBAM DREIRAD «BABYFACE», AUS BAMBUS UND UMWELTFREUNDLICHEM KUNSTSTOFF. ERHÄLTLICH IN HELLBLAU, PINK UND GRÜN, FR. 169.–. xibambam.com

JELLYCAT Kater Casper, Fr. 29.–, bei Marché de Luxe. marchedeluxe.ch


stylebambini STRICKLIESEL

FRILO In der Schweiz produzierte Babystricksachen

aus 100 Prozent Merinowolle, ab Fr. 55.–. friloswissmade.com

GOURMET

RHEINFELDER KERAMIK Handgefertigter und -bemalter Kinderteller «Ursli am Tor», personalisierbar, Fr. 51.–. rheinfelder-keramik.ch

FUSSGÄNGER

NEW BALANCE Sneaker

aus Stoff und Wildleder, mit Klettverschluss, Fr. 89.–, bei Könix. koenix.ch

SNURK Bedruckte Bettwäsche, 135 cm × 200 cm, mit Kissen, 80 cm × 80 cm, ca. Fr. 75.–. snurkbeddengoed.nl

LECKERBISSEN HONOLD Fantasiefiguren aus Marzipan und Schokolade, wechselndes Sortiment, ab Fr. 9.80. honold.ch

LITTLE MARC JACOBS FÜR DIE KINDER-LINIE SCHWEBTEN DESIGNER MARC JACOBS STÜCKE IN ZITRONENGELB VOR. marcjacobs.com

48

SEERÄUBER

H & M Baumwollshorts mit

elastischem Bund und Piratenmotiven, Fr. 12.90. hm.com


styletop five

LIVING

DIE LEICHTIGKEIT DES WOHNENS ZIEHT EIN MIT KLAREN FORMEN, KÜHLEN FARBEN UND MÖBELN OHNE VERFALLDATUM.

MUSSE

HEISS

1

EIN GENUSS FÜRS AUGE SIND DIE NEUEN EINBAUGERÄTE «BLACKLINE», DIE CHIC UND INNOVATIVE TECHNIK IN DIE KÜCHE BRINGEN. bauknecht.ch

DUETT

Den Schaukelstuhl «Euvira» entwarf der Brasilianer Jader Almeida. Mit seiner Solidität und Anmut lädt das Möbel zum Verweilen ein. Gefertigt aus massiver Eiche, mit Kordel­ bespannung, 65 × 72 × 75 cm. Um Fr. 2800.–. classicon.com

2

“Ich suche nach einer zeitlosen Formens­prache.” JADER ALMEIDA

3

4

50

COOL

Bislang waren sie nur fürs Wohnzimmer gedacht, jetzt gibt es die «Metal Side Tables» auch fürs Freie. Perfekt für die Garten­party. In drei Grössen, ab Fr. 575.–. vitra.com

5

KREATEUR WOLFGANG JOOP VERPASSTE DEM EICHENPARAVENT «MANHATTAN» GROSSSTADTFLAIR. AB CA. FR. 2380.–. neuewienerwerkstaette.at

HEIMLICHTUER

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

Aus zwei gegengleichen Teilen setzt sich das Outdoorsofa «Alison» zusammen. Seine wasserfesten Polyesterpolster liegen auf einem Rahmen aus IrokoHolz. 280 cm lang, ab ca. Fr. 8900.–. minotti.com


stylemänner

1

BLONDSCHOPF 1 Tom im Blouson über seiner «Uniform» an der Verkündung der Nominierten der Brit Awards in London. 2 Nicht ohne meine … Sogar auf den roten Teppich tritt er mit Chelsea-Boots.

2

H E -MAN TOM ODELL SEX-QUOTIENT

Wenn er wie im Video zu «Hold Me» leidenschaftlich in die Tasten haut, die hellen Haarsträhnen im Gesicht, erinnert sein Look an Kurt Cobain. Wie die GrungeIkone trägt der Singer-Songwriter am liebsten ein Karohemd über dem T-Shirt, dazu schmale Jeans und Boots. Egal, ob zur Preisverleihung, auf der Bühne oder im Pub – seine Devise lautet «Come as you are». Der Dresscode 2013.

Seine melancholische Stimme wird mit der von Coldplays Chris Martin verglichen. So engelsgleich, wie er singt und aussieht, ist Tom aber nicht: «Ich bin unbrauchbar als Boyfriend», gibt der Single zu. Zum Üben bleibt dem 22-Jährigen noch Zeit. Sein Flirt mit Country-Schätzchen Taylor Swift war wohl nur der Anfang einer Herzensbrecher-Karriere. Ob er am Ende auch einen Hollywood-Star heiratet?

89/100

85/100

Fotos: Sony Music (1), Dukas (2)

52

STYLE-QUOTIENT

TEXT Laura Catrina

GEBOREN 24. November 1990, Chichester, England KARRIERE Debütalbum «Long Way Down» (2013); gewann 2013 den Brits Critics’ Choice Award; trat im Februar live an der Burberry-Prorsum-Schau auf LEBEN Aufgewachsen in Neuseeland; schreibt, seit er zwölf ist, Songs, heute sogar mal betrunken; verehrt Elton John


stylemänner ALLE MANN AN BORD JERSEY-SAKKOS SIND AUF STREIFZUG. BEQUEM UND ELEGANT PASSEN SIE AN DECK UND AUCH ZUM DINNER – MIT JEDER BRAUT IN JEDEM HAFEN.

MISTERSTÜCK

GENUA

PORTO

SAINT JAMES Baumwoll-Marinière Minquiers, bei Hudson Surplus, Fr. 59.–. PEPE JEANS Five-Pocket Spike, Fr. 139.–. COMME DES GARÇONS SHIRT Stoffschuhe, bei Relief, Fr. 359.–. RADO Keramikuhr Hyperchrome, Fr. 4350.–.

VINTAGE 55 Coca-Cola-Shirt, bei Zum jungen Blut, Fr. 69.90. DONDUP Tasche, bei Burger, Fr. 529.–. NAVYBOOT Handbemalte Kalbsleder-Derbys, Fr. 399.–. RALPH LAUREN DENIM Jeans, bei Marché de Luxe, Fr. 390.–.

54

Adressen Seite 124 Fotos: Inge Jurt

SAINT-MALO

REDAKTION Richard Widmer

rsey, Jackett aus Je von Maddison, bei Manor, Fr. 99.–

SCOTCH & SODA Gestreifte Chinos mit Hosenträger, Fr. 189.–. JOCKEY ­T-Shirt Sportswear Basic, Fr. 19.90. PERSOL Sonnenbrille Reflex Edition, ca. Fr. 330.–. NIKE Sneakers Air Vortex, bei urbanpeople.com, Fr. 129.–.


style top five

MÄNNER

1

JOHN LENNON Die Lesebrille «Wilson» von Garrett Leight mit handgefertigtem Rahmen ist vom Stil der Beatles inspiriert, Fr. 565.–. mykita.com

CHAPLIN

CASANOVA

Zweizeigeruhr G-Timeless, mit schwarzem Kalbslederarmband, Zifferblatt mit Diamanten-Index und Logo-Muster, Datumsanzeige auf vier Uhr, Fr. 1200.–. gucci.com

4

2

Vorgebundene Fliege von Jupe by Jackie, aus Seide, am Ripsband verstellbar, Fr. 195.–. waldraud.com

3

SALVADOR DALÍ Der Sakko von Manuel Ritz hat aufgesetzte Taschen und wirkt auf Frauen wie ein rotes Tuch, ca. Fr. 375.–. bernies.ch

5

MAD MAN

Mit dem Buch «A Gentleman Gets Dressed Up» wird jedermann zum Herrn mit Niveau. In dunkelblaues Leder gebunden, ca. Fr. 50.–. brooksbrothers.com

EIN LANGER ABSTECHER ANDY ENGLERT, UNSER «MAN IN STYLE», BEOBACHTET TRENDS AUS NOBLER ­DISTANZ. DER AUTOR LEBT IN MÜNCHEN.

ZUGEGEBEN, die meisten von uns hätten gerne den Body von Kicker David Beckham, den er, nachdem ihm auf dem Spielfeld mit 37 zu früh die Luft ausgeht, derzeit wieder als Model für seine Unterhosen-Kollektion präsentiert. Er ist, wie viele Kollegen aus dem Sport- und Showbiz, reich dekoriert – vor allem im Bereich der Arme hat der Tätowierer nicht mehr viel Platz für weitere kalligrafische Arbeiten. ES IST NICHT ALLZU LANGE HER, dass die wandelnden Bildersäulen männlichen Geschlechts für haupt­ berufliche Motorradfahrer mit garantiert illegalen Nebeneinkünften ge­ halten wurden. Auch die Typisierung «Mitglied eines nicht als gemeinnützig anerkannten Vereins» (sprich Stras­ sengang) oder gar «zeitweiliger Voll­ pen­sionsgast des Staates» (im ge­ schlos­senen Strafvollzug) wurde ihnen angehängt. Immerhin liessen sie die Branche der Fleisch-Stecher überleben, bis dann die Schönen und Reichen die Tortur für sich entdeckten. EIN KLEINES TATTOO, dessen Symbol auch für Laien zu erkennen ist, mag seinen Reiz haben. Die flächendeckende Collage, die wirkt, als hätte ein AirbrushKünstler seine Motive quer über den Stadtplan von Aarau gesprüht und die Migros dazu noch ein paar Strichcodes für die Scanner-Kasse beigesteuert, ruiniert selbst einen Gardekörper. Und, liebe Freunde von Motiven unter der Haut, denkt daran: Wenn die Lebensjahre mehr werden und das Fleisch schwächer, sehen sie schnell alt aus.

REDAKTION Karin Anna Biedert Fotos: Inge Jurt (1)

WIE ES IHM GEFÄLLT: PRAKTISCHE TIPPS UND TRENDS FÜR EINEN STILVOLLEN ALLTAG.


style

Leserangebot

Testfahrer für Jaguar F-Type gesucht Den Jaguar F-Type Probe fahren und einen exklusiven Aufenthalt im Tessin samt Konzert von Philipp Fankhauser gewinnen – dieses Leserangebot machts möglich!

Jaguar F-Type Ab Ende Mai kommt der Roadster in die Schweiz. Nutzen Sie die einzigartige Chance und testen Sie den attraktiven Zweiplätzer schon zuvor. Dank der SI Style-Leseraktion haben 3x2 Personen die Chance, den Briten mit seinem athletischen Design, markanten Leuchten und grossem Kühlergrill Probe zu fahren. Angetrieben wird das elegante Muskelpaket wahlweise von zwei 3,0Liter-V6-Aggregaten mit 340 oder 380 PS sowie einem kraftvollen 5,0-Liter-V8-Kompressor mit 495 PS. Der Hecktriebler überzeugt dank Differenzial stets mit maximaler Traktion und bietet viel Fahrspass. Machen Sie bis am 2. Mai 2013 unter sistyle.ch/jaguar mit und vielleicht sitzen Sie schon bald selbst am Steuer. Lernen Sie dabei die Vorzüge der seidenweich schaltenden 8-Gang-Automatik kennen und geniessen Sie den dank aktivem Auspuffsystem kernigen Motorensound des F-Type. Neben dem ausserordentlichen Fahrerlebnis wartet auch ein exklusiver Aufenthalt im Luxushotel Giardino in Ascona TI und ein Privatkonzert des Bluesmusikers Philipp Fankhauser auf Sie!

1

STECKBRIEF Antrieb Benziner 340, 380 und 495 PS, 8-Gang-Automatik Leistung 0 bis 100 km/h in 4,3 bis 5,3 s; Spitze 260 bis 300 km/h Verbrauch 9,0 bis 11,1 l/100 km; CO² 209 bis 259 g/km Preis ab 89 500 Franken

2

jaguar.ch

HOTEL GIARDINO, ASCONA Die Gewinner werden für eine Nacht die exklusive Atmosphäre des Fünfsterne-Hotels geniessen können.

PhilipP Fankhauser Nach vier Studio­ alben veröffentlichte der Bluesstar nun erstmals einen mitreissenden Live-Mitschnitt. 1 JAGUAR F-TYPE Der Roadster bietet Fahrspass pur. 2 HOTEL GIARDINO Ein Platz zum Träumen. 3 HOTELBAR Ein Platz zum Entspannen. 4 PHILIPP

­ ANKHAUSER Der Schweizer Bluesmusiker gibt F ein Privatkonzert.

4

3

r Exklusivee iv Test Dr zu ins Tessin n gewinne f Teilnahme au ar sistyle.ch/jagu


styleinterview

CAROLINE SCHEUFELE DIESE FRAU HAT GUT LACHEN: SIE IST STEINREICH – IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES. IHRE JUWELEN FUNKELN AN DEN GRÖSSTEN STARS DER WELT. DIE CO-PRÄSIDENTIN DES NOBELJUWELIERS CHOPARD MACHT MIT DIAMANTEN GLÜCKLICH. DOCH ECHTER GLANZ KOMMT VON DER LIEBE. MADAME BEWEIST ES SELBST. INTERVIEW  Daniela

Fabian FOTOS  Anoush Abrar


59


styleinterview

60


Weisses Seidentop Ralph Lauren, Bustierkleid Elie Saab Couture, Schmuck Chopard Haute Joaillerie

«Diamonds are a girl’s best friend.» Was Marilyn Monroe 1953 im Hollywoodstreifen «Blondinen bevorzugt» maliziös in die Kamera hauchte, gilt sechzig Jahre später noch immer. Für Brünette erst recht. Caroline Scheufele besitzt unsäglich viele «beste Freunde»: Die 51-Jäh­ rige leitet gemeinsam mit ihrem Bruder Karl-Friedrich die Geschicke der Uhrenund Schmuckmanufaktur Chopard in Genf. Die Gemmologin zeichnet für die Haute Joaillerie, Accessoires, Parfums und das Retail-Geschäft verantwortlich, während Karl-Friedrich die Herren­ uhren, die Manufaktur in Fleurier und die Zahlen im Griff hat. «The happy jewellers» nennt man die Goldschmiede, die angeblich mit 80 000 Schmuckstücken und ebenso vielen Zeitmessern einen Jahresumsatz von 800 Millionen Franken generieren. Das Vermögen der Familie wird mit 1,5 bis 2 Milliarden Franken beziffert. Glückliche Juweliere! Auch deshalb, weil Caroline als ChefDesignerin ein äusserst kluges Händchen für die Auswahl ihrer Werbeträgerinnen beweist: Opernstars wie Anna Netrebko und Schauspielerinnen wie Kate Winslet oder Marion Cotillard, die sie mit hochkarätigem Geschmeide für ihre Auftritte auf dem roten Teppich ausstattet. Meist tragen ihre Schützlinge von den Preisverleihungen eine goldene Auszeichnung – Globe, César, Bär, Löwe, Palme oder Oscar – heim. Auch 2013 funkelte an den Academy Awards am Hals von Jennifer Lawrence, der besten Haupt­ darstellerin, ein Collier aus dem Schweizer Haus. Fast alle Stars geben die Juwelen brav zurück. Liz Taylor kaufte ihre hochkarätige Dekoration anderntags ab. Und Sharon Stone liess ihre Leih­gabe sogar reinigen, dabei gewann sie gar keinen Preis. Die Erfolgsgeschichte begann, als 1860 Louis-Ulysse Chopard im jurassischen

Sonvilier ein kleines Uhrenunternehmen gründete. Nach anfänglichen Höhen­ flügen brachen die Geschäfte ein. 1963 übernahm Karl Scheufele, Uhrmacher aus Pforz­heim, Vater von Caroline und KarlFriedrich, die Firma. Heute verkauft sie in über 120 Ländern gla­mou­röse Krea­ tionen. Nur das Aus von Caro­­lines Ehe mit dem Juwelier Fawaz Gruosi, Chef von De Grisogono in Genf, an dem auch ihr Unternehmen beteiligt ist, berei­tet der Familie Kopfzerbrechen. De Gri­so­gono ist berühmt für Preziosen aus schwarzen Diamanten. Die wurden 1953 noch verschmäht. Vielleicht hätte Marilyn sonst ihr Liedchen ein bisschen umformu­liert? Wie auch immer, die Anwälte sind dabei, die vertrackte Chose zu entwirren. Caroline lächelt längst wieder, sie ist happy, verliebt in einen neuen Mann. Ein wahrhaft «bester Freund» aus Fleisch und Blut.

“Brauchen wir Juwelen? Nein. Aber sie verkörpern einen Traum – purer Luxus, der glücklich macht.” CAROLINE SCHEUFELE Schweizer Illustrierte Style: Ihre engsten Mitarbeiter sagen über Sie: «Caroline ist kreativ, hat einen guten Riecher fürs Geschäft, strotzt vor Energie und ist eine wunderbare Gastgeberin.» Fehlt noch etwas? Caroline Scheufele: Dass ich furchtbar ungeduldig bin. Bei mir muss immer alles subito gehen. Es stimmt, ich lade gern ein. Ich liebe es, zu kochen, aber leider lässt mir mein Terminkalender dafür kaum Zeit. Ich habe in meinem Haus eine grosszügige Küche, mit Blick


styleinterview


auf den Genfersee. Mein philippinischer Küchenchef übernimmt, wenn ich mich nicht selber an den Herd stellen kann. Er zaubert fantastische Menüs.

STYLING Richard Widmer HAIR Marian Villasante MAKE-UP Francis Ases FOTOASSISTENZ David Excoffier

Sie sind bei Chopard für die Haute Joaillerie, die Parfums und die Acces­ soires verantwortlich. Ihre Firma ist Partner des Filmfestivals von Cannes und unterstützt Wohltätigkeits­ veranstaltungen von Elton Johns Aids­ stiftung, José Carreras Kampf gegen die Leukämie bis hin zum UmweltEngagement von Prinz Charles. Was macht Ihnen am meisten Spass? Mein Berufsleben hat unendlich viele Facetten, wie ein Diamant. Etwas vom Schönsten ist das Entwerfen. Wenn ich eine Idee habe, sie auf Papier skizziere und schliesslich ein Schmuckstück daraus entsteht – dieser Prozess berauscht mich immer wieder aufs Neue. Für den roten Teppich in Cannes statten Sie die erfolgreichsten Schau­ spielerinnen der Welt mit Preziosen aus. Verraten Sie uns, was Sie sich für dieses Jahr ausgedacht haben? Wir sind nun zum sechzehnten Mal of­fizi­eller Partner und wollten etwas be­ sonders Gefühlvolles machen: Die Aus­ stellung «In Love with Cinema» widmet sich den «baisers du cinéma», den schöns­ ten und berühmtesten Küssen der Film­ geschichte. Unsere Kollektionen «Happy Diamonds» oder «Toi et moi» drehten sich schon immer ums Herz, das haben wir speziell weiterent­wickelt: mit edlen Diamanten in Herzform beispielsweise. Das Liebessymbol findet sogar auf der Goldenen Palme seinen Platz. Die be­ rühmte Sie­ger­trophäe erhielt 1997 von uns eine neue Erscheinungsform, ein leicht geschwungenes Palmblatt, das sich scheinbar gerade eben noch bewegte, mit einem Stängel, der in ein kleines Herz mündet. Die Trophäe wird jedes Jahr in unseren Genfer Ate­liers einige Wochen vor dem Festival gefertigt und

im Tresor gelagert. Der wichtigste Film­ preis in Europa ist also Swiss made. Brauchen makellose Schönheiten über­ haupt millionenschwere Geschmeide am Dekolleté, um zu brillieren? Brauchen tut man eigentlich gar nichts. Deshalb sagt man ja von der Haute Joail­ lerie, sie verkörpere einen Traum. Purer Luxus, der glücklich macht. Die Träge­ rin strahlt, das drückt sich auch in ihrer Haltung aus. Schauen Sie mal, wie majes­ tätisch unsere Stars – begleitet von den Tausenden Blitzlichtern der Fotogra­ fen  – die Treppe zum Festival-Palais hochschreiten. In solchen Momenten wird Schmuck lebendig. Er gehört an den Hals einer entzückenden Frau, nicht in die Vitrine.

“Es ist nicht unangenehm, mit Diamanten ins Bett zu gehen. Sie nehmen die Wärme der Haut auf.” CAROLINE SCHEUFELE Wie fühlt es sich an, wenn man ein Zwanzig-Millionen-Collier trägt? Es gibt einem, wie soll ich sagen, ein Gefühl von Bedeutung. Steine habe eine Ausstrahlung auf Menschen. Ihre Kraft und Energie überträgt sich. Könnte man auch erotisierend dazu sagen? Oh, ja! Es ist nicht unangenehm, mit Diamanten ins Bett zu gehen (lacht). Sie nehmen die Wärme der Haut auf. Un­vergesslich ist mir eine Anekdote: Eliza­beth Taylor bekam ein traumhaft schönes Collier von uns geliehen. Spät­ abends ging sie mit dem Bodyguard

nach Hause in ihre Villa oberhalb der Stadt. In der Nacht rief mich der Sicher­ heitsmann an und sagte: «We have a pro­ blem», Frau Taylor wolle den Schmuck nicht ausziehen, sie wolle darin über­ nachten. Ich sagte: «Das macht doch nichts, sie soll ihn ruhig anbehalten, brin­ gen Sie ihn morgen früh.» Anderntags rief die Assistentin an, Mrs. Taylor habe sich in das Schmuckstück verliebt, ob wir beim Preis mit uns reden liessen. Ich wurde in die Villa eingeladen, und Liz Taylor zeigte mir ihre eigenen Preziosen. Sie lagen auf dem Couchtisch verstreut, ihr kleiner Hund spazierte drüber, das war filmreif. Die Hollywood-Diva hat bestimmt öfter in ihren Colliers ge­ schlafen. Wohl auch «beigeschlafen» … Natürlich! Mit Richard Burton. Eine bessere Botschafterin für unsere Juwelen konnten wir uns übrigens gar nicht wünschen. Aus welchem Grund verschenken Männer häufiger Schmuck: aus Liebe oder aus schlechtem Gewissen? Ich hoffe doch, dass es vor allem aus Liebe ist. Ich bin ein positiv denkender Mensch. Aber ab und zu haben Männer auch etwas gutzumachen. Manchmal rufe ich bei meinen Kunden an und sage: «Vergessen Sie den Geburtstag Ihrer Frau nicht.» Bekommen Sie die Wirtschaftskrise zu spüren? Dieses Wort kann ich schon nicht mehr hören. Früher dauerte die Krise ein Jahr, heutzutage ist immer Krise. Die Euro­ päer «verüberkriseln» sich. Die anderen, allen voran die Asiaten, machen vorwärts. Gott sei Dank gehört die Schweiz nicht zur EU. Wenn ich designe, versuche ich, ökonomische Umstände völlig auszu­ blenden. Ein Edelstein und Probleme passen nicht zusammen. Übrigens in­ves­ tieren in rauen Zeiten viele ganz bewusst


styleinterview in Beständiges. Der Preis von erstklas­ sigen, seltenen Diamanten geht immer nur rauf, rauf, rauf. Das ist wie in der klassischen Kunst; Monet, Picasso und van Gogh werden auch immer wertvoll bleiben. Sie sind das halbe Jahr unterwegs, bewältigen rund 200 Soirées, Galas, Diners auf der ganzen Welt, das ist ziemlich viel. Die Leute denken, unser Job sei nur nobel und voller Glamour. Dabei steckt sehr viel Arbeit dahinter, es gibt eine intensive Vor- und Nachbereitung. In Cannes zum Beispiel sind wir mit einem Team von über vierzig Leuten vor Ort, eine solide Crew. Einige von uns haben an dem Anlass schon Federn gelassen, brachen vor Erschöpfung in Tränen aus. Und Sie? Das kenne ich zwar, aber ich sage mir: «Non, non, non, wir müssen da jetzt durch.» Da gibt es nichts. Wie dürfen wir uns bei so einem vollgepackten Programm Ihren Kleiderschrank vorstellen? Ich habe schon einige Abendroben, aber häufig bekomme ich sie von den Modeschöpfern zur Verfügung gestellt. Bei mir sind die Schuhe das Problem, «c’est une catastrophe». Ich trage Grösse vierunddreissig, vierunddreissigeinhalb, das ist die Kinderabteilung. Dort kaufe ich auch meine Ballerinas. Glücklicherweise produzieren mittlerweile viele Designer auch für die Asiatinnen, die haben oftmals ebenso kleine Füsse wie ich. Angeblich sind Sie unvernünftig: Sie feiern bis zum Morgengrauen, selbst dann, wenn anderntags ein wichtiges Meeting ansteht.

64

Stimmt, das kommt vor. Irgendwann muss man auch mal loslassen. Wenn ich sehe, dass ein Event gut läuft, warum soll ich dann nicht auf meiner eigenen Party Spass haben? Sie Beneidenswerte: Bei Ihnen steht Cüpli-Trinken sozusagen im Pflichtenheft. Ich liebe Champagner, aber er verursacht bei mir Magenschmerzen. Deswegen trinke ich Wein. Oder Wodka. Aber ich passe auf mit dem alten Trick: Auf jedes Glas Alkohol kommen zwei Gläser Wasser. So bleibt man in der Spur.

“Das Festival von Cannes ist so anstrengend, dass einige von uns schon weinten vor Erschöpfung. Ich auch.” CAROLINE SCHEUFELE Auf Fotos mit Stars sind Sie zwar immer die Kleinste, aber genauso hübsch anzusehen. Ist Ihr Aussehen auf die Gunst des Schicksals zurückzuführen, oder arbeiten Sie hart für Ihren Body? Das sind die guten Gene meiner Familie. Ich mache ein bisschen Pilates, unter dem wachsamen Auge eines Coachs. Dieses Jahr habe ich das Trainieren allerdings sträflich vernachlässigt. Ansonsten fahre ich gern Ski, und ich renne den ganzen Tag durch die Firma. Aber wenn ich abends nach Hause komme, möchte ich mich ausruhen. Daheim halten Sie Ihre Hunde auf Trab? Es sind acht. Zwei Leonberger, ein Neufundländer, ein Labrador, zwei Bassets, ein Fox Terrier und ein King Charles. Ich

habe einen Spezialpreis beim Tierarzt, laufe dort unter der Kategorie «Farm». Meine Hunde inspirierten mich übrigens zum letzten Unikat unserer «Animal Collection», die ich für das 150-JahrFirmenjubiläum entworfen habe: Das ganze Rudel thront in Platin und mit Abertausenden von verschiedenfarbenen Diamanten bestückt über einem Band aus schwarzen Perlen. Gut, bleibt das ein Einzelstück, sonst würden mich unsere Goldschmiede und Fasser definitiv für verrückt erklären. Wie und wo entwerfen Sie neue Bijoux? Am wenigsten im Büro. Das darf ich keinem zeigen, mein Schreibtisch quillt über, da ist man wenig animiert, kreativ zu sein. Aber ich reise häufig, auf Langstreckenflügen habe ich stets etwas zum Zeichnen dabei. Neben meinem Bett liegen ebenfalls Papier und Stifte bereit, falls ich nachts aufwache. Inspiration finde ich etwa in der Natur, im Moment arbeite ich an einer Linie, in der Wind, Wasser und Schnee eine wichtige Rolle spielen. Haben Sie ein Lieblingsschmuckstück? Es sind einige. Vor allem jene, die mit wichtigen Lebensdaten verbunden sind. Mit sechzehn entwarf ich den «Happy Diamonds Clown», in dessen Bäuchlein bunte Edelsteine herumtanzen, wenn er sich bewegt. So begann unsere Schmucklinie erst, denn bis zu jenem Zeitpunkt fertigten wir ausschliesslich Uhren. Ist es wahr, dass Sie nie ohne Ihre Plüschtiere verreisen? Mmmh (nickt). Mein Hase und mein Schimpanse gehören in meinen Koffer, seit ich als Teenager erstmals nach Japan geschickt wurde, um bei einem unserer Kunden ein Training zu absolvieren. Ich war so jung, und Japan war so weit weg … Die Kuscheltiere bedeuten ein Stück Heimat für mich. Bis heute.


Durften Sie als Kind statt im Sand­ kasten mit einem Haufen Edelsteinen spielen? Spielen nicht, aber gezählt habe ich sie. Meine Mutter war damals zuständig für die Auswahl der Diamanten für die Uhren­fassungen. Wir lebten noch in Pforzheim, und ich durfte die 0,1 Mil­ limeter grossen Brilläntchen abzählen. Immer zehn. Und wieder zehn. Und so weiter. Ich machte winzige Häufchen, denn weiter als bis zehn zählen konnte ich noch nicht.

“Leider habe ich keine Kinder bekommen. Aber ‘never say never’, heutzutage ist ja alles möglich.” CAROLINE SCHEUFELE

Adressen Seite 124

Fotos: Gettyimages, Caro, Fotolia

Dafür hat Ihr Vater Ihnen schon als Kleinkind beigebracht, die Uhr zu lesen. Ja, das war für ihn wichtiger, als dass ich das Abc begriff. Kümmert es Frauen überhaupt, welche Technik in ihrem Zeitmesser steckt? Gilt nicht in erster Linie «Hauptsache, es funkelt und glitzert darauf»? Das ist von Land zu Land verschieden. In Europa, Amerika und vor allem in China, wo die Männer die Uhren für die Ange­ betete auswählen, ist es wichtig, mit wel­ cher Mechanik eine Uhr läuft. Wovon träumt eine Frau wie Sie, die sich materiell jeden Wunsch erfüllen könnte? Manchmal möchte ich ein bisschen mehr Zeit für die Dinge haben, die mir Freude machen. Nicht immer auf die Uhr schau­ en zu müssen – «jetzt sollte ich da und da

hin, dies und jenes erledigen». Gerade auf Reisen will ich mir sagen können, hier bleibe ich einen Tag länger, damit ich auch etwas von der Stadt sehe, in der ich gerade beruflich zu tun habe. Das ist eigentlich absurd, wir produzieren ja sozusagen Zeit, und gerade sie ist es, die mir am wenigsten zur Verfügung steht – und nach der ich mich so sehne. Mussten Sie sich aus Zeitgründen zwischen Kindern und Karriere ent­ scheiden? Ich habe das nicht gewählt. Im Gegenteil. Es hat sich leider nicht ergeben. Aber «never say never», heutzutage ist ja alles möglich. Warum nicht? Sie waren Ihr halbes Leben ver­hei­ ratet, glauben Sie noch an die grosse Liebe? Unbedingt! War es ein Fehler, Liebe und Business miteinander zu vermischen? Bereuen Sie es? Das kommt drauf an. Es kann auch gut gehen. Das hat mit den Charakteren der beteiligten Menschen zu tun. Und mit dem Respekt füreinander. Wenn einer immer bevormundet wird, zurückstecken muss, es ständig Spannungen gibt, funk­ tioniert es nicht. So ist es auch mit der Familie. Man muss Freiraum haben und ihn anderen lassen. Soll man den Schmuck des Verflos­ senen verhökern? Wenn man sich danach fühlt – why not. Oder man lässt ihn umarbeiten. Aber es gab ja auch schöne Momente, an die man sich gern erinnert. Sie denken wirklich positiv. Man kann sich ja auch frisch … (unter­ bricht sich, strahlt). Wollten Sie sagen, «sich frisch ver­ lieben»? Genau. Ich bin sehr happy.

6

GROSSE FREUDEN ZU KLEINEM PREIS: DAS SCHLICHTE SAVOIR-VIVRE DER SCHMUCKEN LADY MUSIK HÖREN «Auf meinem iPod findet sich der richtige Sound für jede Stimmung, ob Jazz, Pop oder Klassik. Musik inspiriert mich, etwa die von Elton John.» INS KINO GEHEN «Seit meiner Kindheit faszinieren mich Filme. Nicht nur wegen Cannes schaue ich mir die neusten Streifen an, das Cinéma lässt einen träumen.» KOCHEN «Ich bin auch am Herd sehr kreativ. Leider erlaubt es mir mein voller Terminplan nur selten, Freunde daheim in meiner Küche zu verwöhnen.» HUNDE HÄTSCHELN «Ich bin vernarrt in mein Rudel, das mit mir im Haus lebt. Mittlerweile sind es acht. Herrlich, wenn einer vorbeikommt und mich abschleckt.» MALEN, ZEICHNEN «Ich wünsche mir ein eigenes Atelier, wo ich meine Arbeiten stehen lassen kann. Eines Tages werde ich mich bestimmt mehr der Kunst widmen.» ROSEN SCHNEIDEN «Die Königin der Blumen muss man zu pflegen wissen. Mich in diese wunder­ schöne Gartenarbeit zu vertiefen, ist wie Meditation.»


stylecover

CAREY MULLIGAN AM 15. MAI ERÖFFNET DER LANG ERWARTETE FILM «THE GREAT GATSBY» DAS FILMFESTIVAL IN CANNES. EINEN TAG SPÄTER DÜRFEN WIR IM KINO DIE BRITISCHE ACTRICE ALS GATSBYS KAPRIZIÖSE GELIEBTE DAISY BEWUNDERN.


67


stylecover

“Ich hatte es bis dahin nie be­ griffen. Sie klang nach Geld.”

68

AUS F. SCOTT FITZGERALDS «THE GREAT GATSBY»


TEXT  ANITA LEHMEIER

FÜR DIE ROLLE DER DAISY, Gatsbys grosser Liebe, standen die Stars Schlange. Von Amanda Seyfried über Keira Knightley, Natalie Portman, Eva Green, Anne Hathaway bis Blake Lively und Scarlett Johansson – jede Actrice der A-Klasse, die als Mitte zwanzig durchgeht, wollte die Schöne spielen. Kein Wunder: Schliesslich darf sie die fantastischsten Kleider (unter anderem von Miuccia Prada), die kostbarsten Juwelen (Tiffany & Co.) und knielange Perlenketten tragen. Weiter verspricht die opulente 3-D-Verfilmung durch Baz Luhrmann («Moulin Rouge!», «Australia») der Film des Jahres zu werden. Eine Hauptfigur aus einem Kult­ roman wie dem von F. Scott Fitzgerald zu verkörpern, gibt jeder Karriere einen Turbo-Schub. Zu guter Letzt – und da­ rum beneidet sie wahrscheinlich nicht nur halb Hollywood, sondern die halbe Menschheit – darf sich Daisy vom grossen Gats­by alias Leonardo DiCaprio küssen und verführen lassen. Die Glückliche, die in diesem Luxus schwelgen kann, ist die feingliedrige Londonerin Carey Mulligan. Wie hat sie all die ernst zu nehmenden Konkurrentinnen ausgestochen? Musste sie dafür zu unlauteren Mitteln greifen? «Aber nein», sagt Carey bescheiden. «Ich habe zweimal beim Regisseur vorgesprochen und mich einmal mit Leo getroffen. Zwei Wochen später kam die Nachricht, dass ich die Rolle hätte», sagt die zarte Blonde mit der bemerkenswert dunklen Stimme. DIE ROLLE DER DAISY zu bekommen, war eine Sache. Eine andere ist, sie zu spielen. Die Society-Lady aus den Roaring Twenties ist zwar bildhübsch, ein Schätzchen zum Liebhaben ist sie aber nicht. Daisy ist flatterhaft, versnobt,

schnell gelangweilt und eine untreue Seele. Als der junge Gatsby in den Krieg eingezogen wird, mag sie nicht auf seine Rückkehr warten und heiratet flugs einen erfolgreichen Sportler. Als Gatsby, mittlerweile zu Reichtum und Ruhm gekommen, wieder auftaucht, sträubt sich Daisy nicht lang gegen seine Avancen und fängt eine Affäre mit ihm an. Zeit hat sie dazu, ums Kind kümmert sich eine Nanny. Nicht sehr sympathisch insgesamt. «Die Figur», so erklärt ihre Darstellerin, «ist die am wenigsten deutlich gezeichnete des ganzen Romans. Das bietet mir die Möglichkeit, die Lücken ihres Charakters auszufüllen, auch mit positiven Eigenschaften. Und ein ‹bad girl› ist sie ohnehin nicht: Sie wurde mit einem silbernen Löffel im Mund geboren, früh darauf getrimmt, attraktiv zu sein, reich zu hei­ raten, ein Kind zu bekommen und ein Leben in Müssiggang zu führen. Diesem Diktat beugt sie sich brav.» Und Carey Mulligans Daisy ist denn auch keine

“Daisy wollte durch ihr leises Sprechen die Leute veranlassen, sich zu ihr zu neigen.” AUS «THE GREAT GATSBY» berechnende Zicke, sondern eine von widersprüchlichen Gefühlen geschüt­ telte Frau, die sich nach Sinn und Liebe sehnt. FÜR MISS MULLIGAN war nicht allein der Part eine Herausforderung, sondern auch die neuen Arbeitsumstände. Bisher hatte sie stets in kleinen, feinen Filmen mitgewirkt, und sie hat sich in nur drei Jahren als Independent-Talent einen Namen gemacht. Eine Multi-MillionenDollar-Produktion à la Baz Luhrmann steht da auf einem anderen Blatt. «Von

Projekten wie ‹Shame› oder ‹Drive› war ich es gewohnt, zu zweit in einem kleinen Raum zu spielen, nur vom Kameramann mit einem tragbaren Gerät begleitet. Bei Baz sind schon mal Hunderte Schauspieler und Statisten auf dem Set, er dirigiert die Massen mit einem Megafon!» Die Angst, eine solch aufwendige Szene zu verpatzen, habe sie dank der entspannten Art des Regisseurs und ihres Co-Stars schnell überwunden. APROPOS CO-STAR – die Frage können wir uns nicht verkneifen: Wie wars denn, Leonardo DiCaprio zu küssen? Sie lächelt nachsichtig und erklärt: «Liebesszenen sind nie ein Zuckerschlecken. Sie gehören einfach zum Job. Leo flüsterte mir vor der Bettszene zu: ‹Das wird jetzt zwei Minuten unangenehm, da muss man einfach durch.› Genauso wars.» Aha. Ein wenig befangen sei sie aber schon gewesen, mit dem Frauenschwarm zu arbeiten. «In meiner Teenager-Zeit hatten alle meine Freundinnen ‹Titanic›-Poster über dem Bett hängen und haben für Leo­nardo geschwärmt. Jahre später mit ihm vor der Kamera zu stehen, war prickelnd.» AUFREGEND FÜR UNS im Kinosaal zu beobachten, ist nicht nur die Chemie zwischen den beiden Protagonisten, sondern auch die fantastischen Outfits der Stars. Die Geschichte von «The Great Gatsby» spielt im Jahr 1922, der Hochblüte der wilden Zwanziger mit kessen Bubiköpfen, eleganten Art-décoRoben und endlosen Perlenketten. Den edlen Schmuck (Originale, keine billigen Kopien) lieferte das Traditionshaus Tiffany & Co., Miuccia Prada fertigte vierzig Kleider für den Film. Alle anderen Kostüme stammen von Catherine Martin, der Ehefrau von Baz Luhrmann seit dem 26. Januar 1997, ihrem 32. Geburtstag. Das Paar hat zwei Kinder, sie hat zudem zwei Oscars, quasi aus gemeinsamer Produktion: für Kostüme und Ausstattung des Filmmusicals «Moulin Rouge!».


stylecover

“Bist du in mich verliebt?” AUS «THE GREAT GATSBY»

70


SOLCH EXQUISITE STÜCKE zu tragen, muss schon ein grossartiges Gefühl sein. «Mein Favorit ist das Kleid, das ich in der ersten Szene anhabe. Es ist mit Gänse­ blümchen verziert.» Wie passend, in Englisch heissen die zarten Gewächse nicht nach dummen Vögeln wie bei uns, sondern – «daisies». «Behalten durfte ich das Kleid leider nicht, auch keines der anderen aus dem Film. Die Kreationen werden in Ausstellungen gezeigt. Und

“Das Beste, was einem Mädchen in dieser Welt passieren kann, ist, dass sie eine wunderschöne kleine Verrückte wird.” Fotos: Warner Bros (4), Rialto Film (1), Kobal Collection / Images.de (1), Face to Face (1), Ascot-Elite (1), Frenetic Films (1), Bulls Press (1)

AUS «THE GREAT GATSBY» das ist gut so. Die Menschen sollen die prachtvolle Garderobe von Nahem sehen können», erklärt Carey Mulligan. Zum Interview im noblen Londoner Hotel Clardige’s in Mayfair ist die Schauspie­ lerin ganz leger gekleidet erschienen: schwarze Skinny Jeans mit einem schma­ len, schwarzen Lanvin-Blazer. Die Nägel trägt sie kurz und mattschwarz lackiert. Ob die gesplitterten Spitzen auf Nervosi­ tät oder auf Zeitmangel zurückzuführen sind – schwer zu sagen. Eindeutiger ist das kleine Tattoo am linken Handgelenk: eine Möwe im Flug. Carey Mulligans Kindheit war die eines Zugvogels. Ihr Vater war Manager einer Luxushotel­ kette, ihre Mutter College-Dozentin. Als die Tochter drei Jahre alt war, zog die Familie nach Norddeutschland, nach Hannover, wo sie den Rudolf-SteinerKindergarten besuchte. Später siedelten die Mulligans nach Düsseldorf, Carey kam in die internationale Schule. «Ich

war in neun verschiedenen Schulen. Das Herumziehen hat mir nichts ausgemacht. Auch im Hotel oder im Haus anderer Leute kann ich mich daheim fühlen. Ohne Nippes, Blumen oder eigene Bilder mitzubringen und aufzustellen.» Was ist für sie, den Profi, das Wichtigste in einem Hotel? «Es sind die kleinen Dinge, wie zum Beispiel das Schöggeli auf dem Nachttisch.» Die Engländerin hat natür­ lich nicht Schöggeli gesagt, aber ihre Hände und Finger, die beim Reden stets wie flatternde Vögel in Bewegung sind, haben das Format klar definiert. Wie stehts denn mit ihrem Deutsch? Spricht sie noch Goethes Sprache? «Ich verstehe vieles, zu sprechen getraue ich mich nur, wenn ich betrunken bin.» MIT CAREY DURCH DIE PUBS zu zie­ hen, können sich Frauen gut vorstellen – Männer sowieso. Ihre unkomplizierte Art, zu erzählen, ihre tiefe, geschulte Stimme wirken sehr einnehmend. Die einzige Sorge, die man sich bei einer Pubtour mit Miss Mulligan wohl machen würde: Hat sie ihren Ausweis dabei? Ohne diesen lässt man sie womöglich nicht in den Nachtklub rein oder verwei­ gert ihr den Alkohol … Sie wirkt, wenn sie lächelt, auch mit ihren 27 Jahren wie ein Teenager. Allerdings wie einer, der weiss, was er will, und das auch bekommt. DER DRINGLICHSTE WUNSCH der jungen Carey aber wurde nicht erfüllt: Sie, die früh ihre Liebe zum Theater ent­ deckt hatte, bat den britischen Shakes­ peare-Mimen Kenneth Branagh in einem Brief darum, ihr Mentor zu zu werden. Er lehnte höflich ab, ebenso mehrere Schau­ spielschulen, an denen sie sich beworben hatte. Der Autor Julian Fellowes riet ihr, sie solle einen Anwalt heiraten. Wie gut, dass Carey Mulligan seinen Rat in den Wind schlug und Klinken polierte, bis sie ihre Chance bekam. Geheiratet hat sie – allerdings keinen Anwalt, sondern den Musiker Marcus Mumford von der Folk­ rock-Band Mumford & Sons.

DIE KOMETENHAFTE KARRIERE DER BRITIN CAREY MULLIGAN AN EDUCATION (2009) Gleich für ihre erste Hauptrolle hagelte es Preise und eine Oscar-Nomination. Carey spielte eine lebens­­­ hungrige Schülerin, die sich mit einem älteren Mann einlässt (Peter Sarsgaard). WALLSTREET: MONEY NEVER SLEEPS (2010) Im Thriller spielte sie die Tochter von Finanzhai Gordon Gekko (Michael Douglas). Bei den Dreharbeiten verliebte sie sich in ihren Kollegen Shia LaBeouf. NEVER LET ME GO (2010) In der tragischen Geschichte um drei Waisenkinder, die nur als Organspender dienen sollen, stand die Mimin mit Andrew Garfield und Keira Knightley vor der Kamera. DRIVE (2011) Der namen­ lose Auto-Stuntman (Ryan Gosling) verdient ein Zubrot als Fahrer von Fluchtwagen. Aus Liebe zu seiner Nach­ barin Irene verstrickt er sich noch mehr in kriminelle Machenschaften. SHAME (2011) Im Drama um einen Sexsüchtigen (Michael Fassbender) mimt sie dessen Schwester Sissy, eine Bar-Sängerin. Careys Version des Sinatra-Songs «New York, New York» ging unter die Haut. THE GREAT GATSBY (2013) Über ihren Cousin Nick (Tobey Maguire, l.) trifft die Society-Lady Daisy ihre alte Liebe wieder, den grossen Gatsby (Leonardo DiCaprio). Der Film startet am 16. Mai in den Kinos. INSIDE LLEWYN DAVIS (2013) Im neuen Film der Coen-Brüder um einen Folksänger (Kinostart im Januar 2014) spielt die Actrice mit John Goodman, Justin Timberlake und Garrett Hedlund.


style

PRÊT-À-PAYER MODE SOLL SPASS MACHEN, ABER NICHT UM JEDEN PREIS. FÜR DIESE STARKEN STÜCKE MUSS SICH NIEMAND RUINIEREN: VIEL STIL FÜR WENIG GELD.

FOTOS NADINE OTTAWA REDAKTION MARTINA RUSSI HAIR / MAKE-UP MONIKA SPISAK / STYLE COUNCIL HAIR RACHEL BREDY / STYLE COUNCIL MODEL MADELENE DE LA MOTTE / M4 MODELS


DIESE SEITE: Hemd aus Baumwolle und Hose, H & M, Fr. 59.90 und Fr. 69.90. Männerunterhose, CALVIN KLEIN, bei Jelmoli, Fr. 45.–. Fingerring ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 70.–. LINKE SEITE: Blazer, MARC O’POLO, Fr. 329.–. Gestreifte Hose aus Seide und Kunstfaser, CLUB MONACO, Fr. 199.–. Pumps aus Wildleder, AVANT-PREMIÈRE, bei Manor, Fr. 139.–.


DIESE SEITE: Kurzarmbluse aus Seide, & OTHER STORIES, ca. Fr. 80.–. Seidenfoulard, MARC O’POLO, Fr. 69.90. Hose mit Gummizugbund, HUGO HUGO BOSS, Fr. 219.–. Armschmuck aus Metall, & OTHER STORIES, ca. Fr. 30.–. Armbanduhr ck City und Fingerring ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 300.– und Fr. 70.–. Pumps aus Wildleder, TOPSHOP, ca. Fr. 90.–. RECHTE SEITE: Blazer und Hose mit Ozeandruck, & OTHER STORIES, ca. Fr. 180.– und ca. Fr. 75.–. Tanktop aus Bio-Baumwolle, COOP NATURALINE, Fr. 17.90. Ohrringe ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 90.–. Armschmuck aus Metall, & OTHER STORIES, ca. Fr. 30.–.

style


style


DIESE SEITE: Weste, MANGO, Fr. 66.95. Gepunktete Hose, S. OLIVER, Fr. 99.90. Armschmuck ck Return und Armbanduhr ck City, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 130.– und Fr. 300.–. Pumps aus Wildleder, TOPSHOP, ca. Fr. 90.–. LINKE SEITE: Leicht transparentes Top, ZALANDO COLLECTION, Fr. 36.–. Ohrringe ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 90.–.

77


DIESE SEITE: Seidentop mit Strickbündchen, SANDRO, Fr. 229.–. Weit geschnittene Hose aus Leinen, COS, ca. Fr. 110.–. Armschmuck aus Metall, & OTHER STORIES, je ca. Fr. 30.–. RECHTE SEITE: Zweifarbiges Baumwollhemd, TOPSHOP, ca. Fr. 46.–. Hose mit seitlichem Streifen, SELECTION BY S. OLIVER, Fr. 129.90. Fingerring ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 70.–.

style


80

DIESE SEITE: Bundfaltenhose, MAJE, Fr. 329.–. Etuitasche aus Kuhleder und Ponyfell, ZARA, Fr. 79.90. Breiter Armreif aus Metall, & OTHER STORIES, ca. Fr. 30.–. Armschmuck ck Return, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 130.–. Pumps aus Wildleder, AVANT-PREMIÈRE, bei Manor, Fr. 139.–. RECHTE SEITE: Blazer aus Leinen, THE KOOPLES, bei Globus, Fr. 495.–. Smokinghose, LA REDOUTE, Fr. 59.90. Armschmuck und Fingerring ck Return und Armbanduhr ck City, aus Edelstahl, ck CALVIN KLEIN, Fr. 130.–, Fr. 70.– und Fr. 300.–.

style


Produktion: Susanne M채rki, Modeassistenz: Charlotte Fischli, Fotoassistenz: Micha Freutel

Adressen Seite 124


style

O DU MUSE! DAS LEBEN IMITIERT DIE KUNST: INSPIRIERT VON GEMÄLDEN GROSSER MALER, GESTALTET DIE SCHÖNE IHRE TAGE WIE EIN MEISTERWERK. REDAKTION KARIN ANNA BIEDERT HAIR UND MAKE-UP NICOLA FISCHER /STYLE COUNCIL MODEL ELODIE M. / KARIN MODELS


Weites Sommerkleid aus Crêpe de Chine und geschnürte Lederstiefeletten, SONIA RYKIEL.


style

DIESE SEITE: Transparentes

Chiffonkleid, MISSONI. Hutkrempe aus verstärkter Seide, BORSALINO. Glattlederkleid, MAISON MARTIN MARGIELA. Collier mit Anhänger, RECHTE SEITE:

BOUTIQUE ZOÉ.


style

DIESE SEITE: Body und Hose mit

Seidenbund, LANVIN. Collier mit Kreuz-Anhänger, BOUTIQUE ZOÉ. RECHTE SEITE: Baumwollkleid, besetzt mit Volants in Taillenhöhe, MARNI.


style

RECHTE SEITE: Collier mit KreuzAnhänger, BOUTIQUE ZOÉ. Langer Musselinrock, FRANCESCO SCOGNAMIGLIO. Overknee-Lederstiefel zum Schnüren, SALVATORE

FERRAGAMO.


style

RECHTE SEITE: Kurzes Kleid, als Top getragen, CÉLINE. Collier mit KreuzAnhänger, BOUTIQUE ZOÉ. Weit geschnittene Lederhose, GENNY. Schnür-Lederstiefeletten, SONIA RYKIEL.


Produktion: Susanne Märki, Mille & Une Productions / www.1001prods.net

Adressen Seite 124


stylemein stil

¨ TICKET GELOST SARAH SPALE-BÜHLMANN

GLANZ UND GLORIA BEHAGT DER BASLER SCHAUSPIELERIN NICHT. LIEBER ZEIGT SIE IHR TALENT AUF DER LEINWAND. INTERVIEW  LAURA CATRINA FOTOS  FLURINA ROTHENBERGER REALISATION  KARIN ANNA BIEDERT

Wer kann schon von sich sagen, von einem Oscar-Preisträger vor dem sicheren Tod gerettet worden zu sein? Sarah SpaleBühlmann kann. In der Verfilmung von Pascal Merciers Bestseller «Nachtzug nach Lissabon» spielt sie das geheimnisvolle Mädchen, das von der Hauptfigur Raimund Gregorius (verkörpert von Jeremy Irons) vom Selbstmord abgehalten wird und ihn unabsichtlich auf den spannendsten Trip seines Lebens schickt. Als reizvolle Reise ins Ungewisse betrachtet die 32-Jährige auch ihre Karriere als Schauspielerin – und ist dabei äusserst selbstkritisch. Zu Zweifeln besteht jedoch kein Anlass. Ihr Talent zeigte sie erstmals mit neunzehn am Jungen Theater Basel, als sie im Stück «Die Schaukel» einen rotzigen Teenager mimte. Später folgten Engagements in Filmen wie «Dilemma», «Hugo Koblet – Pédaleur de charme» oder der Fernsehserie «Tag und Nacht». Die liebste Rolle der feinfühligen Actrice ist jedoch die der Mutter: «Mein Sohn Ivan hat oberste Priorität. Alles, was daneben noch Platz hat, ist ein Gewinn.» Schweizer Illustrierte Style: Wie nervös waren Sie vor Ihrer Szene mit Hollywood-Star Jeremy Irons in «Nachtzug nach Lissabon»? Sarah Spale-Bühlmann: Nicht mehr als an anderen Drehtagen. Ich habe ihn bereits am Abend zuvor getroffen. Er ist ein sehr charmanter Mann, gibt nicht den Star. Das half mir sehr.

BEAUTIFUL CREATURES

Was konnten Sie von ihm lernen? Fortsetzung auf Seite 94

Streifentop H & M, Halskette mit Anhänger Schoenschmuck. Der Filzhut stammt von ihrem Schwiegervater. Privat trägt die Actrice nur wenig Make-up. Zu speziellen Anlässen mag sie roten Lippenstift.


ALLES NUR THEATER

THE WORDS

Ärmelloses Kleid Sack’s, Leggings Truly Madly Ihren geliebten Strohhut hat sie mit achtzehn in der Deeply von Urban Outfitters in Berlin, rote Epa gekauft. Lesen ist ihre Leidenschaft. Den «Gott Sneakers Nike, orangefarbene Uhr Swatch. der kleinen Dinge» bekam sie von einer Freundin.

STEALING BEAUTY Kleid aus einem Secondhandladen in Bern, Römersandalen Cube by Vögele Shoes, Halskette aus Silber, als Armband getragen.

“Talent hin oder her, auch eine Nicole Kidman muss sich um ihre Jobs kümmern. Mir fällt es aber extrem schwer, mich selbst zu vermarkten.” SARAH SPALE-BÜHLMANN

FROM TIME TO TIME

DAS GEISTERHAUS

Teekräuter aus den Ferien in Theth, Albanien. Kleid von der Designerin Sabina Jäger bei Westen Der Kerzenständer in Elchform stammt Store in Basel, Ohrringe Schoenschmuck, Riemchenaus dem Engadin und ist ihr Glücksbringer. High-Heels Laura Clément by La Redoute.

93


stylemein stil Fortsetzung von Seite 92

Er legte mir nahe, dass ich den Rummel jetzt ausnützen und Gas geben müsse, wenn ich das mit der Schauspielerei wirklich wolle. Talent hin oder her, auch eine Nicole Kidman muss sich um ihre Jobs kümmern. Mir fällt es aber extrem schwer, mich selbst zu vermarkten. Ich habe auch noch keinen Agenten. Warum? Ich bin nicht der Typ, der sich hinstellt und sagt: «Hallo, hier, ich kann das!» Ich staune über Leute, die das bringen. Ich habe mich schon immer gern verkleidet und gespielt, im Schul­theater hatte ich viel Spass, habe aber nie daran gedacht, das zu meinem Beruf zu machen. Geniessen Sie Auftritte auf dem roten Teppich? Nein. Die Premiere von «Nachtzug nach Lissabon» in Berlin fand ich sehr anstrengend. Ich reiste allein hin und war nicht darauf vorbereitet, was es bedeutet, an einer so grossen Veran­ staltung teilzunehmen. Es gibt starke Hierarchien in diesem Business – ich habe mich kurzzeitig selbst verloren. Bei der Pre­ miere in Bern war ich in Begleitung meines Mannes, dort konnte ich den Abend sehr geniessen. Es gilt: Nur wer wirklich Biss hat, schafft es, die Schau­ spielerei zum Beruf zu machen. Ich konnte von Anfang an mit Profis zusammenarbeiten. Die Leute sind auf mich zugekommen, haben mich zum Vor­ sprechen eingeladen. Obwohl ich mich nicht besonders um Engagements bemüht habe, hat sich trotzdem immer wieder etwas ergeben. Das empfinde ich als sehr grosses Glück.

THE TIME MACHINE Im Rossstall in der Kaserne Basel besucht sie gern Theaterstücke und Konzerte. Silberfarbenes Top und Hose mit Kordelzug Sandro, Ankleboots Vabeene.

Glauben Sie an Schicksal? Schicksal und Zufall liegen nah beieinander. Wenn man offen ist, kommen die Chancen auf einen zu. Und wenn man genug offen ist, um Ja zu sagen, geht es immer weiter. Ich habe keine Angst vor dem, was einmal sein wird. Das ist mein Schicksal. In Ihrem Beruf muss man stets in andere Rollen schlüpfen. Wie bleiben Sie sich selbst? Ich habe mich noch nie in einer Figur verloren. Vielleicht, weil ich bisher eher kleine Filmrollen hatte. Es gibt ja ein Set, Requisiten, Kostüme, die einem bewusst machen, dass dies nicht das eigene Leben ist. Ich lerne vielmehr von meinen Rollen. Als ich im Theaterstück «Die Schaukel» dieses taffe Mädchen war, das der Welt unverblümt zeigte, was ihm nicht passt, habe ich mir ein Stück davon abgeschnitten. Welche Eigenschaften zeichnen Sie aus? Ich scheue mich nicht, Emotionen zu haben und sie sichtbar zu machen, und ich verurteile Menschen nicht für ihre Gefühle.

DER VIERTE ENGEL Silbernes Dösli mit Tigerbalsam aus Thailand. Bijoux vom Label ihres Bruders Boris. schoenschmuck.ch


Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, und es mir schlecht geht, sage ich das. Ich kann meine Gefühle nicht gut überspie­ len. In der Hinsicht bin ich eine schlechte Schauspielerin! Ihre Vorbilder? Ich schaue mir einiges von verschiedenen Kollegen ab. Eigent­ liche Vorbilder habe ich keine. Was fasziniert Sie an Ihrem Metier? Ein Beispiel: Man ist an einem Casting eine Stunde lang in einen fremden Menschen verliebt, geht nach Hause und sieht diesen Menschen unter Umständen nie mehr. Man kreiert mit anderen eine Welt, taucht völlig ein, erlebt etwas, um es danach wieder loszulassen. Das ist grossartig. Mit wem würden Sie gern zusammenarbeiten? Ich würde gern einmal einen grösseren Part übernehmen, wo ich genügend Zeit und Platz habe, meine Figur zu entwickeln. Für «Nachtzug nach Lissabon» drehte ich nur drei Tage. Da bleibt kaum Gelegenheit dafür. Wie fühlt man sich, wenn man zwar in grossen Produktionen mitwirken darf, aber doch nie der grosse Star ist? Da ich mein Glück nicht nur von meinem Beruf abhängig mache, hält sich meine Enttäuschung darüber sehr in Grenzen. Jede Rolle, die ich bekomme, ist mehr, als ich erwarte. Die Phasen zwischen zwei Engagements müssen zermürbend sein. Es gab Momente, wo ich es zermürbend fand, so ausgeliefert und abhängig zu sein. Warten hemmt die Produktivität. Ich habe gemerkt, dass ich meine Tage selber füllen muss. Deshalb mache ich gerade eine Ausbildung zur Primarlehrerin. Wie überbrücken Sie Wartezeiten am Set? Ich habe immer ein Buch dabei, lese aber nie am Set. Ich ver­ suche, mich auszuruhen, das klappt aber meistens auch nicht. Darum bin ich einfach am Teetrinken. Es ist schwierig, die Energie hoch zu halten, wenn man zwei Stunden wartet und seine Leistung dann auf den Punkt bringen muss. Was lesen Sie? Die Bücher von Pascal Mercier, schon vor dem Film. «Der Gott der kleinen Dinge» von Arundhati Roy. Auch Carlos Ruiz ZafÓn mag ich, zum Beispiel «Der Schatten des Windes».

THE PINK PANTHER 2 Wenn immer möglich ist die Mimin mit ihrem rosa Velo unterwegs. SkinnyJeans Cheap Monday, Sandalen Cube by Vögele Shoes, T-Shirt COS.

Was liegt auf Ihrem Nachttisch? Ich habe keinen. Neben meinem Bett liegt nur das Handy – wegen des Weckers. Ich gehe relativ spät ins Bett, und dann, um zu schlafen. Fortsetzung auf Seite 96


stylemein stil Fortsetzung von Seite 95

Sie sagten mal: «Vielleicht mag ich deshalb keine Keller: Ich möchte meine Sachen packen können, wenn sich etwas ergibt.» Hat Ihr Haus keinen Keller? (Lacht.) Nein, die Imbissbude im Parterre hat ihn in Beschlag genommen. Wir haben nur einen kleinen Estrich. Sie haben einen zweijährigen Sohn. Ist da die grosse Freiheit eingeschränkt? Eingeschränkt schon, ja. Man muss halt eine neue Freiheit finden. Man kann auch mit Kind seine Sachen packen und gehen. Allein will man das sowieso nicht mehr. Wie vereinbaren Sie Kind und Karriere? Man muss Prioritäten setzen. Bei mir hat immer Ivan den Vorrang. Alles, was daneben noch Platz hat, ist ein Gewinn. Klar könnte ich auch enttäuscht sein ob vielleicht Verpasstem, doch ich bin lieber dankbar für alles, was ich habe. Wie steht Ihr Mann zu Ihrem Job? Er unterstützt mich zu hundert Prozent. Er kommt aus einem ganz anderen Berufsfeld, das ist sehr befruchtend. Er arbeitet als Unisportlehrer. Können Sie von Ihrer Leidenschaft leben? Ich allein, ja. Aber ich kann keine Familie ernähren. Ich habe schon immer nebenbei gejobbt, zurzeit stehe ich in der Kaffeebar Saint Louis im Basler Quartier St. Johann hinter dem Tresen. Sie haben auch als Pizzakurierin gearbeitet. Ihre Lieblings­pizza? Ist mit Auberginen, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, frischem Basilikum und Rohschinken belegt und selbst gemacht.

Sind Sie stolz auf sich? Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Sohn. In anderen Bereichen fällt es mir hingegen schwer, stolz zu sein. Was meine Arbeit anbelangt, bin ich ein Mensch mit vielen Selbstzweifeln. Ihr Traum-Part? Ich hätte keine Angst davor, eine kernige, eckige Figur zu spielen, die die Zuschauer nicht auf Anhieb mögen. Mir gefallen Charaktere, die nicht einfach nur schön sind.

DER KÖNIG DER LÖWEN Hosenanzug mit Animal-Print The Kooples, bei Globus, schwarzes Spitzentop H & M, Wildleder-Boots Vabeene. Eine Halskette aus Silber hat ihr Bruder zum Armschmuck umgewandelt.

Was macht Sie glücklich? Auf dem Velo sitzend durch den Frühling fahren. Oder das Zelt ins Auto packen und mit meinen Liebsten losziehen.

Hair & Make-up: Linda Sigg Produktion: Susanne Märki

Wie definieren Sie Erfolg? (Überlegt lange.) Wenn man etwas erreicht hat, auf das man selber stolz ist.


e l y t s beauty AUF DIESEN SEITEN

EMMA WATSON

102 SOMMER-KÖRPER +++++++++++++++++++ 106 NEWS +++++++++++++++++++ 110 TRENDS +++++++++++++++++++ 112 BEAUTY-SECRETS AMY ADAMS +++++++++++++++++++ 114 VERLOSUNG CLARINS +++++++++++++++++++ 116 PFLEGE FEUCHTIGKEITSMASKEN FÜR MEHR FRISCHE +++++++++++++++++++ 118 PARFUMS +++++++++++++++++++ 120 TOP FIVE WAS FÜR GESPRÄCHSSTOFF SORGT +++++++++++++++++++ 122 SPA SCHMINKBAR, ZÜRICH +++++++++++++++++++ 123 GREEN +++++++++++++++++++

LANCÔME In den türkisfarbenen Kajal aus der neuen Make-up-Linie

hat sich die Schauspielerin erst kürzlich verliebt. Mit dem Fotografen Mario Testino verbindet sie eine längere Lovestory: Er lichtet sie bereits zum zweiten Mal für das französische Kosmetikhaus ab. Dank ihm habe sie ganz neue Seiten an sich entdeckt, schwärmt die 23-jährige Britin von der Zusammenarbeit mit dem Peruaner. Das werden wir wahrscheinlich auch tun, wenn wir sie bald als Gang-Chefin in Sofia Coppolas «The Bling Ring» sehen.

101


stylebeauty

AUF HOCHGLANZ

POLIERT


Die neuen Body-Bronzer tönen die Haut und verleihen ihr einen göttlichen Schimmer. Wie von der Sonne vergoldet.

Foto: Sølve Sundsbø  / Art + Commerce

REDAKTION MONICA CONGIU

WIR HABEN LUST auf Wärme und Sonne. Unsere neue Garderobe flüstert uns zu: Weih uns endlich ein. Das haben wir ja durchaus vor. Wir möchten einen Teil der Hüllen fallen lassen. Am liebsten sofort. Wenn da nur nicht diese blasse Haut wäre, auf der das helle Licht gnadenlos jede Unregelmässigkeit betont. Was nun? Ins Solarium? Wir stellen uns die Auswirkungen im Zeitraffer vor und verwerfen die verwegene Idee. Man könnte zum Selbstbräuner greifen. Wer darin geübt ist und danach nicht wie ein Streifenhörnchen aussieht, soll das ruhig tun. Aber es gibt mittlerweile eine viel raffi­niertere Lösung: die neuen BodyBronzer. Das sind pflegende Cremes, Fluids und Öle mit Farbpigmenten und winzigen Goldpartikeln. Das klingt kostbar und fühlt sich auch so an. Sie lassen sich unkompliziert auftragen, färben nicht auf die Kleidung ab und tauchen den Körper in ein sonnengeküsstes Licht – ohne Wartezeit. DIE BASIS Bevor man loslegt, muss die Haut überall glatt sein wie ein Fluss­ kiesel, makellos enthaart und gepeelt, zudem weich gecremt, auch an den gern

vernachlässigten Stellen wie Knien, Fersen, Ellenbogen. Wie bei einem Maler ist auch hier die optimale «Leinwand» für das gelungene Resultat ausschlaggebend.

“Besonders schön und ebenmässig wird die Haut, wenn man einen Primer zum Bronzer mischt.” MONIKA SPISAK VISAGISTIN

MASS HALTEN Es geht nicht darum, weisse Haut in braune zu verwandeln. Sie soll vielmehr aussehen, als hätte man eine Woche entspannt unterm Sonnenschirm an der italienischen Riviera verbracht: sanft, gesund, glamourös. Deshalb wählt man seinen Body-Bronzer nur eine Nuance dunkler als den eigenen Teint. Die Zürcher Visagistin Monika Spisak verrät dazu ihren Spezialtipp:

«Besonders schön und ebenmässig wird das Ergebnis, wenn man einen Make-upPrimer dazumischt.» Sie vermengt auf der Handfläche je einen Klacks Primer, Bronzer und Bodylotion. Diese Mischung trägt sie auf Beine, Arme und Dekolleté auf, also überall dort, wo es sinnlich changieren soll. «Das wirkt sehr natürlich.» Und falls wir mit unserem überkritischen Blick doch noch ein Fleckchen oder Äder­ chen erspähen, decken wir es mit einer Camouflage-Creme (zum Beispiel von Estée Lauder oder Vichy) ab. Perfektionisten stäuben zur Fixierung losen Puder drüber. EINFACH GÖTTLICH sind sie, die BodyBronzer. Mit ihrem leicht metallisierenden Effekt geben sie dem Körper eine samtig schimmernde Politur. Die Muskeln wirken definierter. Man sieht nicht nur subtil gebräunt, sondern insgesamt straffer und knackiger aus. Und nimmt sich hochbefriedigt vor, auf der Stelle einen neuen Bikini zu kaufen.

103


stylebeauty BODY

1 Goldene Mikroperlen lassen uns gebräunt strahlen. Das Produkt pflegt, ohne zu fetten. Schon ein paar Tropfen aufs Dekolleté sind angenehm fürs Auge und dank Mandarinen- und YlangYlang-Essenz auch für die Nase. Huile Corps irisée, CLARINS, Fr. 49.–.

BRONZER

1

2

2 Eine straffende Lotion mit Biopflanzenextrakten und feinen, lichtreflektierenden Partikeln. Sie kaschiert Un­ ebenheiten, die Silhouette wirkt schlanker. Fünf Nuancen, für Körper, Gesicht und Haar. PRTTY PEAUSHUN, Fr. 55.–. 3 Winzige Goldmoleküle sorgen für ein warmes Strahlen. Überdies wirkt die Körper­ creme aus natürlichen Inhaltsstoffen mit Salbei und Muskat intensiv befeuchtend und fes­tigend. Eternal Gold Body Balm, ORGANIQUE, Fr. 59.–. 4 Kaktusfeigen- und Sesamöl pflegen Haut und Haar. Das Trockenöl hinterlässt einen goldenen Glanz – aber keine Fettspuren auf den Kleidern. Huile sèche pailletée, TERRE D’OC, Fr. 44.90.

104

5

4

6

6 Ein getönter Spray, der erfrischt und den Beinen eine natürliche Bräune verleiht. Tipp: vorher peelen und eincremen, die Haut erhält dann einen besonders samti­gen Schimmer. Terracotta Jambes de Gazelle, GUERLAIN, Fr. 78.–.

Fotos: Geri Born

3

5 Das duftende Öl mit Pfingstrose-Extrakt zieht schnell ein und zaubert schillernde Reflexe auf Haut und Haar. Besonders hübsch: einige Tropfen davon mit der Grundierung mischen und auf die Wangen tupfen. Pivoine Flora, L’OCCITANE, Fr. 44.–.


stylebeauty

BEAUTY-NEWS

TEINT

Der Make-up-Stift passt sich dem Hautton an, ist dank Olivenöl geschmeidig und duftet nach Vanille. Teint Stick 183 SPF 30, MARIA GALLAND, Fr. 41.50.–.

DAS LEICHTGEWICHT

DIE UNKOMPLIZIERTE

DIE ZAUBERIN

Die zarte, ölfreie Tönungscreme spendet nachhaltig Feuchtigkeit und macht die Poren unsichtbar. Perfect Hydrating BB Cream SPF 30, SHISEIDO, Fr. 47.–.

Drei Fliegen mit einem Klecks: ein gleichmässiger und leuchtender Teint sowie Schutz vor freien Radikalen. BB Skin Perfecting Cream, CLARINS, Fr. 49.–.

Die cremige Emulsion kaschiert Rötungen. Verwandelt sich auf der Haut in ein fast unsichtbares Makeup. Nude Magique CC Cream. L’ORÉAL, Fr. 24.–.

DER AUGENSTERN

DIE VORSICHTIGE

DER RETTER

Pflege und Make-up in einem: Die Formel ent­­staut, beugt Tränensäcken vor und minimiert Augenschatten. Phyto Cernes Eclat, SISLEY, Fr. 91.–.

Sie gleicht aus, pflegt mit Vitamin C, aber ihr grösstes Talent ist der Schutzfaktor. Actively Correcting & Beautifying BB Cream SPF 50, KIEHL’S, Fr. 39.–.

Ein grüner Abdeckstift lässt rote Stellen verschwinden. Dank ätherischem Rosenwachs wirkt er reiz­lindernd. Stick SOS Rougeurs, PAYOT, Fr. 25.–.

106

Adressen Seite 124

DER REISEBEGLEITER

Sie befeuchtet, mattiert, reduziert Pigmentflecken und schützt vor deren Neu-Erscheinen. Camera Ready CC Cream SPF 30, SMASHBOX, Fr. 46.–.

REDAKTION Monica Congiu

DIE ALLESKÖNNERIN


stylebeauty

BEAUTY-NEWS

DER SCHLANKMACHER

Das Gel reduziert Cellulite bei regelmässiger Anwendung bis zu 35 Prozent. Dank Weizenproteinen strafft es sofort. Bum Lift, RODIAL, Fr. 72.–.

Lotos-Extrakt verhindert, dass sich neue Fettzellen bilden, bestehende werden abgebaut. Firming Good-bye Cellulite Gel-Creme, NIVEA, Fr. 13.90.

DIE KAFFEETANTE

DER NACHTARBEITER

DIE NACHHALTIGE

Reines Koffein in hoher Dosis bringt überschüssiges Fett zum Schmelzen. Die Gelcreme ist leicht, frisch und klebt nicht. Cellu Destock, VICHY, Fr. 45.–.

Während wir schlafen, kümmern sich Wirkstoffe wie der Mäusedorn um die Verschönerung unserer Konturen. Body Tonic Nuit, GARNIER, Fr. 22.–.

Meeresalgenextrakt sowie Koffein verringern die Dellen – und zwar langfristig. Das frische Gel riecht wie reife Orangen. Celluli Eraser, BIOTHERM, Fr. 58.–.

DER FIGURFORMER

DER AROMATHERAPEUT

DIE HOFFNUNGSTRÄGERIN

Die Haut fühlt sich gleich geschmeidiger an, bis die Konturen straffer sind, dauert es ein bisschen. Sub­ lime Body Silhouette incroyable, L’ORÉAL, Fr. 26.–.

Sein Duft führt zu erhöhter Fettverbrennung und verhindert Cellulite. Advanced Body Creator Super Slimming Reducer, SHISEIDO, ca. Fr. 80.–.

Ein Pflanzentrio mit grünem Kaffee baut Fett ab, strafft und fördert die Neubildung von Kollagen. Action Anti-Cellulite, YVES ROCHER, Fr. 24.95.

108

Adressen Seite 124

DIE PO-PULÄRE

REDAKTION Monica Congiu

KÖRPER


y t u a e b e l y t s WASCHMASCHINCHEN

DREHMOMENT STREICHELEINHEITEN zweimal täglich

ZOTTEL -BOB

110

NICOLE RICHIE

EXPERIMENTE WAGTE DESIGNERIN NICOLE RICHIE, 31, AUCH WAS IHRE HAARE ANGEHT, SCHON IMMER. SIE MACHTE DEN SCHNITT, TRENNTE SICH VON IHREN GLAMOUR-WELLEN UND LIESS SIE AUF KNAPPE SCHULTERLÄNGE STUTZEN. SO EIN CHOPPY BOB KATAPULTIERTE DIE MODELS KARLIE KLOSS UND ARIZONA MUSE IN DIE TOPLIGA. MONACOS CHARLOTTE CASIRAGHI TRÄGT IHN MIT NEUER LIEBE.

SOFT SMOKY ORANGE UND BRONZE AUF DEN LIDERN WIRKEN UNGEWOHNT, SCHMEICHELN ABER JEDEM AUGE. SOLL MAN DEN FARBTON DES LIDSCHATTENS AUF DEN TEINT ABSTIMMEN? Ja. Wer einen Porzellanteint hat, wählt einen kühlen Bronzeton mit einem Stich ins Taupe. Bei einer getönten oder olivfarbenen Haut darf es warmes Kupfer oder Orange sein. Koralle- und Mandarine-Töne hingegen passen sich allem an. WIE GEHT MAN BEIM AUFTRAGEN VOR? Zuerst kommt ein flüssiger Concealer rund ums Auge. Er dient als Basis und zugleich als super «Radiergummi»: Ein bisschen davon auf den Handrücken geben und zusammen mit einem Wattestäbchen all­fällige Ausrutscher wegwischen. Mit braunem Kajal das Auge fein umranden und gleich sanft verwischen, damit der Soft-Smoky-Effekt entsteht. Nun mit den Fingern den Orangeton aufs bewegliche Lid tupfen – nur wenig verwenden –, bei Bedarf intensivieren und in Richtung äussere Augenwinkel ziehen. Mascara in Schwarz oder Kupfer drauf, fertig. Das Schöne an diesem Trend: Er ist schnell umgesetzt, cool und betont die Augenform. WAS PASST BEIM RESTLICHEN MAKE-UP DAZU? Schön ist ein Hauch Wangenrouge in Koralle, frischem Rosé oder Terracotta. Tagsüber reicht für die Lippen getönter Gloss oder Balsam völlig aus. Wer mag, setzt abends einen stärkeren Akzent in mattem Orange, Fuchsia oder Bordeaux. Danielle Savino ist Visagistin für L’Oréal Paris. lorealparis.com

Fotos: Dukas (1), Imaxtree (1)

BIS ZUM HALS

CHLOÉ

REDAKTION Monica Congiu

gönnen sich Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow, Liv Tyler, Jessica Alba. Ein kleines Gerät fürs Gesicht mache ihren Teint kameratauglich. Aber auch Männer wie Tom Ford haben es im Badezimmer stehen. Die elektrischen Bürsten von Clarisonic gibts nun auch in der Schweiz, mit Aufsatz für alle Hauttypen. Der Clou: Das Bürstchen rotiert nicht einfach um sich selbst, sondern führt 300 Mikro-Oszillationen pro Sekunde aus. Die sanften Schwingungen reinigen porentief – für ein Weichzeichnerfinish. Rund Fr. 280.–, ab Juni bei Marionnaud.


stylebeauty

2

1

3

BEAUTY-SECRETS

AMY ADAMS

DIE ROTHAARIGE LÖWIN HAT DIE FILMBRANCHE EROBERT. DAS HAT SIE OHNE GEBRÜLL GESCHAFFT.

112

5

Fotos: Laif (1), Cinetext (1), Dukas (3)

6

4

REDAKTION Monica Congiu

7

Welchen Duft die Hollywood-Schauspielerin wohl mit der Oscar-Verleihung verbindet? Für jede Stimmung hat die 38-Jährige nämlich das passende Parfum aus ihrer Sammlung. Dass sie nun für Eau de Lacoste (1) werben darf, macht sie glücklich. Schönheit, findet sie, kommt in erster Linie von innen. Wer die in Venedig Geborene an den diesjährigen Academy Awards mit der Nomination als beste Nebendarstellerin in «The Master» (2) strahlen sah, nimmt ihr das ab. Vor dem Auftritt in einer Robe von Oscar de la Renta (5) hat sie auf Salz verzichtet, damit ihre schönen blauen Augen nicht verquollen wirken. Eine Massage inklusive Gesichtsbehandlung durfte bei der Vorbereitung auf den grossen Tag auch nicht fehlen. Die Pflege ihres Porzellanteints ist das Einzige, wofür sie tief in die Tasche greift: Es muss Crème de la Mer (4) sein. Den verführerischen Kupferton ihrer Haare pflegt sie mit Conditioner von Bumble and bumble (6). Mehr braucht sie nicht. Mit ihrer zarten Ausstrahlung fiel sie zum ersten Mal so richtig in «Catch Me If You Can» (3) auf, wo sie Leonardo DiCaprio niederküsste. Trotz überzeugender Darbietung kannte lange niemand ihren Namen. Den Erfolg hat sich das Mami von Aviana, 2, (7) zwar hart erarbeitet, nimmt ihn aber gelassen. Was Amy Adams, die mit Schauspieler Darren Le Gallo seit zwölf Jahren ohne Trauschein glücklich ist, fürs Aussehen beherzigt, gilt auch fürs Leben: Vergleiche dich nie mit anderen, und bleibe dir treu.


g n u s o l r e v e styl

40 SETS VON CLARINS ZU GEWINNEN liert die Kollagenproduktion und fördert die Festigkeit des Busens, während Foot Beauty Treatment Cream für gepflegte Füsse und starke Nägel sorgt.

SO NEHMEN SIE TEIL Rufen Sie an ­unter Tel. 0901 576 009 (Fr. 1.– pro Anruf ab ­ Festnetz), und sprechen Sie die ­Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse auf Band. Oder senden Sie eine Post­ karte (keinen Brief) mit der Lösung, Ihrer

­ dresse und I­hrer Telefonnummer an: A SI Style, Clarins, Postfach, 8074 Zürich.

TEILNAHMESCHLUSS ist der 15. Mai 2013. Gewinne­rinnen werden schriftlich benachrichtigt. Keine Bar­aus­zah­lung. Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen. Über die Verlosung wird ­ keine Kor­ respondenz geführt. Mitarbeitende von Clarins und der Ringier AG sind nicht teilnahmeberechtigt.

Foto: Geri Born

CLARINS zählt zu den grossen Körperpflegespezialisten mit erfolgreichen Dauerbrennern und interessanten Neuheiten wie etwa Body Lift Cellulite Control. Die erfrischende Gel-Creme glättet und festigt mit acht Pflanzenextrakten Hüften und Oberschenkel. Vorzugsweise exfoliert man die Körperhaut regelmässig mit Tonic Body Polisher, einem Peeling mit Meersalz und ätherischen Ölen von Rosmarin und Minze. Bust Beauty Extra-Lift Gel stimu-

Gymnastikmatte «Airex», Och Sport

SI STYLE VERLOST 40 SETS VON CLARINS IM WERT VON JE 233 FRANKEN. BEANTWORTEN SIE DAZU FOLGENDE FRAGE: WIE VIELE PFLANZENEXTRAKTE ENTHÄLT DIE NEUHEIT BODY LIFT?


stylebeauty EINLADUNG ZUM MASKENBALL REDAKTION  ANNETTE FRISCH

FEUCHTIGKEITSMASKEN WIRKEN WAHRE WUNDER. SIE VERWANDELN UNS IM HANDUMDREHEN.

ERSTE HILFE naht in Form einer Maske. Nein, Sie müssen ihr Antlitz nicht verbergen. Sie soll­ ten bloss eine Portion geballte Feuchtigkeit auf­ tragen­. Diese ist das A und O für einen schönen ebenmässigen Teint, weil sie die oberen Haut­ schichten aufpolstert, während Lipide (kosmeti­ sche Fette) die Schutzbarriere k­ itten. So können Aktiv­stoffe optimal aufgenommen werden. Am besten, man verwöhnt Gesicht, Hals und eventuell auch d ­ as Dekolleté mehrmals wöchentlich mit einer Feuchtigkeitsmaske. Sie ist jedoch ein reines ­Zusatzprodukt und ersetzt weder Serum, Tagesnoch Nachtcreme. Mit einer Ausnahme: C ­ liniques Moisture Surge Overnight Mask, die während des Schlafs ihre Wirksamkeit entfaltet. Die schnellen Verwandlungskünstler mit lang anhaltendem Effekt eignen sich gut als Retter in der Not – etwa vor einem wichtigen Date. Und sie gehören ins Badezimmer jeder Frau, die sich auf das Rendez­ vous mit der Sonne freut, um sie strahlend und bestens vorbereitet zu empfangen.

116

AVÈNE Soothing Moisture Mask, Fr. 25.90.

CLARINS Hydra Quench ­Cream-Mask, Fr. 52.–.

WELEDA Iris Erfrischende Pflegemaske, Fr. 19.30.

WAS ES IST

WAS ES IST

WAS ES IST

Beruhigende Feuchtigkeitsmaske für empfindliche Haut. Frei von Konservierungsstoffen und Alkohol.

Reichhaltige und schnell wirkende Creme-Maske.

Belebende Intensivpflege mit Sofortund Langzeiteffekt.

VERSPRECHEN Die spezifische Pflege mit entzündungs­ hemmendem AvèneThermalwasser lindert Spannungen und ­Rötungen. Essenzielle Fettsäuren aus Färberdistel und Kokosöl pflegen.

ANWENDUNG Grosszügig auftragen, zehn bis fünfzehn Minuten wirken lassen. Reste mit einem Wattepad entfernen.

VERSPRECHEN

VERSPRECHEN

Der Rindenextrakt

Birkenrinde, Iriswurzel-

des Katafraybaumes verbessert den Zustand der Hautschutzbarriere und regt die natürlichen Feuchtigkeitsmechanismen an. Knospen der Eberesche aktivieren Mikrozirkulation und Zell­erneuerung.

stock, Gurke und ausgesuchte Pflanzenöle regulieren den Fett- und Feuchtigkeits­ gehalt der Haut. Verbessert die Elasti­ zität und verleiht sogleich ein strahlendes Aus­sehen.

ANWENDUNG

ANWENDUNG

Sogar sehr trockene Partien fühlen sich nach fünf bis zehn Minuten Anwendung frisch und geschmeidig an.

Ein- bis zweimal wöchentlich für fünfzehn bis dreissig Minuten auftragen, Reste mit lauwarmem Wasser entfernen.

Adressen Seite 124

SPIEGLEIN, SPIEGLEIN … Der Winter war eisig kalt und sehr lang. Eine Strapaze für unser Gemüt und die Haut. Besonders das Gesicht ist Wind und Wetter mehr oder weniger nackt ausgesetzt. Ohne Schutz entweicht Feuchtigkeit, und es dringen ver­ mehrt Schadstoffe ein wie die ­berüchtigten freien Radikale. Das hinterlässt oft tiefe Spuren. Ein­ drückliche achtzig Prozent beträgt der Wasser­ gehalt gesunder Haut (Quelle: Nivea). Und wie zeigt sich ein Manko? Trockenheitsfältchen, Rötun­gen, Reizungen und ein müdes, fahles Aussehen zählen zu den markanten Symptomen, die den Blick in den Spiegel und unsere Laune trüben.


CLINIQUE Moisture Surge Overnight Mask, Fr. 52.–.

NUXE Masque Crème fraîche de Beauté, Fr. 31.–.

WAS ES IST

WAS ES IST

Intensiv feuchtigkeitsspendendes und reparierendes Produkt für die Nacht. Hundert Prozent parfumfrei.

Beruhigende Feuchtigkeitsmaske für Gesicht und Augenkonturen, mit neunzig Prozent natürlichen Wirkstoffen.

VERSPRECHEN

VERSPRECHEN

Verschiedene Pflanzenextrakte stärken, schützen, beruhigen und versorgen mit Feuchtigkeit. Am Morgen wirkt das Gesicht schön glatt und wunderbar geschmeidig. Lang anhaltend!

Der Saft der Aloe vera, acht verschiedene Pflanzenmilcharten sowie Mandelund Orangenblüten lindern Rötungen und stillen den grossen Durst trockener Haut.

ANWENDUNG

Nach zehn Minuten Einwirkungszeit Reste einmassieren oder mit Tonic entfernen.

ANWENDUNG Jeweils abends auf­ tragen und über Nacht drauflassen.


stylebeauty 2

EINE PRISE SOMMER IN DER NASE REDAKTION  MONICA CONGIU

NACH SONNE UND LEBENSFREUDE RIECHEN UNSERE SECHS FAVORITEN. MAN WILL SIE ALS BEGLEITER – GERN LÄNGER ALS EINE SAISON.

1

3


4

5

1 EIN SPRUNG INS MEER Frisch und spritzig sind Flakon wie Duft. Mit Zitrusfrüchten und Wasser­melone. CK One Summer, CALVIN KLEIN, Fr. 55.–.

6

2 EIN WARMES HERZ Der Klassiker ist von der Drachenfrucht inspiriert und weckt Südseeflair. A Taste of Sun, ISSEY MIYAKE, ca. Fr. 85.–.

3 DER KUSS DER SONNE … ... schmeckt hier fein nach Bergamotte, Mandarine, Rose und Vanille. Day Sun, JIL SANDER, Fr. 61.–.

4 BESCHWINGTER MORGEN Er ist frisch und blumig dank grünen ­Noten und Maiglöckchen. Clinique Happy in Bloom, CLINIQUE, ab Fr. 59.–.

5 VERSPIELTE UNSCHULD Erdbeere, Mandarine, Veilchen machen das Parfum jung und fröhlich – wie die Trägerin. Daisy, MARC JACOBS, ca. Fr. 100.–.

6 DIE ERSTE LIEBE Die Magie des ersten Kusses fängt das elegante Veilchenaroma ein. Woman ­Flower, TOMMY HILFIGER, ab Fr. 50.–.


styletop five

BEAUTY

AUSPROBIEREN, HINGEHEN, STAUNEN: WAS DERZEIT FÜR GESPRÄCHSSTOFF SORGT.

FRANCIS KURKDJIAN hat erst­ mals 1995 mit Jean Paul Gaultiers attraktivem Erfolgsduft «Le Mâle» Aufsehen ­erregt. Inzwischen zählt der Franzose zu den angesehens­ ten Parfümeuren. Jetzt ehrt er das kostbare Räucherholz Oud mit den drei f­ aszinierenden Neuheiten «Velvet Mood», «Silk Mood» und «Cashmere Mood» (je Fr. 412.–) unter der eigenen Marke. Gleich­ zeitig lanciert die Traditionsfirma ­Roger & Gallet Kurkdjians «Fleur de Figuier» (Fr. 59.70), eine sinn­ liche Komposition, die an südlän­ dische Sommerabende erinnert.

2

franciskurkdjian.com, roger-gallet.com, osswald.ch

1

RADIKAL GUT

Begonnen hat alles im Kleinen. Liz und Rachel Edlich, die Töchter eines angesehenen plastischen Chi­rur­ gen aus Virginia, entwickelten für sich selbst und für Freundinnen eine besonders hautfreundliche und zugleich hochwirksame Pflegelinie mit na­tür­ li­chen Antioxi­dantien und ohne Silikone. Der Er­ folg – weniger Falten und Irritationen, schönere Haut – ermunterte die beiden Beautys, ihre Linie ­namens Radical zu lancieren, auf die Stars wie Kate Hudson, Naomi Watts und Demi Moore schwören. radicalskincare.com

3

“Eleganz heisst nicht, ins Auge zu stechen, sondern im Gedächtnis zu bleiben.” GIORGIO ARMANI

5

WAS RIECHT DA SO GUT?

120

Ätherische Öle spielen in der Natur­ kosmetik wie in der Kosmetik überhaupt eine wichtige Rolle, denn sie beeinflus­ sen via Haut und Atmung unser Wohl­ befinden. Die Essenzen duften intensiv, doch im Unterschied zu klassischen Ölen enthalten sie keine Fette. Gebildet werden sie in Blüten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Hölzern. Wir schnuppern uns schön.

4

HANDKUSS

Der Lack hält und scheint wie unbe­ rührt, zumindest zehn Tage lang. Dann zieht man ihn ohne ­aggressive Lösungs­ mittel einfach ab. Mit Striplac, dem speziellen Produkt von Alessandro Inter­national, sowie einer LED-Lampe zum Aushärten und sekundenschnellen ­Trocknen werden die Nägel makel­los. Zusammen gibts das Duo klein und kompakt im Starterset für daheim (Fr. 119.–). Die Palette mit 24 trendigen, hochglänzenden Farben wird laufend erweitert – zur Freude aller (Haus-) Frauen. striplac.ch, globus.ch, manor.ch, alessandro.ch

REDAKTION Annette Frisch

DER MAGIER


stylebeauty

BEAUTY-BAZAR ZUM ZEHNTEN GEBURTSTAG SCHENKT SICH DIE SCHMINKBAR EINE DRITTE ADRESSE: IM NEUEN, QUIRLIGEN TRENDQUARTIER BEIM ZÜRCHER HB.

TEXT  MONICA CONGIU

che ohne Voranmeldung sind erwünscht, bleiben aber wegen der eifrigen Buchun­ gen meist Illusion. Vielleicht ändert sich das ja mit der dritten Dépendance an der neuen, leb­haften Europaallee.

ANLAGE

BEHANDLUNGEN

Als Bea Petri, die bekannteste Maskenbild­ nerin der Schweiz, 2003 in Zürich ihre erste Schminkbar eröffnete, traf sie mit ihrem Kon­ zept ins Schwarze: eine sinnliche Oase, in der man sich während seines Beauty-Rituals kuli­ narisch verwöhnen lassen kann. Sogar Besu­

Soll es «Lunchtime» sein, eine Fussmassage mit einem Biosalätchen und frisch gepress­ tem Fruchtsaft? Oder lieber «Fernweh», die japanische Maniküre mit Misosuppe? Oder

122

«Partytime», die schnelle Maniküre mit Pro­ secco und Beeren? Natürlich besteht weder Ess- noch Trinkzwang, aber die Häppchen sind zu fein. Egal, welche Behandlung man

wählt, das Klima in der Lounge ist der Schön­ heit alleweil zuträglich: Sie hat etwas von einem orientalischen Bazar. Neben Pflege kann man hübsche Textilien aus nachhaltigen Produktionen erstehen oder edle indische Schläppchen. Man geniesst die Prozedur, die kundigen Hände der Kosmetikerinnen und nippt am süssen Ingwertee. Der Alltag ist auf einmal weit weg – und macht, mit diesem Abstand betrachtet, wieder Lust.

SPEZIALITÄTEN Zu haben sind massgeschneiderte Anlässe für sich und seine Freunde. Bei diesen hat man den angenehmen Ort sogar ganz für sich.

Schminkbar, Lagerstrasse 32, 8004 Zürich, Telefon 044 241 00 77, schminkbar.ch


Hyaluron Feuchtigkeitsgel, Fr. 27.50, Hyaluron Feuchtigkeitscreme, Fr. 23.–. Das Doppel für Frische und Glätte.

GREEN BEAUTY Stammgäste freuen sich immer schon auf den köstlichen Haustee.

QUELLE DER FREUDE REDAKTION  ANNETTE FRISCH

Trio im Dienste der Schönheit: Bea Petri mit ihren Töchtern Lia und Kim (v. l.).

DAS ERSTE BABY der Familie Plum war Auslöser für die Gründung von Tautropfen. Auf der Suche nach sanfter Pflege für ihren Liebling stellte das Paar fest, dass die Inhaltsstoffe der Produkte meist nicht deklariert waren. Deshalb entschieden sich die beiden 1980, selbst Kosmetika herzustellen. Inzwischen pflegt Tautropfen Jung wie Alt. Die Pflanzen, Kräuter, Öle stammen aus kontrolliert biologischem ­Anbau und sind höchst verträglich. Die Firma verzichtet auf R ­ ohstoffe, die an Tieren getestet wurden, sowie auf Silikone, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. tautropfen.de


styleadressen STYLE MEN

BEAUTY-NEWS

Burger burger-zurich.ch Hudson Surplus Tel. 044 271 84 23 Jockey jockey.ch Manor manor.ch Marché de Luxe marchedeluxe.ch Navyboot navyboot.ch Pepe Jeans pepejeans.com Tel. 044 722 91 91 Persol persol.com Tel. 043 322 0110 Rado rado.com Relief Tel. 044 252 60 35 Scotch & Soda scotch-soda.com Tel. 043 268 49 79 Urbanpeople.com urbanpeople.com Zum jungen Blut herrenglobus.ch/de/#/zum-jungen-blut/

Biotherm biotherm.ch Clarins clarins.ch Garnier garnier.ch Kiehl’s kiehls.ch Maria Galland maria-galland.ch Nivea nivea.ch L’Oréal loreal-paris.com Payot payot.ch Rodial marionnaud.ch Shiseido shiseido.ch Sisley sisley-cosmetics.com Smashbox marionnaud.ch Vichy vichyconsult.ch Yves Rocher yves-rocher.ch

Seite 56

Seite 106/108

O DU MUSE!

PRÊT-À-PAYER

Borsalino borsalino.com Boutique Zoé boutiquezoe.ch Céline celine.com Francesco Scognamiglio francescoscognamiglio.it Genny genny.com Lanvin lanvin.com Maison Martin Margiela maisonmartinmargiela.com Marni marni.com Missoni missoni.it Salvatore Ferragamo salvatoreferragamo.it Sonia Rykiel soniarykiel.com

& other Stories stories.com ck Calvin Klein calvinklein.com Club Monaco clubmonaco.com Coop Naturaline coop.ch/naturaline COS cosstores.com Globus globus.ch H & M hm.com Hugo Hugo Boss hugoboss.com Jelmoli jelmoli.ch La Redoute laredoute.ch Maje maje.com Mango mango.com Manor manor.ch Marc O’Polo marc-o-polo.de Tel. +49 80 36 90 0 Sandro sandro-paris.com Selection by S. Oliver soliver.com S. Oliver soliver.com Topshop topshop.com Zalando Collection zalando.de/zalando-collection

Seite 82–91

Seite 72–81

STIL-IKONE Seite 26/27

3 LOOKS Seite 38

Big bigzh.ch Buffalo buffalo.de Carmen Cita Jones carmencitajonesjewelry.com Claire’s claires.com Clockhouse clockhouse.ch Globus globus.ch G.point by Grieder bongenie-grieder.ch H & M hm.com Jamarico jamarico.ch La Redoute laredoute.ch Levi’s levi.com Roma boutique-roma.ch Xray xray-uv.com

124

Bulgari bulgari.com Certina certina.com Coop City coop.ch/coopcity Diesel diesel.com Tel. 043 322 01 10 Farfetch.com farfetch.com Fidelio fidelio-kleider.ch Globus globus.ch G.point by Grieder bongenie-grieder.ch H & M hm.com Hermès hermes.com Jimmy Choo jimmychoo.com La Redoute laredoute.ch Manor manor.ch Marc Cain marc-cain.com Thomas Sabo thomassabo.com Vestibule vestibule.ch

Seite 112

Bumble and bumble bumbleandbumble.com Lacoste lacoste-parfums.com La Mer cremedelamer.de

Zara zara.com

TREND SCHMUCK

PARFUMS

Seite 32

Cartier cartier.ch Ole Lynggaard olelynggaard.com Piaget piaget.com Rockberries rockberries.com Thomas Sabo thomassabo.com Tiffany & Co. tiffany.com

BEAUTY-SECRETS

Seite 118/119

PFLEGE Seite 116/117

Avène avene.ch Clarins clarins.ch Clinique ch.clinique.com Nuxe nuxe.ch Weleda weleda.ch

Calvin Klein coty.com Clinique clinique.de Issey Miyake isseymiyakeparfums.com Jil Sander jilsander.com Marc Jacobs marcjacobsfragrances.com Tommy Hilfiger ch.tommy.com


BODY-BRONZER Seite 102–104

Clarins clarins.ch Guerlain guerlain.ch Occitane ch.loccitane.com Organique organiquecosmetics.ch Prtty Peaushun niche-beauty.ch Terre d’Oc globus.ch

TREND DARK ROMANCE Seite 30

Asos.com asos.com C & A c-und-a.ch Chanel chanel.com Christian Louboutin christianlouboutin.fr H & M hm.com Illesteva illesteva.com Mango mango.com Topshop topshop.com

BEAUTY-TREND Seite 110

Marionnaud marionnaud.ch


stylehoroskop

+++ STIER: ENERGIEBÜNDEL +++ LÖWE: GLÜCKSSTRÄHNE +++ JUNGFRAU: ZEIT FÜR FERIEN +++

DAS STEHT IN DEN STERNEN IM MAI

Zwillinge

Krebs

IHRE CHANCE So gut gelaunt und kontaktfreudig, wie Sie drauf sind, lernen Sie jetzt Menschen kennen, die Ihren Horizont erwei­ tern und Ihr Herz erwärmen. Jupi­ ter und Venus verbreiten Hoch­ stimmung. Nicht nur Amor hat alle Hände voll zu tun mit Ihnen, auch in Geldangelegen­ heiten dürfte so manches gelingen. Investitio­ nen lohnen sich: Sogar im Spiel winkt das Glück. VORSICHT Ein bisschen Geduld mit Ihren Nächs­ ten ist die Basis dafür, den Haus­ frieden zu sichern. Ihre Lebens­ freude und die damit ver­bundenen Ausschweifungen strapazieren den Körper. Achten Sie auf genü­ gend Schlaf und aus­gleichenden Sport. Schenken Sie einer Freun­ din genug Gehör, Ihre Hilfe wird dringend benötigt.

IHRE CHANCE Nutzen Sie die günstigen Umstände, und bringen Sie Ihre Finanzen in Ordnung. Das Glück ist Ihnen hold, vorausge­ setzt, Sie treffen Entscheidungen und gehen danach die Sache rea­ listisch an. Wichtig: Durchhalte­ willen auf allen Ebenen zeigen und keine Furcht vor grossen Her­ ausforderungen haben. Falls ein Prinz Ihre Aufmerksamkeit ge­ weckt hat, kochen Sie ihm etwas Feines. VORSICHT Wer sich pau­ senlos Sorgen macht, kümmert sich zu wenig um sich selbst. Die Pro­ bleme anderer sind nicht Ihre. Mit Mut und Zuversicht in die Zukunft zu schauen, verhindert depressive Verstimmungen. Die Sonne ist ein probates Mittel, das Herz zu er­ wärmen. Und viel Bewegung an der frischen Luft wirkt Wunder.

Löwe

Jungfrau

IHRE CHANCE Ab Mitte des Monats winkt eine Glückssträhne. Prickelnde Stunden versüssen den Frühling. Mit Venus und Jupiter an der Seite kann man gewinnbrin­ gende Geschäfte abschliessen. Wo diskutiert und verhandelt wird, werden Sie gehört und können sich erfolgreich durchsetzen. Nun ist der ideale Zeitpunkt, wichtige Entscheide zu fällen. Bereiten Sie sich gründlich darauf vor, dann kann Ihnen niemand etwas anha­ ben. VORSICHT Hochmut kommt vor dem Fall. Hüten Sie sich davor, überheblich zu erscheinen, man wartet nur auf einen Fehler. Ihr Partner durchlebt gerade eine schwierige Phase und braucht viel Verständnis. Sticheleien sind da fehl am Platz. Achten Sie auf ausgewogene Ernährung.

IHRE CHANCE Ergreifen Sie die Initiative – Frauen dürfen ruhig auf Männer zugehen und schäkern. Nicht vergessen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Erfreuen Sie sich an all dem Schö­ nen, was dieses zu bieten hat. Es ist an der Zeit, die Ferien zu planen. Sie haben genug gearbeitet und eine Pause verdient. Der nächste Urlaub sollte eine Mischung von Aktivität und Ausruhen sein. VORSICHT Die Gefahr, sich zu verzetteln, ist momentan leider enorm. Es wartet Arbeit auf Sie, darum wollen die Kräfte gut ein­ geteilt sein. Leere Batterien helfen niemandem – diese wieder aufzu­ laden, benötigt eine längere Aus­ zeit. Ein Flirt ist prima, aber erwar­ ten Sie nicht zu viel. Vermutlich hält er nicht, was er verspricht.

22. 6. –  22. 7.

21. 5. –  21. 6.

STYLE-ASTROLOGIN BARBARA MAURER ERKLÄRT, WEM DIE SONNE SCHEINT UND WER AUF DER SCHATTENSEITE STEHT. FÜR ALLE, DIE ES GENAU WISSEN WOLLEN, HIER DIE KONSTELLATIONEN.

24. 8. –  23. 9.

23. 7. –  23. 8.

Stier

21. 4. – 20. 5.

IHRE CHANCE Sie sind voller Energie und Tatendrang. Mars durch­ quert Ihr Zeichen und sorgt für die nötige Portion Power. Zusammen mit Venus ergibt sich ein lustvoller Cocktail, und angeregt durch die Hormonschübe erleben Sie Momente voller Zärtlichkeit und Erotik. Auf der finanziellen Ebene dürfen Sie Ertrag erwarten. Ihre materiellen Vorhaben erhalten einen tüchtigen Schub in die richtige Richtung. Ein unverhofftes Jobangebot kann möglicherweise die Chance des Lebens bedeuten. Ein verloren geglaubter Freund könnte sich mel­ den. Überlegen Sie gut, bevor Sie die Tür vor seiner Nase zuschlagen. VORSICHT Ihre Kampfeslust verleitet Sie zurzeit zu manch un­nötigen Sticheleien. Gegen konstruktive Kritik hat ja keiner etwas einzuwenden, aber Ihr Dampfwalzen-Gehabe hinterlässt tiefe Spuren, welche nur schwierig wieder zu kitten sind. Auch im Beruf führt Rechthaberei zu Misstönen, also halten Sie sich mit Besserwisserei zurück. Zipperlein sollen nun endlich behandelt werden, bevor sie grösseres Unheil anrichten.

MERKUR

VENUS

MARS

JUPITER

SATURN

URANUS

NEPTUN

PLUTO

SONNE

MOND


stylehoroskop

+++ WAAGE: SINFONIE DER LIEBE +++ SKORPION: SINNLICHKEIT +++ STEINBOCK: SPONTAN SEIN

Waage

Skorpion

Schütze

Steinbock

IHRE CHANCE Das Wechseln der Perspektive eröffnet neue Blick­ winkel: Ein Eingang ist auch ein Ausgang. Ihr Bedürfnis nach Schö­ nem wird zur Genüge befriedigt. Liebe beherrscht den Alltag, und all die grossen Gefühle können in einem Konzertbesuch einen krö­ nenden Abschluss finden. Tun Sie sich bewusst etwas Gutes, das ist Balsam für die Seele. VORSICHT Vermeiden Sie Machtspiele. Ers­ tens führen sie zu nichts, und zwei­ tens schaffen Sie sich höchstens Feinde. Durch Stress am Arbeits­ platz ist man eher gereizt, und schnell läuft das Fass über, Strei­ tereien sind die Folge. Schaffen Sie Ordnung in Ihrem Leben, etwa durch das Über­prü­­fen der Finan­ zen. Gönnen Sie sich danach eine kurze Auszeit.

IHRE CHANCE Die Natur zeigt es so schön: Alles zu seiner Zeit. Kon­ zentrieren Sie sich auf sinnliche Gefühle und Gelüste, und leben Sie diese aus. Singles dürfen die Funken sprühen lassen. In festen Partnerschaften weht eine frische Brise, und neue fantasievolle Mög­ lichkeiten locken. Die beste Freun­ din steht Ihnen selbstlos zur Seite. Zweifeln Sie nicht an ihrer Loyali­ tät, und schütten Sie ruhig Ihr Herz bei ihr aus. VORSICHT Auf etwas beharren und sticheln wirkt kon­ traproduktiv. Ihr Hang, alles zer­ reden zu wollen, nervt den Partner, und er wirft Ihnen vor, kleinlich zu sein. Gehen Sie behutsam mit Mit­menschen um, und lassen Sie erst mal Gras über die Angelegen­ heit wachsen. Kämpfen Sie für eine Lohnerhöhung.

IHRE CHANCE Sie können Tolles erreichen, vorausgesetzt, Sie kon­ zentrieren sich auf das Wesentli­ che. Verehrer umgarnen Sie – das schmeichelt. Wer aber vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, läuft Gefahr, den Richtigen links liegen zu lassen. Ihre positive Ausstrahlung öffnet viele Türen zu Partys und anderen Gelegen­ heiten. Geniessen Sie die Zeit, Sie haben es sich redlich verdient. VORSICHT Sie haben einiges erreicht, nun nicht in alte Muster zurückfallen und auf allen Hoch­ zeiten tanzen. Kleine Formtiefs bremsen den Schwung. Ihre Um­ welt kennt Sie als Energiebündel und will Ihre Schwachstellen nicht wahrhaben. Ändern Sie das so schnell wie möglich. Selbst Sie dürfen mal ein wenig jammern.

IHRE CHANCE Schaffen Sie sich Freiraum für Spontanes. Auch die Liebe gedeiht besser, wenn der Trott mal Pause hat. Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf. Beruf­ lich sind Sie auf dem richtigen Weg: Verfolgen Sie Ihre Ziele, und geben Sie die Zügel nicht aus der Hand! Gut gemeinte Ratschläge nützen herzlich wenig, denn Sie wissen ohnehin genau, was Sie wollen. VORSICHT Uranus steht für Veränderung, was Ihnen nicht besonders gefällt. Doch der Blick in die Vergangenheit stimmt Sie traurig, schauen Sie darum lieber nach vorn, und lassen Sie sich überraschen. Zusammen mit dem Wintermantel kann die depressive Stimmung gleich mit eingemottet werden. Tanken Sie möglichst viel Sonne.

24. 10. –  22. 11.

23. 11. –  21. 12.

Wassermann Fische

Widder

IHRE CHANCE Die kommenden Wochen verheissen aufregende Begegnungen. Amor steht bei Fuss. Singles sollen unter die Leute gehen oder virtuelle Freund­ schaften knüpfen. Jupiter verleiht Ihnen Flügel – im wahrsten Sinn des Wortes. Planen Sie eine Reise an einen Ort, den Sie schon lange im Auge haben. Wer möglichst ausgeglichen und ruhig bleibt, meistert Störungen mit Bravour. VORSICHT Sie neigen dazu, kör­ perliche Symptome zu ignorie­ ren. Wenn Sie sich unwohl fühlen, gehen Sie zum Arzt. Ihre Energie­ reserven sind nicht unerschöpf­ lich. Fragen Sie Ihren Liebsten, ob er das genauso sieht. Möglicher­ weise wünscht er sich mehr Zeit zu zweit und möchte einfach mal abschalten.

IHRE CHANCE Ein angenehmer Monat steht vor der Tür: Durch Venus, Merkur und Jupiter öff­ nen sich viele Möglichkeiten für markante positive Veränderun­ gen. Neue Kontakte treffen mitten ins Herz oder ermöglichen Ihnen das Weiterkommen im Job. Ihre Be­ geisterungsfähigkeit kennt keine Grenzen, und Sie verspüren zu­ dem den Mut, aussergewöhnliche Dinge zu probieren. Für Ihre neue Frisur ernten Sie zahlreiche Kom­ plimente. VORSICHT Sie sind etwas gereizt und nervös. Ihre Art, die Dinge zu interpretieren, ist einfach zu ernst. Wo bleibt die Leichtigkeit des Seins? Es besteht die Gefahr, dass Sie ausgenutzt werden. Gutmütigkeit wird nicht immer belohnt. Setzen Sie genau definierte Ziele fest.

21. 1. –  19. 2.

20. 2. –  20. 3.

IHRE CHANCE Verführen Sie Ihren Schatz, und erleben Sie einen ungeahnten Höhepunkt in der Partnerschaft. Beruflich steht alles unter einem guten Stern, so­ dass wichtige Abschlüsse unter Dach und Fach gebracht werden. Bleiben Sie einfach stets auf dem Boden der Tatsachen, dann kann nichts schiefgehen. Ihre Fitness ist zwar im grünen Bereich, hat aber durchaus Steigerungspotenzial. VORSICHT Ein Traum kann jetzt wie eine Seifenblase zerplatzen. Ihre rosarote Brille ist verschwun­ den, und die Realität gefällt Ihnen nicht besonders. Vorschnelles und leichtgläubiges Handeln führt nur selten zum Ziel, überlegen Sie also Ihre Schritte vorher. In Geldfragen ist höchste Vorsicht geboten! Lie­ ber auf bessere Zeiten warten.

22. 12. –  20. 1.

21. 3. –  20. 4.

BARBARA MAURER Die Astrologin ist Fach­ mitglied SAB und erstellt für SI ­Style das Horoskop. Termin und Auskünfte zu Ihrem persön­lichen Horoskop: astrobar.ch

Foto: Inge Jurt

24. 9. –  23. 10.


«BEI DIESEM

ANGEBOT FINDEN WIR

ALLE ETWAS.» Carmen Blumenthal

Ladina Blumenthal

Renzo Blumenthal

GEWINN-

CHeAr BNesCtellEung!

mit jed

1. Preis: 2 . Preis:

SchnupperAbos

3. – 5. Preis: : 6. – 2 0. Preis

is bei sender-Pre gen: Schnellein Ta 10 t er g inn Einsendun

mit bis zu

72 %

Ersparnis BESTELLCOUPON  Ja, ich bestelle ein Schnupper-Abo

Fr.15’000.–

und nehme gleichzeitig an der grossen Ringier-Jahresverlosung teil.

Vorname

Bitte gewünschtes Abo ankreuzen:

Strasse / Nr.

 11 × Schweizer Illustrierte + 3 × SI Style Fr. 25.– (Ersparnis 64 %)

Fr. 100’000.– Fr. 25’000.– 0.– je Fr. 10’00 .– 0 0 ’0 je Fr. 2

Name

60007598

PLZ / Ort

 12 × GlücksPost

Fr. 25.– (Ersparnis 47 %)

 8 × GlücksPost Super-Rätsel

Fr. 20.– (Ersparnis 28 %)

 6 × SI Style

Fr. 20.– (Ersparnis 39 %)

 6 × Bolero + 1× Bolero Men

Fr. 25.– (Ersparnis 58 %)

Ja, ich bin damit einverstanden, dass Ringier AG mich künftig via E-Mail über weitere interessante Angebote informiert.

 3 × Schweizer LandLiebe

Fr. 15.– (Ersparnis 28 %)

Gilt nur für Neuabonnenten in der Schweiz bis 31.12. 2013 (Preise inkl. MwSt. und Versandkosten).

 8 × Wochen Blick

Fr. 27.– (Ersparnis 72 %)

 12 × SonntagsBlick

Fr. 25.20 (Ersparnis 40 %)

Teilnahmebedingungen: Mit der Einsendung des Bestellcoupons akzeptiert der Einsender die aktuell gültigen Teilnahmebedingungen, die auf www.online-kiosk.ch/Jahresverlosung eingesehen werden können.

Telefon

Geburtsdatum

E-Mail

Bitte ausfüllen und einsenden oder faxen an: Ringier AG, Leser-Service, Postfach, 4801 Zofingen, Fax 062 746 35 71. Oder bestellen Sie Ihr Abo jetzt bequem auf www.online-kiosk.ch


e l y t s s star

Foto: Dukas

AUF DIESEN SEITEN

JESSICA & GIAN LUCA

132 LENNY KRAVITZ PRUNK UND SEXAPPEAL DOMINIEREN DAS PARISER PALAIS DES MUSIKERS +++++++++++++++++++ 140 AUFGEBLÄTTERT MODISCHE BUCHVERNISSAGE IN PARIS +++++++++++++++++++ 142 CALIFORNIA-GIRL SANDRA BAUKNECHT FÜHLT SICH HIMMLISCH IN LOS ANGELES +++++++++++++++++++ 144 LIEBE ETC. BITTE RECHT FREUNDLICH? +++++++++++++++++++ 146 SUPERMODELS ALTE HASEN GEGEN JUNGES GEMÜSE +++++++++++++++++++

FEDERLEICHT So dezent wie Jessica Chastain, 36, mit ihren Freunden

umging, hätte man annehmen können, sie sei ein notorischer Single. Nun zeigt sich die Schauspielerin zum ersten Mal mit einem Mann: Gian Luca Passi de Preposulo, 30, ist Italiener und arbeitet für Moncler, das für Daunenjacken bekannte Label. Die aktuelle Rolle der rothaarigen Kalifornierin ist die der Mama im gleichnamigen Film (jetzt im Kino). Auch privat würde ihr das gut stehen.

131


stylestars

POP PALAST DER AMERIKANISCHE ROCK-GOTT LENNY KRAVITZ RESIDIERT IN EINEM STADTPALAIS IN PARIS MIT VIER GRAMMYS, KUNST UND JEDER MENGE POMP. LET STYLE RULE!


“Ich bin ein Perfektionist – intensiv, kreativ, intuitiv und manchmal auch zerrissen.” LENNY KRAVITZ

DIE SANDSTEINFASSADE des beeindruckenden Baus aus den Zwanziger­ jahren des letzten Jahr­ hunderts verrät nichts über dessen Inneres. DER KÜNSTLER, der in seiner 23-jährigen Karriere mehr als 38 Millionen Alben verkaufte, hat noch eine zweite Liebe: Einrichten. Seit 2003 gestaltet er mit seiner Firma Kravitz Design Inc. Häuser und Hotels.

133


stylestars “Stil kommt von innen heraus. Es geht darum, sich selbst zu sein und eine Atmosphäre zu schaffen.” LENNY KRAVITZ

134


IN DER BIBLIOTHEK sammelt der Hausherr Erinnerungen: Grammys und handgefertigte Stiefel. UM DIE EINGANGSHALLE windet sich eine prachtvolle Treppe, die von VintageFotografien flankiert wird. Über dem transparenten Flügel schwebt die Leuchte «Arco» von Flos.


stylestars

TEXT  CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT

AUGENZEUGEN BERICHTEN, Lenny Kravitz, 48, habe einen dermassen lasziven Hüftschwung drauf, dass bei seinem Konzert in Zürich schon in den ersten Minuten Hunderte von weiblichen Fans in hysterisches Kreischen ausbrachen oder gar in Ohnmacht fielen. Ganz zu schweigen von den vielen Herzen, die der Beau mit dem schokoladebraunen Superbody während seiner nunmehr 23 Jahre dauernden Karriere brach: Madonna, Nicole Kidman, Kylie Minogue, Vanessa Paradis, Penélope Cruz, Adriana Lima und Natalie Imbruglia sollen unter den Glücklichen gewesen sein, mit denen der in Brooklyn geborene Sänger ein paar Monate seines Lebens verbrachte. Sein Eigenheim durften nur zwei Frauen länger mit ihm teilen: Serien-Darstellerin Lisa Bonet («The Cosby Show»), mit der er von 1987 bis 1993 verheiratet war, und die gemeinsame Tochter Zoë. Ihre Teenagerzeit verbrachte die 24-Jährige bei ihrem Vater in New York City. Als sie auszog, um Schauspiel zu studieren, orientierte sich auch Lenny Kravitz neu: «Das Penthouse war viel zu gross, um immer

2

leer zu stehen.» Gut, fand er in Kollegin Alicia Keys eine würdige Käuferin. Sollte es ihn auf die Bahamas ziehen? Hier liegen die Wurzeln seiner Mutter, Actrice Roxie Roker (†1995), sein Feriendomizil und sein eigenes Plattenstudio. Ebenso hätte er in Miami landen können, wo er für das Interieur diverser In-Treffs verantwortlich zeichnet. Was den Künstler Anfang 2008 dazu bewog, in Paris ein Stadtpalais

“Schon als Kind war es für mich wichtig, wie mein Zimmer aussah. Ich habe es so eingerichtet, wie es mir gefiel.” LENNY KRAVITZ zu kaufen, war wohl das berühmte Savoirvivre: «Wenn ich in Paris bin, will ich einfach nur leben, leben, leben!» Und natürlich ist sein Hôtel particulier – wie man die Häuser des wohlhabenden Adels, des Klerus und der bürgerlichen Beamten im 17. und 18. Jahrhundert nannte – eine Rarität.

DER MUSIKER hat nämlich noch eine weitere Leidenschaft: das Einrichten. 2003 gründete er Kravitz Design Inc., eine Firma für Innenarchitektur und Möbeldesign. Mit ihr hat er bereits viele Projekte realisiert, wie den Florida Room im Hotel Delano in Miami Beach, Kristallluster für Swarovski oder eine Tapetenkollektion. Gerade arbeitet sein New Yorker Büro an weiteren Grossaufträggen, etwa der Lobby und den Suiten des Hotels Paramount Bay in Miami sowie am Bisha Hotel & Residences in Toronto. Logisch, dass sich der Chef selbst die passende Wohnwelt für sein Domizil in der Seine-Metropole ausdachte. Alle Möbel stammen aus der eigenen Kollektion, oder er hat sie aus Design-Galerien und auf Auktionen zusammengetragen. Dabei wurde ein striktes Materialkonzept eingehalten, bei dem nur Schwarz, Weiss, Silber und Gold Eintritt in Lennys PopPalast fanden. Lediglich die Kunst – meist Sujets mit Musikern – verteilt sich wie Farbtupfer an den Wänden. Nach Frankreich brachte der Hausherr auch seine Sammlung an Bühnen-Outfits von den Ikonen Bob Marley, James Brown und John Lennon mit. Diese hängen hinter Plexiglas im Ankleidezimmer. Und auf dem Kaminsims in der Bibliothek sorgen vier Grammys für den Groove.

Fotos: Reto Guntli + Agi Simoes (10), KDI Images (1)

1


3

4

5

6

7

1 IN EINEM DER GÄSTEZIMMER schmückt eine Siebzigerjahre-Tapete die Wände. Feuer brennt hier nicht nur im Cheminée – auf dem Sims warten Dutzende Kerzen auf ihre Erleuchtung. 2 DEN GROSSEN SALON erhellt ein Kristallluster von Kravitz Design Inc. Die vier Sofa-Klassiker «Togo» von Ligne Roset strahlen in weissem Leder. 3 DIE WANDVERTÄFELUNG im Esszimmer ist grau gestrichen. Dazu passen Tisch und Stühle aus schwarzem Schleiflack. 4 IM ERSTEN STOCK blickt Mick Jagger von einem Andy-Warhol-Druck, der auf einer Konsole des Designers Paul Evans steht. 5 DAS BAD ist aus schwarzem Marmor. 6 DIE ANKLEIDE mit Bühnen-Outfits von Musik-Ikonen und Lennys Stiefelsammlung. 7 KOSTBARKEITEN in der Master Suite: Kronleuchter von Baccarat und ein Chrombett mit Zebrabezug (Kravitz Design Inc.).


stylestars HELL

DIESE KERZEN aus echtem Wachs werden mit Batterien betrieben. Ihre LEDs verbreiten warmes Licht, das flackert. Drei Stück für Fr. 64.9 0. laredoute.ch

GLAMOURÖS

DIE SATINKISSEN «Kroko» tragen einen schimmernden grauen Bezug aus geprägtem Polyester, 50 × 35 cm, je ca. Fr. 25.–. maisonsdumonde.com

GEBE UGT

DIE STEHLE UCHTE «O-Space» ha t bis auf zwei M einen eter verlängerbaren Ar verchromtem m. Aus Metall und Glas, Fr. 22 9.–. mica sa.ch

KNUFFIG

DER SESSEL «Togo» wurde vor vi er von Michel D zig Jahren uc worfen. Zum aroy entrunden Geburtstag beka m Pied-de-poul er einen eFr. 190 8.–. lig Bezug. ne-roset.c

GELACKTCH

DER KLUBTIS «Aki» besteht aus drei runden Platten, ­ die sich beliebig aus schwenken lassen. 80  cm Durch­messer, Fr. 549.–. fly.ch

h

SCHARF

DIE TISCHLEU CH «Gun» trägt die TE Ha schrift von Philip ndpe Starck, Enfant te rri der Designwelt ble . 92 hoch, in Gold od  cm er ca. Fr. 2120.–. flo Silber, s.com


LENNY KRAVITZ

Mit Prunk und Schwung zurück in die Siebziger NOBEL

AUF DEM STUHL «Louis» wird jeder zum Star. Golden patiniertes Holz und braunes Kunstleder mit Kroko-Optik. 93 × 59 × 55 cm, Fr. 389.–.

kare-design.com

ZEITLOS

» DEN SPIEGEL «Fuego , umrandet ein patinierter reich verzierter Holz­ rahmen. Er ist 70 × 80 cm gross und erfreulich günstig: Fr. 89.9 0. interio.ch

BE HÄNGT

DER KRONLEUCHT ER «Ellipse» funkelt mi t sechzehn Kristallarme n. Seine Glühbirnen be schirmen kleine Sto ffhütchen. Um Fr. 29 40 0.– .

baccarat.com

GESETZT

FÜR DEN SE SS «St. Johns» st EL eh schiedene ho en verch Lederarten zu wertige r Verfügung. 107 ×  84 ab ca. Fr. 178 0.  × 90 cm, –.

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

Fotos: KDI Images (1)

vonwilmowsk

y.com

MUSTERHAFT

GESCHLIFFEN

DIE KARAFFE «Dov er» hat viele Facetten und eignet sich für alle Getränke, die stilvo ll serviert werden sol len. 0,75 l, Fr. 119.–.

villeroy-boch.com

DIE TAPETE ­«Delos» bringt SiebzigerjahreFlair in jedes Zimmer. Waschbeständiges rt. Vlies mit 18-cm-Rappo –. Eine Rolle für ca. Fr. 52. tapetender70er.de

139


stylestars

Hübsch verpackt: Kinostar Jessica Alba in Valentino.

Kristina O’Neill («WSJ. Magazine»), Autor Derek Blasberg, Designer Olivier Theyskens und Margherita Missoni (v. l.).

Fast wie im Film.

Ganz neue Seiten n BUCH-LANCIERUN

G IN PARIS

t Carine Roitfeld umgib LESART Mode-Expertin e gu vo en d un h m, was hübsc sich bevorzugt mit de 2» ue Iss ok Bo es «CR Fashion ist. Die Vernissage ihr dissegri-La im ersten Arron an Sh im noblen Hotel erobe. ard dg en ein Ball in Ab ment begleitete darum Was guckst du? Wir sind schon so lang befreundet.

Joan Smalls, in Givenchy, ist die Muse von Riccardo Tisci, Kreativdirektor der Marke.

des e war dem Schwerpunkt LEBENSART Die Devis to­ Au die ist st son zt! Nicht um Werks entnommen: Tan zu iss we Sie . yle t-of-bed-St rin bekannt für ihren Ou dy, zu animieren. Adrien Bro zu da re feiern und ande te Ka , ain ast Ch a erfeld, Jessic Riccardo Tisci, Karl Lag . en raf tog Fo n de ht jeder vor Moss tanzten, aber nic

Carine Roitfeld sieht meist so aus, als wäre ihr Leben eine Party. Ernsthaft: Musiker Kanye West wird bald Papa.

Na, ratet mal, welchen Job wir haben?

Karolina Kurkova (l., in Pedro Lourenço) und Kollegin Elena Perminova flankieren Pucci-Kreativdirektor Peter Dundas.

Liess kürzlich Haare: Mannequin Karlie Kloss (in Mary Katrantzou).

Eine verführerischer als die andere: Edita Vilkeviciute, Magdalena Fracko­wiak, Izabel Goulart, Hanne Gaby Odiele, Isabeli Fontana (v. l.) sind allesamt Models, würden aber auch eine gute Girl-Group abgeben – optisch gesehen.

Fotos: Dukas

Adrien Brody (in Maison Martin Margiela) dreht gerade dauernd in Europa.

REDAKTION Sherin Hafner

Stil hoch drei: Schmuckdesignerin Gaia Repossi, Casting-Agentin Natalie Joos und Art-Director und Jungmami Julia Restoin Roitfeld (v. l.).


Ich mach mal Platz.

Model Jessica Stam (l.) und Kate Lanphear («T: The New York Times Style Magazine»).

Amanda Seyfried kam direkt von den Oscars nach Paris und sass dort in der ersten Reihe.

Die femininen Kreationen von Jason Wu trägt auch die US-First-Lady gern.

Eine Frau sieht rot.

Das holländische Model Daphne Groeneveld (in Emilio Pucci, Ring Repossi).

Coco Brandolini D’Adda (l.) berät Modemarken, ihre Schwester Bianca trägt diese lieber.


Wölkchen am Himmel und immer die perfekte Temperatur, selten unter neunzehn Grad. Durch das Vitamin D scheinen nicht nur die 3,9 Millionen Ein­ wohner bessere Laune zu haben. Natürlich stimmen die Vorurteile – Schönheitswahn, die höchste Zahl an Brustimplantaten, Oberflächlichkeit, Erdbeben, Waldbrände – zu einem gewissen Teil, aber für mich hat meine Lieblingsstadt unzählige schöne Facetten zu bieten. Im Sommer 2010 tauchte ich mit meiner Familie für zwei Monate ein in das Leben à la Holly­ wood. Wir suchten uns ein Haus in Beverly Hills. Da mit der Finanzkrise viele Objekte auf dem Markt waren, hatten wir Glück und mieteten eine Villa an Bestlage in illustrer Nachbarschaft. Unsere Anrainer freuten sich, dass endlich jemand Neues da war, und kamen mit Champagner und Blumen vorbei. Freun­ de fanden wir schnell. Einmal waren wir zu einer Gartenparty eingeladen. Auf dem riesigen Grund­ stück mit Poolanlage und Tennisplätzen tummelten sich einige knapp verhüllte Starlets, echte Affen und Zebras zum Streicheln, und in einer Ecke konnte man sich sogar ein Tattoo stechen lassen. Ich fühlte mich wie bei Hugh Hefner in der «Playboy Man­ sion». Das komplette Gegenprogramm zu dem ex­ zentrischen Treiben boten die Anlässe des Beverly Hills Women’s Club, bei denen sich die Damen, die auf dem berühmten Hügel wohnen, mehrfach im Monat zu kulturellen Höhepunkten treffen. An das Staraufgebot gewöhnt man sich schnell: Zu mensch­ lich werden die Grössen aus dem Showbusiness, wenn man sie beim Einkaufen im Supermarkt oder unge­ schminkt im Sportstudio trifft. Kürzlich landete ich wieder am Flug­ hafen LAX. Ich war von Montblanc zum Charity-Brunch Signature for Good im Hotel Bel-Air eingeladen, unter anderem mit Hilary Swank, am Tag vor den Oscars. Ich ging auch über den roten Teppich und muss gestehen: Das Gefühl ist absolut genial! VIP-Feelings erleben selbst Normalos hier regelmässig – wie meine Freundin, als vor deren Haus diese Woche die Pop-Exzentri­kerin Nicki Minaj im pinken Bentley vorfuhr, um dort ihr neues Musikvideo zu drehen. In der Stadt der Engel ist eben auch der Alltag oft himmlisch.

SAN DRA BAUKN EC HT CALIFORNIA-GIRL IN DER STADT DER ENGEL FÜHLT SICH UNSERE KOLUMNISTIN HEIMISCH. Heisst ein Fleckchen Erde Stadt der Engel, hat es grosses Potenzial, zu meinen Favoriten zu gehören. In Los Angeles ist alles sonniger, schöner und pom­ pöser als irgendwo anders. Mein Faible für die kali­ fornische Metropole begann schon in sehr jungen Jahren, als ich dort eine Zeit auf dem College ver­ brachte. Was mich daran fasziniert? Fast nie ein

142

SANDRA BAUKNECHTS FAVORITEN LOS ANGELES RESTAURANT THE IVY Das «Ivy» ist der Platz zum Lunch. Hier kann man sich nach einem ShoppingBummel auf dem Robertson Boulevard mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Krabben-Küchlein, Hummer-Ravioli oder einem Hamburger verwöhnen lassen. theivyrestaurants.com

LOS ANGELES RESTAURANT CECCONI’S Der italienische Klassiker ist auch bei den Celebritys beliebt. Besonders schön sind die Tische auf der Terrasse am Eingang. cecconiswesthollywood.com

LOS ANGELES HOTEL SHUTTERS

ON THE BEACH

An diesem Ort fühlt man sich eigentlich eher wie auf den Hamptons. Die Einrichtung und die Lage am Meer in Santa Monica sind ein absoluter Traum, nicht nur für Romantiker: Strandhaus-Flair mit Luxusbetreuung. shuttersonthebeach.com

SANDRA BAUKNECHT STUDIERTE MODEDESIGN UND WAR MODEREDAKTORIN BEI «MARIE CLAIRE». HEUTE LEBT SIE IN ZÜRICH. IHR ENGLISCH VERFASSTER BLOG WIRD IN 140 LÄNDERN GELESEN. sandrascloset.com

Foto: © Jonathan Leibson / Gettyimages for Montblanc

Pelzmantel, Tasche von Prada, Kleid, Schuhe von Saint Laurent, Schmuck von Montblanc

stylekolumne


?

stylekolumne

SIE SIND EINE BILDERBUCHFAMILIE oder besser eine Fotobuchfamilie: die Smiths. Papa Will, 44, ist ein BlockbusterStar mit Hip-Hop-Ambitionen. Mama Jada, 41, bekannt aus dem TV, rockt nebenbei die Bühne. Die Sprösslinge (Trey, 20, stammt aus Wills erster Ehe, Jaden, 14, und Willow, 12) sind schon von Kindesbeinen an erfolgreich im Showbusiness. Vor allem Willow ist mit ihrem exzentrischen Style bei ihrer Genera­ tion Kult. Als unverkrampft nahm man das Girl wahr, winkte es vergangenen Februar an seiner ersten Modewoche in New York aus der ersten Reihe, angetan mit fettem Gold-Shirt, Leggings, nietenbesetzter Lederjacke und Boots, oder anderntags im Schwarz-Weiss-Mix mit Neontasche. Wurde Willow beim Luxus-Shoppen mit der Grandma bei Cartier in Paris abge­ lichtet und deswegen angefeindet, blieb sie nett und freundlich. Lustig anzuschauen waren ihre wechselnden Fri­suren – Punk bis Rasta – sowie Brillen, Ketten, Hütchen und Bänder. Eines übertrumpfte aber jedes schrille Accessoire, das MegawattLächeln des Mädchens, das den Blitzlichtern Konkurrenz machte – und anscheinend auf Knopfdruck ange­knipst werden konnte. Denn genauso rasch erlosch es, sobald sich die Kameras abwendeten. Der Frohsinn der 1,52-Meter-Kleinen war aufgesetzt. Willow gab via Twitter einen Einblick in ihre offenbar verdunkelte Seele: «Das Leben ist Schmerz.» «Ich lebe in meiner eigenen Hölle.» «Ich glaube, meine Gedanken wollen mich umbringen.» Verstörende Sätze, die einen schocken. Angeblich kümmert sich nun ein im Umgang mit HollywoodKids geschulter Psychologe und Therapeut um sie.

ZUM KAMPF GEGEN DIE BÖSE, unangenehme, langweilige Ernsthaftigkeit fühlen wir alle uns mehr oder weniger verpflichtet. Wer brav lächelt, wird als attraktiver und kreativer wahrgenommen, scheint relaxed, souverän, angenehm. Er hat grössere Aufstiegschancen. Auch fühlen wir uns ihm näher. Doch hat die grelle Lach-und-Spass-Gesellschaft ihre dunklen Seiten. Das merken einige gerade jetzt im Frühling, wo eigentlich positive Gefühle spriessen wollen. Das Licht kurbelt die Produktion von Dopamin (einem Botenstoff im Körper) und Serotonin (einem Gewebshormon und Neurotransmitter) an. Dadurch fühlen wir uns allgemein gut und leicht euphorisch. Es gibt aber Leute, die genau dann unter Müdigkeit leiden, gar depressiv werden, weil sie ihr Dasein an hellen Tagen im besonderen Gegensatz dazu empfinden. Sie wähnen es düster und traurig. Es kommt darauf an, die Balance zu finden. Wer seine Seele entblösst, sein Inneres unmaskiert preisgibt, könnte sich lächerlich machen – oder wahrhaft erkannt werden … Wie Lisa Gherardini del Giocondo, die Modell sass für das bekannteste Porträt der Welt, vom französischen Schriftsteller Théophile Gautier: «Ihr Ausdruck, weise, tief, samtig und voller Versprechungen, zieht euch unwiderstehlich an und vergiftet euch, während der sinnliche (…) Mund euch mit so viel Süsse, Anmut und Überlegenheit verspottet, dass man sich ganz schüchtern fühlt, wie ein Schuljunge vor einer Herzogin.» Solch eine Wirkung kann ein Lächeln haben – und das jahrhundertelang.

DAS GRINSEN GREIFT UM SICH Schauen Sie nur! Wohl­ gelaunte Menschen, vermeintlich. Nicht nur viele Promis lächeln gewohnheitsmässig, komme wer oder was wolle. In der Öffentlichkeit tragen sie stets ihr Signature-Smile. Dieses scheint eine Art Schutzschild zu bieten, weil es andere Emotio­ nen, die vielleicht weniger populär sind, halt gut verbirgt.

DR. SHERIN HAFNER IST TEXTCHEFIN UND PEOPLEEXPERTIN VON SI STYLE. SIE HAT PSYCHOLOGIE UND JUS STUDIERT.

Foto: Sarah Maurer

LIEBE ETC. KEEP SMILING

Kenner der Körpersprache jedoch lassen sich nicht von der glänzenden Oberfläche blenden und enttarnen die Fälschung sofort. Beim gefakten Frohsinn bewegen sich die Gesichtszüge in einer charakteristischen Weise: Zwar gehen die Mund­winkel sympathisch nach oben, kleine Fältchen kräuseln die Stirn sowie die Lippenpartie. Auch Zähne mag man zeigen. Doch das kann alles nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Augen trüb bleiben, leer, ohne Feuer. Zudem ist die Körperspannung zu hoch und damit die gesamte Haltung zu steif für so etwas locker Flockiges wie ein Lächeln. Man kann sich das bildlich vorstellen: Es wäre, als ob die Mona Lisa nicht entspannt, ohne etwas Besseres vorzuhaben, für Leonardo da Vinci posiert hätte. Im Gegenteil, die gute Frau sähe gestresst aus, wie wenn ihr der Termin zwischen ihre ehelichen Pflichten als Kaufmannsgattin und die Gutenachtgeschichte für die Kinder eingeschoben worden wäre.


stylestars ALTE HASEN IM FOKUS TEXT  SHERIN HAFNER

WENN EIN LABEL KULT BIETEN WILL, BUCHT ES EIN MODEL AUS DEN NEUNZIGERJAHREN. DIE SCHÖNEN SIND AUCH MIT VIERZIG TOP. IHR VORNAME reichte aus, um Designer zu fantastischen Kreationen, Frauen zum Kaufen und Männer zu allem zu verleiten: Linda, Helena, Naomi, Christy. Für weniger als 10 000 Dollar standen einige von ihnen gar nicht erst auf, ihre Tagesgagen reichten bis zum Zehnfachen davon. Die fetten Jahre der Supermodels sind zwar vorbei. Dennoch erleben sie gerade ihren zweiten Frühling; oder waren ohnehin nie ganz von der Bildfläche verschwunden.

2 01 2

TON LOUIS VUIT

19 9 4

T YVES SAIN LAURENT

CHARISMA – damit besteht man in einem Business, wo der Jugend gehuldigt wird und magere Teenager die teuersten Teile vorführen. Diese Diven sind keine anonymen Kleiderständer, sondern haben Ecken und Kanten, Zickereien und Skandale. Ihren Glamour nutzen die Firmen, um ihre Produkte zu personifizieren, ihrer Marke ein Gesicht zu geben, das man so schnell nicht vergisst. Per definitionem ist ein Supermodel eine hoch bezahlte Person von weltweitem Ruf, die die Kollektionen grosser Häuser präsentiert. Ihre Persönlichkeit macht sie zeitlos, oder wie es Amber Valletta ausdrückt: «Es ist besser, Kleider zu tragen, als sich von ihnen tragen zu lassen.»

19 9 9 KATE MOSS, 39 Die Britin («Königin

Kate») begeht gerade ihr 25-JahrDienstjubiläum und feiert sich selbst mit Dutzenden von Aufträgen.

146 BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

✸✸✸✸

19 9 5

MATTHE W WILLIA MS ON

CH AN EL

PINKO 2012/13

CHANEL 2013

NAOMI CAMPBELL, 42 Zierte als erste Farbige

STELLA TENNANT, 42 1,80 Meter gross, mit

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

die französische «Vogue» und insgesamt mehr als 500 Titelblätter. So legendär wie ihr raubkatzenhafter Gang sind ihre Launen.

✸✸✸

aristokratischer Herkunft und Haltung: 1996 wurde die Britin zur Muse von Modezar Karl Lagerfeld, heute ist sie es wieder.

✸✸✸✸


19 9 2 1 9 97

VE RS AC E

1991

CH RISTIA N DIOR

VOGUE PARIS 2012/13

ESPRIT 2012/13

L’ORÉAL PARIS 2009

CARLA BRUNI, 45 Ihre Affären sorgten bei­

CHRISTY TURLINGTON, 44 Sie ist der beste

LINDA EVANGELISTA, 47 Man nannte sie das

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

nahe für mehr Wirbel als ihre Karriere. Nach­ dem die Première Dame aus dem ElyséePalast auszog, darf sie wieder modeln.

Beweis dafür, was es bewirken kann, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind: Die Yogini und Aktivistin ist inspirierend.

✸✸

Chamäleon, weil sie Frisur und Haarfarbe beinahe im Wochentakt wechselte. 2008 wurde sie Werbebotschafterin für L’Oréal.

MATTHE W WILLIA MS ON

19 9 9

TO N LO UIS VUIT

19 9 4

19 9 8

KA RL LA GE RF ELD

TRIUMPH 2012/13

DIOR CAPTURE TOTALE 2013

VOGUE AUSTRALIA 2013

HELENA CHRISTENSEN, 44 «Wir haben eine

EVA HERZIGOVA, 40 Berühmt wurde die

CAROLYN MURPHY, 39 Seit mehr als einer De­

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

Tiefe in uns, die uns interessant macht, ab­ gesehen von der attraktiven Oberfläche», erklärt die Dänin ihre Faszination.

Fotos: Imaxtree (1), Dukas (12), Intertopics (3), DDP Images (2), Insight Media (1)

IS AA C MIZR AHI

1,83 Meter grosse Tschechin als Miss Won­ derbra. Mit jedem Jahr scheint die Mutter zweier Buben überragender zu werden.

✸✸✸✸

kade ist sie das Gesicht von Esteé Lauder. Trotz buntem XL-Tattoo (ein Koi) ergattert sie die Kampagnen von Luxuslabels.

✸✸

19 9 5

CH AN EL UR E HA UTE CO UT

19 9 5

19 9 6

VE RS AC E

BA LM AIN UR E HA UTE CO UT

LOVE MAGAZINE 2011

JASON WU 2012/13

PRADA 2013

KRISTEN McMENAMY, 46 Das Mami – Tochter

STEPHANIE SEYMOUR, 44 Vor dreissig Jahren

AMBER VALLETTA, 39 Als Teenie gab sie dem

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

BODY-MONEY-INDEX (BMI) ✸

Lily, 19, modelt für Marc Jacobs – ist cool durch ihre unkonventionelle Ausstrahlung. Dank ihr sind silbergraue Haare en vogue.

✸✸

war sie Finalistin des Elite Model Look, dann ein Victora’s-Secret-Engel, «Vogue»und «Playboy»-Covergirl und Video-Star.

Duft Eternity von Calvin Klein sein zeitloses Antlitz. Kosmetikmarken lieben die Ver­ letzliche mit dem durchscheinenden Teint.

✸✸✸


e l y t s n i z a g a m

Foto: Ascot Elite

AUF DIESEN SEITEN

SIDE EFFECTS heisst der neue Film von Steven Soderbergh («Ocean’s»-

Trilogie, «Magic Mike»). Die Hauptdarsteller Jude Law, Catherine Zeta-Jones, Channing Tatum und Rooney Mara haben mit Risiken und Nebenwirkungen von Psycho-Pillen zu kämpfen. Was als Kritik an der Pharma-Branche und am leichtfertigen Konsum von Anti-Depressiva beginnt, entwickelt sich zum Mordkomplott. Rooney Mara spielt wie schon in «The Girl with the Dragon Tattoo» eine verwundete Seele, die auf Rache sinnt. Ab 2. Mai.

150 KINO TOM CRUISE IM SCIENCE-FICTIONABENTEUER «OBLIVION» ++++++++++++++++++++ 154 BÜCHER KATJA ALVES ++++++++++++++++++++ 156 MULTIMEDIA SEHEN UND HÖREN ++++++++++++++++++++ 158 REISEN SEHNSUCHTSZIEL SIZILIEN ++++++++++++++++++++ 164 KOCHEN MISTKRATZERLI ++++++++++++++++++++ 166 WEINBAR WEINGENUSS ÜBER DEN WOLKEN ++++++++++++++++++++ 167 AUTO NISSAN NISMO ++++++++++++++++++++ 168 GELD GEDULD BRINGT GEWINN ++++++++++++++++++++ 170 ZEITGEIST WOLFGANG JOOP ++++++++++++++++++++

149


stylefilm

TOM CRUISE TUTS WIEDER 1 2

ES GIBT SICHER SUBTILERE UND SYMPATHISCHERE SCHAUSPIELER ALS TOM CRUISE, ABER KAUM EINEN BESSEREN ACTION-HELDEN. IN «OBLIVION», SEINEM 36. FILM, RETTET DER 50-JÄHRIGE DIE WELT. EINMAL MEHR.


5

4

TEXT ANITA LEHMEIER

3

NACH DER APOKALYPSE räumt ein fleissiger kleiner Roboter namens Wall-E die Erde auf, sortiert säuberlich den Müll. Die Einsamkeit des emsigen Blechkistchens findet ein Ende, als aus dem All ein hoch entwickeltes Computerwesen mit schnittigen Formen einschwebt: Eve. Ein Blick in ihre leuchtenden, blauen Optikschlitze – und Wall-E ist heillos verliebt. Eve leistet ihrem rostigen Verehrer Gesellschaft, bringt ihn aber auch arg in die Bredouille. Die Story des entzückenden Disney-Animationsfilmes «Wall-E» von 2008 ist jetzt in Real-Version im Kino zu sehen. Der Science-Fiction-Thriller heisst «Oblivion», der Held Tom Cruise. SPÖTTER BEHAUPTEN, die ungelenke Blechbüchse mit Raupenantrieb sei ein besserer Schauspieler als Tom Cruise. Nun mögen die mimischen Qualitäten des Superstars tatsächlich nicht über alle

Zweifel erhaben sein, sein offenes Engagement für Scientology sehr suspekt und sein Sprung aufs Sofa zum Liebesschwur an Katie Holmes, inzwischen die dritte ExMrs.-Cruise, im TV zum Fremdschämen peinlich – und doch spricht eine ganze Menge für den Hollywood-Actor. Zum Beispiel 33 seiner bisher 35 Filme. Vergessenswert sind lediglich «Cocktail» und «Far and Away», zwei Streifen, die wir ihm als Jugendsünden durchgehen lassen. Als Alterstorheit verzeihen wir ihm «Rock of Ages». In diesem albernen Musical bewies Cruise verblüffend viel Selbstironie, sonst nicht so seine Stärke. Seine Auftritte als krass tätowierter Altrocker, eine Mischung aus Jim Morrison, Freddie Mercury und Lemmy Kilmister, sind die einzig sehenswerten Szenen im sinnfreien Singspiel. Nur drei grottenschlechte Filme von drei Dutzend, solch einen exzellenten Schnitt erreicht kaum einer der hochgelobten Darsteller mit Oscar-Würden. Diese höchste Auszeichnung im Filmbusiness wurde Cruise bislang nicht zuteil. Als Trophäen nahm er dafür einige seiner Kolleginnen mit nach Hause: Mimi Rogers, 57, Nicole Kidman, 45, Penélope Cruz, 38.

DIE LETZTEN AUF DER WELT 1 Im Jahr 2073 ist die Erde nach Alien-Attacken wüst und leer, die Menschen sind auf Raumstationen geflohen. 2 + 3 Der Drohnenmonteur Jack Harper (Tom Cruise), einer der letzten Überlebenden auf unserem zerstörten Planeten, gerät in die Fänge des ­Bösewichts ( 5 Morgan Freeman). 4 Jacks Mitarbeiterin Victoria (Andrea Riseborough).


stylefilm

6

ALS HELD LÄUFT TOM CRUISE ZUR HOCHFORM AUF. STUNTS SIND FÜR IHN EINE FRAGE DER EHRE.

6

“Du hast ja keinen blassen Schimmer, was es bedeutet, ich zu sein.” TOM CRUISE ALIAS STACEE JAXX IN «ROCK OF AGES» («Rain Man»), bei Oliver Stone («Born on the Fourth of July»), bei Neil Jordan («Interview with the Vampire: The Vampire Chronicles»), bei Stanley Kubrick («Eyes Wide Shut»), bei Steven Spielberg («War of the Worlds», «Minority Report»), bei Paul Thomas Anderson

TOP GUN (1986) Als junger Kampfjet-Pilot Maverick gab Tom Cruise nicht nur den perfekten Poster-Boy in TeenagerZimmern ab, Film und Figur lieferten Steilpässe für manche Parodie.

(«Magnolia») oder bei Brian De Palma («Mission: Impossible»). Fehlt eigentlich nur noch Woody Allen … In den Werken des jüdischen Neurotikers hat es eben für das, was Tom am besten draufhat, keinen Platz: Action und Heldentum. SEINE PRACHTVOLLEN MUCKIS und sein Draufgänger-Gen durfte der Topverdiener aus der Traumfabrik in vielen Streifen präsentieren, zuletzt im vierten Teil der Agenten-Reihe «Mission: Impossible». Für den Stunt an der Glasfassade des welthöchsten Gebäudes – das Burj Khalifa in Dubai – liess er sich nicht doubeln. Zahlreiche seiner Actionszenen drehte der mit 1,70 Metern eher Kleingewachsene selber. Und auch mit fünfzig, einem Alter, in dem manch anderem schnell der Schnauf und das Haupthaar ausgehen, zeigt sich der Mime in VollfitForm. Muss er auch, denn in «Oblivion» darf er, wie gewohnt, nicht nur die eigene Haut und die holde Maid (gespielt von Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko, 33), sondern gleich die ganze Welt retten – oder was davon übrig ist. Und er wird sich und uns sicher wieder eine Sequenz mit nacktem Oberkörper gönnen. Fein!

ÜBERLEBEN IM HIMMEL 6 Vor den Angriffen der Ausserirdischen im Jahr 2013 (!) flohen die Menschen in eine Raumstation hoch über den Wolken. 7 Landete unfreiwillig und unsanft auf der entvölkerten Erde: die mysteriöse Julia (Olga Kurylenko).

BORN ON THE FOURTH OF JULY (1989) In der Rolle des Kriegsveteranen Ron, der im Rollstuhl sitzt, holte er eine OscarNomination. Und unseren Respekt für den Mut, so schlecht auszusehen. MISSION: IMPOSSIBLE (1996–2011) Viermal trat der Schauspieler als Agent Ethan Hunt gegen die Bösen der Welt an. Die Action-Serie katapultierte ihn in die Liga der Topverdiener in Hollywood.

Fotos: Universal Pictures (6), Bulls Press (1), Interfoto (1), Mauritius (1), Fotex (1), Hipp-Foto (1), Imago (1)

SEIT TOM CRUISE 1981 erstmals auf der Leinwand auftauchte, kommt man als ernsthafter Kinofan um seine Filme nicht herum. Nach seinem Durchbruch 1986 als testosteronbefeuerter Kampfpilot Maverick in «Top Gun» von Tony Scott stand er bei allen grossen Regisseuren vor der Kamera: bei Martin Scorsese («The Color of Money»), bei Barry Levinson

7

THE LAST SAMURAI (2003) «Tom Cruise spielt Tom Cruise, der einen Samurai spielt», so brachte ein Filmkritiker die Leistung des Dar­s tellers treffend auf den Punkt. Der Film war klasse. VALKYRIE (2008) In Bryan Singers Filmbio­grafie tritt Cruise als Colonel Claus von Stauffenberg den Nazis entgegen und plant ein Attentat auf Hitler. Die Augenklappe stand ihm richtig gut. KNIGHT AND DAY (2010) Komödien und Humor sind nicht seine Kernkompetenzen. Die Agenten-Verulkung mit Cameron Diaz war trotzdem ein heiteres Stück Kinovergnügen.


stylebücher DRUCKFRISCH

PROTOKOLL  ANITA LEHMEIER

VON DREIERLEI KANN MAN NIE GENUG HABEN, FINDET KINDERBUCHAUTORIN KATJA ALVES: SCHUHE, KLEIDER, BÜCHER. «Als Kind wollte ich Fluglotsin werden. Mich faszinieren Flughäfen und Häfen noch heute, vielleicht hat das mit meinen portugiesischen Wurzeln zu tun. Das Fern­ weh scheint da ein kollektives Erbe zu sein. Schon früh entdeckte ich Bücher als Trans­ portmittel, die einem die Welt offenbaren. Kinderbücher las ich nicht, aber Liebes­ romane à la Pearl S. Buck aus den Beständen meiner Oma. Als ehemalige Buchhändle­ rin besorge ich mir Lesestoff natürlich im Fachgeschäft. Für Moderationsjobs lasse ich mich gern in Form von Büchergutscheinen bezahlen. Das Platzproblem, das jeder Viel­ leser kennt, löse ich, indem ich die Regale doppelreihig bestücke. Und indem ich vie­ les weiterverschenke. Es bereitet mir Freu­ de, gute Lektüre unter die Leute zu brin­ gen. Das habe ich schliesslich gelernt.» THE CATCHER IN THE RYE von J. D. Sa­ linger. «Eine Offenbarung! Eine Deutsch­ lehrerin empfahl es mir während meiner Buchhändlerausbildung. Lesetipps von Lehrern begegnet man ja mit Misstrauen, sie aber traf den Nagel auf den Kopf.»

154

DER KLEINE NICK von René Goscinny und Sempé. «Alltägliche Begebenheiten, scharf beobachtet, mit hintergründigem Humor erzählt. Ein Büchlein, das jede und jeder lesen sollte – nicht nur Kinder.» DIE STADT DER BLINDEN von José Sara­ mago. «Von diesem grandiosen Autor habe ich jedes Werk verschlungen. Wie alle Por­ tugiesen ist er ein grosser Moralist. In sei­ nem nobelpreisgekürten Roman lässt eine Epidemie die Menschen erblinden und ver­ elenden. Trotz des düsteren Themas glimmt am Ende ein Funken Hoffnung.» HOMESTORIES von Elke Heidenreich und Daniel Müller. «Daniel Müller bas­telte aus Packpapier Kästchen mit detailverliebt gekleideten Tieren in hübschen Interieurs. Elke Heidenreich schrieb dazu Beobach­ tungen durchs Schlüsselloch.» MEINE MUTTER ... von Émile Bravo und Jean Regnaud. «Die Graphic Novel erhielt den Deutschen Jugendbuchpreis. Weil ich sie für eine der besten Kindergeschichten halte, hat mich die Auszeichnung so gefreut, als hätte ich sie selber erhalten.»

KATJA ALVES, 51, Autorin und Lektorin. Ihr neuestes Buch: «1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann», ­Beltz & Gelberg. katjaalves.ch

Hannes Stein, «Der Komet», Galiani Berlin

EROTISCH Der junge, ehrgeizige Piet Barol ist ein armer Schlucker, sieht aber gut aus und hat Manieren. Das verschafft ihm die Stelle als Hauslehrer bei einer reichen Amsterdamer Familie. Den Avancen der Töchter widersteht er, lässt sich aber mit der Dame des Hauses ein. Mason schildert mit Eleganz die erotischen Begegnungen und den Weg des talentierten Taugenichts nach oben. Richard Mason, «Die geheimen Talente des Piet Barol», C. Bertelsmann

FILMREIF Professor Selig ist um die vorletzte Jahrhundertwende als Zauberer unterwegs. Als sein Kaninchen bei einem Trick zu Tode kommt, versucht sich Selig im jungen Filmgewerbe. Sein Kollege Boggs, auf der Flucht vor dem Dauer­regen in Chicago, lässt sich in Kalifornien nieder. Die Autorin erzählt lakonisch von den Anfängen der Traumfabrik Hollywood. Christine Wunnicke, «Selig & Boggs. Die Erfindung von Hollywood», Berenberg

Fotos: Inge Jurt (1), Anita Affentranger

WELTREISEN IM KOPF

KÖNIGLICH Weil Thronfolger Franz Ferdinand im Juni 1914 vorzeitig aus Sarajevo abreist, kommt es nicht zum grossen Krieg. Auch der Zweite Welt- und der Kalte Krieg fallen aus. Ganz Europa (ausser der Schweiz) ist eine Monarchie, Wien ihr Zentrum. In dieser Kulisse voller Küss-die-Hand-Schmäh bandelt der Student Alexej mit der Frau des k. u. k. Hofastronomen an. Der weilt auf dem Mond und soll den Kometen, der auf die Erde zurast, zer­stören. Ein charmant-nostalgischer Zukunftsroman.


STEHAUFMÄNNCHEN ALBUM

DEAD CAN DANCE

2012 markierte «Anastasis» nach sechzehn Jahren Pause die gloriose Rückkehr von Lisa Gerrard und Brendan Perry: Schwarzkittel, Neoklassiker und Mittelalterfreunde hatten ihre Ikonen wieder. Mit «In Concert» erscheint nun das Live-Album zur aktu­ellen Welttournee auf zwei CDs und einer DVD. Am 3. Juni live im Kongresshaus in Zürich. ¬¬¬¬¬

TEXAS

Einst waren sie die meistgespielte Band Englands. Dann sank der Stern der Schotten, ein Solo-Werk der Sängerin Sharleen Spiteri blieb unbeachtet. Nach acht Jahren Pause zeigen sich Texas mit «The Conversation» wieder bei Kräften: satt produzierter Pop, der pulsiert. So könnten die Pretenders heute tönen. ¬¬¬

HELLDORADO

Sicher, es gibt originellere Albumtitel als «Bones in the Closet». Aber hey, wenn man aus dem kalten Norwegen kommt, Spaghetti-Western mag und jede Country-Spielart auf die Schippe nimmt, zeugt das von Humor. Den pflegt das Trio auch mit dem vierten Album. Klingt wie der Soundtrack zu einem Tarantino-Film. ¬¬¬

ALEX HEPBURN

Die Sängerin aus London leidet an dem, was man Schicksalsschläge nennt. Aber Alex jammert nicht, sondern verarbeitet Erfahrungen und Verluste in kraftsprühenden Songs zwischen Soul, Blues und Rock und setzt mit ihrer Kratzstimme noch einen drauf. Sie wird zu Recht als Newcomerin mit Zukunft gehandelt. ¬¬¬¬

JUNIP

Zwölf Jahre brauchte das Trio aus Schweden für sein 2010er-Debüt «Fields», jetzt folgt «Junip» geradezu in Rekordtempo. Die Stücke bleiben warmer, ruhiger Pop mit schöner Feinarbeit an der akustischen Gitarre und präzisen Keyboards: ideal für lange Spaziergänge und verregnete Sonn­tage. Am 2. Mai live im «Plaza», Zürich. ¬¬¬¬


e l y t s a i d e m i t l mu DVD

APP PERCOLATOR

Mit dieser App für iPhone, iPad, iPod touch (Fr. 2.–) werden aus Schnapp­ schüssen kleine Meisterwerke in MosaikOptik. Percolator zerlegt die Motive in Ringe und Kreise. Detail­reiche Abschnitte erscheinen in winzige Perlen aufgelöst, in Flächen fügen sich Ringe ein. Eignet sich für Motive mit hohem Wiedererkennungswert. ¬¬¬¬

REDAKTION Anita Lehmeier

ROBOT & FRANK

Ist der Rentner Frank (überragend: Frank Langella) nur knurrig und schusselig, oder ist das schon Demenz? Die Kinder (James Marsden, Liv Tyler) besorgen ihrem Vater einen Haushaltsroboter. Nach anfänglicher Skepsis werden der Senior und die Maschine dicke Kumpel. Frank frönt bald wieder seiner alten Leidenschaft, dem Klauen. ¬¬¬¬

THE PERKS OF BEING A WALLFLOWER

Als wäre Teenager sein nicht schon schwer genug, muss Charlie (Logan Lerman) mit dem Selbstmord seines Freundes, seinen Gefühlen für Sam (Emma Watson) und dem Coolsein von Patrick (Ezra Miller) zurechtkommen. Die vielleicht beste Highschool-Tragikomödie seit «Dead Poets Society». ¬¬¬¬

FRANKENWEENIE

Tim Burton, Meister des Gothic-Grusels, hat einen Kurzfilm von 1984 zu einem entzückenden Animationsfilm mit Puppen ausgebaut. Die Story: Jung-Physiker Victor Frankenstein holt seinen verunfallten Hund Sparky mittels Blitzen und Elektrizität aus dem Reich der Toten zurück. Der Zombie-Hund sorgt für Chaos. ¬¬¬¬¬

DIALÄKT ÄPP

Verstehen Sie den Ausdruck Grübschi? Oder Bitsch? Bütschgi? Ist alles ein und dasselbe. Mithilfe der neuen GratisApp können Sie nicht nur Ihren Dialekt lokalisieren, sondern durch (anonyme) Aufnahmen auch aufbewahren und so das Phonetische Laboratorium der Universität Zürich bei der Forschung unterstützen. wemakeit.ch ¬¬¬¬¬


stylereisen

MARE MIO! AN DER SÜDKÜSTE – VON SIRACUSA BIS SCIACCA – SCHLÄGT DAS HERZ SIZILIENS. EINE REISE ZUR KULTUR DER MENSCHHEIT UND IN DEN SÜDEN DER SEELE.

158


1 2

METROPOLIS AUSSICHTEN MADRID UND EINSICHTEN 1 1Gran VonVía dermit Südostküste dem 1911 eröffneten Siziliens aus Metropolisreicht der Horizont bis nach Afrika. Gebäude Die Sehnsucht von Jules nach undMeer R ­ aymond wird Février. voll2 erfüllt. Pedro ­A2lmodóvar, Wie eine Spaniens orientalische kreativster Kasbah Filmemacher ergiesst sich («Frauen die Häuser­ am Randelawine des N ­ der ervenzusammenbruchs», Altstadt von Sciacca ­«Matador»). einen Steilhang 3 Spaniens hinab Glamourzum Hafen. und Ehepaar 3 Die Italienerin Penélope Bianca Cruz Balti shoppt und in den Javier Ferien Bardem. gern hier. Im Süden Siziliens ist selbst das Top-Model nur eine Bella Ragazza von vielen.

3

TEXT  ANNETTE KÖNIG

«SIZILIEN IST EINE BÜHNE, auf der jeder seine eigene Rolle erfinden darf», schrieb der sizilianische Literaturnobelpreis­ träger Luigi Pirandello. Das gilt insbesondere für den heissen Süden der Insel, der nie Touristenmassen angezogen hat, son­ dern eher Individualisten auf der Suche nach kleinen Fluchten. Ländliche Idylle trifft auf multikulturelle Einflüsse, antikes Erbe auf modernen Lifestyle. Bestes Beispiel ist die Stadt Siracusa mit der Insel Ortigia: ein Stück altes Griechenland in Italien. Luxusjachten ankern im Hafen, und einen Steinwurf entfernt hat Archimedes einst «Heureka!» gerufen. Entlang des Corso Umberto reiht sich eine Boutique an die andere, und nur wenige Schritte weiter verläuft man sich im Gassengewirr der Altstadt mit ihren Schatten, pittoresken Innenhöfen und Trattorien. Hier wohnen ganz normale Menschen, aber seit je auch Nym­ phen und Götter. Die Arethusa-Quelle ist legendär und aus­ serhalb Ägyptens der einzige Ort, an dem noch wilder Papy­ rus wächst. Nur ein paar Schritte weiter steht der Dom, ein be­merkenswerter Bau, der alle Epochen vereint: 2500 Jahre alte dorische Säulen, eine barocke Fassade, Holzdecken aus der Renaissance und romanische Skulpturen. In der Antike als Tem­ pel für Athene errichtet, spürt man im Inneren auch heute so etwas wie den Windhauch der Geschichte. Das Teatro Greco, das Amphitheater von Siracusa, hat den Spagat in die Jetztzeit geschafft. Im Sommer finden Theaterfestivals und Musik­-

3


stylereisen

4

3 5 STARS UND STERNENHIMMEL 1 + 4 Das Fünfsterneresort Rocco Forte Verdura ist eine der exklusivsten Adressen. Das Hotel-Restaurant ist sehr zu empfehlen, aber viele speisen lieber im Freien mit Blick auf die Wellen. 2 Monica Bellucci fängt in Filmen wie «Baarìa» und «Malèna» die Atmosphäre Siziliens ein. 3 Der Hafen von Sciacca. 5 Star­ regisseur Martin Scorsese machte als Kind sizilianischer Einwanderer Karriere in Hollywood. Das besondere Licht seiner Heimat und die sinnlichen Eindrücke prägen ihn bis heute.

2 1

anlässe statt, zum Beispiel mit Claudio Baglioni oder Andrea Bocelli. Kultur unterm Sternenhimmel. Die findet man auch bei Konzertabenden in Noto, einer Stadt, die nach dem Erdbeben von 1693 auf einem flachen Ausläufer der Iblei-Berge über der Küsten­ ebene mit ihren Olivenhainen und Zitrusplantagen als barockes Gesamtkunstwerk – sie wird Giardino di Pietra, Garten aus Stein, genannt – wieder aufgebaut wurde. Unter Platanen lässt es sich wunderbar flanieren, und auf dem Corso Vittorio Emanuele gibt es kleine Läden und Institutionen wie das Caffè Sicilia, wo Dolci zum Genuss verführen. Manchmal wird man Zeuge einer romantischen Hochzeit im Dom mit seiner grossen Freitreppe. Den Ort Avola kann man getrost vernachlässigen, dem süffigen Rotwein der Region, dem Nero d’Avola, darf man aber durchaus frönen. Auch sonst geht hier im Süden die Liebe durch den Magen. Unbedingt probieren: eine Granita di gelsi neri (Maulbeer-Sorbet), die berühmte Schokolade von Modica, Pasta fresca mit Schwertfisch, die Arancini (frittierte Reisbällchen mit Safran) oder Couscous mit Meeresfrüchten. Schon kulinarisch spürt man die Nähe zu Afrika. Aber auch, wenn man an einem der Dünenstrände am Capo Passero, dem Südzipfel der Insel, steht und sich den heissen Scirocco – den Wüstenwind aus der Sahara – um die Nase wehen lässt. Man ist im Paradies der Wind- und Kitesurfer, der Sonnenanbeter und Lebenskünstler. Viele Promis geniessen die unbeschwerte Privatsphäre: Formel-1-Star Michael Schumacher kaufte vor ein paar Jahren das Castello von Portopalo. Microsoft-Gründer Paul G. Allen und Modezar Valentino Garavani sollen sich rund um die Fischer-


6

7 8

Fotos: Prisma (1), Schapowalow (2), Dukas (5), Anzenberger (1)

9 10

dörfer Portopalo und Marzamemi Domizile zugelegt haben. Und als Kate Moss und Jamie Hince im Sommer 2010 in der Region Ferien genossen, hiess es sogar kurz, sie hätten sich von der Idylle zur heimlichen Heirat hinreissen lassen. Unbeschwertes Strandleben wechselt sich auch im weiteren Verlauf der Küste mit sehenswerten Städten, meist aus dem Barock stammend, in teils dramatischer Kulisse ab. So staffeln sich die Stadtteile von Ragusa und Modica mit engen Gassen und Treppenwegen an den Steilhängen tiefer Karstschluchten, während in Marina di Ragusa und Marina di Modica das Beach-Life kultiviert wird. Besonders schön: das Städtchen Scicli, wie Noto Weltkulturerbe der Unesco. Es liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt und entfaltet im Sommer auf der Piazza Municipio ein entspanntes Flair bis spät in die Nacht hinein mit Livemusik, Speisen im Freien und Flanieren. Übrigens: Fans von Andrea Camilleris Romanfigur Commissario Montalbano sind hier auf der richtigen Spur. Das Rathaus dient als Kommissariat. Montalbanos Haus in Marinella steht tatsächlich am Strand von Punta Secca. In Licata spielen viele seiner Fälle. Und das Fischlokal Leon d’Oro am Strand von San Leone bei Agrigento ist sein Lieblingsrestaurant. Egal, ob man tiefenentspannt vor Ort die Krimis liest, das nahe gelegene Tal der Tempel besucht, Meerbarben vom Grill schlemmt, über die Felsenküste Scala dei Turchi staunt oder einfach auf dem heissen Sand liegt, sich vom Wind streicheln lässt und der Brandung lauscht: Man spürt das Herz Siziliens schlagen. Es ist eine Reise in den Süden der Seele.

11 12 CAPRICCIO UND CARPE DIEM 6 Ein antikes Drama im Teatro Greco von Siracusa. 7 Die Modedesigner Stefano Gabbano (l.) und Domenico Dolce auf Inspirationstour. 8 Entspannung am Pool des Weinguts Borgo Alveria bei Noto inmitten von Oliven- und Zitrushainen. 9 Abend­ liche Impression der Barockstadt Noto. 10 Das glasklare Wasser in den Buchten von Sampieri lädt zum Baden ein. 11 Archaisches Gewölbe der Locanda Don Serafino in Ragusa. 12 Bianca Brandolini D’Adda mag das Strandleben der Insel. Selbst im Bikini zeigt die Adelige Stil.


stylereisen

1

ESSEN & TRINKEN

ANSEHEN

JONICO A RUTTA E CIAULI Ein­ faches Restaurant mit gigantischer Aussicht und sizilianischer Küche (zum Beispiel Pasta mit Seeigel, Schwertfisch mit Tomaten und Kapern). Via

TEMPEL finden sich im Süden genügend. Das Valle dei Templi (Tal der Tempel) auf einem mit Mandel- und Olivenbäumen bepflanzten Plateau bei Agrigento wird ArchäologieInteressierte beglücken. Genauso wie Selinunte: Zwanzig Kilometer nördlich von Sciacca, direkt über dem Meer, finden sich die Reste einer antiken griechischen Stadt.

Riviera Dionisio il Grande 194, Siracusa, Tel. 0931 65540, ristorantejonico.it

CAFFÈ SICILIA Um diese Pasticceria kommt kein Besucher rum, wenn er in Noto ist: wunderbar gefertigte Törtchen, Mandelgebäck, Canolli, aber auch Eis-Kreationen, etwa aus Oliven oder Kapern. Corso Vittorio Emanuele 125, Noto, Tel. 0931 835013

RISTORANTE CROCIFISSO Das Lokal im Miniformat in einer Seiten­strasse ist etwas schwer zu finden. Fein: der Thunfisch im Pistazienmantel und die gefüllten Calamari. Via Principe Umberto 48, Noto, Tel. 0931 571151, ristorantecrocifisso.it

AL FOGHER Für Romantiker: Restaurant mit Garten (kurioserweise direkt unter einem Autobahn-Viadukt). Die Küche zeigt sich ambitioniert, es finden sich Wachteln, Fasan und Co. auf dem Menü. Erlesene Weinkarte. Manchmal auch allzu bemüht. Contrada Bellia,

HOTSPOTS SIZILIEN HOTELS 1 PALAZZO HEDONE In ihrem Luxusrefugium hoch über Scicli verwöhnen die französischen Eigentümer Axel Garrigue-Guyonnaud und Sylvain Pataut de Escarrega Gäste in privatem Rahmen: Pool auf dem Dach, Gärten, Kino, Koch, Butler inklusive. Zum Strandhaus gehts mit dem ShuttleService. Dreizehn DZ und Suiten für all jene, die es individuell mögen. Ab Fr. 12 640.– pro Woche, Einzelbuchungen auf Anfrage. Via Loreto 51, Scicli, Tel. 0932 841187, palazzohedone.it

ALBERGO DOMUS MARIAE Originell umgebautes Kloster mit zwölf Zimmern in der Altstadt von Siracusa. DZ ab Fr. 185.– (Aufschlag für Meerblick). Via Vittorio Veneto 76, Siracusa, Tel. 0931 24854, domusmariae1.it

BORGO ALVERIA Agriturismo auf Top-Niveau, ein Landgut nahe Noto, mit feiner Küche und nur dreizehn Zimmern und Suiten, umgeben von Oliven- und Zitrusbäumen. DZ ab Fr. 60.–. Contrada Noto Antica, SP 64, Tel. 0931 810003, borgoalveria.com

BAGLIO DELLA LUNA Viersterne­ hotel im denkmalgeschützten Herrenhaus eines Weinguts in der Nähe von Agrigento und dem Tal der Tempel. 23 Zimmer und Suiten, ausgestattet in erdigen Tönen, mit dezentem Luxus, klassischem Mobiliar. DZ ab Fr. 110.–. Contrada da Maddalusa 150, Agrigento, Tel. 0922 511061, bagliodellaluna.com

S. S. 117 Bis, Piazza Armerina, Tel. 0935 684123, alfogher.net

TRATTORIA DA CARMELO Fisch­ restaurant am Strand mit Terrasse und Meerblick. Der frische Fang und die Meeresfrüchte sind einfach lecker zubereitet. Legere Atmosphäre. Lungomare Andrea Doria, Marina di Ragusa, Tel. 0932 239913, trattoriadacarmelo.com

GELATI DIVINI Göttliche Eisdiele und Vinothek zugleich. Probieren: Glace mit gerösteten Mandeln, jenes mit Schokolade und Peperoncini oder das Passito di Pantelleria mit Wein. Piazza Duomo 20, Ragusa Ibla, Tel. 0932 228989, gelatidivini.it

ROCCO FORTE VERDURA Luxus bietet das Golf & Spa Resort auf einem riesigen Terrain mit Golfplätzen. Erholung findet man in puristischen Bungalows, Wellness-Bereichen und am Privatstrand. Preisgekrönt! Etwas ausserhalb von Sciacca gelegen. DZ ab Fr. 300.–. S. S. 115 Km 131, Sciacca, Tel. 0925 998001, verduraresort.com

LOCANDA DON SERAFINO Charmantes, kleines Hotel in einem Palazzetto aus dem 19. Jahrhundert im Herzen von Ragusa Ibla. Zehn Zimmer, Natursteinwände und Sterneküche im dazugehörigen Restaurant ein paar hundert Meter weiter. DZ ab Fr. 148.–. Via XI Febbraio 15, Ragusa Ibla, Tel. 0932 220065, locandadonserafino.it

LEON D’ORO Authentisches sizilia­ nisches Lokal mit Garten und Blick zum Tal der Tempel. Commissario Montalbano ist Dauergast – zumindest in der Fiktion. Seitdem drängeln sich hier hungrige Krimileser. Viale Emporium 102, San Leone, Agrigento, Tel. 0922 414400

HOSTARIA DEL VICOLO Kleines Slow-Food-Restaurant in einer Seitengasse, dem eine anspruchsvolle Interpretation der sonst eher rustikalen Küche der Gegend gelingt. Die Karte bietet Oktopus mit Linsen oder Rotbarben mit Nüssen und Rosinen in Marsala. Die Preise halten sich im Rahmen. Vicolo Sammaritano 10, Tel. 0925 23071, hostariadelvicolo.it

CASTELLO DONNAFUGATA Fünfzehn Kilometer von Ragusa entfernt wandelt man auf den Spuren von Lampedusas Roman «Il Gattopardo», den Visconti hier mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon verfilmte. Das Schloss mit seinen Zinnen und dem weitläufigen Park wurde im 19. Jahrhundert umgebaut. In den einstigen Stallungen befindet sich heute eine bodenständige Trattoria. VILLA ROMANA DEL CASALE Umgeben von Eukalyptuswäldern, Haselnusssträuchern und Obstgärten liegt im Landesinneren, zwischen Gela und Enna, das Landgut eines römischen Kaisers aus dem 4. Jahrhundert. Die Fussbodenmosaike gehören zu den schönsten, die aus der Antike erhalten geblieben sind. Magnet für die Besucher ist vor allem der Saal der Mädchen mit einem Mosaik tanzender Mädchen in Bikinis. Wohl der erste Nachweis für dieses Kleidungsstück, das noch immer im Trend ist. Piazza Armerina, von Mai bis September täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt ca. Fr. 6.–.

VENDICARI heisst das Naturschutz­ gebiet an der Küste südlich von Noto mit üppigen Pflanzen, Salzseen, Flamingos und feinen Stränden. Eine schöne Ausflugsgegend für Natur­ beobachtungen, zum Wandern und Baden, ohne gestört zu werden. CALTAGIRONE Sehenswertes Städtchen – rund 40 000 Einwohner – auf einer Bergspitze im Inland mit Gassen und Treppenwegen, die zum Teil mit Majolika-Kacheln geschmückt sind. Die grosse Treppe von 1608 verbindet die Unterstadt mit dem Palazzo della Corte Capitaniale und der Hauptkirche Santa Maria al Monte. In der Villa Comunale befindet sich das Keramikmuseum. In dessen Werkstätten kann man zusehen, wie die fein bemalten und glasierten Kacheln, Karaffen und Teller entstehen – und sie natürlich auch erstehen. INFOS Villen, noble Ferienhäuser, Restaurant-Tipps unter thinksicily.com Landesvorwahl +39 sicilia-e-piu.ch


TOP-ADRESSEN


stylekochen

ANDREAS CAMINADA Zitronen im Bauch verleihen dem Güggeli die Frische. Dank dem Gitter auf dem Backblech wird die Hühnerhaut rundum knusprig. andreascaminada.com

geheizt. Nur mit so hoher Temperatur wird der Schlegel, also das dickste Stück Fleisch, gar und die Haut knusprig. Das ist schon der ganze Trick.» 30 Minuten muss das Vögelchen nun in der Hitze brüten. 25 Minuten dieser Garzeit können wir ruhig nutzen, eine Flasche Wein zu öffnen, ein Glas zu trinken oder was auch immer zu tun.

ANDREAS CAMINADA GÜGGELI – DER BESTE FAST FOOD, SEIT ES EIER GIBT TEXT  ANITA LEHMEIER FOTO  VÉRONIQUE HOEGGER

MISTKRATZERLI oder Stubenküken nennen wir hierzulande liebevoll diese kleinen, feinen Hühnervögel mit der grossen Fangemeinde. Wie man so ein Güggeli richtig saftig und zart hinbekommt, wie die Hühnerhaut richtig knusprig wird, wollen wir von unserem Kochkolumnisten Andreas Caminada wissen. «Ein Kinderspiel», meint er, «wenn man nur die Marinade weglässt. Ob mit Senf oder Honig – im Backofen verbrennt die leider immer.» Sparen wir uns also den Aufwand mit der Pampe und dem Hühnchen den aschschwarzen Mantel, halten wir uns an die Zubereitung des

164

Profis. Sein Güggeli ist so einfach und schnell gemacht wie ein Butterbrötli gestrichen. «Das beste Schnell­gericht, das ich kenne», meint Caminada. Wenn man Fast Food als blitzschnell zubereitetes Essen definiert, für das man sich umso mehr Zeit zum Verzehr nimmt, trifft das voll zu. Wer dabei nur an viereckiges, vorfabriziertes Futter denkt, ist selber schuld. SO WIRD ES GEMACHT «Dem unter kaltem Wasser gespülten und trocken getupften Hühnchen geben wir eine halbe Bio-Zitrone, ungeschält und in Schnitze geschnitten, in den Bauch, lassen einige Tropfen Öl über den Rücken fliessen, salzen grosszügig und pfeffern es – und ab in den Ofen. Dieser ist auf satte Hitze, präzis auf 230 Grad Celsius, vor-

DAS WÜRZIGE FINISH Nur fünf Minuten müssen wir noch aufwenden für das aromatische Tüpfelchen auf dem i, die Zitronencremolata. Dazu schneiden wir von der restlichen halben Zitrone zwei dünne Scheiben Schale ab. (Vorsicht: nur die gelbe Aussenhaut, die weisse Zwischenschicht ist bitter.) Diese häckseln wir klein, ebenso zwei getrocknete Cherry-Tomaten, ein Fünftel einer Knob­lauchzehe und ein Zweiglein frischen Zitronenthymian. Die Würzmasse erwärmen wir mit wenig Olivenöl in einem Pfännchen und tupfen sie aufs Poulet­fleisch. Wer beim Knacken des y-förmigen Gabelbeins, des Wish-Bone, das kürzere Stück erwischt, muss den Ofen putzen. Die gröbste Büez, die beim Güggelibraten anfällt …

AUSGESTÄBELT EHEMALIGE ESSSTÄBCHEN aus Bambus bilden die B ­ asis für den «Chopstick Basket» von Chopstick Art. Der originelle Früchtekorb hat es gleich in die Dauer­ ausstellung des Museum of Modern Art geschafft. Erhältlich in drei Grössen, schwarz oder nature, ab Fr. 28.–. uniqum.ch


CHANDRA KURT, WEINEXPERTIN VON SI STYLE, ÜBER WEINGENUSS IM FLUGZEUG.

HÖHENFLÜGE MIT PROMILLE SARAH KLATT-WALSH IST HEAD OF INFLIGHT BEI DER SWISS UND FÜR DIE WEINE IM FLIEGER VERANTWORTLICH. Seit zehn Jahren setzt die Swiss das Konzept «Swiss – Taste of Switzerland» um – worum handelt es sich dabei?  Das ist ein kulinarisches Schaufenster für die Vielfalt der Schweizer Regionen. Alle drei Monate kreiert ein ­bekannter Koch oder ein namhaftes Hotel aus einem Schweizer Kanton speziell für die Swiss Gerichte, die wir in der Business und der First Class servieren. So bringen wir die kulinarische Vielfalt des Landes hinaus in die Welt.

Was trinken Sie persönlich am liebsten an Bord? Unterwegs probiere ich immer wieder Verschiedenes: Besonders gern gönne ich mir schwere, üppige Chardonnays wie den Newton Unfiltered Chardonnay, den wir diesen Sommer anbieten. SWISS INTERNATIONAL AIR LINES swiss.ch

REDAKTION Nina Huber

Schmeckt Wein anders in der Luft als auf dem Boden? Ja, denn der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit sind in der Höhe viel tiefer. Feine Aromen nehmen wir nicht mehr wahr. Daher selektionieren wir eher Fruchtiges mit wenig Gerbstoffen und Säure.

Foto: Geri Born

Schenken Sie auch Heimisches aus? Aber natürlich! Wir sind stolz, dass wir während des ganzen Jahres unterschiedliche Weine aus den sechs Anbaugebieten der Schweiz ausschenken. Sie müssen mit dem Essen harmonieren und die Region möglichst gut repräsentieren. Nicht alle Passagiere wissen, dass die Schweiz wunderbare Weine hervorbringt.


autostyle WAGENPARK

Fotos: Dukas (1)

WENN BRUCE WILLIS DIE WELT RETTET, GIBT DAS VON KINOKRITIKERN KAUM STERNE. ABER DAFÜR VIELE VON MERCEDES. Wer zählt die Folgen, nennt die Namen? «A Good Day to Die Hard» heisst des Geballers fünfter Streich der «Die Hard»Streifen mit Bruce Willis, 58. Diesmal ist er als New Yorker Bulle John McClane in Moskau unterwegs und macht der AtomMafia den Garaus. Neben Hollywoods coolstem Weltenretter treten vierzehn Mercedes von der C- über die G-Klasse bis zum martialischen Unimog auf. Komisch eigentlich: Der alternde Actionheld und Republikaner fährt öffentlich gerne im Kultmobil Dodge Charger von 1969 vor. Inoffiziell freilich erwischt man Herrn Willis oft in einem Bentley-Cabrio oder in einem Porsche 911.

SCHNAUBEN EIN STIER AUF ZWEI RÄDERN Ein Velo von BMW oder Porsche? Wie profan! Das Glanzstück im wunderbaren Wahnsinn der Merchandising-Industrie liefert Lamborghini dank dem Schweizer Experten BMC: Das 6,8 Kilo leichte BMC Impec Lamborghini 50th Anniversary ist der Aventador unter den Bikes, trägt Karbon und Leder, wird nur 50 Mal und ausschliesslich auf Bestellung ­gebaut und kostet daher schlappe 25 000 Euro, rund 31 000 Franken. bmc-racing.com

1

3

2

SCHARF WIE WASABI TEXT TIMOTHY PFANNKUCHEN

ERST HOCHGESETZT, DANN TIEFERGELEGT: DER NISSAN JUKE IST EIN KLEINWAGEN IM SUV-BLECHKLEID UND WIRD UNTER DER ABKÜRZUNG NISMO ALS ENERGIE-ZWERG AUS JAPAN GEHANDELT. LACK UND LEDER Ein Auto, das guckt wie Heino ohne Sonnenbrille? Massen­ ware kann jeder produzieren. Nissan aber traute sich vor zwei Jahren, Glubschaugen anzubringen, und lancierte mit dem Juke den Trend der Stadt-SUV, quasi die Offroader in Klein. Jetzt legt der Juke als Nismo – Nissan Motorsport ist in Übersee längst Kult – nach und will auch Europas Junggebliebenen Feuer unterm Hintern machen.

KOSTEN UND KULT Statt irrer Kraft zum ebensolchen Preis züchteten die Japaner einen Stil-Flitzer, der neidisch macht. Für 37 400 Franken lockt er mit Vollausstattung. Also gönnen wir uns noch 4 x 4 und Automatik für 3400 Franken Aufschlag.

KIND UND KEGEL Auf rangierfreundlichen 4,16 Metern Länge kann man eben kein Platzwunder erwarten. Aber den Alltag meistert man damit souverän.

PLUS UND MINUS Schön, dass die Rückfahrkamera feuchte Hände beim Parkieren erspart. Unschön, dass sie unbedingt sein muss, weil die Sicht nach hinten lausig ist.

SPURT UND STOPP Nur zehn Pferde mehr als der bisher stärkste Juke: Da nörgeln Powerfreaks. Uns reichen die 200 PS. Um Kurven wirft sich der Baby-Brummer

MASSE UND KLASSE Motor: 1,6-LiterR4-Turbo, 200 PS. 0–100 km/h: 7,8 s. Verbrauch: 6,9 l / 100 km. CO2 : ab 159 g / km. Energieeffizienz: E. Laderaum: 550 – 830 l.

nicht wuchtig wie ein Samurai, sondern scharf wie Wasabi. Das Autsch auf dem ers­ten Schlagloch stecken wir gern weg.

1 + 2 ATTRAKTIVITÄT Man erkennt einen Nismo an roten Akzenten. 3 INNERE WERTE Im Cockpit verwöhnen passgenaue Alcantara-Sessel die feinsten Körperteile.


stylegeld TREU WIE GOLD MITTEN IN DIE ERHOLUNG DER BÖRSEN PLATZTE DAS ZYPERNDEBAKEL. KOMMEN DIE SCHWEREN ZEITEN ZURÜCK? KEINE SORGE, MIT SOLIDEN AKTIEN WIRD ALLES GUT. BLEIBEN SIE IHNEN TREU. Die aktuelle Börsenentwicklung lässt sich vielleicht am deutlichsten anhand der Aktie von Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli aufzeigen. Anfang des Jahres zahlte man für das Papier 34 650 Franken, bei Redaktionsschluss kostet der Titel bereits 43 000 Franken, satte 24 Prozent mehr. Die Börse hat also in kurzer Zeit markant zugelegt, sodass wir jetzt bald mit einer Korrektur rechnen müssten. Die Zypern-Krise hätte einen solchen Taucher auslösen können, immerhin hat die EU mit ihrem Vorgehen ein Sakrileg begangen: Brüssel verlangte vom Inselstaat, Privatvermögen zu konfiszieren, um die Schulden der Banken zu begleichen. Doch trotz dieses Sündenfalls blieben die Reaktionen an den Börsen praktisch aus. Ganz im Gegensatz zu den Zinsen der Problemländer wie Spanien und Italien, die sofort stiegen. Diese Widerstandsfähigkeit sagt viel aus über die Marktverfassung der Börse. Aktien sind gefragt, Obligationen sind out. Ausser grossen Pensionskassen, die einem Anlage-Regime unterstehen, ist niemand mehr bereit, Gelder in Anleihen zu stecken, die fast keinen Zins abwerfen und im Fall von Italien, Spanien oder Frankreich das Risiko enthalten, dass der Anleger einen substanziellen Teil seiner Investition verlieren könnte. Nehmen wir das Beispiel Swisscom: Die Aktie rentiert fünf Prozent und ist sehr stabil. Zwar sinken die durchschnittlichen Preise fürs mobile Telefonieren, doch der

Konzern versteht es meisterhaft, immer neue Einnahmequellen zu erschliessen. Soll man jetzt also aus Sicherheitsgründen Geld in Obligationen der Eidgenossenschaft investieren, mit einer Rendite deutlich unter einem Prozent, und dabei das Geld erst noch auf zehn Jahre fix binden? Da lassen Sie Ihr Vermögen gescheiter auf dem Konto liegen und warten auf bessere Anlagezeiten. Im Fall der Swisscom – um beim Beispiel zu bleiben – können Sie davon ausgehen, dass der Kurs in zehn Jahren mit aller Wahrscheinlichkeit höher sein wird als heute. Es liegen also nebst stolzen fünf Prozent Rendite auch noch einige Prozente Kursgewinn drin. Fazit: Bleiben Sie Ihren soliden, dividenden­starken Aktien treu. Sie werden dafür reich belohnt.

Fotos: Esther Herzog (1)

25 Milliarden Pfund (36 Milliarden Franken) fehlen den britischen Banken an Eigenkapital. Diese müssen sie bis Ende Jahr auftreiben, befahl die Bank of England, weil sonst die Mindestanforderungen an Eigenkapital nicht erfüllt seien. Ähnliches forderte 2012 die Nationalbank von der Credit Suisse. Ende 2012 hatte die CS ihr Kapital um 15 Milliarden Franken aufgestockt.

25 000 000 000

MARKUS GISLER IST WIRTSCHAFTSPUBLIZIST UND SCHREIBT FÜR SI STYLE EINE GELD-KOLUMNE.

BUSINESSWOMAN REGINE SAUTER, 46. Seit bald einem Jahr ist die promovierte Staatswissenschafterin Direktorin der 1873 gegründeten Zürcher Handelskammer. Sie ist Chefin von 15 Mitarbeitenden und vertritt 1100 Mitgliedsfirmen. Die Karrierefrau ist ver­ heiratet, hat einen MBA absolviert und sitzt seit bald zehn Jahren im Zürcher Kantonsrat. zurichcci.ch


stylezeitgeist

WOL FGANG JO OP DER DESIGNER IST EIN UNERMÜDLICHER TAUSENDSASSA: IN POTSDAM MACHT ER MODE, DIE IN PARIS GEZEIGT WIRD. MÖBEL GIBT ES VON IHM AUCH. INTERVIEW  CHRISTINE MARIE HALTER-OPPELT ILLUSTRATION  ELISABETH MOCH

Schweizer Illustrierte Style: Wo feierten

Welche Zeit würden Sie gern bereisen?

Sie Ihren 20. Geburtstag?

Die Weimarer Republik in Berlin. Ihr Held, Ihre Heldin in der Geschichte? Jede Mutter und jeder Vater, die ihr Kind durch den Krieg bringen. Mit wem würden Sie gern einen Tag verbringen? Mir fällt nur jemand für eine Nacht ein …  Wann haben Sie das letzte Mal geweint? Ich weine schnell, wenns passt. Was macht alt? Zu weisse Zähne, zu junge Partner, zu viel Make-up und sich dauernd Gedanken über No-Aging zu machen. Verwenden Sie Anti-Aging-Produkte? Was man mir empfiehlt, probiere ich aus. Welchen Moment möchten Sie erneut erleben?

Wolfgang Joop: Ich befürchte, es war in Braunschweig, wo ich Abitur gemacht habe und studierte. Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn? 50 Deutsche Mark fürs Modellstehen mit einer Rollei-Kamera in der Hand. Was ist am längsten in Ihrem Besitz? Ein Gemälde von Ralph Peacock. Es zeigt eine rothaarige Irin am Strand, mit Leopardenfell um die Hüften gebunden. Auf der Rückseite steht: «She is a rose, a lily, a serpent and a handful of clay.»

170

Den Mauerfall. Ansonsten lebe ich nach dem Motto «Don’t look back». Welchen lieber nicht? Momente der Unentschiedenheit, Mut­ losigkeit, Hilflosigkeit (wie beim Abitur). Wann vergessen Sie Ihre guten Manieren? Habe ich welche? Wie meistert man das Alter mit Stil? Indem man sich Verrücktheiten leistet, an die man früher nicht zu denken wagte. Was schätzen Sie an unserer Zeit? Die Mobilität und die Instanz der Medien. Woran krankt unsere Zeit? Der moderne Mensch hat verlernt, über das Wunder seiner Existenz zu staunen und in Demut zu danken. Tragen Sie eine Uhr? Ja, eine ungenaue Stahl-Rolex. Ihre erste Berührung mit Mode? Mit 14 bekam ich die «Vintage»-Kleider meines Grossvaters: getragen, oversized und repariert, aber einmalig! Das schönste Kleidungsstück, das Sie je besessen haben? Eine Krokodillederjacke von Jitrois, die ich in den Neunzigerjahren in einem Secondhandladen gekauft habe. Sie stammte von Johnny Hallyday. Ein Fashion-Fauxpas, der Ihnen im Gedächtnis blieb? Den begehe ich täglich und muss mich nicht erinnern. Ihr Tipp für einen zeitlosen Look? Entscheiden Sie sich für eine Farbe. Wann ist man zu alt für gewisse Kleidungsstücke wie Hotpants, Mini? Wenn man nicht mehr allein hineinund hinauskommt. Welche exzentrische Marotte haben Sie in den letzten Jahren kultiviert? Ich tue so, als hätte ich den jeweils neuesten Bestseller schon gelesen. Haben Sie sich schon einmal die Zukunft voraussagen lassen? Ja, aber mein Urvertrauen ins Glück konnte nicht erschüttert werden. WOLFGANG JOOP, 68, wurde in den Acht­ zigerjahren mit Mode und Parfum bekannt. Später verkaufte er seine Namensrechte und gründete die Marke Wunderkind. wunderkind.com, neuewienerwerkstaette.at

+++ POTSDAM, PER E-MAIL, 25. FEBRUAR 2013, UM 13.24 UHR +++



SI-STYLE_2013_5