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# 03 März 2013 CHF 5.50

xenia Tchoumitcheva das multitalent über Männer, geld, sex Anthony Hopkins schlüpft in die haut von hitchcock hilary swank die stil-oase der actrice in NYC

souverän

Naomi Watts

mode highlights

frühling sommer

Plus David bowie + miranda Kerr + Birdy + nicholas hoult + Yael lilienfeld + julianne moore + malediven 03 9 771661 658008

+++ Das grösste SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ Das grösste SCH


l a i r o t i d e e l y t s

13 #  03, März 20

OPTISCH OPTIMIERT Ich bin 37. Trotz steigender Anzahl erster grauer Haare und Falten sinniere ich nicht übers Älterwerden. Das ist schlicht der Lauf der Zeit. Glücklicherweise habe ich gute Gene und noch bessere Cremes. Gegen Schönheitschirurgie zur Selbstoptimierung habe ich nichts. Botox, Busenstraffung bis hin zum Barbiekörper – jede Frau soll sich in ihrer Haut wohlfühlen. Nicht zwingend führen die Eingriffe allerdings zu einer Verbesserung. Manche der gestrafften und mit Silikon oder Nervengift behandelten Damen erinnern optisch weniger an Ideale wie Gisele Bündchen, sondern mehr an Geisterbahn-Figuren und gestrandete Gummiboote. Schön sein zu wollen, ist natürlich. Natürlich zu altern und zu seinem Aussehen zu stehen, braucht ein starkes Selbstbewusstsein. Oder wie es unsere Kolumnistin Bettina Weber formuliert: «Die Nichtoptimierten fürchten um die Gunst der Männer!» (Seite 30)

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Sabina Hanselmann-Diethelm

Chefredaktorin SI Style

Foto: Marco Grob

Die Beautys Miranda Kerr, Xenia Tchoumitcheva, Naomi Watts oder Hilary Swank stehen in dieser Ausgabe und in unserer Gunst. Sie definieren sich nicht ausschliesslich über ihr Äusseres, sondern über ihre Ziele.


t l a h n i style

13 #  03, März 20

ÜBER UNS +++++++++++++++++++++++++++ 012 Editorial 020 Impressum

TRENDS

Xenia tchoumitcheva Fotograf Maurice Haas porträtiert das Model Überraschend anders. Im INterview redet sie Klartext. Ab Seite 62.

+++++++++++++++++++++++++++ 022 Im März 034 trends XL-Brillen, bunte Uhren 038 Label Felipe Oliveira Baptista 040 ELITE MODEL LOOK 2013 042 dresscode Fit mit Fun 044 style-teil Weekender 046 3 looks Rote Baseballjacke 048 stylewatch Denim im Doppel 050 zoom Namen, News, Lieblingsstücke 051 Checklist Marseille 052 tresor Preziosen, die entzücken 054 living Top 5 058 MISTERSTÜCK Mantel von Burberry Prorsum 060 men Top 5

interview

mode +++++++++++++++++++++++++++ 076 12 Labels und ihre Sommerlooks 088 Frühling/Sommer-REport

BEAUTY

FILM «Hitchcock» erzählt von nervenauf­ reibenden Dreharbeiten und der Liebesge­ schichte der Regie-Legende. Ab Seite 162.

HOMESTORY Das Apartment von Actrice Hilary Swank ist eine Stiloase mit atemberau­ bendem Blick über Manhattan. Ab Seite 146.

+++++++++++++++++++++++++++ 111 Auftakt Eva Herzigova 112 Frühling/SOmmer-Trends 124 news 128 secrets Julianne Moore 130 Top 5 134 Pflege Foundations und BB-Cremes 137 Spa Hotel Suvretta House, St. Moritz 138 Verlosung Chloé 140 annettes tagebuch 141 Grün Sanfte Kräfte im Creme-Topf

Fotos: Maurice Haas, Warner Bros., Simon Upton / The Interior Archive

+++++++++++++++++++++++++++ 062 Xenia Tchoumitcheva 070 Naomi Watts 104 Yael Lilienfeld


t l a h n i style

13 #  03, März 20

FACE-Book

Die schönsten Beauty-Looks von den Laufstegen. Ab Seite 112.

Die Visionen der Modedesigner könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie alle schüren die Vorfreude. Ab Seite 76.

STARS +++++++++++++++++++++++++++ 032 stil-ikone Miranda Kerr 056 He-Man Nicholas Hoult 145 auftakt Jonathan Rhys Meyers & Victoria Keon-Cohen 146 homestory Hilary Swank 152 starwatch Das schenken sich VIPs 156 party Tommy Hilfiger in London MAGAZIN +++++++++++++++++++++++++++ 161 auftakt Mila Kunis & James Franco 162 Kino Anthony Hopkins als Hitchcock 166 Reise Malediven 170 Bücher Für Weltenbummler 172 lieblingslektüre Anna Kaenzig 173 multimedia 174 Kochen Cicorino rosso 175 weinbar Im Grandhotel 176 auto Opel Adam

MEIN STIL Die Schweizer Schmuckdesignerin Yael Lilienfeld zeigt ihre Garderobe in ihrer Wahlheimat New York. Ab Seite 104.

Naomi Watts Später Erfolg und das Glück des Mutterseins: Die HollywoodSchauspielerin im Interview. Ab Seite 70.

KOLUMNEN + RUBRIKEN +++++++++++++++++++++++++++ 030 Bettina Weber 142 Horoskop 144 Adressen 154 Sandra Bauknecht 158 Liebe etc. 177 Geld Markus Gisler 178 Zeitgeist Birdy

Fotos: Bruno Barbazan, Imaxtree, Jürgen Frank, Warwick Saint / AUGUST

So wird der Sommer


m u s s e r p m i e l sty Art Director Mode Beauty Living Textredaktion Fotoredaktion Grafik Korrektorat Grafikkonzept Mitarbeiter dieser Ausgabe

Sekretariat Buchhaltung Büro Mailand Büro Paris Head of Sales and Marketing Marketingleiterin Leiter Anzeigenmarketing Anzeigenmarkt Zeitschriften Anzeigenverkauf Deutschschweiz Anzeigenverkauf Romandie Anzeigenmarkt International Media Marketingservices Anzeigenservice Werbung Produktion Zeitschriften Auflage Redaktion

Abonnementsdienst Einzelverkauf Abonnementspreise

Verlag Naomi Watts wurde von Victor Demarchelier / Management + Artists fotografiert und trägt Prada.

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Druck ISSN-Nummer

SABINA HANSELMANN-DIETHELM Urs Heller BARBARA PASTORE RICHARD WIDMER (Fashion Director), KARIN ANNA BIEDERT, MARTINA RUSSI, CHARLOTTE FISCHLI (Praktikantin) monica congiu, annette frisch CHRISTINE MARIE Halter-OPPELT ANITA LEHMEIER (Leitung), DR. SHERIN HAFNER (Textchefin) LAURA CATRINA, DANIELA FABIAN RALF JOST (Leitung), SUSANNE MÄRKI BERIT BISIG, ANDY LÄBER, DANIELA MIRABELLA ANdrea Leuthold, Marco Morgenthaler, PATRIZIA VILLIGER BELING THOENEN DESIGN Texte: Sandra Bauknecht, Andreas C. Englert, Markus Gisler, Christian Hug, Annette König, Chandra Kurt, Barbara Maurer, Timothy Pfann­kuchen, Mariam Schaghaghi, Bettina Weber Fotos: Bruno Barbazan, Geri Born, Jürgen Frank, Maurice Haas, ­Véronique Hoegger, Inge Jurt, Paul Seewer Illustrationen: Märt Infanger, Elisabeth Moch Kathrin Berchtold, Beatrice Pisciottano, Sara Schrepfer Mirella Vignoni Martina Riebeck Angelo Buonomo & Didier Cometti Thomas Passen Verena Baumann Thomas Kords Beniamino Esposito (Werbemarktleiter) Deborah Cookson, Colette Mader, Corinna Sarasin, Andrea Sarnella Davide Grassi, Clarisse Kouby Daniel Strässle (Verkaufsleiter), Sara Franceschini (Rubriken), Marc Naef, Claudia Straub, François Zielinski Sandra Kobel, Ana Maiestovic, Manuela Niederöst, Michelle Sameli Cécile Schnider Beatrice Meyer Aloui, Stefan Reinli Julia Tatje, Sabrina Zakowski Roland Winkler 200 000 Exemplare Schweizer Illustrierte Style, Dufourstrasse 23 8008 Zürich, Telefon 044 259 69 69, Fax 044 259 89 83 sistyle@ringier.ch, sistyle.ch Telefon 0800 880 870 (gratis), aboservice@ringier.ch Montag bis Freitag, 7.30 bis 18 Uhr oder online-kiosk.ch einzelverkauf@ringier.ch 1 Jahr: Fr. 45.– (inkl. 2,5 % MwSt.) Ausland-Abonnementspreise auf Anfrage Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 61 11, Fax 044 259 68 44 Swissprinters AG, 4800 Zofingen 1661-6588

Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: AIO Group AG, cash zweiplus ag, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Geschenkidee.ch GmbH, Goodshine AG, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, jobs.ch holding ag, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, Previon AG, Presse TV AG, Qualipet Digital AG, Ringier Africa AG, Ringier Digital AG, Ringier Studios AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, The Classical Company AG, Ticketcorner Holding AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA (Frankreich), Ringier Publishing GmbH (Deutschland), Juno Kunstverlag GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Kiadó Kft. (Ungarn), Népszabadság Zrt. (Ungarn), Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier China (China), Ringier Vietnam ­Company Limited (Vietnam), Get Sold Corporation (Philippinen). Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

Fotos: Maurice Haas, Dukas, William Waldron / Contour by Gettyimages

Chefredaktorin Geschäftsführer Ringier Zeitschriften


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

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das ewige fragezeichen

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AUSSTELLUNG UND NEUES ALBUM: ROCK-LEGENDE DAVID BOWIE ist wieder da – und nicht zu fassen. chamäleon «David Bowie is» – ja, was g ­ enau? Das Londoner Victoria and Albert Museum versucht das mit einer Ausstellung zu ergründen, in der über 300 Originalkostüme, handgeschrie­bene Liedtexte, Instrumente und Fotos aus der Zeit von Ziggy Stardust bis Earthling zu bewundern sind. Die Rock-Ikone selbst ent­zieht sich wie

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immer der Antwort auf die Frage «Wer bin ich?» und kontert mit der Gegenfrage «Where Are We Now?», der Single, die just an seinem 66. Geburtstag am 8. Januar 2013 erschien. Wie wir seit Udo Jürgens wissen, fängt mit 66 Jahren das Leben erst an. Doch bei Bowie sind wir gespannt: Welches ­Leben hat er sich diesmal ausgedacht? Das werden wir auf seinem neuen Album «The Next Day», seinem ersten seit zehn Jahren, hören. vam.ac.uk

der wandelbare 1 Bühnen-Outfit von Kansai Yamamoto (1973). 2 David Bowie als Saxofonist von The Konrads (1963). 3 CoverShooting für das Album «Aladdin Sane» (1973). 4, 5 Pressefoto und Cover «The Next Day» (2013, Sony).

Fotos: Masayoshi Sukita © Sukita / The David Bowie Archive 2012 (1), Roy Ainsworth / The David Bowie Archive 2012 © V & A Images (1), Brian Duffy © Duffy Archive, Jimmy King (1), Sony Music (1)

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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

Mehr als Kleiderbügel Kirschblüten zum Jubiläum Aus den Bucherer-Ateliers stammt dieses Unikat: Collier mit weissem und rosa Quarz im Fantasie-Schliff, Saphiren und Brillanten.

n Ausstellung «Mannequin – le corps de la mode» in Paris

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Blühendes Geschäft n

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IM Fokus 1 Kristen McMenamy, foto­­ grafiert von Miles Aldridge, 2009. 2 Kate Moss vor der Linse von Corinne Day, 1990. 3 Mannequin Bettina. Eine Aufnahme von Henry Clarke, 1951.

125 Jahre Bucherer

Geschichte Mit seiner Frau Luise eröffnet Carl F. Bucherer in Luzern 1888 eine Bijouterie. Anfang der Zwanzigerjahre steigen die Söhne Ernst und Carl Eduard in den Betrieb ein. Das ausgezeichnete Angebot, der Kundenservice und potente Partner (zum Beispiel seit 1924 Rolex) garan­tieren den Erfolg, sodass man in Schweizer ­Städte und Tourismusorte expandierte. 1977 übernimmt mit Jörg G. Buche­rer die dritte Generation. Boutiquen in Österreich und Deutschland folgen. Im Frühling 2013 eröffnet Bucherer mitten in Paris das grösste Uhren- und Schmuck­geschäft der Welt. Geschenk Bei der Kundschaft bedankt sich das Familienunternehmen zum Jubiläum mit einer aus Unikaten be­stehenden Schmuckkollektion sowie limitierten Editionen von Uhrenmarken wie Audemars Piguet, Chopard, Piaget. bucherer.ch

Fotos: Miles Aldridge / Galliera (1), Corinne Day / Galliera (1), Henry Clarke / Galliera (1)

Was wäre die Mode ohne Models? Sie verkörpern die Visionen der Modeschöpfer, sind längst zu Musen und Stars avanciert. Das Pariser Musée Galliera zeigt in seiner Ausstellung «Mannequin – le corps de la mode» (16. Februar bis 19. Mai) an die 120 Abbildungen von bekannten wie unbekannten Mannequins: von den eleganten Vorführdamen der Couture-Salons Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zu den modernen Hochglanz-Covergirls à la Kate Moss. Da das Musée Galliera zurzeit renoviert wird, findet die Schau im neuen Mode- und Design­ zentrum Les Docks beim Gare d’Austerlitz statt. galliera.paris.fr, paris-docks-en-seine.fr


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

n marc Chagall in Zürich Seine Kunst ist kinderfreundlich. Weil sie so farbenfroh und fantasievoll ist. Die schwebenden Figuren, die fliegenden Kühe und Hähne, die Bilder vom bunten russischen Dorfleben gehören zu den ­bekanntesten Motiven der klassischen Moderne. Dass Marc Chagall (1887–1985) mit seiner Arbeit aber auch einen wichtigen Beitrag zur Avantgarde leistete, zeigt nun das Kunsthaus Zürich. Die Ausstellung «Chagall – Meister der Moderne» konzentriert sich auf die entscheidenden Schaffensjahre des Künst­­lers von 1911 bis 1922. Die frühen Werke – 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier – zeichnen seinen Weg nach mit wichtigen Stationen in Paris, Berlin und seinem von der Revolution gebeutelten Heimatland Russland. Unbekümmert lässt er sich von den Richtungen Fauvismus, Kubismus, Orphismus, Expressionismus, Suprematismus zu seinem eigenen Stil inspirieren. Bis 12. Mai. kunsthaus.ch

Im Galopp zum Erfolg n Jubiläum der Tasche «Roseau» von Longchamp Von der It-Bag zur Ikone Das Pariser Haus Longchamp bringt vor zwei Dekaden die Tote «Roseau» auf den Markt. Die Tasche – immer wieder in neuen Variationen aufgelegt – steigt zum Favoriten von Studentinnen und Businessladys auf. Zum Geburtstag gibt es die «Roseau Héritage», bei welcher der Bambus-Knebel aus Nickel ge­ fertigt, das Emblem (Ross und Reiter) grösser und mit Metallrahmen verziert ist. In zwei Grössen, vier Farben, ab Fr. 980.–. longchamp.com

Fotos: Marc Chagall, «Moi et le village», 1911 – The Museum of Modern Art, New York, Mrs. Simon Guggenheim Fund, 1945 © 2012, Pro Litteris, Zürich

Weich­ zeichner


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

Musts 1

Space-Klänge «Star Trek» als Stummfilm?! Das 21st Century Symphony Orchestra & Chorus machen vom 12. bis 14. April im KKL Luzern vor der Grossleinwand klar, welch tragende Rolle der Soundtrack bei «Star Trek» spielt. kkl-luzern.ch

n Der Architekt Louis Kahn (1901–1974) im Vitra design museum Er gilt als einer der grossen Baumeister des 20. Jahrhunderts, berühmt für seine Raumkompositionen und seine Licht-Choreografie. Bauten von archaischer Schönheit und von universaler Symbolkraft (wie das Parlament von Bangladesch in Dhaka, Bild) verdanken wir dem Können Louis Kahns. Nun würdigt eine Retrospektive in Weil am Rhein das Werk des USArchitekten und Stadtplaners. Zu sehen sind noch nie präsentierte Modelle, Originalzeichnungen, Reiseskizzen, Fotos und Filme. Besonders spektakulär: eine vier Meter hohe Nachbildung des City Tower von Philadelphia. Auch renommierte Kollegen wie Renzo Piano, Frank Gehry, Peter Zumthor kommen zu Wort. 23. Februar bis 11. August. design-museum.de

Krass komisch n Fumetto zeigt Robert Crumbs Werk Kult Sex, Drogen und Musik sind die roten Fäden, die sich durch das Schaffen von Robert Crumb, 69, ziehen. Das Comic-Festival Fumetto rückt den Spezialisten für das Unkorrekte und seine Mitstreiter aus dem Untergrund in den Fokus. Luzern, 16. bis 24. März. fumetto.ch

2 stoffTiere Ob Strick-

Fabelwesen aus dem Barock oder T-Shirt mit aufgedruckter Mickey Mouse: Tiere haben Stoffgestalter in vielen Epochen inspiriert. Das Textilmuseum St. Gallen puzzelt bis 7. April seine Sammelstücke unter dem Titel «Viecher» neu zusammen und offenbart so verblüffende An- und Einsichten. textilmuseum.ch

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Maos Mango Ausgelöst durch Mao, herrschte 1968 in ganz China das «Mango-­ Fieber». Die Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich erzählt bis 16. Juni, wie aus einer Frucht ein politisches Propagandasymbol werden konnte. rietberg.ch

Fotos: Raymond Meier (1), Schweizer Mickey Mouse, um 1930 © Linus Rieser, Luzern (1); Illustration: Robert Crumb

Meister des Lichts

TEXTE  Laura Catrina, Christine Marie Halter-Oppelt, Sabina Hanselmann-Diethelm, Christian Hug, Anita Lehmeier

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bettina weber über die gunst der männer

Kürzlich geriet ich an einem Anlass in eine Diskussion über die Schönheitschirurgie. Es ging einigermassen hitzig her, eine Frau redete immerzu vom Zwang zur «Selbstoptimierung», und sie sprach das nicht aus, sie spuckte es in die Runde, derart empört war sie darob (der Effekt war noch viel beeindruckender, wenn sie, was sie bevorzugt tat, den englischen Begriff verwendete, «self-enhancement»). Und natürlich wurden die Medien an den Pranger gestellt, die Modeindustrie bekam sowieso ihr Fett weg, und man war sich einig, dass die Frau heutzutage geknechtet sei dahingehend, unter einem unerträglichen Druck zu stehen. At­ traktiv soll sie sein, faltenfrei, permajugendlich bis ins hohe Alter, gertenschlank und überhaupt. Zuerst wunderte ich mich. Dann begann ich mich zu ärgern. Weil ich zwei Dinge nicht leiden kann: Wenn man erstens der

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Gesellschaft, den Medien oder sonst ­einer sich grad so an­ bietenden Gesamtheit wie der Mode­industrie die Schuld an einem Zustand oder einer Entwicklung gibt. Und wenn man zweitens die Frauen als ­Opfer davon darstellt. Vor allem auf Letzteres reagiere ich gereizt. Wer so argumen­ tiert, suggeriert, Frauen seien nicht in der Lage, selbst über ihr Leben zu entscheiden. Wir seien damit überfordert und so leicht zu manipulieren wie kleine Kinder, also eigentlich zu unmündig und zu doof, weshalb man uns an der Hand nehmen und uns erklären müsse, was gut und was schlecht für uns sei. Was an Selbstoptimierung so verachtenswert sein soll, verstehe ich nicht. Weil alle Menschen lieber schön als hässlich sein möchten. Das war schon immer so und durchaus mit gutem Grund, denn man weiss aus Unter­ suchungen, dass bereits Säuglinge auf schöne Gesichter reagieren, sie gucken die nämlich deutlich länger und inte­ressierter an – und Säuglinge stehen ja nun nicht im Verdacht, bereits von der Gesellschaft, den Medien oder der Modeindus­trie verdorben zu sein. Ich sprach kurz darauf mit einer plastischen Chirurgin ­darüber. Sie lachte und sagte, die Haltung, die dahinter­ stecke, sei folgende: Jene mit einer grossen Nase fänden eben, wenn sie schon damit leben müssten, solle es nie­ mand anders besser haben. Was letztlich heisst: Es geht um Neid und um Missgunst. Was wiederum passen würde, denn die Männer in der Runde hatten einen kolossal prag­ matischen Zugang zum Thema an den Tag gelegt. Es waren ausschliesslich Frauen gewesen, die es für verachtenswert hiel­ ten, wenn eine nicht länger gewillt ist, mit ihrem Hängebusen zu leben. Das heisst doch – weitergedacht – auch: Dieselben Frauen, die die Schönheitschirurgie für frauenfeindlich halten, befürchten ganz offenbar, neben den Optimierten zu verblas­ sen, und nehmen das denen richtig übel. Genauso wie die Dicken oft über die Dünnen herziehen, wäh­ rend sie selbstverständlich gerade wieder eine Diät machen (weil nämlich auch alle Menschen lieber dünn als dick sein möchten), schimpfen die weniger Hübschen über die, die sich hübscher haben machen lassen, weil die dann eventuell im Vor­ teil sein könnten. Es geht also, unter dem Strich, darum, dass die Nichtoptimier­ ten um die Gunst der Männer fürchten.

bettina weber, 38, schreibt in SI Style über Lebensart. Sie wohnt in Zürich.

Illustration: Märt Infanger, Foto: Sarah Maurer

stylekolumne


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Wer würde nicht mit Miranda Kerr, 29, tauschen wollen? Das Model hat das Gesicht und den Körper eines (Victoria’s-Secret-)Engels. Ihr Sohn Flynn, 2, scheint ein immer glückliches Baby. Ihr Ehemann ist LeinwandBeau Orlando Bloom, 36. Und zu allem Überfluss ist ihr Kleiderschrank gefüllt mit dem, was modische Frauen wollen: Zu ihrer Basisgarderobe gehören knöchellange, perfekt sitzende Jeans, feminine Blusen und die ItBoots der Saison. Jetzt bitte nicht vor Neid erblassen, denn erstens hat sie eine derart herzliche Ausstrahlung, dass wir sie uns als Freundin vorstellen können. Zweitens scheint das Erfolgs­ rezept der australischen Beauty, die kürzlich zum neuen Gesicht der MangoKampagne erklärt wurde, gar nicht so kompliziert. Für makellose Haut und glänzendes Haar sorgen täglich vier Esslöffel Kokosnussöl. Sie macht Yoga, Pilates, und sie meditiert. Der entspannte Look mehr von passt ihr wahrscheinlich Miranda deshalb besonders gut.

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Kerr og

Bl Auf unserem tere Looks finden Sie wei s. des Model sistyle.ch

New York Sonnenbrille von hugo boss, Fr. 235.–. Kurzes Jäckchen von comptoir des cotonniers, bei Globus, Fr. 410.–. Langes Baumwollshirt von american vintage, bei Alba Moda, Fr. 75.–. Hose mit Print, von black orchid, bei Grieder, Fr. 195.–. Ring «Triumphal», mit Glassteinen, von swarovski, Fr. 180.–. Shopper aus Büffelleder, von c & a, Fr. 89.–. Ballerinas von tamaris, Fr. 69.90.

REDAKTION  Charlotte Fischli

stil -ikone Miranda KErr


Fotos: Dukas (2), ddp images (1), Inge Jurt (), Paul Seewer (3) Adressen Seite 144

Paris Sonnenbrille mit breitem Rahmen, von max mara, Fr. 225.–. Blazer aus Schurwolle, von globus, Fr. 349.–. Männer-T-Shirt aus Baum­wolle, von calvin klein, bei Gassmann, Fr. 198.–. Abgewetzter Jeansrock mit Taschen, von h & M, Fr. 29.90. Umhängetasche in Lederoptik, von clockhouse, Fr. 19.–. Booties «Jocelyn», mit Cut-outs aus Leder und Wildleder, von alexander wang, ca. Fr. 538.–.

sYdney Sonnenbrille von guess, Fr. 179.–. Bluse mit Plissé-Einsatz am Rücken, von max & co., bei Modissa, Fr. 129.–. Hose von Mih jeans, bei net-a-porter.com, ca. Fr. 213.–. Uhr «DS Caimano», aus Edelstahl, von certina, Fr. 580.–. Ledershopper von emporio armani, ca. Fr. 1060.–. Armbänder von juicy couture, bei asos.com, ca. Fr. 75.– und ca. Fr. 59.–. Schuhe von robero santi, bei Max Shoes, Fr. 99.90.


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Augenblicklich SChön

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6 1 BOTTEGA VENETA Sonnenbrille, ca. Fr. 400.–. 2 eMMANUELLE KHANH Nummeriertes und limitiertes Gestell L’Authentique 5050, in Écaille mouchetée, ca. Fr. 490.–. 3 MYKITA Modell Emmadora, Fr. 382.–. 4 KAREN WALKER Design Betsy, bei No 2, Fr. 259.–. 5 MARC JACOBS Sonnenbrille von Safilo Group, Fr. 365.–. 6 linda farrow luxe Brille Extreme Squares, bei Felder Optik, Fr. 420.–.

Adressen Seite 144 Fotos: Gettyimages (1), Inge Jurt (2), Paul Seewer (2)

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REDAKTION Richard Widmer

Elena Perminova

INKOGNITO wähnt sich Street-Stylerin Elena Perminova, 26, trägt sie eine Brille im XL-Format. Es ist fast ein bisschen wie beim Versteckspiel als Kind: «Seh ich dich nicht, siehst du mich nicht.» Nur: Mit dem Look erreicht sie genau das Gegenteil. Jeder glotzt. Die anziehende Wirkung der grossen Rahmen ist nicht auf Cele­ britys beschränkt. Sie tarnen die Spuren der letzten Nacht, vom Jetset-Jetlag und lassen auch ungeschminkte Gesichter glamourös aussehen. Da zahlt sich ein teureres Designer-Gestell aus.


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Die tickt richtig

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pünktlichkeit scheint der englischen Schauspielerin Ashley Madekwe wichtig zu sein, trägt sie doch gleich zwei Zeitmesser. Vielleicht liegt es an ihren Wurzeln – ihr Vater ist halb Schweizer, halb Nigerianer. Jedenfalls zeigt die 31-jährige Seriendarstellerin («Revenge») ein modisches Händchen mit bunten Armbanduhren, knalliger Chanel-Tasche, Fan-Shirt und Skinny Jeans. Auf ihrem Blog posiert sie in Outfits, die inspirieren und stets am Puls der Zeit liegen.

8 Ashley madekwe

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1 Chanel Mechanische Uhr aus Keramik, mit zwei Zeitzonen, Fr. 5890.–. 2 Swarovski Gehäuse aus mattem Aluminium mit Lünette aus Zirkon, Datumsanzeige, Fr. 1050.–. 3 adidas Armbanduhr mit Logo, aus Kunststoff, Fr. 95.–. 4 toywatch Wasserfest, aus Silikon, ca. Fr. 240.–. 5 O clock Runde Armbanduhr aus Kunststoff, bei zalando.ch, Fr. 42.–. 6 Casio «G-Shock», mit Stoppfunktion, Timer, Kalender und Geschwindigkeitsanzeige, ca. Fr. 160.–. 7 ice watch Unisex-Modell aus Silikon, Preis auf Anfrage. 8 esprit Armbanduhr aus Aluminium, mit Zirkonia auf dem Zifferblatt, Fr. 189.–. 9 Swatch «New Gent», mit Kunststoffgehäuse und Silikonarmband, Fr. 70.–.

Adressen Seite 144 Foto: Gettyimages

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5 REDAKTION Martina Russi

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Da schnappen wir zu REDAKTION  laura catrina

wer die kühnen Entwürfe von Felipe Oliveira Baptista trägt, sollte so mutig sein wie er. der portugiese mit wohnsitz in paris ist einer der spannendsten artisten im MOdezirkus.

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gefährlich könnten die Kreationen von Felipe Oliveira Baptista für modebewusste Frauen werden. Sie bestechen durch diese ge­wisse Coolness, bei der sie alle Vorsicht in Sachen Budget vergessen und zugreifen müssen (Kleider ab ca. Fr. 1250.–). Seine aktuelle Kollektion ist sexy, sportlich, poppig, trotzdem simpel und puristisch. Der auf den Azoren geborene Designer macht Mode, die unkompliziert und einfach zu tragen ist – wenn man denn Mut hat. Ein Ensemble aus Leder mit grafischem Camouflage-Muster ist nichts für Schüchterne. Seitliche Cut-outs auf Bauchhöhe verlangen nach einem trainierten Body. Asymmet­ rische Schichten zeigen weniger, dekorieren mehr und fallen gerade darum auf. Obwohl der 37-Jährige schon seit einer Dekade im Business ist (seine Firma gründete er 2003), erntete er erst als Creative Director von Lacoste die Anerkennung, die ihm gebührt. Neben seinem eigenen Label verhilft er seit drei Saisons der traditionsreichen SportswearMarke zu neuer Form. Ein bunter Hund ist Senhor Baptista aber keineswegs. Er lebt mit seiner Frau Séve­rine und zwei Kindern in Paris, sie managt die Firma und hält dem Kreativen den Rücken frei. felipeoliveirabap­tista.com, luisaviaroma.com, avenue32.com

1–8 Looks aus der Frühling/Sommer-Kollektion 2013: Die schönsten sind ­monochrom olivgrün, weiss, dunkelblau, schwarz oder haben exzentrische Prints mit Farb­ tupfern in leuchtendem Rot, Gelb und Türkis. Cut-outs an unerwarteten Stellen machen die Hip-Hop-inspirierten Modelle besonders reizvoll. 9 Sympathisch bodenständig: Modeschöpfer Felipe Oliveira Baptista.

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k o o l l e d o m e t styleeli L’officiel Italia

SI STyle

L’officiel Italia

T e s tShooting Paris

Kick-start

SAint laurent s/s 2013

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WAS BRAUCHTS? Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist eine Mindestgrösse von 174 Zentimetern und ein Alter zwischen 14 und 22 Jahren. Die Bewerbung muss schriftlich eingereicht werden und Folgendes enthalten: ein Porträt, y, an Option Model Agenc eine Ganzkörperaufnahme (es müsLook, Bewerbung Elite Model sen keine Profifotos sein), Angaben ich. Spyristrase 9, 8044 Zür 3. 201 i Ma zu Grösse, Gewicht und Massen 14. Anmeldeschluss ist der gs: stin (Oberweite – Taille – Hüfte) sowie ein Öffentliche Ca Bern. in ril Ap 6. , ich Zür in frankiertes Antwortcouvert. 23. März

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elitemodellook.ch

Redaktion Laura Catrina

r Jil SAnde 3 1 0 2 S/s

NUR FÜNF WOCHEN nach ihrem Sieg an der Schweizer Ausscheidung des Elite Model Look 2012 lief Manuela Frey exklusiv für Jil Sander in Mailand und Saint Laurent in Paris über den Laufsteg – noch bevor sie am Weltfinale in Schanghai den hervor­ragenden dritten Platz belegte. Ein solcher Traumstart ist nicht garantiert, doch er zeigt: Der weltweit bedeutendste Nachwuchswettbewerb öffnet die Türen zum Modelbusiness. Mittlerweile reist die 1,81 Meter grosse Aargauerin in die Metropolen, um an Castings teilzunehmen oder für Shootings zu posieren. In der italienischen Ausgabe des Hochglanzmagazins «L’Officiel» erschien im Dezember eine Fotostrecke mit der schönen Blonden. «Ich mag es, mich schminken zu lassen und mich zu präsentieren. Und ich liebe das Reisen und die Sprachen», schwärmt Manuela von ihrem neuen Leben als Mannequin.

Fotos: Alessandro Dal Buoni (2), Diego Alborghetti (1), Imaxtree (2)

Bewirb dich jetzt für den Elite Model Look Switzerland 2013 und beginne wie Manuela eine Karriere als Topmodel.


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Fit mit Fun Damit man dem Trend nicht hinterherrennt: knallfarben und gute-laune-musik sorgen für Motivation. so joggen wir mit STyle.

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“Wer Jogging­hosen anzieht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.”

1 nike pro Sport-BH aus feuchtigkeitsregulierendem Dri-Fit-Material, bei Jelmoli, Fr. 49.90. 2 puma Sportuhr «Faas 250», mit digitaler Zeit­ anzeige, gibt es auch in Rot und Pink, Fr. 79.–. 3 h & m Plastik-Armreife, im 5er-Set Fr. 7.90. 4 new era Schirmmütze «9 Forty», mit pink SternStickerei, Fr. 24.90.

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Karl Lagerfeld Fotos: Inge Jurt (3) Adressen Seite 144

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REDAKTION Karin Anna Biedert

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sportiv, bequem, lässig, jugendlich: die baseballjacke mit raglanärmeln und Strickbündchen macht auch neben dem Spielfeld eine gute figur. wir zählen uns zu den fans. LOOK 1 Seidenfoulard, maddison, bei Manor, Fr. 29.90. Jeans aus beschichteter Baumwolle, guess, bei Jelmoli, Fr. 169.–. Gesteppte Stofftasche mit Kettenhenkel, new yorker, Fr. 19.95. Ballerinas aus Lackleder, pretty ballerinas, bei Globus, Fr. 169.–. LOOK 2 Bluse mit aufgesetzten Brusttaschen, vero moda, Fr. 29.90. Stoffhose mit seitlichem Streifen, JJ Benson, bei Manor, Fr. 79.90. Clutch aus Kunstleder, mango, Fr. 34.95. Wildlederpumps, 5th avenue, bei Dosenbach, Fr. 49.90. LOOK 3 Tanktop aus Viskose, sandro, Fr. 219.–. Shorts mit Gummizugbund, maje, Fr. 219.–. Stiefeletten aus Wildleder, max shoes, Fr. 149.–.

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1

REDAKTION  Martina Russi FOTOS  Geri Born, Inge Jurt HAIR & MAKE-UP Angela Marbach MODEL  Fiona L. / Option

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stylewatch Denim Dich Hollywoods Schöne haben viel am Hals. Models machen öfter Blau. h2O macht alle froh. Sherin Hafner, People-Expertin, Über Stars und Ihren Stil. Kate Hudson

Kate Moss

Caroline elsen Brasch Ni

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DAS BLAUE WUNDER beschert uns Caroline Brasch Nielsen. Die Dänin avancierte nicht nur in Rekordzeit vom Land-Kind, das auf einem ­Bauernhof aufwuchs, zur LaufstegGrösse. Ferner zeigt sich die Neunzehnjährige auf der Strasse top gestylt. Ihre 1,79 Meter stecken im weiten Hemd mit Button-down-Kragen, dem die gekrempelten Ärmel die Strenge nehmen. Etwas dunkler hebt sich die Hose mit Aufnähern (See by Chloé) ab. Finesse verleiht sie dem Denim-Doppel mit Accessoires wie Leder­tasche und Sandalen – er­wachsenen Akzenten, damit es nicht kindlich oder gar monoton wirkt. «Trage, w ­ orin du dich wohlfühlst, so kannst du nichts falsch machen», lautet die Devise der Blaufrau. Angesagt sind verschiedene Waschungen, die harmonieren oder sich stark voneinander ab­ heben, sowie das Oberteil zwei Nummern zu gross zu wählen. Auf Ziernähte, Nieten verzichten, denn klare Linien beziehungsweise Schnitte stehen im Vordergrund. Yeah.

Hals über Kopf

dekorativ Kate Hudson, 33, gelang ein Auftritt, der GOld wert ist. an den GOlden Globe Awards glänzte sie in einer Robe von Alexander McQueen mit Applikation am Hals (schön auch in der SommerKollektion von Gucci). Achtung: solch ein Schmuckes TEil verträgt keine Konkurrenz.

zum Guten Ton

Auf ex

«Viel Wasser trinken», lautet der am häufigsten ­genannte Schönheitstipp der Stars: einfach, effi­zient, eintönig. Damit das Eingiessen Spass macht, hat Eva Mendes, 38, den bunten Krug designt. Die in Miami geborene Actrice liess sich von ihren kubanischen Wurzeln inspirieren und verzierte das Keramikgefäss mit exotischen Blüten und Früchten. macys.com

Fotos: Dukas (1), Gettyimages (1), Imaxtree (1)

NEUNUNDNEUNZIG VON HUNDERT MAL sitzt Kate Moss, 39, fest im Sattel, geht es um den Look der Stunde. Das Model mixt Epochen und Stile, alt und neu, teure Labels und Preiswert-Teile, wie es ihr in den Sinn kommt – und es passt. Ihr Gespür für Mode machte sie zur meist­ kopierten Stil-Ikone. Doch mit der Kombi aus enger Bluse, engen Jeans, engen Boots, geflochtenem Gürtel und Hut stürzt sie ab. Was hat die Britin da geritten, auf Cowgirl in der Grossstadt zu machen? Klar, sind Skinny Jeans, dank ihr, ein Basis-Stück in der Garderobe. Doch bitte nicht in dem Umfeld. Selbst Kate sieht mit den Edelmetall-Ketten zur aufgeknüpften Bluse und dem ­Mini-Täschchen bieder aus. Das ist nicht ­zukunftsweisend, sondern ein optischer Rückfall in die Nullerjahre und für uns eine Nullnummer.


stylezoom Shang-High Noon Das schauen wir uns näher an: Chinesen sind im kommen, Gross ist Grossartig, und H & M schlägt ein neues Kapitel auf. Schnappschüsse aus der fashion-szene.

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übernimmt die Herrschaft im internatio­ nalen Modewochen-Zirkus. Schauspielerin und Model Chen Ran (1) erregt bei ihren Be­ suchen in Paris mit schön schrägen Outfits Aufmerksamkeit. Eine Augenweide sind auch die Looks von Stylistin Miao Miao Zheng (2) und Leaf Greener (3), Mode­ redaktorin von «Elle» China, die nebenbei einen Blog über ihren bunten Alltag führt. leafgreener.tumblr.com News & OTHEr STORIES Der Konzern H & M lanciert ein neues Label: Das Sortiment von «& Other Stories» (4) umfasst Ready-to-wear (Seiden­ kleid um 75 Euro), Lingerie, Accessoires sowie eine Beauty-Linie, bei welcher der hinreissende Ben Gorham, Gründer der Parfummarke Byredo, mitmischt. Die ersten Stores eröffnen demnächst in London, Paris, Mailand, Berlin, Barcelona, Stock­holm und Kopenhagen. stories.com MARKE M2Malletier (5) Die Luxustaschen aus Barcelona sind von der Arbeit des katalani­ schen Architekten Ricardo Bofill inspiriert. Streetstyle-Schätzchen Miroslava Duma besitzt bereits eine in Rot, ab März sind sie für alle mit dem nötigen Kleingeld bei Neta-porter erhältlich. m2malletier.com MINITrend GROSSARTIG Bei Ohrschmuck darf geklotzt werden. Besonders chic finde ich Creolen im XL-Format. Die Clips von Balmain (6) verleihen die genau richtige Dosis Disco-Glamour. Favorit Acne (7) Apropos Tanzen: Acne-Designer Jonny Joh­ansson liess sich für die Frühling/Som­ mer-Kollektion von Emmylou Harris’ Song «Wrecking Ball» aus dem Jahr 1995 inspirie­ ren. Bester Kauf: das bedruckte Muskelshirt im angesagten Look der Neunzigerjahre.

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laura catrina, moderedaktorin von SI Style, über Namen, News und lieblingsstücke.

Fotos: Dukas (1), Imaxtree (2)

WHo’s Who Das REICH DER MITTE

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e l y t s t s i l k c che Kultour marseille In Europas Kulturhauptstadt 2013 regieren guter Geschmack und lässige Avantgarde. Schlafen & Essen 1 Mama shelter Neue Dépendance der Kette für Individualisten und Design-Fans, 123 Zimmer und Suiten, DZ ab Fr. 98.–. Rue de la Loubière 64, Tel. 484 35 20 00, mamashelter.com

2 Pension edelweiss Nur fünf charmante Zimmer, eingerichtet mit Originalen aus den 30erbis 70er-Jahren, DZ ab Fr. 105.–. Rue Lafayette 6, Tel. 951 23 35 11, pension-edelweiss.fr

3 Peron Tolles Fischrestaurant in spektakulärer Lage an einem der schönsten Küstenabschnitte. Corniche du Président John F. Kennedy 56, Tel. 491 52 15 22, restaurant-peron.com

4 New hotel of Marseille Bunt, stylish, kunstbeflissen: Das Haus am alten Hafen ist Teil des Kulturhauptstadt-Programms, DZ ab Fr. 137.–. Boulevard Charles Livon 71, Tel. 491 31 53 15, new-hotel.com

Schauen & shoppen

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5 Villa Méditerranée Der neue Bau von

5

Stefano Boeri ist eine spektakuläre Reverenz ans Meer. Ausstellungen, Theater, Workshops. E ­ splanade du môle J4, villa-mediterranee.org

1

6 Galerie Anna-Tschopp Ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler im etablierten Rahmen, inmitten des Trendviertels. Rue Paradis 197, Tel. 491 37 70 67, anna-tschopp.com

7 La Friche la belle de mai Künstler­ kolonie, Event-Location und Ausstellungs­fläche auf dem Gelände einer alten Tabakfabrik.

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Rue Jobin 41, Tel. 495 04 95 95, lafriche.org

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8 La Cité radieuse 1946–52 schuf Le Cor­­­­bu­ sier die vertikale Wohnlandschaft aus Stahl­ beton, ein Architekturdenkmal, das lebt, mit dem Hotel Le Corbusier und dem Szene-­ Restaurant Le Ventre de l’Architecte. Boulevard

9 becbunzen Shop für Möbel und Design­ REDAKTION Annette König

Fotos: Mauritius (1), Laif (1), Bildagentur online (1)

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styletrend

Tresor

neues aus der welt der Bijoux: Erlesen und entzückend.

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Das Hamburger Haus Brahmfeld & Gutruf ist seit 1743 eine der feinsten Schmuckadressen der Hansestadt. In den Ateliers werden farbenfrohe Preziosen wie diese Ohrhänger aus Roségold mit Peridots, pinkfarbenen Turmalinen und grünen Bernsteinen kreiert. Fr. 1790.–. brahmfeld-gutruf.com

Steinzeit

Aus der Kollektion Cerchi des römischen Juwelenhauses Bulgari stammt die prachtvolle Schmuckuhr. Das Gehäuse (36 mm) ist aus Roségold gefertigt. ­Diamanten im Bril­ lantschliff und farbige Edel­ steine zieren es. Das Zif­ ferblatt ist aus weis­ sem Perl­ mutt, das Armband aus Satin ­gefertigt. Fr. 24 000.–. bulgari.com

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cocktail

Reisen nach Lateinamerika inspirierten Nathalie Colin, Kreativdirektorin von Swarovski, zu exotischen bijoux wie dem rhodinierten CocktailRing Sketch, der im Pointi­ age-Verfahren mit kristallen besetzt wurde. Fr. 470.–. swarovski.com

Un po’ d’italianità

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Juwelier Gübelin zelebriert mit der Linie Como italienische Lebensfreude. Das feingliedrige Collier ist aus Roségold geschaffen und mit Spinellen in Pink, Blau und Violett sowie einem gelben Beryll, alle im Kissenschliff, und Brillanten bestückt. Fr. 11 800.–. guebelin.com

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Ring Frei Die dekorativen Ohrhänger Gypsy des Genfer Unternehmens De Grisogono sind aus Weissgold und mit 22 blauen Topasen, 52 Amethysten, 54 Peridots, 68 Smaragden, 20 ­gelben, 30 pinken, 120 orangen ­Saphiren und 44 Diamanten sertiert. Fr. 41 000.–. degrisogono.com

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REDAKTION Sabina Hanselmann-Diethelm

edle Tropfen


styletop five

living

zum EInziehen verführt mit klaren Formen, sinnlichen materialien und dem Flair für das Besondere.

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FranÇois Berthoud

Belle

puzzle

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Zum 130-jährigen Bestehen gönnt sich das Möbelhaus Pfister etwas ganz Besonderes: Der Illustrator François Berthoud entwarf eine ovale Keramikschale mit Relief. In Schwarz oder Weiss, je auf 130 Stück limitiert und signiert, Fr. 790.–.

Play

Männchen aus einem Videogame treiben auf dem Wollteppich «Approaching» von Hussein Chalayan ihr Unwesen. Sechs ­Grössen, ab Fr. 1260.–.

atelierpfister.ch

steinzeit

ruckstuhl.com

Der Marmortisch «Tobi-Ishi» ist benannt nach japanischen Trittsteinen und besticht durch formales wie statisches Gleichgewicht. 162 cm Durchmesser. Preis auf Anfrage. bebitalia.it

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Bausatz

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DAs Sofaprogramm «Freistil 188» besteht aus Eckteilen, Anreihsesseln und polsterBänken. Ab Fr. 2504.–. freistil-rolfbenz.com, pfister.ch

REDAKTION Christine Marie Halter-Oppelt

“In meinen Entwürfen geht es meist um Verführung.”


stylemänner

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Gar nicht blass 1 Der Schauspieler in legerem Hemd und schwarzer Hose an einem Mode-Event am Formel-1-Grand-Prix in Monaco. 2 Heimspiel im Smoking: an den Bafta Awards in London.

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H E -Man Nicholas Hoult Sex-Quotient

Wer hätte gedacht, dass aus dem Grünschnabel in Strickjacke und Schlabber­ hose aus «About a Boy» mal ein adretter Bursche wird? Der 1,89 Meter grosse Schauspieler pflegt bei öffentlichen Auftritten den angesagten Brit-Look mit schmalen Anzügen und Krawatten. Privat trägt er Karohemden, Jeans, Hoodies, Sneakers – lässig, aber noch ein wenig zu jungenhaft für einen Leading Man.

Auf der Leinwand betörte er als smarter Jüngling Colin Firth – und Regisseur und Designer Tom Ford, der ihn daraufhin für seine Eyewear-Kampagne buchte. Auch bei Frauen kommt er an. Jennifer Lawrence schwärmte: «Er bringt mich öfter zum Lachen als jeder andere.» Verheissungsvoll dünkt uns sein Reifeprozess: Das ehemalige Milchgesicht ist wie guter Wein. Das Alter wird ihn nur attraktiver machen.

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Fotos: Marcus Mam / Trunk Archive (1), Dukas (2)

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Style-Quotient

TEXT Laura Catrina

Geboren 7. Dezember 1989, Wokingham, England filme & Serien «About a Boy» (2002), «Skins» (TV-Serie, 2007/08), «A Single Man» (2009), «X-Men: First Class» (2011); 2013 mit «Warm Bodies» (ab 21. 2.) und «Jack the Giant Slayer» (14. 3.) im Kino leben War bis Januar mit US-Mimin Jennifer Lawrence liiert; mag Basketball


stylemänner Glanz & GLoria SChimmer geht immer. Wer seine Zurückhaltung über Bord wirft und ein Statement abgeben will, ist mit diesem mantel glänzend beraten.

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REDAKTION Richard Widmer

architekt

Adressen Seite 144 Fotos: Inge Jurt, Paul Seewer

Therapeut 

Misterstück


style top five

männer

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Velopumpe von Silca, die mit ­Schrader- oder PrestaVentilen funk­tioniert, mit ­Holzgriff, ca. Fr. 90 .–. silcapompe.it

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Zickzack

Baumwollshirt mit grafischem Print in Grüntönen und mit Rundhalsausschnitt, Fr. 34.90. hm.com

die Modeallergie andy englert, Unser «Man in Style», beobachtet Trends aus nobler ­Distanz. Der Autor lebt in München.

An neue Rocklängen, Absätze und Farben im Wechsel der Saisons ­haben wir uns gewöhnt. Ganz aktuell – und leider lästiger Trend: die Allergie der Saison. Ursprünglich von leicht bis mittelschwer esoterisch angehauchten Damen oder hauptberuflichen WellnessLadys der Zürcher Goldküste ins Rennen g ­ ebracht, erwischt sie immer häufi­ ger auch Männer. Zitat der Be­stellung zum Frühstück auf einem Kreuzfahrtschiff: «Bringen Sie mir bitte koffeinfreien Kaffee mit laktosefreier Milch und dazu glutenfreie Brötchen.» Inhaber des Copyrights: ein Mann, Ende fünfzig, offenbar stark modebewusst, wie seine rosa Sporthose (John F. Kennedy trug solch eine ebenfalls gern) bewies. Keine Frage, jeder von uns verträgt manches besser oder schlechter. Wird daraus eine richtige Allergie, können kompetente Pharmafirmen, Schulmediziner, Heilpraktiker, Geistheiler, Handaufleger oder Schamanen helfen. Merkwürdig jedoch, dass Zeitgenossen, die noch in der Vorsaison darauf geschworen haben, mit Milch die ­Risiken der Osteoporose erfolgreich zu bekämpfen, jetzt durch Laktose-­ Genuss in Lebensgefahr kommen. Ein Allergie-Statement, durchs Restaurant gedonnert, lässt vermuten, dass Sie an etwas anderem leiden: ganz unmedizinisch gesagt, sich gern wichtigzumachen. (Schwer zu heilen.) Und die kommende Saison wird dann auch für Sie die nächste Allergie du jour bereithalten – eine, von der Sie bis dahin noch nichts geahnt haben.

REDAKTION Karin Anna Biedert Fotos: Inge Jurt (1)

Wie es ihm gefällt: praktische Tipps und Trends für einen stilvollen Alltag.


styleinterview

xenia

tchoumitcheva Die Mädchen in der Schule haben sie gehasst, die jungs geliebt. darAn hat sich bis heute kaum etwas geändert. die schöne tessinerin geht unbeeindruckt ihren weg nach oben. MOdel, Moderatorin, unternehmerin, DJane – Ihre vielen Leidenschaften treiben sie an. interview  Daniela

Fabian Fotos  Maurice Haas


Seidenbluse und Twillhose, Akris, bei Gassmann. Golduhr Heure H, Hermès. Bracelet Alhambra, Van Cleef & Arpels.

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styleinterview

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Strickpullover, Akris, bei Gassmann.


chen, unabhängig ihren Weg gehen und gleichzeitig schön und sexy sein dürfen.

Man nehme ein Prise Brigitte Bardot, würze mit einem Hauch Ornella Muti und garniere mit einem Schuss Geschäftssinn à la Heidi Klum. Voilà: Xenia Tchoumi­ tcheva wäre diese süsse ­Verführung. Die gebürtige Russin mit Schweizer Pass ist die erfolgreichste ­Vize-Miss-Schweiz (2006) aller Zeiten. Sie wirbt für Brillen wie für Autos, sie modelt und moderiert von der Miss-Wahl bis zur Wirtschafts­ show («L’Italia che funziona» auf Me­ diaset), und sie legt als DJane Platten auf. Das Intellektuellenblatt «Schweizer Monat» publiziert ihre Kolumnen. Sie sind klug – wie ihre Verfasserin. U ­ mberto Eco auf Italienisch, Tolstoi auf Russisch, Nietzsche auf Deutsch zu lesen, ist kein Problem. Auch Englisch und Französisch parliert sie einwandfrei, an Spanisch ist sie dran. Die studierte Ökonomin (mit Bachelor der Universität Lugano) tanzt auf vielen Hochzeiten. Nur auf einer nicht: ihrer eigenen. Gabs keine Historia de amor mit Alonso, zumindest eine klitze­kleine? «No comment.» Einen wie den spanischen Formel-1-Champ hätten wir der Bella gegönnt. Die führt lieber ohne Pilot an der Seite ein Leben auf der Überholspur und steuert selbst. Wie muss er sein, der Mann ihres Lebens? «Reich», sagt sie, «aber nicht an Geld! An Leidenschaft!» Schweizer Illustrierte Style: Sie haben ein beneidenswertes Talent: Sie können sich selber hervorragend ­vermarkten. Wie würden Sie das ­Label Xenia anpreisen? Xenia Tchoumitcheva: Danke. Ich stehe für Qualität und repräsentiere verschie­ dene Produkte aus dem Luxusbereich, seit Kurzem auch Schmuckkreationen von Michel h. oder die Fitnessgeräte von Auralys in Genf. Daneben will ich eine positive Message an alle jungen Frauen rüberbringen: Sie sollen Karriere ma­

Das funktioniert mit den richtigen Voraussetzungen, aber sagen Sie das mal einem wenig attraktiven, schüchternen Mädchen. Wenn ich hässlich wäre, würde ich auch Karriere machen. Hundert Prozent.

“Für mich ist Unabhängigkeit die einzige Art, wie ich glücklich sein kann.” xenia tchoumitcheva Noch ziehen Sie besonders mit kurzen Röckli und LouboutinHigh-Heels die Aufmerksamkeit auf sich. Sex sells … Italienische und russische Frauen wissen eben, sich zu kleiden (lacht). Wenn ich wirklich nicht hübsch wäre, würde ich mit Hirn und Persönlichkeit meine ­Ziele erreichen. Ich glaube, jede Frau kann attraktiv sein, wenn sie von innen heraus leuchtet. Ich arbeite hart, manage mich selbst, führe alle Verhandlungen für ­meine Verträge, treffe unzählige Medienvertre­ ter und, und, und. Ich bin total ausgelas­ tet, meine Zeit ist knapp. Immerhin blieb Ihnen genügend Zeit, den Rap «So Beautiful» aufzunehmen. Der Text aus Ihrer Feder ist ziemlich eindeutig, sogar – pardon – etwas derb. Wie vereinbaren Sie das mit Ihrem Qualitätsanspruch? Ich liebe Rap, und diese Produktion mit Djerem und Chris Willis, dem Sänger von David Guetta, hat mir grossen Spass gemacht. Aber einverstanden, ich muss achtgeben, dass es im Rahmen bleibt. Wer berät Sie in solchen Dingen?


styleinterview

Wenn man als zwölfjähriges Mädchen zu einem Männertraum heranwächst, wie sehr beeinflusst das das Selbstbild? Ich habe nie verstanden, warum ich so ­begehrenswert sein soll. Wirklich? Ehrlich. Ich mag mich, halte mich für good looking, aber nicht für besser aussehend als viele andere. Ich bin zufrieden, das gute Selbstwertgefühl haben mir meine Eltern mitgegeben. Als Kind war ich eher wie ein Junge, es war mir egal, wie ich aussah. Erst als ich in die Mittelschule kam, wurde ich plötzlich mit Aufmerksamkeit überhäuft. Die Männer reagierten stark auf mich. Ich erinnere mich, als ich mich in Begleitung meiner Mutter in der Schule einschrieb, starrten mich alle an, und ich fragte: «Was ist denn los?» Ich wurde zu einer Attraktion in Lugano. Ich spürte den Hass der Mädchen, es gab viele böse Gerüchte. Die Männer hingegen wollten alle mit mir ausgehen.

vermarkten, weil Sie früher vor allem als Lolita definiert wurden? Schon möglich. Das kam einfach, durch die dauernde Aufmerksamkeit. Sie sind eng mit Ihren Eltern ver­ bunden, was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Mutter? Meine Eltern sind sehr jung – jung in ihrer Seele. Ich musste früh Verantwortung für mich übernehmen. Deswegen wurde ich wohl derart unabhängig. Sie gaben mir Liebe, aber ich fühlte, dass ich neben ihnen stark sein musste.

“Die Mädchen in der Schule hassten mich, die Männer wollten alle mit mir ausgehen.” xenia tchoumitcheva

Wann fingen Sie an, mit der Verführung zu spielen? Na, sofort! Als alle mich wollten, dachte ich: «Okay, kein Problem.»

Wie war es für Ihre Mutter, als ihr Kind sich zu einem Sexsymbol entwickelte? Mama ist selber schön, sie hat noch immer einen unglaublichen Körper, sie pflegt sich sehr. Ich habe nie Neid von ihr gespürt, das wäre zwischen uns wirklich seltsam. Sie verfolgt durch mich Modetrends und lässt sich von mir inspirieren, obwohl sie dann manchmal findet: «Was habe ich da wieder gekauft?» Wenn ich, wie jetzt, lange Fingernägel habe, will sie auch welche. Aber stets weiss ich: «Mammina» ist stolz auf mich. Sie betont immer, ihr sei es egal, ob ich ein Star oder Millionärin bin oder bei der Migros an der Kasse arbeite – sie liebt mich, wie ich bin. Sie arbeitet Teilzeit in einem Büro und lebt nicht auf grossem Fuss.

Sie sind erfrischend ehrlich. Kann es sein, dass Sie sich heute über Sexiness

Im Gegensatz zu Ihnen? Genau.

War Ihnen das als Teenager mit ­erwachender Sexualität unangenehm? Nein, es war schön.

Greifen Sie Ihrer Mutter finanziell unter die Arme? Hin und wieder, wenn sie Geld braucht. Erinnern Sie sich an Ihre ersten Lebensjahre in der russischen Stahl-Metropole Magnitogorsk? Ich habe nur gute Erinnerungen, weil es dort viel Schnee und Eisbahnen gab und ich mit meinem Grossvater fischen ging. Als ich mit sechs nach Lugano kam, war gerade Frühling, und ich entdeckte all die schönen Blumen, ihre intensiven Farben. Das gefiel mir auf Anhieb. Haben Sie darunter gelitten, ein Einzelkind zu sein? Ein bisschen. Als ich klein war, bettelte ich immer um ein Geschwisterchen. Verraten Sie uns ein paar Ihrer Schönheitsgeheimnisse? Gern: Ich nehme täglich probiotische Nahrungszusätze. Das hilft der Gesundheit. Ich bin, was ich esse, lautet mein wichtigster Grundsatz. Da ich mich häufig auswärts verpflege, sind die Nahrungsmittel leider nicht immer bio. Ich bevorzuge Vollkorn-Pasta, nicht um dünn zu bleiben, sondern weil damit mein Gehirn leistungsfähiger ist und ich mich besser fühle. Ausserdem treibe ich viel Sport, hebe Gewichte im Fitness­ studio, tanze in Hip-Hop-Klassen und mache Pilates. Können Sie kochen? Ja, sehr gut sogar. Besonders gern koche ich für eine Gruppe von Freunden. Normalerweise italienisch, Pasta, Pizza, Fisch, Fleisch. Zudem russische Speisen wie Pelmeni, mit Fleisch gefüllte Teig­ taschen, Gulasch und Borschtsch, Kohlsuppe. Russisch zu kochen, ist viel schwieriger als mediterran. Halten Sie Diät? Nein, Abmagerungskuren mag ich nicht. Viele Freundinnen fasten rigoros, aber mir persönlich gefällt es nicht, zu dünn zu

STYLING Richard Widmer HAIR & MAKE-UP Linda Sigg / Style Council PRODUKTION Susanne Märki FÜR BUCHUNGEN www.xeniaonline.com

Ich. Und Freunde, die Unternehmer sind. Oder mein Vater, der auch über Unternehmergeist verfügt. Nach meinen Praktika bei verschiedenen Finanzinstituten in London erkannte ich, dass ich nie eine Angestellte sein kann, das passt nicht zu meiner Persönlichkeit. Ich habe als OneWoman-Unternehmen zwar kein Sicherheitsnetz, aber unabhängig zu bleiben, ist die einzige Möglichkeit, in meiner Arbeit glücklich zu sein. Seit ich achtzehn bin, stehe ich finanziell auf ­eigenen Beinen, darauf bin ich stolz.


Rollkragenpullover aus Kaschmir, Bongénie, Hose, Armani Colle­ zioni, Wildlederpumps, Jimmy Choo, alles bei Grieder. Armspangen aus Silber, links Collier de Chien, rechts Kelly, Hermès.

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styleinterview sein. Zum Glück setzt sich in den USA und Europa immer mehr das Bewusstsein durch, dass weibliche Formen schön sind. Zu schmale Körper sind nicht sexy und sehen ungesund aus. Ich hoffe, die Mode der spindeldürren Frauen ist bald vorbei. Es gibt bereits neue Vorbilder aus Amerika wie Jennifer Lopez, Christina Aguilera, Kim Kardashian oder Lady Gaga. Ist an Ihrem Körper alles echt? Alles, Gott sei Dank! Blondieren Sie Ihr Haar? Nein, nur die Spitzen sind etwas aufgehellt, der Rest ist Natur pur. Sind Sie noch immer Single? Tja, was soll ich machen? Ich kann ja keinen Freund erfinden. Dabei liebe ich Flirts, die Schmetterlinge im Bauch. Angeblich verlieben Sie sich bei One-Night-Stands. Normalerweise habe ich keine so kurzen Abenteuer. Wenn doch, dann eben weil ich mich verliebt habe. Da bin ich typisch weiblich. Ich mag starke Männer, aber starke Männer wollen Frauen im GeishaStil. Macher haben ein grosses Ego. Am Anfang bewundere ich sie, weil ich werden möchte wie sie. Aber nach einer Weile merke ich, dass sie mit meiner Eigen­ ständigkeit nicht umgehen können. Mit einem weichen, sanften Mann könnten Sie nichts anfangen? Das wäre wohl, was ich brauchte. Aber ich bin zu jung für so einen. Es gibt Männer, die behaupten, Frauen seien wie Häuser: Es sei nicht gut, wenn zu viele darin gewohnt haben. Wer sagt denn, dass bei mir viele wohnen? Vielleicht führe ich einen sauberen

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Einpersonenhaushalt? Der Spruch ist machohaft, ich bin damit nicht einverstanden. Wie müsste der Mann sein, den Sie lieben könnten? Ich kann jetzt etwas sagen und dann wird das Gegenteil eintreten, keine Ahnung. Braucht er ein dickes Portemonnaie? Absolut nicht. Ich möchte einen, der eine Leidenschaft hat – das kann eine Karriere oder etwas anderes sein –, aber keinen, der nichts erreichen will. Er würde fragen: «Warum arbeitest du so viel?» Und ich: «Warum du so wenig?» Wir würden uns nicht verstehen. Ciao.

“Der amerikanische ‘Playboy’ wollte ein Shooting mit mir, samt Titelseite. Ich lehnte ab. Trotz Traumgage.” xenia tchoumitcheva Hat die Scheidung Ihrer Eltern Ihre Liebesbeziehungen beeinflusst? Bestimmt. Am Anfang verstand ich es nicht, ich war ja erst zwölf. Danach ­suchte ich immer unmögliche Partner, Männer, die nicht gut zu mir waren, weil ich ­dachte, mein Vater hätte mich verlassen, und ich wiederholte unbewusst diesen Schmerz. Aber wir haben heute ein gutes Verhältnis, Papa und ich. Es ist doch so: Pro­bleme haben alle. Es kommt drauf an, wie man damit umgeht. Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Image zu ändern, weg mit Sexiness? Warum sollte ich? Warum kann ich kein erotisches Shooting machen und danach Wirtschaftsgrössen zur ökonomischen Lage befragen?

Weil Ihre Fotos häufig recht offenherzig sind. Kein ernst zu nehmender CEO wird sich mit geballter Erotik in Verbindung bringen wollen. Sie können sagen, was Sie wollen. Mir gefallen diese Fotos. Sexy und billig sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Sorry, Sex bleibt Sex. Okay, let’s talk about it: Hoch angesehene Fashionzeitschriften wie «The Love Magazine» oder «W» zeigen nackte Frauen, die alles andere als billig rüberkommen. Ein anderes Beispiel ist der Pirelli-Kalender: erotisch, aber nie schmuddelig. Ich bekam 2012 eine Anfrage vom amerikanischen «Playboy», inklusive Titelfoto, ich lehnte ab. Dabei hätten die wirklich gut gezahlt. Eine Marketing­strategie ist gleichzeitig ein Balance-Akt. Man kann auch überhaupt keine Aufträge annehmen und für immer Prinzessin bleiben. Hatten Sie je Sex mit einer Frau? Warum fragen Sie? Pure Neugierde. Und weil das bei Ihrer Generation anscheinend zum Erfahrungsschatz gehört. Also? Das ist mir zu persönlich. Aber grundsätzlich habe ich nichts dagegen. Liebe ist Liebe, auf jede Art und Weise. Nehmen Sie Drogen? Nein, noch nie probiert. Nie Haschisch geraucht? Doch, igitt. Das gefiel mir überhaupt nicht. Ich trinke auch kaum, nur ganz selten etwas guten Wein. Ich will im Kopf klar bleiben und das Leben wahrhaftig geniessen. Als Teenager trank ich jedes Wochenende zum Tanzen in der Disco. Aber am nächsten Tag fühlt man sich schlecht. Ich bin ein Gesundheitsfreak, habe Diverses zu diesem Thema gelesen und weiss über Ernährung Bescheid. Sehen Sie einen Therapeuten, der Ihnen hilft, Ihr Leben zu begreifen?


Nein, niemanden. Ich fühle mich sehr gut ohne. Was mir hilft, ist Meditation. Ich bin noch keine Expertin, denn ich meditiere seit weniger als einem Jahr, aber Atem-Meditation ist unglaublich: Zehn Minuten pro Tag klingen zwar nach wenig, bewirken aber viel. Mein Hirn arbeitet sehr schnell, ich habe zu viele Ideen aufs Mal. Wirklich gute Einfälle kommen vor allem dann, wenn man entspannt ist. Ich muss lernen, mein Gehirn auszuschalten. Meditation ist, wie einen Muskel zu trainieren.

“Warum brauche ich einen Mann? Wegen der Schmetterlinge, um verliebt zu sein!” Xenia Tchoumitcheva

Adressen Seite 144 Fotos: Stills-Online (6)

Können Sie gut schlafen, wenn die Gedanken rasen? Nein, das ist ein Problem. Mit Medita­ tion geht es besser. Ich brauche acht Stunden Schlaf, aber wenn ich dauernd schaffe, bekomme ich nur vier oder drei. Ich bin überstimuliert, weil ich immer was vorhabe. Sie könnten es ein bisschen ruhiger angehen und einen vermögenden Mann heiraten. Mit meinem Charakter? Good luck (lacht)! Und der hält mich dann wie eine Puppe. Ich werde bestimmt nie von einem Mann abhängig sein. Das könnte ich nicht. Warum brauche ich denn überhaupt einen Mann? Nur um verliebt zu sein und die Schmetterlinge im Bauch zu spüren. Wahre Liebe hat keinen Preis. Ich schätze mich glücklich, keinen Kerl aus finanziellen Gründen zu brauchen. Würden Sie sich als glücklich ­be­zeichnen?

Ja, das bin ich. Nie traurig? Doch, aber nicht, weil ich keinen Partner habe, sondern wegen anderer Pro­ bleme. Was haben Sie denn für Probleme? Wer häufig in der Öffentlichkeit steht, von dem wollen alle irgendetwas. Das brennt einen aus. Man merkt es aber zu spät, weil die Zeit dafür fehlt. Erst wenn man heimkehrt, kommt die Erschöpfung. Dann bin ich deprimiert. Das passiert regelmässig. Es gibt ein Sprichwort von Honoré de Balzac: «Ruhm ist ein Gift, das der Mensch nur in kleinen Dosen verträgt.» Wohl wahr. Suchen Sie nicht nach Ruhm und ­Aufmerksamkeit? Nicht unbedingt. Ich bekam bereits die Chance, wirklich berühmt zu werden: In New York bot man mir an, bei einer Business-Realityshow mitzuwirken. Auch in England, Deutschland und Frankreich hatte ich ähnliche Angebote. Aber das lehne ich ab. Was wir bis jetzt nicht ganz verstehen: Wo wollen Sie eigentlich hin, wo sehen Sie sich in Zukunft? Ich will Marketing und Branding machen: Meine eigenen Produkte verkaufen und eine Fernsehshow produzieren, in der Wirtschaftsgrössen und interessante Marken vorgestellt werden. Und das ­alles im Internet. Ich bekomme Offerten in der Regel durch meine Website, und für 2013 habe ich ein grosses Onlineprojekt geplant. Um die Wirtschaftsbosse zu bekommen, müssten Sie sich von Ihrem heissen Girlie-Look verabschieden. Yes, Boss. Machen Sie sich keine Sorgen. Ich habe alles im Griff.

6

die sÜsse Maus ist eine Leseratte: xenia tchoumitchevas liebste bücher the secret «Das Buch von Rhonda Byrne fasziniert mich durch seine klare Aus­sage: Wir erreichen ­unsere Ziele im Leben nur, wenn wir uns die richtigen Gedanken machen.» itunes-app U «Auf langen Flügen studiere ich am liebsten U-Downloads. Darin ­bieten Universitäten und Hochschulen aus aller Welt Gratiskurse zu vielen Themen an.» Ecce HOmo «Während meiner Nietzsche-Phase las ich viele Werke des deutschen Philosophen. Sie sind provokativ, zynisch und realistisch, das gefällt mir.» the fountainhead «Ayn Rand sagt, dass man zuerst sich selber glücklich machen muss, bevor man sich um das Wohl der anderen ­kümmern kann. Ich finde, sie hat recht.» the picture of dorian gray «Dieses aussergewöhnliche Buch ist ein Klassiker, und ich liebe klassische Werke. Oscar Wilde schreibt äusserst intelligent. Imponierend!» Oprah: A Biography «Ich mag realistische Schmöker wie die Biografie über Oprah Winfrey. Die US-Talkmasterin ist ein grosses Vorbild für mich. Ihre Show bewegt viel und viele.»


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Ihr zartes Äusseres täuscht: die 44-jährige Schauspielerin ist knallhart zu sich selber. Darum gelingt es ihr wohl, schmerz und angst darzustellen wie kaum eine andere.

Naomi watts


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Interview  Mariam Schaghaghi redaktion  anita lehmeier

Sie drückte sich nie vor einem Kampf gegen übermächtige Gegner. Naomi Watts, diese filigrane, 1,64 Meter kleine Schauspielerin, nahm es vor der Kamera auf mit Poltergeistern («The Ring») und dem Riesengorilla «King Kong», mit der Cholera («The Painted Veil») und der Russen­mafia («Eastern Promises»), mit Sadisten («Funny Games U. S.») und Terroristen («Fair Game»). Wenn sich auf ihrem feinen Gesicht und in ihren veilchenblauen Augen das blanke Ent­ setzen spiegelt, leiden und hoffen wir mit ihr. Demnächst kommt das TsunamiDrama «The Impossible» ins Kino (ab 28. Februar), in dem sie eine Mutter spielt, die nach der Katastrophe ihren Mann (Ewan McGregor) und zwei ihrer Söhne vermisst. Für ihre eindrückliche Leistung ist Naomi Watts für den Oscar nominiert. SI Style traf die furchtlose Mimin und Mutter zweier kleiner Jungs zum Interview und sprach mit der 44-Jährigen über Ängste und Ahnungen, übers Älterwerden und Abendroben.

Richtig. So schwierig hätte ich es mir nie vorgestellt. Und die Unterwasser-Szenen erst! An mir hing meist irgendein Ge­ genstand, der mich runterzog. Ich rang dauernd um Luft und hatte wirklich Be­ klemmungen. Wie geht man solche Szenen an? Das Stunt-Team in Thailand bereitete mich schrittweise vor. Die erste Schikane waren umhertreibende Blumentöpfe. Auf Stufe zwei kamen Wellen dazu. Das war ja noch nett. Irgendwann gings wirklich los, mit rasendem Wasser, Baumstäm­ men, Autos, und ich sollte mittendrin fünf Zeilen Dialog sprechen. Ich dachte nur: «Wie soll das gehen?» Denn wenn ich den Mund bloss auftat, hatte ich ihn voll Salzwasser. Ich glaube, im ersten Monat der Dreharbeiten habe ich nur den Namen meines Filmsohns geschrien, «Lucas!» – das war alles an Text.

“Als Mutter bin ich, das hoffe ich wenigstens, noch nicht neurotisch. Nur ängstlich.” Naomi Watts

Schweizer Illustrierte Style: Fanden Sie Wasser je furchterregend? Naomi Watts: Oh ja. Einmal bin ich als Teenager in eine üble Strömung geraten, auf Bali. Das war, bevor unsere Familie von England nach Australien gezogen ist. Damals war ich keine gute Schwimmerin und hatte null Ahnung von Strömungen. Seitdem habe ich grosse Ehrfurcht vor Wasser. Direkt nach diesem Vorfall war es natürlich Angst.

Gab es Situationen, in denen Sie echt Angst hatten, wo Sie nicht spielten? Ja, einmal. Da ging technisch was schief. Ich konnte mich unter Wasser nicht von einem Gegenstand befreien. Erst im letz­ ten Moment schaffte ich es hoch und konnte Luft holen. Danach schrie ich nur noch. Seitdem weiss ich, dass man unter Wasser echt durchdreht.

Trotzdem setzten Sie sich einem Tsunami-Drama aus, in dem eine Familie ums Überleben kämpft. Dreharbeiten im Wasser sollen ja extrem schwierig sein.

Bereuen Sie die Strapazen? Oder ­haben sie sich allein schon wegen ­Ihrer Oscar-Nominierung gelohnt? (Lächelt.) Es ist so, dass ich eher einen winzigen Einblick erhielt, was diese

Menschen beim Tsunami mitgemacht haben. Meine Erlebnisse waren ja nichts im Vergleich zu dem, was damals los war. Sie haben mit Ihrem Freund Liev Schreiber zwei Söhne, Alexander, 5, und Kai, 4. Ging Ihnen der Dreh als Mutter besonders nah? Ja. Ich sorge, sorge, sorge mich pausenlos um ihre Sicherheit. Selbst in banalsten Situationen stelle ich mir alle möglichen Katastrophenszenarios vor. Detailliert. Sie sind als Mutter also eine Glucke? Ja, ich überwache alles. Aber ich bin, ­hoffe ich wenigstens, noch nicht neu­ rotisch – nur ängstlich. Unsere beiden Jungs sollen sich natürlich auch stark, mutig und tapfer fühlen, ich will sie spü­ ren lassen, dass ich ihnen vertraue. Daher erziehe ich mich nun selber dazu, lieber mal den Mund zu halten und die beiden ihre Abenteuer erleben zu lassen. Wie viel wissen Ihre Söhne von Ihrem Beruf ? Sie waren die ganze Zeit mit am Set in Thailand. Ich habe aufgepasst, dass sie mich das erste Mal in einer Szene in an­ nehmbarem Zustand sehen. Sie sollten keine Angst bekommen. An diesem Tag hatte ich lediglich ein paar Kratzer im Gesicht, etwas Blut und Dreck. Ich habe Liev zudem gebeten, sie oft daran zu erinnern, dass das nur ein Film ist. Die drastischsten Szenen durften sie sowieso nicht beobachten, das war klar. Für die beiden war das Set sicher irre spannend, ein grosser Spielplatz … Ja, sicher. Am Ende der Drehzeit standen sie oft neben meinem genialen Masken­ bildner und bepinselten mich mit Dreck – in Wahrheit Schokolade – und Kunst­ blut. Seitdem wissen sie, dass alles vor der Kamera nur «so tun als ob» bedeutet. Können Ihre Söhne seit Thailand schwimmen? Alexander schon, Kai ist noch nicht ganz


stylecover “Ich habe das grosse Glück, das tun zu dürfen, was ich so sehr liebe – schauspielern –, und gleichzeitig Mami zu sein.” Naomi Watts

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so weit. Aber ich finde es wichtig, dass sie es schnell lernen. Wir wohnen zwar in New York, haben aber auch in Australien ein Haus am Strand, wo wir so oft wie möglich sind. Letzten Sommer standen Sie als Lady Di vor der Kamera. Ist der Film abgedreht? Jetzt schon. Zuletzt hatten wir zwei ­grosse Abschnitte zu drehen, einen in ­Afrika, ­einen in London. Lady Di starb mit 36. Wie fühlte es sich an, sie zum Leben zu erwecken? Da möchte ich gar nicht im Detail darauf eingehen. So viel sei gesagt: Die Ge­ schichte ist es wert, erzählt zu werden!

“Ich bin überzeugt, dass es ein Geschenk ist, wenn man erst später im Leben Erfolg hat. Für mich war das ein Segen.” Fotos: Warwick Saint / AUGUST (3), Frenetic (1), Ascot Elite (4), Warner Bros. (1), Intertopics (1)

Naomi Watts Wie haben Sie es hinbekommen, als Mutter zweier Kids nacheinander zwei derart aufwendige Filme zu drehen? Stimmt, von aussen betrachtet fragt man sich wohl: «Wie hat sie es überhaupt geschafft, zwischendurch zur Toilette zu gehen?» Die Kinder kommen überallhin mit, das macht vieles einfacher. Sie sind immer als Karawane unterwegs, mit Familie. Ja, und zwischen den Filmen bleibt auch genügend freie Zeit für uns. Ich habe das grosse Glück, das tun zu dürfen, was ich liebe, und gleichzeitig Mami zu sein –

die wichtigste und befriedigendste Rolle meines Lebens. Es gibt nichts, was an­ nähernd so schön ist. Momentan ist die Award-Saison in vollem Gang. Kommen Sie überhaupt noch aus den Abendroben raus? Muss ich. Privat gehe ich mit nassen Haaren und ungezupften Augenbrauen aus dem Haus. Ich bin halt Mutter und habe für Eitelkeit einfach keine Zeit. Sie sind 44. Spüren Sie die Jahre? Es ist frustrierend, wenn der Rücken an­ fängt wehzutun, die Augen nachlassen oder man sich nach einer Nacht ohne Schlaf weniger schnell erholt. Aber was mir am Älterwerden gefällt, ist, dass ich mich immer besser kennenlerne. Und weiser werde. Bis Anfang dreissig hatte ich das Gefühl, dass ich mich ständig ver­ ändere, seitdem allerdings nicht mehr sehr – bis auf das Aussehen wohl (lacht). Sie scheinen bei allem Erfolg sehr geerdet geblieben zu sein. Liegt das daran, dass Sie erst spät durchgestartet sind? Bei Ihrem Durchbruch mit «Mulholland Drive» waren Sie 33. Auf jeden Fall. Ich hatte damals meine Hausaufgaben bereits gemacht. Ich bin überzeugt, dass es ein Geschenk ist, wenn man erst später im Leben Erfolg hat. Für mich war es ein Segen. Ich wusste genau, was ich erreichen wollte und warum. Wenn man jünger ist, neigt man ja dazu, Dinge zu tun, weil andere es einem raten. Impossible, unmöglich – das hätten Sie sicher gesagt, wenn Ihnen vor zwanzig Jahren jemand prophezeit ­hätte, dass Sie ein zweifach Oscar-­ nominierter Filmstar werden. Stimmt. Ich war mir aber stets sicher, dass ich mal zwei Söhne bekommen ­würde. Ganz im Ernst. Ich habe mich ­immer als Mutter gesehen. Und ich ­wusste von ­Anfang an, dass es zwei Buben werden. Unmöglich, oder? Das finde ich selbst völlig unfassbar.

Ungemein Vielseitig: naomi Watts zeigt uns ihre Facetten You will meet a tall dark stranger (2010) Woody Allen schaffte es, sie für eine Komödie zu gewinnen: Enttäuscht vom Ehemann (Josh Brolin), flirtet sie mit einem Fremden (Antonio Banderas, Bild). Fair Game (2010) Als Rache für einen kritischen Artikel ihres Mannes (Sean Penn) deckt der USGeheimdienst die Identität der Undercoveragentin auf und gefährdet damit ihr Leben. Eine wahre Story. J. Edgar (2011) In guten wie in schlechten Tagen hielt die Sekretärin Helen Gandy (Naomi Watts) ihrem Boss beim FBI, dem zwielichtigen Gründer J. Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio), die Treue. The Impossible (2012) Watts spielt die Ärztin ­Maria, die mit ihrer Familie in Thailand Ferien verbringt. Der Tsunami bricht wie ein Albtraum über die Menschen herein. Naomis Leistung ist Oscar-würdig! Movie 43 (2013) Zwölf Regisseure und ein Dutzend Stars schufen diesen Episodenfilm um internetsüchtige Jugendliche. Der schwarzhumorige Streifen kommt Mitte April in unsere Kinos. Two Mothers (2013) Naomi Watts und Robin Wright spielen Mütter erwachsener Söhne, die sich über Kreuz verlieben. Ein heisses Eisen, von Anne Fontaine («Coco avant Chanel») stark inszeniert. Diana (2013) Der deutsche Provokateur Oliver Hirschbiegel («Der Untergang») rollt die zwei letzten Lebensjahre von Prinzessin Diana auf. Ein Film, auf den Kritiker und Kinogänger mit Ungeduld warten.


style Emilio Pucci

Zweilagiges Seidentop – die untere Lage ist mit Stiften bestickt –, Hose aus Seidenvoile und Seidensatin, Sandalen mit Holzplateau.

In Mode Wie stellen sich die Designer den Sommer vor? Ihre VisionEN könnteN unterschiedlicher nicht sein. Zwölf Labels und ihre looks lassen uns ungeduldig die KÜHLEN Tage zÄhlen. FOTOS Bruno Barbazan Redaktion Richard widmer HAIR Leslie Thibaud / Airport Make-up Alexandra Schiavi / Airport MODELs JOHANNA FELDMEIER / VIVA und Zuzanna / NathaliE


PRADA

Links: Kimonoschal, bestickt, gerader Jupe und Top, alles aus Seidensatin, Zehensocken aus Leder, mit Seidenschleife. Rechts: Bestickter Mantel mit Dreiviertel채rmeln und Rock aus Seidensatin, Zehensocken aus Leder, Sandalen aus Seide.

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style

Valentino Seidenvoilebluse mit Kragen und Manschetten aus BaumwollpiquĂŠ, mit Spitze besticktes Unterhemd, mit Pailletten bestickter SeidentĂźlljupe, Sandalen aus Leder und PVC.

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azzedine alaI¨a Links: Stricktop und -jupe Origami, Pochette Envelope, High Heels aus Ziegenleder. Rechts: Strickkleid Raïade, Plateausandalen aus Ziegenleder.


style

DIOR

Links: Bicolor-Kleid aus gelasertem technischem Stoff. Lacklederpumps Batignolles, Christian Louboutin. Rechts: Jackett Fil-Ă -Fil, mit Paillettenblumen und Seidenorganza. Sandalen Au Hameau, Christian Louboutin.


CHANEL

Bolero mit Baumwoll­ bordüre und Zierperlen­ verschluss, ärmelloses Kleid, beides aus Netz­ stoff.

Beauty-produkte von Chanel

Wangen: Joues Contraste Frivole 76. Augen: Les 4 Ombres Séduction 42. Stylo Yeux Waterproof Santal 100, Mascara Le Volume de Chanel Noir 10. Lippen: Crayon Lèvres Natural 34, Rouge Allure Fantasque 112.

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style

Dries van noten Jacke mit eingewobenem Glencheck, Top aus CrĂŞpe de Chine, bedruckte Baumwollsatin-Hose.

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Louis vuitton

Kost端m aus Gabardine, Haarreif aus Seide, Handtasche Damier Mosaic und Pumps mit feiner Schleife als Dekoration.


style

Céline

Kleid aus Seidencrêpe und -satin, ärmelloser Trenchcoat aus Twill, Lederbracelets.

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Gucci

Links: Gazarseidentop und Cadyseidenhose, Lackpumps. Rechts: Gazarseidenkleid, High Heels aus Lack.


style

Givenchy

Asymmetrisches Kleid aus Cadystretchseide, mit seitlichem Messingver足 schluss, Halsspange aus Plexiglas, mit Messing足 rand, Sandalen aus Leder, Gummi und PVC, mit Messingabsatz.

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Dolce & Gabbana

Produktion: Susanne M채rki Adressen Seite 144

Links: Baumwollkleid, Ohrringe, Satinfoulard als Haarband, Plateausandalen aus Bambus mit Raffia. Rechts: Kleid aus Seidenorganza, Ohrh채nger mit Steinen und Raffia, Foulard als Haarschmuck, bemalte Holzplateausandalen mit Strohapplikationen.


style

13 Trends, die wie eine Frischzellenkur wirken. und die Designer, die wir lieben.

Fotos Yannis Vlamos / Gorunway (1), Stills-Online (1)

bs or Marc Jaco Kreativdirekt ie Schau wie ins­­ze­nierte d ufs­ lu­siven Einka in einem exk Rolltreppen tempel: Auf der 4 Models in defilierten 6 ollektion. grafischen K


grob oder Fein, gestanzt, geklebt, Gelasert oder gewoben: Kreationen aus Netz-Materialien verhüllen Frauen und lassen doch allerlei EinSichten zu. Die Mode verfängt sich im World Wide WEb.

Akris

Alexander Mcqueen

Diesel Black Gold

Burberry Prorsum Calvin Klein collection

Céline

Bally

Dior

BLumarine

irisierende seidenstoffe erinnern An glänzendes Geschenkpapier: Ein Look, der fasziniert und zum Auspacken einlädt. Davon nehmen wir zwei.


style ❤

Fotos: Dukas (1)

Die Arbeit des Créateurs zeichnet sich durch sein Gefühl für Form, Farben und Materialien aus. Er hantiert virtuos mit verschiedenen Ebenen und erschafft damit seine eigene Silhouette, mit strengen und doch fliessenden Linien. Seide, Glattleder und Chiffon gehören zu seinen Favoriten. Monsieur Acker­ mann orientiert sich nicht an Trends, seine Entwürfe muten kultiviert und zeitlos an. Knöchellange Hosen zu skulptural geschnittenen Jacken und Oberteile in asiatisch inspirierter Wickeltechnik kleiden eine selbst­ bewusste und eigenwillige Frau wie die Schauspielerin Tilda Swinton, die zu seinen Fans zählt.

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r sche Designe Der französi ln ze ur W nischen mit kolumbia in k er Handw erlernte sein it d entwirft se un Antwerpen e. ni Li gene 2001 seine ei


jil sander

paul Smith

lacoste

die queen of clean Jil Sander ist zur端ck bei ihrem gleich足namigen label und zeigt eine reduzierte, starke Kollektion. Viele Kollegen tun es ihr gleich und entwerfen garderobe f端r starke Frauen mit simplen Schnitten aus Baumwolle.

erdem

kenzo

carven

Ausschnitte in Top und kleid f端r Neckische Einblicke: subtil gesetzt und sparsam verwendet, regen sie die fantasie des betrachters an.


style

Lego-Bag

Blouson

Ringe

KaroHemd

Dior

kann man sich damit hinsetzen? Ein Hingucker sind diese filigranen Teile auf jeden fall. Der Praktische ASpekt ist da eher Nebensächlich.

Saint Laurent

balmain

dolce & gabbana

Die spannendste Frage an der Pariser Fashion Week lautete: Wer legt das bessere Debüt hin, Raf Simons für Dior oder Hedi Slimane für Saint Laurent? Der Belgier interpretierte den Dior-Stil pur, modern, teilweise gar futuristisch, trotzdem elegant – kurzum: Er läutete die nächste Ära ein. Slimane löste weniger Euphorie aus, zeigte düstere, von den Seventies inspirierte Looks, die Gauchos mit Rockerinnen kreuzen. Zwar kann die Kollektion als Reverenz an die Entwürfe des Altmeisters begriffen werden, doch fehlt ihr das Neue, der Wow-Effekt. Ausgezählt ist der Franzose aber noch nicht.

Ein Blouson im Schrank ist Pflicht, am besten mit auffälligem (Leo-)Print wie bei Just Cavalli. Mit einem Karo­­hemd von Dries Van Noten beweisen Insiderinnen ihre Fashion-Kompetenz ebenso wie mit den goldenen Fingerringen von Balenciaga, die im Set getragen werden. Das modischste Spielzeug für Erwachsene? Die niedliche Lego-Clutch von Chanel.

Tadel für r Simons (l.), Küsschen fü e einiger zog die Rag Slimane. Der auf Stehf sich, die er Modeleute au ritikerin s oder, wie K plätze verwie t einlud. erst gar nich Cathy Horyn,


Loewe

elie saab

Martin Grant

Versace

gucci

stella mccartney

nina ricci

trussardi

Hermès

Fotos Stills-Online (1), Dukas (2)

So vielfältig Wie im Atelier eines Malers präsentiert sich die farbpalette der Kollektionen. eine leuchtet prächtiger als die andere und versetzt uns in ein Stimmungshoch. monochrom kommen die Töne gebührend zur Geltung. Diese Kleider sind Therapie!


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Fotos: alle Laufstegbilder Imaxtree

Victoria Beckham

Isabel Marant

MIchael Kors

Mary Katrantzou

Chanel

Jason Wu

Vionnet

Francesco Sconamiglio

Giambattista Valli

Salvatore Ferragamo

diane von furstenberg

Roberto Cavalli

No 21

style


Max Mara

Anthony Vaccarello Helmut Lang

Saint Laurent

GIorgio Armani

issey Miyake

Alexander wang Ralph LAuren

Lanvin

Narciso Rodriguez

Lacoste Viktor & Rolf

Gegens채tze ziehen sich bekanntlich an und paaren sich, wie in dem fall, oft 체berraschend harmonisch. WEm der Style mit grafischen Mustern im Maximalkontrast zu plakativ oder zu radikal ist, der entscheidet sich f체r einen der zwei farbpole und w채hlt entweder-oder.


Irina Kravchenko

Ji Hye Park

Cara Delevingne

Ava Smith

Eine Horde neuer Gesichter sorgte an den internatio­nalen Schauen für Aufsehen: Während Ava Smith mit mehr als sechzig Shows die Laufstegprinzessin ist, amüsierte Cara Delevingne mit verrückten Outfits und Posen abseits davon. Designer Alexander Wang entdeckte die Ukrainerin Irina Kravchenko. Kel Markey zierte schon das Cover des Magazins «i-D», die Südkoreanerin Ji Hye Park die aktuelle Kampagne von Louis Vuitton.

Kel Markey

style

Fotos: Dukas (1)

balenciaga

chloé

givenchy

mit schwung in den sommer: volants kommen minimalistisch, aber im MaxiFormat daher. sie umspielen das bein und wippen bei jedem schritt mit. oder sie schmiegen sich an den Körper. Das romantische Detail wird im Paartanz mit exakten Schnitten hohe wellen schlagen.


Das Defilee des belgischen Visionärs erinnerte an eine dunkle Romanze und stand ganz im Zeichen der Gegensätze: maskuliner Kaschmirpullover zum transparenten Jupe mit Blumenprint; ein asiatischer Seidenkimono umhüllt Hemd und Hose mit Schottenmuster; blütenbestickte Röcke und Jacken hauchen der Ready-to-wearKollektion Haute-Couture-Flair ein. Klein karierte Pumps, zerzauste Haare und Sonnenbrillen (Grunge-Legende Kurt Cobain grüsst) komplettierten das Bild. Seiner Leidenschaft für delikate Stoffe sowie aufwendige Sticke­reien blieb der 54-Jährige treu. Dafür gibts Bestnoten.

pen geborene Der in Antwer twirft seit Designer en e, Jahren Mod bald dreissig t. eh zi lle an die Intellektue


style

Rodarte

Proenza Schouler

Peter Pilotto

bei den angesagten labels aus New York und london laufen die models Richtung Zukunft mit wilden Print- und Materialkombinationen.

Etro

AquiLano Rimondi

Emilio Pucci

Jean Paul Gaultier

Prada

die designer bauen eine Br端cke zwischen asiatischer Tradition und westlicher moderne mit StilElementen wie kimonojacken oder Blumenstickereien.


Maison martin Margiela

topshop Unique

theyskens’ Theory

Sportmax

Prabal Gurung

3.1 phillip lim

paco rabanne

Valentino

Cacharel

einteiler und hosen aus durchsichtigem Voile-, organza- oder ChiffonStoff trägt eine Lady in schichten übereinander oder einlagig auf der nackten haut. je nach Bewegung und Lichteinfall kann sie nach Lust und LAune ein­blicke gewähren oder mehr ver­hüllen als freilegen.


style

bottega veneta

gestreift, gepunktet, geschwungen, schachbrettartig: mutige mĂśgen Prints von kopf bis fuss, Scheue ein TEil, kombiniert zu UNI.

marc jacobs

sportmax

miu miu moschino

tommy hilfiger

marni

louis vuitton

rochas

Veni, Vidi, Midi? Schmale Jupes enden knapp unter dem knie. Achtung: Die DREIVIERTELLänge wirkt schnell bieder, darum Taille, Nacken, Fesseln betonen.


an war von 19 97 Der Franzose a. ag ci en al ctor bei B Creative Dire en d er ab Jahres g Ende letzten sein nt. Ob bald an ek Rücktritt b ? ird w en el folg eigenes Lab

wir erweisen nicolas ghesquière die ehre und zeigen das schönste, was er für das Französische Modehaus kreiert hat. während seines 15 jahre dauernden Gastspiels agierte er mit volumen und materialien und liess die models oft aussehen wie Heldinnen aus einer kommenden Zeit. Seine Schau an der Pariser Fashion Week musste man gesehen haben. nachfolger alexander wang tritt in grosse Fussstapfen. au revoir!

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styleadressen

Akris akris.ch Alexander McQueen alexandermcqueen.com Alexander Wang alexanderwang.com Anthony Vaccarello anthonyvaccarello.com Aquilano Rimondi aquilano-rimondi.com

B

Balenciaga balenciaga.com Bally bally.com Balmain balmain.com Blumarine blumarine.com Bottega Veneta bottegaveneta.com Burberry Prorsum burberry.com

C

Cacharel cacharel.fr Calvin Klein Collection calvinkleininc.com Carven carven.com Céline celine.com Chanel chanel.ch Chloé chloe.com

D

Diane von Furstenberg dvf.com Diesel Black Gold dieselblackgold.com Tel. 043 322 01 10 Dior dior.com Dolce & Gabbana dolcegabbana.it Dries Van Noten driesvannoten.be

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E

L

F

M

Elie Saab eliesaab.com Emilio Pucci emiliopucci.com Erdem erdem.co.uk Etro etro.it Francesco Scognamiglio francescoscognamiglio.it

G

Giambattista Valli giambattistavalli.com Giorgio Armani armani.com Givenchy givenchy.com Gucci gucci.com

H

Haider Ackermann haiderackermann.be Helmut Lang helmutlang.com Hermès hermes.com

I

Isabel Marant isabelmarant.tm.fr Issey Miyake isseymiyake.com

J

Jason Wu jasonwustudio.com Jean Paul Gaultier jeanpaul-gaultier.com Jil Sander jilsander.com Just Cavalli robertocavalli.net

K

Kenzo kenzo.com

Lacoste lacoste.ch Lanvin lanvin.com Loewe loewe.com Louis Vuitton louisvuitton.com Maison Martin Margiela maisonmartinmargiela.com Marc Jacobs marcjacobs.com Marni marni.com Martin Grant martingrantparis.com Mary Katrantzou marykatrantzou.com Max Mara maxmara.com Michael Kors michaelkors.com Miu Miu miumiu.com Moschino moschino.it

N

N° 21 numeroventuno.com Narciso Rodriguez narcisorodriguez.com Nina Ricci ninaricci.com

P

Paco Rabanne pacorabanne.com Paul Smith paulsmith.co.uk Peter Pilotto peterpilotto.com Prabal Gurung prabalgurung.com Prada prada.com Proenza Schouler proenzaschouler.com

R

Ralph Lauren ralphlauren.com Roberto Cavalli robertocavalli.net Rochas rochas.com Rodarte rodarte.net

S

Saint Laurent ysl.eu Salvatore Ferragamo salvatoreferragamo.it Sportmax sportmax.it Stella McCartney stellamccartney.com

T

Theyskens’ Theory theory.com Tommy Hilfiger tommyhilfiger.com Tel. 044 986 10 20 Topshop Unique topshop.com Trussardi trussardi.it

V

Valentino valentino.it Versace versace.com Victoria Beckham victoriabeckham.com Viktor & Rolf viktor-rolf.com Vionnet vionnet.com 3.1 Phillip Lim 31 philliplim.com Fotos: © Louis Vuitton / Stéphane Muratet

A


stylemein stil Yael Lilienfeld

so ein schatz Die Zürcherin zog aus, um in new York City als Schmuckdesignerin TrÄumE zu ERFÜLLEN. interview  Laura Catrina FOTOS  Jürgen Frank

Vor neun Jahren geht Yael Lilienfeld nach Amerika, um als Model Karriere zu machen. Doch die attraktive Zürcherin merkt schnell: Hübsch auszusehen, ist ihr zu wenig, sie will das Leben anderer schöner machen. Ein selbst entworfener, eiförmiger Schmuckanhänger wird ihr Glücksbringer. Das Bijou fällt in den Ferien auf St. Barths dem Hollywood-Regisseur Brett Ratner auf, der das Gleiche für seine Liebste will. Yael erkennt, aus­ ihrer heimlichen Leidenschaft für Schmuck kann ein Business werden – der Anfang von Yael Jewelry. «Träume werden wahr, wenn man aus tiefstem Herzen daran glaubt und hart arbeitet», ist die 30-Jährige überzeugt. 2011 lanciert sie ihre erste Kollektion Precious Secrets mit verschieden grossen Anhängern aus Gelb- oder Weissgold, mit oder ohne Diamanten. Alle Stücke enthalten ein süsses Geheimnis. Mittlerweile gibt es die Prezio­ sen exklusiv bei La Serlas an bester Adresse an der Zürcher Bahnhofstrasse. Fertig geträumt hat Yael noch lange nicht. Schweizer Illustrierte Style: Ihre Designs sind sehr verspielt und romantisch. Sind Sie eine Romantikerin? Yael Lilienfeld: Ja, vollkommen! Und eine Träumerin. Ich glaube an Happy Ends. Wenn man sich erlaubt zu träumen, ­passieren die Dinge auch. Sie wollten bereits als Kind Schmuckdesignerin werden. Ihre erste Erinnerung an Preziosen? Erbstücke, die meine Mutter trug. Ich hoffe, dass auch mein Schmuck von Generation zu Generation weitergegeben wird Fortsetzung auf Seite 106

Weisheit «Ich habe gelernt, die Angst loszulassen und auf mein Gefühl zu hören. Es gibt stets viele Nebengeräusche. Man muss versuchen, sie auszublenden, gerade in New York.» Mantel Zara, Schal Richiami.


balance Ruhe und Kraft findet die Designerin bei der täglichen Meditation. Das übergrosse Bild stammt vom Künstler Tigran. tigran.ch

Kreativität Overall und Blazer BCBG Max Azria, Schmuck Yael Jewelry, Schuhe (v. l.) Chanel, YSL, Dolce & Gabbana, Louboutin, Miu Miu, Vince Camuto.

Fleiss Beim Schreiben eines Precious Secret. Bluse Barneys, Leggings, Jacke Zara, Foulard Hermès, Pumps Miu Miu, Schmuck Yael Jewelry.

“In New York entdeckst du jeden Tag etwas Neues. Ich habe mir angewöhnt, auch in die Höhe zu schauen. Da sieht man viel Spannendes.” Yael Lilienfeld

MAGIE In ihr Dream-Book schreibt Yael Träume und Gedanken. Beim Arbeiten brennen Kerzen mit Vanille-Duft. Hündin Layla gefällts.

INTUITION «Ich fühle mich sicher in Downtown Manhattan. Mir ist noch nie etwas zugestossen.» Mantel Anne Klein, Boots Vince Camuto, Schal Bianco.

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stylemein stil Fortsetzung von Seite 104

und irgendwann die Kinder und Grosskinder meiner Kundinnen erfreut. Das ist das Schöne an Schmuck. Er ist nicht nur dekorativ. Er bedeutet etwas. Ihre Stücke kosten ab 1750 Franken. Warum haben Sie sich entschieden, teure Fine Jewelry zu machen und keinen erschwinglicheren Modeschmuck? Das war von Anfang an klar. Ich habe eine Passion für zeitlose Stücke mit Qualität. Ich trug selber seit jeher lieber wenige, dafür echte Stücke. Es steckt so viel Arbeit in jedem einzelnen Teil. Das sieht und spürt man. Ihre Anhänger bergen eine versteckte Botschaft. Kundinnen verraten Ihnen ein Geheimnis, Sie schreiben es auf Per­ gament, versiegeln es und füllen den Anhänger damit. Ihre Kundinnen müssen grosses Vertrauen zu Ihnen haben. Ja. Das schätze ich sehr. Ich würde nie ein Geheimnis verraten. Wer sind Ihre Kundinnen? Mütter, Geschäftsfrauen, Künstler, Prominente … An welchem Star würden Sie gern Ihre Kreation sehen? Ich habe vor einiger Zeit eine Liste gemacht mit prominenten Frauen, und jetzt besitzt tatsächlich eine davon ein Stück von Yael Jewelry. Unglaublich! Leider kann ich den Namen noch nicht verraten, aber es handelt sich um hohe HollywoodProminenz.

leidenschaft Einzig die Mousse au Chocolat im «Standard» erfüllt die Ansprüche des Schoggi-Fans. standardhotels.com Bluse Equipment, Jacke Zara, Schmuck Yael Jewelry.

Wie entstehen Ihre Preziosen? Brainstorming, Skizzen und Zeichnungen anfertigen, später arbeite ich mit Goldschmieden zusammen. Ich habe ein kleines Team, für das ich sehr dankbar bin. Es herrscht eine gute Energie. Diese fliesst auch in das Produkt ein. Ihre weiteren Pläne? Ende März lanciere ich meine neue Kollektion bei La Serlas in Zürich. Wie sie aussehen wird, ist noch ein Geheimnis. Ihre grösste Inspiration ist die Natur. Wo finden Sie die in einer Grossstadt wie New York, Ihrer Wahlheimat? Am Wasser, wo ich oft spazieren gehe, oder im Battery Park. In New York entdeckst du jeden Tag etwas Neues. Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt, auch in die Höhe zu schauen. Da sieht man viele spannende Dinge. Wohnen Sie auch hoch oben? Ja, in einem Hochhaus im Financial District in Downtown Manhattan. Man würde es nicht glauben, aber wir haben ein herzliches Nachbarschaftsverhältnis. Man grüsst sich auf der

Vertrauen In jedem Anhänger steckt ein Geheimnis der Trägerin, von der Créatrice persönlich auf Pergament verewigt.


Strasse, am Abend ist es schön ruhig, und es ist sicher. Auch wenn ich nachts um zwei Uhr unterwegs bin, mache ich mir keine Sorgen. Wie sieht Ihr Alltag aus? Jeden Tag anders. Ich muss so viele verschiedene Dinge erledigen. Nur der Morgen bleibt stets gleich: Als Erstes gehe ich mit meinem Hund Layla spazieren und hole mir einen Kaffee. Und am Wochenende spannen Sie aus? Nein, im Moment nicht. Meine Tage enden nicht um 18 Uhr. Ich bin oft auch in der Nacht am Arbeiten. Wenn man etwas mit Leidenschaft macht, vergisst man die Zeit und den Kalender. Können Sie von Ihrer Arbeit leben? Ja, ich kann mich sehr glücklich schätzen. Ich habe gelernt, die Angst loszulassen und daran zu glauben, dass alles gut kommt. Schwierigkeiten sehe ich als Herausforderung an. Warum zieht der Big Apple so viele Kreative an? Die Stadt hat eine einzigartige Energie. Wenn ich von einer ­Reise heimkehre und nach Manhattan fahre, ist das einfach wow. Was mögen Sie nicht an der Metropole? Das Leben läuft hier nonstop, was einen dazu verleitet, ständig nur zu arbeiten. Es ist darum wichtig, seine Balance zu finden. Ich nehme mir bewusst Zeit, um abzuschalten, und meditiere täglich. Die Stadt gibt dir sehr viel, nimmt aber auch sehr viel. Was ist bereits typisch amerikanisch an Ihnen? Das positive Denken. Ich glaube daran, das man alles erreichen kann. Dream big! Diese Mentalität ist sehr amerikanisch. Und wie zeigt sich die Schweizerin? Ich mag Qualität. Ich habe eine Leidenschaft für Schoggi. Und ein Wort ist bei mir ein Wort: Wenn ich etwas sage, dann m ­ ache ich es auch. Bei mir weiss man, woran man ist. Was machen Sie in Ihrer kargen Freizeit? Ich treffe mich mit Freunden, meditiere oder lese Bücher. Ich bin sehr neugierig. Mich interessiert das Unbekannte, Dinge, die sich nicht so einfach erklären lassen. Psychologie finde ich sehr spannend. Ich langweile mich nie. Manchmal wünschte ich, der Tag hätte mehr Stunden. Was macht Sie glücklich? Wenn ich ein Lachen sehe oder ein Lachen weitergeben kann.

Köpfchen Mit Hündin Layla vor der New Yorker Börse. Mantel Anne Klein, Leggings Zara, Schal Bianco, Pumps YSL, Handtasche Maison Mollerus, Schmuck Yael Jewelry.

Sie haben früher als Model gearbeitet. Ist Ihr gutes Aus­­ sehen ein Vor- oder ein Nachteil als Business-Lady? Fortsetzung auf Seite 108


stylemein stil Fortsetzung von Seite 107

Manchmal muss man sich gegen Vorurteile wehren. Einige Leute können sich nicht vorstellen, dass eine attraktive Frau auch etwas im Köpfchen hat. Das ist traurig. Doch ich beweise ihnen gern das Gegenteil. Verraten Sie uns Ihr Beauty-Geheimnis? Immer Abschminken vor dem Zubettgehen. Wie halten Sie sich fit? Ich ernähre mich gesund, mache Kundalini-Yoga, gehe mit meinem Hund spazieren. Ab und zu gehe ich ins Fitnessstudio. Die sportlichen Aktivitäten müssen mir Spass machen, sonst bringen sie nichts. Boxen ist ein super Work-out und macht mir Spass. Wie würden Sie Ihren Modestil beschreiben? Sportlich-klassisch. Ich liebe Accessoires, Schmuck, Taschen, Schuhe. Man kann damit ein simples Outfit im Nu aufpeppen. Sie sind das Tüpfli auf dem i.

Wie viele Schuhe besitzen Sie? Ich habe sie nie gezählt. Aber es sind einige (lacht). Ihr wertvollster Besitz? Meine Shih-Tzu-Hündin Layla. Im letzten Herbst, als der Hurrikan Sandy die Stadt bedrohte, habe ich sie mitgenommen, zusammen mit meinem Schmuck, meinem Pass, dem Computer, Kleidern zum Wechseln und etwas Bargeld. Wie stellt man es als Frau eigentlich an, dass ein Mann einem das richtige Schmuckstück schenkt? Ich glaube, man kann das einen Mann spüren lassen. Wenn er Sie wirklich kennt, sucht er auch das Richtige aus. Und: Wenn ein Bijou von Herzen kommt, kann es nie falsch sein. Sind Sie in festen Händen? Das verrate ich nicht.

Glaube «Ich wusste schon als Kind, dass ich nach New York gehen werde. Das war Intuition. Ich fühle mich einfach wohl hier.» Mantel Zara, Jeans Mango, Schal Richiami, Booties Dolce & Gabbana, Tasche Chanel.

Sie haben aber eine Menge Geheimnisse! (Lacht.) Es hat ja auch seinen Grund, warum ich meine erste Kollektion Precious Secrets genannt habe. Jeder hat Geheimnisse. Das verbindet die Menschen. yaeljewelry.com, la-serlas.ch

Hair Yusuke / Hirsch Salon Make-up Rachel Wood / Artists by Timothy Priano Styling Lili Halide-Farizi Location The Standard Hotel (1)

Wo gehen Sie shoppen? In Soho hat es unzählige kleine Läden. Dort kaufe ich gern ein sowie im West Village in den Vintage-Stores. Nolita mag ich auch. Ich bin eher ein Downtown-Girl. Die Nobelkaufhäuser in Uptown wie Barneys und Saks Fifth Avenue, das eine grossartige neue Schuhabteilung hat, sind die Ausnahme.


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e l y t s beauty auf diesen seiten

EVA Herzigova

112 Catwalk-Trends +++++++++++++++++++ 124 NEWS +++++++++++++++++++ 128 BEAUTY-SECRETS Julianne Moore +++++++++++++++++++ 130 Top five was für gesprächsstoff sorgt +++++++++++++++++++ 134 pflege BB-Cremes und neue Foundations +++++++++++++++++++ 137 Spa Suvretta House St. Moritz +++++++++++++++++++ 138 Verlosung Chloé +++++++++++++++++++ 140 Kolumne annettes tagebuch +++++++++++++++++++ 141 Green +++++++++++++++++++

DIOR Mit sechzehn kam sie als Model zum ersten Mal nach Paris – und

leistete sich Capture totale für die Augen. «It’s not for you, Mademoiselle», versuchte ihr die Verkäuferin das Produkt auszureden. Aber Dior, das klang so pariserisch, so wirksam. Jetzt ist Eva Herzigova das Gesicht der Pflegelinie Capture von Dior. Die 39-jährige Tschechin wurde in den Neunzigerjahren als Miss Wonderbra berühmt, ist in der Prada-Frühlingkampagne zu sehen und wird zum dritten Mal Mutter. Der Augencreme ist sie treu geblieben.

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stylebeauty

Bei den Sommer-Beautys 2013 kann man sich nicht entscheiden, wo zuerst hinschauen: In die Augen, die dramatisch glitzern, Auf Lippen, die deutliche Signale aussenden, oder auf Lider, die Lust machen auf das Meer. Gefällt uns. redaktion  Monica Congiu


Valentino Marni Dior

Funkelnde blicke Kleopatra-augen faszinieren in den Farben Violett und grün, definiert mit Swarovski-Kristallen. Reizvoller kontrast ist der pure teint.

Come Undone Bei den hinten zusammengehaltenen Haaren dürfen einzelne Strähnen herausfallen und hinters Ohr gestrichen werden. Der Look soll unangestrengt und natürlich wirken, wie ungemacht (Englisch «undone»). Gerade das verleiht ihm das Poetische, Weibliche. Voraussetzung: weiches, seidig glänzendes Haar.

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1 RenÉ FURTErer Lissea, Glättendes Fluid, Fr. 27.30. 2 KéRastase Haaröl Elixir ultime, Fr. 49.–.

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stylebeauty Türkis und smaragdgrün Die Augen werden im Sommer von den Farben des Wassers umspielt – mit Stiften, die grafische Linien, verwischte Soft Smoky Eyes und pla­kative Katzenaugen malen. Make-up hat viel mit Experimentierfreude und der Lust an Verwandlung zu tun. Fragen Sie sich: Wer möchte ich heute sein?

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Jean Paul Gaultier

Stella McCartney

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1 Estée Lauder Pure Color Intense Kajal Eyeliner Duo, Fr. 32.–. 2 MAC Fascinating Eye Khol, Fr. 24.–. 3 Sisley Phyto-Khol Star Blue Sapphire, Fr. 48.50. 4 lancôme Khol in Love Jade Crush, Fr. 33.–.

Jean-pierre Braganza

Kenzo

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Dicht und geschwungen Die Wimpern sind lang, volu­ minös, ­ruhig auch falsch. Immer mehr Mascaras stel­ len mit immer ­raffinierteren Bürstchen und Formulierun­ gen, die sogar das Wachs­ tum fördern sollen, Wunder­ wimpern in Aussicht. Wichtig: Je betörender der Augen­ aufschlag, desto diskreter sollte das restliche ­Styling bleiben.

Dolce & Gabbana

Louis Vuitton

Moschino

Moncler

Viktor & Rolf

Gucci

stylebeauty

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1 dior Diorshow Iconic Overcurl, Fr. 48.–. 2 helena rubinstein ­Surrealist Everfresh, Fr. 53.–.

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klar und edel Unschuldiges Weiss steht hoch im Kurs. Die An­ wendungsmöglichkeiten sind zahlreich: in den inneren Augen­ winkeln, auf den Lidern, als gra­ fischer Strich. Oder als unerwar­ teter Highlighter überall dort, wo man möchte. Wichtig: Zurück­ haltung bei den übrigen Farben üben. Das Weiss ist der Star. 3 chanel Illusion d’Ombre Fantasme, Fr. 47.–.


publireportage

BRANDNEUES ZU EUCERINS HYALURON-FILLER

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mal mehr-

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on Hyalurre* säu

2 3 * Im Vergleich zur bisherigen Hyaluron-Filler Tages- und Nachtpflege

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DIE PALETTE vON A BIS Z EUCERIN HYALURON-FILLER 1 Hyaluron-Filler Serum Konzentrat, Fr. 49.90. 2 Hyaluron-Filler Tagespflege für normale Haut bis Mischhaut, Fr. 42.90. 3 Hyaluron-Filler Augenpflege, Fr. 34.90. 4 Hyaluron-Filler Tagespflege für trockene Haut, Fr. 42.90. 5 Hyaluron-Filler Nachtpflege, Fr. 42.90.

HYALURONSÄURE: DER STAR ­GEGEN FALTEN Hyaluronsäure, ein Wort, das man sich mer­ ken muss. Der Stoff saugt Feuchtigkeit auf und kann das Tausendfache seines Eigen­ gewichts an Wasser binden. Ab dreissig sinkt der Hyaluronspiegel in der Haut kontinuier­ lich, weshalb sich nach und nach Falten bil­ den und das Gewebe an Festigkeit einbüsst. Präzis für Kosmetika dieser Zielgruppe setzt Eucerin den biotechnologisch gewonnenen Powerstoff ein, ebenso die ästhetische Medizin in Form von Injektionen. Eucerins HYALURON-FILLER enthält nicht ver­ netzte, kurz- und langkettige Hyaluronsäure, die in tiefe Schichten der Epidermis eindringt. Zusätzlich stimuliert bioaktives Saponin die hauteigene Produktion von Hya­luronsäure. Das garantiert einen eklatan­ ten Sofort- und Langzeiteffekt.

BEEINDRUCKENDE RESULTATE: SOLO UND IM DUO Neue Studien am Dermatologikum Ham­ burg haben einmal mehr bewiesen, dass Eucerins HYALURON-FILLER auch in tiefen Hautschichten wirkt. Der Feuchtig­ keitsgehalt der Haut erhöht sich, sodass sie praller und straffer wird. Falten werden dank der körpereigenen Hyaluronproduktion auf­ gefüllt und dadurch nach und nach geglättet. Der Clou! Darüber werden sich all jene ­Frauen freuen, die sich ihre Falten jeweils beim Dermatologen unterspritzen lassen. Wird die Haut nach der Injektion regelmäs­ sig mit Eucerins HYALURON-FILLER ­gepflegt, verlängert sich der sichtbare Effekt um viereinhalb Monate.


stylebeauty

1 tom Ford Brow Sculptor, Blonde, Fr. 48.–. 2 Bobbi Brown Brow Pencil, Brunette, Fr. 29.–.

Etro

Alberta Ferretti

Stella McCartney

Alexander Wang Jason Wu

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Giambattista Valli

Gerade linie Auffallend sind dominante, breite Brauen ohne ausladenden Bogen. Sie öffnen den Blick und verleihen dem Gesicht mehr Ausdruck. Schön natürlich akzentuiert werden sie mit den neusten Tools. Auch wer von Natur aus dichte Brauen hat, sollte sie immer in Form bürsten. Der Unterschied ist frappant.

wet-look Eine Frisur, als habe man die Haare am Strand mit nassen Fingern aus dem Gesicht gestrichen. Die Spitzen bleiben trocken, der Ansatz glänzt. Es ist ein unangestrengter, edler Sommer-Look, inspiriert von den neuen Meeresfarben. Ansatz mit Gel oder Öl zurückkämmen, föhnen und, wenn nötig, mit Spray fixieren.

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3 L’Oréal studio Wet Non Stop, Fr. 6.50.


stylebeauty Klarer Fokus Das Interessante an den aktuellen knallroten Lippen ist, dass sie mit einem NudeMake-up kombiniert werden: Der Teint ist natürlich und hell. Auf Lidschatten und Mascara kann gern für einmal verzichtet werden. Beim Auftragen eine ruhige Hand bewahren, zum Beispiel, indem man den Ellbogen aufstützt.

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1 chanel Rouge Allure, La Favorite, Fr. 48.–. 2 tom ford Lip Shine, Ravenous, ca. Fr. 62.–. 3 MAC Mineralize Riche, Everyday Diva, Fr. 36.–.

Akris

Burberry Prorsum

Rochas

Prada

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stylebeauty

BEAUTY-NEWS

Körper

LUFTIG

ZITRONIG

Sie ist mit nährender Karitébutter angereichert, riecht nach Honig und ist so zart wie eine Mousse. Crème Corps fouettée Miel, L’OCCITANE, Fr. 31.–.

Die feine Milch zieht schnell ein, schützt dank Vitamin E vor freien Radikalen, Zitrus-Essenzen beleben auch den Geist. Lait corporel, BIOTHERM, Fr. 42.–.

AUfbauend

Reich

STRAFFEND

Gleich dreifach wirkt die Körpermilch mit Mandelöl: Sie pflegt, glättet und schützt trockene Haut. Nutrition Corps, YVES ROCHER, 19.90.

Speziell für trockene Partien ist die reichhaltige Creme. Sie lindert Juckreiz und bindet Feuchtigkeit. Baume riche Réparateur & Soin, NIVEA, Fr. 7.50.

Das Öl optimiert die Elastizität der Haut und beugt, regelmässig angewendet, Dehnungsstreifen vor. All-in-1 Beauty Oil von ZOÉ, bei Migros, Fr. 11.–.

besänftigend

heilend

LEICHT

Ist die Haut extrem trocken, mildert die Creme den Juckreiz – und zwar nachhaltig. Trixéra Selectiose Balsam, AVÈNE, Fr. 31.90.

Karitébutter, Aloe vera und Bienenwachs machen trockene Stellen schön weich. Beurre Réparateur, LE PETIT MARSEILLAIS, Fr. 4.95.

Die milde Bodylotion mit Honig und Süssmandelöl ­eignet sich für normale Haut und zieht rasch ein. Lotion Natural Honey, REVLON, Fr. 11.50.

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stylebeauty

BEAUTY-NEWS

Pflanzliche Aktivstoffe verbessern die Zellrege­­­ne­ration und verhelfen der Haut zu mehr Dichte. ­Prodigy Night, HELENA RUBINSTEIN, Fr. 285.–.

ausgleichend

erneuernd

befeuchtend

Die sanfte Emulsion bringt den Teint mit Perlmutt zum Strahlen, korrigiert braune und rote Flecken und beugt neuen vor. Idéalia Pro, VICHY, Fr. 49.–.

Die seidige Creme wirkt intensiv regenerierend dank dem Hightech-Komplex mit weissem J­ asmin. Absolue Precious Cells, LANcôme, Fr. 76.–.

Hyaluronsäure sorgt als Befeuchter für ein an­ genehmes Gefühl und füllt Fältchen von innen auf. Extrait liposomal, lOUIS WIDMER, Fr. 57.–.

beruhigend

regenerierend

Glättend

Mittagsblume und Weissmohnöl verbessern den Feuchtigkeitshaushalt trockener Haut. Gesichtscreme Mittagsblume, dr. hauschka, Fr. 46.–.

Stammzellen-Extrakte von Traube, Alpenrose und Apfel vitalisieren. 5A Crème régénératrice cellulaire, Maria galland, Fr. 135.–.

Das Gel macht die Gesichtszüge sofort glatt. Mit Hyaluronsäure aus dem chinesischen Zitterpilz. Hyaluron Feuchtigkeitsgel, TAUTROPFEN, Fr. 27.50.–.

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Fotos: Paul Seewer (3)

verjüngend

Ein Stammzellen-Extrakt aus Äpfeln verleiht Frische, echte Seidenpartikel Zartheit. Youth Supreme Cream, DECLARé, Fr. 59.–.

Adressen Seite 144

vitalisierend

REDAKTION Monica Congiu

Gesicht


stylebeauty

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Beauty-secretS

julianne moore

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Die Schauspielerin und NEUe BOTSCHAFTERIN FÜR L’ORÉAL wird mit jedem Jahr gefragter.

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Fotos: Dukas (3), Bulls Press (1), Agentur Bridgeman / Louise Bourgeois «Spider» Pro Litteris / Zürich 2013 (1), dpa / Keystone (1), images.de (1)

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Redaktion Monica Congiu

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Ihre Wandelbarkeit ist legendär. Julianne ­Moore überzeugt als schrille Femme fatale in «A Single Man» (2) genauso wie als opfer­ bereite Mittelschichtsfrau im Drama «Far from Heaven» (7). An der Rolle hängt ihr Herz besonders, weil Regisseur Todd Haynes sie ihr auf den Leib schrieb. Trotz vier Nominierungen wartet sie immer noch auf einen Oscar. Doch mit i­hrem Mut, auch schwierige Rollen anzunehmen, ­hätte sie den Prix Courage verdient. Wenn ihr Mann und die Kids Caleb und Liv (6) nicht mit ans Set kommen können, sagt die 52-Jährige Rollen ab. Ob das der Grund fürs Eheglück mit dem neun Jahre jüngeren Regisseur Bart Freundlich ist? Als Autorin (8) von Kinderbüchern gibt sie ihr Wissen aber gern weiter. Wie ihre kleine Protagonistin wurde auch sie früher wegen ihrer roten Haare und der Sommersprossen gehänselt. Heute steht sie zu sich und zu ihren Falten. Und wurde prompt Botschafterin der neuen Anti-AgingLinie von L’Oréal Paris (9). Auch diese Rolle nimmt man ihr ab. Der US-Amerikanerin ist Pflege sehr wichtig. Dazu gehört seit jeher täglicher Sonnenschutz (1), viel Mascara und Blush (4). Das Geheimnis ihrer charismatischen Coolness? Sie investiert in sich selbst. Nicht nur in Stücke ihres Freundes Tom Ford (3), sondern in ­Dinge, die ihre Seele nähren. Dazu gehören Literatur und das Sammeln von (Foto-)Kunst. Im Moment liebäugelt sie mit e iner «Spider»-Skulptur der Bildhauerin ­ ­ ouise Bourgeois (5). L


styletop five ausprobieren, hingehen, staunen: was derzeit für gesprächsstoff sorgt.

MEer Entspannung

WOHLIG liegt man auf einem körpertemperierten Wasserbett, derweil sich die Kosmetikerin der fahlen Winterhaut annimmt. Es wird g ­ epeelt, ­gecremt, geknetet mit La Prairies Advanced Marine Bio­logy auf Basis von Meeresalgen. Eine Extramassage mit Kugeln, die mit warmer Flüs­ sigkeit gefüllt sind, lockert den versteiften Nacken. Nach zwei Stunden entschwebt man dem Salon (Fr. 240.–). beautycarezuerich.ch

111 JAHRE gibt es die Marke Helena

Rubinstein. Die Firmengründerin, gebürtige Polin (1870–1965), war ein Vorbild, nicht nur in Sachen Beauty. Ihre Vita liest sich sehr modern: Studium, Kinder, Aufbau eines internationalen Unternehmens. Legendär waren ihre Schönheits­salons, die sie von Künstlern wie Picasso, Dalí, Modigliani, Léger ausstatten liess. Seit 1988 gehört das Imperium zu L’Oréal. Die Franzosen versuchen den Geist der Gründerin weiterleben zu lassen. helenarubinstein.com

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Christian Dior

Traube, Alpenrose, welche die Haut von Frauen wie Männern pflegt und schützt. jps-cosmetics.ch

Frauenpower

Zum Weltfrauentag kreiert L’Occitane eine Seife, die den Frauen in Burkina Faso gewidmet ist. Sie wird von ihnen in einer traditionellen Seifenmacherei her­ gestellt – ein Job, durch den sie Unabhängigkeit gewinnen, besser für ihre Familien sorgen und ihre Kinder zur Schule schicken können. Ab Ende Februar verkauft die Marke aus der Provence das gute Stück mit intensiv pflegender Karitébutter und graviertem Motiv für Fr. 4.50. Der Erlös wird zu hundert Prozent reinvestiert und zur Einrich­tung von Alphabetisierungszentren verwendet. loccitane.ch

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Foto: Gettyimages

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“Mein Traum zeitlos himmlisch Als ehemalige ist es, die mit 25-jähriger Frauen nicht Flight-Attendant Erfahrung im Beauty-Business weiss Jacqueline Piotaz um die nur schöner, Bedürfnisse Haut. sondern auch Die gebürtigebeanspruchter Walliserin lanciert die kleine, feine Kollek­tion glücklicher Timeless Swiss Skin Care mit zu machen.” Stammzellen-Extrakten aus Apfel,

REDAKTION Annette Frisch

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beauty


stylebeauty DIE STARS FÜR DEN TEINT TEXT Annette frisch

NEUE FOUNDATIONS UND BB-CREmes sind begehrte multitalente. Sie bringen uns IM NU gross heraus.

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LANCÔME Teint visionnaire SPF 20, Fr. 85.–.

NIVEA BB Cream 5-in-1, Limited Edition, Fr. 12.90.

WAS ES IST

WAS ES IST

WAS ES IST

BB-Creme für ein ­gepflegtes, perfekt ausgeglichenes sowie leicht rosiges Aussehen.

Duo, bestehend aus ­geschmeidigem FluidMake-up sowie Korrektor obenauf mit hoher Deckkraft zum raschen Kaschieren erweiterter Poren, Fältchen und Pigmentflecken.

Multifunktionale Creme für einen ebenmässigen Teint. In zwei Nuancen.

VERSPRECHEN Die zarte Textur versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und schützt sie. Kleinere Makel werden optisch überspielt. Lässt uns wunderbar frisch wirken – wie nach einem Frühlingsspaziergang.

ANWENDUNG Immer dann, wenn man in einem Schritt Pflege und Make-up auftragen und augenblicklich gut aussehen möchte.

VERSPRECHEN Das Produkt verschönert die Haut mit Sofortund Langzeit­effekt. Die Formel enthält auch ­dermokosmetische ­Aktivstoffe, die nach und nach Fältchen, ­Rötungen und Pig­ment‑­ flecken mildern.

ANWENDUNG Nach Bedarf nur das Fluid oder beides.

VERSPRECHEN Glättet, verfeinert die Poren, lässt Rötungen, Unebenheiten und Müdigkeitserscheinungen optisch verschwinden. LSF 10 schützt vor lichtbedingter Haut­ alterung, Hydra IQ spendet intensiv Feuchtigkeit, Provitamin B5 wirkt regenerierend.

ANWENDUNG Solo oder bei sehr trockener Haut über Serum oder Creme.

Foto: Paul Seewer (1)

MAGISCHE KRÄFTE Foundations und BBCremes haben eines gemeinsam: den Glow. Sie verleihen jenes betörende Strahlen, als ob feinster Organza auf der nackten Haut liegen würde. Dieser Effekt wird mit unterschiedlichen Pigmenten erzielt, die Unebenheiten, Flecken, Rötungen, Müdig­ keitserscheinungen ausgleichen. Einige Produkte reduzieren bei regelmässiger Anwendung Falten und erweiterte Poren. Andere halten die SebumProduktion in Schach, um übermässigen Glanz zu verhindern. Zugleich spenden sie Feuchtigkeit, wirken regenerierend und sind mit UV-Filtern ausgestattet. BB-Cremes zählen zu den Rennern der Teint-Optimierer. Sie kommen ursprünglich aus den ­Labors von Dermatologen. Nach Erfolgen in ­Asien erobern sie nun über die USA Europa.

DIOR Diorskin Nude BB Creme, Fr. 62.–.

Adressen Seite 144

EINE FÜR ALLES Glatt, prall, frisch, geschmeidig, ebenmässig, strahlend, rosig, transparent schimmernd – so wünschen wir uns unsere Haut und ­investieren dafür in diverse Kosmetika. Für jedes Problemchen gibts bekanntlich ein Cremchen. Oder eine Maske. Oder eine Lotion. Aber ein einzelnes Wunderding, das all unseren hohen Ansprüche genügt, und das noch mit Sofortwirkung? Die neue Generation federleichter Foundations und BB-Cremes – BB steht für Blemish Balm, also ein Balsam gegen Makel – kann das. Passé sind die Zeiten, als Fond de Teint die Haut zupflasterte und uns älter erscheinen liess. Die aktuellen, multifunktionalen Produkte sind so zart, dass auch Make-upSkeptikerinnen beherzt zugreifen werden. Das A und O beim Fond de Teint ist die richtige Wahl des Farbtons, der unbedingt im Gesicht und nicht auf dem Hand­rücken getestet werden muss.


CHANEL Vitalumière Aqua SPF 15, Fr. 66.–.

GIORGIO ARMANI Luminessence ­BB Fluid SPF 50, Fr. 79.–.

CLINIQUE Pore Refining Solutions Makeup, 43.–.

was ES IST

was ES IST

WAS ES IST

Ultraleichte Founda­ tion für ein natürliches ­Finish.

Fluid aus der neuen Pflegelinie Luminessence von Giorgio ­Armani für eine klare Haut, die wirkt, als ob man von innen strahlt.

Parfumfreie Foundation mit mittlerer Deckkraft für ein frisches, ebenmässiges Aussehen.

VERSPRECHEN Die lang haftende ­ ormel mit SoftfokusF Pigmenten kaschiert kleinere Makel und schenkt dem Teint ­maximale Leuchtkraft. Zudem hält sie die Sebum-­Produktion in Schach. Lotoswasser aktiviert die Mikro­ zirkulation, Braunalgen wirken belebend.

VERSPRECHEN Das Produkt im typischen Greige-Ton des Maestros verleiht perfekte Transparenz. Poren, ­Falten, Flecken ­werden überspielt. SPF 50 ­bewahrt die Haut vor vorzeitiger Alterung.

VERSPRECHEN Optische Weichzeichner lassen erweiterte Poren kleiner und den Teint ausgeglichen erscheinen. Der effektive Wirkstoffcocktail minimiert die Talg­ produktion und stärkt die Porenwände, sodass sie sich nicht weiter ausdehnen.

ANWENDUNG

ANWENDUNG

ANWENDUNG

Ideal für eine makellose Erscheinung auch an warmen Tagen.

Das luxuriöse, dezent blumig duftende Fluid tagsüber auftragen.

Nach Bedarf auf dem ganzen Gesicht oder nur auf der T-Zone auftragen.


e l y t s y t u a e b

REDAKTION Monica Congiu

Mondän Auftanken Anlage

Behandlungen

Als das Suvretta House vor hundert Jahren eröffnete, hatte es der Schnee in ein weisses Traumschloss verwandelt. Man war hin und weg: 110 Badezimmer für 370 Betten, was für ein Luxus. Zudem all die prunk­vollen Räume für Spieler, Raucher, Teetrinker, Musiker und erst die ­eleganten Fest- und Speise­säle. Zu den

Der Wellnessbereich bietet von Sauna­ bis Fitness alles, was das Herz begehrt. Massagen gibt es viele, sie sind er­ frischend unexotisch. Die Haut wird mit Produkten von La Prairie und Clarins verwöhnt. Aber an einem gewissen Punkt tauscht man den Bademantel doch besser mit den Sportsachen und geht raus.

Gästen ­zählten Marlene Dietrich,Thomas Mann und der heutige Kaiser von Japan. Dem Glanz ­alter Zeiten lässt sich aufs Schönste in der Hotelhalle beim Afternoon-Tea ­nachspüren.

Denn es wartet ein eigenes Eisfeld und sogar ein Curling Guest Club. Der Suv­ retta-Skilift, der einem die Pisten der Corviglia erschliesst, ist auch gleich vor der Nase.

Hotel Suvretta House, Via Chasellas 1, 7500 St. Moritz. suvrettahouse.ch

Entspannung pur in der Natur wie im Spa.


n e n n i w e g e styl

30 SETS VON Chloé

zu Gewinnen

SI STYLE VERLOST 30 SETS VON SEE BY CHLOÉ IM WERT VON JE 298 FRANKEN. BEANTWORTEN SIE DAZU FOLGENDE FRAGE: WELCHE INGREDIENZ VERLEIHT DEM DUFT DAS GEWISSE ETWAS? SEE BY CHLOÉ, das erste Parfum aus der jüngeren Linie von Chloé, wurde mit Ungeduld erwartet. Die Trägerin wirbelt ­elegant, weltgewandt und selbstbewusst durchs Leben. Genau diesen Typ verkörpert das holländische Model Bette Franke, Botschafterin für die Neuheit im verspiel­ ten Flakon. Wie duftet dieses Lebens­ gefühl? Die Frische von Bergamotte mischt sich mit Jasmin. Apfelblüten verlei­ hen der Komposition ihre einzigartige

Ausstrahlung. Eine sinnliche Melange aus Sandelholz und Vanille prägt das Finale. Zu gewinnen gibt es Eau de Parfum, Shower Gel, Body Lotion und Deo Spray.

SO NEHMEN SIE TEIL Rufen Sie an ­ nter Tel. 0901 909 930 (Fr. 1.– pro Anruf u ab ­ Festnetz), und sprechen Sie die ­Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse auf Band. Oder senden Sie eine Post­karte (keinen Brief) mit der Lösung, Ihrer

­Adresse und I­hrer Telefonnummer an: SI Style, Chloé, Postfach, 8074 Zürich.

EINSENDE- UND ANRUFSCHLUSS ist der 10. März 2013. Gewinne­rinnen werden schriftlich benachrichtigt. Keine Bar­aus­ zah­lung. Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen. Über die Verlosung wird k­ eine Korrespon­ denz geführt. Mitarbeitende von Clinique und der Ringier AG sind nicht teilnahme­ berechtigt.


stylebeauty An nettes Tage buch NEUES FÜR LOCKENKÖPFE, DIE TÄGLICHE FLUT VON INFOS PER USBSTICK. WAS FRAUEN BEIM KAUF VON KOSMETIKA WIRKLICH WOLLEN.

sentation ins Hotel Baur au Lac in Zürich. Wir sitzen an einer langen Tafel und schwatzen mit einem Haarspezialisten und einem Make-up Artist über Gott und die Welt. Offen, sympathisch, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Der Grund für die Einladung: Manor Zürich eröffnet den ersten AvedaCounter in der Schweiz. Präsentiert werden zudem zwei Neuheiten, die dafür sorgen, dass sich das Haar schön lockt, doch nicht kräuselt. Das ist was für mich. Im Salon privé geniessen wir einen leckeren Fisch und als Vorspeise einen Salat. Warum serviert ein solch renommiertes Hotel mitten im Winter Tomaten und Gurken, zudem eiskalt?

DELEGIEREN heisst das Zauberwort. Die

­ eauty-Firmen können es prima. Pressedossiers sind B auf ein Minimum reduziert, mit im Paket oder Couvert steckt ein USB-Stick, oder es wird ein Link angegeben. Wollen wir mehr wissen über das, worüber

Fotos: Geri Born (1), Sarah Maurer (1)

ENTDECKEN macht Spass. Aveda lädt zur Prä-


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wir schreiben möchten oder sollen, dürfen wir ausdrucken. Das geht oft ins Uferlose: Zum Beispiel 51 Sei­ten für ein Serum, natürlich grosszügig gestaltet und bebildert. Ein Konzentrat auf zwei bis drei Seiten, beiliegend im Paket, wäre kein Luxus. Einige Sticks sind angeschrieben, andere neutral, sodass ein späteres Auffinden in der vollen Box vergessen werden kann. Eine Schikane. Die gelobte Technik generiert zeitraubende Arbeit, die würde ich gern delegieren!

VERWÖHNEN wie im Fünfsternehotel lautet die

Maxime für Estée Lauders Verkäuferinnen. Interviews mit 450 Schweizerinnen über 35 haben klar ergeben, dass die Konsumentin einen perfekten Service sucht. Und Marken. Dies und weitere interessante Details über Kaufgewohnheiten liefert uns der Brand-Manager anlässlich der traditionellen Pressekonferenz im Zürcher Restaurant Metropol. Zum Beispiel: Nur 16 Prozent der Frauen verwenden ein Serum. Da besteht Nachholbedarf. Das erklärt, weshalb die Firmen zurzeit zahlreiche und sehr differenzierte Seren lancieren, vermehrt auch für den Augenbereich, der punkto Pflege magere 43 Prozent erreicht.

Annette Frisch über den wenig alltäglichen Alltag als Beauty-Redak­torin bei SI Style.

Green BEAUTY

sanfte Kräfte TEXT  annette frisch

BURT’S BEES VERSCHÖNERT DIE HAUT MIT HONIG UND WEITEREN feinen INHALTsSTOFFEN. Wohlbefinden und gutes Aussehen mit Naturkosmetika, hübsch verpackt in rezyklierbare Materialien: Das wollte Burt Shavitz bieten. Der ehemalige New Yorker Journalist hatte die Nase voll vom Grossstadt­ dschungel, zog 1984 aufs Land und wurde Imker. Bienenwachs, Honig und Gelée royale zählen denn auch zu den wichtigen Inhaltsstoffen seiner Produkte. Tabu sind Parabene, Mineralölderivate und Silikone. Inzwischen kann man sich von Kopf bis Fuss mit Burt’s Bees verwöhnen und verschönern. Mütter lieben die hypoallergene Babypflege, ein Renner ist die Linie mit einem Baumwollextrakt und Aloe vera, die sensible Haut ins Lot bringt. Heute bietet die Marke über 150 Produkte an, die in Apotheken oder ­online erhältlich sind. global.burtsbees.com, burtsbees.ch


stylehoroskop

+++ Widder: Energiebündel +++ Zwillinge: Lieblinge der sterne +++ Krebs: gestärkt +++

Widder

Stier

Ihre Chance Am 12. März tritt Mars in Ihr Zeichen, das bedeutet Energie pur. Planen Sie genau, wofür und wann Sie diese nutzen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Beruflich steht Ihnen die Welt offen, ziehen Sie Bilanz und ändern Sie, was zu ändern ist. Statt die Partnerschaft gleich zu beenden, versuchen Sie es mit Zärtlichkeit, die kann Missverständnisse in Luft auflösen. Ungewöhnliche Frau­en gehen ungewöhnliche Wege. Vorsicht Überstürzte Aktionen könnten Stress auslösen, überdenken Sie Ihre Entscheidungen, und handeln Sie dann. Widerstände und Diskussionen bleiben diesen Monat nicht aus, doch mit Intelligenz und Taktik ist jede Hürde zu meistern. Meiden Sie Klatsch, zeigen Sie Kompromissbereitschaft.

Ihre Chance Was Sie sich jetzt mit Kraft und Ausdauer erarbeiten, wird nachhaltig Früchte tragen. In den ersten Märzwochen betont Venus Ihre weiche, warmherzige Seite, in Sachen Liebe bedeutet das schöne Zeiten. Ende Monat wird es dann richtig dynamisch; ideal, um aufzuräumen. Als geborene Teamplayerin können Sie jetzt viel Gutes erreichen. Vorsicht Saturn duldet kein Zurücklehnen. Selbstzweifel plagen Sie, am liebsten möchten Sie die Flinte ins Korn werfen. Bedenken Sie aber: Alles hat zwei Seiten, finden Sie die bessere. Sie haben nun Ihr schlechtes Gewissen lange genug ignoriert, jetzt beachten Sie bitte unverzüglich die Signale Ihres Körpers, und verabschieden Sie sich von der ungesunden Lebensweise.

Waage

Skorpion

Ihre Chance Der Monat wird interessant, aber auch anstrengend. Konflikte, die schon lange schwelen, fordern eine Entscheidung. Schluss mit der VogelStrauss-Politik! Ein gründlicher, körperlicher Frühlingsputz wirkt Wunder. Beginnen Sie von aussen nach innen, erstellen Sie eine Todo-Liste, und arbeiten Sie diese Punkt für Punkt ab. Am Schluss können Sie wieder von innen strahlen. Vorsicht Es steht eine turbulente Zeit bevor, Sie werden Harmonie und Höflichkeit vermissen. Klares Handeln ist gefragt, ebenso viel Selbstbeherrschung und Toleranz. Kopf hoch, Jupiter wendet alles zum Guten. Aber nur, wenn Sie das Hindernis überspringen und nicht drum herumschleichen. Eines nach dem anderen.

Ihre Chance Pluto pumpt Sie mit Energie voll, Sie schweben wie mit Flügeln durch den Alltag, versüssen sich und anderen locker das Leben. Sie gefallen sich in der Führungsrolle, glänzen auch mit Ideen. Legen Sie die Spielregeln fest, bevor man Ihnen welche aufzwingt. Und werfen Sie in der Partnerschaft das Wir nicht einfach über Bord. Dann steht der Verwirklichung Ihrer Wünsche und Ziele kaum etwas im Weg. Vorsicht Ihre Angst vor Enttäuschungen lässt Sie reserviert auftreten. Das kann missverstanden werden. Erwarten Sie von Ihrem Gegenüber nicht Hellsichtigkeit. Der März bietet gefühlvolle Momente, verpassen Sie vor lauter Angst nicht das eigene Leben. Künstlicher Stress leert Ihre Batterien im Nu.

21. 3. –  20. 4.

Style-Astrologin Barbara Maurer erklärt, wo wir Gas geben können und wo vorsicht angebracht ist. für alle, die es genau wissen wollen, hier die KOnstellationen.

21. 4. –  20. 5.

24. 9. –  23. 10.

Fische

20. 2. –  20. 3.

Ihre Chance Was immer Sie sich im Bereich des Machbaren wünschen, jetzt können Sie die Basis dafür legen. Besonders gut stehen die Chancen für berufliche Neuorientierungen. Es ist Ihre Zeit! Sei es eine Reise oder eine Weiterbildung, nehmen Sie die Herausforderung an. Merken Sie sich die Tage um den 11. März., der Neumond hilft Ihnen, Verborgenes aus sich herauszuholen. Ihre Fähigkeit, das Leben erfolgreich zu meistern, dürfen Sie gern mit Ihrem Partner teilen. Vergessen Sie nie, dass geteiltes Glück doppeltes Glück bedeutet und tausendfach zu Ihnen zurückkehrt. Vorsicht Manchmal muss und darf man ein wenig egoistisch sein. Folgen Sie Ihren Bedürfnissen, lassen Sie sich nicht dreinreden. Ihre Gutgläubigkeit kann jetzt leicht ausgenützt werden. Setzen Sie sich klare Ziele, aber hüten Sie sich, diese mit aller Macht durchzusetzen, das würde nur Ihrer Gesundheit schaden. Gönnen Sie Ihrem Immunsystem öfter mal eine Pause, viel Vitamine und Schlaf. Negative Gefühle überdeckt man am besten mit Liebe und Zärtlichkeit.

Merkur

Venus

Mars

Jupiter

Saturn

Uranus

Neptun

24. 10. –  22. 11.

Pluto

Sonne

Mond

Foto: Inge Jurt

das steht in den sternen im März


+++ Löwe: in Hochstimmung +++ Jungfrau: Humor statt Logik +++ steinbock: Bauch statt kopf +++

Zwillinge

Krebs

Löwe

Jungfrau

Ihre Chance Die Sterne meinen es gut mit Ihnen, Sie fühlen sich inspiriert. Jetzt gilt es, sich nicht zu verzetteln, sondern klar zu fokussieren. Jemand, den Sie bisher kaum beachtet haben, spielt plötzlich eine wichtige Rolle. Singles dürfen sich auf eine Bekanntschaft und gute Gespräche freuen. ­Vorsicht Ihre Konzentration lässt zu wünschen übrig. Mit Achtsamkeit können Fehler ver­mieden werden. Lassen Sie gerade bei wichtigen Unternehmungen Sorgfalt walten, auch am Steuer. Ihre Unruhe färbt auf die Umwelt ab, Auseinandersetzungen sind programmiert. Meiden Sie heikle Themen und Ihnen nicht wohlgesinnte Leute. Fürs Fitnessstudio gilt dies aber nicht. Teilen Sie Ihre Kräfte ein, spielen Sie nicht das Supergirl!

Ihre Chance Die erste Monatshälfte ist nach Ihrem Geschmack. Mit der Sonne im Zeichen Fische fühlen Sie sich emotional stark. Eine ideale Zeit für Begegnungen und Ausmistaktionen. Die können auch Ihre Beziehung einschliessen. Saturn hilft, sich abzugrenzen. Regelmässige körperliche Betätigung stärkt das Immunsystem und das Selbstwertgefühl. Vorsicht Die zweite Monatshälfte gestaltet sich heikler. Die Sonne im Zeichen Widder verleitet, vorschnelle Entschlüsse zu fällen und mit dem Kopf durch die Wand zu donnern. Hören Sie auf, sich an Menschen zu klammern, die Ihnen nicht guttun, und für alle und alles Verantwortung tragen zu wollen. Lernen Sie, Nein zu sagen, nutzen Sie die gewonnene Zeit für sich.

Ihre Chance Ab 20. März herrscht Hochstimmung, der Vollmond am 27. März befeuert Ihre Durchsetzungskraft. Nutzen Sie diese, um unangenehme Dinge zu erledigen, Angefangenes zu beenden. Die Gerüchteküche brodelt, es liegt an Ihnen, Meisterin der Taktik, aus Ihrem Wissen Profit zu schlagen. Es ist legitim, am Stuhl eines Kollegen zu sägen. Der Bessere wird gewinnen, und das könnten Sie sein. Vorsicht Anfang Monat ist die Stimmung eher trüb. Zu gern würden Sie etwas verändern, was nicht immer leicht ist, gilt es doch, Verpflichtungen einzuhalten. Ihr Hang zum Kontrollieren könnte Ihre Beziehung beeinträchtigen. Sie tun gut daran, auf die Gesundheit zu achten. Und auf den Zeiger der Waage.

Ihre Chance Chaos auf allen Ebenen; versuchen Sie, dem eher mit Humor als mit Vernunft zu begegnen. Unvorhergesehenes hat seinen Reiz ... Schlagen Sie neue Seiten in Ihrem Lebensbuch auf, lassen Sie sich einfach mal gehen. Und fragen Sie die jüngste Eroberung nicht gleich nach dem Einkommen. Das Leben hat viel zu bieten – vorausgesetzt, Sie greifen zu. Vorsicht Der März fordert Sie heftig, der rückläufige Merkur bringt Ihre geliebte Ordnung gehörig durcheinander. Ob sich die Sonne im Fische- oder im Widderzeichen befindet, beides schmeckt Ihnen nicht. Und der Neumond am 11. März entschärft die Lage auch nicht gerade. Doch Schwierigkeiten sind dazu da, gelöst zu werden. Das beherrschen Sie vorzüglich.

Schütze

Steinbock

Ihre Chance Sie haben gut lachen: Kosmischer Rückenwind beflügelt all Ihre Vorhaben, mit Ihrem Charme erobern Sie die Herzen. Beruflich und finanziell stehen Sie auf der Sonnenseite. Vor allem gegen Ende des Monats könnte Ihnen der grosse Wurf gelingen. Vorsicht Trotz guter Sterne gibt es ein nicht zu unterschätzendes Hindernis: Ihre Kommunikation lässt zu wünschen übrig. Sie neigen dazu, viel zu reden, aber den Kern der Sache nicht zu treffen. Das schafft Missverständnisse, die der Schneeballeffekt zu einer Lawine anwachsen lässt. Achten Sie auf die Meinungen anderer, im Job klafft zwischen Ihren Ideen und denen des Teams eine Kluft. Und lassen Sie nicht zu, dass sich andere mit Ihren Lorbeeren schmücken.

Ihre Chance Es stehen grosse Veränderungen an: Schieben Sie Entscheidungen nicht länger auf, die Zeit bis zum 19. März bietet sich an, alles nochmals durchzudenken. Hören Sie dabei mehr auf das Bauchgefühl als auf den Verstand. Das gilt insbesondere für partnerschaftliche Angelegenheiten. Sie dürfen darauf vertrauen, dass Ihr Leben nach all den Turbulenzen wieder in geordneten Bahnen verläuft. Vorsicht Der Planetenwechsel um den 20. März ist mit Widerständen verbunden. Venus hat sich hinter den Wolken versteckt, Sie fühlen sich von Ihrem Schatz vernachlässigt. Machen Sie den ersten Schritt, und bringen Sie wieder Pfeffer in die Sache. Hübsche Dessous eignen sich dafür besser als endlose Diskussionen.

21. 5. –  21. 6.

23. 11. –  21. 12.

AC AszendenT

22. 6. –  22. 7.

22. 12. –  20. 1.

23. 7. –  23. 8.

24. 8. –  23. 9.

Wassermann 21. 1. –  19. 2.

Ihre Chance Zeigen Sie, was in Ihnen steckt! Die Hürde liegt hoch, aber mit viel Einsatz könnte Ihnen beruflich einiges gelingen. Ihre Flexibilität bringt Ihnen Lob ein. Am 18. März läuft Merkur wieder direkt, was den intellektuellen Austausch erleichtert und Missverständnissen vorbeugt. Ab 27. März stehen die Chancen gut, interessante Begegnungen zu machen. Vorsicht Ihr Hang zum Chaos erhöht die Fehlerquote und ist schuld, dass wichtige Unterlagen unauffindbar bleiben. Fangen Sie schrittweise an, Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Verdrängen bringt nichts, die Schuld abzuschieben, erst recht nicht. Es liegt an Ihnen, nicht an den Umständen. Suchen Sie die Balance zwischen Powern und Pausemachen.

BARBARA MAURER Die Astrologin ist Fach­ mitglied SAB und erstellt für SI ­Style das Horoskop. Termin und Auskünfte zu Ihrem persön­lichen Horoskop: astrobar.ch

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e l y t s s star

Foto: Gettyimages

auf diesen seiten

Jonathan & Victoria

146 Stil-Oase Hollywood-Actrice Hilary Swanks Apartment in New York City +++++++++++++++++++ 152 Lieb und teuer Das Schenken sich die Stars +++++++++++++++++++ 154 LA VIE EN ROSE Sandra Bauknecht denkt rosarot +++++++++++++++++++ 156 Stars & Stripes Mode-Designer Tommy Hilfiger feiert in London +++++++++++++++++++ 158 LIEBE ETC. Gut Geschummelt? +++++++++++++++++++

Kontrast Lange hat man nichts gehört von Jonathan Rhys Meyers, 35,

und wenn, dann waren es Schauergeschichten von Alkoholproblemen und Depressionen. Nun hat er offenbar Leben und Liebe im Griff. Mit Model Victoria Keon-Cohen, 26, Gründerin der Equity Models Union und Filme­ macherin, hat sich der Ire angeblich verlobt und zeigt sich wieder öffentlich. Er sieht gut aus (in Dior), hat zwei Filme und ein TV-Projekt im Köcher.

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stylestars die 38-J채hrige wollte nie etwas anderes werden als Schauspielerin. Sie ist geschieden und lebt mit ihren Hunden in New York und Hollywood. Jack Russell Kai durfte mit aufs Bild. Der LIVINGROOM in gedeckten Farben. Transparente Vorh채nge filtern das Tageslicht.

Million Dollar Aussicht

Die zweifache Oscar-gewinnerin Hilary Swank liebt anspruchsvolle Rollen. Ruhe und Abstand vom Filmbusiness findet sie in ihrem New Yorker Apartment mit Blick 체ber die D채cher der Stadt.


“Nicht mal die Kunst an den Wänden kann es mit der Skyline aufnehmen.” HIlary swank

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stylestars

Text  Christine MarIE Halter-Oppelt

als Kind konnte Hilary Swank von ­ihrem Zimmer aus die ganze Welt sehen – wenigstens in ihren Träumen. Sie ver­ schlang Unmengen von Büchern, die sie in einem Bücherbus auslieh, der wö­chent­ lich am Trailer-Park vorbeikam, in dem sie in Bellingham im Bundesstaat Wa­ shington wohnte. Mit den Eheproblemen ihrer Eltern überfordert und von den Klassenkameraden gemieden, zog sie sich immer mehr in ihre Fantasiewelt zurück. Bis sie schliesslich mit fünfzehn Jahren Mitglied einer Theatergruppe wurde und nur ein Ziel vor Augen hatte: eine berühmte Schauspielerin zu werden. Tatsächlich setzte auch ihre Mutter nach der Scheidung alles auf eine Karte. Sie packte Tochter und Habe und fuhr, 75 Dollar in der Tasche, nach Hollywood. Nachts schliefen die beiden im Auto, tags­über warteten sie vor den Studios. Hilary Swank wurde in einigen unbedeu­ tenden Rollen besetzt. 1997 bekam sie die Chance, in der Erfolgsproduktion «Beverly Hills, 90210» mitzuwirken. Nach wenigen Monaten wurde sie wie­ der aus der Serie geschrieben. Ein Tief­

2

schlag, der sich als glückliche Fügung ­herausstellen sollte, denn wenig später bemühte sie sich um die Hauptrolle der jungen Transsexuellen in «Boys Don’t Cry», wofür sie, mit 25, mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Ein zweiter folgte 2005 für die Darstellung der Boxerin Maggie in «Million Dollar Baby». Seit­ dem ist die herbe Beauty eine der bestbe­ zahlten amerikanischen Schauspielerin­ nen. Eine, die ihr Leben privat hält und nur selten in den Klatschspalten steht.

“Mein Zuhause ist mein Hafen, in dem ich vor Anker gehe und mich ausruhe.” HIlary swank BEscheiden scheint sie geblieben. Miss Swanks New Yorker Apartment misst 130 Quadratmeter – wenig für die Verhältnisse eines A-List-Stars. «Ich ­fühle mich in kleineren Räumen wohler. Sie lassen einen selbst wachsen», erklärt sie. Auch die Einrichtung hält sich im Hintergrund und gibt der Hausherrin

viel Platz zur eigenen Entfaltung. Bei der Gestaltung stand ihr Interieur-Designer Mark Zeff zur Seite. Mit ihm hatte sie be­ reits ihr Haus in Kalifornien eingerich­ tet. «Hilary ist tiefgründig, gleichzeitig geradlinig», sagt er. «Ich wollte für sie ­einen Ort schaffen, der ein Gefühl von Schönheit und Harmonie vermittelt.» Hilary Swank entschied sich, in ihrer neuen Wohnung in Manhattan keine baulichen Veränderungen vorzunehmen, sondern gleich ans Dekorieren zu gehen. Mark Zeff wählte einen dunkelbraunen Holzboden und akzentuierte einige der sonst weissen Wände: Im Wohnzimmer wurden wettergegerbte Holzbretter von einer Farm aus Pennsylvania montiert, ein Teil des Büros ist mit Täfer verblen­ det, das Bad bekam ein Kleid aus sandfar­ benem Travertin. Möbel sowie Teppiche stammen mehrheitlich aus der Home Collection von Calvin Klein. Nach ­einem Besuch der Actrice in der Galerie von Jack Shainman hängt nun im Flur eine Fotografie von Malick Sidibé, im Schlafund im Wohnzimmer fanden ­Arbeiten des Spaniers Carlos Vega ihren Platz. «Doch das Schönste ist die Aussicht. Ich fühle mich, als sässe ich in einem Baum und blickte über die ganze Stadt.» Hilary Swank ist angekommen.

Fotos: William Waldron / Contour by Gettyimages (1), Simon Upton / The Interior Archive (7)

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6

1 Blick in den Flur, in dem eine SchwarzWeiss-Fotografie des malischen Künstlers Malick Sidibé hängt. 2 Der Essbereich mit einem runden Tisch schliesst direkt an den grosszügigen Wohnraum an. Hinter einer langen Theke ist die offene Küche eingebaut. 3 IM wohnzimmer wurde eine Wand mit altem Holz verblendet. Das Bild über dem Sofa stammt vom Spanier Carlos Vega. 4 Das Bad mit frei stehender Wanne ist mit Travertin ausgekleidet. In der Dusche entschied sich die Hausherrin für ein Marmor­ mosaik. 5 Im bÜRO bietet ein massgefertigtes, olivfarbenes Regal Platz für Bücher und alle Art von Nippes. 6 Das Schlafzimmer mit einem Bett und einem Teppich aus der Home Collection von Calvin Klein strahlt Ruhe und Geborgenheit aus.


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Fotos: William Waldron / Contour by Gettyimages (1)

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stylestars Umaid Bhawan Palace, jodhpur

lieb und sehr teuer TEXT Sherin Hafner

Was schenkt man sich, wenn geld praktisch keine ROlle Spielt? Die Promis Klotzen mit kunst, Diamanten und einem Stück Mond.

Naomi 42 Campbell,

Dia

os na R

s

ss Kate MO w l a di s l a w 0 D o r o nin, 5

Wer eine Traumfrau heiraten will, der sollte sich was Besonderes einfallen lassen, damit sie ihn erhört. Regisseur Matthew Vaughn gab bei Ed Ruscha, dem Lieblingskünstler seiner Angebeteten, ein Bild in Auftrag. Model Claudia Schiffer zeigte sich entzückt vom kreativen Antrag und antwortete mit einem «Yes», das sie ebenfalls beim Maler anfertigen liess. Die Kunstwerke sind auch eine gute Aussteuer. «In vino veritas», dachte Fussballer David Beckham. Victoria erhielt zum Geburtstag einen Weinberg im Napa Valley und freute sich darüber angeblich mehr als über eine It-Bag. Zum Valentinstag schenkte Angelina Jolie Brad Pitt keine ­roten Rosen, Unterwäsche oder ein Sex-Toy, sondern einen 200 J­ ahre alten Olivenbaum. Country-Sänger Keith Urban mag es klassisch: Nicole Kidman bekam von ihm zur Geburt ihrer Tochter Sunday Rose eine Schmuck-Ikone, den Trinity-Ring mit Diamanten, der für Liebe, Freundschaft und Treue steht. Milliardär Roman Abramowitsch will sogar beim Schenken alle übertrumpfen. Er kaufte Freundin Dasha Zhukova ein Grundstück auf dem Mond. Echt abgehoben.

Karoli

na Kurk ov

a

Von Naomi Campbell an wladislaw Doro­nin Zum 50. Geburtstag ihres Verlob-

ten schmiss das Model eine Sause à la «The Great Gatsby»: Gäste wurden in gecharterten Maschinen eingeflogen und nächtigten in 1000 Franken teuren Zimmern in einem Palast in Jodhpur. Diana Ross sang für 463 000 Franken ein Ständchen.

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vintage-Karosse

Kunst

von John Travolta, 59, an Oprah ­Winfrey, 59 Grosse Geste der Freundschaft:

von Matthew Vaughn, 41, an Claudia Schiffer, 42 Als der Filmschaffende das

Der Actor überreichte der TV-Talkerin ­einen Rolls-Royce Corniche II Convertible, 1988 (Wert 370 000 Franken). Sie liess ihn später für wohltätige Zwecke versteigern.

Supermodel ehelichen wollte, liess er von Ed Ruscha ein Bild malen, auf dem «Marry me» stand. Sie gab beim Künstler (Preise bis zu 3,7 Millionen Franken) «Yes» in Auftrag.


Fotos: Dukas (9), Gettyimages (4), Vario Images (1), ddp images (1), dpa/Keystone (2), bildstelle (2), Glow Images (2), Splash (1), Coverpicture (1), Face to Face (1), Broadimage (1)

GOldfarbene Gitarre

Pony

Eiffelturm

von Lewis Hamilton, 28, an Nicole Scher­ zinger, 34 Für die Königin seines Herzens

von Tom, 50, an Suri Cruise, 6 Der Mime

VOn KakÁ, 30, an Caroline Celico, 25 Als

ersteigerte der Rennfahrer etwas von Prince: Als die Gitarre (Spezialanfertigung) des Musikers unter den Hammer kam, schlug er zu und bezahlte 92 000 Franken.

wäre die Idealbesetzung für Santa Claus – zumindest in Sachen Grosszügigkeit: An Weihnachten gab es für seine Tochter ein viktorianisches Puppenhaus, einen Mini-Mer­ cedes, ein iPad und ein Anwesen samt Pony.

Chanel-Fahrrad

Weinberg

Diamantring

Von Courteney Cox, 48, an jennifer Aniston, 44 Jennifer beschloss, mehr für

von David, 37, an Victoria Beckham, 38

von Keith Urban, 45, an Nicole Kidman, 45

ihre Fitness zu tun und aufs Velo umzusat­ teln. Ihre Freundin Courteney sorgte dafür, dass sie mit Stil in die Pedale tritt – auf dem Chanel-Bike für circa 12 000 Franken.

Hier passen Boots und Jeans besser als Pumps und Designerkleider; trotzdem liebt sie das Weingut im kalifornischen Napa Valley, das der Kicker ihr zum 34. Geburts­ tag schenkte. Preis: 9 Millionen Franken.

Olivenbaum

Mond-Grundstück

25 Paar Schuhe

VOn Angelina Jolie, 37, an BRad Pitt, 49

von Roman Abramowitsch, 46, an Dasha Zhukova, 31 Was schenkt ein Milliardär

von Beyoncé, 31, an Solange Knowles, 26

Pralinés oder ein Plüschherz zum Valentins­ tag sind der Actrice zu kitschig. Brad bekam einen 200 Jahre alten, 17 100 Franken teuren Olivenbaum. Die Pflanze gilt als Symbol für Frieden und Fruchtbarkeit.

s­ einer Freundin, die eh alles hat? Anstatt ihr die Sterne vom Himmel zu holen, kaufte er ihr ein Grundstück auf dem Mond: 404 686 Quadratmeter für 2400 Franken.

der brasilianische Fussballer den Ballon d’Or gewann und die Auszeichnung in Paris überreicht bekam, liess er zum Dank für die Unterstützung seiner Ehefrau den Eiffel­ turm für eine private Führung sperren.

Über die Geburt ihrer ersten gemeinsamen Tochter Sunday Rose war der CountryMusiker so glücklich, dass er seine Gattin mit einem Trinity-Ring mit Diamanten von Cartier für 42 000 Franken belohnte.

Soul und Sohlen sind die Leidenschaft der singenden Schwestern. Als Solange 25 wurde, liess Beyoncé für jedes Lebensjahr ein Paar Schuhe springen: von Jimmy Choo, Manolo Blahnik, Christian Louboutin.


Spitzenkleid von Dolce & Gabbana, Clutch von Alexander McQueen, Ring von Dior Haute Joaillerie, Ohrringe Montblanc, Strümpfe Wolford

stylekolumne quark zählte zu meinen Leibspeisen, und ich sang bevorzugt die Kinderliedzeile «Pink, pink, pink sind alle meine Kleider». Woher stammt eine solche Faszination? Neurowissenschaftler der Universität Newcastle haben herausgefunden, dass es eine geschlechtsspezifische Präferenz für Farben gibt. Der Grund liege in der frühgeschichtlichen Arbeitsaufteilung, bei der die Männer jagten (unter blauem Himmel) und die Frauen die Beeren (pink!) sammelten. Egal, ob der Ton grell, zart oder satt gehalten ist, er wurde nicht immer mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht. Bis Ende des Ersten Weltkrieges war Purpur den Regenten vorbehalten. Danach verschwand dieser Machtanspruch und wurde abgelöst von der uns bekannten Zuordnung. Die Farbspezialistin Daniela Späth hat das Konzept «Cool Down Pink» entwickelt, bei dem in Gefängnissen rosa gehaltene Räume zur Beruhigung dienen. Rosa Licht wirkt sich positiv auf unser Gefühlsleben aus und hilft bei Depressionen. Das Kolorit ist unschuldig, erinnert an Süssigkeiten und sieht einfach zum Anbeissen aus. Noch heute lebt darum mein Kleiderschrank «la vie en rose». Vor allem gefällt mir das Revival der Farbe in der Intensität Shocking, die auf die Designerin Elsa Schiaparelli zurückgeht und ihr Markenzeichen war. Nicht umsonst bedeutet der englische Ausdruck «to look in the pink» «wie das blühende Leben aussehen». Ich bin überzeugt, wer Rosa liebt, wird gern auf Händen getragen. Es ist ein schöner Kontrast zum grauen Alltag, und Aufmerksamkeit ist einem sicher. Das gilt auch für das geschriebene Wort, das bestimmt nicht so schnell vergessen wird, wie wenn es schwarz auf weiss dasteht. Ende letzten Jahres habe ich mit Montblanc die Limited Edition Bespoke Ink «Sandra Berry», ein leuchtendes blau­stichiges Fuchsia, entwickelt. Für die Ham­ burger Manufaktur eine Premiere, noch nie wurde jemandem eine Tinte gewidmet. Sie wurde exklusiv auf meinem Blog verlost – für mich eine Ehre, die mich noch lange auf Wolken schweben lässt. Und beim Lesen eines damit verfassten Liebesbriefs braucht man nicht einmal eine rosarote Brille.

San dra Baukn ec ht

Royal Blush Unsere Kolumnistin lässt von kleidern Bis tinte so manches erröten: la vie en rose. Spätestens 24 Stunden nach meiner Geburt trat die Farbe Pink in mein Leben in Form eines Frotteestramplers, für Babys der Siebziger ein Must-have. Das Beweisfoto steht noch heute auf dem Nachttisch meiner Mutter. In meiner Kindheit verlangte ich nach allem in dieser Farbe: Ich spielte mit Barbie, hatte ein rosa Plüschpony zum Knuddeln, Erdbeer-

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sandra bauknechts favoriten IRLAND Hotel G, Galway Das Interieur der De­sign­herberge – es ist genial – entwarf der berühmte irische Hutmacher Philip Treacy. Mein Lieblings­ raum? Natürlich der Pink Salon. theghotel.ie

INDONESIEN HOTEL BULGARI,

BALI Für Frauen, die sich trauen, bietet das Luxusresort vier verschiedene Ver­ mählungszeremonien an. Besonders spekta­ kulär: Wasserhochzeit mit rosafarbenen Blütenarrangements. bulgarihotels.com

INDIEN Hotel Devi Ratn,

Jaipur Das neue Designhotel in Raja­ sthan besticht durch sein Ambiente und die kosmische Ener­ gie. Die moderne Architektur ist ein interessanter Gegen­ satz zu den rosa­roten Gebäuden in Jaipurs Altstadt, die den Namen Pink City geprägt haben.

deviresorts.in

sandra bauknecht studierte Modedesign und war Moderedaktorin bei «Marie Claire». Heute lebt sie in Zürich, Ihr Englisch verfasster Blog wird in 140 Ländern gelesen. sandrascloset.com


style

Hochgeschlossen: Män­nermodel Oliver Cheshire im Rolli.

Die Mitgastgeber Tommy und Dee Hilfiger haben sich in Schale geworfen und punkten mit Karos.

Ich bin auf Streifzug.

Stars and Stripes n Männermode-Ev

ent in London

der h der zweiten Ausgabe Im Anzug Anlässlic gner Men» zeigte US-Desi «London Collections: idet: chsten Winter Kerle kle Tommy Hilfiger, was nä tlos zei n Akzenten für einen Klassiker mit moderne t sentation feierte er mi adretten Look. Die Prä rty im » an einer Cocktail-Pa dem Magazin «Esquire tter Townhouse. Boutique-Hotel The Ze Hoch die Tassen!

Dreiteiler: Max Rogers (l.) lernte seine Freundin, Ex-Pussycat-Doll Kimberly Wyatt (in Ruby Ray), an einer Modeschau kennen. Er ist Dressman wie auch David Gandy, der mit Modelkollegin Sarah Ann Macklin liiert ist.

n sich 200 Gäste delektierte IM anmarsch Rund ët & Mo n und Champagner vo an Belvedere-Wodka as, sof den Ambiente (Samt Chandon im anheimeln m n). Kuschelig war es de ete Kamin, gemusterte Tap tel lho be , das gerade im No Ehepaar Wood zumute gesagt hatte. Dorchester heimlich Ja

Die Fantastischen Drei. Oder habe ich mich verzählt?

DJ, Model, Moderatorin Zara Martin (l., in Dolce & Gabbana) mit hübschem Partygast.

Der Blog von Ella Catliff heisst La Petite Anglaise. Natürlich las man dort sofort von dem Fest.

Englands Antwort auf Hollywood: Die britischen Schauspieler Harry Treadaway («The Lone Ranger», Sommer 2013), Benedict Cumberbatch («Sherlock») und Matt Smith («Doctor Who», v. l.) feiern filmreif.

Fotos: Gettyimages (1), Dukas (11)

Sarah Ann Macklin (in Burberry) posiert mit Medienmann Toby Wiseman («Men’s Health»).

REDAKTION Sherin Hafner

Papa was a rolling stone … Ron Wood kön­nte die musikalische Vaterfigur von Rocker Jamie Hince (r.) sein, so lieb drückt er ihn.


Just married: Sally HumTV-Moderator Reggie Yates phreys, 35, ist seit Kurzem («The Voice») und Rapper Tinie die dritte Mrs. Ron Wood, 65. Tempah (r.) mit Tom-Ford-Brille.

Netzwerkerin der Mode: Net-a-porter-Gründerin Natalie Massenet, ganz entspannt.

Ich habe zwei gute Argumente, gell.

Spitzenauftritt: SzeneDarling Daisy Lowe war als DJane engagiert.

Jack Guinness, aus dem BierClan, wird in jüngster Zeit häufig mit It-Girl Alexa Chung gesehen.


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stylekolumne

LIebe etc. Gut Geschummelt

Haben Sie auch Spanx? Nein, es handelt sich nicht um ein schmerzhaftes Merchandising-Produkt im Schatten von «Fifty Shades of Grey», sondern um Unterwäsche, die frei von Sex-Appeal daherkommt. Sie verspricht, den weiblichen Körper zum Traumfrauenbody zu formen, und drückt dank Nylon- und Lycra-Gewebe Fettpölsterchen einfach platt. Bestseller ist ein hautfarbener Slip, der vom Rippenbogen bis an die Oberschenkel reicht. Stars wie Katy Perry, Jennifer Garner, Julia Roberts, Katherine Heigl, Eva Longoria oder Brooke Shields greifen trotzdem zum Liebestöter.

Dr. Sherin hafner ist Textchefin und PeopleExpertin von SI Style. sIE HAT PSYCHOLOGIE UND JUS STUDIERT.

Foto: Sarah Maurer

Miederhose, Wonderbra, Haar-Extensions, künstliche Nägel, aufgeklebte Wimpern, Solariumbräune halte ich für unlautere Mittel im Spiel der Verführung. Make-up, Lipgloss, Schimmerpuder, High Heels, Mini, hautenge Jeans setze ich hingegen ohne Vorbehalt ein. Sie unterstreichen vorhandene Vorzüge und fallen unter Koketterie. Spanx und Co. gaukeln vor, was gar nicht da ist – glatter Betrug! Wer sich auf makellos trimmt, wird langweilig. Auge wie Geist benötigen doch Ecken und Kanten, an welchen sie hängen bleiben. Facebook-Netzwerker kreieren gern eine Illusion, indem sie sich filmreif in Szene setzen und auf Hochglanz polieren. Die Werbeindustrie nennt das Hyperglamour: Die Wahl der Sujets, die man postet, ist kalkuliert. Photoshop sei Dank werden aus Studentinnen Topmodels, aus Mauer­ blümchen Power-Women. Auf dem feinen Grat zwischen Schein und Sein zu stöckeln, will gekonnt sein. Stellen Sie sich vor, Ihr Lover schält Sie zum ersten Mal aus dem Designerkleid in der Erwartung, er nehme einen Engel à la Victoria’s Secret in die Arme. Dann sorgen Sie zumindest dafür, dass er mit der Realität erst dann konfrontiert wird, wenn die inneren Werte bereits mehr zählen als blosse Äusserlichkeiten.


e l y t s n i z a g a m auf diesen seiten

Foto: Warner Bros.

OZ

the great And Powerful

James Franco spielt in dem märchenhaften Fantasy-Film «Oz the Great and Powerful» den Zirkusmagier Oscar, den ein Wirbelsturm ins Land Oz bläst. Hier erwarten den windigen Zauberer Herausforderungen und Verlockungen, verkörpert durch drei Ladys (Mila Kunis, im Bild, ­Rachel Weisz, Michelle Williams). Regisseur Sam Raimi («Spider-Man»Trilogie) hat mit viel Fantasie und Farbe und noch viel mehr Budget einer alten Klamotte neues Leben eingehaucht. Ab 7. März in 3-D im Kino.

162 Film Anthony Hopkins drangsaliert als Hitchcock Blondinen ++++++++++++++++++++ 166 Reisen Malediven: barfuss im Paradies ++++++++++++++++++++ 172 Bücher Anna Kaenzig ++++++++++++++++++++ 173 Multimedia sehen und hören ++++++++++++++++++++ 174 KOCHEN Caminadas favorit: Cicorino rosso ++++++++++++++++++++ 175 Weinbar comme il faut im Grandhotel ++++++++++++++++++++ 176 auto Opel Adam ++++++++++++++++++++ 177 Geld es geht aufwärts ++++++++++++++++++++ 178 Zeitgeist Birdy ++++++++++++++++++++

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stylefilm


In «Hitchcock» geht es um den berühmtesten Film des legendärsten Regisseurs aller Zeiten, wahrlich grossartig verkörpert von Anthony Hopkins. wer nur PsychoTerror, Blut und schreiende Blondinen erwartet, sei gewarnt: «Hitchcock» ist eigentlich eine Liebesgeschichte.


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DIE STARS EINST UND HEUTE 1, 3, 7, 9 Scarlett Johansson schlüpft in die Rolle der klassischen Hitchcock-Blondine Janet Leigh – das erste Opfer in «Psycho». 2, 10 Der Meister der Spannung (Anthony Hopkins) mit seinen treuen Seelen: 3, 5, 6 Gattin Alma Reville (Helen Mirren) und 5 seine langjährige Assistentin Peggy Robertson (Toni Collette). 4, 9 Jessica Biel spielt Vera Miles, die zweite Blondine und Schwester der Vermissten. 7 James D’Arcy verkörpert Anthony Perkins, den Mörder im Motel. 8 Am Set von «Psycho».


TExt Anita Lehmeier

Fotos: Warner Bros.

Die Binsenweisheit, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht, bewahrheitet sich auch im Fall von Alfred Hitchcock. Der Regisseur war nicht nur ein Grosser seines Fachs, sondern vielleicht der Überragendste. Noch heute kennen die meisten die Silhouette des dickbäuchigen Mannes mit der Grabesstimme, der im vorletzten Jahrhundert in England geboren wurde. Immer noch sind seine Filme Meilensteine des Thriller- und Grusel-Genres. Auch was Spleens und Neurosen betraf, war er ein Gigant. Seine Vorliebe für kühle Blondinen, seine Angst vor Polizisten, sein Faible für makabre Scherze und sein unersättlicher Hunger sind legendär. Nicht nur an Drehbüchern, Storyboards und filmtechnischen Finessen, auch an der eigenen Legendenbildung arbeitete Hitch («den Cock können Sie gern behalten», stellte sich der Weltberühmte jeweils vor) mit Akribie. Nur von der Frau, die 54 Jahre lang mit ihm ver­ heiratet war und ebenso lange mit beziehungsweise hinter ihm, in seinem Schatten arbeitete, ist wenig bekannt. Diese Lücke schliesst jetzt der Film «Hitchcock», der am 14. März in unsere Kinos kommt. Erstaunlich, dass Leben und Schaffen des Regie-Genies erst 33 Jahre nach seinem Tod cineastisch gewürdigt werden. Dafür gleich im Doppelpack: Neben dem Kinofilm mit Anthony Hopkins in der Titelrolle arbeitet der TV-Sender HBO an «The Girl» mit Sienna Miller als «The Birds»-Star Tippi Hedren und Toby Jones als Hitchcock. In der Leinwandversion spielt Helen Mirren Alma Reville, die Ehefrau des Filmemachers. Anders als in ihrer Oscar-gekürten Rolle «The Queen»,

kann sie ihre Gefühle vor der Kamera ausleben. «Die Hitchcocks teilten den Sinn für Ironie und schwarzen Humor, ich stelle mir vor, sie haben viel zusammen gelacht. Die zwei waren auf ihre unglamouröse Art wie Romeo und Julia, unzertrennlich. Von ihnen könnten wir lernen, was es zu einer erfolgreichen Ehe braucht», erklärt die Schauspielerin. Die privaten Momente des Paares, das über ein halbes Jahrhundert verheiratet war, bekommen viel Platz im Film, so viel, dass Helen Mirren ihn glatt als Liebesfilm einstuft.

“Ich würde nicht behaupten, ich sei zu Hitchcock geworden. Sonst wäre ich wohl durchgedreht!” anthony Hopkins Im Mittelpunkt aber steht der enigmatische Mann an einem kritischen Punkt seiner Karriere. Nach dem Hit «North by Northwest» von 1959 meinte er, er habe solche «Tortenstücke» satt. Per Zufall geriet ihm die Horror-Story «Psycho» in die Hände, eine düstere Geschichte um einen Frauenmörder mit Mutterkomplex, die er in Schwarz-Weiss umsetzen wollte. Sein HollywoodStudio Paramount stieg aus Angst vor einem Flop und der strengen Zensur aus, Hitch finanzierte den Film selber. Seine Detailversessenheit und seine Launen erschwerten den Dreh, allein der Mord in der Dusche erforderte 77 Kameraein­stellungen und 50 Schnitte. Wie in vielen seiner Werke besorgte seine Ehefrau die Arbeit am Schnittpult, tüftelte mit am Drehbuch, glättete die Wogen am Set. Namentlich erwähnt ist Alma Reville in keinem einzigen Abspann.

Die Hauptrolle ist perfekt besetzt mit Anthony Hopkins, dem charmantcharismatischen Psychopathen aus «The Silence of the Lambs». Neo-Regisseur Sacha Gervasi, 46, gestand denn auch, ohne ihn hätte er das Projekt fallen lassen und die Idee beerdigt. Dass er die beste Wahl für zwiespältige, ja widerwärtige Charaktere ist, hat der Darsteller nicht nur als «Hannibal the Cannibal» eindrücklich bewiesen, sondern auch als kotzbrockiger Richard Nixon, als manischer Pablo Picasso, als tyrannischer Käpt’n Bligh – von Hitler ganz zu schweigen. «Mich hat Hitchcock schon früh fasziniert», erzählt Hopkins, 75. «Meine ersten Theaterjobs hatte ich 1960 in Manchester. Ich erinnere mich, wie ich da eines Sonntagabends ‹Psycho› im Kino sah. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich mich so gefürchtet!» Den vielschichtigen Filmemacher darzustellen, sei ein Drahtseilakt gewesen. «Ich würde nicht behaupten, ich sei zu Hitchcock geworden. Sonst wäre ich wahrscheinlich durchgedreht. Man kann nicht einfach in die Haut eines anderen schlüpfen, aber man kann einen Weg suchen, damit so eine Figur nicht zur Karikatur wird.» die berühmte birnenförmige Physis Hitchcocks erreichte Hopkins, indem er in einen Fettanzug schlüpfte, sich mächtige Hängebacken, Doppel­­kinn und Glatze modellieren liess. Trotz Maske gelang es dem Mimen, die ganze Gefühls­palette über sein Gesicht huschen zu lassen: Schalk, Starrsinn, Eifersucht, Snobismus, Gier und Genie des «Master of Suspense» lebten auf. Im Film nur angetönt wird die Obsession Hitchcocks, seine blonden Darstellerinnen zu drangsalieren und bedrängen. Seiner brünetten Frau Alma schmeichelt er im Film so: «Ich werde nie eine Blondine finden, die so schön ist wie du.» Darauf antwortet sie seufzend, auf diese Worte habe sie nun dreissig Jahre gewartet. Hitch: «Darum, meine Liebe, nennt man mich ja den Meister der Spannung.»


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do not disturb

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so klein die inseln der Malediven auch sein mögen, Sie bieten den Gästen grösstmöglichen komfort.


h Reethi Ra

2 text  barbara Pastore

1 DAS EIN UND ALLES 1 Privatstrand. 2 Wer mehr als das Meer will, mietet eine Unterkunft mit Pool. 3 Stefano Gabbana (r.) und Domenico Dolce genossen die Idylle der Insel und feierten hier spektakuläre Jahreswechsel. Das «One & Only» ist für seine rauschende Silvesterfeier ­inklusive Feuerwerk berühmt. Das Budget fürs Fest b ­ eträgt fast zwei Millionen Franken.

Fotos: Dukas (1)

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Eintauchen in eine Welt, die mit ihrer Vielfalt aus exotischen Tieren, schillernden Farben und endlosen Korallenbänken fasziniert. Wer die Malediven einst ansteuerte, verbrachte seine Tage hauptsächlich unter Wasser und erlebte dort Atemberaubendes. Der Aufenthalt an Land gestaltete sich hingegen bescheiden. Man wohnte in zweckmässigen Holzhütten mit ­Robinson-Crusoe-Feeling. Lange galt die Inselgruppe im ­Indischen Ozean als Taucherparadies – die angenehm warmen Gewässer machen stundenlange Planschereien zum Vergnügen. Durch die Erwärmung der Meere verursacht, sind heute fast 80 Prozent der delikaten Korallen eingegangen. Zwar züchtet man sie künstlich mit der Biorock-Technologie. Trotzdem mussten sich die Hotelbetreiber etwas einfallen lassen, um neue zahlungswillige Gäste zu locken. «Luxus» lautet ihr Leitspruch. Darin brilliert das «One & Only» auf Reethi Rah: Das Resort zählt zum Besten, was einem Urlauber passieren kann. Von der Hauptstadt Malé mit dem internationalen Flughafen wird man mit der hauseigenen Jacht direkt ins Paradies befördert. Am Steg wartet der Chauffeur im Golfwägelchen, um den Gast in ­seine Villa – die kleinste misst 135 Quadratmeter – zu geleiten. Die grosszügige Anlage ist im asiatisch-eleganten Stil gehalten und fügt sich optisch perfekt ins Postkarten-Ambiente ein. Weis­ser Sand, gleis­sende Sonne, türkis Meer, und das Schönste: Man hat die Idylle für sich. Jede Villa hat ihren eigenen Strand, kein G ­ ejohle oder nervtötende Musik stört. Sogar die Moskitos


stylereisen h Reethi Ra

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REETHI RAH 1 Pool, Hängematte, Esstisch, Liegestühle – Standard de luxe. 2 Illustre Gäste: Beyoncé K ­ nowles und Jay-Z werden oft auf den Malediven gesichtet. 3 Die Einrichtung der Villa ist e ­ inem Interieur-Magazin würdig. 4 Der Whirlpool des Spa, diskret ein­gebettet zwischen Blumen und Palmen. 5 Ein Highlight der Insel, die Spa-Parkanlage mit Pavillons als Behandlungsräume. 6 Zu viel Privacy? In der Bar Rah können Sie täglich ­feine Drinks nippen und Livemusik hören.

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scheinen die Privatsphäre der Urlauber zu respektieren. Stress kommt höchstens dann auf, wenn man sich entscheiden muss, womit der Gaumen verwöhnt wird. Mediterranes am Beach? À la carte speisen auf dem Zimmer? Figurfreundliches Japanisches? Beim Themen-Buffet zuschlagen? Oder zuerst ins Spa, um Körper, Geist und Seele zu nähren? Egal, welcher Aktivität Sie sich widmen, Sie werden es lieben. Wohl auch darum ist die Destination ein begehrtes Ziel für Flitterwöchner und Promis. INSELHOPPING Auch wenn das «One & Only» ein wahr gewordener Traum ist, entdecken Sie unbedingt noch andere Orte mit ihrer individuellen Schönheit für sich! 90 der 1200 Inseln der Malediven sind für den Tourismus erschlossen. In der Regel findet sich ein Hotel pro Eiland. Cocoa Island ist entspannt, klein, ideal für Schnorchel-Fans. Im nahen Hausriff sind Wasserschildkröten keine Seltenheit. Maafushivaru ist sehr idyllisch, hat rundum zahlreiche Tauchplätze mit den schönsten Korallenriffen des Archipels. Die unbewohnte Nachbarin Lonubo wird Gästen zum Schnorcheln, Baden oder für ein intimes Candle-Light-Dinner mit Privatkoch angeboten. SchattenseiteN Unbedingt regelmässig eincremen und viel Wasser trinken! PET-Flaschen sammeln und beim Rückflug abgeben (dafür bekommt man auf dem Hinflug einen eigenen Sack). Plastikabfälle können auf den Inseln nicht recycelt werden. So hilft jeder mit, die wunderbare Umgebung sauber zu halten. Schade, hiesse es sonst bald «Paradise Lost».

Fotos: Dukas (1), Insight Media (1)

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Maafushiv

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3 MAAFUSHIVARU 1 Einer der schönsten Tauchplätze der Inselkette. 2 Das kleine Eiland liegt im Süd-Ari-Atoll. 3 Puristische Eleganz und viel Komfort. 4 FreiluftLounge. 5 Katie Holmes und Tochter Suri vergnügen sich in den Untiefen des Lagunengewässers.

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COCOA ISLAND 6 Beeindruckendes Zuhause: Die Two-Bedroom-Villa misst 300 Quadratmeter. Den Köpfler ins hell­türkis Meer sollte man lieber nicht machen – es ist hier höchstens 1,5 Meter seicht. 7 Kolonial-Chic. 8 Fein und romantisch: das Strand-Restaurant.

Traum mal drei Reethi Rah Grösse 500 × 1800 Meter, 130 Villen. Restaurants Vier unterschiedliche bieten kulinarisch die Qual der Wahl. Sport Fitness, Tennis, Badminton, Tischtennis, Tretboot, Kanu, Windsurfen, Schnorcheln. Gegen Gebühr: Parasailing, Wasserski, Wakeboard, Banana-Boot, Funtube, ­Katamaran-Segeln, Windsurfen. Tauchen Padi Diving Centre. Spa Luxuriöse Parkanlage mit acht Mini-Villen, zwei Überwasser-Villen auf Pfählen für Paarbehandlungen. Pavillon mit Garderobe, Dusche, Dampfbad, Whirlpool; Espa-Produkte. Coiffeur, Mani-, Pediküre. Dresscode Chic. Bikini und Shorts sind zum Essen tabu. Barfuss auch. Kosten Ab Fr. 3800.– pro Person und Woche. reethirah.oneandonlyresorts.com

COcoa Island Grösse 85 × 350 Meter, 33 Villen. Restaurant Buffet oder à la carte (asiatisch/indisch). Tauchen Padi Diving Centre.

Spa Vier Como-Shambhala-Mas­ sageräume am Strand. Einmal ­täglich kostenlose Yoga-Stunde. Dresscode Casual Chic. Kosten Ab Fr. 3600.– pro Person und Woche. comohotels.com/cocoaisland

MAAFUSHIVARU Grösse 500 × 350 Meter, 50 Villen. Restaurant Buffet (mediterran) und Teppanyaki-Restaurant. Tauchen Padi Diving Centre. Spa Überwasser-Spa mit Sauna und Dampfbad. Dresscode Casual. Kosten Ab Fr. 2900.– pro Person und Woche. maafushivarumaldives.com

gut zu wissen Ideale Reisezeit: November bis ­April. Zahlungsmittel: Kreditkarten, US-Dollar. Man spricht Englisch. Edelweiss Air fliegt mehrmals wöchentlich nach Malé. edelweissair.ch Attraktive Angebote findet man unter manta.ch.

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stylereisen

Dominikanische Republik

weltenbummler Redaktion  Charlotte Fischli

City-Trip, Urlaub am einsamen Strand oder Ferien im Hippie-Paradies: neue REiselektüre lässt einen von der Schönsten Zeit im Jahr träumen.

Türkei

Istanbul

Philippinen

In 208 Seiten um die Welt Okay, es ist vielleicht etwas früh, um die grossen Ferien zu buchen. Aber wer sich durch Lonely Alto Paraiso, Brasilien

Planets «Best in Travel 2013» blättert, kann garantiert nicht länger warten. Der Verlag kürt die zehn besten Länder, Städte, Regionen und stellt sie vor. Es hat Kategorien wie «Wo kriege ich ein Tattoo» oder «Schatzsuche», Tipps fürs Fitwerden und tolle Preis-Leistungs-Destinationen. Ein Kalender – von Festivals über Marathons bis Partys – macht das Planen leicht. Fr. 19.90. lonelyplanet.com

José Ignacio, Uruguay

Todos Santos, Mexiko

Die Grosse Freiheit

Style to go Die «Wallpaper City Guides»

Wer träumt nicht manchmal davon, alles hinter sich zu lassen und dort zu verweilen, wo

(Phaidon-Verlag) führen uns

einen das Leben hinführt? Gypsetter – das ist ein Mix aus Gypsy und Jetsetter – kennen

durch Städte, als würden wir

diese Sehnsucht. Die New Yorker Journalistin Julia Chaplin hat für sie den passenden

von einem Insider an der

Wegweiser: «Gypset Travel» (Assouline-Verlag) erzählt von Künstlern, Designern,

Hand genommen. Neu: Ant-

Bonvivants und ihrer jeweiligen Wahlheimat. Der 168-Seiten-Band mit Bildern und

werpen, die Metropole der

Illustrationen ist bezaubernd. Der Hippie-Glamour-Stil macht Lust aufs Aussteigen

Mode-Avantgarde. Auch als

de luxe. Die Fotos zeigen Destinationen aus dem Buch. Ca. Fr. 50.–. assouline.com

iApp. Fr. 17.90. phaidon.com

Fotos: www.assouline.com (4), Greg Johnston / Gettyimages (1), Izzet Keribar / Gettyimages (1), George Tsafos / Gettyimages (1), Dallas Stribley / Gettyimages (1),

Lamu, Kenia


TOP-Adressen


stylebücher Druckfrisch

Protokoll Anita Lehmeier

schön, hat anna kaenzig ihr Germanistik-studium für die Musik aufgegeben. Sie liest nach wie vor mit begeisterung. «Die Bibliothek in meinem Elternhaus und gute Deutschlehrer pflanzten mir das LeseVirus früh ein. Und die Rössli-Geschichten von Federica de Cesco liessen es prächtig gedeihen. Heute finde ich weniger Zeit zum Lesen, als ich mir wünsche. Denn wie die Musik kann mich Literatur tief berühren. Meist stecke ich meine Nase vor dem Einschlafen noch in ein Buch. Ein Grund, warum ich richtiges Papier dem E-Paper vorziehe: Ich mag keine Maschinen mit ins Bett nehmen. Es bereitet mir Vergnügen, stundenlang in Buchläden zu stöbern, mich von Covers verführen zu lassen, voller Vorfreude eines nach Hause zu tragen. Zu Lese­stoff komme ich auch dank Tausch­ handel, in meinem Bekanntenkreis lassen wir fleissig Bücher und Tipps kursieren.» hard-boiled wonderland­  … von Murakami Haruki. «Eines der strubsten Werke, die ich je gelesen habe! Haruki pendelt zwischen zwei surrealen Welten, schafft Atmosphären, die wie Träume flirren. Nach diesem Buch habe ich fast die gesamte Backlist dieses feinen Autors durchgeackert.»

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the tortilla curtain von T. C. Boyle. «Boyles Bücher, sagte mal jemand, seien wie lange Schlagzeugsoli. Wie treffend. Ich habe das Drama aus Mexiko zweimal ge­ lesen, erst in Deutsch und dann im Original wegen des unübersetzbaren Spanglish.» Per anhalter durch die galaxis von Douglas Adams. «Ich bin kein Fan von Fantasy. Ein Freund schwärmte in den höchsten Tönen, sodass ich zu lesen anfing. Dummerweise im Tram. Ich musste gleich wieder aussteigen, weil es mich derart zum Lachen brachte, dass es mir peinlich war.» Herr Lehmann von Sven Regener. «Der Autor, der auch Musiker ist, beschreibt das Elend des Künstlers, die lethargischen Phasen zwischen den Kreativschüben, mit Witz und Präzision. Neulich in Berlin lernte ich viele dieser Herren Lehmann kennen.» Die Wand von Marlen Haushofer. «Wie die Frau im Roman bin ich häufig in einem abgelegenen Ferienhaus in den Bergen zu Gast. Ich habe mir vorgestellt, was ich tun würde, wäre ich wie sie hinter einer unsichtbaren Wand gefangen gehalten.»

anna Kaenzig, 28, SingerSongwriterin. Mit ihrem neuen Album «Slideshow Seasons» (Nation Music) ist sie jetzt auf Tournee. annakaenzig.com

Hilary Mantel, «Falken», Dumont

Kurbetrieb Die Neuseeländerin Katherine Mansfield, Mutter und Meisterin der Gattung Short Storys, ­bewies schon als 21-Jährige Beobachtungs­ gabe, Witz und Weitsicht. Obwohl die Erzählungen über hundert Jahre alt sind, wirken sie verblüffend modern. Die Gespräche, die sie in Kurkliniken und Gasthäusern ansiedelte, kann man noch heute so ähnlich belauschen. Die Art-décoartigen Bilder steuerte Joe Villion bei. Katherine Mansfield, «In einer deutschen Pension», Edition Büchergilde

stürmisch Seit Generationen leben die Menschen in Loyalty Island an der stürmischen Nordwestecke der USA vom Krabbenfang, einem gefährlichen Business. Mit dem Tod des Ree­ de­rei­besitzers droht das Aus für das Gewerbe, sein Sohn hat null Interesse an Flotte und Fischern. Diese harten Kerle ersinnen nun einen Plan, ihre Existenzen zu retten. Thriller über Loyalität, Moral und Musik. Nick Dybek, «Der Himmel über Greene Harbor», Mareverlag

Fotos: Paul Seewer (1)

Biete brecht gegen Boyle

machtspiele Wer historische Romane als Kitsch und Schwulst abtut, kann sich von der zweifachen Booker-Preis-Trägerin eines Besseren belehren lassen. Die Britin lässt Thomas Cromwell, den Intimus von Heinrich VIII., aufleben. Wir erfahren aus der Sicht des smarten Machtmenschen die politischen und amourösen Intrigen am Hof des TudorKönigs. Ein Buch, bei dem wir mit dem royalen Womanizer mit dem enormen Frauenverschleiss zu Tisch und zurate sitzen und ins Bett steigen.


e l y t s a i d e m i t l mu reifeprüfungen DVD

REDAKTION Anita Lehmeier

SKyfall

Regisseur Sam Mendes ist gelungen, was Marc Forster vor ihm verpatzt hat: Er hat dem Mann und der Marke 007 zu neuer Strahlkraft verholfen. Craig legt eine ­Parforce-Leistung hin, Javier Bardem gibt einen der ­besten Bösewichte seit Bonds Leinwanddebüt 1962. Judi Dench ist einschüchternd gut. Aber das ist sie ja ­immer. ¬¬¬¬¬

Album

cloud atlas

Puristen werden sich weigern, dieses bildgewaltige Epos anders als auf Grossleinwand zu schauen. Alle andern werden sich freuen, dass der Film jetzt ins Heimkino kommt und man ihn so oft sehen und zurückspulen kann, bis man das kleinste Detail entdeckt und den grossen Bogen dieser vielschichtigen Geschichte begriffen hat. ¬¬¬¬

hope springs

Ein reifes Ehepaar versucht die Liebe zu- und die Lust aufeinander neu zu entflammen. Eine hinreissende Meryl Streep und ein köstlich griesgrämiger Tommy Lee Jones lassen die dünne Story leicht vergessen. Eine bittersüsse Komödie über all die Fragen um Liebe und Sex im Alter, die Sie Ihren Eltern nie zu stellen wagten. ¬¬¬

Nick Cave & the bad seeds

Der einsame Wolf heult wieder den Blues: Der Aust­­ralier singt auf «Push the Sky Away» von unmöglicher Liebe, Abschied, Schwermut, vom Weg ins Verderben. Dazu spielen seine Musiker in klaren Klängen so umsichtig, als wären sie Caves allerletzte Freunde. Sehr melancholisch, sehr schön. ¬¬¬¬

Devendra Banhart Von allen barttragenden Nerds ist Banhart der schrulligste, keiner schrummelt so unbekümmert. Nun ist ihm mit «Mala» zumindest musikalisch der Humor abhandengekommen: 14 Lieder, die eher nach französischer Nouvelle Vague mit einem Hauch Autismus klingen als nach Lagerfeuer-Nonsens – trotzdem nett. ¬¬¬


stylekochen

andreas Caminada Maispoulardenrollen mit Kartoffel-Spuma, Brüsseler und Cicorino rosso: Der Winter­ klassiker steht bei unserem Kolumnisten hoch im Kurs. andreascaminada.com

Knolle ein Gedicht.» Roter Chicorée hat im Winter Hochsaison, ausserdem zaubert er bildschöne violette Farbak­ zente auf den Teller.

ANdreas Caminada es bleibt kein bitterer Nachgeschmack Text Anita Lehmeier FOTO  Véronique Hoegger

spitzenköche hantieren Tag für Tag mit den erlesensten Köstlichkeiten. In den sterne- und haubendekorierten Küchen kommen je nach Saison Austern und Hummer, Kaviar und Kobe-Beef, Wildlachs und Safran, Trüffel und Moor­ hühner auf die Karte. Fragt man aber die Meister nach ihren Lieblingsspeisen, bekommt man verblüffend Einfaches zur Antwort: André Jaeger («Fischerzunft», Schaffhausen) isst gern Butter­ brote. Vreni Giger («Jägerhof», St. Gallen) freut sich über eine Bachforelle und den ersten Bärlauch. Und für Tanja Grandits («Stucki», Basel) ist das perfekte Rüebli

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der ultimative Luxus. Mehr über die Vor­ lieben punkto Kulinarik plus sechzig einfache Rezepte von zwanzig Kochkünstlern findet man übrigens im Buch «Schweizer Spitzenköche für Afrika», AT Verlag. UNSER Gourmet-Kolumnist Andreas Caminada verrät in dem Buch, wie sein Artischockenri­sotto, der hochgelobt wird, und das ebenso köstliche Linsencurry zubereitet werden. Beides sind Gerichte, die er selber immer wieder gern isst. «Momentan ist mein Favorit aber Cicorino rosso, roter Chicorée, serviert mit gedämpfter Maispoularde und Kartoffel-Spuma. Den luftigen Kartoffelstock kann man mit Trüffel veredeln, doch das Gericht ist auch ohne die teure

So wirds gemacht Man zupft die Blätter des Cicorino rosso und brät diese in einem Esslöffel eingesottener Butter – nur Bratbutter verträgt so grosse Hitze – in der sehr heissen Pfanne an. Mit wenig Puderzucker bestreuen; das mildert ein bisschen die natürliche Bitterkeit des Gemüses. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit einem Schuss Balsamico bianco ab­ löschen, kurz durchschwenken. Einzelne Blättchen, rund zugeschnitten und roh in Essig mariniert, machen sich äusserst dekorativ. Die Maispoularde wird im Steamer punktgenau zubereitet: Man würzt die Geflügelplätzli und rollt sie satt in Klarsichtfolie zu kleinen Rouladen. Diese bedeckt man mit Alufolie und gart sie bei 59 Grad Celsius 18 bis 20 Minuten. Danach befreit man die Rollen aus ihren Hüllen, tupft sie mit Haushalt­ papier trocken und brät sie. So entsteht eine hauchdünne knusprige Hülle. Mit dem Cicorino rosso, Brüsseler und Kartoffel-Spuma servieren.

wasserkraft Trinkfest Dank dem dicken Hals kann man das Wasser oder die Limonade in den Karaffen einfach mit Limettenscheiben an­ reichern, ein Kork hält dicht. Le Creuset bietet die Stücke aus Steingut in neun Farben und zwei Grössen an: für 750 ml (um Fr. 50.–) und 350 ml (um Fr. 30.–). lecreuset.ch


chandra kurt, Weinexpertin von SI STylE, befragt den Gastgeber einer Luxusherberge.

Trinken und darüber reden Food & Beverage manager im ­«Waldhaus» in SIls Maria, johannes Ermler, über Weingenuss im GrandHotel. Welchen Welcome-Drink empfehlen Sie gern?  Etwas Alkoholfreies, das erfrischt. Etwa Rhabarbersirup oder Ipanema, eine promillefreie Caipirinha. Ein guter Auftakt für einen langen Abend ist auch Tröpfel, ein süffiger Schaumwein ohne Alkohol aus Schweizer Trauben und Äpfeln. In der Regel essen am Tisch nicht alle dasselbe – müssen sie dennoch denselben Wein trinken? Nicht unbedingt. Nur ist es schön, wenn alle über den gleichen Wein diskutieren können.

REDAKTION Anita Lehmeier

Foto: Geri Born

Was ist für Sie die grösste Herausforderung, einen Gast glücklich zu stimmen? Auf der einen Seite versuchen wir, dem Gast etwas zu zeigen, das er noch nicht kennt, zum Beispiel Schweizer Wein. Auf der anderen Seite dürfen wir nie belehrend wirken. Die Grenze zwischen Verkaufen und Beraten ist fliessend. Schliesslich entscheidet jeder selber, was er trinken möchte. Und wenn jemand einen empfohlenen Wein nicht mag? Dann nehmen wir die Flasche ohne Berechnung zurück, entschuldigen uns, geben die Karte nochmals und fangen von vorne an. Welche Flasche gehört immer in eine Minibar? Champagner! Man weiss nie, wer zu Besuch kommt. Das gilt auch im Hotel. HOtel Waldhaus, SIls Maria waldhaus-sils.ch


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Ein Adam für Eva text Timothy pfannkuchen

Ein AUto, das uns ins Paradies Chauffiert? Der trendflitzer opel adam schafft das! ab März zeigt er, wie himmlisch Lifestyle auf rädern ist: mit Farbe, frei wählbar. lack und leder Klassenkameraden von Fiat 500, Mini und Co. bekommen Konkurrenz: So was Paradiesisches wie den Adam hat die Kollegin nicht. Frauen – auch Männer – dürfen ihn nach dem Lustprinzip zusammenstellen: 12 Lack-, 3 Dach-, 4 Cockpitfarben, 15 Sitz- und 19 Cockpitdekors … Eine Million Varianten machen aus jedem XS-Opel einen Individualisten.

und Kurven Karussellfahren. Sogar auf Abwegen federt er überaus manierlich. Kein Kraftzwerg, aber der Benziner zeigt den schweren Limousinen bei Grün ­locker die LED-Rücklichter.

kosten und kult Ein Hübscher mit Zeug zum Hit. Zumal Style hier kein Fall für Besserverdienende bleibt: Ab 15 450 Franken macht schon der Kauf Laune.

Kind und kegel Vorne ist alles luftig und lustig und modern, bis hin zu Multi­ mediasystem und Lenkradheizung. Der winzige Fond endet für Erwachsene in der Physiotherapie. Für die Kids reicht er.

Plus und minus Endlich ein Cityflitzer, der flippig und vernünftig ist und kein Foltergestühl bietet: Die Sitze sind klasse. Was uns fehlt, ist ein sechster Gang.

spurt und stopp Fröhlich aussehen können viele. Aber fröhlich fahren? Mit 3,7 Metern Länge flitzt der Adam über den Asphalt, als seien Parkhäuser Spielplätze

masse und klasse Motoren: Benzin 70, 87, 100 PS. Verbrauch: 5 l / 100 km. 0 bis 100 km/h: ab 11,5 s. CO2 : ab 119 g/km. Energieeffi­zienz: B. Laderaum: bis 663 l.

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Mit der TV-Soap «Eine schrecklich nette­ ­Familie» wurde Actrice Christina Apple­ gate als unterbelichtete Blondine zum Publikumsliebling. Nach zehn Jahren und 259 Episoden mit der schrillen Familie Bundy wurde es 1997 still um die Kalifornierin. Zumindest bei uns, wo zuletzt ihre Krebserkrankung und Brustentfernung für Schlagzeilen ­sorgte. In Amerika ist die 41-Jährige als Öko-Aktivistin unterwegs. Die Grüne fährt gern fette SUV. Ein Widerspruch oder gar typisch für diese Dumpfbacke? Keineswegs! Ausgerechnet in den dieselfeindlichen USA steuert sie statt durstiger V8-Benziner den Mercedes GL mit sauberem Spardiesel.

Fotos: Dukas (1)

Dumpfbacke Kelly Bundy alias Christina Applegate zeigt sich ganz smart als Öko-Aktivistin.

1 + 2 Beim Blechkleid treibts Opel bunt und setzt auf Farbkombinationen. 3 im Cockpit fährt Science-Fiction mit: Ein LED-Sternenhimmel erhellt den Innenraum.

Sicherheitsgurt Nur schade, röhrt sie nicht … Eine Schultertasche mit dem Bild eines Porsche, das wäre wohl ein Hauch zu viel an Geltungsdrang. Im Nostalgie-Look freilich ist es weniger protzig, sondern chic: Die in der Schweiz hergestellte ­Messenger Bag aus lackierter LKW-Plane hat einen Sicherheits- als Tragegurt. Passend dazu ist ein Portemonnaie (40 Franken) zu haben. Die Messenger Bag misst 38 × 30 cm und kostet 136 Franken. porsche.ch


geldstyle 149 Milliarden Dollar offene Schulden schieben Akademiker in den USA im Alter von 50 plus vor sich her. Die Gelder haben sie sich als Youngsters von Behörden und Organisationen fürs Studium geborgt. Die Summe hat in nur sieben Jahren um 40 Prozent zugenommen. Weil nur die wenigsten Unis staatlich finanziert sind, können sich immer weniger Amerikaner ein Studium leisten.

Fotos: Esther Herzog (1)

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markus gisler ist Wirtschaftspublizist und schreibt für SI Style eine Geld-Kolumne.

jetzt gehts aufwärts Die Aktien steigen, es wird ein gutes jahr werden. Bleiben Sie dran. Am besten fahren Sie mit einem Mix aus Bluechips, Luxusgütern und sicheren Dividendenwerten. Seit Anfang 2013 haben viele Schweizer zent Rendite in die Kasse. Das gilt für die Aktien 15 bis 20 Prozent zugelegt. Das ist Zürich-Versicherungen, die Swisscom ansehnlich, wenn man bedenkt, wie mager und in geringerem Umfang für die soliden die Renditen in den letzten Jahren waren. Bluechips Roche, Nestlé oder ABB. Die Psyche des Marktes hat sich gewen­ Gut möglich, dass Ihnen Anlageberater zurzeit Aktien oder Fonds aus südlichen det, plötzlich glaubt eine Mehrheit, dass es tatsächlich aufwärtsgehen wird. Verpassen Ländern empfehlen (Italien, Spanien, Por­ Sie diesen Trend nicht, auch wenn die tugal, Brasilien) und aus Hongkong. Ihr Verschuldungsprobleme in Europa und Argument: Die Bewertung von Aktien aus in den USA nicht gelöst sind. Doch seit diesen Regionen sei historisch tief, wes­ die Europäische Zentralbank in über­ halb sie grösseres Aufholpotenzial hätten. zeugendem Ton festhielt, sie werde jedes Das ist zwar in der Theorie richtig, wird Land unterstützen, koste es, was es wolle, auch im einen oder andern Fall eintreffen. glaubt der Markt an bessere Zeiten. Die Ich rate trotzdem ab. Zu hoch ist das Wäh­ werden anbrechen und, mit vorüberge­ rungsrisiko, zu unbekannt die einzelnen henden Korrekturen, eine ganze Weile Unternehmen. Ich wiederhole mich gern: Kaufen Sie nur Aktien von Firmen, die Sie bleiben. interessieren und über die Sie sich einfach Mit unseren Empfehlungen der letzten Monate sind Sie gut gefahren. Rocheinformieren können. Beim Anlegen ist es Aktien sind seit August um 20 Prozent ge­ wichtig, dass Sie überzeugt sind, alles stiegen, die von Holcim seit November um unter Kontrolle zu haben. 15 Prozent, Tod’s, unser Tipp im Oktober, legte 10 Prozent zu. Wer auf meine Emp­ fehlung hin vor zwei Jahren Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont gekauft hatte, konnte den Einsatz gar verdoppeln. Behalten Sie alle diese Titel, ihr Potenzial ist nicht ausgeschöpft. Hinzufügen wür­ de ich ausserdem Hermès, ein Papier im Steigflug. Gerade in China ist der Konzern stark aufgestellt. Nina Arquint, 35. Jetzt schaut eine Frau Ich würde auch bei den dividen­ den Banken auf die Finger. Neu in die Geschäfts­ leitung der Finanzmarktaufsicht Finma rückt denstarken Aktien bleiben, zumal Nina Aquint auf, promovierte Juristin (Uni Bern) in den nächsten Monaten die und Spezialistin für Bilanzrecht. Obwohl noch jung, Aus­zahlungen fällig werden. Das gilt die bisherige Chefin des Gene­ral­sekretariats der Finma als dossier­stark, initiativ und fordernd. spült Ihnen zwischen 4 und 6 Pro­

businesswoman

Sie leitet neu den Bereich Strategische Grundlagen. finma.ch


stylezeitgeist

birdy Erfrischend unschuldig beantwortet die Sängerin mit der starken Stimme und den grossen GRÜNEN AUGEN 21 Fragen zur Zeit. interview  christine M. Halter-Oppelt illustration Elisabeth Moch

Schweizer Illustrierte Style: Wie

Wie viele Stunden täglich übst du?

hast du deinen 16. Geburtstag gefeiert?

Manchmal nur wenige Minuten. Manch‑­ mal spiele ich stundenlang und vergesse die Zeit. Wann hast du deine Stimme zum ersten Mal im Radio gehört? Das war in der Schule mit all meinen ­Kollegen. «Skinny Love» lief in den Charts. Ich war total aufgeregt. Wie alt fühlst du dich? Wie sechzehn! Welchen Moment möchtest du gerne noch einmal erleben? Im letzten Sommer sang ich an der Eröffnungsfeier der Paralympics in London. Das war grossartig. An welchen Moment denkst du nur ungern zurück?

Birdy: Zu Hause mit meiner Familie. In welchem Alter hast du begonnen, Klavier zu spielen? Mit sechs oder sieben. Meine Mutter ist Konzertpianistin. Sie hat mir das Klavierspielen beigebracht. Wer entdeckte dein Talent? Ich habe einen Gesangswettbewerb gewonnen. Da war ich zwölf. Danach habe ich ein Video auf Youtube gestellt, das eine Plattenfirma sah und mir daraufhin einen Vertrag anbot.

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An mein erstes Interview. Ich war so schüchtern, dass ich keinen Ton rausbrachte. Was hast du immer dabei? Mein iPhone. Welchen Song hast du zuletzt daraufgeladen? «Broken» von Jake Bugg. Mit wem würdest du gern einen Tag verbringen? Mit dem schottischen Sänger Paolo Nutini. Welche Musik magst du? Die meines Vaters. Mit ihm habe ich immer die Beatles gehört. Zudem mag ich Adele. Sie hat eine starke Persönlichkeit. Was schiebst du auf? Hausaufgaben. Und mein Zimmer ­ aufräumen. Hast du eine BFF, eine «beste Freundin für immer»? Klar, Becky aus meiner Klasse. Musst du oft die Schule schwänzen? Dieses Jahr war ich viel unterwegs zu Konzerten in Deutschland, Frankreich, der Schweiz. Aber meine Lehrer sind zum Glück sehr verständnisvoll. Trägst du eine Uhr? Nein. Vielleicht bin ich deswegen immer zu spät. Dein erster Lohn? Als ich den Talentwettbewerb gewann, gabs kein Geld, dafür durfte ich sechs Tage ins Tonstudio für meine ersten ­Aufnahmen. Was willst du noch lernen? Tanzen. Was möchtest du selber einmal deinen Kindern beibringen? Sie sollen Musik machen, genau wie ich. Was war der beste Rat, den dir jemand gegeben hat? Meine Freunde und meine Eltern ermahnen mich oft, mit den Füssen auf dem ­Boden zu bleiben und nicht abzuheben. Wo siehst du dich in zehn Jahren? Ich schreibe Songs und stehe damit auf der Bühne. BIRDY, 16, heisst eigentlich Jasmine van den Bogaerde. Sie wuchs im südenglischen Lymington in einer Künstlerfamilie mit vier Geschwistern auf. Ihr erstes Album «Birdy» erschien 2011. officialbirdy.com, warnermusic.ch

+++ Zürich, 17. Dezember 2012, von 17.41 bis 17.54 Uhr +++


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