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# 07/08 Juli+August 2012 CHF 5.00

XHERDAN SHAQIRI ÜBER FUSSBALL, FAMILIE, FRISUR DIANE KRUGER EINE KÖNIGIN SAGT ADIEU MATTEO THUN DOLCE VITA IN DER FATTORIA

ÜBERIRDISCH

CHARLIZE THERON

EXKLUSIV

LEILTLOEOK E OD

M

DIE ZWÖLF SCHÖNSTEN

PLUS SOMMERHOROSKOP + MICHELLE MONAGHAN + IRLAND + MIRANDA KERR + CHRISSY ANGLIKER + PENÉLOPE CRUZ

+++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FAS


l a i r o t i d e e l y t s

August 2012 # 07/08, Juli +

People-Watching Ich habe ein kleines Hobby: Menschen beobachten und versuchen, anhand ihres Stils die Nationalität zu erraten. Zur Ferienzeit bin ich auch deshalb lieber zu früh am Flughafen. Ich be­ginne meine Recherche beim Kopf und dessen Behaarung. Je nach Blondierung kann bei den D ­ amen der ungefähre Längengrad des Herkunftslandes (+/- 30 Grad Ost) bestimmt werden. Aber Achtung! Trägt sie zum Goldton terracottafarbene Haut und einen Hund, der aufgrund seiner Grösse der Gattung Nager zugeordnet werden könnte, handelt es sich vermutlich um eine Madame aus dem Süden Frankreichs. Bei Männern sind Bauchtaschen ein Indiz für östliche Wurzeln. Eine wuchtige Uhr, Polo-Shirt mit aufgestelltem Kragen und eine an bizarren Stellen abgewetzte Jeans weisen auf einen Reisenden aus bella Italia hin. Der würde sich im Gegensatz zu Detlef aus D übrigens nie in kurzen Hosen in den Flieger setzen.

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Sabina Hanselmann-Diethelm

Chefredaktorin SI Style

die nächste Ausgabe von SI Style erscheint am 16. 8. 2012. auf sIstyle-blog.ch halten wir sie mit Style auf dem laufenden. Geniessen sie den sommer!

Foto: Marco Grob

Coco Chanel sagt zur angemessenen Garderobe: «Ich verstehe Frauen nicht, die das Haus ­verlassen, ohne sich zurechtgemacht zu haben. Vielleicht wartet ein Date mit dem Schicksal? Dann ist es doch besser, man begegnet ihm so attraktiv wie möglich.» Bon voyage.


t l a h n i style

ugust 2012

 A # 07/08, Juli +

Xherdan Shaqiri

penalty, familie, frauen und der FC Bayern – das ausnahmetalent auf dem fussballplatz im grossen interview. Ab Seite 46.

ÜBER UNS +++++++++++++++++++++++++++ 008 Editorial 014 Impressum

TRENDS +++++++++++++++++++++++++++ 016 Im sommer 028 Label Lacoste 030 hello sunshine Gelb, Türkis, Mint, Pink und Korallenrot – coole Farben für einen bunten Sommer 040 stylewatch Glam-Sports 041 tresor Preziosen, die entzücken 042 Checklist Gent

interview

mode +++++++++++++++++++++++++++ 067 unsere schönsten Die zwölf Finalistinnen des Elite Model Look

BEAUTY

MEIN STIL Chrissy Angliker, Schweizer Künstlerin mit Wohnsitz in New York, macht mit Drip Paintings Furore. Ab Seite 60.

HOMESTORY Der italienische Architekt Matteo Thun hat auf Capri eine Fattoria zum Bijou umgebaut. Ab Seite 110.

+++++++++++++++++++++++++++ 081 Auftakt Abbey Lee Kershaw 082 thema Schlanke Mahlzeit 086 trend Mascara 088 secrets Penélope Cruz 090 news 092 Verlosung La Prairie 094 pflege Regenerierende Cocktails 096 annettes tagebuch 098 top 5 100 spa Sensai Select Spa, Interlaken

Fotos: Maurice Haas, Zoe Tempest, Manuel Zublena / GMA Images

+++++++++++++++++++++++++++ 046 Xherdan Shaqiri 060 Chrissy Angliker


t l a h n i style

ugust 2012

 A # 07/08, Juli +

Elite model look im dutzend schöner – die zwölf finalistinnen für den Elite model Look. Exklusiv in der Si Style. Ab seite 67.

MAGAZIN ++++++++++++++++++++++++++ 127 auftakt Christian Bale 128 film «Les adieux à la reine» 132 lesen Lektüre für den Strand 133 multimedia 134 reisen Irland 139 Auto Peugeot 208 142 Kochen Gurkenschäumchen 143 Weinbar Weisswein

KINO Diane Kruger brilliert als kapriziöse Königin Marie Antoinette im Historienfilm «Les adieux à la reine». Ab Seite 128.

COVERSTORY So sieht ein Androide aus: Michael Fassbender spielt in Ridley Scotts «Prometheus» David 8. Ab Seite 54.

KOLUMNEN + RUBRIKEN +++++++++++++++++++++++++++ 024 Bettina Weber 043 Sandra Bauknecht 102 Adressen 104 sommerHoroskop 124 Liebe etc. 144 Geld Markus Gisler 146 Zeitgeist Miranda Kerr

Fotos: Diego Alborghetti, Praesens-Film, Nino Munoz © 2012 Twentieth Century Fox Film Corp.

STARS +++++++++++++++++++++++++++ 026 stil-ikone Jamie Chung 044 He-Man Angus Stone 054 Coverstory Charlize Theron und Michael Fassbender 109 auftakt Santigold 110 homestory Matteo Thun 118 porträt Michelle Monaghan 120 starwatch Liebe am Arbeitsplatz 122 party Charity-Event in Monaco


m u s s e r p m i e l sty Art Director Mode

Beauty Living Textredaktion

Fotoredaktion Grafik Korrektorat Grafikkonzept Mitarbeiter dieser Ausgabe

Sekretariat Buchhaltung Büro Mailand Büro Paris Charlize Theron wurde von Nino Muñoz ­fotografiert (© 2012 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved). # 07/08 Juli+August 2012 CHF 5.00

Head of Marketing Zeitschriften Marketingleiterin Anzeigenmarkt Zeitschriften Anzeigenverkauf Deutschschweiz Anzeigenverkauf Romandie Anzeigenmarkt International Produktion Zeitschriften Media Marketingservices Anzeigenservice Werbung

XHERDAN SHAQIRI ÜBER FUSSBALL, FAMILIE, FRISUR

Auflage Redaktion

DIANE KRUGER EINE KÖNIGIN SAGT ADIEU

Abonnementsdienst

MATTEO THUN DOLCE VITA IN DER FATTORIA

ÜBERFLIEGER

EXKLUSIV

ELITE

MICHAEL FASSBENDER

MODEL LOOK DIE ZWÖLF SCHÖNSTEN

PLUS SOMMERHOROSKOP + MICHELLE MONAGHAN + IRLAND + MIRANDA KERR + CHRISSY ANGLIKER + PENÉLOPE CRUZ +++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-MAGAZIN +++ DAS GRÖSSTE SCHWEIZER CELEBRITY- & FASHION-M

Michael Fassbender wurde von Nino Muñoz fotografiert (© 2012 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved).

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Einzelverkauf Abonnementspreise

Verlag Druck ISSN-Nummer

SABINA HANSELMANN-DIETHELM Urs Heller BARBARA PASTORE MARTINA RUSSI, RICHARD WIDMER KARIN ANNA BIEDERT SELINA HANGARTNER (Praktikantin) annette frisch CHRISTINE MARIE OPPELT ANITA LEHMEIER (Leitung), BARBARA SCHMUTZ (Textchefin) LAURA CATRINA, DANIELA FABIAN, DR. SHERIN HAFNER (People) RALF JOST (Leitung), SUSANNE MÄRKI BERIT BISIG, DANIELA MIRABELLA, MICHAEL MÜLLER ANdrea Leuthold, IRÈNE MÜLLER, PATRIZIA VILLIGER BELING THOENEN DESIGN Texte: Sandra Bauknecht, Markus Gisler, Annette König, Ulrich Lössl, Barbara Maurer-Frei, T ­ imothy Pfannkuchen, Bettina Weber Fotos: Diego Alborghetti, Geri Born, Maurice Haas, Véronique Hoegger, Inge Jurt, Paul Seewer, Zoe Tempest Illustrationen: Märt Infanger, Elisabeth Moch Kathrin Berchtold, Beatrice Pisciottano, Sara Schrepfer Mirella Vignoni Martina Riebeck Angelo Buonomo & Didier Cometti Thomas Passen Verena Baumann Claudia Dippel (Verkaufsleiterin) Deborah Cookson, Colette Mader, Corinna Sarasin Anne Jan, Isabelle Stricker Daniel Strässle (Verkaufsleiter), Claudia Straub, François Zielinski, Sara Franceschini (Rubriken) Roland Winkler Cécile Blösch, Michelle Sameli Beatrice Meyer Aloui, Stefan Reinli Julia Tatje, Sabrina Zakowski 200 000 Exemplare Schweizer Illustrierte Style, Dufourstrasse 23 8008 Zürich, Telefon 044 259 69 69, Fax 044 259 89 83 sistyle@ringier.ch, sistyle-blog.ch Telefon 0800 880 870 (gratis), aboservice@ringier.ch Montag bis Freitag, 7.30 bis 18 Uhr oder online-kiosk.ch einzelverkauf@ringier.ch 1 Jahr: Fr. 38.– (inkl. 2,5 % MwSt.) Ausland-Abonnementspreise auf Anfrage Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 61 11, Fax 044 259 68 44 Swissprinters AG, 4800 Zofingen 1661-6588

Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Betty Bossi AG, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Eventim CH AG, Geschenkidee.ch GmbH, Good News Productions AG, Goodshine AG, GRUNDY Schweiz AG, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, media swiss ag, Original S.A., Previon AG, Presse TV AG, Qualipet Digital AG, Ringier Africa AG, Ringier Studios AG, Rose d’Or AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, SMI Schule für Medienintegration AG, Teleclub AG, The Classical Company AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA (Frankreich), Ringier P ­ ublishing GmbH (Deutschland), Juno Kunstverlag GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Kiadó Kft. (Ungarn), Népszabadság Zrt. (Ungarn), ­Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier Print (HK) Ltd. (Hongkong), Ringier China (China), Ringier Vietnam Company Limited (Vietnam), Get Sold ­Corporation (Philippinen). Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

Fotos: Maurice Haas, Dukas, Manuel Zublena / GMA Images

Chefredaktorin Geschäftsführer Ringier Zeitschriften


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

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UNSER GOLDSCHATZ

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die BEauty Im Kanton Uri liegt der Ursprung des Guten: Sarina Arnold ist hier geboren. 1996 ge­ winnt die damals Sechzehnjährige den Elite Model Look Switzerland und startet eine eindrückliche Karriere. Die natürliche Schönheit ziert die Titel­ seiten renommierter Zeitschriften. Zudem ist sie kommerziell gefragt. Die Marken Avène, Mango und H & M, um nur einige zu nennen, verpflichten die Blondine für ihre Kampa­­­­-

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g­nen. Als «Buttermeitli» erlangt sie landesweit Bekanntheit. Ihre jetzige Leidenschaft nebst dem Modeln liegt im Mamisein und im Schmuckdesign. die bijoux Die filigrane, fünfteilige Kollektion «Jewels for you» besteht aus zwei Armbändern, einer kurzen und einer langen Halskette sowie einem Paar Ohrhängern. Alle Schmuckstücke sind aus Gelb­gold und in der Schweiz gefertigt. Kaufen kann man sie bei Grieder, Zürich, und bei Bongénie, Genf. Weitere Informationen: sarinaarnold.com

Zarte versuchung 1 Lange Halskette (85 cm). 2 Armband mit Anhänger und 3 Ohrschmuck aus Gelbgold, mit grünblauem Quarzit besetzt. Die Schmuck­stücke kosten ab Fr. 850.–. Auf Wunsch ziert anstelle des Quarzits ein peruanischer, hautfarbener Opal die Preziosen.

Fotos: Porträt / Sven Bänziger, Schmuck / Patrick Fuchs

sarina Arnold ziert magazine, Laufstege und plakate. Nun schmückt sie uns mit ihren Bijoux.


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

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Louis gibt sich betupft n Künstlerin Yayoi Kusama punktet im Haus Vuitton Yayoi kusama, die 83-jährige japanische Künstlerin, hat sich mit ihren bunten PolkaDots und psychodelischen Netzmustern, mit denen sie Gemälde, Skulpturen, Räume, Plätze oder Menschen überzieht, einen Namen gemacht. Marc Jacobs, der Chefdesigner von Louis Vuitton, ist ein grosser Fan von Kusama. Er lud die Designerin ein, eine gemeinsame Kollektion zu entwerfen. Die Ready-to-wearLinie sowie Lederwaren, Schuhe und Accessoires im farbenfrohen Punkte-Dessin sind ab Juli in den Louis-Vuitton-Läden zu kaufen. Zudem zeigt das Whitney Museum in New York pünktlich ab 12. Juli eine Retrospektive der aussergewöhnlichen Artistin (bis 30. September).

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louisvuittonkusama.com

unterm sternenhimmel Den Lieblingsfilm verpasst? Bald beginnt die Open-Air-­Saison. Die folgenden Links orientieren darüber, was wann wo läuft. orange-cinema.ch (Basel, Bern, Zürich). open-air-kino.ch (Open-Air-Kino nach Ort). cineman.ch/Kinoprogramm/openair (Open-AirKino nach Ort/Film).

Fotos: Porträt Yayoi Kusuma © Victoria Miro Gallery London / Ota Fine Arts, Tokyo / Yayoi Kusama Studio Inc. (1)

EINE RUNDE SACHE 1 Kleines Lackleder-Portemonnaie mit langer Kette, Fr. 455.–. 2 Schwarz-gelber Shopper mit Monogramm und Punkten, Fr. 2330.–. 3 Peeptoe-Ballerina in Lackleder, Fr. 855.–. 4 Verspielte, rot-weisse Sonnenbrille, Fr. 515.–. 5 Pumps mit runder Front und PolkaDot-Schleife, Fr. 815.–. 6 Künstlerin Yayoi Kusama, geboren 1929, erlebte ihren Durchbruch im New York der Sechzigerjahre.


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

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Schwarze Magie n Designer-Kollektionen von LA rEDOUTE Seit fünfzehn jahren gibt es La Redoute in der Schweiz. Das französische Versandhaus feiert das Jubiläum mit Aktionen im Herbst/Winter-Katalog sowie online. Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich die Stücke von Designerbrands wie Maison Rabih Kayrouz, Vanessa Bruno Athé, Les Prairies de Paris oder ­Madame à Paris, die diese Saison für La Redoute kreiert haben. ÜBER KURZ ODER LANG Delphine Manivet für La Redoute, Herbst/Winter 2012, ab 26. Juni erhältlich: 1 Minikleid mit grossem Kragen, Fr. 229.–. 2 Bustierkleid, Fr. 259.–, PeeptoeAnkleboots, Fr. 169.–, und Pochette, Fr. 179.–. 3 Bodenlange Robe mit Rückenausschnitt, Fr. 299.–.

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Besonders begehrt sind die Entwürfe von Delphine Manivet. Bereits diesen Frühling bezauberte die Französin mit einer Brautkollektion für La Redoute. Nun interpretierte sie das kleine Schwarze neu: Es zeigt sich mit Volant-Kragen, als Bustierkleid oder lange Robe. Bevor sie 2004 ihr eigenes Label gründete, arbeitete Manivet für Rochas. Die Stars lieben ihre verspielt-romantischen Cocktail-, Abend- und Hochzeitskleider; Musikerin Lily Allen trat 2011 in einer ihrer Spitzenroben vor den Altar. laredoute.ch

tastatur to go Jeremy Scott für longchamp Nach Pillen- und Postkartenmotiven ziert ein Tastaturprint die «Pliage». Der US-amerikanische Designer Jeremy Scott verpasst dem Klassiker von Longchamp seit 2007 saisonal einen frischen Look. Die «Keybo@rd» ist vom 4. bis 30. Juni exklusiv bei Colette in Paris, ab 2. Juli an Longchamp-Verkaufspunkten für Fr. 275.– erhältlich. longchamp.com


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps 1

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Musts 1 best ager Seit anno

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heisse töne Wenn es Nacht wird über dem grandiosen Bündner Tal, geht hoch über dem See die Post ab. Nicht verpassen! Christian Jott Jenny, der Gründer des St. Moritzer Festival da Jazz, präsentiert auch diesen Sommer (zum DRACULAS WELTKLASSE fünften Mal) im legendären Dracula’s Ghost 1 Ein Ohrenschmaus in Riders Club virtuos gespielte Melodien und St. Moritz. 2 Hühnerhaut garantiert: Cæcilie Norby. Rhythmen. Ab 12. Juli bis 12. August kön3 Schweizer Senkrechtstarnen pro Konzert 150 Jazz-Fans die grössten ter Claude Diallo Situation. Stars der ­internationalen Jazz-Szene haut4 Lüpfig: Swing Dance Orchestra Berlin. 5 Fusionnah mit­erleben. Vor dem Gig ist ein Dinner und Jazzgitarren-Gott im ­«Dracula Grill» ein Muss. Danach rundet Al Di Meola. 6 Dianne ein Late-Night-Drink in der «Miles Davis Reeves, US-Superstimme. Lounge» (Music & Cigars) im Kulm Hotel den Abend ab. festivaldajazz.ch

2 HeilmitTel Blues gegen

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Weltschmerz, verabreicht von Hugh «Dr. House» Laurie, dem britischen Multitalent, gibt es gleich zweimal diesen Sommer: am 9. Juli am Montreux Jazz Festival montreuxjazz.com und am Samstag, 21. Juli, im Kongresshaus Zürich. Tickets: goodnews.ch

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ein Richter in Paris

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kunst ist ein mitteL, in der Welt zu über­leben. Wie Brot. Oder die Liebe.» Das Centre Pom­ pidou in Paris zeigt bis 24. September das Lebenswerk von Gerhard Richter, 80, dem wichtigsten deutschen Maler (Bild: Selbstporträt, 1996). cnac-gp.fr

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kulturgut Klänge, die hierzulande noch nie zu hören waren, ertönen am Volkskulturfest Obwald in Giswil vom 5. bis 8. Juli: Es treten Mönche aus Bhutan auf, im Wechselspiel mit Appenzeller Naturjuizern sowie Musikern und Sängern aus dem Gastkanton. obwald.ch

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TEXTE Laura Catrina, Daniela Fanconi, Sabina Hanselmann-Diethelm, Anita Lehmeier

n Festival da Jazz in St. Moritz

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Fotos: bab.ch (1), Dukas (1), © Gerhard Richter, 2012 (1)

Cüplimusik

1512 (!) wird in Altdorf das Drama «Wilhelm Tell» aufgeführt. Volker Hesse dirigiert die hundert Darsteller. Ab 18. August, Reservation: ticketcenter-uri.ch


stylekolumne

über savoir-porter Es gibt ja so Wörter, die finden inflationär Verwendung. Was nichts anderes heisst, als dass sie sinnentleert werden. So wie das Wort Stil-Ikone. Es ist ein Elend, wer heutzutage alles als s­ olche bezeichnet wird. Kate Middleton zum Beispiel. Die hat nun gar nichts an sich, das Stil-Ikonen-haft w��re, die ist bloss unfassbar langweilig und bieder. Aber weil es im k­ ollektiven weiblichen Gehirn diesen hartnäckigst sich haltenden PrinzessinnenTraum gibt, wollen Frauen aussehen wie Kate Middleton, in der Hoffnung, es umgäbe sie dergestalt gekleidet ein Hauch Royalität oder irgendwie so. Was es mit einer veritablen Stil-Ikone auf sich hat, wurde mir kürzlich wieder bewusst. Ich sah nämlich ein Foto von Emma­nuelle Alt. Ich mag die Chef­redaktorin der französischen «Vogue». Weil sie, eine Aus­ nahme in ihrer Branche, eben gerade kein Modeopfer ist.

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bettina weber, 37, schreibt in SI Style über Lebensart. Sie wohnt in Zürich.

Illustration: Märt Infanger, Foto: Sarah Maurer

bettina weber

Alt macht keine Trends mit, sondern trägt seit Jahren ihre ­Uniform, ­bestehend aus Jeans, T-Shirts, Hemden, Blazern, ­Lederjacken, dazu hohe Hacken. Cool sieht das aus, souverän, modern und vor allem: authentisch. Ich betrachtete also dieses Bild von Emmanuelle Alt, und zwar sehr eingehend, denn sie trug darauf eine weisse Jeans. Ich hielt den Kopf schräg und guckte noch eingehender. Jahrelang­ galten weisse Jeans als schlechter Stil, als latent vulgär, solche zu tragen, kam einer Frau ohne Plastikfingernägel und Extensions schlicht nicht in den Sinn. Und da kam nun Madame Alt in ­dieser verpönten Hose daher und sah darin umwerfend aus. Beziehungsweise – und das ist das Entscheidende: Die Hose sah umwerfend aus. Mit einem Mal hatte sie eine stupend andere Wirkung, sie schrie nicht mehr «verschönheitsoperierte Millio­ närsgattin auf einer Jacht in Marbella», sondern «Paris meets Rock ’n’ Roll», sie war geadelt worden durch Alt sozusagen. Ich überlegte, weshalb eine einzige Person ein Kleidungsstück salonfähig machen kann. Stil-Ikonen können nur Menschen sein, die erstens ihre Kleidung selber aussuchen und wissen, was ihnen steht, weil sie eine Ahnung davon haben, also über so ­etwas wie Geschmack verfügen. Ergo können Prominente im weitesten Sinn nie Stil-Ikonen sein, weil die nämlich dafür bezahlen, dass ihnen jemand sagt, was gut aussieht, sie also eine Stylistin beschäftigen. Und zweitens verlangt das Attribut StilIkone Persönlichkeit. Es braucht nicht nur Attitüde, nicht nur dieses gewisse Etwas, dieses geheimnisvolle Ding, das sich kaum in Worte fassen lässt, sondern es braucht auch Ecken und Kanten und eine Spur gekonnte Nachlässigkeit, man darf nie zu ­angestrengt wirken. Emmanuelle Alt hat das. Kate Moss auch. Die andere Kate nicht. Die trägt hautfarbene Strümpfe und ­eröffnet lächelnd Spitäler oder stöckelt lächelnd neben ihrem Prinzengatten her, überhaupt lächelt sie immer, darin erschöpft sich ja ihr Job. Zur Beweisführung sei erwähnt, dass Lady Di auch erst just ab dem Moment stilmässig interessant wurde, als sie sich von dem Mann mit den grossen Ohren getrennt hatte, also ab dann, als sie nicht länger brav sein und gefallen wollte, sondern sie selbst war, so Bonsai-psychologisch gesprochen. Ich kaufte mir dann eine weisse Jeans. Und zog sie zwei Wochen lang nicht an. Dann ging ich damit ins Büro. Aber jedes Mal, wenn ich in den Spiegel guckte, sah das so gar nicht très Emmanu­ elle Alt aus, sondern, verdammt very much Liz Hurley.


style stil -ikone jamie ACTIONGELADEN Wer sich in der Fern­seh-Landschaft auskennt, weiss, dass Darsteller von einschlägigen MTVSendungen oft nicht die hellsten Sterne am Showbiz-Himmel sind. ­Jamie Chung ist die Ausnahme. 2004 mit dem Rea­lityFormat «The Real World: San Diego» bekannt geworden, folgten bald die ers­ ten Auftritte in den TV-Dauerbrennern «Emergency Room» und «CSI: NY». Der Sprung auf die Kinolein­wand gelang drei Jahre später mit einem kleinen Part in «Chuck and Larry». 2011 war die Kalifornierin mit koreanischen Wurzeln auch in grös­seren Rollen wie in Zack Snyders Fan­tasy-Spek­takel «Sucker Punch» und im Kinohit «The Hangover Part 2» zu sehen. Während sie in ihren Filmen den Männergeschmack bestens treffen dürfte (im nächsten Jahr steht die Schöne für vier neue ActionStreifen vor der Kamera), sollte das weibliche Geschlecht sie vor allem in Sachen Mode mehr im Auge behalten: Die von jamie 29-Jährige punktet mit chung frischer Eleganz. rem Blog

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Auf unse tere Looks finden Sie wei elerin. pi us ha der Sc sistyle-blog.ch

Comedy Ohrringe mit pastellfarbenen Kristallen, von swarovski, Fr. 225.–. Blazer von mango, Fr. 49.95. Baumwoll-T-Shirt von big, Fr. 29.80. Shorts «Jacquard», mit Baumwolle, von carven, bei ­Grieder, Fr. 490.–. Silberring mit Zirkonen, von thomas sabo, Fr. 129.–. Clutch «Annalena», aus Pythonleder, von peter nitz, Fr. 1200.–. Wedges aus Lackleder, von Stuart Weitzman, Fr. 425.–.

REDAKTION Selina Hangartner

chung


Fotos: Inge Jurt (6), Insight Media (1), Gettyimages (1), Intertopics (1) Adressen Seite 102

action Baumwoll-Blazer von comma, bei Coop City, Fr. 219.–. LangarmShirt von 81 Hours, bei Burger, Fr. 79.–. Ledergürtel von hüftgold, bei Komplementair, Fr. 69.90. Shorts von king louie, bei Big, Fr. 79.90. Armreif von pieces, Fr. 9.90. Kurzes Collier, designt von Kate Moss, von fred, ca. Fr. 830.–. Nagellack, 549 Distraction, von chanel, Fr. 35.–. Pumps aus Lackleder, von buffalo, Fr. 139.90.

Drama Ärmellose Bluse von american apparel, Fr. 62.–. Gürtel aus Rindsleder, von mango, Fr. 44.95. Bundfaltenhose aus Baumwolle, von riani, bei Feldpausch, Fr. 279.–. Chronograf mit Datum auf 6 Uhr, von michael Kors, Fr. 349.–. Addict Ultra Lipgloss, Rose ­Croisette, von Dior, ca. Fr. 44.–. Pumps aus Lackleder, mit Plateau-­ Absatz, von pour la victoire, bei Grieder, Fr. 349.–.


stylelabel

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Gold für das Krokodil Poloshirts von Lacoste tragen Golfer oder Goldküsten-Teens. Die Modeszene interessierte sich bisher kaum für die ­französische Traditionsmarke, obwohl ihr Gründer, Tennislegende René Lacoste, im letzten Jahrhundert Massstäbe setzte in S ­ achen Stil im Sport. Dies hat sich nun mit dem neuen Creative Director ­geändert: Felipe Oliveira Baptista, der

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portugiesische Designer, landete mit seiner ersten Kollektion für Frühling/ Sommer 2012 gleich einen Hit. Zusammen mit der Stylistin Jane How (die Britin arbeitet für Magazine wie «iD», «Vogue» oder «W») verlieh er Lacoste eine frische, sexy Note und interpretierte sportliche Klassiker wie das Poloshirt oder den R ­ ugby-Dress auf eine moderne Weise. Spätestens seit Stil-Ikone Diane Kruger am diesjährigen Coachella-Musikfestival eine seiner Kreationen trug, steht fest: Das Krokodil ist so angesagt wie

nie. Auch in der Pre-Fall-Kollektion, die ab Juli in den Läden ist, finden sich Teile mit Siegerpotenzial: Mäntel aus leichtem ­Seidenkrepp sind in der Taille gegürtet, feine Pullover haben sportive Passepoils, die Röcke sind ausgestellt und aus J­ ersey. Und sogar das Polo fehlt nicht: In ein Mini­ kleid transformiert, kann es unser Herz sehr wohl erobern. lacoste.com 1–5 Die Pre-Fall-Kollektion 2012 von Lacoste überzeugt: Die funktionalen, doch eleganten Basics in einer zurückhaltenden Farbpalette von Schwarz, Grau, Nachtblau, Weiss und Crème definieren den Begriff Sport-Chic exakt.

REDAKTION Laura Catrina

Das Logo von Lacoste kennt jeder. seit Felipe Oliveira Baptista am kreativen Ruder der Traditionsreichen Sportmarke sitzt, steht es selbst bei Fashionistas hoch im Kurs.


styletrend

Das macht sommerlaune: Shirts und Jupes, Sandalen und Taschen, Schmuck und Schmankerl in sattem Gelb, Süssem Pink, edlem Türkis, frischem Mint und heissem Korallenrot. Redaktion  KArin Anna Biedert, Laura Catrina, Selina ­Hangartner, Christine MARIE OPPElt, Martina Russi, Richard Widmer

Conga», ca. Fr. 60.–.

Elizabeth olsen

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APP Nachtigall, Kranich und Schwan selber ­falten. Wichtig: sehr dünnes Papier verwenden. Für iPhone oder iPad, Fr. 2.–. origami-kunst.de

Kurt Geiger Portemonnaie, bei kurtgeiger.com, ca. Fr. 20.–.

Adressen Seite 102 Fotos: Dukas (2), Plainpicture (1), Inge Jurt (5)

Wesc Kopfhörer «Matte


essentiel Wildleder­ sandalen, bei Dings, Fr. 149.–.

Kartell Kunststoff-

stuhl Comeback, Preis auf Anfrage.

6 scheiben ingwer klein schneiden, mit 2 liter Wasser und 350 gramm Zucker aufkochen. ab­kühlen ­lassen. 3 deziliter zitronen­saft dazugiessen. 20 Minuten ziehen lassen. ingwer entfernen, Limo kühl ­stellen. In Gläser giessen, mit Zitronenscheiben garnieren.

Christenson

Surfboard, ca. Fr. 1250.–.

Kirsten Dunst

Pomellato ­Limitierte Ohrhänger Bahia, mit HeliodorSteinen, ca. Fr. 18 300.–.

Vionnet Hals­kette mit Swarovski-­Steinen, ca. Fr. 420.–.

aux Arts du feu ­Keramikkorb, Fr. 44.–.

Clockhouse Gürtel,

bei C & A, Fr. 7.–.

sensi studio Tasche, in acht

­Farben, bei Kowä, Fr. 198.–.


styletrend

Kurz schmuck und uhren Armreife aus

Email, mit Saphiren, je Fr. 690.–.

H & M Ohrhänger, Fr. 9.90.

Lampion aus Papier, Fr. 3.75, bei kinderparty24.ch.

Marion Cotillard

Doutzen Kroes

Louis Vuitton Sonnenbrille Anthea, Fr. 515.–.

jj benson Bade-

tuch, auch in Türkis, bei Manor, Fr. 39.90. Herschel Supply co. Rucksack aus

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Canvas, bei Street-Files, Fr. 119.–.

Aperol Soda

6 × 125 ml, ca. Fr. 10.– .


New Yorker

Sommerhut, Fr. 22.95.

Adressen Seite 102 Fotos: Inge Jurt (5), Face to Face (1), Brauer Photos (1)

Etro Doppel­reihige Kette mit ­beweglichen Elementen, ca. Fr. 700.–.

schmückte die Koralle Tische und Tafeln der Fürsten. im Barock wurde die Kostbarkeit aus dem Meer auch als Wohn­Dekoration eingesetzt. Heute ist die rote ­Koralle eine der gefährdeten ­Arten. Der kerzenständer von Driade ist deshalb aus lackiertem Metall ­gefertigt. ca. Fr. 308.–.

Ligne roset

Sessel Fifty, Fr. 1300.–.

1 Casadei Riemchensandalen, bei Pure Seven, Fr. 340.–. 2 Chloé Ballerinas, auch in Türkis, bei Grieder, Fr. 495.–. 3 pAco gil

Lederballe­rinas, bei zalando.ch, Fr. 164.95.

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Alexander McQueen Abendtasche mit TotenkopfVerschluss, ca. Fr. 1680.–.

MSGm Kleid aus Baumwoll-SeidenCloqué, bei No 2, Fr. 464.–.

Bally Mule aus Nappaleder, Fr. 650.–.

Six Plastikkorb, Fr. 12.90.


styletrend

Bulgari Cat­-Eye-­Lesebrille, Preis auf Anfrage.

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1 1 Das grosse Buch vom Backen 320 Seiten, ca. Fr. 85.–, Gräfe & Unzer Verlag. 2 Auf einen Kaffee mit Marilyn Taschenbuch, 128 Seiten, Fr. 6.90, DTV. 3 Keel’s Simple Diary Zweite Auflage, in unterschied­lichen Farben erhältlich, 136 Seiten, Fr. 19.90, Taschen Verlag.

Dior Roségold-Ring aus der Kollektion My Dior, Fr. 2700.–. Gucci Roségoldener Ring Icon Stardust, mit rosé S ­ aphiren, Fr. 3380.–.

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Daisy Eau so fresh, fruchtiger Blumenduft, Fr. 65.–.

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Rosa­farbenes Santoku-Messer, pinkfarbenes Gemüse­messer, je Fr. 29.–.

1 Vanity Fairest Blasses Hellrosa, 2 Lovie Dovie Süsses ­Rosarot, 3 Funny Face Mattes Pink, je Fr. 19.90, bei Essie. Bella Ciao Corvo Citta Donna mit drei Gängen; handgefertigter Rahmen, ca. Fr. 1070.–.

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Adressen Seite 102 Fotos: Jeff Koons Studio, New York (1), Bulls Press (2), Reflex (2), Inge Jurt (1)

pure komachi 2


Tiffany & co.

Der amerikanische Künstler macht derzeit mit einer Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen von sich reden. zu besichtigen gibt es fünfzig werke, unter anderem den «Balloon Swan» aus den Perioden «the New», «Banality» und «Celebration». bis 2. September 2012. beyeler.com

Drop Earrings, mit RubellitTropfen und Diamanten, Preis auf ­Anfrage.

By MAlene Birger

Gliederkette Calingas, ca. Fr. 50.–.

Box Sonnenschirm

Hawaii, Durchmesser 180 cm, Fr. 49.90.

2

1

3

1 Gianvito Rossi Pumps aus Lackleder, ca. Fr. 500.–. 2 Cesare Paciotti High Heel mit Spitzendekor aus Wildleder, ca. Fr. 550.–. 3 AperlaÏ Sandale Spokette, aus Netzstoff, ca. Fr. 650.–.

Jessica Chastain

Coccinelle

Kalbs­ledertasche mit Traghenkel, ca. Fr. 140.–.

Jessica Chastain Die Actrice («The Help»)

scheint Pink in allen Nuancen zu lieben.


styletrend

Hortensien Lavendel- und ­ iederfarben, blau, weiss und fl pink: Die Ziersträucher blühen von Juni bis September.

Calida Neckholder-Bikini

mit verziertem Dekolleté, Top Fr. 69.90, Slip Fr. 59.90.

skitsch Sessel Fil de Fer, bei Made in Design, ca. Fr. 560.–.

Retro roberts DAB-

Radio mit iPod-Anschluss, bei Pfister, Fr. 299.–.

Céline Classic Box aus Kalbsleder, ca. Fr. 2900.–.

Diesel Der

Piston Table ist aus Beton, ab ca. Fr. 540.–. Prada Handtasche

Pyramid, Fr. 2490.–.

Jil Sander Pumps aus Lackleder, ca. Fr. 420.–.


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Dégradée, ca. Fr. 215.–. Fielmann Sonnen­

brille, Fr. 22.50.

Pistazien werden im Nahen Osten seit der Antike angepflanzt und gehören zu den ältesten Kulturpflanzen. Heute geniessen wir sie am liebsten geröstet oder als Glace. PistacheEiscreme, bei Globus, Fr. 4.50.

Topshop Perlen­ kragen, ca. Fr. 20.–.

Wallpaper City Guides

Städtereiseführer in Englisch, Taschenbücher Osaka, Madrid, San Francisco und Washington, ca. 103 Seiten, Phaidon, je ca. Fr. 16.90.

Felicity Jones

beltrame Krug Pointe

Adressen Seite 102 Fotos: Bildmaschine (1), dpa (1), Inge Jurt (3)

de Diamant, Fr. 128.–.

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Top mit aus­gestelltem Saum, bei zalando.ch, Fr. 48.–.

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Marokkanischer Nana-Bio-Minzentee, 30 g lose, Fr. 14.80. ikea ­Wassergläser Skoja,

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Stroh, bei asos.de, ca. Fr. 25.–. Piaget Mojito-Ring aus

Weissgold, mit Diamanten und Turmalin, Fr. 95 100.–.

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1 Hermès Portefeuille Relax Voyage, Fr. 2150.–. 2 Chanel Kleine Tasche mit Klapp­verschluss, Fr. 2300.–. 3 Marc JAcobs Tasche Suzie, aus Lammleder, ca. Fr. 1150.–.

1 kare Der Retro-Chair Bahia erinnert an die Fünfzigerjahre, Fr. 298.–.

2

fabric frontline Hand­gewobene Kaschmirstola, 200 × 80 cm, je Fr. 420.–.

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weber Den Grill Smokey Joe kann man

überallhin mit­nehmen, ca. Fr. 125.–.

Rupert sanderson Wildlederpumps, ca. Fr. 530.–.

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Adressen Seite 102 Fotos: Fotolia (1), Dukas (1), Gettyimages (1), Inge Jurt (2)

3


mango Hals-

kette mit Glasperlen, Fr. 32.90.

Olivia Palermo

Merci Gustave!

MAry-Kate Olsen

Eiffelturm in Blue Lagoon, Höhe 31,5 cm, ca. Fr. 60.–.

sein name tönt nach Ferien in der Südsee, und doch liegt er ganz nah, der See mit der betörend blauen Farbe. von Pontresina gehts über den Berninapass ins Puschlav nach SfazÙ und mit dem reservierten Postauto weiter ins Val da Camp. nach einem kurzen Fussmarsch steht man am Ufer des Seeleins, das wie ein Juwel in der bündner AlpenLandschaft funkelt.

Bucherer Halsschmuck

aus Weissgold, mit ParaibaTurmalinen und Diamanten, Preis auf Anfrage.

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Lidschatten-Gel Color Tattoo 24 hr in Turquoise Forever, Fr. 12.90.

Geschenkidee Haifisch‑

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Büffelleder, Fr. 119.–, bei zara.com.

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furla Wildleder­ vögele shoes Tragtasche mit

textilem Innenfutter, Fr. 39.90.

sandale, ca. Fr. 170.–.


stylewatch siegertypen Die Olympischen Styling-spiele sind eröffnet: Mit Glam-Sportlook und legerer frise. Sherin Hafner, People-Expertin, beobachtet Stars und Ihren Stil.

Liya

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EINE MEDAILLE gebührt auch Model und Schauspielerin Liya Kebede für ihr Styling. Die 34-jährige Äthiopierin kombiniert das fliessende Beinkleid von Lanvin, das an Trainerhosen erinnert, mit hochwertigen Stücken wie einer feinen Bluse, Riemchensandalen aus Leder und einer Clutch. Achtung: Für einmal bleiben die Labels Nike, Adidas, Puma, Reebok oder Champion auf der Strecke. Wer zu Sweatjacke, Joggingschuhen oder Tracksuit greift, bekommt im modischen Wettkampf nämlich keinen Preis verliehen. Die Vintage-Rapper aus den Achtzigerjahren können davon ein Lied singen.

new look

Luftikus Arizona Muse, 23, hat nicht nur den richtigen Namen, um Designer zu inspirieren. Das Model und Mami hat auch die Frisur der Saison: Den ZottelBob. für den Alltag fährt man mit den Fingern durch die fransig geschnittenen Haare oder lässt sie vom Wind stylen. Am abend wird geGElt.

Balla-Balla

PingPong

Golf war gestern. Das In-Hobby der Stars – von Los Angeles über New York, Berlin bis München – ist preiswerter und lässt sich mit weniger Aufwand ausüben: Tischtennis spielen Axl Rose, Scarlett Johansson, Susan Sarandon, Edward Norton in Lounge-Clubs mit hübschem Sportgerät von Jonathan Adler (Bild), Diane von Furstenberg, Chanel. jonathanadler.com

Adressen Seite 102 Fotos: Gettyimages (2), Bulls Press (1)

rihanna

SO GEWINNT RIHANNA OPTISCH! Die Sängerin trumpft auf im weissen Shirt aus hochwertigem Material zu Shorts von Alexander Wang. Ihren Body bringt sie mit dem 5-Faktor-Programm von Personal Trainer Harley Pasternak in Form, der sie ob ihrer Disziplin lobt. Dank den aufgekrempelten Ärmeln ihres Tops kommen Rihannas starke Oberarme gut zur Geltung. Und die knappen Hosen betonen ihre straffen Schenkel. Viel Goldschmuck und eine glamouröse Sonnenbrille verhindern, dass die Beauty ausschaut, als käme sie direkt aus dem Fitnessklub. Was ebenfalls zum Look gehört: frisierte Haare und Make-up, beides aber nicht zu luxuriös. Diesen Spagat zwischen sportlich und edel schafft die 24-Jährige locker und bringt damit Verehrer gehörig ins Schwitzen. Damit die Karibik-Belle nicht mit einer Marathonläuferin auf High Heels verwechselt wird (ja, so was gibts), schlendert sie entspannt auf ihren Alexander-Wang-­FesselriemenStilettos durch Los Angeles.


e l y t s d n e r t

1

tresor

neues aus der welt der Bijoux: edle stücke, die entzücken.

vier gewinnt

Wie bei der Kleidung macht auch beim Schmuck der Mix den Look aus. Ein prächtiger Hingucker sind die mit Farb­steinen sertierten Roségold-Ringe von Bucherer – solo und im Gruppetto. Von links: Ring mit Rhodolith im Cabochon-Schliff Fr. 2190.–, mit Rhodolithen Fr. 1790.–, mit Amethyst im Cabochon-Schliff Fr. 2290.– sowie mit Amethyst und Brillanten Fr. 1950.–. bucherer.com

2

sternstunden

REDAKTION Sabina Hanselmann-Diethelm

Fotos: Bulls Press (1)

Filigrane und feminine Interpretationen rund um den sechs­ zackigen Montblanc-Stern zieren die Modelle der aktuellen Kollektion «Montblanc 4810». Unser Favorit: das zeitlos schöne Roségold-Bracelet, Fr. 1325.–. montblanc.ch

Bollywood für Hollywood

die schwägerinnen Gauri und Radhika ­Tandon gründeten 2004 die eth Schmucklinie ­Isharya. gwyn row lt pa Die Bijoux der Inde­ rinnen begeistern auch ­Gwyneth Paltrow. ­vergoldete Ohrhän­ ger mit Rosenquarzen und Amethysten, Fr. 323.–. net-a-porter.com

3

Schlaf schön

In Zusammenarbeit mit dem Juwelier La Serlas kreierte die in New York ­lebende Zürcher Schmuckdesignerin Yael Lilienfeld ein einzigartiges Bijou. «Sleeping Beauty» ist ein Rosé­ gold-Collier, inspiriert vom Märchen Dornröschen. Die Verzierungen des ei­förmigen Anhängers stehen für das verwunschene Schloss, im Innern tickt eine Uhr und schlummert ein rosa Diamant von 1,08 Karat, Fr. 780 000.–. In der Schweiz exklusiv bei la-serlas.ch.

4

5 präzise preziose

Die Tissot T-12 ist eine Anlehnung an die T-Collection aus dem Jahr 1999. Die Quarzuhr ist aus Edelstahl gefertigt und PVD-beschichtet. 79 Diamanten zieren die Lünette des Gehäuses, weitere vier das Perlmutt-Zifferblatt mit Datums­ anzeige, ca. Fr. 2545.–. tissot.ch


t s i l k c e h c e styl Feuer & Flame Mittelalterlich ist in gent nur die Fassade. Dahinter weht dank Belgiens kreativen ein frischer wind. schlafen 1 SIMOn Says Im Haus, von zwei Briten liebevoll geführt, geniessen die Gäste Bed & Breakfast oder Kafi & Kuchen. DZ maximal 126 Franken. Sluizeken 8, Tel. 9 233 03 43, simon-says.be

2 De Waterzooi Kürzlich wurde die Herberge zum besten Bed & Breakfast Belgiens gewählt. DZ ab 192 Franken. Sint-Veerleplein 2, Tel. 9 330 77 21, dewaterzooi.be

Essen & Trinken 3 JEF Hier kocht der Chef: Der schon in jungen Jahren hochdekorierte Jason Blanckaert wechselt täglich das Menü im modernen Bistro. Lange Steenstraat 10, Tel. 9 336 80 58, j-e-f.be

4 C-Jean Sterne-Restaurant mit neungängigen Gaumenfreuden aus lokalen Spezialitäten wie gegrilltem Hering, Rinds-Carpaccio mit Muscheln. Cataloniëstraat 3, Tel. 9 223 30 40, c-jean.be

6 2

5 Joost Arijs Die Chocolaterie, die den Namen ihres Besitzers trägt, überrascht mit köstlichen Geschmacks-Kombis. Vlaanderen­ straat 24, Tel. 9 336 23 10, joostarijs.be

6 Cafe Theatre People-Watching bei der

7

Oper, dazu einen Ménage-à-trois mit Gin oder ein Gruut, ein hopfenfreies Bier. Schouwburgstraat 5–7, Tel. 9 265 05 50, cafetheatre.be

9

Schauen & shoppen 7 S. M. A. K. Das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst bietet interessantes Zeitgenössisches, etwa von Daniel Buren oder Nedko Solakov.

8

Citadelpark, Tel. 9 240 76 01, smak.be

8 Het OorCUSSEN Kreationen gefeierter heimischer Mode-Designer – von Dries Van Noten bis Martin Margiela – in coolem Ambiente.

3

Tel. 473 462 381, be-angeled.com

Spotted by Locals Geheimtipp!

5 1

Einheimische sagen Touris, wo was läuft (mit ­Fotos). App auf Englisch fürs iPhone 5 Franken.

landesvorwahl +32 info visitgent.be

Adressen Seite 102 Fotos: F1online (1)

9 Be-Angeled Frauen shoppen mit Ver­gnü­ gen im exklusiven Retro-Rahmen. Die Krea­tive Devi-Shri Vancoillie gibt auf ihrem Blog Ein­ blicke in ihren hübschen Alltag. Rabot­s traat 1,

REDAKTION Sherin Hafner

Vrijdagmarkt 7, Tel. 9 233 07 65, oorcussen.be

4


sandra bauknechts favoriten cannes Lunch ZPlage, Hotel Martinez Das Beach-Restaurant des Hotels Martinez ist ein Hotspot an der berühmten Croisette und mit dem direkt anschliessenden Privat­ strand ein echter ­Augenschmaus. hotel-martinez.com

lausanne Dinner La Table d’Edgard Edgard Bovier, ­aus­gezeichnet unter anderem mit einem Michelin-Stern, zaubert ein Gourmetmenü, an das man sich lange erinnert. Olivenöl, ­Gemüse und Fisch gehören zu seinen Favoriten. lausanne-palace.com

lausanne Übernachten

Lausanne Palace & Spa

Schon Coco Chanel liebte den Palast am Genfersee. Nun hat ihr das Hotel eine Suite gewidmet, inklusive Ankleide­zimmer, das 24 Quadratmeter misst. lausanne-palace.com

Die Filmfestspiele in Cannes sind ein Garant für Stars, grosse Roben und aussergewöhnliche Preziosen. Ich war Gast der Genfer Uhren- und Schmuckmanufaktur Chopard, die seit fünfzehn Jahren in Folge ­offizieller Partner des grössten Festivals der Film­industrie ist. Die Goldene Palme, der Oscar der Croisette sozu­sagen, wurde von Chopards Kopräsidentin ­Caroline Scheufele 1997 neu gestaltet und wird seither in deren Ateliers angefertigt. Am Eröffnungsabend erlebte ich eine sogenannte «montée des marches», den Gang über den roten Teppich – ein unglaubliches Gefühl. Man fährt mit der Limousine vor, hinter den Absperrungen warten viele Schaulustige, und man fühlt sich selbst schon fast berühmt. Jedoch werden die «normalen» ­Gäste, zu denen auch ich gehörte, nur bis zu einer gewissen Uhrzeit hereingelassen, damit danach die Stars i­ hren alleinigen Auftritt haben. Und das war an diesem Abend eine hochkarätige Besetzung. B ­ ruce Willis, Edward Norton, Bill Murray und Tilda Swinton ­kamen zum Festivalauftakt; als Eröffnungsfilm ­wurde Wes Andersons Tragikomödie «Moonrise Kingdom» gezeigt. Der rote Teppich ist für viele gleichbedeutend mit Geld, Macht und Luxus, denn das Besondere ­daran ist, dass Sie, egal wie reich Sie sind, sich den Eintritt nicht so einfach kaufen ­können. Die Filmindustrie ist ein ein­ geschwo­rener Kreis, noch exklusiver als die Modebranche, auch wenn beide fest miteinander verbunden sind. Der Red Carpet gleicht einem Catwalk. Teams von Stylisten tüfteln am perfekten Look, der entscheidet, ob die Presse lobt oder kritisiert. Fast noch wichtiger ist der ­richtige Schmuck. Chopard hat ­eigens hierfür die Red-­Carpet-Kollektion kreiert, 65 Einzelstücke, von denen eines atem­berau­ bender ist als das a­ ndere. Am Eröffnungsabend trug Eva Herzigova ein Marilyn Monroe Tribute Set, ein Diamantcollier mit passenden Ohrringen. Im Rahmen des Filmfestivals wird jedes Jahr die ­Trophée Chopard verliehen, eine Auszeichnung für zwei junge Talente, die zuvor schon heutige ­Berühmtheiten wie Marion Cotillard oder Diane ­Kruger bekommen haben. Nachdem der Schirm-

Langes Kleid von Roberto Cavalli, Pelzstola von Blumarine, Handtasche von Prada, Ohrringe von Chanel und Uhr von Roger Dubuis.

e l y t s e n m u l o k

San dra Baukn ec ht

in Cannes genoss unsere Kolumnistin die warholsche viertelstunde Berühmtheit.

herr des Abends, Sean Penn, die Awards vergeben hatte, ging es in die Chopard Lounge auf der Dachterrasse des Hotels Martinez zur After-Party mit etwa 200 geladenen Gästen, die an Exklusivität schwer zu überbieten war. Die Celebritys-Dichte war gross. Lana Del Rey gab ein Privatkonzert, und die sym­pathische Caroline Scheufele tanzte, so wie ich, bis in den Morgen. Chopard ist ab jetzt meine Traumfabrik!

sandra bauknecht studierte Modedesign und war Moderedaktorin bei «Marie Claire». Heute lebt sie in Zürich, Ihr Englisch verfasster Blog wird in 140 Ländern gelesen. sandrascloset.com

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stylemänner

1 Hippie, Hippie, Hurra 1 Sweethearts: der Musiker mit Isabel Lucas am kalifornischen Coachella-Festival. 2 Auch an einer Award-­ Verleihung in Sydney tritt er relaxed gestylt auf.

44

Style-Quotient

Sex-Quotient

Bloss nicht trendy oder teuer, scheint sich der Sänger auf die Fahne geschrieben zu haben. Seinen Konsumverweigerungslook zieht er konsequent durch. In Vin­ tage-Hosen (aus Army-Shops, Secondhand-Läden), löchrigen T-Shirts oder offenen Hemden mit umgekrempelten Ärmeln plus Mähne und Bart sieht sein alternativer Stil bärig aus. Schaden würde ein modisches Recycling aber nicht.

Was trägt der Australier down under? Das fragen sich die zahlreichen weiblichen Fans des Folk-Stars. Mit sanfter Stimme und innigen Texten verführte Angus Stone bereits den hübschen Schweizer Hollywood-Export Isabel Lucas. Das Paar ergänzt sich wie Licht und Schatten: Neben dem Naturburschen strahlt die Actrice im Hippie-Look noch heller. Er widmet ­seiner Muse Lieder und Videos. So herzig!

66/100

80/100

Fotos: Chris Orwig, Dukas, Gettyimages

Geboren 27. April 1986, Newport, Australien Musik Seit 2006 formt er mit seiner Schwester das Singer-SongwriterDuo Angus & Julia Stone. Auf seinem ersten Solo-Album «Broken Brights», das am 13. Juli 2012 erscheint, bleibt der Musiker seinem Stil – Folk-Pop, Blues, Akustik – treu. angusstone.com

2

TEXT Sherin Hafner

H E -Man angus stone


styleinterview


Xherdan Shaqiri oJe, oje, scheiden tut weh … das Basler Läckerli spielt ab 1. Juli bei bayern münchen. Zucker für Shaq, bitter für uns. Viel Glück! zeig ihnen, was du kannst! interview  Daniela Fabian Fotos  maurice haas

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styleinterview


Auftakt-Doppelseite: Jeansjacke LEVI’S. Baumwoll-Poloshirt NIKE, bei Jelmoli. Das Königsketten-Armband, sein Glücksbringer, ist ein Geschenk seiner Mutter. Linke Seite: Trenchcoat HACKETT, bei Grieder. Ärmelloses Shirt und Sneakers NIKE. Schwarze Hose POLO BY RALPH LAUREN. Rechte Seite: Tanktop HANRO, bei Grieder. Hose POLO BY RALPH LAUREN. Graue Wildlederschuhe «Chukka Go Suede» NIKE, bei Jelmoli.

Er gilt als eines der grössten Talente im Schweizer Sport. Eine Art Roger Federer des Fussballs. Der 169 Zentimeter kleine Star des FC Basel ist ein begnadeter ­Flügelspieler mit einem hammerharten linken Fuss und dabei so flink und wendig wie ein Wirbelwind. Starqualitäten, die dem gebürtigen Kosovaren zu Übernamen wie «Kraftwürfel» und «Zaubermaus» verhalfen. Wenn Xherdan S ­ haqiri mit seinem Lausbubengesicht und seiner Frisur (von der wir nicht sicher sind, ist sie unter seiner Würde oder sind wir bloss démodé) aus dem Tourbus steigt, kreischen die Mädchen – Shaq ist eine Klasse für sich. Jetzt haben sich die Bayern – seit sie heuer in Bundesliga, Pokal und Champions League im Final unterlagen, heissen sie nur noch die «VizeBayern» – den Hochkaräter geschnappt. Möge der Basler Sonnenschein den auf Moll gestimmten Deutschen wieder zu Licht und Leichtigkeit verhelfen. Schweizer Illustrierte Style: Am 1. Juli beginnt Ihr erster Arbeits­ tag bei Bayern München. Aufgeregt? Xherdan Shaqiri: Nur ein kleines bisschen. Ich bin ein relativ cooler Mensch, Nervosität kenne ich eigentlich nicht. Ehrlich? Der FC Bayern ist ein Riesen­ schritt in Ihrer Karriere! Sie sind erst zwanzig und wurden vom ChampionsLeague-Finalisten verpflichtet. Ich weiss, so eine Chance bekommen nur wenige. Ich bin mir bewusst, dass es für mich nicht einfach wird. Aber ich hab ­keine Angst, ich bin nicht einer, der sich dauernd lähmende Gedanken macht. Es heisst: Keine Angst zu haben, ist ein Mangel an Fantasie. Mag sein (lacht). Klar wird es schwierig werden, mich durchzusetzen, ich werde auch Geduld brauchen. Aber ich bin

selbst­bewusst und werde mich nicht verstecken! Ich gehe nach München, um zu spielen, und nicht, um dauerhaft auf der Ersatzbank zu sitzen. Ich bin jung und kann mich noch weiterentwickeln. Wie viel liegt drin? Können Sie sich überhaupt noch verbessern? Natürlich! Das kann man immer. Vielleicht schaffe ich es nicht, noch rasanter zu dribbeln und noch kraftvoller zu schiessen, aber je besser eine Mannschaft spielt, desto mehr Leistung kann ich bringen, weil ich das taktische Wesen des Spiels schneller und klarer lesen lerne.

“Ob ich aufgeregt bin? Nur ein kleines bisschen. Ich bin ein relativ cooler Mensch.” xherdan shaqiri Ihre neuen Kollegen heissen neben anderen Franck Ribéry und Arjen Robben, zwei Weltklasse-Fussballer, die auf der gleichen Flügelposition im Mittelfeld spielen wie Sie. Die werden nicht auf Sie gewartet haben und Ihnen das Toreschiessen überlassen! Sie sind die älteren Spieler im Kader, ich werde bestimmt von ihnen viel lernen können. Aber selbstverständlich: Wir sind Konkurrenten. München ist auch privat eine grosse Herausforderung: Sie haben für sich ein Haus gemietet und werden dort erstmals ohne Ihre Familie leben. Irgendwann sollte man mal allein wohnen. Als Familienmensch werde ich meine Leute sehr vermissen, aber ich muss mich auch ohne sie durchschlagen können. Doch sie werden bestimmt oft zu Besuch kommen, München ist ja nicht so weit weg.


styleinterview

In Deutschland ist fertig lustig! Bayern-Cheftrainer Jupp Heynckes sagt: «Talent ist Voraussetzung, der Rest ist harte Arbeit!» Der FC Bayern setzt Leistung voraus, aber das ist auch in Basel so. Wer alles gibt, dem schenkt der Trainer sein Ver­ trauen. Ich muss mich schnell integrieren können, und ich werde von Anfang an Vollgas geben und beweisen, dass ich ein Spieler bin, der die Mannschaft verstärkt. Beeindruckend, Ihr Wille und Selbst­ vertrauen! War das immer schon so? Immer. Ich fing früh mit Fussball an, mit fünf spielte ich beim SV Augst. ­Heute will ja jeder zweite Bub Fussballer ­werden, ich war genau gleich. Mit zehn wurde mein Talent entdeckt, und sie schickten mich zum FC Basel. Wo Sie anfangs gar nicht hinwollten, weil Sie ganz allein mit dem Bus in die grosse Stadt fahren mussten. Das war ein wichtiger Schritt. Aus m ­ einer Region holten sie früher fast nie einen jungen Spieler. Warum lieben Sie Fussball so sehr? Es gibt nichts Schöneres, als seinen Kind­ heitstraum im Beruf zu verwirklichen. Im Fussball ist alles drin: Emotionen, die athletische Leistung, Kampf, Glück, Präzision, Taktik, Intelligenz, Sieg, ­Niederlage  … Es geht darum, Tore zu schiessen. Dafür rackern wir uns ab. Man nennt Sie auch «Zaubermaus», «Miiiesli». Hatten Sie jemals vom

Auch nicht, als der FCB im Cham­pionsLeague-Achtelfinal gegen die Bayern 7:0 auf die Mütze bekam? Das war wirklich ein bisschen beschä­ mend. Ich zeigte mich ein paar Tage lang nicht in der Stadt.

“Rückblickend ist es schön, dass ich als Kind auch die andere, ärmere Seite des Lebens kennenlernte.” Xherdan shaqiri Der Ex-Fussballer Günter Netzer traut Ihnen zu, auf dem Boden zu bleiben. Die Voraussetzung, um ein ganz Grosser zu werden. Wie heben Sie trotz Star-Potenzial nicht ab? Früher haben meine Familie und ich die ärmere Seite des Lebens kennengelernt. Mein Vater war zeitweise arbeitslos, und meine Mutter verdiente das Geld. Manchmal war es wirklich hart für sie, meine Brüder spielten ja auch Fussball, und zweimal im Jahr gingen wir alle drei ins Trainings­lager. Die 300 Franken fürs Camp mussten erst aufgebracht werden. Später jobbte Erdin für mich – er ist ein Jahr älter als ich –, er ermöglichte mir mitzufahren. Jetzt stehen wir dank dem Fussball auf der begüterten Seite. Ich weiss ganz g ­ enau, wie man mit Geld umgeht. Rückblickend ist es schön, dass ich das erlebt habe. Was war schön? Wenn man viel kämpft, bekommt man es irgendwann zurück.

Arbeitet Ihre Mutter noch als ­Reinigungskraft? Bis vor Kurzem. Ich habe ihr gesagt, sie solle jetzt aufhören. War es Ihnen unangenehm? Das nicht, aber wir wohnen in Kaiser­ augst in zwei neuen Wohnungen, die ich gekauft habe. Eine für die Eltern und meine kleine Schwester Medina und eine für uns drei Brüder. Meine Mutter küm­ mert sich in beiden Wohnungen um den Haushalt. Das ist schon viel Arbeit. Im Kosovo ist der Vater der Chef, bei uns gilt eher: Wer zahlt, befiehlt. Wie halten Sie das in Ihrer Familie? Für mich ist immer noch klar mein Vater das Familienoberhaupt, obwohl jetzt vor allem ich das Geld heimbringe. Ich habe meinen Eltern auch ein Auto gekauft. Und wir bauen im Kosovo ein Haus. Bei uns haben alle ein Mitspracherecht. Ich denke, dass mein Vater stolz auf mich ist, obwohl er nicht darüber spricht. Mein Vater arbeitet nicht mehr, aber er hilft im Haushalt, er kocht gut. Beim Fleisch sage ich zu Mama: «Lass mal lieber Papa ran!» Sie selber schwingen den Kochlöffel angeblich auch ganz geschickt. Stimmt, bei mir gibt es häufig Gemüse und Fisch. Pangasius, schön gebraten, schmeckt mir besonders gut. Es heisst, Sie könnten auch putzen. Kleiner Test: Wie reinigen Sie stark Eingebranntes in einer Pfanne? Ich lasse extrem heisses Wasser darüber­ laufen, Seife dazu, und dann habe ich ei­ nen speziellen Schwamm, einen ähhh … … silberfarbenen? Genau, einen aus Metall oder so was. ­Damit geht es ganz gut. Bayern bezahlt Ihnen über zwei ­Mil­lionen Euro im Jahr. Sie erwähnten «einen gewissen Nachholbedarf» beim Geldausgeben. Ihre Uhr ist von

Styling: Karin Anna Biedert, Hair und Make-up: Linda Sigg / Style Council

Wer war der arme Kerl? Drago. (Der Österreicher Aleksandar Dragovic, Anm. der Red.)

Hype um Ihre Person so genug, dass Sie am liebsten in einem Erdloch verschwunden wären? So tief unten war ich noch nie, dass ich mich verkriechen wollte.

Dunkelblaues Baumwollhemd CLAUDIA GÜDEL.

Beim FC Basel waren Sie der Spass­ vogel der Mannschaft. Welche Streiche heckten Sie aus? Ach, nur kleine Dummheiten. Einer fand mal einen toten Fisch im Garderoben­ schränkchen. Das stank unglaublich!


styleinterview ­ ublot, der Gürtel von Gucci, die H ­Tasche von Vuitton  … Ich gönne mir gern ein paar schöne Dinge. Kleider und Schuhe sind das Einzige, wofür ich unvernünftig Geld ausgebe. Man sieht ja, dass ich Mode mag. Die Uhr schenkte ich mir 2011 zum SchweizerMeister-Titel mit dem FC Basel, für dieses Jahr hole ich mir vielleicht eine neue. Gut auszusehen, ist Ihnen wichtig. Ihr früherer Trainer Thorsten Fink sagt, Sie hätten drei, vier Kilos zu viel. Ich habe doch keine Gewichtsprobleme! Ich esse gesund. Was halten Sie von Kraftfood, ein paar Extra-Proteinen? Nichts! Ich bin von Natur aus schon ­kräftig. Unsere ganze Familie ist so. Ihre kleine Schwester Medina habe auch solch dicke Waden. Also … ist das gut oder schlecht? Spielt sie Fussball? Sie möchte bald anfangen damit. Das bringt uns auf ein interessantes Thema: Frauen. Sind Sie Single? Ja. Nur Augen für Fussbälle? Im Moment schon. Sie waren noch nie richtig verliebt? Stimmt. Wünschen Sie sich eine grosse Liebe? Das gehört natürlich dazu. Irgendwann muss man ja mal eine Familie gründen. Aber das lasse ich auf mich zukommen. Und wenn nichts kommt? Dann ist es halt so, da kann ich nichts ­machen (lacht). Sie erhalten Liebesbriefe mit Fotos und Handynummern. Wenn ein ­Mädchen sehr süss ist, rufen Sie an? Nie. Aber eine Autogrammkarte schicke ich gern. Ich fange nichts mit einem Fan

an! Meine Freundin oder Frau soll mich nicht als Shaqiri lieben, sondern als Xherdan. Das ist ein wichtiger Unterschied. Dann haben Sie ja gar keine Chance, Sie sind nun mal Shaqiri! Hm. Schwieriges Thema? Na ja. Es wird noch schwieriger. Der ­deutsche Fussballtrainer Berti Vogts sagt: «Mit Sex vor dem Spiel können es meine Jungs halten, wie sie wollen, einfach in der Halbzeit geht nichts.» Wie sehen Sie das? Vor einem Spiel? Kommt nicht infrage! Auf Ihrem T-Shirt räkelt sich Kim Basinger halb nackt auf einem Foto, Sie schwärmen aber auch für die Latino-Actrice Eva Mendes. Was nun: blond oder dunkel? Egal.

“Sex vor einem Spiel? Kommt nicht infrage!” Xherdan shaqiri Wer nimmt Sie auch mal in den Arm? In den Arm? Meine Mutter. Sie sagt ­immer: «Es wird schwierig, dass mein Sohn etwas Rechtes findet.» Vielleicht wenn sie mir ein Mädchen vorstellen würde und mir riete, es einmal genauer anzu­sehen, wer weiss … Experimente, auch erotische, gehören zum Erwachsenwerden dazu. Ist das im Islam erlaubt, ohne dass Sie gleich den Bund fürs Leben ein­gehen müssen? Das ist mir zu persönlich. Nur so viel: Ein bisschen Herz muss schon dabei sein! Sonst noch was? (Grinst.)

Sie sind nur 169 Zentimeter gross, hofften Sie als Teenager, noch ein wenig zu wachsen? Nein, meine Körpergrösse war für mich immer okay. Stéphane Lambiel trägt Stiefel mit ­Extra-Absätzen. Wäre das was für Sie? Wer? Lambiel, der Eiskunstläufer. Auch Berlusconi, Medwedew, Sarkozy – alle haben Schuhe mit hohen Absätzen! Ich habe das nicht nötig, ich stehe zu mir. Ihre Frisur ist Ihr Markenzeichen: Symbolisiert sie so etwas wie die Flosse bei einem Hai? Neiiiiin! (Verdreht die Augen.) Es sollte eigentlich überall hochstehen, nicht nur in der Mitte. Ich habe ein paar Ideen für einen neuen Look. Vielleicht einen Millimeterschnitt? Aber ich getraue mich noch nicht. In Sachen Haare bin ich ein bisschen wie eine Frau. Frauen sind voller Gefühle: Wann ­verlieren Sie die Fassung? Wenn ich angelogen werde. Lügen ist – Entschuldigung – scheisse! Aufrichtigkeit hat mit Respekt zu tun, und Respekt ist für mich das Wichtigste überhaupt. Für viele Kosovo-Albaner in der Schweiz sind Sie ein grosses Vorbild. Es ist für einen Zwanzigjährigen bestimmt nicht einfach, wenn er nie über die Stränge schlagen darf. Ich bekam kürzlich vom Botschafter der Republik Kosovo in der Schweiz den Prix Diaspora für «mustergültige Inte­ gration» verliehen. Das verpflichtet mich noch mehr. Manchmal ist es echt schwierig. Ich würde sehr gern auch einmal mit ­ Kollegen unbeobachtet in einer Bar ­abhängen, irgendwo reingehen und einfach Spass haben. Zurück zum Fussball: Worin sind Sie am stärksten?


Darüber rede ich nicht gern. Aber okay –­mein Instinkt. Obwohl viele sagen, dass ich bullig aussehe, bin ich eher der feinere Fussballer mit dem Auge für den schönen Pass. Ich riskiere gern etwas, das kann nicht jeder. Dementsprechend begeistert sind die Zuschauer.

begraben wird? Kriegt man da nicht die volle Panik? Furchtbar! Man versteckt den Kopf­ unter den Armen und versucht, noch ­etwas Luft zu bekommen. Mittlerweile gehe ich nicht mehr zu Boden bei entscheidenden Toren. Nein, nein!

Wie schlimm sind Zweikämpfe, in ­denen Sie richtig übel gefoult werden? Ich hatte bisher viel Glück. So, wie ich spiele, weiss ich ganz genau, wie ich in ein Duell einsteige. In der Champions League war ich nach Ribéry der am meisten gefoulte Spieler. Man lernt im Fussball früh, wie man sich schützt und wie man fallen muss, um sich möglichst nicht zu verletzten.

Fussball bietet so viel Schönes. Gibt es auch eine schwierige Seite? Der Umgang mit den Medien. Sie ­können einen als Spieler schnell kaputtmachen. Kritik über meine Leistung kann ich verschmerzen. Aber auf keinen Fall möchte ich neben dem Platz für Skandal-Schlagzeilen sorgen. Das Schwierigste als Spieler ist die Konstanz, immer Top-Leistung zu erbringen. Das ist ein grosser Druck. Bei mir waren die letzten drei Jahre ­extrem. Jeden Sommer hiess es: Er geht hierhin oder dorthin. Das war heftig für mich. Auch dass ich mich diese Saison wieder klar bestätigen musste, ein Anspruch, der auch vom Trainer kam.

Welches Tor war Ihr schönstes? Ich habe viele tolle Tore geschossen! Meistens Weitschüsse aus dem 16er. Der Seitfallzieher gegen Luzern in der Super League war sicher ein Highlight.

“Obwohl ich bullig aussehe, bin ich eher der feinere Fussball­spieler.”

Fotos: Intertopics (1), Dukas (1), Visum (1), Imago (1)

Xherdan shaqiri Dieses Traumgoal wurde ein veritab­ler Youtube-Hit: Mehr als drei Mil­lionen Menschen aus der ganzen Welt haben sich diesen Treffer angesehen. Das nehm ich mit Humor. Im Nachhinein fragte ich mich schon, ob das Absicht war. Wohl kaum. Das ging tägg-tägg, instinktiv. Danach wars ein Riesengefühl. Wie ist das eigentlich, wenn man sich im Torjubel fallen lässt, von ­seiner Mannschaft besprungen wird und unter diesem Haufen Männer

Wer hilft Ihnen, die psychische Leich­ tig­keit zu bewahren, um trotz Druck so unbeschwert spielen zu können? Meine Familie. Wir sind einfache Leute. Wir können viel einstecken und bleiben in jeder Situation gelassen. Das ist ­wichtig. Zum Glück gelingt mir das ganz gut. Mein Vorbild ist Lionel Messi, er wird tausendmal gefoult und steht einfach wieder auf. Oder er verschiesst e­ inen entscheidenden Penalty und kommt in die Kritik, aber für ihn ist das kein Pro­ blem, nehm ich mal an. Apropos Elfmeter: Es heisst, Fussballer hätten dabei die Hosen voll. Es gibt sicher Spieler, die sich fürchten, aber zu denen gehöre ich nicht. Ich schiesse extrem gern Penalty, besonders bei einer grossen Begegnung. Letzte Frage: Was ist Ihre grösste Qualität? Ich bin noch immer der Xherdan, der ich schon immer war.

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xherdan shaqiri highflyer brauchen ­anker: wo das Riesen­ talent halt findet

starke familienbande Noch ist Mama die wichtigste Frau im Leben ihres jüngsten Sohnes, Chef des Clans ist der Papa. ­Bruder Erdin, 21 (l.), amtet als Shaqiris Manager. idol der kindheit Der kleine Shaqiri wollte schon früh Profifussballer werden. Sein Zimmer ­hatte er mit Postern des brasilianischen Superstars ­Ronaldo tapeziert. «Ich möchte spielen wie er.» grösstes vorbild Von den heutigen Spitzen­ fussballern ist der Argen­ tinier und Barça-Star Lionel Messi der Spieler, den Shaqiri am meisten verehrt. «Seine Bescheidenheit beeindruckt mich!» die religion «Ich bin nicht streng­ gläubig, aber ich interes­ siere mich für den Islam und dafür, warum wir glauben und warum es so viele verschiedene Glau­ bensrichtungen gibt.» der trainer Fussballer wie Shaqiri brau­ chen Freiraum, damit ihre Kreativität, ihre Risikofreude und ihr Spielwitz Früchte tragen. FCB-Trainer Heiko Vogel holte das ­Beste aus seinem Schützling heraus.


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charlize theron, 36, spielt in Ridley Scotts neustem Sci-Fi-Abenteuer Meredith Vickers, die Kommandantin an Bord des Raumschiffs «Prome­theus». Ihre Mission: Im Jahr 2093 soll sie auf dem Mond LV-223 ausserirdischem Leben nachspüren.

&

theron und fassbender heben ab – ab 9. August gehen sie in «Prometheus» auf Alien-jagd. Bevor die beiden hollywood-stars im all entschwinden, nehmen wir sie ins visier.

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michael fassbender, 35, der Androide David 8, Butler und FacilityManager an Bord der ÂŤPrometheusÂť, erweist sich als problematischer Mitreisender. Er will von der Crew fĂźr seine digitale Intelligenz stetig gelobt werden.

&

Michael


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Interview  Ulrich Lössl redaktion  anita lehmeier

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, niemandes Schlaf zu sein unter so viel Lidern.» Charlize Theron zitiert das Gedicht auf Deutsch. Rainer Maria Rilke ist ihr Lieblingsdichter, seit sie denken kann. Das überrascht nur, wenn man nicht weiss, dass ihre Mutter Gerda deutschstämmig ist. Als Lieblingsort allerdings nennt sie Südafrika. Dort ist Charlize Theron, Jahrgang 1975, geboren und aufgewachsen, auf einer Farm bei Benoni, in der Nähe von Johannesburg. «Südafrika ist in meine Gene eingeschrieben. Nichts hat mich mehr geprägt als das Leben dort in der Natur. Die Gerüche, das Licht, die Farben und die lebensfrohen Menschen. Ich träume mich auch heute noch oft dorthin zurück.» Es ist aber auch der Schauplatz einer Tragödie, die sie am liebsten vergessen würde: Mit fünfzehn Jahren musste Charlize Theron erleben, wie ihr alkoholkranker Vater im Vollrausch mit einem Gewehr auf sie und ihre Mutter losging und von der Mutter in Notwehr erschossen wurde. Doch das Leben ging weiter. Wenig später gewann sie einen Model-Wettbewerb, ging für ein Jahr nach Mailand, lebte eine Zeit lang in Paris und zog dann nach New York. «Dort wollte ich unbedingt Tänzerin am Broadway werden. Aber dann habe ich mir bei einem Tanzunfall fast das Knie zerschmettert. Aus der Traum!» stattdessen ging sie mit achtzehn nach Los Angeles. Und plötzlich war das Glück auf ihrer Seite. Als sie eines Tages in Santa Monica einen Bankangestellten zusammenstauchte, weil er ihren Scheck nicht einlösen wollte, sprach sie ein Hollywood-Agent an. Acht Monate später hatte sie ihre erste kleine Rolle im Horrorfilm «Children of the Corn III». «Das war

ziemlich schrecklich», erinnert sie sich lachend. «Wir mussten damals alle unsere eigenen Kleider zum Dreh mitbringen. Bei einer Szene lag ich in einem Maisfeld, über und über mit Filmblut beschmiert. Plötzlich sah ich, wie das Blut auf meine neuen Puma-Sneakers tropfte. Ich schrie aus Leibeskräften: ‹Nein, nicht meine Pumas!›» Von da an ging es mit ihrer Kar­ riere steil bergauf. Mit ihrer blendenden Schönheit, ihrer intelligenten Erotik und ihrem losen Mundwerk verdrehte sie nicht nur Tom Hanks, Woody Allen und Robert Redford den Kopf, die sie alle in ihren Filmen besetzten, sondern auch Johnny Depp, Al Pacino und Robert De Niro, um nur einige zu nennen. Nach ein paar hitzigen Affären verliebte sie sich

“Es ist immer traurig, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Aber ich bin lieber Single als in einer unglück­lichen Liebe gefangen.” charlize Theron 2002 beim Dreh zu «Trapped» in ihren Schauspielkollegen Stuart Townsend, mit dem sie neun Jahre zusammenlebte. 2004 bekam Charlize Theron für die Darstellung einer potthässlichen Serienmörderin in «Monster» den Oscar als beste Schauspielerin. Sie wurde das neue Gesicht von Dior, Designer rissen sich um sie, sie machte erstklassige Kampagnen, war auf den Covers der angesagtesten ModeMagazine. Charlize im Glück. Doch dann zerbrach 2010 die Liebe. «Es ist immer traurig, wenn eine Liebesbeziehung in die Brüche geht. Zumal ich mir nichts sehn-

licher gewünscht habe, als eine Familie zu gründen», meint sie nachdenklich. «Aber ich bin lieber Single, als in einer unglücklichen Beziehung gefangen zu sein.» den herzenswunsch nach einem Kind hat sich die 36-Jährige diesen März erfüllt. Sie adoptierte still und leise einen zwei Monate alten Buben namens Jackson. «Seither schwebe ich auf einer grossen rosa Glückswolke. Alles ist noch so neu und wunderbar aufregend. Mein Sohn Jackson ist nicht nur der Mittelpunkt meines Lebens geworden, er hat es auch unendlich bereichert. Jackson zu adop­tieren, war das Beste, was ich bisher in meinem Leben getan habe», schwärmt die schöne Actrice. Natürlich habe sie anfangs grosse Bedenken gehabt, ob sie – als alleinerziehende Mutter – Kind und Karriere unter einen Hut bringen würde. Allein im letzten Jahr hat sie drei Filme gedreht: die bittersüsse Komödie «Young Adult», das Fantasy-Märchen «Snow White and the Huntsman» und Ridley Scotts «Alien»-Prequel «Prometheus». Doch die Angst ist verflogen, denn «dank Jacksons Neugier auf die Welt und die Menschen hat er auch meine Neugier neu entfacht. Seit es den Kleinen in meinem Leben gibt, stelle ich wieder die ganz grossen Fragen. Und das vielleicht Schönste: Ich habe wieder staunen gelernt.» so blickt Charlize Theron, die vor Kurzem vom US-Magazin «People» zur drittschönsten Frau der Welt gewählt wurde, optimistisch in die Zukunft. Und auch wenn sie zurzeit nicht nach einem neuen Lover Ausschau hält, strahlt sie noch immer «diese verführerische Sinnlichkeit aus, an der man sich sehr leicht die Finger verbrennen könnte», wie das ihr «Prometheus»-Co-Star Michael Fassbender charmant umschreibt. «Ich hatte bei den Dreharbeiten manchmal das Gefühl, dass Charlize ihre erotische Ausstrahlung absichtlich dimmte, damit wir Männer uns besser auf unsere Arbeit konzentrieren konnten.»


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“Klar flirte und feiere ich gern. Aber ich verliere dabei nie mein Ziel aus den Augen – nämlich ein guter Schauspieler zu werden.” michael Fassbender

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Fotos: Nino Muñoz © 2012 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved (4), Kobal Collection (1), ddp images (1), Cinetext (2), Imago (1), Face to Face (1), Warner Bros (1)

michael fassbender hat es geschafft, Hollywood im Sturm zu erobern. Dazu brauchte er nicht einmal ein Jahr. Klar hätte man ihn in früheren Filmen bemerken können, etwa vor vier Jahren im IRA-Drama «Hunger» oder 2009 in Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds». Durchgestartet ist er aber erst mit dem Comic-Abenteuer «X-Men: First Class», im Psychodrama «A Dangerous Method», dem wunderbaren Remake von Charlotte Brontës «Jane Eyre» und vor allem mit «Shame», in dem er als sex­süchtiger Geschäftsmann meist nackt zu sehen ist. «Letztes Jahr ist meine Karriere förmlich explodiert», sagt Fass­ bender und lacht. «Dabei habe ich nichts anderes gemacht als die zehn Jahre zuvor, nämlich von einem Casting zum nächsten gehen und versuchen, den Regisseur zu überzeugen, dass nur ich die Rolle spielen kann. Keine Ahnung, warum es so lange gedauert hat, bis man mein Potenzial endlich erkannt hat.» es ist in der tat erstaunlich, wie lange Fassbenders Können unentdeckt blieb. Allein schon, wie elektrisierend er bei einer unverfänglichen Interviewsituation wirkt, ist beeindruckend. Lautlos und geschmeidig, fast wie ein Panther, kommt er ins Hotelzimmer. Er ist schlank, drahtig, trägt ausgewaschene Jeans, ein graues Sweatshirt, darüber eine schwarze Weste. Seine Gesichtszüge sind klassisch, Hollywood-Star-Material. Bis auf eine Narbe an der Oberlippe. Die hat er einem Türsteher zu verdanken, der ihn vor sechs Jahren mit Fäusten daran gehindert hat, einen Nachtklub in Edinburgh zu betreten. Fassbenders warme Stimme verleiht seinen Worten Charme und Kraft. Sein Blick ist eine Mischung aus Strahlen, Starren und Lasern. Wie kaum ein anderer Schauspieler seiner Generation zeichnet er sich durch eine chamäleonartige Wandlungsfähigkeit, durch packende Intensität und grossen Mut aus. «Als Schauspieler muss ich bereit sein, mich mit Haut und Haar auf meine Rolle ein-

zulassen. Nur so kommt vielleicht etwas heraus, das an­zuschauen sich lohnt. Alles andere ist Zeitverschwendung.» Der Sohn eines deutschen und einer Irin wurde 1977 in Heidelberg geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie in das nordirische Dorf Killarney, wo sie ein Restaurant eröffnete. Auf seine Wurzeln angesprochen, meint er, «dass die deutsche Seite in mir stets alles unter Kontrolle halten will und die irische gern alles über den Haufen wirft». Von seiner Mutter habe er die ausgeprägte Lebenslust mitbekommen, die Fähigkeit, lange und heftig zu feiern. Lachend fügt er an: «Fliessend Deutsch spreche ich übrigens nicht – ausser beim Flirten mit deutschen Frauen, wenn ich betrunken bin.» Seinen Ruf, ein Hedonist zu sein, nichts anbrennen zu lassen, spielt er süffisant herunter: «Natürlich habe ich nichts dagegen, mich zu verlieben oder mit einer schönen Frau ins Bett zu gehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ich ziehe auch ab und zu gern mit Freunden um die Häuser, da geht es immer recht feuchtfröhlich zu. Aber dabei verliere ich nie mein Ziel aus den Augen, nämlich ein guter Schauspieler zu werden. Das ist es, was mir wirklich wichtig ist im Leben. Deshalb bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich gegen Ruhmsucht und Egomanie gefeit bin. Das und mein relativ später internationaler Durchbruch mit Anfang dreissig helfen mir, nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren. Mit Anfang zwanzig hätte das vermutlich anders ausgesehen.» letzten Sommer hat er sich einen Traum erfüllt: eine Motorrad-Tour quer durch Europa. «Zwei Monate lang fuhr ich mit meinem Vater durch Holland, Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Montenegro und Italien, gut 7000 Kilometer, dann weiter allein durch Spanien und Frankreich. Da kriegt man den Kopf herrlich frei. Wie heisst es so schön: Motorradfahren ist definitiv besser als schlechter Sex …»

regisseur Ridley scott: Aliens, krieg, und starke frauen Alien (1979) Bereits mit seinem zweiten Kinofilm schaffte der vormalige Ausstatter der BBC den Durchbruch als Regisseur. Der Zürcher H. R. Giger gewann einen Oscar für sein blutrünstiges Alien-Monster. Blade runner (1982) Auch Scotts nächster Film spielte in der Zukunft: Der coole Ex-Cop Deckard (Harrison Ford) jagt im Jahr 2019 vier Androiden. Die Verfilmung von Philip K. Dicks Novelle wurde Kult. thelma & Louise (1991) Ein Weekendausflug wird für die zwei Ladys (Susan Sarandon, Geena Davis, r.) zum finalen Befreiungstrip. Leinwandneuling Brad Pitt verführt Thelma und mit ihr die Kinogängerinnen. gladiator (2000) Das Epos um einen römischen General, der versklavt wird, holte fünf Oscars: bester Film, beste Kostüme, beste Musik, beste visuelle Effekte und bester Schauspieler (Russell Crowe, l.). A good Year (2006) Scotts einzige Romanze, gedreht in seiner Wahlheimat Südfrankreich. Der Wein, die Landschaft und Fanny (Marion Cotillard) machen aus dem Banker Max (Russell Crowe) einen Winzer. body of lies (2008) Krieg war in vielen von Scotts 31 Filmen Thema. Der Thriller um den Agenten im Einsatz (Leonardo DiCaprio) und den Drahtzieher daheim (Russell Crowe) gehört zu den besten. Prometheus (2012) Das Raumschiff «Prometheus» findet im Jahr 2093 ausserirdisches Leben. Dr. Shaw (Noomi Rapace) und der Android David 8 (Michael Fassbender) auf Alienjagd. Ab 9. August im Kino.


stylemein stil Chrissy Angliker

ALles Im Fluss der winterthurer malerin läufts gut: mit ihren Drip Paintings Mischt sie Die Kunstszene gehörig auf. interview Sherin Hafner FOTOS zoe tempest realisation martina russi

«Was willst du einmal werden, wenn du gross bist?» Stellt man diese Frage einem Kind, lautet die Antwort gern: Pilot, Tierärztin oder Ballerina. Die Eltern von Chrissy Angliker hingegen hörten: «Künstlerin.» Schon von klein auf wusste die 29-Jährige, dass es kein anderer Beruf sein konnte. Anstatt Barbies an- und auszuziehen, bastelte sie sich lieber ihre eigenen Figuren, malte und werkelte mit diversen Materialien. Ausserhalb ihres Elternhauses wurde ihre Passion belächelt und als nettes Hobby abgetan. Doch das Talent liess sich nicht beirren. Angliker ging als Teenager in die USA, um eine Kunstschule zu absolvieren. Heute stellt die Wahl-New-Yorkerin in interna­ tional renommierten Galerien aus. Ihre Bilder, die sie mit einer Tropftechnik gestaltet, gibt es ab einigen tausend Franken. Schweizer Illustrierte Style: Sie wohnen seit Ihrem 16. L ­ ebensjahr in den USA. Haben Sie sich einen Teenager­ traum erfüllt? Chrissy Angliker: Es war meine einzige Chance, so jung Kunst zu machen. In der Schweiz wurde ich nicht ernst genommen. Viele meinten, Malen sei höchstens ein Hobby und ich solle doch etwas Anständiges lernen. Meine Eltern unter­stützten mich und liessen mich die Schule in den USA besuchen. Gut, habe ich die schweizerisch-amerikanische Doppelstaats­ bürgerschaft, sodass ich ohne Probleme auswandern konnte. Ich wohnte im Internat. Es war zwar mein Traum, aber es war nicht i­ mmer leicht, ich hatte oft Heimweh. Fortsetzung auf Seite 62

Original T-Shirt-Kleid Oak, die Kette Black & Blue entwarf ein Freund, Yinund-Yang-Anhänger aus einem Tibetladen. Die Talentierte kümmert sich neben dem Malen um alles selbst: Kunden, Galerien, Finanzen.


Selbstporträt Kleines Schwarzes Silence & Noise, die blauen Schuhe von Jeffrey Campbell hat die Künstlerin extra für die Vernissage gekauft.

Bunter Mix Die Agenda von Moleskine enthält Ideen, Inspirationen, Notizen. iPhone mit LeoprintHülle, Visitenkarten der Malerin.

LieblingsSujet In der Schweiz wohnt die Wahl-New-Yorkerin bei ihrer Schwester Moni. Bluse vom Broadway, Pulli Mango, Jeans Cheap Monday.

“Erst als ich mich mit Selbstporträts sicher fühlte, ­wagte ich mich an andere Personen, Freunde, Familie. Gänzlich Fremde ab Foto zu malen, wirkt oft recht oberflächlich.” Chrissy Angliker

Vorbild Katze Franky posiert vor einem Bild von Juri Borodatchev. Schuhe Jeffrey Campbell, Shopper ein Geschenk von Chrissys Mami.

Fa(r)belhaft Hemd aus einem Secondhand-Laden in San Francisco, Jeansshorts American Eagle, Leggings Mango, Schnürschuhe von ihrer Schwester.

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stylemein stil Fortsetzung von Seite 60

Malen Sie deshalb des Öftern die heimischen Berge? Ja. Mein kreatives Schaffen ist eng mit der Schweiz verbunden. Hier hat alles begonnen. Was ist typisch schweizerisch an Ihnen? Meine Pünktlichkeit; in Brooklyn ist niemand pünktlich. Mein Akzent beim Englischreden, und ich liebe Aromat und ­Rivella. Weitere Lieblingssujets von Ihnen sind Sie selbst, Freunde und Familie. Fällt es Ihnen leichter, nahestehende Menschen zu porträtieren? Bilder von Bekannten werden tiefgründiger, intensiver. Meine ersten Objekte waren meine Schwester Moni und ­meine beste Kollegin. Meine Kenntnisse über die Person sowie unsere ­Beziehung fliessen mit ein. Ihr Gesichtsausdruck wird vielschichtiger, das Resultat lebhafter. Ich bekomme manchmal Aufträge, Fremde ab Foto zu porträtieren. Das ­lehne ich ab. Auf Fremde kann ich nichts projizieren, weil ich nichts über sie weiss. Solche Bilder werden flach und oberflächlich. Sie hätten gern einmal Queen Elizabeth II. als Modell. Kennen Sie Her Royal Highness denn? Noch nicht. Es wäre aber interessant, sie zu treffen, mit ihr zu käfelen und zu plaudern, um sie dann mit Tiefe porträtieren zu können (lacht). Wie lange dauert es vom ersten bis zum letzten ­Pinselstrich? Fünf Stunden bis zu zwei Wochen. Es kommt darauf an, wie gut es fliesst – im wahrsten Sinn des Wortes. (Chrissy Anglikers Technik nennt sich Drip Painting, Anm. der Red.). Zuerst m ­ ische ich Acryl mit Wasser, um die Farbe extrem zu verdünnen. Das Resultat: Ein Strich auf der Leinwand wird zu einem Strich, der tropft. So muss ich einen Kompromiss eingehen zwischen Kontrolle und Chaos. Damit spiegle ich das Prinzip des Lebens, das ­Zusammenspiel zwischen den beiden Polen. Was überwiegt in Ihrem wahren Leben? Bringe ich eine Balance in meine Bilder, wirkt sich das auch auf meine Realität aus – und umgekehrt. Beides inspiriert sich ­gegenseitig. Mit Meditieren kann ich mein Leben positiv beeinflussen und etwa Stress ausgleichen. Albert Einstein sagte: Ein Genie beherrscht das Chaos. So ein Scheiss! Das kann nur jemand sagen, der alles erklären will. Aus seiner Sicht, der Sicht des Wissenschaftlers, ist es ­bestimmt frustrierend zu erkennen, dass man eben nicht alles berechnen kann.

Big Apple In der Einzelausstellung in der Galerie Knoerle & Baettig in Winterthur hängen zwölf ihrer Bilder. Hier steht sie vor «Apples» (Acryl auf ­Leinwand). Vintage-Bluse, BH Calvin Klein, Jupe aus einem Outlet.


Wie sieht ein Tag bei Ihnen aus? Ich bin sehr diszipliniert, stehe am Morgen auf, schreibe Mails, überlege Projekte mit Kunden, esse und trinke ausreichend. Dann gehe ich von meinem WG-Apartment ins Atelier, das ganz in der Nähe liegt. Dort erwartet mich die Leinwand, die ich am Vortag mit tropfender weisser Hausfarbe gestrichen habe und kopfüber trocknen liess. Dieser sogenannte Primer bringt eine Struktur auf die Fläche – ich kann also bereits mit etwas Abstraktem beginnen. Zudem macht die Struktur die ­Sache schwieriger, weil sie dafür sorgt, dass der Verlauf der Tropfen nicht gleichmässig ist. Solche Herausforderungen sind nötig, weil man sonst zu bequem wird. Während des Malens stelle ich das Telefon auf stumm und höre Musik – «Use Your ­Illusion» I und II von Guns N’ Roses oder Klassik – und male bis zu fünf Stunden am Stück wie in Trance. Ich kann ja keine Pause ein­ legen, weil alles nass bleiben muss. Was tragen Sie beim Malen? Schwarze Schnürschuhe, schwarze Hosen, T-Shirt, Hemd. Die Teile werden einmal pro Woche gewaschen. Früher zog ich mich nicht extra um. Rasch war meine komplette Garderobe ­gesprenkelt mit Farbspritzern. Privat trage ich kaum Buntes, sondern schwarze oder weisse Kleider. Ich will ja nicht aus-­ sehen wie meine Bilder – oder ihnen die Schau stehlen. Können Sie von Ihrer Leidenschaft leben? Im Moment ja, mein Einkommen ist konstant. Nach einer grossen Ausstellung wie jetzt in Winterthur kommt, wenn alles gut geht, eine schöne Summe Geld rein. Damit muss ich aber die nächsten Monate auskommen, Miete zahlen, essen, Mate­ rialien kaufen, Flüge und Transport meiner Bilder be­streiten. Während ich eine neue Ausstellung vorbereite, v­ erdiene ich nichts. Ich lebe von Batzen zu Batzen. Was kosten Ihre Bilder? Meine zurzeit am häufigsten verkauften bewegen sich zwischen 2800 und 4000 Dollar. Je nach Grösse und Aufwand verändern sich die Preise. Jeder Auftrag wird individuell diskutiert. Meine Galerie in New York hat einen tollen Ruf und eine ­entsprechende Klientel. Ihre New Yorker Galerie William Bennett hat auch ­ Picasso, Dalí, Basquiat oder Matisse im Portfolio. Deren Werke erzielen regelmässig Preise in Millionen­ höhe. Ungerecht? Kunst und Kunstmarkt sind zwei verschiedene Dinge. Millionen­ preise haben nur wenig mit dem Bild, aber viel mit Besitzstreben zu tun. Jeder hat das Recht, seinen Reichtum auszu­geben, wie er will. Allerdings finde ich es unklug, so viel zu ­zahlen, weil man mit dem Geld lieber Wohltätiges vollbringen könnte. Fortsetzung auf Seite 64


stylemein stil Fortsetzung von Seite 63

Sie leben in Brooklyn, dem Mekka der kreativen Szene. Herrscht Futterneid unter den Berufskollegen, oder unterstützen Sie sich gegenseitig? New York ist eine Arbeiterstadt, sie treibt dich an und saugt alle Energie aus dir raus. Hier wollen alle etwas leisten, den Durchbruch schaffen. Das spornt einen automatisch an. Ich habe einige Jahre als Designerin gearbeitet. In dem Business herrscht ein enormer Konkurrenzkampf, was mir missfiel. Erst vor Kurzem bin ich wieder in die Kunstszene eingestiegen, und bisher sind meine Eindrücke hauptsächlich positiv. Als Künstlerin will ich ehrlich sein, mich erfahren und die ­Erfahrungen ausdrücken. Da bleibt kein Platz für Eifersucht. Verwendet jemand die gleiche Technik wie ich, treiben ihn wahrscheinlich andere Gründe an. Und sollten es dieselben sein wie bei mir, sehe ich das als Bestätigung und freue mich, meine Gefühle mit einem Gleichgesinnten teilen zu können. Sie gründeten nach dem Design-Studium am Pratt Institute eine Agentur ­und erhielten für Ihre Kreationen – etwa eine Leuchte, gefertigt aus Massbändern – zahlreiche Aus­ zeichnungen. Worin unterscheiden sich Design und Kunst? Designer kreieren für die Welt. Künstler schaffen etwas über die Welt.

Stillleben Vor dem Familienfoto drapiert: Kette Black & Blue, Ring Enrique Muthuan, Sonnenbrille von Time­tunnel in Zürich, Lippenstifte Nars.

Haben Sie Vorbilder? Den Belgier Bram Bogart, der leider kürzlich gestorben ist. Er schuf dreidimensionale, sehr bunte Bilder. Ich lernte seinen Sohn an der International Contemporary Furniture Fair, einer wichtigen Design-Messe, kennen. Er lud mich zu einer Ausstellung seines Vaters ein. Als ich an die Vernissage kam, ­begannen bei mir die Tränen zu fliessen. Der Anblick seiner ­Bilder ging mir unter die Haut, als ob ihr Erschaffer in einer ­eigenen Sprache direkt mit mir kommu­nizieren würde. Dann durfte ich den Meister auch noch per­sönlich treffen. Was macht ein Werk unsterblich? Es gibt keine alten, toten Themen. Das sieht man zum Beispiel an der Zeitlosigkeit von Stillleben. Sobald etwas an der Wand hängt, wird es aktuell. Mit Ihrem ersten Lehrer, dem Russen Juri Borodatchev, kommunizierten Sie über die Sprache der Bilder. Ist Kunst universell verständlich? Für mich ist sie eine Übersetzung dessen, was man in der Welt sieht. Kunst transportiert Gefühle. Wie diese vom Betrachter aufgenommen werden, kann man jedoch nicht beeinflussen. Das ist individuell. Ihr Rat an junge Kreative?

Spiegelbild Im Winterthurer Weincafé Goccia d’oro: Secondhandkleid und -schuhe aus dem Shop Stella Dallas.


Einfach machen und nicht warten! Sie haben genug Zeit und die Freiheit, vieles auszuprobieren. Und sie sollen nicht auf ­Leute hören, die finden, das sei dumm. Wie halten Sie es mit dem Provokateur Joseph Beuys, der fand: Jeder ist ein Künstler? Das unterschreibe ich. An meiner Highschool hatte es einen Schüler, der keine Menschen abmalen konnte. Dafür gestaltete er wunderbar abstrakte Bilder, ging grossartig mit Farben um. Für Kunst braucht man keine Akademie. Manchmal schränkt einen das Gelernte sogar ein, wenn man nur das zum Ausdruck bringt, was man eingetrichtert kriegt, anstatt sein eigenes Ding durchzuziehen. Was ziert bei Ihnen daheim die Wände? Eine Zeichnung meines Mentors Juri Borodatchev sowie ein Schriftstück meines Lehrers Apé (André-Pierre Müller, Anm. der Red.) Er konnte spiegelverkehrt schreiben. Beide sind vor zwei Jahren verstorben, und es sind nun Erinnerungsstücke. ­Zudem hänge ich jedes fertige Bild von mir auf und verbringe Zeit damit. Es gibt den Ausschlag für das nächste. Fällt es Ihnen schwer, Bilder wegzugeben? Für manche ­Ihrer Berufskollegen ist das ein schwieriger Akt. Nein. Sie sollen doch unter die Leute kommen. Sie präsentieren Ihre Kreationen auf Ihrer Homepage im Internet. Wird eine verkleinerte Abbildung am Bildschirm ohne Farbgarantie denn der Realität gerecht? Die Sachen sind gut fotografiert. Das Internet ist die beste Art, sie einer breiten Masse zugänglich zu machen. Mir hat dieser Weg viele neue Möglichkeiten eröffnet, indem Interessenten auf mich aufmerksam wurden. Ihre Arbeit ist Ihre Leidenschaft. Bleibt da überhaupt Platz für einen Partner? Nein. Im Moment bin ich Single und kann ohne schlechtes Gewissen all meine Aufmerksamkeit auf meine Bilder richten.

Inspirationsquelle Outfit passend zur Frühlingswiese: Blumenkleid aus einem US-VintageStore. Ihre Lieblingsfarbe? Im Moment Blau. Das ändert sich aber laufend.

Hair & Make-up: Linda Sigg / Style Council

Wünschen Sie sich einen kreativen Mann? Das wäre cool, ist aber nicht nötig. Er müsste eher verständnisvoll und t­ olerant sein. Was möchten Sie noch erreichen? Mein Traum wäre, wenn ein Mitglied von den Rolling Stones oder der Band Guns N’ Roses etwas von mir besässe. Ihre­ Musik hat mich derart inspiriert. Davon würde ich gern etwas zurückgeben. Im Herbst bereite ich mich in Uznach auf eine neue Ausstellung vor, und ein Burton-Snowboard mit meiner Kunst wird es auch geben. chrissy.ch


e l y t s k o o l elite model

Voilà! unsere

catwalk

elite

hunderte mädchen träumten davon – zwölf sind im final des elite model look switzerland 2012. für si style posierten die schönen In jeans, Kaschmir und leder aus den Pre-Collections.

Fotos Diego Alborghetti redaktion laura catrina, MARTINA RUSSI, Richard Widmer haiR LINDA SIGG / STyle Council make-up Monika Spisak / Style Council Location times, Zürich

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k o o l l e d o m e t styleeli

Alexandra Akhmerova alter 17 Jahre Grösse 173 cm masse 87–62–86 Wohnort Männedorf ZH

Kaschmirpullover, ftc. Leder­ hose, Yves saint laurent. Collier, shourouk.


Maimouna AHmed alter 18 Jahre Grösse 180 cm masse 74–60–89 Wohnort Lyss BE

Blazer, diesel. Kaschmirpullover, ftc. Ledershorts, dark level. Collier, aurélie bidermann. Brogues, church’s.


k o o l l e d o m e t styleeli

Niki Jud alter 15 Jahre Grösse 177 cm masse 81–61–89 Wohnort Zürich

Jeansjacke, replay. Lederjupe, salvatore ferragamo. Ohrringe, bijoux heart, bei net-a-porter.com. Pumps, navyboot.


Adelina BIba alter 16 Jahre Grösse 178 cm masse 86–63–94 Wohnort Lausanne VD

Top aus Leder und Wolle, calvin klein collection. Five-Pockets, pepe jeans. Ohrringe, bijoux heart, bei net-a-porter.com.


k o o l l e d o m e t styleeli

SOPHIE ZÜRCHER alter 17 Jahre Grösse 178 cm masse 87–63–93 Wohnort Murten FR

Kaschmirpullover, ftc. Leder­ hose, diesel black gold. Hals­ schmuck, emilio pucci. High Heels, christian louboutin.


Alice Wieser alter 14 Jahre Grösse 176 cm masse 78–60–87 Wohnort Tolochenaz VD

Jeanshemd, levi’s. Jupe aus ­Leder und Wildleder, céline. Collier, lanvin. High Heels, christian louboutin.


k o o l l e d o m e t styleeli

Manuela Frey alter 15 Jahre Grösse 181 cm masse 85–64–95 Wohnort Brugg AG

Jeanshemd, replay. Lederjupe, barbara bui. Collier, aurélie bidermann, bei net-a-porter.com. Fingerring, yves saint laurent, bei mytheresa.com. Plateaupumps, navyboot.


LIlian Bencze alter 15 Jahre Grösse 177 cm masse 87–64–91 Wohnort Greifensee ZH

Kaschmirpullover, ftc. Leder­hose, bottega veneta. Bracelet, lara bohinc, bei mytheresa.com.


k o o l l e d o m e t styleeli JASMIN KNECHT alter 17 Jahre Grösse 179 cm masse 80–61–88 Wohnort Richterswil ZH

Lederjacke, louis vuitton. Kaschmirpullover, ftc. Hotpants, levi’s. Ohrringe, erickson beamon, bei net-a-porter.com.


Meret Santschi alter 15 Jahre Grösse 184 cm masse 85–62–99 Wohnort Pfyn TG

Ledertop, diesel black gold. Jeanshose, pepe jeans. Armreif, schwarz, swarovski. Bracelet, vergoldet, eddie borgo, bei net-a.porter.com. Pumps, navyboot.


k o o l l e d o m e t styleeli

diana Meyer alter 18 Jahre Grösse 174 cm masse 86–65–93 Wohnort Zollikon ZH

Kurzmantel aus Leder, acne. Jeanshose, pepe jeans. Plateaupumps, navyboot.


Laura-­ Patricia Blättler alter 17 Jahre Grösse 178 cm masse 81–64–94 Wohnort Kehrsiten NW

Lederblazer, jil sander. Kaschmir­ pullover, ftc. Ohrringe, bijoux heart, bei net-a-porter.com. Bracelet, erickson beamon, bei net-a-porter.com.


k o o l l e d o m e t styleeli 2 3

Der Final

gross im geschäft

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Lejla Hodzic, Die gewinnerin von 2010, beweist: Der Elite Model Look öffnet Talenten Türen und Tore.

Mit Pixie-cut und Rehaugen siegte die damals 15-Jährige 2010 im Schweizer Final. Beim KandidatenShooting für SI Style zeigte sich der Teenager noch schüchtern, inzwischen ist Lejla zum selbstbewussten Model gereift, das für seinen Traumjob um die Welt reist.

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Obwohl sie den Weltfinal, anders als Vorgängerin Julia Saner, nicht für sich entscheiden konnte, ist Lejla begehrt: Schweizer Labels wie Dorothée Vogel oder Akris, internationale Beauty-Konzerne oder Maga­ zine wie «Grazia» oder «Bolero» buchen die Schöne. Eben ist sie aus New York zurückgekehrt, wo sie im Sep­ tem­ber an den Castings für die Fashion Week teilnimmt – und bestimmt weitere grosse Jobs an Land ziehen wird.

1 Walter Pfeiffer lichtete die Thurgauerin für das Lookbook von Dorothée Vogel ab. 2 Vor der Linse von Foto­grafin Bojana Tatarska. 3 Verführerisch in Unterwäsche von Ti per te. 4 Auf dem Laufsteg in Paris für Cacharel. 5 Starker Ausdruck: In New York posierte Lejla für den Fotografen William Lords.

Seien sie live dabei an der SHOW des Elite Model Look Switzerland 2012. Jelmoli präsentiert den Final des Elite Model Look Switzerland am 23. August 2012 in der Maag Halle in Zürich. Tickets für den Final sind via Ticketcorner erhältlich: ticketcorner.ch, Telefon 0900 800 800 (Fr. 1.19 / Min., Festnetz). PREISE Sitzplatz Fr. 98.–, Stehplatz Fr. 58.–, VIP Gold Package Fr. 288.– (exkl. MwSt.). VIP Gold Package Inbegriffen sind ein Steh-Dinner, beste Sitzplatz-Tickets sowie der Zutritt zur After-Show-Party. Das VIP Package ist ausschliesslich bei der Carré Event AG buchbar. Kontakt: Geertje Fehr, Tel. 044 315 40 20, geertje.fehr@carre.ch TV-Aufzeichnung Die Show wird am Freitag, 24. August 2012, 20.15 Uhr, auf Pro Sieben Schweiz ausgestrahlt. elitemodellook.ch

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de e mit, welche Bestimmen Si Final sicher am es n ne . zwölf Schö en drei schafft ­unter die erst ben ha e ilf sh ng du Als Entschei n Kandirz film mit de wir einen Ku s Voting Da t. eh dr ge datinnen st. bis 20. Augu läuft vom 3. sistyle-blog.ch

TEXTE Laura Catrina

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e l y t s y beaut auf diesen seiten

Abbey Lee Kershaw

082 Thema Beauty-Food +++++++++++++++++++ 086 trend Mascara +++++++++++++++++++ 088 beauty-secrets Penélope cruz +++++++++++++++++++ 090 news +++++++++++++++++++ 092 verlosung La Prairie +++++++++++++++++++ 094 Pflege Extras für sonnenstrapazierte haut +++++++++++++++++++ 096 Kolumne annettes tagebuch +++++++++++++++++++ 098 Top five was für gesprächsstoff sorgt +++++++++++++++++++ 100 Spa Sensai select spa im hotel ­v ictoria-jungrau +++++++++++++++++++

Gucci holt für den Duft «Flora» Abbey Lee Kershaw vor die Kamera.

Ent­deckt wurde sie mit sieben in Melbourne, heute lebt das Model in New York. Die 25-Jährige ziert unzählige Covers und defiliert für alle Top-Labels. Markenzeichen sind ihre Tattoos und ihr eiserner Wille, etwa punkto Diät. Diese besteht vornehmlich aus Babyfood, Diet Coke und Äpfeln. Bedauernswert? «Nein», sagt sie, «immerhin besass ich mit zwanzig bereits eine Million Dollar.»

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stylebeauty

tafelfreuden

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Der sommer lädt zum Schlemmen ein. Mit leckereien, die die gesundheit hätscheln und der schönheit schmeicheln. redaktion  Annette frisch foto  geri born

Bunt! Bunter geht es kaum. Beim Gemüse­ händler und den Marktfahrerinnen gibt Farbe den Ton an. Schön fürs Auge, gut für den Gaumen – und für Gesundheit und Schönheit. Nun heisst es lustvoll zu­ greifen und geniessen.

PEPERONI & CHILI

Das Nachtschattengewächs muss sich nicht verstecken, ebenso wenig sein schlanker, teuflisch scharfer Kumpan, die Chilischote. Je brennender nämlich die Schärfe, umso reicher an Capsaicin. Die natürliche Droge kurbelt den Stoff­ wechsel an, erhöht den Energieverbrauch und reduziert den Körperfettanteil. Und: Sollte das Wetter diesen Sommer ähnlich verrücktspielen wie letztes Jahr, wärmt Chili Körper und Seele.

FENCHEL

Die aromatische Knolle ist mit 240 Kalo­ rien pro Kilo ein Schlankmacher par ­excellence, zugleich Mineralstoffpaket und Vitaminbombe. Das ätherische Öl Anethol reduziert Blähungen, und es soll eine anti­mikrobielle Wirkung haben. Liegt ein üppiges Mahl bleischwer im Magen auf, bringt eine Tasse Tee mit Fenchelsamen, die man mit einem Löffel leicht zerquetscht, Erleichterung.


stylebeauty saftladen

summerred Zwei leckere säfte für den sommer, aus der betty-Bossi-Küche.

ZUbereitung (ergibt ca. 5 dl Saft) 8 Basilikumblätter, 300 g entsteinte Aprikosen und 600 g halbierte ­Erdbeeren im Juicer entsaften, gut verrühren, in Gläser giessen. Kühl servieren!

Grüner Kobold

WASSERMELONE

KIRSCHEN

LINSEN

CicORINO ROSSO

Das leckere Fruchtfleisch löscht den grossen Durst, besteht es doch bis zu 95 Prozent aus Wasser. Reichlich vor­ handen sind der rote Farbstoff Lycopin, der etwa die Haut vor UV-Schäden be­ wahrt, sowie Citrullin. Der Aminosäure sagt man eine Viagra-ähnliche Wirkung nach. Wie viele Melonen es dafür braucht, ist allerdings nicht bekannt.

Die beliebte indische Küche hat das ­einstige Armeleutefutter in die Haute Cuisine katapultiert. Ob orangefarben, dunkelgrün, gelb oder braun: Hülsen­ früchte sind fettarm, reich an Vitaminen des B-Komplexes und an Mineralstoffen wie Eisen – Frauen benötigen davon eine Extraportion – sowie gute Lieferanten des Stresskillers Magnesium. Linsen sind exzellente Proteinlieferanten und somit eine prima Alternative zu Fleisch. Und sie nähren über Stunden, ohne dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt, wie das bei ­Spaghetti und Co. der Fall ist.

APRIKOSEN

ZUbereitung (ergibt ca. 5 dl Saft) 200 g Fenchel, Kraut und Stängel ­entfernen, 500 g Zucchini, beides in kleine Stücke schneiden, im Juicer ­entsaften, salzen und pfeffern, mit 125 g Frisch­käse gut verrühren, in Gläser giessen.

Voll im Saft Die Broschüre zum neuen Slow Juicer «Deluxe» von Betty Bossi * liefert viele gesunde Rezeptideen. bettybossi.ch

Schön dunkelgelb bis orange und weich schmecken sie am besten und enthalten ein Maximum an Betacarotin. Die Vor­ stufe von Vitamin A schützt die Haut vor freien Radikalen und erhält folglich ­jugendlich und schön. Wichtig: Beta­ carotin wirkt nur, wenn man dazu etwas Fett zu sich nimmt. Das können ein paar Mandeln oder Kerne sein oder ein Schluck Milch.

CHAReNTAIS-MELONE

Die Charentais- oder Cavaillon-Melone mit aprikosen- bis orange­ farbenem Fruchtfleisch schmeckt köstlich als ­Vorspeise und Dessert. Je intensiver der Farbton, desto höher der Gehalt an Zeaxanthin, einem Carotinoid mit haut- und augenschützender Wirkung.

Die prallen, saftigen Früchte mit der ­verführerischen Wirkung tun viel Gutes. Neben dem Anti-Aging-Vitamin Folsäure enthalten sie entschlackendes Kalium, gewebestraffendes Zink und Vitamin C für ein starkes Immunsystem. Star-Ingre­ dienz sind die rotvioletten Pflanzen­ farbstoffe namens Anthocyane, die freie Radikale neutralisieren.

Bitterstoffe regen die Verdauung an, das wissen all jene, die nach einem üppigen Mahl gern einen Cynar oder Averna ­kippen. Bitteres jedoch erleichtert nicht nur den Magen, es wirkt entgiftend und bremst zudem den Appetit auf Süsses. Reichlich vorhanden sind Bitterstoffe etwa in Cicorino rosso und Trevisano, seiner länglichen Variante, ebenso in ­Lattich, Rucola und Endivie.

SCHOKOLADE

Je dunkler, desto besser! Schwarze Schoko­ lade enthält Phenylethylamin (PEA), das für Glücksgefühle sorgt. Z ­ uweilen halten sie nur kurz an, sodass der nächste Riegel (fast) programmiert ist.

ROTWEIN

Good News für all jene, die Rotwein lie­ ben! Zwar belegen Trauben im Vergleich zu anderen Früchten punkto Vitaminund Mineralstoffgehalt hintere Ränge, doch beim Resveratrol – es steckt in den Traubenschalen – sind sie nicht zu über­ bieten. Die hormonähnliche und ent­ zündungshemmende Substanz bewahrt Herz, G ­ edächtnis und Haut vor vorzei­ tiger ­Alterung. Wichtige Voraussetzung: Die Traube ist blau, und man geniesst sie in Form von Rotwein. Die ernüchternde Nachricht: Frauen werden pro Tag nur gerade eineinhalb Deziliter der köstli­ chen «Medizin» verschrieben, Männern immerhin das Doppelte.


WASSER

Rund 3,5 Liter Flüssigkeit benötigt der Organismus pro Tag, gut die Hälfte wird mit der Nahrung (z. B. Salat, Gurken, Melonen, Tomaten, Kartoffeln, Früchten) zugeführt. Somit liegt man mit 1,5 Litern aus der Flasche oder ab dem Hahnen goldrichtig. Es sei denn, man joggt, bis der Schweiss in Bächen rinnt, oder das Thermometer klettert auf ­hochsommerliche Temperaturen.

MANDELN

Naschen erlaubt! Mandeln enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für Energie sorgen und das Immunsystem stärken. Grosszügig vorhanden sind das Anti-Stress-Mineral Magnesium sowie die Fitmacher aus der Vitamin-B-­Gruppe. Zwölf Stück reichen fürs schnelle ­Doping zwischendurch und enthalten nur circa 70 Kalorien.

TOMATEN

Mit oder ohne Mozzarella und Basilikum – der Paradiesapfel gehört zum Sommer. Er enthält viel Kalium, das den Wasserhaushalt und die Säure-­ Basen-Balance reguliert, sowie Lycopin. Der Farbstoff schützt die Zellen und gilt als Wunderwaffe gegen die vorzei­tige Hautalterung. Besonders gut wird der Wirkstoff aus gekochten und ver­ arbeiteten Tomaten – etwa Tomaten­sauce oder -­püree – aufgenommen.

* Betty Bossi ist eine Ringier-Beteiligung. Fotos: Michael Wissing, AT Verlag, Aarau und München (1)

FEIGEN

Frisch vom Baum und vollreif geerntet schmecken sie zuckersüss. Da heisst es zugreifen! Reichlich Ballaststoffe bringen eine träge Verdauung in Schwung, Mineralstoffe und Vitamine der B-Gruppe versorgen die Zellen mit Energie. Die Saison ist kurz, doch wir feiern im Herbst ein Wiedersehen mit der getrockneten Variante. Der Wasseranteil ist weg, nicht aber die wertvollen Aktivstoffe.

BEEREN

Ob Heidelbeeren oder Himbeeren, davon kann man essen, so viel man will – und verträgt. Sie sind kalorienarm, reich an entschlackendem Kalium und an Ballaststoffen, die die Verdauung anregen. In beiden stecken hochkarätige Antioxidantien, wobei die Heidelbeere, vor allem die wild wachsende, die Himbeere klar übertrifft.

gemüsebeet

FenchelAvocadoSalat

Spitzenköchin tanja Grandits serviert einen muntermacher im Glas.

SÜSSKARTOFFEL

Die längliche Knolle, die in der orientalischen und südamerikanischen K��che sehr beliebt ist, enthält alle wichtigen ­Vitamine und auch das Multitalent Zink. Ein Manko des Spurenelementes kann unter anderem zu weissen Flecken auf Nägeln und zu Haarausfall führen, ebenso zu Depressionen oder Störungen des Immunsystems.

lachs und co.

Das Beste für Herz, Hirn und Haut! Was fetten Fisch wie Lachs, Makrele oder ­Hering so wertvoll macht, sind die beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Wichtig für werdende Mütter: DHA trägt wesentlich zu einer gesunden Entwicklung von Hirn und Sehkraft des ­ungeborenen Babys bei. Aber auch Ekzeme, trockene Haut und Schuppen lassen sich damit mildern.

INGWER

Die brennend scharfe Wurzel fördert Durchblutung und Verdauung, sie wirkt antibakteriell und soll der Liebe förderlich sein. Ein paar Scheiben frischen ­Ingwer heiss übergiessen, ziehen lassen, pur trinken oder mit etwas Honig süssen.

ZUTATEN Salat Für sechs Gläser à 250 ml 2 Avocados, geschält, in Spalten geschnitten 2 Fenchelknollen, geschält und fein gehobelt 1 rote Zwiebel, geschält und fein gehobelt 2 Orangen, filetiert 1 Bund roter Basilikum, abgezupfte Blätter ZUbereitung Alle Zutaten in die Gläser schichten. ZUTATEN Vinaigrette 1 unbehandelte Orange, abgeriebene Schale und Saft ½ TL brauner Zucker 1 EL weisser Balsamico 5 EL Pistazienöl 3 EL gehackte Pistazien ZUbereitung Für die Vinaigrette alle Zutaten gut verrühren und über den Salat verteilen. alles klar

Fachliche Beratung Alexandra Marti-Moser, dipl. Lebensmittelingenieurin ETH

Im Glas gekocht – im Glas serviert. Tanja Grandits («Stucki», Basel). Erschienen im AT Verlag. at-verlag.ch


y t u a e b e l y t s

jean paul Gaultier

TUSCH-TUSCH

HaarReife trugen schon unsere Grossmütter, doch die schmucken stücke gehören noch lange nicht zum alten eisen. einem romantischen SommerKleid verleihen sie einen Hauch Nostalgie. Handgemachte Haarreife von Carmen Copenhagen, in Violett, rosa oder Lindgrün, je Fr. 139.–, bei Modestrom in Zürich. modestrom.com

Sommer-hit

Matte brillanz DIE SOMMERHITZE

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orth Kate Bosw

macht wenig Lust auf glänzenden Lippenstift oder Gloss. Gut, ist jetzt ein matter Mund en vogue – gesehen ­unter anderem auf dem Laufsteg bei Jil Sander und Victoria Beckham. Schau­spielerin und Trendsetterin Kate Bosworth, 29, ist auch hierbei mit von der ­Partie. Sie trägt ­einen zarten, glanzlosen Ton in Himbeerrot.

MASCARAS SIND ABSOLUTE BESTSELLER, WARUM sind sie so BELIEBT? Das erste Make-up-Produkt, das sich eine junge Frau kauft, ist eine Mascara, und der bleibt sie treu. Einfach die Geste, gross der Effekt! Mandelförmige Augen sehen mit Mascara noch schöner aus, kleine wirken markant grösser. WARUM TUSCHEN DIE MEISTEN FRAUEN BLOSS DEN OBEReN WIMPERNKRANZ? Es gibt zwar keine Regel, doch tatsächlich ist es so. Tuscht man den unteren Wimpernkranz, wirken die Augen kleiner, zudem riskiert man, dass Farbe auf die Haut abfärbt – was einen traurigen Blick gibt. Ich ziehe es deshalb vor, das Unterlid mit Lidschatten oder mit einem wasserfesten Konturenstift, den ich mit einem sehr feinen Pinsel auftrage, zu betonen. IM TREND SIND AUSSER TIEFSCHWARZ METALLISCHE TÖNE. WIE WENDET MAN SIE AN? Ich tusche die Wimpern mit Schwarz oder auch Braun. Mit den schillernden Tönen akzentuiere ich nur die Wimpernspitzen. Mutige verwenden denselben Mix für die Brauen. IHRE PERSÖNLICHEN TIPPS? Beim Schminken darauf achten, dass die mit Mascara verlän­gerten Wimpern das Oberlid nicht ­touchieren. Dazu den Spiegel tief halten und das Kinn hoch. Für einen atemberaubenden Augen­aufschlag gilt folgender Tipp: zuerst wimpernverlängernde Mascara auftragen, ­einen Augen­blick warten und danach die ­Härchen mit einer Volumenmascara verdichten. Effektvoller geht es kaum! Sind die Härchen fein, tusche ich sie mit horizontalen ZickzackBewegungen. ysl-parfums.com

Fotos: Imaxtree (1), Dukas (1), Inge Jurt (1)

Heiligenschein

REDAKTION Laura Catrina, Annette Frisch

Kopfschmuck

VIER FRAGEN ZUm thema MASCARA AN FRED LETAILLEUR, MAKE-UP-ARTIST VON YSL.


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Beauty-secretS

Penélope Cruz

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GLÜCK in der Liebe, ein herziges BéBé und Erfolg im Beruf – Klar, dass die Schauspielerin strahlt.

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Fotos: Dukas (4), Superbild (1), Ascot Elite (1), GAB Gardens (1)

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Redaktion Annette Frisch

Penélope Cruz und Pedro Almodóvar sind das perfekte Team (2). Der renommierte spanische ­Re­gis­seur holt die Schauspielerin 1997 vor die Kamera. Ihr erster internationaler Erfolg ist sein oscargekröntes Werk «Todo sobre mi madre» (1999). Mühelos schafft die Actrice den Übergang vom Spanischen zum Englischen: 2009 holt sich die Madrilenin den Oscar als ­beste Nebendarstellerin in der Komödie «Vicky ­Cristina Barce­ lona» von Woody Allen (7 + 8). K ­ ürzlich stand sie erneut vor Allens Kamera. A ­ nfang August kommt die romantische Komödie «To Rome with Love» in unsere Kinos, in der die 38-Jährige die Prosti­ tuierte Anna verkörpert (5). Privat bleibt Cruz ihren Wurzeln treu und heiratet 2010 klamm­ heimlich ihren spanischen Schauspiel-Kollegen J­ avier Bardem (4). Ein Jahr später kommt Sohn Leo zur Welt. Als wichtig für ihre Schönheit bezeichnet die Beauty die mediterrane Kost mit viel Gemüse und Früchten (3) sowie genügend Schlaf und die wöchentliche Maniküre. Lancôme ­kürt die Spanierin 2010 zur Botschafterin fürs 20-Jahr-Jubiläum des Erfolgsduftes Trésor (1). Ihr Lieblings­lippenstift ist Lancômes L’Absolu Nu in der F­ arbe Beige de Soie (6).


stylebeauty

BEAUTY-NEWS

KLÄREND

Anti-Aging-Pflege für eine glatte, straffe Haut. Beruhigende Aromen fördern das Wohlbefinden: Overnight Repair Serum, DERMALOGICA, Fr. 95.–.

Einfach aufsprühen – und die Haut von Gesicht, Dekolleté und Rücken wird reiner, klarer: Dermo Purifyer Active Konzentrat, EUCERIN, Fr. 22.90.

MULTIFUnKTIONAL

VIELSEITIG

GLAMOURÖS

Dank mineralischen Filtern schützt der Puder die Haut und tönt sie zudem zart: Bronzing Duo Powder Compact SPF 15, CLARINS, Fr. 48.–.

Der Puder zaubert eine gesunde Bräune ins Gesicht und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit: Super­balanced Powder Bronzer, CLINIQUE, Fr. 57.–.

Sanfte Beige- und Brauntöne sowie ein Hauch Gold verleihen dem Teint ein verführerisches ­Strahlen: Soleil Tan de Chanel, CHANEL, Fr. 80.–.

AUSGLEICHEND

LUXURIÖS

straffend

Die aufhellende Creme gleicht das Feuchtigkeitsmanko der Haut aus und verleiht ihr Leuchtkraft: Cyber White Creme, ESTÉE LAUDER, Fr. 86.–.

Ein Tiegel enthält zwei Millionen Stammzellen der Lancôme-Rose, die die Haut in der Tiefe regenerieren: Absolue L’Extrait, LANCÔME, Fr. 450.–.

Zarte Feuchtigkeitscreme mit einem schützenden Meerespflanzenextrakt für glatte Haut. Anti-Falten Fest & Straff Nachtpflege, olaz, Fr. 15.90.

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REDAKTION Annette Frisch

NACHTAKTIV

Adressen Seite 102

GESICHT


n e n n i w e g e styl

verlosung!

23 SETS VON La Prairie SI STYLE VERLOST 23 SETS VON LA PRAIRIE IM WERT VON JE 396 FRANKEN. JEDES SET ENTHÄLT DREI SONNENSCHUTZPRODUKTE SOWIE EIN BERUHIGENDES UND REVITALISIERENDES AFTER SUN AUS DER BRANDNEUEN SONNENKOLLEKTION IN ELEGANTEM WEISS UND SILBER. UV-Schäden. Um die Haut nach dem Son­ nenbad zu revitalisieren, gibt es Soothing After Sun Mist Face und Body zum Auf­ sprühen. Die Formel befeuchtet und be­ ruhigt die Haut.

SO NEHMEN SIE TEIL Rufen Sie an ­ nter Tel. 0901 560 090 (Fr. 1.– pro Anruf u ab Festnetz), und nennen Sie Namen und Adresse. Oder senden Sie eine Post­karte (keinen Brief) mit Ihrer ­Adresse und Tele­

fonnummer an: SI Style, La Prairie, Post­ fach, 8074 Zürich.

EINSENDE- UND ANRUFSCHLUSS ist der 23. Juli 2012. Gewinnerinnen wer­ den schriftlich benachrichtigt. Keine Bar­ aus­zah­lung. Der Rechtsweg ist aus­ge­ schlos­sen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von La Prairie und der Ringier AG sind nicht teilnahmeberechtigt.

Foto: Geri Born

La Prairie steht für hochwertige Kos­­ me­­tika. UV-Filter, Antioxidantien, Feuch­tig­ ­keitsspender sowie der ­Exclusive Cellular Complex schützen und regenerieren die Haut und wirken gegen vorzeitige Haut­ alterung. Zarte Texturen machen die An­ wendung von Sun Protection Lotion Body SPF 30 und Emulsion Face SPF 30 zum Ver­gnügen. Der hand­liche Ultra Protec­ tion Stick Eye/Lip/Nose SPF 40 schützt besonders exponierte Hautpartien vor


stylebeauty Heitere Aussichten! TEXT Annette frisch

sonne: wohltat fürs gemüt, strapaze für die Haut. das tut ihr gut – REGENERIERENDE COCKTAILS.

reparieren Spannt die Haut, so bietet Thermalwasser aus der Spraydose Erste Hilfe. Im Gegensatz zum austrocknenden Leitungswasser enthält es hautberuhigende und pflegende Inhaltsstoffe. Eine lang anhaltende Wirkung, aber auch einen Soforteffekt erzielt man mit Hyaluronsäure. Den Feuchtigkeitsspender par excellence findet man in Lotionen zum Aufsprühen oder in Cremes und Masken in Kombination mit antioxidativen, reparierenden und regenerierenden Ingredienzen. beruhigen Ist die Haut rund um die Augen gereizt und zeichnen sich Fältchen ab, wirken Cremes mit kühlenden und aufbauenden Aktivstoffen Wunder. Kompressen mit Augentrost (z. B. von Dr. Hauschka) lindern Rötungen und Schwellungen.

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kanebo Sensai Cellular Performance Hydrachange Mist, Fr. 99.–.

clarins Hydra Quench Cream-Gel, Fr. 59.–.

vichy Eau thermale Spray, Fr. 12.–.

WAS ES IST

WAS ES IST

WAS ES IST

Pflegespray für ­durs­tige Haut. Nach dem Sonnenbad anwenden, in trockenen Klima­zonen oder auf Langstreckenflügen.

Intensiv hydratisierende Pflege für normale und Mischhaut.

Thermalwasser mit hautberuhigender Wirkung, anzuwenden zum Beispiel nach dem Sonnenbad.

VERSPRECHEN Hyaluronsäure führt der Haut ein Maximum an Feuchtigkeit zu, ein ­dezenter Pflaumen­ blüten­duft mit zusätz­ lichen Noten von ­Sandelholz, Rose und Jasmin unterstützt die pflegenden Eigenschaften.

ANWENDUNG Nach Bedarf aufsprühen. Auch unterwegs über das Make-up.

VERSPRECHEN Das erfrischende Creme-Gel verschmilzt sogleich mit der Haut. Hyaluronsäure und ein Extrakt aus der Rinde des madagassischen

VERSPRECHEN

ANWENDUNG

Dank seinem Reichtum an Mineralien und Spurenelementen wirkt Vichy-Thermalwasser hydratisierend, regenerierend, anti­­ oxidativ und ent­zün­ dungs­hemmend. Eisen aktiviert die Sauerstoff­ ver­sorgung der Zellen.

Morgens und abends. Für eine inten­sivere Wirkung unter dem Cream-Gel das Zweiphasenserum aus derselben Linie auftragen.

Jederzeit, wenn die Haut spannt, gerötet oder gereizt ist, ebenso vorbeugend.

Katafraybaums spenden Feuchtigkeit. Gleichzeitig wird die Talg­ produktion reguliert.

ANWENDUNG

Fotos: Inge Jurt (1) Adressen Seite 102

geniessen Wer im Urlaub ans Meer fährt, packt ein After-Sun-Produkt ein und verwöhnt sich damit abends von Kopf bis Fuss. Doch auch Daheimgebliebene geniessen die wohlig warmen Sonnenstrahlen und stellen bald mal fest, dass sich die Haut verändert – positiv wie negativ. Hautunreinheiten klingen kurzfristig ab, weil UV-Strahlen austrocknend wirken. Gleichzeitig kurbelt die ­Sonne die Talgproduktion an, sodass später Pickel umso ­heftiger blühen. Normale Haut wird markant ­trockener, dehydrierte beginnt zu schuppen und rötet sich. Längerfristig überfordern UV-Strahlen das hauteigene Reparatursystem, Falten kerben sich ein, und Pigmentflecken verunmöglichen ein natürliches Strahlen des Teints. Fazit: Sonnen­ anbeterinnen frönen ihrer Leidenschaft am besten mit Mass und legen sich ein paar Extras zu, die auch bei herbstlicher Blässe Wirkung zeigen.


dior prestige Satin Revitalizing Firming Mask, Fr. 199.–.

 ORIGINS MegaMushroom Skin Relief Face Mask, Fr. 68.–.

RODIAL Dragon’s Blood Eye Gel, Fr. 69.–.

WAS ES IST

was ES IST

WAS ES IST

Sechs einzeln verpackte Anti-Aging-Vlies­ masken, grosszügig getränkt mit einem revitalisierenden und festigenden Cocktail.

Regenerierende und besänftigende Maske für empfind­ liche Haut aus der Linie Dr. Andrew Weil for Origins.

Schnell wirkendes, ­angenehm kühlendes Gel für die Augenpartie.

VERSPRECHEN

VERSPRECHEN

Der reichhaltige Nektar der Rose-Satine und der tropischen ­Kniphofia entspannt und regeneriert ­strapazierte Haut.

Die Maske versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, schwarzer Bambus ­beruhigt sie. Basilikum, Kardamom und ein Pilzkomplex lindern Rötungen und mildern Flecken.

ANWENDUNG Die Maske aufs Gesicht legen und geniessen oder die drainierende Massage­technik von Dior anwen­den. Nach zehn Minuten das Vlies entfernen.

VERSPRECHEN Das reparierende Gel legt sich wie eine ­schützende Schicht auf die Epidermis. Es reduziert Rötungen und besänftigt sensible, gestresste Haut mit Rosen­wasser, Arnika und feuchtigkeitsspendender Hyaluronsäure.

ANWENDUNG ANWENDUNG Zweimal wöchentlich oder wann immer die Haut gerötet und gereizt ist.

Zweimal täglich oder nach Bedarf.


An nettes Tage buch IM paradies AUF DER SUCHE NACH DEN DUFT­ NOTEN VON LANCÔMES NEUEM PARFUM. und ZAUBERHAFTE MAKE-UP-Farben für den HERBST.

PRETTY WOMAN! Ich bewundere Julia Roberts, hatte

mal kurz Gelegenheit, ihr direkt gegenüberzustehen, und freue mich auf ein Wiedersehen. Eine internationale Journalistenschar erwartet den Star in der Villa Ephrussi de Rothschild an der Côte d’Azur, übrigens einer der Schauplätze von «Never Say Never Again», dem letzten Bond-Film mit Sean Connery. Wir promenieren durch den atemberaubend schönen Garten – zuweilen übertönt das Quaken der Frösche unsere Stimmen – und entdecken nach und nach die Ingredienzen von «La vie est belle». Dies der Name des neuen Parfums von Lancôme, der passender nicht sein könnte. Dann der mit Ungeduld e­ rwartete Auftritt der Ikone: Hinreissend wie immer ihr Lachen, doch

Fotos: Gerry Born (1), Sarah Maurer (1)

stylekolumne


e­ twas in ihrem Gesicht irritiert mich … «La vie est belle», auch am folgenden Tag. Zur Präsentation der Pflegeneuheiten kurven wir in eine Villa hoch über Villefranche-sur-Mer (montleuze.com) und lunchen fürstlich im mittelalterlichen Städtchen Eze ­(chateaueza.com) mit Blick aufs Meer. Liebend gern würde ich jetzt hierbleiben, statt am Wochenende im Büro Berge abzu­ tragen, die sich in meiner Abwesenheit auftürmen.

«I LOVE PARIS», schwärmt Tom Pecheux. Besonders wenn

er zusammen mit dem Starmodel Constance Jablonski durch die Stadt schweift und sich von den Farben und der nächtlichen Stimmung inspirieren lässt. «Gerade in Krisenzeiten muss man Charakter zeigen und darf durchaus etwas verrücktspielen», so der Creative Make-up Director von Estée Lauder, der mich schmunzelnd mit den Worten «Ich habe für Sie einen dunkelroten Lippenstift kreiert!» begrüsst. Danke, Tom! Auch die ­Farben der Lidschatten und Nagellacke sehen verlockend aus. Wir reisen am Vorabend an. Das bietet Gelegenheit für ein ­Diner im «Costes» an der Rue Saint-Honoré (hotelcostes.com). Die Location ist wunderschön, die Bedienung ebenfalls, doch arrogant und ineffizient, das Essen hingegen schmeckt exquisit.

ZU BESUCH BEIM MAGIER Lloyd Simmonds heisst

er, ist Creative Make-up Director bei Yves Saint Laurent und ­präsentiert in Paris die Herbstneuheiten. Dies, während der Sommer noch auf sich warten lässt. «Ausschlaggebend für die Kreation der neuen Lidschattenfarben war ein heftiger morgendlicher Regenguss in Brasilien, gefolgt von Sonnenschein. Plötzlich präsentierte sich die Natur sehr intensiv, ja geradezu magisch», schwärmt Simmonds, der diesen Herbst auf Khaki­ töne setzt, die er mit Gold und Silber akzentuiert und damit ­ausdrucksvolle Smoky Eyes malt. Die Begegnung mit dem Meister ist kurz. Schon sitze ich wieder in der Limousine in Richtung Flughafen. In Paris weiss man nie, ob der Transfer eine oder zweieinhalb Stunden dauert.

Annette Frisch über den wenig alltäglichen Alltag als Beauty-Redaktorin bei SI Style.


styletop five

beauty

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ausprobieren, hingehen, staunen: was derzeit für gesprächsstoff sorgt.

in der stadt auf Trab

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Für einen perfekten Ganzkörper-UV-Schutz braucht es die Menge von sechs Esslöffeln Creme. Feiertag für einen Longseller es darf ein bisschen Luxus sein Maquillage-­Produkte sind trendig und entsprechend kurzlebig. Nicht so Touche Eclat von Yves Saint Laurent. Der Zauberstift, der Makel optisch überspielt und den Teint zum Strahlen bringt, feiert seinen 20. Geburtstag mit einer Luxusausführung. Kreiert wurde der Bestseller von Terry de Gunzburg, die einst mit Monsieur Saint Laurent die dekorative Kosmetik entwickelte. Inzwischen hat die Erfolgreiche ihr eigenes Label By Terry. ysl-parfums.com

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BEWEGUNG tut bekanntlich gut, besonders an der frischen Luft und begleitet von Profis wie Dave Baucamp und Benjamin Bachmann. Genau das bietet Urban Training in Basel, St. Gallen, Winterthur und Zürich an. Man joggt, erklimmt Treppen, steigt über Parkbänke, entdeckt dabei Sehenswürdigkeiten und legt sich danach für das Cool-down auf eine Wiese. Mitmachen ­können alle ab 18. Bedingung: funktionale Kleidung und eine Flasche Wasser. urban-training.ch

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potztausend 4500 PRODUKTE von über vierzig Herstellern, attraktive Preise und eine schnelle Lieferung. Darüber freuen sich Beauty-Freaks und die drei Inhaber, die den Onlineshop PerfectHair.ch vor fünf Jahren gründeten. Die Palette der Haarprodukte reicht von American Crew über Joico, Kérastase, Kevin Murphy, Redken bis Wella. Erhältlich sind zudem Nagellacke von OPI, Parfums, Make-up und die Pflege von Dermalogica. perfecthair.ch

Fotos: F1 Online (1), Avenue Images (1)

immer mit der ruhe Als zu eng geschnürte Korsetts den Frauen den Atem raubten, pflegten sie am Riechfläschchen zu schnuppern, um wieder auf die Beine zu kommen. Das moderne Korsett heisst Stress, das natürliche Gegenmittel Lavendel. er wirkt bei Nervosität und Schlaf­ störungen Wunder. und als Tee fördert er die Verdauung. Aveda hat mit den blauen Blüten einen Retter in der Not kreiert: Stress-fix im Mini­flakon à 7 milliliter. Kurz mit dem Applikator über die Innenseiten des Handgelenks streichen und tief einatmen … aveda.ch

REDAKTION Annette Frisch

das blaue wunder


y t u a e b e l y t s Seidenzart TEXT Laura catrina

Im Sensai Select Spa im Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken wird die Haut luxuriös verwöhnt. Einem Grandhotel gebührt ein Spa der Extraklasse: Der japanische Kosmetik­ experte Kanebo führt im «Victoria-Jung­ frau» im Berner Oberland seit 2010 sein weltweit einziges Sensai Select Spa. Die Produkte für die exklusiven Gesichts- und Körperbehandlungen basieren auf dem Extrakt der Koishimaru-Seide – eine der kost­barsten und ältesten Seidenarten. Koishimaru, der «kleine Schatz», wird

von der Kaiserfamilie noch heute als Staatsgeschenk überreicht. Hinter seidenen StoffWänden liegt der Eingangsbereich des Spas. Wäh­ rend man in diesem einnehmenden Ko­ kon auf sein Treatment wartet, bekommt man mit freundlich-zurückhaltender Geste einen Grüntee serviert – die Ent­ spannung stellt sich darauf von allein ein.

Im Behandlungsraum des Sensai Select Spa.


Anlage

Die grosszügige Pool-Landschaft.

Das Victoria-Jungfrau Spa umfasst auf 5500 Quadratmetern eine Schwimmhalle, ein warmes Aussenbecken, ein Dampfbad, einen 250 Quadrat­meter grossen Sauna­bereich, ein Fitnessund Health-Center sowie das Espa Spa, das ebenfalls Schön­heitsbehand­lungen anbietet. Die sechs Behandlungsräume des Sensai ­Select Spa sind ­in angenehm hellen, warmen ­Tönen gestaltet – ganz ­japanisch eben.

durch­geführt und beginnen mit ­einem Voll- oder Fussbad, das einen Wirkstoff aus heissen Quellen in Japan ­enthält. Nach einer Doppel­ reinigung und -befeuchtung werden traditionelle Mas­ sagetechniken angewendet, ­welche die Wirkstoffe tief in die Haut ­einschleusen. Die Koishi­maru-Seide spendet dabei, einem Depot gleich, ­kontinuierlich Feuchtigkeit. Die Treatments kosten zwischen 160 und 350 Franken.

Specials Entspannen auf der Terrasse.

Grand Hotel Victoria-Jungfrau.

Schlemmen im Restaurant La Terrasse.

Behandlungen Sensai (bedeutet «feines, ­weiches Gefühl») ist der Name der Premium-Produkte von Kanebo. Die Behand­ lungen werden, einer Tee­ zeremonie gleich, nach genau vorge­gebenen Schritten

Das luxuriöseste Angebot, das Signature-Treatment ­«Indulgence in Silk», steigert den Feuchtigkeitsgehalt der Gesichtshaut um 250 Prozent, den der Körperhaut um bis zu 95 Prozent. Kosten: 495 Franken (3 Stunden).

Sensai Select Spa, Hotel Victoria-Jungfrau, Höheweg 41, 3800 Interlaken, Tel. 033 828 27 30. victoria-jungfrau-spa.ch


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Fotos: Diego Alborghetti (1), Maurice Haas (1)

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stylehoroskop

+++ Skorpion: bitte recht freundlich +++ Steinbock: Juhui, schmetterlinge im Bauch!

das grosse sommerhoroskop Erfolgserlebnisse beflügeln uns in diesem Sommer, gleichzeitig müssen aber auch faire Lösungen gefunden werden! Dank Jupiter und Uranus sind wir auf allen Ebenen inspiriert, was besonders in beruflicher Hinsicht ­spürbar wird. Freiheit ist ein grosses Thema. Alle, die sich lange angepasst und untergeordnet haben, möchten nun eigene Entscheidungen treffen und ­ihren persönlichen Weg gehen. Die Frage nach dem Sinn und eine schöne Portion Mut eröffnen neue Perspektiven, der Spassfaktor darf ­jedoch keines­falls fehlen. Im August schwingt Mars sein Zepter und fordert ­Klarheit! Gewinnerinnen sind diejenigen, die mit viel Verantwortungs­ bewusstsein ihre Ziele verfolgen und konsequent dabeibleiben. Der Gerechtigkeits­gedanke spielt dabei eine grosse Rolle, und wer sich für den Weg des geringsten Widerstands entscheidet, wird scheitern. Fazit: ­Packen Sie die ­Situationen, die Sie herausfordern, beherzt an. Das ist besser, als

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BARBARA MAURER Die Astrologin ist Fachmitglied SAB und erstellt für SI ­Style das Horoskop. Termin und Auskünfte zu Ihrem persön­lichen Horoskop unter Tel. 041 370 71 49.

Foto: Inge Jurt

selbst hart angepackt zu werden und den Kürzeren zu ziehen!


+++ Zwillinge: lust auf heldentaten +++ Krebs: etwas mehr gelassenheit +++ Waage: Weiter so!

Widder

Stier

Zwillinge

Krebs

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

21. 3. –  20. 4.

Ein Sommer in Begleitung eines wohlgesinnten Mars verspricht Abenteuer, Feuer und gute Stim­ mung! Die bessere Variante ist wohl, Ihr Temperament in rau­ schen­den Liebesnächten aus­zu­ leben, statt mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Diplomatie und etwas Feingefühl helfen ­Ihnen, Ihr feuriges Temperament im Zaum zu halten. Singles hin­ gegen zeigen sich siegessicher und gehen direkt auf ihr Ziel los. Geizen Sie nicht mit Ihren Reizen, denn nur wer wagt, der gewinnt.

Geld und Job

Sie lieben die Herausforderung und wollen mit allen Mitteln Ihre Ziele erreichen. Achten Sie auf jede Kleinigkeit, denn es sind gerade diese, welche Sie ausbremsen kön­ nen. Wutausbrüche kommen nicht gut an, versuchen Sie es mit Taktik und Durchhaltevermögen. Jupiter steht Ihnen zur Seite, und es ­gelingt Ihnen manches, was sonst mit grossen Schwierigkeiten ver­ bunden wäre. Fairplay sollte aber auch bei Ihrem Tempo ein unge­ schriebenes Gesetz bleiben! Ge­ rade in Sachen Finanzen ist Trans­ parenz von grösster Wichtigkeit.

Wohlergehen Wo viel Feuer ist, können Ent­ zündungen aller Art bestens ge­ deihen. Sei es Halsweh oder ein ­Magen-Darm-Infekt, gönnen Sie sich die nötige Zeit der Genesung und Regeneration. Danach steht einem ausgedehnten Work-out nichts mehr im Weg, im Gegenteil; oft entsteht nach körperlicher An­ strengung wieder geistige Klar­ heit; diese fördert ein ganzheit­ liches Wohlbefinden. Bleiben Sie vorsichtig, ein Zuviel an Action schürt die Unfallgefahr!

21. 4. –  20. 5.

Die erste Hälfte des Sommers ist erfüllt von einem sanften und beruhigenden Liebeslied. Frei von ­inneren Stürmen, geniessen Sie die Stunden zu zweit. Singles liegen entspannt im Schatten, ­ aber nicht ohne mit einem Auge nach möglicher Beute Ausschau zu ­halten. Mars weckt Ihre Lebens­ geister im August, und unerle­ digte Angelegenheiten drängen nun auf einen Entscheid. Dank Mitgefühl und Sanftmut gelingt es Ihnen, den richtigen Ton zu fin­ den, und nach einem reinigenden ­Gewitter scheint immer wieder die Sonne!

Geld und Job

Ihre Kreativität und Sensibilität bringt Ihnen in finanzieller Hinsicht keinen wirklichen Erfolg. Lassen Sie die Finger von riskanten Trans­ aktionen, auch Alltagsausgaben sollten gut überlegt sein. Im Au­ gust gelingt es Ihnen schliesslich, sich aus unbequemen Situationen zu befreien. Spielen Sie im Job nicht ständig Mutter Teresa, denn nur allzu gern werden Sie von ­Ihren Kollegen förmlich ausgenutzt. Wird eine Änderung unumgäng­ lich, entscheiden Sie sich mög­ lichst emotionslos! Sachlichkeit ist für die Stier-Frau eine Heraus­ forderung in diesem Sommer.

Wohlergehen Was Sie im Kopf haben, haben Sie nicht in den Füssen! Dieses Sprich­ wort gilt im Guten wie im Schlech­ ten. Körperliche Ertüchtigung und Gesundheit kann man nicht erzwingen. Es sind Prozesse, die zuerst einer Standortbestimmung und danach eines sorgfältigen Handelns bedürfen. Ein geschun­ dener Körper ist nicht bereit, Höchstleistungen zu vollbringen.

21. 5. –  21. 6.

Gute Zeiten für die Liebe! Ab und zu sind Sie zwar etwas verwirrt, doch die Zeit schenkt Ihnen Sicher­ heit und Vertrauen. Was jetzt Ein­ lass in das Zwillinge-Herz findet, hat Substanz und Bestand. Eine feste Partnerschaft darf ohne ­Zwischentöne genossen werden. Ihre gute Laune wirkt ansteckend, und mit Ihrem Charme verführen Sie das Männerherz. Unbeschwert und sonnig zieht der Sommer an Ihnen vorbei, und so manch schö­ nes Gefühl darf in den Herbst mit­ genommen werden.

Geld und Job

22. 6. –  22. 7.

Da brodelt es ganz schön, und es fällt Ihnen nicht leicht, Streit zu ­vermeiden. Eine etwas dickere Haut würde Sie davor schützen, sich nicht ständig verletzt zu füh­ len. Im August entspannt sich alles wieder etwas, und Sie sehen die Dinge gelassener. Wer bei jedem potenziellen Partner nur immer das Haar in der Suppe sucht, wird letztlich allein zu Hause Däumchen drehen. Kein Mann ist perfekt, und gerade seine Ecken und Kanten machen ihn zum eroberungs­wür­ digen Objekt. Behandeln Sie ihn so, wie Sie selbst gern behandelt werden möchten!

Wichtige Gespräche und Ver­ handlungen meistern Sie mit links! Ihre Zuversicht wirkt ansteckend und fördert das Betriebsklima ­ungemein. Falls Sie mit dem Ge­ danken spielen, eine Weiter­­bil­ dung oder Umschulung in Angriff zu nehmen, bietet sich die Som­ mer­zeit förmlich dafür an. Ein be­ gonnenes Studium kann in kür­ zester Zeit beendet werden, die Zwillinge-Frau ist reif für kleine Heldentaten. Auch Ihre finanziel­ le Lage zeigt steil nach oben; Sie dürfen ruhig eine grössere An­ schaffung in Betracht ziehen.

Geld und Job

Wohlergehen

Wohlergehen

Auch die stärkste Frau hat ihre Schwächen. Sie sollten Ihrer Emp­ findlichkeit Rechnung tragen. Schon ein kalter Luftzug kann einer zu viel sein. Achten Sie auf Ihre Zähne! So manche Krankheit wur­ zelt in einer Zahnfleischentzün­ dung. Fröhliche Stunden mit g ­ uten Freundinnen und sportliche Betä­ tigung tun Ihnen gut. Sie b ­ lühen förmlich auf und erkennen einmal mehr, dass Sie keine Einzelgänge­ rin sind.

Manchmal tut es gut, seinem ­Ärger Luft zu machen und tüchtig auszurufen. Aber danach ist gut. Überspannen Sie den Bogen nicht, und zügeln Sie Ihre schlechte Laune. Ein gutes Betriebsklima ist ­genauso viel wert wie das Salär Ende Monat. Verwöhnen Sie sich selbst, das hebt Ihre Stimmung. Schulden zu machen, ist nicht rat­ sam, denn eine Gehaltserhöhung ist momentan nicht in Sicht. G ­ eben Sie sich kompromissbereit, und die Welt ändert sich!

Venus verführt in jeder Hinsicht, leider auch zu Übertreibungen in kulinarischer Hinsicht. Das ist Ihrer Bikinifigur nicht förderlich, und schon wieder möchten Sie sich in der Schmollecke verkrie­ chen. In jeder Buchhandlung gibt es zahlreiche Tipps für konstruk­ tive Lebensgestaltung. Suchen Sie sich ein lauschiges Plätzchen, und lesen Sie sich in ein positives und wunderschönes Leben hinein. Alles, was Früchte tragen soll, ­beginnt bei Ihnen.


stylehoroskop

+++ stier: sachlich bleiben +++ schütze: einsatz zeigen +++ Wassermann: vorteile nutzen

Löwe 23. 7. –  23. 8.

Jungfrau

24. 8. –  23. 9.

Waage

Skorpion

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Ein Liebessommer mit grossen Gefühlen lockt! Mars und Venus sind Ihnen wohlgesinnt. Aber Ach­ tung: Die Konkurrenz schläft nicht. Eine andere Frau will Ihnen Ihren Partner ausspannen, seien Sie auf der Hut. Allzu viel Bequemlichkeit ist Gift für eine Beziehung, und Besitzansprüche treiben Männer aus dem Haus. Zeigen Sie sich selbstbewusst und attraktiv, auf dass er aufpassen muss, dass kein Nebenbuhler eine Chance hat.

Tausend Versprechungen – und nichts wird eingehalten. Machen Sie Ihrem Ärger endlich Luft, und glauben Sie nicht alles! Folgen Sie Ihrer Sehnsucht, und wagen Sie sich an längst fällige Veränder­un­ gen. Sie sind eine selbstbewusste Frau – oft etwas zu genau –, doch gerade Ihre Eigenheiten machen Sie liebenswert. Ewiges Nörgeln an Ihrer Person sollten Sie sich nicht länger gefallen lassen. Ge­ hen Sie mit viel Selbstvertrauen und einer Portion Neugier in einen neuen Lebensabschnitt!

So eine Glückssträhne hatten Sie schon lange nicht mehr! Der Juli gibt Ihnen genügend Rückhalt, zu ändern, was geändert werden muss. Geben Sie sich einen Ruck, es wird sonst nicht besser. Neue Beziehungen sollten erst einge­ gangen werden, wenn Altes auf­ gearbeitet worden ist. In festen Partner­schaften müsste nun das eine oder andere geklärt werden, und mit ein bisschen Fantasie bläst Ihnen ein neuer, zärtlicher Sommer­ wind entgegen.

Die lieben Beziehungen! Wer ku­ scheln will, muss freundlich sein. Ihr Ego ist momentan sehr schnell verletzt, und Sie reagieren gereizt und eifersüchtig. Zuerst sollten Sie bei klarem Verstand heraus­finden, ob Ihre Gefühle richtig sind. An­ sons­ten ist eine dicke Entschuldi­ gung fällig. Singles verspüren eine besondere Sehnsucht nach Nähe und sind daher schnell bereit, eine Beziehung einzugehen. V ­ ergessen Sie aber nie: Sie sind kein Kuschel­ tierchen für eine Nacht.

Geld und Job

Geld und Job

Geld und Job Sie sind auf Kurs! Momentan ma­ chen Sie alles richtig. Ihr Verhand­ lungsgeschick und Ihre Tatkraft werden bald zum Erfolg führen. Doch aufgepasst: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Jemand sägt gewaltig an Ihrem Stuhl. Bewahren Sie Haltung, und gehen Sie kon­sequent Ihren eigenen Weg. Diplomatie und Fairness helfen ­Ihnen dabei. Grössere Ausgaben sind gute Investitionen für die Zu­ kunft. Achten Sie auf Qualität, und gehen Sie nicht auf Schnäppchen­ jagd. Denn Letzteres entspricht ­Ihrer Mentalität überhaupt nicht.

Wohlergehen Gruppendynamik, Gesellschaftsund Strategiespiele lieben Sie über alles. Ihre Grosszügigkeit und Ihr taktisches Vorgehen verhelfen Ihnen zu manchem Sieg. Sie mö­ gen es, den Lorbeerkranz zu tra­ gen, und sind versucht, auf einem errungenen Sieg auszuruhen. Faulheit steht Ihnen nicht gut; überwinden Sie sie, und statten Sie dem Fitnesscenter wieder ein­ mal einen Besuch ab. Nein, draus­ sen ist es nicht zu heiss, und Sie sind auch nicht zu gestresst – kurz, es gibt keine Ausrede!

Geld und Job Auch im Job werden Entschei­ dungen fällig, und Sie sind gefor­ dert, Ihre Position zu vertreten. Es gibt Zeiten, da kann man sich nicht ­absichern, sondern muss das ­Leben als Risiko begrüssen und sich zugestehen, dass man auch einmal einen Fehler machen darf! Ihr F ­ inanzhaushalt ist dank Ihrer Genauigkeit intakt – vielleicht gönnen Sie sich wieder einmal ­etwas Schönes. Ein bisschen Ego­ ismus kann nicht schaden.

Wohlergehen Ihrer Lust nach einer sinnvollen ­Betätigung, einem intelligenten Hobby können Sie durchaus frö­ nen, wenn Sie dabei die Lebens­ freude nicht ganz aussen vor lassen. Jedes Training, jede An­ strengung bedarf einer Motiva­ tion, und diese ist letztlich mit Freude oder Gemeinschaftserleb­ nissen verbunden. In der Gruppe fühlen Sie sich wohl, Einzelunter­ nehmungen machen Sie eher lau­ nisch und unzufrieden. Versuchen Sie, im Sommer Lust und Pflicht­ gefühl in der Balance zu halten.

24. 9. –  23. 10.

Mit viel Elan und Selbstvertrauen haben Sie alles gegeben, und doch sitzt hin und wieder der Wurm drin. Es liegt nicht an Ihnen! Gehen Sie weiter Ihren Weg, und lassen Sie sich durch nichts einschüchtern. Die Zeit wird ihre Früchte hervorbringen. In der V ­ ergangenheit sind Sie sehr locker mit den Finanzen umge­ gangen, und diese Fehler müssen nun beglichen werden. Ein kon­ sequenter Sparplan wird aber ­helfen, die Durststrecke in kurzer Zeit zu überwinden.

Wohlergehen Durch viel Power und Einsatz kön­ nen nun schöne Trainingserfolge erzielt werden! Wenn da nicht im­ mer der kleine Teufel im Nacken das Gegenteil möchte. Sie ­müssen sich überwinden und sich selbst Ziele setzen. Mit Ihrer Neigung zu Übergewicht tun Sie sich nichts Gutes, wenn Sie einfach nur her­ umsitzen. Viel Zeit an der frischen Luft und wärmende Sonnen­ strahlen erhellen Ihr Gemüt, und die eine oder andere zusätzliche Schwimmrunde kann in Angriff ­genommen werden.

24. 10. –  22. 11.

Gibt es finanzielle Ungereimthei­ ten, oder schuldet Ihnen jemand Geld? Kümmern Sie sich jetzt ernsthaft darum, und gehen Sie sachlich vor. Mit Ihrem Tempe­ rament, das auch mal ziemlich ­zynisch sein kann, sollten Sie eher geizen. Bleiben Sie sachlich, und üben Sie sich in Toleranz. Stellt sich aber heraus, dass Ihr Tätig­ keitsfeld nun wirklich nicht mehr zu Ihnen passt, ziehen Sie einen Strich darunter, und suchen Sie sich eine neue Herausforderung! Jeder V ­ ertrag sollte in diesem Sommer besonders gründlich durchgelesen werden.

Wohlergehen

Momentan benötigen Sie viel Ruhe. Schaffen Sie sich einen Aus­ gleich zwischen Nähe und Distanz, bevor Sie Ihre Liebsten schroff zu­ rückweisen. Lange Spaziergänge im Wald wirken oft Wunder. Ord­ nen Sie dabei Ihre Gedanken, und atmen Sie tief ein. Die Zeit eignet sich auch gut für eine Änderung ­Ihrer eher schlechten Gewohnhei­ ten. Falls Sie allein nicht zurecht­ kommen, suchen Sie sich Unter­ stützung in einer Gruppe!


+++ jungfrau: egoismus ist gefragt +++ fische: auf höhenflug +++ löwe: schluss mit faulenzen!

Schütze

Steinbock

Wassermann Fische 21. 1. –  19. 2.

20. 2. –  20. 3.

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Liebe und Gefühle

Gehen Sie mit Bedacht neue Wege! Sie sind sehr übermütig und neigen dazu, das Kind mit dem Bad auszuschütten. Sowohl in langjährigen Beziehungen wie auch bei Frischverliebten – Sie müssen hin und wieder einen Gang zurückschalten. Nicht jeder will gleich zum Traualtar geschleppt werden. Mit Ihrer Offenheit ernten Sie einerseits viel Lob, anderer­ seits laufen Sie Gefahr, sich der ­Lächerlichkeit preiszugeben.

Können Sie sich vorstellen, wo Sie in zehn Jahren leben werden? Sie sind Ihres Glückes eigener Schmied, und eine langfristige ­Pla­­nung passt gut zu Ihrem Wesen. Lieben heisst aber nicht, einen Leis­ tungsausweis zu erbringen, son­ dern sich die Erlaubnis zu geben, seine Gefühle auszuleben. Wenn Sie Ihren Traumprinzen treffen, ge­ niessen Sie die Schmetterlinge im Bauch, und überfallen Sie ihn nicht sofort mit Ihrem K ­ inderwunsch!

Geld und Job

Geld und Job

Plötzlich taucht wie aus dem Nichts eine Rivalin auf und bringt Sie völlig aus dem Konzept. Gros­ se Eifersuchtsszenen nützen Ihnen gar nichts. Vielleicht überlegen Sie sich einmal, wie oft Sie Ihrem Liebsten gesagt haben, dass Sie ihn lieben? Möglicherweise ist Ihre Partnerschaft in letzter Zeit einfach so vor sich hingedümpelt, und jetzt bekommen Sie die ­Quittung dafür. Noch ist nichts ­verloren, aber etwas Anstrengung tut nun not.

Die Fische-Frau kann jetzt eroti­ sche Höhenflüge erleben. Neptun stimuliert die Fantasie und Mars die Libido. Ihre sinnlichen Erleb­ nisse übersteigen alles, was Sie bis anhin erlebt haben, doch Sie tun gut daran, auf dem Boden der Reali­tät zu bleiben. Die Liebe des Lebens entwickelt sich mit der Zeit und darf nicht mit einer heissen Nacht gleichgestellt wer­ den. Benutzen Sie Ihre stark ent­ wickelte Intuition; die hilft Ihnen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Sie wissen, dass es sich jetzt lohnt, Einsatz zu zeigen. Verlangen Sie aber von anderen nicht mehr, als Sie selbst zu geben imstande sind. Kritik trifft Sie härter als sonst. Sie tun gut daran, sich eine dicke Haut zuzulegen und nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Was Sie sich jetzt beruflich konsequent ­erarbeiten, wird sich später aus­ zahlen. Auch im finanziellen Be­ reich ist es sinnvoll, etwas auf die hohe Kante zu legen, um sich zur gegebenen Zeit das leisten zu können, was Ihr Frauenherz be­ gehrt!

Richten Sie Ihren Blick auf das Machbare, und engagieren Sie sich. Ihre berufliche Belastbarkeit ist gross, aber leider auch Ihre Konfrontationsfreude. Treiben Sie es nicht zu weit, denn letztlich sind Sie diejenige, die schnell verletzt ist. Was Sie jetzt anpacken, wird später Früchte tragen. Eine sorg­ fältige Zukunftsplanung ist sicher sehr vernünftig. Geiz ist geil! Die­ ser Satz könnte von Ihnen stam­ men – Grosszügigkeit macht aber sicherlich glücklicher!

Geld und Job

Geld und Job

Aus jeder Richtung winken Wachs­ tumsmöglichkeiten und Vorteile, die genutzt werden wollen. Sie schwimmen auf einer Welle des Erfolgs – greifen Sie zu, wenn man Ihnen Aufstiegsmöglich­ keiten anbietet! Ihre originellen Pläne helfen Ihnen weiter und ­werden fürstlich honoriert. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, ­einen Neuanfang zu starten, neh­ men Sie sich genügend Zeit, den Vertrag gründlich zu studieren. Ein Traum wird in Erfüllung gehen!

Unzufrieden im Job? Etwas stimmt seit längerer Zeit nicht mehr. Bis anhin haben Sie Ihre schlechten Gefühle mit Shoppingtouren be­ schwichtigt, doch diese schaden nur Ihren Finanzen. Nehmen Sie Ihren Mut zusammen, und zeigen Sie Missstände auf. Sie werden ­erstaunt sein, dass Sie mit Ihrer Wahrnehmung keinesfalls allein sind. Wenn alles etwas zu viel wird, machen Sie besser Urlaub und ­beginnen danach gestärkt von Neuem. Für einen Jobwechsel ist es nicht die richtige Zeit.

23. 11. –  21. 12.

Wohlergehen Da Sie sehr belastbar sind, dürfen Sie sich auch etwas zumuten. Ihr Körper benötigt viel Energie, und die sollten Sie sich mit entspre­ chendem Krafttraining verschaf­ fen. Seien Sie aber stets konzen­ triert, sonst laufen Sie ­Gefahr, sich bei einem Miss­geschick unnötig zu verletzen. Kleine Wehwehchen bedürfen besonderer Beachtung, denn ohne gute Pflege könnten sie eine Eigendynamik entwickeln, die Sie später sehr viel Zeit und Aufwand kostet.

22. 12. –  20. 1.

Wohlergehen Sie haben sich in letzter Zeit nicht geschont, und das macht sich jetzt unangenehm bemerkbar. Kopfschmerzen und Migräne sind nicht einfach nur eine Last, bei ­Ihnen hat beides sehr viel mit Überforderung zu tun! Hohe An­ sprüche an sich selbst zu stellen, ist sicherlich nicht falsch, doch in diesem Sommer müssen Sie sich etwas zurücknehmen. Flexibilität lautet das Zauberwort: Ein beweg­ licher Geist wohnt in einem be­ weglichen Körper. Die Folge da­ von – Sie werden es bald zu spüren bekommen –, sind deutlich weni­ ger Probleme mit Ihrem Rücken.

Wohlergehen Mit Leichtigkeit schaffen Sie jede Hürde, Ihre Batterien sind voll, und an jeder Party sind Sie ein gern gesehener Gast. Achten Sie auf Tenuevorschriften. Mit Ihrer Fan­ tasie bringen Sie es ohne Weiteres fertig aufzufallen, auch wenn Sie dies gar nicht unbedingt möchten. Nach allzu üppigem ­Feiern droht Ihnen ein zünftiger Kater, der an der frischen Luft ­Besserung ­erfährt. Auch wenn für Sie eine g ­ esunde Lebensführung eher b ­ ieder wirkt, tun Sie gut ­daran, eine solche hin und wieder in Betracht zu ziehen.

Wohlergehen Sie sind momentan besonders sensibel und nehmen viele Eindrü­ cke auf, die Sie verwirren. Um Ihr Nervenkostüm besser zu schützen und alles zu verarbeiten, helfen Musikmachen oder -hören, Malen und Meditieren. Es ist nun wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und Rückzugsmomente zu schaf­ fen. Errichten Sie in Ihrer Wohnung einen Platz, der dafür geeignet ist. Dieser sollte nur Ihnen gehören; machen Sie Ihre Liebsten darauf aufmerksam, dass Sie dort keines­ falls gestört werden möchten.


e l y t s s star auf diesen seiten 110 Matteo Thun Auf Capri geniesst der Architekt La dolce vita in einer umgebauten Fattoria +++++++++++++++++++ 118 Hidden Champ Actrice michelle Monaghan im Porträt +++++++++++++++++++ 120 Coco & Co. Vips verLiebt am Arbeitsplatz +++++++++++++++++++ 122 Monaco Feiern mit dem Fürsten und dabei gutes tun +++++++++++++++++++ 124 Liebe Etc. für alle felle? +++++++++++++++++++

Foto: Dukas

santigold lautstark Santi White hat ihr Alter Ego gut gewählt. Die Sängerin

heimst als Santigold Lob und Edelmetall ein. Gerade erschien ihr zweites Album «Master of My Make-Believe», auf dem die US-Amerikanerin Stile und Genres bunt zusammenwürfelt. Ihren individuellen Mix lebt die 35-Jährige auch in Sachen Mode aus. An einer Award-Verleihung erschien sie mit Bastkappe (Burberry Prorsum), Patchwork-Jacke und Mustern auf Fingernägeln und Hosen.

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stylestars

s端sses nichtsthun

AUF CAPRI hat der italienische STAR-ARCHITEKT MATTEO THUN zusammen mit SEINER FAMILIE EINe EHEMALIGE fattoria hoch 端ber dem Meer zu einer Casa Delizia umgebaut.


mehrere terrassen befinden sich auf dem steilen Hanggrundst체ck. Diese hier, ein schattiges Pl채tzchen, wird umrankt von bl체henden Bougainvilleen.

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stylestars

“Der Blick auf den Horizont hypnotisiert mich.” Matteo Thun

Die Boccia-Bahn liegt geschützt unter einem Laubengang. Den Spalieren entlang ranken Zitronen, davor wachsen Olivenbäume.


Postkartenmotiv Die ber端hmten Faraglioni-足 Felsen liegen direkt unterhalb der Casa Thun.

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stylestars

Text  Christine Marie Oppelt

Eines war von Anfang an klar: Dieses Haus, gelegen am felsigen Hang hoch über Capris Marina Piccola, sollte kein Showroom werden. «Es ist unser Fami­lien­ haus», erklärt Susanne Thun, die ­Ehefrau von Matteo Thun, entschieden. Darum sind die Arbeiten an dem alten G ­ emäuer, die inzwischen seit zehn Jahren andauern – gerade erst entstand ein Anbau für Gäste –, ein Gemeinschaftsprojekt. Auch die beiden erwachsenen Söhne Constan­ tin und Leopold helfen mit, wenn sie vor Ort sind, denn das ­An­wesen ist nur zu Fuss über mehrere hundert Stufen zu erreichen. Alles, was ins Haus soll, muss hinaufgetragen werden. Es bedarf also einer perfekten Planung, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Das kommt Susanne Thun entgegen: Die Stylistin ist ein wah­ res Organisationstalent. «Ich habe von Anfang an vieles an die Hand genommen, weil Matteo oft unterwegs ist», sagt sie. So entwarf sie die Einbauten und Schränke,

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in denen alles nach einem ausgeklügelten, platz­sparenden System aufbewahrt wird. Selbst im weissen Esstisch wurden versteckte Schubladen für Servietten und ­Besteck eingebaut, damit bei Bedarf beides schnell zur Hand ist. Schliesslich möchte man sich hier, an einem der schönsten Flecken am Mittelmeer, nicht mit Alltäglichem abgeben müssen.

“Ein Stadthaus kann nie so viel Seele ­entfalten wie ein Haus am Meer.” Matteo Thun «Die Läuterung beginnt bereits in ­Neapel», erzählt der viel beschäftigte ­Designer und Architekt Matteo Thun. Wenn er dem Flieger aus Mailand ent­ stiegen ist, wo der aus Bozen stammende Südtiroler ein Studio mit mehr als fünfzig Angestellten besitzt, bringt ihn bereits das kurze Gespräch mit dem Taxifahrer in Ferienstimmung. Die anschliessende Überfahrt nach Capri beschreibt er als «mentale Befreiung». Trotz den vielen Verpflichtungen gelingt es der Familie

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Thun während der Sommer­monate min­ destens jedes dritte Wochenende hierher­ zukommen. «Und im Juli gönnen wir uns immer vierzehn Tage», sagt der Designer. Das Inselleben der Familie folgt f­esten Ritualen: Am 1. April gehen sie das erste Mal im Jahr im Meer baden, an ­Allerheiligen das letzte Mal. Regel­mässig ziehen die Männer aus – zum Klippen­ springen, zum Klettern in den Kalk­stein­ felsen oder zu Schwimm­ausflügen in ver­ borgene Grotten. Ansonsten lässt man die Tage ­genüsslich vorüberziehen und geniesst den Infinity-Pool, die kleinen Terrassen, Nischen und Ecken rund um das in Rosso pompeiano gestrichene Haus. Da ist etwa das Open-Air-Esszim­ mer unter einer grünen Laube und flan­ kiert von pinkfarbenen Bougainvilleen oder die Sitzecke mit einem bequemen ­Eisensofa. Die Cabana hoch über dem Pool spendet tagsüber Schatten und gibt abends die perfekte Szenerie für einen Sundowner ab. Nicht zu vergessen die Boccia-Bahn, die zwischen Zitronenund Olivenbäumen angelegt wurde. Über ihr baumelt eine elektrifizierte Bambus­ laterne, damit das Spiel auch bei Nacht noch weitergehen kann, wenn das Zirpen der Grillen die Insel umhüllt wie ein im sanften Wind tänzelnder Schleier.

Fotos: Manuel Zublena / GMA Images

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1 Matteo Thun lebt und arbeitet in Mailand. An den Wochenenden und in den Ferien legt er seine Alltagskluft ab. 2 der Esstisch steht unter einer Laube mit herrlichem Blick auf die Marina Piccola, den südlichen Anlegeplatz der Insel. 3 neben dem haus befindet sich der Infinity-Pool. Oberhalb lädt eine kleine Cabana zum Träumen ein. 4 von der cabana aus lässt sich das Ballett der Luxusjachten auf dem tiefblauen Mittelmeer wunderbar verfolgen. 5 In der küche wurde eine Wand mit typisch süditalienischen Fliesen geplättelt. Ein venezianischer Lüster spendet Licht. 6 das bett im Schlafzimmer wird von prächtigen Ikat-Stoffen geschmückt. 7 leichtigkeit im offenen Wohnbereich: Strahlendes Weiss trifft auf bunte Sommerfarben, modernes Design verbindet sich mit traditionellem Handwerk.


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DAS BOULE-SET besteht aus sechs Stahlkugeln mit je 7 cm Durchmesser und ­einem Gewicht von 550 g. Mit Ziel­kugel und Holzbox, Fr. 122.–. biber.ch

prunkstück

DER KRONLEUCHTER «Tredo» wurde aus elfenbeinfarben patiniertem Eisen hergestellt und mit klaren Kristallen behängt. 70 cm Durchmesser, ca. Fr. 5050.–. domicil.de

netzwerk

HOCKER aus der Kollektion «Re-Trouvé» von Patricia Urquiola. Aus lackiertem Stahl, 45 × 45 cm gross, ohne Kissen ca. Fr. 405.–. emu.it

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ZUM VERLIEBEN schön ist das «Capri Needlepoint Pillow». Es wird mit reiner Wolle bestickt und hat eine Rückseite aus Samt. 23 × 30 cm, ca. Fr. 117.–. jonathanadler.com

REDAKTION Christine Marie Oppelt

königsmacher


Matteo Thun

Bunt und fröhlich, so mag es der Architekt auf Capri

bilderbogen

WIE VIELSEITIG Matteo Thun ist, zeigen seine Aquarelle, die als Pigmentprint erschienen sind. «Villa Capri» ist auf hundert Stück limitiert und kostet ab Fr. 280.–. lumas.ch

standpunkt

IN DEN FÜNFZIGERN entwarf Aldo Londi die Keramikserie «Rimini Blue», die noch immer produziert wird. Vasen in verschiedenen Grössen, Preise auf Anfrage. bitossiceramiche.it

balanceakt

ruheplatz

DEN HOCKER «Tam Tam» ­ esignte Matteo Thun aus d ­Polyethylen; er ist für drinnen und draussen geeignet. 56 × 35 × 26 cm, ca. Fr. 162.–.

AUCH ALS Schaukelstuhl macht der «Eames Plastic ­Armchair» eine gute Figur. Der Klassiker aus Polypropylen und verchromtem Stahl wurde auf Kufen aus Ahornholz ­montiert. Ca. Fr. 540.–. cairo.ch

magisdesign.com

meisterwerk

Fotos: Manuel Zublena / GMA Images (1)

bella figura

DIESE KERZENLEUCHTER zaubern Ferienstimmung. Sie sind aus buntem Glas in 30 cm, 41 cm und 55 cm Höhe zu haben. Je nach ­ Grösse Fr. 19.95, Fr. 24.95 oder Fr. 29.95. interio.ch

JACQUARD «Ikat» ist aus Baumwolle, Leinen und Seide gewebt. Sein prächtiges Muster wurde asiatischen Vorlagen nachempfunden. 145 cm breit, der Meter kostet ca. Fr. 300.–. dedar.com


stylestars

Michelle Monaghan

In Hollywood drängen alle ins Rampenlicht – sie nicht. Die Schauspielerin hat die Kunst perfektioniert, in nebenparts zu brillieren. Das brachte ihr nun eine Hauptrolle ein.

Text Sherin HAfner

Oooh, Aah, Mhmm Das animalische Stöhnen eines Paares beim Sex wird dem Publikum im Action-Drama «Machine Gun Preacher» im Gedächtnis bleiben. Michelle Monaghan und Gerard Butler treiben es in einem alten amerikanischen Schlitten, und es hätte die beschlagenen Scheiben, ihren hochgeschobenen Mini, den Schweiss und das verschmierte Makeup gar nicht gebraucht, damit man ihnen die Gier abnimmt. Nun gibt es sicher schlimmere Einstiegsszenen für eine Actrice als den Ritt auf Gerard Butler, 42. Derart unbeschönigt schaffen es aber die wenigsten, nicht billig rüberzukommen. Michelle Monaghan zählt zur raren Gattung von Schauspielerinnen, die trotz ihrer Attraktivität – die US-Amerikanerin arbeitete früher als Model und ziert heute noch Magazine – unprätentiös wirken. In «Machine Gun Preacher», dem neusten Film des Schweizers Marc Forster, mimt die 36-Jährige Lynn Childers, die Ehefrau von Sam Childers, einem Ex-Biker und Knasti, der zu Gott findet und seinen Kreuzzug gegen die Grausamkeiten im Sudan antritt.

Abonniert auf Nebenrollen Als Gattin von Tom Cruise in «Mission: Impossible III» sowie «Mission: Impossible – Ghost Protocol» blieb sie im Hintergrund. In «Source Code» unterstützte sie Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal und in «Eagle Eye» Shia LaBeouf, der in jeder Lebenslage auf sie zählen konnte. Nur wenige Hollywood-Diven haben den Mut, sich bewusst für den Part neben ­einem jeweils grösseren Star zu entscheiden. Die Beauty tut genau das mit Bravour. Ihr Name auf einem Plakat lockt vielleicht keine Millionen Zuschauer ins Kino; ihre Beständigkeit und die Charaktere, die sie verkörpert, aber eine loyale Fan-Gemeinde. Die Kunst, sich im Schatten eines anderen zu sonnen, verschafft Michelle Monaghan einen Vorteil im ­hart umkämpften Showbusiness. Sie gilt als heimliche Gewinnerin im Poker um interessante Rollen. Diverse hochkarätige Kollegen schlagen sie als «supporting ­actress» vor: Sie sorge dafür, dass man selbst glänze und dank der eindeutigen Fokussierung das Beste aus sich raushole. Im Schatten blühen können nur besonders souveräne Geschöpfe. Sie verschwenden wenig Energie mit der Selbstdarstellung, sondern konzentrieren sich lieber auf das Wesentliche, wie

Miss M ­ onaghan, und arbeiten mit Regisseuren wie Marc Forster, Sofia Coppola, Ben Affleck, Adrian Lyne. Diese Positionierung ist aber mitnichten cooles Kalkül. Sie entspricht vielmehr Michelles Naturell. Das Mädchen aus einem 850-Seelen-Dorf in Iowa blieb bodenständig. Seit zwölf Jahren (davon sieben verheiratet) ist sie mit dem australischen Grafik-Designer Peter White zusammen. Tochter Willow Katherine kam 2008 zur Welt. Solche Skandalfreiheit wird von den amerikanischen Medien selten goutiert. So stellt die Mimin, die Journalismus studiert hat und die Be­ dürfnisse der Branche kennt, die Presse mit Häppchen aus ihrem Privatleben zu­frieden. Man erfährt, dass sie an Hautkrebs erkrankt war, dass sie eine Schwäche für luxuriöse Unterwäsche hat und dass sie lieber einen Truck steuert, als joggt. Warum wir Michelle Monaghan mögen? Weil sie auf einer Party zwar nicht der Mittelpunkt sein wird, aber diejenige, mit der man sich am Ende am liebsten unterhalten haben wird, da sie ehrlich an einem interessiert scheint. Obwohl man zu einer Frau wie ihr gern und überraschend rasch offen und aufrichtig spricht, braucht man keine Angst um seine Geheimnisse zu haben. Kurz: Sie ist die Idealbesetzung als beste Freundin.


“Ob Tausende von Kilometern entfernt oder gleich um die Ecke – man kann einem Menschen immer helfen.� Michelle Monaghan

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stylestars Schatz am arbeitsplatz TEXT Sherin Hafner

Wie lernen viel beschäftigte Promis einen partner kennen? Mit links – sie stellen beim Schaffen die Antennen auf Empfang.

Lily  26 Aldridge,

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen ist ein löblicher Vorsatz. Kings-of-Leon-Rocker Caleb Followill verbindet lieber beides. Der Sänger sah Lily Aldridge an seinem Auftritt während eines Festi­ vals. Danach engagierte er das Model für ein Video und machte die Schöne zu seiner Frau. Prompt agierte Interior-Designer James Con­ ran, als er Coco Rochas Apartment dekorierte. Heute ist das Paar ver­ heiratet und residiert chic in New York City. Wer auf der Leinwand oder im TV turtelt, verknallt sich gern auch abseits ineinander. Ge­ rade ist das Emma Stone und Andrew Garfield, Kirsten Dunst und Garrett Hedlund sowie Nina Dobrev und Ian Somerhalder passiert. Übrigens: Für Normalos ist das Büro die erfolgreichste Dating-Börse.

Caleb , 30 Followill

filmset fussballp

latz

Augenschmaus Gefunkt hat es

am Sommerfestival zwischen dem Sänger und dem Dessous-Model. Es folgten ein Videodreh, die Hochzeit und nun das erste Baby.

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kirsten DUnst, 30 Garrett HEdlund, 27

Sara Carbonero, 28 Iker Casillas, 31

filmreif Ihre Küsse vor der Kamera dürften süss geschmeckt haben. Die Akteure lernten sich beim Dreh des Kerouac-Klassikers «On the Road» näher kennen. Offizielle Premiere ihrer Liebe und des Streifens war im Mai in Cannes.

volltreffer Seine schönste Trophäe ist

die Frau an seiner Seite. Nach dem WMSieg 2010 hielt der Goalie des spanischen Nationalteams um die Hand der Sport­ reporterin an. Nach der Euro soll diesen Sommer endlich Ja gesagt werden.


hausbesuc

h

Konzert

eh

Carey Mulligan, 27 Marcus Mumford, 25

Coco Rocha, 23 James conran, 31

Nina Dobrev, 23 Ian Somerhalder, 33

musikalisch Der Musiker und der Lein-

aufgemöbelt Das kanadische Model ­ ngagierte den britischen Interiore Designer, um ihr Apartment einzurichten. Drei Monate später waren die beiden verlobt, mittlerweile sind sie verheiratet und wohnen am New Yorker Gramercy Park.

Zum Anbeissen Seit dem ersten Drehtag

wandstar trafen sich am intimen Konzert seiner Folk-Rock-Band Mumford & Sons in Nashville. Im April 2012 wurden sie ­Eheleute, getraut von seinem Vater in einer Scheune in der Grafschaft Somerset.

Fotos: Dukas (5), WENN (1), Dana Press (1), Photoshot (1), Gettyimages (1)

s e r i e n-d r

reitstall filmset

für die Serie «The Vampire Diaries» sind die TV-Schätzeli unzertrennlich. Ob leger am Musikfestival, adrett an der AwardVerleihung oder glamourös an der MetGala: Das Duo ist einfach süss!

dreharbei

ten

Emma stone, 23 Andrew Garfield, 28

Athina Onassis, 27 «Doda» de Miranda NEto, 39

Sam Taylor-Wood, 45 Aaron Johnson, 22

heldenhaft Einen Superhero als Freund

auf trab Das Glück dieser Erde liegt

zeitlos Fast ein Vierteljahrhundert Alters­ unterschied trennt die Liebenden. Kein Problem, finden die Künstlerin/Regisseurin und der Mime. Sie hatte ihn für die Hauptrolle im Film «Nowhere Boy» gecastet. Zwei Mädchen krönen ihre Beziehung.

will wohl Emma Stone. Die Schauspielerin schnappte sich Andrew Garfield, ihren Leinwandkollegen und den Titelhelden aus «The Amazing Spider-Man». Nun sind sie ein echtes Superpaar in Hollywood.

auf dem Rücken der Pferde. Springreiten ist die Leidenschaft sowie der Beruf der Ehegatten. Als 17-Jährige traf die Milliardenerbin den Brasilianer zuerst an einer Reitschule in Belgien, dann an Turnieren.


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stylekolumne LIebe etc. ami oder Bell-Ami

Hollywood ist auf den Hund gekommen Be­ sonders kinderlose Schauspielerinnen werden vermehrt mit e­ inem Bell-Ami gesichtet. Oscar-Gewinnerin Hilary Swank, 37, spaziert von Los Angeles bis Paris im LässigLook durch die Strassen mit mindestens zwei Vierbeinern

Foto: Sarah Maurer

Wir haben Nachwuchs Bekommen! Gleich mehrere Nachrichten mit diesem Inhalt landeten in den vergangenen Wochen in meinem Posteingang. Alle waren sie entzückend ­gestaltet, und man konnte aus jeder Zeile den Stolz des Ab­senders herauslesen. In Gedanken sah ich mich bereits in einschlägigen Läden stehen, Beissringe begut­ achtend, Strampler, Schoppen und Rasseln – bis ich das Foto im Anhang öffnete. Auf diesem lächelte mir kein BabyFace entgegen, sondern ein Hund. Zugegeben, die Welpen waren herzig. Rechnet man allerdings mit einem Bébé, dessen Ankunft sein «Mami» und sein «Papi» verkünden, sind eine Französische Bulldogge oder ein Riesenschnauzer ein irritierender Anblick. Warum wird ein Haustier derart vermenschlicht?, fragte ich mich. Könnte es eine Ersatz-Befriedigung sein? Und geht es für die frischgebackenen Hundebesitzer in einem gewis­ sen Alter gar darum, mit dem Kleinen die Generalprobe gut über die Bühne zu bringen, um dann bei der Premiere in der Eltern­rolle zu brillieren? Einiges deutet darauf hin. Schlaf­ lose Nächte zum Beispiel, die der noch nicht stubenreine Racker Frauchen und/oder Herrchen beschert. Winselnd und jaulend sitzt er vor der Schlafzimmertür, bis sie mit ihm nach draussen gehen. Um sich, kaum ist man wieder heimgekehrt, im Bett einzunisten; schliesslich will sein Bedürfnis nach Körperwärme befriedigt werden. Und weil der Liebling nicht allein gelassen werden kann, muss man die Party, zu der tout Zurich eingeladen ist, entweder sausen lassen oder eine Nanny engagieren. Dass Bello gesund ernährt, gepflegt und gestylt wird, passend zum eigenen Lebensstil, scheint selbstverständlich.


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an der Leine, die farblich stets mit ihrem Outfit harmoniert. Tamara Ecclestone, 28, bekennt, den schönsten Kuss ihres Lebens von ihrem ­Chihuahua Duke bekommen zu haben. Sie richtet dem Rasse-Typ in jeder ihrer R ­ esidenzen ein eigenes Spielzimmer ein. Zurzeit ist sie auf der Suche nach einer standesgemässen Lady, die dem kleinen Herzog Gesellschaft leisten soll. Bis dahin begleitet er sie zur Pediküre im Nobelkaufhaus Harrods und kriegt dort ab­gestimmt auf Tamaras scharfe Krallen die Nägel lackiert. Noch einen Schritt weiter geht ­Jennifer Aniston, 43. Die Actrice­liess sich den Namen ihres Corgi-Terriers täto­ wieren. Auf ihrem rechten Fuss prangt der Schriftzug «Norman». Ob ihr weisser Schäfer Dolly, Pitbull-Boxer Sophie oder ihr aktueller Lover Justin Theroux eifersüchtig darauf reagierten? Starke, erfolgreiche Frauen finden oft, die Beziehung zu einem animalischen Partner habe ihren besonderen Reiz. Einen Hund kann man dressieren; sie sagt, wo es langgeht, und er folgt brav. Auch gilt er als treuer Begleiter. Solange es ausreichend Futter sowie Streicheleinheiten gibt, wird er kaum d ­ avonlaufen. Zudem kann Frau sich den Gefährten ­aussuchen, den sie sich gewünscht und erträumt hat, wobei vor der Wahl gnadenlose Ehrlichkeit dabei hilft, nicht enttäuscht zu werden. Die Kernfrage lautet: Welcher Typ passt wirklich zu mir? Auch wenn Möpse noch so knud­ delig wirken – sie sind exzentrisch. Modische Mischungen wie der Schnudel (Schnauzer plus Pudel) sind kapriziös und verlangen viel Pflege. Der City-Queen, die auf hohen Hacken durch den Alltag schwebt, ist abzuraten vom hek­ tischen Galopp im Schlepptau von Windhunden. Und wer seinen Wauwau mit ­modischen Accessoires schmücken und in der It-Bag mittragen will, sollte auf Felllänge und Gewicht achten und von Afghanen ab­sehen. Sonst wird die Beziehung scheitern und beide mit gebrochenem Herzen zurücklassen. – Die Rettungsstation Cold Nose Warm Heart in Beverly Hills nimmt in Spitzen­zeiten bis zu zehn Schosshündchen pro Tag auf! Paris Hilton, Mitauslöserin der Chihuahua-Mania, sagt, jede Frau brauche drei Tiere: einen Nerz, einen Jaguar und einen ­Tiger im Bett. Einen Vogel hat sie ja schon.

Dr. Sherin hafner ist Redaktorin und PeopleExpertin von SI Style. sIE HAT PSYCHOLOGIE UND JUS STUDIERT.


e l y t s n i z a g a m

Foto: Warner Bros. Pictures

auf diesen seiten

christian bale

Play it again, chris «Als mich Regisseur Christopher Nolan 2004 anfragte, ob ich den Batman spielen wolle, brachte ich keine einzige Liegestütze zustande», erinnert sich Christian Bale, 38. Mittlerweile gilt der Oscar-­Gewinner als Chamäleon seiner Zunft, formt seinen Körper je nach Rolle. Für «The Dark Knight Rises» (Kinostart: 26. Juli) liess er prächtige Bizepse wachsen. Die braucht er auch, um die Bösewichte zu bodigen.

128 Kino Diane Kruger spielt marie Antoinette ++++++++++++++++++++ 132 Bücher lesetipps für die sommerferien ++++++++++++++++++++ 133 Multimedia ++++++++++++++++++++ 134 reisen Irland: eine insel macht grün ++++++++++++++++++++ 139 Auto peugeot 208 ++++++++++++++++++++ 142 Kochen gurkenschaumtraum ++++++++++++++++++++ 143 weinbar edler tropfen aus amphoren ++++++++++++++++++++ 144 geld Gewinnen Mit dem Golden Girl ++++++++++++++++++++ 146 Zeitgeist Miranda Kerr ++++++++++++++++++++

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stylefilm

pech gehabt, marie


Königin Marie Antoinette (Diane Kruger, Bild links) ahnt noch nicht, dass das Volk ihre Krone und ihren Kopf fordert.

In LES adieux à la reine ERZÄHLT uns MARIE ANTOINETTES VORLESERIN, WAS am königshof in versailles passierte, als die französische Revolution ausbrach – erst mal nichts.

Redaktion  Anita Lehmeier

der 14. Juli 1789 gehört zu den Da­ ten, die man uns im Geschichtsunterricht eingebläut hat: Das war der Tag, an dem die Französische Revolution begann, mit dem Sturm der erzürnten Pariser auf die Bastille. Was allerdings an diesem diesi­ gen Hochsommertag, einem Dienstag, am Hof von König Louis XVI. in Ver­ sailles passierte, hat man uns nicht er­ zählt. Das holt jetzt der Historienfilm «Les adieux à la reine» (ab 28. Juni im Kino) nach. Mit opulenten Bildern und fantastischen Kostümen, an Original­ schauplätzen gedreht, mit grossartigen Schauspielern besetzt und spannend wie ein Krimi aufbereitet.

Zugegeben, wir alle wissen, wie die Ge­ schichte ausging: tödlich für die Protago­ nisten. Das war ja bei «Titanic» schon so, und der bekannte Schluss ohne Happy End hinderte 355 Millionen Menschen weltweit nicht daran, ein Kino­ticket zu kaufen.

“Die Figur der Marie Antoinette ist wie für Diane Kruger gemacht.” Benoît Jacquot

AN diesem 14. Juli 1789, so erzählt es uns der Film von Benoît Jacquot, pas­ sierte am Hof von Versailles – nichts! Zumindest nichts Aussergewöhnliches.

In Paris war zwar die Hölle los, der Mob randalierte, doch in Versailles ahnte man noch nichts vom Aufstand der Massen. Denn der Königssitz lag rund 22 Kilo­ meter von Paris entfernt, damals ein sehr weiter Weg für die Überbringung von Nachrichten. Kein Wunder, herrschte an diesem Dienstagmorgen in Versailles business as usual. In der ersten Film­szene sehen wir, wie Sidonie (Léa Seydoux), die Vorleserin der Königin, in ihrer Kammer um sechs Uhr früh erwacht, aufsteht und sich ankleidet. Sofort eilt das hübsche Mädchen vom Lande, das dank seiner Sprachkenntnisse den begehrten Job am Hof ergattert hat, zu seiner geliebten Kö­ nigin, der kapriziösen Marie Antoinette (souverän: Diane Kruger). Als Erstes

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stylefilm

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3 4

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Fotos: Praesens-Film

1 Marie Antoinette (Diane Kruger, r.) verabschiedet sich von ihrer LieblingsHofdame (Virginie Ledoyen). 2 Der Hofstaat ist schockiert über die Intimität zwischen der Königin und ihrer Mätresse. 3 Sidonie (Léa Seydoux, l.), die Vorleserin der Königin, beobachtet den Aufruhr vor dem Schlosstor. 4 Die Ruhe vor dem Sturm: Gabrielle de Polignac (Virginie Ledoyen).

will diese von Sidonie vorgelesen be­ kommen, am liebsten etwas Frivoles. Bald stecken die beiden Frauen ver­ traulich die Köpfe zusammen, lesen im gleichen Buch und amüsieren sich präch­ tig. Bei dieser intimen Szene berauscht sich der Kameramann (preisverdächtig: Romain Winding) an der Schönheit und dem Sex-Appeal von Herrin und Diene­ rin, rückt D ­ ekolletés, nackte Schultern und rote Bäckchen des Duos ins beste Licht, von Léa Seydoux’ kecker Zahn­ lücke ganz zu schweigen. Die bildschöne, blonde, nobel blasse Kö­ nigin wird morgens, als die royale Welt noch in Ordnung scheint, stets in wei­ chem, goldenem Licht gezeigt und wirkt so wie ein entzückendes, fossiles Insekt, das in Bernstein gefangen ist – sehr sym­ bolträchtig. Diane Kruger gebührt nicht nur für ihre Schönheit, Coolness und Haltung Lob, die Deutsche mit Wohnsitz Hollywood spricht zudem ihre königliche Rolle selber, in astreinem Französisch. Anders als in vielen Historienfilmen, wie etwa Sofia Coppolas hochgelobtem

Pop-Punk-Märchen «Marie Antoinette» mit Kirsten Dunst in der Titelrolle, sehen wir in dieser französischen Produktion nicht nur die prunkvollen Gemächer und Parks der Royals, wir steigen mit Sidonie auch in das finstere, muffige Soussol von Schloss Versailles hinab, wo Heerscharen

“Ich flüchte nicht, ich verlasse Versailles nur als Königin!” Marie Antoinette von Bediensteten lebten und arbeiteten. Dort unten, in den Eingeweiden des Schlosses, brodelt die Gerüchteküche, erst lauwarm, dann immer heisser. Im Laufe des Tages verdichten sich die Ge­ rüchte zu Tatsachen: Das Volk hat die Bastille gestürmt und ist im Anmarsch auf Versailles. Und es will Blut sehen. Natür­ lich findet die Nachricht im Mikrokos­ mos des Königshofs, diesem schillernden

Planeten fernab vom harten Alltag, ihren Weg vom Untergrund in die Beletage und wird dem Königspaar hinterbracht. Dieses erkennt im Laufe der nächsten zwei Tage die Gefahr und denkt über Flucht nach. Doch die stolze Königin ist nicht bereit, sich bei Nacht und Nebel davonzustehlen. «Ich flüchte nicht, ich verlasse Versailles nur als Königin», lässt sie verlauten. Auch dass sie die Liste der 286 Namen von Verrätern anführt, die die Revolutionäre erstellt haben und die am 16. Juli bei Hof auftaucht, bringt Marie Antoinette nicht ins Wanken. Sie lässt die Hofschranzen aufmarschieren und verabschiedet sich vor versammelter Menge von ihrer Vertrauten, der Herzogin Gabrielle de Polignac (Virginie Ledoyen). Der Hofstaat, sonst keinem Vergnügen ab­geneigt, zeigt sich schockiert über das intime Adieu der beiden Frauen, das kei­ nen Zweifel an der Art ihrer Beziehung offenlässt. Marie Antoinette verliert noch die letzten Getreuen. Im Hintergrund raffen diese Schmuck, Möbel und Klei­ der zusammen. Jeder weiss, die Tage der Königin sind gezählt.


stylebücher weltenbummeln

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was brauchen sie Sälbeli und Tüechli im Handgepäck – ein gutes Buch erfrischt besser. 1 Übergepäck – WENN FRAUEN REISEN Donna Leon entwickelt kriminelle Ideen im Gotthardtunnel beim Zugreisen. Edith Wharton («Zeit der Unschuld») beobachtet zwei alte Freundinnen in Rom, die sich wegen ihrer gemeinsamen Jugendliebe in die Haare kriegen. Zwanzig Autorinnen nehmen uns mit auf grosse Fahrt. Maria Rinaldi (Hrsg.), Piper

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2 FReuD Das Reiseziel dieser Graphic Novel ist eine Region, die noch immer nicht restlos erforscht ist: das Unterbewusstsein. Leben und Werk von Sigmund Freud, dem Wiener Insektenforscher und Entdecker dieses Traumlandes, sind in kluge Texte und vielschichtig-versponnene Illustrationen eingedampft. Corinne Maier (Text), Anne Simon (Bilder), Knesebeck

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3 Skoda Auf knappen achtzig Seiten schildert der Lausanner Autor die Schrecken des Krieges, die Tücken des Zufalls und den Wert der Liebe. Eine Wucht von einem Buch, voller Schläge und Streicheleinheiten. Olivier Sillig, Bilgerverlag 4 coney island So bunt das Cover, so turbulent die Geschichten der Leute, die sich auf dem welt­ berühmten Rummelplatz tummeln. Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt! Katja Huber, Secession 6

5 4

5 Heute wegen Glück geschlossen Ob auf der Kinoleinwand oder zwischen Buchdeckeln, die luftig-leichten Liebesgeschichten des Parisers gehen runter wie Softeis! Patrice Leconte, Lübbe Ehrenwirth 6 das Blaue Büchlein. 366 vermutungen Genuss ist alles, was man nicht muss. – Präsent sein ist besser als perfekt. – Paris ist der einzige Ort, wo Intellektuelle gut aussehen. – Drei von kurzen 366 Sätzen, die lange zu denken geben. Niko Stoifberg, Lina Müller (Illustrationen), Der gesunde Menschenversand

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Bruno MacDonald, Moewig im Edel

8 Herr Merse bricht auf Ein frisch geschiedener Hornist sucht Erklärungen und findet auf Sylt eine neue Liebe. Karin Nohr, Knaus

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9 die Mechanik des herzens Ein Märchen, zartbitter wie Amaretti. Es handelt von einem Knaben mit einem Kuckucksuhr-Herz. Mathias Malzieu, Carl’s Books

REDAKTION Anita Lehmeier

7 luftgitarre Pool und Sandstrand sind ideales Test­gelände, um zu üben, wie man beim Abrocken so cool aussieht wie Bowie, Jagger, Prince oder Hendrix.


e l y t s a i d e m i t l mu Fliegen oder fahren CD

REDAKTION Anita Lehmeier

Gölä

«Ängu u Dämone» I und II: Auf zwei Alben zieht der unbeugsame Chef-Büezer die Bilanz seines wilden Lebens. Der Einfluss seiner Zusammenarbeit mit den Bellamy Brothers ist gut zu hören, denn Gölä solo tönt einiges rauer als in Begleitung von Freunden. Fazit: Gölä könnte ein VorzeigeRedneck aus den US-Südstaaten sein. ¬¬¬¬

dvd

cro

Der Deutschrapper mit der Pandamaske erobert die Herzen von Hip-Hopund Pop-Freunden gleichermassen im Sturm. Kein Wunder, sein Debüt «Raop» ist die perfekte Symbiose aus beiden Lagern mit einem Schuss Reggae: zum Mit­singen, Mitwippen und Mitfühlen, fürs Stadion genauso wie für die BalkonParty. ¬¬¬¬¬

patent ochsner

Auf «The Rimini Flashdown Part I» haben es Patent Ochsner angedeutet, mit «Johnny – The Rimini Flash­down Part II» werfen die Berner um Büne Huber nun jegliche lyrische Schwermut und den Weltschmerz ab, bleiben aber trotzdem hundert Prozent Patent Ochsner. Ein fröhliches Album voller Lebenslust. ¬¬¬¬¬

extrem laut …

… unglaublich nah, so die Erinnerung des neunjährigen Oskars (Thomas Horn, Bild) an 9/11. Er hat bei den Terror­an­griffen seinen Vater (Tom Hanks) verloren. Als der Junge einen Schlüssel findet, macht er sich quer durch New York auf die Suche nach dem Schloss, des Rätsels Lösung. Grosses Gefühlskino! ¬¬¬¬

drive

Das kleine Dänemark gilt seit Langem als grosse Kinonation, dank Filme­ machern wie Bille August, Lars von Trier oder Susanne Bier. Mit Nicolas Winding Refn betritt ein neuer vielversprechender Regisseur die Weltbühne. Sein «Drive» mit Ryan Gosling ist ein cooler Thriller, der Kunst und Kommerz verbindet. ¬¬¬¬


stylereisen

forty shades of green naturereignis, lebenseinstellung und seelenzustand zugleich – irlands nuancenreiches Grün macht die Insel am Golfstrom zum Sehnsuchtsort für Künstler und Individualistinnen.

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1 2 METROPOLIS SPEKTAKULÄRE MADRID KÜSTEN, SANFTE 1 HÜGEL, Gran VíaSTARKE mit demMENSCHEN 1911 eröffneten Metropolis1 Ein Blick aufs Meer von Dunquin Gebäude aus, am von westlichsten Jules und Ende R ­ aymond der Février. Halbinsel 2 PedroDingle ­Almodóvar, im County Spaniens Kerry. kreativster 2 Sarah Filmemacher Jessica Parker («Frauen mit Söhnchen am RandeJames. des N ­ ervenzusammenbruchs», Sie, ihr Mann Matthew ­«Matador»). Broderick und 3 Spaniens die Kinder Glamourverbringen und Ehepaar viel ZeitPenélope in ihrem Cruz Ferienhaus in K ­ ilcar und im Javier County Bardem. Donegal. 3 Filmstar Colin Farrell ist stolz auf seine irischen Wurzeln: «Ich liebe die M ­ elancholie und die Stärke meines Landes.»

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text ANNette könig

«Es ist nicht leicht, grün zu sein», sang einst Kermit der Frosch aus der «Muppet Show». Für die Iren ist nichts ­leichter als das. Grün war in der Geschichte des Landes schon immer die Farbe der irischen Freiheitskämpfer und in seiner Mythologie die Lieblingsfarbe des Feenvolkes und der «Leprechauns», der ­Kobolde. In der Natur entfaltet sich das Grün dank dem ­milden Golfstrom-Klima ganzjährig in all seinen Facetten: von den üppigen smaragdgrün beblätterten Rhododendren in den Gärten der Herrenhäuser oder der Kylemore Abbey über das leuchtende Grasgrün der Hügel von Kerry, auf denen Schafe w ­ eiden, bis hin zum weichen Grün der bemoosten Felsen am Ufer des Shannon River oder des Powerscourt-Wasserfalls und den ­satten Grün­ tönen der Hochmoore und Wälder in den Wicklow Mountains. Nicht umsonst schrieb Johnny Cash mit seinem Song «Forty ­Shades of Green» irische Musik-Geschichte. Überhaupt scheint die Grüne Insel ein unerschöpflicher Quell an Genialität und Krea­tivität zu sein. Mit nur 4,5 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt, hat Irland so viele weltberühmte Künstler hervorgebracht wie sonst kein anderes Land mit vergleichbarer Grösse. Die Insel gilt als Wiege der Literaten, Schauspieler und Musiker. In der St. Patrick’s Cathedral von Dublin kann man das Grab des Schriftstellers Jonathan Swift besuchen. In der


stylereisen

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Adel, Pub- und Pop-Kultur 1 Nobel-Herberge: das «Newport House» im County Mayo. 2 Das Clancy’s Pub in Cork gibt es seit 1824. 3 Hollywood-Star Jonathan Rhys Meyers lebt nach wie vor in seiner Heimat Cork. 4 Die berühmte Bibliothek des Trinity College in Dublin. 5 Fürst ­Albert von Monaco und Charlène in Newport. 6 Himmlisch schlafen im Ashford Castle. 7 Actrice Saoirse ­Ronan: Ihr gälischer Vorname heisst «Freiheit». 8 Bei Blarney Woollen Mills kauft man Aran-Pullis. 9 Das Hotel G in Galway gehört dem exzen­ trischen Hutdesigner Philip Treacy.

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Earl Street die Statue von James Joyce umrunden. Und in den Pubs kann man sich im «Warten auf Godot» üben wie einst Samuel ­Beckett. Auch berühmte Schauspieler der Neuzeit kommen aus Irland, etwa Liam Neeson, Saoirse Ronan, Pierce Brosnan und ­Colin Farrell. Und mit den Rock-Urgesteinen von U2, Bono und The Edge, den sphärischen Stimmen von Enya oder Sinéad O’Connor und dem Band- und Live-Aid-Konzert-Wohltäter Bob Geldof haben die Iren die internationale ­Musikszene geprägt. Auch die Kelly-Family gehört dazu. Und das nicht nur in ­musi­kalischer Hinsicht. Denn der Grossvater von Grace Kelly, John K ­ elly, stammte aus Drumilra bei Newport. 1887 verliess er sein Cottage, um in Philadelphia sein Glück zu suchen. Seine ­Enkelin fand es als erfolgreiche Hollywood-Schauspielerin und spätere Fürstin von Monaco. Ihr Sohn Albert besucht mit Ehefrau Charlène oft das Hotel Newport House, weil er sich im Heimatland seiner Mutter sehr wohl fühlt. Und ja, inzwischen offenbar auch sein Glück gefunden hat. Nicht umsonst gilt das irische Kleeblatt, grün auch es, international als Symbol des Glücks. Die meisten Besucher kommen in Dublin an Hier kann man bei einem «Literary Pub Crawl» und ein paar Gläsern Guinness auf vergnügliche Weise die Literaturgeschichte nachvollziehen, abends durch das bunte Szeneviertel Temple Bar schlendern, wo immer Livemusik zu hören ist, oder einen ­Ab­stecher zum Jachthafen von Dún Laoghaire mit seinem fast


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Highlands, HiGHTech & Historie 1 Das Glasnevin Museum in Dublin. 2 Peaches Geldof beim Flanieren in Dublin. 3 Die Kyle­more Abbey in Connemara. 4 Farben­frohe Fassa­ den in Eyeries, Cork. 5 Das tradi­ tionsreiche Literaten-Pub The Long Hall in Dublin. 6 «Dick Mack’s», Kult-­Pub auf der Halbinsel Dingle. 7 Die Kristall-­Manufaktur Water­ ford ist welt­berühmt. 8 Pferde­ rennen sind so irisch wie Bono, hier mit Ehefrau Alison Stewart auf dem Leopardstown Racecourse. 9 Luxussuite im «Dunbrody House» in Wexford.

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Fotos: Absolut Pictures (1), Dukas (5), Gettyimages (1), Intertopics (1), Vario Images (1), Look (1), Visum (1), Laif (1), Rainer Jahns (1), ­ Caro Fotoagentur (1), Look (1), Colourpress (1)

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­ editerranen Flair machen: Einsam bleibt man dabei nie. Denn die m Iren sind gastfreundlich, gesprächig und herzlich. Doch Dublin ist nicht Irland. Darum nichts wie raus aus der Stadt, Richtung ­Süden und einmal um die Insel rum. Entlang der Strände und Städtchen an der Ostküste, durch die Wildnis der Wicklow Mountains und die verwinkelten Gassen von Cork. Austern schlürfen am «Oyster Festival» in Galway, dem Zauber der mystischen ­Atmosphäre der Halbinsel Dingle erliegen und sich in einem der historischen Herrenhäuser einquartieren, für die die banale Kennzeichnung «Bed & Breakfast» mehr als untertrieben ist. Nicht nur weil das Am­biente meist herrschaftlich ist, sondern weil man hier auf eine persönliche Art und Weise verwöhnt wird. Das trifft auch auf das «Dunbrody House» in Wexford zu, dessen Hausherr Kevin Dundon zu den Starköchen Irlands zählt. Nicht umsonst besagt ein irisches Sprichwort: «Ein Fremder ist nur ein Freund, den man noch nicht kennt.» Wohl deshalb bewegt man sich als Reisende durch Irland, als wäre es ein bequemes Wohnzimmer, das die Natur in weichen Grüntönen ausgestattet hat. Nicht umsonst steht die Farbe Grün für Erholung und ­Harmonie. Sie entschleunigt, fördert Geduld, Toleranz und ­Ausdauer. Und spätestens, wenn man sich im Lachsfischen am Munster Blackwater versucht, beim Galopprennen in Curragh aufs falsche Pferd setzt oder auf einem der 300 Golfplätze steht und mit den Tücken des Greens kämpft, ist man der irischen­ Seele ein gutes Stück nähergekommen …

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stylereisen

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49 Zimmer und Suiten, DZ ab ca. Fr. 141.–. 6–8 Wellington Quay, Dublin, Tel. 1 407 08 00, theclarence.ie

Restaurants & Pubs Chez Hans Das weithin gelobte ­Restaurant ist ein Klassiker für regionale Spezialitäten und Seafood im spek­ takulären Ambiente einer alten Kirche. Moor Lane, Cashel, County Tippe­ rary, Tel. 62 611 77, chezhans.net The Church Szenetreff mit Bar, Klub und Restaurant in der umgebauten St. Mary’s Church, in der Arthur Guin­ ness 1761 heiratete. Man speist zwi­ schen Orgelpfeifen, tanzt unter Kreuz­ gewölben und schlürft Cocktails im gläsernen Designturm. Mary Street / Jervis Street, Dublin, Tel. 1 828 01 02, thechurch.ie The Harvest Room Heimspiel für Irlands Starkoch Kevin Dundon. Die Küche: bestechend unprätentiös und immer überraschend. Das finden auch Sir Roger Moore und Rockstar Bono. Ausprobieren: die Seafood Bar. Arthurstown, County Wexford, Tel. 51 38 96 00, dunbrodyhouse.com

hotspots irland Hotels 1 Bantry House Seit 1739 im Besitz der Familie White, der früheren Earls of Bantry, und mit seinen Salons, den Gärten und der «Himmelstreppe» mit Blick auf die Bucht eine historische Sehenswürdigkeit, aber auch ein beson­ deres Bed & Breakfast. Acht Zimmer, DZ ab ca. Fr. 217.–. Bantry, County Cork, Tel. 27 500 47, bantryhouse.ie Ashford Castle Luxuriöses goti­ sches Burghotel aus dem 13. Jahrhun­ dert am Ufer des Lough Corrib mit grandiosem Park, romantischen Suiten und exzellenter Küche. 83 Zimmer und Suiten, DZ pro Person ab ca. Fr. 257.–. Cong, County Mayo, Tel. 94 954 60 03, ashford.ie Dunbrody House Kevin Dundon, der das Landgut vom 8. Marquess of Donegall erwarb, ist so etwas wie der Jamie Oliver von Irland. Er bekochte schon die Queen und verwöhnt seine Gäste in einem stil­ vollen Ambiente, mit aus­ge­wähltem Wellnessangebot und k­ reativer Küche. 22 Zimmer, DZ ab ca. Fr. 160.–.

Arthurstown, County Wexford, Tel. 51 38 96 00, dunbrodyhouse.com G Hotel Poppige Farben, avant­ gardistisches Design und ein Hauch von Glamour: Kein Wunder, denn die­ ses Hotel gehört dem exzentrischen Hutdesigner Philip Treacy. Das ideale Haus für alle, die ihren eigenen Kopf haben. 101 Zimmer, DZ ab ca. Fr. 205.–. Wellpark, Galway City, Tel. 91 86 52 00, theghotel.ie Newport House Das idyllische Herrenhaus ist trotz häufigen Besu­ chen der Fürstenfamilie von Monaco heimelig und bodenständig geblieben. Dafür sorgen die Gastgeber Thelma und Kiera Thompson. Auf den Tisch kommen Produkte aus der Region, von der eigenen Farm und Fischerei. 16 Zimmer, DZ ab Fr. 225.–. Newport, County Mayo, Tel. 98 412 22, newporthouse.ie The Clarence Das Boutique-Hotel in einem historischen Gebäude liegt am Ufer des Liffey im Herzen von ­Dublin und gehört den Rockpäpsten Bono und The Edge von U2: zeitlos und chic.

The Tannery Preisgekröntes Res­ taurant im Lagerhaus einer einstigen Leder­fabrik: Loft-Atmosphäre, moderne Kunst und innovative irische Küche. 10 Quay Street, Dungarvan, County Waterford, Tel. 58 454 20, tannery.ie The Long Hall Traditionsreiches Pub im Herzen Dublins mit viel polier­ tem Holz, goldgerahmten S ­ piegeln und Stuck an den Decken. Hier würde man gern die Zeit anhalten. 51 South Great George’s Street, Dublin, Tel. 1 475 15 90 Clancy’s 1824 eröffnet, zählt dieses Pub zu den ältesten Irlands. Man trinkt Guinness, lauscht Livemusik und labt sich an zünftigen Steaks oder LambChops. 15–16 Princes Street, Cork, Tel. 21 427 60 97, clancys-bar.com Dick Mack’s Dieses Lokal ist Schuh­ laden und Pub zugleich. Hier treffen sich Künstler und Individualisten und versammeln sich abends gern ums Klavier. Greene Street, Dingle, ­County Kerry, Tel. 66 915 19 60, dickmacks.homestead.com

Shopping Tweed Mäntel, Kostüme, Hüte und Jacken aus dem strapazierfähigen genoppten Wollstoff findet man bei Magee 1866. 28 Wicklow Street, Dublin, mageeireland.com

Aran-Pullover Die berühmten Strickwaren der Fischerfamilien von Galway und den Aran-Inseln mit ihren ureigenen Motiven bekommt man etwa bei Blarney Woollen Mills. Blarney, County Cork, blarney.com Kristall und Glas Die Kunstwerke aus Waterford sind weltberühmt. Auf dem Gelände von House of Waterford Crystal gibt es bei Führungen Ein­ blicke in die Herstellung und im Shop viele Objekte der Begierde. The Mall, Waterford, waterfordvisitorcentre.com Keramik Die Nicholas Mosse Pottery ist begehrt wegen ihrer kunst­ vollen Designs und des handgemalten ­Dekors. Bennettsbridge, County ­Kilkenny, nicholasmosse.com In der sehenswerten Kylemore Abbey fertigen die Benediktinerinnen hand­ gemalte Keramik nach alter Tradition. Connemara, County Galway, kylemoreabbey.com Whiskey Falls Sie es nicht zur Old Bushmills Distillery nach Nordirland schaffen, die sich rühmt, die älteste Whiskey-Destillerie der Welt zu sein, lohnt sich auch ein Besuch der Old Midleton Distillery, die immerhin die grösste ist. Von hier stammt der be­ rühmte Jameson Whiskey. Midleton, County Cork, jamesonwhiskey.com

Tipps & Termine Irish Derby (29. Juni bis 1. Juli) Das Grossereignis auf der Galopp­ rennbahn von Curragh vereint irische ­Lässigkeit mit dem Glamour von ­Ascot. Auch beim Irish Oaks Weekend (21./­22. Juli) kann man wetten, mit­ fiebern und Pferdeverstand beweisen. Curragh, County Kildare, curragh.ie Kunst-Woche Kilkenny ist stolz auf sein kulturelles Erbe und ver­ anstaltet jeden Sommer (10. bis 19. August) das renommierteste Kultur-Festival der R ­ epublik mit inno­ vativen Theater-Ins­zenierungen, internationalen Kunst-Filmen und neuer Musik. Kilkenny, kilkennyarts.ie Austern-Festival Liebhaber der Muschel kommen in Galway (28. bis 30. September) voll auf ihre Kosten. An Strassenständen, in Pubs und Restaurants kann man Austern in allen möglichen Zubereitungsvarianten schlürfen. Unterhaltung inklusive. Galway, galwayoysterfest.com

Landesvorwahl +353 www.discoverireland.com


autostyle wagenpark

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Fotos: Dukas (1)

Teenie-Idol justin Bieber fährt statusgemäss einen Sportwagen, sogar einen ökologisch korrekten. Sein Debütalbum hiess «My World 2.0», nun fährt Teenieschwarm Justin Bieber quasi «Auto 2.0»: Nach mattschwarzen Cadillacs, Ferraris oder Smarts lenkt der Popstar seit seinem 18. Geburtstag einen Fisker Karma. Der 130 000 Franken teure Sportwagen in Schwarz war ein ­Geschenk seines Managers. Bieber ­liess die 408-PSElektro-Sport­ limousine umstylen und strahlt nun mit dem rund­ herum ver­ chromten Flitzer um die Wette. Stylisch ist das nicht über jeden Zweifel e ­ rhaben, ökologisch schon: 80 Kilometer fährt der Fisker mit Batteriestrom. Ist der LithiumIonen-Akku leer, übernimmt ein 2-LiterTurbo-Benziner das Aufladen.

3 gut gebrüllt, Löwe! text  Timothy pfannkuchen

DER ­peugeot 208 EIFERT seineM URAHN 205 NACH: mit ihrem jüngsten Spross starten die französischen Autobauer eine veritable charme-offensive. lack und leder Weg mit den Fesseln der reinen Vernunft: Beim neuen 208 blickt Peugeot zurück in die Zukunft. In den Achtzigern bescherte der freche 205 der Löwen-Marke Höhenflüge. Auch der 206 lief super, der 207 nur leidlich. Deshalb ist der 208 wieder kleiner und vergnügter. Und betört mit viel Charme das Herz statt mit Vernunft nur das Hirn.

smarter StrAMPELN

Kind und kegel Klar, Kleinwagen sind keine Vans. Doch innen ist der 208 trotz geschrumpfter Karosserie grosszügiger gestaltet. Kids und Shoppingbeute kommen gut unter. Das zählt.

langstreckenläufer Vor dem elektrischen Fortwo und dem eScooter stromert bei Smart das eBike los: Futuristischer als auf dem Elektrovelo kann man kaum radeln. Bis zu hundert Kilometer weit hilft uns der E-Motor beim Pedalen; Smartphone-Port und Farbwahl (Weiss/Grün oder Grau/Orange) gibt es auch. So viel Ingenieurskunst hat ihren Preis: 3450 Franken. smart.ch

spurt und stopp Der Kleine federt die Alltagshärte ab und gleitet so fran­ zösisch sanft, als sei er zwei Lohnstufen teurer. Trotzdem flitzt er so vergnügt um die Kurven wie einst der Urahn. Unser Favorit aus acht Motor­ ­ varianten: der 115-PS-Diesel. Er vereint sechs Gänge, ­Löwenmuskeln und Spatzendurst.

kosten und kult Der Löwe ist mit einem Preis ab 16 500 Franken sanft zum Budget, fährt dafür in Sachen CharmeFaktor scharfe Krallen aus. Plus und minus Statt durchs winzige Lenkrad schaut man darüber hinweg auf die Instrumente. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber praktisch. Das gilt auch für die Bedienung des Zentraldisplays. masse und klasse Motoren: Benzin 68 bis 155 PS, Diesel 68 bis 115 PS. 0 bis 100  km/h: 7,3 bis 16,2  s. Spitze: 163 bis 215 km/h. Verbrauch: 3,4 bis 5,8 l / 100 km. CO2: 87 bis 135 g/km. Energieeffizienz: A bis C. Laderaum: 285 bis 1076 l.

1 das Heck lächelt keck. 2 ÜBERBLICK Statt durch blickt man über das Lenkrad. 3 ansichtssache Der elegante Knick im Blechkleid spielt mit Spiegelungen.


TOP-Adressen


stylekochen

andreas Caminada Luftig wie ein Chiffonkleid und ganz in Weiss mit einem Dillspitzchen präsentiert sich das Gurkenschäumchen des Spitzenkochs von Schloss Schauenstein. andreascaminada.com

ANdreas Caminada Ein träumchen von einem gurkenschäumchen Text  Anita Lehmeier FOTO Véronique Hoegger

die gurke ist die beste Verbündete beim alljährlichen Ringen mit dem Hüftgold, welches die Bikini-Saison so gnadenlos ans Licht bringt. Mit ihren sechsundneunzig Prozent Wassergehalt brauchen Gurken fast mehr Energie zum Verdauen, als dass sie hergeben. Ausserdem sind sie erstklassige Durstlöscher und erfrischen sonnenverbrannte oder müde Haut auf die Schnelle. Grund genug, ständig eine Gurke im Gemüsefach zu bunkern, gerade jetzt, wo das Kürbisgewächs Hochsaison hat und knackfrisch vom Acker zu haben ist. ­Unser Koch­ kolumnist Andreas Caminada kennt ein

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paar Kniffs, den zartbitteren Geschmack von Gurken gut zur Geltung zu bringen. Zum Beispiel als Salat. Man schält, halbiert und entkernt eine Gurke, schneidet feine Scheiben, salzt diese und lässt sie zehn Minuten ziehen. Dann gibt man etwas Essig, Olivenöl, Kräuter und nach Belieben griechisches Joghurt bei –­ und schon ist der Salat parat! etwas mehr Zeit und geschick erfordert die Herstellung eines duftigluftigen Gurkenschaums. Für diesen brauchen wir 150 Gramm Gurkensaft, den wir kurz aufkochen und mit einem Schuss Essig abschmecken. «Essig sorgt, wie bei so vielen Speisen, für einen zusätzlichen Frischekick», sagt Caminada. Dann weichen wir dreieinhalb Blatt

­Gelatine in Wasser auf und drücken sie gut aus. Die Gelatine kommt in den warmen Gurkensaft. Den lassen wir gut auskühlen, geben nochmals 150 Gramm Saft zu und stellen die Masse in den Frigo. Wer im Maschinenpark eine KitchenAid stehen hat, montiere den Schwing­ besen und schlage den gestockten Saft 10 Minuten lang luftig auf. Wer auf Handarbeit setzt, schlage einfach länger. Den wolkigen Schaum streichen wir in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Form und stellen das Ganze kühl. Mit einer Ringform stechen wir kleine Türmchen aus und heben sie vorsichtig auf einen Teller. Prima dazu passt Fisch, etwa ein leicht gegarter oder gebeizter Saibling, Forelle oder Lachs. Dekoriert mit einem Dillspitzli und zwei Blättern Pak Choi hat an dem Gang auch das Auge seine Freude. ein vorzüglicher begleiter von Gurke ist Dill. Für eine Senf-Dill-Sauce verrührt Caminada 2 Eigelb, 30 Gramm Dijon-Senf, 50 Gramm Honig und gibt 2,5 Deziliter Rapsöl zu, das er in einem dünnen Faden einfliessen lässt. Die Zutaten verrührt man zu einer geschmei­ digen Emulsion. Mit frischem Dill, Salz und Pfeffer würzen.

Schwamm drüber Fankurve Küche Fussball findet dank dem Clean Green auch in der Küche statt. Der Edelstahl-Schwammhalter wird an die Wand geklebt oder geschraubt, Schwamm drauf – fertig ist das Skulptürchen. Für ca. Fr. 24.– im Fachhandel oder bei uniqum.ch.


weinbar Der

gute ton machts Ihren Nosiola vinifiziert Elisabetta Foradori in mächtigen amphoren. Das Resultat: ein grosser Weisswein.

Was brachte Sie auf die Idee, Ihren Weisswein Nosiola in Amphoren statt Fässern auszubauen? Die Idee ist nicht neu. Das Verfahren wurde noch vor Jahrzehnten im ganzen Mittelmeerraum praktiziert, ­bevor Technik und Massenproduktion diese Tradition verdrängten. Ich habe mich gefragt, wie ich das Herz der Nosiola, dieser wunderschönen Traube, am besten zeigen kann. So kam ich auf die Amphoren. Welchen Vorteil haben diese gegenüber Fässern? Keinen. Aber die Energie im Wein ist anders. Mir gefällt die Form der Tongefässe – so rund, so weich, so ­weiblich. Ton ist geschmacksneutral, er atmet und ­erhält die Frische der Trauben. Nach Rudolf Steiners Lehre vereint Ton die kosmischen und die irdischen Kräfte. Und weil er sowohl die guten wie die schlechten Eigenschaften vervielfältigt, verlangt er nach grosser Genauigkeit bei der Produktion.

REDAKTION Anita Lehmeier

Zu welchen Speisen passt Ihr Nosiola? Zu allen Gerichten, bis hin zu Käse. Man kann ihn ­zwischen Rot- und Weisswein ansiedeln. Als Apérowein ist er zu charaktervoll. Es lohnt sich, ihn zu dekantieren. Man sollte ihn nicht zu kalt trinken, ideal ist eine Tempe­ ratur von dreizehn, vierzehn Grad. Am besten entfaltet der Nosiola sein Aroma in Burgundergläsern. 2002 stellten Sie auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung um, 2009 erhielten Sie die DemeterZertifizierung. Wie wichtig ist Bio für Sie? Sehr wichtig! Bio ist ein Weg zurück zum Herzen der Natur, zum Gleichgewicht.

ELISABETTA FORADORI ist hochdekorierte Weinproduzentin und «Königin des Teroldego». elisabettaforadori.com, bindellaweine.ch


markus gisler ist Wirtschafts­publizist und schreibt für SI Style eine Geld-Kolumne.

Fortüne mit vreneli der Goldpreis ist in den vergangenen Monaten stark gefallen. Doch die nächste Krise kommt bestimmt. Wieso nicht ein paar Goldvreneli ins Schmucktruckli legen? Seit bald fünf Jahren ist Geld anlegen kein Kinderspiel mehr. Vorbei sind die Zeiten, als man einen Bluechip kaufen konnte und sicher war, damit Geld zu verdienen. ­Heute läuft es anders. Wer kein Geld ver­ liert, kann schon ganz zufrieden sein. Die Schuldenkrise hat die Zinsen ­gegen null getrieben, alle Anlageberater raten von Obligationen ab. Mit Aktien ist nur punk­ tuell etwas zu ver­dienen. Die Angst vor Wertverlust hat ­An­le­gerinnen in Sach­ werte getrieben, dazu gehört auch Gold. Seit rund vier Jahren raten deshalb An­ lageberater ihren Kundinnen, ­einen Teil des Vermögens – zwischen 5 und 15 Pro­ zent – in Gold anzulegen. Das bringt zwar keinen Zins, aber es bleibt ein sicherer Wert. Wer diesen Rat schon am Anfang der Krise befolgt und ­Mitte 2009 Gold ge­ kauft hatte, konnte in Franken gerechnet fast 50 Prozent verdienen. Als im letzten Februar die Schuldenkrise ein Stück weit gebannt schien und die Europäische Zentralbank 1000 Milliar­ den Euro in das Bankensystem pumpte, geriet der Sicherheitsgedanke in den Hintergrund, der Goldpreis begann zu sinken. Auch stieg das Vertrauen wieder in die US-Wirtschaft und damit in den Dollar, ganz im Gegensatz zum Euro. Jetzt spitzt sich die Krise wieder zu. Die spanischen Banken wanken, den Austritt Griechenlands aus der Eurozone halten viele für unvermeidbar. Die USA sind, was die Verschuldung betrifft, auch nicht

aus dem Schneider. Das alles wird dem Goldpreis erneut Schub ver­leihen. Als Anlage am besten eignen sich die mit physischem Gold hinterlegten ETFPapiere der Z ­ ürcher Kantonalbank. Ihr Banker kann I­ hnen diese besorgen. Glänzend am Gold ist auch, dass Sie sich schon mit geringen Ersparnissen an d ­ ieser Spekulation beteiligen können. Kaufen Sie sich ein paar Vreneli oder einen klei­ nen Barren. Experten schätzen das Kurs­ ziel für Gold auf über 55 000 Franken pro Kilo, gut 10 Prozent über dem aktuellen Preis. Schöne Aussichten in Zeiten, in ­denen man zufrieden sein muss, wenn nur schon der Wert des Vermögens erhal­ ten bleibt. Sie brauchen dann bloss die ­Beherztheit, sich von den Goldstückli zu trennen, wenn das Kursziel erreicht ist.

businesswoman Petra Jenner, 46. Seit Oktober ist die Deutsche Chefin von Microsoft Schweiz. Beim Software-Giganten hat niemand ein eigenes Büro, auch die Chefs nicht. Jenner leitete zuvor die ­österreichische Niederlassung. Jetzt steht sie 550 Mitarbeitenden vor. Mit Microsoft-Chef Steve Ballmer ist sie gut bekannt. microsoft.com

Fotos: Esther Herzog (1)

2,13 Billionen oder 2130 Milliarden Dollar sind derzeit weltweit in Hedgefonds investiert, so viel wie noch nie. In Zeiten, in denen mit sicheren Obligationen kaum noch Zinsen zu verdienen sind und Aktien nur magere Renditen abwerfen, suchen offensichtlich viele Pensionskassen das Heil in alternativen, risikobehafteten Anlageformen wie Hedgefonds.

2 130 000 000 000

stylegeld


stylezeitgeist

m iranda ke rr 18 fragen zur zeit: das Model, Multitalent und Mami über vorsätze, Falten, Alkohol und date-nights mit orlando bloom. interview  sherin hafner illustration Elisabeth Moch

Schweizer Illustrierte Style: Wie lange brauchen Sie am Morgen im Bad? Miranda Kerr: 15 Minuten. Und vor einer Gala? Wird mein Outfit organisiert, 15 Minuten – ausser vor superglamourösen Events. Dann kommt ein Make-up-Artist für Frisur und Schminke zu mir, und es dauert länger. Wie oft kochen Sie pro Woche? Wenigstens fünfmal mit organischen Produkten. Wöchentlich zelebrieren Orlando und ich unsere Date-Night: Er lädt mich zum Dinner ein, und eine Nanny oder ein Familien­mitglied hütet unseren Sohn Flynn.

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Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn?

Zwanzig australische Dollar für den ganzen Tag. Ich arbeitete bei einem Coiffeur, wischte die Haare vom Boden zusammen. Tragen Sie eine Uhr? Nein. Sind Sie ein pünktlicher Mensch? Dafür bin ich nicht bekannt (lacht). Es ist sogar eine meiner Schwächen. Pünktlichkeit zählt stets zu meinen Neujahrsvorsätzen. Welchen Moment möchten Sie erneut erleben? Keinen. Ich fühle mich sehr wohl in der Gegenwart und will im aktuellen Moment präsent sein. Sie sind Model, Mama, Autorin, Geschäfts- und Ehefrau. Wie viel Zeit bleibt Ihnen für sich selbst?

Ich versuche, meine tägliche Yoga- und Me­­ditationspraxis nicht zu vernachlässigen. «Me-Time» ist dann, wenn Flynn schläft. Sündigen Sie auch mal ernährungsmässig? Zu 80 Prozent ernähre ich mich sehr ­gesund, in den restlichen 20 Prozent ­gönne ich mir etwas. Was schieben Sie auf die lange Bank? Abschiede. Wie lange sind Sie täglich online? Zwischen einer und zwei Stunden. Verwenden Sie Anti-Aging-Produkte? In meiner Kora-Organics-Kosmetiklinie gibt es ein Hagebutten-Öl mit Anti-AgingEffekt. Das verwende ich seit zwei Jahren. Haben Sie Angst vor dem Älterwerden? Nein. Hilfreich ist, dass dem Modeln nicht mein Hauptaugenmerk gilt. Meine Leidenschaft sind Gesundheit und Wohlbefinden. Feine Linien im Gesicht repräsentieren ­Lebenserfahrung. Ich finde es schön, sie anzunehmen und Falten zu akzeptieren. Wer ist eine Heldin unserer Zeit? Meine Oma: eine warmherzige, lustige, wunderbare Frau. Oh nein, jetzt kommen mir die Tränen, weil ich sie so vermisse … Wie feierten Sie Ihren 20. Geburtstag? Das habe ich glatt vergessen! Was aber nicht daran liegt, dass ich zu betrunken war. Ich betrinke mich nie, weil ich ungern die Kontrolle verliere. Wann haben Sie Ihren Namen erstmals gedruckt gelesen? Mit dreizehn meldete mich ein Freund zu einem Model-Contest an. Ich gewann und zierte das Cover des australischen Teenager-Magazins «Dolly». Was ist am längsten in Ihrem Besitz? Ich bin so weit gereist und häufig umge­ zogen, dass vieles verloren ging. Zudem hänge ich nicht sehr an Gegenständen. Wahrscheinlich ist es ein rotes VintageKleid meiner Mama, das sie mir einst gab. Wann haben Sie letztmals geweint? Vor zwei Minuten, als ich an meine Grossmutter dachte. Ich werde sie bald besuchen. MIRANDA KERR, 29, ist mit Actor Orlando Bloom verheiratet, Sohn Flynn kam 2011 zur Welt. Victoria’s-Secret-Engel, Botschafterin für Reebok Easy Tone. Autorin: «Treasure Yourself». Eigene Kosmetika. koraorganics.com

+++ München, 17. April 2012, von 16.00 bis 16.15 Uhr +++


Xherdan shaqiri über fussball, familie, frisur Diane kruger Eine königin sagt Adieu Matteo Thun Dolce Vita in der Fattoria

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Die zwölf schönsten

sie und er! zwei covers, zwei stars, ein science-fiction-Film Plus sommerhoroskop + Irland + Santigold + Miranda kerr + Penélope Cruz + Chrissy angliker + Michelle Monaghan

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