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l a i r o t i d e e l y t s

# 02/2009

Liebe Leserin, lieber Leser

 Die Marquards. Ihn kenne ich gut: Jürg Marquard liebt in zweiter Linie alles, was im Leben schön und teuer ist (Frauen, Villen, Bordeaux, Rolls-Royce und Privatjets). In erster Linie ist er ein hervorragender, international tätiger Verleger, von dem man viel lernen kann. Wie er mit «Cosmopolitan», «Shape» und «Joy» neue Länder eroberte, ist eindrücklich. Sie kenne ich weniger gut: Raquel Marquard wird zwar wöchentlich an irgendeinem Anlass foto­ grafiert. Zu Wort kommt sie selten. Das holten wir nach! SI-Style-Redaktorin Daniela Fabian bat Frau Marquard zum grossen Interview. Entdeckte, dass es neben den Verpflichtungen des Jetsets durchaus ein spannendes Berufsleben gibt. Forschte nach den Beauty- und Fitness­ ritualen, die der diplomierten PR-Frau offensichtlich zu ewiger Jugend verhelfen. Und weiss, was sich Raquel Marquard für den Sommer wirklich wünscht: erstmals die gesamte PatchworkFamilie an einem Tisch zu versammeln! Einfach ist das nicht: Sie hat zwei Kinder von zwei Vätern, er fünf von zwei Frauen. Das Interview ab Seite 50.  Die Johansson. Scarlett Johansson schafft es zum zweiten Mal aufs Cover von SI Style. Und sie schafft es, dass unser Autor Michael Bahnerth nach einem zwanzigminütigen Date im Berliner Hotel Ritz-Carlton hin und weg war von der Lady, die nur noch ab einer Gage von fünf Millionen Dollar und mehr Filme dreht. Mit anderen Worten: Wir hatten ein Interview bestellt – und bekamen eine Liebeserklärung. Ab Seite 58.  Die Mode. Aus der Fülle der Trends wählte die SI-Style-Redaktion die 230 aufregendsten

Kreationen aus Paris, Mailand, London und New York. Wie kühne Kerle und selbstbewusste Frauen dem Sommer einheizen, zeigen wir Ihnen auf 22 Seiten. Im Trend-Report ab Seite 79. Viel Spass mit SI Style Urs Heller

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Fotos: Esther Herzog (1)

PS: Der Pariser Fotograf Bruno Barbazan ist seit 15 Jahren erfolgreich («Vogue», Krizia, Laura Biagiotti). In seine Frauenporträts lässt er alle Ingre­ dienzen der Modefotografie einfliessen. Der richtige Mann für unser Shooting mit Raquel Marquard. Urs Heller Chefredaktor

Bruno Barbazan, Fotograf, Raquel Marquard

+++ Neu: 13 SI-Style-Ausgaben pro jahr. Das nächste Magazin erscheint am 16. März


t l a h n i style

# 02/2009

ylejetzt style

stylelooks SI STYLE EMPFIEHLT

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TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS +++ TYPEN +++ TERMINE +++ TRENDS +++ TIPPS

In Wear, Hemdkleid mit Bubikragen, bei Companys, Fr. 179.–.

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GÖLÄ

PHENOMDEN

ZÜRI WEST

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COLDPLAY BLIGG

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SOPHIE HUNGER

“Wie cha das si? Ä hübschi Frau mit Auge wie du so ganz allei amne Sunntigmorge.”

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 SWISS MUSIC AWARDS. NEUE KATEGORIE. NEU AM TV.

KATY PERRY

PREISE NACH NOTEN Wer ist der beste Musiker, der beste Sänger im ganzen Land? Das entscheidet sich am 19. Februar, wenn die höchsten Auszeichnungen für Schweizer Musiker, die Swiss Music Awards, verliehen werden. Durch die Show im Zürcher Kaufleuten führen Marco Fritsche und Melanie Winiger. Pro Sieben Schweiz zeigt eine Aufzeichnung des Events am nächsten Abend um 20.15 Uhr, Viva Schweiz am 21. Februar um 16.30 Uhr.

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MUNDART Im klangvollen Wettkampf um den besten Schweizer Liveact stehen die Lausanner Band Favez, Züri West und Sophie Hunger. Hoffnungen auf einen Pflasterstein (die Trophäe) können sich auch Gölä, Bligg und DJ Antoine machen. Mitwählen kann man auf www.swissmusicawards.ch

Vier der zehn Preise an den Swiss Music Awards gehen an internationale Künstler. Nominiert sind Mary J. Blige, Katy Perry oder Coldplay – sie werden aber nicht anwesend sein. Am 19. Februar live dabei sind die Lovebugs, Soulsänger Seven und die deutsche Band Silbermond.

SI

FASHION? E! STYLE ONLIN

Sie die Zeit zwiÜberbrücken gaben mit schen den SI-Style-Aus zeigen Exklusiv unserem Blog! aktuellen Modewir Videos der bis Gaultier in Paris schauen: von auf Milano. Jetzt Dsquared2 in log.ch

www.sistyle-b

BUSINESS

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Fotos: Stern Portfolio Nr. 53 Mario Testino distributed by TeNeues (1), Mario Testino / Art

MARY J. BLIGE

Fotos: Face to Face (2), AP Images, Bulls Press (1)

MARC SWAY

Das isch Musig!

PARTY

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7 TALLY WEIJL Kunstperlenkette, Fr. 12.90. 8 GLOBUS ESSENTIALS Strickjacke aus Seide-Wolle-Gemisch, Fr. 179.–. 9 MANGO Ledergürtel, Fr. 24.90. 10 COCCINELLE Laptop-Tasche aus Leder, ca. Fr. 450.–. 11 TOMMY HILFIGER Bleistiftjupe aus Seide-Wolle-Gemisch, Fr. 279.–. 12 AVANT PREMIÈRE Spitzenstrumpfhose, bei Manor, Fr. 24.50. 13 MAX SHOES Peeptoes aus Lackleder, Fr. 39.90.

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14 H & M Taillengürtel aus Wildleder, Fr. 39.90. 15 POLLINI Clutchbag aus gestanztem Velours, ca. Fr. 910.–. 16 MODSTRÖM Stretchleggings mit Print, in glänzender Schlangenstruktur, bei Manor, Fr. 59.–. 17 SERGIO ROSSI Highheels aus Lackleder, mit Elastikbändern, bei Grieder, Fr. 790.–.

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EIN FALL FÜR DREI DAS BLUSENKLEID IST EIN MULTITALENT: MIT FLACHEN STIEFELN UND BIKER-JACKE IST ES BEQUEM, IN BEGLEITUNG VON STRICKJACKE UND BLEISTIFTDÜNNEM JUPE WIRD ES SCHICK, UND MIT LEGGINGS UND HIGHHEELS IST ES PARTYTAUGLICH.

REDAKTION Martina Russi

1 SPY Sonnenbrille «Valentina», handgemacht, Fr. 269.–. 2 ROBA Foulard «Bolce & Babbana», bei Radical Chic, Fr. 149.–. 3 REVIEW Kunstlederjacke, bei Peek & Cloppenburg, Fr. 109.–. 4 LONGCHAMP Tasche «Floral Flights», designt von Jeremy Scott, Fr. 290.–. 5 AMERICAN APPAREL Leggings, Fr. 43.–. 6 POST XCHANGE Lederstiefel, bei Manor, Fr. 139.–.

Jetzt An den Swiss Music Awards wollen Bligg, Marc Sway, Sophie Hunger und Züri West aufs Podest. Zudem: ein Blusenkleid, drei Looks.

Raquel marquard

��������� ���� noreen carmody

“Als Model war ich so kritisch zu mir. Ich bin froh, jetzt keine zu hohen Ansprüche mehr zu haben.” Interview Seite 50

hi honey! mit 15 wurde sie in zürich als model entdeckt. mit 20 lebt sie in new york und läuft auf highheels eine marathon-distanz auf den catwalks der modegrössen.

EMERGENCY ROOM Besonders mag Noreen die Farbkombination Schwarz-Rot – wie bei ihrem Necessaire. «Das Teil hat Patina und Geschichte.»

interview Sherin hafner FotoS naTaLie biSSiG

CSI: NEW YORK Jacke Zara, Shirt secondhand aus London, Kette Erbstück von ihrer Oma, Jeans BDG. Cappuccino im «Kafischnaps», Zürich.

Sie wird mit der Mannequin-Ikone Twiggy verglichen, hing im Cocktail-Kleid am Trapez und wirbt für Modehäuser wie Dolce & Gabbana oder H & M. Noreen Carmody, Twen aus Menziken im Kanton Aargau, liebt ihren Traumjob. Sogar noch dann, wenn er zum Albtraum wird … Schweizer Illustrierte Style: Welches ist das schönste Kompliment, das man Ihnen machen kann? Noreen Carmody: Ich sei ein guter Mensch. Und? Haben Sie das schon einmal gehört? Ja!

Foto: Bruno Barbazan

Freut mich! Und Sie, freuen Sie sich noch, wenn jemand sagt, Sie seien wunderschön? Es kommt darauf an, wer es sagt. Im Job bin ich daran gewöhnt. Generell freue ich mich durchaus darüber.

stylecover

stylestars

Was bedeutet Ihnen Ihr Aussehen? Seit ich als Model arbeite, hat sich mein Bild von mir verändert. Früher fand ich mich nicht hübsch, eher gschtabig! Nun kann ich besser verstecken, was mir an mir nicht gefällt.

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Was gibt es denn zu verstecken? Fortsetzung auf Seite 77

FRIENDS

HOTEL

Die Lebenslust der 20-Jährigen kommt an. Noreen Carmodys Vater stammt aus Argentinien, ihre Mutter ist eine Schweizer Aerobic-Trainerin. Kopftuch aus Amsterdam, Pulli aus New York.

Die Weltreisende im Zürcher Hotel Kafischnaps. Gilet Tally Weijl, bestickte Bluse Zara, Jeans Jazmin Chebar.

LOST Stets dabei: der robuste Koffer. Jede Reisedestination wird mit einem Sticker verewigt. Oft im Gepäck: die Gitarre oder die Balalaika.

DESPERATE HOUSEWIVES Vorbild Twiggy: «Den Look habe ich als Model bewusst angepeilt.» Kariertes Hemd byCorpus, schwarze Hose Silence & Noise.

Mein Stil Noreen Carmody gehört zur Elite der Models. Beruflich zeigt die 20-Jährige die schönste Mode. Privat ist sie stets lässig gestylt.

style

Doppelreihig geknöpfte Weste mit klassischem Revers und Bleistiftrock aus safranfarbigem Seidenjersey, Plateausandalen, alles BOTTEGA VENETA. Monogramm-Canvas-Koffer, LOUIS VUITTON. Linke Seite: Jackett mit Schleife, aus weichem Wollstoff, CHANEL. Koffer, LOUIS VUITTON.

scarlett johansson

59 Cover Scarlett Johansson: Sexsymbol, Actrice, Muse, Ehefrau – die vielen Talente der amerikanischen Schönheit haben weitreichende Folgen.

Fotos: Benni Valsson / Corbis Outline / Specter

Schönheit und Talent blenden uns, wenn sie auf der Leinwand auftaucht. Und in natura? Scarlett, scharf beobachtet aus Männersicht.

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Fotos: Inge Zinsli / Paul Seewer Adressen Seite 128

CASUAL

DADA ANTE PORTAS

BLIGG

MOST WANTED SEAN PENN Star oder Rebell? Treuer Gatte oder Frauenheld? So oder so: Sean Penn ist der beste

Schauspieler seiner Generation. Und ein echter Kerl. Ein Plädoyer.

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Porträt Hollywood-Rebell Sean Penn spielte Bösewichte, Gutmenschen, Debile und jetzt in «Milk» einen schwulen Politiker. Bravourös!

BON VOYAGE

WENN ENGEL REISEN, HABEN SIE ETWAS ZU ERZÄHLEN. UNSERE ROUTE FÜHRT SIE ZU DEN NEUESTEN TRENDS. IM GEPÄCK EIN MODERNER CITY-LOOK: SCHARF GESCHNITTENE HOSENANZÜGE, SCHMALE DEUXPIÈCES, FEMININE KLEIDER. SO KOMMEN AUCH MONDÄNE VIELFLIEGERINNEN GUT AN. FOTOS LARS PILLMANN REDAKTION IRENE MÜNGER HAIR MARKUS LAMBERT MAKE-UP CAROLE HANNAH MODEL ALECK CHAVAT / NEW MADISON

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mode Edler Reisen: Nicht nur Geschäftsfrauen lieben den Metropolen-Look. Im Gepäck: feminine Kleider und elegante Hosenanzüge.


t l a h n i style

ÜBER UNS +++++++++++++++++++++++++ 012 EDITORIAL 018 IMPRESSUM

# 02/2009

TrendReport

SI Style sass für Sie in der ersten Reihe an den Frühling/ SommerModeschauen. Ab Seite 79 LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++ LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++ LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++

FRÜHLING! SI STYLE PRÄSENTIERT SIEBEN AUGENÖFFNENDE TRENDS VOM LAUFSTEG UND ZEIGT, MIT WELCHEM MAKE-UP SIE SICH SCHMINKEN KÖNNEN WIE EIN PROFI.

NICHT OHNE … HUT? HUND?

BONBONFARBEN

TEXT SHERIN HAFNER

ETRO

TEINT

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MINIMAL ART Der Teint ist hell, eine frühlingshafte Frische hat das blasse Nude vergangener Saisons abgelöst. Ob Fluid, Foundation oder Puder, die federleichten Texturen verschmelzen mit der Haut und zaubern ein «gesundes» Strahlen, einen Schimmer auf den Teint. Eventuelle Makel wie Rötungen werden mit Concealer abgedeckt. Ein Hauch Rouge in Braun-Rosé – eine Mischung aus Rouge und Sonnenpuder – tönt die Wangen.

WAS ES DAZU BRAUCHT

3

1 Diorskin Radiant Base SPF 20, 002, DIOR, Fr. 58.–. 2 Powder Blush, 57 Fandango, CHANEL, Fr. 59.–. 3 Almost Powder Make-up SPF 15, 02 Neutral Fair, CLINIQUE, Fr. 47.–.

WAS ES DAZU BRAUCHT CHLOÉ

LANVIN

3 TREND NO. AUGEN HIGHLIGHTER

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WAS ES DAZU BRAUCHT

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Welchen ständigen Begleiter Prominente haben, sagt viel über ihre Vorlieben aus. Schauspielerin Kate Hudson scheint süchtig zu sein nach Koffein. Oder sie findet Pappbecher schick. Jedenfalls ist sie auf der Strasse kaum ohne Starbucks-Teil zu sehen. Koffeinfreier ist ihr Kollege Ben Affleck. Taucht er unter der Sonne Kaliforniens in Cap, T-Shirt und Trainerhose auf, führt er ständig eine Flasche Wasser mit. Johnny Depp gilt als treue Seele. Das gilt offenbar auch für sein Schuhwerk: Depp trägt zu Jeans wie Anzug stets dieselben ausgetretenen Latschen. Wählerischer tritt die Kicker-Ehefrau Victoria Beckham auf: in hochhackigen Schuhen. Aus mehreren Hundert Paar in allen möglichen Farben und Formen kann sie wählen. Eines ist allen gemein: ultrahohe Absätze – denn das ehemalige Spice Girl misst 1,63 Meter, in ihrer Wahrnehmung offenbar zu wenig. Starlet Jessica Simpson schmückt sich mit ihrem Mischling Daisy. Das honigblonde Fell der Malteser-Pudel-Dame passt perfekt zu Frauchens blonden Locken. Als Stil-Ikönchen schliesslich glänzt Suri auf dem Arm von Mama Katie Holmes. Und setzt im Alter von zwei Jahren schon erste Markenzeichen.

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Weiss im inneren Augenwinkel ist nicht neu, doch nach wie vor schön, weil damit das Auge grösser, wacher wirkt. Die Visagisten gehen gar einen Schritt weiter: Sie betonen den inneren Augenwinkel mit hellen, irisierenden Farben und verwischen diese nach aussen. Oder sie tupfen losen Schimmerpuder mit einem feinen Pinsel über eine helle, cremige Basis auf. Etwas Weiss über dem Amorbogen betont eine schöne Oberlippe.

8 Laque Liner, 02 Piha Sparkle (silberweisser Eyeliner), LANCÔME, Fr. 43.–. 9 Iridescent Powder Loose, Silver Dusk, M.A.C., Fr. 36.–. 10 Cream Colour Base, Pearl, M.A.C., Fr. 28.–.

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Beauty Die Neuheiten auf den Laufstegen reichen von Augen in Wüstenfarben über Lippen in Signalrot bis zum Teint nach Minimal Art.

KAFFEE SURI HOLMES MAMA Für Stil-Ikönchen Suri Holmes, 2, gilt: Nicht ohne mein Mami. Die Tochter von Hollywoods Tom Cruise und Katie Holmes erobert die Welt am Arm ihrer Mutter im modischen Partnerlook.

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KATE HUDSON COFFEE TO GO Cappuccino, Latte macchiato, Café au Lait: Actrice Kate Hudson hat stets ein Heissgetränk dabei. Mit dem Pappbecher in der Hand gehört sie zur Starbucks-Society.

SEIT ROMEO UND JULIA LIEBTEN UND LITTEN KEINE ZWEI TEENAGER SO HERZERWEICHEND WIE EDWARD UND BELLA IN TWILIGHT. ROBERT PATTINSON UND KRISTEN STEWART IM GESPRÄCH. INTERVIEW MARLÈNE VON ARX

Schweizer Illustrierte Style: In «Twilight» spielen Sie Bella und Edward, das romantischste Liebespaar des Kino-Winters. Was ist das Besondere an der Vampir-Romanze? Kristen Stewart: Es geht nicht nur um Vampire, sondern um fundamentale Themen – auf jemand fixiert sein, einen Grund zu leben gefunden zu haben. Die Geschichte bewegt sich langsam wie Melasse – man wartet und wartet, dass zwischen den zwei endlich etwas passiert. Waren Sie je so hoffnungslos verliebt, wie Sie es im Film spielen? Kristen Stewart: Ja klar, ich war schon mit fünf Jahren obsessiv verknallt. Verknallt ist man doch immer wahnsinnig. Robert Pattinson: Ich war jahrelang in ein Mädchen verschossen und ging in meinen ersten Schauspielkurs, um in ihrer Nähe zu sein. Aber ich habe nie wirklich mit ihr gesprochen. Ist das

nicht die schönste Liebe? Als ich ihr das Jahre später gestand, war sie völlig perplex und dachte, ich sei verrückt: Sie sagte, ich hätte höchstens dreimal etwas zu ihr gesagt, und nichts davon sei nett gewesen…

“Rob schaute mir in die Augen. Ich hatte das Gefühl, er sah nur mich – und ich nur ihn.” KRISTEN STEWART Stimmt es, dass Sie während der Dreharbeiten heiraten wollten? Robert Pattinson: Nimmt mich ja wunder, wer auf dem Set behauptete, ich hätte Kristen um ihre Hand gebeten! Wir sind doch nur Freunde. Aber sie war tatsächlich einer der Hauptgründe, wieso ich den Film machen wollte, denn sie ist eine Kämpfernatur. Ich wusste, dass sie es nicht zulassen würde, dass

dieser Film zu einem Schmachtfetzen verkommt. Sie lässt sich von niemandem etwas vorschreiben. Kristen Stewart: Rob ist unglaublich mutig, er lässt den Moment einfach geschehen. Als er ans Casting kam, machte er erst einen ängstlichen, gequälten Eindruck – passend zur Rolle. Er schaute mir in die Augen, und ich hatte das Gefühl, er sah nur mich – und ich nur ihn.

HUT

WASSERFLASCHE BEN AFFLECK

AGYNESS DEYN

WASSER, MARSCH! Ben Affleck gilt als sportlich. Der Schauspieler joggt oder stemmt Gewichte – man sieht ihn nie ohne eine Flasche Wasser. Vielleicht sollte er es mit Schwimmen probieren?

OBEN MIT Das britische Topmodel hat einen Dickkopf, sagt man. Den schmückt sie gern mit einem frechen Hut. Zudem bändigt sie so die platinblonde Strubbelmähne und setzt einen Trend.

MODE +++++++++++++++++++++++++ 064 Geschäfts-Reisende Trend-SPECIAL +++++++++++++++++++++++++ 079 230 neue Looks 080 Modesommer: Frauen 086 die vips in Reihe Eins 088 Mode: Frauen 094 Best of Sabina Diethelm 096 Modesommer: Männer

HOHE HACKEN

VICTORIA BECKHAM

HALLO? «Ist da jemand?», scheint Lindsay Lohan ihren Blackberry

HOCH HINAUS Eigentlich misst Victoria Beckham 1,63 Meter. Dank ihrer Vorliebe für ultrahohe Absätze ahnt das niemand. So schummelt sie locker zehn Zentimeter Höhe hinzu.

zu fragen. Wie sonst sind verzweifelte Blicke und hektisches Tippen zu erklären? Hoffentlich wird sie rasch verbunden!

NIMM MICH MIT, KAPITÄN!

3

DER CLAN DER VAMPIRE UND DIE VATER-TOCHTER-WG Wahlverwandtschaft (v. l.): Dr. Carlisle Cullen (Peter Facinelli) und Esme, seine Frau (Elizabeth Reaser), haben Jaspar (Jackson Rathbone), Alice (Ashley Greene), Emmett (Kellan Lutz), Rosalie (Nikki Reed) und Edward adoptiert. Bellas Eltern sind getrennt, sie lebt bei ihrem Vater Charlie (Billy Burke, 3. v. r.), dem Polizeichef von Forks.

Film Zum Heulen schön: Die Hauptdarsteller von «Twilight», Robert Pattinson und Kristen Stewart, sorgen für Gänsehaut und Tränen.

1 Hafen mit Landungsbrücke. 2 Neu eröffnetes Maritimes Museum. 3 Weg von Zürich, auf nach Hamburg ins Hotel Prem: Autor Benjamin von Stuckrad-Barre. 4 Gern an der Elbe: Til Schweiger, Boris Becker. 5 Kicker Rafael, Model Sylvie van der Vaart.

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TEXT RENÉ AMMANN

Sie sind nun die Sex-Symbole einer ganzen Generation …

HALLO HAMBURG

BEAUTY +++++++++++++++++++++++++ 104 Laufsteg-trends: make-up 112 Pflege: Peeling 116 Trend: Loser Puder 122 Verlosung Clinique

BLACKBERRY LINDSAY LOHAN

2

Glauben Sie an die Seelenverwandtschaft, wie sie Bella und Edward füreinander empfinden? Kristen Stewart: Keine Ahnung. Es gibt wohl nichts Schöneres, als wenn sich zwei für immer finden, aber andrerseits sind wir ja keine Pinguine, die sich fürs Leben paaren. Dazu sind wir zu kompliziert. Robert Pattinson: Ich hoffe, dass es so etwas wie eine Seelenverwandte für mich gibt. Hoffentlich findet man die aber nicht, wenn man noch sehr jung ist, denn dann macht man das Ganze sicher kaputt.

«TWILIGHT»: DIE BEIDEN FAMILIEN

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JOHNNY DEPP SCHUH-BIDU Leinwand-Star Johnny Depp steht auf derbes Schuhwerk. Seine robusten Latschen sehen aus, als wären sie Erbstücke. Ob er damit bald auch vor den Traualtar tritt?

WO SCHIFFE ZIEHEN, IST DIE SEHNSUCHT ZU HAUS. ABER NICHT NUR. DIE STADT AN DER ELBE RIECHT NACH ZUKUNFT.

1

LIEBE IM BLUT Robert Pattinson als Edward Cullen und Kristen Stewart als Bella Swan.

HUND JESSICA SIMPSON WAUWAU Jessica Simpson liebt ihren Malteser-Pudel-Mischling über alles. Das Starlet trägt die flauschige Daisy immer mit sich: in einer edlen Doggie-Bag oder in der Armbeuge.

Starwatch Die ständigen Begleiter der Stars sagen viel über ihre Vorlieben aus. Wer kann nicht ohne Hut? Ohne Hund? Nur mit Mami?

stylereisen

stylefilm

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LATSCHEN

KATE TRÄGT PAPPBECHER, AGYNESS HUT, KATIE IHRE SURI, JOHNNY SEINE LATSCHEN: STARS UND IHRE PERSÖNLICHEN MARKENZEICHEN.

KENZO

1 TREND NO.

INTERVIEWS +++++++++++++++++++++++++ 050 Raquel Marquard 074 Noreen CarmodyS STIL 152 die stars aus «Twilight»

SUPER-MAMA

ELIE SAAB

RALPH LAUREN

Rosa-Fans kommen diesen Frühling auf ihre Rechnung, denn erlaubt ist die gesamte Palette von Rosa über Pink und Fuchsia bis Koralle. Die Lippenstiftfarben haben einen diskreten, zum Teil leicht metallischen Schimmer, die Lipgloss-Texturen sind hochglänzend und sehr farbintensiv. Das macht schmale Lippen voller: Mund mit Lippenstift ausmalen, dann etwas Lipgloss auf die Mitte der Unterlippe tupfen.

4 KissKiss Maxi Shine, 647 Grenadine, GUERLAIN, Fr. 44.–. 5 Colour Passion, 54 Metallic Rose, NIVEA BEAUTÉ, Fr. 16.90. 6 Glossimer, 119 Wild Rose, CHANEL, Fr. 40.–. 7 Pur Lip Gloss, 4 Pure Raspberry, YVES SAINT LAURENT, Fr. 40.–.

2

stylestars

LIPPEN

BILDSCHON 1

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2 TREND NO.

..

REDAKTION ANNETTE FRISCH

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4

LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++ LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++ LAUFSTEG-NEWS: MAKE-UP +++ LAUFSTEG-

Fotos: Intertopics (2), Bulls Press (12), Face to Face (1), Dukas (5), Brauer Photos (1), Babirad (1), CMK Images (2), Reflex (3)

stylebeauty

TRENDS +++++++++++++++++++++++++ 020 jetzt 027 label: Joop 030 Schwarz-Weiss 032 Clutchbags 034 Dekor 036 Dresscode: TV-Abend 038 Drei Looks: blusenkleid 040 Checklist Turin 042 Uhren: Jaeger-LeCoultre 048 Männer-Mix, Turnschuhe

ÜBERALL WASSER Und überall Brücken. Mehr Brücken als in Venedig, mehr Brücken als in Berlin. Und dann der Hafen mit den Dreimastern, Prahmen, Schleppern, Schuten und Barken, den Kränen, die sich kreischend drehen, dem Dröhnen der tonnenschweren Container, den Rufen der Arbeiter. DOCH WO IST DAS MEER?, fragt der Besucher aus der Schweiz. Er sitzt in einem Bistro, der «Brücke 10», am Landungssteg. Dort, wo Passagiere einsteigen, um mit Hedi’s Tanzschiff Runden zu drehen. Passagiere, die schwanken vom Kahn oder vom Alkohol. Wo Passagiere einstiegen, hier, am Tor zur Welt, um ihr Glück in Übersee zu suchen. Denkt an HOTEL

RESTAURANT, BAR, KLUB

die Grossmutter, die aus der Schweiz nach Norddeutschland fuhr, mit dem Zug, um von dort nach Amerika überzusetzen, mit dem Schiff, 17 war sie. Denkt an den Grossvater, der aus der Schweiz nach Norddeutschland fuhr, mit dem Zug, um von dort nach Amerika überzusetzen, mit dem Schiff, 17 war er. Der Besucher kaut an seinem Brötchen, pickt die kleinen rosafarbenen Krabben von der Serviette, die heruntergefallen sind. Er dreht sie zwischen den Fingern, sie sehen aus wie Würmer, ihr pralles Fleisch widersteht den Zähnen, sie schmecken gut, und das Kauen hilft, Ordnung zu schaffen im Kopf. «Das Meer?», antwortet der Hamburger neben ihm, «das ist etwa 100 Kilometer vom Hafen weg.» ACH SO, sagt der Schweizer, hebt enttäuscht die Augenbrauen und blinzelt flussabwärts, weil er, als Bewohner eines SHOPPING

DIVERSES

5

Binnenlands, reflexartig See oder Meer vor sich sieht, wenn er «Hafenstadt» hört. Wir sitzen also an der Elbe, einem Fluss, der sich in der Mündung breitmacht und Hamburg halbiert. Im Rücken des Besuchers baut sich die Stadt auf mit ihren Medienhäusern von Gruner & Jahr, Spiegel, Zeit und Springer. Ein Hotelbau stösst in den graublauen Himmel, das Empire Riverside Hotel. Warum Empire und warum Riverside, ist nicht klar, aber im 20. Stock des bronzefarbenen Turms ist eine Bar, die «20up», mit Sitzen, so rund und braun wie Luxemburgerli. Landratten kleben dort an den Panoramafenstern, dröge von der Schönheit und von den Pärchen, die ihre Zukunft mit zwei Röhrchen aus demselben Drink schlürfen.

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Reise Hamburg blüht auf. Eine junge Szene entdeckt die Hafenstadt. Musiker wie Künstler zieht es an die Elbe und die Alster.

STARS +++++++++++++++++++++++++ 028 IKONE: Katie Holmes 044 Jim Leblanc IN Gstaad 046 HE-MAN: Lenny Kravitz 058 COVER: Scarlett Johansson 118 SCHöN WIE Gwyneth Paltrow 138 wohnen: Pasquale Natuzzi 144 starwatch 146 Party: bei Louis Vuitton MAGAZIN +++++++++++++++++++++++++ 151 The Prodigy in ZüRICH 156 LESEN: Laura De Weck 158 REISEN: Heisses hamburg 165 KOCHEN: risotto KOLUMNEN + RUBRIKEN +++++++++++++++++++++++++ 120 ARZTTERMIN: fasten 124 HOROSKOP 128 ADRESSEN 148 Psycho: nach der trennung 164 Restaurant-Guide 167 AUTO: Honda Jazz 168 GELD: MARKUS GISLER


m u s s e r p m i e l y st Art Direction

Creative Consultance Fashion

Beauty Textredaktion

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Scarlett Johansson wurde von Cliff Watts / Icon / Dukas fotografiert

Verlag Druck ISSN-Nummer

18

URS HELLER SABINA DIETHELM (Fashion & Beauty Director) RALF JOST (Leitung), SUSANNE MÄRKI, DANIELLE VETTERLI (Assistentin) BARBARA PASTORE (Leitung) MICHAEL MÜLLER, DANIELA MIRABELLA BELING THOENEN DESIGN IRENE MÜNGER, MARTINA RUSSI, RICHARD WIDMER KARIN ANNA BIEDERT (Assistentin) NINA LIENHARD (Praktikantin) ANNETTE FRISCH RENÉ AMMANN (Leitung) ANITA LEHMEIER (Magazin) DANIELA FABIAN, DR. SHERIN HAFNER (People) LAURA CATRINA (Volontärin) ANDREA LEUTHOLD, MARCO MORGENTHALER, IRÈNE MÜLLER Text: Marlène von Arx, Michael Bahnerth, Caroline Doka, Andreas C. Englert, Markus Gisler, Christian Hug, Ulrich Lössl, Barbara Maurer-Frei, Christine Marie Oppelt (Living), Timothy Pfannkuchen, Verena Thurner Fotos: Bruno Barbazan, Natalie Bissig, Dan Cermak, Désirée Good, Véronique Hoegger, Lars Pillmann, Paul Seewer, Matthias Willi, Inge Zinsli

Kathrin Berchtold, Sandra Hofer Mirella Vignoni Martina Riebeck Angelo Buonomo & Didier Cometti Urs Heller Martin Tamas Dietrich Berg Verena Baumann Roland Winkler Mehtap Bulut, Caroline Petter (Romandie), Simone Widmer Daniel Stässle (Leitung), Claudia Straub Cécile Blösch, Pascale Maurissen, Michelle Sameli Beatrice Meyer Aloui Stéphanie Joly, Franziska Schmid 220 000 Exemplare Schweizer Illustrierte Style, Dufourstrasse 23 8008 Zürich, Telefon 044 259 69 69, Fax 044 259 89 83 sistyle@ringier.ch, www.sistyle-blog.ch Telefon 0800 880 870 (gratis), aboservice@ringier.ch Montag bis Freitag, 7.30 bis 18 Uhr oder www.online-kiosk.ch einzelverkauf@ringier.ch 1 Jahr: Fr. 38.– (inkl. 2,4 % MwSt.) Ausland-Abonnementspreise auf Anfrage Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 044 259 61 11, Fax 044 259 68 44 Ringier Print Zofingen AG, 4800 Zofingen Telefon 062 746 31 11 1661-6588

Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: Addictive Productions AG, Betty Bossi Verlag AG, Bolero Zeitschriftenverlag AG, ER Publishing SA, Geschenkidee.ch GmbH, Good News Productions AG, GRUNDY Schweiz AG, Investhaus AG, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R Media SA, Mediamat AG, media swiss ag, Original SA, Previon AG, Presse TV AG, Radig AG, Radio Z AG, Rincovision AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, SMI Schule für Medienintegration AG, Teleclub AG, Zana Media AG, Ringier France SA, Ringier Publishing GmbH, Juno Kunstverlag GmbH, Ringier (Nederland) B.V., Ringier CR a.s., Ringier Kiadó Kft., Europress Kft., Euromedia Bt., Népszabadság Zrt., Ringier Slovakia a.s. Ringier Pacific Ltd., Ringier Print (HK) Ltd., Beijing Ringier International Advertising Co. Ltd., Ringier Vietnam Company Ltd. Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Für den Verlust nicht verlangter Reportagen kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

Kleine Fotos Cover: Natalie Bissig, Wireimage, Bruno Barbazan

Chefredaktion Stv. Chefredaktorin Fotoredaktion


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Fotos: Face to Face (2), AP Images, Bulls Press (1)

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t z t e j e l y st

Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

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Ist das nicht …? n patricia schmid auf dem neuen testino-band für testino Das 24-jährige Model hat es dem Fotografen Mario Testino angetan: «Sie hat einen perfekten Body!»  Und den zeigt Patricia Schmid gern. Bloss mit Gütterli und Gürtel «bekleidet», ziert sie den neuen «Stern»-Fotoband von Starfotograf Mario Testino. Erfrischend, Mademoiselle!

1 Sie trägt durchaus Chanel: Patricia Schmid auf dem Cover des «Stern»-Port­ folios. Der 96-seitige Fotoband kostet 35 Franken. 2 Posierte 2006 für «Vogue» als Rokoko-Lady: Stella Tennant. 3 StarFotograf Mario Testino. 3

Schöner Zweck n nasanin nuri: pretty in pastell die miss  Nasanin Nuri überzeugt als Miss Earth Schweiz mit Schönheit, Charme und Contenance. Ihr gewinnendes Wesen stellt sie in den Dienst des Zürcher Malletiers Mollerus – und präsentiert die aktuelle Handtaschenkollektion, darunter «Glossy».

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Schön ist sie, Gutes tut sie: 1 Miss Earth Nasanin Nuri mit der puderfarbenen Handtasche Sardegna aus der «Glossy»-Kollektion. 2 Pistachefarbene MollerusTasche Ischia aus Rindsleder.

die mission Die 21-Jährige kämpft für Frauenrechte und spendet die ­Hälfte ihrer Einkünfte humanitären Organisationen. Und sie ist Gastgeberin der ­Benefiz-Gala in Bern (am 21. Februar, Eintritt Fr. 250.–),  wo exklusive Mollerus-Taschen versteigert werden. Eine glänzende Idee! www.missearthswitzerland.com 2

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Fotos: Stern Portfolio Nr. 53 Mario Testino distributed by TeNeues (1), Mario Testino / Art Partner (1), Intertopics (1)

für gaultier Auch Jean Paul setzt auf die Belle de Suisse: Er entwarf seine gesamte Haute Couture an ihrem Körper und schickte sie über den Catwalk. Angezogen. Als Mann.


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Termine +++ Trends +++ Tipps +++ Typen +++ Termine +++ Trends +++ Tipps

“Yves Saint Laurent liebte die Nacht. Wie ich. Ich bin ein Mann der Nacht.”

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Der coole Mann und die sexy Softe n

zwei stars, zwei neue düfte

kylie minogue liebt massgeschneiderte, supersexy Kleider. Einige der heissen Kreationen hängen heute im Museum. Der Schneiderkunst zu Ehren heisst ihr neues Parfum «Couture». «Dare to wear» – trauen Sie sich, es zu tragen, fordert Kylie.

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1 Kylie Minogue wirbt für ihren Duft «Couture». 2 Vincent Cassel. 3 Wie ein ins Ohr gerauntes Versprechen im Dunkeln: Vincent Cassels Eau de Cologne «La Nuit de L’Homme» für Yves Saint Laurent.

Vincent cassel  sieht gefährlich gut aus (das weiss auch Gattin Monica Bellucci). Yves Saint Laurent nutzt die herbe Ausstrahlung des Franzosen für die Lancierung seines neuen Dufts. «La Nuit de L’Homme» riecht nach Bergamotte, Zedernholz und Lavendel. Dunkel und geheimnisvoll wie Monsieur Cassel selbst. «Couture» und «La Nuit de L’Homme» sind ab März erhältlich.

die Gewinnerin Des SI-Style-Luxusrätsels – und gewonnen: Sie ist die stolze Besitzerin einer Sonder-Edition des Mazda 2 1.5 Sport Pack im Wert von 26 350 Franken. Die Zürcher Tanz- und Gymnastiklehrerin freut sich über den Hauptpreis unseres Rätsels mit luxuriösen Preisen: «Es ist ein super Gefühl, da drinzusitzen!»

Foto: Renate Wernli (1)

And the mazda goes to ... Heidi Däster hat richtig gerätselt


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Heidis Top n entwürfe für jordache im Bad Heidi Klum, Model von Jordache, lancierte vor Kurzem ihre eigene Kollektion für das amerikanische Label. Zu Werbezwecken legte sich die bienenfleissige 36-jährige Mutter und Moderatorin mit Jeans, Top und Highheels in die Badewanne. Wie Heidi Klum soll auch ihre Mode sein: unkompliziert – und sexy.

“Alles, was Heidi Klum anfasst, wird zu Gold.”

Perfekt!

im netz  Jeans und Tops von Heidi Klum gibt es auch in der Schweiz zu kaufen – exklusiv in der Online-Boutique StyleMe der Fernseh- und Radiomoderatorin Anna Maier. www.styleme.ch

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n merci, baume & mercier glamour Die Schweizer Uhrenfirma Baume & Mercier hat zwei neue Markenbotschafter: David Duchovny («Californication») und Evangeline Lilly («Lost»). Die Schauspieler werben ab April 2009 mit «Baume & Mercier & Me» für die Edelmarke und tun damit Gutes: Ihre Gagen fliessen in wohltätige Projekte (Krebs, Umweltschutz und Bildung). charity Botschafter von Baume & Mercier sollen sich mit Label und sozialem Engagement identifizieren können. Das wird Stars wie Uhrenliebhabern leichtfallen.

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1 David Duchovny und 2 Evangeline Lilly gehen mit der Zeit und zeigen sich sexy wie sozial. 3 Hampton Magnum für Herren, 8100 Franken. 4 Hampton Manchette für Frauen, 5200 Franken.

Hoffnungsvoll n davide cascio im kunsthaus glarus 3

utopien Den Tessiner Künstler Cascio, 33, interessieren Visionen, ob aus Städtebau, Literatur oder Mode. Er baut Räume, Türme, Modelle und klebt aus alten Magazinen Collagen, die unseren Wunsch nach Harmonie mit der Umwelt spiegeln. Und entwirft aus diesen Versatzstücken sein eigenes Weltbild. Bis 3. Mai. www.kunsthausglarus.ch 4

REDAKTION René Ammann, Laura Catrina, Anita Lehmeier

Fotos: AP Images (1), Thomas + Thomas (1)

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SCHLICHTE AVANTGARDE

REDAKTION Sabina Diethelm

Name-dropping

Alessandra Kessler, 20, aus Siebnen SZ. Die Siegerin des Ford Supermodel Contest Schweiz 2008 nennt ihre Favoriten.

Handy Sony Ericsson Computer HP-Notebook Lippenpflege Lavera Zahnpasta Colgate Gesichtspflege Nivea Visage Shampoo Pantene Duschmittel Crabtree & Evelyn Bodylotion Spa Wisdom von Body Shop Parfum «Cinéma» von Yves Saint Laurent Schmuck Thomas Sabo Unterwäsche H & M

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Kreativ-direktor Dirk Schönberger sorgt seit 2007 Für Identität, Souveränität und sexappeal bei Joop. 1982 präsentiert der Deutsche Wolfgang Joop seine erste Prêt-à-porterKollek­tion für Damen. Innert weniger Jahre etabliert sich die Joop GmbH mit Lizenzpartnern als Lifestyle-Marke in den Bereichen Parfums, Jeans, Lederwaren, Schuhe, Brillen, Uhren, Schmuck, Wäsche und einer Living-Kollektion. 1998 wird die Joop GmbH durch die Wünsche AG übernommen. Zwei Jahre später scheidet der Firmengründer aus dem Unternehmen aus. 2003 übernehmen die drei grössten Lizenzpartner (Strellson AG, Egana Goldpfeil GmbH, Coty Lancaster) Joop zu gleichen Teilen. Seit 2007 zeichnet Dirk Schönberger, 42, als Kreativ-­Direktor der Designermarke verantwortlich, die seit 2008 der Holy Fashion Group gehört. Die Firma legt ihr Augenmerk auf die Bereiche Mode, Accessoires, Fragrance und Living. Der gebürtige Kölner setzt auf einen progressiven Look mit Sexappeal und Lässigkeit – basierend auf perfekter Schnittkunst. www.joop.com

1 Ein Deuxpièces der anderen Art. 2 Schmale Silhouette für ihn. 3 Perfekte Schnittkunst. 4 Joop-Kreativ-Direktor Dirk Schönberger.

Jeans Zara Tasche United Colors of Benetton Schuhe Bata Sonnenbrille Gucci Lieblingsdesigner Stella McCartney Lieblingsstadt Brisbane gericht Spätzli-Gratin à la Mami blume Lilie farbe Dunkelblau Sport Ballett Buch «Drachenläufer» von Khaled Hosseini

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Fashion für Ost wie West

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gestylt wie Katie Holmes

Kein Wunder, gilt das Töchterchen von Katie Holmes und Tom Cruise, Suri, als bestangezogenes Kind Hollywoods – schliesslich wird es von der stilsicheren Mama eingekleidet. Die war in New York am Theater und ist wieder zurück an der Westküste, in L. A. Egal ob Ost- oder Westküste: Die Schauspielerin Holmes beeinflusst die Modewelt. Sie trägt die Baggy Jeans ihres Gatten mit hochgekrempelten Hosenbeinen und kombiniert sie zu weissem T-Shirt, Ballerinas und getupftem Foulard. Businesslike tritt die 30-Jährige in schlichtem Rollkragenpulli und Bleistiftjupe auf. Damit es nicht zu brav wirkt, wählt sie Klassiker in Rot (Tasche, Sling-Pumps) dazu. Was bei der schüchternen Katie niemals fehlt: die übergrosse Sonnenbrille. Schicker Schutz gegen neugierige Blicke.

Einkaufen Sonnenbrille von Marc Jacobs, bei Safilo, Fr. 505.–. Gepunkteter Schal von American Apparel, Fr. 28.–. Ärmelloses Top von Bianca, Fr. 39.–. Weisse Strickjacke von s.oliver, Fr. 99.90. Brauner Kunstledergürtel von New yorker, Fr. 22.95. Baggy Jeans von PRPS, bei VMC, Fr. 549.–. Beuteltasche von H & m, Fr. 34.90. Ballerinas von cube, bei Vögele Shoes, Fr. 49.90.

REDAKTION Karin Anna Biedert, Nina Lienhard

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Fotos: Reflex (1), Face to Face (1), Bulls Press (1), Dukas (1)  Adressen Seite 128

“Manche halten sie für die Style-Queen von Hollywood.”

Arbeiten Modische Brille mit grossen Gläsern, von Valentino, bei Safilo, Fr. 400.–. Cremefarbener Rollkragenpulli von Bianca, Fr. 98.–. Goldene Halskette mit Kunstperlen, von H & M, Fr. 6.90. Schwarzer Bleistift-Jupe mit dekorativen Nähten, von Mango, Fr. 59.90. «Birkin Bag» in Rot, von Hermès, ab Fr. 7250.–. Rote Satin-Peeptoes von Stuart weitzman, Fr. 498.–.

lunchen Schwarze Sonnenbrille mit Golddetails auf dem Bügel, von Yves Saint laurent, bei Safilo, Fr. 400.–. Klassische weisse Bluse von Windsor, ca. Fr. 85.–. Kaschmir-Strickjacke mit dunklen Knöpfen, bei Feldpausch, Fr. 259.–. Schwarze Stoffhose mit Bundfalten, von Tommy hilfiger, ca. Fr. 229.–. Modische Pumps aus Schlangenleder, von Sergio Rossi, bei Grieder, Fr. 940.–.

Tee Trinken Helle Sonnenbrille von Giorgio Armani, bei Safilo, Fr. 330.–. Rollkragenpullover von H & M, Fr. 19.90. Grauer Schal mit Zopfmuster, von Maddison, bei Manor, Fr. 69.90. Mantel mit kurzen Ärmeln, von hugo, bei Globus, Fr. 949.–. Jeans «Venus» von pepe jeans, Fr. 149.–. Braune Tasche von nulu NEW LOOK, bei Coop, Fr. 79.90. Pumps mit silberner Schnalle, von zara, Fr. 99.–.


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1 Chanel Eleganter Shopper mit Steppmuster und silbernem Logo, ca. Fr. 2010.–. 2 Converse all star Modischer Kultschuh für den Alltag, bei Manor, Fr. 89.90. 3 Lancôme Schwarzer Nagellack mit Glitzerpartikeln, Fr. 34.–. 4 Maddison Weekend Gestreifter, leicht transparenter Schal, bei Manor, Fr. 29.90. 5 Claire’s Lässige Handschuhe in Schachbrett-Optik, Fr. 8.90. 6 Reiz Schlichter Armreif im Retro-Look, Fr. 29.–. 7 NIXON Breite Armbanduhr aus Polykarbonat, in poppigem Design, Fr. 129.–. 8 Pollini Geschmackvolle Pumps mit Quasten für einen eleganten Auftritt, ca. Fr. 660.–. 9 Companys Kniehohe Ringelstrümpfe, Fr. 49.90.

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Eva Mendes

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damenschach Coco Chanel, Frankreichs berühmte Modeschöpferin, prägte bereits in den 1950erJahren ihre Kollektionen stilsicher in ihren Lieblingsfarben Schwarz und Weiss. Jahrzehnte später tun ihr das die Designer ­wieder gleich. Vor allem Accessoires vereinen die beiden Farben. Stars mögen das sty­lische Duett: Actrice Kate Hudson will sich zwar in ihrem Liebesleben nicht festlegen. Kleidungsmässig aber bekennt

sie sich im geometrischen Ensemble von Oscar de la Renta klar zur Kombination von Schwarz und Weiss. Auch ihre Kollegin Eva Mendes (aktuell im Kino mit «The Spirit») weiss ihr Outfit mit kontrast­reichem Schleifengürtel und sexy Plateausandalen aufzupeppen. Der zeitlose Look steht Jung und Alt, sportlichen Girls wie schicken Ladys. Und wirkt stets nonchalant. Ma­ demoiselle Coco wäre entzückt.

Adressen Seite 128

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Fotos: Wireimage, Photoshot

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REDAKTION Karin Anna Biedert, Nina Lienhard

Kate Hudson

“Weiss ist als Farbe so wild wie Rot – und so entschlossen wie Schwarz.”


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1 “Diese Tasche schnappen wir der Oma weg!”

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Helena Christensen

klick-klick-klick Wir erinnern uns an die Besuche bei der Grossmutter: Den Batzen für die Enkel fischte sie stets aus einem Portemonnaie mit Schnappverschluss. Da wir Grosis Fünfliber gespart und gut angelegt haben, können wir uns jetzt einen der handlichen Beutel leisten: eine Mini-Tasche, aufgemö­ belt zu einem wahren Schmuck­ stück. Gemeinsam ist den süssen Kleinen ihr romantisches Aus­ sehen. Auch das dänische Model

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Helena Christensen mag es anscheinend märchenhaft. Sie trägt eine metallfarbene Abendtasche mit Schnappbügel. Damit entschärft sie ihren Mikro-Mini von Versace und wirkt geradezu mädchenhaft unschuldig. Leder, Kunstleder und glänzende Stoffe zeichnen die Accessoires aus. Ein Tipp: Öfter beim Grosi vorbeischauen und mit ihr im Schrank oder auf dem Estrich nach Originalen mit Schnippschnapp-Verschluss stöbern.

REDAKTION Karin Anna Biedert, Nina Lienhard

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1 FURLA Türkise Lackledertasche mit verspieltem Verschluss, Fr. 869.–. 2 New Yorker Grüne Kunstledertasche zum Umhängen, Fr. 16.95. 3 Claire’s Schwarzes Täschchen mit Schulterriemen, Fr. 14.90. 4 Manor Bronzefarbenes Portemonnaie mit zwei Fächern, Fr. 49.90. 5 Pura López Graue Ledertasche mit Ziernähten, bei Grieder, Fr. 520.–. 6 Paul Smith Apricotfarbene Lederclutch, ca. Fr. 1110.–. 7 Coccinelle Pinkes Portemonnaie aus Glatt­ leder, ca. Fr. 70.–. 8 NULU NEW LOOK Goldschimmernde elegante Clutchbag, bei Coop, Fr. 59.90.

Foto: Reflex Adressen Seite 128

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“Wir sind schon mit bescheidenen drei zufrieden. Drei Karat, natürlich.”

1 2 Mischa Barton

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1 Roberto Cavalli Geflochtener weisser Ledergurt mit edelstein­ verzierter Schnalle, Preis auf Anfrage. 2 Casadei Weisser Highheel mit Riemchen – für den roten Teppich, ca. Fr. 1480.–. 3 Eselstein Goldener Armreif aus den Vierzigerjahren, mit Steinen in Erdtönen, Fr. 890.–. 4 Juicy Couture Eau de Parfum Viva La Juicy im eleganten Flakon, ab Fr. 110.–. 5 Miu miu Schwarze Ballerinas mit silberner Applikation, bei Bufalini, Fr. 619.–. 6 Malaga Bronzefarbene Clutch mit Steinen, bei Objects of Desire, Fr. 380.–. 7 Kaviar Gauche Ledercollier mit aufgenähten Perlen, ca. Fr. 1460.–.

Beyoncé Knowles

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Während unsereins zu Jahresbeginn in den leeren Geldbeutel blickt, besetzen Promis das Loch im Portemonnaie mit Edelsteinen. Egal ob auf der Brieftasche, auf Schuhen oder der Clutch: Üppig geschmückte Accessoires liegen diese Saison schwer im Trend (und hängen schwer am Körper). Sängerin Beyoncé Knowles bringt mit ihrem üppigen Dekolleté nicht nur die Augen ihres Mannes Jay-Z zum Überlaufen.

Sie verleiht ihrem Outfit augen­fällig Glamour. Auch Schauspielerin Mischa Barton zieht dank glitzernder Missoni-Kreation neugierige Blicke auf sich. Jede Frau kann klassische Ballerinas mit Kristallsteinen oder eine Clutch mit Blüten auf Hochglanz polieren. Für 2009 gilt wieder, wovon uns Shirley Bassey bereits 1972 ein weises Lied sang: «Diamonds Are Forever». Auch dann, wenn sie unecht sind.

Fotos: Vanit, AP Images Adressen Seite 128

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echtes anliegen

REDAKTION Karin Anna Biedert, Nina Lienhard

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DIWAN-DIVA

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Partys feiern? schön und Gut. Doch manchmal sehnen wir uns einfach nach einem Abend ALLEIN DAHEIm. Luxuriös solls Allerdings schon sein. 1 silberhülle Für unsere liebste Leckerei: Häagen-Dazs-Eis. Damit es die Sünde auch wert ist! Etwa Fr. 950.–, von theo fennell. 2 organdy-jacke Aus Seide in Aqua, von H & M, Fr. 79.90. 3 kissen Aus Canvas. Perfekt für den Fernsehkrimi: mit Revolver-Motiv in Siebdruck. 30 x 40 cm, von ­ onathan adler, ca. Fr. 80.–. j 4 prosecco Von carpenè malvolti. Prickelt angenehm. Nicht zu süss, nicht zu herb. Bei Coop, Fr. 12.90. 5 flûte Aus mundgeblasenem Glas, von l’oca nera, bei Riedel & Friends, 6 Stück Fr. 580.–. 6 plaids Aus Baby-Kaschmir, zum Kuscheln. Obere Decke «Cavalry», Fr. 3750.–, untere auf Bestellung, Fr. 11 050.–, von loro piana. 7 strickhose Aus Kaschmir, in über 30 Farben, von Antonia zander, ca. Fr. 930.–. 8 le soin noir Nährende Creme aus konzentriertem schwarzem Algen-Vitalsaft, von Givenchy, Fr. 450.–. 9 leuchte «Mirror Ball on Stand». Mit bis zu sechs Kugeln in verschiedenen Grössen. Höhe 180 cm, von tom dixon, Preis je nach Leuchtkörper auf Anfrage. 10 mules Pompoms in Rosa für die Sofa-Prinzessin, in Creme für die Diwan-Diva. agent provocateur, Fr. 345.–. 11 tv Alpha mit DVD-Spieler, 19-Zoll-Bildschirm, auch in Weiss oder Orange, BRIONVEGA, Fr. 2230.–. 12 uhr «Limelight». Weissgold und Perlmutt mit 269 Brillanten und gelben Saphiren, von piaget, Fr. 45 200.–. 13 t-shirt «Fit», von denham, bei Kahoona, Fr. 98.–.

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“Schatz, stell das Natel ab und leg dich zu mir.”

sTYLE empfiehlt

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REDAKTION  Richard Adressen Seite 128

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Widmer

Wer als Dauerglotzer erkannt werden will, muss die neusten Serien kennen. Letzter Schrei aus den USA: «Dirty Sexy Money». Auf TSR in Englisch gucken. Wenn SF die Serie endlich synchronisiert hat, weiss der Kluge bereits Bescheid. www.tsr.ch


stylelooks SI STYLE EMPFIEHLT

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In Wear, Hemdkleid mit Bubikragen, bei Companys, Fr. 179.–.

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1 spy Sonnenbrille «Valentina», handgemacht, Fr. 269.–. 2 roba Foulard «Bolce & Babbana», bei Radical Chic, Fr. 149.–. 3 review Kunstlederjacke, bei Peek & Cloppenburg, Fr. 109.–. 4 longchamp Tasche «Floral Flights», designt von Jeremy Scott, Fr. 290.–. 5 american apparel Leggings, Fr. 43.–. 6 post xchange Lederstiefel, bei Manor, Fr. 139.–.

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Party

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7 tally Weijl Kunstperlenkette, Fr. 12.90. 8 globus essentials Strickjacke aus Seide-Wolle-Gemisch, Fr. 179.–. 9 mango Ledergürtel, Fr. 24.90. 10 coccinelle Laptop-Tasche aus Leder, ca. Fr. 450.–. 11 tommy hilfiger Bleistiftjupe aus Seide-Wolle-Gemisch, Fr. 279.–. 12 avant première Spitzen­ strumpfhose, bei Manor, Fr. 24.50. 13 Max shoes Peeptoes aus Lackleder, Fr. 39.90.

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14 H & M Taillengürtel aus Wildleder, Fr. 39.90. 15 Pollini Clutchbag aus gestanztem Velours, ca. Fr. 910.–. 16 modström Stretchleggings mit Print, in glänzender Schlangenstruktur, bei Manor, Fr. 59.–. 17 sergio rossi Highheels aus Lack­ leder, mit Elastik­ bändern, bei Grieder, Fr. 790.–.

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EIN FALL FÜR DREI das Blusenkleid ist ein Multitalent: mit flachen stiefeln und biker-jacke ist es bequem, in begleitung von strickjacke und bleistiftdünnem jupe wird es schick, und mit leggings und highheels ist es partytauglich.

REDAKTION  Martina Russi Fotos: Inge Zinsli / Paul Seewer Adressen Seite 128

Casual


WEIHNACHTSGESCHENK DES JAHRES...

Winterurlaub in Paris

Ein Geschenk von meinem Vater

WWW.PANDORA-JEWELRY.COM

Der erste Schnee

Unser erstes gemeinsames Weihnachten


t s i l k c e h c e l y t s VON AGNELLI BIS BICERIN turin? das waren fiat und lingotto, die grösste autofabrik der welt. heute ist die millionen-stadt unbestritten italiens zentrum für zeit­genössische kunst. Abgesehen davon: in kaum einer andern metropole isst und trinkt man so gut wie in der kapitale des piemonts.

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htmetall on Kopfhörer aus Leic mwolle, Fr. 14.90. 2 nix Bau than, aus yure lard Pol Fou tem s hte kte 1 H & M Bedruc tney, Blouson aus beschic adidas Stella McCar 5 gucci Beuteltasche .–. 194 Fr. ur, und Leder, Fr. 369.–. 3 mo d’A Eau l gaultier Gaultier² uh aus Lurexleder, Fr. 300.–. 4 jean pau i Maskuliner Schnürsch 2520.–. 6 just cavall Fr. ca. h-Verlag, ca. Fr. 29.–. , bac der gen bsle Wa Kal . aus ng» – eine literarische Einladu rin «Tu PP ETI LES .–. ca. Fr. 560

Foto: Rainer Jahns Adressen Seite 128

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REDAKTION René Ammann, Irene Münger

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styleuhren 2 fulminant

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GEWONNENE WETTE Die manufaktur Jaeger-LeCoultre glänzt mit stil-Ikonen: mit der Reverso, der master-collection und mit Diane Kruger. Damals 1866, als das Schweizer Uhrmacher-Handwerk aus kleinen Heimwerkstätten besteht,

beschliessen Antoine LeCoultre und sein Sohn Elie, die uhrmacherischen Fähigkeiten ­unter einem Dach zu bündeln. Mit LeCoultre & Cie entsteht daraufhin die erste Manufaktur im Vallée de Joux. 1903 wettet der Pariser Edmond Jaeger, die Schweizer Uhrmacher seien nicht in der Lage, die von ihm konzipierten, extrem flachen Uhrwerke herzustellen. Jacques-David LeCoultre, Enkel des Gründers, schafft es. Aus der Zusammenarbeit und Freundschaft der beiden entstehen aussergewöhnliche Uhrenkreationen, und 1937 begründen sie die Marke Jaeger-LeCoultre. Mehr als tausend Kaliber in jeder Grösse, Höhe und Komplexität sind seither entwickelt und gebaut worden. Heute Jaeger-LeCoultre ist das industrielle Rückgrat des Richemont-Konzerns. Das Traditionsunternehmen produziert auch Werke für andere Marken der Gruppe. www.jaeger-lecoultre.com

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Jérôme Lambert, CEO der TraditionsManufaktur Jaeger-LeCoultre, über Souvenirs, Savoir-Faire und UnternehmerStolz. WAS VERBINDET SIE PERSÖNLICH MIT DER MARKE? Seit je bin ich von der Marke Jaeger-LeCoultre fasziniert. Diese Leidenschaft für die Uhrmacherei geht auf meine Kindheit zurück. Mein Grossvater besass eine Atmos, und diese Pendeluhr hat meine Jugend und meine Vorstellungen geprägt. Viele Jahre später bin ich zufällig in der Uhrenbranche gelandet. WAS HAT JAEGER-LECOULTRE, WAS ANDERE MARKEN NICHT HABEN? Die Manufaktur setzt in der Schweizer Haute Horlogerie Massstäbe. Jedes Meisterstück ist das Erbe von 175 Jahren Savoir-faire. Nicht weniger als sechzig ­Berufe – alle ausgeübt in der Tradi­tion des Vallée de Joux – und modernste Spitzentechnologie sind dafür erforderlich. Die Kunst der Gravur, des Fassens, des Emaillierens, aber auch das Design oder die Uhrmacherkunst sind solche Berufe, die den Stolz unserer Manufaktur ausmachen. MACHEN DIE UHREN VON JAEGERLECOULTRE MÄNNER UND FRAUEN GLEICHERMASSEN GLÜCKLICH? Einige unserer sehr technischen Zeitmesser sind vielleicht eher für Männer gedacht, aber ziemlich viele Frauen träumen davon, die Uhr ihres Mannes zu tragen. Mit der Lancierung der neuen Reverso Squadra Lady im letzten Jahr konnten wir die Damen verführen. Die Damen lieben die sportiv-luxuriöse Seite in Kombination mit der mythischen Reverso. Der Klassiker zählt in diesem Jahr 78 Jahre.

Fotos: Babirad (1)

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erfindergeist und eleganz

REDAKTION Sabina Diethelm

1 fabelhaft

1 Ambassadrice Diane Kruger mit einer Schmuckuhr, in der das kleinste Uhrwerk der Welt, Kaliber 101, auf zwei Ebenen tickt. 2 Reverso Gyrotourbillon 2 Auf 75 Stück limitiertes Tourbillon aus Platin mit Alligator-Armband, Fr. 360 000.–. 3 Reverso Dame Joaillerie Diamantsertierte Damenuhr mit Wendegehäuse aus Stahl und rosafarbenem Alligator-Armband, Fr. 7200.–. 4 Master Ultra Thin, «Collection 1833» Elegante Herrenuhr mit Gehäuse (38 mm Durchmesser) in Roségold, schokoladenbraunem Zifferblatt und Alligator-Armband, Fr. 12 600.–.


g n i p p o h s y stylecit

Boutique Lorenz Bach

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Wer Klassisches sucht, wird in diesem Traditionsladen fündig: Die Modepalette reicht von Moncler bis Ralph Lauren. Jim Leblanc kauft hier Anzug oder Hemd. Promenade, Tel. 033 744 68 78

JIM LEBLANC HEIZT EIN IN GSTAAD TEXT  Sherin HAfner FOTOS désirée Good

18. März 1980, Lyon Lernt das DJ-Handwerk auto­ didaktisch; Resident DJ im «GreenGo» in Gstaad und im «Saint Germain» in Zürich; Privatpartys u. a. für Paris Hilton, Roberto Cavalli www.jimleblanc.com LIEBe Verlobt mit einer Italienerin Geboren Karriere

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Wegen seiner Noblesse ist das idyllische Plätzchen Gstaad im Berner Oberland beliebt. «Sogar beim Feiern geht es distinguiert zu», sagt DJ Jim Leblanc. «Champagnerspritzen käme nie infrage!» Mit seinem Disco-Mix sorgt der 28-Jährige für heisse Nächte – trotz Minus-Tem­ pe­raturen. Er legt im «GreenGo» auf, dem legendären Klub im Hotel Palace. «Es ist eine fa­mi­liäre Runde: Enkel kommen mit ihren Gross­vätern, Mütter mit

Marti interiors

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Passendes fürs Chalet: Einheimische und Zugereiste erstehen Möbel, Lüster aus Hirschgeweih, Kerzen fürs ländliche Ambiente. «Ich mag die Objekte aus Holz.» Hauptstrasse, Tel. 033 744 94 75

Töchtern, jeder scheint jeden zu kennen», beschreibt Jim Leblanc das Flair. In der Lobby des Nobelhotels trifft sich Tout-Gstaad. Einmal am Tag wird dort beim Apéro genetzwerkt. Ebenso wichtig für die richtigen Kontakte: die Bar im Grand Hotel Park. «Beim Sushi spricht man übers Geschäft.» Seit fünf Jahren ist der Franzose Leblanc Saisonarbeiter im Wintersportort. «Wer hier mit seinem Geld protzt, hat ver­loren – einer hat immer mehr», sagt er. Urlauber reisen bevorzugt mit dem Jet oder der Limou­ ­sine an. Man lebt im urchigen Chalet oder in einer der Fünf-Sterne-Herbergen. Bausünden gibt es dank strenger


3 4 Boutique Blue Bank Am wohlsten fühlt sich der DJ in Jeans und T-Shirt. «Meine Uniform – auch bei der Arbeit.» Der Shop führt coole Streetwear, etwa von G-Star, Gürtel und Kapuzenshirts. Promenade, Tel. 033 744 68 79

5 Klub Greengo Legendärer Klub im Hotel Palace. Design: original Siebzigerjahre. «Champagnerspritzen gibt es hier nicht. Die Schüler des Instituts Le Rosey trifft man hier.» Palacestrasse, www.palace.ch

Vor­schriften kaum. Romantische Holz­ häuser schmücken die Landschaft. Wollte man die Faszination des Dorfes mit den 3400 Seelen in einen Werbeslogan fas­ sen, könnte man sagen: «In Gstaad mag mans privat.» Jim Leblanc wohnt in einem Chalet mit Blick auf das Bergmassiv. Der eindrückli­ che Sonnenaufgang entgeht ihm jedoch meist. Seine Nächte sind lang. «Wenn die Gäste um vier Uhr früh bei Frank­ Sinatras ‹New York, New York› mit­ singen, war es ein gelungener Abend», sagt er. Auf dem Heimweg trifft er die feier­festen Schüler des Instituts Le Rosey – Stammgäste an seinen Partys. Sollte

die Stimmung im «GreenGo» lauwarm dahinplätschern, spielt er seine TrumpfCD aus: «‹Billie Jean› von Micha­el Jack­ son. Die funktioniert von St-Tropez bis Zürich.» Promis wie Paris Hilton, Roberto Cavalli oder die Königsfamilie im Oman liessen den Profi einfliegen. Vergnügen sich VIPs speziell? «Sie sind wie Diven: schwer zufriedenzustellen.» Am Ende tanzen alle in seinem Takt. Nach dem Winter setzt Jim Leblanc zum Einkehr­ schwung im Zürcher Klub Saint Germain an. Mit Freund und Partner Carl Hirsch­ mann plant er eine CD mit seinen erfolg­ reichsten Musik-Mischungen. Perfekt für die Après-Ski-Saison.

Pernet Comestibles Versorgt die Society mit Leckereien: JahrgangsChampagner, Kaviar, Delikatessen. «Lieferservice und Catering machen jede Spontan-Party möglich.» Promenade, www.pernet-comestibles.ch

Pure Snowboard shop

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Damit Schneemänner beim Wintersport schick aussehen und nicht frieren. Freestyler Jim kauft und fährt Snowboards von Burton. «Ich muss stets höllisch aufpassen, meine Hände nicht zu verletzen!» Promenade, www.pure-snowboard.ch


r e n n ä m e l y t s

Man in Black mit Ledermantel.

Farbenfroh im Retro-Hemd.

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Style-Quotient

Sex-Quotient

Lenny mags nackt: Muskeln, die unterm Sakko hervorblitzen, oder der barfüssige Auftritt gehören zu seinen Markenzei­ chen. Dank vieler Tattoos und Piercings wirkt er ohnehin angezogen. Die Klei­ dung, die der Musiker trägt, ist extra­ vagant: Shirts vom Markt für 5 Franken oder Luxus-Jeans von Freund Tom Ford. Stilistische Höhenflüge erlaubt er sich mit der Sammlung von Pilotenbrillen.

Wäre der Duden bebildert, neben dem Wort «Sexsymbol» fände sich das Foto von Lenny Kravitz. Sinnliche Lippen, dunkler Teint, schwarze Locken und starke Arme sprechen Frauen wie Män­ ner erotisch an. Er wirkt ursprünglich maskulin und doch sensibel und herz­ lich. Schliesslich sucht und besingt er seit Jahren die grosse Liebe. Millionen von Fans ständen zum Duett bereit.

65/100

93/100

TEXT Sherin Hafner

26. Mai 1964, New York City Musik 9 Alben, weltweit rund 40 Millio­ nen Mal verkauft; 4 Grammys. Aktuell: Konzert im Hallenstadion Zürich am 30. Mai 2009, www.goodnews.ch Liebe 1987–1993 Ehe mit Actrice Lisa Bonet; gemeinsame Tochter Zoë, 20. War liiert mit Natalie Imbruglia, Vanessa Paradis, Adriana Lima. Heute Single Geboren

Fotos: Ben Watts / Corbis Outline / Specter (1), Wireimage (1), P.O. A. (1)

HE-MAN: LENNY KRAVITZ


r e n n ä m e l y t s man in style er liebt seine ausgebeulte trainerhose, sie findet das teil grässlich. was jetzt?

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6 MÄNNER-SACHE 1 Louis Vuitton Für nostalgische Rollbrettfahrer, die auf Wetterfesteres umgestiegen sind: limitiertes Luxus-Skateboard mit Koffer aus der «Stephen Sprouse Collection», Preis auf Anfrage. 2 marni Der lila Shopper begleitet emanzipierte Männer zum Einkaufen, Preis auf Anfrage. 3 gucci Erfrischend: Eau de Toilette «Gucci pour Homme», ab Fr. 92.–. 4 hackett london Landlords, Golfer und Lebenskünstler behüten sich mit der gross karierten Schiebermütze, ca. Fr. 90.–. 5 calvin klein Nichts für langweilige Bodenschleicher: schreiend bunte Turnschuhe mit Klettverschluss, ca. Fr. 370.–. 6 sieger Ein Gewinn für jede Garderobe. Dieser Schal aus Baumwolle und Polyester trotzt stilsicher der ersten frühlingshaften Brise, Fr. 379.–.

schicker ticker ralph lauren Das US-ame­ri­

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kanische Label präsentiert zum ersten Mal Armbanduhren. Das Manufakturwerk des Chronografen «Sporting» mit gebürstetem Edelstahlgehäuse und -armband ist von Jaeger-LeCoultre. Den Zeitmesser mit römischen Ziffern und Minutenring im Eisenbahnschienen-Design gibt es ab April. Fr. 11 200.–. www.ralphlauren.com

andy englert Unser «Man in Style» beobachtet Trends aus nobler Distanz. Der Autor lebt in Zürich und München.

REDAKTION Martina Russi

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Ist eine Frau frisch verliebt, sieht sie alles rosa. Selbst wenn es sich um die peinliche Stretch-Jeans aus den späten Achtzigern oder das Jackett mit den monströsen Schulterpolstern handelt. Leider, meine Herren, können wir nicht ewig auf diesen Zustand hoffen. Irgendwann klärt sich der Blick auf, und die Dame fragt sich: Wie sag ichs meinem Herz­ buben, was aus seinem Kleiderschrank verschwinden sollte? Das erfordert mindestens so viel Strategie, wie mit 18 dem Papi die Beule im Kotflügel seines neuen BMW zu erklären. Und leider, meine Damen, wirkt ein Wink mit dem Zaunpfahl meistens gar nichts. Kein Herrenmode-Magazin auf dem Wohnzimmertisch, kein zaghafter Hinweis beim Einkaufsbummel: «Also das würde dir auch stehen.» Der direkte Weg ist wohl der beste. Sagen Sie ihm deutlich, welche Stücke seiner Garderobe schleunigst ins Brockenhaus sollten. Beschränken Sie sich im ersten Durchgang auf vier Teile. Wirkt das nicht, ziehen Sie für den nächsten Ausgang lange Unterhosen in Feinripp, Gesundheitsschuhe und blickdichte Wollsocken an. Ich wette, Monsieur wird sofort zur Kleiderschrank-Inspektion starten. Fragen wir nicht, warum. Der Zweck heiligt eben manchmal die Mittel …

Fotos: Nick Harvey (1) Adressen Seite 128

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männerstyle PROFIL ZEIGEN Keine Strömung in der Mode hat sich so durchgesetzt wie turnschuhe. Männer mögen sie Tiefergelegt.

trendy

casual

Ihr Sonntags-Outfit besteht aus beigen Chinos und verwaschenem Jeanshemd und Ihre Beschäftigung aus Spielen mit den Kids? Dann ist der sonnengelbe gebundene Canvas-Schuh der richtige. Damit fallen Sie garantiert auch allen Müttern auf. Von diesel, Fr. 129.–.

Wer seiner Zeit einen Schritt voraus ist, blickt zurück: Einmal mehr ist Retro en vogue, hier in gemässigter Form. Alt­silber und Pfefferminze machen den Turnschuh zum coolen Begleiter von weis­sem T-Shirt und kariertem Hemd. Von creative recreation, ca. Fr. 230.–.

dsquared2

Evening

Fotos: Imaxtree (1) Adressen Seite 128

REDAKTION Richard Widmer

Echte Mode-Liebhaber wollen nicht einmal bei Turnschuhen auf Designernamen verzichten. Sie betreten ihr Revier im schnittigen Treter aus Leder in Weiss und augenfälligem Blú elettrico. Von dior homme, Preis auf Anfrage.

sporty

Rennen macht mit diesem Schuh Spass. LunarTrainer+ ist ein Federgewicht mit spezieller Sohle (auf dem Mond getestet!). Über Stock und Stein oder auf dem Grossstadt-Asphalt sorgt er für Stabilität. Achtung: Nur sportliche Kleidung passt dazu! Von nike, Fr. 220.–.

STYLE-ALAR

Business

Apart ist dieser elegante Schuh, der atmet. «James» zeigt Löchli-Optik in Chocolat und macht sich mit sandfarbenen und grünen Baumwollanzügen meisterlich. Da umweht den Fuss ein Hauch von Italianità. Von geox, Fr. 240.–.

M!

Ob kurz oder weiss oder bu lang, Socken dürfennt: Die aus synthetis nicht Material best chem Lieber gleich ehen. barfuss.

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w e i v r e t n i e l y t s

Raquel

Marquard Dolce far niente? Niemals! Trotz reicher Entourage (sie hat Verleger Jürg Marquard geheiratet) steht das Ex-Model fest auf eigenen Füssen: « Ohne meine Arbeit wär ich nicht mehr glücklich.» interview  Daniela Fabian

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Fotos  Bruno Barbazan


pretty woman Das ehemalige Model Raquel Marquard sieht mit 46 noch immer zum Anbeissen aus. Das hat sich auch VerlegerGatte Jürg Marquard, 63, gesagt und heiratete die Schöne letzten Juli nach fünf gemeinsamen Jahren. Dass ein Leben in Saus und Braus aber auch anstrengend sein kann, erzählt die zweifache Mutter im SI-Style-Interview.


w e i v r e t n i e l y t s

meilenweit Schönheit und Mode haben schon während Raquels Kindheit in Biel eine wichtige Rolle gespielt; mit ihrem Taschengeld kaufte sie sich die italienische «Vogue». «Eine Karriere als Model hätte ich mir aber als Teenager nie zugetraut, ich war viel zu schüchtern.» Später reiste das Fotomodell doch noch um die Welt. Ihr grösster Erfolg: ­die Kampagne für Camel.

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Vorangehende Seite: Baumwoll-Gilet mit Biesen und Taillengürtel sowie Jodhpur-Hose aus Seidensatin, beides BRIONI. Ohrstecker und Bracelet «Parade» in Gelbgold, beides HERMÈS. Sandalen aus Python­ leder, SERGIO ROSSI, bei Grieder. Linke Seite: Seidenkleid mit grafischem Print, DIANE VON FURSTENBERG, bei Grieder. Peeptoes, BALLY. Sautoir «Chandra» mit Kascholong-Kugel und Ring, HERMÈS. Strei­fen rechts: weisse Baumwollbluse und weisse Leinenhose, beides MARC O’POLO. Wildledergürtel, HERMÈS. Kette mit kreisförmigem Anhänger und Gelbgold-Ring, beides aus der Linie Possession, PIAGET.

Man darf es neidlos anerkennen: Mit ihren 46 Jahren sieht Raquel Marquard um­werfend aus! Gekonnt posiert sie für den Fotografen, drapiert die Arme um die schmalen Hüften, schwingt das glänzende Haar durch die Luft; gelernt ist gelernt! Als ehemaliges Model (die weltweite Kampagne für Camel-Zigaretten war Raquels grösster Erfolg) weiss die schöne Brünette genau, wie es geht. Als Gattin des erfolgreichen Verlegers Jürg Marquard («Cosmopolitan», «Shape», «Joy») könnte sie sich Anti-Aging-Tricks à gogo gönnen, doch scharfe Messer sind tabu. Offen spricht die zweifache Mutter über ihr luxuriöses Leben zwischen Pelzroben und Rolls-Royce. Dass sie beim Interview einen Riesen­teller Spaghetti verdrückt, macht sie ziemlich sympathisch. Schweizer Illustrierte Style: Sie sind seit Kurzem diplomierte PR-Fachfrau, aber wir führen kein Werbe-Interview, einverstanden? Raquel Marquard: Einverstanden, ich werde mich bemühen! Sie arbeiten nach eigenen Worten «extrem viel». Was tun Sie genau? Beruflich bin ich vor allem in die Mister Schweiz Organisation involviert, die ja mehrheitlich meinem Mann gehört und bei der ich auch zu einem Prozentsatz beteiligt bin. Jürg hat mir einen kleinen Teil geschenkt. Zur Hochzeit? Nein, nein (lacht), für meine Leistung, die ich für die Organisation erbringe. Ich erhalte kein offizielles Salär. Ich bin unter anderem auch für das Casting verantwortlich und durfte soeben 75 neue Kandidaten befragen. Und waren schöne Männer darunter? Sensationell! Für mich kämen vier als Sieger infrage.

Warum lassen Sie sich denn kein Honorar auszahlen? In einer Ehe macht das keinen Sinn, das fände ich seltsam, Jürg ist ja jetzt ver­ antwortlich für mich. Oh, das tönt aber nicht gerade emanzipiert!? Na ja, Jürg ist doch für mein Wohlergehen in allen Belangen zuständig (schmunzelt). Und ich für seines auch. Ich denke, mein Mann fände es nicht so toll, wenn ich weiterhin als Model viel unterwegs wäre. In einer Ehe übernehme ich gern die traditionelle Rolle der Frau. Mir gefällt es, für den Haushalt zuständig zu sein. Jürg arbeitet viel von zu Hause aus, und wenn er ins Ausland muss, begleite ich ihn gern, das ist doch schön.

“Heute ist Jürg für mein Wohl­ ergehen in allen Belangen zu­ ständig. Und ich für seins natür­ lich auch!” Raquel marquard Im Gegensatz zu Ihrem Mann weiss man wenig von Ihnen. Wo sind Ihre Wurzeln? Meine Eltern sind Italiener, mein Vater war bei den SBB als Mechaniker an­ge­ stellt, die Mutter Hausfrau, wir lebten in Biel. Nach dem KV bin ich mit neunzehn aus der Stadt geflüchtet, es war nicht sehr aufregend dort. Nach ein­ jährigen Sprachkursen in Madrid und San Francisco kam ich nach Zürich. Hier begann ich, als Fotomodell zu arbeiten.

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w e i v r e t n i e l y t s

Woran erinnern Sie sich noch? Ich habe gelernt, was Geld bedeutet und dass man hart dafür arbeiten muss. Ich besass zwei Paar Designer-Hosen, eine Jeans und eine aus Kord. Damals gab es keine Billig-Läden. Eine Rifle-Jeans kostete 89 Franken. Das weiss ich noch genau, weil ich im ersten Lehrjahr im Monat 220 Franken verdiente. Sie haben immer viel gearbeitet und stehen auch heute in der Familie als Erste auf. Warum tun Sie sich das an? Nur Fitness und Shoppen erfüllen mich nicht. Ich stehe um Viertel vor sieben auf, lasse die Hunde hinaus und fahre meinen zwölfjährigen Sohn Vincent zur Schule. Ich war immer eine Frühaufsteherin. Dafür halten Sie es aber an den vielen Partys, an denen Sie gesehen werden, ganz schön lange aus. Stimmt, und am nächsten Tag bin ich todmüde. So viele Anlässe kosten Kraft. Sie haben zwei Kinder von zwei Vätern, Jürg fünf Kinder von zwei Frauen, das ergibt insgesamt zwölf Grosseltern. Wie organisiert man eine so grosse Familie? Ein rechtes Grüppchen, nicht? Von den Grosseltern leben leider nicht mehr alle, Jürgs Ex-Frauen wohnen in Mexiko und Orlando, die Kinder sind überall verstreut, wir haben es noch nie geschafft,

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unseren ganzen Nachwuchs zusammenzubringen. Das ist mein grösster Wunsch für nächsten Sommer. Sprechen wir über Beauty. Was tun Sie für Ihr Aussehen? Diszipliniertes Training ist das Wichtigste. Und mein Haar. Es ist weder gelockt noch glatt, so fusselig, ich habe zwei linke Hände und kann mich nicht gut selber frisieren. Darum gehe ich zweimal wöchentlich zum Coiffeur.

“Als Model war ich so kritisch zu mir, ich bin froh, jetzt nicht mehr zu hohe Ansprüche zu haben.” Raquel marquard Wie trainieren Sie? Im Studio von Karolina Schmid in Zürich mache ich zweimal die Woche Pilates, ein super effizientes Training. Einmal wöchentlich kommt der Bodybuilding-Weltmeister François Gay zu mir nach Hause. Halten Sie Diät? Lieber nicht, das klappt sowieso nicht! Ich esse furchtbar gern, aber nicht zwischendurch. Dafür gönne ich mir mitten in der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, ein Stück Schokolade. Ich wiege jetzt zwei, drei Kilo mehr als früher, trage aber noch immer Grösse 36. Als Model war ich besonders kritisch zu mir. Mittlerweile bin ich froh, dass ich nicht mehr so hohe Ansprüche an mich habe. Wie werden Sie mit dem Alter fertig? Sie machen kein Geheimnis um Ihr Geburtsjahr.

Warum sollte ich? Ich bin 46. Mühsam ist nur, dass ich zum Lesen immer eine Brille brauche. Probleme bekam ich mit vierzig, als ich wusste: «Von nun an ist es mit dem Modeln vorbei.» Ich habe meinen Job sehr geliebt, die Reisen, das ganze Drum und Dran wie Angezogenund Frisiertwerden. Nach meiner Kar­ riere besuchte ich einen Literaturkurs. Sie lieben Bücher? Sehr, am liebsten lese ich abends im Bett. Zurzeit gerade den Bestseller «Die Päpstin» von Donna Woolfolk Cross. Ich lese aber auch Zeitungen, Jürg legt mir alles hin, was er für wichtig hält. Auch Wirtschaftsartikel. Und Sie? Legen Sie ihm auch etwas hin? Nein, er ist immer schon mit allem durch. Laut Medienberichten verfügen Sie über ein monatliches Budget von rund 40 000 Franken für Ihre Bedürfnisse. Es war eine totale Unverschämtheit und entbehrt jeder Grundlage, das zu behaupten. Wissen Sie, wie viel Geld Sie für Kleider ausgeben? So ungefähr. Ich liebe Accessoires. Besonders die Schuhe von Gianvito Rossi, seine Modelle sind bequem und super feminin, Prada gefällt mir auch, aber darin kann ich nicht laufen. Setzen Sie sich eine AusgabenLimite? Nein, aber ich habe eine innere Bremse: mein schlechtes Gewissen. Kreditkartenbelege schmeisse ich deswegen immer gleich weg. Manchmal sage ich mir, «Schluss jetzt!», und dann sehe ich trotzdem noch etwas. Dann gehe ich ganz schnell in den Laden, kaufe es – ruck, zuck! – und renne gleich wieder zum Geschäft hinaus.

Rechte Seite: puderfarbener Blazer aus feinstem Wildleder, JOOP. Armreif aus Leder vom Straussenbein, 8001 Zürich bei GRIEDER. Hair & Make-up: Nicola Fischer Styling: Sabina Diethelm

Hat Schönheit in Ihrer Kindheit eine Rolle gespielt? Schon, ja, mit vierzehn habe ich mir vom gesparten Taschengeld die erste italienische «Vogue» gekauft, auf dem Cover waren Iman und Jerry Hall. Diese Welt hat mich fasziniert, aber Modeln wäre für mich nie infrage gekommen. Ich war viel zu schüchtern.


keine forsche art «Ich bin immer sehr höflich und nett», sagt Raquel Marquard, «aber ich sage heute meine Meinung klipp und klar, das habe ich Jürg abgeguckt.» Gut so, denn ein Leben im grellen Scheinwerfer­ licht bedeutet nicht nur Zuckerschlecken: «Jahrelang hat man mich als Model fotografiert, heute als ‹seine› Frau. Früher war ich stolzer.»


w e i v r e t n i e l y t s Sie sind immer gut gestylt. Ihr Geheimnis? Nach zwanzig Jahren Modeln hat man viel Erfahrung. Aber ich verrate Ihnen etwas: Zu einem coolen Look gehören unbedingt hohe Schuhe. Ohne sie ist kein Finish perfekt! Ausser im Sommer, da passen auch flache.

Ja, sehr viel. Ich wasche manchmal selber, weiche die delikaten Pullover ein, gehe im Denner einkaufen, arrangiere die Blumen, kontrolliere die Unterhaltskosten, kümmere mich um unsere Gäste, und am liebsten bin ich für sämtliche Umbauten und Renovationen unserer Häuser verantwortlich.

Den ganzen Tag hohe Absätze, das schafft doch keine! Daheim laufe ich ja auch barfuss.

Sie haben einen Koch, schmecken Ihnen seine Menüs? Herr Buser war früher Chefkoch bei Anton Mosimann, er kocht sensationell. Aber ich lege häufig meine Termine so, dass ich mittags nicht auch noch mehrere Gänge esse.

Sie haben zu Hause vier Angestellte … … fünf, mit dem Gärtner …

“Es sieht aus, als würden wir nur geniessen. Aber Luxus bringt auch Stress und Verantwortung mit sich.” Raquel marquard Sie können sich nie ungeniert einem Heulkrampf hingeben oder im Bad «I Will Survive» laut singen. Ständig wuselt eine Putzfee herum. Oh doch, daran habe ich mich gewöhnt: Wenn mein italienisches Temperament mit mir durchgeht, werde ich trotzdem einmal richtig laut. Machen Sie im Haushalt noch etwas selber?

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Und Ihr Mann speist dann ganz allein in seiner Villa Bella Vista? Jürg liebt das. Abends sind wir dann en famille. Sie haben früher einen viel weniger aufwendigen Lebensstil gepflegt. Sind Sie heute glücklicher? Nein. Ich bin der Typ Mensch, der Dinge am liebsten selber erledigt. Ich habe immer sehr gern gekocht, das entspannt mich. Aber Jürg sagt, ich könne alles andere besser als kochen, dabei habe ich beim Promi-Dinner von «Glanz &  Gloria» das «Goldene Rüebli» gewonnen. Kochen fehlt mir eindeutig. Sehnen Sie sich nach einem einfacheren Leben? Ganz ehrlich? Nein! Die Vorteile, die ich heute geniesse, überwiegen. Ein schwerer Rolls-Royce mit Chauffeur, wie Sie und Ihr Mann einen haben, könnte protzig wirken, wie empfinden Sie das? Wir haben jetzt einen Phantom, ich war erst dagegen, dass wir dieses Auto kaufen. Als wir damit erstmals durch die Stadt fuhren, dachte ich: «Jesses Gott, guckt jemand?» Jürg hat Spass am Luxus. Ich fahre auch mit unserem Subaru, dem Angestellten-Auto.

Wie viel bedeutet es Ihnen, reich zu sein? Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich schätze das alles nicht. Aber man muss auch dafür arbeiten. Von aussen sieht es immer so aus, als seien wir nur am Geniessen. Aber Luxus bringt auch Stress, Verantwortung und Verpflich­ tungen mit sich. Gehört dazu auch, dass Sie ständig in der Zeitung erscheinen? Für die Mister Schweiz Organisation ist Presse wichtig, dadurch wird der Anlass bekannt gemacht. Und für Sie persönlich? Es kommt auf die Tagesform an. Manchmal sind Auftritte auf dem roten Teppich super, manchmal lästig. Ich hätte mir auch schon gewünscht, den Hinter­ eingang nehmen zu können. Als Model waren Fotos eine Bestätigung für mich. Heute werde ich abgelichtet, weil ich die Frau des Verlegers bin. Früher war ich stolzer. Fühlen Sie sich missbraucht? Nein, ich kann es ja selber steuern, wie viel ich von mir preisgebe. Es ist nicht wenig, oder? Finden Sie? Na ja … Was gebe ich denn preis? Ihre Wohnungen und Häuser, neue Sofas, Ihre Gäste … Vielleicht habe ich das von Jürg übernommen, er hat keine Hemmungen, Homestorys zuzulassen, und ich habe auch kein Problem damit. Wenn das Schweizer Fernsehen Sie und Ihre zwanzigjährige Tochter Bianca auf einer Kutschenfahrt in St. Moritz zeigt, beide im pompösen Pelzmantel: Erweckt das beim Publikum nicht Neid?


Das ist nicht mein Problem. Bianca trug übrigens Kaninchen.

“Was soll ich tun, wenn Jürg unzufrieden ist? Ich kann ihm nur einen Kuss mehr geben!” Raquel marquard Die Gratiszeitung «20 Minuten» unterstellte Ihnen, Sie seien auf die Schönheit Ihrer Tochter eifersüchtig. Bianca hat der Artikel sehr verletzt, mir ist er egal. Wir haben ein enges Verhält­ nis, und ich liebe meine Tochter über alles, ich bin so stolz auf sie. Müsste Ihre Tochter nicht bewusster und selbstständiger ihren eigenen Weg gehen? Das tut sie, sie lebt jetzt in Paris, wo sie Global Communication studiert.

Fotos: Bildstelle, bab.ch, Avenue Images, RDB

Was wünschen Sie sich für Bianca? Wir haben gestern zusammen telefo­ niert, Bianca ist glücklich in ihrer neuen Umgebung, das reicht mir. Sie ist hübsch und hat in kurzer Zeit als Fotomodell schon fast die besseren Aufträge als ich erhalten, das ist doch toll: Sie verdient ihr eigenes Geld. Kein Bedauern, dass Bianca zur vollen Blüte reift und man selber, frech gesagt, nur noch welkt? Die Jugend verblasst, natürlich, aber das ist eben so. Ich kenne viele Fünfzig­ jährige, die super aussehen. Ich gehe nur zweimal im Jahr zur Kosmetikerin, blei­ che mir weder die Zähne, noch spritze ich mir die Lippen auf. Würden Sie sich liften lassen?

Nein, ich hätte wahnsinnige Angst da­ vor. Aber wie gesagt, seit ich nicht mehr Model bin, fühle ich mich befreit. Ihr Mann sagte, manchmal schaue er in den Spiegel und denke: «Beschissen!» Wie helfen Sie ihm dann? Das ist schwierig. Wenn Jürg unzu­ frieden ist, was soll ich da machen? Ich gebe ihm höchstens einen Kuss mehr. Ich liebe meinen Mann für das, was er ist! Fragt er Sie betreffend seines Aussehens nach Ihrer Meinung? Nach fünf Jahren fragt man nicht mehr. Marquard Media verlegt in Ungarn «Playboy». Ein Problem für Sie? Nein, ich habe aber keine Freude, wenn das Heft daheim auf dem Küchentisch liegt und Handwerker darauf schielen, zudem habe ich ja noch einen minder­ jährigen Sohn. Jürg und ich beurteilen die Mädchen übrigens gern gemeinsam. Es gab darunter sehr hübsche, aber in der Regel entsprechen diese Frauen nicht meinem Schönheitsideal. Ohne despek­ tierlich zu sein, viele der Modelle sind eher klein, aufgepumpt, mit Haar-Exten­ sions bis zum Po und falschen Finger­ nägeln. Wie wichtig ist Ihnen Treue? Für mich heisst Treue, dass Jürg spürt, dass ich für ihn da bin. Auch wenn es ihm schlecht geht. Und dass er mich aufhei­ tert, wenn ich down bin. Hat Ihr Leben im Luxus Sie freier, lebenslustiger gemacht? Lustiger sicher nicht. Die Verpflichtun­ gen sind viel grösser geworden. Ich war früher lockerer. Aber das kann auch mit dem Älterwerden zusammenhängen. Werden Sie unterschätzt? Vielleicht? Ich bin immer sehr höflich und nett, habe keine forsche Art. Aber ich sage heute meine Meinung klipp und klar. Das habe ich Jürg abgeguckt.

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raquels liebste muntermacher für tage, an denen das luxusleben schwerfällt

seine-bootsfahrt «Wenn ich in Paris mit meinen Kindern Bianca und Vincent eine Fahrt im BateauMouche unternehme, erleben wir zu dritt wunderschöne Momente. Toll!» Cola al limone «Es mag vielleicht etwas banal klingen, aber ein Coca-Cola light mit viel Zitrone und Eis gibt mir bei Müdigkeitsanfällen die nötige Energie zurück.» telefon-anruf Wenn alle Stricke reissen, ist ein verständnisvolles Gegenüber die beste Hilfe. «Ein ausgiebiges Telefonat mit meiner besten Freundin hilft mir immer wieder hoch.» meine hunde «Auf Spaziergängen mit Pucci, einem Mischling, und Romeo (vorne), einem Malteser, der meiner Tochter Bianca gehört, finde ich Ruhe. Gerade in hektischen Zeiten!» zeit zu zweit «Ein Weekend allein mit Jürg, ohne fremde Menschen, das ist für mich einfach am allerschönsten. Leider sind solche wundervollen Tage nur für uns beide viel zu rar.» bücher lesen «Während meiner letzten Ferien in Thailand hatte ich endlich wieder einmal Zeit zum Lesen. Mein der­ zeitiger Favorit: ‹Die Päpstin› von Donna Woolfolk Cross.»


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scarlett johansson SchÜnheit und Talent blenden uns, wenn sie auf der Leinwand auftaucht. Und in natura? Scarlett, scharf beobachtet aus Männersicht.

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TEXT  Michael BaHnertH Fotos  Cliff watts

natürlich ist Scarlett schön. Nicht im klassischen Sinn, dafür stimmen ihre Proportionen nicht. Ihre Beine sind ansehnlich, doch zu kurz, ihr Hinter­teil ist feminin, doch zu rubenssch. Ihre Nase hätte es zwar auf den Skizzenblock von da Vinci geschafft, nicht aber auf die Lein­ wand. Doch da sind diese Augen, ein sma­ ragdgrüner See voller unausgesprochener Versprechen. Da sind diese Lippen, bei denen man an ganz vieles denken kann. An Sehnsucht auch. Da ist ihre Stimme, die rauchig, lasziv und gefährlich klingt und an eine Katze er­innert, die sich noch nicht entschieden hat, ob sie schnurren oder fau­ chen möchte. Und dann ist da ihr Hirn, das lange Zeit so schön auf cool geschaltet war. Sie war die uneingeschränkte Princess of Cool. Sie besass diese stille Verletzlich­ keit, die zu wahrer Coolness gehört. sie hätte nicht heiraten dürfen letz­ tes Jahr. Nicht mit 24 Jahren, auch nicht diesen ewigen Jungschauspieler Ryan Reynolds; ein Kanadier, dessen Karriere­ höhepunkt nicht ein Film war, sondern die Verlobung mit der Sängerin Alanis Morissette, die im Juni 2006 aufgelöst wurde. Den Heiratsantrag hatte er Scarlett in einem Restaurant in New York gemacht. Man weiss nicht, ob sie noch nüchtern war oder schon ein paar Gläser Weisswein intus hatte. Warum hat sie Ja gesagt? War sie einsam? Oder ist es tatsächlich Liebe? Wollte sie dem Schmerz, den die Trennung ihrer Eltern ihr als 13-Jähriger zugefügt hatte, etwas entgegensetzen? Schwer zu sagen. Grundsätzlich neigen 24-Jährige zu Schwärmerei, die sie mit Liebe verwechseln. Vielleicht ist ihr Ver­ heiratetsein nur eine Phase, etwas, das die bürgerliche Tochter hinter sich bringen muss, um sich davon zu befreien. Irgend­ wann. Wahrscheinlich zu spät.

seit diesem abendessen im Mai trägt Scarlett Johansson am rechten Ring­ finger einen vierkarätigen, 120 000 Dollar teuren Diamantring in der Grösse einer immensen Träne. Im Herbst heiratete sie Reynolds in einem Luxus-Resort in Kanada. Im Spätherbst waren sie auf Hochzeitsreise, mieteten eine KaribikInsel mit allem Pipapo – das private Eiland des britischen Multimillionärs Richard Branson: 230 000 Dollar pro Tag, eigener Koch und Butler, der mit dem Badetuch wartete, wenn die Flitter­ wöchner dem warmen, aphrodisierenden Wasser entstiegen. Nach einer Woche kamen sie zurück, das Unheil fing an.

Ständig hat man das gute Gefühl, dass sie nicht spielt, sondern ist. Das hat sie mit Marilyn Monroe gemeinsam. nun sitzt Scarlett in einem Salon des «Ritz-Carlton» in Berlin, nestelt ner­ vös am Ring und bearbeitet ein lästiges Häutchen am Daumennagel. Ihre Hände sind erstaunlich gewöhnlich, keine Künst­ lerhände, obwohl Woody Allen immer sagt, Scarlett sei eine Künstlerin und ihre Schwarz-Weiss-Fotos seien Preziosen. Ihre Füsse stecken in schwarzen LackHighheels von Louboutin. Die roten Soh­len sehen vielversprechend gefähr­ lich aus – anders als der Ballonjupe im Girlie-Look, der ihre Taille betont und die Geschichte darunter übertüncht. Das lässt darauf schliessen, dass sie weiss, dass ihre Schönheit unter dem Bauch­nabel nachlässt. Deshalb diese Schuhe ganz am Ende ihres Wesens. Ein raffiniertes Glanzlicht, das einen mit den ungewöhn­ lich-gewöhnlichen Beinen versöhnt.

es war nur ein Satz, ein Nebensatz sogar, der das Unheil ankündete. Der Hauptsatz war, dass sie Kinder wollten – nicht sofort, aber irgendwann. Das geht in Ordnung, so etwas sagt man nach den Flitterwochen. Der Nebensatz war, sie wollten auch noch eines oder zwei adop­ tieren. Das ist fatal, weil es der erste Schritt in diese Hollywood-IndustrieStarszene ist und deren Gepflogenheiten wie Adoption, künstliche Brüste, monat­ liche Botox-Applikationen und kleine Hündchen, die Tinkerbell heissen. man hätte heimlich gehofft, dass zumindest sie, wenn schon nicht er, darüberstehen würde, über den Moden, den Konventionen, der Konformität. Dass sie den Kopf schütteln würde über die Angelina-Jolie-Methode, die stets ein Kind adoptiert, wenn sie das Gefühl hat, sich selber ein wenig retten zu müs­ sen. Dass sie lächeln würde und mit ihrer Stimme, die immer nach einer Nacht voll gutem Sex klingt, sagen würde: «Bull­ shit.» Da war die leise Hoffnung, dass sie da nicht mitmachen würde, dass ihr das am Hintern vorbeigehen und dass sie ge­ gen den Strom schwimmen würde. Gut, sie ist 24, und die Fäden des Wesens ver­ wickeln sich in diesem Lebensabschnitt noch zu keinem Strick. zwanzig minuten hatte man im «Ritz-Carlton». Das übliche Promo-Pro­ zedere: Security, eine Meute von Presse­ leuten und immer dieselben Antworten auf dieselben Fragen. Man wartet zusam­ men mit sechs anderen Journalisten in einem Salon auf Scarlett, lockere Atmo­ sphäre, ein paar Scherze im Stil von: «Wer fragt nach ihrem Kokainkonsum?» Dann kommt sie, nicht allein, zusammen mit Samuel L. Jackson, ihrem Filmpart­ ner aus «The Spirit». Jackson hört sich gern lange reden, er doziert über Comics, den Erfolg von Literaturverfilmungen und sein ganz normales Leben. Scarlett sitzt da, reibt ihren Ring und bearbeitet ihren Daumen. Als Jackson kurz den


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Faden verliert, eine Frage an Scarlett: «Was hat sich in Ihrem Leben seit Ihrer Heirat verändert?» Ihre Antwort: «Meine Lebensversicherung.» Die zwanzig Minuten sind um.

Und da sind diese Lippen, bei denen man an ganz vieles denken kann. An Sehnsucht auch.

Fotos: Cliff Watts / Icon / Dukas (3), Cinetext (1)

Später, in der Lobby, hofft man einen Drink lang, dass sie vielleicht alleine an der Bar noch einen Weisswein trinkt oder einen Espresso und man sie fragen könnte, wie es ihr so gehe und warum sie auf die Frage des US-Talkmasters Jay Leno nach ihren sexuellen Fantasien geantwortet habe: «Making love in a car.» Aber natürlich rauscht sie, abgeschirmt von Sicherheitsleuten, vorbei, steigt in eine Limousine und wird zum Flughafen fahren, in den Privatjet steigen Richtung Paris. Das war Scarlett Johansson live. Nicht viel, zugegeben, ein wenig enttäuschend auch. Beim zweiten Drink keimt die Hoffnung nochmals auf: dass die Geschichte mit der Adoption sarkastisch gemeint war, spöttische Ironie einer 24-Jährigen, für die das Leben noch ein grandioses Spiel ist. manchmal sucht sich Talent einen Menschen, und daraus wird dann Scarlett Johansson. Ihr Talent, ihr Schauspiel hat etwas faszinierend Selbstverständ­ liches. Immer hat man das gute Gefühl, dass sie nicht spielt, sondern ist. Das hat sie mit Marilyn Monroe, mit der Scarlett stets verglichen wird, gemeinsam. Aber erst kleine und grosse Tragödien mach-

ten die Monroe zu einem Geschöpf der Unsterblichkeit, verliehen ihr auf ewig Überlebensgrösse. Scarlett braucht die Unebenheiten des Lebens, um aus der Gabe ihres Talents etwas zu schaffen, das Bestand hat. das ist der preis in dieser Liga. Sie muss ihn nicht akzeptieren. Tut sie es nicht, bleibt sie gehobenes Mittelmass, ein ewiges Talent. Dringend braucht sie einen guten Film; denn Sofia Coppolas «Lost in Trans­ lation» ist lange her, Woody Allens «Match Point» ebenso. In 28 Filmen hat sie seit 1994 mitgespielt, aber die letzten waren kaum der Rede wert, nur Kost­ proben ihres Talents blitzten auf, nie die ganze Fülle. Gewiss, sie verdient damit eine Menge Geld, fünf Millionen Dollar pro Film ungefähr. Das ist ja auch cool. Aber nicht genug. Das reicht für ein angenehmes Leben, aber kaum für Glück. die letzten Meldungen aus Hollywood sind gut und schlecht. Gut ist, dass sie erklärte, sie hätte keine Eile mit dem Schwangerwerden. Schlecht ist, dass sie es bei jeder Gelegenheit betont. Die andere Meldung besagt, dass sie gern wieder singen, eine zweite CD auf den Markt bringen würde. Bei der ersten sang sie Lieder von Tom Waits, und niemand wurde recht warm damit. An der Stimme liegt es nicht. Was fehlt, ist das Gefühl von Sehnsucht, diesem Hunger, von dem Tom Waits fast alles weiss und das einen schönen Namen trägt: Blues. Sehnsucht, unstillbare, kann man sich nicht anlesen oder erzählen lassen, man muss sie selber durchgemacht haben und immer wieder durchleben. Man wünschte sich, dass man ihr sagen könnte: «Warte doch noch zehn Jahre, bevor du weiter singst. Dein Geschenk, das du für dein Leben bekommen hast, ist die Schauspielerei. Pack es richtig aus und mach was Schönes draus. Es ist ein Geschenk, das man nur einmal bekommt.»

Leuchtfeuer blonde unschuld wird zum biest lost in translation (2003) In Sofia Coppolas zarter Romanze geben der abgewrackte Zyniker (Bill Murray) und der rosa Unschuldsengel (Scarlett) eines der seltsamsten, aber süssesten LeinwandLiebespaare.

Scoop (2006) Woody Allen engagierte Scarlett 2005 als Ersatz für Kate Winslet in «Match Point». Ein Jahr später schrieb er «Scoop» seiner neuen Muse auf den Leib. Im Krimi um einen Magier geniessen Meister und Muse die Slapstick-Szenen.

THE BLACK DAHLIA (2006) In dem düsteren Krimi voller Vamps, Bösewichte und korrupter Cops gibt Scarlett die blonde Unschuld, die zwischen zwei Männern (Josh Hartnett und Aaron Eckhart) hin- und hergerissen ist.

The nanny Diaries (2007) Ein modernes MaryPoppins-Märchen, in dem Scarlett das Kindermädchen eines armen reichen Jungen spielt und dessen Eltern zu Gutmenschen erzieht. Zu viel Moral, zu wenig Leichtigkeit.

Vicky Cristina barcelona (2008) Lecker, bunt und leicht verdaulich wie Zuckerwatte kommt Woody Allens erotische Dreieckskomödie mit Penélope Cruz und Javier Bardem daher. Scarlett gibt, wie so oft, das blonde Gift.

the spirit (2008) Scarlett, auf die Rolle der naiven Blondine abonniert, schlägt sich in «The Spirit» auf die Seite des Bösen und darf als brillentragende SadoMaso-Schwester ihren Sexappeal gezielt ein­ setzen; a beast is born!


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Bon Voyage

Wenn Engel reisen, haben sie etwas zu erzählen. Unsere Route führt sie zu den neuesten Trends. Im GEpäck ein moderner City-Look: scharf geschnittene Hosenanzüge, schmale DeuxPièces, feminine Kleider. So kommen auch mondäne Vielfliegerinnen gut an. FOTOS Lars Pillmann Redaktion Irene Münger Hair Markus Lambert MAke-up CArole Hannah Model Aleck Chavat / New Madison


Doppelreihig geknรถpfte Weste mit klassischem Revers und Bleistiftrock aus safranfarbigem Seidenjersey, Plateausandalen, alles Bottega Veneta. Monogramm-Canvas-Koffer, Louis Vuitton. Linke Seite: Jackett mit Schleife, aus weichem Wollstoff, Chanel. Koffer, Louis Vuitton.

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Schmal geschnittener Hosenanzug mit betonten Schulterpartien und geschnürte Sandalen mit Highheels, Yves Saint Laurent. Schrankkoffer, GOYARD. Rechte Seite: Deuxpièces mit strassbesetztem Taillengürtel und Mary Janes mit Blockabsatz, Dolce & Gabbana. Roter Koffer, HermÈs. Monogramm-Canvas-Koffer, Louis Vuitton.


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Ärmelloses Kleid aus Seidenjersey, mit hell abgestepptem Saum, bedruckte Seidencarrés und Peeptoes aus Lackleder, alles hermÈs. Koffer, GOYARD, Louis Vuitton, HermÈs.

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Hosenanzug mit breitem Ledergürtel, XL-Kreolen und Monogramm-Canvas-Koffer, alles Louis Vuitton. Rechte Seite: Deuxpièces mit Satingürtel, Lanvin. Sonnenbrille, Prada. Schrankkoffer, GOYARD.

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Schmal geschnittener Rock, geschnürtes Kurzjäckchen und Büstenhalter aus einem Seide-Baumwolle-Gemisch in Krinkeloptik, Sling-Pumps, alles Prada, Koffer, GOYARD und Louis Vuitton. Rechte Seite: Seidentop mit angeschnittenen Ärmeln, Emporio Armani. Sonnenbrille, Giorgio Armani, bei Safilo. Monogramm-Canvas-Koffer, Louis Vuitton.


Adressen Seite 128


l i t s n i e m e l y t s noreen carmody

hi honey! mit 15 wurde sie in zürich als model entdeckt. mit 20 lebt sie in new york und läuft auf highheels eine marathon-distanz auf den catwalks der modegrössen. interview  Sherin Hafner FOTOS  nATALIE bISSIG

Sie wird mit der Mannequin-Ikone Twiggy verglichen, hing im Cocktail-Kleid am Trapez und wirbt für Modehäuser wie Dolce & Gabbana oder H & M. Noreen Carmody, Twen aus Menziken im Kanton Aargau, liebt ihren Traumjob. Sogar noch dann, wenn er zum Albtraum wird … Schweizer Illustrierte Style: Welches ist das schönste Kompliment, das man Ihnen machen kann? Noreen Carmody: Ich sei ein guter Mensch. Und? Haben Sie das schon einmal gehört? Ja! Freut mich! Und Sie, freuen Sie sich noch, wenn jemand sagt, Sie seien wunderschön? Es kommt darauf an, wer es sagt. Im Job bin ich daran gewöhnt. Generell freue ich mich durchaus darüber. Was bedeutet Ihnen Ihr Aussehen? Seit ich als Model arbeite, hat sich mein Bild von mir ver­ ändert. Früher fand ich mich nicht hübsch, eher gschtabig! Nun kann ich besser verstecken, was mir an mir nicht gefällt.

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Was gibt es denn zu verstecken? Fortsetzung auf Seite 77

friends Die Lebenslust der 20-Jährigen kommt an. Noreen Carmodys Vater stammt aus Argentinien, ihre Mutter ist eine Schweizer Aerobic-Trainerin. Kopftuch aus Amsterdam, Pulli aus New York.


emergency room Besonders mag Noreen die Farbkombination Schwarz-Rot – wie bei ihrem Necessaire. «Das Teil hat Patina und Geschichte.»

hotel Die Weltreisende im Zürcher Hotel Kafischnaps. Gilet Tally Weijl, bestickte Bluse Zara, Jeans Jazmin Chebar.

csi: new york Jacke Zara, Shirt secondhand aus London, Kette Erbstück von ihrer Oma, Jeans BDG. Cappuccino im «Kafischnaps», Zürich.

lost Stets dabei: der robuste Koffer. Jede Reisedestination wird mit einem Sticker verewigt. Oft im Gepäck: die Gitarre oder die Balalaika.

desperate housewives Vorbild Twiggy: «Den Look habe ich als Model bewusst angepeilt.» Kariertes Hemd byCorpus, schwarze Hose Silence & Noise.


l i t s n i e m e l y t s

24 Kleines Schwarzes Zara, Kette ein Geburtstagsgeschenk, Schuhe Sebastian. In Noreens Agentur Option Model Agency Zürich.

dr. house Kästchen mit kleinen Fetischen. Uhr aus New York, Türkiskette von ihrer Grossmutter, goldfarbene Kette vom Flohmarkt.

grey’s anatomy Hut und Gürtel Vintage, Kleid Zara, T-Shirt BDG, Schnürschuhe Tamaris. Koffersammelsurium im Laden Luggage Inn, Kreis 6.

“Das Schöne am Job? Reisen: mit dem Flieger, der Bahn, der Metro. Ich besitze keinen Fahrausweis, kann auch nicht Töff fahren. Ich wäre wohl eine Gefahr für den Strassenverkehr!” Noreen Carmody

heroes Grösse: eins achtzig. «In Japan wünschte ich mir, ich wäre kleiner. Ich stiess mir ständig den Kopf an, etwa an den Haltegriffen in der Metro.» Blazer Zara, Hemd Miu Miu, Hose Silence & Noise, Schuhe Repetto.


Fortsetzung von Seite 74

Das verrate ich nicht gern (deutet auf ihre Füsse). Lieber betone ich Vorzüge wie meine breiten Schultern. Die sind gelungen! Haben Sie eine Schokoladenseite? Von rechts sehe ich besser aus, wenn ich ernsthaft dreinblicke. Und ich lächle nur auf der einen Seite, der linken. Was tun Sie für Ihr Äusseres? Zweimal die Woche trainiere ich im Fitnesscenter oder zu Hause. Manchmal lege ich mich mit Haar- und Gesichts­maske in die Badewanne und öle meinen Körper ein. Davon wird man zwar nicht wirklicher schöner, aber es tut gut. Gleich drei Schweizer Topmodels sind aus dem Aargau: Sie, Nadine Strittmatter und Patricia Schmid. Warum? Das muss an der Luft liegen! Im Ernst: Auch meine Schulkolle­ ginnen sind hübsch. Ich bin ja bloss in den Aargau gezogen. Sie süssen Ihren Tee mit Zucker und lieben Haselnussschokolade: Müssen Sie keine Diät halten? Sagen wir es so: Ich achte auf Genuss in Massen. Früher versuchte ich krampfhaft zuzunehmen, ass Hamburger oder andere Speisen, die dick machen – ohne Erfolg. Kochen Sie selbst? Ja. Während des ersten halben Jahres allein in New York konnte ich einzig gefrorenes Gemüse und Fischstäbchen zubereiten. Mittlerweile geht es in der Küche besser, ich wage mich an Gerichte wie Spaghetti. Learning by doing! In New York leben Sie mit zwei russischen Models in einer WG. Warum sind Beautys aus dem Osten so gefragt? Sie ähneln sich alle. Dieser Einheitslook – mit grossem Mondgesicht – war in den letzten Jahren erwünscht. Zudem haben sie weniger Ansprüche, weshalb man ihnen geringere Gagen zahlt. Für sie gibt es kein Zurück zur Familie, weil die kein Geld hat, um ihnen eine Ausbildung zu bezahlen. Meine zwei Mitbewohnerinnen schicken regelmässig Geld in ihre Heimat. Wie geht man im Business mit Ihnen um? An Castings blättern die Kunden zwei Minuten lang dein Buch durch und diskutieren über dich. Mit dir reden sie kaum. Sie brachen Ihre Ausbildung vor der Matura ab. Haben Sie diesen Schritt je bereut? Nein. Ich wusste ohnehin nicht, was ich später tun sollte. Nun habe ich meine Berufung gefunden und möchte auch nach der Model-Karriere im Business bleiben. sex and the city Noreen Carmody ist Single, sucht aber keinen Mann. «Ich will mich aufs Business konzentrieren – ohne Kompromisse.» Kleid Corey Lynn Calter, Kette vom Flohmarkt, Strumpfhose Fogal, Schuhe Nine West.

Welche Arbeit würde Sie denn interessieren? Fortsetzung auf Seite 78


l i t s n i e m e l y t s Fortsetzung von Seite 77

Die Produktion. Foto- oder Filmsets gefallen mir: Das Studiolicht vermittelt das Gefühl von Showbusiness. Ich mag sogar die Buffets mit dem schlechten Essen aus Papptellern … Gelingt es Ihnen, Freundschaften ausserhalb des Modezirkus aufrechtzuerhalten? Ja, obwohl wir natürlich weniger persönlichen Kontakt haben als zur Schulzeit. Es braucht mehr Organisation und Aufwand, um sich zu treffen, aber das tue ich gern. Wir fahren gemeinsam in die Ferien, oder sie besuchen mich in New York. Wahre Freundschaften kann ich ohnehin nur auf Schweizerdeutsch führen. Daheim bin ich eine andere als in New York. Inwiefern? In New York bin ich städtischer, ich kleide mich cooler und spreche Englisch, was äusserst befreiend ist. Ausserdem bin ich stärker, weniger leicht verletzbar. Fühlen Sie sich manchmal einsam? Ja. Dann schaue ich DVDs von amerikanischen TV-Serien, bis zu zwanzig Episoden am Stück: «Lost», «Desperate House­ wives», «Californication» oder «Sex and the City». Vermissen Sie in solchen Momenten die Schweiz? Nein, sie fehlt mir nicht. Wie glamourös muss ich mir Ihr Leben vorstellen? Null! Glamour wird nur für Fotos inszeniert. Oft fliege ich für einen Tag auf einen anderen Kontinent. Umweltverschmutzung oder Finanzkrise treffen das Metier offenbar weniger … Gehen Sie oft und gern an Partys? Meine russischen Kolleginnen nehmen mich manchmal mit, doch nach einer Stunde denke ich: «Was tue ich bloss hier?» Ein Model zu sein, ist das tatsächlich ein Traumjob? Der Begriff «Traumjob» ist wohl aus den 1990ern übrig ge­ blieben. Er verkauft uns alle als perfekte Frauen, die einen leichten Job und Rockstars als Freunde haben. Insofern: nein.

lindenstrasse Mütze H & M, Jeansjacke Vintage aus Tokio, Tuch Zara, Shirt Cheap Monday, Weste Ralph Lauren, Wollstrumpfhose aus New York, Tasche Christian Peau, Stiefel Hollywood Trading Company.

Ihr härtester Fototermin? Eindeutig für die «Teen Vogue». Ich wurde am Trapez an eine Dachzinne gehängt. Mein gesamtes Gewicht ruhte auf dem Nacken, am Hals traten mir die Venen blau hervor, und der Fotograf rief hinauf: «Entspann dich, Schätzli!»

Hair & Make-up: Martina Böhler

Und wann wird Ihr Beruf zum Albtraum? Wenn ich spät im Hotel ankomme und das Zimmer nicht reserviert ist. Wenn ich mich in einer Stadt verirre und längst beim Kunden sein sollte. Und wenn der Kunde unzufrieden ist.


0 3 2

don n o L York w e N ilano M s i r Pa

S K OO L NEW

Trendreport

Louis Vuitton

Foto: Imaxtree

style

+++ Fr端hling/Sommer 2009 +++ Fr端hling/Sommer 2009 +++ Fr端hling/Sommer 2009 +++


marni

dries van noten

bernhard willhelm

louis vuitton

A. F. vandevorst

Streifen in SAftigen Farben bei Marc Jacobs, Schwarz-WeissMUster bei Dries van Noten und Oscar de la renta oder bunte Karos bei Byblos: Die Designer hantieren mit lineal und zirkel und verpassen ihren Kreationen Damit eine klare linie.

Grafisch

akris

diesel black gold

tommy hilfiger

giorgio armani

g-star

lacoste


oscar de la renta

marc jacobs

chanel

roberto cavalli

cacharel

byblos

Fotos: Imaxtree

Der passepartout ist zurßck! Ein- oder Zweireiher und Smokingjacken werden zu Hose, Shorts, Overall sowie Bleistiftrock getragen. als Ensemble oder Kontrastreich – der Blazer passt immer.

max mara

Blazer

stella mccartney

jil sander

dries van noten

bottega veneta

trend style


HUSSEIN CHALAYAN

EMPORIO ARMANI

MICHAEL KORS

Y-3

DSQUARED2

auf, matrosen, ohé! im sexy Monokini mit eingearbeitetem anker von Gottex, im Quer gestreifteN, PaillettenbestickteN Kleid von D & G, in Tanktop, bedruckteR Hose und mit Panama-hut von Gucci … Also: kabine beziehen, anker lichten und in see stechen!

Maritim

BOTTEGA VENETA

JEAN PAUL GAULTIER

miu miu

PRADA

VALENTINO

VERSACE


d  & g

GOTTEX

GUCCI

TOMMY HILFIGER

CACHAREL

SONIA RYKIEL

Fotos: Alfredo Albertone / Courtesy of Miu Miu (1), Imaxtree (21)

Sand, Erde, Moos und Curry: mutter naturs warme farben finden sich in den jüngsten Entwürfen von akris, Prada, Bottega Veneta oder Hermès. nachhaltigkeit, einmal anders interpretiert.

Erdtöne

AKRIS

HERMèS

MISSONI

BURBERRY PRORSUM

CALVIN KLEIN

trendstyle


balmain

john rocha

emilio pucci

dolce & gabbana

moschino

die farbe des halbedelsteins macht als Badekleid, Tunika und Minikleid dem sommer beine, ob in pastell-tönen oder in sattem türkis. Zum apéro erscheint die Lady in einer Robe von Gucci oder La perla. bewundernde blicke sind garantiert.

Türkis

alexander mcqueen

versace

emilio pucci

vivienne westwood

chanel

yves saint laurent


gucci

blumarine

emanuel ungaro

brioni

la perla

stella mccartney

Fotos: Imaxtree

in gelbgold, kupfer, silber und in der farbe des smaragds funkeln pailletten, gelacktes Leder oder seidensatin um die wette. Bei diesem Trend gilt: es gewinnt, wer aus dem vollen schĂśpft.

balenciaga

Schimmer

chloĂŠ

balmain

prada

derek lam

trend style


styletrend 1

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Natalia vodianova + Justin Portman

Roisin murphy

die nase vorn

Dita von teese

Anna wintour

Linke Spalte Anna Wintour (Chefredaktorin US-«Vogue») an den Schauen 1 Karl Lagerfeld mit seinen Models

2 Sänger Kanye West 3 Popstar Lily Allen 4 L’Wren Scott (Stylistin, Mick Jaggers Freundin) 5 Paul W. S. Anderson (Regisseur) mit Ehefrau Milla Jovovich 6 Hollywood-Schönheit Megan Fox 7 Actrice Joy Bryant 8 André Leon Talley (US-«Vogue») 9 Lapo Elkann 10 Carine Roitfeld (Chefredaktorin «Vogue» France) 11 Anna Piaggi (Modekritikerin)

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hamish bowles

Fotos: Imaxtree

Agyness Deyn

Jennifer Lopez + Victoria Beckham

Rihanna

Fast so wichtig wie die neuen kollektionen ist das Spektakel drumherum: In der Ersten Reihe der Frühjahr/Sommer-Schauen 2009 tummeln sich Liebhaberinnen und Insider. Der Laufsteg der Eitelkeiten zieht sich von New York über Mailand bis nach Paris.

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12 Zoë und Lenny Kravitz 13 Eva Green 14 Leigh Lezark (DJ) und Lou Doillon (Model) 15 Mario Testino (Fotograf) 16 Mónica Cruz (Tänzerin) 17 Schauspielerin Winona Ryder 18 Rachel Zoe (Stylistin) 19 Leinwand-Beauty Lucy Liu 20 Ellen Pompeo (Serien-Star), Ehemann Chris Ivery 21 Film-Diva Jessica Alba RECHTE SPALTE Hamish Bowles (Kenner von Mode und Möbeldesign)

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Bruno!

Als österreichischer Modejournalist Bruno torpedierte der Komiker Sacha Baron Cohen die Modeschau der spanischen Designerin Agatha Ruiz de la Prada. Bruno stolperte grinsend über den Laufsteg – und brachte das Defilee zum Erliegen.


calvin klein

dior

gareth pugh

marni

vanessa bruno

Musselin schmiegt sich an wolle, chiffon an taft, organza aN leder: Designer wie John galliano f端r Dior und Stefano pilati f端r Yves Saint Laurent spielen weiter mit dem Trend zur Transparenz. sie f端gen schweres zu zart durchscheinendem.

Kontrast

bottega veneta

dries van noten

yves saint laurent

salvatore ferragamo

Tommy Hilfiger

derek lam


martin grant

kenzo

karl lagerfeld

celine

Yves saint laurent

Nina ricci

Fotos: Imaxtree

Mit Rundhals oder mit tiefem DekolletÉ, aus Seide oder Wollstoff: die vielfalt kennt kaum Grenzen. gemeinsam ist ihnen: Mit ßbergwändli haben die eleganten overalls nichts zu tun!

Overall

vanessa bruno

sonia rykiel

givenchy

stella mccartney

max mara

trendstyle


moschino C  & C

paul smith

marni

sonia rykiel

nina ricci

schlafanzüge? ja, und erst noch traumhaft schöne! modehäuser wie Dolce & Gabbana, Louis Vuitton oder salvatore ferragamo beweisen, dass längsgestreiftes und gepunktetes nicht nur zum Schlafwandeln geschaffen sind.

Pyjama

marc jacobs

burberry prorsum

moschino C  &  c

D  &  G

etro

christian lacroix


etro

salvatore ferragamo

Louis vuitton

chloé

Dolce  &  gabbana

erin fetherston

Consuelo Castiglioni kombiniert in ihrer mode für Marni Punkte mit Blumen, ihr Kollege Roberto Cavalli Karo mit Zebra-mustern. ob geometrisch oder wild: hauptsache, die mischung gefällt!

Mix

marni

wunderkind

cacharel

just cavalli

isabel marant

Fotos: Imaxtree

trendstyle


christopher kane

vivienne westwood

hermès

lanvin

gucci

Der kolonial-stil und die traditionelle Mode afrikas standen pate bei westwood, lanvin und kane. Von körperbetonten deuxpièces über scharf geschnittene Bustiers bis zu bunt bedruckten Textilien: die Welt rückt wieder näher zusammen.

Afrika

hussein chalayan

chloé

chanel

nina ricci

fendi

Dolce  & Gabbana


dior

dsquared2

just cavalli

louis vuitton

junya watanabe

ralph lauren

Fotos: Imaxtree

auch chalayan verleiht flügel: Ein stil-element der Achtziger hält erneut einzug in die mode. bei chloé, balmain und nina ricci bleibt die schulter rund. Isabel marant setzt auf süsse Puffärmelchen.

Schultern

francesco scognamiglio

isabel marant

balmain

Christian lacroix

Balenciaga

trendstyle


styletrend

meine Favoriten

SABINA DIETHELM, 33, stv. Chefredaktorin von SI Style und Ressortleiterin Mode

Liebe auf den ersten Blick? die gibt es! Beim Anblick dieser ZEHN DesignerKreationen beginnt mein herz höherzuschlagen! 

Sandale

In die filigranen Schühchen des italienischen Accessoire-Designers Gianvito rossi habe ich mich im Mailänder Showroom subito verguckt. Mit champagnerfarbenem Satin über­ zogen und perlenbestickt, sind die Sandalen eine Wohltat für Auge und Füsse. In ihnen bestehe ich leichtfüssig lange Sommernächte.

Black Satin

Reife

Der kreative Kopf Marc Jacobs versteht es, den Armschmuck von louis vuitton mit gefährlich coolen Zeichnungen von Raubtierfellen zu verwildern. Ob fürs Büro oder für den Strand: Diese extravaganten Stücke machen überall eine gute Falle.

Fotos: Imaxtree (5), Marc Wetli (1)

Schwarz im Sommer? Aber sicher! Ein charmanter Auftritt garantiert die Satinbluse mit Taillenhose des Créateurs Alber Elbaz für Lanvin. Raffiniert der Mix aus Romantik (Puffärmelchen), Technik (Zipper) und Opulenz (Collier).

Nude

stella mccartney entwarf meinen Lieblingslook der Saison: weisser Blazer, puderfarbenes Feinstrick-Top und eine knöchel­ lange Bundfaltenhose – so simpel und so perfekt!


Exotik

Zugegeben: Der Absatz der SchlangenlederSandale des italienischen Labels prada scheint halsbrecherisch hoch. Von höchster Kunst sind Form-, Material- und Farbgebung – erneut ein Geniestreich von Signora Miuccia Prada.

Clutch Die Taschen des in Florenz wohn­ haften jungen Israeli michael teper­ ­son überzeugen mit ausgefallenen Materialien und klaren Formen mit einem Hauch Vintage. Zu seinen Fans gehören Natalia Vodianova, Nicole Richie, Elle Macpherson und … ich.

Farbe

Den meisten Arbeitsaufwand stecke dries van noten in die Auswahl von Materialien und Farben, heisst es. Nun, die Mühe lohnt sich. Aufs Neue fasziniert der Belgier mit einer im positivsten Sinne zugänglichen, urbaneleganten Kollektion.

Safari

Erinnern Sie sich an das Schwarz-Weiss-Foto von Veruschka in einer sexy YSLSafari-Jacke aus dem Jahre 1968? Eine moderne, feminine Interpretation des Themas zeigte Stefano Pilati für Yves saint laurent. Der Mix aus japanischer Strenge und Pariser Schick ist superb.

Tasche

Beauty

Beim chanel-Defilee im Grand Palais verzauberten mich neben Setbau und Mode von Karl Lagerfeld auch das frische Make-up und die adretten Frisuren der LaufstegSchönheiten.

Two in one! Schön und praktisch zugleich ist die «Pursangle» aus weichem Kalbsleder des fran­ zösischen Luxushauses hermès. Raffinierte Extras wie zwei äussere seitliche Taschen, ein Reissverschluss und zwei Riemen, die das Volumen der Grösse des Inhalts anpassen, machen die Tasche zum beliebten Begleiter stilbewusster Geschäftsfrauen.


styletrend

wie herrlich!

keine mode für scheue. es wird bunt und geht heiss zu und her. Männer zeigen haut, tragen Hosen, die an Pyjamas erinnern, oder leuchten in grellem Pink. Die Hauptsache sind luxuriöse Stoffe – und Selbstvertrauen. Dann wird der frühling ereignisreich.

givenchy

dior

costume national

neil barrett gucci

Man braucht Selbstbewusstsein, um die knallige Mode zu tragen. Kanariengelb, schrilles Pink und Grün stechen ins Auge. Der neue Look schreit nach Persönlichkeit. Kein Mauerblümchen traut sich, das zu tragen! Für scheuere Männer gibt es jedoch dezente Neontupfer an Schuhen, Gürtel oder Accessoires.

calvin klein

dirk bikkembergs

emanuel ungaro

Neon

macho Sündhaft heiss. Welche Eva denkt da noch an Äpfel?

frauenschwarm

casual

Sie werden Handy-Nummern sammeln wie nie zuvor!

Tennis, anyone?! Oder lieber einen Bummel am See?


john galliano

giorgio armani

vivienne westwood

andrew mackenzie

Der Stil der Strasse trifft auf die seriöse ModeSzene. Im Fachjargon heisst das: Streetstyle meets Fashion. Damit meint man den Look aus weiten Hosen wie ein Skateboarder in edlen Materialien mit Sakko oder Poloshirt. Perfekt, um in den Metropolen umherzutigern.

jean paul gaultier

Schritt

Leicht zugeknöpft und stets im Einreiher schreitet der Berufsmann in schmaler, körper­ betonter Linie seinem Tagwerk entgegen. Je nach Arbeitsplatz wählt er schlichte Baum­ wolle mit Hemd und Schlips (MarketingManager), gestreiften Crêpe de Chine zum Foulard (Grafiker) oder saloppe Erdtöne ohne Krawatte (Gastronom).

comme des garçons

salvatore ferragamo

missoni

dolce & gabbana

marni

givenchy

Dégradée: Der Farb­ verlauf von dunkel zu hell betont die Schultern und lässt die Taille schmaler wirken. Genau das suchen Frauen – evolutionsbiolo­ gisch – bei Männern. Die Oberteile oder sogar ein ganzer Anzug wirken, als habe man sie ins Bad ge­ taucht. Raf Simons nähte Dégradées aus tausend Fäden, Lacoste setzt auf Batik und Comme des Garçons auf Farbkleckse.

lacoste

Blässe

raf simons

tommy hilfiger

ermenegildo zegna

Linie

kavalier

blickfang

smarter mix

Noch eine rote Rose – und dann die Rechnung, bitte!

Die Aufmerksamkeit der Damenwelt ist Ihnen sicher.

Zeugt von kluger Auswahl und sicherem Geschmack.


Block

fendi

dsquared2

jil sander

dolce & gabbana

alexander mcqueen

styletrend

Dessins in grober Blockoptik schmücken Leder­ jacken – und als präg­ nante Fläche gar ganze Outfits. Spielereien (wie vorne und hinten verschiedene Farben) zeugen vom Wissen um Proportionen. Wer zu dem Stil greift, ist ein gefestig­ ter Charakter. Einsteigern reicht ein Einzelstück.

Mikro

Kleingemustertes ziert auch grosse Männer. Was früher bloss bei Krawatten erlaubt war, erobert die gesamte Garderobe. Zum Apéro kombiniert der Herr von Welt einen Blazer mit Dessins zu uni Hemd und uni Hose. Derart geklei­ det wirkt jeder Muster­ knabe souverän leger. Mutigere legen eins nach und tragen Hose mit Muster zu Hemd mit anderem Muster.

macho

kavalier

blickfang

Sündhaft heiss. Welche Eva denkt da noch an Äpfel?

Noch eine rote Rose – und dann die Rechnung, bitte!

Die Aufmerksamkeit der Damenwelt ist Ihnen sicher.

REDAKTION Richard Widmer

moschino

prada

burberry prorsum etro

hermès

krizia

roberto cavalli

dries van noten

D  & G

Ob breitschultrig oder schmalbrüstig: Auf jeden Fall sollten weit aus­ geschnittene Strickwaren dem Torso schmeicheln. Tendenziell feine, luftige Materialien werden zu Pullovern mit Rund­ hals- oder V-Ausschnitt verarbeitet. Die LangarmShirts sind flexibel ein­ setzbar, etwa als Ersatz fürs Hemd, ausserdem machen die Teile von morgens früh bis sehr spät nachts «bella figura».

raf simons

Haut


versace

Die grosse Freiheit leben wir in weiten Hosen aus: Ein Gefühl wie in einem luftigen Jupe. Damit die Hose nicht allzu weiblich aussieht, trägt man eng sitzende, den Oberkörper ­betonende Jacken dazu. Die Hosenschnitte er­ innern an Pyjamas – oder sie kommen mit Bundfalten daher. So oder so: Eine gute Wahl bei heissen Temperaturen.

roberto cavalli

junya watanabe

thierry mugler

iceberg

giorgio armani

lanvin

louis vuitton

Fotos: Imaxtree.com Adressen Seite 128

bottega veneta

paul smith

romeo gigli

Weite

smarter mix

casual

Zeugt von kluger Auswahl und sicherem Geschmack.

Tennis, anyone?! Oder lieber einen Bummel am See?

frauenschwarm Sie werden Handy-Nummern sammeln wie nie zuvor!


styletrend Frauen A A. F. Vandevorst www.afvandevorst.be Akris www.akris.ch Alexander McQueen www.alexandermcqueen.com B Balenciaga www.balenciaga.com Balmain www.balmain.com Bernhard Willhelm www.totemfashion.com Blumarine www.blumarine.com Bottega Veneta www.bottegaveneta.com Brioni www.brioni.com Burberry Prorsum www.burberry.com Byblos www.byblos.it C Cacharel www.cacharel.fr Calvin Klein www.calvinklein.com Celine www.celine.com Chanel www.chanel.com Chloé www.chloe.com Christian Lacroix www.christian-lacroix.fr Christopher Kane www.relativemo.com D D & G www.dolcegabbana.it Derek Lam www.dereklamny.com Diesel Black Gold www.diesel.com, Tel. 043 322 01 10 Dior www.dior.com Dolce & Gabbana www.dolcegabbana.it Dries Van Noten www.driesvannoten.be Dsquared2 www.dsquared2.com E Emanuel Ungaro www.ungaro.com Emilio Pucci www.emiliopucci.com Emporio Armani www.giorgioarmani.com Erin Fetherston www.erinfetherston.com Etro www.etro.it F Fendi www.fendi.com Francesco Scognamiglio www.francescoscognamiglio.it

G Gareth Pugh www.garethpugh.net Gianvito Rossi www.gianvitorossi.com Giorgio Armani www.giorgioarmani.it Givenchy www.givenchy.com Gottex www.gottexmodels.com G-Star www.g-star.com Gucci www.gucci.com H Hermès www.hermes.com Hussein Chalayan www.husseinchalayan.com I Isabel Marant www.isabelmarant.tm.fr J Jean Paul Gaultier www.jeanpaul-gaultier.com Jil Sander www.jilsander.com John Rocha www.johnrocha.ie Junya Watanabe Tel. +33 1 47 03 60 90 Just Cavalli www.robertocavalli.net, Tel. 043 844 12 12 K Karl Lagerfeld www.karllagerfeld.com Kenzo www.kenzo.com L Lacoste www.lacoste.ch Lanvin www.lanvin.com La Perla www.laperla.com Louis Vuitton www.louisvuitton.com M Marc Jacobs www.marcjacobs.com Marni www.marni.com Martin Grant www.martingrantparis.com Max Mara www.maxmarafashion.com, Tel. 044 732 20 20 Michael Kors www.michaelkors.com Michael Teperson www.michaelteperson.com Missoni www.missoni.it Miu Miu www.miumiu.com, Tel. +49 211 166 740 Moschino www.moschino.it Moschino Cheap & Chic www.moschino.it N Nina Ricci www.ninaricci.com O Oscar de la Renta www.oscardelarenta.com

P Paul Smith www.paulsmith.co.uk Prada www.prada.com R Ralph Lauren www.ralphlauren.com Roberto Cavalli www.robertocavalli.net S Salvatore Ferragamo www.salvatoreferragamo.it Sonia Rykiel www.soniarykiel.com Stella McCartney www.stellamccartney.com T Tommy Hilfiger www.tommy.com, Tel. 044 986 10 20 V Valentino www.valentino.it Vanessa Bruno www.vanessabruno.com, Tel. +33 1 40 26 70 65 Versace www.versace.com Vivienne Westwood www.viviennewestwood.com W Wunderkind www.wunderkind.com Y Yves Saint Laurent www.ysl.com Y-3 www.adidas.com/Y-3/

Männer A Alexander McQueen www.alexandermcqueen.com Andrew MacKenzie www.andrewmackenzie.com B Bottega Veneta www.bottegaveneta.com Burberry Prorsum www.burberry.com C Calvin Klein www.calvinklein.com Comme des Garçons Tel. +33 1 47 03 60 90 Costume National www.costumenational.com

D Dior www.dior.com Dirk Bikkembergs www.bikkembergs.com Dolce & Gabbana www.dolcegabbana.it Dries Van Noten www.driesvannoten.be Dsquared2 www.dsquared2.com E Emanuel Ungaro www.ungaro.com Ermenegildo Zegna www.zegna.com Etro www.etro.it F Fendi www.fendi.com G Giorgio Armani www.giorgioarmani.it Givenchy www.givenchy.com Gucci www.gucci.com H Hermès www.hermes.com I Iceberg www.iceberg.com J Jean Paul Gaultier www.jeanpaul-gaultier.com Jil Sander www.jilsander.com John Galliano www.johngalliano.com Junya Watanabe Tel. +33 1 47 03 60 90 K Krizia www.krizia.it L Lacoste www.lacoste.ch Lanvin www.lanvin.com Louis Vuitton www.louisvuitton.com M Marni www.marni.com Missoni www.missoni.it Moschino www.moschino.it N Neil Barrett www.neilbarrett.com P Paul Smith www.paulsmith.co.uk Prada www.prada.com R Raf Simons www.rafsimons.com Roberto Cavalli www.robertocavalli.net Romeo Gigli www.romeogigli.it S Salvatore Ferragamo www.salvatoreferragamo.it T Thierry Mugler www.thierrymugler.com Tommy Hilfiger www.tommy.com, Tel. 044 986 10 20 V Versace www.versace.com Vivienne Westwood www.viviennewestwood.com

Foto: Imaxtree

adressen

+++ Frühling/Sommer 2009 +++ Frühling/Sommer 2009 +++ Frühling/Sommer 2009 +++ Frühling/Sommer


y t u a e b e l y t s

Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++

frühling! si style präsentiert sieben augenöffnende trends vom laufsteg und zeigt, mit welchem make-up sie sich schminken können wie ein profi.

..

redaktion annette frisch

Ralph lauren

bildschOn 1

1 Trend no.

etro

Teint

2

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Minimal art Der Teint ist hell, eine frühlingshafte Frische hat das blasse Nude vergangener Saisons abgelöst. Ob Fluid, Foundation oder Puder, die federleichten Texturen verschmelzen mit der Haut und zaubern ein «gesundes» Strahlen, einen Schimmer auf den Teint. Eventuelle Makel wie Rötungen werden mit Concealer abgedeckt. Ein Hauch Rouge in Braun-Rosé – eine Mischung aus Rouge und Sonnenpuder – tönt die Wangen.

was es dazu braucht

3

1 Diorskin Radiant Base SPF 20, 002, DIOR, Fr. 58.–. 2 Powder Blush, 57 Fandango, CHANEL, Fr. 59.–. 3 Almost Powder Make-up SPF 15, 02 Neutral Fair, CLINIQUE, Fr. 47.–.


5

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Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-

2 Trend no. lippen bonbonfarben Rosa-Fans kommen diesen Frühling auf ihre Rechnung, denn erlaubt ist die gesamte Palette von Rosa über Pink und Fuchsia bis Koralle. Die Lippenstiftfarben haben einen diskreten, zum Teil leicht metallischen Schimmer, die Lipgloss-Texturen sind hochglänzend und sehr farbintensiv. Das macht schmale Lippen voller: Mund mit Lippenstift ausmalen, dann etwas Lipgloss auf die Mitte der Unter­ lippe tupfen.

3 Trend no. augen highlighter Weiss im inneren Augenwinkel ist nicht neu, doch nach wie vor schön, weil damit das Auge grös­ser, wacher wirkt. Die Visagisten gehen gar einen Schritt weiter: Sie betonen den inneren Augenwinkel mit hellen, irisierenden Farben und verwischen diese nach aussen. Oder sie tup­ fen losen Schimmerpuder mit einem feinen Pinsel über eine helle, cremige Basis auf. Etwas Weiss über dem Amorbogen betont eine schöne Oberlippe.

8

was es dazu braucht

8 Laque Liner, 02 Piha Sparkle (silberweisser Eyeliner), LANCÔME, Fr. 43.–. 9 Iridescent Powder Loose, Silver Dusk, M.A.C., Fr. 36.–. 10 Cream Colour Base, Pearl, M.A.C., Fr. 28.–.

7

elie saab

kenzo

lanvin

4 KissKiss Maxi Shine, 647 Grenadine, GUERLAIN, Fr. 44.–. 5 Colour Passion, 54 ­Metallic Rose, NIVEA BEAUTÉ, Fr. 16.90. 6 Glossimer, 119 Wild Rose, C ­ HANEL, Fr. 40.–. 7 Pur Lip Gloss, 4 Pure Raspberry, YVES SAINT LAURENT, Fr. 40.–.

chloé

was es dazu braucht

10

9


1 y t u a stylebe

Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ L

2

4 Trend no. augen wüstenfarben Die neuen Smoky Eyes werden mit Schokobraun statt Schwarz und metallisch schimmernden Farben geschminkt. Den be­ weglichen Teil des Lids mit Bronze akzentuieren. Den Lid­ strich entweder mit Khol oder einem feinen Pinsel und dunkel­ braunem Puderlidschatten zeich­ nen. Dann die Linie leicht ver­ wischen. Die hellste Nuance kommt unter den Brauen­bogen. Am schönsten wirkt der Look zu transparent schimmernden Lip­ pen und einem Hauch Rouge

Burberry prorsum

auf den Wangen.

was es dazu braucht

1 Eyeliner Pencil, 063 Elegant Taupe, DIOR, Fr. 27.–. 2 5-Colour Eyeshadow, 553 Elégante, DIOR, Fr. 80.–. 3 Quadra Eye Shadow, 14 Mystic Eyes, CHANEL, Fr. 75.–.

5 Trend no.

louis vuitton

jean-charles de Castelbajac

Versace

3

lippen signalrot «Hallo, hier bin ich!» Der rote Kussmund ist etwas für mutige Mädchen. Das satte Rot ent­ weder mit dem Lippenstift oder dem Lippenpinsel auftragen. Dann die Lippen mit dem Kon­ turenstift nachziehen. Ein Klee­ nex kurz zwischen die Lippen pressen und für den natürlichen Touch mit den Fingerspitzen etwas Farbe auf die Mitte der Unterlippe tupfen. Tiefrotes Gloss ist jungen Frauen mit vollen Lippen und faltenloser Mundpartie vorbehalten.

4

was es dazu braucht

5

6

7

4 Lip Color, 10 Red, BOBBI BROWN, Fr. 34.–. 5 Smoothing Lip Pencil, RD 305, SHISEIDO, Fr. 32.–. 6 Joli Rouge, 716 Clarins Red, CLARINS, Fr. 35.–. 7 L’Absolu Rouge, 132 Caprice, LANCÔME, Fr. 42.–.


8 9

10

Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-news: Make-Up +++ Laufsteg-

6 Trend no. augenbrauen natürlich hell

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Ein neuer Trend ist diese Saison auszumachen: kaum wahrnehm­ bare, helle, teils sogar gebleichte Brauen. Der Look wirkt sehr na­ türlich und lässt den Augen klar Priorität. Die Brauen werden mit dem Bürstchen in Form ge­ bracht, störende Härchen mit der Pinzette gezupft, fehlende mit einem hellen Crayon ge­ zeichnet. Mit Wachsstift (gibt es hell und getönt) oder Brauengel (transparent oder blond) wer­ den die Brauen fixiert. Das ver­ leiht ihnen diskreten Glanz.

balmain

7 Trend no. augen ladylike Was sogleich auffällt, sind die hellen Lider und der schön ak­ kurat gezeichnete Eyeliner. Die Linie akzentuiert das Oberlid und den äusseren Augenwinkel. Sie kann mit flüssigem Eyeliner, Khol oder Puderaugenschatten entlang dem Unterlid verlängert werden. Wichtig: Die Augen nicht komplett umranden, das verkleinert sie. Reichlich wim­ pernverlängernde und -verdich­ tende Mascara perfektioniert

Dolce & Gabbana

akris

8 Eyebrow Pencil, 03 Soft Blonde, CLARINS, Fr. 22.–. 9 Brow Finisher (Wachsstift), Blonde, M.A.C., Fr. 25.–. 10 Brow Shaping Pencil, 02 Soft ­Caramel, ESTÉE LAUDER, Fr. 24.–. 11 Brow Set (Brauengel), Beguile, M.A.C., Fr. 22.–.

missoni

was es dazu braucht

den eleganten Look.

12

Fotos: Imaxtree (14)

was es dazu braucht

12 Automatic Eye Pencil Duo, 01 Black, E ­ STÉE LAUDER, Fr. 38.–. 13 Eyeliner, 01 Black, CLARINS, Fr. 37.–. 14 Eye Shadow Duo, 17 Ivory Beige, Deep Black, YVES SAINT LAURENT, Fr. 64.–. 15 False Lash Effect Mascara, Black, MAX FACTOR, Fr. 24.90.

15 14

13


style Promotion

Das DREAMTEAM von chanel Speziell für die Frau ab 35 lanciert Chanel die Hautpflege Ultra Correction Line Repair. Der innovative Wirkstoff-Cocktail zeigt Soforteffekt und Langzeit­wirkung. Die Haut gewinnt an Festigkeit, Falten werden gemildert.

GLÄTTET Hauchzartes, angenehm frisches Serum mit gewebe­verdichtenden Eigenschaften. Spezielle Weichzeichner-­ Puder kaschieren Fältchen und Falten: ULTRA CORRECTION LINE REPAIR INTENSIVE CONCENTRATE, Fr. 174.–.

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SCHÜTZT

Samtige und reichhaltige Tagescreme mit Ceramiden, die den Feuchtig­ keitshaushalt der Haut regulieren. SPF 15 schützt die Haut vor vorzeitiger Alterung: ULTRA CORRECTION LINE REPAIR DAY CREAM SPF 15, Fr. 157.–.

VERWÖHNT Die dezent duftende Wohlfühl­ creme ist mit Karitébutter und Hyaluronsäure angereichert. Beim Erwachen fühlt sich die Haut geschmeidig an und ist perfekt durchfeuchtet: ULTRA CORRECTION LINE REPAIR NIGHT CREAM, Fr. 165.–.

BELEBT Die parfumfreie Augenpflege regt die Mikrozirkulation an. ­Dadurch werden Augenringe und Schwellungen gemildert. Weichzeichner-Puder über­ spielen optisch Fältchen: ULTRA CORRECTION LINE REPAIR EYE CREAM, Fr. 99.–.

HYDRATISIERT Das schnell einziehende Feuchtigkeits-Fluid mit Licht­ schutzfaktor begeistert Frauen mit normaler oder mit Misch­ haut. Obwohl federleicht, wirkt die Formel straffend: ULTRA CORRECTION LINE REPAIR DAY FLUID SPF 15, Fr. 157.–.


LANGSAM, ABER SICHER

stimuliert, das in der Lage ist, die Kol­

Frauen mit 35 und mehr Jahren wir-

la­genfasern auf natürlichem Weg zu

ken heute sehr jung, sie sind aktiv und

«entzuckern». Fruc­tosamin-3-Kinase,

attraktiv. Gesichts- und Körperpflege

kurz FN3K, heisst das effiziente Mole-

ist ihnen wichtig. Sie achten auf eine

kül. Dank viel­ver­sprechender Resulta-

gesunde Ernährung – ohne deswegen

te hat Chanel eine komplette Gesichts-

sektiererisch zu sein – und halten sich

pflege-Linie namens Ultra Correction

SI Style: Zucker fördert die Bildung von

mit Yoga, Pilates oder Joggen fit. So

Line Repair mit der «Deglykations­

Falten. Was geschieht im Detail?

weit alles bestens. Dennoch: Die innere

Formel» FN3K geschaffen. Ein weite-

Dr. Christelle Lasserre: Ein wichtiger Faktor

Uhr tickt, und das reflektiert die Haut

res Molekül verdichtet die Kollagen­

für die Entstehung von Falten ist die «Ver­

früher oder später. Die charmanten

faserbündel. Das Gewebe gewinnt an

zuckerung» oder Glykation. Dabei verhärten

Lachfältchen von einst zeichnen sich

Volumen und Festigkeit, Falten werden

sich die Kollagenfasern, die Haut verliert an

auch dann ab, wenn es nichts zu lachen

von innen aufgefüllt. Vollendet wird

Spannkraft, Falten kerben sich ein. Unsere

gibt. Plötzlich wirken die Wangen we-

die Anti-Aging-Wirkung mit einem

neuen Produkte hemmen diese Kettenreak­

niger prall, den Gesichtskonturen fehlt

Vitalfaktor, der auch einer reiferen

tion, indem sie das hauteigene Enzym FN3K

es an Festigkeit, dem Teint an Leucht-

Haut ein frisches, strahlendes Aus­

(Fructosamin-3-Kinase) stimulieren. Dabei

kraft. Dagegen bewährt sich mass­

sehen schenkt.

werden die kollagenen Fasern wieder flexi­

geschneidertes Anti-Aging.

ZUCKERFREI ULTRA CORRECTION LINE REPAIR von chanel SAGT DEM ZUCKER IN DER HAUT DEN KAMPF AN.

bel, die Haut schön glatt und straff.

DAS QUINTETT IM DETAIL Serum, Tagescreme, Fluid für den Tag,

Welche Faktoren fördern die Glykation?

“NEUE ERKENNT-

Nachtcreme und Augenpflege. Voilà,

Zum einen der natürliche Alterungsprozess,

die fünf Spezialprodukte von Chanel.

zum andern etwa UV-Licht. Die Sonne verur­

NISSE ZEIGEN,

Das Serum – man trägt es morgens und

sacht in der Haut Mikro-Entzündungen, die via

DASS ZUCKER

abends vor Creme oder Fluid auf – ent-

Glykation die kollagenen Fasern schädigen.

hält ausser dem Powercocktail FN3K

DIE HAUT FRÜH ALTERN LÄSST.” Dr. Christelle Lasserre

ein Geschmeidigkeits-Peptid, das die

Sind Schleckmäuler stärker davon betrof-

korrekte Verteilung der Kollagenfasern

fen? Absolut! Studien belegen, dass ein

untereinander reguliert. Eine Kombi-

hoher Zuckerkonsum der Glykation Vorschub

nation von Weichzeichnern überspielt

leistet. Erste Studien wurden übrigens in

optisch Fältchen und lässt die Haut

Fällen von überhöhtem Blutzuckerspiegel

strahlen. Unentbehrlich tagsüber ist

(Hyperglykämie) durchgeführt. Dabei haben

die Pflege mit SPF 15. Frauen mit tro-

wir auch das Enzym FN3K entdeckt.

ckener Haut lieben die reichhaltige

HAUTFEIND ZUCKER

Textur der Creme.

Die neuen Produkte wurden an vierhundert

Dass zu viel Zucker den Zähnen scha-

In der warmen Jahreszeit dürfte das

Personen getestet – weit mehr als in der

det und kaum zur Bikini-Figur bei-

leichte, feinflüssige Fluid zahlreiche

Kosmetik üblich. Warum? Mit der Entdeckung

trägt, ist bekannt. Neu ist die Erkennt-

Anhängerinnen finden. Die schwere­lose

des hauteigenen Enzyms FN3K ist Chanel

nis, dass der süsse Stoff auch in der

Textur enthält zusätzlich einen straf­­fen­

aus dermatologischer Sicht ein wichtiger

Haut sein Unwesen treibt und sie früh

den Wirkstoff. Die mit Karitébutter und

Schritt punkto Anti-Aging gelungen. Dies

altern lässt, indem sich Zuckermole­

Hyaluron­säure angerei­cherte Nacht­

hat uns veranlasst, die Produkte der Ultra

küle wie ein Korsett an die Kollagen­

creme bildet auf der Haut­oberfläche

Correction Line Repair nach strengen pharma­

fasern anhef­ten und diese erstarren

einen weder sicht- noch spür­baren Film,

zeutischen Richtlinien zu testen.

lassen. Glykation nennt die Wissen-

der eine perfekte Durchfeuchtung der

schaft diesen Prozess, der Festigkeit

Haut gewähr­leistet. Speziell für die

und Elas­tizität der Haut beeinträchtigt

sensible Augenpartie hat Chanel eine

und dadurch die Bildung von Falten

zarte, duftstofffreie Emulsion kreiert,

fördert. Auf der Suche nach dem ulti-

die Augenschatten und Schwellungen

mativen Wirkstoff hat die Chanel-

reduziert.

Forschung in Indone­sien eine Pflanze entdeckt, die ein hauteigenes Enzym

Text Annette Frisch

DR. Christelle Lasserre Biochemikerin und Executive ­ Director of Skin Cell Biology, Chanel Laboratory USA.


y t u a e b e l y t s

AUGEN

die zarte versuchung

im richtigen augenblick

Die leichte, nicht fettende Augen- und auch ­Lippencreme eignet sich für Frauen ab 25: Spécial Rides Contour Yeux et Lèvres, PAYOT, Fr. 73.–

Die parfumfreie Emulsion mit Weichzeichner-Puder verschönert die Augenpartie: Ultra Correction Line Repair Eye Cream, CHANEL, Fr. 99.–

gibt wunderweisse nächte

rosen aus marokko

Mit der leichten, doch besonders reichhaltigen Formel wird auch sehr trockene Winterhaut schön geschmeidig: Intensiv Lotion, DOVE, Fr. 9.90

Die Lotion mit verführerischem Rosenduft wird aufgesprüht. Sie pflegt die Haut seidig zart: Moroccan Rose Body Milk, The Body Shop, Fr. 22.­90

gute nacht

ein feines gespür

Ein natürlicher Anis-Extrakt und Hyaluronsäure straffen und verschönern reife Haut über Nacht: Expert Lift Night Care, NIVEA VISAGE, Fr. 29.90

Zartschmelzende und schnell einziehende Anti-Aging-Creme für die feine Haut an Hals und ­Dekolleté: Neck Cream, STRIVECTIN, Fr. 140.–

GESICHT

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REDAKTION Annette Frisch

KÖRPER


BEAUTY-NEWS

Adressen Seite 128

Alles, was die Haut schöner macht

eine gute partie

schöne augen machen

glatt für alle

Leichte, doch reichhaltige Creme für eine jugendlich klare und glatte Augenpartie: Re-Nutriv Ultimate Youth Eye Creme, ESTÉE LAUDER, Fr. 185.–

Das Konzentrat für reife Haut bekämpft Fältchen und strafft die Augenkonturen: Benefiance Nutriperfect Eye Serum, SHISEIDO, Fr. 122.–

Die Creme glättet die Haut und mildert Augenschatten sowie Schwellungen rund um die Uhr: ­Reminerale Repair Yeux, BIOTHERM, ab Fr. 78.–

in kaschmir duschen

so duftet mallorca

schenkt man sich rosen

Hochwertige Öle und Vitamin E verwöhnen die Haut unter der Dusche: Pure Cashmere DuschCreme, PALMOLIVE SKIN ESSENTIALS, Fr. 4.40

Die Körperlotion mit Bio-Inhaltsstoffen spendet Feuchtigkeit und besänftigt sensible Haut: Die Gärten von Alfabia, ROBERT & JOSIANE, Fr. 34.80

Das fein duftende Öl mit biologischen Ingredienzen entspannt die Seele und verwöhnt die Haut: Pflegeöl Rosenblüten, DR. HAUSCHKA, Fr. 24.–

ihre haut wird aufblühen

erfrischt im nu

spieglein, spieglein …

Die Tagescreme belebt und festigt reife Haut mit einem Orchideen-Extrakt und Sojaproteinen: ­Orchidée Vitale Day, GARNIER, Fr. 19.90

Die Creme regeneriert müde, gestresste Haut – nachts oder als Intensivmaske vor dem Date: Queen of the Night, DIANNE BRILL, Fr. 182.–

Die geschmeidige Anti-Aging-Creme repariert Hautschäden während des Schlafs: Capture R 60/80 XP Wrinkle Correction Night Creme: DIOR, Fr. 145.–

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y t u a e b e l y t s die enthüllung

FÜR ÖLIGE HAUT Intensiv wirkendes Fruchtsäure-­ Peeling für ölige Haut. Das Set für eine Kur von acht Wochen enthält Am­pullen sowie eine beruhigende Creme: Turnaround Radiance Peel Once-A-Week, CLINIQUE, Fr. 115.–.

TEXT  Annette frisch

WENN schüppchen DER HAUT diE LEUCHtkRAFT RAUBEN, IST es ZEIT FÜR EIN PEELING. DAS RITUAL IST wirksam UND DOCH SANFT, DIE HAUT DANACH ZART UND STRAHLEND SCHÖN.

Das Gel der Dermatologin Dr. Brigitta Cavegn kann dank Schleifpartikeln und diversen Säuren je nach Hautzustand mit oder ohne Massage angewendet werden: The Peeling, B SAND BY LOUIS WIDMER, Fr. 48.–.

TURBO-WIRKUNG Das hochwirksame ExpressPeeling enthält verschiedene Fruchtsäuren sowie beruhigen­de und feuchtigkeitsspen­ dende Wirkstoffe. 3-Minute Peel, LA PRAIRIE, Fr. 262.–.

SANFT UND SEIDIG Körnchenfreies Peeling mit Enzymen, die abgestorbene Hautschüppchen besonders sanft lösen: Sensai Silk Peeling Powder, K ­ ANEBO, Fr. 105.–.

FÜR HYPERSENSIBLE Das honigfarbene Gel enthält einen afrikanischen Baumrindenextrakt und feine Öle, die das Hautbild verfeinern. Milder kann ein Peeling nicht sein: Natural Action Exfoliator, YVES SAINT LAURENT, Fr. 68.–.

REBENKRAFT Zehn-Minuten-Peeling mit Traubensäure und Enzymen, welche die ­Zellerneuerung stimulieren und die Haut glätten. Pflanzenextrakte ­wirken besänftigend: Radiance ­Revealing Mask, C ­ AUDALIE, Fr. 48.–.

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WARUM WIRKT DIE HAUT FAHL? Ehrlich: Kaum jemand freut sich am frühen Morgen beim Blick in den Spiegel über seinen Teint. Besonders Ende Winter wirkt das Gesicht matt und fahl. Auf der Epidermis – der obersten Hautschicht – haben sich abgestorbene Hornschüppchen angesammelt, sodass die Haut das Licht nur schlecht reflektieren kann. Bis zum Alter von etwa 25 putzt Mutter Natur im Vier-WochenRhythmus Störendes weg. Ab dann verlangsamt sich die Haut­ erneuerung und mit ihr der natürliche Abschilferungsprozess. Dem wirken Peelings entgegen, die – welch freudige Nebenwirkung – auch Fältchen mildern, das Hautrelief etwa bei erweiterten Poren ausgleichen und die Haut schön zart machen. WEG MIT DEM GRAUSCHLEIER Peelings gibt es wie Sand am Meer, darum hier etwas kosmetisches Know-how: Mechanische Peelings werden mit kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut aufgetragen. Dabei schilfern reinigende Mikropartikel die Hornschüppchen ab. Wichtig: Sanft rubbeln, besonders an den Wangen, die sich sonst gern röten. Enzym- und FruchtsäurenPeelings trägt man wie eine Creme auf (zum Teil mit Pinsel) und lässt sie je nach Produkt drei bis zehn Minuten einwirken – so lange brauchen die Wirkstoffe, um Verhornungen aufzuweichen und abzulösen. Es empfiehlt sich, das Peeling auf einen freien Abend zu planen und anschliessend die Haut grosszügig zu cremen, weil sie dann Wirkstoffe besonders gut aufnimmt. TUN UND LASSEN Hände weg, wenn ein Produkt auf der Haut juckt, brennt oder danach Rötungen hinterlässt. Vorsicht ist bei Couperose (erweiterten Äderchen) geboten. Ein ganz leichtes Kribbeln ist hingegen normal, ebenso das Gefühl einer gut durchbluteten Haut. Regelmässige Peelings können bei einer öligen Haut Hautunreinheiten entgegenwirken und gehören daher auch ins Pflege­programm ganz junger Frauen (und auch Männer!). Tabu ist ein Peeling bei entzündeten Pickeln. Tipp Täglich ein bis zwei Esslöffel Distel-, Mais-, Sesam- oder Leinsamenöl einnehmen trägt dazu bei, die Haut geschmeidig und zart zu halten. Das geschmacksneutralste Öl ist Distelöl, das auch in der Salatsauce mundet.

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VIELSEITIG


y t u a e b e l y t s

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3

style empfiehlt

ihre haut, zart wie puder 1 Cate Blanchett, 2 Reese Witherspoon, 3 Blake Lively.

5

1 DIOR Powder Foundation Brush, Fr. 48.–. 2 DIOR Mit mineralisiertem Wasser. Für einen perfekten Teint: Diorskin Nude SPF 10, Light Beige, Fr. 67.–. 3 CHANEL Feiner Puder mit lichtreflektierenden Pigmenten: Poudre universelle libre, Pêche, Fr. 63.–. 4 KANEBO Hauchzarter, seidig schimmernder Puder: Loose Powder, Translucent, Fr. 70.–. 5 MAYBELLINE N. Y. Mit Mikromineralien. Für einen strahlenden Teint: Pure Mineral (inklusive Minipinsel), Fr. 14.90.

leuchtendes schimmern FRÜHLING IST DIE SAISON DER ZARTEN TÖNE, AUCH BEI DEN MAKE-UPS. UNENTBEHRLICH IST LOSER PUDER, DER SICH HAUCHFEIN AUF DIE HAUT LEGT und doch KLEINERE MAKEL KASCHIERT. «Loser Puder ist der Favorit fürs leichte Make-up. Er gleicht das Hautrelief diskret aus und intensiviert die natürliche Leuchtkraft des Teints», schwärmt die Dior-­Spezialistin Stéphanie Pavisevic. Dennoch wagen sich nur wenige Frauen daran, weil sie eine «Staubwolke» im Badezimmer befürchten. Die Make-up-Artistin wehrt ab. Sie legt ein Kleenex in die Handfläche, kippt etwas Puder rein und entnimmt jeweils wenig davon mit einem kompakten Pinsel, denn «je kompakter der Pinsel, umso präziser lässt sich der Puder auftupfen». Neu sind mineralische Puder, die, wie es der Name sagt, mit Mineralien, aber auch mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert sind. Sie verschönern die Haut sofort und langfristig, indem sie ihr Feuchtigkeit und Energie zuführen. Wer es vorzieht, den Puder mit der Quaste aufzutupfen, tut dies am besten mit kurzem, leichtem Druck. Sowohl Pinsel als auch Quaste werden regelmässig ausgewaschen.

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“Loser Puder gleicht den Teint aus und verleiht ihm ein natür­ liches Strahlen.” STÉPHANIE PAVISEVIC National Make-up Artist Dior

Fotos: Imago, Intertopics, Wireimage Adressen Seite 128

TEXT  Annette Frisch


y t u a e b e l y t s schön sein wie gwyneth paltrow TEXT  Annette frisch

NACH ihrEr BABYPAUSE MELDET SICH GWYNETH PALTROW mit «Two lovers» ZURÜCK. DIE actrice und mama zweier kinder iST ATTRAKTIVER DENN JE.

HAARE

Eigentlich ist Gwyneth brünett, doch das helle Blond steht ihr prima, besonders wenn Mèches Leben in den Schopf bringen. Kaum eine Frau, die ihr Haar nicht koloriert. Damit das Haar trotz chemischer Behandlung glänzt und weich fällt, braucht es Extra­ pflege: Elsève Re-Nutrition Nacht-Elixier, L’ORÉAL PARIS, Fr. 14.90.

TEINT

Die Oscar-Preisträgerin (beste Hauptdarstellerin in «Shakespeare in Love», 1998) schminkt sich im Alltag wenig, doch eines ist ihr wichtig: Tagespflege mit UV-Schutz. Lichtschutz beugt etwa Pigmentflecken vor, die auch dann entstehen, wenn sich die Sonne hinter den Wolken versteckt oder nur schwach durch den Nebel dringt: Ultra-Correction Line Repair Day Fluid SPF 15, CHANEL, Fr. 157.–.

LIPPEN

Gwynnie, wie sie ihre Freunde nennen, hat ein breites, sympathisches Lachen. Ihre eher schmalen Lippen wirken sehr natürlich und dürften bislang von Injektionen für mehr Volumen verschont geblieben sein – eine Ausnahme in Hollywood! Für schöne Lippen sorgt Gloss, ohne das der Star nicht ausgeht: Pure Color Gloss, 104 Fresh Berry, ESTÉE LAUDER, Fr. 28.–.

DEKOLLETÉ

Helle Haut schimmert durch die feine Spitze von Balmain. Als Kontrast dazu trägt die Kalifornierin eine klassische Smoking-Jacke. Soll die Haut unter Edelspitze, aber auch Alltagspulli oder Bluse glatt und zart bleiben, braucht sie zell­ erneuernde Körperpflege: Renew-Plus Body Serum, CLARINS, Fr. 76.–.

HÄNDE

Die gefeierte Schauspielerin kocht fürs Leben gern für ihre Familie. «Die Familie ist für mich eine Quelle der Kraft.» Dabei achtet die zweifache Mama auf Gesundes wie Vollkornprodukte und saisonales Bio-Gemüse, das sie auch selbst rüstet. Aktive Frauen feilen sich ihre Fingernägel kurz und lackieren sie hell: Dior Vernis, 219 Nude Chic, DIOR, Fr. 35.–.

BEINE

FÜSSE

Auf den schwindelerregend hohen Absätzen kommen die wohlgeformten Waden und die schlanken Fesseln von Gwyneth besonders schön zur Geltung. Ihre Füsse dürften allerdings bei langen Stehpartys genauso leiden wie jene Normalsterblicher. Lindernd wirkt kühlende Pflege: Peppermint Cooling Foot Lotion, THE BODY SHOP, Fr. 17.90.

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1,78 Meter VERHEIRATET mit Chris Martin, dem Sänger der Musikband Coldplay Liebt ihre beiden Kinder Apple, 4, und Moses, 2 trinkt am liebsten Guinness-Bier und Rotwein liest leidenschaftlich gern Kochbücher TRITT als Botschafterin für Estée Lauders Düfte «Pleasures» und «Pure White Linen» auf soll für die «Pleasures»-Kampagnen 10 Millionen Dollar kassiert haben bewundert die Schönheit von Grace Kelly, Jane Birkin und Natalie Portman hat britisch-russische Vorfahren MÖCHTE nach der dreijährigen Kinderpause nun höchstens alle neun Monate einen Film drehen trägt oft Outfits von Stella McCartney, Cavalli, ­Balenciaga, McQueen grösse

Foto: Face to Face Adressen Seite 128

«Eine Frau strahlt Schönheit aus, wenn sie sich wohlfühlt in ihrer Haut» – so das Credo der Actrice. Nun, wer würde das nicht, mit solch ellenlangen Beinen! Die 36-jährige Beauty hält ihren Körper mit Gymnastik fit und die Haut mit Zucker-Peelings zart. Ein heisser Tipp, nicht nur für Hollywod-Diven: Friction Merlot Peeling, CAUDALIE, Fr. 55.–.


n i m r e t t z r a style Dr. françoise wilhelmi de toledo ist Co-Direktorin von Buchinger Bodensee, der Fachklinik für Heilfasten und integrative Medizin in Überlingen (D). www.buchinger.com

zustand festgelegt. Wir bieten 10, 14 oder 21 Tage inklusive zweier An­ passungs- und vier Aufbautage an. Wie sieht der Menüplan während einer Fastenkur aus? Pro Mahlzeit 2,5 Deziliter klare Gemüsesuppe und frisch gepresste Obstsäfte sowie Kräutertees und etwas Honig. Und viel Wasser, mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag.

weniger für mehr interview Verena Thurner FOTO Matthias Willi

fasten hat weniger mit abnehmen zu tun: «Der verzicht gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen», war der deutsche philosoph martin heidegger überzeugt. Schweizer Illustrierte Style: Wer soll und kann fasten? Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo: Alle Menschen, vorausgesetzt, sie tun es richtig und werden kompetent begleitet. Fasten bedeutet, freiwillig während einer begrenzten Zeit auf feste Nahrung zu verzichten und sich aus seinen Fettreserven zu ernähren.

Welche körperlichen Vorteile bringt eine Fastenkur? Fettabbau, besonders am Bauch. Weitere positive Folgen sind die Normalisierung des Stoffwechsels, des Blutzucker- und des Cholesterinspiegels sowie des Blutdrucks. Fasten vermindert die Entzündungsprozesse und kann so Krankheiten vorbeugen. Die vorübergehende Ruhigstellung des Ver­ dauungstraktes hat auch eine positive Wirkung aufs Immunsystem, auf Entzündungen des Dickdarms, der Magenschleimhaut und auf Darmträgheit. Gibt es auch Nebenwirkungen? In den ersten drei Tagen können Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Kälteempfindlichkeit oder Kreislaufstörungen auftreten. Diese Beschwerden lindert man relativ einfach mit Methoden der Naturheilkunde. Fasten die meisten Menschen bei Ihnen, weil sie Gewicht verlieren wollen? Nein. Etwa 40 Prozent unserer Gäste sind normalgewichtig, 40 Prozent leicht übergewichtig, 15 Prozent massiv über­ gewichtig und 5 Prozent untergewichtig. Sie alle kommen, um Ruhe zu finden, zur Erweiterung des Bewusstseins, zur Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt, aber auch, um Menschen aller Altersstufen und aus verschiedenen Ländern zu treffen und mit ihnen die unbeschreibliche Freude beim Biss in den ersten Apfel nach dem Fasten zu teilen.

Für wen ist eine Fastenkur weniger geeignet? Naturgemäss für Magersüchtige, Hochschwangere, aber auch für Schwerkranke, die viele Medikamente nehmen müssen. Muss eine Fastenkur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden? Die medizinische Begleitung gibt Sicherheit. Die Dosierung vieler Medikamente muss angepasst werden. Auch ist das thera­peutische Team wichtig: Bewegung, Massage, Physiound Psycho­ therapie. Die Dauer wird nach Vitalität, Gewicht und Gesundheits-

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beautystyle un petit paradis

REDAKTION Annette Frisch

zwei RESIDENZEN UND EXKLUSIVE WELLNESS IN der ZAUBER­ HAFTEn provence. VOILÀ – DAS SPA DE BAUMANIÈRE.

die anlage

behandlungen

specials

SPA UND HOTEL Das vor einem Jahr eröffnete Spa de Baumanière liegt in einer der schönsten Gegenden der Provence inmitten der Natur. Draussen duftet es nach Lavendel und Ros­ma­ rin, drinnen wird mit dem französischen Kultlabel Bio­ logique Recherche gepflegt und verwöhnt. Das neu erbaute Spa liegt zwischen den zwei noblen, histo­ rischen Relais & Châteaux L’Oustau de Baumanière und La Cabro d’Or. Ein­ malig ist die Lage am Fuss der mittelalterlichen, vom Mistral umwehten Festung von Baux, von wo aus der Blick über eine Landschaft schweift, die von Bausünden verschont geblieben ist.

wellness und BEAUTY Diverse Massagen ab 60 Euro. Spa-Packages mit Massage, Gesichtspflege und ­Maniküre, sechs Stunden 440 Euro. AntiAging-­Behandlung «Soin Re­mo­de­­ling Face», eine Stunde 145 Euro. Zum Einsatz kom­men die mehr­ fach aus­gezeichneten Kos­ metik­produkte Biolog­i­que Re­cher­che. Sie sind reich an Pflanzenextrakten und zei­ gen in Kombination mit der bioenergetischen Massage, die hier angewendet wird, besonders gute Resultate. Die exzellente Küche rundet die Behandlungen mit SpaMenüs ab, sodass Schön­ heit und eine schlanke Linie rundum Spass machen.

KÜCHE Das Gemüse kommt aus dem eigenen Bio-Garten, das Olivenöl aus der Gegend, der Wein­ keller zählt zu den besten des Midi. Der junge Star­ koch Sylvestre Wahid kocht auf höchstem Niveau (zwei Michelin-Sterne, 17 GaultMillau-Punkte). PACKAGES, SPORT Zwei Nächte mit Frühstück, Mittagessen und vier bis sechs Spezialbehandlungen (zum Beispiel «Antistress», «Leichte Beine», «Detox») ab 1650 Euro. Kochkurse und Weinseminare. Tennis, zwei Golfplätze (9- und 18-Loch) in der Nähe. PREISE Zimmer ab 245 Euro, Suiten ab 390 Euro. Halb­ pension 165 Euro.

SPA DE BAUMANIÈRE, www.spabaumaniere.com, L’OUSTAU DE BAU­MANIÈRE, www.oustaudebaumaniere.com, Les Baux-de-Provence, Frankreich


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Foto: Inge Zinsli

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p o k s o r o h e l y t s

+++ widder: klarheit schaffen! +++ stier: flexibel bleiben! +++ krebs: masshalten! +++

Vernunft tut gut Was zu Beginn des Monats März voller unkonventioneller Fantasie beginnt, könnte im Desaster enden! Übermut und Leichtsinn, der unwiderstehliche Drang, Grenzen zu überschreiten, sollten nie ohne den Gedanken an mögliche Konsequenzen angegangen werden. Am besten zählen Sie erst bis hundert und treffen dann Ihre Entscheidungen. In­ no­vative, geistreiche Ideen werden im Job sehr geschätzt, doch ein Rat: Werfen Sie nicht bereits nach ersten kritischen Äusserungen alles hin! Amors Pfeile fachen die Leidenschaft an, doch Strohfeuer brennen lichterloh. Geduld und Nachsicht, gepaart mit Ver­ nunft, wären jetzt gute Begleiter.

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BARBARA MAURER

Die Astrologin ist Fachmitglied SAB und erstellt für SI ­Style das Horoskop. Termin und Auskünfte zu Ihrem persönlichen Horoskop unter Tel. 041 370 71 49.

21. 3. –  20. 4. Man sollte, könnte, möchte ... Zögern Sie nicht länger, schaffen Sie endlich Klarheit! Eine feste Beziehung kann sehr abwechs­ lungsreich gestaltet werden, das liegt auch an Ihnen. Hand­ schellen trägt nur, wer den ge­ meinsamen Weg dem andern überlässt! Im Job läuft es mo­ mentan etwas harzig: Die Ideen wären da, alles stimmt, doch Ihre Energie und Ihr Durchhalte­ vermögen lassen zu wünschen übrig. Wie wäre es jetzt mit Yoga oder täglichem Denksport mit dem neuen Computerspiel? Las­sen Sie sich nach Feierabend von Ihrem Liebsten massieren, das stärkt die Nerven und die Partnerschaft.

Stier

21. 4. –  20. 5. Ausser Ihrer Liebesfähigkeit und Ihrem Mitgefühl läuft momen­ tan nichts nach Ihrer Vorstel­ lung. Immer wieder werden Sie durch Unvorhergesehenes kalt überrascht; das fordert Ihre Fle­ xibilität bis an den Rand Ihrer Möglichkeiten. Ihre ehrgeizigen Pläne, die Sie zum Jahresbeginn schmiedeten, scheinen sich in Luft aufzulösen. Ziehen Sie sich einfach etwas zurück und gehen Sie in sich. Investi­tionen, Job­ wechsel und Abenteuer sollen warten. Schon bald wendet sich das Blatt, und Alleinlebenden eröffnen sich vielversprechende Chancen. Optimismus und Froh­ sinn sind gegenwärtig gute Weg­ begleiter.

Starflash: Worte können ein wirksames Aphrodisiakum sein!

Starflash: Stillen Sie Ihren Wissens­drang mit Weiterbildung.

Zwillinge

Krebs

Starflash: Erst denken, dann reden!

Starflash: Ihre Ideen sind gut und liegen voll im Trend!

21. 5. –  21. 6. Sie suchen die Herausforderung und können es kaum erwarten, Ergebnisse zu sehen. Die Zeit ist reif für berufliche Veränderun­ gen. Ein Jobangebot sollten Sie näher betrachten und sich dann rasch entscheiden. Ihre Fähig­ keit, den Ausgleich zwischen Rausch und Realität zu schaffen, bildet die Grundlage, wichtige Dinge von unwichtigen zu unter­ scheiden. Ob Ihr Angebeteter diesen Test ebenfalls besteht, müssen Sie entscheiden – auf jeden Fall sollten Sie nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen. Entscheide in Geldangelegen­ heiten sollten Sie zurückstellen, da Ihnen zurzeit schlicht der Durchblick fehlt.

22. 6. –  22. 7. Jetzt werden alte Geschichten erneut aktuell: Möglicherweise haben Sie zu schnell aufgegeben und trauern dem verflossenen Glück nach? Sie haben noch eine Chance, aber gehen Sie die Dinge diesmal mit mehr Takt­ gefühl und Toleranz an! KrebsFrauen lieben Sicherheit und gehen Spekulationen gern aus dem Weg. Gerade finanzielle Angelegenheiten benötigen momentan Ihre ganze Aufmerk­ samkeit. Schauen Sie genau hin. Nur seriöse Mitmenschen ver­ dienen Ihr Vertrauen. Die Pro­ bleme schlagen Ihnen auf den Magen, es wäre also ratsam, zu fasten oder sich auf jeden Fall gesund zu ernähren.

Foto: Inge Zinsli 

Widder


p o k s o r o h e l y t s

+++ Löwe: pause einlegen! +++ waage: riskieren sie etwas! +++ skorpion: humor hilft! ++

Löwe

Jungfrau

Starflash: Geben Sie sich ganz charmant!

Starflash: Setzen Sie Ihre SexFantasien in die Tat um!

23. 7. –  23. 8. Es rumort nun gehörig; alle und alles scheint sich gegen Sie verschworen zu haben. Lei­ den ist aber eine Frage der Be­ trachtungsweise. Die Löwe-Frau sollte sich mit Stolz und Würde den Herausforderungen stellen. Ihr Liebster ist in Sorge um Sie und verwöhnt Sie, wo er kann. Romantik und Erotik sind wohl die beste Medizin. Machen Sie Pause, widmen Sie sich Ihren persönlichen Bedürfnissen: Ob ein Termin bei der Kosmetikerin oder beim Schönheitschirurgen, spielt keine Rolle, solange er Ihr Selbstwertgefühl stärkt.

24. 8. –  23. 9. Oft beschleicht Sie das Gefühl, man nehme Ihnen die Luft zum Atmen. Dabei möchten Sie nur eins: Freiheit! In der Liebe kommt dieses Bedürfnis nach Freiheit nicht gerade gut an, doch als Meisterin der Rede werden Sie auch dieses Missverständnis schnell lösen. Weichen Sie aber einem Heiratsantrag aus, ver­ schieben Sie den Entscheid auf später. Vertrauen Sie im Job auf Ihre Ideen, gehen Sie froh­ gemut daran, sie umzusetzen. Ob Sie Erfolg haben, liegt an Ihnen. Und am ersten Schritt, den Sie machen müssen.

Waage

24. 9. –  23. 10. Sie haben endlich Entscheide getroffen – kein Klacks für eine Waage-Frau –, jetzt halten Sie verbissen daran fest. Einerseits ist Ausdauer gefragt, andrer­ seits sollten Sie etwas flexibler sein. Das Liebesbarometer zeigt Ebbe an. Mit Fantasie und Flirts peppen Sie Ihr Liebesleben wieder auf. Wagen Sie ruhig etwas Verbotenes, geniessen Sie ohne schlechtes Gewissen. Ihr Charme lässt Männerherzen höherschlagen, aber leider nicht jenes Ihres Chefs. Etwas mehr Einsatz stünde Ihnen gut an – auch im Fitness-Studio. Starflash: Wer Geheimnisse lüftet, trägt die Konsequenzen!

Skorpion

24. 10. –  22. 11. An der nötigen Sorgfalt und am Fleiss liegt es bestimmt nicht, dass es im Job harzt. Sie wollen einfach zu viel aufs Mal, und selbst Lappalien nerven Sie ge­ waltig. Wie wäre es mit etwas Humor und Gelassenheit? Ro­ mantische Stunden bringen Sie auf andere Gedanken. Träumen Sie von Ihrem Prinzen – er könnte schon bald auftauchen. Wichtige Entscheide sollten Sie verschie­ ben, Ihnen fehlt es zurzeit an Klar­sicht. Ein Bad oder noch besser ein Sonnenbad am weis­ sen Sandstrand würde Ihre Bat­ terien im Nu aufladen. Starflash: Sie sind frei, ohne das ständig beweisen zu müssen.


++ steinbock: geniessen sie ihre glückssträhne! +++ fische: machen sie den ersten schritt! +++

Schütze

Steinbock

Starflash: Ihre Medizin: Obst, Salat, Fitness und sehr viel Schlaf.

Starflash: Spontaneität ist gut, Leichtsinn dagegen gefährlich!

23. 11. –  21. 12. Die Meinung Ihres Liebsten ist wichtig, aber Sie sollten sich nicht abhängig davon machen. Eine Auseinandersetzung be­ deutet ja nicht gleich das Ende der Welt. Schauen Sie in den Spiegel und erfreuen Sie sich an dem, was Sie sehen: eine erfolg­ reiche und selbstbewusste Frau! Im Job stehen die Chancen gut, weiterzukommen; pochen Sie auf Ihre Rechte. Ihre Erkältung haben Sie Ihrem Lebenswandel zu verdanken. Zu oft haben Sie Ihren Körper über die Massen be­ ansprucht, das rächt sich nun im angeschlagenen Immunsystem.

22. 12. –  20. 1. Ihr Charme und Ihre erotischen Energien sind unwiderstehlich: Die Steinbock-Frau kann nun den Besten der Besten aussu­ chen. Auch feste Beziehungen erleben Höhepunkte. Was im­ mer Sie anpacken, es wird zu Gold: Glück in der Liebe und im Spiel, Lob im Job – die Sterne sind Ihnen hold. Nutzen Sie die­ sen tollen Lauf, setzen Sie Ihren Einfallsreichtum und Ihre volle Energie ein, um die fulminante Phase auch zu optimieren. Wer jetzt die Hände in den Schoss legt und abwartet, verpasst viel­ leicht die Chance des Lebens.

Wassermann Fische 21. 1. –  19. 2. Kaminfeger, Kleeblätter, Säuli – alle Glücksbringer sind auf Ihrer Seite. Besonders im Beruf geht es steil nach oben: Sie haben volles Wunschprogramm und können sich einiges leisten. Das gilt aber nur bis Mitte März; dann hat der Freudentaumel ein Ende, und Fleiss ist wieder angesagt. Übermut kann zu bösem Er­ wachen führen, das gilt beson­ ders für Ihren Körper. Zu wenig Bewegung und mehr flüs­sige als feste Nahrung waren seit Weihnachten üblich, sagen Sie nun dem inneren Schweinehund den Kampf an.

20. 2. –  20. 3. Ihnen wächst diese Beziehungs­ kiste einfach über den Kopf. Zerreden hilft nichts. Ziehen Sie den Schlussstrich oder machen Sie Ihrem Liebsten klar, dass Sie treu und ehrlich sind. Wichtig ist Ihre klare Stellungnahme. Auch im Job geht es um Positionie­ rung. Gifteleien dürfen Sie nicht ernst nehmen. Ruhe und Ent­ spannung finden Sie in der Natur. Eine neue Freundin oder jemand, der Ihre Nähe sucht, wartet auf Ihren ersten Schritt. Gehen Sie gemeinsam essen, lassen Sie sich von Optimismus und Frohsinn anstecken.

Starflash: Bleiben Sie Ihren Ansichten treu – trotz Gegenwind!

Starflash: Aus Fehlern lernen heisst, diese zu vermeiden.


n e s s e r d a e l y t s Gestylt wie Katie Holmes

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Fotos: Dukas (2), Bulls Press (1), Wireimage (1)

146 132 auf diesen seiten +++++++++++++++++132 Sean Penn Egal, wie viele Preise der Hollywood-star abräumt: Unser OScar ist ihm sicher +++++++++++++++++138 Pasquale Natuzzi In Cortina D’Ampezzo erholt sich der Möbelmogul in seinem luxuriösen Holzhaus

Pierre Casiraghi

Der jüngste Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco hat alles, was einen Traumprinzen ausmacht. Nun tritt der 21-Jährige aus dem Schatten seiner partyfesten Geschwister Andrea und Charlotte – und in ihre Fussstapfen. Der Beau angelt sich die schöne Beatrice Borromeo, 23, und feiert mit der blaublütigen Italienerin sich selbst. Prächtig!

+++++++++++++++++144 Jessica Simpson & Daisy Die eine trägt Hund, die andere Hut: Stars und ihre Markenzeichen +++++++++++++++++146 Agyness Deyn models, designer und Künstler stehen auf Louis-Vuitton-Graffiti

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stylestars

most wanted Star oder Rebell? Treuer Gatte oder Frauenheld? So oder so: Sean Penn ist der beste


Fotos: Benni Valsson / Corbis Outline / Specter

sean penn Schauspieler seiner Generation. Und ein echter Kerl. Ein Plädoyer.

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stylestars

der Penn-Club familie, Freunde und feinde Penns Vorfahren sind väterlicherseits russischer, litauischer und jüdischer Her­ kunft, die Mutter hat irische und italie­ nische Wurzeln, ein heisser Gen-Mix. Von 1985 bis 1989 war er mit Madonna verheiratet, andy Warhol feierte an der Hochzeit mit. 1996 heiratete er Robin Wright Penn (Bild), das Paar lebt seit 1991 zusammen. Tochter Dylan, benannt nach Bob Dylan, kam im April 1991 zur Welt, Sohn Hopper, benannt nach Dennis «Easy Rider» Hopper, im August 1993. Drei Monate nach Hoppers Geburt brannte ihr Haus in Malibu ab. Die Familie wohnte im Wohnwagen, bevor sie in den Norden von San Francisco zog, weil die Kinder nicht in Hollywood aufwachsen sollten. 2002 schrieb Penn in der «Washington Post» einen offenen Brief an George W. Bush, in dem er als Vater zweier Kinder darum bat, auf den Irak-Feldzug zu verzichten. Das Inserat kostete ihn 56 000 Dollar. 2007 bereiste er mit Hugo Chávez Venezuela. Nicolas Cage schimpft er einen eitlen Poser, Oliver Stone einen schweinischen Charakter. Clint Eastwood lobt er als die letzte Legende, die ihn nicht enttäuscht.

Das AlphaTier als schwuler Politiker. In der saftigen Rolle als amerikanischer Bürgerrechtler und Schwulen-Ikone Harvey Milk beweist Sean Penn einmal mehr seine grosse Klasse und festigt seinen Ruf als bester Schauspieler seiner Generation. In Gus Van Sants einfühl­ samer Filmbiografie «Milk» (Kinostart: ab 19. Februar) verleiht er diesem schillernden Libertin, bei aller Promiskuität und politischer Kampfeslust, eine geradezu zärtliche Menschlichkeit. Zu Recht ist Penn dafür als bester Schauspieler für den Oscar nominiert worden. Nahtlos schliesst Penn mit dieser hochkomplexen Charakterstudie an seine früheren Leinwand-Leistungen an. Wir erinnern uns mit wohligem Schauern an seine Darstellung des Doppelmörders in «Dead Man Walking», der in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. Und an die des wütend-verzweifelten Vaters in «Mystic River», der am Freund tra­ gische Lynchjustiz verübt, um den Tod seiner Tochter zu rächen. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Denn Penn hat im Laufe einer fast dreissigjährigen Karriere in über vierzig Kinofilmen mitgespielt und bei vier weiteren Regie geführt. Trotz seiner Vielseitigkeit und seiner beeindruckenden Virtuosität ist vor allem das Image als Bad Boy an ihm haften geblieben. Oder noch besser: das Image des Enfant terrible. Nicht schlecht – der Mann wird im August immerhin 49. Das klischee vom aussenseiter hat Penn über die Jahre gern selbst zementiert. Er gefiel sich in der Rolle des Einzelgängers und Provokateurs. Kein Brandzeichen zu haben, sich nicht gemein machen mit den Hollywood-Suits – wie er die Schlipsträger in der Traum­ fabrik abfällig nennt – liegt ihm offenbar

“Ich bin wirklich froh, dass ich nicht mehr ­zwanzig bin.” sean penn «Der zornige junge mann – das war einmal», meint Sean Penn und fährt ungerührt fort: «Mit der Zeit bin ich viel ruhiger geworden. Ich bin wirklich froh, dass ich nicht mehr zwanzig bin. Da fühlte ich mich manchmal wie zum Abschuss freigegeben. Und bei meinem Temperament hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte mich so massiv dagegen ­gewehrt, dass ich vermutlich heute noch im Knast sitzen würde.» Penn braucht sein Licht diesbezüglich nicht unter den Scheffel zu stellen: 1987, als er noch mit der Pop-Ikone Madonna verheiratet war, kam er wegen einer Prügelei mit einem Paparazzo für sechs Monate ins Gefängnis. Und mit Verlaub: Die Ehe mit Madonna (1985 bis 1989) war für den introvertierten, extrem schüchternen jungen Mann, der schon damals die Medien hasste wie die Pest, ein Drahtseilakt. Aber das ist eine andere Geschichte. Auf den zweiten Blick machen Penn dieses herrlich kontroverse Verhalten, diese sirrende Ambivalenz erst recht inter­ essant. Typisch Sean Penn eben: queck­ silbrig, schwer zu fassen.

Fotos: Absolut Pictures (1), Ascot Elite (3)

TEXT Ulrich lössl

im Erbgut. Wie er sie hasst, jene Pro­ duzenten-Halbgötter im Lala-Land, die mit perverser Regelmässigkeit Träume kaputt machen, statt sie zu ermöglichen: «Blickt man ihnen in die Augen, sieht man nur Dollar-Zeichen. Sonst nichts!» Penn redet sich richtig in Rage. Er legt – Achtung, Markenzeichen! – seine Stirn in Falten. Seine glasklaren, blauen Augen tasten sein Gegenüber ab. Die Lippen verengen sich zu zwei dünnen, nach unten gebogenen Strichen. Risikostufe: gezogene Handgranate.


und penn provoziert weiterhin gern. Zum Beispiel in Hollywood: Sein Freund Clint Eastwood musste ihn 2004 mit Engelszungen dazu überreden, an der sonst so leidenschaftlich geschmähten Oscar-Verleihung teilzunehmen – und prompt gewann Sean Penn den Oscar als bester Schauspieler in «Mystic River». Auch politisch zeigt er Flagge und scheut sich nicht, den Grossen auf die Zehen zu treten: 2002 besuchte er den Irak, weil er nicht an die Mär von Massenvernichtungswaffen glaubte. 2005 berichtete er vor Ort über das Leben der Mullahs im Iran. Und im selben Jahr war er – lange vor Präsident George W. Bush – in New Orleans, um den Flutopfern des Hurrikans Katrina zu helfen. wie wird man so? «Ich glaube nicht, dass man sich im Laufe seines Lebens charakterlich sehr stark verändert. Wie wir erzogen wurden, die tief prägenden Erlebnisse als Teenager – das macht uns ein Leben lang aus.» Das war es dann auch schon in puncto Selbstauskunft. Ob biografische Daten weiterhelfen? Sean Penn wird am 17. August 1960 in Burbank, Kalifornien, geboren. Die Eltern arbeiten im Filmbusiness, Vater Leo als Regisseur, Eileen Ryan, die Mutter, als Schauspielerin. Sean wächst mit seinen zwei jüngeren Brüdern Chris und Michael in Los Angeles auf. Michael wird später Musiker, Chris Schauspieler. Er kommt 2006 mit knapp 41 Jahren ums Leben – ein klassischer ungeklärter Todesfall in Hollywood. Als Jugendlicher dreht Sean gemeinsam mit seinen Freunden Charlie Sheen, Rob Lowe und Emilio Estevez – die ebenfalls als Schauspieler Karriere machen sollten – begeistert Super-8-Filme. Und er nimmt Schauspielunterricht. Schon bald wird Hollywood auf ihn aufmerksam. 1981 spielt er im Kriegsfilm «Taps» Tom Cruise glatt an die Wand. Penn kniet sich in die Rolle hinein, bereitet sich akribisch darauf vor. Schnell hat er seinen Spitz­ namen weg: Sean De Niro. Das perlt an

ihm ab. Erst später wird er zugeben, genau jener Robert De Niro habe ihn überhaupt zur Schauspielerei gebracht. 1989 steht Penn, noch keine dreis­ sig Jahre alt, mit seinem Idol De Niro vor der Kamera. In «We’re No Angels» geniessen die beiden Schauspieler ganz offensichtlich ihren Part als flüchtige Gangster in Priestergewändern. Dieser Abstecher ins komödiantische Fach bleibt bei Penn allerdings die Aus­ nahme.

“Am besten ist es, Liebe und Freundschaft gehen Hand in Hand. Denn Freundschaft ­allein bringt dich nicht durch den Tag - und durch die Nacht.” sean penn Er wählt von anfang an die harte Tour. Attitüde und Rollenwahl wecken Erinnerungen an den jungen Marlon Brando und an James Dean. Penn befreundet sich mit dem Penner-Poeten Charles Bukowski, mit Warren Beatty, Jack Nicholson, Dennis Hopper und Bob Dylan; er schert sich nicht um Ruhm und Reichtum. Er verlobt sich mit der Schwester von Bruce Springsteen. Die Verlobung mit Pamela ist kurz, die Freundschaft zu Bruce hält bis heute. «Am besten ist es, Liebe und Freundschaft gehen Hand in Hand», erklärt Penn. «Zwischen Liebe und Freundschaft wählen zu müssen, ist vielleicht das Grausamste, was ich mir vorstellen kann. Trotzdem ist eines klar: Freundschaft allein bringt dich letztlich nicht durch den Tag – und durch die Nacht!»

Harvey milk sean penn zeigt sich in bestform die figur Der New Yorker Harvey Milk zog Anfang der wilden 70er-Jahre nach San Francisco. Mit seinem Freund (im Film gespielt von «Spider-Man»-Widersacher James Franco, Bild Mitte) eröffnete er einen Laden, der zum Treffpunkt und zur Nachrichtenbörse des Arbeiterquartiers wurde. Milk entdeckte sein Talent zum Politisieren und stieg zur Schlüsselfigur der Schwulen- und der Bürgerrechtsbewegung auf. 1978 wurde Milk, mittlerweile Stadtrat, von einem Amtskollegen (gespielt von Josh Brolin) erschossen. die Milk-Männer Regie bei dem warmherzigen, undogmatischen Porträt des ersten schwulen Amtsträgers in den USA führte Gus Van Sant, der nach experi­ mentellen Ausflügen («Paranoid Park», «Elephant») zum klassischen Erzählkino zurückgekehrt ist. Sean Penn (Bild oben) brilliert als Harvey Milk, den er mit gros­ ser Lebensfreude, viel Humor, Herz und Humanismus darstellt. Inspirierend!


stylestars der mann als frauenheld Oder ist das auch nur ein Etikett, das man ihm fälschlicherweise anklebt? Ist er nicht viel­ mehr der Sensible, der Unsicherheit mit Arroganz und Attitüde maskiert? Lassen wir die Frau zu Wort kommen, mit der er seit 1991 zusammen und seit 1996 verhei­ ratet ist. Robin Wright Penn: «Ich erin­ nere mich sehr genau daran, wie ich zum ersten Mal in meinem Leben auf Sean aufmerksam wurde. Das war 1985, als ich im Kino ‹Racing with the Moon› sah. Zu dieser Zeit war ich verheiratet, und Sean ebenso. Ich weiss noch, dass ich dachte: ‹Ist der süss!› Und seltsamer­ weise hatte ich schon damals das Ge­fühl, irgendwann einmal würde ich mit diesem Menschen zusammen sein. Wie das Schicksal so spielt: Am nächsten Abend war ich mit meinem damaligen Ehemann in einem

New Yorker Restaurant – und herein kam Sean. Mein Mann war auf dem Klo. Sean sah mich an und ich ihn – vielleicht fünf Minuten lang. Dann wollte er eine Ziga­ rette, ich gab ihm eine. Das wars. Als wir uns fünf Jahre später wieder begegnet sind, erinnerte er sich an die Farbe mei­ nes Kleides und die Ohrringe. Das war 1990, ein paar Monate bevor wir zusam­ men den Film ‹State of Grace› drehten. Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide geschieden – und frei füreinander. Und eines kann ich Ihnen versichern: Sean ist der zärtlichste und einfühlsamste Mann, dem ich je begegnet bin.» eben dieser zärtliche und einfühl­ same Mann soll seine Ehefrau Gerüchten zufolge betrogen haben, erst mit Super­ model Petra Nemcova, dann mit It-Girl

“Sean ist der zärtlichste und einfühlsamste Mann, dem ich je begegnet bin.” Robin Wright penn Sienna Miller. Die gute Nachricht: Mittlerweile hat Robin Wright Penn die Scheidungsklage zurückgezogen. Viel­ leicht hätte Mrs. Penn ihrem Mann nur genauer zuhören sollen, letztes Jahr auf der Terrasse des Hotels Eden Roc am Cap d’Antibes, als das Paar das Filmfesti­ val Cannes besuchte und er Jury-Präsi­ dent war. Da gab er nämlich Folgendes zu Protokoll: «Manche behaupten ja,


man könne nur einmal im Leben wirklich tief lieben. Ich glaube das nicht. Man kann mit 15 mit seiner Liebe die ganze Welt ausloten – und auch mit 25, 45 oder 85. Wesentlich ist doch nur, dass man sich in der Liebe zu einem anderen immer voll und ganz hingibt, das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle. Und auch das ganze ‹Männer-lieben-so-Frauenso-Ding › – das verstehe ich nicht. Liebe ist Liebe. Sie verändert sich jedes Mal, das ist alles.» der mann macht es sich nicht leicht. Nicht im Leben, nicht bei seiner Arbeit. Und schon gar nicht, wenn er selbst Regie führt. Von seinem Erstling «The Indian Runner» 1991 über Friedrich Dürrenmatts Krimi «The Pledge» bis zum letztjährigen Meisterwerk «Into

the Wild» – in allen Filmen geht es um Reflexion und Selbstfindung, um Glückssuche und Verlust. Immer bewegen sich die Anti-Helden am Rande der Gesellschaft, sind stets auf der Suche nach dem etwas anderen amerikanischen Traum. Sean Penn kann man mit gutem Gewissen bewundern. Er ist der beste Schauspieler seiner Generation. Er taugt als Sexsymbol für die intelligente Frau ebenso wie als Massstab für Männer, die statt gestärkter Hemden Rückgrat haben. «Es gibt Leute, die lavieren durchs ­Leben. Sie kennen die Wahrheit, lügen aber dennoch, weil sie sich einen Vorteil davon versprechen. Ich konnte das nie, wollte das nie. Opportunismus ist mir völlig fremd. Und ich halte ihn für verachtenswert.»

Das Herz ist ein einsamer jäger. Der Buchtitel der grossen amerikanischen Schriftstellerin Carson McCullers trifft punktgenau auf Sean Penn zu. Wie er so dasitzt – dunkelblauer Anzug, hellblaues Hemd, den Kragenknopf offen, die Zigarette hinter dem Ohr hervorholt, anzündet und tief inhaliert –, passte er anstatt in eine Londoner LuxushotelSuite viel besser in Edward Hoppers berühmtes Gemälde «Nighthawks». Allein an der Bar. Drei Finger breit Bourbon im Glas. Die Stirn in Falten, den Blick verhangen zwischen Ennui und Sehnsucht. Dass er manchmal auch lächeln kann, das wird er uns – hoffentlich – an der OscarVerleihung am 22. Februar beweisen, wenn es dann heisst: «And the Oscar goes to … Sean Penn!»


stylestars

Herr der ¨ Holzer

In Cortina d’ampezzo fand Möbelmogul pasquale natuzzi ein haus, das er nach eigenen Entwürfen zum feriendomizil für sich und seine familie umbaute.


Im Wohnzimmer tragen Wände, Decke und Boden dunkles Walnussholz. Via-à-vis vom handgehauenen Stein-Cheminée steht die mit weissem Leder bezogene Sitzecke «Domino». Sie stammt selbst­ redend aus der Natuzzi-Kollektion.

“Ich bin ein moderner Mensch. Ich mag es, wenn die Formen um mich herum sauber und gerade sind.” Pasquale Natuzzi

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TEXT  Christine Marie Oppelt FOTOS  Ruy Teixeira

Er suchte ein Haus in den Bergen, und er fand es. In Cortina d’Ampezzo kaufte Pasquale Natuzzi ein Chalet aus den 1950er-Jahren, nahe beim Zentrum und doch abseits vom Trubel. Dass das Anwesen mit der rustikalen Einrichtung gar nicht seinem Geschmack entsprach, war ihm egal. Schliesslich ist Pasquale Natuzzi Gründer und Inhaber einer der grössten Möbelfirmen Italiens. Das Natuzzi-Design-Zentrum beschäftigt gut 150 Kreative für den Entwurf von Sofas, Möbeln und Accessoires. Da sollte es kein Problem sein, ein Haus umzu­ bauen. Doch es dauerte zwei Jahre, bis die Familie hier ihre ersten Winter­ ferien verbringen konnte. Das lag wohl auch am Hang zur Perfektion und an der Detailversessenheit des anspruchsvollen ­ Hausherrn. Obwohl er modernes Design bevorzugt, wollte Pasquale Natuzzi das Haus im Einklang mit seinem Baustil und der beeindruckenden Natur der Dolomiten rundum einrichten. Als Kompromiss entschied er sich für dunkles, geöltes Walnussholz als dominierendes Mate­

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rial, ­anstatt das in der Gegend übliche Tannen- oder Lärchenholz einzusetzen. ­Böden, Decken, Täfer und viele Einbauten stehen nun im eleganten Kontrast zu cremefarbenen Wänden und dem weis­ sen und braunen Leder von Sofa, Sessel und Kissen. Geflecktes Kuhfell setzt Akzente als Kaminverkleidung, Bezug oder Bodenbelag.

“In meinem Leben gibt es keinen Platz für Routine.” Pasquale natuzzi Nicht ohne Grund benannte Pasquale Natuzzi das Haus nach seiner Frau Villa Antonisa. Mit ihr und seinen fünf Kindern verbringt der viel beschäftigte Manager so viel Zeit wie möglich. «Es erfüllt mich mit grosser Freude, zu sehen, dass meine Kinder so aufwachsen, wie ich es mir immer gewünscht habe. Das hilft mir, die Balance zwischen Beruf, Fa­milie, Gesundheit und Sport zu halten», erklärt er. In Cortina d’Ampezzo gibt es rund ums Jahr Beschäftigung. Pasquale Natuzzi ist

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begeisterter Skifahrer, Schneeschuh­ läufer und Mountainbiker. Man sieht ihm sein Alter nicht an, und es verwundert, wenn er erzählt, dass er seine Firma 1959 gründete. Der grosse Erfolg kam Anfang der 80er-Jahre, als Natuzzi während eines USA-Urlaubs das Potenzial des dortigen Marktes erkannte. Gemeinsam mit der Kaufhauskette Macy’s machte er mit einem Ledersofa für 999 Dollar italienisches Design einer breiten Käuferschicht zugänglich. Der Lohn für seinen Pioniergeist kam 1993, als Na­tuzzi an der New Yorker Börse kotiert wurde. Erst danach eroberte er Europa. 2009 feiert Natuzzi sein 50-Jahr-Firmenjubiläum und ist weltweiter Marktführer. Mit dem richtigen Augenmass meisterte Pasquale Natuzzi auch den Umbau seiner Villa Antonisa. Trotz einer Einrichtung, die nicht im Einklang mit den lokalen Traditionen steht, ging weder die Gemütlichkeit noch die ein­ ladende Atmosphäre des dreistöckigen Chalets verloren. Wenn er mit seiner Frau, seinen Kindern und guten Freunden am langen Esstisch sitzt oder im Dachgeschoss durch die raumhohen Fenster in die Berge schaut, ist für den Familienmenschen der Hüttenzauber unter dem Tofana-Massiv perfekt.


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1 pasquale natuzzi gründete vor 50 Jahren die Marke Natuzzi. Heute ist der börsenkotierte Möbelproduzent mit Hauptsitz im italienischen Santeramo in Colle Marktführer. 2 Der Billardtisch steht im Souterrain. Damit sich Familie Natuzzi und ihre Gäste wohlfühlen, gibt es gleich nebenan ein Heim-Kino und einen gut gefüllten Weinkeller. 3 Am rohen Holztisch im Esszimmer haben bei Bedarf über ein Dutzend Gäste Platz. 4 Ein CheminéE wärmt auch im Schlafzimmer. Es wurde mit geflecktem Kuhfell und rustikalen Ledernähten veredelt. 5 Im Schlafzimmer kombiniert der Hausherr unbearbeitete Holzstämme als Nachttischchen zu einem Bett mit Lammfell-Haupt. 6 Zwei Waschbecken aus Naturstein harmonieren mit dem dunklen Holz. Die schräge Decke sorgt für Gemütlichkeit. 7 Walnussholz gibt selbst der Treppe in die oberen Stockwerke eine wohnliche Atmosphäre. 8 Das Chalet in bester Lage stammt von 1950. Der aufwendige Umbau dauerte zwei Jahre.

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stylestars la famiglia FAMILIE bedeutet dem Italiener Pasquale Natuzzi alles: Er hat fünf Kinder. Die ältesten zwei Töchter arbeiten mit dem Vater in der Natuzzi-Firmenzentrale in San­ teramo in Colle in der Provinz Bari. Der 18-jährige Pasquale junior (links) geht noch zur Schule, verbringt aber jede freie Minute in der Firma des Vaters, schliesslich lebt die Familie gleich neben der Produktionsstätte. Mit seiner Frau Antonisa (rechts) hat Pasquale Natuzzi zwei weitere Kinder. «Es erfüllt mich mit grosser Freude, zu sehen, wie meine Kinder aufwachsen», sagt der stolze Vater.

freundschaft

DER FILM «The Kite Runner» (Drachenläufer) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Khaled Hosseini: Zwei Jungen wachsen im Kabul der 1970er-Jahre auf. Obwohl sie verschiedenen afghanischen Bevölkerungsgruppen angehören, werden sie Freunde. Doch ihre Familien und der Krieg trennen sie. «The Kite Runner», von Marc Forster verfilmt, hat Pasquale Natuzzi nachhaltig beeindruckt.

hoffnung KURVENstar

marktfrisches

MITTELMEERKÜCHE Pasquale Natuzzi schätzt die einfachen und gesunden Gerichte der apulischen Küche. Am Absatz des italienischen Stiefels werden hauptsäch lich Oliven, Tomaten und Wein angebaut.

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flaggschiff NATUZZI entwickelte sich in den letzten fünfzig Jahren zum grössten italienischen Unternehmen der Einrichtungsbranche. Seit 1993 ist die Natuzzi Holding an der Wallstreet kotiert. Beeindruckend ist auch die Architektur der in High Point, North Carolina, angesiedelten amerikanischen Firmenniederlassung.

Fotos: StockFood / bab.ch (1), Cinetext (1), AKG (1), Imaxtree (1), Superbild (1), Photoshot / «Auguste Renoir» / ProLitteris (1), Superbild (1), Bildagentur online (1)

PAULO COELHO erzählt in seinem Bestseller «Der Alchimist» die Reise des jungen Andalusiers Santiago nach Ägypten. Nach vielen Abenteuern begegnet er schliesslich – all seiner Habe beraubt – in einer Oase seiner grossen Liebe und einem weisen Alchimisten. Pasquale Natuzzi teilt den Gedanken, dass jemand, der an seine Träume glaubt und sie leidenschaftlich verfolgt, vom Leben begünstigt wird.

ARCHITEKTUR interessiert Pasquale Natuzzi von Berufes wegen. Zu seinen Favoriten zählt Zaha Hadid. Die im Irak geborene Architektin entwickelt ihre dekonstruktivistischen Entwürfe nach dem Prinzip des Fliessenden. In Wolfsburg, Deutschland, realisierte sie ihr bislang grösstes Projekt in Mitteleuropa: Phaeno, ein naturwis­sen­ schaftliches Erlebnismuseum. Gestützt auf zehn kegelförmige Füs­se, scheint der 154 Meter lange Betonkörper in der Luft zu schweben. www.zaha-hadid.com www.phaeno.de


pasquale natuzzi

Was den Möbel-Unternehmer entzückt stilmittel GIORGIO ARMANI gilt Pasquale Natuzzis Bewunderung. «Er hat nicht nur sein eigenes Label berühmt gemacht, sondern italie­ nische Mode und italienischen Stil in alle Welt exportiert», betont er. Armanis Herrenkollektion spielt im Sommer 2009 mit zarten Grauund Beige-Tönen zu intensiven Akzenten aus lila-, orange- und pinkfarbener Shantung-Seide. www.giorgioarmani.com

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CAPRI ist die Lieblingsdestination von Pasquale Natuzzi. Wenn er mit seiner Segeljacht «Antonisa» im tiefblauen Wasser vor den Faraglioni-Felsen im Südosten der Insel kreuzt, ist das für ihn wie nach Hause kommen: «Ich bin in einer Stadt geboren und aufgewachsen, die vom Meer umgeben ist.» Lieblingsdestina­ tionen des Unternehmers sind aber auch die Amalfi-Küste und die griechischen Inseln.

ensemble

ohrenschmaus

IMPRESSIONISMUS Das Gemälde «Impression, aufgehende Sonne» (1872) von Claude Monet gab der Kunstrichtung den Namen. Charakteristisch sind die hellen, reinen Farben, die als Flecken eng nebeneinanderplatziert wurden. Sie fügen sich erst bei der Betrach­ tung aus der Distanz zur Fläche. Eines der Meisterwerke des Impres­ sionismus ist das 1876 entstandene Gemälde «Tanz im Moulin de la Galette» (Bild) von Pierre-Auguste Renoir. Pasquale Natuzzi liebt diese atmosphärisch starken, emotional aufgeladenen Bilder, auf denen immer wieder Details zu entdecken sind.

SOUND heisst der weisse Leder­ sessel mit integrierten Lautspre­ chern und Audio-Eingang, an den ein MP3-Player oder jedes andere Wiedergabegerät angeschlossen werden kann. Innovationsfreude und der Sinn fürs Detail zeichnen die Natuzzi-Kollektion aus. Beson­ r deres Augenmerk wird aufs Lede gelegt: 350 Farben in unterschied­ lichen Qualitäten stehen zur Ver­ fügung. «Sound» ist ab Fr. 3526.– zu haben. www.natuzzi.ch

REDAKTION Christine Marie Oppelt

berge und meer

spitzenkräfte

PASQUALE NATUZZI nimmt seine Aufgaben als Verwaltungs­ ratspräsident und Chefdesigner äusserst ernst. Weltweit beschäf­ tigt er über 8000 Mitarbeitende. «Für mich ist es sehr wichtig, tiefe menschliche Beziehungen mit meinen Angestellten aufzubauen», erklärt er. Entwurfsqualität, Trend ­ analysen und Materialauswahl sind die Bausteine der Kollektion , die unter seiner Leitung von einem 150-köpfigen Team umgesetzt wird.

SPORT ist für Pasquale Natuzzi Ausgleich zum Berufsleben. In Cortina d’Ampezzo geht er Ski fahren, auch in sicherem Gelände abseits der Piste. Auf SchneeschuhTouren findet der Unternehmer – für den Integrität und Respekt vor Mensch und Umwelt Werte sind, mit denen er seine Firma aufgebaut hat – Ruhe und unberührte Natur. Im Sommer stehen Aktivitäten wie Mountainbiken und Golfen auf dem Programm – wenn Pasquale Natuzzi nicht gerade mit seiner Jacht «Antonisa» auf dem Mittel­ meer kreuzt. www.dolomiti.org


stylestars Nicht ohne … hut? hund? a

super-mam

TEXT Sherin Hafner

kate trägt pappbecher, Agyness Hut, Katie ihre Suri, Johnny seine Latschen: Stars und ihre persönlichen Markenzeichen. Welchen ständigen Begleiter Prominente haben, sagt viel über ihre Vorlieben aus. Schauspielerin Kate Hudson scheint süchtig zu sein nach Koffein. Oder sie findet Pappbecher schick. Jedenfalls ist sie auf der Strasse kaum ohne Starbucks-Teil zu sehen. Koffeinfreier ist ihr Kollege Ben Affleck. Taucht er unter der Sonne Kaliforniens in Cap, T-Shirt und Trainerhose auf, führt er ständig eine Flasche Wasser mit. Johnny Depp gilt als treue Seele. Das gilt offenbar auch für sein Schuhwerk: Depp trägt zu Jeans wie Anzug stets dieselben ausgetretenen Latschen. Wählerischer tritt die Kicker-Ehefrau Victoria Beckham auf: in hochhackigen Schuhen. Aus mehreren Hundert Paar in allen möglichen Farben und Formen kann sie wählen. Eines ist allen gemein: ultrahohe Absätze – denn das ehemalige Spice Girl misst 1,63 Meter, in ihrer Wahrnehmung offenbar zu wenig. Starlet Jessica Simpson schmückt sich mit ihrem Mischling Daisy. Das honigblonde Fell der Malteser-Pudel-Dame passt perfekt zu Frauchens blonden Locken. Als Stil-Ikönchen schliesslich glänzt Suri auf dem Arm von Mama Katie Holmes. Und setzt im Alter von zwei Jahren schon erste Markenzeichen.

Kaffee SURI holmes MAMA Für Stil-Ikönchen Suri Holmes, 2, gilt: Nicht ohne mein Mami. Die Tochter von Hollywoods Tom Cruise und Katie Holmes erobert die Welt am Arm ihrer Mutter im modischen Partnerlook.

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Kate Hudson COFFEE TO GO Cappuccino, Latte macchiato, Café au Lait: Actrice Kate Hudson hat stets ein Heissgetränk dabei. Mit dem Pappbecher in der Hand gehört sie zur Starbucks-Society.


latschen

Hund jessica simpson

Johnny Depp

WAUWAU Jessica Simpson liebt ihren Malteser-Pudel-Mischling über alles. Das Starlet trägt die flauschige Daisy immer mit sich: in einer edlen Doggie-Bag oder in der Armbeuge.

SCHUH-BIDU Leinwand-Star Johnny Depp steht auf derbes Schuhwerk. Seine robusten Latschen sehen aus, als wären sie Erbstücke. Ob er damit bald auch vor den Traualtar tritt?

Hut

sche

Fotos: Intertopics (2), Bulls Press (12), Face to Face (1), Dukas (5), Brauer Photos (1), Babirad (1), CMK Images (2), Reflex (3)

Wasserfla ben affleck

Agyness deyn

WASSER, MARSCH! Ben Affleck gilt als sportlich. Der Schauspieler joggt oder stemmt Gewichte – man sieht ihn nie ohne eine Flasche Wasser. Vielleicht sollte er es mit Schwimmen probieren?

OBEN MIT Das britische Topmodel hat einen Dickkopf, sagt man. Den schmückt sie gern mit einem frechen Hut. Zudem bändigt sie so die platinblonde Strubbelmähne und setzt einen Trend.

en Hohe Hack y

Blackberr Lindsay lohan

Victoria beckham

HALLO? «Ist da jemand?», scheint Lindsay Lohan ihren Blackberry

HOCH HINAUS Eigentlich misst Victoria Beckham 1,63 Meter. Dank ihrer Vorliebe für ultrahohe Absätze ahnt das niemand. So schummelt sie locker zehn Zentimeter Höhe hinzu.

zu fragen. Wie sonst sind verzweifelte Blicke und hektisches Tippen zu erklären? Hoffentlich wird sie rasch verbunden!


stylestars

Schrein für Designer Stephen Sprouse († 2004). Er inspirierte Kollegen wie Marc Jacobs. Porträt des Graffiti-Künstlers samt Schriftzug.

DJane, Schöne rendT l, Mode setterin.

Ton in Ton: Die New Yorker DJs Leigh Lezark (r.) und Geordon Nicol vom Trio The Misshapes.

Mit Knicks: Schauspieleri nnen Molly Sims (l.), Brooke Shields.

Rock wie Hose: Modedesigner Marc Jacobs (l.) und sein Freund, der Brasilianer Lorenzo Martone.

Model des Moments: Chanel Iman, süsse 1,75 Meter.


Hör zu: DJ, Gastronom Paul Sevigny, Bruder von Chloë.

New Wave: Louis-Vuit ton-Präsident Yves Carcelle, Sänge rin Debbie Harry.

REDAKTION Sherin Hafner

Fotos: Dukas (1)

n o e N n i t h c a N

se, hen Sprou ge an Step a m rk o m Y o H ew n n-Store, N Louis-Vuitto ahn-Wände. Häuser und U-B en er zi ti ffi ra ccessoires: knallig G jet auf Luxus-A Su s te hr ge USNun sind sie be verstorbenen met dem 2004 id w on itt Vu n. Louis eine Kollektio hen Sprouse Künstler Step die französfeier startete ng ru ne in Er r ücke: Laut Mit eine e limitierten St den Run auf di ke ar m auf el n Ed fe sische dys tref z, Society-La er m om K t iff ! ge Kunst tr standen Schlan äre. Die VIPs Klub-Atmosph

Blondes Haar, buntes Treiben: Lebens- und StilMotto des Models.

Schnell, schnell: Agyness Deyn mit Sprouses «Speedy Bag».

n (r.) erin Donna Kara Üppig: US-Design d un s en Accessoire mit extravagant ran de Felice. Ka by Ga r te Toch


stylestars ZU IHM – ? R H I U Z R E OD trennt sich ein paar, müssen sich die freunde oft entscheiden: zu wem sollen sie halten? zum mann oder zur frau?

Scheiden tut Weh – nicht nur dem Paar, das die Bindung auflöst, sondern vor allem auch uns, ihren Freunden. Wir geraten zwischen die Fronten einer Trennungsschlacht. Was können, was sollen wir tun? Und für wen, wenn unsere Kollegen den Kampf aufnehmen und Rache schwören? Prominentes Beispiel: die Oscar-Gewinnerin Gwyneth Paltrow und ihr Ehemann Chris Martin (Frontmann von Coldplay). Das Duo zählt zu den engsten Freunden von Madonna und Guy Ritchie. Sieben Jahre lang verstand sich das Quartett blendend – bis zur Scheidung von Diva und Regisseur im Dezember 2008. Gwyneth hält zu ihr. Chris zu ihm. Das führte zu Streit in der eigenen Beziehung: Gwyneth packte bereits die Koffer, um zu Madonna nach Los Angeles zu ziehen. Die Lösung? Gwyneth und Chris vereinbarten, künftig über ­ Madonna und Guy, Trennung und Gründe zu schweigen. erste Hilfe gehört zu unseren ersten Pflichten. Wenn die gute Freundin anruft und heult: «Es ist aus! Hol mich hier raus!», sind wir selbstverständlich zur Stelle – auch mitten in der Nacht. Damit es keinen Händel mit unserem Schatz gibt: Besser den eigenen (Klein-)Wagen nehmen, um Freundin und Koffer einzuladen, statt seinen Kombi. Ein paar Nächte auf dem Sofa werden ihn wenig stören, wenn er seinen Platz im Doppelbett behalten darf. Dann so rasch wie möglich eine Wohnung für sie finden. Seinen Partner sollte man so wenig wie möglich mit der Sache belasten, denn meist steht er auf der anderen Seite. Männersolidarität, Sie wissen schon … Weiter gilt es, genügend Taschentücher vorrätig zu halten für die Tränen der Freundin, ihr Tee zu kochen, sie mit Shoppen abzulenken, ihren Kummer in Champagner auf­ zulösen und ihr gut zuzureden: Auch andere Mütter haben schöne Söhne … Unseren Schatz nervt die Situation Schliesslich muss er unsere Aufmerksamkeit teilen. Zudem trauert auch er: Ausgang im Quartett (die Männer trinken, die Frauen tanzen)


Foto: Marc Wetli

gibt es nicht mehr. Ade, ihr beschwingten Barolo-Nächte! Nun ziehen die Männer ohne Frauen um die Häuser. Ist er zurück, dreht sich auch der heimische Gesprächsstoff allzu oft um das Unglück der Freunde. Dann führt Schweigen zum (kurzfristigen) Waffenstillstand. Laut einschlägigen Rat­ gebern kann man auf die «Titanic-Variante» zurückgreifen. Die besagt: eine Liste mit Tabu-Themen erstellen, die man vermeiden soll, wie die «Titanic» den Eisberg hätte umschiffen sollen. Wer auf Dauer miteinander auskommen will, muss das Problem diskutieren. Ob man unterschiedlicher Meinung ist oder nicht, ist einerlei. Wichtig hingegen ist: die Emotionen beiseitelassen. Sachlich bleiben. Schliesslich geht es – bei allem Mitgefühl – um die Probleme Dritter. Meist gelingt es dadurch sogar, den eigenen Standpunkt (und damit die Sichtweise der Gegenpartei) nachvollziehbar zu machen. Das kann die Situation spürbar entspannen. Unbedingt auf die Schmerzgrenze des Partners achten. Ihm bitte die typisch männlichen Fehltritte – er half nie im Haushalt, er war in Gesprächen ein­ silbig, er hält sich für den besten Autofahrer der Welt – nicht auf die Nase binden. Und ihr bitte nicht erzählen, wie heiss die neuen jungen Gespielinnen ihres Herzensbrechers sind, oder sie darauf hinweisen, wie entsetzlich öde der samstägliche Einkauf mit ihr jeweils war. Nicht Verfluchen Es wäre einfach, im Duo über den herzlosen Ex mit all seinen Schwächen herzuziehen: Widerstehen Sie der Versuchung! Hören Sie geduldig zu, wenn Ihre Freundin ihrem Ärger Luft verschafft. Das gehört zur Trauer­ arbeit, die sie leisten muss. Doch hüten Sie sich vor ätzenden Kommentaren – schliesslich war er bis vor Kurzem noch ihr Traummann gewesen. Und er könnte es erneut werden! Nach einer Wiedervereinigung würde sich die Stimmung gegen Sie richten. Sie stünden als die böse Freundin da, die den Geliebten angeprangert hat. Generell wird von Ihnen erwartet, dass Sie Stellung beziehen – und das ist gut so. Sagen Sie klar, zu wem Sie im Trennungsstreit halten, und verhalten Sie sich entsprechend loyal. Suspekt sind Doppelagenten, die beiden den Handrücken tätscheln. Verständnis für die zwei Ansichten zu zeigen, ist okay. Aber lassen Sie sich nicht als Bote benutzen! Wenn sich die Streithähne etwas zu sagen haben, sollen sie das direkt unter sich Sherin hafner tun. Zeit heilt die Wunden. Und ist Redaktorin und be­ denken Sie, was der Fussballer People-Expertin von Franz Beckenbauer einst sang: «Gute SI Style. Sie hat in Österreich PsycholoFreunde kann niemand trennen …» gie und Jus studiert. In unserem Fall kann das nicht einmal der Scheidungsrichter.


e l y t s n i z a g a m Fotos: Paul Dugdale / Universal Music (1), Véronique Hoegger (1), Janine Guldener (1), Ascot Elite (1), Sony Pictures (1), People Image (1)

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157 158 auf diesen seiten +++++++++++++++++152 bella & Edward das «TWILIGHT»-Paar im Interview +++++++++++++++++156 laura de weck grosse dichter in dünnen bÄndchen +++++++++++++++++157 clive owen lehrt bÖsen bankern das fürchten

the prodigy Einmal die (Musik-)Welt neu

erfinden, das gibt genügend Bonus für ein ganzes BandLeben. Heute wollen wir nicht mehr über den ElektroBig-Beat-Punk von Prodigy staunen, sondern dazu tanzen. Das können wir beides: Am 27. Februar erscheint das neue Album «Invaders Must Die», am 9. April spielen die Engländer live in der Maag-Halle in Zürich.

+++++++++++++++++158 Jan und udo hÜte und hits am hamburger hafen +++++++++++++++++165 andreas caminada eine heisse sache im tiefschnee

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LIEBE IM BLUT Robert Pattinson als Edward Cullen und Kristen Stewart als Bella Swan.


seit romeo und julia liebten und litten keine zwei teenager so herzerweichend wie edward und bella in Twilight. robert pattinson und kristen Stewart im gespräch. Interview  Marlène von ARx

Schweizer Illustrierte Style: In «Twilight» spielen Sie Bella und Edward, das romantischste Liebespaar des Kino-Winters. Was ist das Besondere an der Vampir-Romanze? Kristen Stewart: Es geht nicht nur um Vampire, sondern um fundamentale Themen – auf jemand fixiert sein, einen Grund zu leben gefunden zu haben. Die Geschichte bewegt sich langsam wie Melasse – man wartet und wartet, dass zwischen den zwei endlich etwas passiert. Waren Sie je so hoffnungslos verliebt, wie Sie es im Film spielen? Kristen Stewart: Ja klar, ich war schon mit fünf Jahren obsessiv verknallt. Verknallt ist man doch immer wahnsinnig. Robert Pattinson: Ich war jahrelang in ein Mädchen verschossen und ging in meinen ersten Schauspielkurs, um in ihrer Nähe zu sein. Aber ich habe nie wirklich mit ihr gesprochen. Ist das

nicht die schönste Liebe? Als ich ihr das Jahre später gestand, war sie völlig perplex und dachte, ich sei verrückt: Sie sagte, ich hätte höchstens dreimal etwas zu ihr gesagt, und nichts davon sei nett gewesen …

“Rob schaute mir in die Augen. Ich hatte das Gefühl, er sah nur mich – und ich nur ihn.” KristEn stewart Stimmt es, dass Sie während der Dreharbeiten heiraten wollten? Robert Pattinson: Nimmt mich ja wunder, wer auf dem Set behauptete, ich hätte Kristen um ihre Hand gebeten! Wir sind doch nur Freunde. Aber sie war tatsächlich einer der Hauptgründe, wieso ich den Film machen wollte, denn sie ist eine Kämpfernatur. Ich wusste, dass sie es nicht zulassen würde, dass

dieser Film zu einem Schmachtfetzen verkommt. Sie lässt sich von niemandem etwas vorschreiben. Kristen Stewart: Rob ist unglaublich mutig, er lässt den Moment einfach geschehen. Als er ans Casting kam, machte er erst einen ängstlichen, gequälten Eindruck – passend zur Rolle. Er schaute mir in die Augen, und ich hatte das Gefühl, er sah nur mich – und ich nur ihn. Glauben Sie an die Seelenverwandtschaft, wie sie Bella und Edward füreinander empfinden? Kristen Stewart: Keine Ahnung. Es gibt wohl nichts Schöneres, als wenn sich zwei für immer finden, aber andrerseits sind wir ja keine Pinguine, die sich fürs Leben paaren. Dazu sind wir zu kompliziert. Robert Pattinson: Ich hoffe, dass es so etwas wie eine Seelenverwandte für mich gibt. Hoffentlich findet man die aber nicht, wenn man noch sehr jung ist, denn dann macht man das Ganze sicher kaputt. Sie sind nun die Sex-Symbole einer ganzen Generation …

«Twilight»: die beiden Familien

DER CLAN DER VAMPIRE UND DIE VATER-TOCHTER-WG Wahlverwandtschaft (v. l.): Dr. Carlisle Cullen (Peter Facinelli) und Esme, seine Frau (Elizabeth Reaser), haben Jaspar (Jackson Rathbone), Alice (Ashley Greene), Emmett (Kellan Lutz), Rosalie (Nikki Reed) und Edward adoptiert. Bellas Eltern sind getrennt, sie lebt bei ihrem Vater Charlie (Billy Burke, 3. v. r.), dem Polizeichef von Forks.


stylefilm Was ist für Sie sexy? Robert Pattinson: Wenn jemand schweigt, wirkt das automatisch attraktiv. Oder doch zumindest mysteriös. Der Sexappeal von Edward basiert auf seinem geheimnis­ vollen Schweigen. Kristen Stewart: Ich finde Typen an­ ziehend, die nachdenklich aussehen – auch wenn sie vermutlich bloss Löcher in die Luft starren. Wie gehen Sie mit dem Rummel um Ihre Person um? Kristen Stewart: Ich hoffe, dass es ein­ facher wird, jene Filme zu machen, die ich machen will. Unerfreulich aber ist der Verlust meiner Anonymität. Denn ich kann nicht gut mit Leuten umgehen, insbesondere nicht mit Fremden. Wie können Fans auf mich zukommen und mir sagen, dass sie mich lieben? Die kennen mich ja gar nicht! Sie kennen nur Bella aus dem Film. Ich entgegne den Fans jeweils, ich würde ihr die Grüsse weiterleiten. Robert Pattinson: Das Einzige, was mir ein bisschen Angst macht: Ich suchte ja diesen Hype nicht, aber Kristen und ich werden dem Phänomen «Twilight» vorangestellt. Und wenn etwas derart hochgejubelt wird, liegt es erfahrungsgemäss in der menschlichen Natur, dass man es alsbald heruntermachen will.

Glauben Sie, dass Sie einem Leben im Fokus der Paparazzi ausweichen können? Kristen Stewart: Man muss ja nicht da herumhängen, wo die Paparazzi sind. Wer in Los Angeles am Sunset Boulevard essen geht, ist selber schuld. Wenn Sie mich also auf einem Bild an jenem Ort sehen, dann war ich mit Absicht dort. Robert Pattinson: Stimmt, man kann der medialen Aufmerksamkeit durchaus entfliehen, einfach indem man diese PromiKlubs meidet. Die jungen Darsteller aus den Harry-Potter-Filmen gehen mit gutem Beispiel voran. Die haben die Auf­ regung ignoriert, ihr normales Leben weitergeführt und sind damit gut gefahren.

“Wenn jemand schweigt, wirkt das automatisch attraktiv – oder doch zumindest mysteriös.” Robert pattinson Bella ist ein furchtloses Girl. Wovor haben Sie Angst? Kristen Stewart: Ich fürchte mich vor Schmerzen, da bin ich wirklich keine Heldin. Und dann natürlich vor dem Alleinsein – jener Art von Alleinsein,

die man auch erfahren kann, wenn man verheiratet ist und fünf Kinder hat. Fühlen Sie sich denn allein? Kristen Stewart: Ich habe sehr gute, aber nicht viele Freunde. Meine Mutter nimmt immer wieder Jungs auf, die es schwer haben, und das sind dann meine Brüder. Einer davon ist 18, wie ich. Mit ihm ging ich einmal auf eine Party mit Gleichaltrigen – es war furchtbar langweilig. Alle sassen stumm herum, und ihre einzige Sorge war ihr Aussehen! Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Kristen Stewart: Ich schreibe, aber nur für mich. Und ich lerne gerne Neues. Trotzdem tauge ich nicht für die Schule, denn ich habe ein Problem mit Autori­ täten. Ich will keine Arbeiten abgeben und bewertet werden. Ich habe jetzt eine Weile genug davon, dass mir die Leute sagen, wo es langgeht. Robert Pattinson: Ich habe einen echt langweiligen Lebensstil: Ich lese, gehe ins Pub und mache Musik. Auf der Bühne fühle ich mich wirklich frei. Trotzdem trete ich momentan nicht auf; ich will nicht auf Youtube landen. Die Leute sollen nicht denken, ich bastle jetzt an einer Musiker-Karriere. Das Stück «Never Think» für die «Twilight»-CD war ein alter Song von mir und einem Kumpel. Unserer Regisseurin Catherine Hardwicke gefiel es. Und mir machte es Spass, das Lied im Studio aufzunehmen. Mehr ist nicht dahinter.

ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE Bella verliebt sich auf den ersten Blick in ihren Mitschüler Edward. In dem dauerverregneten 3000-Seelen-Kaff Forks lässt sich ihre Liebe kaum verbergen. Nach und nach lüftet Bella das Geheimnis um Edwards Anziehungskraft.

Fotos: Franco Origlia / Gettyimages (1), Ascot Elite (10)

Robert Pattinson: (Lachend.) Es ist schon seltsam: Da suchte ich ewig lange eine Freundin – und plötzlich könnte ich jede 14-Jährige haben!


Vom Traum zum Buch zum weltweiten Hype: wie ein märchen wahr wurde. Der Film erzählt die älteste und schönste aller Geschichten: Boy meets girl. «Twilight» ist eine Liebesgeschichte, schlicht und ergreifend: Zwei treffen sich, ver­lieben sich, wollen sich. Auf ewig. Mit weniger gibt sich ja die erste grosse ­Liebe nicht ab. Eine solche erleben und erleiden wir aus der Sicht des Girls: ­Bella, Schülerin, 17. Zum normalen Wahnsinn des Verliebtseins gesellt sich ein kleiner, entscheidender Dreh: Der hübsche Boy ist ein Vampir. Das liefert neben der Romantik eine Portion Coolness, etwas Mystik und viel Action. Hinreissend hübsche Darsteller, traumhafte Landschaften und in Blues-Melancholie getauchte Bilder entwickeln einen Sog, dem sich nicht nur Teenager und EwigRomantiker schwer entziehen können. Wer auf Sex and Crime steht, ist in «Twilight» im falschen Film. Wer Erotik und Spannung vorzieht und zum Schwelgen ins Kino geht, bekommt ganz viel Gefühl in Grossformat. www.twilight-derfilm.ch

Der hype Der Film bricht seit dem US-Start im November Rekorde, machte Unbekannte quasi über Nacht berühmt und reich und löste weltweit eine Hysterie aus wie zuletzt die Beatles-Mania. Die MUTTER DER VAMPIRE heisst Stephenie Meyer. Die damals 30-jährige Mutter dreier Kinder begann im Sommer 2003 mit der Erzählung von einem Mädchen, das im Wald einen umwerfend schönen Vampir trifft. Meyer hatte dies nachts zuvor geträumt, und weil ihre Kinder den ersten Schultag hatten, fand sie an jenem Tag Zeit, die Geschichte niederzuschreiben. Im Internet suchte die Mormonin aus Utah die regenreichste Gegend der USA. Dort siedelte sie ihre romantische Geschichte an: in Forks, einem Ort mit 3000 Seelen im westlichsten Zipfel des Staates Washington. Stephenie, benannt nach ihrem Vater Stephen, hat im Film einen Kurzauftritt: Sie spielt die Frau mit Laptop im Café, in dem Bella und ihr Vater oft essen.

BISSFEST Das Vampir-Epos der amerikanischen Autorin Stephenie Meyer verkaufte sich weltweit 25 Millionen Mal in 34 Ländern, davon allein im deutschsprachigen Raum 1,5 Millionen Mal. Der heiss erwartete letzte Band «Bis(s) zum Ende der Nacht» (Verlag Carlsen, als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg) erschien sinnigerweise zum Valentinstag.

BLUTSAUGER UND VEGETARIER Edward und seine Vampir-Familie ernähren sich quasi-vegetarisch von Tierblut. Edwards Leibspeise ist Puma. Das verfeindete Trio James (Cam Gigandet), Laurent (Edi Gathegi) und Victoria (Rachelle Lefevre) aber dürstet nach Bellas Blut.


r e h c ü b e l y t s Druckfrisch

TEXT  anita lehmeier

auf schöne bücher legt die theater-autorin und schauspielerin laura de weck wenig wert, nur der inhalt zählt. «Mir sind Taschenbuch-Ausgaben viel lieber als gebundene Bücher. Da halt ich es mit Shakespeares Königin aus ‹Hamlet›: mehr Inhalt, weniger Kunst! Ein ReclamHeftchen findet noch in der kleinsten Handtasche Platz. Und ich mag Theaterstücke als Lektüre. Die lesen sich schnell, und sie regen die Fantasie an, weil sie – ausser knappen Regieanweisungen – ja aus reinem Dialog bestehen. Bei Theaterstücken muss man sich als Leser die Figuren, ihr Innenleben und die Szenerie selber im Kopf erschaffen. Im Unterschied zum Roman, wo der Autor diese Arbeit für den Leser übernimmt. Ich bin in einem Haus voller Bücher und Kunst aufgewachsen. Ohne Lektüre würde mir etwas Wesentliches fehlen. Kunst ist tröstlich und öffnet ein Fenster zur Welt. Ich freue mich über jedes Buch, das ich geschenkt bekomme. Meine eigenen Bücher verschenke ich selten – da komme ich mir etwas eitel vor.» Drei schwestern von Anton Tschechow. «Mit diesem Stück kann ich mich bestens identifizieren, denn wir sind ebenfalls drei Schwestern. Das Thema des Dra-

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mas ist die Sehnsucht – nach Liebe, nach Freiheit, nach Selbstverwirklichung.» kabale und liebe von Friedrich Schiller. «In diesem Trauerspiel stehen Standesunterschiede der Liebe im Weg; ein Thema, das uns nicht mehr stark umtreibt. Ich hänge aber an dem Buch, weil die Luise eine meiner ersten Bühnenrollen war. Und weil es um Liebe geht: ‹Mein Verstand steht still.›» hamlet von William Shakespeare. «Ein Geniestreich! Kaum zu glauben, dass einer allein das geschrieben hat! Sein ‹Hamlet› ist eine wahre Fundgrube voller tiefgründiger, zeitlos aktueller Sätze wie ‹Sein oder nicht sein› oder ‹Die Zeit ist aus den Fugen geraten›. Ich liebe Shakespeare zudem, weil es bei ihm oft Theater im Theater gibt.» Theater! von Daniil Charms. «Er verbindet auf einmalige Art den russischen Tiefgang mit Humor. In seinen Stücken finden sich unglaublich absurde Szenen – sehr inspirierend und auch sehr tröstlich!» Jeff Koons von Rainald Goetz. «Mein liebster Gegenwarts-Autor. In seiner mi­ nimalistischen Sprache schwingt Rhythmus … Wie der Herzschlag!»

LAURA DE WECK, 28, gilt als grosse Theaterhoffnung, seit Werner Düggelin im März 2007 ihr Stück «Lieblingsmenschen» in Basel auf die Bühne brachte.

Kurt Vonnegut, «Der taubenblaue Drache», Kein & Aber.

makellos Das düstere Cover täuscht halbwegs: Es gibt auch etwas zu lachen in der Familiensaga, die von vier Mitgliedern rekapi­ tuliert wird. Es erzählen jeweils Sechsjährige, rotzfreche, verzogene oder verängstigte Kinder. Am Ende des spannenden Plots, wenn das Rätsel gelöst ist, möchte man gleich noch mal von vorne beginnen. Ein grosser Wurf! Nancy Huston, «Ein winziger Makel», Rowohlt.

all wright Zum vierten Mal nimmt sich Bad Boy Boyle eine historische Figur vor und umspinnt sie mit wild-wüster Fantasie. Nach Sexforscher Kinsey («Dr. Sex»), Cornflakes-Erfinder Kellogg («Willkommen in Wellville») und Entdecker Mungo Park («Wassermusik») kommt nun Stararchitekt Frank Lloyd Wright in die dichterische Mangel. Im berühmten Präriehaus Taliesin bastelt er im Kreis seiner Jünger und Frauen am Guggenheim-Museum ebenso wie am eigenen Mythos. Nicht Boyles stärkstes Stück – das ist und bleibt sein Erstling «Wassermusik» –, ver­gnüglich ist es aber alleweil. T. C. Boyle, «Die Frauen», Hanser.

Fotos: Janine Guldener

jeffs herzschlag

Kurt ist kult Er ist eine Mischung aus «Mad Max», den Marx Brothers und Moses: lustig, blutig, schrill. Und der Mann hatte eine Mission. Der 80-jährige Kettenraucher drohte den Tabakfirmen mit einer Klage, weil ihn die Zigaretten entgegen den Packungsaufschriften (noch) nicht umgebracht hatten. Übersetzt hat Harry (die Stimme aus dem Whiskey-Fass) Rowohlt.


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clive OWEN

REDAKTION Anita Lehmeier

Fotos: Sony Pictures

finanzhaie im fadenkreuz

Vor zehn jahren liess Regisseur Tom Tykwer lola rennen, dem geld und der liebe hinterher. nun hetzt er Clive owen im thriller The international (Eröffnungsfilm der Berlinale) auf die blutspur schmutziger dollars. Agenten-Alltag Wie sein berühmUnermüdlich jagt er die Buchhalter des ter Kollege James Bond arbeitet Louis Todes, die Profit aus Krieg, Mord und Terror ziehen, um die halbe Welt. Salinger (Clive Owen) als Agent, nur sind sein Alltag und sein Look weit weniger glamourös als bei 007. Demütigungen Kugelhagel im Museum Ein kluges und Prügel sind sein täglich Brot, und die Drehbuch und tolle Schauplätze heben Tom Tykwers neuen Film Lizenz zum Töten gibt ihm 1 Graue Eminenz im nur sein Gewissen. Salinger trotz des blutigen ShowFinanzwesen: Armin ist den Machenschaften eidowns im GuggenheimMueller-Stahl. 2–4 Jagt die bösen Banker: Clive ner Grossbank auf der Spur. Museum über das ActionOwen als Interpol-Agent. 5 + 6 Starke Frau im Rücken: Naomi Watts.

Genre hinaus. Das Beste aber sind die Schauspieler: Clive Owen beeindruckt wie immer als harter Kerl und Armin Mueller-Stahl als das Böse in Person. Und Naomi Watts als Anwältin macht aus ihrer Neben- eine Glanzrolle.

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stylereisen wo schiffe ziehen, ist die sehnsucht zu haus. aber nicht nur. die stadt an der elbe riecht nach zukunft.

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hallo hamburg


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NIMM MICH MIT, KAPITÄN!

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1 Hafen mit Landungsbrücke. 2 Neu eröffnetes Maritimes Museum. 3 Weg von Zürich, auf nach Hamburg ins Hotel Prem: Autor Benjamin von Stuckrad-Barre. 4 Gern an der Elbe: Til Schweiger, Boris Becker. 5 Kicker Rafael, Model Sylvie van der Vaart.

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text  rené ammann

überall wasser Und überall Brücken. Mehr Brücken als in Venedig, mehr Brücken als in Berlin. Und dann der Hafen mit den Dreimastern, Prahmen, Schleppern, Schuten und Barken, den Kränen, die sich kreischend drehen, dem Dröhnen der tonnenschweren Container, den Rufen der Arbeiter. doch wo ist das meer?, fragt der Besucher aus der Schweiz. Er sitzt in einem Bistro, der «Brücke 10», am Landungssteg. Dort, wo Passagiere einsteigen, um mit Hedi’s Tanzschiff Runden zu drehen. Passagiere, die schwanken vom Kahn oder vom Alkohol. Wo Passagiere einstiegen, hier, am Tor zur Welt, um ihr Glück in Übersee zu suchen. Denkt an HOTEL

RESTAURANT, BAR, KLUB

die Grossmutter, die aus der Schweiz nach Norddeutschland fuhr, mit dem Zug, um von dort nach Amerika überzusetzen, mit dem Schiff, 17 war sie. Denkt an den Grossvater, der aus der Schweiz nach Norddeutschland fuhr, mit dem Zug, um von dort nach Amerika überzusetzen, mit dem Schiff, 17 war er. Der Besucher kaut an seinem Brötchen, pickt die kleinen rosafarbenen Krabben von der Serviette, die heruntergefallen sind. Er dreht sie zwischen den Fingern, sie sehen aus wie Würmer, ihr pralles Fleisch widersteht den Zähnen, sie schmecken gut, und das Kauen hilft, Ordnung zu schaffen im Kopf. «Das Meer?», antwortet der Hamburger neben ihm, «das ist etwa 100 Kilometer vom Hafen weg.» ach so, sagt der Schweizer, hebt enttäuscht die Augenbrauen und blinzelt flussabwärts, weil er, als Bewohner eines SHOPPING

DIVERSES

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Binnenlands, reflexartig See oder Meer vor sich sieht, wenn er «Hafenstadt» hört. Wir sitzen also an der Elbe, einem Fluss, der sich in der Mündung breitmacht und Hamburg halbiert. Im Rücken des Besuchers baut sich die Stadt auf mit ihren Medienhäusern von Gruner & Jahr, Spiegel, Zeit und Springer. Ein Hotelbau stösst in den graublauen Himmel, das Empire Riverside Hotel. Warum Empire und warum Riverside, ist nicht klar, aber im 20. Stock des bronzefarbenen Turms ist eine Bar, die «20up», mit Sitzen, so rund und braun wie Luxemburgerli. Landratten kleben dort an den Panoramafenstern, dröge von der Schönheit und von den Pärchen, die ihre Zukunft mit zwei Röhrchen aus demselben Drink schlürfen.

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stylereisen

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GRÜSS MIR DIE SONNE 1 Früher

Luzerner, heute Hamburger: ­Sänger Patrick Nuo mit Ehefrau Molly Schade. 2 Ragt 40 Meter in die Elbe hinaus: spektakuläres Bürohaus Dockland am Hafen. 3 Koch(t) auch in Hamburg: Jamie Oliver. 4 Erbaut aus 4,8 Millionen Backsteinen: das Chilehaus. 5 Bier und Schweiss und runde Brille beim Comeback in Hamburg: Liam Gallagher, Sänger der Band Oasis.

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wenn das die elbe ist, was ist denn die Alster?, fragt der Besucher. «Wir sagen, die Alster, also die Binnen- und die Aussenalster, seien Seen», antwortet der Hamburger, «aber eigentlich ist die Alster ein Nebenfluss der Elbe. Man staute die Alster wegen einer Kornmühle, aber bei den Berechnungen ging etwas schief.» Beim Gang durch die Stadt, vom Jungfernstieg an der Alster den Neuen Wall mit seinen Luxusboutiquen hinab nach St. Pauli, zum Hafenviertel, waren dem Schweizer Kanäle aufgefallen. Manche werden abrupt von mächtigen Gebäuden gestoppt, Backsteinhäusern mit sieben, acht, zehn Geschossen. «Das sind Fleete», sagt der Hamburger, «Gräben. Ursprünglich für das Abwasser gedacht. Aber dann nutzte man sie, um Waren näher zur Stadt, zu den Menschen zu transportieren. Der Wasserstand schwankt mit der Tide. Die Kaufleute bauten ihr Haus mit dem Rücken zum Fleet und dem Bauch

zur Strasse. Auf der Rückseite legten Schuten an, das sind kleine Lastschiffe. Die Ladung wurde gelöscht – und auf der Bauchseite des Hauses transportierte man die Waren weiter.» Und warum enden manche so abrupt? «Weil jenes Fleet bloss ein Zubringer war. Oder möglicherweise wurde ein weiterführendes Fleet aufgeschüttet, nach dem Zweiten Weltkrieg, als Hamburg zerbombt war.» welche waren lagerte man in den atemberaubend grossen Gebäuden? Die Kaufleute handelten jahrhundertelang mit Pfeffer, Kaffee und Zimt, schifften die Säcke in ihre Speicherstadt und lagerten sie dort, weil es nie zu heiss war und nie zu kalt. Heute riecht es in der Speicherstadt nicht mehr nach Paprika, Safran oder Kümmel. Es lohnt sich nicht mehr. «Aber damals stellte man sich die Kaufleute dick und reich vor, wie sie auf ihren Pfeffersäcken sassen und sich aus-

ruhten. Daher hört man bis heute ‹Pfeffersack›», erzählt der Hamburger. «Dennoch ist Hamburg bis heute der drittwichtigste Hafen für Gewürze der Welt.» die menschen an der elbe lieben den Wettbewerb, die Rekorde, fällt dem Besucher auf. Ein Hamburger Coiffeur pappte einer Kundin so viel Echthaar an den Schädel, bis die gute Frau ihr zwölf Meter langes Haar von der dritten Etage eines Einkaufszentrums hinabhängen lassen konnte. Weltrekord! 1,6 Millionen Besucher kamen vergangenes Jahr zum 819. Geburtstag des Hamburger Hafens und zur Parade der Grosssegler. Das bricht alle Rekorde! Die Hamburger Hafencity ist Deutschlands «grösstes und kühnstes Bauprojekt», und die entstehende Elbphilharmonie, die phänomenale Oper am vordersten Zipfel der Hafen­­ city, wird statt der budgetierten 150 Millio­ nen Euro von Jahr zu Jahr kostspieliger.

Fotos: Oliver Heissner (3), Michael Zapf (1), People Image (2), Brauer Photos (1), Action Press/Dukas( 4), People Picture (1), Bulls Press (1), Fotex (1), Jochen Schultz (1)

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reziuse

nen gewin

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AN DER ELBE WARTET DAS GLÜCK

1 Nächtigte im Hotel Side: Musiker Robbie Williams. 2 Hotel Atlantic (siehe Wettbewerb). 3 Sängerkollegen Jan Delay und Udo Lindenberg. 4 Die «Rickmer Rickmers» liegt seit 1983 im Hafen. 5 Feierte in Hamburg Filmpre­ miere: Jennifer Aniston. 6 Haus für Zeitgenossen: Deichtorhallen. 7 Eröffnete ein Konsulat: Norwe­ gens Kronprinzessin Mette-Marit. 5

600 Pfähle mussten in den Sumpf getrieben werden, damit der denkmalgeschützte Kakaospeicher, auf dem die Oper thronen wird, die Last überhaupt stemmen kann. 500 Millionen Euro soll der Bau von Herzog & de Meuron letztlich kosten. Doch bis zur Eröffnung im Herbst 2011 fliesst noch viel Wasser ins Meer. der hamburger und ich setzen uns in die Nähe der Elbphilharmonie, ins «Carls», eine Brasserie, benannt nach Louis Carl Jacob, einem der berühmtesten Gastronomen der Stadt. Im Restaurant Jacob sass die Hamburger Legende Hans Albers, der Sänger und Schauspieler. Im Hotel Jacob an der Elbchaussee mit ihren weissen Villen griff die Opernsängerin Maria Callas zum Fernglas, um die Dampfer anzugucken. Wer heute die Elbsuite im «Jacob» bucht, sieht am anderen Ufer das Airbus-Werk Finken­ werder. Dort werden die Kabinen des Air-

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bus A380 für zähle und verpflege 555 Passagiere eingerichtet. Weltrekord! – In der Hafencity zeigt sich, welche Kraft die Stadt entwickelt: Häuser für 12 000 Bewohner werden hochge­zogen, fünf, sechs, sieben Etagen voller Lofts, eine transparenter als die andere, in den obersten Geschossen sieht man die Innenstadt, Hamburgs Wahrzeichen, die Kirche St. Michaelis. Man blickt auf die Speicherstadt, den Fischmarkt und die Reeperbahn, wo Reeper 300 Meter lange Schiffstaue drehten. nach einem glas im «Carls» sagt der Hamburger: «Komm, wir gehen ins Freudenhaus!» Der Besucher folgt ihm und steckt die Hände in die Hosentasche. Das «Freudenhaus» ist ein Restaurant, und dort lassen wir uns deutsche Gerichte auftischen: Kartoffelsuppe mit Lauch und Lachs, Roulade mit Klösschen und rote Grütze. Und prosten uns mit einem Glas «St. Paulianer Freudenschlüpfer» zu. Der

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Wein sei «wie St. Pauli», schreiben die Beizer: «leicht wie die Mädchen, trocken wie das Dock und anhänglich wie die jungen Winzerinnen vom Kiez». «Und im Sommer, wenn du wiederkommst», sagt der Hamburger, «kommst du mit an die Elbe, in die ‹Strandperle›. Wer einmal dort war, weiss nicht mehr, weshalb er nach Ibiza fahren soll.» – Abgemacht. Hotspots auf Seite 162

wettbewerb: Hamburg für 2 zu gewinnen Zwei Nächte für zwei Personen in Hamburg im Grand Hotel Atlantic. Inklusive Bahnbillett ab Bern, Interlaken oder Zürich und der Drei-Tages-Karte in Hamburg. Wert: Fr. 1700.–. Teilnahme:

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stylereisen hotspots hamburger perlen hallo hamburg! wer plietsch ist, also clever, nimmt zum besuch im norden ein frotteetuch mit, um sich am ufer der elbe in einen korb zu setzen oder in den sand zu legen, dem tuten der schiffe zuzuhören und in ein krabbenbrötchen zu beissen.

1 atlantic Das weisse Schloss an der Alster wird 2009 hundert Jahre alt. Udo Lindenberg lebt permanent im Hotel und isst häufig im hauseigenen Restaurant Tsao Yang. DZ ab 209 Euro. An der Alster 72–79, Tel. +49 40 288 80, www.kempinski.atlantic.de 2 steigenberger Liegt hervor­ ragend: auf der Fleetinsel, am einen Ende der Einkaufsmeile Neuer Wall. Luxuriöser Wellness-Bereich hoch über der Stadt. DZ ab 170 Euro. Heiligengeistbrücke 4, Tel. +49 40 368 060, www.steigenberger.com

6 yoho Mischung aus Orient und Okzident. Auch im Restaurant. DZ ab 75 Euro. Moorkamp 5, Tel. +49 40 ­ 28 41 910, www.yoho-hamburg.de

Restaurant, bar, klub 7 a. mora Direkt am Alsterufer. Für Frühstück, Bier und Sonnenuntergang. An der Alster (Atlantic-Steg), Tel. +49 40 285 67 36, www.a-mora.com 8 brücke 10 Prima Krabbenbrötchen, Tee und sehnsuchtsvolle Blicke auf Hafen und Schiffe. Brücke 10, St. Pauli, Tel. +49 40 650 468 99

3 side Design-Hotel von Matteo Thun. Nahe der Staatsoper. DZ ab 150 Euro. Drehbahn 49, Tel.+49 40 309 990, www.side-hamburg.de

9 cox Bistro-Gerichte mit einem Schuss deutscher Küche. St. Georg. Greifswalder Str. 43, Tel. +49 40 249 422, www.restaurant-cox.de

4 schlaflounge Bloss 5 Zimmer. Cool, aber keineswegs herzlos! DZ ab 89 Euro. Vereinsstr. 54 B, Tel. +49 40 499 213, wwww.schlaflounge.de

10 elbe 76 Brot, Nudeln, Fonds und Würste: Hier ist alles hausgemacht. DJs. Nette Leute. Bismarckstrasse 60, Tel. +49 40 400 235, www.elbe76.de

5 wedina Kunstmaler, Autoren und Galeristen nächtigen hier im Stadtteil St. Georg. DZ ab 118 Euro. Gurlittstrasse 23, Tel. +49 40 280 890 0, www.wedina.de

11 frau hedi’s tanzkaffee Wenn die Sonne abtaucht, sinken sich die Gäste, von Schnäpsen beseelt, auf dem Kahn in die Arme. Brücke 10, St. Pauli, www.frauhedi.de 12 freudenhaus Populäres Lokal in St. Pauli. Deftiges und Fisch. Die Kommentare zu den Weinen sind

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eine besondere Delikatesse. HeinHoyer-Strasse 7–9, Tel. +49 40 314 642, www.stpauli-freudenhaus.de 13 golden pudel club Ort der Musikszene, an dem man zum Beispiel Leute der Hamburger Hip-HopBand Fettes Brot trifft. DJs. Slams. Am St. Pauli Fischmarkt 27, Tel. +49 40 319 799 30, www.pudel.com 14 carls Liegt gleich neben der Elbphilharmonie (im Bau). Norddeutsche Küche mit französischem Akzent. Am Kaiserkai 69, Tel. +49 40 300 322 400, www.carls-brasserie.de 15 le lion Geistreiche Gäste in (wein-)geistreicher Umgebung. Edle neue Bar. Rathausstr. 3, Tel. +49 40 334 753 780, www.lelion.net 16 rickmer rickmers 1896 erbauter Grosssegler. Heute Museum mit Restaurant. Fisch an Bord! Landungsbrücken, Tel. +49 40 319 59 59, www.rickmer-rickmers.de 17 sTRANDPAULI Im Liegestuhl an der Elbe. Umwerfender Blick, vor allem wenn Schiffe vorüberziehen. Hafenstrasse 89, www.strandpauli.de

19 vesper Zwei Flügel: einer NR, einer Fumeurs. Sympathisches Lokal. Osterstrasse 10, Tel. +49 40 491 73 55, www.restaurant-vesper.de

shopping 20 mutterland Erstklassige deutsche Feinkost! Ernst-MerckStras­se 9–11, Tel. +49 40 284 079 78, www.mutterland.de 21 The art of hamburg Shirts, die ein Maschinist getragen haben könnte. Ditmar-Koel-Strasse 19, Tel. +49 40 414 244 19, www.the-art-of-hamburg.com  22 optimo Designermode aus sämtlichen Epochen der Mode. Marktstrasse 12, Tel. +49 40 439 108 51 23 petra teufel Hier kaufen auch Prominente ihre Designerklamotten. Hohe Bleichen 13, Tel. +49 40 378 616 10, www.petrateufel.de

Fotos: Tilman Schuppius (4)

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e l y t s a i d e m multi n.a.s.a. und obama CD

schwarz/Âme/Dixon Die deutschen House-DJs entdecken ihre Wurzeln und landen bei Minimal Music, die sie auf der Doppel-CDCompilation «The Grand­ father Paradox» zu dritt minimalistisch bearbeiten. Eine Art Zen-Techno für Nicht-Tänzer. ¬¬¬¬

charlie winston Wenn Peter Gabriel einen Musiker unter seine Fittiche nimmt, heisst das etwas. «Hobo», die Neufassung von Winstons Debüt, ist ein eigenwilliges Popalbum zwischen Klamauk und Weltschmerz. Live am 4. März in Luzern. ¬¬¬

lily allen Über ihren Look kann man sich streiten. Aber von all den Girlie-Popperinnen ist sie die entspannteste, reifste. Noch nie hat jemand so charmant «Fuck You» ge­ sungen. «It’s Not Me, It’s You» ist ein schöner DebütNachfolger. ¬¬¬¬

nek Gut, wenn man als italienischer Popmusiker Sting zum Vorbild hat: Das erspart Nek aus Modena den üblichen Gefühlsdusel-Schmalz und macht auch aus «Un’altra direzione» ein dichtes, emotionales Popalbum, sein zehntes übrigens. ¬¬¬¬

n.a.s.a. Fünf Jahre haben Squeak E. Clean und DJ Zegon an dem All-Star-Album gearbeitet: Tom Waits mit Kool Keith, David Byrne mit Chuck D, The RZA mit John Frusciante … Das rettet den Hip-Hop zwar auch nicht, sorgt aber für Spannung. ¬¬¬¬¬

seven Seit «Home» ist unser Lieblings-Soulman aus dem Aargau weiter gereift und legt mit «Like a Rocket» erneut ein astreines R&B-Album vor; inklusive Schmäh, quirliger Tanznummern und der Hilfe von Stars wie Talib Kweli und Beverley Knight. ¬¬¬¬

wall-E Auf die munterbunten Fische («Nemo») und smarten Ratten («Ratatouille») folgt ein rostiger, verbeulter Roboter. Dank Pixars genialen Animateuren erobert auch das Blechkistli Kinderherzen und pflanzt nebenbei seine grüne Botschaft ein. ¬¬¬

barack obama Die Siegesreden nach der Wahl am 4. November bilden den Schluss- und Höhepunkt des Dokfilms über Obamas Weg ins Weisse Haus. Das Bonusmaterial bietet eine Geschichtsstunde, wie man sie sich einst als Schüler gewünscht hätte. ¬¬¬¬

REDAKTION Anita Lehmeier

DVD

der mongole Das Epos über Dschingis Khans Kindheit und den Aufstieg zum Heerführer brilliert mit grandiosen Bildern und einer berührenden Liebesgeschichte. Am besten auf Grossbildschirm schauen – und sich auf Teil 2 der Tri­ logie freuen. ¬¬¬¬¬


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LAAX

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madonna

piz linard

the double club

MULANIA

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Löwenstrasse 25 8001 Zürich Tel. 044 210 06 10 Geöffnet von 7 bis 24 Uhr

Hotel Piz Linard 7543 Lavin Tel. 081 862 26 26 www.pizlinard.ch

7 Torrens Street (Tube: Angel) London EC1V 1NQ Tel. +44 207 837 22 22 www.thedoubleclub.co.uk

Casa Murschetg 7032 Laax Tel. 081 927 91 91 Täglich ab der Apérostunde offen

Zur Hälfte Afrika, zur Hälfte Westen: Im «Double Club» läuft Musik aus dem Kongo wie auch aus London. Der Musiker Bryan Ferry sitzt auf den Plastikstühlen ebenso wie Popol Mukelenge, ein Fernsehstar. Ob Essen, Drinks oder Bilder: In Bar, Restaurant (Bild) und Klub gilt fifty-fifty. Nur der Profit geht zu 100 Prozent an Unicef. Für Kongo.

Aus dem alten Stall nahe «The Rock» ist eine elegante Gaststube geworden mit zwei kuschligen Nischen (Lieblingsplatz von Rennstallbesitzer Peter Sauber) und einem imposanten Weinkeller, bestückt von Herbert Moser.

Vorn Apéro-Bar, in der Mitte Esslokal und zum Schanzengraben hin eine Terrasse mit toller Aussicht. Viele Latin Lover um junge hübsche Kandidatinnen zur Wahl der Miss Zürich. Am Mittwochabend Musik, Tanz … und Flirt.

Dank dem Zuzug von Gaby und Hans Schmid und ihren vier Kindern überschritt die Einwohnerzahl des Dorfes zwischen Zernez und Scuol die 200er-Grenze, und die Zahl der Hotels stieg um eins: das «Piz Linard» am Dorfplatz mit seinen vorerst 14 Zimmern und dem Restaurant, das Wanderer und Kultur-Interessierte anlockt.

Ivan Nardozza im Service, Mamma Carmela Nardozza in der Cucina. Frische Pasta – ob Cavatelli, Tor­tel­lini oder Spaghetti. Tris di Pasta kosten Fr. 21.– die halbe und Fr. 29.– die ganze Portion. Offene Weine, faire Preise.

Regionales wie Kartoffel-Pizokel (Fr. 23.–), Capuns mit Randen­ salat (Fr. 23.–), Herrgöttli (Tages­ spezialität «aus heiterem Himmel» für Fr. 36.–). Und dazu schöne Weine aus Graubünden, dem Veltlin, dem Friaul und Österreich.

Die polyglotten Gäste essen kongolesische Fumbwa (Süss­ kartoffeln in Erdnuss-Sauce) oder britische Wildkaninchen-Terrine und trinken Bier aus dem Kongo (Turbo King, Tembo, Skol und Primus) für Fr. 15.– pro Flasche.

Die Küche von Michel Bauer (frü­ her «Stiva Veglia» in Schnaus GR, 16 GaultMillau-Punkte): franzö­ sisch-italienisch-österreichisch, «einfach gutes Essen», sagt Andreas Caminada. Die Karte: klein und erlesen. Menüs Fr. 100.– bis 150.–.

weinbar

château zahlbar weinkenner wählten die besten 100 bordeaux für 8 bis 30 franken. darunter auch weine von coop. Herr Bürki, hat die Broschüre über 100 gute und bezahlbare Weine aus dem Bordelais den Umsatz auf Ihrer Abteilung beeinflusst? Sicher! Nur waren bei Erscheinen der Broschüre viele der bewerteten Jahrgänge leider bereits ausverkauft.

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Ein Château Cheval Blanc 2007 kostet 720 Franken, ein Château Franc Grâce-Dieu 2005, ebenfalls ein St-Émilion, bei Coop nur 24 Franken. Warum? Entscheidend sind Angebot und Nachfrage. Beide Châteaux erzeugen limitierte Mengen. In der höchsten Qualitätsstufe, «Premier Grand Cru Classé A», ist neben dem Château Cheval Blanc nur ein einziger weiterer Wein aus St-Émilion eingestuft. Château Franc Grâce-Dieu dagegen steht in Konkurrenz mit über 100 Gütern, die die Bezeichnung «Grand Cru» tragen dürfen. Ein Cheval Blanc ist sicher nicht dreissigmal besser, und die

CHRISTOPH BÜRKI, 44, Wein-Chef von Coop, dem grössten Weinhändler der Schweiz, über Bordeaux. www.coop.ch

Herstellungskosten zum Erreichen der stets sehr hohen Qualität steigen auch nicht proportional zum Verkaufspreis. Der grosse Unterschied sind die Lage der Rebberge und die hohe Bekanntheit. 85 der 100 Bordeaux enthalten zur Mehrheit Merlot-Trauben. Warum? Sie entfalten die Fruchtaromen schneller und sind somit rascher trinkreif. Bei Blindverkostungen wird dies von den Degustatoren meist honoriert. Welchen Bordeaux empfehlen Sie? Den Château Pey La Tour für Fr. 11.90, ein sehr schöner Wein für diesen Preis.

Foto: Véronique Hoegger (1), Pino Covino (1)

essen preise

REDAKTION René Ammann

ambiente gästeliste


kochenstyle naturbursche Auf 1200 m ü. M. demonstriert Kochkolumnist Andreas Caminada, wie einfach ein feiner Risotto zuzubereiten ist. Normalerweise kocht er für Gäste in Fürstenau. www.schauenstein.ch

ANdreas Caminada Feuer im Herzen und ein alter kupfertopf reichen protokoll Anita Lehmeier FOTO  Véronique Hoegger

ein alter kupfertopf, Feuer (im Tiefschnee und im Herzen), guter Reis und etwas Vorbereitung – mehr ist nicht nötig, um den perfekten Risotto zuzu­ bereiten. Unser Kochkolumnist trat den Beweis an, dass es weder eine Profiküche noch viel Gerät braucht, um dieses feine Wintergericht zu kochen. Hinaus aus der warmen Stube, ab auf die Piste – wenn auf Schloss Schauenstein Ruhetag an­ gesagt ist und Neuschnee die Landschaft in eine Märchenkulisse verwandelt, zieht es Andreas Caminada ins Freie. Mitten im Schnee, hoch über Laax, entfacht der Spitzenkoch ein Feuerchen, brät, rührt, schmeckt ab, gibt eine Handvoll Schnee bei und verblüfft uns und ein paar vom Geruch herbeigelockte Schneewanderer mit einem köstlichen Risotto.

Spitzenköche schwören für den perfekten Risotto auf Acquerello-Reis. Die Carnaroli-Sorte aus dem Piemont wird im Schmelzwasser vom Montblanc gezogen und bis zu drei Jahre gelagert. Das hat seinen Preis – um zwölf Fran­ ken das Kilo. In Geschmack und Konsis­ tenz kommt keine andere Sorte an den Ac­querello heran. Für Caminadas Rezept braucht es weiter zwei Knoblauchzehen und vier Schalotten (alles fein geschnit­ ten), neun Deziliter Bouillon, ein Glas trockenen Weisswein, ein Lorbeerblatt, Nelken, Gewürzsalz, Pfeffer und je 50 Gramm Olivenöl, Butter, Parmesan. So wirds gemacht Etwas Olivenöl und Butter im Topf erhitzen, Schalotten und Knoblauch anschwitzen, den Reis

dazugeben und kurz mitdünsten, dann Gewürze und Gewürzsalz zugeben. Mit dem Weisswein ablöschen und reduzie­ ren lassen, nach und nach heisse (!) Bouil­ lon zugeben. Nun gilt beim Risotto eine besondere Anstandsregel: Die Gäste warten auf ihn – nicht umgekehrt! Sind die Mitesser verspätet, weiss Andreas Caminada Rat: «Stürzen Sie den noch leicht körnigen Reis auf ein Backblech, wo er ausgestri­ chen abkühlen kann.» Sind die Gäste da – oder brennt endlich das Holz im Tief­ schnee, wie bei unserem Fototermin! –, kocht er den Risotto mit wenig Bouillon, der restlichen Butter, Olivenöl und Par­ mesan fertig. Ist er fein sämig und gut im Biss, sofort dampfend heiss servieren. Zitronenabrieb oder -confit verleihen eine frische Note. Weitere Varianten: mit gebratenen Artischocken, Tomaten und Balsamico, mit Steinpilzen, mit Meeresfrüchten, mit fein geschnittenem rotem Chicorée und und und …

drucksache VITAMIN-SPRUTZ Noch eine Zitronenpresse? Ja, eine simpelgeniale. Man legt eine halbe Zi­tro­ne in die Silikonform, drückt zu und dosiert tropfengenau, spritzerfrei und kernenlos. Das Ding des spanischen Herstellers Lécue holte zwei Design-Preise und kostet im Duopack 20 Franken. www.sibler.com


l o o t n e h c t i k style 4 5

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SPITZENHAUS S. DE GIACOMI.

diese suppe ess ich! Im Gegensatz zum kostverächter kaspar aus dem «struwwelpeter» löffeln wir den teller gern aus. Denn im winter wärmt nichts Bauch und gemüt besser als ein feines süppchen. Es ist angerichtet!

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6 KUPFERTOPF mit Bronze­ griffen. Der Edelstahlkern erlaubt präzises Dosieren der Koch­ temperatur. Sechs Liter Inhalt, ca. Fr. 610.–, MANUFACTUM. 7 SUPPENkelle Versilberter Schöpflöffel aus der Linie Albi, benannt nach der Kathedrale von Albi, Frankreich, um Fr. 217.–, bei Chris­ tofle, über ARTEDONA.

REDAKTION Christine Marie Oppelt

1 TOPF-UNTERSETZER aus emailliertem Gusseisen. Hält selbst der Flamme auf dem Gasherd stand. 22 cm Durchmesser, um Fr. 43.–, MANUFACTUM. 2 SCHÄLCHEN «Trivsam» glänzt mit einer dicken grünen Glasur, Fr. 2.95, IKEA. 3 SUPPENTELLER Fayence-Serie «Fleur de Chine», ab Fr. 27.–, von Gien. 4 FAYENCE-TERRINE «Paysages roses», mit Motiven aus dem 18. Jahrhundert. Fasst vier Liter, ca. Fr. 450.–, ARTEDONA. 5 GESCHIRRTUCH aus handgewobener Baumwolle, 50 x 70 cm, Fr. 16.80,

Adressen Seite 128

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autostyle

wagenpark

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Fotos: Cinetext (1)

GUTEN GESCHMACK KANN MAN NICHT KAUFEN – SCHLECHTEN SCHON, wie paris hilton beweist. Erbin und It-Girl zu sein, muss ein anstrengender Beruf sein: Die stete Suche nach dem medialen Blitzlicht­gewitter mündet bei Paris Hilton nun sogar autoseitig in einen ästhetischen Albtraum. Von den berüchtigten Autoveredlern von West Coast Customs liess sich die 28-Jährige ihren Traum vom barbiehaften Luxus-Coupé erfüllen: Lack, Leder und sogar die Felgen ganz in Pink – und das ausgerechnet am sonst stets distin­ guierten Bentley Continental GT. Ein kleiner Trost für sensible Gemüter: Das knapp 292 000 Franken teure Coupé ist eigentlich kein Bentley mehr. Statt des geflügelten B trägt es auf der Haube ein von Strasssteinen gefasstes PH – Paris Hiltons Initialen.

ein toast für töffli-buebe brandzeichen Manche Accessoires erscheinen derart albern, dass sie schon wieder Charme haben. Weil der Toaster des österreichischen Töff- und Autobauers KTM durchaus eine praktische Berechtigung im Haushalt hat, gefällt uns der schöne Partygag am gemeinsamen Brunch: Jede Brotscheibe, die dem KTM-typisch orangen Toaster entspringt, trägt darin eingebrannt das KTM-Logo. Zirka 60 Franken. www.ktm-versand.com

1 Musik auf vier rädern text Timothy pfannkuchen

DREI VELOS IM KLEINWAGEN transportieren? ABER KLAR! ALS RAUMWUNDER EROBERTE DER HONDA JAZZ DIE WELT DER KLEINEN FLITZER. AUCH DIE NEUAUFLAGE BLEIBT DIESER IDEE TREU. lack und leder In Zeiten enger Budgets kommt der neue Jazz gerade richtig. Wie der erfolgreiche Vorgänger setzt er keinen Trend, betont aber den Schick der Vernunft. Dieser gründet auf Platz ohne Ende, japanische Top-Qualität und jenes Quäntchen an Pep plus, das der Konkurrenz fehlt. Kind und kegel Kaum zu fassen, wie viel Freiraum der Jazz auf 3,90 Meter Länge bietet. Kids verlieren sich fast im Fond. Klappt man die hinteren Sitze (per Knopfdruck) um, gerät er beinahe zum Zügellaster. Ausserdem lassen sich die Fondsitze hochklappen – wie im Kino. Dann passen zwei Zimmerpalmen rein. spurt und stopp Spielerisch um alle Ecken, vergnügt über Land, dazu der kleine Durst: Gute Laune ist serien­mäs­sig, 1 + 2 aussen Dreieckige Lampen geben der Frontpartie des Jazz einen dynamischen Look. 3 Innen Im peppigen Cockpit gibt es Ablagen und Fächer in Fülle – wie es Frauen schätzen.

auch wenn die straffe Federung uns ab und zu Falten ins Kleid holpert. Wer es kommod liebt, der greift zum Auto­ maten. Einzige Krux: Benziner kommen erst bei hoher Drehzahl in Geberlaune. kosten und kult Billigangebote überlässt Honda anderen Asiaten. Der Jazz ist preisgünstig: ab 19 900 Franken. Zwar kein Schnäppchen, für das Ge­ botene aber sehr fair. Beim Jazz zählen innere Werte statt schöner Schein. Plus und minus Platz satt, famose Innenarchitektur, viel Fahrspass – nur ein kleiner Dieselmotor fehlt noch. masse und klasse Motoren: Benzin 90/100 PS. Spitze: 177/182 km/h. Verbrauch: 5,3/5,4 l/100 km. CO2: 125/ 128 g/km. Kofferraum 399 bis 1396 l.

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wo bist du, mein schatz? Die finanzKrise hat über die Hälfte des weltweiten Aktienvermögens vernichtet. Auch die preise für Rohstoffe sind massiv eingebrochen. Das wird nicht so bleiben. Bereits zeichnet sich eine Erholung ab. Ob Kohle, Metalle, Erdöl oder Kaffee: Die Krise hat die Rohstoffpreise um zwei Drittel oder gar – im Fall von Öl – um markus gisler 75 Prozent zurückgebunden. Doch Anfang Februar war das ist Wirtschaftspublizist und Ende der Rutschbahn erreicht. Der Preis für Erdöl ist um schreibt für SI Style 15 Prozent gestiegen, ein Zeichen, dass die Talfahrt vorbei ist. regelmässig eine Die grosse Erholung ist zwar nicht in Sicht, aber kaum zieht Geld-Kolumne. es wieder an, steigen die Preise für Rohstoffe als Erstes. So günstig wie heute werden sie kaum mehr sein. Fragt sich nun: Wie investieren? Der direkte Kauf von Öl, Kupfer oder Nickel ist nur mittels risikoreicher Future-Kontrakte möglich – das ist nichts für unsereins. Viel einfacher kauft man Aktien von Rohstoff-Firmen. Da spielen neben den Rohstoffen natürlich auch der Zustand der Firma und die Fähigkeiten des Managements eine Rolle. Der Ölmulti Shell, offiziell Royal Dutch Shell, hat seit dem Höchststand von 2007 rund ein Drittel an Wert eingebüsst. Wird das Öl teurer, werden auch die Aktien teurer. Sie kennen mein Credo: Nur in Aktien investieren, zu denen man auch einen Bezug herstellen kann. Shell ist ein solide geführtes Unternehmen, das im Sommer mit Peter Voser einen Schweizer als obersten Konzernleiter erhalten wird. Voser war bisher Finanzchef, eine Aufgabe, die er bis vor ein paar Jahren bei ABB innehatte. Shell zahlt eine solide Dividende von – je nach Kurs – sieben bis acht Prozent. Etwas mehr Mut braucht es, um in den einzigen Schweizer Minenkonzern zu investieren: Xstrata. Die in Zug angesiedelte Firma (sie steht unter starkem britischem Einfluss) fördert Kohle und diverse Metalle und zählt zu den drei weltgrössten Schürfern. Sie alle zeichnen sich durch relativ hohe Schulden aus. Entsprechend ist auch ihr Aktienkurs gefallen, um 90 Prozent. Anfang Februar wagte Xstrata als Erster der drei eine massive INGRID KISSLING-NÄF, 44, spielt an Kapitalerhöhung. Damit baut die der Schnittstelle Wirtschaft / Wissenschaft Firma Schulden ab und steht nun eine entscheidende Rolle. Sie leitet seit einem Jahr die KTI, die Förderagentur für besser da als die Konkurrenz. Xstrata Innovation des Bundes. Die Baslerin hat hat massiv auf die Kostenbremse in Freiburg Theologie gedrückt und einige Minen vor­ und Wirtschaft studiert, in St. Gallen übergehend stillgelegt. Die Aktie den Doktor gemacht wird bei steigenden Rohstoffpreisen und den Satz geprägt: überdurchschnittlich profitieren. Eine «Man ist sich gar nicht bewusst, wie Verdoppelung des Einsatzes ist da in gut die Schweiz in der kurzer Zeit möglich.

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Innovation ist.»

Foto: Esther Herzog

Der mit seinen Prognosen leider so treffsichere US-Ökonom Nouriel Roubini sagt neu einen Verlust im ganzen US-Bankensystem von 3600 Milliarden Dollar voraus. Bisher sind erst 1000 Milliarden abgeschrieben worden. Entsprechend ist Roubini überzeugt, dass die meisten US-Banken vorübergehend verstaatlicht werden müssen.

3 600 000 000 000

stylegeld


styletalent stephan egger protokoll  caroline doka FOTO  Dan Cermak

Bis letzten Sommer war der Kanti-schüler Stephan Egger Gelegenheitsjasser. Dann qualifizierte sich der 17-Jährige bernbieter für den «Donnschtig-Jass». und gewann!

Es gibt beim Jassen eine Art Röschtigraben: In Bern spielen wir wie im Welschland mit französischen Karten, in der Deutschschweiz wird meist mit Deutschschweizer Karten gespielt. Für die Fernsehsendung ‹Donnschtig-Jass› musste ich umlernen und mich an Rosen, Schellen, Schilten und Eicheln gewöhnen und den ‹Differenzler› noch schnell lernen, ich spiele sonst ja nur ‹Schieber› und ‹Coiffeur›. Aber es war kein Problem, wir gewannen viermal und gelten nun als die unschlagbaren Wiedlisbacher, das unschlagbare Dorf. Bereits gibt es Leute, die mich auf der Strasse wieder­ erkennen – von der Sendung her. Das ist lustig. Optisch gesehen bin ich nicht der typische Schweizer Jasser. Meine Mutter ist Filipina, sie jasst nicht. Niemand aus meiner Familie jasst. Meine Eltern, meine Schwester und ich spielen daheim höchstens manchmal Mahjong, ein altes chinesisches Stra­ tegiespiel mit Steinen. Und dann gewinne ausgerechnet ich im Fernsehen beim ‹Donnschtig-Jass› – ja, das verwirrt mich selber auch! Jassen ist nicht unbedingt meine grosse Passion, ich bin in keinem Verein, aber ich spiele mit den Kollegen der Kantonsschule Solothurn gern über Mittag eine Runde. Jetzt wollen sowieso alle mit mir jassen. In der Kanti lerne ich Chinesisch. Die Sprache interessiert mich sehr wegen meiner asiatischen Wurzeln. Mich reizt die Vorstellung, später in China zu arbeiten. Philippinisch spreche ich nicht, aber ich verstehe es, wenn meine Mutter spricht. In der Schule finde ich Biologie und Biochemie am spannendsten. In Mathe gebe ich Nachhilfe, um mir später mein Studium finanzieren zu können. Logisches Kombinieren fällt mir leicht. Das ist sicher ein Vorteil beim Jassen. Aber natürlich braucht es auch Glück dazu. Ich hätte Freude, wenn es mit dem Jassen für mich weiterginge. Aber da stellt sich die Frage: Wohin noch? Der ‹Donnschtig-Jass› ist in der Schweiz ja das Höchste!?

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Stephan Egger, 17, wurde empfohlen von MONIKA FASNACHT, der Schweizer Jasskönigin: «Stephan ist mir beim ‹DonnschtigJass› aufgefallen, wo er dreimal live am Tisch jasste und einen super Job gemacht hat. Stephan ist der jugendliche Vorzeigejasser.»


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