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Ausgabe: intern

Auflage: 1.000 Exemplare

Frühjahr 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen, war nicht vor drei Monaten unsere Welt noch nahezu in Ordnung? Wir wünschten uns ein frohes neues Jahr, viel Erfolg, beste Gesundheit! Jetzt sind wir drei Monate weiter..., kein froher Jahresanfang, gefährdete Wirtschaft, bedrohte Gesundheit. Die globalisierte Welt, gleichzeitig Segen und Fluch, gerät aus den Fugen. Coronavirus, Migrationskrise, weltweit ein „Schwarzer Montag“ an den Börsen, sind die aktuellen Stichworte, die jeden Einzelnen von uns sprachlos, vielleicht sogar hilflos werden lassen. Tatenlos stehen wir aber dieser globalen Krise nicht gegenüber, wenn wir nach dem Subsidaritätsprinzip die notwendigen Gemeinsamkeiten in den entsprechenden Ebenen aktivieren und stärken. Die Lösung sollte lauten: „Gemeinsam sind wir stark!“ Herzlichst Michael Öttl

Foto: Elnur - stock.adobe.com

Foto: Michael Öttl

12. Jahrgang

Coronavirus Nicht in Panik verfallen, aber richtig vorbereitet sein Wolf-Rüdiger Schwarz

Am Coronavirus und den möglichen Folgen kommt mittlerweile niemand mehr vorbei. Und angesichts der zunehmenden Erkrankungen wird das Thema „Betriebliche Pandemieplanung“ immer wichtiger. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks hat Informationen aufbereitet, die wir hier zusammenfassend veröffentlichen. Pandemie Plan Kunden verlangen von ihren Dienstleistern mittlerweile häufig die Vorlage eines Plans, wie im Falle einer sich ausbreitenden Pandemie die Dienstleistungserbringung sichergestellt werden kann. Eines vorweg: Grundsätzlich unterscheidet sich das Vorgehen nicht von der Pandemievorsorge bei anderen möglichen Infektionen, wie Grippeepidemien. So weist etwa das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf bestehende Informationsunterlagen hin, die zum Beispiel bei der Erkrankungswelle der sogenannten Schweine-

und Vogelgrippe zur Verfügung gestellt wurden. Auf deren Basis muss dann ein innerbetrieblicher Vorsorgeplan mit entsprechenden Vorkehrungen (unter anderem für Vorsorge und Vertretungsregelungen) für kritische Objekte erstellt werden. Auf Basis des Merkblatts der Landesinnung Hessen hat der Bundesinnungsverband ein Merkblatt mit den wichtigsten Hinweisen zur Erkrankung, Mitarbeiterbelehrung und Vorkehrungen im Zusammenhang mit Covid 19, die beim Kunden getroffen werden sollten, ausgearbeitet. Folgender Text gibt den Inhalt zusammengefasst wieder.

Obermeister

Innung Südbayern und Stadtkreis Regensburg


Innung Inside Allgemeine Hinweise und Informationen Alle Gebäudereinigungsunternehmen sollten Vorbereitungen für den Ernstfall treffen. Im Folgenden werden die wichtigsten Maßnahmen beschrieben; in jedem Fall müssen individuelle Anpassungen der hier genannten Vorkehrungen getroffen werden. Infektionswege Das neuartige Coronavirus (SARSCoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten. Das Virus verursacht in erster Linie respiratorische Erkrankungen, also Erkrankungen der Atemwege. Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem Covid 19 zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Es ist davon auszugehen, dass die primär über Sekrete der Atmungsorgane erfolgt, also überwiegend durch Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen und auf die Schleimhäute von engeren Kontaktpersonen gelangen sowie durch direkten Kontakt der Hände mit Oberflächen (Händeschütteln, Türklinken), die mit virushaltigen Sekreten verschmutzt sind, wenn anschließend die Hand zum Mund oder der Nase geführt wird. Die Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Schon vor den ersten Krankheitszeichen scheidet eine infizierte Per-

son Viren aus. Bei dem Coronavirus geht man bisher von einer zweiwöchigen Inkubationszeit aus. Alle Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Pandemie sowie im konkreten Ernstfall sollten mit dem eigenen arbeitsmedizinischen Dienst abgesprochen werden. Ermittlung besonders relevanter Kunden Jeder Gebäudereiniger sollte intern ermitteln, bei welchen Kunden ein besonderes Interesse besteht, im Pandemiefall den Betrieb fortzuführen. Mit diesen Kunden sollten schon im Vorfeld die erforderlichen Maßnahmen abgesprochen werden. Besonders relevante Kunden sind etwa Krankenhäuser, Arztpraxen, Großbanken, Lebensmittelmärkte, Tankstellen, pharmazeutische Unternehmen, Wasser- und Energieversorgung, Transportunternehmen, Flughäfen, Bahnhöfe, etc. Gewährleistung, dass genügend Personal zur Verfügung steht Für einen benötigten erhöhten Reinigungsturnus in besonders wichtigen Objekten, kann zusätzliches Reinigungspersonal zum Beispiel durch folgende Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden: • Bereits vorhandenes Urlaubs- und Krankheitsvertretungspersonal • Verlängerung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter • Reinigungspersonal, welches in Objekten tätig ist, die ihre Arbeit pandemie-bedingt eingestellt haben Sicherstellung, dass die Führungsebene auch im Pandemiefall voll einsatzfähig ist • Es empfiehlt sich, einen PandemieKoordinator und eventuell weitere verantwortliche Personen als Vertretung

-2zu benennen. • Vertretungsregelung für alle Führungskräfte festlegen, regelmäßige Aktualisierung bei Erkrankungsfällen. • Ständige Erreichbarkeit unter der zentralen Telefonnummer des Unternehmens gewährleisten. • Sollte im Seuchenfall das Büro durch behördliche Quarantäne nicht oder nur eingeschränkt begehbar sein, sollten Managementaufgaben im Home Office gesteuert werden. • Entsprechende Rufnummern den Kunden, auch via Internet, bekannt geben. • Bei Bedarf einen 24-Stunden-Service über entsprechende spezielle Rufnummer organisieren und diese veröffentlichen. Weitere Informationen Aufgrund der Neuartigkeit der Erkrankung wird von den zuständigen Institutionen auf Informationen verwiesen, die bereits für frühere Pandemiesituationen (z.B. Schweine- oder Vogelgrippe) erstellt wurden. Notfallmaßnahmen beim Kunden • Händedesinfektionsspender in den Sanitärbereichen und Teeküchen sowie in kontaktintensiven Bereichen (SB-Automaten, Eingangsbereich) aufstellen. • SARS-CoV-2 gehört, wie zum Beispiel Influenza, Mumps und Masern, zu den behüllten Viren; „begrenzt viruzide“ Desinfektionsmittel sind deshalb ausreichend. Zur Händedesinfektion sind Ethanol-basierte Mittel mit einem Gehalt ab 62 Prozent Ethanol wirksam. Auch Alkohol-basierte Händedesinfektionsmittel auf Propanol-Basis mit der Deklarierung „begrenzt viruzid“ funktionieren wohl. Wichtig ist allerdings deren sachgerechte Anwendung. Zur Gewährleistung einer sicheren Wirkung muss


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die gesamte Oberfläche der Hand ausreichend benetzt werden. Hierfür werden mindestens drei Milliliter benötigt. Danach müssen die Hände an der Luft trocknen. Die meisten modernen Desinfektionsmittel sind etwa vier Jahre haltbar. • Ausschließlich Verwendung von Handtüchern zur Einmal-Nutzung. • Erhöhter Reinigungsturnus der Teeküchen, Sanitäranlagen, des Eingangsbereichs, der Selbstbedienungsautomaten, der Treppenhandläufe, Türklinken und Aufzugsbedienfelder sowie aller Armaturen, die von vielen

Mitarbeiterunterweisung im Pandemiefall: Unbedingt zu beachten sind von den Mitarbeitern auch die folgenden Verhaltensmaßregeln: • Kein Händeschütteln, Umarmen, Anhusten oder Anniesen. Beim Husten oder Niesen drehen Sie sich möglichst weg und halten Abstand von anderen Personen, Papiertaschentücher nur einmal verwenden und direkt in einen Abfalleimer mit Deckel entsorgen. Falls kein Taschentuch vorhanden ist, sollte die Armbeuge/Ellenbeuge vor Mund und Nase gehalten werden.

und entsorgt werden. Durchfeuchtete Masken sind sofort zu wechseln beziehungsweise umgehend zu entsorgen. Wird eine Maske nach dem Trocknen nochmals verwendet, darf sie nur vom selben Träger benutzt werden. Die Entsorgung des Mund- und Nasenschutzes erfolgt in dicht verschlossenen Säcken über den Restmüll. • Bereiche, die von vielen Menschen berührt werden (Armaturen, Türgriffe, Lichtschalter, Treppengeländer etc.) sowie Bereiche, in denen erhöhte Infektionsgefahr besteht (Krankenhäuser, Arztpraxen, Altenheime etc.), mit

Menschen bedient werden. • Tägliche Scheuerwischdesinfektion der Abfalleimer. • Entsorgung der Abfälle in dicht verschlossenen Plastiksäcken. • Schutzimpfung des Reinigungspersonals veranlassen (sobald Impfstoff verfügbar) • Einweisung der Mitarbeiter bezüglich der Schutzmaßnahmen und aller anderen Maßnahmen. Darüber hinaus ist eine Pandemie-Verantwortliche Person als Ansprechpartner zu benennen.

Anschließend sind die Hände gründlich zu waschen beziehungsweise. zu desinfizieren. Mund, Nase und Ohren möglichst nicht mit den Fingern berühren. • Kein enger Kontakt zu möglicherweise Erkrankten (nicht näher als zwei Meter). • Gründliches Waschen und eventuelles Desinfizieren der betroffenen Stellen (Hände) bei Körperkontakt. • Händewaschen und eventuell desinfizieren vor Nahrungsaufnahme, vor Arbeitsbeginn, zum Arbeitsende, nach Benutzung von Sanitäreinrichtungen. Wenn kein Waschbecken zur Verfügung steht, einen alkoholhaltigen Reiniger im Spender benutzen. • Bei spezifischen Symptomen (vor allem Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Atemnot) den Arzt kontaktieren – dieser entscheidet, ob die Reinigungskraft weiterarbeiten darf. • Bereitgestellte, geeignete Schutzhandschuhe tragen (zum Beispiel bei Reinigung von Ambulanzen, Sanitärräumen, Türklinken, Räumen, in denen sich Erkrankte aufgehalten haben. Beim Kontakt mit anderen Menschen soll geeigneter Mund- und Nasenschutz aufgesetzt und nach maximal vier Stunden Tragezeit gewechselt

Einwegtüchern oder Mehrwegtüchern, die nach Gebrauch bei 60°C unter Zusatz eines Desinfektionsmittels gewaschen werden, reinigen. Bereiche, die öfter gereinigt werden müssen und Bereiche, die zusätzlich desinfiziert werden müssen, sind zu benennen und in der Checkliste aufzuführen.

Materialbevorratung Wenn möglich sollten Materialien für den Pandemiefall in erhöhter Anzahl gelagert werden, um während der Pandemiephase für eventuelle Lieferengpässen gerüstet zu sein. Dazu zählen Flächendesinfektionsmittel (Wirkungsspektrum mindestens begrenzt viruzid), Handdesinfektionsmittel, alkoholhaltige Händereiniger im Spender, verschiedenen Masken (Halbmasken mit Partikelfilter FFP 1) Mundund Nasenschutz, Einweghandschuhe, Einweg-Schgutzanzüge, Damenhygienebehälter (mit Fußbedienung), Einmalwischtücher, Desinfektionsmatten, Abfallsäcke, Einmalhandtücher und auch HEPA-filter für Staubsauger.

Unter den nachfolgenden Links finden Sie weitere Informationen im Internet zum Download:

Betriebliche Pandemieplanung - Kurzinformation der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „lnfluenzapandemieplanung in Unternehmen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Link: www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/ DE/Downloads/GesBevS/Betr-Pandemieplan. html Broschüre „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“ der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Link: www.dguv.de/medien/inhalt/praevention/ themen_a_z/biologisch/pandemieplanung/ dguv_pandemieplanung.pdf Handbuch betriebliche Pandemieplanung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe/ Landesgesundheitsamt BW Link: www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/ DE/Downloads/GesBevS/Handbuch-Betriebl_ Pandemieplanung_2_Auflage.html


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Wissen

Umfassende Handhygiene Handtrockunung entscheidet über die Anzahl der verbleibenden Keime Wolf-Rüdiger Schwarz

Wenn 80 Prozent aller Infektionen mit den Händen übertragen werden, kann niemand die Aufforderung sich regelmäßig die Hände zu waschen noch

wenn diese mit einem Papierhandtuch, möglichst 2-lagig aus Tissuepapier, abgetrocknet werden. Im Gegensatz zu diesen favorisierten, hochwertigen

Grafik European Tissue Symposium: www.europeantissue.com/de/blog/dryers-many-germs-air-publishedndr-germany-monday-november-14/

ernsthaft in Frage stellen. Händewaschen ist somit der beste Schutz vor Infektionen. Diese Erkenntnis wird aber dann ab absurdum geführt, wenn immer noch hohe Ansprüche an das Hygieneverhalten Anderer an der Toilettentür enden. Hygiene von den Benutzern einzufordern ohne die Voraussetzungen dafür anzubieten, ist nicht glaubwürdig. Auch das Robert Koch Institut empfiehlt für die Handhygiene: „Der Handwaschplatz muss abhängig von den räumlichen Bedingungen mit wandmontierten Spendern für Händedesinfektionsmittel und Handwaschpräparat und mit Einmalhandtüchern ausgestattet sein.“ Laut wissenschaftlichen Untersuchungen (TÜV Rheinland, Uni Westminster) verbleibt die geringste Anzahl von Keimen und Bakterien auf den Händen,

Papierhandtüchern (Tissuequalität) sind in aller Regel verbrauchsintensive Billigpapiere nicht so wirksam bei der Keimentfernung und weniger hautschonend. Wichtig dabei zu wissen ist, das die Restfeuchte auf den Händen nach dem Händewaschen circa 6-8 Gramm beträgt und ein 2-lagiges Tissuepapier circa 16 Gramm Feuchtigkeit aufnehmen kann. Folglich reicht üblicherweise ein bis zwei Blatt 2-lagiges Tissuepapier aus um die Hände vollkommen zu trocknen. Überquellende Papierbehälter, nasse Textiltücher oder hygienekritische Warm- Jetlufttrockner entsprechen nicht modernsten Hygieneanforderungen in Sanitärräumen. Edelstahlspender In besonders sensiblen Hygienebereichen in denen äußerst hohe

Hygienestandards gelten müssen, wie zum Beispiel in Einrichtungen des Gesundheitswesens, auch Seniorenheime in denen die Patienten, Bewohner durch Vorerkrankungen und oder der Höhe ihres Alters besonders vor Infektionen zu schützen sind, sollten Spender aus dem Werkstoff Edelstahl eingesetzt werden. Aufgrund ihrer glatten Oberfläche sind sie leicht zu reinigen und zu desinfizieren, um somit die Übertragungswege der Bakterien zu unterbrechen. Entscheidend, aber weniger bekannt dabei ist, das die Sterberate (Mortalität) der Bakterien auf einer Edelstahloberfläche, insbesondere der Bakterien die für Krankenhausinfektionen wesentlich sind, wie Escherichia coli/Toiletten, Pseudomonas aeruginosa/Waschbecken, Staphylococcus aureus/Staub, Candida albicans/Bedarfsgegenstände, nach wissenschaftlichen Untersuchungen der Universität Leipzig über 97 Prozent liegt. Auch von den „stillen Örtchen“ D und H, insbesondere in Flughäfen, gehen erhebliche Infektionsrisiken aus; dies zeigte eine Studie aus 2015, von Wissenschaftlern der Westfälischen Universitätsklinik Münster/Robert-KochInstitut. Dabei hatte man von Toilettentürklinken an 136 Flughäfen in 59 Ländern Abstriche genommen und fand neben normalen Bakterien auch multiresistente (MRSA) oder sogar panresistente Keime. Die Studie stellte fest, dass die Türklinke der Toilettenkabine erheblich mit Keimen des Darms und der Haut belastet ist. Sie ist häufig der letzte Kontakt, den die Besucher nach dem Toilettengang haben, bevor sie sich die Hände waschen. n


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Innung Inside

Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit Neue Motive vorgestellt BIV

„Angekommen. Angenommen.“ - so lautet das Motto der gemeinsame Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit vom Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks und dem Fachmagazin „rationell reinigen“. Nun präsentiert die Initiative, die seit mehreren Jahren erfolgreich läuft, neue Motive für die Öffentlichkeit. „Die Bilder unterstreichen die interkulturelle Erfolgsstory unserer Branche. Sie zeigen, dass unser Handwerk wie kaum ein anderes durch das Miteinander vieler Nationen Tag für Tag am Laufen gehalten wird. Es ist es für uns selbstverständlich, für dieses Mitein-

ander und gegen Fremdenfeindlichkeit ein deutliches Zeichen zu setzen“, so Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. Mit rund 700.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist das Gebäudereiniger-Handwerk die beschäftigungsstärkste Handwerksbranche Deutschlands. Jeder vierte Beschäftigte in der Gebäudereinigung hat einen Migrationshintergrund.

Handwerks für ein friedliches Miteinander zu unterstreichen. „Es ist ein hervorragender Weg, gemeinsam mit dem Partner Holzmann Medien zu zeigen, dass die Gebäudereinigungsunternehmen eine Willkommenskultur leben und eine ganz wichtige Integrationsaufgabe erfüllen“, so der Bundesinnungsmeister. „Für fremdenfeindliche Tendenzen und Parolen ist in unse-

Branche ist ein Vorbild für Integration und Toleranz Thomas Dietrich sieht in der Imagekampagne die Gelegenheit, die Leuchtturmfunktion des Gebäudereiniger-

rem Handwerk überhaupt kein Platz. Die verschiedenen Anzeigenmotive demonstrieren das Miteinander der verschiedenen Nationalitäten und Kulturen in unserer Branche eindrucksvoll“. n

Foto: BIV

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Wissen

Großküche Sauber, hygienisch und sicher Heinz Schröder

Neben peinlicher Hygiene und Sauberkeit sind in Großküchen vor allem rutschsichere Bodenbeläge sehr wichtig. Rutschhemmende Fußbodenbeläge (R 11) wie trittsichere keramische Beläge (GS-Fliesen) oder Epoxidharz-Fußböden mit Granulateinschlüssen, sind in gewerblich genutzten Küchenbereichen daher zwingend vorgeschrieben.

Foto: Gmatic

Scheuersaugmaschinen die idealen Betriebsmittel für die Fußbodenreinigung in Großküchen. Diese Maschinen reinigen in einem Arbeitsgang, indem sie mechanisch scheuern und anschließend absaugen. Dabei gelangt das Frischwasser

Das Contral™-Bürstensystem, die Kombination von gegenläufiger, den Drall aufhebender Rotation.

Diese Beläge sind allerdings nicht einfach sauber zu halten, vor allem aber muss die Reinigung werkstoffgerecht, also auf den Untergrund abgestimmt, erfolgen. Oberflächenstruktur nimmt Schmutz zuverlässig auf Öle, Fette und sonstige Verschmutzungen setzen sich in der Oberflächenstruktur der Fliesen, aber auch im Fugenmaterial ab, bei Sicherheitsfliesen noch zusätzlich im Verdrängungsraum. Um die Fliesen wirklich gründlich bis in die Verdrängungsräume hinein rückstandsfrei sauber zu bekommen, muss heute nicht mehr – wie lange üblich – mit Hochdruck, viel Wasser oder saurer Chemie gearbeitet werden. Zumal hoher Wassereinsatz die Raumfeuchtigkeit erhöht und in Verbindung mit der Wärme in der Küche entscheidend das Wachstum von Keimen und Bakterien

fördert. Das gilt es im Küchenumfeld unbedingt zu vermeiden. Oberste Priorität hat steht jedoch die Zielsetzung, jeden Tag durch die professionelle Fußbodenreinigung höchste Hygiene-und Sauberkeitsstandards sicherzustellen. Die Küche muss jederzeit ganzheitlich hygienisch sauber sein, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und Infektionsrisiken auszuschließen. Hinzu kommt, dass ein hoher Wasserverbrauch ein erheblicher Kostenfaktor ist und mit dem Lebensmittel Wasser auch verandwortungsbewusst und nachhaltig umgegangen werden muss. Maschinelle Reinigung bringt spürbare Vorteile Unter den Kriterien Ökonomie (höhere Flächenleistung), Ökologie (weniger Chemie, weniger Wasser) und Nachhaltigkeit (Werterhalt der Fußbodenbeläge) sind

(Wasser-/Chemiegemisch) direkt über die Bürsten auf die zu reinigende Fläche, die dann mechanisch geschrubbt wird. Die Schmutzflotte gelangt über das Absaugmodul direkt in den Schmutzwassertank, der sich ebenfalls innerhalb der Reinigungsmaschine befindet. Aus hygienischen Gesichtspunkten sollte die Maschine, insbesondere der Saugfuß, aus Edelstahl gefertigt sein; wichtig ist zudem, dass das Innere der Reinigungsmaschine leicht zugänglich ist, um nach dem Einsatz eine problemlose Innenreinigung der Maschine zu ermöglichen, damit sich dort keine Verkeimungen bilden können. Eine besondere Bedeutung kommt auch der Auswahl der Bürsten zu, um ein qualitativ hochwertiges Reinigungsergebnis zu erreichen. Keine Rückstände auf dem Boden Moderne Bürstentechniken, reinigen nicht mit hohem Druck einzelner Borsten auf kleiner Fläche, sondern mit einer sehr hohen Anzahl dünner Borsten, die den Anpressdruck pro Quadratzentimeter stark reduzieren. Das Contral-BürstenSystem, das sich aus den Komponenten Masterteller (Treibteller) und drei bis sieben Contralbürsten, je nach Größe des Mastertellers, zusammensetzt, kann grundsätzlich unter allen gängigen


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Wissen Nassschrubautomaten montiert werden. Abgeleitet vom dem kontrarotierenden 3-Scheiben-System, arbeitet das patentierte Prinzip als passives, bewegungsneutrales System. Durch die auf dem Masterteller leicht schräg gestellten Achsen bewegen sich die Subbürsten kontrarotierend zum Masterteller und das mit circa zweieinhalbfacher Geschwindigkeit. Kontrarotieren bedeutet, dass sich die Subbürsten und der Masterteller gegeneinander drehen und somit die Fliehkräfte neu-tralisiert werden. Schnell verschleißende Antriebselemente werden daher nicht benötigt, zudem

als Schmutzflotte von der Scheuersaugmaschine wieder vollständig aufgenommen. Somit verbleibt die Reinigungsflüssigkeit nur wenige Augenblicke auf dem Fußboden und hat – anders als bei der manuellen Reinigung – keine Chance, in Nahtstellen oder mikrofeine Risse der rutschhemmenden Fußbodenbeläge einzudringen. Langzeitschäden werden so weitgehend vermieden und auch die fortschreitende Schädigung bereits angegriffener Fußbodenbeläge wird verzögert. Weiterer Vorteil: Die Reinigungsflotte wird vom Fußboden und aus den Verdrängungsräumen nahezu

sofortige Keimbildung fördert. Ein weiterer wichtiger Vorteil beim Vergleich maschineller und manueller Fußbodenreinigung ist, dass das Reinigungsergebnis nicht in Abhängigkeit der Motivation oder auch Leistungsfähigkeit der Reinigungskraft steht. Über vorwählbare Parameter bei Scheuersaugmaschinen werden immer gleichbleibende Resultate erzielt, es müssen weder Mopps noch Wischwasser gewechselt werden – alles Aufgabenstellungen, die sehr stark von der Sorgfalt der einzelnen Reinigungskraft abhängen. Besonders dann, wenn wie bei der Großküchenreinigung

nutzen sich die 150 Millimeter großen Bürsten gleichmäßig ab. Durch die hohe Kontaktfrequenz der vielen einzelnen Borsten zum Boden einhergehend mit der Umdrehung der Bürste wird die Verschmutzung mit äußerst reduziertem Chemieeinsatz vom Boden getrennt und

rückstandfrei aufgenommen, Schmutz, Mikroorganismen und Reinigungsmittelrückstände werden also komplett vom Fußboden entfernt. Bei manueller Reinigung dagegen ist in der Restfeuchtigkeit, die am Boden zurückbleibt, immer noch Schmutz enthalten, der dann die

üblich, die Reinigung in den Nachtstunden erfolgt. Dass er dabei auch noch mehr Spaß macht und weniger anstrengend ist, eine Scheuersaugmaschine zu bedienen, als von Hand zu wischen, ist leicht einsehbar und unumstritten. n

BU

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Aktualisierungen und Ergänzungen sind downloadbar unter: www.gebäudereiniger-südbayern.de/ Online-Anmeldung ab Februar 2020: www.ghw-gmbh.de Soweit nicht anders angegeben finden die Seminare in den Schulungsräumen der ghw GmbH im Franz-Reitmer-Haus, Dessauerstr. 7 in 80922 München statt


-8Wir danken den Inserenten für die Unterstützung und bitten um Beachtung der Angebote!

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+++ Herausgeber: Gebäudereiniger-Innung Südbayern +++ Dessauerstraße 7 +++ 80992 München +++

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GebäudeDienstleister Frühjahr 2020  

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