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DIE JUBILÄUMSZEITUNG Ausgabe 1 | Mai 2018

JAHRE Familientradition mit Laib & Liebe

4 Aus 111 Jahren Familiengeschichten

6 Aus der Region Für süße Erdbeermünder

12 Brot & Spiele Geburtstagstorte zu gewinnen


111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

t a t u Z e t s e b e r e Uns n o i t i d a r ist T 111 Jahre... eine lange Zeit und mehr als vier ­Generationen, über die unser Familienbetrieb nun schon Bestand hat. Eine lange Zeit, in der wir Bäcker sind und in der wir alle täglich mit Herz & Hand am Werk sein dürfen. An der Seite unserer Mitarbeiterinnen und ­Mitarbeiter und an Ihrer Seite, liebe Kundinnen und Kunden, die Sie unsere regionalen Brote und Backwaren schätzen. Das erfüllt uns mit Stolz und es bedeutet für uns ein großes Glück, für das wir sehr dankbar sind. In dieser Jubiläumszeitung möchten wir Ihnen von früher erzählen, aus der Zeit, als die Äpfel für den Kuchen noch aus dem eigenen Obstgarten stammten oder das Bauernbrot noch mit der Pferdekutsche ausgeliefert wurde. Und Sie mitnehmen in unseren Familienbetrieb von heute, wie er im Einklang aus Tradition und ­Innovation gewachsen ist und in dem mittlerweile jedes Jahr rund fünfzig junge Menschen ihre Lehre erhalten. Wir halten Wissenswertes rund um u ­ nsere Produkte und Rohstoffe, was zum Schmunzeln und köstliche Angebote für Sie ­bereit – schauen Sie doch mal rein!

Die Familien ­Viehmeier und Dippel führen den Schwälmer Brot­ laden seit mehr als vier Generationen. Und auch die kleine Frieda schaut ziemlich unter­ nehmungslustig in die Zukunft.

Herzlichst, IHRE FAMILIEN VIEHMEIER & DIPPEL

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111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

Alles begann mit Oma Trinchen Katharina „Trinchen“ Viehmeier (kleines Bild) besaß ein großes Talent zum Brot backen. Sie legte mit i­ hren ­Fähigkeiten die Keimzelle zur Entwicklung unserer Bäckerei. Im Jahre 1907 kaufte ihr Mann, F ­ riedrich ­Viehmeier, den ersten gebrauchten Backofen aus dem benachbarten Ort Densberg, um eine kleine Backstube einzurichten. Besonders beliebt war auch damals schon ihr Bauernbrot mit Natursauerteig. Auch heute noch machen wir unsere Brote aus unseren haus­ gemachten herzhaften Sauerteigen.

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111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

*ANEKDOTEN AUS 111 JAHREN SCHWÄLMER BROTLADEN

n e r h a J 1 1 1 s u a n e t o d k e n A * n e d a l t o r B r e m l ä w h c S

Die Geschichte vom Hund und vom Pferd

Sütterlin, die „merk-würdige” Schrift des Schwälmer Brotladens

Die Sauerteigbrote von Trinchen Viehmeier waren schnell in aller Munde und schon bald wurde der erste Geselle eingestellt. Die umliegenden Ortschaften wurden zuerst mit Hundefuhrwerken, später mit Pferdekutschen beliefert. Erst 1938 wurde dann der erste eigene Lieferwagen ange­schafft. Besonders beliebt war auch damals schon das Bauernbrot – man musste es beispielsweise mit der Bahn nach Frankfurt oder Westfalen ausliefern, um Bestellwünsche zu erfüllen.

Anfang der 70er Jahre bauen Erika und Fritz Viehmeier das erste Café im Stammhaus in Gilserberg, ein weiterer Brotladen im Gemündener Steinweg folgt. 1983 geht es dann zum ersten Mal ins schon weiter entfernte Fritzlar. Ein kleiner Brotladen direkt am Marktplatz ent­steht, und zum ersten Mal erscheint der Schriftzug in der historischen Sütterlin-Schrift. Die Idee dazu hatte Jürgen Viehmeier, der diese alte deutsche Handschrift von den Bestellzetteln seiner Oma kannte. Mit dem Firmennamen in Sütterlin w ­ ollte er den Schwälmer Brotladen unverwechselbar machen. Bis heute taucht diese Schrift immer wieder auf und bildet eine Verbindung zu unseren Anfängen. Das erinnert uns und unsere Kunden immer daran, wofür wir stehen.

O Auf der letzten Seite finden Sie unsere kleine Sütterlin-Leseschule

Gabi Katharina und Jürgen V ­ iehmeier entwickeln den ­Familienbetrieb zu einem modernen ­Bäckereiunternehmen mit 75 Brotläden und Cafés und über 800 Mitarbeitern ­weiter. Noch immer ist die ganze Familie im Einsatz.

Wir erinnern uns herzlich

F R I TZ V I EH M EI ER 1933–2009

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Tütenaufdruck aus den 80er Jahren

Erika Viehmeier in Gilserberg um 1980

Vor dem Stammhaus in Gilserberg um 1970

Schön neu in Melsungen

Welch ein Genuss in Ziegenhain

Unser neuer Brotladen in Frankenberg

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DIREKT VOM FELD AUF DEN KUCHEN

Für alle süßen Erdbeermünder Frau Wiegand vom Erdbeerhof Wiegand erzählt uns etwas über ihr Lieblingsfrüchtchen

Hallo Frau Wiegand, verraten Sie uns, was eine gute Erdbeere ausmacht? In erster Linie ist das natürlich der Geschmack – der spielt immer die Hauptrolle. Eng verbunden mit dem Geschmack ist auch der Duft und das Gefühl, wenn man in die Erdbeere beißt. Das heißt, sie darf nicht zu fest sein, aber auch nicht zu schnell matschig werden, wenn sie reif ist. Wichtig für uns ist zum Beispiel auch die unterschiedliche Reifezeit oder die Haltbarkeit der verschiedenen Sorten. Das ist wie bei den Äpfeln, da kennt man das eher: Es gibt Sorten, die sind schon recht früh im Sommer reif, andere erst im Spätherbst. Es gibt Sorten mit einer robusten Schale und festem Fleisch, andere sind eher weich.

Und welche Sorte haben Sie angebaut? Wir haben immer etwa fünf verschiedene Sorten und probieren auch jedes Jahr immer wieder ein bis zwei neue Sorten aus, sodass wir dann wieder die besten für das nächste Erntejahr auswählen können. Da wir unseren Kunden ja über eine möglichst lange Zeit frische, hochwertige und süße Erdbeeren anbieten möchten, haben wir einige Sorten, die schon recht früh im Jahr reif sind, andere dann erst etwas später. Ansonsten ist bei uns auf dem Feld eigentlich alles genauso, wie bei Ihnen im Garten auch – nur in etwas größer eben.

Das heißt, die Erdbeeren bleiben im Winter draußen? Schaden die kalten Temperaturen nicht den Pflänzchen?

REZEPT VON FRAU WIEGAND

Nein, die Erdbeerpflanze ist ja in der Winterruhe und auch durch ihre Blätter geschützt. Ein weiterer Schutz ist der Schnee. Schwierig ist es nur, wenn das Wetter so ist wie im letzten Jahr: Da hatte es im April nochmal stark gefroren, als die Blüten schon ausgetrieben waren. Wenn diese dann erfrieren und braun werden, wächst dort auch leider keine Erdbeere mehr.

Und wie alt wird so eine Erdbeer­ pflanze, wenn sie es gut hat? Jede Pflanze trägt zwei Jahre Früchte – auch noch länger, aber die Pflänzchen haben dann irgendwann keine Kraft mehr und es wachsen nur noch ganz kleine Erdbeeren. Darum ernten wir nur zwei Jahre, dann werden die Pflanzen untergeackert. Das heißt es kommen jedes Jahr neue Pflanzen dazu – wir nehmen quasi hinten einige weg und vorne setzen wir neue dazu. Wir legen auch Wert darauf, die Fruchtfolge zu wechseln. Wir haben ja auch noch normale Landwirtschaft, von daher ist das bei uns gut möglich und es sorgt für eine gute Qualität. Wichtig ist auch das Auslegen mit Stroh vor der Ernte. Das hat den Vorteil, dass es das Austrocknen der Pflanze verhindert, wenn es mal etwas länger nicht regnet. Zudem werden die Früchte geschützt. Hätten wir kein Stroh und es würde dann regnen,

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Erdbeer-Milchshake mit Basilikum FÜR 2 GLÄSER

250 g frische Erdbeeren 250 ml Vollmilch etwas Basilikum 1 Prise Vanillezucker 1 Spritzer Zitronensaft Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Milch und einige Basilikumblätter hinzufügen und mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren. Mit Vanillezucker und Zitronensaft abschmecken.


111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

entstünde durch den Regen ein Panzer aus Erde um die Frucht, den man dann auch nicht mehr abwaschen kann, ohne die Erdbeere „kaputt zu waschen“.

Wir lieben die feinen hessischen Früchtchen

Wie lange bauen Sie eigentlich schon Erdbeeren an? 1995 haben wir die ersten Erdbeeren gesetzt und im darauffolgenden Jahr die ersten geerntet und verkauft. Wir hatten früher ganz normalen Ackerbau und eine Ferkelzucht, das mit den Erdbeeren war dann die Idee meines Mannes. Gestartet sind wir mit einem halben Hektar, mittlerweile sind es jedes Jahr ungefähr acht Hektar, auf denen wir tolle Früchten ernten können

Wird denn jede Erdbeere, die auf unserer Erdbeerschnitte liegt, bei Ihnen von Hand gepflückt?

Die Erdbeersaison beim Schwälmer Brotladen beginnt erst, wenn hier bei uns auf den Feldern die Erdbeeren reif sind. Süß, saftig und nach Sommer – so schmecken Erdbeeren, die ganz in der Nähe wachsen und reifen können. Sie kommen frisch vom Feld in unsere Backstube und werden dort von Hand geputzt und geschnitten, bevor sie auf dem lockeren Bisquitteig und einer leichten ­Erdbeercreme verteilt werden. Auf unsere Erdbeer­schnitten kommen ausschließlich Erdbeeren von hessischen Bauern. Sie tragen das Güte­siegel ­Geprüfte ­Qualität–HESSEN, wie übrigens auch der Großteil unserer anderen Rohstoffe.

Ja! In der Saison sind die ganze Familie und viele Erntehelfer schon ganz früh morgens auf dem Feld und pflücken, pflücken, pflücken…

Und nun noch eine letzte Frage. Wir werden immer gefragt, ob wir denn eigentlich noch gerne Kuchen essen – das tun wir. Nun wollte ich Sie mal fragen, wie sieht es bei Ihnen aus? Wenn Sie durch ihr Erdbeerfeld gehen, wandert da noch die eine oder andere mit Genuss in den Mund? Auf jeden Fall! Wir lieben die Erdbeeren – und wir essen bestimmt dreimal täglich welche bei uns in der Familie – ob einfach pur als Nachspeise, auf Ihrem guten Kuchen oder als Milchshake.

UNSER ANGEBOT

ErdbeerPlunder

2 Stück nur €

ERDBEERHOF WIEGAND Dorfbrunnen 2 34576 Homberg-Mühlhausen www.erdbeerhof-wiegand.de

3,20

statt € 3,40

Pflück doch mal selber! Erdbeeren zum Selberpflücken ab Mitte Mai auf unserem Erdbeerfeld an der Straße zwischen Homberg-Mühlhausen und Borken-Lendorf.

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WISSEN WO’S HERKOMMT

  * s a w t r e k c a g Da Für Ihr Frühstück in unseren Cafés ver­ wenden wir ausschließ­ lich regionale Bio-Eier.

DE-ÖKO-064

Unsere Bio-Eier bekommen wir von den Möllers aus Moischeid

Wir verwenden für alle unsere Produkte, wenn möglich, Rohstoffe aus der Region – so auch die Eier in unserer Back­stube.

Nur zwei Kilometer von uns entfernt, im Gilserberger Ortsteil Moischied, hat Familie Möller ihren Bio-Hühnerhof. In deren modernem Bio-­ Legehennenstall und dem großen Auslaufgehege haben die Hühner etwa doppelt so viel Platz, wie in einem konventionellen Stall: zum Scharren, Gackern, Fressen und – Eier legen. „Die Hennen können sich frei bewegen und schnell ins Grüne gelangen. In unserem fünf Hektar großen Außengehege haben wir zusätz­lich Schutzhütten aufgebaut, in die die Tiere bei Gefahr, wie zum Beispiel vor Habichten, fliehen können.“, so Christoph Möller. Die Hühner können also ganz entspannt köstliche Eier legen und wir freuen uns, dass wir Ihnen diese für Ihr Frühstück servieren können!

* Da gackert was In unserer Backstube kommen uns nur regionale Eier auf den Tisch und in die Schüssel. Jedes Ei, das wir verwenden stammt aus der Region und trägt das Gütesiegel „Geprüfte Qualität–HESSEN“. Auch wenn Sie in eines unserer Cafés kommen, können Sie sich bei uns Feines mit Ei schmecken lassen: Für Ihr Frühstück, ob Rühr- oder Spiegelei, verwenden wir ausschließlich regionale Bio-Eier.

CHRISTOPH MÖLLER Landwirtschaftlicher Betrieb Friedhelm und Christoph Möller Gemündener Straße 15 34630 Gilserberg ·8·


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QUALITÄT, DIE MAN LANGE SCHMECKT

Woran erkennen Sie gutes Brot? Ein gutes Brot ist ein Stück Natur und ein Stück Handwerkskunst zugleich. Es enthält Hunderte von Aromen, die nicht nur durch das Backen entstehen – die typischen Röstaromen –, s­ ondern auch schon vorher, im Teig. Unser selbst angesetzter Vorteig, Mehl, Wasser, Gewürze, all das muss sich miteinander verbinden und reifen. Und das braucht Zeit. Und die bekommt das Brot bei uns. Nur so entfalten zum Beispiel das

­ iabatta oder das Holzofenbrot ihren ganz indiC viduellen Geschmack. Gutes Brot erkennen Sie aber nicht nur daran, dass es unvergleichlich schmeckt, sondern auch daran, dass es länger frisch bleibt. Es schmeckt am zweiten, dritten, vierten Tag genauso gut wie am ersten. Und es schmeckt auch dann noch, wenn sie aus den Resten etwas Neues zaubern – wie mit unserem Rezept unten. Probieren Sie’s aus!

So hält sich unser Brot lange frisch • Sehr frische, noch warme Brötchen in der geöffneten Brot-Tüte auskühlen lassen. • Brötchen und Brot bewahren Sie am besten in einem Brot-Topf aus Ton auf. Hier herrscht genau das richtige Klima, damit das Brot nicht austrocknet, aber auch nicht zäh wird. • Sehr gut geeignet ist auch unsere spezielle Holz­ofenbrot-Papiertüte. • Brot können Sie auch frisch einfrieren (als Laib oder in Scheiben), es hält sich dann einige Wochen frisch und kann problemlos aufgetaut werden. • Sollten Ihnen Ihre Brötchen doch hart gewordenen sein, empfehlen wir Ihnen, sie kurz in Wasser zu tauchen und dann ca. zwei Minuten in einem vorgeheizten Ofen bei 175°C zu backen – dann sind sie schnell wieder knusprig und kross.

Jedes Korn von hier: Wir verwenden nur bes­ te Mehle aus unserer Region. Unser mehrfach prämiertes Ciabatta bekommt eine besonders lange Teigruhe für den typischen Geschmack

Auch vom besten Brot bleibt mal was übrig

FEINES MIT DEM BROT VON GESTERN

Der Erdbeer-Michel aus Schwälmer Handbrötchen FÜR 1 AUFLAUFFORM | 4 PERSONEN

2 altbackene Handbrötchen ca. 150 g Erdbeeren 125 ml Milch 2 Eier 75 g Zucker 1 Pck. Vanillezucker 1/2 TL Zimt Mandelblätter und Puderzucker zum Bestreuen Die Brötchen in Scheiben schneiden, Erdbeeren putzen und vierteln. Die Auflaufform mit Butter ausschmieren, danach den

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Boden mit einer Lage Brötchenscheiben bedecken. Nun die Hälfte der Erdbeeren darauf verteilen und wieder mit einer Lage Brötchenscheiben und anschließend den restlichen Erdbeeren bedecken. Milch, Eier, Zucker, Zimt und Vanillezucker mit dem Schneebesen verrühren und gleichmäßig über die geschichteten Brötchenscheiben gießen. Einige Minuten stehen lassen und dann bei 180°C für 30–45 Minuten im Ofen backen. Kurz vor Ende der Backzeit die Mandelblätter darüber streuen. Nun noch mit Puderzucker bestäuben und noch warm genießen! Guten Appetit!


111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

s t h c a n s e n n e W t e t f u d k c ü t s h ü r F h nac Wer nachts oder am ganz frühen Morgen durch Gilserberg fährt, kann es sehen: Dampfschwaden aus den Backöfen steigen langsam über unserem Backhaus auf. Und riechen: Denn es duftet nach frisch Gebackenem. Draußen ist es noch ganz still. In unserer Backstube sind wir Brotlädler dann schon seit einiger Zeit am Werk. Für den guten Geschmack. Und für Ihren guten Morgen. Wir finden, zu einem genüsslichen Start in den Tag gehört ein gutes Frühstück mit ofenfrischen Brötchen. Finden Sie nicht auch? Aber was macht ein gutes Brötchen aus? Unsere Bäckermeister berichten...

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111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

Versandleiter Oliver Neuwirth kümmert sich darum, dass die frisch gebackenen Brötchen und auch die Teiglinge pünktlich in unseren Brotläden sind.

O Unser Brötchen-Geheimnis: Etwas Natursauerteig macht sie so besonders.

Zum Beispiel in eine Maschine, die aus dem Teig besonders vorsichtig die Teiglinge formt – auch wenn wir eigentlich am Liebsten immer noch selbst Hand anlegen.

„So ein Teigling ist sozusagen wetterfühlig“ HANS HEISE Backstubenleiter im Schwälmer Brotladen

E Eberhard Nowy ist seit fast vierzig Jahren Bäcker, seit über zehn Jahren in unserem Betrieb und mittlerweile einer unserer Backstubenleiter. Wenn Sie ihn fragen, was unsere Brötchen so besonders macht, wird er sagen: die Ruhe. Denn unsere Brötchen-Teiglinge haben 15 Stunden Zeit, zu reifen und ganz natürlich ihren guten Geschmack zu entwickeln. Durch die lange Teigführung, das heißt viel Zeit zwischen dem Mischen der Zutaten und Formen der Teiglinge und schließlich dem Backen, entstehen während der sogenannten Gare vielfältige Aromen. Durch die Beigabe von bestimmten Zusatzstoffen könnte man sich diese Zeit sparen; genau das aber wollen wir nicht. „Bei uns schlummern die Brötchen in einem Kälteschlaf“, erklärt Nowy.

Warme Kälte für die Teiglinge Ulrich Harle, auch einer unserer Bäckermeister, der sich mit unseren Brötchen bestens aus­kennt und ständig am Reifeprozess tüftelt, erklärt, dass man dabei von „warmer Kälte“ spricht. Das bedeutet, die Brötchen-Teiglinge werden nicht eingefroren, sondern ruhen bei einer Temperatur von 5 Grad. „Nachdem der Teigling geformt ist, hat der Teig eine Temperatur von 25, 26 Grad“, sagt Harle. Zum Ruhen wird die Temperatur heruntergekühlt. Dabei liegen die Teiglinge auf Stoff in sogenannten Dielen, einer Art luftdurchlässigem, mit Schlitzen versehenem Korb, durch den die Luft zirkulieren kann.

Betrieb. So spielen sogar das Wetter und die Jahreszeiten eine Rolle im Reifeprozess, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben einen Einfluss darauf, was im Brötchen-Teigling passiert. Und auf das, was überhaupt drin steckt: Denn Mehl ist nicht gleich Mehl. Je nachdem, wie und bei welchem Wetter das Korn auf den Feldern gewachsen ist, hat es unterschiedliche Eigenschaften. Mehl aus Getreide, das in einem warmen, trockenen Sommer gewachsen ist, verhält sich im Teig anders, als wenn es im Erntejahr viel geregnet hat. So wird bei jeder Ernte die Rezeptur für unsere Brötchen behutsam angepasst.

Damit Sie zu jeder Tageszeit ein frisches, rösches Brötchen bekommen können, liefern wir den Großteil unserer hausgemachten Brötchen-Teig­ linge in speziellen Transportboxen in unsere Brotläden und backen sie erst dort ganz frisch für Sie. Und bevor Sie Ihr Brötchen zuhause ganz pur genießen, zum Frühstück mit feiner Konfitüre bestreichen oder beim Abenbrot mit hauchdünnem Schinken belegen: Wir empfehlen Ihnen, Ihr Brötchen immer mit einem scharfen Messer mit gezackter Klinge zu schneiden. Durch die glatte Schnittfläche bleibt die feine, lockere Porung der Krume erhalten und wird nicht zusammengedrückt. So schmeckt das Brötchen perfekt. Zum Frühstück – und zu jeder anderen Tageszeit.

Beste Zutaten, modernes Handwerk Um aus besten Zutaten schonend ein hochwertiges Brötchen herzustellen, braucht es also viel Handwerkserfahrung. Und auf die setzen wir! Zugleich modernisieren wir unseren Betrieb stetig und investieren in sinnvolle Neuerungen.

Unsere Bäckermeister (von links) Ulrich Harle, ­Eberhard Nowy und Stefan Schieweg, der auch noch mit aufs Bild gehört, weil er unser gutes Holzofenbrot backt.

„So ein Teigling ist etwas Lebendiges“, erzählt schließlich Hans Heise, ebenfalls Backstubenleiter und seit über dreißig Jahren in unserem

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111 JAHRE SCHWÄLMER BROTLADEN

Kleine Sütterlin-Leseschule 1

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1 Kaffee 2 Brezel 3 Kuchen 4 Muffin 5 Brötchen 6 Croissant 7 Ei 8 Praline 9 Eis 10 Baguette 11 Suppe 12 Liebe

WIR SUCHEN DAS SCHÖNSTE ERDBEERBILD

Male mit und gewinne eine Geburtstagstorte e

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Das schönste Erdbeerbild veröffentlichen wir in der nächsten Ausgabe

Mach mit bei unserem Malwettbewerb rund um das süße Früchtchen. Wie sieht dein Traum-Erdbeerkuchen aus? Oder ­vielleicht kennst du ja ein lustiges ­Erdbeer­monster? Oder gibt es Wolken aus Erdbeerquark? Unter allen Bildern verlosen wir 10 tolle Geburtstagstorten vom Schwälmer Brotladen! Gib dazu einfach dein Bild im nächsten Brotladen ab. Vergiss nicht dei­nen Namen, Adresse und Email-Adresse oder Telefonnummer, damit wir dich dann auch mit der Torte beschenken können. Einsendeschluss ist der 10.Juni 2018

JAHRE Familientradition mit Laib & Liebe

Treysaer Weg 6a | 34630 Gilserberg | www.schwaelmer-brotladen.de

Jubiläumszeitung 111 Jahre Schwaelmer Brotladen  
Jubiläumszeitung 111 Jahre Schwaelmer Brotladen  
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