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Schulblatt des Kantons ZĂźrich 1/2014

Eintauchen in andere Welten Gymivorbereitungskurse Zwei Schulen und ihre Angebote ABU Diskussion um die Allgemeinbildung in der Berufsbildung Aussensicht Der Austausch Holland–Schweiz wirkt nach


Inhalt

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Gymivorbereitungskurse: Verschiedene Angebote mit gleichem Ziel.

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Automobil-Assistentin: Diese ­Berufslehre eröffnet viele Wege.

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Ausgezeichnet: Die Vertiefungs­ arbeit der Kindergärtnerin.

Editorial von Katrin Hafner Kommentar von Bildungsdirektorin Regine Aeppli

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Magazin Im Lehrerzimmer: Kantonsschule Hottingen Christa Rigozzi unter der Lupe Was nach dem Austausch Holland–Schweiz bleibt

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Fokus: Eintauchen in andere Welten

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Volksschule Zwei Schulen, die verschieden auf das Gymi vorbereiten Stafette: In der Primarschule Dielsdorf ist Musik zentral Kurzmeldungen

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Mittelschule Debatte über Maturaquote an der Tagung HSGYM Schulgeschichte(n): Die älteste Landmittelschule Kurzmeldungen

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Berufsbildung Berufslehre heute: Automobil-Assistentin EBA LKB-Vollversammlung diskutiert über Führungsstile Warum der Allgemeinbildende Unterricht zu reden gibt Kurzmeldungen

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Porträt Ausgezeichnete Vertiefungsarbeit über Berufsideal und -realität

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Service Schule und Kultur Hinweise auf Veranstaltungen Weiterbildung

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Amtliches

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Impressum und wichtige Adressen

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Titel: Reto Schlatter (Foto) / büro z (Illustration)

Wenn er etwas bereue, sagte mein Vater einst, dann dies: dass er nie eine längere Auszeit genommen und in eine fremde Welt eingetaucht sei – zum Beispiel in ein unbekanntes Land. Eltern und ihre gut gemeinten Tipps, dachte ich zuerst. Um kurz darauf doch einen sechsmonatigen Paris-Aufenthalt zu organisieren. Ich liess mich treiben, studierte, blickte in den Alltag französischer Journalisten und fühlte mich privilegiert. Die Auszeit eröffnete mir neue Wege und veränderte mich. Ich möchte sie nicht missen. Ob während der Ausbildung oder im Beruf, ob man es Auszeit nennt, Sabbatical oder Intensivweiterbildung, ob man weit reist oder in der Nähe bleibt, ob man das temporäre Timeout mit Arbeit, Studium, sozialem Engagement oder einer komplett anderen Tätigkeit verbringt – egal. So oder so erweitert ein Ausbrechen aus der Routine den persönlichen Horizont und motiviert neu. Dies beschreiben die drei Lehrer und die Lehrerin, die das Angebot einer Intensivweiterbildung genutzt haben, in diesem ­Schulblatt sehr anschaulich. Die Zürcher Lehr­ personen können sich nämlich nach einer ­bestimmten Anzahl Dienstjahre abseits des Schulalltags bereichern und inspirieren ­lassen. ­Auftanken. Das ist längst nicht in allen Berufen so – obwohl es sinnvoll und vorbildlich wäre.  ! Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  3


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Kommentar

Lehrplan 21 – eine geeignete Vorlage Der Bildungsrat begrüsst den Lehrplan 21 der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren. In einigen Fachbereichen soll aber die Anzahl der Mindest­ anforderungen verringert oder die Anspruchshöhe gesenkt werden.

Foto: Béatrice Devènes

Von Regine Aeppli, Bildungsdirektorin

Im Sommer 2013 hat die Deutschschweizer Erziehungs­ direktoren-Konferenz (D-EDK) den Kantonen den Lehrplan 21 zur Stellungnahme vorgelegt. Im Kanton Zürich ­waren neben den Verbänden und Institutionen des Schulfeldes auch die politischen Parteien, Elternorganisationen, die Organisationen der Arbeitswelt, Gymnasien und Berufsfachschulen eingeladen, sich dazu zu äussern. Der Lehrplan 21 ist in der Konsultation grundsätzlich positiv aufgenommen worden. Begrüsst wurden vor allem die Struktur mit den Fachbereichen, die unterschiedlichen Kompetenzstufen und die Kompetenzorientierung. Es gab aber auch Kritik an der Vorlage: Der Lehrplan sei zu umfangreich und die Mindestansprüche seien teilweise zu hoch oder der Umgang mit Heterogenität sei zu wenig berücksichtigt worden, hiess es unter anderem. Der Bildungsrat hat die Ergebnisse der Konsultation nun zusammengetragen, bewertet und seine Stellungnahme zuhanden der D-EDK verabschiedet. Der Bildungsrat erachtet den Lehrplan als geeignete Vorlage zur Einführung. Der Lehrplan 21 erfindet das Rad nicht neu. Er berücksichtigt zum einen die Unterschiede unter den Kantonen und schafft einen Kompromiss. Zum anderen ist er nach den neueren Erkenntnissen der Pädagogik und Didaktik aus­ gerichtet. Und: Der Lehrplan ist klar und verständlich in der Aussage sowie der Erwartung an die Schule beziehungsweise das Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler.

Ebenso klar gilt es aber festzustellen, dass es im Lehrplan noch Potenzial für Verbesserungen gibt. In den Fachbereichen Räume, Zeiten und Gesellschaften (Geografie und Geschichte), Musik und bildnerisches Gestalten zum Beispiel erachtet der Bildungsrat eine Senkung der Mindest­ ansprüche als sinnvoll. Keine Änderungen sollen hingegen an den Mindestansprüchen in den Fachbereichen Schulsprache, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften vorgenommen werden. Über ihre Erreichung wird das nationale Bildungsmonitoring ab 2018 Auskunft geben. Sollte es gestützt darauf Anpassungsbedarf geben, wird dann der richtige Zeitpunkt sein. Wichtig ist dem Bildungsrat auch der Hinweis, dass der Lehrplan 21 langfristig und leistungsorientiert angelegt ist. Der kompetenzorientierte Unterricht muss eingeübt werden, bis zuverlässige Aussagen über das Niveau der Ansprüche gemacht werden können. Auch die Lehrmittel und die Aus- und Weiterbildung werden weiterentwickelt. Der kontinuierliche Kompetenzaufbau vom Kindergarten bis zur 9. Klasse braucht Zeit zur Umsetzung. Zeit wird es auch brauchen, um zu erkennen, welche Auswirkungen die Kompetenzorientierung haben wird. Das Ziel ist es, von allen Mädchen und Buben das Bestmögliche zu verlangen und die Kinder dabei zu unterstützen. Wie geht es nun weiter? Die Ergebnisse der kantonalen Konsultationen werden in den kommenden Monaten eingearbeitet werden, sodass die D-EDK bis im Herbst 2014 den Lehrplan 21 zur Einführung in den Kantonen verabschieden kann. Bevor es im Kanton Zürich zur Einführung kommt, wird nochmals eine Vernehmlassung im Schulfeld durchgeführt. Dazu werden auch die Lektionentafel und die kantonalen Anpassungen gehören. Die Einführung des neuen Lehrplans im Kanton Zürich erfolgt frühestens ab Schuljahr 2017/18. Die Konsultation der letzten Monate hat gezeigt, dass es wichtig ist, den Lehrplan breit zu diskutieren und die ­Beteiligten miteinzubeziehen. Wir wollen deshalb auch die Einführung des neuen Lehrplans gemeinsam mit dem Schulfeld angehen und sinnvolle Aus- und Weiterbildungen erarbeiten, welche die Lehrpersonen und die Schulleitungen in diesem Prozess unterstützen.  !

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Magazin

Im Lehrerzimmer der Mittelschule Hottingen hängt ein totes Pferd an der Wand.

Fotos: Marion Nitsch

Depressiv: findet Rektor Peter Stalder das Bild im Lehrerzimmer mit dem toten Pferd. Und lacht. Selber schuld: sei er nämlich, er habe die Kunst in der kantonalen Sammlung ausgewählt und zu spät gemerkt, wie «furchtbar» sie wirke. Die Schulärztin: wird das Problem lösen, sie gestaltet ein Bild fürs Lehrerzimmer. Spezialität: In dieser Schule sind Wirtschaftsgymnasium, Handelsmittelschule (HMS) und Informatikmittelschule (IMS) unter einem Dach. Kein Graben: geht deswegen durch das Team, viele der 110 Lehrpersonen unterrichten an mehreren Schultypen. Individuell: 6  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Neben dem Lehrerzimmer befinden sich Arbeitsplätze der vollzeitangestellten Lehrpersonen mit je e ­ igenem Schreibtisch und Computer. Überbleibsel aus der Vor-Handy-Zeit: ist das Tischlein mit Telefon und Telefon­büchern darunter. Der Rektor wünscht sich: eine Mensa, weil die für das Zusammengehörigkeitsgefühl zentral sei. Vor dem Lehrerzimmer: kaufen in der Pause einige der 740 Schülerinnen und Schüler am mobilen Kiosk ein. Alles andere als depressiv: ist die Stimmung im Lehrer­zimmer. Es wird geredet, Geburtstagskuchen gegessen und gelacht. [kat]


Magazin

Unter der Lupe Fünf Fragen an Ex-Miss-Schweiz und Entertainerin Christa Rigozzi Wenn Sie an Ihre Schulzeit denken, was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn? Dass es eine schöne Zeit war! Ich ging in Monte Carasso, im Tessin, zur Schule und habe da viel und eine ­Menge Spass erlebt. Es sind sehr schöne Freundschaften entstanden, die zum Teil bis heute weiterleben. Ich mochte fast alle Lehrer und habe die Schulzeit sehr positiv erlebt. Zum ersten Mal musste ich da Eigenverantwortung übernehmen: Hausaufgaben machen, pünktlich sein – aber auch Verant­ wortung gegenüber Kollegen überneh­ men. Das machte mich auch stolz. Welcher Lehrperson geben Sie rückblickend die Note 6 und warum? Sicher meinem ersten Lehrer überhaupt, den ich von der ersten bis in die vierte Klasse hatte. Er war sehr streng, aber er überraschte uns immer wieder mit Humor oder schönen Erlebnissen wie einem Ausflug oder einer interessanten Diskussions­ runde. Noch heute habe ich Kontakt per Facebook mit ihm, und wenn ich in Luzern bin, wo er heute lebt, treffen wir uns ab und zu. Ich habe viel gelernt von ihm – vor allem den Respekt gegenüber anderen Menschen. Und sehr schnell zu rechnen. Dank ihm habe ich die Schule geliebt und nach der obligatorischen Schulzeit Lust auf mehr gehabt und schliesslich Medienund Kommunikationswissenschaft studiert. Inwiefern hat die Schule Ihnen geholfen, Miss Schweiz und danach eine landesweit bekannte Entertainerin  zu werden? Disziplin, Organisation, sich auf etwas vorzubereiten – all das habe ich in der Schule gelernt, in jungen Jahren, und das hat mir im späteren Leben sehr geholfen. Was ist das Wichtigste, was Kinder heute in der Schule lernen sollen und warum? Respekt gegenüber anderen Men­ schen, Disziplin, verantwortungsvolles Handeln, Pünktlichkeit und die Fä­ higkeit, sich zu organisieren. Ganz zentral ist: wenn etwas schlecht geht – man zum Beispiel schlechte Noten erhält –, nicht aufzugeben, sondern dazuzulernen und sich zu verbessern. Und nicht zuletzt: Die Schule sollte den Kindern Allgemeinwissen vermitteln, damit sie überhaupt entdecken können, was sie als erwachsene Person machen möchten. Warum wären Sie eine gute Lehrerin – oder eben nicht? Ehrlich gesagt: Ich weiss nicht, ob ich eine gute Lehrerin wäre. Ich versuche, stets ein Vorbild zu sein und ­immer wieder Neues zu lernen. Und ich zeige mich gerne bereit, etwas zu erklären oder etwas von mir zu geben, wenn das gewünscht ist. [Aufgezeichnet von Katrin Hafner / Foto: Ellin Anderegg]

Zur Person Christa Rigozzi (30) ist Entertainerin und TV-Moderatorin, Gesicht diverser Werbekampagnen und Ex-Miss-Schweiz. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Fribourg studiert und als Nebenfach Strafrecht und Kriminologie an der Universität Bern. Die gebürtige Tessinerin spricht fünf Sprachen und lebt in Monte Carasso. Im Dezember 2013 moderierte sie im Stade de Suisse in Bern die Verleihung des Schweizer Schulpreises (vgl. Seite 25).

Das Zitat «Schulen sind kein käufliches Dienstleistungs­ angebot, sondern die professionell ­geführten Lernwerkstätten unserer Gesellschaft.» Jürg Brühlmann, Leiter der Päda­ gogischen Arbeitsstelle des ­Dachverbands Schweizer Lehre­ rinnen und Lehrer LCH, in der «NZZ am Sonntag»

Die Zahl In der öffentlichen Volksschule des Kantons Zürich gibt es 494 Schulen. Die kleinste Schule – sie befindet sich in Adlikon – besteht aus einer ein­ zigen Klasse; in der grössten Schule verteilen sich die Schülerinnen und Schüler auf insgesamt 43 Klassen. Mehr als die Hälfte der Schulen füh­ ren 10 bis 19 Klassen. Das Schulange­ bot ist vielfältig: 325 Schulen führen Kindergarten und Primarstufe zu­ sammen. Die Sekundarstufe wird in 5 Schulen zusammen mit der Kinder­ gartenstufe angeboten, in 3 Schulen mit der Primarstufe. In 30 Schulen werden alle Volksschulstufen unter ­einem Dach vereint. 114 Schulen ­bilden einzig Sekundarschülerinnen und -schüler aus. 13 Schulen bieten ausschliesslich die Primarstufe an, 4 Schulen ausschliesslich die Kinder­ gartenstufe. [ana] Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  7


Magazin

Austausch Holland– Schweiz Vor über einem Jahr haben Lehrpersonen aus Zürich und Umgebung in Amsterdam Volks- und Berufsfachschulen besucht; zuvor waren die Austausch­ kollegen bei ihnen zu Besuch. Was haben die Teil­nehmenden von diesem Schultausch übernommen? Aufgezeichnet von: Katrin Hafner  Fotos: Dieter Seeger

Blick von aussen Im Rahmen der Weiterbildung «CAS Schulentwicklung International» fand 2012 ein Schulaustausch statt, bei dem Lehrpersonen aus drei Nationen Einblick in den Schulalltag in einem jeweils anderen Land erhielten. Diskutiert wurden globale Trends in der Bildung und ­daraus resultierende Auswirkungen auf die Arbeit an Schulen. Durchgeführt wurde die Weiterbildung von der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich, der Hochschule Amsterdam und dem Schulamt des Fürstentums Liechtenstein. In einem ersten Schritt besuchten niederländische Lehrpersonen Schulen in der Schweiz und in Liechtenstein (vgl. Schulblatt 3/12), im Herbst 2012 reiste eine Gruppe von Lehrpersonen aus der Schweiz und Liechtenstein nach Holland (vgl. Schulblatt 1/13). Ziel war es, Anregungen von ausländischen Kolleginnen und Kollegen für die eigene Schule zu nutzen. Ende ­Januar 2014 startet der Lehrgang «CAS Schulentwicklung International. Projekt- und Schulentwicklung erfolgreich gestalten» erneut. www.phzh.ch/cas > zu den CAS-Lehrgängen. Bei Fragen: CAS-Leitung, frank.brueckel@phzh.ch

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Thomas Röthlisberger, Sekundarlehrer, Zürich «Von unserem Aufenthalt in Holland ist mir die IjburgSchule in einem Amsterdamer Vorort besonders positiv in Erinnerung geblieben. Sie ist sehr modern, die Lehrer unterrichten mit elektronischen Medien, gehen viel mit ­ihren Klassen raus aus dem Schulzimmer, und sie arbeiten stark themenorientiert. Zum Thema Demokratie zum Beispiel entwarfen die Schülerinnen und Schüler im Zeichnen Parteilogos und im Deutsch verfassten sie Reden. Mit dieser Schule habe ich ein Austauschprojekt für die Schü­lerinnen und Schüler unserer Sek aufgegleist. Ich werde im Mai mit einer Kollegin und ihrer dritten Sekundar­ klasse fünf Tage bei einer Partnerklasse in Amsterdam ­verbringen – Abschiedslager mal anders. Der Gegenbesuch klappt diesmal aus zeitlichen Gründen leider nicht. Das Konzept für diese Reise habe ich sorgfältig vorbereitet und bei der Schulleitung wie auch der Schulpflege eingereicht. Es ist gleichzeitig die Abschlussarbeit meiner Weiterbildung. Schön wäre, wenn sich ein regelmässiger Austausch etablieren liesse, bei dem zum Beispiel alle drei Jahre eine Klasse eine Woche in Amsterdam verbringen und die Partnerklasse zu uns nach Volketswil kommen würde. Das wäre ein echter Gewinn für unsere Schule – und meine Weiterbildung hätte einen nachhaltigen, konkreten Nutzen gebracht. Seit der Weiterbildung ‹CAS Schulentwicklung Inter­ national› bin ich noch überzeugter davon, dass es wertvoll ist, gelegentlich aus dem Alltag in eine fremde Welt abzutauchen, eine andere Perspektive auf das eigene Tun ein­ zunehmen. Der Austausch hat mich echt geprägt. Ich habe seither mehr Lust, mir Gedanken zu machen über Fragen des Unterrichtens und über die Schule der Zukunft. Und das stärkt die Freude am Beruf!»


Magazin

Jeantine Geleijnse, Primarlehrerin, Amsterdam

Reto Wegmüller, Schulleiter Berufsfachschule, Zug

«Nie vergesse ich, wie ruhig die Kindergarten- und Primarschulkinder in Zürich waren. Seit dieser Erfahrung erkläre ich in Amsterdam öfter, warum es wichtig ist, sich an die Regeln zu halten – zum Beispiel still zu arbeiten und niemandem ins Wort zu fallen. Ich nahm früher mal an einem Schulaustauschprogramm mit Äthiopien teil, auch das inspirierte mich, allerdings eher persönlich als professionell, weil die Kultur und die Bedingungen einfach nicht vergleichbar sind mit unseren. Holland und die Schweiz unterscheiden sich dagegen weniger; die gewonnenen Erfahrungen kann man besser im eigenen Schulalltag anwenden. Beispielsweise die Art, wie die Kinder in Zürich integrativ geschult werden. Das war für mich die kostbarste Einsicht: Wie gut es gelingen kann, fremdsprachige Kinder nicht ­ausserhalb, sondern in der Klasse zu unterstützen. Gerne würde ich dies an unseren Schulen vermehrt sehen, aber letztlich ist es eine Frage des Systems. Seit dem Austausch motiviere ich meine Kolleginnen und Kollegen bewusst, Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen oder Schwächen im Klassenverbund zu helfen, statt sie sofort zu separieren. In der Schweiz fiel mir auf, dass die kognitiven Aspekte im Schulalltag im Vordergrund stehen. Seither schätze ich mehr als zuvor, dass wir in Holland bewusst auch soziale und emotionale Fähigkeiten fördern. Das Austauschprogramm hat mich so überzeugt, dass ich allen Lehrpersonen empfehle, mindestens einmal im Ausland eine Schule zu besuchen. Es ist einfach extrem bereichernd – auf persönlicher wie auch auf professioneller Ebene. Zwar hatte ich in den letzten Monaten keinen Kontakt mehr zu meinen Schweizer Kollegen, weil ich so viel zu tun hatte, aber die Erinnerungen verblassen nicht.»

«Mir hat die Weiterbildung ‹CAS Schulentwicklung Inter­ national› eine neue Welt eröffnet. Die Erfahrungen, die ich in Amsterdam sammelte, haben mein Interesse geweckt an internationalen Entwicklungen – insbesondere im Bereich Berufsbildung. Ich verfolge seither aktiv, was im Ausland läuft, zum Beispiel anhand von OECD-Publikationen. Der Austausch mit den holländischen Lehrpersonen war für mich sowohl beruflich wie auch privat bereichernd. Es geht nicht um copy and paste, dafür sind die Gegebenheiten zu verschieden. Aber konkret hat mich zum Beispiel das ­offene Verhältnis zwischen Lehrperson, Schülerinnen und Schülern im Amsterdam bestärkt in meiner Ansicht, dass Lernen ein aktiver und sozialer Prozess ist. Noch mehr als vorher achte ich nun darauf, dass wir die Lernenden be­ gleiten und eine tragfähige Beziehung zu ihnen aufbauen. Es ist mir ausserdem noch bewusster geworden, wie zentral heute der Einbezug neuer Medien in den Unterricht ist. Die Holländer sind uns diesbezüglich ja deutlich voraus. Derzeit führen wir an unserer Berufsfachschule Pilot­ klassen mit Notebooks. Das geht in diese Richtung, und ich bin gespannt auf die Resultate der Evaluation. Damit ein Austauschprojekt einen Gewinn bringt für die betroffene Person und die ganze Schule, müssen meiner Meinung nach drei Voraussetzungen gegeben sein: Es braucht persönliche Offenheit, man sollte bereit sein, das eigene Tun zu hinterfragen, und man sollte eine Position ­haben, in der man das Erfahrene effektiv umsetzen kann. Als Mitglied der Schulleitung ist mir das möglich. Einer Lehrperson rate ich, vor dem Austausch bei der Schulleitung ein Mandat zu sichern, damit ein gewisser Spielraum gegeben ist, Erlerntes umzusetzen.» ! Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  9


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Fokus

Eintauchen in andere Welten Sich aus dem Schulalltag aus­ klinken, Neues kennen­lernen und Erfahrungen sammeln. Lehrerinnen und Lehrer, die eine Intensivweiterbildung machen, kehren bereichert und motiviert zurück. Fotos: Reto Schlatter / Illustrationen: büro z

Psychologe Theo Wehner über den Sinn von Auszeiten Intensivweiterbildung: Wann, wie und wo? Vier Lehrpersonen erzählen von ihren Erfahrungen

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Fokus

«Es gibt kein Rezept» Was spricht aus wissen­ schaftlicher Sicht für oder gegen ein Sabbatical oder eine Intensivweiterbildung? Der Arbeits­ psychologe Theo Wehner von der ETH Zürich erklärt, wann eine längere Auszeit sinnvoll und ­be­reichernd ist. Interview: Katrin Hafner  Fotos: Reto Schlatter

Herr Wehner, bringt eine Auszeit in jedem Fall etwas? Theo Wehner: Ja. Weil sie Abwechslung bedeutet. Wie lange sollte eine Auszeit dauern? Die Qualität der Auszeit ist nicht per se von der Dauer abhängig. Ich kann während der Arbeit eine Auszeit nehmen, indem ich die Augen schliesse oder aus dem Fenster schaue. Erholung und Kreativität sind möglich, sobald ich mich von etwas abwende und etwas anderem zuwende. Untersuchungen zeigen: Drei Viertel aller grossen Ideen werden ausserhalb der Arbeit geboren. Heute haben jedoch viele Menschen verlernt, ihre Aufmerksamkeit zwischendurch auf etwas anderes zu richten. War das früher anders? 12  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Ja, ganz früher schon, weil die Natur den Rhythmus vorgab. Bauern konnten nicht rund ums Jahr die gleiche Arbeit verrichten; Mönche waren an den kirchlichen Kalender gebunden. Mit der Industrialisierung und der Einführung der Uhr als Taktgeber für die Arbeit entstand eine falsch verstandene Effizienz: Was für Maschinen stimmt, wurde auf den Menschen übertragen. Möglichst konstant und pausenlos zu arbeiten, gilt seither als vorbildlich. Der Mensch aber funktioniert nicht so. Leben ist Ein- und Ausatmen. Um umfassende Entspannung und neue Motivation zu finden, braucht es wohl eine bestimmte Zeit, oder? Die grösste Erholung erreichen Sie in den ersten drei bis sechs Tagen. Das kann man physiologisch zeigen. Da-

nach haben Sie keinen messbaren Zugewinn an Erholung mehr, dafür Phasen von anderer Qualität, dazu gehören Erfahrungen wie Langeweile, Zweifel – warum gehe nicht einfach arbeiten? – oder Unzufriedenheit: Warum verbringe ich mein Sabbatical nicht anders? Es gibt aus arbeitspsychologischer Perspektive keinen Hinweis, wie lange eine Auszeit dauern muss, um optimal bereichernd zu sein. Klar ist nur: Sie muss länger sein als die übliche Auszeit, etwa Ferien. Was bringt eine längere Auszeit denn Positives? Weil sie weit über die sogenannt notwendige Erholung hinausgeht, kommt es zu Umstrukturierungen. Bin ich drei Monate weg von der Arbeit statt drei Wochen, verblasst meine Problem-


Fokus

Theo Wehner: «Wir sollten die Kinder und Jugendlichen lehren und ihnen vorleben, dass es beides braucht: Anstrengung und Entspannung.»

wahrnehmung des Alltags. Die täglichen Auseinandersetzungen verlieren an Bedeutung. Als Lehrer denke ich am Montag um neun Uhr nicht mehr daran, dass ich üblicherweise um diese Zeit Physik unterrichte. Die Arbeit bestimmt meinen Tagesrhythmus nicht mehr. Ich gewinne wohltuende Distanz, betrachte die Dinge aus dem Weitwinkel, und dies erlaubt mir, positive wie negative Aspekte in einem grösseren Kontext zu sehen. Wie sollte die Auszeit inhaltlich gestal­ tet sein? Empfehlen Sie Lehrper­sonen eher, mal etwas ganz anderes zu ma­ chen oder sich schulnah zu ­betätigen, zum Beispiel als Lehrer in Thailand? Es gibt kein Rezept, im Gegenteil: Die Person, die eine Auszeit nimmt, soll sel­ ber definieren, was für sie bereichernd ist. Ein Ortswechsel ist bestimmt sinnvoll und förderlich, um neue Ideen und frische Motivation zu gewinnen – eventuell gar ein Kulturwechsel. Bereichernd ist die Auszeit, wenn ich meinen Arbeitstakt verlasse und zu meinem von den Alltagsroutinen überlagerten Lebensrhythmus finde. Und was, wenn dies bedeutet, dass ich einfach ausspannen möchte? Auch das kann ein Weg sein. Ob Kontemplation, ungewohnte Aktivität in ei­ nem anderen Beruf oder Fortsetzung der gewohnten Tätigkeit in fremder Umgebung: Es muss etwas mit Ihnen und Ihrem Berufsverständnis zu tun haben. Sie sollten subjektiv einen Nut-

zen erwarten – ob dieser effektiv eintreten wird, kann man zum Voraus nicht sagen und objektivieren lässt er sich auch im Nachhinein nicht wirklich. Eindeutig gewinnbringend hingegen ist eine sorgfältige Vorbereitung. Worauf sollte man denn achten bei der Planung? Am besten fängt man früh damit an und stellt eine Liste zusammen mit ­allen möglichen Ideen und Zielen. Die wird aber lang: Ich will meine Bat­ terie möglichst nachhaltig aufladen, will mich erholen, weiterbilden, hand­ werklich verwirklichen und, und, und. Die Kunst besteht darin, die Liste zuerst bewusst zu überdehnen. Mit der Zeit realisiert man, dass man nicht alle 87 000 Ideen verwirklichen kann, und scheidet die weniger wichtigen aus. Das ist nicht leicht, denn wir haben ja keine Übung in längeren Auszeiten. Ein Sabbatical oder eine Intensivweiterbildung macht man schliesslich bloss ein oder zwei Mal im Berufs­ leben. Wir können uns also auf keine Routine stützen. Es ist immer auch ein Experiment. Worin sehen Sie den Hauptgewinn ­einer längeren Auszeit? In dieser experimentellen Haltung und im Unterbruch des Bekannten. Schätzungsweise 95 Prozent unserer Tätigkeiten beruhen auf Gewohnheit. Trete ich für längere Zeit aus dieser Routine heraus, werde ich erfahrungsgemäss konfrontiert mit unbekannten Fragen,

Fragen, die mich neu beleben, egal, ob ich auf dem Bau arbeite, reise, studiere oder mich an einer fremden Schule en­ gagiere. Wir sprechen von sogenannt konvergentem Denken, also Denken in die Tiefe, und von diver­ gentem Denken, also Denken in die Breite. Eine Auszeit sollte und wird in den meisten Fällen das divergente Denken stärken – selbst wenn Sie als Mathelehrerin in Thailand Mathematik unterrichten. Danach den Wiedereinstieg zu finden, ist wohl nicht einfach. Das ist genauso schwierig, wie den Ausstieg zu finden vor der Auszeit. Es geht um Fragen wie: Wie lange darf ich nach der Auszeit quasi noch in Auszeit bleiben, obwohl ich zurück bin? 3

Zur Person Theo Wehner (64), gebo­ ren und aufgewachsen in Deutsch­ land, ist seit 16 Jahren ordentlicher Professor an der ETH Zürich für das Fach Arbeits- und Organisations­ psychologie und Leiter des ETHZentrums für Organisations- und ­Arbeitswissenschaften. Schwer­ punkte seiner jahrzehntelangen wis­ senschaftlichen Arbeit sind unter anderem die psychologische Fehler­ forschung und das Verhältnis von Erfahrung und Wissen. Theo Wehner ist verheiratet, Vater von zwei Kin­ dern und lebt in Zürich. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  13


Fokus

Kommt es nicht schlecht an, wenn ich mir nach einer längeren Auszeit ­zusätzliche Schonzeit gönne? Es geht darum, den Übergang nicht abrupt, sondern bewusst und schrittweise zu schaffen. Idealerweise beginnt man sich mit der Arbeit auseinanderzusetzen, bevor man wieder arbeitet, und beschäftigt sich noch mit der Auszeit, wenn man schon wieder arbeitet. Woran erkennt man überhaupt, ob eine Auszeit etwas gebracht hat? Wenn jemand nach einer Auszeit genau so weiterfunktioniert, wie er vorher funktioniert hat, war die Auszeit zu kurz, zum falschen Zeitpunkt gewählt – auf jeden Fall nicht wirksam. Wie gross ist das Risiko, dass jemand nach längerer Auszeit aus dem bis­ herigen Beruf aussteigt? Erfahrungsgemäss ist es klein, die meisten kehren gestärkt und motiviert zurück. Sollte jemand aber zur Erkenntnis gelangen, dass er nicht mehr im angestammten Beruf weiterarbeiten kann oder will, ist dies für alle – auch für den Arbeitgeber – mittelfristig eine

Für den Arbeitgeber kann es lästig sein, wenn jemand nach der Auszeit dies und jenes ändern will. Tatsächlich haben einige Erwerbs­ tätige nach einer Auszeit weniger Verständnis für faktisch Gegebenes. Sie hinterfragen Organisationales, wollen gewisse Strukturen nicht mehr akzeptieren. Das kann Konflikte auslösen und irritieren. Irritation ist letztlich aber zentral für Innovation. Und man darf nicht vergessen, dass Auszeiten auch für das Arbeitsumfeld etwas bringen. Die Kolleginnen und Kollegen profi­ tieren indirekt auf professioneller und persönlicher Ebene. Vielleicht löst der Zurückkehrende aber auch Neid aus? Damit es kein Privileg für einzelne Per­ sonen oder Gruppen wird, wäre mein Vorschlag ein Zeitkonto für alle. Jedes Jahr erhält jeder Mitarbeiter eine bestimmte Stundenzahl gutgeschrieben. Wann und wie er das einlöst, sollte ihm – in Absprache – freigestellt sein. Schliesslich fragt mich auch niemand, was ich mit meinem Gehalt mache.

«Der Hauptgewinn einer Auszeit liegt in der experimentellen Haltung und im Unter­ bruch des Bekannten.» gute Einsicht. Denn womöglich hätte diese Person ansonsten unzufrieden, vielleicht sogar unengagiert und ausgebrannt weitergearbeitet, bis es gar nicht mehr gegangen wäre. Sie sagten einmal, unabhängig von der Ferien- oder Auszeitlänge dauere es bloss zwei Wochen, bis man wieder im alten Trott sei. Gibt es Tricks, den positiven Effekt zu verlängern? Ja, indem wir uns erinnern. Das tönt banal, hilft aber. Der Mensch kann ­bewusst Ferienstimmungen oder mo­ tivierende Einsichten konservieren. Konkret helfen beispielsweise kleine Gegenstände oder Bilder als Gedankenstütze. Aber auch, dass man von der Auszeit erzählt, gewonnene Er­ fahrungen in den Alltag einwebt und den Mut aufbringt, Elemente aus den Ferien oder der Auszeit in den Alltag hinüberzuretten. 14  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Jede und jeder dritte Erwerbstätige in der Schweiz klagt über zu hohe Be­ lastung bei der Arbeit. Sind wir ver­ wöhnt? Früher arbeitete man schliess­ lich nicht weniger … Wir klagen auf hohem Niveau. Als Psychologe jedoch nehme ich jede Klage ernst. Man muss bedenken, dass wir die Produktivität in den letzten dreissig Jahren verdoppelt haben. Es hat eine ungeheure Verdichtung stattgefunden, die sich nun zum Teil in Belastungssymptomen und Krankheiten mani­ festiert. Warum sind längere Auszeiten erst in wenigen Berufen anerkannt? Aus Kostengründen? Kaum jemand zweifelt heute am Sinn und an der positiven Wirkung eines Sabbaticals oder einer Intensivweiterbildung. Mittlerweile weiss man, dass sich Auszeiten selbst wirtschaftlich

langfristig lohnen, weil erfahrene Arbeitskräfte nicht verloren gehen, sondern sich motiviert weiterengagieren. Das Problem heisst Kontrollverlust. Es ist wie beim Homeoffice: Sie können noch so viele wissenschaftliche Stu­ dien vorlegen, die beweisen, dass es effizienzfördernd und ressourcen­ scho­nend ist, wenn die Leute teilweise zu Hause arbeiten – das Management will kontrollieren, Führungs­ kräfte brauchen zu Führende in Reichweite. Kommt hinzu: Der positive Effekt einer Auszeit ist nicht berechenbar, und das widerspricht wiederum den Manager­ansprüchen. Die Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Zürich haben das Recht auf eine soge­ nannte Intensivweiterbildung. Glauben Sie, dass künftig mehr Arbeitgeber an­ bieten, eine Auszeit zu beziehen? Ja, das vermute ich. Schon jetzt wird vielerorts über solche Modelle nach­ gedacht – noch nicht laut und erst informell. Das Angebot für Lehrpersonen im Kanton Zürich hat insofern Modellcharakter und ist fortschrittlich. Wie oft haben Sie selbst ein Sabbatical gemacht? Nur dreimal. Ich bin allerdings mit meinem Beruf ausserordentlich privilegiert – selbst ein Museums- oder Kinobesuch ist letztlich angewandte Psychologie. Meine Frau sagt also nicht: Hör auf zu arbeiten, sondern höchstens: Lass uns mal dies oder jenes tun. Lehrpersonen bilden Jugendliche und damit künftige Arbeitnehmer aus. Wel­ che Werte oder Haltungen sollten sie ihnen vermitteln, damit sie später eine gesunde Arbeitshaltung entwickeln? Es geht um Balance. Allerdings stört mich der Ausdruck Work-Life-Balance. Besser gefällt mir der Begriff der Arbeit-Musse-Balance. Wir sollten die Kinder und Jugendlichen lehren und ihnen vorleben, dass es beides braucht: Anstrengung und Entspannung, Hinwendung und Abwendung. Und sie üben lassen, möglichst viele Facetten des Lebens miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört zum Beispiel, die Hausaufgaben mit ausserschulischen Betätigungen zu Hause zu verbinden. In Zukunft werden sie mit noch mehr verschiedenen Anforderungen, Rollen und Möglichkeiten umgehen müssen. Ziel ist es, ihnen Möglichkeiten zu geben, dies zu üben. !


Fokus

Individuelle Programme – Raum für Kreativität Im Kanton Zürich haben Lehrerinnen und Lehrer Anrecht auf eine mehrwöchige Intensivweiter­ bildung. Welches sind die Rahmenbedingungen? Text: Jacqueline Olivier

«Erfahrungen sind Massarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht», sagte einst der 1975 verstorbene italienische Autor und Politiker Carlo Levi. Die Intensivweiterbildung (IWB) für Lehrpersonen, die von der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich in Absprache mit dem Volksschulamt und dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt angeboten wird, trägt diesem Gedanken Rechnung. Lehrpersonen erhalten die Möglichkeit, sich einmal für längere Zeit aus dem Berufs­ alltag auszuklinken, in einem anderen, selbst gewählten beruflichen und/oder kulturellen Umfeld neue Impulse zu gewinnen, sich mit der eigenen Rolle als Lehrerin oder Lehrer auseinanderzusetzen und Perspektiven für die eigene Zukunft zu entwickeln. Für Volksschul- und Berufsschullehrer stehen hierzu verschiedene Profile zur Auswahl, die jeweils aus einem ­individuell zusammengestellten «Hauptprogramm» bestehen – etwa einem Praktikum in einem ­ Betrieb im Inoder Ausland oder einem eigenständigen Projekt – wie auch aus einem Kursteil. Etwas anders sieht es bei den ­Mittelschullehrpersonen aus: Diese planen ihren Bildungsurlaub selbst, holen zuerst die Einwilligung der Schulleitung und danach jene des Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA) ein. Sieben Wochen bezahlter Urlaub Auf Volksschulstufe haben mehrwöchige Fortbildungs­ kurse, wie sie ursprünglich hiessen, eine über 30-jährige Tradition. Heute stehen für Volksschullehrpersonen in den ungeraden Jahren jeweils 110 und in den geraden Jahren 140 IWB-Plätze zur Verfügung. Zur Teilnahme berechtigt ist, wer seit mindestens zehn Jahren in einem Pensum von 50 oder mehr Prozent auf Volksschulstufe unterrichtet und nach Abschluss der IWB noch mindestens drei Jahre bis zur Pensionierung vor sich hat. Drei Wochen unterrichtsfreie Zeit (Schulferien) sind selber beizusteuern, zehn Wochen gelten als bezahlter Urlaub. Nach weiteren zehn Dienstjahren kann erneut eine Intensivweiterbildung in Anspruch genommen werden, sofern Platz vorhanden ist und Schulleitung, Schulpflege und Volksschulamt den Antrag bewilligen. Für die Schulleitung selbst gilt das Angebot der Intensivweiterbildung nicht. Denn die Anstellungsbedingungen von Schulleitungspersonen, erklärt Martin Wendelspiess, Chef des Volksschulamtes, orientierten sich an jenen von Kaderpersonen in der Verwaltung, für die – wie auch für die übrigen Verwaltungsmitarbeitenden – keine solchen mehrmonatigen Weiterbildungen vorgesehen seien.

Auf der Sekundarstufe II soll zwischen dem 12. und dem 20. Dienstjahr ein zehnwöchiger Bildungsurlaub ein­ geschal­tet werden, wie Thomas Oechslin, Leiter der Personalabteilung im MBA, sagt. «Für Lehrpersonen der Mittelund Berufsfachschulen ist eine solche Weiterbildung Recht und Pflicht, denn es gibt gute Gründe, nach einer gewissen Zeit mal Abstand zu nehmen und mit neuen Impulsen an die Arbeit zurückzukehren.» Es gehe darum, «runterzufahren» und den Horizont zu erweitern. Diese Chance nutzen Lehrpersonen auch gerne über den vorgesehenen Zeitrahmen hinaus. Weil auf dieser Stufe der Ablauf der Intensivweiterbildungen nicht im selben Masse vorgegeben ist wie auf Volksschulstufe, besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das individuelle Projekt zwischen Sommer- und ­Herbstferien umzusetzen und diese gleich dazuzunehmen. Verlängern lässt sich die IWB in Absprache mit der Schulleitung zusätzlich mit unbezahltem Urlaub – ideale Voraussetzungen etwa für einen längeren (Sprach-)Aufenthalt im Ausland. Teilnehmende äussern sich begeistert Möglichkeiten gibt es viele, und die Palette der individuell ­zusammengestellten Programme ist gross. Unter den Volksschullehrpersonen im Kanton Zürich ist das Profil «Arbeits­ welten erfahren», also als Praktikant Einblick in einen Betrieb zu erhalten, besonders beliebt. In den letzten vier Jah­ren haben sich 282 Personen für diese Möglichkeit e ­ ntschieden, wovon 121 Personen in der Schweiz blieben, 161 ihr Prak­ tikum im Ausland absolvierten. Auch die Art der gewählten Betriebe deckt eine grosse Bandbreite ab: vom Zirkus über das Spital oder die Oldtimergarage bis zur Informa­ tionTechnology-Firma. Grundsätzlich ist die Nachfrage insbesondere von Volksschullehrpersonen nach einer Intensivweiterbildung gross, die Plätze sind stets gut gefüllt. Und die Rückmeldungen der Teilnehmenden mehrheitlich begeistert. Barbara Dangel, Bereichsleiterin Person und Profession an der PH Zürich, hat einige davon für eine Präsentation der IBW zusammengetragen. «Wenn ich bis 65 Schule gebe, seid ihr schuld», heisst es da zum Beispiel. Oder: «Eine Art inneres Feuer ist geblieben.» «Wir hören sehr viel Positives», sagt auch Martin Wendelspiess, «die hierfür aufgebrachten Gelder sind sicher gut und nachhaltig investiert.» ! Informationsveranstaltungen der PH Zürich • Volksschule: 19. März, 6. Juni und 3. September 2014. Weitere Informationen und Anmeldung: www.phzh.ch > Weiter­ bildung > Angebote Volksschule > Intensivweiterbildung • Berufsfachschule: 14. März 2014

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  15


Fokus

Herbert Kähli, 47, Berufs­ fachschullehrer, reiste nach China und hielt seine Erfahrun­ gen in Paris schriftlich fest. «Ich gehe am 21. Oktober 2013 erholt, bereichert und mit vielen neuen Erkenntnissen über die Welt wieder mit dem Fahrrad zur Schule.» Mit diesem Satz schliesst das Konzept, das Herbert Kähli vor Antritt seiner Intensivweiterbildung (IWB) geschrieben hatte. Hat sich diese Prognose bewahrheitet? «Ja, es war eine grosse Horizonterweiterung», sagt der 47-Jährige, der an der Berufsschule für Gestaltung Zürich Allgemeinbildung unterrichtet, rückblickend. Am 23. Juli 2013 landet Herbert Kähli auf dem Flug­ hafen Schanghai Pudong. Von dort katapultiert ihn eine Magnetschwebebahn in die 24-Millionen-Metropole. «Ich ­ kam in eine Doppelwelt», erzählt der Lehrer. Neben globaluniformen Quartieren mit klimatisierten Gucci-, Starbucksund Apple-Shops erlebte er ein fremdes China voller Gerüche und Lärm, mit Kleinstläden, Trottoirs, auf denen gekocht und geschlafen wird, mit verstopften Strassen, in denen sich Fussgänger, Velos und Autos drängeln und schlängeln. «Man gewöhnt sich an die vielen Menschen auf engstem Raum, man wird unwichtig, geht in der Menge auf, verliert sich.» Das Ego, aber auch das Verantwortungsgefühl schwänden. «Ein beängstigendes und gleichzeitig befreiendes Gefühl.» 16  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Herbert Kähli lernt intensiv Chinesisch, besucht den Betrieb eines Modelabels, eine Berufsschule, zwei Fabriken der ABB und hält vor Mitgliedern der EU-Handelskammer einen Vortrag über die schweizerische Berufsbildung. «Es war eine strenge Zeit. Ich war sehr gefordert, zuweilen über­ fordert und geriet an meine Grenzen. Wieder mal Schüler zu sein, etwas nicht können, war aber auch eine gute Erfahrung, die mir hilft, mich besser in die Lernenden einzufühlen.» Weil Herbert Kähli einige Ferienwochen in die eigentliche Auszeit integriert, kann er nach sieben Wochen in China noch fünfeinhalb in Paris anhängen. Hier bringt er seine Erlebnisse und Eindrücke aus Shanghai und Chongqing für den Unterricht zu Papier und nimmt Bandoneon-Unterricht. «Das war wunderschön und erholsam.» Am 20. Oktober fährt er mit dem TGV nach Zürich zurück, am 21. Oktober radelt er zur Schule. «Ich war erstaunt, wie schnell mich der Alltag wieder hatte», sagt Herbert Kähli. Und doch ist es seither anders. «Oft denke ich: Was würden die Chinesen dazu sagen? Ich versuche mich in eine grössere Welt zu versetzen.» Wenn er mit seinen Schülern über Globalisierung spricht, ist das weniger abstrakt als früher. «Ich weiss besser, was ‹made in China› bedeutet, und kann das besser vermitteln.» Damit hat er eines der Ziele erreicht, die er sich für seine IWB gesetzt hatte. Ein zweites lautete, die Routine von 15 Jahren Berufsschulunterricht zu brechen. Auch das ist gelungen. «Ich habe Schwung geholt in der grossen Welt und packe meine Aufgaben seither wieder mehr wie ein Junglehrer an.» [ami] !


Fokus

Daniela Schultheiss, 54, ­Primarschullehrerin, arbeitete in einem Garten­ center in Kalifornien. Eigentlich hatte Daniela Schultheiss längst eine Auszeit nehmen wollen. Aber aus familiären und beruflichen Gründen klappte es nie. Letzten Sommer passte dann endlich alles. Sie nahm an Vorbereitungsseminaren teil, die die ­ ­Pädagogische Hochschule Zürich im Zusammenhang mit Intensivweiterbildungen anbietet. Ein wichtiger Teil des Ganzen, findet die Klotener Handarbeitslehrerin. «Es war eine grossartige Gelegenheit, zusammen mit anderen über die eigene Lebenssituation nachzudenken: Wo stehe ich? Wo will ich hin?» Daniela Schultheiss, die früh geheiratet und Kinder ­gehabt hatte, wollte etwas nachholen, was sie als junge Frau verpasst hatte: Weit weg gehen, befreit von den Verpflichtungen des Alltags. Die Destina­tion sollte englischsprachig und schön warm sein, was sie dort tun würde, war zweit­ rangig. Schliesslich landete sie in Wegman’s Nursery in ­Redwood City, südlich von San Fran­cisco. Das Gartencenter wird von Mark Wegman und Heidi Pellarin Wegman geführt. Sie sind die Kinder des Firmengründers, der 1950 aus der Schweiz eingewandert war. Daniela Schultheiss wohnte bei Heidi in einem grosszügigen Haus mit Pool. Blumen g ­ iessen,

verwelkte Blüten entfernen, Pflanzen ausladen und ordnen, Preisschilder anschreiben: Die Ar­ beiten im Gartencenter waren intellektuell nicht wirklich fordernd, körperlich dafür umso mehr. «Den ganzen Tag auf den Beinen zu sein, war ein Krampf.» Der Rücken war über-, der Kopf unterfordert. Als sie mit Mark und Heidi darüber sprach, konnte sie zur Abwechslung Aufgaben in Büro und Haushalt übernehmen. Zwischendurch betreute sie die Tochter einer alleinerziehenden Mitarbeiterin. Daniela Schultheiss lernte pre­käre Arbeits- und Lebensbedingungen kennen. Viele Angestellte der Nursery bekommen den Mindestlohn von acht Dollar die Stunde, einige haben mehrere Jobs, um sich über Wasser zu halten, Krankheit und Ferien werden nur teilweise bezahlt. «Und trotzdem scheinen die Leute ­ zufrieden zu sein. Alle sagten, es gehe ihnen wunderbar.» Neben ihrer Arbeit blieb Daniela Schulheiss Zeit, um auf eigene Faust Ausflüge zu unternehmen. Sie war stolz ­darauf, sich selber durchschlagen zu können in der fremden Umgebung. Gleichzeitig konnte sie «runterfahren» und sich erholen. «Ich bin sehr dankbar für diese Auszeit. Für einmal konnte ich jede Verantwortung ablegen.» Sie kehrte «mit einer gewissen Gelassenheit» aus Kalifornien zurück und freute sich auf die Schule. Als sehr toll empfand Daniela Schultheiss das IWBSeminar nach ihrer siebenwöchigen Auszeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten einen bunten Strauss von Erlebnissen mitgebracht. Viel Stoff, der in die Reflexion über sich, eigene Wünsche und Rollen eingeflossen sei. «Dieser Rahmen war mindestens so wichtig wie das Prak­ tikum selber», sagt Daniela Schultheiss heute. [ami] ! Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  17


Fokus

Christoph Stückelberger, 50, Sekundarschullehrer, hat in seiner Intensivweiterbildung einen Werbefilm gestaltet. Nützlichkeit war Christoph Stückelberger bei der Wahl seiner Intensivweiterbildung wichtig. «Ich wollte nicht irgendwo am Meer Delfine beobachten», sagt der Winterthurer, der im Sekundarschulhaus Rosenau Töss Zeichnen und Englisch unterrichtet, «ich wollte mein zweites Standbein stärken.» Sein zweites Standbein, das sind Illustrationen, Cartoons und Karikaturen, die er seit vielen Jahren z­ eichnet. Papier, Filzstift, Photoshop und viel Kaffee standen denn auch während der siebenwöchigen Auszeit bei der Filmproduktionsfirma Jantofilm im Zentrum. Neu war jedoch, dass die Bilder laufen lernten. Im k ­ leinen Winterthurer Jung­ unternehmen von Antonio Calí, einem ehemaligen Schüler Christoph Stückelbergers, lernte er neue Programme kennen und machte erste kleine Filme. Vor allem aber wirkte er massgebend an einem echten Werbefilm mit. Geworben wird darin für eine Zeitschrift, die Themen aus dem Unternehmeralltag behandelt, zum Beispiel die Work-Life-Ba­ lance. Christoph Stückelberger entwickelte Ideen, verfasste das Drehbuch und zeichnete das Storyboard für den Film. «In einer grossen Werbeagentur wäre ich bloss ein Rädchen gewesen, hier aber konnte ich fast alles machen.» 18  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Neben dem Handwerk lernte Christoph Stückelberger auch eine andere Kultur kennen: jugendliches Unternehmertum, das geprägt ist vom Mut, ohne vorgegebene Spur und fixen Monatslohn vorwärtszugehen und sich zu behaupten. «Davon will ich mir eine Scheibe abschneiden.» Genossen hat der Lehrer die Arbeitsbedingungen. «Im Bienenhaus Schule erlebe ich keinen Tag ohne irgendeinen ­Ärger.» Bei Jantofilm dagegen erlebte er ein ­ruhiges, entspanntes Arbeitsklima und fröhlich pfeifende Kollegen. Das hat ihm so gut gefallen, dass er als freier Mitarbeiter der Firma weitermachen wird. Ein konkretes Projekt ist schon aufgegleist. Etwas Überwindung hat es Christoph Stückelberger schliesslich gekostet, nach den Herbstferien, die er an die Intensivweiterbildung drangeben musste, wieder in den ­Berufsalltag einzusteigen. «Ich habe sieben Wochen meinem ­Hobby gefrönt und mich – trotz seriöser Arbeit – erholt. Ich hatte etwas Angst vor dem Druck des Schulalltags.» Der freundliche Empfang durch Kolleginnen, Kollegen, Schü­ lerinnen und Schülern machte die Rückkehr jedoch leicht. Jetzt ist er wieder «in der Mühle» – und doch nicht mehr der Gleiche. «Ich bin relaxter, gelassener», sagt er. Die ausserschulische Erfahrung habe seine Perspektiven verschoben. «Die Welt ist weiter, offener, freier geworden.» Unter anderem, weil er gemerkt habe, dass er Kompetenzen hat, die nicht nur im Klassenzimmer brauchbar sind. Und: Bei aller Begeisterung für seinen temporären Arbeitsplatz in einer anderen Arbeitswelt hat ihn diese Zeit auch gelehrt, die festen Strukturen und die Stabilität der Schule vermehrt zu schätzen. [ami] !


Fokus

Matthias Tschudin, 48, ­Gymnasiallehrer, verbrachte mit seiner Familie ein Jahr in Australien und studierte dort. Dass Matthias Tschudin seinen obligatorischen Weiterbildungsurlaub im australischen Queensland verbringen würde, war nicht vorgezeichnet. Der Gymnasiallehrer hatte ­keinen besonderen Bezug zu Down Under. Weil er an der Kantonsschule Büelrain in Winterthur im zweisprachigen Maturitätslehrgang Wirtschaft unterrichtet, sollte es einfach ein englischsprachiges Gebiet sein. Für seine Frau musste es ein sonniger, warmer Ort sein. Schliesslich entschieden sie, «etwas Grösseres» zu machen; Matthias Tschudin hängte an die ordent­lichen zehn Wochen Weiterbildungs­ urlaub anderthalb Semester unbezahlten Urlaub an und zog mit Frau und Kindern an die Gold Coast. «Es war buchstäblich ein Sprung ins kalte Wasser und zu Beginn war es manchmal schon fast eisig kalt», schreibt Matthias Tschudin in seinem Bericht über den Beginn seines Postgraduate-Studiums in Journalismus an der Griffith University. Und der Unialltag war nur eine der Herausforderungen. Auto kaufen, Wohnung mieten und Kindergarten organisieren ein paar weitere. Aber schon nach wenigen Wochen hatte sich die Familie gut eingelebt. Matthias Tschudin besuchte Vorlesungen, schrieb Arbeiten und ver-

fasste zusammen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen einen Blog, in dem es um die zukünftige Entwicklung der Gold Coast ging. Die Erwartung, die er in das JournalismusStudium gesetzt hatte, erfüllte sich: «Ich konnte mich damit auseinandersetzen, wie Australien tickt.» Nach dem Vollzeitstudium im ersten Semester belegte er im zweiten Halbjahr zwei Kurse. Im einen ging es da­ rum, wie Situationen des Wandels bewältigt werden können. In seiner schriftlichen Arbeit wandte er das Gelernte auf das Neubauprojekt der Kantonsschule Büelrain an. «Ich hoffe, dass ich mithelfen kann, ein Bewusstsein zu schaffen für die Prozesse, die beim Bezug eines neuen Gebäudes ablaufen – und dass sie gestaltbar sind.» Während des ganzen Jahres hatten weder Matthias Tschudin noch seine Frau und seine Kinder Heimweh. Alle wuchsen in ihr neues Leben hinein. Das Touristenmekka Gold Coast liess keine Langeweile aufkommen. Reibungslos lief im Sommer 2013 die «Wiederansiedlung» in der Schweiz. «Es war, als wäre nichts gewesen», sagt Matthias Tschudin. Nach zwei Tagen war ­alles «gäng wie gäng», von Kulturschock keine Spur. Das galt auch für die Schule – jedenfalls fast: Plötzlich, wie aus dem Nichts, begann ihm die Arbeit plötzlich grauenhaft zu stinken. Er empfand alles als harzig und hatte wenig Energie. Inzwischen ist er wieder guter Dinge und inter­pretiert die Krise als Nachwehen der Australienzeit. Eine andere positive Nachwirkung: «Ich weiss jetzt, dass ich mit einer ungewohnten Situation zurechtkomme.» Das Vertrauen, etwas Neues anfangen zu können, wenn man es denn wollte, sei wertvoll. «Es gibt Freiheit, nimmt Druck weg. Das ist für die Motivation, als Lehrer zu arbeiten, positiv.» [ami] ! Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  19


Volksschule

Claudia Reinhardt will den Kindern der Schule Erlenbach Sicherheit vermitteln für die Prüfung.

Lernen für die Gymiprüfung Die Bildungsdirektion empfiehlt den Schul­gemeinden, eigene Angebote zur Prüfungsvorbereitung auszugestalten. Zwei Schulen, die das auf unterschiedliche Weise tun. Text: Charlotte Spindler  Foto: Sophie Stieger

Mittwochnachmittag. Auf dem Sport­ platz vor dem Schulhaus Stägenbuck in Dübendorf rennen Buben einem Ball hinterher. Im Primarschulhaus ist es hingegen still; nur in einem Zimmer ist an d ­iesem winterlich grauen Tag das Deckenlicht eingeschaltet. Sieben Mädchen und drei Jungs sitzen an den Tischen, Hefte und Übungsmaterial vor sich. Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aus zwei Klassen der Primarschule Stägenbuck bereiten sich auf die Aufnahmeprüfung für das Lang­ gymnasium vor, die sie im März be­ stehen wollen. Kostenlose Gymivorbe­ reitungskurse sind im Kanton Zürich 20  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

nicht vorgeschrieben, werden von ei­ nigen Schu­len aber seit Jahren ange­ boten. Die Bildungsdirektion empfiehlt den Schul­gemeinden, solche Kurse an­ zubieten. Denn: Nicht alle Eltern kön­ nen sich Prüfungsvorbereitungskurse von privaten Anbietern leisten. Wie die Schulgemeinden die Empfehlung umsetzen, ist ihnen freigestellt (siehe Kasten). An den Primarschulen der Stadt Dü­ bendorf findet der Vorbereitungs­ kurs in der unterrichtsfreien Zeit statt; im Schulhaus Stägenbuck jeweils am Mitt­woch von 13.30 bis 15.15 Uhr. Im Juni 2012 hatte die Primarschulpfle­ge

Dü­bendorf ein einheitliches Vorgehen aller Schuleinheiten in Bezug auf die Prüfungsvorbereitung ans Langgym­ nasium beschlossen: Zusätzlich zum regulären Unterricht in der Klasse wird ein kostenloser Kurs ange­boten, der allen Kindern offensteht. Unter­ richtet werden alternierend zwei Lek­ tionen Mathematik und Deutsch, ver­ mittelt werden auch prüfungsrelevante Lerntechniken. Der Kurs beginnt je­ weils nach den Herbstferien und dau­ ert bis zum Prüfungstermin im Früh­ ling. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Schülerinnen und Schüler die zusätzlich gestellten Hausaufgaben


Volksschule

daheim lösen und sie in den Unterricht mitbringen – und natürlich müssen sie die regulären Hausaufgaben zuverläs­ sig erledigen. Besonderes Gewicht in der Freizeit «Unser Modell bewährt sich», sagt Schulleiterin Jasmin Thalmann. «Wir finden es richtig, die Prüfungsvorbe­ reitungskurse auf den freien Mitt­ wochnachmittag zu legen, denn für die Kinder und ihre Eltern erhält der Kurs damit ein besonders Gewicht. Sie ent­ scheiden sich bewusst für dieses Zu­ satzangebot und geben damit ein Stück Freizeit auf.» Der Prüfungsvorbereitungskurs an der Schule Stägenbuck wird von Leh­ rerinnen und Lehrern aus dem Schul­ haus erteilt. Sie werden nach dem Vi­ kariatsansatz entschädigt. An diesem Mittwochnachmittag diskutiert JeanClaude Richardet mit seinen Schüle­ rinnen und Schülern direkte und in­ direkte Proportionalität. Er gibt Tipps, wie die Lösung einer kniffligen Ma­ theaufgabe schrittweise dargestellt wer­ den kann. «An der Prüfung wird auch der Weg zum Resultat bewertet», sagt er. Vor dem Ende der Stunde erläutert der Lehrer die Hausaufgaben für den Mathematik-Block in zwei Wochen – und natürlich, wer Zusatzaufgaben lö­ sen möchte, erhält solche. «Die Kinder, die den Kurs besuchen, gehören leis­ tungsmässig zu den Besten in ihren Klassen. Sie erfahren hier eine För­ derung, die sie in den stark heteroge­ nen Klassen mit vielen fremdsprachi­ gen Kindern – das Stägenbuck ist eine Quimsschule – in diesem Masse nicht haben», sagt Jean-Claude Richardet. «Und selbst wenn sie den Übertritt ins Gymnasium nicht schaffen: Das Ge­ lernte können sie auch in der Sek A bestens brauchen.» In den regulären Stundenplan integriert Die Schule Erlenbach am rechten Zü­ richseeufer hat eine andere Lösung gewählt. Seit 2008 werden die freiwil­ ligen, kostenlosen Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung ans Lang­ gymnasium in den Stundenplan integ­ riert – für die Stundenplangestalter eine echte Herausforderung. Der Kurs von jeweils zwei Wochenstunden an einem Vormittag wird von einer exter­ nen – nach Lohnreglement entschä­

digten – Lehrperson erteilt; er beginnt nach den Sommerferien und dauert bis zur Prüfung im März. «Wir nehmen nur Schülerinnen und Schüler auf, die im zweiten Zeugnis der fünften Klasse einen Notendurchschnitt von mindes­ tens einer Fünf in den prüfungsrele­ vanten Fächern haben», sagt Thomas Isler, Schulleiter Kindergarten/Primar­ schule. Er begrün­det: «Die Anforderun­ gen sind nicht zu unterschätzen; die Kinder müssen nicht nur die Haus­ aufgaben und die Zusatzaufgaben des Prüfungsvorberei­ tungskurses lö­ sen, sondern den Stoff der wöchentlich zwei verpassten Unterrichtsstunden selbstständig nach­arbeiten.» Komplexe Aufgaben lösen lernen Im jetzt laufenden Schuljahr besuchen 18 Kinder – je hälftig Mädchen und Buben – aus zwei sechsten Klassen den Prüfungsvorbereitungskurs. Das sind deutlich mehr als in früheren Jahren. Claudia Reinhardt erteilt diese Kurse seit deren Beginn. Nach den Herbst­ ferien hat sie an einem Elternabend über das bisher Geleistete informiert und den Eltern erklärt, wie sie ihr Kind in den kommenden Wochen unterstüt­ zen können. In den ersten Wochen hat Claudia Reinhardt mit ihren Schüle­ rinnen und Schülern den Stoff repe­ tiert, den sie an der Prüfung beherr­

schen sollten. «Nach den Herbstferien lösen wir Prüfungsaufgaben aus frü­ heren Jahren und üben verschiedene Aufsatzformen. Wichtig ist mir, den Kindern Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie sie in der Prü­ fungssituation mit komplexen Aufga­ ben umgehen können.» So lohne es sich, sagt sie ihren Schülerinnen und Schülern, die über ihrem Rechenblatt brüten, Dezimalzahlen einiger Brüche und Quadratzahlen auswendig zu ler­ nen: «An der Prüfung könnt ihr so wertvolle Zeit ­ gewinnen.» Der Prü­ fungstermin rückt näher. «Etwa acht Stunden pro Woche arbeite ich für die Schule», sagt ein Junge. Sein Bank­ nachbar ergänzt: «Zusätzlich zu den Übungsblättern löse ich noch andere Prüfungsaufgaben; die Aufgaben ma­ che ich allein, nur beim Repetieren frage ich manchmal meine Eltern.» «Wir haben eine sehr hohe Erfolgs­ quote», konstatiert Schulleiter Thomas Isler. «Im vergangenen Schuljahr ha­ ben alle Schüler, die bei uns den Kurs besucht haben, die Aufnahmeprüfung bestanden.» Wie viele von ihnen zu­ sätzlich private Nachhilfeangebote in Anspruch nehmen, kann der Schul­ leiter nicht beziffern; sinnvoll findet er es entschieden nicht, denn die Kinder stünden in dieser Zeit ohnehin unter hohem Leistungsdruck.  !

Empfehlungen lassen Gestaltungsraum offen Das Volksschulgesetz des Kantons Zürich sieht eine individuelle Förderung für Kinder und Jugendliche vor, die ein Gymnasium besuchen möchten. Sie werden im regulären Unterricht mit den Anforderungen der Aufnahme­ prüfungen vertraut gemacht; zusätzlich bieten manche Schulen schon seit ­einigen Jahren Prüfungsvorbereitungskurse für Schülerinnen und Schüler in der sechsten Primar- und der zweiten Sekundarklasse an. Gemäss den Empfehlungen der Bildungsdirektion vom Februar 2012 sollten die Kurse zwei Wochenlektionen während des ersten Semesters umfassen; die Bedarfsabklärung, die Finanzierung, die Entschädigung der Lehrpersonen und die Organisation bleiben Sache der Schulgemeinden. Elternbeiträge ­können erhoben werden, aber der Kanton empfiehlt, darauf zu verzichten. In den Kursen sollen sich die Kinder und Jugendlichen das Prüfungswissen in Deutsch, Mathematik, für die Sekundarschule auch Französisch aneignen können, mit Lerntechniken vertraut machen sowie Wissensdefizite abbauen. An wie vielen Schulen heute solche freiwilligen Kurse angeboten werden, ist dem Volksschulamt nicht bekannt. Empfehlungen: www.vsa.zh.ch > Schulstufen und Schulen > Primarstufe Weitere Informationen zum Übertritt in der Broschüre «Beurteilung und Schullauf­ bahnentscheide»: www.vsa.zh.ch > Schulbetrieb & Unterricht > Zeugnisse & Absenzen ∑ Sammlung alter Prüfungsaufgaben: www.zentraleaufnahmepruefung.ch ∑ ∑

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Volksschule

Stafette Die im letzten Schulblatt vorgestellte sonderpädagogische Werkschule Grundhof gibt den Stab weiter an eine Schule, in der viel musiziert wird: die Primarschule in Dielsdorf. Text: Katrin Hafner  Fotos/Collage: Marion Nitsch


Volksschule

Steckbrief: Kindergarten und Primarschule mit 450 Kin­ dern, 45 Lehrerinnen und Lehrern. Lage: zwischen Agglo­ meration und Land. Stellenwert Musik: Der Schulleiter Mi­ chael Jud findet Musik sehr wichtig und freut sich, dass überdurchschnittlich viel musiziert wird an seiner Schule – ohne dass dies im Schulprogramm verankert sei. Instru­ mente im Schulzimmer: Lehrerin Susanna Wyrsch zum Bei­ spiel unterrichtet seit 27 Jahren an dieser Schule und hat seit jeher Musik in den Unterricht einbe­zogen. In ihrem Klassen­zimmer stehen ein Klavier sowie Schlaginstrumen­ te und Xylofone. Etwa jeden zweiten Tag musiziert sie mit den Schülerinnen und Schülern, teils mit ihren eigenen, teils mit den von den Kindern mitgebrachten Instrumenten. ­Musik in Mathematik und anderen Fächern: Im Mathematik­ unterricht arbeitet Susanna Wyrsch oft mit Takt und Me­ lodie. Die Kinder sagen etwa die Siebnerreihe auf, spielen gleichzeitig eine Melodie, schlagen dazu den Rhythmus oder balancieren auf einer Holzplatte. Immer wieder gibt es Musikprojekte, so hat die ganze Klasse «Es schneielet, es beielet» siebenstimmig gespielt. Aber auch spontan bindet die Klassenlehrerin Musik in den Unterricht ein – un­ abhängig vom Fach. Taucht zum Beispiel der Begriff «­ rückwärts» auf, spielt sie ein Lied rückwärts auf dem ­Klavier und lässt die Klasse dazu den Text rückwärts lesen.

«Ich habe noch nie ein Kind erlebt, das keine Freude hat am Musizieren. Es gibt nur solche, die es sich zu Be­ ginn nicht zutrauen. Ich setze Musik ein, damit ich mit allen Kindern ge­ meinsam arbeiten kann, trotz sehr ­unterschiedlichem Hintergrund und Niveau. Denn Musik verwischt die Grenzen. Und sie stärkt das Selbst­ vertrauen der Schülerinnen und Schüler und fördert auch ihr Selbst­ bewusstsein. Wenn wir miteinander Musik machen, fühlt jedes Kind, dass es in der Gemeinschaft seinen Platz hat, eine Rolle spielt – gute Voraus­ setzungen, um leistungsbereit zu sein. Wenn wir zum Beispiel in Mathematik musizieren, müssen sich alle beson­ ders gut konzentrieren und aufeinan­ der hören. Ausserdem kommen auto­ matisch Spielerisches und Genuss rein – weil es eben nicht nur ums Zahlenbüffeln geht.»

Was die Musik bringt: Es sei kaum beschreibbar, was ein Kind ausstrahle, das den Takt gefunden oder eine Melodie getroffen habe, es sei ein Erfolgserlebnis, das mo­tiviere und die Bereitschaft wecke, Neues zu lernen. Aus­serdem bringe man nie so gut Ruhe in die Runde wie mit Musik, sagt ­Susanna Wyrsch, denn man müsse aufeinander Rücksicht nehmen. Nachteil: Die Vorbereitung ist aufwendig, vieles muss organisiert und durchdacht sein: Nicht jedes Instru­ ment ist geeignet für jedes Kind. Musik ent­fesselt, da braucht es auch Struktur. Tipp für andere: Je schwieriger die Klasse, desto mehr musiziere sie, sagt Susanna Wyrsch und fügt an: «Zaubern kann man aber auch mit Musik nicht.» Es lasse sich allerdings über alle Stufen hinweg singen und musizie­ ren – so auch Lehrpersonen mit Kindern und Eltern. !

Stafette Das Schulblatt besucht Schulen, die im Unterricht und Schulalltag interessante Wege entwickeln. Die vorgestellte Schule bestimmt, welche Primaroder Sekundarschule in der kommenden SchulblattAusgabe vorgestellt wird. Die in dieser Ausgabe vorgestellte Schule wünscht sich: eine Primarschule, in der stark individualisiert unterrichtet wird.

Larin: «Musik macht mich fröhlich. Alle in unserer Klasse haben Freude, wenn wir Musik machen. Es ist ein­ fach cool, zwei Dinge gleichzeitig zu machen, zum Beispiel balancieren auf einem Holzteil und dazu im Rhythmus die richtigen Zahlen zu singen. Aber kompliziert ist es manchmal schon ein wenig. Ich wähle immer Klavier, weil ich dieses Instrument sowieso spiele, es gefällt mir am besten. Zum Glück hat Frau Wyrsch eines in unserem Klassenzimmer.» Elena: «Ich gehe in die Flötenstunde und übe zu Hause jeden Tag. In der Schule machen wir anders Musik. Wenn wir bei Frau Wyrsch ein Instru­ ment wählen können, nehme ich die Trommel oder das Xylofon. Eigent­ lich reizen mich aber fast alle Instru­ mente. Musik entspannt mich irgend­ wie. Das Schönste ist, wenn ich etwas vorspielen darf – am liebsten auch grad vor allen Eltern.»

«Ich besuchte die Dimitrischule und arbeitete 18 Jahre als Schauspieler, bis meine Visionen irgendwann nicht mehr aufgingen mit der Realität. Da machte ich die Ausbildung zum Heil­ pädagogen. Die Arbeit mit IF-Schü­ lern macht mich glücklich. Man kann Kinder gut mit Geschichten, Theater und Musik abholen, ihnen Impulse geben. In einem Musical, welches 2012 an der Primarschule produziert wurde, waren plötzlich jene die Stars, denen es sonst nicht nur leicht läuft. Sie lebten regelrecht auf. Das sind persönliche Erfolge, die motivieren. Ob sie die Leistungen in anderen ­Fächern verbessern, ist nicht zentral. Ich bin überzeugt, dass solche Er­ fahrungen die geistige Lebendigkeit fördern – und ein Leben, das reich ist an Bildern, Figuren, Fantasie und Visionen, ist ein reiches Leben. Das Musische trägt viel dazu bei.»

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Volksschule

Pisa 2012

Erfreuliche Resultate: Schweiz schneidet sehr gut ab Die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz liegen in den drei getesteten Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften gemäss der internationalen Vergleichs­ studie PISA 2012 deutlich über dem OECD-Mittelwert. In Mathematik er­ reichen sie sogar ein hervorragendes Ergebnis; es gibt kein anderes euro­ päisches Land, das einen höheren Mittelwert erreicht. Die Schweizer 15-Jährigen liegen denn auch erstmals signifikant über dem Mittelwert von Finnland. Auch im Lesen und in den Naturwissenschaften schneiden die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler überdurchschnittlich gut ab. Insbeson­ dere der Anteil der Leistungsschwa­ chen im Lesen hat sich seit PISA 2000 signifikant reduziert. An PISA 2012 haben in 65 Ländern rund 510 000 Ju­ gendliche teilgenommen – über 11 000 waren es aus der Schweiz. [red]

Schulpreis

Die Oberstufenschule Wädenswil gewinnt einen Hauptpreis Vier von zehn Schweizer Schulen, die im Dezember im Finale des Schweizer Schulpreises standen, kommen aus Zürich: die Sekundarschule Ruggen­ acher aus Regensdorf, das ­Gymnasium Unterstrass aus Zürich, die Sekundar­ schule Ebni aus Neftenbach und die Oberstufenschule Wädenswil. Letztere erhielt einen der beiden Hauptpreise von je 40 000 Franken, der zweite Hauptpreis ging an die Gemeinde­ schulen Martigny (VS). Gleich drei Schulen landeten auf dem zweiten Platz, darunter die Sekundarschule Neftenbach (ZH). Die Preisverleihung fand im Berner Stade de Suisse statt und wurde von Christa Rigozzi mode­ riert (siehe S. 7). Der Schweizer Schul­ preis anerkennt vorbildliche pädago­ gische Leistungen, Ideen und Konzepte und will sie anderen Schulen zugäng­ lich machen; die Gesamtpreissumme beträgt 225 000 Franken. Dahinter steht das Forum Bildung, ein Verein, der ­gemäss Eigendefinition «das Wissen und die Diskussion über zukunftswei­ sende Bildungs- und Schulthemen fördern und in die aktuelle Diskussion

einbringen will». Der Schweizer Schul­ preis wurde zum ersten Mal verliehen. Über 100 Schulen aller Stufen hatten sich beworben. Ein Expertengremium wählte 18 Finalisten aus, die von Jury und Experten besucht wurden. Jury­ präsident und Bildungsforscher Jürgen Oelkers betonte an der Preisverlei­ hung, die prämierten Schulen seien nicht die besten Schulen der Schweiz, sondern solche, die in international anerkannten Qualitätsmerkmalen ­herausragende Leistungen erbringen würden. Die nächste Preisverleihung findet 2015 statt. [red] ∑

www.schweizerschulpreis.ch

schulischen Heilpädagogen und Heil­ pädagoginnen nicht mitgerechnet). Einführung dieser Änderung per 1. August 2015. • Befristete Anstellung und Probe­ zeit. Es ist möglich, befristet – maximal für ein Jahr – Personen ohne Lehr­ diplom anzustellen, sofern der Kanton trotz Ausbildung von Quereinsteigen­ den einen Lehrermangel feststellt. Neu wird ab Schuljahr 2015/16 bei Neu­ anstellungen von Lehrpersonen eine Probezeit eingeführt; Kündigungen sind vor den Herbst- und Weihnachts­ ferien möglich. Einführung dieser Än­ derungen per 1. August 2015. [red]

Lehrpersonalverordnung

Quest

Neuerungen für Lehrpersonen und Schulleiter im Personalrecht

Die Pädagogische Hochschule Zürich zieht eine positive Bilanz

Mit der Inkraftsetzung der Gesetzes­ vorlage, der die Stimmberechtigten in der Volksabstimmung vom 3. März 2013 zugestimmt haben, und der An­ passung der Lehrpersonalverordnung regelt der Regierungsrat den Vollzug einer Reihe von neuen Bestimmungen im Personalrecht der Lehrpersonen und Schulleitenden. Die Änderungen: • Kündigungsfrist. Neu gilt für alle Lehrpersonen eine Kündigungsfrist von vier Monaten. Diese Änderung trat per 1. Januar 2014 in Kraft. • Schulleitende ohne Lehrdiplom. Die Funktion als Schulleiterin oder Schulleiter kann neu auch ohne eine Anstellung als Lehrperson ausgeübt werden. Die bisherige Unterrichts­ verpflichtung für Schulleitende wird per 1. August 2014 aufgehoben. • Kantonal angestellte Lehrperso­ nen. Bisher waren Lehrpersonen mit weniger als zehn Lektionen kommunal angestellt, diejenigen mit grösserem Pensum kantonal. Die Kantonalisie­ rung aller Anstellungsverhältnisse per 1. August 2015 führt für die Gemein­ den zu Vereinfachungen. • Mindestpensen und maximale Anzahl Lehrpersonen. Neu sollen nur noch Lehrpersonen mit einem Pen­ sum von mindestens zehn Wochenlek­ tionen angestellt werden sowie nach Möglichkeit eine bestimmte Anzahl Lehrpersonen an den Klassen der Kindergarten- und Primarstufe nicht überschritten werden (Kindergarten: 2 Lehrpersonen, Primarschule 3; die

Die Pädagogische Hochschule (PH) Zürich hat die ersten Erfahrungen mit Studiengängen für Quereinsteigende (Quest) ausgewertet und zieht eine positive Bilanz. Da nach wie vor ein Mangel an Lehrpersonen besteht, sol­ len die Studiengänge befristet weiter­ geführt werden. Seit 2011 bietet die PH Zürich solche Quest-Studiengänge an. Sie wurden als eine von mehreren Massnahmen gegen den Lehrkräfte­ mangel eingerichtet. Die Studiengänge stützen sich auf die Verordnung über das besondere Aufnahmeverfahren an die PH Zürich von November 2010, die bis Ende Dezember 2013 befristet war. Der Regierungsrat hat die Gel­ tungsdauer der Verordnung nun bis 31. Dezember 2015 verlängert. [red]

Lehrplan 21

Jugendliche wollen mehr Wissen über Menschrechte und Konsum Die Studie «Jugend und Lehrplan 21» des Marktforschungsinstituts GfK hat Jugendliche über den Lehrplan 21 und ihre Erwartungen an die Schule befragt. Der Lehrplan 21 ist den Ju­ gendlichen kaum bekannt; nur jeder zehnte hat schon davon gehört. Es kam klar heraus, dass die Jugendli­ chen in Bildungsthemen mitreden wollen. Sie wünschen mehr Wissen über Menschenrechte, Konsumthemen, den Umgang mit Medien und Themen rund um Nachhaltigkeit. [red] ∑

www.bildungskoalition.ch Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  25


Mittelschule

Brennpunkt Maturitätsquote An der Herbst­ tagung der Fachkonferenzen, die im November zum zweiten Mal stattfand, wurde unter anderem über die «richtige Maturitätsquote» diskutiert. Text: Jacqueline Olivier

«Gibt es die richtige Maturitätsquote – ja oder nein?» Diese Frage eröffnete die Podiumsdiskussion, die den ersten Teil der diesjährigen Herbsttagung der Fachkonferenzen abschloss. Der Dis­ kussion vorausgegangen waren die Re­ ferate der beiden Hochschulprofesso­ ren Mathias Binswanger und Philipp Sarasin – Verteidiger der heutigen ­Maturitätsquote von schweizweit rund 20 Prozent der eine, Befürworter einer um bis zu 10 Prozent höheren Quote der andere. Mit kernigen Worten stellte Mathias Binswanger das Denken von «mehr gleich besser» infrage, w ­ ährend für Philipp Sarasin klar ist, dass Wis­ sen in unserer Gesell­schaft die wich­ tigste Produktivkraft und die freie Wahl der eigenen Bildung in einer liberalen Gesellschaft ein Grundrecht darstel­ len. Bildungsdirektorin Regine Aeppli

hatte in ihrer Begrüs­sung zu bedenken gegeben, eine spür­bare Erhöhung der Maturitätsquote würde die Berufsbil­ dung schwächen, weil es noch schwie­ riger würde, Lernende für anspruchs­ volle Berufsausbildungen zu finden. Eine höhere Maturitätsquote sei also kein Rezept, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Konkurrenzfähig­ keit der Schweiz zu stärken. Das Gymnasium – ein Hürdenlauf? Zurück zur Podiumsdiskussion: Sieben der acht Teilnehmer antworteten auf die Eingangsfrage von Gesprächsleiter Christoph Wittmer, Rektor der Kan­ tonsschule Enge und Mitglied der Pro­ jektleitung HSGYM, eine richti­ge Ma­ turitätsquote gebe es nicht. Nur der Letzte in der Reihe erklärte: «Natürlich gibt es die richtige Maturitätsquote. Sie

liegt für den Kanton Zürich im schwei­ zerischen Durchschnitt von 20 Prozent statt bei den heutigen 18,5 Prozent. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.» Diese dezidierte Meinung vertrat Mit­ telschullehrer Markus Späth, Mitglied der Projektleitung HSGYM. Marc Kum­ mer, Chef des Mittelschul- und Be­ rufsbildungsamts, hielt dagegen, dass letztlich die Gymnasien selbst über die Erfolgsquote bei den Aufnahme- und Maturaprüfungen entschieden. Cornel Jacquemart, Präsident der Schulleiter­ konferenz, brachte zum Ausdruck, das Gymnasium von der Aufnahme bis zur Matur sei ein Hürdenlauf von Selektion zu Selektion, zwischen den Hürden bleibe wenig Raum für die Förderung. Von Hochschulseite nahmen Lino Guzzella, Rektor der ETH, und Otfried Jarren, Rektor ad interim der Univer­

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«Der Gedanke der Förderung sollte im Zentrum stehen» Christoph Wittmer, Rektor der Kantonsschule Enge und Mitglied der Projekt­ leitung HSGYM, spricht über Hinter­gründe der Quotendiskussion. Herr Wittmer, warum hat die ­Projektleitung die Maturitätsquote zum Thema der HSGYM-Tagung gemacht? Im Zusammenhang mit den Forderungen nach der Abschaffung der Aufnahmeprüfung ist die Maturitätsquote wieder aufs politische Tapet gekommen. Ausserdem ist momentan noch nicht klar, ob es dank der unternommenen Anstrengungen der Gymnasien, die Leistungen der Maturandinnen und Maturanden zu verbessern, gelingt, die Drop-out-Quote an den Hochschulen zu reduzieren. Die entscheidende Frage, die sich Gymnasien und Hoch26  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

schulen im Grunde gemeinsam stellen müssen, lautet: Wozu dient die Selektion und läuft sie nicht teilweise Gefahr, zum Selbstzweck zu werden? Wie meinen Sie das? Es gibt beispielsweise Studienfächer, bei denen besonders viele Studierende nach dem ersten Jahr rausfallen. Warum ist das so? Geht es darum, die Zahl der Studierenden zu reduzieren, damit ein Studium überhaupt vernünftig organisiert werden kann? Oder genügen alle diese jungen Leute tatsächlich den Anforderungen nicht? Und wenn man davon ausgeht, dass eine Erhöhung der Maturitätsquote zu einer Senkung der Qualität führt, gilt dann automatisch auch der Umkehrschluss, dass eine stärkere Selektion eine höhere Qualität bedeutet?


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Mittelschule

Das Signet zur Herbsttagung der Fachkonferenzen im Rahmen von HSGYM.

sität Zürich, an der Veranstaltung teil. Sie zeigten sich gegenüber dem Anlie­ gen der Gymnasien, Studienanfänger besser zu unterstützen, offen. So hatten sie noch vor der Diskussion präsen­ tiert, wie sie die Übergangsphase vom Gymnasium an die Hochschule ver­ bessern wollen: Unter anderem sind derzeit an beiden Hochschulen soge­ nannte Self-Assessments in Vorberei­ tung, mit deren Hilfe Studieneinsteiger ihre Kenntnisse und Fähigkeiten über­ prüfen sollen, um so einer falschen

Wahl vorzubeugen oder zumindest all­ fälligen Nachholbedarf festzuzustellen. Ausserdem werden an der Uni neu Schnupperkurse für angehende Stu­ dentinnen und Studenten angeboten. Trotz solcher Neuerungen, machte Li­ no Guzzella klar, werde die ETH an der Basisprüfung nach dem ersten Stu­ dienjahr fest­halten. Er sei jedoch da­ rauf bedacht, dass man qualitäts- und kriterienorien­tiert prüfe und nicht um des Siebens willen. «Und wenn wir ei­ nen starken Jahrgang haben, kommen

Was steuert die Selektion Ihrer Meinung nach? Im Moment ist Selektion ein Stabilitätsfaktor für ein System, das funktioniert. Im aktuellen System wäre es problematisch, die Maturitätsquote deutlich zu erhöhen – also im Gymnasium mehr Schüler aufzunehmen und dafür die Ansprüche zu senken. Der Preis hierfür wäre vermutlich hoch. Es könnte sein, dass die Hochschulen mit Aufnahmeprüfungen reagieren würden und damit ein jetzt gut funktionierendes System ins Wanken geraten würde. Das wäre das Ende der Matur als Zulassung zu allen ­Studienrichtungen. HSGYM ist ein klares Bekenntnis zu dieser Matur. Warum eigentlich? Wenn die Hochschulen Aufnahmeprüfungen einführten, müssten wir vor allem im letzten Schuljahr auf diese hinarbeiten, wodurch die Zeit für die Allgemeinbildung und das Überfachliche, die für uns klar zur Hochschulreife gehören, fehlen würde. Ausserdem vertreten wir die Auffassung, Gymnasium und Hochschule seien ein Bildungsgang. Die Zahlen geben uns recht: Der allergrösste Teil der Maturandinnen und Maturanden absolviert anschliessend ein Studium. Wenn man an der Idee

halt mal 90 Prozent durch statt nur 50 oder 40.» All dies kommt dem, was Markus Späth von den Hochschulen er­ wartet, nah: Fairness gegenüber den Studienanfängern, Assessments mit klarem Prognosecharakter und nicht, um die Studierendenzahlen in be­ stimmten Fächern zu reduzieren. Der Dialog geht weiter Markus Späth wurde am Ende der ­Diskussion als Projektkoordinator von HSGYM mit grossem Dank für sei­ nen Einsatz verabschiedet. «Wenn wir heute sagen, HSGYM lebt, hat das viel mit Markus Späth zu tun», sagte Chris­ toph Wittmer. Der neue Projektkoordi­ nator Thomas Schmidt hat sein Amt bereits angetreten. Nach der Pause gingen die Dis­ kussionen in den einzelnen Fachkon­ ferenzen weiter – vorwiegend über fachschaftspezifische Themen, aber auch nochmals über die Maturitäts­ quote sowie über die geplante Aus­ weitung von HSGYM auf die Nachbar­ kantone ohne eigene Universität, de­ ren Maturanden für ein Studium vor­ wiegend nach Zürich kommen. Auch wenn HSGYM nach bald zehn Jahren dem Projektalter entwachsen ist – der Dialog an der Schnittstelle geht weiter. Genügend Gesprächsstoff ist nach wie vor vorhanden. !

der Einheit festhält, sollte man aber neben und nach der Matur keine Prüfung zwischenschalten. Trotzdem wird an den Hochschulen gesiebt – nach dem ­ersten Jahr. Und die Durchfallquote ist teilweise hoch. Muss man sich im Rahmen von HSGYM also um noch ­grössere Passgenauigkeit bemühen? Ja, und da kommt vielleicht mit den Self-Assessments, die Uni und ETH nun einführen, etwas ins Rollen. In Ergänzung dazu braucht es an den Hochschulen aber auch die ent­ sprechenden Förderangebote. Grundsätzlich finde ich, nicht Quoten, sondern der Gedanke der Förderung sollte im Zentrum stehen. Unser Ziel muss es sein, dass alle Schülerinnen und Schüler, wenn sie gut mitarbeiten, im Gymnasium bleiben können und nach bestandener Matur auch die Chance haben, im Normalfall das anschliessende Studium zu schaffen. Damit wir in diesem Punkt weiterkommen, ist es aus meiner Sicht ­unerlässlich, den Fördergedanken auf beiden Stufen zu stärken und HSGYM zu erweitern, indem wir diejenigen, um die es letztlich geht, nämlich Maturanden und Studierende, in den Dialog einbeziehen. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  27


Mittelschule

Schulgeschichte(n) Als älteste Landmittelschule geniesst die Kantonsschule Zürcher Oberland (KZO) seit jeher eine gewisse Unabhängigkeit. Diese nutzt sie gerne, um eigene Wege einzuschlagen. Text: Jacqueline Olivier  Fotos: Hannes Heinzer / zvg

«Das Gymnasium im Zürcher Ober­ land» – so titelt die KZO auf ihrer Infor­ mationsbroschüre. Diesen selbstsiche­ ren Auftritt kann sie sich leisten, ist sie doch in der Region südlich von Uster fest verwurzelt und ohne Konkurrenz. Zwar wurden im Kanton Zürich 1999 die Einzugsgebiete der Mittelschulen abgeschafft, doch die grosse Mehrheit der inzwischen rund 1300 Schülerin­ nen und Schüler der «Kanti Wetzikon», wie die Schule auch genannt wird, stammt nach wie vor aus dem Bezirk Hinwil und den oberen Zürichseege­ meinden. Und nicht selten haben be­ reits die Eltern oder Grosseltern der Jugendlichen ihre Gymizeit an der KZO verbracht, sich hier vielleicht sogar kennen- und lieben gelernt. Es ist wohl dieser unangefochtenen regionalen «Poleposition» zu verdan­ ken, dass die KZO im Laufe ihrer über 58-jährigen Geschichte immer mal wieder mit unkonventionellen Allein­ 28  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

gängen für Aufsehen sorgte. So führte die Schule bereits 1961 die Staatsbür­ gerlichen Arbeitstage – kurz Stabü – ein, heute würde man von P ­ rojekttagen sprechen. Oft ging es dabei um bri­ sante Themen wie etwa «Die Integra­ tion Europas» (1962) oder «Macht und Mächtige in der Demokratie» (1979). 1971 führte die Schule ein ausge­ klügeltes Wahlfachsystem ein, das den Schülern überdurchschnittlich vielfäl­ tige Wahlmöglichkeiten anbot, und stiess damit als Reformschule schweiz­ weit auf Beachtung. Noch mehr Furore machte sie vor nicht allzu langer Zeit mit der Einführung des Selbstlernse­ mesters (SLS) – das aus heutiger Sicht als Pionierprojekt des selbstorgani­ sierten Lernens (SOL) einzustufen ist. Entstanden aus einer Not- und Pro­ testsituation – die Schulleitung wollte die Folgen des kantonalen Sparpro­ gramms San04 für die Öffentlichkeit wahrnehmbar machen –, stand schon

in der Vorbereitung ein ganz anderer, nämlich pädagogischer Gedanke im Vordergrund: «Zu viele Schülerinnen und Schüler sind in zu vielen Lek­ tionen zu wenig aktiv», kam die da­ malige Arbeitsgruppe zum Schluss. Schülerinnen und Schüler in Bewe­ gung zu bringen, ihnen Erlebnisse mit fachlichen Fragen und Erfahrungen mit eigenem Forschen und Denken zu ermöglichen, war deshalb das erklärte Ziel der neuen Lernform. Grosses Medienecho Die Umsetzung war gewagt: Im ersten Semester des fünften Schuljahres er­ arbeiten die Schülerinnen und Schüler den Stoff in fünf Fächern weitgehend selbstständig, während der normale Unterricht in den übrigen Fächern nur am Vormittag stattfindet. Damit betrat die KZO 2004 – zunächst mit drei Pro­ jektklassen – in der Tat Neuland und löste ein ungeahntes Medienecho aus.


Mittelschule

Robin Bisping,

Präsident der Schülerorganisation 

Martin Zimmermann, Rektor

«Die KZO sehe ich als offene Schule, die stets bereit ist, auf ­besondere Situationen zu reagieren. Das Selbstlernsemester ist sicher Ausdruck dieser Flexibilität. Wir haben das Thema des selbstständigen Lernens aufgegriffen, als es bereits in der Luft lag, man aber noch nicht offiziell darüber sprach. Sicher auch darum stiess das Projekt auf so grosses Medieninteresse. In der Einführungszeit haben wir enorm viel darüber diskutiert, wie sich Internet und elektronische Medien in der Schule ein­ setzen lassen, wie sie die Schule und die Rolle der Lehrperson verändern. Für das Team war dies ein wichtiger Prozess. Heute gehört das SLS ganz selbstverständlich zum Schulprogramm. Die Frage, wie die Schule auf die neue Informationstechnologie reagieren muss, ist aber nach wie vor aktuell.»

Aufgrund einer positiven Evaluation erteilte der Bildungsrat nur ein Jahr später grünes Licht für die Ausweitung auf sämtliche 5. Klassen der KZO. In diesem Schuljahr wird das SLS zum zehnten Mal durchgeführt. Den Schülerinnen und Schülern Verantwortung übertragen hat man schon in den Anfangsjahren nach 1955 mit einer institutionalisierten Mit­ sprache zum Beispiel im Konvent. Und dann gibt es da noch ein anderes, für alle sichtbares Zeichen dafür, dass man in der Kanti Wetzikon die Jugendlichen ernst nimmt: «Nur ein Kuss» – dieser schnörkellose Schriftzug in roter Farbe

«Ich habe seinerzeit die KZO gewählt, weil ich in der Gegend wohne. Die Schule hat aber auch einen guten Ruf, weil sie ­immer wieder Neues ausprobiert. Durch das begrenzte Ver­ pflegungsangebot in Wetzikon trifft man sich in den Pausen oft auf der Strasse wieder. Die Schule hat also trotz der Grösse und des Leistungsanspruchs einen familiären Charakter. ­Ausserdem wird uns hier wenig vorgeschrieben, vielmehr wird auf Eigenverantwortung gesetzt. Auch im Selbstlernsemester, das ich vor einem Jahr durchlaufen habe. Ich fand es zwar teil­ weise sehr streng, auf der anderen Seite fördert es den Zusam­ menhalt unter den Schülern, weil einige am Nachmittag in der Schule bleiben und gemeinsam lernen. Durch das SLS lernte ich, zielgerichteter zu lernen und mit dem Abgabestress umzu­ gehen, was mir auch bei der Maturitätsarbeit zugutekam.»

ziert seit Ende der Achtzigerjahre die Fassade links vom Haupteingang. Da­ hinter verbirgt sich eine (Liebes?-) Geschichte, von der kaum noch je­ mand weiss, wie sie sich genau abge­ spielt hat, die aber heute noch die Fan­ tasie von Schülern und Lehrpersonen anregt. Fakt ist hingegen, dass sich der seinerzeitige Rektor Karl Weder ent­ schieden gegen die Anweisung des Hochbauamts zur Wehr gesetzt hat, das Graffito zu entfernen. Dass die Schüler­ zeitung heute unter dem Titel «Kuss» erscheint, passt nahtlos in das Bild ei­ ner Schule, die ihre Geschichte(n) ger­ ne selber schreibt. !

Schulgeschichte(n) Die Zürcher Mittelschullandschaft ist während 180 Jahren gewachsen und hat entscheidende Entwicklungs­ schritte durchlaufen. Das Schulblatt porträtiert in einer neuen Serie ­einzelne Schulen, deren Geschichte für eine bestimmte pädagogische oder bildungspolitische Entwicklung steht, und lässt die Rektorin oder den Rektor sowie die Präsidentin oder den Präsidenten der Schüler­ organisation erzählen, was für sie von der Vergangenheit spürbar ist und wie sie die Schule heute erleben.

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Interkulturelle Weiterbildung Studienreise Albanien 19.–27. April 2014, (Frühlingsferien) Zielgruppe Lehrpersonen aller Stufen, Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter Psychologinnen/ Psychologen (max. 15 Personen) Sofern Platz vorhanden auch andere Interessierte Leitung Nexhat Maloku, Mediator CAS, Lehrer HSK in Zürich Prospekt und Anmeldung Nexhat Maloku, Hagenbuchrain 32, 8047 Zürich Tel. 076 569 20 80, E-Mail: nmaloku@sunrise.ch Preis: Fr. 1840.– (Alles Inklusive) Albanien Albanien war bis zu Beginn der 90er Jahre von einer kommunistischen Diktatur geprägt. Nach der Öffnung des Landes ist nun Albanien auf dem Weg in die EU und seit April 2009 NATO Mitglied. Mehrere kulturhistorische Stätten gehören zum UNESCOWeltkulturerbe und ziehen gemeinsam mit den bezaubernden Landschaften immer mehr Touristen an. Während unserer Reise werden wir Spuren vergangener Herrscher und Eroberer verfolgen und eindrückliche Kulturdenkmäler aus der Illyrischen, mittelalterlichen und osmanischen Zeit besuchen. Neben der Hauptstadt Tirana besichtigen wir unter anderem die Städte Shkoder und Kruje im Norden, Durres und Sarande an der Küste sowie Berat und Gjirokaster im Landesinneren. Geplant sind zudem Gespräche mit Bildungsverantwortlichen sowie der Besuch einer Volksschule und wir erfahren, in welchem Rahmen die Schweiz in Albanien Entwicklungshilfe leistet. Während der Reise durch das Land werden wir die herzliche Gastfreundschaft der Menschen erleben und Albanien mit seinen grossen gesellschaftlichen wie auch landschaftlichen Gegensätzen entdecken.

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Mittelschule

Gutes Zeugnis für Zürcher ­Mittelschulen Die Befragung ehemaliger Zürcher Mittelschülerinnen und Mittelschüler zwei Jahre nach ihrem Maturitäts­ abschluss, die 2012 zum fünften Mal durchgeführt wurde, zeigt ein erfreu­ liches Bild: Über 90 Prozent der rund 1000 teilnehmenden Personen sind mit ihrer Mittelschule zufrieden. Die meisten gaben an, auf das Studium oder eine nachfolgende Tätigkeit gut vorbereitet worden zu sein, insbe­ sondere in persönlichkeitsbildender Hinsicht sowie bezüglich wichtiger Selbst- und Methodenkompetenzen. Über 75 Prozent fühlen sich zudem fachlich kompetent. Auch den Ausbil­ dungsstand in den einzelnen Schul­ fächern beurteilt die Mehrheit positiv, ebenso die erworbenen überfachlichen Kompetenzen. Kritischer fällt dagegen das Urteil zur Unterstützung bei der Studienwahl aus. Der Bildungsrat hat nun die Bildungsdirektion beauftragt, die Praxis der Zürcher Mittelschulen betreffend Studienberatung zu über­ prüfen und Möglichkeiten einer ziel­ führenden Studien- und Laufbahn­ beratung abzuklären. [red]

Studienwoche

Jugendliche forschten zum Thema Macht Wie kann Macht errungen oder er­ halten werden? Was braucht es, um mächtig zu sein? Wie verhindert man Machtmissbrauch? Wie üben Medien Macht aus? Solchen und ähnlichen Fragen gingen im November rund 20 Jugendliche aus der ganzen Schweiz im Rahmen einer geistes- und sozial­ wissenschaftlichen Studienwoche nach. Organisiert worden war sie von der Stiftung Schweizer Jugend forscht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mercator Schweiz. Eine Woche lang bearbeiteten die Jungforscherinnen und Jungforscher an den Universitäten Zürich, Luzern und Basel diverse Forschungsprojekte zum Thema Macht. Die Projekte um­ fassten Fachbereiche wie beispiels­ weise Geschichte, Politologie, Ethno­ logie, Medien-, Gesellschafts- und Religionswissenschaften oder klassi­ sche und moderne Philologie. Viele

der Teilnehmenden schnupperten bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal Uni-Luft. Sie erhielten Einblicke in das Leben an einer Universität und lernten wissenschaftliche Arbeits­ methoden kennen. Die Schlussberichte und die Poster, die sie erstellten, ­präsentierten sie an der Schlussver­ anstaltung an der Universität Luzern der Öffentlichkeit. [red]

Schulraumstrategie

Vier Standorte für neue Mittelschule in Abklärung Drei neue Mittelschulen sollen auf­ grund der prognostizierten steigenden Schülerzahlen im Kanton Zürich bis 2020 entstehen. Als Erstes wird ein Standort am rechten Zürichseeufer gesucht. Elf Grundstücke wurden in­ zwischen geprüft, vier davon werden nun einer Machbarkeitsstudie unter­ zogen. Sie befinden sich in den Ge­ meinden Meilen, Uetikon am See und Stäfa und erfüllen grundsätzlich die Kriterien wie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die reali­ sierbare Mindestgeschossfläche und den Bodenpreis. Ausserdem verfügen sie über ein Einzugsgebiet, das die ­erforderliche Schülerzahl begünstigt. Die Ergebnisse der vertieften Abklä­ rungen werden voraussichtlich bis Mitte März vorliegen. Danach wird

der Regierungsrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Evaluation von Grundstücken auf der linken See­ seite, wo ebenfalls eine neue Mittel­ schule entstehen soll, werden mit Be­ ginn dieses Jahres beginnen. [red]

Informatik

Via Passerelle an die ZHAW Die Zürcher Hochschule für Ange­ wandte Wissenschaften (ZHAW) bie­ tet Absolventinnen und Absolventen einer gymnasialen Matur seit diesem Schuljahr eine Passerelle zum Infor­ matikstudiengang der School of Engi­ neering an. Er besteht aus einem drei­ monatigen Vorkurs und einem neun­ monatigen Praktikum. Das anschlies­ sende Studium umfasst sechs Semester und wird mit einer Bachelor­arbeit ab­ geschlossen. Sie führt zum Titel Ba­ chelor of Science ZFH in Informatik. Der Studiengang Informatik an der ZHAW wird auch im interna­tionalen Profil angeboten. Dieses beinhaltet den Besuch von englischsprachigen Fachmodulen, den Nachweis beson­ ders guter Sprachkenntnisse, Kurse in Crosscultural Management / Communi­ cation sowie einen längeren Auslands­ aufenthalt während des Studiums. [red] www.zhaw.ch > Studium > Informatik > Matura2Engeneer@ZHAW in Informatik

Foto: zvg

Ehemaligenbefragung

Eine Studienwoche liess Jugendliche erstmals Uni-Luft schnuppern. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  31


Berufsbildung

Berufslehre heute Autoteile zu zerlegen und wieder zusammenzufügen ist die Leidenschaft von Jeany Cumes Muñoz. Deshalb lernt sie AutomobilAssistentin. Laut ihrem Ausbildner Roberto Zanetti eine gute Wahl: Im Automobilgewerbe stünden ­einem viele Wege offen. Text: Jacqueline Olivier  Foto: Sabina Bobst

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Berufsbildung

Mit einer Tüte der nahegelegenen Bäckerei in der Hand durchquert Jeany Cumes Muñoz leise die Empfangshalle der Delta-Garage in Wädenswil. Es ist neun Uhr, und für das Team den Znüni zu besorgen ist eines der «Ämtli» der jungen Frau in royalblauem T-Shirt und schwarzer Latzhose mit aufgesticktem Mazda-Signet. Sie verschwindet hinter der Türe zur Werkstatt und kehrt kurz darauf ohne Tüte zurück. Mit schüchternem Lächeln setzt sie sich auf einen der bequemen Sessel, auf denen normalerweise die Kunden Platz nehmen. Mit diesen hat sie allerdings noch wenig zu tun, denn als Lernende im ersten Ausbildungsjahr ist sie vorwiegend in der Werkstatt beschäftigt. Dort ist Jeany Cumes Muñoz in ihrem Element, war es schon in Kindheitstagen: In ihrer ursprünglichen Heimat Guatemala lebte sie direkt neben einer Autogarage, von der sie sich magisch angezogen fühlte. Wann immer es konnte, schaute das kleine Mädchen den Männern bei der Arbeit zu, machte sich mit kleinen Handreichungen nützlich. Mit elf Jahren kam sie in die Schweiz. Die neue Umgebung änderte jedoch nichts an ihrem Traum: dereinst selber an Autos herumschrau­ ben zu können, zu verstehen, was wie funktioniert. Elektronik macht Beruf kopflastiger Als es um die Suche einer Lehrstelle ging, schnupperte sie zwar auch in anderen Berufen, doch nichts über­ zeugte sie richtig. Ihre Einblicke in mehrere Garagen hingegen bestätigten ihr: «Da will ich hin.» Und die grossen dunklen Augen strahlen, wenn die angehende Automobil-Assistentin erzählt, warum: «Es gefällt mir, Autoteile auseinanderzunehmen und wieder richtig zusammen­ zusetzen. Und auch, dass man sich viel überlegen muss und immer in Bewegung ist. Ich könnte mir nicht vorstellen, den ganzen Tag in einem Büro zu sitzen.» Dass heute in einer Autowerkstatt einiges an Kopfarbeit gefragt ist, kann Roberto Zanetti, Sohn des Firmeninha­ bers, bestätigen: «Angesichts der mo­ dernen Elektronik besteht die grösste Herausforderung in der Diagnose von auftretenden Problemen. Das erfordert eine logische Vorgehensweise.» Neben handwerklichem Geschick, Fleiss und

Anstand – schliesslich habe man viel Kundenkontakt – sei deshalb der schulische Rucksack ein wichtiges Argument bei der Rekrutierung von Lernenden. Jeany Cumes Muñoz hatte sich bei der Delta Garage Wädenswil AG für die dreijährige Grundbildung als Automobil-Fachfrau beworben. Der Eignungstest des Schweizerischen Autogewerbeverbands, den alle Kandi­ daten absolvieren müssen, ergab jedoch, dass für sie die zweijährige Lehre mit Berufsattest passender wäre. Zwar lerne die Automobil-Assistentin genauso wie der Automobil-Fachmann alle Handgriffe, die es an einem Auto auszuführen gebe, erklärt ihr Aus­ bildner, aber in etwas langsamerem Tempo und nicht so detailliert. Roberto Zanetti bereut es nicht, dass er der jungen Frau die Chance zu dieser Ausbildung gegeben hat. «Ich habe schon während ihrer Schnupperwoche in un­ serem Betrieb gemerkt, dass sie sehr interessiert ist.» Nur mit Jungs in der Klasse Mittlerweile kann die 18-Jährige da und dort bereits mit anpacken. Das bis­ her grösste Erfolgserlebnis hatte sie, als sie das erste Mal allein Bremsklötze und Bremsscheiben auswechselte. «Das war eine Riesenfreude.» Was aber sagen ihre Freunde dazu, dass sie sich für einen klassischen Männerberuf ent­schieden hat? «Einige finden es

megacool, vor allem die Mädchen können es hingegen nicht verstehen, weil man doch immer dreckige Hände und ungepflegte Fingernägel habe.» Tatsächlich ist sie die einzige weibliche Lernende ihres Jahrgangs in diesem Beruf im Kanton Zürich. In der Berufsschule sitzt sie mit lauter jungen Männern in der Klasse. Damit hat sie kein Problem. «Es macht Spass, mit den Jungs unterwegs zu sein. Auch wenn es manchmal viel Geduld braucht – es sind halt Jungs.» Im Betrieb arbeiten zwar weitere Frauen, allerdings nicht in der Werkstatt. Doch fühlt sich die Lernende von ihren Kollegen akzeptiert, und Roberto Zanetti meint: «Jeany tut dem Team gut, gerade auch den ­anderen beiden Lernenden. Für diese ist es anspornend zu sehen, dass auch eine Frau diese Arbeit machen kann.» Nach Abschluss des Berufsattests möchte Jeany Cumes Muñoz möglichst nahtlos weiterlernen: erst Automobilfachfrau, dann Automobil-Mechatronikerin. Allerdings will sie sich nicht zu sehr darauf verlassen, dass dies klappt. «Es ist besser, die Ziele nicht zu hoch zu stecken, sonst bin ich dann enttäuscht.» Roberto Zanetti, der selber einen eidgenössischen Fachausweis als Automobildiagnostiker in der Tasche hat, ist um seine Lernende nicht bang: «Das Automobilgewerbe ist derart vielseitig, dass jede und jeder seinen Platz finden kann.» !

Der Beruf Automobil-Assistent/in EBA Ausbildung: zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA). Aufgaben: einfache Service- und Wartungsarbeiten an Motor, ­Antrieb, Fahrwerk und elektrischer Anlage. Anforderungen: abgeschlossene Volksschule, bestandener Eignungstest des Autogewerbeverbands Schweiz (AGVS), handwerkliches Geschick, Sinn für technische Zusammenhänge, sorgfältiges Arbeiten. Karrieremöglichkeiten: Grundbildung zum Automobil-Fachmann EFZ, anschliessend zum Automobil-Mechatroniker EFZ. Das EFZ wiederum ermöglicht diverse Spezialisierungen und Vertiefungen: Autolackierer, Automobildiagnostiker, Automobilkaufmann, Automobil-Verkaufsberater usw. ∑

www.agvs.ch

Berufslehre heute Jedes Jahr treten im Kanton Zürich rund 12 500 Jugendliche eine Lehrstelle an. Sie erlernen neue, altbekannte oder exotische Berufe, solche, die schulisch hohe Anforderungen mit sich bringen, und andere, die mehr auf praktisches Talent ausgerichtet sind. Das Schulblatt porträtiert in einer Serie jeweils eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner (Lehrmeister) und eine Lernende oder einen Lernenden (Lehrling) in ihrem Arbeitsalltag. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  33


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Berufsbildung

Wie viel Führung braucht es? Die 46. Vollversammlung der Lehrpersonenkonferenz Berufs­ fachschulen Kanton Zürich (LKB) stand im Zeichen des Themas «Führen und geführt werden». Text: Niels Walter

«Lehrer sind Experten.» Das sagte Bildungsdirektion Regine Aeppli vor über 900 Berufsfachschullehrpersonen im Zürcher Kongresshaus. Doch wie viel Führung brauchen und vertragen diese Experten und Expertinnen? Und wie sehr sind sie ihre eigenen Chefs? Diese (wohl ewig) umstrittenen Fragen standen im Zentrum der diesjährigen Vollversammlung des LKB, bei der sich ne­ ben den protokollarischen Geschäften alles um das Thema «Führungsaufgaben» drehte. Steter Wandel als Herausforderung Der Präsident des Zürcher Kantonsrats, Bruno Walliser (SVP), erklärte in seiner Begrüssungsrede, Führen lerne man nicht nur an Schulen und Seminaren, sondern auch in der täglichen Arbeit in einem Betrieb. Der Kamin­ fegermeister aus Volketswil betonte, wie wichtig das «sinnliche Arbeiten» in Handwerksberufen sei. Die «Verakademisierung der Gesellschaft» bereite ihm Sorgen. «Es braucht nicht für alles Maturanden und Hochschulabgänger.» Den Beweis dafür p ­ räsentierte Daniela Müller, 20 Jahre alt, Konstrukteurin im vierten Lehrjahr bei der Win­­ terthurer Maschinenfabrik Rieter AG. Sie stellte das Projekt «creative solutions» vor, eine Lehrlingsfirma, die Designprodukte herstellt und jeweils ein Jahr lang von vier Jugendlichen in der Ausbildung geführt wird. Sie leiten das Jungunternehmen von A bis Z in eigener Regie. LKB-Präsidentin Doris Kohler schwärmte nach der Präsen­ tation: «Da sieht man, dass die Besten nicht immer ins Gymi müssen.» Gastreferentin war Petra Jenner, Chefin von Microsoft Switzerland und ­Autorin des Buches «Mit Verstand und Herz». Die gebürtige Deutsche lobte das duale Bildungssystem der Schweiz,

sagte aber auch, dass höhere Bildung immer wichtiger werde. 75 Prozent aller Beschäftigten in der Schweiz seien «Wissensarbeiter», also Menschen, die hauptsächlich Kopfarbeit leisten und Wissen vermitteln. Unsere Berufswelt sei längst eine Expertenwelt, die sich rasant wandle. Sie zitierte eine Studie, die besagt, dass es 60 Prozent der Berufsbilder von 2020 heute noch gar nicht gebe. Dies stelle auch die Schulen vor ungeheure Herausforderungen. Petra Jenner fragte: «Lernen die Jungen heute wirklich das, was sie morgen brauchen?» Sie selber habe in ihrer Jugend zu viel lernen müssen, das sie später nie brauchen konnte. Die ständigen Veränderungen bei der Arbeit stelle auch hohe Anforderungen an Führungskräfte. Von traditionellen Mo­ dellen wie dem Führen von oben und Kontrollieren hält die Chefin von rund 550 Angestellten nichts. Sie sagte, es werde künftig weniger klassische Manager und dafür immer mehr Projektleiterinnen und Projektleiter geben. Führen heisse heute Teamarbeit. Sie schmunzelte über die «Präsenzkontrolle» an der LKB-Vollversammlung und in Schulbetrieben. Mit Präsenzkontrollen entstehe nichts Kreatives. Der einzig richtige Weg sei ergebnis­ orientiertes Arbeiten. Die versammelten Lehrpersonen applaudierten. Immer mehr Hierarchie? Petra Jenner, deren Buch den Untertitel «Führungskraft ist weiblich» trägt, kritisierte, dass heutzutage immer noch

viel zu wenig Frauen in Führungspositionen seien und es an Teilzeitmodellen mangle. Auch damit stiess sie auf offene Ohren. In der anschliessenden Gesprächs- und Dialogrunde wurde bemängelt, dass gerade Führungspositionen in Schulen praktisch nie im Jobsharing besetzt würden. Eine Schule könne doch auch von zwei Frauen geleitet werden, meinte eine Lehrerin. Eine weitere Frage kam zur Sprache: Sollte ein Schulleiter, eine Schulleiterin auf der Sekundarstufe II auch unterrichten? Marc Kummer, Chef des Mittel­ schul- und Berufsbildungsamts sagte: «Schulleiter sollten auch Klassen unterrichten, sonst verlieren sie den Kontakt zu den Lehrpersonen und ihren Anliegen.» Unterschiedliche Ansichten zeigten sich auch bei der Frage, ob es im Bildungswesen neue Hierarchien gebe und Lehrpersonen stärker geführt würden. Regine Aeppli widersprach: Lehrpersonen würden nicht «an die Kan­ dare genommen», sondern von gewissen Aufgaben entlastet, damit sie nicht mehr wie früher alles selbst machen müssten. Simo­ne Bussmann, Lehrerin an der Berufsmittelschule, meinte dagegen, sie habe das Gefühl, kontrolliert zu werden, «nicht von der Schulleitung, sondern von anderen, übergeordneten Stellen». Einigkeit herrschte darüber, dass alle Lehrpersonen selbst Führungskräfte sind. Microsoft-Chefin Petra Jenner sagte, sie sei sich bewusst, dass es auch beim Führen einer Schulklasse neben Fachwissen vor allem «Verstand und Herz» brauche. !

Wechsel im Vorstand Der LKB-Vorstand hat zwei neue Mitglieder: Brigitte Eberle von der Berufs­ fachschule Winterthur und Ömer Tutkun von der Gewerblich-Industriellen ­Berufsschule Uster. Sie ersetzen die zurücktretenden Ursula Braunschweig (BFS Winterthur) und Felix Marthaler (Berufsschule Bülach). Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  35


Berufsbildung

Allgemeinbildung – wie lehrt man das? Der Allgemeinbildende Unterricht (ABU) setzt auf Themen statt Fächer und auf Aktualität. Das ist anspruchsvoll. Besuch in einer Berufsfachschule. Text: Daniel Fleischmann  Foto: Reto Schlatter

Ein Nachmittag im November, kurz nach 14 Uhr. In die Klasse ist wieder Ruhe eingekehrt. Einzelarbeit. «Wann kommt es zu einem obligatorischen Re­ ferendum?», «Was bewirkt eine Volks­ initiative?» – neun solche Fragen aus dem Lehrmittel «Gesellschaft» bearbeiten die 18 Lernenden. Sie sind angehende Elektroinstallateure und besuchen die Berufsschule Bülach. In der Stunde zuvor hat die Klasse zusammen mit Lehrer Thomas Minor ihr Wissen über die Volksrechte zusammengetragen; auch die Informationen im Lehrmittel helfen ihnen, die Fragen zu beantworten. Diese Unterrichtssequenz steht für den Allgemeinbildenden Unterricht, wie ihn die meisten Lernenden der beruf­ lichen Grundbildung besuchen. Charakteristisch daran: Der Unterricht orientiert sich nicht an Fächern, sondern an Themen – die Klasse in Bülach widmet sich gerade dem Thema «Demokratie und Mitgestaltung», eines von elf Themen im Lehrmittel «Gesellschaft». Parallel dazu basieren auch die Lehrpläne, die die Schulen selber entwickelt haben, auf Themen; im Bülacher Lehrplan heissen sie beispielsweise Gesundheit, Leben im Staat, Konjunktur oder Mobilität. In den Unterrichtssequenzen sollen zudem verschiedene Aspekte zur Sprache kommen – etwa ethische, rechtliche oder soziale. Wie das zu verstehen ist, veranschaulichen die Plakate, die im Zimmer der Bülacher Klasse hängen. Darauf sind in Texten, Bildern und Grafiken Staatsverfassungen anderer Länder dargestellt, darunter jene von Nordkorea. Die Klasse von Thomas Minor gestal­ tete diese Plakate, als das Land Atombombentests durchführte, beschäftigte sich in diesem Zusammenhang also mit 36  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Im ABU wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Handlungskompetenz gefördert.

ethischen Fragen. Dürrenmatts «Die Physiker» öffnete einen literarischen – also künstlerischen – Zugang zum The­ ma, Ausführungen zur Planwirtschaft im kommunistischen Land vertieften wirtschaftliche Fragen. Unterricht mit Aktualitätsbezug Diese Verbindung von Themen und Aspekten ist anspruchsvoll, zumal der Unterricht gemäss Rahmenlehrplan (RLP) Bezug nehmen soll auf die persönliche, berufliche und gesellschaft­ liche Realität der Lernenden. Thomas Minor bestätigt: «Ich muss mich auf dem Laufenden halten, meine Lektionen konzipiere ich jedes Jahr neu. Als sich zum Beispiel das Erdbeben mit der anschliessenden Atomkatastrophe

in Fukushima ereignete, war dies im Unterricht das do­minierende Thema.» Der Berufsschullehrer findet dieses Konzept gut: Ohne aktuelle und persönliche Bezüge seien die Lernenden für allgemeinbildende Fragen kaum zugänglich. Auch Didaktikfachmann Alois Hundertpfund von der Pädago­ gischen Hochschule (PH) Zürich zieht zum ABU in der heutigen Form eine positive Bilanz: Der ABU e ­ rlaube eine Auseinandersetzung mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen in einer angemessenen Tiefe, sagt er. Hingegen hält er die Zahl der Aspekte für zu hoch; der schweizerische Rahmenlehrplan definiert deren acht. Alois Hundertpfund ist derzeit Mitglied einer eidgenössischen Kommission, die eine all-


Berufsbildung

fällige Revi­sion des Rahmenlehrplans prüft. Untersucht werden unter anderem die didaktischen Prinzipien, die Zahl der Aspekte oder die Ausbildung der ABU-Lehrpersonen. Empfehlungen sollen im Herbst 2014 vorliegen. Integrierter Sprachunterricht Inzwischen hat die Bülacher Klasse ­ihren ersten Auftrag erledigt. Die Lernenden verfolgen nun einen zwölf­ minütigen Ausschnitt aus der Abstimmungs-«Arena» des Schweizer Fernsehens zur Verteuerung der Autobahnvignette. Anschliessend müssen sie das Gesehene und Gehörte auf einer knap­ pen Textseite schriftlich zusammenfas­ sen. Mit dieser Aufgabe knüpft Thomas Minor zum einen an eine sprach­liche Übung an, wie sie die Klasse anhand der Zusammenfassung von Fabeln bereits kennenlernte. Zum ande­ren bildet die Sendung das Pendant zu den ersten Lektionen der Unterrichtssequenz, als die Lernenden eigene Diskussionsarenen zu den drei Abstimmungsvorla­ gen vom 24. November veranstalteten. Aufgabenstellungen dieser Art stehen für zwei weitere wichtige Elemente des ABU: Es sollen immer auch sprachliche Fertigkeiten geübt und Handlungskompetenzen gefördert werden. Erika Langhans, die wie Alois Hundert­ pfund an der PH Zürich unterrichtet, hält dies für sinnvoll. Dank integrierter Lernarrangements würden mündliche und schriftliche Sprachkompetenzen besser gefördert als mit Trockenübungen. Solche Lernarrangements stellten jedoch hohe Ansprüche an die Lehrpersonen, zumal man sich von der herkömmlichen Sprachförderung, wie sie die alten Lehrpläne vorsahen, weitgehend verabschieden müs­se. Unterschiedliche Schullehrpläne Gedanken macht sich Erika Langhans ausserdem zu den Schullehrplänen: Ihre Qualität sei auch sieben Jahre nach der letzten ABU-Revision noch immer unterschiedlich. Da gebe es her­ vorragende Lehrpläne, die den Lehrpersonen das Unterrichten enorm erleichterten, und andere, die guten Unterricht weniger förderten. «Ich würde darum die Rückkehr zu regionalen oder kantonalen Schullehrplänen oder sogar zu einem nationalen Lehrplan begrüssen.»

Berufsschullehrer Thomas Minor widerspricht. Er war an der Entwicklung des Bülacher Lehrplans beteiligt und sagt: «Es stimmt: Wir haben enorm viel Zeit in die Diskussionen darüber investiert, welche Themen wir im ABU behandeln wollen. Dafür stehe ich nun voll hinter dem Dokument und seinen Zielen.» Auch Thomas Büchi, Beauftragter der Fachstelle PLAU im Zürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamt («Projekte Lehrplan Allgemein­ bildender Unterricht»), sieht die in anderen Kantonen zu beobachtende Tendenz zu überschulischen Lehrplänen kritisch: Die Entwicklung eigener Dokumente habe eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Leitideen des ABU überhaupt erst ermöglicht. Auf Bedürfnisse eingehen Die Verknüpfung von Themen und Aspekten, die Förderung verschiedener Lernbereiche, die Berücksichtigung ak­ tueller und auf den Alltag der Jugend­ lichen bezogener Themen – einige Didaktiker hinterfragen das ABU-Konzept auch angesichts der knappen Zeitressourcen. In einem Buch schreiben Claudio Caduff und Daniela Plüss, eben­ falls Dozenten der PH Zürich, die Lern­ inhalte des ABU seien zu wenig fokussiert, auch werde die Förderung von Sprach-, Sozial- und Methodenkompetenzen zu wenig eingelöst, da eine entsprechende Fachdidaktik fehle. Thomas Büchi von der Fachstelle PLAU hält das gültige ABU-Konzept hingegen für richtig: «Es erlaubt, auf die Bedürfnisse der Lernenden einzugehen, und geniesst bei engagierten Lehrpersonen und Lehrbetrieben Akzeptanz. Eine Rückkehr zu einem Fächerunterricht wäre ein Rückschritt.» Der Nachmittag geht zu Ende. Zum Abschluss der drei ABU-Stunden händigt Thomas Minor den Lernenden ein Blatt mit weiteren Übungen zum Thema Zusammenfassung aus. Es dient als Vorbereitung für eine anstehende Prüfung. «Ob Sie damit arbeiten wollen, entscheiden Sie selber», sagt er, «aber tun Sie es, wenn Sie noch Mühe mit der Textsorte haben.» Diese Anweisung passt zu einem Unterricht, der dazu beitragen soll, dass die Jugendlichen zu verantwortungsbewussten, handlungsfähigen Mitgliedern unserer Gesellschaft heranwachsen. !

Bildungspreis

Emil Wettstein ausgezeichnet Seit mehr als 35 Jahren setzt sich Emil Wettstein für die Weiterentwicklung der Berufsbildung ein. Nun wurde der heute 71-Jährige mit dem Bildungspreis 2013 der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich und der Stiftung Pestalozzianum ausgezeichnet. «Emil Wettstein ist ein profunder Kenner und eine prägende Gestalt der zürcherischen und schweizerischen Berufsbildung. Seine Leistungen haben natio­ nale und inter­nationale Ausstrahlung», begründete die Jury ihren Entscheid. Der ehemalige Oberstufen­ lehrer und promovierte Betriebsingenieur ETH war unter anderem massgeblich an der Entwicklung der Zürcher Ausbildung für Berufsschullehrpersonen beteiligt. Er war Gründungsrektor der ersten Technikerschule der Deutschschweiz, der heutigen ABBTechniker­schule in Baden, später Leiter der ­Abteilung Berufspädagogik des Amtes für Berufsbildung Zürich, baute die Schweizerische Gesellschaft für Berufsbildungsforschung auf und gründete 1997 die Firma «Berufsbildungsprojekte Dr. Emil Wettstein». Heute beschäftigt er sich vor allem mit Personen, die über keinen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen. [red]

Personelles

Mutationen in den Schulleitungen der Berufsfachschulen Der Regierungsrat hat nachstehende Wahlen vorgenommen: auf Beginn des Frühlingssemesters 2014 • Berufsmaturitätsschule Zürich: Dr. Carmen Frehner, Berufsschullehrperson mbA für Englisch, als Pro­ rektorin. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Stephan Meyer an, der auf Beginn des Schuljahres 2013/2014 das Amt als Rektor übernommen hat. Neue Abteilungsleitende bzw. neue Stellvertretungen Abteilungs­ leitende: auf Beginn des Schuljahres 2014/2015 • Technische Berufsschule Zürich: René Muggli, Berufsschullehrperson mbA für berufskundlichen Unterricht, als Abteilungsleiter. Er tritt die Nachfolge von Martin Plaschy an, der auf Ende des Schuljahres 2013/2014 in den Ruhestand treten wird. [red] Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  37


Porträt

«Ideale halten einen am Leben» Kindergarten­ lehrerin Antonia Ebinger wurde für ihre Vertiefungs­ arbeit an der PH Zürich ausgezeichnet. Text: Paula Lanfranconi  Foto: Dieter Seeger

Die Türen des Zürcher Kindergartens Zanggerweg stehen weit offen. Buntstifte, Wollknäuel oder Holzrugel sind einladend präsentiert. Plastikspielzeug ist keines zu sehen. «Mit wandelbaren, taktilen Materialien lernen Kinder nachhaltiger als mit Vorgefertigtem», sagt Kindergärtnerin Antonia Ebinger. Zentral sei für sie, dass die Kinder ihren Impulsen folgen und ihre Kreativität entwickeln könnten. «Darauf baut alles Lernen auf.» 22 vier- bis siebenjährige Kinder besuchen diesen städtischen Kindergarten am Fuss des Zürichbergs. Es ist die erste Stelle der Quereinsteigerin Antonia Ebinger. Dass sie einmal einen pädagogischen Beruf ausüben würde, habe sie nie geplant, erzählt sie. Ursprünglich hatte sie Grafikerin gelernt. Doch einen Monat nach Diplomabschluss kam ihre Tochter zur Welt. Und stellte das Leben der damals 20-Jährigen auf den Kopf. Sobald das Kind da war, sei ihr die Grafikszene, «eine Branche mit viel Schein und Small Talk», fremd geworden: «Ich spürte, dass mir die Beziehung zum Kind wichtiger ist als eine Karriere als Gestalterin.» Letztlich sei es also ihre kleine Tochter gewesen, die sie auf die Pädagogik gebracht habe. Kindergartenkinder sind «total bereit» Die junge Mutter entschied sich für die Vorschulstufe, weil Kinder in diesem Alter noch unglaublich aufnahmefähig seien. «Total bereit.» Das Studium an der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich jedoch warf in ihr Fragen auf: Sie befürchtete, vor lauter Fachdidaktik und Frühförderung könnten die grundlegenden Bedürfnis­se der Kinder vergessen gehen: sich bewegen, sich in einer Gruppe zurechtfinden, Selbst­ bewusstsein aufbauen. Während ihrer Praktika stand sie mit ihren Idealen öfters im Gegenwind. Ihre letzte Pra38  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

xislehrperson habe zum Beispiel gefordert, sie müsse viel strikter sein, mehr leiten. Trügerisches Bild der Superlehrperson Antonia Ebinger, das wird im Gespräch immer wieder spürbar, möchte ihre Berufskolleginnen und -kollegen nicht brüskieren. Nur zögernd erzählt sie, wie sie während ihrer Praktika manchmal erschrocken sei über die Art, wie in einigen Lehrerzimmern über die Schüler gesprochen wurde – herab­ lassend, gelegentlich auch respektlos. Schuld daran sei vermutlich die Enttäuschung darüber, dass man selber dem – unter anderem durch die Me­ dien portierten – Bild des idealen Lehrers nicht entspreche. Das Klischee der Superlehrperson, die von allen Kindern geliebt und bewundert wird und die sich dank ihres Idealismus stets ­erfolgreich für ihre Klasse engagiere, habe auch sie geprägt. Wie man an die eigenen Grenzen stösst, wenn man diesem Bild nacheifert, wollte sie deshalb zum Thema ihrer Vertiefungs­ arbeit an der PH machen. Nach etlichen Gesprächen, unter anderem mit einem Bekannten aus der Sozialarbeit, änderte sie jedoch ihren Fokus. «Mein Bekannter sagte: ­ Ich möchte sehen, wie du selber nach zehn Berufsjahren sein wirst!» Da sei ihr plötzlich klar geworden, dass sie das Spannungsfeld zwischen persön­ lichen Wunschvorstellungen und Berufsrealität ausloten wollte. Antonia Ebinger entschied sich für eine schriftliche Befragung: Mit welchen Idealen waren die Angeschriebenen in den Lehrberuf eingetreten, welche konnten sie bisher nicht oder nur teilweise umsetzen und welche Gründe sehen sie dafür? Nur wenige der angefragten Lehrpersonen schickten den Fragebogen zurück. Einige davon gaben zu verstehen, sie hätten ihre Ideale

längst vergessen. Das habe sie betroffen gemacht, erzählt Antonia Ebinger: «Ideale halten einen am Leben.» Die gelernte Gestalterin setzte ihr Forschungsthema auch künstlerisch um, indem sie den Wunschvorstellungen ein Bild gegenüberstellte – als Symbol für die erlebte Realität. Dabei wollte sie bewusst Dissonanzen erzeugen, indem sie mit starken Kontrasten arbeitete. Entstanden sind sieben Postkartensujets, die zum Nachdenken anregen sollen. So werden beispielsweise der Aussage «Ich wollte das Feuer, den Enthusiasmus weiterverbreiten» verkohlte Streichhölzer entgegengesetzt. Die Jury der Pädagogischen Hochschule lobte die Arbeit als «hervorragendes und ästhetisch überzeugendes Beispiel für künstlerische Forschung» und belohnte die Studienabgängerin mit dem Innovationspreis. Das innere Gleichgewicht finden Seit ein paar Monaten steht Antonia Ebinger nun vor ihrer eigenen Klasse. Haben sich ihre persönlichen Ideale inzwischen verändert? «Nicht wirklich», sagt sie nach langem Nachdenken. Sie spüre aber deutlich das Dilemma zwischen den Erwartungen der Bildungsverwaltung, der Gesellschaft, der Eltern und ihrer eigenen Sicht auf die Kinder. Sie weiss aber auch – nicht zuletzt aufgrund ihrer Vertiefungs­ arbeit –, dass sie ein Gleichgewicht finden muss zwischen den eigenen ­ und fremden Idealvorstellungen und dem im Alltag Machbaren. Ob sie indes langfristig im Schulfeld bleibe, lässt die junge Frau offen. Sie hat viele Interessen, sieht das Leben als Entwicklungsprozess. Doch zur­ zeit, das klingt aus jedem ihrer Sätze, ist Antonia Ebinger eine leidenschaftliche Pädagogin. «Ich freue mich jeden Morgen auf die Kinder», sagt sie beim Abschied. !


Porträt

Als vormalige Grafikerin setzte Antonia Ebinger auf eine künstlerische Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse und gestaltete eine Postkartenserie. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  39


Schule und Kultur

First Steps, Low Budget, Big Fun Filmen wie Chaplin und Hitchcock – im Schulhaus! Für Gelächter sorgen wie Charlie Chaplin? Gänsehaut erzeugen wie Alfred Hitchcock? Drei pädagogisch erfahrene Fachleute kommen ins Schulhaus und nehmen im Workshop «First Steps» Mass an den Genies der Filmgeschichte. Zunächst führt Thomas Binotto unterhaltsam in die Theorie der Filmregie und -produktion ein. Mit welchen Mitteln erzeugt Hitchcock Spannung, wie bringt uns Chaplin zum Lachen? Danach dreht die Klasse in Kleingruppen klas­ sische Szenen nach. Dominik Roost vom Medienlab der PH Zürich und die Schauspielerin Fabienne Hadorn unterstützen den Prozess technisch und darstellerisch. Die Mit-

schule&kultur: Kulturangebot für Schulen schule&kultur, Walchestrasse 21, 8090 Zürich, Tel. 043 259 53 52, www.schuleundkultur.zh.ch 40  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

telstufe setzt sich mit Komödie/Slapstick auseinander, die Oberstufe mit Thriller/Suspense. Die Kinder und Jugend­ lichen nehmen Filmgeschichte und -ästhetik als Basis für kreatives Gestalten wahr statt als rein theoretische Beschäftigung. Die Workshops werden ständig weiterentwickelt und werden gezielt auf aktuelle Kinotrends und ­-themen eingehen. Big Fun, Low Budget: Mit einem Tablet drehen und schneiden die Schülerinnen und Schüler die Szenen und veröffentlichen diese auf dem Youtube-­ Kanal «Filmleser». «First Steps» dauert einen Tag und kostet CHF 500. Im Schulhaus müssen ein WLAN-Zugang, ein Beamer und eine Tonanlage vorhanden sein. Die Tablets werden von der Kursleitung zur Verfügung gestellt. Hitchcock hätte «First Steps» wohl spannend gefunden, Chaplin sicher nicht zum Lachen. ! ∑ Mehr

Informationen: www.schuleundkultur.zh.ch


Schule und Kultur

Film

[1] Vitus Der hochbegabte Vitus soll als Pianist Karriere machen. In der Schule unterfordert und zu Hause überfordert, wird sein Leben immer einsamer. Schweizer Beitrag von Fredi Murer zur Fokus-Reihe «Aussenseiter/innen».

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ab 5. Schuljahr / Filmpodium Zürich / 11. und 13. März / Anmeldeschluss 25. Februar

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Kunst und Wissen

[2] «Schlauer Hänsel, mutige Gretel» Im Rahmen der Ausstellung «Märchen, Mythen und Trudi Gerster» heisst es Bühne frei: Erfinde und spiele alte Märchen neu und gib einer bekannten Geschichte eine überraschende Wendung! Landesmuseum Zürich / 4. bis 6. Schuljahr / Januar bis April / Einführung für Lehrpersonen: Mi, 15. Januar, 16.30 –18 Uhr

[3] TATTOO – für immer und ewig Seit jeher wird in allen Kulturen die menschliche Haut als Leinwand benutzt. Wir erkunden das Universum der Tattoos und versuchen uns selbst als Tätowierer.

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Gewerbemuseum Winterthur / ab 7. Schuljahr, Kantons- und ­ erufsschulen / März bis April / Einführung für Lehrpersonen: B Mi, 26. Februar, 17–18.30 Uhr

[4] Wie die Himmelsfrau auf dem Rücken der Schildkröte landete Abenteuer zwischen Himmel und Erde: Wir lernen den Schöpfungsmythos der Irokesen kennen und erfahren, wie sie lebten und feierten. Mit Spiel, Musik und Tanz. ∑

NONAM / Kiga, 1. bis 2. Schuljahr / März bis April

[5] Zauli’s Tanz Sanft und schnell wie ein Antilope, dynamisch und kraftvoll wie ein Leopard, so tanzt Zauli. Dennoch ist er ungelenk, komisch und animiert zum Lachen. Sein Geheimnis lüften die Kinder und pro­bieren Tanzund Trommelschritte aus. ∑

Museum Rietberg / 1. bis 6. Schuljahr / März bis Mai

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Musik

[6] Vom Fischer und seiner Frau Szenisches Konzert nach dem Märchen der Brüder Grimm. Eine emotionale und musikalische Achterbahnfahrt mit Cello, Bass und Gesang. Produktion: Theater Triebwerk, Berlin. ∑

Theater Stadelhofen / Do, 13. März, 10 Uhr / 1. bis 4. Schuljahr

Theater

[7] Das doppelte Lottchen Erich Kästners Klassiker über eine folgenschwere Entdeckung, ein fast unlösbares Verwirrspiel und die Erfüllung eines Herzenswunsches. Produktion: Weltalm Theater Bern. Theater im GZ Buchegg / Di, 25. Februar, 14 Uhr / 3. bis 6. Schuljahr

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[8] Die Verschwundenen Ein 14-Jähriger auf der Suche nach seiner Familie; ein Stück über Macht und Ohnmacht, über Widerstand und Menschenrechte. Produktion: bravebühne Winterthur. ∑

Fabriktheater Rote Fabrik / 18.– 20. März / ab 7. Schuljahr

[9] Das Mädchen im Löwenkäfig In einer fantastischen Zirkuswelt, untermalt mit Live-Musik, erzählt die Geschichte, wie schwierig und wie schön es ist, wenn Menschen trotz widriger Umstände zusammenhalten. Produktion: Ensemble Materialtheater Stuttgart. ∑

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Theater Stadelhofen / Mo, 14. April, 10 Uhr / 2. bis 5. Schuljahr

Information und Anmeldung: www.schuleundkultur.zh.ch Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  41


Termine

Hinweise auf Veranstaltungen

CAS Berufswahl-Coach Der Studiengang CAS Berufswahl-Coach befähigt Sie zur fachkompetenten Begleitung von Jugendlichen bei der ersten Berufswahl. Der Studiengang der Pädagogischen Hochschule Thurgau zeigt Ihnen mehrperspektivische Zugänge und ist überregional verankert. In sieben Seminarwochen an verschiedenen Orten in der Schweiz setzen Sie sich intensiv mit folgenden Kernthemen auseinander: Berufswahl und Zusammenarbeit, Unterrichtsgestaltung konkret, Bildungssystem und Arbeitsmarkt und Lehrperson als Coach. Der Lehrgang ist gesamtschweizerisch anerkannt und berechtigt zur Bezeichnung: «Fachlehrer/in Berufswahlunterricht (EDK)». Anmeldeschluss: Ende Januar 2014. www.phtg.ch > Weiterbildung > Weiterbildungsstudiengänge > CAS Berufswahl-Coach Die Erde im Visier – Beobachtungen des Systems Erde aus dem Weltraum Sonderausstellung in focusTerra bis 23. Februar 2014. Begeben Sie sich in die Umlaufbahn der Erde und beobachten Sie unseren Planeten von oben. Die Sonderausstellung gewährt einen Einblick in die neuesten Methoden und Erkenntnisse der Satellitenfernerkundung. Im Rahmen der Ausstellung findet jeweils am Mittwochabend um 18 Uhr eine öffentliche Vortragsreihe statt. Dabei präsentieren Forschende, wie Satelliten sie bei ihren Projekten unter­ stützen. Einführung in die Ausstellung jeden Sonntag um 12 Uhr. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind jederzeit buchbar. Ausstellung und Vorträge sind kostenlos. focusTerra – ETH Zürich, Sonneggstrasse 5, 8006 Zürich. www.focusTerra.ethz.ch Märchenhafte Geologie – zwei Erzählnachmittage in Mundart 12. Januar 2014 und 2. Februar 2014. Gemeinsam mit der Schweizerischen Märchengesellschaft lädt focusTerra zu spannenden geologischen Überflügen und Tauchgängen im Märchen ein. Das Mundart-Programm mit musikalischer Begleitung eignet sich für alle ab 5 Jahren. Anschliessend an die Erzählungen finden Aktivitäten im Museum statt.– auch für Sehbehinderte! Eintritt frei. focusTerra – ETH Zürich, Sonneggstrasse 5, 8006 Zürich. www.focusTerra.ethz.ch «Fotografieren macht Schule» Workshop für Lehrpersonen im Sommer 2014. Monica Beurer Boirar leitet ab Sommer 2014 auf der Basis ihres gleichnamigen Lehrmittels «Fotografieren macht Schule» (Schulverlag plus, Bern) jeweils in einem Gruppenhaus einen einwöchigen Workshop für Lehrpersonen. Es werden gestalterischtechnische Mittel der Fotografie mit der digitalen Fotokamera im Hin­ blick auf die Umsetzung mit Schulklassen trainiert. Die Standards der Lehrpersonenweiterbildung sind garantiert. Der erste Kurs findet vom 14. bis zum 18. Juli 2014 im Gast- und Ferienhaus Frohheim, Bächli-Hemberg, im Toggenburg statt. Kurskosten: 740 Franken. Unterkunft: 220 Franken. Verpflegung: 370 Franken. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. www.monicabeurer.ch/aktuelles Neue Ausbildung Netzelektriker/in – Informationsveranstaltung und Workshops Mit dem Schuljahr 2014/15 wird die Ausbildung zum/r Netzelektriker/in neu ausgerichtet. Die ganztägige, kostenlose Informationsveranstaltung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) richtet sich an die Lehrpersonen der Berufsfachschulen, an Berufsbildner/innen der Lehrbetriebe sowie an die Verantwortlichen und Instruktoren der überbetrieblichen Kurse. Zur Vertiefung werden spezifische Workshops (Berufsfachschule, Lehrbetriebe, überbetriebliche Kurse) angeboten. Bei der Anmeldung geben die Teilnehmenden an, an welchem Workshop sie teilnehmen wollen. Informationsveranstaltungen: 18. Februar 2014: Aula, Gewerbliche Berufsschule Chur; 28. Februar 2014: Aula, ­Weiterbildungszentrum Lenzburg. Anmeldung bis 18. Januar 2014: jasmin.meier@strom.ch, Telefon 062 825 25 47. www.strom.ch

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«Warum ist das so? – Mathematisches Begründen und Beweisen in der Schule» Vortrag am Donnerstag, 30. Januar 2014, von 17.15 bis 18.45 Uhr, von Prof. Dr. Esther Brunner (Pädagogische Hochschule Thurgau). In der Vortragsreihe «Vom Kindergarten bis zur Hochschule – Mathematik im Unterricht heute» der Fachbereiche Mathematik der PH Zürich und der ETH Zürich soll vorgestellt ­werden, was für den Mathematikunterricht aller Stufen wesentlich ist – theoretisch fundiert und praktisch illustriert. Veranstaltungsort: ETH Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Hörsaal F3. Eintritt frei, Apéro anschliessend an den Vortrag. http://www.math.ch/mathematics-at-school/ Einführung in Kreissäge, Hobelmaschine, Bandsäge und Oberfräse Sicherer Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen im Werkunterricht auf der Sekundarstufe I. Kursabende: Freitag, 28. Februar, 7., 14., 21. und 28. März 2014, jeweils 16 bis 19 Uhr in Zürich. Dies ist ein kostenloses Angebot der kantonalen Fachberater für Werken des Kantons Zürich. Materialkosten: 50 Franken. Infos und verbindliche Anmeldung: thomas.jenny@schulefaellanden.ch Die Aviatik und ihre Berufe – Tag der Schüler/innen an der Air14 in Payerne 2014 feiert die Schweizer Luftwaffe ihr 100-jähriges ­Bestehen. Aus diesem Anlass sind alle Schulklassen, die im August 2014 die 9. Klasse (letztes obligatorisches Schuljahr) begonnen haben, eingeladen, an einem Tag zwischen Montag, 1., und Donnerstag, 4. September, im Rahmen der Feierlichkeiten das Thema Aviatik zu vertiefen. Neben dem Besuch der täglichen Flugvorführungen und -trainings wie auch der Ausstellungen steht der Rundgang auf der Dream-Job-Street im Zentrum. Hier erfahren die Jugendlichen alles über die Aviatikberufe. Der Besuch der Schulklassen wird ergänzt mit Wettbewerben und Vorbereitungsaktivitäten. Anreise nach Payerne per Bahn oder Bus, Reisekosten werden nicht übernommen. Gratis-Shuttlebus vom Bahnhof zum Gelände Air14 und zurück. Freier Eintritt für Schulklassen der 9. Klasse inkl. Lehrper­son(en), Gratisverpflegung mit Getränk. Empfang der Schulkassen am Eingang mit Info für Rundgang. Freie Besichtigung von Ausstellungen, Flugtrainings, Dream-Job-Street. Anmeldung bis 30. Mai 2014: Senden Sie ein E-Mail (ohne Text) an Air14Schools@gmail.com und Sie erhalten automatisch den Link für die elektronische Anmeldung. www.air14.ch «Langue en folies / Die verrückte Sprache» Schreibwettbewerb ausgehend von 10 Wörtern aus dem französischen Wortschatz. Für die Sekundarstufe II (14 bis 20 Jahre), Teilnahme als Klasse oder als Einzelperson möglich, vom 20. Januar bis zum 30. März 2014, online unter www.slff.ch. Mit einem Mail an slff@ne.ch können Druckvorlagen bestellt werden.

Gerne nimmt die «Schulblatt»-Redaktion Veranstaltungs­ hinweise als Word-Datei entgegen auf schulblatt@bi.zh.ch, behält sich aber Auswahl und Kürzung der Texte vor. Die Tipps sollen max. 800 Zeichen (inkl. Leerschlägen) umfassen. Wichtige Angaben: Was, wann, wo, für wen, zu welchen Kosten. Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Tipps.


Genossenschaft Hilfskasse der zürcherischen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer Statutenänderung bei der Hilfskasse der zürcherischen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer Im letzten Schuljahr wurden die Kapitelsversammlungen abgeschafft. Nun fehlt die Möglichkeit, dort die Delegierten für die Hilfskasse zu wählen, wie es die geltenden Statuten vorsehen. Für eine ordnungsgemässe Organisation der Genossenschaft braucht es deshalb neue Statuten. Gemäss den geltenden Statuten müssen Änderungen mit einer Zweidrittelsmehrheit aller Mitglieder genehmigt werden. Die Mitglieder der Hilfskasse der zürcherischen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer müssen deshalb in einer schriftlichen Urabstimmung über die neuen Statuten befinden. Anschliessend werden diese beim Handelsregisteramt eingetragen. Die Abstimmung wird anfang 2014 durchgeführt. Allfällige Fragen beantwortet die Präsidentin B. Böschenstein, b.boeschenstein@bluewin.ch.

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Weiterbildung

Schulleitung als Herausforderung Die PH Zürich bietet für Personen, die die Leitung einer Schule neu übernehmen, Coachings an. Text: Kathrin Rutz, Verantwortliche Personalmanagement & Führung im Zentrum für Beratung (ZfB) der PH Zürich

Schulleitende sind mit hohen Erwar­ tungen und grosser Arbeitsbelastung konfrontiert, was zu einer relativ ho­ hen Fluktuation führt. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Rolle der Schulleiterin oder des Schulleiters zu übernehmen: Entweder wird je­ mand aus dem eigenen Kollegium rek­ rutiert oder ein sogenannter «Seiten­ einsteiger», sprich jemand ausserhalb der eigenen Organisation, wird einge­ stellt. Die Herausforderungen zeigen sich für die neu ernannte Führungs­ person wie auch für die Mitarbeiten­ den unterschiedlich (vgl. Rutz & Kern­ land 2013). Für die sogenannte «Aufsteigerin» liegt die primäre Herausforderung da­ rin, zu realisieren, dass sie nun eine übergeordnete Aufgabe innehat. Dabei wird oft vergessen, dass mit der neuen Funktion andere Sichtweisen verbun­ den sind und die Einschätzung einer Sachlage anders sein kann – das ist ­oftmals für beide Seiten, das heisst für die Führungsperson wie auch die Mit­ arbeitenden, irritierend. Die «Aufstei­ gerin» muss ihre neue Rolle bewusst und aktiv gestalten. Tritt sie die Nach­ folge einer sehr geschätzten Schullei­ terin an, wird sie sich mit ihrer Vor­ gängerin vergleichen und auch die vormaligen Kolleginnen und Kollegen werden das tun. Es dürfte sinnvoll sein, vorerst Bewährtes und gut Funktionie­ rendes zu belassen, doch gleichzeitig birgt dies die Gefahr, quasi lediglich den Nachlass der Vorgängerin zu ver­ walten. Um diesen Stolperstein aktiv zu umgehen, ist es hilfreich, wenn die neu ernannte Schulleiterin einerseits die Leistung ihrer Vorgängerin wert­ schätzt, andererseits aber auch ihre eigenen, vielleicht gar abweichenden ­ Ideen ernst nimmt und darlegt. Es ist

von grosser Bedeutung, dass die «Auf­ steigerin» ihre eigene Führungsposi­ tion eigenständig entwickelt und den Rollenwechsel vom Teammitglied zur Vorgesetzten bewusst vollzieht. Start in fremder Organisation Der sogenannte «Seiteneinsteiger» hin­ gegen startet als Schulleiter in einer ihm unbekannten oder wenig bekann­ ten Schule. Die spezifische Organisa­ tionskultur ist ihm fremd. Vorerst wird er sich auf die formalen Implikationen seiner Rolle beziehen. Die Vertrautheit in Organisationen aber basiert auf ge­ meinsam geteilten informellen Über­ einkünften (vgl. Schreyögg 2010). Es ist also unabdingbar, dass der neue Schul­ leiter bald ins Gespräch mit seinen Mitarbeitenden kommt – sowohl über strukturierte Anlässe wie auch im in­ formellen Austausch. Dabei liegt ein Stolperstein für den neuen, möglicher­ weise erfahrenen Schulleiter in der Dauer der Organisationszugehörig­keit. Anerkennt er das Dienstalter von Mit­ arbeitenden – und im Fall der Schule eben die Zugehörigkeit zur spezifi­ schen Schule – nicht genügend, ent­ steht Widerstand. Die Herausforde­ rung besteht darin, einerseits ab dem ersten Tag in die Rolle der Führungs­ person zu gehen, Entscheide zu fällen, Sitzungen zu leiten, Konflikte zu lösen, Veränderungen einzuleiten etc. And­ rerseits gilt es, das bisher Geleistete zu würdigen und das Know-how der ­bestandenen Mitarbeitenden einzube­ ziehen. Weiter ist es für den «Seiten­ einsteiger» zentral, den neuen Arbeits­ kontext bewusst in der Unterschied­ lichkeit zum ehemaligen Arbeitsort zu beleuchten und sich so auch innerlich von seiner vorhergehenden Arbeits­ stelle zu verabschieden und sich auf das Neue einzulassen.

Chancen und Risiken Angehende Schulleiterinnen und Schul­ leiter werden auf diese Themen bereits in ihrer Ausbildung sensibilisiert. Aber auch für erfahrene Schulleitende stellt ein Stellenwechsel einen Übergang in der eigenen beruflichen Entwicklung dar. Solche Wendepunkte sind span­ nend, gleichwohl aber auch sehr an­ spruchsvoll. Es kann deshalb wichtig sein, einen Sparringspartner, also einen Coach oder einen Mentor, an der Seite zu haben. Die im Coaching systematisch und zielführend eingesetzten Arbeitsformen helfen der neu ernannten Führungs­ person, Handlungsoptionen realistisch einzuschätzen und sowohl Chancen wie Risiken im System zu erkennen. Idealerweise findet ein Coaching nicht ausschliesslich auf Initiative der neu­ en Schulleiterin oder des neuen Schul­ leiters statt, sondern wird mitgetragen oder angeregt durch die Schulbehörde. Ein Dreiecksvertrag stützt die syste­ mische Perspektive, das heisst, dass sowohl die individuellen wie auch die organisationalen Ziele berücksichtigt werden. Dies hat im Weiteren den Vor­ teil, dass der neue Schulleiter respek­ tive die neue Schulleiterin in einem strukturierten Austausch mit seinem oder ihrem Schulpräsidenten oder der Schulpräsidentin ist. ! Das Zentrum für Beratung (ZfB) der PH Zürich bietet Coachings in unterschiedlichen Settings an: • Coaching für Führungspersonen im Bildungsbereich • Coaching «on the Job» • Coachinggruppen für Schulleiter/innen ∑ www.phzh.ch > Beratung > Coaching_und_Supervision > Coaching ∑

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Weiterbildung

Weiterbildungsangebote

Bildungsdirektion Kanton Zürich Volksschulamt Schulungs- und Weiterbildungsangebot für Zürcher Schulbehörden und Schulleitungen

CAS PER 06 Personalentwicklung Leitung: Cornelia Knoch / Start 17.11.2015 / Aufnahmegespräche 26.2., 21.5., 10.9., 26.11.2014 / 16.00–17.00 Information und Anmeldung: www.phzh.ch/cas / 043 305 54 00

B14802.01 Zuweisung zur Sonderschulung: Was gilt – was kommt neu? Mirko Baur, Urs Meier / 28.1.2014, 17.00–19.00

*Amtierende oder designierte Schulleitende der Zürcher ­Volksschulen können durch das VSA finanziell unterstützt werden. Anmeldeunterlagen für Berechtigte: www.vsa.zh.ch > Ausbildung & Weiterbildung > Schulleitungen

B14802.02 Zuweisung zur Sonderschulung: Was gilt – was kommt neu? Mirko Baur, Urs Meier / 11.3.2014, 17.00–19.00

Master of Advanced Studies (MAS)

B14101.01 Grundschulungskurs für Mitglieder von Gemeindeschulpflegen Peter Altherr, Aida Stähli / 17./18.3.2014, 8.30–17.00 B14201.01 MAB Einführungskurs Jürg Freudiger, Regine Schuler / 4./5.4.2014, 8.30–17.00 B14203.01 MAB von Schulleitungen Peter Altherr, Martin Kull / 8.4.2014, 17.30–21.00 B14505.01 ICT-Guide: Was Schulbehörden und Schulleitungen wissen sollten René Moser / 13.5.2014, 17.00–19.00 Information und Anmeldung: Detailausschreibung und weitere Kurse mit freien Plätzen sind abrufbar unter www.vsa.zh.ch > Ausbildung & Weiterbildung > Behörden > Programm der Behördenund Schulleitungsschulung / Bildungsdirektion/Volksschulamt, ­Behörden- und Schulleitungsschulung, Walchestrasse 21, 8090 Zürich / behoerdenschulung@vsa.zh.ch / 043 259 22 58 Einführungskurse in die Mitarbeiterbeurteilung und Grundlagen­ kurse für neu gewählte Schulbehördenmitglieder werden ab Januar 2014 fortlaufend auf der Website der Behörden- und Schulleitungsschulung publiziert.

PH Zürich ∑

www.phzh.ch/weiterbildung

Weiterbildungsangebote für Schulleitende Certificate of Advanced Studies (CAS) CAS FBO 22 Führen einer Bildungsorganisation/Schulleitungsausbildung* Leitung: Johannes Breitschaft, Eliane Bernet / 5.3.2014–3.10.2015 CAS BBW 10 Bildung und Betriebswirtschaft Leitung: NN / 4.6.2014–12.12.2015

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Sie absolvieren drei CAS-Lehrgänge (nach spezifischem Profil) und führen das Ganze im Diplomstudium zu Ihrem MAS-Abschluss zusammen. Information: www.phzh.ch/mas Kurse 351401.01 Einzug der sozialen Netzwerke im Schulleitungsbüro Rahel Tschopp / Mi, 5.3.2014, 14.00–17.00 351407.01 Konflikten im Team professionell begegnen Otto Bandli / Mi, 5./19.3.2014, 13.30–16.30 351406.01 Achtsamkeit für Schulleitende Yuka Nakamura / Fr, 21.3.2014, 9.00–16.30 351402.01 Elternmitwirkung weiterentwickeln Susanna Larcher / Fr, 28.3.2014, 8.30–16.30 / Fr, 11.4.2014, 8.30–12.00 351403.01 Klein aber Oho – Online-Tools für Schulleitungen Rahel Tschopp / Mi, 2.4.2014, 14.00–17.00 351408.01 Multiprofessionelle Teams führen Brigitte Gardin-Baumann / Do, 15.5.2014, 8.30–16.45 Information: 043 305 51 00 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch Themenreihe «Integrative Schule gestalten» 3514G01.01 Integrative Schule und Schulentwicklung Raphael Gschwend / Mi, 12.3.2014, 13.30–17.00 3514G02.01 Professionelle Zusammenarbeit André Kunz, Peter Diezi-Duplain / Mi, 14.5.2014, 13.30–17.00 3514G03.01 Interdisziplinäre Förderplanung Reto Luder, Gschwend Raphael / Mi, 27.8.2014, 13.30–17.00 3514G04.01 Integrierte Sonderschulung sinnvoll steuern Peter Diezi-Duplain / Mi, 24.9.2014, 13.30–17.00 3514G05.01 Beurteilen im integrativen Unterricht Peter Diezi-Duplain / Mi, 5.11.2014, 13.30–17.00 Information: 043 305 51 00 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch


Weiterbildung

Themenreihe «Schulrecht»

Weiterbildungsangebote

3014T01.01 Rechtsgrundsätze für die Arbeit der Lehrperson Hans Frehner / Do, 6.3.2014, 18.00–20.30

Certificate of Advanced Studies (CAS)

3014T02.01 Informations-, Anzeige-, Geheimhaltungspflicht Hans Frehner / Mo, 17.3.2014, 18.00–20.30 3014T03.01 Strafen und Massnahmen gegenüber Schülerinnen und Schülern Hans Frehner / Mo, 24.3.2014, 18.00–20.30 3014T04.01 Verantwortung der Lehrperson Hans Frehner / Mo, 12.5.2014, 18.00–20.30 Information: 043 305 51 00 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch Module WM TEG.2014 Teamentwicklung Leitung: Alain Desarzens, Susanne Ramsauer / Fr/Sa, 4./5.4, Mi, 21.5.2014 WM WLL.2014 Weniger leiden beim Leiten Leitung: Ernst Huber / Fr, 5.9., Fr/Sa, 19./20.9.2014 WM SQM.2014 Schulkulturbezogenes Qualitätsmanagement Leitung: Martin Leuthard / Do/Fr, 11./12.9., Sa, 8.11.2014 WM ASP.2014 ASPERITAS – eine Organisation unter der Lupe Leitung: Christof Baitsch, Annette Müller, Gian-Claudio Gentile / Do/Fr/Sa, 18./19./20.9.2014 Information und Anmeldung: www.phzh.ch/weiterbildungsmodule / 043 305 52 00 Diskussionsforum Ganztagesbildung – Kooperation zwischen Schule und Betreuung − Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betreuung gelingen, damit die Kinder profitieren? − Gibt es Kriterien einer erfolgreichen Zusammenarbeit? − Wer legt solche Kriterien fest? Wie arbeiten Schule und Betreuung an ausgewählten Einrichtungen zusammen? Mi, 22.1./19.3.2014 Information: www.phzh.ch > alle Veranstaltungen > Diskussionsforum Think-Tank Personalentwicklung Sie sind Führungsperson und möchten aktuelle und künftige Fragen zur Personalentwicklung klären? Wünschen Sie sich einen fachlichen Erfahrungsaustausch? Möchten Sie mit Ihren Verantwortlichen in Form eines Round-Table-Gesprächs Sichtweisen austauschen und eine gemeinsame Richtlinie festlegen? Gerne unterstützen wir Sie auf diesem Weg mit einem Angebot, das wir gemeinsam mit Ihnen definieren. Information und Anmeldung: www.phzh.ch/schilw Unterrichtsentwicklung – Schulen pädagogisch ­weiterentwickeln Sie setzen sich gezielt mit pädagogischen Fragen und Unterrichtsentwicklungsprojekten auseinander und wollen dabei von erfahrenen Fachleuten unterstützt werden? Sie interessieren sich für Lehr- und Lernfragen und was «guter Unterricht» ist und möchten gemeinsam als Team ihre Schule pädagogisch weiterentwickeln? Information und Anmeldung: www.phzh.ch/schilw

CAS FBO 22 Führen einer Bildungsorganisation/Schulleitungsausbildung Leitung: Johannes Breitschaft, Eliane Bernet / 5.3.2014–3.10.2015 CAS TPG 04 Theaterpädagogik Leitung: Roger Lille (FHNW), Mathis Kramer-Länger / 14.3.2014–4.9.2015 CAS BBW 10 Bildung und Betriebswirtschaft Leitung: NN / 4.6.2014–12.12.2015 CAS MED 2014 Konfliktmanagement und Mediation (in Kooperation ZHAW) / Leitung: Regula Riss, Santino Güntert / 1.9.2014–30.6.2015 CAS PICTS 14 Pädagogischer ICT-Support (PICTS) Leitung: Rahel Tschopp / 12.9.2014–20.6.2015 CAS PER 06 Personalentwicklung Leitung: Cornelia Knoch / Start 17.11.2015 / Aufnahmegespräche 26.2., 21.5., 10.9., 26.11.2014 / 16.00–17.00 CAS ASP 2013 Ausbildungscoach Schulpraxis Leitung: Kathrin Futter / Einstieg laufend Information und Anmeldung: www.phzh.ch/cas / 043 305 54 00 Master of Advanced Studies (MAS) Sie absolvieren drei CAS-Lehrgänge (nach spezifischem Profil) und führen das Ganze im Diplomstudium zu Ihrem MAS-Abschluss zusammen. Information: www.phzh.ch/mas Module K Angebote zu kompetenzorientiertem Unterricht WM IKS.2014 Interkulturelle Kommunikation in der Schule Leitung: Zeliha Aktas / Fr, 28.2., Sa, 22.3., Fr, 11.4.2014 WM LCS.2014 LerncoachingK Leitung: Martin Keller, Nicole Périsset / Mi, 12.3., Sa, 5.4., Do, 22.5., Mi, 25.6.2014 WM TSB.2014 Texte schreiben, die etwas bewirken Modul AK Leitung: Monique Honegger, Thomas Hermann / Mi, 26.3., 25.6.2014, dazwischen 2 Modultage Beratungs-, Selbstlern- und Schreibphasen WM DAZ VM.2014 Vertiefungsmodul für zertifizierte DaZ-LehrpersonenK Leitung: Marianne Sigg Frei, Katja Schlatter Gappisch / Mi, 9.4., Fr, 23.5., Sa, 28.6.2014 WM SDA.2014 Stressbewältigung durch Achtsamkeit Leitung: Yuka Nakamura / Mi, 7./14./21.5., 4./11./18./25.6., Sa, 21.6., Mi, 2.7.2014 WM UUL.2014 Unterrichtsführung und Lebensführung Leitung: Hansjörg Neubert / Mi/Do/Fr, 7./8./9.5.2014 WM BBW.2014 Bewegung bewegt – auch im Unterricht Leitung: Iris Bättig-Welti, Ludmilla Weber / Mi, 7./14.5., Fr/Sa, 13./14.6., Mi, 25.6.2014 WM KUS.2014 Kooperatives LernenK Leitung: Petra Hild / Sa, 30.8., 13.9, Mi, 29.10., Mi, 26.11.2014 Information und Anmeldung: www.phzh.ch/weiterbildungsmodule / 043 305 52 00

Schulinterne Weiterbildung (SCHILW) www.phzh.ch/weiterbildung > Schulinterne Weiterbildung / wba@phzh.ch / 043 305 68 68

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  47


Weiterbildung

Kantonales Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen Zürich (Volksschule) Für eine nachhaltige Schulentwicklung ist Gesundheitsförderung von zentraler Bedeutung. Das Kantonale Netzwerk richtet sich an Schulen, die ihr Engagement in Gesundheitsförderung und Prä­ vention verstärken wollen. Um eine Entwicklung in diese Richtung zu unterstützen, bietet das Netzwerk Angebote für die konkrete Umsetzung im Schulalltag an. Verbunden mit dem Beitritt ins Kan­ tonale Netzwerk ist die Verpflichtung zur «Weiterbildung Kontaktlehrperson für Gesundheitsförderung und Prävention» an der PHZH für eine Lehrperson der Schuleinheit. Information: www.gesunde-schulen-zuerich.ch Intensivweiterbildungen (IWB): Eine Auszeit nehmen – etwas für Sie? Die IWB ermöglicht Lehrpersonen eine spezielle Auszeit vom beruf­lichen Alltag. Diese Auszeit (13 Wochen) beinhaltet einen Bildungsurlaub, ist aber nicht auf einen zertifizierenden Weiterbildungsabschluss ausgerichtet. Information und Anmeldung zur obligatorischen Informationsveranstaltung (beschränkte Platzzahl) www.phzh.ch/iwb / iwb@phzh.ch / 043 305 57 00 Weiterbildungen im Auftrag des Volksschulamts: Lehrmitteleinführungen WBA QRKS 2013.06 Einführungen in die Weltreligionen Einführung Hinduismus Leitung: Johannes Beltz / 26.2.–26.3.2014 WBA QRKS 2013.07 Einführungen in die Weltreligionen Einführung Buddhismus Leitung: Johannes Beltz / 7.5.–28.5.2014 WBA LME MK-LP.2014.01 Mit dem Medienkompass durch den Mediendschungel (dreiteiliger Kurs) / Leitung: Silvie Spiess / 5.3./26.3./21.5.2014, 18.00–21.30 Uhr WBA LME MK.2014.01 Einführungsveranstaltung zum Lehrmittel Medienkompass Leitung: Silvie Spiess / 5.3.2014, 18.00–21.30 Uhr Information und Anmeldung: www.phzh.ch/weiterbildung > Kurse > Lehrmitteleinführungen Medienbildung ICT-Evaluation: Analyse und Optimierung der Computer-Situa­ tion in Ihrer Schule Computer binden an Schulen finanzielle und personelle Mittel. Welcher Nutzen resultiert aus diesen Investitionen? Wie effektiv werden die vorhandenen Ressourcen eingesetzt? Wo liegen Optimierungsmöglichkeiten und Stärken? Mit unserer neutralen Aussensicht liefern wir fundierte Antworten. Sie erhalten Empfehlungen für die wirksame und nachhaltige Integration von Medien und ICT an Ihrer Schule. Kontakt und Information: www.medienbildung.ch > Evaluation und Forschung Computer im Schulalltag (vormals IG-Kurs) Sie lernen in dieser individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Schule / Ihres Teams zugeschnittenen Weiterbildung Hintergrundwissen zum Einsatz des Computers im Unterricht kennen und erhalten konkrete Impulse. Wir arbeiten mit vielen konkreten Beispielen und passenden Organisations­ formen für die Arbeit mit dem Computer im Schulalltag. Die praxisbetonte Weiterbildung bietet auch Raum für den Gedankenaustausch über die pädagogischen Inhalte. Kontakt und Information: www.medienbildung.ch > Weiterbildung > Weiterbildung für Teams

Kurse * für Berufs- und Wiedereinsteigende gratis K Angebote zu kompetenzorientiertem Unterricht 891401.01 Deutschkurs für HSK-Lehrpersonen B1 Rita Tuggener / Beginn Di, 25.2.2014, 8.15–9.45, weitere Daten im Internet 121401.01 Alle reden von Heterogenität – und Sie?K Petra Hild / Mi, 26.2.2014, 14.15–18.00 411403.01 Knipsen, lauschen, Welt entdeckenK Mareike Düssel, Friederike Tilemann / Mi, 26.2., 12.3.2014, 14.15–18.00 511401.01 Language and CultureK Jürgen Capitain / Mi, 26.2., 19.3., 9.4., 7./21.5.2014, 17.00–19.00 611401.01 Kompetenzorientierung im Fach Handarbeiten*/K Pia Aeppli / Mi, 26.2., 5./12.3., 14./21.5.2014, 17.15–20.00 511402.01 Grundwortschatz Deutsch als Zweitsprache*/K Claudio Nodari / Do, 27.2., 6./13.3.2014, 17.15–19.30 511403.01 Coaching in the English classroom*/K Karin Haller / Do, 27.2., 13.3.2014, 18.15–21.00 601401.01 TanzMix l Elfi Schäfer-Schafroth / Sa, 1.3.2014, 9.00–16.30 601403.01 Konstruieren mit dem Computer Matthias Schraner / Di, 4./11./18./25.3., 1.4.2014, 18.15–21.00 851403.01 Kraft und Gleichgewicht 1:1K Markus Vetterli / Mi, 5./12.3.2014, 14.15–18.00 611402.01 Holzwerkstatt in Kindergarten und Unterstufe Ursula Homberger / Mi, 5./12./19.3.2014, 14.15–18.00 511404.01 Potz Haifischzaa und Chuchischabe Thomas Dütsch-Rychener / Mi, 5./26.3.2014, 14.15–17.00 411318.01 A.01 Mit der Maus im Kindergarten A / Malen – Knipsen – Bilder verzaubern Silvie Spiess / Mi, 5.3.2014, 13.30–17.00 601404.01 Silberschmuck Herbert Spitzer / Do, 6./13./20./27.3., 3./10.4.2014, 18.00–21.00 611403.01 Malprozesse fördern Jürg Imholz / Do, 6./13./20./27.3., 3./10.4.2014, 18.15–20.45 511405.01 Einführungskurs HOPPLA 1 und HOPPLA 2 Susanne Peter / Mo, 10./17.3.2014, 17.00–20.15 411404.01 Lern- und Spielplattformen im SprachunterrichtK Björn Maurer / Mi, 12./19.3.2014, 13.30–17.00 601405.01 Papierwerkstatt* Esther Noser / Mi, 12./19.3.2014, 14.15–17.30 411405.01 Quizlet – alles auf eine Karte setzenK Peter Suter / Mi, 12.3.2014, 14.15–17.15 801402.01 Neue und alte Spiele für die Schule 1 Florian Wanzenried / Do, 13.3.2014, 18.30–21.00 601402.01 TanzMix ll Elfi Schäfer-Schafroth / Sa, 15.3.2014, 9.00–16.30 851404.01 Bergmolche – prächtig und spannendK Markus Vetterli / Mi, 19.3.2014, 14.00–18.00 601406.01 Vom Bilderbuch zum szenischen Spiel Susanne Vonarburg / Mi, 19./26.3., 2.4.2014, 14.30–17.00 511407.01 «Katze mit tz»K Claudia Schulthess-Hürzeler / Mi, 19.3., 2.4.2014, 14.00–16.30 281403.01 «Du schon wieder …» Ernst Huber / Mi, 19.3., 9.4.2014, 13.30–17.00 411406.01 Vom Suchen und Finden der Nadel im HeuhaufenK Silvie Spiess / Mi, 19.3.2014, 18.00–21.30

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Weiterbildung

511406.01 Raconter, commenter, discuter K/* Franz Viecelli / Mi, 19.3.2014, 13.30–16.45 411418.01 B.01 Mit der Maus im Kindergarten B / Rascheln – Lauschen – Töne entlocken Silvie Spiess / Mi, 19.3.2014, 13.30–17.00 Information: 043 305 51 00 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch Themenreihe «Kompetenzorientiert unterrichten» 9613T03.01 Standards und kompetenzorientierte Lehrpläne Judith Hollenweger, Geri Thomann, Hans-Jürg Kaiser, Cecile Ledergerber, Sabrina Spörri, Brigitte Mühlemann, Moritz Rosenmund / Di, 4.2.2014, 18.00–20.00 9613T04.01 Kompetenzorientierung in Schulen Enikö Zala, Marco Plüss, Dieter Rüttimann / Do, 6.3.2014, 18.00–20.00 Information: 043 305 56 18 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch Themenreihe «Elternvertretungen» 1114E03.01 Interkulturelle Kommunikation mit Eltern Zeliha Aktas / Mo, 10./24.3.2014, 18.30–21.00 Information: 043 305 51 00 Anmeldung: www.kurse.phzh.ch / weiterbildungskurse@phzh.ch Diskussionsforum Ganztagesbildung – Kooperation zwischen Schule und Betreuung – Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betreuung gelingen, damit die Kinder profitieren? – Gibt es Kriterien einer erfolgreichen Zusammenarbeit? – Wer legt solche Kriterien fest? Wie arbeiten Schule und Betreuung an ausgewählten Einrichtungen zusammen? Mi, 22.1./19.3.2014, 17.15–18.45 Information: www.phzh.ch > alle Veranstaltungen > Diskussionsforum Holkurse / schulinterne Weiterbildung Holen Sie sich einen Kurs aus dem Weiterbildungsprogramm in Ihre Nähe, in Ihre Schule. Der Kurs wird in der Regel ohne Anpassung der Kursinhalte oder -ziele an die lokalen Gegebenheiten durch­ geführt. Sie sind verantwortlich für die organisatorischen Arbeiten zur Durchführung an Ihrer Schule. Sie können auch Interessierte aus anderen Schulen am Angebot teilnehmen lassen. Information: www.phzh.ch/weiterbildung > Schulinterne Weiter­ bildung / wba@phzh.ch / 043 305 68 68 Ergänzungsstudien PH Zürich ERP Ergänzungsstudien Primarstufe Die Ergänzungsstudien richten sich an Lehrpersonen mit einem Stufendiplom Primarstufe, die berufsbegleitend eine Lehrbefähigung in einem weiteren Fach erwerben möchten. / Nächster Start: Herbstsemester 2014 / Anmeldeschluss: 1.5.2014 www.phzh.ch > Ausbildung > Primarstufe > Ergänzungsstudium / ergaenzungsstudium.ps@phzh.ch / 043 305 58 36 (Fächer Englisch, Französisch, Bewegung und Sport) / 043 305 57 81 (Fächer Bildnerisches Gestalten, Werken, Werken Textil, Musik)

ZfB – Zentrum für Beratung ∑

www.phzh.ch/zfb

Beratung für Lehrpersonen, Schulleitende und Schulpflegerinnen/Schulpfleger Die Beratung von Schulpersonal ist unsere ­Kompetenz. Wir sind für Sie, Ihr Team und Ihre Schule da, wenn es um die Unterstützung bei Anliegen im Schulfeld geht. Kontaktieren Sie unsere erfahrenen Beratungspersonen über das ­Beratungs- und Informationstelefon. Kontakt und Information: www.phzh.ch/beratung / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch Stress- und Burnoutprävention ist Führungsaufgabe Greifen Sie auf unsere Kompetenzen zurück, wenn Burnout in Ihrem Schulumfeld ein Thema ist oder Sie es zum Thema machen möchten. Wir bieten Ihnen und den Lehrpersonen an Ihrer Schule Beratungen, interne Schulungen und Coachings an, die Wirkung zeigen. Kontakt und Information: tiny.phzh.ch/srs / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch Fit für den Stellenwechsel: Bewerbungscoaching Ihre Bewerbungsunterlagen sind die erste Visitenkarte, die Sie an Ihrer Wunsch­ stelle einreichen, und Ihr Bewerbungsgespräch ist in der Regel Ihr erster persönlicher Kontakt. Diese Dokumente und Situationen lassen sich vorbereiten und optimieren. Nutzen Sie die Fachkompetenz unserer Beratungspersonen und lassen Sie sich begleiten. Wir unterstützen Sie auf Ihren Wunsch in jeder Phase des Bewerbungsprozesses: Von der ersten Zeile Ihres Bewerbungsschreibens bis zur Auswertung Ihrer Vorstellungsgespräche. Information und Anmeldung: tiny.phzh.ch/beco / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch Projektarbeit in Schulen Projektcoaching: Suchen Sie nach Unterstützung für einzelne Projektphasen? Möchten Sie Rollen klären oder benötigen einen Aussenblick auf die Inhalte oder die Organi­ sation Ihres Projekts? In Projektcoachings vor Ort arbeiten wir mit Steuergruppen, Projektleitungen oder -teams und stärken die Be­ teiligten bei der Ausübung ihrer Funktionen. Projektleitung auf Zeit: Möchten Sie ein grösseres Schulprojekt angehen? Fehlen Ihnen die nötigen fachlichen oder zeitlichen Ressourcen? Wir übernehmen in Ihrer Schule die Projektleitung und stellen Ihnen dabei unsere breite Erfahrung bei der Steuerung und Durchführung von Projekten im Bildungsbereich zur Verfügung. Kontakt und Information: tiny.phzh.ch/projekte / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch Sprechstunde Stress und Burnout Haben Sie bei sich Warnsignale wahrgenommen, die Sie auf Stress und Überlastung zurückführen? Oder beschäftigt Sie die Frage, wie lange Ihre Energiereserven noch reichen? Mit einem Anruf gelangen Sie an unsere erfahrenen Ex­ pertinnen und Experten, denen Sie Ihre Situation schildern und mit denen Sie das weitere Vorgehen gemeinsam planen können. Dieses Angebot steht allen Personen offen, die im Schulfeld tätig sind. Kontakt und Information: tiny.phzh.ch/ssb / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch Laufbahnberatung für Schulpersonal Innerhalb und ausserhalb des Schulfelds gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten für Ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Unsere ­Fachleute beraten seit Jahren exklusiv Lehrpersonen und Schulleitende in Laufbahnfragen und sind vertraut mit deren beruflichen Qualitäten und Optionen. Über die Dimension der Beratung, ob mit oder ohne Tests, bestimmen Sie. Informieren Sie sich auf unserer Website oder über das Beratungs- und Informationstelefon kostenlos über die Angebote. Kontakt und Information: tiny.phzh.ch/lbb / 043 305 50 50 / beratungstelefon@phzh.ch

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  49


Weiterbildung

Weiterbildungskurse Berufsfachschulen ∑

www.phzh.ch/wb-s2

B03.141 Standortbestimmung entlang der Berufsbiographie Dagmar Engfer, Dozentin, Coach und Beraterin (Mitglied BSO), Birgitta Braun, Dipl.-Päd., Dozentin, ZRM-Trainerin, Coach (BSO) / Fr/Sa, 7./8.3., Do, 13.3., 9.00–17.00, Do. 3./10.4.2014, 16.30–20.30, indiv. Coachingtermine B04a.141 Coaching einer Gruppe von Mentorinnen und Mentoren Dagmar Bach, Dozentin Weiterbildung für Berufsfachschulen / Di, 11.3.2014, 17.00–19.30 L02.141 Quizlet – alles auf eine Karte setzen Peter Suter, Dozent Medienbildung PH Zürich / Mi, 26.3.2014, 14.00–17.00

CAS/MAS CAS/MAS HET CAS Kommunikation, Zusammenarbeit, Coaching Wie gewinne ich andere für meine Anliegen? Wie gestalte ich eine fruchtbare Zusammenarbeit? Wie coache ich zielorientiert? Der CAS ist Teil des MAS «Wirksamer Umgang mit Heterogenität». Die Universität Hildesheim (D) anerkennt den MAS als Konsekutiv-MA. Er berechtigt zur Promotion / 1.5.2014 bis Januar 2015, 5 Module in unterrichtsfreien Wochen Infoanlass: 12. und 14.11.2013,18.00, Aula Institut Unterstrass, Seminarstrasse 29 Auskunft: eva.hug@unterstrass.edu (Leiterin Weiterbildung) / dieter.ruettimann@unterstrass.edu (Studiengangleitung) / www.unterstrass.edu > Institut > Weiterbildung > MAS/CAS / www.unterstrass.edu/master

P07.141 Mit Belastungen umgehen Arienne Légeret, dipl. Coach FH MAS / Fr, 7.3.2014, 8.30–17.00 S02.141 bili Erfa-Tagung Yvonne Rajakumar, Dozentin Lernen mit Medien, PH Zürich, Wilma Willi, bili-Dozentin und Berufs­ fachschullehrerin, Mary Miltschev, Beauftragte Fremdsprachen, MBA, Tamara De Vito, Lehrgangsleiterin CAS «bili», Berufsfachschullehrerin / Fr, 28.2.2014, 13.00–17.00 W01.141 Fliegende Teppiche und schimmelnde Wände Nino Santoro, Berufsfachschullehrer und Jurist / Mi, 26.2., 12./26.3.2014, 13.30–17.00 W02.141 Spielfilm im Unterricht Thomas Binotto, Autor und Filmleser / Mi, 26.2.,5.3.2014, 17.30–20.30 X01.141 Weiterbildungsapéro Innovative Projektwochen Mo, 10.3.2014, 17.15–19.00 Information und Anmeldung: www.phzh.ch/wb-s2 / 043 305 66 72

UZH / ETH Zürich Weiterbildungskurse Mittelschulen ∑

www.webpalette.ch > Sekundarstufe II > UZH und ETH Zürich

Kursdaten Frühlingssemester 2014 Geistes- und Sozialwissenschaften, Medien und Künste FS14.06 Lektüre romantischer Lyrik im Lichte neuer Sichtweisen auf die Epoche Mi, 26.2.2014 FS14.11 Student Presentations and Aspects of Learner Autonomy (SOL) Fr, 28.2.2014 FS14.10 Roma in Osteuropa Di, 11.3.2014 FS14.09 Rationalität im Alltag Mi, 19.3.2014

Unterstrass.edu Weiterbildungsangebote ∑

www.unterstrass.edu

Kurse 200000.05 Weiterbildung «Mit Kindern lustvoll experimentieren» für Kindergarten- und Unterstufenlehrpersonen / Leitung: Florence Bernhard / florence.bernhard@unterstrass.edu / Mi, 16.4.2014, 14.00–17.30 / Weitere Samstage nach Wahl / Abschluss: Mi, 22.10.14, 14.00–17.30 Information und Anmeldung: www.kinderforschen.ch 200000.06 DaZ-Kurs – Deutsch als Zweitsprache für Lehr­ personen aller Stufen der Volksschule / Leitung: Inge Rychener / inge.rychener@unterstrass.edu / Sa, 18./25.10., 1./8./15./22./ 29.11.2014; jeweils 9.00–12.30 / Information: www.unterstrass.edu > Institut > Weiterbildung > Kurse 200000.07 Weiterbildung «Religion und Kultur» (reduzierter Kurs für Absolvierende des Instituts Unterstrass und der PHZH 2003–2007) / Leitung: Eva Ebel, eva.ebel@unterstrass.edu / Mi, 12.3., 14.00–17.30 / Mi, 26.3., 14.00–19.00 / Mi, 7.5., 14.00–17.30 / Mi, 21.5., 14.00–17.30 / Mi, 10.9.2014, 14.00–17.30 Informationen: www.unterstrass.edu 200000.08 Starker Kindergarten – starke Unterstufe 5 Weiterbildungskurse für Kindergarten- und Unterstufen­ lehrpersonen / Leitung: Anita Schaffner Menn, Annette Fluri / annette.fluri@unterstrass.edu / anita.schaffner@unterstrass.edu / August/Oktober 2014 / Januar/April/August 2015 Information: www.unterstrass.edu Leitung und Auskunft: eva.hug@unterstrass.edu / www.unterstrass.edu > Institut > Weiterbildung > Kurse

50  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

FS14.04 Filmanalyse und praktische Verwendung von Filmen im Unterricht Mi, 19.3./7.5.2014 FS14.08 Postmodernism in the Classroom Di, 25.3.2014 FS14.02 El teatro de Federico García Lorca Mi, 26.3./9.4.2014 FS14.03 Fernsehserien als Unterrichtsgegenstand Di, 1.4.2014 FS14.44 Mehrsprachigkeitsdidaktik im Italienisch- und Französischunterricht Do, 3.4.2014 FS14.12 Volle Bäuche rebellieren nicht Mi, 9.4.2014 FS14.01 Der Völkermord in Ruanda 1994 Fr, 9.5.2014 FS14.05 Ideen zur Gestaltung des Literaturunterrichts in den Fächern Französisch und Italienisch Mo,12.5.2014 FS14.13 Italienische Kultur: American Association for Italian Students (AAIS) Fr/Sa/So, 23./24./25.5.2014 FS14.07 Literaturtheorie im Unterricht Mo, 30.6.2014 Wirtschaft und Recht FS14.16 Human Resource Management (HRM) Mi, 26.3.2014 FS14.15 Globalisierte Wirtschaft und Menschenrechte Fr, 4.4.2014 FS14.14 Behavioral Finance Fr, 9.5.2014


Weiterbildung

Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik Technik und Informatik

FS14.28 Zoologie erleben Di, 25.2.2014

FS14.52 Mit Skizzen erklären Amadeus Bärtsch / Do, 16.1.2014

FS14.25 Tag der unbegrenzten Möglichkeiten für Geographielehrpersonen am GIUZ Fr, 28.2.2014

FS14.47 Energie in der Thermodynamik (9. und 10. Schuljahr, Gymnasium) / Dr. Anna Prieur / Fr/Sa. 31.1., 1.2.2014

FS14.20 Digitale Erlebnis-Geographie Fr, 21.3.2014

FS14.49 Flussrevitalisierung Armin Barth, Roger Deuber, Patrick Faller, Herbert Rubin / Fr/Sa, 21./22.2.2014

FS14.24 Statistik für Maturaarbeiten in Biologie Fr, 21.3.2014 FS14.23 Physik auf der Nanometer-Skala Fr, 4.4.2014 FS14.19 Brüche und Kurven Mi, 9.4.2014 FS14.22 Nature of Science – Was naturwissenschaftliches Wissen kennzeichnet Fr, 11.4.2014 FS14.26 Vergleichende Verhaltensforschung an Affen Do, 8.11.2014 FS14.27 Vom Protein zum Stammbaum Di, 13.5.2014 FS14.18 Biodiversität für die Schule im Botanischen Garten Di, 24.6.2014 FS14.21 Fibonacci-Zahlen und Goldener Schnitt in Natur und Kultur Di, 1.7.2014 Weiterbildungen für Praktikumslehrerinnen und Praktikumslehrer FS14.41 Gewinnbringende Unterrichtsnachbesprechungen Do, 12.6.2014 FS14.42 Troubleshooting Do, 3.7.2014 Weiterbildungen für den Berufseinstieg FS14.43 Gemeinsame Gestaltung einer Lektionsreihe für den Geschichtsunterricht Jeweils Fr, 28.2.–30.5.2014 Überfachliche Kompetenzen und Interdisziplinarität FS14.29 Aus- und Weiterbildung für Immersionslehrpersonen an Gymnasien Fr. 28.2., 14./21./28.3., 4./11.4., 19./26.9., 24./31.10., 7./14./21.11.2014 FS14.31 Die Studienfachwahl von Schülerinnen und Schülern optimal anregen und unterstützen Fr, 21.3.2014 FS14.32 Ihr Auftritt im Klassenzimmer – Basiskurs I Fr, 28.3.2014 FS14.35 Wissen erzählen statt erklären Mi, 14.5.2014 FS14.34 Sprache – Stimme – Rede Mo, 23.6., 7.7.2014 FS14.33 Logische Grundlagen des Denkens und der Sprache Fr, 27.6.2014 SOL-Kurse FS14.40 SOL-Marktplatz Do, 10.4.2013 FS14.36 SOL: Einführung Nach Absprache

FS14.48 Fehlkonzepte rund um die Evolution Christian Seeholzer / Mo, 3.3.2014 FS14.56 Schallausbreitung: Wie man mit Schall Entfernungen messen und Verborgenes sichtbar machen kann (7. bis 9. Schuljahr, Sekundarstufe I) / Dr. Anna Prieur / Fr/Sa, 7./8.3.2014 FS14.53 Mobile Energiequellen – Batterien, Akkus und ­Brennstoffzellen in der Redox-Chemie Roger Deuber / Fr/Sa, 14./15.3.2014 FS14.45 Differentialrechnung I (11. und 12. Schuljahr, Gymna­ sium) / Armin Barth / Fr/Sa, 28./29.3.2014 FS14.51 Herausforderungen beim Unterrichten einer Pro­ grammiereinführung mit einer höheren Programmiersprache Lukas Fässler, Barbara Scheuner / Fr, 28.3.2014 FS14.46 Energie in der Mechanik Herbert Rubin, Ralph Schumacher / Fr/Sa, 11./12.4.2014 FS14.55 Precalculus: Funktionen I (9. und 10. Schuljahr, Gymnasium) / Armin Barth, Ralph Schumacher / Fr/Sa, 9./10.5.2014 FS14.50 Grundkonzepte der Mechanik I: Trägheit und ­Wechselwirkung als Schlüssel zum Verständnis von Kräften (9. und 10. Schuljahr, Gymnasium) / Herbert Rubin, Ralph Schumacher / Fr/Sa, 16./17.5.2014 FS14.54 Precalculus: Folgen, Reihen und Grenzwerte (10. und 11. Schuljahr, Gymnasium) / Michael Brunisholz / Fr/Sa, 23./24.5.2014 Überfachliche Kompetenzen FS14.58 Kooperative Lernformen effektiv einsetzen Anne Deiglmayr, Lennart Schalk / Di, 4.2.2014 FS14.60 Neueste Erkenntnisse der kognitiven und neuro­ wissenschaftlichen Lehr- und Lernforschung. Ein Überblick / Roland Grabner, Nicolas Lienert / Mo, 7.4.2014 FS14.57 Formative Assessment – Lernfortschritt der ­Schülerinnen und Schüler einfach und effektiv überprüfen Henrik Saalbach, Peter Greutmann / Di, 18.3.2014 FS14.59 RITA – ein attraktiver Unterrichtsansatz Felix Keller, Harald Graschi / Do, 27.3.2014 Information und Anmeldung: www.webpalette.ch > Sekundar­ stufe II > UZH und ETH Zürich / Universität Zürich, Institut für Er­ziehungswissenschaft, Weiterbildung Maturitätsschulen, Beckenhofstrasse 35, 8006 Zürich, weiterbildung.llbm@ife.uzh.ch / ETH Zürich, Weiterbildung Maturitätsschulen, Universitäts­ strasse 41, 8092 Zürich, peter.greutmann@ifv.gess.ethz.ch

FS14.37 SOL: Entwickeln und Durchführen einer SOL-­ Unterrichtssequenz Nach Absprache FS14.38 SOL: Leistungsbeurteilung Nach Absprache FS14.39 SOL: Lernbegleitung Nach Absprache

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  51


Weiterbildung

HfH – Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich Weiterbildungskurse ∑

www.hfh.ch

2014-6 CAS Kommunikation und Beratung in der integrativen Schule Leitung: Regula Häberli, Prof. Markus Sigrist / März 2014 bis Mai 2015 (Anmeldeschluss: 30.1.2014) / Informationsveranstaltungen: 15.1.2014, 16.45–17.45 Uhr, HfH Zürich. Anmeldung erwünscht an: christine.schuetterle@hfh.ch 2014-2 CAS II Projekt- und Changemanagement Leitung: Prof Claude Bollier / Mai 2014 bis Juni 2015 (Anmeldeschluss: 15.2.2014) / Information erhalten Sie direkt bei der CAS-Leitung: claude.bollier@hfh.ch 2014-3 CAS Heilpädagogisches Lerncoaching Leitung: Prof. Claude Bollier, Prof. Dieter Rüttimann / Mai 2014 bis September 2015 (Anmeldeschluss: 1.3.2014) / Informationsveranstaltung: 5.2.2014, 14.15–15.30 Uhr, HfH Zürich. Anmeldung erwünscht an: pierangelo.negri@hfh.ch 2014-4 CAS Starting strong! Heilpädagogik in der Eingangs­ stufe 4–8 Leitung: Prof. Claude Bollier, Susanna Häuselmann / September 2014 bis Juni 2016 (Anmeldeschluss: 1.6.2014) / Informationsveranstaltung: 26.2., 19.3. und 3.4.2014, 14.15–15.30 Uhr, HfH Zürich. Anmeldung erwünscht an: pierangelo.negri@hfh.ch 2014-5 CAS Integration von Schülerinnen und Schülern mit ­Verhaltensstörungen Leitung: Prof. Claude Bollier, Prof. Markus ­Sigrist / September 2014 bis November 2015 (Anmeldeschluss: 1.5.2014) / Informationsveranstaltung: 29.1.2014, 14.15–15.15 Uhr sowie 26.2. und 26.3.2014, 17.15–18.15 Uhr, HfH Zürich. Anmeldung erwünscht an: christine.schuetterle@hfh.ch 2014-7 CAS Musik und Gestaltung in der Heilpädagogik Leitung: Ariane Bühler / September 2014 bis August 2015 (Anmeldeschluss: 31.5.2014) / Informationsveranstaltung: 27.1.2014, 19 Uhr, ZHdK sowie 5.3. und 7.5., 17 Uhr, HfH Zürich. Anmeldung erwünscht an: noemi.dulik@hfh.ch 2014-18 Anwendungsorientierter Mathematikunterricht – zu ­anspruchsvoll für lernschwache Schülerinnen und Schüler? Leitung: Prof. Dr. Petra Scherer / 17.2.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 15.1.2014) 2014-42 Kinder und Jugendliche mit Hör- und/oder Sprach­ beeinträchtigungen erfolgreich unterrichten Leitung: Markus Wyss / 21.2.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 15.1.2014) 2014-60 Integrative Didaktik Leitung: Claudia Henrich / 25.2.2014, 9.15–16.30 Uhr, und 25.3.2014, 13.30–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 15.1.2014) 2014-57 Lernförderung Mathematik: Problem- und niveau­ orientiertes Fördern von Kindern mit Lernschwierigkeiten Leitung: Brigitte Hepberger, Barbara Zutter (Bereich Kindergarten bis Mittelstufe) / Stefan Meyer (Bereich Mittelstufe bis Oberstufe) / 26.2., 12./26.3.2014 / Vormittag: Bereich Kindergarten bis Mittelstufe / Nachmittag: Bereich Mittelstufe bis Oberstufe / (Anmeldeschluss: 15.1.2014) 2014-63 Zusammenarbeit mit Eltern in integrativen Settings – Zwischen Festhalten und Loslassen Leitung: Christina Le Kisdaroczi / 26.2., 26.3. und 14.5.2014, 14–17 Uhr (Anmeldeschluss: 15.1.2014) 2014-66 Schule und Arbeitswelt verbinden: Schülerfirmen ­gründen Leitung: Dr. Claudia Schellenberg, Michaela Studer, ­Alexander Wyssmann / 7./8.3.2014, 9.15–16.30 Uhr, und 28.6. und 15.11.2014, 13.30–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 1.2.2014)

52  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

2014-49 Basiskurs Silberfass – Lustvolles Musikmachen auf Steeldrums mit Gruppen Leitung: Bernhard Suter / 8./15./29.3. und 5.4.2014, 13.30–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 1.2.2014) 2014-64 Familien mit Migrationshintergrund heilpädagogisch unterstützen Leitung: Gabriele Edelmann, Hannah Labusch / 12.3. und 14.5.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 1.2.2014) 2014-17.1 Dybuster – Eine multisensorische Lernsoftware zur Verbesserung der Rechtschreibleistung Leitung: Christian Vögeli / 12.3. und 11.6.2014, 13.30–17.00 Uhr (Anmeldeschluss: 1.2.2014) 2014-14 Kognitive Entwicklung und Kulturtechniken – Aufbaukurs Leitung: Dr. Alois Bigger, Christine Schmid-Maibach / 15.3., 17.5. und 20.9.2014, 9.15–16.45 Uhr (Anmeldeschluss: 1.2.2014) 2014-56 Ressourcenorientierung in der Förderplanung – eine ergänzende Perspektive Leitung: Markus Wyss / 28.3.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 15.2.2014) 2014-65 «Step by Step» bei Schulschwierigkeiten – Schul­ projekt Horgen Leitung: Dr. Daniel Barth, Urs Fischer / 4. und 11.4.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 15.2.2014) 2014-39 Gleich und doch anders: Integrierte Schülerinnen und Schüler mit (Körper-)Behinderungen im Jugendalter Leitung: Prof. Dr. Susanne Schriber / 4.4.2014, 9.15–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 28.2.2014) 2014-72 Wie weiter nach der Schule? Eine praxisnahe ­Einführung in die Berufs(wahl)vorbereitung auf der Oberstufe Leitung: Res Marty, Dr. Claudia Schellenberg / 11./12.4.2014 und 14.6.2014, 9.30–16.30 Uhr (Anmeldeschluss: 1.3.2014) 2014-41 Soziale Integration von Kindern und Jugendlichen mit einer schweren Mehrfachbehinderung in der Regelklasse – Wege zur praktischen Umsetzung Leitung: Evelyn Christen, Verena Scheiwiler / 12.4.2014, 9.00–12.15 Uhr (Anmeldeschluss: 1.3.2014) 2013-77/2014-83 Onlinekurs: Neurowissenschaften und ­Heilpädagogik Leitung: Dr. Dominik Gyseler / Onlinekurs ohne Präsenztage / Anmeldung und Start jeder Zeit möglich: www.onlinekurse-hfh.ch 2014-84 Onlinekurs: 1×1 der Heilpädagogik Leitung: Anna Cornelius, Prof. Dr. Barbara Forrer / Onlinekurs ohne Präsenztage / Anmeldung und Start jeder Zeit möglich: www.onlinekurse-hfh.ch Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik / www.hfh.ch/weiterbildung > CAS, Kurse bzw. Tagungen / 044 317 11 81 / wfd@hfh.ch

ZAL – Zürcher Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung der Lehrpersonen des Kantons Zürich Weiterbildungskurse ∑

kurse.zal.ch

ZGA10.14.11 Holzoberflächengestaltung Roth P. / Sa, 11.1.2014, 8.00–17.00 / Sa, 18.1.2014, 8.00–17.00 / Zürich ZU67.14.11 Verführerische Häppchen Isler M. / Sa, 11.1.2014, 9.00–16.00 / Stäfa ZE92.14.11 Stärke statt Macht Perot M., Baumann C. / Mi, 15.1.2014, 15.30–17.30 / Zürich ZE14.14.11 Elterngespräche mithilfe von KiDiT® Walter C., Pfiffner M. / Do, 16.1.2014, 18.00–20.15 / Zürich


Weiterbildung

ZDA15.14.11 Wahrnehmen nicht vergessen! Linker K. / Mi, 5.2.2014, 14.00–17.00 / Zürich

DE60.14.11 Konzepte schreiben Marti M., Ulmi M. / Fr, 31.1.2014, 8.30–16.30 / Fr, 7.3.2014, 8.30–16.30 / Zürich

ZJ27.14.11 Bildbearbeitung mit Gimp Baach D. / Mi, 19.2.2014, 14.00–17.00 (Prüfung in Flaach – fakultativ: 1.7.2014, 19.00–20.00) / Zürich

PS89.14.11 Gesunde Ernährung im Berufsalltag Giannakopoulos E. / Sa, 1.2.2014, 9.00–17.00 / Fr, 7.2.2014, 18.00–20.30 / Zürich

ZD42.14.11 Mut bei schwierigen Kindern Suter S. / Mi, 26.2.2014, 13.45–17.30 / Mi, 26.3.2014, 13.45–17.30 / Zürich

IO59.14.11 Office 2013 Weilenmann Keller J. / Sa, 1.2.2014, 8.30–16.30 / Zürich

ZH45.14.21 Durch das Jahr mit Zipf, Zapf, Zepf … Jakobi-Murer S. / Sa, 1.3.2014, 9.00–17.00 / Zürich

PE11.14.11 Wirkungsvoll visualisieren: Durch Bilder reden Kunzmann A. / Mo, 3.2.2014, 9.00–17.00 / Di, 4.2.2014, 9.00–17.00 / Zürich

ZD40.14.21 Die Diagnose AD(H)S Zimmer S. / Mi, 5.3.2014, 14.00–17.15 / Mi, 19.3.2014, 14.00–17.15 / Mi, 2.4.2014, 14.00–17.15 / Mi, 9.4.2014, 14.00–17.15 / Zürich

BI56.14.11 Lerncoaching professionell gestalten Fischer M. / 3 Montage, 8.30–17.30 / 3 Donnerstage, 14.00–16.00 / Zürich

ZT25.14.21 Mit Syntaxkarten spricht es sich leichter Brunner K. / Mi, 5.3.2014, 14.00–17.00 / Mi, 2.4.2014, 14.00–17.00 / Zürich

SP11.14.21 Spanisch A1 Stufe 1 18 Mal, Montag, 18.00–20.25 / Zürich

ZDA55.14.21 Hochsensible Kinder in der Schule Schorr B. / Di, 11.3.2014, 19.00–21.00 / Zürich

SC11.14.21 Chinesisch A1 Stufe 1 18 Mal, Montag, 18.00–20.25 / Zürich

ZS52.14.21 Französischunterricht Gisler M. / Mi, 12.3.2014, 13.30–16.30 / Mi, 19.3.2014, 13.30–16.30 / Zürich

DK37.13.51 Wortschatzkiste Deutsch B2/C1 Papastergios Pedevilla M. / 19 Mal, Dienstag, 18.00–19.45 / Zürich

ZH31.14.21 Bildnerisches Gestalten zum Staunen Medici V. / Mi, 12.3.2014, 14.00–17.00 / Mi, 19.3.2014, 14.00–17.00 / Zürich

SE52.14.21 English Conversation B2 18 Mal, Mittwoch, 18.00–20.25 / Zürich

Schulinterne Weiterbildung: Die ZAL organisiert für Teams auch schulinterne Weiterbildungen. Diese richten sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden und finden in deren Schulhaus statt.

SB11.14.21 Brasilianisch-Portugiesisch A1 Stufe 1 17 Mal, Donnerstag, 18.00–20.30 / Zürich

Beratung und Coaching: Die ZAL organisiert für Einzelpersonen und Kleingruppen bis maximal 3 Personen auch Beratungen zu konkreten fachlichen Fragen und Coachings bei Aufgaben und Fragen im Berufsalltag (Ausgangslage analysieren, Lösungen entwerfen). Information und Anmeldung: www.zal.ch / Zürcher Arbeits­ gemeinschaft für Weiterbildung der Lehrpersonen, Bildungs­ zentrum für Erwachsene BiZE, Riesbachstrasse 11, 8090 Zürich / info@zal.ch / 044 385 83 94

EB Zürich, Kantonale Berufsschule für Weiterbildung Weiterbildungskurse ∑

www.eb-zuerich.ch

SR11.14.21 Russisch A1 Stufe 1 17 Mal, Donnerstag, 18.00–20.30 / Zürich IV62.14.21 iMovie Paganini N. / Sa, 22.2.2014, 8.30–16.30 / Zürich IA36.14.21 Excel: Refresher Widmer B. / Mo, 24.2.2014, 13.30–17.00, 4 Mal / Zürich PG20.14.21 Einfluss nehmen in Politik und Gesellschaft (für Frauen) Marchetto C. / Mi, 26.2.2014, 18.00–21.00 / Sa, 1.3.2014, 9.00–17.00 / Mi, 12.3.2014, 18.00–21.00 / Zürich DE54.14.21 Schreibimpuls und Textdiskussion Spalinger B. / Mi, 26.2.2014, 18.00–21.00 / Mi, 26.3.2014, 18.00–21.00 / Mi, 7.5.2014, 18.00–21.00 / Mi, 4.6.2014, 18.00–21.00 / Zürich DK26.14.21 Konversation Deutsch als Zweitsprache B2/C1 Papastergios Pedevilla M. / 18 Mal, Freitag, 13.30–16.00 / Zürich DE61.14.21 Kurzgeschichten schreiben Spalinger B., Keller F. / Sa, 1.3.2014, 9.00–16.00 / Sa, 15.3.2014, 9.00–16.00 / Sa, 29.3.2014, 9.00–16.00 / Zürich Information und Anmeldung: www.eb-zuerich.ch

ID52.14.11 Photoshop: Grundlagen Rebstein E. / Do, 16.1.2014, 8.30–12.00, 7× / Zürich DE77.14.11 Literaturwerkstatt Morf P. / Di, 21.1.2014, 18.30–21.30 / Di, 28.1.2014, 18.30–21.30 / Di, 4.2.2014, 18.30–21.30 / Di, 25.2.2014, 18.30–21.30 / Di, 4.3.2014, 18.30–21.30 / Di, 11.3.2014, 18.30–21.30 / Di, 18.3.2014, 18.30–21.30 / Zürich IN50.14.11 Mein Android – Tablet und Smartphone Czech A. / Mi, 22.1.2014, 18.00–20.30, 3× / Zürich IC41.14.11 3D-Drucken Rodriguez J. / Sa, 25.1.2014, 8.30–16.30 / Sa, 1.2.2014, 8.30–16.30 / Sa, 8.2.2014, 8.30–16.30 / Zürich DE75.14.11 Mit Wörtern experimentieren Geiser B. / Do, 30.1.2014, 18.00–21.00 / Do, 6.2.2014, 18.00–21.00 / Do, 27.2.2014, 18.00–21.00 / Do, 6.3.2014, 18.00–21.00 / Do, 13.3.2014, 18.00–21.00 / Do, 20.3.2014, 18.00–21.00 / Zürich PE55.14.11 Einführung in die Körpersprache Nydegger R. / Di, 28.1.2014, 9.00–17.00 / Mi, 29.1.2014, 9.00–17.00 / Zürich

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  53


Amtliches 1/2014

Inhalt Volksschule. Deutsch auf der Unterstufe. Anforderungs­ katalog und Konzeptauftrag für ein neues Lehrmittel.

55

Lehrmittel für das Fach Englisch. Orientierungshilfen: Themen und Treffpunkte. Erhebung der verwendeten Lehrmittel im Fachbereich Englisch 2013

57

Kantonsschule Zürcher Unterland. Ergänzung des zweisprachigen Maturitätsgangs Deutsch/Englisch um einen Sprachaufenthalt an Partnerschulen im Ausland

58

Kantonale Beiträge für QUIMS-Schulen: Kriterien, Verwendung und Verfahren

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Bildungsratsbeschluss vom 18. November 2013 Volksschule. Deutsch auf der Unterstufe. Anforderungs­ katalog und Konzeptauftrag für ein neues Lehrmittel. A. Ausgangslage Die gesetzlichen Grundlagen zu den Lehrmitteln sind in § 11, §  22 und § 59 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) sowie in § 19 der Volksschulverordnung vom 28. Juni 2006 (VSV, LS 412.101) festgelegt. Aufgrund der geplanten Einführung des Lehrplans 21 und des seit 13 Jahren im Einsatz stehenden obligatorischen Lehrmittels «Sprachfenster» (aus dem Jahre 2000) überprüfte das Volksschulamt den Lehrmittelbedarf im Fach Deutsch für die 2.  und 3. Primarstufe mit Hilfe einer Fachgruppe, die sich wie folgt zusammensetzte: je eine Vertretung der Lehrpersonen ­(Unterstufe, ZLV), eine Vertretung des Lehrmittelverlags Zürich (LMV), eine Vertretung der Fachdidaktik (PH Zürich) und eine Vertretung aus dem Kanton St. Gallen (Amt für Volksschule). Ausgehend vom aktuellen Lehrplan wurden das Lehrmittel «Sprachfenster» mit dem Evaluationsinstrument der Interkantonalen Lehrmittelzentrale «Levanto» evaluiert und die Ergebnisse anschliessend in einem Hearing mit den oben genannten Vertreterinnen und Vertretern diskutiert. Die Mittelstufe verwendet das obligatorische Lehrmittel «Sprachland», welches auf die vorhandenen Deutschschweizer Lehrpläne abgestimmt ist, den Bezug zu den HarmoS-Grundkompetenzen herstellt und seit dem Jahr 2011 obligatorisch ist. Auf der Sekundarstufe I wird seit dem Jahr 2012 das neu überarbeitete Deutschlehrmittel «Sprachwelt Deutsch» obligatorisch eingesetzt, welches den vorstehend genannten Anforderungen und Standards ebenfalls entspricht.

«Sprachfenster» bildet mit «Sprachland» und «Sprachwelt Deutsch» eine Reihe kompetenzorientierter Stufenlehrmittel, die das 2.– 9. Schuljahr abdecken. Aktuell unterrichten 15 Kantone mit «Sprachfenster» auf der Unterstufe. Für das 1. Schuljahr gibt es zudem eine Vielzahl zugelassener Unterrichtsmaterialien (LEZUS, Erstleselehrgänge wie Anton und Zora / Buchstabenreise / Lesen durch Schreiben / Leseschlau /  Mimi die Lesemaus / Tobi-Fibel, zudem Lesewerkstatt, Schreibheft ABC usw.). B. Erwägungen Mit einem Anforderungskatalog gemäss neuer Lehrmittelpolitik (BRB 35/2012) sollen die Eckwerte eines optimierten, ergänzten oder neu zu entwickelnden Lehrmittels auf der Unterstufe aufzeigt werden. Dieser Katalog bildet die Grundlage für den Lehrmittelverlag Zürich, ein entsprechend begründetes Konzept zu erarbeiten und dieses dem Bildungsrat bis im Sommer 2014 vorzulegen. Im Synodalgutachten aus dem Jahre 2004 zum «Sprachfenster» wurde auf den Bedarf nach einer benutzerfreundlicheren Planungssoftware, klaren DaZ-Hinweisen im Inhaltsverzeichnis und zusätzlichen Themenheften für das themenorientierte Sprachhandeln im fächerübergreifenden Unterricht (Themenordner 2) hingewiesen. Zusätzlich regte die Lehrerschaft die Schaffung einer Lernsoftware für die Schülerinnen und Schüler und die Unterstützung des binnendifferenzierenden Unterrichts sowie des fertigkeitenorientierten Sprachtrainings an. Der Forderung nach einer benutzerfreundlicheren Planungssoftware wurde mit einer Überarbeitung der Software entsprochen. 1. Würdigung des bestehenden Lehrmittels «Sprachfenster» «Sprachfenster» kam 2000 auf den Markt und war mit seinem kompetenzorientierten Ansatz zukunftsweisend. Das Lehrmittel bietet umfassende Materialien für den Sprachunterricht, ist jedoch komplex aufgebaut und anspruchsvoll in der Handhabung. Das Anforderungsniveau ist eher hoch. Lehrpersonen vermissen Übungsmaterial vor allem für schwächere Schülerinnen und Schüler. «Sprachfenster» entspricht heutigen Ansprüchen ­hinsichtlich Medienwahl, Gestaltung und Handhabung nicht mehr. So fehlen insbesondere auch digitale Lehrwerkteile. 2. Anforderungskatalog für ein Konzept zur Überarbeitung von «Sprachfenster» Gemäss der neuen Lehrmittelpolitik (BRB 35/2012) erarbeitete das Volksschulamt unter Einbezug des Lehrmittelverlags Zürich einen Anforderungskatalog in Form eines Rasters für ein Konzept zur Überarbeitung von «Sprachfenster». Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  55


Amtliches

Themen für Anforderungskatalog

Anforderung für ein Konzept zur Überarbeitung von «Sprachfenster»

Formale Anforderungen Fachbereich: Für welches Fach bzw. welchen Fachbereich gemäss LP21 wird ein Lehrmittel gewünscht?

Deutsch

Schulstufe/Schuljahre: Auf welche Schulstufen und Schuljahre (nach Kanton ZH bzw. nach HarmoS) soll es ausgerichtet sein?

Unterstufe (2./3. Schuljahr)

Verfügbarkeit (Termin/Schuljahr): Wann sollen das LM bzw. Teile davon für welches Schuljahr verfügbar sein?

Ab Schuljahr 2017/18

Nutzergruppen: Für welche Nutzergruppen (Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, ­Eltern, andere) soll das Lehrmittel Angebote enthalten?

Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen

Lehrplanvorgabe: Auf welchen Lehrplan muss das Lehrmittel ausgerichtet sein?

Lehrplan 21

Abweichungen zur Lehrplanvorgabe: Welche Abweichungen zum Lehrplan sind vor­ gesehen? Muss das Lehrmittel etwas Zusätzliches erfüllen oder sind bestimmte B ­ ereiche des Lehrplans ausgenommen?

Im Sprachlehrmittel der 2. und 3. Klasse soll die Verbindung zu den Erstlese- und Schreiblehrgängen hergestellt werden.

Spezifische kantonale Vorgaben: Gibt es spezifische Vorgaben des Kantons Zürich, die das Lehrmittel erfüllen muss? Gibt es bei einem interkantonalen Lehrmittel besondere kantonale Vorgaben, die es zu berücksichtigen gilt?

Keine

Stundentafel/abzudeckende Lektionen: Wie viele Lektionen der Stundentafel müssen sich mit dem Lehrmittel abdecken lassen? (Hier ist zu berücksichtigen, dass in der Praxis ­infolge von Ausfällen und anderen schulischen Aktivitäten nicht alle Lektionen stattfinden. Evtl. soll mit dem Lehrmittel auch nur ein Teil der Lektionen abgedeckt werden können.)

2./3. Klasse: 80% des Unterrichts gemäss aktueller Lektionentafel Kanton Zürich: 1. Klasse: 240 Std. 2. Klasse: 160 Std. 3. Klasse: 160 Std.

Umfang Über-/Wahlangebot: Wie gross soll der Anteil des stofflichen Überangebotes sein, aus dem die Nutzergruppen auswählen können (müssen)?

Geringes Überangebot v.a. zur Differenzierung, punktuell Wahlmöglichkeiten.

Erprobung: Welchen Stellenwert hat die Praxiserprobung für das Lehrmittelprojekt? (besonders hohe Bedeutung oder normale Bedeutung) / Sind bestimmte Voraus­ setzungen für die Erprobung besonders zu berücksichtigen?

Normale Bedeutung. Erprobung punktuell, parallel zur Entwicklung.

Projektorganisation: Welche Rahmenbedingungen sind für die Projektorganisation zu ­berücksichtigen? Welche Anforderungen werden an die Zusammenstellung des Autorenteams gestellt? Braucht es bestimmte Gremien? Müssen bei der Zusammensetzung ­dieser Gremien bestimmte Bedingungen berücksichtigt werden?

Information an den Kanton St. Gallen und evtl. dessen Einbezug (gemäss ERB St. Gallen, Nr. 345/2012).

Konzeptanforderungen: Welche spezifischen Anforderungen werden an das Konzept ­gestellt?

Keine

Pädagogisch-didaktische Anforderungen Didaktischer Ansatz: Auf welchen didaktischen Ansatz soll das Lehrmittel a ­ usgerichtet sein?

Kompetenzorientierung gemäss Lehrplan 21

Fachdidaktische Besonderheiten: Welche fachdidaktischen Besonderheiten sind mit dem Lehrmittel abzudecken?

Abgrenzung von DaZ

Differenzierung: Welchen Stellenwert hat die Differenzierung für das Lehrmittel? (besonders hohe Bedeutung oder normale Bedeutung) / Welche Bereiche der Anforderungsniveaus muss die Differenzierung abdecken?

Hohe Bedeutung: Wie bisher sollen jahrgangsüber­ greifender Unterricht und ­altersdurchmischtes Lernen mit dem Lehrmittel möglich sein.

Lernzielkontrolle: Welchen Stellenwert haben Lernzielkontrollen für das ­Lehrmittel? ­(besonders hohe Bedeutung oder normale Bedeutung) / Ist eine bestimmte Ausrichtung (formativ, summativ) besonders zu gewichten?

Hohe Bedeutung: Bestehendes Angebot verein­fachen, erweitern und an Beurteilungsinstrumente in «Sprachland» angleichen.

Fächerübergreifende Themen: Welchen Stellenwert haben die fächerüber­greifenden ­Themen (gemäss LP21) für das Lehrmittel? (besonders hohe B ­ edeutung oder normale Bedeutung) / Sind bestimmte fächerübergreifende Themen besonders zu gewichten?

Normale Bedeutung: – ICT und Medien: besonders zu gewichten. – Fächerübergreifende Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung: normale Bedeutung. Berufliche Orientierung: betrifft 1. und 2. Zyklus nicht.

Überfachliche Kompetenzen: Welchen Stellenwert haben die überfachlichen Kompe­ tenzen (gemäss LP21) für das Lehrmittel? (besonders hohe Bedeutung oder normale ­Bedeutung) / Sind bestimmte überfachliche Kompetenzen ­besonders zu gewichten?

Hohe Bedeutung: ausgewogene Gewichtung aller ­überfachlichen Kompetenzen: – Personale Kompetenzen – Soziale Kompetenzen – Methodische Kompetenzen

Abgrenzung zu anderen Lehrmitteln: Von welchen Lehrmitteln soll sich das Lehrmittel ­abgrenzen, d. h., wo sind Redundanzen zu vermeiden?

Erstleselehrgänge und Schreiblehrgänge bleiben bestehen, «Sprachfenster» greift in diese Bereiche nicht ein.

Einbezug anderer Lehrmittel: Auf welche Lehrmittel soll sich das Lehrmittel beziehen, d. h., wo sind allenfalls sogar Verbindungen, Verweise aufzunehmen?

Keine

Anschluss an andere Lehrmittel: Auf welche Lehrmittel soll das Lehrmittel aufbauen und zu welchen soll es den Anschluss gewährleisten? (über den LP21 hinaus)

Gewährleistet Anschluss zu «Sprachland» (4.–6. Schuljahr). An «Sprachland» schliesst auf der Sekundarstufe I «Sprachwelt Deutsch» (7.–9. Schuljahr) an.

Medienwahl: Gibt es Rahmenbedingungen, die die Verwendung bestimmter Medien (print, digital) beeinflussen? Wie wirken sie sich auf die Art und den Anteil der betreffenden Medien aus?

Sinnvolles digitales Angebot

56  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014


Amtliches

Die Kantonale Lehrmittelkommission hat dem vorliegenden Anforderungskatalog zur Konzeptentwicklung mit Zirkularbeschluss vom 28. Oktober 2013 zugestimmt. Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat: I. Der Lehrmittelverlag Zürich wird beauftragt, unter Ein­ bezug des Anforderungskatalogs und in Absprache mit dem Volksschulamt, bis im Sommer 2014 ein Kon­ zept vorzulegen, wie das Lehrmittel «Sprachfenster» optimiert, ergänzt oder ersetzt werden kann.

Bildungsratsbeschluss vom 21. Oktober 2013 Lehrmittel für das Fach Englisch. Orientierungshilfen: Themen und Treffpunkte. Erhebung der verwendeten Lehr­ mittel im Fachbereich Englisch 2013. A. Ausgangslage Gemäss Bildungsratsbeschluss (BRB 42/2012 vom 26. November 2012) zu «Neues Lehrmittel für das Fach Englisch. Analyse des bestehenden Lehrmittelangebots. Schlussbericht und wei­ teres Vorgehen» legt das Volksschulamt dem Bildungsrat bis Ende 2013 folgende Dokumente vor: Themen und Treffpunkte (Beschlussdispositiv Ziff. V; BRB 42/2012) Das Volksschulamt wird beauftragt, die Themen und Treffpunkte für Mitte der 6. und Mitte der 8. Klasse unter Einbezug Dritter fest­ zulegen und dem Bildungsrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Erhebung der verwendeten Lehrmittel im Fachbereich Englisch 2013 (Beschlussdispositiv Ziff. VII; BRB 42/2012) Das Volksschulamt wird beauftragt, die Beschlüsse der Schul­ gemeinden gemäss Ziff. IV im vierten Quartal 2013 zusammenzustellen und dem Bildungsrat eine Übersicht der verwendeten Lehrmittel im Fach Englisch vorzulegen. B. Erwägungen Themen und Treffpunkte Ab Schuljahr 2013/14 werden im Kanton Zürich sowohl auf der Primarstufe als auch auf der Sekundarstufe I im Fach Englisch alternativ-obligatorische Lehrmittel eingesetzt. Die A ­ usgestaltung der Übergänge spielt daher eine zentrale Rolle. Dabei bildet der Lehrplan («Lehrplan Englisch, Primarstufe und Sekundarstufe I» aus dem Jahre 2010; Hrsg.: Erziehungsdirektoren-Konferenz Ost­schweiz; 2010) den verbindlichen Referenzrahmen. Sogenannte Treffpunktformulierungen, welche Minimal­ standards Mitte der 6. und Mitte der 8. Klasse definieren, unterstützen die Absprachen zwischen den abgebenden und den ­aufnehmenden Lehrpersonen (Mittelstufe und Sekundarstufe I, Sekundarstufe I und Berufs- und Mittelschulen). Die Themen und Treffpunktformulierungen in Form einer Bro­schüre pro Schulstufe (Primar- und Sekundarstufe I) sollen allen Englischlehrpersonen der Volksschule und abnehmenden Stufen von Nutzen sein. Die zu bearbeitenden Themen und die zu erreichenden Kompetenzen gemäss Lehrplan 21 sind verbindlich fest­ gelegt und unterstützen so den konsequenten Sprachaufbau.

Die vorliegenden Broschüren wurden von der PH Luzern erarbeitet und durch zwei Hearinggruppen (Verlage und Lehrpersonen der Zielstufe) am 22. August 2013 beurteilt. Lehrpersonen, die teilgenommen haben, begrüssen den Einbezug der im Lehrplan 21 genannten Kompetenzen. Die beiden Anhänge («Themen in den Lehrmitteln der Sekundarstufe I» und «Übersicht grammatische Strukturen») wurden insbesondere von den beiden Vertreterinnen der Sekundarstufe II (Berufsschulen und Gymnasien) als besonders nützlich hervorgehoben. Erhebung der verwendeten Lehrmittel im Fachbereich Englisch 2013 Gemäss Bildungsratsbeschluss (BRB 42/2012 vom 26. November 2012) zu «Neues Lehrmittel für das Fach Englisch. Analyse des bestehenden Lehrmittelangebots. Schlussbericht und weiteres Vorgehen» sind die Schulgemeinden bzw. Schulpflegen verpflichtet festzulegen, welche Lehrmittel im Fach Englisch ab dem Schuljahr 2013/14 alternativ-obligatorisch eingesetzt werden. Im Juli 2013 wurden alle Schulpflegen aufgefordert, ihre Lehrmittelwahl pro Schulstufe dem Volksschulamt mitzuteilen. Die Resultate zeigen folgendes Bild: 196 der 209 angeschriebenen Schulgemeinden des Kantons Zürich haben sich an der Erhebung beteiligt. Damit liegt die Rücklaufquote bei 94%. Alle Angaben beruhen auf Selbstdeklaration seitens der Schulgemeinden. − Von den 163 Unterstufen-Schulgemeinden verwenden 96 «First Choice» (59%) und 67 «Young World» (41%). − Auf der Mittelstufe verwenden von 163 Schulgemeinden 90 «Young World» (55%) und 73 «Explorers» (45%). − Auf der Sekundarstufe I entschieden sich von den 124 Schulgemeinden mit Abteilungen A sowie B 82 für das Lehrmittel «Voices» (66%), 22 für «English Plus» (18%) und weitere 20 für «New Inspiration» (16%). Für die Abteilung C haben 77 von 119 Schulgemeinden das Lehrmittel «Voices» (65%), 25 «English Plus» (21%) und 17 «New Inspiration» (16%) gewählt. Auf der Unterstufe wird «First Choice» gegenüber «Young World» bevorzugt, während auf der Mittelstufe «Young World» häufiger als «Explorers» eingesetzt wird. Das Lehrmittel «Voices» macht auf der Sekundarstufe I rund zwei Drittel des Anteils der unterrichtsleitenden Lehrmittel aus. Trotz Ablauf der Umsetzungsfrist setzen noch vereinzelte Gemeinden Lehrmittel ausserhalb des Alternativobligatoriums ein. In rund einem Dutzend Gemeinden werden zudem innerhalb des Alternativobligatoriums zwei verschiedene Lehrmittel verwendet. Des Weiteren gibt es Gemeinden, deren definitive Festlegung der Englischlehrmittel erst im kommenden Schuljahr 2014/15 anstehen. In diesen Fällen ist seitens Schulpflegen sichergestellt, dass dies im Rahmen des Alternativobligatoriums geschieht. Zudem sind Umstellungen gemeldet worden, welche erst nach Vollendung des Klassenzuges vollzogen werden sollen. Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat: I. Der Bildungsrat nimmt Kenntnis von den Ergebnissen aus der Erhebung der verwendeten Lehrmittel im Fach­ bereich Englisch. II. Die Treffpunkte für Mitte der 6. Klasse und Mitte der 8. Klasse werden festgelegt und den Schulen zugäng­ lich gemacht. Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  57


Amtliches

III. Das Volksschulamt wird beauftragt, dem Bildungsrat im 4. Quartal 2015 erneut eine Übersicht der verwendeten Lehrmittel im Fachbereich Englisch vorzulegen. Die Treffpunkte für die Primar- und Sekundarstufen sind abrufbar unter www.bi.zh.ch/bildungsrat.

Bildungsratsbeschluss vom 21. Oktober 2013 Kantonsschule Zürcher Unterland. Ergänzung des zwei­ sprachigen Maturitätsgangs Deutsch/Englisch um einen Sprachaufenthalt an Partnerschulen im Ausland A. Ausgangslage Am 6. Februar 2012 beschloss der Bildungsrat die Zuteilung des zweisprachigen Maturitätsgangs Deutsch/Englisch an die Kantons­ schule Zürcher Unterland. Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 führt die Schule den genannten Maturitätsgang mit einer Klasse pro Jahrgang. Die Schule möchte diesen Maturitätsgang nun um einen Sprachaufenthalt an Partnerschulen in England ergänzen. Im Kanton Zürich bieten bereits zwei Mittelschulen einen zweisprachigen Maturitätsgang mit einem Sprachaufenthalt an Partnerschulen an. Die Kantonsschulen Freudenberg und Zürich Nord führen seit dem Schuljahr 2010/11 immersive Klassenzüge Deutsch/Französisch, in welchen die Schülerinnen und Schüler ein Quartal bzw. ein Semester an Partnerschulen in der Westschweiz absolvieren. Die Kantonsschule Zürcher Unterland hatte 2010 einen Antrag gestellt auf Führung einer zweisprachigen Maturität mit Sprachaufenthalt an Partnerschulen im Ausland. Das Projekt wurde damals zurückgestellt, weil zu dem Zeitpunkt das Reglement der Schweizerischen Maturitätskommission (SMK) in Überarbeitung war. Es war somit nicht klar, nach welchen Vorschriften ein zweisprachiger Maturitätsgang mit Sprachaufenthalt an einer Partnerschule in Zukunft durchzuführen sei. Am 1. Januar 2013 trat das neue Reglement der SMK für die Anerkennung kantonaler zweisprachiger Maturitäten in Kraft. Im Reglement ist vorgesehen, dass Schulen den teilweisen Immersionsunterricht an der Heimschule ergänzen können mit einem Sprachaufenthalt von drei bis zwanzig Wochen an einer Partnerschule im In- oder Ausland. Laut SMK-Reglement kommen als Partnerschulen Schweizer Gymnasien oder neu vergleichbare Schulen im Zielsprachgebiet in Frage. Der Sprachaufenthalt kann an die Gesamtlektionenzahl aller Immersionsstunden angerechnet werden. Die Kantonsschule Zürcher Unterland kam deshalb auf ihren früheren Antrag von 2010 zurück und stellte mit Schreiben vom 13. Mai 2013 den Antrag, ihr Angebot um einen Sprachaufenthalt an Partnerschulen in England zu ergänzen. B. Konzept der Kantonsschule Zürcher Unterland Die Kantonsschule Zürcher Unterland möchte den zweisprachigen Lehrgang grundsätzlich so anbieten wie bisher, ihn aber um einen Sprachaufenthalt im Zielsprachgebiet ergänzen. Es werden wie bisher an der eigenen Schule drei Fächer immersiv angeboten, Mathematik und Biologie ab Semester 3.2, Geschichte ab Semester 4.1. Das ergibt 960 Lektionen an der Heimschule. In England kommen nochmal 325 Lektionen dazu, so dass die Absolventinnen und Absolventen neu mindestens 1285 Lektionen Immersionsunterricht geniessen. 58  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014

Der vorgeschlagene Lehrgang mit 15 Wochen Unterricht an einer Partnerschule entspricht dem Modell A der SMK, «Teil­ weiser Immersionsunterricht an der Heimschule mit Sprachaufenthalt an der Partnerschule», bei dem Sprachaufenthalte von drei bis zwanzig Wochen an Partnerschulen Teil des Lehrgangs bilden können. Für den Sprachaufenthalt hat die Kantonsschule Zürich Unterland fünf Schulen in Manchester, England, ausgewählt, die den Status einer Grammar School (= Mittelschule) haben und im regionalen sowie nationalen Ranking gut bis sehr gut abschneiden. Vier dieser Schulen sind Staatsschulen (Grammar Schools) und eine (Manchester Grammar School for Boys) ist eine Privatschule (Public School), die staatlich anerkannt ist. Alle Schulen ermöglichen den Hochschulzugang, die Abgängerinnen und Abgänger besuchen in der Regel nachher eine prestigeträchtige Universität. Alle Lehrpersonen der Partnerschulen verfügen über ein abgeschlossenes universitäres Fachstudium, haben teilweise promoviert und besitzen einen didaktischen Ausweis. Für die Immersionsfächer an der Kantonsschule Zürcher ­Unterland selber stehen seit Einführung der zweisprachigen Maturität Deutsch/Englisch im Schuljahr 2012/13 qualifizierte Lehrpersonen zur Verfügung, die den Didaktikkurs für Immersionslehrpersonen an der Universität Zürich besucht haben. Während des Auslandaufenthalts der Immersionsklasse ist die Auslastung der Lehrpersonen dieser Klasse unterschiedlich hoch. Die Schwankungen wegen der ungleichen Auslastung werden über das Stundenkonto der Lehrpersonen verrechnet. Die Kantonsschule Zürcher Unterland legt in ihrem Antrag dar, wie die Stundenkonten von betroffenen Immersionslehrpersonen ausgeglichen werden. Die Kosten des Sprachaufenthalts werden mit Fr. 3700.– pro Schülerin oder Schüler veranschlagt und decken die Reise, den einwöchigen Sprachkurs sowie die Unterkunft ab. Der Unterricht an den Schulen ist für die Schweizer Schülerinnen und Schüler kostenlos. Der gesamte Aufenthalt in England erstreckt sich über 16–17 Wochen, so dass jede Schülerin oder jeder Schüler im Durchschnitt mit Kosten von ca. Fr. 225.– pro Woche rechnen muss. Dies ist im Vergleich zu Angeboten anderer Zürcher Mittelschulen preisgünstig. Im Kanton Zürich bieten insgesamt 14 Mittelschulen Sprachaufenthalte im englischsprachigen Raum an. Sie finden zum Teil im Rahmen eines zweisprachigen Maturitätsgangs statt und dauern zwischen einer und vier Wochen. Deren Kosten belaufen sich auf Fr. 400.– bis Fr. 1000.– pro Woche. Auch im Vergleich mit privaten Anbietern schneidet das geplante Angebot der Kantonsschule Zürcher Unterland sehr gut ab. Eine aktuelle Zusammenstellung der Kosten von Sprachaustauschprogrammen der Austauschorganisation American Field Service AFS von 2014 zeigt, dass ein Aufenthalt in England von 16 – 32 Wochen mit Fr. 10 500.– geschätzt wird. Er umfasst in der Regel einen Sprachkurs, den Besuch einer Schule und den Aufenthalt bei einer Gastfamilie. Die Reise nach England ist darin nicht enthalten. Die Kosten für den Sprachaufenthalt der Immersionsschü­ lerinnen und -schüler in England werden durch die Eltern ge­ tragen. Das Mittelschulgesetz vom 13. Juni 1999 sieht vor, dass eine Beteiligung an den Mehrkosten für besondere Schulformen verlangt werden kann (§ 33 Abs. 3). Für Eltern mit geringem Budget steht ein breit abgestützter Solidaritätsfonds zur Verfügung.


Amtliches

Die Schülerinnen und Schüler im zweisprachigen Maturitätsgang werden die Kantonsschule Zürcher Unterland jeweils im Herbstsemester der fünften Klasse vor dem Sprachaufenthalt im August eine Woche lang besuchen und nach dem Sprachaufenthalt weitere vier bis fünf Wochen im Januar und Februar (zwischen den Weihnachts- und den Sportferien). Da die Noten­ abgabe für das Herbstsemester in der Regel in der zweitletzten Schulwoche stattfindet, stünden nur gerade drei Wochen Zeit für Unterricht und Prüfungen in allen Fächern zur Verfügung. Die Pro­ motion bzw. das Zeugnis der Schülerinnen und Schüler im zweisprachigen Maturitätsgang der Kantonsschule Zürcher Unterland entfällt deshalb im ersten Semester der fünften Klasse. Gemäss Sprachaufenthaltsreglement vom 21. November 2011 kehren die Schülerinnen und Schüler nach einem Quartals- oder Semesteraufenthalt in die angestammte Klasse zurück (§ 4). Die anlässlich des Aufenthalts erzielten Leistungen sind nachzuweisen. Sie sind nicht promotionswirksam (§ 6). Entsprechend werden die Schulen in England für die betroffenen Schülerinnen und Schüler einen Leistungsausweis erstellen. Der Antrag der Kantonsschule Zürcher Unterland entspricht in allen Punkten dem erwähnten neuen Reglement der SMK zur Anerkennung kantonaler zweisprachiger Maturitäten. Der Antrag der Kantonsschule Zürcher Unterland auf Zuteilung des zweisprachigen Maturitätsgangs Deutsch/Englisch mit Sprachaufenthalt an Partnerschulen im Zielsprachgebiet ist deshalb zu bewilligen. Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat: I. Die Kantonsschule Zürcher Unterland ergänzt ab Schul­ jahr 2013/14 ihren zweisprachigen Maturitätsgang Deutsch/Englisch um einen Sprachaufenthalt an Part­ nerschulen im Zielsprachgebiet.

Verfügung der Bildungsdirektion vom 15. Oktober 2013 Kantonale Beiträge für QUIMS-Schulen: Kriterien, Verwendung und Verfahren 1. Ausgangslage Für «Qualität in multikulturellen Schulen (QUIMS)» hat die Bildungsdirektion mit Verfügung vom 10. Oktober 2007 (mit Änderung vom 15. April 2009) das «Kriterium für die Beteiligung und Beitragsberechtigung von Schuleinheiten (Mischindex)» geregelt. Die Verfügung stützt sich auf §§ 25 und 62 des Volksschulgesetzes (VSG) vom 7. Februar 2005, § 20 der Volksschulverordnung (VSV) vom 28. Juni 2006 und § 15 der Finanzverordnung zum Volksschulgesetz (Finanzverordnung) vom 11. Juli 2007. Weitere Einzelheiten zur Verwendung der kantonalen Beiträge für QUIMS und zu den Verfahren sind bisher in der Handreichung zu QUIMS des Volksschulamts (Fassung 2008, S. 19) dargestellt. Die Regelungen aus der bisherigen Verfügung und aus der Handreichung sollen in einer Verfügung zusammengefasst werden. 2. Änderungen Geändert wird die Auszahlung der Beiträge. Neu werden diese jeweils rückwirkend pauschal für das vergangene Jahr ausbezahlt. Wenn eine Schule mehr als 10% des zugesicherten jährlichen Beitrages nicht ausgeschöpft hat, wird rückwirkend ein Be­

trag in der Höhe der effektiven Ausgaben ausbezahlt. Damit ist es ab 2014 nicht mehr möglich, nicht ausgeschöpfte Kreditteile auf ein nächstes Jahr zu übertragen. Neu wird zudem festgelegt, dass jede QUIMS-Schule einen Teil der finanziellen Mittel für die Arbeit zu den zwei Schwer­ punkten der Weiterentwicklung von QUIMS einsetzt, die vom Bildungsrat am 9. September 2013 beschlossen wurden. Diese Vorgabe zum Mitteleinsatz gilt ab den Kalenderjahren 2014 oder 2015, sobald eine Schule mit ihren Arbeiten in den zwei Schwerpunkten startet. Dieser Mitteleinsatz soll die Schulen darin unterstützen, zielorientierte und fokussierte Arbeiten zu QUIMS in den Schulen umzusetzen. Die Bildungsdirektion verfügt: I. Kriterium für die Beteiligung und Beitragsberechtigung von Schuleinheiten: Der Fremdsprachigenanteil pro Schuleinheit wird aufgrund der Indikatoren «Erstsprache» und «Nationalität» bestimmt. Er berechnet sich je zur Hälfte aus dem Anteil «Fremd­ sprachiger» (nicht-deutsche Erstsprache) und «nichtschweizerische Staatsangehörigkeit» (ohne Deutschland, Österreich und Liechtenstein). Der so gebildete «Mischindex» ist die Grundlage für eine Beteiligung bei QUIMS gemäss § 20 VSV sowie für die Beitragsberechtigung und -berechnung gemäss § 62 VSG. Massgebend sind die bildungsstatistischen Daten des ­vorangegangenen Kalenderjahrs (Höhe des Mischindexes und Anzahl Klassen/Abteilungen, inklusive Kindergarten). Neu berechtigte Schulen, die den Grenzwert des ­Mischindexes von 40% erstmals überschreiten, werden alle zwei Jahre – jeweils auf Anfang eines Schuljahres in den Jahren mit geraden Zahlen – aufgenommen. Die Beitragsberechtigung einer Schule entfällt, wenn sie den Grenzwert von 40% während drei aufeinander folgenden Jahren nicht mehr erreicht. II. Berechnung und Auszahlung der Beiträge: Ein gemäss § 15 Finanzverordnung berechneter Beitrag wird den berechtigten Gemeinden pauschal jeweils rückwirkend für das vergangene Kalenderjahr ausbezahlt. Falls eine Schule im vergangenen Jahr mehr als 10% des Bei­ trages nicht genutzt hat, wird der Gemeinde ein Betrag in der Höhe der effektiven Ausgaben rückvergütet. Gemäss § 15 Finanzverordnung berechtigt ein Fremdsprachigenanteil von 60% und mehr zu einem höheren ­Beitragssatz. Sinkt dieser unter 60%, wird im folgenden Kalenderjahr der Pauschalbeitrag nochmals nach dem ­höheren Ansatz ausbezahlt. Für Schulen, die neu in das QUIMS-Programm aufgenommen werden, leistet der Kanton im ersten Jahr, dem Einführungsjahr, 50% des vorgesehenen Pauschalbeitrags. III. Zweckbindung: Die Gemeinden und Schulen, die kantonale Beiträge für QUIMS erhalten, setzen die Mittel zweckgebunden für Massnahmen ein, die den kantonal vorgegebenen Zielen entsprechen und die im Schulprogramm und in den Jahres­ planungen der Schule festgelegt sind.

Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  59


Amtliches

Mit den Beiträgen werden Personalkosten für die ­ teuerung von QUIMS in den einzelnen Schulen (QUIMSS Beauftragte und QUIMS-Team) sowie Personal- und Sachkosten von Entwicklungsprojekten und von festen Ange­ boten zu QUIMS gedeckt. Die Beiträge dürfen nicht für Massnahmen eingesetzt werden, für die schon eine andere kantonale oder kommunale Finanzierung vorgesehen ist. Baukosten sind ausgeschlossen. Jede QUIMS-Schule ist verpflichtet, für die Arbeit in den zwei verbindlich festgelegten Schwerpunkten («Schreib­ förderung» und, wenn die Kindergartenstufe zur Schule ­gehört, «Sprachförderung der Vier- bis Sechsjährigen und Elterneinbezug») insgesamt mindestens 30% der jährlich zugeteilten Mittel einzusetzen. Dies gilt ab dem Zeitpunkt, an dem eine Schule mit den Schwerpunkten startet (im ­Kalenderjahr 2014 oder 2015), und bis Ende 2017. Aus diesen Mitteln sollen die Schulen auch schulinterne Weiterbildungen und Beratungen zu den Schwerpunkten finan­ zieren. Wenn eine Schule das Minimum von 30% nicht erreicht, ist sie verpflichtet, dies zu begründen. IV. Verfahren: Über die Verwendung der kantonalen Beiträge für QUIMS in einer Schule erstellt die Schulleitung jährlich ein Budget, führt ein Buchhaltungsjournal und erstellt eine Jahres­ rechnung. Im Journal sind die Ausgaben für die obligatorischen Schwerpunkte und die dazu gehörenden Weiterbildungen mit einem Stichwort zu bezeichnen. Die Schulpflege beaufsichtigt den Mitteleinsatz für QUIMS. Die Gemeinden weisen in ihrer Buchhaltung die Aus­ gaben für QUIMS pro Schule separat aus. Die Gemeinden legen dem Volksschulamt jährlich auf einem Formular eine zusammenfassende Abrechnung über die im letzten Kalenderjahr getätigten Ausgaben pro Schule vor. Das Volksschulamt kann in die Abrechnungsunterlagen und ­Belege Einsicht nehmen. Die Schulleitungen berichten dem Volksschulamt alle zwei Jahre im Rahmen der formalisierten Zweijahresberichte zu QUIMS unter anderem über die Verwendung der Mittel für QUIMS. Sie weisen dabei auch aus, welche Mittel sie für die kantonal festgelegten Schwerpunkte, einschliesslich der Mittel für die dazu gehörende Weiterbildung, eingesetzt haben. Das Volksschulamt überprüft anhand der Angaben in den Zweijahresberichten der QUIMS-Schulen, ob die Beiträge zweckgebunden eingesetzt wurden. Wenn Ausgaben getätigt wurden, die mit den Zielen und Vorgaben von QUIMS nicht übereinstimmen, kann der Kanton den Staatsbeitrag des Folgejahres entsprechend kürzen. V. Die Verfügung über «QUIMS, Kriterium für die Beteili­ gung und Beitragsberechtigung von Schuleinheiten (Mischindex)» vom 10. Oktober 2007 (mit Änderung vom 15. April 2009) wird aufgehoben. VI. Diese Verfügung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft.

60  Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014


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Sie sind interessiert an •   Fragen der Sprach- und Kommunikationsentwicklung? •   interdisziplinärer Zusammenarbeit mit vielfältigen   Auf gabenstellungen? •   einer selbständigen Berufsausübung? Unser Kompetenzzentrum ist zuständig für die Bildung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hör- und/oder Sprachbeeinträchtigung ab Diagnosestellung bis zum Abschluss der erstmaligen beruflichen Ausbildung. Wir suchen auf Anfang Schuljahr 2014/15 Kindergärtnerin/Früherzieherin als Audiopädagogin/Audiopädagoge Frühförderung (Vorschulalter und Kindergarten)  Mit Ihrer wöchentlichen Förderlektion unterstützen Sie die Familie und das betroffene Kind sowie das weitere Umfeld am Wohnort. Sie achten auf eine gute sprachliche Entfaltung, auf die Optimierung der Teilhabemöglichkeiten im familiären Umfeld oder im Kindergarten. Lehrpersonen als Audiopädagogin/Audiopädagoge   F örderung (Schul- und Ausbildungszeit):  In Einzelsettings oder im Klassenrahmen unterstützen Sie die Teilhabe der Schülerinnen/Schüler am Geschehen in der Regelklasse. Sie wirken mit an der Schullaufbahngestaltung. Lehrperson Sonderschulklasse  Im Team sind Sie zuständig für die Führung einer Klasse von 5 bis 7 Schülerinnen/Schülern mit unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnissen. Sie sind interessiert an der interdisziplinären Zusammenarbeit mit weiteren Fachkräften. Logopäde/Logopädin  Gezielt unterstützen Sie mit differenzierten methodischen Ansätzen die Hör- und Sprachentwicklung unserer Schüler/Schülerinnen in Zusammenarbeit mit dem Sonderklassenteam. Zu den zwei erstgenannten Berufsbildern finden sie Kurzvideos auf www.audiopädagogik.ch. Die Anstellungsbedingungen richten sich nach kantonalen Vorgaben. Für die Ausübung dieser Tätigkeiten benötigen Sie einen heilpädagogischen Abschluss. Wir unterstützen Sie beim berufsbegleitenden Erwerb. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme. Gerne informiert Sie Herr Jan Keller, Direktor Zentrum für Gehör und Sprache, über die diversen Tätigkeiten und Einsatzmöglichkeiten. Er ist erreichbar per Telefon unter 043 399 89 39 oder per Mail an jan.keller@zgsz.ch. Die Stellenausschreibungen finden Sie auf unserer Website www.zgsz.ch.

Klassenassistenz Zwei erfahrene Lehrpersonen vermitteln pädagogisches Grundwissen für Klassenassistenten. Daten:

22.3./29.3./12.4.2014 1× Supervision (Datum noch offen) Ort: Oberengstringen ZH Kosten: CHF 1450.– Fragen und Anmeldung: Katia Lips Honegger Regine Thon 079 409 69 05 055 264 11 88 kaliho@hispeed.ch rthon@sunrise.ch Schulblatt des Kantons Zürich 1/2014  61


Stellen

PRIMARSCHULE AFFOLTERN AM ALBIS Wir suchen für unsere Schuleinheit Zwillikon per 1. April 2014 oder nach Vereinbarung eine kompetente Persönlichkeit

als Schulleiterin/Schulleiter ca. 60% zusätzlich ein Pensum von 4 Wochenlektionen Unterricht Die Schule Zwillikon ist eine von drei Schuleinheiten der Primarschule Affoltern am Albis. Im Schulhaus und den zwei dazugehörigen Kindergärten erwarten Sie 170 Kinder und rund 20 Lehrpersonen. Die Schulleitungen aller drei Schuleinheiten sind in regelmässigen Treffen der Schulleitungskonferenz organisiert und eingebunden in die Entscheidungsgremien der strategischen Behörde. Wir suchen für diese anspruchsvolle Führungsaufgabe eine verantwortungsbewusste Persönlichkeit, die neben der nötigen pädagogischen Ausbildung und Fachkompetenz viel Herz und Engagement, aber auch ein gutes Mass an Ruhe und Gelassenheit sowie eine ausgesprochene Kommunikationsstärke mitbringt. Eine abgeschlossene Schulleiterausbildung und Führungserfahrung sind von Vorteil. Wichtig ist die Fähigkeit und Bereitschaft, die Schule zusammen mit dem Team und in enger Kooperation mit den anderen Schulleitungen engagiert und lösungsorientiert weiter zu entwickeln. Eine aufgeschlossene Schulpflege, eine professionelle Schulverwaltung und eine moderne Infrastruktur unterstützen Sie dabei. Zwillikon ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Legen Sie den Arbeitsweg lieber mit dem Auto zurück, steht Ihnen ein eigener Parkplatz zur Verfügung. Sind Sie interessiert, uns näher kennen zu lernen? Wir freuen uns über Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen, welche Sie bitte an folgende Adresse senden: Primarschule, Ressort Personal, Breitenstrasse 18, Postfach 677, 8910 Affoltern am Albis Für Fragen steht Ihnen die Schulpräsidentin, Esther Stöckli unter der Telefonnummer 044 761 59 56 oder 079 682 40 31 gerne zur Verfügung. Informationen über unsere Schule finden Sie unter: www.psa.ch

An unserer staatlich bewilligten Tagesschule mit ca. 140 SchülerInnen unterrichten wir Kinder und Jugendliche vom 1. bis 9. Schuljahr in kleinen Klassen. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine/n

Primarlehrer/in oder eine/n Schulische/n Heilpädagogen/in für unsere Fördergruppe mit max. 5 SchülerInnen für ca. 24 Lektionen an fünf Tagen. Wir bieten Ihnen ein angenehmes Arbeitsklima sowie eine Schulleitung, welche Sie nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten unterstützt. Unser Team freut sich auf Sie! IWW AG, Zürcherstrasse 13, 8620 Wetzikon, Tel: 044/933 90 90, www.iww.ch, info@iww.ch

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Adressen

Bildungsdirektion Bildungsdirektion www.bildungsdirektion.zh.ch Generalsekretariat 043 259 23 09 Bildungsplanung Walcheturm / Walcheplatz 2 / 8090 Zürich 043 259 53 50 / bildungsplanung@bi.zh.ch Volksschulamt www.volksschulamt.zh.ch, Walchestrasse 21 / 8090 Zürich / 043 259 22 51 – Rechtsfragen / 043 259 53 55 – Behördenschulung / 043 259 22 58 – Abt. Lehrpersonal / 043 259 22 66 – Lehrpersonalbeauftragte / 043 259 22 74 – Vikariate / 043 259 22 70 – Abt. Pädagogisches (Unterrichtsfragen) / 043 259 22 62 – Interkulturelle Pädagogik/QUIMS / 043 259 53 61 – schule&kultur / 043 259 53 52 – Aufsicht Privatschulen / 043 259 53 35 – Abt. Sonderpädagogisches / 043 259 22 91 – Schulärztlicher Dienst / 043 259 22 60 – Projekt Sekundarstufe 9. Schuljahr / 043 259 53 11 – Projekt «Fokus Starke Lernbeziehungen» / 043 259 22 48

Weitere Adressen Pädagogische Hochschule Zürich www.phzh.ch / Lagerstrasse 2 / 8090 Zürich – Kanzlei / 043 305 51 11 / kanzlei@phzh.ch – Prorektorat Ausbildung / 043 305 52 52 / ausbildung@phzh.ch – Prorektorat Weiterbildung und Forschung / 043 305 53 53 / prorektorat.wb@phzh.ch Universität Zürich, Institut für Erziehungswissenschaft Abteilung Lehrerinnen- und Lehrerbildung Maturitätsschulen www.ife.uzh.ch/llbm / Beckenhofstrasse 35 / 8006 Zürich – Ausbildung: Lehrdiplom für Maturitätsschulen / 044 634 66 55 – Weiterbildung für Maturitätsschullehrpersonen / 044 634 66 15 Neue Adresse ab 1.1.2014: Kantonsschulstrasse 3 / 8001 Zürich Hochschule für Heilpädagogik www.hfh.ch / Schaffhauserstrasse 239 / 8090 Zürich / 044 317 11 11 Zürcher Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung der Lehrpersonen (ZAL) www.zal.ch / Riesbachstrasse 11 / 8090 Zürich / 044 385 83 94 / info@zal.ch – Kurse und Referate – Schulinterne Weiterbildungen – Beratung und Coaching Logopädisches Beratungstelefon staefa@sprachheilschulen.ch Sprachheilschule Stäfa / 044 928 19 19

Mittelschul- und Berufsbildungsamt www.mba.zh.ch Ausstellungsstrasse 80 / 8090 Zürich / 043 259 78 51

Audiopädagogische Dienste Zürich APD / Förderung und Beratung Frohalpstrasse 78 / 8038 Zürich / 043 399 89 21

Amt für Jugend und Berufsberatung www.ajb.zh.ch Dörflistrasse 120 / 8090 Zürich / 043 259 96 01 – www.ajb.zh.ch – Amt für Jugend und Berufsberatung – www.lotse.zh.ch – Webweiser zu Jugend, Familie und Beruf – www.berufsberatung.zh.ch – Berufsberatung Kanton Zürich – www.elternbildung.zh.ch – Elternbildung Kanton Zürich – www.lena.zh.ch – Lehrstellennachweis Kanton Zürich – www.stipendien.zh.ch – Stipendien Kanton Zürich

Schule der Stadt Zürich für Sehbehinderte SfS / Beratung und Unter­ stützung Eugen-Huber-Strasse 6 / 8048 Zürich / 043 311 79 00

Lehrmittelverlag Zürich Räffelstrasse 32 / 8045 Zürich / 044 465 85 85 / lehrmittelverlag@lmv.zh.ch / E-Shop: www.lehrmittelverlag-zuerich.ch Fachstelle für Schulbeurteilung www.fsb.zh.ch / Josefstrasse 59 / 8090 Zürich / 043 259 79 00 / info@fsb.zh.ch Bildungsratsbeschlüsse www.bi.zh.ch > Bildungsrat > Beschlussarchiv (ab 2006 elektronisch) / frühere Beschlüsse bestellen unter 043 259 23 14 Regierungsratsbeschlüsse www.rrb.zh.ch (ab 1. Oktober 2008, soweit zur Veröffentlichung freigegeben, über Ausnahmen beschliesst der Regierungsrat) / Einsicht in Regierungsratsbeschlüsse, die vor dem 1. Oktober 2008 ­gefasst wurden, kann auf der gleichen Website (Link > Staatskanzlei) beantragt werden. Medienmitteilungen www.bi.zh.ch > Aktuelles (> Archiv) Gesetze und Vernehmlassungen (alle Stufen) www.bi.zh.ch > Gesetze Lehrpläne Kindergarten sowie Primar- und Sekundarstufe www.vsa.zh.ch > Schulbetrieb und Unterricht > Unterrichtsbereiche, Fächer und Lehrpläne

Beamtenversicherungskasse Stampfenbachstrasse 63 / 8090 Zürich / 043 259 42 00

Impressum Nr. 1/2014

10.1.2014

Schulblatt des Kantons Zürich Kantonales Publi­kationsorgan der Bildungs­ direktion für Lehrkräfte und Schulbehörden, 129. Jahrgang Erscheinungs­ weise 6-mal pro Jahr Auflage 19 000 Exemplare Redak­tion [red] Redaktionsleiterin Katrin Hafner [kat], E-Mail: katrin.hafner@bi.zh.ch, Redaktorin Jacqueline Olivier [jo], E-Mail: jacqueline.olivier@bi.zh.ch Stän­di­ge Mitarbeit Andreas Minder, Charlotte Spindler Adresse Redaktion Schulblatt, Bildungsdirektion Kanton Zürich, Walcheplatz 2, 8090 Zürich, Verena Schwizer ­ Gebert, Tel. 043 259 23 14, Fax 044 262 07 42, E-Mail: schulblatt@bi.zh.ch Ge­staltung www.bueroz.ch Druck Stämpfli Publikationen AG, Wölfli­strasse 1, 3001 Bern Anzeigenverwaltung: Stämpfli Publikationen AG, Anzeigenverwaltung, Wölfli­ stras­se  1, 3001 Bern, Tel. 031 767 83 30, E-Mail: inserate@staempfli.com Abonnement: Stämpfli Publikationen AG, Abonnements­ marketing, Wölfli­ strasse 1, 3001 Bern, Tel. 031 300 62 52, E-Mail: abonnemente@staempfli.com Abo-Preis Fr. 40.– pro Jahr

Schulferiendaten www.vsa.zh.ch > Service > Ferienkalender Plattform Stopp Gewalt www.stopp-gewalt.ch Lehrpersonenkonferenzen www.bi.zh.ch > Downloads & Publikationen > Lehrpersonenkonferenzen Erlasse zum Mittelschulrecht www.mba.zh.ch > Mittelschulen > Mittelschulrecht > Rechtsgrundlagen Erläuterungen zum Bildungsrecht www.mba.zh.ch > Mittelschulen > Mittelschulrecht > Stichworte / FAQ Erlasse zum Berufsbildungsrecht www.mba.zh.ch > Berufsbildung > Berufsbildungsrecht Formulare, Schulleistungsstudien, Evaluationen und Berichte etc. www.bi.zh.ch > Downloads & Publikationen Informationen zu gegenwärtigen Projekten www.bi.zh.ch > Unsere Direktion > Bildungsplanung > Projekte Zahlen und Fakten www.bista.zh.ch Wer das Gewünschte nicht findet, kann sich an das zuständige Amt oder an das Generalsekretariat der Bildungsdirektion wenden / 043 259 23 09

Erscheinungs- und Annahmeschlussdaten Heft-Nr. Erscheinungsdatum Redaktionsschluss Inserateschluss 2/2014

7.3.2014

30.1.2014 30.1.2014

3/2014

2.5.2014

20.3.2014 20.3.2014

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27.6.2014

22.5.2014 22.5.2014

5/2014

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31.7.2014 31.7.2014

6/2014

7.11.2014

2.10.2014 2.10.2014


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Schulblatt 1 2014