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DURCHSCHAUBARES FÜR KJGLER/-INNEN DES DIÖZESANVERBANDES KÖLN

zwei /2013

Du h a die Wst ahl!


aktuelle Infos auch unter kjg-koeln.de / TERMINE

terminE 2013

1. Juli / Köln Diözesanstelle DIÖZESANAUSSCHUSS

6. Juli / Köln Diözesanstelle SCHULUNG ZUR PRÄVENTIONSORDNUNG (11 bis 18 Uhr)

9. Juli / Haus Altenberg Von der Idee zum Spiel zur Reflexion. Methodenwerkstatt für Fachkräfte

20. Juli / Haus Sonnenberg 5 JAHRE SONNENBERG: JUBILÄUMSFEST

7. September KJG-Studientag „KJG VOR ORT“

9. September / Köln Diözesanstelle Diözesanausschuss

12. und 17. September / Köln Diözesanstelle SCHULUNG ZUR PRÄVENTIONSORDNUNG (jeweils 18.30 bis 22 Uhr)

13. September / Neuss U18-WAHLEN DER KJG-REGION NEUSS

Gerne könnt ihr uns eure Termine schicken, damit wir sie an dieser Stelle einer größeren Gruppe bekannt machen. Einfach eine Mail mit allen Angaben an presse@kjg-koeln.de schicken.

BILDNACHWEISE, transparent Ausgabe 2 / 2013

Peter Otten (Cover: darauf Elena Hammer und Leah aus Leverkusen); Eis / freepik.com (3); Jürgen Steffens (4); KjG-Bundesstelle (6); Christian Walge (10); Carsten Wannhof (11); Verena Dreikauß (14–18); Tim Reckmann /  pixelio.com (19, 20); sijole / photocase.com (21); Uwe Schlick / pixelio.de (22); Bildpixel / pixelio.de (22); nobby /  pixelio.de (24); Patzita / photocase.com (25); miss dike / photocase.com (25); Karl-Heinz Laube / pixelio.de (26); Labyrinth / freepik.com (27); chris dahm / photocase.com (27); U18-Netzwerk (30)


/ editorial Liebe KjGlerinnen und KjGler, heute haltet ihr ein Heft in den Händen, das von den Eindrücken der vergangenen Monate nur so überquillt. Hinter uns liegt eine grandiose 72-Stunden-Aktion (Seite 13), die Diözesankonferenz (Seite 4), die Buko, etliche Regionalkonferenzen (ab Seite 7) und viele schöne KjG-Aktionen. Vor uns liegt die Sommerzeit mit Ferienlagern, für die Christoph euch gezielt Methoden zusammengestellt hat. Unser Schwerpunkt Wahlfreiheit berührt diesmal ganz unterschiedliche Aspekte und verschiedene Situationen, in denen gewählt wird: Die Wahl des Partners oder der Partnerin (Seite 24), die Entscheidung für eine berufliche oder schulische Richtung (26), die Wahl zum Bundestag (Seite 21) und vieles mehr. Einige Artikel lassen durchblicken, wie schwer es sein kann, aus dem bunten Strauß an Möglichkeiten zu wählen. Dennoch sind wir froh, in unserem Land in der Lage zu sein, Entscheidungen treffen zu können: politische, gesellschaftliche und ganz persönliche. Danke auch an das Redaktionsteam, das nach der Diko Zuwachs erhalten hat. Herzlich willkommen: Lisa-Maria Bosch, Max Gollor, Irina Neumann, Karoline Rauschen und Christian Walge. Birgit Elsner Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PS: Mit den Diko-Teilnehmenden hatten wir eine LeserInnen-Zufriedenheitsumfrage durchgeführt. Eure thematischen Anregungen lassen wir nach und nach im Heft einfließen. Den Methodenteil haben wir aufgrund einiger Stimmen wieder in die Mitte des Heftes rutschen lassen, damit ihr ihn herauslösen und abheften könnt. Danke für die vielen Rückmeldungen!


Diözesankonferenz an neuem Ort Viele KjGlerInnen nehmen sich fest vor, einmal im Jahr zur Diözesankonferenz nach Altenberg zu fahren. Doch in diesem Jahr kam es anders. Erstmals ging es für die rund 100 Delegierten nach Bonn auf den Venusberg in die gleichnamige Bildungsstätte.

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Die Abläufe waren jedoch gleich geblieben: ankommen, anmelden, Zimmer beziehen, Begrüßung (diesmal mit Suppenaus­ schank durch den Wahlausschuss) und Konferenzbeginn. Die Umstellung auf den neuen Tagungsort wurde den Delegierten leicht gemacht: Die Räume waren ganz im Altenberger Stil dekoriert, eine Flüsterecke geschaffen und Torbögen gebaut worden – auch Turmzimmer und Kapitelsaal fehlten nicht.

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Die Einführung in die Konferenz übernahm das Team „wer nicht fragt bleibt dumm“ und erklärte die Konferenztechniken mit kinderleichten Methoden. Vor der abendli­ chen Party, die an alte Zeiten in Haus Alten­ berg erinnerte, stand der Rechenschafts­ bericht an. Nach zumeist kurzer Nacht ging es Samstag früh weiter. Die Berichte und die Anträge wollten besprochen werden und nahmen den ganzen Samstag in Anspruch. Die Diskussionen wurden nur vom Studienteil unterbrochen, der sich mit dem Leitantrag „35 Stunden – und keine Minute länger!“ beschäftigte. Hierfür diskutierten Experten und Expertinnen aus Schule, Wirtschaft und Politik bei einer Podiumsdiskussion ihre Ansichten über die Belastung von Schülerinnen und Schülern sowie Verbesserungsmöglichkeiten und tauschten sich mit den Delegierten aus.

Andrea und Markus überzeugen als Angehörige des traditionalistischen Milieus

Das Highlight einer jeden Diko, die große Party am Samstagabend, stand in diesem Jahr nicht unter dem Stern einer Verab­ schiedung. Der Diözesanausschuss hatte sich in kreativer Runde dafür entschieden, das Motto der Party unter die Sinus-MilieuStudie zu stellen. Nach einem Catwalk­ auftritt, bei dem die Milieus modisch und inhaltlich erklärt wurden, konnten unter­ schiedliche Szenen in dafür umdekorierten Räumen erkundet werden. Kegelbahn, Eckkneipe, Partyraum, Bar und Chillraum luden Traditionalisten, Konsummaterialisten, Bürgerliche und alle anderen zum Entdecken ein. Ganz nebenbei wurde der Austausch zwischen den Regionen bis spät in die Nacht gefördert.


/ kjg Verbandsleben

Es wurde heiß diskutiert – wie immer nach quotierter Redeliste.

Das A-Team in Aktion Martin aus Köln

Mechthild aus dem Rhein-Erft-Kreis

Beschlüsse der Diözesankonferenz 2013 „35 Stunden – und keine Minute länger!“, ein offener Brief an die Mitglieder des Landtages und des Schulministeriums, wurde verabschiedet.

Felix aus Bonn

Am nächsten Morgen standen Wahlen und die Weiterführung der Anträge auf dem Programm. So wurden Benedict Martin und Saskia Osterholt mit großer Mehrheit in ihrem Amt als Diözesanleitung bestätigt und Delegierte für die Bundeskonferenz und die BDKJ-Diözesanversammlung gewählt sowie zahlreiche Personen in Ausschüsse gewählt. Der Diözesanausschuss wurde nach vorgeschlagenem Modell umstruk­ turiert, mit dem Ziel, damit die Belange der Regionen besser widerzuspiegeln. Hierfür wird den Regionen u.a. ein Einspruchsrecht auf die Diözesanausschuss-Entscheidungen eingeräumt. Volker Andres, transparent-Redaktion, KjG St. Martinus, Neuss-Holzheim

Neuer Mitgliedsausweis und KjG-Pass. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich nun damit, wie der Pass gestaltet werden wird und was er beinhalten soll. Diözesanausschuss-Umstrukturierung: Zusätzlich zum Diözesanausschuss wird es zwei Mal im Jahr ein Treffen aller Regionalleitungen geben. Weiterhin beschloss die Konferenz die Änderung des Stimmschlüssels der Diko-Delegationen sowie den Termin der nächsten Diko: 11. bis 13. April 2014. Alle Beschlüsse findet ihr unter www.kjg-koeln.de/dioezesankonferenz

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Julia aus Rhein-Sieg

Brief nachlesen: www.kjg-koeln.de/ attachments/1283_Beschluss%202_ 35-Stunden-und%20keine%20Minute% 20l%C3%A4nger.pdf

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Meine erste Buko Dieses Jahr durfte ich die Bundes­konferenz der KjG zum ersten Mal aus Sicht eines Delegierten miterleben.

Peter Dübbert ist der neue geschäftsführende Bundesleiter.

Im Folgenden eine kurze Übersicht über Ergebnisse und Erlebnisse der fünf Tage in Hardehausen bei Paderborn:

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Multikulturalität: Die 90 Delegierten stammen aus allen Diözesanverbänden der Bundesrepublik. Kultureller Austausch wird auf der Buko beim Bayrischen Abend, aber auch beim NRW-Abend gefördert, auf dem sich die jeweiligen Diözesan­ver­ bände gemeinsam präsentieren. In diesem Jahr einte und spaltete außerdem das Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund das Delegiertenfeld der Buko.

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Diskutierfreude: Wer auf Regional- oder Diözesankonferenzen über den zweiten Änderungsantrag stöhnt, sollte sich auf der Buko auf eine hohe Zahl von Änderungs­ anträgen zu Änderungsanträgen einstellen. Diese sehr eigene Diskussionskultur kann anstrengend sein, führt aber dennoch zu erfolgreichen Ergebnissen. Wahlergebnisse: Der Bundesverband hat in Peter Dübbert einen neuen geschäftsführen­ den Bundesleiter, der mit großer Mehrheit gewählt wurde. In ihren Ämtern bestätigt wurden Eva-Maria Düring (Geistliche Leite­ rin) und Anne Schirmer (Bundesleiterin).

Entscheidungen: Aus Sicht der Kölner Delegation wurden einige wichtige Anträge, die wir eingebracht hatten, angenommen. Ein offener Brief wird an die Deutsche Bischofskonferenz gerichtet. Hier fordert die KjG, der verbandlichen Jugend­arbeit in den Gemeinden mehr Aufmersamkeit zu schenken. Zudem erhalten die Diözesan­ verbände eine einmalige Beitragsrück­ erstattung aus Mitteln des Bundesver­ bandes, die vor allem für Projekte zur Mitgliedergewinnung genutzt werden sollen. In einem bundes­weiten Sachausschuss soll die MiDa modernisiert werden. Ein jugend­ politisches Projekt zum Thema EU steht nach dem Beschluss auch in den Start­ löchern. Insgesamt aus Kölner Sicht ein versöhnliches Ergebnis, mit dem wir zufrieden sind. Kai Regener, transparent-Redaktion, KjG St. Martinus, Neuss-Uedesheim

Alle Beschlüsse und Ergebnisse: www.kjg.de/index.php?id=44


/ kjg Verbandsleben

Ist noch Platz für den Kaktus? Methoden für die Kindermitbestimmung auf der Ferienfahrt

Was steckt drin? Der „kinder.macht“-Methodenkoffer enthält Methoden, Spiele und Ideen, wie Kinder­ mitbestimmung in der KjG ganz praktisch eingeübt und umgesetzt werden kann. Beim ersten Methoden-Set ging es vor allem um Ideen für die Gruppenstunde. Der jetzt erschienene zweite Teil ist für Ferienfahrten gedacht: Die zehn neuen Methoden reichen von der „Kindertages­ leitung“ über das Kooperationsspiel „Im Nebelwald“ und den „Nobelpreis“ bis hin zur „Reflektions-Oase“.

Das ehrenamtliche Team, welches die Methoden ausgetüftelt und zusammen­ gestellt hat, freut sich, wenn ihr deren Ideen auf euren Ferienfahrten ausprobiert. Aber vor allem wird es die Kinder freuen: Denn sie dürfen Verantwortung übernehmen (etwa als „Kindertagesleitung“), Ideen zur Verschönerung des Sommerlagers umsetzen (beim „Nobelpreis“) oder ihre Meinung in der „O-Ton-Reportage“ loswerden.

Bestellung Du kannst den Koffer für deine KjG bestellen per Mail an info@kjg-koeln.de. Er enthält beide Kartensets sowie etwas Material, etwa die „Kinderbrille“ oder eine Daten-CD mit Kopiervorlagen und Spielshow-Jingles. Im Herbst gibt es dann ein drittes Methodenset rund um die Kindermitbestimmung in der Pfarrei. Holger Walz, KjG-Bildungsreferent TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

„Aaachtung, hier kommt das Sofa für Wetten, dass…?“ Die KjG St. Martin packt gerade ihren Freizeit-Bus. „Hat jemand die 1, 2 oder 3-Musik dabei?“ „Ja, ist auf der CD.“ Steffi bringt weiteres Material: „Hier in der Kiste sind das Seil für den Nebelwald und die Jury-Bögen für den Nobelpreis.“ Malte trägt das Gefahrengut: „Ist noch Platz für den Kaktus?“ „Wofür ist der denn?“ „Für die Reflektionsoase.“ „Der Kaktus passt neben dich auf den Beifahrersitz.“ Busfahrerin Svenja ruft: „Kann losgehen!“ „Haaaaalt!!!“ Markus kommt mit einer kleinen Kiste unter dem Arm aus dem Jugendheim gerannt: „Hier! Das Wichtigste: Der „kinder.macht“Methodenkoffer!“

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Reko der Region Köln

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Am ersten Märzwochenende trafen sich sieben Kölner Pfarreien im Pfarrheim St. Theodor zur Regionalkonferenz. Sven Ibsch wurde in seinem Amt als Geist­ licher Leiter bestätigt. Das Team wird durch Matthias Ossendorf, Florian Bold und Elisa Jung vervollständigt, die mit großer Mehrheit in die Regionalleitung gewählt wurden. Auch der Regionalausschuss konnte gut besetzt werden. Als Ergebnis der Jahresplanung beschloss die Konferenz Termine für drei Bildungsstammtische in wechselnden Pfarreien, ein Sommergrillen für alle Leiterinnen und Leiter der Region sowie Die Jagd nach Mr. und Mrs. X durch Köln.

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Am Nachmittag kam das Team „wer nicht fragt bleibt dumm“ zur Gestaltung des Studienteils zu Besuch. Bei einem neu entwickeltem Spiel setzten sich die Delegierten mit Kindermitbestimmung in verschiedenen Bereichen in den KjGPfarreien auseinander: Wo ist sie möglich und sinnvoll, wo aber vielleicht auch nicht? Wo leben wir Kindermitbestimmung schon konkret? Welche neuen Ideen gibt es noch? Fragen über Fragen, die während des Spiels und innerhalb der einzelnen Pfarrei­ delegationen diskutiert wurden. Saskia Osterholt, Diözesanleiterin

Hans und Volker, Bewohner der Kinderstadt, gaben sich das Ja-Wort.

Neusser Reko zu Gast in Viersen

Im Mai war es für die Neusser KjG an der Zeit, sich in Viersen zur Regionalkonferenz zusammenzufinden. Mit Ausblick auf ein diskussionsreiches Wochenende wurden die 40 Delegierten und Gäste erst einmal wieder zu Kindern und gründeten eine Stadt. Obwohl mithilfe einer Untergrund­ organisation bald der Bürgermeister gestürzt und eine neue Regierung gegründet wurde, war es doch mehr die Ehe zweier Männer, die in den Mittelpunkt des Interesses geriet. Am nächsten Tag bestimmte dann die Idee der Kindermitbestimmung die Debatte. Allen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird es nun möglich sein, vor der Bundestagswahl an einer U18-Wahl teilzunehmen und dort ihre Meinung kund­ zutun (ausf. Artikel Seite 30). Ebenso hat auch die Konferenz selbst neu gewählt. Am Ende des Wochenendes sind drei RegionalleiterInnen (Sarah Bonk, Sarah Ingensandt und Volker Andres) und ein 14 Mitglieder starker Ausschuss gewählt. So kann auch im nächsten Jahr wieder viel geplant und organisiert werden. Das anschließende Beisammensein ließ mit Spiel und jeder Menge Spaß alle die Konferenz in guter Erinnerung bleiben. Lisa-Maria Bosch, transparent-Redaktion, KjG St. Martinus, Neuss


/ kjg Verbandsleben

Reko Rhein-Sieg mit Kindermitbestimmung

Sekt & Sonne in Rhein-Erft

Am 13. April kam die Region Rhein-Erft zur Regionalkonferenz zusammen. Mit einem Glas Sekt und herrlichem Sonnen­ schein wurden die Delegierten begrüßt. Nach einem kleinen Quiz mit Fragen rund um die Region und die Konferenztechniken begann der offizielle Teil. BDKJ-Diözesan­ vorsitzende Annika Triller war zur Konferenz angereist und stellte die 72-Stunden-Aktion vor. Voller Tatendrang überlegten die Dele­ gierten sich eine Aktion, mit der sie an der größten Sozialaktion Deutschlands teilneh­ men wollen und bildeten eine Arbeitsgruppe, um das Projekt weiter voranzutreiben. Auch im kommenden Jahr wird es in der Region keine Regionalleitung geben, dafür jedoch einen motivierten vierköpfigen Regional­ ausschuss. Katharina Schwellenbach, Diözesanleiterin

Rhein-Erft-Kreis mit neuer Regionalleitung

Auch im Rhein Erft-Kreis wurde eine neue Regionalleitung gewählt: Alexandra Klein wurde in ihrem Amt bestätigt und Mechthild Portz sowie Diakon Harald Siebelist als geistlicher Leiter neu gewählt. Ein Interview mit der neuen Regionalleitung hat der Kölner Stadtanzeiger geführt. Ihr könnt es hier nachlesen: www.ksta.de/junge-zeiten/interview--kinder-werdenernst-genommen-,16129136,22837526.html

Peter Otten, Diözesanleiter

Region Rhein-Berg übt Kinderstadt in Sonnenberg

Haus Sonnenberg beherbergte am 6. und 7. April mit guter Beteiligung die Regional­konferenz der Region Rhein-Berg. Am Samstag konnten die Delegierten im Rahmen eines Studienteils das Prinzip der Kinderstadt kennen lernen. Schmahl und Chris nutzen die Gunst der Stunde für eine Kirchengründung mit ungewöhnlichen Angeboten. Maren Widdenhöfer und Chris Beck schieden aus der Regional­ leitung aus. Carina Fendrich wurde bestätigt und Robert Pieper aus der KjG Schildgen neu ins Amt gewählt. Peter Otten, Diözesanleiter

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Entspannter Konferenzeinstieg in Rhein-Erft.

Am 3. März fand in Troisdorf die Regionalkonferenz der Region Rhein-Sieg statt. Im Mittelpunkt stand neben den Wahlen, dem Rechenschaftsbericht und einer ausführlichen Diskussion über das Schulungskonzept der Region Rhein-Sieg der Studienteil. Bildungsreferent Holger aus der D-Stelle stellte eine Methode zur Kindermitbestimmung vor. Markus Wormann und Ann-Katrin Püllen wurden als Regionalleitungen bestätigt. Neu gewählt wurden Julia Knieps und Nora Knickenberg aus der KjG Selhof.

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Das war in den Regionen los!

Fortbildung deluxe in der goldenen Stadt Neusser Jugendliche mit der KjG in Prag Warum Karl IV. Prag einst die goldene Stadt nannte, konnten 26 KjGlerinnen aus der Region Neuss am Christi-Himmelfahrts-Wochenende bei einer Bildungsveranstaltung vor Ort erleben. Viel Wissenswertes über die tschechische Hauptstadt zu erfahren war aber nur ein Nebeneffekt. Ziel der Schulung war es, ehrenamtlich Tätige der Pfarrei- und Regionalebene für die verbandliche Jugendarbeit fortzubilden. Normalerweise finden die Schulungen an Wochenenden in Seminarhäusern statt, aber seit drei Jahren besucht die KjG-Region Neuss auch andere Ziele, z.B. bedeutungsvolle Großstädte. Anhand von praktischen Beispielen konnten die JugendleiterInnen Exkursionsdidaktik live erleben. Die Fragestellungen dabei waren: Wie organisiere ich einen Ausflug oder einen thematischen Stadtrundgang?

Wie gestalte ich eine Ferienfreizeit partizi­pativ und abwechslungsreich? Neben dem Schulungsteil erkundeten die KjGlerInnen auch die Prager Kultur. So besuchten sie ein Konzert des Prager Symphonie-Orchesters und die Karlovy lázne (Karls-Bäder), nach eigenen Angaben der größte Musikclub Mitteleuropas. Fabian Boot (16), einer der jüngeren Teilnehmer, wird dieses Jahr erstmalig als Leiter auf Ferienfreizeit fahren. Sein Resümee lau­ tet: „Ich habe einiges für die bevorstehende Herausforderung im Sommer gelernt“. Christian Walge, transparent-Redaktion, KjG St. Thomas Morus, Neuss

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Super Wetter, ein staubiger Aschenplatz, motivierte Teams, kalte Getränke und Essen vom Grill – optimale Voraussetzungen für einen perfekten Fussballnachmittag.

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Unter dem Motto Kicken für den Neubau veranstaltete die KjG St. Rochus ein Benefiz­ turnier zu Gunsten des neuen Gemeindezen­ trums in Bickendorf/Ossendorf. Zehn Teams aus unterschiedlichen Gruppierungen spielten um den begehrten Pokal. Am Ende sicherte sich der FC Kreuz Köln Nord den Pott. Ein Glückwunsch an das Siegerteam und ein Dank an alle Mannschaften. Martin Scherberich, KjG St. Rochus, Köln-Bickendorf


/ kjg Verbandsleben

Die KjG St. Konrad aus Hilden lädt Menschen mit Stimme und Instrumenten ein, sich bei der 16. Auflage des Bandcontests 41Live am 16. November zu bewerben.

Auf die Gewinner-Band wartet ein üppiger Preis. Bewerben lohnt sich also.

Mitmachen dürfen Amateurbands aus dem Kreis Mettmann, der Stadt Düsseldorf und dem Rhein-Kreis Neuss. Auch Bands aus dem Umland können sich bewerben, wenn ein Bandmitglied in den genannten Kreisen bzw. in Düsseldorf wohnt oder der Proberaum dort liegt. Alle Stilrichtungen sind erlaubt. Was ihr bei der Bewerbung einreichen müsst, erfahrt ihr auf der web­ site. Abgabeschluss ist der 30. September. www.kjg-st-konrad.de/41live.htm

Feiert mit uns am 20. Juli

5 Jahre Haus Sonnenberg 2008 hat die Katholische junge Gemein­ de die Trägerschaft für Haus Sonnenberg übernommen und sie über die Jahre zu einer modernen Kinder- und Jugend­ bildungsstätte umgestaltet. Dabei haben KjGler und KjGlerinnen geholfen, indem sie als TeamerInnen gearbeitet, im Diö­ zesanaussschuss das Bildungs­programm mitgestaltet oder im Sunny Hill Facility Management Team den Pinsel geschwun­ gen und Hecken beschnitten haben. Als Dankeschön möchte das Team von Haus Sonnenberg mit allen KjglerInnen, aber auch mit KooperationspartnerInnen und Gästen aus der Politik feiern. Wenn ihr dabei sein oder aber uns helfen möchtet, schreibt an info@kjg-koeln.de.

Programm 15.00 Uhr Grußworte von Wolfgang Roeske, Bürgermeister Rainer Deppe, CDU-Landtagsabgeordneter Susanne Schütte, BDKJ-Diözesanvorsitzende

15.30 Uhr Einweihung des neuen Grillplatzes Mike Kolb, Diözesanjugendseelsorger

Fotoralley, Abenteuerparcours, Basteleien, Gummihuhngolf, Hüpfburg, Grillen und vieles mehr!

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Bandcontest 41Live Jetzt auch für Düsseldorf und Rhein-Kreis Neuss

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KjG Brüggen: Schulung zum Umgang mit auffälligen Kindern Am 8. Juni trafen sich die Leiterinnen und Leiter der KjG Brüggen zu einem zweieinhalbstündigen Workshop rund um das Thema ADHS und den Umgang mit schwierigen Kindern.

Was ist eigentlich ADHS? Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung ist die häufigste kinderpsychiatrische Erkrankung. Hierbei handelt es sich um eine psychische Störung, die bereits im Kindesalter beginnt. Sie zeichnet sich durch Probleme bei der Aufmerksamkeit, Impulsivität und oft auch Hyperaktivität aus. Die Symptome treten in unterschiedlichen Ausprägungen auf.

Diözesanleiterin Katharina Schwellenbach hatte die Einheit vorbereitet und den Teilnehmen­ den zu Beginn kurzen Input zu ADHS, Symptomen und Ursachen vermittelt. Im Anschluss wurde anhand konkreter Beispiele überlegt, wie ein guter Umgang mit betroffenen Kindern aussehen könnte, damit Situationen auf Freizeiten oder in Gruppenstunden nicht eskalieren. Schließlich überlegte die Leitungsrunde, was im Vorfeld einer Freizeit schon alles bedacht werden sollte, damit die Freizeit sowohl für die Kinder als auch die Leiterinnen und Leiter zu einem tollen Erlebnis wird. Bei unserer Diko-Umfrage rund um KjG-Fortbildungsbildungsangebote haben sich viele KjGlerInnen für ein Bildungsan­gebot rund um ADHS-Kinder ausgeprochen. Gerne können KjG-Pfarreien dieses to-go bei uns abfragen. Katharina Schwellenbach, Diözesanleiterin

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Neue Kollegin in der Diözesanstelle

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Seit Anfang April bin ich für die KjG tätig. Mein Aufgaben­ schwerpunkt ist die Betreuung des Personals, der Finanzen der Diözesanstelle sowie der Kinderund Jugendbildungsstätte der KjG. Auch bei meiner vorherigen Tätigkeit beim Erz­bistum Köln habe ich bereits Erfahrungen im Bereich Finanzen und Personal gesammelt. Dort habe ich auch mit ehrenamtlich Tätigen zusammenge­arbeitet. Diese Mein Name ist Claudia Gerlach, Erfahrungen kann ich hier ich bin 37 Jahre alt und wohne einsetzen und weiter ausbauen. in Frechen. In meiner Freizeit bin ich viel unterwegs. Ich reise gern, vorwiegend in Europa, treibe Sport, unter anderem Yoga,

Laufen und Skifahren, und treffe mich mit FreundInnen. Die ersten Monate in der Diözesanstelle waren sehr interessant. Dank der guten Einarbeitung der Diözesan­ leitung sowie der Kolleginnen und Kollegen und nicht zuletzt durch die Teilnahme an der Diko im April, habe ich mich schnell eingelebt. Ich freue mich, euch in eurem ehrenamtlichen Engagement unterstützen zu können. Claudia Gerlach, Finanz- und Personalverwaltung


/ kjg Verbandsleben

72 Stunden im Einsatz für das Gute

Während sich 41 KjG-Gruppen im gesamten Bistum auf ihre 72-Stunden-Aufgabe vorbereiten, laufen in Haus Sonnenberg die Öfen heiß.

Gleichzeitig werden die Materialien für ein Get-it Projekt in Haus Sonnenberg angeliefert: Sechs Paletten Pflastersteine, ein Haufen Kies, Beton und einiges mehr. Dann fällt um 17.07 Uhr der Startschuss zur Aktion, alle Gruppen beginnen ihre Arbeit und die beiden KjG-Pfarreien Herken­ rath und Herrenstrunden erfahren, dass sie in Haus Sonnenberg einen Grillplatz bauen und pflastern werden – unterstützt von den Landschaftsgärtnern und KjGlern Johannes und Martin. In der Diözesanstelle werden derweil Kaffee­maschinen, Milchaufschäumer, Tassen, Seifenblasen und ulkige Kostüme zu­ sammen­gepackt.

Mit bester Stimmung durch’s Bistum Am Freitagmorgen, als die meisten Aktions­ gruppen schon bis über beide Ohren in Arbeit stecken, starten in der D-Stelle zwei Busse ins Bistum, um alle KjG-Gruppen bei der Arbeit zu besuchen und ihnen eine kleine Pause zu verschaffen. An Bord sind mobile Cafés, Baugerüste und Weichboden­ matten. Die KjG Suitbertus aus Remscheid, die in einem Seniorenwohnheim ein Wohn­ zimmer renoviert, macht den Testlauf im Fliegen. Nachdem Katha, Max und Birgit das Gerüst mitten auf dem Bürgersteig er­ richtet haben, fliegen die ersten KjGlerInnen als Superman, Mary Poppins, Bruchpilot oder Engelchen getreu dem Motto „Uns schickt der Himmel“ auf die Weichboden­ matte. Dazu gibt’s Latte Macchiato, leckere Nussecken und im Hintergrund läuft „I need a hero“ und „Über den Wolken“. So geht es weiter, die Handgriffe beim Aufund Abbau der Flugstation und des Cafés spielen sich bei den beiden D-Stellen-Teams immer besser ein und der Bus frisst Kilome­ ter wie KjGlerInnen Nussecken verputzen.

TRANSPARENT / ZWEI 2013 WAHLFREIHEIT

Am Donnerstagmorgen beginnt die 72-Stunden-Aktion auch für die Diözesanleitung: Katha und Max backen in Haus Sonnenberg 500 Nussecken. Etliche Kilogramm Butter, Mehl, Zucker und natür­ lich Nüsse landen im Ofen. Katha flucht mit Schokoladen­fingern über die Kuvertüre.

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Tolle Ergebnisse trotz Polizeieinsatz Die vielen Begegnungen und Eindrücke sorgen definitiv für gute Laune in den KjG-Bussen. Einziger Wermutstropfen: Am Sonntag, kurz vor Ende der Aktion, sorgen zwei benachbarte Familien in Haus Sonnenberg dafür, dass die Arbeiten am Grillplatz von der Polizei gestoppt werden.

Was die Teams sehen und erleben, lässt sie aus dem Staunen nicht mehr herauskom­ men: Überall engagierte junge Menschen, egal ob zu fünft oder in großen Gruppen. Die einen renovieren Jungendräume, andere stellen Spielplätze wieder her oder bauen ein Freiluft-Klassenzimmer. Es werden ver­ wahrloste Gräber gepflegt, Kräuterspiralen gebaut, und mit mehrfach schwerstbehin­ derten Kindern wird gebastelt. Überall wird angepackt und die Arbeit mit einem Lächeln auf den Lippen erledigt.

Das Team am Haus Sonnenberg musste ihre Arbeiten leider abbrechen.

Die KjG Herkenrath und Herrenstrunden dürfen ihre Bauaktion zunächst nicht been­ den. Die D-Stelle möchte sich ausdrücklich bei den beiden KjGen für das Engagement trotz Polizeieinsatz bedanken. Wer sich das Ergebnis anschauen möchte, ist herzlich zur Jubiläumsfeier von Haus Sonnenberg am 20. Juli eingeladen (siehe Seite 11). Max Pilger, Diözesanleiter

TRANSPARENT / ZWEI 2013 Du hast die Wahl!

Fotos von der Aktion: www.kjg-koeln.de

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Ein Lob an alle Gruppen: Das war Spitze!


/ Methoden für Sommerlager

Aha, oho, soso…

Die Spielleitung lädt alle SpielerInnen ein, kreuz und quer durch den Raum zu gehen und die anderen ganz offensichtlich von oben bis unten zu mustern und dabei immer wieder laut „Aha, oho, soso“ zu sagen. Nach einiger Zeit stellt die Spielleitung dann laut eine Frage, die sich auf Äußerlichkeiten der Mitspielenden bezieht: Wer hat den kürzesten Zeigefinger? Wer trägt die meisten Schmuckstücke? Wer hat die größten Ohren? Wer hat die längsten Haare? Nachdem die Spielleitung die Frage gestellt hat, gehen alle SpielerInnen schnell zu der Person in der Gruppe, die aus ihrer Sicht das gesuchte Kriterium erfüllt. Kommen mehrere in Frage, kommt es zu einem direkten Vergleich der Zeigefinger, Beine, Ohren usw. und die nächste Runde beginnt.

DIE SOMMERFERIEN STEHEN AN!

Passend hierzu bieten wir euch Kennenlernspiele, Großgruppenspiele und mörderische Spiele, die euch während der gesamten Freizeit begleiten … Viel Spaß beim Ausprobieren!

KENNENLERNSPIELE FÜR VIELE

Schätzen & Raten*

*) Kommentar: Bei der Auswahl der Fragen sollte die Spielleitung darauf achten, dass diese möglichst eindeutig mit einer Zahl zu beantworten sind und die Gesamtzahlen nicht zu hoch werden. Ansonsten wird das Spiel schnell zu einem MatheTest für die Spielleitung.

Alle SpielerInnen gehen kreuz und quer durch den Raum. Auf ein Signal der Spielleitung finden sich alle in kleinen Gruppen von jeweils sechs bis acht Personen zusammen. Dann stellt die Spielleitung laut eine Frage, die mit einer Zahl beantwortet werden kann: Wie viele Geschwister habt ihr? Wie viele Sommerlager habt ihr schon mitgemacht? Wie viele Haustiere habt ihr? Wer von euch hat schon mal unter freiem Himmel übernachtet? Wie viele Handys besitzt ihr? Anschließend tauschen sich die SpielerInnen in ihrer Kleingruppe aus und schätzen, wie hoch die gesuchte Zahl ist, wenn man die Daten aller Mitspielenden addiert. Nachdem jede Kleingruppe eine Gesamtzahl geschätzt hat, gibt jede Gruppe ihre eigene Zahl preis. Die SpielerInnen, die mit ihrer Kleingruppe dem richtigen Ergebnis am nächsten gekommen sind, bekommen einen Punkt und alle gehen wieder kreuz und quer durch den Raum.


Parkplatzsuchelle*r Autos und

mal wieder vo Die Innenstadt ist e Autos sind in d heiß begehrt. Di alle Parkplätze sin in einem großen e ielerInnen, die all Sp die ll Fa m se die erdings keinen Eine Person hat all Stuhlkreis sitzen. in der Mitte des funden und muss Parkplatz mehr ge Parklücke warten. chste sich bietende Kreises auf die nä sobald sich zwei nn h immer wieder, de sic en eb e erg e es Di oder sich die Blick nseitig angucken n ide be SpielerInnen gege se die ssen zufällig treffen, mü die d un zweier SpielerInnen n ge rin fsp n, laut hupend au s ist ihren Stuhl verlasse ende Verkehrschao eh tst en so s Da tos Plätze tauschen. rtenden Au ! enheit für alle wa natürlich die Geleg sehen hat nn die Stadt ein Ein Das Spiel endet, we htet, ric ein ichen Parkplatz und einen zusätzl nt an tsp en nnen damit alle SpielerI sitzen können.

*) Kommentar: Dieses Spiel lebt von der Dynamik. Deshalb ist es wichtig zu betonen, dass alle die Plätze tauschen müssen, sobald sich zwei Blicke treffen. Natürlich können alle SpielerInnen auch einfach so die Plätze wechseln, aber mit lauten Hupgeräuschen und quietschenden Reifen macht es einfach viel mehr Spaß.

KLEINE SPIELE FÜR GROSSE GRUPPEN Feuer frei!**

Spielmaterial: Augenbinden, doppelt so viele Softbälle wie Mitspielende Die SpielerInnen werden zu Teilnehmenden einer gigantischen Seeschlacht mit mehreren Schiffen. Alle Schiffe kämpfen gegeneinander und versuchen, sich gegenseitig mit ihren Kanonen abzuschießen und den alleinigen Sieg zu erringen. **) Kommentar: Um die Dynamik des Spieles zu erhöhen, werden die Softbälle erst im Raum ausgeschüttet, wenn die Kanoniere ihre Augenbinden aufgesetzt und alle Paare sich auf dem Spielfeld verteilt haben.

Immer zwei Personen bilden die Besatzung eines Schiffes – eine Person gibt die Kommandos und eine bedient die Kanone. Die Aufgabenverteilung auf hoher See muss strikt eingehalten werden und daher gilt während des Spiels: Der oder die KommandantIn darf Anweisungen geben, aber keinesfalls die Person an der Kanone oder die Kanonenkugeln berühren. Letzterer ist aufgrund der Rauchbildung und der Dunkelheit unter Deck völlig blind (Augenbinden) und deshalb bei seinen Schussversuchen auf die Anweisungen des oder der KommandantIn angewiesen. DieseR ruft „Feuer frei!“, sobald ein gegnerisches Schiff in Schussweite ist. Ein Schiff gilt als getroffen, sobald der oder die KanonierIn des gegnerischen Schiffes abgeworfen wurde. Treffer auf KommandantInnen werden nicht gewertet. Alle erzielten Treffer einer Besatzung werden laut von der Kommando gebenden Person gezählt. Sobald ein Schiff fünf Mal ein gegnerisches Schiff abschießen konnte, hat es gewonnen und die Besatzungen wechseln intern die Rollen.


Die Klassiker-Var

/ Methoden für

iante

Sommerlager

Alle SpielerInne n ziehen einen Zettel. Auf einem Zettel steht ein M für MörderIn un d wer diesen zie muss versuchen ht, , so viele Spiel erInnen wie mög umzubringen. Da lich zu muss der/die MörderIn sein Op antreffen, den fer alleine M-Zettel zeigen un d sagen: „Du bi Die umgebracht st tot.“ e Person muss sich anschließen „Ermordeten-Li d in die ste“ eintragen. Sie wird in drei (Ermordete Perso Spalten eingete n, Tag/Zeit und ilt Ort) und wird be Spiels für alle sic i Beginn des htbar aufgehän gt. Immer, wenn versammelt ist, die Gruppe dürfen Verdächt igungen geäuße Ist der geäußerte rt werden. Verdacht falsch, stirbt die Perso die den Verdac n, ht ausgesproche n hat. Wichtig: Die Er mordeten dürfe n den oder die Täterin selb stverständlich ni cht verraten, sonst macht da s Spiel nicht vie l Spaß! Quelle: www.sp ielereader.de

Stuhlkreis

MÖRDERSPIELE -Variante

Für diese Variante SpielerIn sitzen all nen im S e Kartensp tuhlkreis iel werde . Aus ein n so viele em Personen Karten e an dem S ntnomme den/die M piel bete n, wie örderIn fe il igt sind u sich diese stgelegt. nd eine K JedeR be verdeckt arte für kommt e an. Dana werden w ine Karte ch nehm ie folgt b en sich a und scha egangen: Sitznach lle an de ut Der/die M barIn – e n Hände örderIn d gal wie o n. Die M an seinen rü ft. Diese c k orde t d ie /ihren Sit R zählt m Hand ein znachbarI es seiner/ it und gib Person g n weiter ibt wiede ihrer t e in e n Hände als er/sie r einen H druck we Diejenige selbst erh ändedruc niger Person, d k wenige alten hat. r an sein ie nur no Die näch aus dem en/ihren ch einen ste Kreis aus. S H it znachbarI ändedruc Die entsta k erhält, eine Verm n weiter. ndene Lü ist tot un utung, w cke wird d scheid einen Ve e r d e r/die Mörd geschloss et rdacht!’. en. Hat je erIn ist, Sie muss sagt diese mand Ist das d nun wart er Fall, zä Person: ‘I en, bis n ch habe hlt die S och jema die Perso pielleitun nd einen n zeigen, g bis dre Verdacht die sie ve Personen i. äußert. Bei drei rdächtige , sind die müssen b n. Zeigen Anklagen eide auf diese ihre sie auf zw den tot. Karte au ei versch Zeigen si fdecken. iedene e auf die das Spie Ist es de gleiche P l beginnt r/die Mörd erson, m von vorn. erIn, so h uss Anklagen Is t es nicht at er/sie den eben der/die M verloren falls tot. u ö nd rd es nur no e rI D n er/die Mö , sind die ch einen rderIn ha beiden Überlebe t g e w o n n den gibt. sich auch nen, wen Der/die M n selbst tö örderIn k ten, wen mitzählt n er/sie n ann und hat icht gena dann das u Spiel ebe Quelle: M nfalls verl aik Rieck o re n. en (www.r iecken.d e)


e Variante: Demokratisfcehn morden Alle dür Mitspielenden „morden“.

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Zusammengestellt von Christoph Sonntag, Bildungsreferent


/ SCHWERPUNKT

Welche Entscheidung fällt dir richtig schwer? Wann plagt dich die Qual der Wahl? Die transparent-Umfrage von Irina Neumann in der Region Mettmann

diere, um Ob ich woanders stu dienplatz zu meinen Lieblingsstu ich hier bekommen, oder ob rhin aktiv ite we ch bleibe, um mi zu können. en bei der KjG beteilig rrleitung Johanna Heise, 18, Pfa den Hil , rad KjG St. Kon

Habe ich eher Kapazitäten, um für die Uni zu lernen oder setze ich meine Arbeit in der Pfarrleitung und in der Pfarrei als obere Priotität? Marco Bischof, 19, Pfarrleitung KjG St. Konrad, Hilden


Welche Entscheidung fällt dir richtig schwer? Wann plagt dich die Qual der Wahl?

Ob ich nach meiner Erzieh er­ ausbildung in den Kinderoder in den Jugendbereich gehen soll.

Sebastian Schnee, 23, Pfarrlei tung KjG St. Konrad, Hilden

Rumpsteak oder Kassler? Markus Dietz, 18, Pfarrleitung KjG St. Konrad, Hilden

Steckbrief Region Mettmann Regionalleitung Matthias Blume, Nicole Kipper, Michael van den Boom

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Pfarreien

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St. Chrysanthus & Daria, Haan St. Michael, Velbert St. Konrad, Hilden

Begleitung Saskia Osterholt (KjG), Tobias Agreiter (BDKJ)

Aktionen Regionalkonferenz 8. bis 10. November 2013

für agt, ob ich rde ich gefr u w ren r h ie id Ja d n n Amt ka Im letzte politisches es n ei am m ts h eu ein bed stellt, ob ic er die Wahl ge alten will od möchte. Vor leben beibeh hte, fs u öc er m B en es bisherig wisses wag ge n U , es Neu lich wenig etwas völlig hte lang ziem äc N i re d h habe ic nhof, 42, Carsten Wan geschlafen. ad, Hilden Konr rung KjG St. Geschäftsfüh


/ SCHWERPUNKT

BundestagswahL Wie geht wählen? Das Wahlrecht lässt sich als eine der wichtigsten Säulen in der Demokratie bezeichnen.

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an Politik in einer Demokratie ist ein Recht, das ungemein wichtig und bedeutend ist. Geschichtliche Ereignisse wie der Zweite Weltkrieg, aber auch andere von Diktato­ ren geführte Kriege und innerstaatliche Konflikte wie Terrorismus zeigen auf, dass die Entscheidungsmacht nicht bei einer einzigen Person liegen darf. Es ist wichtig, durch Mehrheitsentscheide die Meinungen der meisten Bürgerinnen und Bürger mög­ lichst breit vertreten zu können. Obgleich die Entscheidungen im Bundestag nicht

Wahlomat: www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/

unmittelbar von Bürgerinnen und Bürgern beeinflusst werden können, so wählt man trotzdem zunächst in den Kommunalwahlen einen Abgeordneten oder eine Abgeordnete seines Vertrauens, mit dessen Absichten man sich am meisten identifizieren kann. Bei der Bundestagswahl hat jeder Wahl­ berechtigte die Möglichkeit, eine Erst- und eine Zweitstimme abzugeben. Über die Entsendung von Abgeordneten aus den Wahlkreisen entscheidet die Erststimme, somit bestimmt der Wähler oder die Wäh­ lerin direkt ihre persönliche Vertretung im Bundestag. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt. Die Anzahl der Stimmen für eine bestimmte Partei entscheidet darüber, wie viele Sitze für Abgeordnete sie letztend­ lich im Bundestag erhalten wird.

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In Deutschland wurde 1867 das Wahl­‑­ recht zunächst für Männer eingeführt. Da damals erst mit 25 Jahren gewählt werden durfte und ein Großteil der Be­ völkerung durchschnittlich 15 war, ergab sich allerdings nur für wenige Menschen die Gelegenheit zur Wahl. 1918 wurde dann in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt und mit der Zeit das Wahlalter herabgesetzt. Seither müssen Wählende bei Bundestagswahlen 18 Jahre alt sein, auf kommunaler Ebene dürfen sie ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

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Somit ist das Vertrauen, das die Wählenden den Abgeordneten entgegenbringen müs­ sen, sehr groß, denn sie haben selber keine direkte Einwirkung auf Entscheidungen im Bundestag – es sei denn, sie sind selber politisch aktiv. Allerdings ist es trotzdem wichtig, jeder einzelnen Person die Mög­ lichkeit zu geben, sich zu beteiligen. Irina Neumann, transparent-Redaktion, KjG St. Konrad, Hilden

Die Skulpturengruppe „The Famous Five“ in Ottawa erinnert an den Kampf um das Frauenwahlrecht in Kanada.

Termin für die Bundestagswahl: 22. September 2013

Das Frauenwahlrecht

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Die Einführung des Frauenwahlrechts war nicht nur damals in Deutschland ein großes Thema, sondern wird immer noch in einigen Staaten und Ländern diskutiert, da Frauen durch das erlangte Wahlrecht zumindest auf dieser Ebene mit Männern gleichgestellt sind.

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Die Meinung und Sichtweise der Frauen wurde durch Zeitungsartikel und Flugblätter verkündet – Unterschriftensammlungen unterstützen die Einführung des Frauenwahl­ rechts. Doch es kam auch zu Protesten, Streiks und Demonstra­tionen. Eine weitere, abgewandelte Art der Meinungsäußerung zur Aufklärung waren Theaterstücke und fiktive Geschichten. Ein großes Problem war, dass für Frauen ein öffentlicher Auftritt in der Gesellschaft nicht vorgesehen war. Es mussten deshalb neue Identitäten geschaffen werden, damit die Forderung nach politischer Beteiligung der Frauen legitim wurde. Durch das sich ständig wandelnde Geschlechterbild ist es über die Jahre in den meisten Teilen Europas akzeptiert und auch normal geworden, sich als Frau sowohl an Wahlen zu beteiligen als auch politische Positionen einzunehmen.


/ SCHWERPUNKT

Wahlämter in der Pfarrei:

Wie sie die Menschen und die Gruppe fordern

Dazu gehört auch, das Team zu Wort kommen zu lassen. Man sollte immer die Meinung anderer einbeziehen, um eine Lösung für Probleme zu finden oder möglichst viele gute Ideen zu sammeln. Bei einem Brainstorming etwa kann man

sich für das entscheiden, was die Gruppe mehrheitlich gut findet – so hat jedeR die Möglichkeit, seine Vorstellung einzubringen. Manchmal ist das für Gruppenmitglieder gar nicht so leicht. Doch wer gar nicht erst für seine Meinung eintritt, der ist selber schuld. Die gewählte Pfarrleitung muss ihr Team für Projekte begeistern und motivieren können, damit die Gruppe Zusammenhalt spürt. Optimal ist, wenn auch diejenigen bei der Umsetzung dabei sind, die ursprünglich andere Vorstellungen hatten – und dann vielleicht sogar Spaß haben. Oft hilft auch ein Kompromiss, damit alle Freude beim Programm haben. In einem Leitungsamt gibt es also viel zu lernen: Kompromisse finden und den Leuten im Team vermitteln, dass sie Projekte mittragen sollten. Das fällt allen leichter, wenn sie bei der Verwirk­ lichung auch noch ihre eigenen Vorstellun­ gen umsetzen können.

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In der KjG kann man sich entweder in ein Leitungsamt wählen lassen oder man unterstützt mit der eigenen Stimme die Ideen anderer Menschen. Das gewählte Leitungsteam hat eine große Verantwortung, denn es ist manchmal gar nicht so leicht, Projekte für die Pfarrei auszuwählen. Schließlich haben alle im Team unterschied­ liche Bedürfnisse und Interessen. Wenn aber die Entscheidung für einen Programm­ punkt erst einmal getroffen ist, freut sich die Gruppe meistens über die Aufgabe und auch das gemeinsame Ergebnis, das wie bei der 72-Stunden-Aktion spektakulär sein kann. Um solche Entscheidungen zu treffen, benötigt man also Geschick und sogar Verhandlungsfähigkeit.

Sven Averdung, transparent-Redaktion 23


Wählen, wen man liebt Den richtigen Partner finden, heiraten und vielleicht eine Familie gründen – das alles können wichtige Stationen im Leben eines Menschen sein. Das Recht zur eigenen Entscheidung, mit wem man eine Partnerschaft eingehen möchte, scheint in unserer Kultur selbstverständlich. Doch diese Wahlfreiheit besteht in Deutschland erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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Wie es früher war: Sympathie reine Glücksache

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So war es noch bis zum Beginn der indus­ triellen Revolution in vielen Teilen Europas üblich, dass entweder die Familien der Heiratenden oder sogar die Dorfgemeinschaft über die Eheschließung abstimmten. Gegen­ seitige Sympathie der beiden Partner stand weniger im Vordergrund, entscheidender waren soziale Stellung und familiärer Wohl­ stand. Um den Besitz innerhalb der Familie zu halten, waren besonders in der Ober­ schicht Verwandtenhochzeiten an der Tages­ ordnung. Schätzungsweise die Hälfte der Frauen im heiratsfähigen Alter waren im frühen 18. Jahrhundert mit einem Cousin zweiten oder dritten Grades liiert. Ebenso oblag es der Macht der Obrigkeit, zwei Menschen die Ehe gänzlich zu verbieten, sollten ihre materiellen Aussichten zu schlecht sein. Einen Schritt in eine andere Richtung gingen die Schweden: Im Rahmen eines kollektiven Entscheids konnten die jungen Menschen einer Reihe von Prüfungen unterworfen werden, bevor sie um einen Partner werben durften.


/ SCHWERPUNKT

Ehen in anderen Kulturkreisen Wesentlich unromantischer geht es bei der sogenannten ‚Geisterehe‘ in China zu. Hierbei werden die Geister verstorbener, lediger Männer mit Geistern von Frauen verheiratet, die im gleichen Zeitraum gestorben sind. Grund für diesen unge­ wöhnlichen Brauch ist der chinesische Glaube an die drei Seelen eines jeden Menschen, von denen eine auch nach dem Lebensende erhalten bleibt. Verständ­ licherweise ist diese Tradition bereits seit Jahren per Gesetz verboten.

In Indien sind heute noch „arrangierte Ehen“ die Norm; hierbei übernehmen die Eltern eine aktive Rolle bei der Partnerwahl ihrer Kinder. Oftmals werden die ganze

Am freiesten ist jedoch die Form der Partnerwahl wie sie in auch in Deutschland Standard ist. Das Recht, selbst entscheiden zu können, mit wem man Zeit verbringen möchte, ist hier aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken - und das ist auch gut so. Max Gollor, transparent-Redaktion, KjG St. Konrad, Hilden

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Eine chinesisiche Geisterhochzeit.

Familie, ja sogar der Freundeskreis und Bekannte in die Suche eingebunden. Ein Grund für diese Tradition ist die strenge Geschlechtertrennung in Indien, die bei konservativen Familien sogar das Treffen der zukünftigen Eheleute vor der Hochzeit verbietet. Viele Faktoren spielen für die Entscheidung für einen Partner oder eine Partnerin eine Rolle; neben der Kaste sind ebenso die Religionszugehörigkeit und die soziale Stellung entscheidend. Das Spektrum an verschiedenen Arten arrangierter Ehen ist jedoch breit gefächert. Neben Formen, die der Zwangsheirat ähneln und die wenig Recht zur Mitsprache­ recht bieten, gibt es ebenso modernere Formen mit wesentlich mehr Wahlfreiheit. Seit einigen Jahren spielt das Internet eine immer entscheidendere Rolle. Diverse indische Plattformen werben damit, mehrere Millionen Ehen vermittelt zu haben.

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Die Qual der Wahl zum Schulschluss:

Und, was hast du jetzt vor?

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Diese Frage hat wohl jedeR SchulabgängerIn zu hören bekommen und auch aktuell stehen viele junge Menschen vor großen Entscheidungen.

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Die Schuljahre vergehen schneller als vielen Schülerinnen und Schülern lieb ist.

Was meist höfliches oder tatsächliches Interesse ausdrücken soll, kann einen ganz schön unter Druck setzen. FSJ oder Au Pair? Studium oder Ausbildung? Auszeit oder Blitzstart? Die große Auswahl an Mög­ lichkeiten kann, überspitzt gesagt, zur Qual werden, weil sie für viele Leute den Druck erhöhen, sich richtig zu entscheiden und über Jahre im Voraus planen zu müssen. Dabei hat niemand bei der Einschreibung schon die Promotionsstelle in petto und breitgefächerte Bachelorprogramme er­ möglichen zahlreiche Spezialisierungen. Bei vielen Ausbildungen kann später auch noch studiert werden und duale Studiengänge verbinden beide Wege gleich zu Beginn. Man entscheidet sich also für einen Ausgangspunkt und das Ziel bildet sich meistens erst später heraus. Aber auch dieser Startpunkt muss erst mal gefunden werden, sobald man das Abschlusszeugnis in der Hand hat.


/ SCHWERPUNKT

Die Schulen versuchen, durch Projekte und Besuche im Berufsinformations­zentrum Unterstützungen zu bieten, aber über den Erfolg dieser Maßnahmen gehen die Meinungen stark auseinander. „Diese Interessentests bringen nichts, weil sie so standardisiert sind. Den Freundeskreis und die Familie um Rat zu fragen und ehr­ lich zu sich selbst zu sein, ist viel wichtiger“ (Sarah, 21). Sarah hat lange zwischen dem Lehramts- und dem Medizinstudium, zu dem ihr wegen ihrer sehr guten Zensuren viele geraten haben, geschwankt.

Als dann die Zulassungsbescheide für Bio­ logie und Englisch im Briefkasten lagen, war die Sache für sie klar und sie ist „vor Freude durch´s Haus gehüpft“. Neben der Meinung Dritter ist das Bauchgefühl also auch eine wichtige Entscheidungsstütze.

Eine falsche Entscheidung ist kein Weltuntergang Was aber, wenn man sich falsch ent­ schieden hat? Sich noch einmal neu zu orientieren ist für viele ein längerer Prozess. Schließlich muss man sich eingestehen, dass der aktuelle Weg nicht der richtige ist und es gilt dann eine Alternative zu finden. Eine Garantie, dass es danach besser wird, gibt es natürlich nicht, aber die erste Erfahrung und der Impuls, sich neu orientieren zu wollen, können einen eine ganze Ecke weiter bringen, wie es zum Beispiel bei Simon (22) der Fall war. „Ich habe das Gefühl, dass man mir in der Schule nie gesagt hat, was ich mit meinen vermeintlichen Talenten später mal machen kann. Als ich dann das Abi relativ gut geschrieben habe, war ich quasi übermütig und perspektivlos. Durch meinen Freundes­ kreis und den Ansporn, später viel Geld zu verdienen, hab ich geguckt, ob es nicht was Ähnliches wie Architektur gibt, wo man die Gewissheit hat, gut zu verdienen. Ich dachte, Bauingenieurwesen ist quasi wie Architektur, aber dass das nicht ganz richtig ist, hab ich schon früh gemerkt. Sich das aber einzugestehen und seine Prioritäten klar zu erkennen war sehr schwierig. Als ich mich dann entschieden hatte, war das wie eine Befreiung.“ Entscheidungen erleichtern das Leben, sind nicht zwingend unumstößlich und fallen oft gar nicht so schwer. Karoline Rauschen, transparent-Redaktion, KjG Barmen, Wuppertal

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„Ehrlich zu sich selbst sein“

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Wahlrecht ab Geburt »Jede und Jeder deutsche StaatsbürgerIn darf wählen. Oder?« Leider nein. An der Bundestagswahl darf teilnehmen, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Bei manchen Landtags- und Kommunalwahlen dürfen schon Jugendliche ab 16 Jahren wählen. Das zeigt vor allem eines: Das Alter ist nur ein willkürliches Kriterium, das festlegt, wer angeblich die Fähigkeit hat, vernünftig zu entscheiden und die Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen. Und meiner Meinung nach kein besonders gutes.

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Diözesanleiter Max wünscht sich, dass schon Kinder den Gang zur Wahlurne antreten dürfen.

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Niemand würde auf die Idee kommen, einem erwachsenen Menschen, der in seiner geistigen Entwicklung gehemmt ist, das Wahlrecht abzusprechen. Oder einem Menschen, der sich überhaupt nicht für Politik interessiert. Allerdings: Was ist dann mit hochbegabten Kindern? Ein wirklich gerechtes Kriterium zu finden scheint mir unmöglich. Und darum bin ich für ein Wahl­recht ab Geburt. Der Gedanke dahinter ist bestechend: Jeder Mensch ent­ scheidet für sich selbst. Sobald ein Mensch wählen kann oder möchte, darf er oder sie das tun. So wird der Mensch in seiner Freiheit ernst genommen. Meine Überzeugung aus meiner Erfahrung in der KjG ist, dass Kinder sehr wohl vernunftbegabt und in der Lage sind, Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen. Niemand, der bei der KjG-Kinderstadt eine BürgerInnenversammlung miterlebt oder eine Kinderpfarrleitung bei einer Sitzung beobachtet hat, kann widersprechen. Wenn Kinder Verant­ wortung übernehmen dürfen, haben sie ein großartiges Lernfeld und werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Es wäre eine riesige Herausforderung für die Parteien, diesen großen Teil der Bevölkerung als potenzielle WählerInnen zu gewinnen. Kindgerechte politische Arbeit wäre die Folge. Ich bin heilfroh, dass sowohl Männer als auch Frauen in Deutschland wäh­ len dürfen. Aber hier dürfen wir nicht stehen bleiben: Weg mit der nächsten Ungerechtigkeit! Kinder und Jugendliche haben die gleichen Rechte und wissen, was gut für sie ist! Max Pilger, Diözesanleiter


/ SCHWERPUNKT

Die KjG setzt sich für ein Wahlrecht ab Geburt ein. Doch natürlich gibt es auch in unserem Verband Menschen, die dieser Vorstellung kritisch gegenüber stehen. Max und Alex äußern sich.

»Anfällig für Köderung und zweifelhafte Logik«

Wohl gibt es Forschungsergebnisse darüber, dass Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren moralische von konventionellen Regeln unterscheiden können, doch sofern sie für Kinder nachvollziehbar sind, übernehmen sie die moralischen Werte der Autoritäten, die sie ihnen vorleben. Das heißt aber auch, solange sich die moralischen Werte eines Kindes nicht durch langjährige soziale Erfahrungen gefestigt haben, ist es anfällig für die Ein­ flüsse von Bestechung, Köderung und zweifelhafter Logik. Erst die sozialen Erfahrungen und die Teilnahme an der Gesellschaft verleihen dem Wählen­ den den Weitblick für die Tragweite seiner politischen Entscheidungen. Voraussetzung für das Stimmrecht ist somit nicht die Existenz eines Menschen, sondern die Entwicklung einer moralischen Denkweise, die Fähigkeit diese zu reflektieren und die Wahrnehmung für die Bedürfnisse des sozialen Umfeldes, das die Entscheidung betrifft. Alex Stiehl, transparent-Redaktion, KjG St. Joseph, Leverkusen-Manfort

Alex aus Leverkusen kann sich nicht vorstellen, dass Kleinkinder unbeeinflusst zur Wahl gehen würden.

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Grundsätzlich ist es ja eine noble Forderung, einem gerade geborenen Menschen das Recht zuzusprechen, mit seiner Stimme eine politische Vertretung zu wählen. Damit dieses Recht wahrgenommen werden kann, muss ein Mensch zunächst jedoch über die notwendigen Fähigkeiten verfügen. Ein Neugeborenes besitzt weder die motorischen noch die interaktiven Fähigkeiten, das demokratische Recht auszuüben. Sinnvoller erscheint es also, dieses Recht einem sehr jungen Menschen zu verleihen und zwar sobald er fähig ist, seine Wünsche zu artikulieren. Allerdings werden diese Wünsche sehr subjektiv sein und für die Allgemeinheit unter Umständen nicht von Belang.

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U18-Wahl in der KjG-Region Neuss Am 22. September dürfen Erwachsene ab 18 Jahren an den Wahlen zum Deutschen Bundestag teilnehmen. Vorfeld Bildungsangebote, wie beispiels­ weise ein Konzept für Gruppenstunden und ein Besuch des Landtages oder Rathauses. Mit der Stimmabgabe wird aber noch nicht Schluss sein! JedeR kann noch konkrete Anfragen und Wünsche an die Politik formulieren, die wir unseren Politikern und Schirmherren mitgeben wollen. Eine Wahlparty am Abend wird den Tag zu einer runden Sache machen!

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Doch haben Kinder und Jugendliche etwa keine politische Meinung? Wir Neusser finden, sie haben eine und richten deswegen eine U18-Bundestagswahl am 13. September aus. U18 ist eine der größten Bildungsinitiativen für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Neun Tage vor der eigentlichen Wahl können alle jungen Menschen unter 18 Jahren aller Nationalitäten ihre Stimme für den Deutschen Bundestag abgeben.

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Volker Andres, transparent-Redaktion, KjG St. Martinus, Neuss-Holzheim

Ihr möchtet auch eine U18-Wahl durchführen? Hier gibt’s jede Menge Ideen. www.u18.org/das-projekt-u18/ www.kjg-neuss.de

Die Region Neuss wird Kindern und Jugend­ lichen auch eine Stimme geben, weshalb wir gerade unsere Teilnahme an der U18 Wahl planen. Viele Ideen sind gesponnen und werden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. So soll es mindestens ein zentrales Wahl­ lokal im Neusser Rathaus geben, sowie im Kinder bei einer U18-Wahl in Berlin.


/ impressum

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KjG-Diözesanstelle r Konferenz

ng 2013 nach de e) Diözesanleitu

Die neue (und alt im April 2013.

Tel 0221.1642 6432 / Fax 0221.1642 6841 info@kjg-koeln.de / www.kjg-koeln.de

Öffnungszeiten

Mo – Do 9 –13 Uhr + 14 –17 Uhr; Fr 9 –13 Uhr

Diözesanleitung Benedict Martin, Saskia Osterholt, Peter Otten (Geistlicher Leiter), Max Pilger, Katharina Schwellenbach ReferentInnen Birgit Elsner (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit) Thomas Pieger (Bildungsstätte „Haus Sonnenberg“) Christoph Sonntag (Schulungsarbeit) Holger Walz (Gesellschaftspolitische & theologische Themen, Gender Mainstreaming) Sekretariat Martina Coutellier (Bestellungen, Verkauf, Ausleihe) Anna Struck (derzeit in Elternzeit) (Mitgliederbetreuung) Brigitte Steven (Mitgliederbetreuung, Organisation Diözesan­konferenz und -ausschuss) Buchungen Haus Sonnenberg Christoph Niesen Redaktion

Volker Andres, Sven Averdung, Lisa-Maria Bosch, Birgit Elsner (Bildungsreferentin), Max Gollor, Irina Neumann, Franziska Pfeiffer, Max Pilger (Diözesanleitung, v.i.S.d.P.), Karoline Rauschen, Kai Regener, Alexander Stiehl, Christian Walge Korrektur Brigitte Steven Endredaktion Birgit Elsner Layout Verena Dreikauß Titelbild Peter Otten Druck Die Umweltdruckerei Auflage 1600 Exemplare Anschrift Redaktion transparent, Steinfelder Gasse 20 – 22, 50670 Köln transparent@kjg-koeln.de

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transparent wird herausgegeben von der Diözesanleitung der Katholischen jungen Gemeinde im Erzbistum Köln und richtet sich als Meinungs- und Informationsblatt an alle verantwortlichen Mitglieder im Diözesanverband. transparent ist für Mitglieder im Abo-System kostenlos erhältlich. Der Bezugspreis von 5€ ist im Mitgliedsbeitrag erhalten. Mitglieder des Fördervereins können transparent kostenlos im Einzelbezug erhalten.


PVSt., Deutsche Post AG, „Entgelt bezahlt“ 42933

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Dein Meinu e ng wi rd zum F oto!

Was findest du saublöd oder affenstark an deiner Wohngegend, an der Schule oder an den Freizeitmöglichkeiten vor Ort?


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