Issuu on Google+

8

Dienstag, 14. Dezember 2010

NEWS

Löli trinkt und baut Unfall

Chur – Alleine, betrunken und mit dem Lernfahrausweis wagt sich ein 19-Jähriger am Sonntagabend mit dem Auto auf die Churer Strassen. Kurz vor 23 Uhr kriegt er in einem Kreisel Schwierigkeiten: Der Wagen gerät zu weit nach rechts, fährt einen Eisenzaun und eine Signaltafel um und kracht in eine Grenzmauer. Fussgänger sind zum Glück keine in der Nähe. Seinen Lernfahrausweis ist der Löli los.

Sex-Grüsel bleibt auf freiem Fuss

Wettingen AG – Der Porno-Opa von Wettingen, der 400 perverse Briefe an Frauen geschickt hatte, schlug einer Ex-Nachbarin ins Gesicht (BLICK berichtete). Obwohl das zu einer Verhandlung vor dem Friedensrichter führte und Wilhelm P. (64) auch SchmerzensWilhelm P. auf geld zahlen seinem Balkon. musste, war der Vorfall der zuständigen Untersuchungsrichterin Vivienne Sandmeyer nicht bekannt. Das bestätigte sie gestern. Trotzdem will sie P. nicht verhaften lassen: «Nein, das ändert nichts am laufenden Verfahren.» Die Behörde hält P. nicht für gefährlich. Ralph Donghi

AUS ALLER WELT Das Raubopfer ist direkter Nachbar von Kimi Räikkönen. Der frühere Formel-1Fahrer lebt in der Villa Butterfly in Baar ZG.

Reicher Baarer (86) überfallen

Polizei verhaftet Schwiegersohn Z

wei Afrikaner und ein Russe in einem Taxi. Der türkische Fahrer bringt sie zu einer Nobeladresse in Baar ZG. Vor der Tür ziehen die Afrikaner Masken über und der Russe mimt den Pöstler ... Die Polizei in Zug hat den spektakulären Überfall auf Armand W.* (86) vom 4. Oktober aufgeklärt. Wie sie erst jetzt bestätigte, sitzt bereits seit vier Wochen Chukwudi Emmanuel N.* (30) in U-Haft. Pikant: Der Nigerianer ist mit der 15 Jahre älteren Tochter (eine Lehrerin) des Opfers verheiratet. Das Paar lebt in Oberhasli ZH. Die Polizei geht davon aus, dass der Nigerianer als Schwiegersohn wusste, was bei dem alten Mann zu holen war. Mit einem weiteren Afrikaner soll er den Plan ausgeheckt haben. Beide engagieren einen russischen Asylbewerber (32), der das Opfer als Pöstler verkleidet

an die Haustür locken soll. Der Plan geht auf, die beiden Nigerianer stürmen maskiert in die Villa. Die Räuber fesseln und knebeln den Rentner brutal. Nach anderthalb Stunden flüchten sie mit mehreren 10 000 Franken. Der im Kanton Zürich verhaftete Schwiegersohn schweigt bis heute. Der Russe, der für seine Pöstler-Rolle mehrere Tausend Franken erhielt, ist geständig und wieder frei. Er wusste nichts vom konkreten Überfall-Plan der Afrikaner. Ebenfalls auf freiem Fuss ist der türkische Taxifahrer (45), der das Trio zur Villa gebracht hatte. Er hatte keine Ahnung vom Plan der Afrikaner. Die Beute ist bis heute verschwunden. Die Frau des Verhafteten wollte gestern nichts zu den Vorwürfen gegen ihren Mann sagen. Gabriela Battaglia

Anzeige

e, t u .10 e H .12 14

Babysitter (27) missbraucht Kinder Amsterdam – Ein 27-jähriger Kinderbetreuer und Babysitter ist in den Niederlanden gefasst worden. Der Lette gestand, zahlreiche Kleinkinder sexuell missbraucht zu haben. Die Polizei geht von bis zu 50 Taten aus. Der Mann hatte bis Januar 2010 in mehreren Amsterdamer Kinderkrippen gearbeitet. Seit März 2009 bot er seine Dienste als Babysitter im Internet an.

Streikmarathon in Griechenland Athen – Morgen fallen wegen eines Streiks der griechischen Fluglotsen alle Flüge aus. Gestern legten Bus- und Bahnfahrer in Athen für mehrere Stunden die Arbeit nieder, heute und am Donnerstag wollen sie rund um die Uhr streiken. Griechische Medien berichten von einem «vorweihnachtlichen Streikmarathon» und einem «Härtetest» für die Regierung von Giorgos Papandreou.

Ex-Wikileaks-Leute starten Openleaks Berlin – Mehrere ehemalige Wikileaks-Mitarbeiter wollen diese Woche eine eigene EnthüllungsPlattform starten. Openleaks soll ein toter Briefkasten werden, den andere Medien und Organisationen nutzen können, um anonyme Hinweise auf Missstände entgegenzunehmen, sagte ein Sprecher zur «Süddeutschen Zeitung».

Der Iraker, der sich

A su Z im

Geiselnahme in Kindergarten Besançon (F) – Ein mit Säbeln bewaffneter 17-Jähriger hat in einem Kindergarten in Ostfrankreich mehr als 20 Geiseln genommen. Erst nach stundenlangen Verhandlungen gab der Jugendliche auf. Alle Kinder und Kindergärtnerinnen kamen unverletzt frei.

Stadt protestiert gegen Polizei

1/2 Preis

Auf das gesamte My Baby Windelund Hygiene-Sortiment.

Apatzingán – Hunderte haben am Sonntag gegen das harte Vorgehen der mexikanischen Polizei in Apatzingán demonstriert. In der Stadt waren bei einer Schiesserei zwischen Sicherheitskräften und Kriminellen elf Menschen getötet worden, darunter der Drogenboss Nazario Moreno González, ein Baby und eine Jugendliche. Auf Plakaten forderten die Demonstranten den Abzug der Beamten.

Fischerboot sinkt im Polarmeer Seoul – Ein südkoreanisches Fischerboot ist in der Antarktis so schnell gesunken, dass die Mannschaft kein Notsignal absetzen konnte. Im 2 Grad kalten Wasser des Südpolarmeeres hatte die Besatzung kaum eine Chance – dennoch überlebten mindestens 20 der 42 Menschen an Bord.

Die Welt spinnt ...

Historischer Flug endet im Misthaufen

Für tägliche Adventsangebote. Türchenöffnung jeden Abend auf SF1 nach der Tagesschau, vor Meteo. Täglich in Ihrem Coop. Verkauf nur in haushaltsüblichen Mengen, solange Vorrat. www.coop.ch

Ballarat (Aus) – Der Australier Ben Buckley lebt Fluggeschichte. Mit dem Nachbau eines Flugzeugs seines Landsmanns John Duigan aus dem Jahr 1910 will er am letzten Wochenende in Ballarat abheben. Trotz kleiner Pannen klappt der Start, die Maschine hält sich sogar kurz in der Luft. Bei der Landung aber dreht die Replica ab – und kracht neben der Piste in einen 20 Tonnen schweren Haufen Hühnermist! «Auch Duigan verunfallte beim ersten Mal», tröstet sich Buckley. Wenn seine Prellungen verheilt sind, will er es wieder versuchen.

Er studierte in England, machte Dschihad-Urlaub in Pakistan und wollte noch viele Kinder zeugen. Von Gerhard Schriebl

D

as ist unser Bruder, der Mudschahid Taimur, der die Märtyrer-Tat in Stockholm vollbracht hat», steht auf der islamistischen Website «Schumuch el Islam». Die schwedische Polizei bestätigt: Mit 98-prozentiger Sicherheit handelt es sich beim Selbstmordattentäter um Taimur Abdulwahab al-Abdaly (28). Er handelte nach bisherigen Erkenntnissen allein, bei der Vorbereitung standen ihm aber höchstwahrscheinlich Helfer zur Seite.

Bei der Suche nach Mittätern haben sich auch die Briten eingeschaltet, denn wie sich herausstellte, wurde Al-Abdaly im englischen Luton zum radikalen Islamisten – dort, wo sich 2005 schon die Attentäter von London versammelten, bevor sie mit ihren Bomben 52 Menschen in den Tod rissen. Der in Bagdad geborene Iraker ist elf Jahre alt, als er mit seinen Eltern nach Schweden kommt. Nach der Matura beginnt er 2001 ein Studium an der Universität Bedfordshire in Luton. Die Stadt nördlich von


9

! t s ip n k e g r ä b is E Diese Bilder hat ein V

on so nah konnte man noch nie eine Eisbärin mit ihrem Jungen filmen. Während die herzige Familie vor einer Linse im nor wegischen Spitzbergen posiert oder neugierig eine als Eisklotz getarnte Kamera beschnüffelte, sass Dokumentarfilmer Phil Dalton (kl. Bild)

Telegene Familie: Mutter Eisbär zeigt ihrem Jungen, wie man in der Arktis überlebt – und dabei erst noch eine gute Figur macht. Der filmende «Eisklotz» vor der Schnauze (r.) weckt die Neugier der hungrigen Tiere.

40 Kilometer weit weg in einer Hütte. Seine Hightech-Roboter machten die fantastischen Aufnahmen – dank Bewegungssensoren wie von selbst. Ganz heil blieb die teure Ausrüstung dabei nicht: Ein mit Propellern angetriebener, ferngesteuerter KameraRoboter musste ab und zu ein

Zum Schmelzen süss: Das drei Monate alte Eisbärchen schaut mit Knopfaugen in die Kamera, bleibt aber in Mamis Nähe.

h mitten in Stockholm in die Luft sprengte

Attentäter uchte Zweitfrau m Internet

Dating-Seite muslima.com suchte er sich eine Zweitfrau, mit der er viele Kinder zeugen wolle. Er könne sich vorstellen, in ein muslimisches Land auszuwandern, gab er in der Annonce an. Diese Zukunftspläne wurden mit Al-Abdalys Selbstmord am Samstagabend begraben. Der Iraker hatte sechs Rohrbomben

Ermittlungen gegen Kachelmanns Verteidiger?

T

Am Samstag um 17 Uhr explodiert Al-Abdalys Auto in der wichtigsten Einkaufsstrasse Stockholms. Jörg Kachelmann. Sein aggressiver Verteidiger sieht sich nun als Opfer.

Mit diesem Bild suchte Al-Abdaly auf muslima.com eine Zweitfrau, mit der er viele Kinder zeugen könne. war seine radikale Haltung ersichtlich. Al-Abdaly bewarb Märtyrer-Videos und war Mitglied von Gruppen wie «ich bin stolzer Muslim», «der islamistische Jüngste Tag» – aber auch «ich liebe mein iPad». Britische Medien fanden noch weitere spannende Spuren des Fanatikers im Internet: Auf der

Das Team um Phil Dalton setzt auf Hightech. Dazu gehört eine BlizzardKamera mit Propellerantrieb.

ag 20 im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann (52) in Mannheim. Nachdem sein Anwalt Johann Schwenn (63) keine Möglichkeit ausliess, seine Schimpftiraden gegen Richter und Staatsanwaltschaft loszulassen (BLICK

Die britische Polizei durchsucht das Haus der Familie des Irakers in der Stadt Luton.

London gilt als islamische Hochburg. Al-Abdaly schliesst sich radikalislamistischen Gruppen an. Neben dem SporttherapieStudium absolviert er Lektionen im Dschihad, dem heiligen Krieg. In Ausbildungslagern in England und Pakistan erweitert er sein Terroristen-Wissen. Erst im Frühling dieses Jahres reist er nach Jordanien. In einem Mail, das Al-Abdaly kurz vor seinem Selbstmord-Anschlag abschickte, warnte er nicht nur vor seiner Tat. Daneben gestand er seiner Familie auch: «Ich reiste nie geschäftlich in den Mittleren Osten, sondern für den Dschihad.» Wussten seine Frau und Kinder, mit denen er in Luton lebte, tatsächlich nichts von seinem Doppelleben? Klar ist nun jedenfalls: Auf dem Facebook-Profil des Irakers

paar Bisse einstecken, ein anderer wurde von einem 700 Kilo schweren Eisbären platt gedrückt. Der während eines Jahres aufgenommene «BBC»Dokumentarfilm wird Ende Dezember ausgestrahlt und zeigt den veränderten Alltag der Eisbären – wie ihr Lebensraum wegschmilzt und ihre Nahrung immer knapper wird.

an seinem Körper befestigt und seinen Rucksack mit weiterem Sprengstoff und Reissnägeln vollgepackt. Er war wohl zum Hauptbahnhof oder zum gros­ sen Einkaufszentrum «Åhléns» unterwegs, als eine Rohrbombe versehentlich in die Luft ging. Zehn Minuten zuvor ging rund 200 Meter entfernt sein

Auto in Flammen auf. Auch diese Explosion hätte weitaus verheerendere Auswirkungen gehabt, wenn die Benzinkanister, die darin gefunden wurden, ebenfalls detoniert wären. Wäre alles nach Al-Abdalys Plan gelaufen, hätte es in der schwedischen Hauptstadt wohl Dutzende Tote gegeben.

berichtete), sieht er sich nun als Opfer. «Es ist damit zu rechnen, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen mich aufgenommen hat», sagte Schwenn gestern. Er rechne sogar mit einer Durchsuchung bei der Verteidigung. Ist das die Retourkutsche gegen den aggressiven Anwalt? Vergangene Woche beantragte die Staatsanwaltschaft, Schwenns Beschimpfungen zu protokollieren. Man müsse sich nicht alles gefallen lassen. Am Nachmittag wurde dann Rechtsmediziner Bernd Brinkmann (71) vernommen. Er ist der Meinung, dass sich das mutmassliche Opfer die Verletzungen selbst zugefügt haben könnte. Allerdings liess ihn das Gericht nur als sachverständigen Zeugen und nicht als Gutachter zu – wegen Befangenheit.


bli_20101214_BlickNews