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41. Jahrgang; 4,00 €

Lebensart aus Hannover

RÄDER Rollende Raritäten aus Linden

CELLE

Wo Bauhaus auf Barock trifft

Die Intendantin

SONJA ANDERS übernimmt die Leitung des Schauspiels


IWC SPITFIRE . THE DREAM TAKES FLIGHT.

Pilot ’s Watch Chronogr aph Spit fire. Ref. 3879: Eine Fliegeruhr von IWC ist mehr als e i n e U h r. S i e i s t e i n P r ä z i s i o n s i n s t r u m e n t, ursprßnglich entwickelt fßr die astronomische Navigation im Cockpit. Das schwarze Zifferblatt mit beigen Leuchtelementen der Pilot’s Watch Chronograph Spitfire ist von der ikonischen Navigationsuhr Mark XI inspiriert, die mehrere Jahrzehnte lang im Dienst der British Royal Air Force stand. Es ist unser erster Fliegerchronograph mit einem reduzierten Durchmesser von 41 Millimetern und dem Manufakturkaliber 69380. Mit diesem

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Foto: PHOTOVISION DH

EDITORIAL

ENDLICH: DIE DAUERHAFTE LÖSUNG GEGEN ÜBERMÄSSIGES SCHWITZEN.

NEU

Viele neue Gesichter im hannoverschen Kulturbetrieb Im hannoverschen ­Kulturbetrieb ist jede Menge Bewegung. Erst ­kürzlich haben die b­ eiden ­designierten Intendantinnen von Staatsoper und Schauspiel ­Hannover, Laura Berman und ­Sonja Anders, gemeinsam mit ­ihren Teams ihre Pläne für die Spielzeit 2019/20 präsentiert. In dieser Ausgabe stellen wir I­hnen Sonja Anders vor, eine naturbewusste und kunstbegeisterte ­Theaterfrau. | S. 26 Auch bei den Niedersächsischen Musiktagen gab es Veränderungen. Unser Autor Jörg W ­ orat sprach mit dem neuen I­ntendanten ­Anselm ­Cybinski, der in mehrfacher

DIE NEUE KLINIK AM OPERNPLATZ

GEGEN SCHWITZEN OHNE OP

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­Hinsicht ein ­mutiges ­Programm präsentiert. | S. 42 Und dann werfen wir einen Blick nach Celle, der Stadt mit ­wunderschönen Fachwerkhäusern. Wir zeigen, warum sich nicht nur ­deshalb ein Besuch lohnt. | S. 30

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ästhetisch-plastischen Chirurgie · Private Übernachtungsstation · Ambulante Tagesklinik

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ROYALER BESUCH Juan Carlos besucht Handballspiel seines Enkels

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AUFTAKT NACH MASS Möbel Hesse Golf Cup startet in die neue Runde

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NEUER BILDBAND Die Stadt aus ungewohnten Perspektiven

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FAHRRÄDER – MAL GANZ ANDERS Werkstattbesuch bei den Gebrüdern Höing

26 Foto: Rolf Nobel

ZWISCHEN KUNST UND NATUR Sonja Anders übernimmt Schauspiel-Intendanz

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SCHWERPUNKT

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100 JAHRE BAUHAUS IN CELLE Stadtrundgang auf den Spuren von Otto Haesler

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CELLE IM SOMMER Das ist los im Schloss und auf den Straßen

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MUSIKTAGE UNTER NEUER LEITUNG Anselm Cybinski präsentiert neues Programm

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Foto: CTM GmbH

Foto: Lorena Kirste

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HÖCHST ORIGINELLE SCHAU „Artistic Intelligence“ im Kunstverein Hannover

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DIE OPER VOR DER OPER Hannovers erstes Opernhaus stand am Leineufer

64

DIE 90 IST DAS ZIEL Wovon Künstler Wolfgang Tiemann träumt

66 ADVERTORIALS

STADTGESPRÄCH Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge im Interview

24 SICHERHEIT FÜR VERSORGUNGSKONZEPTE Wilhelm Messerschmidt entschärft „tickende Zeitbomben“ für Firmen

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Titelfoto: Lorena Kirste

37 SEIT 100 JAHREN AUFSEHEN ERREGEND pro office zeigt Möbel-Klassiker aus der Bauhaus-Zeit 40 MASSGESCHNEIDERTE MARKENKÜCHEN Wie Profis bei Möbel Hesse individuelle Küchen kreieren

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IMPRESSUM


Warum Geld für Möbel ausgeben, wenn man Einrichtung kaufen kann?

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IM GESPRÄCH

FESTLICHER EMPFANG FÜR DEN ALTBUNDESKANZLER UND EHRENBÜRGER UNSERER STADT Von links: Rüdiger Grube, Cornelia Poletto, Friederike Beyer und Günther Oettinger

Auch Starkoch Alfred Schuhbeck gehört zu den Gästen.

Zahlreiche Prominente feiern mit Gerhard Schröder

E

s war eine besondere Feier im ­Neuen Rathaus: Rund 100 geladene G ­ äste kamen in den Hodlersaal, um mit ­Gerhard Schröder den 75. Geburtstag nachzufeiern. Der Altkanzler und Ehrenbürger Hannovers war am 7. April 75 Jahre alt geworden. Schröder zeigte sich gut gelaunt in einem schicken hellblauen Anzug, farblich perfekt pas-

send zum eleganten Kleid seiner Gattin Soyeon Schröder-Kim. Stefan Schostok überreichte dem Altkanzler als Geschenk eine ganz besondere Bronzeskulptur, die der Bildhauer Siegfried Neuenhausen gefertigt hatte. Sie trägt den ­Titel „Ich will da rein“ und erinnert an die legendäre Situation, als Schröder am Zaun des Bonner Kanzleramts gerüttelt hatte.  W

IOC-Präsident Thomas Bach und seine Frau Claudia

Fotos: Rainer Dröse

Der frühere Regierungssprecher Béla Anda und seine Frau Ina Tenz

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Stefan Schostok überreicht Gerhard Schröder die Skulptur. nobilis 06/2019


Foto: Rainer Dröse

Ihr

GARTEN im

der

RAUM

GRÜNEN Nachhaltige Gartenkonzepte: Bienenfreundliche Pflanzenauswahl, natürliche Materialien und energieeffiziente Technik

W ertvo ll

Dr. Volker Müller (Mitte) mit seiner Frau Sabine Müller-Waltle und Finanzminister Reinhold Hilbers

Empfang zu Ehren Seiner Majestät zum Koningsdag

für Mensch & Na STEINBERG tur mit .GÄRTEN

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onorarkonsul Dr. Volker Müller hatte anlässlich des Koningsdags, dem Nationalfeiertag zu Ehren Seiner Majestät König Willem-Alexanders, ins Schloss Herrenhausen eingeladen. Zahlreiche Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nahmen an der Veranstaltung teil. Grußworte sprachen Tilman K­ uban, Bundesvorsitzender der Jungen Union, sowie Finanzminister Reinhold Hilbers. Mit den Feierlichkeiten sprach das Honorarkonsulat dem Königshaus die besten Wünsche aus.   W

Starköchin Haya Molcho zu Gast bei Staude

Foto: Junge

Einen außergewöhnlichen Abend mit spannenden Gerichten durften die geladenen Gäste bei Küchen Staude erleben. Küchen-

Starköchin Haya Molcho, Gastgeber Helmut Staude und Sigrid Schubach-Kasten (Aktion Sonnenstrahl)

virtuosin Haya Molcho gab kulinarische Einblicke in ihre Weltküche und ihre Marke NENI. NENI heißt das Unternehmen und Küchenkonzept von Familie Molcho. Das NENI-Konzept ist geprägt von Familie und Freunden als wesentlicher Teil des Lebens und von den israelischen, rumänischen und spanischen Wurzeln der Familie. NENI lebt vom gemeinsamen Teilen der Gerichte, von Leidenschaft und Lebensfreude. Bekannt geworden durch ihre NENI-Restaurants am Wiener Naschmarkt, in Hamburg, Berlin, Amsterdam, Paris, Mallorca und durch ihre Kochbücher verzaubert Haya Molcho inzwischen die ganze Welt – und insbesondere die Gäste bei Küchen Staude. Das Kochevent fand zugunsten des Vereins Aktion Sonnenstrahl statt.  W nobilis 06/2019

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IM GESPRÄCH

A R T

by Ingrid Wittler

Im Herzen von Hannover

Hoteldirektor Michael Rupp (rechts) begrüßt die Gäste.

Fotos: Rainer Dröse

Enkel Pablo Urdangarin

Besondere Gäste auf der Tribüne der Gudrun-Pausewang-Halle in Burgdorf

Royaler Besuch aus Spanien

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D

er ehemalige spanische König ­Juan Carlos war im Kastens Hotel ­Luisenhof zu Gast. Dort w ­ urden der royale Gast und seine Tochter Elena von Hoteldirektor M ­ ichael Rupp ­begrüßt. Anlass für die Reise nach H ­ annover war der Besuch eines Handballspiels seines ­Enkels Pablo

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Urdangarin. Der 18-Jährige spielt bei den A-­Junioren der TSV Hannover-Burgdorf. Juan Carlos, seine Gattin Sofia, Pablos Mutter Cristina und seine Tante Elena verfolgten das Spiel ausgestattet mit grün-weißen Schals in der Gudrun-Pausewang-Grundschule in Burgdorf.  W


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Fotos: nobilis

IM GESPRÄCH

Toller Turnier-Auftakt auf dem Golfplatz Edemissen

Leonie Wagner und Amelie Sam vom nobilisTeam freuen sich auf die Gäste am Stand.

D

ie Teilnehmer ließen sich die gute Laue vom Regen nicht nehmen. Trotz des schlechten Wetters gab es auf der Anlage Peine-Edemissen einen tollen Auftakt zum Möbel Hesse Golf Cup. Dabei waren 88 Teilnehmer in 22 Flights am Start. ‡ begleitet den Möbel Hesse Golf Cup auch in diesem Jahr als Sponsor. Die jeweils Erstplatzierten können sich auf eine wunderbare Finalreise freuen, die nach Portugal an die östliche Algarve geht.

Gewinner stehen fest: Für den Turniertag am 8. Juni in Rehburg-Loccum hat die ‡ zwei der begehrten Startplätze verlost. Freuen können sich: Simone Zingel aus Isernhagen sowie Werner Schmidt aus B­ urgdorf. Beiden wünscht ‡ ein gutes Spiel und viel Erfolg auf der Anlage in Rehburg-Loccum.   W

Wer hat gewonnen? Große Spannung bei der Siegerehrung im Klubhaus.

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Auf der Runde sind die Stände der Sponsoren ein beliebter Treffpunkt. Am nobilis-Stand ist beim Golferquiz Fachwissen gefragt.


Foto: Getty Images

Premiere für Masters-Zweiten

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ls eines der zwei größten Golf-Turniere in Deutschland machen die Porsche European Open auch in diesem Jahr wieder Station in Winsen an der Luhe. „Gemeinsam mit unserem Titelsponsor Porsche freuen wir uns, im September mit einem Weltklasse-Teilnehmerfeld und neuem Entertainment zu den Green Eagle Golf Courses zurückzukehren“, sagt Richard Atkinson. Federführend stellt der neue Turnierdirektor Atkinson eine Neuauflage des Turniers auf die Beine, die vom 5. bis 8. September neben Golf-Fans auch sportbegeisterte Familien auf den Kurs vor Hamburgs Toren locken soll. Rückenwind erhalten die Organisatoren durch die Zusage von ­Xander Schauffele. Der 25-Jährige mit deutschem Pass wird derzeit unter den Top Ten der Weltrangliste (Stand 14. April, Platz 9) ­geführt. „Nach seiner hervorragenden Leistung beim Masters Tournament freuen wir uns darauf, Xander Schauffele zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Der gebürtige Amerikaner mit deutschen Wurzeln hat in den letzten zwölf Monaten sensationelle Erfolge gefeiert“, sagt Atkinson.  W

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Shootingstar Xander Schauffele freut sich auf sein erstes Turnier auf ­deutschem Boden.


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IM GESPRÄCH

baden in Hannover

Neues Bad – und ein bisschen mehr?

Über den PS.SPEICHER Die Erlebnisausstellung PS.SPEICHER Einbeck erfährt seit ihrer Eröffnung im Sommer 2014 überregionale Aufmerksamkeit und ungebrochen starken Publikumszulauf. Grundlage der Ausstellung ist eine Sammlung historischer Fahrzeuge aus dem Besitz des Kaufmanns Karl-Heinz Rehkopf, die er der gemeinnützigen Kulturstiftung Kornhaus schenkte und damit der Allgemeinheit öffentlich zugänglich machte. Die Sammlung gilt als eine der größten ihrer Art weltweit.

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WIEDEMANN GmbH & Co. KG Industrieweg 28a, 30179 Hannover Telefon: 0511 899597-22 E-Mail: hannover@bad-comfort.de www.wiedemann.de | www.bad-comfort.de ÖFFNUNGSZEITEN MO – MI: 10 – 18 Uhr FR: 10 – 18 Uhr

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Badausstellungen der WIEDEMANN-Gruppe

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Ungewohnte Perspektiven Dieses HANNOVER-BUCH sollten Sie sich unbedingt ansehen. Es zeigt unsere Stadt aus zum Teil ganz neuen Blickwinkeln.

Foto: Volker Crone

TEXT: OLAF GROSS

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Foto: Rolf Nobel

Foto: Ole Spata

Foto: Claudia Levetzow

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Foto: Ole Spata Foto: Rolf Nobel

W

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Ob allgemeine Vorsorge bei Kindern und Erwachsenen, Sportlerberatung oder Kontrolle bei Augenerkrankungen wie zum Beispiel Makuladegeneration oder Glaukom – ich heiße Sie herzlich willkommen.

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ird Hannover unterschätzt? Diese Frage ist schwer zu beantworten, hängt sie doch mit der jeweiligen Erwartungshaltung zusammen. Eines ist sicher: Hannover ist eine wunderbare Stadt, eine Stadt zum Verlieben, sich Wohlfühlen, eine spannende Stadt mit Brüchen und Abwechslung. All das zeigt der Fotoband „Hannover – Bilder einer unterschätzten Stadt“ (Morisel Verlag). Das Buch ist im Rahmen eines Reisefotografie-Projekts von Prof. Rolf Nobel im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover entstanden. Prof. Nobel und Prof. Bernd Rokahr sind die Herausgeber, Lisa Rokahr hat ein sehr charmantes Vorwort geschrieben. Den 17 Fotografinnen und Fotografen sind grandiose Aufnahmen gelungen wie zum Beispiel in der Skulpturenausstellung im Landesmuseum.  W

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Foto: Lorena Kirste


Foto: Nils Schack

Kevin und Eric Höing teilen sich in ihrem Betrieb die Aufgaben.

Rollende Spezialitäten Ein individuell gestaltetes Fahrrad steht auf der Wunschliste? Dann könnte ein Besuch im preisgekrönten Lindener Betrieb der GEBRÜDER HÖING angesagt sein.

A

n der Wand ist eine Art Hochrad zu sehen, direkt daneben verbreitet ein Gefährt mit Kastenaufbau recht rustikalen Charme. Und eine Etage tiefer scheint ein lang gestrecktes Ungetüm so etwas wie die Harley-Davidson-­ Version eines Fahrrads darzustellen – nein, mit den üblichen Verdächtigen der Branche sind diese Konstruktionen nur bedingt zu vergleichen. Wir befinden uns im sympathisch ruppigen Ambiente des „Platzprojekts“ in Linden mit seinen Containeraufbauten, in denen junge Kreative an ihren Startups arbeiten. So wie die Gebrüder Höing, die einen ganz eigenen Weg der Fahrrad-Gestaltung eingeschlagen haben. Was keineswegs unbemerkt geblieben ist: An Interessenten für Entwürfe der etwas anderen Art herrscht kein Mangel, und zuletzt haben die Höings den mit 2.500 Euro dotierten Niedersächsischen Förderpreis für das gestaltende Handwerk erhalten. Der 30-jährige Eric Höing, gelernter Zweiradmechaniker, ist für die Ausstattung der Räder zuständig und überlässt die Außendarstellung des Betriebs dem ein Jahr älteren Bruder

Kevin, der die Rahmen entwirft und Metallgestalter gelernt hat, vormals unter dem Begriff „Schmied“ bekannt. Beide sind im brandenburgischen Luckenwalde aufgewachsen und 1998 nach Burgdorf in der Region Hannover gekommen: „Mit Rädern haben wir es immer schon gehabt“, berichtet Kevin Höing. „Ich bin gern BMX und Mountainbike gefahren, Eric war sogar manchmal bei ein paar Radrenn-Etappen im Ausland dabei. Noch als Schüler sind wir dann auf die Idee gekommen, in den Sommerferien selbst mal ein bisschen zu basteln. Inzwischen bauen wir Spezialanfertigungen aller Art, Single Speeds, Cruiser, Lasten- und Liegeräder.“ Und inzwischen firmiert das, was einst unter dem kessen Label „Piratecyclex“ begann, in der hannoverschen Handwerkskammer als „Fahrradmanufaktur Gebrüder Höing“. Praktischerweise mit quasi familieneigener Buchhaltung: Kevins Freundin Kira Baule ist dafür zuständig. Wer nach Linden kommt, kann sich vor Ort einige Prototypen ansehen, die übrigens überwiegend aus den brauchbaren Teilen von Schrotträdern zusammengesetzt sind: „Da nobilis 06/2019

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Foto: Lorena Kirste

Nicht nur Erfolge Und die Lust an Experimenten auf eigene Faust ist ungebrochen. Da wäre zum Beispiel das Velomobil, bei dem zwei Fahrer nebeneinander in die Pedale treten: „Das hat sogar einen Kofferraum.“ Kevin Höing räumt freimütig ein, dass nicht jedes Projekt von Erfolg gekrönt ist: „Unser Amphibien-Rad war ein totaler Flop. Es ist weder gefahren noch geschwommen, und nachdem es untergegangen war, mussten wir es am Schluss mühsam aus dem Wasser ziehen.“ Und mit welchen Kosten muss man nun bei einer Bestellung rechnen? Die Höings bauen vier bis sechs Rahmen im Jahr, die Preise für das fertige Fahrrad bewegen sich je nach Ausstattung zwischen 1.400 und 4.000 Euro. Dazu kommt 20

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Foto: Nils Schack

spielt durchaus der Recycling-Gedanke eine Rolle“, sagt Kevin Höing. „So erfüllen wenigstens einige der vielen Fahrradleichen, die überall die Umwelt verschandeln, noch einen Zweck.“ Der Kunde kann sich dann für ein Grundmodell entscheiden und auf seine persönlichen Maße zuschneiden lassen. Die Stahlrohre für die Rahmen kommen aus unterschiedlichen Quellen: Geht es um Rennräder, wird die leichtere Ware aus Italien geordert, ist ein Lastenrad bestellt, robusteres Material aus den Niederlanden. Gern probieren die Fahrradbauer Neues aus. So kam es zu einer Kooperation mit einem benachbarten Platzprojekt-Betrieb, der Surfbretter aus Kork baut: „Mit diesem Material haben wir einen Rahmen ummantelt. Sehr robust, da kann man mit dem Hammer draufhauen, und es springt nichts ab.“ Natürlich darf der Kunde jederzeit Extrawünsche anmelden. Und diesbezüglich sind die Höings schon mit mannigfaltigen Ideen konfrontiert worden: Mal gilt es, krankheitsbedingte Bewegungseinschränkungen zu berücksichtigen, mal möchte jemand eine komplette Camping-Küche mit dem Rad transportieren. Einer 82-jährigen Dame schwebte ein klappbares Gefährt mit drei Rädern und Elektroantrieb vor, das ohne große Mühe in den Kofferraum eines Autos zu hieven ist. Da somit die älteste Kundschaft genannt ist, soll die jüngste nicht unerwähnt bleiben: „Ein Zweijähriger mit seinem Laufrad. Das wollten die Eltern den Körpermaßen ihres Jungen angepasst haben.“

Nach einem Besuch der Höing-Manufaktur muss man den Begriff Fahrrad neu definieren.


Foto: Lorena Kirste

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Foto: Nils Schack

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Passt alles? Beim Rahmen­bau kommt es auf die richtige Geometrie an. nobilis 06/2019

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Foto: Lorena Kirste Foto: Nils Schack

Maßarbeit: Bei den ungewöhnlichen Fahrradkonstruktionen steckt viel Liebe und vor allem Handwerkskunst in den Details.

ein Stahlrahmen-Reparaturdienst, der weidlich genutzt wird. An eine Ausweitung ist nicht gedacht, auch soll das Geschäft nach wie vor nur am Samstagnachmittag geöffnet sein: „Wir haben uns dagegen entschieden, das hauptberuflich zu machen“, sagt Kevin Höing, „weil dann der Spaß an der Sache verloren gehen könnte.“ So wird er selbst weiterhin als Leiter der Metallwerkstatt an der Hochschule Hannover tätig sein und Bruder Eric auch künftig seinen Beruf als Gärtner ausüben, während Buchhalterin Kira keinerlei Ambitionen hegt, ihr Studium der Archäologie und Religionswissenschaften aufzugeben. Nachvollziehbar – wahrscheinlich ist es ohne den Stress, ständig verkaufen zu müssen, wesentlich lockerer und angenehmer. „Manchmal“, erzählt Kevin Höing, „kommen Kunden am Samstag einfach so vorbei, auch wenn sie gar nichts bestellen wollen. Das ist schon ein bisschen wie eine große Familie.“ W

Kevin Höing bei Lötarbeiten

Jörg Worat

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Der Teamplayer Dr. Wilhelm Messerschmidt stammt aus ­Einbeck, ist glücklich mit einer engagierten ­Ärztin verheiratet. Natürlich hat er d­ eshalb auch große Erfahrung, wenn es um die ­Altersversorgung von Ärzten und ihren Mitarbeitern geht. Selbstverständlich nicht auf Provisionsbasis. Er ist Mitglied im „Fachverband für betriebliche Versorgungswerke e.V.“, ­„ Zertifizierter ­Unternehmensberater BAV“ ­sowie „Zertifizierter ­Berater Sachwert-BAV“. Der Mann ist Team-Player durch und durch, hat 27 Jahre lang in seiner Freizeit mit großer ­Leidenschaft Fußballmannschaften trainiert.

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„Nicht zeitgemäße Konzepte für die Ihre Altersvorsorge können haftungsrechtlich e­ ine tickende Zeitbombe für Unternehmen sein“, sagt Dr. Wilhelm Messerschmidt. Er ist ­anerkannter Experte, wenn es um die Sanierung von Pensionszusagen geht. Und er hilft mittelständischen Unternehmen dabei, die Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter ­haftungssicher auf einen modernen Stand zu bringen.

­ rbeiten müsste er eigentlich nicht mehr. A Was treibt ihn dennoch an? „Es ist ein Stück Ärger über unsinnige Produkte und die fehlende Aufklärung. Häufig können Kunden deshalb leider die Probleme nicht alleine erkennen.“ Messerschmidts Ziel ist es, gemeinsam mit der Unternehmensführung die möglichen Bausteine anzusprechen. Das ist ein komplexer, aber notwendiger Prozess. „In einem späteren Termin erkläre ich die ­Chancen und Risiken, biete verschiedene Möglichkeiten an und verdeutliche klar die jeweiligen Vor- und Nachteile.“ Hierbei präsentiert er immer ganzheitliche Lösungen, keine Insellösungen. „Auf dieser Basis kann mein Kunde eine Entscheidung ­treffen und ich helfe, diese umzusetzen.“ Diese ­Investition in die Zukunft kann insgesamt betrachtet manchmal ein bis zwei Jahre dauern. Selbstverständlich werden die Mitarbeiter umfassend eingebunden, die ­alten Verträge müssen begutachtet und analy-

siert werden. Messerschmidt schneidet die Konzepte sehr individuell auf die Interessen des Geschäftsinhabers zu. So bieten sich viele Vorteile: Rücklagen für Pensionszusagen können b­ eispielsweise in der eigenen Firma angelegt werden und sind bei Bedarf auch direkt verfügbar. So hilft Dr. Wilhelm Messerschmidt Geschäftsinhabern, die Altersvorsorgekonzepte ihres Unternehmens zu prüfen, gegebenenfalls zu sanieren oder neu einzurichten. „Es geht um zeitgemäße Versorgungskonzepte, die zudem rechtssicher, insolvenzgeschützt und flexibel sind.“  W

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Fotos: Thomas Hintze · WS Epic

mer für die Differenz aufkommen. Bei Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern können hier schnell mehrere hunderttausend ­Euro Unterdeckung entstehen, so ­Messerschmidt. „Das muss in den Anhang der Bilanz und es müssen hierfür Rückstellungen gebildet werden“, sagt der Fachmann. „Manche Mittelständler wären in so einer Situation schon am Rande einer Insolvenz. Und wenn ein Versicherungskonzern wirtschaftlich in Schieflage geraten sollte, ist sogar das Geld weg.“ Ein Szenario, das so manchem Mittelständler bei näherem Nachdenken schlaflose Nächte bereiten dürfte. Wenn etwas „krank“ ist oder nicht mehr dem gewünschten Ziel e­ ntspricht, dann sollte es saniert werden. Dr. ­Wilhelm ­Messerschmidt kennt bestens die ­zahlreichen Regelkreise, die hierbei berücksichtigt werden müssen, und bietet L­ ösungen für solche Fälle. „Wenn es um Pensionszusagen geht, benötigen sie einen Anwalt, einen Steuerberater und jemanden, der sich mit dem Bereich Sozialversicherung sowie mit Insolvenzrecht auskennt. Diese sollten alle an einen Tisch. Mein Job ist es, hier zu koordinieren und Vernetzungen zu ermöglichen.“ Zunächst aber stehen intensive Gespräche mit dem Geschäftsführer beziehungsweise mit dem Inhaber an. „Konzepte zur Altersvorsorge sind immer Chefsache“, sagt Messerschmidt. Aufklärung ist wichtig. Es geht um eine intensive , vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Dabei muss der Nasenfaktor stimmen.“ Den 68-Jährigen zeichnet seine langjährige Erfahrung aus. Seit über 30 Jahren ist er erfolgreicher Unternehmer auf dem Gebiet der strategischen Altersvorsorge. Über viele Jahre (1995 bis 2006) war er zudem ergänzend Geschäftsführender ­Gesellschafter eines Reha-Zentrums.

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Foto: Kerstin Schomburg


Naturbewusste und kunstbegeisterte Theaterfrau Viele neue Gesichter gibt‘s zur kommenden Spielzeit im hannoverschen Staatstheater. SONJA ANDERS übernimmt von Lars-Ole Walburg die Intendanz des Schauspiels.

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ie Mutter Krankenschwester, der Vater in der Finanzbehörde tätig, und auch ansonsten glänzt in der Familie das berühmte schwarze Künstlerschaf durch Abwesenheit: „So genau“, rätselt Sonja Anders, „kann ich gar nicht sagen, was mich ursprünglich zum Theater hingezogen hat. In der Schule habe ich zwar ‚Darstellendes Spiel‘ gewählt und beim Germanistik-Studium einen Schwerpunkt ,Theater und Medien‘. Aber das Schlüsselerlebnis war 1988 ein Praktikum am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Ab da wusste ich – das ist es.“ An eben dieser Bühne in ihrer Geburtsstadt gab es für Anders später dann auch das erste Engagement als Dramaturgin. Stuttgart und wieder Hamburg lauteten die nächsten Stationen, anschließend folgte der Wechsel als Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin ans Deutsche Theater Berlin. Und zur kommenden Spielzeit übernimmt die heute 54-Jährige die Intendanz am Schauspiel Hannover. 27 Neuproduktionen sind angesetzt, darunter zwölf Urund Erstaufführungen, ferner vier Übernahmen von anderen Bühnen. Zwei Themen stellt Anders in den Mittelpunkt: „der politische Gestaltungsraum des Einzelnen“ und „die Landschaftsvermessung der menschlichen Seele“. Das mag sich vielleicht etwas sperrig lesen, wird von der neuen Intendantin im Gespräch aber umgehend mit Leben gefüllt: „Beides hat für mich viel miteinander zu tun. Wir spüren alle, dass Veränderungen in der Luft liegen, und es gibt eine große Unsicherheit, wohin diese Veränderungen führen

könnten. Welche Möglichkeiten hat nun der individuelle Mensch, Einfluss auf diese Prozesse zu nehmen? Und welche seiner Wesenszüge sind dabei hinderlich, welche hilfreich?“ So ist es kein Zufall, dass die Eröffnungspremiere den Titel „Zeit aus den Fugen“ trägt: Dieser zitiert zwar Shakespeare, wurde aber von Philip K. Dick für einen eigenen Roman aufgegriffen – eine schräge Geschichte, in der ein schlichter Bürger erkennen muss, dass er ohne sein Wissen in kriegerische Strategien verwickelt ist. Antigone wiederum widersetzt sich bekanntlich den Anweisungen des Königs Kreon – der zeitgenössische Autor Thomas Köck hat die klassische Tragödie von Sophokles in der Hölderlin-Übersetzung bearbeitet. Und auch Friedrich Hebbels „Judith“ verfolgt ihre eigenen Ziele, genauer gesagt die Ermordung des grausamen Feldherrn Holofernes, verstrickt sich darüber aber alsbald in innere Konflikte. Ein Beispiel aus neuerer Zeit ist Heinrich Bölls Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, deren Titelfigur sich den Machenschaften der Massenmedien ausgesetzt sieht. Das Theater wird weiblicher werden An anderer Stelle ist aus Anton Tschechows „Platonow“ eine „Platonowa“ geworden, zudem sind zahlreiche Regisseurinnen am Start. Und das neue Ensemble besteht je zur Hälfte aus Männern und Frauen, was unter dem Strich einen klaren Schwerpunkt bei den Stoffen und ihrer Umsetzung markiert: „Dieses Theater wird weiblicher werden“, betont Sonja Anders. nobilis 06/2019

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Foto: Lorena Kirste

übernimmt und der frisch gekürte Ballettchef Marco Goecke immerhin acht, sind es im Schauspiel nur deren drei, durchweg Männer – wie kommt‘s? „Ich habe elf Angebote für Übernahmen gemacht“, sagt Sonja Anders, „davon sechs an Frauen. Die Absagen hatten die unterschiedlichsten Gründe, mal ging es um Familiäres, mal stand ganz allgemein der Wunsch nach einem Ortswechsel im Vordergrund.“ Das sind durchaus offene Worte, und Offenheit will die Intendantin auch in anderer Hinsicht praktizieren: „Wir wollen das Haus für das Publikum noch zugänglicher machen. Die Cumberlandsche Galerie soll zum Hof hin geöffnet werden und die Kantine für alle benutzbar sein. Wo es geht, auch tagsüber.“ Und wenn wir beim Thema Offenheit bleiben, erweist Offene Worte Um auf das Ensemble zurückzukommen: Während die neue sich, dass Anders vor Ort auch ansonsten schon schöne ErOpernintendantin Laura Berman zehn Mitglieder der Crew fahrungen gesammelt hat: „Wenn ich in Hannover Themen Nun nimmt die Intendantin für sich zwar die Bezeichnung „Feministin“ in Anspruch und gebraucht konsequent das Binnen-I, doch gilt es zu differenzieren: „Ich bin überhaupt nicht für die Erfüllung einer Quote an unserem ­Theater, finde aber die Quotendiskussion wichtig. An manchen Häusern inszenieren so gut wie gar keine Frauen, fast ­immer gibt es in den Ensembles deutlich mehr Männer. So war jetzt unser Ansatz, eine Ausgewogenheit herzustellen.“ Der T­ atbestand, dass Anders beim Gespräch in Lila gekleidet ist, soll jedenfalls kein Statement in Sachen Frauenbewegung d­ arstellen: „Das hat nur mit Mut zur Farbe zu tun und nichts mit Politik. Meine Tochter findet die Bluse übrigens scheußlich ...“

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WIR SPÜREN ALLE, DASS VERÄNDERUNGEN IN DER LUFT LIEGEN, UND ES GIBT EINE GROSSE UNSICHERHEIT, WOHIN DIESE VERÄNDERUNGEN FÜHREN KÖNNTEN. WELCHE MÖGLICHKEITEN HAT NUN DER INDIVIDUELLE MENSCH, EINFLUSS AUF DIESE PROZESSE ZU NEHMEN? SONJA ANDERS

anspreche, die mich interessieren wie ,Leben im Alter‘ oder ,Teilhabe der People of Colour‘, werde ich sofort auf entsprechende Initiativen hingewiesen. Das kenne ich in Berlin nicht.“ Jahreskarte fürs Sprengel Museum Privat gibt es weitere Punkte, die für die niedersächsische Metropole sprechen, denn die naturbewusste Intendantin ist gern draußen: „Der einzige andere Berufswunsch, den ich als Kind mal hatte, war Rangerin im Bayerischen Wald. Mir gefällt jetzt schon die Eilenriede, und ich freue mich darauf, die Landschaften der Region kennenzulernen.“ Eine Eigentumswohnung hat sie in der Südstadt gefunden: „Wir haben in Berlin verkauft und hier etwas Neues gesucht. Das war übrigens sehr schwer, und billiger als Berlin ist es in Hannover auch nicht.“ Der Standort ist auch von daher gut gewählt, als sich die kunstbegeisterte Theaterfrau möglichst bald eine Jahreskarte fürs Sprengel Museum kaufen will. Dann sind Familienbesuche mit Ehemann Andreas Däscher und der elfjährigen Tochter Antonia angesagt, nur die beiden erwachsenen Söhne sind nicht mit nach Hannover gekommen. Schade eigentlich – einen Veranstaltungstechniker wie den 22-jährigen Johannes kann man ja im Theater immer brauchen. Und wer hätte nicht gern den drei Jahre jüngeren InformatikStudenten Leonard um sich: „Das wird hart“, bestätigt Sonja Anders. „Wenn es ein Computerproblem gab, wurde das direkt erledigt, da musste ich gar nicht hinschauen. Jetzt werde ich wohl oft zum Telefon greifen müssen ...“ W

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FARBE BEKENNEN! Kürzlich waren wir in Mailand auf dem „Salone del Mobile“, der größten Designschau der Welt. Eine unserer Erkenntnisse: Langeweile bleibt draußen, Vielfalt ist Trumpf. Gut so! Denn erlaubt ist, was gefällt. Knallige Farbkombinationen finden ebenso ihre Fans wie edlere Anmutungen in gedeckten Tönen. Auf zwei Trends allerdings kann man sich einstellen. Haben in den letzten Jahren Grün- und Grautöne das Farbspektrum dominiert, werden sie gerade durch die Grundfarben Blau, Rot und Gelb in den unterschiedlichsten Abstufungen abgelöst. Aktuell bleiben außerdem Kombinationen aus matten Metalloberflächen in Messing und Bronze sowie lackierte Metallfarben in Grau und Braun. Sie sind interessiert an Stil und möchten auf dem Laufenden bleiben? Dann besuchen Sie unsere Website oder sprechen Sie persönlich mit uns im Showroom in der Friesenstraße. Wir freuen uns auf Sie! Ihr

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100 Jahre Bauhaus in Celle „BAROCK MEETS BAUHAUS“, mit diesem Slogan werben die

Celler Touristikmanager in diesem Jahr um Besucher. Denn das ­barocke Erbe der Welfenherzöge und die Sehenswürdigkeiten rund um das Celler Schloss sind nur eine Seite dieser historisch ­bedeutsamen Stadt.

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Foto: CTM GmbH

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Foto: Haesler Stiftung

e iv im Stadtarchiv Cell Foto: Otto Haesler Arch

Otto Haesler ... ... machte sich 1906 als junger Architekt in Celle selbstständig. Er gilt als bedeutender Vertreter des Neuen Bauens in der Weimarer Republik. In Celle prägen seine Bauwerke bis heute das Stadtbild.

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as ist das? Am südöstlichen Innenstadtrand von Celle, dort, wo der „Französische Garten“ endet, öffnet sich der Blick auf eine Straße mit ungewöhnlichen Häusern – modern, schlicht, schnörkellos. Leuchtende Farben, ein strahlendes Blau und ein erdiges Rot setzen Akzente. Ist das Celle, die Barockstadt, die Fachwerkstadt? Ja, auch das ist Celle. Diese für viele Besucher überraschende Entdeckung, eine Wohnsiedlung, die den Namen „Italienischer Garten“ trägt, gehört ebenfalls zur Stadtgeschichte. Sie und andere Objekte sind der Grund, warum die Celler das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum begeistert und engagiert mitfeiern. Zwar ist Celle keine Bauhaus-Stadt im eigentlichen Sinne, aber an zahlreichen Stellen im Stadtkern und an der Peripherie finden sich architektonische Zeugnisse des Neuen Bauens in der Weimarer Republik – avantgardistische Bauten wie die Siedlung „Italienischer Garten“. Otto Haesler ist der Name des Mannes, dessen Bauten in Celle deutliche Spuren hinterlassen haben. Er lebte von 1880 bis 1962, arbeitete von 1906 bis 1933 als Architekt in Celle und gilt als einer der bedeutenden Vertreter des Neuen Bauens. Zusam32

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men mit Walter Gropius, Bruno Taut und Mies van der Rohe gehört Haesler zu der Architekten-Generation, die diese Architekturrichtung in der Weimarer Republik geprägt haben. Das Neue Bauen revolutionierte vor allem den Wohnungsbau. Es setzte sich dafür ein, dass auch die einfachen Leute – „der kleine Mann“, wie man damals sagte – bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnraum erhielten. Sozialer Wohnungsbau in den 1920er-Jahren, und davon hat Celle eine Menge vorzuweisen. Sprung in die Selbstständigkeit Otto Haesler kam selbst aus relativ einfachen Verhältnissen. Er stammte aus München, sein Vater war Kirchenmaler und verstarb früh. Seine Ausbildung erkämpfte sich der junge Haesler mit Nebenjobs. Als Angestellter eines Frankfurter Architekturbüros beteiligte er sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts an einem Wettbewerb, den er gewann. Ein bekanntes Kaufhaus sollte umgestaltet werden. Das Gebäude, in dem sich heute eine Buchhandlung befindet, steht am Celler Markt. Von Haeslers Arbeiten ist heute nach weite-


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Sozialer Wohnungsbau vor 100 Jahren – Haeslers Wohngruppe Blumläger Feld

ren Umbauten nur noch wenig zu erkennen, aber mit diesem Auftrag gelang ihm 1906 der Sprung nach Celle und in die Selbstständigkeit. Otto Haesler wurde so etwas wie der Promi-­Architekt der Stadt. Örtliche Kaufleute und Industrielle wie der Keksfabrikant Trüller und andere Honoratioren erteilten ihm Aufträge. Er wurde Mitglied der Celler Freimaurerloge und heiratete eine Tochter aus gutem Hause. Das Wohl von Frauen und Kindern im Mittelpunkt Nach dem Weltkrieg dann der radikale Umschwung zum Neuen Bauen. Seine eigene Vergangenheit, sein Aufwachsen in einer großen Familie „in dürftigen Wohnungen“ hatte Otto Haesler nie vergessen. So musste seine Mutter einmal im Dunkeln sitzen, weil der Strom abgestellt wurde. Daher war es fortan sein Anliegen, eine Architektur zu realisieren, die das Wohl von Frauen und Kindern in den Mittelpunkt stellte, die Licht, Luft und Sonne in die Wohnungen brachte. Mit dem Projekt „Italienischer Garten“ entstand in Celle 1924/25 die erste Siedlung der Weimarer Republik, die konsequent die damals moderne Formensprache verwendete und farbig nobilis 06/2019

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Foto: CTM GmbH

OTTO HAESLER SCHUF IN CELLE EINE DICHTE AN ARCHITEKTONISCHEN IKONEN, DIE IHRESGLEICHEN SUCHT. DR. JÖRG NIGGE, OBERBÜRGERMEISTER DER STADT CELLE

Foto: Frank Schult

gestaltet war, die erste Wohnsiedlung des Neuen Bauens in Deutschland. Weitere Projekte folgten. Mit der Altstädter Schule und dem daneben errichteten Rektorenhaus gelang Otto Haesler ein weiteres Meisterwerk, das ihn damals deutschlandweit bekannt machte. Celle wurde zu einem Zentrum des Neuen Bauens, in Haeslers Büro arbeiteten Bauhausschüler. 1930 erhielt der Direktor des Gymnasiums Ernestinum in der Magnusstraße vom preußischen Hochbauamt eine neue Dienstwohnung, ein von Haesler erbautes L-förmiges Flachdachhaus, von dem er überhaupt nicht begeistert war. Das Direktorenhaus war dem Schulleiter, so wird berichtet, zu kalt und vermutlich zu modern. Aber noch heute ist das Haus ein spektakulärer und sehr

Brückenschlag der Kunst – die Werke von Frank Schult

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ansprechender ästhetischer Bau, in dem eine bedeutende Galerie ein passendes Zuhause gefunden hat. Auch zeitgenössische Künstler fühlen sich Otto Haesler verbunden. Der in Celle lebende und arbeitende Maler und Bildhauer Frank Schult hat mit seinen eigenen Arbeiten eine Brücke zu Haesler geschlagen. In den 1990er-Jahren entschloss man sich in Celle, die Haesler-Siedlung „Blumläger Feld“ zu sanieren. Als die Sanierungsarbeiten begannen, wurden Frank Schult schlichte hölzerne Kellertüren, die nicht mehr verwendet werden konnten, angeboten, um daraus eventuell etwas Künstlerisches zu entwickeln. Er v­ erarbeitete 13 dieser Türen zu Druckstöcken für Holzschnitte, aus denen eine Serie von großformatigen Grafiken entstand. „Die Grafiken wurden in einer Kirche in Lüchow gedruckt, nachdem uns örtliche Bauern eine Riesenwalze geliehen haben – eine aufwendige Aktion, die gleichzeitig einen Zyklus in der Daseinsberechtigung der Dinge darstellt. Ausgestellt wurden die Werke später unter anderem in Magdeburg und brachten Grüße aus Celle mit“, erinnert sich Frank Schult. Ein touristischer Schatz Bauhaus, Neues Bauen und Otto Haesler sind in Celle ein Thema, das aktuell aufbereitet und dauerhaft gepflegt wird. Für Klaus Lohmann, Leiter der Celle Tourismus und Marketing GmbH, ein Grund zur Freude. Er sagt: „Unser Brot-undButter-Geschäft bleibt die lebendige Altstadt mit ihrem einzigartigen Fachwerk. Aber anlässlich des Bauhaus-Jubiläums haben wir einen touristischen Schatz entdeckt. Diesen gilt es, von nun auch zukünftig zu vermarkten und unseren Be-


Die Direktorenvilla – einst die Dienstwohnung für einen Schuldirektor, heute adäquates Zuhause einer Galerie

suchern zugänglich zu machen.“ Dies geschieht auf vielfältige und sehr unterhaltsame Weise. Otto Haeslers sieben in den Jahren 1924 bis 1930 entstandene Siedlungen und Bauwerke prägen bis heute das Stadtbild von Celle. Sie sind überwiegend im Originalzustand erhalten und werden fast alle in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt. Sie können privat oder im Rahmen von Führungen zu Fuß besucht werden. Außerdem gibt es auf dem ausgeschilderten und digital unterstützten Otto-Haesler-Rundweg geführte Fahrrad- und Segway-Touren. Eine Bauhaus-Bahn fährt täglich um 13 Uhr ab dem Celler Schloss die wichtigsten Gebäude an und informiert über die Hintergründe der einzigartigen Bauwerke. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr wurde das von einer Stiftung betriebene Otto-Haesler-Museum renoviert und inhaltlich aufgewertet. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen runden das Programm im Jubiläumsjahr ab. Und auch im kulinarischen Bereich ist Otto Haesler präsent. Wer nach dem langen Marsch durch Celles Geschichte eine Stärkung braucht, sollte das bekannte Café Kiess & Krause am Großen Plan aufsuchen. Im ersten Stock kann man Kaffee und Torte im original Haesler-Ambiente genießen. 1928 war er hier als Innenarchitekt aktiv. Die von ihm gestalteten Sitznischen warten jetzt neu gepolstert auf Gäste. W

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allerART 8. bis 10. Juni 2019, 11–18 Uhr Der Kreativ- & Designmarkt „allerART“ ist der Nachfolger des ehemaligen Celler Kunstund Handwerkermarkts. Am Pfingstwochenende präsentiert er sich am Celler Schloss sowie im Innenbereich, im Großen Festsaal. Verschiedene Aussteller, Künstler, Handwerker, Designer, Do-it-yourselfer und andere kreative Köpfe zeigen an ihren Ständen ihre Werke, sodass die Besucher nach Herzenslust stöbern und Neues entdecken können. Zum Programm gehören auch Musik, Kleinkunst und Gastronomie sowie zahlreiche Aktionen für Kinder. Im Anschluss empfehlen sich ein Abstecher in das Residenzmuseum direkt im Schloss und ein Besuch des Schlosstheaters.

Der Sommer in Celle Eine Übersicht über den bunten Event-Kalender

Celler Streetparade

Mendelssohns „Elias“ in der Stadtkirche

22. Juni 2019, ab 18 Uhr Zehn Bands, vier Straßen, zwei Bühnen: New Orleans lässt grüßen! Beim Jazzfestival des Nordens sind beliebte und bekannte Bands aus dem In- und Ausland in Celle zu Gast. Marching- und Brassbands ziehen swingend und groovend durch die engen Gassen der malerischen Altstadt oder liefern sich mit anderen Bands musikalische „Battles“. Noch mehr Musik spielt auf den Bühnen, und in den Straßen können sich die Besucher mit gastronomischen Leckerbissen verwöhnen lassen.

16. Juni 2019, 18 Uhr Ein Leckerbissen für die Freunde klassischer Musik, dargeboten an einem besonderen Ort: Das Oratorium „Elias“ von ­Felix ­Mendelssohn-Bartholdy wird in der barocken Stadtkirche an der Stechbahn aufgeführt. Es singen Anna Nesyba, Sopran, Michelle Neupert, Alt, Falk Hoffmann, Tenor, und Peter ­Kubik, Bass. Ein Konzert der Celler Stadtkantorei und der Kammersymphonie Hannover unter der Leitung von Stephan Doormann.

Der Besuch ist kostenfrei.

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Premiere am 7. Juni 2019 „Der Diener zweier Herren“, die südlich-temperamentvolle ­Komödie von Carlo Goldoni, steht auf dem Programm des ­diesjährigen Sommertheaters. Beste Unterhaltung für warme Nächte im Juni und August, wenn es um Lügen, falsche ­Versprechungen, um Liebe in Venedig und das Blaue vom ­Himmel geht … www.schlosstheater-celle.de

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Fotos: CTM GmbH

Sommertheater im Schlossinnenhof


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Bauhaus-Klassiker: Seit 100 Jahren Aufsehen erregend Zum Bauhaus-Jubiläum präsentiert pro office an der Theaterstraße 4–5 in Hannover weltberühmte Möbel-Klassiker im Original Bauhaus Design. Die Einrichtungsexperten von pro office laden ein zu Beratung, Planung und Umsetzung exklusiver und faszinierender Wohn- und Arbeitswelten. Herstellern wie Thonet, Knoll International und ClassiCon. Inspirationen bekommt der Design-Kenner zudem in der großen Auswahl weiterer Klassiker von COR, Fritz Hansen, Artemide, Foscarini und anderen. „Man kann sich vorstellen, wie revolutionär diese Möbel damals waren, wenn sie nach 100 Jahren immer noch so beliebt sind, dass sich auch heute noch die Erben

solcher Stücke darum streiten!“, schwärmt Vertriebsmitarbeiter Frank Bünermann. Im pro office-Geschäft an der Theaterstraße hat das hannoversche pro office-Team die Klassiker zum Bauhaus-Geburtstag aufwändig in Szene gesetzt, zusammen mit limitierten Stücken der Thonet-Jubiläumsedition. Design-Liebhaber sind herzlich eingeladen zum Mitfeiern. W Foto: Tim von Stamm VONSTAMMimages

Liebhabern von Designer-Möbeln schlägt das Herz höher, wenn die Rede vom „legendären S 533 F“, von einer „echten WG 24“ oder von der „LC2 Ikone“ ist: Exklusive Möbelstücke der Bauhaus-Kunstschule in höchster Handwerks- und Qualitätsarbeit, entworfen von klingenden Namen wie Ludwig Mies van der Rohe, Wilhelm Wagenfeld, Le Corbusier. Designerstücke, die vor 100 Jahren revolutionär waren und heute historische Zeugnisse des Bauhauses sowie futuristische Stilikonen zugleich sind. Man findet sie als Statement im privaten Wohnbereich oder als zeitlose Klassiker in der anspruchsvollen Büro- und Praxiseinrichtung. Wo Design-Liebhaber Wert auf markante geometrische Formen in höchster Funktionalität und Handwerkskunst legen, gehören die Bauhaus-Klassiker zu den Must-haves: Die unverkennbaren Stahlrohr-Freischwinger, die charakteristische Bauhaus-Leuchte, einzigartige Tische und Sessel aus handgearbeiteten Lederpolstern und vieles andere mehr. „Obwohl es schon viele Versuche gab, das Bauhaus-Design zu kopieren, zählt unter echten Kennern nur das Original“, versichert Frank Bünermann, Wohnberater bei pro office Hannover. „Die Entwürfe sind urheberrechtlich geschützt und werden exklusiv nur über spezielle Hersteller weltweit vertrieben“, verrät der pro office Experte. Bei pro office Büro- und Wohnkultur an der Theaterstraße in Hannover finden Freunde stilvoller Einrichtungskultur auf 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in loftartigem Ambiente zahlreiche Original Bauhaus Designermöbel von renommierten

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Sommerfest im Heilpflanzengarten 2. August 2019, 19–23 Uhr, Öffnung der Abendkasse um 18 Uhr Ein Abend mitten im Grünen, mit Livemusik und feurigen Überraschungen, mit abschließendem Feuerwerk und musikalischem Ausklang bei stimmungsvoller Gartenillumination im Celler Heilpflanzengarten an der Wittinger Straße. Wer möchte, kann eigene Sitzgelegenheiten und Picknickkörbe mitbringen, aber das Café KräuThaer sorgt ebenfalls für die Bewirtung mit Getränken sowie kalten und warmen Speisen.

Celler Weinmarkt 24. bis 28. Juli 2019 Mi. + Do.: 15–23 Uhr, Fr.: 15–24 Uhr, Sa.: 12–24 Uhr, So.: 12–20 Uhr Genießen in stilvoller Atmosphäre, inmitten der unverwechselbaren historischen Fachwerkkulisse, das ist das Motto dieser Traditionsveranstaltung, bei der edle Tropfen aus dem In- und Ausland verkostet werden können. Eine ausführliche Beratung durch die Winzer und Fachhändler sollten sich die Gäste nicht entgehen lassen. Dazu gehören auch kulinarische Köstlichkeiten: Käsespezialitäten, Flammkuchen, italienische Feinkost, Leckeres vom Grill und vieles mehr sorgen für Gaumenfreuden. Und an allen fünf Tagen steht Livemusik auf dem Programm. Der Eintritt ist frei. Mehr zum Programm unter Kurzlink: svg.to/cellewein

Weitere Infos gibt es unter Tel. 05141/126720

Der Sommer in Celle Hygge! MitSOMMER im Park – Nordisches Schlossfest

Oldtimer + Fachwerk 25. August 2019, 11–18 Uhr Eines der wohl schönsten Oldtimertreffen Norddeutschlands findet im August vor der Celler Schloss- und Fachwerkkulisse und im Französischen Garten statt. Erwartet werden wieder weit über tausend historische Fahrzeuge. Beim Anblick von Lastwagen, Bussen und Feuerwehrfahrzeugen, Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten, Motorrädern und Pkw – verteilt in den Straßen der Fußgängerzone – kommen nicht nur Oldtimerfreunde auf ihre Kosten.

10. und 11. August 2019 Samstag, 13–24 Uhr, Sonntag, 11–19 Uhr An diesem Wochenende steht das Celler Schloss ganz im Zeichen Skandinaviens. Das Residenzmuseum und die museumspädagogische Abteilung des Bomann-Museums laden zu einem Fest im Park und im Schloss der Residenz ein und warten mit Musik, kulinarischen Köstlichkeiten sowie vielen Angeboten für Kinder und Familien auf.

DER DIENER ZWEIER HERREN Celler Hengstparade

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16. bis 18. August 2019 Das Parade-Programm der berühmten Celler Hengste hat sich zu einem unterhaltsamen Event erweitert, das dieses Jahr unter dem Motto „Hengste und Hunde“ steht. Die Tierschule und Schäferei Anne Krüger sowie die Reiter- und Hundestaffel der Polizei haben ihr Kommen bereits zugesagt. Die Besucher erwartet eine vielfältige Ausstellung in den Bereichen Wohnen, Garten, Mode, Jagd, Hund und natürlich Pferd. Und auch die Gaumenfreuden kommen nicht zu kurz. Freitag um 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag jeweils um 14 Uhr präsentieren sich die Landbeschäler in Dressur und

Springvorführungen sowie vor den historischen Kutschen. Die Klassiker Ungarische Post und Römerwagen dürfen dabei natürlich nicht fehlen. www.landgestuetcelle.de

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erhalten, geben darauf die Antwort. Bei frei geplanten Markenküchen lassen sich Ihre Vorstellungen mit den Möglichkeiten des Küchenraums verbinden. Mit der richtigen Küchenplanung können Sie jeden noch so kleinen zur Verfügung stehenden Stauraum effizient nutzen. Dabei zeigen Ihnen die Küchenplaner von Möbel Hesse genau auf, was alles möglich ist. Von der Anzahl der Schrank- und Türelemente über die Innenaufteilung lässt sich so die bestmögliche Lösung finden. Das verdanken Küchen jedem einzelnen und exakt gestalteten Bestandteil.

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Markenküchen bestehen aus hochwertigen und sauber verarbeiteten Materialien. Das wirkt sich entscheidend auf den täglichen Gebrauch aus. Die Oberflächen von Arbeitsplatten und Küchenelementen sind heute strapazierfähiger und leichter zu reinigen. Eine Markenküche lässt sich außerdem genau an ihre Nutzer anpassen. Das geschieht beispielsweise unter ergonomischen Gesichtspunkten. Diese berücksichtigen Aspekte wie die Höhe der Arbeitsplatte, die Einbauhöhe der Oberschränke oder der verbauten Elektrogeräte, z. B. von namenhaften Herstellern, wie Gaggenau, Miele, Bora und V-Zug. Hier lassen sich bewusst energiesparende Modelle auswählen und damit auch langfristig Kosten senken. Neben der umfassend berücksichtigten Funktionalität gibt es großen Gestaltungsspielraum im Hinblick auf das Design. Ob gemütliche Landhausküche, moderne Designerküche oder eine andere Variante – Sie wählen Ihre Traumküche aus. Zahlreiche Fronten und Farben stehen Ihnen dabei zur Auswahl. Mit hervorragender Beratung und Planung formen die Profis des Hesse Küchencenter No. 1 ein Modell nach Ihren Ansprüchen. Heraus kommt eine maßgeschneiderte Küche, die über mehrere Jahre erhalten bleibt. Die Küchenplaner von Möbel Hesse sind imstande, die vorhandene Fläche aufgrund millimetergenauer Messungen optimal auszunutzen. Das erlaubt eine Anpassung, die bei normalen Standardküchen nicht möglich ist. Neben der verfügbaren Auswahl bei der Gestaltung punkten Markenküchen mit den damit verbundenen Serviceleistungen. Zusätzlich zur umfassenden Planung und Beratung erfolgt auch die fachgerechte Montage. Eine frei geplante Markenküche ist also eine Investition, die sich lohnt. Normale Standardküchen haben Grenzen, frei geplante Markenküchen haben Möglichkeiten. W nobilis 06/2019

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Foto: Helge Krückeberg | Vjom - stock.adobe.com

Vom 31. August bis zum 29. September finden die NIEDERSÄCHSISCHEN MUSIKTAGE statt. Unter neuer Leitung: Anselm Cybinski präsentiert in mehrfacher Hinsicht ein mutiges Programm.

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nlängst hat sich Anselm Cybinski den Fuß gebrochen. So etwas ist natürlich immer bedauerlich, erst recht indes für jemanden, der zuweilen gern einmal einen Marathonlauf bestreitet. Und dieses Hobby passt zu dem Mann, der als Nachfolger von Katrin Zagrosek die Intendanz der Niedersächsischen Musiktage übernommen hat und somit eine Tätigkeit, bei der man große Strecken zurücklegt. Im Wortsinne, aber auch gedanklich. Große Bereitschaft, sich verführen zu lassen Schon bei der vergangenen Ausgabe der Veranstaltungsreihe ist Cybinski – das „C“ wird wie ein „Z“ ausgesprochen – viel unterwegs gewesen: „Mehr als 4.000 Kilometer sind in diesen vier Wochen zusammengekommen“, erzählt der 51-Jährige. Und wie kann er seine Erfahrungen mit dem Publikum und den Sparkassen als lokalen Partnern zusammenfassen? „Es gibt in Niedersachsen eine große Offenheit. Und eine Bereitschaft, sich verführen zu lassen.“ Der gebürtige Freiburger scheint schon deshalb der richtige Mann an der richtigen Stelle zu sein, weil er das Metier von allen Seiten her kennt. Vor allem auch von der ausübenden: Cybinski hat in Köln und London Violine studiert, war anschließend sieben Jahre lang beim Osnabrücker Symphonieorchester engagiert. „In derselben Zeit“, sagt er, „habe ich nebenher schon freischaffend als Journalist gearbeitet. Und irgendwann stellte ich fest, dass mich diese intellektuelle Seite des Kulturbetriebs auf Dauer mehr interessiert.“ 2005 übernahm das Multitalent für fünf Jahre die Öffentlichkeitsarbeit beim Label ECM Records, dessen bekannteste Publikation 1975 das fast schon legendäre „Köln Concert“ von Pianist Keith Jarrett war. Labelchef Manfred Eicher gilt als durchaus eigenwillig, was Cybinski jedoch eher als Positivum empfand: „Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt. Bei nobilis 06/2019

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ECM ging es um ein künstlerisches Gesamtkonzept, bei dem gramm der Niedersächsischen Musiktage schlagen. Denn der großer Wert auf jedes Detail bis hin zur Covergestaltung ge- Pianist wird am 22. September in Osnabrück die 24 Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch zu Gehör bringen, legt wurde.“ das Mammutwerk eines gleichfalls mutigen Komponisten, der stets befürchten musste, den Zorn Stalins auf sich zu Im Reich der Global Player angekommen Der nächste Schritt führte dann zu einem der ganz großen ziehen. Ja, die Musiktage haben traditionell ein Motto, und Häuser: Als Executive Producer bei Sony Classical war Cybins- in diesem Jahr lautet es „Mut“. ki im Reich der Global Player angekommen. In einer Zeit, da die allgemeine Musikszene nicht nur von erfreulichen Mut – ein Thema mit vielen Facetten Trends geprägt war: „Es ging damals sehr viel um Styling, „Das ist natürlich ein Thema mit sehr vielen Facetten“, sagt um die äußere Darstellung der Künstler. Etwas überspitzt ge- Cybinski, „gerade in Hinblick auf die aktuelle Weltlage.“ Das sagt, um Fragen, wo man jetzt zum Beispiel einen Lang Lang Eröffnungswochenende findet in Wilhelmshaven statt und für die Violine herbekommt. Ich war immer der Ansicht, bietet gleich fünf Veranstaltungen. Die vielleicht spektakudass die Zuhörer letztlich nur mit individueller Qualität zu lärste ist dabei das Wandelkonzert mit Künstlern der Junüberzeugen sind.“ Und so legte sich der Querdenker etwa ins gen Norddeutschen Philharmonie und der Tanzakademie am Zeug, um einen gewissen Igor Levit an Bord zu holen – der Meer auf dem Außengelände des Deutsches Marinemuseums. Die Geschichte Wilhelmshavens ist stark durch den Krieg hannoversche Pianist, neuerdings Professor an der hiesigen Hochschule, hat inzwischen weltweit Karriere gemacht und geprägt, und wenn das doppeldeutige Motto am 1. September ist zuletzt als vehementer Unterstützer von Hannovers Be- „Marsch im Wandel“ lautet, wird es natürlich nicht in erswerbung zur Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2025 in Er- ter Linie um den unreflektierten Ruf zu den Waffen gehen: Mauricio Kagels „Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen“ scheinung getreten. Levits Interpretationen zeichnen sich in der Tat durch etwa eignen sich mit ihren holprigen Rhythmen und abrupeinen sehr speziellen Zugriff aus – ein mutiger Mann also, ten Brüchen zu allem Möglichen – nur bestimmt nicht zum und somit lässt sich elegant die Brücke zum diesjährigen Pro- Marschieren. Beim vierstündigen Abschlusskonzert in der

Konzerte in Hannover Im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage finden in der Landeshauptstadt mehrere Konzerte statt. Marktkirche Auf Jakobs Weg ... Sa 14.9., 21.30 Uhr Tenebrae Choir, Nigel Short (Leitung)

Staatsoper Hannover Abschlusskonzert: Die im Dunkeln hört man doch So 29.9., 17 Uhr Bang on a Can All-Stars, NDR Chor, Ensemblemitglieder der Staatsoper Hannover und Musiker des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover, Daniele di Bonaventura

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Sparkassen-Forum am Schiffgraben Mittagskonzert: Der Fortschritt muss ein Wiener sein Di 17.9., 13 Uhr Bartolomey Bittmann: Matthias Bartolomey (Violoncello), Klemens Bittmann (Violine & Mandola)


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hannoverschen Staatsoper am 29. September wiederum ist unter anderem Bandoneon-Spieler Daniele di Bonaventura mit Protest- und Widerstandsliedern des 20. Jahrhunderts vertreten. Dass Mut auch an Irrsinn grenzen kann, beweist die Geschichte des Kosmonauten Alexei Leonow, der bei der Woschod-2-Mission im Jahr 1965 den allerersten Weltraumspaziergang unternahm: „Das war ein Wettlauf mit der Zeit“, beschreibt‘s Cybinski, „weil man unbedingt den Amerikanern zuvorkommen wollte. Deswegen waren die Vorbereitungen in aller Eile getroffen worden, und als Leonow das Raumschiff verlassen hatte, blähte sich sein Anzug so auf, dass er fast nicht mehr zurückgekommen wäre.“ Diese bizarre Geschichte hat das hannoversche Orchester im Treppenhaus, bekannt für besonders originelle Konzertformate, als Grundlage für das Programm „Dark Room – Blindflug ins All“ genommen: Das Publikum wird bei den beiden Veranstaltungen in Verden und Celle mit Schlafbrillen auf Liegen Platz nehmen und einem Live-Hörspiel mit zwei Sprechern sowie Musik von Johann Strauss über Gustav Mahler bis zu poppigen Klängen beiwohnen. E. Borgmann

Entertainment mit Anspruch Es gibt auch so etwas wie Mut zur Leichtigkeit: „Bei den Gesprächen mit den Veranstaltern kam immer wieder der Wunsch zur Sprache, etwas Unterhaltsames ins Programm zu nehmen. Also haben wir gesucht, wo wir Entertainment mit Anspruch in Verbindung bringen können.“ Fündig geworden ist man beispielsweise bei der Musik-Comedy von Aleksey Igudesman und Hyung-ki Joo, deren YouTube-Clicks sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Klarer Fall, Anselm Cybinski hat zurzeit eine Menge um die Ohren. Wie gut, dass er bei alledem zumindest nicht verhungern wird, ist Gattin Tanja Dusy doch eine bekannte Kochbuch-Autorin: „Und die Rezepte müssen ja alle erst einmal ausprobiert werden. Wenn ich nur an die Wok-Gerichte denke ...“ W

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Mit der Ausstellung „Artistic Intelligence“ ­entführt der KUNSTVEREIN HANNOVER noch bis zum 30. Juni die Besucher in digitale Welten – mit all ihren Reizen und Gefahren.

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unst ist ein Spiegel der Gesellschaft. Die wandelt sich bekanntlich ständig, und es ist gleichfalls kein Geheimnis, dass die rasante Entwicklung digitaler Techniken in den vergangenen Jahrzehnten für Turbulenzen auf vielerlei Ebenen gesorgt hat. „Mich hat immer interessiert“, sagt Kathleen Rahn, Direktorin des Kunstvereins Hannover, „dieses Thema auch in unserem Ausstellungsprogramm zu spiegeln. Naheliegenderweise während der Laufzeit der Cebit.“ So kam es 2015 und 2016 zu den Ausstellungen „Digital Conditions“ und „Digital Archives“. Auch für das laufende Jahr war eine entsprechende Präsentation geplant – und davon hat man sich durch das Aus für die Computermesse keineswegs abbringen lassen. „Artistic Intelligence“ heißt die neue Schau, und wenn man geneigt ist, auf den ersten Blick „Artificial Intelligence“ zu lesen, kommt das nicht von ungefähr. Denn eben um die künstliche Intelligenz geht es hier im engeren oder weiteren Sinne, und die Ausstellung schlägt beispielhaft eine Brücke zwischen Anspruch und Wirkung: Sie ist durchaus unterhaltsam, regt aber auch intensiv zum Nachdenken an. Dafür sorgen elf sehr unterschiedliche Positionen.

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Tiefe Kratzer im Stein Im ersten Raum müssen sich die Besucher auf einen kleinen Schock gefasst machen: Geräuschvoll torkelt ein metallener Greifarm herum, hinterlässt mit seinen Krallen tiefe Kratzspuren in den eigens verlegten Steinplatten. Wenn man so will, entstehen auf diese Weise Zeichnungen des computergesteuerten Ungetüms, das zugleich bedrohlich und verletzlich wirkt: „Wir wollen gleich zum Auftakt die weit verbreitete Angst thematisieren, dass Maschinen irgendwann die Menschen beherrschen könnten“, sagt Kurator Sergey Harutoonian zu der Installation des Italieners Arcangelo Sassolino. Einen Schritt weiter geht nebenan der Münchner Mario Klingemann, der schon im Metropolitan Museum of Art und im Centre Pompidou ausgestellt hat, mit seiner Installation „Memories of Passersby“: Ei-

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Mario Klingemann setzt künstliche Intelligenz ein, um immer neue Bild­ verschmelzungen zu erzeugen.

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Foto: Sougwen Chung »Drawing Operations«, 2018/2019 Drawing Operations (Duett) Performance im Kunstverein Hannover, 2019 2 Roboter, Holzrahmen, Projektion, 2 Beamer, Computer Foto: China Hopson Courtesy die Künstlerin

Technik greift tief in den Alltag ein Ebenfalls von dieser Künstlerin stammt die Arbeit „No Replacements Found“, die geschwärzte Begriffe in einem „Oxford English Dictionary“ zeigt. Das solchermaßen zensierte altehrwürdige Medium macht ein Phänomen sichtbar, das heutzutage sonst eher im Verborgenen abläuft: Welcher Gerätenutzer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, dass ein algorithmisches System bei der Texteingabe „hilfreich“ eingreift und Wörter vorschlägt – nur eben nicht alle denkbaren. Denn als potenziell heikel empfundene Begrifflichkeiten, etwa sexuell besetzter Slang, werden stillschweigend ausgeblendet, selbst wenn diese Worte in anderem Zusammenhang völlig unverfängliche Bedeutungen haben können. „Ridlers Arbeit“, betont Kurator Harutoonian, „macht

deutlich, wie stark solche Mechanismen schon in unseren Alltag eingreifen, ohne dass wir es überhaupt immer mitbekommen.“ Ein anderer Raum spiegelt eine grundsätzliche Überlegung im Kunstverein: „Wir wollten von Anfang an bei unseren Ausstellungen zum Thema des digitalen Wandels auch die Pioniere zeigen, die sich schon früh damit beschäftigt haben“, sagt Kathleen Rahn. Zu denen gehörte der 2014 verstorbene deutsche Filmemacher Harun Farocki, der hier mit der Arbeit „Parallele IV“ vertreten ist. Auf einer großen Leinwand laufen Szenen aus Computerspielen ab, allerdings jenseits der üblichen Zuordnungen: Farocki hat Figuren aus Klassikern wie „Minecraft“ oder „Assassin‘s Creed“ von den ursprünglichen Spielaufgaben entbunden und testet sie auf ihr Sozialverhalten. Was geschieht, wenn der Hauptakteur, statt nach Schätzen zu suchen oder Bösewichter zu bekämp-

Arcangelo Sassolino »Untitled«, 2006/2007 Hydraulischer Greifarm, Maße variabel Foto: Federico Perezzani, Fausto Caliari Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi

ne heimelige Musiktruhe, die aus den 50er-Jahren stammen könnte, enthält ein hoch entwickeltes Computersystem, das mittels künstlicher neuronaler Netzwerke Porträtgemälde eher unbekannter Künstler derart ineinanderschichtet, dass ein prinzipiell unendlicher Fluss ständig neuer Bilder entsteht. Im gleichen Raum befinden sich Anna Ridlers bewegte Tulpenmutationen, ein hintergründiger Video-Loop mit gezielt gewähltem Motiv: Der niederländische Tulpenhandel im 17. Jahrhundert trieb manche Spekulanten in den Ruin – und den Rhythmus, in dem sich ihre Blütenbilder verändern, hat die britische Künstlerin den aktuellen Kursbewegungen bei der Kryptowährung Bitcoin angepasst. Ein paar Räume weiter sind die analogen Grundlagen für diese digitalen Verfremdungen zu sehen: An einer Wand hängen 3.700 Tulpenfotos aus Ridlers Archiv.

Oben: Bei Arcangelo Sassolino macht sich ein hydraulischer Greifarm selbstständig. Zur Ausstellungseröffnung zeichnete Sougwen Chung zusammen mit zwei Robotern.

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ASIEN

UNTER SEGELN

Bali • Singapur • Phuket Borneo • Ko Samui Anna Ridler lässt Tulpenblüten mutieren. Foto: Anna Ridler »Mosaic Virus«, 2018 GAN (Generative Adversial Neural Networks) Courtesy die Künstlerin

fen, auf der Straße harmlose Passanten anrempelt? Die Reaktionen können verblüffend bis erheiternd ausfallen: Mal rennt das Zufallsopfer hastig davon, mal beweisen aber auch andere Fußgänger Zivilcourage und vermöbeln ihrerseits den Angreifer. Dass je nach Standort zuweilen die Schatten der Betrachter auf die Leinwand fallen, ist im Sinne des Erfinders: „So werden wir quasi zu Mitwirkenden“, sagt Sergey Harutoonian, „und können überprüfen, wie wir selbst uns in solchen Situationen verhalten würden.“

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Wie wir zu Mitwirkenden werden Dies trifft auch auf eine andere Arbeit zu, die mit einem bizarren Plot aufwartet. Die Britin Helen Knowles hat eine komplette Geschworenenbank errichtet: Hier kann man Platz nehmen und den Film „Trial of Superdebthunterbot“ sehen, der sich tatsächlich um eine Gerichtsverhandlung dreht. Beschuldigt wird ein „Inkasso-Bot“, durch dessen Aktivitäten Menschen zu Tode gekommen sind – muss man dafür nun die Programmierer haftbar machen oder das selbstlernende Programm? Die begleitenden Zeichnungen vom Computer auf der Anklagebank wirken so absurd wie die Frage selbst, die aber ein ganz spezielles Licht auf die Debatte wirft, wie Intelligenz denn nun eigentlich zu definieren sei. Sehr viel einfacher zu beantworten ist eine andere: Sollte man für den Besuch dieser höchst originellen Schau Zeit mitbringen? Auf jeden Fall. W

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Foto: Niedersächsisches Landesmuseum


Als Hannovers Opernhaus das beste in Europa war Jeder kennt Hannovers Opernhaus an der Georgstraße, den ästhetischen klassizistischen Laves-Bau aus dem 19. Jahrhundert, eine Sehenswürdigkeit der Stadt. Aber ES GAB BEREITS EINE OPER VOR DER OPER – ein heute verschwundenes Bauwerk des Barock, das seinerzeit mindestens so berühmt war wie heute die Elbphilharmonie.

„Apollo auf dem Sonnenwagen“, der von Johann Heinrich Ramberg gemalte Vorhang für das barocke Opernhaus. Er wurde 1789 im Großen Schlosstheater angebracht, später in die Laves-Oper übernommen und ist während der Luftangriffe 1943 verbrannt.

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Foto: Forum Agostino Steffani

Die historische Bauzeichnung der Schlossoper zeigt die Details des Bauwerks, dessen Architektur und Ausstattung Bewunderung hervorrief.

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er arme Herr Leibniz war verhindert. Er befand sich auf einer Reise, und ein Husten fesselte ihn ans Zimmer, sodass er nicht rechtzeitig nach Hannover zurückkehren konnte, was schade war. Herzogin Sophie schreibt in einem Brief an ihn, wie leid ihr seine Unpässlichkeit tue, aber sein Husten würde sich „nicht vertragen haben mit den schönen Wegen, die das Andenken an Heinrich den Löwen werden wieder aufleben lassen“. Damit spielt sie auf ein großes kulturelles und gesellschaftliches Ereignis an, das während der Karnevalsfeiern am 30. Januar 1689 in Hannover stattfinden sollte. In Anwesenheit der Hofgesellschaft und illustrer Gäste – auch der Kurfürst und die Kurfürstin von Brandenburg, Sophies Tochter Sophie Charlotte, weilten einige Tage in Hannover – wurde die neu erbaute Oper im Leineschloss eingeweiht. Zur Aufführung kam ein eigens dafür von Agostino Steffani, Hofkapellmeister seit 1688, komponiertes Werk, das die glorreiche Geschichte der Welfen musikalisch interpretieren sollte: „Enrico Leone“, zu Deutsch „Heinrich der Löwe“. Theateraufführungen, Tanz und Gesang waren von jeher in Hannover beliebt. Spielstätten gab es einige, unter anderem nachzulesen in Werken neuzeitlicher Historiker wie „Die Theater der Barockzeit an den Welfenhöfen in Hanno54

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ver und Celle“. Ursprünglich war der Ballhof der größte Saal der Stadt, in dem auch Theateraufführungen stattfanden. Im Schloss selbst gab es Aufführungen in diversen Sälen der Residenz, ab 1664 laut Rechnungsbeleg ein „ComoedienTheater in der Königin Gemach“ und einen Theaterpavillon. Dieser wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kräftig ausgebaut und mit Dekorationen und Requisiten ausgestattet, sodass im neuen „kleinen Schlosstheater“ ein reger Spielbetrieb möglich war. Auch Opern kamen damals schon auf die Bühne. Gleich nach Fertigstellung des Theaters wurde im Karneval 1678 die Oper L‘Orontea präsentiert, gefolgt von anderen Stücken. Herzog Ernst August und seine Brüder brachten ihre Begeisterung für die Oper von ihren zahlreichen Vergnügungsreisen nach Venedig mit. In der kulturell herausragenden Lagunenstadt gab es bereits im 17. Jahrhundert mehrere Opernhäuser. So etwas sollte es auch in Hannover geben, zumal der Hof die aufwendigen Reisen nach Venedig einstellte und man die Karnevalsaison fortan in Hannover feierte. Aber wenn Oper, dann sollte es auch etwas Großes, Repräsentatives werden. Ein Haus, in dem man bedeutende Stücke aufführen konnte, eine Bühne, die eines Herrschers würdig war, der sich seit einigen Jahren intensiv um die Kurwürde


bemühte, in einer Epoche, die sich am Stil und Aufwand von Versailles orientierte. Abort wird zum Komödiensaal Der Bau des neuen großen Schlosstheaters, des Opernhauses, begann Ostern 1688 mit ersten Vorbereitungen im Winter 1687. Es wurde nicht getrödelt, denn man wollte sich keinesfalls von den viel beachteten aufwendigen Opernaufführungen in Wolfenbüttel den Rang ablaufen lassen. Der Bauplatz für das neue Opernhaus befand sich an der Ostseite des Schlosses. Ein stattlicher, mehrstöckiger Bau sollte den dritten Schlossinnenhof begrenzen. Dazu musste ein Privathaus angekauft und abgerissen werden, in dem sich eine von Leibniz geleitete Bibliothek befand. Es half nichts – sie musste umziehen. Sophies Nichte Lieselotte von der Pfalz, die lange in Hannover bei ihrer Tante gelebt hat und die durch den mitunter derben Humor in ihren Briefen berühmt geworden ist, hat den Bau des Opernhauses mit Worten kommentiert, die hier nur ungefähr wiedergegeben werden sollen: Sie schreibt, dass das Schloss zu Hannover länger gemacht worden ist, und zwar dort, wo sich ihre Kammer befand, sodass aus dem Abort an ihrer Kammer ein Komödiensaal geworden ist, was ja eine sehr schöne Metamorphose sei … Platz für 1.300 Besucher Andere Zeitzeugen finden würdigere und sehr bewundernde Worte für das edel ausgestattete neue Opernhaus, das Platz für 1.300 Besucher bot und seine Tore nicht nur dem Adel, sondern auch dem Volk öffnete. Sowohl die Ausstattung als auch die Akustik werden allgemein gelobt. Gräfin Aurora von Königsmarck schwärmt in einem Brief an die Königin von Schweden: „Die Oper könnte das ‚goldene Haus‘ heißen. Die Logen, in denen der Hof sitzt, sind ganz in goldglänzenden Skulpturen und mit reichen Wandbekleidungen aus mit feuerrotem Sammet gestreiftem Goldstoff bedeckt. Wenn alle diese Logen durch weiße Kerzen erleuchtet und von so vielen edelsteingeschmückten schönen Fürstinnen und anderen wohlgebildeten Damen gefüllt sind, würde dieser Augenblick genügen, die Gemüter mit sich fortzureißen.“ Lob äußern nicht nur Sophie und die adligen Freunde, auch zeitgenössische Reisende aus dem In- und Ausland sind begeistert. Hannovers Opernhaus sei besser, schöner und vollkommener als andere Häuser. 1702 schreibt ein britischer Philosoph an einen holländischen Minister: „Das Opernhaus aber in dem Schloss wird von allen Reisenden billig als eine

DAS OPERNHAUS IN HANNOVER IST WEIT SCHÖNER ALS DAS ZU WIEN. LADY MONTAGU IN EINEM BRIEF AN GRÄFIN MAR, 1716

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Foto: Forum Agostino Steffani

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Rarität besehen, sintemahl dasselbe sowohl der Malerei als der Einrichtung wegen, das beste in ganz Europa ist.“ Glamouröse Außenwirkung Für das Opernhaus in seiner alsbald kurfürstlichen Residenz betrieb Herzog Ernst August ganz bewusst einigen Aufwand mit glamouröser Außenwirkung. Die kunstvollen Dekorationen waren vom Feinsten, die technische Ausstattung des Hauses auf der Höhe der Zeit und perfekt für Inszenierungen jeder Art. Da gab es unter anderem Flugmaschinen, vom Sonnenwagen über Apolls Wagen, der von vier Pferden gezogen wurden, bis zum fliegenden Drachen oder Greifvogel. Letzterer spielt auch im Premierenstück „Enrico Leone“ eine Rolle, ebenso wie der Seesturm, erzeugt durch acht in Wellenart bemalte Kurbeln, die durch seitliche Drehung den Eindruck fließenden Wassers hervorrufen. Und noch ein Spezialeffekt ruft Bewunderung hervor: Die Kronleuchter im Zuschauerraum können mittels Winden hochgezogen und herabgelassen werden. Die letzten Opern wurden 1697 in Hannover gespielt, bis zum Tod von Kurfürst Ernst August. Sein Sohn Georg Ludwig löst den Opernbetrieb auf, er will Geld sparen. Steffani bleibt Kapellmeister und leitet die Hofkapelle, bis er 1710 den Taktstock seinem Nachfolger Georg Friedrich Händel überreicht. Das Opernhaus selbst wurde dank seiner guten Ausstattung weiter genutzt, zunächst für Schauspielaufführungen, Maskenfeste und Bälle, in späteren Jahren auch wieder für Opern. Das barocke Opernhaus, einst moderner und besser als alle anderen in Europa, konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewisse Alterserscheinungen nicht mehr verbergen. Es war nicht beheizbar, und es herrschte große Brandgefahr. Letztlich entschied sich die Stadt für einen Neubau an der Georgstraße. Den Auftrag erhielt Oberhofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves. Die letzte Aufführung im Großen Schlosstheater fand am 27. Juni 1852 statt. Aufgrund von Erkrankungen im Ensemble musste der Spielplan geändert werden. Statt der romantischen Oper „Hans Heiling“ wurden zwei Ballette und ein Lustspiel gegeben. Laves dachte noch eine Weile über Umbaupläne nach. Aber 1854 wurde Hannovers erstes Opernhaus abgerissen. Der Rest ist Geschichte. Im Jahr 1989, 300 Jahre nach der Ur-Premiere, wurde „Enrico Leone“ in der Staatsoper Hannover mit großem Erfolg aufgeführt. Nun sind wieder 30 Jahre vergangen und Steffanis Barockoper kommt zurück auf die Bühne: am 13. und 15. Juli in der Galerie Herrenhausen. W

Das Deckblatt der Opernpremiere am 30. Januar 1689 Oben: Agostino Steffani (1654–1728) komponierte die Eröffnungsoper und wurde 1688 herzoglicher Kapellmeister in Hannover.

Beate Roßbach

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HÖREN

Foto: Cam Jazz

Ausgewählte Neuheiten

Bestechende Leichtigkeit Das sehr angesagte Genre des Jazz-­ Klaviertrios erfinden Dock In Absolute zwar nicht gänzlich neu. Doch ­originelle Ansätze zeigt die luxemburgisch-­belgische Gruppe auf der CD „Unlikely“ durchaus: Pianist Jean-Philippe Koch und Drummer Michel Mootz rühren eine mal lyrische, mal druckvolle Mischung mit mancherlei kleinen Extravaganzen an, die Bassmann David Kintziger souverän und variabel zusammenhält. Bestechend die Leichtigkeit, mit der das Trio auch verzwickte Passagen meistert. (jw)

‡ hat für Sie Besonderheiten aus der Musikszene gefunden.

Foto: deutsche harmonia mundi

Dock In Absolute – Unlikely (Cam Jazz)

EINE SPEZIELLE AUSWAHL

Alte Raritäten Spanischer Barock – das klingt nicht wirklich geläufig? Schade e­ igentlich –und um so mehr ein Grund, sich der CD ­„Muera Cupido“ zu ­widmen, die ­italienische Einflüsse auf die iberischen Traditionen mit ihrer ausgeprägten Rhythmik aufzeigt. Das Ergebnis ist quick­lebendige Vokalund ­Instrumentalmusik, ­vorgetragen von ­tollen Interpreten: ­Sopranistin Nuria Rial zielt kitschfrei d­ irekt aufs Herz, kaum minder zupackend agiert das Ensemble ­Accademia del Piacere unter seinem Leiter Fahmi Alqhai, der zudem Quinton spielt, ein Instrument aus der Gambenfamilie. (jw)

Ein wenig seltsam ist die Zusammenstellung der Box „125 Jahre Münchner Philharmoniker“ ja schon: kein Bruckner, traditionell eine Spezialität dieses Orchesters, keine Einspielung mit Rudolf Kempe, von 1967 bis 1976 ­Chefdirigent. Das Vorhandene hat allerdings viel Klasse. Es umfasst e­ inen Zeitraum zwischen 1953 und 2018 – bei den älteren Aufnahmen muss man ein paar Abstriche in Sachen Klangqualität machen) – und bietet so unterschiedliche Höhepunkt wie die innige 2. Brahms Symphonie unter Hans ­Knappertsbusch und Sergiu Celibidaches fulminante Version von Prokofievs „Skythischer Suite“. (jw)

Fotos: Warner

125 Jahre Münchner Philharmoniker (Warner, 17 CDs)

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Accademia del Piacere/Fahmi Alqhai/ Nuria Rial – Muera Cupido (Deutsche Harmonia Mundi)


HANNOVERS KULTUR ERLEBEN Hannover macht einfach Freude. Auch im SOMMER gibt es eine große Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen. Einige davon stellen wir Ihnen auf diesen Seiten vor.

Foto: Oper auf dem Lande

Die Aufführungen finden stets vor einer tollen Kulisse statt.

Foto: PHOTOVISION DH

ZAUBERHAFTE LIEDER SOWIE SZENEN BIS ZUM 8.9.  Oper auf dem Lande Schon im elften Jahr musizieren unter anderem auf Gut Eckerde und auf dem Edelhof in Ricklingen junge Musik-/Opernstudenten in den wunderbaren Park- und Landschaftsgärten! Es erwartet die Besucher nicht nur ein musikalischer Genuss. Denn in der Pause werden Kuchen und Getränke gereicht, um so den Nachmittag abzurunden. Das diesjährige Thema lautet: „Von Hexen und Zauberern“.

Olaf Groß ist Chefredakteur der nobilis.

Rittergut Eckerde | 31.8. und 1.9. | Beginn: 16 Uhr Edelhof, Ricklingen | 7.9. und 8.9. | Beginn: 16 Uhr nobilis 06/2019

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HANNOVERS KULTUR ERLEBEN

HEIMSPIEL Mit dem Lied „Thank You“ erschien im November 2018 die erste Single des neuen und damit ­inzwischen fünften Studioalbums „Only Love, L“. Mit d­ iesem geht Lena im Juni 2019 auf große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Capitol Hannover | Einlass: 18.30 Uhr Beginn: 20 Uhr

EMPFEHLUNG

Foto: Hendrik Schneider

Foto: Peter von Fehlbert

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5.6.  Literarischer Salon In „Winterbergs letzte Reise“ ­erzählt Jaroslav Rudiš (Foto) die Geschichte zweier Männer – der eine als Sudetendeutscher aus s­einer Heimat vertrieben, der andere hat diese Heimat unter rätselhaften Umständen verlassen. Rudiš hat eine Geschichte von Flucht, Vertreibung und den ­damit einhergehenden Traumata geschrieben. Leibniz Universität Hannover, Conti-Hochhaus am Königswor­ ther Platz 1 | Beginn: 20 Uhr

TOLLE KONZERTE UND EINE LESUNG IM HOCHHAUS

SUPERSTAR P!NK Die Popikone ist berühmt für ihre immens kraftvolle und einzigartige Stimme. Auf ihrer Beautiful Trauma World Tour, die im März 2018 in Phoenix (USA) startete, ­begeisterte P!NK bereits Fans in Nord­ amerika, Australien und ­Neuseeland. Im Juli ist die hochexplosive Liveshow nun bei uns in Hannover zu erleben. HDI Arena | Einlass: 17 Uhr Beginn: 19 Uhr

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Foto: Jess Gleeson

12.7.  Die erste Deutschland Tour seit fünf Jahren


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GALERIEN Wir laden Sie herzlich zu unserer ­Ausstellungseröffnung ein. Skulpturen und Plastiken stehen im Mittelpunkt der Galerie Depelmann. Zeitgenössische Künstler wie Wolfgang Binding, Karlheinz Oswald, Rigo Engler, Tamara Suhr, Peter Hermann und andere Künstler der Galerie präsentieren wir Ihnen in unserem Garten und in den Räumen der Galerie. In der Galerie werden wir die Grafiken unserer Künstler ausstellen. Wie in jedem Jahr wird unsere Ausstellung musikalisch vom Swing Town Quartett unterstützt. Der deutsche ­Tenorsänger Hans-Dieter Bader wird mit Unterstützung eines Klavierspielers ein kleines Konzert geben. Vernissage: 16.06.2019 von 11 bis 16 Uhr

Foto: Galerie Depelmann

16.6.19–20.7.2019  Skulpturensommer und Grafiken der Galerie

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–16 Uhr Galerie Depelmann Walsroder Str. 305 30855 Langenhagen Tel. 0511 733693 www.depelmann.de info@depelmann.de

23.5.–17.8.2019  „Pool Party“ – Venske & Spänle Die „Pool Party“ von Venske & ­Spänle wird wahrscheinlich die Party des ­Jahres! Zumindest wird es die Party mit den ungewöhnlichsten Gästen: Denn es gesellen sich zur Ausstellung „Smörfs“, „Gumpfoten“, „Myzoten“ und allerlei organisch anmutende Gebilde des ­Münchener Künstlerduos. Die ­amorphen Skulpturen aus Laaser Marmor bestechen durch ihre geradezu menschlichen

Züge. Venske & Spänle sind ­Meister der Steinbildhauerei und erwecken jedes Kunstwerk durch arbeitsintensives Schnitzen, Schleifen und Polieren zum Leben. Die perfekt geformten und polierten abstrakten Formen erobern durch ihre scheinbar innewohnende Bewegung ihre Umwelt und gehen somit einen ­interessanten Dialog mit dem Raum und letztendlich mit dem Betrachter ein.

Skulptur: Venske & Spänle

Öffnungszeiten: Mittwoch–Freitag 10.00–18.30 Uhr Samstag 11.00–14.00 Uhr oder nach Vereinbarung Galerie Robert Drees | Weidendamm 15 30167 Hannover | Tel. 0511 9805819 www.galerie-robert-drees.de info@galerie-robert-drees.de nobilis 06/2019

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HANNOVERS KULTUR ERLEBEN

EVENTS SCHWARZE KOMÖDIE Bjarne und Svend wollen es sich und dem f­ iesen Metzgermeister Holger Holgersson beweisen – sie eröffnen ihre eigene Fleischerei. Aber Kundschaft will nicht kommen. Nun stecken beide ­zusammen in finanziellen und jeder für sich auch in privaten Nöten. Erleben Sie im Neuen Theater die schwarze Komödie „Dänische Delikatessen“. Termin:  11. Juni 2019, 20.15 Uhr, Neues Theater Verlosung:  2 x 2 Karten

Foto: Oliver Vosshage

Rufen Sie uns am 4.6.2019 zwischen 9 und 10 Uhr unter 0511 8550 2424 an oder schicken Sie in diesem Zeitraum eine E-Mail an die Adresse verlosung@nobilis.de, Kennwort „Delikatessen“.

GARTENFESTIVAL Das Gartenfestival Herrenhausen feiert 20. ­Geburtstag und die Auswahl prachtvoller Pflanzen und ausgefallener Dekorationen ist beinahe unbegrenzt. Gute Laune verbreitet aber nicht nur das Garten­ thema, auch der Genuss kommt im Georgen­ garten nicht zu kurz. Inmitten des Grüns locken viele Köstlichkeiten! Termin:  7. bis 10. Juni 2019 Verlosung:  5 x 2 Eintrittskarten Foto: Evergreen GmbH & Co. KG

Rufen Sie uns am 3.6.2019 zwischen 9 und 10 Uhr unter 0511 8550 2424 an oder schicken Sie in diesem Zeitraum eine E-Mail an die Adresse verlosung@nobilis.de, Kennwort „Gartenfestival“.

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TRÄUMEN

LUST AN DER VOLLENDUNG Wolfgang Tiemann, Grafiker, Maler und Bildhauer, feiert in diesem Jahr ein bedeutendes Jubiläum. EINE WICHTIGE ETAPPE, aber die Reise wird noch weitergehen, und Träume gibt es durchaus noch.

m Vorgarten des „Kunsthaus Tiemann“ in Kirchwehren bei Seelze wurde eine große Tanne geopfert, um Platz zu schaffen für einen Skulpturengarten. Als erstes Werk wurde die „Venus von Kirchwehren“ aufgestellt, eine üppige Frauen­ gestalt, gegossen aus Beton. Wolfgang Tiemann tätschelt ihr liebevoll die Rückseite: „Das Ausgießen ist schwierig, man muss immer wieder die Form finden. Aber nach 40 Jahren weiß ich, wie das geht.“ Im Nachbarhaus der Galerie, in Tiemanns Atelier, herrscht ebenfalls geschäftige Betriebsamkeit. Am 22. Juni will der Künstler hier mit Freunden, Kollegen, Weggefährten und viel Prominenz ein Atelierfest feiern, ein Jubiläum mit Ver­ nissage: „40 Jahre Atelier Tiemann – Durchquerung der Welten und Zeiten“. Vor 40 Jahren hat Wolfgang Tiemann das Haus gekauft und sein Atelier in Kirchwehren gegründet. „Ich bin im Jahr 1979 bewusst aus der Stadt weggezogen und habe von hier aus – mit viel Enthusiasmus – die Welt erobert. Warum ich gerade hier gelandet bin? Ich kannte mich im Westen Han­ novers gut aus, das Haus stand zum Verkauf, und ich las die Anzeige. Es war der ehemalige Dorfladen. Er stand leer, war günstig zu bekommen, und ich hatte etwas Geld gespart.“ Unter anderem hatte der junge Künstler schon einen Pla­ katwettbewerb gewonnen, der die Karriere förderte, sodass er, gerade frisch verheiratet, unter die Hausbesitzer gehen konnte. Die Ehe war allerdings kurz, und Kinder habe er keine, sagt er. Vorbereitungen für ein großes Fest Das Jubiläumsfest erfordert umfangreiche Vorbereitungen. Gerade hat Wolfgang Tiemann ein Werk seiner ersten Jahre aus dem Depot geholt und neu gehängt. Ein großformatiges realistisches Ölgemälde, das faltige Altmännergesicht von Hu­ go Lorenz, einem Mann aus dem Nachbardorf. Es ist das Pen­ dant zum Porträt „Sophie Thielking“, das oft ausgestellt und

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berühmt geworden ist. 2017 war es im Rahmen der Ausstellung „Silberglanz“ im Niedersäch­ sischen Landesmuseum in Han­ nover zu sehen. „Ich habe Hugo Lorenz hervorgeholt, weil ich zeigen will, dass ich zu Beginn der 80er-Jahre solche Bilder gemalt habe – meinen Hyper­ realismus dieser Zeit.“ Daneben hängt der Künst­ ler seine neuesten Gemälde. Die Werke Vermeers haben ihn inspiriert, erläutert er. Es sind großformatige Porträts, in bläulichem Schwarz mit Weiß und signalroten Akzenten – ebenfalls realistisch, aber auch verfremdet, oft untermalt und mit Airbrush-Technik bear­ beitet. In der Galerie im Nachbarhaus, seinem Archiv, Depot und Museum, wie er sagt, wird Wolfgang Tiemann eine Re­ trospektive ausstellen – Skulpturen, Landschaften und my­ thische Sujets. Durch ihre mediterranen Farbtöne fallen die Impressionen aus Ibiza auf. Tiemann hat die Insel vor 20 Jah­ ren für sich entdeckt und arbeitet dort regelmäßig in seinem Zweit­atelier. „Ich habe den größten Teil meiner Werke von dort jetzt her­geholt“, sagt er. Im September steht in Kirch­ wehren eine eigene Ibiza-Ausstellung auf dem Programm. Wolfgang Tiemann ist umtriebig, berühmt und erfolg­ reich. „Ich bin immer wieder gefragt worden: ‚Kann man denn vom Malen leben?‘ Ja, das kann man, und ich war auch immer in der Lage, mir diverse Wünsche und Träume zu erfüllen, da ich ein fleißiger und kreativer Mensch bin und auch immer sehr professionell gearbeitet habe“, sagt er. So besitzt er ein weiteres Refugium an der Ostsee: ein roman­ Fotos: Heidi Herbig

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tisches kleines Hotel garni, in dem auch malende und Erho­ lung suchende Gäste herzlich willkommen sind. Wünsche und Träume, damit sind auch seine vielen Rei­ sen gemeint. Kaum ein Land, das Wolfgang Tiemann nicht bereist hat. Sein Projekt „Paper roads“ führte ihn 2004 und 2005 entlang der Seidenstraße bis nach Samarkand, mit dem Motorrad von Hannover über Istanbul bis nach Damaskus – damals, noch vor dem Krieg – und zum Projektfinale in das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum in Berlin, wo eine große Ausstellung mit 130 Exponaten statt­ fand. Einige der Kunstwerke, die in diesem Zusammenhang entstanden sind, werden am 22. Juni zu sehen sein.

WOLFGANG TIEMANN geboren am Heiligabend des Jahres 1952, ist gebürtiger Ostwestfale, bezeichnet sich aber seit seiner „Einreise“ 1974 auch als Hannoveraner. An der hiesigen Fachhochschule hat er bis 1978 Grafik-Design mit Diplom studiert und wusste dabei stets, dass er Künstler werden wollte. Aus seinem anschließenden Studium an der Kunsthochschule in Braunschweig ging er 1982 als Meisterschüler von Peter Voigt (1925–1990) hervor. Schon während des Studiums ermöglichten es ihm angenehme Einkünfte, das Haus in Kirchwehren zu erwerben und dort das Atelier zu gründen, das nach und nach vergrößert wurde. Das benachbarte „Kunsthaus Tiemann“ kam später dazu. Wolfgang Tiemann hat Reisen in zahlreiche Länder unternommen, spannende Projekte realisiert und in Museen und Galerien rund um den Globus ausgestellt – von Minden und Magdeburg bis Moskau, in Samarkand und Shanghai, Damaskus und Berlin, Havanna, New York, Paris und vielen anderen kunstsinnigen Orten der Welt (www.wolfgang-tiemann.com).

Immer wieder Prominente unter den Gästen Die Atelierfeste von Wolfgang Tiemann sind berühmt und haben Tradition. Namen wie Christian Wulff und Gerhard Schröder tauchen in den Gästelisten früherer Partys im­ mer wieder auf, wie der Gastgeber lässig anmerkt. Bei der großen Jubiläumsfeier wird Stephan Weil dabei sein, auch nicht zum ersten Mal, und ein Grußwort sprechen. Diet­ mar Wischmeyer wird in eine seiner Rollen schlüpfen, dem Atelierempfang einen aktuellen Anstrich verleihen, und Jon Bon Deppe macht Musik. Nach dem offiziellen Teil aber wird gefeiert, verspricht Wolfgang Tiemann. So auch zwei Wochen später, wenn am 7. Juli im Atelier ein Händelkonzert erklingt. „Ich liebe Hän­ del und seine Musik, eine ja recht säkulare Barockmusik, was mir zusagt, denn ich bin selbst ein säkularer Mensch. Händel hat in Hannover gelebt und dann in London am Kö­ nigshof Karriere gemacht, was ich bewundere“, sagt er. Große Feste, Hauskonzerte, ein gewisser Wohlstand dank der weltweiten Anerkennung als Künstler, Immobilien, Au­ tos und Motorräder im Bestand – hat ein Wolfgang Tiemann denn überhaupt noch offene Wünsche und Träume? Er lacht, rückt sein Basecap zurecht, holt tief Luft und beginnt mit einer längeren Aufzählung: „Der Traum eines Künstlers in meinem Alter ist, dass er unabhängig ist, dass er frei ist. Dass er sich nicht vor jeden Karren spannen lassen muss, nicht den Galeristen und Veranstaltern hinterherlaufen muss. Aber das klappt bei mir ganz gut. Und wenn Sie mich nach visionären Ideen fragen – die habe ich permanent. Ich wer­ de jetzt noch ein paar Groß­Skulpturen machen. Dafür bie­ tet sich der Vorplatz, wo die Venus von Kirchwehren schon steht, ja an. Und ich gehe fest davon aus, dass ich 90 Jahre alt werde und auch so lange arbeite – wie Picasso. Das will ich! Wie Picasso besitze ich auch einen Riesenfundus an Bildern, den ich liebe, und ich möchte dieses Werk kontinuierlich weiterführen und verdichten. Da spiele ich durchaus mit dem Gedanken an eine gemeinnützige Kunststiftung, viel­ leicht eine, die den Nachwuchs fördert. Etwas, das bleibt. Ein Tiemann­Museum wäre ein Traum.“ W (Wolfgang Tiemann sprach mit unserer Autorin Beate Roßbach.) nobilis 06/2019

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STADTGESPRÄCH

IMPRESSUM

‡ . Lebensart aus Hannover

Foto: Stadt Celle

Seit dem 25. Februar 2017 ist Dr. Jörg Nigge O ­ berbürgermeister der Stadt Celle. Er wurde bis 2027 ins Amt gewählt. Nigge wurde 1974 in Minden g­ eboren. Köln und vor allem Celle waren die Stationen seiner ­Kindheit. In der niedersächsischen Residenzstadt machte er 1993 sein Abitur am Hermann-Billung-Gymnasium. ­Anschließend begann seine Karriere bei der Bundes­ wehr unter anderem mit fliegerischer Ausbildung in den USA sowie Generalstabsausbildung an der Führungs­ akademie der Bundeswehr. 2011 wechselte Nigge in das ­Immobilienmanagement der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Dort war er hauptsächlich als Leiter eines Sondervermögens tätig und übernahm später zusätzlich die Leitung für große Sonderprojekte.

1 Was gefällt Ihnen an Celle? Celle ist der perfekte Ort der Kindheit und Jugend. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Von d­ aher freue ich mich, dass auch meine Kinder hier behütet aufwachsen können. Inmitten der Natur, wo alles – vom Schulweg über den Sportverein bis zum Ferienjob – praktisch mit dem Fahrrad zu ­erreichen ist. Die passende Infrastruktur – die Bushaltestelle um die Ecke, den nahegelegenen Bäcker und Supermarkt oder den Facharzt – gibt es obendrein.

2 Was ist für Sie der höchste Genuss? Ein Abend mit meinen besten Freunden. Fernab der Arbeit, einfach mal wieder gelöst reden, lachen und feststellen, dass sich im Vergleich zu früher nicht viel verändert hat.

3 Ihre einprägsamste Kindheitserinnerung? Der Familienurlaub in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Jeden Sommer genossen meine Brüder und ich dort drei Wochen lang absolute Freiheit. Draußen sein, toben, schmutzig machen, was hätte schöner sein können?

4 Wo essen Sie in Celle am liebsten und warum? Wir haben viele hervorragende Restaurants in Celle, aber da ich beruflich häufig auswärts essen muss, genieße ich die Mahlzeiten daheim. So ganz zwanglos und entspannt im Kreise meiner Familie.

5 Welche Person unserer Zeit bewundern Sie und weshalb? Meine Frau, die es schafft, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, mir den Rücken freihält und viel, viel Verständnis dafür aufbringt, dass die Familie meist hinter meinem OB-Terminkalender zurückstehen muss.

6 Welcher Beruf (außer dem eigenen) wäre für Sie noch interessant? Pilot, ein Wunsch, den ich mir aber bereits erfüllen konnte.

Herausgeber und Verlag: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 Fax 0511 8550-2403 www.schluetersche.de www.nobilis.de Redaktion: Olaf Groß (Chefredaktion, V.i.S.d.P.) Tel. 0511 8550-2632 olaf.gross@schluetersche.de Torsten Hamacher (Content Manager) Tel. 0511 8550-2456 hamacher@schluetersche.de Anzeigenverkauf: Olaf Blumenthal (Leitung) Tel. 0511 8550-2524 blumenthal@schluetersche.de Gesche Svenson Tel. 0511 8550-2431 gesche.svenson@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 41 vom 01.01.2019 Druckunterlagen: anzeigendaten-nob@schluetersche.de Tel. 0511 8550-2522 Fax 0511 8550-2401 Leser-/Abonnement-Service: Christian Engelmann Tel. 0511 8550-2424 Fax 0511 8550-2405 vertrieb@schluetersche.de Erscheinungsweise: zehn Ausgaben im Jahr Bezugspreis: Jahresabonnement: € 39,00 inkl. Versand und MwSt. Einzelheft € 4,00 zzgl. Versandkosten. Die Mindestbezugszeit eines Abonnements beträgt ein Jahr. Danach kann es jederzeit mit einer Frist von 6 Wochen zum Jahresende gekündigt werden. Der laufende Jahrgang wird anteilig berechnet. ISSN 1437-6237 Druck: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG Gewerbering West 27 39240 Calbe In der aktuellen Ausgabe ist eine Beilage von LUDWIG – draußen & drinnen wohnen. Wir bitten um Beachtung.

7 Wie lautet Ihre Lebensphilosophie? Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat‘s einfach gemacht! Unser QR-Code bringt Sie direkt zu www.nobilis.de

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nobilis - Ausgabe 6 2019  

nobilis - Das Lebensart-Magazin für die schönen Seiten des Lebens in der Region Hannover und darüber hinaus.

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