Issuu on Google+

Editorial Bewegung und Wort sind die Ausgangspunkte dieses dritten Schwerpunkts des Schlachthaus Theaters zu aktuellen Entwicklungen der Kultur südlich des Mittelmeers. »Ich möchte den traditionellen Tanz erneuern, das Klischee von Afrika, seiner Identifikation mit exotischen und folkloristischen Tänzen aufbrechen und versuchen, meine bzw. eine andere Sicht auf diesen traditionellen afrikanischen Tanz zu eröffnen.« Die Art und Weise, wie Choreografin Béatrice Kombé aus der Elfenbeinküste ihr Verhältnis zum traditionellen Tanz schildert, kann stellvertretend stehen für eine neue Generation afrikanischer ChoreografInnen und Kompanien.

In der Sparte Tanz hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung eingesetzt. Mit fünf Produktionen soll der grossartige Reichtum und die Innovation, welche das zeitgenössische afrikanische Tanzschaffen auszeichnen, aufgezeigt werden. Sämtliche Gruppen sind erstmals in der Schweiz zu sehen. Bei der ersten Ausgabe von „Afrique noire“kam der oralen Tradition Westafrikas eine zentrale Rolle zu. Diese spielt auch dieses Jahr eine wichtige Rolle: die Gub Company hat sich nach „Petit Bodiel“einem zentralen Werk der westafrikanischen Literatur angenommen, der Initiationsgeschichte „Kaydara“. Sie wird neu erzählt von der Schriftstellerin Christine Rinderknecht. Als Recykling-Material verwendet der aus der Yoruba Kultur Benins stammende Autor und Regisseur Ousmane Aledji Worte grosser afrikanischer SchriftstellerInnen und DenkerInnen in seiner sinnlichen Arbeit rund um die Figur von Patrice Lumumba. Polit-Rap und Poetry-Performance sind ebenso vertreten wie die Prosa der senegalesischen Schriftstellerin Aminata Sow Fall. Wir laden sie herzlich ein auf eine Entdeckungsreise jenseits exotischer Klischées, die neben den erwähnten KünstlerInnen mit Musik, Ausstellungen, Film und Gesprächsrunden eine reiche Kulturlandschaft in sehr persönlicher Weise auszuleuchten versucht. Claudia Buess

Dagmar Kopše

Sandro Lunin

Erklärung von Bern

Kultur & Entwicklung

Schlachthaus Theater


Programmübersicht Do 23.10.

19 h

21 h Fr 24.10.

Maoua Koné* / Mireille Gros „Génies d'eau“ Rauminstallation und Videoarbeiten, Keller Schlachthaus Theater Eröffungs-Performance Mohamed Camara „Chambres maliennes“ Photoausstellung, Theaterladen Schlachthaus Raiz di Polon „Duas sem três“* / Compagnie Tchétché „Geêmé“** Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale

20.30hCie Agbo N’ Koko „Imonlé“*

Theater / Schlachthaus Theater 22.30h Xuman / Pee Froiss Rap, Hip Hop / Dachstock Reitschule Sa 25.10.

17 h

Théâtre de la Fraternité / Roger Nydegger « Die Zaubersuppe » Theater / Schlachthaus Theater 19.30h Raiz di Polon „Duas sem três“*, Compagnie Tchétché „Geêmé“**

22 h

Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale Maciré Sylla und Djembé Faré Konzert / Kulturhallen Dampfzentrale

So 26.10.

11 h

Théâtre de la Fraternité / Roger Nydegger « Die Zaubersuppe » Theater / Schlachthaus Theater

Mo 27.10.

10.30h Théâtre de la Fraternité / Roger Nydegger « Die Zaubersuppe » Theater / Schlachthaus Theater 19 h Madame Brouette Film / Kino Cinématte 21 h Nha Fala* Film / Kino Cinématte

Di 28.10.

10.30h Théâtre de la Fraternité / Roger Nydegger « Die Zaubersuppe » Theater / Schlachthaus Theater 20 h Aminata Sow Fall Lesung / Kornhausbibliothek

Mi 29.10.

20.30h Gub Company “Männergold oder neun mit Gold beladene Ochsen” Theater / Schlachthaus Theater

Do 30.10

19.30h Compagnie Gàara “Dilo”* / Kongo Ba Teria „Vin Nem”* Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale, Turbinensaal 21.30h Lemn Sissay* Poetry Performance / Kulturhallen Dampfzentrale, Kesselhaus 21 h Nha Fala Film / Kino Cinématte

Fr 31.10

20.30h Gub Company “Männergold oder neun mit Gold beladene Ochsen” Theater / Schlachthaus Theater 21 h Nha Fala Film / Kino Cinématte

Sa 1.11.

19.30h Compagnie Gàara “Dilo”* / Kongo Ba Teria „Vin Nem”*


Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale, Turbinensaal 21.30h Alma Txina „Há mais“* Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale, Kesselhaus 22.30h La boîte mit DJ Sal und DJ Ben E Disco / Kulturhallen Dampfzentrale, Foyer 21 h Nha Fala* Film / Kino Cinématte So 2.11.

11h

Matinée Portraits Gespräch / Schlachthaus Theater 13 h Künstlerisches Schaffen und Kulturförderung in Afrika Podium / Schlachthaus Theater 17 h Alma Txina „Há mais“* Tanz / Kulturhallen Dampfzentrale, Kesselhaus 20.30h Virginia Mukwesha Trio Konzert / Schlachthaus Theater 21 h Nha Fala* Film / Kino Cinématte

Mo 3.11.

21 h

Nha Fala* Film / Kino Cinématte

* erstmals in der Schweiz zu sehen ** Welturaufführung


Tanz / Danse Do 23.10. 21.00 Kulturhallen Dampfzentrale Raiz di Polon „Duas sem Três“, Cabo Verde Choreografie und Tanz: Bety Fernandes und Rosy Timas; Stimmtraining: Margarida Mestre; Text und Musik: Màrio Lúcio Sousa, Gründer der Gruppe Simentera Licht: Carlos Ramos; Sound: Raúl Ribeiro Koproduktion von Danças na Cidade und Raiz de Polon mit Unterstützung von C. Cultural Português da Praia - Cape Verde, Ministério da Cultura/INIPC – Cabo Verde, Câmara Municipal da Praia, TACV, BCA, Auditório Nacional, Alliance Française, Praia FM, CERIS SA Dauer 30 Minuten, Doppelabend mit der Compagnie Tchétché 30.-/25.„Zwei ohne drei“ist ein eigenwilliges, sehr persönliches und auch ein sehr weibliches Stück, das sich zwischen Tanz und Tanztheater bewegt. Bety Fernandes und Rosy Timas singen, sie setzen ihren Körper als musikalisches Instrument ein, sie benutzen Haushaltsgegenstände oder Feuerholz als Rhythmusinstrumente und bringen die so erzeugten Rhythmen und Klänge in Wechselwirkung zu ihrem Tanz. Sie erzählen die Geschichte vieler kapverdischer Frauen, welche durch die Abwesenheit ihrer Männer, die auf Arbeitsuche die Inseln verliessen, eine eigene Kultur entwickelt haben. Raiz di Polon geht dabei von den Wurzeln des Batuque, eines rein von Frauen getanzten und gesungenen Rhythmus, aus und entwickelt den Tanz neu in einer eigenständigen, unverwechselbaren Sprache, der ein Augenzwinkern anzumerken ist. Die Truppe Raiz di Polon wurde 1991 gegründet. 1998 kreiert sie die erste zeitgenössische Choreografie. Der Durchbruch gelang ihr schon 1999 am Festival Danças na Cidade in Lisabonn. Wie Alma Txina stehen sie nach wie vor in engem Kontakt mit diesem Festival und dessen Produktionsgemeinschaft „Dançar o que é Nosso“, die junge zeitgenössische Tänzer und Tänzerinnen sowie Choreografen und Choreografinnen fördert.


Do 23.10. 21.00 Premiere / Sa 25.10. 19.30 Kulturhallen Dampfzentrale Compagnie Tchétché „Geêmé“, Côte d’ Ivoire Choreografie: Béatrice Kombé, Tanz: Nadia Beugre, Béatrice Kombé Uraufführung anlässlich „Afrique noire“ Dauer 30 Minuten, Doppelabend mit Raiz de Polon, 30.- / 25.-

Mit „Geêmé“(„Zusammen“) zeigt die 30-jährige Choreografin Béatrice Kombé in Bern eine Uraufführung. Material findet sie „bei den Tonnen von Abfall, die das tägliche Leben produziert und der ungenutzt liegen bleibt.“ Tchétché stellt eine junge Generation auf die Bühne, die zerrissen ist zwischen ihrer afrikanischen Identität, die sie nicht leugnen kann und will, und einer Modernität ohne Grenzen. Sie sucht ihre Wahrheiten mal in der Hingabe an Modernität und Technologie, mal im Rückzug in die Tradition. Eine gewisse Brüchigkeit in der Form gibt genau das urbane Lebensgefühl jener jungen, westafrikanischen Generation wieder, die in ihrem Alltag ständig mit Widersprüchen umgeht. Tchétché ist eine feste Grösse in der afrikanischen Tanzlandschaft, bekannt für ihren dynamischen und kraftvollen Tanzstil. Durch ihren Vater, selbst Lehrer für traditionellen, rituellen Tanz, kam Béatrice Kombé früh mit dieser Kunst in Berührung. Seit 1997 arbeitet sie kontinuierlich mit der rein weiblichen Compagnie. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Gastspiele in Afrika, Europa und Nordamerika haben wenig an den schwierigen Bedingungen geändert, unter denen die Gruppe in Abidjan arbeitet.


Do 30.10. 19.30 / Sa 1.11. 19.30 Kulturhallen Dampfzentrale Compagnie Gàara „Dilo“, Kenya Choreografie, Tanz: Opiyo Okach Licht: Christophe Barnier; Kostüme: Fabienne Sabarros; Musik: »Disiko«, »Desma«, Traditionelle Musik Koproduktion: Ballet Atlantique - Régine Chopinot, Centre Chorégraphique National de Montpellier. Mit Unterstützung von AFAA, Gare au Théâtre - Vitry/Seine, Hivernales d’ Avignon, Office Artistique de la Région Aquitaine, Ministère de la Culture (DAI), Ville de La Rochelle.

Doppelabend mit Kongo Ba Teria, Dauer 30 Minuten, 30.- / 25.-

Das Solo von Opiyo Okach entsteht aus der Improvisation und spontanen Kompositionen. Mit „Dilo“erforscht der Choreograf die Quellen des afrikanischen Tanzes, einer Art zu tanzen, die nie losgelöst von einer direkten Aktion gegenüber denen die zuschauen besteht. Der Tanz aktualisiert und verändert sich so permanent in der Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, vergleichbar mit dem Geschichten erzählen der Griots. „Dilo“ist Teil einer Untersuchung, die Okach zu den Mythologien der Steine bei den traditionellen Nomadenvölkern Ostafrikas unternimmt. Ausgangspunkt war „Kit Jajuok“, ein legendärer Fels als Ort der Vorhersage, der einen zentralen Platz in der Mythologie des Volkes der Luo einnimmt. Der Choreograf und Tänzer Opiyo Okach wuchs in Kenia auf und studierte an der Desmond Jones School of Mime und am Physical Theatre in London. 'Gàara' war 1997 die erste Compagnie für zeitgenössischen Tanz in Kenia, die Okach zusammen mit dem Choreografen Faustin Linyekula und der Tänzerin Afrah Tenambergen gegründet hat. Seine letzten Choreografien waren beim Festival von Avignon zu Gast, wo er dieses Jahr eingeladen war, ein neues Solo in Zusammenarbeit mit Julyan Hamilton zu kreieren.


Do 30.10. / Sa 1.11. jew. 20.30 in den Kulturhallen Dampfzentrale Kongo Ba Teria „Vin Nem”, Burkina Faso Chorégraphie: Lacina Coulibaly assisiert von S. Badolo Tanz: Souleymane Badolo, Lacina Coulibaly, Bienvenue Bazié Musiker: Tim Whinsey (Arc musical und Kora), Omar Kienou (Perkussion) Bühne: Margherita Del Balzo, Licht: Jacob Bamogo mit Dank an CCF Georges Méliès, Ministère da la Culture et des Arts Dauer 40 Minuten, Doppelabend mit Opiyo Okach, 30.- / 25.„Ein Tänzer versucht im Vordergrund den letzten Tropfen aus einer Petflasche zu quetschen, während im Hintergrund zwei Männer ihre Arme aus dem Torso blitzen lassen, kunstvoll gedreht und rasend schnell. Lange werden die Bewegungen gedehnt, lange die Posen gehalten, dann bricht plötzlich explosive Energie aus den Körpern und wird sogleich wieder unter die Haut verbannt. An der Wand hängt ein Bild mit einer gewundenen Wurzel, unten winden sich die Körper zur Perkussion der Musiker. Schliesslich werden Schalen geholt und mit Wasser gefüllt, wird eine Fläche weissen Puders freigelegt, in dem sich die Körper in geheimnisvollem Ritual baden. Ein fremdes Stück und ein wunderschönes zugleich, ein hochbegabter Choreograph, von dem man gerne mehr sehen würde.“So beschreibt die Tanzkritikerin Lilo Weber ihre Eindrücke von „Vin Nem“. 1998 gründen die Tänzer Souleymane Badolo, Ousséni Sako und Lacina Coulibaly die Compagnie Kongo Ba Teria. Neben ihrer gemeinsamen Arbeit tanzen sie bei der bekannten Compagnie Salia nï Seydou und dem Nationalballett Burkina Fasos unter der Leitung von Irène Tassambèdo. Nach ihrem ersten international erfolgreichen Stück „Frères sans stèles“zum Thema der Sklaverei ist „Vin Nem“ihr zweites Stück. In Zusammenarbeit mit


Sa 1.11. 21.30 / So 2.11. 17.00 Kulturhallen Dampfzentrale Alma Txina / Thomas Hauert „Há mais“, Mozambique / Portugal Choreographie: Thomas Hauert Tanz: Benedito Cossa, Ídio Chichava, Janete Portugal, Horácio Macuacua, Domingos Bié Musik: Igor Stravinsky Speziellen Dank an Carlitos und Riina Saastamoinen Dauer 25 Minuten, 15.- / 10.Das Projekt Alma Txina ist eine Initiative von Danças na Cidade und CulturArte, integriert in das Langzeit-Austauschprojekt Dançar o que é Nosso. Eine Koproduktion mit Africalia und Départs, in Partnerschaft mit dem Centro Cultural Franco-Moçambicano Txina heisst Bewegung oder Tanz in Xangana, der ursprünglichen Sprache von vielen jungen TänzerInnen, die ihre freie Zeit damit verbringen, in den Strassen oder in einer der vielen verlassenen Hallen von Maputo zu tanzen. Schwierigkeiten gibt es zuhauf, aber alle diese TänzerInnen haben etwas gemeinsam: sie haben ihre Seele an den Tanz verloren. Aus diesem Wunsch Tanz zu praktizieren und zu entwickeln, wuchs ein Projekt, das Trainingsaktivitäten und Workshops für die gesamte Tanzszene mit der Kreation von fünf kurzen Choreografien mit 16 ausgewählten TänzerInnen kombiniert. Fünf Choreografen, alles ehemalige StudentInnen oder LehrerInnen der Tanzschule P.A.R.T.S von Anne Teresa de Keersmaeker in Belgien, arbeiteten zusammen für dieses Projekt und begaben sich für zwei Monate nach Maputo: Thomas Hauert (Schweiz), Isabelle Dekeyser (Belgen), Arco Renz (Deutschland), Riina Saastamoinen (Finnland) und George Khumalo (Südafrika). In Bern zeigen wir die Arbeit, welche Thomas Hauert, künstlerischer Leiter der Compagnie Zoo mit fünf dieser TänzerInnen entwickelt hat, eine zarte berührende Annäherung und zugleich Begegnung mit der Musik Strawinskis.


Theater / Théâtre Fr 24.10. 20.30 Schlachthaus Theater Cie Agbo N’ Koko „Imonlé“, Bénin Regie und Text: Ousmane Aledji Mit Akim Akambi Adjao, Maguy Kolomba, Kombert Coffi Quenum, Kocou Gbènakpon Yemadje, Théodore Behanzin; Technik Jacob Bamogo In französisch, Dauer 90 Minuten, 30.- / 25.„Imonlé“ist eine Kantate für fünf Stimmen, ein dramatisches und ironisches Gedicht – eine Verrücktheit sagt der Autor – in drei Stationen: zu Beginn ein Abtauchen in die Gründungslegenden des Königreichs der Yoruba, dann eine packende Begegnung mit Patrice Lumumba einige Stunden vor seiner Ermordung im Januar 61 und schliesslich eine Abrechnung mit der Barbarei der letzten vierzig Jahre, untermauert mit einem Mosaik von persönlichen Zitaten von Thomas Sankara bis Koffi Annan. Poesie, Drama und Satire gehen fliessend ineinander über. „Die Modernität, die Erheblichkeit von „Imonlé“und die Dringlichkeit dieses Stück einem europäischen Publikum vorzustellen, sind für mich offensichtlich. „Imonlé“ist eine Einladung an alle Völker ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.“Françoise Nice, Radio RTBF Ousmane Aldji, Mitte 30, Gründer und künstlerischer Leiter der Cie Agbo N’Koko war Lehrer, dann Journalist, bevor er zum Theater kam. Schriftsteller, Dramaturg, Dichter, ein Künstler, der in seinen Texten lebt, diese auch inszeniert und von Kreation zu Kreation verfeinert. Er hat bereits achtzehn Stücke geschrieben. Als Yoruba Prinz geboren fühlt sich Aledji tief verbunden mit der Geschichte seines Landes.


Mi 29.10. 20.30 / Fr 31.10. 20.30 Schlachthaus Theater Gub Company " Männergold oder neun mit Gold beladene Ochsen", Suisse – Burkina Faso Ein Erzählprojekt frei nach "Kaydara" von Amadou Hampâté Bâ Text: Christine Rinderknecht, Regie: Heinz Gubler Spiel / Musik: Kuska Caceres, Robert Hacaturyan, Dani Kouyaté, Ingo Ospelt, Ibrahima Traoré Koproduktion mit dem forum:claque Baden In französisch und deutsch, Dauer 90 Minuten, 30.- / 25.Ein Stück über Gold, Liebe und den Sinn des Lebens Das Stück beginnt mit einem Freudentanz. Koumbourou ist frisch verheiratet und malt sich eine goldene Zukunft aus. Doch am nächsten Morgen ist ihr Mann Hammadi verschwunden. Koumbourou, in dieser ersten Nacht gleich schwanger geworden, sucht nach dem Vater ihres Kindes. Nach 21 Jahren kehrt er mit sehr viel Gold zu ihr zurück. Er erzählt eine abenteuerliche Geschichte von einem unterirdischen Zwergenland und einem Gott des Goldes, Kaydara. Koumbourou glaubt ihrem Mann nicht und hält ihn für verrückt. Ein Zeuge tritt auf, Demburu, er hat die Reise zusammen mit Hammadi unternommen, ist jedoch unterwegs gestorben. Dennoch erzählt er, was sich zugetragen hat, wie er reich geworden ist und leider alles wieder verloren hat. Die Geschichte entstammt der westafrikanischen Tradition des nomadisierenden Hirtenvolks der Fulbe, die Figuren und ihre Sprache sind jedoch heutige Charaktere, die überall auf der Welt leben könnten. Tanz und Musik bilden zentrale Elemente der Inszenierung. Nach "Petit Bodiel", welches vor zwei Jahren bei "Afrique noire" Premiere feierte, ist dies die zweite Arbeit der Gub Company mit einem Text von Hampâté Bâ.


Sa 25.10. 17.00 / So 26.10. 11.00 / Schulvorstellungen Mo 27.10 / Di 28.10 jew. 10.30 Théâtre de la Fraternité (Burkina Faso) und Roger Nydegger (Schweiz) „Tîm Bîm - Die Zaubersuppe“ frei bearbeitet nach „Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel“von Michael Ende, für Kinder von 6 bis 12 Jahren, 20.- / 10.Regie: Roger Nydegger; Co-Regie: Barbara Duss; Bühne/Kostüme: Karin Moffa /Roger Nydegger Mit Aline Bassolé, Barbara Duss Lazare Minoungou Roger Nydegger Suleymane Samaké, Claire Traoré In deutsch, französisch und moré, Dauer 60 Minuten Es waren einmal zwei Königreiche. Im Reich der Kalebassen lebte die Afrikanische Königin Tampoika. Im Königreich der Ballone war der Schweizer König Peter zuhause. Zwischen den beiden Königreichen erhob sich ein hoher Berg, der schwer zu besteigen war. Deshalb wussten die beiden sehr unterschiedlichen Königreiche nichts voneinander, bis eine böse Hexe mit einem hinterhältigen Zauber begann, die Afrikanische Königin und den Schweizerischen König gegeneinander aufzuhetzen. Wären da nicht die kluge Prinzessin Petra, die Tochter von König Peter und der lustige Wend-Kuuni, der Sohn von Tampoika, würde die Geschichte wohl ein schlimmes Ende nehmen... Letztes Frühjahr hat Roger Nydegger mit dem Ensemble des Théâtre de la Fraternité das Theaterstück „Tîm Bîm“für Kinder entwickelt. Es tourte anschliessend durch ganz Burkina Faso. Als Initiant zeichnete das Internationale Theaterinstitut der Schweiz ITI in Zürich. In der für die Schweiz adaptierten Version „Die Zaubersuppe“mischen sich afrikanisches und schweizerisches Kulturgut, sowie unterschiedliche theatrale Ausdrucksformen. In Zusammenarbeit mit der Schuldirektion der Stadt Bern


Literatur Di 28.Oktober 20.00 Kornhausbibilothek Aminata Sow Fall, Sénégal Lesung / Gespräch Moderation: Claudia Buess, Erklärung von Bern, Lesung auf Deutsch: Anna Karger Übersetzung: Helena Nyberg Dauer ca. 90 Minuten, in französisch und deutsch, 15.- / 10.Aminata Sow Fall, die ’grande dame’der senegalesischen Literatur weist einen beeindruckenden Lebenslauf auf: Sie ist Künstlerin, leitete die Literaturabteilung des Kulturministeriums in Senegal und engagierte sich in der Kulturförderung. Es gelang ihr, eine Karriere als Intellektuelle, Beamtin und Schriftstellerin mit der Gründung einer Familie und ihrem immensen kulturpolitischen Engagement zu verbinden. Das von ihr gegründete ‚Centre Africain d’Animation et d’Echanges Culturels’ist eine für Senegal und wohl für das gesamte frankophone Gebiet Afrikas einmalige Institution zur Förderung der Literatur und Kultur. Bekannt wurde sie als Autorin vieler wichtiger Werke der senegalesischen Literatur: so mit dem 1976 erschienenen Roman „Die wundersame Verwandlung des Bakar Diop’, einer der ersten, publizierten Romane einer afrikanischen Autorin. 1979 folgte der international bekannteste Roman ‚Der Streik der Bettler oder der menschliche Abfall’, für welchen sie den Grand Prix de la Littérature de l’Afrique Noire erhielt. Diese Werke begründeten ihren Ruf als gesellschaftskritische Chronistin der tiefgreifenden ökonomischen und sozialen Veränderungen der Gesellschaften Afrikas und Senegals im besonderen. In Zusammenarbeit mit der Kornhausbibliothek


Do 30.10. 21.30 Kulturhallen Dampfzentrale Lemn Sissay, Grossbritannien / Äthiopien Poetry-Performance In englisch, Dauer ca. 60 Minuten, 25.- / 20.Rhythmus ist das Bindeglied zwischen Musik und Dichtung und keiner beherrscht ihn so gekonnt wie der äthiopisch-englische Dichter und Rapper Lemn Sissay. Seine Gedichte sind das Resultat der Fusion des Musikers Sissay mit dem Dichter Sissay und daraus entsteht eine vibrierende und gekonnt geschliffene Lyrik, welche durch ihre Live Performance eine zusätzliche Dynamik erhält. Der 1967 geborene spoken-word-artist Lemn Sissay wurde auch schon als ‚200 words-aminute man’bezeichnet: Lemn bestreitet keine Dichterlesungen, sondern leidenschaftliche und energetische ‚Poetry Performances’, welche in Grossbritannien längst legendär sind. Die virtuose Qualität seiner Dichtung und Darbietung, welche ironisch-grotesk, dann wieder leise und ernsthaft den urbanen Alltag mit all seinen Höhenflügen, Verletzungen und Benachteiligungen kommentiert, bringen ihm Engagements in der ganzen Welt. Seine Gedichte werden für Filme verwendet und die Suche nach seinen leiblichen äthiopischen Eltern war Gegenstand eines berührenden Dokumentarfilms. In seiner Heimatstadt Manchester wurden seine Gedichte sogar auf Pflastersteinen im Strassenbelag, an Bushaltestellen und auf der Wand eines Pubs verewigt. In Zusammenarbeit mit dem British Council


Musik / Musique Fr 24.10. 22.30 Dachstock Reitschule Xuman / Pee Froiss, Sénégal Gesang: Makthar Fall alias Gunman Xuman und Babacar Diagne alias Cool Kocc 6, Georges Martin Lopis alias DJ Gee Bayss in wolof, französich und englisch, 18.Ihre Karriere begannen Pee Froiss (dt. „Beurteile niemanden nach seinem Äusseren“) bereits vor 10 Jahren. Als politisch engagierte Hip-Hop-Gruppe brachen sie Tabus. Sprach- und wortgewandt üben sie großen Einfluß auf die senegalesische Jugend aus, denn Hip-Hop ist im Senegal nicht nur ein Musikstil. Rap ist die Stimme der Straße. Geschätzt wird, dass es derzeit in Dakar gut 2000 Rapgruppen gibt. Sie entwickelten sich, obwohl Hip-Hop zunächst von der starken islamischen Bewegung als Kopie unmoralischer amerikanischer Gangstermusik eingestuft wurde. Doch die Rapper gewannen schnell an Popularität und füllen mittlerweile in Senegal ganze Fussballstadien. Pee Froiss rappen auf Französisch, Englisch und vor allem in ihrer Muttersprache Wolof. Gekonnt verbinden sie Elemente traditioneller afrikanischer Musik mit dem Hip-Hop amerikanischer Schule. Dabei ist es ihnen auch schon passiert, dass sie auf ihrer ersten Deutschland-Tournee von Veranstaltern wieder ausgeladen wurden. Der Grund: die Musik sei zu wenig afrikanisch. Solchen Vorurteilen begegnen Pee Froiss selbstbewusst. Wie meinte Xuman darauf: „Wir wollen als Hip-Hopper respektiert werden, nicht als Afrikaner“.


Sa 25.10. 22.00 Kulturhallen Dampfzentrale Maciré Sylla und Djembé Faré (Guinea/Senegal/Schweiz) Popmusik aus Westafrika Besetzung: Maciré Sylla: Gesang, Tanz; Cédric Asséo: Perkussion, Malinkeflöte; Moodou Cissoko: Gitarre, Balafon; Moncef Genoud: Piano; Makka Kouyaté : Gitarre, Bass; Kalifa Diarra : Perkussion; Kara Ka Sylla : Tanz, Gesang 25.- / 20.Dank Mory Kanté und seinem Hit „Yékéyéké“wissen wir, dass es Musik aus Guinea gibt. Dank der Sängerin Maciré Sylla und ihrer Band Djembé Faré gibt es Musik aus Guinea seit einigen Jahren auch in der Schweiz. Djembé Faré bedeutet in Soussou „Tanz der Trommel“und ist aus der Begegnung zwischen Maciré Sylla und dem Genfer Musiker Cédric Asséo entstanden. Maciré Sylla ist viel gereist, die Erfahrungen mit Musikern aus verschiedensten Ländern prägen ihre Kompositionen. Ein sich rasch veränderndes Afrika trifft auf die westliche Welt, welche auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen ist. Der Sound der Gruppe wird geprägt von der markanten Stimme der Sängerin und schöpft aus der Malinkemusik genauso, wie sie die Strömungen der urbanen Musik Westafrikas aufnimmt. Daraus ergibt sich ein pulsierendes musikalisches Geflecht, das zum Tanzen antreibt. Je wilder getanzt wird, umso herausfordernder wird die Musik Macirés.


So 2.11. 20.30 Schlachthaus Theater Virginia Mukwesha Trio, Zimbabwe Popmusik aus dem südlichen Afrika Virginia Mukwesha: Mbira, Gesang; Chinembiri Chiodo: Mbira, Gesang, Perkussion; Ephraim Saturday: Gitarre, E-Bass, Gesang 25.- / 20.Virginia Mukwesha nennt ihre Mbira-Musik „Sunungukai“, was „Musik, bei der ein Stein vom Herzen fällt“heisst. Das ist genau die richtige Musik, um Afrique noire gemeinsam mit einem rauschenden Tanzfest abzuschliessen. Mbira ist das zimbabwische Daumenklavier. Die Harmonien der Mbira-Musik entstammen der Khoisan-Kultur des südlichen Afrikas und sind mehrere tausend Jahre alt. Bis vor kurzem war das Spielen dieser Musik den Männern vorbehalten. Erst Stella Chiweshe, die Mutter von Virginia Mukwesha, brach mit diesem Gesetz. Die Tochter ist in die Fussstapfen ihrer Mutter getreten und hat die Mbira-Musik weiterentwickelt. Sie kreiert den City-Jiti, indem sie der Mbira-Musik Marimba, Schlagzeug, E-Bass und Gitarre beifügt. Der ursprüngliche Jiti entstand in den 50er-Jahren und transportierte die metropolitane Botschaft von Freiheit und Abenteuer in das festgefügte Landleben. Jiti hat etwas Provozierendes, fordert zum Tanz auf. Virginia Mukwesha provoziert durch schnelle Tanzrhythmen, bissigen Humor und messerscharfe Kritik an – nicht nur – afrikanischer Männerwirtschaft. Wie alle MbiraSpielerInnen kann Virginia Mukwesha im Schlaf spielen und im Traum singen, und sie tut dies kraftvoll und mit einer wunderbaren Präsenz.


Und weiter.../ Et encore... Ab Do 23.10 bis So 2.11. Schlachthaus Theater Keller Maoua Koné (Mali) / Mireille Gros (Schweiz) „Génies d'eau“ Rauminstallation und Videoarbeiten Kuratiert von Katrien Reist Eröffnung: Donnerstag, 23.Oktober 2003, 19.00 mit einer Performance von Maoua Koné Öffnungszeiten: jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, siehe Programmübersicht Im von starken Traditionen geprägten kulturellen Leben Malis nimmt die Malerin, Musikerin und Schauspielerin Maoua Koné ( geboren 1958, lebt und arbeitet in Bamako) eine besondere Position ein. Seit 1997 leitet sie ihre eigene Marionettentheatergruppe „Mongnon“, was soviel bedeutet wie „Fackel der Freiheit“. Das Marionettentheater ist eine weitverbreitete Volkskunst in Mali und nach wie vor Männerdomäne. In ihren Stücke versucht Maoua Koné das Publikum, gross und klein, für sozial brisante Themen zu sensibilieren: die Ausbeutung der Kinder, die Prostitution, den Machtmissbrauch der Marabus, die Korruption u.a. Mireille Gross (geboren 1954, lebt und arbeitet in Basel und Paris) ist Malerin und Videokünstlerin und hatte zahlreiche (inter)nationale Ausstellungen, u.a. im Kunstmuseum Bern. Mireille Gros war 2002 als Austauschkünstlerin der iaab (Internationale Austausch Ateliers Region Basel) in Mali und hat Maoua Koné dort kennengelernt. Maoua Koné wurde in diesem Jahr für einen Gegenbesuch in die Ateliers nach Basel eingeladen. Die Installation in den Kellergewölbe des Schlachthaus Theaters wird von den KünstlerInnen speziell für „Afrique noire“geschaffen.


Mo 27.10. 19.00 Kino Cinématte „Madame Brouette“ Ein Film von Moussa Sene Absa, Sénégal, 104 minutes, Produziert von Claude Gilaizeau (Productions de La Lanterne), Rock Demers et Danielle Champoux (Productions La Fête), Moussa Sene Absa (MSA Productions) Eine Koproduktion von Canada-Sénégal-France, 12.Stolz und unabhängig ihre Schubkarre (la brouette) über den Markt von Sandaga stossend, träumt Mati, Madame Brouette davon, zusammen mit ihrer Tochter Ndèye und der Freundin Ndaxté eines Tages eine eigene Kneipe zu führen. Beide Frauen sind von ihren gewalttätigen Männern geschieden und alle drei träumen sie davon, in Ruhe ein würdevolles Leben ohne Männer zu führen. Aber das Schicksal will es, dass ihr Naago begegnet, ein Polizist, Charmeur und Schönredner. Mati verliebt sich trotz ihrer Befürchtungen. Eines Morgens zur Zeit der Dämmerung erwacht das ganze Quartier Niayes Thiokeert durch Schüsse aus dem Haus von Mati. Vor den erschütterten Nachbarn bricht Naago zusammen. Was hat Mati, die stolze und unabhängige Madame Brouette zu dieser extremen Handlung getrieben? Moussa Sene Absa ist ein vielfältiger Künstler, der sich mit Leichtigkeit in verschiedenen Sparten bewegt. Während der Verfilmung von „Madame Brouette“produzierte er gleichzeitig für das senegalesische Fernsehen „Gorgorlu“, eine witzige Serie, die täglich ausgestrahlt wurde und beim Fernsehpublikum einen einzigartigen Erfolg erzielte.


Mo 27.10 21.00 Schweizer Premiere / Do 30. – Mo 3.Nov. jew. 21.00 im Kino Cinématte Nha Fala Eine musikalische Komödie von Flora Gomez, Guinea-Bissau Mit Fatou N’Diaye, Originalmusik von Manu Dibango 2002, 35 mm, Dauer 90 Minuten, Kinomontag 12.- / normal 16.In Cabo Verde wird bei allen Anlässen gesungen: Heiraten und Beerdigungen, Begegnungen und Trennungen, Wahlen und Einweihungen. Nur die junge Vita hat nicht das Recht zu singen. Über ihrer Familie hängt seit Jahrhunderten der Fluch, wer sich von ihnen zu singen erlaube, werde sterben. Bevor Vita für ihr Studium nach Frankreich aufbricht, erneuert sie deshalb vor ihrer Mutter den Eid, dass ihr niemals ein Lied über die Lippen kommen werde. In Paris lernt sie einen jungen Musiker kennen und verliebt sich in ihn. Vor lauter Freude lässt sie sich dazu hinreissen, eine kleine Melodie zu trällern. Sie hat eine wunderschöne Stimme und völlig hingerissen will Pierre sie davon überzeugen, eine CD aufnehmen zu lassen. Doch Vita ist entsetzt darüber, dem Fluch getrotzt zu haben. Sie beschliesst, sobald als möglich nach Hause zurückzukehren, um ihrer Mutter alles zu gestehen und dem Joch der Tradition die Stirn zu bieten. Mit der Hilfe von Pierre inszeniert sie an einem prunkvollen Fest ihre eigene Beerdigung und Wiederauferstehung und zeigt so ihrer Familie, ihren Freunden und allen anderen Leuten, dass für diejenigen, die etwas wagen, alles möglich wird.


So 2.11. 13.00 Schlachthaus Theater Künstlerisches Schaffen und Kulturförderung in Afrika Gesprächsleitung: Christoph Reichenau, Kultursekretär der Stadt Bern Mit: Aminata Sow Fall, Schriftstellerin, Dakar; Dani Kouyaté, Schauspieler und Filmemacher, Bobo Dioulasso/Paris; Toni Linder, Programmbeauftragter Kultur der DEZA, Bern; Marcus Büzberger, Verantwortlicher des Arbeitsbereichs „Bildung und Kultur“sowie Länderverantwortlicher Ostafrika bei Helvetas, Zürich. Podiumsgespräch in deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung, 10.Warum fördert die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) oder die Schweizer Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit Helvetas Kultur in Afrika und kulturelles Schaffen aus Afrika in der Schweiz? Welche Ziele verfolgen sie? Was und wer wird unterstützt? Wie wird ausgewählt? Wie geht es den KünstlerInnen bei ihrer kreativen Arbeit? Wie sieht ihr soziales Umfeld aus? Gibt es Proberäume? Wie bestreiten sie ihren Lebensunterhalt? Wie finden sie Wege, auch international auf sich aufmerksam zu machen? „Afrique noire“bietet Gelegenheit solche und ähnliche Fragen mit den anwesenden KünstlerInnen und Vertretern der DEZA und der Helvetas zu diskutieren. Decken sich die Angebote mit den Bedürfnissen? Wie sind die Perspektiven und welche Visionen haben wir? Wir haben Fachleute aus Afrika, Europa und der Schweiz ins Publikum eingeladen, die nach Lust und Laune auch Advocatus diaboli spielen. Wir erhoffen uns ein veritables Palaver!


Specials Ab Do 23.10 bis So 2.11. Schlachthaus Theaterladen / Kulturbüro Migros Mohamed Camara (Mali) „Chambres maliennes » Fotoausstellung Mit Dank an die Galerie Pierre Brulé, Paris und das mu.dac, musée de design et d’arts appliqués/contemporains, Lausanne Mohamed Camara ist 1983 in Bamako geboren. Er zeigt die Welt der Jugendlichen der Kapitale Malis durch Aufnahmen ihres privaten Raums, ihres Zimmers. Wir sehen Ausblicke und Einblicke, intime Bilder, gefiltert durch farbige Vorhänge, geprägt vom kühlem Schatten des Innenraum und der brennender Hitze der Vorhöfe.

Fr 24.10. 19.00 – 22.00 / Sa 25.10. 12.00 – 16.00 / So 26.10. 12.00 – 16.00 Workshop mit Béatrice Kombe, Choreografin Compagnie Tchétché Zeitgenössischer afrikanischer Tanz, in Zusammenarbeit mit On Off Tanzwerkstatt nähere Informationen unter 031 / 312 96 47, Anmeldung beim Schlachthaus Theater bis 14.Oktober Preis 180.-, limitiert auf 20 Tänzerinnen 30. Oktober 2003 18 h - ca. 21.30 h Der andere Kochkurs: afrikanisch Der andere Kochkurs ist eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der ISA Bern. Neben der Einführung in die Ernährung und Küche berichten die Kursleiterinnen auch über Geographie, Geschichte und die Situation der Frauen in ihrem Herkunftsland. Leitung: Liliane Schärer-Nguiamba, Ort: wisdonna, Falkenhöheweg 8, 3012 Bern Telefonische Anmeldung erforderlich bei: wisdonna, Tel. 031 300 50 70 / Preis 15.(Teilnahme ausschliesslich Frauen) Sa 1.11. ab 22h30 Dampfzentrale Foyer International La boite - tropical mit DJ Ben E und DJ Salomon / Eintritt 10.-


So 2.11. Matinée „Portraits“ in französischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung, 10.Die Theaterpädagogin und Journalistin Kaa Linder wird gemeinsam mit der Fotografin Judith Schönenberger die an „Afrique noire“beteiligten Künstlerinnen in Wort und Bild porträtieren. Entstehen wird dabei eine Serie von Porträts, die einen vertieften Einblick in die Arbeit und den Alltag von weiblichen schwarzen Kunstschaffenden südlich des Sahel und in der Emigration bieten. Das „Portrait“- Gespräch mit einer der beteiligten Künstlerinnen und der Schweizer Schauspielerin Nikola Weisse wird die unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen näher betrachten. Do 23.10 / Sa 25.10. / Do 30.10. / Sa 1.11. Essen Afrikanisches Essen im Foyer international der Dampfzentrale


Veranstalter „Afrique noire“wird veranstaltet vom Schlachthaus Theater, Erklärung von Bern und Kultur&Entwicklung, Patronat: DEZA Unterstützung Mit grosszügiger Unterstützung durch: Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, DEZA, Stadt Bern, Kanton Bern, Migros Kulturprozent, Agence de la Francophonie, British Council Programmgruppe Sandro Lunin (Schlachthaus Theater), Claudia Buess (Erklärung von Bern), Dagmar Kopše (Kultur und Entwicklung) Dank Wir danken den Spielorten für ihre Unterstützung und die Zusammenarbeit. Im speziellen gilt unser Dank Kaa Linder, Judith Schönenberger, Alwin Kopše, Manuela Reimann, Margit Duss, Myriam Prongué, Annegret Stähli, Ortsgruppe Bern der Helvetas, Berner Tanztage, Beatrice Zbinden, Nina Schneider, Erwin Blaser, Margrit Pfister, Etoundi Zeyang, Dominique Thiange Informationen Schlachthaus Theater Tel.: 031 / 312 96 47 , Mo – Fr 10.00 – 17.00 oder kontakt@schlachthaus.ch / www.schlachthaus.ch Tickets Vorverkauf Münstergass-Buchhandlung ab 1.10. Reservation: Tel. 031 / 312 60 60, e-mail: reservation@schlachthaus.ch Pass: Beim Schlachthaus Theater kann ein persönlicher Pass für Fr. 100.- erstanden werden, der freien Eintritt zu allen Veranstaltungen ermöglicht. Schicken Sie uns ein Passfoto. Sie erhalten ihren Pass plus Einzahlungsschein. Spezialtickets für gesamte Abende oder Tage: Sa 25.10. / Do 30.10. / Sa 1.11. 45.- / 40.So 2.11. 35.- / 30.Spielorte Schlachthaus Theater, Rathausgasse 20/22, 3011 Bern Kulturhallen Dampfzentrale, Marzilistr.47, 3005 Bern Kornhausbibliothek, Kornhausplatz 18, 3011 Bern Kino Cinématte, Wasserwerkgasse 7, 3011 Bern Reitschule Dachstock, Schützenmatte, 3011 Bern


Afrique Noire II