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Das magazin der sCHKOLA für Bildung, schüler, eltern & Begleiter

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»Begeisterung ist unser Antrieb – Freude ist unser treibstoff – Leben ist unsere Bewegung.« Markus Heim


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Editorial

Editorial Liebe Leser, Der Herbst färbt die Blätter bunt. Freie Schulen machen die Bildungslandschaft auch bunt. Mit Freude konnte die SCHKOLA in den Sommerferien die Anerkennung des Gymnasiums in Empfang nehmen. Damit können wir nun alle Abschlüsse anbieten. Sowohl den Schülern, Eltern als auch den Lehrern ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Stein vom Herzen gefallen. Denn in den letzten vier Jahren haben wir einige Steine aus dem Weg räumen müssen. Das Konzept der SCHKOLA konnte letztendlich überzeugen. Das Lernen der Fremdsprachen ab der KITA bis zur Klasse 12, die Begegnungen mit unseren Partner aus dem Nachbarland, das Integrieren von Kindern mit Handicap sowie das selbstständige Lernen in und außerhalb unserer Bildungseinrichtungen mussten überzeugen und haben überzeugt! Davon können Sie sich im Herbst – KORAX wieder überzeugen oder unsere Tage der offenen Türen im November besuchen und damit SCHKOLA erleben. Herausforderungen für das Schuljahr 2014/15 sind erhöhte Kosten in der Schülerbeförderung oder noch Unklarheiten in der Finanzierung freier Schulen. Gemeinsam mit Förderern der SCHKOLA sind Wege bereits für Lösungen geebnet. Auch darüber berichtet der Korax. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, eine Vorweihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel, bis zum nächsten Korax im Februar 2015.

Ihre Ute Wunderlich

Impressum

Herausgeber: SCHKOLA gGmbH, Untere Dorfstraße 6, 02763 Zittau OT Hartau

Druck: Graphische Werkstätten Zittau GmbH · www.gwz.io

Redaktionsanschrift:  Untere Dorfstraße 6 · 02763 Zittau/OT Hartau · T/F +49 3583 / 685031 info@schkola.de · www.schkola.de

Wir werden unterstützt von:  Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Software-AG Stiftung, Euroregion Neiße/ Nisa/Nysa, Land Sachsen, Landkreis Görlitz, Landkreis Bautzen, Europäische Sozialfonds (ESF), Europäsche Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Bundesagentur für Arbeit, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Aktion Mensch, Deusch-Tschechische Zunkunftsfonds

Redaktionsteam: Ute Wunderlich, Ingo Stolper, Elena Ruppelt, Christoph Schroeder Auflage: 2000 Exemplare Konzept / Layout: ZH2 Agentur · www.zh2.de Fotos: Titelbild: Mario Heinke

Redakionsschluss der nächsten Ausgabe: 15.12.2014 Nächste Ausgabe: 06.02.2015 Gedruckt in der Region auf Recyclingpapier.

SCHKOLA wird gefördert durch:


Inhaltsverzeichnis

Seite 1 Editorial / Impressum

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Seite 18 Mit dem Schäfer unterwegs

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Inhaltsverzeichnis

Anerkennung (K)einer anderen Art

Seite 3

Oberland spielen – spielen – spielen – verkleiden – spielen

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Termine

Neue Gesichter Willkommen Adam Drda Hallo Kornelia Hallo Anna Hallo Ewelina Willkommen Christoph Hallo Lars Willkommen Heike Willkommen Linda

Seite 21

Freie Schulen nach der Landtagswahl

Tradition, Höhepunkt, Klassen– und Elternzusammenhalt – alles Eins!

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Mitstreiter für Schülerradio gesucht!

Gestaltung unseres Heizhauses

Seite 6

Landkreis ändert Praxis der Kostenübernahme

Seite 22

Alles nur eine Riesenseifenblase?

IMPRESSIONEN Kunstausstellung

Seite 23 Kanuwanderung 2014, ein Reisebericht (Oder: Kann Mann einarmig Palatschinken backen?) Seite 25

Indischer Hauch in der Schkola Hartau

Wo kann man als Kind drei Wochen lang in einer Gaststätte Mittagessen?

Seite 26

Tour der Hoffnung

Mehr Plätze für tschechische Kinder in der Schkola-Kita

MPRESSIONEN »KORAX« auf Tour

Die Geschichte vom Mond

Seite 27

IMPRESSIONEN Schuleintritt

Seite 7

Ein (fast) altes Haus, erhält (fast) neue Fenster

Eure Ideen sind gefragt – »Project Young« geht in die nächste Runde

Seite 29

IMPRESSIONEN André Stern »Guten Abend. Bonsoir. Ich heiße André und ich bin ein 43-jähriges Kind ... «

Seite 8 Haushahn spendet für Herzensprojekte der Mitarbeiter – 1000,00€ gehen an die Schkola zum Projekt »Elli-Kinder« Seite 9

Ein Spieltag für die Eltern – Besuch der Arthurklasse im Bauspielhaus

Basteln, spielen und toben auf dem Falkenberg

Seite 10

Unsere Mannis bei den KUWAWETA

Seite 11 Suchtprävention – Vorsorge ist die beste Therapie Seite 12

»Ein Apfel am Tag und dir bleibt der Gang zum Arzt erspart«

Auf den Hund gekommen

Seite 13

Mit »Fair-Play« ins neue Schuljahr

Seite 14

Leuchten in die Zukunft

Kartoffelernte

Seite 15

Den Kräutern auf der Spur Ein kleiner Hieronymus

Seite 16

Der Greif

Seite 17

Sport frei

Seite 30 IMPRESSIONEN Unvergesslich, einzigartig, unübertroffen – Schülerstimmen aus Griechenland LERNEN LERNEN – ANDRÉ STERN ging nie zur Schule…als Vater war er bei uns Seite 31

Schkola gehört zu ihrem Leben Gisela Süselbeck nimmt Abschied

Seite 32

Jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne Neues von den »Ellis«

Tandemsprachkurs Seite 33

INFOS AUS INDIEN Gaiatreeschool: Bilanz, Dank und neue Ideen

Seite 35

Wir waren auf dem Schulbauernhof Leubner

Seite 36

Die Dinos unter den Schkolanern – aber weit weg von altbacken

Seite 37

Igelkinder nun zu elft

Seite 38 Essen mit den Fingern erlaubt! Grenzenlos lernen – Tag der Nachbarschaft und Sprachen

Anmeldung und Informationen unter www.schkola.de oder in unseren Einrichtungen. SCHKOLA gGmbH | Untere Dorfstraße 6 · 02763 Zittau · T +49 3583 68 50 31 · F +49 3583 586 58 12 · info@SCHKOLA.de SCHKOLA Hartau | Freie Grundschule Untere Dorfstraße 6 · 02763 Zittau · T +49 3583 68 50 31 · F +49 3583 586 58 12 · hartau@schkola.de SCHKOLA Oberland | Freie Schule an der Haine Schulstraße 13 · 02730 Ebersbach · T +49 3586 / 39 02 84 · F +49 3586 / 39 02 85 · oberland@schkola.de SCHKOLA Ostritz | Freie Schule Edmund-Kretschmer-Straße 2 · 02899 Ostritz · T +49 35823 / 8 90 34 · F +49 35823 / 8 90 35 · ostritz@schkola.de SCHKOLA Lückendorf | Kita Zwergenhäus’l Niederaue 24 · 02797 Lückendorf · T +49 35844 / 7 98 55 · F +49 35844 / 7 98 56 · lueckendorf@schkola.de SGS Service-Gesellschaft Schkola mbH Untere Dorfstraße 6 · 02763 Zittau · T +49 3583 / 68 50 31 · F +49 3583 / 586 58 12 · info@schkola.de


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Schkola informiert

Oberland spielen – spielen – spielen – verkleiden – spielen Liebe Muttis und Vatis, liebe Omis und Opis, Verkleidekisten für den Schulhort– das ist eines unserer Vorhaben in diesem Schuljahr... Dafür bitten wir um Kleider, Röcke, Blusen, Gürtel, Ketten, Hüte, Absatzschuhe, Tücher – womit unsere Kleinen phantasievoll spielen können.

Bitte gesäubert im Schulbüro abgeben. Vielen Dank. Wir bitten um freundliche Unterstützung die PU – Schülerinnen Schulhausgestaltung Maja, Amy, Michelle und Marie

Willkommen Adam Drda Ich habe eine Studienexkursion in Hartau absolviert und dabei die Schkola Hartau kennengelernt. Ich studiere an der TU Liberec Lehramts für Englisch und Spanisch und interessiere mich für multibilinguales Milieu für Kinder und vorallem dafür, wie man das mehrsprachige Umfeld beim Erlernen der Fremdsprachen nutzen kann. Die Schkola Hartau hat mich begeistert und die Atmosphäre war sehr freundlich. Wir sind in die Korax-Klasse gekommen, die Kinder sahen sehr zufrieden aus und haben sich von uns nicht stören lassen. Wir fuhren fort und kamen dann in die Olli-Klasse, wo ich zum ersten Mal mit Kindern gearbeitet habe. Sie waren sehr hilfsbereit, aktiv und hatten keine Angst. Das hat mich sehr überrascht und auch begeistert. Diese Erfahrung mit den Kindern ist der Grund, warum ich meinen Praktikumsort von Spanien nach Hartau umgelegt habe und in die Schulzeitschrift KORAX schreibe.

Hallo Kornelia, ich heiße Kornelia Zippert und arbeite als Erzieherin an der Förderschule in Großhennersdorf. Von dort aus begleite ich Tamara, ein Elli-Kind, seit September im Rahmen des Integrationsprojektes an 3 Tagen pro Woche in die Schkola Hartau. Dort lernt sie nun schon im 2. Jahr in der Arthur – Klasse. Privat bin ich mit meiner Familie in Eibau zu Hause. Meine Freizeit verbringe ich gern mit meinen Kindern Lisa (14), Martin (12) und mit meinem Mann bei Unternehmungen in die Natur wie Wandern, Radfahren, Schlittschuhlaufen oder Skifahren. Gern schmökere ich auch einmal in einem Buch. Nun freue ich mich auf die neue Herausforderung, Tamara ein Stück auf dem Weg in den „normalen Schulalltag“ begleiten zu dürfen und auf eine spannende Zeit mit allen Schkolanern!

Hallo Anna, ich heiße Anna Liebig, bin 22 Jahre alt und wohne in Ebersbach. Aus meinem Fenster heraus sehe ich die Schkola. Ich war selber ein Schkola-Kind aber das ist schon eine Weile her. Nach dem Realschulabschluss habe ich eine Ausbildung als Winzerin in der Nähe von Bonn gemacht. In diesem Beruf habe ich einige Zeit auch gearbeitet. Seit Anfang 2014 bin ich wieder zurück in meiner Heimatstadt. Ich möchte in der Zukunft als Erzieherin an der Schkola arbeiten, weil es mir ganz viel Freude macht, mit den Kindern zu arbeiten. Zur Zeit bin ich in der Dani–Klasse als Zweitpädagoge. In meiner Freizeit bin ich gern draußen. Anna


Schkola informiert

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Hallo Ewelina, Mein Name ist Ewelina Bejcar und bin 23 Jahre alt. Seit kurzem wohne ich in der schönen Stadt Zgorzelec. Ich interessiere mich vor allem für Musik, Fremdsprachen und Reisen. Derzeit studiere ich Germanistik in Breslau (Polen) und bin eine Assistentin in Ostritz. Ich freue mich riesig auf die Aufgaben in der SCHKOLA. Ich mag vor allem neue Erfahrungen sammeln und meine Zeit mit den Kindern verbringen. Ich stehe immer mit Rat und Tat zur Seite.

Willkommen Christoph Hallo mein Name ist Christoph Schroeder. Ich bin seit September 2014 in der Schkola als Lernbegleiter ab der Klassenstufe 7 für die Fächer Gemeinschaftskunde und Ethik tätig. Nach meinem Politikwissenschafts-Studium in Augsburg habe ich das gemacht, was so viele Geisteswissenschaftler machen: irgendwas mit Medien. Da ich das aber nicht mein Leben lang machen, ich mit meiner Freundin gemeinsam leben und endlich einen Hund anschaffen wollte und mir politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen bereits seit meinem Studium einfach Spaß macht, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und hier an der Schkola Oberland als Lernbegleiter angefangen. Wenn ich euch nicht gerade versuche die Feinheiten des „Parlamentarismus“ oder der „Institutionen der Europäischen Union“ näher zu bringen, schaue und spiele ich Fußball, lasse mich zusammen mit meiner Freundin von unserem Hund Gassi führen oder entspanne abends bei einem guten Film.

Hallo Lars, Seit diesem Schuljahr bin ich Lernbegleiter an der Schkola und schule die Kinder im Umgang mit dem Computer. Geboren und aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt in Süd–Brandenburg. Nach meinem Abitur hab ich mich für das Lehramtsstudium für Gymnasium an der TU Dresden in den Fächern Mathematik und Informatik entschieden. Wohnhaft bin ich im Moment in Dresden und verbringe meine Freizeit vorallem mit Sport.

Willkommen Heike Mein Name ist Heike Wunderlich, ich bin 33 Jahre jung und wohne mit meinem Mann und meinen Kindern, Paula und Felix, in Eibau. Nach dem Abitur habe ich in Dresden den Beruf der Hotelfachfrau erlernt und im Anschluss 6 Jahre lang in meinem Ausbildungsbetrieb als Küchenchefin gearbeitet. Um mehr Zeit für meine Jüngsten zu haben, entschied ich mich das tägliche Pendeln aufzugeben, suchte nach einer neuen Herausforderung und bin hier in der Schkola Oberland fündig geworden, wo ich seit Mai diesen Jahres mit großer Begeisterung als Köchin arbeite. In unserer Freizeit lieben wir es Ausflüge ins Zittauer Gebirge, das Oberlausitzer Bergland oder die Sächsische Schweiz zu machen.

Willkommen Linda Hallo, mein Name ist Linda Meusel. Ich bin 16 Jahre alt und wohne in Zittau.Im September habe ich mein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) im Lückendorfer Zwergenhäuse’l begonnen. Ich helfe den Erzieherinnen und erledige hier und da ein paar kleine Aufgaben. Zudem werde ich nebenbei ein Projekt im ökologischen Sinne bearbeiten und dokumentieren. Die Arbeit im Kindergarten macht mir viel Spaß.


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Schkola informiert / kinderhand

Mitstreiter für Schülerradio gesucht! Oberland Sicher haben schon so manche Schüler und vielleicht auch Eltern von unserem Schülerradio Broad-Cast NEO gehört, das im letzten Jahr von Lena, Leonie und mir »angesetzt« wurde. Nun soll es weiter wachsen und dazu suchen wir noch Schüler, die sich dafür interessieren. Der Name Broad-Cast Neo wurde jetzt vorerst wieder abgelegt und neue Ideen für Namen und Beiträge werden nun gesucht, an denen ihr teilhaben sollt. Möchtest du einfach mal reinschnuppern, um zu schauen ob es dir gefällt? Oder wolltest du schon immer mal so etwas machen? Dann einfach bei Eberhard Müller (Klassenlehrer der Orxgems) oder bei mir (Vallerie, Schülerin der Gamma-Klasse) melden. Wir können euch kleine Einführungskurse anbieten, damit ihr Bescheid wisst, was auf euch zukommt. Nun noch ein paar Worte zum Schülerradio. Im letzten Jahr haben wir zu dritt, im Rahmen des Praxisunterrichts, einmal im Monat das SAEK (Sächsische Ausbildungs-und Erprobungskanäle) in Bautzen besucht, wo wir die Möglichkeit bekamen, eigene Beiträge und Berichte im Hörfunk abzuspielen, die wir in den 4 Wochen davor produziert hatten (Dazu gehört unter anderem: Planung einer Sendung; Umgang mit Technik, Recherchen durchführen, Sprechertexte schreiben, Einsprechen/Aufnehmen, Songs raussuchen und zuallerletzt noch die Schneidearbeiten am Computer). Einmal im Monat konnte man dann unsere fertige Sendung im Web-Radio auf der Homepage vom SAEK hören, auf die alle Zugriff hatten. Auch im kommenden Schuljahr soll die PU–Gruppe Schülerradio weiterleben und evtentuell soll auch die Möglichkeit bestehen, dass man das Nötigste in der Schule lernen kann. Also an alle Interessenten, wir brauchen euch! Vallerie Hähnel

Gestaltung unseres Heizhauses Lückendorf Am 10.10.2014 besuchte uns Malermeister Mieht in Begleitung seiner Frau und seines Sohnes im Zwergenhäus`l. Er hatte etwas Wunderbares vor. An den Wänden des Heizhauses genau gegenüber vom Eingang des Kinderhauses konnten Kinder und Eltern durch Handabdrücke die Wand gestalten.

Mit den Farben gelb, rot, blau und grün war schnell ein tolles Ergebnis zu sehen. Sogar ein bunter Schmetterling schwebt darauf. Nun können wir alle, ob klein oder groß, täglich die schönen Wände betrachten.


Schkola informiert / online

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Landkreis ändert Praxis der Kostenübernahme Die Schülerbeförderung ist ein Thema, welches viele Schüler der SCHKOLAs betrifft, nicht nur in Winterkälte oder zu Zeiten von DB-Streiks. Welche Neuerungen auf die Familien zukommt, darüber informiert Christian Zimmer Viele Eltern haben sich gewundert. In den Sommerferien wurden die Bescheide des Landkreises versandt in denen die Kostenübernahme für die Beförderung ihrer Kinder bewilligt wurde – oder eben auch nicht. Bisher war es Praxis im Landkreis Görlitz, abgesehen vom Elternbeitrag die Kosten für die Schülerbeförderung für ein Kind bis zur nächstgelegenen Schule zu tragen. Und die nächstgelegene Schule war bisher die nächstgelegene staatliche Schule oder eben die nächstgelegene freie Schule, egal welche von beiden weiter vom Wohnort entfernt liegt. Grundlage für dieses Verfahren war ein Protokolleintrag zur Satzungsänderungen durch die Kreisräte. Das hat sich nun geändert. Seit 1.8. gilt: Nur die Entfernung zur nächstgelegenen staatlichen Schule bildet den Maßstab für die Beteiligung an den Kosten der Schülerbeförderung. Wenn die freie Schule weiter liegt müssen die Eltern einen höheren Eigenanteil bezahlen. Das trifft die Eltern der Kinder an freien Schulen natürlich besonders, da die freien Schulen in aller Regel ein größeres Einzugsgebiet haben. Wenn die freie Schule näher liegt hat das im Übrigen keine positiven Auswirkungen.

Angewandt wird dies seit diesem Sommer und nur für Kinder, die ab Sommer 2014 erstmals die Schkola (oder eine andere freie Schule im Landkreis Görlitz) besuchen. Schülerinnen und Schüler die bereits vor dem 1.8. die Schkola besucht haben sind davon nicht betroffen. So kommt es, dass man sich in manchem Elternhaus die Augen reibt, wenn für zwei Kinder mit dem selben Schulweg zwei unterschiedliche Bescheide im Briefkasten liegen. Der Landkreis sieht sich aufgrund aktueller Gerichtsurteile zu diesem Vorgehen gezwungen und hat Vertreter freier Schulen zum Gespräch geladen, unter anderem die Schkola. Bisher konnten wir nur erreichen, dass die Neuregelung nicht auf alle ausgeweitet wird, und das soll auch so bleiben. Im zweiten Schulhalbjahr werden die Konturen des neuen Gesetzes über die Finanzierung freier Schulen erkennbar (siehe Artikel hier im Korax). Nach dem Urteil des VGH müssen freie Schulen als gleichrangig gesehen werden. Dies sollte Auswirkungen haben auf die zukünftige Praxis bei der Schülerbeförderung, dafür setzen wir uns weiter ein.

Mehr Plätze für tschechische Kinder in der Schkola-Kita Lückendorf Der neue Gemeinderat hat den ersten Beschluss für die Schkola Lückendorf getätigt. Sie stimmten der Kapazitätserweiterung von 30 auf 36 Kinder zu. Damit können wir den erhöhten Anfragen wieder gerecht werden. Kurz darauf wurde thematisiert, ob auch tschechische Kinder von der Gemeinde Oybin finanziell unterstützt werden. Auch dieser Beschluss wurde im September gefasst, so dass bald nun deutsche und tschechische Kinder zusammen lernen und spielen bzw. spielen und lernen dürfen. Dazu muss die Geschäftsleitung der Schkola gGmbH die Betriebserlaubnis ändern.

Zuvor werden die Beschlüsse an den Landkreis übermittelt und der Bedarfsplan für die Gemeinde Oybin angepasst. Die Landeszuschüsse wurden uns vor einem Jahr bereits für 12 tschechische Kinder zugesichert. Es ist für eine Gemeinde keine Selbstverständlichkeit die kommunalen Zuschüsse zu tragen. Die Grenznähe und die enge Zusammenarbeit bedürfen zukunftsweisender Entscheidungen. Dies hat die Gemeinde Oybin getan und wir möchten uns beim Bürgermeister und den Gemeinderäten dafür herzlich bedanken. Ute Wunderlich

Die Geschichte vom Mond es fing alles an in einer Nacht plötzlich schiebt sich der Mond auf einen anderen platz und dann ist der Mond nicht mehr auf der Welt zu sehen . - oje , die Menschen sind beunruhigt jetzt spricht ein Stern zum Mond . - wenn du wieder auf den platz zurück willst dann musst du mir einen Wunsch erfüllen und so erfüllte der Mond den Wunsch und kam an seinen platz ende

DANIEL , KORAX – KLASSE 1


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sCHKOLA INFORmIeRt

ein (fast) altes Haus, erhält (fast) neue Fenster Wir schreiben das 1984: die Schkola Jonsdorf erhält ein neues Schulgebäude. Erfahrt von Christian Zimmer mehr über die ereignisreiche Historie dieses Gebäudes, welches bis heute eine zentrale Rolle für uns Schkolaner spielt. Am Hieronymus Gemeinsames gestalten Auf dem Hieronymus thront es, mitten im Kurort, idyllisch, fast im Wald. Bereits 10 Jahre später wird dieses Gebäude der erste Standort der Schkola. Nach dem Umzug unserer Mittelschule nach Ebersbach-Neugersdorf beherbergt das Haus bis heute Grundschule und Hort. Und immer wieder Schulklassen der Schkola, die mit ihren Partnerklassen aus Tschechien oder Polen, hier am Hieronymus Gemeinsames gestalten. Mit einer Photovoltaik-Anlage gegen den Zahn der Zeit Der Zahn der Zeit, er nagt auch hier. Und so haben wir uns stets um Schulhausbau – Mittel für den Standort bemüht,

haben Klassenräume und Lernflure gestaltet, 2006 das Dach und einige Fenster im 2. OG erneuert, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach platziert. Das Schulgebäude ist ein standardisierter Plattenbau, wie sie in der DDR oft errichtet wurden, auch in Zittau. Die dortige Fröbelschule wurde Anfang 2014 abgerissen und die Schkola konnte sich die dort eingebauten, relativ neuen Fenster sichern. Diese werden nun »recycelt« und ersetzen in Jonsdorf inzwischen müde gewordene Fenster des Jahres ´84. Die gesicherten Fenster reichen leider nicht aus, um das gesamte Gebäude neu zu bestücken. Wir bleiben also weiter auf der Suche. Unser Dank gilt der Stadt Zittau, die den Ausbau der Fenster an der Fröbelschule ermöglichte und den Hausmeistern und Servicekräften aus Ebersbach, Jonsdorf und Hartau, die gemeinsam den Aus- und Einbau meistern.

eure Ideen sind gefragt – »project Young« geht in die nächste Runde dorf, die sich für die Jugend der Stadt stark machen, und Ebersbach Jugendliche haben oft viele Ideen, wie sie ihr direktes Umfeld noch schöner gestalten können. Die Umsetzung scheitert am fehlenden Geld. »Project Young« bietet ihnen genau hierfür eine Lösung.

»Project Young« – Was und wer steckt dahinter? Unter dem Namen »Project Young« wurde im Jahr 2013 unter Trägerschaft der Schkola in Ebersbach-Neugersdorf ein Projekt für Jugendliche ins Leben gerufen, das Gelder zur Verfügung stellt, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. So wurden im Laufe des vergangenen Jahres mehrere Jugendprojekte unterstützt. So wurde beispielsweise dem Zittauer Jugendparlament ein neuer Laptop finanziert und damit bei seiner Arbeit unterstützt und eine Neugersdorfer Mauer, die schon bessere Zeiten gesehen hatte, bekam durch junge Graffiti-Künstler ein neues künstlerisches Antlitz. »Project Young« hat überzeugt – und darf weitermachen Leistungen, die Jugendliche erbracht haben und auch den Erwachsenen nicht verborgen blieben. Ende 2013 hat »Project Young« seine Ergebnisse in verschiedenen Stadt-ratssitzungen präsentiert und war im Gespräch mit Frau Verena Hergenröder, Bürgermeisterin der Stadt Ebersbach-Neugersdorf. Bei diesen Gelegenheiten setzte es sich dafür ein, dass künftig noch mehr Jugendprojekte unterstützt werden. Dies ist gelungen und das Projekt darf vorerst bis Dezember 2014 weitermachen. Ihr habt Ideen? Her damit! Aktuell ist das Projekt dabei, die Grundsicherung der Skaterbahn in Neugersdorf finanziell abzusichern. Dennoch steht (noch!) für neue Projektideen Geld zur Verfügung. Daher nun die Aufforderung an PU-Gruppen der Schkola Oberland und Jugendliche der Stadt Ebersbach-Neugers-

uns unterstützen wollen – stellt uns eure Projektideen vor!!! Meldet euch bitte per E-Mail an projectyoung@gmx.de und werdet aktiv. »Project Young« – Team (Ansprechpartner: Justus und Elena)


Schkola informiert / kinderhand

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Haushahn spendet für Herzensprojekte der Mitarbeiter – 1000,00€ gehen an die Schkola zum Projekt »Elli-Kinder« Stuttgarter Traditionsunternehmen feiert 125. Geburtstag. Im Rahmen des Firmenjubiläums spendet Haushahn 14.000 Euro für wohltätige Zwecke. Das feierten mehr als 400 Mitarbeiter aus ganz Deutschland am 27. September im Bockenheimer Depot in Frankfurt/Main. Doch Grund zur Freude haben nicht nur Mitarbeiter: 14 gemeinnützige deutsche Vereine und Initiativen erhalten jeweils 1.000 Euro als Spende. Die Höhe der Gesamtspende legten die Mitarbeiter fest, indem sie bei der 125-Jahr-Feier in verschiedenen Spielen ihr Können unter Beweis stellten. 13.100 Euro kamen so zusammen und wurden von der Haushahn Gruppe auf 14.000 Euro aufgerundet. Sie kommen jetzt den 14 »Herzensprojekten« der Haushahn-Mitarbeiter zugute. Im Vorfeld der 125-Jahr-Feier konnten alle Mitarbeiter der Haushahn Gruppe Projekte und Initiativen vorschlagen, die sie gern fördern würden. Aus diesen Vorschlägen wählten sie per Abstimmung pro Geschäftsbetrieb ein »Herzensprojekt« aus, dem die Spende zukommen soll. »Unsere Aufzugsbetriebe und Mitarbeiter sind in ihren Regionen fest verwurzelt. Sie sind nah dran und wissen am besten, welche Initiativen vor Ort gefördert werden sollten«, sagt Dr. Christian Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der C. Haushahn GmbH & Co KG. Da sei es naheliegend gewesen, ihnen die Wahl zu überlassen.

Die C. Haushahn GmbH & Co KG begann 1889 mit dem Bau von Boden- und Dezimalwaagen, um dann seinen Siegeszug in der Aufzugbranche anzutreten. Inzwischen ist das Stuttgarter Traditionsunternehmen zum größten operativen Zusammenschluss mittelständischer Aufzugsbetriebe in Deutschland gewachsen.

Allein in diesem Jahr kamen drei weitere Geschäftsbetriebe hinzu. Daher lässt sich in Anlehnung an Udo Jürgens sagen: Mit 125 ist noch lang noch nicht Schluss. Die Spenden im Überblick (jeweils 1.000 Euro) • Röbling Seiffert (Köln) an das Reittherapeutische Zentrum Meierhof in Kürten-Hähn • Roland (Oyten) an die Initiative »Das macht Schule« • Confurius (Lübeck) an den Verein »Lübeck-Hilfe für krebskranke Kinder« • Sieben IAO (Mainz) an Familie Bisch aus Lörzweiler zum Einbau eines Aufzugs • Lippe Zschernig (Ebersbach) an das Projekt »Elli-Kinder in der Schkola« • Haushahn (Stuttgart) an den Förderverein für Mukoviszidose-kranke Kinder Südbaden • Haushahn (Stuttgart) an das Projekt »Sichere Kita Mäuseburg« • Radtke Buder (Fürstenwalde/Spree) an die Christophporus Werkstätten der Samariteranstalten Fürstenwalde • Merkur Schoppe (Berlin) an die Straßenkinder e.V. • Knizia Strelow (Essen) an das Familienzentrum der Markuskirchengemeinde Oberhausen • FHW (Sprockhövel) an den Förderverein St. Laurentius Kindergarten Lembeck e.V. • Burger und Orion Bruckdorfer (Garching) an das Projekt »Inklusive Zirkuserlebniswelt« des Stadtjugendrings Rosenheim • Eser (Augsburg) an das Projekt »Sprungbrett 7+« des Fördervereins Kinderchancen Augsburg e.V. • Salzer TAD (Altenstadt) an das Projekt »Offenes Altenstädter Soziales Engagement«

Schkola Kinderhände Lückendorf | Kennenlernen von Farben und Körperteilen in zwei Sprachen


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schkola unterwegs

Ein Spieltag für die Eltern – Besuch der Arthurklasse im Bauspielhaus Wie viel Kind steckt in einem Erwachsenen? Hartau: Annett Holz Als ich in der Sächsischen Zeitung las, dass das Bauspielhaus in Löbau wieder geöffnet ist, stand mein Entschluss schnell fest: Da wollte ich mit meiner Klasse hin! Da die öffentlichen Verbindungen von Hartau über Zittau nach Löbau jedoch nicht gerade komfortabel und zeitsparend sind, bat ich um Hilfe bei den Eltern meiner Schüler. Ich war überwältigt von den vielen Rückmeldungen. So fuhren wir am 29.9.2014 nach einem gemütlichen Frühstück direkt zu unserem Ziel. Dort hatten wir allesamt ausreichend Zeit zum Spielen. Die Verantwortlichen im Bauspielhaus staunten nicht schlecht über die vielen »großen Kinder«. So schön kann ein Schultag sein! Nur schade, dass dort keiner der Verantwortlichen wusste, wer der Gründer des Bauspielhauses, Herr Debik, ist und welche Rolle auch die Schkola dabei gespielt hat. Das sollte das betreuende Museum Löbau nachholen.

Basteln, spielen und toben auf dem Falkenberg Oberland Paulas sind Schüler der Jahrgänge 1 – 3, die oft unterwegs sind. Die Paulas machten sich auf zum Bethlehemstift auf dem Falkenberg – und haben dabei Einiges erlebt! So wurde ihnen die Kunst des Töpferns nahe gebracht, sie haben sich in verschiedenen Wettbewerben, wie zum Beispiel im Stockkampf, gemessen und Max und Marcel haben sich zu wahren Meisterköchen entwickelt. Mit Freude, Energie und Spaß den Falkenberg erkundet Mit dem Zug ging es nach Neukirch. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir in unserem Domizil – dem Bethlehemstift auf dem Falkenberg – an. Mit viel Freude, viel Energie und Spaß haben wir das Gelände erkundet und erprobt. Von Stockkämpfen und Sandkönigreichen Durch ausreichende Stärkung von Familie Hentschel hatten wir genügend Kraft in den kommenden Tagen immer wieder aktiv zu sein und Neues zu erleben. Wir haben im Wald mit Kreativität Buden gebaut. Unsere Kinder haben sich im Stockkampf erprobt, im Bauen von Sandkönigreichen und im Sammeln von Kastanien und Äpfeln. Mit dem Naturschutzzentrum Neukirch haben wir getöpfert, Keramik bemalt und die Tiere mit ihren Fährten kennengelernt.

Die Paulas

Max und Marcel – unsere neuen Meisterköche Wir nutzten die Zeit aber auch zum Basteln, Karten schreiben, Fußball spielen und toben. Super haben unsere Paulas in der Küche geholfen, besonders Max und Marcel haben sich zu kleinen Meisterköchen entwickelt. Xenia und Emma waren eine große Unterstützung für unsere Kleinen für alle alltäglichen Dinge. Wir hatten jede Menge Spaß, eine schöne Zeit und sind als Gruppe richtig gut zusammen gewachsen.


Schkola unterwegs

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Unsere Mannis bei den KUWAWETA Vom 15. bis 17.09.2014 machten sich unsere Mannis aus Ostritz im Rahmen ihrer KUWETA (Kunst-Wald-Werken-Tagen) auf den Weg nach Jonsdorf. Die Highlights dieses ereignisreichen Wochenendes hat »Steinschnecke« Anna S. in ihr Tagebuch festgehalten und der KORAX-Redaktion exklusiv zur Verfügung gestellt. Erfahrt unter anderem, warum wenig geschlafen und statt Müll Pilze gesammelt wurden. Aus dem Tagebuch von Anna S.: 15.09.14

17.09.14

8:00 Uhr sind wir an der Schkola Ostritz losgefahren . Als wir in Jonsdorf angekommen sind , haben wir unsere Sachen ausgepackt. Im Kreis wurden wir in Gruppen eingeteilt. Ich war Gruppenführerin . Nach dem Kreis sollte jede Gruppe ein Plakat machen . Wir haben uns die „Steinschnecken“ genannt, weil wir so langsam waren und das Thema „Steine“ war. Nach dem Mittagessen bemalten wir mit Simone unsere selbstgesammelten Steine . Dann spielten wir mit Thomas und Frank Fußball . Nach der Vesper haben wir unser Plakat weitergemacht und vorgestellt. Abends mussten wir abwaschen .

Um 7:00 Uhr wurde aufgestanden und Sachen gepackt. Anschließend gab es Frühstück . Mit einer Gruppe klebte Simone die gesammelten Steine auf und die anderen Kinder fertigten Gipsabdrücke von Fossilien mit Ines an . Nach dem Gruppentausch gab es Mittagessen . Zum Abschluss erfolgte das Fußballturnier, bei dem alle vier Gruppen gegeneinander antraten . Dies war der emotionale Höhepunkt, bei dem die Gemüter mancher Kinder heiß liefen . Alle Spieler kämpften mit ganzem Ehrgeiz und das Turnier blieb bis zum letzten Spiel spannend . Besonders die Schiedsrichterleistung wurde mehrfach lautstark kritisiert. Trotzdem waren am Ende alle zufrieden und das beste Team hatte gewonnen . Direkt im Anschluss fuhren wir zurück nach Ostritz.

16.09.14

Wir mussten 7:30 Uhr aufstehen . Dann gab es Frühstück . Mit Aldona und der neuen Praktikantin Ewelina sind wir coachen gegangen . Es hat länger gedauert als geplant, deswegen haben wir nur kurz mit Thomas Müll gesammelt. Später gab es Mittagessen . 13:00 Uhr hatten wir eine Führung durch die Mühlsteinbrüche . Wir haben erst um 17:00 Uhr Vesper gegessen! Und jetzt schreibe ich Tagebuch!

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Simone, Ines, Beata und Silke für ihre Unterstützung bedanken und natürlich bei den Eltern, die uns als Fahrer zur Verfügung standen. Es war für alle Beteiligten ein toller Start ins Schuljahr. Die Lernbegleiter der Manniklasse

Ergänzungen von Frank Schömann: Mit Freude stellten wir fest, dass die Wälder relativ sauber waren und wir neben dem wenigen Müll weitaus mehr Pilze fanden. Diese wurden fleißig gesammelt, geputzt und von den Kindern zubereitet. Das Ergebnis war eine sehr leckere Pilzpfanne, von der zum Abendbrot fast alle gekostet haben. Anschließend folgten die üblichen Reinigungsarbeiten und natürlich Freizeit mit Flaschendrehen und anderen verschiedenen Spielen. Gegen 22:00 Uhr war Nachtruhe, die eingehalten wurde (na ja, so halbwegs). Ich träumte auf meiner harten Isomatte von dem Matratzenlager, was es ja bald geben wird!

Schkola Kinderhände Lückendorf | Die Igelkinder gestalten einen Herbstbaum


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gesunde lebensweise

Ein Kind, das zu Hause über das Thema Drogen spricht, läuft nicht gleich Gefahr süchtig zu werden. Die Schkola Oberland zeigt, dass sogar das Gegenteil der Fall sein kann. (Bild: Jorma Bork / pixelio.de)

Suchtprävention – Vorsorge ist die beste Therapie Elena Ruppelt hat zusammen mit comeback e.V. und der Bundespolizei an der Schkola Oberland ein Programm zur Suchtprävention für Schüler ins Leben gerufen. Schkola Oberland Wenn Ihr Kind von der Schule nach Hause kommt und etwas über Drogen erzählt, muss das nicht gleich bedeuten, dass es auf den besten Weg ist süchtig zu werden. Im Gegenteil! Früh genug über Drogen und Süchte informiert zu werden, kann Schulkinder darin bestärken NEIN zu Drogen zu sagen, wie das folgende Beispiel zeigt. Information macht stark gegen Drogen Im letzten Jahr wurde in den Medien vermehrt darüber berichtet, dass vor allem in Grenzgebieten wie dem unsrigen der Drogenkonsum enorm zugenommen hat. Aus diesem Grund war es mir wichtig, dass die Schüler über die Gefahren von Süchten informiert werden. Dazu habe ich für unsere Klassen 4 bis 6 den comeback e.V. kontaktiert. Steffen Pressler und seine Kollegin kamen in jede Klasse und informierten die Schüler über Süchte im Allgemeinen. Unter anderem wurden die Fragen beantwortet, warum man überhaupt süchtig wird, aber auch wie man lernt, ohne Drogen Ängste zu überwinden sowie NEIN zu sagen. Die Klassenstufen 7 bis 9 wurden von Frau Kirchhoff von der Bundespolizei besucht.

Mit ihr haben unsere Schüler vor allem über die Wege in die Abhängigkeit und gesetzliche Hintergrundinformationen gesprochen. Suchtprävention ist auch Familiensache Die Gespräche, sowohl in der Klassenstufe 4 bis 6 als auch in der 7 bis 9, haben gezeigt, dass unter den Schülern in puncto Drogen und Süchte sehr großer Redebedarf herrscht. Insbesondere aufgrund der mit dem Konsum verbundenen Folgeschäden für Körper und Geist ist es gerade für Jugendliche wichtig, dass Raum existiert, um über das Gehörte sprechen zu können und Fragen los zu werden. Daher sollte das Thema auch in der Familie besprochen werden. Also liebe Eltern, ich kann euch beruhigen. Schüler, die sich mit diesem Thema auskennen, verfallen nicht gleich in eine Sucht. Im Gegenteil! Je mehr sie über Drogen und Abhängigkeiten wissen, desto eher werden sie darin bestärkt ihr Handeln zu reflektieren und letztendlich NEIN zu sagen.


Gesunde lebensweise / SCHKOLA IN ACTION

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»Ein Apfel am Tag und dir bleibt der Gang zum Arzt erspart« Im Apfel stecken so viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, dass jeder täglich einen essen sollte. Deshalb drehte sich auch in diesem Schuljahr in der Schkola Ostritz eine Woche lang alles rund um das Thema Apfel. Über eine Tonne Äpfel gesammelt Höhepunkt der Apfelwoche war unser Apfelfest, wo viele fleißige Helfer über eine Tonne Äpfel gesammelt haben. Ein großes Dankeschön dafür aber auch an alle, die uns Apfelbäume zum Ernten zur Verfügung stellten. Am Abend gab es noch ein leckeres Buffet und Stockbrot am Lagerfeuer. 785 Liter Apfelsaft lagern im Keller – noch! Die Herstellung von Apfelsaft konnte an einer kleinen, manuell betriebenen Saftpresse beobachtet werden. Umso interessanter war dann die große Saftpresse, die alle unsere gesammelten Äpfel am Freitag zu Saft presste. Insgesamt 785 Liter des leckeren Getränkes lagern im Schkola–Keller. Na ja … einige Liter wanderten natürlich schon zum Kosten in die Klassen. Das Team der Schkola Ostritz

Auf den Hund gekommen Auch dieses Jahr konnte die Schule Beate Vogel und ihre „tierischen Schüler“ für die Sommerferienbetreuung gewinnen. Dabei bot sich für eine unserer Kolleginnen sich ihrer größten Angst zu stellen. Schkola Oberland Für viele stellt der Hund nicht nur ein Haustier, sondern vielmehr ein neues Familienmitglied dar. Als solches braucht es viel Liebe, Zuwendung und eine gute Erziehung. Frau Vogel vom Verein Dogge in Not e.V., zeigte im Rahmen der Sommerferienbetreuung unseren Schülern wie viel Arbeit und Zeit es kostet, bis ein Hund perfekt auf die Grundkommandos hört, aber auch durch Reifen springt und bei Fuß läuft. Unsere Sarah stellt sich ihren Ängsten Danach bestand für die Schüler die Möglichkeit, die Hunde zu streicheln und ihre Fragen an die Hundetrainerin und -besitzer los zu werden. Sogar unsere Sarah überwindet langsam ihre Angst vor Hunden und streichelte vergnügt den kleinen Bolonka Zwetna :). Nicht nur Doggen suchen ein neues Zuhause Die Vorstellung der Hundeschularbeit und das Kennenlernen der Hunde ist bei den Schülern immer mit sehr viel Freude verbunden. Aus diesem Grund wollen wir die Arbeit von Frau Vogel unterstützen, welche nicht nur eine Hundeschule und -pension betreibt, sondern darüber hinaus die Aktion „Doggen in Not“ ins Leben rief. Dabei versucht sie nicht nur Doggen, sondern auch andere Hunderassen an liebevolle Menschen zu vermitteln.

Um diese Arbeit zu würdigen, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, einen Geldbeitrag zu spenden. Darüber hinaus besuchen aktuell zwei PU-Mitglieder zwei mal wöchentlich Beate Vogel, um sie bei der Arbeit mit den Hunden zu unterstützen und diese kennenzulernen. Elena


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Mit »Fair-Play« ins neue Schuljahr Das klingt wie die Fortsetzung der Fußball WM – ist es aber nicht, sondern war das Motto der ersten Schulwoche für unsere vier Lerngruppen im Bereich der Mittelstufe (Jahrgänge 4 – 6). Was sich dahinter verbirgt, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Neue Gruppen und neue Herausforderungen Mit jedem neuen Schuljahr haben wir die Situation, dass sich unsere Gruppen neu mischen. Die Sechstklässler hatten uns verlassen und dafür kam Zuwachs in Form unserer Viertklässler. Was bietet sich also besser an als die neu zusammen gewürfelten Gruppen in Teambildung zu schulen? Drei Tage nahmen wir uns dafür Zeit. Gemeinsam mit unseren Mitstreitern vom IB Ebersbach hatten wir die Tage bereits lange vorbereitet. Gemeinsam ans Ziel Die Conni-Gruppe machte sich am ersten Tag zu Fuß auf den Weg ins Oberland, genauer, in den Treff 47. Den gesamten Vormittag beschäftigten wir uns mit verschiedenen Spielen zum Thema Teambildung.

Am zweiten Tag stand Geschichte auf dem Plan. Dazu fuhren wir nach Herrnhut und besuchten das Völkerkundemuseum. Dort gab es allerhand zu bestaunen. Im Anschluss konnten sich die Kinder beim Minigolf und auf einem wunderschönen Spielplatz so richtig austoben. Der dritte Tag gehörte dann einem Orientierungslauf rund um Ebersbach. Wie an den anderen Tagen kam es nochmals darauf an, aufgeteilt in zwei Gruppen gemeinsam ans Ziel zu kommen. Auch das Wetter war fair An allen Tagen war das Wetter ganz fair mit uns. Nun wird das Schuljahr zeigen, ob das Gelernte in der Praxis funktioniert. Erste Erfolge haben wir bereits beobachten können.


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Leuchten in die Zukunft Großhennersdorf Es ist schon zur guten Tradition geworden, dass die SCHKOLA im Rahmen von Lanterna Futuri vertreten ist, wobei Schüler in verschiedenen Projekten mal ganz andere Seiten der eigenen Persönlichkeit erkunden. (Grzegorz Dusza)

Veronyka und Lisa | Foto: Veronika Ruskova

Wenn man die zwei Wörter »Lanterna Futuri« hört, kann man sofort entschlüsseln, dass es um etwas Leuchtendes und Künftiges geht. Für uns Schkolaner, haben die zwei Wörter aber eine besondere Bedeutung. Seit vielen Jahren nehmen wir an der interkulturellen Zusammenarbeit im Rahmen des »Lanterna Futuri« – Projekts teil. Mit Schülern aus Zgorzelec und Česka Lipa treffen wir uns jedes Jahr im September für eine Woche, im Begegnungszentrum in Großhennersdorf, um verschiedene Themen in verschiedenen Workshops zu bearbeiten. Dieses Jahr haben wir die Woche vom 21. bis 27. September genutzt, um das Thema »Panta Rhei – Alles fließt« in drei künstlerischen Formen (Musik, Theater und Film) darzustellen. Unsere Musiker – Justus Martin, Moritz Paul und Jakob Höfig – haben mit den Teilnehmern aus der Schule »Klič« und aus dem »Łużyckie Gimnazjum« fünf Lieder vorbereitet, nicht nur die Musikkompositionen, sondern auch die Texte. Für die Theaterwerkstatt haben sich Lisa Wünsche und Daniela Ankarenko entschieden. Sie haben sich mit der ganzen Gruppe beschäftigt, um die Zuschauer auf eine Zeitreise mitzunehmen. Sanja Tröger, Ira Techt, Clemens Seifert und Aaron Höfig waren in dem Filmworkshop, und haben da mit den Part-

Kartoffelernte Schkola Oberland Im Frühjahr diesen Jahres steckten die Karos Kartoffeln und waren nun am 19.9. neugierig, was daraus geworden ist. Nachdem das Unkraut entfernt worden war, ging es an die Ernte. Mit einer Kartoffelschleuder wurden die Kartoffeln aus der Erde geworfen und dann von vielen fleißigen Karos eingesammelt. Bestaunt wurden besonders große oder ungewöhnliche Exemplare. Zwischendurch gab es eine köstliche Kartoffelsuppe, deren Zutaten von einigen Kindern geschält und geschnipselt worden waren. Ein leckeres Eis zur Vesper belohnte alle für ihre Mühen. Birgit Kühn und David Krüger

nern einen Film über zwei Freundinnen in besonderer Art und Weise gedreht. Wie viel Mühe die Schüler sich gegeben haben und wie viel Spaß sie dabei hatten, konnte man ganz klar bei den Präsentationen am vorletzten Tag der Woche sehen. Viele Eltern, Lehrer und Freunde waren an dem Abend anwesend, um die Vorstellung zu erleben, wodurch die Atmosphäre wirklich sehr positiv aufgeladen war. Das war aber nicht die letzte Chance, um das Ergebnis der Schülerzusammenarbeit zu erleben, weil am 13. Januar 2015 in der Schkola Oberland um 10:15 Uhr die »Lanterna Futuri« – Teilnehmer diesen Jahres noch eine Aufführung machen werden, für die wir Euch alle jetzt schon herzlich einladen möchten, damit Ihr die zwei Wörter noch besser verstehen könnt. Bis dann!


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Den Kräutern auf der Spur Wie schmeckt Rosmarin? Wie riecht Thymian? Wie sieht eigentlich Oregano aus?

Diese und weitere andere Kräuter entdeckten die Karos im September. Neben dem Schreiben von Steckbriefen zu den Pflanzen, sammelten wir am 15.9. gemeinsam mit Susanne Müller Kleeblüten, Schafgarbe, Spitzwegerich, Gänseblümchen und viele andere Kräuter, um mit weiteren Zutaten Wundsalbe herzustellen und uns ein leckeres Kräuterkraftbrot zum Mittag zuzubereiten. Es schmeckte allen. Beim Besuch von Angelika Wichary duftete unser Zimmer wie ein Kräutergarten. Alle Pflanzen wurden verarbeitet und leckere Kräuterbrötchen entstanden. Am Ende lauschten wir einem Märchen über den Salbei. Wer Genaueres über die Kräuter erfahren möchte, kann dies in der Karoklasse erkunden.

Der Kräuterbrottag Am 16.9. haben wir die Kräuter geschnitten. Diese wurden in einer Schüssel miteinander verrührt. Aus einem Teil ist die Kräuterbutter entstanden. Danach kneteten wir aus Mehl, Hefe, Salz und Wasser einen Teig. Später haben wir mit Elsas Mama aus dem Teig Fladen geformt und mit Kräutern gefüllt. Nachdem die Ränder zusammengedrückt wurden, legten wir sie auf ein Rost über das Feuer, das von David und einigen Jungs entfacht worden ist. Die Fladen und die Kräuterbutter ließen wir uns mit einem leckeren Apfel zur Vesper schmecken. Karokinder sind Schüler der SCHKOLA Oberland der Jahrgänge 1 – 3

Ein kleiner Hieronymus Schkola Kunst– und Schreibwerkstatt Jonsdorf 2014 Es sei gleich zu Beginn gesagt , dass der Hieronymus – Felsen in Jonsdorf keineswegs geschrumpft ist, so wie der Titel anmuten möchte… Der Name dieser Kunstwerkstatt kam zustande, da sich am Ende des Schuljahres eine kleine Gruppe kunstinteressierter Kinder und Jugendlicher spontan zusammenfand, um für ein Wochenende künstlerische Techniken zu entdecken, sich mit den Märchen und Sagen der Oberlausitz zu beschäftigen, sich selbst Geschichten auszudenken…, sich auf die Suche nach Zwergen, Elben und Elfen zu begeben…, noch einmal ins Land der Phantasien zu wandern . Die Schkola Jonsdorf, als Mittelschule lange Jahre einer der Schulstandorte, hat eine ganz eigene Geschichte in der Schullandschaft der Region geschrieben und wurde mit ihrem Kunsthaus vom 11. Juli bis 13. Juli der Ort für

Malerei, Grafik und Plastik. Und wurde gleichzeitig der Ort für Recherche: Wer war eigentlich dieser Hieronymus? Woher kommt der Name des Ortes? … und die Schmiede für neue Geschichten. Elf Kinder und Jugendliche, im Wechsel begleitet von drei Erwachsenen, ließen sich inspirieren von der Landschaft, den Felsen sowie den Blumen und wilden Pflanzen, der Sonne und dem Regen, von den der Abgeschiedenheit und Stille mitten im Kurort. Entstanden sind viele kleine Kunstwerke, Zwerge, Kunstobjekte rund um die blauen Steine und der »schwebende Elf. Wir wünschen allen viel Freude beim Betrachten und Lesen unserer Arbeiten – im Namen aller Teilnehmer – Ines Eßer


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Der Greif Unterm Hieronymus, in nahezu märchenhafter Umgebung, entstand der folgende Text von Leonie Ziemann, der unter anderem eines der Geheimnisse des Zittauer Gebirges lüftet.

Vor langer Zeit als in Ägypten noch die Pharaonen und Götter herrschten, da schlüpfte irgendwo am roten Meer ein Greif. Seine Eltern allerdings hatten keine Chance ihn aufwachsen zu sehen, weil sie bald nach seinem Schlüpfen von Jägern gefangen wurden, denn in der Gegend gab es gute Preise für Greifenfedern. So also war der junge Greif eine Waise, und er hatte keinen mehr, der ihm das Überleben beibringen konnte. Er wusste somit nicht, was er durfte und was nicht, wie zum Beispiel Menschen fressen. Es fing ja eigentlich ganz harmlos an: Der junge Greif wartete, dass seine Eltern von der Jagd wiederkommen würden. Er wartete und wartete, doch sie kamen nicht wieder. Irgendwann kam er dann aus der Höhle heraus, weil er riesigen Hunger bekommen hatte. Er machte sich auf den Weg seine Eltern zu suchen. Er fand nur noch ihre Leichen. Daraufhin packte ihn eine riesige Wut auf die Mörder und er schwor sich, er würde sie finden und sich an ihnen rächen, doch gegen seinen Hunger half das auch nichts. Er lief noch eine ganze Weile durch die Wüste, bis er das Gefühl hatte nicht mehr zu können. Auf einmal stieg ihm ein komischer Geruch in die Nase...FLEISCH ! Es war der Kadaver einer Ziege, die höchstwahrscheinlich weggelaufen und verdurstet war. Er stürzte sich darauf und fraß sie. So ernährte er sich eine Zeit lang indem er durch die Gegend lief (weil er nie Fliegen lernte) und Aas fraß, schließlich brauchte er anfangs nicht viel. Irgendwann aber fing er an, sich nach mehr Fleisch zu sehnen und auch frischerem. Er ging also in die Nähe der Dörfer und fing an die Tiere der Dorfbewohner zu fressen. Die Dorfbewohner reichten eine Klage beim Pharao ein, doch dieser setzte nur ein Kopfgeld auf alle noch lebenden Greife aus, weshalb diese nun beinahe ausgestorben sind. Dieser hier aber wurde nicht gefangen und so wuchs er zu einem mächtigen Greif heran, der zwar nicht fliegen konnte, aber angsteinflößend aussah. Durch den engen Kontakt mit den Menschen (schließlich hatte er sich oft in der Nähe von Dörfern aufgehalten) hatte er gelernt die Menschensprache zu sprechen. Und so kam er eines Tages in das Dorf hinein, wo die damaligen Mörder seiner Eltern nun als Dorfälteste lebten. Er ging auf den Dorfplatz und fing an zu schreien: »Ich bin der eine Gott und der neue Herrscher dieses Dorfes! Ihr werdet mich anbeten und mir Tribut zahlen in Form von Fleisch! Wenn ihr das nicht tut, werdet ihr meinen Zorn zu spüren bekommen.« Er öffnete seine Flügel und machte drohenden Bewegungen mit ihnen. Die Dorfbewohner waren total verängstigt und ta-

ten, was er von ihnen verlangte, weil keiner von ihnen jemals einen Greif gesehen hatte und sie ihn wirklich für einen Gott hielten, doch irgendwann hatten sie keine Tiere mehr, die sie schlachten konnten und sie schickten einen Abgesandten zu ihm, der das berichten sollte. Dieser kam ganz zitternd zurück und berichtete, der Gott hätte geantwortet, dass sie ihm nun also immer jemanden opfern sollten. Da sie alle Angst vor seinem Zorn hatten, taten sie wie verlangt und fingen an ihre Kinder zu opfern. Irgendwann fiel Osiris, dem Gott des Jenseits, der Wiedergeburt und des Nils auf, dass in letzter Zeit ziemlich viele junge Menschen in sein Reich kamen und so beauftragte er den Zwergengott Bes, der beim Volk sehr beliebt war, sich mal umzuhören, was der Grund dafür war. Dieser kam zurück mit schrecklichen Nachrichten: »Da scheint irgendwo ein Greif zu leben, der sich als Gott aufgespielt und der die Menschen des Dorfes nach und nach verschlingt.... Er gehört bestraft!« Horus, der momentan König der Götter war, hörte dies und befahl: «Sched, du als der Retter der Menschen vor wilden Tieren (denn was anderes ist dieser Greif ja auch nicht) gehst hin und bestrafst ihn. Verbanne ihn irgendwo hin, wo er keinem mehr etwas tun kann.« Sched tat wie ihm befohlen und reiste in das Dorf. Er ging hin zum Greif und dieser empfing ihn mit den Worten: »Bist du mein nächstes Opfer? Ich hatte doch heute schon jemanden ….« Sched sagte erst einmal nichts und als der Greif ihn ansprang, packte er ihn und drückte ihn an die Wand. »Also hatte Bes Recht. Du frisst Menschen und spielst dich als Gott auf. Dafür verdienst du eine Strafe!« Der Greif fauchte verwirrt auf, er begriff nicht, was los war. Wieso war der Typ stärker als er selbst? Sched sah die Verwirrung des Greifen und sprach weiter: »Du weißt nicht, wer ich bin? Ich bin Sched, der Retter vor wilden Tieren und ich wurde von Horus geschickt, dich zu bestrafen. Zuerst einmal nehme ich dir die Gabe der Sprache, da es dir somit unmöglich ist erneut Menschen zu versklaven. Außerdem verbanne ich dich in ein Land, wo die Menschen keine Angst vor dir haben, da es bei ihnen mehr als genug magische Wesen aller Art gibt.« Er klatschte in die Hände und ein Sandsturm erschien, welcher den Greif hochhob und forttrug, fort aus Ägypten, über das Mittelmeer hinweg in ein kälteres Land, genauer gesagt nach Deutschland, ins Zittauer Gebirge. Nun hockt der Greif also hier fest und kommt nicht mehr nach Hause. Und wenn man nachts im Zittauer Gebirge ist, kann man manchmal sein Geschrei und Geheule hören. •


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Impressionen schkola in aktion

Sport frei Sportfest in Ostritz

Ostritz Am 18.09. war das Sportfest. Das war sehr cool. Wir haben folgende Sportarten gemacht: Seilspringen, Schlagballweitwurf, Weitsprung, Standweitsprung und Sprint. Am Anfang haben die Mädchen einen 800m – Lauf und die Jungen einen 1000m – Lauf durchgeführt. Aber egal welche Länge, alle waren danach sehr geschafft. Ich habe mich vor lauter Anstrengung danach auf den Rasen geschmissen und leider genau in einen Hundehaufen und so was finde ich so was von Sch.... So was darf auf einen Sportplatz einfach nicht sein und hat dort nichts verloren! Annabel Junge Ziel des Sportfestes war für die Kinder der Klassen 2 – 6 das Erreichen des Sportabzeichens. Von den 48 teilnehmenden Kindern haben 9 die Leistungen für das Abzeichen in Gold erreicht, 23 für Silber und 9 für Bronze. In den kommenden Wochen werden die Kinder ihre Abzeichen erhalten. Auch unsere Erstklässler betätigten sich auf dem Schulgelände sportlich mit verschiedenen Übungen, Spielen und Läufen und durften sich anschließend auf dem Spielplatz vergnügen. Wir möchten uns an dieser Stelle beim OBC und bei der Stadt Ostritz für die Nutzungserlaubnis des Sportplatzes

bedanken. Finanziell unterstützt wurden wir von dem Projekt: »Jugend bewegt Kommune«. Frank Schömann


Schkola in aktion / Online

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Mit dem Schäfer unterwegs Artur ist der kleine Sohn der Schäferfamilie, die im September auf der Wiese hinter unserer Schule in Hartau eines Morgens Quartier bezogen hatte. Er zeigte mir und den Arthur – Kindern, wie er mit seinem Vati zum täglichen Austrieb aufbricht. Annett Holz, Hartau Mit Kühen, einer Schafherde und einem Haus auf Rädern war die Familie ins Dreiländereck gezogen, um hier als Wanderschäfer über geeignete Flächen und Flure in Deutschland, Tschechien und Polen zu ziehen. Die Kinder erfuhren Wissenswertes über die Schafhaltung, alte Rassen, den Tagesablauf eines Schäfers und durften eine Stunde lang die Herde am Neißedammweg begleiten. Dabei war es nicht immer einfach die »richtige Herde« zu hüten. Der Laufdrang der Schafe, nachdem sie aus dem Nachtferch heraus kamen, übertrug sich auf die Kinder. Die lernten dabei, wie schnell sich Unruhe auf die sensiblen Tiere übertragen kann. Mit einer Handvoll Wolle vom Schafbock gingen alle zufrieden zurück zur Schule. Nun ist im Unterricht das Thema »Haus- und Nutztiere« dran. Den Einstieg hatten die Kinder schon.

Anerkennung (K)einer anderen Art Anerkennung zu bekommen, ist etwas Schönes. Man gehört dazu. Anerkennung zu bekommen kostet Kraft, Ausdauer, optimistische Personen, Disziplin und Durchhaltevermögen. Im schulischen Kontext bedeutet Anerkennung, wenn eine Schule selbst Prüfungen abnehmen darf. Nach der Phase der Genehmigung, kann eine Schule den Status der Anerkennung beantragen. Die Schkola-Schulen in Hartau, Ostritz und Oberland als Grundschulen sowie unsere Mittelschule sind schon viele Jahre ANERKANNT. Seit dem Schuljahr 2014/15 nun auch unser Gymnasium im Oberland. Bemüht man Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung) so ist folgendes zu finden: »Anerkennung bedeutet die Erlaubnis einer Person oder einer Gruppe gegenüber einer anderen Person, Gruppe oder Institution, sich mit ihren derzeitigen spezifischen Eigenschaften an der Kommunikation, an Entscheidungsprozessen oder anderen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Der Begriff Anerkennung wird auch als Synonym für Akzeptanz, Lob oder Respekt verwendet. Gegenseitige Anerkennung gilt als notwendig für jede Art von Zusammenleben, beispielsweise in der Ehe, in einer Schulklasse oder im Beruf. Wird ein Gruppenmitglied nicht anerkannt, gerät es in Gefahr, zum Außenseiter zu werden.« Die Schkola ist anders aber kein Außenseiter in der Region, keine andere Art. Wir sind mittendrin und bereichern das Dreiländereck. In den Ferien hat die Schkola gGmbH den Bescheid über die Anerkennung der Schkola Oberland – freie Schule an der Haine (Gymnasium) zum Schuljahr 2014/15 erhalten. Damit kann die erste Klasse 11 beruhigt in die Oberstufe gehen und ihre Abiturprüfungen in zwei Jahren am eigenen Standort ablegen. 2006 ist das Gymnasium in Ebersbach-Neugersdorf

genehmigt worden. Mit einem besonderen Konzept mit dem Fach Nachbarschaft und Sprache (Tschechisch / Polnisch), altersgemischten Lernformen mit einem hohen Anteil an Selbststudienzeiten und Inklusion von Schülern mit Behinderungen ist die Schkola eine Lernort, der die Bildungslandschaft hier im Dreiländereck bereichert. In mehreren Besuchen der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) wurde dieses Konzept in den letzten zwei Jahren intensiv geprüft und konnte überzeugen. Dabei gab es im Vorfeld mehrere Gespräche in der Sächsischen Bildungsagentur sowohl in Bautzen als auch in Dresden, folgten drei Vorortbesuche und Gespräche sowohl mit den Eltern als auch mit den Schülern, fanden Hospitationen der Fachberater statt. Auch Herr Belafi als Direktort der SBA sowohl politische Vertreter der CDU waren in dem Prozess involviert. Doch ohne das Engagement der Lehrer, Schüler und Eltern wäre es nicht möglich geworden, die vielen Fragen zu beantworten und mit unserem Konzept zu überzeugen. Ich wünsche Ihnen nun Ruhe und Besinnung auf das Wesentliche, auf unsere Schüler zu einem guten Abitur. Die Weichen dafür sind gestellt. Ute Wunderlich


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Termine

Termine SCHKOLA Lückendorf

SCHKOLA Ostritz

03.11. – 07.11.14​​

08.11.14 Tag der offenen Tür (10.00 – 14.00 Uhr)

Herbstputz: jedes Vereinsmitglied hat ganz individuell die Möglichkeit uns behilflich zu sein.

16.11.14​ Sankt Martinsfest ab 17.00 Uhr In der Lückendorfer Kirche findet ein Kindergottesdienst mit der Geschichte über Sankt Martin statt. Anschließend singen wir Lieder beim Lampionumzug. Es gibt Kinderpunsch mit Martinshörnchen zum Teilen.) ​ 8.11.14 2

​​​ Wir treffen uns ab 14.00 Uhr um unser Zwergenhäus`l weihnachtlich zu schmücken.

01.12. – 05.12.14​ ​Schkola-Laden ist auf der Reichenberger Straße geöffnet..

10. – 14.11.14 Schwimmwoche Kl. 3 12.11.14 Elternabend für neu angemeldete Eltern (Schuljahr 2015/16) 24.11.14

Oma – Opa – Tag Max / Maja

26.11.14

Weihnachtsmärchen Zittau

06.12.14

Weihnachtsmarkt Ostritz

08.12.14

unterichtsfreier Tag

10.01.15 Neujahrskonzert 05.02.15 Eisfasching

05.12.14​​

J ährliche Weihnachtsfeier für alle Schkola Angestellten Wir haben bis 16.00 Uhr geöffnet.

10.12.14​​​

 ma – Opa – Weihnachtsfeier O Beginn: 15.00 Uhr

SCHKOLA Hartau

22.12.14

​​Kinder – Weihnachtsfeier ab 9.00 Uhr

10.-14.11.14 Schwimmwoche Kl. 3

Das Zwergenhäus`l bleibt vom 24.12.2014 bis 04.01. 2015 geschlossen. ​10.01.15​​​ Neujahrskonzert für unsere Katzenkinder

26.11.14

Weihnachtsmärchen

09.12.14 Arthur/ Weihnachtskegeln 12.12.14 Emma/ 15.12.14 Korax/ 19.12.14 Olli 05.02.15

Eisfasching

 odelfasching auf dem Lückendorfer R Rodelhang im Oberdorf ab 14.30 Uhr

01.04.15

Frühlingsfest

13.05.15

Sportfest Ha/ Hr in Dt

26.01.15

 ir feiern mit den Kindern die VogelW hochzeit.

08.-12.06.15

Exkursionen

05.02.15

Fahrt zum Eisfasching nach Jonsdorf mit den Schlaufuchskindern.

15.-19.06.15

(Korax ab Montag)

ab 20.03.15

Schwimmen Kl. 2

30. und 31.03.15

Tsch. Theater

25.01.15

09.02. – 20.02.15 Winterferien 17.02.15

»Lückendorfer Schau – helau – helau – helau« Wir feiern Fasching.

Besuchen Sie uns im SCHKOLA Weihnachtsladen! in der Reichenberger Straße in Zittau

Vom 01.12. bis 05.12.14

Montag Dienstag bis Freitag

14.00 bis 18.00 Uhr 10.00 bis 12.00 Uhr 14.00 bis 18.00 Uhr

Produkte aus Kinder- und Schülerhand: Keramik, Holzarbeiten, Papierbasteleien, Filz- und Strickkunst, Essig und Öl, Marmeladen verschiedener Art,… Werbung und Verkauf durch Schüler Der Erlös kommt den Einrichtungen zu Gute.


Themenüberschrift

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SCHKOLA gGmbH 07./08.11.15

Azubi- und Studientage Leipzig

11. – 18. 10.14

Oberstufe Englandfahrt OL

28.02.15

Begegnungstag für die Eltern OL 9:00 – 12:00

08.11.14 T.d.o.T. SCHKOLA Hartau/Ostritz 10:00 -14:00 Uhr

14.03.15 Trinationales Volleyballturnier

10.-14.11.14 Schwimmwoche Ha

01.04.15 Frühlingsfest

15.11.14 14:00 – 17:00

T.d.o.T. ZS U Nemocnice

22.11.14 10:00 – 14:00

T.d.o.T. SCHKOLA Oberland

01.-05.12.14 Weihnachtsladen 10.01.15

Neujahrskonzert in Rumburk

23.-27.03.15 Osterladen

02.04.15 Gründonnerstag 18.04.15

Hexenwanderung – OL

24.04.15 Päd. Teamwochenende 13.05.15 Sportfest Ha/Hr 20.05.15 Sportfest Unterstufe OL

15.01.15 Tag der offenen Hochschultür

12.06.15

Gartenfest – Pastelka

23.-24.01.15 Jahresklausur

29.06. – 04.07.15

Woche der offenen Unternehmen

04.07.15

Zeugnisübergabe HS/RS mit Ball

24.-27.01.15

Skilager

05.02.15 Eisfasching

10.07.15 Zeugnisübergabe

06.02.5 Halbjahreszeugnisse

SCHKOLA Oberland Grundstufe

03. – 07.11.14

Schwimmkurs Kl. 3 in Varnsdorf

15.11.14 14:00 – 17:00

T.d.o.T. ZS U Nemocnice

22.11.14 10:00 – 14:00

T.d.o.T. SCHKOLA Oberland

26.11.14 Schwimmunterricht der Kl. 2 beginnt 10.12.14

Weihnachtsnachmittag – Pastelka org. – Schüler und Eltern nach Klassen in Rumburk – verschiedene Orte

24. – 27.01.15

Skilager

05.02.15

Eisfasching

06.02.15

Halbjahreszeugnisse

28.02.15 Begegnungstag für die Eltern – 9:00 – 12:00 Schkola Oberland org. Mittelstufe 10. und 11.11.14

Begegnungstag Hank, Conny

12. und. 13.11.14

Begegnungstag Freddie, Rudi

15.11.14 14:00 – 17:00

T.d.o.T. ZS U Nemocnice

22.11.14 10:00 – 14:00

T.d.o.T. SCHKOLA Oberland

13. und 14.01.15

Begegnungstag Freddie, Rudi

15. und 16.01.15

Begegnungstag Hank, Conni

25. – 30.01.15

Skilager

05.02.15

Eisfasching

16. und 17.03.15

Begegnungstag Hank, Conni

19. und 20.03.15

Begegnungstag Freddie, Rudi

Oberstufe 05. – 06.11.14

NaSpra 7 NaSpra – Orxgem NaSpra – Dzialoszyn

22.11.14 Tag der offenen Tür 11.12.14

NaSpra – JBZ in Hradek NaSpra 8 Orxgem fährt nach Dresden

12.12.14

NaSpra 8

17. – 18.12.14

NaSpra 10.2 – Bogatynia

19. – 30.01.15

Vorprüfungen (Kl. 9 – HS; Kl. 10 – RS + BLF)

26. – 30.01.15 Skilager 06.02.15

Halbjahresinformation


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Freie Schulen nach der Landtagswahl Nach den Landtagswahlen in Sachsen werden wohl CDU und SPD eine neue Landesregierung bilden. Ein Thema der Koalitionsgespräche wird sicherlich die Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils vom November 2013 sein. Die damals noch oppositionelle SPD hatte gemeinsam mit Grünen und Teilen der Linken vor dem obersten sächsischen Gericht ein bahnbrechendes Urteil erwirkt, das die finanzielle Gleichstellung der freien Schulen zur Folge haben soll. (Zur derzeitigen Finanzierung im Vergleich staatliche und freie Schule siehe www.wir-sind-die-schule.de/finanzierung) CZ Seit Januar 2014 trafen sich Vertreter der freien Schulen mit Vertretern aus dem SMK um über eine Übergangslösung und ein neues Gesetz zu diskutieren. Dennoch ist bis heute fast nichts von dem bekannt, was in einem Gesetzesentwurf stehen soll. Mit welchen Größenordnungen können freie Schulen zukünftig rechnen? Was wird aus dem Schulgeld? Werden die Gebäudekosten endlich in voller Höhe anerkannt? Wird die Schülerbeförderung berücksichtigt? Was wird aus der Wartefrist mit deren Hilfe in den letzten Jahren Schulneugründungen nahezu verhindert wurden? Diese und weitere Fragen wird der Gesetzesentwurf beantworten müssen, der allerdings kaum vor Februar 2015 an die Öffentlichkeit gelangen dürfte. »Bis dahin sind wir auf Vermutungen und Hinweise angewiesen«, so bilanzierten das die Vertreter der freien Schulen aus der Oberlausitz, die sich am 24.9. in der Dietrich-Heisse-Schule in Görlitz trafen um die aktuelle Situation zu diskutieren. Auch bei der Mitgliederversammlung der AG der freien

Schulen Sachsens (AGFS) wenige Tage zuvor in Dresden war nicht mehr zu erfahren. Das Fazit hier lautet: »Es wurden umfangreiche Daten im Detail diskutiert, durch das SMK wurde aber verhindert, dass bisher eine Gesamtzusammenstellung zustande gekommen ist«. Nach Erscheinen des Gesetzesentwurfes wird die AGFS kurzfristig eine Mitgliederversammlung einberufen, um den Entwurf gemeinsam zu bewerten und die Begleitung des parlamentarischen Gesetzgebungsprozesses aktiv zu begleiten. Aus dem selben Anlass wird es dann auch ein kurzfristiges Treffen der freien Schulen der Landkreise Bautzen und Görlitz geben. Viele der Anwesenden in Dresden wie Görlitz waren sich im Übrigen darüber hinaus einig, es täte der Schullandschaft in Sachsen insgesamt gut, wenn freie Schulen die gleichen finanziellen Mittel wie staatliche Schulen und diese umgekehrt die gleichen Freiheiten wie freie Schulen genießen dürften-zum Wohle der Kinder und des Bildungsstandortes Sachsen.

Tradition, Höhepunkt, Klassen- und Elternzusammenhalt – alles Eins! Hartau Zu einer besonders schönen Tradition, beliebt bei Kindern und Eltern, gehört in der Emma–Klasse eine Übernachtungsparty in der Nacht zum letzten Schultag mit entspannter Zeugnisausgabe als Höhepunkt. Zwei »Mannschaftszelte« wurden dafür bereits einen Tag vorher auf dem Grundstück um das Glashaus in Pethau von Eltern aufgebaut. Nach dem Einzug mit Schlafsäcken, Isomatten und Kuscheltieren ging es zum Baden an den Olbersdorfer See. In der Zwischenzeit wurde aus den mitgebrachten Leckereien ein feines Abendbrotbuffet vorbereitet. Am Lagerfeuer gab es dann Stockbrot, Gitarre, Gesang und – bei den Kindern sehr beliebt – selber gelesene Geschichten im Schein des Feuers. Die helfenden sowie übernachtenden Eltern und natürlich auch Birgit hatten einen entspannten und sehr gemütlichen Abend oder man könnte auch Nacht sagen. Als die Kinder dann in ihren Schlafsäcken schlummerten, rückten die Erwachsenen noch näher an das Feuer und ließen den Abend ausklingen. Nach dem Frühstück im Freien bekamen die Kinder ihre Zeugnisse mit einer Rose und ein paar warmen, herzlichen oder hier und da auch hinweisgebenden Worten überreicht. Manch einer erhielt eine Auszeichnung bzw. Urkunde oder den Obstteller als »Frucht der Woche« – Trophäe. Die »alten« Emmas wurden noch gebührend mit Herz und Schmerz verabschiedet. Dann starteten alle wohlvergnügt und perfekt eingestimmt in die großen Sommerferien.

Der selbstverständliche Eltern– und Klassenzusammenhalt erstaunt immer wieder. Wir freuen uns schon auf das nächste Fest! Elternstimmen


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Alles nur eine Riesenseifenblase?

Ein traditioneller Brauch in Hartau ist jedes Jahr das Abschlussfest der vierten Klasse. Dieses von Eltern vorbereitete Fest stellt den letzten Höhepunkt des 4. Schuljahres dar und wurde im vergangenen Jahr mit einer Schatzsuche begonnen. Die nach einiger Zeit gefundene Schatzkiste konnte jedoch nur mit einem bestimmten Schlüssel geöffnet werden. Aber wo ist der? Wer könnte ihn haben? In der Schule wieder angekommen, ging die Suche deshalb weiter. Zwischenzeitlich übergaben die Eltern und Schüler an die Lernbegleiter des Vormittags- und Nachmittagsbereiches eine Holzbank für den Garten. Zur Erinnerung brannten die Kinder auf dieser mit Lötkolben ihre Namen ein. Bei einem reichhaltigen Buffet, bestückt von den einzelnen Familien und ihren mitgebrachten Leckereien und den Vätern, die geduldig den Grill bedienten, wurde ein wohlschmeckendes Abendessen für alle gezaubert. Die Kinder

suchten dabei weiter unermüdlich nach dem Schlüssel für die Schatzkiste und probierten eine Menge »gefundener« Schlüssel aus. Als endlich der einer passte, hielt sich die Freude vorerst in Grenzen. Was sollte das? Stöcke, Wollfäden und so eine Tunke? Aber einige Kinder wussten damit sofort etwas anzufangen. Mit wenigen Handgriffen kreierten sie riesige Seifenblasen und alle hatten Spaß am Einfangen. Die Eltern tauschten in gemütlicher Runde ihre Erfahrungen zu 4 Jahren Schkola aus. Sie zeigten Dankbarkeit und Zufriedenheit darüber, dass es ihren Kindern ermöglicht wurde, eine glückliche und schöne Grundschulzeit in Hartau zu erleben. Von wegen alles nur eine Riesenseifenblase! Beitrag von Eltern der Abschlussklasse 2013/14 in Hartau

Am 9.10. endete die Kunstausstellung – Fotografie und Malerei/ Grafik – in der Sparkasse Neugersdorf. 17 Jugendliche reflektierten über ihren eigenen künstlerischen Schaffensprozess. Frau Anja Günther drückte ihre Freude und Anerkennung für diese Werke aus, die bereits seit vier Wochen in der Etage des Kundenverkehrs für alle Betrachter zu sehen gewesen waren. Rica Maurer sorgte mit ihrer Geige für die musikalische Umrahmung.


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Kanuwanderung 2014 ein Reisebericht

(Oder: Kann Mann einarmig Palatschinken backen?)

In der Zeit vom 29. Juni bis 4. Juli 2014 fand erneut eine Kanuwanderung, diesmal auf der Moldau/Vltava, statt. Mit Honza und Susanne gingen 18 Schkolaner der Klassenstufen 5 bis 10 am Sonntagmorgen auf Tour. Darunter befanden sich sowohl erprobte Paddler – die Teilnehmer der in gewisser Weise legendären Paddelwoche 2012 auf der Eger/Ohre –, aber auch unerfahrene, gleichsam unerschrockene Einsteiger. Zu diesen gehöre auch ich. Bereits während der Hinfahrt herrschte eine gelöste Stimmung und freudige Erwartung auf die kommenden Tage. Der Busfahrer nahm eine Route direkt durch Prag und ermöglichte so eine interessante Stadtrundfahrt. Honza brillierte dabei als Reiseführer. Je näher wir Vyšší Brod, dem Ausgangspunkt der Wanderung am Lipno-Stausee kamen, umso düsterer und regenschwerer wurde der Himmel. Unsere Ahnung, dass er dies auch in den nächsten Tagen wohl sein würde, trat glückerweise nicht vollständig ein.

Nach herzlicher Begrüßung durch unsere Guides Bára und Ivan wurden rasch die Zelte aufgebaut und das Material – Neoprenanzüge, Boote, Paddeljacken und Schwimmwesten – von der jeweiligen Bootsbesatzung übernommen. In dem Becken unterhalb der Staumauer übten wir unter Ivans Anleitung den sicheren Umgang mit den Booten. Besonders das gezielte Kentern forderte in der raschen Strömung der Moldau einige Überwindung. In der Zwischenzeit bereitete Bara das Abendessen vor. Einige Jungs organisierten Feuerholz und erweiterten unfallfrei ihre Fähigkeiten beim Holzhacken. Die Axt kam auch in den nächsten Tagen kaum zur Ruhe und unser Lagerplatz war stets leicht ob der Fülle der Hackspäne zu erkennen. Die beiden Ruhetage ausgenommen lebten wir in diesem Rhythmus: Essen, Lager abbauen, paddeln, Lager aufbauen, Holz holen und hacken, Essen, am Feuer sitzen...


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Die Kanuwanderung auf der Moldau bis zu unserem Ziel in Zlatá Koruna haben wir in drei Paddeltagen mit Tagesetappen zwischen 12 und 22 Flusskilometern bewältigt. Am Dienstag, dem ersten Ruhetag, blieben wir im Kemp Branná. Spätesten hier wurde mir klar, dass mit dem Wortteil »Wanderung« solche auch gemeint war. Wir wanderten stromaufwärts über Berg und Tal nach Rožmberk und zurück. Die tags zuvor auf der Moldau passierte Burg Rožmberk ist ein beeindruckendes Bauwerk, deren Englischer Turm uns eine fantastische Aussicht auf die Gegend mit der sich in Schleifen windenden Moldau bot. Am Nachmittag standen Übungen an. Mit dem Wurfsack wurden hilflose, im Wasser treibende Paddler geborgen oder mit dem Kajak abgeschleppt. Den Abschluss bildete ein lebhaftes Rugbyspiel auf dem Wasser. Zeitlich in der Mitte der Kanuwanderung gelegen und gleichzeitig für mich der Höhepunkt war die Ankunft in der wunderschönen Stadt Český Krumlov. Unsere Erkundung der Gassen und Straßen fiel in die Abendstunden. Eine märchenhafte Stimmung lag über der Stadt. Auf der Moldau faszinierten die wechselnden Landschaftsbilder: Eben noch im engen Tal mit hohen Böschungen, folgten darauf weite Einblicke und Stadtansichten. Ruhiges, fast stehendes Wasser wechselte sich mit Wildwasser, schnell strömend, ab. Momente als einsame Bootsbesatzung, das nächste Boot gerade noch in Sichtweite, wechselten dann wieder mit Phasen, in denen alle Boote zusammen als ein großes Paket auf der Moldau trieben. Jede Durchfahrt der 10 Wehranlagen verlangte Konzentration und Zusammenarbeit, brachte Spannung und machte Spaß. Am Ende des letzten Paddeltages vertrieb das horizontale Bungee – Running – Spiel neben einem super Grillmenü aufkommende Wehmut über das Ende dieser unbeschwerten Tage. Pünktlich war am nächsten Morgen das Lager ein letztes Mal abgebaut und die Rückreise begann. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen an eine besondere Teamleistung aller Paddler. An dieser Stelle spreche ich meinen herzlichen Dank an Honza und Susanne für die Idee und Umsetzung der Kanuwanderung aus. Beide habe ich in die-

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ser Zeit um ihre Arbeitsplätze ob dieser Möglichkeiten beneidet. Mit unendlicher Geduld, stets mit Freude und Spaß bei der Sache sowie großem persönlichen Einsatz und einer Selbstverständlichkeit, die ihresgleichen sucht, waren sie im Dauereinsatz für alle Teilnehmer der Kanuwanderung und damit für die Schkola da. In ganz besonderem Maße danke ich Bára und Ivan im Namen der Teilnehmer für die warmherzige Betreuung und allen gemeinsam ertragenen Mühen in dieser Zeit. Und zum Schluss schließe ich Angie, die stets mit vier Pfoten für Ablenkung und gute Stimmung sorgte, in den Dank ein. Leider blieb die Tour nicht unfallfrei. Ivan verletzte sich am ersten Wehr und musste ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Mit uns paddeln konnte er mit verletzter Schulter nicht mehr. An seiner Stelle übernahm Bára die Führung auf dem Wasser. Als wäre nichts geschehen, bereitete er uns allen am nächsten Tag in der Feldküche "mit links" erstklassige Palatschinken zu. Und leider blieb es nicht bei dieser einen Verletzung. Ich wünsche ihm sowie auch den weiteren verletzten Paddelgefährten weiterhin rasche und vollständige Genesung. Mein Fazit: Wer diesmal nicht dabei sein konnte, hat etwas verpasst. Und während wir auf der Moldau unterwegs waren, reifte in dieser Zeit bei Honza der Plan für die nächste Ausfahrt 2015. Es geht in der ersten Juliwoche nach Österreich in die Lienzer Dolomiten. Es stehen Wildwasser-Rafting, In-Line Skaten und Touren auf leichten Klettersteigen auf dem Programm. Nähere Informationen folgen....


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Indischer Hauch in der Schkola Hartau Räucherstäbchenduft im Schulhaus und Essen mit den Fingern erlaubt! Hartau Kurz vor den Ferien lernten unsere Schüler vier Tage lang Indien näher kennen. Das begann mit dem Duft von Räucherstäbchen, der jeden Morgen durchs Schulhaus zog. Eine Einführungspräsentation machte die Kinder neugierig auf die kommenden Tage und gab auch darüber Auskunft, was die Schkola mit Indien zu tun hat. Danach gab es zwei Tage lang »Indien pur« zu entdecken – mit dem Kopf und allen Sinnen bei verschiedenen Angeboten. Indische Märchen wurden mit Musik oder Malen künstlerisch dargestellt, Rechentricks aus der vedischen Mathematik konnten getestet werden und natürlich wurden Yogaübungen vorgestellt und ausprobiert. In anderen Gruppen wurden Mandalas aus vielen verschiedenen Materialien gelegt. Einige Kinder probierten sich im Herstellen indischer Speisen aus. Räucherstäbchen aus der Produktion, die von Mike Wohne in Muribahal initiiert wurde, mussten für den Verkauf abgezählt und verpackt werden. Einigen Kindern gelang es sogar, selbst ein Räucherstäbchen herzustellen. Am Abschlusstag präsentierten alle Gruppen, womit sie sich an diesen Tagen beschäftigt hatten. Vom Turbanwickeln bis zu einer gemeinschaftlichen Yoga-Übung für alle, die Lust hatten, reichte die bunte Palette. Alle echten indischen Räucherstäbchen wurden verkauft! Als Mittagessen gab es ein von Schülern selbst gekochtes indisches Dal mit Reis, bei dem natürlich das Essen mit den Fingern erlaubt war. Die Begrüßung „Namaste“ hat seitdem in unserem Morgenkreis Einzug gehalten. Tipp zum Weiterlesen: www.gaiatreeschool.org Kristin Borostowski

Wo kann man als Kind drei Wochen lang in einer Gaststätte Mittagessen? Lückendorf Hier im Lückendorfer Zwergenhäus`l konnten dies die Kindergartenkinder erleben. Ermöglicht wurde es schon zum zweiten Mal von der Gaststätte »Schmiede« in unserem Heimatort. Das gesamte Team empfing uns jeden Tag auf das Herzlichste und erfüllte uns sogar eine »Essenwunschliste«. Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bedanken. Aber nicht nur unser Mittagessen konnten wir in der Schmiede einnehmen. Es kommt für unsre Zwerge noch besser. Die »Schmiede« spendet den entstandenen Rechnungsbetrag dem Zwergenhäus`l. Somit bezahlen zwar die Eltern regulär ihre Rechnung aber wir bekommen das Geld für die Neuanschaffung eines Taxi`s für die Kinder im Garten – einfach großartig!


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Tour der Hoffnung

Ostritz Krebs ist ein sensibles Thema. Es lässt keinen unberührt. Vor 31 Jahren startet erstmals eine Gruppe von Radlern durch Deutschland, mit dem Ziel, Spenden für krebsund leukämiekranke Kinder und Jugendliche zu sammeln. Ärzte, ehemalige Patienten sowie Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft setzten sich schon aufs Rennrad. Bis jetzt konnten 30 Millionen Euro »erstrampelt« werden. In diesem Jahr führte diese besondere Radtour auch durch Sachsen. Am 08.August legten die HoffnungsRadler einen Zwischenstopp im Ostritzer Kloster Sankt Marienthal ein.Für uns stand fest »Wir möchten auch helfen!«. Dafür hatten wir in der letzten Schulwoche einen Kuchenbasar in der Schkola organisiert. Eltern und Großeltern unterstützten uns tatkräftig durch ihre gebackenen Kuchen. Im Rahmen unseres Jahresabschlussfestes fand dieser Basar statt und brachte einen Erlös von 193.00 € ein. Bei dieser Tour wurde ein wunderschönes Lied »Licht der Hoffnung« gesungen. Kinder aus Ostritz hatten die Möglichkeit bei dem Stopp im Kloster dieses Lied gemeinsam mit Geraldine Olivier zu singen.

Tage vorher schallte das Lied der Hoffnung durch die Mauern der Schule, denn Kim und Sarah übten dieses fleißig ein. Unsere Ferienspielgruppe schrumpfte von Tag zu Tag, so dass nur noch Denis die beiden Mädchen unterstützen konnte. An unserem letzten Ferienspieltag war es dann soweit. Gemeinsam starteten wir in das Kloster. Die Kinder waren ganz aufgeregt und hatten Angst, ihren Text zu vergessen. Aber als sie dann auf der Bühne die ersten Takte des Liedes sangen, war alle Aufregung vorbei und textsicher erklang das Lied. Gänsehautfeeling, denn dabei wurde einem bewusst, für wen und warum diese Tour stattfand. In diesem Augenblick richteten sich die Gedanken an diese krebskranken Kinder. Das ganze Schkola-Team wünscht den Kindern und ihren Familien viel Kraft für ihren Weg. Von den in diesem Jahr gesammelten Spenden erhalten auch die Kinderkliniken in Görlitz und Bautzen eine finanzielle Unterstützung. Ariete Kafka

»KORAX« auf Tour Am 30.08.2014 begann die weite Reise des kleinen Papierraben »KORAX« SCHKOLA Hartau Es war der Einschulungstag vieler aufgeregter Erstklässler. Sie alle hatten einen Raben aus Papier mit einer langen Schnur an einen Luftballon gebunden und diesen auf Reisen geschickt. Einer davon hat den Weg zurück in die Schkola Hartau gefunden. Pia war ganz aus dem Häuschen, als sie den großen Brief zum ersten Mal sah. Ihr Rabe hatte es geschafft. Er ist etwa 120 Kilometer bis nach Brzeg Dolny in Polen geflogen, wo er an einem Gartenzaun hängen blieb und von dem 8 Jahre alten Szymon gefunden wurde. Für Szymon werden wir noch eine schöne Karte basteln und sie ihm als Dank zurückschicken. T.K. - Mutti von Pia


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Unser Schuleintritt

Nasze rozpoczęcie roku szkolnego w Ostritz

Ostritz »Die Schatzsuche war das Beste.« – so war die erste Resonanz auf den Schuleintrittstag. Dies war aber nur der krönende Abschluss des großen Tages unserer Schulanfänger.

Ostritz »Szukanie skarbu było najlepsze.« – taka była pierwsza reakcja dotycząca dnia rozpoczęcia roku szkolnego. Jednakże to było tylko więczące zakończenie wielkiego dnia naszych pierwszoklasistów.

Nach einem Theaterspiel mit viel Lachen und Begeisterung der Kinder und ihren Familien, gab es die Begrüßung durch die Lernbegleiter in den Klassenräumen. Natürlich wurden die Zuckertüten von den Kindern sehnsüchtig erwartet und anschließend konnten Alle endlich das wunderbar aussehende Buffet stürmen.

Po sztuce teatralnej z dużą dawką radości i zachwytem dzieci oraz ich rodzin, odbyło się powitanie przez nauczycieli w pomieszczeniach klasowych. Oczywiście dzieci z utęsknieniem oczekiwały na rożki cukrowe, następnie wszyscy mogli nareszcie udać się do wspaniale wyglądających stołów z jedzeniem.

Einen großen Dank an Alle, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Die vielen fleißigen Hände und Unterstützer haben den Kindern und Familien einen unvergesslichen Tag geschenkt.

Pragniemy podziękować wszystkim, którzy przyczynili się do tego, że ten dzień był udany. Wielu pomagających podarowało dzieciom i ich rodzinom niezapomniany dzień. Podczas tego święta dało się odczuć osobiste »witamy w naszej szkole« oraz także w minionych pierwszych dniach szkolnych dzieci szybko zaaklimatyzowały się do nowych warunków.

Bei dieser Feier wurde das persönliche »Willkommen in der Schkola« spürbar und auch in den nun vergangenen ersten Schultagen konnten die Kinder schnell heimisch werden.


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„Vielen Dank für diesen stressfreien Schulanfang.“ Eines Tages kommt er auf jeden von uns zu. Der erste Schultag. Dieser kann durchaus „Verwöhnung pur! “ bedeuten, wie die Eindrücke von Eltern und Gästen zur Schuleingangsfeier 2014 in der Schkola Hartau beweisen.

»Wir möchten uns herzlich für dieses Fest bedanken . Wir durften es bereits zum dritten Mal erleben und haben wieder festgestellt: Ein Tag wie dieser mit solchen Eindrücken bleibt für immer im Gedächtnis.«

»Vielen Dank für diesen stressfreien Schulanfang. Das Essen war lecker und die Selbstbedienung unkompliziert. Das Programm war schön und nicht zu voll . So gab es Zeit zum Unterhalten .« Fam K.

Familie Suchy/Zoschke

»Tolles Fest – Großartiges Ambiente – Verwöhnung pur! Die Entscheidung für die Schkola war nicht nur wegen des Festes richtig!«

»Als wir unseren Schulanfänger im Laufe des Festes beim Fußballspiel mit anderen Kindern beobachten konnten , wussten wir, hier wird er sich wohlfühlen . Danke!«

Fam. He.

Fam. G.

»Auch wenn es bei der Kutschfahrt regnete , die Kiddis waren begeistert! Gern beteiligen wir uns im nächsten Jahr an den Helferaufgaben für das Fest.«

»Wir Erstklässlereltern konnten entspannt mit der ganzen Familie und vielen Gästen das Schuleingangsfest genießen und das nicht zum ersten Mal . Danke!«

Fam. Ha.

Fam. Ullmann

»Das Programm war schön . Aber sollten nicht die Schulanfänger mehr im Mittelpunkt und oben auf der Bühne stehen?«

»Wir bedanken uns bei unseren Schauspielern und Sängern sowie deren Eltern für den tollen Einsatz zum Programm.«

Eine Oma

Annett Holz und Kristin Borostowski


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André Stern »Guten Abend. Bonsoir. Ich heiße André und ich bin ein 43-jähriges Kind ... « Antje Hempel, Dresden »Guten Abend. Bonsoir. Ich heiße André und ich bin ein 43-jähriges Kind ... « Der Vortragsabend von André Stern beginnt mit berührenden Sätzen, die an Erich Kästners Worte erinnern: »Nur, wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.« Was lernen wir in der Schule für unser Leben? Ist unser derzeitiges Bildungssystem überhaupt in der Lage, den individuellen Lernprozess von Kindern und Jugendlichen aktiv zu fördern? Oder werden lediglich die Vorstellungen und Erwartungen von Schule und Gesellschaft an die Schüler übertragen und bewertet? Und was bedeutet das für die individuelle Begeisterung und Kreativität, die wir als Kleinkinder noch haben, die in den Folgejahren dann massiv nachlässt, oft versiegt. Kinder eigenen sich spielerisch die Welt an; für diese Form der Wissensaneignung ist das menschliche Gehirn von Anfang an »ausgelegt« und es bedarf unser Vertrauen in die individuelle Selbstlernfähigkeit des Kindes. André Stern weist deutlich auf die Grenzen unseres derzeitigen Bildungssystems hin und ruft uns, Eltern und Pädagogen, eindringlich zu einem Paradigmenwechsel in Erziehung und Bildung auf: weg von Angst, Drill und Bewertung – hin zur vertrauensvollen Entfaltung der natürlichen Begabungen unserer Kinder. Sterns Erfahrungen über sein freies Lernen ohne Schule bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Werdegang eines Menschen in der heutigen Zeit und im heutigen Europa kennenzulernen. Lebhaft und anschaulich schildert er verschiedene Begegnungen zu Menschen des Alltags, von denen er lernen durfte und lernt. André Sterns Ausführungen sind kein Plädoyer, die Schule abzubrechen oder zu verdammen, sondern die Erzählung einer Kindheit selbstbestimmten Lernens. Er verdeutlicht, dass er dadurch, dass er nicht zur Schule ging, keine wesentlichen Dinge des Lebens versäumte und sich weder zu einem Sonderling, Versager oder asozialem Menschen entwickelte. Der Vortragsabend legt nahe, dass wir unser Schulsystem grundlegend ändern müssen. Es geht nicht um das Bewerten, Beurteilen und Auslesen unserer Kinder, sondern es geht um das Entfalten und Ermöglichen ihrer einzigartigen Begabungen auf der Basis von

vertrauensvollen Beziehungen zu anderen Menschen. Und so kreiste die sich anschließende Diskussion um »Notwendigkeiten« und um »Machbarkeiten«. André Sterns Vortrag macht Mut – jenseits von der Diskussion um Schule oder Nichtschule – die eigenen Möglichkeiten neu auszuloten, Vertrauen in die Selbstlernfähigkeiten des Menschen (jeden Alters) zu setzen und die sogenannten schulischen Leistungen nicht in den Mittelpunkt eines Kinderlebens zu setzen, sondern eben das Glück des Kindes beim »selbsttätigen Lernen«, so wie es in der menschlichen Natur liegt. Ein bemerkenswerter Vortragsabend zum richtigen Zeitpunkt!Ein Danke an die Schüler und Lehrer der Schkola Oberland - und an André Stern! Eberhard Liebe Ute, lieber Veranstaltungsservice, die Veranstaltung hat mir und meiner Frau sehr gut gefallen und voll zugesagt. Die Vorbereitung, Einlass, Eröffnung, Raum et cetera waren sehr gut angepasst und die Sporthalle wie »verwandelt« für diesen tollen Anlass!! André Stern hat für uns erwartungsgemäß sehr überzeugend und engagiert seine Erfahrungen und Überzeugungen zum Ausdruck gebracht. Es war erfrischend, ihm zuzuhören. Umso kontrastreicher waren manche primitive und einsilbige vermeintliche Fragen von einigen älteren Zuhörern, die sich offensichtlich kritisiert oder bloßgestellt wähnten. Auch an diesem so visionären Abend wurde man – dank dieser ewig gestrigen – immer wieder in die Realität zurückgeholt. Leider. Es wäre wünschenswert, wenn André Stern noch einmal hier her käme zu den Schülern und mit ihnen ins Gespräch kommt. Ich fand nicht schön, dass dieses ursprüngliche Versprechen nicht wahr wurde. Elisa Lorkowski Hallo Frau Wunderlich, die Organisation war sehr gut. Lediglich den Haupteingang konnten wir nicht finden, sind also durch die Seitentüre rein. Herr Stern hat erfrischend lebendig von seinen Erfahrungen als »Freilerner« berichtet und uns, selbst Eltern eines 4-Jährigen, wichtige Denkanstöße gegeben. Ich bin sehr dankbar für die Gelegenheit, an diesem Abend einmal über die Grenzen des deutschen Schulsys-

tems hinausgeschaut haben zu dürfen. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Entscheidungsträger, die diesen Blick wagen und den Mut finden eine wirklich freie Bildungsdebatte zu führen. Was ich von diesem Abend mitgenommen habe, ist die Absicht in Zukunft bestmöglich der Natur der Kinder zu vertrauen und der Entfaltung ihrer vollen Potentiale den nötigen Raum zu geben.


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Unvergesslich, einzigartig, unübertroffen – Schülerstimmen aus Griechenland: »Hallo liebe Schülerinnen und Schüler der Schkola Oberland, wie geht es euch? Ich hoffe, dass es euch gut geht... :) Zuerst möchte ich mich recht herzlich bei euch für die Gastfreundschaft in eurer Schule bedanken. Ich hatte eine sehr gute Zeit bei euch. Ihr besucht eine schöne Schule und eure Lehrer sind sehr freundlich und nett. Ebersbach ist ein sehr schöner Ort. Die Architektur der Häuser hat mir besonders großen Eindruck gemacht. Ich hoffe, dass ich in Zukunft Deutschland nochmal besuche. Zum Schluss möchte ich euch nach Griechenland einladen... ;) DANKE FÜR ALLES!« Maria Liaga

»Ich bin eine Schülerin, die an dem Ausflug in Deutschland teilgenommen hat. Hiermit, möchte ich meine Erfahrungen sagen. Dieser Ausflug war wirklich ein Erlebnis. Ich lerne seit drei Jahren Deutsch. Sie können sich also vorstellen, dass Deutschland ein ideales Ausflugsziel für mich war. Wir haben Ihre Schule besucht, das Opernhaus, die Bibliothek und viele Museen angeschaut.Das war sehr interessant.Am meisten hat mich das Schloss in Dresden beeindruckt. Wir haben auch viele neue nette Leute kennengelernt und viele Freundschaften geschlossen. Es war eine sehr schöne Reise. Vielleicht haben Sie im nächsten Schuljahr Zeit und Lust uns zu besuchen. Ich freue mich schon darauf!! Mit freundlichen Grüßen« Dimitra Kavra

»Diese Reise wird unvergesslich bleiben.Für mich war sie einzigartig und unübertoffen. Die Erfahrungen waren viel, und sie werden in unseren Herzen für immer bleiben. Die Gastfreundschaft der Schüler war sehr gut und die Atmosphäre sehr freundlich. Ich wünschte, uns wird wieder die Möglichkeit gegeben, erneut diese Reise zu verwirklichen. Vielen Dank für die schönen Momente. Viele Grüße« Dimitra Farmaki

Zusammenstellung: Despina Rankl Despina Apropos Zeit und Lust unsere Freunde aus Griechenland im nächsten Schuljahr zu besuchen: Wir benötigen eine Mindestteilnehmerzahl, um einen günstigen Gruppenpreis zu bekommen. November oder Dezember möchte ich mich mit den Fördervereinen treffen. Anfang Januar werde ich die Reise Interessierten vorstellen.

ANDRÉ STERN ging nie zur Schule…als Vater war er bei uns Warum lädt die Schkola, eine Schule, jemanden wie ANDRÉ STERN ein? Einen Menschen, der nie die Schule besucht hat? „Zu alternativ. Da gehe ich nicht hin!“ Sätze wie diese, waren gar aus dem eigenen Kollegenkreis zu hören. Das stimmte mich nachdenklich. Meine Antwort war: NEUGIER – und ich möchte davon etwas lernen für unsere Schule. André Stern, Freibildungsexperte und Protagonist des Filmes „Alphabet“ war am 19.09.2014 zum Vortrag in der Schkola. Ute Wunderlich Die Schüler hatten alles allein bewerkstelligt. Die Schüler der Oberstufe hatten alles vorbereitet, die Turnhalle in eine Vortragsraum verwandelt, die Technik funktionierte, die Kassen am Eingang waren bereit, Getränke auf Kommission bestellt. Für die Schüler fand Lernen am Tun statt, sie hatten alles allein bewerkstelligt (Ich hatte zum Glück keine Zeit dafür bzw. für die Schüler). Mit dem Wechselgeld, welches nicht so richtig reichen wollte, war schon eine Herausforderung zu meistern. Das Headset musste noch durch den Techniker (Schüler der Klasse 10) abgestimmt werden, Nervosität war zu spüren. Auch die Politik war neugierig André Stern kam pünktlich. Aber pünktlich ging es dennoch nicht los,denn der Ansturm an der Kasse riss erst gegen 19:20 Uhr – 20 Minuten nach offiziellem Beginn ab. Aus Cottbus, Dresden, Leipzig und Chemnitz kamen ganze Familien angereist. Aber auch Vertreter aus der Politik waren neugierig. „Ich bin André Stern und ein 43jähriges Kind…“ Im Anzug mit feinem Schal, Gitarrenspielfinger, die seine Geschichten gestikulierend untermalten stand er auf der Bühne und sprach in einem perfekten Deutsch, welches er erst mit 20 gelernt hat. „Ich bin André Stern und ein 43jähriges Kind…“ Es war kein Vortrag, der Anklage erhob gegen das Schulsystem, es war kein Vortrag, der Tipps und Anre-

gungen gab. Es war die Erzählung von Geschichten eines Vaters, der nie eine Schule besuchte, der seinen vierjährigen Sohn genau beobachtet und daraus Schlüsse für das Lernen und Leben zog: es braucht BEGEISTERUNG, keine Ironie und keine Hierarchien und vielleicht auch keine Schulpflicht (das einzige Mal, wo er doch eine Empfehlung gab). Er lernte Mathematik, weil er es wollte So überließ André Stern dem Publikum, jedem einzelnen, Schlüsse für sein eigenes Tun zu ziehen und Lernen in der Schule zu überdenken. Er hat Zeit gehabt zum Lernen und musste nicht zwischen Mathe und Deutsch wechseln. Er hatte einen geregelten von Ritualen geprägten Alltag, er durfte vieles oft und verstand daher, warum er mal etwas nicht durfte. Er lernte Mathematik, weil er es wollte und brauchte. Er zeigte, dass nicht aus jedem, der die Schule nicht besucht, ein Asozialer wird. Zwei Zeitstunden waren um, Fragen konnten gestellt werden, wurden beantwortet … doch einigen nicht gut genug. Beim Nachhauseweg, bei Nachbesprechungen kamen dann erst die Fragen, aber diese muss nun jeder selbst beantworten und sehen, ob die alten Verhaltensmuster aufgebrochen werden können oder ob es doch bequem so gerade ist.


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Schkola gehört zu ihrem Leben Gisela Süselbeck nimmt Abschied »Ich will nicht jemanden, der alles für mich tut. Ich möchte jemanden, der alles mit mir tut.« (Unbekannter Verfasser)

In 15 Jahren begleitete Frau Gisela Süselbeck 22 mal die Schkola in ihrem Wachsen. Liebevoll wurde sie daher in der Auswertungsrunde am 10.10. als »Dinosaurier« bezeichnet. Eine Frau, die uns half uns zu qualifizieren, die Zaubermomente im Unterricht und bei den Kollegen entdeckte, die aber auch Baustellen aufdeckte und über das Kalenderjahr hinweg uns immer wieder half. Schkola gehört zu ihrem Leben. Auch wenn es der letzte Zittauer Herbst für sie war und sie Abschied nahm, so ist der Kontakt nicht abgerissen. Während ihrer Besuche der Lerngruppen und Lernbegleiter in allen Schkola-Schulen stand vor allem die Schüleraktivität im Fokus. Wie kann diese aktiviert werden und welche Alternativen gibt es? In den zahlreichen Nachbesprechungen konnten so einiges angesprochen und auch bewirkt werden. Mut gegeben zum Ausprobieren Die Nachwirkungen werden sich aber noch in den nächsten Wochen zeigen. Augen auf heißt es nun zum Beispiel bei Arbeitsblättern (Aufbau und Sinnhaftigkeit), Lernzielkontrollen, Arbeitstechniken und Lerntechniken, Differenzierung zu haben. Aber auch Fortbildungen halfen den pädagogischen Mitarbeitern, sich zu bestätigen oder im Austausch miteinander neue, andere Pfade für die Kinder und Jugendlichen zu finden. Fortbildung zum Thema »Kreise« im Alltag und im Unterricht gaben Impulse wie auch die Fortbildung zu den alternativen Diktatenund angewandter Grammatik.

Das ist keine Kuschelpädagogik Verabschiedet hat sie sich bei mir im Zwergenhäusl in Lückendorf, umgeben von Herbstdekorationen aus Kinderhand, folgendermaßen: »Das Gehirn lernt mit Gefühl: trockene, langweilige, monotone Informationen werden schwer aufgenommen. Bedeutsam, interessant, positiv Erlebtes = Speicherung, Behalten. Das gilt nicht nur für Schüler, auch für Erwachsene, alle Lernende. Lernspaß = Interesse (Warum, wozu?) und Lernerfolg eine Herausforderung. Das ist keine Kuschelpädagogik. Lernspiele sind keine Spielerei (auch für Erwachsene: Fußball, Kartenspielen,…). Stress und Druck sind Blockaden. Sie schaffen Prüfungsangst, Diktatangst, Leistungsdruck.« Traumschule 2015 Schkola – wir sind auf einem guten Weg Alles im allem sind wir auf einem guten Weg, ruhiger und strukturierter. Aber noch nicht am Ende… . Ein Ziel haben wir beide uns gesteckt: die Traumschule 2015 Schkola! Ich werde berichten. Ute Wunderlich


Kind ist kind / Grenzenlos lernen

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Jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne Neues von den »Ellis«

Seit September diesen Jahres gibt es im Hartauer Team zwei neue Gesichter zu begrüßen. Auch Abschiede werden das Schuljahr in Hartau wieder prägen. Was das mit der Schkola in Ebersbach zu tun hat und warum Mittelstufenintegration nicht nur bei uns groß geschrieben werden sollte, darüber informiert Schkolanerin Susanne Herrmann. Hartau Seit September gibt es in Hartau zwei neue Gesichter im Team: Dana Koribska und Kornelia (Konny) Zippert. Die beiden begleiten Angelina, Lydia, Tamara und Cedric – unsere Integrationskinder aus Großhennersdorf. Dana war schon vier Jahre als Lernbegleiterin in Hartau, bevor sie 2010 mit den groß gewordenen Integrationsschülern nach Ebersbach wechselte. Zum Ende des vorigen Schuljahres ist für unsere Großen in Ebersbach der integrative Schulweg zu Ende gegangen. Dana geht im folgenden Schuljahr mit drei der Hartauer Kinder hoffentlich wieder den Weg nach Ebersbach in die Mittelstufenintegration, gemeinsam mit Konny. Damit der Übergang von Hartau nach Ebersbach für unsere Ellikinder gut gelingt, werden Cedric, Angelina und Lydia in diesem Schuljahr zwei Mal für eine Woche in Ebersbach in die neue Klasse hineinschnuppern – im Oktober das erste Mal. Gemeinsames Lernen – »unmöglich« oder »sinnlos«? Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne geistiger Behinderung über das Grundschulalter hinaus, ist in Sachsen immer noch eine große Ausnahme und wird von Vielen

bestenfalls kritisch beäugt, von sehr vielen auch einfach als »unmöglich« oder »sinnlos« abgelehnt. In den vergangenen Jahren haben wir in Ebersbach erlebt, dass gemeinsames Lernen bei großen Schülern schwieriger zu organisieren ist als bei kleinen. Dabei sind vorrangig individuelle Lösungen gefragt, weil das Gelingen der Integration von der Persönlichkeit des Schülers und von den Persönlichkeiten aller Beteiligten abhängt und natürlich auch von räumlichen sowie organisatorischen Fragen. Ziele für unsere gesamte Gesellschaft Wenn wir uns dieses Jahr auf eine weitere Runde »Schulische Integration von geistig behinderten Kindern über das Grundschulalter hinaus« vorbereiten, tun wir das in dem festen Glauben, dass es für die beteiligten Schüler gut und sinnvoll ist, dass auch die Mitschüler von den Ellikindern profitieren können und dass Integration und Inklusion wichtige Ziele für unsere gesamte Gesellschaft sind.

Tandemsprachkurs

Tandemový jazykový kurz

In einer Gruppe erlernen jeweils tschechische und deutsche Teilnehmer voneinander die Nachbarsprache.

V jedné skupině si čeští a němečtí účastníci vzájemně osvojují jazyk sousedů.

Methode: hoher kommunikativer Ansatz, lernerzentriert, Partner- und Gruppenarbeit, sicheres Lernklima, gruppendynamische Übungen, Möglichkeit zum Knüpfen fester Kontakte

Metoda: důraz na komunikaci, orientace na účastníky, práce ve skupinách a dvojicích, příjemná učební atmosféra týmové aktivity, možnost navázání bližších kontaktů

(Tschechisch – Deutsch)

Zielgruppe: alle Niveaustufen (auch mutige Anfänger), Offenheit zum Experimentieren mit der Sprache, Lust an der Kommunikation in der Fremdsprache, Bereitschaft Fehler zu machen.

Kurs: - 10 Unterrichtseinheiten je 90 Minuten - Dienstags um 18:30 Uhr in Hartau/ Hrádek - gemütlicher Ausklang in einer Gaststätte - Start am 4. 11. 14 in Hartau – Kretscham - Kursgebühr: 40,- € Kursleiter: Kamil Prisching, Anna Bláhová Anmeldung und Infos:

kamil.prisching@gmail.com

(NĚMČINA - ČEŠTINA)

Cílová skupina: všechny znalostní úrovně (i odvážní začátečníci), otevřenost k experimentování s jazykem, chuť komunikovat v cizím jazyce, připravenost dělat chyby

Kurz: - 10 jazykových jednotek a´ 90 minut - vždy v úterý v 18, 30 hodin v Hartavě/ Hrádku - příjemná zakončení hodin v restauraci - Start 4. 11. 14 v Hartav – v Kretschamu - Kurzovné: 800,- kč lektoři: Anna Bláhová, Kamil Prisching Přihlášení a další informace:

annablaahovaa@gmail.com


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Infos aus indien

Gaiatreeschool: Bilanz, Dank und neue Ideen Seit 2009 engagiert sich Mike Wohne in Indien / Orissa / Vishawaneedam / Muribahal persönlich und finanziell beim Aufbau der Gaiatreeschool. Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre konnte er zusammen mit seinen Freunden, Bekannten, der Schkola (die weiterhin Schirmherrin des Projektes bleibt) und weiteren anonymen Helfern Spenden und Förderungen sammeln. Im Folgenden ein kleiner Überblick, was alles damit geleistet wird. Erfahrt von Mike unter anderem, wieso man sich nicht mehr an den Kosten der Gaiatreeschool beteiligen möchte, man auf die Lieferung von 600 Packungen Räucherstäbchen wartet und wie man einer 23-jährigen Farmerin die Ausbildung zur Lehrerin gewährleisten könnte.

Gaiatreeschool wird erwachsen Wir haben vom Beginn an klar gestellt, dass wir keine Dauerfinanzierungen wollen. In diesem Jahr beteiligen wir uns mit rund 400 Euro letztmalig pauschal an den laufenden Kosten für die Schule. Künftig unterstützen wir hier anteilig auf Projektbasis (z.B. Mittagessenversorgung, Lehrerfort- und -weiterbildung). Die bestehenden Patenschaften für die Kinder bleiben in jedem Fall erhalten. Diese Gelder wollen wir auch künftig für die Erstausstattungen nutzen, um notwendige Schulmaterialien oder Schulbekleidung zu kaufen. Gegenwärtig lernen knapp 20 Kinder von 3 bis 8 Jahren und werden von Rita, Shashi und Ananta unterrichtet. Twinkel ist in diesem Jahr aus dem Lehrerteam ausgeschieden. Sie wird künftig stärker in Projekten tätig sein. Agarbatti – Produktion noch nicht wieder angelaufen Nach der langen Sommerzeit von April bis Juni mit mehr als 50 Grad und einem unberechenbaren Monsun mit heftigen Regenfällen, der bis Mitte September angehalten hat, haben wir die Räucherstäbchenproduktion noch

nicht wieder aufgenommen. Während dieser Zeit ist auch der Verkauf bis auf kleine Mengen weitestgehend gestoppt worden. Noch immer haben wir viele Tausende Räucherstäbchen auf Lager. In unserer Heimat konnten wir mit Unterstützung von Freunden bis jetzt knapp 500 Packungen verkaufen. Bei Ananta haben wir 600 neue Päckchen geordert und hoffen bald auf die Lieferung.


Infos aus indien

Wir werden vorerst keine weiteren Maschinen anschaffen. Die bestehenden 6 Maschinen reichen aus, um den bisherigen und künftigen Bedarf zu decken. Mit den Verkaufserlösen sollen die Kosten für den Betrieb unserer Gaiatreeschool gedeckt werden. In unserem Onlineshop auf www.gaiatreeschool.org können jederzeit Räucherstäbchen bestellt werden. Mit dem Kauf unterstützen sie aktiv unseren Verein. Shashi – Lehrer werden in Indien Seit einem Jahr arbeitet die 23 jährige, gerade mal 1,60 große Shashireka Putel (kurz Shashi), an der Gaiatreeschool und unterrichtet in Englisch, Mathe, Oriya und Yoga. Der Nachname Putel weißt auf die Kastenherkunft als Farmer hin. Ihr größter Wunsch ist es, Lehrerin zu werden und daran arbeitet sie ehrgeizig und zielstrebig. Seit ihrem 16. Lebensjahr lernt sie überwiegend allein (in Indien sind sogenannte Distanzkurse/ Fernstudium durchaus üblich) und hat alles aus eigener Tasche finanziert. Noch in diesem Jahr wird sie so auch ihre Graduierung (ähnlich unserem Abitur) machen. Das berechtigt sie zu einem Studium »Bachelor of education – BoE)«. Das zweijährige Fernstudium wird zirka 18.000 Rupee (2300 Euro) kosten. In ihrem Heimatdorf gab sie nach der getanen Feldarbeit Nachhilfe für die Jugendlichen. Immerhin konnte sie so knapp 3000 Rupee (40 Euro) im Monat verdienen.

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Über Gaiatreeschool e.V. Im Mai haben wir eigens für die weiterführenden Aktivitäten in Deutschland und als Förderverein für die Projekte in Indien einen Verein gegründet. Hintergrund ist die Erweiterung des inhaltlichen Spektrums über die bisherige Funktion als Förderverein für die indische Schule hinaus. Eines dieser ist zum Beispiel die Förderung und Verbreitung von Yoga und Meditation in seinen unterschiedlichen Formen, seiner Vielfalt und Tradition. Dazu finden Workshops, Ausbildungen, Fort- und Weiterbildungen, etc. statt. Mehr über Gaiatreeschool e.V. im Internet unter: www.gaiatreeschool.org.

Im Sommer war sie mit mir gemeinsam in Ladakh in Nordindien. Hier hat sie in drei Monaten gelernt Unterrichtsstunden strukturiert zu planen, zu geben und auszuwerten. Sie hat in der Rezeption ausgeholfen, am Computer ausgewertet und berichtet und als Reisebegleiter Gruppen in die Umgebung geführt. Ihre anfängliche Aufregung wich schnell. Ihr gutes Englisch ermöglicht eine fließende Kommunikation mit den Ausländern. Am Ende hat sie allein die Beginnerstunden gehalten und war glücklich. Mit Stolz auf das Erreichte den Blick nach vorn gerichtet Seit der Gründung im Jahr 2009 konnten wir das indische Gaiatreeschool-Projekt in Odisha mit insgesamt 23.516 Euro unterstützen. Das war nur durch die Hilfe all unserer Freunde möglich, ob durch Patenschaften für Kinder, freie Spenden, die Maschinenpatenschaften für die Räucherstäbchenproduktion, in der Freiwilligenarbeit vor Ort oder den Kauf von Räucherstäbchen. Wir können zurecht stolz auf das Erreichte sein. Dennoch ist unser Blick weiterhin nach vorn gerichtet. Denn wir möchten Shashi gern auf ihrem Weg zur Lehrerin für die nächsten Jahre begleiten und ihr bei der Finanzierung des Studiums zur Seite stehen. Am Ende können wir uns gut ein Praktikum in Deutschland vorstellen. Wir möchten euch bitten Shashi mit euren Spenden zu helfen. Auf unserer Website werden wir ausführlich berichten und über den Spendenstand informieren. Kontakt zu Shashi: putel.shashi@gmail.com

P.S. Wir suchen ein Smartphone , Tablett oder Notebook für Shashi (wenn möglich kostenlos, auch Ältere kein Problem).Wer eins abzugeben hat, kann sich gern bei mir melden: Mike Wohne 0178 / 366 34 37


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Nachbarschaft kinderhand und sprache / gesunde lebensweise

SCHKOLA Ostritz Lucas & Lillian berichten vom Abschlusstag Klasse 3:

Wir waren auf dem Schulbauernhof Leubner Es war cool- wir haben den Kühen Gras gegeben und wir sind mit einem Traktor gefahren . Wir haben gegrillt und hatten eine Nachttour durch den Wald . Ich war der Mutigste von allen und bin 100 Schritte allein in den Wald gelaufen . Wir haben im Stroh (und Heu) geschlafen . Lucas Schlick

Wir sind angekommen auf dem Bauernhof Leubner. Wir haben uns alle versammelt auf den Holzbänken und haben die Regeln besprochen . Dann haben wir eine Rundführung gemacht und auf dem Heuboden unsere Schlafsäcke aufgebaut. Die Hasen hießen Max und Moritz. Wir haben sie raus genommen und mit ihnen gespielt. Danach hatten wir die Kühe gefüttert, die Bienen angeschaut, wie sie Wasser holen . Danach sind wir mit dem Traktor gefahren . Der Bauer hat manchmal eine Vollbremsung gemacht. Da ist die Birgit mindestens zweimal auf mich geflogen . Wir sind in den Wald gefahren und wir haben uns dauernd geduckt, weil wir sonst die Blätter an den Haaren und Gesichtern abbekommen hätten . Danach hat er uns immer (mit dem

Anhänger) auf eine Seite gekippt und die Antje musste sich festhalten , dass sie nicht auf uns fällt. Dann sind wir noch auf dem Feld hin und her gefahren . Danach hatten wir Lagerfeuer und Birgit hat das »Erzählgetreide« mitgenommen . Wir haben darüber gesprochen , was uns in den letzten 3 Jahren am besten gefallen hat. Dann war noch die Nachtwanderung. Da ist der Lucas 100 Schritte allein in den Wald gelaufen und wir anderen sollten warten . Dann sind wir immer weiter und weiter gelaufen und hatten keine Taschenlampen . Als wir an eine Kreuzung kamen , haben wir angehalten , weil wir nicht wussten wo lang es geht. Da sind wir aus dem Wald raus gelaufen und noch 20 Minuten zurück zum Hof gelaufen . Dort haben wir noch die Zähne geputzt und uns dann ins Bett gelegt (es war sofort ganz leise). Früh sind wir aufgestanden , haben uns gewaschen und die Hasen raus genommen . Danach haben wir alle gefrühstückt und wurden alle abgeholt (von den Eltern). Lillian Anders


Interview

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Die Dinos unter den Schkolanern – aber weit weg von altbacken Heidi Herzog (H) und Eberhard Müller (E) sind seit den Sommer dieses Jahres 20 Jahre bei der SCHKOLA, also von Anfang an. Dies war Ingo Stolper Grund genug ein Interview mit den Beiden zu führen. Ihr seid mittlerweile 20 Jahre für die SCHKOLA im Einsatz. Das ist eine ziemlich lange Zeit. Wo hat es 1994 angefangen? H/E: 1994 in Zittau auf dem Markt im ehemaligen Büro vom PEZ e.V. Warum dort? E: Der Leiter war Gerhard Sperling ein Mitbegründer vom Schulträgerverein, des späteren Schulträgervereins SCHKOLA e.V. , der das Schulprojekt damit unterstützt hat. Wie muss man sich den Anfang vorstellen? H/E: Wir waren fünf Leute. Es handelte sich um Maßnahmen, die über das Arbeitsamt gefördert wurden (ABM). Neben uns beiden waren noch zwei Erzieher und Frau Hofmann, die sich um die Finanzen kümmerte. Unser Auftrag vom Trägerverein bestand darin eine Schule vorzubereiten, die sobald wie möglich in Betrieb gehen sollte. Ein Jahr Zeit hatten wir dafür. Die Schule hat doch aber in Jonsdorf ihren Betrieb aufgenommen? H/E: Genau, wir sind in Zittau nochmals umgezogen und ab April 1995 wurde die Schule in Jonsdorf vorbereitet. Dies hatte sich angeboten, wobei auch Berzdorf im Gespräch war.

Das heißt Ihr habt schon einige Umzüge mitgemacht, neben Zittau, Jonsdorf nun ins Oberland. Wie habt Ihr das erlebt? H/E: Beim Umzug von Zittau nach Jonsdorf war zweimal der Hänger voll, wir hatten ja kaum Mobiliar. Dies wurde erst in Jonsdorf angeschafft. In Jonsdorf wart Ihr die längste Zeit und dann kam im letzten Jahr der Umzug nach Ebersbach. Wie war das? H/E: Na ja Umzug…Wir sind auch in Jonsdorf ständig umgezogen. Die Heidi ist mindestens viermal mit dem Büro umgezogen. Das Lehrerzimmer war mal dort und mal dort. Die SCHKOLA ist ja lebendige Schule und Raum ist nur wichtig für das was wir dort machen. Das Gebäude in Jonsdorf ist sehr schön gelegen und manche Schüler bedauern den Umzug. Wie ist das bei euch? H/E: Jonsdorf ist natürlich ein perfekter Schulstandort. Die Umgebung dort ist schon sehr schön. Damit haben wir immer gepunktet, mit der Einschränkung, dass Jonsdorf verkehrstechnisch am A… der Welt liegt. Diese Schule, mit der Umgebung und den Möglichkeiten auch Unterricht draußen zu veranstalten (Herrn Müller hat man immer trommeln gehört), fehlt hier in Ebersbach schon. Aber es ist das Einzige was fehlt. E: In Jonsdorf würde mir jetzt der Fahrstuhl fehlen (schmunzelt – allg. Heiterkeit)


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Interview / kind ist kind

Vielleicht hätte ich die Frage am Anfang stellen sollen, also jetzt: Warum habt Ihr euch damals auf eine so ungewisse Sache wie diese eingelassen? Gehört da nicht auch ein wenig Mut dazu? H: Mut direkt nicht, wir sahen es eher als Möglichkeit wieder etwas zu machen, da es eine Arbeitsamtsmaßnahme war. Klar war es anfänglich fraglich, ob es in der Zukunft etwas werden wird. E: Das ja! Aber das ist bei allen neuen Sachen so. Man konnte aber selbst dazu beitragen, dass es Bestand hat, dass es sich entwickelt und dass es vorwärts geht. Der Vorteil an der SCHKOLA ist ja, dass hier TEAM groß geschrieben wird, in Jonsdorf sowieso, es war absolut notwendig. Wir hatten sechs sieben junge Leute frisch vom Studium, da war Teamarbeit notwendig, war auch machbar, war auch gut. Nach fünf Jahren habe ich gesagt, ich könnte nie wieder in eine staatliche Schule gehen, also als Lehrer, definitiv. O.K. aber bei einer Sache 20 Jahre zu bleiben ist heutzutage schon eher ungewöhnlich. Das muss ja Gründe haben. Welche sind das? H: Tja, ich fühle mich schon wohl unter den Kollegen. In Jonsdorf war es noch etwas enger das Verhältnis. Wir waren weniger, da war es automatisch, dass man auch privat über alle viel mehr Bescheid wusste, was im Oberland gar nicht mehr machbar ist, bei 70 Mann. E: 1993 erfuhr ich von den Plänen in Jonsdorf eine Schule zu eröffnen, mit wirtschaftlich-ökologischem Profil. Ich fand das total spannend und bin zur Gründung des Trägervereins mitgegangen. Und ab dem Tag lebenslänglich 24h (lacht), die Freude habe ich auch noch nicht verloren und glaube auch nicht, dass ich sie noch verliere. Dafür macht es wirklich zu viel Spaß, mit den Kollegen, mit den Schülern, mit den Eltern. Das war nicht immer so, also nicht durchgängig, aber das habe ich immer wieder gefunden, erst recht auch wieder in Ebersbach hier. Das war wichtig. Wem würdet Ihr die SCHKOLA empfehlen? H: Schülern die mehr selbständiges Lernen bevorzugen. E: … welchen, die Autonomie gerne leben, egal in welche Richtung, die über das normal Maß hinaus, also über das uns bekannte Maß hinaus mit anderen in Beziehung treten wollen, was Schule betrifft, Bildung, Erziehung, gesundes Essen. Für mich ist auch das Lehrer-Schülerverhältnis eines der wichtigsten Punkte, warum das funktioniert hat all die Jahre und immer noch, also dieses von oben nach unten, wie es staatlicherseits schon produziert wird, dass dies hier so gar nicht funktionieren kann, darf und soll. Nur im notwendigen Maße! Eine letzte Frage an euch. Gibt es eine erzählenswerte Episode, vielleicht auch etwas Lustiges aus den 20 Jahren zu erzählen? E: Ja, da gab es ganz am Anfang mal eine Verwechslung bei den Prüfungen, die keinem aufgefallen war. Wir hatten Naturwissenschaft für den Montag angesetzt und Sonntagabend ruft mich gegen 19 Uhr ein Schüler an und sagt zu mir: „Herr Müller meine Kumpels an der Mittelschule schreiben morgen Englisch. Wieso schreiben wir Bio/Physik/Chemie?“ (lachen) H: Aber das war die ganze Zeit in unserem Ablaufplan so drin. E: Ich verstehe aus heutiger Sicht auch nicht mehr, wieso es uns nicht auffiel. Auf alle Fälle haben wir ab diesem Moment bis weit in die Nacht rein mit den Eltern telefoniert und die Info weitergegeben, dass die Schüler am nächsten Tag Englisch mitbrin-

gen sollen. Manche haben es aber dennoch erst früh im Bus erfahren(lacht). Die Schüler waren aber in Englisch gut vorbereitet. Seitdem schauen wir bei unserer Planung ganz genau hin. Aber so etwas kommt eben vor. (Vielen Dank, dass Ihr Lust und Zeit mitgebracht habt!)

Igelkinder nun zu elft

Lückendorf Im September haben die neuen Igelkinder, Marlene aus Hartau und Lisbeth aus Lückendorf, ihre Eingewöhnung im Zwergenhäusl' geschafft. Auch dank der liebevollen Unterstützung der »großen« Igelkinder und dem gesamten Team um Ina Polke, wie Lisbeth`s Papa Christian und Marlene`s Mama Doreen zu berichten wissen. Auch Eltern fällt die Eingewöhnung schwer Wie schön es ist, zu sehen, wie nun ihre Augen leuchten, wenn früh morgens die Tür zum Kindergarten geöffnet wird und eine bereits liebgewonnene Erzieherin uns auf dem Weg zur Garderobe entgegenkommt. Die Igeleltern selbst hatten ordentlich zu tun, sich ebenfalls an die neue Situation zu gewöhnen. Ist es doch ein ungewöhnlicher Moment, wenn das eigene Kind das erste Mal im Arm der Kindergärtnerin in den Mittagsschlaf begleitet wird oder Sandkasten, Schaukel und Puppenwagen die volle Aufmerksamkeit bekommen, und sich dabei Igelvater oder Igelmutter bereits nach kurzer Zeit in Luft auflösen. Aber auch dafür gab es viel Verständnis und „tröstende“ Worte von Ina, Karolina, Waltraut, Christine, Petra, Sylvia und Marina. Wir »neuen« Igeleltern fühlen uns in der neuen Situation nun auch schon etwas wohler. Lisbeth`s Papa Christian und Marlene`s Mama Doreen


impressionen / Grenzenlos lernen

Essen mit den Fingern erlaubt! Ein Hauch von Indien in der Schkola Hartau Kurz vor den Ferien lernten unsere Schüler vier Tage lang Indien näher kennen. Das begann mit dem Duft von Räucherstäbchen, der jeden Morgen durchs Schulhaus zog. Eine Einführungspräsentation machte die Kinder neugierig auf die kommenden Tage und gab auch darüber Auskunft, was die Schkola mit Indien zu tun hat. Rechentricks, Yogaübungen und Mandalas Danach gab es zwei Tage lang »Indien pur« zu entdecken – mit dem Kopf und allen Sinnen bei verschiedenen Angeboten. Indische Märchen wurden mit Musik oder Malen künstlerisch dargestellt, Rechentricks aus der vedischen Mathematik konnten getestet werden und natürlich wurden Yogaübungen vorgestellt und ausprobiert. In anderen Gruppen wurden Mandalas aus vielen verschiedenen Materialien gelegt. Einige Kinder probierten sich im Herstellen

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indischer Speisen aus. Räucherstäbchen aus der Produktion, die von Mike Wohne in Muribahal initiiert wurde, mussten für den Verkauf abgezählt und verpackt werden. Einigen Kindern gelang es sogar, selbst ein Räucherstäbchen herzustellen. Am Abschlusstag präsentierten alle Gruppen, womit sie sich an diesen Tagen beschäftigt hatten. Vom Turbanwickeln bis zu einer gemeinschaftlichen YogaÜbung für alle, die Lust hatten, reichte die bunte Palette. Alle echten indischen Räucherstäbchen wurden verkauft! Als Mittagessen gab es ein von Schülern selbst gekochtes indisches Dal mit Reis, bei dem natürlich das Essen mit den Fingern erlaubt war. Übrigens: Die Begrüßung »Namaste« hat seit den indischen Wochen in unserem Morgenkreis Einzug erhalten. Tipp zum Weiterlesen: www.gaiatreeschool.org. Kristin Borostowski

Grenzenlos lernen – Tag der Nachbarschaft und Sprachen Lückendorf Am Freitag, den 26.09.2014, trafen sich die Kinder aus dem Partnerkindergarten Jabloné und dem »Zwergenhäus`l« Lückendorf zum ersten mal in diesem Schuljahr. Wir erlebten den »Tag der Nachbarschaft und Sprache« mit der Vorstellung der neuen Kinder und einem bekannten Bewegungsspiel. Es wurden scheue Blicke aus getauscht und ein kleines Lächeln ging auf die Reise.

Beim gemeinsamen Basteln eines »Barometers« aus Schuhkarton und Kiefernzapfen wurde Arbeitsmaterial organisiert und ausgetauscht. Die Kinder hatten viel Freude an dieser »Bastelei« und konnten ihr Ergebnis stolz mit nach Hause nehmen. Ina Polke


Immer noch tierisch gute

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Korax 2014 3  
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