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2012 w w w. s c h k o l a . d e

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g r e n z e n l o s

b i l d e n

das magazin der schkola gGmbH für: Bildung | Schüler | Eltern | Begleiter

Themenübersicht: Seite 4: Seite 6: Seite 9: Seite 11: Seite 12: Seite 13: Seite 17: Seite 21: Seite 24: Seite 26: Seite 29:

Schkola? Ökologisch! In der letzten Phase Kinder kochen für Kinder Ich komme in eine große Familie Deutsch-tschechisches Sommercamp in Hartau Jonsdorfer und Oberländer auf Sprachreise in England Die Hummel Duftendes Heubett, glückliche Hühner ... Der Spur der Grenzsteine gefolgt Teamausflug der „Großen von den Kleinen“ in die Sächsische Schweiz Kryštofs Eingewöhnungsphase Nachlese: Drei Jahre Indien Lanterna futuri

Heuschrecken oder Schule der Zukunft in gesellschaftlicher Verantwortung Neulich hörte ich eine Geschichte von Heuschrecken, die in ein Glas mit Deckel gegeben werden. Die erste Zeit springen sie immer wieder nach oben, um sich zu befreien. Nach einer Weile bleiben sie unten. Wenn dann das Glas geöffnet wird, springen sie nicht mehr. Gedeckelt?! Gute Schulen bereiten Jugendliche auf eine Welt von morgen vor, auf bekannte und unbekannte Herausforderungen, sie dürfen keinen Deckel haben. Wie diese Zukunft aussieht, weiß jetzt noch keiner. Doch eines ist gewiss, Schnelllebigkeit, Flexibilität und Freude am Lernen und Leben werden in der Zukunft gebraucht werden. Dem gegenüber muss aber auch gelernt werden, mit der Schnelllebigkeit und der Flexibilität in einem geschützten Raum – der Schule – umgehen zu lernen. Dies ist die große Aufgabe aller Mitarbeiter der Schkola, der sie sich tagtäglich stellen und immer wieder auch Grenzerfahrungen machen. Wer erlebt, wie bereichernd Lernen sein kann, sehnt sich nach Wiederholung. Wer erlebt, wie Krisen und Chaos trotzdem gemeistert werden kann, bekommt wieder Vertrauen in die Welt und auch in die Schule. Er lernt sich, diesem zu stellen und wappnet sich für die Zukunft. Schkola bewegt sich, seit 1995. Im Lernen, im Wachsen, in Projekten, in der Gesellschaft. Wir werden nicht deckeln, wir lassen springen. Ute Wunderlich


ZUKUNFT SCHREIBEN Michael Kretschmer und Stephan Meyer zu Gast in der Schkola Hartau Anlässlich des Projektes KINDER KOCHEN FÜR KINDER waren Michael Kretschmer – CDU-Bundestagsabgeordneter und Stephan Meyer – CDU-Landtagsabgeordneter am 20. September 2012 zu Besuch im „alten“ Kretscham der Schkola Hartau. Beim „ökologischen Mittagstisch“ wurde über neue Projekte und Herausforderungen der Schkola gesprochen: Lernmittelfreiheit, gemeinsame Begegnungen und Lernen von deutschen, tschechischen und polnischen Kindern von der Kita bis zum Abitur. Christian Zimmer

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Ostritz mit ca. 20 Grundschulkindern aus der ZŠ Chotyně. ZŠ Chotyně ist der neue tschechische Partner der Schkola gGmbH und diese Veranstaltung soll die deutsch-tschechische Zusammenarbeit beider Einrichtungen starten. Die Kinder werden gemeinsam schwimmen lernen, Sprachanimationen durchführen und gruppendynamische Spiele spielen. Eishockey in der Arena: 29.-30.11.2012 – Jonsdorf 20 deutsche und 20 tschechische Schüler verbringen zusammen 2 Sporttage in Jonsdorf, dem Herzen des Zittauer Gebirges. Schwerpunkte der Begegnung werden Eishockey, Floorball und Volleyball sein. Die Schüler besuchen auch das Schmetterlingshaus. Eisfasching: 31.1.2013 – Jonsdorf Insgesamt 450 Schüler aus den Schkola-Einrichtungen und ihren tschechischen Partnerschulen kommen an diesem Tag nach Jonsdorf in die Eisarena, um gemeinsam Fasching zu feiern. Mit Masken und Kostümen wird ein interessantes Programm an und auf dem Eis angeboten. Skilager im Isergebirge: 25.2.-1.3.2013 – Bedřichov 20 deutsche und 20 tschechische Schüler fahren gemeinsam zum Skilager nach Bedřichov. Sie erlernen hier die Grundfertigkeiten in Abfahrt, Snowboard und Langlauf. In den Randzeiten wird es ein Programm mit gruppendynamischen Spielen und Sprachanimation geben. Paddeln an der Iser: 14.-16.6.2013 – Dolanky Ein Wochenende für deutsche und tschechische Kinder und Eltern aller Schulen im Schkola-Schulverbund. Geplant sind insgesamt 50 Personen. Diese werden gemeinsam paddeln und andere Outdoor-Aktivitäten (Klettern, Wandern, Geocaching ...) durchführen.

Deutsch-tschechischer Zukunftsfond unterstützt das Schkola-Projekt: Alles Wasser / Samá voda Das Projekt „Alles Wasser“ knüpft an das vom Zukunftsfond unterstützte Projekt „Miteinander lernen“ an, welches viele deutsche und tschechische Teilnehmer verschiedener Altersgruppen zusammengebracht hat. Damit die Kontakte regelmäßig gepflegt werden können, bieten wir den Absolventen der Sprachkurse die Möglichkeiten an, sich wieder zu treffen und die Freundschaften zu erfrischen. Natürlich werden sie dabei auch die im letzten Projekt erworbenen Sprachkenntnisse weiter entwickeln. Durch dieses Projekt wollen wir auch eine neue Partnereinrichtung einbeziehen – MŠ und ZŠ Chotyně – eine kleinere tschechische Grundschule, die eine deutschtschechische Zusammenarbeit starten möchte. Im Unterschied zum Projekt „Miteinander lernen“ handelt es sich bei „Alles Wasser“ vielmehr um erlebnispädagogische Aktivitäten. Die Teilnehmer erleben miteinander mehrtägige spannende Veranstaltungen, welche die Partnerschaften auf einer emotionellen Ebene festigen und die Schüler noch näher zusammen bringen. Das Projekt soll gleichzeitig die Lust der Kinder und Jugendlichen für Sport- und Outdooraktivitäten wecken. Sie bekommen die Möglichkeit, bei neuen Sportarten zu schnuppern, die vielleicht zu ihren neuen Hobbys werden. Innerhalb des Schkola-Schulverbundes (14 deutsche, tschechische und polnische Schuleinrichtungen) werden durch dieses Projekt Strukturen gefestigt und neue Vernetzungen entstehen. Schwimmcamp I: 5.-9.11.2012 – Stráž pod Ralskem Es geht um eine besondere Art der deutsch-tschechischen Begegnung. Es treffen sich ca. 30 Drittklässler aus der Schkola Oberland mit 10 Achtklässlern aus der ZŠ Slovanka in Česká Lípa. Schon im letzten Jahr haben wir geprüft, dass diese unterschiedlichen Altersgruppen sehr gut zusammen passen. Die „Großen“ helfen den „Kleinen“ beim Schwimmen lernen und bei der Freizeitgestaltung. Es entsteht ein Verhältnis Kind – große Schwester (großer Bruder). Schwimmcamp II: 12.-16.11.2012 – Stráž pod Ralskem Bei dieser Begegnung treffen sich ca. 30 Drittklässler aus der Schkola Hartau und

Expedition Sázava: 21.-26.6.2013 Im Unterschied zum eintägigen Paddeln an der Iser handelt es sich hier um das Wasserwandern. Es werden insgesamt 80 km des Flusses Sázava abgefahren. Das 6-tägige Angebot richtet sich an 30 deutsche und tschechische Schüler der Mittelschule.

Schkola Oberland lässt das Gymnasium anerkennen Mit diesem Schuljahr hat die Schkola Oberland den Antrag auf Anerkennung gestellt. 2007 wurde das Gymnasium von der Sächsischen Bildungsagentur genehmigt. Damit kann die Schule entsprechend der Genehmigung „Schule machen“, jedoch noch keine Prüfungen abnehmen. Dazu muss der Träger einen Antrag auf Anerkennung stellen. Während des Anerkennungsprozesses werden die Genehmigungsbedingungen, der Personaleinsatz, die sächlichen Bedingungen und die Aufnahme- und Versetzungsbedingungen geprüft. Ein Antrag kann erst nach Ablauf der Wartefrist gestellt werden. Mit der Anerkennung erhält die Ergänzungsschule das Recht, nach den von der Schulaufsichtsbehörde genehmigten Prüfungsvorschriften Prüfungen abzuhalten. Für den Inhalt der Prüfungsvorschriften gilt § 62 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 298), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 10 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 144) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, entsprechend. Die Schulaufsichtsbehörde bestimmt die Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse. Im Zuge des Anerkennungsverfahrens werden in diesem Schuljahr intensiv Kontrollen durch Fachberater durchgeführt werden, so informierte die neue Referentin aus Dresden. Gleichfalls werden wir eine interne Evaluation durchführen, die unsere Arbeit widerspiegeln wird. Zurzeit kann noch keine Aussage über den Verlauf und die Aussichten getätigt werden. Als Alternative zum Abitur im eigenen Haus steht eine Schulfremdenprüfung. Ende November wird es erneut eine Informationsveranstaltung für alle zu diesem Thema geben. Dazu wird entsprechend eingeladen werden. Ute Wunderlich


ZUKUNFT SCHREIBEN Marktfrisch Rothenburg und Erlichthof eröffneten dem Team der Schkola das Schuljahr mit Impulsen Erstmalig trafen sich sowohl pädagogische Mitarbeiter als auch Mitarbeiter im Servicebereich, um das neue Schuljahr gemeinsam zu begrüßen. Dies war und ist uns ein Bedürfnis, denn ohne jeden von ihnen ist eine Schule nicht denkbar und nicht zu führen. 1995 haben die ersten unter ihnen begonnen, Schule im Dreiländereck neu zu gestalten. An einem Strang ziehen, Konzepte entwickeln und sowohl Eltern und Schüler und Mitstreiter ins Boot zu holen, machte es nur möglich, dass 17 Jahre später aus 36 Schülern 455 Schüler geworden sind und aus 8 Mitarbeitern 113. Mit unserem Leitbild „Grenzenlos bilden – gemeinsam Leben und Lernen mit Unterschieden“ und dem dazugehörigen Leitziel „Mit Freude Lernen und Leben in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft“ haben wir alle eine gemeinsame Aufgabe und Vision: Wir stellen das Kind/den Jugendlichen in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Als weltanschaulich offener und unabhängiger Lebensort begleiten wir wieder ein Jahr unsere Kinder und Jugendlichen aber auch deren Eltern und Dritte. Willkommenskultur in der Schkola heißt, dass wir jeden (sowohl Kind als auch Eltern) bei uns willkommen heißen und wir gemeinsam nach Wegen für ein Zusammenleben und lernen schaffen. Wir wollen die Grundwerte unserer Gesellschaft so vermitteln, dass sie von ihnen angenommen, gelebt und gestaltet werden. Das bedeutet für uns auch, diese vorzuleben. Liebe, Achtung und gegenseitiger Respekt gehören dazu. In den Elternabenden für unsere angemeldeten Kinder wird von einer SchkolaGemeinschaft gesprochen. Natürlich war es 1995 leichter eine Gemeinschaft mit 8 Mitarbeitern und 36 Kindern zu bilden. Jeder kannte jeden, wusste von seinen privaten Vorlieben Bescheid aber auch Kummer und Sorgen konnten schnell aufgenommen werden. Mit 455 Kindern und 113 Mitarbeitern ist es schon schwierig. Es ist daher umso wichtiger, offen zu sein für den anderen mit seinen Stärken und Schwächen und neugierig zu bleiben für den, der nicht in seinem Bereich tätig ist; ob nun im gleichen Haus oder auch Häuser übergreifend. Das Fremde ist dabei nur das, was man selbst nicht kennt, du aber nur erfahren kannst, wenn du dich auf den Weg machst, es zu ändern. Das Interesse am anderen bringt eigene Zufriedenheit. Selbstloses Handeln ist dabei moralisch betrachtet ein nicht rückzahlbarer Betrag. Vor 17 Jahren ist die Schkola entstanden, um der Freiheit des Individuums gerecht zu werden. Freiheit bedeutet, dass Eltern und Kinder eine Wahl haben, unsere Schulen und Einrichtungen zu wählen. Eltern entscheiden sich aus den unterschiedlichsten Motiven für uns, das macht es auch immer wieder spannend. Wir wollen Gesellschaft verändern und unsere Kinder freiheitlich und zu Toleranz erziehen. Damit wird die Kernaufgabe der Bildung in der Schkola und in allen Ebenen erweitert. Wir werden nicht nur an den Ergebnissen der Schüler gemessen, sondern am offenen und freundlichen Umgang mit unseren „Kunden“ – Schüler, Eltern, Partner. Dazu gehört auch, Dinge mit Kindern und Jugendlichen auszuhalten. Freiheitlich erziehen kann nicht „Mundhalten“ bedeuten. In Diskussionen, Meinungsaustauschen, Debatten, Dialogen und Streitgesprächen entwickeln sich nicht nur unsere Kinder und Jugendlichen. ZULASSEN. Wir können nichts dafür, dass die Welt so ist, wie sie ist. Jedoch, wenn wir sie nicht ändern, wer dann? Wenn wir die Freiheit haben, Schule anders zu gestalten, haben wir auch die Verantwortung dafür, dies gut zu tun. Im Sinne unserer Kinder und im Sinne der Wertvorstellungen der Schkola. In den 17 Jahren hat sich dies nicht verändert, jedoch die Wege, um es zu erreichen. Eine Konzeption mit sechs Eckpfeilern für das Schkola-Haus. Schkola ist veränderbar, aber trotzdem erkennbar. Wir sollten daher Nachbarschaft und Sprache als Selbstverständnis hier im Dreiländereck leben. Das Nebeneinander der Kulturen hat in der Vergangenheit nur Leid, Schaden und Nachteile gebracht. Lasst es uns weiterhin als Chance begreifen, miteinander zu leben; um uns gegenseitig zu befruchten und uns gemeinsam zu entwickeln bei allen Verschiedenartigkeiten. Vielfalt ist nicht nur ein Schlagwort. Seit den Anfängen der Schkola haben wir jeden Schüler aufgenommen, und so einige haben uns Kopfzerbrechen gebracht. Individuelle Wege wurden gegangen und haben zum Erfolg, aber auch Misserfolg geführt. Inclusion als Modewort? Nein, wir sind eine Schule für jeden (vielleicht

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nicht für alle Eltern) aber für jeden Schüler. Auch wenn Förderanträge finanziell helfen, so streben wir gegen das Aussortieren in Förderschulen. Es soll das Recht der Eltern mit ihren Kindern sein, zu entscheiden, wo und wie ihr Kind lernen und leben will. Inclusion ist und soll für uns eine Haltung gegenüber dem Menschen und seiner Würde sein. Heißt für jeden selbst auch eigene Grenzen zu überwinden oder zu stecken. Daher auch der drei Pfeiler der Bewertung und Zensierung. So spät wie möglich mit Ziffernbewertung zu beginnen, soll dem Vergleich durch Noten entgegentreten. Die Kinder und Jugendlichen sollen durch verschiedene Erwachsene und Mitschüler ihre eigene Entwicklung reflektiert bekommen. Wer gibt mir eigentlich das Recht, jemanden zu bewerten? Die offenen Lernformen gehören nicht zum Selbstzweck zur Schkola. Nein, nur in einer offenen Lernumgebung kann Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein gelernt, gelebt und auch erfahren werden (manchmal auch schmerzhaft). Auch die aktuelle Hirnforschung zeigt hier diesen Weg auf. Trotzdem ist er nicht ganz neu, begonnen hatte schon Humboldt mit dem selbstbestimmten Studieren. In altersgemischten Gruppen zu leben ist für unsere Kinder in der Kita ein Selbstverständnis und für uns auch, schauen wir uns nur einmal um. Die altersgemischten Lerngruppen bilden somit nicht nur unsere Gesellschaft ab, sondern verschaffen den Kindern und Jugendlichen auch die Möglichkeit sich in verschiedene Rollen, dem jüngeren, dem mittleren und älteren auszuprobieren. Wie soll man es lernen, wenn man nur davon hört und nicht darin lebt? Ganz besonders fordert uns die Zeit der Pubertät heraus, mit der Unordnung im Kopf (Hüther). Von klein auf benötigen Schüler den Ausgleich mit körperlichen Tätigkeiten und Körpererfahrung. Doch insbesondere in der Brücke zum Erwachsenenalter. Den Ganzkörpereinsatz, der Entschulung genügen wir noch nicht in vollem Maße (Ziel: 1 Jahr Entschulung). Aber dennoch haben die Erfahrungen mit PAL gezeigt, dass Schüler gehen und Erwachsene kommen, Reifung findet statt. Und mit diesen Ansichten, unseren Eckpfeilern stehen wir nicht allein da. Sachsenweit und bundesweit machen sich Schulen/Kitas auf andere Wege. Daher wollen wir als Schkola allen und so uns auch selbst ermöglichen, uns zu entfalten. Denn nur wer sich selbst entfaltet, kann andere befähigen, sich zu entfalten. Das Schuljahr 2012/13 wird wieder ein Jahr werden wie jedes andere. Nicht ruhiger, bleibt spannend. Es wird Momente des Glück geben aber auch Momente der Traurigkeit. Erfolg und Misserfolg werden es kennzeichen, wie auch Lachen und Weinen von Kindern. Die Schkola ist geprägt durch eine kritische Distanz zu politischer und gesellschaftlicher Macht. Sie tritt ein gegen Diskriminierung, Intoleranz und kulturelle Selbstüberhöhung. Wir sind kein abgeschottetes Haus des Lernens, sondern wir wirken nach außen und wir wollen dies. Lasst uns dafür gemeinsam tätig sein!

Ute Wunderlich


ZUKUNFT SCHREIBEN Schkola? Ökologisch! In der letzten Phase Es sind nun schon zwei Jahre seit dem Beginn des Projektes Schkola?Ökologisch! des Schkola-Schulverbundes vergangen. In diesen Jahren bereiteten sich die einzelnen Einrichtungen auf ihre Standortmerkmale (siehe Tabelle) vor und entwarfen Aufgaben, Arbeitsaufträge und sorgten für die entsprechenden Bedingungen vor Ort (Investitionen). Alle Einrichtungen setzten sich mit diesem Projekt ein gemeinsames Ziel in der Umweltbildung und Umweltschutz. Es entstand ein gemeinsames Curriculum für alle Einrichtungen, welches nun auch anderen Einrichtungen zu Gute kommen wird: eine Umwelts-Straße entlang der Grenze von Zittau/Hrádek bis Rumburk/Ebersbach. Dazu wird 2013 ein Informationsmaterial entstehen. Mit diesem Projekt geht der Schulverbund einen weiteren Weg: es entsteht erstmals eine enge Vernetzung von neun Kindereinrichtungen in eine Grenzregion, die sich einem gemeinsamen nachhaltigen Thema widmen. Dazu werden am Ende des Projektes ALLE Schüler/Kinder der Einrichtungen ALLE Einrichtungen im Rahmen von Begegnungstagen, Schüleraustausch oder Projektarbeit besuchen und forschend, analysierend tätig werden. Dieser Austausch beginnt im Herbst 2012 und wird im Frühjahr 2013 vervollkommnet. Den Kindern und Jugendlichen werden so über den Unterricht hinaus komplexe Zusammenhänge verdeutlicht, die nachhaltig auf sie wirken und das Leben in der Grenzregion beeinflussen können. Alle Mitarbeiter (sowohl pädagogisch als auch technisch) werden in den Prozess aktiv einbezogen. Durch die intensive Auseinandersetzung in zwei Sprachen mit den Umweltthemen an zum Schluss neun Standorten wird das Umweltbewusstsein bei Schülern, Lehrern und technischen Mitarbeitern gestärkt und soll Nachhaltigkeit erreichen. Durch gezielte Fortbildung der Lehrer und Mitarbeiter sowie Eltern aber auch durch die Arbeit an den Standorten erfolgt Bildung im Umweltbereich mit nachhaltiger Wirkung. Ute Wunderlich

Schkola Hartau, Freie Grundschule ökologisches Markenzeichen: Schutz der Gewässer, Sparsamer Umgang mit Wasser Mittel zur Umsetzung des Zieles: Es wird ein „Kinderlabor“ entstehen mit Materialien, die erlauben Filteranlagen zu bauen, Wasserbeobachtungen zu tätigen. Dazu sind entsprechende Geräte anzuschaffen und als Experimentierbox im Begegnungsraum aufzubewahren. Es entsteht eine Forscherkartei von klein bis groß unter Berücksichtigung der Lehrpläne beider Länder. Základní škola Lidická Hrádek ökologisches Markenzeichen: Ökologischer Gartenbau (Klasse 1 bis 6) Biosphäre, Naturlehrpfad, Geologie (Klasse 7 bis 9) Mittel zur Umsetzung des Zieles: Es werden 2 Räume für Ökoprojekte entstehen in der Art eines grünen Klassenzimmers. Es entstehen zweisprachige Arbeitsaufträge zur Erkundung des Naturschutzgebietes um die Schule herum und ein „Labor“ mit Wetterstation zur Auswertung meteorologischer Daten. Schkola Lückendorf – Kindertagesstätte Zwergenhäus’l ökologisches Markenzeichen: Naturlehrpfadpflege und Errichtung neuer Stationen zur ganzjährigen Nutzung Mittel zur Umsetzung des Zieles: Der bereits entstandene zweisprachige Naturlehrpfad soll weiter ausgebaut werden und auch Möglichkeiten für Jugendliche zur Auseinandersetzung mit der Natur geben. Materská škola Studánka Jablonné ökologisches Markenzeichen: Errichtung einer Kinderküche, Gesunde Ernährung Mittel zur Umsetzung des Zieles: Die Kindertagesstätte hat sich als Ziel gesetzt, die gesunde Ernährung von klein auf zu fördern und möchte dies in den Begegnungstagen umsetzen. Dazu benötigen sie eine Kinderküche, die im Rahmen des Projektes angeschafft werden soll.

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Schkola Jonsdorf, Freie Mittelschule ökologisches Markenzeichen: Solarenergie Mittel zur Umsetzung des Zieles: Die Schkola Jonsdorf verfügt bereits über eine Photovoltaik-Anlage. Im Rahmen der Begegnungstage sollen Daten gesammelt, analysiert und ausgewertet werden. Dazu sind technische Voraussetzungen (Notebook und Software) erforderlich. Für die jüngeren sollen kleine Modelle gebaut werden, die Solarenergie umwandeln. Základní škola a Materská škola Bohumila Hynka Cvikov ökologisches Markenzeichen: Entstehung eines Ökozentrums mit Ausstellungsraum für Ergebnisse Mittel zur Umsetzung des Zieles: An diesem Standort wird ein Energiezentrum entstehen, welches die Auseinandersetzung mit alternativen Energiequellen und dies handlungsorientiert ermöglicht. Dabei soll ein Miniatursolarkraftwerk, Windrad, Minikraftwerk und eine Wetterstation entstehen, die den Austausch von Daten anstrebt. Dafür sollen Notebooks für Gruppenarbeit und ein interaktives Whiteboard angeschafft werden. Schkola Oberland, Freie Schule an der Haine ökologisches Markenzeichen: Schüler kochen für Schüler: biologisch, ökologisch und vollwertig Mittel zur Umsetzung des Zieles: In der Schkola Oberland soll das Thema Gesunde Ernährung und ökologisches Kochverhalten mit Schülergruppen durchgeführt werden. Dabei lehnt man sich an bereits gelungene Projekte in anderen Schulen, hebt es aber durch den länderverbindenden Charakter auf eine andere Stufe. Gemischte Kleingruppen werden in Zukunft fast täglich kochen. Inventar und Baumaßnahmen umfassen ca. 350.000 €. Základní škola PASTELKA o.p.s. ökologisches Markenzeichen: Entstehung eines „Grünen Klassenzimmers“ im Garten der Schule und Stationen zum aktiven Beobachten der Natur und ihrer Erscheinungen Mittel zur Umsetzung des Zieles: Im großen Gelände der Schule werden Stationen entstehen, die ein Beobachten und Auswerten ermöglichen. Dabei wird die Schule unterstützt durch einen böhmischen Verein und der TU Liberec. Für die Stationen werden verschiedene Mittel (wie auch Notebook für die Arbeit im Freien) benötigt, die bei der Konzepterstellung entstehen werden. Základní škola, Rumburk U Nemocnice ökologisches Markenzeichen: Müll und Wasser und Kompostierung Mittel zur Umsetzung des Zieles: Die Schkola hat sich zur Aufgabe gemacht, das Verhalten im Bereich der Müllvermeidung und -trennung zu analysieren und Maßnahmen zur Angleichung der Länder aktiv zu fordern. Für die Mülltrennung werden Container ect. benötigt. Weiterhin soll eine Hauswasserklärungsanlage entstehen, die mit einem „Wasserlabor“ versehen ist. In dieser Schule entsteht ein „Ökozimmer“.

Impressum Herausgeber: Schkola gGmbH Redaktionsanschrift: 02763 Zittau/OT Hartau, Untere Dorfstraße 6 Tel./Fax 03583 685031 · info@schkola.de · www.schkola.de Redaktionsleitung: Nicole Binsch Auflage: 2.000 Exemplare Gestaltung/Druck: Graphische Werkstätten Zittau GmbH · www.gwz.io Wir werden unterstützt von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Software-AG-Stiftung, Euroregion Neisse/Nisa/Nysa, Land Sachsen, Landkreis Görlitz, Landkreis Bautzen, Europäischer Sozialfonds (ESF), Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Bundesagentur für Arbeit, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Aktion Mensch, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Kommunaler Sozialverband Sachsen, Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den Ländlichen Raum im Freistaat Sachsen, Comenius Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 04.01.2013 Nächste Ausgabe: 01.02.2013


ZUKUNFT SCHREIBEN Schkola eko?logicky! v poslední fázi Uplynuly již dva roky od zahájení projektu svazku škol „Schkola eko?logicky!“. V těchto letech jednotlivé školy připravovaly svá stanoviště podle zaměření (viz tabulka) a vytvoříly úkoly, pracovní pokyny a zařízovaly odpovídající pracovní podmínky (investice). Všechny školy se v tomto projektu věnují ekologické výchově a ochraně životního prostředí. Vzniklo společné kurikulum všech škol, ze kterého budou profitovat všechny školy. Zúčastněné školy tvoří pomyslnou ekologickou zónu podél hranice ze Žitavy/Hrádku po Rumburk/Ebersbach. Tato zóna bude v roce 2013 zdokumentována a vznikne informační materiál. Tímto projektem se spolupráce ve svazku škol Schkola posune o další krok: vznikne úzké spojení mezi devíti školskými zařízeními z příhraničního regionu, které se věnují tématu trvalé udržitelnosti. V rámci projektu navštíví při setkáváních, výměnách, či projektech VŠICHNI žáci zúčastněných škol VŠECHNY ostatní školy, kde budou analyzovat a bádat. Tyto výměny začínají na podzim 2012 a k jejich završení dojde na jaře v roce 2013. Děti a mládež se tímto způsobem seznámí nad rámec vyučování s komplexními souvislostmi, které na ně působí a ovlivňují jejich život v příhraničním regionu. Všichni spolupracovníci (jak pedagogičtí, tak techničtí) budou aktivně zapojeni do procesu. Žáci, učitelé i techničti spolupracovníci se budou ve dvou jazycích na devíti místech intenzívně zabývat ekologickými tématy, čímž se posílí jejich povědomí o environmentální problematice a trvalé udržitelnosti. Cíleným dalším vzděláváním učitelů, pracovníků škol a rodičů, ale také prací na jednotlivých stanovištích bude rovněž probíhat vzdělávání v oblasti trvale udržitelného životního prostředí. Ute Wunderlich Schkola Hartau, Freie Grundschule ekologické zaměření: Ochrana vod, úsporné zacházení s vodou Prostředky pro realizaci cíle: Vznikne „dětská laboratoř“ s materiály, které umožní postavit filtrační zařízení a provádět pozorování vody. K tomu je potřeba obstarat odpovídající přístroje a jako experimentální kufřík uložit v setkávací třídě. Vznikne výzkumnická kartotéka pro malé i velké s ohledem na osnovy obou zemí. Základní škola Lidická Hrádek ekologické zaměření: Ekologické zahradnictví (třída 1-6) Biosféra, přírodní naučná stezka, geologie (třída 7-9) Prostředky pro realizaci cíle: Vzniknou 2 třídy pro ekologické projekty ve formě zelené učebny. Vzniknou dvojjazyčné pracovní pokyny k průzkumu chráněné oblasti v okolí školy a „laboratoř“ meteorologická stanice k vyhodnocování meteorologických dat. Schkola Lückendorf – Kindertagesstätte Zwergenhäus’l ekologické zaměření: Údržba přírodní naučné stezky a zřízení nových stanovišť pro celoroční využití Prostředky pro realizaci cíle: Již existující dvojjazyčná přírodní naučná stezka bude dále rozvíjena a poskytne mládeži možnosti seznamovat se s přírodou. Materská škola Studánka Jablonné ekologické zaměření: Zřízení dětské kuchyně, Zdravé stravování Prostředky pro realizaci cíle: Mateřská škola si dala za cíl podporovat zdravé stravování už od malička a bude to uskutečňovat během setkávacích dnů. K tomu potřebuje dětskou kuchyňku, kterou vybuduje v rámci projektu. Schkola Jonsdorf, Freie Mittelschule ekologické zaměření Solární energie Prostředky pro realizaci cíle Schkola Jonsdorf už vlastní fotovoltaické zařízení. V rámci setkávacích dnů budou sbírána data, která budou posléze analyzována a vyhodnocována. K tomu je zapotřebí technické zázemí (notebooky a software). Pro mladší žáky budou postaveny malé modely, které přeměňují solární energii.

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Základní škola a Materská škola Bohumila Hynka Cvikov ekologické zaměření: Vznik ekologického centra s místností pro prezentování výsledků Prostředky pro realizaci cíle: Na tomto místě vznikne energetické centrum, které umožní aktivní seznámení se s alternativními zdroji energie. Vzniknou modely solární elektrárny, větrného kola, minielektrárny a meteorologická stanice a bude probíhat výměna dat. Proto jsou potřeba notebooky a interaktivní tabule. Schkola Oberland, Freie Schule an der Haine ekologické zaměření: Žáci vaří pro žáky: zdravě, ekologicky a plnohodnotně Prostředky pro realizaci cíle: Hlavním tématem Schkoly Ebersbach je zdravé stravování a ekologické vaření, do kterého budou zapojeny skupiny žáků. Opíráme se zde úspěšné projekty jiných škol, díky blízkosti hranice získává náš model další rozměr. Smíšené skupiny budou v budoucnu skoro každý den vařit. Inventář a stavební investice jsou 350.000 Eura. Základní škola PASTELKA o.p.s. ekologické zaměření: Vznik „zeléné učebny“ na zahradě školy a stanoviště k ativnímu pozorování přírody a jejich jevů Prostředky pro realizaci cíle: Na velkém pozemku školy vzniknou stanoviště, které umožňují pozorování a vyhodnocování.Škola bude podporována jedním českým sdružením a TU Liberec. Pro práci na stanovištích budou potřeba různé prostředky (jako například notebooky pro práci v přírodě), které budou zajištěny při realizaci koncepce. Základní škola, Rumburk U Nemocnice ekologické zaměření: Odpad a voda a kompostování Prostředky pro realizaci cíle: Tato škola si předsevzala aktivně podporovat analýzu a porovnání nakládání s odpady v jednotlivých zemích. Ke třídění odpadu jsou potřeba odpadní nádoby atd. Bude zřízena „vodní laboratoř“, ve které vznikne domovní čistička odpadních vod. V této škole vznikne také ekologická učebna.

Baufortschritt Schkola Oberland Wenn auch auf den ersten Blick nicht viel zu sehen ist, so sind die Baufortschritte für unsere Küche und den Toilettentrakt in der Schkola Oberland vollkommen im zeitlichen, leider auch im lärmintensiven Rahmen. Im Keller sind bereits alle Leitungen in den Boden und somit endlich auch den Brandschutzverordnungen entsprechend verlegt. Der Baugrund zwischen Turnhalle und Schulgebäude zeigte Lehm und nicht den erwarteten felsigen Untergrund. Somit mussten mehrerer Verankerungen getätigt werden bis nun die Bodenplatte gegossen werden konnte und mit dem Aufbau des Gebäudes begonnen werden kann. Die Lärmarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Für die kältere Jahreszeit werden die Toiletten beheizt. Wir hoffen nun auf einen nicht zu strengen Winter, damit nichts einfrieren wird. Vorkehrungen sind jedoch schon getroffen worden. Nach der Fertigstellung wird voraussichtlich im März 2013 der Küchenbetrieb starten, in dem auch Schüler kochen werden. Es entsteht auch eine Jugendbereich für Pausen und den Nachmittag. Ein Dank geht an unser Küchenteam, die den Aufwand der Verpflegung in der Aula mit Bravour meistert. Die Sanierung der Toilette und der Mehrzweckräume werden unterstützt durch das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den Ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (ILE) und einer Spende der Software-AG-Stiftung. Beim Bau der Küche werden Mittel der Europäischen Gemeinschaft aus dem EFRE – Europäischer Fond für regionale Entwicklung eingesetzt. Ute Wunderlich


ZUKUNFT SCHREIBEN/SCHKOLA-INFOS

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Umzug der Schkola Jonsdorf nach Ebersbach vorerst erschwert

Kinder kochen für Kinder ‡ bundes- und sachsenweit ein interessantes Projekt

Die Schkola gGmbH hat den sukzessiven Umzug nach Ebersbach im zweiten Jahr vollkommen überraschend negativ beschieden bekommen. Für das Schuljahr 2011/12 erhielt sie eine Genehmigung und sollte im nachfolgenden Antrag wieder nachweisen, dass sich der Einzugsbereich nicht verändern wird. Diese Argumentation wurde nicht beachtet und als Begründung stellte die neue zuständige Behörde in Dresden fest, dass sich der Einzugsbereich doch wesentlich ändern wird. Im Nachweis unserseits konnte jedoch festgestellt werden, dass 80% unserer Schüler, die unsere weiterführenden Schulen besuchen aus unseren Grundschulen kommen. Das Verfahren ist derzeit noch offen. Michael Kretschmer – Bundestagsabgeordneter der CDU und Stephan Meyer – Landtagsabgeordneter der CDU haben sich unserem Anliegen angenommen und die Kultusministerin Frau Kurth gebeten, diesem zu entsprechen. Ute Wunderlich

Wenn wir schon seit 1999 über eigene Versorgung unserer Kinder mit gesundem Frühstück und Mittagessen nachgedacht haben, so ist es nun auch aktuelles Thema in der gesamten Bundesrepublik. Dass es auch anderes geht, entdeckten die Sender ZDF und MDR und waren bei unserem Projekt vor Ort. Nicht allein eine gesunde Schulspeisung sondern auch Beteiligung von Kindern am Kochprozess ist für uns nachhaltig. Gewohnheiten können nur dann verändert werden, wenn man an ihnen intensiv arbeitet. Das Projekt wird nun auch in der Schkola Oberland zum Tragen kommen, dort wird 2013 die nächste Küche der Schkola entstehen. In die Kochkünste werden dann deutsche und tschechische Kinder und Jugendliche eingeweiht werden. Wir reden nicht, wir tun es. Ute Wunderlich

Bildungskongress im Dreiländereck ‡ 20 Jahre Freier Schulträgerverein e.V. ,SchkolaÊ

Landeselternrat stellt sich vor

Wie bereits im letzten Korax angekündigt, möchten wir noch einmal an den Bildungskongress 2013 erinnern. Im nächsten Jahr feiert der Freie Schulträgerverein e.V. ,Schkola’ (FSV), der 1993 gegründet wurde, sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund möchten wir am 20. und 21.09.2013 dieses Jubiläum würdig begehen und allen Gästen ein breites Spektrum an Themen bieten, die zum Mitdenken, Nachahmen anregen sollen. Themenschwerpunkte werden: Bildung/ Pädagogik, Fair Brain, ganzheitliches Lernen, Inklusion, interkulturelles Lernen, Jugendforum, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung sein. Die ersten Anfragen wurden rausgeschickt und auch die ersten Zusagen sind bereits eingegangen. Ihr habt Vorschläge für Vorträge, Workshops, Referenten, etc.? Dann meldet euch unter: nicolebinsch@schkola.de. Nicole Binsch

Förderverein GRENZENLOS Mitgliederversammlung Am 10.10.2012 fand im Kretscham Hartau die offene Mitgliederversammlung des Fördervereins „Grenzenlos“ statt. Nach der Entlastung und Rücktritt des bisherigen Vorstandes konstituierte sich aus den zahlreich anwesenden Neumitgliedern der neue fünfköpfige Vorstand. Die nächste Aktion, zu der der Verein einlädt mitzumachen, ist der „Tag der offenen Türen“ am 10.11.2012. Aktuelle Informationen zur Vereinsarbeit sind demnächst unter: www.schkola.de/cms/de/127 abrufbar. Bernd Zimmermann

Manchmal geht es um die Beförderung der Kinder, ein andermal demonstrieren sie in Dresden für die Lehrer: Die Eltern sächsischer Schüler sind organisiert im Landeselternrat und in den Kreiselternräten. Vor zwei Jahren wurde dann im Landeselternrat ein Ausschuss für Freie Schulen gegründet, der fest im Landeselternrat verankert ist. Dort unterstützen sich Eltern gegenseitig bei ihren Anliegen, unabhängig vom Träger der Schule. Inzwischen ist eine unabhängige Internetseite entstanden, auf apfelundei.org werden Informationen von und für Eltern veröffentlicht. Bei der diesjährigen Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft Freier Schulen in Sachsen, am 29.9. im Kreuzgymnasium in Dresden stellte Ausschussmitglied Karsten Seifert die Arbeit des Landeselternrates vor und warb um Engagement von Eltern an Freien Schulen. Wer sich regelmäßig informieren möchte kann sich über elterninitiative@karstenseifert.eu mit dem Ausschuss in Verbindung setzen und erhält den Newsletter. Christian Zimmer

Das ZwergenhäusÊl bedankt sich bei der ıAlten Schmiede„ Vielen lieben Dank vom Zwergenhäus’l an die Gaststätte „Alte Schmiede“ für die Geldspende. Von den 200 Euro werden wir gemeinsam mit den Kindern ein Gartenspielzeug aussuchen. Die Kinder und Mitarbeiter des Zwergenhäus’l

Dank an die Schkola-Kaninchenbetreuer Danke für die liebevolle Betreuung unserer Ostritzer Schkolakaninchen „Hoppel & Moppel“ während der Ferienzeit in Neugersdorf. Schkola-Team Ostritz

Fastentuchprojekt der Hillerschen Villa

Der neue Vorstand v.l.n.r. Frank Teichler (Schriftführer), Ronny Simolka (Kassenwart), Annett Holz (Stellvertreterin), Torsten Walkstein (Vorsitzender), Bernd Zimmermann (Öffentlichkeitsarbeit)

Die Schüler der Schkola Jonsdorf werden sich am Fastentuchprojekt der Hillerschen Villa beteiligen und dafür gestalten sie Elemente des Tuches auf Leinwand und auch Adaptionen auf keramischen Fließen und Collagen zum Thema Fastentuch. Die Schüler der Klasse 7 bis 9 werden in dieses Projekt involviert sein. Weiter Informationen werden auf der Homepage www.schkola.de und der Schkola-Facebook-Seite demnächst zu finden sein. Nicole Binsch


SCHKOLA-INFOS Schkola nutzt Sozialfond für die Unterstützung der Essensversorgung

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Dafür möchten wir uns bei allen Unterstützern recht herzlich bedanken. Über weitere Unterstützer würden wir uns sehr freuen. Nicole Binsch

Unsere Schule hat seit Juni einen eigenen Spenden-Shop auf der Seite Bildungsspender. Bildungsspender selbst ist gemeinnützig, strebt keine Gewinnerzielung an, ist selbstständig und unabhängig. Dank der Seite ist es nun möglich, unsere Schule kostenlos zu unterstützen. Und das Ganze funktioniert auch noch ganz einfach. Auf unserer Homepage www.schkola.de ist ein Hinweis zum Bildungsspender platziert. Auf dieses Bild einfach draufklicken und schon erfolgt die Weiterleitung auf die Bildungsspenderseite. Der Bildungsspender hat über 1.000 Partnershops im System die einen gewissen Betrag ihres Umsatzes, den Kunden auf einer Seite spenden, ausmachen. Das heißt, auf den Kunden kommen keinerlei Kosten zu. Lediglich der Shop, bei dem eingekauft wird, gibt einen Teil seines Umsatzes an gemeinnützige Einrichtungen, wie die Schkola, ab. Diese Shops sind auf der Bildungsspenderseite einzusehen. Einfach den gesuchten Shop auswählen und dann genau wie immer die Bestellungen auswählen. Für diesen Prozess ist keine Anmeldung erforderlich und die Nutzung des Services ist garantiert kostenlos. Bisher hat die Schkola eine Gesamt-Spendenhöhe von 209,68 € erlangt.

Termine Schkola Lückendorf 11.11.12 30.11.12 20.01.13 25.01.13

„Sankt Martinstag“ Feier Weihnachtsschmücken Rodelfasching Vogelhochzeit im Kinderhaus

Termine Schkola Ostritz 10.11.12 26.11.12 05.12.12 08.12.12 12.12.12

Tag der offenen Tür Oma-Opa-Tag Vorbereitung Weihnachtsmarkt Ostritzer Weihnachtsmarkt Theater Zittau - Märchen

Termine Schkola gGmbH Termine Schkola Hartau 05.-10.11.12 10.11.12 12.-16.11.12 10.12.12 12.12.12 14.12.12 17.12.12 19.12.12 20.12.12 21.12.12 03.01.13

Theaterwoche der deutsch-tschech. Theatergruppe Tag der offenen Tür Schwimmwoche Hartau/Ostritz Weihnachtskegeln: Arthur Weihnachtsmärchen Weihnachtskegeln: Olli Weihnachtskegeln: Korax Wichteln in Hartau Weihnachtssingen Weihnachtskegeln: Emma geplant: Theaterbesuch in Hrádek

Termine Schkola Jonsdorf 05.11.-09.11.12 05.11.-09.11.12 13.11-14.11.12 24.11.12 06.12.12 20.12.12 17.01.-18.01.13 14.01.-25.01.13 26.01.13

Sprachpraxiswoche Klasse 9 in Hrádek/Jonsdorf Prima Klima, Klasse 10 in Ostritz Projekt Klasse 8 Absolvententreffen Exkursion Dresden Klasse 7/8 Freude für andere Projekt Klasse Eckarts (NaSpra/Solar) Vorprüfungen Neujahrskonzert

07.12.2012 10.12.-14.12.12 24.12.-02.01.13 12.01.2013 18.01.-20.01.2013 31.01.13 01.02.13

unterrichtsfreier Tag Weihnachtsladen Weihnachtsschließzeit Neujahrskonzert der Schkola in Polen Jahresklausur Ganztagsschule Eisfasching Halbjahresinformationen

Termine Schkola Ebersbach 05.-07.11.12 07.-09.11.12 05.-09.11.12 12.11.-14.11.12 14.11.12 17.11.12 24.11.12 26.11.12 30.11.12 03.12.12 10.01.13 15.01.13 22.01.13 30.01.13

GO-Kurs Natrix GO-Kurs Hydrix Schwimmwoche Kl. 3 GO-Kurs Panthera Beginn Schwimmunterricht Kl. 2 Tag der offenen Tür Tag der offenen Tür „u nemocnice“ Schüleraustausch Klasse 4-6 Adventsbasteln Schüleraustausch Klasse 4-6 Tag der offenen Tür „Pastelka“ Schüleraustausch Klasse 4-6 Schüleraustausch Klasse 4-6 Ende Schwimmunterricht Kl. 2


SCHKOLA-INFOS Sprachkurs: Tschechisch kommunikativ Für wen? Anfänger, Wiedereinsteiger und „leicht“ Fortgeschrittene (den Kurs für Fortgeschrittene können wir vereinbaren). Wie?

Wir werden nicht nur „büffeln“, sondern auch spielen, Ausflüge ins „Böhmische“ machen und dort gut in verschiedenen Gaststätten essen und trinken (dann spricht man problemlos). Wir lernen in kleinen Gruppen.

Wann?

15x montags 16.00-17.30 Uhr oder mittwochs 14.45-16.15 Uhr, oder eventuell dienstags 15.00-16.30 Uhr (3x im Monat). Beginn: am 12.11. oder 14.11.2012 (nach Absprache per E-Mail).

Preis?

75,00 Euro

Wo?

Schkola Oberland, Schulstraße 13, 02730 Ebersbach-Neugersdorf.

Kursleiter: Radka Försterová, radkafoersterova@schkola.de (Ich lehre schon seit 13 Jahren Tschechisch in Deutschland). Těším se na vás! (Ich freue mich auf Sie, euch!)

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arten und deren Abschlüsse ermöglicht wird. Die Geschäftsführung ist beauftragt worden, diesen Umzug bei der neu zuständigen Bildungsagentur in Dresden (SBAD) voranzutreiben. Dazu wurden mehrere Wege besprochen. Die Geschäftsführung legte weiterhin den Stand der Anerkennung der Schkola Oberland dar. Die Anerkennung wurde bei der SBAD zum 30.09.2012 beantragt. Die Schkola Oberland ist eine genehmigte und anerkannte Grundschule (1. bis 4. Klasse) und ein genehmigtes Gymnasium von der 5 bis derzeit zur 10. Klasse. Die Anerkennung wird frühestens zum 30.09.2013 erteilt und ermächtigt zur Abnahme des Abiturs im eigenen Haus. Abschließend wurden die finanzielle Situation von FSV und Schkola gGmbH vorgestellt und diskutiert. Die vorgelegten Haushaltspläne für den FSV und die Schkola gGmbH für das Schuljahr 2012/2013 wurden von den Gremien einstimmig beschlossen. Ute Wunderlich

Finanzierung Freier Schulen muss auf den Prüfstand Radka

Herbsttagung des Freien Schulträgervereins e.V. ,SchkolaÊ und des Beirates der Schkola gGmbH Mitglieder des Freien Schulträgervereins e.V. ‚Schkola‘ und des Beirates der Schkola gGmbH trafen sich am 15.10.2012, um sich über die Entwicklungen in der Schkola zu beraten. Mike Wohne legte zu Beginn der Sitzung den Stand des Schulprojektes FAIR BRAIN in Indien dar und gab einen Einblick in die Spendenakquise und die Verwendung der Gelder gab. Der Freie Schulträgerverein ist Schirmherr des Projektes (sh. Gaitreeschool). Die künftigen Aufgaben weltweit und die damit verbundene zeitliche begrenzte Arbeit in Deutschland haben Mike Wohne veranlasst, den Freien Schulträgerverein zu verlassen. Er hat seine Hilfe und Unterstützung weiterhin zugesagt. Ein Schwerpunkt der Herbstsitzung war der Umzug der Schkola Jonsdorf nach Ebersbach und der damit verbundene Aufbau eines Zentrums, in dem alle Schul-

In diesem Schuljahr müssen Schulen in freier Trägerschaft erstmals mit stagnierenden Landeszuwendungen kalkulieren. Ursache ist die komplexe Formel, mit deren Hilfe der Zuschuss berechnet wird. Im Kern hebt sie darauf ab, aus den Lehrern an den staatlichen Schulen Sachsens einen Durchschnittslehrer zu bilden und dessen theoretisches Gehalt als Grundlage für die Zuwendung zu nehmen. Wird – wie es zur Zeit der Fall ist – dieser Durchschnittslehrer jünger, weil viele ältere Kollegen in den Ruhestand gehen und wird er aufgrund der tariflichen Umstellung der letzten Jahre auch noch schlechter bezahlt, dann sinken die Personalausgaben des Durchschnittslehrers und damit der Zuschuss an die Freien Schulen. Zu diesen Personalkosten werden als Zuschuss pauschal 25% Sachkosten aufgeschlagen. Sinken also die theoretischen Personalausgaben, dann sinken auch die Sachkostenzuschüsse – völlig ungeachtet einer allgemeinen Teuerung, die jeder von uns kennt. Wenn Sachsen seine Festlegung zur Finanzierung Freier Schulen in den kommenden Jahren nicht überdenkt und ändert wird die allgemeine Entwicklung in Sachsen (jeder 2. Lehrer geht bis 2020 in den Ruhestand, junge Lehrer werden eingestellt) dazu führen, dass die Landeszuwendungen in den kommenden Jahren deutlich absinken, nach Schätzungen mancher Schulträger um bis zu 30%. Und das bei anhaltender Teuerung – man denke alleine an die aktuelle Diskussion um steigende Stromkosten. Dass dies nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand. Derzeit wird im SMK die Höhe der Zuschüsse an Freie Schulen geprüft mit dem Ziel festzustellen, ob der Kompromiss mit der Formel ein gangbarer Weg sei. Dies haben die Regierungspartner am Beginn ihrer Koalition so miteinander vereinbart. Leider soll die Überprüfung auf Basis der eingereichten Verwendungsnachweise stattfinden – ein Weg, der nicht funktionieren kann, denn dort weisen die Schulen nach, was sie mit dem Landeszuschuss gemacht haben (z. B. Gehälter bezahlt, Mieten und Nebenkosten beglichen usw.), sie weisen aber nicht nach, in welcher Höhe darüber hinaus Kosten für den Betrieb der Schule angefallen sind. Inzwischen ist man im SMK auf dieses Problem aufmerksam geworden, dennoch wird vorerst nichts verändert. Die Arbeitsgemeinschaft der Schulen in Freier Trägerschaft bereitet sich nun darauf vor, in den kommenden Monaten verstärkt Politiker und Öffentlichkeit auf die Entwicklung bei der Finanzierung Freier Schulen aufzuklären. Viele Gespräche laufen derzeit um im aktuellen Doppelhaushalt zumindest eine Erhöhung der Sachkostenpauschale für das Schuljahr 2013/2014 zu erreichen – auch zwischen der Geschäftsleitung der Schkola und Parlamentariern der Regierungskoalition. Langfristig muss eine andere Lösung für die Berechnung der Finanzierung gefunden werden. Ob dazu konkrete Kampagnen notwendig werden, wird sich in den kommenden Monaten abzeichnen. Wir werden unsere Leser weiter darüber informieren. Christian Zimmer


LERNEN LERNEN

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Planungsheft statt Wochenplan in Hartau Mit Beginn des neuen Schuljahres starteten wir in Hartau mit dem Schkolaplaner für alle unsere Schüler. Er ersetzt den Wochenplan. Waren wir zunächst selbst noch skeptisch, wie vor allem die Kleinen damit zurechtkommen werden, so wurden wir bald all unserer Zweifel beraubt. Mit Begeisterung nahmen die Kinder das Heft an und machten es zu ihrem. Zur besseren Orientierung konnte sich wer wollte, noch ein Band knüpfen, mit dem man ähnlich wie in Büchern schneller die aktuelle Seite findet. Inzwischen können viele Kinder vom Erstklässler bis zum Viertklässler selbstständig mit ihrem Planungsheft arbeiten. Erstaunlich ist, dass Schüler, die bisher eher nachlässig ihre Aufgaben und Arbeitsvorhaben eintrugen, jetzt zum Teil sehr gewissenhaft und regelmäßig ihr Planungsheft nutzen. Bisherige Elternrückmeldungen sind durchweg positiv. Wir sehen vor allem den Vorteil im Wegfall der vielen Kopien für die Wochenpläne und somit weniger losen Zetteln. Des Weiteren nutzen wir das Planungsheft, um mit den Kindern Termine für Ausflüge und Veranstaltungen aber auch Präsentationstermine einzutragen. Viele Kinder schreiben sich ihre Mittagessenbestellung beim jeweiligen Tag ein: „Habe ich heute Essen A, B oder den Salat gewählt?“, ist für viele nun gleich ersichtlich. Ein Teil der Schüler trägt sich auch seinen Termin für den Küchendienst dort ein und so kommt es nicht selten vor, dass uns die Schüler daran erinnern: „Heute habe ich Küchendienst“. Fazit für uns, unsere Kinder und Eltern: Der Schkolaplaner als Planungsheft anstelle des Wochenplans ist eine rundum gelungene Sache. Manja Wenzel

… beim gemeinsamen Singen, Erzählen und Zuhören im täglichen Morgenkreis mit Marina bzw. Ina (Mama von Miriam).

Ein Rezept für jedes Wehwehchen!? Ein offener Brief „Mein Kind kann nicht mit zur Exkursion fahren.“ „Mein Kind hat schon das Seepferdchen und kann schwimmen. Muss es dann mit zur Schwimmwoche?“ Wie oft habe ich das in den vergangenen Jahren schon gehört. Oft waren echte Probleme der Hintergrund für die Sorgen der Eltern. Kinder haben Trennungsängste, haben noch nie in fremder Umgebung übernachtet, haben Allergien oder sind noch nicht „trocken“. Eltern machen sich Gedanken, ob die begleitenden Erwachsenen diese zusätzliche Belastung bewältigen können. Sie haben nur das eine Kind, aber die Lernbegleiter sind meistens mit über 20 Kindern unterwegs. In Gesprächen konnte das eine oder andere Problem besprochen und Sorgen aus dem Weg geräumt werden. Doch manchmal hilft auch das nicht. Was soll dann mit dem Kind passieren? In anderen Jahren waren alle Gruppen gleichzeitig auf Exkursion. Ein Kind, das nicht mitkam, musste zu Hause betreut werden. Großeltern mussten helfen, teilweise musste Urlaub genommen werden. Seit den letzten drei Jahren fahren wir nun zeitversetzt. Zwei Gruppen sind immer in der Schule. Eltern gehen davon aus, dass ihre entschuldigten Kinder selbstverständlich in die Schule gehen. Da müssen sie dann zusätzlich in andere Gruppen. Doch was wünschen sich Eltern und wir als Lernbegleiter? Was ist das Beste, das Richtige für das einzelne Kind?

ıIch komme in eine große Familie!„ Eingewöhnung für Miriam in der Schkola Lückendorf Die Räumlichkeiten waren ihr bereits vom „Abholen“ ihrer Geschwisterkinder aus dem Kiga/Hort bekannt. Nun hieß es aber, selbst Kontakt zu den anderen Kindern aufzunehmen und vor allem eine Bindung zur Erzieherin aufzubauen, z.B. ...

Exkursionen sind Pflichtveranstaltungen der Schule. Sie sind eingebettet in den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Wir sehen vor allem in diesen Ausflügen die Möglichkeit, das Gruppengefühl zu stärken, das miteinander Erleben (und auch, wenn ein Kind schon schwimmen kann, Leistungsschwimmer ruhen sich nie aus). Entschuldigungen müssen plausibel sein. Krankheiten müssen selbstverständlich vom Arzt attestiert werden, ohne Frage. Aber attestiert diese Bescheinigung immer ein körperliches Gebrechen des Kindes? Wir können gar nicht mehr anders als ja zu sagen. - Im Interesse des Kindes! - sagen diese Eltern. - Im Interesse des Kindes? - frage ich.

… im freien Spiel …

Und was ist mit den Eltern, Kindern, Familien, wo ähnliche Probleme beredet werden, aber die Entscheidung anders ausfällt? Versuche es! Alle sind dabei! Wir sind hier und warten auf dich! Du schaffst das! Das ist auch ein Rezept. Danke an die Eltern, die ihre Kinder und uns so unterstützen! Annett Holz


LERNEN LERNEN Hu a Hu, der Herbst kommt heran Es ist einfach wunderschön zu beobachten, wie viel Spaß unsere Kinder gerade auch in dieser Jahreszeit haben. Mit Schubkarre, Besen und Laubkratze ziehen sie los und rechen das Laub in unserem Garten zu einem großen Haufen zusammen. Später spielen wir selbst Igel und verstecken uns darin. Während der Freispielzeit erleben schon die Kleinen, wie aus den Früchten des Herbstes (Eicheln und Kastanien) lustige Tiere gebastelt werden können. Außerdem erntet jeder aus seinem Eimer, die im Frühjahr gesteckten Kartoffeln. Damit wollen wir gemeinsam verschiedene Kartoffelgerichte kochen bzw. auch damit drucken. Marina Schwertner und Ina Polke

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Jonsdorfer Schüler beschäftigten sich während ihres Praxisunterrichts (PU) mit der Planung und Entwicklung einer Wiesenfläche vor dem TRIXI-Bad Die Aufgabenstellung für die Jonsdorfer Schüler/innen lautete: Planung und Entwicklung einer Wiesenfläche zur Aufwertung des Gesamtbildes vor dem TRIXI-Bad Großschönau. Begonnen hat alles mit einer leeren Grünfläche am Großschönauer TRIXI-Bad. Fünf aktive Schüler der Schkola Jonsdorf waren bei der Planung/Recherche dabei. Sie erarbeiteten während der Projektdauer einen selbst entworfenen Bebauungsplan und stellten diese erarbeiteten Entwürfe in der Tourist-Information vor. Die Zielstellung wurde von den Schülern erfüllt und termingerecht übergeben. Die Präsentation der Ergebnisse fand im TRIXI-Bad statt. Hartwig Hönel


LERNEN LERNEN − GRENZENLOS LERNEN

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Das sind unsere Unterstützer:

Herzlichen Dank! Deutsch-tschechisches Sommercamp in Hartau

Wunderbare Feuer‡Poziomki‡Niedamirow 2012

Auch in den letzten Sommerferien trafen wir uns wieder mit 12 tschechischen Kindern und 2 Lehrerinnen zum Zeltlager im Garten unserer Schule. Von den „Hartauern“ waren 10 Kinder mit von der Partie. Gemeinsam mit den Eltern stellten wir am Sonntagabend die Zelte auf und hofften auf schönes Wetter. Petrus meinte es gut mit uns und bescherte uns sehr heißes Wetter. Deshalb fuhren wir auch mehrmals ins Olbersdorfer Bad. Zwei Tage waren wir zu Gast im Tierpark. Neben Tierfütterung und Lamawanderung durften die Kinder mit Pinsel und Farbe eine ca. 30 Meter breite Sichtschutzwand in der Nähe der Pinguine gestalten. Vielleicht hat sie der Eine oder Andere bei einem Tierparkbesuch bereits bewundert?! Außerdem besichtigten wir noch Schloss Lemberk und waren bei Familie Pallas ins Indianertipi eingeladen. An zwei Abenden trieben uns die Gewitter aus unseren Zelten, aber in den Klassenräumen waren wir sicher und im Trockenen und konnten trotzdem gut schlafen. Ein ganz liebes Dankeschön an Ewa, die uns in dieser Woche mit guter tschechischer Hausmannskost verwöhnte. Die Woche verging wie im Flug und wir werden uns bestimmt im nächsten Sommer wieder treffen. Angelika Wichary und Simone Elsner

Für einige Tage hatten sich deutsche und polnische Schülerinnen (Schkola Jonsdorf, Ebersbach und Lyzeum Bogetynia) im Haus der „Parada“ einquartiert um gemeinsam zu malen, zu zeichnen, Installationen zu bauen, aber auch um zu singen, zu lachen und voneinander zu lernen. Beata und Grzegorz leben und arbeiten nunmehr seit 20 Jahren in Niedamirow mit Menschen, denen Nachbarschaft wichtig und richtig ist. In zahlreichen Projekten bieten sie den Rahmen für Begegnungen zwischen den Ländern dieser Region an. So auch wieder für uns. Nachdem die ersten Hürden des Kennenlernens genommen waren, entstanden schnell kleine Teams, die sich immer wieder neu mischen, je nach den Tätigkeiten, Techniken, die ausprobiert werden wollten. Die lange Wanderung in einen Nachbarort wurde schließlich für alle zur Herausforderung. So ging es über Stock und Stein, hindurch durch blühende Wiesen, vorüber an duftenden Fichten- und Kieferstämmen, immer wieder mit Blick in atemberaubende Täler oder zur Schneekoppe. Der Weg war lang und ein Zeitvertreib wurde gesucht – es wurden neue Vokabeln in deutsch und polnisch gelernt: Gummistiefel, Waldbeere, wunderbar ... Je länger der Weg, desto mehr wurde wiederholt und geübt. An Quellen wurde der Durst gestillt und man bespritzte sich gegenseitig mit Wasser um die Hitze zu vertreiben – kreischen und lachen kann man in allen Sprachen. Nachdem gezeichnet, gemalt, gedruckt worden war, gipfelte alles Können in drei großen Wandbildern zu jeweils drei freien Interpretationen zum Thema „Feuer“. Die Jugendlichen wählten ihre Gruppe, planten die Motive, organisierten den Arbeitsablauf sowie die Materialien und die Präsentation. In den Freiräumen nutzen viele die Gelegenheit um Gesichter, Hände und Beine zu bemalen und auch die damit verbundene neue phantastische Ebene auszuprobieren. Die Zeit des Tages war niemals ausreichend, der Abend, mitunter auch die Nacht wurden zum gemeinsamen Arbeiten genutzt, viele Tüten Fruchtgummis, Mandeln, Nüsse und sechseinhalb Kilo Schokolade wurden zur Stärkung vernascht ... für großartige Ergebnisse. Entstanden sind neben vielen persönlichen Arbeiten und Skizzen, drei Wandbilder. Diese zeigen die ganz unterschiedlich motivierte Auseinandersetzung der Gruppen mit den Themenkreisen: Feuer-, Wasser-, Mensch-, Gegensätze- Phantasie ... Geblieben sind die unheimlich schönen Eindrücke von Landschaft, freundlichen Menschen, guter Zusammenarbeit, leckerem Essen in Gemeinschaft, tiefer Freude. Wir danken den Sponsoren der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ines Eßer

Begegnungstag ıDeutsch-Tschechisch„ einmal anders Ein besonderer Tag war Dienstag, der 25.09.2012. Statt dem kleinen blauen Bus holte uns an diesem Morgen um 9.00 Uhr ein bunter Doppelstockbus an der Kirche in Lückendorf ab. Selbstverständlich mussten wir alle in der oberen Etage sitzen. Der außergewöhnliche Blickwinkel faszinierte die Kinder, der Blick durch das Glasdach an den Himmel war genial. Um 9.30 Uhr stiegen die Kinder aus unserer Partnereinrichtung in Jablonne zu. Gemeinsam ging die Fahrt bis Cvikov, einem der Tore zum Lausitzer Gebirge. Wir wurden von den Einwohnern bestaunt, beklatscht und fotografiert. Wir landeten am Kinderkurheim und wurden vom Leiter der Einrichtung persönlich begrüßt und durch das Haus und das Gelände geführt. Wir erfuhren wissenswertes zu gesunden Atmungs- und Bewegungsabläufen, besichtigten einen böhmischen Märchenlehrpfad und erlebten dabei Flora und Fauna mit dem Drachen Ondrach, dem Wassermann Jenik, dem Dachs Ferda, dem Zwerg Vitek, der Prinzessin Zuzanka und dem Rotkäppchen (kleine Auswahl). Für das leibliche Wohl wurde mit gesunden Lebensmitteln gesorgt. Nach dem Mittagessen gingen wir in einem Labyrinth auf Diamantsuche, danach stürmten wir den Spielplatz. Leider mussten wir heute mal ohne Mittagsschlaf auskommen. Wir haben es gemeistert, aber manchem sind im Bus die Augen dann auf der Rückfahrt zugefallen. Es war Begegnung einmal anders, sehr schön. Um 14.00 Uhr waren wir wieder in Lückendorf. Danke allen Beteiligten und dem Tourismusverband Görlitz.


GRENZENLOS LERNEN

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Tandemsprachkurs

Tandemový jazykový kurz

Deutsch-Tschechisch In einer Gruppe erlernen tschechische und deutsche Teilnehmer die Nachbarsprache voneinander. Methode - hoher kommunikativer Ansatz - lernzentriert - Partner- und Gruppenarbeit - sicheres Lernklima - gruppendynamische Übungen - Möglichkeit zum Anknüpfen fester Kontakte Zielgruppe - alle Niveaustufen - Offenheit zum Experimentieren mit der Sprache - Lust an der Kommunikation in der Fremdsprache - Bereitschaft Fehler zu machen Kurs - 10 Unterrichtseinheiten je 90 Minuten - Dienstags um 18 Uhr in Hrádek/Hartau - gemütlicher Ausklang in der Gaststätte - Start am 06.11.2012 in Hartau – Kretscham - Kursgebühr: 30,- Euro - Kursleiter: Kamil Prisching, Anna Bláhová - Anmeldung und Infos: kamil.prisching@gmail.com

čeština-němčina V jedné skupině si čeští a němečtí účastníci vzájemně osvojují jazyk sousedů. Metoda - důraz na komunikaci - orientace na účastníky - práce ve skupinách a dvojicích - příjemná učební atmosféra - týmové aktivity - možnost navázání bližších kontaktů Cílová skupina - všechny znalostní úrovně - otevřenost k experimentování s jazykem - chuť komunikovat v cizím jazyce - připravenost dělat chyby Kurz - 10 jazykových jednotek a´ 90 minut - vždy v úterý v 18 hodin v Hrádku/ v Hartavě - příjemná zakončení hodin v restauraci - Start 6. 11. v Hartavě – v Kretschamu - Kurzovné: 600,- kč - lektoři: Anna Bláhová, Kamil Prisching - Přihlášení a další informace: annablaahovaa@gmail.com

Jonsdorfer und Oberländer auf Sprachreise in England

Hinter die Kulissen der Solaranlage geschaut

Vom 06.-14.10.2012 waren die Acht- bis Zehntklässler der Schkola Oberland und Jonsdorf auf großer Sprachreise in England. Als Betreuer der Reise waren Thomas Kos, Sophie Hassenrück, Conny Lehmann und Grzegorz Dusza dabei. Für die Organisation der Reise wurde das Reisebüro Senlac Tours eingeschaltet. Am 06.10.2012 ging es für die 50 Schüler und 4 Lernbegleiter los. Sechs Tage außer Haus können für einige schwer sein, doch es gab so viel zu sehen, dass es gar keine Zeit gab, an zu Hause zu denken. Die Schkolaner haben während der Woche viele Sehenswürdigkeiten besichtigt, unter anderem folgende: Dover Castle, Beachy Head, British Museum und Tower of London. Alle Teilnehmer der Reise haben viel erlebt und auch viel gelernt. Dank solcher Reisen ist es möglich nicht nur neue Orte kennenzulernen, sondern auch sich selbst. Fazit der Englandreise ist, dass es allen Teilnehmern sehr viel Spaß bereitet hat und die nächste Englandreise schon in Planung ist. Die Schüler haben während ihrer Reise ein Reisetagebuch geführt. Hier ein paar Ausschnitte: Sonntag, den 7.10.2012 ... Als wir dann endlich in Hastings angekommen waren, haben wir unsere Gastfamilie kennengelernt. Unsere Gastmutter hat uns abgeholt und hat uns dann alles gezeigt ... Dienstag, den 8.10.2012 ... Danach sind wir zum London Eye gegangen und haben uns dort erst einmal ein 4D-Film darüber angeschaut ... Mittwoch, den 10.10.2012 ... Heute sind wir wieder 6:30 Uhr aufgestanden, haben Frühstück gegessen und sind danach zum Bus gelaufen. Dort sind wir bis nach Greenwich gefahren (ca. 1,5 St.), um das riesige Maritime Museum zu besuchen. Donnerstag, den 11.10.2012 ... An dem Tag haben wir uns noch von unseren Gastfamilien verabschiedet. Die Gastmutter hat uns zum Treffpunkt gefahren. Als dann alle da waren, sind wir zu einer Schmugglerhöhle gelaufen. Dort konnte man vieles sehen. Danach hatten wir noch Zeit zum Shoppen und danach sind wir durch den Eurotunnel nach Hause gefahren. Grzegorz Dusza

haben Mädchen und Jungen der Cvikover 9. Klasse am 21. September im Rahmen des CIL-3-Projektes. Bei der Ankunft am Morgen hörten sie, wie lange die Anlage bereits in Betrieb ist, welche Leistung sie erbringt, worin der Umweltnutzen besteht und viele andere interessante Informationen. Mit einem Arbeitsblatt wurde der prinzipielle Aufbau einer solchen Anlage beschriftet und dann ging es auf das Dach der Schule. Auch nach den fast sechs Jahren ihrer Installation sieht die Anlage noch wie

neu aus, benötigt faktisch keine Wartung und hat etwa die Hälfte der Investitionskosten erbracht. Ganz nach Plan. Den Schülerinnen und Schülern gefiel auch der wunderschöne Rundblick vom Schuldach und es wurde gleich noch ein wenig für Geografie und Regionalkunde getan. War doch der Hochwald (Hovzd) ganz nah zu sehen. Im praktischen Teil dieses Projekttages gab es ein paar kleine Experimente, die auf einfache aber eindrucksvolle Weise die Wirkung des Sonnenlichts zeigten. Wie auf Bestellung schien die Sonne auch ausreichend, so dass die Solarzellen des Experimentiersatzes genügend Licht in Gleichstrom umwandeln konnten. LED-Lampen, ein kleiner Motor und ein Solarwindrad zeigten die gewünschten Wirkungen. Einen guten Überblick über die Leistungskurve eines Tages und eine vielseitige Auswertungsmöglichkeit bekamen alle Teilnehmer durch das Internetportal, mit welchem die Schule die Anlage und deren Ergebnisse überwachen kann. Für den gelungenen Tag – wie man an der allgemeinen Interessiertheit der tschechischen Schüler erkennen konnte – möchte ich vor allem Petra Stranska und Thomas Heinze danken, die sehr engagiert vor allem auch die Fachbegriffe umsetzten und die Bedeutung den Mädchen und Jungen vermittelten. Eberhard Müller


INCLUSION UND INTEGRATION Neues vom Integrationsprojekt mit der Großhennersdorfer Förderschule:

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Endlich mal wieder ein Mädchen! Schon drei Jahre lang war unser Integrationsprojekt nun eine reine „Jungssache“. (Von den Lernbegleiterinnen mal abgesehen!) Deswegen freue ich mich sehr, dass seit Schuljahresbeginn an drei Tagen pro Woche auch Angelina mit den OlliKindern in Hartau lernt. Sie und Cedric, der bereits sein drittes Schuljahr begonnen hat, bilden die von mir (Susanne) begleitete „Elli-Gruppe“. In den zwei vorangegangenen Schuljahren hat Angelina in einer kleinen Klasse in der Förderschule gelernt. Nun wünschten sich ihre Eltern die Integration. Angelina ist ein sehr kontaktfreudiges und fröhliches Mädchen. Besonders gefallen ihr die Pausen, in denen sie mit anderen Kindern draußen spielen kann – da ist sie mit ihren neuen Klassenkameraden ganz einer Meinung! Das Arbeiten in einer großen Lerngruppe ist für Angelina eine erhebliche Anstrengung. Deshalb nutzen wir jetzt auch an den langen Arbeitstagen wieder das Elli-Zimmer, um die zweite Arbeitszeit gut zu schaffen ohne einander zu stören. Beim Abschlusskreis sind dann wieder alle im Olli-Zimmer zusammen. Als Angelina ihre Präsentation zum Thema „Haustiere“ im Kreis vorgestellt hat, bekam sie viel Beifall und war so stolz auf sich, wie man es eben nur sein kann, wenn man etwas Tolles geleistet hat und die anderen erkennen es an. Ich freue mich auf noch viele solche Momente mit Angelina in der Olli-Klasse in den nächsten zwei Jahren.

Eine Handvoll Jungs … … das sind inzwischen die „Großen“ unseres Integrationsprojektes, die die Schkola Ebersbach besuchen. 5 Schüler und 5 individuelle Formen der Integration! Das schien in der Schuljahres- und Personalplanung streckenweise ein unlösbares Problem zu sein. Eine der ganz schwierigen Fragen war die der Schülerbeförderung. Wie Einzelbegleitung auf der Fahrt von Zittau nach Ebersbach sicherstellen, wenn andrerseits schon kurz nach sieben Uhr Marat aus Löbau in der Schule angekommen ist und Frühbetreuung braucht? Aber auch die Frage an die Ebersbacher Kollegen: Welche Klasse schafft es, zusätzlich ein Kind aufzunehmen, das nicht nur Probleme beim Lernen hat, sondern für das auch Gruppennormen ein Problem sind? Als im September dann wirklich Christopher, Robert, Marat, Carl und Chris mit Dana, Elisabeth und Margitta nach Ebersbach starteten, war es ein richtiggehender Sieg über Widrigkeiten und Bedenken! Und wie so oft in Situationen, wo man bestimmte Schwierigkeiten sicher erwartet, blieben diese aus – und andere zeigen sich! Dank einiger richtungsweisender Entscheidungen auf der Schulleiterebene und der Bereitwilligkeit aller beteiligten Kolleginnen, die Integration fortzuführen, werden sich auch für neue Herausforderungen Lösungen finden – diese Zuversicht gibt Ute als pädagogische Leiterin immer wieder weiter. Und stolz können alle Beteiligten sein, in einem in Sachsen einmaligen und zukunftsweisenden Projekt zu lernen und zu arbeiten: Schüler mit dem „Förderbedarf geistige Entwicklung“ können mit Gleichaltrigen in einer Schule lernen! Wahrscheinlich schaffen sie nicht den gleichen Schulabschluss. Aber sie können Freunde werden ohne getrennt und stigmatisiert zu sein allein durch die Schule, in die sie gehen. Susanne Herrmann

Wir lernen mit den ıRudis„

Die Hummel

Hallo, ich heiße Elisabeth Kretschmer, bin 24 Jahre alt und habe Heilerziehungspflegerin gelernt. Seit August 2012 arbeite ich in der Förderschule Großhennersdorf. In meiner Freizeit spiele ich sehr gern Volleyball und Fußball, höre gern Musik und treffe mich mit Freunden. Montag und Dienstag begleite ich Christopher (ihn auch Donnerstag) und Robert hier in Ebersbach. Wir lernen dieses Jahr gemeinsam mit den „Rudis“. Den Rest der Woche sind wir in Großhennersdorf. Besonders für Robert und mich gibt es dieses Schuljahr viel Neues – das große Gebäude, die vielen neuen Mitschüler und Lernbegleiter und die neuen Abläufe. Robert ist dieses Jahr von Hartau nach Ebersbach gewechselt. Christopher hat schon letztes Jahr hier bei den Hanks gelernt und kennt sich schon gut aus. Wir haben uns sehr auf die neue Gruppe gefreut, wenngleich wir anfangs natürlich ein bisschen aufgeregt waren. Die Rudis haben uns sehr herzlich aufgenommen. Das hat uns den Start in der neuen Gruppe erleichtert. Mittlerweile kennen wir die Rudi-Gruppe schon ein bisschen besser und fühlen uns wohl. Besonders viel Freude hatten wir bisher vor allem beim gemeinsamen Sportunterricht und der Praxis. Wir freuen uns auf das weitere gemeinsame Lernen und natürlich erstmal auf die Ferien! Elisabeth Kretschmer

Die Hummel hat 0,7 cm Flügelfläche bei 1,2 g Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht und fliegt einfach! Der Weg geht weiter ... Nach erfolgreicher Integration im Kindergartenbereich hat unser Sohn Arthur Linus nun die Chance erhalten, seine schulische Laufbahn als Integrationskind in der Schkola Oberland in diesem Jahr zu beginnen. Es ist ein weiterer Meilenstein und eine große Chance für ihn, sich in die Gesellschaft zu integrieren und ein nahezu selbstständiges Leben anzustreben. Er wurde mit offenen Herzen von Groß und Klein empfangen. Nach 6 Wochen kann man sagen: Er wurde angenommen und auch schon lieb gewonnen, mit all seinen Handicaps. Arthur Linus nimmt an den Begegnungstagen teil, lernt tschechisch und war auch schon 3 Tage mit auf Exkursion. Für die Chance danken wir allen lieben Menschen, im Vorder- und im Hintergrund. Vor allem aber Kerstin und Manu sowie seiner Einzelfallhelferin Petra. Arthur Linus und Familie „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Antoine de Saint-Exupéry


INCLUSION UND INTEGRATION

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Unsere ıneue„ Arbeit mit dem Förderplan

ıAufeinander zugehen„

Zum Beginn des neuen Schuljahres lud das Integrationsteam der Schkola Oberland zu einer ganztägigen Weiterbildung zum Thema „Förderplan und Förderplangespräch in einem integrativen/inklusiven Unterricht“ ein. Alle MitarbeiterInnen nahmen daran teil. Sie lauschten interessiert den Erläuterungen, hinterfragten und ergänzten diese. In diesem Schuljahr wird die Arbeit am individuellen Förderplan vor allem für die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Vordergrund stehen. Diese sollen dazu dienen, den Stand der Lernentwicklung zu dokumentieren und darauf aufbauend die nächsten Entwicklungsschritte zu planen. Hierbei dient der jeweilige Lehrplan zur Orientierung. Es werden in den differenzierten Förderplänen sowohl Lernschwierigkeiten als auch besondere Lernleistungen erfasst. Darauf aufbauend wird eine begrenzte Anzahl an Zielen mit konkreten Arbeits- und Zeitplänen benannt. Diese Ziele werden mit den Schülern sowie den Eltern und Fachlehrern besprochen bzw. gemeinsam entwickelt. Dies geschieht in den Förderplangesprächen die in diesem Schuljahr erstmals zum Einsatz kommen. Der Integrationslehrer lädt zu diesem Gespräch alle Lernbegleiter aus dem Schulalltag des Kindes sowie dessen Eltern ein. Zu Beginn des Gespräches haben alle mit dem Kind im Lernprozess stehende Erwachsene die Möglichkeit sich auszutauschen. Zum Beispiel über: • den Lernstand in allen Fächern • prozessbegleitende Beobachtungen im Alltag und in den Fördersituationen aber auch über die Ressourcen, die das Lernen des Kindes in besonderer Weise unterstützen können. Hier spielen beispielsweise • besondere Vorlieben, Interessen und Stärken • Unterstützungspotenziale im häuslichen Umfeld sowie in der Lerngruppe mit hinein. Ein entscheidender Punkt bei der Zielformulierung ist die Erreichung eines Lernerfolges. Das Förderplanziel des Kindes sollte also nicht nur inhaltlich ganz präzise formuliert sein, sondern individuell jedem Kind so angepasst sein, dass es dieses in dem festgelegten Zeitraum auch erreichen kann. Eine Evaluation mit dem Ziel des Fortschreibens der Förderplanung muss gegeben sein. Dazu trifft man sich wiederum zu Gesprächen, in denen die gesammelten Erfahrungen dargestellt werden und der Kreislauf der Förderplanung von neuem beginnt. Wir als Team der Schkola Oberland freuen uns auf die Arbeit am Förderplan und werden diese in regelmäßigen Abständen auswerten. Susann Neuke

So lautete das Thema für die ersten 3 Schulwochen für die Kinder der Klassen 4-6 im Oberland. In dieser Zeit dreht sich alles ums „anders sein“. Die Kinder informierten sich über Beeinträchtigungen die es in verschiedenster Form in unserem alltäglichen Leben gibt. Sie übten sich in der Blindenschrift, jeder las einen Buch über verschiedenste Beeinträchtigungen und stellte dies allen vor, wir sahen ein Film über die Paralympics und machten vieles mehr zu diesem sehr umfassenden Thema. Um uns gegenseitig kennenzulernen und um zu einem Team zusammen zu wachsen fuhren die Connies, die Rudis und die Hanks mit Honza und Jana Richter auf den Kottmar zum GO-Kurs (Gruppenorientierungskurs), bei dem viele Teamspiele durchgeführt wurden und alle lernten das jeder anders gut ist. Dies führt und schweißte uns alle zusammen und gab einen Grundstein für das kommende Schuljahr. Danke an Honza und Jana über die tollen Tage, die ihr super organisiert habt. Ein weiterer Dank geht an die Mamas von Arthur, Linus und Martha, an Frau Halang und Herrn Klössel die uns sehr interessante Vorträge und Gesprächsrunden ermöglichten. In diesen Vorträgen ging es um das Leben mit einem Körper- und Sehbeeinträchtigten Kind und einem Kind mit Down-Syndrom, sowie um das Leben im Rollstuhl und mit einer Erblindung. Alle Gesprächsrunden waren sehr interessant und spannend. Alle Kinder hatten viele Fragen und waren sehr beeindruckt. Auch bei euch wollen wir uns nochmal herzlich bedanken. Danke!!! Sehr viel Spaß hat uns auch das Projekt mit Jana zum Thema Gebärdensprache gemacht. Wir lernten viel Wissenswertes über die Gebärdensprache und konnten viele Gebärden lernen die wir im Alltag brauchen. Vielen Dank an Jana. Diese Tage waren mit vielen praktischen Übungen verbunden und so endet auch dieses Themengebiet mit einem Aktionstag. Bei diesem Aktionstag gingen wir 8 Stationen durch in denen wir Rollstuhl gefahren sind, mit Gehstützen das Schulhaus unsicher machten, Blind z. B. Bilder malten, etwas erschmeckten und ertasteten, mit Markus musizierten, des Weiteren schrieben die Kinder ihren Namen in Brailleschrift und vieles mehr. Diese Wochen waren sehr informativ und wir lernten uns alle besser kennen. Der Wunsch besteht dieses jedes Jahr so durchzuführen. Da alle sehr davon profitierten. Dies war nur möglich da alle sich so mitbeteiligten. Danke für diese tolle Hilfe. Susann Neuke und Claudia Erbrich

WIR STELLEN UNS VOR Die neuen Schkolaner stellen sich vor

Elena Ruppelt, Betreuung am Nachmittag, Bereich 7-10

Name / jméno: Stephanie George

„Die Kunst ist, erwachsen zu werden und trotzdem Kind zu bleiben.“ (Erich Kästner)

Geburtstag / narozeniny: 06.11.1980 in Hannover / v Hannoveru Studium / studium: Slawistik und Romanistik (Literaturwissenschaft) in Dresden, Ostrava (CZ), San José (CR) und Prag (CZ) / slavistiku a romanistiku (literární vědy) v Drážďanech, Ostravě, San José (Kostarika) a Praze gearbeitet als / pracovala jako: Übersetzerin, Dolmetscherin, Texterin, Erzieherin / překladatelka, tlumočnice, textařka a vychovatelka Hobbys, Interessen / koníčky, zajmy: Malen, Basteln, Sport, Bücher, Filme, Reisen / malování, kutilství, sport, knihy, filmy, cestování Haustiere / domácí zvířata: zwei Hunde / dva psi

Mein Name ist Elena Ruppelt. Ich bin im November 1990 in Löbau geboren und in Ebersbach aufgewachsen. Meine Hobbys sind Fußball spielen und schauen, Volleyball, Tischtennis und gemeinsame Spielabende mit meinen Freunden. Ich mag Hunde sehr gern, habe aber leider keinen eigenen (der Hund auf dem Bild ist von einer Freundin). Nach meinem Abitur 2009 verließ ich Sachsen, um in Augsburg 3 Jahre Erziehungswissenschaft zu studieren.


WIR STELLEN UNS VOR Mein Name ist Yvonne Exner, ich bin 36 Jahre alt und wohne in Mittelherwigsdorf. Seit dem 17.09.2012 absolviere ich mein Jugendpraktikum in der Schkola Jonsdorf. Zurzeit befinde ich mich im zweiten Ausbildungsjahr zur staatlich anerkannten Erzieherin. Während meines Praktikums werde ich die Schüler bei der Erfüllung ihres Wochenplanes unterstützen und bei Bedarf mit Einzelförderungen helfen. Unter anderem führe ich verschiedene Angebote und ein Projekt mit den Schülern durch. Das Projekt läuft über 4 Wochen, Schüler schreiben ein Hörspiel selbst, welches dann aufgenommen und professionell zusammengeschnitten wird. Ich hoffe, dass ich mit meinem Einsatz die Freizeitgestaltung mit Ideen und Anregungen unterstützen kann.

Hallo, ich heiße Joanna Pitlok und bin seit diesem Schuljahr die neue Klassenlehrerin der MajaKlasse. Ich komme aus Polen, wo ich an der Universität studiert habe. Jetzt wohne ich mit meinem Freund in Zittau. Meine Hobbys sind im allgemeinen Geschichte und Architektur. In der Freizeit mag ich besonders Fahrrad fahren und Wanderungen in den Bergen – jetzt sowohl in meiner Heimat – den Beskiden als auch im Zittauer Gebirge. Ich freue mich als Lehrerin in der Schkola Ostritz zu arbeiten und hoffe, dass wir alle sowohl viel Neues lernen sowie auch neue Anregungen für die Arbeit gewinnen. Joanna Pitlok

Hallo, mein Name ist Rita Böhmer und ich bin seit September 2012 an der Schkola Oberland. Ich unterrichte Physik und bin Lerncoach in der Natrix. Bevor ich zur Schkola gekommen bin, habe ich Erfahrungen in der Berufsausbildung gesammelt. Ich freue mich hier an der Schkola aktiv zu werden.

Hallo, Ihr Schkolaner, mein Name ist Annekatrin Mihan und ich bin seit dem 15.09.2012 Lernbegleiterin in der Hydrix-Klasse in der Schkola Oberland. Am Anfang war noch alles ziemlich neu für mich und so passte es gut, dass mir die Schüler einen Spitznamen gaben, den ich bis dahin noch nie gehabt habe: in der Klasse bin ich nun als Annek bekannt. Im August bin ich mit meiner Familie aus Jena hierher in meine alte Heimat gezogen. Mein Mann Bernhard Mihan ist Euch vielleicht schon aus der Hank-Klasse im Oberland bekannt. Eventuell kennen einige von Euch auch unseren ältesten Sohn Thaddeus von den Oberländer Connis. In Jena jedenfalls haben wir die letzten elf Jahre gelebt und ich bin dort Sozialpädagogin geworden. Nun bin auch ich also eine Schkolanerin und finde das ganz schön spannend. Nach den vergangenen Wochen des Eingewöhnens bin ich jetzt angekommen und freue mich auf die gemeinsame Zeit mit vielen Begegnungen.

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Hallo lieber Korax-Leser, mein Name ist Sarah. Ich absolvierte ein Praktikum an den Schulen in Ebersbach und Hartau sowie im Kindergaten Zwergenhäus´l in Lückendorf. In meinem Praktikum konnte ich mein Wissen im Bereich der Büroarbeiten festigen und in der Betreuung von Kindern neue Einblicke und Erfahrungen sammeln. Ich bedanke mich bei allen, die mir dieses Praktikum ermöglicht haben. Ich werde die schöne Zeit in den veschiedenen Einrichtungen nicht vergessen. Freuen würde ich mich sehr, wenn irgendwann nochmals ein Praktikum möglich wäre. Ahoj, bye und tschüss sagt Sarah.

Hallo, ich bin Christel, mein richtiger Name ist Christiane Förster. Ich studiere im 5. Semester „Kindheitspädagogik“ an der Hochschule Zittau/Görlitz und absolviere mein Praxissemester im „Zwergenhäus’l“ Lückendorf. Hier arbeite ich noch bis Ende Januar 2013 in der Igelgruppe. Meine Aufgaben werden sein, mit den Kindern ein Projekt durchzuführen und eine kleine Forschungsfrage an die Eltern zu stellen. Über beides werde ich je einen Prüfungsbeleg schreiben. In meiner Freizeit lese ich gern und gehe zu Zumba. Ich spaziere auch gern mit meinem Hund durch Lückendorf, das ist dazu der perfekte Ort. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit und hoffe, dass wir zusammen viel Spaß haben werden.

Hallo, ich heiße Sarah Appelt, bin 23 Jahre alt und bin in Zittau geboren. Aufgewachsen bin ich jedoch in Seifhennersdorf und lebe jetzt auch wieder dort. Meine Hobbys sind Gitarre spielen, kreativ tätig sein, viel mit Freunden treffen und einfach das Leben genießen. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch und nutze jede Gelegenheit mich mit anderen auszutauschen und mitzuteilen. Aufgrund meiner 5-jährigen Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin habe ich 2 Jahre in Bautzen und 3 Jahre in Sebnitz verbracht. Ich kenne die Schkola jetzt schon das 3. Jahr, da ich 2 Blockpraktika in Hartau absolviert habe. Jetzt habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und fange als Berufsanfänger in der Schkola Oberland an. Ich freue mich auf diese Zeit und auf alles was mich noch so erwartet. „Ich lebe jetzt und hier und lasse mir das von niemand nehmen!“ Das ist ein Spruch, der mir persönlich sehr wichtig ist und mich schon über eine lange Zeit begleitet.


WIR STELLEN UNS VOR/PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN

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Koraxzimmer erstrahlt in neuem Glanz

Erfolgreiche Apfelernte in Hartau

Damit es auch in den Ferien nicht langweilig ist, haben sich die Koraxeltern auf meine Nachfrage hin bereit erklärt, das Koraxzimmer zu streichen. Denn das war bitter nötig. Und so trafen sich gleich in der ersten Ferienwoche an drei aufeinander folgenden Tagen viele Eltern, um das Zimmer auszuräumen, für das Streichen vorzubereiten und schließlich zu malern. Von der Decke bis zum Boden. Nach einigen Mischversuchen hatten wir vermeintlich auch ein schönes Grün zusammengemischt und wollten beginnen. Doch nach einem Hinweis eines Profis, das sei Krankenhaustürkis, waren wir uns nicht mehr so sicher. Und dann wurde noch einmal neu gemischt und bald hatten wir ein zartes Frühlingsgrün an der einen Wand

Die Zeit zur Ernte für einen leckeren Apfelsaft stand wieder einmal an. Am Freitag den 14.09. 2012 strömten fleißige Helfer in verschiedene Richtungen in Hartau aus, um die begehrten Früchte zum Pressen einzusammeln. Dieses gelang uns bei dem reichlichen Angebot von Äpfeln recht flink. Ein Teil der Ernte kam wieder aus Hrádek. Auch dort waren Eltern mit ihren Kindern versammelt und kamen nach vollbrachter Arbeit zur Feier nach Hartau. In der Schule wurde das stolze Ergebnis von 3,3 t eingesammelter Äpfel und Birnen verkündet. Nun konnte man bei Kuchen, Lagerfeuer mit Stockbrot, Gegrilltem und natürlich mit frisch gepresstem Apfelsaft den Abend gemütlich ausklingen lassen. Den Kindern steht nun ein leckerer Saft für das kommende Schuljahr zur Verfügung, der vor allem in der Begegnung gereicht wird, wenn auch die tschechischen Kinder da sind. Es war ein erfolgreiches, gemütliches Apfelfest und der Dank geht an alle, die das Fest organisierten, die fleißig geholfen haben zu sammeln und den Helfern, die am Abend für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Anett Höppner

und an den anderen drei Wänden ein schönes Aprikot. Nun konnte das ganze über die Ferien trocknen und in der vorletzten Ferienwoche ging es ans Einräumen. Nach einem Nachmittag standen gut drei Viertel der Regale wieder, wenn auch teilweise etwas krumm, an ihrem vorgesehenen Platz. Aber auch dieser wurde erst nach einigem Hin- und Herrücken endgültig gefunden. Nach zwei weiteren Tagen war das Zimmer dann für das neue Schuljahr eingeräumt und die Kinder konnten es in Besitz nehmen. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer! Manja Wenzel

ıTag der offenen Tür„ im Lückendorfer ZwergenhäusÊl Samstag, den 08.09.2012 war es wieder soweit. Ab 14.00 Uhr öffneten wir unser Haus für Klein & Groß. Dabei konnte der Garten und alle Räume besichtigt werden. Unsere deutschen und tschechischen Mamas bereiteten ein leckeres Büfett vor. So war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Ein Dankeschön noch auf diesem Weg! Die Kinder suchten in unserem Labyrinth einen kleinen Schatz. Diesen konnten sie dann in einer schönen Schachtel verstecken, die sie sich zuvor selbst gestaltet hatten. Auch unsere tschechischen Erzieherinnen aus Jablonné hatten eine Bastelstation vorbereitet. Kinder und Mamas hatten viel Spaß, schöne Steine mit Serviettentechnik zu gestalten. Es war ein wunderschöner Nachmittag für Kinder, Eltern und unser Team. Ina Polke


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN Duftendes Heubett, glückliche Hühner und noch glücklichere Kinder ... Endlich Sommerferien, Sonne und das Warten hat ein Ende ... Bauernhoflagerzeit in Neundorf! Gemeinsam mit 16 Hartauer Kindern erlebten wir auch in diesem Sommer wunderschöne Tage und Nächte im duftenden frischen Heu auf „Leubners Bauernhof“. Schwimmen und toben im Olbersdorfer See und dem Erlebnisbad Obercunnersdorf, Ausflüge zur Kottmarsdorfer Mühle, zum Dinopark Kleinwelka, Stromern und Pilze suchen im „Neundorfer Busch“ ließen die Kinder unsere schöne Oberlausitz erleben. Aber auch einfach mal „Seele baumeln lassen“ zwischen Hühnern, Küken, Gänsen und Hasen, auf der Traktorschaufel mitfahren, in Bauer Leubners alter Zinkbadewanne planschen oder Geschichten im Vollmond erzählen ... das war Erholung und eine tolle Ferienwoche. Angelika Wichary und Anke Leumann

Schkolaner als Schauspieler für Werbefilm Am Freitag, den 12.10.2012 wurde in der Schkola Hartau ein Werbefilm für unseren Projektpartner „Kinder kochen für Kinder“ Marktfrisch Rothenburg gedreht. Insgesamt wurden drei Szenen bis Mittag abgedreht. Als Requisiten bekamen die Kinder Obst und Gemüse. Mit einer Möhre schrieben sie beispielsweise ein Diktat auf Blattsalat. Zu viel dürfen wir noch nicht verraten. Lasst euch überraschen. Zu sehen wird der Marktfrisch-Spot demnächst auf unserer Homepage www.schkola.de und auf unser Facebook-Seite sein. Nicole Binsch

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Der Spur der Grenzsteine gefolgt Die praktische Umsetzung des Projektes „Geo-Medien – Werkzeuge und Methoden der Fernerkundung in der grenzüberschreitenden Umweltbildung“ hat begonnen. Am 25. und 26. September 2012 haben rund 80 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 der Schkola Oberland Ebersbach und der Základní škola U Nemocnice Rumburk gemeinsam insgesamt neun Kilometer der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Ebersbach/Jiříkov und Seifhennersdorf/Rumburk mittels GPS-Geräten aufgenommen. Eingeteilt in sprachgemischte Gruppen wagten sie sich in unbekanntes und teilweise auch unwegsames Gelände, um der Spur der Grenzsteine zu folgen. Aber nicht nur das schweißte die deutsch-tschechischen Schülergruppen zusammen, sondern auch die Aufgabe, Pflanzen zu bestimmen und entsprechend vorgefertigter Pflanzensteckbriefe zu dokumentieren. Mit dem Ziel, bewusst die Artenvielfalt der heimatlichen Natur zu erkennen, werden die Schüler sich in den nächsten Monaten noch eingehender mit den erhobenen Daten befassen. Die beiden Exkursionstage sind Bestandteil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten grenzüberschreitenden Projektes „Geo-Medien – Werkzeuge und Methoden der Fernerkundung in der grenzüberschreitenden Umweltbildung“. Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) führt es gemeinsam mit seinem tschechischen Kooperationspartner Silva Sacra o.s. durch. Insgesamt nehmen an dem Modellprojekt drei deutsche und vier tschechische Schulen teil. Zielstellung des Projektes ist es, Umweltbildungsmodule im Bereich der Fernerkundung für den fächerverbindenden Unterricht zu entwickeln. In der heutigen technisierten Welt ist es zunehmend schwerer, Kinder und Jugendliche für die heimische Natur und ihren Schutz zu begeistern. Durch die Zuhilfenahme von Computertechnik werden sie dazu motiviert. Zusätzlich wird durch die Form des fächerverbindenden Unterrichtes, zum Beispiel Biologie, Geografie und Informatik, ein komplexes Denken gefördert. Die Schüler aus Ebersbach und Rumburk werden durch verschiedene Bausteine innerhalb des einjährigen Schulprojektes in die Lage versetzt, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Grenzverlaufes durch die Analyse und Simulation von Umweltdaten zu beschäftigen. Dabei kommen unterschiedliche Computeranwendungen zur Visualisierung von Geodaten zum Einsatz. Die Ergebnisse werden nach Abschluss des Projektes mit neuen Medien publiziert. So ist in den kommenden Monaten geplant, die erarbeiteten Pflanzensteckbriefe in die Pflanzendatenbank unter www.bodeninfo.eu/schulen/ einzuarbeiten und den gesamten Streckenabschnitt bei Google Earth einzustellen. Für weitere Informationen rund um das Projekt steht beim Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. Projektkoordinatorin Eva-Maria Keschke unter Telefon 03 57 96 / 9 71-31 oder per E-Mail (eva-maria.keschke@slk-miltitz.de) gern zur Verfügung. Eva-Maria Keschke (Projektkoordinatorin „Geo-Medien“) (Foto: SLK)


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN Schkola Hartau nimmt am 2. Sächsischen Tag der Schulverpflegung teil Am Freitag, den 12. Oktober findet der 2. Sächsische Tag der Schulverpflegung statt. Es versteht sich von selbst, dass sich die Schkola Hartau daran beteiligt, da das Thema gesunde Ernährung im ganzheitlichen Lernkonzept Schwerpunkt ist. In der Schkola werden die Mahlzeiten jeden Tag mit FRISCHEN Zutaten FRISCH zubereitet. Dabei verzichten wir auf Zusatzstoffe, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Während des täglichen Zubereitungsprozesses werden die Köche von vier Kindern unterstützt, die täglich das Frühstück, Mittagessen und Vesper mit vorund zubereiten. Vorwiegend wird das Obst und Gemüse von regionalen Anbietern bezogen und für die tägliche Verpflegung wird Wert auf saisonale Produkte gelegt. Fällt dafür der Unterricht aus? Nein, die Schüler, welche in der Küche aktiv werden, lernen in der Küche. Sie werden an den Zubereitungsprozess und die Nebenbedingungen wie beispielsweise hygienische Bedingungen in einer Küche herangeführt. Nebenbei erlernen die Schüler auch Fertigkeiten in der Feinmotorik, in der Mathematik und im sprachlichen Gebrauch. Kinder, die an diesem Tag keine Köche sind, beschäftigen sich mit der Herkunft, Aussehen und Verarbeitung der Frucht des Tages. Dabei recherchieren die Kinder im Internet und nehmen die Frucht mit Augen, Nase und Mund wahr. Die Frucht ist immer Bestandteil einer Mahlzeit. Geplante Aktionen zum 2. Sächsischen Tag der Schulverpflegung: • Menü-Angebot nach DGE Rezepten: Kartoffeln mit Kräuter-Gurken-Quark, roter Linsensalat mit Feta, Kürbissuppe • Projektwoche zum Thema Gemüse und Früchten • Tag der offenen Schulmensa • Einbindung des Themas in den Unterricht • Wir gestalten unsere Schulmensa: herbstliche Dekoration, Gestaltung neuer Plakate • Geschmackssinne testen: Kräuterwoche (bestimmen, riechen, schmecken), Herstellung von Kräuteressig und Öl Nicole Binsch

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Die Zeugnisausgabe fiel nicht ins Wasser Nein, das war am 20.07.12, dem letzten Schultag wahrlich nicht passiert. Aber aufpassen mussten wir schon, denn bevor die Zeugnisse an unsere Neunte ausgegeben wurden, stachen wir in See. Naja, nicht gleich in See. Wir begnügten uns mit der Neiße zwischen Hirschfelde und Ostritz. Bei Engemanns in Rosental hatten wir eine Bootstour gebucht. Bis zur letzten Minute gingen unsere bangen Blicke immer wieder zum Himmel, denn das Wetter der letzten Schulwoche war alles andere als berauschend. Wir hatten Glück! Bereits am Donnerstag standen die Prognosen gut. So starteten wir am Freitag mit fünf Schlauchbooten pünktlich 8.30 Uhr in Richtung Ostritz. Wir waren eine gemischte Gruppe von Profis, Laien und typischen Anfängern. Keiner blieb auf der Strecke. Besonders hilfreich waren die Erfahrungen unserer Teilnehmer am Wasserwanderlager, das wenige Wochen vorher als eine Art Generalprobe durchgeführt wurde. In Ostritz angekommen ging es zu Fuß auf dem Neißeweg zurück. Später ließen wir uns bei Engemanns Bratwurst, Kartoffelsalat und Brötchen schmecken. Als fast alles weggeputzt war, blieb nur noch eins übrig. Aus den Händen der Klassenleiterin nahmen alle Neunklässler ihre Zeugnisse mit einer Rose entgegen. Die Rose gibt es für jeden, der sich im Vergleich zum letzten Zeugnis verbessern konnte und keine fünf aufzuweisen hatte. Es war also ein erfolgreiches Schuljahr. Wenn dieser Artikel im Korax erscheinen wird, dann sind diese Schüler bereits in der Abschlussklasse und haben hoffentlich an das erfolgreiche Ende der Neunten angeknüpfen können. Irina Heinrich

Die Reise zu den Querxen nach Seifhennersdorf

Viertklässler verabschieden sich mit einem Häuschen Der Jahrgang 2008-2012 verabschiedete sich mit einem Fest in der Schkola Hartau. Als Erinnerung wurde ein Häuschen von den Eltern aufgebaut, an dem jedes Kind ein Namensschild hinterließ. Auch ein kleines Dankeschön an das Team wurde überreicht. Annett Holz

Am Montag, 8. Oktober 2012, begann unsere Fahrt ins Querxenland. Die Vorschulkinder aus Lückendorf verbrachten gemeinsam mit den Kindern aus dem Partnerkindergarten Jablonne drei schöne Tage im Kinder- und Jugenderholungszentrum Seifhennersdorf. In unseren Unterkünften haben wir uns gleich wohl gefühlt. Das Essen war einsame Spitze. Wir haben gleich das Gelände erkundet. In einer Märchenstunde erfuhren wir Wissenswertes über die frechen Querxe mit den Tarnkappen. Der Trimm-Dich-Pfad wurde von uns mit Spaß und Kraft und viel Bewegung begangen. Die Sonne hat uns an allen Tagen begleitet. Viel Interessantes aus der Natur gab es im Freizeithaus und im Gelände zu bestaunen. Zusammen hatten wir viel Spaß. Nach dem Lagerfeuer mit dem Knüppelteig und dem Herumtollen mit unseren Taschenlampen sind wir sehr müde ins Bett gefallen und haben bis zum Frühstück kein Auge mehr aufbekommen. Auf der Heimfahrt machten wir Halt an unserem schönen Olbersdorfer See und probierten auch dort noch den Spielplatz aus. Eine schöne Zeit ging am Mittwoch zu Ende. Wir gehen bald mal wieder gemeinsam auf Reisen. Sylvia Heinke


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN

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Faszination Wawala

ıAlte Schmiede„ für uns da

Bei den tropischen Temperaturen in der ersten Juniwoche gab es für 13 Schüler und zwei Lehrer der Schkola Jonsdorf nur ein Ziel – Abkühlung im Wasserwanderlager. So brachen sie auf in Richtung Tynec nad Sazavou im Südosten von Prag, gelegen an der malerischen Sazawa, um dort ihre Zelte aufzuschlagen. Die Anreise mit dem Zug und viermal Umsteigen war zuerst noch einmal eine Anstrengung, gehörte aber zum Gesamtkonzept. Die Wasserfahrt am ersten Tag fand auf einem Streckenabschnitt statt, der mit seinem ruhigeren Wasser ideal zum Üben war, und stand im Zeichen des Anlernens der Neulinge durch sechs Jungen der 9. Klasse, die schon im letzten Jahr dabei waren. Im Laufe des Tages wurden die Bootsbesatzungen als auch die Boote gewechselt, da neben fünf Kanus auch ein Schlauchboot zur Verfügung stand. Auf diesem Streckenabschnitt, wurden vier Wehre passiert. Diese Durchfahrten waren sehr beliebt und sorgten für den richtigen Nervenkitzel. Das alles fand unter den wachsamen Augen von Herrn Geisler und Herrn Tannert statt, die mit ihren Erfahrungen aus zehn Jahren Wawala schon zu den alten Hasen zählen. Am zweiten Tag standen acht Wehre auf dem Plan, die beim diesjährigen Wasserstand gut zu fahren waren. Die beiden selbsternannten Experten rätseln noch heute, ob es am Geschick der Teilnehmer lag oder am moderaten Wasserstand, dass kein Kanu gekentert war. In der Vergangenheit gab es schon Wehrdurchfahrten, bei denen alle Boote gekentert waren. Im Verlauf der beiden Tage hat sich Fabian Lehmann durch sein umsichtiges und kameradschaftliches Verhalten zum wichtigsten Teilnehmer entwickelt und kann seitdem den Titel „Verdienstvoller Teilnehmer des Wawala – Tynec 2012“ tragen. Die beiden Lehrer freuen sich schon auf das Ende der ersten Ferienwoche. Zu diesem Zeitpunkt treffen sich jedes Jahr ehemalige Schüler der Schkola Jonsdorf in Tynec, um die alten Zeiten zu feiern und Erinnerungen aufzufrischen. Rekordhalter der Absolventen ist Axel Sperlich, der inzwischen auf zehn ununterbrochene Teilnahmen verweisen kann. Thomas Tannert (Sportlehrer Schkola Jonsdorf)

Ein Dank für das Urlaubsfeeling in unserer Schließzeit an den Besitzer und die Mitarbeiter des Gasthofes „Alte Schmiede“ in Lückendorf von allen Kindern und Mitarbeitern des Schkola-Kinderhauses. Wir ließen uns die Mittagsmahlzeit in den letzten vierzehn Tagen im August dieses Jahres bei Euch schmecken. Wir sind gerne gekommen und haben den Service genossen. Vielleicht lässt sich diese schöne Zeit nächstes Jahr wiederholen. Dankeschön! Ina Polke

Go-Kurse in der Schkola Oberland GO-Kurse sind Teambildungsveranstaltungen, die die Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer verbessern und stärken soll. Da sich jedes Jahr die Konstellation der Klassen ändert, schafft ein GO-Kurs es, die Schüler schneller zusammen zu führen. Gemeinsame Erlebnisse schweißen das Team bzw. die Klasse zusammen. An dem Kurs nahmen jeweils eine ganze Klasse mit ihren Klassenlehrer und Co-Lehrer teil. Während dieses Kurses wurden verschiedene Team-Spiele gespielt, um sich näher kennenzulernen und miteinander etwas zu erleben. Die 4. bis 6. Klasse waren gemeinsam am Kottmar und die 7. bis 10. Klasse fuhren mit einer Agentur in das Isergebirge. Honza


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN Ferienspaß auf der Minigolfanlage in Jonsdorf Auf unseren vorletzten Ferientag (30.08.2012) freuten sich schon ganz besonders unsere Schulkinder Niclas, Hannes und Edgar, denn es war Minigolfspielen in Jonsdorf angesagt. Auch unsere Vorschul- und Vorvorschulkinder waren voller Erwartung; für sie war es etwas Neues. Das Wetter lud regelrecht zu sportlichen Aktionen ein und somit ging es für sieben Kinder, unsere liebe Christine und Marina auf ins Oberdorf zur Bushaltestelle. Die Fahrt nach Jonsdorf entpuppte sich als „Gebirgsrundfahrt“, denn wir fuhren über Oybin/Hain, Oybin, Olbersdorf und Bertsdorf. Doch das machte uns gar nichts aus, weil es viel zu schauen gab und sehr interessant war und außerdem, wann fährt man schon mal mit Bus oder Bahn? Am Kurhaus Jonsdorf angekommen, holten wir für jeden einen Golfschläger und einen Ball. Alle waren schon sehr aufgeregt – wie viel Bälle werde ich wohl einlochen können, das war natürlich eine entscheidende Frage. Die Minigolfanlage konnten wir für uns nutzen, sodass sich jeder ausprobieren konnte. Den Jüngeren zeigte Marina wie und wo man sich hinstellt, wie man den Schläger hält und welche Regeln einzuhalten sind – ganz schön viel zu beachten, wenn man bedenkt, dass man einfach nur Spielen und Spaß haben möchte! Bei unseren großen Jungs ging es gleich zur Sache; es wurde nach Regeln und Punkten gespielt. Christine begleitete sie, um eventuellen Unstimmigkeiten sofort entgegenwirken zu können. Für Thora, Ellen, Nina und Alexandra war es mehr Spaß an der Freude. Gemeinsam mit Marina versuchten alle nacheinander den Ball einzulochen, was sich öfters als schwierig erwies. Die zweite Runde wurde nach einer leckeren Obstmahlzeit eingeläutet; „Zielwasser“ hatte sich jeder selbst im Rucksack mitgenommen. Leider verging die Zeit viel zu schnell, denn im AWO-Kindergarten wartete schon das Mittag auf uns. Bei schönem Wetter konnten wir alle draußen im Garten speisen. Frau Böhmer und Christiane hatten für uns alles super vorbereitet – ein großes Dankeschön dafür. Den dazugehörigen Spielplatz und Fußballplatz hätten wir gern in Beschlag genommen, aber leider war Mittagszeit und die Kinder schliefen nebenan. Somit erkundeten wir den benachbarten Spielplatz beim Gemeindeamt. Dabei hatte es uns die Tellerseilbahn besonders angetan. Es wurde einzeln aber auch zu zweit gefahren, was natürlich „cool“ war. Thora und Ellen fanden die ganze Sache etwas schnell und am Ende zu hoch – aber nach längerem Zuschauen probierten sie es doch mit Christines und Marinas Hilfe. Mit dem Linienbus ging es dann wieder zurück nach Lückendorf. Gesund, fröhlich und ausgeglichen kamen wir im Kinderhaus an und erzählten den anderen Kindern von unseren schönen Erlebnissen. Marina Schwertner

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ıLückendorfer Dorffest – juchhei - das Zwergenhäus´l ist mit dabei„ Unter dem Motto „Lückendorfer Dorffest – juchhei – das Zwergenhäus`l ist mit dabei“ schmückten die kleinen und großen Zwerge unser Umgebindehaus. Dafür hatten die Hortkinder aus Baumstämmen kleine und große Zwerge gestaltet. Mit bunten Wimpelketten am Zaun sowie einem riesengroßen Plakat mit dem obigen Spruch dekorierten wir unser Haus. Mit selbst gebastelten Bienen und Bienenwagen „summten“ die Kinder in ihren schicken Kostümen beim Umzug am Freitagabend durch das Dorf. Auch kleine und große Katzen verkleideten sich für den Umzug. Auf einem zweiten Wagen saß eine Katze aus Pappmaché auf ihrem Körbchen. Die Katze war eine Gemeinschaftsarbeit“ und entstand während den täglichen Angeboten im Kindergartenalltag. Am Sonntagnachmittag waren viele Kinder zu unserem Programm gekommen. In unseren lustigen Liedern sangen wir von Katzen und Bienen. Dabei hatten Klein und Groß viel Spaß. Auch in diesem Jahr waren wieder viele fleißige Helfer in unserem Waffelhäuschen aktiv. Sogar ehemalige „Kindergartenkinder“ unterstützten uns dabei. Ina Polke

Ehemalige Hortkinder als ehrenamtliche Helfer beim Lückendorfer Dorffest dabei.

Drachenfliegen, leicht gemacht ⁄ für uns ein riesen Spaß ... Kaum braust der erste, ungemütliche Herbstwind in den meisten Teilen der Oberlausitz auf, wirbelten vielerorts wieder farbenfrohe Drachenflieger durch die Luft, die den oft so trüben Herbsthimmel in ein buntes Farbenmeer verwandelten. Unser Schkola-Drachenfest fand am 5. Oktober um 16 Uhr, am Fuße des Schlechteberges in Ebersbach, statt. Fast 20 Drachenpiloten aus verschiedenen Klassen, zauberten ein kunterbuntes Drachen-Spektakel an den Himmel und zeigten ihre vielfältigen Künste im Drachensteigen. Wir Eltern waren auch gefordert, es war allerhand Geschick gefragt, um die Drachen in die Luft zu bekommen und dort zu halten. Das Hauptanliegen dieses Festes, das sich Kinder und Erwachsene zusammen vergnügen, ging voll auf. Bei Bratwurst mit Kartoffelsalat, Getränken und einigen süßen Leckereien, tanzten bis zum Einbruch der Dunkelheit die schönsten Drachen. Und weil es so schön war, treffen wir uns im nächsten Jahr bestimmt wieder, vielleicht werden dann auch der schönste Drache und die besten Flugkünste prämiert. Ivette Riegel


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN Rundgang über den Naturlehrpfad mit Kindern aus dem ZwergenhäusÊl Am 04.10.2012 gab es einen Rundgang über den Naturlehrpfad. Hier eine kleine Zusammenfassung der lustigen Runde. Mit dabei waren: Max, Paul, Dennis, Virgenie und zwei Kinder aus Tschechien, sowie als Erzieherin Sylvia, Dolmetscherin Stephanie und Ich (Dirk) als Leiter der Runde. Es ging also vorbei an der Schmetterlingsbank, stetig steigend das Gründel hinauf. Dabei kamen die Kinder schon ins Staunen, als sie die großen Wildschweinschäden entlang des Weges sahen. Und natürlich gleich die ersten Fragen: wie machen die Schweine das und was suchen sie unter der Wiese? All diese Fragen konnte ich schnell beantworten, sodass wir den Schlussanstieg zum Gründel meistern konnten. Nächster Anlaufpunkt war die Wetterstation. Dort machten wir eine Wetteraufzeichnung von diesem Tag: bewölkt, windig und 13 Grad warm. Weiter ging es zum Barfußweg. Da konnten wir auf Grund der feucht/kühlen Verhältnisse die Schuhe nicht ausziehen. Also nutzten die Kinder ihre Hände auf den verschiedenen Untergründen. Sie waren alle mit toller Begeisterung dabei, ich bin kaum mit aufschreiben nachgekommen. Später sind die Kinder auf einen neu gestrichenen Hochstand geklettert, um die weite Aussicht zu genießen. Den Klanggarten in Sicht, stürmten die Kinder den Hang bergab. Dort wurden mehr oder weniger „individuelle Töne“ auf Holz erzeugt. Tja, was soll ich als Fazit sagen: „Ich denke es war rund herum eine gelungene Sache, was nicht zuletzt auch an den Kindern selber lag. Dank Stephanie hatten auch die zwei Kinder aus Tschechien ihre Freude daran.“ Dirk Zeibig

Teamausflug der ıGroßen von den Kleinen„ in die Sächsische Schweiz Ende September traf sich unser kleines Team der 1-3er Lernbegleiter in Hohenstein in der Brandbaude, um nach langer Zeit mal wieder entspannt zu reden, zu lachen und gemeinsam etwas zu erleben. Das Wetter verwöhnte uns mit einer fantastischen Aussicht und einem genialen Sonnenuntergang bei einem gemeinsamen Abendbrot an frischer Luft. Nach gemütlichen Plaudereien am Lagerfeuer und einer mehr oder weniger kurzen Nacht in der Wanderherberge, starteten wir früh nach einem reichhaltigen Frühstück unsere Wandertour. Wir folgten dem Füllhölzelweg bis nach Rathen, durch den Amselgrund, hinauf zum Hockstein und dann durch die Wolfsschlucht zu unserer Mittagspause im Polenztal. Den Abschluss bildeten die etwa 850 Brandstufen. Es war ein gelungener Ausflug mit tollen Erinnerungen und Lust auf ein nächstes Mal. David Krüger

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Kleine und große Schkolaner unterwegs im Zittauer Gebirge Zum Ferienausklang stand am Freitag eine Wanderung auf den Hausberg von Oybin – dem Töpfer – auf unserem Plan. Bei niedrigen Temperaturen und Nieselregen fragten schon besorgte Eltern nach, ob wir überhaupt starten wollen. Für Christine und Marina stand aber schon fest, wer will kann gern mitgehen, denn schließlich sind wir nicht aus Zucker. Zu guter Letzt zählten wir zehn kleine und zwei große Wandersleut – natürlich freiwillig. Mit Rucksack und Regensachen ging es los ins Oberdorf. Wir wanderten bis zur Schutzhütte unter dem Scharfenstein – dort war unsere erste Rast. Gut gestärkt führte uns Christine einen für uns noch unbekannten Weg zur Böhmischen Aussicht hinauf. Es ging kreuz und quer durch den Busch; wir kletterten über umgestürzte Bäume und ältere Kinder halfen jüngeren beim Laufen. Gegen Mittag erreichten wir geschafft unser Ziel – die Töpferbaude. Wie erstaunt waren wir aber, als uns viele ältere Leute begegneten – und das bei dem Wetter? Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten – der Gebirgsexpress war unterwegs. Noch schnell ein Foto vor der Baude und rein ging es in die gemütliche Gaststube. Eine schöne lange Tafel wartete schon auf uns. Es gab natürlich unser Lieblingsgericht – Nudeln mit Tomatensoße. Unseren gemeinsamen Tischspruch suchte Ellen für uns aus; er lautete: „Viele kleine Fische, schwimmen heut zu Tische. Sie reichen sich die Flossen, dann wird schnell beschlossen, nicht mehr zu blubbern, sondern schnell zu futtern. Piep, piep, piep – recht guten Appetit!“ Auf einmal klatschte es im ganzen Saal Beifall – alle Gäste waren von unserem gemeinsamen Essensauftakt sehr beeindruckt. Wo gibt es denn noch so was? – Das war der Grundtenor vieler Urlauber. Es schmeckte allen so gut, dass wir Edgar noch nach Nachschlag zur Theke schickten. Übrigens, auch die Urlauber ließen sich nicht lumpen und überlegten sich einen anderen Tischspruch, worauf wir dann Beifall spendeten. Beim Verlassen der Baude unterhielten sich verschiedene Urlauber mit unseren Zwergen – Wo kommt ihr her? / Welche Kindereinrichtung besucht ihr? / Seid ihr bis hierher etwa gelaufen? / Warum ist der Altersunterschied in eurer Gruppe so groß? /… Es entstanden richtige kleine Fachgespräche zwischen beiden Gruppen. Im Anschluss bestiegen wir gemeinsam die Töpferaussicht. Obwohl die Aussicht hätte besser sein können, war es dennoch ein Erlebnis für viele von uns. Das Felsengebilde „Schildkröte“ und die „Brütende Henne“ verpassten wir natürlich nicht, wie ihr auf dem einen Foto sehen könnt. Das Wetter hatte sich inzwischen gebessert und so kamen wir glücklich, entspannt und gesund von unserer Wanderung zurück. Unsere Hochachtung gilt unseren jüngsten Zwergen Thora, Ellen und Nina; sie haben Durchhaltevermögen und Ehrgeiz bewiesen – also tschüss bis zur nächsten Wanderung! Marina Schwertner


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Unihockey-Floorball

Der Apfeltag der Schkola Ostritz am 21.09.2012

Schkola-Schüler beim 7. der Deutschen Meisterschaft den Igels Die Igels aus Dresden sind in den Play Offs 2012 als 7. der offenen Deutschen Meisterschaft eingegangen. Diese besuchten die Unihockeyspieler aus der Schkola Ebersbach am 10. Juli 2012, natürlich nach dem Unterricht. Johann und Jakob Pohl, Franz Höfig und Max Schulz machten sich auf zur Trainingsfahrt nach Dresden zum 7. der Deutschen Meisterschaft, den Igels. Bereits über einen längeren Zeitraum trainierten die Jungs aus der Mittelstufe bei Herrn Hönel und bei Honza Floorball, was heute Uni-Hockey sich nennt. Dresden ist für die Unihockey-Szene in Sachsen der Maßstab aller sportlichen Dinge. Viele der GTA-Unihockeyspieler wollten schon lange einmal mit anderen Spierlern oder Mannschaften trainieren. Endlich ergab sich eine Trainingsmöglichkeit bei einer höherklassigen Mannschaft. Zuerst sollten sie aber bei den Spielern der U11 trainieren, danach wollte man weitersehen, welchen Ansprüchen unsere Spieler gerecht werden. Aber nach den ersten Übungen war klar, für U11 sind unsere Jungs zu groß, sie wollten bei den „Großen“ anschließend mittrainieren. Da ging es aber auch stramm zur Sache, etwas anders als bei den „Kleinen“. Gefordert wurden dann, nach dem Einspielen, Übungen wie AntrittPass und Torschuss aus dem Lauf. Anschließend wurde das Diagonalspiel mit gezieltem Torschuss geübt. Da ging bei unseren Jungs aber auch manchmal ein Ball übers Netz oder er kam bei den großen Mitspielern gar nicht erst an. Nachdem man sich mit den „Großen“ eingespielt hatte, verkündete Herr Hönel das Zeichen zur Heimfahrt. Schließlich musste man am nächsten Tag wieder zur Schule gehen. Beim Verabschieden in Ebersbach war man sich einig in der Meinung: „wir müssen in Kürze wieder nach Dresden zu den Igels zum Training“. Also, auf geht’s im neuen Schuljahr zum Floorballtraining. Hartwig Hönel

Wie auch in den letzten Jahren fand an unserer Schule das Apfelfest statt. Schon am Tag zuvor pflückten die Kinder fleißig die Äpfel auf der Biberburg, unserem Schulhof. Am Freitagmorgen kam die mobile Presse. Die Ostritzer Bevölkerung konnte ihre Äpfel bringen und den frisch gepressten Saft direkt wieder mitnehmen. Ab 14.00 Uhr wurden die Äpfel der Schule gepresst. Gegen 16.00 Uhr fuhren die Autos vollgepackt mit Kindern und Eltern und leeren Beuteln und Kisten zu den verschiedenen Stellen, die uns die Stadt Ostritz aber auch viele private Personen zum Ernten zur Verfügung stellten. Da wurde fleißig geschüttelt, gepflückt und aufgesammelt. Gegen 17.30 Uhr waren alle wieder da und lieferten die Äpfel ab. Anschließend gab es für alle Helfer ein leckeres Buffet, Bratwürste und Knüppelkuchen. Da wieder sehr viele Äpfel geerntet wurden, mussten einige Hängerladungen nach Mittelherwigsdorf transportiert und dort gepresst werden. Insgesamt erhielt die Schule bisher 1.340 Liter Apfelsaft. Dieser wird zum Teil den Kindern angeboten, kann allerdings auch käuflich in unserem Büro erworben werden (in 3 l, 5 l oder 10 l großen Verpackungen). Das Fest war wieder sehr gelungen und wir danken hiermit allen, die uns unterstützt haben. Frank Schömann und das Team der Schkola Ostritz

Orgelklänge, Weihrauchduft und viele andere besinnliche Begegnungen

Waldtage der Karo-Klasse Den Wald mit allen Sinnen erleben – Neues entdecken – ausprobieren – Bäume und andere Pflanzen kennenlernen und erkennen – Mathematik mit Naturmaterialien – David Krüger Naturspiele – Buden bauen – fröhliche Gesichter.

Am 10. Juli kamen wir in der Schkola zusammen, um uns mit dem Thema Religion auseinanderzusetzen. Mit sechs Gruppen liefen wir in Ostritz verschiedene Stationen an. In der evangelischen Kirche lernten unsere Kinder die Funktionsweise der Orgel kennen. Sie durften den Blasebalg ausprobieren und waren begeistert, als Thomas Schädlich die Register zog. Der Duft von Weihrauch begleitete uns dabei. Von Stephan Kupka erfuhren wir dann auch gleich ausführlich woraus Weihrauch besteht und wofür er im Gottesdienst steht. In der katholischen Kirche lernten die Kinder von Andreas Ebermann den Kirchenraum wahrzunehmen und entdeckten verschiedene Details. Monika Prescher und Anja Junge erklärten uns sehr anschaulich welche Bedeutung die bunten Fenster mit ihren Heiligendarstellungen haben. Hierbei entstanden kreative Kunstwerke auf Glas und Papier. Birgit Deckwart erläuterte uns wofür Kerzen im christlichen Glauben stehen und färbte danach Kerzen mit einigen Kindern. Von Herrn Fünfstück und Herrn Deckwart erfuhren wir Größe, Gewicht, Namen und vor allem die Geschichte der vier Glocken im Kirchenturm. Nur wer schwindelfrei war, kam die schmalen Stiegen hinauf und konnte nicht nur „Maria“ bestaunen, sondern auch den wunderschönen Blick auf Ostritz. Im Anschluss an unsere kleinen „Exkursionen“ stellte jede Gruppe eine Station vor. Wir danken allen, die uns diese besonderen Erlebnisse ermöglicht haben und freuen uns schon auf den nächsten Religionstag! Christiane Mönnig Uns hat ein Mann erklärt, wie eine Orgel funktioniert. Wir haben was über ganz verschiedene Kerzen gelernt und auch selber Kerzen gemacht. Meine Kerze, die ich gemacht habe, mach ich nur zu meinem Geburtstag an. Ich habe zu Hause noch eine, die ist zur Deko da. Wir waren auch in der Kirche, da haben wir eine MiniKirche bekommen. Leonie-Chantal


PROJEKTE – AKTIONEN – UMWELT ERLEBEN Wir hatten Religionstag und jeder war an drei Stationen. Ich war bei den Glocken und dann haben wir über die Fenstergestaltung geredet und über Weihrauch. Ich habe nichts Neues erfahren, außer wie die Glocken heißen und wie groß sie sind und welchen Ton sie machen. Antonia Wir waren in der Kirche und die katholische hatte 109 Stufen und man hat uns auf dem Turm alles über Glocken erzählt und wir haben uns in der evangelischen Kirche über Weihrauch unterhalten. Gustav

Die Orgel in der evangelischen Kirche hat über 2000 Pfeifen und der Herr Schedlich hat uns etwas vorgespielt und er gibt auch Unterricht. Es wird mit einem Blasebalg Luft in die Pfeifen geblasen, diese Luft nennt man Wind. Wir waren auch in der Orgel drin. Da hat Marius ein paar Tasten gedrückt. Das war manchmal laut. Wenzel

Schuleintritt Schkola Ostritz Am 01.09. 2012 wurden in Ostritz 13 neue Schkolaner begrüßt – 5 Erstklässler starten in der Max- und 6 Erstklässler in der Maja-Klasse; ebenso freuen wir uns über 2 Schüler, die als „Quereinsteiger“ in der Maja-Klasse ihr 2. Schuljahr beginnen. Während die Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten zumeist bei Regenwetter stattfanden, klarte es am Samstag auf und alle Familien und ihre Gäste konnten eine schöne Feier im und um das Festzelt genießen. Zahlreiche Eltern aller Klassen sorgten im Vorfeld für ein reichhaltiges Buffet – eine traditionelle Schweinevesper mit Kaffee, Kuchen, Gegrilltem, Salaten und vielen Leckereien. Passend zum „großen Tag“ für alle Schulanfänger wurde von den Schülern der 1. bis 3. Klassen „Der kleine Tag“ aufgeführt – ein Musical, das von einem Tag aus dem Lichtreich handelt, der es gar nicht erwarten kann auf der Erde viel Spannendes und Bewegendes erleben zu dürfen. Nach der Zuckertütenübergabe flogen die Luftballons der neuen Schüler in den mittlerweile blauen Himmel und vielleicht kann sich der eine oder andere Erstklässler schon bald über eine deutsche oder polnische Postkarte freuen. Zum Abschluss gab es für die Erstklässler noch eine spannende Schatzsuche – in der Schatzkiste befanden sich Schkola-Shirts, die der Förderverein auf diesem Weg an alle Schulanfänger überreichte. Es ist großartig, dass es Schkola und Förderverein wieder gelungen ist, für alle Familien eine schöne Schuleintrittsfeier zu veranstalten, und vielen Personen gebührt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Allen voran Nannette Ufer vom Schulbüro und Anja Hempel vom FÖV, die für die Organisation der gesamten Feier sorgten sowie Lernbegleiterin Birgit Deckwart und ihren Schülern, die im Rahmen des Ganztagsangebotes über mehrere Monate das Musical einstudiert haben. Ariane Richter ist für die Gestaltung des Bühnenbildes zu danken. Die Technik wurde hervorragend von Herrn Kratzsch und Herrn Strauß bedient und die Schatzsuche ideenreich von Cornelia Loose geleitet. Ebenso zu danken ist den vielen fleißigen Helfern aus Elternschaft und Schkola-verbundenen Ostritzer Bürgern, die beim Aufbau, bei Dekoration, Ausschank und Buffetbetreuung mitarbeiteten sowie der Aufräumtruppe um Hausmeister Peter Schneider, der am Ende schlüsselgewaltig dafür sorgte, dass alles wieder an seinen Platz kam. Wir wünschen allen Schülern und Lernbegleitern ein erlebnis- und erfolgreiches Schuljahr! Doris Hotho (FÖV-Vorstand der Schkola Ostritz)

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Wanderwoche im Riesengebirge In der ersten Woche der Sommerferien ging es gleich richtig zur Sache Erholung? Ja! Für den Kopf! Der Rest war schon sehr anstrengend - für alle. Aber von Anfang an: 13 wanderfreudige Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren hatten sich für das Wanderferienlager angemeldet. Wir starteten am Montag mit dem Zug nach Harrachov. Bei Sonnenschein kamen wir dort an, gingen die drei Kilometer zu unserer Unterkunft, um dort das Gepäck abzustellen - wir hatten ja alles, was wir die Woche benötigten auf dem Rücken. Nachdem wir uns gestärkt hatten, führte uns unsere erste kleine Wanderung zum Mummelfall, wo sich die Kinder im klaren Wasser ein wenig abkühlen konnten. Damit wir uns auf das, was noch folgen sollte vorbereiten konnten, liefen wir noch ein Stückchen weiter - so kamen wir am ersten Tag auf etwa 17 Kilometer - alles in allem sehr gemütlich. Am Dienstag lag der große Aufstieg vor uns, etliche Höhenmeter, die einige der Wanderer schon an ihre Grenzen heranbrachten. Bis zum Abend hatten wir es über den Riesengebirgskamm, vorbei am Reifträger, bis zu unserer Unterkunft „Pod Łabskim Szczytem“ geschafft (ca. 18 km). Es war sehr warm und anstrengend, aber die Landschaft und Aussicht entlohnten uns für unsere Mühen. Am nächsten Tag ging es erstmal wieder steil bergauf. Hinauf auf den Bergkamm (den tschechisch-polnischen Freundschaftsweg) über die Spindlerbaude bis zum Schlesierhaus. An diesem Tag war es ziemlich bewölkt und es zog eine Nebelbank auf, die den Berg vollkommen einhüllte. Das war auch gut so, denn es gab so gut wie keine Schatten spendenden Bäume. Mit ca. 20 Kilometern war dies die längste Tagestour. Am nächsten Morgen erklommen wir unser großes Ziel: Die Schneekoppe. Dann kam schon der große Abstieg. Knapp 1000 Höhenmeter ging es hinunter bis nach Karpacz. Nach einer Eis- und Trinkpause brachte uns der Linienbus (der mit unserer Wandergruppe schon voll belegt war) bis vor die Tür unserer Jugendherberge. Wir erkundeten noch etwas die Stadt und gönnten uns nach all den Strapazen ein leckeres Abendessen in einer Gaststätte. Selbst der Kellner war sehr erstaunt über die Leistung, die die Kinder vollbracht hatten. Nach einer sehr warmen Nacht (immerhin etwa 1.000 m tiefer als unsere Unterkunft in den anderen Nächten) frühstückten wir gemütlich in einer Fußgängerzone in Jelenia Gora. Bevor wir dann in den Zug stiegen, waren wir noch auf dem Hausberg und besichtigten die Basilika. Alles in dieser Woche hatte geklappt – so konnte uns zum Ende die Verspätung des Zuges und der Schienenersatzverkehr (für den man wahrscheinlich aus Ermangelung anderer Busse irgendeinen vom Schrottplatz geholt hatte, der zufällig noch angesprungen war) auch nicht aus der Bahn werfen. Am Ende der Woche hatten wir um die 75 Kilometer in den Beinen. Erschöpft, glücklich und zufrieden kamen wir in Zgorzelec an, wo die Eltern schon auf ihre Abenteurer warteten. Es war eine unvergessliche Zeit mit einer tollen Truppe. Wir werden uns noch lange daran erinnern. David Krüger


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Ein Reisebericht Ein kühler und freundlicher Herbsttag wartet auf die Kinder der Arthur- und Koraxklasse. Der Tag beginnt mit einer kleinen Aufregung. Die Polizei ist da und muss Spuren sichern. Ihr wisst warum. Dann aber geht es los. Wir fahren zusammen zur Landesgartenschau nach Löbau und wollen uns das Grüne Klassenzimmer anschauen. Grün ist es zwar nicht, dafür aber nudelgelb. Und wir lieben alle Nudeln. Die Herstellerin selbst führt uns durch ihre Manufaktur. Annett hat uns die Aufgabe gestellt, ein „Nudelprojekt“ zu erarbeiten. Einige von uns haben auch Fotoapparate mit.

Zur Erinnerung für Euer Projekt ein paar Notizen aus meinem Kopf: Do: Teig herstellen aus Weizengrieß, Eiern und Wasser; Nudelsorte je nach Bedarf in Makkaroni, Spirelli, Spagetti, Band- und Fadennudeln schneiden und auf die Trockenroste legen, in den Trockenraum schieben und trocknen lassen; Fr: trocknen Sa: Trockenware wenden und weiter trocknen So: auch Nudeln brauchen mal frei Mo: Verpacken in durchsichtige Tüten, damit man die Sorte auch erkennen kann Di: weiter verpacken und Transport in die kleinen Läden der Region Mi: weiter Transport Das schönste im grünen Klassenzimmer war die Verkostung der Nudeln. Sie waren sehr knackig und sehr filigran und manche hatten Henkel zum Anfassen. Jetzt hatten wir noch zwei Stunden Zeit zum Toben. Einer Schülerin hatte es die Kirche aus Weiden angetan und wirklich war sie ein netter Anblick. Unter dem Viadukt wollten wir noch in den Irrgarten, aber da wurde gerade etwas repariert. Wir suchten uns eine passende Lücke im Viaduktgarten und dann durften wir mit Annetts Hilfe über große Steine über das Löbauer Wasser springen. Das war toll! Angekommen auf der Löbauer Wiese war erst mal Toilettengang angesagt und dann haben wir unsere Kräfte eingesetzt und haben die auf der Wiese verstreuten Luftkissen zu einer Arthurinsel zusammengebaut. Das hat ganz großen Spaß gemacht, weil wir wie auf einem Trampolin springen konnten. Alle, die Hunger hatten, haben losgefuttert und neu gestärkt machten wir uns auf den Rückweg. Und jetzt folgten wir den Spuren der Gartenausstellung. Denn jede Landes- oder Bundesgartenschau hat ein bestimmtes Thema. In unserer Region wurden früher viele Zuckerrüben angebaut. Deshalb gab es in Löbau eine Zuckerfabrik, aus welcher nach 1990 eine Industrieruine wurde. Die Idee dieser Gartenschau ist, alle Pflanzen und Bäume und die alte Zuckerfabrik in Löbau zu einem schönen Gesamtwerk zu vereinen. Im Bereich der Wasserbehälter, dort wo jetzt die schwarzen Schwäne, die Enten und die Seerosen sind, wurden die Rüben angeliefert und gewaschen, denn sie waren ja erdig vom Acker. Dann wurden sie

zerhackt und kamen zum sogenannten Kalkturm, wo die Zuckerbestandteile von den Nichtzuckerteilen getrennt wurden. Das geschah in einer chemischen Reaktion. Aber das haben wir noch nicht ganz verstanden, weil wir das erst ab der siebten Klasse lernen. In dem Garten drumrum um den Kalkturm haben wir aber gesehen, dass dort nur noch ganz wenige Sorten Pflanzen, zum Beispiel Erika, wachsen können. Viel interessanter fanden wir die Klettertiere aus Holz (Schildkröte) oder Metall (Echsen). Der entstandene Kristallzucker wurde dann in großen Haufen getrocknet. Und auf diesen Zuckerhaufen, die jetzt aus Stein waren, sind wir rumgeklettert. Das hat einen Heidenspaß gemacht und ich konnte sehen, wie toll ihr euch beim heraufkraxeln geholfen habt. Überhaupt war der Spielplatz ganz toll, es gab noch viele andere Kletterspäße, wie eine große Rutsche, ein Klangspiel und Kletterhölzer. So langsam mussten wir den Rückweg antreten, weil der Busfahrer schon auf uns wartete. Wir fanden den Tag ganz toll und bedanken uns dafür bei Annett und Anja. Oma Hanne

Kryštofs Eingewöhnungsphase Hallo, ich heiße Kryštof, bin 19 Monaten alt und seit September 2012 gehe ich in den Kindergarten in Lückendorf. Ich bin ein großer Weltenbummler und gewöhne mich ganz leicht an neue Umgebungen. Mein erster Eindruck vom Kindergarten war sehr positiv. Es gab viele neue Spielsachen und Kinder, die ich beim Spielen beobachtet habe. Als ich jedoch einmal bemerkte, dass mein Papa während des Spielens den Spielraum verlassen hatte, musste ich weinen. Doch er kam nach wenigen Minuten wieder zurück und es war wieder alles in Ordnung. Die lieben Erzieherinnen haben sich sehr um mich gekümmert. Sie haben mit mir gespielt und mir beim Essen geholfen. Seit Oktober bin ich nun ganz alleine ohne Mama und Papa im Zwergenhäus´l. Die Verabschiedung früh fällt mir noch etwas schwer, aber spätestens wenn die lieben Erzieherinnen mit meinem Lieblingsbus kommen ist alles wieder gut. Mama von Kryštof


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Schulanfang 2012 Schkola Hartau

Schuleingangsfeier – als Helfer

Ein Tag wie im Bilderbuch!

Im letzten Jahr wurde unsere Tochter in die Schkola Hartau eingeschult. Wir genossen sehr die Schuleingangsfeier, die traditionell vom Team der Schkola und den Eltern der Zweitklässler ausgerichtet wird. In diesem Jahr waren wir also dran. Die Messlatte erschien mir ziemlich hoch. War doch das Buffet im vorigen Jahr einfach die Wucht gewesen! Da musste man erst einmal rankommen! Aber zum Glück musste ja nicht einer allein so ein tolles Buffet „zaubern“. Jeder steuerte eine andere Köstlichkeit bei. Und so konnte auch das diesjährige Buffet sich sehen lassen, denke ich. Ja, und dass wir als Zweitklässlereltern den Schuleintrittstermin zum Helfen fest einplanen, ist ja wohl logisch! – Oder? … Leider nicht für alle Eltern. Mit Erstaunen erfuhr ich, dass es in diesem Jahr, trotzdem wir so ein starker Jahrgang sind, für die Schkolamitarbeiter echt schwierig war, genügend Helfer für den Samstag und auch zur Vor- und Nachbereitung zu finden! Das kann ich nicht verstehen! Wenn ich in dem einen Jahr die Feier genieße, muss ich selbstverständlich im nächsten Jahr auch mitmachen. Ich finde, das muss ich z.B. auch bei meiner Urlaubsplanung berücksichtigen. Jedenfalls mussten in diesem Jahr sogar Eltern zum Helfen einspringen, die gar nicht dran waren, deren Kinder schon älter waren. Nicht gerade rühmlich für unseren Jahrgang! Dabei ist das gemeinsame Helfen ja gar nicht so schlimm. Ganz im Gegenteil: Wir hatten viel Spaß zusammen. Bänke, Stühle und Zelte am Freitag und am Sonntag auf- und wieder abbauen ist sicher eher Männersache. Am Samstag waren dann alle gefragt: am Grill, in der Küche, bei den Getränken, … Da die Geschirrspüler super lange liefen, konnten wir sogar mal wieder Teller abspülen. Da ist man ja heutzutage schon fast aus der Übung. Aber wir brachten es noch! Schön wäre es, wenn dafür vielleicht im nächsten Jahr die Spüler der Kretschamküche mit genutzt werden könnten. Auf jeden Fall hatten wir Spaß bei der Arbeit. Und Hungern musste auch keiner. Vom Buffet war noch genug übrig, so dass jeder Helfer satt wurde.

Auch ein Schulanfang in der Schkola beginnt mit dem „frühen“ Aufstehen. Wir starteten pünktlich und sicherten uns schon mal Plätze im „Sportsaal“. Wir ahnten, dass es bald wie im Zirkus zugeht und wir sollten Recht bekommen. Alle waren fürchterlich aufgeregt, die Eltern zum Teil mehr als die Kinder. Als fast alle Schulanfangskinder da waren, begann das Zirkusprogramm „Total Genial“. Also ich war begeistert! Das war eine gelungene Show. Besonders toll fand ich, mit welcher Begeisterung, mit welchem Elan und auch mit welcher Disziplin die Kinder aller Altersstufen das Programm gestaltet haben. Die „abendfüllende“ Vorstellung war große Klasse! Wenn die Schule auch mit solcher Begeisterung in Angriff genommen wird, kann nix schiefgehen. Annett, die künftige Lernbegleiterin meiner Enkeltochter und Teamleiterin in Hartau, formuliert in ihrer Willkommensrede was wir alle wissen, dass das Lernen jetzt nicht erst beginnt, sondern dass es weitergeht und zwar mit Freude und Begeisterung, mit eben der Begeisterung, mit der die Zirkusfamilie durch das Programm führte. Die anschließenden Möglichkeiten für die geladenen Gäste, sich die Schule anzuschauen, fand bei unseren Gästen großen Zuspruch. So staunten nicht wenige, welch ungewöhnliche Klassenzimmer und welch reichhaltige Lernumgebungen hier zu finden waren. Das Wichtigste war jedoch der Zuckertütenkreis. Die Kleinen hatten sich diese Tüte schließlich bereits den ganzen Vormittag herbeigesehnt und dafür sogar schon eine Unterrichtsstunde absolviert! – An einem Samstag! Die kulinarische Versorgung ließ keine Wünsche offen. Das Mittagsbuffet war wirklich lecker. Leider konnte man gar nicht alles probieren, weil man sonst geplatzt wäre. Die Mamas und Papas am Getränkestand waren immer zu einem Späßchen aufgelegt. Und auch das Kaffeebuffet war sehr reichlich und gut. Also ein Ansporn für uns (die Nächsten). Im Hintergrund und an den orangenen T-Shirts zu erkennen, zog das Team von Angelika an den Strippen und unmerklich – also ganz wie die Profis – lief alles wie am Schnürchen. Die Kinder fuhren mit der Kutsche auf Schatzsuche, eine Schalmeiengruppe aus Cvikov und die Tanzgruppe aus Jablonné v Podještědí sorgten für einen festlichen, aber dennoch unverkrampften Rahmen. Nun ist ja das Umfeld so ideal, dass Spiele und Bewegung ständig eine neue Herausforderung für die Kleinen sind. Welch eine traumhafte Kulisse, um zu lernen und sich kreativ zu entfalten. Beneidenswert! Insgesamt war die Veranstaltung eine reife Teamleistung. Hier haben alle an einem Strang gezogen. Die Atmosphäre war freundlich, alle fühlten sich geborgen und gut aufgenommen in den Kreis der Schkolaner. Oma und Mama von Katharina Kästner

Ich wünsche dem Schkolateam, dass es die Eltern der jetzigen Erstklässler, übrigens unser kleinster Jahrgang, im nächsten Jahr besser machen. Und vielleicht denken einige Familien darüber nach, ob sie ihren Einsatz einfach „nachholen“ möchten. Die Tradition der Schuleingangsfeier ist wunderbar. Aber es steckt eben auch sehr viel Arbeit darin. Uns es ist sicher äußerst unangenehm, wenn die verantwortlichen Schkolamitarbeiter die Eltern zum Helfen betteln müssen! Antje Jensen


SCHKOLA IN INDIEN Nachlese: Drei Jahre Indien „Wer Indien im selben Zustand verlässt, wie er es betreten hat, kam schon vorher als Leiche. Denn die Radikalität des Subkontinents ist sein Trumpf. Ein Reisender, der sich traut, läuft Gefahr, als ein anderer wieder abzureisen.“ Aus „Triffst du Buddha, töte ihn“ von Andreas Altmann. Am 5. Oktober 2009 sind wir nach Indien aufgebrochen. Eine uns vertraute und doch so geheimnisvolle Welt. Es war ein wunderbarer Herbsttag. Auf den Elbwiesen waren wir Drachensteigen. Dazwischen liegen nun drei lange Jahre. Die Zeit ist nicht wie im Fluge vergangen. Unser Indien hat sich in den letzten 20 Jahren, seitdem wir es als Touristen durchstreiften, nicht wesentlich verändert und das wird in den kommenden 100 Jahren sicher auch so bleiben. Zwar gibt es dann anstatt der 1,2 Milliarden mehr als doppelt so viele Menschen, wird sich die Zahl der streunenden Hunde und verwahrlosten Kühe verzehnfacht haben, die Fußgänger werden sich nur noch springend zwischen den immer schneller werdenden Blechkarossen bewegen und aufpassen, dass sie nicht auf einen der zahlreichen Kackhaufen landen. Die Hare Krishnas werden wie eh und je selig einfältig ihr Segensmantra Hare Krishna/Hare Ram zwitschern, umso die Erleuchtung zu erlangen und den Weltfrieden herbeisingen. Das Beharrungsvermögen der Inder ist unglaublich Unendlich, so wie auch ihre Geduld. Zeit hat in diesem riesigen Land eine andere Dimension. Wir sind nicht nach Indien gereist, um zu faulenzen, wollten nicht fliehen, um in der Ferne unser Glück zu suchen. Wir sind auch nicht auf der Suche nach einem Guru oder Heiligen, der uns erleuchtet. Vielleicht wollten wir dem Alltag ein wenig entrücken, die Zeit für einen Augenblick anhalten, Inne halten, etwas Neues beginnen, die Welt verändern und dabei Gutes bewirken. Und, wir wollten es dem Zufall unserer Intuition überlassen. Was für eine souveräne Missachtung aller Regeln eines gesunden Menschenverstandes. Dieser Zufall hat uns nach Vishwaneedam – Wo das Universum wächst – in den Dschungel von Orissa verführt, ins buddhistische Ladakh ganz in den Norden Indiens, an zahlreiche Plätze Asiens und bis nach Tansania in die Usambaraberge. In Nepal haben wir den Anapurnatreck gewagt, in Neuseeland die Vulkane bewundert, in Sarawak in Malaysia sahen wir den Gorillas bei der Wildfütterung zu und schließlich am Mainbasar in New Delhi beobachteten wir das gewöhnliche Treiben Indiens. „Happiness only real when shared – Wirkliches Glück ist, wenn man es teilt“, zu dieser Erkenntnis kam Chris, alias Alexander Supertramp, schon in „Into the Wild“ während seiner dramatischen Irrfahrt mach Alaska. Der Kontakt nach Hause, nicht nur zur Familie, war uns immer sehr wichtig. Wir wollten uns nicht davon schleichen, sondern in Kontakt bleiben. Dabei half uns die Sächsische Zeitung. So entstanden 18 Beiträge, die monatlich im Regionalteil Zittau veröffentlicht wurden, regelmäßig gibt’s den Gaiatreeschool-Newsletter, im Korax berichteten wir aktuell. Wir hatten auch zahlreiche Besuche aus der Heimat. Natürlich unsere Tochter Katja, die in Südindien ein Krankenhauspraktikum absolvierte. Von der Schkola Ute und Kamil, Annett, Kristin, Anna und Tina zum Praktikum. Unsere Hausmitbewohner Ralf und Ilona, Yoga-Jens und Gerhard aus München. Nicht zu vergessen Sabine, Franzi und Cindy unsere Freiwilligen. Und es gab Treffen mit Dirk Randoll von der Software AG Stiftung und Stephan Meyer vom Sächsischen Landtag. Unerwähnt bleiben die noch offenen Willensbekundungen. Niemand kann sagen, dass wir uns davongeschlichen haben. Das Experiment ist geglückt. Wir sind gesund und zufrieden wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Zwar haben wir die Welt nicht wesentlich verbessert, doch wir haben lachende und glückliche Kinder gesehen, Hoffnung in den Augen der Eltern in unserer kleinen Gaiatreeschool, haben vielleicht Anstöße zum nachund umdenken gegeben und ein wenig rütteln können. Die Welt ist für uns ein Stück zusammengerückt. Heimat ist mehr relativ und zum Synonym für Freundschaft und Freiheit geworden. Wir sind ein Stück reicher, glücklicher und zufriedener geworden. Die Sehnsucht ist geblieben. Der Berg an Fragen gewachsen, der Unmut über die Ungerechtigkeit in der Welt hat sich verstärkt. Wir sind noch nicht ganz angekommen. Mike Wohne

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Yoga-Tue Gutes für Dich und helfe Anderen Vypassana und Yoga – Stille Nacht … Besinnung in der Vorweihnacht In der Vorweihnachtszeit kommen wir zur Besinnung. Es ist die Zeit der Ruhe und Einkehr. Meditation und YOGA sind wir YIN und YANG, Mann und Frau, Gut und Böse, Leben und Tod Bestandteil unserer dualen zweigeeinten Welt. Sie ergänzen und wiedersprechen sich. Vom 14. bis 16. Dezember findet im Begegnungszentrum Windmühle in Seifhennersdorf ein Vypassana- und Yogakurs statt. Konkrete Informationen zum Inhalt, Ablauf und den Kosten sowie Anmeldung auf www.gaiatreeschool.org. Mit unseren Yoga- & Meditationsangeboten und Kursen möchten wir unsere Projekte unterstützen. So gehen 10% der Einnahmen direkt auf das Spendenkonto der Gaiatreeschool Foundation. Mike Wohne

Einladung: Incedible INDIA – Göttlicher Duft für die Unabhängigkeit Wir möchten euch ganz herzlich zu unserem Incredible India-Abend am 10. November 2012 in den Alten Kretscham nach Hartau einladen. Hier wollen wir euch ein Stück auf unserer Reise mitnehmen, wollen uns bei allen Bedanken, die zu uns gehalten haben, all jene wieder sehen, die wir so sehr vermissen. Es sind aber auch alle eingeladen, die mehr wissen wollen, oder vielleicht selbst einmal das Abenteuer Indien wagen möchten. Wir beginnen 02:30 p.m. indischer Zeit (Zeitverschiebung -3,5 Stunden) mit Kinder- und Beginner-Level – Yoga und Meditation, gefolgt von einem indischen Curry, Subji und Reis. Am Abend gibt‘s natürlich ein paar Bilder, Anke wird Passagen aus „Triffst Du Buddha, töte ihn“ lesen und einige Überraschungen stehen auch noch bereit. Mit den Einnahmen wollen wir das Projekt „Göttlicher Duft für die Unabhängigkeit“ in Vishwaneedam und das Mahabodhi Zentrum in Leh weiter voranbringen. Mehr Informationen zu den Projekten findet ihr auch auf unserer Homepage. Auf unserer Homepage www.gaiatreeschool.org bitten wir um vorherige Anmeldung. Ihr könnt auch anrufen 0151 20942785 oder natürlich persönlich Bescheid sagen. Namaste! Eure Anke und Euer Mike


SCHKOLA IN INDIEN Ohne Moos nichts los! Neue Projekte. In den drei Jahren betrug das Spendenaufkommen 30.609 Euro, darin enthalten sind 5.000 Euro Förderung, sowie die Patengelder. Davon haben wir bis jetzt 14.273 Euro ausgegeben. Auf den laufenden Schulbetrieb (Betriebskosten) entfielen 3.613 Euro, auf Investitionen 6.759, also ungefähr das Doppelte. In letzteren ist z.B. die Solaranlage mit knapp 5.000 Euro enthalten. Somit stehen für weitere Projekte 16.336 Euro zur Verfügung. Das kann sich sehen lassen. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle, die so fleißig gespendet haben. Was machen wir mit dem Geld? Künftig wollen wir mehr und mehr von der Regelzur Projektfinanzierung übergehen. Die Regelfinanzierung, also die laufenden Kosten des Schulbetriebes (Gehälter, Sachausgaben) war in den ersten Jahren wichtig und notwendig. Zunehmend konzentrieren wir uns nun in den Aufbau nachhaltiger Projekte, wie zum Beispiel „Agarbathi – Göttlicher Duft für mehr Unabhängigkeit“ oder die Anschaffung eines Schulbusses. So wollen wir erreichen, dass sich das Schulprojekt künftig allein, ohne Unterstützung von außen tragen kann. Die Patenschaften sollen weiterhin bestehen bleiben. Es wird in Zukunft aber auch weitere Projekte geben, die wir unterstützen möchten. So zum Beispiel das Mahabodhi, eine buddhistische Organisation im Himalaya oder Childrens Shelter in Chiang Mai in Thailand. Mehr Informationen zu den verschiedenen Aktivitäten findet ihr auch auf unserer Internetseite. Zu allen diesen Projekten haben wir eine enge persönliche Beziehung, kennen die Gegebenheiten vor Ort und die Akteure. Alle Einrichtungen sind auch gute Partner für die Schkola. Mike Wohne

Sonntags Puja im Mahabodhi Zentrum in Choglamsar.

Besuch bei Childrens Shelter in Chiang Mai in Thailand.

Meditation und Yoga gehört in Mahabodhi zum Schulalltag.

Besuch bei Childrens Shelter in Chiang Mai in Thailand.

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AUS DER FEDER UNSERER SCHÜLER Die Drachengeschichte Klein Luise läuft über die Wiese. Sie lässt ihren Drachen steigen. Manchmal fliegt er schnell und manchmal langsam, beinahe schwerelos. Sie will auch so fliegen wie ihr Drache. Sie rennt gegen den Wind, doch sie schafft es nicht. Sie ist zu schwer. Der Wind treibt Regenwolken heran, sie geht nach Hause, um sich bei ihrer Mutter aufzuwärmen. Am nächsten Tag gab es frische Brötchen mit Marmelade. Als sie mit dem Frühstück fertig war, ging sie wieder auf die Wiese, aber diesmal mit einem Regenschirm. Auf der Wiese kam Wind auf. Sie spannte ihren Regenschirm auf und wurde ein wenig in die Luft gehoben. Doch dann ließ der Windstoß nach und sie plumpste auf den Boden. Sie fiel auf ihr Knie und stieß Wörter aus, die man lieber nicht verwenden sollte. Sie war wieder gescheitert. Sie ging nach Hause, um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Es war Mittwoch, Klein Luises Lieblingstag. Sie hatte sehr gute Laune, denn sie durfte gestern, obwohl es schon sehr spät war, noch etwas Fernsehen sehen. Es ging um einen Fallschirmspringer, der von einer hohen Klippe gesprungen war. Klein Luise dachte: „Das schaffe ich auch!!!“ Am nächsten Tag nahm sie sich ein Laken, um es als Fallschirm zu benutzen. Dann ging sie auf die Wiese. In der Mitte der Wiese stand eine große Kastanie. Dort kletterte sie hinauf, befestigte das Laken um ihren Bauch und sprang von dem Baum. Sie flog einen kleinen Moment wie gestern. Doch dann verhedderte sich das Laken in den Ästen. Sie rief nach ihrer Mama, doch sie kam und kam nicht. Es kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit. Doch dann kam sie doch noch. Ihre Mutter kletterte auf den Baum und holte Klein Luise herunter. Sie sagte: „Gehe lieber in den Wald und erforsche ihn.“ So ging Klein Luise in den Wald. Dort fand sie feuchtes Moos und viele ganz kleine, sprießende Gräser. Als sie ein Stück gegangen war, fand sie ein komisches Ding. Es hatte einen Luftballon oben dran und unten einen Picknickkorb. Es sah sehr komisch aus. Sie rannte zu ihrer Mutter und erzählte ihr von ihrer Entdeckung. Die sagte: „Man nennt das Ding Heißluftballon. Wir holen es aus dem Wald. Vielleicht kann man damit noch fliegen.“ Fliegen?, dachte Klein Luise. Na hoffentlich! Sie holten den sogenannten Heißluftballon aus dem Wald. Es war sehr schwer, so ein großes Ding zwischen den Bäumen hin und her zu ziehen. Aber irgendwann hatten sie es geschafft und schauten sich das Ding genauer an. Es hatte viele Löcher in dem Picknickkorb und im Luftballon auch. Ihre Mutter sagte: „Ruf doch mal Opa an. Er kann uns bestimmt helfen.“ Sie rief ihren Opa an und er sagte, er kann morgen kommen. Am nächsten Morgen kam er in aller Frühe. Er sagte: „Den Ballon muss man flicken und den Transportkorb stopfen.“ Also fingen sie an zu arbeiten. Am Nachmittag war der Heißluftballon fertig. Klein Luise war ganz aufgeregt. Sie ju-

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belte: „Morgen fliegen wir!“ Aber Opa sprach: „Klein Luise, mit einem Ballon fliegt man nicht.“ „Nein?“, wunderte sie sich. „Was macht man denn dann?“ „Man fährt.“, erklärt Opa. „Es heißt auch Luftschifffahrt.“ Opa weiß aber viel!, denkt Klein Luise. Aber egal. Hauptsache wir fliegen morgen. Klein Luise war sehr aufgeregt. Heute würde sie fliegen, in der Luft sein, schwerelos wie ihr Drachen! Sie, ihre Mutter und Opa würden in einer halben Stunden in der Luft sein …. Endlich war es so weit! Sie stiegen in den Korb und ihr Opa warf ein paar Beutel aus dem Korb und warf das Gebläse an. Dann passierte es. Der Korb erhob sich vom Boden und sie flogen in die Höhe. Wundervoll! Sie hatte ihr Ziel erreicht. Sie konnte fliegen!!! Henriette Schwager, Klasse 4

Zu Gast im Grünen Klassenzimmer der Landesgartenschau Am Montag den 8.10.2012 waren wir auf der Landesgartenschau in Löbau. Als erstes waren wir im Grünen Klassenzimmer und haben uns etwas zur Nudel angehört. Danach sind wir zur Weidenkirche gegangen. Von dort sind wir auf die Färberinsel gegangen. Dabei mussten wir zweimal über Steinwege übers Wasser gehen. Dann haben wir eine Pause auf einer großen Wiese mit riesigen Kissen gemacht. Als letztes waren wir im Dinogarten. Dana und Naomi

Die Kartoffel Kartoffel In dunkler Erde rund und lecker, kommt aber nicht vom Bäcker. Geerntet frisch vom Feld, mag auch der Hund der immer bellt. Er isst jetzt die Kartoffel vom Feld. Lennard Göttlich, Klasse 2 (September 2012)

Der Apfel(tag) Es war ein schöner roter Apfel. Der hing an einem Baum. Ein Junge wollte ihn sooo gern haben, aber er kommt nicht ran. Eines Tages musste der Junge wieder in die Schule und wo der Junge in der Schule war, fiel der Apfel runter. Und der Apfel schrie auuuuuaah. Aber dann beruhigte er sich und als der Apfel ganz normal dort lag, kam der Junge und nahm sich den Apfel und ging nach Hause. Gustav Weidner


AUS DER FEDER UNSERER SCHÜLER Lanterna futuri

Der Frühjahrsputz

Na, hallo erstmal, ich weiß nicht, ob ihr’s schon wusstet, aber wir waren bei „lanterna futuri“ und das war geil. Es gab eine Theaterwerkstatt und die Musikgruppe, und aus beiden Gruppen müssen wir euch was erzählen:

Es war einmal ein Eichelhäher. Der saß auf einem Baum, man glaubt es kaum. Er dachte an den Frühjahrsputz. Oh welche Freud, lud Sperling, Amsel, Meise ein Eichhörnchen, Wildschwein, Fink und auch noch den Fuchs und auch den Bär.

Theater Wir (Lena, Elli, Rica, Franz, August und viele tschechische und polnische Schüler) haben bei der Theatergruppe mitgemacht. Die ersten drei Tage haben wir Kennenlernspiele gespielt. Dann ging es los mit Theater spielen. Unser Thema war Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit. Wir haben uns zum Proben in zwei Gruppen aufgeteilt. Am Nachmittag haben wir dann alle gemeinsam geprobt und das alles 2 Tage lang. Am Freitag hatten wir dann ma’ Generalprobe und dann am Abend war die Aufführung mit anschließender großer Party. Die Woche war echt cool und wir wollen alle wieder zu „lanterna futuri“. Lena, Franz und August Musik Ja also wir waren bei Musik und uns hat es echt gut gefallen, obwohl viele vom letzten Jahr nicht mehr dabei waren. Die polnischen und tschechischen Kinder waren aber alle echt nett und wir haben uns (meistens) gut verstanden. Den ersten Tag haben wir uns erst mal ein bisschen kennengelernt. Den zweiten wurden die 3 Gruppen eingeteilt und wir fingen an Lieder zu komponieren. Ab dem nächsten Tag war dann immer 9:00 Uhr ,,worming up“ nachdem wir Frühstück gegessen hatten. Danach haben wir bis zum Mittag geübt. Das Essen war auch meistens sehr lecker. Dann war wieder Musik und anschließend Party bis regulär 22:00 Uhr. Lena war dann das einzige Mädchen und sang bei allen Liedern mit Text. Am Ende hatten wir fünf echt coole Songs, die wir am Freitag vorgestellt haben, leider kamen auch unsere Eltern:). Die Werkstattleiter haben ihre Sache super gemacht, sie waren uns sehr sympathisch!!! Die Woche war der Hammer und wir würden, glaub ich, alle ein zweites oder drittes Mal hingehen!!!!!!! Gustav und Lena V. PS: Ich war als Lernbegleiter bei Lanterna in Großhennersdorf vom 23.9.-29.9. mit dabei. Es war eine wunderbare, manchmal anstrengende, jedoch sehr ereignisreiche Woche. Viele Talente habe ich hier sehen dürfen und unsere Schüler von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Schöne Begegnungen mit tschechischen (Ceska Lipa) und polnischen (Zgorzelec) Schülern und Lehrern, eine gute Zusammenarbeit und Spaß mit den Werkstattleitern und dem Organisator Frank Rischer machen das Projekt aus. Besonders der Prozess der Zusammenarbeit an den Stücken steht hier im Vordergrund, die selbständig von den Schülern unter Anleitung und Hilfe der Werkstattleiter entwickelt wurden. Wobei 7 Tage eine sehr kurze Zeit sind, um wirklich tiefgründige Werke fertig zu bekommen und sie zu präsentieren. So kann man diese Woche nur als 1. Etappe sehen. Es war für mich ein schönes Erlebnis und ich hoffe, dass wir die gemeinsamen Projekte fortsetzen werden. Ein Anfang ist die Aufführung der Show am 17.11. um 11:00 Uhr beim Tag der offenen Tür im Oberland, wo sich alle Beteiligten wieder treffen werden. Ich freu mich darauf. Anett

Wir bauen mit der Ritterburg Nachmittags nach den Hausaufgaben spielen Edgar, Hannes und ich mit der Ritterburg. Gerade bauen wir eine Halle für die Krieger, damit sie üben können. Uns bereitet es sehr viel Spaß und deshalb spielen wir schon viele Luces Armbrust Wochen damit.

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So und jetzt geht’s los und alle halfen mit Sie putzten, schrubbten, räumten. Es blitzte, blinkte wunderbar. Und alle war’n zufrieden. Es war einmal ein Eichelhäher. Der freute sich gar sehr. Die Sache hat geklappt. von Adrian Maximilian Reuter, Klasse 2 (Sommer 2012).

Wer hat mein Futter gegessen? Tapsi isst gerade ihr Essen. Auf einmal kommt Besuch, Oma und Opa aber auch Ricke, das ist der Hund von Oma und Opa. Tapsi rennt hinter das Sofa, Tapsi sagt: „Dieser Hund kann mich mal.“ Doch dann hört Ricke das Miauen, bellt und schnüffelt überall rum. Doch dann meckert Oma rum. Sie sagt: „Wenn du noch mal bellst, dann bleibst du nächstes Mal zu Hause!“ Tabsi sagt: „Du Doofer Hund Wauwau, bell doch mal!“ Aber Ricke beachtet Tapsi nicht. Dann muss Ricke nach Hause. Tapsi rennt zu ihren Futternapf. Doch was ist das? Da ist kein Futter mehr drin. Tapsi sagte: Ich hasse Hunde. Tapsi miaut, dann kommt Mama und sagt: „Hast du Hunger?“ Tapsi miaut: „Du kriegst ja was“. Ich freu mich drauf. Dann komme ich und sage: Muss ich heute auf Ricke aufpassen oder morgen? „Heute“, sagt Mama. Tabsi lauschte: „Was heute Abend kommt schon wieder dieser der Kötter?!“ Tabsi keine Angst ich habe ein gutes Versteck für dich, komm mit. Tabsi und Maria gehen zum Versteck. Doch was ist das? „Das ist schön weich!“, sagt Tabsi. „Das ist mein Katzenkörbchen mit einer weichen Decke“, meint Maria. In das Körbchen geht Tabsi hinein dann wird sie auf den Schrank gestellt, wo Ricke nicht hinkommt. Und neben ihr steht Essen und Trinken. „Keine Sorge, Ricke fängt dich nicht“, sprach Maria. Danach ist Tapsi sofort eingeschlafen. Am Abend, endlich ist es so weit, es klingelte an der Haustür, Tapsi hat ganz sehr Angst. Tapsi wird nicht von Ricke entdeckt, sie schläft gleich wieder ein. GUTEN NACHT TAPSI!!! Maria Selonny


AUS DER FEDER UNSERER SCHÜLER

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Unsere Fahrt ins Erzgebirge

Ferienreporter berichten

Am Montag (1.10.2012) fuhren wir, die Hank-Klasse und unsere Partnerklasse aus der Pastelka in das Hotel Lesnà, im Erzgebirge. Dort angekommen, wurden die Zimmer verteilt. Dann haben wir Mittag gegessen. Nach dem Mittagessen haben wir die gesunde Luft des Erzgebirges geschnuppert und wurden in vier Gruppen aufgeteilt. In den Gruppen mussten wir mithilfe von Luftbildkarten in der Umgebung versteckte Puzzleteile suchen und diese dann zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Am nächsten Tag sind wir 8 Uhr aufgestanden und es gab Frühstück. Nachdem alle fertig waren, sind wir in das Gebäude B gelaufen, einen anderen Teil des Hotels. Dort haben wir besprochen, was wir am Nachmittag machen werden. Entschieden wurde, dass wir durch das Moor zum Bärenfelsen wandern würden. Als es dann so weit war, waren viele schon sehr aufgeregt. Nach zwei Stunden waren wir angekommen und hatten von da oben einen wunderbaren Ausblick über das Erzgebirge. Am Mittwoch sind wir in das Naturschutzzentrum SOOS gefahren und waren dort in zwei Museen und auf einem Rundwanderweg. Als nächstes waren wir in der Stadt Františkove lasne und durften uns dort eineinhalb Stunden lang frei bewegen. Am Donnerstag waren wir vormittags wieder im Gebäude B und haben über Waldameisen gesprochen. Am Nachmittag wollten wir den pH-Wert eines Baches messen. Daraus wurde aber nichts, weil es auf einmal angefangen hat zu regnen. Als wir wieder im Hotel angekommen waren, waren alle total nass. Am letzten Tag gab es ein besonderes Frühstück, nämlich Wiener. Danach mussten wir die Zimmer aufräumen und es ging wieder nach Hause. von Enna Tischer, Selma Christoph und Selma Israel

Bei Antje haben wir Aprikosenmarmelade gekocht. Bei den Aprikosen mussten wir die Kerne raus machen. Bei Birgit haben wir Salben hergestellt. Bei Birgit haben wir viel gekocht und das meiste hat lecker geschmeckt. Bei Birgit sind wir in den Wald gegangen und mussten den dicksten Baum finden. Da sind die meisten rumgerannt. Dann haben wir eine Bude gebaut. In Usedom sind wir viel an die Ostsee gegangen und ich habe viele Muscheln gesammelt. Den 4. Tag sind wir ins Tobeland gegangen. Jona

Grünes Klassenzimmer – Bienenprojekt Wir haben zuerst eine Biene aus Bienenwachs gebastelt. Die Frau hat uns etwas über Bienen erzählt. Dann hat sie uns gesagt, dass sich die Bienen beruhigen, wenn man Rauch macht. Dann kann man ihren Honig aus den Waben herausholen. Das Männchen nennt man Drohne, das Weibchen nennt man Königin, die normale Biene nennt man Arbeitsbiene und das Baby nennt man Larve. Später haben sie uns auch noch Bienen in einem Schaukasten gezeigt. Die Königin hatte einen hellblauen Punkt mit einer 15 auf dem Kopf. Matilda

Die Königin kann drei Jahre werden. Eine normale Biene wird 35 Tage alt. Wir waren noch im Fluss baden. Wir sind essen gegangen. Das Essen war lecker. Die Toilette war sauber. Wir haben uns ein Insektenhotel und einen Bienenstock angeguckt. Esther Es war ein interessanter und erlebnisreicher Tag im Grünen Klassenzimmer der Landesgartenschau. Danke an die Eltern und Großeltern, die uns als Fahrdienst unterstützten. Inzwischen besuchten wir das Grüne Klassenzimmer nochmalszum Fledermausprojekt. Wir berichten darüber in der nächsten Ausgabe des Korax. Antje und Cathrin Eine Frau erzählte uns alles über die Bienen und wir haben auch eine Biene gebastelt. Wir haben auch Eis gegessen. Und die Frau hat uns Waben gezeigt und an den Waben war noch Honig dran. Und es gab eine Rauch-Kanne, die wir Emil genannt haben und wir haben mit Emil rumgeraucht. Gustav

In der ersten Woche waren wir mit Antje im Olbersdorfer Bad. In der zweiten Ferienwoche wollte Thomas mit uns auf die Rollerskate-Bahn nach Zgorzelec (Polen) fahren. Aber das Wetter war zu schön und wir sind wieder ins Olbersdorfer Bad gegangen. Julia Wir waren in Österreich am Zicksee campen – auf einem schönen Zeltplatz. Wir waren fast jeden Tag baden gefahren. Wir sind in Andau baden gewesen. Wir waren einmal wandern und wir haben einen Fasan und seine Kinder gesehen. Gustav

Maleraktion der Panthera-Klasse Wir Panthera-Schüler wollten nicht in einem hässlich weißen Klassenzimmer arbeiten, deshalb entschlossen wir uns, das Zimmer in einem hellen schönen Gelb anzustreichen. Dazu brauchten wir natürlich erst einmal Geld und dachten dabei an einen Kuchenbasar. Nachdem alles organisiert war, stand unser erster Termin auf dem Plan. Am 17.09.12 machten wir einen riesigen Kuchenbasar. Fast jeder aus unserer Klasse, wir waren immerhin 18 Schüler, brachte einen Kuchen mit, den wir dann stolz verkauften. Wir verkauften in der Frühstückspause, in der Mittagspause und in der letzten Schulstunde. Und nicht dass jetzt gesagt wird, wir hätten dabei nichts gelernt. Wir mussten uns organisatorisch durch das Gemetzel von hungrigen Schülern schlagen und das Geld lässt sich ja auch nicht von selbst zählen;). Insgesamt nahmen wir 200 Euro ein, eine erstaunlich hohe Summe, da wir gerade mal mit knapp 100 Euro gerechnet hatten. Umso mehr freuten wir uns über unsere Einnahme. Nachdem wir die erste Hürde erfolgreich überstanden hatten, ging es nun auf zur Nächsten. Das Malern fand am 21.09.12 statt. Wir waren den ganzen Tag über aufgeregt, da noch keiner wusste, wie es denn jetzt nun aussehen würde. Die Farbe und die Hebebühne und alles Weitere bekamen wir von unserem Hausmeister. Dank an ihn! Nun begann alles. Als erstes musste natürlich abgeklebt und ausgelegt werden, dass hatten wir schnell erledigt. Dann folgte das Malern, unterstützt wurden wir dabei von einigen Eltern, sogar ein ehemaliger Maler war anwesend! Bemalt wurden die zwei Wände ohne Fenster. Die Wände mit Fenster wurden nur noch einmal mit Weiß abgedeckt, da diese mit Tinten Flecken und sonstigen hässlichen Tupfen bedeckt war. Nach der Malerarbeit mussten die hungrigen Mäuler gestopft werden, diese gelang uns perfekt (mit kleinen Reserven, die dann zum Frühstück verputzt wurden). Einen großen Dank an die fleißigen Köche! Als wir uns alle gestärkt hatten, ging es zum großen Aufräumen, danach suchten wir uns einen Schlafplatz (eigentlich schliefen alle im Medienraum/Bibliothek). Nachdem wir noch ein paar Spiele spielten und der Turnhalle noch einen Besuch abstatteten, gingen wir alle friedlich in die Betten. Am nächsten Morgen sahen wir dann unser Endwerk. Ein schönes helles gelbes Zimmer: zum Wohlfühlen. Wir hatten alle sehr viel Spaß an dieser Aktion und sie wird uns noch ewig in Erinnerung bleiben. Laura Wunderlich (8. Klasse)


IMPRESSIONEN

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EINE SCHKOLA GANZ IN IHRER NÄHE

„Weil uns das Lernkonzept sehr gut gefällt, weil die Klassen nicht so groß sind und die Kinder ruhig lernen können.“ aus Zittau

Warum melde ich mein Kind an der Schkola an? „Wir möchten das sich das freientfaltende Lernen im Kindergarten auch in der Schule anknüpft. T. hat als ein sehr neugieriger und ruhiger Junge die besten Erfahrungen mit dieser Form des individuellen und sozialen Lernens gemacht. Eine normale „Beschulung“ kommt für uns nicht in Frage. Auch ziehen wir aus beruflichen Gründen Ende 2012 mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Oberlausitz und freuen uns schon sehr darauf.“ aus Berlin „Weil auf die Individualität des Kindes Rücksicht genommen wird“

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aus Ostritz

„G. ist ein kreativer Kopf, der sich gerne selbständig Aufgaben sucht und sie mit Phantasie und Ausdauer verfolgt. Wir suchen für ihn eine freie Schule, in der er seine Fähigkeiten nutzen und weiterentwickeln kann.“ aus Oderwitz „Sehr gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule – Kinder werden nicht „abgestempelt“ – bei Schwierigkeiten wird immer eine gemeinsame Lösung gefunden.“ aus Oberseifersdorf

Der 5-Schritte-Weg in die Schkola für Quereinsteiger bei Umzug oder anderen Erwägungen Schritt 1:

Anmeldung über www.schkola.de oder im Schulbüro

Schritt 2:

Sie bekommen eine Anmeldebestätigung, haben die Möglichkeit im Förderverein schon aktiv zu sein.

Schritt 3:

Sie haben ein erstes Kontaktgespräch mit dem Teamleiter, am besten auch mit Ihrem Kind.

Schritt 4:

Sie vereinbaren Schnuppertage für Ihr Kind.

Schritt 5:

Wenn es die Kapazitäten und die Lernbedingungen zulassen, schließen wir einen Vertrag.

Hinweis: Ein Schulwechsel ist jederzeit möglich und an keine Termine gebunden. Wir setzen uns mit der Sächsischen Bildungsagentur und der abgebenden Schule für Sie in Verbindung, damit ein optimaler Start für Ihr Kind möglich wird. Wir heißen dich herzlich WILLKOMMEN.

Anmeldungen jederzeit in der Schkola oder unter www.schkola.de Eine Schkola ganz in Ihrer Nähe! Anmeldungen und Informationen unter www.schkola.de oder an unseren Schulen: SCHKOLA gGmbH Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583/68 50 31 | Fax 0049 3583/5 86 58 12 | info@schkola.de SCHKOLA HARTAU | Freie Grundschule Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583 68 50 31 | Fax 0049 3583 58 65 812 | hartau@schkola.de SCHKOLA JONSDORF | Freie Mittelschule Am Hieronymus 5 | D-02796 Kurort Jonsdorf Tel. 0049 35844 7 00 84 | Fax 0049 35844 72 173 | jonsdorf@schkola.de SCHKOLA OBERLAND | Freie Schule an der Haine Schulstraße 13 | D-02730 Ebersbach Tel. 0049 3586 39 02 84 | Fax 0049 3586 39 02 85 | oberland@schkola.de SCHKOLA OSTRITZ | Freie Schule Edmund-Kretschmer-Straße 2 | D-02899 Ostritz Tel. 0049 35823 89 034 | Fax. 0049 35823 89 035 | ostritz@schkola.de SCHKOLA LÜCKENDORF | Kita Zwergenhäus’l Niederaue 24 | D-02797 Lückendorf Tel. 0049 35844 79 855 | Fax 0049 35844 79 856 | lueckendorf@schkola.de

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Korax 2012 3  

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