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Nummer 1

2010 www.schkola.de

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grenzenlos

bilden

das magazin der schkola gGmbH. für: Bildung | Schüler | Eltern | Begleiter

Themenübersicht: Seite 3:

Schkola 2020

Seite 4:

PAL – Ein Resümee vorab

Seite 6:

Tag der offenen Tür im Kretscham

Seite 10:

Gesundes Frühstück in Hartau

Seite 12:

Auf den Spuren jüdischer Familien

Seite 14:

Ritter für einen Tag

Seite 16:

Weihnachtsladen/Osterladen

Seite 18:

Neues aus Lückendorf

Seite 20:

Leben mit dem Downsyndrom

Seite 22:

Ein Sommernachtstraum

Seite 26:

Biberexperten in Ostritz

Zukunft durch Bildung im Landkreis Görlitz Mit dem Konzepttitel „Mit Energie und ohne Grenzen“ bewarb sich der Landkreis Görlitz für ein Modellvorhaben und wurde ausgewählt. Damit positioniert sich der Landkreis zu Bildung und Umweltschutz und erhebt Bildung zu einer seiner Hauptaufgaben. Ziel für den Landkreis ist, das regionale Bildungsmanagement für das Lernen im Lebenslauf zu optimieren und auch nachhaltig zu gestalten. Die Betrachtung der Lernorte ist dabei unterschiedlich und nicht nur auf das Klassenzimmer gerichtet. In der Auftaktveranstaltung zu diesem dreijährigen Projekt wurden die Schkola-Schulen durch den Ministerialdirigenten des Sächsischen Ministerium für Kultus und Sport, Thomas Rechentin, im Bereich Nachbarschaft und Sprache als positives prägendes Beispiel neben dem Annengymnasium in Görlitz genannt, welches mit der Nachbarsprache bis zum Abitur führt. Über die Grenzen hinweg zu lernen, hob er für klug und zukunftsweisend hervor. Die Umsetzung des Projektes bedarf einer engen Zusammenarbeit aller Akteure im Bildungsbereich. Die Schkola kann und wird viel einbringen können, sind doch die Weichen bereits zwischen Kita und Grundschule, Grundschule und weiterführender Schule sowie Schule und Berufsleben gestellt, ist die Zusammenarbeit mit informellen Bildungseinrichtungen der Schkola, wie z.B. Bibliotheken und Museen Bestandteil des langen gemeinsamen Lernens. Zur diesjährigen Jahresklausur hat sich die Schkola gemeinschaftlich dazu bekannt. Mit der Öffnung des gemeinsamen Wirtschafts- und Arbeitsmarktes im kommenden Jahr werden sich neue Handlungs- und Betätigungsfelder für unsere Jugendlichen eröffnen. Unsere Aufgabe ist es, sie dafür fit zu machen. Eine Zukunftswerkstatt Schkola 2020 hat diese Aufgabe konkretisiert. Ute Wunderlich


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Das Vorhaben des Landkreises Görlitz Zukunft durch Bildung im Landkreis: Mit Energie und ohne Grenzen. Mit diesem Konzepttitel bewarb sich der Landkreis für ein Modellvorhaben im Rahmen des Programms „Lernen vor Ort“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Unter 150 Bewerbern zählt der Landkreis zu den 40 ausgewählten. Das Ziel ist es, ein abgestimmtes Bildungssystem im Landkreis zu etablieren, welches erfolgreiche Bildungswege für Bürgerinnen und Bürger schafft. Dies in allen Bereichen und Lebens- und Lernphasen: von der frühkindlichen bis zur Erwachsenenbildung ebenso wie das Lernen in Beruf, Familie, Freizeit. Die Übergänge wie KiTa – Schule, Schule – Ausbildung, Ausbildung – Beruf, Erwerbslosigkeit – Beruf und Beruf – Ruhestand werden als nahtlos angestrebt. „Mit Energie und ohne Grenzen“ sind zwei wesentliche Schwerpunkte. Der Landkreis will sich zu einer „innovativen Energieregion“ etablieren und die Nachbarländer bewusst mit einbeziehen. Unterstützt wird der Landkreis durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal. Gemeinsam arbeitet der Landkreis mit Pontes an der Verwirklichung des Projektes. So werden in naher Zukunft Wettbewerbe ausgerufen, die u. a. zur Zielumsetzung dienen. Wir sind dabei. Ute Wunderlich

Gemeinschaftsschule vor dem AUS?! Nicht so glücklich sahen die Vertreter aus, die Gemeinschaftsschulen etabliert haben und nun einer ungewissen Zukunft entgegen sehen. Der Raum im Hotel Dreiländereck war gefüllt, als die SPD am 7. Januar zum Thema „Gemeinschaftsschule” einlud. Die positiven Merkmale und Erfahrungen waren allen Anwesenden klar, doch blieb die Frage: Warum soll es dann nicht weitergehen? Die Schkola setzt sich für langes gemeinsames Lernen ein und wirkt gegen das frühzeitige Selektieren nach Klasse 4 und die Trennung von Haupt- und Realschule. Mit dem schulartübergreifenden Lernen sind die Weichen bereits gestellt. Durch binnendifferenziertes Arbeiten ist es möglich, dass jeder Schüler individuell gefördert wird und den höchstmöglichen Abschluss erreichen kann. Dies erfordert von den Lernbegleitern/Lehrern ein hohes Maß an Beobachtungs- und Analysefähigkeit sowie der Umsetzung von individuellen Lernplänen vom Begabten bis zum Lernschwachen. Durch regelmäßige Qualifizierung und dem Herz für das Kind ist viel erreichbar. Ute Wunderlich

Integration von Lernbehinderten und geistig Behinderten am Gymnasium in Sachsen nicht möglich Das Recht ist auf unserer Seite. Die Schkolas sind Einrichtungen, die allen Kindern ein langes, gemeinsames Lernen ermöglichen möchten. Doch das gestaltet sich nicht immer einfach. Schüler, die integrativ in der Grundschule lernen konnten, sollen nun separiert werden. Doch unser Lernsystem lässt Differenzierung zu und ermöglicht auch Schüler mit Lernbehinderung oder geistiger Beeinträchtigung in einer Lerngruppe zu unterrichten. Deutschland hat die UN-Konvention vom Dezember 2006 ratifiziert und sich damit gegenüber der internationalen Gemeinschaft, aber auch gegenüber den in Deutschland lebenden Menschen, verpflichtet, die Bestimmungen der Konvention einzuhalten und umzusetzen. Dies beinhaltet vor allem die volle Verwirklichung der Menschenrechte für alle Menschen mit Behinderung ohne jede Diskriminierung zu gewährleisten und zu fördern. Die Schüler haben ein Recht bei uns zu lernen, bis sie ihren Abschluss erreichen. Ute Wunderlich


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Schkola 2020: Jahresklausur Die diesjährige Jahresklausur der Team- und Geschäftsleitung stand unter dem Motto „Schkola 2020.“ Gemeinsam mit Vertretern des Freien Schulträgervereins und Lernbegleitern wurden im Jugendgästehaus in Liebethal bei Pirna für die kommenden Jahre Ziele festgesteckt, an deren Umsetzung zum Teil gearbeitet wird. Wesentliches Ziel ist ein gemeinsames Schkola-Konzept zu verfassen und damit auch einen Ist-Stand für die Einrichtungen aufzuarbeiten. 15 Jahre Schkola haben z.B. im Konzept der Schkola Jonsdorf viele neue Aspekte gebracht, die es nun anzugleichen gilt. Dennoch hat jeder Standort seine Spezifik, die es auch herauszuarbeiten gilt und die zukunftsweisend konkretisiert wird. Die positiven Erfahrungen der altersgemischten Lerngruppen von der Kita über die Grundstufe (1. bis 3. Klasse), dann weiter 4. bis 6. Klasse und 7. bis 9. Klasse sowie 10. Klasse soll durchgängiges Konzept werden und bedarf einer stufenweisen und detaillierten Angleichung in den nächsten 10 Jahren. Nachbarschaft und Sprache soll Selbstverständnis erfahren, dabei Lerngruppen durch Muttersprachler in allen Bereichen ergänzt werden und somit zu bilingualem Lernen führen. Praxis wird einen höheren Stellenwert erlangen und dies an allen weiterführenden Einrichtungen. In der Schkola sollen alle Abschlüsse möglich sein und zusätzlich ein „Fachabitur“. Die Schkola ist und bleibt offen für alle Schüler, auch Schüler mit sogenannten Defiziten. Dazu sind Bedingungen zu schaffen bzw. noch weiter auszubauen, die diese Arbeit ermöglichen. Inclusion/Integration sind Markenzeichen der Schkola. Die Schkola wird den vorschulischen Bereich ausbauen und auch dort eine Vernetzung aufbauen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch die Umsetzung der Vision der Eigenversorgung: selbst kochen, Schüler kochen für Schüler. Und wichtig auch: wir brauchen einen gemeinsamen Chor oder Orchester und ein Schullandheim Schkola. Lasst den Visionen Taten folgen und neue Träume entstehen! Ute Wunderlich

Schkola 2020: Eigenversorgung und Bio Es klingt schon etwas komisch, wenn schulische Einrichtungen von Eigenversorgung sprechen. Jedoch fiel das Votum dazu einstimmig zur Jahresklausur der Team- und Geschäftsleitung im Januar aus. Die Schkola strebt bereits seit über 10 Jahren eine gesunde und vollwertige Ernährung ihrer Kinder an, ist es doch bewiesen, wie wichtig die Ernährung für die Bildung und Leistungsfähigkeit ist. Noch zu oft sind bei den Kindern Milchschnitte und Co. zu finden. Frische Äpfel und Möhren sind jedoch eine willkommene Alternative. Mit diesem Kalenderjahr gibt es nun auch in der Schkola Hartau das tägliche gesunde Frühstück. Dabei wird wie auch in Jonsdorf und Ebersbach Wert darauf gelegt, dass regionale und Bioprodukte verwendet werden. Dass dies trotzdem abwechslungsreich sein kann, zeigt das Buffet, welches Conny Lehnert und Anett Pietschmann zusammen mit Kindern zaubern. Die Kinder mit einzubeziehen ist für Conny sehr wichtig. Damit soll es nachhaltig sein und Erfahrungen von Kindern können mit eingebracht werden. Wenn man Produzent und Konsument ist, vervielfacht sich auch das bewusste Auseinandersetzen mit dem Thema Ernährung. Mit dem kommenden Schuljahr wird in Hartau auch selbst gekocht. Die Küche entsteht gerade dazu im Schkola-Lernhaus Kretscham. Köche können sich bis zum 28.02.2010 bewerben und dann selbst in der Konzeptarbeit tätig werden. Auch für die Schkola Oberland wird angestrebt, selbst zu kochen und dabei das Projekt „Schüler kochen für Schüler“ umzusetzen. Beispiele dafür gibt es in anderen Gymnasien bereits. Das Land um die entstehende Schülerpension herum wird zu Ackerland und damit auch zur Eigenversorgung genutzt. Ute Wunderlich


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Regionale Arbeitsgruppe traf sich wieder Die regionale Arbeitsgruppe der Schulen in Freier Trägerschaft traf sich wieder am 27. Januar 2010. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe nutzen gerne diese Treffen, um andere Schulen kennen zu lernen und so ist jedes Mal eine andere Schule Gastgeber. Diesmal traf sich die Gruppe in der Freien Mittelschule Weißenberg, die bereits im vierten Jahr besteht. Themen waren unter anderem die Qualifizierungsmöglichkeiten für Lehrer, die Schülerbeförderung, Pädagogisches oder der Einsatz von Verwaltungssoftware. Unter anderem wurde beschlossen, gemeinsam dem kommenden Fachkräftemangel zu begegnen und gezielt junge Absolventen für die Freien Schulen der Region zu interessieren. Christian Zimmer

Stärken vor Ort in Ebersbach Im zweiten Halbjahr 2009 wurde das Haus Mittelstraße 18 in Ebersbach mithilfe fleißiger Schüler, Jugendlicher aber auch Eltern und natürlich dem Team der Schkola Oberland weitestgehend beräumt, der verwilderte Garten wurde gelichtet und allerhand Material musste entsorgt werden. Damit ist eine Voraussetzung geschaffen, um an dem Haus erste Reparaturen durchzuführen und erste Räume zu erschließen. Für die Monate August bis Dezember 2009 erhielt die Schkola eine finanzielle Unterstützung über das Programm „Stärken Vor Ort.“ Über den Einsatz der Schüler und die Idee hinter dem Vorhaben entstand ein Kurzfilm, der auf der Abschlussveranstaltung am 10.12.09 dem Publikum vorgeführt wurde. Die Projekt-Filme stehen jetzt auf der Seite www.ebersbach-sa.de/leben-in-derstadt/staerken-vor-ort.html zur Verfügung. Christian Zimmer

Homepage wird überarbeitet Seit einigen Tagen wird die Homepage der Schkola (www.schkola.de) von unserem Vereinsmitglied und Marketingspezialisten Mario Heinke überarbeitet und übersichtlicher gegliedert. Ziel ist, den Zugang zu Informationen zu erleichtern und Menschen, die die Schkola (noch) nicht kennen, schneller einen Überblick zu ermöglichen. In einigen Monaten werden neue Dienste über die Homepage angeboten wie z.B. das Buchen des Mittagessens. Schauen Sie doch mal wieder rein! Christian Zimmer

MAE und „Perspektive”: Einsatzstellen in der Schkola Seit Jahren schon arbeitet die Schkola gerne und erfolgreich mit dem Fachdienst Beschäftigung und Arbeit des Landkreises zusammen. Immer wieder können und dürfen wir Mitarbeiter über Mehraufwandsentschädigungen (MAE) oder für ein Jahr fest angestellt (Programm Perspektive) in unseren Häusern und zum Wohle unserer Schulen begrüßen. So auch im neuen Jahr. Der Fachdienst finanziert uns sechs angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hartau, Lückendorf, Ostritz und Ebersbach und 11 MAE-Stellen an allen Standorten. Wir begrüßen unsere neuen Mitarbeiter und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Christian Zimmer

PAL – PrAxis erLeben – ein Resümee vorab

Eltern der Schüler von der 4. bis 6. Klasse nehmen Einblick in die Arbeit von der 7. bis 9. Klasse: mehr im nächsten Korax.

Der Raum war gefüllt von Jugendlichen der neunten Klasse, interessierten Eltern und anderen Schüler und Vertretern der Betriebe als der Rotary-Club vier Preise an Schüler vergab für ihre Leistungen im Rahmen des Projektes PAL. Seit Beginn des Schuljahres 2009/10 waren die Schüler der 9. Klasse vier Wochen intensiv in einem Unternehmen ihrer Wahl und dann für ein halbes Jahr jeweils immer montags „nicht schulisch“, sondern praktisch tätig. Für herausragende Leistungen hatte der Rotary-Club einen Preis ausgelobt. Die Entscheidung fiel nicht leicht und das Erfreuliche an der Auswertung war, dass eine hohe Identifikation mit der Arbeit bei den Jugendlichen zu verzeichnen war. Im März wird eine Abschlusspräsentation erfolgen. Dabei werden Grenzen und Potenzen des Projektes aufgezeigt die für die kommenden Jahre relevant sind. Ohne das Engagement der Unternehmen wäre dieses Pilotprojekt nicht möglich gewesen. Daher richtet sich mein Dank an die Unterstützung durch die Unternehmen und den Rotary-Club Dreiländereck. In der Schkola Oberland wird dieses Projekt auch seinen Platz bekommen. Schüler der Klasse 7 waren bereits im Rahmen des Programmes „Stärken vor Ort” in Unternehmen der Region und haben angefragt, ob diese bereit sind das Projekt zu unterstützen und darüber hinaus Praktikumsplätze oder Ferienarbeit anzubieten. Entstanden ist in Zusammenarbeit mit der Andert-Mittelschule eine Datenbank, die in naher Zukunft allen Schülern zum Recherchieren bereitsteht. Ute Wunderlich


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Vorfreuden im Advent – Besuch der SBA Bautzen in der Schkola Jonsdorf Herr Kettner, Leiter der Abteilung Grund-, Förder- und Mittelschulen in der Sächsischen Bildungsagentur Bautzen, hat sein Vorhaben, im Rahmen seiner Hospitationstätigkeit Freie Schulen zu besuchen, Anfang Dezember mit einem Besuch der Schkola Jonsdorf umgesetzt. Begleitet wurde er von Herrn Beyer, dem für die Schkola Jonsdorf zuständigen Referenten.

Hartau und Oberland: Projektanträge bewilligt

Während des Schulbesuchs von 9.00 bis 13.00 Uhr haben sich Herr Kettner und Herr Beyer im Fachunterricht in Deutsch, Englisch, Mathematik und Musik im Klassenverband aber auch über Freiarbeit (Wochenplanarbeit) sowie unsere Ganztagsangebote einen Einblick verschafft. Für letztere machten sie sich sogar die Mühe, einen Blick in die Eishalle zu werfen, um Schlittschuhläufer und Kletterer zu sehen. In einem spontanen Gespräch mit den Schüler der 9. Klasse konnten sie anschließend erfahren, wie das Projekt PAL (PrAxis erLeben) erfolgreich umgesetzt und auch reflektiert wird. In der abschließenden Gesprächsrunde mit der Team- und Geschäftsleitung wurden die Eindrücke vom Tag wiedergegeben. So erlebte Herr Kettner ein freudbetontes Lernen und ein gutes Schulklima. Es herrsche eine positive Gesamtatmosphäre. In allen Stunden sei die Lehrplanausrichtung erkennbar, wenn gleich der Stundenablauf nicht identisch mit der Vorbereitung war. Der Grundaufbau sei strukturiert und mit unterschiedlichen Methoden eine hohe Schüleraktivität erreicht. Vor allem die Ganztagsangebote im Vormittagsbereich seien durch Ruhe geprägt und interessant. Das Schulklima zeichne sich durch eine ansprechende Gestaltung des Schulhauses, das Grüßen und die Offenheit der Schüler und klar erkennbare Regeln aus. Die Schkola bedankt sich für den Besuch und das offene Gespräch. Ute Wunderlich

Unsere Schulen arbeiten traditionell eng mit ihren Partnereinrichtungen in den Nachbarländern zusammen, wobei Exkursionen gemeinsam geplant, Veranstaltungen gemeinsam besucht und Begegnungstage veranstaltet werden. Der Prozess der Zusammenarbeit unterliegt einer kontinuierlichen Vertiefung. Natürlich entstehen dabei Kosten, um deren Finanzierung über Drittmittel wir uns stetig bemühen und so freut es uns, dass die Euroregion Neisse/Nisa/Nysa einen Projektantrag bewilligt hat, der die Partnerschaft zwischen Hartau und Hrádek zum Thema hat. Die Pastelka in Rumburk erhält ebenfalls eine Unterstützung durch die Euroregion für die Zusammenarbeit mit der Schkola Oberland. Ein weiterer Antrag für die Schkola Jonsdorf und ihre Partnerschulen ist in Vorbereitung. Christian Zimmer

Ostritz: Schkola und Förderverein auf dem Weihnachtsmarkt Wer am zweiten Adventswochenende einen Bummel über den Ostritzer Weihnachtsmarkt machte, dem fiel sicher die "Rumpelstilzchen"-Bude der Schkola Ostritz auf, für die hauptsächlich der Förderverein verantwortlich war. Unterstützung fanden wir diesmal durch einen echten Schmied, bei dem die Kinder ihr Geschick am Schmiedefeuer ausprobieren konnten. Alles, was wir an Basteleien, Marmeladen und Plätzchen sowie Nüssen im Angebot hatten, wurde von den Eltern bereit gestellt oder von den Kindern selbst hergestellt. Danke für die Unterstützung! Ein besonderer Dank gilt auch jenen, die sich von uns verwöhnen ließen und uns damit finanziell unterstützen! Denn die Mühen für die Zubereitung der leckersten Plätzchen lohnen nur, wenn sie jemand haben möchte. So konnten wir unsere Lerngruppen mit Weihnachtsgeschenken überraschen. Ein Höhepunkt des Marktes war die Auszeichnung der Stadt Ostritz im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ die in Gegenwart von SchkolaSchülern überreicht wurde. Im ausgezeichneten Konzept der Stadt ist die Schkola ein fester Bestandteil. Maria-Barbara Ebermann - Christian Zimmer Impressum Herausgeber: Schkola gGmbH Redaktionsanschrift: 02763 Zittau/OT Hartau, Untere Dorfstraße 6 Tel./Fax 03583/68 50 31 · info@schkola.de · www.schkola.de Redaktionsleitung: Christian Zimmer Auflage: 2.000 Exemplare Gestaltung/Druck: Graphische Werkstätten Zittau GmbH · www.gwz.io Wir werden unterstützt von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Software-AG-Stiftung, Euroregion Neisse/Nisa/Nysa, Land Sachsen, Aktion Mensch, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 21.5.2010 Nächste Ausgabe: Juni 2010


HARTAU/HRÁDEK

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Eindrücke vom Tag der offenen Tür am 7.11.2009:

Schüler und Lernbegleiter aus der Schkola Jonsdorf betreuten einen Bastelstand.

Lena Franke und Charlotte Schröder, ehemalige Schkolaschülerinnen, überbrachten musikalische Grüße.

Mit Simone aus der Schkola Lückendorf - Kita Zwergenhäus’l konnten Rabenhüte gebastelt werden.

Andrang herrschte beim Filzen mit Katrin Schreiber.

Schüler der Emma-Gruppe führten einen flotten Tanz vor.

Auch Nathalie (r.) besuchte uns. Drei Jahre lang lernte sie hier in Hartau. Möglich war das durch das Projekt mit der Förderschule für geistig behinderte Menschen in Großhennersdorf.

Unser Kretscham ist fertig. Seit November nehmen die Schüler aus Hartau die schönen neuen Räume in Besitz. DANKESCHÖN an alle Beteiligten, die für dieses Ereignis gesorgt haben. Vom Einsatz der Bauleute und allen Handwerkern, dem Schkola-Bauteam, den Eltern an den Einsatzwochenenden, dem Förderverein bis hin zu allen Kollegen. Danke auch an alle Spender! Das Team der Schkola Hartau

Die Bauchtanzgruppe aus dem GTA-Angebot des „Langen Montags“.


HARTAU/HRÁDEK „Schule und Leben früher“ Vor einiger Zeit befassten wir uns mit dem Thema „Schule und Leben früher.“ Nach der theoretischen Wissensvermittlung freuen sich die Kinder immer besonders auf den „echten alten Schultag“, an dem dann alles mal selbst ausprobiert wird. Die Kleidung, die Sitzordnung, die Gestaltung des Unterrichts und selbst der Pausen – an diesem Tag erleben die Kinder hautnah, wie es vor 100 Jahren in der Schule zuging. Einzige Ausnahme ist die Prügelstrafe. Aber den meisten Kindern gefällt dieser Tag so gut, dass sie sich selbst in ihrem Verhalten bewusst in die so ganz andere Form einpassen und eine „schlimme Bestrafung“ gar nicht nötig ist. Die folgenden Äußerungen stammen von Kindern der Olliklasse; das Foto wurde in der Koraxklasse aufgenommen. Kristin Borostowski

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Damals war die Schrift anders als heute. Die Kinder mussten den Geburtstag des Kaisers kennen. Es waren bis zu 54 Kinder in einer Klasse. Damals waren die Lehrer streng. Die Pulte waren eng zueinander gerückt. Benjamin, 4. Klasse Ich habe viel gelernt, zum Beispiel lesen, schreiben und rechnen. Sehr streng ging es zu, aber es hat mir gefallen. Die Frau Lehrerin war streng. Maria, 3. Klasse Ich habe gelernt, dass die Lehrer streng waren. Ich weiß jetzt, dass ich schön schreiben muss, sonst bekomme ich eine Ohrfeige. Und ich muss leise sein, sonst haut mir die Lehrerin mit dem Rohrstock auf die Finger. Die Lehrerin durfte keinen Mann aussuchen. Lisa, 3. Klasse In der Schule war es sehr streng. Ich habe gelernt, dass man ein Taschentuch brauchte und saubere Fingernägel. Den Geburtstag des Kaisers zu wissen war für die Schüler genauso wichtig wie das Einmaleins zu kennen. Wenn die Ohren nicht sauber waren, hat man eine Ohrfeige gekriegt. Manchmal waren 54 Kinder in einer Klasse. Die Kinder lernten schreiben, lesen, rechnen und Musik. Felix, 4. Klasse Die Lehrer waren sehr streng. Den Geburtstag des Kaisers zu wissen war genauso wichtig wie die Aufgaben des Einmaleins zu kennen. Schulkinder mussten bei jedem Wetter in die Schule laufen. Ich habe auch noch erfahren, dass die Ohren sauber sein mussten. Leider waren in den Klassen manchmal 54 Kinder. Die Schüler mussten fromme Christen werden. Das Sprüchlein: „Hände falten, Schnabel halten, gerade sitzen, Ohren spitzen“ mussten die Schüler einhalten. Maxim, 4. Klasse Wir sind in den Pausen im Kreis gelaufen und haben gegessen. Wenn die Lehrerin in das Zimmer kam, riefen die Kinder: „Guten Morgen, Frau Lehrerin!“ Am Ende des Tages riefen die Kinder: „Auf Wiedersehen! Tobias, 3. Klasse

Erste Begegnung im neuen Kretscham Es ist 8.45 Uhr. Die Arthur-Klasse bereitet sich nach dem Morgenkreis auf ihre erste deutsch-tschechische Begegnung im neuen Kretscham vor. Ihre Partnerklasse in diesem Schuljahr ist eine 1. Klasse. Die tschechischen Schüler kommen das erste Mal zu uns und lernen nun gleich die neuen Räume kennen. Noch gibt es keine Routine. Alle Abläufe innerhalb des Gebäudes müssen von den Kindern und den Erwachsenen getestet werden. In den Sportumkleideräumen können die tschechischen Kinder ihre Garderobe unterbringen. Da der Haupteingang zum Kretscham noch nicht frei ist, warten zwei Schüler auf unsere Gäste, um ihnen den Seiteneingang zu zeigen. Die anderen bereiten die Turnhalle vor. Hier finden die Begrüßung und eine gemeinsame Sportstunde statt. Die Vergrößerung der Halle bietet mehr Freiräume für Staffelwettbewerbe oder Gruppenspiele mit ca. 40 Kindern. Das ging früher zwar auch, aber jetzt haben die Kinder mehr Platz zur Verfügung. Gegen 9.00 Uhr treffen endlich die tschechischen Kinder ein. Für sie ist alles neu. Alles geht sehr langsam. Jana und Eva, die tschechischen Kollegen, kennen die neuen Räume des Kretschams bereits. Sie waren zur feierlichen Eröffnung am 8.10.2009 Gäste

und konnten sich überall umsehen. In der Halle mischen sich gleich die Gruppen. Die Kinder kennen sich schon aus der ersten Begegnungsrunde, denn vier Mal waren die deutschen Kinder bereits in Hrádek. Mit Einsatz und Feuer wird um Schnelligkeit und Geschicklichkeit gekämpft. Die Kinder helfen sich gegenseitig, um Wettbewerbsregeln einzuhalten. Nach dem Frühstück beginnt 10.00 Uhr die Gruppenarbeit. Eine Gruppe bereitet für alle Kinder einen Apfel-Möhren-Salat und ein Orangen-Apfel-Getränk vor. Da Weihnachten vor der Tür steht, bastelt eine zweite Gruppe Sternenbilder. Die dritte Gruppe macht mit Stoffsäcken verschiedene lustige Spiele und übt tschechische und deutsche Vokabeln zum Thema „Meinen Körper gesund ernähren“. Die Arbeitszeit vergeht wie im Flug. Schon ist es 11.30 Uhr. Alle treffen sich im großen Dachraum zur Abschiedsrunde. Für alle Teilnehmer sind ein Salatschälchen und ein Getränk vorbereitet. Die Kleinen und Großen lachen, schwatzen und schmatzen. Jede Gruppe berichtet kurz von ihrer Arbeit. 11.45 Uhr ist die erste Begegnung im neuen Kretscham zu Ende. Die deutschen Kinder verabschieden ihre Freunde und gehen zum Mittagessen ins Erdgeschoss. Alles hat toll geklappt. Im Januar sind sie wieder Gäste in Hrádek, doch nach den Winterferien dürfen sie wieder im Kretscham arbeiten. Darauf freuen sie sich schon. Annett Holz


HARTAU/HRÁDEK Profitiert mein Kind wirklich von meinem schulischen Engagement? Diese Frage stellen sich Eltern immer wieder, wenn sie entscheiden müssen, was neben Beruf, Kindererziehung und häuslichen Pflichten in der spärlich bemessenen Freizeit noch für die Schule getan werden sollte. Manche Eltern stecken viel Zeit und Energie in ihr schulisches Engagement. Klassenfahrten, Kuchenfuhren und, und, und, wären ohne Hilfe der Eltern nicht möglich. Zum Beispiel die Vorbereitungen zu Weihnachten in unserer Klasse. Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass die Koraxe einen Weihnachtskalender für sich und einen für die Partnerklasse aus Hrádek selbst basteln. Das bedeutet: 48 Stoffsäckchen per Hand nähen. Und die duftenden Weihnachtsplätzchen dürfen auch nicht vergessen werden. Und hier kommen unsere lieben Muttis und Omis zum Einsatz!

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Heute schon gelernt? Vera F. Birkenbihl hat viele Spiele und Techniken in ihren Vorträgen und Büchern vorgestellt, wie man Lernen interessant und einprägsam gestalten kann. Eine dieser Techniken wollen wir heute vorstellen, die ABC-Liste. Nimm ein Blatt Papier und schreibe das Alphabet senkrecht an den linken Rand. Such dir ein Thema mit dem du dich beschäftigen möchtest, z.B. Natur, Tiere, Technik, Mittelalter. Geh mit den Augen das Alphabet entlang und finde Wörter zu dem gewählten Sachgebiet, die mit dem jeweiligen Buchstaben beginnen. Hierbei ist die Einhaltung der Reihenfolge jedem selbst überlassen. Ihr werdet feststellen, dass ihr die meisten Einfälle in den ersten 60 sec haben werdet. Es genügt also, wenn ihr euch dafür 2 min Zeit nehmt. Bei den ersten ABC-Listen werden bei einigen Buchstaben noch Lücken bleiben, die sich nach und nach füllen, wenn man an diesem Thema dranbleibt. Hier lohnt es sich auch die ersten Listen mit späteren zu vergleichen. Ihr lernt so systematisch, euer Wissensnetz bewusst anzuzapfen. Bei Buchstaben wie X, Y oder Q muss man kreativ sein. Kinder, die wenig Lust zum Schreiben haben, kann man gut mit ABC-Listen dazu animieren, wenn sie ihr Thema selbst wählen dürfen. „Erstellen Sie so viele Wissens-Alphabete wie möglich, das ist hervorragendes Training für den aktiven Zugriff auf Ihr Wissens-Netz (wichtig für intelligente und kreative Reaktionen!).“ „Zu oft wird Kindheit als Vorbereitung auf das Leben gesehen, aber Kindheit ist Leben.“ Stefanie Mohsennia Anett und Katrin

Schule nah am Leben

Verschiedene Teige werden zu Hause vorbereitet, der festlicher Stoff mit passendem Faden besorgt und die Nadel mit breiten Öhren mitgebracht. Danach läuft alles wie in einem Familienbetrieb. Unter ständiger und liebevoller Anleitung der Muttis wird in einer Gruppe genäht. Während dieser Zeit „kämpft“ die andere Gruppe mit dem Herd. Nun ist es aber so, dass das Ausstechen des Weihnachtsgebäcks schneller erfolgt als das Backen. Langweilig? Könnte man meinen. Aber auch für diesen Fall haben unsere Muttis vorgesorgt. Dann wechseln halt die Gruppen. Auf diese Art und Weise hat diese gemütliche Runde fast fünf Stunden Spaß gemacht. Das Ergebnis war zu sehen: glückliche und zufriedene Gesichter der Kinder. Alle Kinder, wie auch wir Erwachsene, mögen Überraschungen. Deswegen trafen sich die Koraxeltern in der Schule, um die Säckchen zu füllen. Außer Plätzchen kamen noch Schokolade und die Knobelaufgaben dazu, die ein Papa vorbereitete. In einer gemütlichen Runde mit selbst vorbereitetem Abendbrot besprachen wir die nächste Überraschung - Weihnachtsfeier -, die auch eine Mutti organisierte. Selbstverständlich blieb auch die Zeit, um andere Dinge in angenehmer Atmosphäre zu besprechen. So warte ich schon ganz gespannt bis wir uns wieder am 27. Januar in der Schule zum nächsten Elternstammtisch treffen, um interessante Vorschläge zur Organisation der Klassenfahrt und andere Dingen zu besprechen. Liebe Eltern! Engagieren Sie sich, wenn es Ihre Zeit erlaubt. Sie haben dadurch mehr Möglichkeiten, sich für Ihr Kind einzubringen. Unsere Schule lebt von und mit den Eltern. An dieser Stelle: „Danke“. Tanja

Im Herbst 2009 planten die Teams von Hartau und Hrádek in der deutsch-tschechischen Begegnung sowie im Sachunterricht das Thema „Kartoffel“. Dieses Thema bietet immer wieder die vielfältigsten Möglichkeiten zur aktiven Zusammenarbeit zwischen den Kindern beider Länder sowie zur Umrahmung der Arbeit nach dem Lehrplan in den einzelnen Klassenstufen. In der Begegnung wurde je nach Altersklasse zum Märchen vom Kartoffelkönig gebastelt, mit Kartoffeldruck T-Shirts oder Deckchen gestaltet, Kartoffelleim selbst hergestellt und sprachlich zum Thema gearbeitet. Besonders interessant war dabei der Einsatz der interaktiven Tafel in Hrádek. Die tschechischen Kollegen haben uns da bereits einiges voraus. Eva Kolmanová, Deutschlehrerin in Hrádek und Dolmetscherin in der Begegnung, setzt sie in jeder Begegnung zur Unterstützung ein. Da haben auch die deutschen Kinder viel Freude am Lernen neuer Vokabeln. Im Unterricht konnten wir das Thema noch etwas ausdehnen. So gab es verschiedene Höhepunkte in den Klassen. Es wurden z.B. Kartoffelpuffer gebacken und Kartoffelsalat hergestellt. Dabei lagen die Schwerpunkte in vielen kleinen Details. Die Kinder brachten Rezepte und Zutaten mit. Kartoffeln wurden geschält und gerieben. Die Zutaten wurden abgewogen, geschnitten und alles verkostet. Die Großen durften an die heißen Pfannen und die Puffer braten. Bei der gemeinsamen Verkostung konnten alle ihren kleinen Anteil an der Arbeit genießen. Für alle Beteiligten gehen solche Tage immer viel zu schnell zu Ende. Annett Holz


HARTAU/HRÁDEK

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Dank dir Manja

Parken in Hartau

Wir, die Eltern der „Emma“-Schüler der ehemaligen 4. Klasse, möchten uns auf diesem Wege noch einmal für die geleistete Arbeit der vergangenen vier Jahre bei Dir bedanken. Du hast mit dazu beigetragen, dass unsere Kinder zu wissbegierigen, toleranten und vielseitig interessierten Persönlichkeiten heranwuchsen, obwohl es, Du weißt es am besten, nicht immer so einfach war. Wenn es Probleme gab, konntest Du diese, oft mit uns gemeinsam, lösen. In Erinnerung werden uns die zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten bleiben wie die jährlichen Herbst- und Frühjahrsputze, Apfelfeste oder Tage der offenen Tür. Höhepunkte für die Kinder waren sicherlich die von Dir organisierten Lesenächte sowie die Schuljahresschlussfeste. Aber auch für uns Eltern waren das wichtige Stunden. Hier lernten wir uns besser kennen, was den Zusammenhalt der Eltern förderte und zur noch besseren Identifizierung mit den Schkola-Lernprinzipien beitrug. Nun besuchen unsere Kinder Kristin, Luise, Maxi, Tom, Jonas und Jakob andere Schulen. Gern denken wir an die vergangene Zeit zurück. Für den weiteren Lebensweg hast Du ihnen das notwendige Wissen und die Fähigkeiten mitgegeben. Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute. Torsten Scharff (im Namen aller ehemaligen Eltern der Emma-Viertklässler)

Während der Bauphase am altern Kretscham in Hartau gehörten Parkplatzprobleme rund um die Schkola leider fast schon zum Alltag, insbesondere zum Unterrichtsbeginn und -ende, wenn Eltern vorfahren, um ihre Kinder zu bringen oder zu holen. Häufig wurde auf der angrenzenden Wiese geparkt, der weiche Untergrund ordentlich zerwühlt. Das hat sich inzwischen deutlich entspannt. Gleich nach Fertigstellung der Arbeiten im Kretscham hat sich unser vierköpfiges Bauteam unter Anleitung des Hausmeisters Roland Hoffmann der neuen Parkfläche hinter dem Kretscham angenommen. Die Fläche wurde mit Rasensteinen gepflastert, um eine ordentliche Versickerung des Regenwassers zu gewährleisten. Es wurden mehrere Parkplätze, insbesondere für unsere Schkola-Busse, geschaffen. Nun wird sich die Wiese wieder erholen. Christian Zimmer

Umbau in Hartau

Volleyball grenzenlos Geht dir der Winter auch langsam auf die Nerven? Freust du dich auch schon auf die ersten warmen Tage und auf das Fahrrad fahren, Wandern oder Fußball spielen? Oder hast du noch immer ein paar zusätzliche Kilos von Weihnachten zu verbrennen? Oder spielst du einfach gerne Volleyball? Dann lies weiter. Am Samstag, dem 20.3.2010 von 9.00-13.00 Uhr in der Hauptturnhalle in Zittau organisiert die Schkola erstmalig ein Volleyballturnier für alle Schulen im Schulverbund Schkola. Jede Einrichtung stellt einfach mehrere Mannschaften zusammen, die aus Schülern, Muttis, Vatis und Mitarbeitern bestehen, und diese werden ihre Kräfte und Geschicklichkeit auf drei Spielfeldern messen. Die Siegermannschaft gewinnt für ihre Schule einen Wanderpokal. Wir freuen uns auf euch! Kamil Prisching

Nachdem die Arbeiten im Kretscham in Hartau weitestgehend abgeschlossen sind, arbeitet unser erprobtes Bauteam an anderer Stelle weiter. Der Fußboden im EmmaZimmer (Schkola Hartau, EG rechts) musste dringend erneuert werden, inzwischen betrug das Gefälle im ganzen Raum bereits mehrere Zentimeter. Bei Redaktionsschluss war bereits der gesamte alte Holzfußboden entfernt und eine erste Betonschicht eingebracht worden. Es folgen weitere Schichten (Wassersperre, Dämmung, etc.) und schlussendlich wieder ein Teppichboden. Die Fertigstellung ist für das Ende der Winterferien geplant, kann sich aber witterungsbedingt etwas verzögern. Auf dem Foto rührt Jens Seifert Mörtel an, nach dem sein Kollege Uwe Lemberg eben die letzten Bretter zersägt hat. Christian Zimmer


HARTAU/HRÁDEK „Guck mal rein“ in Hartau mit „šelvinek“

Der neue Kunstraum

Regelmäßig bietet Angelika Wichary in allen Schkola-Schulen die Veranstaltung „Guck mal rein“ für Kinder ab 3 Jahre an. Bei uns in Hartau helfen gern größere Schüler, vor allem auch dann, wenn Geschwisterkinder kommen.

Ich male ein Bild, ein schönes Bild, ich male mir den Winter. Weiß ist der Schnee, weiß ist das Land, grau ist der Himmel dahinter.

Ein Protokoll von Clemens H. (Klasse 2) ➠ Der Apfelsaft wurde grün. Warum wurde er grün? Weil Lebensmittelfarbe reingeschüttet wurde. ➠ Die Zauberblume roch nach Orange. Warum? Weil Duftöl darüber gegossen wurde. ➠ Šelvinek, die kleine Schildkröte, war rot. Warum? Weil er so geboren wurde, wir haben geschrubbt, es half nichts! ➠ Die Zauberblume war nicht echt. Warum? Ich habe gefühlt es war Plastik, der Stengel war Plastik, die Blätter blaues Papier. ➠ Es war spannend. Warum? Weil wir gezaubert haben!

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Dieses Gedicht zu hören und dabei gleichzeitig genau die beschriebene Landschaft durch das Panoramafenster betrachten zu können – in diesen Genuss kamen die Kunstkinder vor kurzem im neuen Kunst- und Werkraum des Kretschams. Bei dem herrlichen Ausblick Richtung Zittau fällt es natürlich nicht schwer, Bildideen für Landschaftsbilder zu entwickeln. Auch sonst ist in dem hellen, großen und warmen Raum ein entspanntes Arbeiten möglich. Es gibt genügend Platz für alle Kinder und auch für alle Materialien. Vier große Gruppentische eignen sich für das künstlerische Arbeiten genauso wie für das handwerkliche Arbeiten im Werkunterricht. Praktisch fürs Aufräumen und Säubern finde ich besonders die vier großen Waschbecken. Da gibt es am Ende der Stunde kein Gedränge. Ganz einfach gehen die Kinder danach eine Etage höher zu Stephan in den Sprachraum und beginnen mit dem Englischlernen. Kristin Borostowski

Ich war 3 Wochen mit meinen Eltern in Nepal!

Hallo, ich bin Conny Lehnert Ich bin 36 Jahre, verheiratet und habe 3 Kinder (zwei Jungen und ein Mädchen). Die Schkola habe ich 2005 gefunden, als wir auf der Suche nach der richtigen Schule für unsere Kinder waren. Für meinen Mann und mich war es wichtig, einen Ort für unsere Kinder zu finden, wo sie auch Dinge, wie Umweltschutz, Begegnung mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen, selbst fremde Sprachen lernen und sprechen dürfen und frei lernen, entdecken und erfahren können, was das Leben sonst noch zu bieten hat. Unsere Jungs gehen gerne in Ostritz das 1. und 4. Jahr in die Schkola. Seit 2 Jahren arbeite ich ehrenamtlich im Vorstand des Fördervereins Schkola Ostritz und am Mittwoch und Donnerstag im Ganztagsbereich in Ostritz. Ich koche und backe mit einer kleinen Gruppe von Kindern. Wir versuchen den Kindern somit ein bisschen die gesunde Ernährung zu vermitteln. Dies möchte ich nun auch seit dem 4. Januar in Hartau, mit dem täglichen gesunden Frühstück übernehmen. Meine Aufgabe wird sein, für und mit den Kindern ein gesundes, abwechslungsreiches Frühstück zuzubereiten. Ich finde es für die gesunde Entwicklung des Kindes sehr wichtig, dass gut gegessen und getrunken wird, wenn es geht, schon am Morgen. Um dies den Kindern zu ermöglichen, werden wir jeden Morgen das Büfett mit vielen gesunden Sachen füllen, wo dann jeder, der mit frühstückt, auch etwas finden sollte. Ich hoffe, dass ich die Kinder motivieren kann, sich gesund zu ernähren. Vielleicht finden sie auch in der Küche mit mir zusammen heraus, dass auch gesunde Lebensmittel lecker und manchmal auch süß sein können. Ich freue mich, dass ich so nun ein neues Abenteuer Schkola mit Kindern der Hartauer Schkola erleben darf. Für Fragen zum gesunden Frühstück stehe ich gerne zur Verfügung. Conny Lehnert

Dazu aus meinem Tagebuch ... von Arun Niemann – 2.11.2009 Wir sind 6.00 Uhr aufgestanden. Zum Frühstück habe ich Poridge (Haferflocken) gegessen. Dann gingen wir hinab zum Fluss. Denn Papa und ich wollten eine Tagestour in den Chitwan Nationalpark unternehmen. Unten am Fluss warteten unsere 2 Guides. Am Anfang haben wir ein paar Affen gesehen. Hier gibt es Feuerwanzen ähnliche Käfer. Allerdings sind sie viel größer. Der Größte, den ich gesehen habe, war ca. 7 cm groß. Dann haben wir eine Herde Axishirsche gesehen. Wir mussten immer das machen, was unsere beiden Guides sagten (zeigten). Als wir ins Grasland kamen, pflückten wir essbare Beeren von einem Busch. Ganz plötzlich blieb Sumann, unser einer Guide, stehen, zwei Nashörner standen vor uns. Wir gingen mit einem Guide ein paar Meter zurück. Kurze Zeit darauf hatten wir sehr großes Glück, denn wir sahen einen Lippenbären. Den Rest der Zeit passierte nichts Außergewöhnliches. Mittag aßen wir auf einem Aussichtspunkt. Beim Rückweg sahen wir ein wildes Huhn, ein Gavial und ein Sumpfkrokodil. Als wir in der Bungalowanlage waren, aßen wir Abendbrot und guckten Tom und Jerry. Dann gingen wir ins Bett.


HARTAU/HRÁDEK

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Der kleine Fisch

Kretscham neu

Es war einmal ein Fisch. Der Fisch konnte sehr gut schwimmen. Eines Tages kam ein Hai. Er fraß alle Brüder von dem Fisch. Er selber konnte noch flüchten aber er wurde von seinen Eltern getrennt. Er schwamm und schwamm und eines Tages traf er einen Wal. Der Wal war nett. Der Fisch fragte, ob der Wal mit ihm kommen wollte. Der Wal sagte: „Ich komme mit.“, und sie schwammen und schwammen den ganzen Tag bis sie eingeschlafen waren. Am nächsten Morgen schwammen ganz viele kleine Krebse vorbei. Die nahm der Wal zum Frühstück. Der Fisch aber nahm ein paar kleine Fische zum Frühstück. Als sie keinen Hunger mehr hatten, schwammen sie los. Da sahen sie viele Tintenfische und einen Schwarm Streifenfische. Sie spielten und hatten den ganzen Tag viel Spaß. Da sahen sie wieder die Eltern von dem Fisch. Alle waren fröhlich und suchten sich einen Schlafplatz und schliefen ein.

Unser Klassenzimmer (Emma) haben wir uns hier gemütlich eingerichtet. Die Räume sind schön gestaltet. Essen im neuen Speiseraum macht Spaß. Eine Tolle Turnhalle haben wir jetzt. Leider ist die Straße dazwischen. Mit den tsChechischen Kindern leben wir die Begegnung im neuen Kretscham Das ganze Haus gefällt mir gut. Das An- und Ausziehen empfinde ich als anstrengend. Im Musikzimmer kann ich mit den Kindern die Musik neu entdecken.

ENDE

Kretscham Räume Essen Turnhalle Sport TsChechisch Hoch Anziehräume Mir gefällts

Kretscham Räume Elli-Raum Turnhalle Schön Cesky Hoch An und Ausziehen Musik

Kretscham Räume Elliraum Turnhalle Schön C Hoch Anziehräume Musik

Julius

Felix

Benjamin

Manja Wenzel

Wir haben größere Kabinen. Es gibt viele Räume. Es gibt leckeres Essen. Ich hab im Kretscham Tschechisch. Im Kretscham gibt es Schule. Der Kretscham ist Cool . Wir haben eine tolle Halle. Jetzt ist Alles schön. Wir haben einen schönen Musikraum. Helena

Wir Können viel zusammen machen. Die neuen Räume sind schön. Man kann immer etwas neues Entdecken. Es ist einfach Toll. Manchmal haben wir Sport. Der Essenraum ist Cool. Es ist ein tolles Haus. Aber das An- und Ausziehen gefällt mir nicht. Mir gefällt der Kretscham. Ausa


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Drogen – Nein, Danke!

Weiterhin erfolgreich auf den Spuren jüdischer Familien

Unter diesem Motto trafen sich am 19. und 20. Januar die Klassen 5 bis 7 mit Frau Kirchhoff, die als Präventionssachbearbeiterin im Landkreis Görlitz Schulen besucht und über die Gefahren von Drogen allgemein und illegalen Drogen insbesondere, informiert und aufklärt. Joel Weißenborn und David Zschoche bereiteten im Vorfeld einen Vortrag zur Thematik vor und gemeinsam kamen Kinder, Jugendliche, Lehrer und Frau Kirchhoff zu diesem Thema ins Gespräch. Auch in der Oberstufe wollen wir eine solche Informationsveranstaltung durchführen, ein Termin dafür wurde bereits gefunden. Darüber hinaus ist ein thematischer Elternabend im Gespräch. Ines Eßer

Bereits das vierte Jahr arbeiten SchülerInnen der Schkola Jonsdorf erfolgreich im Rahmen der Geschichtswerkstatt der Hillerschen Villa Zittau an Biografien jüdischer Familien. Als am Anfang dieses Schuljahres für Mädchen der bereits achten Klasse der Startschuss zum Projekt fiel, arbeiteten die Neunklässlerinnen gemeinsam mit ihren Partnern der Schule in Cvikov mit Eifer an der Gestaltung ihrer Ausstellung. Voller Stolz präsentierten sie ihr Ergebnis am 25.09.09 der Öffentlichkeit. Die Ausstellung wurde nicht nur zum Höhepunkt ihrer intensiven Arbeit, sondern auch einer deutsch-tschechischen Partnerschaft, die in bis heute existierende Freundschaften mündete. Seit September konnte die Ausstellung an verschiedenen Orten unserer Region angeschaut werden. Wenn sie ab dem 22.02.10 an unserer Schule präsentiert wird, dann erfüllt die Mädchen der neunten Klasse ein besonderer Stolz. Gehörte ihre Projektarbeit doch zu den sechs Preisträgern, die Anfang Dezember letzten Jahres durch „European for pease“ ausgezeichnet wurden. Mit ihren Partnern aus Cvikov reihten sie sich in die Arbeit von Jugendlichen aus Deutschland, Tschechien, Kroatien, Israel, Palästina, Kasachstan und Rumänien ein, mit der sie ein Zeichen für das Schicksal der Menschen setzten, die in den letzten Jahrzehnten ihre Heimat verlassen mussten.

Aufrufe Wir brauchen für unseren Osterladen leere, ausgeblasene, weiße Hühnereier, abzugeben im Kunsthaus der Schkola Jonsdorf. Die Schkola Jonsdorf benötigt einen fahrbaren Untersatz zum Bau einer Seifenkiste. Wer helfen kann, bitte in der Schkola Jonsdorf bei Frau Eßer melden (035844/7 00 84). Wir beteiligen uns regelmäßig am Seifenkistenrennen.


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Geschichtswerkstatt – Fortsetzung 2010 Auch im neuen Jahr wird sich ein Projekt an der Schkola Jonsdorf mit der regionalen Auswirkung unserer Geschichte beschäftigen. In dem Projekt „Spurensuche DDR: Die Diktatur war hier“ werden wieder Schülerinnen und Schüler der Schkola Jonsdorf und der Partnerschule Cvikov unter Anleitung von Irina Heinrich und Petra Stranská gemeinsam in ihrer Heimat diesseits und jenseits der Grenze forschen. Der genaue Ablauf des Projektes steht noch nicht fest und soll von den Schülern selbst entwickelt werden, ebenso wie die Ergebnispräsentation. Eine finanzielle Unterstützung, insbesondere für notwendige Exkursionen, kommt vom Landkreis Görlitz über das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.“ Christian Zimmer

Hallo liebe Koraxleser! Mein Name ist Lisa Foth und ich bin 17 Jahre alt. Zur Zeit besuche ich die 10. Klasse der Schkola Jonsdorf. Im Rahmen meines Praxisunterrichts gehe ich jeden Montag von 12.30 Uhr bis 13.45 Uhr in das Altenheim ,,Am Kurpark“ in Jonsdorf. Sabrina Fillmer ist dabei meine ständige Begleiterin und geht ebenfalls in meine Klasse. Unser Ziel ist es, die Menschen bei alltäglichen Dingen zu unterstützen. Unter anderem ist es unsere Aufgabe, ihnen beim Anziehen, beim Essen und beim Spazieren gehen zu helfen. Oft können die Menschen kaum noch hören und/oder laufen. Zusätzlich leiden die meisten unter der Demenz-Krankheit, auch Alzheimer genannt. Dadurch wird ihnen ihr Leben noch mehr erschwert. Um den Menschen zu zeigen, dass es dennoch wichtig ist, den Lebensmut nie zu verlieren, haben wir mit ihnen z. B. schon einmal Plätzchen gebacken. Die Freude in ihren Gesichtern war unübersehbar. Endlich mal etwas anderes, als das immer wiederkehrende Alltagsgeschehen. Außerdem versuchen wir beim Spazierengehen immer wieder Gespräche mit ihnen aufzunehmen. Dadurch reden sie mit uns über ihre Ängste und werden offener, wodurch wir sie bei Problemen unterstützen können. Oft ist diese Arbeit etwas anstrengend, weil man oft mit dem Tod oder Menschen konfrontiert wird, die sich weder Name noch Person merken können. Fast jedes Mal passiert es uns, dass uns bestimmte Menschen nicht mehr erkennen, geschweige denn, dass sie wissen, was mit ihnen passiert. Trotz dessen helfen wir ihnen immer wieder gerne, da wir immer den Gedanken im Hintergrund haben, dass sie sich freuen, uns zu sehen und dass sie uns brauchen. Lisa Foth

Ping Pong in den Herbstferien 14 Schüler trafen sich in den Ferien zum Ping-Pong-Turnier, um einen Schulkönig in dieser Pausensportart zu krönen. Im letzten und spannendsten Spiel setzte sich Alex aus der 9. gegen seinen Klassenkumpel Fabian mit 13:11 durch. Wer wird nächstes Jahr den Wanderpokal mit nach Hause nehmen? Lars Albert

Hallo, ich heiße Katrin Worm und absolviere an der Schkola Jonsdorf ein Jugendpraktikum bis Mitte April. In Görlitz lerne ich den Beruf zur staatlich anerkannten Erzieherin, den ich im Sommer 2011 beenden werde. Meine Freizeit verbringe ich mit meinen Kindern, Fahrradfahren und Spazieren. In der Schkola wurde ich freundlich aufgenommen und die Arbeit mit den Schülern ist jetzt nach zwei Wochen schon eine besondere Bereicherung.


JONSDORF /HRÁDEK/CVIKOV Tag der offenen Tür

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Ritter für einen Tag

Am 21.11.2009 öffnete die Schkola Jonsdorf wiederum ihre Türen für alle Interessenten unseres Arbeitens und gemeinsamen Lebens. Mit einem bunten Programm aus Gesang und Tanz wurden die Gäste begrüßt, um dann in allen Räumen die verschiedenen Angebote unserer Einrichtung anzubieten. So wurde gebastelt, experimentiert, gekocht, geschminkt, getöpfert, aber auch Theater gespielt, gab es viel zum Austauschen, immer unter dem Gesichtspunkt „wie macht ihr denn hier Unterricht?“ Ein Höhepunkt war die Zwischenauswertung des Projektes „Praxis Erleben“ unter der Schirmherrschaft des Rotary-Clubs, von dem erfolgreiche Schüler prämiert wurden (siehe Seite 4). Ines Eßer

Last Minute Das Projekt „Heimat Erfinden“ landet im letzten Moment im Keller des Jugendzentrums. Für die Gewinner werden 3.000 Euro zur Umsetzung eines Projektes ausgeschüttet. Noch 14 Tage bis zur Einsendung. Mit Volldampf arbeiteten Biene und Maximilian und ihre Helfer an der Ideensammlung für die Umgestaltung des Jugendzentrums. Die Idee, die Umgestaltung in einer Kiste darzustellen, fanden sie fetzig. Die Bar ist ein kleines Umgebindehaus, die Sitzecke verwandelt sich zum Podest mit Sitzsäcken und … aber seht selbst. Der Tag der Abgabe steht vor der Tür. Es ist 17.30 Uhr und im Kunsthaus wird noch gearbeitet. 10 Seiten Förderantrag legen wir noch in unser Paket hinein und schicken es über Frau Rankl nach Dresden. 14 Tage warten wir ungeduldig auf eine Nachricht, bis wir eine Einladung nach Dresden bekommen. Leider gehören wir nicht zu den Gewinnern. Lässt sich das Jugendzentrum von dieser Nachricht beeindrucken, oder nicht? Ihr erfahrt es im nächsten Korax. Lars Albert

Jeder Junge träumt davon, einmal ein mutiger Ritter zu sein und jedes Mädchen möchte einmal ein schönes Burgfräulein sein. Viele fasziniert die Zeit des Mittelalters. Aber wie sich das Leben in dieser Zeit mit all seinen Facetten wirklich abgespielt hat, konnten die Kinder der Klassen 4 bis 6 am 17.11.2009 hautnah erleben. Dazu haben wir uns echte Profis in die Schkola Jonsdorf geholt. Begrüßt wurden die Kinder von einem Burgfräulein (Simone Richter vom Ensemble der Oybiner Ritterspiele), das Vieles über das Leben auf der Burg anschaulich erzählte. Im Anschluss lernten die Schüler in altersgemischten Gruppen zu den Themen: Leben auf einer mittelalterlichen Burg, die mittelalterliche Stadt sowie das Dorf, mittelalterliches Musizieren und die Mode im Mittelalter. Dabei unterstützten uns Annett Jeroushi vom Ensemble der Oybiner Ritterspiele sowie Franziska Melitzki und Friederike Pietschmann von der mittelalterlichen Musikgruppe „Saltarello“. Auch eine mittelalterliche Kochgruppe sorgte für zünftige ritterliche Mahlzeiten zum Frühstück und Mittagessen. Höhepunkt war dann die Begegnung mit dem Ritter Robert nach dem Mittagsmahl. Das Ritterfieber griff schnell um sich, so dass sich vor allem die Jungen mit selbst gebastelten Schwertern und Rüstungen im nahe gelegenen Hieronymuswald einen ritterlichen Kampf lieferten. Von 15-17 Uhr präsentierten die Schüler mit großem Ehrgeiz und Stolz ihre gelungenen Arbeitsergebnisse vor den Eltern der Grund- und Mittelschule der Schkola. Ein interessanter und gelungener Tag ging zu Ende. Auch im nächsten Schuljahr werden wir uns wieder auf eine Zeitreise begeben, zu der die Viertklässler herzlich eingeladen sind. Vielen Dank an alle Organisatoren, Eltern, Lernbegleiter und Helfer, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben. Conny Lehmann, Lernbegleiterin Nonnenfelsen


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In der Weihnachtsbäckerei

Wie Nonnenfelsen mit der Partnerklasse Weihnachten feierte ...

Als wir Montag, den 12.9.2009 im Kindergarten in Lückendorf ankamen, erwarteten uns beschmierte Hände von kleinen Schleckermäulchen und ein Duft von Plätzchen lag in der Luft. Wir wurden stürmisch begrüßt und sofort ging es mit Plätzchen backen los. Als wir mit der ersten Gruppe fertig waren, gab es ein zweites Frühstück. Danach wurden die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt und die erste Gruppe ist zum Rodeln, die zweite Gruppe ist Plätzchen backen gegangen und die letzte Gruppe hat gespielt. Bis zum Mittag wurden die Gruppen noch mal gewechselt. Nach dem Mittagessen gab es einen ,,Musikkreis’’, wir haben mit den Kindern Weihnachtslieder gesungen. Dann ging es ab zum Mittagsschlaf. Christa und Melissa haben weiter Teig geknetet und Elisabeth hat den Schulkindern bei den Hausaufgaben geholfen. Als die Hausaufgaben fertig und die Kleinen aufgewacht waren, gab es Kaffeetrinken. Dann war unser wunderschöner Tag im Kindergarten vorbei. Wir freuen uns auf das nächste Mal, wenn wir im Rahmen unseres Praxisunterrichts wie jeden Montag in den Kindergarten nach Lückendorf kommen dürfen. Wir danken den Erziehern, dass sie uns so gut aufgenommen haben und uns diesen Aufenthalt ermöglichten. Von Melissa, Elisabeth und Christa, Klasse 8

Es war einmal eine Lerngruppe, die Nonnenfelsen hieß und zur Jonsdorfer Schkola gehört. Sie hatte eine Partnerklasse in Hrádek. Beide Klassen trafen sich im Laufe der Zeit, um zusammen zu lernen, zu lachen, Sport zu treiben ... Angefangen hat die spannende Geschichte am Dienstag, dem 15.9.2009, in Hrádek. Die Klassen 5-7 trafen sich, um herauszufinden, wer der beste Sportler ist. Gefragt waren nicht nur Ausdauer oder Sporttalent (beim Weitwurf, Weitsprung, Hindernislauf ...), sondern auch Mut und Geschick. Und wer hat gewonnen? Alle doch! Bei schönem Wetter konnte jeder für sein eigenes Team etwas beitragen. Weil die Begegnung in diesem Schuljahr so gut angefangen hatte, haben wir uns auf die Fortsetzung gefreut. Vor den Oktoberferien sind wir nach Hrádek gefahren, um unsere Partner besser kennen zu lernen, zum Grabštejn zu wandern und an vorbereiteten Stationen zu arbeiten. Auch die Jonsdorfer Seite hatte die Vorbereitung der Begegnungen nicht vernachlässigt. Im November hatten wir den tschechischen Kindern die Jonsdorfer Weberstube und Kirche gezeigt – alles wurde natürlich zweisprachig durchgeführt. In der Kirche hatte Pfarrer Mai seine Tschechischkenntnisse angewandt und den Kinder das Leben der Kirche näher vorgestellt. In der Weberstube hatte Frau Gube alle Kinder nicht nur mit der Geschichte vom Maulwurf und seiner blauen Hose begeistern können. Interesse an Informationen und weiteren Aktivitäten wurde an diesem Tag geweckt. Am zweiten Tag fingen wir mit einem Kommunikationsspiel an, in dem wir unsere Sprachkenntnisse der Nachbarsprache anwenden sollten. Einfach war es nicht! Im zweiten Teil wurde musiziert, gebastelt und Weihnachtsschmuck hergestellt. Der Weihnachtsschmuck war für die Eltern gedacht, Weihnachtsgrußkarte für die Partnerkinder. Die Karten haben wir geschafft, Weihnachtsdekoration wird im Januar nachgereicht. Und so sind wir am Ende der Geschichte angekommen – am 16.12. haben wir unsere Partnerklasse zum letzten Mal gesehen – aber nur für das Kalenderjahr 2009! Wir trafen uns in der eiskalten Stadt Zittau. Geplant war eine Besichtigung der Stadt. Weil wir ausreichend gefroren haben, gingen wir ins Salzhaus, wo wir uns aufwärmen konnten. Getroffen haben wir Vertreter des Geschäfts „Blaue Steine“. Die Kinder haben so großes Interesse gezeigt, dass wir demnächst sicherlich diesem Geschäft in Jonsdorf einen Besuch abstatten werden. Nach der abgekürzten Stadtbesichtigung sind wir direkt in die Bowling Bar in der Rathenaustraße eingekehrt, um dort Bowling oder Billard zu spielen. Und wieder wurden Tschechischkenntnisse gefragt: „Jsi na řadě.“, „Kolik máš bodů?“, usw. Zum Aufwärmen war noch heißer Tee und viel Freude und Spaß vorhanden. Mit Überreichen der Weihnachtskarten an die Partner und einem lauten AHOJ! haben wir auch den letzten Begegnungstag beendet. Aber die Geschichte geht weiter. Wir trafen uns nämlich am 12.01. und 13.01. zum gemeinsamen Schwimmen. Allen Eltern der Lerngruppe Nonnenfelsen wünschen wir im neuen Jahr alles Gute und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit in der ersten Hälfte des Schuljahres. Conny Lehman, Eva Čermáková

Weihnachtsfeier mit Schneetreiben und Geocaching Wir schreiben das Jahr 2009. Am 16. Dezember um 14.28 Uhr traten 24 mutige Schüler und eine unbeirrbare Lehrerin aus den Türen der Schkola Jonsdorf. Das klingt nach einem Krimi, nicht wahr? Aber ganz so war es nicht, jedenfalls nicht bis zu dem Zeitpunkt als wir … Nein. Fangen wir von vorne an. Wir, die Klasse 8 und Frau Hausmann aus der Jonsdorfer Schkola, hatten Weihnachtsfeier. Aber natürlich läuft das bei uns nicht ohne Action. Deswegen holten wir Linda, unsere Englischlehrerin sowie Tom, unseren Sprachassistenten, mit ins Boot und sie gingen mit uns auf eine Tour, die sich Geocaching nennt. Es geht dabei darum, mit Hilfe von GPS Koordinaten zu berechnen und an einem bestimmten Ort einen kleinen Schatz in einem Kästchen zu finden, den man austauscht. Das hat echt viel Spaß gemacht, weil wir fast durch ganz Jonsdorf geirrt sind. Allerdings gab es dabei einen Nachteil – es schneite. Und was machen Teenager, wenn Schnee liegt? Genau – sie rutschen, seifen sich ein und machen eine Schneeballschlacht. Deshalb waren am Ende nur noch etwa acht Schüler bei der Sache. Im Verlauf unserer Tour war auch Herr Geisler dazu gekommen und unterstützte uns. Nach dem tollen Schneeerlebnis und bevor es total dunkel und noch viel kälter werden konnte, kamen wir am eigentlichen Ziel an: der gemütlichen Bergsteigerhütte. Dort waren fleißige Elternwichtel am Werk gewesen und hatten alles liebevoll vorbereitet. Es gab Plätzchen, die unsere PU-Mädchen von Kochen und Backen am Montag gebacken hatten, Pfefferkuchen, Spekulatius, warmen Kakao und Tee. Wir stimmten Weihnachtslieder an, Linda und Tom machten mit uns noch ein Chrismasspiel und wir hatten viel Spaß. Doch man soll ja immer gehen, wenn es am schönsten ist. So war es auch bei uns. Viele wurden abgeholt, einige mussten zum Bus und zwei Mädchen halfen den Eltern und Frau Hausmann noch beim Aufräumen. Danke an alle, die vorbereitet und unterstützt haben, für die Klasse(n) Weihnachtsfeier!!! Mika Weidner, Klasse 8


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Weihnachtsladen 2009

Weihnachtsmänner in Nöten

In der Woche vom 7.12. bis 11.12.2009 fand der Weihnachtsladen der Schkola Jonsdorf statt. Am Montag war die freudige Eröffnung. Nachdem noch ein paar Sachen ausgepreist worden waren und der letzte Feinschliff der Deko lief, war alles fertig und es konnte losgehen. Ich persönlich hatte am Montag nur das Vergnügen und durfte bis halb drei bleiben, dann konnte ich wieder gehen. Dienstag wiederum war ich von 14 Uhr bis 18 Uhr im Laden. Der Tag lief sehr ruhig, weil auch nicht besonders schönes Wetter war, es regnete. Frau Fünfstück und ich, wir haben die Zeit genutzt und Origami-Sterne gebastelt in Mini-Format. So gegen 15 Uhr trafen dann auch ein großer Teil von GTA-Schülern Keramik ein, die uns sehr behilflich waren. Auch in der Vorbereitung waren diese Schüler eine große Hilfe, sie haben viele Teile der Ware hergestellt. Um 17 Uhr war dann die größte Begeisterung, die sich im Laden breit machte. Ein kleiner Junge, vielleicht 5 oder 6 Jahre alt, kam mit Mutti in den Laden und wollte sich von seinem letzten Taschengeld etwas Schönes zu Weihnachten kaufen. Nachdem sich die Tür wieder geschlossen hatte, kam ein großes Lächeln über alle Gesichter. „Das war so süüüüüüß“, hörte man von allen sagen. Kurz vor 18 Uhr räumten wir dann zusammen und schlossen den Tag im Laden ab. Die weitere Woche war auch sehr interessant. Nachmittags waren Lehrer und PU- sowie GTA-Schüler für den Laden zuständig, wir hatten Montag bis Freitag 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet aber auch Dienstag und Donnerstag von 10 Uhr bis 12 Uhr. Spannend verlief der letzte Verkaufstag. Durch eine Unaufmerksamkeit hatten wir Leitungen vertauscht und standen plötzlich im Dunkeln. Frau Eßer und Frau Richter entzündeten zahlreiche Kerzen im Laden, was eine tolle Atmosphäre ergab, allerdings sehr kundenunfreundlich war. Frau Zimmer beispielsweise kaufte die meisten Artikel nur nach Beschreibung und Ertasten (zu Hause hatte sich herausgestellt, dass sie gut beraten wurde, auch bei Lichte besehen hatte alles gepasst). Damit sind wir wieder um einige Erfahrungen reicher. Die Zulieferung seitens der PU-Gruppen Kochen und Backen, sowie der GTA-Gruppen Keramik, Schneidern und Filzen hat dieses Mal sehr gut geklappt. Ein herzliches Dankeschön an die PU-Gruppe „Modellbau“ und an die Grundschule Hartau. Noch ein herzliches Dankeschön an die mitfiebernden Erwachsenen Frau Richter, Frau Fünfstück, Frau Reichert, Herrn Hönel und Frau Eßer, die das alles ermöglicht hat. Für die Geduld und die Bereitstellung der Ladenräume sind wir wiederum der Familie Grebasch auch sehr dankbar. Elisabeth Elstner und Melanie Schlegel

Am 22.12.2009 haben wir, die Klasse 8, in der Turnhalle, unser Weihnachtsstück „Weihnachtsmänner in Nöten“ aufgeführt. Wie es dazu gekommen ist? Unsere Klassenlehrerin, Frau Hausmann, hat uns vorgeschlagen, dieses Jahr ein Theaterstück aufzuführen. In dem Stück ging es um zwei Weihnachtsmänner, die ihren „Job“ verlieren sollten, weil es keine Menschen mehr gab, die den wirklichen Grund zum Feiern von Weihnachten kannten. Ihr Weg führte von der vollen Straße über Familie Felix und Familie Winter bis hin zu der leeren Straße mit dem Mädchen, das die Weihnachtmänner am Ende „rettet“. Drei Wochen vorher haben wir angefangen zu planen, Requisiten zu bauen und zu proben. Jeder hat sich am Anfang eine Rolle ausgesucht und wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, in denen wir dann die einzelnen Szenen geprobt haben. Als der Zeitpunkt unserer Aufführung herangekommen war, waren wir alle sehr aufgeregt, vor allen Schülern unserer Schule zu spielen. Auch ein paar Eltern waren gekommen. Aber wir haben es gemeistert. Wir hoffen, es hat allen Spaß gemacht, uns auf alle Fälle. Josefine Hering und Lisa Porsche, Klasse 8

Tage der offenen Tür an der Schkola Jonsdorf vom 24. bis 26. Februar jeden Tag von 7.30 bis 13.00 Uhr

hinfahren – reinschauen – mitmachen Osterladen der Schkola der Laden von und mit Schülern vom 22. März bis 26. März in der Reichenberger Straße in Zittau

Osterdeko - Ostergeschenke


JONSDORF /HRÁDEK/CVIKOV Neues aus der WG oder Wochenplan für heranwachsende Eltern WG - eine Abkürzung für Wohngemeinschaft. Es beginnt ganz harmlos: die Äußerung Ihres Sohnes/Ihrer Tochter: „Der ... oder die ... studieren auch in …!“, bereitet das Ereignis vor. Zeigen Sie noch keinerlei Interesse, wenn Sie noch nicht ganz sicher sind, dass Sie das alles wollen, was dann kommt. Brummen Sie als Zeichen, dass Sie das gerade gehört haben, aber nicht billigen. Es kommt ohnehin immer wieder auf Sie zu, dann in folgenden Sätzen, wie: „Du, wenn wir zu viert in eine Wohnung ziehen, können wir alle sparen ...“ Wenn Sie Nerven wie Stricke besitzen, dann zeigen Sie Interesse, wenn nicht, ignorieren Sie, solange Sie nur können. Denn dann geschieht alles gleichzeitig. Sie gehen mit vier - hoch motivierten - Jugendlichen auf Wohnungssuche. Sie wühlen sich durch Maklerangebote, Vergleichsmieten und Terminkalender. Sie fahren mit einem hoffnungslos überladenen Auto voller schnatternder Teenager von Besichtigungstermin zu Besichtigungstermin, um folgendes zu erleben: Die Tür der vielleicht in Frage kommenden Wohnung wird durch den Makler geöffnet - vier Jugendliche schwärmen in alle Räume, verteilen jeden Quadratmeter, reißen Wände raus, rücken Schränke, bauen Hochbetten, feiern Einzug ..., OHNE nach dem Preis pro Quadratmeter zu fragen, geschweige einen Gedanken an Heizungs-, Strom- oder Wasserkosten zu verschwenden. Wird die Mietsumme verkündet, tiefe Trauer, Schweigen, sofortiges Verlassen der Wohnung, Drängelei, um in die nächste Wohnung zu fahren ... Solange, bis alle Voraussetzungen passen. Sie erleben eine äußerst intensive Zeit, gleichzeitig erkennen Sie den auszugsreifen Jugendlichen daran, wie er/sie Ihre Wohnung betrachtet, gerade so, als ob jedes Möbelstück nach Brauchbarkeit untersucht wird; jeder Teller, jeder Löffel, jede Pfanne auf Sinnhaftigkeit hin befragt wird ... Setzen Sie Grenzen, es sei denn, Sie planen ohnehin Ihren Hausrat zu erneuern. Den Höhepunkt erreicht das Ereignis mit dem Packen von allen möglichen Kisten, Koffern, Taschen. Ihr Haushalt steht Kopf, der in der WG ebenfalls, alle freuen sich auf geregelte Momente, wenn dann mal alles wieder eingeräumt ist. Und dann ist es so weit. Er/Sie ist weg. Ausgezogen. Auf einmal Stille im Haus. Sie lehnen sich zurück - es ist vollbracht! Da klingelt das Telefon (und es wird immer öfter klingeln), Sie werden erläutern, wie man einen Stromanschluss beantragt, wie man Blumenkohlsuppe kocht, wie man verfärbte Kochwäsche entfärbt ... wie man einen Schlüsseldienst bestellt ... Ines Eßer

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Wie unsere Jonsdorfer Männer Tschechisch lernen Hinter sieben Bergen und sieben Tälern in dem tschechischen Dorf Chřibská trafen sich einmal im Oktober Jonsdorfer Lernbegleiter Andreas, Thomas, Eberhard, Lars und unser Sprachassistent Tom. Warum? Alle hatten vor, ihre Tschechischkenntnisse zu verbessern. Es war aber kein Sitzen in Bänken und etwas von der Tafel abschreiben, nicht so einfach, kein „all inclusive“, stattdessen waren es zwei Tage harter Arbeit. Am Anfang hieß es die Gegenstände und Räume auf tschechisch zu benennen, Infos über die Umgebung herauszufinden und mit dem Essen war es auch nicht so ohne. Die „Schüler“ mussten zuerst ein tschechisches Rezept entziffern, dann feststellen, was in der Küche fehlt, die Sachen einkaufen und zum Schluss noch beim Kochen helfen. Es hat sich aber alles gelohnt, denn als Belohnung stand auf einmal ein kleineres Bierfass auf dem Tisch. Das Bier half, das Nachmittagsprogramm mit immer wenigeren Sprachhemmungen in den Abend übergehen zu lassen und nach der letzten Sprachübung wollten alle noch Chřibská in der Nacht erleben. Es waren alle in einem großen Zimmer untergebracht und so konnte die erste Lektion am Morgen in den Betten stattfinden. Da lief die Konversation deutlich gebrochener und einige Teilnehmer haben sich so sehr konzentriert, dass sie immer wieder die Augen geschlossen haben. Alle waren froh, als man wieder zum praktischen Teil überging. Eine Geocachingrunde durch Chřibska stand auf dem Plan. Beim ersten Schnee haben wir wichtige Häuser und Persönlichkeiten dieser kleinen Stadt entdeckt. Das Mittagessen auf der Heimfahrt hat das intensive Wochenende abgeschlossen. Linda

Solaranlage im dritten Jahr Seit Ende 2006 liefert unsere Solaranlage auf dem Dach der Schkola Jonsdorf nun schon Strom, inzwischen liegt die dritte Jahresabrechnung des Netzbetreibers vor. Im Jahr 2007 waren es 19.167 kWh, 2008 konnten wir 18.739 kWh erwirtschaften, im letzten Jahr ging der Ertrag auf 17.751 kWh zurück, liegt aber noch immer deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen. Ertrags-schwankungen sind bei Solaranlagen wetterbedingt normal. Christian Zimmer


LÜCKENDORF/JABLONNÉ Vorschule einmal anders

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Wir wollen von unseren deutsch-tschechischen Erlebnistagen am 5. und 6. November 2009 erzählen:

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Schnuppertage, die wir Vorschüler des „Zwergenhäus’l“ Lückendorf bisher in der Schkola Hartau erleben durften. Ganz liebevoll willkommen geheißen wurden wir von Angelika, die uns bereits durch die „Guck mal rein!“-Angebote kannte. In den Klassen bei Annett und Kristin begann der Schultag mit dem Morgenkreis. Dieses Ritual gibt es so ähnlich auch bei uns im Kindergarten. Wie richtige Schulkinder bastelten wir, errieten spielerisch Wörter und erlebten jeweils eine Sport- und Musikstunde. Komisch, man muss nicht so lange still sitzen und kann im Zimmer hin und her laufen, sich Schere, Papier u.a. holen, bekommt von Manja Instrumente zum Musizieren und bewegt sich viel dabei. Die Lehrerinnen heißen Lernbegleiter und man spricht sie mit dem Vornamen an. Sie sind nett und trotzdem auch ein bisschen streng. In der Pause gab es wie jeden Mittwoch in Hartau ein gesundes Frühstück, das von jeweils zwei Schülern mitgebracht und zubereitet wurde. Ganz besonders toll für Auge und Gaumen war natürlich das Vorweihnachtsfrühstück. Neben vielen gesunden Dingen gab es auch ein Hexenhaus und Schokostückchen (ehemalige Weihnachtsmänner). Liebe Hartauer Schkolaner, wir sind neugierig auf euch geworden und schon sehr gespannt auf weitere „Schnuppereien“ bei euch. Myleen, Luces, Leonie, Emma, Hannes und Simone.

Kinderküche Lückendorf Noch im Dezember 2009 konnte in Lückendorf eine kleine, aber wichtige Neuerung Einzug halten: Die Kinderküche wurde verlegt. Während sie bisher eher ein „Nebendasein“ in einer Nische hinter der „richtigen“ Küche führte, ist sie nun in das erste Obergeschoss umgezogen. Dort steht sie besser im Zentrum, kann vielseitiger im Rahmen der konzeptionellen Arbeit genutzt werden. Und da sie innen ein Podest hat, können die Kinder innen mit einer für sie angenehmen Höhe arbeiten während die Erwachsenen außen ebenfalls eine angenehme Arbeitshöhe haben – nun ja, zumindest fast. Christian Zimmer

Gemeinsam mit den Kindern und Erzieherinnen unseres Partnerkindergartens „Studanka“ in Jablonné fuhren wir zu einem zweitägigen Ausflug nach Slup in der Nähe von Nový Bor. Am Vormittag erkundeten wir den Ort und entdeckten ein Felsentheater und Höhlen. Nachmittags besichtigten wir die Burg von Slup. Da es schon sehr zeitig dämmerte, leuchteten wir mit den Taschenlampen die Felsen und Treppen an. Es war so richtig spannend gruselig. Die viele frische Luft machte klein und groß sooo müde, so dass alle nach einem leckeren Abendbrot nur noch ins Bett fielen. An unserem zweiten Tag besuchten wir nach dem Frühstück ein Kinder- und Jugendhaus in Nový Bor, in dem wir gemeinsam bastelten. Anschließend besichtigten wir nicht weit vom Kinder- und Jugendhaus das Glasmuseum. In unserem tschechischen Partnerkindergarten waren am Nachmittag noch alle Eltern zu einem gemütlichen Kaffeetrinken und kennen lernen der Einrichtung eingeladen. Unsere tschechischen Kolleginnen hatten diesen Nachmittag sehr liebevoll vorbereitet. Leider war es aus beruflichen Gründen nur einem unserer Elternteile möglich, daran teilzunehmen. So verabschiedeten wir uns dann nach dem gemeinsamen Spielen von den Kindern und Erzieherinnen mit „Na shledanou!“ Leonie, Emma, Emilia, Louis und Ina

Neue Heizung Lückendorf Seit Dezember 2009 hat unser Kinderhaus in Lückendorf eine neue Heizung. Die Investition war notwendig geworden, da die alte Anlage zunehmend störanfällig wurde. Bereits in der Phase des Trägerwechsels beantragte die Schkola für das Kinderhaus eine neue Heizung, die Bewilligung kam dann im August. Ursprünglich war eine Holzpellet-Anlage geplant, diese Variante wurde aber aus Kostengründen wieder verworfen, so dass wir in Lückendorf weiterhin mit Heizöl feuern werden. Nicht nur bei der Beantragung, auch bei der Umsetzung machte sich die neue Zusammenarbeit angenehm bemerkbar, konnte doch das technische Team aus Hartau bei den Vorbereitungen helfen und beispielsweise das Heizhaus beräumen. Am Freitag, dem 4.12. war es dann so weit. Das Team in Lückendorf hatte sich gut vorbereitet, das Haus wurde richtig durchgeheizt und für den Notfall standen Radiatoren bereit. Morgens wurde die alte Heizung abgeschaltet, demontiert und die neue Heizung aufgestellt. Bereits am Samstag Mittag, nach nur eineinhalb Tagen, konnte das Haus wieder beheizt werden. Inzwischen hat sich die Heizung bei der Kältewelle bewährt. Unser Dank gilt den Zuwendungsgebern, Bund, Land und vor allem dem Landkreis Görlitz und der Gemeinde Oybin. Christian Zimmer


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Die Lernmittelgilde

Schüleraustausch mit der U nemocnice

Mit diesem Artikel möchte ich meine Gilde vorstellen. Ich stelle an der Schkola Oberland Lernmaterialien her, die dann im Unterricht eingesetzt werden. Deswegen spreche ich mein Vorhaben zuerst mit dem jeweiligen Fachlehrer ab und arbeite dann selbstständig daran. Bisher habe ich ein Fühl-ABC für die Klasse 1-3, Logico-Karten für den Tschechischunterricht und eine Lernkartei für Biologie hergestellt. Zurzeit arbeite ich an Anschauungstafeln für Geschichte zum Thema Rom und Germanien. Die Gilde macht mir Spaß, obwohl ich allein arbeite und die Materialsuche sich manchmal als schwierig erweist. Im nächsten Jahr würde ich mich sehr über Mitstreiter freuen, um auch größere Projekte, wie ein lebensgroßes Modell für den Biologieunterricht, zu verwirklichen. Dank an Jan Pilz für seine Unterstützung. Mathis Windelband, Klasse 7

Wir kennen die Schule erst seit dem 7. Schuljahr, denn von der ersten Klasse ab waren wir zu Begegnungstagen in der Pastelka, einer Grundschule in Rumburk. Die U nemocnice liegt am Krankenhaus (Nemocnice) in Rumburk. Das Schulgebäude ist riesengroß, die Schüler haben eine große Garderobe, viele Klassenzimmer, einen sehr großen Speiseraum und einen schönen Schulhof. Die Klassenzimmer sind schlicht und einfach gestaltet und der Schulhof ist groß genug, so dass alle Schüler Platz in den Pausen haben. Die Mathelehrerin sowie der Kunstlehrer waren sehr sympathisch, als wir zum ersten Schüleraustausch dort waren, und haben immer versucht, uns die Unterrichtsgegenstände so zu erklären, damit wir die Aufgaben verstehen. Die Begegnungstage waren eigentlich ganz schön,

Modellbau Im GTA Modellbau haben wir für den Tag der offenen Tür die Modellbauhäuser geklebt und vorbereitet, die hier zu sehen sind. Die Modellbauhäuser sind im Maßstab TT gefertigt. Für den Hintergrund haben wir Bilder gemalt von einem Dorf. Die Bilder zeigen nicht die Modellbauplatte, wie wir sie uns vorstellen, sondern dafür haben wir einen anderen Planungsvorschlag. Die hier vorgestellte Modellbauplatte hatte eine Größe von 1,50 m im Quadrat. Unsere jetzige Platte hat die Maße 1,60 m x 0,90 m. Wir haben sie jetzt zusammen gebaut. Zum nächsten Präsentationstag wollen wir unsere Modellbauplatte erstmals einem größeren Publikum zeigen. Laura, Valli, Bruno, Nick und Johannes aus den Klassen 4-6 der Schkola Oberland

Tag der offenen Tür in der U nemocnice Am 7. November fand an der neuen Partnerschule der Schkola Ebersbach der alljährliche Tag der offenen Tür statt. Drei Mitarbeiter der Schkola, aber auch Ute und einige Familien unserer Schüler nutzten die Chance, unsere Partnerschule kennen zu lernen und die eigene Schule vorzustellen.

doch die Exkursionen waren am allerbesten. Die letzte Exkursion zum Beispiel fand in Doubice statt, wo wir im Hotel Jeff übernachteten. Wir waren drei Tage dort und mussten uns die Zimmer teilen, Marius mit Mathis, Carl, Dominic und Lukas. Maxi mit Jette und Miriam. Conni mit Lena sowie Anne mit Vanessa. Max war alleine in einem Zimmer. Wir sind jeden Tag gewandert, die meisten von uns fanden das grauenhaft, aber wir haben es überlebt. Essen und Getränke gab es im Hotel Jeff, unsere Abendverpflegungen haben wir im angeschlossenen Laden gekauft. Spaß hat uns gemacht, mit unseren Freunden zusammen zu sein. Der Halbklassenaustausch war sehr interessant, man konnte lernen, wie in anderen Schulen gelernt wird, auch wenn es nicht viel anders war, als bei uns. Die Begegnungstage sind auch nicht schlecht: Wenn wir kochen oder basteln sollen, sind wir immer dabei. Nur die Kommunikation zwischen deutschen und tschechischen Kindern kann besser werden, ansonsten verstehen wir uns alle super. Vanessa Albert, Lena Zimmermann, Henriette Thiele


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Menschen, die anders sind … Leben mit dem Downsyndrom

Einmal Rom sehen!

Beim Downsyndrom handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine unveränderbare genetische Besonderheit. Anstatt der üblichen 23 Chromosomenpaare in allen menschlichen Zellen weisen die Zellen der Menschen mit diesem Syndrom ein zusätzliches Chromosom auf. Das Chromosom 21 ist bei ihnen dreifach vorhanden, deswegen spricht man auch von einer „Trisomie 21“. Die Chromosomenveränderung beeinflusst die körperliche und geistige Entwicklung in unterschiedlicher, nicht vorhersehbarer Weise. Deswegen sind Menschen mit Downsyndrom genauso unterschiedlich wie andere Menschen auch. Gemeinsam haben sie zwar ein charakteristisches äußeres Erscheinungsbild, das aber bei genauem Hinschauen verblüffende Familienähnlichkeiten aufweist und höchst individuell ist. Bei Menschen mit Downsyndrom entwickelt sich die Intelligenz nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie bei nicht behinderten Menschen, jedoch in einem verlangsamten Tempo. Unter Berücksichtigung ihres anderen Lernstils können viele Menschen mit Downsyndrom durch entsprechende Förderung Sprechen, Lesen und Schreiben lernen. Die Intelligenzminderung von Menschen mit Downsyndrom darf nicht als statisch feste, unveränderliche Größe verstanden werden, denn diese steigt kontinuierlich. Soziale und emotionale Fähigkeiten sind in der Regel sehr gut ausgeprägt. Fast alle Kinder mit Downsyndrom weisen im sprachlichen Bereich vielfältige typische Beeinträchtigungen (sprechen z.B. Laute isoliert) auf. Susann Graap und Kerstin Maurer

März 1990. Ein Reisebus rollt nachts auf der Brenner-Autobahn auf die italienische Grenze zu. Im Bus sitzen zwei aufgeregte Menschen aus Dresden. „Hoffentlich gucken die Grenzer nicht so genau, sonst merken sie, dass wir einen falschen Pass haben“ denken sie „Ob wohl alles klappt.“ Dann das große Aufatmen: Der Grenzer winkt den Bus nur durch!

Projekt „Wende“ in der Klasse 7 der Schkola Oberland Vor einem Jahr sprach mich Patrick Weissig von der Hillerschen Villa mit der Möglichkeit an, Filme zur Wende in Deutschland vor 20 Jahren zu zeigen. Da ich die zeitgeschichtliche Information für die Schüler schätzte, sagte ich zu. Die Aufgabe lag nun darin, das Thema „Wende“ in den Deutschunterricht einzubauen. Das geschah auf zwei Wegen. Zum einen bekamen die Schüler die Aufgabe, eine Reportage über die Wende aus der Sicht von Eltern, Verwandten und Bekannten zu schreiben. In Anbetracht des Themas war die Mithilfe der Familie sehr erwünscht, was manchem Schüler auch half, die schwierige journalistische Form der Reportage zu meistern. Im Januar kam der Termin für die Kurzfilme, die wir im Kronenkino in Zittau sahen. Die Reportagen waren als erste Beschäftigung mit dem Thema Grundlage zum Verständnis der Filme und zur vertiefenden Diskussion. Sowohl zur Verarbeitung des Themas als auch zur Anwendung der Form, trat eine Filmkritik mit ausführlicher Inhaltsangabe, die die Schüler in Gruppen vorbereiten und individuell formulieren sollten. Claudia Damaschke

Vorbereitung mit Schwierigkeiten Viel Geld hatten die beiden DDR-Bürger nicht: 100 DM Begrüßungsgeld und 200 DM, die man im Januar 1990 tauschen durfte. Doch es war klar: „Wir wollten eine Reise machen, so weit und interessant wie möglich.“ Sie buchten in einem Nürnberger Reisebüro eine Reise nach Rom. Doch dann begannen die Probleme: Italien war zur dieser Zeit für DDR-Bürger visumspflichtig! Die beiden erhielten eine Absage. Die „falschen“ Pässe wurden nie wieder gebraucht, denn ein paar Wochen später war die DDR Geschichte und die Pässe waren dann richtige Pässe. Zweiter Versuch Abfahrt zum zweiten Versuch: eine nächtliche Motorradfahrt nach Berlin zur italienischen Botschaft. Nach stundenlangem Anstehen auch hier eine Absage. Nun blieb nur noch eine Chance: Sie benötigten einen Pass für Bundesbürger, denn diese brauchten kein Visum. Einen Bundespass erhielten DDR-Bürger nur dann, wenn ein West-Deutscher Angehöriger für sie bürgte. Die beiden besaßen keine Westverwandtschaft! Zum Glück bürgte das Reisebüro vor der Polizei für Sie. Dafür war noch ein Extratag Urlaub und eine Extrafahrt nach Nürnberg nötig. Sechs Tage vor der Fahrt hielten sie den „falschen Pass“ in den Händen, denn als Wohnort war Nürnberg angegeben. Es wurde ein schöner Urlaub in Italien. Den beiden kam es wie ein Traum vor. Mathis Windelband

1989 mit dem Zug in die BRD – Scherben vorm Dresdner Hauptbahnhof „Es gab ja keine Reisefreiheit, und die haben dann eben versucht über die Botschaften raus zu kommen“, meint Burkhard Gocht erklärend. Das war eine der Ursachen dafür, dass die Botschaften in Tschechien irgendwann so voll mit geflüchteten „campenden“ DDR-Bürgern waren, dass der Außenminister der BRD mit der DDR-Regierung über die Ausreisewilligen in den Botschaften verhandeln musste. Die DDR-Regierung gab ihre Zustimmung mit der Bedingung, dass sie ihre Pässe auf DDR-Gebiet abgeben und ihre Ausreise selbst bezahlen. Zu dieser Zeit wusste Burkhard Gocht noch nichts davon. Das erfuhr er erst später über die Medien. So fuhren in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober sechs so genannte Flüchtlingszüge über Dresden, die von Prag (Tschechien) über das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik in die Bundesrepublik Deutschland geleitet wurden. Es gelang wenigen schnell entschlossenen Bürgern, während der Durchfahrt auf einen Zug aufzuspringen. Manche Ausreisewillige setzten sich einfach auf die Gleise. Es war bekannt, dass sich noch weitere DDR-Bürger in der Prager Botschaft befanden und somit weitere Zugdurchfahrten anstanden. Daher kamen an den folgenden Tagen immer mehr unzufriedene Bürger am Hauptbahnhof zusammen, in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober schätzungsweise 20.000 Personen. Burkhard Gocht, der zu dieser Zeit in Dresden wohnte und auf dem Weg zur Arbeit immer am Hauptbahnhof vorbei kam, erzählt von diesen dramatischen Tagen: „Da sind Leute auf dem Bahnhof zusammen gekommen, immer mehr, und die Polizei hat die dann auch verhaftet. Also das war dynamisch, da kamen dann auch Demonstranten auf den Bahnhof. Das war wie so ein Versammlungsort, das hat


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Projekt „Wende“ in der Klasse 7 der Schkola Oberland

sich halt ergeben – mit der Konsequenz, dass Polizisten dann mit Wasserwerfern den Bahnhof geräumt haben. Da waren dann natürlich auch Passanten darunter, die einfach nur zum Zug wollten. Die Polizisten haben das nicht unterschieden. Da sind die Leute dann verrückt geworden.“ Obwohl die meisten Demonstranten sich friedlich verhielten, gab es eine kleine Gruppe von gewaltbereiten. Burkhard Gocht hat das selbst erlebt: „Die wütenden Menschen, Randalierer und Betrunkene auch dabei, haben dann mit ihren Händen und einfachen Werkzeugen die Straße vorm Bahnhof aufgerissen und mit den Pflastersteinen die ganze Fassade vom Hauptbahnhof eingeschlagen. “ Nun stand aber der Nationalfeiertag der DDR am 7. Oktober bevor. „Zur Verwunderung der Bevölkerung war die Glasfassade des Dresdner Hauptbahnhofes bereits nach zwei Tagen wieder repariert“, erinnert sich Burkhard Gocht. Das war möglich, weil die Glaser des ganzen Bezirks Dresden zwangsverpflichtet wurden, ihre Arbeit zu unterbrechen und an der Reparatur mitzuarbeiten. „Das hat die Leute noch mehr verrückt gemacht, weil das Auswechseln von nur einem Fenster für die Bürger mit sehr langen Wartezeiten verbunden war und wenn der Staat das will, geht das ruckzuck“, fasst Burkhard Gocht die Gefühlslage vieler Dresdner zusammen. Erneute Demonstrationen waren die Folge, worauf der Staat mit Polizeieinsätzen reagierte. „Dann flogen am 7. Oktober die Hubschrauber, die im Prinzip guckten, dass alles ruhig blieb. Es machte schon Angst“, beschreibt Burkhard Gocht sein Erleben in dieser „heißen“ Wendephase. Die Demonstrationen mündeten am 8. Oktober in den Beginn eines Dialogs mit der kommunalen Staatsmacht. Der Bürgermeister empfing eine Gruppe von 20 Demonstranten mit ihren Forderungen. „Und das war für mich eigentlich der Punkt, wo ich sagen würde, das war für mich die Wende, weil da keine Gewalt mehr war“, schließt Burkhard Gocht ab. Er ist heute 41 Jahre alt, wohnt in Ebersbach, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Miriam Gocht

„Erich Honecker ade!“

Wir sind ein Volk – bleiben die Demos friedlich? Gedanken einer Mutter und Studentin während der Demonstrationen im November 1989 in Dresden Ein dreijähriges Kind schlummert in seinem Bettchen im Studentenwohnheim Zimmer 49, auf der Marschnerstr. 63. Es bemerkt nichts von dem Lärm auf der Straße. Seine Mutter aber schaut besorgt aus dem Fenster. Auf der Straße zieht ein breiter Menschenstrom mit Kerzen und Transparenten vorbei. „Wir sind ein Volk!“ wird geschrien. Polizisten mit Schildern und Schlagstöcken laufen lauernd nebenher. „Natürlich muss sich was ändern, gut, dass die Leute auf die Straße gehen. Am liebsten würde ich mich anschließen. Aber kann ich mein Kind jetzt wecken? Oder kann ich es allein schlafen lassen? Was wird überhaupt aus meinem Kind?“ An diesem Abend schließt sich die Studentin dem Zug der Dresdner nicht an. Sorgen und Verantwortung für ihr Kind, ihre kleine Familie, ihr Studium, ihre Zukunft lassen ihr keine Ruhe. Vielleicht ist es auch Angst? Die Angst vor Gewalt ist nicht unbegründet, denn sie hörte von Bekannten, dass es auf dem Dresdner Hauptbahnhof im November 1989 wirklich zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten kam. Eine Mitstudentin hatte große Angst um ihren Mann. Er war Polizist. Er hatte Schild und Schlagstock, aber durfte keine Schusswaffe verwenden. Er wurde verletzt. Kämpfte er auf der falschen Seite? Einmal laufen zwei Leute mehr mit, das Kind und die Studentin. Das Kind hält eine Kerze mit einem rundem Pappdeckel in seiner kleinen Hand. Lauter friedliche Dresdner laufen neben ihnen her. Nur die Polizisten mit ihren schwarzen Visieren, ihren Schlagstöcken und Schildern machen dem Kind Angst. „Bleibt das hier alles friedlich? Wie komme ich mit meinem Kind hier weg, wenn geprügelt wird?“ Alles blieb friedlich. Aus Verantwortung und Sorge beteiligte sich die Studentin nur einmal an einer Demo. Carl Seifert

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In der Zeit der Wende, also Herbst 1989, lebte Frau Schubert meistens in Leipzig. Sie pendelte immer hin und her zwischen der Fachhochschule St. Georg in Leipzig und ihrer Familie, wohnhaft in Ebersbach (Oberlausitz). Sie meint, früher war man besser abgesichert, es gab fast keine Arbeitslose oder Obdachlose. Die Miete war niedriger, weil sie vom Staat gefördert wurde. Auch gab es so gut wie keine privaten Gaststätten, Betriebe oder Einkaufsläden. Doch früher gab es auch FDJHemden (Freie Deutsche Jugend) sowie andere politische Zwänge. Davon war sie aber nicht so angetan. Frau Schubert war auch eine der vielen Menschen, die demonstrierten. Als erstes wurden sie vom Pfarrer aufgerufen: „Keine Gewalt!“, dann gingen sie auf den Promenadenring in Leipzig. „Die Straße war voll, man sah kein Vorne und kein Hinten. Es war umwerfend.“ So Frau Schubert. Nur Leute und Ausrufe. Doch wenn sich die Menschenmassen stauten, hatten sie jedes Mal große Angst davor, dass die Menschen auseinander gerissen, oder dass geschossen werden könnte. Auch hatte Frau Schubert ziemlich viel Angst davor, da sie noch nie bei einer Demonstration dabei gewesen war. Außerdem hatte man von Brutalität der Polizeikräfte gehört. Die Gefühle waren ziemlich durcheinander, doch sie wusste genau, was sie wollte: Gerechtigkeit in der Gesellschaft! Als die Mauer fiel, befand sie sich gerade in der Schule. Von der Wende war sie hellauf begeistert: „Erich Honecker ade“. Außerdem gab es plötzlich Südfrüchte. Früher standen sie Schlange und waren froh, wenn sie welche hatten und jetzt vergammeln sie in den Läden. Konsum und HO (Handels-Organisation) wurden abgelöst von Supermärkten und großen Kaufhäusern z. B. Kaufhaus Freundschaft oder Kaufland. Gaststätten wurden wieder privatisiert. Politische Unterrichtsfächer sind dann zum Glück ausgefallen. Nach der Wende beendete Frau Schubert dann auch ihre Lehre. Danach suchte sie eine Arbeitsstelle in der Oberlausitz. Währenddessen arbeitete sie weiter in ihrem Lehrkrankenhaus: Krankenhaus Schkeuditz. Als sie Arbeit fand, gründete sie in Ebersbach eine Familie und baute ihr Haus um. Als störend empfindet sie den sozialen Unterschied: Die einen haben Geld in Massen, bei anderen reicht es gerade so aus und wieder andere können sich kaum ihr Essen leisten, außerdem findet sie nicht, dass die jetzige Politik gerecht ist. Eigentlich ist sie sehr glücklich mit ihrem Leben, doch das Geld reicht für manche Sachen nicht ganz aus. Gesegnet ist sie, Gott sei Dank, mit dem besten Mann, den sie sich vorstellen kann. Paula Schubert

Vorlesewettbewerb Klasse 6 an der Schkola Oberland In der Woche vor den Weihnachtsferien führten die Klassen 4 bis 6 der Schkola Oberland den Klassenausscheid für den Vorlesewettbewerb des Börsenverbands des deutschen Buchhandels durch. Schulsieger wurde dabei Patricia Bursy aus der Rudi-Klasse, die bereits den Schulausscheid des Wettbewerbs „Lesekönig Oberland“ vor zwei Jahren für sich entscheiden konnte. Knapp hinter ihr folgte Alexander Röske aus der Hank-Klasse. Dritter Klassensieger wurde Jakob Pohl aus der Rudi-Klasse. Im Februar werden die Kreiswettbewerbe des Vorlesewettbewerbs durchgeführt, der die erfolgreichen Gewinner bis zum Bundeswettbewerb führt. Dabei wünschen wir Patricia viel Erfolg. Claudia Damaschke Mein Name ist Simone Scholz. Mein Geburtsort ist Görlitz und nun wohne ich seit 2008 mit meinem achtjährigen Sohn in Großhennersdorf. Ich habe eine Ausbildung zur Feinmechanikerin und zur Frisörin abgeschlossen. Zur Zeit durchlaufe ich eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, da mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr viel Freude bereitet. An der Schkola Oberland mache ich mein Praktikum und freue mich darauf, mit den Kindern eine schöne Zeit zu verbringen. Ich möchte mir viele Anregungen und Eindrücke von diesem Praktikum mitnehmen. Simone Scholz


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Ein Sommernachtstraum zu Weihnachten Die Klasse 7 führte am 22.12.09 das Theaterstück ,,Ein Sommernachtstraum“ auf. Die Proben sind oft nicht so gelaufen wie geplant, aber es war trotzdem sehr witzig, auch wenn etwas schief ging. Eine Schülerin erzählt: ,,Wir brauchten eine Weile, bis wir uns reingefunden hatten und alle irgendwie ihren Spaß daran fanden. Später habe ich keine Lust mehr gehabt. Zum Schluss wollte ich, dass wir fertig werden.“ Eine andere Schülerin fügt hinzu: ,,Es war auch interessant zu sehen, wie alle nach und nach ihren Text konnten und sich Mühe gaben.“ Die Rollen haben wir uns selbst ausgesucht, auch wenn es um einige Rollen Streit gab: Die Mädchen waren sich uneins um Helena, Hermia und Puck. Die Jungen wollten unbedingt alle Handwerker sein. Im Deutschunterricht verteilte dann Claudia die Rollen. Nicht alle waren einverstanden, doch am Ende machten alle das Beste daraus. Claudia kommentiert die Probenarbeit so: „Es war für mich das erste Theaterstück, das ich gemeinsam mit einer Schulklasse aufführen wollte. Durch die guten schauspielerischen Leistungen, die ich beim Theaterprojekt am Ende des letzten Schuljahres sah, kam ich auf die Idee, mir und der Klasse 7 den „Sommernachtstraum“ zuzutrauen. Um uns einen Überblick über die Handlung zu verschaffen, lasen wir zuerst die Nacherzählung von Franz Fühmann. Wir sprachen über die Figuren und deren Konflikte, nachdem wir die Rollen verteilt hatten. Jede Rolle verlangte von ihrem Schauspieler großen Einsatz und die Bereitschaft über sich hinauszuwachsen. Dass alle Schüler diese Bereitschaft gezeigt haben und sich mit ihren Fähigkeiten bestmöglich eingebracht haben, ist für mich das Schönste an diesem Projekt.“ Auch als zwei Schüler zur Aufführung krank geworden waren, hatten wir schnell Ersatz gefunden. Maxi K. übte zusätzlich die Rolle von Hippolyta und die Rolle von Zettel und den Pyramus gab Jakob P. Darüber Claudia: „Jakob war ein weiterer großer Glückstreffer. Wir alle hatten ja nur drei Wochen Probenzeit. In diesen drei Wochen mussten die Schauspieler ihre Texte lernen, die Szenen mussten erarbeitet und der Ablauf des ganzen Stückes eingeübt werden. Dominik war die Idealbesetzung für Zettel, doch nachdem die Grippe ihn gepackt hatte, musste er schweren Herzens absagen. Jakob hatte nur Stunden, um sich auf seine Rolle vorzubereiten.“ Der Text des Stückes war ziemlich anspruchsvoll, da er in einer schwierigen Sprache verfasst war. Claudia hatte zwar zwei Übersetzungen kombiniert und gekürzt, doch auch einige Textklippen belassen, wie etwa das „Kleinod“. Ich wollte den Text bewusst nicht von allen Schwierigkeiten befreien, denn es gibt kaum eine bessere Situation, um über Wortbedeutungen nachzudenken, als die Theaterprobe, sagt sie. Während der Aufführung gab es viele Missgeschicke, zum Beispiel sind Helena und Lysander an den Tüchern der Walddekoration hängen geblieben und andere sind gestolpert, was aber nicht schlimm war, im Gegenteil, es hat gepasst. Hinterher waren wir sehr froh, dass wir das geschafft hatten und freuten uns doppelt auf die Feiertage. Danken wollen wir unseren Eltern, die uns beim Lernen und beim Kostümieren sehr geholfen haben. Lena Zimmermann, Jette Thiele, Vanessa Albert

Lysander schlägt Hermia die Flucht aus Athen vor

Oberon beauftragt Puck

Demetrius klärt die Geschichte auf und seine neu gefundene Liebe zu Helena

Die Handwerker proben an Titanias Blütenbett – ohne sie zu sehen

Elfen, Oberon und Titania bei der Vorstellung

Das Fürstenpaar beim Abschiedstanz


OBERLAND/RUMBURK Herakles vs. Hydra Das war kurzgefasst das Thema eines kleinen Comicwettbewerbs im Oktober/ November 2009, an dem Schüler der Klassen 4 bis 6 teilnahmen. Ausgehend von der Lektüre der griechischen Sage „Herakles und die Hydra“ bekamen die Schüler

Ahoi – liebe Schkolaner! Da uns Pauli, der Maulwurf, in eurem Schulhaus begegnet ist und unsere Gesichter noch gar nicht zuordnen konnte, möchten wir, das sind Caroline, Steffi, Luise und Uta, uns rasch mal vorstellen. Jeden Montag von Oktober bis Juni nächsten Jahres, treten wir diese „lange Reise“ von Görlitz nach Ebersbach an, um euch im Unterricht zu begleiten und unterstützen zu können. Wenn wir nicht gerade bei euch sind, studieren wir „fleißig“ an der Hochschule Zittau/Görlitz im 5. Semester Heilpädagogik. Da in euren Klassen viel Wert darauf gelegt wird, dass Kinder mit ganz verschiedenen Lernvoraussetzungen gemeinsam unterrichtet werden, möchten wir diesbezüglich mal genauer hinter die Kulissen schauen. Damit uns dies besser gelingt, werden wir über gemeinsame Gespräche oder Fragebögen, mit euch, liebe Kinder, Eltern und Lernbegleitern, die Integration in eurer Schule näher betrachten. Habt ihr noch Fragen? Na dann sprecht uns doch einfach an, wir sind jeden Montag von 8.00-13.30 Uhr für euch da. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und danken schon einmal für den netten Empfang. Euer Projektteam

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die Aufgabe, den Text zeichnerisch umzusetzen. Wer mochte, durfte nach Ende der Fachstunde an seinem Werk weiterarbeiten. Viele Schüler setzten Nachmittags- oder Wochenendstunden daran, ihre Comics fertigzustellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Claudia Damaschke


OBERLAND/RUMBURK Winterprojekt in der Karo-Klasse Die nachfolgenden Bilder sind Arbeiten der jüngsten Karoschüler, die ihre Gedanken zum Thema Winter in Kurzprosa und Elfchen konzentrierten.

Klassentage der Karo-Klasse Einmal im Monat verbringen die Kinder der Karo-Klasse gemeinsam einen Nachmittag, an dem sie etwas Besonderes unternehmen. So gab es in diesem Schuljahr schon Ausflüge an den Rotstein, zur Sommerrodelbahn nach Oderwitz oder zum Bowling nach Neugersdorf. Diesmal stand ein kleiner Ausflug in die Eishalle nach Rumburk an. Viele Karos waren wieder dabei. Es gab einige erfahrene Eisläufer, manche standen zum ersten Mal auf Schlittschuhen. Nach einigen Rutschern klappte es immer besser. Man half sich gegenseitig wieder auf die Beine und fuhr Hand in Hand durch die Eishalle. Alle hatten viel Spaß. Nun freuen sich alle auf den nächsten Klassentag, bei dem das Völkerkundemuseum in Herrnhut erkundet wird.

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Oh, es riecht gut ...

Es weihnachtet sehr ...

... so hieß es in der Adventszeit wieder in der Karo-Klasse. Alle Kinder hatten unterschiedlichen Teig für Plätzchen vorbereitet. Gemeinsam rollten alle den Teig aus und bestückten die Ofenbleche. Nach dem Backen wurde verziert. Natürlich gab es für die Naschkatzen auch eine Probe zum Kosten. Am Ende kamen über 30 Bleche gebackene Plätzchen zusammen, zwei große Schüsseln voll. In gemütlicher Runde konnte dann an einem Adventsnachmittag genascht werden. Ein Teil der Plätzchen überbrachten Kinder den Bewohnern des Altersheims an der Bleichstraße, welches regelmäßig von uns besucht wird.

Zu unserem diesjährigen Weihnachtsstündchen mit Familien und Freunden der Dani-Kinder spielten wir das Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Die einzelnen Rollen wurden nach einer Probe vergeben. Jedes Kind fand schnell seine Lieblingsfigur und hatte Ideen für Text und Kostüm. In den einzelnen Rollen konnten alle Gäste folgende Kinder erleben: Julia, die Mutter des Glückskindes eröffnete das Schauspiel, in dem sie liebevoll ihr Baby in ihren Armen wog. Hans fand als Müller das Kind und zog ihn gemeinsam mit der Müllerin Lisa auf. Ebenso gab Hans einen der goldtragenden Esel. Martha hat zusammen mit Lisa K., Kerstin und Jasim sowie Luise einen Bürger und Räuber gespielt. Sie sangen fröhlich ein Räuberlied und irrten durch den dunklen Wald. Luzie wartete in einem tollen Kostüm als altes Muttel in der Räuberhütte auf das Glückskind und ließ es bei sich übernachten. Paul P. und Luc standen als mutige Wachen vor den Toren der Stadt und stellten dem Kind mit der Glückshaut kniffelige Fragen. Die junge Prinzessin wurde von Fine gespielt. Sie trug ein wunderschönes Kleid. Neben ihr gab es noch die Königin Josi und den König Toni. Den furchterregenden Teufel spielte Lukas. Eine liebe und fürsorgliche, wenn auch listige Eilermutter, stellte Lina dar. Paul H., das Kind mit der Glückshaut, stellte sich tapfer allen Gefahren und brachte dem König die drei goldenen Haare vom Teufel. Johann war am Ende des Stückes sehr glücklich, dass er als Fährmann nun nicht mehr Tag für Tag das Boot über den Fluss setzen musste. Anna nagte als Ratte an der Wurzel des Baumes und Wilma quakte als Frosch im Brunnen in der Stadt. Greta, Elias und Felix liefen auf allen Vieren von Stadt zu Stadt und schrien laut! IA – IA – IA! Allen Kindern hat das Üben und Vorspielen viel Freude bereitet. Sie freuen sich schon heute auf das Weihnachtsmärchen im neuen Jahr. Die Danis

Labor im Oberland Lange war die Grundschule prägend für die Schkola Oberland. Das ändert sich zunehmend, inzwischen wird bis zur siebten Klasse unterrichtet. Es stehen neue Fächer wie Chemie, Biologie und Physik auf dem Stundenplan, was nicht nur Fachlehrer erfordert sondern auch eine besondere Ausstattung der Räume notwendig macht. Die Lernbegleiterin für Chemie und Biologie, Birgit Feldweg, bereitet derzeit unterstützt von Thomas Rosemann und der Geschäftsleitung der Schkola, die Anschaffung eines Chemiekabinettes vor. Raum und Ausstattung stehen fest, mehrere Angebote werden derzeit eingeholt oder liegen bereits vor, so dass in den kommenden Monaten das Kabinett eingerichtet werden kann. Christian Zimmer


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Biberexperten gesucht! ... hieß es am Samstag, dem 7. November in der Schkola Ostritz. Zum „Tag der offenen Tür“ wollte nämlich Max, unser Schkolabiber, das Wissen von großen und kleinen Besuchern zum Thema Biber testen. Dazu hatte er sich (mit Hilfe von Maria, unserer FÖJlerin) ein Biberquiz der besonderen Art ausgedacht. Die Fragen hingen auf grünen Zetteln auf dem ganzen Schulhof verteilt; der Start (und gleichzeitig das Ziel) waren an der Haustür. Zu einer Frage gab es je 4 Antwortmöglichkeiten, die den „Biberexperten“ zu einer weiteren Frage schickten, die entweder beim Tor, bei den Baumstämmen, bei der Biberburg usw. zu finden war. Aber Achtung: War die Antwort, die man sich ausgesucht hatte, falsch, hieß es: „Schade! Und noch mal zurück!!“ Und dann musste man sich eine andere Antwort aussuchen. Zu Beginn kam noch kein großes Interesse auf, aber im Lauf des Tages stellten sich immer mehr Besucher dem Biberquiz: mal mit der Familie, mal mit dem besten Freund oder der besten Freundin, mal nur mit dem Papa oder der Mama. Und ob man sich nun oft verlief, nur ganz wenige falsche Antworten gab oder lange überlegen musste, am Ende kamen alle wieder bei der Haustür an. Und dort hieß es dann: „Seid ihr Biberexperten?“ Die Ergebnisse waren ganz unterschiedlich, doch insgesamt kann man sagen, das Biberquiz war ein voller Erfolg, sowohl für die Biberexperten als auch für die, die es noch werden wollen. Ich für meinen Teil hatte viel Spaß bei der Begleitung der Gruppen und ihrem Weg über den Schulhof. Maria Schüller

Schkola Ostritz startet Aktion „Meike der Sammeldrache”

Die Führung

Hiermit möchten wir über eine Aktion informieren, die ab sofort an unserer Schkola starten wird und möchten gleichzeitig um breite Unterstützung hierfür bitten. "Meike der Sammeldrache" ist eine bundesweite Initiative, welche 2002 ins Leben gerufen wurde und von vielen namhaften Firmen sowie der Stiftung Lesen unterstützt wird. Ziel der Initiative ist es, einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten. In diesem Fall geht es spielend leicht und ohne großen Arbeits- und Zeitaufwand. Und so geht es: Wir sammeln alte Handys sowie Leermodule von Druckern und Kopierern. Diese kommen in eine so genannte Grüne Umweltbox, welche in unserer Schule steht. Wenn die Box voll ist, wird sie kostenlos abgeholt. Die Leermodule werden anschließend an die Firmen zur Wiederbefüllung weitergeleitet. Seit Beginn dieser Aktion wurden im gesamten Bundesgebiet mehr als 7 Mio. Leermodule gesammelt und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Somit wird unsere Umwelt von enormen Abfallmengen entlastet. Ein weiterer Grund, weshalb wir uns zur Teilnahme an dieser Aktion entschlossen haben, ist der unmittelbare Nutzen, den unsere Schüler daraus erzielen können, denn: Für alle gesammelten Materialien werden so genannte „Grüne Umweltpunkte” (=GUPs) gutgeschrieben. Diese GUPs können in einem „Kaufladen” in Waren eingelöst werden, also ohne jeglichen finanziellen Aufwand. Das Angebot reicht von Büchern für den Unterricht oder die Schulbibliothek bis zu Materialien für den Sport- und Freizeitbereich und ist entsprechend der gesammelten Punktzahl frei auswählbar. Ausführliche Informationen sind im Internet nachzulesen. Besonders zu beachten wäre, dass keine „No name”-Module zurück genommen werden, sondern nur solche von namhaften Herstellern. Eine spezielle Liste dazu ist ebenfalls im Internet nachzulesen bzw. liegt der Sammelbox bei. Wir hoffen auf breite Unterstützung unserer Aktion, indem alte Handys sowie Leermodule gesammelt und anschließend den Kindern mitgegeben oder aber auch direkt in die Schule gebracht werden. Sie wünschen eine Abholung? Dann setzen Sie sich bitte mit Frau Ufer von unserem Schulbüro in Verbindung (Tel. 035823/89034). Hiermit möchten wir alle KORAX-Leser herzlich um Unterstützung bitten. Jeder, der dies weitersagt, gewinnt vielleicht einen neuen Unterstützer. Wir danken schon jetzt für jegliche Unterstützung und werden über den Erfolg der Aktion weiter informieren. Maria-Barbara Ebermann

Anfang November war die Bürgermeisterin bei uns in der Schule und wollte sie sich anschauen. Richard, Teresa und ich sollten sie herumführen. In der Eingangshalle wartete sie auf uns. Wir fingen an ihr von den verschiedenen Schkolas zu erzählen. Die Bürgermeisterin fand das sehr spannend. Danach zeigten wir ihr die Schule. Oben in unserer Klasse hat sie sich alles angeguckt. Als wir dann wieder im Büro waren, hat die Bürgermeisterin unserer Schule einen Blumenkorb geschenkt. Leonie Ziemann

Religionstage an der Schkola Unsere Religionstage waren beide sehr schön. Wir hatten am ersten Tag das Thema „Weihnachten“. Wir spielten ein Spiel, das uns sehr viel Wissen vermittelt hat. Natürlich haben wir auch etwas Weihnachtliches gebastelt. Am zweiten Tag ging es um die zehn Gebote. Dazu bildeten wir Gruppen, in denen wir viel lernen konnten. Im Anschluss gestalteten die Gruppen Plakate, die dann vor der Klasse vorgestellt wurden. Diese beiden Tage waren sehr schön. Teresa Lowaschi


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Euch ist heute der Retter geboren

Was ist Müll wirklich?

Am 14. und 15.12.2009 haben die Schüler der vierten und fünften Klasse der Schkola Ostritz an christlich-ökumenischen Religionstagen teilgenommen. Pfarrer Peter Pertzsch von der evangelischen Kirche und Monika Lesch als katholische Gemeindeassistentin gestalteten mit den Mitarbeitern der Schkola diese Tage für die Kinder. Ziel war eine spielerische Annäherung an das Weihnachtsfest und die Auseinandersetzung mit den zehn Geboten im Bezug auf das Leben der Schüler. Wissenswertes rund um das Weihnachtsfest und die Personen, um die sich am ersten Tag alles drehte, konnte in einem Spiel erfahren werden. Eine Gruppe von Hirten, Weisen, Engeln und die heilige Familie machten sich auf dem Weg zur Krippe. Die Kinder spielten in Gruppen und beantworteten Fragen. Natürlich wollten alle als erste zur Krippe gelangen. Die Lernbegleiter durften helfen und ließen sich auch gern etwas von den Kindern beibringen – echte Teamarbeit eben. Weihnachtliche Basteleien, wie Fensterbilder und Sterne, konnten als Andenken mit nach Hause genommen werden. Die Betrachtung einer Weihnachtskarte, die Pfarrer Pertzsch allen Beteiligten spendierte, und der Abschlusskreis rundeten den Tag ab. Die zehn Gebote standen im Mittelpunkt des zweiten Tages. Die Kinder konnten sich einer von drei Gruppen zuordnen und in Gesprächs- und Aktionsrunden mit einem Gebot auseinandersetzen. 1. Gruppe - 4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren. 2. Gruppe - 8. Gebot: Wahrheit oder Lüge (Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten) und 3. Gruppe - Zusammenfassung: „Wie möchte ich behandelt werden“ – wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um. In der Darstellung der Ergebnisse durch Plakate wurde deutlich, dass diese Gebote, so alt sie auch sein mögen, viel mit unserem Leben zu tun haben. Birgit Lehmann

Am 8.10.2009 folgten wir einer Einladung des Naturschutzzentrums „Zittauer Gebirge“ nach Zittau in die Aula. Dort trafen sich alle Schulen, die am Umweltbildungsprojekt „Müllvermeidung und richtige Mülltrennung“ teilgenommen haben. Voraus gegangen war dem Ganzen eine Unterrichtsstunde mit Puppentheater und fachlichem Teil sowie Erläuterung und Diskussion zum o.g. Thema. Die Festveranstaltung begann 9 Uhr mit einem Begrüßungslied. Anschließend gab es von den Kindern des GTA „Natur” unserer Schule eine Mini-Müll-Modenschau. Die Modelle „Pappmännchen“, „Kompostzwerg“, „Zeitungsfee“, „Elfe vom grünen Punkt“, „Restmülltonne“ und „Lumpenjule“ wurden im Rahmen des GTA von den Kindern selbst gebastelt und hier zu flotter Musik präsentiert. Nach dieser netten Showeinlage konnten die Kinder das Puppentheater „Die Abenteuer des tapferen Hasen Bommel“ erleben. Im Anschluss an den offiziellen Teil besuchten die Kinder verschiedene Stationen, an denen Aufgaben, Bastelangebote oder Spiele im Zusammenhang mit Abfall oder Müll bereitgehalten wurden. So entstanden kleine Mülltonnen aus Papier und hübsche Zeichnungen. Um bei allen das Gleichgewicht zu trainieren, galt es geschickt ein Zeitungspäckchen auf dem Kopf um die Wette zu tragen. Manch einer muss da wohl noch eine Trainingseinheit hinterher schieben! Natürlich wurde auch wieder jede Menge Müll sortiert. Eine kleine Ausstellung mit aus Abfall gefertigten Exponaten konnte ebenfalls besichtigt werden. Viele tolle Ideen waren zu entdecken, z.B. eine Geldbörse aus Tetrapack und Miss Müll. Zur Stärkung zwischendurch machten alle an der Obsttheke halt. Hier ging es lediglich darum, dass die Birnen und Pflaumen den Mund nicht verfehlten und Bananenschalen treffsicher im Abfalleimer landeten. Das war für alle kein Problem. Die Attraktion des Tages war freilich, einmal zu sehen, wie ein richtiges Müllauto technisch ausgestattet ist und funktioniert, und wie viel Müll in dessen „Bauch“ verschwinden kann. Die EGLZ hatte ihre Fracht allerdings zu Hause gelassen und das orangene Abfallfahrzeug war penibel gesäubert. So mussten keine Nasenklammern verteilt werden, und selbst wenn: Schließlich sind wir ja alle für den ganzen Müll und auch dessen Geruch verantwortlich. Auch ein Schadstoffmobil erregte Aufmerksamkeit. Dort drinnen sieht es ganz anders aus. Alles wird sorgfältig in verschiedene Kategorien und Fächer eingeteilt und aufbewahrt. Gegen 12 Uhr waren dann alle Stationen durchlaufen und langsam regte sich Mittagshunger, der in der Mensa gestillt wurde. Gegen 14 Uhr trafen wir wieder in Ostritz ein und waren uns einig, an diesem Tag vom Müll beeindruckt worden zu sein. P. Ullrich

Hoch zu Ross Die Maja-Klasse der Schkola Ostritz hatte das große Glück und das Vergnügen, ihre Weihnachtsfeier auf dem Hof der Eltern einer Mitschülerin feiern zu können. Nach einem schönen Winterspaziergang Richtung Feldleuba freuten sich die Kinder auf einen heißen Apfelpunsch und ein gemütliches Feuer am Kamin. Nach einem ausgiebigen Frühstück und leckerem Weihnachtsgebäck, welches sie mit ihren Eltern schon zu Hause gebacken hatten, waren die Kinder nun gestärkt, um mit Roxi durch die Reithalle zu traben. Wer nicht gerade damit beschäftigt war, das Gleichgewicht halten zu müssen und auf das Pony zu achten, der konnte drinnen aus Nadelzweigen, Steckmasse, Holzscheiben und Strohblumen ein weihnachtliches Gesteck basteln. Die Maja-Klasse und die Lernbegleiter möchten sich ganz herzlich bei der Familie Prechel für ihre Zeit und die Vor- und Nachbereitungen bedanken! Birgit Lehmann


OSTRITZ/BOGADYNIA

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Ausflug in den Thränaer Wildpark

EIN BEGEGNUNGSTAG IM WINTER (gereimt von der Max-Klasse)

Ein Mal im Monat machen sich die Erst- bis Drittklässler auf den Weg in den Wald und über Wiesen, um die Natur zu beobachten und Tiere zu entdecken. Am 23. November trafen sich die Schüler auf dem Ostritzer Markt und fuhren dann mit dem Bus Richtung Niesky. In Thräna angekommen, wartete Frau Mitschke vom Wildpark auf uns, die uns über das große Gelände führte. Mit Leckereien lockten wir Hängebauchschweine, Dam- und Rotwild, Ziegen sowie Muffelwild an. Große Aufmerksamkeit schenkten die Kinder dem Damwild, welches sich mit Genuss die wildwachsenden Äpfel und einen Korb voller Eicheln gut schmecken ließ. Nach der großen Fütteraktion hatten wir selbst alle großen Hunger und so gingen wir nach einem kurzen Spielplatzaufenthalt in die geheizte Hütte. Nudeln und warmer Tee stärkten uns, und wenig später fuhren wir wieder zurück in die Schule. Wir danken Herrn und Frau Mitschke vom Thränaer Wildpark, die für uns den Park nach der Saison extra noch einmal öffneten und den Kindern Zeit und Nähe mit diesen, sonst selten zu sehenden, Tieren schenkten. Das Schkola-Team

Wir begrüßten die polnischen Kinder an einem schönen Tag im Winter. Alle hatten etwas dabei nen Schlitten oder die „Porutscherei“. Eingemummelt wie die Eskimos ging es mit dem Rodeln los. Den Berg hinauf und auch hinab, so schnell machte keiner schlapp. Wir kettelten die Schlitten an und fuhren wie die Eisenbahn. Gemeinsam rodeln, das macht Spaß wir geben richtig Gas und rot färbt sich die Nas’. Das Bremsen will gelernt auch sein, sonst setzt die „Backenbremse“ ein; wir fallen in den Schnee hinein. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei „BAHNE FREI KARTOFFELBREI“!

Die Schüler meinten: Wir haben im Wildpark Rothirsche und Damhirsche gesehen. Rothirsche haben andere Geweihe als Damhirsche. Sie hatten auch andere Gehege. (Klemens Hempel) Ich war sehr überrascht, dass die Frau so viel wusste. Dann durften wir spielen. (Paul Pieper) Wir haben Manni und Günni, die zwei Ziegen, gesehen. Das Mittagessen war lecker. (Johan Ziemann) Manni und Günni sind Ziegen. Wir haben auch Hängebauchschweine gesehen. (Toni Biebrach) Hängebauchschweine haben Milch und gestampfte Kartoffeln gegessen. Für uns gab es Nudeln. (Lisette Schenke) Dann haben wir auch Muffelwild gesehen. Das Baby vom Muffelwild bekam die Flasche und hat so schnell getrunken … So schnell konnte man gar nicht gucken. (Josephine Paul)

Anmeldungen jederzeit in der Schkola oder unter www.schkola.de Eine Schkola ganz in Ihrer Nähe! Anmeldungen und Informationen unter www.schkola.de oder an unseren Schulen: SCHKOLA gGmbH Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583/68 50 31 | Fax 0049 3583/5 86 58 12 | info@schkola.de SCHKOLA HARTAU | Freie Grundschule Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583 68 50 31 | Fax 0049 3583 58 65 812 | hartau@schkola.de SCHKOLA JONSDORF | Freie Mittelschule Am Hieronymus 5 | D-02796 Kurort Jonsdorf Tel. 0049 35844 7 00 84 | Fax 0049 35844 72 173 | jonsdorf@schkola.de SCHKOLA OBERLAND | Freie Schule an der Haine Schulstraße 13 | D-02730 Ebersbach Tel. 0049 3586 39 02 84 | Fax 0049 3586 39 02 85 | oberland@schkola.de SCHKOLA OSTRITZ | Freie Grundschule Edmund-Kretschmer-Straße 2 | D-02899 Ostritz Tel. 0049 35823 89 034 | Fax. 0049 35823 89 035 | ostritz@schkola.de SCHKOLA LÜCKENDORF | Kita Zwergenhäus’l Niederaue 24 | D-02797 Lückendorf Tel. 0049 35844 79 855 | Fax 0049 35844 79 856 | lueckendorf@schkola.de

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