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korax

november

2007

www.schkola.de

das magazin der schkola gGmbH. für:

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grenzenlos

Bildung | Schüler | Eltern | Begleiter

Themenübersicht: JURAX - der Jugendkorax im Innenteil • Seite 3: Es fällt nicht schwer • Seite 7: Schkola hat Umweltzertifikat • Seite 13: Luftballon von Lilly • Seite 16: Nachbarschaft & Sprache • Seite 20: Sommerferien in Ostritz • Seite 23: Was kriecht denn da?

Ganztagsschule = Schule² Eine mathematische Formel! „Nichts Schlimmeres könnte unseren Schülern passieren. Es geht hier nicht um mehr Ideen, sondern um bessere Ideen für unsere Schulen“, so eröffnete Hartmut von Hentig sein Impulsreferat zum 1. Ganztagsschulkongress am 29.10. in Dresden. „Am Vormittag Mathe, Deutsch, Religion, Physik und Biologie im 45-Minuten-Takt und nachmittags Nähen, Theater spielen, Biogarten, Trommeln und Federball im selben Rhythmus, das ist grausam. Ganztagsschule heißt in erster Linie Ganztagsschule für Lehrer“. Im Beisein des Ministers Flath sparte er nicht an Kritik in Bezug auf den sächsischen Weg der „Schule mit Ganztagsangeboten“. „Es geht nicht um ein mehr an Schule, sondern um die zunehmende Entschulung der deutschen Schule“, so Hentig vor den rund 800 Teilnehmern des Kongresses.

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• Seite 27: Traumpalast Mittelherwigsdorf


LEITARTIKEL / SCHKOLA gGmbH

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Frisch geduscht und jeden Tag einen neuen Schlüpfer

In seinem neusten Buch „Bewährung – von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ beschreibt Hentig an Beispielen wie das aussehen könnte. Hentig empfiehlt den Teilnehmern aus den Schulen raus zu gehen. Lehrer durch Handwerker, Krankenschwestern, Köche, Näherinnen, Maschinenbauer oder Installationsmeister zu ersetzen. Lebenserfahrung statt Belehrung. Bewährung statt Lernen. Betriebe statt Schulen. So versteht Hentig Pädagogik nicht als „Abrichten zum Zweck“, sondern „Hilfe beim Aufwachsen in Vernunft“. An diesem Bemühen wollen auch wir als Schkola uns kritisch messen lassen. Noch zu sehr verstehen auch wir Schule als einen Ort des Lernens und nicht der Bewährung, stehen die Lehrpläne im Focus unserer Bemühungen und nicht die Schüler, versuchen wir Kompromisse zum staatlichen System herzustellen und erfahren so schmerzhaft die „Erbschwäche“ jeder Reform, die innerhalb der jeweiligen Institution (z.B. Schule) vonstatten geht, nämlich den Vergleich mit dem Bestehenden.

Von der „Entschulung“ der Schule

Vom Wasser gab es viel. Drei Stunden am Tag schwimmen, mit Brett und ohne, hintereinander weg und zwischendurch ein paar Spielpausen. Gelernt wurden weitere Schwimmarten wie Kraulen und Rückenschwimmen, Kopfsprung, Tauchen in die Tiefe und Weite und Ausdauer. So schafften es einige 50 Minuten zu schwimmen Bahn um Bahn und es musste unterbrochen werden. Eine Woche haben die Drittklässler in Varnsdorf verbracht. Von der Unterkunft einen Katzensprung entfernt liegt die Schwimmhalle. Dabei haben sich die Schulen Ostritz, Hartau und Hrádek gefunden und gemeinsam Tschechisch, Deutsch (Abstrakta), Kunst mit Hanka, Sport mit Kamil erlebt. Auch musste manche Wunde an Körper und Seele des Heimwehs bekämpft werden. Beim Einkaufen entstanden Rechengeschichten, die sich dann auf Papier wiederfanden und anderen als Aufgaben gestellt wurden. Alles in allem kann man wieder von einer „sauberen“ Sache sprechen, die Spaß und Lernerfolg brachte. Höhepunkt war der Besuch im Dežiner Bad mit drei tollen Rutschen, Whirlpool und anderen Attraktivitäten, die zu nutzen waren. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr! Ute Wunderlich

Schnuppern und Frühstücken

Könntet Ihr Euch vorstellen, dass Ihr mit 14 Jahren nicht morgendlich in die Schkola geht, sondern auf die Baustelle, um ein altes Umgebindehaus in Ebersbach zu sanieren? Später sollen hier einmal Werkstätten entstehen und eine kleine Pension für auswärtige Schüler, ein Ökogarten und ein Hofladen. Oder Ihr geht in die ökologische Küche nach Jonsdorf, Ebersbach oder Hartau, um das Essen für die dann knapp 500 Schkolaschüler zu kochen. Oder Ihr helft im Kinderkurheim mit oder im Kindergarten an Eurem Heimatort. Könnt Ihr Euch vorstellen, was da alles zu lernen ist? Nach einem Jahr kommt Ihr in die Schkola zurück und seid erfahrener, gut vorbereitet für die bevorstehenden Prüfungen, weil Ihr dann besser wisst, was Ihr wollt. Eine solche Vision erscheint so schön verrückt, aber es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken. Schreibt doch mal Eure Ideen dazu auf oder diskutiert sie in den Lerngruppen.

Jutta Breuer hat sich schon lange darauf gefreut, ist zum Schnuppern in die Ebersbacher Küche gefahren und hat die Angebote studiert. Und nun war es soweit: 8:50 Uhr kamen die Kinder der Mittelstufe zum gemeinsamen „gesunden“ Frühstück, anschließend, in geschlossener Gruppe, die Oberstufe zum Kennenlernen. Ein reichhaltiges Frühstücksangebot, welches sich immer wieder – wie von selbsterneuerte, lud zum Schlemmern ein. Jutta stand dabei und erklärte jedem, dass der Joghurt und die Milch aus dem Hof von Saalendorf seien, die Wurst von diesem Fleischer, das Gemüse von jenem Bauern. Es war ein Start für eine gesunde und ausgewogene Ernährung innerhalb des Schultages.

Mike Wohne

Ines Eßer


SCHKOLA gGmbH Frühstücksbuffet in der Cafeteria nun täglich – Lernen mit allen Sinnen! Das gesunde Frühstück gehört an der Schkola schon seit langem dazu. Es ist gesund, ökologisch, regional und abwechslungsreich. Im Oberland gehört es zum täglichen Schulalltag und ist in der Zwischenzeit fester Bestandteil des Schulvertrages geworden. Zurückzuführen ist es hier auf die Initiative des Fördervereins. In Hartau und Ostritz wird es tageweise von den Eltern und Kindern gemeinsam vorbereitet und ist als solches immer ein Höhepunkt. Nun ist das tägliche Frühstücksbuffet auch an der Schkola in Jonsdorf Alltag geworden. So soll es hier die Schüler und Mitarbeiter zum gemeinsamen ruhigen Essen anregen und somit günstige Voraussetzungen für ein entspannteres Lernen schaffen. Ein entsprechendes Konzept wurde dazu erarbeitet (siehe www.schkola.de). Im ersten Anlauf haben sich gleich 45 Schüler gemeldet und die Eltern haben einen Vertrag mit der Schkola abgeschlossen. Dafür sind monatlich 20 Euro kalkuliert. Regelmäßig erfolgt nun ein Controlling und die Schüler werden mit einbezogen. Nach Ablauf der Probezeit wird über die reguläre Aufnahme entschieden. Für alle bisherigen Schüler der Schkola Jonsdorf wird es ein Angebot bleiben. Jederzeit können sich die Schüler und Eltern noch zur Teilnahme entscheiden, die dann aber verbindlich ist. Auch als Gast können sie daran teilnehmen. Der Schulträger hat künftig weitere Pläne im Hinblick auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung für alle Schkola-Schüler. So ist vorstellbar, dass auch die Mittagsversorgung in Zukunft durch den Schulträger organisiert und bereitgestellt wird. Mike Wohne

Neuregelung für die Erstattung von Fahrtkosten für Eltern der Schkola-Grundschulen Hintergrund/Ausgangslage/Situationsbeschreibung: Im Jahr 2002 hat die Schkola mit dem Landratsamt eine Vereinbarung zur Organisation und Finanzierung der Schülerbeförderung geschlossen. Hintergrund waren die Kürzungen des Landkreises bei der Schülerbeförderung für Freie Schulen. In den geltenden Verträgen zwischen dem LRA und der Schkola bekommt der Schulträger für jeden Schüler der Schkola (Grundschulen) die Kosten vom LRA erstattet, die anfallen würden, wenn das Kind mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die nächstgelegene Schule transportiert werden müsste. Diese Einnahmen und die Elternbeiträge (derzeit 60 Euro pro Monat) reichen in keinem Fall, um den Transport mit den Kleinbussen für die Kinder der Schkola Hartau zu organisieren. Bisherige Verfahrensweise bei der Erstattung von Fahrtkosten an Eltern, die die Fahrdienstleistung nicht in Anspruch nehmen: Bisher konnten alle Eltern, die Aufwendungen für Fahrten hatten

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und für die wir auch einen Zuschuss nach der oben beschriebenen Regelung erhielten, auf Antrag mit Fristensetzung diesen Zuschuss erstattet bekommen. Die Eltern haben das sehr unterschiedlich genutzt oder manchmal auch ausgenutzt. Diese Regelung ist insofern nicht mehr zeitgemäß und ungerecht, da Eltern, die zum Beispiel enorme Aufwendungen haben keine Zuschüsse erhielten, da sie nah zu nächstgelegenen staatlichen Schulen wohnen. Zum Beispiel: Ein Kind aus Hirschfelde fährt jeden Tag nach Ostritz, erhält aber keinen Zuschuss, da die nächstgelegene staatliche Schule in Hirschfelde ist und somit die Schkola keinen Zuschuss vom LRA bekommt. Vergleichbare Fälle gibt es auch im Oberland. Durch eine Neuregelung wollen wir erreichen, dass eine gerechtere Verteilung erfolgt Grundsätzlich können Zuwendungen nur dann ausgezahlt werden, wenn die Haushaltslage dies zulässt.Die Höhe richtet sich nach den Gesamteinnahmen aller Grundschulen und den zu kalkulierenden Kosten für den Transport in Hartau (und für die Schkola Jonsdorf). Überschüssige Beträge gehen in einen Gesamtpool, aus dem dann die Fahrtkostenzuschüsse ausbezahlt werden können. Zuschüsse werden nur auf Antrag ausgezahlt. Es besteht kein Anspruch. Dabei gelten zwei Kriterien. Antragsvoraussetzungen: 1. Soziale Komponente: Hier entscheiden wir auf der Grundlage der vorliegenden Anträge für die Schulgelderstattungen nach dem Bundessozialhilfegesetz. 2. Tatsächlichen Kosten für den Eigentransport. Die Eltern weisen gegenüber der Schkola die tatsächlichen Kosten nach. Entsprechende Formblätter werden im Internet zur Verfügung gestellt. Anträge für das laufende Jahr können bis 15. Februar für das 1. Schulhalbjahr und bis 15. August für das 2. Schulhalbjahr in den Schulbüros abgegeben werden. Die Fristen sind unbedingt einzuhalten. Anträge, die später eingehen werden nicht berücksichtigt. Mike Wohne

Es fällt schwer, nicht alles zu glauben Vom Durcheinander der Schulformen und dem Drang zur Gleichmacherei Die Grundschulen sind das Beste, was das deutsche Schulwesen je hervorgebracht hat. Hier dürfen alle noch zusammen lernen. Dann beginnt die Selektion. Nach der Aschenputtelmethode werden die „guten leistungsstarken“ und die „schwachen leistungsschwachen“ und die Behinderten und die Gesunden getrennt aufbewahrt. Im Schulalltag wird nun in zahlreichen Fächern das Wissen häppchenweise im 45 Minutentakt serviert, damit es anschließend im fächerverbindenden Unterricht oder im Profil wieder zusammengeklebt wird. Der Drang zur Gleichmacherei und der Vergleich von Ergebnissen (Rankings) bestimmt nun mehr und mehr den menschlichen Überlebenskampf bis zur Rente. Die scheinbare einzigartige Notwendigkeit dieses Weges ist uns nach dem Fall der Mauer Stück für Stück anerzogen worden und es fällt nun schwer, nicht alles zu glauben.


SCHKOLA gGmbH An der Schkola haben wir uns als Reformschule von Anfang an gegen eine frühzeitige Selektierung ausgesprochen und nach Lösungen gesucht. Die Trennung ab Klasse 5 bringt nach unserer Auffassung mehr Nach- als Vorteile für die Kinder. Deshalb verfolgen wir seit der Gründung der Schkola das Ziel, eine abschlussbezogene, äußere Differenzierung erst dann zu beginnen, wenn die Entwicklung der Schüler eine Prognose und vor allem eine Einbeziehung der Betroffenen selbst möglich und sinnvoll macht. Die zurückliegenden Jahre konnten wir nutzen, um diesen Denkansatz weiter auszubauen und nun Realität werden zu lassen. Mit der Genehmigung unserer weiterführenden Schkola im Oberland (Gymnasium) ab diesem Schuljahr können unsere Schüler nun alle in Sachsen möglichen Schulabschlüsse erwerben. Im Schulverbund mit der Schkola in Jonsdorf haben wir nun die Voraussetzungen für ein längeres gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus geschaffen. Die Entscheidung zum künftigen Schulabschluss kann somit zu einem günstigeren Zeitraum und zusammen mit den Kindern/Jugendlichen getroffen werden. Die bewusste Einbeziehung der Jugendlichen und die tatsächlichen Entwicklungen sind ein Garant für die Richtigkeit. Für unsere neuen Erstklässlereltern wird seit zwei Jahren ohnehin der Schulvertrag bis zur Klasse 10/12 abgeschlossen. Dafür gibt es gute Gründe:

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Kommt Bewegung in die Sache?

• kindgerechte Übergange zwischen den Lerngruppen und Jahrgängen • Lernen in ausgewogenen Gruppenverhältnissen in Bezug auf Leistungs- und Sozialvermögen, die gruppendynamische Prozesse und altersgerechte Entwicklungen möglich macht und zulässt • zyklische Entwicklung der Methode des selbstständigen Lernens im Wochenplan und fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen in Epochen • Arbeiten in altersübergreifenden Lerngruppen, Wiedersehen „alter Bekannter“, Erleben der drei Stufen auf jeweils höherem Niveau mit neuen Erfahrungen • enge Zusammenarbeit des gesamten Mitarbeiterteams der Schkola unabhängig von Standorten und Schulformen • Fortsetzung des Sprachenprofils (Tschechisch, Polnisch, Englisch) in Nachbarschaft & Sprache mit Abschluss in Klasse 10 bzw. 12 (einzigartig in Sachsen/Deutschland), sowie der Begegnung mit den Partnern, Praktika im Nachbarland, Schüleraustausch • vergleichbare räumliche Struktur schafft ein Gefühl des „zuHause-Seins“ in der Schkola auch bei notwendigen Wechseln • intensive Zusammenarbeit mit den Eltern bis zum Abschluss in Form von Elternstammtischen, Foren, etc. • Rituale des gemeinsamen Lebens werden verfolgt: gemeinsames Essen und gesunde Ernährung, bewegtes Lernen, Leben und Arbeiten an der Ganztagsschule • gleitendes Konzept für die Vorbereitung auf das Leben und Lernen nach der Schule: zwei Betriebspraktika (in Klasse 8 und 9); Projektunterricht mit Raum für Neigungen und Präsentationen; umfassende Berufs- oder Studienvorbereitung

Manchmal bekommen wir Besuch von wichtigen Herren und Damen aus der Politik oder Wirtschaft. Die Frage: „Wie komme ich denn zur Schkola?“ ist dann recht schnell beantwortet. Die Schkola ist eines der Häuser im schicken Hartau, was unsaniert ist. Also an der Eiche links runter. Eigentlich ist es ja schon fast peinlich hier Gäste zu empfangen, so auch die Vizeministerin aus Prag. Die Bemühungen und Anstrengungen seitens der Geschäftsführung sind reichlich, die „Fastzusagen“ auch, der Erfolg gleich Null. Vom Neubau, Anbau bis zur Sanierung zeugen die Anträge, mehr als 30.000 Euro haben wir so schon in Planungsleistungen für den Papierkorb produziert. Vor einigen Tagen kam der Ablehnungsbescheid für das Projekt zum Neuanbau im Rahmen der Ganztagsschulförderung aus dem Jahr 2004. Die bürokratischen Mühlen malen langsam. Die Begründung: „ ... wegen mangelnder Haushaltsmittel“, ist immer die Selbe. Nun hoffen wir wieder einmal. Das Projekt zum Umbau und der Sanierung des Kretscham’s (siehe Korax Januar 2007) liegt seit über einem Jahr im Amt und wird wohl hier gerade umhergereicht. Hoffnung wurde uns schon gemacht, aber auch das ist nichts Neues. Ein offener Brief an den Ministerpräsidenten verlief im Sand. Michael Kretschmer, der Generalsekretär der sächsischen CDU kümmert sich persönlich. Erst kürzlich schrieb er dem Minister. Nach seiner Aussage gibt es genügend Mittel. Ein Hoffnungsschimmer? Mal sehen ob es diesmal reicht. Schriftlich mitgeteilt hat uns die SAB inzwischen, dass 2007 keine Entscheidung mehr getroffen wird. Viel Zeit ist aber nicht mehr. Denn das Gebäude, der „Alte Kretscham von Hartau“ in dem die Begegnungstage stattfinden, unsere ELLI Kinder ihr zu Hause haben, Sport im alten Tanzsaal gegeben wird, Musik und Werken in Abstellräumen stattfindet ist mehr als baufällig. Manchmal wird es auch gruselig im Haus. Die Software Stiftung AG und die Aktion Mensch, die uns unterstützen wollen, mahnen zu Recht die Beteiligung des Freistaates ein und machen ihr Engagement davon abhängig. Die Bedingungen unter denen wir in Hartau Schule machen sind alles andere als gut. Kurz vor Redaktionsschluss haben wir von der SAB den vorzeitigen Maßnahmebeginn genehmigt bekommen. Nun kommt wohl doch Bewegung in die Sache! Auch wenn das noch keine Genehmigung ist, so besteht doch Hoffnung!

Mike Wohne

Mike Wohne


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Hier besteht ab Klasse 10 die Möglichkeit in sprachlichen Mischklassen das Abitur abzulegen. In einer Schülerpension sollen auswärtige Schüler untergebracht werden. Die Entwicklung des Konzeptes der Schkola hin zu einem regionalen Schulmodell, ist die logische Konsequenz des begonnenen Weges vor mehr als 10 Jahren in Jonsdorf, der in Hartau, Ebersbach und Ostritz seine Fortsetzung fand. Heute lernen knapp 400 Schüler an einer Schkola im Landkreis Löbau-Zittau. Das Schkola-Schulmodell kann sich in wesentlichen Fragen in die länderspezifischen Gesetzmäßigkeiten einbinden. Die Mitglieder des Schulverbundes streben einen Staatsvertrag der drei Länder an. Hier sollten die länderübergreifenden Themen beantwortet und die Finanzierung geregelt sein. Zum Aufbau des Schulmodells erarbeiten die Mitglieder des Schulverbundes gegenwärtig ein Projekt im Rahmen der europäischen Förderung Ziel3/Cil3/Cíl3 mit einer Laufzeit von vier Jahren. Bestandteil ist auch eine Umwelt- und Qualitätsmanagementzertifizierung nach den europäischen Standards EMAS und ISO.

Schüler in der Dreiländerregion sind klüger

Mike Wohne

Rund ums Schulgeld Schkola – auf dem Weg zu einer „Europäischen Modellschule“ Antrag auf Schulgelderstattung Dass die Schüler in der Dreiländerregion D/CZ/PL klüger sind, steht außer Frage, leben sie doch in kultureller, sozialer und sprachlicher Vielfalt wie niemand Anderes. Diesen Vorteil gilt es noch mehr zu nutzen. Die Schkola-Schulen in der Region mühen sich seit mehr als einem Jahrzehnt um „Nachbarschaft & Sprache“, haben dazu ein Schulnetzwerk ins Leben gerufen und planen nun die gemeinsame europäische Modellschule in der Dreiländerregion. Der Geschäftsführer der Schkola gGmbH hatte das Modell am vergangenen Freitag zum Besuch der Prager Vizeministerin und im Beisein von Vertretern des sächsichen Kultusministeriums erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Sonnabend zum Tag der offenen Tür in der Schkola Jonsdorf verabschiedeten die Schulleiter des Schkola-Schulverbundes die Grundsätze dazu und einigten sich auf die Einreichung einer Projektskizze bei der SAB in Dresden. Wichtigster Baustein ist die gemeinsame Schkola-Grundschule von der 1. bis zur 9. Klasse. Hier findet künftig keine äußere Differenzierung nach Schulformen statt (vgl. Schulsystem in Tschechien und Polen). In den Schkola-Grundschulen lernen die Kinder/ Schüler die jeweiligen Nachbarsprachen obligatorisch, treffen sich zum wöchentlichen Unterricht diesseits und jenseits der Grenzen und arbeiten in Projekten und Praktika zusammen. Die Lehrer bilden sich gemeinsam fort, erarbeiten ein abgestimmtes und grenzüberschreitendes Curriculum und sind flexibel einsetzbar innerhalb des Schulverbundes. Nach der neunjährigen Grundschule sind die weiteren Bildungswege offen. Dabei können die Schüler den Realschulabschluss ablegen, das Lyzeum (polnisches Gymnasium) besuchen oder an eine Mittelschule (tschechische Berufsschule) wechseln. Motivierte und leistungsstarke Schüler können auch an die Schkola Oberland Freie Schule an der Haine (Gymnasium) wechseln.

Mit Wirkung diesen Schuljahres gilt eine neue Verordnung (Nr. 7/2007, S.176 ff.) auf Schulgelderstattung. Hierzu gelten neue Formulare. Diese sind auf der Hompage der Schkola (www.schkola.de) verfügbar. Gleichzeitig finden Sie hier auch die Richtlinie und Hinweise zum Verfahren. Schulgelderstattung erfolgt aus sozialem Grund, wenn: 1. Der Erhalt von Sozialhilfe zum Lebensunterhalt oder von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld durch einen Elternteil vorliegt. In diesem Fall Einreichung eines formlosen Antrages und der Kopie des Bescheides des Amtes. 2. Die Erzielung eines monatlichen Einkommens durch die Eltern, das unter der Einkommensgrenze gemäß des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB XII) - Sozialhilfe - liegt 3. Das Vorliegen eines mit Nummer 1 oder 2 vergleichbaren Falles, aufgrund dessen der Schüler und seine Eltern nicht in der Lage sind, das in Absatz 1 genannte Schulgeld ganz oder teilweise aufzubringen. Für 2. und 3. erfolgt ein formloser Antrag und die vollständig ausgefüllten Ermittlungstabellen mit den entsprechenden Nachweisen (siehe Hinweise auf der Homepage). Das Antragsverfahren erfolgt in gewohnter Form. Die Antragsteller reichen zum Beginn des Schuljahres (15.09. für das laufende Schuljahr), bzw. bei Bekanntwerden des Anspruchs auf Schulgelderstattung den Antrag im Schulbüro der Schkola Oberland, in der Schulstraße 13, 02730 Ebersbach bei Frau Waldtraut Merschel (Tel.: 03586/390284; waltraudmerschel@schkola.de) ein.


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Rückwirkende Anträge können nicht berücksichtigt werden!! Die Schkola gGmbH sammelt diese Anträge und reicht sie zur Prüfung jeweils für das 1. und 2. Schulhalbjahr bei der SBA Bautzen ein. Der abschließende Bescheid wird dem Antragsteller mitgeteilt. Ergeben sich während des Erstattungszeitraumes Änderungen bei den Einkommensverhälnissen oder den familiären Verhältnissen sind diese unverzüglich der Schkola mitzuteilen. Für diese Zeit wird das Schulgeld auf jeden Fall eingezogen. Liegen der Schkola gGmbH keine gültigen Anträge vor setzt die Schulgeldzahlung automatisch wieder ein. Mike Wohne Schulgeld im Schuljahr 2007/ 2008 Zum Beginn des Schuljahres hat die SBA den Schulträger über die Erhöhung des Schulgeldes um 56,44 Euro informiert. Diese ist zum Beginn diesen Schuljahres wirksam. In vereinzelten Fällen kommt es zu Verzögerungen beim Schulgeldeinzug. Bei Nichtdeckung des Kontos erfolgt eine Rückbuchung an die Schkola gGmbH. Diese ist mit Gebühren verbunden. Die Gebühren plus Mahngebühr werden den Eltern jeweils in Rechnung gestellt. In solch einem Fall ist es günstig, wenn Sie im Voraus in der Geschäftsstelle der Schkola Hartau bei Angelika Hübner anrufen und ein individuelles Zahlungsziel vereinbaren. Mike Wohne

Beim Sportfest der Besten dabei zu sein … … das wäre schön! Stimmt’s? Am Montag, dem 25.06.2007 trafen sich im Sportpark Weinau Zittau die besten Sportler aus den Schulen der „Schkola’s“. Dazu waren aus den einzelnen Schulen, aus Hrádek nad Nisou, aus Rumburk, aus Ebersbach und Ostritz, aber auch aus Hartau und Jonsdorf die Aktiven angereist. Und genauso wie bei den großen Wettkämpfen in den Sportarenen traf man sich zur Eröffnung im Stadion an der roten Tartanbahn. Nachdem Frau Wunderlich als Schulleiterin der Schkola’s die Wettbewerbe vorgestellt hatte, übersetzte Kamil den Ablauf für die tschechischen Kinder. Danach sprach der Präsident des Oberlausitzer Fußballverbandes, Herr J. Stein zu den Schkola-Schülern seine Eröffnungsworte. Dabei verwies er auf die Notwendigkeit zur körperlichen Bewegung – Sport und Freizeit bei den Kindern. Da sich in diesem Rahmen die Schülermannschaften der grenzübergreifenden Schkola-Grundschulen, und der Schkola-Mittelschule Jonsdorf im fairen Fußballwettbewerb messen sollten, versprach der OFV-Präsident dem Sieger einen nagelneuen Fußball. Nach dem Ablaufplan des Fußballturniers spielten alle Mannschaften gegeneinander. Die Mittelschule Jonsdorf hatte kein Spiel verloren und dadurch den ersten Platz erkämpft. Zweiter wurde die Grundschule Hartau, die ein Unentschieden mehr hatte.

Dritter wurde die Grundschule Hrádek nad Nisou, Vierter die Grundschule Jonsdorf, Fünfter die Grundschule aus Ebersbach, Sechster die Grundschule Rumburk und Siebenter die Grundschule aus Ostritz, die nur ein Spiel gewinnen konnte. Aber die Plätze allein sagen nicht so viel aus über die Freude der Fußballer am Spiel, und die faire Spielweise der Mannschaften. Alle sagten übereinstimmend, dass zum nächsten Turnier spielerische Revanche genommen wird. Und dazu kann jede Mannschaft schon heute für dieses „neue“ Turnier im Juni 2008 trainieren. Nur wer bei Zeiten mit dem Sport zu üben beginnt, kann auch sportliche Erfolge erzielen.

Impressum Herausgeber: Schkola gGmbH Redaktionsanschrift: 02763 Zittau/OTHartau, Untere Dorfstraße 6 Tel./Fax: 03583/68 50 31 • info@schkola.de Redaktionsleitung: Mike Wohne Auflage: 2.000 Exemplare Druck und Gestaltung: Graphische Werkstätten Zittau GmbH Wir werden unterstützt von: INTERREG III A, DBU und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond, Software AG Stiftung und DPJW (Deutsch Polnisches Jugendwerk) Nächste Ausgabe: März 2008


SCHKOLA gGmbH/ MITARBEITER Schkola hat Umweltzertifikat ÖKOPROFIT Gemeinsam mit 17 weiteren Unternehmen der Region des Landkreises hat auch die Schkola als einzige Schule des Landkreises erfolgreich das Projekt ÖKOPROFIT mit der Zertifizierung abgeschlossen. Zum Projekt zählten insgesamt 10 Schulungen im Bereich Umwelt und Ressourcenschutz. Daran nahmen die Geschäftsführung/Schulleitung teil. Unzählige Daten galt es aufzunehmen und auszuwerten. Im Ergebnis wurden vor Ort gemeinsam mit dem zuständigen Umweltberater Herrn Dr. Achilles konkrete Maßnahmen besprochen und umgesetzt. Insgesamt vier Vorortbegehungen fanden dazu statt. Im Juli schließlich fand in der Schkola Jonsdorf die Prüfung durch die IHK Dresden statt. Am 25. September erfolgte dann die feierliche Übergabe der Urkunden und die Aufnahme der Schkola gGmbH in die sächsische Umweltallianz. Unterstützt wurde die Schkola dabei durch die Hochschule Zittau/Görlitz im Rahmen eines Praktikums von Mareen Jokusch und Nancy Linke. Das wohl wichtigste Ergebnis ist der Beschluss der Mitglieder des Schulverbundes der Schkola, das Projekt fortzuführen und weitere auszubauen. Ziel ist die Zertifizierung nach dem europäischen Standard EMAS für alle 9 Einrichtungen des Schulverbundes. Hierzu wird zurzeit ein gemeinsames Projekt im Rahmen des deutsch/tschechisch/polnischen Förderprogramms Ziel3 vorbereitet.

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In Tschechien habe ich das Lehramt für Primarstufe studiert und dann war ich ein Jahr als FS-Assistentin an der LessingGrundschule in Zittau. Ich arbeite gerne mit den Kindern und sonst mag ich Natur und mache gerne Sport. Ich freue mich auf ein ganzes Schuljahr und hoffe, dass es mir gelingt, den Kindern etwas neues aus meiner Heimat und die Sprache beizubringen. Anna

Neustart in Jonsdorf Zumindest an der Schkola Jonsdorf dürfte mein Gesicht nicht mehr unbekannt sein, da ich hier mit Beginn des neuen Schuljahres meine Tätigkeit als Lernbegleiter aufgenommen habe. Ich heiße Frank Bartko, bin in Bautzen groß geworden und 1989, nachdem ich in Dresden mein Studium zum Diplomlehrer für Mathematik und Geographie abgeschlossen hatte, nach Zittau gekommen. Nach einiger Zeit an Zittauer Mittelschulen arbeitete ich 9 Jahre an einer Förderschule mit „verhaltensoriginellen“ Kindern und Jugendlichen und absolvierte in dieser Zeit ein Studium zum Lehramt an Förderschulen. Die hier gewonnenen Erkenntnisse und meine Erfahrungen mit dem oft starr strukturierten Schulsystem, in dem es neue Ideen meist sehr schwer haben bewogen mich, den staatlichen Schuldienst zu verlassen. Und die ersten Wochen an der Schkola zeigen mir, dass ich diesen Schritt nicht bereuen werde. Außerhalb der Schule versuche ich, nicht immer gleich als Lehrer erkannt zu werden, auch wenn ich es in der Freizeit nicht lassen kann, als Kindertrainer der Karateschule Otomo tätig zu sein. Außer Karate trainiere ich noch im Fitnessstudio, wandere und fahre gern Rad, bin im Sommer oft mit dem Motorrad unterwegs und im Winter auf allen möglichen Pisten mit Langlaufski oder Snowboard anzutreffen. Frank Bartko

Ahoj!

Es gibt kein zufälliges Zusammentreffen. Es gibt nur geplante Begegnungen.

Mein Name ist Anna Bláhová. Ich komme aus Tschechien aus einer kleinen Stadt Přelouč in der Nähe von Pardubice. Seit September bin ich in Hartau und bleibe das ganze Schuljahr. Als Fremdsprachenassistentin helfe ich den Kamil beim Tschechischunterricht.

Diese beiden Sätze finde ich sehr treffend für meinen Start an der Schkola. Ich bin Cathrin Wendler – die „Neue“, Lernbegleiterin der Max-Klasse in Ostritz. Zuerst vielleicht noch einige wichtige Daten: verheiratet – 2 Kinder (18 und 21 Jahre) – wohnhaft in Eibau – Studium (1981-1985) in Löbau – Tätigkeit als Horterzieherin/ Grundschullehrerin in Eibau und Walddorf. Seit 1994 bis August diesen Jahres arbeitete ich bei Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Störungen.

Mike Wohne


SCHKOLA gGmbH/ MITARBEITER Eine recht anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit, allerdings erstreckte sich die Betreuung über einen sehr kurzen Zeitraum (im Rahmen eines Kuraufenthaltes). Der Wunsch wurde immer größer, wieder in meinem erlernten Beruf zu arbeiten und Kinder über längere Zeit zu betreuen. Nicht zuletzt auch deshalb, um auf bestimmte Verhaltensweisen schon im Grundschulalter eingehen zu können. Ich gab die Hoffnung nicht auf, dass es noch „etwas“ gibt … Ich bin total begeistert vom Konzept der Schkola – konnte mir allerdings in der Praxis einiges nicht vorstellen. Und ich gebe zu: es war (ist) ziemlich viel, was auf einen einstürmt! Wenn man aber weiß, dass Glück auch durch Lernen entsteht, scheint alles gleich viel einfacher. Bei aller Euphorie spüre ich natürlich die große Verantwortung Kindern und Eltern gegenüber. Ich freue mich auf die Arbeit und auf dieses Schuljahr – sicher auch, weil ich seit längerer Zeit wieder erfahren habe (und täglich erfahre), was Teamarbeit bedeutet. Bei Vorbereitungen fand ich eine treffende Formulierung für die Arbeit an der Schkola: Es geht bei der Erziehung und Bildung nicht darum, das Gedächtnis wie ein Fass zu füllen, sondern darum, Lichter anzuzünden, die alleine weiter brennen können! Cathrin Wendler

Vor 6 Jahren nach Deutschland gekommen Ich heiße Tatjana Babkowa und bin seit August 2007 Lernbegleiterin an der Schkola in Hartau. Mein Name klingt vielleicht etwas anders. Ich komme aus Vitebsk, einer großen Stadt in Weißrussland, wo ich geboren wurde, den Beruf einer Grundschullehrerin studierte und auch ausübte. Vor sechs Jahren kam ich nach Deutschland und wohne jetzt mit meiner Familie in Görlitz. Ich habe einen Mann, eine achtjährige Tochter und einen vierjährigen Sohn. Der Lehrerberuf war immer mein Traumberuf gewesen und ich freue mich sehr, dass ich ihn auch hier in Hartau ausüben kann. Ich fühle mich hier in der Schule sehr wohl, da ich von den anderen Kollegen sehr gut aufgenommen und von Anfang an akzeptiert wurde. Ich lerne mit der KoraxKlasse, mit der wir einen gelungenen Schuljahresanfang hatten. Die erste Zeit nutzten wir, um uns aufeinander einzustellen und „Spielregeln aufzustellen, an die wir uns halten sollen, um recht viel zu lernen!“ Es klappt immer besser. In meiner Freizeit gehe ich wandern, erkunde gern andere Städte und an langen und kalten Abenden nähe ich ab und zu. Tanja

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Schkola oder doch Sch(o)kola(de)! Nicht alle haben diesen Sommer als besonders sonnig in Erinnerung. Im Rückblick würden die meisten Befragten wohl eher von einem zu kalten, verregneten oder zumindest irgendwie unzuverlässigen Sommer reden. Die Schüler der Schkola Jonsdorf, die sich für die Erträge der Solaranlage interessieren, sehen das vielleicht anders. Seit November 2006 steht auf dem Dach der Schkola Jonsdorf mit einer Leistung 18,2 kWp eine der größten, vielleicht sogar die größte Photovoltaikanlage im Zittauer Gebirge. Kilowattpeak (kWp) ist eine Maßeinheit für die Leistungsfähigkeit einer Anlage, vergleichbar mit kW bei einem Auto. Und so wie ein Auto mit 75 kW diese nicht ununterbrochen auf die Straße bringt, so erzeugt auch die Anlage ihre Spitzenleistung nur unter bestimmten Bedingungen. Sprich: Wie der Energieertrag ausfällt hängt nicht nur von vielen technischen Details ab, sondern natürlich auch vom Wetter. Und damit kommen wir zurück auf den Anfang dieses Artikels. Wäre das Wetter so gewesen, wie es in den letzten 10 Jahren in Sachsen im Durchschnitt war, oder wie es die meisten wohl in Erinnerung haben, dann sollten wir inzwischen einen Energieertrag von ca. 16.000 kWh haben. Tatsächlich hat die Anlage bis zum 25.9. einen Ertrag von 18.600 kWh geliefert, also deutlich mehr. Und sie hat sozusagen nebenbei ca. 13 Tonnen CO2 eingespart. Um solche Zahlen zu verstehen bieten sich Vergleiche an. Vergleichen wir also die Anlage mit einem Auto, einem VW Golf, 1,6 Liter mit 75 kW. Dann entspricht die Leistung, die wir bereits ins Netz eingespeist haben ungefähr der Motorleistung, wenn dieser Golf 10 Tage am Stück, ohne Unterbrechung, unter voller Leistung fahren würde. Das macht natürlich niemand, so etwas steht nicht einmal im Guinness-Buch der Rekorde. Also anders: Es entspricht der Leistung, die das Auto gebracht hat, wenn es seit Erstellung der Anlage jeden Tag ungefähr 100 km normal gefahren wäre. Könnte man den Stromertrag also einfach in den Tank packen und müsste jeden Tag (auch Samstag und Sonntag) nicht mehr als 100 km fahren, dann könnte einem die ganze Preisentwicklung an der Tankstelle egal sein. Aber vielleicht wird dieser Vielfahrertraum ja eines Tagen mit Hilfe der Brennstoffzelle möglich. Durch diese Art der Energieerzeugung wird die Entstehung von CO2 vermieden. Umgerechnet auf unseren Golf entspricht die Einsparung ungefähr der Menge an CO2, die das Fahrzeug über 74.000 km durch den Auspuff in die Landschaft blasen würde. Man kann es aber auch mal lecker umrechnen. Wie jeder weiß, der gerne zu viel davon genießt, ist Schokolade ziemlich energiereich. So mancher Hüftmumps hat darin seinen Ursprung. Eine Tafel Schokolade (100 g) enthält ca. 2.300 kJ (Kilojoule). Die bisher eingespeiste Leistung unserer Anlage entspricht umgerechnet dem Gehalt von 29.225 Tafeln (oder knapp 3 Tonnen) Schokolade. Um das zu verspeisen, hätte jeder der 125 Schüler in Jonsdorf seit dem die Anlage steht, zum Morgenkreis erst mal eine Tafel Schokolade essen müssen. Ohne Ausnahme! An jedem Schultag! Ein süßer Traum? Oder doch zu viel? Wie sieht eine solche Schokoladenfabrik auf dem Dach eigentlich aus? Man stelle sich vor, man kraxle eine steile Leiter empor, winde sich durch eine viel zu enge Dachluke, überwinde den Anflug von


SCHKOLA gGmbH Schwindelgefühl, der sich auf dem hohen Dach unwillkürlich einstellt, um endlich, mit Wind in den Haaren, neben großen, im Sonnenlicht schimmernden Platten zu stehen, und zu sehen, dass nichts passiert. Kein Geräusch. Keine Bewegung. Nichts. Da genießt man noch gerne die Aussicht, bevor man sich wieder Luke und Leiter zuwendet. So viel ist sicher, die Besichtigung einer solchen Anlage ist merkwürdig unspektakulär. Nur unten, im Eingangsbereich, da bewegt sich doch etwas. Die Anzeige, auf der alle ablesen können, was die Anlage an Strom erzeugt - und wie viel CO2 eben nicht.

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„Menschen sind wichtiger als Dinge ...“

Christian Zimmer Was ist ein Team? Lernbegleiter üben sich darin

Schulen sind Orte der Begegnung Trommeln macht frei Am Tage, Lern- und Lebensort für Kinder und Jugendliche, am Abend wird Theater gespielt, werden Sprachen gelernt, wird getrommelt, wird Yoga gemacht, am Computer gelernt und natürlich Sport getrieben. Ob Jung oder Alt, Schulen sind keine Lernstätten, sondern Lebensorte und kulturelle Zentren von Städten und Dörfern. Seit kurzem gibt es nun auch eine Trommelgruppe im Oberland. Sie treffen sich immer mittwochs von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Wer Lust hat kommt einfach zum Schnuppern.

„Bringt bequeme und sportliche Kleidung mit ...“. So manch einem Lernbegleiter schwante da schon Schlimmes zum Schulanfang. Dabei begann alles ganz normal im Seminarraum im Querxenland in Seifhennersdorf. Die neuen Mitarbeiter wurden begrüßt, die allgemeinen Zielstellungen wurden erläutert und immer wieder wurde das TEAM beschworen. Ja aber was ist das nun ein Team? Da hält man zusammen, man stützt und unterstützt sich in guten und in schwierigen Zeiten, man rückt zusammen, macht sich MUT, sagt sich die Wahrheit und hat gemeinsame Ziele. So oder ähnlich findet man es vielleicht in Handbüchern und Vorträgen. Aber in der Praxis sieht es oft schwieriger aus. Zusammenhalt, Einfühlungsvermögen, Gleichgewicht, Kreativität; Mut; Vertrauen ... Das Lerngbegleiterteam der Schkola hat den Teamparcours erfolgreich be- und überstanden.

Nutzung der Turnhalle im Oberland Seit dem Schuljahresbeginn gilt zwischen der Stadt Ebersbach und unserem Freien Schulträgerverein e.V. der Erbbauvertrag für das Schulgebäude in der Schulstraße 13. Für die nächsten 66 Jahre können wir nun hier Schule machen! Für die Stadt Ebersbach ein Glücksfall und für uns Sicherheit. Darin eingeschlossen ist auch die Turnhalle. Ab 1. Januar gelten veränderte Nutzungsbedingungen. Unser Ziel ist es, dass die Halle von vielen Vereinen und Gruppen aus Ebersbach und der Region genutzt wird, damit die Schkola auch nach 16 Uhr ein Ort der Begegnung bleibt. Vereine, Gruppen oder Interessierte können sich bei der Schkola im Schulbüro melden, falls sie Interesse an der Nutzung haben. Mike Wohne

Teamführungen werden neu besetzt Eberhard Müller bittet nach 11 Jahren als Schulleiter in Jonsdorf um Entlastung Eberhard Müller bat das Team zum Ablauf des Schuljahres in einer bewegenden Ansprache nach über 11 Jahren seiner Tätigkeit als Schulleiter an der Spitze der Schkola Jonsdorf um Entlastung. Ob als Freie Mittelschule – Wirtschaft – oder Schkola Jonsdorf, die Verbindung mit dem Namen Eberhard Müller wird immer bestehen


SCHKOLA gGmbH bleiben. Als Gründungsmitglied des Freien Schulträgervereins e.V. 1993 und späterer Schulleiter hat er das Profil und die Pädagogik an der Schkola entscheidend mit geprägt. Nun möchte er sich mehr der unmittelbaren Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen widmen, sein Studium der Informatik beenden und künftig als Klassenleiter Verantwortung tragen. Die Teamführung an der Schkola Jonsdorf übernehmen ab diesem Schuljahr Ines Eßer und Andreas Geisler. Beide gehören seit Langem zum Team der Schkola Jonsdorf. In Hartau wird in den kommenden zwei Jahren weiterhin Annett Holz die Fäden fest in der Hand halten und der unmittelbare Ansprechpartner für Eltern und Kinder sein. Im Oberland steht weiterhin Kerstin Maurer an der Spitze des Teams. Die Teamführung in der Schkola Ostritz bleibt vorerst noch unbesetzt. Die Aufgaben werden durch die Schulleitung wahrgenommen. Mit der Neubesetzung der Teamführungen ab diesem Schuljahr ist die innere Strukturanpassung nun abgeschlossen und damit auch der Prozess insgesamt (siehe Korax Juli 2007). Nun wünschen wir uns gutes Gelingen und hoffen, dass das allgemein bekannte Beharrungsvermögen von Organisationen schnell vergeht und die Struktur lebt.

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Tage der offenen Türen an den Schkola-Schulen Generalkonsul aus Tschechien zu Besuch „Dem trüben Herbst Farbe geben“, so das Motto der diesjährigen Tage der offenen Türen an den SchkolaSchulen ... Traditionell am ersten Novemberwochenende öffneten die Schkola Hartau, Ostritz und Ober-

„Wer bin ich?“ war eine der ersten und die zentrale Fragen an die Teamführungen, die Schulleitung und die Geschäftsführung. Erstmals in der neuen Zusammensetzung traf sich das gesamte Führungsteam der Schkola. In dem Seminar ging es aber nicht um Unternehmensziele, pädagogische Konzepte oder Leitlinien unserer Arbeit, sondern es ging um das Grundverständnis von Führung, bei dem Menschen wichtiger als Dinge sind. Es ging um die Fähigkeit Konflikte in Gesprächen zu lösen, sich und andere richtig einschätzen zu können und schließlich um viel Menschlichkeit.

land in Ebersbach für alle Freunde, Eltern, Kinder und Neugierige die Türen. Viel Abwechslung und Interessantes aus der Reformpädagogik war zu sehen, zu hören, anzufassen und zu schmecken. Auch wenn alle Schkola-Schulen ein gemeinsames Konzept verfolgen, so birgt jede Einrichtung für sich auch Besonderheiten und Extras. Die Maskottchen jeder Schule deuten bereits darauf hin. Die Schkola Hartau präsentiert sich als Musicalschule und der Rabe Korax fliegt dazu beschwingt durch die Lüfte, die kleinen Biber in Ostritz haben sich ganz dem Schutz der Umwelt und Natur verschrieben und tollen mit ihren Gästen auf dem neuen Biberspielplatz und im Oberland wartet Krtek, der kleine Maulwurf auf die zahlreichen Besucher, um mit ihnen gesund zu essen und Sport zu treiben. In der Schkola Oberland in Ebersbach feierten die neuen Schkolaschüler der fünften Klasse zudem ihren „2. Schulanfang“. Das fand auch Herr Tomaš Podivínský, der Generalkonsul Tschechiens so ungewöhnlich, dass er sich spontan entschied aus Dresden anzureisen. Er hielt in einer kleinen Feierstunde aus Anlass der Eröffnung des Schkola-Gymnasiums ein Grußwort an die Gäste und die Schüler. „Es lohnt sich Tschechisch zu lernen“, so seine Botschaft. Am letzten Novemberwochenende öffnete dann noch die fünfte im Bunde der Schkola-Schulen in Jonsdorf, nun schon zum zehnten Mal die Türen.

Mike Wohne

Mike Wohne

Führungskräfteseminar in Schmochtitz

Termine zum Weitersagen und Einschreiben Weihnachtsladen 2007: 10.12. bis 14.12.07 in Zittau Neujahrskonzert der Schkola: 26.01.08 im Bürgersaal in Zittau

Schkola-Familie nun vollständig Nach einigem Ringen steht nun für Jonsdorf das Maskottchen. Die ersten zwei Schulwochen wurden bei den Falken, Mausefalle und Nonnenfelsen intensiv genutzt, um sich mit dem Feuersalamander auseinanderzusetzen. Im Jurax findet ihr dazu ein Quiz und den Beginn einer unendlichen Geschichte.


SCHKOLA gGmbH /HARTAU /HRÁDEK NAD NISOU Obwohl die Schkola-Schulen ein gemeinsames pädagogisches Konzept verfolgen, hat doch jede Schule ihre Individualität.

Schkola Hartau Element Luft Musik und Bewegung

Schkola Oberland Element Erde Gesunde Ernährung und Bewegung

Schkola Ostritz Element Wasser Umwelt Öko?logisch

Schkola Jonsdorf Element Feuer Solar auf dem Dach Die Elemente finden sich auf den Schkola-T-Shirts, welche in den Schulbüros für 10,00 € käuflich erworben werden können, wieder. Ute Wunderlich

Aus einem Fußball kann man nicht essen ... im Unterschied zu einer Frisbeescheibe! Und noch mehr Vorteile hat das Frisbee Ultimate, das neue Ganztagsangebot der Schkola Hartau. Man braucht z.B. keine Luftpumpe! Ultimate ist ein Mannschaftsspiel, das man, ähnlich wie Fußball, auf einem Spielfeld spielt und es gewinnt genauso die Mannschaft, die am Ende mehr Punkte erreicht hat. Deutlich unterscheidet es sich aber vom Fußball in dem, was auf Englisch „Spirit of the game“ heißt. Mehr dazu zitiere ich aus der Webseite www.discsport.net, wo man alle Informationen über das Spiel findet: „Ultimate hat seit seiner Entstehung auf Sportsgeist vertraut, wodurch die Verantwortung für Fairplay beim Spieler selbst liegt. Hoher kämpferischer Einsatz wird zwar gefördert, dieser darf aber niemals auf Kosten der Verpflichtung der Spieler zum gegenseitigen Respekt, des Festhaltens an den vereinbarten Spielregeln oder der Freude am Spiel gehen. Zweck der Ultimate-Regeln ist es, Richtlinien vorzugeben, die beschreiben, wie das Spiel durchgeführt wird. Es wird davon ausgegangen, dass kein Ultimate-Spieler die Regeln absichtlich verletzt; daher gibt es keine strengen Strafen für unbeabsichtigte Übertretungen, sondern nur ein Verfahren, das Spiel so fortzusetzen, als hätte es keinen Zwischenfall gegeben.“

Rüttle mich und schüttle mich … In Abwandlung dieses Märchens ging es am 14. September so richtig zur Sache. 250 Äpfelund Birnenpflücker, deutsche und tschechische Kinder mit ihren Eltern aus Hrádek und Hartau, ernteten das Obst in ihrer jeweiligen Umgebung ab. Dieser Apfeltag (auch Birnen) ist inzwischen zu einer echten Tradition in Hartau und Hrádek geworden, denn er fand bereits zum siebenten Male statt. Das Ergebnis der Ernte kann sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. 2000 Kilogramm standen am Ende zu Buche und konnten am gleichen Tage noch bei der Sammelstelle Möse in Eichgraben ohne Probleme abgegeben werden. Im Gegenzug können wir Saft beziehen, der den Kindern beider Schulen zugutekommt. Nach getaner Arbeit kam natürlich das Vergnügen. Die Erntehelfer trafen sich auf dem Gelände der Schkola Hartau zu einem zünftigen Grillfest, bei dem der Saft der vorangegangenen Ernte zur Neige ging. Es wurden neue Kontakte zwischen deutschen und tschechischen Erntehelfern geknüpft und alte weiter gefestigt. Allen Erntehelfern einen recht herzlichen Dank!!!

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Meine zwei Wochen in den Schkola’s Zum Schuljahresbeginn habe ich zwei Wochen die Schkola’s im Dreiländereck besucht. Zunächst in Hartau, dann in Oberland und schließlich in Jonsdorf durfte ich an am Schulleben teilnehmen. Ich habe viel gelernt, Schönes erlebt und oft gestaunt. Lehrer und Lernbegleiter gehen sehr geduldig und intensiv auf die Schüler ein. Die Schüler sind schon in der Grundschule äußerst selbstständig. Der Klassenverband machte auf mich einen sehr stabilen Eindruck. Die Schüler ließen sich durch meine Anwesenheit nicht aus der Ruhe bringen. Eine positive Atmosphäre war an jeder der drei Schulen auf ihre eigene Art zu spüren. Besonders toll finde ich die Begegnungstage. Eine Idee, die sicherlich zur Verständigung der Nachbarn auf beiden Seiten der Grenzen beitragen wird. Es hat mir großen Spaß gemacht, mich auch aktiv einzubringen und den Schülern, soweit ich es denn konnte, zu helfen. Vor allem aber habe ich dazugelernt – von dem Konzept „Schkola“ und besonders von den Lehrern und Schülern, die dieses Konzept mit Leben füllen. Vielen Dank für diese Möglichkeit! Carsten Eitmann


HARTAU /HRÁDEK NAD NISOU

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Die tschechischen Kinder erhielten noch eine Aufgabe von ihrer Sprachlehrerin. Sie mussten die Übersetzung von Quark erfragen. Und so musste ich noch einige Male dieses dt. Wort vorsprechen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal! Annett Holz

Und wieder ein Ausflug Am 29.10.2007 waren wir zu einem weiteren Ausflug mit unserer tschechischen Partnerklasse unterwegs. Es ging mit einem tschechischen Busunternehmen nach Panschwitz-Kuckau ins Kloster „Marienstern“ zum Ernährungs- und Kräuterzentrum. Angeboten wurde dieser Ausflug meiner tschechischen Kollegin, Jana Večerniková, von einem Naturschutzzentrum in Tschechien. Bereits im Mai hatten wir mit dieser Gruppe einen Ausflug in das Naturschutzgebiet „Isergebirge“ unternommen. Diesmal sollte sich alles um die „Kartoffel“ und die „Leinenpflanze“ drehen. Dieses Thema passte sehr gut. Gerade hatten wir in unserer Schule das Thema „Kartoffel“ drei Wochen lang bearbeitet und gemeinsam ein Leporello gestaltet. Nun stand das Thema in der dt./tsch. Begegnung an. So war dieser Ausflug für meine Schüler eine interessante Wiederholung und für die tsch. Kinder der Einstieg in das neue Thema. Nach der Ankunft wurden alle Kinder zur Arbeit wieder in gemischte Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte einen Dolmetscher, der das Wichtigste übersetzen konnte. Das war beim ersten Teil unbedingt erforderlich, da es zur Einstimmung einen Vortrag gab. Die Schüler erfuhren etwas aus der Geschichte und dem Einsatz von Kartoffel und Leinen. Verglichen wurden an Beispielen alte und neue Kartoffelsorten. Und es durfte gekostet werden. Eine alte Kartoffelsorte, die ganz lila aussah, war gekocht worden und wurde nun ausgeteilt. In der ersten Runde traute sich nicht jedes Kind, so etwas Ungewohntes zu kosten. Doch nachdem immer mehr aus der Gruppe positiv und freudig auf die Kostprobe reagierten, fassten auch die letzten Mut. Am Ende wollte jeder noch einmal. Wir mussten die Kinder vertrösten. Bald konnten sie so viel Kartoffeln essen, wie sie wollten. Nach dem „Stärketest“ ging es erst einmal zur zweiten Arbeitsstation. Hier hieß es jetzt: Hände waschen und ran an die Arbeit. Ein Dolmetscher war hier nicht mehr von Nöten. Nach kurzer Einführung waren alle Kinder mit dem Schneiden von Kartoffeln und Kräutern, Würzen und Quark einrühren beschäftigt.

Geisterstunde in Hartau Ein Höhepunkt in Hartau ist das jährliche Geisterfest. Auch dieses Jahr kamen deutsche und tschechische Familien mit ihren Kindern und trugen zum Gelingen beim Basteln, Spinnen, Schminken, in der Hexenküche oder der Folterkammer bei. Im Ellizimmer wurden gruslige Geschichten gelesen. Den Abschluss bildete ein Lampionumzug zum Fußgängerüberweg, wo die kleinen und großen tschechischen Hexen und Geister verabschiedet wurden.

Guck mal rein, Geisterhand, Geldwäsche, Geheimschriften ... ausprobieren. Im verrückten Chemielabor zu experimentieren war im Oktober für die zukünftigen Schkolaner im Alter von 3-6 Jahren angesagt. Monatlich treffen sie sich in Hartau, Ostritz und Ebersbach, um schon einmal „Schkolaluft“ zu schnuppern. Schnell wurden auch Kontakte zu unseren Kindern geknüpft und manche anfänglichen Unsicherheiten sind schnell überwunden. Viele kennen sich schon vom Kindergarten oder aus ihrer Umgebung. Wenn ich in die Schkola’s komme, werde ich gleich gefragt „kommen heute die Kleinen wieder, wir wollen doch dabei sein.“ So wachsen sie gleich mit hinein, nein eigentlich gehören sie schon dazu. Angelika Wichary

Das Menü zum Mittag lautete: • Kartoffelecken mit Schale, eingestrichen mit Leinöl, gewürzt mit Pfeffer und Salz • Quark mit Leinöl • Quark mit Kräutern (Petersilie, Dill, Schnittlauch ...) • Wasser und Säfte Alle Beteiligten aßen mit großem Appetit. Viele Kinder holten nach. Und so endete beim gemeinsamen Mittagessen ein informativer und unterhaltsamer Vormittag.

Herbstputz in Hartau Seit dem letzten Hausputz im Frühjahr war schon wieder ein halbes Jahr vergangen. So fanden wir uns am 6.10. zum Herbstputz ein in unserer Schkola. Leider fanden sich nicht so viele Helfer wie beim letzten Mal. Trotzdem haben wir einiges geschafft und es hat uns viel Spaß gemacht. Es wurden die Klassenräume „auf den Kopf gestellt“ und dabei alle Lehrmittel archiviert und sortiert.


HARTAU /HRÁDEK NAD NISOU Das zweite Klettergerüst wurde bepflanzt, die Beete gesäubert und die Kinder haben das Aquarium gereinigt. Wer bis zum Schluss ausgehalten hat, der konnte sich auch noch an einem leckeren kleinen Imbiss stärken. Wir danken allen, die ihren Beitrag geleistet haben und der Termin für den Frühjahrsputz steht schon fest: 12.04.2008 Danke sagt der Vorstand des „Grenzenlos e.V.“ !

Luftballon von Lilly Sophie Liebe Lilly Sophie und deine Freunde … Wenn ich erst zur Schule geh, lern ich schreiben AbC, lesen lerne ich dazu O und E und U. Wenn ich richtig zahlen kann, fang ich auch zu rechnen an 1+1 ist immer zwei, und 1+2 ist 3 Freue mich schon sehr darauf, hab ich erst den Ranzen auf, konnt ihr alle stolz mich sehn hin zur Schule gehen. Wie schnell die Zeit vergeht. Ab heute ist ein Schulkind. Und weil wir alle darauf sehr stolz sind, lassen wir diesen Ballon steigen. Ich war mit meine Kinder auf den Ausflug … nur so Spaziergang … und meine kleine Sohn Jan gesucht deine Brief vom Himmel herab … danke das war schone Idee … wir sind von Tschechai, krais Stadt ist Prostejov … kleine Dorf Nezamyslice … von Prostejov nach Munchen es 580 km … deine Ballon muss lange Reise blind fliegen. Liebe Lilly … wir wunschen dir wiel Gesund, Gluck, schone Note in Schule, gute Freunde, und Leben nur Farbe Rosa … deine Familie Pavelkova Jana, Marek, Jan und Kateøina … jetzt etwas von tchechische Sprache … Jsem ráda,že jsme nasli tvuj lístek v poli … před lety jsem pracovala v Německu … a ted mam o jednoho přítele víc … záleží jen na tobě … Entschuldigen wegen meine Schreiben, ich venig spreche Deutsch … machst gut … und viel Spass. Meine Adresse … Jana Pavelková

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Ein neues Jahr – ein neues Musical Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Nun ist es bereits das 6. Musical, welches Kristin Borostowski und ich mit den Kindern der Musicalgruppe in Hartau einstudierten. Nach „Schön, dass du da bist“ (2002), „Wassertropfenweltreise“ (2003), „Der kleine Tag“ (2004), „Das Vier-Farben-Land“ (2005) und „Das alte Haus“ (2006) kam nun 2007 „Mats und seine Wundersteine“ zur Aufführung. Die Gruppe bildet sich jedes Jahr neu, nachdem wir gemeinsam aus den vorhandenen Materialien das neue Musical ausgewählt haben. Im vergangenen Jahr fiel uns die Auswahl das erste Mal schwer. Die Ansprüche werden hoch gesetzt. Jedes Jahr möchte man sich verbessern und steigern. Und der Markt hat die Lücke erkannt. Inzwischen gibt es viele Musicalangebote. Da muss man immer genauer auswählen. Nicht immer entsprechen die Gesangsstimmen dem möglichen Tonumfang von Grundschulkindern. Beim Inhalt legen wir viel Wert auf Dinge, die uns im Schulalltag wichtig sind: Gemeinschaft, Geborgenheit, Freundschaft und Hilfe über alle Grenzen, Streiten und Vertragen, Zurückschauen und Vorwärtsdringen, Kummer und Fröhlichkeit. Die Kinder sollen sich in den Musicals wiederfinden, auch wenn Tiere oftmals die Hauptpersonen sind. In diesem Jahr gab es bereits drei Auftritte. Dabei stellt sich für uns immer das größte Problem darin, alle Kinder zusammen zu bekommen. Reichlich 50 % der Gruppe besteht aus Schülern, die während der Einstudierung in die 4. Klasse gingen und dann 5. Klasse sind. Der Kontakt muss dann über die Elternhäuser oder die neuen Schulen laufen. Ohne das starke Engagement aller Beteiligten würde das nicht gehen. Premiere war wieder zur Schuleinführung in Hartau. Bereits das dritte Mal spielten wir zur Kirmes in Ostritz. Auch in Großhennersdorf waren wir wieder zu Gast und spielten für einige Einwohner des Katharinenhofes. Eine Einladung für nächstes Jahr gibt es schon. Unser vorläufig letzter Auftritt in diesem Jahr fand am 30.11.07, 17 Uhr in der Aula der Schkola Oberland statt.

Die neue Wahl haben wir noch nicht getroffen. Das Musical 2008 muss erst noch gefunden werden. Und irgendwann wollen wir auch noch einmal „Schön, dass du da bist“ aufführen. Tja, es ist ja auch schon sechs Jahre her! Inzwischen haben wir uns in Bühnentechnik und Szenenumsetzung stark verändert. Durch die Brüder Andreas und Michael Rösner werden wir in der Betreuung der Technik unterstützt. Und besonders bedanken möchten wir uns bei den Familien, die es erst ermöglichen, dass alle Kinder an zusätzlichen Proben und Auftritten teilnehmen können. Annett Holz


HARTAU /HRÁDEK NAD NISOU

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Prag – Wir kommen !!!

Was passiert mit all dem schmutzigen Wasser, das täglich unsere Wohnungen, Häuser, Schulen und Fabriken verlässt? Dieser Frage wollten wir gemeinsam mit unserer tschechischen Partnerklasse im Klärwerk Hrádek nachgehen. Unsere ersten Begegnungstage im Schuljahr 2007/08 stehen unter dem Thema „Wassser“ und da gehört dieser Aspekt natürlich auch dazu. Um zu erfahren, was ein Klärwerk überhaupt ist und wie es in etwa funktioniert, hatten wir uns vorbereitet, indem wir in der Klasse eine Minikläranlage selbst gebaut und getestet haben. Das extra besonders gründlich verschmutzte Wasser wurde beim Durchlaufen durch Filterpapier, Sand und Kies wieder erstaunlich klar und so war die Neugier auf das „richtige“ Klärwerk geweckt. Unser Rundgang begann - und schon oder gerade an der ersten Station war die Abneigung auf Grund des Schmutzes und der Gerüche bei vielen Kindern größer als die Neugier. Doch wer sich nicht schrecken ließ, konnte sehen, wie viele Fremdkörper hier schon aus der Flüssigkeit gesiebt wurden. Wir lernten dann die großen Becken kennen, in denen das Wasser immer weiter mit verschiedenen mechanischen Methoden gesäubert wurde. Besonders eigenartig sah ein Behälter aus, wo dem Wasser Bakterien zugesetzt werden, die Schmutz fressen können. Da sie Sauerstoff brauchen, wird Luft in das Wasser gesprudelt. Die braune Flüssigkeit sieht dann aus, als kocht sie. Das Wasser kann zu etwa 95 % gereinigt werden. Und wohin kommt es dann? Es wird in die Neiße geleitet und so wieder dem natürlichen Kreislauf des Wassers zugeführt. Besonders interessant war, dass auch der übrig bleibende Schmutz noch genutzt werden kann. Er wird zu einem Granulat verarbeitet, das z. B. zur Rekultivierung von Tagebauen gebraucht wird. Unser Exkursionstag rief bei den Kindern verschiedene Gefühle hervor. Von großem Interesse und ausdauernder Beobachtungsgabe bis Desinteresse und anderweitiger Beschäftigung war alles vorhanden. Auch das längere Zuhören auf die tschechische Erklärung und das Warten auf die Übersetzung ins Deutsche konnte nicht jeder meistern. Ein auswertendes Gespräch wird zeigen, was die Kinder behalten und verstanden haben. Fortsetzung folgt!

Wir, das sind in diesem Falle die Arthurklasse mit Annett Holz und den Muttis Claudia Huth und Birgit Just sowie unsere tschechische Partnerklasse aus Hrádek mit Jana und Eva. Annett und Jana planen gerne kleine und große gemeinsame Höhepunkte für unsere Kinder. Schon lange hegten sie den Wunsch, gemeinsam mit ihren Schützlingen die Hauptstadt Tschechiens kennen zu lernen. Am 01.10.2007 war es dann so weit. Bei wunderschönem Herbstwetter mit viel Sonnenschein trafen wir uns 7.45 Uhr am Grenzübergang in Hartau zu diesem besonderen Tagesausflug. Nicht nur die Kinder waren aufgeregt, sicherlich hatten auch die Eltern (bes. der Erstklässer) ein Kribbeln im Bauch. Auf tschechischer Seite erwarteten uns dann die Schüler aus Hrádek mit ihren Lehrerinnen Jana Večerniková und Eva Kurmanová in einem sehr bequemen Reisebus, mit welchem wir innerhalb von 1 Stunde und 30 Minuten direkt an den Stadtrand von Prag gefahren wurden. Weiter ging es mit der U-Bahn, welche viele Kinder bis dahin noch nicht gesehen hatten. Die langen Rolltreppen, die Geschwindigkeit der Züge und der kräftige Wind beim Herannahen der Bahn beeindruckten die Kinder sehr. Im Zentrum angekommen, ging es auf direktem Wege zum Hradschin. Zum Glück hatte Jana uns schon in der St.-Veits-Kathedrale angemeldet, denn am Eingang hatte sich bereits eine lange Warteschlange gebildet. Beim Rundgang durch die riesige Kirche gab es für die Kinder viel zu entdecken. Ob sonnendurchflutete bunte Bleiglasfenster, Wappen, Gold- und Silberschmuck ..., die Kinder fanden viele Motive zum Fotografieren und Bestaunen. Sicherlich einen der Höhepunkte des Tages konnten wir im Anschluss hautnah erleben – die Wachablösung auf der Prager Burg. Mit versteinerter Miene, immer im Gleichschritt und mit Orchesterbegleitung wurden die einzelnen Posten ausgetauscht. Der immerwährende Menschenstrom machte es uns nicht leicht, ein ruhiges Plätzchen für 45 Personen zu finden. So ließen wir uns auf den Stufen der Alten Schlossstiege für ein Picknick nieder. Mit neuen Kräften gelangten wir dann über die Karlsbrücke zum Rathaus mit seiner astronomischen Uhr und anschließend zum Wenzelsplatz. Nach der Besichtigung der vielen Sehenswürdigkeiten in Prag ging es wieder mit der U-Bahn und anschließend mit dem Reisebus zurück in das kleine, ruhige und fast menschenleere Hrádek, wo wir gegen 15.45 Uhr wieder am Ausgangspunkt unserer Reise anlangten. Vom Zeitfenster her ein ganz normaler langer Montag, aber eben doch ganz anders – ein Erlebnis der besonderen Art – beeindruckend und unvergesslich.

Kristin Borostowski

Birgit Just

Ohne Wasser, merkt euch das …


HARTAU /JONSDORF/ HRÁDEK NAD NISOU /CVIKOV Schulanfang … Was ist wohl das Wichtigste eines Schulanfangs? Ist es die Zuckertüte? Sind es die Geschenke? Ist es die Tatsache, endlich auch zu den großen Schulkindern zu gehören? Oder ist vielleicht auch die Feier mit den vielen Gästen, bei der sich alles um den Schulanfänger dreht, besonders wichtig? Ich glaube die Frage kann so gar nicht beantwortet werden. In gewisser Weise ist es eine Mischung vieler Dinge, die diesen Tag für die jetzigen Erstklässler so besonders sein ließen. Wir erlebten diesen Tag gemeinsam mit Hannes in Hartau als einen sehr gelungenen Start ins Schulleben. „Als die Zuckertüten da lagen“, das war für Hannes das Beste. Seinen großen Bruder begeisterte das Fußballspiel. Beide Schwestern konnten sich nicht entscheiden, ob das Musical „Mats und die Wundersteine“ oder der Kinderzirkus ihre Favoriten an diesem Tag waren. Die Oma fand, dass der Tschechischlehrer Kamil frischen Wind in die Feierstunde brachte und die Kinder toll zum Mitmachen animierte. Aber auch die begleitenden Worte von Ute Wunderlich kamen gut an. Ganz besonders gelobt wurde immer wieder das sehr reichhaltige, abwechslungsreiche und besonders leckere Mittagsbuffet. Gut, dass die Schulanfänger die Kutschfahrt zum Birkenhof machten – für uns war der Spaziergang dorthin nach dem „Üppigen Mahl“ genau das Richtige. Unsere Gäste fanden es ganz toll, sich die Schule genau ansehen zu können und zu erfahren, wie hier gelernt wird. Mit einem gemütlichen gemeinsamen Kaffeetrinken ging ein schöner Tag in Hartau zu Ende und auf uns warteten Lagerfeuer und Grillwürste zu Hause, denn diese waren Hannes ausdrückliche Wünsche für seine Feier. Hannes

Eine Feriennacht in der Töpferbaude Wieder einmal machten sich unsere naturbegeisterten Hortkinder in den Oktoberferien auf den Weg, um zu Fuß und mit Rucksack und Fernglas unsere herrliche Gegend zu entdecken und in einer alten Bergbaude zu übernachten. Nach dem Hochwald und dem tschechischen Polesi war dieses Mal der Töpfer unser Ziel. Los ging es in Hartau bei schönster Herbstsonne querfeldein nach Eichgraben, durch den Wald, vorbei an vielen Felsen und über so manchen drüber.

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Nach Waldbudenbauen, Versteckerspielen, Kraxeln und Klettern kamen wir gerade noch rechtzeitig auf dem Töpfer an, um vor der Dunkelheit die schöne Aussicht zu genießen. Am Lagerfeuer schmeckten uns die selbst gebrutzelten Würstchen und alle konnten es nun kaum erwarten – endlich hinein in die Töpferbaude, eine der ältesten, liebevoll erhaltenen Bergbauden unserer Gegend. Im gemütlichen Wanderquartier unter dem Dach wurden die Schlafsäcke ausgerollt und es gab noch viel Spaß und so manche gespensterliche Geschichte bis uns nacheinander die Augen zu fielen. Da sind sich alle einig, hier oben war es einfach Klasse! Lasst euch überraschen, wohin es in den nächsten Ferien geht. Anke Leumann

Ausflug 8 Deluxe Am Freitag dem 07.09.07 traf sich unsere Klasse zur gewohnten Zeit an der Schkola, um sie dann auch gleich wieder zu verlassen. Lernen außerhalb des Klassenzimmers war angesagt. Unser erstes Ziel war das Schmetterlingshaus, aber nicht um die farbenprächtigen Falter zu bewundern, sondern das sich seit Februar dieses Jahres in Betrieb befindende Blockheizkraftwerk anzusehen und seine Wirkungsweise kennen zu lernen. Zur Abkühlung begaben wir uns in die Eishalle. Dort erfuhren wir, wie eine Eismaschine funktioniert, die 180 m² Fläche für spannende Eishockeyspiele vorbereitet. Nach einem kurzen Zwischenspurt standen wir pünktlich am Haltepunkt, um mit der schnaufenden Bimmelbahn zum Jonsdorfer Hauptbahnhof zu „rasen“. Was würde uns hier noch erwarten, nachdem wir schon kostenfrei – nun ja bis auf den Klassenlehrer – fahren durften? Der Lokführer stieg mit uns aus und erklärte uns freundlicherweise die Wirkungsweise der Dampflok. Er sprach von Überdruck und bis zu 400 °C Wärme des Dampfes, vom Zylinder und noch vielem mehr ... Nachdem wir jede Menge über Druck erfahren hatten, erholten wir uns im Kurpark und ließen beim Kegeln im Kurhaus unseren Kräften freien Lauf. Da ließ der Druck schnell nach und alle gingen am Ende der ersten Schulwoche mit guter Laune ins Wochenende.


JONSDORF/ HRÁDEK NAD NISOU /CVIKOV Neue Bewohner in der Schkola Jonsdorf

Stundentafel Schkola Jonsdorf staatl.

staatl.

staatl.

staatl.

staatl.

Klassenstufe

5

5

6

6

7

7

8

8

9

9

10

10

Deutsch

5 5 3 0 2 1 0 5

5 5

5 5 3 0 1 1 0 5 2

5 5

4 4

2

2

2

2

2

2

3 1 1 0 0 1 2

3 2 2 0 2

2 1 1 0 0 1 1

3 1 1 0 1

2 1 1 0

3 1 1 0

2 1 1 0

3 1 1 0

2 1 2 0 4 2 2 1 2 3 1 1 0

4 3 3 0 0 0 2 4 2 2 2 2 3 0 0 2

4 3

2 1 2 0 4 2 2 1

4 3 3 1 1 2 0 4 2 2 1 2 2 1 1 0

4 3

2 2 2 0 4 2

4 4 3 1 1 2 0 4 2 2 1

4 4

2 2 2 0 5 2

4 4 3 0 2 2 0 4 2

2 2 2 0 4 2 2 2 2 3 2 2 0

1

1

1

1

1

1

1

1

Nachbarschaft&Sprache / Ethik Ethik Geografie Geschichte

Seit einigen Tagen hat die Schkola Jonsdorf neue Bewohner. In ein kleines, von der PU-Gruppe der Klasse 9 eingerichtetes Terrarium im Kunsthaus sind vor einigen Tagen afrikanische Achatschnecken eingezogen. Diese Schneckenart ähnelt auf den ersten Blick unseren Weinbergschnecken, allerdings sind sie deutlich dunkler. Und was man den kleinen Tierchen (noch) nicht ansieht, ist, sie werden mit einem bis zu 20 cm langen Schneckenhaus wesentlich größer als unsere Weinbergschnecken. Die Tiere sind unkompliziert in der Pflege, und wenn es doch mal länger nichts Frisches gibt verkriechen sie sich in ihr Schneckenhaus und verschließen es. Aber mit den richtigen Anreizen sind sie innerhalb von Minuten wieder munter. Vielleicht kommt so manchem diese Eigenschaft ja auch irgendwie menschlich vor. In den kommenden Wochen sollen die Schnecken ins Schulhaus ziehen und vielleicht werden sie in der Schkola Jonsdorf sogar Karriere machen: Mit ihrer Neigung zu Grünzeug, insbesondere zur Salatgurke, und ihrer Ruhe beim Essen könnten sie glatt das Maskottchen des Gesunden Frühstücks werden.

Stand: November 2007 staatl.

Englisch

In einem Terrarium leben junge Achatschnecken

16

Kombifach Geographie-Geschichte Mathematik

2 2 1 0 5

Physik Chemie Biologie Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung Sport Musik Kunst Kombifach Musik-Kunst Technik/Computer Informatik Werken

2

Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales

3

Praxis Neigungskurse

3 4

3 4

3

2

2

2

1

1

1

3

Vertiefungskurse Sprachkurs

2 2

Förderunterricht Religion (fakultativ) GTS - Fördern / Talente / Ergänzungsunterr.

2

Summe

33

2 2 2

33

32

2 2

33

31

33

2 33

2 34

1 34

2 35

1 33

2 32

Gleichzeitig verbindet der Schulträger damit auch die Hoffnung, einen wirkungsvollen Beitrag gegen die Abwanderung aus der Region und auch gegen Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit zu leisten. Die gewachsene sprachliche und interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen sind insbesondere günstige Standortvorteile in einer Grenzregion.

„Nachbarschaft & Sprache“ nun auf dem Zeugnis Schulleitung kehrt erleichtert aus Dresden zurück Nach nun mehr als 10 Jahren gibt das Staatsministerium für Kultus die staatliche Anerkennung für das Fach „Nachbarschaft & Sprache“ an der Schkola. Mit diesem Ergebnis kehrte die Schulleitung von einem Spitzengespräch aus Dresden zurück. Mit der Anerkennung ist nun auch offiziell die Durchgängigkeit des nachbarsprachlichen Angebotes von der Grundschule bis zum Abschluss der Klasse 9 bzw. 10 besiegelt und ein erklärtes Ziel der Schkola umgesetzt. Für die Absolventen der Schkola in Jonsdorf bedeutet dies, dass neben dem üblichen Fächerkanon der staatlichen Schulen nun auch das Fach „Nachbarschaft & Sprache“ auf dem Zeugnis ausgewiesen ist. Der Sprachunterricht in der Nachbarsprache ist nur ein Teil des Curriculums. Der zweite Teil „Nachbarschaft“ findet in den Begegnungstagen der Partnerklassen bis Klasse 6, dem einwöchigen Schüleraustausch in Klasse 7, den intensiven Sprachwochen und bei der selbstständigen Arbeit der Schüler in Klasse 8 und 9 in Projekten statt. Alle Formen der gemeinsamen Begegnung dienen dem gegenseitigen Verständnis, dem Kennenlernen und der praktischen Anwendung der Nachbarsprachen. Mit diesen Fähigkeiten ausgestattet werden sich die Chancen der Jugendlichen auf dem sich künftig noch mehr erweiterten Arbeitsmarkt verbessern. Voraussetzung ist und bleibt natürlich das Engagement jedes Einzelnen.

Weitere Ergebnisse des Gesprächs sind auch die geplanten Veränderungen in der Stundentafel. So sollen auch weiterhin alle Schkolaschüler bis zum Abschluss der Klasse 10 in Geographie und Geschichte sowie Kunst und Musik unterrichtet werden. Gleichfalls hat sich der Schulträger dafür ausgesprochen an der Schkola nur das Fach Ethik anzubieten. Die Wahlmöglichkeit zu Religion entfällt damit in Zukunft. Religion kann aber bei Bedarf fakultativ angeboten werden! Ethische Themen sollen in den Tagesablauf aufgenommen und vornehmlich in den Morgen- und Abschlusskreisen thematisiert werden. Mike Wohne

Mehr Gemeinsames bei den Mittleren Epochen, Wochenplan und Kreise wieder stärker im Fokus Die Vorbereitungswoche stand auch im Zeichen der Auswertung des letzten Schuljahres. So stellten die Lernbegleiter in Jonsdorf fest, dass die Schüler der Mittelstufe wenig gemeinsame Aktivitäten in ihren Lerngruppen hatten.


JONSDORF/ HRÁDEK NAD NISOU /CVIKOV Zu viel Fachunterricht in den Jahrgangsgruppen sorgte für organisatorische Unruhe und wenig Zusammenhang in der Lerngruppe. Die Schüler identifizierten sich zunehmend in der Altersgruppe. Mit Beginn des Schuljahres kam es daher wieder zu einer Verstärkung der Arbeit in den altersgemischten Lerngruppen. Die Wochenplanarbeit, Morgenund Abschlusskreise, Epochenunterricht und Präsentationen bilden die hauptsächlichen Organisationsformen im Kontext des sozialen Lernens an der Schkola. Was ist eine Epoche? Der gewohnte Unterricht in den Fächern Biologie, Physik, Geographie, Ethik, Musik, Kunst und Geschichte weicht hier einem Gesamtthema, an dem alle Schüler und Lernbegleiter gemeinsam arbeiten. So wollen wir auch erreichen, dass die Schüler lernen in Gesamtzusammenhängen zu denken. Das erste Thema stand ganz im Zeichen des Feuersalamanders (das Maskottchen der Schkola Jonsdorf). Es folgten die Epoche „Der grüne Planet“, „Fabeln“ und „Der Mensch“. Die Schüler forschen, erkunden, fassen zusammen und präsentieren vor der Lerngruppe oder der gesamten Mittelstufe die Ergebnisse. Die Lernbegleiter beraten, moderieren, helfen, geben Impulse und stellen interessante Materialien zusammen. So entstehen auch Schatzkisten! Die Eltern können nachfragen, sich einbringen, interessante Materialien sammeln und so auch den Prozess aktiv unterstützen. Es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen. Sie können auch gern einmal an den Präsentationen teilnehmen und werden überrascht sein, was da alles zusammengetragen wird. Am Anfang stehen die Fragen, die Annahmen, Vermutungen oder die Ausrufzeichen: Pflanzen können sehen, hören, denken und fühlen! Da sollte man doch mal genauer hinschauen. Und dies taten die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe, indem sie sich intensiv in die Thematik einarbeiteten. Spannend die Ergebnisse: die Kartoffel kam also aus Amerika und der Salzgehalt der Meere ist nicht immer gleich – ja, wo liegen eigentlich die so genannten Weltmeere? Eine geografische Karte kann unheimlich groß sein, wenn man erst 12 Jahre ist!

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Die Präsentation zum „Grünen Planet“ war reichhaltig und für jeden interessant und die Kreativität der Schüler grenzenlos. Sind noch die Weltkugeln zu sehen, welche die Themen anzeigen? Jede Welt ist anders ... Beim Thema Mensch ging es eben auch um eigene Erfahrungen in der Yogastunde. Gar nicht so leicht sich aktiv zu entspannen ohne einzuschlafen! Ines Eßer, Mike Wohne

Klasse8-druck-experiment … In Gruppen hatten die Schüler das Thema „Druck“ bearbeitet und dann sich gegenseitig die Ergebnisse präsentiert. Hier weisen Richard und Modi den Luftdruck nach. Das ist ihnen recht eindrucksvoll gelungen.

Schüleraustausch mit Übernachtung? – Ja! In der dritten Schulwoche trafen sich in Hartau die tschechischen und deutschen Eltern der Kinder von den 7. Klassen, um eine lebendige Organisation und Durchführung des Unterrichtsfaches „Nachbarschaft und Sprache“ zu besprechen. Bereits die erste Aufgabe – sich in der Fremdsprache vorzustellen – klappte wunderbar. Ideenreiche Diskussionen begannen, als die Regeln des Schüleraustausches vorgestellt wurden. Übernachtung bei meinem Paten – JA oder NEIN? Janine Scholze und Elisa Knorr haben ihren Schüleraustausch gestartet, beide mit Übernachtung. Die Eltern aller Familien sind sich begegnet, um vereinbaren zu können, was an den Nachmittagen stattfinden kann (gewonnen hat das Tanzen), und was man kochen wird, und …


JONSDORF/ HRÁDEK NAD NISOU /CVIKOV Insgesamt trafen sich an diesem Abend vier Paare von denjenigen SchülerInnen, welche sich bis Weihnachten am Schüleraustausch beteiligen werden. Ein weiteres Treffen folgt in der Vorweihnachtszeit, damit keiner zu kurz kommt. Vielen Dank an die Eltern, welche unsere Arbeit unterstützen, und den Kindern viel Spaß und eine aufregende Austauschwoche wünscht Eva Čermáková.

Meine Zeit an der Schkola Jonsdorf Mein Name ist Franziska Lenk und ich studiere an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald die Fächer Biologie, Englisch und Deutsch als Fremdsprache für das Lehramt am Gymnasium. Im Rahmen meiner Ausbildung absolvierte ich an der Schkola Jonsdorf im September und Oktober ein vierwöchiges Hospitationspraktikum. Dafür habe ich nicht nur am Unterricht, sondern auch an Arbeitsgemeinschaften teilgenommen, der Dienstberatung und einem Elternabend beigewohnt. Nach einiger Theorie zu Reformpädagogiken an der Uni war dies mein erster praktischer Kontakt mit alternativen Unterrichtsformen. Es war für mich eine sehr spannende und lehrreiche Zeit, in der ich sehr viele unterschiedliche Eindrücke gewinnen konnte. Ich bin sehr froh darüber, die Chance erhalten zu haben mein Praktikum in Jonsdorf durchführen zu dürfen. In diesem Sinne möchte ich mich noch einmal bei all denjenigen bedanken, die mir dies ermöglicht haben. Franziska Lenk

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Für eine Woche trafen sich 18 deutsche und 12 tschechische Schüler aus Jonsdorf und Cvikov in Marienthal zur gemeinsamen Projektzeit. Angeregt durch das IBZ befassten sie sich mit Tausendfüßlern, Wasseruntersuchungen, Bodenproben, Malerei, Sport, Baumpflanzungen, besuchten das Bioheizkraftwerk und die Schkola in Ostritz und hatten auch „Glück“. An einem Vormittag erfuhren und erlebten sie, was Glück ist, wie man es halten und erzeugen kann. Der animalische Aspekt beim atmenden „Gorilla“ am Ende des Workshops lies alle herzlich lachen und für einige Augenblicke glücklich sein. Wohl fühlten sich alle im neu gebauten Haus St. Clemens, mit der modernen Ausstattung und nicht zuletzt auch der hervorragenden Verpflegung. Ein Dank an das Team des IBZ. Bereits im März werden sich die Jonsdorfer schon wieder zum Studiencamp treffen. Dann geht es um die intensive Vorbereitung der anstehenden Abschlussprüfungen. Schon jetzt wünschen wir dafür viel „GLÜCK“. Mike Wohne

Pferde auf dem Schulhof Nicht schlecht geschaut haben wir, als an einem Freitag zwei entlaufene Pferde auf dem Sportplatz standen. Glücklicherweise haben wir Mädchen, die sich mit diesen großen Tieren auskennen. Ziemlich treffsicher waren die Feststellungen: junger Hengst (noch ein Fohlen) und eine „Oma“, also eine alte Stute (sie war auch wirklich 28 Jahre). Bis zur 9 Uhr-Pause gelang es uns, die Pferde am Ort zu halten - Jutta hatte reichlich Äpfel und Semmeln spendiert - dann kam die Halterin und Linda und Anna-Maria durften die Pferde mit zur Weide führen. Eberhard

Ein Tresen in der Schule Glück gehabt mit „Prima Klima“ für unsere Zehner Freunde, Familie, Liebe, am Computer sitzen oder Ferien haben das sind Glücksmomente von Jugendlichen diesseits und jenseits der Grenzen.

Ein Tresen, nein nicht was Ihr denkt, nicht so einer. Ein Empfangstresen im Schulbüro. Das geschwungene Schkola „š“ als Ablage, Blickpunkt und auch Abgrenzung. In den Oktoberferien wurde gebaut und gemalert, um den Flur im Mittelgang der Schkola Jonsdorf hell und übersichtlicher zu machen. Das „Aquarium“ gehört nun der Vergangenheit an. Heidi Herzog hat kurz danach ihre neues Domizil bezogen und nun besitzt sie den Überblick im wahrsten Sinn des Wortes. Für unsere Gäste ist es übersichtlicher und freundlicher.


JONSDORF/ HRÁDEK NAD NISOU /CVIKOV/OSTRITZ /TURÓW In dem Zuge wurde auch das Lernbegleiterzimmer neu gestaltet und umgebaut. In den nächsten Monaten entsteht ein Kommunikations- und Begegnungsraum im Mittelgang. Im Obergang sind Erneuerungen und Verschönerungen in den Februarferien geplant.

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Die Mädchen rund um die „Filialleitung“ Anne und Stöcki verkaufen dabei allerlei Nützliches und Schönes rund ums Fest. Seit September wird bereits im Kunsthaus in Jonsdorf entworfen und verworfen, geformt und gegossen, glaciert und gebrannt. Heraus kommen Unikate wie Engel oder Räuchermännel, Schneemänner oder einfach Schmuck für den Weihnachtsbaum. All dies wird im Laden zu haben sein. Und wie schon beim traditionellen Osterladen der Schkola werden natürlich auch die drei Grundschulen der Schkola mit von Kindern hergestellten Produkten vertreten sein.

Mike Wohne

17-Minuten-Ball zum Tag der offenen Tür Musikalisch beschwingt begann und endete der diesjährige Tag der offenen Tür in Jonsdorf. Premiere hatte das Treppensingen. Punkt 10:00 Uhr drängten sich die Besucher im Aufgang zur Schkola. Die Schkola-Hymne erklang und Ines Eßer eröffnete feierlich mit einer neuen Ausstellung. Danach gab es viel zu sehen und zu erleben. Zu den Gästen zählten auch alle Schulleiter des Schkola-Schulverbundes, die sich dann ab Mittag zu ihrer Tagung zurückzogen. In den Lernräumen konnten die Besucher die Arbeitsweise, den offenen Unterricht und die Projekte an der Schkola Jonsdorf kennen lernen. Im Lernflur der Oberstufe wurde das neue Terrarium eingeweiht. In der Cafeteria gab’s wieder Leckerbissen für Jung und Alt. Den Abschluss bildete ein 17 Minuten Ball in der Turnhalle. Schüler und Absolventen führten Standard- und lateinamerikanische Tänze vor, die sie in der Tanzschule lernten.

Weihnachtsladen in Zittau

Die Gewinne kommen im Übrigen den Schülerinnen zugute, die gemeinsam über die Verwendung entscheiden. Davon werden Materialien angeschafft oder einfach nur das nächste Projekt bei einem üppigen gemeinsamen Essen vorbereitet. Christian Zimmer

Apfeltag Am 14.09.2007 war es wieder soweit. Unser jährlicher Apfeltag fand statt. Viele große und kleine fleißige Helfer fanden sich ein und zogen zum Teil gleich wieder aus, um in nahe gelegenen Gärten Äpfel zu ernten. Die anderen blieben im Schulgarten und schüttelten die Äste der Apfelbäume, trennten die guten von den schlechten Äpfeln und luden sie dann ins Auto von Herrn Kretschmer, der diese gleich in die Mosterei fuhr. Emsig wurde aufgelesen, so dass zum Schluss wieder ca. 2 Tonnen Äpfel zusammen kamen. Diese Leistung wurde mit einem gemütlichen Beisammensein am Abend gekrönt. Es wurde gegrillt und viele Leckereien standen am Buffet bereit. Sehr gefreut haben wir uns auch über den Besuch unserer polnischen Partnerschüler mit ihren Eltern und der Lehrerin.

Schülerinnen der Schkola Jonsdorf machen Weihnachtsladen Wer jetzt nicht aufpasst, der wird sich bald im Dezember wiederfinden und vielleicht überrascht sein, dass schon wieder Weihnachten vor der Tür steht. Und natürlich sind noch keine Geschenke gekauft. Für solch Überraschte, aber natürlich auch für alle, die sich schon das ganze Jahr wieder darauf freuen, wird in der Woche vom 10. bis 14. Dezember in der Reichenberger Straße der Weihnachtsladen der Schkola Jonsdorf geöffnet sein. Wie schon vor Ostern führt die PU-Gruppe der Klasse 9 der Schkola Jonsdorf in der Vorweihnachtszeit in Zittau für eine Woche das Ladengeschäft.

Ganztagsschule ist mehr als Schule² Die Bildungsagentur hat alle Projektanträge für die SchkolaSchulen genehmigt, so dass wir nun loslegen können. Dabei sind die Einbindung in den Tagesablauf und die Vielfalt wichtig. Unterstützt werden wir dabei von Eltern, von Fachleuten und Vereinen. So auch in Ostritz. Die Kinder können gesund kochen, Sport treiben, neue Spiele spielen oder in der Gruppe „Naturschutz“ Pflanzen und Tiere unserer Heimat kennen lernen.


OSTRITZ /TURÓW

Lerntherapeuten unterstützen die Arbeit unserer Begleiter. Verschiedene Kunstangebote lassen Kinderhände kreativ werden, sei es beim alten Handwerk oder beim Malen und Zeichnen. In der Theatergruppe wird wieder geschauspielert und bei Bewegung und Tanz werden die Hüften geschwungen. Fürs Köpfchen gibt es die Schachgruppe und Sprechen und Spielen wie in unserem Nachbarland Polen. Wie der richtige Umgang am PC funktioniert, das lernen die Kinder in der Gruppe „Computer“. Sicherlich ist für jeden etwas dabei.

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konnte mit Stolz die große Zuckertüte entgegennehmen. Mit Unterstützung des Fördervereins und vieler Eltern der Zweit- und Drittklässler konnte wieder ein großes Buffet zur Schweinevesper aufgetischt werden. Als Abschluss des Tages wurde die traditionelle Schatzsuche mit Frau Julia Hain vom Förderverein durchgeführt. Für unsere neuen Erstklässler wird dieser Tag mit Sicherheit in schöner Erinnerung bleiben und wir wünschen ihnen in ihrem ersten Schuljahr viel Freude am Lernen und dass sie viele neue Freunde kennen lernen werden.

Neue Eindrücke und Erfahrungen Hallo, ich bin Alexandra. Im Rahmen meiner Ausbildung als Erzieherin in Bad Lausick besuchte ich vom 17. September bis zum 02. Oktober 2007 die Schkola in Ostritz. Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwartet, war aber sehr gespannt auf die neuen Erfahrungen, die ich in der Schkola machen würde. Also ging ich mit gemischten Gefühlen zu meinem ersten Praktikumstag. Meine Aufregung war schnell verflogen, als ich von den netten Lehrerinnen in der Schkola begrüßt wurde. Die Klassenräume sind gemütlich und bunt gestaltet, hier kann man sich richtig wohl fühlen. Der Unterricht läuft in der Schkola etwas anders ab, als in einer staatlichen Schule. Hier gibt es keine langen, anstrengenden Unterrichtsstunden, bei denen man sich an einen strengen Ablaufplan halten muss. Die Kinder lernen hauptsächlich mit Hilfe eines Wochenplanes, das heißt, sie müssen genauso ihre Aufgaben schaffen, können sich aber selbst einteilen in welcher Reihenfolge sie arbeiten wollen. Außerdem lernen die Kinder nicht nur schriftlich und im Klassenraum sondern es finden auch Waldtage und Begegnungstage mit den Kindern aus der polnischen Partnerschule in Bogatynia statt. Mein Praktikum in der Schkola hat mich an vielen neuen Erfahrungen reicher gemacht und ich möchte mich hiermit noch einmal ganz herzlich bei allen für die schöne Zeit in der Schkola bedanken. Alexandra

Ein großer Tag für die Schulanfänger In diesem Schuljahr konnten wir wieder 13 neue Schüler in unserer Schkola begrüßen. Die „Großen“ haben für den Schuleintritt das Theaterstück „Der Regenbogenfisch“ einstudiert und führten es unseren Erstklässlern und den vielen Gästen vor. In der ersten Unterrichtsstunde wurden die Kerze und der Erzählstein herumgegeben, schon einige Buchstaben geschrieben, Hefte und Bücher ausgeteilt und gesungen. Jedes Schulanfängerkind schickte einen Luftballon auf Reisen und

Sommerferien 2007 in der Schkola Ostritz Das Wetter gestaltete sich in den Ferien sehr wechselhaft, was uns von verschiedenen tollen Aktionen nicht abhielt. Ob nun ein Spieletag mit vielen neuen Gesellschaftsspielen oder ein Besuch auf der Jonsdorfer Waldbühne – es war immer etwas los! Herr Kurz aus Dresden brachte eine große Auswahl an Insekten mit und erklärte uns sehr anschaulich, wie viele Insekten und welche Arten es gibt und einige durften wir sogar auf die Hand nehmen. Der Überraschungstag, bei dem die Kinder nicht wussten, wo es hingeht, wurde ein einzigartiges Erlebnis. Beim Besuch der Minigolfbahn in Jonsdorf kürten wir die Minigolfer des Tages. Danach wurde im Goldbach gespielt und ein Bad im Olbersdorfer See genommen, wobei wir Bekanntschaft mit einer Schwanenfamilie machten. Mittelalterlich ging es für einige in der dritten Ferienwoche zu. Es wurden Werkzeuge und Kleidung hergestellt und verschiedene Bräuche des Mittelalters kennen gelernt. Ein Ausflug zur Kulturinsel Einsiedel erfreute viele Kinderherzen.


OSTRITZ /TURÓW/ OBERLAND/ RUMBURK Sport in Ostritz und Turow Mit diesem Schuljahr startete in Turow das Sportjahr. Es begann mit einem Sportfest für alle Klassen, auch für uns. Verschiedene Stationen, wie zum Beispiel Rumpfbeugen, Ball in den Korb, Hula-HoppReifen und anderes, mussten durchlaufen werden. Zum Schluss gab es für jedes Kind einen kleinen Preis. Aber auch die Ostritzer Schkolaner sind nicht unsportlich. So gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich auch außerschulisch sportlich zu betätigen. Sei es beim Fußball, in Leichtathletik, beim Reiten oder Judo. Mittlerweile nehmen einige Kinder auch schon an Turnieren oder Wettkämpfen teil und sofern es meine Zeit ermöglicht, bin ich als größter Fan meiner Sportler dabei. Im Sportunterricht lernen die Dritt- und Viertklässler gerade die verschiedenen Möglichkeiten des Brennball-Spiels. Der Wunsch, einen Wettkampf gegen die Lernbegleiter zu starten, der wurde schon geäußert und vielleicht lässt er sich ja auch bald in die Tat umsetzen. Jacqy Radisch

Trotz trüben Wetters, konnten wir am Sonnabend viele Besucher in unserer Schkola begrüßen.

In unserer Max-Klasse konnte sich jeder von den Lernmethoden ein Bild machen. Eltern unserer Schkola gaben Tipps und Anregungen an Interessierte weiter. Unsere Lernbegleiter hatten für jeden ein offenes Ohr und konnten viele Fragen beantworten. Die Schkolaführer haben die Besucher in Empfang genommen und sie durchs Haus begleitet und erzählt, wie der Tag in der Schkola eingeteilt ist. Auch in der Maja-Klasse wurden die Unterrichtsmittel als Anschauungsmaterial ausgelegt und gezeigt, wie man damit arbeitet. Ein polnisches Laufdiktat für unsere Besucher hat für viel Spaß gesorgt. Unsere kleinen Besucher konnten ihr Geschick und ihre Kreativität beim Filzen unter Beweis stellen.

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Die Eltern der Max- und Maja-Klasse haben sich um die Schlemmereien gekümmert. So konnte ein wunderschönes Buffet aufgestellt werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle. Es waren ein paar aufregende und spannende Stunden für uns und wir freuen uns schon auf den nächsten „Tag der offenen Tür“.

Verabschiedung der Viertklässler Im vergangenen Schuljahr verabschiedeten wir das erste Mal an der Schkola Ostritz unsere Viertklässler in einen neuen Lebensabschnitt. Als kleinen Abschluss unternahmen wir eine Ausfahrt zur Hochwaldbaude in Oybin. Wir wurden mit einer leckeren Pizza vom Gastwirt verwöhnt, hatten einen lustigen Spieleabend und unternahmen eine kleine Nachtwanderung zum Hochwaldturm. Die Nacht in den kuscheligen Märchenbetten stärkte uns für die große Wanderung am nächsten Tag, die uns über den Töpfer nach Oybin zur Teufelsmühle führte und von wo aus wir mit dem Bimmelboan´l nach Zittau fuhren. Auch die Viertklässler hatten eine kleine Überraschung für uns alle vorbereitet. So übten sie im letzten Halbjahr an einem selbstgeschriebenen Theaterstück, welches sie den Mitschülern, Lernbegleitern und Eltern am Abend vor der Zeugnisausgabe vorspielten. Ein sehr schönes und weises Stück – Man kann Hürden nur gemeinsam im Team überwinden!!! Wir wünschen unseren ehemaligen Viertklässlern auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg!

Tag der offenen Tür in der Schkola Oberland Am 3.11. hatten wieder viele interessierte Kinder und Erwachsene den Weg in unsere Schkola gefunden. Sie durchstreiften neugierig unsere Flure und Lernräume und zeigten Interesse durch das Stellen zahlreicher Fragen.


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Allerlei Fertigkeiten können die Kinder in Angeboten wie „Oberlausitzer Handwerkstechniken“, der Reporterwerkstatt, auf dem Bauernhof, bei Kunst, beim Englisch für Frühaufsteher, den Sanitätern und dem Lese- und Handarbeitskreis unter Beweis stellen. Auch musisch können die Kinder der Schkola Oberland sich im Chor und im Angebot „Schulband“ ausprobieren. Viele Geheimnisse der Natur erfahren unsere Kinder durch die „Kräuterhexe“. Voller Begeisterung und in großer Vorfreude haben die Kinder ihre Angebote ausgewählt. Nächste Woche starten sie. Viel Freude dabei wünschen allen Kindern Claudia und Susann.

Keine Eselei Der Schulabschluss nahte und damit auch der Abschied von einem großen Teil der Klasse. Mit der Umorganisierung der Altersmischung auf 1. bis 3. Klasse sollte sich für die Paula-Klasse sehr viel verändern. Der Eselhof in Neundorf-Paulsdorf war die geeignete Umgebung für eine letzte gemeinsame schöne Erinnerung. Der Aufwand schien enorm, weil die Kinder nach der Zeugnisausgabe dort abgeholt werden mussten. Doch die Kinder auf dem Hof zu sehen, wie sie die Esel fütterten und streichelten oder wie sie mit Fahrrädern auf dem angrenzenden Feldweg fuhren oder im Sand buddelten, entschädigte für alle Mühe. Dieser Ausflug war nicht nur ein Jahres- und Klassenabschluss, sondern er offenbarte ebenso Fähigkeiten der Kinder im Umgang mit den Tieren, die bleibende Erinnerungen geworden sind. Claudia und Annett

Das Mittelalter ist doch schon so lang her ... ... schießt ihnen bestimmt gleich in den Kopf. Dass dies nicht so ist, wird sich in den nächsten Wochen in der Schkola Oberland zeigen. Nämlich dann, wenn 12 Kinder in das Ganztagsangebot „Mittelalter“, durchgeführt vom Milzener e.V., starten. In diesem Angebot werden die Kinder vieles über das Leben und den Alltag der Slawen, die im 11. Jahrhundert in unserer Gegend gelebt haben, kennen lernen und selber ausprobieren. Vor allem auf Letzteres freuen sich die Kinder besonders. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Angebote, die unsere Kinder in ihren Bann ziehen werden. Sportlich geht es bei uns in Judo, Fußball für Fortgeschrittene, Tanz und Schach zu. Einen Ausgleich zum Schulalltag finden die Kinder in Yoga, in den Entspannungsangeboten für Jungen und Mädchen, der Sauna oder bei gymnastischen Übungen in der Rückenschule.

PS: Stets sind wir auf der Suche nach neuen Angeboten für unsere Kinder. Wer Interesse und Ideen hat, kann sich in der Schkola Oberland melden. Einen kleinen Ausblick möchten wir an dieser Stelle schon geben. Ab Februar warten auf die Kinder Angebote wie z.B. Mundart und „Tschechien erleben“!

Tschechisch erleben Ein Ganztagsangebot der Schkola Oberland ab Februar 2008 Wisst ihr, was eine Osterrute ist? Habt ihr einmal einen Teufel, einen Engel gemeinsam mit einem Nikolaus gesehen? Ahnt ihr, warum die tschechischen Mädchen im Dezember einen Kirschzweig pflücken? Wollt ihr euch gemütlich hinlegen und die bekanntesten tschechischen Märchen hören? Singt ihr gern und das auch auf tschechisch? Wie wäre es mit tschechischen Obstknödeln und ihrer Vorbereitung? Wenn ihr mindestens dreimal mit „Ja!“ geantwortet habt, dann wäre dies auch ein Angebot für euch! Jeden Mittwoch ab 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr werden unsere Schüler ab Februar die Möglichkeit haben, auf alle diese Fragen eine Antwort zu finden. Sie werden tschechische Bräuche und Sitten kennen lernen, gemeinsam nach tschechischen Rezepten kochen und backen, Lieder singen und Märchen lesen. Sie erleben einen tschechischen Alltag und unternehmen kleine Ausflüge zu den Nachbarn. Sie setzen ihre Sprachkenntnisse in die Praxis um und versuchen selbstständig etwas Leckeres im Restaurant zu bestellen oder eine Busfahrkarte zu kaufen. Dita Helikarova


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Verantwortung und Gefahrenbewusstsein, fördert Kreativität und Teamgeist. Es hat uns großen Spaß gemacht, die Kinder beim Klettern zu beobachten, wie sie mit Bedacht und Konzentration jeden Tritt und jeden Handgriff tätigten. Es war für uns alle ein unvergesslicher Vormittag, vielen Dank noch mal an die Drei von der Klettergruppe und vielleicht hat sogar der Eine oder Andere sein neues Hobby entdeckt. Übrigens der 1. Preis unserer Verlosung war eine Übernachtung im Heu auf dem Bauernhof der Familie Kipke in Ebersbach. Dieser Hauptpreis ging an Birgit Kühn und ihre Söhne, wir sind schon sehr gespannt auf diesen Bericht. Kerstin Hähnel

Was kriecht denn da? Epoche im Oberland

Ein Vormittag an der Kletterwand Schon in allerbester Ferienlaune trafen sich am Samstag vor den Sommerferien Jacob, Konrad, Johann, Marius, Moritz, Vallerie, 2x Jessica, Oliver, Miriam, Lena, Rica, Justus, Julius und einige Eltern aus der Schkola Oberland vor der Gewichtheberhalle in Eibau. Die Kinder hatten bei unserer Stempelverlosung am Silberteichwochenende einen Vormittag an der Kletterwand gewonnen. Natürlich waren wir alle recht aufgeregt. Theresa Rudolph, Eleen und Bastien Hoffmann von der SG Fortschritt Eibau, Abteilung Bergsteigen begrüßten uns und überraschend gab es für alle eine kurze sportliche Erwärmung und so fing alles schon sehr locker an. Dann ging es an die Wand. Das klingt jetzt so einfach. Mancher bekam in Anbetracht der Höhe dann doch ein wenig Respekt. Für die meisten war es das erste Erlebnis an einer Kletterwand und somit standen das Klettererlebnis und Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Unter qualifizierter Anleitung gingen wir die Wände hoch – im positiven Sinn. Wir konnten uns sogar echte Kletterschuhe ausborgen, bekamen einen Klettergurt verpasst und dann musste man sich erst mal reinfinden in Seile, Haken, Griffe und Karabiner. Wir lernten etwas über die Sicherungstechniken und merkten, dass man beim Abseilen ganz schön mutig sein muss - loslassen und vertrauen. Klettern ist in seiner ursprünglichen Form kein Wettkampfsport. Leicht kann man auch mit einer größeren Gruppe, egal ob Kinder oder Erwachsene, auch mit unterschiedlichen Könnensstufen eines jeden einzelnen, diesen Sport gemeinsam ausüben. Klettern vermittelt Gemeinschaftserlebnisse, Spannung, Abenteuer, aber auch

Besucher konnten glauben, dass sich die Schkola in ein Naturkundemuseum verwandelt hatte. Eine riesige Anakonda, eine Riesenschildkröte, Lurche, Echsen, sogar eine lebende Schlange, die Max im Garten fand und Mikes russische Landschildkröte belebten den Flur. All das nutzen die kleinen Wissenschaftler, um zu forschen, zu beobachten, zu zeichnen und zu schreiben, Plakate herzustellen und schließlich zu präsentieren. Im ersten großen Epochenthema des neuen Schuljahres, widmeten sich die Viertund Fünftklässler im Oberland den Kriechtieren. Die Schildkröte ist nun schon längst im Keller zur Winterstarre. Wenn sie im Frühjahr wieder aufwacht ist viel Zeit vergangen, was bleiben wird sind die Erinnerungen Katrin

Zum 4. Mal bei uns Auch dieses Jahr wuselten wieder viele kleine Schulanfänger durch unser Haus. Sie waren mit ihren Familien gekommen, um mit einem besonderen Tag in ihr Schulleben zu starten. In der gut gefüllten Aula wurden sie in das Zauberland entführt und entdeckten gemeinsam, wie wichtig „FREUNDSCHAFT“ ist.


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Und die Begeisterung für das Streit!Schlichten wurde geweckt. Die angehenden Streitschlichter treffen sich nun regelmäßig in ihren Schkola-Schulen. Das Wiederholen des Erlernten und das Kennenlernen neuer wichtiger Punkte für die Streitschlichtung wird dabei Inhalt sein. Aber auch der Austausch über die eigenen Erfahrungen und das gemeinsame Miteinander sollen dabei nicht zu kurz kommen.

Wir danken allen SchkolaKindern, die mit viel Lust und großem Fleiß das Programm geprobt und aufgeführt haben. Nach der ersten Stunde in ihren Lernräumen und dem „Steigenlassen“ von Schulanfangsgrüßen warteten die Zuckertüten im Park. Nach der „schweren Arbeit“ konnten sich alle am leckeren, üppigen Kuchenbuffet stärken und ein schöner Nachmittag ging zu Ende.

Ein lieber Dank für ihre tolle Unterstützung gilt den Lernbegleitern Holger aus der Schkola Hartau und Frank Partko aus der Schkola Jonsdorf. Claudia Pfennigwerth

Birgit Kühn und Kerstin Maurer

Entschuldige bitte, es tut mir leid! 2. Streit!Schlichter-Training auf dem Hochwald Überall da, wo Menschen miteinander zu tun haben, gibt es auch Streit und Konflikte. Beim miteinander Spielen mit Freunden, mit den Eltern oder in der Schule. Nicht immer ist es leicht, den Konflikt selber zu klären. Deshalb haben sich interessierte Kinder aus den Schkola-Grundschulen dafür entschieden, mehr über die Streit!Schlichtung zu erfahren. Sie wollen als Streit!Schlichter künftig den Streitenden in einem Konflikt helfen, Lösungen für ihren Streit zu finden. Dafür erlernen sie ein besonderes Vorgehen kennen. Wichtig ist hierbei, dass nicht die Streit!Schlichter die Lösung vorgeben, sondern diese allein von den Streitenden gefunden wird. Und somit fand in den Herbstferien schon das zweite Streit!Schlichter-Training für Kinder der Schkola Oberland, Hartau und Ostritz statt. Gemeinsam wurde dazu zu Fuß für drei Tage der Hochwald erobert. Übernachtet wurde in der Hochwaldbaude. Hier wurde auch eifrig gearbeitet – das Thema Streit und Konflikte besprochen, geübt, wie man sich in der Streitschlichtung ausdrücken kann und wie eine Schlichtung abläuft. In der freien Zeit ging es oft nach draußen. Es wurde im Wald gespielt, verschlungene Waldwege erkundet und gewandert. Höhepunkte waren dabei die spannenden Waldaufgaben, das Lagerfeuer am Turm, über dem Würste und Marshmallows gegrillt wurden und die ersten Schneebälle. Die drei Tage waren viel zu schnell vorbei. Neue Freunde haben sich gefunden und alte Freundschaften wurden aufgefrischt.

Kunterbunte Talentewochen Die ersten 2 Wochen des Schuljahres wurden zum Kennenlernen der Kinder und der neuen Lernbegleiter genutzt. Für die Nachmittage waren 2 Talentewochen geplant. Am Donnerstag, dem 13.09.07 startete die Abschlussveranstaltung dieser Wochen. Eltern und Kinder waren zu einer bunten und gesunden Vesper eingeladen. Zwei Sprecher führten anschließend durch das Programm. Es begann mit einer Tanzgruppe, gefolgt von einer artistischen Darbietung und einer Einradvorstellung der 4. und 5. Klassen. Eine Pantomime und ein Theaterstück der 1.- 3. Klassen vervollständigten das schöne Programm. Der Tag klang in einer gemütlichen Runde am Feuer, mit Knüppelteig am Stock, aus. Sabine Hafenberg


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Erste Bewährung für unsere neuen Teams Wie die Großen so die Kleinen In der Schkola Oberland gibt es nun zwei neue Lerngruppen: „Conni“- und „Rudi“-Klasse. Hier lernen Schüler der vierten und fünften Klasse gemeinsam. Um den Zusammenhalt und die Teamfähigkeit zu stärken, begaben wir uns am 17.09.07 zum Teamparcours im Querxenland Seifhennersdorf. Hier gab es viele Hindernisse zu überwinden. Als gelöst galt eine Aufgabe nur, wenn es alle Teammitglieder geschafft hatten. Also hieß es helfen, unterstützen, gemeinsam planen, Niederlagen hinnehmen und neue Versuche starten. Wir hatten sehr viel Spaß dabei und waren gemeinsam erfolgreich. Unserem Zusammenhalt hat´s auf alle Fälle gut getan! Katrin

Liebe Eltern, Großeltern, Freunde und Lernbegleiter, ja das sind die Begleiter, das ist hervorragend! Ich werde ganz kurz sprechen, um sie nicht aufzuhalten, wegen des Bufetts um die Ecke, was ich da gesehen habe. Es riecht so schön wenn die Türen geöffnet werden. Aber jedenfalls muss ich sagen, ganz ohne Protokoll, so aus dem Herzen, dass ich mich überwältigt fühle hier. Eine schöne Sache jagt die andere. Ich muss sagen, nach dem ersten Schock, nach Ebersbach zu kommen. Ich denke, nicht so schwer. Ebersbach, nun Bach, die Schule, ein größeres Gebäude, das werde ich auch finden … So einfach war es nicht. Am Anfang musste ich fragen: Wissen sie, wo das Gymnasium hier ist, wo eine Schule eröffnet wird. Und er so ca. 35 Jahre: Hier Schule - nö! Keine Schule eröffnet, nur geschlossen!

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Nun, mittels der drahtlosen Technik konnte ich mich mit Mike in Verbindung setzen und er hat mich navigiert hierher. Da hab ich gewusst: ich bin hier richtig. Und das hier (zeigt in die Aula, wo die Veranstaltung stattfindet) ist auch RICHTIG. Denn als ich vor dem Haus stand: Das ganze Haus? Das ganze? Ja, das ist unsere Schule; mehrere natürlich. Das war eine Sache, die ich ein bischen heruntergeschluckt habe. Und als ich die Klassen gesehen habe, da war es dann mit Neidblick. Ich konnte mich erinnern an meine Schulzeit. Es ist zwar lange her, aber die Erinnerungen sind immer geblieben. Und das war überwiegend Inhalieren von Grammatik und Formeln. Diese schrecklichen Dinge, die man auswendig lernen musste und dann wieder musste. Und es ist mir nicht viel davon geblieben. Zunächst habe ich gelernt in meinem Unistudium das komplexe Denken, die Zusammenhänge sehen und zu verbinden, zu verknüpfen. Und das lernen die Kinder hier von Anfang an. Das ist ein riesengroßer Vorteil und vor allem hier in der Grenzregion. Ich sage nie Dreiländereck, denn mit Ecke habe ich schlechte Erfahrungen, was die Schule betrifft. Also ich das erste Mal in einer sehr schön aufgemachten Presse gelesen habe, was der Mike geschickt hat, ein Fach: Nachbarschaft und Sprache. Das ist für mich eine Sache, die ich das erste Mal gesehen habe. Das man zuerst eine Nachbarschaft lernt und die Sprache dazu. Die Sprache immer auch ganz gut in Prag, in Dresden oder Leipzig oder wo auch immer erlernen, die Fächer auch. Aber die Nachbarschaft, das Mentale zu verstehen, wie der andere über die Grenze, die man hier zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann, denkt. Das man nicht nur versteht, was der andere sagt, sondern auch warum er das sagt. Das ist enorm wichtig. Das ist ein Vorteil und das lohnt sich. Meine Kinder, ich habe selber zwei, 5 und 9 Jahre, die fragen besonders beim Lernen: Pappa, lohnt sich das zu lernen? Ich muss natürlich auch sagen: Ja, das lohnt sich. Aber diese Zusammenhänge zu lernen, die Nachbarschaft zu lernen, lohnt sich ganz bestimmt. Ich bin zweisprachig aufgewachsen in einer gemischten Familie und kann selber bestätigen, liebe Kinder, lieber Schüler wollt ihr heißen: Es lohnt sich! Es ist ein riesengroßer Vorteil, nicht nur beruflich sondern auch für das Private. Für die Kontakte, für die Freundschaften etc. Also Kinder, macht mit! Es lohnt sich. Es lohnt sich mitzumachen. Und Eltern auch für die Schule, für die Lernbegleiter.


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Ein feuchter Herbstputz Unser alljährlicher Herbstputz begann dieses Jahr am 28. September bei strömendem Regen. Trotzdem packten alle Eltern kräftig mit an und wir bereiteten die Rabatte beim hinteren Eingang für eine neue Bepflanzung vor. Dies geschah dann am darauf folgenden Montag. Die Erde zum Auffüllen der Beete sponserte das Blumenhäusel „Sachse“. Das Hochbeet wurde fertig gestellt und befüllt, so dass die Schüler es im Frühjahr gleich nutzen können. Unser Kräuterbeet ist „sortiert“ und mit Neuem aus den Gärten unserer Eltern bereichert. Ein großes Dankeschön an alle beteiligten Eltern und Kinder!!! Brigit Kühn

Blitzlichter der Schkola Oberland Ganztagsangebote auch am Vormittag: Nicht durch den individuellen Wochenplan erfahren die Kinder eine Förderung, sondern auch durch Angebote wie LRS-Förderung, Graphomotorik und individuelle Kleingruppenförderung. Instrumentalunterricht durch die Kreismusikschule Löbau-Zittau und Familie Adler erfahren die Kinder integriert in ihre Wochenplanzeit. Möglich sind Instrumente wie Klavier, Block- und Querflöte, Geige sowie Gitarre. Neue „Krteks“ (Maulwürfe) in der Schkola Oberland! Der Krtek „Rudi“ ist in die Lerngruppe Katrin Haude eingezogen und „Conny“ fühlt sich in der Lerngruppe von Claudia Hönemann wohl. Claudia Pfennigwerth und Susann Graap

Flaschenzug und Armkraft! Die baulichen Vorbereitungen im 1. OG der Schkola Oberland gehen voran. Zwei Lernräume sind schon fertig. Bis zum endgültigen Bezug dauert es aber noch. Zunächst wurde die Baugenehmigung für den 2. Fluchtweg beim Landratsamt eingereicht und wartet nun auf seine Bestätigung. Indes werden die Lernräume vorgerichtet, werden Wände herausgenommen, Lichtfenster eingebaut und die Elektrik vollkommen erneuert. Im November wurde eine Wand zur Vergrößerung eines Lernraumes entfernt. Dazu mussten zwei Träger als Stützen eingebaut werden. Thomas der Hausmeister hat hier einen Flaschenzug konstruiert. Ganz ohne Armkraft ging’ s dann aber doch nicht. Der Umbau gestaltet sich schwierig vor dem Hintergrund, dass keine Fördermittel bis jetzt möglich waren, da ja die weiterführende Schule erst zum Juli vergangenen Jahres begonnen hatte. Insgesamt 80.000 Euro sind für den Ausbau geplant. Diese kommen aus Rücklagen des Schulträgervereins. Für den weiteren Ausbau beantragt der Schkola-Schulträger Mittel aus dem Schulhausbau des Freistaates.

Geplant ist auch ein Außenfahrstuhl im Rahmen des Konzeptes für den behindertengerechten Ausbau bis zum Dachboden. Hierfür sind Fördergelder bei Aktion Mensch beantragt. Eine Genehmigung steht noch aus. Mike Wohne


OBERLAND/ RUMBURK

Der erste Eindruck Ich kann mich noch gut erinnern, als wir die erste Besichtigung in der Hainschule machten. Es erschlug uns förmlich. Der Eingang war so unheimlich hoch, groß, preußisch und GRAU. Die armen Kinder! Wir hatten uns fest vorgenommen, das Eingangsportal farbig und lebendig zu gestalten. Zwei Jahre hat es gedauert. Nun ist es vollbracht. Noch rechtzeitig konnte der neu gestaltete Eingangsbereich übergeben werden. Ein Vati hat Stunden, Tage mit dem Malern verbracht, die Farben gesponsert und so einen „bleibenden“ Eindruck hinterlassen. Einen herzlichen Dank. Mike Wohne

Traumpalast Mittelherwigsdorf 17.-19. Oktober 2007 In den Herbstferien verbrachten wir zwei Tage im Traumpalast. Dies sollte der Höhepunkt der Ferien sein, was es zweifelsohne auch war.

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Am Mittwoch reisten alle Kinder an und richteten ihr Schlaflager im großen Traumsaal ein. Danach wanderten wir in den Schülerbusch. Dort trafen wir uns mit den Hartauer Ferienkindern. Bei herrlichstem Wetter spielten die Kinder im Wald und erkundeten die Umgebung. Außerdem konnten Naturbilder gebastelt werden. Zum Mittag gab es Würstchen vom Lagerfeuer, Brötchen und leckeres Obst und Gemüse. Gemeinsam nahmen wir noch an einer Führung durch den Schülerbusch teil, bevor wir uns dann von den Hartauern trennten. Über den Barfußweg gelangten wir zu zu einer schönen Wiese, wo wir viel Spaß hatten. Wir haben gespielt, entspannt, uns gesonnt und die, die noch immer Energie übrig hatten tobten sich im Wald aus. Später kehrten wir in den Traumpalast zurück. Nach dem Abendbrot gab es noch Fußball, Spielerunden mit Scrabble und Monopoly und einen kleinen Hauch von Disko, mit etwas lauterer Musik, bevor alle dann erschöpft in die Schlafsäcke fielen. Am nächsten Morgen starteten wir nach einem guten Frühstück, um Zittau zu erkunden. Mit dem Bus ging es nach Zittau, wo wir als erstes den Johannisturm bestiegen. Nachdem wir die Marktschreier gehört hatten und Susis Hasen einen kurzen Besuch abgestattet hatten war auch schon Mittag, welches wir im Theater zu uns nahmen. Bevor wir dort eine Führung hinter die Kulissen bekamen verbrachten wir die verbleibende Zeit auf einem Spielplatz. Die Theaterführung war sehr interessant, obwohl die Masken zum Teil schon sehr gruselig waren. Auf dem Rückweg gab es für jeden zum Abschluss des Tages noch ein Eis. Das Wetter war an diesem Tag nicht das allerbeste, aber der große Guss kam erst, als wir zurück waren.


OBERLAND/ RUMBURK Der Abend wurde zu einem schönen Spieleabend, der mit einer Geschichte zum Einschlafen endete, die hoffentlich für jeden schöne Träume in den Traumpalast brachte. Am Freitag wurden dann die Sachen schon wieder zusammengepackt. Das hieß aber noch nicht, dass schon Schluss war. Am Vormittag konnten die Kinder sich im Trommeln ausprobieren. Da das mit 19 Kindern auf einmal natürlich nicht geht, teilte sich die Guppe. Die Anderen sangen gemeinsam Lieder und es gab ein kleines Photo-Shooting, bei dem Aufnahmen der Augen jedes Kindes entstanden. In unserer gemeinsamen Abschlussrunde konnten die Kinder dann erraten, welche Augen zu welchem Kind gehörten. Nach dem Mittag wurden die Kinder auch schon abgeholt. Es war für alle ein Erlebnis, das noch lange in den Erinnerungen bleiben wird. David Krüger

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Erst schaute man nach unten, wollte man doch nicht dran kommen, wusste man doch nichts oder vielleicht doch. Kamil und Stephan waren aber rigoros. In ihrer Muttersprache redeten sie auf alle Beteiligten ein und führten sie zu neuen Vokabeln, zu grammatischen Beziehungen. Hilfsmittel waren dabei vor allem Mimik, Gestik, Körpersprache; Bilder, die immer wieder zu Einsatz kommen und Phrasen. So war jeder Einzelne doch froh einmal zu hören: „To je dobry nápad!“ Ute Wunderlich

Vorgemerkt: Schülerrat beginnt mit der Arbeit

To je dobry nápad! Wenn zehn Sprachlehrer zusammen sitzen, wird es interkulturell und mehrsprachig. Tschechisch, Polnisch, Englisch und natürlich unsere Muttersprache Deutsch sind die Eckpfeiler der Schkola-Schulen. In den vergangenen nun schon fast zehn Jahren entstand eine Didaktik und Methodik des Fremdsprachenlernens an unseren Schulen. Dafür müssen den Schülern Brücken gebaut werden, müssen die Kollegen voneinander wissen und müssen sich aufeinander einstellen. Dies ist uns noch nicht immer gelungen. Das Team der Sprachlehrer hat sich im November 2007 bei ihrer ersten Sitzung Aufgaben gestellt, an denen nun weiter gearbeitet wird. Schwerpunkte sind hierbei in allen Fächern die Lehrplanarbeit, insbesondere der Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen, die Vorbereitung von Prüfungen in Englisch und Tschechisch, sowohl auch der Austausch über mögliche methodische Kniffe bei der Vermittlung von Wortschatz, kritische Auseinandersetzung mit dem bisher gestaltenden Unterricht, Grammatik und Regionales des Landes. Das Hauptziel ist es die Schüler der Schkola mit einem sehr hohen Niveau in Nachbarschaft und Sprache(n) nach 10 bzw. 12 Jahren zu entlassen. Nur mit einem durchgängigen Konzept und deren Durchsetzung ist es möglich. Darüber waren sich alle zehn Kollegen schnell einig, bevor jeder Einzelne kurz seine Herangehensweise präsentierte. Nicht sehr schwer fiel es den deutschsprachigen Kollegen sich vorzustellen, von Tschechisch keine Ahnung zu haben. Dies verlangte Kamil bei seiner Präsentation.

Startschuss ist der 03.12.2007, sechs Schüler der Schkola Jonsdorf werden sich in regelmäßigen Abständen mit der Schulleitung zusammensetzen, um kritisch das Leben und Lernen an der Schkola Jonsdorf zu beleuchten. Dabei soll dieses Gremium wie eine Zukunftswerkstatt arbeiten. Konzeptumsetzung, -veränderung mit den Jugendlichen besprochen und analysiert werden. Im nächsten Korax werden die Mitglieder veröffentlich, damit an sie auch Probleme und Anregungen herangetragen werden. Gestalten wir gemeinsam unser Schkola!

ANMELDUNGEN JEDERZEIT IN DER SCHKOLA ODER WWW.SCHKOLA.DE

Eine Schkola ganz in Ihrer Nähe! Anmeldungen und Informationen unter www.schkola.de oder an unseren Schulen: SCHKOLA gGmbH Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583/68 50 31 | Fax 0049 3583/5 86 58 12 | info@schkola.de SCHKOLA HARTAU | Freie Grundschule Untere Dorfstraße 6 | D-02763 Zittau/Hartau Tel. 0049 3583 68 50 31 | Fax 0049 3583 58 65 812 | hartau@schkola.de SCHKOLA JONSDORF | Freie Mittelschule Am Hieronymus 5 | D-02796 Kurort Jonsdorf Tel. 0049 35844 7 00 84 | Fax 0049 35844 72 173 | jonsdorf@schkola.de SCHKOLA OBERLAND | Freie Schule an der Haine Schulstraße 13 | D-02730 Ebersbach Tel. 0049 3586 39 02 84 | Fax 0049 3586 39 02 85 | oberland@schkola.de SCHKOLA OSTRITZ | Freie Grundschule Edmund-Kretschmer-Straße 2 | D-02899 Ostritz Tel. 0049 35823 89 034 | ostritz@schkola.de

Korax 2007 1  
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