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UECKERMÜNDER STADTREPORTER

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In der Stadtvertretersitzung notiert Stadt Ueckermünde vom 23.02.2005 anzupassen. So wurde die 1. Satzung zur Änderung einstimmig von den anwesenden Stadtvertretern geändert.

Neue Wohnanlage geplant Der künftige Eigentümer und Vorhabenträger des Grundstückes Oststraße 70 beabsichtigt, auf der circa ein Hektar großen Fläche Wohngebäude zu errichten. Das Grundstück ist derzeit bebaut und wurde gewerblich von einem Verkehrsbetrieb genutzt. Die Nutzung ist zwischenzeitlich aufgegeben worden. Durch die Schaffung von Baurecht über einen Bebauungsplan soll nun dem Bedarf an individuellen Wohnformen durch Nachnutzung von Standortbrachen entsprochen werden. Beabsichtigt ist die Errichtung von 19 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen in

Doppel- bzw. Reihenhäusern in eingeschossiger Bauweise. Der Vorhabenträger hat bereits Erfahrungen mit der Umsetzung eines ähnlichen Konzeptes im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. B-36 „Wohnen in Neuhof“. Die Erschließung erfolgt über die Oststraße. Der Anschluss des Grundstückes an die öffentliche Verkehrsfläche ist noch zu klären. Die Fläche ist im Flächennutzungsplan als gemischte Baufläche ausgewiesen und wird nun als allgemeines Wohngebiet gemäß § 4 BauNVO überplant. Der Flächennutzungsplan wird im Wege der Berichtigung im Zuge des 3. Änderungsverfahrens angepasst. Die Stadtvertreter stimmten geschlossen für die Aufstellung des Bebauungsplanes. Die Kosten für die Planung werden durch den Vorhabenträger getragen, hierfür wird ein sogenannter städtebaulicher Vertrag abgeschlossen.

Bürgermeister fordert Erhalt der Ueckermünder Außenstelle des Landkreises (GW) Im Rahmen der Entwicklung des sogenannten Standortkonzeptes des Landkreises plant Finanzdezernent Dietger Wille die letzte verbliebene Außenstelle der Kreisverwaltung in Ueckermünde in der Liepgartener Straße 18 zum Jahresende zu schließen. Dies stößt nun auf entschiedenen Widerstand, der sich aktuell formiert. Im Rahmen eines ausführlichen Arbeitsgespräches verständigten sich kürzlich Bürgermeister Gerd Walther (DIE LINKE) und der fachlich zuständige Dezernent und Beigeordnete des Landkreises, Dirk Scheer. Einig waren sich beide, dass die engagierten Frauen in den drei Ämtern eine sehr wertvolle Arbeit leisten und durch die jahrelang gewachsene Vertrauensstellung in der Bevölkerung wichtige Schnittstellen sind, um Fehlentwicklungen zeitig zu erkennen, um z.B. präventiv oder in frühen Stadien bei Suchterkrankungen für die Bürger da sein zu können. „Im Bereich der Jugendhilfe hat sich durch das Engagement der beiden Mitarbeiterinnen ein loses Netzwerk gebildet, in dem alle relevanten Partner der Jugendhilfe zusammen kommen. Dadurch kann in der Region Ueckermünde eine so individuelle und auf die Bedarfe angepasste Hilfestruktur tätig werden, wie vergleichsweise nirgends anders im Landkreis“, weiß Gerd Walther, da er in dieser Arbeitsgruppe auch mitwirkt. „Soll-

te dies nun aufgegeben werden wollen, laufen wir Gefahr, dass viele hilfebedürftige Menschen aus dem Beratungsnetz heraus fallen. Fachleute wissen, dass Betroffene Hilfeangebote, z.B. in 30 oder 40 km Entfernung nicht annehmen. Es ist bereits in der jetzigen Situation eine enorme Herausforderung für die Betroffenen zur Behörde zu gehen und dort Intimstes von sich Preis zu geben. Durch die verlässliche Struktur bisher und den tadellosen Ruf der betreffenden Mitarbeiterinnen ist die Ueckermünder Situation vergleichsweise unproblematisch, schaut man in andere Regionen“, erläutert Gerd Walther, der selbst lange Jahre Mitarbeiter des Landkreises war. Vor kurzem hatten sich die betroffenen Mitarbeiter des Landkreises an Ueckermündes Bürgermeister mit der Bitte um Unterstützung gewandt. „Die Mitarbeiter des Landkreises haben meine volle Solidarität und ich werde in den nächsten Wochen alles nötige initiieren, um die Außenstelle sicher zu machen“, kündigt Walther an. Auf dem nächsten Kreistag wird er einen Antrag zum Erhalt der Außenstelle einbringen und im Vorfeld für ein breites politisches Unterstützerbündnis werben. „Dass sich Dezernent Dirk Scheer ebenso eindeutig für den Erhalt ausspricht, ist durchaus nicht selbstverständlich“, sagt Walther abschließend, „wir konnten ausreichend Beispiele bei

Hinweis auf im Internet erfolgte öffentliche Bekanntmachungen Auf der Homepage der Stadt Seebad Ueckermünde ist auf der Grundlage des § 11 Absatz 1 der Hauptsatzung unter www.ueckermuende.de/veroeffentlichungen.html (Bereich Satzungen/Verordnungen) folgende öffentliche Bekanntmachung erfolgt: veröffentlicht am 04. Juli 2017: Þ 1. Satzung zur Änderung der Satzung über die Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen für die Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen nach §§ 135a 135c Baugesetzbuch in der Stadt Ueckermünde

Nr. 07/17

Zusätzliches Geld für Kindereinrichtungen (HZ/LS) Die Ueckermünder Kindereinrichtungen können sich über einen ansehnlichen Geldregen freuen. Weil das Karlsruher Verfassungsgericht im Jahr 2015 das von der Bundesregierung eingeführte Betreuungsgeld wieder gekippt hat, wird das dafür eingeplante Geld nun anders verwendet. Für 2015 betrug dieser Bundeshaushaltsposten immerhin 199 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes ist nun „nach unten“ durchgereicht worden - vom Bund über die Länder und Kreise an die Kommunen. Ueckermünde hat 25.390,34 Euro bekommen. Dieses Geld ist am 13. Juni vergeben worden. Und zwar an die sieben Kindereinrichtungen der Stadt, eingeschlossen sind damit auch der Hort der Haff-Grundschule sowie aktive Tagesmütter im Stadtgebiet. Den größten Brocken abbekommen hat der Hort der Grundschule in Ueckermünde-Ost: insgesamt 6.632 Euro. In einer kleinen Runde mit Bürgermeister Gerd Walther haben die Vertreter der Kindereinrichtungen und die Tagesmütter berichtet, was sie mit dem Geld anfangen möchten. Die DRK-Kita „Stadtmitte“ verwendet ihren Anteil zum Beispiel für den Schwimmunterricht der Mädchen und Jungen. Drei Unterrichtseinheiten haben die Schwimmanfänger schon absolviert, drei Einheiten stehen noch aus. Und wenn es gut läuft, machen einige der Kinder sogar ihr „Seepferdchen“. Außerdem sollen auf dem Kita-Gelände an der Kastanienallee zwei Trampolins aufgebaut werden. Spielgeräte reparieren, vielleicht neu anschaffen, einen sechssitzigen Kinderwagen kaufen, eine Netzschaukel, Fußballtore - im Grunde ähnelten sich die Wünsche der einzelnen Kitas. Auch die Tagesmuttis haben genau geplant. Kerstin Urbigkeit, schon viele Jahre in diesem Job, betreut zurzeit fünf Kinder. Für das Geld - etwa 212 Euro - will sie neue Teile für eine Krabbelraupe aus Kunststoff kaufen. Die alte Raupe hat mittlerweile zwar 16 Jahre durchgehalten, aber einiges muss dann doch ausgetauscht werden. „Ich finde es gut, dass die Stadt auch an uns Tagesmütter gedacht hat“, sagte Kerstin Urbigkeit. Im nächsten Jahr soll es dann noch einmal einen solchen Zuschuss für Kitas und Tagesmütter geben. Denkbar ist, dass alle Beteiligten einen festen Sockelbetrag bekommen. Vorstellen könne man sich auch, dass ein Teil des Geldes in Kultur für Kinder gesteckt wird oder dass ein Spielplatz damit gebaut wird, hieß es in der Runde. den Kreisstrukturveränderungen seit 1994 erleben, bei denen die fachlichen Leiter ihre Mitarbeiter im Regen stehen ließen.“ Auch die Ueckermünder Stadtvertretung positionierte sich in ihrer Sitzung am 22. Juni einstimmig: Die Außenstelle des Landkreises im Seebad Ueckermünde muss unbedingt erhalten werden!

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Uec 2017 ausgabe 07  

https://www.schibri.de/media/pdf/86/7c/a0/uec_2017_Ausgabe_07.pdf

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