Page 31

Nr. 07/17

- 31 -

UECKERMÜNDER STADTREPORTER

Jan Thurow und Konrad Seibt legen Meisterprüfung im Judo ab (HT) Zwei neue Danträger stehen nun auf der Matte des Ueckermünder Judoclub. „Die Prüfung zum 1. Dan ist erfolgreich bestanden", so die Worte des Lehrund Prüfungsreferenten des Landes Steffen Urban (6. Dan). In der Altentreptower Sporthalle „Am Klosterberg“ gab es die diesjährige zentrale Dan-Prüfung. In der doch sehr strengen Kommission saßen ebenso Dr. Friedhelm Barck (7. Dan) und der Vizepräsident des Landesverbandes Lasse Leitert (4. Dan). Seit mehr als einem halben Jahr übten die beiden Ueckermünder. Bereits im Januar haben beide den schwierigsten Part mit der Kata bewältigt. Konrad startete bei den Katameisterschaften im Landesverband M-V und Jan stellte sich dieser Aufgabe bei der Landesmeisterschaft der Berliner Judofreunde. Erst Mitte Juni traten sie mit der Kata (Nage no Kata) bei der Deutschen Meisterschaft an und belegten einen res-pektablen achten Rang. Jan und Konrad absolvierten alle ihre Kyu Grade (Weiß-Gelb bis zum Braunen

Gürtel) im Gleichklang und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie diese Hürde zum schwarzen Gürtel (1. Dan) auch gemeinsam bewältigten. In der Auswertung der Prüfungskommission gab es ein besonderes Lob für Jan Thurow, der mit seiner Wurfdarbietung selbst Dr. Barck zu einem erstaunlichen Urteil kommen ließ. „So gut sehe ich den Tai Otoshi (Handwurf) nicht oft. Ihr müsst bei euch eine besondere Trainingsmethode haben.“ Aber auch alle anderen Prüfungsabschnitte, ein mündlicher Teil sowie die festgeschriebenen Wurf- und Bodentechniken, Anwendungsaufgaben und die Vorstellung einer Spezialtechnik lösten beide mit guten Ergebnissen. „Ein besonderer Dank", so Jan, „gilt meinem Bruder Eric und meinem Vater, die uns tatkräftig zur Seite standen.“ Jan ist mit seinen noch 15 Lebensjahren der jüngste Danträger im Verein und auch im Landesverband gibt es keinen Judoka, der diese Hürde so früh genommen hat. Respekt!

Die beiden Fotos von Jan und Konrad liegen neun Jahre auseinander.

Begegnungswochenende für Menschen mit Schädelhirnverletzungen (HV) Neuorientierung in einer veränderten Lebenslage nach einem erworbenen Hirnschaden bedarf Unterstützung, die die ZNS-Hannelore Kohl Stiftung in vielerlei Hinsicht anbietet. Mobilitätstraining, Sport- und Entspannungsangebote sowie Kreativworkshops und offene Gesprächsrunden standen an diesem Erlebniswochenende im Akademiehotel der DGUV auf der Tagesordnung. Acht Mitglieder der Selbsthilfegruppe Schlaganfall (SHG) konnten dank der Unterstützung der Ärztenetzwerks HaffNet mit Sitz in Ueckermünde die Fahrt nach Dresden antreten, um hier drei erlebnisreiche Tage zu verbringen. Für diese Hilfe an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Der Freitagnachmittag stand ganz im Zeichen von Sport und Entspannung, was vielen Teilnehmern nach einer mehr oder weniger langen Anreise sehr entgegenkam. Die Moderatoren der Veranstaltung leisteten schon beim Auftakt hervorragende Arbeit. So gestalteten völlig unbekannte Menschen mit vollkommen unterschiedlichen Krankheitsbildern in kürzester Zeit ein harmonisches Miteinander, was seines gleichen sucht. Erschöpft aber glücklich und zufrieden ließ man den Abend bei einem gemeinsamen Essen und einem mehr oder weniger langen Aufenthalt in der „Sportsbar“ ausklingen. Der eigentliche Höhepunkt des Wochenendes war dann aber am Samstag die gemeinsame Fahrradausfahrt entlang der Elbe. Unterstützung kam vom Radkultur-Zentrum Vogtland e.V., der mit einer Vielfalt von diversen Handicap Bikes anreiste und für fast jeden ein passendes Fahrrad zur Verfügung stellen konnte. Gut, wo Licht ist, ist auch immer etwas Schatten, was heißen soll, dass die Bedürfnisse und Erwartungen nicht für wirklich jeden erfüllt werden konnten. Ein Umstand, der aber

Schießwarnung Der Standortübungsplatz Jägerbrück gibt folgende Sperrzeiten bekannt: 15.07., 07:00 - 17:00 Uhr, 17.07., 07:00 - 17:00 Uhr, 18.07., 07:00 - 02:00 Uhr, 19.07., 07:00 - 17:00 Uhr, 20.07., 07:00 - 17:00 Uhr, 21.07., 07:00 - 14:00 Uhr, 24.07., 07:00 - 17:00 Uhr, 25.07., 07:00 - 02:00 Uhr, 26.07., 07:00 17:00 Uhr, 27.07., 07:00 - 17:00 Uhr. Vorsicht! Blindgänger, Übungen von Kampffahrzeugen, Fahren mit Tarnlicht, Straßenverschmutzungen, unbeleuchtete und getarnte Fahrzeuge sind eine ständige Gefahr auf dem Standortübungsplatz. Achtung Lebensgefahr! Gesperrte Geländeteile sind durch Verbots- und Hinweisschilder, Schranken und Verkehrszeichen gekennzeichnet.

durch viele andere positive Erlebnisse kompensiert werden konnte. So ging es mit Liegerad, Dreirädern und Tandems in verschiedenen Ausführungen, einem Rollstuhl-Transportfahrrad und auch normalen Tourenrädern von Dresden in Richtung Pillnitz auf dem Elberadweg auf Tour. Der Wettergott, der vormittags noch Wolken und kalten Wind schickte, hatte

auch ein Einsehen und gönnte den Radlern herrlichen Sonnenschein. Für viele eine riesige Herausforderung, die aber mit Bravour gemeistert wurde. Das Strahlen in den Gesichtern und der Stolz auf das Erreichte waren Zeichen für alle, auch für die Organisatoren, alles richtig gemacht zu haben. Ein Großteil der Truppe war dann aber doch nicht so geschafft, dass ein Kegelabend auf der hoteleigenen Bahn den Tag krönte. Für den Sonntag hatten die Veranstalter, bevor alle wieder die Heimfahrt antraten, noch einige Workshops vorbereitet, die je nach Interessenlage genutzt werden konnten. Vom kreativem Malen über Tanzen bis hin zur einer Gesprächsrunde über das Leben in einer Beziehung mit Behinderung standen die verschiedensten Angebote zur Auswahl. Ein sehr kreatives, teils aber auch anstrengendes Erlebniswochenende ging dann mit einem gemeinsamen Mittagessen für alle aber doch dann viel zu schnell zu Ende. Die Selbsthilfegruppe bedankt sich bei der ZNS-Hannelore Kohl Stiftung, bei Herrn Carsten Freitag sowie bei Klaus und Reiner für die herrlichen drei tollen Tage!

Profile for Schibri-Verlag

Uec 2017 ausgabe 07  

https://www.schibri.de/media/pdf/86/7c/a0/uec_2017_Ausgabe_07.pdf

Uec 2017 ausgabe 07  

https://www.schibri.de/media/pdf/86/7c/a0/uec_2017_Ausgabe_07.pdf

Profile for schibri