Issuu on Google+

U n s er M ag a z i n 2 013

Aller Anfang ist bescheiden Landschaft erleben und sich gesund wandern

‌ dieses Licht!

Landschaftserlebnisse im GroĂ&#x;bildformat


EDITORIAL

Grüß Gott! ❀

S

o steht es am Dorfeingang: Grüß Gott in Schenna! Man grüßt sich halt so in Schenna, wenn man sich trifft. Schlicht, einfach, ohne anzubiedern. Als man sich vor mehr als dreißig Jahren für diesen Willkommensgruß entschied, waren das

die Gründerzeiten eines rasant aufstrebenden Tourismusortes. Aber schon damals wollte man zeigen, dass man trotz aller Neuerungen verwurzelt blieb in der Tradition. Das ist bis heute geblieben: Hinter der modernen Fassade pulst das Herz einer lebendigen Dorfgemeinschaft, die viel von dem herübergerettet hat, was an tradierten Werten anderswo vielleicht ziemlich verblasst ist.

Für ein Magazin gibt es nichts Schöneres, als gelesen zu werden. Nicht nur, dass

die Exemplare bei uns im Tourismusbüro weggingen wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“ und uns Gäste zu den Themen ansprachen. Das Besondere war, dass unser Magazin auch von den Einheimischen gelesen wurde. Und es fehlte nicht an Kommentaren: Nicht wenige wussten zum einen oder anderen Beitrag ein spezielles Histörchen abzugeben.

Eigentlich war es ein etwas gewagter Versuch gewesen, mit dem Magazin sowohl

Gäste als auch die Menschen im Ort anzusprechen; im Nachhinein können wir mit Genugtuung feststellen, dass uns das gelungen ist. Das ist natürlich auch ein Ansporn, in dieser Form weiterzumachen. Eines macht uns das leicht: Schenna ist ein lebendiges, aufgeschlossenes Dorf, hat eine reiche Vergangenheit und Menschen, die sich damit identifizieren.

Wie war das noch vor fünfzig Jahren? Mit Franz Mair und Hans Pichler, zwei Pionie-

ren des Gastgewerbes, und mit Frau Irena Westerhoff, die stolze 51 Jahre lang zu uns gekommen ist, haben wir ein Gespräch geführt. Zu den bescheidenen Anfängen geht der Blick zurück mit Stolz und mit Staunen, wie schnell das alles gegangen ist. „Einmal Schenna, immer Schenna!“, pflegte Franz Mair bei Gästeehrungen immer zu sagen. Neben der schönen Landschaft war es eben auch die Herzlichkeit der Gastgeber, die viele Gäste geradezu Schenna-süchtig werden ließ. Frau Westerhoff kann das bestätigen.

„Südtirol ist die gute Stube der Deutschen und Schenna ist der Erker in dieser Stube!“,

das sagte der ehemalige deutsche Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle, der eben auch über 20 Jahre lang nach Schenna kam. Ihr Erkerplatz in der guten Stube ist für Sie schon reserviert. Herzlich

Ihr Team vom Tourismusbüro Schenna

3


16  Landschaft erleben und sich gesund wandern

22  Biken & Radfahren

MENSCHEN

COVERSTORY

Visionen für Fortgeschrittene 32 Reinhold Messner und seine fünf Museen

Landschaft erleben und sich gesund wandern 16 Landschaftserlebnisse im Großbild­ format

Aller Anfang ist bescheiden 36 Schennas Tourismuspioniere Feuer und Flamme in der Dorfgemeinschaft 44 Schennas drei Feuerwehrvereine

Frühling Na wie, was blüht denn da? 12 Frühling im Meraner Land

Birdies, Eagles und ein grandioser Ausblick 50 Franz Pföstl, der beste Golfspieler Südtirols

59  Ein Frühling voller Vorteile

Ein Frühling voller Vorteile 59 Frühling Card

GENUSS Der Apfel ist ein Südtiroler 24 Wissenswertes über den Apfelanbau in Südtirol

AKTIV Schenna gehen 14 eine Liebeserklärung an die Landschaft

Leibgerichte 39 Knödel, Kraut, Speck und Wein

20 Tipps für gesundes Wandern

Radfahren nach Lust und Laune 22 Gemütlich oder hoch hinaus Hochland-Indianer, Pizzabäcker und Piraten 26 Erinnerungen eines kleinen Schenna-Urlaubers

Anreise

Nome Name |

7 Tage |

event

| Arrivo

risalita pianti di n 2000 nen | Im ra Seilbah er - Grube - Me Hirz

48 Schenna Schlossadvent

gg.

36  Aller Anfang ist bescheiden

52 Südtirol Classic Schenna 54 Kalender

Tallner Winter 46 Sanft und besonders

Standards 03 Editorial 58 Impressum 58 Anreise 39 Leibgerichte 4

schenna.com

5


Foto Tappeiner

Sehnsucht Die Zeit hält den Atem an auf dem Sonnenhügel oberhalb von Meran. Alles schwebt im milden Licht des Herbstes. Das Bild ein einziges Versprechen von Wärme, Sonne und Geborgenheit. Schennas Dreigestirn von Schloss, Kirche und Mausoleum gehört zu den eindringlichsten Bildern von Südtirols Kulturlandschaft.

6

schenna.com

7


Foto Staschitz

„Brennende Liab” Immer am Herz-Jesu-Sonntag im Juni leuchten die Feuer auf Südtirols Bergen. Einst ein Gelöbnis der Tiroler gegen einen übermächtigen Feind, ist es heute (auch) ein „flammendes“ Bekenntnis zur Heimat. Hinter der religiösen Symbolik lebt uraltes Brauchtum fort. Es sind vorwiegend junge Leute, die Holz und Brennmaterial hinaufschleppen bis auf die höchsten Spitzen und die Feuer hüten, bis sie erlöschen.

8

schenna.com

9


Auf der Sonnenschaukel Harmonie im Spiel der Gegensätze, sonnenverwöhnt in jeder Höhenlage. Verführerisch erzählen Gärten und Parkanlagen von Mittelmeer und Süden. Früchteschwer die Obst- und Weingärten. Höfe und Weiler lachen aus dunklem Wald. Darüber schroff die Bergspitzen. Wie eine lächelnde Einladung: Schenna mittendrin auf 600 Metern.

Schennaberg

Verdins

Schenna

St. Georgen

Prenn in Obertall

Ifinger 2581 m Meran 2000 Merano 2000 2000 m

Hirzer 2781 m Tall Talle 1425 m

Videgg 1536 m

SCHENNAberg MonteSCENA 1450 m

verdins verdines 842 m

Riffian rifiano 504 m

Bozen Bolzano

St. Georgen s. giorgio 716 m SCHENNA SCENA 600 m

Gärten von Schloss Trauttmansdorff

etschtal Val d’adige

Passeiertal Val Passiria Freibad Schenna

meran Merano 325 m

Therme Meran

DORF TIROL TIROLO 594 m

10

schenna.com

11


Frühling

Na wie, was blüht denn da? Frühling im Meraner Land Text Karin Ortler, Foto Archiv Gärten von Schloss Trauttmansdorff

B

Infos zur Frühling Card auf Seite 59

Frühling in Trauttmansdorff

Im Frühling blüht und sprießt es in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff an allen Ecken und Enden: Über das gesamte Gelände verteilt leuchten aus zahlreichen bunten Blütenteppichen tausende Tulpen, Narzissen, Kaiserkronen, Ranunkeln, Vergissmeinnicht und Isländischer Mohn. Auf einem Streifzug durch die zwölf Hektar große Anlage bilden exotische Kamelien, japanische Zierkirschen, üppige Rhododendren und elegante Pfingstrosen sowie weitere Blütensträucher und üppig blühende Bäume auffällige Blickfänge. ACHTUNG: 2013 bereits ab 29.3. (Karfreitag) geöffnet! www.trauttmansdorff.it 12

schenna.com

esonders im Vorfrühling überraschen im Meraner Raum exotische Sträucher mit ihrer üppigen Blüte und spiegeln damit den südlichen Charakter des Gebietes wider. Die klimatischen Bedingungen sind hier besonders günstig: Im Winter sinken die Temperaturen nur selten und nur für kurze Zeit unter minus zehn Grad Celsius; minus 15 Grad Celsius werden nur sehr selten erreicht. Das Meraner Becken wie auch das gesamte Etschtal sind somit das wintermildeste Gebiet des deutschen Sprachraums. Bereits im Winter überziehen die blätterlosen überhängenden Zweige des Winter-Jasmins Hänge, Mauern und Gartenzäune mit beeindruckenden gelben Blütenkaskaden und künden so den nahen Frühling an. An milden Tagen öffnen sich auch tausende goldgelbe kugelige Blütenknospen der Chinesischen Winterblüte und verströmen einen intensiven süßen Duft. Im März fasziniert neben blühenden Mandelbäumen, Japanischen Zierkirschen und anderen Ziersträuchern vor allem die überwältigende Blütenfülle der Magnolienbäume vor schneebedeckter Bergkulisse. Zu den prächtigsten und edelsten Blütensträuchern des Frühlings hingegen gehören die Kamelien. Sie können nur in wintermilden Gegenden im Freien kultiviert werden und sind seit einigen Jahrzehnten in vielen Gärten und Parks im Meraner Raum zu finden. Ihre eleganten, makellosen und gleichmäßig geformten Blüten faszinieren die Menschen schon lange. In Ostasien wird die Kamelie bereits seit über 1.000 Jahren als Zierpflanze kultiviert. Während sich die Apfelblüte schon zu Ende neigt, erblüht Ende April als weitere Besonderheit das „Meraner Rösl“ in großer Fülle: Diese stark wachsende Rankrose erklimmt auch über 10 Meter hohe Bäume, die dann zur Gänze mit den gelben oder weißen Blütenbüschel dieser Rosenart eingehüllt sind. 13


Aktiv

Schenna gehen (Fast) eine Liebeserklärung an die Landschaft Text Sebastian Marseiler, Foto Christjan Ladurner

M

Waalwege sind geheime Verführer. Sie nehmen dich unmerklich bei der Hand und führen dich. Und schenken dir immer wieder neue Ausblicke. 14

schenna.com

eine erste Begegnung mit Schenna war Staunen. Zu Fasnacht durften wir Mittelschüler aus dem oberen Vinschgau einmal einen Ausflug nach Meran machen. Mit dem Postauto fuhren wir dann von Meran hinauf nach Schenna; ob wir das Schloss besichtigen konnten, weiß ich nicht mehr. Unvergesslich aber blieb mir der Rückweg in der Nachmittagssonne zu Fuß von Schenna hinunter nach Obermais. Es war warm wie im Frühling und an einem kleinen Bachlauf strotzte das Gras vor Grün. Für uns, die wir die eisige Februarkälte in den Kleidern trugen, war das wie ein kleines Wunder. Am liebsten hätten wir uns hingelegt und uns die Sonne auf den Winterpelz scheinen lassen. Abends, wieder zurück in die Kälte, schloss ich vor dem Einschlafen die Augen und träumte von der warmen Sonne Schennas. Sonderbar: Im Leben schließen sich oft die Kreise. Viel später dann, erwachsen und an Schreibtisch und Termine gebunden, wurde der Wunsch nach Ausbruch manchmal übermächtig. Überhaupt an strahlend schönen Sonnentagen. Wohin? Der Meraner Tappeinerweg heillos überlaufen. Also hinauf nach Schenna! Für die schnelle geistige Lockerungstour bot sich der untere Obermaiser Waalweg an: Man schlenderte – je nach Jahreszeit – an blühenden, fruchtbehangenen, kahlen Apfelbäumen vorbei, begrüßte Wodan, den gutmütigen, riesigen Bernhardiner am Sonnwendhof und schlenderte am Waal

dann durch den Mischwald. Langsam lösten sich die Knoten in den Hirnwindungen und im Rhythmus des Gehens entwirrten sich die Gedanken. Auf dem Rückweg grüßte man Wodan wieder; übrigens gibt es nach wie vor einen Wodan am Sonnwendhof, inzwischen ist es Wodan VIII. Spätherbst und Winter war der Schenner Waal dran: „Einstieg“ oberhalb von Schloss Vernaun und dann hinein Richtung St. Georgen. Immer war da ein Gefühl des Über-den-DingenStehens und des „Wandelns im Licht“, um es ganz klassisch zu sagen. Dafür verzieh man in den Gründerjahren den Schennern sogar ihre Bauwut, wenn sich im Dorf Kran an Kran reihte. Und wie ideal war der Mitterplatterweg an einem Sonnennachmittag zum Wandern mit den kleinen Kindern! Zwei Pflichttouren habe ich jedes Jahr in Schenna. Ende Mai, Anfang Juni bin ich von Stafell über Ass nach Videgg unterwegs. Es ist die Bergblütenpracht auf den weiten Wiesen von Ass, die mich jedes Jahr von neuem fasziniert. Erst dann ist für mich das Frühjahr voll, wenn ich sie gesehen und gerochen habe: den blauen Enzian, die Schwefelanemone, die große Mehlprimel, die Alpenaster, die Kugelorchis! Wenn ich die unwirklich schöne Alpenrosenblüte auf den weiten Matten unter dem Hirzer versäume, fehlt mir etwas das ganze Jahr. Lange zehre ich zuhause dann von den großen Bildern, von Licht und Weite und freier Natur. 15


coverstory

Landschaft erleben und sich gesund wandern Text Walter Innerhofer, Foto Klaus Peterlin

O

b in mittlerer Höhe (400–800 m) am Maiser oder am Schenner Waal, ob durch Wald und Wiese oder über die alpinen Matten unter den beiden Hausbergen Ifinger (2581 m) und Hirzer (2781 m)  – auf mehr als 200 km gut gekennzeichneten Wanderwegen finden in Schenna jedermann und jedefrau ideale Möglichkeiten, die Natur- und Kulturlandschaft zu erwandern und sie in vollen Zügen zu genießen. Dass sich im günstigen Meraner Klima beim Spazierengehen und Wandern auch Gesundheit tanken lässt, wussten bereits die Kurgäste der touristischen Pionierzeit des 19. Jahrhunderts. Hauptsache ist dabei nur, man findet die Zeit und die Muße zum richtigen Wandern und Genießen – am besten, man nimmt sie sich ganz einfach! Und Wandern ist echt etwas für den Körper und für die Seele! In der freien Natur weiden die Augen und schmausen die Ohren, Herz und Lunge tanken Sauerstoff, der ganze Körper stärkt sich für Tage, Wochen und Monate. Geist und Seele öffnen sich der Natur, der Kopf wird frei, alle Sinne stellen sich auf Leben ein. Der Wanderer gibt auch seiner Seele Zeit, auf dem Weg mitzukommen. Sie kann in der Natur baumeln und sich an deren Einzigartigkeiten ergötzen. Beim Betrachten langsam wechselnder

16

schenna.com

17


… dieses Licht! Landschaftserlebnisse im Großbildformat

Landschaftsbilder werden Wanderer frei von allen Zwängen, Starrund Sturheiten des Alltags. Durch die an das natürliche Gelände angepassten Bewegungsabläufe und den dosierten Kraftaufwand erhält ihr Körper das nötige Muskel- und Atmungstraining, das den Stoffwechsel stimuliert und reguliert. Eine gut dosierte körperliche Anstrengung unterstützt den Blutkreislauf und beugt Erkrankungen des Herz-Lungen-Apparates vor. Die Erfahrung, dass das Leben auch einfach sein kann, intensiv und glücklich erlebt in der Schutzhütte, auf der Alm und/oder bei einfacher Verpflegung aus dem Rucksack kann sogar zur seelischen Gesundung beitragen und ein depressives Gemüt erhellen. Die Überwindung gewisser Ängste durch das Beschreiten schmaler Wege oder leicht ausgesetzter Passagen gibt Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen und innere Kraft. Einzig und allein beim ruhigen, stressfreien Wandern werden dem Wanderer ganzheitliche Landschafts- und Naturerlebnisse geschenkt, durch die er reinste Lebensfreude tanken darf. Und die Natur- und Kulturlandschaft von Schenna ist im wahrsten Sinne des Wortes spannend. Diese Spannung liegt zwischen 18

schenna.com

2781 m Meereshöhe am höchsten Berggipfel des Gemeindegebietes, dem Hirzer, und 300 m Meereshöhe an der Grenze zur Kurstadt Meran hin. Sie liegt zwischen den Hotels, Pensionen und Appartements im Dorf und den Bauernhöfen und Schutzhütten am Berg. Sie liegt zwischen den sonnigen Wiesenhängen, den schattigen Wäldern und den blühenden alpinen Matten, entlang der Bäche – an Stock und Stein und Fels. Sie liegt zwischen den komfortablen Angeboten der Häuser im Dorf und dem naturnahen, oft recht bescheidenen Leben am Berg. Nach einer mehrstündigen Wanderung dann in einer Hütte oder in einem Berggasthaus einzukehren, sich an einem hausgemachten Saft, einem kühlen Bier oder einem Schluck Burggräfler Wein zu laben und sich vielleicht mit einem Stück Speck oder einem Kaiserschmarren zu stärken, das ist doch ein Fest! Und dieses Fest ist zu feiern und es sollte sich auch noch die Zeit finden, sich an einem sonnigen Plätzchen auszuruhen. Das nenne ich dann mit gutem Gewissen Wellness-Wohlbefinden pur – ein großer Tank voll Gesundheit und Lebensfreude!

➌ 1. Im Sog der Natürlichkeit. Manchmal möchte man es bei einer Waalwanderung der Dame im Bild wirklich gleichtun. Und bis in die Zehenspitzen Natur spüren. 2. Schenner Waalweg „Katzenleiter"; Waalwege überraschen mit immer neuen Landschaftsbildern und liefern dazu auch die Grundmelodie. Mal fast unhörbar leise, mal mit leichtem Glucksen, mal mit eifrigem Rauschen. 3. Stafellalm im Hirzergebiet; Man möchte es nicht wahrhaben, dass es so viel Einsamkeit geben kann. Nur ein paar hundert Höhenmeter über dem quirligen Dorfzentrum tut sich eine ganz andere Welt auf. 4. Das (Zweit)-Schönste beim Wandern ist die Einkehr. Sich hinsetzen im späten Licht, den Durst stillen mit einem hausgemachten Saft oder einem Glas Wein und sich freuen an der „ordentlichen“ Marend‘ (Jause) mit heimischen Speck und Käse und anderen zünftigen Leckereien.

➍ 19


Einige Tipps für ein gesundes Wandern Planen Sie Ihre Wanderung gut; berücksichtigen Sie dabei Ihre Kondition, die Wettervorhersage, die Beschaffenheit des Weges, die Weglänge und den Höhenunterschied: • am Waalweg eben dahinwandernd schaffen Sie ca. 3–4 km pro Stunde – der gesamte Schenner Waalweg ist z. B. 8 km lang • bergauf benötigen Sie etwa 1 Stunde für 300–400 Höhenmeter • bergab schaffen Sie auch 500 Höhenmeter pro Stunde • eine kleine körperliche Anstrengung gehört zu einer sportlichen Wanderung dazu • denken Sie gegebenenfalls auch an Einkehrmöglichkeiten • eine gute Wanderkarte hilft Ihnen bei der Planung • halten Sie sich an die gute Beschilderung der Wege und an die Markierungen Verwenden Sie gutes, halt- und trittfestes Schuhwerk für Ihre Wanderung • Wanderstöcke können Ihnen sehr behilflich sein • auch ein Wetterschutz gehört in den Rucksack • Sonnencreme und ein Getränk nicht zu vergessen Nehmen Sie sich Zeit • zum Verweilen • zum Schauen • zum Hinhören • zum Staunen • zum Rasten • zum Plaudern • und zum Genießen Lassen Sie ab und zu Ihre Seele ganz einfach baumeln. Kosten Sie Landschafts- und Naturerlebnisse voll aus, Sie müssen nicht am frühen Nachmittag schon wieder zurück sein! Ein Spätnachmittag und/oder ein Sonnenuntergang am Berg können traumhafte Landschaftsbilder zaubern! 20

schenna.com

21


AKTIV

Radfahren nach Lust und Laune Gemütlich oder hoch hinaus – was das Bikerherz begehrt ➊

Tourenvorschläge Tour 1 Von Mals nach Meran: mit der Vinschgerbahn von Meran bis Mals (Radverleih) und mit dem Rad entlang der Etsch zurück nach Meran, ca. 60 km, einfach. Siehe Kombiticket bikemobil Card, Seite 59 Tour 2 Tour Schennaberg: von Schenna nach Verdins, über den Gasthof Vallplatz, vorbei am Holznerhof bis zum Zmailerhof. Der Rückweg verläuft über die Pichlerstraße zurück nach Schenna, ca. 20 km, mittelschwer Tour 3 Meran 2000 Jöcherrunde: von Falzeben über das Piffinger Köpfl, weiter auf dem Nr. 17B an der Waidmannalm vorbei bis zur Meraner Hütte, entlang dem E5 bis zum Kreuzjöchl, dann rechts ab zur Maiser und Moschwaldalm und zurück nach Falzeben; ca. 13 km, schwierig

Ob Mountainbike oder Tourenrad: Eine Fahrt entlang der wild rauschenden Passer, durch Wiesen und Wälder oder hoch hinauf. Die Trails und Forstwege sind herrlich schattig, erst auf der Höhe öffnet sich die Landschaft. Dann geht es über bunte Almwiesen von Hütte zu Hütte – das ist Nahrung für die Seele. Von den subtropischen Gärten tief im Tal bis hoch auf alpine 2400 Meter Höhe reicht das Netz der Routen. Schenna bietet eine der längsten BikeSaisonen der Alpen von März bis November. Den Bikern stehen in dem Wandergebiet rund um Schenna 180 km gut markierte Wege zur Verfügung. Geführte Touren und MTB Verleih vor Ort.

Informationen und weitere Tourenvorschläge finden Sie auf www.schenna.com

Neu in Schenna: Verleih von E-Bikes ➋ 22

schenna.com

1. Meran 2000 2. Videgger Assen – Hirzergebiet 3. St.-Oswald-Kapelle, Meran 2000 23


GENUSS

Der Apfel ist ein Südtiroler Text Walter Innerhofer

Zartgefühl, Milliarden Mal. Jeder Südtiroler Apfel, und das sind ein paar Milliarden, wird behutsam von Hand gepflückt. Damit das makellose Outfit bleibt.

Apfelstrudel einfach und lecker – ein Rezept

Apfelbäume in Südtirol und in Schenna (2011)

Mürbteig 500 g Mehl 250 g Butter oder Margarine 100 g Zucker 1 Backpulver ½ Tasse Milch (nach Bedarf) 2 Eier

Sorte Golden Delicious

Bäume in Südtirol 8.960.200

Bäume in Schenna 517.900

Gala

7.749.400

41.600

Red Delicious

5.126.900

255.800

Granny Smith

3.316.800

7.300

Fülle 2 kg Äpfel 100 g Zucker etwas Rum und Zitronensaft 100 g Rosinen 100 g Nüsse

Fuji

3.515.900

28.000

Braeburn

3.740.700

32.300

Cripps Pink – Pink Lady

2.092.100

4.800

Morgenduft

285.500

53

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten, mind. 30 Min. rasten lassen. Den Teig dünn ausrollen und mit der Apfelfüllung belegen und einrollen; mit Eigelb bestreichen. Im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Nicoter – Kanzi

483.300

10.400

Scifresh – Jazz

477.000

100

Winesap

384.100

Jonagold

228.800

17.900

Pinova

197.600

100

(Quelle: VOG, Katasterdaten 2011)

„Dem Bauern die Ernte, dem Wanderer die Landschaft!“ – an den vielen Wanderwegen durch Südtirols Haupttäler stehen sie – die Schilder, auf denen, vorwiegend im Meraner Raum, ein furchterregender Mann mit Hellebarde, einer Halskette aus Eberzähnen und einem Federbusch mit Fuchsschwanz auf dem Kopf vor Apfeldiebstahl warnt. Es ist der Saltner, der in den Sommer- und Herbstmonaten seit undenklicher Zeit die Obstwiesen und Weinberge Südtirols hütet. Von der Talsohle auf 250 m Meereshöhe bis 1150 m ü. d. M. in der submontanen Zone stehen in Südtirol nämlich dicht an dicht Apfelbäume, die nach der vielbewunderten Blüte des Frühjahrs vom August bis in den Oktober hinein leuchtend rot und goldgelb von Äpfeln behangen sind. Und durch diese Obstanlagen führen auch die zahlreichen Spazier- und Wanderwege. Zu verlockend ist es also für den müden Wanderer, nach den saftigen Früchten zu greifen – und was macht das schon, bei dieser unüberschaubar großen Menge an Äpfeln, ob da einer weniger oder einer mehr am Baum hängt? Was, wenn aber Tausende von Gästen so denken würden? Der Bauer muss schließlich von seinem Produkt leben, und er arbeitet ein ganzes Jahr hindurch mit viel Fleiß, um eine gute Ernte zu erzielen, denn zweitklassige Ware ist auch in Krisenzeiten kaum verkäuflich – ihm gehört also die Ernte, und wir Wanderer dürfen die herrliche Landschaft genießen! Südtirol ist ein Apfel-, ein Wein- und ein Tourismusland. Fünfeinhalb Millionen Gäste verbringen jährlich ihre Ferien in diesem schönen Land, und mit 18.400 Hektar ist in Südtirol (gesamte Landesfläche 740.000 ha) das größte geschlossene Apfelanbaugebiet der EU. Von den früher großwüchsigen Apfelbäumen ist der Bauer längst auf schwachwachsende Unterlagen in Dichtpflanzung übergegangen. Waren es früher nicht einmal 1.000 so stehen heute durchschnittlich drei- bis viertausend Apfelbäume auf einem Hektar Obstwiese. Jährlich werden in Südtirol rund eine Million Tonnen Äpfel geerntet. So stammt derzeit etwa jeder dritte Apfel, der in Italien und jeder zehnte, der in Europa gegessen wird, aus Südtirol. Da kann man doch mit Fug und Recht behaupten, dass der Apfel ein Südtiroler ist! Das Gemeindegebiet von Schenna erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 4.800 ha, davon entfallen rund 7 %, das sind knapp 350 ha, auf Obst- und Weinbauflächen, der größte Teil auf Apfelwiesen,

die mit mehr als 700.000 Bäumen bepflanzt sind. Von den zweihundert landwirtschaftlichen Betrieben ist knapp die Hälfte Obstbauern, die andere Hälfte betreibt Grünlandwirtschaft. Jährlich wachsen in Schenna mehr als 12.000 Tonnen, das sind 12 Millionen kg Äpfel, im Jahr 2011 waren es sogar 15.000 Tonnen, die an die zentrale Obstgenossenschaft CAFA in Meran zur Verarbeitung und Vermarktung geliefert wurden. Auf dem europäischen Markt sind Südtiroler Äpfel sehr gefragt. 38 Prozent der in der Meraner Obstgenossenschaft CAFA sortierten und verpackten Äpfel werden in Italien abgesetzt und 22 Prozent in Deutschland, der Rest in Skandinavien, im Mittelmeerraum und sogar in Ägypten und in Lybien. Die günstigen klimatischen Verhältnisse Südtirols mit seinen 2.300 Sonnenstunden pro Jahr lassen Obst und Wein hervorragend gedeihen. Südtiroler Äpfel glänzen goldgelb, rot und schön, sie duften, sie schmecken, sie sind saftig und knackig, und … . Was Wunder, wenn es den Schreiber dieser Zeilen in den Fingern juckt, den Titel umzuschreiben und aus dem Südtiroler eine Südtirolerin zu machen.

Geschickte und einfallsreiche Hände stellen mit Südtiroler Äpfeln auch herzhafte Gerichte her: Apfelstrudel, Apfelkiëchl, Apfelkuchen, Apfelschmarren, Apfelkompott, Apfelmus, … als vitaminreichen Durststiller empfehlen wir natürlich Apfelsaft von Südtiroler Äpfeln. 25


AKTIV

Hochland-Indianer, Pizzabäcker und Piraten Beim Urlaub in Schenna kann es überhaupt nicht langweilig werden – denn Sunny, die kleine Sonne, denkt sich für uns jeden Tag ein anderes, spannendes Programm aus: An einem Tag bemalen wir T-Shirts oder klettern im Hochseilgarten, dann besuchen wir die Feuerwehr oder dürfen auf eine richtige Rafting-Tour gehen. Text Erinnerungen eines kleinen Schenna-Urlaubers, aufgezeichnet von Jessica Harazim

G

roße Schwestern sind sowas von doof – ganz besonders unsere. Seit wir losgefahren sind, mault sie herum: Dass sie dieses Jahr überhaupt nicht mitkommen wollte in den Urlaub nach Schenna, weil wir da jedes Jahr hinfahren und das total langweilig ist. Und sie eigentlich viel lieber auf so ein komisches Festival mit Musik und ganz vielen Leuten gegangen wäre. Mich und meinen Bruder hätte es nicht gestört, wenn die alte Meckerziege zu Hause geblieben wäre. Aber unsere Eltern sagen, sie ist mit dreizehn noch viel zu jung für solche Flausen ohne einen erwachsenen Aufpasser. Und jetzt sitzt sie wie eine beleidigte Leberwurst neben mir und meinem Bruder im Auto und schnauzt uns ständig an, dass wir still sein sollen, weil sie von dem Lärm Kopfschmerzen bekommt. Früher war sie übrigens nicht so, sondern viel netter. Meine Eltern sagen, das ist die Pubertät – was das genau heißt, wissen wir nicht. Aber uns ist das sowieso egal. Wir freuen uns nämlich im Gegensatz zu unserer Schwester schon riesig auf den Urlaub in Schenna. Obwohl wir jedes Jahr hinfahren. Und wir wollen auch nirgendwo anders hin, weil es dort nämlich überhaupt niemals langweilig ist. 26

schenna.com

Bei der Ankunft ist sie immer noch schlecht gelaunt. Obwohl Papa den tollen Vorschlag macht, dass wir gleich am nächsten Tag zusammen auf eine Hütte wandern und danach auf den Minigolfplatz gehen. Wir finden die Idee spitze, sie verdreht die Augen. Erst als Mama verspricht, ihr auf dem Reiterhof einige Dressurstunden zu spendieren, guckt sie nicht mehr ganz so grimmig. Am Ende erlauben unsere Eltern sogar, dass sie einen Tandemsprung mit dem Gleitschirm machen darf. Das hat sie sich schon ewig gewünscht. Mannomann ist die mutig – so was trauen mein Bruder und ich uns noch nicht. Aber wir sind ja auch erst sieben und zehn. Dafür werden wir aber dieses Jahr zum ersten Mal auf den schaukelnden Hängebrücken im Hochseilgarten bei der Taser Alm balancieren – das haben wir uns ganz fest vorgenommen! Und so lange die Rutsche im Erlebnisfreibad runtersausen, bis wir schrumpelige Finger bekommen! Und mit der Gondel hoch in den Bergzoo fahren und die Enten, Ponys, Kälber und Hasen besuchen! Und den Ötzi im Archäologiepark! Am meisten aber freuen wir uns auf Sunny, die kleine gelbe Sonne. Sie ist das Maskottchen von Schenna und ganz knud-

delig, freundlich und nett. Und sie hat immer tolle Ideen, was man anstellen kann, egal ob bei gutem oder bei schlechtem Wetter. Sie besucht mit uns die Feuerwehr, bemalt mit uns T-Shirts, begleitet uns zum Schnupperreiten, backt mit uns Pizza, zeigt uns jede Menge Bastel-Kniffe, kommt mit uns zu den Greifvögeln bei der Falkenschau oder hilft uns beim Verkleiden als Pirat oder Indianer. Besonders viel Spaß macht mit ihr die Schatzsuche im Wald und ein ganz tolles Abenteuer: Der Kinderrafting-Kurs auf dem wilden Fluss im Tal mit seinen Stromschnellen. Meine Schwester sehen wir während des Urlaubs, so ein Glück, fast nie: Sie geht mit den Größeren zum Bowling, zum Alpin Bob fahren oder sie studieren gemeinsam Theaterstücke ein. An einem Tag darf sie sogar, Mama macht das öfter, das erste Mal zu einer richtigen Kosmetikerin. Das machen nur Frauen, es soll schöner machen und es nennt sich „Gesichtsbehandlung für Prinzessinnen“. Dabei ist unsere Schwester überhaupt keine Prinzessin und hinterher sieht sie bestimmt genauso aus wie vorher. Aber wenigstens hat sie endlich wieder richtig gute Laune.

INFO Sunnys Kinderprogramm Sunny, das Kindermaskottchen, hat sich jede Menge für kleine Schenna-Gäste ausgedacht – und zwar das ganze Jahr über. Beispielsweise Feuerwehrbesuch, Minigolfturnier, Ponyreiten, Kinder-Rafting, Pizza backen, Schatzsuche, Basteln Zur Erinnerung werden T-Shirts bemalt, zum Geburtstag liegt im Tourismusbüro eine kleine Überraschung bereit. Tipp: Das Ferienprogramm ist gratis, nur für außerordentliche Leistungen wie Eintritte, Rafting oder Reitstunden wird ein Unkostenbeitrag berechnet. Einfache Wanderungen mit Kindern Kurze Wege für kurze Beine! Zum Teil sind Spazier- und Wanderwege, die für Groß und Klein gleichermaßen geeignet sind, sogar mit Kinderwagen befahrbar. Insgesamt gibt es zehn attraktive, völlig unterschiedliche Routen in und um Schenna mit einer Gehzeit von maximal zwei Stunden – auf Waal- und Waldwegen, zu Almen und Gasthöfen oder inklusive Seilbahn-Fahrt. Spannende Tagesausflüge Erlebnisreiche Tagesausflüge: zum Beispiel auf die Familienalm Taser sowie ins Indianerdorf, in den Bergzoo und in den Spielpark. Die größte digitale Modell­ eisenbahnanlage Italiens kann man in der Eisenbahnwelt in Rabland besuchen. Oder zur Bletterbach-Schlucht in Aldein auf den Spuren der Dinosaurier. U. v. m. Kids & Teens In Schenna und Umgebung warten aufregende Abenteuer auf Kids und Teens. So das Erlebnisfreibad mit Riesenrutsche und für besonders Mutige ein Tandemflug mit dem Gleitschirm oder eine kleine Kletterpartie. Skischule & Rodelpiste Seit Winter 2011/12 gibt es auf Meran 2000 Luckis Kinderland, benannt nach dem gleichnamigen Haflingermaskottchen. Dort können Kids erste Erfahrungen auf Ski oder Snowboards machen, aber auch rodeln, Skiteller rutschen, spielen und herumtollen. www.schenna.com www.meran2000.com www.skischule-meran2000.com 27


Text Sebastian Marseiler Foto Klaus Peterlin

Strandparty, Sommerspaß in der dritten Generation Schenna gehört zu den Pionieren in Sachen Schwimmbäder. Als in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts alles über den Brenner zu den Sandstränden der Adria rollte, bauten in Schenna einige beherzt ein Schwimmbad, um Familien mit Badespaß anzulocken. Es wurde eine Erfolgsgeschichte. Bis heute.

E

igentlich ist es eine sympathisch verkehrte Welt. Normalerweise ist es doch so, dass man in einem Schwimmbad mit dem Kopf im Nacken den Blick auf das umliegende Panorama, soweit überhaupt vorhanden, werfen kann. Ganz anders im Schwimmbad von Schenna. Haben Sie das schon einmal erlebt, schwimmend über die glitzernde Wasseroberfläche hinaus ins Land zu schauen und das Gefühl 28

schenna.com

zu haben, als würden Sie die Flügel ausbreiten und abheben? Oder unter den Wasserdüsen stehend sich den Rücken massieren lassen und den Bergen ringsum ein lässig entspanntes „Servus“ zu sagen? Die Lage ist einmalig. Das „Lido“, wie es die Einheimischen nennen, ist spektakulär auf eine Felsennase im Steilhang über dem Meraner Talkessel gesetzt. Doch so spektakulär die Lage auch ist, die Anlage

selbst übt sich in alltäglicher Bescheidenheit. Das ist die eine Seite. Die andere: Sie steigen aus dem Wasser, legen sich auf Ihren Liegestuhl oder auf die warmen Steinplatten ganz vorne am Abgrenzungszaun, die Sonne schmeichelt und eine leichte Brise spielt mit den letzten Wassertropfen auf Ihrer nackten Haut. Sie schließen die Augen, sie atmen den Duft von Sonne und Macchia, der aufsteigt vom Hang unter Ih-

nen und gehen mit Ihrem Ohr dem Gesang der Singzikade nach. Da leben Sie ihn, den Traum vom Mittelmeer in den Bergen! Nicht unbeteiligt am unbeschwerten Feriengefühl ist die moderne Architektur der Anlage, die spielerisch mit der Landschaft kommuniziert und heitere Farbakzente setzt. Absoluter Star ist der Holzsteg, den elegant von einem Masten abgespannte Stahlseile tragen. Auf diesem Steg ganz hi-

nauszugehen bis an die Balustrade, ist wie der Gang auf dem Deck eines Kreuzfahrtschiffs. Dort im klaren Licht eines Sommerabends den Sundowner zu genießen oder einen Aperitif zu schlürfen, hat seinen ganz besonderen Reiz. Es könnte der Auftakt zu einer Sommernachtsparty in Ihrem Hotel sein. Viele Häuser haben traumhaft schöne Schwimmbäder in mediterran luxuriösen Gartenan-

lagen hineingesetzt. Wunderbare Bühnen für Sommernachtsträume der Extraklasse. Damals, in den Pioniertagen, mussten die Kinder irgendwann brav ins Bett und es wurde still am Pool. Heute klirren leicht die Eiswürfel im Veneziano, duftet es verführerisch mediterran vom Buffet, vermischen sich Musik und das Lachen fröhlicher Menschen zu einer beschwingten Sommermelodie: Spaß am Pool der dritten Generation. 29


Foto Tappeiner

Der weite Horizont … „In den Bergen fühle ich mich frei.“ (Erzherzog Johann)

Der Berg freund Erzherzog Johann von Österreich hatte die Tiroler 1809 in ihrem Freiheitskampf unterstützt. Für seinen Lebensabend konnte er sich keinen schöneren Platz vorstellen als Schenna. Den Ifinger (im Bild) zu be­ steigen war ihm nicht mehr vergönnt. 30

schenna.com

31


MENSCHEN

Visionen für Fortgeschrittene

R

einhold Messner ist 1944 in Südtirol geboren, hat als Felskletterer, Expeditionsbergsteiger, Pol- und Wüstendurchquerer immer wieder Tabus gebrochen. Vier Jahrzehnte lang hat er an den äußersten Rändern der Erde Erfahrungen gesammelt, die es ihm heute erlauben, eine Museumskette zum Thema Berg zu gestalten, das Messner Mountain Museum. Als seinen „15. Achttausender“ bezeichnet Messner selbst dieses Projekt. Im Sommer 2011, mit der Eröffnung des fünften Sitzes von Schloss Bruneck, hat Reinhold Messner sein Museumsprojekt vervollständigt. Jedes der fünf Museen verschreibt sich einem spezifischen Thema und ist in einen besonderen historischen und geografischen Kontext eingegliedert. Das Projekt stellt eine wichtige touristische Attraktion für Südtirol dar und ist gleichzeitig Kern- und Angelpunkt einer Thematik, die weltweit vom kulturellen als auch thematischen Gesichtspunkt ihresgleichen sucht. Im Messner Mountain Museum gibt Reinhold Messner sein Erbe, sein Wissen, seine Erfahrungen und die Geschichten, welche aus den Begegnungen zwischen Mensch und Berg entstehen, an den Besucher weiter. „Das Messner Mountain Museum ist eine Begegnungsstätte mit dem Berg, mit der Menschheit und letztlich auch mit sich selbst“. Mosaik „MMM” Das Projekt beinhaltet somit fünf Museen: MMM Firmian im Schloss Sigmundskron bei Bozen ist das Zentrum des Bergmuseums; MMM Ortles in Sulden widmet sich den Gletschern, dem Ewigen Eis; MMM Dolomites auf dem Monte Rite südlich von Cortina befasst sich mit dem Thema Fels und dem Alpinismus in den Dolomiten; MMM Juval auf Schloss Juval im Vinschgau ist dem Mythos Berg gewidmet. Das MMM Ripa im Schloss Bruneck befasst sich mit dem Thema Bergvölker.

MMM Firmian Das Herzstück des Messner Mountain Museum, MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen thematisiert die Auseinandersetzung Mensch-Berg. Zwischen Schlern und Texelgruppe draußen – Kunst, Installationen, Reliquien drinnen – gibt die großräumige Anlage einen Parcours vor. Die Wege, Treppen, Türme führen die

Giganten unter sich – auch wenn die gleiche Augenhöhe zu fehlen scheint. Reinhold Messner und die anthro­ pomorphe Steinskulptur auf Schloss Sigmundskron.

32

schenna.com

Schloss Juval im Vinschgau ist Reinhold Messners „Stammsitz“. Er restaurierte es mit viel Idealismus und Gespür für historische Bausubstanz. Die schnee­ bedeckten Berge im Hintergrund beschwören einen Hauch von Himalaja.

33


Besucher aus der Tiefe der Gebirge, wo Entstehung und Ausbeutung der Berge nachvollziehbar werden, über die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits, bis zur Geschichte des Bergsteigens und zum alpinen Tourismus unserer Tage. Zudem beherbergt der große Saal jedes Jahr eine Sonderausstellung. Während der Sommermonate wird Schloss Sigmundskron auch Schauplatz für Vorträge und Veranstaltungen mit Musik, Tanz und Theater.

MMM Juval Im Museum auf Schloss Juval im Vinschgau, dem Mythos Berg gewidmet, sind mehrere Kunstsammlungen untergebracht: TibetikaSammlung, die Galerie mit Bildern der heiligen Berge der Welt, Maskensammlung aus fünf Kontinenten, die einmalige Ausstellung zu Gesar Ling, der Tantra-Raum und der Expeditionskeller. Die gesamte Ausstellung wird von geschulten Führern erklärt. Dazu gibt es einen kleinen Bergtierpark, im Schloßwirt hofeigene Produkte, im Unterortl exzellente Weine und am Fuß des Burghügels einen Bauernladen. Schloss Juval verlassen alle mit starken Eindrücken.

MMM Ortles Das Museum in Sulden am Ortler, auf 1900 m, unterirdisch angelegt, ist dem Thema Eis gewidmet. Im MMM Ortles erzählt Reinhold Messner von den Schrecken des Eises und der Finsternis, von Schneemenschen und Schneelöwen, vom White Out und dem dritten Pol. Die weltweit größte Sammlung von Ortler-Bildern ist zu sehen sowie Eisgeräte aus zwei Jahrhunderten. Skilauf, Eisklettern, Polfahrten sind hier thematisiert. Der Besucher geht förmlich in den Berg hinein, kann sich ein Bild machen von Eisgebirgen, Arktis und Antarktis, von der Kraft der Lawinen und der Mühe der Künstler Eis darzustellen. Draußen ist das Eis real und daneben, im Yak&Yeti, gibt es neben Südtiroler Küche auch Gerichte aus dem Schneeland Himalaja. Jährliche Sonderausstellung. MMM Dolomites Im Herzen der Dolomiten, zwischen Pieve di Cadore und Cortina d’Ampezzo, erhebt sich der Monte Rite (2181 m). Von seinem Gipfelplateau aus eröffnet sich ein Rundblick von 360° auf die spektakulärsten Dolomitengipfel: Monte Schiara, Monte Agnèr, Monte Civetta, Marmolata, Monte Pelmo, Tofana di Rozes, Sorapis, Antelao, Marmarole. Das Museum im alten Fort zeigt das Thema „Fels“ und erzählt die Erschließungsgeschichte der Dolomiten, an Hand jener Forscher und Kletterer, die mit ihren Entdeckungen, neuen Wegen und Erstbegehungen alpine Geschichte geschrieben haben. Das Herzstück des Museums ist eine große Galerie einmaliger Dolomiten-Bilder von der Romantik bis heute. Jährlich finden Sonderausstellungen statt.

➋ 34

schenna.com

MMM Ripa Im Schloss Bruneck, einst Sommersitz der Fürstbischöfe, stellt Reinhold Messner Bergvölker aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa vor, wobei ihre Kultur, ihre Religion sowie der jeweilige Tourismus beleuchtet werden. Die Bergkultur spiegelt sich im Alltag der Bergbewohner, die den Gebirgen der Erde Leben und Geschichte geben. Dieses „Erbe der Berge“, das seit Jahrtausenden auch das Überleben hoch oben am Abgrund sichert, können wir nun im MMM Ripa nachempfinden: mit Hilfe von Wohnstätten, Filmen und Begegnungen. Jährliche Sonderausstellung zu einer Bergregion.

MMM Firmian

Schloss Sigmundskron, Sigmundskroner Str. 53 – I-39100 Bozen Tel. +39 0471 631264 – info@messner-mountain-museum.it MMM Juval Schloss Juval 3 – I-39020 Kastelbell (BZ) Tel. +39 348 4433871 – juval@messner-mountain-museum.it MMM Ortles c/o Yak & Yeti, I-39029 Sulden (BZ) Tel. +39 0473 613577 – ortles@messner-mountain-museum.it MMM Dolomites Monte Rite, I-32040 Cibiana di Cadore (BL) Tel. +39 0435 890966 dolomites@messner-mountain-museum.it MMM Ripa Schloss Bruneck, Schlossweg 2, I-39031 Bruneck (BZ) Tel. +39 0474 410220 – ripa@messner-mountain-museum.it www.messner-mountain-museum.it

1. MMM Dolomites. Der spektakuläre Ausblick von 360° geht auf berühmte Dolomitengipfel. Im alten Fort wird die Erschließung der Dolomiten erzählt. 2. MMM Ortles kreist um das schaurig faszinierende Thema Eis, seinen Schrecken und seine mythischen Figuren. 3. Dem Geheimnis des Eises künstlerisch auf der Spur: Die Gemäldeausstellung im MMM Ortles. 4. MMM Ripa. Der Name sagt schon alles: die tibetischen Worte ri (Berg) und pa (Mensch) stehen für Menschen, die in den Bergen leben. Es thematisiert Kultur, Geschichte und Religion der Bergvölker auf vier Kontinenten. 35


MENSCHEN

Aller Anfang ist bescheiden ➌

Manchmal können sie es sich selber nicht mehr vorstellen, wie schnell das alles gegangen ist. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatte sich Schenna vom etwas „hinten gebliebenen“ Bauerndorf zu einem Weg weisenden Tourismusort entwickelt, dessen Aktionen von anderen Orten nachgeahmt wurden. Bei einem anregenden Gespräch über die legendären Anfänge trafen sich Frau Irena Westerhoff (83), die seit 51 Jahren in Schenna Urlaub macht, und Hans Pichler (88) und Franz Mair (82), zwei Männer der ersten Stunde im Fremdenverkehr. Text Sebastian Marseiler

➋ 36

schenna.com

„Einmal und nie wieder!“ hatte Frau Irena Westerhoff geschimpft, als sie im fernen Jahr 1961 aus dem Taxi stieg. Der Fahrer hatte sich mehrmals verfahren und obendrein tobte ein Gewitter. Für den Taxifahrer aus der Stadt war die Fahrt nach Schenna ein Abenteuer in die tiefste Provinz gewesen. Kein Wunder, Schenna war damals ein ausgesprochenes Bauerndorf, das erst seit zwei Jahren über eine ordentliche Zufahrt verfügte. Zwar hatten bereits 1955 ein paar Wirtsleute, Handwerker und Bauern zusammen mit dem Lehrer und dem Pfarrer den „Verein für Kultur, Heimatpflege und Verschönerung“ gegründet, aus dem dann später der Tourismusverein hervorging, dem Hans Pichler und Franz Mair abwechselnd über Jahrzehnte vorstanden. Aber Schönna, wie es sich damals schrieb, war kaum bekannt. „Man musste immer sagen, Schenna bei Meran“, weiß Frau Westerhoff. Da sitzt sie nun, Jahrgang 1929, adrett und grazil, stolz mit perlenverzierter Goldbrosche „45 Jahre Innerleiterhof“ – auch schon Geschichte – und erinnert sich: „Es gab schon ein wenig Komfort, die Zimmer hatten fließendes Wasser, es gab Etagentoiletten.“

„Schenna ist halt trotzdem ein bisschen hinten gewesen!“: Hans Pichlers Feststellung bringt die Ausgangslage auf den Punkt. Die paar Gäste, die mit der Bahn kamen, holte man nicht selten mit dem Schlepper am Meraner Bahnhof ab. Erkennungszeichen für die Gäste war der „blaue Schurz“. Und nicht ein einziges Hinweisschild für Schenna stand in Meran. Buchstäblich in einer Nacht- und Nebelaktion brachte man drei davon an, „einsprachig deutsch natürlich, mehr haben wir nicht gekonnt!“ lacht Franz Mair. Der Fremdenverkehr war die einzige Alternative und man machte aus der Not eine Tugend. Geld war wenig da, aber viel Enthusiasmus. Hans Pichler, Spätheimkehrer aus russischer Gefangenschaft, kann von seinem ersten Arbeitgeber, dem Grafen von Meran, ein Stücklein Grund in der Nachbarschaft des Schlosses erwerben, auf dem er seine kleine Frühstückspension baut, die er in Reverenz zu seinem Nachbarn „Erzherzog Johann“ tauft. Franz Mair erbt ein Stück Wiese, müht sich um einen Kredit, der ihm anderswo, aber nicht in Schenna gewährt wird – was will der Junggeselle mit einer Pension? – und errichtet 1957 37


GENUSS Text Sebastian Marseiler

Leibgerichte Herbst ist die beste Zeit für Ursprüngliches. Wenn der junge Wein in den Kellern rumort, die Bergspitzen eine weiße Mütze tragen und prall sich die Kastanien aus der stacheligen Hülle schälen, ist die schönste Zeit, einzukehren zu herzhaftem Schmausen.

seine Frühstückspension „Hohenwart“ mit 18 Betten. Was an beruflicher und fachlicher Ausbildung fehlte, wurde ausgeglichen mit Fleiß und mit Herzlichkeit. „Man kam an und spürte: da bin ich zu Hause!“: Für Frau Westerhoff muss dies ein überwältigendes Gefühl gewesen sein, wie sonst kann man einundfünfzig Jahre lang in ein und denselben Ort zu den immer gleichen Gastgebern gehen? „Einmal schenkten sie mir zum Abschied eine Rose aus dem Garten, ich habe sie gehütet die ganze Fahrt nach Hause!“ Es sind diese kleinen Gesten familiärer Aufmerksamkeit, mit denen Schenna die Herzen seiner Gäste eroberte. Und es sind vor allem die Frauen, die Großartiges leisteten und deren Aufwand eigentlich noch nie gebührend gewürdigt wurde, da ist man sich einig. „Wir Männer waren halt immer unterwegs in der Öffentlichkeit!“ Es gab ja viel zu tun und die neue Entwicklung verlief nicht ohne Kritik und Widerstände – gea hear decht auf mit deine Hearischen!– und das Sensibelste an Veränderungen war, dass Wiesen und Äcker dem Tourismus untergeordnet wurden. „Aber wir vom Tourismusverein haben immer gesorgt, dass der Tourismus nicht das Dorfleben stört, dass alle davon profitieren und dass sich unseren Kindern neue Möglichkeiten erschließen!“ Im Tourismusverein war man immer um Zusammenhalt bemüht, nur so konnten Aktionen wie der Sonnenzug, die Gästekarte und „Schenna besucht seine Gäste“ mit großem Erfolg verwirklicht werden. Frau Irena nickt 38

schenna.com

begeistert: „Wenn Schenna kam, war sofort Stimmung da! Und das Schönste immer: Die Gastgeber waren auch immer da!“ Das Gespräch geht fröhlich weiter, Anekdoten werden aufgefrischt, man wagt einen Blick in die Zukunft. Ignaz Kiechle, der ehemalige deutsche Landwirtschaftsminister, wird zitiert, wonach Südtirol die gute Stube der Deutschen und Schenna der Erker darin sei, „und dieser Erker muss bleiben, das sage ich immer den Jungen! Wir dürfen nie vergessen: Wir arbeiten mit Menschen für Menschen!“ Für Franz Mair ist immer die menschliche Bindung an den Gast essentiell, sie hat Schenna letztlich groß gemacht. Und Frau Irena möchte noch ein paar Jahre gesund bleiben, um ihren Sechzigsten Urlaub in Schenna zu feiern. „Brauchst nur jedes Jahr zu kommen!“, sagt Franz Mair. Der Schalk schaut ihm aus den Augen. Etwa so: wer lang nach Schenna fährt, lebt lang …

1. Schönna in einer Aufnahme von 1905. Selten verirrte sich damals ein Meraner Kurgast hier herauf. 2. Das Bauerndorf dem Schloss zu Füßen. Der Erker links im Bild gehörte einst zum Gasthaus „Oberwirt“. 3. „Einmal Schenna, immer Schenna!“: Frau Irena Westerhoff in ihrem 51. Schenna-Urlaubsjahr. 4. Franz Mair: „Unsere Stärke war immer das Familiäre, mit Menschen für Menschen!“

Unsere Ehrengäste

Bis November 2012 wurden insgesamt 31.520 Gäste mit der goldenen Nadel für 10-, 20-, 30-, 40-, und 50-jährige Gast➏ treue ausgezeichnet. Für 50-jährige Treue geehrt: Irena Westerhoff aus Oberhausen, Gast im Hotel Innerleiterhof Dietrich Tramp aus Hamburg, Gast im Hotel-Garni Schönbrunn Resi und Hans Thomas aus München, Gast im Hotel Astor Gertraud Ragaller aus München, Gast im Hotel Hohenwart Werner Steffens aus Krefeld, Gast im Garni Dornach Dr. Klaus und Ruth Knospe aus Deizisau, Gast im Hotel Schennerhof Dr. Evi Korte aus Überlingen, Gast im Hotel Kiendl Für 70-jährige Treue geehrt: Dr. Hubert Korte aus Überlingen, Gast im Hotel Kiendl Dr. Bernt Witkop aus Montrose Driveway (USA), Gast im Hotel Kiendl

5. Hans Pichler: „Wir hatten wenig. Der Tourismus war unsere Chance und wir haben sie genutzt.“ 39


G

ewiss: Südtirols neue Küche gehört zu den besten Küchen Italiens. Doch heute lassen wir diese hochprämierte Sternenküche sich ausruhen auf ihren Lorbeeren. Uns steht der Sinn nach Bodenständigem, nach Großmutters Kochtöpfen. Und weil’s Herbst ist, dürfen gebratene Kastanien, Wein und Speck nicht fehlen. Während wir hinaus- und hinaufwandern zum Hofoder Buschenschank, bleibt sogar Zeit für ein paar Rückblicke auf eine Küche, in der das „an“ und „bei“ und „auf“ noch nicht erfunden war und in Südtirols Küchen das Matriarchat mit resoluter Hand regierte. Nur das Speck-Aufschneiden war Männersache. Also wird auch vom Speck die Rede sein. Südtirols Küche war immer schon verschiedenen Einflüssen aus Nord und Süd ausgesetzt. Stark geprägt war sie einmal von der österreichischen Küche und nach wie vor kommt Altösterreichisches auf den Tisch. Woher sonst hatte der „Kaiserschmarrn“ seinen Namen? Vieles davon beherrschte die Speisekarte und wurde in den Fünfzigern und Sechzigern des vorigen Jahrhunderts vorwiegend aufgetragen: die Braten mit den schweren Soßen, das Gulasch, der Gugelhupf und die Linzertorte. Kaffee allerdings gab’s „nach deutscher Art“ und der Cappuccino kam erst später. Wer seine Gäste glücklich sehen wollte, tischte cordentliche“ Portionen auf. Allmählich änderte sich der Geschmack der Gäste und mit ihnen auch die Menükarten. Neue mediterrane Leichtigkeit aus dem „bel paese“ zog ein am Herd und kulinarische Weltluft brachte frischen Wind in die Küchen. Inzwischen besetzt Südtirol einen Spitzenplatz in der Gastronomie und an die zwanzig Michelin-Sterne leuchten im Genussland. Im beschwingt eleganten Konzert der Gastronomie Südtirols schwingt aber das Ostinato deftig derber Gerichte als Grundmelodie immer mit. Mit der Küche ist es wie mit dem Charakter der Südtiroler: Weltoffen ja, aber mit beiden Beinen auf dem heimatlichen Boden. So richtig dahuam ist er nur in der Tracht – doch, selbst bei den Miss-Südtirol-Wahlen müssen die Konkurrentinnen auch im Dirndl auf den Laufsteg – und so richtig huamelen bei Tisch tut’s

„Zmailer Martha" 40

schenna.com

nur bei Knödel, Kraut, Speck und Wein. Autochthon natürlich auch der Wein: für noblere Anlässe der Lagrein und sonst der Vernatsch.

Reden wir vom Speck. Zu ihm haben die Südtiroler ein nahezu kultisches Verhältnis. Das Weiße muss keif, fest sein und nussig schmecken und das Rote darf nicht zu lotschet, nicht zu weich sein. Für einen richtigen Bauernspeck quälen sich städtische Nobelkarossen auf abenteuerlichen Kurven hinauf bis zu den letzten Bauernhöfen, wo noch die letzten Bauern leben, die selbst noch Fockn halten und den Speck selber machen. Das Geheimnis des guten Specks liegt schon im Fresstrog: Spülicht, der in der Küche abfällt, Erdäpfel, gehackte Brennnesseln, viel Grünzeug, geschrotetes Getreide. Das Rezept zum Einsalzen ist Generationen alt und die Zutaten wurden besser gehütet als Coca Cola es mit seiner Rezeptur tut. Nur so viel: Grobes Salz, Pfefferkörner, Knoblauch, Wacholderbeeren, Lorbeer, Lavendel (selten) werden vermischt und gestoßen und zum Schluss kommt Schnaps dazu: Wie gesagt, jeder Bauer schwört auf seine Mischung. So eingesalzen liegen die Speckseiten an die zehn Tage, bis sie zum Selchen aufgehängt werden. Früher einmal wurde der Speck in der Küche geselcht, rußschwarz waren solche Küchen, zugig und kalt und deren Oberboden als „Tirolerhimmel“ zu bezeichnen war glatte Schönrednerei. Größere Bauern hatten eine eigene Selchküche, aber immer musste der reifende Speck auch im Rauch von Wacholderzweigen hängen, die ihm die besondere Würze gaben. Mit dem reifen Bauernspeck verhielt und verhält es sich dann am Ende wie mit dem Leben auch, es gibt nicht nur die feine, glatte Schinkenpartie, es gibt den durchwachsenen Bauchspeck und es gibt Stellen, wo er recht weiß daherkommt. Mit so einem Ranken Speck im Rucksack haben die Tiroler 1809 die Bayern „geklopft“ 41


am Bergisel und den französischen Marschall Lefèbvre Strategie gelehrt. Mit so einem Speck haben sie über Generationen die Unbilden des Einöd-Daseins überstanden. Mit einem Ranken Speck als Gastgeschenk liefen in jüngerer und jüngster Zeit auch die Räder der Bürokratie in der Landesverwaltung dann wieder wie neu geschmiert, wenn’s denn sein musste – aber das sind böse Zungen, die das behaupten. Heute ist der Südtiroler Speck ein Kosmopolit. Die Hammen kommen zu Zehntausenden aus den Niederlanden und Deutschland in Kühllastern über den Brenner, hier werden sie gewürzt, geräuchert und gelagert und die südliche Luft tut das Ihre dazu, dass der Speck seine besondere Milde und Würze erhält, der er in nördlicheren Gefilden so nicht bekäme. Müßig also die Frage, ab wann der Speck ein Südtiroler ist. Wir jedenfalls lassen es uns gutgehen. Wir sagten es schon, Herbst ist’s, der Tag noch mild, die Berge gegenüber sind weiß überzuckert und die Landschaft ist wie besoffen im Farbenrausch. Also: Nichts wie hinaus und hinauf zu einem Bauern oder Buschenschank; dort setzen wir uns auf die Terrasse, schauen hinunter ins Land und lassen es uns gutgehen bei Speck, Brot und Eigenbau. Törggelen? Ach ja, ein paar Kastanien könnten wir dazu nehmen; der alte Bauer, assistiert von seinem Enkel, hält sie gerade übers Feuer. Bald werden kühlere Tage kommen. Zeit für Handfestes: hohe Zeit für Knödel und Kraut und Schweinernes.

Zum Knödel ein kleiner Exkurs. Woher er stammt, darüber sollen kulinarische Kulturgeschichtler streiten. Jedenfalls ist er in ganz Mitteleuropa daheim, in Tirol ganz besonders. Er ist ein Gebirgler, der im benachbarten Trentino als canederlo auf den Tisch kommt und der selbst in Padova sich noch auf die Stände vor dem feinen Palazzo della Ragione wagt. Aber so recht zuhause ist er da, wo gehaltvolle Kost gefragt ist. „Zu Wasser und zu Lande“, wie es in älteren Kochbüchern steht, in Suppen, als Hauptspeise oder als Beilage kommt er daher in verschiedenen Varianten: als Speck-, Käse-, Leber-, Plenten- (Buchweizen-), Brennnessel- (etwas Neumodisches, sagt die Bäuerin) und zur Fastenzeit als Fastenknödel. Das sind die gestandenen, traditionellen Formen, für neue Kreationen sind der kulinarischen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jede Köchin schwört auf ihr Rezept, im Knödelkochen manifestiert sich 42

schenna.com

noch das alte kulinarische Matriarchat in der Küche. Und dem ist gut so. Wir zollen dem Matriarchat unseren Tribut und lassen uns die Knödel schmecken.

Der Wein In einer Landesbeschreibung aus dem frühen 17. Jahrhundert heißt es, in Schönna werde viel Wein angebaut, allerdings sei er an manchen Orten etwas sauer. (Wollen wir nicht weitersagen!). Wein galt über Jahrhunderte als krisenfeste Zweitwährung: Wäre heute angesichts der Euro-Krise gar nicht so ungeschickt. Mit dem Siegeszug des Obstbaus ging der Weinbau stark zurück. In letzter Zeit jedoch ist es für viele wieder zur Ehrensache geworden, Wein selbst mit viel Liebe und Fachwissen zu produzieren. Und diese neuen Weine können sich sehen – pardon – trinken lassen! Vorwiegend sind es Rotweine aus der heimischen Vernatschrebe. Der Vernatsch leuchtet hellrubin- bis rubinrot im Glas, schmeckt angenehm mild und fruchtig und schmeichelt mit feinen Tönen von Bittermandel, Veilchen und Himbeeren. Und er passt zu einer Brettljause wie kein anderer. Ähnlich verhält es sich mit dem Weißwein: ein spritzig fruchtiger Seelentröster für den Vormittag. Denn ein gestandener Schenner trinkt Weißwein nur bis zum Zwölfuhrläuten. (Hieß es einmal …) Woher die hervorragenden Eigenschaften? Es sind die speziellen Lagen mit ihrem besonderen Kleinklima. Und es sind die Gegensätze, die den Charakter formen: Sonne satt am Tag und die frische Kühle in der Nacht. „Torggler Hans”

Der Kaffee Natürlich: ein Hauch von dolce vita! Cappuccino, Cappuccino und nicht mehr „Kaffee nach …“ – Sie wissen schon. Südtirol – und Schenna mit – hat sich zur Genussregion gemausert. Das nicht immer problemlose Zusammenleben der deutsch- und italienischsprechenden Bevölkerung im Lande hat sich im Kulinarischen gefunden. Südliche Leichtigkeit zog ein und mit ihr auch eine Prise südlich-lässige Ästhetik. Denn auch das Auge will seinen Part. Mit der aufgeschäumten Milch hübsche Zeichnungen auf den Kaffee zu zaubern ist heute Selbstverständlichkeit in jeder Bar. Dafür gibt es sogar den Namen Latte Art. Eine der vielen sympathischen Kleinigkeiten, die das Leben an der Alpensüdseite so locker leicht gestalten können. Übrigens: Wussten Sie, dass es im Meraner Land eine Kaffeerösterei von hervorragender Qualität gibt? 43


Klaus Wieser

det. Ihr derzeitiger Kommandant ist Georg Almberger. Die erste Gruppe wird von Florian Kaufmann geführt, die zweite von Hans Ennemoser und die dritte von Fredi Pircher.

MENSCHEN

Feuer und Flamme für die Dorfgemeinschaft Feuerwehren haben in Südtirol eine sehr lange Tradition. Die meisten wurden bereits vor dem Ersten Weltkrieg gegründet, als Südtirol noch Teil der ÖsterreichischUngarischen Monarchie war. Text Walter Innerhofer

I

mmer, wenn Mitmenschen Hilfe brauchen, sind sie zur Stelle: die Männer – und bisher eine Frau – der Freiwilligen Feuerwehren von Schenna sind, wie in ganz Südtirol, sehr gut ausgerüstet, gut ausgebildet und bestens organisiert. Da ist der Feuerwehrhauptmann, der den Oberbefehl hat, ihm steht der Stellvertreter zur Seite.

44

schenna.com

Spezialeinheiten stehen bereit: die Tanklöschmannschaft, der Atemschutztrupp, und wie sie alle heißen. Und freiwillig heißt nicht etwa, dass sie da sind, wenn es ihnen in den Kram passt, nein, der Feuerwehrmann verpflichtet sich schon bei der Ausbildung, immer zur Stelle zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird. Ausgebildet werden Südtirols Feuerwehrleute in der Landesfeuerwehrschule von Vilpian im Mittleren Etschtal. Freiwillig heißt, dass die Männer  – und Frauen – sich ehrenamtlich und unentgeltlich für den Nächsten einsetzen und jederzeit bereit sind zu helfen, zu retten, zu löschen, zu bergen … In Schenna stehen gleich drei Feuerwehren zur Hilfe bereit: Eine im Hauptort mit Sitz in der Verdinserstraße, eine im Ortsteil Verdins und eine im Bergort Tall. Die Gemeindeverwaltung stellt jeder eine eigene Feuerwehrhalle zur Verfügung, wo die

Kommandozentrale, die Einsatzfahrzeuge und die Gerätschaften untergebracht sind. Gegenwärtig gibt es in den 116 Gemeinden des Landes 305 Freiwillige Feuerwehren, eine Berufsfeuerwehr in der Landeshauptstadt und drei Betriebsfeuerwehren.

Feuerwehr Schenna Die Feuerwehr Schenna zählt 84 aktive Mitglieder. Sie wurde im fernen Jahre 1878 gegründet. Ihr derzeitiger Kommandant ist Nikolaus Pföstl. Die erste Gruppe wird von Hannes Pföstl geführt, die zweite von Oswald Zöggeler und die dritte von Friedl Dosser. Mit Jakob Pichler stellt die Feuerwehr Schenna zurzeit auch den Präsidenten des Bezirksfeuerwehrverbandes Meran. Feuerwehr Verdins Die Feuerwehr Verdins zählt 47 aktive Mitglieder. Sie wurde im Jahre 1903 gegrün-

Feuerwehr Tall In Tall besteht die jüngste Feuerwehr von Schenna mit 42 aktiven Mitgliedern, zu denen auch die einzige Feuerwehrfrau der Gemeinde, Genoveva Pichler, zählt. Die FF Tall wurde vor genau 50 Jahren gegründet und feiert somit heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Ihr derzeitiger Kommandant ist Konrad Mair. Die erste Gruppe wird von Josef Gilg geführt und die zweite von Günther Pichler. Die dritte Gruppe bildet den Feuerwehrzug von Untertall mit dem Zugskommandanten Helmuth Pöhl. 2008 hat sich in Tall außerdem eine Gruppe von elf Wehrmännern und einer Frau, Irene Mair, in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Weißen Kreuzes auf Ersthilfe spezialisiert – für den abgelegenen Bergort ein besonders wichtiger und notwendiger Dienst! Überhaupt werden heutzutage die Feuerwehren sehr viel öfter zu technischen Hilfseinsätzen gerufen als zu Löschangriffen. Und Einsatzorte sind immer öfter Straßen und Plätze, wo Pannenhilfe geleistet, brennende Fahrzeuge gelöscht und Aufräumarbeiten erledigt werden müssen. Aber auch bei Unwetterschäden, Erdrutschen und Überschwemmungen ist die Hilfe der Feuerwehr gefragt. Auch sind Feuerwehreinsätze auf Grund der vielen verschiedensten Baumaterialien um sehr vieles komplizierter geworden als sie es früher waren. Daher müssen Feuerwehrleute ständig fortgebildet und geschult werden, wodurch sie noch mehr Freiwilligenarbeit leisten. Kein Wunder also, wenn unsere Feuerwehren manchmal bei Festen und Jubiläen auch feiern. Und wir als Dorfgemeinschaft tun gut daran, sie in ihren Vorhaben mit kleinen Spenden zu unterstützen und ihre Feste mitzufeiern. So lädt uns die FF Tall im Sommer 2013 zu ihrem 50-Jahres-Jubiläum ein. Und den Tag des hl. Florian, ihres Schutzpatrons, das ist der 4. Mai, feiern die Feuerwehren von Schenna, Verdins und Tall alljährlich mit einem Festgottesdienst in der Kirche, wobei sie von der Musikkapelle begleitet dem Herrgott danken, dass bei den unterschiedlichsten Einsätzen während des Jahres größere Schäden an Menschen und Sachen verhindert werden konnten! [Na dann: Gut Heil, ihr Feuerwehrleute von Schenna, Verdins und Tall, und passt gut auf uns auf!]

Genoveva Pichler

Lukas Pföstl

Michael Illmer

Südtiroler-Landes-Notrufnummern Feuerwehr: 115

Polizei: 113

Landesrettungsdienst: 118

Carabinieri: 112

45


AKTIV

Sanft und besonders Tallner Winter Text Walter Innerhofer

E

s ist Dezember, aber es könnte genauso Januar oder Februar sein. Schon zwei Wochen lang kaum eine Wolke am Himmel über Meran! Zu Monatsanfang hat es auf den Höhen ergiebig geschneit, und in den Skigebieten der näheren und weiteren Umgebung herrscht bereits Hochbetrieb. Was aber, wenn ein sonnenhungriger Nichtskifahrer zu dieser Zeit in Schenna urlaubt? Na was denn wohl: Auf verschneiten Wegen bequem spazieren gehen und die frische Luft und den herrlichen Panoramablick genießen; schneeschuhwandern über tief verschneite Matten; auf gut preparierten Rodelwegen zu Tal sausen; eine Schneeballschlacht schlagen; auf der Sonnenterrasse in der Wintersonne baden! Und wo? In Tall natürlich, dem Schenner Bergort, wo Sie der Tallner Winter erwartet. Eine Seilbahn bringt Sie bequem auf 1400 m Meeres­ höhe hinauf: die Verdinser Bahn von Schenna–Verdins aus. Vier gastliche Einkehrstätten laden Sie zu Speise und Trank ein und verwöhnen Sie mit heimischen Köstlichkeiten. Dort bekommen Sie auch eine Rodel oder Schneeschuhe zu leihen, und gerne erklären ihnen Experten den richtigen Umgang damit. So kann ein Tag im Tallner Winter zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Wer dann alle vier Gaststätten abklappern möchte, muss sich allerdings auch viel Zeit dazu nehmen. Denn da ist die Gompm Alm auf 1800 m Meereshöhe zu erwandern, wo es eine Rodelbahn, einen Rodel- und einen Schneeschuhverleih gibt und Sie der Wirt mit traditionellen und modernen Gerichten verwöhnen möchte. Zur Jausenstation Haashof in Videgg

46

schenna.com

47


SkiCards Ortler Skiarena: SkiCard für 15 Ski­ gebiete, 1.11.2012–5.5.2013 gültig, 4-, 5- oder 6-Tageskarte www.ortlerskiarena.com SkiCard Meran: SkiCard für 5 Ski­ gebiete in der Ferienregion Meraner Land, 15.12.2012–14.4.2013 gültig, 2-, 3-, 4-, 5- oder 6-Tageskarte www.meranerland.com

führt ein schöner, etwa einstündiger Wanderweg; auch dort steht eine Rodelbahn zur Verfügung, Rodeln und Schneeschuhe werden verliehen und es gibt einen Schneeschuhrundwanderweg. Beim Gustl im Gasthof Sterneck im Dorfzentrum von Tall, Prenn, badet es sich herrlich auf der Sonnenterrasse und Sie werden mit traditionellen Bauerngerichten verwöhnt. Etwas höher über dem Dorf thront auf einem herrlichen Platz der familiäre Gasthof Hochwies, von dem aus Sie den schönsten Panoramablick über das gesamte Meraner Becken und das Passeiertal bis hin zu den Gletschern der Stubaier Alpen genießen. Wer sich aber über die Waldgrenze hinaufsporteln sollte, findet auf den alpinen Matten der Tallner Almen die Möglichkeit, eine Skitour oder eine längere Schneeschuhwanderung zu unternehmen. Es ist halt ein überaus tolles Gefühl, in der tief verschneiten unberührten Bergwelt unterwegs zu sein! Freilich müssen Sie sich die entsprechenden Kenntnisse über Schneelagen, Hangneigungen und Witterungsverhältnisse aneignen und sich mit der jeweiligen Lawinenlage vertraut machen, sollten Sie sich gänzlich ins freie Gelände stürzen. Dann ist selbstverständlich genauso die volle Ausrüstung mit LVS-Gerät, Schneeschaufel und Sonde ein unbedingtes Muss! Unternehmen Sie solch extreme Wintersportaktivitäten auch immer in Begleitung von ausgebildeten Führern, die Wirte sind Ihnen auf der Suche danach gerne behilflich. Wahrscheinlich aber reicht Ihr Winterurlaub gar nicht aus, um all die tollen Angebote, die vielen sportlichen Möglichkeiten und die atemberaubenden Rundblicke des verschneiten Tallner Winters voll auszukosten. Dazu meinen die Tallner Gastwirte nur: Mehrere verlängerte Wochenenden tun es auch!

Skigebiet Meran 2000 Das Familienskigebiet Meran 2000 ist bekannt für sein mildes Klima, das große Freizeitangebot und hervorragende Einkehrmöglichkeiten mit gehobener Küche. Winterbetrieb: 8.12.2012–1.4.2013 1 Seilbahn, 1 Umlaufbahn, 5 Sessellifte 40 Pistenkilometer für Skifahrer und Snowboarder 25 km langes Wegenetz für Winter- und Schneeschuhwanderer Kinderland mit Rollteppich, Snow-Tube-Bahn, Skikindergarten und Alpin Bob 3 km Naturrodelbahn 3 km Rundkurs Langlaufloipe 2 Skiverleihe

Gaudete – freuet euch! Text Graf Franz Spiegelfeld

„Gaudete“, das Motto des dritten Advent, ist auch das Motto für den Schenna Schlossadvent: „Freuet Euch“! Vom 12. bis 15. Dezember 2013 laden die Veranstalter wieder ein zu einem Fest für alle Sinne. Es erwarten Sie in liebevoller Arbeit durch die Aussteller gebastelte „Kleinodien“, die Sie in den stimmungsvollen Kellergewölben betrachten und erwerben können. Es locken selbstgemachte Köstlichkeiten an den Gourmetständen im romantischen Schlosshof, zauberhafte Klänge der Musiker und Sänger werden Sie begeistern, und für die Kleinen gibt es fröhliches Treiben in der Bastelstube und gespanntes Lauschen auf die Weihnachtsgeschichten in der Schlosskapelle. Der in zarten Lichterglanz gehüllte Schlosshof vermittelt eine ganz besondere, heimelige Atmosphäre. Wieder sind es heimische Aussteller und Interpreten, die den zweiten Schenna Schlossadvent zu einem einzigartigen Erlebnis werden lassen, zu einer Begegnung zwischen Jung und Alt, zwischen Einheimischen und Gästen, ein harmonisches und besinnliches und doch fröhliches Miteinander in Erwartung der nicht mehr fernen Weihnacht. Der Schenna Schlossadvent möchte Sie zurückführen in die Weihnacht unserer Kindheit, möchte mit Lichtern, Düften und Klängen Ihr Herz berühren und Ihre Vorfreude wecken auf das schönste Fest des Jahres. 48

schenna.com

Schenna Schlossadvent

Von Donnerstag, 12. bis Sonntag, 15. Dezember 2013 Geöffnet täglich von 15 bis 21 Uhr, Sonntag von 11 bis 21 Uhr 49


AKTIV

Birdies, Eagles und ein grandioser Ausblick Der beste Golfspieler Südtirols ist in Schenna zu Hause. Franz Pföstl nutzt die Plätze der Umgebung, um sich seiner Passion zu widmen – und um abzuschalten. „Nach zehn Minuten auf dem Platz bin ich total entspannt, alle Sorgen sind ausgeblendet.” Text Mirjam Fassold

S

chenna selbst verfügt über keinen Golfplatz, liegt aber umgeben von hervorragenden 18- und 9-LochAnlagen, die nicht nur über abwechslungsreiche Plätze sondern auch über eine gute Infrastruktur verfügen. Und Schenna ist die Heimat des amtierenden Südtiroler Landesmeisters: Der 42-Jährige Franz Pföstl spielt seit 20 Jahren Golf, im Sommer 2013 wird 50

schenna.com

er nicht zum ersten Mal einen Landesmeistertitel zu verteidigen haben. Seit Jahren schon führt der Schenner die Südtiroler-Handicap-Rangliste an, aktuell notiert Pföstl bei +0,5. Sein bestes Handicap lag vor wenigen Jahren bei +1,5 – ein Wert, bei dem sich viele Amateure überlegen zu den Professionals überzutreten und ihr Geld mit Golfspielen zu verdienen. Für

Franz Pföstl indes war dies nie ein Thema. „Golf ist für mich ein wahnsinnig schönes Hobby, bei dem ich extrem gut abschalten kann”, sagt er. Spätestens zehn Minuten nachdem er den Golfplatz betreten habe, sei er total entspannt, die Gedanken verweilen beim Golfspiel. Nur beim Golf, Alltagssorgen blende er für die vier Stunden auf dem Platz einfach aus. Erholung pur.

Golfspielen fördert nicht nur die körperliche Ertüchtigung – eine 18-Loch-Runde dauert rund 4 Stunden und man marschiert dabei bis zu zehn Kilometer –, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit. Kompetitiv gespielt erfordert es zudem starke Nerven. Eine von Franz Pföstls Stärken. „Mittlerweile gibt es in meinem Kollegenkreis einige Spieler, die bei Trainingsrunden bis auf ein oder zwei Schläge an mich herankommen. Wenn es ernst wird, bin ich meistens der einzige, der sein Handicap spielt.” Und beim Spielniveau des 42-jährigen Schenners reicht dies häufig, um Turniere zu gewinnen. Nicht nur in Südtirol, sondern auch auf nationaler Ebene. Bereits zweimal – 2006 und 2010 – setzte sich Pföstl bei der italienischen Mid-Amateur-Meisterschaft (Herren über 35 Jahre) durch. Mit dem Erreichen des 35. Lebensjahres sicherte er sich erstmals einen Platz in der italienischen MidAmateur-Nationalmannschaft, welcher er nun seit über sechs Jahren angehört. Wenn man den sportlichen Schenner spielen sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass er diesem Sport nicht schon von Kindesbeinen an frönt: Locker und leicht ist sein Schwung, ruhig und unaufgeregt seine Art. Dennoch lodert in Franz Pföstl ein Feuer  – wie alle erfolgreichen Golfspieler ist er ein sehr kompetitiver Mensch. Einfach nur zum Zeitvertreib spielen ist nicht, ein bisschen Wettbewerb muss sein. «Und wenn wir nur um einen Drink spielen, macht dies die Runde spannender», sagt er

lachend. Dem Score tut’s ebenfalls gut, weil man so auch beim friendly game konzentrierter ans Werk geht. Zum Golfsport gefunden hat Franz Pföstl zu einer Zeit, als vor den Toren Schennas (noch) keine Golfplätze gelegen haben. „Ein Lieferant hatte mich eingeladen, ich solle es mal probieren. Da bin ich nach Sarnonico zum Dolomiti Golf gefahren und habe auf der Driving Range meine erste Stunde genommen.” Von da an war es um den damals 22-jährigen Pföstl geschehen. Seine Freizeit verbrachte er fortan auf dem Golfplatz. Zwischen 20 und 40 Stunden pro Woche habe er trainiert und gespielt. Der Erfolg stellt sich rasch ein: „Nach einem Jahr war ich auf Handicap 11.” Inzwischen ist er seit über zehn Jahren scratch. Mittlerweile ist Franz Pföstl verheiratet und Familienvater, längst investiert er nicht mehr seine ganze Freizeit ins Golfspiel. Auch wenn seine beiden Söhne ebenfalls die Schläger schwingen und den Vater ab und zu auf den Platz begleiten. Normalerweise sind die drei am Mittwoch, an Franz Pföstls freiem Nachmittag, auf dem Golfplatz Passeier anzutreffen. Oder aber der 42-Jährige fährt nach Lana, um mit seinem Golflehrer am Schwung zu feilen. Als Mitglied der italienischen MidAmateur-Nationalmannschaft hat Pföstl bereits in der ganzen Welt Golf gespielt – und bei der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz den fünften Platz erreicht. Er tritt nicht nur zu den Turnieren der Ü35-Herren

an, sondern spielt auch die offenen italienischen Meisterschaften mit. Das ergibt zuweilen spannende Begegnungen: „In Villa d’Este spielte ich mit Matteo Manassero im Flight.” Der Südtiroler Meister-Golfer und Italiens Talent auf der European Tour kennen sich schon länger, haben sie früher doch beim gleichen Coach am Gardasee trainiert. So gern er zwei- oder dreimal pro Jahr in die Welt hinaus zieht um für Italien GolfLorbeeren zu holen, so gerne kehrt Franz Pföstl wieder nach Südtirol zurück. Auch wenn seine Heimat kein klassisches Golfland ist. Geeignete Landflächen für großzügig gestaltete Plätze sind rar und teuer in Südtirol. Doch die sieben Plätze, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten realisiert wurden, schätzt der Meistergolfer sehr. Gerade auch wegen ihrer unterschiedlichen Charaktere. Sein Heimplatz im Passeiertal ist geprägt von der umgebenden Gebirgslandschaft, der 9-Loch-Platz von Lana dagegen wirkt nahezu mediterran, die Spielbahnen sind zwischen Apfelhainen und Rebflächen platziert. Perfekt nicht nur für einen Golf Champion wie Franz Pföstl, sondern auch für Hobbygolfer, die im Urlaub neben Wandern, Biken, Schlemmen, Wellnessen und vielen anderen Angeboten auch noch die Schläger schwingen möchten. „Die Plätze rund um Schenna sind landschaftlich attraktiv und auch für Hobbygolfer zu bewältigen”, sagt Pföstl.

Golf Club Passeier-Meran Kellerlahne 3, I-39015 St. Leonhard im Passeiertal 18 Holes, Par 71, 5755 m (Men) / 5212 m (Ladies) 20 Auto-Min. von Schenna entfernt. www.golfclubpasseier.com Golf Club Lana Gutshof Brandis Brandisweg 13, I-39011 Lana 9 Holes, Par 70, 5586 m (Men) / 4872 m (Ladies) 15 Auto-Minuten von Schenna entfernt. www.golfclublana.it Dolomiti Golf Club Loc. Centro Sport Verde, 1, I-38010 Sarnonico 18 Holes, Par 73, 6115 m (Men) / 5441 m (Ladies) 40 Auto-Minuten von Schenna entfernt. www.dolomitigolf.it Golfcard Die Golfcard „Golf in Südtirol” ist innerhalb der Familie übertragbar und bietet attraktive Konditionen für alle sieben Südtiroler Golfplätze sowie die beiden Partnerclubs Dolomiti in Sarnonico (Trentino) und Dolomitengolf in Lienz (Österreich). www.golfinsuedtirol.it

51


EVENT

„Heilix Blechle“ Südtirol Classic Schenna Text Tanja Egger

I

m Laufe der Jahreszeiten verwandelt sich Schenna in ein buntes Potpourri an Farben, Düften, Festen, Rhythmen, Menschen, Begegnungen. Vom einfachen Knödelkochkurs mit Bäuerin Martha bis zum Michelin Gourmetdinner auf Schloss Schenna, vom Wandertag mit dem Extrembergsteiger Hans Kammerlander bis zu LiveMusik-Konzerten im Dorfzentrum und auf den Almen. Doch jedes Jahr im Juli verwandelt sich das charmante Dorf oberhalb von Meran in ein rollendes Museum historischer Automobile. Die Südtirol Classic Schenna ist ein Muss für jeden Genießer unter den Oldtimer-Fahrern. Seit 27 Jahren verzaubert diese „Rallye der Sympathie“ – wie sie liebevoll von den Teilnehmern genannt wird – jeden, der atemberaubende Panoramen, sympathische Betreuung und beste Küche zu schätzen weiß. Doch nicht nur für Teilnehmer ist diese internationale Veranstaltung ein Erlebnis: Jeden Morgen und am Abend wird das Dorfzentrum zur Kulisse für jede Menge blitzenden Chroms und zeitloser Schönheiten. Und Sie sind mittendrin! 28. Südtirol Classic Schenna: 7.–14. Juli 2013

52

schenna.com

53


EVENT

Mai–Oktober,

an jedem ersten Sonntag des Monats

Kalender 2013

Alm-Kultur beim „Tallner Sunntig“ Am „Tallner Sunntig“, dem Sonntag in Tall, blüht nicht nur der Almrausch. Die 16 Berggasthöfe, Almen und Berghütten im Hirzer Wandergbiet haben ganz besondere Menüs vorbereitet. Dazu gibt’s viel Musik und andere Schmankerln. Am Tallner Sunntig gewähren die Hirzer und Verdinser Seilbahn sowie der Sessellift Grube interessante Preisermäßigungen.

Noch mehr Infos und Veranstaltungstipps finden Sie unter www.schenna.com.

26.12.2012–10.2.2013

22. Februar

Mit dem „Tallner Winter“ laden die Gompm Alm am Hirzer, das Gasthaus Sterneck und Hochwies in Prenn sowie der Haashof in Videgg, Urlauber und Einheimische zum Genießen und zur Erholung in unberührte Winterlandschaften ein.

Eine sternenklare Nacht, eine Seilbahnfahrt auf 2000 m, ein Nachtspaziergang, eine Rodelfahrt, eine Skitour, ein kulinarischer Rundgang von Hütte zu Hütte oder eine Tasse Glühwein mit Panoramablick. Das sind die Zutaten der 1.  „Meran2000.night-Winteredition“ im Skigebiet Meran 2000.

Tallner Winter

Meran2000.night – Winteredition

9. März–21. April

13.–28. April

Wenn die Musikkapelle Schenna zum Frühjahrskonzert am Samstag, 9. März im Vereinshaus aufspielt, dann ist „Schenner Langes“. Die traditionelle Kulturwoche aus Schwank, Schmankerln und Musik ist zugleich der Auftakt zum vielfältigen Veranstaltungsangebot im Ort.

Verschiedene Veranstaltungen zum Thema Gesundheit und Komplementärmedizin werden in und um Meran den Gästen angeboten.

Frühlings-Gefühle: Kulturwoche „Schenner Langes“

14. April, 10–18 Uhr

Südtiroler Bauernmarkt auf dem Raiffeisenplatz Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung schlagen ihre Stände auf dem überdachten Raiffeisenplatz in Schenna auf. Neben Köstlichkeiten aus Garten, Feld und Keller gibt es auch Südtiroler Handwerkskunst zu bestaunen. Das Markttreiben wird natürlich auch musikalisch umrahmt.

Meran-o Vitae: Festival der Gesundheit

17. April, 11–17 Uhr

„UnKräutermarktl“ auf dem Raiffeisenplatz Ganz im Zeichen der Kräuter und Unkräuter steht dieser Tag. Alte Samen, Kräuter und Raritäten können bei den Kräuterpädagogen gekauft werden. Bei einer Kräuterführung wird nach Delikatessen am Wegesrand Ausschau gehalten und selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

19. April, 19–23 Uhr

Frühlingsfest der Feuerwehr Schenna auf dem Raiffeisenplatz Das Open-Air-Konzert mit den „Original Südtiroler Spitzbuam“ auf dem überdachten Raiffeisenplatz ist einer der Höhepunkte der Veranstaltungsreihe „Schenna blüht auf …“!

Mai–November,

an jedem ersten Donnerstag des Monats

Zünftiger Schennaberg „Berger Pfinstig“

Was den Gastbetrieben im Hirzergebiet ihr „Tallner Sunntig“, ist den Almen, Restaurants und Hofschänken am Schennaberg ab der neuen Saison der „Berger Pfinstig“. Pfinstig, das ist die alte und noch immer gängige Bezeichnung für den Donnerstag. Kleine und große Wanderer können sich an jedem ersten Donnerstag im Monat von Mai bis November auf Ziachorgeloder Volksmusik, herzhafte Bauerngerichte und lustige Kinderprogramme freuen.

Mitte Mai–Ende August

Den Süden spüren: Sommerabende in Schenna Die Sommerabende in Schenna, das ist Musik mit modernen und volkstümlichen Live-Bands, einem Rahmenprogramm der teilnehmenden Vereine und Shopping: Schennas Geschäfte haben auch am Abend von 20 bis 21.30 Uhr geöffnet. Am 19. Juni und 21. August sind die „Original Süd­ tiroler Spitzbuam“ und am 12. Juni „Vincent&Fernando“zu Gast in Schenna!

24. Mai und 4. Oktober

Mai–August

So klingen die Berge: der Montanara Chor in Schenna

Gartennächte in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Ein musikalisches Highlight für alle Musikfreunde verspricht der Konzertabend mit dem weltberühmten Montanara Chor aus Cortina d’Ampezzo im Vereinshaus „Unterwirt“.

Die „Gartennächte“ zählen mittlerweile zu den bedeutendsten World-Music-Festivals Norditaliens und locken ein immer breiter werdendes Publikum in das stimmungsvoll beleuchtete Amphitheater rund um den Seerosenteich. Bereits zum elften Mal präsentieren die Gärten – entsprechend ihrem Motto „Pflanzen aus aller Welt“ – musikalische Leckerbissen aus verschiedenen Kontinenten.

25. Mai–Juni

Schenner Gourmetwochen: Wir verwöhnen Sie … Für Feinschmecker: Die Schenner Dorfkuchl am Mittwoch, 29. Mai – Im Rahmen der Gourmetwochen findet auf dem Raiffeisenplatz dieses kulinarische Highlight statt. An verschiedenen gastronomischen Ständen werden von Schenner Gastwirten Südtiroler, italienische und internationale Gerichte verabreicht.

MAI–OKTOBER

„Sterne Schlösser Almen“ Fünf Michelin Sterneköche verwöhnen auf verschiedenen Schlössern und Almen im Meraner Land 54

schenna.com

55


Mitte August

Meran2000.night – nature.music.food

16. JUNI

15 Jahre Schenner Böhmische Anlässlich Ihres Jubiläums lädt die Schenner Böhmische alle Freunde der Blasmusik zu Ihrem Fest im Schloss Schenna ein.

16.–30. Juni

7.–14. Juli

24. Oktober

Extrem entspannt: „Erlebniswandertag“ mit Hans Kammerlander am Donnerstag, 27. Juni 2013 Mit einem der erfolgreichsten Höhenbergsteiger der Welt unterwegs zu sein, das geht in Schenna auf die ganz gemütliche Tour. Ein erlebnisreicher Wandertag mit dem bekannten Extrembergsteiger Hans Kammerlander erwartet alle Wanderfreunde.

Chromblitzende Legenden vor atemberaubender Bergkulisse und mediterran anmutenden Landschaften, diese Kombination macht die Südtirol Classic Schenna zu einer der beliebtesten Oldtimer-Veranstaltungen im Alpenraum. Beim morgendlichen Start der Teams im Zentrum Schennas und abends bei der Rückkehr ist man mittendrin im Spektakel aus röhrenden Hubraum-Riesen und bunten Auto-Zwergen. Am Sonntag, den 14. Juli, spielen die „Orig. Südtiroler Spitzbuam“ beim Classic Frühschoppen.

Das Törggelen ist eine alte Tradition, die von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geliebt und überall in und rund um Schenna gepflegt wird. Bei der „Bauernkuchl“ wird Schenna zur einzigen großen Hofküche. Schennas Bäuerinnen verwöhnen die Besucher auf dem Raiffeisenplatz mit selbst gemachten Spezialitäten. Ein Herbstgenuss mit Festcharakter. Und natürlich darf dabei Musik nicht fehlen.

Wanderwochen in Schenna: Auf Schusters Rappen …

Abbashow – Italien Abba Tribute Band Die offizielle italienische Abba-Coverband fasziniert das Publikum auf dem Raiffeisenplatz in Schenna mit schönen Melodien, tollem Sound, einem super Look und einer einmaligen Show.

Berge in Chrom: Oldtimer-Rallye „Südtirol Classic 2013“

24. August–21. September

Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Verdins in Verdins Verdins sieht rot: Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der Feuerwehr Verdins! Die Besucher des Festes erwartet viel Musik und lokale Spezialitäten. Nebenbei wird die Feuerwehr beweisen, dass sie auch als Durstlöscher gute Dienste leisten kann. 56

schenna.com

Im Mittelpunkt der „Südtirol-Classic-Golden Edition“ stehen wieder traumhafte Landschaften, kulinarische Highlights und gemütliche Oldtimer-Ausfahrten durch den milden Südtiroler Herbst. Lichtschranken und Stoppuhren spielen daher keine Rolle.

Schenner Bauernherbst

Eine Törggelewanderung im leuchtenden Gelb der herbstlichen Blätter, unterhaltsame Feste und Konzerte auf dem Raiffeisenplatz, eine „knackige“ Apfelführung mit einer Verkostung, eine Besichtigung der Obstgenossenschaft CAFA, ein Apfeltag mit verschiedenen Köstlichkeiten – dies und vieles andere mehr erleben Sie in der Herbstzeit in Schenna.

30. November–6. Jänner Advent unter Palmen: Meraner Weihnachtsmarkt

Südtirols Weine sind legendär und die kreative Spitzenküche im Land bringt Gourmets zum Schwärmen. Wo sonst also könnte ein Event passender seine Heimat finden, das den Namen Merano WineFestival trägt? Und wo könnte es glanzvoller stattfinden als im mondänen Ambiente des Kurhauses? Es darf nach Herzenslust probiert und degustiert werden!

Das „Südtirol Classic Festival“ verwöhnt alljährlich mit ausgesuchten Musikgenüssen – und das in der einmalig schönen Jugendstil-Atmosphäre des Meraner Kurhauses.

Der Christkindlmarkt an der Passer Promenade versetzt seine Besucher in eine besondere Stimmung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Theater, Brauchtum und lokalem Handwerk sorgt täglich für Abwechslung.

Sonntag, 1. September

12.–15. Dezember

Ganze 1.400 Höhenmeter müssen die Bergläufer beim „Internationalen Berglauf Meran 2000“ zurücklegen, bis zum Ziel am Piffinger Köpfl. Vom Zieleinlauf auf Meran 2000 aus lässt sich der Start im Zentrum von Schenna nur erahnen. Eine Wahnsinns-Leistung!

Kunsthandwerklich und künstlerisch begabte Schennerinnen und Schenner stellen ihre selbstgemachten Produkte aus und bieten sie zum Verkauf an. Begleitet von musikalischen, literarischen und kulinarischen Schmankerln werden alle Sinne der Besucher – Einheimische wie Feriengäste – in (vor-)weihnachtlich-besinnliche Stimmung versetzt.

Genial vertikal: VIII. Internationaler Berglauf Meran 2000

Oldtimer im Farben-Rausch: „Golden Edition“

13. Oktober–4. November

Bäuerinnen machen Dampf: Schenner Bauernkuchl

Merano WineFestival

Shopping unter blauem Himmel: Schenner Markt

24./25. August

Höhepunkt beim Herbstfest der Schützen in Schenna ist der traditionelle Festumzug am Sonntag. Wenn sich die geschmückten Festwägen, Trachtengruppen und Musikkapellen in Bewegung setzen, sind Südtiroler und Gäste gleichermaßen aus dem Häuschen. Neben jeder Menge Musik und guter Laune dürfen beim Herbstbeginn in Südtirol natürlich auch die herzhaften Gerichte der Küche nicht fehlen.

8.–11. November

Feinste Klassik: Meraner Musikwochen

20. August

Beim Schenner Markt wird Einkaufen zum Erlebnis: Die Kaufleute von Schenna präsentieren ihr Angebot und Schennas Handwerk stellt sich vor. Schennas Bauern bieten ihre hofeigenen Produkte an und die Gastbetriebe sorgen für das leibliche Wohl. Viele Überraschungen sorgen dafür, dass auch Kinder ihren Spaß haben.

2.–6. Oktober

Dorf in Bewegung: Herbstfest der Schützen mit Festumzug

Eine laue Nacht, eine Seilbahnfahrt auf 2000  m, ein Nachtspaziergang, eine MTB-Tour, ein kulinarischer Rundgang von Hütte zu Hütte oder einfach ein erfrischender Aperitif mit Panoramablick. Das sind die Zutaten von „Meran2000. night im Wandergebiet Meran 2000.

7. August

14./15. September

Schenna Schlossadvent

57


Anreise mit dem Auto Über den Brennerpass – Brennerautobahn A22 bis Bozen Süd – Schnellstraße MeBo bis Meran Süd – Beschilderung Schenna folgen; über den Reschenpass bis Meran Süd – Beschilderung Schenna folgen. Brennerpass und Reschenpass sind ganzjährig befahrbar. Infos über Öffnungszeiten aller weiteren Berg- und Passstraßen und über die Verkehrslage in Südtirol finden Sie unter www.provinz.bz.it / Verkehr oder bei der Verkehrsmeldezentrale. Tel. +39 0471 200198

Reiseversicherung Bei kurzfristiger Stornierung ist der Gast laut italienischem Vertragsrecht verpflichtet, die Übernachtungskosten für die gesamte Aufenthaltsdauer zu bezahlen. Um diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden, raten wir jedem Gast, eine Reiseversicherung abzuschließen. Informationen im Tourismusbüro und bei Ihrem Gastgeber.

sitzplatz in den süden Busverbindung aus Deutschland: jeden Samstag und Mittwoch vom 16.3. bis zum 9.11.2013 sowie zu Weihnachten mit ICE oder EC bis München. Ab München ZOB direkte Busverbindung bis zu Ihrer Unterkunft in Schenna. Hin- und Rückfahrt 65,– € für Erwachsene, für Kinder bis 14 Jahre 50 % Ermäßigung. Bis 6 Jahre frei. Koffertransport Von zu Hause direkt ins Hotel und retour. Versand von/nach: D, A, I, CH, NL, B, Lux. Firma Insam, Tel. +39 0471 796110

Mobilität vor ort Mit dem Erwerb der „BusCard Meran und Umgebung“ für 13,– € können Sie sieben Tage lang alle öffentlichen Verkehrsmittel in Schenna sowie in Meran und Umgebung benützen. Erhältlich im Tourismusbüro und bei Ihrem Gastgeber.

SALZBURG WIEN

Jaufenpass

SCHLANDERS

ROSENHEIM

BRUNECK

VADUZ

LIENZ

SS51

SS244

STERZING BRUNECK

CHUR

Kreuzbergpass

MERAN GLURNS

TRIENT

LUGANO Gardasee

BERGAMO

gg.

A22

In ausgewählten Betrieben in Schenna erhalten Sie vom 1. März bis zum 18. Mai die Schenna Frühling Card, mit der Sie sämtliche Busse und Züge in Südtirol, jeweils einen Eintritt in rund 80 Museen und Sammlungen, ausgewählte Bergbahnen in Schenna und Südtirol sowie Veranstaltungen des Tourismusbüro Schenna für die Zeit Ihres Urlaubs kostenlos nutzen können.

TREVISO

Noch mehr Vorteile das ganze Jahr MAILAND

Autobahnausfahrt

A4

BRESCIA

TRIEST

VENEDIG

VERONA

Bei jeder

ROSENHEIM A95

Bodensee

VADUZ

STOCCARDA CHUR

KEMPTEN ZURIGO BREGENZ LANDECK

MERAN SALISBURGO

Brennero

Passo Rombo

GLURNS VIENNA

VIPITENO LUGANO

Passo Giovo Gardasee

MAILAND

A4

MERANO SILANDRO

Dolom

iten

CORTINA

SPITTAL AN DER DRAU VILLACH

VENEDIG BRESSANONE VERONA

SCENA BRESCIA CHIUSA

SS244

SS49

A3 VADUZ

LIENZ

SS51

VIPITENO BRUNICO

COIRA

Passo Monte Croce

MeBo

A12

ZURIGO TRIEST

GLORENZA

Redaktion Sebastian Marseiler, Walter Innerhofer, Graf Franz Spiegelfeld, Jessica Harazim, Tanja Egger, Mirjam Fassold, Karin Ortler

Fotografie Frieder Blickle, allesfoto.com/Klaus Peterlin, Paola TRENTO VERONA Marcello, Südtirol Marketing Alex Filz, Foto Staschitz, MILANO MMM – Messner Mountain Museum, VENEZIAPaolo Zanzi,

BOLZANO Georg Tappeiner, Kulturverein Schenna, Archiv TourisCORTINA musverein Schenna, Christjan Ladurner, Paul Gasser, VENEZIA Passo Sella

MODENA ROMA

SS12

MGM, Golfclub Lana, Seppi Werbefoto, Tappeiner AG, Graf Franz Spiegelfeld, Passo Costalunga Gärten v. Schloss Trauttmansdorff

TRENTO

LUGANO

BERGAMO MILANO

Uscita autostradale

A4

Lago di Garda

BRESCIA

A22 VERONA

SPITTAL AN

DER DRAU Schenna Seilbahn Card 7 Tage freie Fahrt mit folgenden Aufstiegsanlagen im WanderVILLACO it i m lo o CORTINA D gebiet Schenna: Hirzer Seilbahn, Sessellift Tall-Grube, Taser-Seilbahn, Bergbahn Meran BOLZANO 2000, Umlaufbahn Meran 2000 und Sessellift Mittager. Preis: für 7 Tage 55,– € für Erwachsene, A23 30,– € für Kinder von 6 bis 14 Jahren BRESSANONE

MERANO

A22

Konzept & Design Tappeiner PassoAG Stelvio

SALISBURGO

bikemobil Card Eine Karte für Busse und Züge sowie einen Tagesausflug mit Leihfahrrad durch ganz Südtirol für 1, 3 oder 7 Tage. A10 INNSBRUCK Preis für 7 Tage 34,– € für Erwachsene, 16,– € für Kinder von 6–14 Jahren. Für 3 Tage: A13 30,– € für Erwachsene, 15,– € für Kinder. Für 1 Tag: 24,– € für Erw. und 12,– € für Kinder

BREGENZ

A27

BRUNICO TREVISO

A22

A95

Lago di Costanza

TRIENT

museumobil Card Eine Karte für Busse, Züge und rund 80 Museen in Südtirol für 7 Tage. Preis für 7 Tage: 32,– € für Erwachsene, 16,– € für Kinder von 6–14 Jahren. ROSENHEIM Für 3 Tage: 28,– € für Erwachsene, Junior 14,– €

MONACO

A23

SS621

SS38

SS38

BRIXEN

SS12

BERGAMO

SS40

Mobilcard Südtirol Eine Buskarte für Busse und Züge in ganz Südtirol für 1, 3 oder 7 Tage. Preis für 7 Tage: 28,– € für Erwachsene, 14,– € für Kinder von 6–14 Jahren. Für 3 Tage: 23,– € für Erwachsene, Junior 11,50 € Für 1 Tag: 15,– € für Erwachsene, Junior 7,50 €

giorni

A10

BOZEN

Passo Resia

BusCard

A12

AMBURGO BERLINO INNSBRUCK FRANCOFORTE A13 MONACO KUFSTEIN STERZING BRUNECK INNSBRUCK

A3

7 Tage | 7

BusCard Meran und Umgebung Eine Buskarte für alle Busse in der Region Meran und Umgebung. Preis 13,– €. Kinder bis 6 Jahre frei.

corsa

SALZBURG

BREGENZ ZÜRICH

ogni erare ad erten · oblit Fahrt entw

zona ilcard di ilcard | Mob Lokale Mob

MÜNCHEN

Verantwortlich für den Inhalt Tourismusbüro Schenna

SALISBURGO

7 Tage |

A27

Seilbahnkarte Meraner Land – Neu ab Frühling 2013! Zugang zu rund 10 AufstiegsanTREVISO lagen im MeranerTRIESTE Land, uneingeschränkte Fahrten an 4 von 6 Tagen. VENEZIA Information zum Preis und teilnehmenden Seilbahnen www.schenna.com 59

MONACO

| Arrivo

i risalita pianti d n 2000 nen | Im ra Seilbah er - Grube - Me Hirz

Folgende Vorteilskarten sind ganzjährig im Tourismusbüro erhältlich.

Tubre

schenna.com

7 giorni

Nome

Anreise

A27

ng d Umgebu Meran un dintorni Merano e

Autobahnausfahrt

STOCCARDA

CORTINA

SPITTAL AN DER DRAU VILLACH

A23

Karerpass

TRIENT VERONA MAILAND VENEDIG MODENA ROM

Dolo

miten

BOZEN

CORTINA VENEZIA

Sellajoch

SS12

flug- und Transfer-angebote Flug von Köln-Bonn nach Verona und STUTTGART SALZBURG Transfer ins Hotel in Schenna jeden SonnWIEN Brennerpass Timmelsjoch tag vom 28.4. bis 20.10.2013. Preis für Flug SS621 aller Steuern und Transfer 239,– € inkl. STERZING und Gebühren. SS12 Begrenzte Sitzplätze. InJaufenpass formation und Buchung im Tourismusbüro BRUNECK SS49 Schenna: flug@schenna.com LIENZ BRIXEN SCHENNA MERAN SS51 FlugGanzjähriger von den KLAUSEN Bustransfer SS244 LANDERS SS38 häfen München, Mailand, Bergamo undKreuzbergpass MeBo Verona bis Schenna. Informationen und A22 BOZEN CORTINA Buchung im Tourismusbüro SchennaVENEZIA oder Sellajoch SS12 unter www.suedtirolbus.it. Karerpass Von den Flughäfen Bergamo und Verona bis TRIENT VERONA MAILAND Bozen. Informationen und Buchung VENEDIG MODENA www.terravision.eu ROM

58

BRIXEN

A22

Stilfserjoch

A10

A13

HAMBURG BERLIN FRANKFURT MÜNCHEN KUFSTEIN INNSBRUCK

AMBURGO BERLINO FRANCOFORTE MONACO KUFSTEIN INNSBRUCK

A12 INNSBRUCK

A3

SS49

BRIXEN

KLAUSEN

BOZEN

Busverbindung aus der Schweiz. Jeden Samstag vom 6.4. bis 26.10.2013. Busverbindung St. Gallen–Winterthur–Zürich–Meran–Schenna. Hin- und Rückfahrt 180,– CHF.

SALZBURG

BREGENZ

MeBo

Südtirol Express

A95

ZÜRICH

SS38

SS38

obil

museum

Name |

MÜNCHEN

SS12

SCHENNA

MERAN

rd 2013 GuestCa

SS621

STERZING

SS40

ten entwer r Fahrt a Bei jede ad ogni cors e ar er Oblit

Schenna Frühling Card 1.3.–18.5.2013

Bodensee

Reschenpass

Taufers i. M.

Ein Frühling voller Vorteile

HAMBURG BERLIN FRANKFURT MÜNCHEN KUFSTEIN INNSBRUCK

Brennerpass

Timmelsjoch

tät /mobili nd.com /mobilita om eranerla www.m anodintorni.c er www.m

7 Tage |

STUTTGART

KEMPTEN ZÜRICH BREGENZ LANDECK

ard MeranC

Frühling


Tourismusbüro Schenna I-39017 Schenna – Südtirol Tel. +39 0473 945669 Fax +39 0473 945581 info@schenna.com www.schenna.com


Schenna Magazin 2013