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www.gruberundteam.at

2010


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 REPORTAGE 

 Beim traditionellen Bärenkampf gewann zum Glück einmal mehr der Frühling über den Winter.

Montag, 8. Februar 2010

 Bereits die Jüngsten werden bei der Nassereither Fasnacht einbezogen. Sie bilden die Hexenmusik.

Beim Nassereither Schellerlaufen hatten gestern Bär, Treiber, Schaller und Co. ihren großen Auftritt – und auch die rund 8000 anwesenden Besucher waren wieder überwältigt.

Das Schellerlaufen Die Frage, welche nun die schönste Fasnacht ist, kann nur schwer beantwortet werden. Denn jede hat ihre schönen Eigenheiten. Doch die mit Abstand farbenprächtigste dürfte zweifelsohne jene in Nassereith sein. Davon konnten sich gestern ungefähr 8000 VON MARKUS GASSLER und CHRISTIAN FORCHER (Fotos) Besucher überzeugen, denn nach drei Jahren Pause hat dort das Schellerlaufen wieder stattgefunden. Schon beim Aufzug ab 10 Uhr präsentierte sich der „Schöne Zug“ wieder von seiner allerschönsten Seite. Am Vormittag war der Himmel noch bedeckt, erst später zeigte sich dann die Sonne. Die 16 Gruppen bestehend  Die Hexen ertanzten sich ihren Weg durch die Menge. Ihr Geschrei geht einem durch Mark und Bein und ist weithin zu hören.

aus Scheller, Roller, Kehrer, Kübelemaje, Såckner, Engel- und Mohrenspritzer sowie Schnöller und Paarle (darunter auch zwei Riesepaarle) schimmerten wieder in allen nur erdenklichen Farben – die gesamte Regenbogenpalette war dabei, alte wie neue Gewänder aus Samt und Seide. Die Sackner und Spritzer sorgten für den nötigen Platz, damit Scheller, Roller und Kehrer ihr „Gangle“ machen konnten. Ein „Gangle“ beginnt damit, dass sich der Kehrer vor dem Roller und dann der Roller vor dem Scheller verneigt. Und dann kommt Bewegung in die ganze Sache: Der Kehrer tanzt und schwingt seinen Besen, der Roller hüpft (auf einem Bein) und der Scheller schellt seine zwischen 25 und 30 Kilogramm schweren Schellen (insgesamt vier Stück) – und das verlangt den Figuren einiges ab! Nach dem Zwölf-UhrLäuten fand dann am Post-


Montag, 8. Februar 2010

 REPORTAGE 

Fotos: Christian Forcher

platz der eigentliche Höhepunkt statt: Alle Masken zogen aus dem „Hotel Post“ aus und sammelten sich zum 1. „Kroas“. Und dann kamen die Hauptdarsteller: Bär und Bärentreiber. Den Kampf gewann erwartungsgemäß wieder der Bär, sprich der Frühling. Der finstere Treiber, der den Winter symbolisiert, hatte trotz anfänglicher Erfolge am Ende das Nachsehen. Nach dem Schwur der Hexen machte sich der „Schöne Zug“ wieder auf den Weg Richtung Maienbrunnen, wo sich das Prozedere wiederholte.

Wunderbare Wägen Nicht vergessen darf man natürlich die tollen Wägen (die Räuber vom Glockenhof, Weingut Leite, Wiesen-Mühle, Wildererwagen, Hexenküche oder das alte Radio) – die Wagenbauer legten wieder viel Kreativi-

lebt! tät an den Tag. Ein riesiger Aufwand – und das nur für wenige Stunden. Doch das ist eben das Wesen der Fasnacht, rational nur sehr schwer zu erklären. Aber schön war’s wieder! Weil man gesehen hat: d‘Fåsnåcht hat g‘lebt! Weitere Fotos unter tirol.krone.at

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 Rund 8000 Schaulustige waren begeistert von den atemberaubenden Darbietungen der Nassereither Fasnachtsgruppen. Im Bild zu sehen sind die Hexen beim so genannten „Hexenschwur“. Die Scheller mit ihren bis zu 30 Kilo schweren Glocken vollbringen beim Umzug körperliche Höchstleistungen. Kleidung, Kopfschmuck und Maske sind über die Jahrhunderte gleich geblieben. 

Eine Schellergruppe ist erst vollständig durch die Paarle. Im Bild zu sehen ein besonders großgewachsenes Paar.


Dienstag, 9. Februar 2010

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 ÖSTERREICH 

FasnachtinNassereith

„Grandios“

 LH Günther Platter (Mi.), BH Raimund Waldner (l.), & Nassereiths BM Reinhold Falbesoner.

VON DALIA FÖGER  Natürlich beim „Schellerlaufen“ mit dabei: der in Nassereith lebende IKBBoss Elmar Schmid.

Fotos: DALIA FÖGER

Hans Markt brachte es damals in seinem hohen Lied über die Nassereither Fasnacht auf den Punkt: „. . . ar Sunne glitz’re all die Gwandle, es ist’s schianste was i z’sage woaß.“ Dem konnte der Großaufmarsch an landesbekannten Gesichtern in Nassereith beim großen „Schellerlaufen“ nur beipflichten. „Einfach grandios“, schwärmte LR Beate Palfrader. „Die Gruppe der ,Karner’ mit ihren einzigartigen Larven zählt für mich zu den schönsten Masken überhaupt“, verriet „Bander“-Wirt und LA Hannes Staggl und LH Günther Platter meinte: „Gelebtes Brauchtum und Tradition in ihrer schönsten Form.“ Über soviel Lob freute sich besonders der Nassereither Fasnachtsobmann Johann Sterzinger.

Auch vom Imster LA und FasnachtsLiebhaber Hannes Staggl gab es ein großes Lob. 

Mittendrin: Unternehmer Bernhard „Holz“ Pfeifer mit Gattin Moy

LR Beate Palfrader fand die Fasnacht grandios


Mittwoch, 20. Jänner 2010

Seite 15 Foto: Andreas Fischer

 ÖSTERREICH 

Das Nassereither Schellerlaufen findet heuer nach drei Jahren Pause am 7. Februar wieder statt. Aus diesem Anlass kamen gestern Mittag Johann Sterzinger (re.), der Obmann der Nassereither Fasnacht und BM Reinhold Falbesoner (li.) ins Landhaus, um LH Günther Platter und Kultur-LR Beate Palfrader persönlich einzuladen. Figuren hatten die Nassereither keine dabei, denn es gibt einen alten Beschluss, der besagt, dass die Figuren nicht außerhalb des Ortes auftreten dürfen. Beim Schellerlaufen werden heuer knapp 400 Aktive dabei sein.

LH Platter und sein SP-Vize Gschwentner lehnen Erstaufnahmezentrum ab, aber:

Land schafft 100 neue Asylplätze Unnötig und unwürdig ist für LH Günther Platter (VP) und seinen Stellvertreter Hannes Gschwentner (SP) die Debatte um ein neues Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge. „Nur weil Eberau in So sei es schon aus rein logistischen Gründen unmöglich, im Westen Österreich so ein Zentrum zu errichten. „Die meisten Asylwerber kommen aus dem Osten –

Burgenland gescheitert ist, kann man sich jetzt nicht einfach ein anderes Bundesland aussuchen. In Tirol wird sicher kein Erstaufnahmenzentrum gebaut“, ist sich die Tiroler Führungsspitze einig.

und es wäre nicht sehr sinnvoll, diese Menschen in der Folge durch ganz Österreich zu transportieren“, erklärte LH Platter gestern nach der Regierungssitzung. Daher

mache es Sinn, fügte SPChef Gschwentner noch an, das Zentrum irgendwo rund um Wien zu errichten. Dass es zu dieser Debatte überhaupt gekommen ist, sei die

Unterricht in Modulen macht’s möglich  Freitag Info-Tag

HAK Wörgl geht neue Wege: Ab dritter Klasse gibt’s kein Sitzenbleiben mehr Gute Nachricht für alle Schüler der Handelsakademie in Wörgl. In Zukunft gibt es ab der dritten Klasse kein Sitzenbleiben mehr. Möglich wird das, weil in so genannten Modulen unterrichtet wird und jeder potenzielle Wiederholungskandidat eine Extra-Förderung bekommt. Es muss also trotzdem gestrebert werden. „Jedes Semester wird als abgeschlossene Einheit mit Zeugnis bewertet. Hat ein Schüler ein ,Nicht Genügend’, steigt er trotzdem ins nächste Semester auf. Nach vier Wochen muss er allerdings noch eine Prü-

fung in dem Fünfer-Fach ablegen. Schafft er die nicht, gibt es eine weitere Chance. Dafür bekommt der Schüler ein spezielles Förderprogramm“, erklärt HAK-Direktor Harald Chesi das neue Konzept. Die Schüler

können durch das ModulSystem viel genauer ihren Talenten entsprechend ausgebildet werden. Außerdem, so der Direktor, sei VON CLAUDIA THURNER das System die beste Vorbereitung für die Zentralmatura. Am Freitag findet in der HAK Wörgl ein Tag der offenen Tür statt (9 bis 13 Uhr). Dort können sich Interessierte informieren.

Schuld der Innenministerin. „Da gab es gewaltige Probleme bei der politischen Abstimmung“, so der SP-Chef. Volle Unterstützung sagt das Land Tirol bei der Aufnahme von Asylwerbern zu. VON MARKUS GASSLER „Wir erfüllen diese derzeit zu 84,62% liegen vor Kärnten – 73% – und Salzburg – 84,22%. Wir werden aber demnächst noch 100 zusätzliche Asylplätze schaffen. Und da die Asylwerberzahlen rückläufig sind, werden wir unsere Asylquote bald erfüllen“, ist LH Günther Platter zuversichtlich.

46,6 Mill. € von der EU Besprochen wurde in der Regierung auch der aktuelle Ziel-2-FörderprogrammBericht der EU. Daraus geht hervor, dass Tirol zwischen 2000 und 2006 von der EU 46,6 Mill. € an Förderungen erhalten hat. „Damit wurden 1204 Projekte gefördert, ein Investitionsvolumen von 210 Millionen Euro wurde ausgelöst“, weiß LH Platter. Von 2007 bis 2015 gibt es weitere 140 Millionen Euro.


 ÖSTERREICH 

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Morgen,Sonntag,findeninNassereithundRumzweiweitere

Scheller, Muller & Hexen aus unserer „Krone“-Gerichtsredaktion hab ich erfahren, dass Sie als Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien der Letztverantwortliche für Helmut Elsners Häfen-Schicksal sind. Und zwar weisungsungebunden. Daher möchte ich Sie heute fragen: Haben Sie gestern in den Zeitungen über die neueste Entwicklung in der Causa Ali Graf MensdorffPouilly gelesen? Wenn nicht: Das ist der pumperlgsunde betuchte pannonische Aristo und Waffenlobbyist,densieinLondon vor ein paar Tagen wegen des Verdachts exorbitanter Schmiergelderei (es gilt die Unschuldsvermutung) eingesperrt haben und nun wieder freilassen. Unter harten Auflagen,diedasind:600.000Euro Kaution, elektronische Fußfessel,Ausgehverbotzwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens und Einbehaltung seines Passes. Und nun zu Ihrem Mann, dem Herrn Elsner: schwer herzkrank und nach Konfiszierung seiner privaten Konten fluchtunfähig, atmet er seit drei Jahren gesiebte Luft, während der Rest der Bande, also Flöttl und Konsorten, wiewohl in erster Instanz ebenso verurteilt wie der ExBawag-Chef, pumperlgsund und betucht ihre Freiheit genießen. In New York, auf den Bahamas oder sonstwo. Lieber Herr Oberstaatsanwalt:GebenSieIhremHerzen einen Stoß, und machen Sie’s den Briten nach. Weil einsperren können S’ den Herrn Elsner später immer noch. Wenn er dann noch lebt. Herzlichst, Ihr

In den vergangenen Monaten gab es in Nassereith wenig Häuser, in denen man sich nicht auf den morgigen großen Auftritt vorbereitet hat. Während der „Schöne Zug“ – Scheller, Roller, Kehrer und Co. – eifrig an

reitungen sind abgeschlossen, jetzt hoffen wir auf gutes Wetter“, sagt Obmann Johann Sterzinger. Auch in Rum werden morgen an die 10.000 Besucher beim großen Mullerumzug erwartet.

den bunten Seidengewändern nähte und stickte, waren andere mit dem Bauen der Wägen beschäftigt. Diese können übrigens schon heute ab dem späten Nachmittag bewundert werden. Damit das mit dem WetFotos: Christian Forcher (2)

Lieber Dr. Werner Pleischl,

Nach drei Jahren Pause gehen morgen die Nassereither wieder in die Fasnacht. Beim Schellerlaufen sind rund 400 Aktive im Einsatz, es werden an die 10.000 Besucher erwartet. „Die Vorbe-

Insgesamt 16 Schellergruppen sind morgen in Nassereith dabei

ter doch noch hinhaut, geht man in Nassereith heute um punkt Mitternacht „Umschlagen“. Hunderte Verkleidete – hier dürfen auch die Frauen mitmachen – werden mit verschiedensten (vorwiegend selbst gebauten) Instrumenten „bewaffnet“ durch den Ort ziehen und für ohrenbetäubenden Lärm sorgen. „Das hat uns bei vergangenen Fasnachten immer wieder schönes Wetter beschert“, hofft KomiteeObmann Sterzinger darauf, dass es auch dieses Mal klappt. Morgen (8 Uhr) geht man dann erneut „Umschlagen“, auch „Prinz Karneval“ hat seinen Auftritt. Ab 10 Uhr beginnt dann der Aufzug der 16 Schellergruppen und Wägen, um 12 Uhr – nach dem Mittagläuten – wird am Postplatz der 1. „Kroas“ aufgeführt. Das tiroler@kronenzeitung.at

Post an viele Tiroler  Wer einsteigt, muss zigfach blechen

Achtung! Erbschafts-Brief aus Manchester ist glatter Betrug Vorsicht, Falle! Zahlreiche Tiroler erhielten dieser Tage einen Brief aus Manchester (Großbritannien), in dem den Adressaten eine millionenschwere Erbschaft in Aussicht gestellt wird. Zuvor muss allerdings Geld für diverse Unkosten (Flüge, Anwalt usw.) bezahlt werden. Die Polizei rät dringend: Finger weg, glatter Betrug! In der Vergangenheit wurden derartige E-Mails, Briefe oder Faxe oft aus Nigeria abgesendet. Daher spricht die Polizei auch von „Nigeria-Briefen“. Die ähnliche Post, die nun vielen Tirolern ins Haus flatterte, stammt ausnahmsweise von einer angeblichen Firma aus Manchester. Die er-

fundene Geschichte: Ein millionenschwerer Kunde sei ums Leben gekommen. Der Nachlass in Höhe von 7,5 Millionen € drohe mangels Erben von der Bank beschlagnahmt zu werden. Daher suche man Personen gleichen Familiennamens, die als Erbe auftreten und mitkassieren könnten.

Wer euphorisch mit einem Geldregen rechnet, wird rasch eines Besseren belehrt. Die Betrüger fordern zunächst nur eine Passkopie und die Bereitstellung eines Bankkontos. Doch dann wird es teuer: Für Anwaltskosten, Gebühren, Steuer, Flugkosten usw. wird in mehreren Schritten immer wieder Geld verlangt. Trotzdem kommt es ständig zu neuen „Problemen“ – bis die Opfer entnervt und ausgeplündert das Handtuch werfen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche.


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Fasnachts-Höhepunkte statt  Tausende Besucher erwartet:

geben nun den Ton an! Rum: Start um 13.30 Uhr In Rum beginnt der große Muller-Umzug um 13.30 Uhr. Zwischen Kirche und Volksschule geht’s sprichwörtlich rund. Eines ist schon fix: Am Ende wird der Frühling über den Winter gesiegt haben. Doch bis es soweit ist, erwartet die Zuschauer ein farbenprächtiges Schauspiel. Im Zentrum stehen die Rumer Muller. Die Hexen und die Klötzler gehen voran. Ihnen folgen jahreszeitengerecht die Halbweißen (Frühling), Melcher und Spiegeltuxer (Sommer), Zaggeler (Herbst) und Zottler (Winter). 900 Aktive sind im Einsatz. Neben den traditionellen Fasnachtsfiguren kann man sich auf fantasievolle Wagen freuen, auf denen das Gemeindegeschehen des letzten Jahres aufs Korn genommen wird.

Die Rache der Schneemänner

Die Rumer Mullerr lladen aden m morgen orgen Umzug Nachmittag zum ggroßen roßen U mzug in ihr Dorf r ein. Rund Ru und 900 900 Aktive Aktive sorgen Unterhaltung. sorg rgen fü ffürr gute Un nteerhaltung.

Fotos: Claudia Thurner

Schellerlaufen endet mit dem Sechs-Uhr-Läuten.

Wunderbare Maske: Die Hexenmutter wird am Postplatz und Maienbrunnen ihre Hexeneinschwören.

20.000 Euro Schaden

Klo in Garage angezündet Schon wieder suchten Vandalen Hall heim: Noch unbekannte Täter steckten ein Behinderten-WC in der Garage Untere Stadt in Brand. Die Feuerwehr musste die Tiefgarage entlüften. Schadenshöhe: rund 20.000 Euro. Wenige Tage vorher wurde eine große Glasscheibe im Stiegenaufgang zum Surerpark zertrümmert. Bereits jetzt belaufen sich die Ausgaben für die Vandalenschäden auf mehrere Tausend Euro. Ein Ende wird erhofft.

Schmelzen hätten sie solllen, die 750 Schneemänner, ddie auf dem Berliner Schlosspplatz vor nunmehr mehr als zzwei Wochen gebaut wordden sind. In der Sonne dahinsschmelzen, um auf die Gefahrren des Klimawandels hinzuweisen. Das war der Plan des Künstlers Ralf Schmerberg. K Nun aber ist es bitterkalt. Die N SSchneemänner und Schneefrauen fühlen sich wohl und ddenken nicht ans Schmelzen. Dabei hatte alles so schön bbegonnen. Sogar einen echten Schamanen hatte man eeinfliegen lassen. Angaangaq Angakkorsuaq, Ältester der A Grönland-Inuit und UmweltG bbotschafter der Vereinten Nationen, rief mit TromN meln und Gesängen die Klim mageister an. Und es scheint, m ssie haben sich rufen lassen, ddenn so einen strengen Winter hat die deutsche Hauptsstadt seit vielen Jahren nicht eerlebt. Dabei geht es um ein wichtiges Anliegen, die von Menschen verursachte Erderwärmung, die auch durch einen strengen Winter nicht rückgängig gemacht wird. Doch die Aktion war nicht nur eine Kunstaktion und Demonstration, sondern auch eine PR-Aktion für einen deutschen Energieerzeuger, sie soll 500.000 Euro gekostet haben, und es mussten dafür 300 Tonnen Kunstschnee angekarrt werden. Hätten die Schneemänner eine Seele, ich denke, sie würden sich missbraucht fühlen. Und wer weiß, ob sie sich nicht heimlich mit den Klimageistern verschworen haben, um zum Trutz nicht zu schmelzen, um der Welt zu zeigen, dass sich nicht jedes ernste Problem der Menschheit für einen PR-Gag verwenden lässt. www.krone.at/diakonie


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 ÖSTERREICH 

Mittwoch, 6. Jänner 2010

Einst ein Gauner, gestern ein Häufchen Elend  2 Jahre Haft

Eine Jubilarin lädt zu sich. Haufenweise Gäste. Leckerbissen. Auch Kammermusik ist vorgesehen. Ehe es dazu kommt, wartet eine der Anwesenden mit einer Schauergeschichte auf: Mitternacht. Sie sei im Tiefschlaf gelegen. Ihr Hündchen, normalerweise um diese Zeit ebenfalls im Tiefschlaf, habe zu kläffen begonnen. Durchdringend und andauernd. Davon sei sie selbst nicht, aber ihr Nachbar aufgewacht. Habe nachgesehen, die eben durch die gewaltsam geöffnete Tür der Tiefschläferin tretenden Einbrecher entdeckt, und sie in die Flucht geschlagen. Dieser Beitrag zur Unterhaltung wirkte wie ein Dammbruch. Geschichten von Diebstählen und Gewaltverbrechen überschlagen sich. Geschlitzte Handtaschen, Trickdiebstähle, Raubüberfälle. Je abgefeimter die Tat, desto größer das Schaudern, je blutiger der Ausgang, desto dichter die Gänsehaut. Wo bleibt die Drehorgel, fragte ich mich, mit der die Moritatensänger des 19. Jhdt. ihre gewinnbringenden Schauergeschichten zu begleiten pflegten? Dass die Dramatik der Moritaten in eine Schuldzuweisung münden würde, war zu erwarten. Die Jubilarin selbst schlug den Ton an: Die Ausländer! Alles Verbrecher! Die Verbrechensbekämpfung eine matte Sache. Unaufgeklärtes zu Aufgeklärtem 1:100? 1:1000? Man sei seines Lebens nicht mehr sicher. Was ich dazu meine, schoss sie mich aus der Hüfte an. Ich zog mich aus der Affäre, indem ich Erich Kästner zitierte: „Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!“ Hanna Molden

Ein kleingewachsener Mann (34), der sich in den vergangenen Jahren als ganz großer Hecht im „Drogenteich“ aufführte, mutierte gestern bei Gericht zu einem schluchzenden Häufchen Elend. 5,5 Kilo Haschisch soll der Werbeagenturchef verscherbelt haben. Außerdem kiffte er selbst und angebaut soll auch noch haben . . . In den Sälen des Innsbrucker Landesgerichts ist es keine Seltenheit, dass große Gangster vor den Tiroler Richtern ganz klein werden. VON MATTHIAS HOLZMANN Im gestrigen Fall kamen zur späten Reue und zum unschuldigen Blick noch literweise Tränen und ein

Schluchz-Konzert hinzu. Staatsanwalt Norbert Ladinig, der sich als Jurist seit 20 Jahren mit dem Drogenmilieu befasst, ließ sich von dem weinenden Angeklagten nicht weichkochen. Er beharrte auf dem Vorwurf des Suchtmittelverkaufes. „Die Ausrede, er habe einen Großteil des Suchtmittels selbst konsumiert, ist nicht

glaubwürdig. Bei dieser Menge hätte der Beschuldigte ja jeden Tag völlig bekifft gewesen sein müssen“, so Ladinig im Plädoyer. Schluchzend bat der Dealer um ein mildes Urteil. Die 3 Monate U-Haft seien das schlimmste gewesen, was ihm je widerfahren sei. Die Richterin, die bis zu zehn Jahre Haft verhängen hätte können, brummte dem Angeklagten zwei Jahre Freiheitsstrafe auf. Doch hinter Gitter wird er wohl nie landen, denn er stellte einen Antrag auf eine Therapie. Nicht rechtskräftig.

In Frankreich Stornierungen  Kaum noch Panik

Foto: privat

Moritaten

„Großer“ Drogendealer landete tränenüberströmt hinter Gittern

H1N1: Erst die Hälfte des Impfstoffes aufgebraucht

Noch vor einigen Wochen wollten alle so viel Impfstoff gegen die Schweinegrippe wie nur möglich. Doch jetzt wird das Serum in vielen Staaten zum Ladenhüter, Frankreich hat bereits den Kauf von 50 Millionen Dosen storniert. In Österreich liegt noch rund die Hälfte des bestellten Arzneimittels in den Lagern. Die Zeiten, in denen die Patienten in den Impfzentren Schlange stehen, sind vorbei. Die Angst vor der

5 Läden geschlossen

Kontrollen bei Böller-Verkauf

Zwischen 23. und 31. Dezember kontrollierte die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck 69 Betriebe bezüglich des Verkaufs und der Lagerung von Feuerwerkskörpern. Von den angeführten Betrieben wurden acht angezeigt, fünf Läden mussten geschlossen werden. In zwei Fällen beschlagnahmten die Beamten sogar einige illegale Böller.

Schweinegrippe ist verflogen. Zum Ende des Jahres waren es 9000 Personen. Insgesamt ließen sich seit November 263.000 Menschen gegen H1N1 schützen. Bestellt wurde rund das Doppelte der bisher verwendeten Impfmenge. „Wir haben mit Baxter einen flexiblen Bestellmodus ausgemacht und auch keine Mindestrationen vereinbart“, so Sigrid Rosenberger, Sprecherin von Gesundheitsminister Alois Stöger. Und so gibt es seit den Tagen vor Weihnachten keine neuen Lieferungen mehr. Andere Länder bleiben auf der bestellten Menge an Impfstoff sitzen. Frankreich hat bereits den Kauf von 50 Millionen Dosen storniert. Deutschland überlegt die Abbestellung des Serums.

Ehrenring für Dr. Bonn

Hohe Auszeichnung für Prof. Günther Bonn, Vorstand des Instituts für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck: Der anerkannte Wissenschafter erhielt den Ehrenring der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Begründet wurde dies mit Bonns außerordentlichen Leistungen in der Entwicklung innovativer Techniken in der Analytischen Chemie und seinen Beiträgen für die Neugestaltung der Forschungslandschaft in Österreich.


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 ÖSTERREICH  Fotos: privat (2)

Mittwoch, 6. Jänner 2010

 Wenn Ausrufer Werner Mittermayer heute zum „Losnet zua, es liabe Leit“ ansetzt, ist es amtlich: Es ist wieder Fasnacht!

In Telfs wird heute Abend ab 19 Uhr der Naz ausgegraben. Dieses liebste Kind der Laninger symbolisiert die Telfer Fasnacht. 

InTelfs findet Naz-Ausgraben statt, in Nassereith wird die berühmte Frage gestellt:

„Gia miar huire in d‘Fåsnåcht?“ Nach drei Jahren Pause wird heute ab 15.30 Uhr beim „Ausrufen“ in Nassereith wieder der vertraute Klang der Schellen zu hören sein. Am Abend stellt dann Fasnachts-Obmann Johann Sterzinger die berühmte Frage: „Gia miar huire in d‘Fasnacht?“ Das anschließende „Jaaaaaaa“ ist vermutlich bis Imst zu hören . . .

Die Vorbereitungen für das Schellerlaufen am 7. Februar laufen bereits seit Wochen hinter den Kulissen auf Hochtouren. Während

die einen bereits eifrig an den Wagen bauen, beschäftigen sich die „Schianen“ mit ihren bunten Seidegewändern. Am heutigen Dreikö-

nigstag wird aber kurz pausiert. Grund: Heute Abend findet im Gemeindesaal um 20 Uhr die traditionelle Vollversammlung statt, bei der die einzelnen Rollen verlost werden. Zuvor findet – nach dem „Schnöllen“ um 12 Uhr beim Maibrunnen – aber das Ausrufen statt. Ab 15.30 Uhr wird eine Gruppe mit

Schellern, Sacknern, Ruaßlern und Schnöllern durch den ganzen Ort ziehen. Die Gruppe wird traditionell von „Ausrufer“ Werner Mittermayer angeführt. In Telfs, wo am 31. Jänner das Schleicherlaufen nach fünf Jahren Pause stattfindet, wird heute Abend um

Mit dem Ausrufen wird nach drei Jahren Pause heute die Fasnacht in Nassereith eingeläutet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Mit dabei sind auch vier Scheller mit ihren bis zu 30 Kilogramm schweren Schellen.

19 Uhr der Naz ausgegraben. Der Naz, das liebste Kind der „Laninger“-Gruppe, ist eine (rauchende und „speibende“) Puppe, die quasi als Symbolfigur der Telfer Fasnacht gilt. Mit den „Laningern“ an der Spitze ziehen die Fasnachtler um 19 Uhr zum Wasser-Bichl beim Kreisverkehr im Obermarkt und graben dort den Naz aus. Die traditionelle Frage, ob die Telfer in die Fasnacht gehen wollen, wurde übrigens bereits schon bei der Vollversammlung am Stefanitag gestellt.

VON MARKUS GASSLER

tiroler@kronenzeitung.at


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Schleicherlaufen in Telfs und Blochziache

Tiroler Oberland

’s Wassermandl zuzusehen. Noch ehe der Experte mit seiner Suche begonnen hatte, deutete das Kind auf eine Stelle und sagte: „Då“. - „Wås då?“ fragte die Mutter. - „Geat s Wåsser“, sagte das Kind. Zur Verblüffung der Zuschauer kam der Wünschelrutengänger nach langer Suche zum gleichen Ergebnis. Das könnte dem Cajetan seinen Spitznamen eingetragen haben. In der Schule war ’s Wassermandl keine Leuchte. Aber er war auch nicht beschränkt. Nur anders. Ungemein schweigsam, selten bereit auf Fragen zu antworten. Aber seine Augen waren wach, sie nahmen auf, sie nahmen wahr. Stundenlang konnte er an den Wasserfällen des Heimattals verbringen, im Winter ließ er Schneekristalle auf seiner Handfläche zu Wasser werden um zu studieren, wie sie zu Tropfen wurden. „Wås siachst?“ fragten die Geschwister. „Vüi, so vüi“ antwortete er fast ergriffen. Als später die Frage der Berufswahl akut wurde,

Im Oberland laufen die Vorbereitungen für die drei bevorstehenden Fåsnåchten bereits seit Wochen auf Hochtouren. Den Auftakt machen am 31. Jänner das Schleicherlaufen in Telfs sowie das Fisser Blochziache. Eine Woche später, am 7. Februar, findet dann in Nassereith das farbenprächtige Schellerlaufen statt.

meinte der Lehrer im Hinblick auf Cajetans Gespür für Wasser, er würde sich bestens zum Wünschelrutengänger eignen. Nein, Zimmermann, entschied Cajetan. Warum? „Weil im Holz steigt und sinkt ’s Wasser“. Die Jahre gingen hin. ’s Wassermandl blieb auch als Zimmermann schweigsam. Und allein. Er kannte jeden Wasserlauf, jede Quelle, jedes stehende Wasser im Tal. Und Letztere entlockten ihm manchmal ein fast wehes „ ’s Wasser holt si koa Licht neama, es bricht.“

Als der deutsche Wissenschaftler auf Ferien ins Dorf kam, hatte Cajetan längst lokale Berühmtheit als „allwissender Wassermann“ erlangt. Der Deutsche war neugierig und suchte ihn auf. Und weil Cajetan den Fragen des Gastes mit der üblichen Schweigsamkeit begegnete, begann der Fremde zu erzählen: von seiner Reise zu den Hopi Indianern, die die karge Bergwüste der Black Mesa im Südwesten der USA bebauen und gute Ernten einfahren. Jeder Gang zur Quelle sei für sie eine heilige Handlung mit Tänzen und Gesängen. Auf die Frage, weshalb benachbarte Siedler weniger Erfolg hätten, habe der Stammesälteste geantwortet: „Weil sie nicht singen.“ Cajetan lauschte. Und nickte. Und schenkte dem Gast einen der längsten Sätze seines Lebens: „Jå, des Wåsser is a Wesen, und vüi Wesen sein drin.“ Dann lächelte er. „Wenn i die Händ ins Wåsser leg , spür i den Frieden.“ Hanna Molden

 Nach fünf Jahren Pause findet am Sonntag, dem 31. Jänner, das Schleicherlaufen in Telfs statt. Der Auftakt erfolgte mit der Hauptversammlung bereits am Stefani-Tag. Am 6. Jänner (19 Uhr) wird der „Naz“ ausgegraben, am 31. Jänner geht dann das eigentliche Schleicherlaufen über die Bühne. Der Tag beginnt um 7 Uhr mit der Sonnenanbetung, um 9 Uhr ist das „Figat-

ter“ (Zug der Wilden), um 10 Uhr das Bäreneinfangen und um 11 Uhr beginnt der eigentliche Aufzug. Infos: www.schleicherlaufen.at  Am selben Tag geht in Fiss nach vier Jahren Pause auch das Blochziache über die Bühne. Der 30 Meter lange und sechs Tonnen schwere Bloch (Baumstamm), der durch das Dorf gezogen wird, wurde bereits Ende Oktober gefällt. Beginn ist um 12.30

Foto: TELFER FASNACHT

Im Dorf wusste niemand mehr so recht, wann man begonnen hatte den Cajetan „ ’s Wassermandl“ zu nennen. Er war wohl noch ein Kind und möglicher Weise ist es zu dem Zeitpunkt geschehen, als vor dem neuen Haus des Bürgermeisters ein Brunnen gegraben werden sollte. Nach seiner Fertigstellung ging man auf Brunnensuche und ließ einen Wünschelrutengänger kommen. Viele Dörfler, unter ihnen der Cajetan, damals noch keine Fünf, waren gekommen um

Am 31. Jänner findet in Telfs wieder das Schleicherlaufen statt

Gelenkiges Ganovenduo in einem Hotel in Imst:

Einbrecher zwängten sich durch nur 27 Zentimeter hohe Spalte Da waren bestimmt keine Molligen am Werk: Zwei offenbar sehr gelenkige Einbrecher drangen am Stefanietag gegen 23 Uhr in die Rezeption eines Imster Hotels ein. Dazu mussten sich die Täter in drei Metern Höhe durch eine nur 27 Zentimeter hohe Spalte (zwischen einem Balken und der Decke) zwängen. Die Ganoven knackten einen Zimmertresor und stießen auf zwei

Schlüssel zu weiteren Tresoren. Aus den Geldschränken erbeuteten die Einbrecher die Bargeldbestände. Die Flucht erfolgte durch ein Fenster der Rezeption, wobei die Ganoven einen geöffneten Tresor, mehrere Geldkassetten und eine Kellnergeldtasche mitnahmen. Dies alles fand sich später – natürlich leer – auf dem Friedhofsgelände in Imst. Die Schadenhöhe ist unbekannt.


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 ÖSTERREICH 

steht im Zeichen der Fåsnåchten Uhr. Infos: www.blochziehen.at  Am 7. Februar geht man nach drei Jahren Pause auch in Nassereith wieder in die Fåsnåcht. Auftakt ist am 6. Jänner mit dem „Fåsnåchtsschnöllen“ (12 Uhr) und dem so genannten „Ausrufen“ (15.30 Uhr beim Fåsnåchtshaus). Bei der Vollversammlung am Abend werden die einzelnen Rollen VON MARKUS GASSLER verlost. Weiter geht es am 10. Jänner (19 Uhr) mit dem „Fåsnåchtssuache“ und am 31. Jänner (19 Uhr) mit dem „Schalleprobieren“. Das eigentliche Schellerlaufen ist dann am 7. Februar. Um 10 Uhr ist der Aufzug, um 12 Uhr der Auszug am Postplatz. Alle Infos unter: www.fasnacht-nassereith.at

Nach drei Jahren Pause findet am 7. Februar wieder das Schellerlaufen statt. Im Mittelpunkt steht dabei der Kampf von Bär und Treiber.

tiroler@kronenzeitung.at

Zwergerlsilvester 2009: Unsere Kleinen feiern wie die Großen

Funkelnde Kinderaugen gibt es am Silvester-Vorabend in der Innsbrucker Altstadt massenweise zu sehen. Beim Zwergerlsilvester warten spannende Stationen: Ob Kletterturm, Spielelandschaft, eine mobile Rodelstartrampe – für jeden ist etwas ab 14 Uhr dabei. Durchs Programm führt Clown Pompo. Und das ganz nach dem heurigen Motto „Bergfex-Feierlex“. Auf einen tänzerischen Jahresausklang 2009 können sich große und kleine Kinder am 30. Dezember freuen. Begleitet von viel VON CHRISTIAN BIENDL Musik und Tanz warten ab 14 Uhr viele Attraktionen, die Kinderaugen zum Leuchten bringen. Ganz nach dem Leitspruch „Bergfex- Feierlex“, verwandelt sich die Innenstadt

in ein riesiges Spielund Bewegungsdorf. Bei der Ottoburg sind die Sportler gefordert: Es gilt einen Kletterturm zu erklimmen und sich über eine mobile Rodelrampe zu wagen. Ein paar Meter weiter können sich kleine Besucher austoben: Unter dem Goldenen Dachl parkt der Spielbus der Jungschar. Die Tanzfans sind am Köhleplatz gut aufgehoben. Dort zeigt Tobias Han-

ny und sein Team (Dancequarter Innsbruck) eine Vorführung. Die kleinen „Schumis“ dürfen sich auf die Station beim Café Munding freuen: Geschicklichkeit mit Bobbycars ist gefragt. Höhepunkt des Zwergerlsilvesters: eine spektakuläre Feuer-Vorführung mit Clown Pompo in der Maria-TheresienStraße , um 17 Uhr.

Foto: Stadtmarketing Innsbruck

Am 30. Dezember in der Innsbrucker Altstadt, Beginn um 14 Uhr

Bei Clown Pompo kennt der Spaß keine Grenzen. Er führt durchs spannende SilvesterProgramm.

Foto: Christian Forcher

in Fiss finden am 31. Jänner statt, das Nassereither Schellerlaufen am 7. Februar:


Mittwoch, 13. Jänner 2010

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 REPORTAGE  Fotos: Dalia Föger (4)

Sogar eigene Such-Schiffe kamen dieses Mal zum Einsatz

Tausend Besucher waren am Sonntag Abend in Nassereith dabei, als Hunderte Maskierte mit ihren Geräten, Pickeln, Schaufeln & Rechen durch den Ort zogen, um die Fasnacht zu finden.

Alt und Jung beteiligte sich an der Fasnachts-Suche

Die Fasnacht lebt

Eifrig wurde geforscht (oben), ehe Dr. Schalle schließlich die Fasnacht fand (Bild rechts).

Nach etwas mehr als einer Stunde war es am Sonntag Abend endlich soweit: Die Fasnacht – sie wird von einem kleinen „Ruaßler“ verkörpert, in dessen Rolle diese Mal David Senn schlüpfen durfte – war gefunden. Und zwar bei einem (kleinen) Schneehaufen beim so genannten Maibrunnen. Und als der Finder – „Dr. Schalle“ vom Institut für FasnachtsDNAAnalysen – den kleinen „Ruaßler“ auf seine Schultern nahm und stolz den Hunderten Maskierten präsentierte, wurde dieser – nach alter Sitte – lautstark begrüßt:

„Autupete he he, Buttermilcher da her, um einen Kreuzer Sagmehl, um einen Kreuzer Stiefelwichs, hat der Ruaßler gar nix.“ Bei der Auswahl der Suchgeräte waren die Nassereither auch heuer wieVON MARKUS GASSLER

der sehr kreativ. Da waren nicht nur viele Ärzte und Forscher mit allen möglichen und unmöglichen fahrbaren Betten unterwegs, sondern auch Bagger, Such-U-Boote und Schiffe. Originell war auch die neue TV-Show „Bauer sucht Fasnacht“ . . .

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Bilder. tirol.krone.at


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Nassereither Schellerlaufen - Medienecho 2010  

Medienecho vom Nassereither Schellerlaufen 2010

Nassereither Schellerlaufen - Medienecho 2010  

Medienecho vom Nassereither Schellerlaufen 2010

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