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Iwan Wyrypajews Stück Illusionen wendet sich nach außen, ans Publikum, entführt es in ein Labyrinth von Geschichten und dekonstruiert mit einem Reigen romantischer, aber auch trügerischer Liebeserklärungen die Mythen der Liebe. Das theatrale Prosa-Gedicht Gier von Sarah Kane hingegen wendet sich ganz nach innen: Liebe ist hier Obsession und Utopie, bedingungslose Hingabe, Besitzanspruch und Verweigerung. Ein Diptychon zweier außerordentlicher Stücktexte, die sprachobsessiv um denselben Kern kreisen: die Liebe. Sarah Kanes Texte wurden am Schauspielhaus Wien unter Hans Gratzer erstmals in Österreich gezeigt. Mit Gier kehrt eines ihrer Stücke zurück und wird Iwan Wyrypajews Illusionen gegenübergestellt.

Illusionen VON: aus dem Russischen von: Regie:

Iwan Wyrypajew Stefan Schmidtke Felicitas Brucker

Gier VON: Sarah Kane aus dem Englischen von: Marius von Mayenburg Regie: Felicitas Brucker Mit:

Steffen Höld, Barbara Horvath, Nicola Kirsch, Thiemo Strutzenberger

bühne und kostüme: musik:

Nadja Fistarol Arvild Baud

Schauspielhaus Februar 2013  

Februar 2013

Schauspielhaus Februar 2013  

Februar 2013

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