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EUR 3,90 Heft 6/2016

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schau-Herausgeber Rudi Mathias

Feuerwerk Zilk Es gab eine Zeit, da waren sie Gegenstand jeder Stammtischrunde. Geschichten und „Gschichterln“, die man gern über Helmut Zilk, der zwischen 1984 und 1994 als Wiener Bürgermeister durch die Stadt polterte, erzählte. Sie handelten von Zilks Erlebnissen mit in der „Neuen Zeit“ ungeübten Obersenatsräten, mit ­Taxifahrern und Müllauflegern, aber auch von Begebenheiten, die das Stadtoberhaupt mit seiner unberechenbaren Sprunghaftigkeit bei Regierungschefs, Popstars oder Kirchenfürsten rund um den Globus auslöste. Geschichten und „Gschichterln“ über Zilk verbreiteten sich damals wie einst Häschen- oder Burgenländer-Witze. Ob authentisch, im Kern heft 6|2016

­behübscht oder frei erfunden, berührend oder einfach heiter – in all den oft bis zur Bühnentauglichkeit herangereiften Anekdoten stieg Zilk als pointierter Sieger aus. Jetzt füllten Wegbegleiter Zilks – allen voran seine Ehefrau Dagmar Koller und Wunschnachfolger Michael Häupl – den Festsaal des Wiener Rat­ hauses und lauschten den Leseproben eines der damals engsten Mitarbeiter Helmut Zilks – dem Hofrat Fred Vavrousek –, der jetzt eine Auswahl dieser „Gschichterln“ in einem Buch veröffentlichte. Schnell fühlte man sich zurückversetzt in eine Zeit, in der rund um den Globus vieles möglich war, in der Ost und West aufeinander

­zugingen, in der man unabhängig von Parteizu­ gehörigkeit in einem Boot saß, wenn es um eine gute Sache ging. Ob Helmut Zilks Regierungsstil auch heute von Erfolg gekrönt wäre, mag dahingestellt bleiben. Aber vielleicht sollte Hofrat Vavrousek mit s­ einem Buch quer durchs Land ziehen, um so jungen Menschen wieder Lust auf Politik und „Inno­ vative Lösungsorientiertheit“ zu machen. Die ­Geschichten und „Gschichterln“ über Zilk wären eine gute Anleitung dafür. Rudi Mathias r.mathias@schaumedia.at schau  3


schaueditorial

CHRISTOPH BERNDL

Chefredakteur

In dieser Ausgabe 06 Meeting Tony Christie

Warum er nicht ans Aufhören denkt

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber vortrefflich diskutieren. Besonders eignet sich hierfür das weite Feld der Musik – es liefert viel Stoff für an- und manchmal auch aufgeregte Gespräche. Nehmen wir nur die Schlagermusik. Sie feierte zuletzt eine wahre Renaissance. Was den einen in Verzückung versetzt, treibt dem anderen die „Grausperlen“ auf die Stirn. Hierzulande ist es der „Volks-Rock-’n’-Roller“ Andreas Gabalier, der das rot-weiß-rote Musikösterreich polarisiert. Bei unseren deutschen Nachbarn ist es Helene Fischer, die viele ­verehren, aber manche einfach nur nervig finden. Beide Künstler haben aber noch ­eines gemeinsam. Sie sind einfach enorm erfolgreich. Die Tickets für Gabaliers ­Unplugged-Tour im kommenden Jahr waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen und ­Helene Fischer wird 2018 fünf Mal am Stück die Wiener Stadthalle füllen – die große. Wir bringen die wichtigsten Eckdaten zum Phänomen Helene (ab Seite 18). Über ein weiteres Musikprojekt spricht man derzeit vielerorts. Norbert Schneider hat sich über die Lieder von Georg Danzer getraut. Rechtzeitig zum 70er des 2007 verstorbenen Liedermachers präsentiert er in der Casinos Austria music line seine Interpretationen der Danzer-Songs (ab Seite 22). Richtig spannend wird es auch auf dem Automobilmarkt. Im Interview beantwortet uns Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, die brennendsten Fragen zur automobilen Zukunft (ab Seite 10). Außerdem sagt uns Neo-Intendant Gerald Pichowetz, was er für seine erste Saison 2018 bei den Seefestspielen in Mörbisch plant (ab Seite 32) und wir zeigen Ihnen, wo der Advent am schönsten ist (ab Seite 70). Viel Spaß beim Lesen.

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Die Mobilität der Zukunft 22 Norbert Schneider

Danzers Songs im Austro-Blues 26 Edita Malovcˇi´c

Frech & sexy: Talk ohne Tabus 30 Vicky Leandros

Weihnachten wie in Korfu 32 Gerald Pichowetz

Was er mit Mörbisch vorhat 36 Auf die Nuss gekommen

Purer Genuss als Geschäftsidee 40 schau unternehmer

Burgenland lockt Start-ups 44

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Das ist meine Stadt

Fotobuch: „Hommage an Wien“ 50 schau sport

Fußball-Damen zur EM, Ritzing Winterkönig 68 schau tourismus

Die Pläne des Alexander Petschnig 70

Adventmärkte

Die schönsten in der Ost-Region

schau-Magazin, die elektronische Ausgabe:

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schau naturgeheimnis

Waldkauz: Jäger der Nacht 46

Das nächste schau erscheint am 22. Februar 2017. COVERFOTO: KRISTIAN SCHULLER

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Vila Vita im Advent

Bert Jandl und „sein“ Feriendorf WIEN • NIEDERÖSTERREICH • BURGENLAND

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DEZEMBER

Horowitz. 50 Jahre Menschenbilder Jüdisches Museum

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Diese Ausstellung im Museum Judenplatz bietet einen Einblick in die Porträtfotografie von Michael Horowitz. Dieser versuchte sich schon während seiner Gymnasialzeit als Fotograf und Journalist. In den Jahren 1973/1974 belegte er an der Hochschule für Welthandel einen Kurs für Werbung und Verkauf. Mit einem Pressefoto von Maxi Böhm bei einer Misswahl kam der Kontakt zu Hans Dichand zustande, der zu einer Art Lehrmeister für Horowitz wurde. 1971 holte man ihn in die Münchner „Hör zu“-Redaktion. Doch er wurde dort nicht heimisch und kehrte bald nach Wien zurück. Mit Franz Prassl war er in Folge als Pressefotograf rund um die Welt tätig. 1981 begann die Zeit des Autors Horowitz. Als eingefleischter Heimito-von-Doderer-Fan hatte er sein Thema sogleich gefunden: Er schrieb eine Biografie des Autors der „Strudlhofstiege“. In Folge verarbeitete er Doderer-Kurzgeschichten für den Film „Caracas“. Dieser wurde in Cannes mit dem „Prix de la jeunesse“ ausgezeichnet und bei 25 internationalen Festivals gezeigt. Es folgten Biografien über Karl Kraus, Egon Erwin Kisch, Helmut Qualtinger und unter anderem ein Fotoband „Menschenbilder“ mit Bildtexten von Hans Carl Artmann. 1989 erschien das erste Heft der „Freizeit“, der Samstag-Beilage des „Kurier“. Zu deren Kolumnisten zählten etwa Alfred Payrleitner oder Elfriede Hammerl. 2014 zog sich Horowitz als Chefredakteur der Beilage zurück. Als Journalist hat er unzählige Menschen aus Politik, Wissenschaft, Kunst oder Kultur getroffen – und sie alle vor die Kamera gebeten. Seine Art der Fotografie sei keine Kunst, sagt Horowitz, es sei einfach dokumentierte Zeitgeschichte.

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W HOROWITZ. 50 JAHRE MENSCHENBILDER Bis 28. Mai, Jüdisches Museum am Judenplatz, 1., Judenplatz 8, Tel. 01/535 04 31, www.jmw.at

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22.11.2016 09:00 Uhr

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Inhalt und Impressum Garagengold vorschau: Der Event-Navigator schauschau: Society & Termine

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IMPRESSUM. schau – Magazin rund um Stars, Freizeit, Lifestyle, Wirtschaft für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Medieninhaber und Verleger: CRM Medientrend GmbH, Neudorferstraße 47a, 7111 Parndorf. Herausgeber: Gerhard Milletich, Rudi Mathias. Chefredakteur: Christoph Berndl. Chef vom Dienst: Michael Krause. Gastautoren dieser Ausgabe: Marco Cornelius, Nina Fietz, Alex Kristan, Hedi Mathias, Julia Pühringer, Werner Schuster. Lektorat: Daniela Oberhuber, Carina Divischek. Redaktionsanschrift: Leberstraße 122, 1110 Wien, Tel. +43/1/740 32-0, Fax: +43/1/740 32-780, E-Mail: office@schau media.at. Anzeigenkoordination: Daniela Borka, Tel. +43/1/740 32-725, Anzeigenverkauf: Julia Rötzer, Tel. +43/2682/629 87-24. Druck: Oberndorfer Druckerei GmbH, Mittergöming 12, 5110 Oberndorf. Erschei­nungs­­weise: 6 x jährlich. Einzelpreis: EUR 3,90. Jahres­bezugspreis: EUR 21. Abo: d.borka@schaumedia.at. Herstellungsort: Wien. Die in den Artikeln vertretenen Meinungen der Autoren sind nicht ­unbedingt identisch mit denen des He­raus­gebers. Kalender- bzw. Veranstaltungstipps repräsentieren eine Auswahl des Redaktionsteams und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtig­ keit der Termine: keine Gewähr. www.schaumagazin.at Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber und Herausgeber: CRM Medientrend GmbH, Neudorferstraße 47a, 7111 Parndorf. Tel. +43/1/740 32-0, Fax: +43/1/740 32-740, Unternehmens­ gegenstand: Medienvermarktung und Medienproduktion. Geschäftsführer: Gerhard Milletich. Gesellschafter: GM Handel und Beteiligungs GmbH (100 %). Die GM Handel und Beteiligungs GmbH ist im Sinne des § 25 Abs. 3 Mediengesetz beteiligt an: A & M Fernseh und Video Beteiligung GmbH mit Sitz in Wien. Unternehmensgegenstand: Herstellung und Verbreitung von TV-Programmen, Herstellung und Vertrieb von Medienprodukten aller Art, Erbringung von EDV-Dienstleistungen.­­

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FOTO: ADRIAN BATTY

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schauexklusiv Er gilt als Sheffields Antwort auf Tom Jones. Seit 50 Jahren steht Tony Christie auf der Bühne und denkt nicht ans Aufhören. Im schau-Interview erzählt er von seinem Durchbruch, wie er heute Tourneen anlegt und wie sein bekanntester Song spät, aber doch in England zum Riesenhit wurde.

TONY CHRISTIE:

Ich bin zurück aus Amarillo TEXT UND INTERVIEW: CHRISTOPH BERNDL, FOTOS: STEFAN FÜRTBAUER ER IST EIN WELTSTAR – und dennoch auf dem Boden geblieben. Der Brite Anthony Fitzgerald, besser bekannt als Tony Christie (73), hat in seiner Karriere viele Millionen Tonträger verkauft und ist dennoch niemals abgehoben. Im Gegenteil, Starallüren sind ihm fremd. Das ­Interview vereinbare ich mit seinem Sohn und Manager Sean ganz unkompliziert via Facebook. Die Antwort kommt innerhalb weniger Stunden: „Tony would be delighted to do this interview with you.“ Wir verabreden uns im Ronacher. Tony Christie wird hier im Rahmen von Marika Lichters Gala „Wider die Gewalt“ auf der Bühne stehen. Nach seinem Soundcheck wollen wir uns treffen. Eine Stunde vor dem vereinbarten Termin erhalte ich einen Anruf, dass wir das Treffen leider verschieben müssen. Der Flug aus Brüssel habe Verspätung und Tony brauche noch einen Powernap, bevor er auf die Bühne geht. Also verabreden wir uns nach seinem Auftritt und ein entspannter Tony Christie empfängt mich in seiner Garderobe. Tourt er heute noch so intensiv wie früher? „Ich arbeite immer irgendwo, aber die Pausen zwischen den Auftritten werden wichtiger. Die derzeitige Tournee umfasst 37 Termine, die 6  schau

allerdings auf drei Monate verteilt sind. Ich singe mit sehr viel Kraft, da braucht man das. Daher achte ich ­darauf, dass ich nie mehr als drei Tage am Stück auftrete, damit meine Stimme sich erholen kann.“ Meine Wurzeln liegen in Irland

Auch wenn es zuletzt etwas ruhiger um Tony Christie geworden ist, so hat er doch immer an neuen Projekten gearbeitet – wie etwa dem ­Album „The Great Irish Songbook“, ein Zufallsprodukt: „Ich habe das Album gemeinsam mit der Band ,Ranagri‘ im deutschen Northeim aufgenommen. Günter Pauler, den Produzenten des Albums, kenne ich schon seit 30 Jahren. Er hat einmal mit meinem Sohn Sean in einer Band gespielt. Beim Mittagessen hat Günter meinen Namen erwähnt. Die anderen sagten: ,Was? Du kennst Tony Christie? Glaubst du, er würde mit uns ein irisches Album aufnehmen?‘ So kam es dazu.“ Das Ergebnis: ein Salut an Tonys Wurzeln. ­Seinen Urgroßvater verschlug es auf der Suche nach Arbeit nach Irland. Als „Tiger“ einen Hit ausließ

Mittlerweile feiert Tony sein 50-jähriges Jubiläum auf der Bühne. In ­seiner Karriere war er trotz Auf und

Ab stets vom Glück begleitet. Auch beim Durchbruch war das Schicksal mit im Spiel: „Mit ,Las Vegas‘ hatte ich 1971 meinen ersten Hit. Ein Song, den man eigentlich Gordon Mills, dem Manager von Tom Jones angeboten hatte. Der hat ihn aber abgelehnt. Allerdings habe ich das erst ein paar Jahre später erfahren. Ich dachte, sie hätten den Song für mich geschrieben“, erinnert sich Tony, der viele Gemeinsamkeiten mit dem „Tiger aus Wales“ hat. „Weißt du, wir haben beide eine große Stimme. Obwohl wir zwei körperlich nicht die Größten sind. Tom Jones ist exakt gleich groß wie ich. Beide haben wir in den Arbeiterclubs begonnen. Wir haben uns immer wieder bei Shows getroffen, etwa bei ,Elvis in the Park‘ mit dem London Symphony Orchestra. Ich stand hinter der Bühne neben Tom und sagte: ,Tom, ich muss mich bei deinem Manager Gordon Mills bedanken, dass er den Song abgelehnt hatte, der dann an mich weitergereicht wurde und mein erster großer, weltweiter Hit wurde.‘ Tom schaute mich mit großen Augen an und sagte: ,Wirklich? Welcher Song war das?‘ Ich sagte: ,Las Vegas.‘ Tom antwortete mit gespielt ernster ­ Stimme: ,Las Vegas? Ich liebe diesen verdammten Song.‘“ heft 6|2016


Auf 50 Jahre Karriere blickt Tony Christie zurück. Beim Exklusiv-Interview mit schau präsentiert er sich bestens gelaunt und steckt voller Tatendrang.

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Showman durch und durch: Mit Tony Christie wird kurzerhand selbst die kleinste Garderobe zur großen Bühne.

„Mein Sohn ist mein Manager. Er ist auch Musiker. Außerdem kannst du keinem so trauen wie der eigenen Familie. Engelbert Humperdinck, Tom Jones oder Tony Bennett machen es genauso.“ Tony Christie über sein Verständnis von „Family Business“

Spätes Comeback auf der Insel schau-Chefredakteur Christoph Berndl im Interview mit Tony Christie

info

Tony Christie „50 Golden Greats“ Tonys neues Album vereint auf drei CDs das Beste aus seiner langen Karriere. Von einer remasterten Version seiner ersten Single „Life’s Too Good to Waste“ – mit Jimmy Page an der Gitarre und Billy Preston am Keyboard – über alle seine großen Hits wie „Las Vegas“, „Avenues and Alleyways“ oder „Solitaire“ bis zu selten Gehörtem wie „My Prayer“, „On Broadway“ und „Tequila Sunrise“. Mehr auf: www.tonychristie.com

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Während Tony Christie in den 1990er-Jahren große Erfolge in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Holland sowie in Fernost und Übersee feierte, wurde es in Großbritannien ruhig um ihn. ­Seinen Sitz verlegte der passionierte Golfer damals ins spanische Marbella, „dort konnte ich das ganze Jahr über in Shorts spielen.“ Vor 15 Jahren überredete ihn sein Sohn, nach Großbritannien zurückzukehren, wo Universal ein „Best-of-Album“ und eine Tour zur Promotion ansetzte. „Anfangs war ich ziemlich nervös, denn ich war schon seit vielen Jahren nicht mehr live in England aufgetreten“, erinnert sich Tony, doch dann war ihm 2005 erneut das Schicksal hold. „Der Comedian Peter Kay hat für eine Kinder-Charity ein Video

gemacht, bei dem er zu meiner ­Version von ,Is This the Way to Amarillo‘ die Lippen bewegt hat. Drei, vier Tage später, am Wochenende, ist es dann passiert. Die Single landete auf Platz eins und auch mein Album ­belegte die Spitze der Charts. Die Single blieb dort sieben Wochen lang. Aus dem Nichts heraus. Das ist auch der Grund, warum ich immer noch hier bin.“ Keine Zeit für den Ruhestand

Für den Ruhestand bleibt Tony ­allerdings keine Zeit. Eben veröffentlichte er eine Box mit drei CDs unter dem Titel „50 Golden Greats“. Aufgenommen wurde in Nashville in den USA. Wieso hat er sich für die Heimatstadt der Countrymusik entschieden? „Weil es dort die besten Studiomusiker gibt. Die Band

war fantastisch. Der Gitarrist, ein gewisser Mason, hat sie für mich ­zusammengestellt.“ „Brent Mason?“, will ich von Tony wissen. „Was? Du kennst ihn?“ „Ja, man nennt ihn den ,Master of the Telecaster‘.“ „Er ist echt unglaublich, hat sich um alles gekümmert und sagte nur zu mir: ,Tony, für dich habe ich das A-Team zusammengestellt.‘ Am ­Piano saß der musikalische Leiter von Shania Twains Band, der Bassist kam von Toto. Einfach die Besten der Besten.“ Zum Schluss des Interviews wird Tony Christie nachdenklich: „Als ich begonnen habe, wurden die Songs im Studio live eingespielt. Im Pop­ bereich sind heute die Maschinen und die Produzenten die Stars. Kleinste Fehler werden mit Auto­ tunig weggebügelt. Für mich klingen fast alle Sängerinnen nahezu gleich. Dadurch verliert die Musik aber auch ihr Herz und ihre Seele – das ist wirklich traurig.“ Sein weiterer Weg steht für Tony fest: „Ich will einfach weitermachen und werde zu nichts Nein sagen. Wenn mir mein Sohn etwas empfiehlt, dann werde ich auf seinen Rat hören. Und wenn der gut ist, wird es auch funktionieren.“ /// heft 6|2016


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schauwirtschaft

Der Blick in die Zukunft des Automobils wirft viele Fragen auf und eröffnet Chancen. Auf dem Entwicklungssektor könnte auch Österreich künftig vorne mitspielen.

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ACHT FRAGEN ZUR AUTOMOBILEN ZUKUNFT:

Was vom Fahrspaß übrig bleibt? TEXT & ZUSAMMENSTELLUNG: CHRISTOPH BERNDL

Das eigene Auto ist für Herr und Frau Österreicher weit mehr als ein reines ­Fortbewegungsmittel. Es ist Symbol der Unabhängigkeit und für viele auch Ausdruck des persönlichen Status. Doch in letzter Zeit ist das Autofahren zusehends Bestandteil kontroversieller Diskussionen. schau fragt bei Günther Kerle, dem Sprecher der ­österreichischen Automobilimporteure und führenden Experten, nach und sucht ­Antworten auf die brennendsten Fragen unserer automobilen Zukunft. ANFANG KOMMENDEN Jahres liegt das Zentrum des Universums aller Autofans in der Leopoldstadt. Von 12. bis 15. Jänner 2017 dreht sich bei der Vienna Autoshow in der Messe Wien alles rund um die automobile Zukunft – und die wird aufregend. Davon ist auch Günther Kerle (64) überzeugt. „In der Automobilbranche bleibt derzeit kaum ein Stein auf dem anderen. Die Entwicklungen und Fortschritte sind enorm, die Herausforderungen so spannend wie selten zuvor.“ Kerle wurde im Frühjahr einstimmig zum neuen Vorsitzenden und Sprecher der österreichischen Automobilimporteure bestellt. schau hat ihn zum Interview ge­troffen.

ren Seite liegt es aber auch an der wird von noch weiter verbesserten Stadtpolitik, die jetzt versucht, die Verbrennungsmotoren und leisAutos aus den u ­ rbanen Zonen raus- tungsfähigeren, reinen Elektromobizudrängen und glaubt, dadurch ver- len, die auch im Alltag wirklich schwinden sie. Dem ist natürlich brauchbar sind. Hier geht es vor nicht so. Aber fest steht, dass es für ­allem um die Frage der Reichweite, die urbanen Zonen andere Konzepte das Angebot an Ladestationen und geben muss. Im Wesentlichen geht es die Dauer der Aufladung. Alle diese dabei um ein klassisches Henne-Ei- Dinge werden sich in den nächsten Prinzip. Um es extrem auszudrücken: Jahren verbessern. Dadurch wird Soll man zuerst die Autos verbieten auch der Anteil der Autos mit Elekund dann in den öffentlichen Ver- troantrieb auf jeden Fall größer kehr investieren oder muss ich ­werden. Derzeit sind ungefähr zwei eigentlich zuerst den öffentlichen Prozent der Neuwagenverkäufe ­ Verkehr entsprechend ausbauen, da- Elektromobile und 98 Prozent wermit für mehr Menschen die Motiva- den mit herkömmlichen Verbrention steigt, überhaupt auf das Auto nungsmotoren angetrieben. Ich zu verzichten. Das eine ist die Ver- schätze, dass in den nächsten zehn botsschiene, das andere die Motivati- Jahren die Elektromobile bei ungeonsschiene. Ich persönlich wäre mehr fähr 30 bis 35 Prozent liegen. Allerfürs Motivieren zu haben. Generell dings werden wir auch dann noch Wird das Autofahren noch müssen wir bei der hohen Verkehrs- weit davon entfernt sein, wie es teilFreude machen? dichte in Europa schauen, dass weise auch diskutiert wird, die Verwir das Bedürfnis der individuellen brennungsmotoren komplett zu verGünther Kerle: Davon bin ich über- Mobilität mit Umweltaspekten und bieten. Da kommt schon wieder zeugt. Die individuelle Mobilität anderen städtischen Problematiken, diese Verbotspolitik ins Spiel und ist ein wichtiger Bestandteil unserer wie etwa der Parkplatzsituation, auf nicht die Motivation. Ja, es muss Lebenskultur. Dazu gehören auch einen Nenner bringen. Es wird daher ganz klar um die Einhaltung der der Spaß am Leben und unsere Emo- nicht so bleiben, wie es jetzt ist. Umweltziele gehen, die in Paris vertionen. Auch wenn es einige Bemüeinbart wurden. Daher müssen wir hungen gibt, uns allen die Freude am alle umdenken. Aber die Aufgabe Autofahren zu vermiesen. Das sogeder Politik ist es, die RahmenbedinWelche Antriebe werden nannte Autobashing ist natürlich in gungen festzusetzen und die techniWien und Umgebung viel größer als wir nutzen? sche Lösung der Industrie zu über­ im übrigen Österreich. Das hängt lassen. Das kann nicht der Politiker ­einerseits mit der urbanen Zone zu- Günther Kerle: Wenn ich das wüsste. machen. Viele sind sich übrigens sammen, wo das Auto s­icherlich ein Mittelfristig, also etwa bis ins Jahr nicht sicher, ob Elektromobilität gewisses Problem darstellt und schon 2030, kann man aber schon absehen, wirklich der Stein des Weisen ist. immer dargestellt hat. Auf der ande- dass es hier eine Mischung geben Auch wenn wir einen großen Anteil

FOTOS: GETTY IMAGES, MICHAEL RAUSCH-SCHOTT

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„Das Autobashing ist vor allem in den urbanen Zonen weit verbreitet.“ Günther Kerle, Sprecher der Österreichischen Automobilimporteure

Vienna Autoshow 12. bis 15

. Jänner 2017 Messe Wien viennaautoshow .at

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schauwirtschaft Automobilität, quo vadis? Josef Schirak, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) An individueller Mobilität führt auch künftig kein Weg vorbei

Ing. Erich Ermler GMBH Herkömmliche Motorentechnik wird nicht so schnell verschwinden Die automobile Zukunft steht vor ­ inem Scheideweg, wie Anfang des e vorigen Jahrhunderts, als der Benzinmotor um den Dieselmotor im Automobil ergänzt wurde. Die Industrie hat jetzt den Schalter umgelegt und der Elektromotor wird seinen Einzug halten. Dennoch denke ich, dass die herkömmliche Motorentechnik nicht so schnell verschwinden wird. Ich sehe den Elektroantrieb als zusätzliche Alternative, um in den Ballungszentren für noch mehr saubere Luft zu sorgen.

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Selbstlenkende Autos sind keine Science-Fiction mehr – auch wenn zuletzt immer öfter von Unfällen die Rede war.

an erneuerbarer Energie haben, etwa durch unsere Wasserspeicherwerke, in anderen, auch europäischen, Ländern ist das überhaupt nicht so. In Frankreich etwa reden wir von 80 Prozent Atomstrom-Anteil für den derzeitigen Energiebedarf. Jetzt frage ich mich: Wie wollen die das schaffen, diese 80 Prozent auf erneuerbare Energie umzustellen und dazu den zusätzlichen Energiebedarf für Elektromobilität bereitzustellen? Und das vielleicht in 15 Jahren? Ich glaube, dass das einfach nicht machbar ist. Die Vision vom Elektro­ mobil ohne Abgase ist einfach nicht haltbar. Die Abgase entstehen einfach nur woanders, etwa in der Stromerzeugung oder bei der Herstellung der Akkus, und nicht mehr auf der Straße. Von der Entsorgung der Batterien am Ende der Lebensdauer ganz zu schweigen. Auch hier entstehen Treibhausgase. Zwar nicht direkt durch die Fortbewegung an sich, aber im Vor- und Nachfeld. Wenn man die Klima­ diskussion wirklich ernst nimmt, muss man das betrachten. Für mich stellt auch der Wasserstoff nach wie vor eine Alternative dar. Auch in diesem Bereich

„Assistenzsysteme werden wichtiger und sensibler. Ich selbst werde jedenfalls bis zum Schluss selbst steuern.“ Günther Kerle wird viel geforscht. In seiner Gesamtheit ist der Wasserstoff sicherlich der Elektromobilität ebenbürtig. Derzeit macht man nur den Fehler zu sagen, Strom und Steckdosen haben wir schon überall, das Wasserstoffnetz hingegen müssten wir erst aufbauen. Für den Wasserstoff gibt es praktisch massen­mäßig kein Angebot. Es laufen viele Versuche und ich glaube, zwei Marken bieten derzeit reine Wasserstofffahrzeuge an. Auch hier kann ich natürlich erst ein Massenprodukt erzeugen, wenn ich die entsprechende Infrastruktur habe. Es kauft mir ja keiner ein Auto ab, wenn er’s nicht tanken kann. Derzeit zählen wir 13 Neuanmeldungen pro Jahr. Aber warum sollte es nicht an den Tankstellen auch Wasserstoffzapfsäulen geben? So un-

möglich kann ich mir das nicht vorstellen. Denn ehrlich gefragt: Wie ladet jemand, der etwa in Wien im siebenten Stock wohnt, unten auf der Straße sein Elektromobil auf? Diese Fragen werden in den nächsten Jahren vor allem auch die Industrie beschäftigen. Wohin der langfristige Weg geht, kann meiner Meinung nach derzeit niemand mit Sicherheit sagen.

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Werden wir überhaupt noch selbst lenken?

Günther Kerle: Solange ich noch Auto fahren kann, werde ich selbst lenken. Davon bin ich überzeugt. Auch wenn man bereits Visionen hat, dass man das Auto in Zukunft vielleicht anrufen wird, es kommt ganz alleine aus der Garage gefahren, holt mich ab, ich steige ein und am Ziel entspannt wieder aus und habe drei schau-Magazine gelesen. Das klingt zwar gut, aber ich glaube, es wird noch lange nicht soweit sein. Aber die Entwicklung geht sicher in diese Richtung. Auch wenn wir vom heft 6|2016

FOTOS: WWW.PICTUREDESK.COM, ANDREAS KRAUS/WWW.FOTO-KRAUS.AT, GÜNTER DERP/WWW.DERP.AT

Die Automobilszene befindet sich derzeit in nahezu allen Bereichen im Umbruch – sowohl in der Produktion als auch in der Vermarktung und der Nutzung! Neben Benzinund Dieselmodellen werden mit immer größerer Vehemenz Alternativantriebe am Markt angeboten werden. Elektro-, Hybrid-, Plug-InHybrid und in absehbarer Zeit auch Wasserstoff werden die Szene beherrschen. In der Vermarktung von Automobilen wird das Internet eine immer bedeutendere Rolle spielen, das Autohaus wird immer mehr zu einem „allumfassenden Mobilitätsanbieter“ umfunktioniert. Große Mehrmarkenhandelsketten sowie der Herstellerdirektverkauf werden den klassischen Autohandel bedrängen. Die Automarken werden in ihrer Vielfalt eher zunehmen, die Hersteller allerdings verschmelzen weltweit gesehen zu immer weniger, jedoch größeren Konzerneinheiten. Ohne gesicherte Mobilität gibt es kein Wirtschaftswachstum. An der individuellen Mobilität wird in Österreich auch künftighin kein Weg vorbeiführen, die Grenzen des öffent­ lichen Verkehrs sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene und in der Luft werden immer sichtbarer!


wirklich automatisierten Fahren sich ja nur aufmerksam manche sich gerade mit seinem Fahrzeug benoch weit entfernt sind, werden die Ampelphasen ansehen, um zu erken- findet. Assistenzsysteme immer wichtiger nen, wie eigenartig da teilweise geund sensibler. Es gibt ja jetzt schon schalten wird – aber egal. Die Autos Fahrzeuge, die, wenn man aussteigt, werden jedenfalls in Zukunft verselbstständig einparken können. netzt sein. Alles spielt sich in der Wie verändert sich die Das wird bald alltäglich sein. Im ­Digitalisierung ab. Somit hat man Rolle der Autohändler? nächsten Schritt wird es auch mög- natürlich die Möglichkeit zu lich werden, dass wir auf Autobah- schauen, wo sind die Autos, und Günther Kerle: Ich bin nach wie vor nen nicht nur eine Assistenz haben, dann den Verkehr entsprechend am überzeugt, dass es auch in Zukunft sondern dass das Auto von der Auf- Fließen zu halten. Da sind dann die einen Autohandel geben wird. Die bis zur Abfahrt wirklich selbststän- Verkehrsspezialisten gefordert, ge- Autos werden natürlich noch technidig fahren kann, ohne dass man aufs nau dort vorsorglich einzugreifen, scher und mit noch mehr ElektroLenkrad greifen muss. Vielleicht wo es zu einem Stau kommen nik ausgestattet. Der Kunde braucht werden wir irgendwann auch wirk- könnte. Das ist enorm wichtig, daher noch mehr Beratung, denn lich so weit sein, davon spricht ja denn die größte Umweltbelastung ich glaube nicht, dass viele Konsuetwa das Unternehmen Uber, dass durch die Fahrzeuge entsteht ja, menten bereits so affin mit diesen ich mein Fahrzeug nur mehr über wenn die Autos im Stau stehen. Flie- Hightech-Themen sind. Auch wereine App anfordere, fahrerlos abge- ßender Verkehr ist relativ gut von den der On- und Offlinehandel holt werde und auch über die App der Schadstoffbelastung her. Wenn noch stärker zusammenwachsen. bezahle. Aber das werde ich wahr- heutzutage Verkehrspolitiker aller- Kunden werden sich im Internet dings noch allen Ernstes sagen „Die vorinformieren, erhalten anschliescheinlich nicht mehr erleben. Aufgabe der Politik ist nicht, den ßend vielleicht eine EmpfehlungsVerkehr fließend zu halten“, dann liste mit zwei bis drei Marken, die wage ich zu bezweifeln, dass die für sie infrage kommen, aber die Wie werden wir Staus Stauvermeidung gelingen würde, wichtige Endberatung und der vermeiden? auch wenn die technischen Mög- Kaufabschluss passieren dann Faceto-Face im direkten Kontakt mit lichkeiten dafür da sind. Günther Kerle: Ich persönlich bin Auch Big Data ist hier ein sehr gro- ­einem Verkäufer. Somit sind die überzeugt, dass nicht jeder Stau von ßes Thema. Denn es findet nicht je- ­Autohändler hier natürlich schon selbst entsteht, sondern dass vielfach der den Gedanken angenehm, dass gefordert, wesentlich stärker einzuder Stau auch gewollt ist. Man muss ein System immer weiß, wo man greifen und noch wesentlich besser

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Automobilität, quo vadis? KommR Prof. Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Brauchen eine verantwortungsvolle Verkehrspolitik Die Autofahrer sind die Melkkühe der Nation, die sich täglich Staus und Diskriminierungen ausgesetzt sehen. Das Auto ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und ein bedeutender Faktor der heimischen Wirtschaft. Die unverhältnismäßig hohen Steuer- und Abgabenbelastungen sowie die zunehmenden Fahr­behinderungen müssen daher ein Ende haben. Es bedarf einer verantwortungsbewussten Verkehrs­ politik, in der auch die Anliegen der Autowirtschaft Gehör finden.

Michael Nemeth, Geschäftsleitung Autohaus Nemeth, Eisenstadt

FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT, INGE PRADER, WWW.NEMETH-EISENSTADT.AT

Mir wird das Fahren immer Freude machen, weil es Freiheit bedeutet

Günther Kerle sieht eine herausfordernde Zukunft auf die heimischen ­Automobilimporteure ­zukommen.

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Bei den Antrieben werden Misch­ formen und Hybride immer häufiger, der Verbrennungsmotor wird jedoch nicht verschwinden. Wasserstoff wird zunehmend interessant. Auch Technik und Software für ein autonomes Fahren werden immer besser, auch man selbst wird man immer können und somit nicht in seinem Recht auf Freiheit eingeschränkt sein. Für uns Autohändler gilt es, sich den Gegebenheiten der Zeit anzupassen und flexibel zu sein, denn die einzige Konstante in unserem Leben ist die Veränderung. Denn eine starke Marke ist immer gut, jedoch wird die bekannteste und teuerste Marke der Welt scheitern, wenn das Produkt nicht den Anforderungen der Kunden entspricht. Was vom Fahrspaß übrig bleibt, muss jeder selbst beurteilen. Mir wird es immer Freude bereiten, da für mich das Gefühl hinter dem Lenkrad immer ein Gefühl von Freiheit bleiben wird.

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schauwirtschaft

Kurt Molterer Hauptbevollmächtigter der GARANTA VersicherungsAG Österreich Für die individuelle Mobilität bleibt das Auto in der Hauptrolle Als DER Branchenversicherer des österreichischen Kfz-Gewerbes glauben wir an die Zukunft des Automobils. Dieses wird in der individuellen Mobilität auch weiterhin die Hauptrolle spielen. Welche Technik dabei zum Einsatz kommt, ist eine andere Frage. Was sich ändern wird, ist die Rolle der Autohäuser. Diese werden sich stärker als Experten in Sachen Mobilität und somit auch als Experten in Versicherungsfragen rund um das Auto positionieren. Wir sind der Überzeugung: Die richtige Kfz-Versicherung kommt vom Autohaus. KommR Ing. Klaus Edelsbrunner Stv. Obmann VÖK – Verband Österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe Hybrid-Antriebe machen Sinn Im Hinblick auf eine zukünftige Nutzung machen die derzeit am Markt befindlichen Hybridfahrzeuge wohl am meisten Sinn. Reine Elektrofahrzeuge werden zweifelsohne für den zukünftigen Stadtbetrieb auch immer wichtiger, bedingen jedoch hohe Investitionen in die dafür benötigte Infrastruktur. Auch ist der Ladevorgang dieser Autos für den privaten Alltagsgebrauch, z. B. bei längeren Strecken, noch nicht sinnvoll und nutzbar umgesetzt.

Mag. Martin Roy, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von Reed Exhibitions in Österreich Auf der Vienna Autoshow 2017 präsentiert die Branche alle Trends Die Zukunft wird auf jeden Fall sehr spannend. Mit der Vienna Autoshow markieren wir alljährlich den fulminanten Saisonauftakt in der Messe Wien. Die heimischen Autoimporteure zeigen mit rund 400 Modellen alle Neuheiten, Innovationen und Trends vom Kleinwagen bis zum Familienauto.

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zu beraten, als das derzeit der Fall ist. marke findet und dann mitunter die dann fallen plötzlich die SteuereinNach wie vor wichtig werden die Marke wechselt. nahmen weg. Dann muss entweder Automarken bleiben. Denn Autoeine neue Steuer her oder andere fahren ist Emotion pur. Einen Tesla Steuern müssen erhöht werden, weil Wer trägt die wachetwa kaufe ich mir nur aus Emotion der Finanzminister die Euro braucht für das Produkt. Allerdings hat sich sende Belastung durch und nicht die Öko-Effekte. Wenn das Unternehmen ein ganz beSteuern und Abgaben? jetzt alle viel Strom verbrauchen stimmtes Image aufgebaut, das unund wir benötigen keine Treibstoffe trennbar mit der Marke verbunden Günther Kerle: Der Plafond ist hier mehr, und es gibt demnach auch ist. Ich habe eine Luxuslimousine schon längst erreicht. Wir sind nicht keine Steuereinnahmen mehr durch mit Fahrwerten, die wirklich Spaß so blauäugig zu glauben, dass der Benzin- oder Dieselverbrauch, dann ­Finanzminister bei emissionsfreien werden wir fest beim Strom zahlen. machen. Die Marke wird künftig noch stär- Fahrzeugen auf Einnahmen verzich- Am Ende wird die Belastung jedenker an die Entwicklung und die In- ten würde. Wir, und jeder gelernte falls immer der Konsument tragen. novationskraft des Fahrzeugherstel- Österreicher, wissen ganz genau: lers gebunden sein. Es sind ja nicht Derzeit gibt es bei Elektroautos Werden wir in Zukunft alle gleich weit. Wenn das Kunden- keine NoVA. Das ist ganz klar, weil das Auto noch besitzen verhalten sich ändert und, so wie sie ja keinen CO2-Ausstoß haben. oder teilen? jetzt, sich rund 70 Prozent in der Angenommen, im kommenden Jahr Marke weiterbewegen, dann müssen würden alle 300.000 unserer Kunsie auch das richtige Produkt vorfin- den ein Elektroauto kaufen, dann Günther Kerle: Teils, teils. Ich perden. Wenn eine Marke in dieser würde der Finanzminister sofort sönlich bin der Meinung, dass das neuen Entwicklung ins Hintertref- ­irgendetwas erfinden müssen, wo er Besitzen abnehmen wird. Aber es fen kommt, dann gibt es einfach seine 500 Millionen an entgangener wird weniger in Richtung Car­ Probleme, weil der Kunde sein ge- NoVA wieder herkriegt. Für alle sharing gehen. Das funktioniert ja wünschtes Fahrzeug eventuell nicht diese Ökosteuern gilt: Wenn der nur in den urbanen Zonen. Die mehr im Portfolio seiner Stamm- Lenkungseffekt erst einmal eintritt, Therorie klingt immer gut, aber in

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NEUE AKKU-TECHNOLOGIE AUS DEM MÜHLVIERTEL:

Alles dreht sich um Kreisel DIE E-AUTOBRANCHE ist aufmerksam geworden auf das Mühlviertel. In ihrer Firmengarage in Freistadt nahe Linz haben die Gebrüder Kreisel einen Akku entwickelt, der vielleicht in Zukunft die Probleme der E-Mobilität lösen könnte. Leichter, kompakter und vor allem leistungsfähiger – das sind Verspre- Weiter reichen: Die drei Kreisel-Brüder könnten der E-Mobilität zum Durchburch chen des Unternehmens im Hinblick verhelfen (v. l.: Philipp, Johann, Markus). auf die neue Wunderbatterie. Denn der Kreisel Electric Golf: Bei identi- nander verbunden, sondern durch ein schwacher Akku und fehlende schem Bauraum und Gewicht im Lasertechnologie. Das geht schneller Flexibilität sind die Gründe, warum Vergleich zum Serienmodell des VW und verhindert Beschädigungen und bisher so wenige Elektroautos ver- eGolf wird eine Kapazitätssteigerung damit auch Leistungseinbußen. kauft werden. Aktuelles Projekt ist von 130 Prozent erreicht. Damit ver- Die Familie Kreisel ist bereits seit bessert sich die Reichweite des Autos über 35 Jahren in der Elektronikbranche tätig. Für ihr gemeinsames Ziel von 190 auf 430 Kilometer. verbinden die Brüder Johann, Innovationsgeist in der Familie Markus und Philipp ihre unterschiedlichen Talente. Philipp ist der Doch was ist das Besondere? Bisher Maschinenbautechniker, Johann wurden E-Auto-Batterien gar nicht Elektroniker und Markus Kreisel oder nur punktuell gekühlt. Die Krei- bringt seine kaufmännische Ausbilsel-Flüssigkühlung sorgt für optimale dung ins Team ein. Kommt der Akku der Zukunft aus OberBedingungen. Außerdem werden die KREISEL ELECTRIC GMBH  österreich? Kreisel Electric elektrisiert mit neuem Superakku die Branche. Zellen nicht durch Schweißen mitei- www.kreiselelectric.com heft 6|2016

FOTOS: KREISEL ELECTRIC GMBH (2), IDEENWERK WERBEAGENTUR GMBH, SISSI FURGLER FOTOGRAFIE, REED EXHIBITIONS

Automobilität, quo vadis?


Automobilität, quo vadis?

Josef Andreas Kamper, Geschäftsführung Autohaus Kamper Die Freude wird bleiben, der Blick auf die Kosten geschärft

FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT, WWW.PICTUREDESK.COM (2) GETTY IMAGES, THOMAS MARLOVICS, CHRISTA FUCHS

Setzen sich E-Autos durch? Wie wird sich der Carsharingmarkt entwickeln und werden Autohändler zu Softwareexperten? schau-Chefredakteur Christoph Berndl stellt diese Fragen Günther Kerle, dem Sprecher der Österreichischen Automobilimporteure.

Die Freude beim Autofahren wird bleiben, allerdings werden generationsübergreifend die Kosten entscheiden. Wir rechnen damit, dass ab 2020 rund 20 Prozent unserer verkauften Fahrzeuge mit Elektro­ antrieb fahren werden und ab 2025 jedes zweite Automobil. Die Staus werden weniger, weil die Autos über Handy und Satelliten vernetzt werden. Auch lenken muss man nicht mehr selbst. Die Fahrzeuge werden nach dem Aussteigen sogar selbstständig in vernetzte Parkhäuser fahren. Der Autohändler wandelt sich zunehmend vom Mechaniker zum Elektrotechniker. Marken bleiben auch künftig wichtig, aber nicht mehr mit Emotion verbunden, sondern mit Flexibilität. Die wachsende Belastung wird über Marketingab­ gaben der Großkonzerne entrichtet.

Dipl.-Betr. oec Gerhard Dangel, Vorstand AutoBank AG

der Praxis muss es sich auch rechnen. und habe wieder ein neues Fahrzeug Keiner kann auf Dauer mit Verlust zur Verfügung. Diese Langzeitmieleben. Die große Schwäche an den ten werden zunehmen. Das effektive Carsharing-Konzepten ist, dass sie in Besitzen wird vor allem in der jüngeSpitzenzeiten des Bedarfs – etwa an ren Generation in den Hintergrund Wochenenden – nicht funktionieren. treten. Keiner kann es sich leisten, Tausende Wie wird sich das Automobile an fünf Tagen der WoAutoland Österreich in che stehen zu lassen, nur damit sie den nächsten 25 Jahren am Samstag und Sonntag verfügbar sind. Bereits jetzt starten wir in der entwickeln? Autoindustrie mit Mietkonzepten. In der Vergangenheit konnte man Günther Kerle: Auch wenn wir als ein Auto maximal leasen, nach drei Autoland keine wirkliche eigene ProJahren hat es mir dann gehört und duktion haben, so sind wir doch sehr nach vier Jahren habe ich es verkauft. weit vorne in der Entwicklung und Diese Modelle werden wahrschein- in der Zulieferindustrie. Vor einem lich weniger. Es geht eher in Rich- halben Jahr gab es eine Studie, dass tung eines All-in-Vertrags. Ich fahre Österreich, gemessen an der Eindas Auto drei oder vier Jahre und wohnerzahl, eines der innovativsten zahle dafür eine monatliche Gebühr, Erfinderländer ist, gerade auch was die alle Kosten beinhaltet, bis hin alternative Antriebe betrifft. Einen zum Service. Am Ende des Vertrags großen Anteil daran hat freilich die tausche ich das Auto aus, zahle AVL List in Graz. Rund um diesen ­monatlich vielleicht ein bisserl mehr Cluster in der steirischen Landes-

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haupstadt gibt es viele, viele kleine Firmen, die überhaupt nicht bekannt sind, aber zahlreiche Patente anmelden. Aber nicht für irgendwelche Motoren, die man vor 20 Jahren gebaut hat, sondern für die Antriebssysteme der Zukunft. Ich glaube, dass diese Entwicklung für Österreich, diese Zulieferindustrie und diese Firmen sehr gut ist. Wenn diese Produktionen in unserem Land bleiben, und davon gehe ich aus, dann wirkt das natürlich auch als Jobmotor. Derzeit baut BMW in Steyr Dieselmotoren. Sollte es einmal nicht mehr möglich sein, die zu vermarkten, dann müssen sie entweder zusperren oder etwas anderes produzieren. Es ist schon wichtig, dass man hier auf die neuen Technologien setzt. Sonst passiert genau das, was früher mit der Kohlengrube passiert ist: Irgendwann wird die ­geschlossen und das ganze Dorf hat plötzlich keine Arbeit mehr.  ///

Automobilbauer und IT-Branche müssen verstärkt kooperieren Die Autoindustrie konzentriert sich auf die Verbesserung der Reichweite und der Ladedauer von Elektrofahrzeugen. Im städtischen Verkehr wird zunehmend Carsharing einen Aufschwung erleben. Etwas länger dauern wird die Serienreife selbst­ lenkender Fahrzeuge, bis diese ­sicher unterwegs sind. Die Autohersteller arbeiten konzentriert am Auto der Zukunft. Es wird ein Komfortund Nutz-Objekt sein, wesentlich für den Erfolg wird aber die Kooperation der klassischen Automobilbauer mit der IT-Branche sein.

Garagengold Spezial Die

E-Autos kommen : die spannendsten Modelle 2017. Mehr auf Seite 16–17

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garagengoldspezial

Stromaufwärts TEXT VON ALEX KRISTAN

Die Zukunft des Automobils steht vor einem Paradigmenwechsel. Die Frage ist nicht, ob Elektromobilität kommen wird, sondern wann. Alternative Antriebe waren auch das Kernthema des diesjährigen Pariser Autosalons.

Radikaler Plan

Das Pariser Klimaabkommen beruht darauf, dass die CO2-Emissionen bis 2050 um 95 Prozent gesenkt werden müssen. Dem Rechnung tragend berichtete DER SPIEGEL, dass der deutsche Bundesrat (und Norwegen) angedacht habe, schon 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen. Klingt radikal, ist aber ein klares Statement in Richtung Umweltschutz und Unabhängigkeit von Freund Ölscheich & Co. Nur: Wie realistisch ist dieser Plan? 16  schau

Vienna Autoshow 12

. bis 15. Jänner 2017 Messe Wien viennaautosh ow.at

Im Jahr 2025 werden 60 Prozent der Weltbevölkerung in Großstädten ­leben. Eine Entwicklung, die eine intelligente alternative Antriebsstrategie für den Individualverkehr zweifellos unverzichtbar macht. In erster Linie wird einmal mehr die EU gefordert sein, emissionsarme Technologien breiter und intensiver zu fördern. So gesehen könnte es dann wohl doch noch etwas dauern, bis Diesel und Benziner von den Straßen verschwunden sind. Wie der Pariser Autosalon zeigte, sind nicht nur Premium-Hersteller wie Mercedes Benz bereit für die emissionsfreie Zukunft. Vielversprechende Studien und schon erwerbbare Fahrzeuge diverser Marken unterstrichen, dass auch sauberes Autofahren Spaß vermitteln kann. /// info

Unser Autor Alex Kristan ist als Comedian mit seinem aktuellen Soloprogramm HEIMVORTEIL in ganz Österreich unterwegs. Mit seinen punktgenauen Parodien und der maßgeschneiderten „Individual Comedy“ ist er einer der beliebtesten Acts bei Top-Events in ganz Österreich. Infos und Termine auf: www.alexkristan.at

PORSCHE Mission E

RENAULT Zoe

Wer schon nach Luft rang, als der 911er auf Wasserkühlung umgerüstet wurde, wird bei einem E-Porsche vermutlich kollabieren. Dennoch wurde die Serienproduktion des Mission E bestätigt und für 2020 angekündigt. 600 PS, Allrad und 4 Sitze sollen Tesla das Fürchten lehren. Mit 140.000,– Euro wird zu rechnen sein.

Der Stromer aus Frankreich bekommt unter der Haut eine Überarbeitung. Künftig gibt es neben dem bekannten 22-kWhAkku auch einen Stromspeicher mit 41 kWh. Damit sollen Renault zufolge bis zu 400 Kilometer Reichweite möglich sein. Zudem bietet Renault ein Akku-­Leih­ modell für Wenigfahrer.

www.porsche.at

www.renault.at

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FOTOS: DAIMLER AG, PORSCHE HOLDING GMBH, RENAULT COMMUNICATIONS/ARNAUD TAQUET, VOLKSWAGEN AG, AUDI AG, BMW AG, NISSAN CENTER EUROPE GMBH, TESLA MOTORS INC, THE FORD MOTOR COMPANY, HYUNDAI, MORGAN MOTOR COMPANY/JOHN STRIDE, TOYOTA DEUTSCHLAND GMBH/HARALD DAWO, ADAM OPEL AG

ELEKTROAUTOS machen keinen Spaß! Das sagen in erster Linie diejenigen, die noch nie eines gefahren sind. Durch die verlustfreie Umsetzung der Energie auf die Straße beschleunigen Elektroautos sogar oft besser als Diesel oder Benziner. Nachzuprüfen beim stärksten Model S von Tesla, das in 2,7 Sekunden die 100-km/h-Marke knackt. Dennoch gelten die immer noch recht hohen Preise für Elektroautos ebenso als Hemmschuh wie zu wenige Ladestationen und die ­ Reichweitenangst der Kunden. Darüber hinaus lassen sich E-Autos nur in den Ländern wirklich umweltschonend betreiben, die ihren Strom überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Österreich gehört zwar dazu, ist aber im europäischen Vergleich der Länder, in denen Elektroautos einen deutlich besseren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, eine der wenigen Ausnahmen.

Die EQ-Studie gilt als Vorbote einer neuen Ära bei Mercedes Benz. Die ­Mobilität der Zukunft bei den Sternen heißt C.A.S.E., was für Connected, ­Autonomous, Shared und Electric steht. Die neue Marke EQ vereint ein umfassendes elektrisches Ökosystem aus Service, Technologien und Innovationen. Maximal sind bis zu 407 PS und 700 Nm drin, die Reichweite beträgt bis zu 500 km. Spätestens bis 2020 soll er ­erhältlich sein. Schon 2017 kommt eine E-Version des GLC.


AUTO NEWS 2017

VW I.D.

AUDI Q5 e-tron

BMW i3

Der VW I.D. baut als erstes Fahrzeug von Volkswagen auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) auf und soll die Wolfsburger aus der Abgaskrise führen. Ein 170 PS starker E-Motor soll es auf ambitionierte 600 Kilometer Reichweite bringen. Ab 2025 soll vollautonomes Fahren möglich sein.

Als Q5 e-tron quattro ultra soll die zweite Q5-Generation nicht nur besonders leicht, sondern vor allem sparsam sein. Dafür sorgt der Plug-in-Hybrid mit einem 2.0-TFSI-Motor mit 252 PS und 370 Nm sowie einer 109 PS und 300 Nm starken E-Maschine.

Bisher haben die Bayern mit dem i3 nur ein reines E-Auto im Programm, zudem gibt es eine Reihe von Plug-in-Hybriden wie den Flachmann i8. Doch mit der Elektrifizierung von Bestsellern wie dem 3er und auch diverser Minis soll das E-AutoAngebot der Münchner erweitert werden.

www.audi.at

www.bmw.at

NISSAN Leaf

TESLA Model X

FORD Focus Electric

Das meistverkaufte Elektroauto der Welt bekommt ein Upgrade und dadurch bis zu 250 Kilometer Reichweite. Nissan ist von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der neuen 30-kWh-Batterie so überzeugt, dass das Unternehmen auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren bzw. 160.000 Kilometer Laufleistung gewährt.

Der Siebensitzer mit den speziellen ­Flügeltüren soll 450 Kilometer am Stück schaffen und in 3,4 Sekunden bis Tempo 100 sprinten. Außerdem soll ein Software-Update des Fahrerassistenzsystems Autopilot für mehr Sicherheit sorgen. 400.000 Bestellungen seit dem Frühjahr sind ein Ausrufezeichen Richtung Deutschland.

Bislang hat Ford mit dem Elektro-Focus nur einen Stromer im Portfolio – bis 2020 sollen 13 weitere E-Modelle folgen und 40 Prozent aller Autos des Herstellers entweder als Hybrid, Plug-in-Hybrid oder reines Elektroauto verfügbar sein.

www.volkswagen.at

www.nissan.at

www.ford.at

www.tesla.com

HYUNDAI Ionic

MORGAN EV3

TOYOTA Mirai

OPEL Ampera-e

Der Hyundai Ionic ist das erste Auto, das mit drei Antriebsoptionen im selben Chassis angeboten wird. Elektro, Plugin-Hybrid oder Hybrid stehen zur Auswahl. In der reinen Elektrovariante liefert der Motor 118 PS. Ab 23.000,– Euro.

Klassisches Auto in modernem Gewand. Der urige Threewheeler als Ökofreak. Das erste Elektroauto von Morgan hat 62 PS, beschleunigt in acht Sekunden auf 100 und soll mit einer Akkuladung 240 Kilometer weit kommen. Wird um 33.000,– Euro erhältlich sein.

Toyota zeigt mit dem Mirai ein Wasserstofffahrzeug, in dem 1 Milliarde Euro an Entwicklungskosten stecken. Das kleine Kraftwerk kann mit seiner Brennstoffzelle einen ganzen Wohnblock mit Strom versorgen. In Schweden und Deutschland schon auf den Straßen unterwegs.

Der Opel Ampera-e ist die Europaversion des zu Jahresbeginn präsentierten Chevrolet Bolt. Das Elektroauto soll im ersten Halbjahr 2017 in den Verkauf kommen. Mit 500 Kilometer Reichweite kann es sich mit dem Tesla Model S messen, allerdings zu einem deutlich günstigeren Preis.

www.morgan-motor.co.uk

www.toyota.at

www.opel.at

www.hyundai.at

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„Für mich ist das Schönste an meinem Beruf, live vor Publikum, mit meiner Band und meinen Tänzern auftreten zu können.“

FOTOS: KRISTIAN SCHULLER (2)

Helene Fischer freut sich bereits auf ihre Tour 2017/18.

18  schau

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schauporträt Mit ihrer Mischung aus Schlager und Pop hat Helene Fischer bereits heute den Olymp des d ­ eutschen Schlagers erklommen. Nach einem ruhigen Jahr startet sie ab Weihnachten wieder voll durch.

So schön kann Schlager sein TEXT VON CHRISTOPH BERNDL

JETZT IST ES FIX: Helene Fischer (32) ist die beste Schlagersängerin aller Zeiten. Dieses Ergebnis lieferte jüngst eine U ­ mfrage von „TNS Emnid“, einem der größten Meinungsforschungsinstitute in Deutschland. 39,3 Prozent der Befragten wählten Helene an die Spitze – und das quer durch alle Altersgruppen. Dies ist übrigens ­bereits der zweite Sieg in einer Umfrage in diesem Jahr. Schon im Juni wurde dasselbe Institut von der Zeitung „Auf einen Blick“ beauftragt, sich auf die Suche nach Deutschlands schönster Schlagersängerin zu machen. Auch da waren sich die Befragten mehr als einig. Mit auf cd 59,9 Prozent – bei den 14- bis 29-Jährigen waren es gar 67,8 Prozent – konnte Helene Fischer auch hier den Sieg verbuchen. Auf Platz zwei Neue Deluxe-Edition landete Andrea Berg (19,7 %), Platz „Weihnachten“ drei ging an DSDS-Gewinnerin BeHelene Fischer und das renomatrice Egli (14,2 %) aus der Schweiz. mierte Royal Philharmonic OrchesDahinter folgen Vanessa Mai tra haben sich in den Abbey Road (13,5  %), Michelle (11  %), Nicole Studios in London erneut getrof(10,7  %), Stefanie Hertel (6,8  %), fen, um das Album mit acht ­weiteren Weihnachtsklassikern zu Claudia Jung (6,2 %), Anna Maria vervollkommnen. Mit dieser ganz Kaufmann (6,1  %) und Kristina besonderen Song-Sammlung macht Helene Fischer sich selbst Bach (4,2 %).

und ihrem Publikum nun ein weiteres Geschenk zum Weihnachtsfest.

Klingel Bells: Nicht nur rund um Weihnachten hat Helene Fischer Hochsaison. Sie zählt derzeit zu den erfolgreichsten Sängerinnen im Musikgeschäft.

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Helene Fischer mit dem Royal ­Philharmonic Orchestra im edlen Hardcover Book zuzüglich acht neuer Songs erhältlich: „Kling Glöckchen, klingelingeling“, „Aba heidschi bumbeidschi“ (mit Heintje), „Schneeflöckchen, ­Weißröckchen“, „Still, still, still“, „All I Want for Christmas Is You“, „Santa Baby“, „Sleigh Ride“, „The First Noel“.

Phänomenal erfolgreich

Fest steht: Helene Fischer ist ein Phänomen – und vor allem phänomenal erfolgreich. Sie hat es geschafft, die Schlagermusik aus der Schunkel­ecke zu holen. Ihre Fangemeinde umfasst ganze Familienverbände quer über alle ­ ­Generationen. Unweigerlich denkt man dabei an Udo Jürgens, dem dies ebenso auf einzigartige Weise gelungen ist. Nachdem sich die Künstlerin in letzter Zeit sehr rar gemacht hatte, ließ sie Ende Oktober ihre Fans aufhorchen. 2017 startet sie ihre neue Tournee, die sie 2018 auch in die Wiener Stadthalle führen wird. Unglaubliche fünf ­Termine von 13. bis 18. Februar sind dafür ­reserviert. Wer Helene Fischer kennt, der weiß, dass ihre Konzerte wieder Rekorde brechen werden. Überhaupt führte sie ihr bisheriger Karriereweg entlang einer Kette beachtlicher Erfolge. Staatlich anerkannte ­Musicaldarstellerin

Stimme, Talent, Ausstrahlung – vor allem harte Arbeit: Es ist ein Mix aus vor allem diesen vier Qualitäten, der das Phänomen Helene Fischer ausmacht. Das Talent für die Bühne zeigte sich früh. Am 5. August 1984 im russischen Krasnojarsk – drittgrößte Stadt Sibiriens, knapp eine Million Einwohner, liegt am Jenissei-Fluss und an der Transsibirischen Eisenbahn – geboren, übersiedelte schau  19


schauporträt

Atemlos an die Spitze

die Familie 1988 nach Wöllstein in Rheinland-Pfalz. Bereits während der Schulzeit engagierte sich Helene in Theatergruppen und belegte ­Musicalkurse. Nach dem Realschulabschluss folgte eine dreijährige ­Ausbildung an der Stage & Musical School in Frankfurt am Main. 2003 legte Helene die Bühnenreifeprüfung ab und ist seither staatlich anerkannte Musicaldarstellerin. Den Grundstein für Helenes Karriere legte übrigens ihre Mutter Maria. Sie schickte eine Demo-CD an den Künstlermanager Uwe Kanthak und brachte damit eine Lawine ins Rol-

im tv

len. Das war 2004, der Rest ist beinahe schon Musikgeschichte. Liebe auf den ersten Takt?

Die Premiere im Fernsehen gab es für Fischer am 14. Mai 2005. Im „Hochzeitsfest der Volksmusik“ auf ARD sang sie ein Duett mit Florian Silbereisen (35), der die Sendung moderierte. Vielleicht funkte es ­bereits damals zwischen den beiden. Jedenfalls machte Silbereisen im ­August 2008 seine Beziehung zur Schlagersängerin öffentlich. Bis heute ist er der Mann an ihrer Seite.

Mit ihren TV-Shows ver­wöhnt die Schlagerqueen ­ regelmäßig ihre Fans.

Preisregen bringt Segen

Helene bei uns im Wohnzimmer

Seit 2011 besucht uns die Schlagersängerin ein Mal jährlich im Wohnzimmer. In der „Helene Fischer Show“ begrüßt sie prominente Künstlerkollegen. Das aufwendig produzierte Format wird jeweils in einer anderen Location aufgezeichnet und im Advent ausgestrahlt. 2015 gastierte die Show übrigens in der Wiener Hofburg. Heuer wird in der Halle 6 der Messe Düsseldorf aufgezeichnet. Neue Tournee 2017/18

Mit 16 „Echos Pop“ (vergeben von der Deutschen Phono-Akademie) und sieben „Goldenen Hennen“ ­sowie der „Superhenne“ (2014) zum 20. Jubiläum des Awards (vergeben vom Magazin „Superillu“ sowie den TV-Sendern MDR und RBB) ist

Neben ihren Tonträgern gilt Helene Fischer auch als hervorragende Entertainerin, die es perfekt versteht, ihr Publikum live zu begeistern. Ihre letzte Tournee „Farbenspiel“ zog 1,2 Millionen Fans an. Sie gastierte in 15 Stadien. Unter anderem füllte sie im Juni 2015 zwei Mal das ­Wiener Stadion (80.000 Besucher) – außer ihr gelang das bisher lediglich einem gewissen Robbie Williams. Für die kommende Tournee darf man wieder eine bombastische Show erwarten. Für die Produktion verpflichtete Helene Fischer 45 DEGREES, ein Unternehmen des CIRQUE DU SOLEIL. /// Im Februar 2018 wird Helene Fischer fünf Mal hintereinander die Wiener Stadthalle füllen.

live Helene Fischer Show 2016 Aufzeichnung am 4. und 5. Dezember in der Halle 6 der Messe Düsseldorf Ausstrahlung: 25. 12. 2016, 20.15 Uhr, ZDF

Weihnachten live aus der Wiener Hofburg Ausstrahlung: 3. Dezember 2016, 20.15 Uhr, ORF 2

20  schau

Live on tour: 13., 14., 16., 17. und 18. Februar 2018 Wiener Stadthalle Karten ab 49,90 bis 149,90 Euro (Premium-VIP) bei Wien-Ticket unter 01/588 85 oder wien-ticket.at

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FOTOS: INTERTOPICS/DDP IMAGES, 2014 SANDRA LUDEWIG/UNIVERSAL MUSIC GMBH, SANDRA LUDEWIG

In der Show von Florian Silbereisen feierte Helene 2005 ihr TV-Debüt. Seit 2008 treten sie auch privat im Duett auf.

Insgesamt zehn Millionen Tonträger hat Helene Fischer bis heute alleine in Deutschland verkauft. 2006 erschien Helene Fischers erstes Album „Von hier bis unendlich“. Doch erst mit ihrem Studioalbum Nummer fünf „Für einen Tag“ schaffte sie es im Oktober 2011 erstmals auf Platz eins der deutschen Charts. In Österreich und der Schweiz belegte es jeweils Platz zwei. Mit dem Nachfolgealbum „Farbenspiel“ fixierte sie das Ländertripel an der Chartsspitze. Deutschland, Österreich und die Schweiz meldeten Platz eins. Die Singleauskopplung „Atemlos durch die Nacht“ wurde zum Riesenhit. Das aktuelle Album „Weihnachten“ – mit dem Royal Philharmonic Orchestra – ist auf dem besten Weg dorthin.

Helene Fischer auch hier absolute Rekordhalterin. Außerdem durfte sie sich unter anderem über vier „Kronen der Volksmusik“, jeweils zwei „Goldene Kameras“ und „Live Entertainment Awards“ sowie eine österreichische „ROMY“ (2014) freuen. Der Platz daheim dürfte also langsam eng werden.


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„Für die Jazzer bin ich ein ­Blueser. Für die Blueser bin ich ein Popper. Und für die Popper bin ich Schlager.“ Norbert Schneider bei seiner Albumpräsentation im Studio 44

Er spielt ein bissl Bass, ein bissl Geige, ein bissl Schlagzeug, aber die Gitarre, die kann er.

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schauinterview Jö schau! Da hat sich doch tatsächlich wer getraut, Georg Danzers Songs neu zu interpretieren. Eigentlich im Jazz und Blues zu Hause, hat sich Norbert Schneider an den großen Danzer rangetraut und was ganz Neues kreiert – den Austroblues. Eine Neuaufnahme.

NORBERT SCHNEIDER:

Mit viel Respekt und etwas Kaltschnäuzigkeit INTERVIEW VON NINA NEKOUI, FOTOS: STEFAN FÜRTBAUER ES WAR NICHT seine Idee, dieses Album. Freund, Manager und Nachlassverwalter von Georg Danzer, „Blacky“ Schwarz, hat ihm vorgeschlagen, Danzer zu spielen. Zuerst war er skeptisch, hat sich dann aber doch rangetraut, der Norbert Schneider. Und auch eingefleischte Danzer-Fans können den Erfolg bestätigen. schau-Redakteurin Nina Nekoui hat den Musiker im Plattenladen „Recordbag“ in Wien-Mariahilf getroffen und zu seinem gewagten Experiment befragt. schau: Weckt der Plattenladen Jugenderinnerungen?

Norbert Schneider: Na ja, eher Erinnerungen an die Kindheit. Da haben wir viel Platten gehört, bevor dann die CD losgegangen ist. Aber jetzt, so vor eineinhalb Jahren, bin ich ganz intensiv in die Plattensammlerei reingekippt. Alle Alben, auf die ich total stehe, die ich auf dem Computer gehabt habe oder egal auf welchen Medien, kauf ich mir jetzt auf Vinyl nach. Und das macht echt richtig Spaß. Das ist doch ­ i rgendwie wertiger, wenn man sich hinsetzt und ned den Fernseher rennen hat und den Computer … Man setzt sich da hin, muss immer wieder die Platte wechseln, das ist doch ein bewussterer Prozess. Wie kam’s zu der Leidenschaft?

Ich hab einen Freund, der auch heft 6|2016

Platten sammelt. Wir kennen uns aber noch nicht so lange, vielleicht zwei Jahre. Der hat viele Platten zu Hause und der hat echt das Feuer in mir entfacht. Ich verteufel das Neue überhaupt nicht, aber es macht einfach mehr Spaß und es klingt besser. Klar, es ist viel „Mojo“ dabei. Am besten draufgekommen bin ich mit meiner eigenen Musik. (Legt seine Platte auf den Tisch). Beim vorigen Album haben wir auch schon 300 Stück gemacht und die sind so gut gegangen, dass wir jetzt 500 gemacht haben.

läuft man Gefahr, es genauso nachzuspielen. Das ist sinnlos für mich. Solche Alben braucht man nicht zu machen. Welche Musik hat denn deine Jugend geprägt?

Der Trend geht ja generell wieder in diese Richtung.

Ja, das stimmt. Das merkst du auch, wenn du zum Saturn gehst. Es gibt Hunderte Platten dort – ja, ganze Stellagen voll mit Platten! Solche Geschäfte (Anm. Recordbag) haben mehr Reiz zu stöbern und profitieren ebenfalls von dem Trend. Der hört ja nicht beim Saturn auf. Zu Georg Danzer: Hat er auch deine Jugend geprägt?

Nein, überhaupt nicht. Also ich kannte vor dem Projekt nur seine Hits, vielleicht insgesamt zehn Songs, wenn überhaupt. Das ist aber auch das Spannende irgendwie, dass ich einen ganz anderen musikalischen Background habe, da kann wirklich was Neues entstehen. Wenn ich der Austropop-Fan wäre, der in jedes Lied eingehört ist,

„Neuaufnahme“ von Norbert Schneider. Eine besondere Auswahl an Liedern von Georg Danzer. Musikalisch neu interpretiert, der Text blieb unverändert. Nicht mal von gecoverten Covers hält er was, der Norbert Schneider. Gut so.

Also ich bin relativ rasch in diese Blues- und Jazzecke reingekommen. Als so amerikanische Blues-Größen nach Österreich gekommen sind, nicht die erste Generation Bluesmusiker, aber die zweite, die damals so 60, 70 waren. Und da hab ich als Teenager dann relativ früh die Backing-Band gemacht. Das heißt, die sind nach Europa gekommen und haben da Musiker angeheuert, weil es billiger ist, als die eigene Band aus Amerika mitzunehmen. Da war ich in der Band Gitarrist und hab sehr viel gelernt von diesen Leuten. Das hat sehr meine musikalische Auffassung geprägt und war eine riesige Chance damals für mich, Gitarre zu spielen für die alten Herren. Danzer hatte ja eine sehr melancholische Seite. Wie gehst du mit diesen Songs um?

Die findet da genauso statt wie seine politische Seite. Ich wollte dem ganzen Werk irgendwie gerecht werden. Man könnte ein ganzes Album nur aus politischen Songs machen, nur aus Liebesliedern oder nur aus Liedern über den Tod, nur aus schweinischen Lieschau  23


schauinterview

dern … es gibt so viel Material: Er hat ja 800 Songs – mit den unveröffentlichten – geschrieben. Also ich gehe nicht weniger oder mehr respektvoll um mit den tiefgründigen als mit den Sachen, die ein Augenzwinkern dabei haben oder das Thema Sex. Der „Tschurifetzen“ zum Beispiel …

… (lacht) oder der Vorstadtcasanova, der ja auch Wahnsinn ist. Ich bin dem ganzen Projekt mit Respekt gegenübergetreten, aber auch mit einer gewissen Art von Kaltschnäuzigkeit. Weil genau dieser schmale Grat, den gilt es zu erreichen bei so einem Projekt. Nur in Ehrfurcht zu erstarren, hat keinen Sinn. Dann brauchst du’s nicht machen. Du hast in einem Interview von Gefahren gesprochen. Das klingt sehr bedrohlich.

Ich meinte, Gefahr für mich als Musiker und meine Karriere. Sich an dem großen unantastbaren Danzer zu versuchen, ist haglich, da musst

seine Idee, dass ich musikalisch je- bewusst sein, dass solche Stimmen den F ­ reiraum hatte. Ich konnte aus kommen werden. Was für mich Balladen Temponummern machen, zählt, ist, dass ich nach dem ersten Akkorde verändern – die einzige Song, den ich bearbeitet habe – Auflage war, dass der Text 1:1 gleich „Ruaf mi ned au“ –, das fertige bleibt. Dadurch war das künstle- Demo angehört und gesagt habe: risch einfach eine irrsinnige Heraus- „Okay, das hat Sinn für mich und forderung. Vor allem sind auch alle ich kann jeder Kritik standhalten, so emotional, was den Danzer be- weil das meinem Anspruch genügt Norbert Schneider trifft, durch seinen frühen Tod. Das und einen künstlerischen Wert hat.“ du dir wirklich was dazu überlegen. ist ein bissl heikel. Klar, ist es mir nicht egal, es ist imDas einfach lieblos zu machen, geht mer schirch, wenn wer drüber hernicht. Ich hab auch „Jö schau“ Hast du kritische Stimmen auch zieht, aber damit muss man leben. nochmal neu aufgenommen, das ist schon gehört? schon grenzwertig. Wenn ich das Ganz, ganz wenig, was mich ver- Gibt’s Livetermine? von einem Künstler lesen würde, blüfft und auch ein bisschen skep- Es gibt sehr viele. Das Problem ist, würde ich mir denken: „Na, das tisch macht. Irgendwas kommt da die werden nicht mehr so propa,Jö schau‘ hör ich mir jetzt mal an, sicher noch. Aber ich kann’s mir giert, weil sie ausverkauft sind. Fast ob das wirklich dem standhält und auch vorstellen, bei so Hardcore- alle. Aber es gibt einen besonderen: ob sich der was dazu überlegt hat!“ Danzer-Fans, die so auf seine Ver­ Im März hab ich mir ­einen Traum Das meinte ich mit Gefahren, in sionen eingehört sind. Da wird’s erfüllt: Da spielen wir im Wiener erster Linie aber, was meinen eige- ­sicher einige geben, die das nase- Konzerthaus im großen Saal – am nen Anspruch betrifft. Das muss rümpfend zur Kenntnis nehmen, 10. März. künstlerisch irgendwie relevant sein, dass da jetzt irgendeiner daherso ein Produkt, aber das war dem kommt und sich an dem Danzer Weil du gesagt hast, es gibt so „Blacky“ auch von Anfang an klar. vergeht. Aber das ist auch klar! viel Material: Gibt es auch eine Er hat wen gesucht, der seine eigene Wenn man so ein Projekt macht, zweite Neuaufnahme? Musik einbringt, und es war auch dann muss man sich dessen auch Na, sicher ned! Also, ich hab für

„Ich bin dem ganzen Projekt mit Respekt gegenübergetreten, aber auch mit einer gewissen Art von Kaltschnäuzigkeit.“

Heinz Velich Residenz Velich, Apetlon Alfred Grasits & Barbara Schandl Hotel Schandl, Rust Ludwig Staller Seehotel, Rust

Reinhard & Tina Sattler Hotel Nationalpark, Illmitz

Hans Tauber & Sonja Pangratz Johannes Zeche, Illmitz

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das Album 30 Songs aufgenommen und die Songs ausgewählt, die am besten auf ein Album passen. Aber ich möchte nicht in ein paar Jahren der sein, über den die Leute sagen: „Das war der Typ, der damals den Danzer nachgesungen hat.“ Da gilt es auch, sehr schnell wieder davon wegzukommen. Für mich. Ich sehe mich selbst als Songschreiber. Und das ist ein einmaliges Projekt, ich bin kein Cover-Musiker oder so. Also ein Experiment sozusagen.

Ja, kann man so sagen. Ich hab auch nicht vor, ein Ambros- oder Fendrich-Album zu machen. (Lacht) Das Cover des Albums ist ja auch sehr konträr zum Austropop.

Snoopy, Redakteurin Nina Nekoui und Norbert Schneider im Plattenshop „Recordbag“ über Jugenderinnerungen und Sammelleidenschaft

Genau, das braucht’s auch. Wenn ich da jetzt so ein Album-Cover von ihm nehmen würde und nachstelle – wie ein Hippie aus den 70ern … Ich stehe auf so Anzüge, das hat auch einen musikalischen Background, das sind so 40erJahre-­Anzüge. Ich steh auf die Mu-

sik, hab mit den Typen teilweise gespielt und das gehört zu mir. Wie geht’s dann weiter?

Ich schlittere weiter ins nächste Ding rein. Aber ich schreib natürlich permanent Songs und schau, dass da genug Material für ein nächstes Album da ist. Jetzt, die letzten Jahre, war es so, dass ich jedes Jahr ein neues Album rausgebracht habe. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt auch schaffe, weil in Deutschland so eine Nachfrage ist. Das hatte ich auch nicht so am Schirm, aber der Danzer war in Deutschland echt groß! Jetzt hab ich auch viele ­Promotage in Deutschland und es werden auch Livegigs folgen, somit dauert es länger, dieses Album zu bewerben. Dann dauert’s halt eineinhalb Jahre, bis das nächste rauskommt. Vielleicht werde ich mich nächstes Jahr im Frühjahr eine Zeit lang abseilen, um bewusst auch neue Lieder zu schreiben … Danke für das Gespräch. ///

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Roland & Barbara Beck Landhotel Birkenhof, Gols

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Neusiedler Se


schauinterview Die Schauspielerin und Musikerin Edita Malovci´c spielt in Michael Kreihsls Film „Liebe möglicherweise“ eine Frau zwischen zwei Männern. Uns hat sie von ihrem Leben zwischen Autoritätsproblem und Katzenklo erzählt. Lebensweisheiten einer Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt.

EDITA MALOVCIC´

Ich bin eine Voyeurin

INTERVIEW: JULIA PÜHRINGER

schau: Passiert dir das manchmal, dass Leute ein Bild von dir an dich herantragen, das nichts mit dir zu tun hat – die sexy Schauspielerin oder so?

Edita Malovčic´: Natürlich. Aber auch wenn dir jemand sagt, dass er dich attraktiv findet, hast du dich ja selbst in der Früh im Spiegel gese-

hen (lacht). Dann gibt’s Dinge, die hört man so oft, die bekommen erst dann wieder Bedeutung, wenn sie einem jemand sagt, der einem imponiert. Wie imponiert man dir?

Mit Zielstrebigkeit, einer Vision im Leben. Einer Unabhängigkeit vom Kollektiv. Gleichzeitig macht mich das auch wahnsinnig aggressiv, weil ich will ja, dass diese Leute dann meine Gesellschaft brauchen (lacht). Ich wäre auch gern so frei von der Gunst der anderen. Aber ich bin auch ein sehr kommunikativer

Mensch. Andererseits habe ich auch diese asoziale Seite, wo man nur mit sich selbst sein möchte, das ist ein sehr minimalistischer Zustand. Es ist schon ein Lebensziel, dass ich mir selbst genüge. Allerdings nicht einsam auf einem Berg, das wäre für mich eine Strafe. Was sind denn die größten Missverständnisse über das Erwachsenenleben, die du so hattest?

Na natürlich, dass ich’s besser mach als meine Eltern. Da bin ich kläglich gescheitert (lacht). Aber natürlich bremsen einen gewisse Umstände ein. Und ich hab ein Autoritätsproblem. Da war mir klar, ich muss etwas machen, wo ich selbstbestimmt arbeiten kann. Deshalb war Schauspielerei auch nicht die erste Wahl (lacht). Das war die Musik …

Genau. Da hab ich gewusst, ich mach mein Ding. Wie läuft’s da gerade in Sachen nächstes Album?

Zwei Tatortstars – Liebe ­möglicherweise, möglicherweise auch nicht: Devid Striesow sieht mit Edita Malovcic´ das Ende seiner Midlife-Crisis ­gekommen.

26  schau

Ich hab fünf oder sechs Jahre Pause gemacht, mich von meinem Partner und Produzenten getrennt. Also wurden alle Strukturen gekappt. Ich hab zwei Mal eine Beziehung mit ­einem Musiker geführt. Das mach ich nie wieder, das sag ich dir (lacht). Aber Musik macht wieder Spaß?

Definitiv! Ich hab parallel immer

­geschrieben. Dann hat mich ein deutscher Song enorm inspiriert und ich dachte, ja, so könnte das gehen. Und inzwischen hab ich genug Material für ein nächstes Album, das auch schon fast fertig produziert ist. Früher lief das alles viel langfristiger, jetzt genieße ich das Unmittelbare. Du schreibst einen Song und gehst gleich ins Studio. Ich habe auch Lust auf ein anderes Tempo, wenn man nicht alles so verhirnwichst, dann hat das eine unbedachte Rauheit, eine Spontanität. Du bist im Kaffeehaus deiner Mutter aufgewachsen. Ist das eine gute Basis fürs Schauspielen?

Total! Es gibt viele Leute, die haben Probleme mit gewissen Arten von Menschen. Ich nicht. Ich setz mich gern mit älteren Leuten zusammen, ich wurde sehr lange von sehr vielen Omas großgezogen, ich habe da eine irrsinnige Toleranz und die interessieren mich auch. Ich hab schon damals sehr gern mit Leuten diskutiert, auch Streitgespräche geführt, mit FPÖ-Wählern im Kaffeehaus, da sind schon skurrile Dinge passiert. Und ich habe immer auch gern beobachtet. Ich bin eine Voyeurin. Es fällt mir schwer, wegzusehen. Bist du auch Selbstdarstellerin?

Das natürlich auch. Aber es ist schon besser geworden (lacht). heft 6|2016

FOTOS: WEGA-FILM, STEFAN FÜRTBAUER

„LIEBE MÖGLICHERWEISE“ heißt der neue Film mit Edita Malovčic´. Darin spielt sie eine aufregende Schauspielerin, auf die zwei Männer in der Midlife-Crisis ihre Träume projizieren.


„Im Grunde spielt man auch im Leben immer eine Rolle.“ Edita Malovcic´

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schauinterview Überzeugend: Im TV-Krimi Blutsschwestern

Willensstark: Auf der Bühne

Im Grunde spielt man auch im Leben immer eine Rolle. Gerade wenn man jemanden kennenlernt, präsentiert man sich von seiner besten Seite. Aber nein, ich wasche und bügle nicht jeden Sonntag die Wäsche, sondern ich verkaufe mich nur gerade als gute Hausfrau. Im Ernst, du hast dich mal als gute Hausfrau verkauft?

Ja, als ich ganz jung war und dumm. Wie lang hat die vorgetäuschte Hausfrau gehalten?

Na doch fast 13 Jahre ... Dabei bin ich manchmal einfach total gern eine faule Socke. Wenn ich frei hab, knotze ich den ganzen Tag auf der Couch. Da bitte ich dann meinen Sohn, die Pasta zu kochen. Der geht einkaufen, freiwillig, damit was im Haus ist. Das ist schon ein Luxus. Gerade das Drehen erfordert eine hohe Konzentration. Und man muss immer alle seine Zwetschgen beieinander haben. Man leitet ja ei28  schau

gentlich eine Firma, ich mach im Prinzip alles selbst und betreue auch noch mein Kind. Wenn ich dann das Katzenklo auch noch machen muss, krieg ich echt die Krise. Hinterlässt der Besuch einer Privatschule Spuren im Leben?

Also mir hat das gutgetan. Ich war ja eine Revoluzzerin. Ich habe mich selbst mit der Direktion angelegt, weil ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe. Da ging es um einen Klassenbucheintrag: „Malovčic´ stört den Unterricht“. Ich war das nicht, ich schwör’s dir. Ab Beginn der Pubertät gab’s dann auch Betragens­ noten. Aber ich hab keine echte Scheiße gebaut. Ich hab halt Spaghettiträger getragen, obwohl ich in der katholischen Privatschule keine tragen hätte sollen. Ich war ewig lang in einer Mädchenklasse, mir war einfach langweilig. In der siebten Klasse bin ich dann zum Glück durchgeflogen und in die gemischte Klasse gekommen. Und da hat mein Leben eigentlich begonnen (lacht). Es war einfach wilder.

Wie schaffst du es dann, dich im Beruf unterzuordnen?

Ich kann mich gut mit Leuten arrangieren oder sie aus der Reserve locken. Ich brauche einfach eine gelöste Stimmung am Set, damit ich zu Höchstleistungen fähig bin. Man darf mich auch nicht anschreien, wenn ich in einer Szene gerade heulen muss. Klar steht jeder am Set unter Stress, damit muss man lernen umzugehen. Früher habe ich das persönlich genommen, aber da härtet man ab. Josef Bierbichler hat mir einmal gesagt, für den Job brauche man eine gewisse Wurschtigkeit. Da hat er völlig Recht. Erstens in Bezug auf die Arbeitsumstände und zweitens auch auf die Rolle. Das muss dir scheißegal sein. Auch ob du gut ausschaust oder nicht. Das ist für uns Frauen sowieso noch einmal eine Herausforderung. Es ist halt wahnsinnig intim. Wenn du einen Bad-Hair-Day hast, setzt du dir normalerweise ein Kapperl auf. Aber ich kann das vor der Kamera nicht. Da muss man sich ausliefern. Vielen Dank für das Gespräch! ///

„Vor der Kamera muss man sich ausliefern.“ Edita Malovcic´

info

Filmstart 2. Dezember „Liebe möglicherweise“ startet am 2. Dezember bei uns im Kino. Michael Kreihsls Beziehungsreigen spielt vorrangig in Wien, im Ensemble spielen neben Edita Malovcic´ u. a. auch Otto Schenk, Gerti Drassl und Devid Striesow. Das nächste Album von „Madita“, Malovcic´s Alter Ego als Sängerin, ist bereits in Arbeit.

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FOTOS: STEFAN FÜRTBAUER, ORF/LOTUS FILM/PETRO DOMENIGG, WWW.PICTUREDESK.COM

Man wird weniger dramatisch je älter man wird …


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schaustars Mit mehr als 55 Millionen weltweit verkauften Tonträgern zählt Vicky Leandros zu den erfolgreichsten Künstlern im ­Musikgeschäft. Im Dezember bringt die gebürtige Griechin ihr a ­ ktuelles Weihnachtskonzert in die Wiener Votivkirche – und v ­ erspricht ihren Fans eine stimmungsvolle Adventfeier.

VICKY LEANDROS:

Weihnachten wie bei mir daheim TEXT VON CHRISTOPH BERNDL, FOTO: STEPHAN PICK NEIN, ES WIRD KEINE Weih- in Griechenland und Deutschland nachtsshow“, stellt Vicky Leandros Karriere machte, ermöglichte ihr (64) gleich zu Beginn unseres Inter- eine Gesangs-, Ballett- und Gitarren­ views in der Lobby Lounge „Rosen- ausbildung. Auch zu Weihnachten garten“ des Wiener Grand Hotels wurde immer gemeinsam musiziert klar. „Ein Weihnachtskonzert hat – und das hält Vicky Leandros bis immer etwas sehr Feierliches, Festli- heute so. Weihnachten wird im ches, Besinnliches. Das ist einfach Kreis der Familie zelebriert. ganz anders als eine normale Show. „Gemeinsam gesungen wird bis Der Begriff passt einfach nicht.“ heute. Meine erwachsenen Kinder bestehen darauf. Ihnen ist wichtig, Von Korfu aus um die Welt dass alles genauso stattfindet wie früher“, erzählt Vicky Leandros. Geboren in Paleokastritsa – einem „Ich liebe es, Weihnachten zu feiern. beliebten Ferienort mit etwas mehr Dabei ist mir sehr wichtig, dass es als 4.000 Einwohnern – auf Korfu traditionell und besinnlich ist. Als sollte sie als Künstlerin später die meine drei Kinder – sie sind heute ganze Welt bereisen. Denn vor allem alle erwachsen – noch klein waren, Ende der 1960er- bis Mitte der haben wir immer gemeinsam auf 1980er-Jahre nahm Vicky Leandros das Christkind gewartet. Es wurden die meisten ihrer Singles nicht nur Gedichte vorgelesen und danach auf Deutsch, sondern auch in zahl- ­haben wir vor dem geschmückten reichen anderen Sprachen wie Grie- Baum ,Stille Nacht, heilige Nacht‘ chisch, Englisch, Französisch, Nie- gesungen. Bis heute kommen wir derländisch, Japanisch und Spanisch ­jedes Jahr alle zusammen, um zu auf. Mit großem Erfolg. Sie landete ­feiern. Natürlich gehen wir dann in Frankreich, Belgien, Kanada, den ­ g emeinsam spätabends in die Niederlanden, Spanien, Lateiname- Christmette. Ich muss sagen, jedes rika und sogar in Japan regelmäßig Weihnachtsfest war schön.“ auf den Spitzenplätzen der Charts. Mit den Weihnachtskonzerten kehrt Festlicher Rahmen und eine sie jetzt wieder an den Anfang ihrer unglaubliche Akustik Laufbahn zurück. Es war im Kreise ihrer Familie, wo sie die ersten mu- Für ihre Show hat die Künstlerin sikalischen Gehversuche machte. aber nicht einfach nüchterne KonIhr Vater, Leandros Papathanasiou, zerthallen gebucht. Nein, sie bittet der selbst als Sänger „Leo Leandros“ zum festlichen Konzert in die 30  schau

schönsten Kirchen. „Ich glaube, in dem Moment, in dem sich die Menschen in einer schönen Kirche befinden, kommt auch die Weihnachtsstimmung langsam auf. Natürlich auch durch die Titel, die man singt. Alle Texte haben ja mit Weihnachten zu tun. Es ist einfach eine Zeit, in der wir über sehr viele Dinge nachdenken sollten. Nicht nur über das, was in der eigenen Familie vorgeht, sondern auch in der Welt um uns herum. Da geht es natürlich auch um Glaubensfragen.“ Große Stimme, großes Herz

Dem Blick auf das Weltgeschehen kann und will sich die Künstlerin nicht entziehen. Vor rund zehn Jahren war sie sogar in Piräus politisch aktiv. Der Blick in ihre Heimat ­erfüllt sie mit Traurigkeit. „Die Lage in Griechenland hat sich ja bis heute nicht verbessert. Dort muss in irgendeiner Form eine Wirtschaft aufgebaut werden. Das, was wirklich dramatisch ist, ist die Lage der Menschen. Es gibt Familien mit ­ Kindern, die nichts zu essen haben. Das kannte man früher in Griechenland nicht. Das muss man wissen“, sagt Vicky Leandros. „Wenn ich zwischendurch mal in Griechenland bin, dann gehe ich immer wieder zu den Kirchen, spreche mit den Pfarrern, um zu erfahheft 6|2016


ren, wie die Lage wirklich ist. Früher wurden in den kirchlichen Ausspeisungen vor allem Migranten versorgt, heute sind sie oft die einzige Versorgung für viele Griechen selbst. Ich versuche auf karitativem Wege zu helfen. In München etwa hatte ich ein Konzert mit sehr guten Sponsoren und da haben wir gemeinsam mit der griechisch-orthodoxen Kirche an diesem Abend 370.000 Euro gesammelt und zum Spenden aufgerufen. Zwei Tage ­später hatten wir eine halbe Million Euro beisammen, die griechischen Familien zugute kam. Dieser Blick auf das Schicksal anderer Menschen gehört für mich einfach zu Weihnachten dazu, genauso wie der ­geschmückte Baum – und daran möchte ich mit meinen Konzerten erinnern.“ ///

„Mit Liedern kann man viel ­verändern, den Menschen Hoffnung und Unterhaltung geben.“ Vicky Leandros über die Kraft der Musik

info

Vicky Leandros Weihnachtskonzert 2016 Es warten die schönsten Weihnachtslieder wie „Maria durch ein Dornwald ging“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „O du fröhliche“ und internationale Hits wie „White Christmas“, „Feliz Navidad“ und Leonard Cohens „Hallelujah“. 19. Dezember 2016, 20 Uhr, Votivkirche Wien. Karten: 45,10 bis 103,80 Euro (VIP mit Meet and Greet) bei Wien-Ticket unter 01/588 85 oder wien-ticket.at

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schauinterview

Gloria-Theater-Chef Gerald Pichowetz übernimmt mit der Spielsaison 2018 die künstlerische Leitung der Seefestspiele Mörbisch.

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Die Mehrheit kennt Pichowetz als „Fünfer“ aus der Fernsehserie „Kaisermühlenblues“. Dass er im Floridsdorfer Gloria Theater seit Jahren schon erfolgreich lustvolle Stücke auf die Bühne bringt, wissen nur wenige.

GERALD PICHOWETZ:

Mörbisch ist keine „Pimperlbühne“ INTERVIEW: RUDI MATHIAS, FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT

ES IST NOCH ZEIT bis 2018, doch die Visionen sind schon da: Gerald Pichowetz will ab der über­ nächsten Saison als Intendant in Mörbisch wieder für steigende Besu­ cherzahlen sorgen. Vertraut mit der Leitung eines Theaters ist er allemal. Seit 15 Jahren leitet er das Gloria Theater in Wien. schau: Herr Pichowetz, wieso bewirbt man sich als „Straßenbahn“ als Intendant für Mörbisch? Ist das für jemanden wie Sie, der Theater macht, nicht ein bisschen sehr weit weg?

Gerald Pichowetz: Nein, das ist gar nicht so weit weg. Das hat nur damit was zu tun, dass die nicht wis­ send sind, die mich nur als Fünfer kennen. Das meine ich gar nicht ­negativ. Wir haben heute durch die Medien eine derartige Reizüber­ flutung, dass man die Menschen ganz einfach auf das reduziert, was irgend­wann über sie hängen geblie­ ben ist. Und die Rolle des Fünfers hab ich eben über zehn Jahre lang zu einer Zeit im österreichischen TV gespielt, als es zum ORF noch wenig Alternativen gab. Wenn ich mit dem Programmplatz für den „Kaisermühlenblues“ – Sonntag­ heft 6|2016

abend, 20.15 Uhr – nicht nachhaltig beim Publikum hängen geblieben wäre, hätte ich was falsch gemacht. Trotz des jahrzehntelang glitzernden Flairs sind die Besucherzahlen der Seefestspiele Mörbisch rückläufig. Losgelöst davon nervt das Publikum vor allem Anreise und spätes Heimkommen, ganz abgesehen von den Gelsen. Wie wollen Sie das Publikum be­geistern und für mehr Zustrom sorgen?

Mörbisch ist keine Pimperlbühne – darin liegt für mich der Reiz. Und vor meinen Vorgängern, die sich angetan haben, hier pro Abend ­ 6.200 Besucherplätze möglichst gut zu füllen, habe ich Respekt. Losge­ löst vom Programm müssen wir da­ her auch noch mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse des Publikums neh­ men und die Aufführungen so aus­ richten, dass sie zu einem ­einmaligen Gesamterlebnis werden. Das späte Ende gefällt den Gästen sicher nicht. Die Zeitungskritiker streuen Ihnen noch keine Rosen. Wo soll denn die Reise für Mörbisch Neu hingehen?

Für den Gründer der Festspiele, Kammersänger Herbert Alsen, lag

„Mörbisch muss ein Gesamterlebnis werden. Irgendwo einen Sessel hinstellen und sagen ,Hier spiele ich Theater‘, ist zu wenig.“ Gerald Pichowetz

der Reiz der pusztaähnlichen Land­ schaft darin, in Mörbisch Operetten mit ungarischem Hintergrund aus ursprünglich österreichischer Feder, wie jener von Lehár oder Kálmán, aufzuführen. Ich glaube aber, dass jetzt die Zeit gekommen ist, Mörbisch in ein neues Jahrhundert zu führen – mit neuen Visionen und klassischem Flair, Glanz und Opulenz. Auch mit einer neuen „Hypermoderne“ wür­ den wir das Publikum vergraulen. Ich will bei den Besuchern erfolg­ reich sein – das ist die Komponente, an der meine Arbeit gemessen wird. Es ist mir wurscht, was manche Stimmen sagen. Ich will hier in Mörbisch die Menschen für ein paar Stunden ihre Alltagssorgen verges­ sen lassen und die Menschen aus vollem Herzen zum Lachen bringen. Die Zeit läuft, 2018 ist für einen Theatermacher nicht weit weg. Wissen Sie schon, was Sie im ersten Jahr spielen wollen?

Die Werke wiederholen sich, trotz­ dem werde ich Neues bringen, aber der Besetzungszettel ist für mich da viel wichtiger. Wenn ich erreiche, dass mein Publikum sagt „Toll, wer da aller mitspielt, das muss ich mir schau  33


schauinterview

Gerald Pichowetz will als Intendant die Seefestspiele Mörbisch in ein neues Jahrhundert führen.

„Ich will bei den Besuchern erfolgreich sein – das ist die Komponente, an der meine Arbeit gemessen wird.“ Gerald Pichowetz

Und ich fordere jetzt schon alle Gast­ronomen, ­Kulturorganisationen, Winzer und Freizeitunternehmer auf, sich bei mir zu melden. Ich will für unsere Gäste in der Region ein Gesamterlebnis schaffen, wie sie es sonst in Zentraleuropa nicht finden. Vielen Dank für das Gespräch! ///

einfach anschauen“, dann haben wir gewonnen. Und: Ich muss nicht ­jeden Satz und jede Note spielen. Eine Aufführung ist dann gut, wenn für das Publikum die Zeit im Flug vergeht. „Schade, dass es schon vor­ bei ist“, müssen die Menschen am Ende des Tages sagen. Sie haben angekündigt, mit Harald Serafin auf einen Kaffee zu gehen. Steht der Termin dafür schon fest?

sprechen und abklären. Das wird noch im Dezember sein. Bis dahin geht sich auch ein Treffen mit Ha­ rald Serafin aus, dessen Erfahrungen ich zutiefst schätze. Sie haben vorhin von mehr Gesamterlebnis gesprochen. Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Ich möchte da unbedingt die ­Region viel mehr einbinden – die Auffüh­ rungen müssen einen Mehrwert fürs Nein, davor ist noch viel zu klären. Publikum und auch eine bessere Mörbisch ist Teamwork – ich habe Wertschöpfung fürs Burgenland mein Konzept samt Besetzungs­ bringen. Es gibt hier hervorragende absichten zwar in der Schublade, in landwirtschaftliche Produzenten erster Instanz werde ich es mit dem und Wirte – wir brauchen keine kaufmännischen Direktor Dietmar Würstelbuden. Dies aber richtig an­ Posteiner und dem ganzen Team zupacken, geht weit über das Pro­ einmal am grünen Tisch durchbe­ gramm auf der Seebühne hinaus. 34  schau

Im Interview skizziert Neo-Intendant Gerald Pichowetz seine Festspiel-Philosophie.

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Ich bin Energie-Gewinner. Ich fahr mit sauberem Strom – und jetzt hat’s auch der Papa kapiert.

Lukas R. Energie-Gewinner.

E-Mobil mit 100 % . Ökostrom Was haben Kinder und E-Mobilität gemeinsam? Beiden gehört die Zukunft. Energie Burgenland investiert als Vorreiter im Bereich Ökostrom auch konsequent in den Ausbau des E-Tankstellennetzes – und entwickelt schon heute innovative Mobilitätsangebote für die nächste Generation. www.energieburgenland.at


schauunternehmer

CARINA PIRNGRUBER:

Tüftlerin mit Herz und Geschmack TEXT VON CHRISTOPH BERNDL

EIGENTLICH HATTE die gebürtige Mühlviertlerin nie vor, Unternehmerin zu werden. Aufgewachsen auf dem Land wurde ihr der Bezug zur Natur praktisch in die Wiege gelegt. Doch neben der Liebe zum Leben auf dem Land schlummerte in Carina Pirngruber immer auch die Sehnsucht nach einem Leben fernab der gewohnten Bahnen und so erkämpfte sie sich das Okay ihrer Eltern, die Modeschule in Linz zu besuchen. Ein bisschen hatte sie dabei auch ihre Großmutter im Hinterkopf. „Sie wollte immer Schneiderin werden, doch blieb ihr dieser Wunsch verwehrt. Denn Frauen mussten damals bereits als Jugendliche auf dem Feld arbeiten. Schule war Luxus. Ich dachte mir, wenn ich Schneiderin bin, kann ich meiner Oma ein bisserl was beibringen“, erzählt Carina Pirngruber. „In der Modeschule habe ich viel über Design gelernt, ­ allerdings rasch erkannt, dass ich keine zweite Vivienne Westwood werde.“ Also musste ein neuer Plan her. An der renommierten FH Oberösterreich Campus Hagenberg belegte Carina den neuen Zweig „Medientechnik und Design“. Sie erinnert sich: „Neben dem Designaspekt habe ich dort das strukturelle Denken für die Umsetzung technischer Projekte entwickelt. Außerdem habe ich die Programmierbasics sowie den Umgang mit Programmen wie Illustrator oder Photoshop erlernt. 36  schau

ursprünglichen Ingredienzen wie Früchten und Gewürzen in ihrer reinsten Form zu ummanteln – zum Beispiel mit Roter Rübe und Mohn. Sogar die erste „Fertigungsanlage“ hat sie aus einer umgebauten Küchenmaschine selbst gebaut. Schon bald wurde die persönliche Not zur Berufung, aus der so viele unterschiedliche Kreationen entstanden, dass diese bald den Eigenbedarf sprengten. Unterstüzt wurde sie dabei vom neuen Mann an ihrer Seite, Unternehmer und UN-Sonderbotschafter Mag. Ali Rahimi. „Ich habe alles selbst gemacht, hatte keine Hilfe. Bis auf Ali. Er ist sowieso mein täglicher Berater. Was aber klar ist. Wenn dich etwas so beschäftigt, tauscht du dich natürlich laufend mit deinem Partner aus. Ein Sparring-Partner ist ganz wichtig, wenn man über einer Idee brütet. Ich bin in diesen Sachen ein kleiner VWKäfer, Ali ist mein Turbo. Diese Energie beflügelt.“

Nach dem Abschluss habe ich mich dann mit meinem damaligen Lebensgefährten im CRM-Bereich selbstständig gemacht.“ Nach der privaten Trennung folgte auch der Businesssplit und Carina Pirngruber veräußerte ihre Anteile an der Firma. Es folgten fünf Jahre als Vorstands­ assistentin bei Universal Music Austria. Mit dem beruflichen Fortkommen stieg allerdings auch der Stress, was gesundheitlichen Tribut forderte. Auf die Nuss gekommen

„Von einem Tag auf den anderen habe ich eine totale Nahrungsmittel­ unverträglichkeit entwickelt. Ich konnte nichts mehr essen, mir war nur noch schlecht und ich war lange im Krankenhaus. Dort haben sie mich mit Astronautennahrung aufgepäppelt. Ganz plötzlich habe ich dann eine irrsinnige Lust auf Nüsse entwickelt“, erinnert sich Carina Pirngruber. „Die Ärzte haben die Hände über dem Kopf zusammen­ geschlagen, aber ich habe heimlich begonnen, in Hülle und Fülle Nüsse zu essen. Und ich merkte, wie gut sie mir taten.“ Das war im Jahr 2014 und seither hat sie ihre Einstellung zur Ernährung und zu den dafür zur Verfügung stehenden Ressourcen grundlegend hinterfragt und für sich neu definiert. Um der geschmack­ lichen Eintönigkeit ein Schnippchen zu schlagen, fing sie in ihrer eigenen Küche an, für sich selbst Nüsse mit

Genuss für den guten Zweck info

Wo gibt es „NUSSYY®“? Die „eat.care.love“-Spezialitäten gibt es ab sofort auch bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR. Alle Informationen zu den einzelnen Produkten sowie viele Rezeptideen warten auf: www.nussyy.at

Der Durchbruch kam auf einem Event, als Carina Pirngruber der Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall eine speziell gefertigte NUSSYY®-Box als Beitrag zu ihrem Charity überreichte. „Ich habe ihr meine Philosophie erklärt und gefragt, ob ich so eine Box in größerer Auflage für sie herstellen darf? Sie war echt begeistert, sofort Feuer und Flamme. Sie hat mir dann sogar heft 6|2016

FOTOS: WWW.FOTO-STYLE.AT, BRIGHT LIGHT PHOTOGRAPHY (2)-

Nicht nur die Wege des Herrn sind oftmals unergründlich. Auch so manche Unternehmergeschichte entpuppt sich nicht selten als verschlungener Pfad entlang schicksalhafter Umstände und Entscheidungen. Das gilt auch für DI Carina Pirngruber, MBA und ihren Weg zu ihrer eigenen Marke „NUSSYY®“. Das Ergebnis: 100 Prozent pure, hochwertige und nachhaltige Lebensmittel zu leistbaren Preisen.


„Verantwortung für sich selbst und seine Umwelt – ich habe mein Lebensmotto zu einer Marke gemacht.“ DI Carina Pirngruber, MBA ˛„NUSSYY®“-Gründerin

e­inen Brief geschrieben, den habe ich heute noch zu Hause. Außerdem hat sie mir sehr viel Hoffnung gemacht, meinen Weg weiterzuverfolgen“, ­erinnert sich Carina Pirngruber. Seither untersützt sie mit ihrem ­Projekt „eat.care.love“ die Arbeit des Jane-Goodall-Instituts. Weitere Special-Boxen, etwa für UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie Papst Franziskus, folgten. Sie alle wurden für karitative Zwecke versteigert. Mittlerweile ist das nachhaltige und gesunde Portfolio des sympathischen Start-ups weitergewachsen und auch der bekannte Internist Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn ist als ärztlicher Berater mit an Bord. Neben den Nüssen finden sich unter anderem auch gefriergetrocknete Früchte – wie Himbeeren aus der Donauregion – und drei „Natural Spirits“ – „Cacao Nibs“, „Chia-Samen“ und „Goji-Beeren“ – im Sortiment. Freilich alles in bester Bio­ qualität und ohne jegliche Zusätze. Jetzt hat auch SPAR Österreich das Potenzial der Wiener AuthenticFood-Manufaktur erkannt und die Produkte ins Sortiment genommen. Was Carina Pirngruber vor ganz neue Herausforderungen stellt. „Ich bin jetzt ständig dran, neue, gesunde und ganz natürliche Produkte zu entwickeln. 100 Prozent purer Genuss mit reinem Gewissen eben. Aber an solchen Aufgaben bin ich schon immer gewachsen.“  ///

„Schimpansenlady“ Dr. Jane Goodall ist von den nachhaltigen und gesunden Genussprodukten aus Wien überzeugt. Carina Pirngruber unterstützt mit jedem verkauften Produkt das Institut der bekannten britischen Forscherin.

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schauunternehmer

PALAIS EVENTS:

Prachtvoll. Elegant. Vielseitig. TEXT VON NINA NEKOUI

Konferieren auf dem Börsenparkett, Cocktail trinken im ­Gelben Salon oder dinieren im Ovalen Festsaal: Die Palais Events laden zum stilvollen Feiern ein. Ein Streifzug durch die Wiener Innenstadt enthüllt einzigartige Juwele der Wiener Architektur. Und bitte nicht auf die Melange im Café Central vergessen! DIE PALAIS EVENTS sind wohl der Inbegriff für Stil, Eleganz und edle Locations. In ihren Häusern in der Wiener Innenstadt – Wiener Börsensäle, Palais Daun-Kinsky und Palais Ferstel, dem Zuhause des Café Central – haben sie einige der wertvollsten Locations für Sie und Ihre Gäste in petto. Lassen Sie sich von den eindrucksvollen Fresken, der prächtigen Einrichtung und den historischen Gemäuern verzaubern.

Börsensäle schreiten, gehen und laufen werden. Als Hotspot der Wiener Ringstraße bietet der ehemalige Sitz der Wiener Börse ein elegantes und historisches Ambiente für größere Veranstaltungen, Bankette und Konferenzen. Ob im prunkvollen Festsaal oder in den beiden angeschlossenen Sälen, die Wiener Börsensäle zählen zu den historisch wertvollsten Veranstaltungsflächen Wiens.

Vielseitig: Wiener Börsensäle

Elegant: Palais Daun-Kinsky

Der Architekt und Virtuose der Neorenaissance Theophil Hansen hätte sich wohl nicht träumen lassen, wie viele Menschen über das Parkett seiner entworfenen Wiener

Vor rund 300 Jahren wurde das prachtvolle Palais an der Wiener Freyung im Barockstil errichtet. Das Palais Daun-Kinsky gehört zu den wohl beeindruckendsten Gebäuden

der Stadt. Die atemberaubende Feststiege, ein Empfangszimmer und die anschließenden Salons, die individuell gestaltet sind, bieten eine wunderbare Kulisse für Events aller Art. Das Herzstück des Palais ist der Ovale Festsaal mit seinem kunstvollen Deckenfresko. Im Palais DaunKinsky sind Eleganz und Stil zu Hause und laden zum Dinieren, Feiern und Tanzen. Prachtvoll: Palais Ferstel

In der neuen Begegnungszone Herrengasse, im ersten Wiener Gemeindebezirk, ruht das edle Palais Ferstel. Vom jungen Architekten Heinrich von Ferstel erbaut, wurde es 1860 als neues Bank- und Börsengebäude

e­ röffnet. Heute gilt das prachtvolle Palais – mit einer einzigartigen venezianisch-florentinischen Note – als die Eventadresse Wiens. Zusätzlich beherbergt es das berühmte und traditionelle Café Central, das seit 2011 zum ­immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Wer für seine Veranstaltung eine edle und facettenreiche Location sucht, der ist im Palais Ferstel genau richtig. Das breite Portfolio bietet Raum und Möglichkeiten für jeden Anlass: Für die Kulinarik in allen Locations sorgt die hauseigene Küche und die Café Central Patisserie. Das Team garantiert echten Rundum-Service mit nur einem Kunden-Ansprechpartner, damit jedes Event perfekt gelingt. ///

WIENER BÖRSENSÄLE

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Bildtext Das Manuskript muss nach der Überprüfung im Verlag satzfertig gemacht werden. Der Verfasser soll ein leserliches Manuskript liefern

PALAIS DAUN-KINSKY

info

Palais Events Tel. 01/533 37 63-0 sales@palaisevents.at www.palaisevents.at www.cafecentral.wien

FOTOS: PALAIS EVENTS

PALAIS FERSTEL

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schauunternehmer An sich galt das Burgenland jahrzehntelang als Region der Feld- und Bauarbeiter. Zunehmend aber mehrt sich das ­Interesse junger Kreativer – denen ihre persönliche Work-­ Life-Balance wichtiger ist als Metropolenstress –, ihre ­Unter­nehmen umgeben von Idylle und Natur aufzubauen.

Burgenland wird ­„Superpflaster“ für junge Menschen mit Ideen TEXT VON RUDOLF MATHIAS

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ten Kundenführungsleitsystemen, Auswertungstools sowie temporären App-Funktionen möglich macht, und vermittelt das notwendige Fachwissen rund um diese Technologien in ergänzenden Seminaren – samt Auswertung und ­wissenschaftlicher Begleitung. „An sich kommen wir aus dem Segment des Messe- und Seminarbereichs“, erzählt Hinterleithner, „und haben unter anderem auch die M-Days in Frankfurt, Deutschlands größte Mobile Messe, veranstaltet. Dort haben wir erkannt, dass Wissenstransfer auf ­klassischen Messeveranstaltungen immer schwieriger wird, und das Thema „Location-based Services“ mit ­unserem Seminar-Know-how so zu einem neuen Workshop-Format definiert. Mit Europas größtem Outlet Center vor der Haustür können wir direkt vor Ort zeigen, wo die Reise moderner KundenanalyseSysteme via Smartphone hingeht. Philipp Knopf: „Wir definieren mit unseren ,Winzerfalken‘ die Starbekämpfung völlig neu.“

FOTO: ANDREW RINKHY

HÖCHSTER ERHOLUNGS- ting warten lassen. Heute bietet er WERT mit See vor der Haustür. mit seiner Firma automate-it diesen Derartige „Standort-Fakten“ sind für Service erfolgreich von Güssing aus junge Unternehmen in Metropolen weltweit an und behauptet sich daunleistbar. „Hier bei uns im Burgen- mit inzwischen selbst gegen Weltland stimmt die Work-Life-Balance konzerne wie Cisco & Co. bei vertretbaren Miet- und Grundstückskosten – das erkennen immer Thomas Hinterleithner: mehr junge Gründer und entschlie- „Europas größtes Outlet Center ßen sich daher immer öfter dazu, ist der beste Platz für unser ihre Betriebe quer durchs Land an- Metier.“ zusiedeln“, erzählt Michael Sedlak, der gemeinsam mit seinem Chef Ein anderer Gründer, der das Ser­ Walter Mayrhofer und einem klei- viceangebot von FTI in Anspruch nen engagierten Team innovativer genommen hat, ist der Neusiedler Mitarbeiter vom Burgenland beauf- Thomas Hinterleithner, der im tragt wurde, Jungunternehmen mit ­Süden Parndorfs unter dem Titel Rat und Tat unter die Arme zu grei- LOC-Place ein Wissens- und Innofen, Business-Pläne auszuloten und vationszentrum rund um „LocationMarktpotenziale abzuklopfen. „Viele based Services“ betreibt und in unserer Kunden stammen aus dem ­Zusammenarbeit mit den FlagshipBurgenland, haben sich in größeren Stores des nahen Outlet Center sein Unternehmen – wo auch immer in Know-how im Rahmen von Workder Welt – emporgearbeitet und shops an interessierte Handelsunterkommen jetzt als Gründer mit ihren nehmen weitergibt. Die Idee dahinjungen Familien zurück, um hier, ter ist simpel und er hat dafür auch umgeben von hoher Lebensqualität, gemeinsam mit seinem Geschäftsselbstständig zu werden. Einer davon partner Carsten Szameitat letztes ist Christian Winkelbauer, der viele Jahr den Innovationspreis erhalten: Jahre für ein US-Unternehmen tätig Hinterleithner zeigt in ausgewählten war und uns ein System präsentiert Shops des Outlet Center anhand realer Beispiele, was derzeit die hat, mit dem sich Computerarbeits- ­ plätze rational via Cloud Compu- Smartphone-Technik an intelligen-

Genauso kreativ – aber in einem völlig anderen Segment – sind Phi­ lipp Knopf, Joachim Fertl und L ­ ukas heft 6|2016


FTI Burgenland. Wer kann was? FTI-Manager Walter Mayrhofer (rechts) und Michael Sedlak (links) treffen sich regelmäßig mit ­ihren Start-up-Partnern, um sich über deren Bedürfnisse zu informieren und sie mit Rat und Tat zu unterstützen.

„Günstige Preise und hohe Lebensqualität locken immer mehr Start-ups ins Burgenland.“ Walter Mayrhofer

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schauunternehmer

Freiraum im Peichl-Bau: PanLab-Gründer Christoph Sulyok (links) und Christian Eggenberger (rechts)

Hat mit seinen „Locationbased Service“-Seminaren eine Marktlücke entdeckt: LOC-Place-Gründer Thomas Hinterleithner.

info

FTI Burgenland GmbH Marktstraße 3 A-7000 Eisenstadt Tel. 05 90 10-2244 E-Mail: office@fti-burgenland.at www.fti-burgenland.at

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Unger unterwegs. Sie haben be- Drohnen mit kleinen Elektromoto- für die unterschiedlichsten Genres schlossen, ein Modellflugzeug zu ren angetrieben, mit Autopiloten zu werden. Ja selbst der Garten des entwickeln, das im Flugverhalten ausgestattet und lassen sich auf engs- Objekts bleibt nicht unbearbeitet – hier arbeitet eine Gruppe an einem echten Falken täuschend ähnlich ist, tem Raum manövrieren. kreativen Fischzuchtprojekt. seine Bahnen über Weingärten zieht und so den Staren, den größten Chris Eggenberger: FTI Burgenland: „Fressfeinden“ unserer Winzer, gehö- „Wir schaffen Freiraum 40 Anfragen im Jahr rigen Respekt einflößt. „Die Idee für Kreative aller Genres.“ dazu ist im Rahmen eines Geburtstagsfestes entstanden“, erzählt Knopf, Einfach Freiraum hingegen wollten An die 40 Anfragen pro Jahr sind es der daraufhin mit seinen Partnern Chris Eggenberger, Christoph Sul­ in etwa, die auf den Schreibtischen beschloss, mit kamerabestückten yok, Martin Nehrer und Gernot von Walter Mayrhofer und Michael Hightech-Drohnen als Dienstleister Steindl schaffen und haben den Sedlak im Technologiezentrum lanim Auftrag von Gemeinden Vermes- ­Eigentümer des ehemaligen, unter den. FTI ist Erstanlaufstelle, versungsflüge durchzuführen, Wind- Denkmalschutz stehenden ORF- netzt die Gründer mit den entsprekraftanlagen zu kontrollieren und Landesstudios Burgenland dafür chenden Stellen und schaut, was wo aus der Luft Verkehrsflächen und ­gewinnen können, dort auf „Open geht. Darüber hinaus gibt es regel­ Friedhöfe zu vermessen. Mit dem Space“-Basis Freibereiche einzurich- mäßig Start-up-Treffen, bei denen „Winzerfalken“ aber haben sie buch- ten, die jungen Menschen erlauben, alle jungen Gründer regelmäßig stäblich den Vogel abgeschossen. hier ihre Visionen umzusetzen. Das ­zueinanderfinden und sich unterei­ Diese neuartigen „Starfighter“ sind auf Vereinsbasis agierende Konstrukt nander austauschen. /// umweltfreundlich, ähnlich den ist dabei, zur kreativen Spielwiese heft 6|2016

FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT (3)

Skyability-Gründer (von rechts) Philipp Knopf, Joachim Fertl und Lukas Unger schießen den Vogel mit ihren „Winzerfalken“ ab.


UNSER HEER

WASSER UND STROM: DAS SCHÜTZEN WIR. Die Miliz. Bringt mehr Heer: Unsere Milizsoldatinnen und Milizsoldaten leisten unverzichtbare Beiträge für die Sicherheit unseres Landes. Zum Beispiel beim Schutz der Wasser- und Energieversorgung vor terroristischen Angriffen.

Auf unsere Miliz ist Verlass. MIT SICHERHEIT.

bundesheer.at


schaunaturgeheimnis

Der Waldkauz ist vor allem in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Von September bis November und auch im Frühjahr hört man den typischen Reviergesang der Männchen.

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Der Waldkauz löst den Stieglitz ab. Vor ein paar Wochen wurde er zum Vogel des Jahres 2017 gewählt.

WALDKAUZ:

Der Jäger der Nacht wird 2017 zum Star

FOTOS: ROSL-RÖSSNER, NATURPARK BUCHENBERG BETRIEBS-GMBH

TEXT VON HEDI MATHIAS

MONATELANG rätselte meine Nachbarin über Häufchen kleiner grauer Wollbällchen, die sich im Laufe der Woche auf ihrer Garten­ treppe unterhalb eines kleinen Dachvorsprungs immer wieder an­ sammelten, bis ihr eines Tages ihr kleiner Neffe Joachim erklärte, dass da oben unter dem Dachvorsprung ein Kauz zu Hause sein müsse und die „Wollbällchen“ die Reste seiner Mahlzeiten seien. Denn Käuze seien nachtaktiv und jagten Mäuse, von denen sie sich leidenschaftlich gern ernährten. Und das sogenannte Ge­ wölle sei der unverdauliche Rest der ­Leckerbissen, den die Vögel, nach­ dem sie ihre Beute mit Haut und Haaren verschlungen hätten, wieder heraufwürgten. Ungläubig legten wir uns dann an einem lauen Som­ merabend auf die Lauer. Und siehe da: Lautlos flog ein Waldkauz aus dem Mauervorsprung und zog ge­ schickt elegant anmutende Kreise rund um die Bäume unserer Gärten – vermutlich auf der Suche nach der nächsten Maus. Wir hatten tatsäch­ lich einen Kauz. Freundliches Gschau

Mit seinem kompakten Körperbau, dem gekrümmten gelblichen Schna­ bel, dem runden Köpfchen und dem beigebraun gefärbten Gesichts­ schleier ist er leicht zu erkennen. Seine Bewegungen erinnern an jene heft 6|2016

von Graupapageien. Und so wirkt er tatsächlich wie ein „lustiger Kauz“. Das freundliche Aussehen verdankt er seinen großen runden Knopf­ augen sowie den zwei hellen Quer­ strichen oberhalb der Gesichts­ umrandung. Furchteinflößend ist hingegen sein Ruf. Mit dem typi­ schen „Huu-Hu-Huhuhuhuuu“ des Waldkauzes wird daher gerne für Gruselstimmung gesorgt. Positivbeispiel der Eulenfamilie

Der Waldkauz, der jetzt zum Vogel des Jahres 2017 gewählt wurde, gilt als Botschafter nahrungsreicher Wälder und ist die häufigste Eulen­ art Österreichs. Mit 12.000–20.000 Waldkauz-Brutpaaren ist sein Be­ stand in Österreich, im Gegensatz zu dem anderer Eulenvögel, als lang­ fristig sehr stabil einzuschätzen. Das hat sicher auch mit seiner Anpas­ sungsfähigkeit zu tun, denn er ist nicht nur im Wald zu Hause. Findet er keine geeigneten Baumhöhlen, nistet er auch in Winkeln von ­Gebäuden und Scheunen oder auch in Nistkästen. Der Waldkauz ist ­deshalb auch in Städten zu Gast und freut sich ebenfalls über alte Baumbestände auf Friedhöfen. Seine nächtlichen Rufe verleihen den Nächten an diesen Orten mystische Stimmung. Tagsüber versteckt sich der Waldkauz in dicht wüchsigen Gebüschen, Baumkronen oder

-höhlen, bis er kurz nach Sonnen­ untergang auf Nahrungssuche geht. Vogelschutz-Inseln für gefährdete Waldeulen

Mit seiner großen Anpassungsfähig­ keit ist der Waldkauz die Ausnahme unter den Eulenarten. Deshalb hat BirdLife gemeinsam mit den Öster­ reichischen Bundesforsten eine Pro­ jektkooperation gestartet, um 484 Waldgebiete als Biodiversitätsinseln auszuweisen und von der forstwirt­ schaftlichen Nutzung auszusparen. Dabei werden große, alte Baum­ bestände und ausreichend abgestor­ benes Holz für sämtliche Waldvogel­ arten gesichert. „Sperlingskauz, Raufußkauz und Waldkauz bauen selbst keine Nester, da sie als Höh­ lenbrüter auf passende Brutmöglich­ keiten angewiesen sind. Deshalb brauchen sie heutzutage gezielte Schutzmaßnahmen“, so Mag. Gá­ bor Wichmann, Ornithologe und stellvertretender Geschäftsführer der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich. Somit wird bis 2020 ein Netz aus Vogelschutzinseln geschaf­ fen, die das langfristige Überleben gefährdeter Waldvogelarten nach­ haltig sichern sollen. Baumhöhlen sind nämlich nicht nur für die Jun­ genaufzucht wichtig, sondern gelten darüber hinaus auch als Versteck­ möglichkeit und Futterdepot für schwere Zeiten.  ///

In „Waldkauz Ossi’s Erlebniswald“ kann man mit den putzigen Eulen sogar auf Tuchfühlung gehen.

tipp

Dem Waldkauz ganz nah Wer keinen Waldkauz in der ­Nachbarschaft hat, aber gerne ­einen s ­ ehen und mehr über diese interessanten Vögel erfahren will, der hat zum Beispiel im Naturpark Buchenberg Gelegenheit dazu. Gleich bei Waidhofen an der Ybbs, im Mostviertel und im Kulturpark ­Eisenstraße, liegt der Naturpark Buchenberg mitten in einem Mischwald. Im Wildpark begegnet man Hirschen, Rehen, Iltissen, Mardern, Waldschafen, Siebenschläfern und Füchsen. Seinen Schwerpunkt legt der Park auf ­Eulen, darum ist auch das Maskottchen des Parks der Waldkauz ­namens Ossi. In „Waldkauz Ossi’s Erlebniswald“, e ­ iner in Mittel­ europa einzigartigen Uhu-Anlage, lebt er gemeinsam mit seiner ­Familie, den anderen Verwandten wie Steinkauz und Waldohreule und seinen wilden Freunden, den anderen Tieren des Waldes. www.tierpark.at

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GESCHICHTEN DER STADT AUS ZEHN BLICKWINKELN

Das ist mein Wien

„Hommage an Wien“ Bu

ch bestellen: Tel. +43/1/740 95 -541 E-Mail: judith.karin .rosenkranz@bohmann .at

Im neuen Bildband „Hommage an Wien“ zeigen zehn Fotografen, darunter Stars wie Andreas H. Bitesnich und Harald Eisenberger, ihre Heimatstadt aus unterschiedlichen Perspektiven.

schau-Fotograf Andreas H. Bitesnich ist vom Naturhistorischen Museum begeistert. Hier traf er auf seltene und weniger seltene Lebewesen.

EINE OASE, die vergessen lässt, in welch polarisierter Welt wir leben: So beschreibt der Fotograf Lukas Beck sein Wien. Das alltäglich Schöne will Harald Eisenberger in seinen Bildern zeigen. Nikolaus ­Similache reizt das Skurrile und Bizarre. Und die international erfolgreiche Fotografin Eugenia ­Maximova hält in ihren Fotos die Vielseitigkeit Wiens fest. In dem neuen Bildband „Hommage an Wien“ zeigen zehn bekannte Fotografen ihre Stadt. 46  schau

Spannend und unterschiedlich wie die Biografien der Fotografen – ebenfalls im Fotoband nachzulesen – sind auch die Blickwinkel auf die Stadt. Vielseitigkeit der Stadt

Dazu gehören Bilder vom Prater – einmal als kunterbunte, quietschfidele Vergnügungswelt, dann wieder menschenleer und still – oder Fotos von den Naturschauplätzen der heft 6|2016


Dennis Hopper war 2001 im Zuge seiner Ausstellung in Wien. Lukas Beck fotografierte den Schauspieler, Regisseur und bildenden Künstler.

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Erzherzog Karl vor einem himmlischen Hintergrund. Ein Bild von Christine Wurnig, das an ein Schattentheater erinnert.

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Eugenia Maximova fotografierte das Riesenrad vom Karussell aus. Eine ungewöhnliche Perspektive des Wiener Wahrzeichens.

Stadt neben architektonischen Meisterwerken. Immer wieder sind Menschen vor der Kamera, die dieses Wien ausmachen und prägen. Die persönlichen Eindrücke der Fotokünstler spiegeln sich auch in der Farbwelt wider. In Schwarz-Weiß verfehlen die Bilder ebenso wenig ihre Wirkung wie in knallig buntem Licht. Ihren Bezug zur Stadt bringen die zehn Fotografen auch in eigenen Worten zum Ausdruck und betreten damit ganz neues Terrain. ///

Neben dem optischen zählt für Christine Wurnig der emotionale Eindruck. Sie schätzt die Nähe Wiens zum Wasser.

info

Hommage an Wien Der Fotoband „Hommage an Wien“ umfasst 168 Seiten und ist im Bohmann-Verlag erschienen. Er ist ab jetzt um 29,90 Euro im Handel erhältlich.

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ON TOUR

Neufeld Bürgermeister Michael Lampel mit dem WK-Besuchsteam, Anton Bauer und Franz Nechansky

Neusiedl/See Bürgermeister Kurt Lentsch mit dem WK-Besuchsteam, Harald Pokorny und Hannes Mosonyi

Mattersburg Bürgermeisterin Ingrid Salamon mit dem WK-Besuchsteam, Anton Bauer und Kommerzialrat Alfred Bieberle

Eisenstadt Bürgermeister Thomas Steiner und Präsident Peter Nemeth

Oberpullendorf Bürgermeister Rudolf Geißler mit dem WK-Besuchsteam, Alexander Kraill, Kommerzialrat Stefan Kneisz und Innungsmeister Herbert Baumrock

Oberwart Bürgermeister Georg Rosner mit dem WK-Besuchtsteam, Ronald Rasser und Gerald Guttmann

Gemeinde-Checks Die Wirtschaftskammer Burgenland startet eine neue Besuchsoffensive. Wirtschaftskammervertreter informieren die Bürgermeister und Amtmänner aller 171 burgenländischen Gemeinden über Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Regionales Engagement sorgt für Lebensqualität, sichert Arbeitsplätze Güssing Bürgermeister Vinzenz Knor mit dem WK-Besuchsteam, Thomas Novoszel und Kommerzialrat Wolfgang Ivancsics

Jennersdorf Vizebürgermeister Bernhard Hirczy und Bürgermeister Willi Thomas mit Thomas Novoszel

direkt vor der Haustür und stärkt das Burgenland als Wirtschaftsstandort. Durch die Besuchstour möchte die Wirtschaftskammer Burgenland aktiv zur Stärkung des Unternehmerimages beitragen, aber auch mit konkreten Angeboten die Gemeinden als wichtige Auftraggeber der regionalen Wirtschaft unterstützen. „Als Wirtschaftskammer ist es uns wichtig, die Gemeindevertreter über verschiedenste Themen aus der Wirtschaft zu informieren und für die Anliegen der regionalen Unternehmer zu sensibilisieren“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident IPeter Nemeth, „gehören die Kommunen doch zu den wichtigsten regionalen Auftragsgebern.“ Das Info- und Service-Package für Gemeinden beinhaltet Informationen zu: • Anliegen der regionalen Unternehmen • Schau auf’s Burgenland • WKO Firmen A-Z Einbindung • Vergabe-Praktiken auf der Gemeinde-Homepage • WIFI Schulungsangebot • Prozess bei der Pfuschermeldung • Alles rund um’s Bauen – Handwerkerbonus, … Mehr Informationen finden Sie auf http://wko.at/bgld


schausport

Unsere Damen fahren zur EM TEXT VON MARCO CORNELIUS

Das Märchen der ÖFB-Damen geht weiter: Nach der Qualifikation für die Europameisterschaft in den Niederlanden konnte die Truppe von Trainer Dominik Thalhammer im Test auch Olympiasieger Deutschland Paroli bieten.

FOTOS: WWW.PICTUREDESK.COM, ÖFB, CHRISTIAN HOFER

Die ÖFB-Frauen fahren 2017 zur EURO in die Niederlande. Dort trifft man in der Gruppe C auf Frankreich, Island und die Schweiz.

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Marco Cornelius HEISSESTE LIGA Sendetermin Montag 18 Uhr Geschafft! Der Jubel kannte nach dem 0:0 in Wales keine Grenzen mehr. Damit qualifizierte sich ein ÖFB-Frauen-Team erstmals für eine EURO-Endrunde.

ES IST VOLLBRACHT! Das ÖFB-Frauen-Nationalteam hat sich tatsächlich für die Europameisterschafts-Endrunde in den Niederlanden qualifiziert. Die Truppe von Trainer Dominik Thalhammer hat somit heimische Fußballgeschichte geschrieben. Wie auch das HerrenTeam, haben sich die Frauen erstmals für eine Endrunde qualifiziert. Im letzten Spiel reichten Laura Feiersinger & Co ein 0:0 in Wales zur Quali. Vor allem der Reifeprozess in den letzten fünf Jahren imponiert Teamchef Dominik Thalhammer: „Wir haben auf einem sehr niedrigen Level begonnen und haben uns bis zum Angriffspressing hinaufge­ arbeitet. Der wichtigste Punkt ist aber die Mentalitätsentwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Ich habe noch nie eine Mannschaft erlebt, die so offen ist, Spielerinnen, die immer für Neues bereit sind und sich immer weiterent­ wickeln wollen und die nie stehen bleiben wollen.“

wir denken und arbeiten vor allem prozessorientiert. Wenn wir das weiter durchziehen, bin ich überzeugt, dass wir eine gute EURO spielen können“, so Damen-Teamchef Dominik Thalhammer. Die zuletzt gezeigten Leistungen stimmen auch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner positiv: „Es ist ein großer Erfolg für den heimischen Frauenfußball, erstmals im Konzert der Großen mitzuspielen. Für die Weiterentwicklung des Teams sind die Erfahrungen bei diesem Turnier enorm wichtig.“ Auch Viktoria Schnaderbeck ist mit der Gruppe zufrieden: „Mit Frankreich haben wir sicher einen der Titelfavoriten erwischt. Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren an die europäische Spitze herangearbeitet und Island wird ein unangenehmer Gegner werden“, so die ÖFB-Kapitänin. In der Zwischenzeit hat das FrauenTeam bei einem Testspiel vor 10.000 Fans gegen Deutschland eine tolle Figur abgegeben. Schnaderbeck & Co mussten sich dem großen NachTopfavorit Frankreich, Island barn zwar 2:4 geschlagen geben – und Schweiz schlagbar konnten zwischenzeitlich aber sogar zum 2:2 ausgleichen. Aber eine Den nächsten Schritt will man jetzt knappe Niederlage gegen den amtienatürlich bei der EURO 2017 in den renden Olympiasieger und EuropaNiederlanden machen. Die Aus­ meister kann man schon verkraften. losung Anfang November brachte Vielleicht gelingt ja den Damen ein dem ÖFB-Frauen-Team schon ein- Sommer-EURO-Märchen … /// mal eine sehr interessante Gruppe. Neben Frankreich, zählt als Nummer vier der Welt zu den Topfavori- info ten, treten Schnaderbeck & Co noch gegen Island und die Schweiz an. „Ich denke, dass es eine gute Auslosung ist. Frankreich ist natürlich ein Weltklasse-Team und der ÖFB-Spielplan EM 2017 Topfavorit in unserer Gruppe. Die Dienstag, 18. Juli: anderen beiden Teams sehe ich in Österreich – Schweiz (Deventer) 22. Juli: unserer Reichweite. Wir werden un- Samstag, Frankreich – Österreich (Utrecht) seren Weg, der uns zur EURO ge- Mittwoch, 26. Juli: führt hat, weitergehen. Das heißt, Island – Österreich (Rotterdam) heft 6|2016

Winterkönig – Ritzing sichert sich die Krone!

DER SC RITZING KRÖNTE sich zum Winterkönig in der heißesten Liga Österreichs! Viele Experten hatten die Mittelburgenländer auf der Rechnung und behielten Recht. Eines bleibt der „Star“-Truppe allerdings verwehrt: Die Elf von Trainer Stefan Rapp geht nämlich nicht als Tabellenführer ins Jahr 2017. In der letzten Minute schnappten sich die Austria Amateure durch ein Tor von Michael Blauensteiner mit dem 2:1Sieg gegen Neusiedl/See noch die ­Tabellenführung. Die Ritzinger allerdings liegen nach Verlustpunkten fünf Zähler vor den Veilchen – hat man doch zwei Spiele weniger auf dem Konto. Apropos Austria Amateure! Die Elf von Trainer Andi Ogris spielte mit 33 Punkten einen sensationellen Herbst. Letztes Jahr zur gleichen Zeit tümpelten die Violetten mit 18 Zählern im unteren Tabellenmittelfeld herum und waren nur fünf Punkte vom Tabellenschlusslicht entfernt. „Wir sind ein Jahr älter geworden und haben viel gelernt. Auch die Systemumstellung passt uns sehr gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Spieler“, meinte Ogris. Ebenfalls zufrieden kann man im ­Lager der Vienna sein. Mit Hans Kleer präsentierte man vor Beginn der Saison einen neuen Trainer. Auch etliche Spieler mussten die Döblinger Truppe verlassen. Eine Auffrischung, die dem ältesten Klub Österreichs anscheinend gut tat. Mit 31 Punkten

Wenn der ehemalige Kicker berichtet, hört die „Regionalliga Ost“ zu. schau tv und Marco Cornelius sind die Spezialisten für den Fußball in der Ostregion. Das ganze Interview gibt‘s auf www.schaumedia.at/mediathek

liegt man nur ganz knapp hinter dem Spitzenduo in Lauerstellung. Amstetten & Neuling Traiskirchen blieben hinter den Erwartungen

Nicht ganz nach Wunsch ist es bei Amstetten und Neuling Traiskirchen gelaufen. Während die Mostviertler mit acht Remis aus 15 Partien der Remiskönig der Liga sind und nur auf dem neunten Tabellenplatz überwintern, konnte die Haas-Elf wenigstens am Ende der Hinrunde mit 16 Punkten überzeugen. „Wir haben 17 neue Spieler einbauen müssen, das hat ­natürlich seine Zeit gedauert“, meint Trainer Robert Haas. Schwechat verliert beide Duelle gegen die St. Pölten Juniors …

Gar nicht nach Wunsch lief es für Schwechat. Nach 15 Spielen in der Hinrunde konnte man nur neun Punkte holen. Für Trainer Peter Benes zu wenig. Er trat zwei Runden vor Ende der Hinrunde zurück. Im Duell um die Rote Laterne musste man sich den St. Pölten Juniors zwei Mal geschlagen geben. In den rest­ lichen Frühjahrsspielen müssen dringend Punkte her – sonst muss man auch noch den bitteren Gang aus der heißesten Liga Österreichs in die Wiener Stadtliga antreten. schau  51


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Horowitz. 50 Jahre Menschenbilder Jüdisches Museum

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Diese Ausstellung im Museum Judenplatz ­bietet einen Einblick in die Porträtfotografie von Michael Horowitz. Dieser versuchte sich schon während seiner Gymnasialzeit als Fotograf und Journalist. In den Jahren 1973/1974 belegte er an der Hochschule für Welthandel einen Kurs für Werbung und Verkauf. Mit ­einem Pressefoto von Maxi Böhm bei einer Misswahl kam der Kontakt zu Hans Dichand zustande, der zu einer Art Lehrmeister für ­Horowitz wurde. 1971 holte man ihn in die Münchner „Hör zu“-Redaktion. Doch er wurde dort nicht heimisch und kehrte bald nach Wien zurück. Mit Franz Prassl war er in Folge als Pressefotograf rund um die Welt tätig. 1981 begann die Zeit des Autors Horowitz. Als eingefleischter Heimito-von-Doderer-Fan hatte er sein Thema sogleich gefunden: Er schrieb eine Biografie des Autors der „Strudlhofstiege“. In Folge verarbeitete er Doderer-Kurzgeschichten für den Film ­„Caracas“. Dieser wurde in Cannes mit dem „Prix de la jeunesse“ ausgezeichnet und bei 25 internationalen Festivals gezeigt. Es folgten Biografien über Karl Kraus, Egon Erwin Kisch, Helmut Qualtinger und unter anderem ein Fotoband „Menschenbilder“ mit Bildtexten von Hans Carl Artmann. 1989 erschien das erste Heft der „Freizeit“, der Samstag-Beilage des „Kurier“. Zu deren ­Kolumnisten zählten etwa Alfred Payrleitner oder Elfriede Hammerl. 2014 zog sich Horowitz als Chefredakteur der Beilage zurück. Als Journalist hat er unzählige Menschen aus Politik, Wissenschaft, Kunst oder Kultur getroffen – und sie alle vor die Kamera gebeten. Seine Art der Fotografie sei keine Kunst, sagt Horowitz, es sei einfach dokumentierte Zeitgeschichte. W HOROWITZ. 50 JAHRE MENSCHENBILDER Bis 28. Mai, Jüdisches Museum am Judenplatz, 1., Judenplatz 8, Tel. 01/535 04 31, www.jmw.at

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kurz & bündig LESUNG

DO 1. 12. CHRISTOPH RANSMAYR

Schöne Bescherungen 1. Eine Weihnachtskomödie, originelle Weihnachtslieder und Weihnachtskinderlieder.

N Christoph Ransmayr („Die Schrecken des Eises und der Finsternis“, „Die letzte Welt“) liest aus seinem neuen Buch „Cox oder Der Lauf der Zeit“. Darin lädt der Kaiser von China den englischen Auto­ matenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister soll in der Verbotenen Stadt Uhren nach den Vorstellungen und Träumen des ­allmächtigen Gottmenschen bauen, auch eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen ungeheuerlichen Auftrag nicht erfüllen kann. Aber weigert er sich, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit.

KOMÖDIE

Christmas Slapstick ALAN AYCKBOURNS klassische Weihnachtskomödie beginnt mitten im Vorbereitungstrubel der Festtage: Im gutbürgerlichen Haus von Neville und seiner Frau Belinda versammeln sich drei Ehepaare, zwei Singles und ein überaus attraktiver junger Schriftsteller. Die Erwartungen liegen hoch und die Nerven blank, Alkoholpegel und Konfliktpotenzial steigen zunehmend. Und als wär’s nicht schon genug, präsentiert Onkel Bernard wieder sein alljährlich von allen gehasstes Puppenspiel … Mit ironisch-bissigem Humor und urkomischen Slapstick-Szenen macht Ayckbourn aus dem Fest der Liebe ein Krisenfest, bei dem nach und nach die bürgerliche Kulisse bröckelt. Wie die Marionetten in Onkel Bernards Puppentheater spielen alle ihre vorgegebenen Rollen – doch je näher der Heilige Abend rückt, desto mehr lauert hinter dem scheinbar perfekten Leben das absolute Chaos.

1. Dezember, Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Krems, Steiner Landstr. 3, Tel. 02732/728 84, www.ulnoe.at AUSSTELLUNG

BIS FR 30. 12. NÖ KULTURPREISTRÄGER 2016 N Seit dem Jahr 1960 vergibt das Land Niederösterreich jährlich Kulturpreise. Die Preisträger der Sparten „Bildende Kunst“ und „Medienkunst“ werden in einer Ausstellung im NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst präsentiert.

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Ab DONNERSTAG

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Bildtext Das Manuskript muss nach der Überprüfung im Verlag satzfertig

N SCHÖNE BESCHERUNGEN 1. Dezember bis 22. Februar, Landestheater Niederösterreich, Rathausplatz 11, Tel. 02742/90 80 60-0, www.landestheater.net

DEZEMBER

Schöne Bescherungen NÖ Landestheater

Bis 30. Dezember, NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St. Pölten, Prandtauerstraße 2, Tel. 02742/35 33 36, www.noedok.at

KINDERLIEDERMACHER AB DO 1. 12. DAS MÄDL AUS DER VORSTADT W „Der Zufall muss ein b’soffener Kutscher sein – wie der die Leut’ z’sammführt, ’s is stark!“ – Nestroys Posse „Das Mädl aus der Vorstadt“ ist im Grunde ein Krimi über Geld, ­Intrige und Doppelmoral gemischt mit einer Soap über Liebe, Verwirrung und der ­Suche nach Glück. Mit unverwechselbar bissigem Sprachwitz schaut Nestroy, der selbst den gewieften Winkelagenten Schnoferl spielte, tief in die ­Facetten der österreichischen Seele. – Michael Schottenberg inszeniert. Bis 25. Juni, Theater i. d. Josefstadt, 8., Josefstädter Straße 26, Tel. 01/427 00, www.josefstadt.org

54  schau

Kinder auf die Bühne! BEI BERNHARD FIBICHS Konzerten gibt es keine Altersbeschränkung – Kinder jeglichen Alters sind ­willkommen. Sie werden in das Konzept spielerisch ­miteinbezogen und die kleineren Kinder dürfen sogar auf die Bühne kommen. Bei diesen Konzerten im Dezember singt und spielt Fibich keine traditionellen Weihnachtslieder, sondern die schönsten und lustigsten neuen Advent­lieder von seinen beiden Weihnachts-CDs. W N NEUE ADVENT- UND WEIHNACHTSLIEDER 2., 3., 4., 8., 11., 18. Dezember, Haus der Musik, 1., Seilerstätte 30, Tel. 01/513 48 50 7. Dezember, Gänserndorf, Stadthalle, Hans-Kudlich-Gasse 28, Tel. 0699/11 87 20 11 9., 20., 21. Dezember, Kabarett Niedermair, 8., Lenaugasse 1a, Tel. 01/408 44 92 10. Dezember, Schloss Bad Vöslau, Schlossplatz 1 13., 14. Dezember, Kulturhaus Sargfabrik, 14., Goldschlagstr. 169 15. Dezember, Brunn am Gebirge, Bruno, Franz-Weiss-Platz 7, Tel. 02236/316 01-509 17. Dezember, VAZ St. Pölten, Kelseng. 9, Tel. 02742/714 00 www.kinderlieder.at

FOTOS: ALEXI PELEKANOS, WWW.KINDERLIEDER.AT

KOMÖDIE

Nennt seine Programme auch Mitmachkonzerte: der Kinderliedermacher Bernhard Fibich.

heft 6|2016


kurz & bündig KINDERTHEATER

FOTOS: CHILI GALLEI/RABENHOF

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„Aber er hat ja gar nichts an!“

Der Märchenklassiker von Hans Christian Andersen im RabenhofOutfit für Kinder und Junggebliebene ab sechs Jahren

EIN EITLER GECK ist er schon, dieser Kaiser. Immer die neuesten und teuersten Kleider müssen es sein und wehe, das gewöhnliche Volk erstarrt nicht in Ehrfurcht und Bewunderung. Dass ein Großteil des Staatsvermögens für das modische Hobby des Kaisers draufgeht, wird aber hinter dessen Rücken nicht nur positiv aufgenommen – doch die Wahrheit wagt keiner zu sagen. Ist der eigenen Karriere ja auch nicht wirklich zuträglich. Aber vielleicht sollte man dem Herrscher mal eine Lektion erteilen, die er nicht so schnell vergessen wird … W DES KAISERS NEUE KLEIDER Bis 22. Februar, Rabenhof, 3., Rabengasse 3, Tel. 01/712 82 82, www.rabenhof.at

KONZERT

FR 2. 12. JOSÉ FELICIANO N José Feliciano wird neben „Feliz Navidad“ noch andere internationale Weihnachtslieder präsentieren – und seine Hits, von latino-feurig bis feierlichbesinnlich. 2. Dezember, Schloss Grafenegg, Tel. 01/586 83 83 und 02735/55 00, www.grafenegg.com

KONZERT

SO 4. 12. STILL N Otto Lechner, Klaus Trabitsch & Die Bethlehem All Stars spielen Weihnachtslieder – in Balkan-, Maghreb- oder ­Karibikarrangements. 4. Dezember, Tischlerei Melk, JakobPrandtauer-Str. 11, Tel. 02752/540 60, www.kultur-melk.at

JULIAKREDIT STEFANKREDIT KATRINKREDIT Wie wär‘s mit einem Kredit, der sich perfekt an Sie anpasst? Ein Kredit, der auf Ihre persönliche Situation bestmöglich Rücksicht nimmt: Von der Ratenhöhe über die Länge der Laufzeit bis hin zur temporären Aussetzung der Kapitalrate. Mehr darüber erzählen wir Ihnen gerne bei einem unverbindlichen Gespräch. Schauen Sie doch bei uns vorbei, in einer unserer Filialen im Burgenland oder in unserer Filiale in 1010 Wien, Wallnerstraße 4.

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vorschau folks&music

kurz & bündig SHOW

Ab MO 5. 12. CHRISTMAS ON THE COUCH W In English! – Does „White Christmas“ make you feel blue? When you hear holiday spirits, are you thinking selfmedication? Does every „Ho! Ho! Ho!“ leave you low, low, low? Come and share your pain with the „English Lovers“. Bis 22. Dezember, Theater Drachengasse, 1., Fleischmarkt 22, Tel. 01/513 14 44, www.drachengasse.at

KONZERT

DI 6. 12. SAXOFOUR X-MAS W „Es wohnt ein friedlicher Ton in meinem Saxofon.“ – Die vier Topmusiker der österreichischen Saxofonistenriege – Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig – begehen ihr 25-jähriges Bandjubiläum mit einem Weihnachtsprogramm. 6. Dezember, Babü Wolkersdorf, Hauptstraße 41, Tel. 02245/43 04, www.babue.com KONZERT

DO 8. 12. TRUMPETS IN CONCERT B Bei dieser adventlichen Trompetengala spielen Gernot Kahofer, Leonhard Leeb und Manuel Lichtenwöhrer Werke u. a. von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi und Elvis Presley. 8. Dezember, Lisztzentrum Raiding, Lisztstraße 46, Tel. 02619/510 47, www.bgld-kulturzentren.at

KOMÖDIE

AB DO 8. 12. DAS WEIHNACHTSBÜNDEL N Was macht ein in die Jahre gekommenes Ehepaar aus der Flower-Power-Zeit, wenn die Toleranz in den eigenen vier Wänden gefragt ist? Hannelore und Eugen stehen einsame Weihnachten bevor. Da liegt plötzlich ein kleines Bündel vor der Tür – und zwei Briefe. Eine berührende und lustige Familiengeschichte über Nächstenliebe, Versöhnung und die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes. Bis 11. Dezember, Wald4tler Hoftheater, Pürbach 14, bei Schrems, Tel. 02853/784 69, www.hoftheater.at

56  schau

Schöne Bescherungen 2. Weihnachtliche Klänge mit Saxofonen oder Trompeten; noch eine Weihnachtskomödie. AUSSTELLUNG

White Flower No. 1 GEORGIA O’KEEFFE (1887– 1986) war eine Begründerin der amerikanischen Moderne und eine Pionierin als Künstlerin. Erstmals in Österreich gibt diese Retrospektive Einblick in das sieben Jahrzehnte umfassende Œuvre O’Keeffes. Zu ihren populärsten Sujets zählen die monumentalen Blumenbilder der 1920er-Jahre, die – unter dem Einfluss der Schriften Freuds – stark sexualisierende Interpretationen hervorriefen. Formale Spezifika wie der scharfe Fokus, die Ausschnitthaftigkeit und das Close-up führen O’Keeffes innovative Übersetzung fotografischer Strategien in die Malerei vor Augen. O’Keeffes nahezu abstrakte, von der kargen, unendlichen Wüste

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New Mexicos inspirierte späte Landschaftsbilder nehmen Kunstströmungen des abstrakten Expressionismus und des Minimalismus vorweg. Ihr Frühwerk ist auch zu sehen

Die Ausstellung setzt mit ihrem weniger bekannten, der „spirituellen“ Abstraktion Wassily Kandinskys nahestehenden Frühwerk ein. Unter den ausgestellten Werken befindet sich auch „Jimson Weed/White ­Flower No. 1“ (1932) als das teuerste Bild, das jemals von einer Künstlerin versteigert wurde. W GEORGIA O’KEEFFE 7. Dezember bis 26. März, Bank Austria Kunstforum, 1., Freyung 8, Tel. 01/537 33 26, www.bankaustria-kunstforum.at

AUSTROPOP

A schware Partie DAS MIT VIERFACH-PLATIN ausgezeichnete Debütalbum „ham kummst“ belegt in den offiziellen österreichischen Jahrescharts 2015 den vierten Platz, der gleichnamige Titelsong gar den dritten. Der ­Komiker Christopher Seiler und der Musiker Bernhard Speer treffen mit ihrem zutiefst österreichischen Schmäh und einem Mix aus bitterböser Romantik, Alltagskomik und Gassenhauern den Geschmacksnerv einer großen und nach wie vor wachsenden Fan-Gemeinde. W SEILER & SPEER 9. Dezember, Stadthalle, 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

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FOTOS: GEORGIA O’KEEFFE FROM THE FARAWAY, NEARBY, 1937 THE METROPOLITAN MUSEUM OF ART, NEW YORK © 2016 GEORGIA O’KEEFFE MUSEUM/BILDRECHT, WIEN FOTO: © BKP/THE METROPOLITAN MUSEUM OF ART/MALCOLM VARON; THOMAS UNTERBERGER

www.schaumagazin.at


Wird wohl seine Keramiken im MAK nicht live herstellen: der Dornbirner Künstler Thomas Bohle..

Schöne BeScherungen vo

ab 01. Dezember 2016 www.landestheater.net Silvestervorstellung 31.12. 2016, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Mit Live-Handwerkern

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Gastspiel Stadttheater Baden 20./21.12.2016 www.buehnebaden.at

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HANDWERK ALS WESENTLICHER Bestandteil der materiellen Kultur und der kulturellen Identität. In sechs Kapiteln spannt die MAK-Schau den Bogen von der Geschichte zu aktuellen europäischen Perspektiven. Sie beleuchtet das ressourcenschonende Potenzial des Handwerks, weist auf neue Entwicklungen an der Schnittstelle zu digitalen Technologien hin und präsentiert meisterliche Werkstücke aus verschiedenen Sparten. Außerdem zeigen in einer „Live-Werkstatt“ insgesamt 20 Handwerker vor Publikum täglich ihr Können. W HANDWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt  14. Dezember bis 9. April, MAK, 1., Weiskirchnerstraße 3, Tel. 01/711 36-0, www.mak.at

35.

Ball der Wirtschaft OPERETTE

28. Jänner 2017

FOTOS: LUCAS BREUER, LUKAS BECK

Zum Carneval nach Rom! JOHANN STRAUSS’ zweite Operette ist eine musikalische Reise nach Rom zu Liebe, ­Täuschungen und ausgelassenem ­Karnevaltreiben. Jerica Steklasa gibt die Kärntnerin Marie, ­Sebastian Reinthaller den von ihr angehimmelten Maler Arthur.

Wirtschaftskammer Burgenland Eisenstadt, Robert Graf-Platz 1

N DER CARNEVAL IN ROM 17. Dez. bis 5. Feb., Bühne Baden, Theaterpl. 7, Tel. 02252/25 32 53, www.buehnebaden.at

Jerica Steklasa hinter dem ­ eingefärbten Sebastian Reinthaller

Tischreservierung: 02682/63115 · office@wirtschaftsbund-bgld.at heft 6|2016


vorschau klang&sang www.schaumagazin.at

OPER

Ab MI 12. 12. DON GIOVANNI W Diese Oper mit ihrer Mischung aus Komödie und Tragödie führt an die Grenzen der Moral, erkundet die Abgründe des Gefühls und hat bis heute immer wieder neue, aktuelle Deutungen herausgefordert. – Keith Warner inszeniert mit Nathan Gunn respektive Erwin Schrott in der Titelrolle.

Schöne Bescherungen 3. Jazzige Weihnachtslieder, eine Weihnachtsshow und Weihnachtskabaretts. KLEINKUNST, KONZERT

Stermann & Grissemann spielen zu ­Silvester ihr neues LoriotProgramm.

Beethoven & Loriot

Bis 31. Dezember, Theater an der Wien, 6., Linke Wienzeile 6, Tel. 01/588 85, www.theater-wien.at

KABARETT

MI 14. 12. JOESI PROKOPETZ N Joesi Prokopetz meint: „Lösen Sie sich also von allem, was penetrant nach weihnachtlicher Routine riecht.“ Denn in „Alle Jahre immer wieder“ trägt er „die lustigsten, bösesten, unheiligsten, zynischsten, satirischsten, irrsten und ausgezucktesten Weihnachtsgeschichten“ szenisch vor.

SAMSTAG

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14. Dezember, Johann-Pölz-Halle, Amstetten, Stadionstraße 12, Tel. 07472/601-454, www.avb.amstetten.at

DEZEMBER

Silvester im Konzerthaus

KONZERT

FR 16. 12. NEW YORK VOICES N Dieser Abend bietet Weihnachtsstimmung auf höchstem vokalen Niveau. Die vier Stimmvirtuosen Peter Eldridge, Darmon Meader, Lauren Kinhan und Kim Nazarian haben mit „Let it Snow“ laut der Zeitschrift „Jazz Time“ „eine der besten Weihnachts-CDs mit Jazz-Bezug seit vielen Jahren“ eingespielt. 16. Dezember, Festspielhaus St. Pölten, Kulturbezirk 2, Tel. 02742/90 80 80-222, www.festspielhaus.at

KONZERT

SA 17. 12. BAROCKES WEIHNACHTSKONZERT N Jährlich werden von „Tritonus“ in Baden drei Orchesterkonzerte zur Aufführung ­gebracht, deren Programme stilistisch weit gestreut sind. Diesmal gibt es ein barockes Weihnachtskonzert zu hören. 17. Dezember, Congress Casino ­Baden, Kaiser-Franz-Ring 1, Tel. 02252/444 96-444, www.ccb.at

58  schau

W

RUND UM SILVESTER wird im Konzerthaus von den Wiener Symphonikern traditionell die Neunte Beethovens gespielt. Dirigent am 30. und 31. Dezember und am 1. Jänner ist Krzysztof Urbański. Aber das Konzerthaus bietet am Silvesterabend noch weitere Attraktionen: Um 19 und um 22.30 Uhr ­zeigen Stermann & Grissemann ihr neues LoriotProgramm „Das Ei ist hart!“ mit unvergesslichen Sätzen wie „Mein Mann ist etwas voll um die Hüften“, „Sie werden mir jetzt wohl nicht ins Essen quatschen“ oder „Früher war mehr Lametta“. Ebenfalls um 22.30 Uhr gibt es Klangkultur und Musiziertradition der Wiener Philharmoniker, raffiniert verbunden mit dem „gewissen Quäntchen Schmäh“ und kräftig gewürzt mit dem Feuer des Balkans – „The Philharmonics“ spielen einen Mix aus Klassik und Klezmer, Gipsy und Jazz, Hollywood- und Broadway-Glamour. W SILVESTER IM KONZERTHAUS 30. Dezember bis 1. Jänner, Konzerthaus, 3., Lothringerstraße 20, Tel. 01/242 00-2, www.konzerthaus.at

WEIHNACHTSSHOW

A bissl Englisch ALLE JAHRE WIEDER kommt auch Michael Seida mit Band und seiner Weihnachtsshow, einem „berührenden, familiären, witzigen, authentischen, auf unsa Sproch und a bissl englisch g’sunganen, swingigen, gospeligen und auch gesteppten“ Programm. Mit allen Songs der Seida-CD „Weihnachtsg’fühl“ wie zum Beispiel „Rudi mit’n roten Heampa“, „Maria’s Bua“, „Silver Bell“, „Los es schnein“, „Der klane Trommler“, „How Great Thou Art“, „Winterwunderlaund“ u. v. a.

FOTOS: UDO LEITNER, KING BUENO XX1, IRENE SCHAUR

kurz & bündig

W WEIHNACHTSSHOW 9. und 19. Dezember, Metropol, 17., Hernalser Hauptstraße 55, Tel. 01/588 85, www.wiener-metropol.at 17. Dezember, SiMM City, 11., Simmeringer Hauptstraße 96A, Tel. 01/588 85 www.simmcity.at www.michaelseida.com

Michael Seida singt auch „Rudi mit’n roten Heampa“.

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SAMSTAG

31 DEZEMBER

Silvester im Akzent

Silvester! Mit Literatur, Kabarett und Musik ins neue Jahr.

ORF-„Dancing Star“ Verena Scheitz

kurz & bündig MUSICAL

AB FR 17. 12. CHRISTMAS IN VIENNA

SCHON AM 30. DEZEMBER können Sie im Theater Akzent Silvester (vor-)­feiern – mit „The Very Best of Greatest Hits“ von und mit Klaus Eckel. Am Silvesterabend bietet Burg-Publikumsliebling Maria Happel um 16 Uhr eine humorvolle Lesung. Um 19.30 Uhr präsentieren die Wiener Comedian ­Harmonists Schlager aus den 1920er- und 30er-Jahren. Und ab 22.45 Uhr lädt ORF-„Dancing Star“ Verena Scheitz zu ihrer ­Silvester-Show. Sie präsentiert ihre Lieblingslieder aus Swing, Operette, Jazz und Schlager, erzählt lieb gewonnene Geschichten aus dem zu Ende gehenden Jahr – und gibt amüsante Ausblicke auf das neue.

W Von 1992 bis 200 lud ­Plácido Domingo jährlich vor Weihnachten Superstars wie Diana Ross oder Charles ­Aznavour zu „Christmas in ­Vienna“. Seit 2003 kommen zu Weihnachten die Stars der klassischen Musik nach Wien. Heuer sind das die deutsche Sopranistin Angela Denoke, die bulgarische Mezzosopranistin Vesselina Kasarova, der russische Tenor Dmytro Popov und der österreichische Bariton Günter Haumer. Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien begleitet die Wiener Singakademie und die Wiener Sängerknaben unter Erwin Ortner.

W SILVESTER IM AKZENT 30. und 31. Dezember, Akzent, 4., Theresianumgasse 16–18, Tel. 01/501 65-3306, www.akzent.at

Bis 18. Dezember, Konzerthaus, 3., Lothringerstraße 20, Tel. 01/588 85, www.christmasinvienna.com

KLEINKUNST, KONZERT, SHOW

Eckel, Happel, Scheitz

Kartenvorverkauf

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Ticketbüro pan.event GmbH Esterhazyplatz 4 7000 Eisenstadt T +43 2682 65 0 65 E-Mail: tickets@panevent.at

2017


vorschau kichern&kudern

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KONZERT

Ab MI 28. 12. SILVESTER- UND NEUJAHRSKONZERTE W N Auch heuer spielt das Tonkünstler-Orchester wieder eine Reihe von Silvester- respektive Neujahrskonzerten. In 17 Konzertsälen dirigiert Alfred Eschwé Werke unter anderen von Suppé, Offenbach, Dvorák und Johann Strauss. Annika Gerhards singt Arien aus Opern von Offenbach und Gounod sowie aus Operetten wiederum von Johann Strauss. Zu Silvester findet das Konzert in Grafenegg statt. Bis 23. Jänner, diverse Spielorte in Wien und Niederösterreich, Tel. 01/586 83 83, www.tonkuenstler.at

KOMÖDIE

AB SA 31. 12. DIE NERVENSÄGE W Eigentlich ist es ein ganz normaler Arbeitstag für Berufs­ killer Ralph: Er soll einen Kronzeugen liquidieren. Im Hotel vis-à-vis dem Gerichtsgebäude hat er sich ein Zimmer mit Blick auf den Tatort reservieren lassen. Alles ist präsize ­geplant. Was kann also noch schiefgehen? Alles. Denn ­irrtümlicherweise wurde das Hotelzimmer doppelt gebucht: Ein frisch verlassener und verzweifelter Ehemann will ausgerechnet hier seinem tristen Dasein ein Ende setzen. Das ist die Ausgangssituation dieser rasanten Komödie, die 1981 unter dem Titel „Buddy Buddy“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon verfilmt wurde. – Zu Silvester gibt es drei Vorstellungen um 17, 20 und 23 Uhr.

Silvester! Und Neujahr! Kabarett, eine Komödie, das Konzert und andere Konzerte zum Jahreswechsel. RUBRIK

Staatsbilanz

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WIR STAATSKÜNSTLER ist eine Kabarettreihe von Robert Palfrader, Florian Scheuba und Thomas Maurer, die seit 2011 im ORF und als Bühnenaufführung gezeigt wird. In jeder Folge werden aktuelle politische Geschehnisse, darunter hauptsächlich Ermittlungen zu Korruptionsfällen, besprochen. Dabei scheuen sich die Staatskünstler nicht davor, betroffene Politiker direkt in ihren Büros aufzusuchen bzw. in Ämtern nach Unterlagen zu fragen. Seit 2013 ziehen die Staatskünstler auch Bilanz über das jeweils vergangene Jahr, was ebenfalls im ORF ausgestrahlt wird. Seit 2014 tun das Palfrader, Scheuba und Maurer im Rabenhof Theater. Heuer berichten sie unter anderem ­darüber, wie sie die Entscheidung bei der Bundespräsidentenwahl herbeigeführt und wie sie für das zweithöchste Amt im Staat kandidiert haben – jenes des ORF-Generaldirektors.

DEZEMBER

Die Staatskünstler

Auch heuer ziehen die Staatskünstler Bilanz über das vergangene Jahr.

Rabenhof

KONZERT

Prosit Neujahr! DAS BEKANNTESTE Neujahrskonzert der Welt ist das der Wiener Philharmoniker und ist vor allem den Werken der Strauss-Dynastie ­gewidmet. Es wird alljährlich via Fernsehen in über 90 Länder übertragen und von mehr als 50 Millionen Zusehern live mitverfolgt. Der Ablauf folgt einem traditionellen Ritual. Nach den beiden Hauptteilen folgen Zugaben. Die zweite Zugabe (traditionell der Konzertwalzer „An der schönen blauen Donau“) unterbricht das Publikum während der Einleitungstakte mit Beifall. Nun wünscht das Orchester dem (weltweiten) Publikum vereint „Prosit Neujahr!“ Als abschließende dritte Zugabe wird traditionell der Radetzky-Marsch gespielt. Dabei klatscht das Publikum traditionell im Takt nach Dirigat mit. Heuer steht erstmals der Venezolaner Gustavo Dudamel am Pult der Philharmoniker.

KABARETT

SA 31. 12. WALTER KAMMERHOFER N Zwölf Stunden Kammer­ hofer in 111 Minuten. Die Highlights aus seinen Programmen, die besten Witze aus „Echt Guat“, die lustigsten Szenen aus unzähligen ORF-Sommerkabaretts und jede Menge Unerwartetes erwarten die Gäste von Walter Kammerhofer bei diesem Silvesterspecial.

60  schau

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W WIR STAATSKÜNSTLER 3., 4., 5. und 11. Dezember, Rabenhof Theater, 3., Rabengasse 3, Tel. 01/712 82 82, www.rabenhof.at

Bis 19. März, Gloria Theater, 21., Prager Straße 9, Tel. 01/278 54 04, www.gloriatheater.at

31. Dezember, Johann-Pölz-Halle, Amstetten, Stadionstraße 12, Tel. 07472/601-454, www.avb.amstetten.at

AB SAMSTAG

Der Goldene Saal im Musikverein wird für das Neujahrskonzert jedes Jahr mit rund 30.000 Blumen dekoriert.

W NEUJAHRSKONZERT 1. Jänner, Musikverein, 1., Karlsplatz 6, Tel. 01/505 81 90, www.musikverein.at

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FOTOS: INGO PERTRAMER/WWW.PERTRAMER.AT, JUN KELLER

kurz & bündig


Promotion

Mit WESTbahn & DriveNow zum Christmas Shopping im stimmungsvollen Wien Liebe und gute Laune. Wie man die Herzen der Musik-Fans erobert.

Gestalten Sie das heurige Weihnachten – und die dazugehörigen Weihnachtseinkäufe – etwas stressfreier: Einfach in die nächste WESTbahn einsteigen und am Weg ins weihnachtliche Wien die Vorzüge der WESTbahn genießen: persönliche Betreuung an Bord, bequeme Sitzmöglichkeiten und gratis W-LAN.

Die mutige Belle und das verzauberte Biest im ­verwunschenen Schloss

MUSICAL

Singende Teekanne

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SPRECHENDE KERZENLEUCHTER, verzauberte Stehuhren und ­singende Teekannen entführen in eine Welt, die unendlich viel Stoff zum Träumen und Lachen birgt: Disneys „Die Schöne und das Biest“ ist ein eindrucksvolles Spektakel voll herzergreifender Musik, solistischer Glanzpartien und wirbelnder Tanzszenen. Nach dem erfolgreichen Film (fünf Grammys und zwei Oscars) erobert das Märchen in der Musicalfassung nun ein zweites Mal die Herzen der Fans. W DIE SCHÖNE UND DAS BIEST 4. bis 15. Jänner, Stadthalle, 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

DEUTSCHROCK

FOTOS: STEFAN MALZKORN, BARRACUDA MUSIC

Fußball und gute Laune DIE SPORTFREUNDE stehen für Gitarrenpop mit IndierockEinschlag. Sie spielen immer ­wieder gerne Fußball-Lieder, grundsätzlich aber Gute-LauneHymnen, wenn sie nicht mit dem Protestsong „Antinazibund“ auf die Gefahr des Rechtsradi­ kalismus aufmerksam machen. W SPORTFREUNDE STILLER 8. Jänner, Arena, 3., Baumgasse 80, Tel. 01/798 85 95, www.arenavie.com

heft 6|2016

Sportfreunde Stiller, benannt nach einem Trainer von SV Germering

Und wer innerhalb der Stadt ganz besonders flexibel sein möchte, kann mit DriveNow, dem Premium Carsharing Service von BMW & Sixt, ganz bequem sein Wunschauto per Smartphone, Tablet, PC oder telefonisch finden. Keine Verpflichtungen. Keine Benzinkosten. Einfach nur einsteigen und losfahren. Und natürlich viel Platz zum Verstauen Ihrer Weihnachtsgeschenke. Ihr Weihnachts-Extra: WESTbahn-Kunden erhalten bei Angabe Ihrer Ticketnummer unter drive-now.com/westbahn eine kostenlose Registrierung sowie 15 Minuten gratis für die ersten DriveNow-Fahrten und sparen so EUR 34,00! Nähere Infos unter westbahn.at


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KONZERT, KLEINKUNST

SA 31. 12. OTTO SCHENK

Noch immer Neujahr. Marko Simsa bringt Kinder zum Tanzen und Singen, Otto Schenk dirigiert Johann Strauss.

W B Mit Otto Schenk lachend ins neue Jahr – mit Musik, ­humorvollen Geschichten und Anekdoten aus der Welt des Theaters und der Musik. Und wenn er selbst die ungarische Kammerphilharmonie bei ­Donauwalzer oder Radetzkymarsch dirigiert, bleibt kein Auge trocken.

NEUE VOLKSMUSIK

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Dada und Polkapunk

31. Dezember, Halle E, MuseumsQuartier, 7., Museumsplatz 1, Tel. 01/524 33 21-0, www.halleneg.at 6. Jänner, Kulturzentrum Eisenstadt, Esterházystraße 5, Tel. 02682/646 80, www.bgld-kulturzentren.at

BEI DIESER ZWEIMANN-BAND darf im Dialekt gereimt und gerappt werden, Gitarrenverzerrer werden zur Veredelung des Akkordeons (Hans Peter Falkner) gerne verwendet und der Schlagzeugpart (Markus Binder) würde jeder Hardcore-Band zu Ruhm verhelfen. „Attwenger“ haben die österreichische Volksmusik von ihrem muffigen Image befreit und den oberösterreichischen Dialekt zur Weltsprache gemacht. Ihr minimalistischer Stilmix und ihre Texte zwischen Nonsens und Tiefsinn begeistern ein weltweites Publikum. Auf dem Album „Spot“ bringen Attwenger noch einmal zusammen, was scheinbar überhaupt nicht zusammengehört: Scheune und Club, Mundart und Funk, Dada und Polkapunk.

KONZERT

Ab DI 1. 11. NIGHT OF THE DANCE N W Der irische Stepptanz ­beeindruckt mit seinem kraftvollen Ausdruck. Bei „Irish Dance Reloaded 2017“ werden Tanzszenen im Stile von „Riverdance“ oder „Celtic Tiger“ mit Akrobatikeinlagen der südamerikanischen Artistengruppe Pura Vida kombiniert. Getanzt wird auch zu Songs von Michael Jackson, Coldplay, Robbie Williams und Unheilig.

N ATTWENGER 13. Jänner, Festspielhaus St. Pölten, Kulturbezirk 2, Tel. 02742/90 80 80-222, www.festspielhaus.at

4. Jänner, Johann-Pölz-Halle, Amstetten, Stadionstraße 12, Tel. 07472/601-454, www.avb.amstetten.at 17. Jänner, Stadthalle, 15., RolandRainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

EISSHOW KONZERT

AB FR 6. 1. WALZERSCHRITT UND POLKAHIT N W Marko Simsa präsentiert Johann Strauss für Kinder – und lädt sie zum Mitsingen und auch zum Tanzen ein. Wer hat schon einmal die „TritschTratsch-Polka“ gesungen? Wer hat den Kuckucksruf in der „Krapfenwaldl-Polka“ gehört und gleich auch nachgemacht? Wer denkt bei der „Pizzicato-Polka“ mehr an Pizza statt an das Zupfen der Saiten? Wem ist der Blitz bei der Polka „Unter Donner und Blitz“ viel zu laut? Und wer hat schon einmal zur Melodie der „Schönen blauen Donau“ Walzer getanzt? 6. Jänner, Schloss Hof, Tel. 02285/200 00, www.schlosshof.at 8. Jänner, Haus der Musik, 1., Seilerstätte 30, Tel. 01/513 48 50, www.hausdermusik.com

62  schau

Verbotene Liebe auf dem Eis MIT „BELIEVE“ erzählt Holiday on Ice erstmals eine durchgängige Geschichte, die vom Anfang bis zum Happy End auf dem Eis umgesetzt wird. Sie handelt von einer verbotenen Liebe. Mit innovativen Licht- und Sound-Effekten entführt die Show einerseits in eine von Maschinen geprägte Welt und andererseits in eine pulsierende Welt voller Glanz und Glamour. Zu sehen sind unter anderem eine akrobatische Glanznummer im Wasserbrunnen, faszinierende Stunt-Läufer und eine Darbietung in ­illuminierten Kostümen. Als Regisseur und Choreograf konnte die Eistanz-Legende Christopher Dean gewonnen werden. Der siebenfache britische Champion und vierfache Europameister krönte seine Karriere auf dem Eis, als er 1984 bei den Olympischen Winterspielen mit seiner Tanzpartnerin Jayne Torvill neun Mal die damals höchste Note 6.0 erhielt und Olympiasieger im Eistanz wurde. W HOLIDAY ON ICE – BELIEVE 12. bis 22. Jänner, Stadthalle, 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

HOLIDAY ON ICE entführt diesmal in eine von Maschinen geprägte Welt.

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FOTOS: GERALD VON FORIS, STAGE ENTERTAINMENT TOURING PRODUCTIONS MORRISMACMATZEN

kurz & bündig


Freizeit. Historische Feste mit Alter Musik im Konzerthaus. SHOW

FOTOS: COFO, EAPK

FESTIVAL

AB SA 21. 1. RESONANZEN

W

Die Kunst des Trommelns Um die imposanten Trommeln mit einem bis zu 1,70 Meter großen Durchmesser zum Klingen zu bringen, wird dem elfköpfigen Ensemble neben einem ausgesprochenen Rhythmusgefühl vor allem eines abverlangt: voller körperlicher Einsatz. W TAO – SAMURAI OF THE DRUMS 18. Jänner, Stadthalle, 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

GRATIS W-LAN

kurz & bündig

KONZERT

Elvis’ Band Dennis Jale ist ein österreichischer Rockmusiker, der auch schon in Las Vegas als Sänger gearbeitet hat. Seit 2002 tritt er jährlich mit der Original-Elvis-Band TCB Band auf. W DENNIS JALE & TCB 20. und 21. Jänner, Metropol, 17., Hernalser Hauptstraße 55, Tel. 01/407 77407, www.wiener-metropol.at

Frohe Weihnachten tis!

W Das Festival der Alten Musik widmet sich heuer den „Freizeiten“. Die Kulissen ­wechseln dabei zwischen dem Zimmermannschen Kaffee­ haus in Leipzig, wo sich Bach musikalisch „austoben“ durfte, den farbenfrohen Straßen­ zügen Havannas, durch die das kubanische Ensemble Ars Longa fegen wird, fürstlichen Jagdgebieten des 14. und 18. Jahrhunderts, dem aus­ gelassenen Treiben eines ­englischen Pubs – abseits des freudlosen Puritanismus Cromwells – und der prickeln­ den Logenlandschaft einer ­privaten Opernvorführung ­Anfang des 18. Jahrhunderts. Bis 29. Jänner, Konzerthaus, 3., Lothringerstraße 20, Tel. 01/242 00-2, www.konzerthaus.at

www.eze-eisenstadt.at www.eze.at

a r G

AN ALLEN VIER SAMSTAGEN IM ADVENT Zaubershows und magische Werkstätten 11.00 und 14.00 Uhr Der Weihnachtsmann im EZE 12.30 und 15.30 Uhr CARRERA AUTORENNEN Rennspaß für Jung & Alt Samstag, 3., 10. und 17.12.2016 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ruster Straße 82–104 7000 Eisenstadt

PERCHTENLAUF Aubochteifln Loipersbacher Aubochteifln Freitag, 16.12.2016, 16.30 Uhr DAS PERFEkTE WEIHNACHTSGESCHENk! Zum Glück gibt es unsere beliebten Einkaufsgutscheine mit Freude-Garantie! Erhältlich und einlösbar in ALLEN EZE-Shops!

700 GratiSparkplätze, 35 ShopS Öffnungszeiten: Montag–Donnerstag 9.00–18.30 Uhr, Freitag 9.00–19.00 Uhr, Samstag 9.00–18.00 Uhr


vorschau bühne&spiel www.schaumagazin.at

kurz & bündig

Vier gewinnt. „Die Fantastischen Vier“ kommen nach Wien.

THEATER

Ab MO 23. 1. A-MOLL SING I NO W Ein Volksmusikstar, ein ­inzestuöses Love Triangle mit einem auf Vergeltung sinnen­ den Geist, eine verlassene Almhütte und der bedingungs­ lose Wille zum ultimativen Schlagerhit – das sind die Zutaten für diese alpenlän­ dische Rachetragödie von ­Klemens Gindl und Oliver ­Mathias Kratochwill.

DIENSTAG

24

Ab 23. Jänner, WERK X – Eldorado, 1., Petersplatz 1, Tel. 01/535 32 00, www.werk-x.at

JÄNNER

MUSICAL

Die Fantastischen Vier

AB FR 27. 1. DON CAMILLO & PEPPONE

Stadthalle

„Die Fantastischen Vier“ alias Fanta4

W

Bis 7. Februar, Ronacher, 1., Seilerstätte 9, Tel. 01/588 85, www.vbw.at

KOMÖDIE

AB DO 26. 1. HAROLD UND MAUDE W Zum 90. Geburtstag von Erni Mangold inszeniert ­Michael Schottenberg mit ihr in den Kammerspielen die ­Liebesgeschichte eines todes­ süchtigen, neurotischen jun­ gen Mannes aus gutem Hause und einer unkonventionellen, lebensfrohen alten Dame, die in einem Haus voller bizarrer Erinnerungsstücke am Rande der Stadt lebt. Zwischen ­Harold (Meo Wulf) und Maude entwickelt sich eine Liebesbe­ ziehung jenseits jeglicher ge­ sellschaftlicher Konventionen – bis Maude Selbstmord begeht. Bis 25. Juni, Kammerspiele, 1., Rotenturmstraße 20, Tel. 01/427 00, www.josefstadt.org

64  schau

1989 BESTRITTEN „Die Fantastischen Vier“ Lieblingen hin zum anerkannten „Das Gegenden ersten deutschsprachigen Hip-Hop-Act, teil vom Gangsta-Hip-Hop-Act“. 1991 unterschrieben Michael Bernd Schmidt 2000 und 2014 nahmen „Die Fantastischen alias Smudo, Thomas Dürr alias Hausmeister Vier“ MTV-unplugged-Alben auf, sie liehen Thomas D, Michael Beck alias Michi Beck bzw. ihre Stimmen den vier Pinguinen in der Dee Jot Hausmarke und Andreas Rieke alias ­deutschen Synchronisation der „Madagascar“And.Ypsilon einen Vertrag bei Sony. Animationsfilme. 2014 und 2015 arbeiteten Smudo und Michi Beck als Coaches bei „The Die Da!?! Voice of Germany“ – und gewannen mit ihren Kandidaten beide Male. Richtig berühmt wurden Fanta4 1992 mit dem Ob auch die Fantastischen immer noch gewinChartbreaker „Die Da!?!“. Trotz des überwälti- nen, kann man im Jänner herausfinden. genden Erfolgs war man bald von den nicht W DIE FANTASTISCHEN VIER  24. Jänner, Stadthalle, enden wollenden Teenie-Belagerungen genervt. 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, „Die 4. Dimension“ wurde 1993 zur dringend www.stadthalle.com nötigen Metamorphose – weg von den Bravo-

SHOW

„Kronke“ Situationen

FOTOS: ROBERT GRISCHEK, PRESSEFOTO AGENTUR HOANZL

W Wer kennt sie nicht, die ­ eschichten um den streitba­ G ren katholischen Pfarrer Don Camillo und seinen nicht min­ der schlagkräftigen Kontrahen­ ten Peppone, den kommunis­ tischen Bürgermeister im ­kleinen, verschlafenen italie­ nischen Dorf Boscaccio im Jahre 1947? Die Verfilmungen der Romane von Giovannino Guareschi mit Fernandel und Gino Cervi bezaubern immer noch. Nun also gibt es „Ca­ millo & Peppone“ auch als Mu­ sical, geschrieben von Michael Kunze (Buch) und Dario Farina (Musik). In den Hauptrollen sind Andreas Lichtenberger und Frank Winkels zu erleben.

KRANK – oder wie man in Bülent Ceylans Heimatstadt Mannheim sagt: „KRONK“ – sind außer Körper und Geist vor allem auch Situationen, in die wir täglich geraten. Und die werden in gewohnter Art und Weise von Ceylan – Studien­ abbrecher der Philosophie und Politikwissenschaft – intensiv untersucht, professionell diagnostiziert und mit dem besten Heilmittel der Welt, dem herzhaften Lachen, behandelt. W KRONK 27. Jänner, Stadthalle, 15., Roland-Rainer-Platz 1, Tel. 01/799 99 79, www.stadthalle.com

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ADVERTORIAL

TV-Haushalte sehen mit simpliTV über die Antenne SchauTV und bis zu 15 TV-Programme, viele davon in HD, ohne Zusatzkosten

ERFOLGREICHE HD-UMSTELLUNG VIA ANTENNE

Über 300.000 TV-Konsumenten setzen auf das neue Antennenfernsehen Die HD-Umstellung via Antenne in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 27. 10. war wie bereits in den anderen Bundesländern ein Riesenerfolg. Bisher haben sich rund 300.000 TV-Konsumenten in Österreich für simpliTV entschieden. Garantiert perfekter TV-Empfang

Das neue Antennenfernsehen mit rund 15 TV-Sendern ist für die nächsten zehn Jahre garantiert. TVKonsumenten können alle ORFSender sowie 3sat, ATV, ServusTV in HD und ATV2 sowie Puls 4 und weitere regionale TV- und RadioSender ohne Zusatzkosten empfangen. Somit ist die TV- und Radioübertragung bis zum Jahr 2026 sichergestellt.

FOTOS: SIMPLITV

TV-Publikum setzt auf einfaches Fernsehen über die Antenne

Die Informationskampagne des ORF, der ORS und der privaten TVund Radio-Sender sowie der Printmedien war von hohem Servicecharakter geprägt und wurde von den

TV-Konsumenten über allen Erwartungen angenommen. Und das neue Antennenfernsehen simpliTV entspricht den Anforderungen des TVPublikums: es ist günstig, bietet eine attraktive Programmauswahl auch in HD-Qualität ohne Zusatzkosten. „Unser Ziel, Fernsehen für den TVSeher wieder einfacher zu machen und Top-HD-Qualität anzubieten, haben wir gemeinsam erreicht. Dafür sprechen die Zahlen der TV-Konsumenten, die sich für simpliTV bereits entschieden haben“, erläutert Michael Weber, HD-Koordinator.

Monat ohne Bindung entscheiden. Mit dem Abo sind rund 50 der beliebtesten deutschsprachigen TVSender, viele davon in HD, zu sehen. Einfach installiert

Um simpliTV zu empfangen wird eine simpliTV-Box für den bisher verwendeten Fernseher oder ein simpliTV-Steckmodul für ein DVB-T2-fähiges TV-Gerät benötigt, diese sind im Fachhandel und im Online-Shop www.simpliTV.at erhältlich. Mit ein paar wenigen Handgriffen sind die Box und auch das Modul einfach installiert.

Michael Weber, TV-Experte

info

Programmvielfalt bis 50 TV-Sender

TV-Konsumenten, die eine größere Programmvielfalt wünschen, können sich für ein Abo um 10 Euro im

„TV-Konsumenten entscheiden sich für simpliTV, weil fernsehen über die Antenne wieder einfach ist. “

Die simpliTV-Box bringt bis zu 50 TV-Sender ins Haus.

www.simpliTV.at Service-Hotline: 0810 96 97 98


Das Journal • Gesundheit & Wirtschaft BEHANDLUNG NACH DER MEDIZINISCHEN DRINGLICHKEIT GEREIHT

Neues System im KH Oberwart erhöht Patientensicherheit

V. l. n. r: DGKP Claudia Oswald, DGKP Marita Ifkovits, Pflegedirektor Andreas Schmidt

U

m die PatientInnensicherheit zu er­ höhen, wurde Anfang Juni das „Man­ chester Triage System“ (MTS) im Krankenhaus Oberwart eingeführt. Unter ­ ­Ersteinschätzung (Triage) versteht man eine Methodik, mit der man binnen kürzester Zeit den Schweregrad einer Verletzung oder einer Erkrankung feststellt, um in weiterer Folge die Behandlungsdringlichkeit festzulegen. Seit Jahren ist ein österreichweit steigendes Pa­ tientInnenaufkommen in den Notfallambulan­ zen zu bemerken. Im Krankenhaus Oberwart wurde im Jahr 2015 mit 47.972 PatientInnen­ kontakten in der Notaufnahme ein neuer Hö­ hepunkt der PatientInnenversorgung erreicht. 66  schau

So funktioniert das System MTS ist ein standardisiertes Ersteinschät­ zungsinstrument, welches PatientInnen in Notaufnahmen nach Behandlungsdringlich­ keit einschätzt. Alle AkutpatientInnen werden zunächst in der Zentralen Aufnahme- und Erstversorgungseinheit (ZAE) administrativ er­ fasst. In Folge werden in der Ersteinschätzung die aktuellen Symptome und Beschwerden der PatientInnen durch eigens dafür geschultes Di­ plomiertes Gesundheits- und Krankenpflege­ personal (DGKP) erhoben. Anhand von festgelegten Logarithmen erfolgt die Festlegung der Behandlungsdringlichkeit, welche in fünf Dringlichkeitsstufen dargestellt ist: beginnend mit der Behandlungsdringlich­ keit „Rot – Sofort“, wo der Ärztin- oder Arzt­ kontakt sofort zu erfolgen hat (keine Warte­ zeit), bis zu Behandlungsdringlichkeit „Blau – Nicht dringend“, wo die/der PatientIn bis zu 120 Minuten warten kann. Das betrifft alle ­PatientInnen, die mit einem Akutgeschehen

ins Krankenhaus Oberwart kommen. Davon ausgenommen sind PatientInnen, die mit dem Notarztwagen oder dem Notarzthubschrauber Christophorus 16 ins Krankenhaus eingeliefert werden, Schwangere und Kinder. Die Patien­ tInnen werden informiert, welcher Dringlich­ keitsstufe sie zugeordnet wurden. „Diese Information ist wichtig. Damit wissen die ­ Patientinnen und Patienten, mit welcher ­ ­Wartezeit sie rechnen müssen.“ •  KRAGES Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H. A-7000 Eisenstadt, Josef-Hyrtl-Platz 4 Tel. 05 79 79-3060 Fax 05 79 79-5306 direktion@krages.at, www.krages.at FOTO: KRAGES

Das Manchester Triage System ist eine exzellente Option für große Krankenhäuser mit einer hohen PatientInnenfrequenz, um die Effektivität zu steigern.

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ADVERTORIAL

„Durch individuelle ­Unterstützungsleistungen und Förderungen werden ­burgenländische Unternehmen angeregt, mehr Forschung zu betreiben.“ Günter Perner, GF Wirtschaft Burgenland GmbH

Ausgezeichnete Business-Ideen: Mit dem Innovationspreis ­Burgenland werden jährlich die besten Ideen prämiert.

„Kleine Betriebe müssen immer innovativ sein, um auf dem Markt bestehen zu können.“ Hans Lackner, Spartenobmann ­Information und Consulting, WKO

Innovationspreis Burgenland

FOTOS: FOTO IM LOHNBÜRO, WIRTSCHAFT BURGENLAND, ERWIN MUIK, FTI BURGENLAND

Seit über 20 Jahren gilt der Innovationspreis Burgenland als Gradmesser burgenländischer Kreativität und innovativer Entwicklungen. Die Auszeichnung wird jährlich in den Kategorien innovative Dienstleistung, KMU (Klein- und Mittelbetriebe) und Großunternehmen vergeben sowie ein Gesamtsieger ermittelt.

M

„Innovative Unternehmerinnen und Unternehmer tragen wesentlich zur nachhaltigen ­Entwicklung unseres Landes bei.“ Walter Mayrhofer, GF FTI Burgenland

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odellflugzeuge, die wie Falken flie­ gen und so die gefräßigen Stare aus den Weingärten vertreiben. An sich ist die Idee banal, anstelle mit Propellerflug­ zeugen im Tiefflug die hungrigen Vögel mit raubvogelartigen Fluggeräten aus den Wein­ gärten zu vertreiben. Die auf Drohneneinsätze spezialisierte Firma Skyability hat mit ihren „Winzerfalken“ – einem autonom arbeitenden Flugroboter – in den Weingärten von Rust ge­ zeigt, wie sich die Starenschwärme täuschen lassen. Das Unternehmen erhielt dafür ein Preisgeld von 5.000 Euro, zur Verfügung ge­ stellt von der Hypo-Bank Burgenland AG und der GRAWE – Grazer Wechselseitigen Versi­ cherung AG, und wird für den Staatspreis 2017 nominiert. Den ersten Platz in der Kategorie „Innovative Dienstleistungen“ holte das auf Produkte für DiabetikerInnen spezialisierte Unternehmen Med Trust. Die Firma I-New Unified Mobile Solutions AG, einer der führenden Anbieter in­ novativer Technologieleistungen für die Reali­

sierung virtueller Mobilfunkangebote, siegte in der Kategorie „Großunternehmen“. Und die Schloffer GmbH, spezialisiert auf Gesamt­ lösungen im Inneneinrichtungsbereich, wurde in der Rubrik „KMU“ ausgezeichnet. Die FTI-Persönlichkeit des Jahres ist Stefan Tasch, der Led-Experte und Geschäftsführer der Lichttechnologie-Firma LUMITECH. FTIUnternehmen des Jahres wurde die ETM pro­ fessional control GmbH. Das 100-prozentige Tochterunternehmen der Siemens AG ent­ wickelt und vermarktet seit über 30 Jahren das SCADA-System SIMATIC, das weltweit zur Überwachung von Industrie-, Infrastrukturund Forschungsanlagen eingesetzt wird.

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Das Journal • Tourismus

ALEXANDER PETSCHNIG:

Eine Stunde von Wien entfernt ist man im Paradies Der burgenländische Landesrat Alexander Petschnig will das kleinste Bundesland Österreichs zur „genussvollsten Ferien­region“ Zentraleuropas machen. schau: Herr Landesrat, Sie sind seit einem guten Jahr für die Entwicklung des Tourismus im Burgenland verantwortlich und erzielten heuer schon ein großes Gästeplus. Hatten Sie da mit Amtsantritt schon eine Art Zauberformel in der Schublade? ALEXANDER PETSCHNIG: Bei aller Überzeugung, dass unsere Touristiker im heurigen Jahr hervorragend gearbeitet haben, ist uns schon bewusst, dass am heurigen Gästeplus externe Effekte wie die Schneearmut im Westen und die Sicherheitsbedenken internationaler Natur sehr geholfen haben. Die Zuwächse des Jahres 2016 haben uns da „Luft nach oben eingeräumt“. Dieses Zeitfenster müssen wir jetzt nützen, um den Aufwärtstrend weiter zu festigen. Und wie haben Sie vor, die Sache anzugehen? Nachhaltigkeit können wir nur dann schaffen, wenn unseren Gästen nicht nur unsere Region gefällt, sondern wenn sie bei uns auch eine gute Zeit erleben, dieses Gefühl mitnehmen und gern wiederkommen. Schlichtweg die Qualität muss stimmen – nicht nur in den großen B ­ etrieben, sondern überall. Und das fängt bei den kleinsten Zimmervermietern an. Da laufen die ­Initiativen von uns schon sehr erfolgreich. Und es wird weitere geben, mit de68  schau

nen wir den Betrieben unter die Arme greifen. Und wir werden sie mit Know-how unterstützen, sodass unsere Gäste Ambiente, Qualität und Gastlichkeit attraktiv finden. Das Feeling muss der Region entsprechen – auch in der Gastronomie –, egal ob Buschenschank oder Haubenrestaurant. Das klingt nach gediegenem Winzerstöckl mit Pool, Designer-Apartment und ­Gourmetressort im Toskana-Feeling. Wo sehen Sie da Zukunftsmärkte? Die Zeit des Massentourismus ist vorbei. Wir stehen am Anfang eines neuen Biedermeiers. Da liegen die Märkte nicht nur immer näher vor unserer Haustür, sondern auch die Kaufkraft ist hoch. Konkret sind das Süddeutschland und immer mehr die Schweiz, im Inland Oberösterreich sowie der Großraum Wien samt Umland und Bratislava. Nur eine gute Autostunde vom Wiener Stephansplatz entfernt kann man die naturbelassene Romantik des Seewinkels mit Sonnenuntergängen erleben, die jenen in südländischen Gefilden ­wenig nachstehen. Da kommt der gestresste Manager gerne auch öfter im Jahr für ein paar Tage für einen „Urlaub zwischendurch“ vorbei – auch darauf müssen wir unsere Betriebe stärker ausrichten.

Die besten Märkte für das ­Burgenland liegen dort, wo man uns schon kennt. Und das ist direkt vor der Haustür. Alexander Petschnig heft 6|2016


FOTOS: RENE WALLENTIN (3)

ADVERTORIAL

Heißt das somit, dass man sich nach einem Tag am See anstelle mit Sommerspritzer und Zwiebelschmalzbrot nur noch im Haubenrestaurant stärken können wird? Also vorweg, gute Qualität findet man in allen Kategorien. Aber die Zeit der 70er-Jahre mit ihrem Hang zum Massentourismus ist vorbei. Die Gäste suchen Individualität, wollen im Land die Natur selbst entdecken, direkt beim Bauern ­kosten, vielleicht den Uhudler kennenlernen, dazwischen surfen oder segeln und verstärkt auch immer mehr kulturelles Angebot erleben. Hier gibt es dank der hervorragenden Leistungen im Kultur- und Landwirtschaftsressort bereits ein breites Angebot. Wir müssen es nur heft 6|2016

noch viel mehr touristisch vernetzen. Das gilt natürlich auch für Groß­events wie jene in Mörbisch oder St. Margarethen. Wann, glauben Sie, wird das Burgenland sein Ziel, die Drei-Millionen-Besucher-Marke zu knacken, erreichen? Wichtiger als dieses vor bald zehn Jahren gesteckte Ziel ist mir die Wertschöpfung aus dem Tourismusgeschäft generell. Und da haben wir beste Voraussetzungen dafür, wenn wir mit den Betrieben eng zusammenrücken und zukunftsorientiert agieren, sodass sich unsere Gäste quer durchs Land bei uns zu Hause fühlen und sich immer wieder auf eine gute Zeit bei uns im Burgenland freuen.

Wertschöpfung quer durchs Land ist für Alexander Petschnig wichtiger als billiger Massentourismus.

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schaudiscover

Advent, Advent … TEXT VON NINA NEKOUI

Wien, Schönbrunn

… ein Lichtlein brennt! schau hat die besinnlichsten Christkindlmärkte der Ostregion aufgespürt. Wir verraten, wo der beste Punsch, die köstlichsten Schmankerl und die bezauberndste Weihnachtsatmosphäre zu finden sind. 1 Schloss Schönbrunn, Wien

4 Wiener Karlsplatz, Art Advent

Offen von 19. 11. bis 26. 12., täglich 10–21 Uhr, am 24. 12. 10–16 Uhr, am 25./26. 12. 10–18 Uhr Als Neujahrsmarkt offen von 27. 12. 2016 bis 1. 1. 2017, 10–18 Uhr www.weihnachtsmarkt.co.at

Offen von 18. 11. bis 23. 12., täglich 12–20 Uhr www.artadvent.at

2 Wiener Rathausplatz, Christkindlmarkt Offen täglich von 12. 11. bis 24. 12., So–Do 10–21.30 Uhr, Fr–Sa 10–22 Uhr Am 24. 12. 10–18 Uhr Der Weihnachtsbaum ist bis 6. 1. 2017 beleuchtet. www.wiener-rathausplatz.at/ christkindlmarkt.html 3 Am Hof, Weihnachtsmarkt Offen täglich von 11. 11. bis 23. 12., Mo–Do 11–21 Uhr, Fr, Sa, So und 8. 12. 10–21 Uhr, Gastronomie jeweils bis 22 Uhr www.weihnachtsmarkt-hof.at

Wien, Rathausplatz

5 Rust am See, Adventmeile Offen jedes Wochenende, also Fr, Sa, So, von 18. 11. bis 18. 12., jeweils 14–19 Uhr, zusätzlich am 8. 12. 14–19 Uhr, Ruster Altstadt www.rust.at 6 Adventmarkt im und vor dem Schloss Esterházy Offen nur von 8. bis 11. 12. Eintrittspreise: Erwachsene 3,50 Euro Kinder ab 6 Jahren 2 Euro Kinder unter 6 Jahren und Besucher mit Ausstellungsticket haben freien Eintritt. Preis pro Person und Tag für den ­Weihnachtsmarkt inklusive aller ­Adventveranstaltungen. Der Schlosshof mit seinen Adventhütten ist bei freiem ­Eintritt geöffnet. www.esterhazy.at

WEIHNACHTLICHE STIMMUNG Wien, Am Hof

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Wiener Karlsplatz, Art Advent

Torte, Keks & Mehlspeis Bei Aloisia schmeckt’s wie von Oma gebacken. Ganz nach ­burgenländischer Tradition zau­ bert die Meisterkonditorin süße Mehlspeisen und Hochzeits­ torten. Im Advent gibt’s Aloi­ sias berühmte Weihnachtsmi­ schung. Lassen Sie doch heuer das Backen sein und besuchen

Sie Aloisias Mehlspeiskuchl.  INFOS Aloisias Mehlspeiskuchl & Kaffeestub’n Untere Dorfstraße 29 7512 Badersdorf Tel. 03366/773 69 office@aloisia.at www.aloisia.at

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FOTOS: ÖSTERREICH WERBUNG/POPP HACKNER, WWW.PICTUREDESK.COM, WIEN TOURISMUS/CHRISTIAN STEMPER, GETTY IMAGES; FOTOLIA, MATTHIAS SILVERI, STADTGEMEINDE RUST, ESTERHAZY/ROLAND SCHULLER

SCHAU DISCOVER

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schaudiscover

SCHAU DISCOVER

Niederösterreich, St. Pölten

7 Eisenstadt, Fußgängerzone, Christkindlmarkt

Niederösterreich, Rosenburg

NÖ, Schlüsselamt Krems

Bis 24. 12. www.eisenstadt.gv.at 8 Rathausplatz St. Pölten, Christkindlmarkt Täglich bis 23. 12., Mo–Do 16–21 Uhr, Fr, So, Feiertag 13–21 Uhr, Sa 10–21 Uhr www.buerov.com

An den Wochenenden 3. & 4. 12. und 8. bis 11. 12., 11–20 Uhr www.rosenburg.at

FOTOS: ST. PÖLTEN, FOTOLIA (2), STIFT GÖTTWEIG/EVELINE GRUBER, LICHTSTARK

9 Waldviertler Christkindlmarkt auf der Rosenburg

Göttweig

10 Advent im Schlüsselamt, Krems Bis 24. 12., Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–17 Uhr, So 13_–17 Uhr, 8. 12. 10–18 Uhr www.schluesselamt.at 11 Adventlicher Zauber, Stift Göttweig Täglich bis 8. 12. 10–18 Uhr www.stiftgoettweig.at

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JETZT FRISCH

im Buchhandel, € 25,–

www.alacarte.at


schaudiscover Brauchtum, Kunsthandwerk, Adventmärkte und ­ odenständige Schmankerl. Anstelle vorweihnacht­ b licher Hektik kann man im Burgenland die Adventzeit voll Stimmung und Gemütlichkeit genießen.

Pannonischer Adventzauber TEXT VON RUDOLF MATHIAS

EIN PAAR WOCHEN vor dem großen Fest beginnt sie, die Vorfreude auf Weihnachten. Dazu tragen auch die romantischen Adventmärkte landesweit bei. Und das Burgenland hat viele Standorte zu bieten, die zum Bummeln und Einstimmen einladen – regionale kulinarische Köstlichkeiten inklusive.

men des Schlosses Esterházy in ­Eisenstadt? Jetzt im Advent laden Burgenlands Schlösser zu Brauchtum, Weihnachtsausstellungen und genussvollen Schmankerln bei stimmungsvoller Gemütlichkeit sowie ­vielen Attraktionen für Kinder: von Ponyreiten über Kutschenfahrten bis zu romantischen Lagerfeuern.

Weihnachtsstimmung auf Schloss und Burg

Adventmeilen quer durchs Land

Kennen Sie die weihnachtlich geschmückten Schlösser Halbturn, ­Lackenbach oder Kobersdorf? Oder waren Sie schon einmal bei den ­Weihnachtsmärkten auf der Burg Lockenhaus oder in den Prunkräu74  schau

In der Vorweihnachtszeit sorgen Dutzende burgenländische Adventmärkte mit Kunsthandwerk, Kulinarik und Brauchtum für stimmungsvolle Adventwochenenden. In der alten Freistadt Rust ist Romantik Trumpf – bei der Advent-

meile ebenso wie beim Weihnachtsmarkt mit „Sternenstaub und Engelshaar“ im Stadtmuseum Kremayrhaus. Die Landeshauptstadt ­Eisenstadt verwandelt ihre Fußgängerzone in einen Christkindlmarkt und der „Mörbischer Adventzauber“ in den malerischen Hofgassen gibt sich ebenso idyllisch wie der ­„Advent im Christbaumdorf“ Bad Sauerbrunn oder das mit 500.000 Lämpchen geschmückte Weihnachtshaus in Bad Tatzmannsdorf.

nachtsgala im Schloss Esterházy. Im Lisztzentrum Raiding versprechen die „Trumpets in Concert“ ein „Very special Christmas“, während in Bad Tatzmannsdorf die mächtigen Stimmen der Bolschoi Don Kosaken zu hören sind und Marc Pircher in Neudörfl eine echte „Zillertaler Weihnacht“ inszeniert. Nicht zu vergessen das „Weihnachtliche Wirtshaussingen“ im Dorfmuseum Mönchhof.

Orchester, Chöre, Tamburizza

Der Podersdorfer Advent widmet sich heuer ganz besonders dem Krampus – mit einer Krampusdisco sowie einem Perchtenlauf, mit dem vielerorts die bösen Geister vertrie-

Zu besinnlichen Melodien laden Ferry Janoska und Sopranistin Dagmar Schellenberger bei der Weih-

Krampus in Podersdorf

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FOTOS: WWW.SPORTIMAGE.AT, ÖSTERREICH WERBUNG/FILMSPEKTAKEL

Der Adventmarkt Schloss Kobersdorf zählt seit 1995 zu den Fixpunkten im vorweihnachtlichen Burgenland.


SCHAU DISCOVER

Burgenlands Stärke in der Adventzeit sind die traditionellen sowie originellen Weihnachtsmärkte in ländlicher Idylle. Der See ruht abseits des Trubels.

ben werden. Wenn die weg sind, kommt der Nikolo – im Apetloner Reiterhof Sonja benützt er dafür eine Pferdekutsche. Stiller Advent am See

Besinnliches Spazierengehen an den Ufern des Neusiedler Sees. Wer diese nicht auf eigene Faust erkunden will, schließt sich einer der WinterExkursionen des Nationalparkzentrums Illmitz an – und kehrt nach so einem Ausflug bei einem gemüt­ lichen Heurigen ein. Etwa in einem der Winzerhöfe des „Weinquartetts“ Donnerskirchen. Sie öffnen im Advent ihre Kellertüren und laden zu bodenständigen Schmankerln. heft 6|2016

X-Mas is here

In den letzten Jahren hat sich zunehmend ein interessantes Kontrast­ programm zur pannonischen Weihnacht etabliert. So heißt es etwa im Kulturzentrum Oberschützen bei Viktor Gernot „X-Mas Is Here“, die Kabarettisten Maschek präsentieren in Großwarasdorf ihren unterhalt­ samen Jahresrückblick in der Kuga und Unterschützen lädt zur X-MasParty ein. ///

Adventmärkte im Burgenland 18. 11.–18. 12. (FR, SA, SO 14–19 Uhr) Adventmeile, Rust

4. 12. (14–19 Uhr) Mittelalterlicher Christkindlmarkt, Stadt Schlaining

26. 11.–17. 12. Advent im Christbaumdorf Bad Sauerbrunn

4.–6. 12. Advent im Schloss Lackenbach

4./11./18. 12. (16–21 Uhr) Oggauer Adventzauber, Oggau

10. 12. (14–18 Uhr) Adventzauber, Stadt Schlaining

3.–4. 12. & 10.–11. 12. Pannonischer Weihnachtsmarkt, Halbturn

8.–11. 12. Adventmarkt im Schloss Esterházy, Eisenstadt

3.–4. 12. Advent in Bad Tatzmannsdorf

16.–18. 12. Historische Adventmeile, Purbach

3.–4. 12. Mörbischer Adventzauber, Mörbisch

Infos zu weiteren Advent-Events: Advent.Burgenland.Info

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schaurelax AVITA Therme Bad Tatzmannsdorf:

WENN ES DRAUSSEN KÄLTER WIRD, steigt die Lust, es drinnen wohlig warm zu haben. Jetzt ist die schönste Zeit des Jahres, um entspannte Wohlfühltage in der AVITA Therme zu verbringen. Entfliehen Sie dem Trubel und dem Weihnachtsstress und gönnen Sie sich eine ganz besondere Auszeit! Tauchen Sie ein in Österreichs dreifacher Wellnesstherme des Jahres und genießen Sie das wohlig warme Thermalwasser. Die vielfältige Poollandschaft mit über 2.000 m2 Wasserfläche lädt zum Entspannen ein! Zwischendurch bringen Sie zwölf Wohlfühlsaunen im Sauna Garten Eden ganz schön ins Schwitzen – vom Kräuterdampfbad über die Darre bis zur

Suhle. Für Sauna-Fans, die es ganz besonders heiß mögen, bereiten die Seesauna sowie die finnische ­Außenblocksauna ein himmlisches Saunavergnügen! Täglich verwöhnen Sie Saunameister mit herrlichen Aufgüssen wie Honig-, Bier- oder Kokospeeling-Aufguss. Damen, die allein oder mit Freundinnen relaxen möchten, finden im AVITA Lady’s Spa eine gute Alternative. Neben vier Wohlfühlsaunen gewähren hier kuschelige Rückzugsnischen, Aromadüfte und eine Erfrischungsecke eine besondere Wohlfühlzeit, exklusiv für die Frau! Das perfekte Workout erleben Sie im AVITA Fitness Center und beim kostenlosen Aktivund Wellnessprogramm! www.avita.at

FOTO: AVITA RESORT

Weihnachtszeit ist Wellnesszeit

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„Wir wollen unseren Gästen die Natur und den Genuss der Region näherbringen.“ Bert Jandl, Geschäftsführer VILA VITA Pannonia

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Eigentlich könnte sich Bert Jandl zurücklehnen und darüber freuen, was er in den letzten 25 Jahren aus dem pannonischen Feriendorf VILA VITA gemacht hat. WILLKOMMEN IN PAMHAGEN:

Advent am tiefsten Punkt Österreichs TEXT VON RUDOLF MATHIAS

FOTOS: WWW.GUENTERSTANDL.DE, RUDI MATTHIAS, VILA VITA PANNONIA (2)

Bert Jandl lädt zum stimmungsvollen Ausflug nach Pamhagen: Beim Adventkonzert – unter anderen mit Dagmar Schellenberger und Trompeter Alois Loidl – erlebt man die Vorweihnachtszeit von ihrer schönsten Seite.

BERT JANDL KANN einfach nicht anders. Statt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, reizt es den umtriebigen Hotelmanager viel mehr, seine Gäste mit der Kultur und Kulinarik des Seewinkels rund um den tiefsten Punkt Österreichs vertraut zu machen. Auch jetzt im Advent und zum Jahreswechsel setzt er Impulse. 114 Meter über dem Meeresspiegel liegt der tiefstgemessene Punkt Österreichs inmitten des Seewinkels – und die VILA VITA, eine der eindrucksvollsten Ferienanlagen der Ostregion, gleich daneben. An sich gibt es für den Gast kaum einen Grund, während seines Aufenthalts das Resort zu verlassen. Denn auf dem gut 200 Hektar großen Areal findet man so ziemlich alles, was man zum Urlaubmachen braucht: Schilfgedeckte Ferienhäuser, TopGastronomie, eigene Obst- und ­Gemüseplantagen, Wellness, Tennis, Joggingpfade, Badesee, Indoorpool mit geheizter Außenzone und eine Saunalandschaft, ja selbst ein Reitstall warten auf die Gäste. Und im Umland laden ausgedehnte R ­ adwege und ein Naturgenusserlebnisweg, der quer durch die ­„Gemüsekammer“ Österreichs führt, zur Bewegung ein.

gehört die Einbindung von bodenständigen landwirtschaftlichen Produzenten ebenso wie die Wein­ bauern der Region, aber auch die Schnapsbrennereien und alles rund um den Paprika, der hier im Seewinkel auch außerhalb von Glashäusern prächtig gedeiht. Stimmungsvolle Vorweihnacht

Jetzt im Winter konzentriert sich Jandl auf die Kultur und schafft mit seinem inzwischen legendären Adventkonzert in der Pfarrkirche Pamhagen wieder ein besonderes ­Erlebnis, dessen Reinertrag in die Renovierung der Kirche fließt. Für heuer haben neben Dagmar Schellenberger, die schon zum zweiten Mal dabei sein wird, Kammersän­ gerin Cornelia Hübsch, Alois Loidl (mit einem sensationellen Trompetensolo), Michael Hofmann (an der Kirchenorgel) und das Kammer­ orchester Mörbisch zugesagt. Aber auch der Jahreswechsel kann nahe dem tiefsten Punkt Österreichs in der VILA VITA gefeiert werden. /// www.vilavitapannonia.at

info

Hier wird der Genuss gelebt

Doch davon losgelöst hat Bert Jandl vor ein paar Jahren begonnen, gezielt seine Gäste mit der Region zusammenzuführen und ihnen Natur und Genuss näherzubringen. Dazu heft 6|2016

Adventkonzert Pfarrkirche Pamhagen 11. Dezember 2016 ab 15.30 Uhr

schau  79


schaugenuss

Brotzeit für sie & ihn TEXT VON NINA FIETZ, DIPL. ERNÄHRUNGSMANAGERIN

Wer liebt ihn nicht, den ersten Bissen in ein Scherzerl frisches Brot? Der köstliche Geruch und dann erst die resche Kruste. Am besten pur genießen!

Kulinarisches Gesamtkunstwerk

Brot ist ein kulinarisches Gesamt­ kunstwerk und braucht neben der Handwerkskunst des Bäckers auch hochwertige Zutaten und Zeit, viel Zeit. Denn es kann schon mal sechs Tage von der Vermengung der ersten Zutaten bis zum fertigen Laib dau­ ern. Dafür ist es dann ein unver­ gleichlicher Genuss, einfach herrlich und unverfälscht. Derartig aufwen­ dig und liebevoll gebacken, wird aus einem einfachen Brot heute schon fast ein Kultobjekt. Zum begehrten Gut, für das man auch mal eine Weile Schlange steht. Dann heißen diese Läden nicht mehr einfach „Bäcke­rei“, sondern tragen moderne, urbane Namen – und je nachdem, ob man beim Feinsten oder in einer Boutique für Brot einkauft, um die acht Euro muss man schon für ein Kilo solchen Brotes bezahlen. Dieses High-End-Brot hat mit der Backware, die man beim Diskonter frisch aus dem Ofen bekommt, nicht mehr viel zu tun. Und dieser Hype konnte nur als Reaktion auf die industrielle und minderwertige Massenware entstehen. Deren Zu­ tatenliste ist lang, sind doch dem 80  schau

Billigbrot fast immer Aromen, Ge­ schmacksverstärker, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, diverse Malz­ sorten oder Zucker zugesetzt. Die schöne dunkle Farbe kommt meist nicht von vollwertigem Getreide, sondern von Röstmalz, das dem Einfärben dient; die Körner auf der Kruste sind gerade mal Deko. Doch auch der Gang zum her­ kömmlichen Bäcker garantiert längst nicht mehr wertvolle Inhalts­ stoffe, denn auch hier greifen schon industrielle Backmischungen um sich. Schade, denn Brot zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Grundnahrungsmittel Brot

Ob nun Frühstücks-, Jausen- oder Abendbrot – Brotzeit ist immer. Zu Unrecht kam es als Dickmacher in Verruf. Doch dick macht meist der Belag: viel Butter, fette Wurst, kalo­ rienreicher Käse. Bei hochwertigem Brot – am besten aus Vollkornmehl und mit echtem Sauerteig gebacken – steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an. Es hält lange satt und liefert auch Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Im Rahmen einer aus­ gewogenen, abwechslungsreichen Ernährung hat Brot also einen wich­ tigen Platz. Nur übertreiben sollte man es nicht und das wertvolle ­Getreide nur mehr als Frühstücks­ semmerl oder schnelles Weckerl ­zwischendurch zu sich nehmen. Ge­ nauso wichtig auf dem Speiseplan sind gekochte Getreidegerichte aus vollem Korn. Warum also nicht einmal gleich in der Früh mit einem hochwertigen

Armer Ritter Zutaten einige Scheiben altbackenes Brot/Toast 3 Eier etwas Milch Zimt, Vanille 2 EL Butter Staubzucker Obst der Saison Preiselbeermarmelade Zubereitung Die Eier mit der Milch, dem Zimt und der Vanille verrühren, eventuell ein wenig zuckern. Danach die Brotscheiben in der Mischung einweichen, sie sollen viel davon aufsaugen. Butter in einer Pfanne zerlassen und getränkte Brotscheiben von beiden Seiten anbraten. Mit Staubzucker bestreut servieren.

Tipp Entkernte Apfelscheiben (oder Ananas) anbraten, mit einem Löffel feinster Preiselbeermarmelade garnieren: Fertig sind die „Reichen Ritter“ – und die sind auch bei Kindern sehr beliebt. Natürlich lässt sich Obst der Saison immer dazu kombinieren!

Brot in den Tag starten oder ein ­älteres Brot vor dem Wegwerfen ­bewahren und daraus ein köstliches Frühstück zaubern? Denn Brot ba­ cken kann man auch zu Hause! Pro­ bieren Sie einfach das Rezept für das Eiweißbrot aus oder verarbeiten Sie etwas altbackenes Brot zum „Armen Ritter“. Erleben Sie den höchsten Genuss mit den besten Zutaten – außerdem schmeckt selbst Gemach­ tes gleich noch mal so gut! ///

Eiweißbrot Zutaten 135 g Sonnenblumenkerne 90 g Leinsamen 65 g Mandeln/Erdmandeln, gerieben 145 g Haferflocken 2 EL Chiasamen oder Hanfsamen ev. 3 EL Flohsamenschalen 3 EL Olivenöl knapp 350 ml Wasser je 1 TL Kümmel, Fenchel, Anis, gemahlen 1 Prise Kardamom Zubereitung Trockene und feuchte Zutaten jeweils seperat mischen. Erst dann die flüssigen Zutaten in die trockenen einrühren, bis alles gleichmäßig feucht ist. Wenn der Teig zu dick ist, noch etwas Wasser zugeben. Den Teig in eine Kastenform füllen, oben glatt streichen und über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen (mind. 2 Stunden). Ofen auf 175 Grad vorheizen und Brot 20 Minuten backen. Dann aus der Form nehmen und direkt auf dem Gitter ­weitere 50 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim Daraufklopfen hohl klingt. Auskühlen lassen und die Köstlichkeit in Ruhe genießen!

Tipp Am besten schmeckt es ohne alles, aber vielleicht darf ein Hauch Butter das Gebäck begleiten. Viel mehr nicht, denn das Eiweißbrot ist sehr nahrhaft!

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FOTOS: STOCKFOOD, PRINTEMPS/FOTOLIA; MERKUR (2), WEIN-LAGERLOGISTIK GMBH (3)

BROT-WELTMEISTER sind wir in Österreich, Kopf an Kopf mit ­unseren deutschen Nachbarn. Mit rund 300 verschiedenen Brotsorten gibt es wohl nirgendwo auf der Welt ein derartig vielfältiges Angebot, dabei sind die unterschiedlichen ­ ­Gebäcksorten noch gar nicht mit­ gerechnet.


Neue Weinbar eröffnet im MERKUR Hoher Markt Exklusive Voraberöffnung

Eine feierliche Voraberöffnung fand im exklusiven Rahmen statt. Kerstin Neumayer, MERKUR-Vorstands­ vorsitzende, und Leo Krastev, Markt­ manager MERKUR Hoher Markt, ­hießen gemeinsam mit den beiden gastronomischen Leitern der neuen Weinbar, Herbert Schmid und Chris­ tian Kaufmann, die Gäste willkom­ men. Neben zahlreichen österreichi­ schen Top-Winzern zählten u. a. zu den anwesenden Gästen Frank ­Hensel, Vorstand der REWE Inter­ national AG, Moderator und „Gault Millau Österreich“-Herausgeber Karl Hohenlohe, Melanie Moser, Weinprinzessin von Niederösterreich 2015–2017, sowie Vanessa SteinmetzBundy und Hannes Steinmetz von BUNDY BUNDY.

info

Weinbar MERKUR Hoher Markt Luden zur Voraberöffnung: Kerstin Neumayer, MERKURVorstandsvorsitzende, und Frank Hensel, Vorstand der REWE International AG.

Die Weinbar im MERKUR Hoher Markt (1010 Wien) ist montags bis freitags von 8.30 bis 22 Uhr sowie samstags von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet. www.merkurhohermarkt.at

Bild: Petra Neulinger

ADVERTORIAL

WEINLIEBHABER, Weinkenner und all jene, die es noch werden möchten, dürfen sich freuen, denn im zweiten Stock des MERKUR Flagship-Stores in der Wiener In­ nenstadt eröffnete vor Kurzem eine neue Weinbar. Das Besondere da­ ran: Zur Auswahl steht das gesamte Sortiment der Weinabteilung – ins­ gesamt 1.200 Weine aus der ganzen Welt können flaschenweise direkt an der Bar konsumiert werden. Weiß­ weine werden binnen fünf Minuten auf Trinktemperatur gekühlt. Darüber hinaus gibt es monatlich wechselnde Weine im Glas zum ­Probieren und Verkosten. Ergänzt wird das Weinangebot um eine kleine Speisekarte mit exquisiten Antipasti und Köstlichkeiten wie Beef Tatar, Lachscarpaccio oder ­„Fines de Claire“-Austern.

Edle Weine und feines Ambiente bietet die neue Weinbar im MERKUR am Hohen Markt.

Alles rund um den Wein Nationale und internationale Weine zum Ab-Hof-Preis, Degustations­ seminare, Wein-Accessoires und -Geschenke: Das Angebot des ­Wineshops in Parndorf ist groß. Im liebevoll eingerichteten Shop lässt sich der Feierabend für Liebhaber der edlen Tropfen richtig genießen. Auch in der Vorweihnachtszeit lohnt sich ein Besuch: Ab Dezember gibt es jeden ersten Freitag im Monat eine „Feierabend Special – Weinverkos­ tung“. Dabei werden sämtliche Weine glasweise oder auch flaschenweise zum Kosten angeboten. Wein-Lagerlogistik GmbH Heidehofweg 9, 7111 Parndorf, Telefon 02166/206 74, www.wein-logistik.at heft 6|2016

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schaugenuss

Die burgenländische Agrarlandesrätin Verena Dunst will den Uhudler als pannonische Kulturmarke etablieren.

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heft 6|2016


Lange galt der Uhudler als Rabiat-Perle der Gesetzlosen. Seit April ist es nun amtlich: Die Uhudler-Rebstöcke ­müssen nicht gerodet werden. Im Gegenteil: Der Uhudler hat jetzt die Chance, sich als neue burgenländische ­Kultmarke legal zu etablieren. DER KRIMI IST VORBEI:

Jetzt darf der Uhudler endlich legal Wein sein

FOTOS: KRISTIAN BISSUTI, SÜDBURGENLAND TOURISMUS (2)

TEXT VON RUDOLF MATHIAS

„DER UHUDLER DARF nicht sterben, er ist Teil unseres Kultur­ gutes und gehört zur Identität des Südens unseres Landes“, polterte die vor gut einem Jahr frisch designierte Agrarlandesrätin Verena Dunst und setzte sich letztlich durch. Mit Bescheid vom 13. April 2016 hat die Burgenländische Landesregierung die Aufnahme von neun UhudlerRebsorten in die burgenländische Weinbauverordnung offiziell beschlossen. Gleichzeitig wurde das Wiederbepflanzungsverbot aufgehoben und statt Strafzahlungen für den Ausbau gibt es jetzt Unterstützung durch das Weinmarketing zur Positionierung des Rebensaftes in den Regionen Jennersdorf und Güssing. Der Grund für die K ­ ehrtwende des Verbots ist die Erkenntnis, dass die Ripatella-Rebsorte genetisch gleich der Sorte Concord ist, die als erlaubte Rebsorte ausgewiesen ist. Mit der Reblaus fing alles an

Zu verdanken haben wir diese Weinrarität, von der man angeblich blind, blöd und bösartig wird, eigentlich der großen Reblaus-Epidemie, die um 1870 aus Amerika eingeschleppt worden ist. Zur Bekämpfung führte man Reblaus-resistente Stöcke nach Europa ein und kreuzte sie mit heimischen Sorten. Der robuste Uhudheft 6|2016

ler erwies sich allerdings nicht nur als Reblaus-resistent – man sagte ihm auch einen gesundheitsschäd­ lichen Anteil an Fuselölen und Methanol nach, was zu einem ersten Verbot in den 1930er-Jahren führte und mit der Absicht endete, bis 2020 alle Uhudler-Bestände zu vernichten. „Mit dem fruchtigen Wein

„Der Uhudler spiegelt jahrzehntelange Tradition und gelebte Regionalität wider – jetzt haben wir ihn wieder.“ Verena Dunst

hat jetzt die Region ein Alleinstellungsmerkmal, das wir zur Marke entwickeln können, mit der wir weit über unsere Landesgrenzen hinaus Werbung für das Uhudler-Land ­machen können“, betont Dunst und hebt hervor, dass es jetzt darum gehe, nicht nur neue Ausbauflächen in den Uhudler-typischen Regionen Jennersdorf und Güssing zu schaffen, sondern sich im selben Zug ­daranzumachen, die Identität dieser einzigartigen Region wieder sichtbar zu machen und touristisch aufzuwerten. Die Besucherzahlen bei den momentan noch wenigen Events

wie den Uhudler-Festen in Heiligenbrunn und Eltendorf zeigen, was an Potenzial in dem mediterran ­wirkenden Landstrich liegt. Dazu gehört auch, die im Dornröschenschlaf dahinschlummernden Kellerstöckl wach zu küssen. Hier soll eine großzügige Aufwertung erfolgen, denn rund um den sanften Tourismus wird das Wohnen im Keller­ stöckl inmitten der intakten südburgenländischen Landschaft immer beliebter, was zu einem enormen touristischen Potenzial für das Südburgenland führt.

Kellerstöckl sind eine immer beliebter werdende Location für Buschenschank und Wohnen inmitten der sanften Natur.

Uhudler als Tourismusmagnet

Doch momentan sind es erst 50 Hektar, auf denen der Uhudler ausgebaut wird, und ein paar ­wenige, die sich darauf verstanden haben, ihre Kellerstöckl so auszubauen, dass sie den Erfordernissen des sanften naturnahen Tourismus auch entsprechen. Doch Verena Dunsts Experten ziehen eifrig durchs Land und erarbeiten im Rahmen von Brainstormings und Workshops gemeinsam mit den Akteuren der Region mögliche Potenziale ­heraus, die allesamt dazu beitragen können, diesen idyllischen L ­ andstrich zu ­ einer der begehrenswertesten Tourismusregionen Zentraleuropas zu machen. ///

Uhudler – der verbotene Wein ist jetzt legal und soll zum Markenzeichen weit über die Grenzen des Südburgenlands hinaus werden.

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schaugenuss „SUSSITZ – WIR LEBEN WEIN“

Genussvolle Ideen, nicht nur zum Verschenken TEXT: CHRISTOPH BERNDL

Alles, was man für einen schönen Abend braucht, an einem Platz vereint. Diese Philosophie macht „Sussitz – Wir leben Wein“ für seine Kunden seit Kurzem auch in Wien erlebbar. Ob im Geschäft oder online, das Credo heißt „Zuverlässigkeit in Auswahl und Preis“.

DAS VIERTEL RUND um den Karmelitermarkt in der Wiener Leopoldstadt ist unter Genießern längst kein Geheimtipp mehr. Wer auf der Suche nach genussvollen Entdeckungen ist, wird hier mit Garantie ­fündig. Seit Kurzem ist das Grätzel um eine lukullische Adresse reicher. Genau an der Ecke Krummbaumgasse und Große Schiffgasse offeriert bereits seit sieben Monaten die Firma ­„Sussitz“ auf 180 m2 Verkaufsfläche ein unglaublich vielfältiges Potpourri delikater Versuchungen. „Wir leben Wein“ lautet der Claim, doch längst zählen auch feinste Lebensmittel aus Italien, kurz Alimentari, sowie Spirituosen, Bücher, CDs und ausgewählte Geschenkartikel zum Angebot. In der ehemaligen Postfiliale finden sich insgesamt 1.500 Produkte.

Tradition verpflichtet

Geschäftsführer Hermann Sussitz hat dabei stets das Ziel vor Augen, seine kompromisslose Qualität zu fairen Preisen anzubieten. „Gute Qualität alleine wäre zu wenig, auch der Preis muss stimmen. Daher haben wir etwa bei unseren Weinen aus Österreich die Ab-Hof-Preis­ garantie.“ Dieser Pioniergeist mit Blick auf den Kunden liegt der Familie des Kärntner Jungunternehmers im Blut. ­„Unsere Firma gibt es seit 1948 und jede Generation hat versucht am Puls der Zeit zu bleiben. Mein Großvater eröffnete nach dem Krieg den ersten Greißler in Klagenfurt. Auf der Pergola wurde damals noch mit dem Begriff ,Südfrüchte‘ geworben. Er hatte acht verschie-

dene Sorten Orangen und sechs verschiedene Sorten Zitronen im Angebot. Das gab es damals noch. Mit dem Retro­trend kommt das jetzt langsam ­ wieder zurück. Meine Vision ist es, die Genussvielfalt zu erhalten und gerade deshalb den Schwerpunkt auf heimische und mediterrane Produkte zu legen.“ Feiner Käse zur Belohnung

Und wie kam es zu der Idee, in Wien ein Geschäft zu eröffnen? Hermann Sussitz: „Ich habe an der WU Wien Internationale Wirtschaft studiert. Immer wenn ich eine Prüfung geschafft habe, habe ich mich mit feinem Käse beim Pöhl am Naschmarkt belohnt. Dabei fiel mir auf, dass es Geschäfte, wie unseres in Klagenfurt, in Wien eigentlich gar nicht gibt.“ Würze des Lebens

Was schenken, wenn der Beschenkte schon alles hat? Mit erlesenen Geschenk­boxen, die man auch online zusammenstellen kann, fällt Freudemachen wieder leicht.

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Eine Spezialität des Hauses ist die ­besondere Vielfalt an erlesenen Gewürzen, die simple Rezepte erst in einzigartige Gerichte verwandeln. ­ Hermann Sussitz: „Bei den Gewürzen kennt ein Großteil der Österreicher seit 120 Jahren eigentlich nur eine große Marke. Das zeigt mir als Unternehmer, dass Firmen vergessen haben, innovativ zu sein. Diese Nische hat noch keiner entdeckt.“ Bis jetzt. Denn mit der Serie „Altes ­Gewürzamt“ sorgt die Firma Sussitz für Abwechslung am Gaumen – und das exklusiv in Österreich. Hinter der Marke steckt Ingo

„Wir haben rund 1.500 handverlesene Produkte im Angebot. Unsere Kunden können auf die individuelle Beratung und das kulinarische Verständnis der Familie Sussitz vertrauen.“ Hermann Sussitz über seine Philosophie

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Was Sie unbedingt probieren sollten:

Geschenkbox „Alles Italien“ Laut Hermann Sussitz die beliebteste Geschenkbox des Hauses. In ihr befindet sich alles für italophile Stunden – vom Sugo über unvergleichliche Pasta bis hin zu Oliven in allen Variationen und natürlich eine Flasche feiner Rotwein. Erhältlich sowohl im Geschäft als auch im Webshop um 45,90 Euro exklusive Versand.

„Altes Gewürzamt“ – so schmeckt die Welt Die Gewürzkreationen des ehemaligen Sternekochs Ingo Holland machen aus einfachen Gerichten erlesene Gaumenfreuden. Neben den Basisgewürzen warten feinste Selektionen sowie G ­ ewürzmischungen wie die „Mélange Noir“, eine Mischung dreier schwarzer Pfeffer.

FOTOS: TANJA HOFER (3), SUSSITZ, ALTES GEWÜRZAMT

Hermann Sussitz hat eine ehemalige Postfiliale im Karmeliterviertel in eine kulinarische Schatzkammer verwandelt.

Hochprozentiges mit K.-u.-k.-Touch Neben hochwertigen Weinen verwöhnt Hermann Sussitz auch mit einer Auswahl erlesener Spirituosen von Whisky über Gin bis hin zum Rum. Besonders empfehlenswert: „Michlers Austrian Empire Navy Rum Reserva 1863“ aus Barbados. Der kräftige Melasse-Rum reift in ­Eichenfässern und wird von der ­Albert Michler Distillery a ­ bgefüllt. Der Namenspatron belieferte einst unter anderem auch die Kriegs­marine der K.-u.-k.-Monarchie.

Holland aus Klingenberg am Main. Geschenkboxen aus dem Netz uns zurückgreifen. Der Klassiker Der ehemalige Spitzenkoch hat vor ist unsere Box ,Alles Italien‘ um ein paar Jahren die Seite gewechselt Großes Augenmerk legt Hermann 45,90 Euro.“ Neben Lebensmitteln und sich das Handwerk des Gewürz- Sussitz auf den eigenen Webshop. und Wein lassen sich auch passende müllers selbst beigebracht. Mit Erfolg. Dabei soll einerseits das besondere ­Bücher und ausgewählte CDs in die „Im Programm befinden sich jeweils Einkaufserlebnis auch in der digita- Box packen. So hochwertig wie der mehr als 20 Salze und Pfeffer sowie len Welt fortgeführt werden, ande- Inhalt ist auch die Verpackung. 80 Einzelgewürze von Anissamen bis rerseits hat es für Hermann Sussitz Während andere Webshops ihre Wainfo Zimt. Darüber hinaus warten mehr auch rein praktische Gründe. ren zweckmäßig, allerdings wenig als 100 Mischungen, die alle hand­ „Meine Überlegungen waren simpel. ästhetisch verpacken, hat Hermann verlesen komponiert werden. Egal, Was können wir anbieten, was nicht Sussitz großes Augenmerk darauf ob Barbecue oder vegetarische Küche bereits auch andere Webshops ab­ gelegt, wie das Geschenk mit dem – für jeden Geschmack und Anlass decken? So bin ich auf die Idee mit Paketdienst an der Zieladresse an­findet sich die passende Zusammen­ den Geschenkboxen gekommen. Sie kommt. Im Überkarton findet sich „Sussitz – Wir leben Wein“ stellung“, sagt Hermann Sussitz. Ab- sind eine ideale Idee, um jemandem eine liebevoll gestaltete G ­ eschenkbox, Krummbaumgasse 2–4, gerundet wird das Sortiment mit wei- eine Freude zu machen, der eigent- sogar das Papierdesign entwickelt 1020 Wien teren köstlichen Versuchungen, wie lich schon alles hat. Dabei kann der die Firma selbst, und auf Wunsch Mo–Do 10–13 und 14–19 Uhr, Fr 10–19 Uhr, Sa 9–14 Uhr feinen Chutneys oder in Konfit einge- Kunde aus unserem Angebot seine kann auch eine Grußkarte beigelegt Tel. 01/212 50 00 legten Feigen und Knoblauch franzö- individuelle Kollektion zusammen- werden. Na dann, Weihnachten E-Mail: wien@sussitz.eu Webshop: www.sussitz.eu stellen oder auch auf Vorschläge von kann kommen. /// sischen Stils sowie Senf. heft 6|2016

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vinoschau

Wo die Alleskönner zu Hause sind TEXT VON MICHAEL KRAUSE, FOTOS: PAUL SZIMAK

Ein spezifischer Boden, traditionelle Sorten und ein bedachter Ausbaustil sind die Basis für die Weine mit dem Leithaberg-DACSiegel. Die edlen Tropfen profitieren natürlich auch vom Klima. EINE FRAGE DER LAGE. Westlich des Ufers, auf der burgenländischen Seite des Leithagebirges, liegt das Weinbaugebiet Leithaberg. Mit seinen 3.576 Hektar gehört die ­hügelige Region nicht nur zu den schönsten Landschaften des Landes, sondern verfügt auch über ganz spezielle klimatische Bedingungen. Denn die Sonnentage rund um den Neusiedler See sind häufig. Und lang. Es gibt mehr als 2.000 Sonnenstunden pro Jahr. Ideal also für den ­Anbau von gutem Wein. Das milde pannonische Klima, die Winde vom See und der Sonnenschein ermög­lichen ein langes Ausreifen der ­Trauben, während die

kühlen Nächte im Gebirge für intensive Aromen sorgen. Und nicht nur das: Auch die geologischen Besonder­heiten der Bodenstruktur aus Glimmerschiefer und Muschelkalk, auch Leithakalk genannt, spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von besonderen Weinen. Der Kalk verleiht eine leicht salzige Note, der Schiefer die nötige Spannung. Ein wahrer Bodenschatz für die ansässigen Winzer. Junge Erfolgsstory

Diesen perfekten Voraussetzungen und der jahrelangen (Zusammen-) Arbeit zahlreicher namhafter Winzer

ist es zu verdanken, dass 2010 Leithaberg in den Status einer DACRegion erhoben wurde. Das sehr spezifische Terroir, traditionelle Sortenwahl und ein klassischer Ausbaustil waren dabei entscheidend. Im Kollektiv, doch individuell

Über 70 Winzer haben sich mittlerweile dazu entschlossen, als Leithaberg-Mitgliedsbetriebe unter dem DAC-Siegel mineralische und herkunftstypische, elegante Charakterweine vom Leithaberg zu keltern. Ein feines Geflecht aus Fruchtaromen, Säure, Mineralität und eine elegante Tanninstruktur: So individuell die

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Handschrift der Winzer von Jois bis Müllendorf ist, so ident ist ihre gemeinsame Idee bzw. das Konzept ­dahinter – die Einzigartigkeit der ­Region in die Flasche zu füllen. Leithaberg schmeckt man

Kollektive Stärke: Die Winzer des Weinbau­gebiets Leithaberg sind auf dem ­Erfolgsweg.

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Die Weine sollen eben Botschafter ihrer unverwechselbaren Herkunft sein, also vom Laien und Weingenießer erkostbar und leicht zuordenbar sein. Großes Augenmerk wird deshalb auf die Punkte Balance, Finesse und Eleganz gelegt. Übermäßiger, dominanter Holzeinsatz ist ebenso tabu wie hoher Alkoholgehalt oder Restzucker. Die Weine werden ausschließlich trocken vinifiziert (ausgebaut). Bei der Kellerarbeit wird nur heft 6|2016


SCHAU AB HOF

„Leithaberg ist Tradition und Leidenschaft in ­Flaschen gefüllt!“ Hans Nehrer, Obmann Verein Leithaberg

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minimal eingegriffen. Nach der Handlese werden die Trauben eingemaischt und vergoren – eigentlich immer ohne Zusatz von Kulturhefen. Die Winzer geben dem Wein die nötige Zeit für seine Entwicklung.

böden. Auch der Grüne Veltliner bringt als Leithaberg weiß – vor ­allem auf Schiefer – hervorragende Qualitäten hervor. Der rote Leithaberg reift im Holzfass heran und ist ein vielschichtiger Blaufränkisch.

Rot und weiß

Ein Wein zum Essen

Eine Besonderheit stellt die Sortenauswahl dar. Als einziges DAC-Gebiet Österreichs werden weiße und rote Weine der „Reserve“-Kategorie angeboten. Seit 2015 werden auch Einzellagen unter dem DAC-Siegel abgefüllt. Die weißen LeithabergWeine werden aus den Burgundersorten Weißburgunder, Chardonnay, aber auch Neuburger gekeltert. Sie gedeihen besonders gut auf Kalk­

Leithaberg-Weine präsentieren sich generell als ideale Speisenbegleiter der kreativen oder pannonischen Küche. Sie ergänzen auch kräftig gewürzte, asiatische oder üppige ­ Gerichte. Ein Weißer passt zu ­ ­Tafelspitz, Wiener Schnitzel oder Backhendl. Oder zum Fisch. Der Rote harmoniert mit einem kurz angebratenen Steak, Wild oder Lamm. Klingt verführerisch ... ///

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7 1 Das milde pannonische Klima und lange Sonnentage ermög­ lichen ein langes Ausreifen der Trauben. 2 Den richtigen Zeitpunkt für die Traubenernte abzuwarten fällt oft gar nicht so leicht. 3 Manuelle Weinlese: Die reifen Trauben werden traditionell von Hand geerntet. 4 Die verwertbaren Trauben werden auf Hänger geladen und abtransportiert. 5 Die Beeren werden nun im nächsten Schritt, dem Maischen, zerquetscht. 6 Nach dem Pressen erfolgt die Gärung in Fässern, Metalltanks oder Edelstahlbehältern.

info

Verein Leithaberg Johannesstraße 25 7082 Donnerskirchen E-Mail: wein@leithaberg.at Weitere Informationen unter: www.leithaberg.at Winzer-Liste: www.leithaberg.at/#winzer

7 Reifung: Der Jungwein ruht nun ein paar Wochen.

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser! 4. Nicht abschrecken lassen. Wenn Experten die Komplexität der Technologie hervorheben wollen, ist das verständlich. Aber für Sie, als Konsumenten, ist nicht wichtig, wie sie funktioniert, sondern wofür sie eingesetzt werden kann. Automation muss im Hintergrund ablaufen, um sich daran erfreuen zu können. Um sich mit den Pros und Cons der Hausautomation vertraut zu ma-

„Ein Smart Home muss dazu beitragen, dass wir unsere Individualität ausleben können.“ „Schnickschnack, zu teuer, keine wirklichen Vorteile.“ Jeder kennt die Geschichte vom intelligenten Kühlschrank, der Milch nachbestellt. Das schreckt ab. Ein Realitäts-Check aber rückt Perspektiven zurecht. 1. Wir haben individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen vom Leben im Haus. Home Automation soll unsere Individualität unterstützen. 2. Lebensweisen ändern sich. Heute wollen Kinder im Kinderzimmer nur schlafen, später dort wohnen oder ein Home Office einrichten. Automation soll Veränderung ­unterstützen. 3. Technik kommt zuletzt. ­Wichtiger ist zu wissen, wie man ­leben will. Automation darf vom Wesentlichen nicht ablenken. 88  schau

chen, ist es am besten, zahlreiche Häuser zu besuchen, die damit ­ausgerüstet sind. In der nächsten Ausgabe des schau-Magazins am 22. Februar 2017 lesen Sie, wie Kommunikationseinrichtungen im Haus das Alltagsleben bereichern.

Herzlichst, Ihr Dr. Richard Woschitz Der Autor ist Gründer und Eigentümer der Woschitz Group, einem Netzwerk an Ziviltechnik-Büros in Wien, Feldkirchen (RWT Plus), Eisenstadt, Oberwart (Woschitz Engineering) und Mödling (DWP Ingenieure). Dazu kommen Kompetenzzentren für die Projekt­ entwicklung (Pannonia Consult) und die Immobilienbewertung (InterREC).

Ein neues Zuhause finden Qualitativ hochwertige und zugleich leistbare Wohnungen und Reihenhäuser bereitzustellen, das ist die Hauptaufgabe der Ersten Burgenländischen Gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft, kurz EBSG.

der Seezugang sind ausschließlich für Bewohner des Seeparks reserviert. Das komplette Areal ist ­eingezäunt und mit einem Schranken, der mittels Hand­ sender zu öffnen ist, ausgestattet. Einfach flexibel

Wohnen, wo andere urlauben

Wohnen am See genießen, ohne selber zu bauen – das finden Sie im aktuellen Projekt Seepark Kittsee. Der Seepark liegt südwestlich von der slowakischen Hauptstadt Bratislava gegenüber großer Marillengärten. Im Westen erstreckt sich die Parndorfer Heide mit ihrer unvergleichlichen Vegetation. In dieser idyllischen Lage entstand am Westufer eine exklusive, frei finanzierte Architektenreihenhausanlage mit 16 Einheiten. ­Gebaut wurde in vier Bauteilen in Massivbauweise mit Kellergeschoß, Erdgeschoß und Obergeschoß. Immer dabei: ein Carport für jeweils zwei Pkw-Stellplätze. Ein Bonus: Die Liegewiese und

Da das Projekt nicht wohnbau­ gefördert ist, können die Häuser sowohl in Miete (mit Genossenschaftsanteil) als auch in Eigen­ tum übernommen werden. Es sind keine Einkommensgrenzen einzuhalten, auch Weitervermietung ist möglich. info

Erste Burgenländische Gemeinnützige Siedlungs­ genossenschaft, reg.Gen.mbH Ansprechperson: Doris Geppert Telefon 02631/22 05-23, E-Mail: d.geppert@ebsg.at www.ebsg.at

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FOTOS: WWW.WETZELSDORFER.AT, EBSG (4)

Die fortschreitende Digitalisierung ist drauf und dran, alle Branchen zu revolutionieren. Auch im Baubereich zieht zunehmend der Computer ein. Aber: Brauchen wir wirklich eine volle Hausautomation? Ist der Konsument darüber ausreichend ­informiert worden? Und was stellt er sich darunter eigentlich vor? Viele Konsumenten haben ein ­falsches Bild vom Smart Home:


ADVERTORIAL

WOHNBAUFÖRDERUNG

Garant für leistbares Wohnen Das Burgenland hat den höchsten Anteil an Eigenheimen und durchschnittlich die niedrigsten Mieten aller Bundesländer. Möglich ist das durch die beste Wohnbauförderung.

Familienglück & Lebensqualität: Mit der Wohnbauförderung im Burgenland fördert das Land die Schaffung und den Erhalt von Wohnraum.

FOTOS: FOTOLIA

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ohnen ist eines der Grundbedürf­ ten Bauinitiative „Wir bauen burgenländisch“. nisse des Menschen – die Wohn­ Neben der Förderung von Neubauten und qualität ist ein bestimmender Faktor der Sanierung werden unter anderem auch der Lebensqualität. Gemessen an der Bevöl­ Schwerpunkte wie „Junges Wohnen“ und kerungszahl verfügt das Burgenland über „Sicheres Wohnen“ gesetzt. Durch „Sicheres das höchste Wohnbauförderungsbudget. 2016 Wohnen“ wird die Installierung von Alarm­ ­stehen rund 125 Millionen Euro bereit. Fast anlagen und Sicherheitstüren gefördert. Im 20.000 Wohneinheiten wurden von 2011 bis ersten Halbjahr 2016 wurden für diesen nicht 2015 im Burgenland gefördert und dafür ins­ rückzahlbaren Zuschuss insgesamt mehr als gesamt 655 Millionen Euro aus den Mitteln der 300.000 Euro zugesichert. Wurde der Einbau Wohnbauförderung zugesichert. einer Sicherheitstüre früher nur bei Wohnun­ gen gefördert, ist dies nach einer Novellierung Damit ist die Burgenländische Wohnbauförde­ auch bei Eigenheimen und Reihenhäusern rung nicht nur ein Garant für qualitatives und möglich – allerdings nur bei gleichzeitigem leistbares Wohnen im Land, sondern auch ein Einbau einer Alarmanlage. wichtiger Faktor für die heimische Bauwirt­ schaft und für die Beschäftigung im Land. Neu: „Gemeinde-Call“ Durch die Wohnbauförderung werden rund Einen zusätzlichen Impuls für leistbares Woh­ 1.500 Arbeitsplätze gesichert. nen soll die neu ins Leben gerufene Sonder­ Im Bereich der gemeinnützigen Bauträger wer­ förderaktion „Gemeinde-Call“ bringen. Damit den mehr als 90 Prozent des gesamten Bauvo­ wird die Errichtung von Wohnungen im mehr­ lumens als Bauaufträge an heimische Firmen geschoßigen Wohnbau gefördert, wobei eine vergeben. Das entspricht auch der Zielsetzung Wohnhausanlage aus sechs Wohneinheiten der von Land Burgenland und Partnern forcier­ bestehen soll. Insgesamt 15 W ­ ohnhausanlagen

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werden gefördert, womit über das ganze Land verteilt besonders günstige Wohnungen ge­ schaffen werden. Die monatliche Miete soll bei unter fünf Euro pro Quadratmeter Wohn­ nutzfläche liegen. Gebaut werden die Woh­ nungen von burgenländischen Wohnbauge­ nossenschaften. Die Förderaktion richtet sich an jene Gemeinden, die entsprechende Grund­ stücke zur Verfügung stellen. •

 INFOS Burgenländische Wohnbauförderung Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt Telefon 02682/600 oder 057/600 (Lokaltarif) Dw. 2800 E-Mail: post.a3-wbf@bgld.gv.at www.burgenland.at/wbf

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„Wohnfühlen“ mit dem Experten TEXT VON MICHAEL KRAUSE

FOTOS: WWW.NEUSIEDLERSEEVILLEN.COM, EXPERT PINETZ GMBH (2)

„Spezialist für den Speckgürtel“: Bei EXPERT Pinetz bleibt kein Wunsch unerfüllt.

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Luxus am See: Die exklusiven Villen in Oggau wurden von EXPERT Pinetz mitgestaltet.

DER KÜHLSCHRANK, der selbst nachbestellt, wenn die Milch aus ist – den gibt es (noch) nicht. Manche Menschen würden ihn auch gar nicht wollen. Zu kompliziert, moderner Schnickschnack oder auch zu teuer: Das sind Abneigungen, die es zum Thema „Smart Home“ gibt. Smart Home oder Smart Living bedeutet, sein Haus oder seine Wohnung durch Automatisierung bequemer, einfacher und intelligenter zu machen. „In einem Smart Home können beispielsweise Licht, Heizung, Jalousien oder ganze Szenen automatisch oder mit Smartphone und Tablet gesteuert werden“, erklärt Erich Pinetz, EXPERT-Elektrotechniker aus dem See­winkel. „Man kann heute mittlerweile schon jeden Wunsch erfüllen.“ Pinetz weiß, wovon er spricht. Von Elektroinstallationen über Heizung, Klima und Lüftung bis zu Photovoltaik reicht sein Know-how. Am Anfang war die Wärmepumpe

In Neusiedl am See und in Frauenkirchen stehen EXPERT-Techniker seit mittlerweile 60 Jahren mit Rat und Tat zur Seite. Daneben gibt es noch eine Filiale in Fischamend. Gegründet wurde die bodenständige Firma 1956 vom Vater. Der junge Erich Pinetz trat jedoch bald in den Spezialisten-Betrieb ein und übernahm 1981. Der Startschuss für die technische Leidenschaft war eine heft 6|2016

„Keiner meiner Kunden ist weiter als 30 Autominuten entfernt. Hier in der Region vertraut man mir.“ Erich Pinetz

info

Familienunternehmen seit 60 Jahren Die EXPERT Pinetz GmbH hat ­ radition. Sie setzt auf Qualität, T Regionalität und Nachhaltigkeit. Auch auf die Lehrlingsausbildung wird großer Wert gelegt. Das ­Burgenland hat das höchste ­Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum aller Bundesländer. Betriebe wie die von Erich Pinetz sind der Motor dieses Erfolgs. Die Firma zählt heute zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region.

EXPERT Pinetz Elektroinstallationen und Elektrofachhandel Altenburgerstraße 1 7100 Neusiedl am See www.pinetz.at

riesige Wärmepumpe im elterlichen Innenhof. „Die war aber zu laut, um sie zu verwenden“, sagt Pinetz. All die Jahre hinweg war eines besonders wichtig: der langfristige, partnerschaftliche Kontakt zu den Kunden. Dass dieser Weg der richtige war und auch in Zukunft sein wird, beweist die große Zahl der treuen Kunden. „Keiner meiner Kunden ist weiter als eine halbe Stunde entfernt“, sagt der Chef. Als „Spezialist für den Speckgürtel“ darf EXPERT Pinetz durchaus bezeichnet werden. In der Region vertraut man dem Unternehmen. Vorzeigeprojekte

Dass dem auch wirklich so ist, sieht man an eindrucksvollen Projekten rund um den See. Vor Kurzem hat EXPERT Pinetz zahlreiche luxuriöse Seevillen in Neusiedl am See ausgestattet. Die Premium-Immobilien in Bestlage am Seehafen sind Bauten von Architekt Herbert Halbritter. Elektroinstallationen, die alle Wünsche der Besitzer erfüllen, wurden dort von Pinetz und seinem Team umgesetzt. Auch der neue Sitz der PÜSPÖK Group trägt die Handschrift von Pinetz und seinem Team. Das Bürogebäude wurde mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit geplant und umgesetzt. Hier wurde eine Photovoltaik-Fassade installiert, die mehr Strom produziert, als das Gebäude verbraucht.  /// schau  91


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WORÜBER MAN SPRICHT. WER BEWEGT. WAS WICHTIG WIRD. REDAKTION: CHRISTOPH BERNDL 1

Zwei Neue in der Casinos Austria music line Bereits seit 2010 unterstützen die Casinos Austria mit ­ihrer „music line“ die rot-weiß-rote Musikszene. Ob Blues, Jazz oder Rock: Bisher sind zwölf außergewöhnliche ­Tonträger erschienen – und es sollen noch mehr werden. Für Casinos-Vorstand Prof. Dietmar Hoscher ist das ­Projekt eine wahre Herzensangelegenheit. Er selbst ist begeisterter Hobbymusiker (Gitarre) und leitet seit 2005 auch das jährlich stattfindende „Vienna Blues Springs“Festival. Dietmar Hoscher: „Für mich ist fix, dass die ­Casinos ­Austria music line auch 2017 fortgeführt wird.“

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In Memoriam Georg Danzer (1946–2007): die Hawara Wolfgang Ambros und Georg ­Danzer anno 1976 vor der Wiener Stadthalle – Foto aus dem Archiv unseres Fotografen Prof. Kristian Bissuti

Im Herbst wurden im Studio 44 zwei Neuerscheinungen vorgestellt. Norbert Schneider präsentierte seine Interpretation der Lieder des großen Georg Danzer – der am 7. Oktober seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte. Ein sensationelles Album für Musik-Aficionados. Die Story dazu gibt es ab Seite 22. Der zweite Streich kommt von Alkbottle-Frontman Roman Gregory, der Dean Martins Hits nach Wean verfrachtet. Als WIEN MARTIN macht er etwa „That’s Amore“ zum wienerischen „Des gibt Zores“. Wir sind der Meinung: Das hat Kultfaktor. Weiter so!

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1 Norbert Schneider überzeugte mit seinen DanzerInterpretationen. 2 Die Musikszene in Feierlaune: ­Peter und Susanne Fröstl mit Martina Köberl 3 schau-Redakteurin Nina Nekoui mit Kultur-PRZampano Josef Schartner 4 Danzer-Manager Franz Christian Schwarz alias „Blacky“ überredete Norbert Schneider zum Projekt. 5 Groovten um die Wette: schau-Chefredakteur Christoph Berndl, CasinosVorstand Prof. Dietmar Hoscher und Roman Gregory. 6 WIEN MARTIN bei seiner Bühnenshow 7 Dietmar Hoscher,_ „Enfant terrible“ Paulus Manker,_ Moderatorin Elisabeth Auer, _Roman Gregory und Kabarettist Reinhard Nowak

FOTOS: KRISTIAN BISSUTI (6), MIKE RANZ (2)

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visiting mozart

1010 Wien | Domgasse 5 täglich 10 - 19 Uhr www.mozarthausvienna.at


schauschau

WORÜBER MAN SPRICHT. WER BEWEGT. WAS WICHTIG WIRD. REDAKTION: CHRISTOPH BERNDL

BISSUTIS KALEIDOSKOP Mustergültiges Tennisvergnügen

Das neue Spielformat „Tie Break Tens“ machte heuer erstmals beim „Erste Bank Open 500“ in der Wiener Stadthalle Station. Dabei kämpften sechs TennisAsse zunächst in zwei Dreiergruppen um den Einzug ins Semifinale und in weiterer Folge in das Endspiel. „So wird Tennis in einer völlig neuen und spektakulären Art und Weise präsentiert“, freute sich auch Turnierdirektor Thomas Muster (49).

Der Unternehmer und Kunstliebhaber Karlheinz Essl senior und seine Gattin Agnes – sie hielt die Festansprache zum Jubiläum – gratulierten Wolfgang Herzig zum runden Geburtstag.

Theatermacher Michael Schottenberg und Galerist Martin Suppan ­freuten sich über die besonders „herzige“ Geburtstagsschau.

Auch Gustav Peichl, alias Ironimus, kam vorbei, um persönlich zu gratulieren.

Dreiviertel-Jahrhundert gemalter Wirklichkeiten Gemeinsam mit Kurt Kocherscheidt, Martha Jungwirth, Peter Pongratz, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl beteiligte sich der steirische Maler Wolfgang Herzig 1968 an der Ausstellung „Wirklichkeiten“ in der Wiener Secession. Der Titel der Ausstellung wurde danach zum „Gruppennamen“ der sechs Künstler. Die Galerie Suppan Contemporary ehrte den Künstler anlässlich seines 75. Geburtstages (24. Oktober) mit einer Schau großformatiger Ölgemälde sowie mit formatgleichen Arbeiten in Kreide und Acryl aus den Jahren 2013 bis 2015. Wir gratulieren!

Er hält sich auch mit Kritik am heimischen Tennis nicht zurück. „Da ist nichts passiert. Stillstand!“

Günter Tolar und Prof. Ulrich Verzauberten das Publikum: Magic Christian mit Tricky Niki. Norbert Schulenburg schmunzeln.

Hatte die Lacher auf seiner Seite: Gerald Pichowetz mit Angelika Zoidl.

Stiefsohn Christoph Fälbl und Adi Hirschal nahmen den Autor in ihre Mitte.

„Lodynskis Flohmarkt“: Niemand blieb verschont

Und, wie sieht die Prognose aus? Gibt es da Licht am Ende des Tunnels? Musters Blick sagt alles.

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Zu seinem 80. Geburtstag holt der Schauspieler, Regisseur und Autor Peter Lodynski in seinem neuen Buch zu einem satirischen Rundumschlag aus. Im ORF-RadioKulturhaus ­bekamen das Fernsehen, Ärzte, die Handy-Manie u. v. m. ihr Fett weg. Treue Wegbegleiter und Kollegen versammelten sich, um aus dem vierten Buch „Lodynskis Flohmarkt – 55 komische Geschichten“ vorzutragen. „Neo-Giovanni“ Adi Hirschal las „Heiteres bis Superlustiges“, ­„Mariandl“ Waltraut Haas wagte sich an Texte von Erich Kästner. Ein gelungener Abend!

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FOTOS: HERBERT PFARRHOFER, KRISTIAN BISSUTI (10)

Thomas Muster kann nicht nur grimmig. Bitte einmal lächeln, Herr Turnierdirektor!


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Splitter Adieu eines Weltstars René Kollos Leben ist die Musik: Der 79-Jährige war der strahlende Helden-Tenor und zählt zu den ganz großen Wagner-Sängern. Im Rahmen seiner Abschiedstournee ­gastiert er am 6. Jänner 2017 auch im Wiener Konzerthaus. An seiner Seite: Sopranistin Natalia Ushakova. Für dieses große Event rührte der Deutsche kräftig die Werbetrommel.

FOTOS: WOLFGANG WERNER ENTERTAINMENT, KRISTIAN BISSUTI (4), MARCHFELDERHOF/RUDI MEIDL, MIKE RANZ, JOHANN KORLATH (3)

In Amt und Würden Rudolf Hundstorfer (im Bild links mit seinem Vorgänger Herbert ­Kocher) ist auf der 47. Österreichischen Sportversammlung einstimmig zum neuen Präsidenten der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) gewählt worden. Eines seiner Ziele: Die im Burgenland erprobte „tägliche Bewegungseinheit“ in Schulen soll in naher ­Zukunft sogar auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Ursula Pasterk geehrt Anfang November zeichnete Bundesminister Thomas Drozda die ehemalige Wiener Kulturstadträtin Ursula Pasterk mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse aus (Foto). In ihrer Amtszeit prägte sie das hauptstädtische Kulturgeschehen nachhaltig.

Rockige Weihnachten

Ein Jahr mit Dina Larot

Heuer wurde die Vorweihnachtszeit nicht eingeläutet, sie wurde „eingerockt“: Im legendären Marchfelderhof präsentierte Rock & Roll-Musiker Andy Lee Lang seine neue CD. „Christmasville USA“ hat neben Neuinterpretationen von Weihnachts­ liedern auch zwei Eigenkomposi­ tionen parat. Die Promi-Dichte war hoch: Andrea Bocan und Christina Lugner (Bild) waren wie Vera Russwurm und Peter Hofbauer mit dabei.

Dina Larot ist bereits seit 50 Jahren als Künstlerin tätig. Ihre Kalender mit aquarellierten Zeichnungen von jungen Mädchen und Frauen sind einzigartig und bereits seit 20 Jahren beliebt. Den 2017er-Jahres­ kalender präsentierte die einstige Kokoschka-Schülerin im Wiener ­Palais Pálffy. Für treue Anhänger ­ihrer Kunst wurden die Werke per Hand signiert bzw. auf Wunsch mit einer Widmung versehen.

Für den guten Zweck Operndiva Natalia Ushakova (Foto oben) begeisterte bei der 13. Benefiz-Gala des Autohauses Weintritt das Publikum. Die weltbekannte Sopranistin stellte sich wie die ­anderen Künstler kostenlos in den Dienst der guten Sache. Der Reinerlös wurde wie jedes Jahr für „Licht ins Dunkel“ gespendet.

Superheldin Barbi Markovic ist die Gewinnerin des Literaturpreises Alpha 2016. Die gebürtige Belgraderin, die seit 2009 in Wien lebt, wurde für ihren Roman „Superheldinnen“ ausgezeichnet. Die Ehrung der Casinos Austria wurde im Wiener Studio 44 von Kulturminister Thomas Drozda und CasinosVorstandsdirektor Dietmar Hoscher vorgenommen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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„Insidergschichtln“ über eine Legende Er war ein Humanist und Polterer: Acht Jahre nach dem Tod von Wiens Bürgermeister-Legende Helmut Zilk hat sein langjähriger Wegbegleiter und ehemaliger Chef des Pressedienstes im Rathaus, Fred Vavrousek, 81 Anekdoten über den Menschen und Politiker zusammengestellt. Bei der Präsentation von „Das Feuerwerk Zilk“ im Rathaus durften Dagmar Koller und Wiens aktueller Bürgermeister Michael Häupl bereits fleißig schmökern.

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WORÜBER MAN SPRICHT. WER BEWEGT. WAS WICHTIG WIRD. REDAKTION: CHRISTOPH BERNDL

Anna Veiths offenste Zwischenzeit Mit der Rückkehr in den Ski-Weltcup hat es für Anna Veith heuer noch nicht geklappt. Die Zeit nach ihrem schweren Sturz im Vorjahr nutzte die Olympiasiegerin allerdings nicht nur zum Trainieren. Gemeinsam mit dem Journalisten Manfred Behr hat sie ihre Biografie geschrieben – zumindest ihre erste. Die nennt sie, mit erst 27 Jahren, treffenderweise „Zwischenzeit“. In Kapiteln wie „Leidenszeit“, „Frühzeit“ oder „Bedenkzeit“ nimmt sie uns dabei mit auf eine Reise durch ihr bisheriges Leben. Bei so vielen verschiedenen Zeiten bleibt die Frage: Was ist eigentlich Annas ­Lieblingszeit? Ihre Antwort kommt, ohne zu überlegen: „Der Winter.“ Erfolge, Rückschläge und Skurriles: Im Buch gewährt Anna Veith Einblick in ihr bewegtes Leben.

Mit dem Journalisten Manfred Behr hat Anna Veith an ihrer Biografie gearbeitet.

Die Brücke zwischen Ost und West

ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner mit Autor Uli Brée

Am 4. November gedachte man in einem großen Festakt der historischen Geschehnisse an der Brücke von Andau im Jahr 1956 – exakt 60 Jahre danach. Damals kam es zu einer Flüchtlingswelle in den Westen, rund 80.000 Ungarn flohen im Bereich von Andau nach Österreich. Nach einer Kranz­ niederlegung an der Brücke fand ein großer Festakt in der Veranstaltungshalle des Weingutes Scheiblhofer statt. Auch Zeitzeugen, die Menschen auf ihrer Flucht halfen oder selbst flüchteten, waren dabei.

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TV-Legende Chris Lohner mit Juergen Maurer, dem Georg aus den „Vorstadtweibern“.

Was echte Fans der ­„Vorstadtweiber“ brauchen …

… ist ein Buch zur Serie. Das behaupten zumindest böse Zungen, wenn man dem Facebook-Profil zur ORF-Serie Glauben schenkt. Jetzt wurde das Werk mit dem Titel „Am Anfang war die Lüge“ im Theater in der Josefstadt vorgestellt. Die dritte Staffel des Erfolgsformats lässt noch bis zum Herbst 2017 auf sich warten. Für eingefleischte „Vor­stadtweiber“-Fans eine gefühlte Ewigkeit. Wie lässt sich die am besten überbrücken? Mit einem Buch zur Serie. Der Untertitel des Romans

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von Uli Brée lautet „Wie alles begann“ und macht klar, worum es geht. Bevor neue Intrigen gesponnen werden, gilt es, die Anfänge aufzuarbeiten – und das dürfte ein probates Mittel sein, um die „Entzugserscheinungen“ in Zaum zu halten.

1 Bundeskanzler Christian Kern und Alt-Bundespräsident Heinz Fischer bei der ­Ankunft 2 Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics mit einem Zeitzeugen aus Andau 3 Erinnerungsbilder für LH Niessl, BK Kern und BM Doskozil von Andreas Peck (Bgm. von Andau) 4 Ungarns Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, mit Heinz Fischer

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FOTOS: KRISTIAN BISSUTI (5), JOHANN KORLATH (4)

Gemeinsam auf der Couch: Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Nina Proll und Julia Stemberger


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So sehen Sieger aus Es war einmal mehr das sportlich-gesellschaftliche Ereignis des Jahres: Bei der Lotterien-Gala „Nacht des Sports“ vor 1.400 Gästen im Austria Center Vienna wurden die Sportler des Jahres gekürt.

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FOTOS: JOHANN KORLATH (5)

1 1 Marcel Hirscher wurde zum dritten Mal als Sportler des Jahres geehrt, Eva-Maria Brem wurde erstmals Sportlerin des Jahres. 2 Präsident von Sports Media Austria und ORF-Sportchef Hans-Peter Trost mit Gästen und schau-Verleger sowie BFV-­Präsident Gerhard Milletich auf dem Red Carpet 3 Mannschaft des Jahres: die Burgenländer Tanja Frank und Thomas Zajac, Bronze-Medaillengewinner im ­Olympia-Segeln. 4 Gäste aus Politik und Wirtschaft 5 Live-Act Ollie Gabriel aus Los Angeles und Sängerin Zoë

PAUL PECH EMPFIEHLT: Unsere Vorsorge PLUS INVEST. /wienerstaedtische

IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN

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WORÜBER MAN SPRICHT. WER BEWEGT. WAS WICHTIG WIRD. REDAKTION: MICHAEL KRAUSE

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Rainhard Fendrich live Rainhard Fendrich ist Kult! Seit mehr als 30 Jahren begeistert er seine Fans mit tiefgründigen und unterhaltsamen Songs. Mit neuem Album im Gepäck geht die Austropop-Legende wieder auf Tour.

ILLUSTRATION: ANDREAS RAMPITSCH

17. Februar 2017, Wiener Stadthalle

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www.stadthalle.com

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Ferien- & Auto-Messe Die Ferien-Messe in den Hallen A & B ist die führende Publikumsmesse für Tourismus in Österreich. Gleichzeitig dreht sich in den Hallen C & D alles um die allerneuesten Modelle und Trends in der Automobilbranche. www.ferien-messe.at www.viennaautoshow.at

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Ein Fest des Lachens 17. Dezember 2016, Kultur Kongress Zentrum, Eisenstadt

Seit Jahren beweist Heinz Marecek bei seinen lustigen Adventlesungen, dass in der stillen Zeit gelacht werden soll und muss – auch heuer gibt es die muntere Sammlung köstlicher ­Adventgeschichten. www.kultur-burgenland.at

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Sonderausstellung MuH

Austropop der Stunde

Bis 12. Februar 2017, Museum Nieder­ österreich, St. Pölten

23. Dez. 2016, Green Park, St. Pölten

Haustiere gehören zu den ältesten Kulturgütern des Menschen. Die ­Sonderausstellung spannt einen ­weiten Bogen von den Anfängen bis hin zur modernen Tierhaltung. www.museumnoe.at

Voodoo Jürgens ist ein Wiener Dialektsänger, aufgewachsen zwischen Zuckerbude und Kadaverfabrik, ­zwischen Glasscherbenviertel und ­Eierspeisbauten. Die heimische ­Musik-Sensation am Tag vor Weihnachten live auf der Bühne. www.oeticket.at

Alles ­Walzer! Der Wiener Ballkalender 2016/2017 ­listet die schönsten Bälle und Gschnas der aktuellen Saison auf. Jetzt als E-Paper aktuell auf schaumagazin.at

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FOTOS: SANDRA LUDEWIG, REED MESSE WIEN/DAVID FABER, LUKAS BECK, THINKSTOCKPHOTOS.DE, WOLFGANG BOHUSCH

12.–15. Jänner 2017, Messe Wien


Gelb ist rot weiß rot. Aus der Region für die Region. Als 100% österreichische Bank stehen wir seit 130 Jahren für Verlässlichkeit und Stabilität. Heute sind wir in jedem Bundesland und jedem Bezirk stark verwurzelt. Und sorgen so dafür, dass Ihr Geld in der Region bleibt. www.raiffeisen.at

schau Magazin Heft 6 2016  

Das Magazin für Genuss, Kultur & Abenteuer mit Programm für Wien, Niederösterreich und Burgenland.