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NEU IM SEPTEMBER 17

MIDSOMMAR —— DAS BÖSE WIRD ANS LICHT KOMMEN USA 2019

Eine Gruppe amerikanischer Studenten gerät in Schweden in den Sog tödlicher Rituale. Bemerkenswerter Arthouse-Horror von Ari Aster, der im letzten Jahr mit „Hereditary – Das Vermächtnis“ für Aufsehen sorgte.

DER DISTELFINK USA 2019

Adaption des preisgekrönten Bestseller um einen Jungen, der nach der Ermordung seiner Mutter bei einer reichen new Yorker Familie aufwächst. Im Alter von 13 Jahren verliert Theodore „Theo“ Decker seine Mutter bei einem Bombenanschlag im Metropolitan Museum of Art. Die Tragödie verändert sein Leben für immer und zieht eine ergreifende Odyssee zwischen Trauer und Schuld, Neuerfindung und Erlösung und sogar Liebe nach sich. Während all dieser Zeit begleitet ihn ein handfestes Stück Hoffnung von jenem entsetzlichen Tag … das Gemälde eines winzigen Vogels, festgekettet an seiner Stange: der Distelfink. „Der Distelfink“ von Warner Bros. Pictures und Amazon Studios ist die Filmadaption des weltweit beachteten Bestsellers von Donna Tartt, der 2014 mit dem Pulitzer-Preis im Bereich Belletristik und der Andrew-Carnegie-Medaille für Exzellenz in Fiktion ausgezeichnet wurde. Unter der Regie von BAFTA-Preisträger John Crowley („Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“) wird der generationenübergreifende Cast angeführt von Ansel Elgort („Baby Driver“) als Theo Decker und Oscar®-Gewinnerin Nicole Kidman („The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, „Big Little Lies“) als Mrs. Barbour. „Der Distelfink“ wird produziert von Nina Jacobson („Die Tribute von Panem – The Hunger Games“-Filme, „American Crime Story“) und Brad Simpson („World War Z“, „American Crime Story“). Das Drehbuch stammt von Oscar-Kandidat Peter Straughan („Dame, König, As, Spion“), basierend auf dem Roman von Donna Tartt, der sich 30 Wochen in der The New York Times-Bestseller-Liste hielt. Zum kreativen Team gehören der mit einem Oscar ausgezeichnete Kameramann Roger Deakins („Blade Runner 2049“), der für einen Oscar nominierte Produktionsdesigner K.K. Barrett („Her“), Cutterin Kelley Dixon („Breaking Bad“) und Kostümdesignerin Kasia Walicka-Maimone („Bridge of Spies: Der Unterhändler“). Die Musik stammt von Trevor Gureckis („Bloodline“).

AB 26. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

Ihr Freund Christian (Jack Reynor) nimmt Dani (Florence Pugh) auf eine sommerliche Reise nach Schweden mit, wo er zusammen mit seinen Freunden die Heimatgemeinde ihres Kommilitonen Pelle (Vilhelm Blongren) besuchen will. Denn dort findet in diesen langen, sonnendurchfluteten Tagen der nordischen Mitsommertage ein traditionelles Ritual statt: Nur alle 90 Jahre versammeln sich die Mitglieder von Pelles Dorf, das eher einer Kommune gleicht, für neun Tage, nehmen bewusstseinserweiternde Drogen und feiern in heidnischen Ritualen den Kreislauf des Lebens, ihre Fruchtbarkeit und auch ihre Vergänglichkeit. Was für die Besucher aus Amerika anfangs noch wie ein zwar seltsamer, aber vor allem interessanter Blick in eine fremde Welt wirkt, entwickelt sich bald zu einem blutigen, zunehmend verstörenden Trip. Und mittendrin verlieren sich Dani und Christian zunehmend aus den Augen. Was man „Midsommar“ zu Gute halten muss ist sein Gespür für Atmosphäre. Sobald man zusammen mit den jungen Amerikanern die Lichtung im ländlichen Schweden betritt, auf der die Kommune in einigen markanten Holzhäusern lebt, lässt Aster ein zunehmendes Gefühl des Unbehagens entstehen. Wirken die ganz in traditionelle weiße Kostüme gekleideten Dorfbewohner anfangs vor allem seltsam, mit ihren Blumenranken und Runenzeichnungen wie aus der Zeit gefallene Hippies, werden die durchgeführten Rituale bald zu einem Spiel mit Leben und Tod. Über weite Strecken mag man sich ganz der Lust Asters hingeben, immer neue, immer seltsamere Wendungen einzuschlagen, Hinweise zu legen, die bald ignoriert werden, mit den Mustern des Genres zu spielen, nur um sie zu unterlaufen. Was am Ende des Films bleibt ist vor allem die visuelle Schaulust, das Vergnügen an immer neuen, immer merkwürdigeren Riten teilzuhaben, die Ari Aster mit bemerkenswertem Gespür für mal Übersinnliches, mal Wahnsinniges auffährt. Als klassischer Horror-Thriller mag das zwar nur bedingt überzeugen, faszinierend anzusehen ist „Midsommar“ trotz seiner inhaltlichen Schwächen dennoch.

AB 26. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Ari Aster DARSTELLER Florence Pugh, REGIE John Crowley​ DARSTELLER Ansel Elgort, Sarah Paulson, Nicole Kidman​LAUFZEIT 149 MINUTEN Verleih ​Warner

Jack Reynor, William Jackson Harper, Will Poulter, Vilhelm Blomgren, Isabelle Grill, Gunnell Fred LAUFZEIT 145 Minuten VERLEIH Weltkino

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft September 2019