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NEU IM NOVEMBER 15

LAND DES HONIGS »HONEYLAND« — Mazedonien 2019 — Dokumentarfilm

Preisgekrönter Dokumentarfilm mit der zeitgeistigen Thematik rund um das fragile Verhältnis der Menschen zur Natur, poetisch in der Machart und fein beobachtet und unaufgeregt. Gegenwärtig wird viel über Honigbienen debattiert, denn immerhin betrifft deren Rückgang Menschen auf der ganzen Welt. Auch, weil die wichtige Funktion der Bienen als Bestäuber landläufig bekannt ist, eignen sie sich gut als Stellvertreterinnen für die immer stärker durchbrechende Erkenntnis, dass es höchst fahrlässig wäre, die Erde auszubeuten, zu verpesten, unbewohnbar zu machen. Dass die Menschheit in ihrer Gänze trotzdem weitermacht wie gehabt, daran kann der Dokumentarfilm „Land des Honigs“ freilich kaum etwas ändern. Aber der Film kann dafür sensibilisieren, dass die Verbindung der Menschen zur Natur kein Machtgefälle beinhalten muss, bei dem die Menschheit alles zu Kleinholz macht, sondern als Partnerschaft funktionieren kann, von der letztlich beide Seiten profitieren. Hatidze Muratova lebt im nordmazedonischen Gebirge, wo sie als Imkerin eine wilde Bienenzucht betreut. Daneben versorgt die sonnengegerbte Frau ihre gelähmte Mutter. Ab und an bricht Muratova in die vergleichsweise hektische mazedonische Hauptstadt Skopje auf, um den geernteten Honig auf dem Markt zu verkaufen, die meiste Zeit verbringt sie aber in der ursprünglichen Natur, in der sie aufgewachsen ist. Das harte, doch idyllische Leben ändert sich, als Muratova und ihre Mutter neue Nachbarn bekommen. Die nomadische Großfamilie von Hussein Sam bringt einige Nutztiere und reichlich Lärm mit. Anders als Muratova sehen die Neuen den Honig vor allem als profitables Verkaufsgut. Die traditionelle Imkerweisheit, den Bienen die Hälfte des produzierten Honigs zu überlassen, schert die Neuankömmlinge wenig. Die Filmemacher Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska beobachten das Geschehen teilnehmend und völlig wertfrei. In oft langen Einstellungen zeigen sie, was passiert, ohne eine Meinung dazu mitzuliefern – das obliegt dem Publikum. Im Kern geht es um das vielschichtige Verhältnis der Menschen zur Natur, das umso vertrackter wird, je mehr Menschen vom Honig naschen wollen.

PFERDE STEHLEN Norwegen, Schweden u.a. 2019

Drama um einen Mann, der sich nach dem Tod seiner Frau in eine abgelegene Hütte zurückzieht und sich in seine Vergangenheit zurückversetzt. Die Romanverfilmung geht als norwegischer Oscar®-Beitrag für den "Besten internationalen Film" ins Rennen. Die Schönheit Norwegens kann manchmal schmerzen. Dabei sucht Trond nur die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte. „Erinnerungen, die das Bewusstsein fluten und den Schmerz bringen – doch als wie stark dieser empfunden wird, entscheidet man selbst." Das ist einer der schönsten und seltsamsten Sätze in Per Pettersons Roman „Pferde stehlen", der in 50 Sprachen millionenfach verkauft wurde. Es handelt sich wohl um das erfolgreichste norwegische Buch aller Zeiten, und der in den USA lebende norwegische Regisseur Hans Petter Moland („Ein Mann von Welt“, „Einer nach dem Anderen“, Jussi Adler-Olsens „Erlösung“) hat es jetzt mit seinem Lieblingsdarsteller, dem Schweden Stellan Skarsgård in der Rolle des alten Trond Sander, inmitten der atemberaubenden Gebirgs- und Flusslandschaft zwischen Norwegen und Schweden verfilmt. Bei seiner Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 wurde der Film mit dem Silbernen Bären für eine Herausragende Künstlerische Leistung (Kamera) ausgezeichnet. Bei den Amanda Awards auf dem Norwegischen Internationalen Filmfestival Haugesund erhielt der Film fünf Amandas: Bester Norwegischer Film, Beste Regie (Hans Petter Moland), Beste Kamera (Rasmus Videbæk), Beste Musik (Kaspar Kaae) und Bester Nebendarsteller (Bjørn Floberg).

AB 21. NOVEMBER IN DER SCHAUBURG

AB 21. NOVEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & SKRIPT Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov MITWIRKENDE: Hatidze Muratova,

REGIE Hans Petter Moland​DARSTELLER Stellan Skarsgård, Bjørn Floberg, Tobias Santelmann LAUFZEIT 123 Minuten FSK 12​ VERLEIH MFA (Filmagentinnen)

Nazife Muratova, Hussein Sam, Ljutvie Sam LAUFZEIT 85 Minuten FSK 6 VERLEIH Neue Visionen

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft November 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat November 2019

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