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NEU IM MÄRZ 14

DER FALL RICHARD JEWELL »RICHARD JEWELL« — USA 2019

Ein Sicherheitsmann wird in den Medien erst bejubelt und wenig später als vermeintlicher Tatverdächtiger über die Titelseiten gehetzt. Regie-Veteran Clint Eastwood erzählt diese wahre Geschichte mit souveräner Präzision und handwerklichem Können. Der übergewichtige Wachmann Richard Jewell deckt einen geplanten Bombenanschlag bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf. Durch sein Zutun tötet die Rohrbombe nur einen Menschen und 111 Menschen werden verletzt. Nachdem er für seine Heldentat geehrt wurde, wird Jewell selbst zu einem der Hauptverdächtigen des FBI, weil er dem Profil des sogenannten "Fake Hero"-Syndroms entspricht. Vor allem die Presse schießt sich auf ihn ein. Dazu kommt die Öffentlichkeit, die ihn zunehmend diffamiert. Mehr als 40 Filme hat Clint Eastwood inszeniert, für „Erbarmungslos“ und „Million Dollar Baby“ wurde er mit dem Oscar gewürdigt. Die jahrzehntelange Regie-Erfahrung zahlt sich spürbar aus. Mit souveräner Leichtigkeit und psychologischem Einfühlungsvermögen entwickelt sich das Porträt eines übergewichtigen Außenseiters, der seinen Mitmenschen mit seinem Hang zur Kleinkariertheit auf die Nerven geht. Sein karges soziales Leben spielt sich fast nur in der mütterlichen Wohnung ab, wo der verhinderte Polizist fanatisch Waffen sammelt. Ein unbedarfter, naiver Typ wie er taugt kaum zum Helden. Er passt besser in das Profil eines psychopathischen Bombenlegers. Kaum beginnt das FBI mit ersten Ermittlungen, wittern Medien das Schlagzeilenpotenzial. Skrupellos strickt eine Lokalreporterin ihre Story. Formal gibt sich Eastwood zurückhaltend. Schnörkellos entwickelt er sein Drama, hält freilich auch Finessen bereit. Die versteckte Bombe etwa inszeniert er genüsslich mit klassischem Suspense und lässt sie in einem Traum gleich nochmals explodieren. Derweil bei einer Zeitmessung des Anwalts parallel der 200 Meter Weltrekord von Michael Johnsohn im Olympia-Stadion eingeflochten wird. Mit Kathy Bates und Sam Rockwell sind die Nebenrollen glänzend besetzt. Einen starken Auftritt liefert Titeldarsteller Paul Walter Hauser in seiner ersten Hauptrolle – ein bisschen erinnert er an Oliver Hardy.

AB 19. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Clint Eastwood DARSTELLER Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde LAUFZEIT 131 Minuten FSK 12 VERLEIH Warner Bros. Entertainment GmbH

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft März 2020  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat März 2020

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