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B A K F I O N N

W H I T E H E A D

S T É P H A N E

PROGRAMMHEFT MAI 2019


Vanessa

Paradis

Camille

Cottin

Pierre

Jean-Pierre

Deladonchamps

„VOLLER HUMOR, ZÄRTLICHKEIT UND FANTASIE“ LE PARISIEN

Bacri

Chantal

Lauby

„TRIFFT MITTEN INS HERZ“ LE JOURNAL DES FEMMES

Das Familienfoto Ein Film von Cécilia

Rouaud

Ab 16. Mai im Kino www.DasFamilienfoto.de

/DasFamilienfoto.film


INHALT NEU IM MAI AB 2. MAI DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE DAS SCHÖNSTE PAAR AB 9. MAI DAS ENDE DER WAHRHEIT KLEINE GERMANEN Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, STAN & OLLIE NUR EINE FRAU vom 23. bis 26. Mai widmen wir uns in der Schauburg bereits zum DIE KINDER DER UTOPIE dritten Mal einem Filmaufnahme- und Wiedergabeverfahren, AB 16. MAI DAS FAMILIENFOTO das seit über 100 Jahren einem jedem Kinogänger ein Begriff ist: UNDER THE TREE TECHNICOLOR. GRETA Es ist noch nicht sehr lange her, da stand der Name Technicolor in ONCE AGAIN – EINE LIEBE IN MUMBAI gleicher Größe und Schriftzug auf den Kino-Filmplakaten und in WKDW – WAS KOSTET DIE WELT? den Vorspanntiteln der Filme wie die Namen der Hauptdarsteller. AB 23. MAI ALL MY LOVING – EINE GESCHICHTE VON DREI GESCHWISTER Technicolor war ein Synonym für ein Farbfilmverfahren, das den BLOWN AWAY – MUSIC, MILES AND MAGIC Filmen den Look geben konnte, den sie benötigten, um ihre größte EDIE – FÜR TRÄUME IST ES NIE ZU SPÄT Wirkung entfalten zu können. SUNSET OVER HOLLYWOOD Wir möchten mit diesem Festival vier Tage lang einige große Filme AB 30. MAI ROADS Revue passieren lassen, die in Technicolor aufgenommen und in ROCKETMAN Technicolor kopiert worden sind. Bis auf den A MATTER OF LIFE AND AB 14. MÄRZ HIGH LIFE DEATH, sehen Sie nur authentische Technicolor Farbdruckkopien der

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

Erstaufführung. Diese Kopien, die selbst nach Jahrzehnten noch ihre Strahlkraft besitzen, verlieren im Gegensatz zu photochemischen Filmkopien ihre Farben nicht im Laufe der Zeit. Solche Kopien sind heutzutage selten und von den Archiven und Sammlern weltweit gesucht. Technicolor Filmkopien sind ein Schwerpunkt der Sammlung des Schauburg Archives und wir freuen uns, Ihnen in diesem Festival auch einige Schätze aus unserem Bestand zeigen zu können. Tauchen Sie also mit uns ein in die Farbenwelt der Musicals, Western oder Actionfilme. Wir versprechen Ihnen einige höchst unterhaltsame und anregende Stunden in der Schauburg.

Mit cineastischen Grüßen

PROGRAMMVORSCHAU

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SPECIALS IN DER SCHAUBURG

THEATER, KLEINKUNST UND MUSIK AUF DER SCHAUBURG BÜHNE SPECIALS IM MAI

23 26

SONDERPROGRAMM KINDERKINO SENIORENKINO

PROGRAMMVORSCHAU FÜR JUNI 2019

28 29

30

IMPRESSUM AUSGABE #120

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM MAI 04

DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE »LA DERNIÈRE FOLIE DE CLAIRE DARLING« — Frankreich 2018

Eine alte Dame hat sich in den Kopf gesetzt hat, ihr gesamtes Hab und Gut zu verkaufen. Catherine Deneuve spielt mit würdevoller Eleganz, ihre Tochter Chiara Mastroianni ist auch die Tochter im Film, und die beiden Stars gemeinsam spielen zu sehen, ist ein echtes Erlebnis. Madame Claire ist nicht mehr die Jüngste. Sie lebt allein in einem herrschaftlichen Haus auf dem Lande, umgeben von Erinnerungsstücken und Antiquitäten. Da Madame Claire davon überzeugt ist, den nächsten Tag nicht mehr zu erleben, trägt sie mit Hilfe einiger junger Männer aus dem Dorf ihren ganzen Hausrat einschließlich der Möbel, Gemälde, Teppiche, Puppen und Bücher in den Hof, sie hängt ein Schild ans Tor und wartet auf Kundschaft. Die lässt nicht lange auf sich warten; es spricht sich schnell herum, dass hier wertvolle Sammlerstücke verschleudert werden. Sogar Madame Claires Tochter Marie reist an, weil eine Schulfreundin sie zu Hilfe gerufen hat, die sich Sorgen um die alte Dame macht. Marie und Claire hatten viele Jahre keinen Kontakt. Ihr Verhältnis ist offensichtlich gestört. Während sich die Besucher um die Schnäppchen streiten, gehen Claire und Marie, jede für sich, auf eine Reise in die Vergangenheit... Das Aufräumen im Haus wird hier zum Frühjahrsputz der Seele – eine schöne literarische Idee. So beruht das Drehbuch auch auf einem Roman von Lynda Rutledge: „Faith Bass Darling's Last Garage Sale“. Wenn Madame Claire die Erinnerungen an die Vergangenheit hinausstellt und damit los werden will, dann hat das etwas Kathartisches, es ist ein Symbol der Reinigung, ein Akt der Befreiung. Das Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ lockt zudem die eigene Tochter an, was vielleicht beabsichtigt ist. Die Liebe zu den Dingen spielt nicht nur bei Mutter und Tochter eine große Rolle. Neben den Schnäppchenjägern gibt es ein kleines Mädchen, das – unbemerkt von den anderen – Sachen abtransportiert und wie auf einem Altar sammelt. Das Kind interessiert sich nicht für den materiellen Wert, und es scheint mehr mit den Fundstücken zu verbinden als die meisten der gierigen Flohmarktbesucher, die Marie schließlich aussperrt. Vielleicht ist dieses Mädchen eine Claire in jungen Jahren? Damit träfe die Gegenwart auf die Vergangenheit, was gleichzeitig Hoffnungen für die Zukunft weckt.

AB 2. MAI IN DER SCHAUBURG REGIE Julie Bertuccelli DREHBUCH Julie Bertuccelli, Sophie Fillières DARSTELLER Catherine Deneuve,

Chiara Mastroianni, Alice Taglioni, Samir Guesmi, Laure Calamy, Colomba Giovanni LAUFZEIT 95 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEI: Neue Visionen


NEU IM MAI 06

DAS SCHÖNSTE PAAR Deutschland 2018

Wie geht die Frau damit um, vergewaltigt worden zu sein, wie der Mann, hilflos gewesen zu sein? Diese Fragen beschäftigen Sven Taddicken in seinem Beziehungsdrama, das mit Wucht und Emotionalität überzeugt. Die Lehrer Malte (Maximilian Brückner) und Liv (Luise Heyer) befinden sich im Urlaub auf einer Insel im Mittelmeer. Alles ist schön und perfekt, das Paar fühlt sich frei und glücklich, hat Sex an einem scheinbar abgelegenen Strand. Doch sie werden beobachtet, von Sascha (Leonard Kunz) und seinen Freunden. Am Abend dringen die Jugendlichen in das Appartement des Paares ein. Zunächst versucht Malte noch, die Situation mit Worten zu klären, bietet den Jungs Geld und andere Wertsachen an, doch damit geben diese sich nicht zufrieden. Während seine Kumpels Malte festhalten, vergewaltigt Sascha Liv. Zwei Jahre später. Liv hat ihre Therapie gerade beendet, den Überfall scheinbar verarbeitet, das Paar ist immer noch zusammen und scheinbar wieder in der Normalität angekommen. Bis Malte eines Tages Sascha in einem Imbiss sieht … Schon in seinem letzten Film „Gleißendes Glück“ hatte Sven Taddicken eine extreme Konstellation benutzt, um von der Fragilität von Beziehungen zu erzählen, und auch jetzt bedient er sich eines extremen Konstrukts. Denn nicht nur um gewöhnliche Beziehungsprobleme soll es gehen, sondern um eine der wohl schlimmstmöglichen Vorstellungen: Der Vergewaltigung des Partners hilflos zusehen zu müssen. So ist der Drang nach Rache, den Malte beim Anblick Saschas empfindet, sofort nachzuvollziehen. Wie Taddicken nun die Situation zuspitzt, von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln, von Rachegefühlen und dem Wunsch nach Vergeltung erzählt, ist eindrucksvoll. Zumal er das ursprüngliche Opfer-Paar zunehmend auch zu Tätern werden lässt, die auf fragwürdige Weise nach dem streben, was in ihren Augen Gerechtigkeit ist, die Schuld mit Schuld vergelten wollen und zunehmend selbst Unrecht verüben. Von allen vier Darstellern ist das hervorragend gespielt, besonders von Maximilian Brückner und Luise Heyer, die Stärken und Schwächen ihrer Figuren zeigen, den zunehmend verzweifelten Versuch, ihre einst so perfekte Beziehung am Leben zu erhalten, ist eindrucksvoll.

AB 2. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Sven Taddicken DARSTELLER

Maximilian Brückner, Luise Heyer, Florian Bartholomäi, Jasna Fritzi Bauer, Inga Birkenfeld, Oskar Bökelmann LAUFZEIT 97 Minuten FSK 16 VERLEIH Koryphäen Filmverleih


NEU IM MAI 07

KLEINE GERMANEN Deutschland 2018 — Dokumentarfilm

DAS ENDE DER WAHRHEIT Deutschland 2019

Ein BND-Mann kommt einem weitreichenden Komplott auf die Spur. Hervorragend recherchierte Geschichte, die zeitgemäße politische und gesellschaftliche Fragen auf überzeugende Weise verhandelt. Martin Behrens (Ronald Zehrfeld) ist Zentralasien-Experte beim Bundesnachrichtendienst. Als Mann alter Schule vertraut er mehr seinem Instinkt und seiner Erfahrung, als der bloßen Analyse von Daten. Dementsprechend hellhörig wird er auch, als seine Geliebte, die investigative Journalistin Aurice Köhler (Antje Traue), in einem arabischen Lokal getötet wird. Scheinbar zufällig, so vermutet die Polizei, doch Behres ahnt, das Aurice gezielt ermordet wurde. Bald findet er Spuren, die auf ein weitreichendes Komplott hindeuten, das bis weit in die Ränke des BND hineinreicht: Alles dreht sich um die (fiktive) zentralasiatische Region Zahiristan, deren umstrittene Regierung Waffen für den Kampf gegen Terroristen verlangt ... In seinem zweiten Langfilm „Wir waren Könige“ hatte Philipp Leinemann sich mit den Strukturen des Sondereinsatzkommandos der Polizei beschäftigt, diesmal blickt er in die Welt der Geheimdienste. Was er dort findet ist vielschichtig und komplex und darin liegt die größte Qualität des Films. Kein ungeschöntes Loblied auf die Staatsorgane singt er, verdammt sie aber auch nicht. Stattdessen beschreibt er in „Das Ende der Wahrheit“ die Strukturen der Geheimdienste, deutet Verflechtungen an, die meist kaum nach außen dringen, stellt Fragen nach politischer und moralischer Verantwortung und kommt am Ende zum Schluss, dass die Wahrheit meist nicht schwarz oder weiß, sondern grau ist. Ein dichtes Geflecht aus politischen, wirtschaftlichen und geheimdienstlichen Interessen spinnt Leinemann. Zwar merkt man immer wieder mit wie wenig Geld „Das Ende der Wahrheit“ gedreht wurde, doch trotz dieser Einschränkungen ist Philipp Leinemann und seinem Team ein bemerkenswerter, intelligenter Film gelungen, der sich in Bereiche vorwagt, in die das deutsche Kino allzu selten blickt

Es geht um Kinder, die in einem rechtsradikalen Umfeld aufwachsen. Dieser Film kommt zur richtigen Zeit, seine Wirkung beruht auf der Kombination von Fakten, unverbrämten Äußerungen und Originalinterviews mit einer wahren Geschichte. Ein aufrüttelnder, handwerklich sehr gelungener Film. Die kleine Elsa wächst liebevoll behütet auf – der Opa ist ihre wichtigste Bezugsperson. Ihm vertraut sie, und wenn sie ihren kleinen Stahlhelm trägt und mit ihm Krieg spielen kann, ist sie selig. „Für Führer, Volk und Vaterland“, piepst sie und grüßt mit erhobenem rechtem Arm. Als Erwachsene heiratet sie einen Neonazi, mit dem sie in einem von der Außenwelt abgeschotteten Dorf voller Gleichgesinnter lebt. Nachdem ihr Mann wegen rechter Gewalttaten inhaftiert wurde, sieht sich Elsa allein gelassen mit ihren Kindern, von denen eines behindert ist. Sie baut sich unter den misstrauischen Blicken der Dorfgemeinschaft eine eigene Existenz auf, setzt sich zur Wehr, als sie ihren behinderten Sohn ins Heim geben soll und trennt sich schließlich von ihrem Mann... Elsas Lebensgeschichte ist einer der beiden Erzählstränge des Films. Er zeigt in animierten Bildern, wie Elsa aufwächst – in einem Umfeld von Hass und Lügen. Parallel dazu stehen die realen Bilder der Gegenwart, die unterschiedliche Aspekte einer rechtsradikal ideologisierten Erziehung zeigen. Die Bedeutung dieses Films kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Während in weiten Teilen der Gesellschaft die Fähigkeit zum Diskurs im gleichen Maße abnimmt wie die offenkundige Neigung zu einem sehr schlichten Schwarz-Weiß-Denken zunimmt, mischt sich scheinbar der Wertkonservativismus des schwindenden kleinbürgerlichen Mittelstandes mit dem Hurra-Patriotismus und dem Kadavergehorsam vergangener militaristischer Zeiten. Die Spaltung der Gesellschaft schreitet fort, an allen Ecken und Enden wird eine kaum verbrämte Nazi-Ideologie salonfähig. Wohin ein solcher verquaster Nationalstolz führt, wenn er sich über ein ganzes Land oder über die gesamte Welt ausbreitet, sollte eigentlich jedem Menschen klar sein. Um Diskussionen in Gang zu setzen, um das Nachdenken über den Zustand der Republik und die Richtung einer künftigen Entwicklung zu steuern, bietet der Film jedenfalls eine Fülle von Denkansätzen und Gesprächsmöglichkeiten.

AB 9. MAI IN DER SCHAUBURG

AB 9. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Philipp Leinemann DARSTELLER Ronald

REGIE Mohammad Farokhmanesh & Frank Geiger DREHBUCH Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger & Armin Hoffmann LAUFZEIT 85 Minuten FSK 12 VERLEIH Little Dream

Zehrfeld, Alexander Fehling, Axel Prahl, Claudia Michelsen, Antje Traue, August Zirner LAUFZEIT 105 Minuten FSK 16 VERLEIH Prokino/Studiocanal

Entertainment GmbH


NEU IM MAI 08

STAN & OLLIE Großbritannien, Kanada, USA 2018

Bei einer Theatertour durch England wird die Freundschaft des berühmtesten Komiker-Duos der Welt auf eine harte Probe gestellt. Exzellent gespielte und inszenierte Tragi-Komödie, die bewegt. Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly), das beliebteste Komikerduo der Welt, befindet sich 1953 auf einer Tour durch Großbritannien. Ihre besten Jahre als die „Könige der HollywoodKomödie“ hinter sich, sehen sie sich mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert. Zu Beginn ihrer Tour kreuz und quer durchs Land sind die Zuschauerränge enttäuschend leer. Doch durch ihr Talent, sich immer wieder gegenseitig zum Lachen zu bringen, beginnt der Funke auf ihr Publikum überzuspringen. Es gelingt ihnen durch den Charme und die Brillanz ihrer Aufführungen, alte Fans zurückzugewinnen und neue zu begeistern: Die Tour wird zu einem Riesenerfolg! Doch die Geister ihrer Vergangenheit holen sie ein und stellen Stan und Ollies Freundschaft auf eine Bewährungsprobe … Sie haben Generationen begeistert, Stan Laurel und Oliver Hardy (aka „Dick und Doof“), das erfolgreichste und beliebteste ComedyDuo der Filmgeschichte. Millionen haben sie in ihr Herz geschlossen und über ihren ansteckenden Humor, ihre hinreißend komischen Sketche gelacht. Regisseur Jon S. Baird („Drecksau“) setzt den beiden Kinostars ein bewegendes Filmdenkmal und erzählt nicht nur von den Höhen und Tiefen einer äußerst erfolgreichen künstlerischen Partnerschaft, sondern insbesondere die Geschichte einer großen Freundschaft. Die beiden Oscar®-Nominierten Steve Coogan („Philomena“, „Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal“) und John C. Reilly („The Sisters Brothers“, „Holmes und Watson“) laufen in ihren Rollen zur Höchstform auf. „Stan & Ollie“ war bei den BAFTAs 2019 in den Kategorien „Herausragendster Britischer Film“, „Bester Hauptdarsteller“ (Steve Coogan) und „Bestes Make-up & Haar“ nominiert. John C. Reillys Leistung wurde zudem mit einer Golden Globe® Nominierung in der Kategorie „Bester Schauspieler Musical/Comedy“ geehrt. Bei seinem UK-Start setzte sich der Film souverän auf Platz eins der Kino-Charts und setzte bislang knapp 14 Mio. Dollar an den britischen Kinokassen um – ein weiterer Beweis dafür, dass der Kult um die beiden Starkomiker bis heute ungebrochen anhält.

AB 9. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE John S. Baird BUCH: Jeff Pope DARSTELLER John C. Reilly, Steve Coogan, Danny Huston, Nina Arianda LAUFZEIT 98 Minuten VERLEIH SquareOne Entertainment


NEU IM MAI 09

„eine bittersüße Vorstadtkomödie“ VA R I E T Y

„wie ein Film von Michael Haneke auf Lachgas“ THE DALLAS MORNING NEWS

„scharfsinnig und stilvoll“

S C R E E N I N T E R N AT I O N A L

NUR EINE FRAU Deutschland 2019

Die Geschichte sorgte 2005 für Schlagzeilen, jetzt erzählt die Deutsch-Türkin Aynur posthum, wie sie Opfer eines Ehrenmordes wurde. Unkonventionell inszeniertes Drama mit einer exzellenten Hauptdarstellerin. Mitten in Berlin wird Aynur (Almila Bagriacik) von ihrem Bruder Nuri (Rauand Taleb) auf offener Straße erschossen. Arglos hat sie ihn zur Bushaltestelle begleitet, wenige hundert Meter entfernt in der Wohnung schläft ihr fünfjähriger Sohn Can. Wie ist es zu dieser Tat gekommen? In „Nur eine Frau“ erzählt Aynur ihre Geschichte. Es ist die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die das Leben liebt und die genau weiß, wie sie es leben möchte. Die der Gewalt in ihrer Ehe entflieht und sich auch von ihren Brüdern und Eltern nicht vorschreiben lässt, was sie zu tun hat. Sie sucht sich und Can eine eigene Wohnung, macht eine Lehre, geht aus und lernt neue Freundinnen und Männer kennen. Sie weiß, dass sie sich damit gegen die Traditionen ihrer Familie stellt und sich selbst in Gefahr bringt, doch ihr Drang nach Freiheit ist größer. Bis die Beleidigungen und Drohungen ihrer Brüder immer ernster werden. Und es irgendwann zu spät ist . Emotional und eindringlich lässt Regisseurin Sherry Hormann („Wüstenblume“) in „Nur eine Frau“ Aynur selbst zu Wort kommen und die Geschichte ihres eigenen Lebens und ihres Todes erzählen. Es ist die Geschichte Hatun Aynur Sürücüs, deren Ermordung 2005 für einen Aufschrei sorgte. Basierend auf Recherchen in ihrem persönlichen Umfeld, Gerichtsakten, bislang unveröffentlichten Gesprächen mit der Familie, den Tätern, Freundinnen und Freunden Aynurs und der bis heute im Zeugenschutzprogramm befindlichen Kronzeugin entwirft der Film das authentische Bild einer lebenshungrigen, freiheitsliebenden und mutigen jungen Frau, die darum kämpft, selbstbestimmt leben zu können. Doch als Deutsche mit türkisch-kurdischen Wurzeln befindet sie sich im ständigen Konflikt zwischen den Werten ihrer Familie und ihrer eigenen Lebenseinstellung. In der Rolle der Aynur beeindruckt Shooting Star Almila Bagriacik, die zuletzt u.a. in „4 Blocks“ zu sehen war.

AB 9. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Sherry Hormann​DARSTELLER Almila Bagriacik, Meral Perin, Rauand Taleb​ LAUFZEIT 97 Minuten FSK 12 VERLEIH NFP (Filmwelt)

EIN FILM VON HAFSTEINN GUNNAR SIGURDSSON

WWW.UNDERTHETREE-DERFILM.DE

C / UNDERTHETREE.DERFILM

/ UNDERTHETREE.DERFILM

AB 16. MAI IM KINO


NEU IM MAI 10

PREMIERE

DIE KINDER DER UTOPIE

mit eine Glas Prosecco und anschließender Experten- Mittwoch, diskussion 15.05. um

Deutschland 2019

18:30 Uhr

Dokumentarische Weiterführung des 2005 in die Kinos gekommenen Films „KlassenLeben“ über eine Inklusionsklasse an einer Berliner Grundschule, in dem die ProtagonistInnen von damals erneut Rede und Antwort stehen. Die ehemaligen Grundschüler/innen stehen inzwischen an der Schwelle zum Erwachsenenleben: Luca liebt die Fotografie und studiert Umweltwissenschaften, Dennis startet eine Karriere als Musical-Darsteller, Christian hat sein VWL-Studium abgebrochen und lang über seine Homosexualität gegrübelt, Marvin arbeitet in einer Werkstatt für versehrte Menschen und hat neuerdings den christlichen Glauben für sich entdeckt, Johanna macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin, Natalie will ihr Praktikum in einer Großküche als Festanstellung fortführen und bei ihren Eltern ausziehen. Am Anfang kehren die sechs Protagonist/innen gemeinsam an die alte Grundschule zurück. Der Blick auf das Vergangene spielt eine wichtige Rolle. Alle beschreiben das damals vorherrschende Klassengefühl als positiv. Die Rückschau kreist um die Frage, wie sich das Lernen in einer Inklusionsklasse in der Situation selbst angefühlt und auf das weitere Leben ausgewirkt hat. Nach dem gemeinsamen Schulbesuch folgt Hubertus Siegert einer so simplen wie genialen Erzählstruktur: Als erste Protagonistin kommt Luca an die Reihe, bevor Dennis seine Screentime erhält – als Überleitung erfolgt jeweils ein Zweiertreffen, bei dem die wiederholte Eröffnungsfrage den Stein ins Rollen bringt: „Was machst du jetzt eigentlich?“ So entsteht ein Personenreigen, der am Ende passenderweise wieder in ein Gruppentreffen mündet. Die Interviews finden in alltäglichen Situationen statt und wurden teils aus dem Off über die Bilder gelegt. Neben der Vergangenheit geht es zugleich um Pläne und Träume. Für die Zukunft. Die Aufnahmen sind – von vereinzelten Talking Heads abgesehen – durchweg stilvoll und im besten Sinn nüchtern. Leitmotivisch rückt Siegert immer wieder Smartphones, Laptops und andere Screens ins Bild, auf denen Videos aus der Grundschulzeit laufen. Dieser Kniff spiegelt auf elegante Weise die Verknüpfung mit dem Vorgänger „KlassenLeben“.

AB 9. MAI IN DER SCHAUBURG

DAS FAMILIENFOTO »PHOTO DE FAMILLE« — Frankreich 2018

Als ihr Sohn seine demente Mutter ins Heim abschieben will, nehmen sich seine Töchter ihr an. Weniger eine Komödie, als vielmehr ein intensives Drama, das mit seiner Wahrhaftigkeit lange nachwirkt. Alles beginnt mit einer Beerdigung. Ein Mann ist gestorben und seine Frau, Mutter von Pierre und Großmutter von Elsa, Gabrielle und Mao, erklärt, dass sie dort sterben möchte, wo sie immer am Glücklichsten war: in Saint-Julien. Die demente alte Dame erinnert sich kaum noch an etwas, nur daran, dass ihr dieser Ort etwas bedeutete. Da die Oma aber nicht alleine leben kann, bereitet Pierre alles dafür vor, sie ins Heim zu bringen. Doch Elsa und Gabrielle wollen das nicht zulassen und nehmen die alte Dame zu sich, ohne wirklich bedacht zu haben, welche Verantwortung es ist, einen verwirrten Menschen wie sie zu betreuen, zumal ihrer aller eigenes Leben auch mit Problemen gepflastert ist, die ihren Ursprung in ihrer Jugend haben. Es gibt Momente, da lacht man tatsächlich, in erster Linie ist „Das Familienfoto“ aber wirklich keine Komödie, sondern ein sehr glaubhaftes Drama, das es versteht, dank komplexer und ausgefeilter Figuren die Geschichte voranzutreiben. Man hat hier die Definition einer dysfunktionalen Familie. Geschiedene Eltern, die sich kaum etwas zu sagen haben, Kinder, die getrennt voneinander aufwuchsen, und Erziehungsmethoden, die wohl den 68ern entspringen. Denn, wie Mao – was für ein Name! – so treffend seiner Psychologin erklärt, ist seine Familie eine, bei der sogar die Kuscheltiere sterben. Aber das Leben aller Kinder ist verkorkst – auf die eine oder andere Art und Weise. In „Das Familienfoto“ geht es aber auch um das Erinnern, haben die längst erwachsenen Kinder doch allesamt vergessen, was ihnen die Sommer in Saint-Julien bedeutet haben. Das ist etwas, das diese drei Menschen, die sich im Lauf der Jahre fremd geworden sind, wieder zusammenführt. Es gibt ausgesprochen emotionale Momente, die je nach persönlichem Erlebnishorizont des Zuschauers wirken, aber kaum jemand wird wohl von dem, was er in „Das Familienfoto“ sieht, kaltgelassen. Denn was der Film auch zeigt, ist eine typische Familie, wie jeder sie kennt – mit allen Ecken und Kanten, aber auch dem Gefühl, dass bedingungslose Liebe vorhanden ist.

AB 16. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Cecilia Rouaud DARSTELLER REGIE & DREHBUCH Hubertus Siegert MITWIRKENDE

Christian, Dennis, Johanna, Luca, Marvin, Natalie LAUFZEIT 82 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH S.U.M.O.

Vanessa Paradis, Camille Cottin, Pierre Deladonchamps, Jean-Pierre Bacri, Chantal Lauby LAUFZEIT 98 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Alamode Film


EIN FILM VON EDWARD BERGER

LARS EIDINGER

HANS LÖW

NELE MUELLER-STÖFEN

EINE GESCHICHTE VON DREI GESCHWISTERN

AB 23. MAI IM KINO WWW.ALLMYLOVING-FILM.DE


NEU IM MAI 12

UNDER THE TREE Island, Polen u.a. 2017

In einem idyllischen Vorort irgendwo in Island eskaliert ein Nachbarschaftsstreit. Wer isländisches Kino kennt, der weiß um dessen schwarzen Humor. Und den gibt es hier reichlich. Kristin Inga und Baldvin lieben ihren Garten, vielmehr noch lieben sie ihren prächtigen Baum! Doch seinetwegen liegen die Nerven ihrer Nachbarn brach: Das Gewächs wirft nämlich einen riesig-großen Schatten auf die Terrasse der wohlsituierten Nachbarschaft. Nix mit Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die Bitte der Schattengeplagten, sich hurtig um das Ungetüm zu kümmern, wird harsch abgewehrt. Ihr Sohn Atli hat währenddessen selbst ganz andere Probleme: Schuld ist ein kleines Sex-Video, das zu einem großen Streit mit seiner Frau führt. Er muss zurück ins Elternhaus ziehen, doch hier sorgt der Baum weiterhin für Ärger. Wurde der Nachbar etwa mit einer Kettensäge gesehen? Als dann plötzlich die geliebte Katze verschwindet und Überwachungskameras installiert werden, ist allen klar „so klappt‘s nicht mit den Nachbarn“. Ein verbitterter Kampf unter den Familien beginnt und das Chaos im idyllischen Vorort scheint perfekt … Drei Familien, ein Baum und ein unglaubliches Chaos: „Under the Tree“ von Hafsteinn Gunnar Sigurðssons ist ergreifend und absurd zugleich. Die dichte Erzählung um streitende Nachbarn und eine Ehekrise im isländischen Idyll ist vollgepackt mit bittersüß-schwarzem Humor. Ein Paradestück des jungen und innovativen europäischen Arthouse-Kinos. Hafsteinn Gunnar Sigurðssons wurde u.a. bekannt durch das US-Remake „Prince Avalanche“ (mit Paul Rudd und Emile Hirsch) seines Regiedebüts „Either Way“. Auch in seinem neuesten Werk beeindruckt er durch überragende Bilder und seine innovative Erzählweise. Seine Weltpremiere feierte der Film im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Venedig, es folgte die Nordamerika-Premiere beim Toronto International Film Festival. Darüber hinaus reichte Island „Under the Tree“ als offiziellen Beitrag ins Oscar®-Rennen als bester fremdsprachiger Film ein. Weitere hochrangige Festivals und Auszeichnungen folgten, unter den Trophäen darf sich das Team auch über sieben Isländische Film- und Fernsehpreise (EDDA) freuen – u.a. in den Kategorien „bester Film“, „beste Regie“ sowie „bester männlicher“ und „beste weibliche Hauptdarstellerin“.

AB 16. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Hafsteinn Gunnar Sigurðsson​DARSTELLER Sigurður Sigurjónsson, Edda Björgvinsdottir, Steinþór Hróar Steinþórsson​LAUFZEIT 89 Minuten FSK 12 VERLEIH farbfilm


NEU IM MAI 13

AB 16. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Neil Jordan DREHBUCH Neil Jordan, Ray Wright DARSTELLER Chloë Grace Moretz, Isabelle

Huppert, Maika Monroe, Colm Feore, Stephen Rea LAUFZEIT 98 Minuten VERLEIH/VERTRIEB capelight pictures

GRETA USA, Irland 2018

Eine verlorene Handtasche führt eine junge Frau in die Fänge einer psychopathischen Stalkerin. Packendes Katz- und Maus-Spiel mit einer brillanten Isabelle Huppert. Frances (Chloë Grace Moretz) findet eine Handtasche in der New Yorker U-Bahn und zögert nicht, sie der rechtmäßigen Besitzerin nach Hause zu bringen. Die Tasche gehört der eleganten Witwe Greta (Isabelle Huppert), die sich sehr über den Besuch der jungen

CATHERINE DENEUVE

Frau freut. Schnell freundet sich Frances mit der älteren Dame an, denn das Schicksal scheint zwei einsame Seelen zusammengeführt zu haben. Doch schon bald findet sie heraus, dass Greta ihre Handtaschen nur als Köder auslegt, um die ehrlichen Finder zu sich zu locken … Oscar®-Preisträger Neil Jordan, der Klassiker wie „The Crying Game“, „Interview mit einem Vampir“ und „Die Zeit der Wölfe“ geschaffen hat, inszeniert in seinem neuen Psychothriller „Greta“ das verhängnisvolle Aufeinandertreffen zweier ungleicher Frauen. Chloë Grace Moretz („Suspiria“, „Die Wolken von Sils Maria“, „Kick-Ass“) spielt die ahnungslose Frances, die für ihre Ehrlichkeit bitter bestraft wird und in die Fänge der psychopathischen Stalkerin Greta gerät. Diese wird von der mehrfach preisgekrönten französischen Ausnahmeschauspielerin Isabelle Huppert („Elle“, „Happy End“, „Die Klavierspielerin“) gespielt, die mit ihrer intensiven Darstellung für reichlich Gänsehaut sorgt. In weiteren Rollen sind in diesem packenden Katz-und-Maus-Spiel Maika Monroe („It Follows“, „The Guest“) und Stephen Rea („Michael Collins“, „The Honourable Woman“) zu sehen. „Greta“ feierte auf dem Toronto International Film Festival 2018 Weltpremiere.

CHIARA MASTROIANNI

EIN FILM VON

JULIE BERTUCCELLI

AB 02. MAI IM KINO

SAMIR GUESMI


NEU IM MAI 14

ONCE AGAIN – EINE LIEBE IN MUMBAI Deutschland, Indien, Österreich 2018

Zarte Liebesgeschichte zwischen einem alternden Filmstar und einer Restaurantbesitzerin. Die poetische Reise zweier einsamer Herzen durch die 15 MillionenSeelen-Stadt Mumbai. Tara, die verwitwete Mutter zweier erwachsener Kinder, führt ein kleines Restaurant. Der berühmte Filmstar Amar ist einer ihrer Kunden, dem sie täglich Mahlzeiten ausliefert. Tara hat ihn bisher nur auf der großen Leinwand gesehen – persönlich haben sie sich noch nicht getroffen. Ein zufälliges Telefongespräch wird zum Ritual zwischen den beiden, und sie verbringen Stunden am Telefon, ohne den Mut für ein Treffen zu finden. Beide sind sich der Unmöglichkeit einer realen Beziehung bewusst und haben Angst davor, die um sich gezogenen Schutzwälle zu erweitern. So leben sie in ihren jeweiligen sicheren Sphären. Bis sich Amar eines Tages aufmacht, Tara zu treffen … Was folgt, ist die poetische Reise zweier einsamer Herzen durch die 15 Millionen-Seelen-Stadt Mumbai. Regisseur Kanwal Sethi über seinen Film: „Heute sind wir stärker denn je miteinander verbunden und mit einer phänomenalen Technologie ausgestattet, die diese Verbindungen sichert und dennoch gibt es schockierenderweise ein epidemisches Ausmaß an Einsamkeit in allen Gesellschaftsschichten und Teilen der Welt. Mumbai unterscheidet sich da nicht von New York oder Berlin. Mein Film ist der Versuch, dieses Gefühl der Einsamkeit in all ihren verschiedenen Facetten im modernen Indien einzufangen. Meine ersten Gedanken galten der Atmosphäre des Films; es sind der Alltag dieser beiden einsamen Seelen und die banalen Details, die uns unser eigenes Alleinsein und unsere Sehnsucht nach menschlichem Kontakt vor Augen führen. Einsamkeit ist ein Gefühl, ein Gemütszustand, eine Situation, eine Stimmung. Einerseits kann sie eine persönliche Hölle sein, die Millionen von innen heraus verschlingt, andererseits können soziale und wirtschaftliche Faktoren Menschen in Situationen bringen, in denen Einsamkeit die einzige Option ist. Der Film ist mein Versuch, die Spannung zwischen diesen beiden Aspekten auszuloten.

AB 16. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Kanwal Sethi DARSTELLER Shefali Shah, Neeraj Kabi, Rasika Dugal, Bhagwan Tiwari, Badita Bag, Priyanshu Pinyuli LAUFZEIT 98 Minuten VERLEIH Arsenal


NEU IM MAI 15

AB 16. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Bettina Borgfeld​ LAUFZEIT 91 Minuten VERLEIH Barnsteiner

WKDW – WAS KOSTET DIE WELT? Deutschland 2018 — Dokumentarfilm

Vor idyllischer Kulisse entfaltet sich ein erbitterter Kampf um Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit. Dokumentation, die fundamentale Fragen nach sozialer Verantwortung aufwirft Auf Sark, einer im Ärmelkanal gelegenen, kleinen Insel, lebten die Menschen seit hunderten von Jahren als autonome Gemeinschaft, die auf gegenseitiger Selbsthilfe und Selbstverwaltung gründete. Keiner der inzwischen rund 600 Einwohner besaß das Land, auf dem er lebte, denn es wurde als Lehen von der britischen Krone gegeben. Das Leben war einfach und beruhte eher auf gegenseitigem Vertrauen

als auf Gesetzesvorgaben. Aber eine neue Macht veränderte das beschauliche Inselleben: Zwei Milliardäre begannen systematisch das Land aufzukaufen und erwarben und modernisierten vier der sechs Hotels. Ihre Firmen besitzen inzwischen ein Drittel der gesamten Landfläche. Ihre Anwälte greifen beinah jede Gesetzesinitiative des kleinen Feierabendparlaments an, das verzweifelt versucht, regulierend einzugreifen. Und der von ihrem Verwalter herausgegebene Newsletter sät Zwietracht unter den Nachbarn, verleumdet und diffamiert. Auf dem idyllischen Schauplatz entfaltet sich ein erbitterter Kampf um Demokratie, Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Verantwortung. Wie in einen Mikrokosmos blickt der Film auf eine kleine Gemeinschaft, die wirtschaftlich, politisch und menschlich von den Machenschaften einer Finanzelite zerrüttet wird, weil es keinen Staat gibt, der bereit wäre ihre Interessen zu schützen. Und das nicht in der Dritten Welt, sondern mitten unter uns. Und er geht der Frage nach, welche Absichten wirklich hinter diesen feindseligen Aktivitäten stehen. Denn ein böser Verdacht verfestigt sich: Soll Sark in Wirklichkeit kein Luxus-Resort, sondern eine Steueroase werden, bequem gelegen auf halbem Weg zwischen London und Paris?

„RÜHREND, WITZIG UND UNWIDERSTEHLICH CHARMANT!” Observer


NEU IM MAI 16

ALL MY LOVING EINE GESCHICHTE VON DREI GESCHWISTER Deutschland 2019

Drei voneinander entfremdete Geschwister stecken jeweils in einer verfahrenen Lebenssituation. Ohne forcierte Zuspitzungen inszeniert, erzeugt der Episodenfilm aber dennoch eine intensive Wirkung. Weil sein Gehör nachlässt, verliert Stefan (Lars Eidinger) seinen identitätsstiftenden Job als Pilot. Statt das wahrzuhaben, hängt der Playboy weiter an seinem alten Leben und streift in einer Pilotenuniform durch Berliner Bars, um Frauen kennenzulernen. Stefans Schwester Julia (Nele Mueller-Stöfen) und ihr Mann Christian (Godehard Giese) leiden derweil am drei Jahre zurück liegenden Tod ihres Sohns. Ein Italienurlaub soll Entspannung bringen, doch Julia lässt ihre komplette Aufmerksamkeit einem verletzten Straßenhund zukommen. Tobias (Hans Löw), der jüngere Bruder von Stefan und Julia, schreibt derweil noch mit Ende 30 an seiner Diplomarbeit und schmeißt den Haushalt mit drei kleinen Kindern, während seine Frau die Finanzen stemmt. Da er von allen Geschwistern vermeintlich am meisten Zeit hat, soll er sich um die pflegebedürftigen, ziemlich widerspenstigen Eltern kümmern. Das Drehbuch von Edward Berger und der Schauspielerin Nele Mueller-Stöfen stellt einen prägnanten Prolog an den Anfang, der die Geschwister bei einem Restaurantbesuch vorstellt. Darauf folgen drei voneinander getrennte Episoden, die einen Blick in die jeweils schwierigen Leben der Figuren werfen. Die Einheitlichkeit entsteht durch die unaufgeregte und punktgenaue Inszenierung und die Tatsache, dass alle Geschwister voller Zweifel stecken, die sie nach außen hin verbergen. Das wiederum erschwert es ihnen, notwendige Lebensveränderungen vorzunehmen. Sie alle sind nämlich an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr einfach so weiter gehen kann. Die sorgfältig arrangierten Aufnahmen des Kameramanns Jens Harant und der strikte erzählerische Aufbau schaffen zwar eine gewisse Distanz zu den Charakteren, zugleich wirken die Porträts mit ihrer Nähe zum Alltäglichen aber authentisch. Bei allem Verdruss der Figuren gibt es auch Momente zarter Komik. Edward Berger unterstreicht sein schon in „Jack“ gezeigtes Talent für die Darstellung zwischenmenschlicher Nöte und sein Händchen für die passende Besetzung – und weckt die Neugier auf seinen nächsten Film.

AB 23. MAI IN DER SCHAUBURG REGIE Edward Berger DREHBUCH Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen DARSTELLER/INNEN Lars

Eidinger, Nele Mueller-Stöfen, Hans Löw, Godehard Giese, Mathilda Berger, Christine Schorn, Manfred Zapatka, Valerie Koch LAUFZEIT 116 Minuten FSK 12 VERLEIH Port au Prince Pictures


NEU IM MAI 17

PREMIERE

mit Prosecco in Anwesenheit der Protagonisten HANNES KOCH und

BLOWN AWAY – MUSIC, MILES AND MAGIC

BEN SCHASCHEK

und des Musikers 0

Deutschland 2019

JACK MANTIS

Bebilderter Segeltörn rund um den Globus, den zwei Freunde in vier Jahren zurückgelegt haben. Trotz einiger „Reisemängel“ gelingt ein hübsches Expeditions-Tagebuch, das durch die Energie und Lebensfreude der Musiker zu überzeugen vermag. Die „We are sailing“, sagten sich die jungen Musiker Ben Schaschek und Hannes Koch. Nach dem gemeinsamen Tontechnik-Studium wollten die zwei „irgendetwas Abgefahrenes“ machen. In 80 Tagen um die Welt reichte den beiden nicht, sie planten gleich vier Jahre für den Segeltörn um den Globus. Ein echter Sprung ins kalte Wasser, denn vom Segeln haben sie keine Ahnung. 15.000 Euro aus einem Erbe haben die Freunde in Boot, Proviant und Ausrüstung investiert. In jedem besuchten Land sollen lokale Musiker aufgenommen werden, so der Plan. Pro Tag und Person haben sie 12 Euro ausgegeben, „so günstig könnte ich in Berlin nicht leben“, erzählt Koch. Über Papua-Neuguinea, Australien und Singapur geht es im kleinen Segelboot nach Indien. Die entspannte Art der bärtigen Globetrotter öffnet schnell alle Türen. Musik-Aufnahmen finden da auch schon mal direkt am sonnigen Strand statt oder nach der fröhlichen Besichtigung einer Hanf-Plantage: Hippies 2.0! Das filmische Reisetagebuch überzeugt durch sympathische Protagonisten und die angenehme Erzählerstimme. Bei den Begegnungen mit geselligen Gastgebern rund um den Globus kommt zuverlässig kuschelige „Couchsurfing“-Stimmung auf: Offenheit statt Eigennutz. Helfen, lachen, Musik machen. Außer dem gelegentlichen Ausfall des Motors der betagten „Marianne“, einer zerbrochenen Gitarre oder einem kleinen Läusebefall scheint es wenig Stolpersteine auf der abenteuerlichen Reise gegeben zu haben. Monatelang verbringen die beiden Freunde einsam auf einem sieben Quadratmeter kleinen Boot - alles ohne jeden Streit? Ganz ohne Gequatsche über Gott und die Welt und die letzten Fragen der Menschheit? Trotz solcher „Reisemängel“ gelingt ein hübsches Expeditions-Tagebuch, das durch die Energie und Lebensfreude der Musiker zu überzeugen vermag. Das Reiseziel von Globetrotter Hannes Koch wird erreicht: „Wir glauben, dass wir mit unserem Film Menschen inspirieren können, sich auf das Unbekannte einzulassen. Sich selbst und anderen zu vertrauen. Das haben wir auch getan und sind als andere Menschen zurück gekehrt…“.

AB 23. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Micha Schulze DARSTELLER Hannes Koch, Ben Schaschek LAUFZEIT 119 Minuten VERLEIH Jackhead, VERTRIEB Filmagentinnen

Mittwoch, 29. Mai um 20:30 Uhr

LIVE MUSIK


NEU IM MAI 18

SUNSET OVER HOLLYWOOD Deutschland 2018 — Dokumentarfilm

EDIE – FÜR TRÄUME IST ES NIE ZU SPÄT

Wie wäre es mit einer Fortsetzung zu „Casablanca“? In einem Altersheim der US-Filmindustrie im sonnigen Kalifornien wird emsig daran gearbeitet, wie Uli Gaulkes wunderschöne Dokumentation zeigt

Großbritannien 2017

Eine 85jährige Witwe erfüllt sich ihren Lebenstraum und besteigt einen markant aufragenden Berg. Hauptdarstellerin Sheila Hancock zieht alle Register ihres Könnens. Jahrzehnte war Edie (Sheila Hancock) mit George (Donald Pelmear) verheiratet, eine Ehe, die ebenso freudlos und grau war, wie das Reihenhaus, in dem das Paar seit ewigen Zeiten lebt. Nachdem George eines morgens stirbt, versucht ihre Tochter Nancy (Wendy Morgan) Edie möglichst bald in ein Altersheim abzuschieben. Doch Edie ist nach Jahrzehnten des ständigen Ärgers über ihren Mann, über ihr Leben und auch über ihre eigene Unfähigkeit, sich aus den Fängen einer unglücklichen Ehe zu befreien, verbittert und widerborstig. In einem alten Tagebuch liest sie von einem langgehegten Traum, den George einst verhinderte: Den Suliven zu besteigen, einen markant aufragenden Berg in den schottischen Highlands. Gesagt, getan, macht sich Edie auf eigene Faust auf den Weg. Gleich am Bahnhof wird sie von Jonny (Kevin Guthrie) umgerannt. Aus schlechtem Gewissen kümmert sich Jonny um Edie, die seine Hilfe anfangs nur widerwillig annimmt. Schließlich wird er sogar ihr Bergführer, zumindest versucht er es, denn Edie braucht lange, bevor sie zulässt, dass sich zwischen dem so gegensätzlichen Duo eine Freundschaft entwickelt. Vor allem die in England seit Jahrzehnten durch zahlreiche Rollen, meist fürs Fernsehen, bekannte Sheila Hancock ragt aus diesem konventionellen Projekt heraus. Ohne Scheu, dass sie allzu unsympathisch wirkt, gibt sie lange die widerborstige, verhärmte alte Dame, die eigentlich keine Lust hast, sich auf andere, auf neue Menschen einzulassen, um schließlich doch zu merken, dass sie viel zurückbekommt, wenn sie denn auch etwas von sich preisgibt.

AB 23. MAI IN DER SCHAUBURG

Versteckt am Ende des Mulholland Drive nördlich von Los Angeles liegt das Altersheim der US-Filmindustrie. Einst das Rückgrat des amerikanischen Showbiz bildend verbringen hier SchauspielerInnen, Produzenten, Tonleute, Maskenbildner und Regisseure ihren Lebensabend. Das Alter kann den Schaffensdrang dieser oft vergessenen Hollywood-Legenden nicht bremsen. Im hauseigenen Filmstudio schreiben, diskutieren und produzieren sie munterst weiter. Uli Gaulkes Film wird dabei rasch zu einer bewegenden Erzählung über Freundschaft, Kreativität und die Möglichkeiten & Unmöglichkeiten der Liebe, die dem nicht immer gradlinigen Drehbuch des Lebens folgen. Da ist zum Beispiel die älteste noch aktive Schauspielerin der Welt, Connie Sawyer, die mit ihren 105 Jahren noch immer zu Castings in Hollywood geht und an der Seite von Stars wie Frank Sinatra, Susan Hayward und Dean Martin in mehr als 70 Filmen mitspielte. Oder Daniel Selznick, der Sohn des berühmten Hollywood Produzenten David O. Selznick, der George Lucas die Chance gab „American Graffiti" zu drehen und ihm damit zum Durchbruch und zu einer beispiellosen Karriere verhalf. Es sind diese stillen, fast vergessenen Hollywoodhelden, von denen der Film erzählt und aus deren Perspektive die amerikanische Filmgeschichte noch einmal persönlich erlebbar wird. Doch sie wären keine Filmschaffenden, wenn sie nur von Erinnerungen leben würden. Im hauseigenen Filmstudio haben sie die Möglichkeit, Drehbücher zu schreiben und Filme zu produzieren. Und als plötzlich die Idee im Raum steht, über eine Fortsetzung des Filmklassikers „Casablanca" nachzudenken, da nimmt ungeahnte Kreativität ihren Lauf und das eigene Leben und ihre sprudelnden Filmideen beginnen sich auf wundervolle Weise zu durchdringen.

AB 23. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Simon Hunter BUCH Elizabeth O'Halloran DARSTELLER Sheila Hancock, Kevin Guthrie, Amy

Manson, Paul Brannigan, Wendy Morgan LAUFZEIT 102 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Weltkino

REGIE Uli Gaulke, Agnes-Lisa Wegner​ LAUFZEIT 101 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Piffl​


FILM x MUSIK TRAUMFABRIK #17 / 2019

Ein vielschichtiges Wechselspiel Beginn jeweils 15 Uhr

So 5. Mai

ERÖFFNUNGSGALA „90 JAHRE SCHAUBURG“ ENTR’ACTE (René Clair/Francis Picabia, 1924) & UN CHIEN ANDALOU (Luis Buñuel/Salvador Dalí, 1929) LIVE-Vertonung: Kammerflimmer Kollektief

METROPOLIS (Fritz Lang, 1927) So 19. Mai MODERN TIMES (Charlie Chaplin, 1936, OV) So 12. Mai

So 26. Mai So 2. Juni So 9. Juni So 16. Juni So 23. Juni

Zum Schauburg-Technicolor-Festival

WOODSTOCK (Michael Wadleigh, 1969, DF) SINGIN‘ IN THE RAIN (Stanley Donen / Gene Kelly, 1952, OmU) DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE (Alfred Hitchcock, 1956, DF) SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD (Sergio Leone, 1968, DF) 2001 – A SPACE ODYSSEY (Stanley Kubrick, 1968, OV) FILMSEMINAR in der Schauburg – 6 Filmanalysen an 6 Terminen

ab Fr 28. Juni 17:30–19 Uhr FILM x MUSIK – vom Stummfilm zu Soundscapes

FANTASIA (Walt Disney, 1940, DF) KOYAANISQATSI – LIFE OUT OF BALANCE (Godfrey Reggio, 1982, OV) So 14. Juli LOST HIGHWAY (David Lynch, 1997, DF) So 21. Juli INSIDE LLEWYN DAVIS (Joel & Ethan Coen, 2013, OmU)

So 30. Juni

Gestaltung: kummerdesign

So 7. Juli

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Eintritt: 9€ / Studierende/ermäßigt 7,50€ /Seminarteilnehmer 6€


NEU IM MAI 20

ROADS Deutschland 2018

Ein englischer Teenager und ein Flüchtling aus dem Kongo treffen sich an einer Straße in Marokko und suchen gemeinsam den Weg nach Europa. Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die sich gegen alle Widerstände behauptet. Als wir Gyllen (Fionn Whitehead) zum ersten Mal sehen, steht er irgendwo in Marokko am Straßenrand und telefoniert verzweifelt mit Bekannten. Ob sie einen Trick wüssten, wie man dieses bockige Wohnmobil wieder startklar bekommt? Erst später wird der Zuschauer erfahren, dass Gyllen noch keine 18 ist und keinen Führerschein besitzt. Das Wohnmobil hat er kurzerhand seinem Stiefvater geklaut, um so dem Familienurlaub in Nordafrika zu entfliehen. Glücklicherweise kommt der 18-jährige William (Stéphane Bak) des Wegs. Er ist aus dem Kongo, will nach Europa. Dort lebt sein verschollener Bruder. William kann nicht nur Auto fahren, auch sonst ist er praktischer veranlagt als Gyllen. So werden sie zu Verbündeten. Doch wie sollen die beiden jungen Männer ohne Papiere auf die Fähre nach Spanien gelangen? Im Hafen von Tanger sprechen sie einfach den deutschen Hippie Luttger (Moritz Bleibtreu) an - obwohl er offensichtlich nicht ganz richtig tickt. Nicht nur, dass er mit Rauschgift handelt, er klaut den beiden, kaum in Spanien angekommen, auch das Wohnmobil... Ein Road Movie also, und wie in so vielen anderen Road Movies geht es auch hier, im neuen Film von Sebastian Schipper, der 2015 mit „Victoria“ für Furore sorgte, nicht so sehr um das Erreichen eines Ziels, sondern um das Unterwegssein, um eine Reise zu sich selbst. Gyllen und William sind getrieben von Abenteuerlust und einer unbestimmten Sehnsucht, sie wachsen auf ihrer Reise immer stärker zusammen und müssen Entscheidungen treffen, die ihr Leben und das von anderen nachhaltig beeinflussen. Symptomatisch hierfür ist Gyllens Besuch bei seinem leiblichen Vater (Ben Chaplin) in Frankreich. Der will die Dinge wieder richten und Gyllen mit seinem Stiefvater versöhnen. Doch der Junge verweigert sich und zieht einfach weiter. Sowohl der britische Shootingstar Fionn Whitehead („Dunkirk“) als auch der französische Schauspieler und Stand-UpComedian Stéphane Bak („Elle“) machen ihre Sache gut. Ihre Figuren werden zu Freunden in einer Welt, die sich durch die Flüchtlingskrise verändert hat. Da hilft nur Zusammenhalt.

AB 30. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Sebastian Schipper DARSTELLER Fionn Whitehead, Stéphane Bak, Moritz Bleibtreu, Ben Chaplin LAUFZEIT 100 Minuten FSK 6 VERLEIH Studiocanal


NEU IM MAI 21

ROCKETMAN engl. Originalversion Großbritannien 2019

Endlich: das langerwartete Biopic über die Pop-Ikone Elton John ist da! Lasst Euch mit hinreissenden Musiknummern von einem tollen Ensemble in den Pop-Himmel katapultieren! Nach Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight (Taron Egerton) ist ein ganz normaler Junge in einem Vorort von London, ein bisschen dick, viel zu schüchtern – nur am Klavier fühlt er sich wirklich wohl. Doch als er nach London kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben: den Rock ’n’ Roll. Er trifft den Texter Bernie Taupin (Jamie Bell) und erregt schnell Aufmerksamkeit in der Londoner Szene. Nur der Name passt noch nicht: Erst als Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen Aufstieg nichts mehr im Weg, denn auf der Bühne verwandelt sich der schüchterne Reggie in einen außergewöhnlichen Rocksänger. In kürzester Zeit schießt Elton John ganz nach oben in die Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und trägt immer wildere Kostüme und Brillen. Doch wer steil aufsteigt, kann auch tief fallen, und Elton John ist klar, dass er nicht auf ewig ein Rocketman sein kann. Es ist schwer zu glauben, aber „Rocketman“ ist der erste Film über das wechselhafte Leben und die Karriere des britischen Popmusikers Elton John. Kongenial übernimmt Taron Egerton („Kingsman: The Golden Circle“, „Robin Hood“) die Rolle des jungen Elton, der als Ausnahmetalent an der Royal Academy of Music begann und sich zur weltbekannten Musik-Ikone hocharbeitete. Unter der Regie von Dexter Fletcher („Eddie The Eagle“) und nach einem Drehbuch von Lee Hall („Billy Elliot – I Will Dance“) bringt „Rocketman“ die bisher unerzählte Geschichte dieser faszinierenden Persönlichkeit auf die große Leinwand. Gegen den Willen seines Vaters und geplagt von Selbstzweifel, verfolgt der junge Musiker den Traum von einer Musikkarriere, bis er schließlich zur Inspiration für Millionen wird. Alle Songs im Film werden von den Schauspielern gesungen und nahtlos in das fantastische Rock-’n’-Roll-Musical eingebunden.

AB 30. MAI IN DER SCHAUBURG

REGIE Dexter Fletcher​DARSTELLER Taron Egerton​ VERLEIH Paramount


NEU IM MAI 22

HIGH LIFE Deutschland, Frankreich, UK, Polen, USA 2018

Eine Gruppe Sträflinge begibt sich auf eine brenzlige Raumschiff-Mission. Wenn Frankreichs eigenwillige Arthaus-Diva Claire Denis einen Ausflug ins ScienceFiction Genre unternimmt, fällt das Ergebnis erwartungsgemäß ungewöhnlich aus. In den Tiefen des Weltalls. Jenseits unseres Sonnensystems. Monte (Robert Pattinson) und seine Tochter Willow (Jessie Ross) leben zusammen an Bord eines Raumschiffs, Raumschiff Nummer 7. Steuerungslos und gänzlich isoliert schweben sie durchs All, der Tag nur gegliedert durch Reparaturarbeiten und tägliche Statusreports an die Erde. Sie sind Teil einer experimentellen Mission, die außer Monte und Willow niemand überlebt hat. Eine Gruppe zum Tod verurteilter Straftäter hat ein Angebot des Staates angenommen: Lebenswichtige Energieressourcen im All zu finden und im Gegenzug dafür die Strafe erlassen zu bekommen. Ein trügerischer Deal. Und für die Crew eine Reise ohne Wiederkehr. So nähern sich auch Vater und Tochter ihrem letzten und unausweichlichen Ziel – dem Schwarzen Loch, dem Ende von Zeit und Raum. „High Life“ erzählt in poetischen Bildern eine existentielle Geschichte von Verlangen und Begierde, von Leidenschaft und menschlicher Grausamkeit – und eine Geschichte von allumfassender Liebe. Es ist Claire Denis‘ erstes englischsprachiges Projekt. Für ihr futuristisches Drama arbeitete sie mit einem herausragenden Schauspieler-Ensemble zusammen: neben Robert Pattinson und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in den Hauptrollen u.a. auch mit OutKast-Sänger André Benjamin, Mia Goth, Lars Eidinger, Claire Tran und Agata Buzek. Für ihren Film holte sich Claire Denis die Expertise des renommierten Konzeptkünstlers Olafur Eliasson für das visuelle Design des Schwarzen Lochs. Den Soundtrack komponierte Stuart A. Staples von den Tindersticks. Für die Kamera zeichnete Yorick Le Saux verantwortlich. Das Szenenbild stammt von Francois Renaud Labarthe und Bertram Strauss.

AB 14. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Claire Denis DARSTELLER Robert Pattinson,

Juliette Binoche, Mia Goth, André Benjamin, Lars Eidinger LAUFZEIT 110 Minuten FSK 16 VERLEIH Pandora


90 JAHRE SCHAUBURG 23

THEATER, KLEINKUNST UND MUSIK AUF DER SCHAUBURG-BÜHNE Ende der 80er, Anfang der 90er-Jahre verwandelte sich das Lichtspieltheater Schauburg immer wieder mal in ein richtiges Theater. Dann gastierten im großen Saal Theatergruppen, Comedy-Truppen, Kleinkünstler aller Art, Musiker... Wenn die Bildwand im großen Saal hochgezogen wird, gibt sie den Blick frei auf eine große Bühne von beträchtlicher Tiefe. Auch früher hieß es immer wieder mal: Bildwand hoch und Bühne frei. So war die Schauburg einer der wechselnden Veranstaltungsorte des damals noch unbehausten Kulturvereins Tollhaus, eine lose Zusammenarbeit, die im Oktober 1987 mit einem Konzert des Gitarristen Sigi Schwab und seines Trios zu Ende ging. Auch spielten vor allem beim alljährlichen Jazzfest Bands und Orchester auf der Bühne. Dazwischen gab es sehr vereinzelte künstlerische Darbietungen, mit denen die Schauburg indirekt an ihre Vorvergangenheit anschloss, als sich an jenem Ort das ApolloVarieté befand, eine der besten Adressen der Stadt Karlsruhe für mehr oder minder gepflegte Unterhaltung. Aber so richtig los ging es doch erst im November 1989. Mit dem Gastspiel des „Theaters in der Filmdose“ aus Köln wurde die großen Schauburg-Theater-Bühne eröffnet. Am 7. November ging „Sissi – Beuteljahre einer Kaiserin“ über die Bretter, eine schräge und unverkennbar schwule Interpretation der Geschichte der österreichischen Kaiserin , die Theaterleiter Walter Bockmayer ausgeheckt hat, dessen nicht weniger schräge „Geierwally“-Verfilmung auch noch an diesem Abend gezeigt wurde. Hauptdarsteller in beiden Fällen war Ralph Morgenstern, der es später noch zu einer beträchtlichen Popularität als Moderator und Klatschbase im Fernsehen brachte. Auch oder gerade weil sich an dieser „Sissi“ die Geister schieden, wurde das Gastspiel ein paar Monate später, im April 1991, wiederholt. Und weil es so schön war, kam das Theater in der Filmdose auch noch mal mit dem neuesten Stück „Cleopatra und der Fluch der Tempelhuren“ und sorgte in der Faschingszeit mit drei Vorstellungen vom 29. Februar bis 2. März 1992 für Mordsgaudi und Bewegung im Saal. Die Zuschauer wurden nämlich als Galeerensklaven zum Rudern verdonnert in diesem Historienstück, bei dem sehr großzügig mit der geschichtlichen Überlieferung umgegangen wurde. Oder hätten Sie gedacht, dass Leni Riefenstahl einen Film über und mit Cleopatra drehen wollte, die sie zuvor vor Kannibalen in Afrika gerettet hatte?

Bockmayers schräge Ulktruppe kam noch einmal im Februar 1995, diesmal ohne Ralph Morgenstern, mit dem Grusical „Elvira – Die Samenbankmörderin von Burg Geroldstein“. Das Grauenhafteste daran waren die zahlreichen Scherze unter der Gürtellinie, gemäß Bockmayers Motto „Schlechter Geschmack ist besser als gar keiner“. Eine weitere Attraktion war der Auftritt der damals populären PreddyShow-Campany, die der gebürtige Karlsruher Gerhard Winterle im Berliner Exil gegründet hatte, mit dem Programm „Auf Teufel komm raus“, das im April 1990 frenetisch bejubelt wurde – und das nicht nur, weil sich im Publikum viele Bekannte, Verwandte und ehemalige Klassenkameraden von Gerhard Winterle befanden. Eine starke Vorstellung gab im November dieses Jahres auch das Duo „Hot Shots“, bestehend aus Jack Millett und Georgo Peugeot, zwei US-Amerikaner aus Freiburg, die eine Mischung aus Clownerie, Pantomime und ein bisschen Akrobatik boten. In den Herbstferien, vom 28. Oktober bis 4. November wurde – laut Ankündigung „erstmals“ in Karlsruhe Varieté für Kinder angeboten. Zusammengestellt vom Steintor-Variete aus Halle, unter dem Motto „Hoppel Poppel – die große Hasenfete“ gab es das noch einmal in etwas veränderter Form als vorösterliche Unterhaltung zwischen dem 21. und 31. März 1991. Danach hatte es sich ausgehoppelt, weil das Angebot nicht wie gewünscht angenommen


90 JAHRE SCHAUBURG 24

wurde. Zu wenig Publikum hatten die Auftritte der Leningrad Clown Corporation an einem sonnigen Sommerwochenende im Juni 1991 angesichts der Qualität des Ensembles aus der zweitgrößten russischen Stadt, die schon drei Monate später wieder ihren alten Namen annahm: St. Petersburg. Mehr Zuspruch erhielten die Gastspiele des Schwarzlichttheaters Ta Fantastika aus Prag, aber die sind ein Kapitel für sich. Das Filmdosenteam (Bockmayer links, Morgenstern in der Mitte)

„Cleopatra und der Fluch der Tempelhuren“

Zu Beginn der 90er-Jahre ging der Stern von Sissi Perlinger auf, die mit bizarren Kostümen, starker Stimme, jeder Menge Sex-Appeal und handfestem Humor die Säle füllte, mehrmals auch den SchauburgSaal mit ihrer damals aktuelle Show „Mein Herz sieht rot“, dem ersten Gastspiel am 12. Dezember 1992 folgten weitere in den beiden folgenden Jahren mit derselben, offenbar unverwüstlichen Show. Und was gab es sonst noch im Lauf der Zeit, als der SchauburgProspekt vollmundig verkündete „Itʼs Show-Time“? ComedyQuatsch, z. B mit dem Chaos-Theater Oropax (23.1.1993), zwei dilettierenden Brüdern aus Freiburg, die es noch weit bringen sollten und noch einige Male in der Schauburg gastierten, Tanz, Cabaret, Clownerien, Kindertheater und ab und an auch eine Lesung. In der Schauburg stellte Konstantin Wecker an Klavierbegleitung seinen autobiografisch gefärbten Roman „Uferlos“(21.1. 1993) vor, in dem er sich zu seiner Drogenabhängigkeit bekannte, in der er damals immer noch steckte. Keine Zukunft hatte der Plan, gemeinsam mit Regine Kress-Fricke, der Mitveranstalterin des Literaturfestivals „Lichts“, Lesungen zu einem regelmäßigen Bestandteil des sonntäglichen Kino-Frühstücks zu machen. Die Doppellesung zum Auftakt mit Kress-Fricke und einem gewissen Thomas Orlando Zutavern am 6. Dezember 1992 blieb folgenlos. Vielleicht waren Lesung und Kino am frühen Sonntagmorgen etwas zuviel des Guten. Ab der Jahreswende 93/94 liefen die Veranstaltungen außerhalb des Kinobetriebs unter dem umfassenden Obertitel „Performing Arts“. Dieses Etikett dokumentierte die eigene gewachsene Anspruchshaltung und es passte auch besser zu den eher ernsthaften Koproduktionen mit der Staatlichen Hochschule für Musik. Ein Glanzlicht neben den Auftritten des Prager Theaters war das mehrtägige Gastspiel des phantastischen Trios Mummenschanz aus der Schweiz. Mit ihren Theater- und Körpermasken schaffen sie eine ganz eigene Bühnenkunst voller magischer Momente und geheimnisvoller Bilder, ohne Worte, ohne Musik und ohne dabei je ihr wahres Gesicht zu zeigen. Am 19. Januar 1994 feierte ihre Show „Parade“ in der Schauburg ihre Deutschland-Premiere. Mit der Premiere des neuen Programms von Sissi Perlinger, „Von Happy-End zu Happy-End“ am 14. Juni 1996 ging die große Zeit der Schauburg Show- , Theater- und Kulturbühne zu Ende. Was nicht heißen soll, dass danach im großen Schauburg-Saal nichts mehr über die Bühne gegangen ist. Zum Beispiel die viele Jahre lang stattgefundenen großen Silvesterpartys, die erotischen Literatur Performances „Love Bites“ des Konkurs Buch Verlages aus Tübingen die jedes Jahr im Spätherbst in Karlsruhe gastiert hatten und ab und an wird die Bildwand auch noch hochgezogen, wenn eine Band aufspielt, wie zuletzt am 4. September 2011 beim Auftritt des französischen Rock-Unikums Little Bob im Anschluss an die Vorpremiere des Films „Le Havre“ von Aki Kaurismäki, in dem er als er selbst in Erscheinung tritt. Das ändert nichts daran, dass das Medium Film wieder die mit Abstand wichtigste Rolle spielt im Lichtspieltheater Schauburg. Die technischen Möglichkdeiten, von der Beleuchtung bis zur Mikrofonausstattung, bieten dazu optimale Voraussetzungen. Als Sahnehäubchden kommt die exzellente Raumakustik hinzu. Viele Jahre lang hat übrigens das benachbarte Staatstheater im großen Saal werktags morgens Opern geprobt...


DAS

FEST Vol. 35

19.-21.07.2019 www.dasfest.de

KARLSRUHE

FUN UND ACTION BEI FREIEM EINTRITT IM SPORT-, KINDER- UND KULTURBEREICH 4 BÜHNEN MIT VOLLEM PROGRAMM: HAUPT-, FELD-, KULTUR- UND DJ-BÜHNE MUSIKALISCHES WARM-UP: BANDS DER REGION VON 12.-18.07.2019 Veranstalter:


SPECIALS IN DER SCHAUBURG 26

SPECIALS IN DER SCHAUBURG LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM BOLSCHOI IN MOSKAU

CARMEN / PETRUSHKA SONNTAG, 19. MAI UM 17:00 UHR

Carmen ist so leidenschaftlich und freigeistig wie jeher. Das heißblütige Ein-Akt-Ballett des kubanischen Choreografen Alberto Alonso war ursprünglich für die legendäre Bolschoi Prima-Ballerina Maya Plisetskaya konzipiert. Daneben sehen Sie Petruschka. Eine neue Produktion von Edward Clug, welche die ganze Seele des russischen Balletts verkörpert.

PREMIERE INKLUSIVE EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT VON PROTAGONIST BENEDICT DURCHHOLZ

ZWEI FAMILIEN AUF WELTREISE DIENSTAG, 7. MAI UM 19.00 UHR

Wenn man sein sicheres Zuhause hinter sich lässt, um die Welt zu entdecken und um herauszufinden, was man vom Leben wirklich will und wenn man dabei mit nichts außer Oneway-Tickets nach Bangkok und einem Haufen Fragen im Gepäck startet, dann kann das nur gut werden, oder? In diesem Film geht es um zwei Familien, die unabhängig voneinander genau das getan haben. Getrieben von einem Hunger nach Abenteuer, Selbstbestimmung und Sinn, lassen sie alles hinter sich und machen sich auf die Suche nach Antworten. Antworten wird Ihnen einer der Abenteurer des Films liefern. Benedict Durchholz ist an diesem Abend unser Gast!

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK

DIALOGUES DES CARMÉLITES VON FRANCIS POULENC SAMSTAG, 11. MAI UM 18:00 UHR

Die Uraufführung fand als Auftragswerk für die Mailänder Scala 1957 statt und war ein großer Erfolg. Das Werk behandelt die Ereignisse im Kloster der Karmelitinnen von Compiègne: 16 dort zugehörige Frauen wurden während der Französischen Revolution 1794 mit der Guillotine hingerichtet, weil sie nicht bereit waren, ihre Gelübde zu brechen. Sie gingen singend in den Tod und wurden 1906 durch Papst Pius X. selig gesprochen. HINWEIS: Am Tag der letzten MET-Oper der Saison (11. Mai) starten wir ab 9.00 Uhr morgens den Vorerkauf für die kommende Metropolitan-Runde 2019/20 – an unserer Kinokasse oder online unter www.reservix.de

REISEREPORTAGE

PARIS – ALLES ANSICHTSSACHE, REISEREPORTAGE SONNTAG, 12. MAI UM 17.00 UHR

Daniela und Uwe Schebek entführten uns bereits vier Mal in ausverkauften Vorstellungen in Frankreichs Metropole Paris: Neben den touristischen Highlights wie Eiffelturm, Notre-Dame, ChampsÉlysées und Louvre sind die wahren Schätze versteckt: Idyllische kopfsteingepflasterte Gassen, lauschige Plätze, versteckte Hinterhöfe, nostalgische Einkaufswelten. Doch nur, wer die ausgetretenen Touristenpfade verlässt, kann das wahre Paris entdecken. Sichern Sie sich schnell ihre Karten, bevor es zu spät ist.


SPECIALS IN DER SCHAUBURG 27

PREMIERE MIT PROSECCO UND GÄSTEN

BLOWN AWAY – MUSIC, MILES AND MAGIC MITTWOCH, 29. MAI UM 20.30 UHR

PREMIERE MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT DER REGISSEURIN CARO LOBIG

Der Film beschreibt die über vierjährige Reise der beiden Freunde Ben und Hannes mit Boot und Bus rund um die Welt und erzählt all die Abenteuer, die sie dabei erlebt haben. Es geht um die vielen außergewöhnlichen Menschen, die ihnen auf ihrer Reise begegnet sind, um Freiheit, Freundschaft und darum, wie Musik auf magische Weise alles miteinander verbindet. Wir begrüßen am 29.05. drei Gäste auf einen Schlag: Die Protagonisten Ben & Hannes sind vor Ort, sowie der Musiker Jack Mantis, der im Anschluß an die Vorstellung ein paar Lieder zum Besten geben wird.

MAGIE DER WILDPFERDE FREITAG, 7. JUNI UM 19.00 UHR

Sie leben wild und haben einen freien Geist: Wildpferde sind auf der ganzen Welt zu Hause. Nur wie lange noch? Weideflächen werden rar, ihr natürlicher Lebensraum schwindet – und der Mensch ist gezwungen einzugreifen, um ihren Fortbestand zu sichern. Regisseurin Caro Lobig wird im Anschluss an unsere Premiere für ein Publikumsgespräch bereitstehen.

QUEERFILMNACHT

JONAS – VERGISS MICH NICHT! MITTWOCH, 29. MAI UM 21.00 UHR

Als Jonas von seinem Exfreund aus der Wohnung geschmissen wird, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, wie die einstige Liebesgeschichte begann. Christophe Charrier verknüpft virtuos zwei Zeitebenen miteinander, auf denen er vom schwulen Heranwachsen im Frankreich der 90er, der ersten großen Liebe, von Scham, Schuld und einem gewaltigen, alles verzehrendes Trauma erzählt, das nach und nach an die filmische Oberfläche kommt wie die Erinnerung an einen düsteren Traum.

PREMIERE MIT EINEM GLAS SEKT & ANSCHLIESSENDER DISKUSSION

DIE KINDER DER UTOPIE MITTWOCH, 15. MAI UM 18.30 UHR

In Kooperation mit EFI Karlsruhe e.V. zeigen wir die Dokumentation „Die Kinder der Utopie“. Der Film reflektiert über das breit und kontrovers diskutierte Thema der Inklusion. Sechs junge Erwachsene schauen zurück auf ihre gemeinsame Grundschulzeit in einer Inklusionsklasse. Sie besprechen ihre Erlebnisse und Erfahrungen – und blicken in die Zukunft. Im Anschluss an die Vorführung laden wir zu einer Experten-Gesprächsrunde.

AKTION ZUM KARLSRUHER KLIMA FRÜHLING

IMMER NOCH EINE UNBEQUEME WAHRHEIT: UNSERE ZEIT LÄUFT FREITAG, 31. MAI UM 17.00 UHR

In Kooperation mit der Stadt Karlsruhe präsentieren wir Al Gore’s Plädoyer für Nachhaltigkeit! Der ehemalige US-Vizepräsident macht auf die katastrophalen Folgen des Klimawandels aufmerksam. Sehr anschaulich erklärt er Fakten und neueste Zahlen zu einem der brisantesten Themen unserer Zeit. Ein Aufruf zum Engagement!


TÄGLICH 15.00 UHR

KINDERKINO IM MAI nur

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25. APRIL – 1. MAI

02. – 08. MAI

09. – 15. MAI

OSTWIND 3 – AUFBRUCH NACH ORA

MIA & DER WEISE LÖWE

Mika büchst nach Andalusien aus, wo sie Ostwinds Herkunft vermutet und die Ausritte in vollen Zügen genießt. Dabei trifft sie auf eine Herde Wildpferde, die Ostwinds Familie sein könnten.

Berührender Abenteuerfilm für die ganze Familie über die Beziehung zwischen einem Mädchen und einem weißen Löwen, die sich auf eine gefährliche Reise begeben.

DER KLEINE DRACHE KOKOSNUSS – AUF IN DEN DSCHUNGEL! Ein Abenteuer im Dschungel, bei dem die Freunde ganz neue Drachen kennenlernen. JAHR: 2018 / LÄNGE: 80 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2019 / LÄNGE: 98 MIN. / FSK: 6 JAHR: 2017 / LÄNGE: 110 MIN. / FSK: 0

16. – 22. MAI

23. – 29. MAI

30. MAI – 05. JUNI

CHECKER TOBI UND DAS GEHEIMNIS UNSERES PLANETEN

MICHEL BRINGT DIE WELT IN ORDNUNG

BAMBI

Astrid Lindgren über Michel: ”Er war mir so nahe wie mein eigenes Kind. Eigentlich ist der Michel bis heute meine Lieblingsfigur.”

Walt-Disney Klassiker in restaurierter Fassung: Das neu geborene Rehkitz Bambi findet im Wald erste Freunde, sieht seine Familie und sich aber bald der von den Menschen ausgehenden Gefahr gegenüber.

Checker Tobi reist um den Globus, entdeckt den Rand eines aktiven Vulkans, die kalte Arktis und die Tiefen des blauen Pazifiks.

JAHR: 1973 / LÄNGE: 96 MIN. / FSK: 6 JAHR: 2018 / LÄNGE: 107 MIN. / FSK: 0

JAHR: 1942 / LÄNGE: 70 MIN. / FSK: 6

STAG SK IN D ER ! AC H TU N G G EB U RT stag habt Ihr An Eurem Geburt

FREIEN EerINkinoTR! ITT ins Kind

GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / -17 / -18 (Büro) / info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2017 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


MAI

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

08.05.

15.05.

22.05.

29.05.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

01.05.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


PROGRAMMVORSCHAU 30

PROGRAMMVORSCHAU FÜR

JUNI 2019

6. JUNI 2019

13. JUNI 2019

Ein erfolgreicher Lektor in einem Pariser Verlag hat nicht nur Schwierigkeiten, sich mit den Veränderungen der zunehmenden Digitalisierung der Welt anzufreunden. Auch das neue Manuskript seines langjährigen Klienten empfindet er als problematisch. Das überforderte Individuum in einer sich stetig verändernden Welt, verpackt in eine hochkarätig besetzte Komödie.

Eine junge Hutmacherin kommt 1913 nach Budapest und wird bald in seltsame Ereignisse verstrickt. Nach seinem aufsehenerregenden Holocaust-Thriller "Son of Saul" greift László Nemes in ähnlicher Bildsprache nach einem anderen und doch verwandten Thema: die K.u.K.-Monarchie am Vorabend des 1. Weltkrieges. Die spektakuläre, atmosphärisch intensive Visualisierung dürfte vor allem Filmkunstfans mit cineastischer Vorbildung ansprechen.

REGIE Olivier Assayas DARSTELLER Juliette Binoche, Guillaume Canet, Vincent Macaigne

REGIE Laszlo Nemes DARSTELLER Juli Jakab, Vlad Ivanov, Susanne Wuest

13. JUNI 2019

20. JUNI 2019

27. JUNI 2019

Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie nicht nur mit ihrem bisherigen Leben auf, sondern sorgt auch in ihrem neuen Heimatort Borg für frischen Wind. Mit feinsinnigem Humor erzählt der Film über alten Ballast und neue Perspektiven; die weibliche Antwort auf “Ein Mann namens Ove”.

Als man hinter einer falschen Wand in einer Wohnung drei mumifizierte Leichen findet, werden die Ermittler Carl Mørck und Assad aktiv und stochern damit aber in ein gigantisches Wespennest. Die vierte Verfilmung eines Romans von Jussi Adler Olsen ist gewohnt spannend und unterhaltsam gestaltet.

Klassischen Mustern folgt Gilles Lellouches Komödie, in dem eine Gruppe von Männern in der Middlife-Crisis nach neuer Motivation sucht  und diese ausgerechnet beim Synchronschwimmen findet. Die sympathischen Darsteller sorgen für unterhaltsame zwei Stunden.

REGIE Tuva Novotny DARSTELLER Pernilla August, Peter Haber, Anders Mossling

REGIE Christoffer Boe DARSTELLER Fares Fares, Nikolaj Lie Kaas, Johanne Louise Schmidt

REGIE Gilles Lellouche DARSTELLER Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde

ZWISCHEN DEN ZEILEN

BRITT-MARIE WAR HIER

SUNSET

VERACHTUNG

EIN BECKEN VOLLER MÄNNER


GLAM GIRLS - HINREISSEND VERDORBEN

AB DO

9.5.

Von Chris Addison Mit Anne Hathaway („Les Misérables“) Rebel Wilson („Pitch Perfect“) Tim Blake Nelson („Fantastic Four“) Alex Sharp Von den Männern dieser Welt enttäuscht, verbündet sich Tollpatsch Penny mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine. Gemeinsam wollen sie auf Millionärsjagd gehen, um sich zu nehmen, was ihnen eigentlich nicht gehört. Nur Pennys unkultiviertes Auftreten steht dem Beutezug noch im Weg. Kurzerhand wird sie in die Kunst des Edelbetrugs eingeweiht. Auf dem Lehrplan stehen nun High Heels statt Hoodie und Tango statt Twerken. Ein waghalsiges Unternehmen – doch auch aus einem Ganoven-Entlein wird irgendwann ein ganz schön durchtriebener Schwan mit (sehr eigenem) Stil.

FILMhighlights im MAI ALADDIN

Mit Will Smith („Men in Black“) Naomi Scott („Power Rangers“) Mena Massoud („Jack Ryan“) Marwan Kenzari („Mord im Orient-Express“) Navid Negahban („Homeland“)

nur Mi 8.5. um 19:45 Uhr

3D

Will Smith ist der temperamentvolle Flaschengeist Genie, der jedem, der seine Wunderlampe besitzt, drei Wünsche erfüllt. Die Titelrolle in dieser unsterblichen Geschichte des Straßenjungen Aladdin, der sich in Prinzessin Jasmine, die wunderschöne Tochter des Sultans verliebt, spielt Mena Massoud, einer der aufregenden neuen Schauspieler Hollywoods.

AB DO

9.5.

Von Rob Letterman („Monsters vs. Aliens“) Mit Justice Smith („Jurassic World“) Kathryn Newton () Bill Nighy („Tatsächlich... Liebe“) Der Vater von Tim, Harry Goodman, ist auf mysteriöse Weise verschwunden und wird seither vermisst. Doch Tim kann nicht abwarten, bis sein Vater wiederkommt. Er muss herausfinden, was mit ihm passiert ist. Zur Unterstützung begleitet ihn Harrys ehemaliger Pokémon-Partner Detective Pikachu. Ein urkomisch kluger, anbetungswürdiger Super-Detektiv, der selbst für sich selbst ein Rätsel ist. Als Tim und Pikachu feststellen, dass sie in der Lage sind, miteinander kommunizieren zu können, unternehmen sie ein spannendes Abenteuer um das vertrackte Mysterium aufzuklären. In den neonbeleuchteten Straßen der Metropole Ryme City, in der Menschen und Pokémon in einer hyperrealistischen Live-Action-Welt zusammenleben, stoßen sie auf Hinweise, wonach die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Pokémon zerstört werden könnte und das ganze Pokémon-Universum in Gefahr gerät.

AD ASTRA - ZU DEN STERNEN

ROCKETMAN

AB DO

30.5. Von Dexter Fletcher („Eddie the Eagle: Alles ist möglich“) Mit Taron Egerton („Kingsman“) Jamie Bell („Billy Elliot - I Will Dance“) Richard Madden („Game of Thrones“) Gemma Jones („Sinn und Sinnlichkeit“) Bryce Dallas Howard („Jurassic World“) Es ist schwer zu glauben, aber ROCKETMAN ist der erste Film über das wechselhafte Leben und die Karriere des britischen Popmusikers. Kongenial übernimmt Taron Egerton die Rolle des jungen Elton, der als Ausnahmetalent an der Royal Academy of Music begann und sich zur weltbekannten Musik-Ikone hocharbeitete. Gegen den Willen seines Vaters und geplagt von Selbstzweifel, verfolgt der junge Musiker den Traum von einer Musikkarriere, bis er schließlich zur Inspiration für Millionen wird...

AB DO

23.5.

Von James Gray („Die versunkene Stadt Z“) Mit Brad Pitt („Herz aus Stahl“) Tommy Lee Jones („Auf der Flucht“) Ruth Negga („Loving“) Donald Sutherland („Tribute von Panem“) Jamie Kennedy Raumfahrt-Ingenieur Roy McBride ist ein Einzelgänger, der es nie verwunden hat, dass sein Vater vor 20 Jahren zu einer Mission zum Neptun aufbrach, von der er nie zurückkehrte. Er wollte dort nach intelligentem, außerirdischen Leben suchen. Warum sein Vater nie zurückkehrte und ob er fand, wonach er suchte, möchte Roy nun endlich herausfinden: Er startet selbst in den Weltraum und stößt dabei auf Geheimnisse, die alles, was wir über die menschliche Existenz zu wissen glaubten, in Frage stellen.

AB DO

30.5. Von Michael Dougherty („Krampus“)

JOHN WICK: KAPITEL 3

AB DO

23.5. Von Chad Stahelski („John Wick“) Mit Keanu Reeves („Speed“) Halle Berry („Gothika“) Laurence Fishburne („Matrix“) Anjelica Huston („Die Addams Family“) Ian McShane („Pirates of the Caribbean“) Die Zeit ist ein kostbares Gut. Das versteht niemand besser als John Wick, dessen Schlinge sich mit jedem Augenblick weiter zu zieht. Er hat lediglich eine Stunde Vorsprung, bevor die gesamte Unterwelt nach seinem Kopf lechzt. Wird er freies Geleit erhalten und es lebendig aus New York schaffen? Im mitreißenden Finale der wohl coolsten Action-Trilogie der letzten Jahre gibt es die Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr: Knackige Action, perfekt choreografierte Nahkämpfe und der bestgekleidete Auftragskiller aller Zeiten.

PREVIEW am Mi 22.5. 20:15 Uhr

AB DO

23.5.

Von Guy Ritchie („Sherlock Holmes“)

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt

POKÉMON MEISTERDETEKTIV PIKACHU

3D

Mit Vera Farmiga („Up in the Air“) Kyle Chandler („Manchester by the Sea“) Millie Bobby Brown („Stranger Things“) Charles Dance („Game of Thrones“) Sally Hawkins („Shape of Water“) In der neuen Geschichte bewähren sich die Mitglieder der krypto-zoologischen Agentur Monarch heldenhaft im Kampf gegen eine ganze Phalanx von überdimensionalen Monstern, wobei sich der gewaltige Godzilla mit Mothra, Rodan und seinem Erzfeind, dem dreiköpfigen King Ghidorah, anlegt. Diese Urmonster hielt man bisher für reine Mythen, doch als sie plötzlich wieder auftauchen, konkurrieren sie alle um die Vorherrschaft und bedrohen so den Lebensraum der gesamten Menschheit.

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PROGRAMMHEFT MAI 2019

3. TECHNICOLOR FILMFESTIVAL 23.-26. Mai 2019 Donnerstag 23.5.

20.00

A MATTER OF LIFE AND DEATH (OV) GB 1940

20.30

DER REBELL (DF) USA 1950 7 GEGEN CHICAGO (DF) USA 1964 KÖNIG DER KÖNIGE (DF) USA 1961 4-Kanal Magnetton TOLL TRIEBEN ES DIE ALTEN RÖMER (DF) USA 1966

23.00

Late Night Technicolor Bahnhofskino:

11.00 13.00 16.00

OV = Original Fassung, DF = Deutsche Fassung, OmU = Original mit Untertiteln

Freitag, 24.5.

GOODBYE, BRUCE LEE (DF) Taiwan 1975 Samstag, 25.5.

11.00 13.30 16.30 20.00

VERA CRUZ (DF) USA 1954 DER EISERNE RITTER VON FALWORTH (DF) USA 1954 SAMSON UND DELILAH (DF) USA 1949 APOCALYPSE NOW – REDUX (OV) USA 1979/1999

4-Kanal Magnetton

13.00 15.00 19:30

Foto: © agsandrew – Adobe Stock; Gestaltung: kummerdesign

Sonntag, 26.5.

11.00

ATTILA DER HUNNENKÖNIG (DF) USA 1954 4-Kanal Magnetton Kurzfilme, Trailer und Technicolor Raritäten (Eintritt frei) WOODSTOCK (DF) USA 1970 4-Kanal Magnetton DIE WUNDERBARE MACHT (DF) USA 1954 A MATTER OF LIFE AND DEATH zeigen wir als digital restauriertes 4K DCP – alle anderen Filme werden mit authentischen Technicolor Kopien im 35mm Filmformat vorgeführt

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der

GROSSBILDWAND

Profile for Schauburg Kino & Theater

Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Mai 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für Mai 2019.

Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Mai 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für Mai 2019.