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NEU IM APRIL 04

ANOTHER DAY OF LIFE Polen, Spanien, Deutschland, Belgien, Ungarn 2018

Die Geschichte von Ryszard Kapuściński, der in Angola als Reporter tätig war, sich aber in den Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit hineinziehen ließ. Ein bewegendes Stück Kino, das auf faszinierende Art und Weise ein Amalgam aus Dokumentation und Animation bietet. Über fünf Jahre hinweg wurde der Film produziert. Die Basis bildet Ryszard Kapuściński Buch „Wieder ein Tag Leben“, in dem er von seinen drei Monaten in Angola berichtet, als die Ausrufung der Unabhängigkeit kurz bevor stand. Kapuściński war mittendrin, als die angolanische Hauptstadt Luanda immer mehr verkam. Er erlebte mit, wie die MPLA, die Popular Movement for the Liberation of Angola moralisch immer mehr abbaute. Wie Südafrika sich in den Konflikt einschaltete und wie Angola in einem Kalten Krieg der Amerikaner und der Sowjets immer mehr aufgerieben wurde. Man hätte aus diesem Stoff auch einfach nur eine packende Dokumentation machen können, doch die Regisseure Raul de la Fuente und Damian Nenow wollten mehr. Sie wussten um die Kraft, die Animation entwickeln kann, weil sie an eine Emotionalität rüttelt, die bei einer nüchternen Betrachtungsweise der Geschehnisse nicht so direkt und nicht so wuchtig möglich gewesen wäre. Man folgt Kapuścińskis Geschichte, seiner Reise in den gefährlichen Süden, seiner Begegnung mit Kämpfern in diesem Konflikt, und seinem Weg zurück nach Hause, als alles gut zu werden schien, aber es nicht wurde. In einem der eindringlichsten Momente des Films, in dem die Farbe Rot plötzlich dominiert, findet Kapuściński zusammen mit seinem Kollegen Artur auf Dutzende Kilometer hinweg Zivilisten, die von der FNLA abgeschlachtet wurden. Aber das ist ein zu kurzer Moment, der im Donner der Gewehrsalven und der exzellenten Soundeffekte untergeht. Der Film wirkt wie eine lebendig gewordene Graphic Novel. Die Animation orientiert sich an Filmen wie „A Scanner Darkly“ oder „Waltz with Bashir“, in der Kombination mit den Interviews der noch lebenden Protagonisten, aber auch Bild- und Fotomaterial der Gefallenen, ergibt sich eine Direktheit, die der Empathie förderlich ist und mit einer gewissen Melancholie einhergeht, wenn klar wird, dass die Hoffnungen und Träume, die alle für ein freies Angola hatten, sich nie erfüllt haben.

AB 4. APRIL IN DER SCHAUBURG

REGIE Raul de la Fuente, Damian Nenow DARSTELLER Miroslaw Haniszewski, Vergil J. Smith, Tomasz Zietek LAUFZEIT 85 Minuten FSK 12 VERLEIH Pandora Film

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft April 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters für April 2019.

Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft April 2019  

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